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TEBS E

VERSIONEN E0 BIS E6.5

Systembeschreibung
Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis
1 Abkürzungsverzeichnis.................................................................................................................................... 6
2 Allgemeine Hinweise........................................................................................................................................ 7
3 Informationen zur Druckschrift........................................................................................................................ 9
4 Sicherheitshinweise........................................................................................................................................ 11
5 Einleitung......................................................................................................................................................... 13
5.1 Systemaufbau. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
5.1.1 Bremssystem............................................................................................................................ 14
5.1.2 Bremssystem mit konventioneller Luftfederung....................................................................... 15
5.1.3 Elektronisch geregelte Luftfederung........................................................................................ 18
5.2 Übersicht der Funktionen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
6 Bremssystem................................................................................................................................................... 23
6.1 Systemausführung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23
6.2 Verwendungsbereich. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23
6.3 Gutachten und Normen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
6.4 ABS-Konfigurationen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
6.5 Beschreibung der Komponenten der elektropneumatischen Bremsanlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29
6.6 Bestandteile des TEBS E Modulators. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32
6.7 Versorgung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32
6.7.1 Funktionstest beim Einschalten bzw. Ankuppeln..................................................................... 33
6.7.2 Spannungsversorgung über Bremslicht (24N)......................................................................... 33
6.7.3 Betrieb über Batterie im Anhängefahrzeug.............................................................................. 33
6.7.4 Multi-Voltage............................................................................................................................ 33
6.8 Systemüberwachung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35
6.8.1 Warnungen und Systemmeldungen......................................................................................... 35
6.8.2 Pneumatische Redundanz....................................................................................................... 37
6.9 Bremsfunktionen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38
6.9.1 Sollwerterkennung................................................................................................................... 38
[Link] Externer Sollwertdrucksensor................................................................................. 38
6.9.2 Automatisch Lastabhängige Bremskraftregelung (ALB).......................................................... 40
[Link] Mechanische Federungen...................................................................................... 44
6.9.3 Druckregelung.......................................................................................................................... 46
6.9.4 Überlastschutz.......................................................................................................................... 46
6.9.5 Anti-Blockier-System (ABS)..................................................................................................... 48
6.9.6 Roll Stability Support (RSS)..................................................................................................... 49
6.9.7 Stillstandsfunktion.................................................................................................................... 50
6.9.8 Notbremsfunktion..................................................................................................................... 51
6.9.9 Prüfmodus................................................................................................................................ 51
6.10 ECU-interne Funktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52
6.10.1 Kilometerzähler........................................................................................................................ 52
6.10.2 Servicesignal............................................................................................................................ 53
6.10.3 ServiceMind.............................................................................................................................. 54
6.10.4 Ausgabe der Achslast.............................................................................................................. 55
6.10.5 Notizbuchfunktion..................................................................................................................... 57
6.10.6 Service Dokumentation (ab TEBS E5)..................................................................................... 58
6.10.7 Betriebsdatenspeicher (ODR).................................................................................................. 58
7 GIO-Funktionen............................................................................................................................................... 62
7.1 Liftachssteuerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 63
7.2 Schleppachssteuerung mit Restdruckhaltung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68
3
Inhaltsverzeichnis

7.3 Extern gesteuerte Liftachse. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68


7.4 Integrierte elektronisch geregelte Luftfederung (ECAS) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 69
7.4.1 Sollniveauregelung................................................................................................................... 77
7.4.2 Fahrniveaus............................................................................................................................. 79
7.4.3 Grüne Warnlampe.................................................................................................................... 81
7.4.4 Temporäre Deaktivierung der automatischen Niveauregulierung............................................ 82
7.5 Geschwindigkeitsschalter (ISS 1 und ISS 2) und RtR. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84
7.6 Anfahrhilfe. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 86
7.7 Externer Achslastsensor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90
7.8 Dynamische Radstandsregelungen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 91
7.8.1 Rangierhilfe (OptiTurnTM).......................................................................................................... 91
7.8.2 Stützlastreduzierung (OptiLoadTM)........................................................................................... 93
7.8.3 Anschluss der Komponenten................................................................................................... 96
7.9 Zwangssenken und Ausschalten der Liftachsfunktion. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 100
7.10 RSS-aktiv-Signal (ab TEBS E2) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 103
7.11 ABS-aktiv-Signal (ab TEBS E2). . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 103
7.12 Bremsbelagverschleißanzeige (BVA) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 104
7.13 Spannungsversorgung und Datenkommunikation an GIO5 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 107
7.14 Geschwindigkeitssignal. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 107
7.15 Dauerplus 1 und 2. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 108
7.16 Straßenfertigerbremse. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 109
7.16.1 Näherungsschalter................................................................................................................. 113
7.17 Trailer Extending Control. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 115
7.18 Aktuelle Fahrzeuglänge (Trailer Length Indication) (ab Version TEBS E4) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 118
7.19 Kippwarnung (Roll Stability Adviser). . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 120
7.20 Überlast-Erkennung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 122
7.21 SafeStart. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 123
7.22 Elektronische Parkbremse (ab Version TEBS E4). . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 125
7.23 Entspannungsfunktion (Bounce Control). . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 128
7.24 Sperrung der Lenkachse. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 129
7.25 Gabelstaplerregelung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 130
7.26 Bremslösefunktion. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 132
7.27 Notfallbremslicht (Emergency Brake Alert) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 134
7.28 Wegfahrsperre (Immobilizer). . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 136
7.29 Frei konfigurierbare Funktionen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 141
8 Externe Systeme........................................................................................................................................... 142
8.1 Elektronisches Erweiterungsmodul. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 142
8.1.1 TailGUARDTM-Funktionen ...................................................................................................... 144
8.1.2 Anbindung von ISO 12098..................................................................................................... 151
8.1.3 Batterieversorgung und Batterieladung.................................................................................. 152
8.2 Trailer Remote Control . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 154
8.3 Externe ECAS. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 155
8.4 Trailer Central Electronic. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 156
8.5 Reifendrucküberwachung gemäß UN ECE R 141. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 157
8.5.1 OptiTireTM ............................................................................................................................... 157
8.6 OptiLinkTM . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 160
8.7 Multi CAN Kabel 449 934 330 0 und 449 944 217 0. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 164
8.8 Telematik (TX-TRAILERGUARDTM). . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 167
9 Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung........................................................................ 168
9.1 Sicherheitshinweise. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 168
9.2 Daten zum TEBS E Modulator. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 169

4
Inhaltsverzeichnis

9.3 Anschlüsse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 170


9.4 Einbau im Fahrzeug. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 171
9.4.1 RSS-Einbauvorschrift............................................................................................................. 173
9.5 Kabelmontage / Kabelfixierung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 175
9.6 Einbau Wegsensor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 177
9.7 Einbau Komponenten Wegfahrsperre (Immobilizer). . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 179
9.8 Einbau Trailer Remote Control . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 180
9.9 Einbau TailGUARD-Komponenten. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 180
9.10 Einbau eTASC. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 192
10 Inbetriebnahme............................................................................................................................................. 193
10.1 Bremsberechnung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 193
10.2 Parametrierung mittels TEBS E Diagnose Software. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 193
10.3 Funktionstest. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 195
10.4 Inbetriebnahme der LIN-Ultraschallsensoren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 195
10.5 Kalibrierung der Wegsensoren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 197
10.5.1 Kalibrierung bei Fahrzeugen mit mechanischer Federung.................................................... 200
10.6 Dokumentation. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 201
11 Bedienung...................................................................................................................................................... 202
11.1 Warnmeldungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 202
11.2 Bedienung mit Trailer Remote Control. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 202
11.3 Bedienung der ECAS-Niveauregelung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 211
11.3.1 Bedienung der ECAS-Niveauregelung (ohne eTASC)........................................................... 211
11.3.2 Bedienung der ECAS-Niveauregelung mit eTASC................................................................. 213
11.4 Bedienung der Anfahrhilfe. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 214
11.5 Bedienung OptiLoad/OptiTurn. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 214
11.6 Bedienung Liftachsen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 215
11.7 Bedienung des Immobilizers. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 215
12 Werkstatthinweise......................................................................................................................................... 216
12.1 Wartung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 216
12.2 Systemschulung und PIN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 216
12.3 Diagnose Hardware. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 217
12.4 Prüfungen / Simulationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 218
12.5 Austausch und Reparatur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 220
12.6 Zugabstimmung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 223
12.7 Entsorgung / Recycling. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 224
13 Anhang........................................................................................................................................................... 225
13.1 Pneumatische Anschlüsse für TEBS E. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 225
13.2 Pinbelegung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 227
13.2.1 TEBS E Modulatoren............................................................................................................. 227
13.2.2 Elektronisches Erweiterungsmodul........................................................................................ 229
13.3 Kabelübersicht. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 232
13.3.1 Kabelübersicht „Modulator“.................................................................................................... 233
13.3.2 Kabelübersicht „Elektronisches Erweiterungsmodul“............................................................. 245
13.4 GIO-Schemata. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 247
13.5 Bremsschemata. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 249

Ausgabe 11 Diese Druckschrift unterliegt keinem Änderungsdienst.


Version 1 (11.2022) Die aktuelle Version finden Sie unter:
Druckschriften-Nr.: 815 020 093 3 [Link]

5
Abkürzungsverzeichnis

1 Abkürzungsverzeichnis
ABKÜRZUNG BEDEUTUNG
ABS (engl. Anti-Lock Braking System); Anti-Blockier-System
(franz. Accord européen relatif au transport international des marchandises Dangereuses par
ADR
Route); Europäisches Übereinkommen über die Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße
ALB Automatisch Lastabhängige Bremskraftregelung
BAT Batterie
BO Betriebs-Ordnung; BO-Kraftkreis = Betriebs-Ordnung-Kraftfahrzeuge-Kreis
BVA Bremsbelagverschleißanzeige
(engl. Controller Area Network); asynchrones, serielles Bussystem für die Vernetzung von
CAN
Steuergeräten in Automobilen
ECAS (engl. Electronically Controlled Air Suspension); elektronisch geregelte Luftfederung
ECE (engl. Economic Commission for Europe), Wirtschaftskommission für Europa
ESD (engl. Electrostatic Discharge); elektrostatische Entladung
eTASC (engl. electronic Trailer Air Suspension Control); Drehschieberventil mit RTR- und ECAS-Funktion
GGVS Gefahrgut-Verordnung Straße (deutsche Entsprechung der ADR)
GIO (engl. Generic Input/Output); programmierbarer Ein-/Ausgang
IR Individual-Regelung; individuelle Regelung von sensierten Rädern einer Seite
ISO (engl. International Organization for Standardization); Internationale Organisation für Normung
ISS (engl. Integrated Speed Switch); integrierter Geschwindigkeitsschalter
LACV-IC (engl. Lifting Axle Control Valve, Impulse-Controlled); impulsgesteuertes Liftachsteuerventil
(engl. Local Interconnect Network); Spezifikation für ein serielles Kommunikationssystem, auch
LIN
LIN-Bus; Schnittstelle der Sensoren
MAR Modifizierte Achs-Regelung; Regelung von zwei sensierten Rädern einer Achse
MSR Modifizierte Seiten-Regelung; Regelung von zwei sensierten Rädern einer Fahrzeugseite
ODR (engl. Operating Data Recorder); Betriebsdatenspeicher
PEM (engl. Pneumatic Extension Module); Pneumatisches Erweiterungs-Modul
PLC (engl. Power Line Communication); Datenkommunikation über Kabel der Stromversorgung
PREV (engl. Park Release Emergency Valve); Park-Löse-Sicherheitsventil
PUK (engl. Personal Unblocking Key); Persönliche Nummer zum Entsperren
Pulsweitenmodulation; Modulationsart, bei der eine technische Größe (z. B. elektrischer Strom)
PWM
zwischen zwei Werten wechselt
RSD (engl. Rotary Slide Detection); Drehschiebererkennung
RSS (engl. Roll Stability Support); Fahrstabilitätsregelung
RtR (engl. Return to Ride) Rückkehr ins Fahrniveau (Luftfederung)
SHV (engl. Select High Ventil); Ventil zur Aussteuerung des höheren Druckes
SLV (engl. Select Low Ventil); Ventil zur Aussteuerung des niedrigeren Druckes
StVZO Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (gültig für Deutschland)
TASC (engl. Trailer Air Suspension Control); Drehschieberventil mit RtR-Funktion
TEBS (engl. Electronic Braking System for Trailers); elektronisches Bremssystem für Anhänger
TLI (engl. Trailer Length Indication); aktuelle Fahrzeuglänge
TT (engl. Timer Ticks); interne Messeinheit der Wegsensoren
(engl. Universal Serial Bus); serielles Bussystem zur Verbindung eines Computers mit externen
USB
Geräten

6
Allgemeine Hinweise

2 Allgemeine Hinweise
Verwendete Symbolik

GEFAHR
Beschreibung einer unmittelbaren Situation, die bei Nichtbeachtung des
Warnhinweises irreversible Verletzungen oder Tod zur Folge hat.

WARNUNG
Beschreibung einer möglichen Situation, die bei Nichtbeachtung des
Warnhinweises irreversible Verletzungen oder Tod zur Folge haben kann.

VORSICHT
Beschreibung einer möglichen Situation, die bei Nichtbeachtung des
Warnhinweises reversible Verletzungen zur Folge haben kann.

HINWEIS
Beschreibung einer möglichen Situation, die bei Nichtbeachtung des
Warnhinweises Sachschäden zur Folge haben kann.
@

Wichtige Informationen, Hinweise und/oder Tipps


i
i
www www
Verweis auf Informationen im Internet

@ @ @

– Handlungsschritt
Ö Ergebnis einer Handlung
„ Aufzählung/-listung

TEBS E VERSION DAS SYSTEM UMFASST: STAND


TEBS E0 TEBS E ab Version 0 Juli 2007
TEBS E1 TEBS E ab Version 1 September 2008
TEBS E1.5 TEBS E ab Version 1.5 Dezember 2009
TEBS E ab Version 2
TEBS E2 Elektronisches Erweiterungsmodul / November 2010
Trailer Remote Control ab Version 0
TEBS E ab Version 2.5
TEBS E2.5 Elektronisches Erweiterungsmodul / Januar 2012
Trailer Remote Control ab Version 1
TEBS E ab Version 4
TEBS E4 Elektronisches Erweiterungsmodul / Januar 2014
Trailer Remote Control ab Version 2
7
Allgemeine Hinweise

TEBS E VERSION DAS SYSTEM UMFASST: STAND


TEBS E ab Version 5
TEBS E5 Elektronisches Erweiterungsmodul / Oktober 2015
Trailer Remote Control ab Version 2
TEBS E ab Version 5
TEBS E5.3 Elektronisches Erweiterungsmodul / Oktober 2017
Trailer Remote Control ab Version 2
TEBS E ab Version 5
TEBS E5.5 Elektronisches Erweiterungsmodul / Oktober 2018
Trailer Remote Control ab Version 2
TEBS E ab Version 6
TEBS E6 Elektronisches Erweiterungsmodul / Juni 2021
Trailer Remote Control ab Version 2
TEBS E ab Version 6
TEBS E6.5 Elektronisches Erweiterungsmodul / März 2023
Trailer Remote Control ab Version 2

WABCO Academy

[Link]

WABCO Online-Produktkatalog

[Link]

WABCO Kontakt

Ihren lokalen WABCO Ansprechpartner finden Sie über die folgende Seite:
[Link]

8
Informationen zur Druckschrift

3 Informationen zur Druckschrift


Zweck der Druckschrift

Diese Druckschrift richtet sich sowohl an den Hersteller von


Anhängefahrzeugen als auch an Werkstätten.

Aufbau der WABCO Produktnummer

WABCO Produktnummern sind aus 10 Ziffern aufgebaut.

Produktionsdatum

Gerätetyp
Abwandlung
Zustandskennziffer
0 = Neugerät (Komplettgerät)
1 = Neugerät (Unterbaugruppe)
2 = Reparatursatz oder Unterbaugruppe
4 = Einzelteil
7 = Austauschgerät
R = Reman

Technische Druckschriften

[Link]

DRUCKSCHRIFTENTITEL DRUCKSCHRIFTENNUMMER
CAN-Router / CAN-Repeater –
815 XX0 176 3
Systembeschreibung
TailGUARDTM Systembeschreibung 815 XX0 211 3
Diagnose Produktübersicht 815 XX0 037 3
ECAS für Anhängefahrzeuge –
815 XX0 025 3
Systembeschreibung
Druckluftbremsausrüstungen für
815 XX0 034 3
Anhängefahrzeuge
OptiTireTM – Systembeschreibung 815 XX0 229 3
ODR-Tracker – Bedienungsanleitung 815 XX0 149 3
SmartBoard – Bedienungsanleitung 815 XX0 138 3
815 XX0 260 3 (neu)
SmartBoard – Systembeschreibung
815 XX0 136 3 (alt)
TASC Trailer Air Suspension Control –
815 XX0 186 3
Funktion und Montage
Trailer EBS E Anschlüsse – Poster 815 XX0 144 3
Trailer EBS E – Austausch des Modulators 815 980 183 3
Trailer EBS E System Übersicht – Poster 815 XX0 143 3
9
Informationen zur Druckschrift

DRUCKSCHRIFTENTITEL DRUCKSCHRIFTENNUMMER
TX-TRAILERGUARDTM [Link]
Trailer Remote Control –
815 990 193 3
Bedienungsanleitung
Trailer Remote Control – Einbau- und
815 XX0 195 3
Anschlussanleitung
Verschraubungskatalog 815 XX0 080 3
OptiLink TM
Benutzerhandbuch 815 XX0 231 3
OptiLink TM
Installationsanleitung 815 XX0 226 3

*Sprachencode XX: 01 = Englisch, 02 = Deutsch, 03 = Französisch, 04 = Spanisch, 05 = Italienisch,


06 = Niederländisch, 07 = Schwedisch, 08 = Russisch, 09 = Polnisch, 10 = Kroatisch,
11 = Rumänisch, 12 = Ungarisch, 13 = Portugiesisch (Portugal), 14 = Türkisch, 15 = Tschechisch,
16 = Chinesisch, 17 = Koreanisch, 18 = Japanisch, 19 = Hebräisch, 20 = Griechisch, 21 = Arabisch,
24 = Dänisch, 25 = Litauisch, 26 = Norwegisch, 27 = Slowenisch, 28 = Finnisch, 29 = Estnisch,
30 = Lettisch, 31 = Bulgarisch, 32 = Slowakisch, 34 = Portugiesisch (Brasilien), 35 = Mazedonisch,
36 = Albanisch, 97 = Deutsch/Englisch, 98 = multilingual, 99 = nonverbal

10
Sicherheitshinweise

4 Sicherheitshinweise
Beachten Sie alle notwendigen Vorschriften und Anweisungen
„ Nur geschultes und qualifiziertes Fachpersonal darf Arbeiten am Fahrzeug
vornehmen.
„ Lesen Sie diese Druckschrift sorgfältig durch.
Halten Sie sich unbedingt an alle Warnhinweise, Hinweise und
Anweisungen, um Personen- und Sachschäden zu vermeiden.
WABCO gewährleistet nur dann die Sicherheit, Zuverlässigkeit und Leistung
seiner Produkte und Systeme, wenn alle Informationen dieser Druckschrift
beachtet werden.
„ Leisten Sie den Vorgaben und Anweisungen des Fahrzeugherstellers
unbedingt Folge.
„ Führen Sie Nachrüstungen und Änderungen am Fahrzeug nur in
Abstimmung mit dem Fahrzeughersteller durch.
„ Halten Sie die Unfallverhütungsvorschriften des Betriebes sowie regionale
und nationale Vorschriften ein.
„ Der Arbeitsplatz muss trocken sowie ausreichend beleuchtet und belüftet
sein.
„ Verwenden Sie – soweit erforderlich – eine Schutzausrüstung
(Sicherheitsschuhe, Schutzbrille, Atemschutz und Gehörschutz).

Vermeiden Sie elektrostatische Aufladungen und unkontrollierte Entladungen (ESD):

Beachten Sie bei Konstruktion und Bau des Fahrzeugs:


„ Verhindern Sie Potentialunterschiede zwischen Komponenten (z. B. Achsen)
und Fahrzeugrahmen (Chassis).
Stellen Sie sicher, dass der Widerstand zwischen metallischen Teilen der
Komponenten zum Fahrzeugrahmen geringer als 10 Ohm ist.
Verbinden Sie bewegliche oder isolierte Fahrzeugteile wie Achsen elektrisch
leitend mit dem Rahmen.
„ Verhindern Sie Potentialunterschiede zwischen Motorwagen und Anhänger.
Stellen Sie sicher, dass auch ohne Kabelverbindung zwischen metallischen
Teilen von Motorwagen und angekoppeltem Anhänger eine elektrisch
leitfähige Verbindung über die Kupplung (Königszapfen, Sattelplatte, Klaue
mit Bolzen) hergestellt wird.
„ Verwenden Sie bei der Befestigung der ECUs am Fahrzeugrahmen
elektrisch leitende Verschraubungen.
„ Verlegen Sie Kabel möglichst in metallischen Hohlräumen (z. B. innerhalb
der U-Träger) oder hinter metallischen und geerdeten Schutzblenden, um
Einflüsse von elektromagnetischen Feldern zu minimieren.
„ Vermeiden Sie die Verwendung von Kunststoffmaterialien, wenn dadurch
elektrostatische Ladungen entstehen könnten.
„ Verbinden Sie beim elektrostatischen Lackieren die Masseleitung der
ISO 7638 Steckverbindung (Pin 4) mit der Lackiermasse (Fahrzeugchassis).

HINWEIS
Während des Fahrzeugbetriebes ist die Verbindung von Masseanschlüssen
der Trailer EBS mit dem Fahrzeugchassis nicht zulässig.

11
Sicherheitshinweise

Beachten Sie bei Reparatur und Schweißarbeiten am Fahrzeug:


„ Klemmen Sie – sofern im Fahrzeug verbaut – die Batterie ab.
„ Trennen Sie die Kabelverbindungen zu Geräten und Komponenten und
schützen Sie Stecker und Anschlüsse vor Schmutz und Feuchtigkeit.
„ Verbinden Sie beim Schweißen die Masseelektrode immer direkt mit dem
Metall neben der Schweißstelle, um magnetische Felder und Stromfluss
über Kabel oder Komponenten zu vermeiden.
„ Achten Sie auf gute Stromleitung, indem Sie Lack oder Rost rückstandslos
entfernen.
„ Verhindern Sie beim Schweißen Wärmeeinwirkung auf Geräte und Kabel.

Besondere Hinweise bei Verwendung von vorgefertigten TEBS Trägermodulen zum Einbau in das
Fahrzeug:
Durch Optimierung von Produktionsprozessen bei den Anhängerherstellern
werden heutzutage vielfach vorgefertigte TEBS Trägermodule im
Anhängefahrzeug verbaut. An diesem Querträger sind der TEBS E Modulator
sowie weitere mögliche Ventile befestigt. Diese Trägermodule sind häufig
lackiert, so dass beim Einbau in den Fahrzeugrahmen die elektrische
Leitfähigkeit zwischen Fahrzeugrahmen und Trägermodul wiederhergestellt
werden muss.
Sicherstellen der elektrischen Leitfähigkeit zwischen Trägermodul und
Fahrzeugrahmen:
„ Befestigen Sie das Trägermodul mit elektrisch leitenden Verschraubungen
durch selbstschneidende Schrauben mit leitender Oberfläche am
Fahrzeugrahmen.
„ Der Widerstand zwischen Trägermodul und Rahmen muss < 10 Ohm sein.

Die Verbindung von rostfreiem Stahl und Aluminium erzeugt starke


i
Korrosion. Die direkte Montage an Trägern aus rostfreiem Stahl ist
deshalb nicht zulässig.
i

12
Einleitung

5 Einleitung
Da das Trailer EBS E ein sehr komplexes System ist, ist auch diese
Systembeschreibung sehr umfangreich. Hier ein paar Hinweise zum Aufbau
dieser Unterlage:

Bremssystem
In diesem Kapitel finden Sie die Beschreibung der Funktionen, die zur Erfüllung
der gesetzlichen Vorschriften benötigt werden, wie dem ABS, RSS und den
weiteren Funktionen der Bremssteuerung.

GIO-Funktionen
Neben der Steuerung der Radbremsen beherrscht vor allem die Trailer EBS E
Premium-Variante eine Vielfalt von Funktionen, die fahrzeugspezifisch realisiert
werden können. Neben den von WABCO „vorbereiteten“ Lösungen, wie der
Steuerung der Luftfederanlage oder der dynamischen Radstandsregelung,
wird in diesem Kapitel auch erläutert, wie frei konfigurierbare Steuerungen vom
Fahrzeughersteller umgesetzt werden können.

Externe Systeme
In diesem Kapitel finden Sie Informationen zu folgenden externen Systemen,
die an den Trailer EBS E Modulator angeschlossen werden können:
elektronisches Erweiterungsmodul (inklusive Beschreibungen der möglichen
Zusatzfunktionen), Trailer Remote Control (Anhänger-Fernbedienung),
Reifendrucküberwachung (OptiTireTM), externe ECAS, Trailer Central Electronic
und Telematik (TX-TRAILERGUARDTM).

Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung


In diesem Kapitel finden Sie Beschreibungen, wie einzelne Komponenten und
Kabel verbaut bzw. montiert werden.

Inbetriebnahme
Neben der Inbetriebnahme und Kalibrierung wird in diesem Kapitel u. a. auch
auf die Parametrierung mittels TEBS E Diagnose Software eingegangen.

Bedienung
In diesem Kapitel wird die Bedienung einiger Funktionen mittels
Bedieneinheiten (SmartBoard, Trailer Remote Control etc.) genauer
beschrieben.

Werkstatthinweise
Dieses Kapitel gibt vor allem Hinweise zur Wartung, Systemdiagnose,
Systemschulung, Störungssuche, Zugabstimmung und zur Reparatur bzw. zum
Austausch von Komponenten.

Anhang
Der Anhang enthält Schemata und Übersichten.

13
Einleitung

5.1 Systemaufbau
Dieses Kapitel gibt Ihnen eine grobe Übersicht über Funktion und Aufbau der Grundsysteme.

5.1.1 Bremssystem
Standard-Sattelanhänger mit ABS-Konfiguration 2S/2M

Standard-Deichselanhänger mit ABS-Konfiguration 4S/3M

POSITION BENENNUNG
1 Spannungsversorgung über ISO 7638
2 Bremsleitung
3 Vorratsleitung

14
Einleitung

POSITION BENENNUNG
4 Stopplichtversorgung 24N über ISO 1185 (optional)
5 TEBS E Modulator (mit integrierten Drucksensoren und integriertem Redundanzventil)
6 Park-Löse-Sicherheitsventil (PREV)
7 Überlastschutzventil
8 Vorratsbehälter der Betriebsbremsanlage
9 ABS-Drehzahlsensor
10 EBS-Relaisventil zur Steuerung der 2. Achse (3. Modulator)
11 Tragbalg
12 TristopTM-Zylinder
Die Linien stellen die Verkabelung und Verrohrung der Komponenten dar.

5.1.2 Bremssystem mit konventioneller Luftfederung


Mit Einführung des Bremssystems Trailer EBS E ist die Verrohrung und Verkabelung der Anhängerbrems- und
Luftfederungsanlage erheblich vereinfacht worden.

Anhängerbremsanlage mit konventioneller Luftfederung

POSITION BENENNUNG
1 Spannungsversorgung über ISO 7638
2 Bremsleitung
3 Vorratsleitung
4 Stopplichtversorgung 24N über ISO 1185 (optional)
5 Pneumatic Extension Modul (PEM)
6 Überströmventil (im PEM integriert)
15
Einleitung

POSITION BENENNUNG
7 Überlastschutzventil (im PEM integriert)
8 Betriebsbremsteil der TristopTM-Zylinder
9 TristopTM-Zylinder
10 Vorratsbehälter der Betriebsbremsanlage
11 Vorratsbehälter für die Luftfederung
12 Heben-/Senkenventil (z. B. TASC)
13 Roter Knopf zur Betätigung der Parkbremsanlage (am PREV)
14 Schwarzer Knopf zum Lösen der automatischen Bremse (am PREV)
15 Tragbalg
16 Liftachsventil
17 Luftfederventil
18 ABS-Drehzahlsensor
19 TEBS E Modulator
20 Park-Löse-Sicherheitsventil (PREV)
Die Linien stellen die Verkabelung und Verrohrung der Komponenten dar.

Bremssystem
Das Anhängefahrzeug ist über die beiden Kupplungsköpfe für Vorratsdruck (3)
und Steuerdruck (2) mit dem Zugfahrzeug verbunden. Über das Park-Löse-
Sicherheitsventil (PREV, 20) wird der Steuerdruck zum TEBS E Modulator (19)
geleitet. Das PREV hat einen roten Betätigungsknopf (13) zur Betätigung der
Parkbremse sowie einen weiteren schwarzen Betätigungsknopf (14) zum Lösen
der bei abgekoppeltem Anhängefahrzeug automatisch betätigten Bremse.
Die Druckluft des Vorratsbehälters strömt über ein im PREV integriertes
Rückschlagventil zum Pneumatic Extension Modul (PEM, 5).
Das PEM beinhaltet folgende Funktionen:
„ ein Überströmventil zur Absicherung des Druckes in der Bremsanlage
gegenüber der Luftfederung,
„ ein Überlastschutzventil zum Schutz der Radbremsen vor Überlast – bei
gleichzeitiger Betätigung von Betriebs- und Feststellbremse,
„ eine Druckverteilung für Vorrat „Luftfederung“ und Vorrat „Betriebsbremse“.
Der TEBS E Modulator steuert die Betriebsbremsteile (8) der TristopTM-
Zylinder (9) an. Zur Sensierung der Raddrehzahlen sind mindestens zwei
ABS-Drehzahlsensoren (18) angeschlossen. Am PEM ist des Weiteren ein
Prüfanschluss zum Messen des aktuellen Bremsdrucks vorhanden. Das PEM
befüllt mit dem vom PREV kommenden Vorratsdruck den Vorratsbehälter der
Betriebsbremsanlage (10).
Der TEBS E Modulator wird vom Vorratsbehälter über die gleiche Leitung mit
Vorratsdruck versorgt. Über das im PEM integrierte Überströmventil wird der
Vorratsbehälter für die Luftfederung (11) befüllt. Das Überströmventil hat die
Aufgabe, das vorrangige Auffüllen der Vorratsbehälter „Bremse“ sicherzustellen
und bei Druckverlust in der Luftfederung den Druck in der Betriebsbremsanlage
zu sichern und so die Bremsfähigkeit des Anhängefahrzeugs sicherzustellen.
Zum Schutz der Radbremsen vor einer Überbeanspruchung durch
Bremskraftaddition (Membranteil und Federspeicherteil der TristopTM-Zylinder
gleichzeitig betätigt) ist im PEM ein Überlastschutzventil (7) integriert. Vom PEM
aus wird der Druck zu den TristopTM-Zylindern (9) verteilt.
16
Einleitung

Die Parkbremse wird durch Betätigung des roten Knopfes am PREV (13)
eingelegt. Dadurch wird der Parkbremsteil des TristopTM-Zylinders entlüftet, so
dass die integrierte Feder die Radbremse betätigen kann. Wird bei betätigter
Parkbremse zusätzlich die Betriebsbremse benutzt, strömt der Bremsdruck
über das Überlastschutzventil in den Parkbremsteil der TristopTM-Zylinder und
baut so proportional zur aufgebauten Bremskraft im Betriebsbremsteil die Kraft
im Parkbremsteil ab, so dass keine Kraftaddition stattfindet.

Konventionelle Luftfederungsanlage
Die konventionelle Luftfederungsanlage besteht aus einem Luftfederventil
(17) und einem Heben-/Senkenventil, z. B. TASC (12)Kapitel „7.5
Geschwindigkeitsschalter (ISS 1 und ISS 2) und RtR“, Seite 84. Beide
Ventile werden vom PEM mit Vorratsdruck versorgt. Das Luftfederventil
regelt das Fahrniveau des Anhängefahrzeugs aus, indem die Luftmenge in
den Tragbälgen (15) verändert wird. Über das Heben-/Senkenventil kann
das Niveau des Anhängefahrzeugs, z. B. zum Be- oder Entladen von Hand
verändert werden. Des Weiteren kann ein Liftachsventil (16) verbaut sein, das
in Abhängigkeit der Beladung vom TEBS E Modulator ausgesteuert wird. Das
Liftachsventil wird ebenfalls vom PEM mit Vorratsdruck versorgt.

17
Einleitung

5.1.3 Elektronisch geregelte Luftfederung


Eine elektronisch geregelte Luftfederung (ECAS) ist Bestandteil des TEBS E Modulators (Premium).

1-Punkt-Regelung mit einem Wegsensor und einer Liftachse (für Sattelanhänger)

POSITION BENENNUNG
1 Spannungsversorgung über ISO 7638
2 Bremsleitung
3 Vorratsleitung
4 Stopplichtversorgung 24N über ISO 1185 (optional)
5 Wegsensor
TEBS E Modulator (Premium) mit integrierter Steuereinheit und integriertem Balgdrucksensor für
6
Liftachssteuerung
Externe Bedieneinheit, z. B. SmartBoard, Trailer Remote Control, ECAS-Bedieneinheit oder ECAS-
7
Bedienbox
8 ECAS-Magnetventil (mit Liftachssteuerung)
9 Überströmventil
10 Liftbalg
11 TristopTM-Zylinder
12 Tragbalg
13 Vorratsbehälter der Betriebsbremsanlage
14 Vorratsbehälter für die Luftfederung
15 Park-Löse-Sicherheitsventil (PREV)
Die Linien stellen die Verkabelung und Verrohrung der Komponenten dar.
Die Bremsleitungen sind in diesem Schema nicht eingezeichnet.

18
Einleitung

2-Punkt-Regelung mit zwei Wegsensoren (ab Version TEBS E2)


Die 2-Punkt-Regelung kann auch ohne elektronisches Erweiterungsmodul realisiert werden. Dies gilt für
die Premium- oder Multi-Voltage-Variante.
Zur Steuerung der Luftfederung können ECAS-Magnetventile oder zwei eTASC verwendet werden.

POSITION BENENNUNG TEILENUMMER


1 TEBS E Modulator (Premium) 480 102 06X 0
2 Elektronisches Erweiterungsmodul 446 122 070 0
3 Batteriebox 446 156 090 0
472 880 001 0
4 ECAS-Magnetventil (+ impulsgesteuerte Liftachse) Alternativ:
472 905 111 0
5 Externe Bedieneinheit, z. B. SmartBoard 446 192 XXX 0
6 Wegsensoren 441 050 100 0
7 Kabel für TEBS E Batterieversorgung (nicht erforderlich ab TEBS E4) 449 808 XXX 0
8 Verteilerkabel für Batterie und/oder Licht 449 803 XXX 0
9 Kabel für SmartBoard 449 9XX XXX 0
10 Kabel für ECAS 2-Punkt-Regelung 449 439 XXX 0
Nicht im WABCO
11 Schalter (für Aktivierung/Deaktivierung der Batterieladung)
Lieferumfang
12 Kabel für Wegsensor 449 811 XXX 0
13 Kabel für Versorgung „Elektronisches Erweiterungsmodul“ 449 303 020 0
14 Versorgungskabel 449 273 XXX 0
15 TEBS E Batteriekabel 449 807 XXX 0
16 Schalterkabel 449 714 XXX 0
Die Linien stellen die Verkabelung und Verrohrung der Komponenten dar.

19
Einleitung

5.2 Übersicht der Funktionen


TEBS E MODULATOR
STANDARD PREMIUM MULTI-VOLTAGE

FUNKTIONEN AB VERSION: AB VERSION: AB VERSION:


Basis-Funktionen
2S/2M TEBS E0 TEBS E0 TEBS E1.5
4S/2M – TEBS E0 TEBS E1.5
4S/2M+1M – TEBS E0 TEBS E2
4S/3M – TEBS E0 TEBS E2.5
Roll Stability Support (RSS) TEBS E0 TEBS E0 TEBS E1.5
RSS-Kommunikation in Road Trains TEBS E4 TEBS E4 TEBS E4
CAN 5V-Anschluss für Subsystems (OptiTire , TM
TEBS E0 TEBS E0 TEBS E1.5
Telematik TX-TRAILERGUARDTM, SmartBoard)
CAN 5V- und Spannungsversorgung an GIO5
– TEBS E0 TEBS E1.5
(Telematik TX-TRAILERGUARDTM)
RSS-aktiv-Signal TEBS E0 TEBS E0 TEBS E2
ABS-aktiv-Signal TEBS E0 TEBS E0 TEBS E2
Operation Data Recorder (ODR) TEBS E0 TEBS E0 TEBS E1.5
Geschwindigkeitsabhängige Funktionen
Geschwindigkeitssignal TEBS E0 TEBS E0 TEBS E2
Geschwindigkeitssignal 1 / RtR TEBS E0 TEBS E0 TEBS E2
Geschwindigkeitsschalter 2 TEBS E1 TEBS E1 TEBS E2
Liftachssteuerung
Liftachse (mit Liftachs- oder ECAS-Ventil) Nur Liftachsventil TEBS E0 TEBS E2
2 separate Liftachsen (mit Liftachs- oder ECAS-Ventil) Nur Liftachsventil TEBS E0 TEBS E2
Liftachssteuerung mit LACV-IC – TEBS E2.5 –
Anfahrhilfe TEBS E0 TEBS E0 TEBS E2
Saisonale Anfahrhilfe TEBS E5 TEBS E5 TEBS E5
Start Anfahrhilfe durch Rückwärtsgang TEBS E4 TEBS E4 TEBS E4
Zwangssenken TEBS E0 TEBS E0 TEBS E2
Individuelles Zwangssenken von Liftachsen TEBS E4 TEBS E4 TEBS E4
OptiTurnTM (Rangierhilfe) – TEBS E0 TEBS E2
Start OptiTurnTM durch Rückwärtsfahrt – TEBS E4 TEBS E4
OptiLoad TM
(Stützlastreduzierung) – TEBS E0 TEBS E2
Anfahrhilfe „Gelände“ TEBS E1 TEBS E1 TEBS E2
Gabelstaplerregelung – TEBS E2 TEBS E2
Gabelstaplerregelung an 2 Liftachsen (Wechsel der
– TEBS E4 TEBS E4
Hauptachse)
Extern gesteuerte Liftachse TEBS E5.5 TEBS E5.5 TEBS E5.5

20
Einleitung

TEBS E MODULATOR
STANDARD PREMIUM MULTI-VOLTAGE

FUNKTIONEN AB VERSION: AB VERSION: AB VERSION:


Interne ECAS-Funktionen
Elektronische Niveauregelung (ECAS 1-Punkt-
– TEBS E0 TEBS E2
Regelung)
Elektronische Niveauregelung, ECAS 2-Punkt-
– TEBS E2 TEBS E2
Regelung mit elektronischem Erweiterungsmodul
Elektronische Niveauregelung, ECAS 2-Punkt-
– TEBS E4 TEBS E4
Regelung ohne elektronisches Erweiterungsmodul
Entladeniveau – TEBS E0 TEBS E2
Normalniveau II – TEBS E1 TEBS E2
Schleppachssteuerung mit Restdruckhaltung – TEBS E2 TEBS E2
Grüne Warnlampe – TEBS E2 TEBS E2
Deaktivierung der automatischen Niveauregelung – TEBS E2 TEBS E2
eTASC-Unterstützung – TEBS E3 TEBS E3
Niveauregelung nach Zündung aus – TEBS E5 TEBS E5
Bremsfunktionen
Anschluss „Straßenfertigerbremse“ TEBS E0 TEBS E0 TEBS E2
Näherungsschalter für Straßenfertigerbremse – TEBS E1 TEBS E2
Entspannungsfunktion TEBS E1 TEBS E1 TEBS E2
Bremslösefunktion (Bounce Control) TEBS E1 TEBS E1 TEBS E2
Bremslösefunktion (erweitert) – TEBS E2.5 TEBS E2.5
Trailer Extending Control – TEBS E2 TEBS E2
Sicherheitsfunktionen
Bremsbelagverschleißanzeige (BVA) TEBS E0 TEBS E0 TEBS E2
Roll Stability Adviser (Trailer Remote Control) TEBS E1 TEBS E1 TEBS E2
Immobilizer (Wegfahrsperre) – TEBS E1.5 –
Zusatzbremslicht (Emergency Brake Light) – TEBS E2 TEBS E2
SafeStart TEBS E5.3 TEBS E2.5 TEBS E2.5
Elektronische Parkbremse – TEBS E4 TEBS E4
TiltAlert TEBS E0 TEBS E0 TEBS E2
TiltAlert nur bei gehobener Kippmulde TEBS E4 TEBS E4 TEBS E4
Überladungsmeldung mittels Anzeigelampe – TEBS E4 TEBS E4
Sonstige Funktionen
Frei konfigurierbare Digitalfunktion mit Ausgang TEBS E0 TEBS E0 TEBS E2
Frei konfigurierbare Analogfunktion mit Ausgang TEBS E0 TEBS E0 TEBS E2
Dauerplus 1 und 2 TEBS E0 TEBS E0 TEBS E2
Sperrung der Lenkachse TEBS E1 TEBS E1 TEBS E2
ServiceMind TEBS E2 TEBS E2 TEBS E2
Notizbuchfunktion TEBS E2 TEBS E2 TEBS E2

21
Einleitung

TEBS E MODULATOR
STANDARD PREMIUM MULTI-VOLTAGE

FUNKTIONEN AB VERSION: AB VERSION: AB VERSION:


Überladungsmeldung mittels Anzeigelampe – TEBS E4 TEBS E4
Anzeige der Länge des Fahrzeuges (Trailer Length
– TEBS E4 TEBS E4
Indication)
Gemeinsamer Warnausgang für mehrere Funktionen TEBS E4 TEBS E4 TEBS E4
Service-Dokumente per URL TEBS E5 TEBS E5 TEBS E5
Externe Sensoren
Externer Achslastsensor TEBS E0 TEBS E0 TEBS E1.5
Zweiter externer Achslastsensor c-d TEBS E2 TEBS E2 TEBS E2
Externer Sollwertdrucksensor TEBS E0 TEBS E0 TEBS E1.5
Wegsensor Mechanische Federung – TEBS E0 TEBS E1.5
Externe Systeme
Trailer Central Electronic Support TEBS E0 TEBS E0 TEBS E2
Externe ECAS Support *) *) TEBS E2
SmartBoard Support TEBS E0 TEBS E0 TEBS E2
OptiTire TM
Support TEBS E0 TEBS E0 TEBS E1.5
Support elektronisches Erweiterungsmodul – TEBS E2 TEBS E2
TailGUARD (alle Konfigurationen) mit
TM
TEBS E5 TEBS E2 TEBS E2
elektronischem Erweiterungsmodul
Batterieversorgung/-ladung – TEBS E2 TEBS E2
GIO-Anschlusserweiterungen durch elektronisches
– TEBS E2 TEBS E2
Erweiterungsmodul
Verbindung zu ISO 12098 von elektronischem
– TEBS E2 TEBS E2
Erweiterungsmodul
OptiLink TEBS E5.3 TEBS E5.3 TEBS E5.3
CAN-Router / CAN-Repeater
CAN-Kommunikation TEBS E0 TEBS E0 TEBS E1.5
Sollwertdrucksensor am CAN-Router / CAN-Repeater TEBS E2 TEBS E2 TEBS E2

*) Nur bis TEBS E3, ab TEBS E4 nur mit Multi-Voltage.


i
i

22
Bremssystem

6 Bremssystem

6.1 Systemausführung
Das Trailer EBS E Bremssystem ist eine elektronisch gesteuerte Bremsanlage
mit lastabhängiger Bremsdruckregelung, automatischem Blockierverhinderer
(ABS) und elektronischer Stabilitätsregelung (RSS).

Anhängefahrzeuge mit einer Trailer EBS E Bremsanlage dürfen nur


i
hinter Zugfahrzeugen mit erweiterter ISO 7638 Steckverbindung
(7-polig; 24 V; Zugfahrzeuge mit CAN-Datenleitung) oder
i
Zugfahrzeugen mit ISO 7638 Steckverbindung (5-polig; 24 V;
Zugfahrzeuge ohne CAN-Datenleitung) betrieben werden.
Nur bei TEBS E Multi-Voltage Modulatoren ist auch eine 12 V
Versorgung nach ISO 7638 möglich.

6.2 Verwendungsbereich
Fahrzeuge
Ein- und mehrachsige Anhängefahrzeuge der Klassen O3 und O4 gemäß der
Richtlinie 70/156/EWG, Anhang II mit Luftfederung, hydraulischer Federung,
mechanischer Federung, Scheiben- oder Trommelbremsen.

Bremsanlagen
Fremdkraft-Bremsanlagen mit pneumatischer bzw. mit pneumatisch-
hydraulischer Übertragungseinrichtung gemäß der Richtlinie 71/320/EWG
bzw. Vorschrift ECE R 13 oder der Rechtsverordnung StVZO (gilt nur für
Deutschland).

Einfach- und Doppelbereifung


Für die drehzahlsensierten Achsen sind achsweise gleiche Reifendimensionen
und eine gleiche Anzahl der Polradzähne zu verwenden.
Zwischen Umfang des Reifens und Anzahl der Polradzähne ist ein Verhältnis
von ≥ 23 und ≤ 40 zulässig.
Beispiel: Bei einem Polrad mit 100 Zähnen und einem Abrollumfang des
Reifens von 3.250 mm beträgt die maximale, von der EBS zu verarbeitende
Radgeschwindigkeit, vRad max. ≤ 160 km/h.

Bremsberechnung
Für den Einsatz des Trailer EBS E ist eine spezifische Bremsberechnung für
das Fahrzeug oder die Fahrzeugserie erforderlich. Sprechen Sie Ihren WABCO
Partner an.

23
Bremssystem

6.3 Gutachten und Normen


GUTACHTEN (SPRACHE) THEMA
EB123.14E (en) ABS
Zusatzgutachten für 4 bis 10-achsige Fahrzeuge nach ECE R 13,
EB123_suppl.1E
Annex 20
EBS
„ Erweiterung auf ECE R 13, Serie 11, Anhang 4
EB124.7E (en)
„ Anhang 1, Kapitel [Link] Elektromagnetische Verträglichkeit
„ Anhang 2 CAN-Repeater/CAN-Router
EB167.2E (de, en) RSS für TEBS E und TEBS D nach ECE R 13 Serie 11
TUEH-TB2021-082.00_ADR 2021_rev. 02 (de,
Trailer EBS E (ADR/GGVS)
en)
RDW-13R-0228 (en) Vergleichs-Gutachten TEBS D / TEBS E
ID_EB158.0 (en) Bremslöse- und Entspannungsfunktion
EB124_CanRou_0E (en) CAN-Router
EB171 Immobilizer

NORMEN THEMA
ISO/TR 12155 Nutzkraftwagen und Anhängefahrzeuge – Rangier-
DIN 75031 Warneinrichtungen – Anforderungen und Prüfung
DIN EN ISO 228 (Teil 1 - 2) Rohrgewinde für nicht im Gewinde dichtende Verbindungen
Regelung Nr. 13 der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen
ECE R 13 für Europa – Einheitliche Bedingungen für die Genehmigung der
Fahrzeuge hinsichtlich der Bremsanlage
Regelung Nr. 48 der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen
für Europa – Einheitliche Bedingungen für die Genehmigung
ECE R 48 (2008)
der Fahrzeuge hinsichtlich des Anbaus der Beleuchtungs- und
Lichtsignaleinrichtungen
Regelung Nr. 141 der Wirtschaftskommission der Vereinten
Nationen für Europa — Einheitliche Bedingungen für
ECE R 141
die Genehmigung von Kraftfahrzeugen hinsichtlich ihrer
Reifendruckkontrollsysteme (RDKS)
Straßenfahrzeuge – Steckvorrichtungen für die elektrische
Verbindung von Zugfahrzeugen und Anhängefahrzeugen – 7-polige
ISO 1185
Steckvorrichtung Typ 24 N (normal) für Fahrzeuge mit 24 V
Nennspannung
ISO 4141 (Teil 1 - 4) Straßenfahrzeuge – Mehradrige Verbindungsleitungen
Straßenfahrzeuge – Steckvorrichtungen für die elektrische
Verbindung von Zugfahrzeugen und Anhängefahrzeugen – Teil 1:
ISO 7638 (Teil 1 - 2)
Steckvorrichtungen für Bremssysteme und Bremsausrüstung von
Fahrzeugen mit 24 V / 12 V Nennspannung
ISO 11898 (Teil 1 - 5) Straßenfahrzeuge – CAN
Straßenfahrzeuge – Austausch von digitalen Informationen
ISO 11992 (Teil 1 - 2) über elektrische Verbindungen zwischen Zugfahrzeugen und
Anhängefahrzeugen
Straßenfahrzeuge – Steckvorrichtungen für die elektrische
ISO 12098 Verbindung von Zugfahrzeugen und Anhängefahrzeugen –
15-polige Steckvorrichtung für Fahrzeuge mit 24 V Nennspannung

24
Bremssystem

6.4 ABS-Konfigurationen
KOMPONENTEN FAHRZEUGTYP BEMERKUNG
2S/2M
1x TEBS E Modulator 1- bis 3-achsige Sattelanhänger/ Je ein ABS-Drehzahlsensor und ein Druckregelkanal
(Standard) Zentralachsanhänger mit des TEBS E sind zu einem Regelkanal
2x ABS-Drehzahlsensor Luftfederung, hydraulischer oder zusammengefasst. Alle übrigen Räder einer
mechanischer Federung Fahrzeugseite werden, sofern vorhanden, indirekt
mitgesteuert; Individual-Regelung der Bremskräfte
(IR). Dabei erhält bei Notbremsungen jede
Fahrzeugseite den Bremsdruck, der entsprechend
Fahrbahnverhältnissen und Bremsenkennwert
möglich ist.
2S/2M+SLV
1x TEBS E Modulator 1- bis 3-achsige Sattelanhänger/ Die Lenkachse wird über das SLV mit dem jeweils
(Standard) Zentralachsanhänger mit niedrigeren Druck der beiden Druckregelkanäle
2x ABS-Drehzahlsensor Luftfederung, hydraulischer oder versorgt, so dass auch auf µ-Split (unterschiedliche
mechanischer Federung und einer Reibwerte auf der Straße) die Achse stabil bleibt.
1x Select-Low-Ventil
Lenkachse
(SLV)
4S/2M
1x TEBS E Modulator 2 bis 5-achsige Sattelanhänger/ Auf jeder Fahrzeugseite werden zwei ABS-
(Premium) Zentralachsanhänger mit Drehzahlsensoren angeordnet. Die Regelung findet
4x ABS-Drehzahlsensor Luftfederung, hydraulischer oder seitenweise statt. Der Bremsdruck ist auf einer
mechanischer Federung Fahrzeugseite an allen Rädern gleich.
Die zwei sensierten Räder dieser Fahrzeugseite
werden nach dem Prinzip der Modifizierten Seiten-
Regelung (MSR) geregelt. Dabei ist das Rad einer
Fahrzeugseite, welches zuerst blockiert, für die
ABS-Regelung bestimmend.
Bezüglich der beiden Fahrzeugseiten findet das
Prinzip der Individual-Regelung (IR) Anwendung.
4S/2M+1M+SHV
1x TEBS E Modulator 2- bis 5-achsige Sattelanhänger/ An der Lenkachse sind zwei ABS-Drehzahlsensoren,
(Premium) 2- bis 3-achsige ein SHV und ein ABS-Relaisventil angeordnet.
4x ABS-Drehzahlsensor Zentralachsanhänger mit Die Lenkachse wird nach dem Prinzip der
Luftfederung, hydraulischer oder Modifizierten Achs-Regelung (MAR) und die weitere
1x ABS-Relaisventil
mechanischer Federung und einer Achse nach dem Prinzip der Individual-Regelung
1x Doppelrückschlag- Lenkachse (IR) geregelt.
ventil (SHV)
4S/3M
1x TEBS E Modulator 2- bis 5-achsige An der Vorderachse sind zwei ABS-
(Premium) Deichselanhänger/ 2- bis Drehzahlsensoren und ein EBS-Relaisventil
4x ABS-Drehzahlsensor 5-achsige Sattelanhänger/ 2- bis angeordnet. Die Lenkachse wird nach dem Prinzip
1x EBS-Relaisventil 3-achsige Zentralachsanhänger der Modifizierten Achs-Regelung (MAR) geregelt.
mit Luftfederung und einer Das Rad der Lenkachse, welches zuerst eine
Lenkachse Blockierneigung zeigt, dominiert die ABS-Regelung.
An einer weiteren Achse wird je ein ABS-
Drehzahlsensor und ein Druckregelkanal des
TEBS E für eine seitenweise Regelung verwendet.
Diese Räder werden individuell geregelt (IR).

25
Bremssystem

Mehrachsaggregate
Nicht sensierte Achsen bzw. Räder werden von direkt geregelten Achsen bzw.
Rädern mitgesteuert. Bei Mehrachsaggregaten wird eine annähernd gleiche
Kraftschlussausnutzung dieser Achsen beim Bremsen vorausgesetzt.
Sind nicht alle Räder sensiert, sind diejenigen Achsen mit ABS-
Drehzahlsensoren zu versehen, die die größte Blockierneigung haben.
Mehrachsaggregate mit nur statischem Achslastausgleich sind so zu bestücken
(Bremszylinder, Bremshebellänge, etc.), dass die Räder aller Achsen möglichst
gleichzeitig die Blockiergrenze erreichen und, dass ein direkt geregeltes Rad
nicht mehr als zwei Räder oder eine Achse indirekt mitregelt.

Liftachsen
2S/2M: Liftachsen dürfen nicht sensiert werden.
Alle anderen Systemkonfigurationen mit mindestens 4S mit Ausnahme von
Deichselanhängern: Liftachsen können mit ABS-Drehzahlsensoren e-f sensiert
werden.

2-Achs-Fahrzeuge mit zwei Liftachsen werden als 4S/2M-System


i
unterstützt.

i
TEBS E erkennt automatisch, welche der Achsen angehoben ist und
nutzt die am Boden befindliche Achse als HauptachseKapitel „7.25
Gabelstaplerregelung“, Seite 130.

Schleppachsen
Fahrzeuge mit Schleppachsen müssen mit einem 4S/2M+1M-System oder
4S/3M-System ausgerüstet werden, um ein Blockieren der Schleppachse zu
vermeiden.
Das gilt auch für Fahrzeuge, bei denen eine Achse nur zeitweise entlastet wird,
wie z. B. während der Anfahrhilfe oder OptiTurnTM.
Bei höherer Rahmensteifigkeit (z. B. Kofferaufbauten) muss ein 4S/3M-
System eingesetzt werden, um beim Bremsen in Kurven ein Blockieren des
kurvenäußeren Rades zu vermeiden.

Lenkachsen
Zwangsgesteuerte Achsen sind wie Starrachsen zu behandeln.
WABCO : Anhänger mit selbstlenkenden Achsen werden mit 4S/3M, 4S/2M+1M
oder 2S/2M+SLV konfiguriert. Wenn das Fahrzeug mit RSS ausgerüstet ist,
muss eine dieser Konfigurationen verwendet werden, um ein Ausbrechen des
Fahrzeuges in der Kurve bei einem RSS-Eingriff zu verhindern.
2S/2M- oder 4S/2M-EBS-Systeme mit Lenkachsen: Bei der Typgenehmigung
eines Anhängers ist durch Fahrtests sicherzustellen, dass keine unzulässigen
Schwingungen oder Kursabweichungen auftreten. Bei einer ABS-Prüfung ist
es nicht möglich, die Reaktion aller verfügbaren Lenkachsen zu bewerten. Ist
während des ABS-Betriebes zusätzliche Stabilität für eine selbstlenkende Achse
erforderlich, sollte die Lenkachse über den Geschwindigkeitsschalter (ISS) starr
geschaltet werden.

26
Bremssystem

ABS-Konfigurationen für Sattelanhänger, Zentralachsanhänger, Dolly, Deichselanhänger

Zuordnung der Sensoren / Modulatoren


MODULATOR ABS-DREHZAHLSENSOREN SYSTEMACHSE REGELUNGSTYP
Anhänger c-d Hauptachse (nicht liftbar) IR/MSR
Anhänger e-f Zusatzachse (liftbar) MSR
ABS / EBS e-f Zusatzachse, Lenkachse oder Liftachse MAR

Sattelanhänger und Zentralachsanhänger Deichselanhänger


Der Dolly wird wie ein Zentralachsanhänger behandelt.

LEGENDE

Doppelrückschlagventil Sensiertes Rad


Fahrtrichtung Anhänger-Modulator
(SHV) (direkt gesteuert)

EBS-Relaisventil ABS-Relaisventil Select Low Ventil (SLV) Nicht sensiertes


Rad (indirekt
gesteuert)

27
Bremssystem

Fahrzeuge mit vielen Achsen und mehreren TEBS E Modulatoren


Bei Fahrzeugen mit mehr als 5 Achsen können unter Verwendung des CAN-
Routers zwei TEBS E Anlagen verbaut werden. Dabei können beispielsweise
ein 2S/2M-System und ein 4S/3M-System kombiniert werden.
Zur Einbindung eines dritten TEBS E Modulators wird ein weiterer CAN-Router
benötigt.

Alle Achsen eines TEBS E Modulators können gleichzeitig


angehoben sein, ohne dass TEBS E über die Warnlampe eine
Störung meldetKapitel „6.8 Systemüberwachung“, Seite 35.

ABS-Konfigurationen für Innenlader (Beispiel: Transport von


Glasscheiben oder Betonplatten)

LEGENDE
SRV Single-Relaisventil DRV Doppel-Relaisventil

Anhänger-Modulator Fahrtrichtung

Sensiertes Rad (direkt Nicht sensiertes Rad (indirekt


gesteuert) gesteuert)

Innenlader haben einen U-förmigen Rahmen und keine mechanische


Verbindung von der linken zur rechten Fahrzeugseite im Bereich der Achse.
Der Anhängermodulator muss vorne im Bereich der Sattelplatte installiert
werden und die Bremszylinder werden mit bis zu 10 m langen Bremsleitungen
angeschlossen.
Um das Zeitverhalten und die ABS-Leistung zu verbessern, müssen zusätzliche
Relaisventile verwendet werden.
Die Übersicht zeigt die im ABS-Gutachten EB123.12E geprüften
Konfigurationen. Andere Konfigurationen müssen, wie bisher, durch
Einzelabnahmen freigegeben werden.

28
Bremssystem

Zulässige Längen und Durchmesser für Schläuche und Rohre


SATTELANHÄNGER, ZENTRALACHSANHÄNGER, DEICHSELANHÄNGER UND DOLLY
Schläuche und Rohre Min. Durchmesser Max. Länge
Behälter zum Anhängermodulator Ø 12 mm *) *)
Behälter zum Relaisventil Ø 9 mm *) *)
Anhängermodulator zum Bremszylinder Ø 9 mm 6m
Relaisventil zum Bremszylinder Ø 9 mm 6m

INNENLADER
Schläuche und Rohre Min. Durchmesser Max. Länge
Behälter zum Anhängermodulator min. Ø 12 mm *)
Behälter zum Relaisventil min. Ø 9 mm *)
Anhängermodulator zum Relaisventil max. Ø 9 mm 10 m
Anhängermodulator zum Bremszylinder min. Ø 9 mm *) 10 m
Relaisventil zum Bremszylinder min. Ø 9 mm 3m

*) Die Länge der Schläuche und Rohre zwischen Behälter und Modulator dürfen nur so lang ausgeführt
i
werden, dass das Zeitverhalten entsprechend ECE R 13 Anhang 6 erfüllt wird.

6.5 Beschreibung der Komponenten der elektropneumatischen


Bremsanlage

KOMPONENTE/TEILENUMMER FAHRZEUGTYP ZWECK/FUNKTION


TEBS E Modulator „ Alle Anhängefahrzeuge „ Regelung und Überwachung
480 102 XXX 0 der elektropneumatischen
Bremsanlage.
„ Seitenabhängige Regelung der
Drücke der Bremszylinder von bis
zu 3 Achsen.
„ Steuerung u. a. von ABS, RSS.

VariantenübersichtKapitel „13.1
Pneumatische Anschlüsse für
TEBS E“, Seite 225
TEBS E Modulator mit „ Alle Anhängefahrzeuge mit „ Pneumatisches Verteilungsmodul
angeflanschtem Pneumatic Luftfederung mit integriertem Überströmventil
Extension Modul (PEM) für die Luftfederung und
integriertem Überlastschutzventil.
„ Das PEM reduziert die Anzahl der
Verschraubungen und vereinfacht
die Installation des TEBS E
Bremssystems.

29
Bremssystem

KOMPONENTE/TEILENUMMER FAHRZEUGTYP ZWECK/FUNKTION


EBS-Relaisventil „ Vorder-/Hinterachse bei „ Aussteuerung der Bremsdrücke
480 207 001 0 (24 V) Deichselanhängern oder dritte mit Sensierung der Ist-
Achse bei Sattelanhängern. Bremswerte.
480 207 202 0 (12 V)
„ 4S/3M-Systeme „ Elektrische Ansteuerung und
Überwachung durch TEBS E.

ABS-Relaisventil „ Dritte Achse bei Sattelanhängern „ Als Steuerdruck wird der


472 195 037 0 (24 V) „ 4S/2M+1M-Systeme Bremsdruck der vom TEBS
Modulator direkt geregelten
472 196 003 0 (12 V) „ Bei dieser Konfiguration wird der
Achsen verwendet. Bei
ausgesteuerte Bremsdruck nicht
seitenweise unterschiedlichem
überwacht.
Druck des TEBS E Modulators
wird über ein Select-High-Ventil
der höhere Druck verwendet.
„ Elektrische Ansteuerung (ABS-
Funktion) durch TEBS E.

Park-Löse-Sicherheitsventil (PREV) „ Alle Anhängefahrzeuge „ Funktionen des Anhänger-


971 002 900 0 (M 16x1,5; mit Schild) Bremsventils und des
Doppellöseventils in einem
971 002 902 0 (M 16x1,5)
Gerät kombiniert (inklusive
971 002 910 0 (Ø 8x1, mit Notbremsfunktion).
Prüfanschluss)
971 002 911 0 (2x Ø 10x1; 3x Ø 8x1)
971 002 912 0 (Ø 8x1; mit Schild und
Prüfanschluss)
971 002 913 0 (3x Ø 10x1; 2x Ø 8x1)

Select-Low-Ventil „ Fahrzeuge mit 2S/2M+Select-Low- „ Eingangsdrücke sind die


(Doppelabsperrventil) Regelung, z. B. mit Lenkachse. seitenweise ausgesteuerten
Drücke des Anhängermodulators.
434 500 003 0
Der niedrigere Druck wird auf die
zu bremsende Achse geleitet.

30
Bremssystem

KOMPONENTE/TEILENUMMER FAHRZEUGTYP ZWECK/FUNKTION


Select-High-Ventil „ Fahrzeuge mit 4S/2M+1M-System „ Eingangsdrücke sind die
(Doppelrückschlagventil/ zum Ansteuern des separaten seitenweise ausgesteuerten
Zweiwegeventil) ABS-Relaisventils. Drücke des Anhängermodulators.
Der höhere Druck wird an das
434 208 055 0
ABS-Relaisventil geführt.

3/2-Wegeventil mit Prüfanschluss „ Alle Anhängefahrzeuge mit „ Prüfanschluss für die


463 710 998 0 Einzelzulassung in Deutschland Durchführung von
Beladungssimulationen gemäß
ECE-R13

ABS-Drehzahlsensoren „ Alle Anhängefahrzeuge „ Erfassung des


441 032 808 0 (0,4 m) „ Einbau: am Bremsenträger der Bewegungszustandes eines mit
Achsen bzw. der Hauptachsen dem Fahrzeugrad zusammen
441 032 809 0 (1 m)
rotierenden Polrades.

Drucksensoren „ Alle Anhängefahrzeuge „ Messung Achslast.


441 044 101 0 „ Einbau: an einem der Tragbälge „ Messung Druck am gelben
441 044 102 0 der zu überwachenden Achse Kupplungskopf.

CAN-Router „ Lastzüge mit mehreren Anhänger- „ Spannungsversorgung und


446 122 050 0 (Steckdose) Bremssystemen (Eurocombis oder Verteilung der CAN-Signale auf
Road Trains). mehrere TEBS E Modulatoren.
446 122 056 0 (Steckdose; mit
Anschluss für Sollwertdrucksensor) „ Zwischen Motorwagen-Anhänger- „ Bis zu vier in Reihe geschaltete
Schnittstelle und TEBS E CAN-Router können bis zu fünf
446 122 052 0 (Stecker)
Modulator(en). TEBS E Modulatoren versorgen.
446 122 054 0 (Stecker; mit
„ Durch einen optional
Anschluss für Sollwertdrucksensor)
angeschlossenen Drucksensor
wird der Brems-/Steuerdruck in
der Nähe des Kupplungskopfes
gemessen und als CAN-Signal
an den/die angeschlossenen
TEBS E Modulator(en) übergeben,
um ein optimales Zeitverhalten
auch ohne EBS-Zugfahrzeug zu
gewährleisten.

31
Bremssystem

KOMPONENTE/TEILENUMMER FAHRZEUGTYP ZWECK/FUNKTION


CAN-Repeater „ Für Sonderfahrzeuge, deren „ Verstärkung des CAN-Signals,
446 122 051 0 (Steckdose) Kabellängen nicht den Vorschriften um die Informationsversorgung
entsprechen, z. B. teleskopierbare für das angeschlossene
446 122 053 0 (Stecker)
Tieflader oder Langholztransporter. TEBS E auf größeren Distanzen
„ Zwischen Motorwagen-Anhänger- sicherzustellen.
Schnittstelle und TEBS E
Modulator. Hinweis: Nach ISO 11992 darf die
Leitung im Anhänger maximal
18 m sein. Die Kabellänge beim
Trailer EBS E zusammen mit dem
CAN-Repeater kann hingegen bis
zu 80 m sein.
Kabel „ Verbindung der Komponenten
„ KabelübersichtKapitel „13.3
Kabelübersicht“, Seite 232.

6.6 Bestandteile des TEBS E Modulators


Der TEBS E Modulator ist eine Steuerelektronik mit vier Eingangskanälen für
Raddrehzahlsensoren und einer CAN-Schnittstelle „Motorwagen“.
Die Bestandteile des Modulators sind:
„ ein interner Drucksensor „Bremsdruck“
„ ein interner Drucksensor „Achslast“
„ ein Redundanzventil für den Notbetrieb bei Stromausfall
„ zwei Modulatoren zur Steuerung der Bremszylinder
„ zwei interne Drucksensoren zur Messung der Drücke für die Bremszylinder
„ ein Steuerausgang für die Steuerung einer weiteren Achse
„ ein interner Drucksensor für die Überwachung des Vorratsdruckes
„ ein Querbeschleunigungssensor für die Überwachung der Fahrstabilität

6.7 Versorgung
Das Trailer EBS E wird elektrisch über Pin 2 der ISO 7638 Steckverbindung
(Klemme 15) eingeschaltet und dann über Pin 1 (Klemme 30) versorgt.

WARNUNG
Erhöhte Unfallgefahr durch Blockieren der Räder sowie zeitlich
verzögerte Bremswirkung
Wenn die ISO 7638 Steckverbindung zum Motorwagen nicht verbunden ist,
sind die ABS-, EBS- und RSS-Regelfunktionen nicht verfügbar.
– Weisen Sie den Fahrer des Fahrzeuges in geeigneter Weise auf diesen
Umstand hin (z. B. Aufkleber, Bedienungsanleitung).

32
Bremssystem

6.7.1 Funktionstest beim Einschalten bzw. Ankuppeln


Zwei Sekunden nach Einschalten des Trailer EBS E wird ein Systemcheck
durchgeführt, bei dem die Magnete hörbar kurz ein- und ausgeschaltet werden.

Ist der Systemcheck beim Stecken der 7- bzw. 5-poligen ISO 7638
i
Steckverbindung nicht hörbar, so besteht ein Problem in der
Spannungsversorgung zwischen Zugfahrzeug und TEBS E (Klemme
i
15, 30 oder Masseverbindung des Wendel- oder Powerkabels zum
Trailer EBS Modulator).
Folge: Der Modulator wird nicht mit Spannung versorgt.
Abhilfe: Fahren Sie mit äußerster Vorsicht die nächstgelegene
Werkstatt an.

6.7.2 Spannungsversorgung über Bremslicht (24N)


Bei Ausfall der Spannungsversorgung über die ISO 7638 Steckverbindung kann
das TEBS E Bremssystem über eine optionale Stopplichtversorgung (24N, am
Anschluss IN/OUT) – als Sicherheitsfunktion – versorgt werden.
Gemäß ECE R 13 ist eine ausschließliche Versorgung über Bremslicht nicht
zulässig. Beachten Sie, dass mit der Versorgung über 24N oder ISO 12098
während der Fahrt die Funktion „RSS“ und die GIO-Ausgänge nicht aktiv sind.
Damit fehlt ebenfalls die TEBS-integrierte ECAS-Regelung.
Wenn bei der Fahrt während des Bremsvorganges die ECU nur über Bremslicht
versorgt wird, sind folgende Funktionen verfügbar:
„ die lastabhängige Bremskraftverteilung (ALB-Funktion)
„ das ABS mit eingeschränkten, zeitverzögerten Regeleigenschaften
„ der ISS-Ausgang zur Ansteuerung eines Drehschieberventils mit RtR-
Funktion (TASC)
„ die ECAS RtR-Funktion

6.7.3 Betrieb über Batterie im Anhängefahrzeug


Es ist möglich, Trailer EBS über den IN/OUT-Anschluss an einer 24 V-Batterie
zu betreiben. Alle Funktionen stehen zur Verfügung.
Eine Ladung der Batterie direkt über den TEBS E Modulator ist nicht möglich.

6.7.4 Multi-Voltage
Fahrzeugtyp

Sattelanhänger, Zentralachsanhänger mit maximal 4S/2M-System.

Sattelanhänger, Zentralachsanhänger mit 4S/2M+1M-System.

33
Bremssystem

Sattelanhänger, Zentralachsanhänger und Deichselanhänger mit


4S/3M-System.

Zweck
Der TEBS E Modulator (Multi-Voltage) 480 102 08X 0 kann sowohl mit 12 V als
auch mit 24 V Motorwagen betrieben werden.

TEBS E Multi-Voltage unterstützt nicht die in den USA übliche PLC-


i
Kommunikation mit dem Motorwagen. Dies kann bedeuten, dass bei
US Trucks die TEBS E Warnungen nicht im Armaturenbrett angezeigt
werden.i
Verbindung des TEBS E Modulators (Multi-Voltage) mit der Zugmaschine
Für den Einbau und die Benutzung im Mischbetrieb muss neben der 24 V
kodierten ISO 7638 Steckverbindung eine extra 12 V kodierte Anschlussdose
installiert werden:
„ 24 V Anschlussdose mit CAN-Signal (446 008 380 2 oder 446 008 381 2)
Verwenden Sie zum Beispiel das Powerkabel 449 173 XXX 0 zum Verbinden
der 24 V Anschlussdose.
„ 12 V Anschlussdose ohne CAN-Signal (446 008 385 2 oder 446 008 386 2)
Verwenden Sie ein 5-poliges (ggf. 7-poliges) Kabel zum Verbinden der 12 V
Anschlussdose.
„ 12 V Anschlussdose mit CAN-Signal (446 008 385 2 oder 446 008 386 2)
Verwenden Sie ein 5-poliges (bei 12 V CAN-Unterstützung 7-poliges) Kabel
zum Verbinden der 12 V Anschlussdose.
Mit Hilfe einer Verkabelungsbox muss ein Y-Powerkabel zum Anschluss der
24 V und 12 V Verbindung geschaffen werden.

Multi-Voltage-fähige Funktionen
Da üblicherweise im Betrieb mit 12 V Motorwagen kein CAN-Signal zur
Verfügung steht, wird der Steuerdruck „Bremse“ nur pneumatisch an den
Anhänger weitergegeben.
Folgende Komponenten können angeschlossen werden:
„ Externe Drucksensoren an GIO1 oder GIO3
„ Taster und Schalteingänge (z. B. für Straßenfertigerbremse) an GIO1 bis
GIO7
„ Bremsbelagverschleißanzeige (BVA) an GIO1 bis GIO4 oder GIO6 bis GIO7
„ SmartBoard oder OptiTireTM an SUBSYSTEMS
Je nach TEBS E Version sind verschiedene GIO-Funktionen verfügbar. Hierzu
werden 12 V Ventile angeschlossen.

MULTI-VOLTAGE-FÄHIGE
KOMPONENTE AB TEBS E VERSION
FUNKTIONEN
Liftachssteuerung Liftachsventil 463 084 050 0 TEBS E2
4S/2M+1M-Systeme ABS-Relaisventil 472 196 003 0 TEBS E2
4S/3M (Deichselanhänger) EBS-Relaisventil 480 207 202 0 TEBS E2.5
ECAS eTASC 463 090 5XX 0 TEBS E2.5

34
Bremssystem

MULTI-VOLTAGE-FÄHIGE
KOMPONENTE AB TEBS E VERSION
FUNKTIONEN
ECAS Ventil Hinterachse 472 880 072 0 TEBS E4
TailGUARD TM
Elektronisches Erweiterungsmodul 446 122 070 0 TEBS E2
OptiTurn TM
Schleppachsventil 472 195 066 0 TEBS E4

Batteriebetrieb
Multi-Voltage-Systeme können (über das elektronische Erweiterungsmodul oder
direkt) nur mit 12 V-Batterien im Anhänger verbunden werden.
Die Ladefunktion der Batterie steht nur während einer Versorgung des
Anhängefahrzeugs mit 12 V zur Verfügung.
Die Wake-up-Funktion steht nicht zur Verfügung, wenn das Fahrzeug mit
24 Volt versorgt ist.

Der Anschluss von 12 V Komponenten an anderen als den in


i
den Schaltplänen vorgegebenen GIOs kann zur Zerstörung von
Systemkomponenten führen.
i

6.8 Systemüberwachung

6.8.1 Warnungen und Systemmeldungen


Lichtsignalmeldungen nach Einschalten der Zündung
Nach ECE R 13 sind zwei Reaktionen bei Einschalten der Zündung zulässig
und können mit der TEBS E Diagnose Software parametriert werden.

Variante 1
Die Warnlampe/Warnanzeige im Motorwagen leuchtet nach Einschalten der
Zündung auf.
Falls kein aktueller Fehler erkannt wurde, erlischt die Warnlampe/Warnanzeige
nach ca. 2 Sekunden. Trailer EBS E ist betriebsbereit.
Wurde ein aktueller Fehler erkannt, z. B. Sensorfehler, bleibt die Warnlampe/
Warnanzeige an.
Sofern bei der letzten Fahrt ein Sensorfehler erkannt wurde, erlischt die
Warnlampe/Warnanzeige nach v > 7 km/h.
Wenn auch nach Fahrtbeginn die Warnlampe/Warnanzeige nicht erlischt, dann
muss der Fahrer die Störung durch eine Werkstatt beheben lassen.

Variante 2
Die Warnlampe/Warnanzeige im Motorwagen leuchtet nach Einschalten der
Zündung auf.
Die Warnlampe/Warnanzeige erlischt bei v ≥ 7 km/h.
Wenn auch nach Fahrtbeginn die Warnlampe/Warnanzeige nicht erlischt, dann
muss der Fahrer die Störung durch eine Werkstatt beheben lassen.

35
Bremssystem

Warnungen und Systemmeldungen


Wenn während der Fahrt im Armaturenbrett die gelbe oder rote Warnanzeige/
Warnlampe aufleuchtet oder blinkt, dann handelt es sich um eine Warnung oder
Systemmeldung.
Gelbe Warnanzeige/Warnlampe: Ansteuerung über Pin 5 der ISO 7638
Steckverbindung und über CAN-Bus
Rote Warnanzeige/Warnlampe: Ansteuerung über CAN-Bus der ISO 7638
Steckverbindung
Während des Betriebes auftretende Vorkommnisse werden im Trailer EBS E
gespeichert und können in der Werkstatt mittels TEBS E Diagnose Software
aufgerufen werden.

Die Warnanzeige/Warnlampe ist durch den Fahrer zu überwachen.


i
Bei Leuchten der Warnanzeige/Warnlampe muss eine Werkstatt
i
aufgesucht werden. Gegebenenfalls muss den Anweisungen auf dem
Display gefolgt werden.

Die Fehler werden entsprechend der Fehlerwertigkeit angezeigt. Die Wertigkeit


der Fehler wird dabei in 5 Klassen eingeteilt:
Klasse 0: Leichte, temporäre Fehler werden durch eine gelbe Warnanzeige/
Warnlampe angezeigt.
Klasse 1: Mittlere Fehler, die zur Abschaltung von Teilfunktionen (z. B. ABS)
führen, werden durch eine gelbe Warnanzeige/Warnlampe angezeigt.
Klasse 2: Schwerwiegende Fehler im Bremssystem werden durch eine rote
Warnanzeige/Warnlampe angezeigt.
Klasse 3: Leichte Fehler, die zur Abschaltung von GIO-Funktionen (z. B.
Geschwindigkeitssignal) führen können, werden durch Blinken einer gelben
Warnanzeige/Warnlampe nach dem Zuschalten angezeigt.
Klasse 4: Leichte Fehler, die zur Abschaltung von GIO-Funktionen (z. B.
Bedieneinheit) führen können. Es erfolgt keine Anzeige durch die Warnanzeige/
Warnlampe.

Warnsignalsequenzen bei Spannungsversorgung über ISO 1185 / ISO 12098


Die Spannungsversorgung über ISO 1185 (24N, Licht) oder ISO 12098 ist als
Sicherheitsfunktion vorgesehen, um bei fehlender Spannungsversorgung über
die ISO 7638 Steckverbindung wichtige Regelfunktionen aufrechtzuerhalten.
Bei einem kompletten Ausfall der ISO 7638 Steckverbindung ist eine Warnung
über Pin 5 nicht möglich.
Ist die Verbindung über Pin 5 intakt, erfolgt eine Ansteuerung der Warnanzeige/
Warnlampe und der Fahrer wird gewarnt.

Warnsignalsequenzen bei nicht spezifizierten Fehlern nach ECE R 13


Nach dem Einschaltvorgang und dem Test der Warnanzeige/Warnlampe
blinkt bei nicht spezifizierten Fehlern nach ECE-Vorschriften die Warnanzeige/
Warnlampe.
Die Warnanzeige/Warnlampe leuchtet nicht mehr, wenn das Fahrzeug eine
Geschwindigkeit von 10 km/h überschreitet.
Folgende Zustände führen zum Blinken der Warnanzeige/Warnlampe:
„ Immobilizer (Wegfahrsperre) aktiviert

36
Bremssystem

„ Elektronische Parkbremse aktiviert


„ Serviceintervall erreicht (BVA)
„ Bremsbelag verschlissen
„ Aktuelle Fehler der Klasse 3 (z. B. ECAS-Fehler)
„ Reifendruck-Verlust (OptiTireTM)

Warnsignal bei Zündung an ohne Fahrterkennung


TEBS E schaltet die Warnlampe/Warnanzeige 30 Minuten nach Einschalten
der Zündung ein, wenn keine Geschwindigkeit über die Radsensoren erkannt
wurde. Dies kann bei Fahrzeugen mit mehreren TEBS E dazu führen, dass die
Warnlampe angesteuert wird, wenn alle Achsen an einem System angehoben
sind und somit keine Geschwindigkeit erkannt wird.

Ab TEBS E4 ist in der TEBS E Diagnose Software über Register


8, Allgemeine Funktionen voreingestellt, dass TEBS E nur
dann eine Warnung abgibt, wenn trotz erkannter Achslast keine
Radgeschwindigkeit erkannt wird. Alternativ kann die bisherige
Funktion (Warnung nach 30 Minuten) eingestellt werden

Vorratsdrucküberwachung

Applikation
Integrierte Funktion im TEBS E Modulator.

Zweck
Überwachung des Vorratsdruckes durch TEBS E.

Funktion
Warnanzeige/Warnlampe: Sinkt im Anhängefahrzeug der Vorratsdruck unter
4,5 bar, wird der Fahrer durch Leuchten der Warnanzeige/Warnlampe (rot und
gelb) gewarnt. Tritt der Fall während der Fahrt auf, wird zusätzlich eine Meldung
im Diagnosespeicher abgespeichert. Die Warnanzeige/Warnlampe erlischt erst
dann, wenn der Vorratsdruck wieder 4,5 bar übersteigt.

WARNUNG
Unfallgefahr durch zu niedrigen Vorratsdruck (< 4,5 bar)
Das Fahrzeug kann nicht mehr über die Betriebsbremse gebremst werden.
Bei Druck am roten Kupplungskopf unter 2,5 bar wird das Fahrzeug über die
Federspeicher automatisch gebremst.
– Sobald die Warnanzeige/Warnlampe (rot und gelb) aufleuchtet, muss
das Fahrzeug angehalten und an einem sicheren Ort geparkt werden.
– Die Druckversorgung muss geprüft und gegebenenfalls ein
Reparaturdienst gerufen werden.

6.8.2 Pneumatische Redundanz


Bei Systemfehlern, die eine (Teil-)Abschaltung des Gesamtsystems erfordern,
wird der pneumatische Steuerdruck direkt, jedoch ohne Berücksichtigung der
Achslasten (ALB), auf die Bremszylinder geschaltet. Die ABS-Funktion wird, so
weit wie möglich, aufrechterhalten.
Warnanzeige/Warnlampe: Dem Fahrer wird durch Leuchten der roten
Warnanzeige/Warnlampe der Zustand des Systems angezeigt.
37
Bremssystem

6.9 Bremsfunktionen
Ohne Stromversorgung gelangt der Steuerdruck über den gelben
Kupplungskopf direkt zu den Bremszylindern. Das Redundanzventil, das im
TEBS E Modulator integriert ist und im Normalbetrieb den Steuerdruck von den
Druckregelkreisen abtrennt, bleibt geöffnet.
Bei funktionsfähiger Trailer EBS E wird bei Beginn einer Bremsung zunächst
das Redundanzventil bestromt und damit die Steuerleitung vom gelben
Kupplungskopf von der Druckregelung des Trailer EBS E Modulators
abgekoppelt. Jetzt wird entsprechend der Sollwerterkennung und dem
Beladungsfall die Druckregelung über die Druckregelkreise vorgenommen.

6.9.1 Sollwerterkennung
Als Sollwert wird der Bremswunsch des Fahrers bezeichnet.
Bei einem Betrieb hinter einem EBS-Zugfahrzeug mit 7-poliger (ABS-)
Steckverbindung nach ISO 7638 erhält das Trailer EBS E den Sollwert über die
Anhängerschnittstelle (CAN) vom EBS-Zugfahrzeug.
Ist kein Sollwert über die Anhängerschnittstelle verfügbar, z. B. beim
Betrieb des Anhängefahrzeuges hinter einem konventionell gebremstem
Zugfahrzeug, wird ein Sollwert durch Messung des Steuerdrucks am gelben
Kupplungskopf erzeugt. Dies erfolgt entweder über den im TEBS E Modulator
integrierten oder optional mit einem externen Sollwertdrucksensor. Der externe
Sollwertdrucksensor empfiehlt sich bei besonders langen Anhängefahrzeugen,
um den Zeitverzug durch lange Rohrleitungen auszuschließen.
Für einen möglichst schnellen Druckaufbau im Anhängefahrzeug wird immer
vorrangig der Sollwert über CAN (ISO 7638, Pin 6 und Pin 7) zur Regelung
herangezogen.
Zur Anpassung der Bremskräfte an verschiedene Beladungszustände
werden die Achslasten bei luftgefederten Fahrzeugen und Fahrzeugen mit
hydraulischer Federung durch Sensierung der Balgdrücke gemessen. Bei
mechanisch gefederten Fahrzeugen wird der Beladungszustand durch Messung
des Einfederungsweges durch einen Wegsensor oder zwei Wegsensoren
bestimmtKapitel „6.9.2 Automatisch Lastabhängige Bremskraftregelung
(ALB)“, Seite 40.

Sollwert über CAN bei 12 V

Ab Version TEBS E2 kann eingestellt werden, ob bei einer


Versorgungsspannung < 16 V Daten des CAN-Bus ignoriert werden
sollen.
Die Aktivierung erfolgt in der TEBS E Diagnose Software über
Register 8, Allgemeine Funktionen.

[Link] Externer Sollwertdrucksensor

Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge, insbesondere bei großem Abstand zwischen gelbem
Kupplungskopf und TEBS E Modulator.

Zweck
Verbesserung des Zeitverhaltens bei Motorwagen ohne EBS (kein CAN-Signal).
38
Bremssystem

Komponenten

TEILENUMMER ABBILDUNG BESCHREIBUNG


480 102 06X 0 TEBS E Modulator Premium

441 044 101 0 Sollwertdrucksensor


(ohne O-Ring) „ 0 bis 10 bar
441 044 102 0 „ Verwendung nur in Verantwortung
(mit O-Ring) des Fahrzeugherstellers, je nach
Fahrzeugkonstruktion.
„ Die Zuordnung der GIO-Anschlüsse
wird mit der TEBS E Diagnose
Software festgelegt.
„ Kabel für Sollwertdrucksensor:
449 812 XXX 0
446 122 05X 0 CAN-Router CAN-Router und CAN-Repeater
„ Eine genaue Beschreibung des
CAN-Routers und CAN-Repeaters
finden Sie in der entsprechenden
DruckschriftKapitel „Technische
Druckschriften“, Seite 9.

CAN-Repeater

Einbau
Der externe Sollwertdrucksensor wird direkt in die Steuerleitung an
der Front des Fahrzeuges oder direkt an den CAN-Router oder CAN-
Repeater eingebautKapitel „6.5 Beschreibung der Komponenten der
elektropneumatischen Bremsanlage“, Seite 29.

Beim Ankuppeln des Anhängefahrzeugs müssen die pneumatischen


i
Leitungen vor den elektrischen Leitungen verbunden werden, um eine
unberechtigte Fehlererkennung des externen Sollwertdrucksensors zu
i
verhindern.

Der Sollwertdrucksensor kann nicht an das elektronische


i
Erweiterungsmodul angeschlossen werden.

39
Bremssystem

Parametrierung
Die Aktivierung erfolgt in der TEBS E Diagnose Software über Register 8,
Allgemeine Funktionen.

6.9.2 Automatisch Lastabhängige Bremskraftregelung (ALB)


1-kreisige Achslastermittlung

Fahrzeugtyp
Luft- und blattgefederte Anhängefahrzeuge.

Zweck
Trailer EBS E beinhaltet eine lastabhängige Bremsdruckregelung, mit
der der Bremsdruck an den Beladungszustand angepasst wird. Über die
Parametrierung werden Kennlinien entsprechend der Bremsberechnung
gespeichert.
Der aktuelle Beladungszustand wird durch Sensierung des Luftfederbalgdrucks,
des hydraulischen Drucks, durch Auswertung des Einfederungsweges bei
mechanischer Federung oder Berechnung aus den Drehzahldifferenzen der
Radgeschwindigkeiten bei zwei drehzahlsensierten Achsen ermittelt.
Sattel- und Deichselanhänger werden unterschiedlich gesteuert.

Bei Fahrzeugen, die während des Betriebs seitenweise


i
unterschiedliche Drücke haben könnten, muss sichergestellt sein,
dass immer der höhere Balgdruck für die Bremskraftregelung
i
verwendet wird. Ansonsten könnte es sein, dass das Fahrzeug die
erforderliche Bremsverzögerung nicht erreicht. Dazu werden die
Balgdrücke beider Seiten über ein Select-High-Ventil an den TEBS E
Modulator angeschlossen.
Besser jedoch ist die im nächsten Abschnitt beschriebene
Mittelwertbildung mit Hilfe eines zweiten Achslastsensors.

2-kreisige Achslastermittlung (rechts/links)

Fahrzeugtyp
Luftgefederte Anhängefahrzeuge.

Zweck
Diese Funktion ermöglicht eine Rechts/Links-Mittelwertbildung der Achslasten.
Dadurch verbessert sich das Bremsverhalten des Anhängers (genauere
Ermittlung des realen Beladungszustands). Auf der Hauptachse c-d wird ein
zusätzlicher Achslastsensor verbaut, der in der TEBS E Diagnose Software
über Register 8, Allgemeine Funktionen als zweiter Externer Achslastsensor c-d
eingestellt werden muss.

Ermittlung der Achslasten


Die Achslast der Hauptachse c-d kann mit folgenden Optionen bestimmt
werden:
„ Messung des Drucks der Balgfeder mit einem im Modulator integrierten
Drucksensor bei luftgefederten Fahrzeugen

40
Bremssystem

„ Messung des Drucks der Luftfeder mit externem Drucksensor bei luft/
hydraulisch gefederten Fahrzeugen (Einstellung in der TEBS E Diagnose
Software: Externer Achslastsensor c-d)
„ Messung des Einfederungsweges mit einem Wegsensor bei mechanisch
gefederten Fahrzeugen
Die Achslast der Zusatzachse e-f kann mit folgenden Optionen bestimmt
werden:
„ Messung des Drucks der Luftfeder mit externem Drucksensor bei luft/
hydraulisch gefederten Fahrzeugen
„ Messung des Einfederungsweges mit einem Wegsensor bei mechanisch
gefederten Fahrzeugen (Einstellung in der TEBS E Diagnose Software:
Externer Achslastsensor e-f)
„ Ermittlung der Achslast über Schlupferkennung bei 4S/3M-Systemen

Sicherheitsfunktion „Fahrzeug auf Puffer“


i
Wenn der Balgdruck kleiner 0,15 bar ist und weniger als 50 % des
i
parametrierten Leerbalgdrucks beträgt (immer der kleinere Wert), wird
die ALB-Kennlinie „beladen“ ausgesteuert, da der Fahrzeugrahmen
vermutlich auf den Puffern der Achse aufliegt und damit kein
verlässlicher Rückschluss auf den Beladungszustand vorliegt.

Kennlinien
SATTELANHÄNGER DEICHSELANHÄNGER

A = Anlegebereich; V = Verschleißbereich; S = Stabilitätsbereich

41
Bremssystem

SATTELANHÄNGER DEICHSELANHÄNGER
In diesem Beispiel steigt der Sollwert bzw. Steuerdruck An der Grenze des Anlegebereichs werden wieder
(pm) im Anlegebereich von 0 bar bis 0,7 bar an. Bei die Ansprechdrücke der Bremsen ausgesteuert,
diesem Steuerdruck steigt der Bremsdruck (pzyl) von 0 die achsweise auch verschieden sein können. Im
auf 0,4 bar an. Teilbremsbereich werden die Drücke verschleißoptimiert
Bei 0,7 bar ist der Ansprechdruck der Radbremse ausgesteuert.
erreicht, so dass das Fahrzeug ab jetzt Bremskraft Beim Deichselanhänger mit z. B. Zylinder-Typ 24 an der
aufbauen kann. Dieser Punkt, also der Ansprechdruck Vorderachse und Zylinder-Typ 20 an der Hinterachse
der gesamten Anhängerbremse, ist im Rahmen der EG- wird der Druck an der Vorderachse entsprechend
Abbremsungsbänder parametrierbar. der Auslegung etwas zurückgenommen und an der
Das Abbremsungsband schreibt vor, in welchem Hinterachse etwas erhöht. Das sorgt – exakter als mit
Bereich die Abbremsung (in %) bei einem bestimmten der Funktion des bei konventionellen Bremsanlagen
Steuerdruck pm liegen muss. eingesetzten Anpassungsventils – für eine gleichmäßige
Belastung aller Radbremsen.
Im weiteren Verlauf folgt der Bremsdruck beim
beladenen Fahrzeug der Geraden, die durch den Im Stabilitätsbereich werden die Drücke
berechneten Wert bei 6,5 bar führt. entsprechend gleicher Adhäsionsausnutzung (evtl.
Kraftschlussausnutzung) in Abhängigkeit von der
Bei einem unbeladenen Fahrzeug wird der
Achslast ausgesteuert.
Ansprechdruck ebenfalls bei 0,7 bar ausgesteuert.
Danach wird der Bremsdruck entsprechend der
Beladung reduziert.

Parametrierung
Die Eingabe der ALB-Daten erfolgt in der TEBS E Diagnose Software über
Register 3, Bremsdaten.
In der Regel genügt die Definition einer linearen Kennlinie.
In besonderen Fällen kann über einen zusätzlichen Kennlinienpunkt eine
besondere Charakteristik definiert werden.
Es werden standardmäßig folgende Werte vorgegeben:

DRUCK AM GELBEN
KUPPLUNGSKOPF BERECHNETE
(STEUERDRUCK BZW. ABBREMSUNG DES
BEREICHE SOLLWERT) FAHRZEUGS
Anlegebereich p ≤ 0,7 bar 0%
Verschleißbereich 0,7 bar < p ≤ 2,0 bar bei 2 bar: 12,6 %
Übergangsbereich 2,0 bar < p ≤ 4,5 bar bei 4,5 bar: 37 %
Stabilitätsbereich 4,5 bar < p ≤ 6,5 bar bei 6,5 bar: 56,5 %

Die Bremsdruckaussteuerung wird proportional zur gemessenen


Fahrzeugbeladung angepasst.
Ziel ist es, bei allen Beladungszuständen und bei einem Druck am gelben
Kupplungskopf (Steuerdruck bzw. Sollwert) von 6,5 bar, eine Abbremsung von
55 % zu erreichen.

42
Bremssystem

Drucksensor für hydraulische Federung


Je nach auftretenden Drücken muss ein passender Drucksensor gewählt
werden. Der Signalausgang muss linear zwischen 0,5 und 4,5 V sein.
Hydraulischer Druck: 0 bar = 0,5 V
Maximaler Systemdruck = 4,5 V

Verschiedene Hersteller bieten passende Drucksensoren an, z. B.


i
WIKA (Modell 894.24.540 mit Messbereich von Hydraulikdruck
25 bar bis 1.000 bar) oder Hydac (Druckmessumformer HDA 4400,
i
Messbereich 250 bar).

Neben dem Druckbereich muss die Pinbelegung am elektrischen Anschluss


geprüft werden.

Beispiel
Hydraulischer Balgdruck „unbeladen“ = 50 bar
Hydraulischer Balgdruck „beladen“ = 125 bar
Gesucht wird die Druckeingabe für die TEBS E ALB-Parameter beladen und
unbeladen.

Vorgabe
Hydraulischen Drucksensor suchen, der dem Messbereich von 125 bar
entspricht.
Drucksensor „hydraulisch“: 0 bis 250 bar => 0,5 bis 4,5 V
WABCO Standard-EBS-Drucksensor „pneumatisch“ als Vergleichswert:
0 bis 10 bar => 0,5 bis 4,5 V

Berechnung
Messbereich 250 bar: WABCO Standard-EBS-Drucksensor 10 bar = 25 bar
Parameterwert für Balgdruck „beladen“ => 125 bar / 250 bar * 10 bar = 5 bar
Parameterwert für Balgdruck „unbeladen“ => 50 bar / 250 bar * 10 bar = 2 bar

Die Umrechnung des hydraulischen Drucks in den pneumatischen


Vergleichsdruck erfolgt in der TEBS E Diagnose Software und
vereinfacht die Parametrierung.
Abweichungen bei der Berechnung der Parameterwerte entstehen
durch Auf- oder Abrundungen im binären Zahlensystem.

43
Bremssystem

[Link] Mechanische Federungen

Fahrzeugtyp
Fahrzeuge mit Blattfederung (mechanischer Federung).

Zweck
Ermittlung der Achslast.

Funktion
Die Achslastinformation für die ALB-Funktion wird aus dem Einfederungsweg
des Achsaggregats gewonnen. Dazu wird ein ECAS-Wegsensor verwendet, der
in diesem Anwendungsfall ein Signal proportional zum Einfederungsweg und
damit zur derzeitigen Achslast liefert.
Weitere InformationenKapitel „6.9.2 Automatisch Lastabhängige
Bremskraftregelung (ALB)“, Seite 40.

Anschluss der Komponenten

Auszug aus Schema 841 802 154 0

44
Bremssystem

POSITION TEILENUMMER ABBILDUNG BESCHREIBUNG


1 480 102 06X 0 TEBS E Modulator
Premium
„ Einbau: An
Vorderachse oder
Hinterachse möglich

2 441 050 100 0 Wegsensor


„ Einbau: Wegsensor
A an Achse c-d;
Wegsensor B an Achse
e-f
3 441 050 71X 2 Anlenkung
„ in verschiedenen
Längen verfügbar

4 441 050 718 2 Hebel


441 050 641 2 „ Verlängerung des
Wegsensorhebels

5 449 811 XXX 0 Kabel für Wegsensor

Einbau
Informationen zum EinbauKapitel „9.6 Einbau Wegsensor“, Seite 177.

Parametrierung
Die Definition des Fahrzeugs mit mechanischer Federung erfolgt in der TEBS E
Diagnose Software über Register 2, Fahrzeug.
Die Benennung des GIO-Anschlusses für den Wegsensors erfolgt über Register
11, Stecker.

Kalibrierung
Informationen zur KalibrierungKapitel „10.5.1 Kalibrierung bei Fahrzeugen mit
mechanischer Federung“, Seite 200.

45
Bremssystem

6.9.3 Druckregelung
Die Druckregelkreise setzen die von der ALB-Funktion vorgegebenen
Sollwertdrücke in Zylinderdrücke um.
Der TEBS E Modulator vergleicht die gemessenen Istwertdrücke am Ausgang
der Relaisventile mit der Sollwertdruckvorgabe.
Tritt eine Abweichung auf, wird diese durch Betätigung der Belüftungs- oder
Entlüftungsmagnete des Modulators bzw. 3. Modulators ausgeregelt.
Wenn der gemessene Vorratsdruck über 10 bar steigt, wird die Druckregelung
und ABS-Regelung deaktiviert und nur noch über Redundanz gebremst.

Gemäß der EG-Richtlinien und ECE-Vorschriften sind maximal 8,5 bar


i
Vorratsdruck im Anhänger zulässig.

i
Pneumatische Voreilung und Voreilung über CAN
Zur Zugabstimmung und zur Harmonisierung des Bremsbelagverschleißes
kann eine Voreilung bestimmt werden.
Die Werte für die pneumatische Voreilung und CAN-Voreilung können sich
unterscheiden.

Parametrierung
Die Eingabe einer Voreilung erfolgt in der TEBS E Diagnose Software über
Register 3, Bremsdaten.

6.9.4 Überlastschutz
Fahrzeugtyp
Alle Fahrzeuge mit Federspeicherzylindern.

Zweck
Zum Schutz der Radbremse vor Überlast (Kraftaddition) bei gleichzeitiger
Betätigung von Betriebs- und Federspeicherbremse.

46
Bremssystem

Anschluss der Komponenten


Das Überlastschutz-Relaisventil ist bereits im PEM integriert:

Wenn kein PEM vorhanden ist, muss der Überlastschutz mit einem separaten
Überlastschutz-Relaisventil sichergestellt werden:

POSITION TEILENUMMER ABBILDUNG BESCHREIBUNG


1 480 102 0XX 0 TEBS E Modulator

2 973 011 XXX 0 Überslastschutz-


Relaisventil

3 461 513 00X 0 PEM

47
Bremssystem

6.9.5 Anti-Blockier-System (ABS)


Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge.

Zweck
ABS verhindert das Blockieren eines Rades oder mehrerer Räder.

Funktion
Die ABS-Regellogik erkennt aus dem Drehzahlverhalten der Räder, ob ein
Rad oder mehrere Räder „Blockierneigung“ zeigen und entscheidet, ob der
zugehörige Bremsdruck gesenkt, gehalten oder wieder erhöht werden soll.

ABS-Drehzahlsensoren
Für die ABS-Regellogik werden die Signale der ABS-Drehzahlsensoren c-d und
e-f ausgewertet.
Bei allen ABS-Konfigurationen (Kapitel „6.4 ABS-Konfigurationen“, Seite
25) können an die vorhandenen Modulatoren neben den Bremszylindern
der sensierten Räder weitere Bremszylinder anderer Achsen angeschlossen
werden. Diese indirekt mitgeregelten Räder liefern allerdings bei
Blockierneigung keine Informationen an TEBS E. Daher kann auch keine
Blockierfreiheit dieser Räder gewährleistet werden.

Sattelanhänger, Zentralachsanhänger und Dolly


Die Hauptachse, die weder Lift-, Lenk- noch Schleppachse sein darf, hat immer
die ABS-Drehzahlsensoren c-d. Die ABS-Drehzahlsensoren e-f werden an der
anderen Achse bzw. an der liftbaren Achse des Sattelanhängers angebracht.

Ab TEBS E4 gibt es hierbei eine Ausnahme für 2-Achs-


Zentralachsfahrzeuge mit 2 Liftachsen. Hier kann bei
ungleichmäßiger Beladung die eine oder andere Liftachse gehoben
und damit das Fahrzeug ausbalanciert werden. Die jeweils andere
Achse wird dann zur Hauptachse.

Deichselanhänger
Die sensierten Achsen dürfen weder bei den ABS-Drehzahlsensoren c-d noch
bei den ABS-Drehzahlsensoren e-f eine Lift- oder Schleppachse sein. Die ABS-
Drehzahlsensoren c-d sind immer auf der Modulatorseite anzubringen, dabei
kann der Modulator wahlweise vorne, an der Deichsel oder hinten eingebaut
werden.
Der Status der Liftachsen ist der ABS-Regellogik bekannt. Damit gehen beim
Anheben von sensierten Achsen die Geschwindigkeiten nicht mehr in die ABS-
Regelung ein. Bei gehobener Liftachse werden Drehzahlinformationen dieser
Achse bei der Regelung nicht berücksichtigt.

Reifengrößen
Um eine optimale Funktion der ABS-Regellogik zu erhalten, sind die
verwendeten Reifengrößen zu parametrieren.
Eine Abweichung der parametrierten Reifengrößen um +15 % / -20 % ist
erlaubt, wenn alle sensierten Räder gleichermaßen betroffen sind. Ein einzelnes
Rad darf maximal 6,5 % von der parametrierten Radgröße abweichen.

48
Bremssystem

Parametrierung
Die Eingabe der Reifengröße erfolgt in der TEBS E Diagnose Software über
Register 3, Bremsdaten.

6.9.6 Roll Stability Support (RSS)


Anhänger der Klasse O4 mit bis zu 3 Achsen mit Luftfederung, die ab Juli
2010 homologiert werden, müssen nach der europäischen Gesetzgebung mit
einer Stabilisierungsfunktion ausgestattet sein. Bei der Neuzulassung eines
Fahrzeuges ist RSS ab Juli 2011 vorgeschrieben. Mit WABCO RSS werden
sämtliche Anforderungen der Gesetzgebung zum Zweck höherer Sicherheit im
Straßenverkehr erfüllt.

Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge.

Zweck
Roll Stability Support ist eine in das EBS integrierte Funktion, die präventiv bei
drohender Kippgefahr eine automatische Bremsung einführt, um das Fahrzeug
zu stabilisieren.

Funktion
Die RSS-Funktion nutzt die Eingangsgrößen des Trailer EBS E, wie
Radgeschwindigkeiten, Beladungsinformation und Sollverzögerung, sowie
einen im TEBS E Modulator integrierten Querbeschleunigungssensor.
Bei Überschreiten der berechneten kippkritischen Querbeschleunigung im
Anhängefahrzeug werden zeitlich begrenzt Test-Druckansteuerungen mit
geringem Druck durchgeführt. Dauer und Druckhöhe sind abhängig vom Verlauf
der Querbeschleunigung.
Die Kippgefahr wird anhand der Radreaktion der testweise gebremsten Räder
erkannt. Bei erkannter Kippgefahr erfolgt im Anhängefahrzeug zumindest
an den individual geregelten (IR) kurvenäußeren Rädern eine Bremsung mit
hohem Druck, um so die Fahrzeuggeschwindigkeit, Querbeschleunigung und
damit die Kippgefahr zu reduzieren bzw. das Umkippen zu verhindern. Der
Bremsdruck für die kurveninneren Räder bleibt im Wesentlichen unverändert.
Sobald keine Kippgefahr mehr besteht, wird die RSS-Bremsung beendet.

An einer Achse mit einer Modifizierten Achs-Regelung (MAR) ist


i
es systembedingt nicht möglich, den Bremsdruck „rechts/links“
unterschiedlich anzusteuern. Hier wird bei erkannter Kippgefahr auf
i
Select-High-Regelung geschaltet.

Eine RSS-Regelung wird im ungebremsten oder teilgebremsten Fahrzustand


gestartet. Bremst der Fahrer bereits ausreichend stark (Verzögerung oberhalb
der RSS-Verzögerung), wird die RSS-Regelung ausgesetzt.
Gibt der Fahrer während einer schon laufenden RSS-Regelung dem Anhänger
einen pneumatischen oder elektrischen Bremssollwert vor, der höher als der der
RSS-Regelung ist, wird die RSS-Regelung abgebrochen und entsprechend des
Sollwerts gebremst.
Die Art der Druckansteuerung für die Räder der Achse e-f hängt vom
Fahrzeugtyp und von der ABS-Systemkonfiguration ab.

49
Bremssystem

Die RSS-Funktion setzt eine zentrale Position des TEBS Modulators


i
im Fahrzeug voraus. DetailsKapitel „9 Installationshinweise für
Fahrzeugbau und Nachrüstung“, Seite 168.
i

FAHRZEUGTYP UND ABS-SYSTEMKONFIGURATION BEMERKUNG


Sattelanhänger mit Nachlauflenkachsen mit 4S/3M, „ Die MAR-Achse wird grundsätzlich mit geringerem
4S/2M+1M oder 2S/2M+SLV oder gleichem Druck wie im ABS-Regelfall gebremst
(für die Kurvenstabilität adhäsionsgelenkter Achsen).
Deichselanhänger mit 4S/3M „ Während der RSS-Regelung wird das Radverhalten
Sattelanhänger ohne Nachlauflenkachse oder des kurveninneren Rades in der ABS-Logik nicht
Zentralachsanhänger mit 4S/3M oder 4S/2M+1M berücksichtigt.
„ Solange das innere Rad der MAR-Achse noch nicht
abhebt, wird die MAR-Achse mit geringem Druck
gebremst, um Flachstellen des Reifens zu vermeiden.
„ Wenn das innere Rad der MAR-Achse abhebt, d. h.
mit geringem Druck Blockierneigung zeigt, wird der
Druck erhöht – abhängig vom Verhalten der beiden
äußeren Räder.
„ Der an der MAR-Achse ausgesteuerte Druck kann
durch ABS-Regelbedarf am kurvenäußeren Rad
reduziert sein.
Fahrzeuge mit adhäsionsgelenkter Lenkachse mit „ RSS ist bei Fahrzeugen mit adhäsionsgelenkter
2S/2M+SLV (Lenkachse über ein Select Low Ventil Lenkachse nur mit nebenstehenden
geregelt), 4S/2M+1M oder 4S/3M+EBS/ABS (Lenkachse Systemkonfigurationen möglich.
MAR-geregelt). „ Eine adhäsionsgelenkte Nachlauflenkachse muss in
der TEBS E Diagnose Software angeklickt werden.

Einstellung der Empfindlichkeit der RSS-Funktion für kippkritische Fahrzeuge


Die Empfindlichkeit der RSS-Funktion ist in der TEBS E Diagnose Software
einstellbar.

Mehrere TEBS E Modulatoren in einem Sonderfahrzeug


oder in einem Road Train, die über CAN-Router miteinander
kommunizieren, stimmen ihre RSS-Eingriffe aufeinander ab. Die
Stabilität des Fahrzeugverbundes wird hiermit erhöht.

6.9.7 Stillstandsfunktion
Applikation
Integrierte Funktion im TEBS E Modulator.

Zweck
Vermeidung von unnötigem Stromverbrauch, wenn das Fahrzeug mit
eingelegter Feststellbremse und eingeschalteter Zündung abgestellt wird.

Funktion
Bei Stillstand des Fahrzeuges wird nur über den Redundanzkreis gebremst.
Die elektropneumatische Druckaussteuerung ist deaktiviert. Bei Fahrtbeginn
(v > 2,5 km/h) wird die Funktion deaktiviert.
50
Bremssystem

Optional kann die Stillstandsfunktion so parametriert werden, dass sie nur bei
Steuerdrücken über 6,5 bar aktiviert wird. Dies verhindert ungewolltes Aktivieren
der Stillstandsfunktion beim Rangieren mit sehr niedrigen Geschwindigkeiten.

Parametrierung
Die Einstellwerte werden in der TEBS E Diagnose Software über Register 6,
Bremsfunktionen unter dem Punkt Sonderfunktionen für Spezialfahrzeuge
festgelegt.

6.9.8 Notbremsfunktion
Applikation
Integrierte Funktion im TEBS E Modulator.

Zweck
Aufbringen der maximal möglichen Bremskraft.

Funktion
Wenn der Bremswunsch des Fahrers (elektrisch oder pneumatisch) mehr als
90 % des zur Verfügung stehenden Vorratsdruckes oder > 6,4 bar entspricht,
also eine Panikbremsung vorliegt, werden die Bremsdrücke stufenweise bis auf
die Kennlinie des beladenen Fahrzeuges bis zum möglichen Einsatz der ABS-
Regelung erhöht.
Die Notbremsfunktion wird bei Unterschreiten des Bremswunsches von 70 %
des verfügbaren Vorratsdruckes wieder abgeschaltet.

6.9.9 Prüfmodus
Applikation
Integrierte Funktion im TEBS E Modulator.

Zweck
Überprüfung der ALB-Kennlinie im Fahrzeugstillstand.

Funktion
Die automatisch lastabhängige Bremskraftregelung kann in diesem Prüfmodus
in Abhängigkeit des Kupplungskopfdruckes und der aktuellen Achslast bzw. des
aktuellen Balgdrucks überprüft werden.
Zum Zweck der Überprüfung werden die Stillstandsfunktion und die
Notbremsfunktion deaktiviert.

Start der Simulation


– Schalten Sie die Zündung bei entlüfteter Steuerleitung (Betriebsbremsanlage
und Feststellbremsanlage des Motorwagen unbetätigt) ein, um die
elektronische Bremsanlage in den Prüfmodus zu schalten.
Ö Sobald das Fahrzeug fährt, werden Stillstandsfunktion und
Notbremsfunktion wieder eingeschaltet.
Sobald das Fahrzeug über 10 km/h fährt, wird der Prüfmodus beendet.

51
Bremssystem

Simulation Fahrzeug beladen


Durch Entlüften der Tragbälge (< 0,15 bar) bzw. Absenken des Fahrzeugs
auf Puffer kann bei unbeladenem Fahrzeug der Zustand „beladen“ simuliert
werden. Entsprechend der Sicherheitsfunktion „Fahrzeug auf Puffer“ werden die
vollen Bremsdrücke ausgesteuert.
Mechanische Federung: Hängen Sie das Gestänge des Wegsensors aus
und drehen Sie den Hebel in die Position, die dem eingefederten Fahrzeug
entspricht.

Simulation per Diagnose


Mit der TEBS E Diagnose Software können Sie diese Sicherheitsfunktion über
das Menü Ansteuerung simulieren.

3/2-Wegeventil mit Prüfanschluss


Um eine Belastungssimulation gemäß ECE-R13, Anhang [Link].2. durchführen
zu können, sollte ein Prüfanschluss zwischen TEBS-E Modulator (Anschluss 5)
und Luftfederung verbaut werden. Hierzu bietet WABCO das 3/2-Wegeventil mit
Prüfanschluss 463 710 998 0.

6.10 ECU-interne Funktionen

6.10.1 Kilometerzähler
Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge.

Zweck
Das Trailer EBS E ist mit einem integrierten Kilometerzähler ausgerüstet, der
während der Fahrt die zurückgelegte Strecke ermittelt. Die Genauigkeit ist von
der Reifengröße im Verhältnis zur parametrierten Reifengröße bestimmt.
Der Kilometerzähler benötigt Betriebsspannung. Wenn TEBS E nicht mit
Spannung versorgt wird, dann arbeitet auch der Kilometerzähler nicht und ist
daher nicht manipulationssicher.
Wenn ein SmartBoard verbaut ist, wird auch dort die zurückgelegte Strecke –
unabhängig vom TEBS E – gezählt. Dieser Kilometerzähler arbeitet auch, wenn
TEBS E nicht mit Spannung versorgt ist.
Da der Kilometerzähler im TEBS E den Mittelwert aller Räder zählt, wogegen
der Kilometerzähler im SmartBoard die Strecke des Radsensors c zählt, können
durch unterschiedliche Reifenumfänge (Reifenverschleiß) die Kilometerzähler
voneinander abweichen.
Für den Anschluss des Radsensors c an das SmartBoard wird kein Y-Kabel
benötigt, da die Verbindung bereits im SmartBoard-Kabel integriert ist.
Folgende Einzelfunktionen sind möglich:

Gesamtkilometerzähler
Der Gesamtkilometerzähler ermittelt die zurückgelegte Wegstrecke
seit Erstinstallation des TEBS E Systems. Dieser Wert wird regelmäßig
abgespeichert und mittels TEBS E Diagnose Software oder über das
SmartBoard (Untermenü Kilometermeterzähler) ausgelesen.

52
Bremssystem

Tageskilometerzähler
Der Tageskilometerzähler kann die zurückgelegte Strecke zwischen zwei
Wartungsintervallen oder innerhalb einer Zeitspanne bestimmen.
Das Auslesen und Löschen des Tageskilometerzählers ist z. B. mit der TEBS E
Diagnose Software oder dem SmartBoard möglich.
Eine spezielle Kalibrierung des Tageskilometerzählers ist nicht erforderlich.
Ein Kalibrierfaktor wird aus den Abrollumfängen der Reifen und der Anzahl der
Polradzähne aus den EBS-Parametern berechnet.

Parametrierung
Reifenumfang und Zähnezahl des Polrades werden in der TEBS E Diagnose
Software in Register 3, Bremsdaten eingegeben.

Bei einem Austausch des Modulators kann der Kilometerstand


des Neugerätes erhöht und damit der Laufleistung des Fahrzeugs
angepasst werden.
Eine Reduzierung des Kilometerstands ist nicht möglich. Die
Einstellung erfolgt mittels TEBS E Diagnose Software über Menü
Extras, Kilometerstand erhöhen.

6.10.2 Servicesignal
Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge.

Zweck
Das Servicesignal soll den Fahrer an anstehende Servicearbeiten erinnern.
Warnanzeige/Warnlampe: Wenn das Fahrzeug eine parametrierte Strecke
zurückgelegt hat (z. B. 100.000 km), wird beim nächsten Einschalten der
Zündung (bei Fahrt oder Stand) die Warnanzeige/Warnlampe (gelb) aktiviert
und blinkt dann 8x. Das Blinken wiederholt sich nach jedem Einschalten der
Zündung. Zusätzlich erfolgt die Speicherung des Servicehinweises im ECU-
internen Betriebsdatenspeicher.
Wurden die Servicearbeiten erfolgreich durchgeführt, sollte das Servicesignal
in der TEBS E Diagnose Software über Menü Extras, Serviceintervall
zurückgesetzt werden.
Erreicht das Fahrzeug wieder das nächste parametrierte Serviceintervall (z. B.
200.000 km), wird das Servicesignal erneut erzeugt.

Parametrierung
Im Auslieferungszustand des TEBS E Modulators ist das Servicesignal nicht
aktiv.
Die Aktivierung und Eingabe des Intervalls erfolgt in der TEBS E Diagnose
Software über Register 8, Allgemeine Funktionen.

53
Bremssystem

6.10.3 ServiceMind
Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge.

Zweck
Der GIO-Betriebsstundenzähler (ServiceMind) summiert die Betriebszeiten
von überwachten GIO-Eingangssignalen und der von TEBS E geschalteten
Ausgänge (z. B. ECAS-Nachlaufzeiten).
Warnanzeige/Warnlampe: Beim Erreichen voreingestellter Betriebszeiten
kann ein Event (Servicehinweis) gestartet werden und mittels TEBS E
Diagnose Software oder SmartBoard angezeigt werden. Das Event kann
optional auch über die Warnanzeige/Warnlampe (gelb, ABS) oder über eine
am Anhänger angebrachte externe Warnlampe ausgegeben werden. Sobald
der Servicehinweis angezeigt wird, sollte an dem Fahrzeug der entsprechende
Service durchgeführt werden.

Parametrierung
Die Eingabe von ServiceMind erfolgt in der TEBS E Diagnose Software über
Register 8, Allgemeine Funktionen.
Servicename: Hier können Sie für die überwachende Funktion einen Namen zur
Anzeige im SmartBoard vergeben.
Serviceintervall (Stunden): Geben Sie hier eine sinnvolle Intervallzeit für die
ausgewählte Komponente/Funktion ein.
Serviceintervall rücksetzbar: Hier kann das Recht eingeräumt werden, dass
das Serviceintervall auf der Startseite in der TEBS E Diagnose Software (Menü
Extras, Serviceintervall) oder über das SmartBoard zurückgesetzt werden kann.
Über die TEBS E Diagnose Software kann der Zähler immer zurückgesetzt
werden.
Serviceintervall änderbar: Hier kann das Recht eingeräumt werden, dass das
Serviceintervall auf der Startseite in der TEBS E Diagnose Software (Menü
Extras, Serviceintervall) oder über das SmartBoard geändert werden kann.
Eingangssignal, Internes Signal: Hier können Sie dem internen Signal über
ein Drop-Down-Menü die entsprechende GIO-Funktion zuordnen. Folgende
Funktionen werden unterstützt:
„ Nachlaufbetrieb
„ Rückfahrlicht
„ Ausgang FKA
„ Ausgang FKD
„ Ausgang FCF 1 bis FCF 8
Sie können definieren, ob die Betriebszeit der Funktion im aktiven oder
inaktiven Zustand aufgezeichnet werden soll.
Eingangssignal, Analoges Signal: Dem analogen Signal muss ein Schwellwert
(Wert, ab dem der Schalter aktiviert wird) zugewiesen werden, und es
muss festgelegt werden, ob die Betriebszeit oberhalb oder unterhalb des
Schwellwertes aufgezeichnet werden soll.
Anzeige durch ABS-Lampe / Anzeige durch externe Signallampe: Hier können
Sie auswählen, ob die Warnung über die Warnanzeige/Warnlampe (gelb, ABS)
und/oder über eine am Anhänger angebrachte externe Warnlampe angezeigt
werden soll.
54
Bremssystem

Komponenten
Für die Anzeige und Bedienung können folgende Komponenten eingesetzt
werden:

TEILENUMMER ABBILDUNG BESCHREIBUNG


446 192 21X 0 SmartBoard (2. Generation – optional)
„ Kabel für SmartBoard (2. Generation):
449 961 XXX 0

446 192 11X 0 SmartBoard (optional)


„ Kabel für SmartBoard:
449 911 XXX 0

446 105 523 2 Externe grüne Warnlampe (optional)

6.10.4 Ausgabe der Achslast


Achslasten können über die CAN-Schnittstelle zum Motorwagen über
SUBSYSTEMS zum SmartBoard / zur Trailer Remote Control ausgegeben
werden.
Die Anzeige im Motorwagen ist abhängig von der Unterstützung bzw.
Freischaltung der Funktion „Anhänger-Achslastanzeige“. Generell stellt TEBS E
diese Information immer zur Verfügung.
Die Genauigkeit bei mechanisch gefederten Fahrzeugen ist
konstruktionsbedingt eingeschränkt.
Unter folgenden Bedingungen wird keine Achslast ausgegeben und auch nicht
im Betriebsdatenspeicher (ODR) gespeichert:
„ Bei Deichselanhängern mit nur einem Achslastsensor an der Achse c-d.
„ Bei Fahrzeugen mit Liftachsen, die nicht durch TEBS E gesteuert werden
(mechanische Steuerung, Steuerung über Trailer Central Electronic oder
externe ECAS).
„ Bei Sattelanhängern mit Schleppachse ohne zusätzlichen Drucksensor.
Bei Deichselanhängern mit 4S/3M muss zur Erkennung der Achslasten ein
zusätzlicher Drucksensor an einem Tragbalg der zweiten Achse verbaut
werden.
Bei Sattelanhängern mit 4S/2M+1M und 4S/3M kann ein zusätzlicher
Achslastsensor verbaut werden, um die Messgenauigkeit zu erhöhen. Ohne
zusätzlichen Achslastsensor wird die Einzelachslast gleichmäßig über alle
Achsen verteilt.
Für den Anbau eines zusätzlichen AchslastsensorsKapitel „7.7 Externer
Achslastsensor“, Seite 90.

55
Bremssystem

Die Übergabe der Achslast über CAN zum Motorwagen ist in der TEBS E
voreingestellt und kann in den meisten Motorwagen im Armaturenbrett zur
Anzeige gebracht werden.
Wenn bei Anhängefahrzeugen mit zwei Achslastsensoren die Ausgabe des
Ladezustands nicht korrekt im Motorwagen wiedergegeben wird, kann die
Übergabe der CAN-Botschaften angepasst werden.

Parametrierung
Die Einstellwerte werden in der TEBS E Diagnose Software über Register 8,
Allgemeine Funktionen festgelegt.
EBS22: Es wird keine Botschaft mit der Gesamtlast aus den Summen der
Einzelachsen zum Motorwagen gesendet.
RGE22: Die Einzellasten der Achsen werden nicht an den Motorwagen
gesendet.

Die Übermittlung beider Botschaften ist voreingestellt.


i
Bei manchen Motorwagen können Fehler entstehen, wenn die
i
übermittelten Daten nicht plausibel erscheinen. In einem solchen Fall
sollte eine der Botschaften deaktiviert werden.

Kalibrierung der Ausgabe der Achslast


Um eine höhere Genauigkeit der Ausgabe der Achslast zu erzielen, kann
mit dem SmartBoard oder der Diagnose Software (ab TEBS E6.5) eine
Kalibrierung der Ausgabe vorgenommen werden. Der kalibrierte Wert wird über
die ISO 7638 Schnittstelle zum Zugfahrzeug übermittelt und auch auf dem
SmartBoard angezeigt.
Zur Kalibrierung wird eine zusätzliche Kennlinie basierend auf den Gewichten
eines unbeladenen, teilbeladenen und beladenen Fahrzeuges gebildet. Es
wird eine 3-Punkt-Kennlinie in TEBS E abgelegt. Eine genaue Beschreibung
entnehmen Sie der „SmartBoard – Systembeschreibung“Kapitel „Technische
Druckschriften“, Seite 9.

Das Kalibrierverfahren ist verbessert worden, so dass nun bei einer


Fehlkalibrierung keine Meldung im Diagnosespeicher abgelegt
wird.
Es können wahlweise 1, 2 oder 3 Punkte kalibriert werden. Jeder
Wert kann einzeln geändert werden, so dass die Genauigkeit der
Anzeige erheblich verbessert wird.

Wenn ein Wert kalibriert wird, wird dieser Wert sofort in die Kennlinie der
Ausgabe der Achslast übernommen. Die kalibrierten Minimal-/Maximalwerte
dürfen maximal 20 % von der für die ALB festlegten Kennlinie abweichen.
Die kalibrierten Werte für das unbeladene, teilbeladene und beladene Fahrzeug
dürfen einen festgelegten, minimalen Abstand voneinander nicht unterschreiten
(minimal 10 %).
Der Balgdruck ändert sich geringfügig bei Änderung der Fahrzeughöhe. Vor der
Kalibrierung sollte deshalb die Fahrzeughöhe eingestellt werden, die später für
die Ausgabe der Achslast relevant ist. In der Regel wird dies das Normalniveau
sein.
Da sich die Eigenschaften der Luftfederbälge über die Lebensdauer ändern, ist
gegebenenfalls eine Neukalibrierung erforderlich.

56
Bremssystem

Bitte beachten Sie, dass eine bereits begonnene Kalibrierung


i
abgeschlossen werden muss, weil ansonsten eine Fehlermeldung
ausgegeben wird.
i
Warnanzeige/Warnlampe: Optional kann im SmartBoard bei Überschreitung
eines Achslastwertes ein Blinken der Warnanzeige/Warnlampe (rot) im
SmartBoard bei 90 % und 100 % Achslast eingestellt werden, um bei Beladung
z. B. mit Schüttgut vor Überladung zu warnen.

Komponenten
Für die Anzeige und Bedienung können folgende Komponenten eingesetzt
werden:

TEILENUMMER ABBILDUNG BESCHREIBUNG


446 192 21X 0 SmartBoard (2. Generation)
„ Kabel für SmartBoard (2. Generation):
449 961 XXX 0

446 192 11X 0 SmartBoard


„ Kabel für SmartBoard:
449 911 XXX 0

441 044 10X 0 Drucksensor (optional)


„ Kabel für Drucksensor:
449 812 XXX 0

6.10.5 Notizbuchfunktion
Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge.

Zweck
Die Notizbuchfunktion ermöglicht die Anzeige, manuelle Bearbeitung und
Speicherung von TEBS E Daten (z. B. Auflistung der verbauten Komponenten)
oder Fahrzeugdaten (Service-Historie, z. B. behobene Mängel, letzter
Wartungstermin).
Die Daten werden in Tabellenform im Speicher des TEBS E hinterlegt.

Verwendung der Funktion


– Rufen Sie die Funktion mittels TEBS E Diagnose Software auf (Menü Extras,
Notizbuch).

57
Bremssystem

Die Notizbuchfunktion erfordert keine zusätzliche Parametrierung oder


Aktivierung.

Daten lesen
– Um die Daten aus der ECU zu lesen, drücken Sie den Button Aus ECU
lesen.
– Um die Daten aus einer vorbereiteten (CSV-) Datei des PC zu lesen,
drücken Sie den Button Aus Datei lesen.
CSV-Datei: Diese Datei können Sie auf ihrem PC erstellen (z. B. mit einem
Tabellenkalkulationsprogramm).

Die Daten müssen alphanumerisch sein (ohne Formatierungen und


i
ohne Sonderzeichen). Insgesamt steht der Speicherplatz von der
Anzahl der Schriftzeichen ca. einer DIN A4 Seite zur Verfügung, die in
i
maximal 10 Spalten aufgeteilt werden kann.

Daten bearbeiten
– Bei Bedarf bearbeiten Sie die Daten über die TEBS E Diagnose Software
innerhalb der Eingabemaske.

Daten in ECU schreiben


– Um die Daten in die ECU zu speichern, drücken Sie den Button In ECU
schreiben.
Um die Daten auf Ihrem PC zu speichern, drücken Sie den Button In Datei
schreiben.

6.10.6 Service Dokumentation (ab TEBS E5)


Im Trailer EBS Modulator kann ein Verweis zu Service-Informationen in Form
einer Internetadresse (URL) gespeichert werden.
Durch die Hinterlegung, z. B. des Fahrzeug-Schaltplans, kann eine Werkstatt im
Servicefall Fehler leichter finden; Rückfragen zum Hersteller werden vermieden.
Die URL wird in der TEBS E Diagnose Software nach Verbindungsaufbau mit
dem Modulator unter dem Systembild angezeigt und kann bei bestehender
Internetverbindung des Werkstattrechners direkt aus der Diagnose Software
heraus geöffnet werden.
Die Informationen können ein WABCO Schema oder ein Servicedokument des
Fahrzeugherstellers sein. Die Speicherung einer URL mit bis zu 150 Zeichen ist
möglich. Das referenzierte Dokument kann aus beliebig vielen Seiten bestehen.
Wir empfehlen, Dokumente im pdf-Format zu hinterlegen.
Beispiel für einen Verweis auf das WABCO Schema 841 701 180 0:
Bei der Inbetriebnahme wird die URL
[Link] im Parametersatz im
Register Fahrzeug hinterlegt.

6.10.7 Betriebsdatenspeicher (ODR)


Zweck
Speicherung verschiedener Daten, die den Fahrzeugbetrieb dokumentieren und
Rückschlüsse auf den Umgang mit dem Fahrzeug ermöglichen.
Diese Betriebsdaten können mit dem PC-Analysewerkzeug „ODR-Tracker“
ausgewertet werden.
58
Bremssystem

Der Betriebsdatenspeicher unterteilt sich in statistische Daten (Tripspeicher,


Histogramme) und den Ereignisrekorder.
Die ODR-Daten können durch ein frei wählbares Passwort vor einer Löschung
geschützt werden. Das Passwort kann mittels TEBS E Diagnose Software
(Menü ODR, Passwortverwaltung) vergeben werden.

Statistische Daten
Die statistischen Daten werden als Summen oder Mittelwerte über die
Gerätelebensdauer bzw. ab dem letzten Löschen des Betriebsdatenspeichers
(ODR) gespeichert.
Statistische Daten sind:
„ Betriebsstunden
„ Anzahl der Fahrten (Trips)
„ Mittlere Beladung
„ Überladungszähler (Trips)
„ Mittlerer Bremsdruck
„ Anzahl der Bremsungen
„ Anzahl der Bremsungen mit Druck am gelben Kupplungskopf (ohne CAN-
Verbindung)
„ Anzahl der Bremsungen im 24N-Betrieb
„ Anzahl der Bremsungen mit Streckbremse
„ Anzahl der Betätigungen der Handbremse
„ Kilometerzähler und Betriebsstunden seit dem letzten Bremsbelagwechsel
„ Daten der Luftfederung und Liftachsaktivierung
„ Anzahl von RSS-Bremsungen bzw. Situationen mit kritischer
Querbeschleunigung

Tripspeicher
Ein Trip hat eine Fahrstrecke von mindestens 5 km und eine
Mindestgeschwindigkeit von 30 km/h. Im Tripspeicher werden die Daten der
letzten 200 Trips abgespeichert.
Folgende Daten werden pro Trip gespeichert:
„ Kilometer bei Fahrtbeginn
„ Gefahrene Kilometer
„ Betriebsstunden bei Fahrtbeginn
„ Fahrzeit
„ Höchstgeschwindigkeit
„ Durchschnittsgeschwindigkeit
„ Mittlerer Steuerdruck
„ Bremsbetätigungen
„ Bremsfrequenz
„ Aggregatlast bei Tripbeginn
„ ABS-Bremsungen
„ RSS-Eingriffe Stufe 1 (Testbremsung)

59
Bremssystem

„ RSS-Eingriffe Stufe 2 (Verzögerungsbremsung)


Ist ein SmartBoard angeschlossen, werden die Trips mit einer Uhrzeit-
und Datumsinformation versehen. Datum und Uhrzeit können auch vom
Motorwagen übertragen werden.

Die Speicherung erfolgt für bis zu 600 Trips.


Je Trip wird zusätzlich die mittlere Querbeschleunigung in Kurven
gespeichert.

Histogramm
Während des Betriebs werden laufend Messwerte zu Bremsdrücken,
Achslasten und Geschwindigkeiten gewonnen.
Histogramme stellen die Häufigkeit von Ereignissen mit den jeweiligen
Messwerten dar. So lässt sich beispielsweise anhand der Verteilung von
Bremsungen in klassifizierten Bremsdruckbereichen ablesen, ob der Fahrer
vorausschauend, sanft oder eher scharf gebremst hat.
Folgende Histogramme sind abrufbar:
„ Aggregatlast (Summe aller Achsen):
Speicherung der gefahrenen Kilometer pro Aggregatklasse
„ Achslast (Achslast einer Achse):
Speicherung der gefahrenen Kilometer pro Achslastklasse
„ Bremszeit:
Speicherung der Bremszeit pro Klasse und des maximal auftretenden
Druckes
„ Steuerdruck:
Speicherung der Bremsanforderungen pro Klasse und des maximal
auftretenden Druckes
„ Bremsdruck:
Speicherung der ausgeführten Bremsdrücke pro Klasse
Eine detaillierte Beschreibung der Histogramme finden Sie in der ODR-
Tracker BedienungsanleitungKapitel „2 Allgemeine Hinweise“, Seite 7 =>
Abschnitt „Technische Druckschriften“.

Ereignisrekorder
Im Ereignisrekorder wird die Anzahl (maximal 200) von Events, also Ereignissen
des Bremssystems, abgespeichert.
Jedes Ereignis wird zusammen mit der Uhrzeit (nur im SmartBoard) und
dem Kilometerstand zum Zeitpunkt des Auftretens im TEBS E Modulator
abgespeichert.
Ereignisse können z. B. sein:
„ ABS-Eingriffe
„ RSS-Eingriffe
„ Warnanzeige leuchtet
„ Meldungen
„ Manuelle Deaktivierung von TailGUARDTM
„ Immobilizer Ereignisse
„ Durch GIO-Parametrierung definierbare Events (z. B. wenn ein
angeschlossener Türkontaktschalter ein Öffnen der Tür anzeigt)
60
Bremssystem

„ OptiTurnTM Aktivität (ab TEBS E5)

Bis zu 500 Events werden gespeichert, die jetzt auch etwaige


Diagnosemeldungen mitbeinhalten

61
GIO-Funktionen

7 GIO-Funktionen
Dieses Kapitel beschreibt Funktionen, die mit Hilfe der GIO-Schnittstellen
des TEBS E Modulators und weiterer Komponenten erstellt werden können.
In der Regel ist für diese Funktionen ein TEBS E Modulator (Premium)
erforderlichKapitel „5.1 Systemaufbau“, Seite 14.

Einleitung GIO
GIO bedeutet Generic Input/Output und bezeichnet programmierbare Ein- und
Ausgänge.
Der Trailer EBS E Modulator verfügt bei der Standard-Variante über 4 GIO-
Steckplätze, bei der Premium-Variante über 7 GIO-Steckplätze.
Über die GIO-Funktionen ist es möglich, verschiedene Zusatzfunktionen im
Anhängermodulator zu aktivieren.
Über das elektronische ErweiterungsmodulKapitel „5.1 Systemaufbau“,
Seite 14, werden weitere GIO-Steckplätze bereitgestellt, die den Anschluss
zusätzlicher Komponenten ermöglichen.
Mittels TEBS E Diagnose Software wird eine Belegung (Voreinstellung) der
Standardfunktionen vorgegeben. Einige Funktionen sind mehrfach verwendbar
(z. B. Integrierte Liftachssteuerung, Geschwindigkeitsschalter ISS, Dauerplus).
Den GIO-Steckplätzen können über die Parametrierung Funktionen
zugewiesen werden. Über die Parametrierung ist außerdem wählbar, ob aus
Sicherheitsgründen Ausgänge auf Kabelbruch überwacht werden sollen. Wird
eine Last an einen GIO-Ausgang ohne parametrierte Funktion angeschlossen,
wird ein Fehler erkannt.
Alle GIO-Steckplätze haben mindestens einen Schaltausgang (Endstufe)
und einen Masse-Kontakt. Die anderen beiden Pins sind unterschiedlich
belegt. Daraus ergibt sich, dass nicht alle Funktionen auf allen Steckplätzen
gleichermaßen realisiert werden könnenKapitel „13.2 Pinbelegung“, Seite
227. Die maximale Last für alle GIO-Schaltausgänge beträgt 1,5 A.

GIO-Funktionen stehen zur Verfügung, wenn das System ausreichend


i
mit Strom versorgt und fehlerfrei ist.

i
GIO-Endstufe
Mit der GIO-Endstufe können elektrische Lasten (z. B. Magnetventile, Lampen)
geschaltet werden.
Die GIO-Endstufen können auch als Eingänge benutzt werden. Dabei kann
sensiert werden, ob ein Schalter offen oder gegen Masse geschaltet ist. Wird
der Schalter gegen Plus geschaltet, wird bei Schließen des Schalters ein Fehler
erkannt.

GIO-Analogeingang
Mit dem GIO-Analogeingang können analoge Signale (z. B. vom Drucksensor)
eingelesen oder Taster-Signale erkannt werden.

GIO-Wegsensoreingang
An GIO-Wegsensoreingängen können ECAS-Wegsensoren für die interne
Niveauregelung oder bei mechanisch gefederten Fahrzeugen zur Sensierung
des Einfederungsweges zur Erkennung der Achslast angeschlossen werden.

62
GIO-Funktionen

7.1 Liftachssteuerung

WARNUNG
Verletzungsgefahr durch Einklemmen beim Senken der Liftachse
Die Steuerung der Liftachsfunktionen erfolgt in der Regel durch
Beladungsänderung. Zusätzlich können aber auch Chassis-
Höhenänderungen den Status der Liftachse beeinflussen.
Ein plötzliches Senken der Liftachse kann Menschen in unmittelbarer
Nähe erschrecken oder auch gefährden. Dies gilt in besonderem Maße für
Personen, die sich z. B. zu Reparaturarbeiten unter dem Fahrzeug befinden.
– Zur Verhinderung von Unfällen sollten Fahrzeughersteller in ihrer
Bedienungsanleitung auf die Gefahr durch die automatische
Liftachssteuerung hinweisen.
– Vor Reparaturarbeiten am Fahrzeug müssen Liftachsen gesenkt werden
und die Zündung ausgeschaltet werden.

Fahrzeugtyp
Anhängefahrzeuge mit einer Liftachse oder mehreren Liftachsen.

Liftachssteuerung im Deichselanhänger
i
Beim 3-Achs-Deichselanhänger besteht die Möglichkeit, die Achse 2
i
oder 3 als Liftachse auszuführen. Wenn der TEBS Modulator an der
Vorderachse des Fahrzeugs verbaut ist, dann muss die am Boden
verbleibende Hinterachse mit einem externen Drucksensor überwacht
werden.

Zweck
Durch das Heben einer Achse des teil- oder unbeladenen Fahrzeugs wird der
Reifenabrieb, insbesondere in Kurvenfahrten, reduziert.

Funktion
Steuerung der Liftachsen durch TEBS E in Abhängigkeit von der aktuellen
Achslast und dem aktuellen Beladungszustand.
Mehrere Liftachsen eines Fahrzeuges können gemeinsam oder separat
gesteuert werden.
Die Fahrzeuggeschwindigkeit, bei der ein Heben der Liftachse(n) noch zulässig
ist, kann parametriert werden.
In der Parametrierung ist die Reihenfolge des Anhebens der Achsen einstellbar.
Parametriert wird der Druck zum Heben und Senken der Liftachse. Es wird
immer zuerst die 1. Liftachse und dann die 2. Liftachse gehoben.
Die TEBS E Diagnose Software gibt sinnvolle Balgdruck-Werte für die
Liftachssteuerung vor. Diese Vorschläge können aber bei Sonderfahrzeugen
vom Benutzer angepasst werden (z. B. 3-Achs-Deichselanhänger mit
Gabelstapler-Transport).
Die Position der Liftachsen wird auf der CAN-Schnittstelle „Motorwagen“ zum
Zugfahrzeug übertragen und kann dort bei entsprechender Ausstattung des
Motorwagens im Armaturenbrett angezeigt werden.

63
GIO-Funktionen

Ab TEBS E1 findet eine Überprüfung des Balg- und Vorratsdruckes


statt. Die Liftachsen werden innerhalb der Liftachsvollautomatik
nicht mehr gehoben, wenn der Vorratsdruck kleiner als 6,5 bar ist.
Bei Systemen mit ECAS-Funktion werden Liftachsen innerhalb
der Liftachsvollautomatik auch dann nicht gehoben, wenn sich das
Chassis auf Pufferniveau befindet.
Des Weiteren ist eine neue Plausibilitätsprüfung der Liftachsen
beim Heben bzw. Senken integriert, um einen sogenannten Jo-Jo-
Effekt zu vermeiden. Dieser Jo-Jo-Effekt tritt immer dann auf, wenn
die Druckdifferenz zwischen dem Heben/Senken-Druck < 1,0 bar
beträgt.
Mit der TEBS E Diagnose Software wird diese Druckdifferenz bei
der Eingabe überprüft und ein entsprechender Hinweis bei der
Eingabe der Parameter gegeben.
Sollte die ISO 7638 Spannungsversorgung während der Fahrt vom
Motorwagen her nicht zur Verfügung stehen, die ECU also nur über
die 24N-Stopplichtversorgung bestromt werden, so erfolgt keine
Liftachssteuerung.
Erst bei gewährleisteter ISO 7638 Spannungsversorgung und
v = 0 km/h arbeitet die Liftachssteuerung wieder korrekt.
Einstellung des Verhaltens der Liftachse bei ausgeschalteter
Zündung: Mit einem federrückgeführten Liftachsventil (LACV)
wird beim Ausschalten der Zündung die Liftachse immer gesenkt.
Mit einem impulsgesteuerten Liftachsventil kann die Liftachse in
gehobener Position verbleiben.

Am TEBS E Modulator können bis zu drei impulsgesteuerte Ventile


parallel gesteuert werden.

Während eines Bremsvorgangs wird der Status der Liftachse nicht


verändert.

Wenn im Stillstand die Fahrzeughöhe durch den Fahrer geändert


wird, dann werden gehobene Liftachse(n) gesenkt. Nach Zündung
aus- und wieder einschalten oder nach Fahrtbeginn werden, sofern
es der Beladungszustand ermöglicht, die Liftachse(n) wieder
gehoben.
WABCO empfiehlt die Anwendung dieser Funktion ausschließlich
bei Fahrzeugen mit Schleppachsen.

Bauarten Liftachsventile
Impulsgesteuert: Das Ventil hat zwei Magnete und kann damit neben dem
Be- und Entlüften auch eine Haltestellung realisieren, in der die Liftachse
teilentlastet ist.
Federrückgeführt: Die Liftachse wird gesenkt oder gehoben, ohne
Zwischenstellungen. Wenn die Spannung abgeschaltet wird, senkt sich die
Liftachse.
Einkreisig bzw. zweikreisig: Bei den zweikreisigen Ventilen werden die
Tragbälge der Liftachse seitenweise separat mit den anderen Tragbälgen
verbunden. Diese Ventile sind bei weichen oder geteilten Achsen erforderlich.
Wegen der Steifigkeit der Anhängefahrzeug-typischen Achsen haben sich die
64
GIO-Funktionen

einfacheren einkreisigen Liftachssysteme durchgesetzt. Hier sind die beiden


Tragbälge der Liftachse direkt miteinander verbunden.

Liftachssteuerung LA1 (Liftachse 1)


Sie haben folgende Anschlussmöglichkeiten für die Steuerung der 1.
Liftachse oder zweier parallel gesteuerter Liftachsen: ein federrückgeführtes
Liftachssteuerventil 463 084 0XX 0 oder ein impulsgesteuertes Liftachsventil
463 084 100 0 oder ein impulsgesteuerter ECAS-Magnetventilblock mit
Liftachssteuerung 472 905 114 0.

Liftachsteuerung LA2 (Liftachse 2)


Sie haben folgende Anschlussmöglichkeiten für die Steuerung der 2. Liftachse:
ein federrückgeführtes Liftachsventil 463 084 0XX 0 oder ein impulsgesteuertes
Liftachsventil 463 084 100 0.

Komponenten
KOMPONENTE/
TEILENUMMER FAHRZEUGTYP ZWECK / FUNKTION BEMERKUNG ANSCHLUSSKABEL
Liftachsventil LACV Alle Steuerung von bis Alle Varianten: Kabel für Liftachse
463 084 031 0 (ohne Anhängefahrzeuge zu zwei Liftachsen in 1-kreisig, konventionell, RTR
Verschraubungen) mit Liftachse(n) Abhängigkeit von der federrückgeführt 449 443 XXX 0
aktuellen Achslast.
463 084 041 0 (mit
Verschraubungen) Anfahrhilfe mit
Restdruckhaltung
463 084 042 0 (mit
möglich (nur mit
Verschraubungen)
Zusatz-Magnetventil,
463 084 050 0 z. B. 472 173 226 0).
(12 V-Variante mit
NPTF-Gewinde;
für Multi-Voltage-
Anwendungen)

Liftachsventil Alle Steuerung von bis 2-kreisig, Kabel für Liftachse


463 084 010 0 Anhängefahrzeuge zu 2 Liftachsen in federrückgeführt konventionell, RTR
mit Liftachse(n) einer 2-kreisigen 449 443 XXX 0
Luftfederungsanlage Ohne DIN-Bajonett-
in Abhängigkeit Anschluss; verwenden
von der aktuellen Sie hierzu Adapter
Achslast. 894 601 135 2.

65
GIO-Funktionen

KOMPONENTE/
TEILENUMMER FAHRZEUGTYP ZWECK / FUNKTION BEMERKUNG ANSCHLUSSKABEL
Liftachsventil Alle Nutzung einer Impulsgesteuert Kabel für Liftachsventil
LACV-IC Anhängefahrzeuge Liftachse zur 449 445 XXX 0
mit Liftachse(n) oder Ansteuerung der oder 449 761 XXX 0
463 084 100 0
Schleppachse dritten Achse
bei 3-Achs-
Sattelanhängern
zur dynamischen
Radstandsregelung
(OptiTurnTM/
OptiLoadTM).
Anfahrhilfe mit
Restdruckhaltung
möglich.
ECAS-Magnetventil Sattelanhänger/ Liftachssteuerung 1-kreisig, Kabel für ECAS-
472 905 114 0 Deichselanhänger in Kombination mit impulsgesteuert Magnetventil
(mit Liftachse) ECAS 1-Punkt- 449 445 XXX 0 (2x)
Regelung.
Steuerung des
Fahrzeugniveaus
einer oder mehrerer
Achsen.
Heben/Senken
einer oder zweier
parallel gesteuerter
Liftachsen.
Anfahrhilfe mit
Restdruckhaltung
möglich.
ECAS-Magnetventil Sattelanhänger/ Liftachssteuerung 2-kreisig, Kabel für ECAS-
472 905 111 0 Deichselanhänger in Kombination mit impulsgesteuert Magnetventil
(mit Liftachse) ECAS 2-Punkt- 449 445 XXX 0
Regelung. Kabel für ECAS 2-Punkt-
Steuerung des Regelung
Fahrzeugniveaus 449 439 XXX 0
einer oder mehrerer
Achsen.
Heben/Senken
einer oder zweier
parallel gesteuerter
Liftachsen.
Anfahrhilfe mit
Restdruckhaltung
möglich.
Schleppachsventil Anhängefahrzeuge Be- und Entlüftung Zur Realisierung Kabel für
472 195 600 0 mit TEBS E Premium der Tragbälge einer einer Schleppachsventil
oder Multivoltage ab Schleppachse, z. B. Restdruckhaltung 449 445 XXX 0
Version TEBS E6.5 für OptiTurnTM. wird ein
Drucksensor an
der Schleppachse
benötigt.

66
GIO-Funktionen

WABCO für die Ventilauswahl für Liftachsen


LIFTACHSVENTIL,
FEDERRÜCKGEFÜHRT ECAS-MAGNETVENTIL,
463 084 010 0 LIFTACHSVENTIL, IMPULSGESTEUERT
463 084 031 0 IMPULSGESTEUERT 472 905 114 0
463 084 04X 0 463 084 100 0 472 905 111 0
IN VERBINDUNG MIT
TEBS E MODULATOR
480 102 03X 0 IN VERBINDUNG MIT TEBS E MODULATOR
(STANDARD) 480 102 06X 0 (PREMIUM)
Verhalten der Liftachse bei ausgeschalteter Zündung
Liftachse bleibt in gewünschter
und parametrierter Stellung
(gehoben oder abgesenkt).

Liftachse senkt sich.

Liftachssteuerung, Anfahrhilfe, Zwangssenken, OptiTurnTM/OptiLoadTM


Eine Liftachse ohne dynamische
Radstandsregelung.
Zwei Liftachsen
ohne dynamische
Radstandsregelung.
der Achshersteller: Bei zwei
Liftachsen sollte eine Liftachse
2-kreisig ausgeführt sein.
Eine Liftachse oder
Schleppachse mit dynamischer
Radstandsregelung auf Achse
3 für Achslastverlagerung bei
Beladung oder automatisches
Anheben bei Kreisfahrt.

Bedienung
Informationen zur BedienungKapitel „11.6 Bedienung Liftachsen“, Seite 215.

Parametrierung
Die Festlegung der Fahrzeugkonfiguration erfolgt in der TEBS E Diagnose
Software in Register 2, Fahrzeug.
Die weitere Festlegung der Liftachsventile und Schaltdrücke erfolgt in Register
5, Liftachssteuerung.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.

67
GIO-Funktionen

7.2 Schleppachssteuerung mit Restdruckhaltung

Fahrzeugtyp
Sattelauflieger mit Schleppachsen / Nachlauflenkachsen.
Sattelauflieger mit Schleppachsen und OptiTurnTM/OptiLoadTM-FunktionKapitel
„7.8 Dynamische Radstandsregelungen“, Seite 91.

Zweck
Bei Verwendung von Schleppachsen sollte der Balg nicht komplett entlüftet
werden, da sonst Flächen des Luftbalges aneinander reiben (Knittern der
Bälge) und Schäden eintreten können.
Die integrierte Funktion hilft mit einer Restdruckhaltung in den Tragbälgen
Reifenschäden, erhöhte Reifenabnutzung und mögliche Balgschäden zu
vermeiden.

Einbau
Bei Schleppachsen muss die Raddrehzahl sensiert und die Bremsung über
einen separaten Modulator gesteuert werden.
WABCO : Bremsen Sie die Schleppachse über ein EBS-Relaisventil (4S/3M-
System) ein.
Weiterhin muss ein externer Achslastsensor e-f verbaut werden, um die
Balgdrücke an der Schleppachse zu messen.
Zur Steuerung der Schleppachse muss ein impulsgesteuertes Liftachsventil
(LACV-IC) zum Einsatz kommen.

Der Einsatz von federrückgeführten Liftachsventilen ist nicht möglich.


i
i
Parametrierung
In der TEBS E Diagnose Software muss über Register 2, Fahrzeug eine Achse
als Schleppachse definiert sein.
Über Register 5, Liftachssteuerung wird dann der Restdruck der Schleppachse
definiert. Der Restdruck kann als Wert größer 0,3 bar eingestellt werden.

7.3 Extern gesteuerte Liftachse

Zweck
Die Erfassung des Status (gehoben/gesenkt) einer Liftachse, die nicht durch
TEBS E gesteuert wird.
Durch die Erfassung des Listachsstatus kann der Beladungszustand des
Anhängefahrzeuges korrekt an den Motorwagen übermittelt werden. Zusätzlich
werden die ODR-Daten berichtigt abgespeichert.

Funktion
Mehrere Liftachsen eines Fahrzeuges können separat erfasst werden.
68
GIO-Funktionen

Die Messung kann über einen Schalter oder einen Drucksensor erfolgen. Für
Liftachse 1 kann wahlweise auch ein Näherungsschalter verwendet werden.
Die Art des Senors und die Schaltschwelle für den Drucksensor kann in der
TEBS E Diagnose Software parametriert werden.

7.4 Integrierte elektronisch geregelte Luftfederung (ECAS)

Fahrzeugtyp
Alle luftgefederten Anhängefahrzeuge.
Es können zwei Regelkreise realisiert werden:
„ 1-Punkt-Regelung
„ 2-Punkt-Regelung (ab Version TEBS E2)
Ausgeführte Systeme
„ Sattelanhänger, Zentralachsanhänger:
1-Punkt-Regelung oder 2-Punkt-Regelung als Seitenregelung bei
Fahrzeugen mit Einzelradaufhängung.
„ Deichselanhänger:
2-Punkt-Regelung für Vorder- und Hinterachse.

Zweck
Die ECAS-Basisfunktion ist der Ausgleich von Niveauänderungen, die z. B.
durch Änderung des Beladungszustandes oder durch neue Sollwertvorgaben
(z. B. durch Bedieneinheit) entstanden sind. Diese Regelabweichungen
führen zu einer Veränderung des Abstandes zwischen der Fahrzeugachse
und dem Fahrzeugaufbau. ECAS gleicht die Regelabweichungen mittels einer
Niveauregelung aus.
Der wesentliche Vorteil von ECAS besteht in einem geringeren Luftverbrauch
bei Fahrt und der schnelleren Regelung im Stand. Während ein Luftfederventil
nur das Fahrniveau regelt, kann bei ECAS jedes Niveau konstant gehalten
werden.

Funktion
Ein Wegsensor ist am Fahrzeugaufbau befestigt und über ein Hebelsystem
mit der Fahrzeugachse verbunden. Er erfasst in bestimmten Zeitabständen
den Abstand zwischen Achse und Aufbau. Die Zeitabstände hängen von dem
Betriebszustand (Fahr- oder Ladebetrieb) des Fahrzeugs ab.
Der ermittelte Messwert ist der Istwert des Regelkreises und wird an die ECU
weitergeleitet. In der ECU wird dieser Istwert mit dem in der ECU vorgegebenen
Sollwert verglichen.
Bei einer unzulässigen Differenz zwischen Ist- und Sollwert (Regelabweichung)
wird dem ECAS-Magnetventil ein Stellsignal übermittelt. In Abhängigkeit von
diesem Stellsignal steuert das ECAS-Magnetventil nun den Tragbalg an und be-
oder entlüftet diesen. Durch die Druckänderung im Tragbalg ändert sich auch
der Abstand zwischen Fahrzeugachse und Fahrzeugaufbau. Der Abstand wird
erneut durch den Wegsensor erfasst und der Zyklus beginnt von vorn.

69
GIO-Funktionen

Bei Fahrzeugen, die während des Betriebs seitenweise


i
unterschiedliche Drücke haben könnten, muss sichergestellt sein,
dass immer der höhere Balgdruck für die Bremskraftregelung
i
verwendet wird. Ansonsten könnte es sein, dass das Fahrzeug die
erforderliche Bremsverzögerung nicht erreicht. Dazu werden die
Balgdrücke beider Seiten über ein Select-High-Ventil an den TEBS E
Modulator angeschlossen.
Besser jedoch ist die Mittelwertbildung mit Hilfe eines zweiten
AchslastsensorsKapitel „6.9.2 Automatisch Lastabhängige
Bremskraftregelung (ALB)“, Seite 40.

Komponenten
KOMPONENTE /
TEILENUMMER FAHRZEUGTYP ZWECK / FUNKTION BEMERKUNG ANSCHLUSSKABEL
TEBS E Modulator Alle Regelung und TEBS E Modulator
480 102 06X 0 Anhängefahrzeuge Überwachung der (Premium) mit PEM
mit Luftfederung elektronischen
Luftfederung

Elektronisches Alle 2-Punkt-Regelung Ab TEBS E4 Kabel zum TEBS E


Erweiterungsmodul Anhängefahrzeuge (ab Version nicht für 2-Punkt- 449 303 XXX 0
446 122 070 0 mit Luftfederung TEBS E2) Regelung
erforderlich.
In Verbindung mit
TEBS E Modulator
(Premium)

eTASC Alle ECAS-Ventil mit Nur in Verbindung Kabel für ECAS-


463 090 5XX 0 Anhängefahrzeuge manueller Betätigung mit TEBS E Magnetventil
mit Luftfederung zum Heben und Modulator 449 445 XXX 0
Senken (Premium) ab
Version TEBS E3
und mit Wegsensor
möglich

ECAS-Magnetventil Sattelanhänger/ 1-Punkt-Regelung Die Tragbälge der Kabel für ECAS-


472 880 030 0 Zentralachser (ohne Steuerung des Fahrzeugseiten Magnetventil
Liftachse) Fahrzeugniveaus sind über eine 449 445 XXX 0
Multi-Voltage
einer oder mehrerer Querdrossel
472 880 072 0 verbunden.
parallel geschalteter
Achsen (Heben/
Senken)

70
GIO-Funktionen

KOMPONENTE /
TEILENUMMER FAHRZEUGTYP ZWECK / FUNKTION BEMERKUNG ANSCHLUSSKABEL
ECAS-Magnetventil Deichselanhänger 2-Punkt-Regelung 2-Punkt-Regelung 2x Kabel für ECAS-
472 880 020 0 (ohne Liftachse) (Heben/Senken an (ab Version Magnetventil
Vorderachse und zwei Achsen) TEBS E2) 449 445 XXX 0
(Vorderachse)
Hinterachse Die Tragbälge der
472 880 030 0
Fahrzeugseiten
(Hinterachse) sind über eine
Querdrossel
verbunden.

ECAS-Magnetventil Sattelanhänger/ 2-Punkt-Regelung 2-Punkt-Regelung Kabel für ECAS


472 880 001 0 Zentralachser der Fahrzeugseiten (ab Version 2-Punkt-Regelung
(Tragbälge der oder Regelung TEBS E2) 449 439 XXX 0
472 880 070 0 (Multi-
Achse(n) sind der Vorder- und
Voltage)
nicht miteinander Hinterachse eines
verbunden) (ohne Deichselanhängers
Liftachse)
Deichselanhänger
(Tragbälge der
Achsen sind
jeweils miteinander
verbunden)
ECAS-Magnetventil Sattelanhänger/ 1-Punkt-Regelung Impulsgesteuerte Kabel für ECAS-
472 905 114 0 Zentralachser mit Steuerung des Liftachse Magnetventil
Liftachse/Hinterachse Fahrzeugniveaus Die Vorderachse 449 445 XXX 0
Deichselanhänger einer oder mehrerer eines
mit Liftachse parallel geschalteter Deichselanhängers
Achsen (Heben/ kann zusätzlich mit
Senken) Ventil 472 880 030 0
gesteuert werden.

ECAS-Magnetventil Sattelanhänger/ 2-Punkt-Regelung 2-Punkt-Regelung Kabel für ECAS-


472 905 111 0 Zentralachser mit Steuerung des (ab Version Magnetventil
Liftachse (Tragbälge Fahrzeugniveaus TEBS E2) 449 445 XXX 0
der Achse(n) sind einer oder mehrerer Impulsgesteuerte Kabel für ECAS
nicht miteinander parallel geschalteter Liftachse 2-Punkt-Regelung
verbunden) / Achsen (Heben/ 449 439 XXX 0
Hinterachse Senken)
Deichselanhänger
(ohne Liftachse)
Deichselanhänger mit
Liftachse (Tragbälge
der Achsen sind
jeweils miteinander
verbunden)

71
GIO-Funktionen

KOMPONENTE /
TEILENUMMER FAHRZEUGTYP ZWECK / FUNKTION BEMERKUNG ANSCHLUSSKABEL
Wegsensor Luftgefederte Messung des Verwenden Sie Kabel für Wegsensor
441 050 100 0 Sattelanhänger/ Fahrniveaus ausschließlich 449 811 XXX 0
Deichselanhänger den Wegsensor
441 050 100 0.

Hebel Alle Verlängerung des Anbringung an den


441 050 718 2 Anhängefahrzeuge Wegsensorhebels Wegsensor
mit Luftfederung
441 050 641 2

Anlenkung Alle Anbindung an die


433 401 003 0 Anhängefahrzeuge Achse
mit Luftfederung

ECAS-Bedienbox 446 156 021 0 Bedieneinheit Seitlich am Anhänger Kabel für ECAS-
446 156 02X 0 Sattelanhänger ohne (mit 6 Tasten) zur verbaut. Bedienbox
Liftachse Beeinflussung des 449 627 XXX 0
Niveaus und der
446 156 022 0
Liftachssteuerung
Sattelanhänger mit durch den Fahrer.
Liftachse
446 156 023 0
Deichselanhänger
ECAS-Bedieneinheit Sattelanhänger/ Bedieneinheit Bedieneinheit und Kabel für ECAS-
446 056 117 0 Deichselanhänger (mit 9 Tasten) zur Kabelanschluss Bedieneinheit
Beeinflussung des müssen vor 449 628 XXX 0
Niveaus und der Feuchtigkeit
Liftachssteuerung geschützt werden.
durch den Fahrer.
Meist seitlich am
Anhänger verbaut.

ECAS-Bedieneinheit Sattelanhänger/ Bedieneinheit (mit Bedieneinheit und


446 056 25X 0 Deichselanhänger 12 Tasten) zur Kabelanschluss
Beeinflussung des müssen vor
Niveaus und der Feuchtigkeit
Liftachssteuerung geschützt werden.
durch den Fahrer. Meist seitlich am
Anhänger verbaut.

72
GIO-Funktionen

KOMPONENTE /
TEILENUMMER FAHRZEUGTYP ZWECK / FUNKTION BEMERKUNG ANSCHLUSSKABEL
SmartBoard Sattelanhänger/ Anzeige- und 446 192 210 0 (mit Anschluss an TEBS E
(2. Generation) Deichselanhänger Bedienkonsole zur integrierter Batterie) 449 961 XXX 0
446 192 21X 0 Beeinflussung des 446 192 211 0 (für
Niveaus und der Gefahrgutfahrzeuge)
Liftachssteuerung
Ersatzbatterie
durch den Fahrer.
446 192 930 0
Meist seitlich am
Anhänger verbaut.

SmartBoard Sattelanhänger/ Anzeige- und 446 192 110 0 (mit Anschluss an TEBS E
446 192 11X 0 Deichselanhänger Bedienkonsole zur integrierter Batterie) 449 911 XXX 0
Beeinflussung des 446 192 111 0 (für Anschluss an
Niveaus und der Gefahrgutfahrzeuge) elektronisches
Liftachssteuerung Erweiterungsmodul
Ersatzbatterie
durch den Fahrer. 449 906 XXX 0
446 192 920 2
Meist seitlich am
Anhänger verbaut.

Trailer Remote Applikation im Anzeige- und Nur in Verbindung Im Lieferumfang:


Control Motorwagen zur Bedienkonsole zur mit elektronischem „ Verbindungskabel
446 122 080 0 Steuerung von Beeinflussung des Erweiterungsmodul zwischen
Anhängefahrzeugen Niveaus und der und ab Version Trailer Remote
Alle Motorwagen Liftachssteuerung TEBS E2 Premium Control und
durch den nutzbar. Sicherungskasten
Fahrer (aus dem im LKW
Fahrerhaus)
„ Halterung

73
GIO-Funktionen

eTASC
eTASC kombiniert die Magnetventil-Funktionen einer elektronischen
Luftfederung (ECAS) und die Hebelbetätigung einer konventionellen
Luftfederung mit einem Drehschieberventil (Kombination aus TASC und ECAS-
Magnetventil).
Im Betriebszustand „Stromversorgung An“ ist der gesamte Funktionsumfang der
elektronischen Luftfederung (ECAS) verfügbar.
Die Steuerung der Vorder- und Hinterachse eines Deichselanhängers erfolgt mit
zwei eTASC. Eine Seitensteuerung eines Sattelanhängers mit zwei eTASC ist
nicht zulässig.

Heben
Durch Drehen des Hebels gegen den Uhrzeigersinn werden die Bälge belüftet
und der Aufbau des Fahrzeugs gehoben.
Senken
Durch Drehen des Hebels im Uhrzeigersinn werden die Bälge entlüftet und der
Aufbau des Fahrzeugs senkt sich.

RSD (Rotary Slide Detection/Drehschiebererkennung)


Nach Loslassen des Hebels kehrt der Hebel automatisch in die „Stop“-Position
zurück. Trailer EBS E erkennt das jetzt aktuelle Niveau als Sollniveau. Dieses
Sollniveau wird bis zum nächsten Bediener-Eingriff, bis Zündung aus oder
bis zum Fahrtantritt geregelt. Dieses Niveau (Return-to-Load) wird von ECAS
gesteuert.
Geräte-Variante „Totmann-Schaltung“: Nach Loslassen des Hebels kehrt
der Hebel automatisch in die „Stop“-Position zurück. Trailer EBS E erkennt
das aktuelle Niveau als Sollniveau. Dieses Sollniveau wird bis zum nächsten
Bediener-Eingriff, Zündung aus oder Fahrtantritt geregelt.
Geräte-Variante „Rasten im Senken“: Nach Loslassen des Hebels verbleibt
der Hebel in „Senken“-Position. Das Fahrzeug senkt sich bis auf die Puffer ab.
Sofern kein weiterer Bediener-Eingriff erfolgt, kehrt erst beim Fahrtantritt der
Hebel automatisch auf „Stop“ zurück und das Normalniveau wird durch Trailer
EBS E ausgeregelt (RtR-Funktion).
Geräte-Variante „Rasten im Heben“: Nach Loslassen des Hebels
verbleibt der Hebel in „Heben“-Position. Das Fahrzeug hebt sich bis zur
kalibrierten, maximalen Höhe. Ohne Stromversorgung hebt sich das Fahrzeug
bis in die Fangseile oder bis zur Begrenzung durch das pneumatische
Höhenbegrenzungsventil. Bei Fahrtantritt kehrt der Hebel automatisch auf
„Stop“ zurück und das Normalniveau wird durch Trailer EBS E ausgeregelt
(RtR-Funktion).
Verhalten bei Zündung aus / Fahrzeug abgekuppelt: Das Fahrzeug
wird gleichermaßen bedient, wie bei eingeschalteter Zündung. Jedoch
wird das erreichte Niveau nicht als Sollniveau erkannt und es erfolgt keine
Nachregelung, z. B. bei Be- oder Entladung.

Die RtR-Funktion steht nur bei Versorgung des Fahrzeugs über


i
ISO 7638 zur Verfügung. Bei Versorgung über das Stopplicht (24N)
wird RtR erst bei der ersten Bremsung nach Überschreiten der RtR-
i
Geschwindigkeit ausgeregelt, sofern die Dauer der Bremsung bzw. die
Dauer der TEBS E Stromversorgung für die Höhenregelung ausreicht.

74
GIO-Funktionen

In allen Betriebszuständen ist das manuelle Heben, Stoppen und


i
Senken möglich. Damit ist auch eine schnelle Höhenanpassung, z. B.
im Fährbetrieb, möglich.
i
System ist spannungsversorgt
Der Betriebszustand „Stromversorgung An“ beschreibt das mit Spannung
versorgte Anhängefahrzeug. Dieser Zustand kann auf drei verschiedene Arten
realisiert werden:
„ Das Zug- und Anhängefahrzeug sind über die Spannungsversorgung
ISO 7638 und die Stopplichtversorgung ISO 1185 verbunden und die
Zündung ist eingeschaltet.
„ ISO 7638 und ISO 1185 sind angeschlossen, die Zündung ist ausgeschaltet
und der Stand-by Betrieb ist aktiviert.
„ Das Anhängefahrzeug wird über eine eigene Batterie mit Spannung
versorgt.
Die elektronische Luftfederung regelt die Fahrzeughöhe während der Fahrt
sowie im Stand. Im Gegensatz zur konventionellen Luftfederung wird das
Niveau auch bei manueller Einstellung per Drehhebel im Stand, zum Beispiel
an einer Laderampe, ausgeregelt. Die manuelle Rückkehr ins Fahrniveau
per Normalniveautaster oder SmartBoard ist genauso verfügbar wie die
Memoryniveaus und die automatische Höhenbegrenzung.

System ist nicht spannungsversorgt

Der Betriebszustand „Stromversorgung Aus“ charakterisiert ein spannungsloses


Anhängefahrzeug. Dabei kann der Anhänger vom Zugfahrzeug abgekoppelt
sein oder es liegt zwar die ISO 7638 Verbindung zum Zugfahrzeug vor, aber
das Zugfahrzeug schaltet bei Ausschalten der Zündung sowohl Klemme 15 als
auch 30 ab.
In diesem Betriebszustand kann die Aufbauhöhe mit dem Bedienhebel
manuell verändert werden. Gleichzeitig sind die Funktionen der elektronischen
Luftfederung nicht aktiv. So werden Niveauänderungen, die durch die Be- und
Endladevorgänge erzeugt werden, nicht durch das System reguliert, sondern
können bei Bedarf durch Betätigung des Hebels manuell nachgeregelt werden.
Die Versorgung mit Druckluft wird in diesem Fall durch den Vorratsbehälter
sichergestellt. Die Höhenbegrenzung kann in diesem Fall nur durch ein
optionales Zusatzventil realisiert werden.

Stopplichtversorgung

Der Betriebszustand „Stopplichtversorgung 24N“ beschreibt ein ausschließlich


über ISO 1185 oder ISO 12098 mit dem Zugfahrzeug verbundenes
Anhängefahrzeug. Der Aufbau kann bei Fahrzeugstillstand manuell mit dem
Bedienhebel gehoben und gesenkt werden. Während der Fahrt findet mit jeder
Betätigung der Bremse ein automatischer Ausgleich des Aufbauniveaus statt.
Zusätzlich wird auch die RtR-Funktion aktiviert. Das Erreichen des Fahrniveaus
kann mehrere Bremsungen erfordern.
Return to Load
Wenn OptiLevel auf ein programmiertes Niveau eingestellt wurde, hält es
das Anhängefahrzeug auf diesem Niveau. Ist es mit Spannung versorgt,

75
GIO-Funktionen

gleicht OptiLevel Beladungsänderungen und die ständige Bewegung von


Gabelstaplern beim Be- und Entladen sofort aus.

eTASC-Varianten (2-kreisig)
RASTEN
ANSCHLÜSSE RASTEN IM
VARIANTE 1, 2.2, 2.4 PRÜFANSCHLUSS IM HEBEN SENKEN

463 090 500 0 Ø 12x1,5

463 090 501 0 Ø 8x1,5

463 090 502 0 M 16x1,5

463 090 503 0 M 16x1,5

Ø 8x1,5
463 090 504 0
Ø 12x1,5

463 090 510 0 M 16x1,5

Höhenbegrenzung
Mit eTASC kann auch bei ausgeschalteter Zündung das Fahrzeug gesenkt oder
gehoben werden. In diesem Fall erfolgt keine Überwachung der Höhe, so dass
die ECAS-Höhenbegrenzung nicht greift.
Fahrzeuge, die gegen Überschreiten einer maximalen Höhe geschützt werden
müssen, benötigen Fangseile oder ein pneumatisches Höhenbegrenzungsventil
964 001 002 0. Dieses unterbricht die Verbindung zwischen eTASC und
Vorratsbehälter bei Erreichung einer mechanisch einzustellenden Höhe.

Einbau eTASC
Informationen zum EinbauKapitel „9.10 Einbau eTASC“, Seite 192.

Parametrierung
Die Parametrierung erfolgt in der TEBS E Diagnose Software über Register 7,
Luftfederung.

Systemreaktionen bei Zündung „Ein“

Keine Niveauregelung Keine Niveauregelung Keine Niveauregelung Keine Niveauregelung


im Stillstand im Stillstand im Stillstand im Stillstand
Parametrierung
Manuelles Heben/ Manuelles Heben/ Manuelles Heben/ Manuelles Heben/
Senken (eTASC) Senken (eTASC) Senken (eTASC) Senken (eTASC)
„ RSD „ Nicht verfügbar „ RSD ohne Return to „ Nicht verfügbar
Bedienung per eTASC „ Return to Load „ Kein RSD Load „ Kein RSD
„ Return to Load „ Kein Return to Load
Bedienung per SmartBoard „ Vollständige ECAS- „ Vollständige ECAS- „ Vollständige ECAS- „ ECAS ohne Return to
oder elektronischem FunktionalitätSeite FunktionalitätSeite FunktionalitätSeite Load
Bedienelement 69 69 69

76
GIO-Funktionen

Wegsensoren
Bei der 2-Punkt-Regelung mit TEBS E und elektronischem Erweiterungsmodul
gibt es folgende Möglichkeiten zur Installation/Parametrierung der
Wegsensoren:
„ Ein Wegsensor wird an TEBS E, ein weiterer Wegsensor an das
elektronische Erweiterungsmodul, angeschlossen.
„ Beide Wegsensoren werden an das elektronische Erweiterungsmodul
angeschlossen.
„ Beide Wegsensoren werden an TEBS E angeschlossen (ab Version
TEBS E4).

Parametrierung

Die Zuordnung der Wegsensoren erfolgt während der Parametrierung


in der TEBS E Diagnose Software über Register 11, Stecker, TEBS E &
Elektronisches Erweiterungsmodul.

Einbau
Informationen zum Einbau der WegsensorenKapitel „9.6 Einbau Wegsensor“,
Seite 177.

Bedienung
Informationen zur BedienungKapitel „11 Bedienung“, Seite 202.

7.4.1 Sollniveauregelung
Sollniveau
Das Sollniveau ist der Sollwert für den Abstand zwischen Fahrzeugaufbau und
Fahrzeugachse. Dieses Sollniveau wird durch Kalibrierung, Parametrierung
oder durch den Fahrer (z. B. über das SmartBoard) vorgegeben.

Funktion
Ein als Stellglied fungierendes Magnetventil wird angesteuert und durch Be-/
Entlüftung des Tragbalgs das Istniveau dem Sollniveau angeglichen.
Dies geschieht bei:
„ Regelabweichungen über einen Toleranzbereich heraus (z. B. durch
Gewichtsveränderungen)
„ Änderung des Vorgabewertes für das Sollniveau (z. B. durch Anwahl eines
Memoryniveaus)
Anders als bei der konventionellen Luftfederung wird nicht nur das Fahrniveau,
sondern jedes vorgewählte Niveau geregelt. So wird auch ein Niveau, das bei
Be- oder Entladevorgängen eingestellt wird, als Sollniveau angenommen und
ausgeregelt.
Mit anderen Worten: Bei Beladungsänderung bleibt das Fahrzeug im
eingestellten Niveau, wogegen bei einer konventionellen Luftfederung von Hand
nachgeregelt werden muss bzw. der Fahrzeugaufbau bei Beladung absinkt und
sich bei Entladung anhebt.
Bei Unterbrechung der Stromversorgung oder bei unzureichender
Luftversorgung, z. B. durch Ausschalten der Zündung, erfolgt keine weitere
Nachregelung des Sollniveaus.

77
GIO-Funktionen

Durch die Nutzung des Geschwindigkeitssignals unterscheidet die elektronische


Niveauregelung im Gegensatz zur konventionellen Luftfederanlage
zwischen statischem und dynamischem Radlastwechsel. Bei Fahrt wird eine
Niveauänderungen nur verzögert nachgeregelt. Würde das Fahrzeug z. B. auch
beim Einfedern auf Fahrbahnen mit Schlaglöchern nachgeregelt, entstünde ein
unnützer Verbrauch von Druckluft.

STATISCHER RADLASTWECHSEL DYNAMISCHER RADLASTWECHSEL


Anwendung „ Durch Beladungsänderung „ Durch Bodenwellen und Unebenheiten
„ Bei Stillstand kommt es bei höheren Geschwindigkeiten
zu einem dynamischen Radlastwechsel.
„ Bei niedrigen Fahrzeuggeschwindigkeiten
„ Bei Steigungen und Gefällen verändert
sich die Radlast; diese wirkt sich auf die
Regelgüte aus.
Regelfunktionen Überprüfung des Istwertes und Dynamische Radlastwechsel sollen durch
gegebenenfalls Korrektur durch Be- das Federungsverhalten der Tragbälge
oder Entlüftung der entsprechenden ausgeglichen werden. In diesem Fall ist
Luftfederbälge in kurzen Zeitintervallen eine Balgbelüftung oder -entlüftung nicht
(z. B. 1x pro Sekunde – per Parameter wünschenswert, da nur der abgesperrte
einstellbar) durch die elektronische Luftfederbalg nahezu konstant bleibende
Niveauregelung, Erweiterte ECAS Federungseigenschaften aufweist.
Parameter, Regelverzögerung. Wenn beim Ausfedern die
achsüberschüssige Luft aus dem
Balg entlüftet wird, muss sie später
beim Einfedern auch wieder ersetzt
werden, was sich letztendlich in einer
höheren Kompressorbelastung und im
Treibstoffverbrauch bemerkbar macht.
Aus diesem Grund wird bei höheren
Geschwindigkeiten die Regelung in
erheblich größeren Zeitintervallen, in der
Regel alle 60 Sekunden, durchgeführt.
Der Soll-/Istwertvergleich erfolgt weiterhin
permanent.
Bemerkung Dadurch, dass nicht jede
Fahrbahnunebenheit ausgeregelt wird,
z. B. bei schlechten Straßenverhältnissen,
ist der Luftverbrauch der elektronischen
Luftfederung geringer als bei einer
konventionellen Niveauregelung mit
Luftfederventil.

ECAS Nachlaufzeit
ECAS arbeitet regulär nur mit eingeschalteter Zündung. Es kann per Parameter
eine ECU Stand-by Zeit nach Zündung aus eingestellt werden und über diese
Zeit ein ECAS Nachlauf vereinbart werden.

Diese Funktion wird über die Spannungsversorgung Klemme 30


i
ausgeführt. Nicht alle Motorwagen lassen diese Funktion zu, da sie
Klemme 15 und 30 parallel abschalten.
i
Sollwertregelung nach Zündung aus
Diese Regelung betrifft das Senken einer gehobenen Liftachse
bei Ausschalten der Zündung. Die beim Senken der Liftachse
entstehende Höhenänderung des Chassis wird kompensiert.

78
GIO-Funktionen

7.4.2 Fahrniveaus
Fahrniveau I (Normalniveau)
Unter Fahrniveau I (Normalniveau) versteht man das Sollniveau, das vom
Fahrzeughersteller bzw. Achshersteller für den optimalen Fahrbetrieb (optimale
Aufbauhöhe) festgelegt wird.
Das Fahrniveau I bestimmt die Gesamtfahrzeughöhe, die an gesetzliche
Grenzvorgaben gebunden ist, sowie die Höhe des Fahrzeugschwerpunktes, die
für das Fahrdynamikverhalten von entscheidender Bedeutung ist.
Das Normalniveau wird als Auslegungswert für das Fahrzeug bezeichnet.

Fahrniveau II
Fahrniveau II wird als Differenz zum Fahrniveau I (Normalniveau) parametriert.
Liegt Fahrniveau II tiefer als Fahrniveau I, muss dieser Wert negativ in der
TEBS E Diagnose Software eingegeben werden.

Verwendung
„ Bei Betrieb des Sattelanhängers hinter verschiedenen Zugmaschinen (mit
unterschiedlicher Sattelhöhe) kann der Aufbau jeweils waagerecht gestellt
werden.

Fahrniveau III
Das Fahrniveau III ist ein Fahrniveau wie Fahrniveau II, es entspricht aber der
maximalen Aufbauhöhe und ist damit das höchste Fahrniveau.

Das Fahrniveau III konnte bisher nur über die Geschwindigkeit


angewählt werden. Ab Version TEBS E2 ist nun auch die
Anwählung über die ECAS-Bedieneinheit möglich.

Verwendung
„ Nutzung zur Anpassung des Anhängers an verschiedene Sattelhöhen.
„ Zur Kraftstoffersparnis (z. B. bei höherer Geschwindigkeit).
„ Zur Absenkung des Fahrzeugschwerpunkts für eine höhere Querstabilität.
Bei der geschwindigkeitsabhängigen Aufbauabsenkung geht man davon aus,
dass höhere Geschwindigkeiten auf so guten Fahrbahnoberflächen gefahren
werden, die nicht die Ausnutzung des gesamten Federweges des Balges
erfordern.

Fahrniveau IV

Über die Parametrierung kann gewählt werden, ob die Funktion


Entladeniveau oder ein zusätzliches Fahrniveau IV genutzt werden
soll.

Entladeniveau
Das Entladeniveau wird nur im Stand oder bei geringerer Geschwindigkeit
zur besseren Entladung des Fahrzeugs angesteuert. Bei Erreichen der
Grenzgeschwindigkeit wird automatisch das zuletzt gespeicherte Niveau
ausgeregelt.

79
GIO-Funktionen

Verwendung
„ Absenken eines Kipperfahrzeugs, um bei plötzlicher Entlastung (Abschütten
der Last) ein hartes Ausfedern zu verhindern.
„ Tankfahrzeug automatisch in die beste Entladungsstellung zu bringen.
„ Verbesserung der Standsicherheit.

Entladeniveauschalter
Beispiel: Ist ein Schalter an einer Kippmulde angebracht, der seinen
Schaltzustand beim Heben der Mulde wechselt, dann wird das Fahrzeug
automatisch in ein parametriertes Niveau abgesenkt, sobald die Mulde gekippt
wird. Idealerweise entspricht dieser Wert bei einem Kipper dem Puffer- bzw.
unterem Kalibrierniveau. So wird eine Überlastung des Achsaggregats bei
plötzlicher Entladung vermieden.
Die Funktion wird automatisch bei v > 10 km/h deaktiviert.
Wenn das parametrierte Entladeniveau außerhalb der parametrierten unteren
oder oberen Niveaus liegt, wird der Hub auf diese Niveaus begrenzt.
Ein Entladeniveau wird nur zwischen dem oberen und unteren Kalibrierniveau
umgesetzt, selbst wenn die Parametrierung einen Wert außerhalb dieses
Bereiches vorgibt.
Über das SmartBoard kann die Funktion des Entladeniveaus deaktiviert
werden.
Das Entladeniveau kann mit dem SmartBoard zeitweise abgeschaltet werden,
z. B. für den Betrieb vor Straßenfertigern.

Parameter für Entladeniveau


In der TEBS E Diagnose Software gibt es 2 Parameter für das
Entladeniveau.
„ Absenken des Aufbaus bis auf die Puffer
„ Absenken des Aufbaus bis auf das untere kalibrierte Niveau
In der TEBS E Diagnose Software wurde ein
geschwindigkeitsabhängiger Parameter für das Entladeniveau
geschaffen. Damit kann das Entladeniveau auch zusätzlich als
Fahrniveau IV (Normalniveau IV) genutzt werden. Des Weiteren
besteht die Möglichkeit, Schaltereingänge für das Fahrniveau I,
Fahrniveau II oder das Fahrniveau IV unabhängig voneinander zu
nutzen.

80
GIO-Funktionen

Memoryniveau
Im Gegensatz zum Entladeniveau, das in der ECU parametriert wird, kann das
Memoryniveau vom Fahrer vorgegeben und jederzeit geändert werden. Ein
vorgegebenes Memoryniveau bleibt dem System solange bekannt, d. h. auch
bei ausgeschalteter Zündung, bis es durch den Nutzer geändert wird. Das
Memoryniveau gilt für das gesamte Fahrzeug.
Für jedes System können zwei unterschiedliche Memoryniveaus genutzt
werden.

Verwendung
„ Wiederkehrender Ladebetrieb an einer Rampe mit einmal definierter Höhe.
Zum Abruf der Memoryfunktion ist eine ECAS-Bedieneinheit oder das
SmartBoard erforderlich.

Nähere Informationen zu den Bedienmöglichkeiten der


i
NiveausKapitel „11 Bedienung“, Seite 202.

7.4.3 Grüne Warnlampe


Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge mit ECAS.

Zweck
Anzeige von ECAS-Störungen (Lampe blinkt).
Anzeige, ob Anhängefahrzeug sich außerhalb des Fahrniveaus befindet (Lampe
ist permanent an).

Funktion
Wenn die Lampe permanent an ist, liegt eine Abweichung zwischen aktuell
angewählten Fahrniveau und physisch vorhandenen Fahrniveau am Fahrzeug
vor. Über das SmartBoard, die ECAS-Bedienbox/Bedieneinheit, die Trailer
Remote Control oder die Heben/Senken-Tasten kann das Niveau verändert
werden.
– Bringen Sie bei Bedarf das Fahrzeug erneut in das Fahrniveau. Das
gewählte Fahrniveau ist das Referenzniveau.
– Bewegen Sie das Fahrzeug mit einer Geschwindigkeit, die größer ist als die
parametrierte RtR-Geschwindigkeit.
Ö Dann fährt das Fahrzeug automatisch ins gewählte Fahrniveau.
Wenn die Lampe blinkt, liegt eine Störung im ECAS-Bereich vor.
– Lesen Sie den Diagnosespeicher mittels TEBS E Diagnose Software aus
und beheben Sie die Störung.

81
GIO-Funktionen

Parametrierung
In der TEBS E Diagnose Software kann über Register 7, Luftfederung,
Erweiterte ECAS-Parameter die Verwendung einer Warnlampe aktiviert und
parametriert werden.
– Aktivieren Sie die Funktion, indem Sie Warnlampe verbaut anklicken. Bei
einer LED klicken Sie den Parameter als LED (keine Kabelbrucherkennung)
an.
– Setzen Sie den Parameter Verhalten bei Fehlern, um zu definieren, ob ein
Fehler nur nach Zündung ein oder permanent über die Warnlampe anzeigt
werden soll.

Anschluss der Komponenten

Auszug aus Schema 841 802 236 0

POSITION TEILENUMMER ABBILDUNG BESCHREIBUNG


1 446 105 523 2 Grüne Warnlampe
„ LED oder Glühlampe
„ Montage am
Anhängefahrzeug
im Sichtbereich
des Fahrers (über
Rückspiegel)
2 449 535 XXX 0 Universalkabel
„ 4-polig offen
449 900 100 0 Kabel für grüne
Warnlampe (Superseal /
mit offenem Ende

7.4.4 Temporäre Deaktivierung der automatischen Niveauregulierung


Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge mit (TEBS E interner) ECAS.

82
GIO-Funktionen

Zweck
Temporäre Deaktivierung der automatischen Niveauregulierung im Stand, z. B.
während Be- oder Entladevorgängen, um den Luftverbrauch an der Rampe zu
reduzieren.

Funktion
Die Niveauregulierung wird im Stand über einen Schalter oder über das
SmartBoard deaktiviert.
Im SmartBoard ist das Menu nur dann sichtbar, wenn die Funktion Ausschalter
Niveauregelung aktiviert oder eTASC parametriert ist.
Durch Betätigen des Schalters oder über das Menu „Niveauregelung aus“ im
SmartBoard wird das Nachregeln im Stillstand unterbrochen.

Mit dieser Funktion werden auch sämtliche Liftachsfunktionen, wie


i
z. B. Liftachsvollautomatik, Anfahrhilfe, OptiTurnTM usw. beendet. Alle
Liftachsen werden gesenkt.
i
Nach Zündungsreset oder sobald das Fahrzeug wieder mit einer
Geschwindigkeit > 5 km/h bewegt wird, werden die automatische
Niveauregelung und alle Liftachsfunktionen wieder aktiviert.

Anschluss der Komponenten


Für die Bedienung können folgende Komponenten eingesetzt werden:

POSITION TEILENUMMER ABBILDUNG BESCHREIBUNG


A Nicht im WABCO Schalter
Lieferumfang
446 192 21X 0 Alternative: SmartBoard
(2. Generation)
„ Kabel für SmartBoard
(2. Generation):
449 961 XXX 0

446 192 11X 0 Alternative: SmartBoard


„ Kabel für SmartBoard:
449 911 XXX 0

449 535 XXX 0 Universalkabel


„ 4-polig offen

83
GIO-Funktionen

Parametrierung
Die Aktivierung von ECAS und Zuweisung der Komponenten erfolgt in der
TEBS E Diagnose Software über Register 2, Fahrzeug und Register 7,
Luftfederung.
Weitere Einstellungen erfolgen in Register 7, Luftfederung, erweiterte ECAS
Parameter.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.

7.5 Geschwindigkeitsschalter (ISS 1 und ISS 2) und RtR

Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge.

Zweck
Mit den beiden integrierten Geschwindigkeitsschaltern ISS 1 und ISS 2 können
zwei Funktionen im Anhänger unabhängig voneinander gesteuert werden.
Mit der Anwendung RtR (Return to Ride) wird das luftgefederte Fahrzeug nach
Fahrtbeginn automatisch auf Fahrhöhe gebracht.

Funktion
Wenn das Fahrzeug eine parametrierte Geschwindigkeitsgrenze überschreitet
bzw. unterschreitet, ändert sich der Schaltzustand der Ausgänge. Damit ist es
möglich, Magnetventile geschwindigkeitsabhängig ein- oder auszuschalten.
Ein typisches Anwendungsbeispiel ist die einfache Sperrung von
LenkachsenKapitel „7.24 Sperrung der Lenkachse“, Seite 129. Die beiden
Geschwindigkeitsgrenzen, bei denen sich der Schaltzustand des Ausgangs
ändert, sind in einem Bereich von 0 bis 120 km/h frei parametrierbar. Eine
minimale Schalthysterese von 2 km/h ist einzuhalten.
Unterhalb der parametrierten Geschwindigkeitsgrenze ist der Schaltausgang
ausgeschaltet. Bei Erreichen der Grenze wird der Ausgang eingeschaltet und
die Versorgungsspannung ausgegeben. Per Parameter kann die Schaltfunktion
auch invertiert werden, so dass in Ruhestellung die Versorgungsspannung
anliegt.
Für den Fehlerfall muss sichergestellt sein, dass die vom Schaltausgang
gesteuerte Einrichtung nicht in einem Zustand verbleibt, der die Fahrsicherheit
des Fahrzeugs beeinträchtigt.
Bei Ausfall der Spannungsversorgung sollte beispielsweise eine Lenkachse
gesperrt sein, da dies den sicheren Zustand darstellt.

84
GIO-Funktionen

Anschluss der Komponenten

Auszug aus Schema 841 802 150 0

POSITION TEILENUMMER ABBILDUNG BESCHREIBUNG


1 480 102 0XX 0 TEBS E Modulator
„ Premium/Standard

2 463 090 012 0 (1-kreisig; RtR, Rasten in TASC


Senk-Stellung) „ Eine genaue Beschreibung
463 090 020 0 (2-kreisig; RtR, Rasten in des Gerätes finden Sie in der
Senk-Stellung, mit Verschraubungen und Druckschrift „TASC Trailer Air
Prüfanschluss) Suspension Control – Funktion
463 090 021 0 (2-kreisig; RtR, Rasten in und Montage“Kapitel „2
Senk-Stellung, mit Verschraubungen) Allgemeine Hinweise“, Seite
7 => Abschnitt „Technische
463 090 023 0 (2-kreisig; RtR, Rasten in
Druckschriften“.
Senk-Stellung)
463 090 123 0 (2-kreisig; RtR,
Totmannschaltung für Hub > 300 mm)
3 449 443 XXX 0 Kabel für Liftachse konventionell,
RtR

Parametrierung
Die Einstellung erfolgt über Register 4, Standardfunktionen.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.

85
GIO-Funktionen

7.6 Anfahrhilfe

Fahrzeugtyp
Alle luftgefederten Anhängefahrzeuge mit Liftachse oder Schleppachse als
erste Achse.

Zweck
Bei rutschigen Untergründen oder an Steigungen können Züge schlecht oder
gar nicht anfahren. Die Antriebsachse des Motorwagens hat nicht genügend
Traktion und die Räder drehen durch.

Funktion
Bei der Anfahrhilfe wird die erste Achse beim Sattelanhänger angehoben bzw.
druckentlastet. Durch die dadurch entstehende Gewichtsverlagerung auf die
Sattelkupplung wird die Traktion der Antriebsachse des Motorwagens erhöht.
Die Wirkung der Anfahrhilfe ist vom Beladungszustand abhängig. Die Last auf
der Hauptachse des Anhängers wird über den Tragbalgdruck überwacht.
Bei Erreichen von 30 % Überlast wird die Lift- oder Schleppachse nicht weiter
entlastet. Die Anfahrhilfe wird vom Fahrer oder auch automatisch gestartet.
Bei Erreichen von 30 km/h wird die Achse wieder gesenkt bzw. kehrt in den
Automatikmodus zurück.

Beachten Sie die Achsherstellerangaben für die Anfahrhilfe. Die


i
Angaben können die maximalen Grenzen der EG-Richtlinie 98/12/EG
einschränken.
i
Ventilkonfigurationen
Folgende Ausführungen sind wählbar:
„ Ein federrückgeführtes Liftachsventil (nicht für alle Fahrzeuge
geeignet):
Die Liftachse kann zur Anfahrhilfe gehoben werden, wenn der parametrierte
zulässige Balgdruck durch das Anheben nicht überschritten wird. Wird
während der Anfahrhilfe der zulässige Druck überschritten, wird die
Anfahrhilfe abgebrochen und die entsprechende Liftachse gesenkt.
In Ländern, in denen Achslasten von 3x 9 t zulässig sind, wird die
Anfahrhilfe abgebrochen, sobald die Last der am Boden verbleibenden
Achsen 23,4 t überschreitet. Die Wirkung der Anfahrhilfe ist somit an den
Beladungszustand gekoppelt.
„ Ein Liftachsventil (federrückgeführt) und ein Magnetventil zur
Druckbegrenzung (Restdruckhaltung):
Die Liftachse wird zur Anfahrhilfe entlastet, bis der parametrierte zulässige
Balgdruck erreicht wird. Dann wird der Tragbalg der Liftachse über das
Magnetventil abgesperrt. So wird die Liftachse für den Anfahrvorgang
optimal entlastet, ohne die 30 % Überlast (dem parametrierten Wert) an den
anderen Achsen zu überschreiten. (Die Liftachse bleibt bei 130 % Achslast
an der Hauptachse entlastet und wird erst bei 30 km/h gesenkt.) Diese
Konfiguration lässt eine Anfahrhilfe selbst bei überladenem Fahrzeug zu.
„ Ein impulsgesteuertes Liftachsventil:
Die Liftachse wird zur Anfahrhilfe entlastet, bis der parametrierte zulässige
Balgdruck erreicht wird. Dann werden der Trag- und der Liftbalg der
86
GIO-Funktionen

Liftachse abgesperrt. Es kann somit auch eine Entlastung der Liftachse


durchgeführt werden, um die zulässigen 30 % Überlast nicht zu
überschreiten. (Die Liftachse bleibt bei 130 % Achslast an der Hauptachse
entlastet und wird erst bei 30 km/h gesenkt.) Die Anordnung ist sinnvoll in
Ländern mit einer zulässigen Achslast von 9 t.

Eine Anfahrhilfe ohne Heben der Liftachse kann auch mit Hilfe
eines einfachen 12 V ABS-Schleppachsventils in Verbindung mit
der TEBS E4 Multi-Voltage realisiert werden.

Aktivierung der Anfahrhilfe


„ ISO 7638: Ansteuerung über die CAN-Schnittstelle „Motorwagen“ vom
Zugfahrzeug.
„ SmartBoard: Aktivierung über das Steuermenü des SmartBoards.
„ Bedienbox: Starten der Anfahrhilfe nur möglich, wenn sich die Liftachsen
über die Liftachs-Vollautomatik am Boden befinden (Starten über den Taster
„Liftachse Heben“).
„ Bedieneinheit: Aktivierung über die Taster „Liftachsvorwahl“ und M1.
„ Trailer Remote Control: Aktivierung über die Taste „Anfahrhilfe“Kapitel
„11.2 Bedienung mit Trailer Remote Control“, Seite 202.
„ Bremsbetätigung: Mit Aktivierung dieses Parameters kann die Anfahrhilfe
über 3-maliges Betätigen der Bremse im Stillstand aktiviert bzw. deaktiviert
werden (zwischen den drei Bremsbetätigungen muss der Druck auf unter
0,4 bar absinken). Dabei gilt folgende Bedingung: Fahrzeug steht. Nach
2 Sekunden ohne Bremsdruck muss innerhalb von 10 Sekunden die
Bremse 3x mit einem Druck zwischen 3 bis 8 bar betätigt und wieder gelöst
werden. Durch erneutes 3-maliges Betätigen der Bremse wird die Achse
zwangsgesenkt.
„ Automatisch bei Zündung ein: Aktivierung der Anfahrhilfe bei
Zündung ein. Damit kann eine automatische Erhöhung der Stützlast bei
Zentralachsanhängern oder eine bessere Traktion im Winter erreicht
werden.
„ Automatisch mit Kurvenerkennung: Bei langsamer Kurvenfahrt wird die
Traktion im Zugfahrzeug erhöht.
„ Über Einlegen des Rückwärtsgangs
„ Anfahrhilfe Saisonal (ab TEBS E5): Innerhalb eines kalendarischen Start-
und Enddatums im Parametersatz des Trailer EBS Modulators wird die
Anfahrhilfe permanent bereitgestellt. So braucht der Fahrer z. B. über die
Wintermonate hinweg die Anfahrhilfe nicht bei jedem Anfahren erneut zu
aktivieren. Das Datum kann über ein batteriebetriebenes SmartBoard mit
Produktion nach Woche 40/2015 bereitgestellt werden.
Über das SmartBoard kann diese Funktion auch wieder ausgesetzt werden,
so dass die Anfahrhilfe beispielsweise während einer Periode mit milder
Witterung nur bei Aktivierung durch den Fahrer gestartet wird.
Außerhalb des Anfahrhilfe-Saisonal-Zeitraums kann die Anfahrhilfe über die
weiter oben genannten Aktivierungsoptionen gestartet werden.
„ Anfahrhilfe Saisonal über Schalter (ab TEBS E5): Über einen am
Anhängefahrzeug verbauten Ein-/Ausschalter kann die Anfahrhilfe
permanent bereitgestellt werden. Bei geschlossenem Schalter ist die
Anfahrhilfe bei jedem Anfahren aktiv. Bei geöffnetem Schalter kann die
Anfahrhilfe über die weiter oben genannten Aktivierungsoptionen gestartet
werden.

87
GIO-Funktionen

i
Weitere Informationen zur BedienungKapitel „11.4 Bedienung der
Anfahrhilfe“, Seite 214 undKapitel „11.2 Bedienung mit Trailer

i
Remote Control“, Seite 202.

Anfahrhilfe
Unterstützt wird die Anfahrhilfefunktion für Liftachsen an der ersten
Achse beim Sattel- oder Zentralachsanhänger, d. h. die Liftachse
wird bei Anforderung gehoben.
Aktivierung: 1-malige Betätigung des Tasters (weniger als 5
Sekunden).

Anfahrhilfe „Typ Nordland“


Zusätzlich ist eine zeitabhängige Steuerung der Anfahrhilfe möglich
(in 1-Sekunden-Schritten, max. 1.200 Sekunden).
Beim Liftachsventil 463 084 0X0 0 wird die Liftachse – nach
Überschreiten von 130 % der Achslast – nach 5 Sekunden
automatisch abgesenkt.
Aktivierung: 1-malige Betätigung des Tasters (weniger als 5
Sekunden).

Anfahrhilfe „Gelände“ (nur über Taster zu starten)


Diese Funktion ist geschaffen worden, um im nicht
öffentlichen Straßenverkehr höhere Drücke (Schwellen) für die
Anfahrhilfefunktion kurzzeitig zuzulassen.
Aktivierung: 2-maliges kurzzeitiges Betätigen des Tasters.

Automatische Aktivierung durch Parameter Anfahrhilfe automatisch


bei Kurvenerkennung (Register 5, Liftachssteuerung) in der
TEBS E Diagnose Software.

Mit erneutem 3-maligen Betätigen der Bremse wird die Anfahrhilfe


beendet und Zwangssenken aktiviert.
Die Anfahrhilfe kann auch in der TEBS E Diagnose Software
über den Parameter Anfahrhilfe bei Zündung ein aktiviert werden
(Register 5, Liftachssteuerung). Die Funktion wird automatisch
beim Erreichen der parametrierten Deaktivierungsgeschwindigkeit
oder durch die Zwangssenken-Funktion abgeschaltet.

Anfahrhilfe „Gelände“
Sobald die parametrierte Geschwindigkeitsschwelle erreicht
ist, springt die Funktion in die Standard-Anfahrhilfe über. Diese
wird ebenfalls beim Erreichen der eingestellten Schwellwerte
(Geschwindigkeit und Druck) abgeschaltet.

Die Anfahrhilfe kann durch das Einlegen des Rückwärtsgangs


gestartet werden. Hierzu muss das Kabel zum Rückfahrlicht
im Anhängefahrzeug durch TEBS E oder das elektronische
Erweiterungsmodul überwacht werden.

88
GIO-Funktionen

Anschluss Schalter
Die folgenden Verkabelungsmöglichkeiten können für den Einbau des Schalters
berücksichtigt werden. Die Diode ist nur bei dem Parameter Masse und Plus
notwendig und kann bei den Parametern nur Plus oder nur Masse weggelassen
werden.

Anhänger / Signal vom Motorwagen +24 V

Anhänger / Signal vom Motorwagen - (Masse)

LEGENDE
A Diode

Taster im Anhänger

LEGENDE
A Schalter

Parametrierung
Die Anfahrhilfe und ihre Ansteuerung werden in der TEBS E Diagnose Software
über Register 5, Liftachssteuerung festgelegt.

89
GIO-Funktionen

7.7 Externer Achslastsensor

Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge mit Luftfederung oder hydropneumatischer Federung.

Zweck
Anstelle vom oder auch zusätzlich zum internen Achslastsensor kann ein
externer Achslastsensor verwendet werden.

Für Achse c-d

Fahrzeugtyp
Zum Beispiel Fahrzeuge mit hydraulischer Federung, da hier Federungsdrücke
bis zu 200 bar betragen können (Fahrzeuge, die aufgrund der hohen Drücke
nicht mehr an den TEBS E Modulator angeschlossen werden dürfen).
Der externe Achslastsensor kann an der Hauptachse nachgerüstet werden,
wenn der interne Sensor ausgefallen sein sollte. So kann ein Modulator-Tausch
vermieden und eine kostengünstige Reparatur vorgenommen werden.

Bei hydraulisch gefederten Fahrzeugen kann unter Verwendung


eines zweiten Drucksensors an der Achse c-d die Achslast rechts
und links getrennt ermittelt werden. Damit das Fahrzeug bei seitlich
unterschiedlicher Beladung nicht über bzw. unterbremst, ermöglicht
diese Funktion die Ermittlung eines Mittelwertes der beiden
externen Drucksensoren.
Dieser Mittelwert wird sowohl für die Bestimmung des
Bremsdruckes als auch für die Ausgabe der Achslast verwendet.
Diese Funktion ist nicht für Deichselanhänger geeignet.

Für Achse e-f

Fahrzeugtyp
Deichselanhänger, Sattelanhänger (nur 3M) mit Liftachsen oder
Schleppachsen, OptiTurnTM/OptiLoadTM

Zweck
Genauere Bestimmung der Achslasten.

Funktion
Übertragung der Information zur Gesamtmasse des Anhängers über die
ISO 7638 Steckverbindung zum Zugfahrzeug und Anzeige im Display.
Bei verbautem SmartBoard sind die Einzelachslasten (Vorder-/Hinterachse) des
Deichselanhängers anzeigbar.

90
GIO-Funktionen

Komponenten

TEILENUMMER ABBILDUNG BESCHREIBUNG


441 044 101 0 Drucksensor
441 044 102 0 „ 0 bis 10 bar
„ Kabel für Drucksensor 449 812 XXX 0

Verwendung nur in Verantwortung


des Fahrzeugherstellers, je nach
Fahrzeugkonstruktion.

Parametrierung
Die externen Achslastsensoren werden in der TEBS E Diagnose Software über
Register 8, Allgemeine Funktionen festgelegt.
Die Festlegung des verwendeten GIO-Steckplatzes erfolgt in Register 11,
Stecker.

7.8 Dynamische Radstandsregelungen

7.8.1 Rangierhilfe (OptiTurnTM)


Fahrzeugtyp
Sattelanhänger mit 2 oder 3 Achsen, hintere Achse ausgeführt als
Schleppachse oder Liftachse.
Zentralachsanhänger.

Zweck
Erhöhung der Manövrierfähigkeit.
Kann als Alternative zur Nachlauflenkachse genutzt werden.

Funktion
Durch unterschiedliche Raddrehzahlen erkennt OptiTurnTM enge Kurven und
entlastet entsprechend der Vorgaben der „Rangierhilfe“ die hintere Achse.
Dadurch „wandert“ der Drehpunkt des Achsaggregats von der mittleren
Achse zwischen die beiden am Boden verbleibenden belasteten Achsen und
ermöglicht einen kleineren Wendekreis und verbesserte Manövrierfähigkeit des
Zuges.
Die Entlastung der dritten Achse kann mittels Parametereinstellungen
definiert werden. Damit wird eine Überladung der anderen Achsen des
Anhängefahrzeugs verhindert.

Nutzen
„ Geringerer Reifenverschleiß in engen Kurven.
„ Kann Lenkachse und Lenkachssteuerung einsparen.
„ Bessere Manövrierfähigkeit auch bei Rückwärtsfahrt.

91
GIO-Funktionen

Systemanforderungen
Das Fahrzeug muss mit ECAS oder auch mit eTASC und einem LACV-IC
an der letzten Achse ausgerüstet sein. Dies ist notwendig, um ein schnelles
Nachregeln des Fahrniveaus beim Entlasten der letzten Achse bei Einfahrt
in die Kurve und somit eine schnelle Verkürzung des Radstandes zu
gewährleisten.
„ ECAS (eTASC)
„ 4S/3M an der letzten Achse
„ LACV-IC/Schleppachventil
„ Zusätzlicher Drucksensor an der Achse e-f

BO-Kraftkreis
Der BO-Kraftkreis gibt den maximalen, gesetzlich zulässigen Kreisradius
für Anhängefahrzeuge vor. Der Kreis-Außendurchmesser beträgt 25 m, der
Kreis-Innendurchmesser 10,6 m. Mit OptiTurnTM wird der gesetzlich geforderte
Kreisradius besser eingehalten.

Aktivierung OptiTurnTM
Es stehen automatische und manuelle Aktivierungsmöglichkeiten zur
Verfügung.

Automatische Aktivierung
„ Nach Fahrt mit höherer Geschwindigkeit und Unterschreiten einer
parametrierten Geschwindigkeit (maximal 30 km/h): Die Funktion startet
mit einer Verzögerung von 60 Sekunden. Eine Deaktivierung erfolgt bei
Überschreiten der parametrierten Geschwindigkeit.
„ Sofort bei Kurvenerkennung: Die Funktion startet unterhalb der
parametrierten Geschwindigkeit sofort beim Einfahren in eine Kurve. Nach
Durchfahrt der Kurve wird die Funktion deaktiviert.
„ Einschränkung nur bei Teil-/Volllast: Bei unbeladenen Fahrzeugen
bleibt die Funktion automatisch deaktiviert. TEBS E schaltet in die
Liftachsautomatik.

Optional kann die Funktion automatisch deaktiviert werden, wenn


eine weitere Liftachse bereits gehoben ist.

Beachten Sie die zulässigen Achslasten entsprechend der Angaben der


Achshersteller.
Sind die TristopTM-Zylinder auf der Achse 2 und 3 verbaut, muss in der
TEBS E Diagnose Software über Register 5, Liftachssteuerung der Parameter
Liftachsfunktion (OptiTurnTM/OptiLoadTM) unterbrechen bei eingelegter
Feststellbremse ausgewählt werden.

Bedienoptionen

Permanente Automatik
Die Funktion startet fahrerunabhängig entsprechend parametrierter
Rahmenbedingungen.
Wenn ein SmartBoard verbaut ist, kann die Automatik temporär deaktiviert
werden, um z. B. Luft zu sparen.

92
GIO-Funktionen

Über das SmartBoard kann die Automatik auch komplett aus- und eingeschaltet
werden.
Über den Rangierhilfe-Taster oder Trailer Remote Control (nur in Verbindung
mit dem elektronischen Erweiterungsmodul und ab Version TEBS E2) kann
die Automatik beim Drücken des Tasters > 5 Sekunden in den Zwangssenken-
Modus gebracht werden.
Nach dem Aus- und wieder Einschalten der Zündung ist OptiTurnTM wieder aktiv.

OptiTurnTM und OptiLoadTM können separat über das SmartBoard


deaktiviert werden.

Automatisches Starten von OptiTurnTM bei Rückwärtsfahrt


Durch Überwachung des Rückfahrlichts über TEBS E oder über
das elektronische Erweiterungsmodul wird bei Rückwärtsfahrt
automatisch OptiTurnTM gestartet. Die anschließende Deaktivierung
erfolgt durch längeren Stillstand oder durch Vorwärtsfahrt.
Wenn durch das SmartBoard oder die Trailer Remote Control
die OptiTurnTM-Automatik deaktiviert wurde, ist auch die Funktion
OptiTurnTM bei Rückwärtsfahrt deaktiviert.

Manuelle Steuerung
OptiTurnTM bleibt deaktiviert, bis es gezielt über Betätigung des Rangierhilfe-
Tasters aktiviert wird.
Die Funktion wird durch den Rangierhilfe-Taster manuell gestartet: Rangierhilfe-
Taster 1x drücken.
Das SmartBoard oder die Trailer Remote Control (nur in Verbindung mit dem
elektronischen Erweiterungsmodul und ab Version TEBS E2) können als
Tasterersatz benutzt werden.
Nach dem Aus- und wieder Einschalten der Zündung oder durch gezieltes
Ausschalten mit SmartBoard, Trailer Remote Control oder Rangierhilfe-Taster
wird OptiTurnTM wieder deaktiviert.

i
Weitere Informationen zur BedienungKapitel „11.5 Bedienung
OptiLoad/OptiTurn“, Seite 214 undKapitel „11.2 Bedienung mit

i
Trailer Remote Control“, Seite 202.

Parametrierung
OptiTurnTM wird in der TEBS E Diagnose Software über Register 5,
Liftachssteuerung festgelegt.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.

7.8.2 Stützlastreduzierung (OptiLoadTM)


Fahrzeugtyp
Sattelanhänger mit 2 oder 3 Achsen, hintere Achse ausgeführt als
Schleppachse oder Liftachse.

93
GIO-Funktionen

Zweck
Vermeidung der Überlastung von Sattelplatte und Motorwagen-Antriebsachse
bei Sattelanhängern mit in Richtung Motorwagen ungleichmäßig verteilter
Ladung.
„ Die Ladung muss nicht auf der Ladefläche verteilt werden.
„ Verminderung des Bußgeldrisikos wegen Überladung des Motorwagens.

Funktion
Durch Heben bzw. Druckentlastung der hinteren Achse wird die Last besser
zwischen Motorwagen und Anhänger aufgeteilt und eine Überladung
der Hinterachse des Motorwagens vermieden. Die hintere Achse des
Sattelanhängers wirkt hierbei als Gegengewicht zur Beladung.
Nach dem Einschalten der Zündung wird von TEBS E der Beladungszustand
ermittelt und gegebenenfalls die letzte Achse entlastet.

Ab TEBS E4 wird auch nach Fahrtantritt bis zum Erreichen der


parametrierten RtR-Geschwindigkeit die Achslast gemessen und
gegebenenfalls die letzte Achse entlastet.

Die Funktion OptiLoadTM kann gemeinsam mit der Funktion OptiTurnTM realisiert
werden.
Während OptiTurnTM nur im Bereich niedriger Geschwindigkeiten zur
Anwendung kommt, gibt es für OptiLoadTM keine Grenzgeschwindigkeit.

Systemanforderungen
„ 4S/3M an der letzten Achse
„ LACV-IC/Schleppachsventil
„ Zusätzlicher Drucksensor an der Achse e-f

Parametereinstellungen OptiLoadTM

Auswahl der Aktivierungsbedingungen


„ Automatisch bei Überschreiten einer Geschwindigkeit (parametrierbar ab
0 km/h).
„ Nur bei Teil-/Volllast: bei unbeladenen Fahrzeugen wird die Funktion
automatisch deaktiviert; die ECU schaltet in die Liftachsautomatik.
„ Manuell über Taster (2x Rangierhilfe-Taster drücken).
„ Über SmartBoard oder Trailer Remote Control.

Auswahl der Deaktivierungsbedingungen


„ Automatisch bei Unterschreiten einer Geschwindigkeit.
„ Druckwertbegrenzung, bei der die Funktion deaktiviert wird (Unterhalb des
parametrierten Balgdrucks ist die Funktion aktiv).
„ Manuell über Taster; optional über SmartBoard oder Trailer Remote Control.

94
GIO-Funktionen

Winterbetrieb für OptiLoadTM


Zweite Liftachskennlinie bei deaktivierter OptiLoadTM-Automatik:
Wird über das SmartBoard oder Trailer Remote Control die
OptiLoadTM-Automatik deaktiviert, kann man mit diesem Parameter
eine zweite Liftachskennlinie ausregeln. Das Deaktivieren der
Funktion ist z. B. im Winterbetrieb erforderlich, um mehr Traktion
auf der Motorwagen-Antriebsachse zu erhalten.
Ohne den Parameter würde die Standardkennlinie für
die Liftachsautomatik weiterhin aktiv sein und so z. B. bei
teilbeladenem oder leerem Fahrzeug die Liftachse nicht mehr
anheben.
Durch die zweite Kennlinie kann das Anheben verzögert oder
vollständig unterbunden werden.

Der Druckwert für die Stützlastreduzierung darf maximal 100 % des


i
Balgdrucks „beladen“ betragen.

i
Bedienoptionen

Permanente Automatik
Die Funktion startet fahrerunabhängig entsprechend parametrierter
Rahmenbedingungen.
Wenn ein SmartBoard verbaut ist, kann die Automatik temporär deaktiviert
werden, um z. B. Luft zu sparen (bis TEBS E2 kann für OptiTurnTM und
OptiLoadTM die Automatik nur für beide gleichzeitig aktiviert/deaktiviert werden).
Nach dem Aus- und wieder Einschalten der Zündung ist OptiLoadTM wieder aktiv
(Tripfunktion).
Über das SmartBoard kann die Automatik komplett abgeschaltet und auch
wieder aktiviert werden.
Über den Rangierhilfe-Taster oder über die Trailer Remote Control (nur in
Verbindung mit dem elektronischen Erweiterungsmodul und ab Version
TEBS E2) kann die Automatik beim Drücken des Tasters > 5 Sekunden in
den Zwangssenken-Modus gebracht werden. Nach dem Aus- und wieder
Einschalten der Zündung ist OptiLoadTM wieder aktiv (Tripfunktion).

Manuelle Steuerung
Sobald OptiLoadTM deaktiviert wurde, bleibt das System so lange in dem
Zustand, bis es gezielt durch das SmartBoard oder über Betätigung des
Rangierhilfe-Tasters (2x drücken) aktiviert wird.
Das SmartBoard oder die Trailer Remote Control (nur in Verbindung mit dem
elektronischen Erweiterungsmodul und ab Version TEBS E2) können anstelle
eines Tasters verwendet werden. Nach dem Aus- und wieder Einschalten der
Zündung oder durch gezieltes Ausschalten mit SmartBoard, Trailer Remote
Control oder Rangierhilfe-Taster wird OptiLoadTM wieder deaktiviert.

i
Weitere Informationen zur BedienungKapitel „11.5 Bedienung
OptiLoad/OptiTurn“, Seite 214 undKapitel „11.2 Bedienung mit

i
Trailer Remote Control“, Seite 202.

95
GIO-Funktionen

7.8.3 Anschluss der Komponenten


OptiLoadTM/OptiTurnTM im Verbund mit ECAS
Für eine optimale und effiziente Ausnutzung der Funktionen (Zeitverhalten und
Regelverhalten) muss eine elektronisch gesteuerte Luftfederanlage (Heben &
Senken + Steuerung der Opti-Funktionsachse) verwendet werden.
Weiterhin muss auf der letzten Achse ein EBS-Relaisventil mit externem
Balgdrucksensor e-f verbaut sein, um während einer Bremsung mit einer
teilentlasteten Achse (aktivierte Opti-Funktion) den optimalen Bremsdruck
auszusteuern und ein Blockieren der Räder der letzten Achse zu vermeiden.
Bei Verwendung einer Schleppachse sollte ein Restdruckhalteventil eingebaut
werden oder die Funktion Schleppachse Restdruckregelung in der TEBS E
Diagnose Software aktiviert werden. Dadurch können Beschädigungen der
Achse bzw. Tragbälge bei einer voll entlasteten Achse vermieden werden.

Auszug aus Schema 841 802 235 0

96
GIO-Funktionen

Auszug aus Schema 841 802 236 0

POSITION TEILENUMMER ABBILDUNG BESCHREIBUNG


1 480 102 06X 0 TEBS E Modulator (Premium)

2 480 207 XXX 0 EBS-Relaisventil (3. Modulator)

3 449 429 XXX 0 Kabel für EBS-Relaisventil


5 472 905 111 0 ECAS-Magnetventil
„ 2-Punkt-Regelung, nur in Verbindung mit dem
elektronischen Erweiterungsmodul und ab Version
TEBS E2 möglichKapitel „8.1 Elektronisches
Erweiterungsmodul“, Seite 142.

97
GIO-Funktionen

POSITION TEILENUMMER ABBILDUNG BESCHREIBUNG


5 (A) 472 905 114 0 ECAS-Magnetventil
„ 1-Punkt-Regelung: Doppelblock mit Heben/Senken-
Funktion und Liftachssteuerung

5 (B) 463 084 100 0 Liftachsventil (LACV-IC)


„ Beim Einsatz einer zweiten Liftachse für die erste Achse:
„ Bis Version TEBS E2: In Kombination mit dem
ECAS-Doppelblock kann nur das federrückgeführte
Liftachsventil auf der ersten Achse verbaut werden.
„ Ab TEBS E2: Zusätzlich kann ein drittes
impulsgesteuertes Ventil eingebaut werden.
472 195 600 0 Schleppachsventil
„ Anhängefahrzeuge mit TEBS E Premium oder
Multivoltage ab Version TEBS E6.5
„ Be- und Entlüftung der Tragbälge einer Schleppachse,
z. B. für OptiTurnTM.
„ Zur Realisierung einer Restdruckhaltung wird ein
Drucksensor an der Schleppachse benötigt.
449 445 XXX 0 Kabel für Schleppachsventil
6 (A) 449 761 030 0 Kabel für ECAS-Magnetventil oder für LACV-IC
6 (B)
7 449 445 XXX 0 Kabel für ECAS-Ventil/Liftachsventil
8 475 019 XXX 0 Restdruckhalteventil
„ Alternative zur Restdruckhalterung mittels LACV-IC

9 441 044 XXX 0 Externer Balgdrucksensor

Verwendung nur in Verantwortung des


Fahrzeugherstellers, je nach Fahrzeugkonstruktion.

10 449 812 XXX 0 Kabel für Drucksensor (optional)


11a 446 192 21X 0 SmartBoard (2. Generation)

98
GIO-Funktionen

POSITION TEILENUMMER ABBILDUNG BESCHREIBUNG


11b 446 192 11X 0 SmartBoard

12a 449 961 XXX 0 Kabel für SmartBoard (2. Generation – optional)
12b 449 911 XXX 0 Kabel für SmartBoard (optional)
13 446 156 022 0 ECAS-Bedienbox (optional)

14 449 627 060 0 Kabel für ECAS-Bedienbox (optional)


15 Nicht im WABCO Taster Rangierhilfe
Lieferumfang
446 122 080 0 Trailer Remote Control (optional)
„ Nur in Verbindung mit elektronischem Erweiterungsmodul
und ab Version TEBS E2 Premium nutzbar.
„ Im Lieferumfang:
„ Verbindungskabel zwischen Trailer Remote Control
und Sicherungskasten im LKW
„ Halterung
16 449 629 XXX 0 GIO Y-Verteiler

OptiLoadTM/OptiTurnTM im Verbund mit einer konventionellen Luftfederung


Diese Ausstattungslinie erreicht nicht den optimalen und effizienten
Ausnutzungsgrad der Vorteile der Funktionen. Daher empfiehlt WABCO nicht
den Einsatz einer konventionellen Luftfederanlage im Verbund mit den Opti-
Funktionen.

en für den Luftvorrat

BEHÄLTERGRÖSSEN FÜR
LUFTFEDERUNG VERWENDUNG
80 Liter eine Liftachse
100 Liter zwei Liftachsen
120 Liter OptiTurnTM bzw. OptiLoadTM

en für Leitungsquerschnitte für ein gutes Zeitverhalten

VERBINDUNG QUERSCHNITT
Luftfedervorrat – ECAS/Liftachsventil 12 mm
ECAS/Liftachsventil – Tragbälge 12 mm

99
GIO-Funktionen

Parametrierung
Die Einstellungen werden in der TEBS E Diagnose Software über Register 5,
Liftachssteuerung festgelegt.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.

7.9 Zwangssenken und Ausschalten der Liftachsfunktion

Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge mit Liftachse.

Zweck
Abschalten der Liftachsautomatik, um die angehobenen Liftachsen abzusenken.

Funktion
Die Funktion kann über einen Taster, Schalter nach Masse oder über
das SmartBoard bzw. die Trailer Remote Control aktiviert werden. Die
Liftachssteuerung wird deaktiviert.

Zwangssenken mit Schalter


Der Schalter wird geschlossen: Alle Achsen werden abgesenkt. Eine Steuerung
mittels SmartBoard hat Vorrang vor dem Schalter.
Der Schalter wird geöffnet: Die automatische Liftachssteuerung wird aktiviert.
Weitere Informationen zur BedienungKapitel „11.6 Bedienung Liftachsen“,
Seite 215.

Zwangssenken mit Taster / SmartBoard


Der Taster wird länger als 5 Sekunden betätigt: Alle Achsen werden abgesenkt.
Der Taster wird weniger als 5 Sekunden betätigt: Die automatische
Liftachssteuerung wird aktiviert.
Bei der Bedienung mit dem SmartBoard wird das SmartBoard wie ein Taster
behandelt.

Bei Zwankssenken mit Taster / SmartBoard ist die Funktion nur für
i
einen Zündungszyklus aktiv. Nachdem die Zündung ausgeschaltet
wurde, wirkt wieder die Liftachsautomatik.
i
Weitere Informationen zur BedienungKapitel „11.6 Bedienung Liftachsen“,
Seite 215.

Zwangssenken mit Trailer Remote Control


Informationen zur Bedienung der Trailer Remote ControlKapitel „11.2
Bedienung mit Trailer Remote Control“, Seite 202.

100
GIO-Funktionen

Zusätzlich zum Zwangssenken kann die Liftachsfunktion dauerhaft


deaktiviert werden. Bis zu zwei separat gesteuerte Liftachsen
können über zwei separate Schalter oder über SmartBoard
individuell permanent gesenkt werden.
Zwei separat gesteuerte Liftachsen können über zwei separate
Schalter oder über das SmartBoard individuell gesenkt werden.
Bei einem Beladungszustand, der nur das Heben einer der
Liftachsen zulässt, kann man über diese Funktion eine Liftachse
gezielt senken, damit in der Folge die andere Liftachse automatisch
gehoben wird.
Mit dem Zwangssenken der hinteren Liftachse wird gleichzeitig
OptiLoadTM und OptiTurnTM deaktiviert.
Mit dem Deaktivieren der vorderen Liftachse ist gleichzeitig auch
die Anfahrhilfe deaktiviert.

Liftachsen werden in der automatischen Liftachssteuerung nur


i
gehoben, wenn sich das Fahrzeug innerhalb der parametrierten
Grenzwerte für Geschwindigkeit und Balgdruck befindet.
i
In der TEBS E Diagnose Software sind die vom Motorwagen kommenden
Eingangspegel (Plus oder Masse geschaltet) wählbar.
In der TEBS E Diagnose Software gibt es zwei Parametriermöglichkeiten für die
Funktion des Zwangssenkens:
„ Zwangssenken wirkt auf alle Liftachsen oder nur auf die 2. Liftachse.
„ Zwangssenken ist über Schalter, Taster, Trailer Remote Control oder
SmartBoard möglich.

Anschluss der Komponenten


Für die Anzeige und Bedienung können folgende Komponenten eingesetzt
werden:
Auszug aus Schema 841 802 157 0

101
GIO-Funktionen

POSITION TEILENUMMER ABBILDUNG BESCHREIBUNG


1a 446 192 21X 0 SmartBoard
(2. Generation)

1b 446 192 11X 0 SmartBoard

2a 449 961 XXX 0 Kabel für SmartBoard


(2. Generation)
2b 449 911 XXX 0 Kabel für SmartBoard
3 Nicht im WABCO Taster / Schalter
Lieferumfang (optional)
4 449 535 XXX 0 Universalkabel (optional)
„ 4-polig offen
446 122 080 0 Trailer Remote Control
(optional)
„ Nur in Verbindung
mit elektronischem
Erweiterungsmodul
und ab Version
TEBS E2 Premium
nutzbar.
„ Im Lieferumfang:
„ Verbindungskabel
zwischen Trailer
Remote Control und
Sicherungskasten
im LKW
„ Halterung

Parametrierung
Die Einstellungen werden in der TEBS E Diagnose Software über Register 5,
Liftachssteuerung festgelegt.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.

102
GIO-Funktionen

7.10 RSS-aktiv-Signal (ab TEBS E2)


Der TEBS E Modulator ist mit der RSS-Funktion ausgerüstet. Bei aktivierter
RSS-Funktion und aktivem RSS-Eingriff werden die Bremsleuchten des
Fahrzeugs nicht aktiv angesteuert.
Zusätzlich besteht mit dem RSS-aktiv-Signal die Möglichkeit, die Bremsleuchten
bei aktiver RSS-Funktion vom TEBS E anzusteuern. Zu diesem Zweck muss
über die GIO-Funktion dieser Ausgang parametriert sein.
Die Ansteuerung kann über ein Relais erfolgen. Die Versorgungsspannung
der Bremsleuchten muss von der 15-poligen Steckverbindung kommen (ECE-
Vorschrift).

Komponenten

TEILENUMMER BESCHREIBUNG
Nicht im WABCO
Relais
Lieferumfang
449 535 XXX 0 Universalkabel

Parametrierung
Die Einstellung erfolgt über Register 8, Allgemeine Funktionen.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.

7.11 ABS-aktiv-Signal (ab TEBS E2)

Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge.

Zweck
Während einer ABS-Regelung kann z. B. über ein Relais ein Retarder
deaktiviert werden, um ein Blockieren der Räder durch den Retarder zu
verhindern.

Funktion
WABCO schaltet bei aktiver ABS-Regelung während einer Bremsung die
Versorgungsspannung auf den gewählten GIO-Ausgang.

Komponenten

TEILENUMMER BESCHREIBUNG
Nicht im WABCO Lieferumfang Relais
449 535 XXX 0 Universalkabel

Parametrierung
Die Einstellung erfolgt über Register 8, Allgemeine Funktionen.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.

103
GIO-Funktionen

7.12 Bremsbelagverschleißanzeige (BVA)

Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge mit Scheibenbremsen.

Zweck
Verschleißindikatoren, in den Bremsbelag integrierte Drähte, überwachen den
Verschleiß beider Beläge einer Scheibenbremse.

Funktion
An die ECU können Verschleißindikatoren an bis zu 6 Bremsen angeschlossen
werden. Sämtliche Verschleißindikatoren sind in Reihe geschaltet und mit dem
Verschleißeingang verbunden. Diese werden mit der Versorgungsspannung
betrieben (24 V/12 V).

Warnanzeige/Warnlampe
Wenn bei einem Verschleißindikator der Draht für eine Zeit von mindestens 4
Sekunden (oder länger) durchgeschliffen ist, wird am Verschleißeingang eine
Spannung gemessen und die Warnung aktiviert. Die Warnung des Fahrers
erfolgt über die Warnanzeige/Warnlampe, wenn das Verschleißende erreicht ist
(100 % Bremsbelagverschleiß).
Bei Einschalten der Zündung blinkt die Warnanzeige/Warnlampe (gelb) 4
Zyklen = 16-mal. Die Warnanzeige/Warnlampe leuchtet nicht mehr, wenn das
Fahrzeug eine Geschwindigkeit von 7 km/h überschreitet. Den Austausch der
Verschleißindikatoren beim Belagwechsel erkennt das System automatisch. Die
Warnstufe wird nach einer Zeit von 8 Sekunden deaktiviert.
In Systemen mit Trailer Central Elektronik werden die Verschleißinformationen
von der Trailer Central Electronic ermittelt. Die Warnung des Fahrers bzw.
die Ansteuerung der Warnanzeige/Warnlampe wird durch das TEBS E
durchgeführt. Das ist notwendig, da nur eine ECU die Ansteuerung der
Warnanzeige/Warnlampe bei aufgelaufenen Serviceinformationen ausführen
kann. Wenn ein SmartBoard verbaut ist, wird die Warnung auch auf dem
SmartBoard ausgegeben.

Speicherung der Daten der Belagwechsel


Die letzten fünf Belagwechsel (mit Kilometerstand und Betriebsstunde des
Auftretens der zweiten Warnstufe) werden in der ECU gespeichert und können
mit der TEBS E Diagnose Software ausgelesen werden.

104
GIO-Funktionen

Anschluss der Komponenten

Auszug aus Schema 841 802 157 0

POSITION TEILENUMMER ABBILDUNG BESCHREIBUNG


1 449 816 XXX 0 Kabel für
Verschleißindikator

2a 446 192 21X 0 SmartBoard


(2. Generation – optional)

2b 446 192 11X 0 SmartBoard (optional)

3a 449 961 XXX 0 Kabel für SmartBoard


(2. Generation – optional)
3b 449 911 XXX 0 Kabel für SmartBoard
(optional)
Nicht im WABCO Warnlampe
Lieferumfang

105
GIO-Funktionen

POSITION TEILENUMMER ABBILDUNG BESCHREIBUNG


446 122 080 0 Trailer Remote Control
(optional)
„ Nur in Verbindung
mit elektronischem
Erweiterungsmodul
und ab Version
TEBS E2 Premium
nutzbar.
„ Im Lieferumfang:
„ Verbindungskabel
zwischen Trailer
Remote Control und
Sicherungskasten
im LKW
„ Halterung

Parametrierung
Die Aktivierung wird in der TEBS E Diagnose Software über Register 4,
Standardfunktionen vorgenommen.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.
Der Anschluss von BVA an GIO5 kann in Einzelfällen zu Lastspitzen führen und
sollte vermieden werden.

106
GIO-Funktionen

7.13 Spannungsversorgung und Datenkommunikation an GIO5

Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge.

Zweck
Spannungsversorgung von angeschlossenen Systemen, z. B. Telematik.

Telematik
Die Telematik-Einheit kann an den Steckplatz SUBSYSTEMS oder an GIO5
(nur bei TEBS E Premium) angeschlossen werden.
WABCO : Schließen Sie Telematik an GIO5 an, damit der Subsys-tems-Stecker
z. B. für das SmartBoard oder für OptiTireTM verwendet werden kann.
Mittels TEBS E Diagnose Software kann eine Nachlaufzeit zur Aufladung einer
Telematik-Batterie nach Ausschalten der Zündung eingestellt werden. In diesem
Fall wird der CAN-Bus abgeschaltet bzw. die Botschaft gesendet, dass das
Fahrzeug ausgeschaltet wurde und nur die Batterie aufgeladen wird. Die Zeit
der Aufladung entspricht der des ECAS-Standby-Betriebes.

Parametrierung
Telematik wird in der TEBS E Diagnose Software über Register 4,
Standardfunktionen vereinbart.
In Register 11, Stecker wird der Anschluss an SUBSYSTEMS oder GIO5
festgelegt.

7.14 Geschwindigkeitssignal

Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge.

Zweck
Zusätzlich zum Geschwindigkeitsschalter ISS, der nur Schaltstellungen
ausgibt, kann TEBS E ein Geschwindigkeitssignal zur Auswertung durch
angeschlossene Systeme bereitstellen, z. B. zur Steuerung von Lenkachsen
oder zum Verschließen von Tankdeckeln.

Funktion
Der TEBS E Modulator stellt ein Geschwindigkeitssignal in Form eines
pulsweitenmodulierten Rechtecksignals zur Verfügung.

107
GIO-Funktionen

Der ISS schaltet in Abhängigkeit von der ECU-intern gebildeten


Referenzgeschwindigkeit vrefwi.
Der Geschwindigkeitspuls besitzt folgendes Format:
p = 195 ms + v * 5 ms / km/h

Komponenten

TEILENUMMER BESCHREIBUNG
449 535 XXX 0 Universalkabel
„ 4-polig, offen

Parametrierung
Die Aktivierung wird in der TEBS E Diagnose Software über Register 8,
Allgemeine Funktionen vorgenommen.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.

7.15 Dauerplus 1 und 2


Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge.

Zweck
Zwei Dauerspannungsversorgungen werden zur Verfügung gestellt. Über
die entsprechende Parametrierung kann ein Dauerplus (Klemme 15) für
die Versorgung von angeschlossenen Elektroniken oder Magnetventilen
ausgegeben werden. Die Nachlaufzeit entspricht der Standby-Zeit der ECU.

Funktion
An den Trailer EBS E Modulator können zwei 24 V Ausgänge mit einer
Dauerlast von maximal 1,5 A angeschlossen werden.
Für einen höheren Stromverbrauch (bis zu 3 A) können beide Ausgänge
parametriert und parallel beschaltet werden.
Eine Überwachung des Ausgangs erfolgt nur beim Einschalten des TEBS E. Die
Überwachung kann wahlweise abgeschaltet werden, wenn z. B. Komponenten
über einen Schalter angeschlossen sind.

Optional kann über einen Parameter der Nachlauf der


Dauerspannungsversorgung deaktiviert werden. Ansonsten
wird die Schnittstelle weiter in Abhängigkeit des ECU-Standby-
Zeitparameters mit Spannung versorgt.

108
GIO-Funktionen

Anschluss der Komponenten

LEGENDE
A Schalter B Last an Dauerplus

TEILENUMMER BESCHREIBUNG
Nicht im WABCO Lieferumfang Schalter (optional)
449 535 XXX 0 Universalkabel

Parametrierung
Die Aktivierung wird in der TEBS E Diagnose Software über Register 8,
Allgemeine Funktionen vorgenommen.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.

7.16 Straßenfertigerbremse

Fahrzeugtyp
Kipperfahrzeuge.

Zweck
Die Funktion „Straßenfertigerbremse“ ist das gezielte Einbremsen von
Anhängern mit Kippmulden beim Betrieb vor Straßenfertigern. Hierbei wird der
Lastzug während des Abkippens von dem Straßenfertiger geschoben.

Funktion
Bei aktivierter Funktion wird das Anhängefahrzeug durch den TEBS E
Modulator gebremst.
Zur Aktivierung können mechanische Schalter für den Betrieb
(Straßenfertigerbetrieb ein/aus) und ein Entladeniveauschalter für die
Position der Kippmulde (Tastschalter oder Näherungsschalter) genutzt
werden. Bei Einsatz von ECAS-Ventilen kann das Kippen der Mulde über den
Entladeniveauschalter erkannt werdenKapitel „7.4.2 Fahrniveaus“, Seite
79.
Je nach Kundenwunsch kann der Entladeniveauschalter aktiviert oder
deaktiviert werden. Dazu besteht die Möglichkeit mit einem optionalen Schalter,
einem Parameter oder durch Abschaltung im SmartBoard.

109
GIO-Funktionen

Der in der TEBS E Diagnose Software voreingestellte Steuerdruck kann über


das SmartBoard oder die Trailer Remote Control manuell verändert werden. Der
minimale Steuerdruck beträgt hierbei 0,5 bar und der maximale Steuerdruck
beträgt 6,5 bar. Der über das SmartBoard oder die Trailer Remote Control
zuletzt eingestellte Wert beim Abschalten der Funktion ist beim erneuten
Einschalten wieder gültig.
Die automatische Abschaltung dieser Funktion erfolgt bei Geschwindigkeit
v > 10 km/h.

Steuerung

Näherungsschalter
Genauere Informationen zum NäherungsschalterKapitel „7.16.1
Näherungsschalter“, Seite 113.

Mechanischer Schalter I für Straßenfertiger gegen Masse

LEGENDE
A Schalter „Straßenfertigerbremse ein/aus“

Mechanischer Schalter II für Straßenfertiger und Entladeniveau gegen


Masse

Mechanischer Schalter III für Straßenfertiger gegen Plus auf analogem


TEBS E Eingang

110
GIO-Funktionen

Mechanischer Schalter IV für Straßenfertiger gegen Plus auf digitalem


TEBS E Eingang (Widerstandkabel nicht Lieferumfang von WABCO)

LEGENDE
A Schalter „Straßenfertigerbremse B Schalter „Entladeniveau ein/
ein/aus“ aus“
C Kipper heben/senken

Anschluss der Komponenten

Auszug aus Schema 841 802 198 0

POSITION TEILENUMMER ABBILDUNG BESCHREIBUNG


1a 446 192 21X 0 SmartBoard
(2. Generation)

1b 446 192 11X 0 SmartBoard

111
GIO-Funktionen

POSITION TEILENUMMER ABBILDUNG BESCHREIBUNG


2a 449 911 XXX 0 Kabel für SmartBoard
(2. Generation)
2b 449 911 XXX 0 Kabel für SmartBoard
3 Nicht im WABCO Schalter
Lieferumfang
4 449 535 XXX 0 Universalkabel (optional)
„ 4-polig offen
446 122 080 0 Trailer Remote Control
(optional)
„ Nur in Verbindung
mit elektronischem
Erweiterungsmodul
und ab Version
TEBS E2 Premium
nutzbar.
„ Im Lieferumfang:
„ Verbindungskabel
zwischen Trailer
Remote Control und
Sicherungskasten
im LKW
„ Halterung
446 105 523 2 Grüne Warnlampe
„ Anzeige des Status
„ ab TEBS E4

Parametrierung
Die Aktivierung wird in der TEBS E Diagnose Software über Register 6,
Bremsfunktionen vorgenommen.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.

Parameter Fertigerbremse
In der TEBS E Diagnose Software muss zuerst über Register 6,
Bremsfunktionen die Geschwindigkeit (max. 10 km/h), bis zu der die Funktion
aktiv ist, gesetzt werden. Anschließend wird die Druckvorgabe zum Aussteuern
des Bremsdrucks pm vom Anlegedruck bis maximal 6,5 bar eingestellt,
Parameter Fertigerbremse.
Es ist einstellbar, ob der ausgesteuerte Bremsdruck abhängig von der Beladung
im Straßenfertigerbetrieb angepasst wird (dynamischer ALB).
Wenn ein SmartBoard verbaut ist, kann ein Schalteingang eingespart werden,
indem die Funktion nur über SmartBoard aktiviert wird.

112
GIO-Funktionen

Der Fertigerbremsdruck kann auch ohne SmartBoard über die


Parkbremse im Zugfahrzeug eingestellt werden.
In dem einzustellenden Druckbereich wird der Federspeicher des
Zugfahrzeugs noch nicht entlüftet, so dass die Parkbremse nur im
Anhänger Bremskraft erzeugt.
Zum Erhöhen des Bremsdruckes muss der Druck über den Hebel
langsam eingestellt und dann plötzlich losgelassen werden.
Durch den sich einstellenden hohen Druckgradient wird die
manuelle Einstellung erkannt, dieser Wert gespeichert und
ausgesteuert.
Zum Verringern des Wertes muss der aktuelle Wert mit dem Hebel
kurzzeitig überschritten und dann langsam gelöst werden. Dieser
Wert ist nach Zündungs-Reset wieder gelöscht.

Die Fertigerbremse kann sowohl über einen mechanischen Schalter als auch
über einen Näherungsschalter aktiviert werden.
In der TEBS E Diagnose Software sind Parameter für die Abschaltung des
Entladeniveaus einstellbar.
Ein 2-poliger Näherungsschalter kann angeschlossen werden (Anschluss an
GIO4, Pin 1 und Pin 3, Kabel 449 535 XXX 0).
Dieser Näherungsschalter kann für die Funktionen „Entladeniveau“ und
„Straßenfertigerbremse“ genutzt werden. Jeder Näherungsschalter hat eine
andere Schaltschwelle bezüglich des Abstandes zu dem zu erkennenden
Objekt der Kippmulde.
Sollen beide Funktionen aktiv sein, sind zwei zusätzliche Schalteingänge
erforderlich, damit beide Funktionen separat ein- und ausgeschaltet werden
können.

Der Status der Straßenfertigerbremse kann z. B. über eine außen


am Fahrzeug angebrachte Lampe angezeigt werden.
Hierzu wird mittels TEBS E Diagnose Software in Register
9, Funktionsmodule eine Digitalfunktion mit dem internen
Eingangssignal Fertigerbremse aktiv erstellt.

Bedienung
Information zur Bedienung:
Kapitel „11.3 Bedienung der ECAS-Niveauregelung“, Seite 211
Kapitel „11.2 Bedienung mit Trailer Remote Control“, Seite 202

7.16.1 Näherungsschalter
Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge mit Entladeniveau-Option oder Straßenfertigerbremse.

Zweck
Der Näherungsschalter kann als Schalter für die Funktionen der
Entladeniveauansteuerung, zur Aktivierung der Straßenfertigerbremse oder zur
Steuerung der Funktion „SafeStart“ eingesetzt werden.
Über folgende Näherungsschalter können die zuvor genannten Funktionen
berührungsfrei aktiviert werden:
113
GIO-Funktionen

„ Telemecanique XS7C1A1DAM8
„ Schönbuch Electronic IO25CT 302408
„ Balluff BES M30MF-USC15B-BP03
„ Schönbuch Electronic MU1603111

Anschluss des Näherungsschalters

Näherungsschalter zur Aktivierung von Straßenfertiger / Entladeniveau


(Abbildung 1)

LEGENDE
C Näherungsschalter

Näherungsschalter mit separatem Abschalten für Straßenfertiger und


Entladeniveau (Abbildung 2)

LEGENDE
A Schalter „Straßenfertigerbremse B Schalter „Entladeniveau ein/
ein/aus“ aus“
C Näherungsschalter

Parametrierung
Wenn nur eine Funktion zur Verfügung steht (Abbildung 1), reicht es aus, nur
den Näherungsschalter zu parametrieren.
Stehen beide Funktionen zur Verfügung (Abbildung 2), sind zwei zusätzliche
Schalteingänge erforderlich, damit beide Funktionen separat ein- und
ausgeschaltet werden können.
Hier müssen die Schalter wie folgt parametriert werden:

114
GIO-Funktionen

Straßenfertigerbremse = Näherungsschalter und separater Schalter. Hier


müssen beide Schalter geschlossen sein, damit die Straßenfertigerfunktion
aktiviert wird.
Schalter Entladeniveau = Näherungsschalter und separater Schalter. Hier
müssen beide Schalter geschlossen sein, damit das Entladeniveau angefahren
wird.
Die auf dem Markt erhältlichen Näherungsschalter können unterschiedliche
Schaltschwellen bezüglich des Abstandes zum zu erkennenden Objekt haben.
WABCO gibt hier einen Wert von 600 µA vor, der mit den oben genannten
Näherungsschaltern einwandfrei funktioniert. Für andere Schalter ist die
Schaltschwelle bei Bedarf einstellbar.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in der TEBS E
Diagnose Software in Register 11, Stecker.

7.17 Trailer Extending Control

Fahrzeugtyp
In der Länge verstellbare Sattel- oder Deichselanhänger mit 4S/3M-System.

Zweck
Mit dieser Funktion können in der Länge verstellbare Fahrzeuge für den Fahrer
komfortabler und ohne den Einsatz zusätzlicher Hilfsmittel (wie z. B. Bremskeile
oder weitere im Anhänger verbaute Komponenten) aus- oder eingezogen
werden.

Funktion
Das letzte Achsaggregat wird eingebremst und der Anhänger wird mit dem
Motorwagen auseinandergezogen.
Die Funktion unterscheidet je nach Fahrzeugtyp zwei Operationsmodi:

Sattelanhänger
Beim Sattelanhänger kann die Funktion in Kombination mit dem Parameter
Ohne lastabhängigen Bremsdruck ALB in der TEBS E Diagnose Software (über
Register 6, Bremsfunktionen) gewählt werden.
Wird die Funktion über einen Schalter oder das SmartBoard aktiviert, wird das
Achsaggregat mit vollem Bremsdruck (ohne ALB-Kennlinie) eingebremst, so
dass durch langsames Anfahren des Zugfahrzeuges der Anhänger verlängert
werden kann.

Deichselanhänger
Hier kann in der TEBS E Diagnose Software über Register 6, Bremsfunktionen
zusätzlich der Parameter Nur hinteres Aggregat einbremsen ausgewählt
werden. In diesem Fall wird nur die letzte Achse (Achsgruppe) eingebremst, so
dass das Zugfahrzeug durch langsames Anfahren den Anhänger verlängern
kann.

115
GIO-Funktionen

Anschluss der Komponenten


Für die Anzeige und Bedienung können folgende Komponenten eingesetzt
werden:

Auszug aus Schema 841 802 290 0

POSITION TEILENUMMER ABBILDUNG BESCHREIBUNG


1a 446 192 21X 0 SmartBoard
(2. Generation)

1b 446 192 11X 0 SmartBoard

2a 449 961 XXX 0 Kabel für SmartBoard


(2. Generation)
2b 449 911 XXX 0 Kabel für SmartBoard
3 Nicht im WABCO Schalter (optional)
Lieferumfang
4 449 535 XXX 0 Universalkabel (optional)
„ 4-polig offen

116
GIO-Funktionen

POSITION TEILENUMMER ABBILDUNG BESCHREIBUNG


446 122 080 0 Trailer Remote Control
(optional)
„ Nur in Verbindung
mit elektronischem
Erweiterungsmodul
und ab Version
TEBS E2 Premium
nutzbar.
„ Im Lieferumfang:
„ Verbindungskabel
zwischen Trailer
Remote Control und
Sicherungskasten
im LKW
„ Halterung

Parametrierung
Die Aktivierung und Einstellung der Funktion erfolgt in der TEBS E Diagnose
Software über Register 6, Bremsfunktionen.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.

117
GIO-Funktionen

7.18 Aktuelle Fahrzeuglänge (Trailer Length Indication) (ab


Version TEBS E4)

Fahrzeugtyp
Anhängefahrzeuge mit veränderbarer Länge.

Zweck
Anzeige der Länge des Fahrzeuges über das SmartBoard.

Funktion
Durch Näherungsschalter oder mechanische Schalter an dem Teleskop-System
kann die aktuelle Ausziehlänge erkannt werden.
Bis zu 4 Schalter können als Gruppe fest montiert werden. An dem beweglichen
Teil werden im Bereich der Rastpositionen Schaltkulissen bzw. Lesefelder den
Schaltern gegenüber angeordnet.
Die Anzahl der Ausziehstufen bedingt die Anzahl der Schalter. Mit zwei
Schaltern können 3 Stufen, mit drei Schaltern 7 und mit vier Schaltern können
15 Stufen erkannt werden.
Die Erkennung der Kulissen bzw. Lesefelder erfolgt über das Binärsystem. In
der folgenden Tabelle ist das Prinzip der Lesefelder dargestellt.

SCHALTER 1 SCHALTER 2 SCHALTER 3 SCHALTER 4 ANZEIGE


0 0 0 0 Länge 0
1 0 0 0 Länge 1
0 1 0 0 Länge 2
1 1 0 0 Länge 3
0 0 1 0 Länge 4
1 0 1 0 Länge 5
0 1 1 0 Länge 6
1 1 1 0 Länge 7
0 0 0 1 Länge 8
1 0 0 1 Länge 9
0 1 0 1 ...

0 = Schalter geöffnet; 1 = Schalter geschlossen

118
GIO-Funktionen

Komponenten

TEILENUMMER ABBILDUNG BESCHREIBUNG


446 192 21X 0 SmartBoard (2. Generation)
„ Kabel für SmartBoard (2. Generation):
449 961 XXX 0

446 192 11X 0 SmartBoard


„ Kabel für SmartBoard:
449 911 XXX 0

Nicht im WABCO Schalter oder Näherungsschalter


Lieferumfang „ Universalkabel (je Schalter):
449 535 XXX 0 (4-polig offen)
446 122 633 0 Anschlussbox

Anschluss der Komponenten


Für jeden Schalter oder Näherungsschalter wird ein freier GIO-Steckplatz am
TEBS E Modulator oder am elektronischen Erweiterungsmodul benötigt.
Bei Verwendung von Näherungsschaltern wird in jedem Fall der Steckplatz
GIO4 benötigt. Einer der Kontakte von jedem Näherungsschalter wird an Pin 3
des GIO4 angeschlossen.
Die Verdrahtung der Näherungsschalter kann entsprechend des Schemas
unten in einer Verkabelungsbox erfolgen.

Parametrierung
Die Aktivierung und Einstellung der Funktion erfolgt in der TEBS E Diagnose
Software über Register 8, Allgemeine Funktionen.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.
119
GIO-Funktionen

7.19 Kippwarnung (Roll Stability Adviser)

Fahrzeugtyp
Anhängefahrzeuge mit Kippmulde.

Zweck
Überwachung der Kippneigung des Fahrzeuges.

Funktion
In jedem TEBS E Modulator ist ein Querbeschleunigungssensor für die RSS-
Funktion integriert. Dieser Querbeschleunigungssensor gibt gleichzeitig
Aufschluss über die Neigung des Fahrzeugs gegenüber der Waagerechten. Die
Neigung des Fahrzeugs kann durch den TEBS E Modulator überwacht werden.
Wird eine per TEBS E Diagnose Software parametrierte Neigung (0° - 20°)
des Rahmens überschritten, so kann eine Warnung an den Fahrer durch
die ECU ausgegeben und über das SmartBoard angezeigt oder eine Hupe/
Rundumleuchte geschaltet werden.
Die Warnschwelle ist immer in Abhängigkeit des spezifischen Fahrzeugs zu
sehen und muss vom Fahrzeughersteller festgelegt werden.

Der Fahrer ist zu instruieren, dass z. B. das Abkippen einer Mulde


i
sofort zu unterbrechen ist, wenn er eine Warnmeldung erhält.

i
Die Funktion „Kippwarnung“ ist nur unterstützend und entbindet
den Fahrer nicht von seiner Sorgfaltspflicht, das Fahrzeug selbst zu
überwachen.

Damit die Funktion nur bei gehobener Kippmulde aktiv ist, kann der
Status der Kippmulde überwacht werden.
Auf Wunsch wird eine Warnung nur ausgegeben, wenn bei
Verwendung eines mechanischen Schalters dieser geschlossen ist
(die gesenkte Kippmulde öffnet den Schalter).
Bei Verwendung eines Näherungsschalters muss dieser
geöffnet sein, damit eine Warnung ausgegeben wird. Diese
Funktionserweiterung ist nur mit dem TEBS E Premium-Modulator
möglich.
Zur Ausgabe der Warnung stehen neben SmartBoard oder
Warnlampe auch die für mehrere Funktionen gemeinsam nutzbare
Warnlampe oder der Buzzer zur Verfügung.
Eine Kippwarnung kann auch während der Nachlaufzeit der
TEBS E ausgegeben werden.

120
GIO-Funktionen

Komponenten

TEILENUMMER ABBILDUNG BESCHREIBUNG


Nicht im WABCO Hupe/Rundumleuchte
Lieferumfang
446 192 21X 0 SmartBoard (2. Generation – optional)
„ Kabel für SmartBoard (2. Generation):
449 961 XXX 0

446 192 11X 0 SmartBoard (optional)


„ Kabel für SmartBoard:
449 911 XXX 0

446 122 080 0 Trailer Remote Control (optional)


„ Nur in Verbindung mit elektronischem
Erweiterungsmodul und ab Version
TEBS E2 Premium nutzbar.
„ Die Anzeige von Warnungen erfolgt in
zwei Warnstufen.
„ Im Lieferumfang:
„ Verbindungskabel zwischen
Trailer Remote Control und
Sicherungskasten im LKW
„ Halterung
894 450 000 0 Buzzer (optional)

Nicht im WABCO Warnlampe (optional)


Lieferumfang
Nicht im WABCO Näherungsschalter (optional)
Lieferumfang

Parametrierung
Die Aktivierung und Einstellung der Funktion erfolgt in der TEBS E Diagnose
Software über Register 8, Allgemeine Funktionen.
Eine zusätzliche Warnlampe wird über eine frei konfigurierbare Digitalfunktion
gesteuert. Hierzu wird als internes Eingangssignal Kippwarnung aktiv gewählt.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.

121
GIO-Funktionen

7.20 Überlast-Erkennung

Fahrzeugtyp
Luftgefederte Anhängefahrzeuge, z. B. mit Kippmulde oder Silo.

Zweck
Überwachung des Beladungszustands während der Beladung.

Funktion
Durch Sensierung der Tragbälge wird der Beladungszustand des
Anhängefahrzeugs erkannt.
Eine extern am Fahrzeug befindliche Lampe signalisiert den Beladungszustand,
z. B. dem Fahrer eines Radladers, der das Anhängefahrzeug belädt.
Bei Ladungszunahme blinkt die Lampe mit zunehmender Frequenz. Hierbei
werden längere Leuchtphasen jeweils kurz unterbrochen.
Bei Erreichen des zulässigen Gewichtes leuchtet die Lampe dauerhaft.
Bei Überladung und weiter ansteigender Last blinkt die Lampe wieder mit
zunehmender Frequenz. Allerdings blinkt sie jetzt mit kurzen Leuchtphasen und
längeren Pausen.
Nach Fahrtbeginn erlischt die Lampe und leuchtet erst wieder bei erneuter
Beladung.
Die Funktion kann über einen Schalter deaktiviert werden.
Der Anschluss der Warnlampe erfolgt an einem freien GIO-Anschluss.
Die Lampe kann dann nur für diese Funktion verwendet werden oder als
„gemeinsame Warnlampe“ für mehrere Funktionen verwendet werden.
Hinweise hierzuKapitel „7.29 Frei konfigurierbare Funktionen“, Seite 141.

Komponenten

TEILENUMMER ABBILDUNG BESCHREIBUNG


446 105 523 2 Grüne Warnlampe
(LED) „ LED oder Glühlampe
„ Montage am Anhängefahrzeug
„ Universalkabel:
449 535 XXX 0 (4-polig offen)
„ Kabel für grüne Warnlampe:
Superseal / mit offenem Ende
449 900 100 0
Nicht im WABCO Schalter (optional)
Lieferumfang

Parametrierung
Die Aktivierung und Einstellung der Funktion erfolgt in der TEBS E Diagnose
Software über Register 8, Allgemeine Funktionen. Es werden zwei Druckwerte
für den Toleranzbereich des beladenen Fahrzeugs eingegeben.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.

122
GIO-Funktionen

7.21 SafeStart

Fahrzeugtyp
Kipper, Rollcontainer-Chassis sowie Tank- und Silofahrzeuge.

Zweck
Verhindert durch automatische Einbremsung das Anfahren des Zuges während
des Be- und Entladens.
Beispiele: Kipper mit angehobener Kippmulde, Tankfahrzeug mit geöffneter
Tankklappe, Containerfahrzeug mit nicht verriegeltem Container.

Funktion
Ein an den TEBS E Modulator angeschlossener Sensor erkennt, ob ein Be-
oder Entladevorgang vorgenommen wird. Über TEBS E wird gegebenenfalls
das Anhängefahrzeug eingebremst.
Üblicherweise wird SafeStart mit der Betriebsbremsanlage realisiert. Mit einem
Premium-Modulator und dem LACV IC (WABCO Teilenummer 463 084 100 0)
kann das Anhängefahrzeug optional über den Federspeicherzylinder gebremst
werden.
SafeStart kann passend zum Fahrzeugtyp eingestellt werden.
Tankfahrzeuge/Rollcontainer: Das Fahrzeug wird über die Betriebsbremse
eingebremst. Eine Bewegung des Fahrzeugs ist erst dann wieder möglich,
wenn der Sensor erkennt, dass der Be- oder Entladevorgang abgeschlossen
ist (z. B. durch Schließen des Armaturenschranks) und das Bremspedal
erstmalig betätigt wird. SafeStart kann mit der elektronischen Parkbremse
und/oder dem Immobilizer kombiniert werden. In diesem Fall würde SafeStart
mit den Komponenten von Immobilizer und elektronischer Parkbremse die
Federspeicherzylinder einbremsen.
Kipper: Hier erlaubt die Funktion das Anfahren mit kleineren Geschwindigkeiten,
um beim Kippen den Entladevorgang zu verbessern. Ab einer Geschwindigkeit
von 18 km/h wird der Fahrer durch 10 kurze Warnbremsungen erinnert, dass
z. B. die Lademulde noch nicht gesenkt ist. Ab einer Geschwindigkeit von
28 km/h wird das Fahrzeug bis zum Stillstand eingebremst. Nach Erreichen
des Stillstandes (v = 0 km/h) löst sich die Bremse nach 20 Sekunden. Die
Funktion ist danach deaktiviert und funktioniert erst wieder nach erneutem
Zündungsstart.
Benutzerdefiniert: Funktion wie beim Kipper, jedoch sind Warn- und
Einbremsgeschwindigkeit im Bereich zwischen 8 km/h und 30 km/h
parametrierbar. Das Warnbremsen kann abgescgaltet werden, wenn die
Wanrbremsgeschwindigkeit auf weniger als 8 km/h parametriert wird. Unterhalb
von 8 km/h werden keine Warnbremsungen durchgeführt.

Einbauhinweise

Der Fahrzeughersteller ist für die ordnungsgemäße Positionierung


i
und Installation des Sensors am Fahrzeug verantwortlich, so dass der
TEBS E Modulator die Be- oder Entladefunktion zuverlässig erkennt.
i
Zur Erfüllung von ADR-Vorschriften ist die Verwendung eines
Näherungsschalters erforderlich.

123
GIO-Funktionen

Komponenten

Auszug aus Schema 841 802 274 0

LEGENDE
YE Gelb GN Grün BL Blau

POSITION TEILENUMMER ABBILDUNG BESCHREIBUNG


1 Nicht WABCO Näherungsschalter (von
Lieferumfang WABCO getestet und
empfohlen):
„ Telemecanique
XS7C1A1DAM8
„ Schönbuch Electronic
IO25CT 302408
„ Balluff BES M30MF-
USC15B-BP03
Alternativen:
441 044 101 0 Drucksensor
441 044 102 0

Nicht WABCO Mechanischer (Rollen-)


Lieferumfang Schalter
2 449 629 XXX 0 GIO Y-Verteiler

Parametrierung
Die Einstellung der Funktion erfolgt in der TEBS E Diagnose Software über
Register 6, Bremsfunktionen.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.

124
GIO-Funktionen

Wenn SafeStart mit einem impulsgesteuerten Liftachsventil auf die


Federspeicher wirken soll, muss in Register 6, Bremsfunktionen für die
SafeStart-Funktion die Bauart Tankfahrzeug gewählt werden.

7.22 Elektronische Parkbremse (ab Version TEBS E4)

Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge mit zusätzlicher Stromversorgung über 24N.
Ausnahme: Sonderfahrzeuge mit externem Solldrucksensor am CAN-Router/
Repeater.

Zweck
„ Verhindert ein Wegrollen des Anhängefahrzeugs, wenn beim Ankuppeln
an den Motorwagen die pneumatischen Leitungen in falscher Reihenfolge
angeschlossen werden.
„ Schutz gegen Wegrollen des Zuges, wenn während des Ankuppelns der
pneumatischen Leitungen die Handbremse des Motorwagens nicht betätigt
ist.
„ Schutz gegen Wegrollen des abgestellten Anhängefahrzeugs, wenn die
Löseventile am PREV ungewollt oder unbefugt betätigt werden.
„ Schutz vor Fahrten ohne ISO 7638 Steckverbindung.

Funktion
TEBS E erkennt den abgekuppelten Zustand. Mit Hilfe eines impulsgesteuerten
Liftachsventils und eines federrückgeführten Ventils werden beim Parken des
Anhängers die Federspeicherzylinder aktiviert und erst dann wieder gelöst,
wenn alle Verbindungen gesteckt wurden und Druck am gelben Kupplungskopf
erkannt wurde.
Um ein Anfahren zu ermöglichen, wird beim Ankuppeln das impulsgesteuerte
Ventil durch das federrückgeführte Ventil (am Entlüftungsanschluss des
Liftachsventils) übersteuert. Das Fahrzeug kann nur bewegt werden, wenn
der ABS-Stecker gesteckt ist oder wenn die Funktion mittels SmartBoard oder
mittels Taster oder Schalter deaktiviert wurde.
Warnanzeige/Warnlampe: Solange die elektronische Parkbremse die Räder
blockiert, blinkt nach Einschalten der Zündung die Warnlampe.
Bedienung: Die Funktion arbeitet automatisch. In Fällen, in denen TEBS E das
Ankuppeln nicht erkennen kann, genügt ein kurzes Antippen des Bremspedals
zum Lösen des Anhängefahrzeugs.
Rangieren des Fahrzeuges ohne Ankuppeln einer elektrischen
Verbindung: Über Schalter/Taster oder SmartBoard kann die Funktion der
elektronischen Parkbremse vorübergehend deaktiviert werden, um z. B.
den späteren Transport des Anhängers auf einer Fähre zu ermöglichen. Die
Deaktivierung der elektronischen Parkbremse muss vor Ausschalten der
Zündung und Abkuppeln des Anhängefahrzeugs vorgenommen werden.
„ Deaktivierung über einen Schalter an einem GIO-Port gegen Masse:
Öffnen des Schaltkontakts verhindert die Aktivierung der elektronischen
Parkbremse. Das Schließen des Schalters reaktiviert die elektronische
Parkbremse.
„ Deaktivierung über einen Schalter an einem GIO-Port gegen Plus:
Schließen des Schaltkontakts verhindert die Aktivierung der elektronischen
125
GIO-Funktionen

Parkbremse. Das Öffnen des Schalters reaktiviert die elektronische


Parkbremse.
„ Deaktivierung über einen Taster an einem GIO-Port gegen Masse: Ein
langes Drücken verhindert die Aktivierung der elektronischen Parkbremse
für das nächste Ankuppeln. Ein kurzes Drücken reaktiviert die elektronische
Parkbremse.
„ SmartBoard: Die Aktivität der elektronischen Parkbremse kann für das
nächste Ankuppeln oder auch permanent ausgeschaltet werden, sofern dies
per Parametrierung zugelassen wird.
Notfunktion zum Lösen der elektronischen Parkbremse (24N ist gesteckt,
ISO 7638 nicht): Längeres Betätigen der Betriebsbremse mit einem Druck
größer als 4 bar löst die elektronische Parkbremse. Zum Bewegen des
Fahrzeugs muss das Bremslicht eingeschaltet bleiben.

Kombination mit weiteren Funktionen


Die elektronische Parkbremse kann unter Verwendung derselben Komponenten
mit SafeStart und/oder Immobilizer kombiniert werden.

Komponenten

Auszug aus Schema 841 701 264 0

POSITION TEILENUMMER ABBILDUNG BESCHREIBUNG


1 463 084 100 0 LACV-IC

2 449 445 XXX 0 Kabel für Liftachsventil

126
GIO-Funktionen

POSITION TEILENUMMER ABBILDUNG BESCHREIBUNG


3 472 170 606 0 3/2-Magnetventil

4 449 443 XXX 0 Kabel für


3/2-Magnetventil
Nicht im WABCO Schalter oder Taster an
Lieferumfang einem GIO-Anschluss
(optional)

Parametrierung
Die Aktivierung und Einstellung der Funktion erfolgt in der TEBS E Diagnose
Software über Register 6, Bremsfunktionen.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.

127
GIO-Funktionen

7.23 Entspannungsfunktion (Bounce Control)

Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge.

Zweck
Bei Be- und Entladevorgängen von Sattelanhängern verspannt sich das
Achsaggregat, wenn der gesamte Zug eingebremst ist. Wird z. B. nach dem
Entladevorgang die Handbremse gelöst, so kann es zum schlagartigen
Hochspringen des Aufbaus kommen, weil die Luftfederung durch die noch
gefüllten Luftfederbälge und die fehlende Beladung das Fahrzeug sofort anhebt.
Die Entspannungsfunktion verhindert dieses schlagartige Hochspringen des
Aufbaus und schont damit die Ladung.

Funktion
Die Funktion kann über Taster oder SmartBoard aktiviert werden.
Durch Ansteuerung der Bremszylinder vom Modulator aus wird die
Verspannung der eingelegten Bremsen gelöst. Zu diesem Zweck werden
seitenweise (bei Sattel-/Zentralachsanhängern) oder achsweise (bei
Deichselanhängern) die Bremsen gelöst. Die Abbremsung des Fahrzeugs
beträgt dabei immer über 18 %, weil die Bremszylinder wechselweise gelöst
werden.

Komponenten
Zur Aktivierung der Funktion wird eine der folgenden Komponenten benötigt:

TEILENUMMER ABBILDUNG BESCHREIBUNG


446 192 21X 0 SmartBoard (2. Generation – optional)
„ Kabel für SmartBoard (2. Generation):
449 961 XXX 0

446 192 11X 0 SmartBoard (optional)


„ Kabel für SmartBoard:
449 911 XXX 0

Nicht im WABCO Schalter (optional)


Lieferumfang „ Universalkabel (optional):
449 535 XXX 0

Parametrierung
Die Aktivierung der Funktion erfolgt in der TEBS E Diagnose Software über
Register 6, Bremsfunktionen.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.

128
GIO-Funktionen

7.24 Sperrung der Lenkachse


Halten Sie die Richtlinien für den sicheren Betrieb von Lenkachsen
ein. i
i
Die Lenkachse muss stromlos gesperrt sein.

Fahrzeugtyp
Sattelanhänger mit Lenkachse.

Zweck
Mit TEBS E kann eine Lenkachse geschwindigkeitsabhängig oder zusätzlich
durch Erkennung der Rückwärtsfahrt durch einen Zylinder angesteuert
und in Geradeaus-Stellung verriegelt werden. Nach Aktivierung findet eine
Verriegelung nur dann statt, wenn sich die Räder der Lenkachse in Geradeaus-
Stellung befinden.
Die Lenkachse kann geschwindigkeitsabhängig gesperrt werden, um bei
hoher Geschwindigkeit eine stabile Geradeausfahrt zu gewährleisten.
Zusätzlich erfolgt sinnvollerweise durch Überwachung des Rückfahrlichts bei
Rückwärtsfahrt eine Sperrung der Lenkachse.

Funktion
Die Ansteuerung des Zylinders erfolgt durch ein Magnetventil. Das Magnetventil
wird durch den TEBS E Modulator in Anhängigkeit der parametrierten
Geschwindigkeit angesteuert.
Bei Fahrten mit normaler Geschwindigkeit (z. B. > 30 km/h) ist die Lenkachse
über die GIO-Funktion gesperrt. Wird die parametrierte Geschwindigkeit
unterschritten, hebt die GIO-Funktion die Sperre auf und die Lenkachse lenkt in
Kurven ein.
Im Stillstand (v < 1,8 km/h) wird die Lenkachse erneut gesperrt. Dieses wird
durch das Einlegen des Rückwärtsgangs (bei aktiven Rückfahrleuchten)
aufrechterhalten, um ein Einschlagen beim Rückwärtsfahren zu verhindern.
Fährt das Fahrzeug anschließend wieder vorwärts, wird die Sperre bis zu einer
parametrierten Geschwindigkeit (> 1,8 km/h) aufrechterhalten, dann gelöst und
erst bei Überschreiten einer zweiten parametrierten Geschwindigkeit wieder
eingelegt.

129
GIO-Funktionen

Anschluss der Komponenten

LEGENDE
A Optionaler Schalter zum Sperren B (+) Signal von den
der Lenkachse Rückfahrlichtn
Die Diode ist ab TEBS E4 nicht
mehr erforderlich.

Parametrierung
Die Aktivierung der Funktion erfolgt in der TEBS E Diagnose Software über
Register 8, Allgemeine Funktionen.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.
Über den Parameter bei gehobener Liftachse kann man die Lenkachse auch
bei gehobener Liftachse sperren.
Im Verbund mit einem TailGUARDTM-SystemKapitel „8.1.1 TailGUARDTM-
Funktionen“, Seite 144, kann die Rückfahrerkennung über das elektronische
Erweiterungsmodul erfolgen (Parameter Rückfahrerkennung über das
elektronische Erweiterungsmodul). Eine zusätzliche Verbindung des
Rückfahrlichts zu TEBS E ist nicht erforderlich.

7.25 Gabelstaplerregelung

Fahrzeugtyp
Hauptsächlich für Zentralachsanhänger mit Gabelstaplertransport.

Zweck
Optimierung der Stützlast, wenn der Gabelstapler als Gegenlast fehlt.

130
GIO-Funktionen

Funktion
1. 2. 3.

Zentralachsanhänger mit mitgenommenem Gabelstapler sind in der Regel


so konstruiert, dass bei mitgeführtem Gabelstapler eine ausgeglichene
Gewichtsverteilung zwischen vorne und hinten herrscht. Eine entsprechend
großzügig ausgelegte Stützlast wirkt als Gegenlast zu dem zusätzlichen
Gewicht des Gabelstaplers (Bild 1).
Fährt solch ein Zentralachsanhänger im teilbeladenen Zustand jedoch ohne
Gabelstapler mit gehobener Liftachse, kann es durch das konstruktiv bedingte,
hohe Gewicht an der Anhängerkupplung zu einer zu großen Stützlast kommen,
da der Gabelstapler als Gegengewicht fehlt (Bild 2).

Mit der Funktion „Gabelstaplerregelung“ kann man bei einem


i
teilbeladenen Fahrzeug ohne Gabelstapler das Anheben der Liftachse
verzögern, so dass die Stützlast an der Kupplung nicht zu hoch wird.
i
Durch die am Boden verbleibende Achse bleibt der Radstand kurz, so dass
nicht die komplette Stützlast auf die Kupplung wirkt, weil die Anhänger-
Rückseite, auch ohne Gabelstapler, einen höheren Wirkungsgrad der
Ausbalancierung hat (Bild 3).

Funktionsvoraussetzungen
Näherungsschalter oder Mechanischer (Rollen-)Schalter zur Erkennung des
mitgenommenen Gabelstaplers.
Die Last auf dem Anhänger sollte gleichmäßig verteilt sein, um eine zusätzliche
Beeinflussung der Stützlast zu verhindern.

Bei Zentralachsanhängern mit zwei Liftachsen erkennt TEBS E


automatisch, welche der Achsen angehoben ist, und nutzt die am
Boden befindliche Achse als Hauptachse.

Trailer EBS E erkennt durch einen Näherungsschalter oder mechanischen


(Rollen-)Schalter, ob ein Gabelstapler an dem Fahrzeug angedockt ist und
schaltet automatisch zwischen zwei Liftachs-Kennlinien um:
a) Kennlinie zum Steuern der Liftachse bei angehängtem Gabelstapler
b) Kennlinie zum Steuern der Liftachse bei abgehängtem Gabelstapler
Beide Kennlinien sind durch den Fahrzeughersteller in Abhängigkeit des
gewünschten, ladungsabhängigen Zeitpunkts zum Anheben der Liftachse
selber zu definieren.

Gabelstaplerregelung mit OptiLoadTM


Die Gabelstaplerregelung kann auch mit der Funktion OptiLoadTM dargestellt
werden. Hierzu wird anstelle der letzten Achse die erste Achse mit OptiLoadTM
ausgestattet. Dadurch wird immer der maximal mögliche Radstand ausgeregelt
und damit eine negative Stützlast in der Regel verhindert.

131
GIO-Funktionen

Wenn kein Gabelstapler mitgeführt wird, muss die Funktion deaktiviert werden.
Dazu kann das Vorhandensein des Gabelstaplers mit einem Rollenschalter
sensiert werden und damit die Funktion „Zwangssenken“ gesteuert werden.

Komponenten

Auszug aus Schema 841 802 292 0

POSITION TEILENUMMER BESCHREIBUNG


1 Nicht WABCO Näherungsschalter (von WABCO getestet
Lieferumfang und empfohlen):
„ Telemecanique XS7C1A1DAM8
„ Schönbuch Electronic IO25CT 302408
„ Balluff BES M30MF-USC15B-BP03
2 449 535 XXX 0 Universalkabel
„ 4-polig, offen
Nicht WABCO Mechanischer (Rollen-)Schalter
Lieferumfang

Parametrierung
Die Aktivierung der Funktion erfolgt in der TEBS E Diagnose Software über
Register 5, Liftachssteuerung.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.

7.26 Bremslösefunktion
Fahrzeugtyp
Zum Beispiel Autotransporter oder Nachlaufanhänger für Holztransporter.
Zweck
Lösen der Betriebsbremse des Anhängers bei Stillstand.
Anwendung: Unterstützen der hydraulischen Verlängerung eines
Anhängefahrzeugs bei Stillstand des Motorwagens.

132
GIO-Funktionen

Lösen der Betriebsbremse bei geringer Geschwindigkeit.


Anwendung: Aufladen oder Abladen eines unbeladenen Holz-
Nachlaufanhängers

Funktion
Die Funktion wird über einen externen Taster oder über das SmartBoard
aktiviert.
Beim Loslassen des Tasters oder der entsprechenden Taste des SmartBoards
wird die Bremse sofort wieder belüftet und das Anhängefahrzeug eingebremst.

Voraussetzungen für die Bremslösefunktion


„ Die Feststellbremse im Zugfahrzeug ist betätigt.
„ Der Druck am gelben Kupplungskopf muss höher als 6,5 bar sein. Die
Bremslösefunktion wird bei der Verringerung des Druckes am gelben
Kupplungskopf abgebrochen.
„ Standard-Bremslösefunktion: Die Bremslösefunktion wird bei einer
Geschwindigkeit v > 1,8 km/h abgebrochen.
„ Erweiterte Bremslösefunktion: Die Bremslösefunktion wird bei einer
Geschwindigkeit v > 10 km/h abgebrochen.

Für diese Funktion gilt das Gutachten „ID_EB158.0 – Bremslöse- und


i
Entspannungsfunktion“Kapitel „6.3 Gutachten und Normen“, Seite
24 (nicht gültig für die „Erweiterte Bremslösefunktion“).
i
Komponenten
Zur Aktivierung der Funktion wird eine der folgenden Komponenten benötigt:
TEILENUMMER ABBILDUNG BESCHREIBUNG
446 192 21X 0 SmartBoard (2. Generation)
„ Kabel für SmartBoard (2. Generation):
449 961 XXX 0

446 192 11X 0 SmartBoard


„ Kabel für SmartBoard:
449 911 XXX 0

Nicht im WABCO Taster (optional)


Lieferumfang

Parametrierung
Die Aktivierung der Funktion erfolgt in der TEBS E Diagnose Software über
Register 6, Bremsfunktionen.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.

133
GIO-Funktionen

7.27 Notfallbremslicht (Emergency Brake Alert)

Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge.

Zweck
Befindet sich das Fahrzeug in einer Gefahrensituation und muss abrupt
abgebremst werden, kann die Notbremsung über das Blinken der
Anhängerbremsleuchten angezeigt werden.

Funktion
Über TEBS E wird hierbei ein separater GIO-Ausgang zur Verfügung gestellt,
an den das Bremslicht über ein Relais angeschlossen wird. Das Relais
unterbricht dabei das Bremslicht mit einer bestimmten parametrierten Frequenz.
In manchen Motorwagen wird die Funktion der Anhänger-Bremsbeleuchtung
überwacht, so dass bei Relaisbetrieb in beiden Schaltzuständen eine Grundlast
vorhanden sein muss (Bremsleuchte oder Widerstand), damit vom Motorwagen
aus kein Fehler erkannt wird.
WABCO empfiehlt zwecks Kompatibilität mit der Bremslichtfehlererkennung des
Motorwagens, parallel zum Relais einen Widerstand in Höhe von 100 Ohm zu
verbauen.
Der GIO-Ausgang darf maximal mit 1,5 A belastet werden.

Aktivierung
Die Funktion wird automatisch vom TEBS E Modulator in Abhängigkeit von
folgenden Situationen aktiviert:
„ Wenn bei einer Gefahrenbremsung die Fahrzeugverzögerung größer 0,4 g
ist.
„ Wenn bei einer Geschwindigkeit von > 50 km/h eine ABS-Regelung
vorgenommen wird.
Die Funktion wird wieder beendet, wenn die Fahrzeugverzögerung den Wert
0,25 g unterschreitet oder die ABS-Regelung deaktiviert wird.

Die Geschwindigkeitsgrenze für das Notfallbremslicht


kann per Parameter herabgesetzt werden und so auch bei
landwirtschaftlichen Fahrzeugen verwendet werden.

134
GIO-Funktionen

Komponenten
Für die Anzeige können folgende Komponenten eingesetzt werden:

Auszug aus Schema 841 802 291 0

POSITION TEILENUMMER BESCHREIBUNG


1 Nicht WABCO Lieferumfang Bremslicht
„ LED oder Lampe
„ max. 24 V
„ 1,5 A
2 Nicht WABCO Lieferumfang Relais
„ Widerstand erforderlich
3 449 535 XXX 0 Universalkabel
„ 4-polig offen

Parametrierung
Die Aktivierung und Einstellung der Funktion erfolgt in der TEBS E Diagnose
Software über Register 8, Allgemeine Funktionen.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.

135
GIO-Funktionen

7.28 Wegfahrsperre (Immobilizer)

Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge.

Zweck
Wegfahrsperre zur Reduzierung des Diebstahlrisikos.
Die Funktion kann auch als „elektrische Parkbremse“ verwendet werden.
Das abgestellte Fahrzeug wird so gegen Wegrollen gesichert, falls Unbefugte
beabsichtigt oder unbeabsichtigt den roten Knopf am PREV betätigen.

Funktion
Mit Hilfe eines eingebauten, impulsgesteuerten Liftachsventils können über die
TristopTM-Zylinder die Räder eines parkenden Fahrzeugs blockiert werden.
Die Wegfahrsperre kann unter Eingabe eines eigens festgelegten PIN über das
SmartBoard oder die Trailer Remote Control aktiviert bzw. deaktiviert werden.
Wird ein Fahrzeug mit aktivierter Wegfahrsperre bewegt oder das System
manipuliert, kann über den TEBS E Modulator ein Alarmsignal (24 V Spannung)
an ein angeschlossenes, optionales Ausgabegerät (Warnlampe, Warnhorn)
ausgegeben werden.

Notlösefunktion bzw. Notentriegelung


Mittels Notlösefunktion kann die Wegfahrsperre ohne Eingabe der Benutzer-PIN
deaktiviert werden, um das Fahrzeug z. B. in kritischen Situationen bewegen zu
können.
– Parametrieren Sie optional eine Notlösefunktion.
Die Notlösefunktion wird über das SmartBoard aktiviert und gibt das Fahrzeug
für einen definierten Zeitraum frei.

Beispiel-Situationsablauf „Fahrzeug mit Wegfahrsperre gesichert“


Ein Anhänger mit Zugfahrzeug muss aus einer kritischen Straßensituation
bewegt werden. Die PIN ist nicht zur Hand.
– Aktivieren Sie die Notlösefunktion über das SmartBoard oder über Trailer
Remote Control.
– Bewegen Sie das Fahrzeug zu einem sicheren Ort.
Ö Sobald eine Zeit von 60 Sekunden im Stand vergangen ist, wird die
Wegfahrsperre wieder aktiviert.
Ö Bei Bedarf kann dieser Vorgang bis zu 3x wiederholt werden. Danach
wird die Notlösefunktion unzugänglich gemacht.
Ö Nach Freischaltung des Immobilizers mit PIN und PUK steht auch die
Notlösefunktion wieder zur Verfügung.

Warnanzeige/Warnlampe
Ab Version TEBS E2 wird dem Fahrer über die Warnanzeige/
Warnlampe (gelb) der Immobilizer-Status angezeigt. Bei einem
aktivierten Immobilizer blinkt nach Einschalten der Zündung die
Warnanzeige/Warnlampe 8x auf.
Ab TEBS E2 können Sie über den Parameter Entriegeln nur bei
eingelegter Feststellbremse einstellen, ob der Immobilizer nur bei
eingelegter Feststellbremse entriegelt werden darf.

136
GIO-Funktionen

Protokollierung der Ereignisse


Für die Protokollierung und Auswertung der Ereignisse werden bestimmte
Aktivitäten mit dem Immobilizer mit einer Eintragung im Betriebsdatenspeicher
(ODR) abgelegtKapitel „6.10.7 Betriebsdatenspeicher (ODR)“, Seite 58.
Diese Daten können dann, z. B. von Versicherungen oder Flottenmanagern,
eingesehen werden.
Bei folgenden Ereignissen wird ein ODR-Event erzeugt:
„ Immobilizer-Status wechselt
„ Falsche PIN eingegeben
„ Bewegung des Fahrzeuges trotz Wegfahrsperre
„ Notlösefunktion betätigt

Stromversorgung
Zur Aktivierung/Deaktivierung des Immobilizers ist eine Stromversorgung des
Anhängers erforderlich. Dies kann über zwei Wege sichergestellt werden.
„ Zündung einschalten (Versorgung über Klemme 15)
„ ECU-Standby-Zeit (Versorgung über Klemme 30): Hierzu muss in den
Parametereinstellungen ein Zeitparameter hinterlegt werden.

Anschluss der Komponenten – Auszug aus Schema 841 701 227 0 für 3-Achs-Sattelanhänger

POSITION TEILENUMMER ABBILDUNG BESCHREIBUNG


1 463 084 100 0 Liftachsventil (LACV-IC)
„ Anschluss an GIO1, GIO2 oder GIO3 möglich.

137
GIO-Funktionen

POSITION TEILENUMMER ABBILDUNG BESCHREIBUNG


2 449 445 XXX 0 Kabel für Liftachsventil
Für die Anzeige und Bedienung können folgende Komponenten eingesetzt werden:
3 Nicht im WABCO Warnlampe / Warnhorn (optional)
Lieferumfang
4 449 535 XXX 0 Universalkabel für Alarmsignal (optional)
„ 4-polig offen
5a 446 192 21X 0 SmartBoard (2. Generation)

5b 446 192 11X 0 SmartBoard

6 449 911 XXX 0 Kabel für SmartBoard (optional)


446 122 080 0 Trailer Remote Control (optional)
„ Nur in Verbindung mit elektronischem Erweiterungsmodul
und ab Version TEBS E2 Premium nutzbar.
„ Im Lieferumfang:
„ Verbindungskabel zwischen Trailer Remote Control
und Sicherungskasten im LKW
„ Halterung

Im TEBS E1.5 Modulator kann die Funktion „Immobilizer“ nicht


mit dem ECAS-Magnetventil 472 905 114 0 zur elektronischen
Luftfederung und Steuerung der Funktionen OptiTurnTM und
OptiLoadTM kombiniert werden.
Die optionalen Ausgabegeräte können an GIO1 bis GIO7
angeschlossen werden. Die ausgegebene Versorgungsspannung
beträgt 24 V.
Über den EOL-Test oder über das Menu Ansteuerung kann die
Funktionalität des Immobilizer-Ventils überprüft werden. Eine
Freischaltung der Funktion mit dem PUK-Schlüssel ist dazu nicht
erforderlich.

Ab Version TEBS E2 kann der Immobilizer durch zusätzliche


GIO-Schnittstellen zusammen mit den Funktionen OptiLoadTM und
OptiTurnTM in der optimalen Ausstattung verbaut werden:
Liftachsventil (LACV-IC) 463 084 100 0 mit einem ECAS-
Magnetventil 472 905 114 0 oder 2x Liftachsventil (LACV-IC)
463 084 100 0 mit dem ECAS-Magnetventil 472 880 030 0.

Einbau
Informationen zum EinbauKapitel „9.7 Einbau Komponenten Wegfahrsperre
(Immobilizer)“, Seite 179.

138
GIO-Funktionen

Parametrierung
Die Aktivierung und Einstellung wird in der TEBS E Diagnose Software über
Register 8, Bremsfunktionen vorgenommen.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.

Freischaltung und Aktivierung des Immobilizers


Zur erstmaligen Freischaltung nach Parametrierung werden die Seriennummer
des TEBS E Modulators und der PUK (Personal Unblocking Key) benötigt.

PUK
Pro Freischaltvorgang/Fahrzeug ist ein PUK notwendig.
Dafür benötigen Sie das Dokument „PUK Access Code 813 000 049 3“ mit
einer individuellen Gutscheinnummer „Voucher Code“ (1x pro Fahrzeug).
Aufgabe des PUK
„ Freischaltung der Immobilizer-Funktion im TEBS E Modulator.
„ Festlegen / Ändern der Benutzer-PIN.
„ Definition einer neuen PIN nach Falscheingabe.

Der PUK ist nur dem Fahrzeughalter vorbehalten. Gehen Sie mit
i
dem PUK sorgfältig um und schützen Sie diesen vor dem Zugriff
Dritter. Bewahren Sie den PUK an einem sicheren Ort auf. WABCO
i
übernimmt keine Verantwortung für Verlust oder Missbrauch des
PUKs.

Seriennummer des TEBS E Modulators


Die 13-stellige Seriennummer (S/N) inklusive Prüfziffer (letzte Position) können
Sie sich folgendermaßen anzeigen lassen:
„ SmartBoard (Menü Extras, System Info, System)
„ EOL-Protokoll

„ Systemschild (Systemschild drucken)

Freischaltung über das SmartBoard und Festlegen/Ändern der PIN


– Verbinden Sie das SmartBoard mit dem TEBS E Modulator.
– Öffnen Sie im SmartBoard das Menü Extras, Einstellungen, Neue PIN
eingeben, mit PUK
– Geben Sie den PUK über das SmartBoard ein.
– Definieren Sie eine PIN und geben Sie diese über das SmartBoard ein.
– Bestätigen Sie die PIN durch erneute Eingabe.
Ö Bei erfolgreicher Freischaltung erscheint eine Bestätigung im Display.

Freischaltung über die TEBS E Diagnose Software


– Verbinden Sie den TEBS E Modulator mit der TEBS E Diagnose Software.
– Öffnen Sie die TEBS E Diagnose Software.

139
GIO-Funktionen

– Klicken Sie auf Extras/Immobilizer.


– Klicken Sie auf PIN mit Super PIN ändern.
– Geben Sie den PUK in das Feld Super PIN ein.
– Definieren Sie eine PIN und geben diese in das Feld Neue PIN eingeben
ein.
– Bestätigen Sie die PIN durch erneute Eingabe in das Feld Neue PIN
Wiederholung.
Ö Bei erfolgreicher Freischaltung erscheint ein Bestätigungsfenster.

Bedienmöglichkeiten mit SmartBoard / Trailer Remote Control


Informationen zur BedienungKapitel „11.7 Bedienung des Immobilizers“, Seite
215.

TRAILER REMOTE
BEDIENMÖGLICHKEITEN SMARTBOARD CONTROL

Deaktivierung/Aktivierung mit
PIN-Eingabe

Deaktivierung/Aktivierung mit Muss per


gespeichertem PIN Parametrierung
freigegeben werden.

Statusinformationen

LED-Signal
Fahrerwarnung und akustische
Mit ISO 7638 / Pin 5 Warnung,
identisch mit
Statusinformation

Notlösefunktion/Notentriegelung

Änderung des PINs

Reaktivierung mit PUK

Aktivierung mit PUK

140
GIO-Funktionen

7.29 Frei konfigurierbare Funktionen


Frei konfigurierbare Digitalfunktion
Freie Programmierung eines GIO-Digitaleingangs bzw. -ausgangs in
Abhängigkeit von Geschwindigkeiten und Zeiten durch den Fahrzeughersteller.

Ab TEBS E4 können viele TEBS E-interne Informationen


ausgewertet werden und damit Meldungen an einen gemeinsam
genutzten Buzzer oder eine gemeinsam genutzte Lampe generiert
werden.

Frei konfigurierbare Analogfunktion


Freie Programmierung eines GIO-Analogeingangs bzw. -ausgangs in
Abhängigkeit von Geschwindigkeiten und Zeiten durch den Fahrzeughersteller.
Sowohl bei der Analog- als auch bei den Digitalfunktionen gilt, dass in
Abhängigkeit von einem Schaltersignal und der Fahrzeuggeschwindigkeit z. B.
ein Event gespeichert oder ein GIO-Ausgang geschaltet werden kannKapitel
„6.10.7 Betriebsdatenspeicher (ODR)“, Seite 58.

Steuerung frei konfigurierbarer Funktionen über Trailer Remote Control


Mit dem elektronischen Erweiterungsmodul können die Funktionen auch über
Trailer Remote Control gesteuert werden. (Die Signale von Trailer Remote
Control werden mit einer „oder“-Funktion mit den Eingangssignalen der beiden
Funktionen verknüpft.)
Anstatt eines Schalters der frei konfigurierbaren Analogfunktion bzw.
Digitalfunktion, kann als Eingangssignal auch ein Taster von Trailer Remote
Control genutzt werden.
Anwendungen sind zum Beispiel die Steuerung eines elektrischen
Schubbodens oder eines elektrischen Verdecks vom Zugfahrzeug aus.

Frei konfigurierbare Funktionen


Zusätzlich zu der Analog- und Digitalfunktion kann man sogenannte GIO-
Funktionsmodule über die Diagnose in TEBS E speichern. Diese können
sowohl interne Signale (z. B. CAN-Bus, interne Drücke, Geschwindigkeiten)
als auch externe Eingangsgrößen (z. B. Schalter, Drucksensor, SmartBoard)
verarbeiten.
Entsprechend der Programmierung des GIO-Funktionsmoduls können sowohl
Ausgangssignale als auch interne Funktionen sowie Speicherungen von
Ereignissen in den Eventrekorder gesteuert werden. Die Funktion erlaubt damit
die Realisierung kleiner kundenspezifischer Anwendungsfälle.

Parametrierung
Die Funktion wird über eine *.FCF-Datei oder *.ECU-Datei in TEBS E geladen.
@

Sprechen Sie Ihren WABCO Partner zur Parametrierung der frei


i
konfigurierbaren Funktionen an. Sie können nur von WABCO erstellte
Dateien in die ECU laden.
i
www www
Ein Verzeichnis von bisher entwickelten Funktionen finden Sie unter
[Link]
@ @ @

141
Externe Systeme

8 Externe Systeme

8.1 Elektronisches Erweiterungsmodul

Applikation
TEBS E Modulatoren (Premium) ab Version E2
TailGUARDTM: TEBS E Standard ab Version E5

Zweck
Das elektronische Erweiterungsmodul 446 122 071 0 in Verbindung mit einem
TEBS E Premium-Modulator bietet folgende Funktionserweiterungen:
„ TailGUARDTM
„ Verbindung zu ISO 12098
Das elektronische Erweiterungsmodul 446 122 070 0 erlaubt in Verbindung mit
einem TEBS E Premium-Modulator zusätzlich folgende Funktionen:
„ ECAS 2-Punkt-Regelung
„ Batterieversorgung und Batterieladung
„ Anschlusserweiterungen
„ Steuerung des Anhängefahrzeugs vom Fahrerhaus mittels Trailer Remote
Control

Funktion
Das elektronische Erweiterungsmodul wird via ISO 7638 und TEBS E versorgt.
Die Kommunikation zwischen EBS und dem elektronischen Erweiterungsmodul
erfolgt via CAN. Die Anbindung an ISO 12098 ist mittels einer Verteilerbox
möglich; die Steuerung der Spurhalteleuchten erfolgt mittels Relais.
Die Kommunikation zwischen dem elektronischen Erweiterungsmodul und
den LIN-Ultraschallsensoren (für die TailGUARDTM-Funktion) erfolgt via LIN-
BUS. Die Datenübertragung zwischen Trailer Remote Control und EBS bzw.
dem Elektronischen Erweiterungsmodul erfolgt via Power Line Communication
(PLC – Übertragung der Daten über das Stromnetz). Die ECE R 13 ist für alle
Anwendungen erfüllt.

142
Externe Systeme

POSITION BENENNUNG
1 Armaturenbrett
2 Trailer Remote Control
3 TEBS E Modulator (Premium bzw. Standard ab Version TEBS E5)
4 Verteilerbox
5 Elektronisches Erweiterungsmodul
6 Ultraschallsensor
7 Spurhalteleuchte

143
Externe Systeme

8.1.1 TailGUARDTM-Funktionen
Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge.

Zweck
Erfassen von Objekten außerhalb des Sichtbereichs des Fahrers hinter dem
Anhängefahrzeug durch Ultraschallsensoren.
Nutzen: Vermeidung kostenintensiver Schäden an Fahrzeug, Rampe und
Ladung.

Bei Zugfahrzeugen mit automatischem Getriebe muss das Fahrpedal


i
rechtzeitig gelöst werden, da es sonst zu einem „Überfahren“
des Anhaltepunktes kommen kann, wenn der Motorwagen die
i
Motorleistung aufgrund des Einbremsens von TailGUARDTM erhöht.
Das TailGUARDTM-System entbindet den Fahrer nicht von seiner
Sorgfaltspflicht der Rückraumüberwachung bei Rückwärtsfahrt. Es
kann nicht auf einen Einweiser verzichtet werden.
Unter extremen Wetterbedingungen, z. B. bei sehr starkem Regen und
Schneefall, kann es zu Funktionseinschränkungen kommen. Objekte
mit sehr weichen Oberflächen können nicht unter allen Umständen
erkannt werden. WABCO kann nicht für einen Unfall haftbar gemacht
werden, der trotz Verwendung dieses Systems verursacht wird, da es
sich nur um ein unterstützendes System handelt.
Wenn eine Rampe in einem schrägen Winkel angefahren wird, können
die Sensoren die Rampe möglicherweise nicht erkennen.

Funktion
TailGUARDTM wird durch Einlegen des Rückwärtsganges aktiviert. Bei erfolgter
Aktivierung werden die Spurhalteleuchten am Anhängefahrzeug durch das
elektronische Erweiterungsmodul angesteuert und blinken. Die Blinkfrequenz
erhöht sich, je dichter sich das Fahrzeug einem Objekt nähert.
Wird der parametrierte Anhalteabstand unterschritten, wird das Fahrzeug
für 3 Sekunden eingebremst und danach die Bremse wieder gelöst. Der
Anhalteabstand kann per Diagnose eingestellt werden (zwischen 30 und
200 cm bei TailGUARDlightTM; zwischen 50 und 200 cm bei TailGUARDTM,
TailGUARDRoofTM und TailGUARDMAXTM).
Wenn TailGUARDTM eine automatische Bremsung auslöst, wird gleichzeitig
über die ISO 7638 CAN-Schnittstelle zum Zugfahrzeug eine Anforderung zur
Ansteuerung des Bremslichtes gesendet. Neue Zugfahrzeuge unterstützen
diese Funktion und aktivieren dann das Bremslicht.
Während dieser Zeit sind auch die Spurhalteleuchten permanent
eingeschaltet. Der Bremsdruck für das Trailer EBS E wird vom elektronischen
Erweiterungsmodul in Abhängigkeit von der Fahrzeuggeschwindigkeit und dem
über Ultraschallsensoren gemessenen Abstand zum Objekt bestimmt.
Bleibt die Geschwindigkeit unterhalb 9 km/h, wird die Bremse nur zum
abschließenden Anhalten des Fahrzeugs vor der Laderampe aktiviert.
Bewegt sich das Fahrzeug mit einer Geschwindigkeit oberhalb 9 km/h an
die Rampe, so veranlasst das System kurze Bremsimpulse, um den Fahrer
auf die zu hohe Geschwindigkeit aufmerksam zu machen und regelt die
Geschwindigkeit auf 9 km/h herunter. Wenn diese Warnbremsungen ignoriert

144
Externe Systeme

werden und die Geschwindigkeit ansteigt, wird das System ab 12 km/h


abgeschaltet.
Nach der automatischen Bremsung kann der Fahrer selbsttätig weiter
zurücksetzen. Die Entfernungsinformation wird mittels elektronischen
Erweiterungsmoduls und TEBS E via PLC (Power Line Communication) an
den Motorwagen weitergeleitet und kann dem Fahrer über die Trailer Remote
Control zur Anzeige gebracht werden.
Des Weiteren erfolgt die Kommunikation über die ISO 12098 CAN-Schnittstelle
„Motorwagen“ (Ansteuerung der Spurhalteleuchten).
Silent mode: Wenn ein externer Buzzer angeschlossen wird, kann dieser durch
2-maliges Einlegen des Rückwärtsganges innerhalb von 3 Sekunden temporär
deaktiviert werden, z. B. bei Anlieferungen in Wohngebieten.

Systemkonfigurationen
MERKMALE TailGUARDlightTM TailGUARDTM TailGUARDRoofTM TailGUARDMAXTM
Typische Große Laderampen Für den Fahrer Bereiche mit eingeschränkten Bereiche mit kleinen und/
Logistikumgebung mit gleichem Grundriss unbekannte und Höhenverhältnissen: z. B. oder sich bewegenden
oder ebenen Wänden; verschiedenartige massive Lagerhallen, Verladetore, Bäume und Objekten: z. B.
keine Objekte oder Laderampen und große Dachkonstruktionen. Gabelstaplerverladung,
Personen hinter dem Objekte wie Paletten, Pkws Straßenschilder,
Anhängefahrzeug. und Pfosten aus Metall Einzelhandelsgeschäfte,
und Holz. Wohngebiete.
Geprüft nach ISO 12155.
Anzahl 2x 3x 5x 6x
Ultraschallsensoren (roter
Punkt = Sensor)

Durch Sensoren Eingeschränkt Die komplette Rückseite des Fahrzeugs ist durch Sensoren abgedeckt.
erschlossener Bereich 1 und 2 kennzeichnen Objekte hinter dem Fahrzeug.
(Ansicht von oben auf das
Fahrzeug)

Durch Sensoren
erschlossener Bereich
(Seitenansicht)

Jeder Balken repräsentiert


eine Distanz von 50 cm.
Rot: 0 bis 150 cm
Gelb: 150 bis 300 cm
Grün: 300 bis 400 cm
Zusätzlich gilt im
Nahbereich (rote LEDs):
Jede LED hat 2 Zustände,
konstant und blinkend.
Damit wird die Distanz Anzeige an der Trailer Anzeige Anzeige Anzeige an der Trailer
mit einer Genauigkeit von Remote Control Bodenhöhe Dachhöhe Remote Control
25 cm angegeben.
Die Ebene mit dem nächstliegenden
Objekt wird angezeigt.
Empfindlichkeit der Nur Objekte, die sich Große, sich bewegende Objekte auf Boden- und Dachhöhe Kleine, sich bewegende
Sensoren direkt hinter dem linken Objekte werden werden unabhängig voneinander Objekte werden erkannt und
oder rechten Sensor unabhängig voneinander erkannt und angezeigt. unabhängig voneinander
befinden, werden erkannt und angezeigt. angezeigt.
erkannt und angezeigt.
Objekte, die sich
zwischen den Sensoren
befinden, werden nicht
erkannt.
Entfernungsanzeige ISO 12155 ISO 12155 oder WABCO ISO 12155 oder WABCO ISO 12155
(Mode) Standard Standard
Position der Sensoren laut 841 802 280 0 841 802 281 0 841 802 283 0 841 802 282 0
Zeichnung 841 802 285 0 841 802 284 0

145
Externe Systeme

TailGUARDlightTM – Rampenanfahrhilfe
Bei diesem System wird nur der Abstand zu einer Rampe mit zwei
Ultraschallsensoren gemessen. Es wird nicht der gesamte Rückraum hinter
dem Fahrzeug überwacht.
TailGUARDlightTM unterstützt den Fahrer beim Rückwärtsfahren an
Laderampen. Dabei wird im Zusammenspiel mit dem Trailer EBS E das
Anhängefahrzeug vor Erreichen der Laderampe automatisch eingebremst, um
Schäden an Fahrzeug und Laderampe zu vermeiden.
Der Bremsdruck wird von der Fahrzeuggeschwindigkeit und dem über
Ultraschallsensoren gemessenen Abstand zur Laderampe bestimmt.
Bleibt die Geschwindigkeit unterhalb 9 km/h, wird die Bremse nur zum
abschließenden Anhalten des Fahrzeugs vor der Laderampe aktiviert. Bewegt
sich das Fahrzeug mit > 9 km/h rückwärts, so veranlasst das System kurze
Bremsimpulse, um den Fahrer auf die zu hohe Geschwindigkeit aufmerksam zu
machen und begrenzt die Geschwindigkeit.
Um Beschädigungen durch Bewegungen des Fahrzeugs zur Laderampe beim
Be- und Entladen zu verhindern, wird ein Abstand zwischen Anhänger und
Laderampe eingehalten. Der Mindestabstand ist 30 cm; WABCO : 50 cm.
Bei Installation der Trailer Remote Control im Zugfahrzeug wird der Abstand
zur Rampe durch zwei LED-Reihen dargestellt. Gleichzeitig wird der Abstand
zur Rampe durch einen externen Buzzer oder durch die Trailer Remote Control
durch unterschiedliche Frequenzen dargestellt.
Wenn der Winkel zwischen Rampe und Fahrzeugbewegungsrichtung > 10°
beträgt, kann die Rampe nicht unter allen Umständen erkannt werden.

TailGUARDTM – Rückraumüberwachung (schließt TailGUARDTM, TailGUARDRoofTM und


TailGUARDMAXTM ein)
Bei diesem System wird der gesamte Rückraum des Fahrzeuges durch
Ultraschallsensoren überwacht.
Als Mindestsystem empfiehlt WABCO ein System mit drei Sensoren in der
Hauptebene (TailGUARDTM).

Ab Version TEBS E2.5 wurde durch eine neue Einbauoption


von TailGUARDTM und TailGUARDRoofTM die Erkennung von
überkragenden Rampen optimiert.
Um auch bei geringem Bauraum eine Erkennung von Dächern
bei TailGUARDRoofTM zu ermöglichen, können die oberen äußeren
Sensoren horizontal montiert werden. Eine flächendeckende
Rückraumüberwachung ist für die obere Ebene bei dieser
Einbauvariante nicht gegeben.
Bitte beachten Sie dazu die Einbau- und
Inbetriebnahmebeschreibungen.

TailGUARDTM erkennt auf dem Boden stehende Objekte, wie


Laternenpfähle oder andere Hindernisse, die sich im Erfassungsbereich
der Ultraschallsensoren (auf Höhe der Ultraschallsensoren) befinden.
TailGUARDMAXTM ist entsprechend der ISO 12155 geprüft worden. Bei der
Installation sind die Einbaumaße zu erfüllenKapitel „9.9 Einbau TailGUARD-
Komponenten“, Seite 180.

146
Externe Systeme

Objekterkennung
Der Rückraum hinter dem Fahrzeug wird bis zur Fahrzeugbreite und bis zu
einer Länge von max. 2,5 - 4 m (je nach System, Objektgröße und Oberfläche)
hinter dem Fahrzeug überwacht.
Befindet sich ein Objekt in dem Überwachungsbereich der Sensoren, wird der
Abstand folgendermaßen angezeigt:
„ Blinken der Spurhalteleuchten mit unterschiedlichen Frequenzen
„ Anzeige auf den LED-Balken in der optionalen Trailer Remote Control
„ Ändern der Tonfrequenz des Piepers in der Trailer Remote Control
„ Optionaler, externer Buzzer (nicht WABCO Lieferumfang)
„ Optionale, externe Signallampen (nicht WABCO Lieferumfang) für
Länder, in denen das Blinken der Spurhalteleuchten nicht zulässig ist, wie
Großbritannien oder Schweiz
Werden die Ultraschallsensoren in einer Höhe angebracht, in der sich Teile
einer Rampe befinden, kann das System auch als Rampenanfahrhilfe genutzt
werden.
Ein externer, akustischer Signalgeber kann an GIO14 / Pin 1 (elektronisches
Erweiterungsmodul) angeschlossen werden. Bei Verwendung der Bedieneinheit
Trailer Remote Control erhält der Fahrer im Fahrerhaus sowohl ein akustisches
Signal als auch eine visuelle Rückmeldung über die Lage und Entfernung der
erkannten Objekte.

Akustische und visuelle Fahrerinformation


Die Änderung der Lampen- und Buzzerfrequenzen erfolgen bei einem Abstand
von 3 m, 1,8 m und 0,7 m.
Der Buzzer ist nicht als einzige Distanzausgabe zu verwenden, weil eine
Fehlfunktion nicht klar angezeigt werden kann.

EXTERNE LAMPEN
AKUSTISCHES OPTION 1 (NACH OPTION 2:
DISTANZ ZUM OBJEKT SIGNAL (BUZZER) SPURHALTELEUCHTEN ISO): GELB/ROT GRÜN/MAGENTA
>3m aus 1 Hz aus Grün
3 m - 1,8 m 2 Hz 2 Hz Gelb blinkt Grün
Grün/Magenta
1,8 m - 0,7 m 4 Hz 4 Hz Rot blinkt
Lampe extern
< 0,7 m – automatische
6 Hz 6 Hz Rot permanent an Magenta
Bremsung
< automatische
(parametrierte) 1 Sekunde an permanent an Rot permanent an Magenta
Bremsdistanz
Komponententest nach 0,5 Sekunden 0,5 Sekunden 0,5 Sekunden 0,5 Sekunden
Einschalten der Zündung
(nur wenn v < 1,8 km/h) an an an an
System aktiviert
0,5 Sekunden 0,5 Sekunden 0,5 Sekunden 0,5 Sekunden
(Rückwärtsgang eingelegt)
Fehlermeldung, wenn
System nicht aktiv ist (nur aus aus aus aus
wenn v < 1,8 km/h)
Fehlermeldung, wenn Gelb und Rot
System aktiv ist (nur wenn aus aus permanent aus
v < 1,8 km/h) an

147
Externe Systeme

Aktivierung
TailGUARDTM wird durch Einlegen des Rückwärtsganges aktiviert. Durch die
Aktivierung werden der Pieper sowie die gelbe und rote LED der Trailer Remote
Control kurzzeitig eingeschaltet. Außerdem werden die Spurhalteleuchten am
Anhängefahrzeug durch TEBS E eingeschaltet und blinken.
Eine Anzeige des Abstandes zu einem Objekt im Motorwagendisplay ist je nach
Hersteller möglich.

Deaktivierung
Die Funktion wird deaktiviert durch:
„ Geschwindigkeit > 12 km/h und/oder Vorratsdruck geringer als 4,5 bar
„ Ausschalten mittels Trailer Remote Control
„ Temporäres Ausschalten über einen externen Taster am GIO
„ Zweimaliges Einlegen des Rückwärtsganges innerhalb 1-3 Sekunden
„ Aufgrund einer Störung (TEBS E kann dann nicht automatisch einbremsen)
Alle Deaktivierungen wirken nur solange, bis der Rückwärtsgang erneut
eingelegt wird. In dem Fall der Deaktivierung des Systems werden die
Spurhalteleuchten oder zusätzlichen Lampen nicht angesteuert. Die
akustischen Signale sind ausgeschaltet, und die Trailer Remote Control zeigt
den entsprechenden Systemstatus im Display an. Das Deaktivieren von
TailGUARDTM wird im Betriebsdatenspeicher (ODR) als Event gespeichert.

Beachten Sie, dass die elektronische ISO 7638 Verbindung gesteckt


i
sein muss, damit die TailGUARDTM-Funktion gegeben ist.

i
TailGUARDTM kann nicht mit der Versorgung über 24N betrieben
werden.

148
Externe Systeme

Komponentenübersicht für die TailGUARDTM-Konfigurationen (WABCO )


KOMPONENTE /
TEILENUMMER TailGUARDlightTM TailGUARDTM TailGUARDRoofTM TailGUARDMAXTM
TEBS E Premium Modulator 1x 1x 1x 1x
480 102 06X 0
480 102 08X 0
Ab TEBS E5:
Standard Modulator
480 102 03X 0

Elektronisches 1x 1x 1x 1x
Erweiterungsmodul
446 122 070 0
TailGUARD ECU
446 122 071 0

LIN Ultraschallsensor 10° 2x 3x 5x 6x


Neue Generation
446 122 450 0
(Anschlusskabellänge 2,5
m)

LIN-Ultraschallsensor 0° 2x 1x 1x 2x
446 122 401 0
(Anschlusskabellänge 3 m)

149
Externe Systeme

KOMPONENTE /
TEILENUMMER TailGUARDlightTM TailGUARDTM TailGUARDRoofTM TailGUARDMAXTM
LIN-Ultraschallsensor 15° - 2x 4x 4x
446 122 402 0
(vorkonfiguriert rechts,
Anschlusskabellänge 3 m)
446 122 403 0
(vorkonfiguriert rechts,
Anschlusskabellänge 0,3 m)
446 122 404 0
(vorkonfiguriert links,
Anschlusskabellänge 3 m)

Trailer Remote Control Optional Optional Optional 1x


446 122 080 0

Powerkabel zur Verbindung 1x 1x 1x 1x


zwischen TEBS E
und elektronischem
Erweiterungsmodul
449 303 020 0
Kabel für Sensor 2x 2x 2x 2x
449 806 060 0
Verteilungskabel für – 1x 3x 4x
Sensoren
894 600 024 0
Buzzer 1x 1x 1x 1x
894 450 000 0

Kabel für Buzzer 1x 1x 1x 1x


449 443 XXX 0
Kabel für Spurhalteleuchten 1x 1x 1x 1x
449 908 060 0

150
Externe Systeme

KOMPONENTE /
TEILENUMMER TailGUARDlightTM TailGUARDTM TailGUARDRoofTM TailGUARDMAXTM
Spurhalteleuchten 2x 2x 2x 2x
Nicht im WABCO
Lieferumfang
Aspöck Adapter Optional Optional Optional Optional
65-6111-007

Hella Adapter Optional Optional Optional Optional


340846-30

Einbau
Informationen zum EinbauKapitel „9.9 Einbau TailGUARD-Komponenten“,
Seite 180.

8.1.2 Anbindung von ISO 12098


Die Anbindung von ISO 12098 (für die Ansteuerung der Spurhalteleuchten)
erfolgt in einer vorhandenen oder zusätzlichen VerteilerboxKapitel „9.9
Einbau TailGUARD-Komponenten“, Seite 180.

Verdrahtungskonzept Verteilerbox
ELEKTRONISCHES
ERWEITERUNGSMODUL KABELFARBE
ANSCHLÜSSE GIO12 ISO 4141 ISO 12098 PIN KLEMME
Rückfahrlicht 1 Pink 8 L
CAN-High (optional) 2 Weiß/Grün 14 –
CAN-Low (optional) 3 Weiß/Braun 15 –
Masse „Licht“ 4 Weiß 4 31
Rücklicht „links ein“ 5 Schwarz 5 58L
Spurhalteleuchte „links aus“ 6 Gelb/Schwarz – –
Spurhalteleuchte „rechts aus“ 7 Gelb/Braun – –
Rücklicht „rechts ein“ 8 Braun 6 58R

Folgende Produkte unterstützen eine vereinfachte Anbindung an das Bordnetz:

„ Aspöck: ASS3 mit Direktanschluss 76-5123-007


„ Hella: EasyConn 8JE 340 847-001

151
Externe Systeme

8.1.3 Batterieversorgung und Batterieladung


Applikation
Fahrzeuge mit ECAS-Funktionalität über TEBS E

Zweck
GIO- und ECAS-Funktion bei Zündung aus bzw. abgekuppeltem Anhänger.

Funktion

Wake-up (Aktivieren der Batterieversorgung)


– Betätigen Sie den Taster < 5 Sekunden.
Der TEBS Modulator wird eingeschaltet, es stehen jedoch ausschließlich die
GIO-Funktionen zur Verfügung.
Die GIO-Funktionen bleiben für einen per Parameter vordefinierten Zeitraum
(ECU Stand-By) aktiv, danach schaltet der Batteriebetrieb ab.

Abschalten vor Ablauf der Nachlaufzeit


– Betätigen Sie den Taster > 5 Sekunden.

Verlängerung der Nachlaufzeit: Wenn vor Ablauf der Nachlaufzeit


der Wake-up-Taster ein weiteres Mal gedrückt wird, verdoppelt sich
die Laufzeit. Mehrfaches Drücken vervielfacht die Nachlaufzeit (bis
zu 10x möglich).

Batterieversorgung: Sofern keine Spannungsversorgung durch den


Motorwagen erfolgt, werden die oben genannten Funktionen durch die
Batterie im Anhänger ermöglicht. Zur Vermeidung einer Tiefentladung wird die
Versorgung bei ca. 90 % der Batterie-Nennspannung abgeschaltet.
Batterieladung: Die Ladung einer Batterie von 2 - 10 Ah erfolgt mit bis zu
2,5 A über TEBS E und das elektronische Erweiterungsmodul, wenn ISO 7638
gesteckt ist. Ist bereits eine Batterie mit größerer Kapazität im Anhängefahrzeug
vorhanden, z. B. für den Betrieb von Kühlaggregaten, kann auch diese für die
Nachlaufzeit genutzt werden. Die Ladung dieser Batterie über TEBS E und
das elektronische Erweiterungsmodul ist jedoch unzulässig und muss per
Parameter abgeschaltet sein.

Diese Funktion wird nur durch das elektronische Erweiterungsmodul


i
446 122 070 0 unterstützt.

152
Externe Systeme

Anschluss der Komponenten


Auszug aus Schema 841 802 250 0 – GIO/ECAS-Funktion mit Batterie

POSITION TEILENUMMER ABBILDUNG BESCHREIBUNG


1 446 122 070 0 Elektronisches
Erweiterungsmodul

2 446 156 090 0 Batteriebox


(ohne Batterien) „ : 2x Panasonic Bleigel-
Akkumulatoren
„ Baureihe LC-R127R2PG;
12 V;
„ 7,2 Ah
3 449 803 022 0 Verteilerkabel Batterie
4 449 807 050 0 TEBS E Batteriekabel
5 Nicht im WABCO Wake-up-Taster
Lieferumfang
6 449 714 XXX 0 Kupplungsstecker mit Kabel

Parametrierung
Die Anhängerbatterie wird in der TEBS E Diagnose Software über Register 10,
Elektronisches Erweiterungsmodul definiert.
Eine Nachlaufzeit (ECU Stand-By) wird in Register 8, Allgemeine Funktionen
eingestellt.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker, Elektronisches Erweiterungsmodul.

153
Externe Systeme

8.2 Trailer Remote Control


Applikation
In jedem Motorwagen, nur in Verbindung mit elektronischem Erweiterungsmodul
und ab Version TEBS E2 Premium nutzbar.
Zweck
Trailer Remote Control ist eine Anzeige- und Bedieneinheit für
TEBS E-Funktionen und eine Distanzanzeige für TailGUARDTM-Funktionen im
Anhänger.
Funktion
Trailer Remote Control wird im Fahrerhaus montiert. Der Fahrer kann mit dieser
Bedieneinheit Funktionen im Anhängefahrzeug vom Fahrersitz bedienen, den
Status verschiedener Funktionen überwachen und das Fahrzeug für den Be-
und Entladevorgang vorbereiten.
Bei installierter TailGUARDTM-Funktion wird über die Trailer Remote Control die
Distanz und Lage des erkannten Objekts visuell und akustisch angezeigt.
Beim Einschalten der Versorgungsspannung zur Trailer Remote Control wird
ein kurzer, akustischer und visueller Test durchgeführt (0,5 Sekunden). Über
PLC (Power Line Communication) wird der Trailer Remote Control die aktuelle
Systemkonfiguration übergeben, die im TEBS E hinterlegt ist. Die im TEBS E
vorkonfigurierte Tastenbelegung wird mit der übermittelten Systemkonfiguration
abgeglichen. Die zur Verfügung stehenden Funktionen werden durch
Tastenbeleuchtung angezeigt.

Diese Funktion wird nur durch das elektronische Erweiterungsmodul


i
446 122 070 0 unterstützt.

i
Einbau
Eine genaue Beschreibung zum Einbau und Anschluss der Trailer Remote
Control finden Sie in der Druckschrift „Trailer Remote Control – Einbau- und
Anschlussanleitung“Kapitel „9 Installationshinweise für Fahrzeugbau und
Nachrüstung“, Seite 168.
Komponenten

TEILENUMMER ABBILDUNG BESCHREIBUNG


446 122 080 0 Trailer Remote Control
„ Nur in Verbindung mit elektronischem
Erweiterungsmodul und ab Version
TEBS E2 Premium nutzbar.
„ Im Lieferumfang:
„ Verbindungskabel zwischen
Trailer Remote Control und
Sicherungskasten im LKW
„ Halterung

Bedienung
Informationen zur BedienungKapitel „11.2 Bedienung mit Trailer
Remote Control“, Seite 202 und „Trailer Remote Control –
Bedienungsanleitung“Kapitel „Technische Druckschriften“, Seite 9.
154
Externe Systeme

Parametrierung
Die Verbindung zum Trailer Remote Control wird in der TEBS E Diagnose
Software über Register 10, Elektronisches Erweiterungsmodul eingeschaltet
(Kommunikation zum TRC aktiv).

8.3 Externe ECAS

Fahrzeugtyp
Fahrzeuge mit Luftfederung, die ECAS-Funktionen benötigen, die TEBS E nicht
bereitstellt.
Nur in Verbindung mit TEBS E Premium-Modulator / TEBS E Multi-Voltage
Modulator.
Nicht für die Konzeption neuer Fahrzeuge empfohlen.

Zweck
Realisierung einer 3-Punkt-Regelung.

Funktion
Der Betriebsdatenaustausch zwischen TEBS E und ECAS erfolgt über die
K-Leitung. Die internen Niveauregelfunktionen des TEBS E sind deaktiviert, die
ECAS-ECU hat Vorrang.

Die externe ECAS wird ab TEBS E4 nur noch vom TEBS E Multi-
Voltage Modulator unterstützt.
Im Servicefall sollte ein Reman-Modulator eingesetzt werden.

Die Steuerung von Liftachsen sollte von TEBS E übernommen


i
werden. Nur so erfolgt eine korrekte Übermittlung der Position der
Liftachse(n) zum Motorwagen.
i
Eine genaue Beschreibung des Systems finden Sie in der Druckschrift „Externe
ECAS für Anhängefahrzeuge – Systembeschreibung“Kapitel „2 Allgemeine
Hinweise“, Seite 7 => Abschnitt „Technische Druckschriften“.

Komponenten

TEILENUMMER ABBILDUNG BESCHREIBUNG


446 055 066 0 Externe ECAS
„ Kabel für externe ECAS:
449 438 XXX 0

Zusätzlich werden Magnetventile und Sensoren benötigt.

Parametrierung
Die Unterstützung der externen ECAS wird in der TEBS E Diagnose Software
über Register 2, Fahrzeug eingeschaltet.

155
Externe Systeme

8.4 Trailer Central Electronic

Applikation
Die Trailer Central Electronic ist dem TEBS E vorgeschaltet.

Der TEBS E Multi-Voltage Modulator kann nicht mit der Trailer Central
i
Electronic verwendet werden.

i
Zweck
Elektrische Versorgung, Sensordatenübermittlung (z. B. Balgdrucksensor,
Verschleißsensor) und Überwachung des TEBS E über die CAN-Leitung.
Lediglich die Drehzahlsensoren und ein eventuell verbauter
Sollwertdrucksensor müssen an der TEBS angeschlossen werden.
Zusätzliche Funktionen wie Liftachssteuerung oder
Bremsbelagverschleißanzeige können von der Trailer Central Electronic erfüllt
werden.

Funktion
Eine genaue Beschreibung des Systems finden Sie in der Druckschrift
„Trailer Central Electronic I / II Zentralelektronik im Anhängefahrzeuge –
Systembeschreibung“Kapitel „2 Allgemeine Hinweise“, Seite 7 =>
Abschnitt „Technische Druckschriften“.

Komponenten

TEILENUMMER ABBILDUNG BESCHREIBUNG


446 122 001 0 Trailer Central Electronic
„ Kabel für Trailer Central Electronic:
449 348 XXX 0

Zusätzlich werden Magnetventile und Sensoren benötigt.

Inbetriebnahme
Bei der Inbetriebnahme wird zuerst TEBS E und anschließend die Trailer
Central Electronic in Betrieb genommen.

Trailer Central Electronic wird nicht weiter unterstützt.


Im Servicefall sollte ein TEBS E Reman-Modulator eingesetzt
werden. Alternativ hierzu kann eine Versorgung mit der Premium-
Version von TEBS E4 oder höher realisiert werden. Hierzu
wird das Kabel 449 348 XXX 0 in einer Verteilerbox aufgeteilt:
Versorgungsspannung wird über ein Kabel 449 349 XXX 0
an IN/OUT und CAN über ein Kabel 449 611 XXX 0 an GIO5
angeschlossen.

156
Externe Systeme

8.5 Reifendrucküberwachung gemäß UN ECE R 141


TEBS E6.5 ermöglicht eine permanente Übertragung von Daten eines
Reifendrucküberwachungssystems gemäß UN ECE R 141. Weiterhin
überwacht TEBS E6.5 die permanente Übertragung der Daten des
verbauten Reifendrucküberwachungssystems und warnt bei einem
Ausfall des Systems.

Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge.

Zweck
Permanente Überwachung des Reifendrucks aller Räder mittels
Drucksensoren.
Rund 85 % aller Reifenpannen werden durch Fahrten mit falschem
Reifenfülldruck oder schleichendem Druckverlust während der Fahrt verursacht

Homologierte Systeme nach UN ECE R 141


„ OptiTireTM (neueste Version)
„ TX-TRAILERPULSE (mit integrierter TPMS-Funktion)

TEBS E6.5 ist kompatibel mit TPMS-Systemen anderer Hersteller.


i
Die Kombination muss allerdings spezifisch nach UN ECE R 141 am
Fahrzeug homologiert werden, sofern dies nicht bereits durch den
i
Hersteller des jeweiligen TPMS-Systems durchgeführt wurde.

Patametrierung
Für eine Parametrierung gemäß UN ECE R 141 muss in der TEBS E Diagnose-
Software die Option OptiTireTM / TPMS aktiviert werden. Anschließend muss ein
System ausgewählt werden, das die Anforderungen der UN ECE R 141 erfüllt
und die TPMS-Fehlererkennung muss aktiviert werden.

8.5.1 OptiTireTM
Funktion
Die vom Drucksensor gemessenen Reifendrücke werden über den CAN-Bus
zum Zugfahrzeug übertragen und in der Regel vom Motorwagen mit Baujahr
2007 und jünger im Armaturenbrett dargestellt.
Zusätzlich können Drücke über das SmartBoard, OptiLinkTM, das Telematik-
Portal, Trailer Remote Control oder das IVTM-Display angezeigt werden. Der
Fahrer wird so rechtzeitig bei schleichendem oder kritischem Druckverlust
gewarnt. Eine Prüfung mit Manometer ist nicht mehr erforderlich.
Warnanzeige/Warnlampe: Wenn über OptiTireTM ein zu geringer Reifendruck
festgestellt wird, blinkt die Warnanzeige/Warnlampe im Armaturenbrett nach
dem Einschalten der Zündung. Falls die Trailer Remote Control installiert ist,
leuchtet die Warnanzeige für den Reifendruck.
Druckverlust 1 - 10 %: gelbe Warnanzeige/Warnlampe blinkt
Druckverlust > 10 %: rote Warnanzeige/Warnlampe blinkt

157
Externe Systeme

OptiTireTM ist nur unterstützend und entbindet den Fahrer nicht von
i
seiner Sorgfaltspflicht, die Reifen auch visuell zu prüfen.

i
Eine genaue Beschreibung des Systems finden Sie in der Druckschrift
„OptiTireTM – Systembeschreibung“Kapitel „2 Allgemeine Hinweise“, Seite
7 => Abschnitt „Technische Druckschriften“.

Anschluss der Komponenten

Auszug aus Schema 841 802 150 0

POSITION TEILENUMMER ABBILDUNG BESCHREIBUNG


1 446 220 110 0 OptiTireTM-Elektronik

2 449 963 XXX 0 Kabel für IVTM/OptiTireTM


Für die Anzeige und Bedienung können folgende Komponenten eingesetzt
werden:
3a 446 192 21X 0 SmartBoard (2.
Generation)
„ Adapter für
SmartBoard (DIN-
Bajonett auf HDSCS):
894 600 074 2
3b 446 192 11X 0 SmartBoard (optional)

158
Externe Systeme

POSITION TEILENUMMER ABBILDUNG BESCHREIBUNG


4 449 966 XXX 0 Y-Kabel für SmartBoard
und IVTM/OptiTireTM
Ohne 449 927 XXX 0 Kabel für IVTM/OptiTireTM
Position (an GIO5) (nur für Premium)

Ohne 449 934 330 0 Multi CAN Kabel


Position für SmartBoard und
OptiLinkTM/OptiTireTM

Ohne 449 944 217 0 Multi CAN Kabel für


Position ECAS Bedienbox und
OptiLinkTM/OptiTireTM

Ohne 446 122 080 0 Trailer Remote Control


Position (optional)
„ Nur in Verbindung
mit elektronischem
Erweiterungsmodul
und ab Version
TEBS E2 Premium
nutzbar.
„ Im Lieferumfang:
„ Verbindungskabel
zwischen Trailer
Remote Control und
Sicherungskasten
im LKW
„ Halterung

Parametrierung
Die OptiTireTM-Unterstützung wird über Register 4, Standardfunktionen
eingestellt.
Damit die Reifendrücke am Armaturenbrett des Motorwagens dargestellt
werden können, übermittelt TEBS E die von der OptiTireTM empfangenen Daten
über den 24 V CAN-Bus zum Motorwagen. Da es dort Unterschiede in der
Interpretation der Daten gibt, gibt es zwei verschiedene Modi, die den Transfer
auf den jeweiligen Motorwagen optimieren:
EBS23 Standard: Vorgabewert, passt bei den meisten Motorwagen
EBS23 Group Bit: „Erweitert“ die Fehlermeldung eines Rades zu einer
pauschalen Fehlermeldung an allen Rädern des Anhängefahrzeugs. Dies stellt
eine adäquate Warnmeldung in einigen Mercedes Actros Fahrzeugen sicher.

159
Externe Systeme

8.6 OptiLinkTM

Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge.

Zweck
OptiLink™ ist eine Applikation (App) für Mobilgeräte, die in Verbindung
mit der OptiLink ECU (446 290 700 0) eine Steuerung der Funktionen des
Anhängefahrzeugs ermöglicht.
Das System bietet einfachen Zugriff auf die Funktionen des TEBS sowie
angeschlossener Subsystems.

Funktion

FUNKTIONSBE- FUNKTIONSBE-
ICON ICON
SCHREIBUNG SCHREIBUNG
Diagnose TailGUARDTM (Rück-
„ Anzeige der raumüberwachung)
Diagnosemeldung(en). „ Aktivierung bei Einlegen
„ Versenden der des Rückwärtsganges.
Diagnosemeldung(en) „ Anzeige von
per E-Mail. Objektabständen.
„ Akustische Signale
erfordern eine
angemessene
Einstellung der
Gerätelautstärke.
ODR-Daten Immobilizer (Wegfahr-
„ Auslesen von sperre)
Betriebsdaten des „ Verriegeln / Entriegeln
Anhängefahrzeugs des Anhängefahrzeugs
(Beladungszustände, über PIN.
Trips, „ Ändern der PIN über alte
Diagnosemeldung). PIN.
„ Versenden des Berichts „ Ändern der PIN über
per E-Mail. PUK.
Achslast GIO
„ Anzeige der Gesamtlast „ Schaltfunktionen
aller Achsen oder der nach Definition des
Lasten einzelner Achsen. Fahrzeugherstellers.
„ Warnung bei Funktionen und
Überschreitung der Sicherheitshinweise
zulässigen Achslasten. entnehmen Sie bitte
„ Anzeige der Stati der der Dokumentation des
Liftachsen. Fahrzeugherstellers.
OptiTireTM OptiLevelTM
„ Anzeige von „ Steuerung der
Reifendrücken und ECAS-Funktionen
Temperaturen sowie des (Heben/Senken) des
Batteriezustands der Anhängefahrzeugs.
Sensoren.

160
Externe Systeme

FUNKTIONSBE- FUNKTIONSBE-
ICON ICON
SCHREIBUNG SCHREIBUNG
Kippwarnung Liftachse
„ Anzeige der Neigung „ Heben und Senken der
des Anhängefahrzeugs. Liftachse.
„ Warnung bei Kippgefahr. „ Zusatzfunktionen wie
Für ein akustisches Signal OptiTurnTM / OptiLoadTM
muss die Gerätelautstärke und Anfahrhilfe können
eingeschaltet sein. ein- und ausgeschaltet
werden.
BVA (Bremsbelagver- Anzeige von TEBS-Daten
schleißanzeige) „ Anzeige der aktuellen
„ Anzeige des Betriebsdaten des
Verschleißzustands Anhänger-EBS Systems.
der Beläge des
Anhängefahrzeugs.
Fertigerbremse Bounce Control
„ Erzeugung einer „ Erzeugung einer
dauerhaften Bremsung seitenweisen oder
des Asphalt- achsweisen Lösung
Kipperfahrzeugs vor dem der Bremsen durch
Straßenfertiger. Ansteuerung der
„ Einstellung des Bremszylinder vom
Bremsdrucks. Modulator.
WABCO Inspection App WABCO Services App
Eine Inspection App muss Eine Services App muss
separat installiert werden separat installiert und kann
und kann dann aus der dann aus der OptiLink-App
OptiLink-App aufgerufen aufgerufen werden.
werden. Inhalte der App: WABCO
Inhalte der App: News, Standortsuche,
Abfahrtskontrolle Originalteile,
Produktkatalog,
Bremsberechnung.

Applikation
Die OptiLink App ist kostenfrei und kann auf Smartphones oder Tablets
installiert werden.
Trailer EBS Software: ab TE005106
Nur für Fahrzeuge mit Elektronisches Erweiterungsmodul Software: EX010409
Retrofit: Die erforderlichen Dateien sind der aktuellen Diagnose beigefügt.

161
Externe Systeme

Anschluss der Komponenten

2 1

POSITION TEILENUMMER ABBILDUNG BESCHREIBUNG


1 446 290 700 0 OptiLinkTM-Elektronik

2 449 927 XXX 0 Kabel für IVTM/OptiTireTM


(nur für Premium)
Für die Anzeige und Bedienung können folgende Komponenten eingesetzt
werden:
3a 446 192 21X 0 SmartBoard (2.
Generation)
„ Adapter für
SmartBoard (DIN-
Bajonett auf HDSCS):
894 600 074 2
3b 446 192 11X 0 SmartBoard (optional)

4 449 916 XXX 0 Kabel für SmartBoard


und IVTM/OptiTireTM
894 600 001 2 Adapter OptiTireTM
(Bajonett auf HDSCS)

Ohne 449 934 330 0 Multi CAN Kabel


Position für SmartBoard und
OptiLinkTM/OptiTireTM

Ohne 449 944 217 0 Multi CAN Kabel für


Position ECAS Bedienbox und
OptiLinkTM/OptiTireTM

162
Externe Systeme

Parametrierung
Die OptiLinkTM-Unterstützung wird über Register 4, Standardfunktionen
eingestellt.
SSID: Hier können Sie die Bezeichnung des fahrzeuges eingeben, in dem
OptiLink verbaut ist. Wenn die OptiLink-ECU erkannt wurde, wird hinter dem
Suchfeld die Seriennummer des Modulators angezeigt.
Channel (Kanal): Hier haben Sie die Möglichkeit, zwischen Kanal 1 bis 13
auszuwählen.
Trailer data password (Trailer-Daten-Passwort): Geben Sie hier ein Passwort
ein, oder lassen Sie sich eines generieren, indem Sie den Button generate
(Passwort generieren) drücken. Hier kann ein Passwort vergeben werden, mit
dem der Zugriff auf die Daten aus der Trailer EBS abgesichert wird.

Als Grundeinstellung ist in der Diagnose Software das Passwort


i
12345678 voreingestellt.

i
Die Einstellungen, die Sie in der TEBS E Diagnose Software vorgenommen
haben, werden im TEBS E Modulator gespeichert.
PLUS Hinweis: Wenn Sie die OptiLink ECU in Japan einsetzen wollen, muss
die Wifi-Power aus gesetzlichen Gründen auf den Wert 1 parametriert werden.

163
Externe Systeme

8.7 Multi CAN Kabel 449 934 330 0 und 449 944 217 0
Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge.
Zweck
Ein Multi CAN Kabel ermöglicht die Mehrfachnutzung des SubSystem-Ports
(gleichzeitige Anbindung mehrerer CAN-Geräte).

Anschluss der Komponenten

449 944 217 0

1
SUBSYSTEMS 3

POSITION TEILENUMMER ABBILDUNG BESCHREIBUNG


1 449 944 217 0 Multi CAN Kabel für
ECAS Bedienbox und
OptiLinkTM/OptiTireTM

2 446 290 700 0 OptiLinkTM-Elektronik

3 446 220 110 0 OptiTireTM-Elektronik

4 446 156 023 0 ECAS Kontrollbox

164
Externe Systeme

449 934 330 0

SUBSYSTEMS
1 2

/
3

POSITION TEILENUMMER ABBILDUNG BESCHREIBUNG


1 449 934 330 0 Multi CAN Kabel
für SmartBoard und
OptiLinkTM/OptiTireTM

2 446 290 700 0 OptiLinkTM-Elektronik

3 446 220 110 0 OptiTireTM-Elektronik

4a 446 192 21X 0 SmartBoard (2.


Generation)
„ Adapter für
SmartBoard (DIN-
Bajonett auf HDSCS):
894 600 074 2

4b 446 192 11X 0 SmartBoard

165
Externe Systeme

CAN Termination

Eine CAN-Verbindung sollte immer aus einem Pfad mit maximal zwei
definierten Enden bestehen. An jedem Ende muss durch einen Endwiderstand
eine Terminierung erfolgen. In der Regel befindet sich der Endwiderstand in
dem angeschlossenen CAN-Gerät.
Ein CAN-Netzwerk mit mehr als zwei Endwiderständen ermöglicht keine
zuverlässige Kommunikation. Aus diesem Grund ist es erforderlich, dass
zusätzliche Geräte nur mit ausgeschaltetem Widerstand betrieben werden.
Widerstandslose Geräte müssen am kurzen Ende eines Pfades (max. 1m)
angeschlossen werden. Am gezeigten Bild sind an den Anschlüssen 1 und 2
ein EBS-Modulator und eine OptiTire-ECU angeschlossen. TEBS schaltet seine
Terminierung auf Grund der Parametrierung selbstständig ab.
Für OptiTire ist es erforderlich, über den Expert Mode in der Diagnose die
Terminierung abzuschalten.
Dies ist jedoch nur erforderlich, wenn vier Geräte angebunden sind. Bei
Verwendung von nur drei Geräten verbleibt die Terminierung in OptiTire und das
freie Kabelende wird mit der mitgelieferten Kappe verschlossen.
Bei Einsatz von 449 944 (ECAS Kontrollbox) muss die Terminierung nicht
berücksichtigt werden, da die ECAS Kontrollbox kein CAN-Gerät ist.

166
Externe Systeme

8.8 Telematik (TX-TRAILERGUARDTM)

Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge.

Zweck
Mit der Telematik werden Daten und Informationen, die im Anhängefahrzeug
sensiert werden, über eine drahtlose Verbindung auf einen Computer der
Spedition übertragen und dort weiter verarbeitet.

Funktion
@
Der Funktionsumfang ist abhängig von der Version der Trailer EBS E und
den verbauten Komponenten und Sensoren sowie vom Funktionsumfang der
Telematik.
TX-TRAILERGUARDTM ist ein perfekt auf Trailer EBS E abgestimmtes Produkt,
das alle Premium-Telematik-Funktionen bietet.
www www
Detaillierte Informationen zu TX-TRAILERGUARDTM finden Sie unter
[Link]
@ @ @

Komponenten

TEILENUMMER ABBILDUNG BESCHREIBUNG


TX-TRAILERGUARDTM

Transics Anschlusskabel SUBSYSTEMS


0942-0388-EBS-03 „ Länge: 5 m

Transics Anschlusskabel GIO5


0942-0388-EBS-04 „ Nur in Verbindung mit TEBS E
Premium-Modulator
„ Länge: 5 m

Parametrierung
Die Verwendung von TX-TRAILERGUARDTM wird in der TEBS E Diagnose
Software über Register 4, Standardfunktionen eingestellt.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.

167
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung

9 Installationshinweise für Fahrzeugbau und


Nachrüstung

9.1 Sicherheitshinweise

WARNUNG
Beschädigung des TEBS E Modulators durch Verwendung von nicht
WABCO Originalkabeln
Der Einsatz von Kabeln, die nicht von WABCO freigegeben sind, kann zu
Funktionsbeeinträchtigungen und Fehlereinträgen führen.
Kabel mit offenem Ende müssen so verlegt werden, dass kein Wasser über
die Kabel in den Modulator eindringt und diesen beschädigt.
– Verwenden Sie ausschließlich WABCO Originalkabel.

WARNUNG
Gefährliche Spannungen bei elektrostatischem Lackieren und
Schweißen
Gefährliche Spannungen können das elektronische Steuergerät schädigen.
– Bei elektrostatischem Lackieren oder Schweißarbeiten am Fahrzeug
müssen folgende Maßnahmen ergriffen werden:
Bewegliche oder isolierte Komponenten (z. B. Achsen) müssen
mit geeigneten Masseklemmen mit dem Rahmen (Chassis) leitend
verbunden werden, damit sich keine Potentialunterschiede aufbauen
können, die zu Entladungen führen können.
Oder:
Die ABS-Anschlussleitungen am Modulator sind zu trennen, und die
Anschlusskontakte sind (z. B. mit Blindstopfen) abzudecken.
– Masseanschlüsse von Schweiß- und Farbspritzanlagen müssen immer
an den Teilen angeschlossen werden, an denen gearbeitet wird.

VORSICHT
Beschädigung des TEBS E Modulators durch Überlackierung
Steckerverriegelungen und Kunststoffrohre der pneumatischen
Verschraubungen lassen sich nach der Lackierung nicht mehr lösen.
– Lackieren Sie den Modulator nicht über.

168
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung

9.2 Daten zum TEBS E Modulator

Technische Daten des TEBS E Modulators (Premium, Standard, Multi-Voltage)

Zulässige Maximaltemperatur (Einbrennlackierung) +65 °C permanent; +110 °C für 1 Stunde ohne Funktion
Verpolungsschutz Das System ist gegen Verpolung der Motorwagenbatterie
geschützt.
Unterspannung (Klemme 30, Klemme 15, 24N) < 19 V (9,5 V Multi-Voltage bei 12 V Betrieb)
Überspannung (Klemme 30, Klemme 15, 24N) > 30 V
Nennspannung (Klemme 30, Klemme 15, 24N) 24 V (12 V Multi-Voltage bei 12 V Betrieb)
Betriebsdruck min. 4,5 bis 8,5 bar, max. 10 bar

Abmessungen des TEBS E Modulators (Premium, Standard, Multi-Voltage)


TEBS E MODULATOR OHNE PEM TEBS E MODULATOR MIT PEM TEBS E MODULATOR MIT PEM
(ALUMINIUM) (KUNSTSTOFF)

Breite X: 224,0 mm Breite X: 237,2 mm Breite X: 224,0 mm


Tiefe Y: 197,5 mm Tiefe Y: 274,4 mm Tiefe Y: 254,0 mm
Höhe Z: 197,3 mm Höhe Z: 197,3 mm Höhe Z: 197,3 mm

WABCO Voreinstellung des TEBS E Modulators (Standard, Premium, Multi-Voltage) ab Werk

Parametrierung
„ 3-Achs-Sattelanhänger
„ 2S/2M
„ Zweite Achse ist Hauptachse (ABS-Drehzahlsensor für Achse c-d)
„ ALB-Kennung 1:1
„ Keine GIO-Funktion aktiv
„ ABS-Polrad mit Zähnezahl 100
„ Reifenumfang: 3.250 mm
Die elektrischen Anschlüsse POWER und ABS-d, ABS-c haben keine
Schutzkappen.

169
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung

9.3 Anschlüsse

Elektrische Anschlüsse
Die elektrischen Anschlüsse sind auf der Oberseite des Modulators eindeutig
benannt. Die Kabel werden jeweils an der Unterseite eingesteckt.
Eine Kodierung verhindert falsches Kontaktieren. Kodierung und Pinning sind
detailliert im Anhang beschrieben.

Pneumatische Anschlüsse
Anschlüsse mit identischer Kennzeichnung sind im TEBS E Modulator / PEM
miteinander verbunden.

TEBS E MODULATOR MIT PEM ANSCHLÜSSE


1 Vorrat (vom Vorratsbehälter „Bremse“)
1.1 Vorrat „Luftfederung“ (zum Luftfederventil, Drehschieberventil,
Liftachsventil oder ECAS-Block)
2.1 Bremsdruck (zum Bremszylinder)
2.2 Bremsdruck (zum Bremszylinder)
2.3 TristopTM-Zylinder (zum TristopTM-Zylinder 12)
2.4 Prüfanschluss „Bremse“
4 Steuerdruck (vom PREV 21)
5 Balgdruck (vom Luftfederbalg)
1 Vorrat (vom Vorratsbehälter „Bremse“)
2.2 Bremsdruck (zum Bremszylinder)
2.3 TristopTM-Zylinder (zum TristopTM-Zylinder 12)
4.2 Steuerdruck (vom PREV 22)

1 Anschluss 1-2 PREV


2.4 Prüfanschluss „Bremse“ (zum Manometer)

170
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung

TEBS E MODULATOR OHNE PEM ANSCHLÜSSE


1 Vorrat (vom Vorratsbehälter „Bremse“)
2.1 Bremsdruck (zum Bremszylinder)
4 Steuerdruck (vom PREV 21)
5 Balgdruck (vom Luftfederbalg)

2.2 Bremsdruck (zum Bremszylinder)

1 Vorrat (vom Behälter „Bremse“)


2.2 Prüfanschluss „Bremse“ (zum Manometer)

9.4 Einbau im Fahrzeug


Bevor Sie mit dem Einbau beginnen, beachten Sie unbedingt
i
die Sicherheitshinweise zum Thema ESDKapitel „4
Sicherheitshinweise“, Seite 11.
i
Einbau am Rahmen
– Bauen Sie den Modulator entsprechend Angebotszeichnung ein.
– Stellen Sie sicher, dass eine leitende Masseverbindung zwischen Modulator
und Fahrzeugrahmen besteht (der Widerstand muss kleiner als 10 Ohm
sein). Dies gilt in gleicher Weise für die Verbindung zwischen einem EBS-
Relaisventil und dem Rahmen.
Die Einbaulage kann in Fahrtrichtung oder entgegen der Fahrtrichtung
(Stehbolzen zeigen in Fahrtrichtung) erfolgen.

171
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung

Parametrierung der Einbaulage


– Parametrieren Sie die Einbaulage in der TEBS E Diagnose Software über
Register 2, Fahrzeug.
Ö Die Geräuschdämpfer müssen offen zur Atmosphäre sein und immer
senkrecht zum Boden (nach unten) zeigenKapitel „9.4.1 RSS-
Einbauvorschrift“, Seite 173.

Befestigung am Querträger
Der Querträger muss kraftschlüssig mit den beiden Längsträgern des
Fahrzeuges verbunden sein.

– Befestigen Sie den Modulator an einem ausreichend dimensionierten


U-Profil, Winkelprofil oder an einem geeigneten, versteiften Träger mit
mindestens 4 mm Materialdicke (gültig für Stahlprofile).
„ Die Höhe des Trägers muss größer sein als die Flanschfläche des
Modulators, so dass der Flansch vollflächig Kontakt zum Träger hat.
„ Unterlegscheiben bzw. Federringe sind nur direkt unter der Mutter
erlaubt.
„ Der Anzugsmoment der Muttern beträgt 85 Nm.
– Beachten Sie auch die Einbauvorschriften für RSSKapitel „9.4.1 RSS-
Einbauvorschrift“, Seite 173.

172
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung

9.4.1 RSS-Einbauvorschrift
Der Umfang des verbauten Reifens und die Anzahl der Zähne der verbauten
Polräder müssen parametriert werden, da aus diesen Eingangswerten der zur
Beurteilung der Kippgefahr benötigte Wert der Querbeschleunigung berechnet
wird.
Die Roll Stability Support Funktion (RSS) hängt von der Genauigkeit der
parametrierten Reifenumfänge, der Anzahl Zähne des Polrades und der übrigen
Daten der Bremsberechnung ab.

Bei Ungenauigkeit arbeitet die Funktion nicht ordnungsgemäß.


i
i
Eine einwandfreie Funktion ist nur gegeben, wenn die wahre Radgröße
maximal 8 % kleiner als der parametrierte Wert ist. Die parametrierte Anzahl
Zähne des Polrades muss der verbauten Anzahl entsprechen.
Die Werte für den zulässigen Reifenumfangsbereich und die ALB-Daten
entnehmen Sie bitte der WABCO Bremsberechnung.

Verbauen Sie niemals einen größeren Reifen als parametriert, sonst


i
arbeitet die Funktion nicht ordnungsgemäß.

i
– Kalibrieren Sie die Neigung des Modulators (Δβ) mittels TEBS E Diagnose
Software.
„ Voraussetzung: Das Fahrzeug muss auf einer ebenen Fläche stehen
(Abweichung von der Waagerechten < 1°).
„ Bei nicht durchgeführter Kalibrierung erfolgt eine Selbstkalibrierung im
Fahrbetrieb.

Sattelanhänger/Zentralachsanhänger

Δ X1 [mm] Δ Y1 [mm] Δ X2 [mm] Δ Y2 [mm] Δα Δβ Δδ


500
2000 9000 50 ±15° ±3° ±3°
TEBS E5: 1000

173
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung

Deichselanhänger

Δ X [mm] Δ Y [mm] Δα Δβ Δδ
500
600 ±15° ±3° ±3°
TEBS E5: 1000

Zulässige Konfigurationen für Fahrzeuge mit TEBS E und RSS


ANZAHL ACHSEN
SYSTEM SATTELANHÄNGER ZENTRALACHSANHÄNGER DEICHSELANHÄNGER
2S/2M 1 2 3 1 2 3 – –
4S/2M – 2 3 ... 6 – 2 3 – –
2S/2M+Select-Low-Ventil – 2 3 – 2 3 – –
4S/2M+1M – 2 3 ... 6 – 2 3 – –
4S/3M - 2 3 ... 6 - 2 3 2 3
Mechanische Federung 1 2 3 ... 6 1 2 3 2 3

174
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung

9.5 Kabelmontage / Kabelfixierung

VORSICHT
Beschädigung der Kabel
– Wasser, das in Kabeladern eindringt, kann den TEBS E Modulator
schädigen. Verwenden Sie ausschließlich WABCO Originalkabel. Bei
Verwendung von Kabeln anderer Hersteller und daraus resultierenden
Schäden ist eine Reklamation ausgeschlossen.
– Planen Sie den Einbauort so, dass Kabel nicht geknickt werden.
– Befestigen Sie die Kabel und Stecker so, dass keine Zugspannungen
oder Querkräfte auf die Steckverbindungen wirken.
– Vermeiden Sie eine Kabelverlegung über scharfe Kanten oder in der
Nähe aggressiver Medien (z. B. Säuren).
– Verlegen Sie die Kabel so zu den Anschlüssen, dass Wasser nicht in die
Stecker hineinfließen kann.

Kabel-/Blindkappenmontage
Abbildung 1 Abbildung 2

– Öffnen Sie die gelben Schieber der Verriegelungen, bevor Sie die Buchsen
der Kabelenden (Buchsengehäuse) in die passenden Steckplätze am ECU-
Rahmen stecken bzw. demontieren.
„ Sollten sich die Schieber in der verriegelten Endposition befinden
(Auslieferungszustand), können Sie die Rastung von oben oder unten mit
Hilfe eines 13er Maulschlüssels lösen (Abbildung 1, Position 1).
– Ziehen Sie anschließend den Schieber per Hand bis zum Deckelanschlag
heraus, um die Steckerführung freizugeben.
– Stecken Sie das Kabelende (oder die Blindkappe) senkrecht auf den
entsprechenden Steckplatz der ECU (z. B. Powerkabel an POWER-
Anschluss).
„ 8-polige Kabel für POWER, SUBSYSTEMS und MODULATOR an
GIO10-12.
„ 4-polige Kabel für GIO1-7, ABS c, d, e und f, IN/OUT an GIO13-18.
„ Achten Sie auf richtige Polarität und Kodierung (Stecker zu Steckplatz).
Nur wenn beide Teile zusammenpassen, kann gesteckt werden.
175
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung

„ Die schwarzen Blindkappen für die 4- und 8-poligen Steckplätze sind


nicht kodiert und passen auf den jeweiligen Steckplatz.
„ Alle Stecker zur ECU sind farblich markiert. Die Farbkodierung ist in der
Kabelübersicht zu findenKapitel „13.3 Kabelübersicht“, Seite 232.
– Drücken Sie das Kabelende mit etwas Kraft in den Steckplatz (Abbildung
1, Position 2) und drücken Sie den gelben Schieber wieder in seine
Ausgangsposition (Abbildung 2, Position 3).
Ö Dabei rasten die Haken des Schiebers im ECU-Rahmen ein. Die korrekte
Rastung des Schiebers wird durch ein „Klick“-Geräusch bestätigt.

VORSICHT
Beschädigung des Powerkabels
Damit es beim Durchziehen des Kabels nicht zu Beschädigungen des
Steckers kommt, ist der Stecker durch eine Schutzkappe verschlossen.
– Entfernen Sie die Schutzkappe vorsichtig, wenn Sie das Kabel an die
ECU anschließen, damit die Dichtung nicht verrutscht oder beschädigt
wird.

Kabelfixierung

VORSICHT
Beschädigung des Wegsensor-Kabels
Der Stecker des Wegsensor-Kabels kann durch Kabelbinder beschädigt
werden.
– Befestigen Sie keinen Kabelbinder am Wegsensor-Kabel, wenn dieser
den Stecker verbiegt.
– Fixieren Sie die Kabel (maximal 300 mm Kabellänge von der ECU entfernt)
mit Kabelbindern (schwarze Pfeile).
„ Die 8-poligen Kabel der Anschlüsse POWER, SUBSYSTEMS und
MODULATOR müssen an dafür vorgesehenen Punkten am TEBS E
Modulator fixiert werden.

176
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung

9.6 Einbau Wegsensor


Zur Messung des Fahrniveaus bei Fahrzeugen mit elektronischer Luftfederung
(ECAS-Funktionen) und zur Ermittlung der Achslast bei mechanischer Federung
kommt der Wegsensor 441 050 100 0 zum Einsatz.
– Bauen Sie den Wegsensor so ein, dass sich die beiden Befestigungslöcher
in der Horizontalen befinden und nach oben zeigen.
„ Zur Anlenkung des Wegsensorhebels wird ein Hebel verwendet.
„ Die Länge des Wegsensorhebels ist einstellbar.
„ Bei Fahrzeugen mit einem langen Einfederungsweg verwenden Sie einen
längeren Hebel.

Der maximale Auslenkbereich des Hebels von ±50° darf nicht


i
überschritten werden.

i
Die Hebellänge sollte so gewählt sein, dass der gesamte
Federungsweg des Rahmens eine Auslenkung von mindestens ±30°
ausnutzt.

„ Achten Sie darauf, dass der Wegsensor über seinen gesamten


Stellbereich immer freigängig ist und der Hebel nicht umschlagen kann.
„ Im Wegsensor und im Hebel befindet sich ein Fixierloch (4 mm) zur
Arretierung des Hebels in der optimalen Position für das Fahrniveau.

177
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung

„ Das Gestänge des Wegsensors sollte so fixiert sein, dass der Hebel im
Fahrniveau horizontal ist.
„ Die Verbindung zur Achse ist mit einem Gestänge möglich.
„ Das Druckstück des Hebels sollte mit einem 6 mm Rohr (Vollmaterial)
und dem Gestänge der Achse verbunden werden.

Das Kabel muss so verlegt werden, dass die zulässigen Biegeradien


i
nicht unterschritten werden (R ≥ 10 x Ø).

i
ECAS-Fahrzeuge
SchemataKapitel „“, Seite 247.

1-Punkt-Regelung
– Bringen Sie den Wegsensor an der Mitte der Hauptachse an, um
eine Beschädigung des Wegsensors bei Kurvenfahrten mit großer
Fahrzeugneigung zu verhindern.

2-Punkt-Regelung
– Bringen Sie bei Deichselfahrzeugen den Wegsensor in der Mitte der
Vorder- und Hinterachse an, um eine Beschädigung des Wegsensors bei
Kurvenfahrten mit großer Fahrzeugneigung zu verhindern.
Bringen Sie bei Sattelfahrzeugen die Wegsensoren, so weit wie möglich, aus
der Fahrzeugmitte nach rechts und nach links an. Hierbei ist zu beachten,
dass es nicht zu Beschädigungen bei Kurvenfahrt kommen kann.

Deichselanhänger Sattelanhänger

Wegsensor „Hinterachse Hinten Links


links“
Wegsensor „Vorderachse Vorn Rechts
rechts“

Fahrzeuge mit mechanischer Federung


– Bringen Sie den Wegsensor in der Mitte der Hauptachse an.

178
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung

„ Achten Sie darauf, dass der Sensor durch die Aufbaubewegung nicht
„umschlägt“ oder abreißt.
„ Verwenden Sie immer das Bohrloch mit 100 mm Abstand zur Drehwelle
des Wegsensors.
„ Der schwarze Hebel des Wegsensors darf nicht verlängert werden,
da sonst die Beladungsinformation zu ungenau wird und deshalb der
Bremsdruck ungenau ist.
„ Der Hebelarm des Wegsensors muss direkt mit dem Druckstück des
Hebels 441 901 71X 2 verbunden sein.
„ Der Hebel steht komplett mit zwei Druckstücken und dem
Verbindungsrohr in diversen Längen zur Verfügung.
„ Die Verbindung zur Achse erfolgt mit einem an der Achse
angeschweißten Winkeleisen.
„ Bei Fahrzeugen mit zwei Wegsensoren ist Wegsensor „Hinterachse links“
an der ABS-sensierten Achse c-d und Wegsensor „Vorderachse rechts“
an der ABS-sensierten Achse e-f anzuschließen.

WARNUNG
Fehlfunktionen bei TEBS E durch Einbau falscher Wegsensoren
Der Einbau anderer Wegsensoren als vorgeschrieben kann zu
Fehlfunktionen bei TEBS E führen.
– Bauen Sie ausschließlich Original WABCO Wegsensoren ein.

WARNUNG
Fehlfunktionen bei TEBS E durch Einbau an Schlepp- und Liftachsen
Der Einbau der Wegsensoren an Schlepp- oder Liftachsen kann zu
Fehlfunktionen führen.
– Bauen Sie die Wegsensoren ausschließlich an der Hauptachse (c-d) an.

9.7 Einbau Komponenten Wegfahrsperre (Immobilizer)


– Bauen Sie den Immobilizer nach Schema 841 701 227 0 einKapitel „13.5
Bremsschemata“, Seite 249.
– Beachten Sie beim Einbau des impulsgesteuerten Liftachsventils die
Angaben auf der Angebotszeichnung 463 084 100 0.

Das Liftachsventil kann an GIO2 oder GIO3 angeschlossen


werden.

Das Liftachsventil kann an GIO1, GIO2 oder GIO3 angeschlossen


werden.

179
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung

9.8 Einbau Trailer Remote Control


Eine genaue Beschreibung zum Einbau und Anschluss der Trailer Remote
Control finden Sie in der Druckschrift „Trailer Remote Control – Einbau- und
Anschlussanleitung“Kapitel „Technische Druckschriften“, Seite 9.

9.9 Einbau TailGUARD-Komponenten

Benötigte Komponenten
Zusätzlich zum TEBS E werden das elektronische Erweiterungsmodul, die LIN-
Ultraschallsensoren, die Trailer Remote Control (optional) und entsprechende
Kabel benötigt. Das Signal des Rücklichts und Rückfahrlichts (ISO 12098) muss
über eine Verteilerbox an das elektronische Erweiterungsmodul angeschlossen
werden.
Zusätzliche Informationen zu den KomponentenKapitel „8.1.1 TailGUARDTM-
Funktionen“, Seite 144.

Die TailGUARDTM-Funktion ist nur mit gesteckter ISO 7638 Verbindung


i
gegeben.

i
Eine 24N-Versorgung ist nicht ausreichend.

LIN-Ultraschallsensoren

WARNUNG
Unfallgefahr: TailGUARDTM-Funktion nicht gegeben durch falschen
Einbau der LIN-Ultraschallsensoren
Ein falscher Einbau der LIN-Ultraschallsensoren kann dazu führen, dass
die Objekte nicht erkannt werden und somit die Funktion des Systems nicht
gewährleistet ist.
– Bauen Sie die LIN-Ultraschallsensoren entsprechend der Schemata ein.

VORSICHT
Beschädigung der LIN-Ultraschallsensoren
Die Sensoren dürfen nicht als Tritt missbraucht werden.
– Montieren Sie die Sensoren gegebenenfalls in einem stabilen
Schutzgehäuse.

Ab November 2018 ist eine neue Generation von LIN-Ultraschallsensoren


mit der Teilenummer 446 122 45X 0 erhältlich. Diese Generation wird ab
der Software-Version EX 010501 des elektronischen Erweiterungsmoduls
unterstützt. Eine Parametrierung der LIN-Ultraschallsensoren ist nicht
erforderlich, jedoch erfolgt bei Inbetriebnahme des Systems eine Zuordnung der
LIN-Ultraschallsensoren zu ihrer Position am Fahrzeug
Eine Mischung von LIN-Ultraschallsensoren der alten Generation mit LIN-
Ultraschallsensoren der neuen Generation an einem Fahrzeug ist nicht
zulässig.
Im Unterschied zur alten Generation von LIN-Ultraschallsensorenwird die neue
Generation ausschließlich horizontal und in einer Mindesthöhe von 60 cm
verbaut.

180
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung

Die LIN-Ultraschallsensoren dürfen nicht in einem U-Profil montiert werden, da


Reflexionen auftreten könnten.
Die Fläche, auf die ein LIN-Ultraschallsensor geschraubt wird, muss eben und
auf allen vier Seiten mindestens 2 mm größer als der LIN-Ultraschallsensor sein
(Schutz der Entwässerungsbohrungen auf der Rückseite gegen einen direkten
Hochdruckreinigungsstrahl).
Bei einem kompletten Wechsel von LIN-Ultraschallsensoren der alten
Generation zu LIN-Ultraschallsensoren der neuen Generation müssen SIe die
folgenden Schritte durchführen:
– Führen Sie ggf. ein Update der Firmware von elektronischem
Erweiterungsmodul und TailGUARD-ECU durch.
– Bringen Sie die LIN-Ultraschallsensoren an (in der Regel in gedrehter
Position entsprechend Schema).
– Starten Sie das System neu.
– Klicken Sie in der TEBS E Diagnose Software auf den Button
Parametrierung der EBS-Anlage.
– Schreiben Sie am Ende des Dialoges die Parameter unverändert in die
ECU.
– Klicken Sie auf Messwerte, TailGUARD.
– Klicken Sie im Fenster TailGUARD auf den Button Inbetriebnahme starten.
Da alle Ultraschallsensoren parallel über einen Datenbus kommunizieren, ist
eine beliebige, parallele Verschaltung an GIO17 und GIO18 möglich.

181
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung

Elektronisches Erweiterungsmodul
Der Deckel vom elektronischen Erweiterungsmodul muss zur Montage/
Demontage der Kabel entfernt werden.
– Verwenden Sie einen Schraubendreher mit einer minimalen Länge von
11 cm und lösen sie damit – entsprechend der nachfolgenden Abbildung –
die Rastnasen des Gehäuses, um den Deckel zu entfernen.

– Montieren Sie das elektronische Erweiterungsmodul ausschließlich


senkrecht, wobei die Kabelöffnungen nach unten oder zur Seite zeigen.

Einbaumaße

– Fixieren Sie die Steckergehäuse der 8-poligen Stecker mit Kabelbindern an


den entsprechenden Haltenasen.
– Nach Montage der Kabel montieren Sie den Deckel wieder.
„ Achten Sie darauf, dass alle Haltenasen einrasten.
„ Die offene Seite muss in Richtung der 4-poligen Steckplätze zeigen.

182
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung

TailGUARDlightTM
– Montieren Sie die 2 LIN-Ultraschallsensoren 446 122 401 0 (0°) / 446
122 450 0 (10°) horizontal maximal 0,12 m von der rechten bzw. linken
Außenkante des Fahrzeuges, um die Außenmaße des Fahrzeuges exakt zu
erfassen.
„ Sollte dies nicht erforderlich sein, können Sie die LIN-Ultraschallsensoren
auch abweichend mit einem engeren Abstand zueinander montieren.
– Einbautiefe Sensor: Tragen Sie in der TEBS E Diagnose Software über
Register 10, Elektronisches Erweiterungsmodul die Rücklage (Abstand
Fahrzeug - Rückseite) des LIN-Ultraschallsensors – bezogen auf die letzte
Fahrzeugkante – ein.
„ Die Rücklage sollte nicht mehr als 35 cm betragen.
Wenn überkragende Rampen erkannt werden sollen, muss mindestens ein LIN-
Ultraschallsensor auf der Höhe der Rampe (Puffer) montiert werden.
Beachten Sie folgende Einbaumaße:

LEGENDE
A LIN-Ultraschallsensor 0° 446 122 401 0 / 10° 446 122 450 0

183
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung

Systemkonfiguration – TailGUARDlightTM

LEGENDE
1 Externe Lampen (optional)
2 Buzzer (optional)
3 Verteiler 894 600 024 0
* CAN-Kommunikation zum Motorwagen (optional)
GIO11 Kabel für Spurhalteleuchten 449 803 022 0
GIO12 Universalkabel 449 908 060 0; alternativ: Aspöck Kabel 65-6111-007
GIO14, GIO15 Universalkabel 449 535 XXX 0 (4-polig offen)
GIO17, GIO18 Kabel für LIN-Ultraschallsensor 449 806 060 0
POWER Kabel für Versorgung des elektronischen Erweiterungsmoduls 449 303 020 0
Verdrahtungskonzept Verteilerbox (Funktions- und Farbtabelle)Kapitel „8.1.2 Anbindung von ISO 12098“, Seite
151.
Schema 841 802 280 0Kapitel „“, Seite 247.

184
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung

TailGUARDTM

Ultraschallsensoren 446 122 450 0:


– Montieren Sie die äußeren LIN-Ultraschallsensoren 446 122 450 0 (10°)
horizontal nach innen geneigt.
– Wenn der mittlere Sensor 446 122 450 0 (10°) nicht exakt mittig platziert
ist, montieren Sie diesen so, dass das Sichtfeld des Sensors Richtung
Fahrzeugmitte geneigt ist.

Ultraschallsensoren 446 122 40X 0:


– Montieren Sie die äußeren LIN-Ultraschallsensoren 446 122 402 0 /
446 122 404 0 (15°) vertikal nach innen geneigt.
– Montieren Sie den LIN-Ultraschallsensor 446 122 401 0 (0°) zentral.
– Ab Version TEBS E2.5: Zur besseren Erkennung von hohlen
(überkragenden) Rampen kann der mittlere LIN-Ultraschallsensor
446 122 401 0 auch horizontal verbaut werden, so dass die Ultraschallkeule
hochkant ist.
„ Bei horizontalem Einbau beträgt die Mindesthöhe des LIN-
Ultraschallsensors 0,8 m (Tabelle „Einbaualternativen“).
„ Bei TEBS E2 muss der mittlere LIN-Ultraschallsensor vertikal verbaut
werden.

Alle Ultraschallsensoren:
– Parametrieren Sie die Einbausituation in der TEBS E Diagnose Software.
– Montieren Sie den zentralen LIN-Ultraschallsensor max. 15 cm nach oben
oder unten versetzt.
Beachten Sie folgende Einbaumaße:

0,6 m ... 1,6 m

max. 0,35 m 1,6 m ... 2,4 m

185
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung

Einbau der LIN-Ultraschallsensoren

AB VERSION TEBS E2 AB VERSION TEBS E2.5 AB VERSION TEBS E2


UND ELEKTRONISCHEM UND ELEKTRONISCHEM UND ELEKTRONISCHEM
ERWEITUNGSMODUL VERSION 0 ERWEITUNGSMODUL VERSION 1 ERWEITUNGSMODUL VERSION E5.5
Außen 446 122 402 0 / Außen 446 122 402 0 / Außen 446 122 450 0 – 10° Horizonal
446 122 404 0 – 15° Vertikal 446 122 404 0 – 15° Vertikal
Innen 446 122 401 0 – 0° Vertikal Innen 446 122 401 0 – 0° Horizontal Innen 446 122 450 0 – 10° Horizonal
Einbauhöhe 0,4…1,6 m (Bild Einbauhöhe 0,8…1,6 m (Bild Einbauhöhe 0,6…1,6 m (Bild
„Einbaumaße TailGUARDTM“) „Einbaumaße TailGUAR0,6DTM“) „Einbaumaße TailGUARDTM“)

186
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung

Systemkonfiguration – TailGUARDTM

LEGENDE
1 Externe Lampen (optional)
2 Buzzer (optional)
3 Verteiler 894 600 024 0
* CAN-Kommunikation zum Motorwagen (optional)
GIO11 Kabel für Spurhalteleuchten 449 803 022 0
GIO12 Universalkabel 449 908 060 0; alternativ: Aspöck Kabel 65-6111-007
GIO14, GIO15 Universalkabel 449 535 XXX 0 (4-polig offen)
GIO18 Kabel für LIN-Ultraschallsensor 449 806 060 0
POWER Kabel für Versorgung des elektronischen Erweiterungsmoduls 449 303 020 0
Verdrahtungskonzept Verteilerbox (Funktions- und Farbtabelle)Kapitel „8.1.2 Anbindung von ISO 12098“, Seite
151.
Schema 841 802 281 0Kapitel „“, Seite 247.

187
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung

TailGUARDRoofTM

Ultraschallsensoren 446 122 450 0:


– Montieren Sie die 5 LIN-Ultraschallsensoren jeweils horizontal in 2 Ebenen.
– Montieren Sie die äußeren LIN-Ultraschallsensoren 446 122 450 0 (10°)
horizontal nach innen geneigt.
– Wenn der mittlere Sensor 446 122 450 0 (10°) nicht exakt mittig platziert
ist, montieren Sie diesen so, ass das Sichtfeld des Sensors Richtung
Fahrzeugmitte geneigt ist.

Die Kennzeichnung ist in der TEBS E Diagnose Software über Register 10,
Elektro Erweiterungsmodul erforderlich.

Ultraschallsensoren 446 122 40X 0:


– Montieren Sie die 5 LIN-Ultraschallsensoren jeweils vertikal in 2 Ebenen.
– In der unteren Ebene (Hauptebene) montieren Sie die äußeren LIN-
Ultraschallsensoren 446 122 402 0 / 446 122 404 0 (15°) vertikal nach innen
geneigt.
– Montieren Sie den LIN-Ultraschallsensor 446 122 401 0 (0°) zentral,
maximal 15 cm nach oben oder unten versetzt.
– In der oberen Ebene montieren Sie beide LIN-Ultraschallsensoren
446 122 402 0 / 446 122 404 0.
– Ab Version TEBS E2.5: Der Einbau des mittleren LIN-Ultraschallsensors
der unteren Ebene darf (identisch zu TailGUARDTM) horizontal oder vertikal
erfolgen.
– Die Kennzeichnung ist in der TEBS E Diagnose Software über Register 10,
Elektronisches Erweiterungsmodul erforderlich.
– Bei horizontalem Einbau beträgt die Mindesthöhe des LIN-Ultraschallsensors
0,8 m (Tabelle „Einbaualternativen“).
„ Bei TEBS E2 muss der mittlere LIN-Ultraschallsensor vertikal verbaut
werden.
„ Die LIN-Ultraschallsensoren der oberen Ebene (Zusatzebene) können
vertikal und horizontal angeordnet werden.
„ Bei vertikaler Installation müssen die LIN-Ultraschallsensoren nach innen
geneigt verbaut werden.
„ Um auch bei geringem Bauraum eine Erkennung von Dächern zu
ermöglichen, können die oberen äußeren LIN-Ultraschallsensoren
horizontal montiert werden. In dem Fall ist darauf zu achten, dass
15°-LIN-Ultraschallsensoren (446 122 402 0 / 446 122 404 0) nach unten
geneigt verbaut werden.
„ Die Objekterkennung erfolgt dann nur im Bereich der LIN-
Ultraschallsensoren; eine flächendeckende Rückraumüberwachung ist
für die obere Ebene nicht gegeben.

188
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung

Beachten Sie folgende Einbaumaße:


max. 0,12 m 1,6 m ... 2,4 m max. 0,12 m

max. 0,12 m
0,6 m ... 1,6 m
max. 0,35 m 1,6 m ... 2,4 m

189
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung

Einbau der LIN-Ultraschallsensoren

AB VERSION TEBS E2 AB VERSION TEBS E2.5 AB VERSION TEBS E2


UND ELEKTRONISCHEM UND ELEKTRONISCHEM UND ELEKTRONISCHEM
ERWEITUNGSMODUL ERWEITUNGSMODUL ERWEITUNGSMODUL
VERSION 0 VERSION 1 VERSION E5.5
Oben Außen 446 122 402 0/ Außen 446 122 402 0/
(Zusatzebene) 446 122 404 0 – 15° Vertikal 446 122 404 0 – 15° Vertikal
Unten Außen 446 122 402 0/ Außen 446 122 402 0/ Außen 446 122 450 0 – 10°
(Hauptebene) 446 122 404 0 – 15° Vertikal 446 122 404 0 – 15° Vertikal Horizonal
Innen 446 122 401 0 – 0° Innen 446 122 401 0 – 0° Innen 446 122 450 0 – 10°
Vertikal Horizontal Horizonal
Einbauhöhe 0,4…1,2 m (Bild Einbauhöhe 0,8…1,2 m (Bild Einbauhöhe 0,6…1,6 m (Bild
„Einbaumaße TailGUARDRoofTM“) „Einbaumaße TailGUARDTM“) „Einbaumaße TailGUARDTM“)

Weitere Einbaualternativen sind entsprechend der TEBS E


Diagnose Software möglich.

190
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung

Systemkonfiguration – TailGUARDRoofTM

LEGENDE
1 Externe Lampen (optional)
2 Buzzer (optional)
3 Verteiler 894 600 024 0
* CAN-Kommunikation zum Motorwagen (optional)
GIO11 Kabel für Spurhalteleuchten 449 803 022 0
GIO12 Universalkabel 449 908 060 0; alternativ: Aspöck Kabel 65-6111-007
GIO14, GIO15 Universalkabel 449 535 XXX 0 (4-polig offen)
GIO17, GIO18 Kabel für LIN-Ultraschallsensor 449 806 060 0
POWER Kabel für Versorgung des elektronischen Erweiterungsmoduls 449 303 020 0
Verdrahtungskonzept Verteilerbox (Funktions- und Farbtabelle)Kapitel „8.1.2 Anbindung von ISO 12098“, Seite
151.
Schema 841 802 283 0Kapitel „“, Seite 247.

191
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung

9.10 Einbau eTASC

Montage

Der Einbau des eTASC ist vergleichbar zum TASC.


i
Eine genaue Beschreibung finden Sie in der Druckschrift „TASC –
i
Funktion und Montage“Kapitel „2 Allgemeine Hinweise“, Seite 7
=> Abschnitt „Technische Druckschriften“.

Die Befestigung ist kompatibel zum TASC und den üblichen Drehschieberven-
tilen. Bei eventuell auftretenden Platzproblemen kann eTASC in 90°-Schritten
gedreht eingebaut werden. Das Gerät wird gedreht eingebaut, der Hebel wird
abgenommen und so montiert, dass er in „Stop“-Position nach unten zeigt.
Für die angeschlossenen Leitungen und Rohre wird die Größe Ø 12x1,5 mm
empfohlen, um optimale Hebe- und Senkzeiten zu erreichen.
Wird der Querschnitt der Leitungen und Rohre zwischen eTASC und den
Luftfederbälgen zu klein oder die Leitungslänge zu groß gewählt, kann die
Erkennung auf manuelle Betätigung des eTASC nicht richtig durch Trailer
EBS E erkannt werden.
Empfohlene Rohrdurchmesser und Rohrlängen sind in der nachfolgenden
Tabelle aufgeführt.

Der Trailer EBS E Drucksensor zur Erkennung der Achslast


i
(Anschluss 5) muss beim Einbau zwischen dem eTASC und dem
ersten druckluftversorgten Balg über ein T-Stück angeschlossen
werden.i
Bei einer sternförmigen Verbindung der Bälge ist der
Drucksensoranschluss direkt am Verteiler anzuschließen.

Rohrdurchmesser und Rohrlängen

ROHRDURCHMESSER [mm];
ROHRLÄNGE [m]
ANZAHL
VERBINDUNG KREISE MINIMAL EMPFOHLEN
PEM => eTASC Ø 8x1 mm; Ø 12x1,5 mm;
2
(Vorratsleitung) max. 6 m max. 8 m
Ø 8x1 mm; Ø 12x1,5 mm;
eTASC => Balg 2
max. 6 m max. 8 m
Ø 8x1 mm; Ø 12x1,5 mm;
Balg => Balg 2
max. 4 m max. 5 m
Ø 12x1,5 mm;
Entlüftung 2 –
max. 1 m
PEM => eTASC Ø 12x1,5 mm; Ø 12x1,5 mm;
1
(Vorratsleitung) max. 8 m max. 8 m
Ø 12x1,5 mm; Ø 12x1,5 mm;
eTASC => Verteiler 1
max. 6 m max. 6 m
Ø 8x1 mm; Ø 12x1,5 mm;
Verteiler => Balg 1
max. 4 m max. 5 m
Ø 8x1 mm; Ø 12x1,5 mm;
Balg => Balg 1
max. 4 m max. 5 m
192
Inbetriebnahme

10 Inbetriebnahme
Ablauf der Inbetriebnahme
1. Bremsberechnung
2. Parametrierung mittels TEBS E Diagnose Software
3. Funktionstest (EOL-Test)
4. Kalibrierung
5. Dokumentation

10.1 Bremsberechnung
Eine Bremsberechnung kann von WABCO durchgeführt werden
(kostenpflichtig). Sprechen Sie Ihren WABCO Partner an.

10.2 Parametrierung mittels TEBS E Diagnose Software

Einleitung
WABCO bietet TEBS E als ein universelles System an, das anhand von
Parametern an den jeweiligen Fahrzeugtyp angepasst werden muss. Ohne
diese Einstellung ist TEBS E nicht funktionsfähig.
Die Einstellung der Parameter wird mittels TEBS E Diagnose Software
vorgenommen.
Für die Fahrzeug-Serienproduktion können vorbereitete Parametersätze in die
TEBS E hinein kopiert werden.
Bitte beachten Sie, dass neue Modulatoren jeweils die TEBS E Diagnose
Software mit dem aktuellen Versionsstand benötigen.
Die Benutzerführung in der TEBS E Diagnose Software orientiert sich an
den erforderlichen Einstellungsschritten. Die Bedienung des Programms ist
selbsterklärend, zusätzlich wird eine umfassende Hilfestellung innerhalb der
Software geboten.

Die Parametrierung wird über das Menü Inbetriebnahme gestartet.


Applikationen und Funktionen sind im logischen Zusammenhang
auf einzelnen Bildschirmseiten zusammengefasst, die über
Registermarken leicht aufgerufen werden können. Einstellungen
werden durch Anklicken von Optionsfeldern, durch Text-
Auswahlfelder oder per Zahleneingabe eingestellt.

Das auf dem Bildschirm rechts stehende Register Stecker erlaubt die
Zuordnung von GIO-Funktionen zu den einzelnen GIO Steckplätzen.
Sollten mehr GIO-Funktionen erforderlich sein als Steckplätze auf der TEBS E
verfügbar sind, muss der TEBS E Premium-Modulator zusammen mit dem
elektronischen Erweiterungsmodul eingesetzt werden.
Am TEBS E Modulator befinden sich 7 parametrierbare Anschlüsse (GIO1 bis
GIO7), am elektronischen Erweiterungsmodul befinden sich 4 parametrierbare
Anschlüsse (GIO13 bis GIO16).
Um Ihnen für Standardanwendungen die Parametrierung und Belegung
der GIO-Anschlüsse zu erleichtern, sind Standardkonfigurationen
193
Inbetriebnahme

festgelegt wordenKapitel „“, Seite 247. Diese Standardkonfigurationen


zeigen den maximal möglichen Anschluss am TEBS E Modulator – vom
einfachen Sattelanhänger mit RtR-Funktion bis hin zur ECAS-Funktion mit
Entladeniveauschalter, Straßenfertigerbremse usw.
Wenn ein neuer Parametersatz für ein Fahrzeug erstellt werden soll, wird
zunächst ein passender GIO-Plan ausgewählt. Passend dazu ist in der TEBS E
Diagnose Software der entsprechende Parametersatz (unter der GIO-Schema-
Nr.) hinterlegt.
In den GIO-Plänen sind die Steckerbelegungen des TEBS E Modulators
abhängig von der Standard- oder Premium-Variante festgelegt. In den Plänen
und Parametersätzen sind jeweils die Maximalsysteme beschrieben.
Wenn Funktionen nicht benötigt werden, können diese in der Funktionsauswahl
einfach abgewählt werden.

Offline-Parametrierung
Die Festlegung eines Parametersatzes direkt am Fahrzeug ist einfacher, da der
Typ des angeschlossenen TEBS E Modulators automatisch erkannt wird. Aber
auch ohne Fahrzeug kann ein Parametersatz vorbereitet und für die spätere
Nutzung auf dem PC gespeichert werden.

Voraussetzung Parametrierung
Für die Erstellung eines Parametersatzes ist eine TEBS E Systemschulung
Voraussetzung.
Nur mit Erhalt der PIN sind Sie berechtigt, mittels TEBS E Diagnose Software
Änderungen vorzunehmenKapitel „12.2 Systemschulung und PIN“, Seite
@
216.

Ab TEBS E2 gibt es eine neue PIN, deshalb ist eine Nachschulung


erforderlich. Sprechen Sie Ihren WABCO Partner an.

www www
TEBS E Diagnose Software bestellen
– Rufen Sie im Internet die myWABCO Homepage auf:
@ @ @ [Link]
Hilfe zur Anmeldung erhalten Sie über den Button Schritt-für-Schritt
Anleitung.
Nach erfolgreicher Anmeldung können Sie über MyWABCO die
TEBS E Diagnose Software bestellen.
Bei Fragen wenden Sie sich an Ihren WABCO Ansprechpartner.

– Halten Sie für die Parametrierung die Daten aus der Bremsberechnung und
die GIO-Schema-Nr. bereit.
– Öffnen Sie die TEBS E Diagnose Software.
Ö Das Startfenster öffnet sich.

Was ist neu in der TEBS E Diagnose Software?


i
Klicken Sie auf Hilfe => Inhalt => Was ist neu?
i
Klicken Sie dann auf die Software-Version, zu der Sie die Neuerungen
lesen möchten.

194
Inbetriebnahme

10.3 Funktionstest
Nach der Parametrierung erfolgt in der Regel der Funktionstest:
Sie können den Funktionstest (EOL-Test) nur dann durchführen, wenn Sie an
der TEBS E Schulung teilgenommen haben.
Mittels TEBS E Diagnose Software haben Sie die Möglichkeit, über das Menü
Ansteuerung unterschiedliche Simulationen durchzuführen.

10.4 Inbetriebnahme der LIN-Ultraschallsensoren


PWM-Ultraschallsensoren (TailGUARDlightTM) werden nicht eingelernt.
i
Reflexionen können nicht ausgeblendet werden.
i
Voraussetzung: Bei der Inbetriebnahme der Ultraschallsensoren und des
TailGUARDTM-Systems muss der Rückwärtsgang eingelegt sein.

Normaler EOL-Test
Die Inbetriebnahme der LIN-Ultraschallsensoren wird in drei Schritten mittels
End-of-Line-Test durchgeführt:
1. Einlernen der LIN-Ultraschallsensoren
2. Test auf Reflexionen
3. Probekörpererkennung

1. Einlernen der LIN-Ultraschallsensoren


Die LIN-Ultraschallsensoren müssen nach dem Einbau auf die Kennung der
Position am Fahrzeug eingelernt werden.
– Klicken Sie in der TEBS E Diagnose Software auf Messwerte, TailGUARD.
– Klicken Sie im Fenster TailGUARD auf den Button Inbetriebnahme starten.
– Verdecken Sie die LIN-Ultraschallsensoren vollständig und ohne sie dabei
zu berühren für 1-2 Sekunden.
„ Dazu muss die folgende Reihenfolge unbedingt eingehalten werden:
Hauptebene: 1-links 2-rechts 3-mitte
Zusatzebene: 4-links 5-rechts 6-mitte
Ö Der abzudeckende LIN-Ultraschallsensor blinkt.
Ö Wenn ein LIN-Ultraschallsensor erkannt wurde, blinken die
Spurhalteleuchten des Fahrzeuges auf und in dem Bild (Fenster
TailGUARD) blinkt der nächste LIN-Ultraschallsensor, der eingelernt
werden muss.

Um die LIN-Ultraschallsensoren zu verdecken, eignet sich


i
beispielsweise eine Abdeckkappe von Abflussrohren („Muffenstopfen“
HTM DN 75).
i
2. Test auf Reflexionen
Nachdem die LIN-Ultraschallsensoren eingelernt sind, wird getestet, ob
Reflektionen auftreten und die LIN-Ultraschallsensoren Objekte am Fahrzeug
fälschlicherweise als Hindernisse erkennen.
195
Inbetriebnahme

– Für diesen Test halten Sie den Raum 2,5 m hinter dem Fahrzeug und 0,5 m
seitlich vom Fahrzeug frei.
– Wird ein Objekt erkannt, drücken Sie den Button Reflexionen ausblenden,
um diese Reflexionen auszublenden.
Ö Danach folgt eine weitere Messung, um festzustellen, ob Reflexionen
weiterer Objekte ausgeblendet werden müssen.
Ö Werden weiterhin Objekte erkannt, müssen LIN-Ultraschallsensoren oder
Anbauteile anders positioniert werden.

3. Probekörpererkennung
Wenn das System störungsfrei ist, folgt ein Objekttest.
– Stellen Sie dazu einen Probekörper, z. B. ein Plastikrohr, das höher als die
Anbauhöhe der LIN-Ultraschallsensoren ist, bei 0,6 m (± 0,1 m) links und
1,6 m (± 0,2 m) rechts in den Raum hinter das Fahrzeug.
Ö Der erkannte Abstand wird in der TEBS E Diagnose Software angezeigt.
– Bestätigen Sie die Position der Objekte mit dem Button Objekt erkannt.
Ö Werden die Probekörper richtig erkannt, wird das End-of Line-Bit im
elektronischen Erweiterungsmodul gelöscht und das System ist fehlerfrei.
Die Inbetriebnahme war erfolgreich.
Ö War der Test nicht erfolgreich, sind entweder die LIN-Ultraschallsensoren
an der falschen Position eingelernt oder die Parameter für den
Sensorabstand falsch eingegeben worden.
– Überprüfen Sie die Parameter bzw. die Einbaulage der LIN-
Ultraschallsensoren und wiederholen Sie den Test.

Reduzierter EOL-Test

Ab Version TEBS E2.5 besteht die Möglichkeit, den EOL-Test zu


reduzieren. Dafür müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
„ Unter Optionen, Einstellungen, Prüfungsoptionen muss die
Einstellung der TailGUARDTM-Prüfung Objekttest (optional)
abgewählt werden.
„ Der Abstand zwischen dem linken und rechten LIN-
Ultraschallsensor beträgt 1,6 - 2,4 m.
„ Bei 3 LIN-Ultraschallsensoren muss der mittlere LIN-
Ultraschallsensor zentral angebracht sein. Eine Abweichung um
30 cm nach rechts bzw. links von der Mittelachse ist zulässig.
„ Die Einbautiefe der LIN-Ultraschallsensoren beträgt maximal
35 cm.

Wenn alle Bedingungen erfüllt sind, ändert sich der Ablauf der Inbetriebnahme:
– Bestätigen Sie die Einbaumaße, die in der Parametrierung angegeben
wurden.
Ö Nur dann kann die Inbetriebnahme mit dem Button Abstände korrekt,
Objekt-Test auslassen reduziert werden.
– Fahren Sie fort, wie zuvor unter Abschnitt „Einlernen der LIN-
Ultraschallsensoren“ beschrieben.
„ Zusätzlich bei 3 LIN-Ultraschallsensoren in der Hauptebene: Nachdem
der letzte LIN-Ultraschallsensor eingelernt wurde, leuchten die
Spurhalteleuchten für 3 Sekunden auf.

196
Inbetriebnahme

– Danach muss die Position des mittleren LIN-Ultraschallsensors bestätigt


werden, indem Sie diesen erneut zuhalten
„ Spurhalteleuchten müssen erloschen sein.
„ Wenn eine dieser Bedingungen nicht erfüllt ist, muss der normale EOL-
Test durchgeführt werden.

Reflexionstest
Abschließend wird der Reflexionstest durchgeführt.
– Halten Sie dafür einen Bereich von 2,5 m hinter und 0,5 m seitlich vom
Fahrzeug frei.
– Wird ein Objekt erkannt, drücken Sie den Button Reflexionen ausblenden,
um diese Reflexionen auszublenden (Abschnitt „Normaler EOL-Test - Test
auf Reflexionen“).
Der EOL-Test kann auch um den Reflexionstest gekürzt werden, wenn folgende
Bedingungen erfüllt sind:
„ Der Reflexionstest wurde einmalig erfolgreich am Fahrzeug durchgeführt.
„ Die Struktur am Heck des Fahrzeugs, also die Einbauposition der
Ultraschallsensoren, Puffer, etc. bleibt identisch.
„ Es handelt sich um eine stabile und prozesssichere Serienproduktion.
Auch der Reflexionstest kann über Optionen und Einstellungen abgewählt
werden. Dies ist aber nur bei standardisierten Fahrzeugen empfohlen, deren
Werte bekannt sind, und wenn der Reflexionstest einmalig durchgeführt wurde.
Nach dem erstmaligen Durchführen des Tests sind die ermittelten Störecho-
Werte in eine Datei zu schreiben (nur falls Störechos gefunden wurden).
Der Inhalt dieser Datei ist in die ECU-Datei der nachfolgenden Fahrzeuge
einzufügen.
Zu Beginn der Parametrierung mit modifizierter ECU-Datei erscheint ein Dialog,
ob die Werte der ECU-Datei genutzt werden sollen. Dies ist nur für Fahrzeuge
mit der gleichen TailGUARDTM-Konfiguration und gleicher Einbausituation
zulässig.
Bei Neufahrzeugen oder geänderten Einbaubedingungen (z. B. weitere
oder anders angeordnete Anbauteile am Trailer-Heck) ist das Abwählen des
Reflexionstests nicht zulässig.

10.5 Kalibrierung der Wegsensoren


Für die Kalibrierung der Wegsensoren ist eine TEBS E
i
Systemschulung oder ein E-Learning Voraussetzung.

i
Nur mit Erhalt der PIN 2 sind Sie berechtigt, die Kalibrierung
durchzuführenKapitel „12.2 Systemschulung und PIN“, Seite 216.

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Kalibrierung


„ Der Kennlinienbereich beträgt 966 - 1660 Timer Ticks (TT).
„ Das Fahrniveau I muss zwischen 1139 - 1486 TT liegen.
„ Das obere Kalibrierniveau muss größer sein als die Summe aus Fahrniveau
I (Normalniveau) und 3x Toleranzwert Sollniveau (einstellbar mittels TEBS E
Diagnose Software) + 5 mm (z. B. Fangseile).

197
Inbetriebnahme

„ Formel: oberes Kalibrierniveau > Fahrniveau + 3x Toleranzwert Sollniveau +


5 mm
„ Das untere Kalibrierniveau muss kleiner sein als die Differenz von
Fahrniveau abzüglich der 2-fachen Sollniveautoleranz.
Formel: unteres Kalibrierniveau < Fahrniveau - 2x Toleranzwert Sollniveau

Damit der Aufbau nicht zu weit angehoben werden kann, werden


i
Fangseile um die Achsen gelegt, die die maximale Höhe begrenzen.

i
Bei nicht plausibler Kalibrierung erscheint ein Kennlinienfehler im
Diagnosespeicher.
– Bringen Sie das Fahrzeug in eine waagerechte Stellung in Höhe des
Normalniveaus, bevor Sie mit der Kalibrierung beginnen.
3-Punkt Kalibrierung
Verwendung: zur individuellen Kalibrierung eines Fahrzeugs..
Diese Kalibrierungsart entspricht den bekannten ECAS-Systemen.
– Drücken Sie den Button Kalibrierung starten (System, Kalibrieren der
Wegsensoren).

– Fahren Sie mit den Heben-/Senken-Buttons das Fahrzeug in das


Fahrniveau I.

– Drücken Sie den Button Normalniveau speichern.


Ö Ein Eingabefeld erscheint, in dem der Abstand zwischen Ladefläche,
oder der Oberkante des Fahrzeugrahmens im Fahrniveau I, und Straße
eingegeben wird (in mm). Messen Sie diesen Abstand immer in dem
Bereich der zu kalibrierenden Achse.
– Fahren Sie mit den Heben-/Senken-Buttons das Fahrzeug in das obere
Niveau.
– Drücken Sie den Button Oberes Niveau speichern.
Ö Ein Eingabefeld erscheint, in dem der Abstand zwischen Ladefläche,
oder der Oberkante des Fahrzeugrahmens im oberen Niveau, und Straße
eingegeben wird (in mm).
– Fahren Sie mit den Heben-/Senken-Buttons das Fahrzeug in das untere
Niveau.
– Drücken Sie den Button Unteres Niveau speichern.
Ö Ein Eingabefeld erscheint, in dem der Abstand zwischen Ladefläche,
oder der Oberkante des Fahrzeugrahmens im unteren Niveau, und
Straße eingegeben wird (in mm).
Ö Wenn die Kalibrierung erfolgreich war, erscheint eine entsprechende
Meldung.
Ö Wenn die Kalibrierung nicht erfolgreich war, gehen Sie folgendermaßen
vor:
– Überprüfen Sie die Anbringung des Wegsensors.
– Verändern Sie gegebenenfalls die Hebellänge.
– Passen Sie das obere/untere Niveau an.
– Anschließend wiederholen Sie die Kalibrierung.
198
Inbetriebnahme

Kalibrierung „Eingabe mechanischer Abmaße“


Verwendung: zur Kalibrierung von Fahrzeugen des gleichen Typs (Serie)
Bei dieser Kalibrierungsart wird nur die Länge des Hebelarms am ECAS-
Wegsensor eingegeben (zwischen Drehpunkt „Wegsensor“ und Anlenkpunkt
„Gestänge“) und der Weg vom Fahrniveau I zum oberen und unteren Niveau
in mm angegeben. Daraus wird automatisch die Auflösung „Drehwinkel/
Einfederungsweg“ berechnet. Anschließend muss das Fahrniveau I kalibriert
werden.
– Drücken Sie den Button Kalibrierung starten.
– Geben Sie die Hebellänge zwischen Drehpunkt „Wegsensor“ und
Anlenkpunkt „Gestänge“ ein.
– Geben Sie die Auslenkung zum oberen und unteren Niveau ein.
– Geben Sie die Fahrzeughöhe ein (Höhe der Ladefläche oder Höhe der
Oberkante des Fahrzeugrahmens).
– Bestätigen Sie mit OK.
– Fahren Sie mit den Heben-/Senken-Buttons das Fahrzeug in das Fahrniveau
I.
– Drücken Sie den Button Normalniveau speichern.
Ö Wenn die Kalibrierung erfolgreich war, erscheint eine entsprechende
Meldung.
Ö Wenn die Kalibrierung nicht erfolgreich war, gehen Sie folgendermaßen
vor:
– Überprüfen Sie die Anbringung des Wegsensors.
– Verändern Sie gegebenenfalls die Hebellänge.
– Passen Sie das obere/untere Niveau an.
– Anschließend wiederholen Sie die Kalibrierung.

Kalibrierung „Kalibrierdaten aus Datei laden“


Verwendung: bei großen Serien
Die Kalibrierdaten werden bei einem Musterfahrzeug ermittelt und unter
Kalibrierdaten in Datei schreiben gespeichert. Die Daten können direkt in einer
*.ECU-Parameterdatei gespeichert werden. Dann werden bei der Kalibrierung
diese Daten ausgelesen und in die ECU geschrieben. Ein separates Anfahren
der Niveaus ist nicht nötig.
Voraussetzung ist, dass die Position des Wegsensors, die Hebellänge sowie
Länge des Gestänges zur Achse bei allen Fahrzeugen identisch ist.
– Drücken Sie den Button Kalibrierung starten.
– Wählen Sie aus dem Dateifenster Kalibrierdaten aus Datei laden.
Ö Wenn die Kalibrierung erfolgreich war, erscheint eine entsprechende
Meldung.
– Nach Abschluss der Kalibrierung der 1. Achse wiederholen Sie den
Kalibriervorgang für die 2. Achse.

199
Inbetriebnahme

10.5.1 Kalibrierung bei Fahrzeugen mit mechanischer Federung


Bei Fahrzeugen mit mechanischer Federung muss der Wegsensor kalibriert
werden.
– Prüfen Sie, dass die Hebellänge des Wegsensors 100 mm beträgt, und dass
das Fahrzeug unbeladen ist.
– Aktivieren Sie mechanisch gefedert in der TEBS E Diagnose Software über
Register 2, Fahrzeug.
„ Das unbeladene Fahrzeug wird mit Einfederungsweg 0 mm definiert
(keine Eingabe erforderlich).
– Nach Auswahl der Federungsart geben Sie den Federweg beladen [mm] und
100 mm bei der Wegsensor Hebellänge [mm] ein.
– Klicken Sie auf Kalibrieren der Wegsensoren für Achslast, um die
Kalibrierung des unbeladenen Fahrzeugs durchzuführen.
– Geben Sie die aktuelle Achslast der Achse in das Feld Aktuelle Achslast
Achse c-d ein.
– Klicken Sie auf den Button Wegsensor Achse c-d kalibrieren.
Ö Wenn die Kalibrierung erfolgreich war, erscheint eine entsprechende
Meldung.
Ö Wenn die Kalibrierung nicht erfolgreich war, gehen Sie folgendermaßen
vor:
– Überprüfen Sie die Anbringung des Wegsensors.
– Verändern Sie gegebenenfalls die Hebellänge.
– Anschließend wiederholen Sie die Kalibrierung.

200
Inbetriebnahme

10.6 Dokumentation

Systemschild
Nach dem Einbau des TEBS E Systems kann mit Hilfe der TEBS E Diagnose
Software ein TEBS E Systemschild erstellt werden, auf dem die Einstelldaten
dokumentiert sind.
Dieses TEBS E Systemschild ist gut sichtbar am Fahrzeug anzubringen (z. B.
im Bereich, in dem sich bei konventionell gebremsten Fahrzeugen das ALB-
Schild befindet).

LEGENDE
1 Unbeladenes Fahrzeug
2 Beladenes Fahrzeug
3 1. Liftachse
4 Daten Bremszylinder
5 Referenzwerte
6 Fahrhöhe
7 Gewählte Zuordnung der Pins zum GIO-Steckplatz
8 IN/OUT-Verbindungen

Der Folienrohling für dieses Typenschild kann unter der WABCO Teilenummer
899 200 922 4 bezogen werden.
Der Datenausdruck muss mit einem Laserdrucker erfolgen.

Ausdruck von PDF-Dateien

Mit der TEBS E Diagnose Software (ab Version TEBS E2)


ist ein Ausdruck des Inbetriebnahmeprotokolls und des
Diagnosespeicherprotokolls als PDF direkt aus den Druckmenüs
möglich.

201
Bedienung

11 Bedienung

11.1 Warnmeldungen
Hinweise zu Warnmeldungen:
„ in den entsprechenden Funktionsbeschreibungen
Kapitel „7 GIO-Funktionen“, Seite 62.
„ Kapitel „6.8.1 Warnungen und Systemmeldungen“, Seite 35.

11.2 Bedienung mit Trailer Remote Control


Die Trailer Remote Control lässt nur Funktionen zu, die in dem
i
TEBS E Modulator (ab Version TEBS E2) des Anhängefahrzeugs
mittels TEBS E Diagnose Software voreingestellt wurden (Abschnitt
i
„Konfiguration“).
Weitere Informationen zur Bedienung können Sie auch
der „Trailer Remote Control – Bedienungsanleitung
(nonverbal)“entnehmenKapitel „Technische Druckschriften“, Seite
9.

Beschreibung der Oberfläche der Trailer Remote Control

POSITION BENENNUNG
Warnanzeige für Bremsbelag: Symbol leuchtet bei zu geringem
1 Bremsbelag permanent, sofern eine Belagverschleißsensierung
im Anhänger installiert ist.

202
Bedienung

POSITION BENENNUNG
Warnanzeige für Reifendruck: Symbol leuchtet bei zu geringem
2 Reifendruck permanent, sofern OptiTireTM im Anhänger
installiert ist.
LED für den Immobilizer (Wegfahrsperre): Symbol blinkt (1 Hz),
3
wenn das Fahrzeug gesperrt ist.
4 Anhänger-Symbol
LEDs für den Rückwärtsgang: Symbole sind beleuchtet, wenn
5
der Rückwärtsgang eingelegt ist.
LED-Reihen für TailGUARDTM: Die 3 LED-Reihen geben bei
6 aktiviertem TailGUARDTM-System an, ob und wo sich ein Objekt
hinter dem Fahrzeug befindet.
7 Bestätigung Tastendruck
Konfigurierbare Tasten zur Aktivierung/Deaktivierung von
8 Funktionen: Die 6 Funktionstasten können mit Funktionen
belegt werdenKapitel „7 GIO-Funktionen“, Seite 62.
9 Wechselbare Symbole je nach Programmierung der Tasten
Aktivierungsbestätigung der Funktion durch grüne Beleuchtung
10
des oberen Ringteils

TASTENSYMBOL FUNKTION
Anfahrhilfe
Aktivierung der Anfahrhilfe: Taste < 5 Sekunden berühren.
Aktivierung der Anfahrhilfe „Gelände“ (wenn parametriert): Taste 2x berühren.
Deaktivierung der Anfahrhilfe/Anfahrhilfe „Gelände“: automatisch bei Überschreitung der in der
TEBS E parametrierten Fahrgeschwindigkeit.

Zwangssenken
Aktivierung: Taste > 5 Sekunden berühren.
Deaktivierung: erneutes Einschalten der Zündung oder erneutes Berühren der Taste.
Bei Berührung der Taste ist die Anfahrhilfe wieder aktiviert.
Wenn OptiLoadTM und OptiTurnTM nicht als Automatik parametriert wurden:

Rangierhilfe (OptiTurnTM)
Aktivierung: Taste < 5 Sekunden berühren.
Deaktivierung: automatisch bei Überschreitung der in der TEBS E parametrierten
Fahrgeschwindigkeit.

Stützlastreduzierung (OptiLoadTM)
Aktivierung: Taste 2x berühren (wenn die Automatik nicht voreingestellt wurde).
Deaktivierung: automatisch bei Überschreitung der in der TEBS E parametrierten
Fahrgeschwindigkeit.

Zwangssenken
Aktivierung: Taste > 5 Sekunden berühren.
Deaktivierung: erneutes Einschalten der Zündung oder erneutes Berühren der Taste.
Bei Berührung der Taste ist OptiTurnTM wieder aktiviert.

203
Bedienung

TASTENSYMBOL FUNKTION
Fahrniveau II
Aktivierung des Fahrniveaus II: Taste berühren.

Fahrniveau I
Aktivierung des Fahrniveaus I: Taste erneut berühren.
Zurück in Fahrniveau II: Taste 2x berühren.
Zwangssenken
Aktivierung: Taste berühren (oder Taste „Rangierhilfe“ oder Taste „Anfahrhilfe“ > 5 Sekunden
berühren).
Deaktivierung der Funktion „Zwangssenken“ und gleichzeitig Aktivierung der Liftachsteuerung
(Heben der Liftachse in Anhängigkeit zur Beladung): Taste erneut berühren.
ECAS Heben
Aktivierung: Taste berühren.
Vor der Version elektronisches Erweiterungsmodul 1 muss Heben/Senken als GIO-Funktion
ausgewählt und in der GIO-Steckerzuordnung zugewiesen werden.
ECAS Senken
Aktivierung: Taste berühren.
Vor der Version elektronisches Erweiterungsmodul 1 muss Heben/Senken als GIO-Funktion
ausgewählt und in der GIO-Steckerzuordnung zugewiesen werden.
Kippwinkelanzeige
Aktivierung: Taste berühren (grüne LEDs leuchten permanent).
Deaktivierung: beliebige Taste berühren (grüne LEDs erlöschen).
In der TEBS E Diagnose Software können die Parameter der Warnstufen gesetzt werden.
Grüne Anzeige (leuchtet permanent): Neigungswinkel kleiner Warnstufe 1, keine Gefahr.
Gelbe Anzeige (leuchtet permanent, Warnton 1 Hz): Neigungswinkel zwischen Warnstufe 1
und 2, Achtung!
Rote Anzeige (blinken 2 Hz, permanenter Dauerton): Warnstufe 2 überschritten, Gefahr!
Heben der Mulde sofort abbrechen.
Entladeniveau
Aktivierung: Taste berühren.
Vorheriges Niveau aktivieren: Taste erneut berühren.

204
Bedienung

TASTENSYMBOL FUNKTION
Straßenfertigerbremse
Aktivierung: Taste berühren.
Deaktivierung: Taste erneut berühren oder automatisch, wenn die Fahrzeuggeschwindigkeit
> 10 km/h ist.
Menü „Einstellungen“ aufrufen: Taste > 2 Sekunden berühren.
Durch die +/- Taste (F2 & F5) kann der Bremsdruck in 0,1 bar-Schritten eingestellt werden;
Werte zwischen 0,5 und 6,5 bar sind möglich.
Die Verfügbarkeit der +/- Funktionalität auf den Tasten F2 und F5 wird durch grüne
Beleuchtung des oberen Ringteils dargestellt.
Bei Einschalten der Funktion wird die Ist-Situation dargestellt. Die Werte des integrierten
Drucksensors des TEBS E werden abgebildet und können direkt angepasst werden.
Die Anzeige erfolgt über die 1. und 2. Spalte der LED-Reihen. Die 1. Spalte zeigt den
ganzzahligen Druckwert, während die 2. Spalte die Nachkommastelle darstellt.

0,5 bar 4,8 bar

0 5 4 8

Menü „Einstellungen“ verlassen: Taste > 2 Sekunden berühren oder > 5 Sekunden keine
Taste berühren.

205
Bedienung

TASTENSYMBOL FUNKTION
Anzeige der Achslast (ab Version elektronisches Erweiterungsmodul 1)
Aktivierung: Taste berühren.
Es erscheint ein „T“ (Gesamtmasse), nach 2 Sekunden wird die Gesamtmasse dargestellt:
In der linken Spalte entspricht eine LED jeweils 10.000 kg Masse.
In der mittleren Spalte entspricht eine LED jeweils 1.000 kg Masse.
In der rechten Spalte entspricht eine LED jeweils 100 kg Masse.

Beispiel: 2x 10.000 kg + 4x 1.000 kg + 8x 100 kg = 24.800 kg


Mit Hilfe der +/- Tasten kann zu jeder Achse umgeschaltet und deren Achslast angezeigt
werden.
Einmaliges Drücken der +/- Taste zeigt die aktuell gewählte Achse:
„T“ = Gesamtmasse „1“ = Achse 1 „2“ = Achse 2 usw.
Durch erneutes Drücken der +/- Taste kann die gewünschte Achse gewählt werden.
Für 2 Sekunden wird die gewählte Achse eingeblendet, dann wird automatisch die Last auf
dieser Achse durch die LED-Reihen angezeigt.
Mit Hilfe der TEBS E Diagnose Software können die maximal zulässigen Achslasten
eingestellt werden.
Wenn die zulässige Achslast für eine Achse oder die zulässige Gesamtmasse überschritten
wird, wird automatisch zur überladenen Achse gewechselt und deren Last angezeigt.
Während eine Überladung vorliegt, blinkt die Anzeige und es wird ein Warnton abgegeben,
der durch Berühren der Taste abgeschaltet werden kann.
Deaktivierung: Taste erneut berühren.
Ein Messung der Achslast kann daher nur bei nicht verspanntem Fahrzeug (Fahrwerk
entspannen durch Lösen der Bremse, danach wieder die Bremse einlegen) erfolgen.
Die Messung kann ungenau sein, wenn sich das Fahrzeug nicht im Fahrniveau befindet.

Hinweise:
Die Achslasten werden über die Balgdrücke ermittelt. Ihre Genauigkeit ist damit abhängig von
den ALB-parametrierten Werten für Achslast und Balgdruck.
Bei verspannten Achsen spiegeln die Balgdrücke nicht die tatsächliche Achslast wieder
(verspannte Achsen: wenn die Räder sich drehen wollen, aber nicht können, da sie
eingebremst sind).
Eine Messung der Achslast kann daher nur bei nicht verspanntem Fahrzeug (Fahrwerk
entspannen durch Lösen der Bremse, danach wieder die Bremse einlegen) erfolgen.
Die Messung kann ungenau sein, wenn sich das Fahrzeug nicht im Fahrniveau befindet.
Automatik OptiTurnTM aus (ab Version elektronisches Erweiterungsmodul 1)
Aktivierung: Taste berühren.
Temporäre Deaktivierung (um automatisches Starten zu verhindern): Taste erneut berühren.
Dauerhafte Deaktivierung: Taste > 5 Sekunden berühren.
Um die Funktion dauerhaft auszuschalten, d. h. auch nach Zündungsneustart, muss die Taste
5 Sekunden gedrückt werden. Das Gleiche gilt für das Einschalten.
Aktivierung OptiTurnTM/OptiLoadTM über SmartBoard (kein Schalter notwendig) in der TEBS E
Diagnose Software wählen, um die Funktion in der Trailer Remote Control freizuschalten,
ohne einen Schalter in der GIO-Steckerzuordnung zuweisen zu müssen.

206
Bedienung

TASTENSYMBOL FUNKTION
Automatik OptiLoadTM aus (ab Version elektronisches Erweiterungsmodul 1)
Aktivierung: Taste berühren.
Temporäre Deaktivierung (um automatisches Starten zu verhindern): Taste erneut berühren.
Dauerhafte Deaktivierung: Taste > 5 Sekunden berühren.
Um die Funktion dauerhaft auszuschalten, d. h. auch nach Zündungsneustart, muss die Taste
5 Sekunden gedrückt werden. Das Gleiche gilt für das Einschalten.
Aktivierung OptiTurnTM/OptiLoadTM über SmartBoard (kein Schalter notwendig) in der TEBS E
Diagnose Software wählen, um die Funktion in der Trailer Remote Control freizuschalten,
ohne einen Schalter in der GIO-Steckerzuordnung zuweisen zu müssen.
Roll Stability Adviser (ab Version elektronisches Erweiterungsmodul 1 – nur in
Verbindung mit in TEBS E aktivierter RSS-Funktion)
Die Querbeschleunigung des Anhängers wird durch die LEDs angezeigt.
Wenn mehr als 35 % der kritischen Querbeschleunigung erreicht sind, leuchtet die dritte LED-
Reihe.
Die zusätzlichen LEDs schalten sich bei folgenden kritischen Querbeschleunigungen ein:
• 4. LED-Reihe gelb = 35 %
• 5. LED-Reihe gelb = 55 %
• 6. LED-Reihe gelb = 75 % und Vorwarnton
• 7. LED-Reihe rot = 95 % und permanenter Warnton
Ist die Kommunikation zwischen dem elektronischen Erweiterungsmodul im Anhänger und der
Trailer Remote Control im Motorwagen gestört, erfolgt für 3 Sekunden ein Warnton und die
mittlere rote und die mittlere gelbe LED-Zeile leuchten.
Linke Kurve Rechte Kurve

Automatische Aktivierung: ab einer Geschwindigkeit von 12 km/h


Ausschalten des Warntons: Taste berühren
Deaktivierung der Funktion (bis zum nächsten Reset): Taste erneut berühren.
Aktivierung der Funktion und des Warntons: Taste erneut berühren.
Permanentes Aktivieren/Deaktivieren: Taste bei einer Geschwindigkeit oberhalb von 12 km/h
für mindestens 2 Sekunden berühren.
TailGUARDTM
Aktivierung: Rückwärtsgang einlegen.
Deaktivierung (inklusive Deaktivierung der automatischen Bremsfunktion, visuellen und
akustischen Warnung): Taste berühren.
Deaktivierung aufheben: Rückwärtsgang rausnehmen.
Eine Aktivierung mittels Taste ist nicht möglich.

207
Bedienung

TASTENSYMBOL FUNKTION
Immobilizer (Wegfahrsperre)
Bei Aktivierung des Immobilizers sind alle anderen Funktionen der Trailer Remote Control
deaktiviert. Das Symbol für den Immobilizer blinkt.
Aktivierung: Taste berühren.

Aktivierung/Deaktivierung mit PIN-Eingabe


Voraussetzung: Feststellbremse ist aktiviert (Einstellung über einen Parameter, gilt für
Deaktivierung)
PIN-Eingabemaske aufrufen: Taste > 2 Sekunden berühren.
Piepton als Bestätigung.
Die linke LED-Reihe zeigt an, welche Stelle des PINs verändert wird.
Wechseln der Stellen: Taste F1 berühren.
In der mittleren LED-Reihe wird der Wert der Ziffer der PIN dargestellt und mit den Tasten F2
und F5 eingestellt.
Nach erfolgreicher Eingabe der 4-stelligen PIN: Taste > 2 Sekunden berühren.
2 lange Pieptöne als Bestätigung und Änderung des Immobilizer-Symbols.

Beispiel: PIN-Eingabe 4627

1. PIN-Nr. 4 2. PIN-Nr. 6 3. PIN-Nr. 2 4. PIN-Nr. 7

Gründe für Fehlschlag der Aktivierung/Deaktivierung (4 kurze Pieptöne, Immobilizer-Symbol


bleibt unverändert):
„ Wenn länger als 5 Sekunden keine Eingabe erfolgt oder die F3-Taste betätigt wird, wird die
PIN-Eingabemaske – ohne zu speichern – verlassen.
„ Die Feststellbremse ist nicht eingelegt, obwohl in der Parametrierung gewählt wurde, dass
der Immobilizer nur gelöst werden kann, wenn die Feststellbremse aktiviert ist.
Wenn die Aktivierung/Deaktivierung der Immobilizer-Funktion nicht möglich ist, da der
PUK abgefordert wird oder ein technischer Schaden vorliegt, ist der Zugang zu der PIN-
Eingabemaske nicht möglich. Stattdessen erfolgt eine akustische Rückmeldung (4 kurze
Pieptöne).

Aktivierung/Deaktivierung mit gespeicherter PIN


Die zuletzt eingegebene PIN wird in der Trailer Remote Control gespeichert.
Aktivierung: Taste > 5 Sekunden berühren.
Deaktivierung: Taste erneut > 5 Sekunden berühren.
Sperrung der Lenkachse (ab Version elektronisches Erweiterungsmodul 1)
Aktivierung: Taste berühren.
Deaktivierung: Taste erneut berühren.
Wenn die Achse gesperrt ist, leuchtet der obere Teil des Tastenringes grün.

208
Bedienung

TASTENSYMBOL FUNKTION
ECAS 2-Punkt-Regelung (ab Version elektronisches Erweiterungsmodul 1)
Ab TEBS E2.5 ist die separate Ansteuerung rechts/links bzw. vorn/hinten möglich, wenn die
ECAS 2-Punkt-Regelung verbaut ist.
Durch einfaches Betätigen der Heben/Senken-Taste kann der Aufbau vollständig gehoben
bzw. gesenkt werden.
Um die getrennte Ansteuerung vorzunehmen, muss in ein separates Menü gewechselt
werden, indem die Heben-/Senken-Taste länger als 2 Sekunden betätigt wird.
Wechseln zwischen den beiden Kreisen (Vorn/Hinten bzw. Links/Rechts): Taste F2 bzw. Taste
F5.
Der Parameter „Totmann“ im Feld Niveauregelung wirkt auch bei der Trailer Remote Control.
Der ausgewählte Kreis blinkt im Display.
Sattelanhänger mit Einzelradaufhängung
Links Rechts Beide

Deichselanhänger
Hinterachse Vorderachse Beide

Lautstärkeregelung
Mit der Lautstärkeregelung werden Tastentöne, Systemmeldungen sowie TailGUARDTM-
Funktionen beeinflusst.
Deaktivierung des Trailer Remote Control Piepers und gegebenenfalls des an dem
elektronischen Erweiterungsmodul angeschlossenen, externen Buzzers: Taste < 2 Sekunden
berühren.
Das Ausschalten ist nur temporär für die aktuelle Rückwärtsfahrt möglich. Die
Lautstärkeregelung kann nur ausgeschaltet werden, wenn der Rückwärtsgang eingelegt und
TailGUARDTM aktiviert ist.
Menü „Lautstärke“ aufrufen: Taste > 2 Sekunden berühren.
Die mittlere LED-Reihe leuchtet und zeigt die eingestellte Lautstärke an.
Die Lautstärke kann nun mittels der Tasten F2 und F5 zwischen 0 und 9 eingestellt werden.
Die Voreinstellung ist 5.
Die Verfügbarkeit der +/- Funktionalität auf den Tasten F2 und F5 wird durch Blinken des
oberen Teils des Tastenringes dargestellt.
Speicherung der Lautstärke: Taste > 2 Sekunden berühren oder wenn > 5 Sekunden keine
Taste berührt wird.
Bei einer Lautstärke kleiner als 4 wird der externe Pieper während TailGUARDTM
ausgeschaltet.
Wenn der Wert kleiner ist als 3, wird der Wert der Trailer Remote Control nach dem nächsten
Neustart wieder auf 3 gesetzt.

209
Bedienung

Einstellung der Entfernungsanzeige


Für die Distanzanzeige zum Objekt sind zwei Modi einstellbar, die sich in der
Darstellung, Objektentfernung und der Definition der Überwachungsbereiche
unterscheiden.
Über das gleichzeitige Berühren der Tasten F1 und F6 kann zwischen den
beiden Modi gewechselt werden. Ein akustisches Signal bestätigt die Änderung.

ISO 12155 Mode


In diesem Modus erfolgt die Anzeige entsprechend des in der ISO 12155
festgelegten Abstandswertes und der festgelegten Auflösung.
Es werden immer nur die grünen, nur die gelben oder nur die roten LEDs
angesteuert.

WABCO Standard-Mode
In diesem Modus erfolgt die Anzeige etwas detaillierter als im ISO 12155 Mode.
Mittels der Ausleuchtung einzelner LED-Reihen kann eine Orientierung des
Objektes für Rechts-Mitte-Links hinter dem Fahrzeug für einzelne Objekte
angezeigt werden.
Ist die Erfassung der Objekte nicht eindeutig, wird im Zweifelsfall das Objekt
angezeigt, das dem Fahrzeug am nächsten ist.
Im WABCO Standard-Mode werden bei sich reduzierender Entfernung des
Objekts auch die grünen und gelben LEDs angesteuert. Die Beleuchtung ist
dabei permanent.
Die detaillierte Anzeige kann nur für die Ebenen erfolgen, in denen 3 Sensoren
angebracht sind. Wenn in einer Ebene nur 2 Sensoren angebracht sind, werden
immer vollständige LED-Reihen angezeigt.
In der folgenden Tabelle sind die Überwachungsbereiche und die Darstellung
der LED-Reihen aufgezeigt:

OBJEKTENTFERNUNG

LEDS ISO 12155 MODE WABCO STANDARD-MODE


grün > 300 cm permanent an
gelb 300 - 181 cm; blinkt 2 Hz 300 - 150 cm; blinkt 2 Hz
rot 180 - 71 cm; blinkt 4 Hz 150 - 76 cm; blinkt 4 Hz
0,8 m bis Bremspunkt; 0,8 m bis Bremspunkt;
blinkt 6 Hz blinkt 6 Hz
ab Bremspunkt; permanent an ab Bremspunkt; permanent an

Helligkeitssteuerung
Durch gleichzeitiges Drücken der Tasten F1 und F4 kann in die
Helligkeitssteuerung der LEDs gewechselt werden.
Die Helligkeit kann in drei Stufen eingestellt werden (grün: dunkel, gelb: mittlere
Helligkeit, rot: maximale Helligkeit).
Mit den Tasten F2 und F5 (+/-) kann zwischen den Helligkeitsstufen gewechselt
werden.
Wenn in der TEBS E Diagnose Software der Parameter Helligkeitssteuerung
aktiv gesetzt wurde, kann ein Automatikmodus mit automatischer
Lichtsteuerung gewählt werden (Anzeige im LED-Feld: A).

210
Bedienung

Konfiguration
Die Konfiguration der Trailer Remote Control erfolgt mittels der TEBS E
Diagnose Software.

Vordefinierte Konfigurationen der Tasten-Belegungen

KONFIGURIERBARE OPTION 1
TASTEN (WABCO STANDARD) OPTION 2 OPTION 3
F1 Zwangssenken ECAS Heben ECAS Heben
F2 Anfahrhilfe Anfahrhilfe Anfahrhilfe
F3 Lautstärkeregelung Entladeniveau Lautstärkeregelung
F4 Immobilizer ECAS Senken ECAS Senken
F5 Rangierhilfe Kippwarnung Fahrniveau II
F6 TailGUARD Ausschalten
TM
Straßenfertigerbremse OptiTurnTM/OptiLoadTM an/aus

Die Trailer Remote Control wird mit der WABCO Standard-Konfiguration


(Option 1) ausgeliefert. Die Tasten können auch beliebig anders konfiguriert
werden.
Ausnahmen:
„ Der Immobilizer kann nur auf F4 oder F6 programmiert werden.
„ Die Lautstärke und Straßenfertigerbremse können nur auf F1, F3, F4 oder
F6 programmiert werden.

11.3 Bedienung der ECAS-Niveauregelung

11.3.1 Bedienung der ECAS-Niveauregelung (ohne eTASC)


Es kann nur eine Bedieneinheit/-box benutzt werden. Wenn
i
mehrere Bedieneinheiten/-boxen verbaut werden sollen, müssen die
Datenleitungen (Clock/Data) für die nicht aktiven Bedieneinheiten/-
i
boxen unterbrochen werden.
Eine gleichzeitige Nutzung von Bedieneinheit/-box, Trailer Remote
Control und SmartBoard ist möglich.

Ab Version TEBS E2.5 kann die ECAS 2-Punkt-Regelung, und


somit das seitenabhängige Heben bzw. Senken, auch mit der
Trailer Remote Control umgesetzt werden.

Neben der Trailer Remote Control können nachfolgende Bedieneinheiten für


die Bedienung der Anfahrhilfe verwendet werden. Genauere Informationen zur
Bedienung mit der Trailer Remote ControlKapitel „11.2 Bedienung mit Trailer
Remote Control“, Seite 202.
Eine genaue Beschreibung zur Bedienung der ECAS-Niveauregelung mit dem
SmartBoard der 2. Generation finden Sie in der Druckschrift „SmartBoard –
Systembeschreibung“, Kapitel „2 Allgemeine Hinweise“, Seite 7 => Abschnitt
„Technische Druckschriften“.

211
Bedienung

HEBEN/
BEDIENEINHEIT BEDIENBOX SMARTBOARD BEDIENEINHEIT SENKEN-
446 056 11X 0 446 156 02X 0 446 192 11X 0 446 056 25X 0 TASTER

Aufbau heben 1. 2. 1. 2. 3. 1. 2.

Aufbau senken 1. 2. 1. 2. 3. 1. 2.

Heben/Senken
abbrechen

Fahrniveau I
(Normalniveau) 1. 2. 1. 2. 1. 2. 3.
und
*) Zeit ist abhängig von
Parametrierung

*)
Fahrniveau II
1. 2. 1. 2. 1. 2. 3.
*) Zeit ist abhängig von und
Parametrierung

*)
Entladeniveau an-/ 1. 2.
abwählen
– – – –

Memoryniveau (M1) Gleichzeitig drücken: Gleichzeitig drücken:


anwählen

5 Sek.
1. 2.
drücken

Memoryniveau (M1) Gleichzeitig drücken: Gleichzeitig drücken:
speichern

Memoryniveau (M2) Gleichzeitig drücken: Gleichzeitig drücken:


anwählen

1. 2.

– –
Memoryniveau (M2) Gleichzeitig drücken: Gleichzeitig drücken:
speichern

Standby einschalten:
Motorwagen 1. Innerhalb
angekuppelt. Innerhalb von 30 2.
von 30 Sek. nach Sek.:
Ausschalten der – –
Zündung Button
drücken. Anhänger-
Niveauregelung ist aktiv,
z. B. bei Rampenbetrieb
Standby-Regelung > 5 Sekunden: > 5 Sekunden:
beenden
– –

212
Bedienung

11.3.2 Bedienung der ECAS-Niveauregelung mit eTASC


Das Heben und Senken des Fahrzeugs erfolgt durch einfaches Drehen des
Hebels.
Nach Erreichen der gewünschten Höhe wird der Hebel zurück nach unten
gedreht.
Eine per Hebel eingestellte Höhe wird durch TEBS E geregelt und auch bei
späterer Änderung der Beladung konstant gehalten, sofern die folgenden
Bedingungen erfüllt sind:
„ Zündung eingeschaltet oder ECAS-Nachlaufzeit (Standby) aktiv
„ Parameter Keine Niveauregelung im Stillstand deaktiviertKapitel „7.4
Integrierte elektronisch geregelte Luftfederung (ECAS)“, Seite 69.
„ Schalter „Niveauregelung aus“ geöffnet
Wenn der Hebel während einer durch TEBS E gesteuerten Höhenänderung
betätigt wird, kann TEBS E die Bedienungsanforderung nicht korrekt erkennen.

Vor Höhenänderung mittels Handhebel sollten etwaige – durch


i
TEBS E gesteuerte – Höhenänderungen beendet sein.

213
Bedienung

11.4 Bedienung der Anfahrhilfe


Neben der Trailer Remote Control können nachfolgende Bedieneinheiten für
die Bedienung der Anfahrhilfe verwendet werden. Genauere Informationen zur
Bedienung mit der Trailer Remote ControlKapitel „11.2 Bedienung mit Trailer
Remote Control“, Seite 202.

BEDIENEINHEIT BEDIENBOX SMARTBOARD SMARTBOARD


446 056 11X 0 446 156 02X 0 446 192 21X 0 446 192 11X 0

Anfahrhilfe starten Gleichzeitig drücken:


(wirkt beim 2. 1. 2.
1. 3.
Sattelanhänger auf
Achse 1)

Ein manuelles Beenden der Funktion ist nur über den Taster/Schalter
„Zwangssenken“ möglich.

11.5 Bedienung OptiLoad/OptiTurn

BEDIENEINHEIT BEDIENBOX SMARTBOARD SMARTBOARD


446 056 11X 0 446 156 02X 0 446 192 21X 0 446 192 11X 0

Rangierhilfe Gleichzeitig drücken:


(OptiTurnTM) 1. 2. 3.
starten (wirkt beim
Sattelanhänger auf –
Achse 3)

Rangierhilfe
(OptiTurnTM) 1. 2.
automatisch starten. 1. 2. 3.
Wenn OptiLoadTM – – AUTO
genutzt werden soll,
muss zuvor OptiTurnTM
parametriert sein!

214
Bedienung

11.6 Bedienung Liftachsen

HEBEN/
BEDIENEINHEIT BEDIENBOX SMARTBOARD SMARTBOARD BEDIENEINHEIT SENKEN-
446 056 11X 0 446 156 02X 0 446 192 21X 0 446 192 11X 0 446 056 25X 0 TASTER

Liftachse(n)
1. 2. 1. 2. 1. 2.
heben

Liftachse(n) Taster / Schalter


1. 2. 1. 2. 1. 2.
senken – über Funktion
„Zwangssenken“
Abschalten der
Liftachsautomatik

Über Taster/Schalter „Zwangssenken“ kann man zwischen den Modi


i
„Zwangssenken“ und „Liftachs-Vollautomatik“ wechseln.

i
Bei Zwankssenken mit Taster / SmartBoard ist die Funktion nur für
i
einen Zündungszyklus aktiv. Nachdem die Zündung ausgeschaltet
wurde, wirkt wieder die Liftachsautomatik.
i
Ab TEBS E4 kann die Liftachsfunktion auch ganz abgeschaltet
werden.
Bei Fahrzeugen mit mehreren, separat gesteuerten Liftachsen
kann so über das Abschalten der 1. Liftachse diese gesenkt und so
ein Heben der 2. Liftachse ermöglicht werden.

11.7 Bedienung des Immobilizers


Eine genaue Beschreibung zur Bedienung des Immobilizers mit dem
SmartBoard finden Sie in der Druckschrift „SmartBoard – Systembeschreibung“,
Kapitel „2 Allgemeine Hinweise“, Seite 7 => Abschnitt „Technische
Druckschriften“.
Eine genaue Beschreibung zur Bedienung des Immobilizers mit der Trailer
Remote ControlKapitel „11.2 Bedienung mit Trailer Remote Control“, Seite
202.

215
Werkstatthinweise

12 Werkstatthinweise

12.1 Wartung
Das TEBS E System ist wartungsfrei.

Bei Warnungsmeldungen fahren Sie umgehend die nächstgelegene


i
Werkstatt an.

12.2 Systemschulung und PIN


Nach Teilnahme an einem Lehrgang oder E-Learning können Sie bei uns eine
PIN für die TEBS E Diagnose Software abfragen. Mit dieser Persönlichen
Identifikations-Nummer schalten Sie erweiterte Funktionen in der Software frei
und können damit die Einstellung in Steuerelektroniken verändern.

Der Lehrgang oder die Nachschulung muss 2010 oder später


besucht worden sein.

ERFORDERLICHE
TÄTIGKEIT PIN-TYP TRAINING
Kalibrierung Wegsensor PIN 2 TEBS E Lehrgang oder E-Learning
Wechsel @ des Modulators
mittels geschütztem PIN 2 TEBS E Lehrgang oder E-Learning
Parametersatz
Einstellen aller
PIN TEBS E Lehrgang
Funktionsparameter
www www
TEBS E Diagnose Software bestellen
– Rufen Sie im Internet die myWABCO Homepage auf:
@ @ @ [Link]
Hilfe zur Anmeldung erhalten Sie über den Button Schritt-für-Schritt
Anleitung.
Nach erfolgreicher Anmeldung können Sie über MyWABCO die
TEBS E Diagnose Software bestellen.
Bei Fragen wenden Sie sich an Ihren WABCO Ansprechpartner.

216
Werkstatthinweise

12.3 Diagnose Hardware


Die TEBS E ermöglicht nur noch die Diagnose über eine der CAN-
Schnittstellennachfolgende Optionen.
Die CAN-Schnittstelle nach ISO 11898 kann für den Anschluss von
SUBSYSTEMS, z. B. OptiTireTM, Telematik, SmartBoard oder elektronischem
Erweiterungsmodul genutzt werden.
Weitere Informationen können Sie auch der Druckschrift „Diagnose –
Produktübersicht“ entnehmenKapitel „2 Allgemeine Hinweise“, Seite 7 =>
Abschnitt „Technische Druckschriften“.

Option 1 – Diagnose nach ISO 11992 (CAN 24 V); über die 7-polige CAN-Verbindung der ISO 7638
VORAUSSETZUNG DIAGNOSE HARDWARE
ISO 7638-Trennadapter mit CAN- Diagnose Interface (DI-2) mit USB- CAN-Diagnosekabel
Steckdose Schnittstelle (für Anschluss an PC) 446 300 361 0 (5 m) /
446 300 360 0 446 301 030 0 446 300 362 0 (20 m)

Option 2 – Diagnose nach ISO 11898 (CAN 5 V); über einen externen Diagnoseanschluss
VORAUSSETZUNG DIAGNOSE HARDWARE
Externe Diagnosebuchse mit gelber Diagnose Interface (DI-2) mit USB- CAN-Diagnosekabel
Kappe Schnittstelle (für Anschluss an PC) 446 300 348 0
Nur TEBS E Modulatoren (Premium) 446 301 030 0
449 611 XXX 0

Diagnose
Bei jeder Auffälligkeit des Systems oder bei Leuchten einer Warnlampe/
Warnanzeige ist eine Systemdiagnose durchzuführen.
Aktuell vorhandene, wie auch sporadisch auftretende, Fehler werden im
Diagnosespeicher von TEBS E gespeichert und über die TEBS E Diagnose
Software angezeigt. Eine Anleitung zur Reparatur wird in der Diagnose
Software angeboten.
Nach dem Beheben von Störungen sollte in jedem Fall der Diagnosespeicher
gelöscht werden.

217
Werkstatthinweise

12.4 Prüfungen / Simulationen

WAS IST ZU PRÜFEN? WAS IST ZU TUN?


Zeitverhalten Vorbereitungen für Tests mit CTU:
Schwellzeit < 0,44 Sekunden – ALB auf „beladen“ stellen.
Eine Anforderung für die Ansprechzeit besteht beim
– Falls erforderlich, Bremse nachstellen.
Anhängefahrzeug nicht.
Vorschriften:
98/12/EG Anhang III
ECE R 13, Annex 6
Energieverbrauch durch ABS-äquivalente – Anhänger auf 8 bar Vorrat auffüllen.
Betätigungen
– Am gelben Kupplungskopf mit 6,5 bar mit der Anzahl
Nach der Anzahl der äquivalenten Betätigungen (ne) ne einbremsen.
aus dem ABS-Gutachten (§ 2.5) muss bei der letzten
Bremsung noch Druck für 22,5 % Abbremsung im – Vorrat absperren.
Zylinder sein. – Bei der letzten Betätigung Druck halten und
Scheibenbremse: Zylinderdruck messen.
ne_EC = 11 Betätigungen
ne_ECE = 12 Betätigungen
Trommelbremse:
ne_EC = 11 Betätigungen
ne_ECE = 13 Betätigungen
Vorschrift:
98/12/EG Anhang XIV
Energieverbrauch durch Federspeicher – Achse(n) mit Federspeicher aufbocken.
Es ist nachzuweisen, dass die Parkbremse des – Anhänger auf 6,5 bar (bei ECE- Abnahme 7,5 bar)
abgekuppelten Fahrzeuges mindestens 3x zu lösen ist. Vorrat auffüllen.
Vorschriften:
– Fahrzeug abkuppeln.
98/12/EG Anhang V, § 2.4
ECE R 13, Annex 8, § 2.4 – Automatische Bremsung lösen (schwarzer Knopf).
– Parkbremse (Federspeicher) durch Betätigung des
roten Knopfes 3x entlüften und wieder belüften. Räder
mit Federspeicher müssen sich noch drehen lassen.
Messen der Bremskräfte aller Achsen des – Die Liftachse ist angehoben und muss für die Prüfung
unbeladenen Fahrzeugs auf dem Rollenprüfstand. abgesenkt werden.
ALB-Kennlinie bei Fahrzeugstillstand – Anschluss Feindruckregelventil und Manometer am
Die durch EBS ausgesteuerte Kennlinie des gelben Kupplungskopf.
unbeladenen oder beladenen Fahrzeuges per – Anschluss Manometer an Prüfanschluss
Manometer. „Bremszylinder“.
– Fahrzeug mit Spannung versorgen.
– Druck mit Feindruckregelventil langsam erhöhen und
Manometerwerte mitschreiben.

218
Werkstatthinweise

WAS IST ZU SIMULIEREN? WAS IST ZU TUN?


Beladenes Fahrzeug Balgdruck < 0,15 bar einstellen durch:
– Mit Drehschieber (ECAS...) das Fahrzeug auf Puffer
absenken.
– Mittels Prüfventil am Anschluss 5 den Balgdruck
„beladen“ simulieren.
– In Parametrierung Leerbremsdruck auf 6,5 bar setzen
(nach Ende der Messungen neue Inbetriebnahme
erforderlich).
Simulation ECAS-Fahrzeug: Bei Bedarf ist ein
Prüfanschluss mit integriertem 2-Wegeventil
(463 703 XXX 0) in den Anschluss 5 des Modulators
einzubauen, um den Zustand „beladen“ zu simulieren.
Beachten Sie: Stecker „Achslastsensor“ wieder
aufstecken.
Senken der angehobenen Liftachse(n) des unbeladenen Einstellen eines Luftfederdruckes < 0,15 bar:
Fahrzeugs. – Entlüften der Tragbälge durch das Drehschieberventil.
– Anschluss einer Drucksimulation an Anschluss 5 des
Modulators.
– TEBS E Diagnose Software.
Prüfmodus zur Überprüfung der ALB-Kennlinie. – Zündung einschalten / Spannungsversorgung
Im Prüfmodus werden Notbremsfunktion und bei Fahrzeugstillstand ohne Druck am gelben
Stillstandsfunktion abgeschaltet. Kupplungskopf.
Beachten Sie: Prüfmodus wird abgeschaltet, wenn
das Fahrzeug mit mehr als 2,5 km/h bewegt wird oder
spätestens nach 10 Minuten.

219
Werkstatthinweise

12.5 Austausch und Reparatur

Allgemeine Sicherheitshinweise
– Die Reparatur an einem Fahrzeug darf nur qualifiziertes Fachpersonal einer
Fachwerkstatt durchführen.
– Leisten Sie den Vorgaben und Anweisungen des Fahrzeugherstellers
unbedingt Folge.
– Halten Sie Unfallverhütungsvorschriften des Betriebes sowie nationale
Vorschriften ein.
– Verwenden Sie – soweit erforderlich – eine Schutzausrüstung.

Austausch des TEBS E Modulators


Der Austausch eines älteren TEBS E Modulators ist gegen einen TEBS E
Modulator mit gleichem oder neuerem Versionsstand möglich.

Eine Ausnahme: Modulatoren ab Version TEBS E4 unterstützen die


i
Trailer Central Electronic nicht.

i
In den meisten Fällen ist die Verwendung eines wiederaufbereiteten Modulators
sinnvoll.

TEBS E REMAN
TEBS E PRODUKTIONSZEITRAUM VARIANTE GRÜNES LABEL
480 102 03X X 40/2007 ... 21/2009 Standard E0 480 102 040 R
480 102 06X X 40/2007 ... 21/2009 Premium E0 480 102 070 R
480 102 03X X 22/2009 ... 10/2011 Standard E1.5 480 102 041 R
480 102 06X X 22/2009 ... 51/2010 Premium E1.5 480 102 071 R

Vor dem Ausbau des alten Modulators sollte – wenn möglich – der
Parametersatz ausgelesen und im Diagnose Computer gespeichert werden.
Nach dem Wechsel des TEBS E Modulators muss der Parametersatz neu
eingeschrieben und eine Inbetriebnahme durchgeführt werden.

Ab TEBS E4 kann der Kilometerstand eines neu eingebauten


Modulators auf die tatsächliche Laufleistung des Fahrzeugs erhöht
werden.

Für den Wechsel des TEBS E Modulators mittels geschütztem Parametersatz


ist eine TEBS E Systemschulung oder ein E-Learning Voraussetzung. Nur mit
Erhalt der PIN2 sind Sie berechtigt, den Austausch vorzunehmenKapitel „12.2
Systemschulung und PIN“, Seite 216.

220
Werkstatthinweise

Austausch der LIN-Ultraschallsensoren


Beim Wechsel der LIN-Ultraschallsensoren müssen diese neu eingelernt
werdenKapitel „10.4 Inbetriebnahme der LIN-Ultraschallsensoren“, Seite
195.
Überprüfen Sie nach der Inbetriebnahme das Fahrniveau des Fahrzeugs und
führen Sie eine ECAS-Kalibrierung durch, wenn die folgenden Punkte zutreffen:
„ das Fahrzeug ist mit der elektronischen Luftfederung ECAS ausgestattet
„ mindestens ein ECAS-Sensor ist am elektronischen Erweiterungsmodul
(GIO 13, GIO 14) angeschlossen
„ die Ultraschallsensoren wurden durch Ultraschallsensoren einer anderen
Generation ausgetauscht (z. B. Wechsel von Ultraschallsensoren der alten
Generation 446 122 40X 0 zu Ultraschallsensoren der neuen Generation
446 122 45X 0)

Reparatursätze
In der Tabelle finden Sie einen Auszug der wichtigsten Reparatursätze auf einen
Blick:

REPARATURSATZ TEILENUMMER
Austausch von TEBS E Steckersicherungen an der ECU 480 102 931 2
Austausch der Modulator-Verschraubungen 480 102 933 2
Austausch des PEM zur Befestigung und Dichtung 461 513 920 2
(Dichtungssatz)
Anwendbar für Kunststoff und Alu-PEM
Austausch des PEM (ohne Verschraubungen) 461 513 002 0
Austausch des Drucksensors 441 044 108 0
Nur zu verwenden am EBS-Relaisventil
EBS-Relaisventil (Dichtungssatz) 480 207 920 2
Austausch eines ABS-Drehzahlsensors 441 032 808 0 441 032 921 2
Austausch eines ABS-Drehzahlsensors 441 032 809 0 441 032 922 2
Lösen der Rohrleitungen aus den New Line 899 700 920 2
Verschraubungen
Reparatur Alu-PEM 461 513 921 2
Reparatur Kunststoff-PEM 461 513 922 2

221
Werkstatthinweise

Anzugsmomente
Verwenden Sie diese Anzugsmomente beim Austausch von Ventilen,
Steckverbindern etc.
Details zu RohrgewindenDIN EN ISO 228.

GEWINDE MAXIMALES ANZUGSDREHMOMENT


M 10x1,0 18 Nm
M 12x1,5 24 Nm
M 14x1,5 28 Nm
M 16x1,5 35 Nm
M 22x1,5 40 Nm
M 26x1,5 50 Nm

Druckschriften
Ausführlichere Informationen zu den Themen Austausch, Reparatur und
Verschraubungen finden Sie auch in unseren DruckschriftenKapitel „2
Allgemeine Hinweise“, Seite 7 => Abschnitt „Technische Druckschriften“.

222
Werkstatthinweise

12.6 Zugabstimmung
Bei Verschleiß- bzw. Abstimmungsproblemen zwischen Zug- und
Anhängefahrzeugen kann mittels TEBS E Diagnose Software durch den
Parameter „Voreilung“ eine Voreilung bzw. Nacheilung eingestellt werden.

Ändern Sie die Bremsdrücke nur dann, wenn die Radbremsen in


i
Ordnung und die Beläge erneuert worden sind.

i
Prüfen der Ansprechdrücke
Um Fehlfunktionen der Radbremsen auszuschließen, sind zunächst die
Ansprechdrücke zu überprüfen:
– Messen Sie zuerst die Bremskräfte aller Achsen auf einem Rollenprüfstand
und ermitteln Sie die Lage der Einzelfahrzeuge.
„ Für das Anhängefahrzeug sollten folgende Werte „unbeladen“ und
„beladen“ erreicht werden:
„ pm = 0,7 bar = Bremsbeginn
„ 2,0 bar = Abbremsung ca. 12 %
„ 6,5 bar = Abbremsung ca. 55 %
Ö Ist der Bremsbeginn oberhalb 0,8 bar, sind die Ansprechdrücke aller
Radbremsen zu überprüfen.

Prüfen der Ansprechdrücke aller Radbremsen


– Versorgen Sie das Fahrzeug mit Druckluft und Spannung.
– Schließen Sie die TEBS E Diagnose Software an.
– Klicken Sie auf Ansteuerung, Druckvorgabe.
– Bocken Sie das Fahrzeug auf (1. Achse).
– Simulieren Sie den Balgdruck für das beladene Fahrzeug.
– Drehen Sie das Rad und erhöhen Sie den Steuerdruck in 0,1 bar Schritten
(Cursortasten links, rechts).
– Stellen Sie den Bremsdruck (Zylinderdruck, nicht Steuerdruck!) fest, bei dem
das Rad schwer oder nicht mehr zu drehen ist.
– Wiederholen Sie die Prüfung bei den anderen Rädern.
– Berechnen Sie den Mittelwert der ermittelten Ansprechdrücke und
vergleichen Sie diesen mit dem parametriertem Wert.
Ö Gegebenenfalls müssen Sie den neu ermittelten Wert parametrieren.

Beispiel
Parametrierter Ansprechdruck = 0,3 bar
gemessen:
1. Achse rechts = 0,6 bar; 2. Achse rechts = 0,5 bar; 3. Achse rechts = 0,5 bar
1. Achse links = 0,5 bar; 2. Achse links = 0,5 bar; 3. Achse links = 0,6 bar
Mittelwert der Ansprechdrücke = 0,53 bar => abgerundet 0,5 bar

223
Werkstatthinweise

Die Differenz zwischen den beiden Werten von 0,2 bar muss auf die
Bremsdrücke addiert werden.
Die Bremsdrücke des beladenen Fahrzeugs sind in diesem Beispiel wie folgt zu
ändern:
„ 0,3 bar auf 0,5 bar
„ 1,2 bar auf 1,4 bar
„ 6,2 bar auf 6,4 bar
„ sowie der Leerbremsdruck von 1,3 auf 1,5 bar

Die geänderten Steuer- und Bremsdrücke dürfen maximal um 0,2 bar


i
von der Bremsberechnung (Parametrierung des Fahrzeugherstellers)
abweichen. Ansonsten muss eine neue Bremsberechnung erstellt
werden. i
Sprechen Sie hierzu den Fahrzeughersteller an.

Einstellung einer Voreilung


In der TEBS E Diagnose Software in Register 3, Bremsdaten befindet sich ein
Feld Voreilung. Standardmäßig ist hier 0 bar eingestellt. Sie können einen Wert
bis ±0,2 bar einstellen.
Ein positiver Wert lässt das Anhängefahrzeug früher bremsen. Ein negativer
Wert lässt das Anhängefahrzeug später bremsen.

Dokumentation
Dokumentieren Sie Ihre Änderungen durch den Ausdruck eines
SystemschildesKapitel „10.6 Dokumentation“, Seite 201.

12.7 Entsorgung / Recycling


„ Die endgültige und fachgerechte Außerbetriebnahme und Entsorgung
des Produktes hat nach den geltenden gesetzlichen Bestimmungen des
Anwenderlandes zu erfolgen. Insbesondere die Bestimmungen für die
Entsorgung der Batterien, der Betriebsmittel und der elektrischen Anlage
sind zu beachten.
„ Elektrogeräte sind als Abfall getrennt von Haus- oder Gewerbemüll zu
sammeln und wiederzuverwerten oder vorschriftsmäßig zu entsorgen.
„ Falls vorhanden, das Altgerät der firmeninternen Entsorgung zuführen, die
die Weiterleitung an Spezialfirmen (Entsorgungsfachbetriebe) übernimmt.
„ Es besteht auch grundsätzlich die Möglichkeit, das Altgerät an den Hersteller
zurückzugeben. Hierzu ist der Kundendienst des Herstellers zu kontaktieren.
Gesonderte Absprachen sind zu beachten.
„ Elektro- und Elektronik-Geräte müssen getrennt vom unsortierten
Siedlungsabfall erfasst und wiederverwertet oder fachgerecht entsorgt
werden, weil Schadstoffe bei unsachgemäßer Entsorgung die Gesundheit
und Umwelt nachhaltig schädigen können.
„ Genaue Informationen dazu sind bei den Entsorgungsfachbetrieben oder
den zuständigen Behörden zu erhalten.
„ Die Verpackungen sind getrennt zu entsorgen. Papier, Pappe und
Kunststoffe sind dem Recycling zuzuführen.

224
Anhang

13 Anhang

13.1 Pneumatische Anschlüsse für TEBS E

Abbildung 1 Abbildung 2 Abbildung 3

0331) 2) 0351) 2)
STANDARD: 480 102 XXX 0 030 0311) 2) 3) 0321) 034 2) 0361) 2) 3
0371)2)4) 0381)2)4)

PREMIUM: 480 102 XXX 0 060 0611) 2) 3) 0621) 0631) 2) 0642) 0651) 2) 0661) 2) 3)

MULTI-VOLTAGE: 480 102 XXX 0 080 0842)

Abbildung 1

Anschluss Komponente

Rohr Rohr Rohr Rohr Rohr


2.2 Bremsdruck 11 Bremszylinder M 16x1,5 M 16x1,5
12x1,5 12x1,5 12x1,5 12x1,5 12x1,5
Rohr Rohr Rohr Rohr Rohr
2.2 Bremsdruck 11 Bremszylinder M 16x1,5 M 16x1,5
12x1,5 12x1,5 12x1,5 12x1,5 12x1,5
Rohr Rohr Rohr Rohr Rohr
2.2 Bremsdruck 11 Bremszylinder M 16x1,5 M 16x1,5
12x1,5 12x1,5 12x1,5 12x1,5 12x1,5
Rohr Rohr Rohr Rohr
1 Vorrat Behälter „Bremse“ M 22x1,5 Rohr 16x2 M 22x1,5
15x1,5 15x1,5 15x1,5 15x1,5
4.2 Steuerdruck 22 PREV Rohr 8x1 Rohr 8x1 M 22x1,5 Rohr 8x1 Rohr 8x1
2.3 Tristop -
TM
12 Tristop -
TM
Rohr 8x1 Rohr 8x1 M 16x1,5 Rohr 8x1 Rohr 8x1
Zylinder Zylinder
2.3 TristopTM- 12 TristopTM-
Rohr 8x1 Rohr 8x1 M 16x1,5 Rohr 8x1 Rohr 8x1
Zylinder Zylinder

Abbildung 2

Anschluss Komponente

2.4/2.2
Manometer zur
Prüfanschluss M 16x1,5 Rohr 8x1 Rohr 8x1 Rohr 8x1 M 16x1,5 Rohr 8x1
Kontrolle
„Bremse 2.2“
Rohr Rohr
1 Vorrat Behälter „Bremse“ M 22x1,5 Rohr 8x1 Rohr 8x1 M 22x1,5 Rohr 8x1
15x1,5 15x1,5

Abbildung 3

Anschluss Komponente

Rohr Rohr Rohr Rohr Rohr


2.1 Bremsdruck 11 Bremszylinder M 16x1,5 M 16x1,5
12x1,5 12x1,5 12x1,5 12x1,5 12x1,5
Rohr Rohr Rohr Rohr Rohr
2.1 Bremsdruck 11 Bremszylinder M 16x1,5 M 16x1,5
12x1,5 12x1,5 12x1,5 12x1,5 12x1,5

225
Anhang

0331) 2) 0351) 2)
STANDARD: 480 102 XXX 0 030 0311) 2) 3) 0321) 034 2) 0361) 2) 3
0371)2)4) 0381)2)4)

PREMIUM: 480 102 XXX 0 060 0611) 2) 3) 0621) 0631) 2) 0642) 0651) 2) 0661) 2) 3)

MULTI-VOLTAGE: 480 102 XXX 0 080 0842)

Rohr Rohr Rohr Rohr Rohr


2.1 Bremsdruck 11 Bremszylinder M 16x1,5 M 16x1,5
12x1,5 12x1,5 12x1,5 12x1,5 12x1,5
Rohr Rohr Rohr Rohr
1 Vorrat Behälter „Bremse“ M 22x1,5 Rohr 16x2 M 22x1,5
15x1,5 15x1,5 15x1,5 15x1,5
5 Balgdruck Luftfederbalg M 16x1,5 Rohr 8x1 Rohr 8x1 Rohr 8x1 M 16x1,5 Rohr 8x1 Rohr 8x1

4 Steuerdruck 21 PREV M 16x1,5 Rohr 8x1 Rohr 8x1 Rohr 8x1 M 16x1,5 Rohr 8x1 Rohr 8x1
1.1 Vorrat Behälter Rohr Rohr
Rohr 8x1 M 22x1,5 Rohr 8x1
„Luftfederung“ „Luftfederung“ 12x1,5 12x1,5
11 Liftachsventil
1.1 Vorrat Rohr Rohr
oder 11 ECAS- Rohr 8x1 M 22x1,5 Rohr 8x1
„Luftfederung“ 12x1,5 12x1,5
Ventil
1.1 Vorrat 1
Rohr 8x1 Rohr 8x1 M 16x1,5 Rohr 8x1 Rohr 8x1
„Luftfederung“ Drehschieberventil
1.1 Vorrat
Luftfederventil 1 Rohr 8x1 Rohr 8x1 M 16x1,5 Rohr 8x1 Rohr 8x1
„Luftfederung“
2.3 TristopTM- 12 TristopTM-
Rohr 8x1 Rohr 8x1 M 16x1,5 Rohr 8x1 Rohr 8x1
Zylinder Zylinder
2.3 TristopTM- 12 TristopTM-
Rohr 8x1 Rohr 8x1 M 16x1,5 Rohr 8x1 Rohr 8x1
Zylinder Zylinder

LEGENDE
1)
mit Verschraubungen 2)
mit PEM 3)
mit PEM 2. Generation (Kunststoff) 4)
TEBS E3 Fertigungsstand

226
Anhang

13.2 Pinbelegung

13.2.1 TEBS E Modulatoren

TEBS E MODULATOR TEBS E MODULATOR


ANSCHLÜSSE Pin (STANDARD) (PREMIUM, MULTI-VOLTAGE)
MODULATOR, 8-polig Code B, Grau
1 Masse „Einlass-/Auslassventil“
2 Redundanzventil
3 Masse „Redundanzventil“
4 Masse „Drucksensor“
5 +24 V / Versorgung „Drucksensor“
6 Istdruck
7 Auslassventil
8 Einlassventil
POWER, 8-polig Code A, Schwarz
1 Dauerplus / Klemme 30 Dauerplus / Klemme 30
2 Zündung / Klemme 15 Zündung / Klemme 15
3 Masse „Warnanzeige/Warnlampe“ Masse „Warnanzeige/Warnlampe“
4 Masse „Ventile“ Masse „Ventile“
5 Warnanzeige/Warnlampe Warnanzeige/Warnlampe
6 CAN-High 24 V CAN-High 24 V
7 CAN-Low 24 V CAN-Low 24 V
SUBSYSTEM, 8-polig Code C, Blau
Versorgung „Subsystem“ Versorgung „Subsystem“
1 bis Version TEBS E5.5: bis Version TEBS E5.5:
Dauerplus / Klemme 30 Dauerplus / Klemme 30
2 CAN2-High 5 V CAN2-High 5 V
3 CAN2-Low 5 V CAN2-Low 5 V
4 Masse Masse
5 GIO-Endstufe 4-2 GIO-Endstufe 4-2
6 Bedienteil-Clock
7 Bedienteil-Data
8 ABS-Drehzahlsensor c ABS-Drehzahlsensor c

227
Anhang

TEBS E MODULATOR TEBS E MODULATOR


ANSCHLÜSSE Pin (STANDARD) (PREMIUM, MULTI-VOLTAGE)
IN/OUT, 4-polig Code C
Eingang 24 N/Trailer Central Eingang 24 N/Trailer Central
1
4 3 Electronic/BAT Electronic/BAT
2 Masse Masse
2 1
GIO Analog Eingang GIO Analog Eingang
3 bis Version TEBS E3: bis Version TEBS E3:
CAN2-High 5 V CAN2-High 5 V
GIO Analog Eingang GIO Analog Eingang
4 bis Version TEBS E3: bis Version TEBS E3:
CAN2-Low 5 V CAN2-Low 5 V
ABS e / GIO7, 4-polig Code A/B
GIO-Endstufe 7-1
1 bis Version TEBS E1.5:
GIO-Endstufe 2-1 (nur nutzbar, wenn
4 3
GIO3, Pin 4 nicht benutzt)
2 1 2 Masse
3 ABS-Drehzahlsensor e
4 ABS-Drehzahlsensor e
ABS c, 4-polig Code A
3 ABS-Drehzahlsensor c ABS-Drehzahlsensor c
4 3

2 1 4 ABS-Drehzahlsensor c ABS-Drehzahlsensor c

ABS d, 4-polig Code A


3 ABS-Drehzahlsensor d ABS-Drehzahlsensor d
4 3

2 1 4 ABS-Drehzahlsensor d ABS-Drehzahlsensor d

ABS f / GIO6, 4-polig Code A/B


1 GIO-Endstufe 5-2
4 3
2 Masse
2 1
3 ABS-Drehzahlsensor f
4 ABS-Drehzahlsensor f
GIO1, 4-polig Code B
1 GIO-Endstufe 1-1 GIO-Endstufe 1-1
2 Masse Masse
4 3
3 Analog-Eingang 1 Analog-Eingang 1
2 1 Wegsensor 1
4 Ab Version TEBS E2: Wahlweise
auch GIO-Endstufe 7-2

228
Anhang

TEBS E MODULATOR TEBS E MODULATOR


ANSCHLÜSSE Pin (STANDARD) (PREMIUM, MULTI-VOLTAGE)
GIO2, 4-polig Code B
1 GIO-Endstufe 3-2 GIO-Endstufe 3-2
4 3 2 Masse Masse
2 1 3 GIO-Endstufe 5-1
4 GIO-Endstufe 2-2
GIO3, 4-polig Code B
1 GIO-Endstufe 1-2 GIO-Endstufe 1-2
4 3 2 Masse Masse
2 1 3 Analog-Eingang 2 Analog-Eingang 2
4 GIO-Endstufe 2-1
GIO4, 4-polig Code B
1 GIO-Endstufe 3-1 GIO-Endstufe 3-1
4 3 2 Masse Masse
Näherungsschalter
2 1
3
Multi-Voltage: K-Line
4 Wegsensor 2
GIO5, 4-polig Code B
1 GIO-Endstufe 4-1
4 3 2 Masse
2 1 3 CAN3-High 5 V
4 CAN3-Low 5 V

13.2.2 Elektronisches Erweiterungsmodul

ANSCHLÜSSE Pin ELEKTRONISCHES ERWEITERUNGSMODUL


POWER, 8-polig Code E
1 Versorgung durch TEBS E „Subsystem“
2 CAN1-High 5 V
3 CAN1-Low 5 V
4 Masse
5 TEBS Klemme 15 ein
6 Bedienteil-Clock1 ein
7 Bedienteil-Data1 ein
8 ABS-Drehzahlsensor c ein

229
Anhang

ANSCHLÜSSE Pin ELEKTRONISCHES ERWEITERUNGSMODUL


SUBSYSTEM, 8-polig Code C, Blau
1 Versorgung durch TEBS E „Subsystem“
2 CAN2-High 5 V
3 CAN2-Low 5 V
4 Masse
5 TEBS Klemme 15 ein SA 6-2
6 Bedienteil-Clock1 aus
7 Bedienteil-Data1 aus
8 ABS-Drehzahlsensor c aus
GIO10, 8-polig Code C
5 Batterie ein/aus
6 Batterie Masse
7 Versorgung „Aufwecktaster“

8 Aufwecktaster

GIO11, 8-polig Code C


5 Masse „Licht“
6 Spurhalteleuchten links aus
7 Spurhalteleuchten rechts aus

8 Masse „Licht“

GIO12, 8-polig Code C


1 Rücklicht ein
2 CAN3-High 24 V
3 CAN3-Low 24 V
4 Masse Licht
5 Spurhalteleuchten links ein
6 Spurhalteleuchten links aus
7 Spurhalteleuchten rechts aus
8 Spurhalteleuchten rechts ein
GIO13, 4-polig Code B
1 GIO-Endstufe 2-1
4 3 2 Masse
2 1 3 Analog Eingang 2
4 Wegsensor 2

230
Anhang

ANSCHLÜSSE Pin ELEKTRONISCHES ERWEITERUNGSMODUL


GIO14, 4-polig Code B
1 GIO-Endstufe 6-1
4 3 2 Masse
2 1
3 Analog Eingang 1
4 Wegsensor 1
GIO15, 4-polig Code B
1 GIO-Endstufe 1-1
4 3 2 Masse
2 1 3 GIO-Endstufe 5-1
4 GIO-Endstufe 1-2
GIO16, 4-polig Code B
1 GIO-Endstufe 5-2
4 3 2 LIN-Sensor 2
2 1 3 SA 5-1
4 GIO-Endstufe 4-1 (9 V/12 V)
GIO17, 4-polig Code B
1 PWM-Sensor 1
4 3 2 Masse
2 1 3 LIN-Sensor 1
4 GIO-Endstufe 3-2 (9 V/12 V)
GIO18, 4-polig Code B
1 PWM-Sensor 2
4 3 2 Masse
2 1
3 LIN-Sensor 2
4 GIO-Endstufe 3-1

231
Anhang

13.3 Kabelübersicht

VORSICHT
Fehlfunktionen und Beschädigung der Komponenten durch
Vertauschen der Kabel
Teilweise gleichen sich die Kabel optisch sehr (z. B. ein 4-poliger GIO-
Stecker mit dem DIN-Bajonett 4-polig). Da aber die anzuschließenden
Komponenten sehr unterschiedliche Belegungen haben, ist die Anzahl der
Kabel notwendig und sie dürfen nicht miteinander vertauscht werden, auch
wenn sie gleich aussehen. Die genaue Identifikation ist erforderlich, um
Fehlfunktionen und Beschädigung von Komponenten auszuschließen.
– Identifizieren Sie die Kabel mittels der Produktnummer und stellen Sie
sicher, dass Sie die richtigen Kabel an den Komponenten anschließen.

Farbkodierung der Stecker


Zur besseren Orientierung sind die Stecker farblich gekennzeichnet.

TEBS E MODULATOR (PREMIUM)


Grau: GIO, MODULATOR
Schwarz: POWER, ABS-c, ABS-e, ABS-f, ABS-d
Blau: SUBSYSTEMS, IN/OUT

ELEKTRONISCHES ERWEITERUNGSMODUL
Gelb: POWER Elektronisches Erweiterungsmodul

Kodierung 4-poliger Stecker

CODE A CODE B CODE C

3 4 3 4 3 4

1 2 1 2 1 2

Ein 8-poliger TEBS E Stecker kann nicht an das elektronische


i
Erweiterungsmodul angeschlossen werden.

232
Anhang

13.3.1 Kabelübersicht „Modulator“

Power

für Sattelanhänger (24 V)


L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
449 173 090 0 9
449 173 100 0 10
449 173 120 0 12
L Steckdose
Code A
449 173 130 0 13 ISO 7638
8-polig
7-polig
449 173 140 0 14
449 173 150 0 15
449 173 160 0 16

mit offenem Ende


L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
L 449 371 120 0 12
offen Code A
7-adrig 8-polig
449 371 180 0 18

für Deichselanhänger
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
449 273 060 0 6
L
449 273 100 0 10
Stecker
Code A
449 273 120 0 12 ISO 7638
8-polig
7-polig
449 273 150 0 15
449 273 180 0 18

mit Trennstelle
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
L 449 353 005 0 0,5
DIN-Bajonett Code A
449 353 110 0 11
7-polig 8-polig
449 353 140 0 14

mit Trennstelle
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
449 347 003 0 0,3
L 449 347 025 0 2,5
DIN-Bajonett Code A
449 347 080 0 8
7-polig 8-polig
449 347 120 0 12
449 347 180 0 18

233
Anhang

Power

für Sattelanhänger mit Trennstelle


L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
449 133 003 0 0,3
449 133 030 0 3
L Steckdose
DIN-Bajonett
449 133 060 0 6 ISO 7638
7-polig
7-polig
449 133 120 0 12
449 133 150 0 15

für Sattelanhänger mit Trennstelle


L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
449 135 005 0 0,5
449 135 025 0 2,5 Steckdose
DIN-Bajonett
L ISO 7638
449 135 060 0 6 7-polig
7-polig
449 135 140 0 14

für Deichselanhänger mit Trennstelle


L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]

449 231 060 0 6 Stecker


L DIN-Bajonett
ISO 7638
7-polig
449 231 120 0 12 7-polig

für Deichselanhänger mit Trennstelle


L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
449 233 030 0 3
L 449 233 100 0 10 Stecker
DIN-Bajonett
ISO 7638
449 233 140 0 14 7-polig
7-polig
449 233 180 0 18

Modulator

für ABS-Relaisventil
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]

449 436 030 0 3


L DIN-Bajonett Code B
4-polig 8-polig
449 436 080 0 8

234
Anhang

für EBS-Relaisventil
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
449 429 010 0 1
449 429 030 0 3 3x DIN-Bajonett Code B
L
449 429 080 0 8 4-polig 8-polig
449 429 130 0 13

Subsystems

für SmartBoard 2. Generation (direkte Verbindung)


L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
449 961 040 0 4
L Code B HDSCS
449 961 060 0 6
5-polig 8-polig
449 961 120 0 12

für SmartBoard
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
449 911 040 0 4
L
Code C DIN-Bajonett
449 911 060 0 6
8-polig 7-polig
449 911 120 0 12

für SmartBoard + ECAS-Bedieneinheit

L2 L1 L2
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
SMART
BOARD [m] [m]

Steckdose ECAS-
Bedieneinheit Code C
449 912 234 0 7 5
REMOTE
-CONTROL
UNIT

+ DIN-Bajonett 8-polig
L1
7-polig

für ECAS-Bedieneinheit
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
L Steckdose Code C
449 628 050 0 5
ECAS-Bedieneinheit 8-polig

für ECAS Bedienbox


L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
DIN-Bajonett Code C
L 449 627 060 0 6
7-polig 8-polig

235
Anhang

für OptiTire (direkte Verbindung)


L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
449 963 020 0 2
L Code A HDSCS
449 963 030 0 3
4-polig 8-polig
449 963 050 0 5

für OptiTire/IVTM
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
L DIN-Bajonett Code C
449 913 050 0 5
7-polig 8-polig

für SmartBoard und OptiTire/IVTM


L2
L1 L2
SMART

Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m] [m]
BOARD

449 916 182 0 0,4 4


IVTM

2x DIN-Bajonett Code C
449 916 243 0 1 6
L1 7-polig 8-polig
449 916 253 0 6 6

für Telematik
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
449 914 010 0 1
L DIN-Bajonett Code C
449 914 120 0 12
4-polig 8-polig
449 914 170 0 17

für Telematik
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
L 449 917 010 0 1
449 917 025 0 2,5 DEUTSCH Code C
6-polig 8-polig
449 917 050 0 5

für Telematik
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
L 449 931 005 0 0,5 DIN-Bajonett Code C
449 931 035 0 3,5 7-polig 8-polig

für Telematik/SmartBoard
L2
L1 L2
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m] [m]
SMART
BOARD

DEUTSCH
6-polig Code C
449 920 248 0 3 6
L1 + DIN-Bajonett 8-polig
7-polig

236
Anhang

für Telematik/SmartBoard
L1 L1 L2 L3
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m] [m] [m]
L3
L2
2x DIN-Bajonett Code C
449 930 248 0 3 6 1
7-polig 8-polig

für TX-TRAILERGUARDTM
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
L
HDSCS Code C
449 029 000 0 5
6-polig 8-polig

für SmartBoard und TX-TRAILERGUARDTM

L1 L1 L2
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m] [m]
L2
DIN-Bajonett
Code C
449 033 000 0 3 6 + HDSCS
8-polig
L1 6-polig

für SmartBoard und OptiLinkTM und/oder OptiTireTM/IVTM


L1 L2 L3 L4 L5 Kabelenden-Ausfüh-
Teilenummer
L1 L4 [m] [m] [m] [m] [m] rung
449 934 330 0 12 1 4 0,5 6 Code C
L3
DIN-Ba-
8-polig
jonett
+ DIN-
+ HDSCS
L2 L5 449 934 342 0 15 1 0,4 0,5 6 Bajonett
8-polig
7-polig

für ECAS und OptiLinkTM und/oder OptiTireTM/IVTM


L1 L1 L2 L3 L4
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m] [m] [m] [m]

L2 L4
DIN-Bajonett
Code C
449 944 217 0 12 4,5 6 0,5 + HDSCS
8-polig
8-polig
L3

Universal
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
449 437 020 0 2 offen Code C
L
449 437 060 0 6 8-adrig 8-polig

237
Anhang

IN/OUT

für Trailer Central Electronic 446 122 001 0 (nur für TEBS E0 bis TEBS E3)
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
X22

L Trailer Central Electronic Code C


449 348 020 0 2
Steckplatz X22 4-polig

für Stopplichtversorgung (24 N)


L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
449 349 040 0 4
L
449 349 060 0 6 offen Code C
449 349 100 0 10 2-adrig 4-polig
449 349 150 0 15

für Stopplichtversorgung (24 N), Anfahrhilfe und Zwangssenken


L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]

449 365 060 0 6


offen Code C
L 4-adrig 4-polig
449 365 120 0 12

für Stopplichtversorgung (24 N)


L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]

L
449 350 010 0 1
449 350 028 0 2,8 DIN-Bajonett Code C
449 350 055 0 5,5 7-polig 4-polig
449 350 090 0 9

für Stopplichtversorgung (24 N), Anfahrhilfe und Zwangssenken


L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
L 449 366 010 0 1 DIN-Bajonett Code C
449 366 055 0 5,5 4-polig 4-polig

238
Anhang

GIO

für Liftachsventil 463 084 XXX 0, für TASC (RtR) 463 090 XXX 0
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
449 443 008 0 0,8
449 443 010 0 1
L
449 443 020 0 2
DIN-Bajonett Code B
449 443 030 0 3
4-polig 4-polig
449 443 040 0 4
449 443 060 0 6
449 443 100 0 10

für ECAS-Ventile 472 905 114 0, 472 880 030 0, Liftachsventil 463 084 100 0, eTASC 463 090 5XX 0
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
449 445 010 0 1
L 449 445 030 0 3 DIN-Bajonett Code B
449 445 050 0 5 4-polig 4-polig
449 445 060 0 6

für ECAS 2-Punkt-Regelung


L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
L DIN-Bajonett Code B
449 439 030 0 3
4-polig 4-polig

für externe ECAS an TEBS E


L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
L 449 438 050 0 5 3-adrig mit Code B
449 438 080 0 8 PG-Verschraubung 4-polig

für Wegsensor 441 050 100 0


L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
449 811 010 0 1
L
449 811 030 0 3
DIN-Bajonett Code B
449 811 050 0 5
4-polig 4-polig
449 811 080 0 8
449 811 120 0 12

239
Anhang

für Drucksensor 441 040 XXX 0, 441 044 XXX 0


L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
449 812 004 0 0,4
449 812 030 0 3
L
449 812 040 0 4
449 812 100 0 10
DIN-Bajonett Code B
449 812 120 0 12
4-polig 4-polig
449 812 180 0 18
449 812 260 0 26
449 812 320 0 32
449 812 440 0 44

für Anfahrhilfe
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
449 813 050 0 5
L
449 813 080 0 8 offen Code B
2-adrig 4-polig
449 813 150 0 15

für Anfahrhilfe und Zwangssenken (bzw. Entladeniveauschalter)


L2 L1 L2
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m] [m]
FORCED
LOWERING

449 815 253 0 6 6


2x offen Code B
TRACTION
HELP

L1 449 815 258 0 15 6 2-adrig 4-polig

Universal
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
449 535 010 0 1 offen Code B
L 449 535 060 0 6 4-adrig 4-polig

Adapter
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
L
Sensorstecker Code B
449 819 010 0 1
2-polig 4-polig

Y-Verteiler (zu verwenden mit Kabel 449 752 XXX 0 und 449 762 XXX 0)
L2 L1 L2
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m] [m]

2x Sensorstecker Code B
449 629 022 0 0,4 0,4
L1 3-polig 4-polig

240
Anhang

für Drucksensor, Liftachse oder Wegsensor


L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
449 752 010 0 1
L 449 752 020 0 2 Sensorsteckdose
DIN-Bajonett
449 752 030 0 3 für GIO-Verteiler
4-polig
449 752 080 0 8 3-polig
449 752 100 0 10

für ECAS-Ventil oder LACV-IC


L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
Sensorsteckdose
L DIN-Bajonett
449 761 030 0 3 für GIO-Verteiler
4-polig
3-polig

für Anfahrhilfe oder Rangierhilfe


L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
449 762 020 0 2
L Sensorsteckdose
449 762 080 0 8 offen
für GIO-Verteiler
2-adrig
449 762 150 0 15 3-polig

für mechanischen Schalter für Straßenfertigerbremse (nicht für Näherungsschalter)


L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
Sensorsteckdose
L offen
449 763 100 0 10 für GIO-Verteiler
2-adrig
3-polig

für Anfahrhilfe, Entladeniveau oder Wegsensor


L1 L2
L2 Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m] [m]
offen
3-adrig Code B
449 626 188 0
+ DIN-Bajonett 4-polig
L1 4-polig

für Warnlampe
L
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
offen Tyco AMP
449 900 100 0 10
2-adrig 2-polig

241
Anhang

GIO und IN/OUT

für 24 N, Anfahrhilfe oder Zwangssenken


L1 L2
L1 Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m] [m]
Code B
449 358 033 0 6 0,4
4-polig
+ Code C
4-polig DIN-Bajonett
+ Sensorsteckdose 4-polig
449 358 035 0 8 0,4 2-polig
L2
+ Sensorstecker
2-polig

Versorgungskabel
L1 L1 L2
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m] [m]

L2 Code C
4-polig
+ Code B DIN-Bajonett
449 359 023 0 1 0,4
4-polig 4-polig
+ 2x Sensorstecker
2-polig

für 24 N, Anfahrhilfe oder Zwangssenken


L1 L1 L2
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m] [m]
Code C
4-polig
L2 + Code B DIN-Bajonett
449 356 023 0 1 0,4
4-polig 4-polig
+ Sensorstecker
2-polig

für 24 N oder Anfahrhilfe


L1 L2
L1 Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m] [m]
Code C
4-polig
L2 + Code B DIN-Bajonett
449 357 253 0 6 6
4-polig 4-polig
+ Sensorstecker
2-polig

242
Anhang

ABS-c, ABS-d, ABS-e, ABS-f

für ABS Sensorverlängerung


L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
449 723 003 0 0,3
449 723 018 0 1,8
449 723 023 0 2,3
L 449 723 030 0 3
449 723 040 0 4 Sensorstecker Code A
449 723 050 0 5 2-polig 4-polig
449 723 060 0 6
449 723 080 0 8
449 723 100 0 10
449 723 150 0 15

GIO und ABS

für ABS-Sensor plus GIO6/7


L2 L1 L2
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m] [m]
Sensorstecker
2-polig Code B
449 818 022 0 0,4 0,4
L1 + Sensorstecker 4-polig
3-polig

für Verschleißindikator
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
L [m]
449 816 013 0 1,3
6x Sensorstecker Code B
3-polig 4-polig
449 816 030 0 3

GIO 5 (nur für Premium)

CAN-Diagnosekabel, Hinweis: nur mit Diagnosekabel 446 300 348 0


L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
L
[m]
449 611 030 0 3
449 611 040 0 4 Diagnosesteckdose
Code B
mit gelber Kappe
449 611 060 0 6 4-polig
7-polig
449 611 080 0 8

243
Anhang

für Telematik
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
449 915 010 0 1
L DIN-Bajonett Code B
449 915 120 0 12
4-polig 4-polig
449 915 170 0 17

für Telematik
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
449 918 010 0 1
L DEUTSCH Code B
449 918 025 0 2,5
6-polig 4-polig
449 918 050 0 5

für Telematik
L
L Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]

449 610 060 0 6


offen Code B
4-adrig 4-polig
449 610 090 0 9

für Telematik
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
L DIN-Bajonett Code B
449 932 035 0 3,5
4-polig 4-polig

für OptiTire und OptiLink


L
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
449 927 020 0 2
HDSCS Code B
449 927 050 0 5
8-polig 4-polig
449 927 120 0 12

für TX-TRAILERGUARDTM
L L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
HDSCS Code B
449 030 000 0 5
6-polig 4-polig

244
Anhang

13.3.2 Kabelübersicht „Elektronisches Erweiterungsmodul“

Powerkabel

für Versorgung
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
L
449 303 020 0 2
449 303 025 0 2,5 Code E Code C
449 303 050 0 5 8-polig 8-polig

449 303 100 0 10

Subsystems

für SmartBoard
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
L Code C DIN-Bajonett
449 906 060 0 6
8-polig 7-polig

für Bedieneinheit
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
L Code C Steckdose
449 602 060 0 6
8-polig ECAS-Bedieneinheit

für Bedienox
L L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]

Code C DIN-Bajonett
449 603 060 0 6
8-polig 7-polig

für SmartBoard und ECAS-Bedieneinheit


L1 L1 L2 L3
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
L3 [m] [m] [m]
Steckdose ECAS-
Bedieneinheit Code C
449 926 234 0 5 7 1
+ DIN-Bajonett 8-polig
L2 7-polig

für SmartBoard und OptiTire-Bedieneinheit


L1 L1 L2 L3
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
L3 [m] [m] [m]

2x DIN-Bajonett Code C
449 925 253 0 6 6 0,4
7-polig 8-polig
L2

245
Anhang

für Telematik
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
L
[m]
DEUTSCH Code C
449 907 010 0 1
6-polig 8-polig

GIO

TEBS E Batteriekabel
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]

L 449 807 010 0 1


Sensorsteckdose DIN-Bajonett
2-polig 4-polig
449 807 050 0 5

für LIN-Ultraschallsensor
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
L Sensorsteckdose Code B
449 806 060 0 6
3-polig 4-polig

LIN-Verteilerkabel
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
L [m]
2x Sensorsteckdose Sensorstecker
894 600 024 0 0,5
3-polig 3-polig

Universalkabel
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
449 908 030 0 3
449 908 060 0 6 offen Code C
L
8-adrig 8-polig
449 908 100 0 10

Verteilerkabel für Batterie und/oder Licht


L1 L1 L2 L3
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
L3 [m] [m] [m]

2x Sensorstecker Code C
449 803 022 0 0,4 0,4 5
2-polig 8-polig
L2

mit TEBS E Batteriekabel (TEBS E2 bis TEBS E3)


L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
L
Code B Code C
449 808 020 0 2
4-polig 4-polig

246
Anhang

mit Gerätesteckdose
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
L
Sensorsteckdose Sensorstecker
449 747 060 0 6
3-polig 3-polig

13.4 GIO-Schemata

BEZEICHNUNG SCHEMATA FAHRZEUGE


Immobilizer 841 701 227 0 Alle Anhängefahrzeuge
Elektronische Parkbremse 841 701 264 0 Sattelanhänger
Sattelanhänger
Standard 841 802 150 0
Zentralachsanhänger
2 Liftachsen Sattelanhänger
841 802 151 0
Restdruckhaltung an Liftachse 1 Zentralachsanhänger
Sattelanhänger
Externer Solldrucksensor 841 802 152 0
Zentralachsanhänger
Sattelanhänger
Mechanische Federung 841 802 153 0
Zentralachsanhänger
Mechanische Federung 841 802 154 0 Deichselanhänger
Sattelanhänger
Standard mit 2 Liftachsen 841 802 155 0
Zentralachsanhänger
Standard 841 802 156 0 Deichselanhänger
Sattelanhänger
ECAS 1-Punkt mit zwei 1-kreisigen LACV 841 802 157 0
Zentralachsanhänger
ECAS 1-Punkt mit 1-kreisigem LACV und 2-kreisigem Sattelanhänger
841 802 158 0
ECAS-Block Zentralachsanhänger
Sattelanhänger
TASC (RTR-Funktion) 841 802 159 0
Zentralachsanhänger
Sattelanhänger
ECAS 1-Punkt mit 2-kreisigem ECAS-Block 841 802 190 0
Zentralachsanhänger
Sattelanhänger
ECAS mit 1-kreisigem LACV und Restdruckhaltung 841 802 191 0
Zentralachsanhänger
Sattelanhänger
ECAS mit 1-kreisigem LACV 841 802 192 0
Zentralachsanhänger
ECAS 1-Punkt mit 1-kreisigem LACV und 2-kreisigem Sattelanhänger
841 802 194 0
ECAS-Block Zentralachsanhänger
ECAS 1-Punkt mit 1-kreisigem LACV und 2-kreisigem Sattelanhänger
841 802 195 0
ECAS-Block Zentralachsanhänger
Tankfahrzeuge 841 802 196 0 Sattelanhänger
Tankfahrzeuge 841 802 197 0 Sattelanhänger
Straßenfertigerbremse 841 802 198 0 Sattelanhänger
Straßenfertigerbremse 841 802 199 0 Sattelanhänger
OptiTurn /OptiLoad
TM TM
mit ECAS 841 802 235 0 Sattelanhänger

247
Anhang

BEZEICHNUNG SCHEMATA FAHRZEUGE


OptiTurnTM/OptiLoadTM mit ECAS 841 802 236 0 Sattelanhänger
2 Liftachssteuerungen für Gabelstaplerregelung am
841 802 239 0 Zentralachsanhänger
2-Achser
ECAS 2-Punkt-Regelung mit Batterie und
Schleppachssteuerung mit elektronischem 841 802 250 0 Sattelanhänger
Erweiterungsmodul
ECAS 2-Punkt-Regelung mit elektronischem
841 802 252 0 Deichselanhänger
Erweiterungsmodul, mit Zusatzventil
Kipper
SafeStart (Trailer Safety Brake) 841 802 274 0 Tanker
Rollcontainer
TailGUARDlightTM 841 802 280 0 Alle Anhängefahrzeuge
TailGUARD TM
841 802 281 0 Alle Anhängefahrzeuge
TailGUARDMAXTM 841 802 282 0 Alle Anhängefahrzeuge
TailGUARD RoofTM
841 802 283 0 Alle Anhängefahrzeuge
TailGUARD RoofTM
(gedrehter Ultraschallsensor) 841 802 284 0 Alle Anhängefahrzeuge
Sattelanhänger
Trailer Extending Control für teleskopierbare Fahrzeuge 841 802 290 0
Deichselanhänger
Notfallbremslicht-Funktion 841 802 291 0 Alle Anhängefahrzeuge
Gabelstaplerregelung 841 802 292 0 Zentralachsanhänger
eTASC (nur Heben und Senken) 841 802 295 0 Sattelanhänger
eTASC mit Liftachssteuerung 841 802 296 0 Sattelanhänger
eTASC 2-Punkt ohne Electronic Extension Module 841 802 322 0 Deichselanhänger
ECAS 2-Punkt-Regelung ohne elektronisches
841 802 329 0 Deichselanhänger
Erweiterungsmodul
ECAS 2-Punkt-Regelung ohne elektronisches
841 802 351 0 Deichselanhänger
Erweiterungsmodul, mit Liftachssteuerung

248
Anhang

13.5 Bremsschemata

SattelanhängerSATTELANHÄNGER
MECHANISCHE ZUSÄTZLICHER
ACHSE(N) ABS-SYSTEM NUMMER TRISTOPTM ÜBERLASTSCHUTZVENTIL PEM FEDERUNG ANHÄNGER PREV BEMERKUNG

1 2S/2M 841 701 180 0 x x x

1 2S/2M 841 701 181 0 x x x Dolly / hydraulische Federung

1 2S/2M 841 701 182 0 x x x

1 2S/2M 841 701 183 0 x x x 12 V

1 2S/2M 841 701 201 0 x x

1 2S/2M 841 701 202 0 x

1 2S/2M 841 701 203 0


4S/2M
2 841 701 190 0 x x x
2S/2M
2 4S/3M 841 701 191 0 x x x

2 2S/2M 841 701 192 0 x x


4S/2M
2 841 701 193 0 x x x
2S/2M
2 4S/3M 841 701 195 0 x x x Nur eine Achse TristopTM!

2 4S/3M 841 701 196 0 x x x


4S/2M
2 841 701 197 0 x x x x
2S/2M
4S/2M
2 841 701 198 0 x x x ein TristopTM separat
2S/2M
2 4S/3M 841 701 199 0 x x x x CAN-Router
4S/2M
2 841 701 270 0 x x x x CAN-Router
2S/2M
2 2S/2M 841 701 271 0 x x x CAN-Router

2 4S/3M 841 701 272 0 x x


4S/2M
2 841 701 273 0 x x
2S/2M
4S/2M
2 841 701 276 0
2S/2M
2 2S/2M 841 701 277 0 x x x Select Low

2 2S/2M 841 701 278 0 x x x x Select Low / optional RSS

3 4S/3M 841 701 050 0 x x

3 4S/3M 841 701 055 0 x CAN-Repeater

3 4S/3M 841 701 057 0 x x x CAN-Repeater + Select Low

3 4S/3M 841 701 058 0 x x x CAN-Repeater


4S/2M
3 841 701 100 0 x
2S/2M
4S/2M
3 841 701 101 0 x x
2S/2M
3 2S/2M 841 701 102 0 x x Select Low

3 4S/2M+1M 841 701 103 0 x x


4S/2M
3 841 701 104 0 x x Trailer Central Electronic
2S/2M
3 4S/2M+1M 841 701 105 0 x x x
4S/2M
3 841 701 106 0 x x x
2S/2M
3 2S/2M 841 701 107 0 x x x Select Low

3 2S/2M 841 701 108 0 x x x Select Low (Relaisventil)

3 2S/2M 841 701 109 0 x x Select Low (Relaisventil)


4S/2M
3 841 701 110 0 x x x Tristop-Achsen 1+2
2S/2M

249
Anhang

MECHANISCHE ZUSÄTZLICHER
ACHSE(N) ABS-SYSTEM NUMMER TRISTOPTM ÜBERLASTSCHUTZVENTIL PEM FEDERUNG ANHÄNGER PREV BEMERKUNG

3 4S/3M 841 701 111 0 x x x

3 2S/2M 841 701 112 0 x x x Select Low (Relaisventil)

3 4S/3M 841 701 113 0 x x x

3 4S/3M 841 701 114 0 x x

3 4S/2M 841 701 115 0 x x x Innenlader


4S/2M
3 841 701 116 0 x x x x
2S/2M
3 2S/2M 841 701 117 0 x x x Select Low

3 4S/2M+1M 841 701 118 0 x x x

3 4S/3M 841 701 119 0 x x x EBS-Relais auf Achse 1

3 4S/2M+1M 841 701 221 0 x x x


4S/2M
3 841 701 222 0
2S/2M
3 4S/2M+1M 841 701 223 0 x x x

3 4S/3M 841 701 224 0


4S/2M
3 841 701 227 0 x x x Immobilizer
2S/2M
4S/2M
3 841 701 228 0 x x x x CAN-Router
2S/2M
4S/2M
3 841 701 229 0 x x x x CAN-Router
2S/2M
3 4S/2M+1 841 701 230 0 x x x x CAN-Router
4S/2M 3 Achsen
3 841 701 231 0 x x x
2S/2M TristopTM

3 4S/3M 841 701 232 0 x x x

3 4S/3M 841 701 234 0 x x x x CAN-Router

3 4S/3M 841 701 235 0 x x x x CAN-Router

3 2S/2M 841 701 236 0 x x x Select Low + optionale Relais


4S/2M
3 841 701 237 0 x x
2S/2M
3 4S/3M 841 701 238 0 x x
4S/2M
3 841 701 239 0 x x x
2S/2M
4S/2M
3 841 701 260 0 x x x Multi-Voltage
2S/2M
4S/2M
3 841 701 261 0 x x
2S/2M
3 4S/2M 841 701 263 0 x x x CAN-Repeater / 6x TristopTM
4S/2M
3 841 701 264 0 x x x LACV / Elektronische Parkbremse
2S/2M
3 4S/3M 841 701 265 0 x x x 3 Achsen TristopTM

4 4S/3M 841 701 050 0 x x


Select Low
4 4S/3M 841 701 051 0 x x
1. Achse
Select Low
4 4S/3M 841 701 052 0 x x x 1. Achse
(Relaisventil)
4 4S/3M 841 701 053 0 x x x CAN-Repeater ausziehbar

4 4S/3M 841 701 054 0 x x x CAN-Repeater ausziehbar

4 4S/3M 841 701 055 0 x CAN-Repeater ausziehbar

250
Anhang

MECHANISCHE ZUSÄTZLICHER
ACHSE(N) ABS-SYSTEM NUMMER TRISTOPTM ÜBERLASTSCHUTZVENTIL PEM FEDERUNG ANHÄNGER PREV BEMERKUNG

4 4S/3M 841 701 056 0 x x x hydraulische Federung

4 4S/3M 841 701 059 0 x x x Zusätzliches Relais

4 4S/3M 841 701 240 0 x x x CAN-Repeater ausziehbar

4 4S/3M 841 701 241 0 x x x

4 4S/3M 841 701 242 0 x x x 3 Achsen TristopTM


3 Achsen TristopTM / optional PR
4 4S/3M 841 701 244 0 x x x
Schalter
4 4S/3M 841 701 245 0 x x x Zusätzliches Relais vorne
Select Low 1. Achse / Relais
4 4S/3M 841 701 246 0 x x x
vorne
CAN-Repeater / zusätzliches
4 4S/3M 841 701 247 0 x x x
Relais und Luftbehälter
CAN-Repeater / zusätzliches
4 4S/3M 841 701 248 0 x x x
Relais und Luftbehälter
2S/2M
CAN-Router
6 + 841 701 300 0 x x
2x ECU
2S/2M
4S/3M
CAN-Router
7 + 841 701 171 0 x x x
2x ECU
2S/2M
7 4S/3M 841 701 210 0 x x Hydraulische Federung
4S/3M
CAN-Router
7 + 841 701 211 0 x x
2x ECU
2S/2M
2S/2M
CAN-Router
8 + 841 701 301 0 x x
2x ECU
4S/3M
4S/3M
CAN-Router
9 + 841 701 302 0 x x
2x ECU
4S/3M

251
Anhang

Zentralachsanhänger
ABS- MECHANISCHE ZUSÄTZLICHER
ACHSE(N) SYSTEM NUMMER TRISTOPTM ÜBERLASTSCHUTZVENTIL PEM FEDERUNG ANHÄNGER PREV BEMERKUNG

1 2S/2M 841 601 290 0 x x x


4S/2M
2 841 601 280 0 x x x
2S/2M
2 4S/3M 841 601 281 0 x x x x VB Aggregat
4S/2M
2 841 601 282 0 x x x
2S/2M
4S/2M
2 841 601 283 0 x x x Dolly
2S/2M
4S/2M
2 841 601 284 0 x x 4x TristopTM
2S/2M
4S/2M
2 841 601 285 0 x x x Dolly / hydraulische Federung
2S/2M
4S/2M
2 841 601 286 0 x x x x Dolly
2S/2M
4S/2M
2 841 601 287 0 x x x x Dolly CAN-Router
2S/2M
4S/2M
2 841 601 288 0 x
2S/2M
4S/2M
2 841 601 289 0 x x x Zusätzliches Relais / optional RSS
2S/2M
4S/2M
2 841 601 320 0 x x x x Dolly CAN-Router
2S/2M
2 4S/3M 841 601 322 0 x x x 4x TristopTM

2 4S/3M 841 601 323 0 x x x

2 2S/2M 841 601 324 0 x x x Hydraulische Federung


4S/2M
2 841 601 325 0
2S/2M
4S/2M
2 841 601 326 0 x x x 4x TristopTM
2S/2M
4S/2M
2 841 601 327 0 x x x x
2S/2M
2 4S/3M 841 601 328 0 x x x x VB Aggregat / 4x TristopTM

2 4S/3M 841 601 329 0 x x x x W Aggregat / 4x TristopTM

2 4S/3M 841 601 392 0 x VB Aggregat


4S/2M
3 841 601 300 0 x x x
2S/2M
4S/2M
3 841 601 301 0 x x x
2S/2M
4S/2M
3 841 601 302 0 Hydraulische Federung / Multi-Voltage
2S/2M
3 2S/2M 841 601 303 0 x x x Hydraulische Federung
4S/2M
3 841 601 304 0 x x x Hydraulische Federung / Multi-Voltage
2S/2M

252
Anhang

Deichselanhänger
ABS- MECHANISCHE MODULATOR
ACHSE(N) SYSTEM NUMMER TRISTOPTM ÜBERLASTSCHUTZVENTIL PEM FEDERUNG PREV VORDERACHSE BEMERKUNG

2 4S/3M 841 601 220 0 x x x

2 4S/3M 841 601 223 0 x x x x

2 4S/3M 841 601 224 0 x x x

2 4S/3M 841 601 225 0 x x x x

2 4S/3M 841 601 226 0

2 4S/3M 841 601 227 0 x x x x x

2 4S/3M 841 601 228 0 x

2 4S/3M 841 601 229 0 x x x

2 4S/3M 841 601 230 0 x x

2 4S/3M 841 601 341 0 x x x x

2 4S/3M 841 601 342 0 x

2 4S/3M 841 601 345 0 x x

2 4S/3M 841 601 347 0 x


Zusätzlicher Anhänger
2 4S/3M 841 601 391 0 x x x x
CAN-Router / Duo-Matic
3 4S/3M 841 601 230 0 x x

3 4S/3M 841 601 231 0 x x x

3 4S/3M 841 601 232 0 x x x

3 4S/3M 841 601 233 0 x x

3 4S/3M 841 601 235 0 x x x

3 4S/3M 841 601 236 0 x

3 4S/3M 841 601 237 0 x x x Zusätzliches Prüfventil (Versorgung)

3 4S/3M 841 601 238 0 x x Duo-Matic

3 4S/3M 841 601 360 0 x 2 Achsen vorne

3 4S/3M 841 601 361 0 x x 2 Achsen vorne

3 4S/3M 841 601 362 0 x

3 4S/3M 841 601 363 0 x x x x

4 4S/3M 841 601 198 0 x x x Lenkachse 4

4 4S/3M 841 601 240 0 x x x

4 4S/3M 841 601 241 0 x x x x

4 4S/3M 841 601 242 0 x x

4 4S/3M 841 601 243 0 x x x

4 4S/3M 841 601 244 0 x x x


2x
4 841 601 245 0 x CAN-Router 2x 4S/2M
4S/2M
4 4S/3M 841 601 246 0 x x x

4 4S/3M 841 601 247 0 x x

4 4S/3M 841 601 249 0 x x x x x zusätzliches Relais / RSS

4 4S/3M 841 601 350 0 x x x x zusätzliches Relais / RSS

4 4S/3M 841 601 351 0 x

4 4S/3M 841 601 352 0 x

253
Anhang

ABS- MECHANISCHE MODULATOR


ACHSE(N) SYSTEM NUMMER TRISTOPTM ÜBERLASTSCHUTZVENTIL PEM FEDERUNG PREV VORDERACHSE BEMERKUNG

5 4S/3M 841 601 063 0 x x

5 4S/3M 841 601 064 0 x

5 4S/3M 841 601 065 0 x

5 4S/3M 841 601 066 0 x x x Select Low Achse 5

5 4S/3M 841 601 067 0 x x x TristopTM Achse 2+3+4, Lenkachse 5

5 4S/3M 841 601 069 0 x x x Zusätzliche Relais vorne

5 4S/3M 841 601 380 0 x x x Ohne Relais vorne, kleine Bremszylinder

254


255
Index

Index Aktivierung............................................................ 87
Bedienung.......................................................... 214
Symbole Ventilkonfigurationen............................................ 86
1-Punkt-Regelung........................................................ 18 Anschlüsse................................................................. 170
2-Punkt-Regelung........................................................ 19 elektrisch............................................................ 170
2S/2M........................................................................... 25 pneumatisch....................................................... 170
2S/2M+SLV.................................................................. 25 Ansprechdrücke prüfen.............................................. 223
4S/2M........................................................................... 25 Anti-Blockier-System (ABS)......................................... 48
4S/2M+1M+SHV.......................................................... 25 Anzugsmomente........................................................ 221
4S/3M........................................................................... 25 Austausch................................................................... 220

A B
Abmessungen............................................................ 169 Batteriebetrieb.............................................................. 33
ABS-aktiv-Signal........................................................ 103 Batterieladung............................................................ 152
ABS (Anti-Blockier-System)......................................... 48 Batterieversorgung..................................................... 152
ABS-Drehzahlsensor.................................................... 31 Bedienung.................................................................. 202
ABS-Konfigurationen.................................................... 25 Anfahrhilfe.......................................................... 214
2S/2M................................................................... 25 ECAS-Niveauregelung........................................ 211
2S/2M+SLV.......................................................... 25 mit eTASC.................................................. 213
4S/2M................................................................... 25 ohne eTASC................................................ 211
4S/2M+1M+SHV.................................................. 25 Immobilizer......................................................... 215
4S/3M................................................................... 25 Liftachsen........................................................... 215
Deichselanhänger................................................ 27 OptiLoad............................................................. 214
Dolly..................................................................... 27 OptiTurn............................................................. 214
Innenlader............................................................ 28 Trailer Remote Control....................................... 202
Lenkachsen.......................................................... 26 Befestigung am Querträger........................................ 172
Liftachsen............................................................. 26 Bereifung...................................................................... 23
Mehrachsaggregate............................................. 26 Betriebsdatenspeicher (ODR)...................................... 58
Sattelanhänger..................................................... 27 Betrieb über Batterie.................................................... 33
Schleppachsen..................................................... 26 Bounce Control (Entspannungsfunktion).................... 128
Zentralachsanhänger........................................... 27 Bremsanlage................................................................ 29
ABS-Relaisventil........................................................... 30 Komponenten....................................................... 29
Achslast........................................................................ 55 ABS-Drehzahlsensor.................................... 31
Achslastermittlung........................................................ 40 ABS-Relaisventil.......................................... 30
1-kreisig................................................................ 40 CAN-Repeater.............................................. 32
2-kreisig................................................................ 40 CAN-Router.................................................. 31
Achslastsensor, extern................................................. 90 Drucksensor................................................. 31
Adhäsionsgelenkte Lenkachse..................................... 50 EBS-Relaisventil.......................................... 30
ALB............................................................................... 40 Park-Löse-Sicherheitsventil (PREV)............ 30
Kennlinien............................................................. 41 PEM............................................................. 29
Anfahrhilfe.................................................................... 86 Select-High-Ventil......................................... 31

256
Index

Select-Low-Ventil......................................... 30 Diagnose Software..................................................... 193


TEBS E Modulator....................................... 29 DIN 75031.................................................................... 24
Bremsbelagverschleißanzeige (BVA)......................... 104 DIN EN ISO 228........................................................... 24
Bremsberechnung........................................................ 23 Druckregelung.............................................................. 46
Bremsfunktionen.......................................................... 38 Druckschriften................................................................ 9
ABS...................................................................... 48 Drucksensor................................................................. 31
ALB....................................................................... 40 Hydraulische Federung........................................ 42
Druckregelung...................................................... 46 Dynamische Radstandsregelungen............................. 91
Mechanische Federungen.................................... 44
Notbremsfunktion................................................. 51
E
EBS-Relaisventil........................................................... 30
Prüfmodus............................................................ 51
ECAS...................................................................... 18, 69
Sollwerterkennung................................................ 38
Entladeniveau....................................................... 79
Sollwertdrucksensor, extern......................... 38
Entladeniveauschalter.......................................... 80
Stillstandsfunktion................................................ 50
externe ECAS..................................................... 155
Überlastschutz...................................................... 46
Fahrniveau II........................................................ 79
Bremslösefunktion...................................................... 132
Fahrniveau III....................................................... 79
Bremsschemata......................................................... 249
Fahrniveau I (Normalniveau)................................ 79
Sattelanhänger................................................... 249
Fahrniveau IV....................................................... 79
Zentralachsanhänger......................................... 251
Grüne Warnlampe................................................ 81
Bremssystem................................................................ 14
Memoryniveau...................................................... 81
Deichselanhänger 4S/3M..................................... 14
Sollniveauregelung............................................... 77
Konventionelle Luftfederung................................. 15
ECAS-Bedienbox......................................................... 72
Sattelanhänger 2S/2M.......................................... 14
ECAS-Bedieneinheit..................................................... 72
Systemausführung............................................... 23
ECAS-Magnetventil.......................................... 66, 70, 71
Verwendungsbereich............................................ 23
ECAS-Niveauregelung
BVA (Bremsbelagverschleißanzeige)......................... 104
Bedienung........................................................... 211
C ECE R 48..................................................................... 24
CAN-Repeater.............................................................. 32 Echo-Test................................................................... 197
CAN-Router.................................................................. 31 Einbau........................................................................ 171
Gutachten............................................................. 24 Elektronisches Erweiterungsmodul.................... 181
eTASC................................................................ 192
D
Komponenten Immobilizer.................................. 179
Datenkommunikation.................................................. 107
TailGUARD......................................................... 180
GIO5................................................................... 107
Ultraschallsensoren.................................... 180
Dauerplus 1 und 2...................................................... 108
Trailer Remote Control....................................... 180
Deichselanhänger
Wegsensor......................................................... 177
ABS-Konfigurationen............................................ 27
E-Learning.................................................................. 216
Diagnose Hardware.................................................... 217
PIN..................................................................... 216
Diagnose Interface..................................................... 217
Elektronische Parkbremse......................................... 125
Diagnosekabel............................................................ 217
Elektronisches Erweiterungsmodul...................... 70, 142

257
Index

Kabelübersicht.................................................... 245 Datenkommunikation.......................................... 107


Pinbelegung....................................................... 229 Spannungsversorgung....................................... 107
Emergency Brake Alert (Notfallbremslicht)................. 134 Grüne Warnlampe........................................................ 81
Entladeniveau............................................................... 79 Gutachten..................................................................... 24
Entladeniveauschalter.......................................... 80 ABS...................................................................... 24
Entsorgung................................................................. 224 ADR/GGVS.......................................................... 24
Entspannungsfunktion (Bounce Control).................... 128 Bremslöse- und Entspannungsfunktion................ 24
EOL-Test.................................................................... 195 CAN-Router.......................................................... 24
ESD............................................................................... 11 EBS...................................................................... 24
eTASC.................................................................... 70, 74 Immobilizer........................................................... 24
Externe ECAS............................................................ 155 RSS für TEBS...................................................... 24
Externer Achslastsensor............................................... 90 TEBS D / TEBS E Vergleich................................. 24
Externer Sollwertdrucksensor...................................... 38
H
Externe Systeme........................................................ 142
Hardware.................................................................... 217
F Histogramme................................................................ 60
Fahrniveau II................................................................ 79 Hydraulische Federung................................................ 43
Fahrniveau III............................................................... 79 Drucksensor......................................................... 43
Fahrniveau I (Normalniveau)........................................ 79
I
Fahrniveau IV............................................................... 79
Immobilizer (Wegfahrsperre)...................................... 136
Fahrzeuglänge, aktuell (Trailer Length Indicaton)....... 118
Aktivierung.......................................................... 139
Farbkodierung............................................................ 232
Bedienung.......................................................... 215
Stecker............................................................... 232
SmartBoard................................................ 215
Federung, mechanisch................................................. 44
Einbau................................................................ 179
Frei konfigurierbare Funktionen................................. 141
Freischaltung...................................................... 139
Analogfunktion.................................................... 141
Gutachten............................................................. 24
Digitalfunktion..................................................... 141
PUK.................................................................... 139
Funktionstest.............................................................. 195
Inbetriebnahme.......................................................... 193
Funktionstest beim Einschalten.................................... 33
Ultraschallsensoren............................................ 195
G Innenlader
Gabelstaplerregelung................................................. 130 ABS-Konfigurationen............................................ 28
Gesamtkilometerzähler................................................ 52 Installation.................................................................. 168
Geschwindigkeitssignal.............................................. 107 Installationshinweise.................................................. 168
GIO............................................................................... 62 ISO 1185....................................................................... 24
Analogeingang..................................................... 62 ISO 4141...................................................................... 24
Endstufe............................................................... 62 ISO 7638...................................................................... 24
Funktionen............................................................ 62 ISO 11898..................................................................... 24
Schemata........................................................... 247 ISO 11992..................................................................... 24
Wegsensoreingang.............................................. 62 ISO 12098............................................................ 24, 151
GIO5........................................................................... 107 ISO/TR 12155.............................................................. 24

258
Index

ISS 1 & 2...................................................................... 84 M


Mechanische Federungen............................................ 44
K
Mehrachsaggregate..................................................... 26
Kabelfixierung............................................................. 175
Memoryniveau.............................................................. 81
Kabelmontage............................................................ 175
Multi-Voltage................................................................. 33
Kabelübersicht............................................................ 232
Batteriebetrieb...................................................... 35
Elektronisches Erweiterungsmodul.................... 245
TEBS E Modulator.............................................. 233 N
Kalibrierung................................................................ 197 Nacheilung................................................................. 223
Wegsensoren..................................................... 197 Nachlauflenkachse....................................................... 50
Kennlinie ALB............................................................... 41 Näherungsschalter...................................................... 113
Deichselanhänger................................................ 41 Niveauregulierung........................................................ 82
Sattelanhänger..................................................... 41 Deaktivierung....................................................... 82
Kilometerzähler............................................................ 52 Normalniveau (Fahrniveau I)........................................ 79
Gesamtkilometerzähler........................................ 52 Normen......................................................................... 24
Tageskilometerzähler........................................... 53 DIN 75031............................................................ 24
Kippwarnung (Roll Stability Adviser).......................... 120 DIN EN ISO 228................................................... 24
Konfigurationen ECE R 48............................................................. 24
Fahrzeuge mit TEBS E und RSS....................... 174 ISO 1185.............................................................. 24
ISO 4141.............................................................. 24
L
ISO 7638.............................................................. 24
LACV............................................................................ 65
ISO 11898............................................................ 24
Lehrgang.................................................................... 216
ISO 11992............................................................ 24
PIN..................................................................... 216
ISO 12098............................................................ 24
Lenkachse.................................................................... 26
ISO/TR 12155...................................................... 24
adhäsionsgelenkt................................................. 50
Notbremsfunktion......................................................... 51
Sperrung....................................................... 84, 129
Notfallbremslicht (Emergency Brake Alert)................. 134
Liftachse....................................................................... 26
Notizbuchfunktion......................................................... 57
Ausschalten........................................................ 100
Bedienung.......................................................... 215 O
Zwangssenken................................................... 100 ODR (Betriebsdatenspeicher)...................................... 58
Liftachsfunktion.......................................................... 100 OptiLink...................................................................... 160
Ausschalten........................................................ 100 OptiLoad (Stützlastreduzierung)................................... 93
Zwangssenken................................................... 100 Bedienung.......................................................... 214
Liftachssteuerung......................................................... 63 OptiTire (Reifendrucküberwachung)........................... 157
Liftachsventil................................................................. 65 OptiTurn (Rangierhilfe)................................................. 91
federrückgeführt................................................... 64 Bedienung.......................................................... 214
impulsgesteuert.................................................... 64
Luftfederung P
ECAS.............................................................. 18, 69 Parametrierung........................................................... 193

konventionell........................................................ 15 Parkbremse, elektronisch........................................... 125


Park-Löse-Sicherheitsventil (PREV)............................ 30
259
Index

PEM.............................................................................. 29 Schleppachssteuerung mit Restdruckhaltung.............. 68


PIN............................................................................. 216 Schleppachsventil.................................................. 66, 98
Pinbelegung............................................................... 227 Select-High-Ventil......................................................... 31
Elektronisches Erweiterungsmodul.................... 229 Select-Low-Ventil.......................................................... 30
TEBS E Modulator.............................................. 227 Service Dokumentation................................................ 58
Pneumatische Redundanz........................................... 37 ServiceMind.................................................................. 54
Prüfmodus.................................................................... 51 Servicesignal................................................................ 53
Prüfungen................................................................... 218 Sicherheitshinweise............................................... 11, 168
Simulationen............................................................... 218
R
Sollniveauregelung....................................................... 77
Radlastwechsel............................................................ 78
Sollwertdrucksensor, extern......................................... 38
dynamisch............................................................ 78
Sollwerterkennung........................................................ 38
statisch................................................................. 78
Spannungsversorgung
Radstandsregelungen, dynamisch............................... 91
GIO5................................................................... 107
OptiLoad (Stützlastreduzierung)........................... 93
über Bremslicht (24N).......................................... 33
OptiTurn (Rangierhilfe)......................................... 91
Sperrung der Lenkachse............................................ 129
Recycling.................................................................... 224
Stillstandsfunktion........................................................ 50
Redundanz, pneumatisch............................................. 37
Straßenfertigerbremse............................................... 109
Reifendrucküberwachung (OptiTire)........................... 157
Mechanischer Schalter....................................... 109
Reparatur................................................................... 220
Näherungsschalter............................................. 109
Reparatursätze........................................................... 221
Stützlastreduzierung (OptiLoad)................................... 93
Return to Ride (RtR)..................................................... 84
Symbolik......................................................................... 7
Rohre............................................................................ 29
Systemausführung....................................................... 23
Durchmesser........................................................ 29
Systemmeldungen........................................................ 35
Längen................................................................. 29
Systemschild.............................................................. 201
Roll Stability Adviser (Kippwarnung).......................... 120
Systemschulung......................................................... 216
Roll Stability Support (RSS)......................................... 49
PIN..................................................................... 216
Einbauvorschrift.................................................. 173
Systemüberwachung.................................................... 35
RSS-aktiv-Signal................................................ 103
RtR (Return to Ride)..................................................... 84 T
Tageskilometerzähler................................................... 53
S
TailGUARD................................................................. 144
SafeStart.................................................................... 123
Aktivierung.......................................................... 148
Sattelanhänger
Deaktivierung..................................................... 148
ABS-Konfigurationen............................................ 27
Einbau................................................................ 180
Bremsschemata................................................. 249
Schemata, GIO........................................................... 247
Schläuche..................................................................... 29
Durchmesser........................................................ 29
Längen................................................................. 29
Schleppachsen............................................................. 26

260
Index

Komponenten..................................................... 148 Ultraschallsensoren.................................................... 149


Systemkonfiguraton............................................ 187 Austausch........................................................... 220
TailGUARDlight.......................................................... 146 Inbetriebnahme.................................................. 195
Systemkonfiguration........................................... 184
V
TailGUARDMAX......................................................... 146
Verschleißanzeige...................................................... 104
TailGUARDRoof......................................................... 146
Verschleißindikator..................................................... 104
Systemkonfiguraton............................................ 191
Verwendungsbereich.................................................... 23
TASC............................................................................ 85
Voreilung.................................................................... 223
TEBS E Bremssystem
pneumatisch......................................................... 46
Prüfungen........................................................... 218
über CAN.............................................................. 46
Simulationen....................................................... 218
Voreinstellung............................................................. 169
Sytemausführung................................................. 23
Vorratsdrucküberwachung............................................ 37
Verwendungsbereich............................................ 23
Wartung.............................................................. 216 W
TEBS E Modulator........................................................ 29 Warnmeldungen......................................................... 202
Abmessungen.................................................... 169 Warnungen................................................................... 35
Anschlüsse, pneumatisch................................... 225 Wartung...................................................................... 216
Austausch........................................................... 220 Wegfahrsperre (Immobilizer)...................................... 136
Befestigung am Querträger................................ 172 Wegsensor................................................................... 72
Bestandteile.......................................................... 32 Einbau................................................................ 177
Einbau am Rahmen............................................ 171 Kalibrierung........................................................ 197
Einbau im Fahrzeug........................................... 171 Werkstatthinweise...................................................... 216
Inbetriebnahme.................................................. 193
Multi-Voltage................................................. 33, 225 Z
Pinbelegung....................................................... 227 Zentralachsanhänger

Premium............................................................. 225 ABS-Konfigurationen............................................ 27

Standard............................................................. 225 Bremsschemata................................................. 251

Technische Daten............................................... 169 Zugabstimmung.......................................................... 223

Voreinstellung..................................................... 169 Zwangssenken........................................................... 100

Technische Daten....................................................... 169 Liftachsfunktion.................................................. 100

Telematik (TX-TRAILERGUARD)............................... 167


Trailer Central Electronic............................................ 156
Trailer Length Indication (Fahrzeuglänge, aktuell)...... 118
Trailer Remote Control............................................... 154
Bedienung.......................................................... 202
Einbau................................................................ 180
TX-TRAILERGUARD (Telematik)............................... 167

U
Überlast-Erkennung................................................... 122
Überlastschutz.............................................................. 46

261
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ZF Friedrichshafen AG
ZF is a global technology company and supplies systems for passenger cars, commercial vehicles and industrial technology, enabling
the next generation of mobility. ZF allows vehicles to see, think and act. In the four technology domains Vehicle Motion Control,
Integrated Safety, Automated Driving, and Electric Mobility, ZF offers comprehensive solutions for established vehicle manufacturers
and newly emerging transport and mobility service providers. ZF electrifies different kinds of vehicles. With its products, the company
contributes to reducing emissions and protecting the climate.
ZF, which acquired WABCO Holdings Inc. on May 29, 2020, now has 162,000 employees worldwide with approximately 260 locations in
41 countries. In 2019, the two then-independent companies achieved sales of €36.5 billion (ZF) and $3.4 billion (WABCO).
With the integration of WABCO, the leading global supplier of braking control systems and other advanced technologies that improve
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the safety, efficiency and connectivity of commercial vehicles ZF will create a new level of capability to pioneer the next generation of
solutions and services for original equipment manufacturers and fleets globally. WABCO, with almost 12,000 people in 40 locations
worldwide, will now operate under the ZF brand as its new Commercial Vehicle Control Systems division.

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