TEBS E Sys
TEBS E Sys
Systembeschreibung
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
1 Abkürzungsverzeichnis.................................................................................................................................... 6
2 Allgemeine Hinweise........................................................................................................................................ 7
3 Informationen zur Druckschrift........................................................................................................................ 9
4 Sicherheitshinweise........................................................................................................................................ 11
5 Einleitung......................................................................................................................................................... 13
5.1 Systemaufbau. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
5.1.1 Bremssystem............................................................................................................................ 14
5.1.2 Bremssystem mit konventioneller Luftfederung....................................................................... 15
5.1.3 Elektronisch geregelte Luftfederung........................................................................................ 18
5.2 Übersicht der Funktionen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
6 Bremssystem................................................................................................................................................... 23
6.1 Systemausführung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23
6.2 Verwendungsbereich. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23
6.3 Gutachten und Normen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
6.4 ABS-Konfigurationen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
6.5 Beschreibung der Komponenten der elektropneumatischen Bremsanlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29
6.6 Bestandteile des TEBS E Modulators. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32
6.7 Versorgung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32
6.7.1 Funktionstest beim Einschalten bzw. Ankuppeln..................................................................... 33
6.7.2 Spannungsversorgung über Bremslicht (24N)......................................................................... 33
6.7.3 Betrieb über Batterie im Anhängefahrzeug.............................................................................. 33
6.7.4 Multi-Voltage............................................................................................................................ 33
6.8 Systemüberwachung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35
6.8.1 Warnungen und Systemmeldungen......................................................................................... 35
6.8.2 Pneumatische Redundanz....................................................................................................... 37
6.9 Bremsfunktionen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38
6.9.1 Sollwerterkennung................................................................................................................... 38
[Link] Externer Sollwertdrucksensor................................................................................. 38
6.9.2 Automatisch Lastabhängige Bremskraftregelung (ALB).......................................................... 40
[Link] Mechanische Federungen...................................................................................... 44
6.9.3 Druckregelung.......................................................................................................................... 46
6.9.4 Überlastschutz.......................................................................................................................... 46
6.9.5 Anti-Blockier-System (ABS)..................................................................................................... 48
6.9.6 Roll Stability Support (RSS)..................................................................................................... 49
6.9.7 Stillstandsfunktion.................................................................................................................... 50
6.9.8 Notbremsfunktion..................................................................................................................... 51
6.9.9 Prüfmodus................................................................................................................................ 51
6.10 ECU-interne Funktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52
6.10.1 Kilometerzähler........................................................................................................................ 52
6.10.2 Servicesignal............................................................................................................................ 53
6.10.3 ServiceMind.............................................................................................................................. 54
6.10.4 Ausgabe der Achslast.............................................................................................................. 55
6.10.5 Notizbuchfunktion..................................................................................................................... 57
6.10.6 Service Dokumentation (ab TEBS E5)..................................................................................... 58
6.10.7 Betriebsdatenspeicher (ODR).................................................................................................. 58
7 GIO-Funktionen............................................................................................................................................... 62
7.1 Liftachssteuerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 63
7.2 Schleppachssteuerung mit Restdruckhaltung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68
3
Inhaltsverzeichnis
4
Inhaltsverzeichnis
5
Abkürzungsverzeichnis
1 Abkürzungsverzeichnis
ABKÜRZUNG BEDEUTUNG
ABS (engl. Anti-Lock Braking System); Anti-Blockier-System
(franz. Accord européen relatif au transport international des marchandises Dangereuses par
ADR
Route); Europäisches Übereinkommen über die Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße
ALB Automatisch Lastabhängige Bremskraftregelung
BAT Batterie
BO Betriebs-Ordnung; BO-Kraftkreis = Betriebs-Ordnung-Kraftfahrzeuge-Kreis
BVA Bremsbelagverschleißanzeige
(engl. Controller Area Network); asynchrones, serielles Bussystem für die Vernetzung von
CAN
Steuergeräten in Automobilen
ECAS (engl. Electronically Controlled Air Suspension); elektronisch geregelte Luftfederung
ECE (engl. Economic Commission for Europe), Wirtschaftskommission für Europa
ESD (engl. Electrostatic Discharge); elektrostatische Entladung
eTASC (engl. electronic Trailer Air Suspension Control); Drehschieberventil mit RTR- und ECAS-Funktion
GGVS Gefahrgut-Verordnung Straße (deutsche Entsprechung der ADR)
GIO (engl. Generic Input/Output); programmierbarer Ein-/Ausgang
IR Individual-Regelung; individuelle Regelung von sensierten Rädern einer Seite
ISO (engl. International Organization for Standardization); Internationale Organisation für Normung
ISS (engl. Integrated Speed Switch); integrierter Geschwindigkeitsschalter
LACV-IC (engl. Lifting Axle Control Valve, Impulse-Controlled); impulsgesteuertes Liftachsteuerventil
(engl. Local Interconnect Network); Spezifikation für ein serielles Kommunikationssystem, auch
LIN
LIN-Bus; Schnittstelle der Sensoren
MAR Modifizierte Achs-Regelung; Regelung von zwei sensierten Rädern einer Achse
MSR Modifizierte Seiten-Regelung; Regelung von zwei sensierten Rädern einer Fahrzeugseite
ODR (engl. Operating Data Recorder); Betriebsdatenspeicher
PEM (engl. Pneumatic Extension Module); Pneumatisches Erweiterungs-Modul
PLC (engl. Power Line Communication); Datenkommunikation über Kabel der Stromversorgung
PREV (engl. Park Release Emergency Valve); Park-Löse-Sicherheitsventil
PUK (engl. Personal Unblocking Key); Persönliche Nummer zum Entsperren
Pulsweitenmodulation; Modulationsart, bei der eine technische Größe (z. B. elektrischer Strom)
PWM
zwischen zwei Werten wechselt
RSD (engl. Rotary Slide Detection); Drehschiebererkennung
RSS (engl. Roll Stability Support); Fahrstabilitätsregelung
RtR (engl. Return to Ride) Rückkehr ins Fahrniveau (Luftfederung)
SHV (engl. Select High Ventil); Ventil zur Aussteuerung des höheren Druckes
SLV (engl. Select Low Ventil); Ventil zur Aussteuerung des niedrigeren Druckes
StVZO Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (gültig für Deutschland)
TASC (engl. Trailer Air Suspension Control); Drehschieberventil mit RtR-Funktion
TEBS (engl. Electronic Braking System for Trailers); elektronisches Bremssystem für Anhänger
TLI (engl. Trailer Length Indication); aktuelle Fahrzeuglänge
TT (engl. Timer Ticks); interne Messeinheit der Wegsensoren
(engl. Universal Serial Bus); serielles Bussystem zur Verbindung eines Computers mit externen
USB
Geräten
6
Allgemeine Hinweise
2 Allgemeine Hinweise
Verwendete Symbolik
GEFAHR
Beschreibung einer unmittelbaren Situation, die bei Nichtbeachtung des
Warnhinweises irreversible Verletzungen oder Tod zur Folge hat.
WARNUNG
Beschreibung einer möglichen Situation, die bei Nichtbeachtung des
Warnhinweises irreversible Verletzungen oder Tod zur Folge haben kann.
VORSICHT
Beschreibung einer möglichen Situation, die bei Nichtbeachtung des
Warnhinweises reversible Verletzungen zur Folge haben kann.
HINWEIS
Beschreibung einer möglichen Situation, die bei Nichtbeachtung des
Warnhinweises Sachschäden zur Folge haben kann.
@
@ @ @
– Handlungsschritt
Ö Ergebnis einer Handlung
Aufzählung/-listung
WABCO Academy
[Link]
WABCO Online-Produktkatalog
[Link]
WABCO Kontakt
Ihren lokalen WABCO Ansprechpartner finden Sie über die folgende Seite:
[Link]
8
Informationen zur Druckschrift
Produktionsdatum
Gerätetyp
Abwandlung
Zustandskennziffer
0 = Neugerät (Komplettgerät)
1 = Neugerät (Unterbaugruppe)
2 = Reparatursatz oder Unterbaugruppe
4 = Einzelteil
7 = Austauschgerät
R = Reman
Technische Druckschriften
[Link]
DRUCKSCHRIFTENTITEL DRUCKSCHRIFTENNUMMER
CAN-Router / CAN-Repeater –
815 XX0 176 3
Systembeschreibung
TailGUARDTM Systembeschreibung 815 XX0 211 3
Diagnose Produktübersicht 815 XX0 037 3
ECAS für Anhängefahrzeuge –
815 XX0 025 3
Systembeschreibung
Druckluftbremsausrüstungen für
815 XX0 034 3
Anhängefahrzeuge
OptiTireTM – Systembeschreibung 815 XX0 229 3
ODR-Tracker – Bedienungsanleitung 815 XX0 149 3
SmartBoard – Bedienungsanleitung 815 XX0 138 3
815 XX0 260 3 (neu)
SmartBoard – Systembeschreibung
815 XX0 136 3 (alt)
TASC Trailer Air Suspension Control –
815 XX0 186 3
Funktion und Montage
Trailer EBS E Anschlüsse – Poster 815 XX0 144 3
Trailer EBS E – Austausch des Modulators 815 980 183 3
Trailer EBS E System Übersicht – Poster 815 XX0 143 3
9
Informationen zur Druckschrift
DRUCKSCHRIFTENTITEL DRUCKSCHRIFTENNUMMER
TX-TRAILERGUARDTM [Link]
Trailer Remote Control –
815 990 193 3
Bedienungsanleitung
Trailer Remote Control – Einbau- und
815 XX0 195 3
Anschlussanleitung
Verschraubungskatalog 815 XX0 080 3
OptiLink TM
Benutzerhandbuch 815 XX0 231 3
OptiLink TM
Installationsanleitung 815 XX0 226 3
10
Sicherheitshinweise
4 Sicherheitshinweise
Beachten Sie alle notwendigen Vorschriften und Anweisungen
Nur geschultes und qualifiziertes Fachpersonal darf Arbeiten am Fahrzeug
vornehmen.
Lesen Sie diese Druckschrift sorgfältig durch.
Halten Sie sich unbedingt an alle Warnhinweise, Hinweise und
Anweisungen, um Personen- und Sachschäden zu vermeiden.
WABCO gewährleistet nur dann die Sicherheit, Zuverlässigkeit und Leistung
seiner Produkte und Systeme, wenn alle Informationen dieser Druckschrift
beachtet werden.
Leisten Sie den Vorgaben und Anweisungen des Fahrzeugherstellers
unbedingt Folge.
Führen Sie Nachrüstungen und Änderungen am Fahrzeug nur in
Abstimmung mit dem Fahrzeughersteller durch.
Halten Sie die Unfallverhütungsvorschriften des Betriebes sowie regionale
und nationale Vorschriften ein.
Der Arbeitsplatz muss trocken sowie ausreichend beleuchtet und belüftet
sein.
Verwenden Sie – soweit erforderlich – eine Schutzausrüstung
(Sicherheitsschuhe, Schutzbrille, Atemschutz und Gehörschutz).
HINWEIS
Während des Fahrzeugbetriebes ist die Verbindung von Masseanschlüssen
der Trailer EBS mit dem Fahrzeugchassis nicht zulässig.
11
Sicherheitshinweise
Besondere Hinweise bei Verwendung von vorgefertigten TEBS Trägermodulen zum Einbau in das
Fahrzeug:
Durch Optimierung von Produktionsprozessen bei den Anhängerherstellern
werden heutzutage vielfach vorgefertigte TEBS Trägermodule im
Anhängefahrzeug verbaut. An diesem Querträger sind der TEBS E Modulator
sowie weitere mögliche Ventile befestigt. Diese Trägermodule sind häufig
lackiert, so dass beim Einbau in den Fahrzeugrahmen die elektrische
Leitfähigkeit zwischen Fahrzeugrahmen und Trägermodul wiederhergestellt
werden muss.
Sicherstellen der elektrischen Leitfähigkeit zwischen Trägermodul und
Fahrzeugrahmen:
Befestigen Sie das Trägermodul mit elektrisch leitenden Verschraubungen
durch selbstschneidende Schrauben mit leitender Oberfläche am
Fahrzeugrahmen.
Der Widerstand zwischen Trägermodul und Rahmen muss < 10 Ohm sein.
12
Einleitung
5 Einleitung
Da das Trailer EBS E ein sehr komplexes System ist, ist auch diese
Systembeschreibung sehr umfangreich. Hier ein paar Hinweise zum Aufbau
dieser Unterlage:
Bremssystem
In diesem Kapitel finden Sie die Beschreibung der Funktionen, die zur Erfüllung
der gesetzlichen Vorschriften benötigt werden, wie dem ABS, RSS und den
weiteren Funktionen der Bremssteuerung.
GIO-Funktionen
Neben der Steuerung der Radbremsen beherrscht vor allem die Trailer EBS E
Premium-Variante eine Vielfalt von Funktionen, die fahrzeugspezifisch realisiert
werden können. Neben den von WABCO „vorbereiteten“ Lösungen, wie der
Steuerung der Luftfederanlage oder der dynamischen Radstandsregelung,
wird in diesem Kapitel auch erläutert, wie frei konfigurierbare Steuerungen vom
Fahrzeughersteller umgesetzt werden können.
Externe Systeme
In diesem Kapitel finden Sie Informationen zu folgenden externen Systemen,
die an den Trailer EBS E Modulator angeschlossen werden können:
elektronisches Erweiterungsmodul (inklusive Beschreibungen der möglichen
Zusatzfunktionen), Trailer Remote Control (Anhänger-Fernbedienung),
Reifendrucküberwachung (OptiTireTM), externe ECAS, Trailer Central Electronic
und Telematik (TX-TRAILERGUARDTM).
Inbetriebnahme
Neben der Inbetriebnahme und Kalibrierung wird in diesem Kapitel u. a. auch
auf die Parametrierung mittels TEBS E Diagnose Software eingegangen.
Bedienung
In diesem Kapitel wird die Bedienung einiger Funktionen mittels
Bedieneinheiten (SmartBoard, Trailer Remote Control etc.) genauer
beschrieben.
Werkstatthinweise
Dieses Kapitel gibt vor allem Hinweise zur Wartung, Systemdiagnose,
Systemschulung, Störungssuche, Zugabstimmung und zur Reparatur bzw. zum
Austausch von Komponenten.
Anhang
Der Anhang enthält Schemata und Übersichten.
13
Einleitung
5.1 Systemaufbau
Dieses Kapitel gibt Ihnen eine grobe Übersicht über Funktion und Aufbau der Grundsysteme.
5.1.1 Bremssystem
Standard-Sattelanhänger mit ABS-Konfiguration 2S/2M
POSITION BENENNUNG
1 Spannungsversorgung über ISO 7638
2 Bremsleitung
3 Vorratsleitung
14
Einleitung
POSITION BENENNUNG
4 Stopplichtversorgung 24N über ISO 1185 (optional)
5 TEBS E Modulator (mit integrierten Drucksensoren und integriertem Redundanzventil)
6 Park-Löse-Sicherheitsventil (PREV)
7 Überlastschutzventil
8 Vorratsbehälter der Betriebsbremsanlage
9 ABS-Drehzahlsensor
10 EBS-Relaisventil zur Steuerung der 2. Achse (3. Modulator)
11 Tragbalg
12 TristopTM-Zylinder
Die Linien stellen die Verkabelung und Verrohrung der Komponenten dar.
POSITION BENENNUNG
1 Spannungsversorgung über ISO 7638
2 Bremsleitung
3 Vorratsleitung
4 Stopplichtversorgung 24N über ISO 1185 (optional)
5 Pneumatic Extension Modul (PEM)
6 Überströmventil (im PEM integriert)
15
Einleitung
POSITION BENENNUNG
7 Überlastschutzventil (im PEM integriert)
8 Betriebsbremsteil der TristopTM-Zylinder
9 TristopTM-Zylinder
10 Vorratsbehälter der Betriebsbremsanlage
11 Vorratsbehälter für die Luftfederung
12 Heben-/Senkenventil (z. B. TASC)
13 Roter Knopf zur Betätigung der Parkbremsanlage (am PREV)
14 Schwarzer Knopf zum Lösen der automatischen Bremse (am PREV)
15 Tragbalg
16 Liftachsventil
17 Luftfederventil
18 ABS-Drehzahlsensor
19 TEBS E Modulator
20 Park-Löse-Sicherheitsventil (PREV)
Die Linien stellen die Verkabelung und Verrohrung der Komponenten dar.
Bremssystem
Das Anhängefahrzeug ist über die beiden Kupplungsköpfe für Vorratsdruck (3)
und Steuerdruck (2) mit dem Zugfahrzeug verbunden. Über das Park-Löse-
Sicherheitsventil (PREV, 20) wird der Steuerdruck zum TEBS E Modulator (19)
geleitet. Das PREV hat einen roten Betätigungsknopf (13) zur Betätigung der
Parkbremse sowie einen weiteren schwarzen Betätigungsknopf (14) zum Lösen
der bei abgekoppeltem Anhängefahrzeug automatisch betätigten Bremse.
Die Druckluft des Vorratsbehälters strömt über ein im PREV integriertes
Rückschlagventil zum Pneumatic Extension Modul (PEM, 5).
Das PEM beinhaltet folgende Funktionen:
ein Überströmventil zur Absicherung des Druckes in der Bremsanlage
gegenüber der Luftfederung,
ein Überlastschutzventil zum Schutz der Radbremsen vor Überlast – bei
gleichzeitiger Betätigung von Betriebs- und Feststellbremse,
eine Druckverteilung für Vorrat „Luftfederung“ und Vorrat „Betriebsbremse“.
Der TEBS E Modulator steuert die Betriebsbremsteile (8) der TristopTM-
Zylinder (9) an. Zur Sensierung der Raddrehzahlen sind mindestens zwei
ABS-Drehzahlsensoren (18) angeschlossen. Am PEM ist des Weiteren ein
Prüfanschluss zum Messen des aktuellen Bremsdrucks vorhanden. Das PEM
befüllt mit dem vom PREV kommenden Vorratsdruck den Vorratsbehälter der
Betriebsbremsanlage (10).
Der TEBS E Modulator wird vom Vorratsbehälter über die gleiche Leitung mit
Vorratsdruck versorgt. Über das im PEM integrierte Überströmventil wird der
Vorratsbehälter für die Luftfederung (11) befüllt. Das Überströmventil hat die
Aufgabe, das vorrangige Auffüllen der Vorratsbehälter „Bremse“ sicherzustellen
und bei Druckverlust in der Luftfederung den Druck in der Betriebsbremsanlage
zu sichern und so die Bremsfähigkeit des Anhängefahrzeugs sicherzustellen.
Zum Schutz der Radbremsen vor einer Überbeanspruchung durch
Bremskraftaddition (Membranteil und Federspeicherteil der TristopTM-Zylinder
gleichzeitig betätigt) ist im PEM ein Überlastschutzventil (7) integriert. Vom PEM
aus wird der Druck zu den TristopTM-Zylindern (9) verteilt.
16
Einleitung
Die Parkbremse wird durch Betätigung des roten Knopfes am PREV (13)
eingelegt. Dadurch wird der Parkbremsteil des TristopTM-Zylinders entlüftet, so
dass die integrierte Feder die Radbremse betätigen kann. Wird bei betätigter
Parkbremse zusätzlich die Betriebsbremse benutzt, strömt der Bremsdruck
über das Überlastschutzventil in den Parkbremsteil der TristopTM-Zylinder und
baut so proportional zur aufgebauten Bremskraft im Betriebsbremsteil die Kraft
im Parkbremsteil ab, so dass keine Kraftaddition stattfindet.
Konventionelle Luftfederungsanlage
Die konventionelle Luftfederungsanlage besteht aus einem Luftfederventil
(17) und einem Heben-/Senkenventil, z. B. TASC (12)Kapitel „7.5
Geschwindigkeitsschalter (ISS 1 und ISS 2) und RtR“, Seite 84. Beide
Ventile werden vom PEM mit Vorratsdruck versorgt. Das Luftfederventil
regelt das Fahrniveau des Anhängefahrzeugs aus, indem die Luftmenge in
den Tragbälgen (15) verändert wird. Über das Heben-/Senkenventil kann
das Niveau des Anhängefahrzeugs, z. B. zum Be- oder Entladen von Hand
verändert werden. Des Weiteren kann ein Liftachsventil (16) verbaut sein, das
in Abhängigkeit der Beladung vom TEBS E Modulator ausgesteuert wird. Das
Liftachsventil wird ebenfalls vom PEM mit Vorratsdruck versorgt.
17
Einleitung
POSITION BENENNUNG
1 Spannungsversorgung über ISO 7638
2 Bremsleitung
3 Vorratsleitung
4 Stopplichtversorgung 24N über ISO 1185 (optional)
5 Wegsensor
TEBS E Modulator (Premium) mit integrierter Steuereinheit und integriertem Balgdrucksensor für
6
Liftachssteuerung
Externe Bedieneinheit, z. B. SmartBoard, Trailer Remote Control, ECAS-Bedieneinheit oder ECAS-
7
Bedienbox
8 ECAS-Magnetventil (mit Liftachssteuerung)
9 Überströmventil
10 Liftbalg
11 TristopTM-Zylinder
12 Tragbalg
13 Vorratsbehälter der Betriebsbremsanlage
14 Vorratsbehälter für die Luftfederung
15 Park-Löse-Sicherheitsventil (PREV)
Die Linien stellen die Verkabelung und Verrohrung der Komponenten dar.
Die Bremsleitungen sind in diesem Schema nicht eingezeichnet.
18
Einleitung
19
Einleitung
20
Einleitung
TEBS E MODULATOR
STANDARD PREMIUM MULTI-VOLTAGE
21
Einleitung
TEBS E MODULATOR
STANDARD PREMIUM MULTI-VOLTAGE
22
Bremssystem
6 Bremssystem
6.1 Systemausführung
Das Trailer EBS E Bremssystem ist eine elektronisch gesteuerte Bremsanlage
mit lastabhängiger Bremsdruckregelung, automatischem Blockierverhinderer
(ABS) und elektronischer Stabilitätsregelung (RSS).
6.2 Verwendungsbereich
Fahrzeuge
Ein- und mehrachsige Anhängefahrzeuge der Klassen O3 und O4 gemäß der
Richtlinie 70/156/EWG, Anhang II mit Luftfederung, hydraulischer Federung,
mechanischer Federung, Scheiben- oder Trommelbremsen.
Bremsanlagen
Fremdkraft-Bremsanlagen mit pneumatischer bzw. mit pneumatisch-
hydraulischer Übertragungseinrichtung gemäß der Richtlinie 71/320/EWG
bzw. Vorschrift ECE R 13 oder der Rechtsverordnung StVZO (gilt nur für
Deutschland).
Bremsberechnung
Für den Einsatz des Trailer EBS E ist eine spezifische Bremsberechnung für
das Fahrzeug oder die Fahrzeugserie erforderlich. Sprechen Sie Ihren WABCO
Partner an.
23
Bremssystem
NORMEN THEMA
ISO/TR 12155 Nutzkraftwagen und Anhängefahrzeuge – Rangier-
DIN 75031 Warneinrichtungen – Anforderungen und Prüfung
DIN EN ISO 228 (Teil 1 - 2) Rohrgewinde für nicht im Gewinde dichtende Verbindungen
Regelung Nr. 13 der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen
ECE R 13 für Europa – Einheitliche Bedingungen für die Genehmigung der
Fahrzeuge hinsichtlich der Bremsanlage
Regelung Nr. 48 der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen
für Europa – Einheitliche Bedingungen für die Genehmigung
ECE R 48 (2008)
der Fahrzeuge hinsichtlich des Anbaus der Beleuchtungs- und
Lichtsignaleinrichtungen
Regelung Nr. 141 der Wirtschaftskommission der Vereinten
Nationen für Europa — Einheitliche Bedingungen für
ECE R 141
die Genehmigung von Kraftfahrzeugen hinsichtlich ihrer
Reifendruckkontrollsysteme (RDKS)
Straßenfahrzeuge – Steckvorrichtungen für die elektrische
Verbindung von Zugfahrzeugen und Anhängefahrzeugen – 7-polige
ISO 1185
Steckvorrichtung Typ 24 N (normal) für Fahrzeuge mit 24 V
Nennspannung
ISO 4141 (Teil 1 - 4) Straßenfahrzeuge – Mehradrige Verbindungsleitungen
Straßenfahrzeuge – Steckvorrichtungen für die elektrische
Verbindung von Zugfahrzeugen und Anhängefahrzeugen – Teil 1:
ISO 7638 (Teil 1 - 2)
Steckvorrichtungen für Bremssysteme und Bremsausrüstung von
Fahrzeugen mit 24 V / 12 V Nennspannung
ISO 11898 (Teil 1 - 5) Straßenfahrzeuge – CAN
Straßenfahrzeuge – Austausch von digitalen Informationen
ISO 11992 (Teil 1 - 2) über elektrische Verbindungen zwischen Zugfahrzeugen und
Anhängefahrzeugen
Straßenfahrzeuge – Steckvorrichtungen für die elektrische
ISO 12098 Verbindung von Zugfahrzeugen und Anhängefahrzeugen –
15-polige Steckvorrichtung für Fahrzeuge mit 24 V Nennspannung
24
Bremssystem
6.4 ABS-Konfigurationen
KOMPONENTEN FAHRZEUGTYP BEMERKUNG
2S/2M
1x TEBS E Modulator 1- bis 3-achsige Sattelanhänger/ Je ein ABS-Drehzahlsensor und ein Druckregelkanal
(Standard) Zentralachsanhänger mit des TEBS E sind zu einem Regelkanal
2x ABS-Drehzahlsensor Luftfederung, hydraulischer oder zusammengefasst. Alle übrigen Räder einer
mechanischer Federung Fahrzeugseite werden, sofern vorhanden, indirekt
mitgesteuert; Individual-Regelung der Bremskräfte
(IR). Dabei erhält bei Notbremsungen jede
Fahrzeugseite den Bremsdruck, der entsprechend
Fahrbahnverhältnissen und Bremsenkennwert
möglich ist.
2S/2M+SLV
1x TEBS E Modulator 1- bis 3-achsige Sattelanhänger/ Die Lenkachse wird über das SLV mit dem jeweils
(Standard) Zentralachsanhänger mit niedrigeren Druck der beiden Druckregelkanäle
2x ABS-Drehzahlsensor Luftfederung, hydraulischer oder versorgt, so dass auch auf µ-Split (unterschiedliche
mechanischer Federung und einer Reibwerte auf der Straße) die Achse stabil bleibt.
1x Select-Low-Ventil
Lenkachse
(SLV)
4S/2M
1x TEBS E Modulator 2 bis 5-achsige Sattelanhänger/ Auf jeder Fahrzeugseite werden zwei ABS-
(Premium) Zentralachsanhänger mit Drehzahlsensoren angeordnet. Die Regelung findet
4x ABS-Drehzahlsensor Luftfederung, hydraulischer oder seitenweise statt. Der Bremsdruck ist auf einer
mechanischer Federung Fahrzeugseite an allen Rädern gleich.
Die zwei sensierten Räder dieser Fahrzeugseite
werden nach dem Prinzip der Modifizierten Seiten-
Regelung (MSR) geregelt. Dabei ist das Rad einer
Fahrzeugseite, welches zuerst blockiert, für die
ABS-Regelung bestimmend.
Bezüglich der beiden Fahrzeugseiten findet das
Prinzip der Individual-Regelung (IR) Anwendung.
4S/2M+1M+SHV
1x TEBS E Modulator 2- bis 5-achsige Sattelanhänger/ An der Lenkachse sind zwei ABS-Drehzahlsensoren,
(Premium) 2- bis 3-achsige ein SHV und ein ABS-Relaisventil angeordnet.
4x ABS-Drehzahlsensor Zentralachsanhänger mit Die Lenkachse wird nach dem Prinzip der
Luftfederung, hydraulischer oder Modifizierten Achs-Regelung (MAR) und die weitere
1x ABS-Relaisventil
mechanischer Federung und einer Achse nach dem Prinzip der Individual-Regelung
1x Doppelrückschlag- Lenkachse (IR) geregelt.
ventil (SHV)
4S/3M
1x TEBS E Modulator 2- bis 5-achsige An der Vorderachse sind zwei ABS-
(Premium) Deichselanhänger/ 2- bis Drehzahlsensoren und ein EBS-Relaisventil
4x ABS-Drehzahlsensor 5-achsige Sattelanhänger/ 2- bis angeordnet. Die Lenkachse wird nach dem Prinzip
1x EBS-Relaisventil 3-achsige Zentralachsanhänger der Modifizierten Achs-Regelung (MAR) geregelt.
mit Luftfederung und einer Das Rad der Lenkachse, welches zuerst eine
Lenkachse Blockierneigung zeigt, dominiert die ABS-Regelung.
An einer weiteren Achse wird je ein ABS-
Drehzahlsensor und ein Druckregelkanal des
TEBS E für eine seitenweise Regelung verwendet.
Diese Räder werden individuell geregelt (IR).
25
Bremssystem
Mehrachsaggregate
Nicht sensierte Achsen bzw. Räder werden von direkt geregelten Achsen bzw.
Rädern mitgesteuert. Bei Mehrachsaggregaten wird eine annähernd gleiche
Kraftschlussausnutzung dieser Achsen beim Bremsen vorausgesetzt.
Sind nicht alle Räder sensiert, sind diejenigen Achsen mit ABS-
Drehzahlsensoren zu versehen, die die größte Blockierneigung haben.
Mehrachsaggregate mit nur statischem Achslastausgleich sind so zu bestücken
(Bremszylinder, Bremshebellänge, etc.), dass die Räder aller Achsen möglichst
gleichzeitig die Blockiergrenze erreichen und, dass ein direkt geregeltes Rad
nicht mehr als zwei Räder oder eine Achse indirekt mitregelt.
Liftachsen
2S/2M: Liftachsen dürfen nicht sensiert werden.
Alle anderen Systemkonfigurationen mit mindestens 4S mit Ausnahme von
Deichselanhängern: Liftachsen können mit ABS-Drehzahlsensoren e-f sensiert
werden.
i
TEBS E erkennt automatisch, welche der Achsen angehoben ist und
nutzt die am Boden befindliche Achse als HauptachseKapitel „7.25
Gabelstaplerregelung“, Seite 130.
Schleppachsen
Fahrzeuge mit Schleppachsen müssen mit einem 4S/2M+1M-System oder
4S/3M-System ausgerüstet werden, um ein Blockieren der Schleppachse zu
vermeiden.
Das gilt auch für Fahrzeuge, bei denen eine Achse nur zeitweise entlastet wird,
wie z. B. während der Anfahrhilfe oder OptiTurnTM.
Bei höherer Rahmensteifigkeit (z. B. Kofferaufbauten) muss ein 4S/3M-
System eingesetzt werden, um beim Bremsen in Kurven ein Blockieren des
kurvenäußeren Rades zu vermeiden.
Lenkachsen
Zwangsgesteuerte Achsen sind wie Starrachsen zu behandeln.
WABCO : Anhänger mit selbstlenkenden Achsen werden mit 4S/3M, 4S/2M+1M
oder 2S/2M+SLV konfiguriert. Wenn das Fahrzeug mit RSS ausgerüstet ist,
muss eine dieser Konfigurationen verwendet werden, um ein Ausbrechen des
Fahrzeuges in der Kurve bei einem RSS-Eingriff zu verhindern.
2S/2M- oder 4S/2M-EBS-Systeme mit Lenkachsen: Bei der Typgenehmigung
eines Anhängers ist durch Fahrtests sicherzustellen, dass keine unzulässigen
Schwingungen oder Kursabweichungen auftreten. Bei einer ABS-Prüfung ist
es nicht möglich, die Reaktion aller verfügbaren Lenkachsen zu bewerten. Ist
während des ABS-Betriebes zusätzliche Stabilität für eine selbstlenkende Achse
erforderlich, sollte die Lenkachse über den Geschwindigkeitsschalter (ISS) starr
geschaltet werden.
26
Bremssystem
LEGENDE
27
Bremssystem
LEGENDE
SRV Single-Relaisventil DRV Doppel-Relaisventil
Anhänger-Modulator Fahrtrichtung
28
Bremssystem
INNENLADER
Schläuche und Rohre Min. Durchmesser Max. Länge
Behälter zum Anhängermodulator min. Ø 12 mm *)
Behälter zum Relaisventil min. Ø 9 mm *)
Anhängermodulator zum Relaisventil max. Ø 9 mm 10 m
Anhängermodulator zum Bremszylinder min. Ø 9 mm *) 10 m
Relaisventil zum Bremszylinder min. Ø 9 mm 3m
*) Die Länge der Schläuche und Rohre zwischen Behälter und Modulator dürfen nur so lang ausgeführt
i
werden, dass das Zeitverhalten entsprechend ECE R 13 Anhang 6 erfüllt wird.
VariantenübersichtKapitel „13.1
Pneumatische Anschlüsse für
TEBS E“, Seite 225
TEBS E Modulator mit Alle Anhängefahrzeuge mit Pneumatisches Verteilungsmodul
angeflanschtem Pneumatic Luftfederung mit integriertem Überströmventil
Extension Modul (PEM) für die Luftfederung und
integriertem Überlastschutzventil.
Das PEM reduziert die Anzahl der
Verschraubungen und vereinfacht
die Installation des TEBS E
Bremssystems.
29
Bremssystem
30
Bremssystem
31
Bremssystem
6.7 Versorgung
Das Trailer EBS E wird elektrisch über Pin 2 der ISO 7638 Steckverbindung
(Klemme 15) eingeschaltet und dann über Pin 1 (Klemme 30) versorgt.
WARNUNG
Erhöhte Unfallgefahr durch Blockieren der Räder sowie zeitlich
verzögerte Bremswirkung
Wenn die ISO 7638 Steckverbindung zum Motorwagen nicht verbunden ist,
sind die ABS-, EBS- und RSS-Regelfunktionen nicht verfügbar.
– Weisen Sie den Fahrer des Fahrzeuges in geeigneter Weise auf diesen
Umstand hin (z. B. Aufkleber, Bedienungsanleitung).
32
Bremssystem
Ist der Systemcheck beim Stecken der 7- bzw. 5-poligen ISO 7638
i
Steckverbindung nicht hörbar, so besteht ein Problem in der
Spannungsversorgung zwischen Zugfahrzeug und TEBS E (Klemme
i
15, 30 oder Masseverbindung des Wendel- oder Powerkabels zum
Trailer EBS Modulator).
Folge: Der Modulator wird nicht mit Spannung versorgt.
Abhilfe: Fahren Sie mit äußerster Vorsicht die nächstgelegene
Werkstatt an.
6.7.4 Multi-Voltage
Fahrzeugtyp
33
Bremssystem
Zweck
Der TEBS E Modulator (Multi-Voltage) 480 102 08X 0 kann sowohl mit 12 V als
auch mit 24 V Motorwagen betrieben werden.
Multi-Voltage-fähige Funktionen
Da üblicherweise im Betrieb mit 12 V Motorwagen kein CAN-Signal zur
Verfügung steht, wird der Steuerdruck „Bremse“ nur pneumatisch an den
Anhänger weitergegeben.
Folgende Komponenten können angeschlossen werden:
Externe Drucksensoren an GIO1 oder GIO3
Taster und Schalteingänge (z. B. für Straßenfertigerbremse) an GIO1 bis
GIO7
Bremsbelagverschleißanzeige (BVA) an GIO1 bis GIO4 oder GIO6 bis GIO7
SmartBoard oder OptiTireTM an SUBSYSTEMS
Je nach TEBS E Version sind verschiedene GIO-Funktionen verfügbar. Hierzu
werden 12 V Ventile angeschlossen.
MULTI-VOLTAGE-FÄHIGE
KOMPONENTE AB TEBS E VERSION
FUNKTIONEN
Liftachssteuerung Liftachsventil 463 084 050 0 TEBS E2
4S/2M+1M-Systeme ABS-Relaisventil 472 196 003 0 TEBS E2
4S/3M (Deichselanhänger) EBS-Relaisventil 480 207 202 0 TEBS E2.5
ECAS eTASC 463 090 5XX 0 TEBS E2.5
34
Bremssystem
MULTI-VOLTAGE-FÄHIGE
KOMPONENTE AB TEBS E VERSION
FUNKTIONEN
ECAS Ventil Hinterachse 472 880 072 0 TEBS E4
TailGUARD TM
Elektronisches Erweiterungsmodul 446 122 070 0 TEBS E2
OptiTurn TM
Schleppachsventil 472 195 066 0 TEBS E4
Batteriebetrieb
Multi-Voltage-Systeme können (über das elektronische Erweiterungsmodul oder
direkt) nur mit 12 V-Batterien im Anhänger verbunden werden.
Die Ladefunktion der Batterie steht nur während einer Versorgung des
Anhängefahrzeugs mit 12 V zur Verfügung.
Die Wake-up-Funktion steht nicht zur Verfügung, wenn das Fahrzeug mit
24 Volt versorgt ist.
6.8 Systemüberwachung
Variante 1
Die Warnlampe/Warnanzeige im Motorwagen leuchtet nach Einschalten der
Zündung auf.
Falls kein aktueller Fehler erkannt wurde, erlischt die Warnlampe/Warnanzeige
nach ca. 2 Sekunden. Trailer EBS E ist betriebsbereit.
Wurde ein aktueller Fehler erkannt, z. B. Sensorfehler, bleibt die Warnlampe/
Warnanzeige an.
Sofern bei der letzten Fahrt ein Sensorfehler erkannt wurde, erlischt die
Warnlampe/Warnanzeige nach v > 7 km/h.
Wenn auch nach Fahrtbeginn die Warnlampe/Warnanzeige nicht erlischt, dann
muss der Fahrer die Störung durch eine Werkstatt beheben lassen.
Variante 2
Die Warnlampe/Warnanzeige im Motorwagen leuchtet nach Einschalten der
Zündung auf.
Die Warnlampe/Warnanzeige erlischt bei v ≥ 7 km/h.
Wenn auch nach Fahrtbeginn die Warnlampe/Warnanzeige nicht erlischt, dann
muss der Fahrer die Störung durch eine Werkstatt beheben lassen.
35
Bremssystem
36
Bremssystem
Vorratsdrucküberwachung
Applikation
Integrierte Funktion im TEBS E Modulator.
Zweck
Überwachung des Vorratsdruckes durch TEBS E.
Funktion
Warnanzeige/Warnlampe: Sinkt im Anhängefahrzeug der Vorratsdruck unter
4,5 bar, wird der Fahrer durch Leuchten der Warnanzeige/Warnlampe (rot und
gelb) gewarnt. Tritt der Fall während der Fahrt auf, wird zusätzlich eine Meldung
im Diagnosespeicher abgespeichert. Die Warnanzeige/Warnlampe erlischt erst
dann, wenn der Vorratsdruck wieder 4,5 bar übersteigt.
WARNUNG
Unfallgefahr durch zu niedrigen Vorratsdruck (< 4,5 bar)
Das Fahrzeug kann nicht mehr über die Betriebsbremse gebremst werden.
Bei Druck am roten Kupplungskopf unter 2,5 bar wird das Fahrzeug über die
Federspeicher automatisch gebremst.
– Sobald die Warnanzeige/Warnlampe (rot und gelb) aufleuchtet, muss
das Fahrzeug angehalten und an einem sicheren Ort geparkt werden.
– Die Druckversorgung muss geprüft und gegebenenfalls ein
Reparaturdienst gerufen werden.
6.9 Bremsfunktionen
Ohne Stromversorgung gelangt der Steuerdruck über den gelben
Kupplungskopf direkt zu den Bremszylindern. Das Redundanzventil, das im
TEBS E Modulator integriert ist und im Normalbetrieb den Steuerdruck von den
Druckregelkreisen abtrennt, bleibt geöffnet.
Bei funktionsfähiger Trailer EBS E wird bei Beginn einer Bremsung zunächst
das Redundanzventil bestromt und damit die Steuerleitung vom gelben
Kupplungskopf von der Druckregelung des Trailer EBS E Modulators
abgekoppelt. Jetzt wird entsprechend der Sollwerterkennung und dem
Beladungsfall die Druckregelung über die Druckregelkreise vorgenommen.
6.9.1 Sollwerterkennung
Als Sollwert wird der Bremswunsch des Fahrers bezeichnet.
Bei einem Betrieb hinter einem EBS-Zugfahrzeug mit 7-poliger (ABS-)
Steckverbindung nach ISO 7638 erhält das Trailer EBS E den Sollwert über die
Anhängerschnittstelle (CAN) vom EBS-Zugfahrzeug.
Ist kein Sollwert über die Anhängerschnittstelle verfügbar, z. B. beim
Betrieb des Anhängefahrzeuges hinter einem konventionell gebremstem
Zugfahrzeug, wird ein Sollwert durch Messung des Steuerdrucks am gelben
Kupplungskopf erzeugt. Dies erfolgt entweder über den im TEBS E Modulator
integrierten oder optional mit einem externen Sollwertdrucksensor. Der externe
Sollwertdrucksensor empfiehlt sich bei besonders langen Anhängefahrzeugen,
um den Zeitverzug durch lange Rohrleitungen auszuschließen.
Für einen möglichst schnellen Druckaufbau im Anhängefahrzeug wird immer
vorrangig der Sollwert über CAN (ISO 7638, Pin 6 und Pin 7) zur Regelung
herangezogen.
Zur Anpassung der Bremskräfte an verschiedene Beladungszustände
werden die Achslasten bei luftgefederten Fahrzeugen und Fahrzeugen mit
hydraulischer Federung durch Sensierung der Balgdrücke gemessen. Bei
mechanisch gefederten Fahrzeugen wird der Beladungszustand durch Messung
des Einfederungsweges durch einen Wegsensor oder zwei Wegsensoren
bestimmtKapitel „6.9.2 Automatisch Lastabhängige Bremskraftregelung
(ALB)“, Seite 40.
Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge, insbesondere bei großem Abstand zwischen gelbem
Kupplungskopf und TEBS E Modulator.
Zweck
Verbesserung des Zeitverhaltens bei Motorwagen ohne EBS (kein CAN-Signal).
38
Bremssystem
Komponenten
CAN-Repeater
Einbau
Der externe Sollwertdrucksensor wird direkt in die Steuerleitung an
der Front des Fahrzeuges oder direkt an den CAN-Router oder CAN-
Repeater eingebautKapitel „6.5 Beschreibung der Komponenten der
elektropneumatischen Bremsanlage“, Seite 29.
39
Bremssystem
Parametrierung
Die Aktivierung erfolgt in der TEBS E Diagnose Software über Register 8,
Allgemeine Funktionen.
Fahrzeugtyp
Luft- und blattgefederte Anhängefahrzeuge.
Zweck
Trailer EBS E beinhaltet eine lastabhängige Bremsdruckregelung, mit
der der Bremsdruck an den Beladungszustand angepasst wird. Über die
Parametrierung werden Kennlinien entsprechend der Bremsberechnung
gespeichert.
Der aktuelle Beladungszustand wird durch Sensierung des Luftfederbalgdrucks,
des hydraulischen Drucks, durch Auswertung des Einfederungsweges bei
mechanischer Federung oder Berechnung aus den Drehzahldifferenzen der
Radgeschwindigkeiten bei zwei drehzahlsensierten Achsen ermittelt.
Sattel- und Deichselanhänger werden unterschiedlich gesteuert.
Fahrzeugtyp
Luftgefederte Anhängefahrzeuge.
Zweck
Diese Funktion ermöglicht eine Rechts/Links-Mittelwertbildung der Achslasten.
Dadurch verbessert sich das Bremsverhalten des Anhängers (genauere
Ermittlung des realen Beladungszustands). Auf der Hauptachse c-d wird ein
zusätzlicher Achslastsensor verbaut, der in der TEBS E Diagnose Software
über Register 8, Allgemeine Funktionen als zweiter Externer Achslastsensor c-d
eingestellt werden muss.
40
Bremssystem
Messung des Drucks der Luftfeder mit externem Drucksensor bei luft/
hydraulisch gefederten Fahrzeugen (Einstellung in der TEBS E Diagnose
Software: Externer Achslastsensor c-d)
Messung des Einfederungsweges mit einem Wegsensor bei mechanisch
gefederten Fahrzeugen
Die Achslast der Zusatzachse e-f kann mit folgenden Optionen bestimmt
werden:
Messung des Drucks der Luftfeder mit externem Drucksensor bei luft/
hydraulisch gefederten Fahrzeugen
Messung des Einfederungsweges mit einem Wegsensor bei mechanisch
gefederten Fahrzeugen (Einstellung in der TEBS E Diagnose Software:
Externer Achslastsensor e-f)
Ermittlung der Achslast über Schlupferkennung bei 4S/3M-Systemen
Kennlinien
SATTELANHÄNGER DEICHSELANHÄNGER
41
Bremssystem
SATTELANHÄNGER DEICHSELANHÄNGER
In diesem Beispiel steigt der Sollwert bzw. Steuerdruck An der Grenze des Anlegebereichs werden wieder
(pm) im Anlegebereich von 0 bar bis 0,7 bar an. Bei die Ansprechdrücke der Bremsen ausgesteuert,
diesem Steuerdruck steigt der Bremsdruck (pzyl) von 0 die achsweise auch verschieden sein können. Im
auf 0,4 bar an. Teilbremsbereich werden die Drücke verschleißoptimiert
Bei 0,7 bar ist der Ansprechdruck der Radbremse ausgesteuert.
erreicht, so dass das Fahrzeug ab jetzt Bremskraft Beim Deichselanhänger mit z. B. Zylinder-Typ 24 an der
aufbauen kann. Dieser Punkt, also der Ansprechdruck Vorderachse und Zylinder-Typ 20 an der Hinterachse
der gesamten Anhängerbremse, ist im Rahmen der EG- wird der Druck an der Vorderachse entsprechend
Abbremsungsbänder parametrierbar. der Auslegung etwas zurückgenommen und an der
Das Abbremsungsband schreibt vor, in welchem Hinterachse etwas erhöht. Das sorgt – exakter als mit
Bereich die Abbremsung (in %) bei einem bestimmten der Funktion des bei konventionellen Bremsanlagen
Steuerdruck pm liegen muss. eingesetzten Anpassungsventils – für eine gleichmäßige
Belastung aller Radbremsen.
Im weiteren Verlauf folgt der Bremsdruck beim
beladenen Fahrzeug der Geraden, die durch den Im Stabilitätsbereich werden die Drücke
berechneten Wert bei 6,5 bar führt. entsprechend gleicher Adhäsionsausnutzung (evtl.
Kraftschlussausnutzung) in Abhängigkeit von der
Bei einem unbeladenen Fahrzeug wird der
Achslast ausgesteuert.
Ansprechdruck ebenfalls bei 0,7 bar ausgesteuert.
Danach wird der Bremsdruck entsprechend der
Beladung reduziert.
Parametrierung
Die Eingabe der ALB-Daten erfolgt in der TEBS E Diagnose Software über
Register 3, Bremsdaten.
In der Regel genügt die Definition einer linearen Kennlinie.
In besonderen Fällen kann über einen zusätzlichen Kennlinienpunkt eine
besondere Charakteristik definiert werden.
Es werden standardmäßig folgende Werte vorgegeben:
DRUCK AM GELBEN
KUPPLUNGSKOPF BERECHNETE
(STEUERDRUCK BZW. ABBREMSUNG DES
BEREICHE SOLLWERT) FAHRZEUGS
Anlegebereich p ≤ 0,7 bar 0%
Verschleißbereich 0,7 bar < p ≤ 2,0 bar bei 2 bar: 12,6 %
Übergangsbereich 2,0 bar < p ≤ 4,5 bar bei 4,5 bar: 37 %
Stabilitätsbereich 4,5 bar < p ≤ 6,5 bar bei 6,5 bar: 56,5 %
42
Bremssystem
Beispiel
Hydraulischer Balgdruck „unbeladen“ = 50 bar
Hydraulischer Balgdruck „beladen“ = 125 bar
Gesucht wird die Druckeingabe für die TEBS E ALB-Parameter beladen und
unbeladen.
Vorgabe
Hydraulischen Drucksensor suchen, der dem Messbereich von 125 bar
entspricht.
Drucksensor „hydraulisch“: 0 bis 250 bar => 0,5 bis 4,5 V
WABCO Standard-EBS-Drucksensor „pneumatisch“ als Vergleichswert:
0 bis 10 bar => 0,5 bis 4,5 V
Berechnung
Messbereich 250 bar: WABCO Standard-EBS-Drucksensor 10 bar = 25 bar
Parameterwert für Balgdruck „beladen“ => 125 bar / 250 bar * 10 bar = 5 bar
Parameterwert für Balgdruck „unbeladen“ => 50 bar / 250 bar * 10 bar = 2 bar
43
Bremssystem
Fahrzeugtyp
Fahrzeuge mit Blattfederung (mechanischer Federung).
Zweck
Ermittlung der Achslast.
Funktion
Die Achslastinformation für die ALB-Funktion wird aus dem Einfederungsweg
des Achsaggregats gewonnen. Dazu wird ein ECAS-Wegsensor verwendet, der
in diesem Anwendungsfall ein Signal proportional zum Einfederungsweg und
damit zur derzeitigen Achslast liefert.
Weitere InformationenKapitel „6.9.2 Automatisch Lastabhängige
Bremskraftregelung (ALB)“, Seite 40.
44
Bremssystem
Einbau
Informationen zum EinbauKapitel „9.6 Einbau Wegsensor“, Seite 177.
Parametrierung
Die Definition des Fahrzeugs mit mechanischer Federung erfolgt in der TEBS E
Diagnose Software über Register 2, Fahrzeug.
Die Benennung des GIO-Anschlusses für den Wegsensors erfolgt über Register
11, Stecker.
Kalibrierung
Informationen zur KalibrierungKapitel „10.5.1 Kalibrierung bei Fahrzeugen mit
mechanischer Federung“, Seite 200.
45
Bremssystem
6.9.3 Druckregelung
Die Druckregelkreise setzen die von der ALB-Funktion vorgegebenen
Sollwertdrücke in Zylinderdrücke um.
Der TEBS E Modulator vergleicht die gemessenen Istwertdrücke am Ausgang
der Relaisventile mit der Sollwertdruckvorgabe.
Tritt eine Abweichung auf, wird diese durch Betätigung der Belüftungs- oder
Entlüftungsmagnete des Modulators bzw. 3. Modulators ausgeregelt.
Wenn der gemessene Vorratsdruck über 10 bar steigt, wird die Druckregelung
und ABS-Regelung deaktiviert und nur noch über Redundanz gebremst.
i
Pneumatische Voreilung und Voreilung über CAN
Zur Zugabstimmung und zur Harmonisierung des Bremsbelagverschleißes
kann eine Voreilung bestimmt werden.
Die Werte für die pneumatische Voreilung und CAN-Voreilung können sich
unterscheiden.
Parametrierung
Die Eingabe einer Voreilung erfolgt in der TEBS E Diagnose Software über
Register 3, Bremsdaten.
6.9.4 Überlastschutz
Fahrzeugtyp
Alle Fahrzeuge mit Federspeicherzylindern.
Zweck
Zum Schutz der Radbremse vor Überlast (Kraftaddition) bei gleichzeitiger
Betätigung von Betriebs- und Federspeicherbremse.
46
Bremssystem
Wenn kein PEM vorhanden ist, muss der Überlastschutz mit einem separaten
Überlastschutz-Relaisventil sichergestellt werden:
47
Bremssystem
Zweck
ABS verhindert das Blockieren eines Rades oder mehrerer Räder.
Funktion
Die ABS-Regellogik erkennt aus dem Drehzahlverhalten der Räder, ob ein
Rad oder mehrere Räder „Blockierneigung“ zeigen und entscheidet, ob der
zugehörige Bremsdruck gesenkt, gehalten oder wieder erhöht werden soll.
ABS-Drehzahlsensoren
Für die ABS-Regellogik werden die Signale der ABS-Drehzahlsensoren c-d und
e-f ausgewertet.
Bei allen ABS-Konfigurationen (Kapitel „6.4 ABS-Konfigurationen“, Seite
25) können an die vorhandenen Modulatoren neben den Bremszylindern
der sensierten Räder weitere Bremszylinder anderer Achsen angeschlossen
werden. Diese indirekt mitgeregelten Räder liefern allerdings bei
Blockierneigung keine Informationen an TEBS E. Daher kann auch keine
Blockierfreiheit dieser Räder gewährleistet werden.
Deichselanhänger
Die sensierten Achsen dürfen weder bei den ABS-Drehzahlsensoren c-d noch
bei den ABS-Drehzahlsensoren e-f eine Lift- oder Schleppachse sein. Die ABS-
Drehzahlsensoren c-d sind immer auf der Modulatorseite anzubringen, dabei
kann der Modulator wahlweise vorne, an der Deichsel oder hinten eingebaut
werden.
Der Status der Liftachsen ist der ABS-Regellogik bekannt. Damit gehen beim
Anheben von sensierten Achsen die Geschwindigkeiten nicht mehr in die ABS-
Regelung ein. Bei gehobener Liftachse werden Drehzahlinformationen dieser
Achse bei der Regelung nicht berücksichtigt.
Reifengrößen
Um eine optimale Funktion der ABS-Regellogik zu erhalten, sind die
verwendeten Reifengrößen zu parametrieren.
Eine Abweichung der parametrierten Reifengrößen um +15 % / -20 % ist
erlaubt, wenn alle sensierten Räder gleichermaßen betroffen sind. Ein einzelnes
Rad darf maximal 6,5 % von der parametrierten Radgröße abweichen.
48
Bremssystem
Parametrierung
Die Eingabe der Reifengröße erfolgt in der TEBS E Diagnose Software über
Register 3, Bremsdaten.
Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge.
Zweck
Roll Stability Support ist eine in das EBS integrierte Funktion, die präventiv bei
drohender Kippgefahr eine automatische Bremsung einführt, um das Fahrzeug
zu stabilisieren.
Funktion
Die RSS-Funktion nutzt die Eingangsgrößen des Trailer EBS E, wie
Radgeschwindigkeiten, Beladungsinformation und Sollverzögerung, sowie
einen im TEBS E Modulator integrierten Querbeschleunigungssensor.
Bei Überschreiten der berechneten kippkritischen Querbeschleunigung im
Anhängefahrzeug werden zeitlich begrenzt Test-Druckansteuerungen mit
geringem Druck durchgeführt. Dauer und Druckhöhe sind abhängig vom Verlauf
der Querbeschleunigung.
Die Kippgefahr wird anhand der Radreaktion der testweise gebremsten Räder
erkannt. Bei erkannter Kippgefahr erfolgt im Anhängefahrzeug zumindest
an den individual geregelten (IR) kurvenäußeren Rädern eine Bremsung mit
hohem Druck, um so die Fahrzeuggeschwindigkeit, Querbeschleunigung und
damit die Kippgefahr zu reduzieren bzw. das Umkippen zu verhindern. Der
Bremsdruck für die kurveninneren Räder bleibt im Wesentlichen unverändert.
Sobald keine Kippgefahr mehr besteht, wird die RSS-Bremsung beendet.
49
Bremssystem
6.9.7 Stillstandsfunktion
Applikation
Integrierte Funktion im TEBS E Modulator.
Zweck
Vermeidung von unnötigem Stromverbrauch, wenn das Fahrzeug mit
eingelegter Feststellbremse und eingeschalteter Zündung abgestellt wird.
Funktion
Bei Stillstand des Fahrzeuges wird nur über den Redundanzkreis gebremst.
Die elektropneumatische Druckaussteuerung ist deaktiviert. Bei Fahrtbeginn
(v > 2,5 km/h) wird die Funktion deaktiviert.
50
Bremssystem
Optional kann die Stillstandsfunktion so parametriert werden, dass sie nur bei
Steuerdrücken über 6,5 bar aktiviert wird. Dies verhindert ungewolltes Aktivieren
der Stillstandsfunktion beim Rangieren mit sehr niedrigen Geschwindigkeiten.
Parametrierung
Die Einstellwerte werden in der TEBS E Diagnose Software über Register 6,
Bremsfunktionen unter dem Punkt Sonderfunktionen für Spezialfahrzeuge
festgelegt.
6.9.8 Notbremsfunktion
Applikation
Integrierte Funktion im TEBS E Modulator.
Zweck
Aufbringen der maximal möglichen Bremskraft.
Funktion
Wenn der Bremswunsch des Fahrers (elektrisch oder pneumatisch) mehr als
90 % des zur Verfügung stehenden Vorratsdruckes oder > 6,4 bar entspricht,
also eine Panikbremsung vorliegt, werden die Bremsdrücke stufenweise bis auf
die Kennlinie des beladenen Fahrzeuges bis zum möglichen Einsatz der ABS-
Regelung erhöht.
Die Notbremsfunktion wird bei Unterschreiten des Bremswunsches von 70 %
des verfügbaren Vorratsdruckes wieder abgeschaltet.
6.9.9 Prüfmodus
Applikation
Integrierte Funktion im TEBS E Modulator.
Zweck
Überprüfung der ALB-Kennlinie im Fahrzeugstillstand.
Funktion
Die automatisch lastabhängige Bremskraftregelung kann in diesem Prüfmodus
in Abhängigkeit des Kupplungskopfdruckes und der aktuellen Achslast bzw. des
aktuellen Balgdrucks überprüft werden.
Zum Zweck der Überprüfung werden die Stillstandsfunktion und die
Notbremsfunktion deaktiviert.
51
Bremssystem
6.10.1 Kilometerzähler
Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge.
Zweck
Das Trailer EBS E ist mit einem integrierten Kilometerzähler ausgerüstet, der
während der Fahrt die zurückgelegte Strecke ermittelt. Die Genauigkeit ist von
der Reifengröße im Verhältnis zur parametrierten Reifengröße bestimmt.
Der Kilometerzähler benötigt Betriebsspannung. Wenn TEBS E nicht mit
Spannung versorgt wird, dann arbeitet auch der Kilometerzähler nicht und ist
daher nicht manipulationssicher.
Wenn ein SmartBoard verbaut ist, wird auch dort die zurückgelegte Strecke –
unabhängig vom TEBS E – gezählt. Dieser Kilometerzähler arbeitet auch, wenn
TEBS E nicht mit Spannung versorgt ist.
Da der Kilometerzähler im TEBS E den Mittelwert aller Räder zählt, wogegen
der Kilometerzähler im SmartBoard die Strecke des Radsensors c zählt, können
durch unterschiedliche Reifenumfänge (Reifenverschleiß) die Kilometerzähler
voneinander abweichen.
Für den Anschluss des Radsensors c an das SmartBoard wird kein Y-Kabel
benötigt, da die Verbindung bereits im SmartBoard-Kabel integriert ist.
Folgende Einzelfunktionen sind möglich:
Gesamtkilometerzähler
Der Gesamtkilometerzähler ermittelt die zurückgelegte Wegstrecke
seit Erstinstallation des TEBS E Systems. Dieser Wert wird regelmäßig
abgespeichert und mittels TEBS E Diagnose Software oder über das
SmartBoard (Untermenü Kilometermeterzähler) ausgelesen.
52
Bremssystem
Tageskilometerzähler
Der Tageskilometerzähler kann die zurückgelegte Strecke zwischen zwei
Wartungsintervallen oder innerhalb einer Zeitspanne bestimmen.
Das Auslesen und Löschen des Tageskilometerzählers ist z. B. mit der TEBS E
Diagnose Software oder dem SmartBoard möglich.
Eine spezielle Kalibrierung des Tageskilometerzählers ist nicht erforderlich.
Ein Kalibrierfaktor wird aus den Abrollumfängen der Reifen und der Anzahl der
Polradzähne aus den EBS-Parametern berechnet.
Parametrierung
Reifenumfang und Zähnezahl des Polrades werden in der TEBS E Diagnose
Software in Register 3, Bremsdaten eingegeben.
6.10.2 Servicesignal
Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge.
Zweck
Das Servicesignal soll den Fahrer an anstehende Servicearbeiten erinnern.
Warnanzeige/Warnlampe: Wenn das Fahrzeug eine parametrierte Strecke
zurückgelegt hat (z. B. 100.000 km), wird beim nächsten Einschalten der
Zündung (bei Fahrt oder Stand) die Warnanzeige/Warnlampe (gelb) aktiviert
und blinkt dann 8x. Das Blinken wiederholt sich nach jedem Einschalten der
Zündung. Zusätzlich erfolgt die Speicherung des Servicehinweises im ECU-
internen Betriebsdatenspeicher.
Wurden die Servicearbeiten erfolgreich durchgeführt, sollte das Servicesignal
in der TEBS E Diagnose Software über Menü Extras, Serviceintervall
zurückgesetzt werden.
Erreicht das Fahrzeug wieder das nächste parametrierte Serviceintervall (z. B.
200.000 km), wird das Servicesignal erneut erzeugt.
Parametrierung
Im Auslieferungszustand des TEBS E Modulators ist das Servicesignal nicht
aktiv.
Die Aktivierung und Eingabe des Intervalls erfolgt in der TEBS E Diagnose
Software über Register 8, Allgemeine Funktionen.
53
Bremssystem
6.10.3 ServiceMind
Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge.
Zweck
Der GIO-Betriebsstundenzähler (ServiceMind) summiert die Betriebszeiten
von überwachten GIO-Eingangssignalen und der von TEBS E geschalteten
Ausgänge (z. B. ECAS-Nachlaufzeiten).
Warnanzeige/Warnlampe: Beim Erreichen voreingestellter Betriebszeiten
kann ein Event (Servicehinweis) gestartet werden und mittels TEBS E
Diagnose Software oder SmartBoard angezeigt werden. Das Event kann
optional auch über die Warnanzeige/Warnlampe (gelb, ABS) oder über eine
am Anhänger angebrachte externe Warnlampe ausgegeben werden. Sobald
der Servicehinweis angezeigt wird, sollte an dem Fahrzeug der entsprechende
Service durchgeführt werden.
Parametrierung
Die Eingabe von ServiceMind erfolgt in der TEBS E Diagnose Software über
Register 8, Allgemeine Funktionen.
Servicename: Hier können Sie für die überwachende Funktion einen Namen zur
Anzeige im SmartBoard vergeben.
Serviceintervall (Stunden): Geben Sie hier eine sinnvolle Intervallzeit für die
ausgewählte Komponente/Funktion ein.
Serviceintervall rücksetzbar: Hier kann das Recht eingeräumt werden, dass
das Serviceintervall auf der Startseite in der TEBS E Diagnose Software (Menü
Extras, Serviceintervall) oder über das SmartBoard zurückgesetzt werden kann.
Über die TEBS E Diagnose Software kann der Zähler immer zurückgesetzt
werden.
Serviceintervall änderbar: Hier kann das Recht eingeräumt werden, dass das
Serviceintervall auf der Startseite in der TEBS E Diagnose Software (Menü
Extras, Serviceintervall) oder über das SmartBoard geändert werden kann.
Eingangssignal, Internes Signal: Hier können Sie dem internen Signal über
ein Drop-Down-Menü die entsprechende GIO-Funktion zuordnen. Folgende
Funktionen werden unterstützt:
Nachlaufbetrieb
Rückfahrlicht
Ausgang FKA
Ausgang FKD
Ausgang FCF 1 bis FCF 8
Sie können definieren, ob die Betriebszeit der Funktion im aktiven oder
inaktiven Zustand aufgezeichnet werden soll.
Eingangssignal, Analoges Signal: Dem analogen Signal muss ein Schwellwert
(Wert, ab dem der Schalter aktiviert wird) zugewiesen werden, und es
muss festgelegt werden, ob die Betriebszeit oberhalb oder unterhalb des
Schwellwertes aufgezeichnet werden soll.
Anzeige durch ABS-Lampe / Anzeige durch externe Signallampe: Hier können
Sie auswählen, ob die Warnung über die Warnanzeige/Warnlampe (gelb, ABS)
und/oder über eine am Anhänger angebrachte externe Warnlampe angezeigt
werden soll.
54
Bremssystem
Komponenten
Für die Anzeige und Bedienung können folgende Komponenten eingesetzt
werden:
55
Bremssystem
Die Übergabe der Achslast über CAN zum Motorwagen ist in der TEBS E
voreingestellt und kann in den meisten Motorwagen im Armaturenbrett zur
Anzeige gebracht werden.
Wenn bei Anhängefahrzeugen mit zwei Achslastsensoren die Ausgabe des
Ladezustands nicht korrekt im Motorwagen wiedergegeben wird, kann die
Übergabe der CAN-Botschaften angepasst werden.
Parametrierung
Die Einstellwerte werden in der TEBS E Diagnose Software über Register 8,
Allgemeine Funktionen festgelegt.
EBS22: Es wird keine Botschaft mit der Gesamtlast aus den Summen der
Einzelachsen zum Motorwagen gesendet.
RGE22: Die Einzellasten der Achsen werden nicht an den Motorwagen
gesendet.
Wenn ein Wert kalibriert wird, wird dieser Wert sofort in die Kennlinie der
Ausgabe der Achslast übernommen. Die kalibrierten Minimal-/Maximalwerte
dürfen maximal 20 % von der für die ALB festlegten Kennlinie abweichen.
Die kalibrierten Werte für das unbeladene, teilbeladene und beladene Fahrzeug
dürfen einen festgelegten, minimalen Abstand voneinander nicht unterschreiten
(minimal 10 %).
Der Balgdruck ändert sich geringfügig bei Änderung der Fahrzeughöhe. Vor der
Kalibrierung sollte deshalb die Fahrzeughöhe eingestellt werden, die später für
die Ausgabe der Achslast relevant ist. In der Regel wird dies das Normalniveau
sein.
Da sich die Eigenschaften der Luftfederbälge über die Lebensdauer ändern, ist
gegebenenfalls eine Neukalibrierung erforderlich.
56
Bremssystem
Komponenten
Für die Anzeige und Bedienung können folgende Komponenten eingesetzt
werden:
6.10.5 Notizbuchfunktion
Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge.
Zweck
Die Notizbuchfunktion ermöglicht die Anzeige, manuelle Bearbeitung und
Speicherung von TEBS E Daten (z. B. Auflistung der verbauten Komponenten)
oder Fahrzeugdaten (Service-Historie, z. B. behobene Mängel, letzter
Wartungstermin).
Die Daten werden in Tabellenform im Speicher des TEBS E hinterlegt.
57
Bremssystem
Daten lesen
– Um die Daten aus der ECU zu lesen, drücken Sie den Button Aus ECU
lesen.
– Um die Daten aus einer vorbereiteten (CSV-) Datei des PC zu lesen,
drücken Sie den Button Aus Datei lesen.
CSV-Datei: Diese Datei können Sie auf ihrem PC erstellen (z. B. mit einem
Tabellenkalkulationsprogramm).
Daten bearbeiten
– Bei Bedarf bearbeiten Sie die Daten über die TEBS E Diagnose Software
innerhalb der Eingabemaske.
Statistische Daten
Die statistischen Daten werden als Summen oder Mittelwerte über die
Gerätelebensdauer bzw. ab dem letzten Löschen des Betriebsdatenspeichers
(ODR) gespeichert.
Statistische Daten sind:
Betriebsstunden
Anzahl der Fahrten (Trips)
Mittlere Beladung
Überladungszähler (Trips)
Mittlerer Bremsdruck
Anzahl der Bremsungen
Anzahl der Bremsungen mit Druck am gelben Kupplungskopf (ohne CAN-
Verbindung)
Anzahl der Bremsungen im 24N-Betrieb
Anzahl der Bremsungen mit Streckbremse
Anzahl der Betätigungen der Handbremse
Kilometerzähler und Betriebsstunden seit dem letzten Bremsbelagwechsel
Daten der Luftfederung und Liftachsaktivierung
Anzahl von RSS-Bremsungen bzw. Situationen mit kritischer
Querbeschleunigung
Tripspeicher
Ein Trip hat eine Fahrstrecke von mindestens 5 km und eine
Mindestgeschwindigkeit von 30 km/h. Im Tripspeicher werden die Daten der
letzten 200 Trips abgespeichert.
Folgende Daten werden pro Trip gespeichert:
Kilometer bei Fahrtbeginn
Gefahrene Kilometer
Betriebsstunden bei Fahrtbeginn
Fahrzeit
Höchstgeschwindigkeit
Durchschnittsgeschwindigkeit
Mittlerer Steuerdruck
Bremsbetätigungen
Bremsfrequenz
Aggregatlast bei Tripbeginn
ABS-Bremsungen
RSS-Eingriffe Stufe 1 (Testbremsung)
59
Bremssystem
Histogramm
Während des Betriebs werden laufend Messwerte zu Bremsdrücken,
Achslasten und Geschwindigkeiten gewonnen.
Histogramme stellen die Häufigkeit von Ereignissen mit den jeweiligen
Messwerten dar. So lässt sich beispielsweise anhand der Verteilung von
Bremsungen in klassifizierten Bremsdruckbereichen ablesen, ob der Fahrer
vorausschauend, sanft oder eher scharf gebremst hat.
Folgende Histogramme sind abrufbar:
Aggregatlast (Summe aller Achsen):
Speicherung der gefahrenen Kilometer pro Aggregatklasse
Achslast (Achslast einer Achse):
Speicherung der gefahrenen Kilometer pro Achslastklasse
Bremszeit:
Speicherung der Bremszeit pro Klasse und des maximal auftretenden
Druckes
Steuerdruck:
Speicherung der Bremsanforderungen pro Klasse und des maximal
auftretenden Druckes
Bremsdruck:
Speicherung der ausgeführten Bremsdrücke pro Klasse
Eine detaillierte Beschreibung der Histogramme finden Sie in der ODR-
Tracker BedienungsanleitungKapitel „2 Allgemeine Hinweise“, Seite 7 =>
Abschnitt „Technische Druckschriften“.
Ereignisrekorder
Im Ereignisrekorder wird die Anzahl (maximal 200) von Events, also Ereignissen
des Bremssystems, abgespeichert.
Jedes Ereignis wird zusammen mit der Uhrzeit (nur im SmartBoard) und
dem Kilometerstand zum Zeitpunkt des Auftretens im TEBS E Modulator
abgespeichert.
Ereignisse können z. B. sein:
ABS-Eingriffe
RSS-Eingriffe
Warnanzeige leuchtet
Meldungen
Manuelle Deaktivierung von TailGUARDTM
Immobilizer Ereignisse
Durch GIO-Parametrierung definierbare Events (z. B. wenn ein
angeschlossener Türkontaktschalter ein Öffnen der Tür anzeigt)
60
Bremssystem
61
GIO-Funktionen
7 GIO-Funktionen
Dieses Kapitel beschreibt Funktionen, die mit Hilfe der GIO-Schnittstellen
des TEBS E Modulators und weiterer Komponenten erstellt werden können.
In der Regel ist für diese Funktionen ein TEBS E Modulator (Premium)
erforderlichKapitel „5.1 Systemaufbau“, Seite 14.
Einleitung GIO
GIO bedeutet Generic Input/Output und bezeichnet programmierbare Ein- und
Ausgänge.
Der Trailer EBS E Modulator verfügt bei der Standard-Variante über 4 GIO-
Steckplätze, bei der Premium-Variante über 7 GIO-Steckplätze.
Über die GIO-Funktionen ist es möglich, verschiedene Zusatzfunktionen im
Anhängermodulator zu aktivieren.
Über das elektronische ErweiterungsmodulKapitel „5.1 Systemaufbau“,
Seite 14, werden weitere GIO-Steckplätze bereitgestellt, die den Anschluss
zusätzlicher Komponenten ermöglichen.
Mittels TEBS E Diagnose Software wird eine Belegung (Voreinstellung) der
Standardfunktionen vorgegeben. Einige Funktionen sind mehrfach verwendbar
(z. B. Integrierte Liftachssteuerung, Geschwindigkeitsschalter ISS, Dauerplus).
Den GIO-Steckplätzen können über die Parametrierung Funktionen
zugewiesen werden. Über die Parametrierung ist außerdem wählbar, ob aus
Sicherheitsgründen Ausgänge auf Kabelbruch überwacht werden sollen. Wird
eine Last an einen GIO-Ausgang ohne parametrierte Funktion angeschlossen,
wird ein Fehler erkannt.
Alle GIO-Steckplätze haben mindestens einen Schaltausgang (Endstufe)
und einen Masse-Kontakt. Die anderen beiden Pins sind unterschiedlich
belegt. Daraus ergibt sich, dass nicht alle Funktionen auf allen Steckplätzen
gleichermaßen realisiert werden könnenKapitel „13.2 Pinbelegung“, Seite
227. Die maximale Last für alle GIO-Schaltausgänge beträgt 1,5 A.
i
GIO-Endstufe
Mit der GIO-Endstufe können elektrische Lasten (z. B. Magnetventile, Lampen)
geschaltet werden.
Die GIO-Endstufen können auch als Eingänge benutzt werden. Dabei kann
sensiert werden, ob ein Schalter offen oder gegen Masse geschaltet ist. Wird
der Schalter gegen Plus geschaltet, wird bei Schließen des Schalters ein Fehler
erkannt.
GIO-Analogeingang
Mit dem GIO-Analogeingang können analoge Signale (z. B. vom Drucksensor)
eingelesen oder Taster-Signale erkannt werden.
GIO-Wegsensoreingang
An GIO-Wegsensoreingängen können ECAS-Wegsensoren für die interne
Niveauregelung oder bei mechanisch gefederten Fahrzeugen zur Sensierung
des Einfederungsweges zur Erkennung der Achslast angeschlossen werden.
62
GIO-Funktionen
7.1 Liftachssteuerung
WARNUNG
Verletzungsgefahr durch Einklemmen beim Senken der Liftachse
Die Steuerung der Liftachsfunktionen erfolgt in der Regel durch
Beladungsänderung. Zusätzlich können aber auch Chassis-
Höhenänderungen den Status der Liftachse beeinflussen.
Ein plötzliches Senken der Liftachse kann Menschen in unmittelbarer
Nähe erschrecken oder auch gefährden. Dies gilt in besonderem Maße für
Personen, die sich z. B. zu Reparaturarbeiten unter dem Fahrzeug befinden.
– Zur Verhinderung von Unfällen sollten Fahrzeughersteller in ihrer
Bedienungsanleitung auf die Gefahr durch die automatische
Liftachssteuerung hinweisen.
– Vor Reparaturarbeiten am Fahrzeug müssen Liftachsen gesenkt werden
und die Zündung ausgeschaltet werden.
Fahrzeugtyp
Anhängefahrzeuge mit einer Liftachse oder mehreren Liftachsen.
Liftachssteuerung im Deichselanhänger
i
Beim 3-Achs-Deichselanhänger besteht die Möglichkeit, die Achse 2
i
oder 3 als Liftachse auszuführen. Wenn der TEBS Modulator an der
Vorderachse des Fahrzeugs verbaut ist, dann muss die am Boden
verbleibende Hinterachse mit einem externen Drucksensor überwacht
werden.
Zweck
Durch das Heben einer Achse des teil- oder unbeladenen Fahrzeugs wird der
Reifenabrieb, insbesondere in Kurvenfahrten, reduziert.
Funktion
Steuerung der Liftachsen durch TEBS E in Abhängigkeit von der aktuellen
Achslast und dem aktuellen Beladungszustand.
Mehrere Liftachsen eines Fahrzeuges können gemeinsam oder separat
gesteuert werden.
Die Fahrzeuggeschwindigkeit, bei der ein Heben der Liftachse(n) noch zulässig
ist, kann parametriert werden.
In der Parametrierung ist die Reihenfolge des Anhebens der Achsen einstellbar.
Parametriert wird der Druck zum Heben und Senken der Liftachse. Es wird
immer zuerst die 1. Liftachse und dann die 2. Liftachse gehoben.
Die TEBS E Diagnose Software gibt sinnvolle Balgdruck-Werte für die
Liftachssteuerung vor. Diese Vorschläge können aber bei Sonderfahrzeugen
vom Benutzer angepasst werden (z. B. 3-Achs-Deichselanhänger mit
Gabelstapler-Transport).
Die Position der Liftachsen wird auf der CAN-Schnittstelle „Motorwagen“ zum
Zugfahrzeug übertragen und kann dort bei entsprechender Ausstattung des
Motorwagens im Armaturenbrett angezeigt werden.
63
GIO-Funktionen
Bauarten Liftachsventile
Impulsgesteuert: Das Ventil hat zwei Magnete und kann damit neben dem
Be- und Entlüften auch eine Haltestellung realisieren, in der die Liftachse
teilentlastet ist.
Federrückgeführt: Die Liftachse wird gesenkt oder gehoben, ohne
Zwischenstellungen. Wenn die Spannung abgeschaltet wird, senkt sich die
Liftachse.
Einkreisig bzw. zweikreisig: Bei den zweikreisigen Ventilen werden die
Tragbälge der Liftachse seitenweise separat mit den anderen Tragbälgen
verbunden. Diese Ventile sind bei weichen oder geteilten Achsen erforderlich.
Wegen der Steifigkeit der Anhängefahrzeug-typischen Achsen haben sich die
64
GIO-Funktionen
Komponenten
KOMPONENTE/
TEILENUMMER FAHRZEUGTYP ZWECK / FUNKTION BEMERKUNG ANSCHLUSSKABEL
Liftachsventil LACV Alle Steuerung von bis Alle Varianten: Kabel für Liftachse
463 084 031 0 (ohne Anhängefahrzeuge zu zwei Liftachsen in 1-kreisig, konventionell, RTR
Verschraubungen) mit Liftachse(n) Abhängigkeit von der federrückgeführt 449 443 XXX 0
aktuellen Achslast.
463 084 041 0 (mit
Verschraubungen) Anfahrhilfe mit
Restdruckhaltung
463 084 042 0 (mit
möglich (nur mit
Verschraubungen)
Zusatz-Magnetventil,
463 084 050 0 z. B. 472 173 226 0).
(12 V-Variante mit
NPTF-Gewinde;
für Multi-Voltage-
Anwendungen)
65
GIO-Funktionen
KOMPONENTE/
TEILENUMMER FAHRZEUGTYP ZWECK / FUNKTION BEMERKUNG ANSCHLUSSKABEL
Liftachsventil Alle Nutzung einer Impulsgesteuert Kabel für Liftachsventil
LACV-IC Anhängefahrzeuge Liftachse zur 449 445 XXX 0
mit Liftachse(n) oder Ansteuerung der oder 449 761 XXX 0
463 084 100 0
Schleppachse dritten Achse
bei 3-Achs-
Sattelanhängern
zur dynamischen
Radstandsregelung
(OptiTurnTM/
OptiLoadTM).
Anfahrhilfe mit
Restdruckhaltung
möglich.
ECAS-Magnetventil Sattelanhänger/ Liftachssteuerung 1-kreisig, Kabel für ECAS-
472 905 114 0 Deichselanhänger in Kombination mit impulsgesteuert Magnetventil
(mit Liftachse) ECAS 1-Punkt- 449 445 XXX 0 (2x)
Regelung.
Steuerung des
Fahrzeugniveaus
einer oder mehrerer
Achsen.
Heben/Senken
einer oder zweier
parallel gesteuerter
Liftachsen.
Anfahrhilfe mit
Restdruckhaltung
möglich.
ECAS-Magnetventil Sattelanhänger/ Liftachssteuerung 2-kreisig, Kabel für ECAS-
472 905 111 0 Deichselanhänger in Kombination mit impulsgesteuert Magnetventil
(mit Liftachse) ECAS 2-Punkt- 449 445 XXX 0
Regelung. Kabel für ECAS 2-Punkt-
Steuerung des Regelung
Fahrzeugniveaus 449 439 XXX 0
einer oder mehrerer
Achsen.
Heben/Senken
einer oder zweier
parallel gesteuerter
Liftachsen.
Anfahrhilfe mit
Restdruckhaltung
möglich.
Schleppachsventil Anhängefahrzeuge Be- und Entlüftung Zur Realisierung Kabel für
472 195 600 0 mit TEBS E Premium der Tragbälge einer einer Schleppachsventil
oder Multivoltage ab Schleppachse, z. B. Restdruckhaltung 449 445 XXX 0
Version TEBS E6.5 für OptiTurnTM. wird ein
Drucksensor an
der Schleppachse
benötigt.
66
GIO-Funktionen
Bedienung
Informationen zur BedienungKapitel „11.6 Bedienung Liftachsen“, Seite 215.
Parametrierung
Die Festlegung der Fahrzeugkonfiguration erfolgt in der TEBS E Diagnose
Software in Register 2, Fahrzeug.
Die weitere Festlegung der Liftachsventile und Schaltdrücke erfolgt in Register
5, Liftachssteuerung.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.
67
GIO-Funktionen
Fahrzeugtyp
Sattelauflieger mit Schleppachsen / Nachlauflenkachsen.
Sattelauflieger mit Schleppachsen und OptiTurnTM/OptiLoadTM-FunktionKapitel
„7.8 Dynamische Radstandsregelungen“, Seite 91.
Zweck
Bei Verwendung von Schleppachsen sollte der Balg nicht komplett entlüftet
werden, da sonst Flächen des Luftbalges aneinander reiben (Knittern der
Bälge) und Schäden eintreten können.
Die integrierte Funktion hilft mit einer Restdruckhaltung in den Tragbälgen
Reifenschäden, erhöhte Reifenabnutzung und mögliche Balgschäden zu
vermeiden.
Einbau
Bei Schleppachsen muss die Raddrehzahl sensiert und die Bremsung über
einen separaten Modulator gesteuert werden.
WABCO : Bremsen Sie die Schleppachse über ein EBS-Relaisventil (4S/3M-
System) ein.
Weiterhin muss ein externer Achslastsensor e-f verbaut werden, um die
Balgdrücke an der Schleppachse zu messen.
Zur Steuerung der Schleppachse muss ein impulsgesteuertes Liftachsventil
(LACV-IC) zum Einsatz kommen.
Zweck
Die Erfassung des Status (gehoben/gesenkt) einer Liftachse, die nicht durch
TEBS E gesteuert wird.
Durch die Erfassung des Listachsstatus kann der Beladungszustand des
Anhängefahrzeuges korrekt an den Motorwagen übermittelt werden. Zusätzlich
werden die ODR-Daten berichtigt abgespeichert.
Funktion
Mehrere Liftachsen eines Fahrzeuges können separat erfasst werden.
68
GIO-Funktionen
Die Messung kann über einen Schalter oder einen Drucksensor erfolgen. Für
Liftachse 1 kann wahlweise auch ein Näherungsschalter verwendet werden.
Die Art des Senors und die Schaltschwelle für den Drucksensor kann in der
TEBS E Diagnose Software parametriert werden.
Fahrzeugtyp
Alle luftgefederten Anhängefahrzeuge.
Es können zwei Regelkreise realisiert werden:
1-Punkt-Regelung
2-Punkt-Regelung (ab Version TEBS E2)
Ausgeführte Systeme
Sattelanhänger, Zentralachsanhänger:
1-Punkt-Regelung oder 2-Punkt-Regelung als Seitenregelung bei
Fahrzeugen mit Einzelradaufhängung.
Deichselanhänger:
2-Punkt-Regelung für Vorder- und Hinterachse.
Zweck
Die ECAS-Basisfunktion ist der Ausgleich von Niveauänderungen, die z. B.
durch Änderung des Beladungszustandes oder durch neue Sollwertvorgaben
(z. B. durch Bedieneinheit) entstanden sind. Diese Regelabweichungen
führen zu einer Veränderung des Abstandes zwischen der Fahrzeugachse
und dem Fahrzeugaufbau. ECAS gleicht die Regelabweichungen mittels einer
Niveauregelung aus.
Der wesentliche Vorteil von ECAS besteht in einem geringeren Luftverbrauch
bei Fahrt und der schnelleren Regelung im Stand. Während ein Luftfederventil
nur das Fahrniveau regelt, kann bei ECAS jedes Niveau konstant gehalten
werden.
Funktion
Ein Wegsensor ist am Fahrzeugaufbau befestigt und über ein Hebelsystem
mit der Fahrzeugachse verbunden. Er erfasst in bestimmten Zeitabständen
den Abstand zwischen Achse und Aufbau. Die Zeitabstände hängen von dem
Betriebszustand (Fahr- oder Ladebetrieb) des Fahrzeugs ab.
Der ermittelte Messwert ist der Istwert des Regelkreises und wird an die ECU
weitergeleitet. In der ECU wird dieser Istwert mit dem in der ECU vorgegebenen
Sollwert verglichen.
Bei einer unzulässigen Differenz zwischen Ist- und Sollwert (Regelabweichung)
wird dem ECAS-Magnetventil ein Stellsignal übermittelt. In Abhängigkeit von
diesem Stellsignal steuert das ECAS-Magnetventil nun den Tragbalg an und be-
oder entlüftet diesen. Durch die Druckänderung im Tragbalg ändert sich auch
der Abstand zwischen Fahrzeugachse und Fahrzeugaufbau. Der Abstand wird
erneut durch den Wegsensor erfasst und der Zyklus beginnt von vorn.
69
GIO-Funktionen
Komponenten
KOMPONENTE /
TEILENUMMER FAHRZEUGTYP ZWECK / FUNKTION BEMERKUNG ANSCHLUSSKABEL
TEBS E Modulator Alle Regelung und TEBS E Modulator
480 102 06X 0 Anhängefahrzeuge Überwachung der (Premium) mit PEM
mit Luftfederung elektronischen
Luftfederung
70
GIO-Funktionen
KOMPONENTE /
TEILENUMMER FAHRZEUGTYP ZWECK / FUNKTION BEMERKUNG ANSCHLUSSKABEL
ECAS-Magnetventil Deichselanhänger 2-Punkt-Regelung 2-Punkt-Regelung 2x Kabel für ECAS-
472 880 020 0 (ohne Liftachse) (Heben/Senken an (ab Version Magnetventil
Vorderachse und zwei Achsen) TEBS E2) 449 445 XXX 0
(Vorderachse)
Hinterachse Die Tragbälge der
472 880 030 0
Fahrzeugseiten
(Hinterachse) sind über eine
Querdrossel
verbunden.
71
GIO-Funktionen
KOMPONENTE /
TEILENUMMER FAHRZEUGTYP ZWECK / FUNKTION BEMERKUNG ANSCHLUSSKABEL
Wegsensor Luftgefederte Messung des Verwenden Sie Kabel für Wegsensor
441 050 100 0 Sattelanhänger/ Fahrniveaus ausschließlich 449 811 XXX 0
Deichselanhänger den Wegsensor
441 050 100 0.
ECAS-Bedienbox 446 156 021 0 Bedieneinheit Seitlich am Anhänger Kabel für ECAS-
446 156 02X 0 Sattelanhänger ohne (mit 6 Tasten) zur verbaut. Bedienbox
Liftachse Beeinflussung des 449 627 XXX 0
Niveaus und der
446 156 022 0
Liftachssteuerung
Sattelanhänger mit durch den Fahrer.
Liftachse
446 156 023 0
Deichselanhänger
ECAS-Bedieneinheit Sattelanhänger/ Bedieneinheit Bedieneinheit und Kabel für ECAS-
446 056 117 0 Deichselanhänger (mit 9 Tasten) zur Kabelanschluss Bedieneinheit
Beeinflussung des müssen vor 449 628 XXX 0
Niveaus und der Feuchtigkeit
Liftachssteuerung geschützt werden.
durch den Fahrer.
Meist seitlich am
Anhänger verbaut.
72
GIO-Funktionen
KOMPONENTE /
TEILENUMMER FAHRZEUGTYP ZWECK / FUNKTION BEMERKUNG ANSCHLUSSKABEL
SmartBoard Sattelanhänger/ Anzeige- und 446 192 210 0 (mit Anschluss an TEBS E
(2. Generation) Deichselanhänger Bedienkonsole zur integrierter Batterie) 449 961 XXX 0
446 192 21X 0 Beeinflussung des 446 192 211 0 (für
Niveaus und der Gefahrgutfahrzeuge)
Liftachssteuerung
Ersatzbatterie
durch den Fahrer.
446 192 930 0
Meist seitlich am
Anhänger verbaut.
SmartBoard Sattelanhänger/ Anzeige- und 446 192 110 0 (mit Anschluss an TEBS E
446 192 11X 0 Deichselanhänger Bedienkonsole zur integrierter Batterie) 449 911 XXX 0
Beeinflussung des 446 192 111 0 (für Anschluss an
Niveaus und der Gefahrgutfahrzeuge) elektronisches
Liftachssteuerung Erweiterungsmodul
Ersatzbatterie
durch den Fahrer. 449 906 XXX 0
446 192 920 2
Meist seitlich am
Anhänger verbaut.
73
GIO-Funktionen
eTASC
eTASC kombiniert die Magnetventil-Funktionen einer elektronischen
Luftfederung (ECAS) und die Hebelbetätigung einer konventionellen
Luftfederung mit einem Drehschieberventil (Kombination aus TASC und ECAS-
Magnetventil).
Im Betriebszustand „Stromversorgung An“ ist der gesamte Funktionsumfang der
elektronischen Luftfederung (ECAS) verfügbar.
Die Steuerung der Vorder- und Hinterachse eines Deichselanhängers erfolgt mit
zwei eTASC. Eine Seitensteuerung eines Sattelanhängers mit zwei eTASC ist
nicht zulässig.
Heben
Durch Drehen des Hebels gegen den Uhrzeigersinn werden die Bälge belüftet
und der Aufbau des Fahrzeugs gehoben.
Senken
Durch Drehen des Hebels im Uhrzeigersinn werden die Bälge entlüftet und der
Aufbau des Fahrzeugs senkt sich.
74
GIO-Funktionen
Stopplichtversorgung
75
GIO-Funktionen
eTASC-Varianten (2-kreisig)
RASTEN
ANSCHLÜSSE RASTEN IM
VARIANTE 1, 2.2, 2.4 PRÜFANSCHLUSS IM HEBEN SENKEN
Ø 8x1,5
463 090 504 0
Ø 12x1,5
Höhenbegrenzung
Mit eTASC kann auch bei ausgeschalteter Zündung das Fahrzeug gesenkt oder
gehoben werden. In diesem Fall erfolgt keine Überwachung der Höhe, so dass
die ECAS-Höhenbegrenzung nicht greift.
Fahrzeuge, die gegen Überschreiten einer maximalen Höhe geschützt werden
müssen, benötigen Fangseile oder ein pneumatisches Höhenbegrenzungsventil
964 001 002 0. Dieses unterbricht die Verbindung zwischen eTASC und
Vorratsbehälter bei Erreichung einer mechanisch einzustellenden Höhe.
Einbau eTASC
Informationen zum EinbauKapitel „9.10 Einbau eTASC“, Seite 192.
Parametrierung
Die Parametrierung erfolgt in der TEBS E Diagnose Software über Register 7,
Luftfederung.
76
GIO-Funktionen
Wegsensoren
Bei der 2-Punkt-Regelung mit TEBS E und elektronischem Erweiterungsmodul
gibt es folgende Möglichkeiten zur Installation/Parametrierung der
Wegsensoren:
Ein Wegsensor wird an TEBS E, ein weiterer Wegsensor an das
elektronische Erweiterungsmodul, angeschlossen.
Beide Wegsensoren werden an das elektronische Erweiterungsmodul
angeschlossen.
Beide Wegsensoren werden an TEBS E angeschlossen (ab Version
TEBS E4).
Parametrierung
Einbau
Informationen zum Einbau der WegsensorenKapitel „9.6 Einbau Wegsensor“,
Seite 177.
Bedienung
Informationen zur BedienungKapitel „11 Bedienung“, Seite 202.
7.4.1 Sollniveauregelung
Sollniveau
Das Sollniveau ist der Sollwert für den Abstand zwischen Fahrzeugaufbau und
Fahrzeugachse. Dieses Sollniveau wird durch Kalibrierung, Parametrierung
oder durch den Fahrer (z. B. über das SmartBoard) vorgegeben.
Funktion
Ein als Stellglied fungierendes Magnetventil wird angesteuert und durch Be-/
Entlüftung des Tragbalgs das Istniveau dem Sollniveau angeglichen.
Dies geschieht bei:
Regelabweichungen über einen Toleranzbereich heraus (z. B. durch
Gewichtsveränderungen)
Änderung des Vorgabewertes für das Sollniveau (z. B. durch Anwahl eines
Memoryniveaus)
Anders als bei der konventionellen Luftfederung wird nicht nur das Fahrniveau,
sondern jedes vorgewählte Niveau geregelt. So wird auch ein Niveau, das bei
Be- oder Entladevorgängen eingestellt wird, als Sollniveau angenommen und
ausgeregelt.
Mit anderen Worten: Bei Beladungsänderung bleibt das Fahrzeug im
eingestellten Niveau, wogegen bei einer konventionellen Luftfederung von Hand
nachgeregelt werden muss bzw. der Fahrzeugaufbau bei Beladung absinkt und
sich bei Entladung anhebt.
Bei Unterbrechung der Stromversorgung oder bei unzureichender
Luftversorgung, z. B. durch Ausschalten der Zündung, erfolgt keine weitere
Nachregelung des Sollniveaus.
77
GIO-Funktionen
ECAS Nachlaufzeit
ECAS arbeitet regulär nur mit eingeschalteter Zündung. Es kann per Parameter
eine ECU Stand-by Zeit nach Zündung aus eingestellt werden und über diese
Zeit ein ECAS Nachlauf vereinbart werden.
78
GIO-Funktionen
7.4.2 Fahrniveaus
Fahrniveau I (Normalniveau)
Unter Fahrniveau I (Normalniveau) versteht man das Sollniveau, das vom
Fahrzeughersteller bzw. Achshersteller für den optimalen Fahrbetrieb (optimale
Aufbauhöhe) festgelegt wird.
Das Fahrniveau I bestimmt die Gesamtfahrzeughöhe, die an gesetzliche
Grenzvorgaben gebunden ist, sowie die Höhe des Fahrzeugschwerpunktes, die
für das Fahrdynamikverhalten von entscheidender Bedeutung ist.
Das Normalniveau wird als Auslegungswert für das Fahrzeug bezeichnet.
Fahrniveau II
Fahrniveau II wird als Differenz zum Fahrniveau I (Normalniveau) parametriert.
Liegt Fahrniveau II tiefer als Fahrniveau I, muss dieser Wert negativ in der
TEBS E Diagnose Software eingegeben werden.
Verwendung
Bei Betrieb des Sattelanhängers hinter verschiedenen Zugmaschinen (mit
unterschiedlicher Sattelhöhe) kann der Aufbau jeweils waagerecht gestellt
werden.
Fahrniveau III
Das Fahrniveau III ist ein Fahrniveau wie Fahrniveau II, es entspricht aber der
maximalen Aufbauhöhe und ist damit das höchste Fahrniveau.
Verwendung
Nutzung zur Anpassung des Anhängers an verschiedene Sattelhöhen.
Zur Kraftstoffersparnis (z. B. bei höherer Geschwindigkeit).
Zur Absenkung des Fahrzeugschwerpunkts für eine höhere Querstabilität.
Bei der geschwindigkeitsabhängigen Aufbauabsenkung geht man davon aus,
dass höhere Geschwindigkeiten auf so guten Fahrbahnoberflächen gefahren
werden, die nicht die Ausnutzung des gesamten Federweges des Balges
erfordern.
Fahrniveau IV
Entladeniveau
Das Entladeniveau wird nur im Stand oder bei geringerer Geschwindigkeit
zur besseren Entladung des Fahrzeugs angesteuert. Bei Erreichen der
Grenzgeschwindigkeit wird automatisch das zuletzt gespeicherte Niveau
ausgeregelt.
79
GIO-Funktionen
Verwendung
Absenken eines Kipperfahrzeugs, um bei plötzlicher Entlastung (Abschütten
der Last) ein hartes Ausfedern zu verhindern.
Tankfahrzeug automatisch in die beste Entladungsstellung zu bringen.
Verbesserung der Standsicherheit.
Entladeniveauschalter
Beispiel: Ist ein Schalter an einer Kippmulde angebracht, der seinen
Schaltzustand beim Heben der Mulde wechselt, dann wird das Fahrzeug
automatisch in ein parametriertes Niveau abgesenkt, sobald die Mulde gekippt
wird. Idealerweise entspricht dieser Wert bei einem Kipper dem Puffer- bzw.
unterem Kalibrierniveau. So wird eine Überlastung des Achsaggregats bei
plötzlicher Entladung vermieden.
Die Funktion wird automatisch bei v > 10 km/h deaktiviert.
Wenn das parametrierte Entladeniveau außerhalb der parametrierten unteren
oder oberen Niveaus liegt, wird der Hub auf diese Niveaus begrenzt.
Ein Entladeniveau wird nur zwischen dem oberen und unteren Kalibrierniveau
umgesetzt, selbst wenn die Parametrierung einen Wert außerhalb dieses
Bereiches vorgibt.
Über das SmartBoard kann die Funktion des Entladeniveaus deaktiviert
werden.
Das Entladeniveau kann mit dem SmartBoard zeitweise abgeschaltet werden,
z. B. für den Betrieb vor Straßenfertigern.
80
GIO-Funktionen
Memoryniveau
Im Gegensatz zum Entladeniveau, das in der ECU parametriert wird, kann das
Memoryniveau vom Fahrer vorgegeben und jederzeit geändert werden. Ein
vorgegebenes Memoryniveau bleibt dem System solange bekannt, d. h. auch
bei ausgeschalteter Zündung, bis es durch den Nutzer geändert wird. Das
Memoryniveau gilt für das gesamte Fahrzeug.
Für jedes System können zwei unterschiedliche Memoryniveaus genutzt
werden.
Verwendung
Wiederkehrender Ladebetrieb an einer Rampe mit einmal definierter Höhe.
Zum Abruf der Memoryfunktion ist eine ECAS-Bedieneinheit oder das
SmartBoard erforderlich.
Zweck
Anzeige von ECAS-Störungen (Lampe blinkt).
Anzeige, ob Anhängefahrzeug sich außerhalb des Fahrniveaus befindet (Lampe
ist permanent an).
Funktion
Wenn die Lampe permanent an ist, liegt eine Abweichung zwischen aktuell
angewählten Fahrniveau und physisch vorhandenen Fahrniveau am Fahrzeug
vor. Über das SmartBoard, die ECAS-Bedienbox/Bedieneinheit, die Trailer
Remote Control oder die Heben/Senken-Tasten kann das Niveau verändert
werden.
– Bringen Sie bei Bedarf das Fahrzeug erneut in das Fahrniveau. Das
gewählte Fahrniveau ist das Referenzniveau.
– Bewegen Sie das Fahrzeug mit einer Geschwindigkeit, die größer ist als die
parametrierte RtR-Geschwindigkeit.
Ö Dann fährt das Fahrzeug automatisch ins gewählte Fahrniveau.
Wenn die Lampe blinkt, liegt eine Störung im ECAS-Bereich vor.
– Lesen Sie den Diagnosespeicher mittels TEBS E Diagnose Software aus
und beheben Sie die Störung.
81
GIO-Funktionen
Parametrierung
In der TEBS E Diagnose Software kann über Register 7, Luftfederung,
Erweiterte ECAS-Parameter die Verwendung einer Warnlampe aktiviert und
parametriert werden.
– Aktivieren Sie die Funktion, indem Sie Warnlampe verbaut anklicken. Bei
einer LED klicken Sie den Parameter als LED (keine Kabelbrucherkennung)
an.
– Setzen Sie den Parameter Verhalten bei Fehlern, um zu definieren, ob ein
Fehler nur nach Zündung ein oder permanent über die Warnlampe anzeigt
werden soll.
82
GIO-Funktionen
Zweck
Temporäre Deaktivierung der automatischen Niveauregulierung im Stand, z. B.
während Be- oder Entladevorgängen, um den Luftverbrauch an der Rampe zu
reduzieren.
Funktion
Die Niveauregulierung wird im Stand über einen Schalter oder über das
SmartBoard deaktiviert.
Im SmartBoard ist das Menu nur dann sichtbar, wenn die Funktion Ausschalter
Niveauregelung aktiviert oder eTASC parametriert ist.
Durch Betätigen des Schalters oder über das Menu „Niveauregelung aus“ im
SmartBoard wird das Nachregeln im Stillstand unterbrochen.
83
GIO-Funktionen
Parametrierung
Die Aktivierung von ECAS und Zuweisung der Komponenten erfolgt in der
TEBS E Diagnose Software über Register 2, Fahrzeug und Register 7,
Luftfederung.
Weitere Einstellungen erfolgen in Register 7, Luftfederung, erweiterte ECAS
Parameter.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.
Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge.
Zweck
Mit den beiden integrierten Geschwindigkeitsschaltern ISS 1 und ISS 2 können
zwei Funktionen im Anhänger unabhängig voneinander gesteuert werden.
Mit der Anwendung RtR (Return to Ride) wird das luftgefederte Fahrzeug nach
Fahrtbeginn automatisch auf Fahrhöhe gebracht.
Funktion
Wenn das Fahrzeug eine parametrierte Geschwindigkeitsgrenze überschreitet
bzw. unterschreitet, ändert sich der Schaltzustand der Ausgänge. Damit ist es
möglich, Magnetventile geschwindigkeitsabhängig ein- oder auszuschalten.
Ein typisches Anwendungsbeispiel ist die einfache Sperrung von
LenkachsenKapitel „7.24 Sperrung der Lenkachse“, Seite 129. Die beiden
Geschwindigkeitsgrenzen, bei denen sich der Schaltzustand des Ausgangs
ändert, sind in einem Bereich von 0 bis 120 km/h frei parametrierbar. Eine
minimale Schalthysterese von 2 km/h ist einzuhalten.
Unterhalb der parametrierten Geschwindigkeitsgrenze ist der Schaltausgang
ausgeschaltet. Bei Erreichen der Grenze wird der Ausgang eingeschaltet und
die Versorgungsspannung ausgegeben. Per Parameter kann die Schaltfunktion
auch invertiert werden, so dass in Ruhestellung die Versorgungsspannung
anliegt.
Für den Fehlerfall muss sichergestellt sein, dass die vom Schaltausgang
gesteuerte Einrichtung nicht in einem Zustand verbleibt, der die Fahrsicherheit
des Fahrzeugs beeinträchtigt.
Bei Ausfall der Spannungsversorgung sollte beispielsweise eine Lenkachse
gesperrt sein, da dies den sicheren Zustand darstellt.
84
GIO-Funktionen
Parametrierung
Die Einstellung erfolgt über Register 4, Standardfunktionen.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.
85
GIO-Funktionen
7.6 Anfahrhilfe
Fahrzeugtyp
Alle luftgefederten Anhängefahrzeuge mit Liftachse oder Schleppachse als
erste Achse.
Zweck
Bei rutschigen Untergründen oder an Steigungen können Züge schlecht oder
gar nicht anfahren. Die Antriebsachse des Motorwagens hat nicht genügend
Traktion und die Räder drehen durch.
Funktion
Bei der Anfahrhilfe wird die erste Achse beim Sattelanhänger angehoben bzw.
druckentlastet. Durch die dadurch entstehende Gewichtsverlagerung auf die
Sattelkupplung wird die Traktion der Antriebsachse des Motorwagens erhöht.
Die Wirkung der Anfahrhilfe ist vom Beladungszustand abhängig. Die Last auf
der Hauptachse des Anhängers wird über den Tragbalgdruck überwacht.
Bei Erreichen von 30 % Überlast wird die Lift- oder Schleppachse nicht weiter
entlastet. Die Anfahrhilfe wird vom Fahrer oder auch automatisch gestartet.
Bei Erreichen von 30 km/h wird die Achse wieder gesenkt bzw. kehrt in den
Automatikmodus zurück.
Eine Anfahrhilfe ohne Heben der Liftachse kann auch mit Hilfe
eines einfachen 12 V ABS-Schleppachsventils in Verbindung mit
der TEBS E4 Multi-Voltage realisiert werden.
87
GIO-Funktionen
i
Weitere Informationen zur BedienungKapitel „11.4 Bedienung der
Anfahrhilfe“, Seite 214 undKapitel „11.2 Bedienung mit Trailer
i
Remote Control“, Seite 202.
Anfahrhilfe
Unterstützt wird die Anfahrhilfefunktion für Liftachsen an der ersten
Achse beim Sattel- oder Zentralachsanhänger, d. h. die Liftachse
wird bei Anforderung gehoben.
Aktivierung: 1-malige Betätigung des Tasters (weniger als 5
Sekunden).
Anfahrhilfe „Gelände“
Sobald die parametrierte Geschwindigkeitsschwelle erreicht
ist, springt die Funktion in die Standard-Anfahrhilfe über. Diese
wird ebenfalls beim Erreichen der eingestellten Schwellwerte
(Geschwindigkeit und Druck) abgeschaltet.
88
GIO-Funktionen
Anschluss Schalter
Die folgenden Verkabelungsmöglichkeiten können für den Einbau des Schalters
berücksichtigt werden. Die Diode ist nur bei dem Parameter Masse und Plus
notwendig und kann bei den Parametern nur Plus oder nur Masse weggelassen
werden.
LEGENDE
A Diode
Taster im Anhänger
LEGENDE
A Schalter
Parametrierung
Die Anfahrhilfe und ihre Ansteuerung werden in der TEBS E Diagnose Software
über Register 5, Liftachssteuerung festgelegt.
89
GIO-Funktionen
Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge mit Luftfederung oder hydropneumatischer Federung.
Zweck
Anstelle vom oder auch zusätzlich zum internen Achslastsensor kann ein
externer Achslastsensor verwendet werden.
Fahrzeugtyp
Zum Beispiel Fahrzeuge mit hydraulischer Federung, da hier Federungsdrücke
bis zu 200 bar betragen können (Fahrzeuge, die aufgrund der hohen Drücke
nicht mehr an den TEBS E Modulator angeschlossen werden dürfen).
Der externe Achslastsensor kann an der Hauptachse nachgerüstet werden,
wenn der interne Sensor ausgefallen sein sollte. So kann ein Modulator-Tausch
vermieden und eine kostengünstige Reparatur vorgenommen werden.
Fahrzeugtyp
Deichselanhänger, Sattelanhänger (nur 3M) mit Liftachsen oder
Schleppachsen, OptiTurnTM/OptiLoadTM
Zweck
Genauere Bestimmung der Achslasten.
Funktion
Übertragung der Information zur Gesamtmasse des Anhängers über die
ISO 7638 Steckverbindung zum Zugfahrzeug und Anzeige im Display.
Bei verbautem SmartBoard sind die Einzelachslasten (Vorder-/Hinterachse) des
Deichselanhängers anzeigbar.
90
GIO-Funktionen
Komponenten
Parametrierung
Die externen Achslastsensoren werden in der TEBS E Diagnose Software über
Register 8, Allgemeine Funktionen festgelegt.
Die Festlegung des verwendeten GIO-Steckplatzes erfolgt in Register 11,
Stecker.
Zweck
Erhöhung der Manövrierfähigkeit.
Kann als Alternative zur Nachlauflenkachse genutzt werden.
Funktion
Durch unterschiedliche Raddrehzahlen erkennt OptiTurnTM enge Kurven und
entlastet entsprechend der Vorgaben der „Rangierhilfe“ die hintere Achse.
Dadurch „wandert“ der Drehpunkt des Achsaggregats von der mittleren
Achse zwischen die beiden am Boden verbleibenden belasteten Achsen und
ermöglicht einen kleineren Wendekreis und verbesserte Manövrierfähigkeit des
Zuges.
Die Entlastung der dritten Achse kann mittels Parametereinstellungen
definiert werden. Damit wird eine Überladung der anderen Achsen des
Anhängefahrzeugs verhindert.
Nutzen
Geringerer Reifenverschleiß in engen Kurven.
Kann Lenkachse und Lenkachssteuerung einsparen.
Bessere Manövrierfähigkeit auch bei Rückwärtsfahrt.
91
GIO-Funktionen
Systemanforderungen
Das Fahrzeug muss mit ECAS oder auch mit eTASC und einem LACV-IC
an der letzten Achse ausgerüstet sein. Dies ist notwendig, um ein schnelles
Nachregeln des Fahrniveaus beim Entlasten der letzten Achse bei Einfahrt
in die Kurve und somit eine schnelle Verkürzung des Radstandes zu
gewährleisten.
ECAS (eTASC)
4S/3M an der letzten Achse
LACV-IC/Schleppachventil
Zusätzlicher Drucksensor an der Achse e-f
BO-Kraftkreis
Der BO-Kraftkreis gibt den maximalen, gesetzlich zulässigen Kreisradius
für Anhängefahrzeuge vor. Der Kreis-Außendurchmesser beträgt 25 m, der
Kreis-Innendurchmesser 10,6 m. Mit OptiTurnTM wird der gesetzlich geforderte
Kreisradius besser eingehalten.
Aktivierung OptiTurnTM
Es stehen automatische und manuelle Aktivierungsmöglichkeiten zur
Verfügung.
Automatische Aktivierung
Nach Fahrt mit höherer Geschwindigkeit und Unterschreiten einer
parametrierten Geschwindigkeit (maximal 30 km/h): Die Funktion startet
mit einer Verzögerung von 60 Sekunden. Eine Deaktivierung erfolgt bei
Überschreiten der parametrierten Geschwindigkeit.
Sofort bei Kurvenerkennung: Die Funktion startet unterhalb der
parametrierten Geschwindigkeit sofort beim Einfahren in eine Kurve. Nach
Durchfahrt der Kurve wird die Funktion deaktiviert.
Einschränkung nur bei Teil-/Volllast: Bei unbeladenen Fahrzeugen
bleibt die Funktion automatisch deaktiviert. TEBS E schaltet in die
Liftachsautomatik.
Bedienoptionen
Permanente Automatik
Die Funktion startet fahrerunabhängig entsprechend parametrierter
Rahmenbedingungen.
Wenn ein SmartBoard verbaut ist, kann die Automatik temporär deaktiviert
werden, um z. B. Luft zu sparen.
92
GIO-Funktionen
Über das SmartBoard kann die Automatik auch komplett aus- und eingeschaltet
werden.
Über den Rangierhilfe-Taster oder Trailer Remote Control (nur in Verbindung
mit dem elektronischen Erweiterungsmodul und ab Version TEBS E2) kann
die Automatik beim Drücken des Tasters > 5 Sekunden in den Zwangssenken-
Modus gebracht werden.
Nach dem Aus- und wieder Einschalten der Zündung ist OptiTurnTM wieder aktiv.
Manuelle Steuerung
OptiTurnTM bleibt deaktiviert, bis es gezielt über Betätigung des Rangierhilfe-
Tasters aktiviert wird.
Die Funktion wird durch den Rangierhilfe-Taster manuell gestartet: Rangierhilfe-
Taster 1x drücken.
Das SmartBoard oder die Trailer Remote Control (nur in Verbindung mit dem
elektronischen Erweiterungsmodul und ab Version TEBS E2) können als
Tasterersatz benutzt werden.
Nach dem Aus- und wieder Einschalten der Zündung oder durch gezieltes
Ausschalten mit SmartBoard, Trailer Remote Control oder Rangierhilfe-Taster
wird OptiTurnTM wieder deaktiviert.
i
Weitere Informationen zur BedienungKapitel „11.5 Bedienung
OptiLoad/OptiTurn“, Seite 214 undKapitel „11.2 Bedienung mit
i
Trailer Remote Control“, Seite 202.
Parametrierung
OptiTurnTM wird in der TEBS E Diagnose Software über Register 5,
Liftachssteuerung festgelegt.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.
93
GIO-Funktionen
Zweck
Vermeidung der Überlastung von Sattelplatte und Motorwagen-Antriebsachse
bei Sattelanhängern mit in Richtung Motorwagen ungleichmäßig verteilter
Ladung.
Die Ladung muss nicht auf der Ladefläche verteilt werden.
Verminderung des Bußgeldrisikos wegen Überladung des Motorwagens.
Funktion
Durch Heben bzw. Druckentlastung der hinteren Achse wird die Last besser
zwischen Motorwagen und Anhänger aufgeteilt und eine Überladung
der Hinterachse des Motorwagens vermieden. Die hintere Achse des
Sattelanhängers wirkt hierbei als Gegengewicht zur Beladung.
Nach dem Einschalten der Zündung wird von TEBS E der Beladungszustand
ermittelt und gegebenenfalls die letzte Achse entlastet.
Die Funktion OptiLoadTM kann gemeinsam mit der Funktion OptiTurnTM realisiert
werden.
Während OptiTurnTM nur im Bereich niedriger Geschwindigkeiten zur
Anwendung kommt, gibt es für OptiLoadTM keine Grenzgeschwindigkeit.
Systemanforderungen
4S/3M an der letzten Achse
LACV-IC/Schleppachsventil
Zusätzlicher Drucksensor an der Achse e-f
Parametereinstellungen OptiLoadTM
94
GIO-Funktionen
i
Bedienoptionen
Permanente Automatik
Die Funktion startet fahrerunabhängig entsprechend parametrierter
Rahmenbedingungen.
Wenn ein SmartBoard verbaut ist, kann die Automatik temporär deaktiviert
werden, um z. B. Luft zu sparen (bis TEBS E2 kann für OptiTurnTM und
OptiLoadTM die Automatik nur für beide gleichzeitig aktiviert/deaktiviert werden).
Nach dem Aus- und wieder Einschalten der Zündung ist OptiLoadTM wieder aktiv
(Tripfunktion).
Über das SmartBoard kann die Automatik komplett abgeschaltet und auch
wieder aktiviert werden.
Über den Rangierhilfe-Taster oder über die Trailer Remote Control (nur in
Verbindung mit dem elektronischen Erweiterungsmodul und ab Version
TEBS E2) kann die Automatik beim Drücken des Tasters > 5 Sekunden in
den Zwangssenken-Modus gebracht werden. Nach dem Aus- und wieder
Einschalten der Zündung ist OptiLoadTM wieder aktiv (Tripfunktion).
Manuelle Steuerung
Sobald OptiLoadTM deaktiviert wurde, bleibt das System so lange in dem
Zustand, bis es gezielt durch das SmartBoard oder über Betätigung des
Rangierhilfe-Tasters (2x drücken) aktiviert wird.
Das SmartBoard oder die Trailer Remote Control (nur in Verbindung mit dem
elektronischen Erweiterungsmodul und ab Version TEBS E2) können anstelle
eines Tasters verwendet werden. Nach dem Aus- und wieder Einschalten der
Zündung oder durch gezieltes Ausschalten mit SmartBoard, Trailer Remote
Control oder Rangierhilfe-Taster wird OptiLoadTM wieder deaktiviert.
i
Weitere Informationen zur BedienungKapitel „11.5 Bedienung
OptiLoad/OptiTurn“, Seite 214 undKapitel „11.2 Bedienung mit
i
Trailer Remote Control“, Seite 202.
95
GIO-Funktionen
96
GIO-Funktionen
97
GIO-Funktionen
98
GIO-Funktionen
12a 449 961 XXX 0 Kabel für SmartBoard (2. Generation – optional)
12b 449 911 XXX 0 Kabel für SmartBoard (optional)
13 446 156 022 0 ECAS-Bedienbox (optional)
BEHÄLTERGRÖSSEN FÜR
LUFTFEDERUNG VERWENDUNG
80 Liter eine Liftachse
100 Liter zwei Liftachsen
120 Liter OptiTurnTM bzw. OptiLoadTM
VERBINDUNG QUERSCHNITT
Luftfedervorrat – ECAS/Liftachsventil 12 mm
ECAS/Liftachsventil – Tragbälge 12 mm
99
GIO-Funktionen
Parametrierung
Die Einstellungen werden in der TEBS E Diagnose Software über Register 5,
Liftachssteuerung festgelegt.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.
Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge mit Liftachse.
Zweck
Abschalten der Liftachsautomatik, um die angehobenen Liftachsen abzusenken.
Funktion
Die Funktion kann über einen Taster, Schalter nach Masse oder über
das SmartBoard bzw. die Trailer Remote Control aktiviert werden. Die
Liftachssteuerung wird deaktiviert.
Bei Zwankssenken mit Taster / SmartBoard ist die Funktion nur für
i
einen Zündungszyklus aktiv. Nachdem die Zündung ausgeschaltet
wurde, wirkt wieder die Liftachsautomatik.
i
Weitere Informationen zur BedienungKapitel „11.6 Bedienung Liftachsen“,
Seite 215.
100
GIO-Funktionen
101
GIO-Funktionen
Parametrierung
Die Einstellungen werden in der TEBS E Diagnose Software über Register 5,
Liftachssteuerung festgelegt.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.
102
GIO-Funktionen
Komponenten
TEILENUMMER BESCHREIBUNG
Nicht im WABCO
Relais
Lieferumfang
449 535 XXX 0 Universalkabel
Parametrierung
Die Einstellung erfolgt über Register 8, Allgemeine Funktionen.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.
Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge.
Zweck
Während einer ABS-Regelung kann z. B. über ein Relais ein Retarder
deaktiviert werden, um ein Blockieren der Räder durch den Retarder zu
verhindern.
Funktion
WABCO schaltet bei aktiver ABS-Regelung während einer Bremsung die
Versorgungsspannung auf den gewählten GIO-Ausgang.
Komponenten
TEILENUMMER BESCHREIBUNG
Nicht im WABCO Lieferumfang Relais
449 535 XXX 0 Universalkabel
Parametrierung
Die Einstellung erfolgt über Register 8, Allgemeine Funktionen.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.
103
GIO-Funktionen
Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge mit Scheibenbremsen.
Zweck
Verschleißindikatoren, in den Bremsbelag integrierte Drähte, überwachen den
Verschleiß beider Beläge einer Scheibenbremse.
Funktion
An die ECU können Verschleißindikatoren an bis zu 6 Bremsen angeschlossen
werden. Sämtliche Verschleißindikatoren sind in Reihe geschaltet und mit dem
Verschleißeingang verbunden. Diese werden mit der Versorgungsspannung
betrieben (24 V/12 V).
Warnanzeige/Warnlampe
Wenn bei einem Verschleißindikator der Draht für eine Zeit von mindestens 4
Sekunden (oder länger) durchgeschliffen ist, wird am Verschleißeingang eine
Spannung gemessen und die Warnung aktiviert. Die Warnung des Fahrers
erfolgt über die Warnanzeige/Warnlampe, wenn das Verschleißende erreicht ist
(100 % Bremsbelagverschleiß).
Bei Einschalten der Zündung blinkt die Warnanzeige/Warnlampe (gelb) 4
Zyklen = 16-mal. Die Warnanzeige/Warnlampe leuchtet nicht mehr, wenn das
Fahrzeug eine Geschwindigkeit von 7 km/h überschreitet. Den Austausch der
Verschleißindikatoren beim Belagwechsel erkennt das System automatisch. Die
Warnstufe wird nach einer Zeit von 8 Sekunden deaktiviert.
In Systemen mit Trailer Central Elektronik werden die Verschleißinformationen
von der Trailer Central Electronic ermittelt. Die Warnung des Fahrers bzw.
die Ansteuerung der Warnanzeige/Warnlampe wird durch das TEBS E
durchgeführt. Das ist notwendig, da nur eine ECU die Ansteuerung der
Warnanzeige/Warnlampe bei aufgelaufenen Serviceinformationen ausführen
kann. Wenn ein SmartBoard verbaut ist, wird die Warnung auch auf dem
SmartBoard ausgegeben.
104
GIO-Funktionen
105
GIO-Funktionen
Parametrierung
Die Aktivierung wird in der TEBS E Diagnose Software über Register 4,
Standardfunktionen vorgenommen.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.
Der Anschluss von BVA an GIO5 kann in Einzelfällen zu Lastspitzen führen und
sollte vermieden werden.
106
GIO-Funktionen
Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge.
Zweck
Spannungsversorgung von angeschlossenen Systemen, z. B. Telematik.
Telematik
Die Telematik-Einheit kann an den Steckplatz SUBSYSTEMS oder an GIO5
(nur bei TEBS E Premium) angeschlossen werden.
WABCO : Schließen Sie Telematik an GIO5 an, damit der Subsys-tems-Stecker
z. B. für das SmartBoard oder für OptiTireTM verwendet werden kann.
Mittels TEBS E Diagnose Software kann eine Nachlaufzeit zur Aufladung einer
Telematik-Batterie nach Ausschalten der Zündung eingestellt werden. In diesem
Fall wird der CAN-Bus abgeschaltet bzw. die Botschaft gesendet, dass das
Fahrzeug ausgeschaltet wurde und nur die Batterie aufgeladen wird. Die Zeit
der Aufladung entspricht der des ECAS-Standby-Betriebes.
Parametrierung
Telematik wird in der TEBS E Diagnose Software über Register 4,
Standardfunktionen vereinbart.
In Register 11, Stecker wird der Anschluss an SUBSYSTEMS oder GIO5
festgelegt.
7.14 Geschwindigkeitssignal
Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge.
Zweck
Zusätzlich zum Geschwindigkeitsschalter ISS, der nur Schaltstellungen
ausgibt, kann TEBS E ein Geschwindigkeitssignal zur Auswertung durch
angeschlossene Systeme bereitstellen, z. B. zur Steuerung von Lenkachsen
oder zum Verschließen von Tankdeckeln.
Funktion
Der TEBS E Modulator stellt ein Geschwindigkeitssignal in Form eines
pulsweitenmodulierten Rechtecksignals zur Verfügung.
107
GIO-Funktionen
Komponenten
TEILENUMMER BESCHREIBUNG
449 535 XXX 0 Universalkabel
4-polig, offen
Parametrierung
Die Aktivierung wird in der TEBS E Diagnose Software über Register 8,
Allgemeine Funktionen vorgenommen.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.
Zweck
Zwei Dauerspannungsversorgungen werden zur Verfügung gestellt. Über
die entsprechende Parametrierung kann ein Dauerplus (Klemme 15) für
die Versorgung von angeschlossenen Elektroniken oder Magnetventilen
ausgegeben werden. Die Nachlaufzeit entspricht der Standby-Zeit der ECU.
Funktion
An den Trailer EBS E Modulator können zwei 24 V Ausgänge mit einer
Dauerlast von maximal 1,5 A angeschlossen werden.
Für einen höheren Stromverbrauch (bis zu 3 A) können beide Ausgänge
parametriert und parallel beschaltet werden.
Eine Überwachung des Ausgangs erfolgt nur beim Einschalten des TEBS E. Die
Überwachung kann wahlweise abgeschaltet werden, wenn z. B. Komponenten
über einen Schalter angeschlossen sind.
108
GIO-Funktionen
LEGENDE
A Schalter B Last an Dauerplus
TEILENUMMER BESCHREIBUNG
Nicht im WABCO Lieferumfang Schalter (optional)
449 535 XXX 0 Universalkabel
Parametrierung
Die Aktivierung wird in der TEBS E Diagnose Software über Register 8,
Allgemeine Funktionen vorgenommen.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.
7.16 Straßenfertigerbremse
Fahrzeugtyp
Kipperfahrzeuge.
Zweck
Die Funktion „Straßenfertigerbremse“ ist das gezielte Einbremsen von
Anhängern mit Kippmulden beim Betrieb vor Straßenfertigern. Hierbei wird der
Lastzug während des Abkippens von dem Straßenfertiger geschoben.
Funktion
Bei aktivierter Funktion wird das Anhängefahrzeug durch den TEBS E
Modulator gebremst.
Zur Aktivierung können mechanische Schalter für den Betrieb
(Straßenfertigerbetrieb ein/aus) und ein Entladeniveauschalter für die
Position der Kippmulde (Tastschalter oder Näherungsschalter) genutzt
werden. Bei Einsatz von ECAS-Ventilen kann das Kippen der Mulde über den
Entladeniveauschalter erkannt werdenKapitel „7.4.2 Fahrniveaus“, Seite
79.
Je nach Kundenwunsch kann der Entladeniveauschalter aktiviert oder
deaktiviert werden. Dazu besteht die Möglichkeit mit einem optionalen Schalter,
einem Parameter oder durch Abschaltung im SmartBoard.
109
GIO-Funktionen
Steuerung
Näherungsschalter
Genauere Informationen zum NäherungsschalterKapitel „7.16.1
Näherungsschalter“, Seite 113.
LEGENDE
A Schalter „Straßenfertigerbremse ein/aus“
110
GIO-Funktionen
LEGENDE
A Schalter „Straßenfertigerbremse B Schalter „Entladeniveau ein/
ein/aus“ aus“
C Kipper heben/senken
111
GIO-Funktionen
Parametrierung
Die Aktivierung wird in der TEBS E Diagnose Software über Register 6,
Bremsfunktionen vorgenommen.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.
Parameter Fertigerbremse
In der TEBS E Diagnose Software muss zuerst über Register 6,
Bremsfunktionen die Geschwindigkeit (max. 10 km/h), bis zu der die Funktion
aktiv ist, gesetzt werden. Anschließend wird die Druckvorgabe zum Aussteuern
des Bremsdrucks pm vom Anlegedruck bis maximal 6,5 bar eingestellt,
Parameter Fertigerbremse.
Es ist einstellbar, ob der ausgesteuerte Bremsdruck abhängig von der Beladung
im Straßenfertigerbetrieb angepasst wird (dynamischer ALB).
Wenn ein SmartBoard verbaut ist, kann ein Schalteingang eingespart werden,
indem die Funktion nur über SmartBoard aktiviert wird.
112
GIO-Funktionen
Die Fertigerbremse kann sowohl über einen mechanischen Schalter als auch
über einen Näherungsschalter aktiviert werden.
In der TEBS E Diagnose Software sind Parameter für die Abschaltung des
Entladeniveaus einstellbar.
Ein 2-poliger Näherungsschalter kann angeschlossen werden (Anschluss an
GIO4, Pin 1 und Pin 3, Kabel 449 535 XXX 0).
Dieser Näherungsschalter kann für die Funktionen „Entladeniveau“ und
„Straßenfertigerbremse“ genutzt werden. Jeder Näherungsschalter hat eine
andere Schaltschwelle bezüglich des Abstandes zu dem zu erkennenden
Objekt der Kippmulde.
Sollen beide Funktionen aktiv sein, sind zwei zusätzliche Schalteingänge
erforderlich, damit beide Funktionen separat ein- und ausgeschaltet werden
können.
Bedienung
Information zur Bedienung:
Kapitel „11.3 Bedienung der ECAS-Niveauregelung“, Seite 211
Kapitel „11.2 Bedienung mit Trailer Remote Control“, Seite 202
7.16.1 Näherungsschalter
Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge mit Entladeniveau-Option oder Straßenfertigerbremse.
Zweck
Der Näherungsschalter kann als Schalter für die Funktionen der
Entladeniveauansteuerung, zur Aktivierung der Straßenfertigerbremse oder zur
Steuerung der Funktion „SafeStart“ eingesetzt werden.
Über folgende Näherungsschalter können die zuvor genannten Funktionen
berührungsfrei aktiviert werden:
113
GIO-Funktionen
Telemecanique XS7C1A1DAM8
Schönbuch Electronic IO25CT 302408
Balluff BES M30MF-USC15B-BP03
Schönbuch Electronic MU1603111
LEGENDE
C Näherungsschalter
LEGENDE
A Schalter „Straßenfertigerbremse B Schalter „Entladeniveau ein/
ein/aus“ aus“
C Näherungsschalter
Parametrierung
Wenn nur eine Funktion zur Verfügung steht (Abbildung 1), reicht es aus, nur
den Näherungsschalter zu parametrieren.
Stehen beide Funktionen zur Verfügung (Abbildung 2), sind zwei zusätzliche
Schalteingänge erforderlich, damit beide Funktionen separat ein- und
ausgeschaltet werden können.
Hier müssen die Schalter wie folgt parametriert werden:
114
GIO-Funktionen
Fahrzeugtyp
In der Länge verstellbare Sattel- oder Deichselanhänger mit 4S/3M-System.
Zweck
Mit dieser Funktion können in der Länge verstellbare Fahrzeuge für den Fahrer
komfortabler und ohne den Einsatz zusätzlicher Hilfsmittel (wie z. B. Bremskeile
oder weitere im Anhänger verbaute Komponenten) aus- oder eingezogen
werden.
Funktion
Das letzte Achsaggregat wird eingebremst und der Anhänger wird mit dem
Motorwagen auseinandergezogen.
Die Funktion unterscheidet je nach Fahrzeugtyp zwei Operationsmodi:
Sattelanhänger
Beim Sattelanhänger kann die Funktion in Kombination mit dem Parameter
Ohne lastabhängigen Bremsdruck ALB in der TEBS E Diagnose Software (über
Register 6, Bremsfunktionen) gewählt werden.
Wird die Funktion über einen Schalter oder das SmartBoard aktiviert, wird das
Achsaggregat mit vollem Bremsdruck (ohne ALB-Kennlinie) eingebremst, so
dass durch langsames Anfahren des Zugfahrzeuges der Anhänger verlängert
werden kann.
Deichselanhänger
Hier kann in der TEBS E Diagnose Software über Register 6, Bremsfunktionen
zusätzlich der Parameter Nur hinteres Aggregat einbremsen ausgewählt
werden. In diesem Fall wird nur die letzte Achse (Achsgruppe) eingebremst, so
dass das Zugfahrzeug durch langsames Anfahren den Anhänger verlängern
kann.
115
GIO-Funktionen
116
GIO-Funktionen
Parametrierung
Die Aktivierung und Einstellung der Funktion erfolgt in der TEBS E Diagnose
Software über Register 6, Bremsfunktionen.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.
117
GIO-Funktionen
Fahrzeugtyp
Anhängefahrzeuge mit veränderbarer Länge.
Zweck
Anzeige der Länge des Fahrzeuges über das SmartBoard.
Funktion
Durch Näherungsschalter oder mechanische Schalter an dem Teleskop-System
kann die aktuelle Ausziehlänge erkannt werden.
Bis zu 4 Schalter können als Gruppe fest montiert werden. An dem beweglichen
Teil werden im Bereich der Rastpositionen Schaltkulissen bzw. Lesefelder den
Schaltern gegenüber angeordnet.
Die Anzahl der Ausziehstufen bedingt die Anzahl der Schalter. Mit zwei
Schaltern können 3 Stufen, mit drei Schaltern 7 und mit vier Schaltern können
15 Stufen erkannt werden.
Die Erkennung der Kulissen bzw. Lesefelder erfolgt über das Binärsystem. In
der folgenden Tabelle ist das Prinzip der Lesefelder dargestellt.
118
GIO-Funktionen
Komponenten
Parametrierung
Die Aktivierung und Einstellung der Funktion erfolgt in der TEBS E Diagnose
Software über Register 8, Allgemeine Funktionen.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.
119
GIO-Funktionen
Fahrzeugtyp
Anhängefahrzeuge mit Kippmulde.
Zweck
Überwachung der Kippneigung des Fahrzeuges.
Funktion
In jedem TEBS E Modulator ist ein Querbeschleunigungssensor für die RSS-
Funktion integriert. Dieser Querbeschleunigungssensor gibt gleichzeitig
Aufschluss über die Neigung des Fahrzeugs gegenüber der Waagerechten. Die
Neigung des Fahrzeugs kann durch den TEBS E Modulator überwacht werden.
Wird eine per TEBS E Diagnose Software parametrierte Neigung (0° - 20°)
des Rahmens überschritten, so kann eine Warnung an den Fahrer durch
die ECU ausgegeben und über das SmartBoard angezeigt oder eine Hupe/
Rundumleuchte geschaltet werden.
Die Warnschwelle ist immer in Abhängigkeit des spezifischen Fahrzeugs zu
sehen und muss vom Fahrzeughersteller festgelegt werden.
i
Die Funktion „Kippwarnung“ ist nur unterstützend und entbindet
den Fahrer nicht von seiner Sorgfaltspflicht, das Fahrzeug selbst zu
überwachen.
Damit die Funktion nur bei gehobener Kippmulde aktiv ist, kann der
Status der Kippmulde überwacht werden.
Auf Wunsch wird eine Warnung nur ausgegeben, wenn bei
Verwendung eines mechanischen Schalters dieser geschlossen ist
(die gesenkte Kippmulde öffnet den Schalter).
Bei Verwendung eines Näherungsschalters muss dieser
geöffnet sein, damit eine Warnung ausgegeben wird. Diese
Funktionserweiterung ist nur mit dem TEBS E Premium-Modulator
möglich.
Zur Ausgabe der Warnung stehen neben SmartBoard oder
Warnlampe auch die für mehrere Funktionen gemeinsam nutzbare
Warnlampe oder der Buzzer zur Verfügung.
Eine Kippwarnung kann auch während der Nachlaufzeit der
TEBS E ausgegeben werden.
120
GIO-Funktionen
Komponenten
Parametrierung
Die Aktivierung und Einstellung der Funktion erfolgt in der TEBS E Diagnose
Software über Register 8, Allgemeine Funktionen.
Eine zusätzliche Warnlampe wird über eine frei konfigurierbare Digitalfunktion
gesteuert. Hierzu wird als internes Eingangssignal Kippwarnung aktiv gewählt.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.
121
GIO-Funktionen
7.20 Überlast-Erkennung
Fahrzeugtyp
Luftgefederte Anhängefahrzeuge, z. B. mit Kippmulde oder Silo.
Zweck
Überwachung des Beladungszustands während der Beladung.
Funktion
Durch Sensierung der Tragbälge wird der Beladungszustand des
Anhängefahrzeugs erkannt.
Eine extern am Fahrzeug befindliche Lampe signalisiert den Beladungszustand,
z. B. dem Fahrer eines Radladers, der das Anhängefahrzeug belädt.
Bei Ladungszunahme blinkt die Lampe mit zunehmender Frequenz. Hierbei
werden längere Leuchtphasen jeweils kurz unterbrochen.
Bei Erreichen des zulässigen Gewichtes leuchtet die Lampe dauerhaft.
Bei Überladung und weiter ansteigender Last blinkt die Lampe wieder mit
zunehmender Frequenz. Allerdings blinkt sie jetzt mit kurzen Leuchtphasen und
längeren Pausen.
Nach Fahrtbeginn erlischt die Lampe und leuchtet erst wieder bei erneuter
Beladung.
Die Funktion kann über einen Schalter deaktiviert werden.
Der Anschluss der Warnlampe erfolgt an einem freien GIO-Anschluss.
Die Lampe kann dann nur für diese Funktion verwendet werden oder als
„gemeinsame Warnlampe“ für mehrere Funktionen verwendet werden.
Hinweise hierzuKapitel „7.29 Frei konfigurierbare Funktionen“, Seite 141.
Komponenten
Parametrierung
Die Aktivierung und Einstellung der Funktion erfolgt in der TEBS E Diagnose
Software über Register 8, Allgemeine Funktionen. Es werden zwei Druckwerte
für den Toleranzbereich des beladenen Fahrzeugs eingegeben.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.
122
GIO-Funktionen
7.21 SafeStart
Fahrzeugtyp
Kipper, Rollcontainer-Chassis sowie Tank- und Silofahrzeuge.
Zweck
Verhindert durch automatische Einbremsung das Anfahren des Zuges während
des Be- und Entladens.
Beispiele: Kipper mit angehobener Kippmulde, Tankfahrzeug mit geöffneter
Tankklappe, Containerfahrzeug mit nicht verriegeltem Container.
Funktion
Ein an den TEBS E Modulator angeschlossener Sensor erkennt, ob ein Be-
oder Entladevorgang vorgenommen wird. Über TEBS E wird gegebenenfalls
das Anhängefahrzeug eingebremst.
Üblicherweise wird SafeStart mit der Betriebsbremsanlage realisiert. Mit einem
Premium-Modulator und dem LACV IC (WABCO Teilenummer 463 084 100 0)
kann das Anhängefahrzeug optional über den Federspeicherzylinder gebremst
werden.
SafeStart kann passend zum Fahrzeugtyp eingestellt werden.
Tankfahrzeuge/Rollcontainer: Das Fahrzeug wird über die Betriebsbremse
eingebremst. Eine Bewegung des Fahrzeugs ist erst dann wieder möglich,
wenn der Sensor erkennt, dass der Be- oder Entladevorgang abgeschlossen
ist (z. B. durch Schließen des Armaturenschranks) und das Bremspedal
erstmalig betätigt wird. SafeStart kann mit der elektronischen Parkbremse
und/oder dem Immobilizer kombiniert werden. In diesem Fall würde SafeStart
mit den Komponenten von Immobilizer und elektronischer Parkbremse die
Federspeicherzylinder einbremsen.
Kipper: Hier erlaubt die Funktion das Anfahren mit kleineren Geschwindigkeiten,
um beim Kippen den Entladevorgang zu verbessern. Ab einer Geschwindigkeit
von 18 km/h wird der Fahrer durch 10 kurze Warnbremsungen erinnert, dass
z. B. die Lademulde noch nicht gesenkt ist. Ab einer Geschwindigkeit von
28 km/h wird das Fahrzeug bis zum Stillstand eingebremst. Nach Erreichen
des Stillstandes (v = 0 km/h) löst sich die Bremse nach 20 Sekunden. Die
Funktion ist danach deaktiviert und funktioniert erst wieder nach erneutem
Zündungsstart.
Benutzerdefiniert: Funktion wie beim Kipper, jedoch sind Warn- und
Einbremsgeschwindigkeit im Bereich zwischen 8 km/h und 30 km/h
parametrierbar. Das Warnbremsen kann abgescgaltet werden, wenn die
Wanrbremsgeschwindigkeit auf weniger als 8 km/h parametriert wird. Unterhalb
von 8 km/h werden keine Warnbremsungen durchgeführt.
Einbauhinweise
123
GIO-Funktionen
Komponenten
LEGENDE
YE Gelb GN Grün BL Blau
Parametrierung
Die Einstellung der Funktion erfolgt in der TEBS E Diagnose Software über
Register 6, Bremsfunktionen.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.
124
GIO-Funktionen
Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge mit zusätzlicher Stromversorgung über 24N.
Ausnahme: Sonderfahrzeuge mit externem Solldrucksensor am CAN-Router/
Repeater.
Zweck
Verhindert ein Wegrollen des Anhängefahrzeugs, wenn beim Ankuppeln
an den Motorwagen die pneumatischen Leitungen in falscher Reihenfolge
angeschlossen werden.
Schutz gegen Wegrollen des Zuges, wenn während des Ankuppelns der
pneumatischen Leitungen die Handbremse des Motorwagens nicht betätigt
ist.
Schutz gegen Wegrollen des abgestellten Anhängefahrzeugs, wenn die
Löseventile am PREV ungewollt oder unbefugt betätigt werden.
Schutz vor Fahrten ohne ISO 7638 Steckverbindung.
Funktion
TEBS E erkennt den abgekuppelten Zustand. Mit Hilfe eines impulsgesteuerten
Liftachsventils und eines federrückgeführten Ventils werden beim Parken des
Anhängers die Federspeicherzylinder aktiviert und erst dann wieder gelöst,
wenn alle Verbindungen gesteckt wurden und Druck am gelben Kupplungskopf
erkannt wurde.
Um ein Anfahren zu ermöglichen, wird beim Ankuppeln das impulsgesteuerte
Ventil durch das federrückgeführte Ventil (am Entlüftungsanschluss des
Liftachsventils) übersteuert. Das Fahrzeug kann nur bewegt werden, wenn
der ABS-Stecker gesteckt ist oder wenn die Funktion mittels SmartBoard oder
mittels Taster oder Schalter deaktiviert wurde.
Warnanzeige/Warnlampe: Solange die elektronische Parkbremse die Räder
blockiert, blinkt nach Einschalten der Zündung die Warnlampe.
Bedienung: Die Funktion arbeitet automatisch. In Fällen, in denen TEBS E das
Ankuppeln nicht erkennen kann, genügt ein kurzes Antippen des Bremspedals
zum Lösen des Anhängefahrzeugs.
Rangieren des Fahrzeuges ohne Ankuppeln einer elektrischen
Verbindung: Über Schalter/Taster oder SmartBoard kann die Funktion der
elektronischen Parkbremse vorübergehend deaktiviert werden, um z. B.
den späteren Transport des Anhängers auf einer Fähre zu ermöglichen. Die
Deaktivierung der elektronischen Parkbremse muss vor Ausschalten der
Zündung und Abkuppeln des Anhängefahrzeugs vorgenommen werden.
Deaktivierung über einen Schalter an einem GIO-Port gegen Masse:
Öffnen des Schaltkontakts verhindert die Aktivierung der elektronischen
Parkbremse. Das Schließen des Schalters reaktiviert die elektronische
Parkbremse.
Deaktivierung über einen Schalter an einem GIO-Port gegen Plus:
Schließen des Schaltkontakts verhindert die Aktivierung der elektronischen
125
GIO-Funktionen
Komponenten
126
GIO-Funktionen
Parametrierung
Die Aktivierung und Einstellung der Funktion erfolgt in der TEBS E Diagnose
Software über Register 6, Bremsfunktionen.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.
127
GIO-Funktionen
Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge.
Zweck
Bei Be- und Entladevorgängen von Sattelanhängern verspannt sich das
Achsaggregat, wenn der gesamte Zug eingebremst ist. Wird z. B. nach dem
Entladevorgang die Handbremse gelöst, so kann es zum schlagartigen
Hochspringen des Aufbaus kommen, weil die Luftfederung durch die noch
gefüllten Luftfederbälge und die fehlende Beladung das Fahrzeug sofort anhebt.
Die Entspannungsfunktion verhindert dieses schlagartige Hochspringen des
Aufbaus und schont damit die Ladung.
Funktion
Die Funktion kann über Taster oder SmartBoard aktiviert werden.
Durch Ansteuerung der Bremszylinder vom Modulator aus wird die
Verspannung der eingelegten Bremsen gelöst. Zu diesem Zweck werden
seitenweise (bei Sattel-/Zentralachsanhängern) oder achsweise (bei
Deichselanhängern) die Bremsen gelöst. Die Abbremsung des Fahrzeugs
beträgt dabei immer über 18 %, weil die Bremszylinder wechselweise gelöst
werden.
Komponenten
Zur Aktivierung der Funktion wird eine der folgenden Komponenten benötigt:
Parametrierung
Die Aktivierung der Funktion erfolgt in der TEBS E Diagnose Software über
Register 6, Bremsfunktionen.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.
128
GIO-Funktionen
Fahrzeugtyp
Sattelanhänger mit Lenkachse.
Zweck
Mit TEBS E kann eine Lenkachse geschwindigkeitsabhängig oder zusätzlich
durch Erkennung der Rückwärtsfahrt durch einen Zylinder angesteuert
und in Geradeaus-Stellung verriegelt werden. Nach Aktivierung findet eine
Verriegelung nur dann statt, wenn sich die Räder der Lenkachse in Geradeaus-
Stellung befinden.
Die Lenkachse kann geschwindigkeitsabhängig gesperrt werden, um bei
hoher Geschwindigkeit eine stabile Geradeausfahrt zu gewährleisten.
Zusätzlich erfolgt sinnvollerweise durch Überwachung des Rückfahrlichts bei
Rückwärtsfahrt eine Sperrung der Lenkachse.
Funktion
Die Ansteuerung des Zylinders erfolgt durch ein Magnetventil. Das Magnetventil
wird durch den TEBS E Modulator in Anhängigkeit der parametrierten
Geschwindigkeit angesteuert.
Bei Fahrten mit normaler Geschwindigkeit (z. B. > 30 km/h) ist die Lenkachse
über die GIO-Funktion gesperrt. Wird die parametrierte Geschwindigkeit
unterschritten, hebt die GIO-Funktion die Sperre auf und die Lenkachse lenkt in
Kurven ein.
Im Stillstand (v < 1,8 km/h) wird die Lenkachse erneut gesperrt. Dieses wird
durch das Einlegen des Rückwärtsgangs (bei aktiven Rückfahrleuchten)
aufrechterhalten, um ein Einschlagen beim Rückwärtsfahren zu verhindern.
Fährt das Fahrzeug anschließend wieder vorwärts, wird die Sperre bis zu einer
parametrierten Geschwindigkeit (> 1,8 km/h) aufrechterhalten, dann gelöst und
erst bei Überschreiten einer zweiten parametrierten Geschwindigkeit wieder
eingelegt.
129
GIO-Funktionen
LEGENDE
A Optionaler Schalter zum Sperren B (+) Signal von den
der Lenkachse Rückfahrlichtn
Die Diode ist ab TEBS E4 nicht
mehr erforderlich.
Parametrierung
Die Aktivierung der Funktion erfolgt in der TEBS E Diagnose Software über
Register 8, Allgemeine Funktionen.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.
Über den Parameter bei gehobener Liftachse kann man die Lenkachse auch
bei gehobener Liftachse sperren.
Im Verbund mit einem TailGUARDTM-SystemKapitel „8.1.1 TailGUARDTM-
Funktionen“, Seite 144, kann die Rückfahrerkennung über das elektronische
Erweiterungsmodul erfolgen (Parameter Rückfahrerkennung über das
elektronische Erweiterungsmodul). Eine zusätzliche Verbindung des
Rückfahrlichts zu TEBS E ist nicht erforderlich.
7.25 Gabelstaplerregelung
Fahrzeugtyp
Hauptsächlich für Zentralachsanhänger mit Gabelstaplertransport.
Zweck
Optimierung der Stützlast, wenn der Gabelstapler als Gegenlast fehlt.
130
GIO-Funktionen
Funktion
1. 2. 3.
Funktionsvoraussetzungen
Näherungsschalter oder Mechanischer (Rollen-)Schalter zur Erkennung des
mitgenommenen Gabelstaplers.
Die Last auf dem Anhänger sollte gleichmäßig verteilt sein, um eine zusätzliche
Beeinflussung der Stützlast zu verhindern.
131
GIO-Funktionen
Wenn kein Gabelstapler mitgeführt wird, muss die Funktion deaktiviert werden.
Dazu kann das Vorhandensein des Gabelstaplers mit einem Rollenschalter
sensiert werden und damit die Funktion „Zwangssenken“ gesteuert werden.
Komponenten
Parametrierung
Die Aktivierung der Funktion erfolgt in der TEBS E Diagnose Software über
Register 5, Liftachssteuerung.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.
7.26 Bremslösefunktion
Fahrzeugtyp
Zum Beispiel Autotransporter oder Nachlaufanhänger für Holztransporter.
Zweck
Lösen der Betriebsbremse des Anhängers bei Stillstand.
Anwendung: Unterstützen der hydraulischen Verlängerung eines
Anhängefahrzeugs bei Stillstand des Motorwagens.
132
GIO-Funktionen
Funktion
Die Funktion wird über einen externen Taster oder über das SmartBoard
aktiviert.
Beim Loslassen des Tasters oder der entsprechenden Taste des SmartBoards
wird die Bremse sofort wieder belüftet und das Anhängefahrzeug eingebremst.
Parametrierung
Die Aktivierung der Funktion erfolgt in der TEBS E Diagnose Software über
Register 6, Bremsfunktionen.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.
133
GIO-Funktionen
Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge.
Zweck
Befindet sich das Fahrzeug in einer Gefahrensituation und muss abrupt
abgebremst werden, kann die Notbremsung über das Blinken der
Anhängerbremsleuchten angezeigt werden.
Funktion
Über TEBS E wird hierbei ein separater GIO-Ausgang zur Verfügung gestellt,
an den das Bremslicht über ein Relais angeschlossen wird. Das Relais
unterbricht dabei das Bremslicht mit einer bestimmten parametrierten Frequenz.
In manchen Motorwagen wird die Funktion der Anhänger-Bremsbeleuchtung
überwacht, so dass bei Relaisbetrieb in beiden Schaltzuständen eine Grundlast
vorhanden sein muss (Bremsleuchte oder Widerstand), damit vom Motorwagen
aus kein Fehler erkannt wird.
WABCO empfiehlt zwecks Kompatibilität mit der Bremslichtfehlererkennung des
Motorwagens, parallel zum Relais einen Widerstand in Höhe von 100 Ohm zu
verbauen.
Der GIO-Ausgang darf maximal mit 1,5 A belastet werden.
Aktivierung
Die Funktion wird automatisch vom TEBS E Modulator in Abhängigkeit von
folgenden Situationen aktiviert:
Wenn bei einer Gefahrenbremsung die Fahrzeugverzögerung größer 0,4 g
ist.
Wenn bei einer Geschwindigkeit von > 50 km/h eine ABS-Regelung
vorgenommen wird.
Die Funktion wird wieder beendet, wenn die Fahrzeugverzögerung den Wert
0,25 g unterschreitet oder die ABS-Regelung deaktiviert wird.
134
GIO-Funktionen
Komponenten
Für die Anzeige können folgende Komponenten eingesetzt werden:
Parametrierung
Die Aktivierung und Einstellung der Funktion erfolgt in der TEBS E Diagnose
Software über Register 8, Allgemeine Funktionen.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.
135
GIO-Funktionen
Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge.
Zweck
Wegfahrsperre zur Reduzierung des Diebstahlrisikos.
Die Funktion kann auch als „elektrische Parkbremse“ verwendet werden.
Das abgestellte Fahrzeug wird so gegen Wegrollen gesichert, falls Unbefugte
beabsichtigt oder unbeabsichtigt den roten Knopf am PREV betätigen.
Funktion
Mit Hilfe eines eingebauten, impulsgesteuerten Liftachsventils können über die
TristopTM-Zylinder die Räder eines parkenden Fahrzeugs blockiert werden.
Die Wegfahrsperre kann unter Eingabe eines eigens festgelegten PIN über das
SmartBoard oder die Trailer Remote Control aktiviert bzw. deaktiviert werden.
Wird ein Fahrzeug mit aktivierter Wegfahrsperre bewegt oder das System
manipuliert, kann über den TEBS E Modulator ein Alarmsignal (24 V Spannung)
an ein angeschlossenes, optionales Ausgabegerät (Warnlampe, Warnhorn)
ausgegeben werden.
Warnanzeige/Warnlampe
Ab Version TEBS E2 wird dem Fahrer über die Warnanzeige/
Warnlampe (gelb) der Immobilizer-Status angezeigt. Bei einem
aktivierten Immobilizer blinkt nach Einschalten der Zündung die
Warnanzeige/Warnlampe 8x auf.
Ab TEBS E2 können Sie über den Parameter Entriegeln nur bei
eingelegter Feststellbremse einstellen, ob der Immobilizer nur bei
eingelegter Feststellbremse entriegelt werden darf.
136
GIO-Funktionen
Stromversorgung
Zur Aktivierung/Deaktivierung des Immobilizers ist eine Stromversorgung des
Anhängers erforderlich. Dies kann über zwei Wege sichergestellt werden.
Zündung einschalten (Versorgung über Klemme 15)
ECU-Standby-Zeit (Versorgung über Klemme 30): Hierzu muss in den
Parametereinstellungen ein Zeitparameter hinterlegt werden.
Anschluss der Komponenten – Auszug aus Schema 841 701 227 0 für 3-Achs-Sattelanhänger
137
GIO-Funktionen
Einbau
Informationen zum EinbauKapitel „9.7 Einbau Komponenten Wegfahrsperre
(Immobilizer)“, Seite 179.
138
GIO-Funktionen
Parametrierung
Die Aktivierung und Einstellung wird in der TEBS E Diagnose Software über
Register 8, Bremsfunktionen vorgenommen.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.
PUK
Pro Freischaltvorgang/Fahrzeug ist ein PUK notwendig.
Dafür benötigen Sie das Dokument „PUK Access Code 813 000 049 3“ mit
einer individuellen Gutscheinnummer „Voucher Code“ (1x pro Fahrzeug).
Aufgabe des PUK
Freischaltung der Immobilizer-Funktion im TEBS E Modulator.
Festlegen / Ändern der Benutzer-PIN.
Definition einer neuen PIN nach Falscheingabe.
Der PUK ist nur dem Fahrzeughalter vorbehalten. Gehen Sie mit
i
dem PUK sorgfältig um und schützen Sie diesen vor dem Zugriff
Dritter. Bewahren Sie den PUK an einem sicheren Ort auf. WABCO
i
übernimmt keine Verantwortung für Verlust oder Missbrauch des
PUKs.
139
GIO-Funktionen
TRAILER REMOTE
BEDIENMÖGLICHKEITEN SMARTBOARD CONTROL
Deaktivierung/Aktivierung mit
PIN-Eingabe
Statusinformationen
LED-Signal
Fahrerwarnung und akustische
Mit ISO 7638 / Pin 5 Warnung,
identisch mit
Statusinformation
Notlösefunktion/Notentriegelung
140
GIO-Funktionen
Parametrierung
Die Funktion wird über eine *.FCF-Datei oder *.ECU-Datei in TEBS E geladen.
@
141
Externe Systeme
8 Externe Systeme
Applikation
TEBS E Modulatoren (Premium) ab Version E2
TailGUARDTM: TEBS E Standard ab Version E5
Zweck
Das elektronische Erweiterungsmodul 446 122 071 0 in Verbindung mit einem
TEBS E Premium-Modulator bietet folgende Funktionserweiterungen:
TailGUARDTM
Verbindung zu ISO 12098
Das elektronische Erweiterungsmodul 446 122 070 0 erlaubt in Verbindung mit
einem TEBS E Premium-Modulator zusätzlich folgende Funktionen:
ECAS 2-Punkt-Regelung
Batterieversorgung und Batterieladung
Anschlusserweiterungen
Steuerung des Anhängefahrzeugs vom Fahrerhaus mittels Trailer Remote
Control
Funktion
Das elektronische Erweiterungsmodul wird via ISO 7638 und TEBS E versorgt.
Die Kommunikation zwischen EBS und dem elektronischen Erweiterungsmodul
erfolgt via CAN. Die Anbindung an ISO 12098 ist mittels einer Verteilerbox
möglich; die Steuerung der Spurhalteleuchten erfolgt mittels Relais.
Die Kommunikation zwischen dem elektronischen Erweiterungsmodul und
den LIN-Ultraschallsensoren (für die TailGUARDTM-Funktion) erfolgt via LIN-
BUS. Die Datenübertragung zwischen Trailer Remote Control und EBS bzw.
dem Elektronischen Erweiterungsmodul erfolgt via Power Line Communication
(PLC – Übertragung der Daten über das Stromnetz). Die ECE R 13 ist für alle
Anwendungen erfüllt.
142
Externe Systeme
POSITION BENENNUNG
1 Armaturenbrett
2 Trailer Remote Control
3 TEBS E Modulator (Premium bzw. Standard ab Version TEBS E5)
4 Verteilerbox
5 Elektronisches Erweiterungsmodul
6 Ultraschallsensor
7 Spurhalteleuchte
143
Externe Systeme
8.1.1 TailGUARDTM-Funktionen
Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge.
Zweck
Erfassen von Objekten außerhalb des Sichtbereichs des Fahrers hinter dem
Anhängefahrzeug durch Ultraschallsensoren.
Nutzen: Vermeidung kostenintensiver Schäden an Fahrzeug, Rampe und
Ladung.
Funktion
TailGUARDTM wird durch Einlegen des Rückwärtsganges aktiviert. Bei erfolgter
Aktivierung werden die Spurhalteleuchten am Anhängefahrzeug durch das
elektronische Erweiterungsmodul angesteuert und blinken. Die Blinkfrequenz
erhöht sich, je dichter sich das Fahrzeug einem Objekt nähert.
Wird der parametrierte Anhalteabstand unterschritten, wird das Fahrzeug
für 3 Sekunden eingebremst und danach die Bremse wieder gelöst. Der
Anhalteabstand kann per Diagnose eingestellt werden (zwischen 30 und
200 cm bei TailGUARDlightTM; zwischen 50 und 200 cm bei TailGUARDTM,
TailGUARDRoofTM und TailGUARDMAXTM).
Wenn TailGUARDTM eine automatische Bremsung auslöst, wird gleichzeitig
über die ISO 7638 CAN-Schnittstelle zum Zugfahrzeug eine Anforderung zur
Ansteuerung des Bremslichtes gesendet. Neue Zugfahrzeuge unterstützen
diese Funktion und aktivieren dann das Bremslicht.
Während dieser Zeit sind auch die Spurhalteleuchten permanent
eingeschaltet. Der Bremsdruck für das Trailer EBS E wird vom elektronischen
Erweiterungsmodul in Abhängigkeit von der Fahrzeuggeschwindigkeit und dem
über Ultraschallsensoren gemessenen Abstand zum Objekt bestimmt.
Bleibt die Geschwindigkeit unterhalb 9 km/h, wird die Bremse nur zum
abschließenden Anhalten des Fahrzeugs vor der Laderampe aktiviert.
Bewegt sich das Fahrzeug mit einer Geschwindigkeit oberhalb 9 km/h an
die Rampe, so veranlasst das System kurze Bremsimpulse, um den Fahrer
auf die zu hohe Geschwindigkeit aufmerksam zu machen und regelt die
Geschwindigkeit auf 9 km/h herunter. Wenn diese Warnbremsungen ignoriert
144
Externe Systeme
Systemkonfigurationen
MERKMALE TailGUARDlightTM TailGUARDTM TailGUARDRoofTM TailGUARDMAXTM
Typische Große Laderampen Für den Fahrer Bereiche mit eingeschränkten Bereiche mit kleinen und/
Logistikumgebung mit gleichem Grundriss unbekannte und Höhenverhältnissen: z. B. oder sich bewegenden
oder ebenen Wänden; verschiedenartige massive Lagerhallen, Verladetore, Bäume und Objekten: z. B.
keine Objekte oder Laderampen und große Dachkonstruktionen. Gabelstaplerverladung,
Personen hinter dem Objekte wie Paletten, Pkws Straßenschilder,
Anhängefahrzeug. und Pfosten aus Metall Einzelhandelsgeschäfte,
und Holz. Wohngebiete.
Geprüft nach ISO 12155.
Anzahl 2x 3x 5x 6x
Ultraschallsensoren (roter
Punkt = Sensor)
Durch Sensoren Eingeschränkt Die komplette Rückseite des Fahrzeugs ist durch Sensoren abgedeckt.
erschlossener Bereich 1 und 2 kennzeichnen Objekte hinter dem Fahrzeug.
(Ansicht von oben auf das
Fahrzeug)
Durch Sensoren
erschlossener Bereich
(Seitenansicht)
145
Externe Systeme
TailGUARDlightTM – Rampenanfahrhilfe
Bei diesem System wird nur der Abstand zu einer Rampe mit zwei
Ultraschallsensoren gemessen. Es wird nicht der gesamte Rückraum hinter
dem Fahrzeug überwacht.
TailGUARDlightTM unterstützt den Fahrer beim Rückwärtsfahren an
Laderampen. Dabei wird im Zusammenspiel mit dem Trailer EBS E das
Anhängefahrzeug vor Erreichen der Laderampe automatisch eingebremst, um
Schäden an Fahrzeug und Laderampe zu vermeiden.
Der Bremsdruck wird von der Fahrzeuggeschwindigkeit und dem über
Ultraschallsensoren gemessenen Abstand zur Laderampe bestimmt.
Bleibt die Geschwindigkeit unterhalb 9 km/h, wird die Bremse nur zum
abschließenden Anhalten des Fahrzeugs vor der Laderampe aktiviert. Bewegt
sich das Fahrzeug mit > 9 km/h rückwärts, so veranlasst das System kurze
Bremsimpulse, um den Fahrer auf die zu hohe Geschwindigkeit aufmerksam zu
machen und begrenzt die Geschwindigkeit.
Um Beschädigungen durch Bewegungen des Fahrzeugs zur Laderampe beim
Be- und Entladen zu verhindern, wird ein Abstand zwischen Anhänger und
Laderampe eingehalten. Der Mindestabstand ist 30 cm; WABCO : 50 cm.
Bei Installation der Trailer Remote Control im Zugfahrzeug wird der Abstand
zur Rampe durch zwei LED-Reihen dargestellt. Gleichzeitig wird der Abstand
zur Rampe durch einen externen Buzzer oder durch die Trailer Remote Control
durch unterschiedliche Frequenzen dargestellt.
Wenn der Winkel zwischen Rampe und Fahrzeugbewegungsrichtung > 10°
beträgt, kann die Rampe nicht unter allen Umständen erkannt werden.
146
Externe Systeme
Objekterkennung
Der Rückraum hinter dem Fahrzeug wird bis zur Fahrzeugbreite und bis zu
einer Länge von max. 2,5 - 4 m (je nach System, Objektgröße und Oberfläche)
hinter dem Fahrzeug überwacht.
Befindet sich ein Objekt in dem Überwachungsbereich der Sensoren, wird der
Abstand folgendermaßen angezeigt:
Blinken der Spurhalteleuchten mit unterschiedlichen Frequenzen
Anzeige auf den LED-Balken in der optionalen Trailer Remote Control
Ändern der Tonfrequenz des Piepers in der Trailer Remote Control
Optionaler, externer Buzzer (nicht WABCO Lieferumfang)
Optionale, externe Signallampen (nicht WABCO Lieferumfang) für
Länder, in denen das Blinken der Spurhalteleuchten nicht zulässig ist, wie
Großbritannien oder Schweiz
Werden die Ultraschallsensoren in einer Höhe angebracht, in der sich Teile
einer Rampe befinden, kann das System auch als Rampenanfahrhilfe genutzt
werden.
Ein externer, akustischer Signalgeber kann an GIO14 / Pin 1 (elektronisches
Erweiterungsmodul) angeschlossen werden. Bei Verwendung der Bedieneinheit
Trailer Remote Control erhält der Fahrer im Fahrerhaus sowohl ein akustisches
Signal als auch eine visuelle Rückmeldung über die Lage und Entfernung der
erkannten Objekte.
EXTERNE LAMPEN
AKUSTISCHES OPTION 1 (NACH OPTION 2:
DISTANZ ZUM OBJEKT SIGNAL (BUZZER) SPURHALTELEUCHTEN ISO): GELB/ROT GRÜN/MAGENTA
>3m aus 1 Hz aus Grün
3 m - 1,8 m 2 Hz 2 Hz Gelb blinkt Grün
Grün/Magenta
1,8 m - 0,7 m 4 Hz 4 Hz Rot blinkt
Lampe extern
< 0,7 m – automatische
6 Hz 6 Hz Rot permanent an Magenta
Bremsung
< automatische
(parametrierte) 1 Sekunde an permanent an Rot permanent an Magenta
Bremsdistanz
Komponententest nach 0,5 Sekunden 0,5 Sekunden 0,5 Sekunden 0,5 Sekunden
Einschalten der Zündung
(nur wenn v < 1,8 km/h) an an an an
System aktiviert
0,5 Sekunden 0,5 Sekunden 0,5 Sekunden 0,5 Sekunden
(Rückwärtsgang eingelegt)
Fehlermeldung, wenn
System nicht aktiv ist (nur aus aus aus aus
wenn v < 1,8 km/h)
Fehlermeldung, wenn Gelb und Rot
System aktiv ist (nur wenn aus aus permanent aus
v < 1,8 km/h) an
147
Externe Systeme
Aktivierung
TailGUARDTM wird durch Einlegen des Rückwärtsganges aktiviert. Durch die
Aktivierung werden der Pieper sowie die gelbe und rote LED der Trailer Remote
Control kurzzeitig eingeschaltet. Außerdem werden die Spurhalteleuchten am
Anhängefahrzeug durch TEBS E eingeschaltet und blinken.
Eine Anzeige des Abstandes zu einem Objekt im Motorwagendisplay ist je nach
Hersteller möglich.
Deaktivierung
Die Funktion wird deaktiviert durch:
Geschwindigkeit > 12 km/h und/oder Vorratsdruck geringer als 4,5 bar
Ausschalten mittels Trailer Remote Control
Temporäres Ausschalten über einen externen Taster am GIO
Zweimaliges Einlegen des Rückwärtsganges innerhalb 1-3 Sekunden
Aufgrund einer Störung (TEBS E kann dann nicht automatisch einbremsen)
Alle Deaktivierungen wirken nur solange, bis der Rückwärtsgang erneut
eingelegt wird. In dem Fall der Deaktivierung des Systems werden die
Spurhalteleuchten oder zusätzlichen Lampen nicht angesteuert. Die
akustischen Signale sind ausgeschaltet, und die Trailer Remote Control zeigt
den entsprechenden Systemstatus im Display an. Das Deaktivieren von
TailGUARDTM wird im Betriebsdatenspeicher (ODR) als Event gespeichert.
i
TailGUARDTM kann nicht mit der Versorgung über 24N betrieben
werden.
148
Externe Systeme
Elektronisches 1x 1x 1x 1x
Erweiterungsmodul
446 122 070 0
TailGUARD ECU
446 122 071 0
LIN-Ultraschallsensor 0° 2x 1x 1x 2x
446 122 401 0
(Anschlusskabellänge 3 m)
149
Externe Systeme
KOMPONENTE /
TEILENUMMER TailGUARDlightTM TailGUARDTM TailGUARDRoofTM TailGUARDMAXTM
LIN-Ultraschallsensor 15° - 2x 4x 4x
446 122 402 0
(vorkonfiguriert rechts,
Anschlusskabellänge 3 m)
446 122 403 0
(vorkonfiguriert rechts,
Anschlusskabellänge 0,3 m)
446 122 404 0
(vorkonfiguriert links,
Anschlusskabellänge 3 m)
150
Externe Systeme
KOMPONENTE /
TEILENUMMER TailGUARDlightTM TailGUARDTM TailGUARDRoofTM TailGUARDMAXTM
Spurhalteleuchten 2x 2x 2x 2x
Nicht im WABCO
Lieferumfang
Aspöck Adapter Optional Optional Optional Optional
65-6111-007
Einbau
Informationen zum EinbauKapitel „9.9 Einbau TailGUARD-Komponenten“,
Seite 180.
Verdrahtungskonzept Verteilerbox
ELEKTRONISCHES
ERWEITERUNGSMODUL KABELFARBE
ANSCHLÜSSE GIO12 ISO 4141 ISO 12098 PIN KLEMME
Rückfahrlicht 1 Pink 8 L
CAN-High (optional) 2 Weiß/Grün 14 –
CAN-Low (optional) 3 Weiß/Braun 15 –
Masse „Licht“ 4 Weiß 4 31
Rücklicht „links ein“ 5 Schwarz 5 58L
Spurhalteleuchte „links aus“ 6 Gelb/Schwarz – –
Spurhalteleuchte „rechts aus“ 7 Gelb/Braun – –
Rücklicht „rechts ein“ 8 Braun 6 58R
151
Externe Systeme
Zweck
GIO- und ECAS-Funktion bei Zündung aus bzw. abgekuppeltem Anhänger.
Funktion
152
Externe Systeme
Parametrierung
Die Anhängerbatterie wird in der TEBS E Diagnose Software über Register 10,
Elektronisches Erweiterungsmodul definiert.
Eine Nachlaufzeit (ECU Stand-By) wird in Register 8, Allgemeine Funktionen
eingestellt.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker, Elektronisches Erweiterungsmodul.
153
Externe Systeme
i
Einbau
Eine genaue Beschreibung zum Einbau und Anschluss der Trailer Remote
Control finden Sie in der Druckschrift „Trailer Remote Control – Einbau- und
Anschlussanleitung“Kapitel „9 Installationshinweise für Fahrzeugbau und
Nachrüstung“, Seite 168.
Komponenten
Bedienung
Informationen zur BedienungKapitel „11.2 Bedienung mit Trailer
Remote Control“, Seite 202 und „Trailer Remote Control –
Bedienungsanleitung“Kapitel „Technische Druckschriften“, Seite 9.
154
Externe Systeme
Parametrierung
Die Verbindung zum Trailer Remote Control wird in der TEBS E Diagnose
Software über Register 10, Elektronisches Erweiterungsmodul eingeschaltet
(Kommunikation zum TRC aktiv).
Fahrzeugtyp
Fahrzeuge mit Luftfederung, die ECAS-Funktionen benötigen, die TEBS E nicht
bereitstellt.
Nur in Verbindung mit TEBS E Premium-Modulator / TEBS E Multi-Voltage
Modulator.
Nicht für die Konzeption neuer Fahrzeuge empfohlen.
Zweck
Realisierung einer 3-Punkt-Regelung.
Funktion
Der Betriebsdatenaustausch zwischen TEBS E und ECAS erfolgt über die
K-Leitung. Die internen Niveauregelfunktionen des TEBS E sind deaktiviert, die
ECAS-ECU hat Vorrang.
Die externe ECAS wird ab TEBS E4 nur noch vom TEBS E Multi-
Voltage Modulator unterstützt.
Im Servicefall sollte ein Reman-Modulator eingesetzt werden.
Komponenten
Parametrierung
Die Unterstützung der externen ECAS wird in der TEBS E Diagnose Software
über Register 2, Fahrzeug eingeschaltet.
155
Externe Systeme
Applikation
Die Trailer Central Electronic ist dem TEBS E vorgeschaltet.
Der TEBS E Multi-Voltage Modulator kann nicht mit der Trailer Central
i
Electronic verwendet werden.
i
Zweck
Elektrische Versorgung, Sensordatenübermittlung (z. B. Balgdrucksensor,
Verschleißsensor) und Überwachung des TEBS E über die CAN-Leitung.
Lediglich die Drehzahlsensoren und ein eventuell verbauter
Sollwertdrucksensor müssen an der TEBS angeschlossen werden.
Zusätzliche Funktionen wie Liftachssteuerung oder
Bremsbelagverschleißanzeige können von der Trailer Central Electronic erfüllt
werden.
Funktion
Eine genaue Beschreibung des Systems finden Sie in der Druckschrift
„Trailer Central Electronic I / II Zentralelektronik im Anhängefahrzeuge –
Systembeschreibung“Kapitel „2 Allgemeine Hinweise“, Seite 7 =>
Abschnitt „Technische Druckschriften“.
Komponenten
Inbetriebnahme
Bei der Inbetriebnahme wird zuerst TEBS E und anschließend die Trailer
Central Electronic in Betrieb genommen.
156
Externe Systeme
Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge.
Zweck
Permanente Überwachung des Reifendrucks aller Räder mittels
Drucksensoren.
Rund 85 % aller Reifenpannen werden durch Fahrten mit falschem
Reifenfülldruck oder schleichendem Druckverlust während der Fahrt verursacht
Patametrierung
Für eine Parametrierung gemäß UN ECE R 141 muss in der TEBS E Diagnose-
Software die Option OptiTireTM / TPMS aktiviert werden. Anschließend muss ein
System ausgewählt werden, das die Anforderungen der UN ECE R 141 erfüllt
und die TPMS-Fehlererkennung muss aktiviert werden.
8.5.1 OptiTireTM
Funktion
Die vom Drucksensor gemessenen Reifendrücke werden über den CAN-Bus
zum Zugfahrzeug übertragen und in der Regel vom Motorwagen mit Baujahr
2007 und jünger im Armaturenbrett dargestellt.
Zusätzlich können Drücke über das SmartBoard, OptiLinkTM, das Telematik-
Portal, Trailer Remote Control oder das IVTM-Display angezeigt werden. Der
Fahrer wird so rechtzeitig bei schleichendem oder kritischem Druckverlust
gewarnt. Eine Prüfung mit Manometer ist nicht mehr erforderlich.
Warnanzeige/Warnlampe: Wenn über OptiTireTM ein zu geringer Reifendruck
festgestellt wird, blinkt die Warnanzeige/Warnlampe im Armaturenbrett nach
dem Einschalten der Zündung. Falls die Trailer Remote Control installiert ist,
leuchtet die Warnanzeige für den Reifendruck.
Druckverlust 1 - 10 %: gelbe Warnanzeige/Warnlampe blinkt
Druckverlust > 10 %: rote Warnanzeige/Warnlampe blinkt
157
Externe Systeme
OptiTireTM ist nur unterstützend und entbindet den Fahrer nicht von
i
seiner Sorgfaltspflicht, die Reifen auch visuell zu prüfen.
i
Eine genaue Beschreibung des Systems finden Sie in der Druckschrift
„OptiTireTM – Systembeschreibung“Kapitel „2 Allgemeine Hinweise“, Seite
7 => Abschnitt „Technische Druckschriften“.
158
Externe Systeme
Parametrierung
Die OptiTireTM-Unterstützung wird über Register 4, Standardfunktionen
eingestellt.
Damit die Reifendrücke am Armaturenbrett des Motorwagens dargestellt
werden können, übermittelt TEBS E die von der OptiTireTM empfangenen Daten
über den 24 V CAN-Bus zum Motorwagen. Da es dort Unterschiede in der
Interpretation der Daten gibt, gibt es zwei verschiedene Modi, die den Transfer
auf den jeweiligen Motorwagen optimieren:
EBS23 Standard: Vorgabewert, passt bei den meisten Motorwagen
EBS23 Group Bit: „Erweitert“ die Fehlermeldung eines Rades zu einer
pauschalen Fehlermeldung an allen Rädern des Anhängefahrzeugs. Dies stellt
eine adäquate Warnmeldung in einigen Mercedes Actros Fahrzeugen sicher.
159
Externe Systeme
8.6 OptiLinkTM
Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge.
Zweck
OptiLink™ ist eine Applikation (App) für Mobilgeräte, die in Verbindung
mit der OptiLink ECU (446 290 700 0) eine Steuerung der Funktionen des
Anhängefahrzeugs ermöglicht.
Das System bietet einfachen Zugriff auf die Funktionen des TEBS sowie
angeschlossener Subsystems.
Funktion
FUNKTIONSBE- FUNKTIONSBE-
ICON ICON
SCHREIBUNG SCHREIBUNG
Diagnose TailGUARDTM (Rück-
Anzeige der raumüberwachung)
Diagnosemeldung(en). Aktivierung bei Einlegen
Versenden der des Rückwärtsganges.
Diagnosemeldung(en) Anzeige von
per E-Mail. Objektabständen.
Akustische Signale
erfordern eine
angemessene
Einstellung der
Gerätelautstärke.
ODR-Daten Immobilizer (Wegfahr-
Auslesen von sperre)
Betriebsdaten des Verriegeln / Entriegeln
Anhängefahrzeugs des Anhängefahrzeugs
(Beladungszustände, über PIN.
Trips, Ändern der PIN über alte
Diagnosemeldung). PIN.
Versenden des Berichts Ändern der PIN über
per E-Mail. PUK.
Achslast GIO
Anzeige der Gesamtlast Schaltfunktionen
aller Achsen oder der nach Definition des
Lasten einzelner Achsen. Fahrzeugherstellers.
Warnung bei Funktionen und
Überschreitung der Sicherheitshinweise
zulässigen Achslasten. entnehmen Sie bitte
Anzeige der Stati der der Dokumentation des
Liftachsen. Fahrzeugherstellers.
OptiTireTM OptiLevelTM
Anzeige von Steuerung der
Reifendrücken und ECAS-Funktionen
Temperaturen sowie des (Heben/Senken) des
Batteriezustands der Anhängefahrzeugs.
Sensoren.
160
Externe Systeme
FUNKTIONSBE- FUNKTIONSBE-
ICON ICON
SCHREIBUNG SCHREIBUNG
Kippwarnung Liftachse
Anzeige der Neigung Heben und Senken der
des Anhängefahrzeugs. Liftachse.
Warnung bei Kippgefahr. Zusatzfunktionen wie
Für ein akustisches Signal OptiTurnTM / OptiLoadTM
muss die Gerätelautstärke und Anfahrhilfe können
eingeschaltet sein. ein- und ausgeschaltet
werden.
BVA (Bremsbelagver- Anzeige von TEBS-Daten
schleißanzeige) Anzeige der aktuellen
Anzeige des Betriebsdaten des
Verschleißzustands Anhänger-EBS Systems.
der Beläge des
Anhängefahrzeugs.
Fertigerbremse Bounce Control
Erzeugung einer Erzeugung einer
dauerhaften Bremsung seitenweisen oder
des Asphalt- achsweisen Lösung
Kipperfahrzeugs vor dem der Bremsen durch
Straßenfertiger. Ansteuerung der
Einstellung des Bremszylinder vom
Bremsdrucks. Modulator.
WABCO Inspection App WABCO Services App
Eine Inspection App muss Eine Services App muss
separat installiert werden separat installiert und kann
und kann dann aus der dann aus der OptiLink-App
OptiLink-App aufgerufen aufgerufen werden.
werden. Inhalte der App: WABCO
Inhalte der App: News, Standortsuche,
Abfahrtskontrolle Originalteile,
Produktkatalog,
Bremsberechnung.
Applikation
Die OptiLink App ist kostenfrei und kann auf Smartphones oder Tablets
installiert werden.
Trailer EBS Software: ab TE005106
Nur für Fahrzeuge mit Elektronisches Erweiterungsmodul Software: EX010409
Retrofit: Die erforderlichen Dateien sind der aktuellen Diagnose beigefügt.
161
Externe Systeme
2 1
162
Externe Systeme
Parametrierung
Die OptiLinkTM-Unterstützung wird über Register 4, Standardfunktionen
eingestellt.
SSID: Hier können Sie die Bezeichnung des fahrzeuges eingeben, in dem
OptiLink verbaut ist. Wenn die OptiLink-ECU erkannt wurde, wird hinter dem
Suchfeld die Seriennummer des Modulators angezeigt.
Channel (Kanal): Hier haben Sie die Möglichkeit, zwischen Kanal 1 bis 13
auszuwählen.
Trailer data password (Trailer-Daten-Passwort): Geben Sie hier ein Passwort
ein, oder lassen Sie sich eines generieren, indem Sie den Button generate
(Passwort generieren) drücken. Hier kann ein Passwort vergeben werden, mit
dem der Zugriff auf die Daten aus der Trailer EBS abgesichert wird.
i
Die Einstellungen, die Sie in der TEBS E Diagnose Software vorgenommen
haben, werden im TEBS E Modulator gespeichert.
PLUS Hinweis: Wenn Sie die OptiLink ECU in Japan einsetzen wollen, muss
die Wifi-Power aus gesetzlichen Gründen auf den Wert 1 parametriert werden.
163
Externe Systeme
8.7 Multi CAN Kabel 449 934 330 0 und 449 944 217 0
Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge.
Zweck
Ein Multi CAN Kabel ermöglicht die Mehrfachnutzung des SubSystem-Ports
(gleichzeitige Anbindung mehrerer CAN-Geräte).
1
SUBSYSTEMS 3
164
Externe Systeme
SUBSYSTEMS
1 2
/
3
165
Externe Systeme
CAN Termination
Eine CAN-Verbindung sollte immer aus einem Pfad mit maximal zwei
definierten Enden bestehen. An jedem Ende muss durch einen Endwiderstand
eine Terminierung erfolgen. In der Regel befindet sich der Endwiderstand in
dem angeschlossenen CAN-Gerät.
Ein CAN-Netzwerk mit mehr als zwei Endwiderständen ermöglicht keine
zuverlässige Kommunikation. Aus diesem Grund ist es erforderlich, dass
zusätzliche Geräte nur mit ausgeschaltetem Widerstand betrieben werden.
Widerstandslose Geräte müssen am kurzen Ende eines Pfades (max. 1m)
angeschlossen werden. Am gezeigten Bild sind an den Anschlüssen 1 und 2
ein EBS-Modulator und eine OptiTire-ECU angeschlossen. TEBS schaltet seine
Terminierung auf Grund der Parametrierung selbstständig ab.
Für OptiTire ist es erforderlich, über den Expert Mode in der Diagnose die
Terminierung abzuschalten.
Dies ist jedoch nur erforderlich, wenn vier Geräte angebunden sind. Bei
Verwendung von nur drei Geräten verbleibt die Terminierung in OptiTire und das
freie Kabelende wird mit der mitgelieferten Kappe verschlossen.
Bei Einsatz von 449 944 (ECAS Kontrollbox) muss die Terminierung nicht
berücksichtigt werden, da die ECAS Kontrollbox kein CAN-Gerät ist.
166
Externe Systeme
Fahrzeugtyp
Alle Anhängefahrzeuge.
Zweck
Mit der Telematik werden Daten und Informationen, die im Anhängefahrzeug
sensiert werden, über eine drahtlose Verbindung auf einen Computer der
Spedition übertragen und dort weiter verarbeitet.
Funktion
@
Der Funktionsumfang ist abhängig von der Version der Trailer EBS E und
den verbauten Komponenten und Sensoren sowie vom Funktionsumfang der
Telematik.
TX-TRAILERGUARDTM ist ein perfekt auf Trailer EBS E abgestimmtes Produkt,
das alle Premium-Telematik-Funktionen bietet.
www www
Detaillierte Informationen zu TX-TRAILERGUARDTM finden Sie unter
[Link]
@ @ @
Komponenten
Parametrierung
Die Verwendung von TX-TRAILERGUARDTM wird in der TEBS E Diagnose
Software über Register 4, Standardfunktionen eingestellt.
Die Festlegung der verwendeten GIO-Steckplätze erfolgt in Register 11,
Stecker.
167
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung
9.1 Sicherheitshinweise
WARNUNG
Beschädigung des TEBS E Modulators durch Verwendung von nicht
WABCO Originalkabeln
Der Einsatz von Kabeln, die nicht von WABCO freigegeben sind, kann zu
Funktionsbeeinträchtigungen und Fehlereinträgen führen.
Kabel mit offenem Ende müssen so verlegt werden, dass kein Wasser über
die Kabel in den Modulator eindringt und diesen beschädigt.
– Verwenden Sie ausschließlich WABCO Originalkabel.
WARNUNG
Gefährliche Spannungen bei elektrostatischem Lackieren und
Schweißen
Gefährliche Spannungen können das elektronische Steuergerät schädigen.
– Bei elektrostatischem Lackieren oder Schweißarbeiten am Fahrzeug
müssen folgende Maßnahmen ergriffen werden:
Bewegliche oder isolierte Komponenten (z. B. Achsen) müssen
mit geeigneten Masseklemmen mit dem Rahmen (Chassis) leitend
verbunden werden, damit sich keine Potentialunterschiede aufbauen
können, die zu Entladungen führen können.
Oder:
Die ABS-Anschlussleitungen am Modulator sind zu trennen, und die
Anschlusskontakte sind (z. B. mit Blindstopfen) abzudecken.
– Masseanschlüsse von Schweiß- und Farbspritzanlagen müssen immer
an den Teilen angeschlossen werden, an denen gearbeitet wird.
VORSICHT
Beschädigung des TEBS E Modulators durch Überlackierung
Steckerverriegelungen und Kunststoffrohre der pneumatischen
Verschraubungen lassen sich nach der Lackierung nicht mehr lösen.
– Lackieren Sie den Modulator nicht über.
168
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung
Zulässige Maximaltemperatur (Einbrennlackierung) +65 °C permanent; +110 °C für 1 Stunde ohne Funktion
Verpolungsschutz Das System ist gegen Verpolung der Motorwagenbatterie
geschützt.
Unterspannung (Klemme 30, Klemme 15, 24N) < 19 V (9,5 V Multi-Voltage bei 12 V Betrieb)
Überspannung (Klemme 30, Klemme 15, 24N) > 30 V
Nennspannung (Klemme 30, Klemme 15, 24N) 24 V (12 V Multi-Voltage bei 12 V Betrieb)
Betriebsdruck min. 4,5 bis 8,5 bar, max. 10 bar
Parametrierung
3-Achs-Sattelanhänger
2S/2M
Zweite Achse ist Hauptachse (ABS-Drehzahlsensor für Achse c-d)
ALB-Kennung 1:1
Keine GIO-Funktion aktiv
ABS-Polrad mit Zähnezahl 100
Reifenumfang: 3.250 mm
Die elektrischen Anschlüsse POWER und ABS-d, ABS-c haben keine
Schutzkappen.
169
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung
9.3 Anschlüsse
Elektrische Anschlüsse
Die elektrischen Anschlüsse sind auf der Oberseite des Modulators eindeutig
benannt. Die Kabel werden jeweils an der Unterseite eingesteckt.
Eine Kodierung verhindert falsches Kontaktieren. Kodierung und Pinning sind
detailliert im Anhang beschrieben.
Pneumatische Anschlüsse
Anschlüsse mit identischer Kennzeichnung sind im TEBS E Modulator / PEM
miteinander verbunden.
170
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung
171
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung
Befestigung am Querträger
Der Querträger muss kraftschlüssig mit den beiden Längsträgern des
Fahrzeuges verbunden sein.
172
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung
9.4.1 RSS-Einbauvorschrift
Der Umfang des verbauten Reifens und die Anzahl der Zähne der verbauten
Polräder müssen parametriert werden, da aus diesen Eingangswerten der zur
Beurteilung der Kippgefahr benötigte Wert der Querbeschleunigung berechnet
wird.
Die Roll Stability Support Funktion (RSS) hängt von der Genauigkeit der
parametrierten Reifenumfänge, der Anzahl Zähne des Polrades und der übrigen
Daten der Bremsberechnung ab.
i
– Kalibrieren Sie die Neigung des Modulators (Δβ) mittels TEBS E Diagnose
Software.
Voraussetzung: Das Fahrzeug muss auf einer ebenen Fläche stehen
(Abweichung von der Waagerechten < 1°).
Bei nicht durchgeführter Kalibrierung erfolgt eine Selbstkalibrierung im
Fahrbetrieb.
Sattelanhänger/Zentralachsanhänger
173
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung
Deichselanhänger
Δ X [mm] Δ Y [mm] Δα Δβ Δδ
500
600 ±15° ±3° ±3°
TEBS E5: 1000
174
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung
VORSICHT
Beschädigung der Kabel
– Wasser, das in Kabeladern eindringt, kann den TEBS E Modulator
schädigen. Verwenden Sie ausschließlich WABCO Originalkabel. Bei
Verwendung von Kabeln anderer Hersteller und daraus resultierenden
Schäden ist eine Reklamation ausgeschlossen.
– Planen Sie den Einbauort so, dass Kabel nicht geknickt werden.
– Befestigen Sie die Kabel und Stecker so, dass keine Zugspannungen
oder Querkräfte auf die Steckverbindungen wirken.
– Vermeiden Sie eine Kabelverlegung über scharfe Kanten oder in der
Nähe aggressiver Medien (z. B. Säuren).
– Verlegen Sie die Kabel so zu den Anschlüssen, dass Wasser nicht in die
Stecker hineinfließen kann.
Kabel-/Blindkappenmontage
Abbildung 1 Abbildung 2
– Öffnen Sie die gelben Schieber der Verriegelungen, bevor Sie die Buchsen
der Kabelenden (Buchsengehäuse) in die passenden Steckplätze am ECU-
Rahmen stecken bzw. demontieren.
Sollten sich die Schieber in der verriegelten Endposition befinden
(Auslieferungszustand), können Sie die Rastung von oben oder unten mit
Hilfe eines 13er Maulschlüssels lösen (Abbildung 1, Position 1).
– Ziehen Sie anschließend den Schieber per Hand bis zum Deckelanschlag
heraus, um die Steckerführung freizugeben.
– Stecken Sie das Kabelende (oder die Blindkappe) senkrecht auf den
entsprechenden Steckplatz der ECU (z. B. Powerkabel an POWER-
Anschluss).
8-polige Kabel für POWER, SUBSYSTEMS und MODULATOR an
GIO10-12.
4-polige Kabel für GIO1-7, ABS c, d, e und f, IN/OUT an GIO13-18.
Achten Sie auf richtige Polarität und Kodierung (Stecker zu Steckplatz).
Nur wenn beide Teile zusammenpassen, kann gesteckt werden.
175
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung
VORSICHT
Beschädigung des Powerkabels
Damit es beim Durchziehen des Kabels nicht zu Beschädigungen des
Steckers kommt, ist der Stecker durch eine Schutzkappe verschlossen.
– Entfernen Sie die Schutzkappe vorsichtig, wenn Sie das Kabel an die
ECU anschließen, damit die Dichtung nicht verrutscht oder beschädigt
wird.
Kabelfixierung
VORSICHT
Beschädigung des Wegsensor-Kabels
Der Stecker des Wegsensor-Kabels kann durch Kabelbinder beschädigt
werden.
– Befestigen Sie keinen Kabelbinder am Wegsensor-Kabel, wenn dieser
den Stecker verbiegt.
– Fixieren Sie die Kabel (maximal 300 mm Kabellänge von der ECU entfernt)
mit Kabelbindern (schwarze Pfeile).
Die 8-poligen Kabel der Anschlüsse POWER, SUBSYSTEMS und
MODULATOR müssen an dafür vorgesehenen Punkten am TEBS E
Modulator fixiert werden.
176
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung
i
Die Hebellänge sollte so gewählt sein, dass der gesamte
Federungsweg des Rahmens eine Auslenkung von mindestens ±30°
ausnutzt.
177
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung
Das Gestänge des Wegsensors sollte so fixiert sein, dass der Hebel im
Fahrniveau horizontal ist.
Die Verbindung zur Achse ist mit einem Gestänge möglich.
Das Druckstück des Hebels sollte mit einem 6 mm Rohr (Vollmaterial)
und dem Gestänge der Achse verbunden werden.
i
ECAS-Fahrzeuge
SchemataKapitel „“, Seite 247.
1-Punkt-Regelung
– Bringen Sie den Wegsensor an der Mitte der Hauptachse an, um
eine Beschädigung des Wegsensors bei Kurvenfahrten mit großer
Fahrzeugneigung zu verhindern.
2-Punkt-Regelung
– Bringen Sie bei Deichselfahrzeugen den Wegsensor in der Mitte der
Vorder- und Hinterachse an, um eine Beschädigung des Wegsensors bei
Kurvenfahrten mit großer Fahrzeugneigung zu verhindern.
Bringen Sie bei Sattelfahrzeugen die Wegsensoren, so weit wie möglich, aus
der Fahrzeugmitte nach rechts und nach links an. Hierbei ist zu beachten,
dass es nicht zu Beschädigungen bei Kurvenfahrt kommen kann.
Deichselanhänger Sattelanhänger
178
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung
Achten Sie darauf, dass der Sensor durch die Aufbaubewegung nicht
„umschlägt“ oder abreißt.
Verwenden Sie immer das Bohrloch mit 100 mm Abstand zur Drehwelle
des Wegsensors.
Der schwarze Hebel des Wegsensors darf nicht verlängert werden,
da sonst die Beladungsinformation zu ungenau wird und deshalb der
Bremsdruck ungenau ist.
Der Hebelarm des Wegsensors muss direkt mit dem Druckstück des
Hebels 441 901 71X 2 verbunden sein.
Der Hebel steht komplett mit zwei Druckstücken und dem
Verbindungsrohr in diversen Längen zur Verfügung.
Die Verbindung zur Achse erfolgt mit einem an der Achse
angeschweißten Winkeleisen.
Bei Fahrzeugen mit zwei Wegsensoren ist Wegsensor „Hinterachse links“
an der ABS-sensierten Achse c-d und Wegsensor „Vorderachse rechts“
an der ABS-sensierten Achse e-f anzuschließen.
WARNUNG
Fehlfunktionen bei TEBS E durch Einbau falscher Wegsensoren
Der Einbau anderer Wegsensoren als vorgeschrieben kann zu
Fehlfunktionen bei TEBS E führen.
– Bauen Sie ausschließlich Original WABCO Wegsensoren ein.
WARNUNG
Fehlfunktionen bei TEBS E durch Einbau an Schlepp- und Liftachsen
Der Einbau der Wegsensoren an Schlepp- oder Liftachsen kann zu
Fehlfunktionen führen.
– Bauen Sie die Wegsensoren ausschließlich an der Hauptachse (c-d) an.
179
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung
Benötigte Komponenten
Zusätzlich zum TEBS E werden das elektronische Erweiterungsmodul, die LIN-
Ultraschallsensoren, die Trailer Remote Control (optional) und entsprechende
Kabel benötigt. Das Signal des Rücklichts und Rückfahrlichts (ISO 12098) muss
über eine Verteilerbox an das elektronische Erweiterungsmodul angeschlossen
werden.
Zusätzliche Informationen zu den KomponentenKapitel „8.1.1 TailGUARDTM-
Funktionen“, Seite 144.
i
Eine 24N-Versorgung ist nicht ausreichend.
LIN-Ultraschallsensoren
WARNUNG
Unfallgefahr: TailGUARDTM-Funktion nicht gegeben durch falschen
Einbau der LIN-Ultraschallsensoren
Ein falscher Einbau der LIN-Ultraschallsensoren kann dazu führen, dass
die Objekte nicht erkannt werden und somit die Funktion des Systems nicht
gewährleistet ist.
– Bauen Sie die LIN-Ultraschallsensoren entsprechend der Schemata ein.
VORSICHT
Beschädigung der LIN-Ultraschallsensoren
Die Sensoren dürfen nicht als Tritt missbraucht werden.
– Montieren Sie die Sensoren gegebenenfalls in einem stabilen
Schutzgehäuse.
180
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung
181
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung
Elektronisches Erweiterungsmodul
Der Deckel vom elektronischen Erweiterungsmodul muss zur Montage/
Demontage der Kabel entfernt werden.
– Verwenden Sie einen Schraubendreher mit einer minimalen Länge von
11 cm und lösen sie damit – entsprechend der nachfolgenden Abbildung –
die Rastnasen des Gehäuses, um den Deckel zu entfernen.
Einbaumaße
182
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung
TailGUARDlightTM
– Montieren Sie die 2 LIN-Ultraschallsensoren 446 122 401 0 (0°) / 446
122 450 0 (10°) horizontal maximal 0,12 m von der rechten bzw. linken
Außenkante des Fahrzeuges, um die Außenmaße des Fahrzeuges exakt zu
erfassen.
Sollte dies nicht erforderlich sein, können Sie die LIN-Ultraschallsensoren
auch abweichend mit einem engeren Abstand zueinander montieren.
– Einbautiefe Sensor: Tragen Sie in der TEBS E Diagnose Software über
Register 10, Elektronisches Erweiterungsmodul die Rücklage (Abstand
Fahrzeug - Rückseite) des LIN-Ultraschallsensors – bezogen auf die letzte
Fahrzeugkante – ein.
Die Rücklage sollte nicht mehr als 35 cm betragen.
Wenn überkragende Rampen erkannt werden sollen, muss mindestens ein LIN-
Ultraschallsensor auf der Höhe der Rampe (Puffer) montiert werden.
Beachten Sie folgende Einbaumaße:
LEGENDE
A LIN-Ultraschallsensor 0° 446 122 401 0 / 10° 446 122 450 0
183
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung
Systemkonfiguration – TailGUARDlightTM
LEGENDE
1 Externe Lampen (optional)
2 Buzzer (optional)
3 Verteiler 894 600 024 0
* CAN-Kommunikation zum Motorwagen (optional)
GIO11 Kabel für Spurhalteleuchten 449 803 022 0
GIO12 Universalkabel 449 908 060 0; alternativ: Aspöck Kabel 65-6111-007
GIO14, GIO15 Universalkabel 449 535 XXX 0 (4-polig offen)
GIO17, GIO18 Kabel für LIN-Ultraschallsensor 449 806 060 0
POWER Kabel für Versorgung des elektronischen Erweiterungsmoduls 449 303 020 0
Verdrahtungskonzept Verteilerbox (Funktions- und Farbtabelle)Kapitel „8.1.2 Anbindung von ISO 12098“, Seite
151.
Schema 841 802 280 0Kapitel „“, Seite 247.
184
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung
TailGUARDTM
Alle Ultraschallsensoren:
– Parametrieren Sie die Einbausituation in der TEBS E Diagnose Software.
– Montieren Sie den zentralen LIN-Ultraschallsensor max. 15 cm nach oben
oder unten versetzt.
Beachten Sie folgende Einbaumaße:
185
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung
186
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung
Systemkonfiguration – TailGUARDTM
LEGENDE
1 Externe Lampen (optional)
2 Buzzer (optional)
3 Verteiler 894 600 024 0
* CAN-Kommunikation zum Motorwagen (optional)
GIO11 Kabel für Spurhalteleuchten 449 803 022 0
GIO12 Universalkabel 449 908 060 0; alternativ: Aspöck Kabel 65-6111-007
GIO14, GIO15 Universalkabel 449 535 XXX 0 (4-polig offen)
GIO18 Kabel für LIN-Ultraschallsensor 449 806 060 0
POWER Kabel für Versorgung des elektronischen Erweiterungsmoduls 449 303 020 0
Verdrahtungskonzept Verteilerbox (Funktions- und Farbtabelle)Kapitel „8.1.2 Anbindung von ISO 12098“, Seite
151.
Schema 841 802 281 0Kapitel „“, Seite 247.
187
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung
TailGUARDRoofTM
Die Kennzeichnung ist in der TEBS E Diagnose Software über Register 10,
Elektro Erweiterungsmodul erforderlich.
188
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung
max. 0,12 m
0,6 m ... 1,6 m
max. 0,35 m 1,6 m ... 2,4 m
189
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung
190
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung
Systemkonfiguration – TailGUARDRoofTM
LEGENDE
1 Externe Lampen (optional)
2 Buzzer (optional)
3 Verteiler 894 600 024 0
* CAN-Kommunikation zum Motorwagen (optional)
GIO11 Kabel für Spurhalteleuchten 449 803 022 0
GIO12 Universalkabel 449 908 060 0; alternativ: Aspöck Kabel 65-6111-007
GIO14, GIO15 Universalkabel 449 535 XXX 0 (4-polig offen)
GIO17, GIO18 Kabel für LIN-Ultraschallsensor 449 806 060 0
POWER Kabel für Versorgung des elektronischen Erweiterungsmoduls 449 303 020 0
Verdrahtungskonzept Verteilerbox (Funktions- und Farbtabelle)Kapitel „8.1.2 Anbindung von ISO 12098“, Seite
151.
Schema 841 802 283 0Kapitel „“, Seite 247.
191
Installationshinweise für Fahrzeugbau und Nachrüstung
Montage
Die Befestigung ist kompatibel zum TASC und den üblichen Drehschieberven-
tilen. Bei eventuell auftretenden Platzproblemen kann eTASC in 90°-Schritten
gedreht eingebaut werden. Das Gerät wird gedreht eingebaut, der Hebel wird
abgenommen und so montiert, dass er in „Stop“-Position nach unten zeigt.
Für die angeschlossenen Leitungen und Rohre wird die Größe Ø 12x1,5 mm
empfohlen, um optimale Hebe- und Senkzeiten zu erreichen.
Wird der Querschnitt der Leitungen und Rohre zwischen eTASC und den
Luftfederbälgen zu klein oder die Leitungslänge zu groß gewählt, kann die
Erkennung auf manuelle Betätigung des eTASC nicht richtig durch Trailer
EBS E erkannt werden.
Empfohlene Rohrdurchmesser und Rohrlängen sind in der nachfolgenden
Tabelle aufgeführt.
ROHRDURCHMESSER [mm];
ROHRLÄNGE [m]
ANZAHL
VERBINDUNG KREISE MINIMAL EMPFOHLEN
PEM => eTASC Ø 8x1 mm; Ø 12x1,5 mm;
2
(Vorratsleitung) max. 6 m max. 8 m
Ø 8x1 mm; Ø 12x1,5 mm;
eTASC => Balg 2
max. 6 m max. 8 m
Ø 8x1 mm; Ø 12x1,5 mm;
Balg => Balg 2
max. 4 m max. 5 m
Ø 12x1,5 mm;
Entlüftung 2 –
max. 1 m
PEM => eTASC Ø 12x1,5 mm; Ø 12x1,5 mm;
1
(Vorratsleitung) max. 8 m max. 8 m
Ø 12x1,5 mm; Ø 12x1,5 mm;
eTASC => Verteiler 1
max. 6 m max. 6 m
Ø 8x1 mm; Ø 12x1,5 mm;
Verteiler => Balg 1
max. 4 m max. 5 m
Ø 8x1 mm; Ø 12x1,5 mm;
Balg => Balg 1
max. 4 m max. 5 m
192
Inbetriebnahme
10 Inbetriebnahme
Ablauf der Inbetriebnahme
1. Bremsberechnung
2. Parametrierung mittels TEBS E Diagnose Software
3. Funktionstest (EOL-Test)
4. Kalibrierung
5. Dokumentation
10.1 Bremsberechnung
Eine Bremsberechnung kann von WABCO durchgeführt werden
(kostenpflichtig). Sprechen Sie Ihren WABCO Partner an.
Einleitung
WABCO bietet TEBS E als ein universelles System an, das anhand von
Parametern an den jeweiligen Fahrzeugtyp angepasst werden muss. Ohne
diese Einstellung ist TEBS E nicht funktionsfähig.
Die Einstellung der Parameter wird mittels TEBS E Diagnose Software
vorgenommen.
Für die Fahrzeug-Serienproduktion können vorbereitete Parametersätze in die
TEBS E hinein kopiert werden.
Bitte beachten Sie, dass neue Modulatoren jeweils die TEBS E Diagnose
Software mit dem aktuellen Versionsstand benötigen.
Die Benutzerführung in der TEBS E Diagnose Software orientiert sich an
den erforderlichen Einstellungsschritten. Die Bedienung des Programms ist
selbsterklärend, zusätzlich wird eine umfassende Hilfestellung innerhalb der
Software geboten.
Das auf dem Bildschirm rechts stehende Register Stecker erlaubt die
Zuordnung von GIO-Funktionen zu den einzelnen GIO Steckplätzen.
Sollten mehr GIO-Funktionen erforderlich sein als Steckplätze auf der TEBS E
verfügbar sind, muss der TEBS E Premium-Modulator zusammen mit dem
elektronischen Erweiterungsmodul eingesetzt werden.
Am TEBS E Modulator befinden sich 7 parametrierbare Anschlüsse (GIO1 bis
GIO7), am elektronischen Erweiterungsmodul befinden sich 4 parametrierbare
Anschlüsse (GIO13 bis GIO16).
Um Ihnen für Standardanwendungen die Parametrierung und Belegung
der GIO-Anschlüsse zu erleichtern, sind Standardkonfigurationen
193
Inbetriebnahme
Offline-Parametrierung
Die Festlegung eines Parametersatzes direkt am Fahrzeug ist einfacher, da der
Typ des angeschlossenen TEBS E Modulators automatisch erkannt wird. Aber
auch ohne Fahrzeug kann ein Parametersatz vorbereitet und für die spätere
Nutzung auf dem PC gespeichert werden.
Voraussetzung Parametrierung
Für die Erstellung eines Parametersatzes ist eine TEBS E Systemschulung
Voraussetzung.
Nur mit Erhalt der PIN sind Sie berechtigt, mittels TEBS E Diagnose Software
Änderungen vorzunehmenKapitel „12.2 Systemschulung und PIN“, Seite
@
216.
www www
TEBS E Diagnose Software bestellen
– Rufen Sie im Internet die myWABCO Homepage auf:
@ @ @ [Link]
Hilfe zur Anmeldung erhalten Sie über den Button Schritt-für-Schritt
Anleitung.
Nach erfolgreicher Anmeldung können Sie über MyWABCO die
TEBS E Diagnose Software bestellen.
Bei Fragen wenden Sie sich an Ihren WABCO Ansprechpartner.
– Halten Sie für die Parametrierung die Daten aus der Bremsberechnung und
die GIO-Schema-Nr. bereit.
– Öffnen Sie die TEBS E Diagnose Software.
Ö Das Startfenster öffnet sich.
194
Inbetriebnahme
10.3 Funktionstest
Nach der Parametrierung erfolgt in der Regel der Funktionstest:
Sie können den Funktionstest (EOL-Test) nur dann durchführen, wenn Sie an
der TEBS E Schulung teilgenommen haben.
Mittels TEBS E Diagnose Software haben Sie die Möglichkeit, über das Menü
Ansteuerung unterschiedliche Simulationen durchzuführen.
Normaler EOL-Test
Die Inbetriebnahme der LIN-Ultraschallsensoren wird in drei Schritten mittels
End-of-Line-Test durchgeführt:
1. Einlernen der LIN-Ultraschallsensoren
2. Test auf Reflexionen
3. Probekörpererkennung
– Für diesen Test halten Sie den Raum 2,5 m hinter dem Fahrzeug und 0,5 m
seitlich vom Fahrzeug frei.
– Wird ein Objekt erkannt, drücken Sie den Button Reflexionen ausblenden,
um diese Reflexionen auszublenden.
Ö Danach folgt eine weitere Messung, um festzustellen, ob Reflexionen
weiterer Objekte ausgeblendet werden müssen.
Ö Werden weiterhin Objekte erkannt, müssen LIN-Ultraschallsensoren oder
Anbauteile anders positioniert werden.
3. Probekörpererkennung
Wenn das System störungsfrei ist, folgt ein Objekttest.
– Stellen Sie dazu einen Probekörper, z. B. ein Plastikrohr, das höher als die
Anbauhöhe der LIN-Ultraschallsensoren ist, bei 0,6 m (± 0,1 m) links und
1,6 m (± 0,2 m) rechts in den Raum hinter das Fahrzeug.
Ö Der erkannte Abstand wird in der TEBS E Diagnose Software angezeigt.
– Bestätigen Sie die Position der Objekte mit dem Button Objekt erkannt.
Ö Werden die Probekörper richtig erkannt, wird das End-of Line-Bit im
elektronischen Erweiterungsmodul gelöscht und das System ist fehlerfrei.
Die Inbetriebnahme war erfolgreich.
Ö War der Test nicht erfolgreich, sind entweder die LIN-Ultraschallsensoren
an der falschen Position eingelernt oder die Parameter für den
Sensorabstand falsch eingegeben worden.
– Überprüfen Sie die Parameter bzw. die Einbaulage der LIN-
Ultraschallsensoren und wiederholen Sie den Test.
Reduzierter EOL-Test
Wenn alle Bedingungen erfüllt sind, ändert sich der Ablauf der Inbetriebnahme:
– Bestätigen Sie die Einbaumaße, die in der Parametrierung angegeben
wurden.
Ö Nur dann kann die Inbetriebnahme mit dem Button Abstände korrekt,
Objekt-Test auslassen reduziert werden.
– Fahren Sie fort, wie zuvor unter Abschnitt „Einlernen der LIN-
Ultraschallsensoren“ beschrieben.
Zusätzlich bei 3 LIN-Ultraschallsensoren in der Hauptebene: Nachdem
der letzte LIN-Ultraschallsensor eingelernt wurde, leuchten die
Spurhalteleuchten für 3 Sekunden auf.
196
Inbetriebnahme
Reflexionstest
Abschließend wird der Reflexionstest durchgeführt.
– Halten Sie dafür einen Bereich von 2,5 m hinter und 0,5 m seitlich vom
Fahrzeug frei.
– Wird ein Objekt erkannt, drücken Sie den Button Reflexionen ausblenden,
um diese Reflexionen auszublenden (Abschnitt „Normaler EOL-Test - Test
auf Reflexionen“).
Der EOL-Test kann auch um den Reflexionstest gekürzt werden, wenn folgende
Bedingungen erfüllt sind:
Der Reflexionstest wurde einmalig erfolgreich am Fahrzeug durchgeführt.
Die Struktur am Heck des Fahrzeugs, also die Einbauposition der
Ultraschallsensoren, Puffer, etc. bleibt identisch.
Es handelt sich um eine stabile und prozesssichere Serienproduktion.
Auch der Reflexionstest kann über Optionen und Einstellungen abgewählt
werden. Dies ist aber nur bei standardisierten Fahrzeugen empfohlen, deren
Werte bekannt sind, und wenn der Reflexionstest einmalig durchgeführt wurde.
Nach dem erstmaligen Durchführen des Tests sind die ermittelten Störecho-
Werte in eine Datei zu schreiben (nur falls Störechos gefunden wurden).
Der Inhalt dieser Datei ist in die ECU-Datei der nachfolgenden Fahrzeuge
einzufügen.
Zu Beginn der Parametrierung mit modifizierter ECU-Datei erscheint ein Dialog,
ob die Werte der ECU-Datei genutzt werden sollen. Dies ist nur für Fahrzeuge
mit der gleichen TailGUARDTM-Konfiguration und gleicher Einbausituation
zulässig.
Bei Neufahrzeugen oder geänderten Einbaubedingungen (z. B. weitere
oder anders angeordnete Anbauteile am Trailer-Heck) ist das Abwählen des
Reflexionstests nicht zulässig.
i
Nur mit Erhalt der PIN 2 sind Sie berechtigt, die Kalibrierung
durchzuführenKapitel „12.2 Systemschulung und PIN“, Seite 216.
197
Inbetriebnahme
i
Bei nicht plausibler Kalibrierung erscheint ein Kennlinienfehler im
Diagnosespeicher.
– Bringen Sie das Fahrzeug in eine waagerechte Stellung in Höhe des
Normalniveaus, bevor Sie mit der Kalibrierung beginnen.
3-Punkt Kalibrierung
Verwendung: zur individuellen Kalibrierung eines Fahrzeugs..
Diese Kalibrierungsart entspricht den bekannten ECAS-Systemen.
– Drücken Sie den Button Kalibrierung starten (System, Kalibrieren der
Wegsensoren).
199
Inbetriebnahme
200
Inbetriebnahme
10.6 Dokumentation
Systemschild
Nach dem Einbau des TEBS E Systems kann mit Hilfe der TEBS E Diagnose
Software ein TEBS E Systemschild erstellt werden, auf dem die Einstelldaten
dokumentiert sind.
Dieses TEBS E Systemschild ist gut sichtbar am Fahrzeug anzubringen (z. B.
im Bereich, in dem sich bei konventionell gebremsten Fahrzeugen das ALB-
Schild befindet).
LEGENDE
1 Unbeladenes Fahrzeug
2 Beladenes Fahrzeug
3 1. Liftachse
4 Daten Bremszylinder
5 Referenzwerte
6 Fahrhöhe
7 Gewählte Zuordnung der Pins zum GIO-Steckplatz
8 IN/OUT-Verbindungen
Der Folienrohling für dieses Typenschild kann unter der WABCO Teilenummer
899 200 922 4 bezogen werden.
Der Datenausdruck muss mit einem Laserdrucker erfolgen.
201
Bedienung
11 Bedienung
11.1 Warnmeldungen
Hinweise zu Warnmeldungen:
in den entsprechenden Funktionsbeschreibungen
Kapitel „7 GIO-Funktionen“, Seite 62.
Kapitel „6.8.1 Warnungen und Systemmeldungen“, Seite 35.
POSITION BENENNUNG
Warnanzeige für Bremsbelag: Symbol leuchtet bei zu geringem
1 Bremsbelag permanent, sofern eine Belagverschleißsensierung
im Anhänger installiert ist.
202
Bedienung
POSITION BENENNUNG
Warnanzeige für Reifendruck: Symbol leuchtet bei zu geringem
2 Reifendruck permanent, sofern OptiTireTM im Anhänger
installiert ist.
LED für den Immobilizer (Wegfahrsperre): Symbol blinkt (1 Hz),
3
wenn das Fahrzeug gesperrt ist.
4 Anhänger-Symbol
LEDs für den Rückwärtsgang: Symbole sind beleuchtet, wenn
5
der Rückwärtsgang eingelegt ist.
LED-Reihen für TailGUARDTM: Die 3 LED-Reihen geben bei
6 aktiviertem TailGUARDTM-System an, ob und wo sich ein Objekt
hinter dem Fahrzeug befindet.
7 Bestätigung Tastendruck
Konfigurierbare Tasten zur Aktivierung/Deaktivierung von
8 Funktionen: Die 6 Funktionstasten können mit Funktionen
belegt werdenKapitel „7 GIO-Funktionen“, Seite 62.
9 Wechselbare Symbole je nach Programmierung der Tasten
Aktivierungsbestätigung der Funktion durch grüne Beleuchtung
10
des oberen Ringteils
TASTENSYMBOL FUNKTION
Anfahrhilfe
Aktivierung der Anfahrhilfe: Taste < 5 Sekunden berühren.
Aktivierung der Anfahrhilfe „Gelände“ (wenn parametriert): Taste 2x berühren.
Deaktivierung der Anfahrhilfe/Anfahrhilfe „Gelände“: automatisch bei Überschreitung der in der
TEBS E parametrierten Fahrgeschwindigkeit.
Zwangssenken
Aktivierung: Taste > 5 Sekunden berühren.
Deaktivierung: erneutes Einschalten der Zündung oder erneutes Berühren der Taste.
Bei Berührung der Taste ist die Anfahrhilfe wieder aktiviert.
Wenn OptiLoadTM und OptiTurnTM nicht als Automatik parametriert wurden:
Rangierhilfe (OptiTurnTM)
Aktivierung: Taste < 5 Sekunden berühren.
Deaktivierung: automatisch bei Überschreitung der in der TEBS E parametrierten
Fahrgeschwindigkeit.
Stützlastreduzierung (OptiLoadTM)
Aktivierung: Taste 2x berühren (wenn die Automatik nicht voreingestellt wurde).
Deaktivierung: automatisch bei Überschreitung der in der TEBS E parametrierten
Fahrgeschwindigkeit.
Zwangssenken
Aktivierung: Taste > 5 Sekunden berühren.
Deaktivierung: erneutes Einschalten der Zündung oder erneutes Berühren der Taste.
Bei Berührung der Taste ist OptiTurnTM wieder aktiviert.
203
Bedienung
TASTENSYMBOL FUNKTION
Fahrniveau II
Aktivierung des Fahrniveaus II: Taste berühren.
Fahrniveau I
Aktivierung des Fahrniveaus I: Taste erneut berühren.
Zurück in Fahrniveau II: Taste 2x berühren.
Zwangssenken
Aktivierung: Taste berühren (oder Taste „Rangierhilfe“ oder Taste „Anfahrhilfe“ > 5 Sekunden
berühren).
Deaktivierung der Funktion „Zwangssenken“ und gleichzeitig Aktivierung der Liftachsteuerung
(Heben der Liftachse in Anhängigkeit zur Beladung): Taste erneut berühren.
ECAS Heben
Aktivierung: Taste berühren.
Vor der Version elektronisches Erweiterungsmodul 1 muss Heben/Senken als GIO-Funktion
ausgewählt und in der GIO-Steckerzuordnung zugewiesen werden.
ECAS Senken
Aktivierung: Taste berühren.
Vor der Version elektronisches Erweiterungsmodul 1 muss Heben/Senken als GIO-Funktion
ausgewählt und in der GIO-Steckerzuordnung zugewiesen werden.
Kippwinkelanzeige
Aktivierung: Taste berühren (grüne LEDs leuchten permanent).
Deaktivierung: beliebige Taste berühren (grüne LEDs erlöschen).
In der TEBS E Diagnose Software können die Parameter der Warnstufen gesetzt werden.
Grüne Anzeige (leuchtet permanent): Neigungswinkel kleiner Warnstufe 1, keine Gefahr.
Gelbe Anzeige (leuchtet permanent, Warnton 1 Hz): Neigungswinkel zwischen Warnstufe 1
und 2, Achtung!
Rote Anzeige (blinken 2 Hz, permanenter Dauerton): Warnstufe 2 überschritten, Gefahr!
Heben der Mulde sofort abbrechen.
Entladeniveau
Aktivierung: Taste berühren.
Vorheriges Niveau aktivieren: Taste erneut berühren.
204
Bedienung
TASTENSYMBOL FUNKTION
Straßenfertigerbremse
Aktivierung: Taste berühren.
Deaktivierung: Taste erneut berühren oder automatisch, wenn die Fahrzeuggeschwindigkeit
> 10 km/h ist.
Menü „Einstellungen“ aufrufen: Taste > 2 Sekunden berühren.
Durch die +/- Taste (F2 & F5) kann der Bremsdruck in 0,1 bar-Schritten eingestellt werden;
Werte zwischen 0,5 und 6,5 bar sind möglich.
Die Verfügbarkeit der +/- Funktionalität auf den Tasten F2 und F5 wird durch grüne
Beleuchtung des oberen Ringteils dargestellt.
Bei Einschalten der Funktion wird die Ist-Situation dargestellt. Die Werte des integrierten
Drucksensors des TEBS E werden abgebildet und können direkt angepasst werden.
Die Anzeige erfolgt über die 1. und 2. Spalte der LED-Reihen. Die 1. Spalte zeigt den
ganzzahligen Druckwert, während die 2. Spalte die Nachkommastelle darstellt.
0 5 4 8
Menü „Einstellungen“ verlassen: Taste > 2 Sekunden berühren oder > 5 Sekunden keine
Taste berühren.
205
Bedienung
TASTENSYMBOL FUNKTION
Anzeige der Achslast (ab Version elektronisches Erweiterungsmodul 1)
Aktivierung: Taste berühren.
Es erscheint ein „T“ (Gesamtmasse), nach 2 Sekunden wird die Gesamtmasse dargestellt:
In der linken Spalte entspricht eine LED jeweils 10.000 kg Masse.
In der mittleren Spalte entspricht eine LED jeweils 1.000 kg Masse.
In der rechten Spalte entspricht eine LED jeweils 100 kg Masse.
Hinweise:
Die Achslasten werden über die Balgdrücke ermittelt. Ihre Genauigkeit ist damit abhängig von
den ALB-parametrierten Werten für Achslast und Balgdruck.
Bei verspannten Achsen spiegeln die Balgdrücke nicht die tatsächliche Achslast wieder
(verspannte Achsen: wenn die Räder sich drehen wollen, aber nicht können, da sie
eingebremst sind).
Eine Messung der Achslast kann daher nur bei nicht verspanntem Fahrzeug (Fahrwerk
entspannen durch Lösen der Bremse, danach wieder die Bremse einlegen) erfolgen.
Die Messung kann ungenau sein, wenn sich das Fahrzeug nicht im Fahrniveau befindet.
Automatik OptiTurnTM aus (ab Version elektronisches Erweiterungsmodul 1)
Aktivierung: Taste berühren.
Temporäre Deaktivierung (um automatisches Starten zu verhindern): Taste erneut berühren.
Dauerhafte Deaktivierung: Taste > 5 Sekunden berühren.
Um die Funktion dauerhaft auszuschalten, d. h. auch nach Zündungsneustart, muss die Taste
5 Sekunden gedrückt werden. Das Gleiche gilt für das Einschalten.
Aktivierung OptiTurnTM/OptiLoadTM über SmartBoard (kein Schalter notwendig) in der TEBS E
Diagnose Software wählen, um die Funktion in der Trailer Remote Control freizuschalten,
ohne einen Schalter in der GIO-Steckerzuordnung zuweisen zu müssen.
206
Bedienung
TASTENSYMBOL FUNKTION
Automatik OptiLoadTM aus (ab Version elektronisches Erweiterungsmodul 1)
Aktivierung: Taste berühren.
Temporäre Deaktivierung (um automatisches Starten zu verhindern): Taste erneut berühren.
Dauerhafte Deaktivierung: Taste > 5 Sekunden berühren.
Um die Funktion dauerhaft auszuschalten, d. h. auch nach Zündungsneustart, muss die Taste
5 Sekunden gedrückt werden. Das Gleiche gilt für das Einschalten.
Aktivierung OptiTurnTM/OptiLoadTM über SmartBoard (kein Schalter notwendig) in der TEBS E
Diagnose Software wählen, um die Funktion in der Trailer Remote Control freizuschalten,
ohne einen Schalter in der GIO-Steckerzuordnung zuweisen zu müssen.
Roll Stability Adviser (ab Version elektronisches Erweiterungsmodul 1 – nur in
Verbindung mit in TEBS E aktivierter RSS-Funktion)
Die Querbeschleunigung des Anhängers wird durch die LEDs angezeigt.
Wenn mehr als 35 % der kritischen Querbeschleunigung erreicht sind, leuchtet die dritte LED-
Reihe.
Die zusätzlichen LEDs schalten sich bei folgenden kritischen Querbeschleunigungen ein:
• 4. LED-Reihe gelb = 35 %
• 5. LED-Reihe gelb = 55 %
• 6. LED-Reihe gelb = 75 % und Vorwarnton
• 7. LED-Reihe rot = 95 % und permanenter Warnton
Ist die Kommunikation zwischen dem elektronischen Erweiterungsmodul im Anhänger und der
Trailer Remote Control im Motorwagen gestört, erfolgt für 3 Sekunden ein Warnton und die
mittlere rote und die mittlere gelbe LED-Zeile leuchten.
Linke Kurve Rechte Kurve
207
Bedienung
TASTENSYMBOL FUNKTION
Immobilizer (Wegfahrsperre)
Bei Aktivierung des Immobilizers sind alle anderen Funktionen der Trailer Remote Control
deaktiviert. Das Symbol für den Immobilizer blinkt.
Aktivierung: Taste berühren.
208
Bedienung
TASTENSYMBOL FUNKTION
ECAS 2-Punkt-Regelung (ab Version elektronisches Erweiterungsmodul 1)
Ab TEBS E2.5 ist die separate Ansteuerung rechts/links bzw. vorn/hinten möglich, wenn die
ECAS 2-Punkt-Regelung verbaut ist.
Durch einfaches Betätigen der Heben/Senken-Taste kann der Aufbau vollständig gehoben
bzw. gesenkt werden.
Um die getrennte Ansteuerung vorzunehmen, muss in ein separates Menü gewechselt
werden, indem die Heben-/Senken-Taste länger als 2 Sekunden betätigt wird.
Wechseln zwischen den beiden Kreisen (Vorn/Hinten bzw. Links/Rechts): Taste F2 bzw. Taste
F5.
Der Parameter „Totmann“ im Feld Niveauregelung wirkt auch bei der Trailer Remote Control.
Der ausgewählte Kreis blinkt im Display.
Sattelanhänger mit Einzelradaufhängung
Links Rechts Beide
Deichselanhänger
Hinterachse Vorderachse Beide
Lautstärkeregelung
Mit der Lautstärkeregelung werden Tastentöne, Systemmeldungen sowie TailGUARDTM-
Funktionen beeinflusst.
Deaktivierung des Trailer Remote Control Piepers und gegebenenfalls des an dem
elektronischen Erweiterungsmodul angeschlossenen, externen Buzzers: Taste < 2 Sekunden
berühren.
Das Ausschalten ist nur temporär für die aktuelle Rückwärtsfahrt möglich. Die
Lautstärkeregelung kann nur ausgeschaltet werden, wenn der Rückwärtsgang eingelegt und
TailGUARDTM aktiviert ist.
Menü „Lautstärke“ aufrufen: Taste > 2 Sekunden berühren.
Die mittlere LED-Reihe leuchtet und zeigt die eingestellte Lautstärke an.
Die Lautstärke kann nun mittels der Tasten F2 und F5 zwischen 0 und 9 eingestellt werden.
Die Voreinstellung ist 5.
Die Verfügbarkeit der +/- Funktionalität auf den Tasten F2 und F5 wird durch Blinken des
oberen Teils des Tastenringes dargestellt.
Speicherung der Lautstärke: Taste > 2 Sekunden berühren oder wenn > 5 Sekunden keine
Taste berührt wird.
Bei einer Lautstärke kleiner als 4 wird der externe Pieper während TailGUARDTM
ausgeschaltet.
Wenn der Wert kleiner ist als 3, wird der Wert der Trailer Remote Control nach dem nächsten
Neustart wieder auf 3 gesetzt.
209
Bedienung
WABCO Standard-Mode
In diesem Modus erfolgt die Anzeige etwas detaillierter als im ISO 12155 Mode.
Mittels der Ausleuchtung einzelner LED-Reihen kann eine Orientierung des
Objektes für Rechts-Mitte-Links hinter dem Fahrzeug für einzelne Objekte
angezeigt werden.
Ist die Erfassung der Objekte nicht eindeutig, wird im Zweifelsfall das Objekt
angezeigt, das dem Fahrzeug am nächsten ist.
Im WABCO Standard-Mode werden bei sich reduzierender Entfernung des
Objekts auch die grünen und gelben LEDs angesteuert. Die Beleuchtung ist
dabei permanent.
Die detaillierte Anzeige kann nur für die Ebenen erfolgen, in denen 3 Sensoren
angebracht sind. Wenn in einer Ebene nur 2 Sensoren angebracht sind, werden
immer vollständige LED-Reihen angezeigt.
In der folgenden Tabelle sind die Überwachungsbereiche und die Darstellung
der LED-Reihen aufgezeigt:
OBJEKTENTFERNUNG
Helligkeitssteuerung
Durch gleichzeitiges Drücken der Tasten F1 und F4 kann in die
Helligkeitssteuerung der LEDs gewechselt werden.
Die Helligkeit kann in drei Stufen eingestellt werden (grün: dunkel, gelb: mittlere
Helligkeit, rot: maximale Helligkeit).
Mit den Tasten F2 und F5 (+/-) kann zwischen den Helligkeitsstufen gewechselt
werden.
Wenn in der TEBS E Diagnose Software der Parameter Helligkeitssteuerung
aktiv gesetzt wurde, kann ein Automatikmodus mit automatischer
Lichtsteuerung gewählt werden (Anzeige im LED-Feld: A).
210
Bedienung
Konfiguration
Die Konfiguration der Trailer Remote Control erfolgt mittels der TEBS E
Diagnose Software.
KONFIGURIERBARE OPTION 1
TASTEN (WABCO STANDARD) OPTION 2 OPTION 3
F1 Zwangssenken ECAS Heben ECAS Heben
F2 Anfahrhilfe Anfahrhilfe Anfahrhilfe
F3 Lautstärkeregelung Entladeniveau Lautstärkeregelung
F4 Immobilizer ECAS Senken ECAS Senken
F5 Rangierhilfe Kippwarnung Fahrniveau II
F6 TailGUARD Ausschalten
TM
Straßenfertigerbremse OptiTurnTM/OptiLoadTM an/aus
211
Bedienung
HEBEN/
BEDIENEINHEIT BEDIENBOX SMARTBOARD BEDIENEINHEIT SENKEN-
446 056 11X 0 446 156 02X 0 446 192 11X 0 446 056 25X 0 TASTER
Aufbau heben 1. 2. 1. 2. 3. 1. 2.
Aufbau senken 1. 2. 1. 2. 3. 1. 2.
Heben/Senken
abbrechen
Fahrniveau I
(Normalniveau) 1. 2. 1. 2. 1. 2. 3.
und
*) Zeit ist abhängig von
Parametrierung
*)
Fahrniveau II
1. 2. 1. 2. 1. 2. 3.
*) Zeit ist abhängig von und
Parametrierung
*)
Entladeniveau an-/ 1. 2.
abwählen
– – – –
1. 2.
– –
Memoryniveau (M2) Gleichzeitig drücken: Gleichzeitig drücken:
speichern
Standby einschalten:
Motorwagen 1. Innerhalb
angekuppelt. Innerhalb von 30 2.
von 30 Sek. nach Sek.:
Ausschalten der – –
Zündung Button
drücken. Anhänger-
Niveauregelung ist aktiv,
z. B. bei Rampenbetrieb
Standby-Regelung > 5 Sekunden: > 5 Sekunden:
beenden
– –
212
Bedienung
213
Bedienung
Ein manuelles Beenden der Funktion ist nur über den Taster/Schalter
„Zwangssenken“ möglich.
Rangierhilfe
(OptiTurnTM) 1. 2.
automatisch starten. 1. 2. 3.
Wenn OptiLoadTM – – AUTO
genutzt werden soll,
muss zuvor OptiTurnTM
parametriert sein!
214
Bedienung
HEBEN/
BEDIENEINHEIT BEDIENBOX SMARTBOARD SMARTBOARD BEDIENEINHEIT SENKEN-
446 056 11X 0 446 156 02X 0 446 192 21X 0 446 192 11X 0 446 056 25X 0 TASTER
Liftachse(n)
1. 2. 1. 2. 1. 2.
heben
i
Bei Zwankssenken mit Taster / SmartBoard ist die Funktion nur für
i
einen Zündungszyklus aktiv. Nachdem die Zündung ausgeschaltet
wurde, wirkt wieder die Liftachsautomatik.
i
Ab TEBS E4 kann die Liftachsfunktion auch ganz abgeschaltet
werden.
Bei Fahrzeugen mit mehreren, separat gesteuerten Liftachsen
kann so über das Abschalten der 1. Liftachse diese gesenkt und so
ein Heben der 2. Liftachse ermöglicht werden.
215
Werkstatthinweise
12 Werkstatthinweise
12.1 Wartung
Das TEBS E System ist wartungsfrei.
ERFORDERLICHE
TÄTIGKEIT PIN-TYP TRAINING
Kalibrierung Wegsensor PIN 2 TEBS E Lehrgang oder E-Learning
Wechsel @ des Modulators
mittels geschütztem PIN 2 TEBS E Lehrgang oder E-Learning
Parametersatz
Einstellen aller
PIN TEBS E Lehrgang
Funktionsparameter
www www
TEBS E Diagnose Software bestellen
– Rufen Sie im Internet die myWABCO Homepage auf:
@ @ @ [Link]
Hilfe zur Anmeldung erhalten Sie über den Button Schritt-für-Schritt
Anleitung.
Nach erfolgreicher Anmeldung können Sie über MyWABCO die
TEBS E Diagnose Software bestellen.
Bei Fragen wenden Sie sich an Ihren WABCO Ansprechpartner.
216
Werkstatthinweise
Option 1 – Diagnose nach ISO 11992 (CAN 24 V); über die 7-polige CAN-Verbindung der ISO 7638
VORAUSSETZUNG DIAGNOSE HARDWARE
ISO 7638-Trennadapter mit CAN- Diagnose Interface (DI-2) mit USB- CAN-Diagnosekabel
Steckdose Schnittstelle (für Anschluss an PC) 446 300 361 0 (5 m) /
446 300 360 0 446 301 030 0 446 300 362 0 (20 m)
Option 2 – Diagnose nach ISO 11898 (CAN 5 V); über einen externen Diagnoseanschluss
VORAUSSETZUNG DIAGNOSE HARDWARE
Externe Diagnosebuchse mit gelber Diagnose Interface (DI-2) mit USB- CAN-Diagnosekabel
Kappe Schnittstelle (für Anschluss an PC) 446 300 348 0
Nur TEBS E Modulatoren (Premium) 446 301 030 0
449 611 XXX 0
Diagnose
Bei jeder Auffälligkeit des Systems oder bei Leuchten einer Warnlampe/
Warnanzeige ist eine Systemdiagnose durchzuführen.
Aktuell vorhandene, wie auch sporadisch auftretende, Fehler werden im
Diagnosespeicher von TEBS E gespeichert und über die TEBS E Diagnose
Software angezeigt. Eine Anleitung zur Reparatur wird in der Diagnose
Software angeboten.
Nach dem Beheben von Störungen sollte in jedem Fall der Diagnosespeicher
gelöscht werden.
217
Werkstatthinweise
218
Werkstatthinweise
219
Werkstatthinweise
Allgemeine Sicherheitshinweise
– Die Reparatur an einem Fahrzeug darf nur qualifiziertes Fachpersonal einer
Fachwerkstatt durchführen.
– Leisten Sie den Vorgaben und Anweisungen des Fahrzeugherstellers
unbedingt Folge.
– Halten Sie Unfallverhütungsvorschriften des Betriebes sowie nationale
Vorschriften ein.
– Verwenden Sie – soweit erforderlich – eine Schutzausrüstung.
i
In den meisten Fällen ist die Verwendung eines wiederaufbereiteten Modulators
sinnvoll.
TEBS E REMAN
TEBS E PRODUKTIONSZEITRAUM VARIANTE GRÜNES LABEL
480 102 03X X 40/2007 ... 21/2009 Standard E0 480 102 040 R
480 102 06X X 40/2007 ... 21/2009 Premium E0 480 102 070 R
480 102 03X X 22/2009 ... 10/2011 Standard E1.5 480 102 041 R
480 102 06X X 22/2009 ... 51/2010 Premium E1.5 480 102 071 R
Vor dem Ausbau des alten Modulators sollte – wenn möglich – der
Parametersatz ausgelesen und im Diagnose Computer gespeichert werden.
Nach dem Wechsel des TEBS E Modulators muss der Parametersatz neu
eingeschrieben und eine Inbetriebnahme durchgeführt werden.
220
Werkstatthinweise
Reparatursätze
In der Tabelle finden Sie einen Auszug der wichtigsten Reparatursätze auf einen
Blick:
REPARATURSATZ TEILENUMMER
Austausch von TEBS E Steckersicherungen an der ECU 480 102 931 2
Austausch der Modulator-Verschraubungen 480 102 933 2
Austausch des PEM zur Befestigung und Dichtung 461 513 920 2
(Dichtungssatz)
Anwendbar für Kunststoff und Alu-PEM
Austausch des PEM (ohne Verschraubungen) 461 513 002 0
Austausch des Drucksensors 441 044 108 0
Nur zu verwenden am EBS-Relaisventil
EBS-Relaisventil (Dichtungssatz) 480 207 920 2
Austausch eines ABS-Drehzahlsensors 441 032 808 0 441 032 921 2
Austausch eines ABS-Drehzahlsensors 441 032 809 0 441 032 922 2
Lösen der Rohrleitungen aus den New Line 899 700 920 2
Verschraubungen
Reparatur Alu-PEM 461 513 921 2
Reparatur Kunststoff-PEM 461 513 922 2
221
Werkstatthinweise
Anzugsmomente
Verwenden Sie diese Anzugsmomente beim Austausch von Ventilen,
Steckverbindern etc.
Details zu RohrgewindenDIN EN ISO 228.
Druckschriften
Ausführlichere Informationen zu den Themen Austausch, Reparatur und
Verschraubungen finden Sie auch in unseren DruckschriftenKapitel „2
Allgemeine Hinweise“, Seite 7 => Abschnitt „Technische Druckschriften“.
222
Werkstatthinweise
12.6 Zugabstimmung
Bei Verschleiß- bzw. Abstimmungsproblemen zwischen Zug- und
Anhängefahrzeugen kann mittels TEBS E Diagnose Software durch den
Parameter „Voreilung“ eine Voreilung bzw. Nacheilung eingestellt werden.
i
Prüfen der Ansprechdrücke
Um Fehlfunktionen der Radbremsen auszuschließen, sind zunächst die
Ansprechdrücke zu überprüfen:
– Messen Sie zuerst die Bremskräfte aller Achsen auf einem Rollenprüfstand
und ermitteln Sie die Lage der Einzelfahrzeuge.
Für das Anhängefahrzeug sollten folgende Werte „unbeladen“ und
„beladen“ erreicht werden:
pm = 0,7 bar = Bremsbeginn
2,0 bar = Abbremsung ca. 12 %
6,5 bar = Abbremsung ca. 55 %
Ö Ist der Bremsbeginn oberhalb 0,8 bar, sind die Ansprechdrücke aller
Radbremsen zu überprüfen.
Beispiel
Parametrierter Ansprechdruck = 0,3 bar
gemessen:
1. Achse rechts = 0,6 bar; 2. Achse rechts = 0,5 bar; 3. Achse rechts = 0,5 bar
1. Achse links = 0,5 bar; 2. Achse links = 0,5 bar; 3. Achse links = 0,6 bar
Mittelwert der Ansprechdrücke = 0,53 bar => abgerundet 0,5 bar
223
Werkstatthinweise
Die Differenz zwischen den beiden Werten von 0,2 bar muss auf die
Bremsdrücke addiert werden.
Die Bremsdrücke des beladenen Fahrzeugs sind in diesem Beispiel wie folgt zu
ändern:
0,3 bar auf 0,5 bar
1,2 bar auf 1,4 bar
6,2 bar auf 6,4 bar
sowie der Leerbremsdruck von 1,3 auf 1,5 bar
Dokumentation
Dokumentieren Sie Ihre Änderungen durch den Ausdruck eines
SystemschildesKapitel „10.6 Dokumentation“, Seite 201.
224
Anhang
13 Anhang
0331) 2) 0351) 2)
STANDARD: 480 102 XXX 0 030 0311) 2) 3) 0321) 034 2) 0361) 2) 3
0371)2)4) 0381)2)4)
PREMIUM: 480 102 XXX 0 060 0611) 2) 3) 0621) 0631) 2) 0642) 0651) 2) 0661) 2) 3)
Abbildung 1
Anschluss Komponente
Abbildung 2
Anschluss Komponente
2.4/2.2
Manometer zur
Prüfanschluss M 16x1,5 Rohr 8x1 Rohr 8x1 Rohr 8x1 M 16x1,5 Rohr 8x1
Kontrolle
„Bremse 2.2“
Rohr Rohr
1 Vorrat Behälter „Bremse“ M 22x1,5 Rohr 8x1 Rohr 8x1 M 22x1,5 Rohr 8x1
15x1,5 15x1,5
Abbildung 3
Anschluss Komponente
225
Anhang
0331) 2) 0351) 2)
STANDARD: 480 102 XXX 0 030 0311) 2) 3) 0321) 034 2) 0361) 2) 3
0371)2)4) 0381)2)4)
PREMIUM: 480 102 XXX 0 060 0611) 2) 3) 0621) 0631) 2) 0642) 0651) 2) 0661) 2) 3)
4 Steuerdruck 21 PREV M 16x1,5 Rohr 8x1 Rohr 8x1 Rohr 8x1 M 16x1,5 Rohr 8x1 Rohr 8x1
1.1 Vorrat Behälter Rohr Rohr
Rohr 8x1 M 22x1,5 Rohr 8x1
„Luftfederung“ „Luftfederung“ 12x1,5 12x1,5
11 Liftachsventil
1.1 Vorrat Rohr Rohr
oder 11 ECAS- Rohr 8x1 M 22x1,5 Rohr 8x1
„Luftfederung“ 12x1,5 12x1,5
Ventil
1.1 Vorrat 1
Rohr 8x1 Rohr 8x1 M 16x1,5 Rohr 8x1 Rohr 8x1
„Luftfederung“ Drehschieberventil
1.1 Vorrat
Luftfederventil 1 Rohr 8x1 Rohr 8x1 M 16x1,5 Rohr 8x1 Rohr 8x1
„Luftfederung“
2.3 TristopTM- 12 TristopTM-
Rohr 8x1 Rohr 8x1 M 16x1,5 Rohr 8x1 Rohr 8x1
Zylinder Zylinder
2.3 TristopTM- 12 TristopTM-
Rohr 8x1 Rohr 8x1 M 16x1,5 Rohr 8x1 Rohr 8x1
Zylinder Zylinder
LEGENDE
1)
mit Verschraubungen 2)
mit PEM 3)
mit PEM 2. Generation (Kunststoff) 4)
TEBS E3 Fertigungsstand
226
Anhang
13.2 Pinbelegung
227
Anhang
2 1 4 ABS-Drehzahlsensor c ABS-Drehzahlsensor c
2 1 4 ABS-Drehzahlsensor d ABS-Drehzahlsensor d
228
Anhang
229
Anhang
8 Aufwecktaster
8 Masse „Licht“
230
Anhang
231
Anhang
13.3 Kabelübersicht
VORSICHT
Fehlfunktionen und Beschädigung der Komponenten durch
Vertauschen der Kabel
Teilweise gleichen sich die Kabel optisch sehr (z. B. ein 4-poliger GIO-
Stecker mit dem DIN-Bajonett 4-polig). Da aber die anzuschließenden
Komponenten sehr unterschiedliche Belegungen haben, ist die Anzahl der
Kabel notwendig und sie dürfen nicht miteinander vertauscht werden, auch
wenn sie gleich aussehen. Die genaue Identifikation ist erforderlich, um
Fehlfunktionen und Beschädigung von Komponenten auszuschließen.
– Identifizieren Sie die Kabel mittels der Produktnummer und stellen Sie
sicher, dass Sie die richtigen Kabel an den Komponenten anschließen.
ELEKTRONISCHES ERWEITERUNGSMODUL
Gelb: POWER Elektronisches Erweiterungsmodul
3 4 3 4 3 4
1 2 1 2 1 2
232
Anhang
Power
für Deichselanhänger
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
449 273 060 0 6
L
449 273 100 0 10
Stecker
Code A
449 273 120 0 12 ISO 7638
8-polig
7-polig
449 273 150 0 15
449 273 180 0 18
mit Trennstelle
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
L 449 353 005 0 0,5
DIN-Bajonett Code A
449 353 110 0 11
7-polig 8-polig
449 353 140 0 14
mit Trennstelle
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
449 347 003 0 0,3
L 449 347 025 0 2,5
DIN-Bajonett Code A
449 347 080 0 8
7-polig 8-polig
449 347 120 0 12
449 347 180 0 18
233
Anhang
Power
Modulator
für ABS-Relaisventil
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
234
Anhang
für EBS-Relaisventil
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
449 429 010 0 1
449 429 030 0 3 3x DIN-Bajonett Code B
L
449 429 080 0 8 4-polig 8-polig
449 429 130 0 13
Subsystems
für SmartBoard
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
449 911 040 0 4
L
Code C DIN-Bajonett
449 911 060 0 6
8-polig 7-polig
449 911 120 0 12
L2 L1 L2
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
SMART
BOARD [m] [m]
Steckdose ECAS-
Bedieneinheit Code C
449 912 234 0 7 5
REMOTE
-CONTROL
UNIT
+ DIN-Bajonett 8-polig
L1
7-polig
für ECAS-Bedieneinheit
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
L Steckdose Code C
449 628 050 0 5
ECAS-Bedieneinheit 8-polig
235
Anhang
für OptiTire/IVTM
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
L DIN-Bajonett Code C
449 913 050 0 5
7-polig 8-polig
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m] [m]
BOARD
2x DIN-Bajonett Code C
449 916 243 0 1 6
L1 7-polig 8-polig
449 916 253 0 6 6
für Telematik
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
449 914 010 0 1
L DIN-Bajonett Code C
449 914 120 0 12
4-polig 8-polig
449 914 170 0 17
für Telematik
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
L 449 917 010 0 1
449 917 025 0 2,5 DEUTSCH Code C
6-polig 8-polig
449 917 050 0 5
für Telematik
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
L 449 931 005 0 0,5 DIN-Bajonett Code C
449 931 035 0 3,5 7-polig 8-polig
für Telematik/SmartBoard
L2
L1 L2
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m] [m]
SMART
BOARD
DEUTSCH
6-polig Code C
449 920 248 0 3 6
L1 + DIN-Bajonett 8-polig
7-polig
236
Anhang
für Telematik/SmartBoard
L1 L1 L2 L3
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m] [m] [m]
L3
L2
2x DIN-Bajonett Code C
449 930 248 0 3 6 1
7-polig 8-polig
für TX-TRAILERGUARDTM
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
L
HDSCS Code C
449 029 000 0 5
6-polig 8-polig
L1 L1 L2
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m] [m]
L2
DIN-Bajonett
Code C
449 033 000 0 3 6 + HDSCS
8-polig
L1 6-polig
L2 L4
DIN-Bajonett
Code C
449 944 217 0 12 4,5 6 0,5 + HDSCS
8-polig
8-polig
L3
Universal
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
449 437 020 0 2 offen Code C
L
449 437 060 0 6 8-adrig 8-polig
237
Anhang
IN/OUT
für Trailer Central Electronic 446 122 001 0 (nur für TEBS E0 bis TEBS E3)
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
X22
L
449 350 010 0 1
449 350 028 0 2,8 DIN-Bajonett Code C
449 350 055 0 5,5 7-polig 4-polig
449 350 090 0 9
238
Anhang
GIO
für Liftachsventil 463 084 XXX 0, für TASC (RtR) 463 090 XXX 0
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
449 443 008 0 0,8
449 443 010 0 1
L
449 443 020 0 2
DIN-Bajonett Code B
449 443 030 0 3
4-polig 4-polig
449 443 040 0 4
449 443 060 0 6
449 443 100 0 10
für ECAS-Ventile 472 905 114 0, 472 880 030 0, Liftachsventil 463 084 100 0, eTASC 463 090 5XX 0
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
449 445 010 0 1
L 449 445 030 0 3 DIN-Bajonett Code B
449 445 050 0 5 4-polig 4-polig
449 445 060 0 6
239
Anhang
für Anfahrhilfe
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
449 813 050 0 5
L
449 813 080 0 8 offen Code B
2-adrig 4-polig
449 813 150 0 15
Universal
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
449 535 010 0 1 offen Code B
L 449 535 060 0 6 4-adrig 4-polig
Adapter
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
L
Sensorstecker Code B
449 819 010 0 1
2-polig 4-polig
Y-Verteiler (zu verwenden mit Kabel 449 752 XXX 0 und 449 762 XXX 0)
L2 L1 L2
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m] [m]
2x Sensorstecker Code B
449 629 022 0 0,4 0,4
L1 3-polig 4-polig
240
Anhang
für Warnlampe
L
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
offen Tyco AMP
449 900 100 0 10
2-adrig 2-polig
241
Anhang
Versorgungskabel
L1 L1 L2
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m] [m]
L2 Code C
4-polig
+ Code B DIN-Bajonett
449 359 023 0 1 0,4
4-polig 4-polig
+ 2x Sensorstecker
2-polig
242
Anhang
für Verschleißindikator
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
L [m]
449 816 013 0 1,3
6x Sensorstecker Code B
3-polig 4-polig
449 816 030 0 3
243
Anhang
für Telematik
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
449 915 010 0 1
L DIN-Bajonett Code B
449 915 120 0 12
4-polig 4-polig
449 915 170 0 17
für Telematik
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
449 918 010 0 1
L DEUTSCH Code B
449 918 025 0 2,5
6-polig 4-polig
449 918 050 0 5
für Telematik
L
L Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
für Telematik
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
L DIN-Bajonett Code B
449 932 035 0 3,5
4-polig 4-polig
für TX-TRAILERGUARDTM
L L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
HDSCS Code B
449 030 000 0 5
6-polig 4-polig
244
Anhang
Powerkabel
für Versorgung
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
L
449 303 020 0 2
449 303 025 0 2,5 Code E Code C
449 303 050 0 5 8-polig 8-polig
Subsystems
für SmartBoard
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
L Code C DIN-Bajonett
449 906 060 0 6
8-polig 7-polig
für Bedieneinheit
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
L Code C Steckdose
449 602 060 0 6
8-polig ECAS-Bedieneinheit
für Bedienox
L L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
Code C DIN-Bajonett
449 603 060 0 6
8-polig 7-polig
2x DIN-Bajonett Code C
449 925 253 0 6 6 0,4
7-polig 8-polig
L2
245
Anhang
für Telematik
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
L
[m]
DEUTSCH Code C
449 907 010 0 1
6-polig 8-polig
GIO
TEBS E Batteriekabel
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
für LIN-Ultraschallsensor
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
L Sensorsteckdose Code B
449 806 060 0 6
3-polig 4-polig
LIN-Verteilerkabel
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
L [m]
2x Sensorsteckdose Sensorstecker
894 600 024 0 0,5
3-polig 3-polig
Universalkabel
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
449 908 030 0 3
449 908 060 0 6 offen Code C
L
8-adrig 8-polig
449 908 100 0 10
2x Sensorstecker Code C
449 803 022 0 0,4 0,4 5
2-polig 8-polig
L2
246
Anhang
mit Gerätesteckdose
L
Teilenummer Kabelenden-Ausführung
[m]
L
Sensorsteckdose Sensorstecker
449 747 060 0 6
3-polig 3-polig
13.4 GIO-Schemata
247
Anhang
248
Anhang
13.5 Bremsschemata
SattelanhängerSATTELANHÄNGER
MECHANISCHE ZUSÄTZLICHER
ACHSE(N) ABS-SYSTEM NUMMER TRISTOPTM ÜBERLASTSCHUTZVENTIL PEM FEDERUNG ANHÄNGER PREV BEMERKUNG
249
Anhang
MECHANISCHE ZUSÄTZLICHER
ACHSE(N) ABS-SYSTEM NUMMER TRISTOPTM ÜBERLASTSCHUTZVENTIL PEM FEDERUNG ANHÄNGER PREV BEMERKUNG
250
Anhang
MECHANISCHE ZUSÄTZLICHER
ACHSE(N) ABS-SYSTEM NUMMER TRISTOPTM ÜBERLASTSCHUTZVENTIL PEM FEDERUNG ANHÄNGER PREV BEMERKUNG
251
Anhang
Zentralachsanhänger
ABS- MECHANISCHE ZUSÄTZLICHER
ACHSE(N) SYSTEM NUMMER TRISTOPTM ÜBERLASTSCHUTZVENTIL PEM FEDERUNG ANHÄNGER PREV BEMERKUNG
252
Anhang
Deichselanhänger
ABS- MECHANISCHE MODULATOR
ACHSE(N) SYSTEM NUMMER TRISTOPTM ÜBERLASTSCHUTZVENTIL PEM FEDERUNG PREV VORDERACHSE BEMERKUNG
253
Anhang
254
255
Index
Index Aktivierung............................................................ 87
Bedienung.......................................................... 214
Symbole Ventilkonfigurationen............................................ 86
1-Punkt-Regelung........................................................ 18 Anschlüsse................................................................. 170
2-Punkt-Regelung........................................................ 19 elektrisch............................................................ 170
2S/2M........................................................................... 25 pneumatisch....................................................... 170
2S/2M+SLV.................................................................. 25 Ansprechdrücke prüfen.............................................. 223
4S/2M........................................................................... 25 Anti-Blockier-System (ABS)......................................... 48
4S/2M+1M+SHV.......................................................... 25 Anzugsmomente........................................................ 221
4S/3M........................................................................... 25 Austausch................................................................... 220
A B
Abmessungen............................................................ 169 Batteriebetrieb.............................................................. 33
ABS-aktiv-Signal........................................................ 103 Batterieladung............................................................ 152
ABS (Anti-Blockier-System)......................................... 48 Batterieversorgung..................................................... 152
ABS-Drehzahlsensor.................................................... 31 Bedienung.................................................................. 202
ABS-Konfigurationen.................................................... 25 Anfahrhilfe.......................................................... 214
2S/2M................................................................... 25 ECAS-Niveauregelung........................................ 211
2S/2M+SLV.......................................................... 25 mit eTASC.................................................. 213
4S/2M................................................................... 25 ohne eTASC................................................ 211
4S/2M+1M+SHV.................................................. 25 Immobilizer......................................................... 215
4S/3M................................................................... 25 Liftachsen........................................................... 215
Deichselanhänger................................................ 27 OptiLoad............................................................. 214
Dolly..................................................................... 27 OptiTurn............................................................. 214
Innenlader............................................................ 28 Trailer Remote Control....................................... 202
Lenkachsen.......................................................... 26 Befestigung am Querträger........................................ 172
Liftachsen............................................................. 26 Bereifung...................................................................... 23
Mehrachsaggregate............................................. 26 Betriebsdatenspeicher (ODR)...................................... 58
Sattelanhänger..................................................... 27 Betrieb über Batterie.................................................... 33
Schleppachsen..................................................... 26 Bounce Control (Entspannungsfunktion).................... 128
Zentralachsanhänger........................................... 27 Bremsanlage................................................................ 29
ABS-Relaisventil........................................................... 30 Komponenten....................................................... 29
Achslast........................................................................ 55 ABS-Drehzahlsensor.................................... 31
Achslastermittlung........................................................ 40 ABS-Relaisventil.......................................... 30
1-kreisig................................................................ 40 CAN-Repeater.............................................. 32
2-kreisig................................................................ 40 CAN-Router.................................................. 31
Achslastsensor, extern................................................. 90 Drucksensor................................................. 31
Adhäsionsgelenkte Lenkachse..................................... 50 EBS-Relaisventil.......................................... 30
ALB............................................................................... 40 Park-Löse-Sicherheitsventil (PREV)............ 30
Kennlinien............................................................. 41 PEM............................................................. 29
Anfahrhilfe.................................................................... 86 Select-High-Ventil......................................... 31
256
Index
257
Index
258
Index
260
Index
U
Überlast-Erkennung................................................... 122
Überlastschutz.............................................................. 46
261
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