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Anton Bruckner

Das Dokument behandelt die geistliche und weltliche Vokalmusik von Anton Bruckner, insbesondere seine frühen Werke und deren Entwicklung. Es wird auf die Einflüsse von J.S. Bach und der Renaissance-Polyphonie eingegangen, sowie auf Bruckners persönliche musikalische Sprache, die sich in Werken wie 'Afferentur regi', 'Os justi' und 'Christus factus est' zeigt. Die Motetten reflektieren Bruckners tiefes Verständnis für liturgische Traditionen und seine künstlerische Freiheit.
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Das Dokument behandelt die geistliche und weltliche Vokalmusik von Anton Bruckner, insbesondere seine frühen Werke und deren Entwicklung. Es wird auf die Einflüsse von J.S. Bach und der Renaissance-Polyphonie eingegangen, sowie auf Bruckners persönliche musikalische Sprache, die sich in Werken wie 'Afferentur regi', 'Os justi' und 'Christus factus est' zeigt. Die Motetten reflektieren Bruckners tiefes Verständnis für liturgische Traditionen und seine künstlerische Freiheit.
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Anton Bruckner

(1824-1896)
Accapella Werken
Das Werkverzeichnis Anton Bruckner (WAB)
Geistliche Vokalmusik (WAB 1–54)
Weltliche Vokalmusik (WAB 55–95)

Die Chöre von „Asperges me“ (1845) sind das Ergebnis der Arbeit des
Komponisten mit J.S. Bachs „Die Kunst der Fuge“ , sie bewahren die Tradition
des „Basso continuo“ und basieren auf kirchlichen Modi.
Die kirchlichen Werke der Frühzeit sind wenig individualisiert; Bruckner stützt
sich auf klassizistische Traditionen und geht nicht über die liturgische Praxis
hinaus. Erst in den frühen 1860er Jahren bricht er aus den Traditionen aus und
formt eine eigene musikalische Sprache, die bestimmte biblische Bilder
hervorhebt.
Die «Afferentur regi» (1861) wurde in der frühen Periode von A. Bruckner,
aber man kann bereits die Freiheit des Schreibens darin spüren.
Dies ist darauf zurückzuführen, dass der Komponist vor der Komposition des
Chores seine Studien bei Simon Sechter abgeschlossen und bereits mehrere,
auch größere geistliche Werke geschrieben hatte.
«Afferentur regi“ wurde für gemischten Chor und drei Posaunen geschrieben. Es
ist erwähnenswert, dass Posaunen von Bruckner manchmal als
Begleitinstrumente in kleineren geistlichen Werken verwendet wurden. Diese
Tradition geht auf die Renaissance zurück, als sich die Posaune als Instrument
herausbildete.
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Os justi
Diese Motette wurde 1879 komponiert, dem Jahr, in dem er mit seiner sechsten
Symphonie begann. Sie war Bruckners Freund Ignaz Traumihler gewidmet, der
Musikdirektor in St. Florian war und ein überzeugter Anhänger der
Cecilianischen Bewegung.
Diese Bewegung vertrat die Ansicht, dass die Kirchenmusik rein diatonisch sein
sollte und sich am Stil Palestrinas orientieren sollte. Bruckner komponierte
daher ein Werk in der lydischen Tonart, das sich streng an diese Vorgaben hielt;
in der Motette gibt es kein einziges Vorzeichen. „Os justi“ zeigt Bruckners tiefes
Wissen und Verständnis der Renaissance-Polyphonie

Christus factus est


(Version 1884)
Die freie Form der Motette „Christus factus est“ wird durch den verbalen Text
bestimmt. Die Kombination von harmonischer und polyphoner Schreibweise,
der Reichtum an Chromatik und Abweichungen in entfernte Tonarten, der
Reichtum an dynamischen Schattierungen (von ppp bis fff), die Verwendung der
vom Komponisten bevorzugten absteigenden rhetorischen Figur „Katabasis“ -
all diese Mittel schaffen eine gespannte Atmosphäre. Es ist anzumerken, dass
dieser liturgische Text bei den Komponisten der Renaissance und des Barock
sehr verbreitet war. Durch die wiederholte Bezugnahme auf diesen Text hat A.
Bruckner nicht nur die katholischen liturgischen Traditionen unterstützt und
weiterentwickelt, sondern auch seinen aufrichtigen Glauben an Gott als
persönlichen Erlöser bestätigt.
Nach einem kraftvollen Höhepunkt folgt ein recht schneller dynamischer
Rückgang mit Kyrie-Intonationen aus der Zweiten Messe in e-Moll. Die letzten
Takte des Werks sind im Wesentlichen eine Selbstzitation, da das Kyrie der
gleichen zweiten Messe auf dieselbe Weise endet.
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