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Röm Reich 5

Diokletian reformierte die römische Verwaltung durch die Einführung der Tetrarchie und versuchte, wirtschaftliche Probleme mit Höchstpreisverordnungen zu bekämpfen, während er die Christenverfolgungen intensivierte. Konstantin der Große beendete die Tetrarchie, privilegierte das Christentum und gründete Konstantinopel als neue Hauptstadt, bevor die konstantinische Dynastie erlosch. Das weströmische Reich zerfiel im 5. Jahrhundert durch interne Konflikte und äußere Angriffe, während das Oströmische Reich stabil blieb und wirtschaftlich erfolgreicher war.

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Röm Reich 5

Diokletian reformierte die römische Verwaltung durch die Einführung der Tetrarchie und versuchte, wirtschaftliche Probleme mit Höchstpreisverordnungen zu bekämpfen, während er die Christenverfolgungen intensivierte. Konstantin der Große beendete die Tetrarchie, privilegierte das Christentum und gründete Konstantinopel als neue Hauptstadt, bevor die konstantinische Dynastie erlosch. Das weströmische Reich zerfiel im 5. Jahrhundert durch interne Konflikte und äußere Angriffe, während das Oströmische Reich stabil blieb und wirtschaftlich erfolgreicher war.

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Diokletian reformierte die Verwaltung, die in einen zivilen und einen militärischen

Sektor geteilt wurde, und schuf die Ordnung der „Tetrarchie“, wonach es zwei
„Senior-Kaiser“ („Augusti“) mit jeweils einem „Junior-Kaiser“ („Caesar“) geben sollte.
Denn für einen Kaiser alleine war das Imperium schon längst unregierbar geworden,
besonders da der Druck auf die Grenzen ständig anwuchs und stets mit
Usurpationen gerechnet werden musste, wenn sich kein Mann mit kaiserlichen
Vollmachten in Reichweite der kämpfenden Truppe aufhielt. Allerdings blieb das
Reich insofern eine Monarchie, als einer der vier Herrscher, der senior
Augustus Diokletian, die größte Autorität und das letzte Wort in allen Fragen hatte.
Die Teilung der Provinzen und die Einführung der Diözesen und Präfekturen sollten
die Verwaltung der Provinzen effizienter machen.
Mit Höchstpreisverordnungen versuchte Diokletian, Inflation und wirtschaftlichen
Niedergang einzudämmen. Die religiöse Festigung kaiserlicher Herrschaft (so nahm
Diokletian nach dem Gott Jupiter den Beinamen „Iovius“ an) sollte eine neuerliche
Ausrichtung der Reichsbewohner auf Staat und Kaiser bewirken. Besonders die
Christen empfand Diokletian daher als illoyal dem Reich gegenüber. Die letzten (und
heftigsten) Christenverfolgungen im Römischen Reich fanden in seiner
Regierungszeit statt.

Die Idee der Teilung des Kaisertums war nicht völlig neu, doch wurde sie nun
konsequenter umgesetzt. Allerdings wurde der Gedanke der Reichseinheit jetzt und
später nicht aufgegeben. Rom blieb der ideelle Mittelpunkt des Reiches, auch wenn
die Kaiser ihre Residenzen nun in die Nähe der Grenzen, so etwa nach Augusta
Treverorum (aus dem das heutige Trier hervorging), verlegten.

Kopf der Kolossalstatue Konstantins des


Großen (Kapitolinische Museen, Rom)
Konstantin der Große, dessen Vater Constantius I. nach dem Rücktritt von Diokletian
und dessen Mitkaiser Maximian das Amt des „Senior Augustus“ im Westen
übernommen hatte, wurde 306 von seinen Soldaten zum Kaiser ausgerufen, und der
nun ranghöchste Kaiser Galerius erkannte ihn widerwillig als Mitherrscher an.
Konstantin gab sich damit nicht zufrieden. Er beseitigte nach und nach seine Rivalen
und sorgte so für die Auflösung der römischen Tetrarchie. Bereits seit 312 herrschte
er im Westen und etablierte 324 die Alleinherrschaft über das gesamte Imperium.
Bedeutend wurde seine Regierungszeit vor allem aus zwei Gründen: Zum einen
wegen der Privilegierung des Christentums, die die konstantinische Wende einleitete,
und zum anderen wegen der Gründung von Konstantinopel, das von nun an als neue
Hauptstadt diente. Der Blick des Reiches wandte sich mehr und mehr gen Osten.
Des Weiteren trieb Konstantin weitere Reformen voran, so wurde beispielsweise die
militärische von der zivilen Verwaltung nun strikt getrennt; mit dem magister
militum wurde ein neuer hoher und später sehr einflussreicher Militärrang
geschaffen.

Konstantins Dynastie überlebte ihn nicht lange. Es folgten zunächst Bruderkämpfe,


bis Constantius II. 353 die Alleinherrschaft erlangte. Nach seinem Tod kam es 361
unter seinem Nachfolger Julian, dem Neffen Konstantins, zu einer „Renaissance“ des
Heidentums, die aber nicht von langer Dauer war, weil der Kaiser schon 363 bei
einem missglückten Perserfeldzug ums Leben kam. Mit ihm erlosch die
konstantinische Dynastie.

Unter Valentinian I. wurde das Reich aus Verwaltungsgründen vorläufig und nach
dem Tod Kaiser Theodosius’ I. endgültig geteilt, auch wenn die Reichseinheit
prinzipiell niemals aufgegeben wurde, was sich nicht nur an einem gemeinsamen
Bürgerrecht, sondern auch an ständigen Rangstreitigkeiten zwischen den beiden
Kaiserhöfen ablesen lässt. Theodosius war nach dem Tod des Valens von
Valentinians Sohn Gratian als Kaiser im Osten eingesetzt worden. Es gelang ihm
nach der verheerenden Niederlage von Adrianopel, die eingedrungenen Goten durch
Verträge wenigstens vorläufig zu binden. 394 wurde Theodosius schließlich
Alleinherrscher, nachdem es im Westen zu einer Reihe von Usurpationen und
Revolten gekommen war; er war der letzte Kaiser, der über das gesamte Imperium
herrschen sollte. In seine Zeit fällt auch die Einführung des Christentums
als Staatsreligion. Nach seinem Tod 395 kam es unter seinen Söhnen Honorius (im
Westen) und Arcadius (im Osten) zu einer letzten Reichsteilung, die sich als
endgültig erweisen sollte. Dennoch blieb die Idee der Reichseinheit, wie gesagt,
lebendig – so galten die Gesetze des einen Kaisers normalerweise auch im
Machtbereich des jeweils anderen.

Untergang des Reiches im Westen und Behauptung im


Osten
Das Oströmische Reich überstand die Wirren der sogenannten Völkerwanderung,
vor allem, da es der ökonomisch gesündere und dichter bevölkerte Reichsteil war
und im Inneren befriedet blieb. Im Laufe des 5. Jahrhunderts zerfiel derweil
allmählich das Römische Reich im Westen in endlosen Bürgerkriegen, an denen
zunehmend auch reichsfremde Söldner (foederati) beteiligt waren. Das Vordringen
der Hunnen hatte nach Ansicht mancher Forscher einen Dominoeffekt ausgelöst, der
die politische Aufteilung Europas gänzlich verändert habe; andere Historiker halten
hingegen die internen Wirren für entscheidend. Die kaiserliche Regierung verlor
jedenfalls nach 400 zunehmend die Kontrolle über die westlichen Provinzen, die von
Bürgerkriegen und Plünderungszügen geplagt wurden. Große Teile Galliens und
Spaniens gingen um die Mitte des 5. Jahrhunderts an germanische Krieger
(Vandalen, Franken, Goten) verloren, die Rom anfangs als
Söldner (foederati) dienten, aber zusehends eigene Ziele verfolgten. Vor allem der
Verlust Africas an die Vandalen 435 war ein schwerer Schlag für Westrom. Der
westliche Regierungssitz war bereits um die Jahrhundertwende
von Mailand nach Ravenna verlegt worden. Und selbst Italien geriet immer mehr
unter den Einfluss von Germanen. 410 plünderten meuternde Westgoten die Stadt
Rom, 455 folgten ihnen darin die Vandalen, 472 schließlich die Krieger Ricimers. 476
setzte Odoaker schließlich Romulus Augustulus als weströmischen Kaiser ab (letzter
anerkannter Westkaiser war allerdings Julius Nepos gewesen). Odoaker sah sich
selbst als einen „Germanen in römischen Diensten“ und seine Herrschaft in Italien
als Teil des Imperium Romanum unter dem römischen Kaiser in Konstantinopel, und
auch sein Nachfolger Theoderich der Große sah sich selbst als Herrscher von
Westrom und bemühte sich um eine kaiserliche Anerkennung seiner Stellung.

Es gibt mehrere Gründe für den Untergang des Römischen Reiches im Westen,
[2]
während das Ostreich trotz aller Krisen intakt blieb. Welche Prozesse letztlich zur
Transformation des weströmischen Reiches in eine Reihe von poströmisch-
germanischen Nachfolgestaaten im Frühmittelalter führten, die spätestens seit dem
7. Jahrhundert als souverän gelten konnten (wobei es sich um einen fließenden
Prozess handelte),[3] ist seit langem Gegenstand der Forschungsdiskussion.[4] So
bestand das Heer zum größten Teil nicht mehr aus römischen Bürgern, sondern aus
Reichsfremden, wobei man allerdings jene Krieger, die dem regulären Heer beitraten
und so zu Römern wurden, von den unter eigenen Anführern kämpfenden und formal
reichsfremden foederati unterscheiden muss (ob es in der Spätantike wirklich zu
einer „Barbarisierung“ der Armee kam, ist in der heutigen Forschung sehr umstritten).
Die Stärke der westlichen Armee reichte angesichts leerer Kassen zudem nicht mehr
aus, um die Grenzen zu sichern und Vergeltungsfeldzüge zu unternehmen. Im
Inneren war die Verwaltung marode geworden, auch ein wirtschaftlicher Niedergang
ist festzustellen, wenn auch nicht so dramatisch, wie noch die ältere Forschung
meinte. Ehrgeizige Militärs wie Stilicho, Constantius (III.), Aëtius oder Ricimer –
Römer ebenso wie „Barbaren“ – dominierten den westlichen Kaiserhof und lieferten
einander blutige Machtkämpfe.

Anders war die Lage im Osten: Der Ostteil des Reiches war wirtschaftlich
erfolgreicher, konnte Bürgerkriege weitgehend vermeiden, verfügte über die
größeren strategischen Reserven und betrieb auch die geschicktere Diplomatie. Vor
allem das Hochland Anatoliens mit dem Taurusgebirge und die Propontis bildeten
natürliche Barrieren gegen das Vordringen feindlicher Truppen. Zudem war es
Hunnen und Germanen nie gelungen, den Hellespont zu überqueren; daher blieben
die reichen Provinzen Kleinasiens, Syriens und Ägyptens weitgehend unbehelligt.
Die oftmals „barbarischen“ Militärs, deren Machtstreben mit zum Untergang
Westroms beigetragen hatte, wurden noch im 5. Jahrhundert vom Kaiserhof
zurückgedrängt und zu Beginn des 6. Jahrhunderts zum größten Teil ausgeschaltet.
Fortan blieb das Militär unter Kontrolle. Und obwohl es zu schweren Kämpfen
mit Hunnen und vor allem den Sassaniden kam (siehe Römisch-Persische Kriege),
blieb das Ostreich intakt.

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