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Röm Reich 3

Der Römisch-Syrische Krieg führte zur Vormachtstellung Roms im östlichen Mittelmeerraum und zur Umwandlung vieler hellenistischer Gebiete in römische Provinzen, während die innere politische Krise der Republik durch Agrarreformen und Bürgerkriege geprägt war. Die Gracchischen Reformen zur Verbesserung der Lebensbedingungen der ärmeren Bevölkerung scheiterten, was zu weiteren Konflikten zwischen den Popularen und Optimaten führte. Der Bürgerkrieg und die Ermordung Julius Caesars führten schließlich zur Errichtung des Prinzipats unter Augustus, der die republikanischen Strukturen formal beibehielt, jedoch die Macht des Kaisers festigte.

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Röm Reich 3

Der Römisch-Syrische Krieg führte zur Vormachtstellung Roms im östlichen Mittelmeerraum und zur Umwandlung vieler hellenistischer Gebiete in römische Provinzen, während die innere politische Krise der Republik durch Agrarreformen und Bürgerkriege geprägt war. Die Gracchischen Reformen zur Verbesserung der Lebensbedingungen der ärmeren Bevölkerung scheiterten, was zu weiteren Konflikten zwischen den Popularen und Optimaten führte. Der Bürgerkrieg und die Ermordung Julius Caesars führten schließlich zur Errichtung des Prinzipats unter Augustus, der die republikanischen Strukturen formal beibehielt, jedoch die Macht des Kaisers festigte.

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Auf ein Hilfegesuch kleinasiatischer Staaten hin kam es zum Römisch-Syrischen

Krieg (192–188 v. Chr.) gegen das hellenistische Seleukidenreich unter Antiochos


III. Dieser musste nach Roms Sieg auf einen Großteil seiner Besitzungen
in Kleinasien verzichten. Rom wurde damit zur De-facto-Vormacht im östlichen
Mittelmeerraum. Versuche Makedoniens, die alte Hegemonie wieder aufzurichten,
führten zu den Makedonisch-Römischen Kriegen. 168 v. Chr. wurden die Makedonen
unter ihrem König Perseus endgültig besiegt und ihr Königreich zerschlagen, 148 v.
Chr. schließlich in eine römische Provinz umgewandelt. So erging es 146 v. Chr.
auch Griechenland (ab 27 v. Chr. Provinz Achaea, vorher zu Makedonien gehörig)
und der neuen römischen Provinz Africa nach der Zerstörung Karthagos, welches vor
dem Dritten Punischen Krieg (149–146 v. Chr.) wieder an Macht gewonnen hatte.

Pergamon wurde durch Erbvertrag 133 v. Chr. zur römischen Provinz. Gleichen
Status erhielt 64/63 v. Chr. das Restreich der Seleukiden, das nicht mehr lebensfähig
war und von Pompeius, der eine Neuordnung des Ostens vornahm, zur
Provinz Syria gemacht wurde. Nur das schwächelnde Ägypten der Ptolemäer,
welches zu einem römischen Protektorat wurde, behielt seine Unabhängigkeit, ehe
es im Jahre 30 v. Chr. ebenfalls im Römischen Reich aufging. An der Grenze
des Partherreiches kam die römische Expansion zum Stehen, hier sollte Rom in den
nächsten Jahrhunderten einen ebenbürtigen Gegner gefunden haben (siehe
auch Partherkriege).

In den neuen Provinzen, vor allem in den reichen hellenistischen Küstenregionen,


wurden in dieser Zeit von privaten „Gesellschaften“ („societates publicanorum“)
römischer Ritter und Patrizier die Steuern erhoben. Während sie einen Fixbetrag an
den Staat abführten, konnten sie Mehreinnahmen behalten. Dies führte zu oftmals
unmäßigen Steuern, die die Wirtschaft dieser Gebiete auslaugten und immer wieder
zu Aufständen führten. Über das Ansehen dieser Steuerpächter erfährt man etwa in
der Bibel (Zöllner). Infolge der römischen Erfolge stieg auch die Menge des zur
Verfügung stehenden Münzgeldes dramatisch an, ebenso wie sich die Anzahl der
Sklaven immer mehr erhöhte. Für die Wirtschaft spielte die Sklaverei im Römischen
Reich eine wichtige Rolle. Sklaven wurden zu ganz unterschiedlichen Tätigkeiten
herangezogen, zugleich bestand aber die Möglichkeit, dass sie ihre Freiheit
(zurück)erlangen konnten.

So außergewöhnlich die außenpolitischen Erfolge Roms auch waren (das die


eroberten Gebiete und deren Bevölkerung insgesamt erfolgreich integrierte): Im
Inneren erodierte die republikanische Ordnung allmählich.

Die Revolutionszeit und die Bürgerkriege


Die Republik geriet seit der Mitte des 2. Jahrhunderts v. Chr. in eine innenpolitische
Krise, die schließlich in die Epoche der Bürgerkriege mündete und mit dem
Untergang der bisherigen Staatsform enden sollte. Hintergrund war zunächst der Ruf
nach Reformen, vor allem im Agrarbereich. Die Römer pflegten einen Teil des im
Krieg eroberten Landes in Staatsbesitz zu überführen und bedürftigen Bürgern zur
Nutzung zu überlassen. Um Aneignung großer Agrargüter in den Händen einiger
weniger zu vermeiden, war der Landbesitz offiziell auf 500 Iugera beschränkt
worden. Dieses Gesetz konnte jedoch nicht durchgesetzt werden. Wohlhabende
Bürger legten sich riesige Landgüter zu. Dies wurde spätestens zu dem Zeitpunkt
zum Problem, als praktisch alles Land innerhalb Italiens verteilt war und gleichzeitig
immer mehr Sklaven infolge der siegreichen Kriege ins Land strömten. Die
Kleinbauern und Handwerker aus der Schicht der Plebejer konnten mit dem durch
die zahlreichen Kriege stetig anwachsenden Sklavenheer nicht konkurrieren.
Gleichzeitig waren sie durch die zahlreichen Kriege außerhalb Italiens zu langer
Abwesenheit gezwungen, was den Erhalt des heimischen Hofes weiter erschwerte.
Die Großgrundbesitzer hingegen vergrößerten ihren Landbesitz durch den Kauf
unprofitabler Höfe oder auch durch gewaltsame Vertreibungen. Die Verarmung
breiter Bevölkerungsschichten führte zu Landflucht und erheblicher Unzufriedenheit.

Andere Gruppen von Plebejern, die im Handel zu Reichtum gekommen waren,


verlangten nach mehr Rechten. Die nach den Brüdern Tiberius Sempronius
Gracchus und Gaius Sempronius Gracchus benannte Gracchische Reform sollte die
Grundbesitzverhältnisse reformieren und den ärmeren Schichten der Bevölkerung zu
Land und Einkommen verhelfen. Die Reform scheiterte allerdings am Widerstand der
konservativen Senatskreise, der zugrundeliegende Konflikt blieb weiter bestehen:
die Popularen, die Vertreter der Plebejer und Kleinbauern, und die Optimaten, die
konservative Adelspartei, bekämpften sich gegenseitig, um ihre jeweilige Politik
durchzusetzen. Tiberius Gracchus wurde ermordet, sein Bruder Gaius sah keinen
Ausweg und nahm sich 121 v. Chr. das Leben. Straßenkämpfe und politische Morde
standen an der Tagesordnung. Auch machten sich innere Spannungen im
Bündnissystem Roms bemerkbar, so dass es 91 bis 89 v. Chr. zum
sogenannten Bundesgenossenkrieg kam. Am Ende wurde das römische Bürgerrecht
auch den Bundesgenossen verliehen. Im Anschluss daran kam es 88 v. Chr. zur
berüchtigten Vesper von Ephesos: Nach der Ermordung Zehntausender römischer
Siedler in Kleinasien zog Rom in den Krieg gegen Mithridates von Pontos und
besiegte ihn nach mehrjährigen Kämpfen.

Büste Gaius Iulius Caesars, trajanische Kopie eines


Originals von 50 v. Chr. (Archäologisches Nationalmuseum Neapel)
Diesen Ereignissen folgte der Beginn des römischen Bürgerkriegs, in dem sich
wieder Popularen und Optimaten gegenüberstanden (Marius, Cinna, Sulla), die sich
gegenseitig in blutigen Pogromen und durch formelle Proskriptionen bekämpften.
Sulla blieb siegreich und errichtete die Diktatur, um die republikanische
Senatsherrschaft wieder zu festigen. Doch hatte diese Lösung keinen wirklichen
Bestand, zumal Sulla bald zurücktrat und die alten Kräfte sich wieder bekämpften.
Die Nachwirkungen der Rechtsbrüche führten zu einer permanenten inneren
Schwächung der Republik, die gleichzeitig in der Außenpolitik aber auch grandiose
Erfolge erzielte, insbesondere mit der Annexion des Seleukidenreichs und der
Neuordnung des Ostens durch Gnaeus Pompeius Magnus. Um diese Zeit ist in den
Quellen erstmals vom Imperium Romanum die Rede.

Die Krise der Senatsherrschaft wurde schließlich durch das (erste)


Triumvirat verdeutlicht: der erfolgreiche Militär Gnaeus Pompeius Magnus (dem der
Senat die Anerkennung seiner Leistungen und die Versorgung seiner Veteranen
verweigerte), der ehrgeizige Gaius Iulius Caesar (der zwischen 58 v. Chr. und 51
v. Chr. im Gallischen Krieg Gallien bis an den Rhein unterwerfen sollte) und der
reiche Marcus Licinius Crassus gingen ein informelles Bündnis ein, um sich in ihren
jeweiligen Interessen zu unterstützen. Nach dem Tod des Crassus in einem Feldzug
gegen die Parther rangen die einstigen Freunde Caesar und Pompeius um die Macht
im Staat (49–46 v. Chr.), wobei sich Pompeius auf die Seite des Senats stellte.
Nachdem Caesar den westlichen Teil des Reiches unter seine Kontrolle gebracht
hatte, siegte er am 9. August 48 v. Chr. über Pompeius bei Pharsalos in
Griechenland. Pompeius wurde kurz darauf auf seiner Flucht in Ägypten ermordet.
Nach weiteren Feldzügen in Ägypten, Kleinasien, Afrika und Spanien, wo die letzten
Republikaner geschlagen wurden, brach die Republik in sich zusammen. 46 v. Chr.
führte Caesar den Julianischen Kalender ein, der den veralteten Kalender ersetzte.
Im Februar 45 v. Chr. wurde Caesar zum „Diktator auf Lebenszeit“ ernannt. Nur
durch seine Ermordung an den Iden des März durch eine Verschwörergruppe
unter Marcus Iunius Brutus und Gaius Cassius Longinus wurde verhindert, dass sich
die Republik in eine Diktatur verwandelte.

Nach der Ermordung Caesars im Jahre 44 v. Chr. gelang es den Anhängern der
Republik nicht, die alte republikanische Verfassung wiederherzustellen. In dem nun
ausbrechenden Bürgerkrieg siegten nach Bildung des zweiten Triumvirats Octavian
(der spätere Kaiser Augustus) und Marcus Antonius in der Schlacht bei
Philippi gegen Brutus und Cassius. Nach Ausschaltung des letzten
Konkurrenten Sextus Pompeius in Sizilien und der Entmachtung des dritten
Triumvirn Marcus Aemilius Lepidus wandten sich Octavian und Marcus Antonius
gegeneinander. In der Schlacht bei Actium besiegte Octavian 31 v. Chr. Marcus
Antonius und die ihn unterstützende ägyptische Herrscherin Kleopatra. Damit fiel
auch das reiche Ägypten an Rom und blieb für Jahrhunderte die „Kornkammer des
Reiches“.

Der gesamte Raum um das Mittelmeer war nun unter römischer Herrschaft, das
Mittelmeer wurde zum mare nostrum („unser Meer“).

Die frühe Kaiserzeit (Prinzipat)


Augustus von Primaporta, Panzerstatue des ersten
römischen Kaisers Augustus, Marmorkopie eines Bronzeoriginals um 20 v. Chr.
Octavian zielte wie Caesar auf eine Alleinherrschaft. Doch anders als Caesar
versuchte er dieses Ziel nicht durch das Mittel einer außerordentlichen Diktatur zu
erreichen. Octavian ließ vielmehr die alte republikanische Verfassung formal in Kraft,
wenngleich dies nicht mehr als eine Fassade war. Er sicherte seine Position durch
die Übernahme verschiedener Ämter, durch die Übertragung von Sondervollmachten
und vor allem durch die Übernahme eines mehrjährigen Kommandos über wichtige
Provinzen mit zahlreichen Legionen. Den alten senatorischen Adel konnte Octavian
zu einer Anerkennung seiner Herrschaft bewegen, zumal die wichtigsten
republikanisch gesinnten Familien bereits ausgeschaltet waren. Der Senat sah in
Octavian den „Princeps“, den „Ersten Bürger des Staates“. Die von Octavian
begründete Herrschaftsstruktur mit einer Verfassung, die sich in wesentlichen
Punkten von der alten republikanischen Verfassung unterschied, wird deshalb auch
„Prinzipat“ genannt. Octavian erhielt im Jahre 27 v. Chr. vom Senat den
Titel „Augustus“ („der Erhabene“).

Das Römische Reich unter Augustus (Imperator 31 v.


Chr. bis 14 n. Chr.):
 Italien und die römischen Provinzen
 abhängige Gebiete und Klientelstaaten
 Provinz Germania magna
Auch in der Kaiserzeit blieben viele Einrichtungen der res publica erhalten: etwa
der cursus honorum (Ämterlaufbahn), der Senat, die Provinzverwaltung und die
Priestertümer („Pontifex maximus“ war jedoch der Kaiser). Allerdings wurden diese
Ämter von politischen Entscheidungspositionen mehr oder weniger zu
reinen Verwaltungsämtern. Die Gesellschaftsordnung der Republik begann sich zu
verändern, indem seit Augustus Angehörige neuer Schichten, besonders aus Italien
und den Provinzen, in die nach wie vor herausgehobenen Stände der Senatoren und
besonders der Ritter (equites) aufstiegen. Die Kaiser hatten das Recht, Ritter zu
ernennen, was eine gewisse Durchlässigkeit der sozialen Schranken bewirkte. (Sie
konnten auch den ehrenvollen Rang eines Patriziers an plebejische Senatoren
vergeben.) Daneben war es nun auch für Nichtbürger Roms einfacher, das
Bürgerrecht zu erlangen.

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