0% fanden dieses Dokument nützlich (0 Abstimmungen)
31 Ansichten3 Seiten

Baum 2

Das Alter eines Baumes kann durch die Anzahl der Jahrestriebe und den Grad der Verzweigung bestimmt werden, wobei die Ausbildung von Proventivtrieben die Altersbestimmung erschwert. Bäume können mehrere hundert bis über 5000 Jahre alt werden, und die Dendrochronologie nutzt Jahresringe zur Altersbestimmung und Klimarekonstruktion. Zudem sind Bäume verschiedenen Schädigungen und Krankheiten ausgesetzt, die ihre Entwicklung beeinträchtigen können.

Hochgeladen von

Gogo
Copyright
© © All Rights Reserved
Wir nehmen die Rechte an Inhalten ernst. Wenn Sie vermuten, dass dies Ihr Inhalt ist, beanspruchen Sie ihn hier.
Verfügbare Formate
Als DOCX, PDF, TXT herunterladen oder online auf Scribd lesen
0% fanden dieses Dokument nützlich (0 Abstimmungen)
31 Ansichten3 Seiten

Baum 2

Das Alter eines Baumes kann durch die Anzahl der Jahrestriebe und den Grad der Verzweigung bestimmt werden, wobei die Ausbildung von Proventivtrieben die Altersbestimmung erschwert. Bäume können mehrere hundert bis über 5000 Jahre alt werden, und die Dendrochronologie nutzt Jahresringe zur Altersbestimmung und Klimarekonstruktion. Zudem sind Bäume verschiedenen Schädigungen und Krankheiten ausgesetzt, die ihre Entwicklung beeinträchtigen können.

Hochgeladen von

Gogo
Copyright
© © All Rights Reserved
Wir nehmen die Rechte an Inhalten ernst. Wenn Sie vermuten, dass dies Ihr Inhalt ist, beanspruchen Sie ihn hier.
Verfügbare Formate
Als DOCX, PDF, TXT herunterladen oder online auf Scribd lesen

Alter

Aus der Zahl der Jahrestriebe und dem Grad der Verzweigung lässt sich das Alter
eines Astes ermitteln. Diese Altersbestimmung wird jedoch bei zahlreichen Arten
(zum Beispiel Fichte oder Tanne) und regelmäßig bei älteren Bäumen durch die
Ausbildung von sogenannten Proventivtrieben erschwert, die aus „schlafenden“
Knospen austreiben. Die regelmäßige Bildung von Proventivtrieben wird
als Reiteration (sprich: Re-Iteration) bezeichnet. Diese Wiederholungstriebe dienen
der Erneuerung der Krone und verschaffen Bäumen die Möglichkeit, alternde Äste zu
ersetzen sowie auf Stress (Schneebruch, Insektenkalamitäten) zu reagieren.

Bäume können ein Alter von mehreren hundert Jahren, an bestimmten Standorten
sogar von mehreren tausend Jahren erreichen. Die ältesten bekannten Individuen
sind über 5000 Jahre alt. Die nachweislich ältesten Bäume Deutschlands werden auf
etwa 600 Jahre datiert. Die ältesten bekannten Klonkolonien der Welt hingegen sind
60–70 Mio. Jahre alt.[3][4][5]

Wächst der Baum unter


im Jahresrhythmus schwankenden klimatischen Bedingungen, wird während der
Vegetationsperiode ein Jahresring angelegt. Mit Hilfe dieser Ringe lassen sich das
Alter eines Baumes und dessen Wuchsbedingungen in den einzelnen Jahren
ablesen. Die Dendrochronologie nutzt dies, um altes Holz zu datieren und das Klima
einer Region bis zu mehreren 1000 Jahren zu rekonstruieren.

Schädigungen

Windbruch von Fichten


Seine Entwicklung bringt für den Baum zahlreiche Probleme und Schädigungen mit
sich. Hierunter fallen vor allem:

 Pilzbefall,
 Insektenschaden,
 Windbruch (Baumteile brechen ab),
 Windwurf (der Baum wird mit den Wurzeln aus dem Boden gehebelt),
 Schneebruch (Baumteile unter schweren Schneelasten brechen ab),
 Blitzschaden (Stammteile werden abgesprengt),
 Frost (Trockenschaden durch Transpiration bei gefrorenem Boden,
Stammrisse).
Bei Jungbäumen kommt es insbesondere zu:

 übermäßigem Wildverbiss,
 Schälung der Rinde,
 Wühlmausschaden an der Wurzel.
Einige wichtige Krankheiten, von denen Bäume befallen werden können, sind Brand,
Krebs, Rost, Mehltau, Rotfäule, Weißfäule, Braunfäule und Harzfluss. Zu
Missbildungen an Bäumen zählen die Maserkröpfe, die Hexenbesen oder
Wetterbüsche sowie die Gallen.

Siehe auch: Waldschäden


Stamm
Definition

Baumstamm ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Für das Gebäck, siehe Bismarck-
Eiche.

Querschnitt durch einen fünfjährigen Kiefernstamm

Buche mit Totholzanteilen in Mecklenburg

Baumstamm einer Platane mit spiralförmig abzweigenden Ästen


– Detail
Der Baumstamm, in der Dendrologie Schaft genannt, ist die verholzende
Hauptachse (Caulom) der Baumpflanze.

Bestandteile
Ein Querschnitt durch einen Baumstamm zeigt verschiedene Zonen. Ganz innen
befinden sich das aus Primärgewebe bestehende Mark und das tote Kernholz.
Bestimmte Baumarten (z. B. Buche, Esche) bilden fakultativ einen Falschkern aus,
der sich in den Eigenschaften vom echten Kernholz unterscheidet. Weiter außen
befindet sich das Splintholz, das der Leitung und Speicherung dient und sich bei
sogenannten Kernholzbäumen farblich meist deutlich vom Kernholz abhebt. Bei der
Eiche, der Eibe und der Robinie ist dies sehr gut sichtbar. Die Fichte hat einen
farblosen Kern (Reifholz).

Die äußerste Schicht bildet die Baumrinde. Sie besteht aus der Bastschicht, die in
Wasser gelöste Nährstoffe transportiert, und der Borke, die den Stamm vor
Umwelteinflüssen (UV-Einstrahlung, Hitze, mechanische und biotische Schäden)
schützt.

Zwischen der Bastschicht und dem Holz befindet sich bei Gymnospermen und
Dikotyledonen das Kambium. Diese Wachstumsschicht bildet durch sekundäres
Dickenwachstum nach innen Holz (Xylem) und nach außen Bast (Phloem). Das Holz
zeichnet sich durch die Einlagerung von Lignin in die Zellwand aus. Dadurch werden
die Zellen versteift und bilden ein festes Dauergewebe. Das sekundäre
Dickenwachstum, die Lignifizierung der hölzernen Zellwand und die Vermehrung
durch Samen verschafften den Bäumen in den meisten Biomen der Erde einen
Vorteil gegenüber anderen Pflanzen und haben dort zur Entwicklung großflächiger
Waldbestände geführt. Ausnahmen bilden die Wüsten, die arktischen Tundren und
die zentralkontinentalen Steppen.

Hinsichtlich des inneren Baus des Baumstamms weichen die zu


den Einkeimblättrigen gehörenden Palmen von den echten Bäumen erheblich ab. Bei
ersteren stehen die Gefäßbündel im Grundgewebe zerstreut, weshalb es
keinen Kambiumring, keinen Holzzylinder und somit kein fortdauerndes sekundäres
Dickenwachstum des Stammes gibt. Bei den zu den Dikotyledonen oder
Gymnospermen gehörenden Bäumen besitzt der Stamm schon in der frühesten
Jugend als dünner Stängel einen unter der Rinde gelegenen Kreis von Leitbündeln,
der den Rindenbereich vom innen liegenden Mark scheidet. Dieser Leitbündelring
stellt in seiner inneren, dem Mark anliegenden Hälfte das Holz und im äußeren, an
die Rinde angrenzenden Teil den Bast dar; zwischen beiden zieht sich der
Kambiumring hindurch. Dieser wird aus zarten, saftreichen, sich ständig teilenden
Zellen gebildet und vergrößert durch seinen laufenden Zellvermehrungsprozess die
beiderseits ihm anliegenden Gewebe. So wird alljährlich an der Außenseite des
Holzringes eine neue Zone Holzgewebe angelegt, wodurch die Jahresringe des auf
diese Weise erstarkenden Holzkörpers entstehen, die als konzentrische Linien am
Stammquerschnitt wahrnehmbar sind. Andererseits erhält aber auch der weiter
außen liegende Bast an seiner Innenseite einen jährlichen, wenn auch weit
geringeren Zuwachs. Auf diese Weise kommt die dauernde Verdickung des
Stammes und aller Äste sowie auch der Wurzeln zustande.

Siehe auch: Ammenstamm

Das könnte Ihnen auch gefallen