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Deutschland 3

Das Dokument behandelt die Entwicklung der nationalen Identität in Österreich und Deutschland vom 19. Jahrhundert bis zur deutschen Einheit 1990, einschließlich der Auswirkungen des Ersten und Zweiten Weltkriegs sowie des Nationalsozialismus. Es beschreibt die geologischen und geografischen Merkmale Deutschlands, einschließlich der Oberflächengeologie, Relief und Klimabedingungen. Zudem werden die naturräumlichen Großregionen und die klimatischen Einflüsse auf Deutschland erläutert.

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Deutschland 3

Das Dokument behandelt die Entwicklung der nationalen Identität in Österreich und Deutschland vom 19. Jahrhundert bis zur deutschen Einheit 1990, einschließlich der Auswirkungen des Ersten und Zweiten Weltkriegs sowie des Nationalsozialismus. Es beschreibt die geologischen und geografischen Merkmale Deutschlands, einschließlich der Oberflächengeologie, Relief und Klimabedingungen. Zudem werden die naturräumlichen Großregionen und die klimatischen Einflüsse auf Deutschland erläutert.

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Das Kaisertum Österreich wurde 1871 nicht Teil des Deutschen Reichs.

Die
deutschsprachigen Bewohner Österreichs empfanden sich aber auch weiterhin als
Deutsche. Als am Ende des Ersten Weltkriegs der Vielvölkerstaat zerfiel, wollten
die Deutschösterreicher sich dem Deutschen Reich anschließen. Das untersagte
jedoch der Vertrag von Saint-Germain. So begannen sich unterschiedliche nationale
Identitäten zu entwickeln. Die Begriffe deutsch und Deutschland wurden zunehmend
nur mit dem Deutschen Reich identifiziert. Dieser Prozess wurde zunächst
unterbrochen, als 1938 unter nationalsozialistischer Herrschaft der Anschluss
Österreichs an das Deutsche Reich erfolgte. Die Distanzierung vom
Nationalsozialismus nach dem Zweiten Weltkrieg führte in Österreich zur
Distanzierung vom Begriff Deutschland und zur Festigung einer eigenen
nationalen Identität der Österreicher. Im Zuge der politischen Neuorganisation des
fortbestehenden Gesamtstaates lehnte der Parlamentarische Rat in
Westdeutschland eine Fortführung des Staatsnamens Deutsches Reich wegen
seines „aggressiven Akzents“ ab und verwendete erstmals Deutschland als
Staatsbezeichnung in der damals konstituierten „Bundesrepublik Deutschland“. In
den Beratungen sagte Theodor Heuss 1948: „Mit dem Wort Deutschland geben wir
dem Ganzen ein gewisses Pathos … sentimentaler und nicht machtpolitischer
Art.“[26] Die Deutsche Demokratische Republik (DDR) nutzte Deutschland nicht im
Staatsnamen, aber als synonyme Bezeichnung für DDR in Art. 1 der Verfassung von
1949. Später verwendete die DDR fast nur noch das
Attribut deutsch beziehungsweise den Namenszusatz „… der DDR“ für staatliche
Hoheitsbezeichnungen. Mit der deutschen Einheit 1990 konnte Deutschland zur
amtlichen Kurzform der Staatsbezeichnung werden.[27]

Siehe auch: Deutsch in anderen Sprachen


Geographie
→ Hauptartikel: Geographie Deutschlands
Physische Geographie

Lage Deutschlands in Europa


Die naturräumlichen Großregionen sind von Nord nach Süd: das Norddeutsche
Tiefland, die Mittelgebirgszone und das Alpenvorland mit den Alpen.

Geologie
→ Hauptartikel: Geologie Deutschlands
Oberflächengeologie Deutschlands
Deutschland gehört geologisch zu Westeuropa, das heißt zu jenem Teil des
Kontinents, der dem präkambrisch konsolidierten „Ur-Europa“ (Osteuropa
einschließlich eines Großteils Skandinaviens, vgl. Baltica) erst im Verlauf
des Phanerozoikums sukzessive durch Kontinent-Kontinent-
Kollisionen (Gebirgsbildungen) angegliedert wurde. Die entsprechenden
Krustenprovinzen (Grundgebirgsprovinzen) werden klassisch vereinfachend
(Ost-)Avalonia (vgl. kaledonische Gebirgsbildung) und Armorica (vgl. variszische
Gebirgsbildung) genannt. Die jüngste Krustenprovinz ist das Alpen-Karpaten-
Orogen (vgl. alpidische Gebirgsbildung), an dem Deutschland nur mit dem äußersten
Süden Bayerns Anteil hat und das im Gegensatz zu den beiden anderen
tektonischen Provinzen ein aktives Orogen darstellt.

Die heutige Oberflächengeologie Deutschlands, das heißt das Muster aus


verschieden alten und verschieden aufgebauten Gesteinskomplexen, wie es
in geologischen Karten vielfach abgebildet ist, entstand erst im Verlauf der letzten 30
bis 20 Millionen Jahre im jüngeren Känozoikum und wurde von zwei Ereignissen
maßgeblich geprägt: der Alpidischen Gebirgsbildung und dem Quartären Eiszeitalter.

Das Quartäre Eiszeitalter formte die vergleichsweise eintönige Oberflächengeologie


Norddeutschlands und des Alpenvorlandes mit ihren Moränenablagerungen und
sonstigen Begleiterscheinungen großflächiger Vergletscherungen (vgl. glaziale
Serie).

Die Oberflächengeologie der Mitte und des überwiegenden Teils des Südens
Deutschlands ist das Ergebnis bedeutender bruchtektonischer Hebungen und
Senkungen, die auf die Fernwirkung der Alpidischen Gebirgsbildung zurückgehen.
Hierbei wurden teils alte (überwiegend Paläozoikum), variszisch gefaltete
Grundgebirgskomplexe (Schiefergebirge und Kristallin) aus dem Untergrund
herausgehoben und großflächig freigelegt (u. a. Rheinisches
Schiefergebirge, Harz, Erzgebirge), teils sank die Erdkruste ein und bildete
Sedimentationsräume, die mehr oder weniger mächtige känozoische
Sedimentabfolgen aufnahmen (Oberrheingraben, Niederrheingraben, Hessische
Senke, Molassebecken). Eine tektonische Zwischenstellung nehmen die Tafelländer
mit ihren ungefalteten mesozoischen Schichtenfolgen ein, dominiert
von Trias und Jura (Thüringer Becken, Süddeutsches Schichtstufenland).

Relief

Die Zugspitze in Bayern ist mit 2962 Metern über


Normalhöhennull die höchste Erhebung Deutschlands.
Das geologisch junge Faltengebirge der Alpen ist das einzige Hochgebirge, an dem
Deutschland Anteil hat. Die deutschen Alpen, die sich zur Gänze im
Bundesland Bayern befinden, weisen die einzigen Gebirgsgipfel mit mehr
als 2000 m ü. NHN auf. Der Gipfel der Zugspitze (2962 m ü. NHN), den sich
Deutschland mit Österreich teilt, ist der höchstgelegene Punkt des Landes.

Mittelgebirgslandschaft: Wald und Wiesen


bei Wüstems im Taunus
Die deutschen Mittelgebirge erstrecken sich vom Nordrand
der Mittelgebirgsschwelle bis zum Alpenrand und zum Oberrhein mit dem Bodensee.
Sie nehmen tendenziell von Nord nach Süd an Höhe und Ausdehnung zu. Höchster
Mittelgebirgsgipfel ist der Feldberg im Schwarzwald (1493 m ü. NHN), gefolgt
vom Großen Arber im Bayerischen Wald (1456 m ü. NHN). Gipfel
über 1000 m ü. NHN besitzen außerdem das Erzgebirge, das Fichtelgebirge,
die Schwäbische Alb und der Harz, der sich recht isoliert als nördlichstes unter den
höchsten deutschen Mittelgebirgen mit dem Brocken auf 1141 m ü. NHN erhebt.
Nördlich der Mittelgebirgsschwelle erreichen nur noch einige Berge innerhalb der
eiszeitlichen Endmoränenzüge mehr als 100 m ü. NHN, von denen
die Heidehöhe in Schraden (Südlicher Landrücken im brandenburgisch-sächsischen
Grenzgebiet) mit 201 m ü. NHN der höchste ist.
Die tiefste allgemein zugängliche Landesstelle Deutschlands liegt
bei 3,54 m unter NHN in einer Senke bei Neuendorf-Sachsenbande in
der Wilstermarsch (Schleswig-Holstein).[28] Ebenfalls in diesem Bundesland befindet
sich die tiefste Kryptodepression: Sie liegt mit 39,6 m unter NHN am Grund
des Hemmelsdorfer Sees nordöstlich von Lübeck. Der tiefste künstlich geschaffene
Geländepunkt liegt bei 267 m unter NHN am Grund des Tagebaus Hambach östlich
von Jülich in Nordrhein-Westfalen.
Siehe auch: Liste der höchsten Berge in Deutschland und Liste der Gebirge und
Höhenzüge in Deutschland
Klima
→ Hauptartikel: Klima in Deutschland
Deutschland gehört vollständig zur gemäßigten Klimazone Mitteleuropas im Bereich
der Westwindzone und befindet sich im Übergangsbereich zwischen
dem Seeklima in Westeuropa und dem Kontinentalklima in Osteuropa. Das Klima in
Deutschland wird unter anderem vom Golfstrom beeinflusst, durch den das
durchschnittliche Temperaturniveau für die Breitenlage ungewöhnlich hoch ist.

Die mittlere Jahresdurchschnittstemperatur, bezogen auf die Normalperiode 1961–


1990,[29] beträgt im bundesweiten Gebietsmittel 8,2 °C, die mittleren
Monatsdurchschnittstemperaturen liegen zwischen −0,5 °C im Januar und 16,9 °C im
Juli. Der mittlere jährliche Niederschlag beträgt 789 Millimeter. Die mittlere
monatliche Niederschlagshöhe liegt zwischen 49 Millimeter im Februar und
85 Millimeter im Juni.

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