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SOUND DESIGN TIPPS & TRICKS BEWUSST FEHLER MACHEN:
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- Mit Absicht die "falschen" Plugins nehmen, z.B. einen Vocal Enhancer auf ein Synth Lead
1. RETRO TECHNIK anwenden, oder einen Vocoder auf ein Drum Kit erlaubt neue kreative Möglichkeiten.
Inspiration ist so eine Sache: Entweder sie kommt oder sie kommt nicht. Für letzteren Fall behilft FIELD RECORDINGS:
sich Robot Koch mit einem Trick, indem er einfach Arpeggios aufnimmt und diese auf das halbe
Tempo transponiert. Dadurch kommen die pulsierenden Rhythmen zustande, die so - Eigene Field Recodings als Foleys unter Samples mischen, um diesen mehr Charakter und
charakteristisch für ihn sind. Und das Beste: Diese Technik lässt sich recht schnell umsetzen. Textur zu verleihen.
2. ARP ZU AUDIO OBERTÖNE HINZUFÜGEN:
Laden Sie einen beliebigen Synthesizer mit Arpeggiator und wählen Sie ein Preset nach Ihrem - Bitrushing kann, wenn es sparsam verwendet wird, fehlende harmonische Höhen und
Geschmack. Spielen Sie eine oder mehrere Noten ein. Wir verwenden Thorn Solo mit SEQ Collider Obertöne hinzuzufügen, ohne ein EQ oder Exciter verwenden zu müssen.
und nehmen lediglich ein langes G#3 auf. Ist der Clip im Kasten, verwandeln wir ihn in Audio und
transponieren das Sample eine Oktave herunter, also auch auf halbes Tempo. RESAMPLING:
3. PIMPEN, FERTIG - Resampling eigner bereits erstellter Samples durch Sampler oder Granular Synths durch
Reversing, Layering, Chopping etc. kann neue, frische Ideen bringen.
Mit dem verstärken wir die 130 Hz um einige dB per Low-Shelf-Band eines Equalizers. Zusätzlich
laden wir den STA Preamp und drehen SATURATION voll auf. Für mehr Groove nehmen wir ein NOISE IST DEIN FREUND:
Tiefpassfilter, fahren Cutoff auf 50 % herunter und automatisieren Cutoff per LFO (oder als
Automation), sodass sich das Filter alle halbe Takte öffnet. Dazu packen wir einen Downbeat. - Weißes, pinkes, braunes Rauschen ist extreme wirkungsvolles Sound Design Material
besonders in Kombination mit Filtern und Gates / Sidchaining. Mit einem Low-Pass Filter mit
************************************************************************************************************ minimalen Cutoff und einer hohen Ressonanz kann ein lustiger Sturmwind-Effekt erzeugt
TIPPS ZUM LAYERING: werden.
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TEXTUREN LAYERN:
SOUNDAUSWAHL:
- Texturen können untereinander gelayert werden, z.B.:
- Bewusst Sounds wählen, die sich im Frequenzspektrum sinnvoll ergänzen z.B Streicher und Piano
etc. Gute Kombinationen vermerken oder als Preset abspeichern. 1. Eine verrauschte Field Recording Aufnahme mit einem cleanen Synth Pad.
2. Grobkörnige Rauschartefakte mit einer simplen Bassline.
STEREOMITTE: 3. Generiertes weißes Rauschen für ein kratzenden Lead Synth.
4. Mehr Low-End Power durch simple Sinus- oder Triangle Waves.
- Panorama beim Stacken beachten, sodass die Tiefen in der Stereomitte plaziert werden und die
mittleren Höhen an den Seiten. Eventuell muss mit EQ mid/side korrigiert werden. TRANSIENTEN LAYERN:
PITCHING: - Wenn ein Sound mehr Attack braucht, kann man den Transienten eines Kicks, einer Snare
oder eines Percussion Instruments über das Originalsignal legen. Das funktioniert gut, um
- Oktaven-Dopplung kann das Sample fetter machen, kann aber auch Artefakte hervorbringen. den Sound eine gewisse Schärfe beizufügen, die Transienten knackiger zu machen und um
Durch einen Bitcrusher kann zusätzlich mehr Druck erzeugt werden. Arpeggiator Patterns zu betonen.
FIELD RECORDINGS: REABUILDING SYNTH PRESETS:
- Um Layer atmosphärischer zu machen, kann man Field-Recordings beimischen, so wird ein - Ein guter Weg um zu verstehen wie Synth Presets entstehen:
steriler Synth-Sound plötzlich sehr lebendig, wenn man ihn mit knarzenden Geräuch kombiniert, Synth kopieren und die Einstellungen reseten, um diese dann dem Original nach und nach
das mit viel Reverb hinterlegt ist. anzuspassen.
- Man lernt so die Technik, wie das ausgewählte Lieblingspreset mit den verwendetetn
VOCAL ONE-SHOTS: Parametern entsteht.
- Synth Sounds werden reizvoller, wenn sie mit kurzen Vocals oder Shouts kombiniert werden. EFFEKTE ALS RETURNS:
PORTAMENTO TRICK: - Um das Stereopanorama zu erweitern kann ein kurzer Delay, Reverb, Chorus oder Phaser
auf einen Return Track gelegt werden. Man kann diesen dann noch mit EQ bearbeiten ohne
- Für besonders markante Sounds drei monophone Lead-Klänge kombinieren und die Noten der das Originalsignal zu verändern und bei Bedarf die Stärke des Effects über die Send Knobs
Melodie etwas überlappen lassen. Bei allen drei Sounds unterschiedliche Portamento- bzw. Glide anpassen.
Werte einstellen.
SOUNDS RÜCKWÄRTS SPIELEN:
WISSEN WIE:
- Pads, Bässe, Vocals, Effects, Drums, Leads können rückwärts abgespielt sehr interessante
- Das Plugin, das man benutzt sollte beherrscht werden, um seine Möglichkeiten voll Ergebnisse bringen.
auszuschöpfen.
EXTREMES TIMESTRETCHING:
FLEXIBLES LAYERING:
- Extreme Werte beim Timestretching wählen (z.B. mit Pauls' Extreme Sound Stretch) um
- Track in viele Layer unterteilen, so können flexibel Sounds und Texturen ausgetauscht und Klänge in Pads und sphärische Texturen zu verwandeln.
kombiniert werden.
FESTE ZIELE SETZEN:
FIELD RECORDINGS:
- Mitten beim Song basteln ein atmosphärisches Pad zu basteln unterbricht den Workflow
- Elektronische Sounds mit organischen Klangquellen kombinieren und mit diesen layern. und ist wenig produktiv. Es ist ratsamer Samples vorher zu erstellen und sich dafür feste
Ziele und feste Zeiten zu setzen:
STEREOBILD: - z.B. 5 Pad Samples in einer Stunde erstellen, 10 Basslines ein einem Durchgang
einzuspielen usw.
- Durch eine individuelle Frequenztrennung, räumliche Effekte und Panning-Effekte fügen sich die
Layer besser zusammen. Tipps von Robot Koch:
MINIMALISMUS: - Eigene Samples / Tracks resamplen, sodass man das Ursprungsmaterial nicht mehr
erkennt. Die Strings aus einem Stück könnten zum Beispiel Grundlage für eine Textur oder
- Man kann aus jedem Sound einfach mit EQ, Kompression und Verzerrung sehr interessante Pads, einen Drone-Sound in einem neuen Track sein.
Drones und Ambient-Soundscapes erzeugen.
- Wenn man der atmosphärischen Drone dann ein subtiles Naturambiente / Field Recordings
hinzufügt, klingt sie noch immersiver.
TIPPS ZUM SOUNDESIGN:
- Klang durch eine Effektkette aufnehmen, mit harmonischer Verzerrung und einem
************************************************************************************************************ angemessenen Hallanteil und diese Aufnahme dann weiterbearbeiten.
18 EXPERTEN TIPPS:
************************************************************************************************************ - Pulsierende, organische Rhyhtmen können durch Synth-Arpeggios erzeugt werden, die
runterpitcht werden.
SIDECHAINING:
TIPPS ZU WARPING & PITCHING:
- Sidchaining nutzen, um Pads zu rhyhtmisieren und sie interessanter zu machen.
- Wenn man in Ableton statt der gängigen Warp-Funktionen die Repitch-Funktion benutzt,
ALLES AUFNEHMEN: kann man auch wie mit einer Bandmaschine verlangsamte Sounds erzeugen.
- Diese haben oft viel mehr Tiefe, als wenn man es mit einem Pitch-Algorithmus versucht.
- Recording starten, bevor mit neuen Plugins experimentiert wird, damit interessante Ideen Man kann auch Sachen auf Tape aufnehmen und verlangsamen oder diese nachträglich
festgehalten werden können. manipulieren.
EQ ALS FILTER TIPPS ZU EQ & FILTERING:
- EQ als Kreativ-Filter nutzen und Filterautomationen live aufnehmen. - Das extreme Komprimieren von Klängen und das selektive Filtern von einzelnen
Frequenzbändern ist eine andere Methode, um texturreiche Sounds in einem bestimmten
RACK REIHENFOLGE: Frequenzbereich zu isolieren.
- Plugin-Reihenfolge beachten: Kommt der Saturator vor dem Filter klingt es völlig anders als TIPPS ZU STEREOBILD:
anders herum. Sitzt der Kompressor ganz vorne in der Signalkette reagiert klingt das Ergebnis völlig
anders, als wenn man ihn ganz hinten plaziert. Experimentieren hilft hier oft weiter als graue - Wärme, organische Texturen im Klang erschaffen mit viel räumlicher Tiefe und
Theorie. interessanten Stereobild.
- Raumanteil in einer Aufnahme durch viel Kompression nach vorne zu holen und mit EQs
VERZERRUNG: und Filtern vom Hauptsound zu isolieren. Dann hat man das Gefühl, der Klang atmet ganz
anders. Dieses Layer kann dann gut mit dem eigentlichen Hauptsound mischen oder auch
- Distortion Effects können parallel in Kette geschaltet werden, um das Signal lebendiger und als atmosphärisches Element für sich alleine benutzen.
interessanter zu machen - jeder Effekt hat seine Besonderheiten, es lohnt sich, diese zu erkunden.
************************************************************************************************************ MIX VERBREITERN:
TIPPS ZU REVERBS:
************************************************************************************************************ - Um in der Mitte Platz zu schaffen und mehr Raum und Breite zu generieren, einfach den
Audio oder MIDI-Track kopieren und den einen hart links, den anderen hart rechts pannen.
REVERSE REVERB: Das funktioniert auch mit Drums und Percussions.
1. Audio Clip per Reverse Funktion inverteriern. - Man kann einen Mono-Hihat-Loop laufen lasse und ihn mit einem Drum Kit
nachprogrammieren, dann eine Spur ganz nach links und die andere ganz nach rechts
2. Signal an einen Return Track senden. Auf diesen einen Reverb legen mit 100% Wet Mix. Den pannen.
Return Track auf Solo schalten und Spur resampeln.
4. Original Clip und Reverb Clip übereinanderlegen und Original Hallfahne durch Reverse Hallfahne
ersetzen.
KLARE PRÄSENZ TROTZ REVERB
SPUR DUPLIZIEREN:
1. Ziel ist es, dass der erste Transient eines Tons unverhallt erscheint. Dazu wird die MIDI Spur des
Melodie-Instruments dupliziert.
RHYTHMUS EXTRAHIEREN:
2. Die MIDI Noten des MIDI-Clips alle auf eine Tonhöhe schieben, um nur den Rhythmus der
Melodie abzubilden.
Dann MIDI-Instrument und Effekte aus der Spur löschen.
INFO: Besteht die Melodie aus einem Audio-Clip, wandelt man diesen mittels Melodie auf eine neue
MIDI-Spur in einen MIDI-Clip um.
WHITE NOISE:
3. Beim Konvertieren ist die Tonhöhe egal, es geht darum den Rhythmus abzubilden. Sind alle
Noten der Reihe nach angeordnet, läd man einen Operator in die MIDI-Spur. Man wählt als
Wellenform "Oscillator A" White Noise aus. Alle anderen Oszillatoren schaltet man aus. Dann
reduziert man den Sustain aüf OSC A auf ein Minimum (-inf dB).
TRIGGER SPUR:
Man friert die Spur ein und wandelt sie mittels Audio fixieren permanent um. Da die Spur nur zum
triggern dient, muted man sie. In die "Original"-Spur mit der Melodie läd man einen passenden
Reverb. Dort stellt man Dry/Wet auf 100% Wet. Zuletzt gruppiert man den Reverb im Rack.
FX-RACK EINRICHTEN:
Im eben erzeugten Audio Effect Rack die Ketten-Liste öffnen und mittels Rechtsklick eine neue
Kette erzeugen. Durch diese wird das unverhallte Signal ausgegeben, während in der anderen
Kette nur der Effekt ohne Originalsignal zu hören ist. Hinter den Reverb einen Kompressor laden.
Dort Sidechain aktivieren und unter "Audio From" den Operator Pre oder Post FX auswählen.
COMPRESSOR-KONFIG:
Für eine maßvolle Reduktion des Halls stellt man die Ratio auf ca. 3:1 und den Threshold auf ca. -
30 dB. Die Release-Zeit justiert man unabhängig zur Tonlage auf einen mittleren Wert. Je länger
der Release, desto verzögerter erscheint der Hall nach Anschlag der Note. Ist der Wert zu hoch
gewählt, entsteht ein Loch! Die Lautstärke des Hallsignals regelt man über das Volume-Feld in der
Ketten-Liste.
- Ein heller, kurzer Reverb lässt das Signal im Vordergrund erscheinen und verstärkt seine Präsend
im Mix (bei Synthlines in Dancemusik z.B.)
- Ein dunkler, langer Reverb stellt das Signal mehr in den Hintergrund und betont weniger die
Höhen.
- Ein starker Kontrast aus hellen und dunklen Reverbs macht den Mix tiefer und lebendiger.
- Das Erzeugen von einer langen Hallfahne mit verschiedenen Reverbs und das Nachbearbeiten
dieser aufgenommen Sounds.
- Signal, das mit viel Reverb aufgenommen wurde, mehrere Oktaven nach unten pitchen und nach
interessanten Artefakten Ausschau halten, die neu inspirieren und so neue Ideen erzeugen.
TIPPS ZU KOMPRESSION & SIDECHAINING:
- Per Side-Chaining kann ein Puls erzeugt werden, auch indem man Percussion-Sounds
zweckentfremdet.
- Kick und Basstöne können miteinadner gelayert und verwoben werden, sodass beide miteinander
pulsieren.
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KLASSIKER ZUR KLANGOPTIMIERUNG:
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VOCALS RICHTIG VERHALLEN:
- Vocals auf Return-Spur senden, auf die man einen Reverb mit 100% Reverb legt. Dahinter einen
Kompressor legen und Sidechaining aktivieren.
- Als Sidchain-Quelle die Vocal-Spur auswählen. Den Peak Mode aktivieren und den Threshold auf
ca. -22 dB setzen. Den Release so einstellen, dass der Nachhall erst nach den Vocals richtig
aufgeht. Das Ziel ist, dass das Hallsignal abgesenkt wird, sobald die Vocals aktiv sind.
MIT STABS LÜCKEN SCHLIEßEN:
- Send aufrehen und Spur in eine Return-Spur mit einem Standart Delay Preset mit Dry/Wet 100%
schicken.
- Das Delay duplizieren, Dry/Wet auf ca. 45% , Feedback auf 30% stellen und eine andere Delay-
Zeit wählen als beim ersten.
LOW END HINZUFÜGEN:
- Wenn die Kick in einem Drum-Loop zu wenig Low-End hat, einfach eine MIDI-Spur mit einem
Operator erstellen. Unter Wave eine Sinus Welle auswählen und auf den Grundbasston des Songs
stimmen.
- Hinter den Operator ein Gate mit aktivierten Sidechain laden. Als Sidechain-Quelle den Drum-
Loop auswälen. Den EQ im Sidechain aktivieren und als Filter Type Highcut. Die Sidechain-Vorhör
Funktion aktivieren und die Frequenz so weit runterreglen, dass die Kick noch gut zu hören ist.
Dann den Threshold so wählen, dass ausschließlich die Kick durchkommt. Jetzt ist der Sinus-Ton
nur zusammen mit der Kick hörbar.