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I Care Pflege Zusammenfassung - 240118 - 004212

Das Dokument behandelt prä- und postoperative Maßnahmen sowie die Pflege von Patienten mit verschiedenen Erkrankungen, einschließlich Herzinsuffizienz, Osteoporose und Diabetes. Es beschreibt die Bedeutung der Anästhesievisite, postoperative Überwachung, Frakturdiagnostik und -behandlung sowie die Risiken und Symptome von Osteoporose und Herzinsuffizienz. Zudem werden spezifische Pflege- und Therapiemaßnahmen zur Sturzprophylaxe und zur Unterstützung der Patienten in der Rehabilitation hervorgehoben.

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I Care Pflege Zusammenfassung - 240118 - 004212

Das Dokument behandelt prä- und postoperative Maßnahmen sowie die Pflege von Patienten mit verschiedenen Erkrankungen, einschließlich Herzinsuffizienz, Osteoporose und Diabetes. Es beschreibt die Bedeutung der Anästhesievisite, postoperative Überwachung, Frakturdiagnostik und -behandlung sowie die Risiken und Symptome von Osteoporose und Herzinsuffizienz. Zudem werden spezifische Pflege- und Therapiemaßnahmen zur Sturzprophylaxe und zur Unterstützung der Patienten in der Rehabilitation hervorgehoben.

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Prä- operativ

Nüchtern sein: Aspirationsgefahr in Ein- und Ausleitung


Platz haben

Anästhesievisite: - Aufklärung - Op-Fähigkeit


- Prämedikation - Anästhesieart
- Größe, Gewicht, Allergie, VZ, Labor, EKG

Prämedikation: Sedativa = Beruhigung Analgetika= Schmerz

Ängste erkennen: Angst zu sterben, Aufwachen während der Op, Schmerzen, Unruhe, Ablehnen der
Op, Tachykardie, Hypertonie, Zittern
Reagieren: Gespräch anbieten (Arzt, Seelsorge, Wir), Informieren

Vorbereitung: Rasur, Hygiene, Post-Op Verhalten, Ernährung (Aufbaukost), Triflow, Wertsachen,


Prämedikation, markierte Op Stelle, Labor -> Gerinnung, Blutgruppe (Kreuzblut),
Aufklärungen/Einverständnis

Post- operativ
Überwachung: VZ Überwachung, Zugänge/Ableitungen, Schmerzen, Urinausscheidung

Ursache Post-Op. Fieber: Resorptionsfieber oder beginnende Wundinfektion


Maßnahmen post Op Fieber 39,1°: - Medis auf ärztliche Anordnung
-Temperaturkontrolle
-Blutkontrolle (Blutkulturen)
Reddon: Blut / Wundsekret ableiten
Wechsel: ungefähr bei 2/3 Füllung, wenn kein Sog mehr besteht
Warum entsteht ein höheres Krankheitsgefühl: Bewegungseinschräkung , Fremdkörper

Infektionszeichen:
Tumor = Schwellung
Rubor = Rötung
Dolor = Schmerz
Functiolaesa = eingeschränkte Funktion
Color = Überwärmung
Olekranon = Ellenbogen
Pronation = Supination
Gekreuzt = parallel
Einwärts- / Auswärtsdrehung

Hüftgelenk = Femur, Sitzbein, Schambein, Darmbein

Oberes Sprunggelenk= Fibula, Tibia, Sprungbein

Womit sind Gelenkflächen überzogen: Gelenkknorpeil

Sichere Frakturzeichen: Fehlstellung, offene Brüche, abnorme Beweglichkeit, Knochenreiben

Unsichere Frakturzeichen: Schmerzen, Schwellung, Hämatome, Funktionsstörung, Schonhaltung

Grünholzfraktur (Kinder)= Knochen bricht, Periost (Knochenhaut) intakt

Diagnostik Fraktur= Anamnese -Körperliche Untersuchung


Röntgen, MRT -DMS Kontrolle

Fraktureinteilung Kallus = neugebildetes Knochengewebe


Primär: Ohne Kallus Bildung
Sekundär: mit Kallus Bildung

Gefahr einer offenen Fraktur: Infektion -> Sepsis


Blutungen -> verletzte Gefäße
Schlechte Heilung
Nervenschädigungen, Nekrose

Folge von Rippenfrakturen: Pneumothorax, Hämatothorax, Leber-, Milz-, Zwerchfellruptur

Bei alten Menschen -> schnellerer Knochenbruch durch Osteoporose (poröse Knochen)
SHF= Schenkelhalsfraktur – Außenrottation des Fußes -Bein verkürzt -Hüftschmerzen
Behandlung: Operativ – Osteosynthese, TEP, Dynamische Hüftschraube (DHS)

Mediale SHF: innerhalb


Laterale SHF: außerhalb der Gelenkkapsel
Post op Lagerung: flache Schiene mit Wasser gefüllter Handschuh 90° Fußgelenk
Ø Außenrottation

Gips Überwachung: DMS, Schmerzen, Druckstellen, Schwellung, Hautbeobachtung

Compartment - Syndrom
Osteoporose
Definition: Krankhafter Knochenschwund, bei dem mehr Knochensubstanz abgebaut als neu gebildet
wird. Dadurch sinken die Knochendichte und das Frakturrisiko.
Formen und Ursachen:
Die primäre Osteoporose macht ca. 95% der Fälle aus, Ursachen sind unbekannt.
Als Risikofaktoren gelten:
- Weibliches Geschlecht, hohes Lebensalter
- Helle Hautfarbe, schlanke Figur
- Geringe Sonnenexposition (Vitamin D-Mangel)
- Wenig Bewegung, Rauchen, kalziumarme Ernährung
Die sekundäre Osteoporose ist Folge von Vorerkrankungen bzw. Therapien:
- Schilddrüsenunterfunktion, Diabetes mellitus
- Chron. Nierenerkrankung mit Kalziumverlust
- Chron. Pankreas- bzw. Darmerkrankungen
- Langer Kortisontherapie, lange Immobilität
Symptome: Osteoporose selbst verursacht keine Symptome, erst durch die im fortgeschrittenen
Stadium auftretenden Knochenbrüche und Wirbelverformungen kommt es zu sichtbaren
Veränderungen:
- Rundrücken (Kyphose) und Kugelbauch
- Größenverlust (Körperrumpf schrumpft)
- Tannenbaumphänomen (Hautfalten, die vom Rücken zu den Flanken ziehen)
- Rückenschmerzen durch die Fehlhaltung und Muskelverspannungen

Diagnose: Die Diagnosestellung erfolgt häufig im Rahmen einer Fraktur durch Anamnese,
Blutuntersuchungen, Knochendichtemessung und Röntgen
Therapie:
- Frakturen oder Wirbeldeformationen werden konservativ oder operativ
versorgt
- Schmerztherapie, physikalische Therapie, Massagen, Physiotherapie und
Mobilisation
- Medikamentöse Therapie, um den Knochenabbau zu hemmen und den
Knochenaufbau zu fördern, mit Kalzium, Vitamin D und Bisphosphonat; bei
Frauen ggf. mit Hormontherapie
- Behandlung der Ursache bei einer sekunfären Osteoporose
Spezielle Pflege:
- Beobachten Sie die Pflegebasismaßnahmen bei traumatologischen und
orthopädischen Erkrankungen
Informieren, Schulen, Anleiten, Beraten:
- Zu sturzpräventiven Maßnahmen
- Zu Hilfsmitteln (z.B. Gehhilfen, Hüftprotektoren)
- Ernährung: Kalzium- und Vitamin- D reich, z.B. Milchprodukte, grünes Gemüse,
natriumarmes Wasser
- „Kalziumräuber“ wie Koffein, Salz, Wurst, Fleisch, Schokolade, Cola und Alkohol
sollten gemieden werden
- Über Bewegungsmöglichkeiten (Physiotherapie oder spezielle Osteoporose
Sportgruppen
- Ggf. Sozialdienst hinzu ziehen, um Reha oder Pflegegrad zu beantragen
Achtung: Da osteoporotische Knochen leichter brechen, ist die Sturzprophylaxe besonders wichtig !
Schenkelhalsfraktur
Definition Fraktur: - Bruch im Knochen durch Gewalteinwirkung
- Zwei oder mehrere Bruchstellen die durch einen Bruchspalt voneinander getrennt sind
Direkte (Sturz) oder indirekte (Ort der Gewalteinwirkung nicht gleich Ort der Fraktur)
Path. Fraktur:

- Erkrankung die die Knochenstruktur auflöst (Osteoporose), Gewalteinwirkung


eigentlich zu schwach um zum Bruch zu führen

Ermüdungsbruch: ->Marschfraktur Knochenstruktur unverändert, Knochen bricht wegen


Dauerbelastung

Geschlossene Fraktur: Haut intakt

Offene Fraktur: Haut nicht intakt (Knochen sichtbar)

Grade: - 1. Haut von innen nach außen durchspießt

- 2&3. Weichteilverletzung von außen nach innen


- 4. Amputationsverletzung

Sichere Frakturzeichen:

- Knochenreiben(Krepitation)
- Fehlstellung (dislukation)
- Offene fraktur
- Abnorme Beweglichkeit

Unsichere Frakturzeichen:

- Schmerzen
- Schwellung
- Rötung
- Hämatom
- Funktionsstörung
- Schonhaltung

Gefahr einer offenen Fraktur:

- Infektion -> Sepsis


- Blutungen -> verletzte Gefäße
- Schlechte Heilung
- Nervenschädigungen
- Nekrose

Schenkelhalsfraktur:

- Verbindungsstück zur Hüfte


- Alte Menschen -> Osteoporose -> Sturz -> Fraktur
Komplikationen:

- Hoher Blutverlust (bis zu 2L)


- Schädigung von Organen (Blase und GI-Trakt)
- Nervenschädigung (N. Femuralis)

Diagnostik:

- Körperliche Untersuchung
- Röntgen, MRT
- Beckenübersicht (weitere Schäden ausschließen)
- Sono -> um Blasenverletzungen auszuschließen

Therapie:

- TEP (Total Endo Prothese) Kopf und Pfanne werden ersetzt


- Zementiert: Alt, Pflegekomplikationen vermieden , Vollbelastung
- Unzementiert: jung, Teil Belastung, kann/muss ausgewechselt werden (10
Jahre)
- Junge Pat.: Dynamische Hüftschraube, Konservativ, Reha

Osteoporose:

- Abnahme der kompletten Knochenstabilität


- Es wird mehr Knochenmasse abgebaut als aufgebaut

Risiko: Hauptrisiko -> Menopause bei Frauen

- Idiopathisch (Ursache unbekannt)


- Geringe Sonnenexposition (Vitamin D-Mangel)
- Hohes Lebensalter
- Wenig Bewegung
- Rauchen
- Kalziumarme Ernährung

Symptome:

- Rundrücken (Kyphose) und Kugelbauch


- Größenverlust (Körperrumpf schrumpft)
- Tannenbaumphänomen
- Rückenschmerzen durch Fehlhaltung und Muskelverspannungen
- Wirbelsäule wird instabil (brechen ein) = Spontanfraktur Infraktion ohne
Bruchspalt
- Schmerzen

Diagnostik: - Knochendichte messen = Cintigrafie (Kontrastmitteldarstellung) ->


Strahlenmessung mit Geigerzähler , Röntgen

Therapeutisch: - Diät, Hormontherapie, Schmerztherapie, Bewegungstherapie:


Knochenstoffwechsel anregen, Muskeln stärken
Informieren, Schulen, Anleiten, Beraten

- Zu sturzpräventiven Maßnahmen
- Zu Hilfsmitteln (z.B. Gehhilfen, Hüftprotektoren)

Ernährung: - Kalzium und Vitamin – D – reich z.B Milchproduckte, grünes Gemüse, natriumarmes
Wasser

- „Kalziumräuber“ wie Koffein, Salz, Wurst, Fleisch, Schokolade, Cola und Alkohol
sollten gemieden werden.

Über Bewegungsmöglichkeiten (Physiotherapie oder spezielle Osteoporose – Sportgruppen)

Ggf. Sozialdienst hinzuziehen, um Reha oder Pflegegrad zu beantragen

STURZPROPHYLAXE
Herzinsuffizienz
Herzinfarkt:

Definition: - Absterben von Herzmuskelzellen durch Durchblutungsstörungen des Herzens

Ursache: - Riss einer arteriosklerotischen Plaque mit Aktivierung der Blutgerinnung, Bildung eines
Thrombus -> Ø O2 Versorgung

Symptome: - Angina Pectoris, Dyspnoe, Kaltschweiß, Todesangst, stummer Infarkt :(bei Frauen) ohne
Symptome (evtl. unklare Bauchschmerzen)

Diagnostik: - Anamnese, EKG, Monitoring, Labor-> ckmb, Trop.

Therapie: - akut: Ptca, Medis =(Morphin, O2, Nitro, ASS, Beta-Blocker, Heparin), Bypasslyse

Pflege: akut: Herzbett, O2, IST, Verlauf -> Frühmobilisation

Folge: Re- Infarkte, Herzinsuffizienz

Herzinsuffizienz: - Keine Diagnose sondern Beschwerdekomplex, weil mehrere Vorerkrankungen zu


Grunde liegen: DM, Hypertonie, KHK

Definition: Herz ist zu schwach -> nicht ausreichend Blut ins Herz oder aus dem Herz zu pumpen -----
-->Blut staut sich im dahinter liegenden Kreislauf ->Ausgleich durch schneller und stärker schlagen
dadurch wird Herzmuskel größer HKG aber nicht, dadurch ist das Herz unterversorgt

Links: - verminderte Leistungsfähigkeit, Zyanose, Dyspnoe, Husten, Lungenödem

Rechts: - Stauungs- Leber, Halsvenenstauung, Ödeme in der Peripherie, ANASARKA 8Rücken oder
Stammödeme

Global: - beide Herzhälften sind betroffen

Akut: - direkte Beschwerden, Herzinfarkt

Chronisch: - Schübe, ansteigender Verlauf, Hypertonie, KHK

Kompensiert: ohne Beschwerden, vergrößertes Herz kann noch schneller/stärker schlagen, gut
medikamentös einzustellen

Dekompensiert: Beschwerden schon in Ruhe, Symptomverschlechterung

NYHA – Stadien: - 1. – Im EKG Ø Symptome, Zufallsbefund


2. – bei stärkere Belastung
3. – bei leichter Belastung
4. – Im Ruhezustand
Linksherzinsuffizienz: Lungenödem in den Alveolen entstehend

Diagnostik: Ruhe u. Belastungs EKG - HF↑, Herzrhythmus, VHF viele p-Wellen, unregelmäßiger qrs
Komplex, Echo, TEE innen, TTE außen, Röntgen Thorax, Herzkatetheruntersuchung ,
LinkherzAngio wird bevorzugt um Koronare darstellen zu können,
Herzkranzgefäße entspringen der Aorta
Therapie: Medikamente:
Nitrate: stellen die venösen und arteriellen und Koronargefäße weit damit das Herz keine große
Leistung bringen muss
Diuretika: vermehrt Natrium Ausscheidung Osmose und Natrium ist osmotisch wirksam
 Herz weniger belastet
Digitalis: Antiarhytmika, HF↓-> Herzentlastung Auswurfleistung optimiert, Steigerung der
Kontraktionskraft, Herz braucht selber nicht so viel O2
Enge therapeutische Breite, Schnelle Überdosierung möglich, Kopfschmerzen, Sehstörungen,
Herzrhythmusstörungen bis Herzstillstand regelmäßig Spiegel bestimmen

Thrombose = Blutgerinsel
Virchowsche Trias: Veränderung an der Gefäßwand
Veränderung der Strömungsgeschwindigkeit
Veränderungen der Zusammensetzung des Blutes

Asthma – Cardiale : Ausbildung eines Lungenödems -> Asthma von HI

Corpulmunale = 1. Lungenerkrankung -> COPD


2. Herzerkrankung aufgrund von Lungenerkrankung
Pflege: Beobachtung, Beinumfang, E/A, Bewegung, Psych. Begleitung (Angst), Schmerzerfassung

Therapie: Allgemeinmaßnahmen und Diät (Normalgewicht um Herz zu entlasten), Bewegung zur


Kreislaufanregung (im Rahmen der Möglichkeiten), Einfuhrbegrenzung damit Wassereinlagerungen
minimiert werden
Natriumarme Ernährung -> Salz bindet Wasser = bleibt im Körper
Diabetes
Pankreatitis
akut / chronisch

Langfristige Folgen: Umwandlung in Bindegewebe


Einbußen von Funktionen:
Endokrin: Hormone -> Insulin
Exokrin : Verdauungskräfte für Fette, Kohlenhydrate, Eiweiß

Amylase: Kohlenhydrate -> Mund


Pepsin: Eiweiß ->Magen
Lipase: Fett ->Darm (alles)

Bi- Carbonat zur Neutralisation der Magensäure zu wenig Bi- Carbonat= Gastritis, Ulcus

Diabetes= chron. Erkrankung des Pankreas


Haupthormon= Insulin (endokrin) aus den β-Zellen
Α- Zellen Glukogen Gegenspieler Insulin

Insulin schließt Zellen für Zucker auf Blut in Zellen zur Speicherung
Glukose kann in Leber und Muskeln gespeichert werden in Form von Glykogen
Insulinwirkung Fette können in Zellen aufgenommen werden

Typ 1: absoluter Insulinmangel, autoimmuner Prozess


Zelluntergang Ø genug Zellen Ø Insulin
Typ 2: relativer Insulinmangel, erworben, Schlüssel – Schlossprinzip passt nicht mehr

Relativ: Zellen sind erschöpft nicht brauØchbares Insulin es wird mehr als notwendig produziert,
wirkt aber Ø mehr
Typ2 Adipös, Fehlernährung, Überernährung
Metabolisches Syndrom = durch Wohlstand genügend Nahrung
Insulin sorgt dafür, dass mehr Fett aufgenommen wird

Symptome: Kaltschweiß, Durst (Polydipsie), Polyurie


160-180 mg/dl Nierenschwelle kann rückresorbiert werden ins Blut, Körper versucht es auszuspülen
deshalb mehr Durst
HWI= aufgrund von Glukoseansammlung in der Harnblase bei Männern häufiger HWI Indiz für
Diabetes
Polyneuropatie: Gefäße kristallisieren Nervenzellversorgung nicht gegeben
Haut/ Pilzinfektionen: Glukose im Schweiß = Nährboden, Immunsystem ↓
Leukos benötigen Glukose haben aber nicht genug

Diabetisches Fußsyndrom:
Läsionen bzw. Geschwüre am Fuß als Folge verminderter Sensibilität (diab. Neuropathie) und
Durchblutungsstörungen
Lipohypertrophie: ist eine weiche Umfangsvermehrung infolge einer Zubildung (Hypertrophie) des
Unterhautfettgewebes -> unberechenbare Resorption
Verbandwechsel: Hautbeobachtung insbesondere Umgebungshaut non touch Technik
Wundbeobachtung: Sezaniert? Farbe? Umgebung? Geruch? Wundphase, Größe / Tiefe
Ernährung: Polysacharide wirken länger
PH-Haut: 5,5 PH-neutrale Waschlotionen Sport: Diabetiker
Mikro: kleine Gefäße
Retinopatie -> Schädigung der Netzhaut -> Ø Sehen
Makro: Große Gefäße
Herzgefäße
pAVK, Apoplex, KHK
Polyneuropathie= Nervenschäden Ø keine Schmerzen
Ø Hitze oder Kälte Missempfindung

Diagnostik: oraler Glukose Toleranztest

Normal Path. GT Diab.


Nüchtern < 100 mg/dl 100-125 mg/dl <125 mg/dl
2 Stunden >140 mg/dl 140-200 mg/dl >200 mg/dl

HBA1C Wert = Langzeitblutzucker Mittelwert 8-10 Wochen gemessen wenn immer 6,5 mmol/dl dann
ist es sicher Diab
Eher zur Therapie Kontrolle
Weitere Diagnostik: BZTP, ERZP, Sono Pankreas, Angiografie, Doppler, Urintest (Glukose)
Harnstoff= Kreatinin, Ammoniak = Neurotoxisch

Therapie: 1 Stufe
Gesündere Lebensweise -> Risikofaktoren minimieren + Diät
Low carb, Polysacharide (Verdauung dauert länger (Vollkorn, Kartoffeln)
Ø Alkohol, Ø Industriezucker, Regelmäßig essen
Therapie: Stufe 2
Orale Antidiabetiker nur bei Typ2 hemmen die Kohlenhydrataufnahme im Darm fördern
Glukoseaufnahme in den Zellen Insulinausschüttung kann stimuliert werden, hemmt Fettresorption
Diätassistenten, Diabetesberater, Diabetologen

Therapiestufe 3:
Konventionelle Insulintherapie: 2-3x tgl. vor den Mahlzeiten
Intensivierte konventionelle Insulintherapie: 2x tgl. Insulin (freier in der Ernährung)
Insulinpumpentherapie(Typ1): permanente Insulingabe + Bolusgabe

Langzeitinsuline (Verzögerungsinsuline), Kurzzeitinsuline, Mischinsuline

Insuline senken BZ-Spiegel, bauen es in Speicherform um verhindern das aus Glykogen wieder
Glukose wird

pAVK und ihre Stadien nach Fontaine

Chronische Erkrankung des Gefäßsystems mit fortschreitender Verengung der Extrmitätenarterien


>90% sind Beinarterien betroffen
Ursache: Rauchen, D.M, arterielle Hypertonie, Bewegungsmangel, Blutfettwerte ↑
Symptome: Stadium 1 = keine Symptome
Stadium 2 = Claudicatio intermittens mit schmerzfreier Gehstrecke über 200m
Stadium 2b= Schmerzfreie Gehstrecke unter 200m
Stadium 3 = Ruheschmerz in den Füßen und Beinen
Stadium 4 = Ulcus, Nekrose, Gangrän
Ulcus= Geschwür durch Minderdurchblutung
Nekrose = abgestorbenes Gewebe
Gangrän = feucht (mit Bakterien) / trocken (ohne Bakterien)
Multiple Sklerose = viele Narben <- funktionslos
Enzephalomyelitis disseminata =
Markscheiden Entzündung verteilt vom Gehirn
Die Krankheit mit 1000 Gesichtern

Ursache: Unklar, eventuell Virusinfektion oder genetische Disposition


Immunsystem bildet Antikörper gegen Körpereigene Zellen (Gliazellen)
Myelinscheiden im Gehirn und Rückenmark werden abgebaut und durch Narbengewebe ersetzt

Myelinscheibe= Isolierung um die Nervenzelle, wenn kaputt kann Information nicht weitergegeben
(sorgt dafür das werden
Reize schnell
Weiter gegben Myelinschicht = Fett = weiße Substanz
Werden)

Gehirn außen: graue Substanz = Nervenzellkörper


Innen :weiße Substanz = Nervenzellbahnen
Rückenmark innen: graue Substanz
Außen: weiße Substanz

ZNS: Gehirn + Rückenmark


Hirnnerven + Rückenmarksnerven die die Schutzhülle verlassen gehören zum peripheren
Nervensystem

MS= chronische Erkrankung Merkmale = schleichender beginn -> irreversibel


(Akute Erkrankung Merkmale = plötzlicher Beginn -> reversibel oder tödlich)

Verläuft in Schüben: komplette oder inkoplette Remission


Komplett oder ein bisschen zurückgebildet
Mehr Frauen als Männer betroffen Manifestation 20-40 Lj.
Abbau von Muskelgewebe = Muskelatrophie
Symptome: Sehstörungen, Sensibilitätsstörungen, Lähmungen
Lähmungen schlaff oder spastisch -> mit oder ohne Muskeltonus

Ataxie: Unfähigkeit zielgerichtete Bewegungen auszuführen


MS-Intentionstremor: Zittern bei zielgerichteten Bewegungen
Parkinson Ruhetremor: Zittern in Ruhe das bei Zielgerichteten Bewegungen aufhört

Sprechstörung: Dysarthrie -> Aphasie =Broca: motorische Störung können Wort nicht bilden
Wernicke: sensorische Störung -> hören das was sie denken,
sagen aber etwas anderes
Global: beides
Amnestisch: Wortfindungsstörungen
Psych.: Depression, Demenz im Verlauf möglich

MRT: Magnet Resonanz Tomografie -> Querschnitt aller Gewebsschichten ggf. mit Kontrastmittel
Arbeitet mit Magnetfeldern Ø Strahlenbelastend teurer als CT
LP: Liquor LWS 4-5 können keine Nerven mehr verletzt werden, Rückenmark endet 12 BWS – 1 LWS
Pat. muss gekrümmt sein um zwischen die Wirbelkörper kommen zu können
LP-Labor: Erhöhung des Gesamteiweißes, Antikörpernachweiß, Elektroforese
EP= Evoziert (hervorgerufene) Potenziale
Sehen VEP= visuell An Nerven werden zwei Elektroden angebracht
Hören AEP= akustisch 1. Wird ein Reiz gesetzt
Motorische MEP= motorisch 2. Wird gemessen ob überhaupt oder wie schnell/stark
Sensorische SEP= sensorisch der Reiz ankommt

Interferone verlängern das Intervall zwischen den Schüben


Therapieziel: Schübe verhindern, Remission fördern

Wirkung / Nebenwirkung Kortison:


Hemmt die Produktion von spezifischen Entzündungs- und Botenstoffen durch die Körpereigenen
Immunzellen. Die entzündlichen Vorgänge während eines Schubs werden damit eingedämmt.

Nebenwirkung:
Die Nebenwirkungen einer Kortison- bzw. Kortikoid-Therapie treten in der Regel nur auf, wenn das
Hormon über einen längeren Zeitraum eingenommen wird. Kommt es, wie bei einer MS-
Schubtherapie, nur kurzfristig zum Einsatz, ist die Verträglichkeit meistens gut. Bis zu vier
hochdosierte Stoßtherapien pro Jahr gelten als nebenwirkungsarm und sicher.

BZ ↑, GI – Beschwerden, Schwitzen, Unruhe, periphere Ödeme


Parkinson Syndrom
Die extrapyramidalen Bahnen, speziell die dopaminergen Bahnen der schwarzen Substanz, sind
degenerativ verändert, wodurch es zu einem Mangel an Dopamin kommt und Haltungs-
Kommunikation und Bewegungsabläufe beeinträchtigt sind.

Ursachen: Untergang Dopamin produzierender Zellen führt zum Dopamin Mangel


-> Acetylcholynüberschuss
Symptome:
- Rigor: (erhöhte Muskelspannung) Zahnradphänomen
- Ruhetremor (Zittern) hört auf bei Zielgerichteten Bewegungen
- Hypo- oder Akinese (Bewegungsarmut)
- Starre Mimik (Maskengesicht) Akinese ↑
- Arme pendeln beim Gehen nicht mit
- Kleinschrittiger Gang
- Vegetative Störungen wie starke Talgsekretion (Salbengesicht)
- Nach vorn geneigter Kopf und Rumpf
- Leicht gebeugte Knie und Ellenbogen
- Monotone und leise Sprache

Therapie:
- Eine Heilung Ø möglich, Ungleichgewicht von Dopamin und Acetylcholin
auszugleichen mit:
- L-Dopa Präparaten z.B. Madopar
- COMT- Hemmern, z.B. Comtess
- Anticholinergika z.B. Akineton
- Amantadin z.B. PK-Merz
- Monoaminooxidosehemmern B, z.B. Movergan
- Dopamin – Agonisten, z.B. Pravidel
- Physio- und Ergotherapie, Logopädie

Pflege bei Parkinson – Syndrom:


- Aktivierende Pflege ist essenziell
- Distanzierte aber zugewandte Haltung bewahren
- Motivation und Unterstützung für gezieltes Bewegungsprogramm
- Vermeidung von Zeitdruck bei täglichen Aktivitäten
- Motivation zu konsequenten Atemübungen
- Information über geeignete Hilfsmittel
- Ernährungsumstellung: Schluckstörungen berücksichtigen
- Angehörige einbeziehen

Prävention und Gesundheitsberatung:


- Information über Umgang mit Medikamenten sowie deren (unerwünschte)
Wirkungen
- Motivation zu reichlichem Trinken, cave: Kontraindikationen
- Information über Maßnahmen zur Sturzprophylaxe
- Kontakt zu Selbsthilfegruppen herstellen (Parkinson Cafe)
Salutogenese = Gesundheitsentstehung
(Arbeit der Pflege)

Aaron Antonowsky (1923-1994) stellt die Frage in den Mittelpunkt, warum Menschen trotz
krankmachender Einflüsse gesund bleiben bzw. was Menschen gesund hält

Gesundheits- und Krankheits- Kontinuum


- Gesundheit – Krankheit 2 Pole
- Im Laufe des Lebens pendelt man dazwischen
- Man hat immer gesunde und kranke Merkmale gleichzeitig
Stressoren und Spannungszustände
- Sind allgegenwärtig und wirken auf den Menschen ein
Widerstandsressourcen
- Wirken sich positiv auf den Umgang mit Stressoren aus
- Körperliche Faktoren, finanzielle und soziale Rückhalte
- Identifizierung, Konversion, Sublimierung, Verleugnung, Verdrängung
Kohärenzgefühl = Lebenseinstellung
- Grundeinstellung zur Welt und zum Leben
- Wird durch Erfahrungen, Erlebnisse, Lebensereignisse insbesondere in der
Kindheit geprägt

Abhängig von drei Eigenschaften


- Verstehbarkeit: Fähigkeiten, Informationen verarbeiten
- Handhabbarkeit: Vertrauen in sich selbst, Schwierigkeiten/Probleme
bewältigen zu können
- Sinnhaftigkeit: Das Leben mit seinen Herausforderungen hat einen Sinn

Pathogenese
(Arbeit von Ärzten, Diagnose stellen u. Symptome behandeln)
Die Pathogenese beschäftigt sich mit der Entstehung von Krankheiten im Mittelpunkt steht die Frage
nach den Ursachen und Risikofaktoren. Unser Gesundheitssystem ist bislang überwiegend
pathogenetisch geprägt, d.h., der Fokus liegt auf einer schnellen Diagnosestellung und der
Behandlung von Beschwerden

Entropie: Du bist niemals ganz gesund, irgendetwas hast du immer


Gewalt

Definition: Gewalt ist der Einsatz physischer oder psychischer Mittel, um einer anderen Person
Schaden zuzufügen, sie dem eigenen Willen zu unterwerfen oder ausgeübter Gewalt mit
Gegengewalt zu begegnen.

Merkmale von Gewaltopfern:


- Demenzerkrankte
- Hilflose (körperliche-/ oder geistige Schwäche)
- Alte Menschen
- Desorientierte/zeitweise klare Menschen
- Menschen die individuell/isoliert (Einzelgänger) gelebt haben, können sich
schwer auf eine Pflegebeziehung einlassen

Beispiele: Nichtbeachten, Entzug von Zuwendung, Vernachlässigung, Verweigern von


Toilettengängen
Zwangsernährung, abfällige Bemerkungen, Bevormundung, Freiheitsbeschränkung/-
Entziehung

3 Formen der Gewalt:


Personelle Gewalt: Beeinträchtigung der Grundbedürfnisse durch aktiv: Misshandlungen
passiv: Vernachlässigung
Ursache: psych. Überforderung durch Stress, Frustration, überhöhtes Helferideal
etc.

Institutionelle Gewalt: strukturbedingt und indirekt


- Rahmenbedingungen können als Gewalt empfunden werden und
Gewaltbescheitschaft fördern
- Z.B Dauerhaft zu wenig Personal, mangelnde Arbeitsorganisation, keine
Finanzierung von pflegeerleichternden Hilfsmitteln, vorgegebene
Strukturierung des Tageablaufs, der sich nicht an Patientenbedürfnissen
orientiert.

Kulturelle Gewalt: entsteht indirekt


- Ursprung: In der Wertehaltung, Religion, Ideologie einer Gesellschaft
- Z.B Einstellung gegenüber bestimmten Personengruppen einer Gesellschaft

Merke!
Keine Toleranz gegenüber Gewalt! Kollegen oder Vorgesetzte direkt ansprechen .

Konflikt
Definition: Ein Konflikt besteht, wenn sich zwei oder mehrere Parteien (Einzelpersonen, Gruppen,
Organisationen) bezüglich Fakten, Meinungen, Überzeugungen, Gefühlen, Trieben,
Bedürfnissen, Zielen, Methoden, Werten usw. unterschiedliche Vorstellungen haben.

Gefühle die einen Konflikt auslösen:


Disfunktional: wenn ein Konflikt nicht kommuniziert wird
Funktional: wenn sich Beziehung verbessert
Burnout – Syndrom
Definition: Emotionaler, geistiger und körperlicher Erschöpfungszustand nach länger bestehender
hoher Arbeitsbelastung, Stress und/oder Selbstüberforderung. Das Syndrom geht mit einem
Krankheitsgefühl einher und dauert länger als 6 Monate an.

5 Phasen Modell nach Müller und Timmermann:


1. Enthusiasmus und Idealismus: - z.B. Drang nach Anerkennung und übertriebener Ehrgeiz
2. Realismus und Pragmatismus: - z.B. Ausblenden von Warnsignalen und Überforderung, erste
(körperliche und Psychische) Beschwerden
3. Stagnation und Überdruss: - z.B. Rückzug, Reduktion sozialer Kontakte, zunehmende
Ängstlichkeit
4. Frustration und Depression: - z.B. innere Leere, Ablenkung durch Essgewohnheiten,
Alkohol und Medikamenten, Funktionieren wie ein Roboter
5. Apathie und Verzweiflung: - z.B Niedergeschlagenheit, Gleichgültigkeit,
Arbeitsunfähigkeit, Hoffnungslosigkeit, totale Erschöpfung,
Suizidgedanken
Gefährdete Personen:
- Stellen sehr hohe Anforderungen an sich selbst
- Haben ein ausgeprägtes Helfersyndrom (häufig im sozial- und
Gesundheitsbereich)
- Haben mangelnde Stressbewältigungsstrategien

Unterstützungsmaßnahmen:
- Kollegen, die Symptome zeigen behutsam ansprechen
- Dabei unterstützen, therapeutischen und ärztlichen Rat zu suchen
Persönliche Belastungen vorbeugen
Supervision: Ziele und Aufgaben – in einer Supervision werden:
- Veränderungsprozesse gestaltet
- Lösungen und Haltungsalternativen entwickelt
- Die Zusammenarbeit und eine wertschätzende Kommunikation im Team
gefördert
- U.a Versorgungsqualität und Patientenorientiert verbessert
- Die Organisationsentwicklung vorangetrieben (durch Veränderung von
Arbeitsstrukturen)

Stressbewältigungsstrategien:
- Persönliche Stressbelastungen analysieren
- Verschiedene Stressbewältigungsmethoden kennenlernen und ausprobieren
- Ein persönliches Antistressprogramm entwickeln
- Persönliche Zufriedenheit und Stressniveau regelmäßig kontrollieren

Ressourcen stärken:
Stress entsteht wenn zu wenig Ressourcen wahrgenommen werden um diese zu stärken, sind 3
Faktoren wichtig:
1. Selbstbewusstsein/ Selbstvertrauen stärken: sich eigene Stärken bewusst machen
2. Soziale Kontakte nutzen: Gespräche mit anderen können entlasten, daher gezielt schauen
wer mir helfen kann
3. Wissen: gibt uns Sicherheit, mit schwierigen Situationen umzugehen,
was weiß ich über die stressauslösende Situation?
Wo kann ich mir mehr Wissen aneignen?

Einstellung ändern:
- Alles oder nichts Strategien aufgeben: Kleine Erfolge können auch etwas
bewegen
- Realistische (zwischen-)Ziele setzen und das Erreichen wertschätzen
- Schwierigkeiten nicht als Bedrohung, sondern als Herausforderung sehen
- Sich nicht alles zu Herzen nehmen/ nicht alles persönlich nehmen
- Fort- und Weiterbildungen zur Kommunikation und Konfliktlösung
wahrnehmen

Work – Life – Balance


- Zeitmanagement optimieren
- Freizeit gestalten: Hobbys und soziale Kontakte konkret einplanen
- Regelmäßig Zufriedenheitserlebnisse schaffen
- Regelung für Entspannung an freien Tagen
- Entspannungsmethoden
- Kurzfristig: Atemübungen, positive Selbstgespräche, kleine Körperliche
Übungen
- Langfristig: körperliche Bewegung, Yoga, Quigong und Tai- Chi, Pilates
Progressive Muskelentspannung
Selbsthilfegruppen
(Finanzielle Regelung von SHG -> SGB 5)
Definition: Selbsthilfegruppen sind freiwillige, meist lose Zusammenschlüsse von Menschen deren
Aktivitäten sich auf die gemeinsame Bewältigung von Krankheiten psychischen oder sozialen
Problemen richten von den sie entweder selber oder als angehörige betroffen sind.
1. Wie hat sich eine SH-Bewegung bisher entwickelt?
- Es werden immer mehr, weil sich Menschen die Unzufriedenheit verspüren in
der Behandlung oder den Unterstützungsmöglichkeiten zusammenschließen
um sich auszutauschen/ gegenseitig zu helfen
2. Was genau ist eigentlich eine SH-Gruppe?
- Zusammenschlüsse von Menschen mit dem gleichen Problem/Ziel
3. Wie viele SH-Gruppen gibt es?
- Etwa 70-100.000
4. Welche Organisationsformen der SH-Gruppen existieren?
- Typ1 Innenorientierte: kleine (Gesprächs)Gruppen, beschäftigt sich mit
Problemen ihrer Mitglieder, arbeiten eigenständig, ohne öffentliche
Unterstützung, in der Mehranzahl der Fälle als gesundheitliche Selbsthilfe
organisiert
- Typ2 Außenorientierte: bieten Hilfe auch Nichtmitgliedern an, mehr Mitglieder,
häufig eingetragene Vereine, gehören SH- Verband oder Wohlfahrtverband an,
in der gesundheitlichen Selbsthilfe am stärksten vertreten
- Typ3 SH-Initiativen: Beeinflussung der Öffentlichkeit durch Aktionen und
Veranstaltungen, durchschnittlich 38 Personen, soziale Selbsthilfe
(Wohnumfeld, Ökologie, Bildungsbereich, Stadtplanung, Arbeitslose, Ausländer,
Kulturzentren, saubere Spielplätze
- Typ4 SH-Projekte: befinden sich im Übergangsfeld zum professionellen
Versorgungssystem, bieten selbstbestimmte Hilfs- und Beratungsangebote in
Konkurrenz/Ergänzung zu bestehenden Diensten, einige hauptamtliche
Mitarbeiter Hauptanteil der geleisteten Arbeit dennoch unentgeltlich
Betätigungsfeld: Sozial-, Jugend-, Alters-, und Kulturbereich
5. Was veranlasst Menschen sich einer SH-Gruppe anzuschließen?
- Wahrgenommene Mängel im professionellen System
- Bedürfnis nach mehr Mitwirkung
- Informationsaustausch -> man kann viel voneinander lernen
- Unterstützung
- Gleichgesinnte / Leidensgenossen kennen lernen
- Umgang mit Erkrankung und Folgen
6. Welche Leistungen werden angeboten?
- 1.Zuwachs an Wissen über die Krankheit und deren Behandlungsmöglichkeiten
- 2.Informationsgewinn über rechtliche Fragen
- 3.Informationen über Behandlungseinrichtungen
- 4.Informationen über Krankheitsfolgen und Nachsorge
- 5.Informationen über diagnostische Maßnahmen
7. Was bewirken SH-Gruppen?
- Verbesserung der individuellen Situationen
- Soziale Aktivierung
- Pos. Auswirkung auf Verlauf der Krankheit
- Besserer Umgang mit chron. Erkrankungen
- Persönliche Autonomie und Selbstbewusstsein im Umgang mit dem
professionellen System
- SHG beeinflussen das Gesundheitssystem (zeigen Missstände auf)
- Wirtschaftlicher Gewinn -> Leistung zum 0Tarif
Wichtige Kennzeichen von SH-Gruppen
- Betroffenheit durch ein gemeinsames Problem
- Ziele, die sich u.a auf die Teilnehmer richten und nicht auf Außenstehende
- Keine / geringe Mitwirkung von Professionellen
- Keine Gewinnorientierung – erbringen ihre Arbeit unentgeltlich
- Gleichberechtigte Zusammenarbeit- Gleichstellung aller
- Gemeinschaftliche Problembewältigung
- Gegenseitige Hilfe
Soziale Rolle

Einteilung:
Kernrolle: Hauptrolle in der Gesellschaft, z.B Pflegefachfrau
Flankierrolle: Rolle neben der eigentlichen Rolle, z.B. Mitarbeiter in der AG-Pflegestandart

Rollenkonflikte:
Interrollenkonflikt: Konflikt zwischen verschiedenen Rollen einer Person, z.B. Zeitaufteilung eines
Pflegefachmanns, der eine Jugendmannschaft trainiert. Es geht dabei darum, dass jeder einzelne für
sich klärt, was ihm wichtig ist.
Intrarollenkonflikt: Konflikt zwischen Kernrolle und Flankierrolle, z.B. Pflegeschüler steht zwischen
Erwartungen der Schule und der Station

Soziale Schichtung:
Die Schichttheorien begreifen die Gesellschaft als ein relativ gut abzugrenzendes Über- und
Untereinander von Schichten
Die wichtigsten Indikatoren sind:
- Bildung
- Einkommen
- Beruflicher Status

Schichtenproblem:
Innerhalb der verschiedenen sozialen Schichten existieren unterschiedliche Handlungs- und
Rollenerwartungen.
- Hohe Aufwärts- und Abwärtsmobilität
- Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft als Motoren der Mobilität
- Bedeutung beim Sozialisationsprozess: soziale Schichtzugehörigkeit der
erwachsenen Familienmitglieder, Berufsprestige, Einkommen
- Vertikale und horizontale Mobilität innerhalb der Schichten führt zu Konflikten
- Vertikal: Arbeitnehmer arbeitet sich hoch, z.B vom Arbeiter zum leitenden
Angestellten
- Horizontal: Berufswechsel innerhalb der Schicht, z.B. Maurer wird Schreiner
Soziale Gruppe
Eine soziale Gruppe umfasst eine bestimmte Zahl von Mitgliedern, die zur Erreichung eines
gemeinsamen Ziels über längere Zeit in einem relativ kontinuierlichen Kommunikations- und
Interaktionsprozess stehen.

Merkmale:
- Zwischen 3 und 25 Personen
- Gemeinsames Gruppenziel
- Gemeinsame Interessen, Ziele, Normen, zeitlicher Bestand
- Abhängigkeit, auf die Gruppenziele bezogen

Typen von sozialen Gruppen:


Primärgruppe: Gruppenmit kleiner Mitgliederzahl. In denen sich die Teilnehmer persönlich kennen
und durch regelmäßigen, gegenseitigen Kontakt ein starkes Wir-Gefühl entwickeln, z.B. Familie
Sekundärgruppe: Größere Gruppen, deren Mitglieder nicht unbedingt engeren, persönlichen Kontakt
pflegen, z.B. Fußballmannschaft
Bezugsgruppe: Gruppen, an denen man sich orientiert; sie dienen einem Individuum als Quelle von
Normen, z.B. Berufsgruppe
Eigengruppe: Zugehörigkeitsgefühl, Empfinden von Distanz zu anderen Gruppen
Fremdgruppe: Besitzt andere Werte und Normen, ist häufig Quelle von Vorurteilen, allerdings wird
die Distanzgewahrt
Formelle Gruppe: hat eine definierte Zugehörigkeit, Regeln, Ziele, kann u.a. aus der
Betriebsorganisation entstehen und dient dann bestimmten betrieblichen Zielen, z.B. Betriebsrat
Informelle Gruppe: Entsteht innerhalb einer Organisation spontan aufgrund gemeinsamer
Interessen, besteht aus zwei oder mehr Personen und hat einen persönlichen Charakter, wobei
Sympathien eine Rolle spielen.

Gruppendynamik
Bezieht sich auf die innerhalb von Gruppen wirksamen Kräfte:
- Prozesse innerhalb der Gruppe werden durch sie in Gang gehalten
- Entstehung, Erhaltung oder Veränderung von Status, Rollenverteilung usw.

Phasen einer Gruppenbildung:


Forming: - Kennenlern- und Experimentierphase
Storming:-Phase der Orientierung
-Rollenzuweisung erfolgt
Norming:-Spielregeln der Zusammenarbeit bilden sich heraus
Performing:-Gedankliche Vorstellungen werden in die Tat umgesetzt bzw. Voraussetzungen dafür
geschaffen
-Die Gruppe beginnt zu arbeiten
Auflösung:-Ende der Gruppenstruktur
-Erreichen oder Umdefinition von Zielen

Teamarbeit:
Team: - Gruppe mit gleichem Ziel, sich ergänzenden Interessen und Fähigkeiten
Teamarbeit:- Mitdenken – Mitentscheiden – Mitverantworten
Stress:
Stressor: internes oder externes Ereignis, das Stress erzeugt
Akuter Stress: vorübergehender Erregungszustand
Chron. Stress: Kontinuierlicher Erregungszustand , bei dem ein Individuum das Gefühl hat, dass die
Anforderungen duerhaft größer sind als die zur Verfügung stehenden inneren und äußeren
Ressourcen.
Grundlagen der Ethik
Moral:
Gesamtheit von Normen, Grundsätzen und Werten, die das Zwischenmenschliche Verhalten einer
Gesellschaft steuern (Beeinflusst unser Handeln)

Ethik:
Reflektiertes Nachdenken über das moralische Handeln, um zu begründeten Entscheidungen zu
gelangen

Normen:
Regeln, Gebote, Gesetze oder Handlungsvorschriften, die Werte schützen oder realisieren und das
Zusammenleben in der Gesellschaft ermöglichen

Werte:
Angestrebte Zustände oder Vorstellungen darüber, was Menschen in ihrem Leben als Wertvoll
erachten
(moralische Werte > Gerechtigkeit / pflegerische Werte > Fürsorge)

Würde: Menschenrecht > die Würde des Menschen ist das höchste Gut

Mitglieder einer Ethikkommission:


- Arzt
- Pflegevertreter
- Theologe
- Angehörigenvertreter
- Jurist
- Geschäftsführung
MRSA
Methicillin – resistenter Staphylococcusaureus

MRSA sind häufig Verursacher nosokomialer Infektionen und gegen gängige Antibiotika resistent.
Staphylokokken gedeihen in warmen und feuchten Milieu, z.B. in den Achseln, Leisten und im
Perianalbereich, außerdem in Sekreten der Atemwege, Wunden, im Urin oder im Blut.

Übertragung:
Die Erreger werden meistens als Kontaktinfektion direkt über die Hände übertragen oder indirekt z.B.
über die Kleidung oder die Patientenakte, Die Gefahr einer aerogenen Infektion besteht nicht.

Risikopatienten:
- Menschen mit chron. Erkrankungen z.B. Diabetes mellitus
- Menschen mit Wunden z.B. op-Wunden, chon. Wunden
- Dialysepatienten
- Menschen mit häufigen Krankenhausaufenthalt, Antibiotika
- Pat. mit PEG oder Tracheostoma
- Alte Menschen mit altersspezifischer Immunschwäche
- Klinikpersonal
- Personen in der Landwirtschaft, z.B. Schweinezüchter
Merke!
MRSA kann Monate auf Flächen, Instrumenten und Kleidung überleben. Wird der Patient entlassen,
muss das Zimmer inklusive der Pflegeutensilien schlussdesinfiziert werden. Alle benutzten
Pflegemittel werden fachgerecht entsorgt.
Ruth Cohn - Themenzentrierte Interaktion
TZI

Die Themenzentrierte Interaktion ist eine Methode zur Arbeiten in der Gruppe. Ziel dieses Konzeptes
ist soziale und persönliche Entwicklung zu erlernen.

Aufgaben und Ziele TZI:

Der TZI wurde für die Arbeit in der Gruppe entwickelt.


Das Konzept wird in vier Faktoren eingeteilt.
Die einzelne Person (ICH), die gemeinsame Gruppe (WIR) die gemeinsame Aufgabe (ES) und das
Umfeld (GLOBE) um die Aufgaben oder Themen ins Zentrum der Interaktion er Gruppe leichter
darstellen zu können. Damit jeder Teilnehmer sich an der gemeinsamen Bearbeitung beteiligen kann.
Das System der TZI besteht aus einem gleichschenkligen Dreieck mit den Eckpunkten ICH, WIR, ES
und einer Kugel die für die GLOBE steht. Diese Unterteilung beeinflusst und bestimmt jede Situation
z.B. beruflich oder Privat

Das ICH bezieht sich auf die einzelne Person mit ihren individuellen Erfahrungen; Bedürfnissen,
Gefühlen oder Stärken und Schwächen.

Das WIR bezieht sich auf das Team; das ein Netz von Beziehungen und Interaktionen unterhält mit
Sympathie und Antipathie.

Das ES ist die Sache um die es geht.

Der GLOBE umfasst das nahe oder ferne Umfeld der Gruppe, mit ihren sozialen, politischen,
kulturellen, religiösen und historischen Gegebenheiten.
Kommunikation

-Es ist ein Grundbedürfnis, sich anderen mitzuteilen, dadurch stellen wir eine Beziehung zu anderen
Menschen her

Verbale Kommunikation:
-erfolgt über die gesprochene Sprache oder das geschriebene Wort
-gesagtes wird durch paraverbale Ausdrucksformen unterstützt
- Wortwahl, Stimmlage, Sprechtempo, Lautstärke, Tonfall, Sprache und Formulierung
-Verbaler und paraverbaler Ausdruck werden abhängig von der Gesprächssituation und der
Beziehung der Gesprächspartner
(z.B. Kommunikation mit Vorgesetzten vs. Patient )

Nonverbale Kommunikation
-meist unbewusst über Körpersprache
-unterstreicht die emotionale Bedeutung d. Gesagten und weist auf das Befinden hin
-Körpersprache nicht immer eindeutig, z.B.: kulturelle Unterschiede,
Wahrnehmungs- u. Beurteilungsfehler
-PK sollte darauf achten um Emotionen und Bedürfnisse zu erkennen und reagieren zu können
-Nonverbale Ausdrucksformen: Mimik, Blickkontakt, Gestik, Körperhaltung, äußeres
Erscheinungsbild, räumlicher Abstand, Körperkontakt
-Kongruente Nachricht: Verbale Aussagen und nonverbale Botschaften stimmen über ein
-Inkongruente Nachricht: Verbale Aussagen und nonverbale Botschaft stimmen nicht überein,
es können Kommunikationsstörungen entstehen
Eric Berne - Transaktionsanalyse
- Menschen haben verschiedene Persönlichkeitsanteile die dafür sorgen, dass
Menschen unterschiedlich denken und reagieren
- Menschen wechseln beim Kommunizieren zwischen den verschiedenen
Zuständen dies kann man an Wortwahl, Mimik, Gestik, Körpersprache, Tonfall
und am gesprochenen Inhalt erkennen
- Menschen werden in dem Zustand „ok“ geboren
- Menschen sind vollwertig und intelligent und das emotionale Schwierigkeiten
heilbar sind

Eltern - Ich
-kritisch oder fürsorglich
-beinhaltet Mahnungen oder Regeln
-kritisches Eltern- Ich: besserwisserisch, bemängelt, kommuniziert Vorurteile und Urteile, leitet
andere an
-fürsorgliches Eltern- Ich: hilfsbereit, denkt bei Handlungen nicht an den eigenen Vorurteil, versucht
pädagogisch zu leiten
-Körpersprachliche Indizien: Stirn in Falten legen, Zungenschnalzen, gerunzelte Brauen, Seufzen,
Schulterklopfen
-Verbalsprachliche Indizien „wie oft habe ich dir schon gesagt, dass“, „was fällt dir ein“, „Was, schon
wieder!“, „wenn ich du wäre, dann“

Erwachsenen- Ich
-Zustand ist wirklich sachlich und informierend
-Zustand schaut was in der jeweiligen Situation angemessen oder welches Verhalten unangemessen
ist
-Es hilft Entscheidungen zu treffen, Daten und Fakten aufzunehmen, zu analysieren zu speichern und
abzurufen
-Verbalsprachliche Indizien: Sieben Fragen die Lauten
- Wer? Wie? Warum? Wo? Was? Wie viel? Auf welche Weise ?

Kindheits- Ich
-reagiert manchmal eigensinnig oder trotzig, sind albern aber fragwürdig
-Werte unseres inneren Kindes die sich in der Kommunikation zeigen können: Neugier und Lerneifer
-In diesem Zustand lebt der Mensch seinen eigenen Bedürfnisse aus
-Kennt keine Moral, nicht unreif sondern kindhaft
- Körpersprachliche Indizien: Weinen, Schmollen, Nägelkauen, kichern, Grimassenschneiden,
Wutanfälle
- verbalsprachliche Indizien: „Ich will…“, „Ist mir doch egal…“, „Wenn ich groß bin…“, „Ich wünsche
mir…“

Ziel der TZI


Das Modell soll eine Selbstständigkeit erreichen, zu der Selbstverantwortung für eigenes Denken,
Fühlen und Verhalten. Es trägt dazu bei, das menschliche Verhalten zu verstehen, Konflikte zu lösen
und Leiden zu lindern.
5 Axiome nach Paul Watzlawick
1. Man kann nicht nicht kommunizieren
- Man kann sich durch Inaktivität nicht der Kommunikation entziehen
- Einseitige Abbrüche der Kommunikation führen zu Konflikten
2. Jede Kommunikation hat einen Inhalts und einen Beziehungsaspekt
- Die Inhaltsebene liefert Informationen zur Sache
- Die Beziehungsebene liefert Informationen über das Verhältnis der Teilnehmer
3. Kommunikation ist immer Ursache und Wirkung
- Jeder Teilnehmer einer Interaktion gibt der Beziehung eine Struktur
- Auf jeden Reiz folgt eine Reaktion (Verhaltenskette)
- Jeder Reiz ist zugleich auch eine Kommunikation, da eine Kommunikation
kreisförmig verläuft. Es gibt keinen Anfangspunkt
4. Menschliche Kommunikation bedient sich analoger und digitaler Modalitäten
- Digital: Inhaltsaspekt einer Nachricht, es wird komplexes Wissen übermittelt.
Logische Verknüpfungen und Negationen lassen sich ausdrücken
- Analog: Beziehungsaspekt einer Nachricht (wesentlich älter)
5. Kommunikation ist symmetrisch oder komplementär
- Sind die Kommunikationsabläufe symmetrisch, so handelt es sich um 2
gleichstarke Partner, die nach Gleichheit und Verminderung von Unterschieden
streben. Man könnte es auch ein „spiegelhaftes Verhalten“ der Partner nennen
- Sind die Abläufe komplementär gibt es immer einen „superionen“ und einen
„inferioren“ Partner. Die Partner ergänzen sich in ihrem Verhalten
Schulz von Thun
Sender – Empfänger

-Wenn Sender und Empfänger unterschiedliche Seiten einer Nachricht als Kernaussage gewichten,
kann es zu einer Kommunikationsstörung kommen
-Durch Rückfragen und Feedback können Unklarheiten und Missverständnisse beseitigt werden.

Feedbackregeln
-gegenseitig Respekt und Achtung zeigen
-Kritik am Verhalten und nicht an der Person
-ICH-Botschaften senden, seine Gefühle mitteilen
-Über die Konkrete Situation sprechen und Verallgemeinerungen vermeiden
-Wünsche an den Gesprächspartner formulieren

Sachinhalt

Worüber ich informieren will wie sind die Informationen zu verstehen


Beziehung
Was ich von dir halte und was sagt er über sich
wie ich zu dir stehe was ist das für einer
Appell
Was ich bei dir erreichen will was soll ich tun, denken, fühlen
Aufgrund seiner Mitteilung

Personenzentrierter Ansatz nach Rogers


Hilfe zur Selbsthilfe 3 Grundhaltungen des Beraters
- Empathie (sich in den Gesprächspartner hineinversetzen)
- Bedingungsfreie Akzeptanz (den Gesprächspartner so sein lassen, wie er ist)
- Kongruenz (in der Situation authentisch sein)
Transurethraler Blasenkatheter
Definition: - Ein transurethraler Blasenkatheter wird durch die Harnröhre (Urethtra) in die Blase
eingeführt und dienst der vorübergehenden künstlichen Harnableitung.

Katheteranlage:
Indikationen: - Die Indikation für einen tranurethralen Blasenkatheter muss medizinisch begründet
sein und regelmäßig evaluiert werden!
Therapeutisch: - werden Harnkatheter eingesetzt bei Blasenentleerungsstörungen,
Harnabflussbehinderungen unterhalb der Blase, Prostatavergrößerungen,
langandauernden Operationen oder Blasenspülungen
Diagnostisch: - benötigt man Harnkatheter, um Harnblase (Zystogramm) und Harnröhre
(Urethrogramm) darzustellen, Kontrastmittel zu instillieren, die Harnausscheidung zu
bilanzieren oder die Nierenfunktion zu überwachen

Kontraindikationen:- Harnröhrenabriss, nicht pass bare Harnröhrenverengungen oder eine akute


Prostatitis
Komplikationen:- Keimverschleppung mit Infektionen von Harnröhre, Harnblase, sowie einer
aufsteigenden Infektion der Niere. Bei Männern: Infektion der Prostata (Prostatitis)
und des Nebenhodens. Harnröhrenstrikturen (Harnröhrenverengungen)
Dauerkatheter: (Blasenverweilkatheter)
- Katheter aus Latex sind sehr weich und kostengünstig, verkrusten aber schnell
und deshalb besteht die Gefahr, dass sie verstopfen. Eine Liegezeit von einer
Woche sollte daher nicht überschritten werden.
- Katheter aus Polyurethan sind eine latexfreie Alternative jedoch nicht so gut
verträglich wie Katheter aus Silikon. Katheter aus Silikon sind dagegen gut
verträglich (= gute Biokompatibilität).
- Beide Katheter dürfen je nach Herstellergabe nicht länger als 4-6 Wochen
liegen
Blockung: - Dauerkatheter sind zwei-lumen-Katheter. Ein Lumen dient der Harnableitung,
über das andere wird ein Ballon mit sterilem Aqua destillata gefüllt, wodurch der
Katheter in der Blase fixiert wird. Die Füllmenge beträgt in der Regel 8-10ml. Die
Blockung erfolgt in der Harnblase und dichtet den Blasenausgang zu Harnröhre ab.
Spülkatheter: - verfügen über 3 Lumen. Das dritte Lumen ist zum Spülen der Blase
Körperpflege und Intimpflege:
- 2-Mal täglich Intimtoilette mit Einmalwaschlappen und Wasser durchführen.
- Wenn sich Bakterien gebildet haben, müssen diese entfernt werden, um
Infektionen vorzubeugen. Bei Verunreinigungen z.B. durch Stuhl muss mit
einem Schleimhautdesinfektionsmittel (z.B. Octenisept) gesäubert werden.
Flüssigkeitszufuhr:
- Pat. sollte 2-3Liter pro Tag trinken (falls keine Kontraindikation besteht),
hierdurch wird die Blase gespült, das Infektionsrisiko sinkt und Verkrustungen
am Katheter werden vorgebeugt.
- Ggf. ist eine Ein- und Ausfuhrbilanz notwendig (z.B. bei Herzinsuffizienz)
Katheterpflege:
- Händedesinfektion ggf. Schutzhandschuhe vor Kontakt
- Achten auf Menge, Farbe, Konzentration und Beimengungen des Urins
- Ableitungssystem immer zugfrei, ohne durchhängende Schlaufen, unterhalb
des Blasenniveaus anbringen und Diskonektion vermeiden
- Auf ungehinderten Urinabfluss achten (Vorsicht: Abknicken des Katheters)
- Urinbeutel regelmäßig (1mal pro Schicht) und vor jedem Transport des
Patienten leeren
Suprapubischer Blasenkatheter
Definition:
- Der suprapubische Blasenkatheter (SPK) wird durch die Bauchdecke direkt in
die Blase gelegt und dient der dauerhaften Harnableitung
Indikationen:
- Wenn der Harn längerfristig abgeleitet werden soll. Bei großen Rektum- und
Dickdarmoperationen, da es aufgrund von Nervenirritationen zu
Blasenentleerungsstörungen kommt.
- Bei Querschnittslähmungen, Polytraumen, Harnröhrenverletzungen oder
Stenosen, z.B. Prostatavergrößerung, neurogenen Blasenentleerungsstörungen
Kontraindikationen:
- Raumfordernde Prozesse im Unterbauch, z.B. Blasentumoren,
Blutgerinnungssörungen, Schwangerschaft, Hauterkrankungen im
Punktionsbereich.
Vorteile:
- Geringes Infektionsrisiko, kein Verletzungsrisiko für die Harnröhre, Vermeidung
von Harnröhrenstrikturen, Spontanmiktion mit Restharnbestimmung möglich,
Blasentraining möglich, da der Schließmuskel der Blase nicht durch einen
Katheter beeinträchtigt ist.
Nachteile:
- Kein Spülkatheter möglich, Blutungsgefahr, Fehlpunktion
Urinbeobachtung

Menge: ca. 1,5 Liter tgl. (abhängig v. verschiedenen Faktoren)

Geruch:
Harmlos: durch Nahrungsmittel wie z.B. Spargel
Azeton: Abbau von Ketonkörperchen > Ketourie
Bei Stoffwechselerkrankungen (Diabetes) oder durch Hunger od. Fasten
Körper reagiert mit dem Abbau Körpereigener Fette und Eiweiße > Abbauprodukt
Ketonkörperchen.
Alkohol: bei Blutalkoholkonzentration 2%
Harnwegsinfekte / maligne Prozesse: Ammoniak oder Schwefel
Farbe: physiol. Bernstein -> Abbauprodukt Billirubin
Durch LM: Rote Beete, Senna, Rababer, Vit. Tabletten
Path. Mikro- u. Makrohämourie, Hämoglobinurie (Transfusion)
Bilirubinurie (Lebererkrankungen, Pyurie/Eileiterhahn (Granulozyten um Harn bei
Pyleonephritis)
Beimengungen: Eiweiß bzw. Blut
Lichtdurchlässigkeit

Polyurie: vermehrte Urinausscheidung


- Bis 3L/24h
- Physiol.: vermehrte Flüssigkeitszufuhr
- Pathol.: Nieren- und Harninsuffizienz, Diabetes
- Medikamente: Furosemid
Olifurie: verminderte Urinausscheidung
- Weniger als 500ml/24h
- Physiol.: klimatisch bedingt, niedrige Flüssigkeitszufuhr, Sport
- Pathol.: Fieber, Niereninsuffizienz (2 Phase), Stenose der Harnröhre
Anurie: verminderte Urinausscheidung
- Weniger als 100ml/24h
- Pathol.: akutes Nierenversagen -> ARZT!

Miktionsstörungen:
 Dysurie  Restharnbildung  Algurie (Schmerzen)
 Harnverhalt  Pollakisurie
 Enuresis  Nykturie

 Zystitis (Polla, Dys, übelriechend)


 Urethritis ( Polla, Algu, ggf. Hämaturie)
 Pyleonephritis (Polla, Dys, ggf Hämaturie)

Harninkontinenzformen
 Pat. abhängige Risikofaktoren
- Kognitive u. körperliche Einschränkungen
- Erkrankungen z.B. MS, Demenz, M. Parkinson, Apoplex etc.
- Medikamente z.B. Diuretika, Antihistaminika, Opiate etc.
- Harnwegsinfektionen
- Opstipation
- Belastung d. Beckenbodens z.B. Schwangerschaft etc.
- Östrogenmangel
- Veränderungen d. Prostata z.B. durch Op´s etc.

 Pat. abhängige Risikofaktoren:


- Nicht Kontinenz fördernde Wohnumgebung
- Ungeeignete Hilfsmittel

 Anamnese erheben ->beschriebene Symptome d. Pat. können z.B.


- Unterschiedl. Harnverlust bei körperlicher Betätigung
- Unwillkürlicher Harnverlust mit einhergehenden Harndrang
- Verzögerter Beginn der Miktion
- Ständiger Harndrang
- Harntröpfeln
- Gefühl einer nicht vollständig entleerten Blase
- Brennen beim Wasserlassen

 Differenzierte Einschätzung:
- Anamnese (BMI, Medikamente, etc.)
- Ausschluss Harninfekt mittels Urin Analyse
- Bestimmung des Restharnvolumens
- Führung Miktionsprotokoll
- Durchführung eines 24h – Vorlagengewichtstest

 Formen:
1. Stressinkontinenz -> durch Druckerhöhung im Bauchraum
Therapie: BBT, Elektrostimulation, Biofeedback, lokale Östrogentherapie
2. Motorische u. sensorische Dranginkontinenz
Unfreiwilliger Harnverlust mit intensiven Harndrang durch z.B. Erkrankung des ZNS
(motorisch) oder Blasenerkrankungen (sensorisch)
Therapie: Medikamente, Kontinenztraining, etc.
3. Neurogene Blasenfunktionsstörung -> unfreiwillige reflektorische Blasenentleerung,
meist ohne Harndrang, Blasenentleerungsstörungen mit Restharnbildung, durch eine
Unterbrechung der Überleitenden Nervenbahnen zum Gehirn z.B. bei MS,
Querschnittlähmung, Bandscheibenvorfall, Tumor etc.
Therapie: Urostomie, Medis, Abklopftechniken, intermettierende Selbstkatheterisierung
4. Überlaufkontinenz -> Harndrang, Harnträufeln, häufige Entleerung
Kleine Mengen (komp. Restharnbildung) häufig bei Männern mit verengter Harnröhre
durch Prostatavergrößerung
Therapie: Op oder Katheter

Prophylaxe HWI: ↑ trinken, 2x tgl. Toilette, ØRestharn, Intimpflege, A-sept. arbeiten


DK: Blasenentleerungsstörung, Bilanzierung, große Op

Kontraindikation Suprapubischerkatheter : Hauterkrankungen, Adipositas, Inkontinenz,


ungefüllte Blase, Schwangerschaft
Komplikation: Fehlpunktion, Infektion, Blutung

Maßnahmen der Kontinenzförderung: Gewichtsreduktion, ↑trinken, Opstipationsprophylaxe,


Blasen/- Toilettentraining, Med. Therapie,
Beckenbodentraining
Das Pankreas
Lage und Größe:
- Liegt im Oberbauch
- 15-20 cm lang
- 1,5-3cm dick
- 80g Schwer

Der vom C-förmigen Abschnitt des Duodenums eingeschlossene Pankreaskopf ist der breiteste Teil
des Pankreas. An den Kopf schließt sich der quer verlaufende Pankreaskörper an; diesem folgt der
Pankreasschwanz, welcher am Milzhilum endet. An seiner Vorderseite ist das Pankreas von Bauchfell
überzogen, liegt also retroperitoneal.

Merke:
Das Pankreas ist eine der wichtigsten Drüsen des Körpers:
 Es bildet im exokrinen Anteil den Pankreassaft, der in den Dünndarm abgegeben wird.
 In seinen exokrinen Anteilen, den Langerhansinseln, bildet das Pankreas Hormone vor allem
für den Kohlenhydratstoffwechsel
 Endokrin geht ins Blut Glukagon (BZ↑) & Insulin (BZ ↓)
 Insulin schließt Zellen auf und senkt BZ ↓
 Glukagon wird in Muskulatur und Leber gespeichert BZ ↑
 Sport = BZ ↓
 Exokrin = Aufspaltung von Eiweißen, Fetten und Kohlenhydraten
Schlaganfall – Apoplex
Definition: plötzliches, schlagartiges Auftreten von Symptomen durch ein Blutgerinnsel oder einer
Blutung welches beides zu einer Minderversorgung führt.
Symptome: Hemiplegie, Bewegungs-, sprach u. Bewusstseinsstörungen

Verläufe:
TIA: trasitorische ischämische Attacke=
Neurologische Ausfälle bilden sich innerhalb 24h zurück;
Im CT nicht sichtbar
Progressive Stroke=
Voranschreitender Schlaganfall; Zunahme im Verlauf
Completed Stroke=
Vollendeter Schlaganfall; neurologische Ausfälle dauern länger als 24h an
PRIND=
Neurologische Aufälle >24h <2Wochen

Ursachen:
Hirninfarkt= Nervenzellen im Gehirn sterben durch Minderdurchblutung, O2 Mangel ab
Verengung durch plötzliche Plaqueruptur
Embolie (VHF)
Hirnblutung= intrazerebral = Gefäß im Gehirn
Extrazerebral = Gefäß an der Hirnhaut
Risikofaktoren=Hypertonie, Diabetes Melitus, Nikotinabusus, erhöhte Blutfettwerte, positive
Familienanamnese, Arteriosklerose, Gerinnungsstörungen, Adipositas
(Bewegungsmangel)
Diagnostik= - Labor (BB, CRP,BZ, Elektrolyte, Gerinnung)
- CT, CCT, MRT
- EKG Monitoring
- Doppler der A. carotis
- Auskultation der Halsgefäße
- EEG
- Echo / Angiografie
- Abklärung ob Infarkt oder Blutung
- Neurologischer Status (Anamnese, körperliche Untersuchung, Vigilanz)
Häufigste Lokalisation: A. cerebri media

Symptome: Hemiparese, Faszialesparese, Sehstörung/Blindheit, Kopfschmerz, Bewusstseinsstörung-


/verlust, (Aphasie, Dysarthrie, Gleichgewichtsstörung, Schwindel, Hemianopsie
(Gesichtsfeldausfall), Anosognosie, Harn-/Stuhlinkontinenz, psychosoziale Symptome,
Apraxie (Unfähigkeit richtige Bewegungen auzuführen), Neglect/Pusher Syndrom
Therapie: Stroke Unit
Bei Blutung: - Ventrikeldrainage
- Osmotherapie
- Operative Entfernung der Blutung
Bei Infarkt: - Thrombolyse
- Sauerstoffgabe
- Volumengabe
- Leichte Hypertonie -> bessere Hirndurchblutung
- Antikoagulationstherapie (Heparin)
- Sekundärprophylaxe (ASS) (Re-Infarkt)
Komplikationen: Re- Infarkt, epileptische Anfälle, Bewusstlosigkeit – Tod
Schwere Störung von Organfunktionen, schwere motorische Beeinträchtigungen
Differential
Diagnostik: Endokrine / Ernährungs – Stoffwechselerkrankungen,
Erkrankungen des Herzkreislaufsystems, infektiöse / parasitäre Erkrankungen
ZNS Erkrankungen, Neubildungen / Tumore

Pflege: Monitoring, Bilanz (DK), Medikamentenmanagement, O2-Gabe,


Beobachtung (Vitalparameter, Anzeichen Hirndrucksteigerung)
Bettruhe, OK↑, Rückenlage, Obstipationsprophylaxe,
Schmerzmanagement, Atemwege freihalten, psychosoziale Begleitung
Sensorisches Sprachfeld = Wernicke
Motorisches Sprachfeld = Broca = Sprachverständnis

- Motorischer Kortex = Lähmungen


- Basalganglien = Bewegungsstörung -> wie gelähmt obwohl Muskulatur
intakt
- Kleinhirn = Koordinationsstörung, Gleichgewichtsstörung
- Dysphagie = gestörte Lautbildung
Diabetes Mellitus Typ 1
(Orem)
Definition: chronisch verlaufende Erkrankung mit erhöhtem Blutzuckerspiegel. Die Ursache liegt in
einem absoluten Mangel an Insulin
Ursachen: meist autoimmunbedingte Zerstörung der B-Zellen mit nachfolgendem absoluten
Insulinmangel
Auslöser: vermutlich Virusinfekte bei erblicher Veranlagung
Symptome:
- Klinische Manifestation wenn 80% der B-Zellen zerstört sind
- Rascher Beginn mit zunehmender Polyurie
- Starker Durst, Gewichtsverlust, Exsikkose, Schwäche
- Erstmanifestation bei Kindern oft als ketoazidosetische Stoffwechselentgleisung
mit oder ohne Koma
Diagnostik:
- Anamnese, klinische Untersuchung
- Diagnosekriterien nach ADA und WHO
- Symptomatik und gelegenheits- BZ (unabhängig von Nahrungsaufnahme und
Tageszeit) ≥md/dl / 11,1 mmol/l)
- Wiederholte Nüchternplasmaglukoe (8Std. Nahrungskarenz) ≥126 mg/dl
(7,0 mmol/l) oder oraler Glukosetoleranztest (oGTT) >200mg/dl
- Glukose im Urin
- Meist Auto – AK nachweisbar C-Peptid ↓
- Bestimmung der Glykohämoglobine /HBA1 bzw. HbA1c) -> zeigen mittleren BZ-
Spiegel der letzten 6-8 Wochenvor allem für Therapieverlauf relevant
Therapie: Therapieziele:
- Nüchtern – BZ ≤ 100mg/dl (5,5 mmol/l)
- Vermeidung von Hypoglykämien, größtmögliche Flexibilität bei der
Nahrungsaufnahme, Vermeidung von Spätfolgen wie z.B. KHK, Herzinfarkt,
Schlaganfall, pAVK
- Sofortige lebenslange Insulinpflicht, diabetesgerechte Ernährung

Ketoazidotisches Koma: v.a. bei Typ1 DM Blutglukose deutlich erhöht


(>350mg/dl bzw. 19,4 mmol/L) Atem riecht nach Azeton, Blut-Ph↓
Gabe von kurzwirksamen Insulin, Infusionen (Flüssigkeit)
Ausgleich des Blut-Ph mit Natriumbikarbonat

Pflege: Pat. über Erkrankung informieren, psych. Unterstützung bei Verarbeitung der Diagnose
 Inhalte der Patientenschulung
- Selbstkontrolle BZ-Wert (mind. 4x tgl.), Keton Körper im Urin
- Umgang mit Insulin, Insulinarten und Wirkbeginn, Spritzentechnik, Spritz-Ess-
Abstand, Injektionsorte
- Ernährung i.d.R. hohe Flexibilität bzgl. Nahrungsmittel und Häufigkeit bei einer
intensivierten konventionellen Insulintherapie
- Diabetes und Bewegung
- Diabetes und Beruf und Hobbies
- Diabetes und Schwangerschaft
- Verhalten in Sondersituationen, z.B. Sport (BZ↓), Infektionen
- Vermeiden, Erkennen von Hypoglykämien
- Folgeerkrankungen, Spätkomplikationen durch Mikro- und Makro Angiopathie
und deren Prävention, z.B. Fußpflege
Pflege bei diabetischen Koma
- Intensivpflichtig
- Monitoring von RR, Puls, Atmung, Temp., Haut, Bewusstsein
- ½ stdl. Bis 1 stdl. Kontrollen von BZ, Kalium, Natrium
- BGA Kontrolle (ph)
- ZVS Messung
- Flüssigkeitsbilanzierung (DK)
- Bei Erbrechen evtl. Magensonde
- Überwachung Infusionstherapie
- Prophylaxen

Erstmaßnahmen bei Hypoglykämie:


- Glukose zuführen -> Ø Insulin
- Arzt informieren
- Engmaschige Kontrolle BZ, Vitalwerte, Bewusstsein

Besondere Informationen:
- Hauptmanifestationsalter 10-25 Lj.
- Häufigste Stoffwechselerkrankung bei Kindern (1:1000)
- Akute Komplikationen:
Ketoazidotisches Koma (z.B. durch erhöhten Insulinbedarf bei Infekt oder
Insulinunterdosierung) : absoluter Insulinmangel
->Hyperglykämie (300-700mg/dl) und Lypolyse mit Produktion saurer
Ketonkörper -> metabolische Azidose -> Kussmaulatmung und Azetongeruch
der Atemluft, ggf. Peritonitiszeichen
- Spätfolgen > Diabetesmellitus Typ2
Diabetes mellitus Typ 2
Definition:
- Chronisch verlaufende Erkrankung mit erhöhtem Blutzuckerspiegel mit einer
gestörten Insulinwirkung mit relativem Insulinmangel durch Resistenz
Ursachen:
- Verminderte Insulinwirkung (Insulinresistenz) an Leber-, Muskel- und Fettzellen
- Gestörte Insulinsekretion bis zur Erschöpfung der Insulinproduktion
(Sekundärversagen)
- Begünstigt durch Übergewicht, Bewegungsmangel, Stress, bestimmte
Arzneimittel, häufig positive Familienanamnese
- Hohes Alter
Symptome:
- Langsamer Beginn über Monate bis Jahre
- Rezidivierende Harnwegs- und Hautinfektionen (Jucken, Mykosen),
Sehstörungen, allg. Schwäche, Leistungsabfall
- Meist Teil des matabolischen Syndroms:
Stammbetonte Adipositas, Blutfettspiegel↑, Hypertonie, gestörte
Glukosetoleranz, Hyperurikämie
- Später Diabetessymptome: Polyurie, Gewichtsabnahme, Durst
- Bei Diagnose oft schon Spätfolgen:
- Makroangiopatie: Nierenschäden, Retinopathie, Neuropathie (z.B.
Sensibilitätsstörungen, Herzrythmusstörungen, Darm-,
Blasenentleerungsstörungen, Ulzera, Potenzstörungen)
- Diabetisches Fußsyndrom
- Verminderte Immunabwehr
- Hypertriglyceridamie mit Fettleber
- Nerven
Diagnostik:
- In 30-70% aller Fälle Zufallsbefund
- Anamnese, klinische Untersuchung
- Diagnosekriterien nach ADA u. WHO:
- Symptomatik u. 1. Gelegenheits- BZ (unabhängig von Nahrungsaufnahme und
Tageszeit) ≥200mg/dl (11,1 mmol/L)
- Wiederholte Nüchternplasmaglukose
(8 Std. – Nahrungskarenz) ≥ 126 mg/dl
(7,0 mmol/L) oder oraler Glukosetoleranztest
(oGTT) > 200mg/dl
- Glukose im Urin
- Bestimmung der Glukohämoglobine (HbA1 bzw. HbA1c) zeigen mittleren BZ-
Spiegel der letzten 6-8 Wochen, vor allem für Therapieverlauf relevant

Hyperosmolare Koma: v.a. bei Typ 2 Diabetes, Blutglukose stark erhöht (ca. 600mg/dl bzw. 33,3
mmol/L), Symptome des Flüssigkeitsmangels, Blut- Ph normal
Therapie: Ziele > Diabetes mellitus Typ 1
- Lifestyletherapie und Vorbeugung von Langzeitschäden individuell einstellen
- Therapie nach Stufenschema:
Stufe 1: Schulung, Veränderung des Lebensstils, Gewichtsreduktion (ernährung
& Bewegung)
Stufe 2: Orales Antidiabetikum (OAD)
Stufe 3: Mehrere Antidiabetika
Stufe 4: Insulin + OAD: Dosiseinsparung, oft nur 1 Insulininjektion pro Tag
erforderlich
Stufe 5: Intensivierte oder konventionelle Insulintherapie
Hinweise zur Pflege:
- Wirkungsweise, Abstand zur Nahrungsaufnahme, NW der OAD beachten
- Bewegung intensivieren, häufig ist Gewichtsabnahme notwendig
- Tgl. sorgfältige Fusinspektion, Ø engen Socken o. Schuhe, atmungsaktive
Socken/Schuhe, tgl. Fußpflege, Verletzungen vermeiden (z.B. nicht Barfuß
gehen), auch kleinste Verletzungen behandeln, Diabetiker Schuhe oder
Spezialschuhe bei Fußveränderungen, regelm. Eine Fußambulanz aufsuchen,
bei „Problemfüßen“ Fuß- und Nagelpflege durch einen Podologen
- Inhalte der Patientenschulung wie bei DM Typ1

Besondere Informationen:
In Deutschland. > 90% aller Diabetiker = Typ2
- Hauptmanifestationsfaktoren: Übergewicht, Bewegungsmangel
- Akute Komplikationen: - Hypoglykämien, Hyperglykämien, Diabetisches Koma
Blutzucker
Umrechnung älterer Einheit / SI- Einheit

1 mmol/L = 18,0182 mg/dl


1 mg/dl = 1/18,0182 mmol/L

Physiologische und pathologische Werte

Bewertung Normal Pathologische Diabetes mellitus


Glukosetoleranz
Nüchtern <110mg/dl 110-125 mg/dl >126 mg/dl
(<6,1 mmol/l) (6,1-6,9 mmol/l) (>7mmol/l)
Nach dem Essen >140mg/dl 140-199 mg/dl >200 mg/dl
(<7,8mmol/l) (7,8-11,0 mmol/l) (>11,1mmol/l)

Hypoglykämie /hypoglykämiescher Schock ↓


-BZ <40-50mg/ml (>2,2-2,8 mmol/l)
Symptome: rascher Beginn mit Zittern, Unruhe, Kaltschweißigkeit, Herzklopfen, neurologische
Ausfälle (Hemiparese), psychische Veränderungen, Bewusstlosigkeit, Im Extremfall: Atem- und
Kreislaufregulationsstörungen
Handlungsanweisungen: Arzt informieren, BZ messen
Therapie: Glukosegabe, stabile Seitenlage

Vorsicht: Hauptsymptome nächtlicher Hypoglykämien sind unruhiger Schlaf, Schwitzen, verändertes


Atemgeräusch, morgendliche Kopfschmerzen.
Typische Situation: Nachtdienst findet Pat. blass und kaltschweißig im Bett vor

Hyperglykämie / Diabetisches Koma ↑


- BZ= 300-700 mg/dl (16,5 – 38,5 mmol/L)
Symptome: langsamer Beginn mit Polyurie, Durst, Übelkeit, Erbrechen, Bewusstseinseintrübung,
Tachykardie, RR↓, vertiefte Atmung
Handlungsanweisung: Arzt informieren, BZ messen
Therapie: Insulingabe

Vorsicht: bei Bewusstlosigkeit unklarer Ursache immer BZ messen!


Stets von Hypoglykämie ausgehen. Ohne aktuellen BZ – Wert nie Insulin sondern Glukose
geben und Wirkung abwarten.
Insulin
Arten:
Handelsname Spritz-Ess- Wirkungseintritt Max. Wirkung Wirkungsabbau
(Beispiele) Abstand (SEA)
Insuman rapid 15. Min. 15-30 Min. 2 – 3 Stunden 4 – 6 Stunden
(kurzwirksames Insulin)
Lispro / Humalog Kein SEA 10 – 15 Min. 1 Stunde 2-3Stunden
Aspart/Novo-
Rapid (Kurzwirksames
Insulin)
Glargin / Lantus Mahlzeiten 3 – 5 Stunden 3 – 14 Stunden 14 – 24 Stunden
(Verzögerungsinsulin) unabhängig
Determin Mahlzeiten 3 Stunden 4 – 6 Stunden 8 – 10 Stunden
/Levimir unabhängig
Insuman basal Mahlzeiten 1,5 – 2 Stunden 4 – 6 Stunden 8 – 12 Stunden
unabhängig
Actraphane 30/70 15 – 45 Min. 30 – 45 Min. 3 – 4 Stunden 6 – 8 Stunden
Novomix 30 Kein SEA 10 – 15 Min. 3 – 4 Stunden 6 – 8 Stunden

Lagerung:
- Langfristig zwischen +2 und +8°c
- Kurzfristig (bis zu 6 Wochen) bei Zimmertemperatur, aber keine
Temperaturschwankungen, keine Temperaturen >30°c
- Insulinpens nicht im Kühlschrank
- Haltbarkeit nach Anbruch: Packungsbeilage beachten
Vorsicht:
Auf die Konzentration des Insulins achten (s.c. Injektion) Es gibt V – 40 – Insulin
(1ml = 40 iE Insulin, z.B. in Ampullen) und U – 100-Insulin (1ml=100 IE Insulin, z.B. in Pens) Nie mit
Insulinspritze (Skalierung i.d.R. für U-40-Insulin) Insulin aus Pen aufziehen
Depression

Definition: Leitsymptome einer Depression sind Niedergeschlagenheit, Interessenverlust,


verminderter Antrieb oder Aktivität, Der Betroffene fühlt eine tiefe innere Leere
Physische Symptome: Appetitlosigkeit, Übelkeit, Gewichtsverlust, Erschöpfung
Depressive Erkrankungen zählen zu den häufigsten psychischen Leiden. Kleinkinder,
Kinder, Jugendliche und Erwachsene können eine Depression entwickeln.
Etwa 18 von 100 Menschen sind im Laufe ihres Lebens von der Erkrankung betroffen
Ursachen:
- Familiäre Prädisposition
- Störung in der über Serotonin, Dopamin und Noradrenalin vermittelten
Signalübertragung
- Belastende Lebenssituation
Symptome:
- Im Denken (z.B. Konzentrationsschwierigkeiten, Selbstvorwürfe)
- In den Emotionen (z.B. Angst, Sinnlosigkeit)
- Im Verhalten (z.B. sozialer Rückzug, Lustlosigkeit)
- Im Körper (z.B. Kopfschmerzen, Engegefühl in der Brust)
Therapie:
- Medikamentöse Therapie: u.a. Antidepressiva (z.B. Fluoxetin)
- Nichtmedikamentöse Therapie:
- Gesprächstherapie, Bewegungstherapie, Schlafentzugstherapie,
Elektrokrampftherapie
1. Direkte und indirekte Kosten für die Volkswirtschaft:
- Indirekte Kosten: Ressourcenverlust / Krankheitsbedingter Produktionsausfall
durch:
- Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit, Morbiditätskosten
- Vorzeitiger Tod -> Mortalitätskosten
a. Direkte Kosten:
- Inanspruchnahme von med. und nicht-med. Leistungen wie:
- Arztbesuche, Klinikaufenthalte
- Physiotherapie, Psychologie
2. Diagnostik:
- Anamnese
- Bildgebende Verfahren
- Testverfahren
- Reflextests
- Laboruntersuchungen
3. Psychogene Depression: Erkrankungen mit einem seelischen Problem häufigste Form
unterteilt in:
- Reaktive Depression z.B. belastendes Ereignis
- Neurotische Depression z.B. traumatische Erlebnisse in der Kindheit
- Erschöpfungsdepression ; Entlastungsdepression
4. Kernsymptome einer Depression in der ICD 10
- Gedrückte Stimmung
- Interessenverlust
- Freudlosigkeit
- Antriebsminderung
5. Typische Merkmale des somatischen Syndroms bei Depressionen:
- Frühmorgendliches Erwachen
- Morgentief
- Psychomotorische Hemmung oder Agitiertheit
- Deutlicher Appetitverlust, Libido Verlust
6. Verlustereignisse als Ursache für eine Depression im Alter:
- Körperliche Gesundheit
- Beweglichkeit
- Geistige Leistungsfähigkeit
- Verlust von Bezugspersonen
- Nachlassen sozialer Kompetenzen
- Vereinsamung
- Verlust der Zukunftsperspektive
- Reduziertes Selbstwertgefühl
- Finanzielle Sorgen
- Angst vorm Tod
7. Gesellschaftliche / soziale Folgen:
- Frühzeitiger Renteneintritt
- Verlust der gesellschaftlichen Rolle (Anerkennung im Beruf)
- Verlust von Kontakten -> Freunde, Kollegen
8. Agitierte Depression im Alter:
- Starke innere Unruhe
- Rastloser Bewegungsdrang
- Jammern und Klagen
- Ruhelos
- Verlangen vermehrt Aufmerksamkeit
- Angstsymptome: Herzrasen, Luftnot, Zittern, Panikattacken
9. Psychogene Depression
- Psychotherapie
- Soziotherapie
10. Endogene Depression:
- Psychopharmaka
- Infusionstherapie
- EKT
- Schlafentzug
11. Somatogene Depression
- Internistische Therapie
- Neurologische Therapie
12. Was ist unter einer Lithiumintoxikation zu verstehen?
- Wird durch Kochsalzarme Diät, Verlust von NaCl und Flüssigkeit oder falscher
Einnahme des Präparates begünstigt
Symptome:
- Müdigkeit, Apathie, Schwindel, Tremor
- In schweren Fällen: Krämpfe, Koma, Herzinsuffizienz, akutes Nierenversagen
13. Unterschied Psychoanalyse und Verhaltenstherapie
- Psychoanalyse: fragt nach den Ursachen, unbewältigten Konflikten u. Trauma
- Verhaltenstherapie: nimmt an, dass Verhalten wurde falsch erlernt und kann
daher durch neu erlerntes Verhalten ersetzt werden
Manie
Definition:
- Manische Patienten zeigen übertrieben sorglose Heiterkeit, gesteigerten
Antrieb, Überaktivität und Selbstüberschätzung. Insgesamt ist die Stimmung
unangemessen gehoben
- Stationäre Aufnahme (evtl. mit richterlichem Beschluss) unumgänglich
aufgrund mangelnder Krankheitseinsicht
- Stationäre Therapie: Medikamenteneinstellung (Antidepressiva/Neuroleptika)
- Nach der akuten Phase kann mit einer Psychotherapie begonnen werden
Pflege:
- Besonders auf Nähe und Distanz Verhältnis achten
- Pat. verfallen in akuter Phase oft in Kaufrausch. Drauf achten!
- Geschenke dürfen von Pflegenden in dieser Phase keinesfalls angenommen
werden
Herz/Herzinfarkt/Herzinsuffizienz
1. Anatomie und Physiologie
a) Aufbau, Lage, Form und Größe
Lage: zwischen beiden Lungenflügeln (Mediastinum) in der Mitte des Thorax
Vorderseite durch Rippen und Sternum begrenzt, Hinterwand grenzt an die Speiseröhre;
2/3 links, 1/3 rechts
Gewicht: Ca. 300g bei einem gesunden Erwachsenen
Aufbau: rechte und linke Herzhälfte je eine Hälfte ein Vorhof und eine Kammer zwischen VH und HK
je eine Segelklappe (Mitral-/Trikuspidalklappe) zwischen HK und arteriellen Gefäßsystem je
eine Taschenklappe (Pulmonal/-Aortenklappe)
b) Aufgabe und Funktion
- Systole: Druck in HK steigt, 1. Ton durch Kontraktion der Kammern
(Anspannungsphase), Taschenklappen öffnen sich, Blut wird ins arterielle
Gefäßsystem gepumpt (Austreibungsphase)
- Diastole: 2. Ton durch Schließen der Taschenklappen (=Entspannungsphase)
AV-Klappen öffnen sich, Kammern füllen sich (=Füllungsphase)
- Aufgabe: Das Herz pumpt das Blut durch zwei Kreislaufsysteme
- Körperkreislauf: Blut versorgt Organe mit Sauerstoff (li. HK-Tri-Klappe)
- Lungenkreislauf: Blut wird mit Sauerstoff angereichert (re. HK-Mitr.-Klappe)
c) Herzinnenschicht = Endokard = kleidet das Herz von innen aus
Herzmuskelschicht = Myokard = bildet Reizleitungs-/ bildungssystem
Herzaußenhaut= Epikard = äußere Bindegewebsschicht des Herzens, inneres Blatt des
Herzbeutels
Herzbeutel= Perikard = umgibt das Herz und schützt es
d) Gefäßversorgung
- Eigene Blutversorgung durch Koronararterien (entspringen der Aorta)
- Rechte Koronararterie = A. coronaria dextra (re. Vorhof und Kammer)
- Linke Koronararterie = A. coronaria sinista ( Li.. VH und Kammer, Septum)
e) Reizleitungs-/ bildungssystem
- In Funktion autonom (unabhängig vom Gehirn), vom vegitativem Nervensystem
beeinflusst (Sympathikus, Parasympathikus)
- Sinusknoten: Taktgeber des Herzens
- AV-Knoten: verzögert Weiterleitung d. elextr. Erregung von VH u. Hk
- His – Bündel: leiten elektr. Erregung von VH auf HK über
- Tawara Schenkel: s.o. teilen sich und enden als Purkinje – Fasern um Myokard
!! täglich pulsiert meine Aorta !!
Trikuspidal -> Pulmonal -> Mitral -> Aortenklappe
Diagnostik:
a) Ärztliche Anamnese, Messung von Puls und Blutdruck
- Puls: Arterien mit Zeige-, Mittel- und Ringfinger tasten, Puls 15 Sekunden
zählen, mit 4 multiplizieren -> auf Rhythmus u. Qualität achten
- Blutdruck: indirekte auskultatorische Messung nach Riva Rocci
b) Elektrokardiogramm (EKG) :
- Gibt Auskunft über elektrische Erregung im Herzen + Ruhe EKG, Monitor
(kontinuierlich), LZ-EKG (24h), Belastungs-EKG
c) Echokardiografie:
- Ultraschalluntersuchung d. Herzens -> Klappenfehler, Bewegungsstörungen
verminderte Auswurfleistung
- Transthorakal (TTE): von außen, evtl. unter Belastung (Stressecho)
- Transösophagal (TEE): von innen, durch die Speiseröhre Pat. nüchtern !

d) Herzkatheteruntersuchung
- Über großes Blutgefäß wird ein dünner Katheter zum Herzen vorgeführt
- Über große Arterie =Linksherkatheter: Ballonkatheter oder Stent möglich
- Über große Vene = Rechtsherkatheter
- -> Pat. vorher nüchtern; danach Bettruhe, Druckverband, Überwachung

Erkrankungen des Herzens

a) Koronare Herzkrankheit (KHK)


Definition:
- Verengung der Herzkrankgefäße -> Minderdurchblutung des Herzmuskels
Ursache:
- Arteriosklerose (Risikofaktoren: D.M, art. Hypertonie, Rauchen…
Symptome:
- Angina Pectoris: Symptome selten, nur unter Belastung
- + akutes Koronarsyndrom (ACS)
- -> instabile Angina Pectoris: Ruhesyndrom
- -> NSTEMI: Herzinfarkt der nicht im EKG erkennbar ist
- -> STEMI: Herzinfarkt der auch im EKG erkennbar ist
Diagnostik:
- Anamnese, Klinik, EKG, (stress-)Echo, Koronarangiografie, Kardio – MRT, Labor

b) Herzinfarkt:
Definition: Absterben von Herzmuskelzellen durch Durchblutungsstörungen d. Herzens
Ursache: Riss einer arteriosklerotischen Plaque mit Aktivierung der Blutgerinnung, Bildung eines
Thrombus -> fehlende O2 Versorgung
Symptome: s. ACS, Angina Pectoris, Dyspnoe, Kaltschweiß, Todesangst
 Stummer Infarkt: Ohne Symptome (evtl. unklare Bauchschmerzen)
Diagnostik: Anamnese, Vitalzeichen, 12-Kanal-EKG, Labor, TEE
Therapie: Akut= PTCA, Medis (Morphin, O2, Nitro, ASS. Beta Blocker, Heparin)
Verlauf: -> medikamentöse Dauertherapie ( ´´-´´+Statine)
Pflege: Akut -> Herzbett, O2, IST, Verlauf: Frühmobilisation

c) Herzrhythmusstörungen:
Definition: gestörte Herzfrequenz durch Störung der Reizleitung/-bildungssystem
Ursache: Kardial (KHK, Herzklappenfehler), extrakardial: (Hormone, Medis)
Symptome: meist symptomlos; evtl. unregelmäßiger, spürbarer Puls
Komplikationen: Synkope, Schlaganfall, Herz-/Kreislaufstillstand
Diagnostik: Messung, HF, EKG, LZ-EKG, evtl. Koronarangiografie, Echo
Therapie: medikamentös, Herzschrittmacher
Pflege: Beobachtung, Sturzprophylaxe , evtl. Wundbeobachtung

d) Akut bakterielle Endokarditis


Definition: Entzündung von Herzinnenhaut und Herzklappen
Ursache: Streptokokken
Symptome: Abgeschlagen, Fieber, Dyspnoe, ggf. Petechien
Diagnostik: Blutkulturen, Tee
Komplikation: bleibende Schädigung der Herzklappen, Herzinsuffizienz
Therapie: Antibiotika

e) Myokarditis / Perikarditis
Definition: Entzündung von Herzmuskel bzw. Herzbeutel
Symptome: Herzklopfen/-rasen/-schmerzen, Leistungsschwäche
Komplikationen: Perikarderguss, Herzinsuffizienz, maligne HRST
Therapie: Antibiotika

f) Erkrankungen der Herzklappen:


Definition: Störung im Schluss (Insuffizienz) o. in der Öffnung (Stenose)
Ursachen: angeboren, Endokarditiden, Z.n. HI, Arteriosklerose
Symptome: erst spät; s. Herzinsuffizienz, Bluthusten, Schwindel, Blässe, Zyanose
Diagnostik: Auskultation, Echo
Komplikationen: Herzinsuffizienz
Therapie: symptomatisch, medikamentös, ggf. operativ
Kreislauf und Gefäßsystem
1. Anatomie und Physiologie
a) Aufgaben:
- Das Blut fließt zu den Organen und zurück
- Es bringt O2 und Nähstoffe zu den Organen und CO2 / Abbauprodukte zur
Lunge
b) Aufbau
Arterien Venen
Führen vom Herzen weg Führen zum Herzen hin
Bilden Hochdrucksystem Bilden Niederdrucksystem (MD=20mmHg
Körperkreislauf: O2 – reiches Blut Körperkreislauf: O2 – armes Blut
Lungenkreislauf: O2 – armes Blut Lungenkreislauf: O2 – reiches Blut
15% d. gesamten Blutvolumens 85% des gesamten Blutvolumens
Dicke Wände Dünne Wände
Elastisch: Herznah (z.B. Aorta) oder muskulär:
Herzferne Arterien

Venöser Rückfluss durch


Arteriovenöse Kopplung
Muskelpumpe
Sogwirkung des rechten Vorhofs

->Kappilaren : bilden Netz aus kleinsten Blutgefäßen; Ort des Gas/- Nährstoffaustausch

2. Diagnostik
a) Funktionsprüfungen
- Prüfung d. Kreislaufregulation (schellong – Test, Kipptischuntersuchung)
- Prüfung d. Arterien (Nagelbettprobe, Allen-Test, Ratschpw – Lagerungsprobe)
- Prüfung der Venen (Trendlenburg – Test, Perthes-Test)
b) Ultraschall
- Doppler / Gefäßdoppler: macht Blutstrom hörbar (kein Bild)
- Doppler – Duplexsonografie: Bild und Ton
- Knöchel – Arm – Index: vergleicht Blutdruck an Armen und Beinen

3. Erkrankungen des Kreislauf- und Gefäßsystems


a) Arterielle Hypertonie
Definition: RR über längerer Zeit über 140/90 mmHg
Ursache: Primäre ->kardiovaskuläre Risikofaktoren (Rauchen, DM), Genetik
Sekundäre -> i.F. anderer Erkrankungen, eines hormonproduzierenden Tumors
Symptome: meist Ø Symptome, evtl. Kopfschmerzen, Schlafstörung, Ohrenrauschen, Schwindel
Komplikationen: Herzinsuff., hypertensive Entgleisung, Plaquebildung, hypertens. Notfall,
Diagnostik: engmaschige VZ-Kontrolle, LZ-RR, Ausschluss se. Ursachen (z.B. Labor)
Therapie: Basismaßnahmen (Sport, Gewicht ↓), Medikamente (ACE-Hemmer, Beta-Blocker,
AT1-Rezeptor-Antagonisten), Salzreduktion
Pflege: Compliance fördern

b) Arterielle Hypotonie
Definition: systolischer Blutdruck unter 100 mmHg
Ursache: primär -> junge Frauen ohne Sport
Sekundär -> Herzerkrankungen, Hormonst., Hypovolämie
Symptome: Schwindel, Kollapsneigung, geringe Kältetoleranz, allg. Abgeschlagenheit
Therapie: primär -> ↑trinken; sekundär -> Ursache beheben
c) Periphere Arterielle Verschlusskrankheit
Definition: chron. Erkrankung des Gefäßsystems mit fortschreitender Verhängung der
Extremitätenarterien > 90% sind Beinarterien betroffen
Ursache :Rauchen, DM, arterielle Hypertonie, Bewegungsmangel, Blutfettwerte ↑
Claudicatio intermittens, Verfärbung, Kälte, evtl. Nekrosen/Gangrän
Stadium1: keine Symptome
Stadium2a: Claudicatio intermittens, Verfärbung, Kälte mir schmerzfreier Gehstrecke
über 200m
Stadium2b: Claudicatio intermittens, Verfärbung, Kälte mir schmerzfreier Gehstrecke
Unter 200m
Stadium3: Ruheschmerz in Füßen und Beinen
Stadium4: Ulcus, Nekrose, trockene/feuchte Gangrän
Komplikationen: akuter Arterienverschluss, kardiovaskuläre Erkrankung Ulcus curis art.
Diagnostik: bewegungsunabhängiger Beinschmerz, Knöchel – Arm – Index – Duplex
Therapie: Abhängig vom Stadium, ASS
Stadium1/2: Bewegung bis Schmerzgrenze
Stadium3: Gehtraining, angioplastische Rekanalisation, Analgetika
Stadium4: chirurg. Wundbehandlung, gefäßchirurgische Rekanalisation
Pflege: Beine tief lagern, Füße auf Verletzung/Temp./Farbe kontrollieren

d) Akuter Arterienverschluss
Ursache: Embolie, Arteriosklerose mit vollständigem Gefäßverschluss
Symptome: je nach Lokalisation (Koronararterie->HI, Gehirn->Apoplex);
6-P-Komplex: Pain, Pulselessness, Parasthesia, Paleness=Blässe, Paralysis=Bewegung,
Prostration=Schocksymptomatik)
Diagnostik: Angiografie, Duplex
Therapie: Heparin, Thrombolyse, Embolektomie, Ballonkatheter, Plaqueabtragung
Pflege: VZ-Kontrolle, Beintieflagerung, Schutz vor Verletzungen

e) Varikosis
Definition: Krampfadern, sackartige Erweiterung oberflächlicher Beinvenen
Pflege: Laufen, Liegen gut
Sitzen, Stehen vermeiden, Kompression, nicht schwer tragen,
Wechselduschen

f) Tiefe Beinvenenthrombose (TVT)


Ursache: Virchow – Trias (verlangsamter Blutstrom, Schäden d. Gefäßwand, erhöhte
Gerinnungsneigung)
Symptome :einseitige Beinschwellung, Schmerz, glänzend/rötlich – blaues Bein
Komplikationen: Lungenembolie, postthrombotisches Syndrom
Diagnostik: Klinik, Labor, Sono der Beinvenen
Therapie: Kompressionsverband Antikoagulation, Risikofaktoren verringern
Pflege: Bein wickeln und hochlagern, Mobilisation

g) Aneurysma
Definition: lokale Erweiterung der arteriellen Gefäßwand
- Falsches Aneurysma: durch kleine Defekte in der Gefäßwand, bildet sich selbst
zurück
- Echtes Aneurysma: Ausstülpung aller Wandschichten
- Aneurysma dissecans: zweites Lumen zwischen Intima und Media
-
h) Thrombophlebitis
Definition: entzündliche Thrombose oberflächlicher Venen ( Ø Embolierisiko)
Erkrankungen der Lymphgefäße
a) Lymphagitis und Lymphadenitis
- Entzündung der Lymphgefäße in Haut und Unterhaut durch lokale Infektion
b) Erysipel
- Örtliche begrenzte, bakterielle Entzündung von Haut und Unterhaut
- Scharf begrenzte, starke Rötung mit flammenden Ausläufern
c) Lymphödem
- Sicht- und tastbare Flüssigkeitsansammlung im Unterhautfettgewebe
Pflege bei Erkrankungen des Atemsystems
1. Anatomie und Physiologie
a) Atmungssystem
- Obere Luftwege: Nase, Nasennebenhöhlen, Rachen
- Untere Luftwege: Kehlkopf, Luftröhre, Bronchien, Lunge
- Gasaustausch durch Diffusion in den Lungenbläschen (Alveolen)
b) Aufbau der Lunge
- 2 Lungenflügel (rechter: 3 Lungenlappen und linker: 2 Lungenlappen)
- Zwischen Lungen- und Rippenfell: Pleuraspalt -> wichtig für Atembewegung
- Gesteuert durch Atemzentrum des ZNS
- Einatmung= Inspiration: Zwerchfell kontrahiert, ZF-Kuppel sinkt, Luft strömt ein
- Ausatmung= Expiration: Zwerchfell entspannt, ZF-Kuppel hebt an, Luft strömt
aus
- Atemzugvolumen: ca. 500ml

Nicht infektiöse Erkrankungen


a) Chronische Bronchitis (O2 Mangel)
Definition: innerhalb von zwei Jahren mind. 3 Monate ohne Pause Husten mit Auswurf
 COPD: progredient verlaufende Krankheit mit Ø reversibler Atemwegsobstuktion
Ursache: Rauchen, Feinstaub, häufige Infekte der Atemwege, endogene Faktoren
Symptome: Husten, Auswurf,zäher Schleim, Infektanfälligkeit, Dyspnoe, Zyanose
Diagnostik: Untersuchung des Sputums, Röntgen Thorax, Blutbild, BGA
Therapie: Rauchentwöhnung, atemunterstützende Maßnahmen, O2 INIV Therapie, Medis
Pflege: O2 nur auf ärztliche Anordnung -> Atemstillstand, Medis vor Mobi, Beobachtung

b) Mukoviszidose
Definition: angeborene, genetische Stoffwechselerkrankung mit Schlieimproduktion der endokrienen
Drüsen
Ursache: wenn beide Eltern das M-Gen besitzen -> veränderte Chloridkanäle führen zur Produktion
von zähflüssigem Schleim, der nicht abfließen kann und Gänge verstopft
Symptome: chronischer Husten, Auswurf, häufige Atemwegsinfektion, chron. Diarrhoe,
massige/fettige Stuhlgänge, Gewichtsverlust, Gedeihstörung, salziger Schweiß
Diagnostik: Schweißtest, Absicherung durch Gentest
Therapie: Ø möglich, Beschwerden lindern, Organfunktion erhalten, evtl. Lungentransplantation
Pflege: Atemtherapie, Sekretolyse, O2, hochkalorische /fett-salzreiche Kost, Mobilisation
Infektiöse Erkrankungen
a) Pneumonie
Definition: Entzündung der Lungenbläschen und / oder des Lungenzwischengewebes
Ursache: Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten; ambulant oder nosokomial
Symptome: typisch/atypisch: Fieber, Husten, Dyspnoe, AZ↓, Schmerzen
Diagnostik: Anamnese, körperliche Untersuchung, Röntgen-Thorax, Labor, BGA
Therapie:Antibiotika/Antimykotika / Virustatika; Fiebersenker / Hustenstiller b.B
Pflege: Temp. Kontrolle, vieltrinken, Schonung, Obstipationsprophylaxe, Hygiene (ISO), Inhalation mit
Sekretolytika, Antibiose, ASE

b) Tuberculose (TBC)
Definition: chronische meldepflichtige Infektionskrankheit, die ein oder mehrere Organe befällt
- Offen: Erreger werden ausgeschieden (ISO)
- Geschlossen: Erreger verlassen Organismus nicht
Ursache: Mikrobakterien die durch Tröpfcheninfektion aufgenommen werden
Symptome: Nachtschweiß, Gewichtsverlust, Husten, evtl. blutiger Auswurf, AZ↓
Diagnostik: Röntgen- Thorax, Tuberkulin-Hauttest, Interferon – y – Bluttest, mikr. Nachweis
Therapie: Antituberkulotika
Pflege: ISO, FFP2-Maske, hochkalorische Kost, Info

Maligne Erkrankungen
a) Bronchialkarzinom
Definition: maligner Tumor, der von den Epithelzellen der Bronchien und Alveolen ausgeht
Ursache: Rauchen, Luftverschmutzung, Kontakt mit Krebserregenden Stoffen, familiäre Veranlagung,
Aspest, Benzol, Arsen, Feinstaub
Symptome:
Frühsymptome: chronischer Husten, Auswurf
Spätsymptome: Heiserkeit, Schluckstörungen, Dyspnoe, RR↓, Schwindel, Dysphagie,
Einflussstauung ↑, Halsvenenstauung, Tachykardie
Diagnostik: Röntgen – Thorax, CT, Bronchoskopie, Staging
Therapie: operative Entfernung, Bestrahlung / Chemo, Palliativ, Psycho-onkologisch,
atemunterstützende Maßmahmen
Pflege: Beobachtung, O2, Schmerzmanagement, Mobilisation / Lagerung OK hoch, Wunschkost/
hochkalorisch, Atemübungen, Pneumonieprophylaxe
Metastasiert: In Bauch, (Sono Abdomen), Hirn (CCT), Skelett (Szintigrafie)
Prophylaxen: Informieren, Schulen, Beraten, Dekubitus, Pneumonie, Thrombose,
Obstipationsprophylaxe

Erkrankungen des Lungenkreislaufs


a) Lungenembolie
Definition: Verschluss mind. Einer Lungenarterie durch Embolua
Ursache: Folge einer TVT, Risikofakt. Immobilität, Gerinnungsstörung, venöse Erkrankungen
Symptome:Dyspnoe, Zyanose, Kaltschweiß, Tachypnoe /-kardie, Husten, RR↓, Angst
Diagnostik: Wells-Score, Labor, Kompressionssono, Spiral – CT- Thorax
Therapie / sofort Arztinfo, OK- Hochlagerung, O2, Volumenzufur i.v, Antikoagulation
Pflege
b) Lungenödem
Definition: Ansammlung vonFlüssigkeit im Zellzwischenraum und Alveolen die zur Störung des
Gasaustausches führt
Ursache: Linksherzinsuffizienz, Überwässerung bei Niereninsuffizienz, ↓osmotischer Druck,
Schädigung der Gefäßwande
Symptome: Dyspnoe, rasselnde Atemgeräusche, Zyanose, Angst, Unruhe, Puls/Atmung ↑
Diagnostik: Auskultation der Lunge, abgeschwächte Atemgeräusche, Kopfschall, Röntgen
Therapie: O2, Benzodiazepine, Diuretika, Flüssigkeitsrestriktion, Nitro (Bei Herz-Ursache)
Pflege: Arztinfo, Herzbett, O2, IST

Wichtige Medikamente

- Bronchodilatatoren (z.B. Salbutamol) -> entspannen Bronchialmuskulatur


- Glukokortikoide (z.B. Kortison) -> entzündungshemmend, immunsuppresiv
- Expektoranzien (z.B. Ambrohexal) -> mukolytisch, sekretolytisch
- Antitussiva (z.B. Codein) -> hemmen Hustenreflex
- Antiinfektiöse Medikamente -> erregerspezifische Anwendung

Asthma Bronchiale
C02 Überschuss
Definition: Asthma Bronchiale ist eine chronisch – entzündliche Erkrankung der Atemwege, die durch
eine Überempfindlichkeit des Bronchialsystems und Atemwegsobstruktion (Verengung)
gekennzeichnet ist, Asthmaanfälle treten typischerweise anfallsartig auf und gehen mit akuter
Dyspnoe einher.

Ursachen:
- Genetische Faktoren
- Exogene Faktoren wie Virusinfektionen
- Allergene -> Reizstoffe, Medis
- Allergisches Asthma -> Pollen, Hausstaub, Tierhaare
- Nicht allergisches Asthma -> psych. Belastung, Luftverschmutzung, Anstrengung
Mechanismen:
Path. Veränderung
- Atemwegsobstuktion durch -> Schleimhautödem, Bronchospasmus, Dysskrinie (
zu viel Drüsensekret)
Symptome:
- Plötzlich anfallartige Dyspnoe und Tachypnoe
- Trockener Husten
- Atemgeräusche beim Ausatmen -> expiratorischer Stridor
- Engegefühl im Brustkorb
- Starke Unruhe, Angst
- Tachykardie
Komplikationen:
- Pneumo Thorax
- Status Asthmaticus (&-12h) (sedieren) (Med. hat keine Wirkung)
- Atemstillstand
- Chronische irreversible Atemprobleme (COPD)
- Chron. Respiratorische Insuffizienz
- Lungenemphysem
- Pulmonale Hypertonie
Diagnostik:
- Anamnese
- Körperliche Untersuchung im Anfall
- Lungenfunktionsprüfung
- Peak – Flow – Messung
- BGA
- Röntgen Thorax
- Labor (Granulozyten↑)
- Allergiediagnostik
Differential
Diagnostik:
- Aspiration
- COPD
- Lungenarterienembolie
- Kehlkopfveränderungen

Therapie:
- Ziel: Anfälle vermeiden/durchbrechen ausreichend o2-Zufuhr gewähren
- Meiden von Allergenen
- Medikamentöse Behandlung (Bronchien erweitern, entzündungshemmend)
- Atemunterstützende Maßnahmen (Atemgymnastik, Atemposition,
Lippenbremse)

Pflege:
- Hilfe rufen/ Arzt informieren
- Oberkörper hochlagerung
- Bedarfsmedikation verabreichen (Salbutamol)
- Medikamentenmanagement
- BZ-Kontrolle nach Kortisongabe
- Inhalation
- Evtl. IST
- Vitalzeichenkontrolle / Hautbeobachtung
- Pat. beruhigen zum Atmen anleiten Nicht alleine lassen
- Mobilisation in anfallsfreien Intervallen

Maßnahmen zu Hause: Prävention


- Staubsaugen, Teppiche vermeiden, feucht Staubwischen, Spezielle
Matratze/Bettzeug, Vorhänge vermeiden, keine Haustiere, nicht rauchen,
Hypoallergene Ernährung, Babys stillen
Symptome im Anfall:
- Angst, Unruhe, Engegefühl, Tachypnoe, Tachykardie, expiratorischer Stridor,
Bronchospasmen, Schleimhautödem, Hyper- und Dyskrenie
Im Status Asthmatikus sind keine Medikamente Wirksam
Gesetzliche Grundlagen der Krankenpflege
Strafrecht: Instrument, mit dem dem der Staat Verletzungen von Rechtsgütern durch Sanktionen
ahndet.

§323c „Unterlassene Hilfeleistung“


- Gebot zur Hilfeleistung ist auf definierte Situtationen begrenzt (z.B. Unfall)
- Hilfeleistung muss erforderlich sein
- Hilfeleistung muss zumutbar sein (z.B. keine Sebstgefärdung)
§216 „Sterbehilfe“
- Selbsttötung und Beihilfe dazu sind straffrei, Tötung auf Verlangen ist Strafbar
- Indirekte Sterbehilfe: Gabe von Opioiden Analgetika -> erlaubt
- Passive Sterbehilfe: beenden / unterlassen von Lebensverlängernden
Bahandlungen -> erlaubt
- Aktive Sterbehilfe: Verabreichung eines tödlichen Arzneimittels -> veboten
§203 „Schweigepflicht“
- Umfasst u.a. Diagnosen, Krankheitsverlauf, persönliche Angaben und
Gewohnheiten
- Innere Abläufe am Arbeitsplatz und Informationen über den Arbeitgeber
- Ausnahmen: Einwilligung zum Fortführen von Behandlung, Meldegesetz
„Übernahme ärztlicher Tätigkeiten“
- Tatsächlichen Ausbildungsstand mit gefordertem abgleichen -> ggf. Ablehnen
- Pflegenden obliegt die Durchführungsverantwortung
- Ärzten obliegt die Anordnungsverantwortung
- Schriftliche Anordnung
§223/229 „Körperverletzung“
- Umfasst sämtliche Eingriffe in die körperliche Unversehrtheit eines Menschen
-> Einverständniserklärung !
- Kleine Eingriffe (z.B. Injektionen) durch Behandlungsvertrag abgedeckt
§267 „Urkundenfälschung“
- Gesamte Patientenakte-> nur Kugelschreiber, kein Tipex
- Fälschungsversuche sind strafbar
§239 „Freiheitsberaubung“
- Zulässig nur nach richterlichem Beschluss
- Ausschließlich auf ärztliche Anordnung
- Ausnahme: Notwehr / Notstand -> Beschluss umgehend nachholen
- Fiexiergurte, Bettgitter, verschlossene Türen, Sensoren an Kleidung

Fahrlässigkeit
- Betrifft z.B. die Frage nach der Haftung des Arbeitnehmers, für Schäden, die in
der Ausübung beruflicher Pflichten einem dritten entstehen
- Leichte: führt zu Fehlern, die trotz üblicher Vorsichtsmaßnahmen unter laufen
können
- Mittlere: führt zu Fehlern, die aufgrund eines mittelschweren Verstoßes gegen
die Sorgfaltspflichten entstehen
- Grobe: Missachrung von Sorgfaltspflichten, die für jedermann unzweifelhaft
erkennbat sind
§7 Infektionsschutzgesetz

Arzneimittelgesetz (AMG) – dient dem Schutz der Bevölkerung und gehört teilweise zum Strafrecht
- Staatliche Anforderungen an Qualität, unbedenklichkeit und Wirksamkeit
Pflegearten

Selbstpflege: Sorge um das eigene Wohlbefinden


- Ist ein erlerntes Verhalten und umfasst alle freiwilligen, bewussten und
zielgerichteten Handlungen eines erwachsenen Menschen um sein
Leben, sein Wohlbefinden und seine Gesudheit zu erhalten

Laienpflege: Hilfe die auf Erfahrungen beruht


- Die Pflege erfolgt durch personen die keine gesetzlich erforderliche
Ausbildung haben, sie arbeiten i.d.R. nicht gewerblich. Personen in der
Laienpflege sind häufig angehörige, Nachbarn, Freunde oder auch
ehrenamtlich Tätige
- Sie wirken unterstützend z.B. bei Nahrungsaufnahme der
Freizeitgestaltung oder pflegeergänzend

Berufliche Pflege: Professionelle Pflege


- Pflegende haben eine Ausbildung in Theorie und Praxis mit gesetzlicher
Qualifikation. Die Ausbildung orientiert sich an Qualitätskriterien und ist
wissenschaftlich basiert.

Professionell Pflegende:
- Fördern und erhalten Gesundheit
- Beugen Schäden vor – Prävention
- Unterstützt die Therapie
- Bekommen Entgeld
Professionelle Pflege
Merkmale professioneller Pflege:
- Gesundheit fördern, Krankheit verhüten
- Gesundheit wiederherstellen
- Kranke und Menschen mit Behinderung in die Gesellschaft integrieren
- Leiden lindern und sterbende Menschen betreuen
- Pflegende versorgen/betreuen einzelne Menschen, Familien und
Gruppen in allen Lebenssituationen eigenverantwortlich
- Pflegende gestalten das Gesundheits-/ und Pflegemanagement, Bildung,
Politik mit
- Pflegende berücksichtigen alle Aspekte des Lebens und der
Gesundheitsversorgung und fördern somit die Selbstbestimmung des
Menschen
- Pflegende arbeiten Partnerschaftlich mit anderen Gesundheitsberufen,
dem zu pflegenden und seinen Angehörigen zusammen

Herausforderungen professioneller Pflege:


- Demografischer Wandel (alte Menschen > junge Menschen)
- Veränderte Familienbilder (Angehörige übernehmen Pflege nicht)
- Fachkräftemangel / hohe Nachfrage an Pflegekräften
- Positionieren d. Professionalisierung in der Gesellschaft / im
Gesundheitssystem

Ausbildung

- Krankenpflegegesetz / Altenpflegegesetz bilden die rechtliche Grundlage


der Ausbildund und regeln Dauer, Ablauf, Inhalte, und Ziele der
Ausbildung -> die Umsetzung erfolgt auf Landesebende
- Momentan: drei Ausbildungsgänge, ab 2020 generalisierte Ausbildung;
Zusätzlich immer mehr Studiengänge für die Pflege
Beruf konkret
Geschichte der Pflege

- Ca. 500 v. Chr. Werden Pflegende erstmals als Berufsgruppe erwähnt


- 1859 schreibt Florence Nightingale Buch über Ausbildung und gründet
die erste Pflegeschule in England
- 1903 fordert Agnes Karl die 3-jährige Ausbildung und gründet die
ersteBerufsorganisation Deutschlands (heute DBfK)
- DDR: 3 jährige Ausbildung, Pflege hat einen sehr hohen Stellenwert in
der Gesellschaft
- BRD: Pflege bleibt zersplittert; Meinungsverschiedenheit über Umfang
der Ausbildung
- Im 21. Jahrhundert: entstehend zunehmend Studiengänge ->
Professionalisierung ↑

Handlungsfelder der Pflege

Präventive Pflege: Krankheit vermeiden, Gesundheit fördern, P: Beratung, Prophylaxen


Kurative Pflege: Krankheit heilen P: Medigabe, Wundversorgung
Rehabilitative Pflege: Wiederherstellung von Gesundheit, wiedereingliederung in die
Gesellschaft, P: So viel wie nötig, so wenig wie möglich, Hilfsmittel
Palliative Pflege: Linderung der Symptome P: Lebensqualität hat oberste Priorität

Kompetenzen
Methodenkompetenz

Planmäßig, zielgerichtetes Arbeiten


Fachkompetenz Personalekompetenz Sozialkompetenz
Wissen über Fachgebiet Selbstentwicklung Beziehungs / - und
Selbstständigkeit Teamfähigkeit
Fachsprache Verantwortung Einfühlungsvermögen
Fachübergreifendes Wissen Toleranz
Berufliche Handlungskompetenz
Pflegewissenschaften
Ziel: Erkenntnisgewinn, Wissensgewinn

1.Wissensquellen von Pflegenden

a) Strukturierte Wissensquellen
- Logisches Denken / Schlussfolgerungen (Grundlage für gezieltes Handeln)
- Induktives Denken: vom Einzelfall zum Allgemeinen
- Deduktives Denken: vom Allgemeinen zum Einzelfall
- Wissenschaftliches Erforschen ( systhematische Überprüfen)

b) Unstrukturierte Wissensquellen Ziel: Fragen und Probleme aus dem Pflegealltag lösen
- Intuition ( Bauchgefühl)
- Erfahrung (wiederkehrende Situationen)
- Versuch und Irrtum ( testen = ist schädlich )
- Tradition und Autorität ( Routine = wird weitergegeben )

2.Kennzeichen einer Wissenschaft

Forschung: regelfeleitete systematische Untersuchung, die noch Wissenschaftlichen


Methoden Wissen generiert
Theorien: Zusammenfassung logisch verknüpfter, klar definierter Aussagen, die
wissenschaftlich begründbar und nachprüfbar sind
Lehre: Aus der Forschung gewonnene Erkenntnisse und Theorien werden vermittelt

3.Aufgaben der Pflegewissenschaft (erforscht die Pflegepraxis / forscht für die Plegepraxis)

-
Überprüft, begründet und produziert Pflegewissen
-
Beantwortet Fragem aus der Pflegepraxis
-
Erforscht Phänomene aus der Pflegepraxis
-
Erforscht Auswirkung von Krankheit, Behinderung, Pflegebedürftigkeit
auf Patienten
- Überprüft Wirksamekeit von Pflegemaßnahmen, verbessert sie,
entwickelt neue
- Überprüft und oder entwickelt Assessmentinstrumente (Braden-Skala)
- Vermittelt Theorien und Forschungserkenntnisse durch Lehre
- Erschließt neue Handlungsmöglichkeiten für Pflegende
(Wundmanagement)
- Unterstützt die Entwicklung einer einheitlichen Fachsprache
- Befasst sich mit berufspolitischen Themen (Pflegekammer)
- Trägt zur Professionalisierung und Selbstständigkeit des Pflegeberufs bei
Grundlagenforschung -> produziert Pflegewissen
Angewandte Forschung -> Fragen aus der Pflegepraxis
Qualität

Pflegequalität: Wir Pflegeziel = Ergebnis (Hat keinen Dekubitus)


Wenn der Soll-Zustand Sollzustand = Ist Zustand (hat tatsächlich keinen Dekubitus)
mit dem Ist – Zustand KK = Kosteneffizienz
übereinstimmt
Pat. = Behandlungserfolg
3 Kriterien der PQ nach Donabedian
-Strukturqualität = Rahmenbedingungen (Räume, Material)
-Prozessqualität = direkte Pflege (Qualifikation)
-Ergebnisqualität = geplantes Pflegeziel (Wir, KK, Pat. zufrieden)
Pat. + M. Zufriedenheit = Behandlungserfolg

4Stufenmodell nach Fichter und Meyer


-Stufe 3: optimale Pflege Autonmie des Pat. fördern/erhalten, wiederherstelle
-Stufe2: angemessene Pflege Bedürfnisbefriedigung
-Stufe1: sichere Pflege nicht gefährdet
-Stufe0: gefährliche Pflege wird geschädigt

Gesetzliche Grundlagen
-SGB5 = regelt alles zur gesetzlichen Krankenversicherung
§70 Qualität = nach aktuellen wissenschaftlichen Standart
Humanität = bedarfgerecht
Wirtschaftlichkeit = Kosteneffizienz
§135a Qualitätssicherung = ( wie ) Intern = im Haus -> QM
Extern = Zertifizierung

Qualitätsmanagement
Tätigkeite, die die Qualität verbessern (-> Leitung u. Führung) <- weil, Sie die
Rahmenbediungen schaffen
Qualität feststellen, sichern, verbessern
Grundsätze
- Kundenorientierung -> Zufriedenheit
- Mitarbeiterorientierung -> Qualifikation
- Prozessorientierung -> Pflegestandards
- Systemorientierung -> alle Prozesse
- Verantwortung der Unternehmensleitung -> z.B. Personalschlüssel
- Verbesserung -> Ziel

Qualitätspolitik -> Haltung des Unternehmens (Ziele definieren)


- Leitbild (Am Anfang ist der Mensch)
- Fehlermanagement
- Anspruch an die eigene Leistung
- Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit
Wichtig -> Transparenz (sichtbar was getan wird)
Wie definiert das Unternehmen seine Ziele

PDCA = Problemlösungsprozess zur Steigerung der Qualität

Planung Umsetzung (Do)


Ist – Zustand → Durchführung
Ziele + Maßnahmen
Definieren ↓

↑ Check = Überprüfung
Evaluation

Verbesserung ↓

Act= Anpassen / weiterführen

Qualitätsmanagementsysteme
->Methode, Struktur
->Überprüfen von : Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität
->Vorhandene Qualität erfassen, sichern, verbessern
KTQ Verfahren -> Kooperation für Transparenz
->nur für KH
->Vorhandene QM – Systeme prüfen
->Selbstbewertung + Fremdbewertung (PDCA)
=> Zertifikat

EFQM – Modell für Exellance ->Stärken und Schwächen identifizieren


(European Foundation for QM) ->Punktesystem => Preis
->für Projekte

DIN EN ISO 9001 ->Mindestanforderungen


(Deutsches Institut für Normierung) ->Kundenzufriedenheit
->Zertifikat

Einführung von QM Systemen


- Mit dem PDCA – Zyklus
- Überprüfung mit Audits = Instrument zu Qualitätskontrolle
- Interne Audits = QM – Beauftragte (Hausintern)
- Externe Audits = unternehemensfremde Person (während
Zertifizierung)

Doku während Einführungsprozess


 QM – Handbuch -> Intranet
- Arbeitsanweisungen
- System
- Leitbild
- Verwendung
Was ist QM?

„Qualität ist das Verhältnis zwischen realisierter und geforderter Beschaffenheit“


„Pflegequalität ist, wenn der Kunde zurück kommt und nicht das Produkt“

Pro Kontra
Verbesserte Struktur Qualität ist schwer zu kontrollieren
Leitbild Hohe Qualität erforderlich
Schafft Regelung Angst vor Bewertung u. Kontrolle
Behinderung des QM
Ergebnisse werden optimiert
Zufriedenheit von Pat. und Mitarbeiter Höherer Arbeitsaufwand
Entlastung der Pflegenden Hohe Kosten
Interdisziplinäre Zusammenarbeit verbessert Zum Teil schwere Umsetzbarkeit
sich
Neue Ideen / Sichtweisen

Rechtliche Grundlagen
§135 Verpflichtung zur Qualitätssicherung
„Leistungsbringer sind zur Sicherung + Weiterentwicklung d. Qualität der von ihnen erbrachten
Leistungen verpflichtet“
§137 Sozialgesetzbuch Richtlinien und Beschlüsse
Struktur, Prozess- Ergebnisqualität
(Durchführung, Planung, bauliche Gegebenheiten, Finanzielles)

Was ist Pflegequalität?


->Was der Pat. empfindet -> was die Pflege als Profession empfindet
Instrumente zur Qualitätssicherung

Pflegevisite:
Die Pflegevisite kann im Rahmen einer Pat. nahen Übergabe durchgeführt werden.
Mit den Pat. werden pflegerische und Pat. zentrierte Besonderheiten besprochen. Dabei
kann gemeinsam mit dem Pat. seine Pflegeplanung entwickelt oder überprüft werden. Sie
kann im stationären und ambulanten Bereich eingesetzt werden
Pflegeleitbild:
Beschreibt die Werte, Normen und Ziele der pflegerischen Arbeit
Pflegeprozess:
1.Informationssammlung 2.Erkennen von Problemen und Ressourcen
3.Festlegung der Pflegeziele 4.Planung der Pflegemaßnahmen
5.Durchführung der Pflege 6.Evaluation: Beurteilung der Wirksamkeit
Pflege und Expertenstandards:
Pflegestandard: Legen ein bestimmtes Qualitätsniveau oder zu erreichendes Leistungsniveau
fest sowie angemessene Pflegemaßnahmen, mit denen die Qualität erreicht und überprüft
werden kann.
Expertenstandards:
Sind wissenschaftlich fundierte Abhandlungen zu zentralen, pflegerischen Themen
-sicherung und weiterentwicklung der Pflegequalität
-dienen als Basis und zur Orientierung
-aktuell gibt es 11 Expertenstandards
1,Dekubitus 2,Entlassungsmanagement 3,Schmerzmanagement
(akute Schmerzen)
4.Sturzprophylaxe 5.Förderug der 6.Chron. Schmerzen
Harninkontinenz
7.Chron. Wunden 8.Ernährungsmanagement 9.Förderung swe
physiologischen Geburt
10.Beziehungsgestaltung mit 11.Mobilität fördern /
M. mit Demenz erhalten
Patientenfallbesprechung:
Interdisziplinäre Besprechung über den Behandlungsprozess und die pflegerische
Versorgung eines Ptienten. Maßnahmen evaluiert und Alternativen diskutiert
Mitarbeiterqualifizierung:
Durch regelmäßige Fort-, und Weiterbildungen und lebenslanges lernen tragen Pflegende zu
Mitarbeitergespräche
Oder Personalentwicklungsgespräche
-Zusammenarbeit, bestehende Probleme, Leistungen, Ziele des Mitarbeiters
Qualitätszirkel:
Interdisziplinäre Arbeitskreise, die Maßnahmen zur Qualitätskontrolle und
Qualitätssicherung besprechen.
Beschwerdemanagement:
Dient dazu, durch Aufdeckung von Schwachstellen Verbesserungspotentiale zu finden.
In Befragungen wird überprüft, ob die QM gesetzten Ziele erreicht werden konnten.
Risikomanagement:
Ist eine Führungsaufgabe, in der die aktuellen und potentiellen Risiken in einer
Gesundheitseinrichtung indentifiziert, analysiert und bewertet werden um Schäden von Pat.,
Mitarbeitern und Besuchern vorzubeugen.
Pflegeforschung

1.Forschung

-Mikroebene: Pflegepraxis (z.B. Interaktion mit Demenzkranken)


-Mesoebene: Pflege als Organisation u. Institution ( z.B. Entlassungsmanagement)
-Makroebene: Pflegepolitik (z.B. Auswirkung d. Pflegeversicherung auf Betroffene)
-Historische Pflegeforschung: (z.B. Wurzeln der Grundpflege)

2.Pflegende in der Forschung

-Forschungsberichte lesen und in die Praxis integrieren


-bei Forschungstätigkeiten mitwirken (z.B. Befragungen)
-beurteilen, ob Forschungsprojekt in der Praxis umgesetzt werden kann

3.Forschungsansätze
Quantitative Forschung
-große Zahlenmengen –objektive Daten –standatisierte Erhebung
-Z: Theorie/Hypothese bestätigen/wiederlegen allgemeingültige Aussagen treffen
-Vorgehen: Deduktion= vom allgemeinen zum Besonderen
-Regel: Alle Menschen sterben Fall: Marianne ist ein Mensch Resultat: M. muss sterben
-Gütekriterien: Transaparenz, Objektivität -> Forscher sind Unabhängige
-Rehabilität: Instrument – Zuverlässigkeit?
-Validität: misst das Instrument was es messen muss?

Qualitative Forschung
-kleine Personengruppen – subjektive Daten – aus sicht des Betroffenen
-Z: Theorie/Hypothese bestätigen/wiederlegen allgemeingültige Aussagen treffen
-Vorgehen: Induktion= vom Einzelnen auf Alle
-Regel: Alle Menschen Sterben Fälle: Marianne, Gabi, Renate, sind Menschen –Resultat: sind
gestorben
-Gütekriterien: Transparenz, Objektivität -> Forscher sind unabhängige
-Angemessenheit: nachvollziebar, relevant
-Folgerichtigkeit: ist das auf andere übertragbar?

b)Gütekriterien qualitativer Forschung


-Glaubwürdigkeit
-Angemessenheit: wird deutlich, wie wichtig der untersuchte Bereich für die Pflegepraxis ist
-Übertragbarkeit: auf andere Bereiche/Gruppen
-Transparenz

c)Weitere kritsche Fragen


-Logischer Aufbau des Forschungsberichts
-Problemstellung erkennbar?
-Klare Formulierung von Zielen und Forschungsfrage?
-Passt der Forschungsansatz zur Fragestellung?
-Werden Ergebnisse erst dargestellt und das interpretiert?
-Beantwortung der Forschungsfrage
4.Der Forschungsprozess
-konzeptionelle Phase: Literaturrecherche, Ausgangslage beschreiben, Forschungsziel
-Design/-u. Planungsphase: Methode d. Datenerhebung, experimentell/- nicht experimentell
-Durchführungsphase
-Auswertungsphase
-Verbreitungsphase

5. Evidence – based- Nursing (EBN)


-> ist eine Methode, nach der Forschungserkenntnisse gezielt in die Praxis umgesetzt werden. Durch
individuelle (Pat.)- Situationen werden Erkenntnisse d. Forschung mit den Erfahrungen der PK
verknüpft
-> eine Art Problemlösungsprozess in 6 Schritten:
-Aufgabenstellung (Problem erkennen und benennen)
-Formulierung einer präzisen klinischen Frage
-Literaturrecherche
-Rechercheergebnisse kritisch beurteilen
-Implementierung und Adaption (Beurteilung, ob Maßnahme passend war)
Pflegetheorien, Modelle, Konzepte

1.Pflegetheorien (was ist Pflege)


-bestehen aus miteinander logisch verknüpften Aussagen aus dem Bereich der Pflege
- dienen als theoretische Grundlage und schaffen ein gemeinsames Pflegeverständnis
- beschreiben was Pflege ist und welche Aufgaben Pflege hat
- formulieren Hinweise, oder Regeln für die Pflegepraxis
- stellen Hypothesen oder Fragestellungen für die Pflegeforschung auf

2.Pflegemodelle
-werden aus Theorien abgeleitet, und als Theorien mittlerer Reichweite bezeichnet
- tragen zu einem besseren Verständnis der Wirklichkeit bei
- definieren und verdeutlichen Aufgaben und Ziele von Pflegenden
- sind Basis für die Entwicklung einrichtungsspezifischer Pflegekonzepte

3.Pflegekonzepte
-kleinste Bausteine einer Theorie, oder eines Modells
-beinhalten Aussagen zum jeweiligen Pflegemodell, Pflegesystem/- o. Prozess
-formulieren Teilziele und geben verbindliche Pflegemaßnahmen für die Praxis vor
-> empirische Konzepte: beschreiben beobachtbare Phänomene (z.B. Mobilität)
-> abstrakte Konzepte: beschreiben nicht messbare `` Phänomene (Wohlbefinden)

4.Kriterien zum Vergleich von Pflegetheorien


a) Reichweiten / Abstraktionsgrad
Große Reichweite (z.B. Theorie des Selbstpflegedefizits)
- sind abstrakt und umfangreich
- beschreiben, was Pflege einzigartig macht
- definieren Pflege auf wissenschaftliche Basis
Mittlere Reichweite = Pflegemodelle (Selbstpflege, Dependenzpflege)
-betrachten einzelne Pflegesituationen und Pflegehandlungen
-geben keine konkreten Pflegemaßnahmen vor
Geringe Reichweite = Konzepte (Selbstpflegeerfordernisse)
-situationsbezogen und Praxisnah
-beschränken sich auf ein Praxisgebiet und geben zielorientierte Maßnahmen vor

b)Schwerpunkte von Theorien großer Reichweite


Bedürfnistheorien (z.B. Orem, Krohwinkel) Bedürfnisse erkennen u. befriedigen
Interaktionstheorien (z.B. Peplau) Beziehung zw. PK u. Pat. im Mittelpunkt
Ergebnistheorien (z.B. Rodgers) Pat. bei Wiederherstellung d. Gleichgewichts zwischen ihnen
und der Umwelt unterstützen
Theorie des Selbstpflegedefizits -> Dorothea Orem (mittlere Reichweite)

a)Theorie der Selbstpflege


Selbstpflege: Menschen sorgen für sich, ihre Gesundheit…. In dem sie Handlungen der
Selbstpflege ausführen
Dependenzpflege: Unterstützung bei der Selbstpflege durch andere Personen
Selbstpflegebedarf: allgemeine, entwicklungsbedingte u. gesundheitsbedingte
Selbstpflegeerfordernisse (Dinge die sein müssen um gesund/glücklich zu
sein)
Situativer Selbstpflegebedarf: Handlungen die erforderlich sind, um individuellen
Selbstpflegebedarf zu decken
b)Theorie des Selbstpflegedefizits
Selbstpflegekompetenz: Fähigkeit eines Menschen, seine Selbstpflegeerfordernisse zu
erfüllen
Dependenzpflegekompetenz: Fähigkeit Selbstpflegeerfordernisse von anderen zu erkennen
und zu erfüllen
Selbstpflegebeschränkung: beschränktes Wissen, eingeschränkte Urteils- und
Entscheidungsfähigkeit, Einschränkung bei der Durchführung
zielgerichteter Handlungsabläufe begrenzen die
Selbstpflegekompetenz
Selbstpflegedefizit: der situative Selbstpflegebedarf übersteigt die Selbstpflegekompetenz
vollständig oder teilweise

c)Theorie des Pflegesystems:


-vollständig kompensatorisch: Pflegende übernehmen alle Maßnahmen, um den situativen
Selbstpflegebedarf zu erfüllen
-teilweise kompensatorisch: sowohl Pflegende, als auch Patient handeln
-unterstützend/erzieherisch: Pat. kann seinen Selbstpflegebedarf selbstständig decken,
benötigt aber Anleitung, Beratung, oder Schulung durch
Pflegekraft
Methoden des Helfens:
- Für andere Menschen agieren und handeln
- Andere Menschen führen und anleiten
- Andere Menschen physische oder psychologische Unterstützung geben
- Für andere Menschen ein Umfeld entwickeln/erhalten, welches die
persönliche Entwicklung fördert
- Andere Menschen unterrichten
Das Roper – Logan – Tierney – Modell

->betont die Individualität der Lebensgestaltung eines Menschen und unterstützt eine an
den individuellen Bedürfnissen ausgerichtete Pflege

-Modell des Lebens


-12 Lebensaktivitäten: alle sind wichtig, einige haben eine höhere Priorität als andere
-Lebensspanne: Lebensphasen eines Menschen von der Geburt bis zum Tod
-Abhängigkeits- und Unabhängigkeits- Kontinuum:
-nicht alle Lebensaktivitäten können in jeder Lebensspanne unabhängig
ausgeführt werden
-> bei jedem unterschiedlich ausgeprägt
-Einflussfaktoren der Lebensaktivitäten: beeinflussen die Ausführung der Lebensaktivitäten
-biologische Faktoren: anatomische/physiologische Leistungsfähigkeit des Körpers
-psychologische Faktoren: intellektuelle und emotionale Aspekte
-soziokulturelle Faktoren: soziale, religiöse, ethische, kulturelle Aspekte
-umgebungsabhängige Faktoren: Klima, Qualität von Luft und Wasser
-wirtschaftspolitische Faktoren: politische, finanzielle, wirtschaftliche Verhältnisse
-individualität im Leben: Pflegemodell
-individualisierung der Pflege: Pat. so unterstützen, dass seine Lebensstrukturen-/ und
Gewohnheiten trotz notwendiger Pflege nur minimal
beeinflusst werden
-Pflege: dient als Unterstützung (Pflegeprozess)
Das Rahmenmodell fördernder Prozesspflege mit integrierten ABEDL´s
-> Monika Krohwinkel

->Aktivitäten, Beziehungen, existentielle Erfahrungen des Lebens


-Rahmenmodell
-primäre Einflussfaktoren: Faktoren/Ursachen, die Unabhängigkeit und Wohlbefinden der
pflegebedürftigen Person beeinflussen
-primäres pflegerisches Interesse: gilt der pflegebedürftigen Person(+Bezugsperson)
Im Zentrum stehen die Fähigkeiten, Bedürfnisse, Probleme
der Person in Bezug auf Unabhängigkeit und Wohlbefinden
in den ABEDL´s
-primäre pflegerische Zielsetzung: Wohlbefinden und Unabhängigkeit des Pat. in den ABEDL
-primäre pflegerische Handlung: kommunikativ- förderndes Verhalten der Pflegeperson

Pflegeprozessmodell
-Erhebung: Pflegeanamnese
-Planung: von Zielen und Maßnahmen
-Durchführung
-Auswertung: Ergebniskontrolle / Feedback

Managementmodell
-direkte Pflege
-Pflegeprozessdokumentation
-Pflegeprozessorganisation- und Koordination
Die Theorie der interpersonalen Beziehungen in der Pflege
->Hildegard Peplau

Grundlagen:
-Hildegard Peplaus theoretischer Ansatz thematisiert insbesondere kommunikatives Handeln
im Pflegeprozess und die Interaktion zwischen Pflegeperson und Patient
-Sie versucht zu klären, wie die Beziehung zwischen Pflegeperson und Patient aussehen
sollte, damit sie den Gesundungsprozess bestmöglich unterstützt
-Peplau beschreibt dabei 4 Phasen, die jede Beziehung zwischen Pflegeperson und Patient
durchläuft, sowie typische Rollen, die von beiden in den Phasen der Beziehung
eingenommen werden
-Sie hält ihre Theorie in allen Bereichen der Pflegepraxis für einsetzbar; sie eignet sich jedoch
insbesondere für die Arbeit in der psychiatrischen Pflege da die Patienten dort v.a. Probleme
mit der Kommunikation und mit Beziehungen zu anderen Menschen haben.

Phasen und Rollen in der Beziehung zwischen Pflegeperson und Patient

Vier aufeinander folgende und sich teilweise überlappende Phasen kennzeichnen den
Beziehungsprozess zwischen Pflegeperson und Patient:
Orientierungsphase, Identifikationsphase, Nutzungsphase u. Ablösungsphase
Orientierungsphase: -Die Orientierungsphase beginnt, wenn ein Patient professionelle
PK informiert, plant und
Hilfestellung zur Klärung eines gesundheitlichen Problems sucht.
hilft Pat. ist aktiv, stellt -Pflegeperson informiert über Unterstützungsangebot plant deren
Fragen Nutzung und hilft innere Spannung abzubauen
-Pat. sind in der Orientierungsphase aktiv, indem sie u.a. Fragen zum
weiteren Vorgehen stellen.
Identifikationsphase: - Der Pat. beginnt sich mit der Pflegeperson zu identifizieren indem die
PK werden Rollen Pflegeperson aufkommende positive und negative Gefühle des Pat.
zugewiesen -> Mutter – zulässt und ihm jederzeit umfassende pflegerische Unterstützung
Geschwisterrolle Pat. signalisiert, können diese Gefühle bearbeitet werden und persönliches
Abhängig und Hilflos
Wachstum ermöglichen
-Pat. weisen in Situationen der Abhängigkeit und Hilflosigkeit
Pflegepersonen oft Ersatzrollen zu z.B. Mutter/o. Geschwisterrolle
Nutzungsphase: -Peplau beschreibt, dass Pat. in der Phase häufig zwischen dem
Pat. schwankt =
Wunsch nach Abhängigkeit bzw. Unabhängigkeit schwanken: dies
Stimmungsschwannkun kann sich auch schnell wechselnden Stimmungslagen ausdrücken.
gen:
-Informieren
-Die Pflegeperson kann während dieser Zeit eine Reihe an Rollen
- Unterstützen einnehmen: Fragen beantworten, berät im Umgang mit
- Beraten
aufkommenden Gefühlen, fördert gesundheitsförderliche Erfahrungen
ermöglicht dem Pat. durch diese besser mit der Erkrankung klar zu
kommen.
Ablösungsphase: - Schließlich wird die Identifikation mit der PK in der Ablösungsphase,
Pat. wird selbstständig die meist parallel zum medizinischen Gesundungsprozess verläuft,
schrittweise aufgehoben. Die Phase setzt den erfolgreichen Abschluss
aller Phasen voraus.
-Der Pat. kann zunehmend für sich selbst sorgen, entwickelt seine
Selbstständigkeit und wird von der Pflegeperson dabei unterstützt
Das Modell der Krankheitsverlaufskurve
->Juliet Corbin und Anselm Strauss

Grundlagen:
-Das Modell der Krankheitsverlaufskurve, auch Trajekt-Modell genannt, wurde von Juliet
Corbin und Anselm Strauss auf der Basis umfangreicher Forschungen zu chronischen
Krankheiten und deren Bedeutung für Betroffene Menschen entwickelt und beschrieben.
-Im Modell wird davon ausgegangen, dass es Gemeinsamkeiten und Parallelen im Hinblick
auf den Krankheitsverlauf und die von Menschen mit einer chron. Erkrankung eingesetzten
Bewältigungsstrategien gibt.
-Das Modell soll Pflegepersonen dabei unterstützen, typische Probleme von Menschen mit
einer chron. Erkrankung sowie deren Bewältigungshandlungen im Krankheitsverlauf besser
zu verstehen.
-Es gewinnt angesichts der Zunahme chron. Kranker Menschen in allen Handlungsfeldern in
der Pflege zunehmen an Bedeutung. Das Modell zählt zu den Theorien mittlerer Reichweite.

Krankheitsphase Kennzeichen
Pretajectory Risiko eine chron. Krankheit zu entwickeln
(vor dem Beginn einer chron. Krankheit)
Trajectory onset Auftreten erster Symptome; erstmalige
(Beginn d. Krankheitsverlaufs) Auseinandersetzung mit der Bedeutung der
möglichen Diagnose
Stable Krankheitsursache und -> Symptome sind
(Stabile Phase) unter Kontrolle
Unstable Krankheitsursachen und Symptome können
(unstabile Phase) nicht kontrolliert werden; häufig Behandlung
im häuslichen Umfeld
Acute Schwere und belastende Symptome bzw.
(akute Phase) Komplikationen treten auf: Häufig ist ein KH-
aufenthalt nötig
Crisis Kritische bzw. lebensbedrohliche Situationen
(kritische Phase) erfordern eine Notfall- bzw.
Intensivbehandlung
Comeback Körperliche Heilung mit teilweiser Rückkehr
(Phase der Rückkehr) zu einem akzeptablen Leben mit Begrenzung
durch die Krankheit und deren Folgen
Downward Starker körperlicher Abbau und
(Phase der Abwärtsbewegung) zunehmende Unfähigkeit zur
Symptomkontrolle
Dying Zeitraum vor dem Tod mit weiteren
(Phase des Sterbens) körperlichem Verfall
Robert J. Havighurst
Kam 1912 zu einer Einteilung des Lebenslaufs in 6 Phasen

Grundkonzept: Entwicklungsaufgabe, die zu bewältigen sind


Es gibt 3 Quellen: biologische Reifung, gesellschaftliche/kulturelle Erwartungen sowie eigene
Ansprüche/Erwartungen/Werte
-Weiterentwicklung und Konkretisierung des Erikson Modells

Einteilung in 6 Phasen:
1. Säuglingsalter
2. Kindheit
3. Pubertät/Adoleszenz
4. Frühes Erwachsenenalter
5. Mittleres Erwachsenenalter
6. Später Erwachsenenalter

-Eine erfolgreiche Bewältigung der einzelnen Phasen => Wohlbefinden und bildet somit die
Grundlage der darauf folgenden Phase
-Ein Misslingen der einzelnen Phasen bedeutet => Unzufriedenheit/Missbilligung durch die
Gesellschaft und sorgt für Schwierigkeiten
bei der Bewältigung späterer Aufgaben
Kognitive Entwicklungstheorie nach Jean Piaget

Der Grundgedanken der Theorie von Jean Piaget sind, dass


- Ein Kind seine Entwicklung aktiv mitentwickelt,
- Es sich durch eigene kognitive Vorstellungen seine Umwelt erklärbar
macht
- Diese Vorstellungen durch Erfahrungen aus der Umwelt immer wieder
angepasst werden (Adaption)
- Für eine Adaption sind 2 Prozesse entscheidend
1. Assimilation: neue Informationen werden so verändert, dass sie zu
der aktuellen Vorstellung passen
2. Akkommodation: Die neue Entdeckung lässt sich nicht in die
aktuellen Vorstellungen integrieren, man passt sich an und eine neue
bzw. erweiterte Vorstellung wird erstellt

Sensomotorische Präoperationale Konkret operationale Formales Denken


Entwicklung Entwicklung Entwicklung
Verbesserte Konzentriert sich auf Erkennt in konkreten Kann abstrakt bzw.
Abstimmung eine Dimension Situationen theoretisch denken
zwischen Sensorik Zusammenhänge
und Motorik
Lernt dass Objekte Komplexere Benötigt dafür kein
auch existieren wenn Zusammenhänge Anschauungsmaterial
man sie nicht sieht sind noch nicht mehr
begreifbar
(z.B. Volumen) (z.B. zwischen Form,
Menge und Volumen
im Umschüttversuch)
0 – 2 Jahre 2 - 7 Jahre 7 – 11 Jahre Ab 12 Jahre
Die psychische Entwicklung nach Siegmund Freud
Grundlage Psychoanalyse

Phase Beschreibung
Orale Phase (0-1 Jahr) Die wichtigste Erfahrung ist die Nahrungsaufnahme. Der
Mund ist das wichtigste Medium, um Kontakt zur und
Informationen aus der Umwelt aufzunehmen
Anale Phase (1-3 Jahre) Das Kind bezieht Befriedigung daraus, Urin und Kot
zurückzuhalten. Es erlebt darin ein Gefühl der
Selbstbestimmung
Phallische Phase (3-6 Jahre) Das Kind begehrt das gegengeschlechtliche Elternteil und
konkurriert mit dem gleich geschlechtlichen Elternteil
Tatenzphase (6-12 Jahre) Die Triebenergie wird umgelenkt auf kulturelle Inhalte (lesen,
Schreiben, usw.) Das Über-Ich entwickelt sich
Genitale Phase (ab 12 Die genitalen Triebe treten wieder auf, bei erfolgreich
Jahre) durchlaufenden früheren Phasen führt dies zu Partnersuche

Psychosoziale Entwicklung nach Freud

Die Persönlichkeitsentwicklung wird mit sexuellen und aggressiven Trieben in der Kindheit in
Bezug gesetzt. Freud unterscheidet 5 Phasen:
Orale Phase, anale Phase, phallische Phase, Latenz Phase und genitale Phase
Nach Freud besteht die Persönlichkeit aus 3 Teilen:
Dem „Es“, dem „Ich“ und dem „Über-Ich“

„Es“- sexuelle Triebe oder Lustprinzip


„Ich“ – vermittelt zwischen Bedürfnissen und den Anforderungen der Gesellschaft
„Über-Ich“ – (entwickelt sich ab dem 12 Lebensjahr)
Entscheidet zwischen richtig und falsch Engel – Teufel
(Moral, Wertvorstellungen, Normen, etc.)
Pflegekompetenz nach Patricia Benner

Definition:
Nach Patricia Benner erlangen Pflegende ihre Pflegekompetenz in einem
Entwicklungsprozess. Dabei müssen sie 5 Kompetenzstufen vom Neuling bis zum
Pflegeexperten durchlaufen.

1. Neuling: Auszubildender und Pflegende, die in einen neuen Pflegebereich wechseln


2. Fortgeschrittener Anfänger: Berufsanfänger in der Pflege
3. Kompetent Pflegender: ca. 2-3Jahre Erfahrung in einem bestimmten Pflegebereich
4. Erfahrener Pfleger: ca. 3-5 Jahre Erfahrung in einem bestimmten Pflegebereich
5. Pflegeexperte

Die 7 Aufgaben der Pflegepraxis sind:


- Helfen
- Beraten und betreuen
- Diagnostik und Patientenüberwachung
- Wirkungsvolles Handeln bei Notfällen
- Durchführen und Überwachen von Behandlungen
- Überwachen und sicherstellen der Qualität der medizinischen
Versorgung
- Organisation und Zusammenarbeit
Funktionspflege

Prinzip: Arbeitsteilung
Vorteile: PK: Zeitersparnis
- Ressourcenmanagement
- Routine gibt Sicherheit
- Kürzere Einarbeitungszeit
Pat.: - Er kann unter vielen PK eine Vertrauensperson aussuchen
Nachteil: PK: Verantwortungsbereich eingeschränkt
- Kein Überblick
- Fühlt sich unterfordert
- Hat nur ein Teilbild des Pat.
- Routine führt zu Fehlern
- Ungenaue Doku führt zu Fehlern
Pat.: Diskontinuität
- Pat. sind „orientierungslos“
- Patientenorientierung ist nicht gewährleistet
- Wünsche gehen verloren

Auswirkung auf die praktische Ausbildung:


- Einüben neuer Tätigkeiten in kurzer Zeit möglich
- Wirkung pflegerischer und ärztlicher Maßnahmen können nicht erkannt
werden

Bereichspflege
Prinzip: Einteilung der Patienten in mehrere Gruppen
Vorteile PK: - hohes Verantwortungsgefühl
- Hohe Berufszufriedenheit
- Unabhängiges Arbeiten / freie Zeiteinteilung während der Schicht
- Verantwortung enden mit der Schicht
Pat.: - festen Ansprechpartner pro Schicht
- Vertrauensverhältnis kann aufgebaut werden
- Hohe Kontinuität
Nachteil: PK: - Mehr qualifiziertes Personal ist notwendig
- Pat. fixiert sich auf eine PK
Pat.: - Bei Disharmonie mit PK wenig Wechselmöglichkeit

Auswirkung auf die praktische Ausbildung:


- Eventuell höherer Zeitbedarf um Lernziele zu erreichen
- Kurzfristige Wechselwirkungen pflegerischer oder ärztlicher Maßnahmen
sind erfahrbar z.B. Reaktion auf Arzneimittel
Primary Nursing

Prinzip: Verantwortung für alle pflegerelevanten Aspekte von der Aufnahme bis zur
Entlassung.
Vorteil: PK: - hohe Kontinuität
- Hohe Arbeitszufriedenheit
- Schlüsselfigur Kommunikation / Transparenz
- Autonomie
- Eindeutige Verantwortungsbereiche
Pat.: - hohe Zufriedenheit
- Pat. weiß wer zuständig ist
- Vertrauensverhältnis kann aufgebaut werden
- Hohe Kontinuität
- Pflege wird nachvollziehbar
Nachteil: PK: - Hohe Kosten durch strukturelle Veränderungen
- Enge Beziehung kann belastend sein
- Verantwortung endet nicht mit der Schicht

Auswirkung auf die praktische Ausbildung:


- Kontinuierliches Arbeiten mit dem gleichen Patienten erhöht die
Lernmöglichkeiten
- Mittel- und Langfristige Wirkungen von Maßnahmen werden deutlich
begründbar
- prozesshaftes Verständnis entwickelt sich
Entlassungsmanagement

Ursachen für wiederholte Krankenhausaufenthalte bei gleicher Erkrankung + Konsequenzen


um Ursache zu beseitigen
- Unangemessenes Management der Entlastung
- Konsequenz: Kontaktaufnahme Überleitungskraft
- Mangelnde Pat. Compliance
- Konsequenz: Beratung des Patienten und Angehörigen
- Progredienter Verlauf einer Erkrankung
- Konsequenz: engmaschige Beobachtung des Patienten u.a. Hausarzt um
frühzeitig die Therapie anzupassen, Austausch im Team

Welches Ziel hat das Entlassungsmanagement?


Versorgungsabbrüche verhindern / poststationäre Versorgungsprobleme minimieren
- Gesundheitliche Risiken minimieren
- Belastungen der Angehörigen minimieren
- Reduktion der Folgekosten
- Patientenwohl steigern
- Patient wird bei der Bewältigung der neuen Lebenssituation unterstützt

Wodurch kann die Überleitungskraft / Pflegekraft ein Versorgungsproblem poststationär


verhindern?
- Frühes Assessment (Planung) der Entlassung PK sorgt für
bedarfsgerechte Versorgung
- Beratung / Schulung des Pat. z.B. Injektion von Insulin

Was sollte die Überleitungspflegekraft bei der Entlassung des Pat. bedenken bzw. erfragen?
Häusliche Versorgung: Nachbarn, Pflegedienst, Angehörige
Mobilität zu Hause: Welche Etage, Treppen, Lift, Sturzgefahr im Bad
Essensversorgung: Angehörige, Küchenumbau, Essen auf Rädern
Unterstützungspapiere: Medikamente, PEN, Inkontinenzmaterial
Finanzielle Ressourcen: Selbstzahler, Rente, Pflegeversicherung, KK (PK)
Pflegesystem: Sach- oder Geldleistung beantragen Angehörigenpflege, Kurzzeitpflege,
ambulanter Pflegedienst, betreutes Wohnen

Welche Informationsquellen stehen der Überleitungs- bzw. Pflegekraft bzgl. Der häuslichen
Versorgungssituation des Pat. zur Verfügung?
Selbstanamnese des Pat.: Nachbarn, Selbsteinschätzung Pflegebedarf, Ressourcen
Fremdanamnese: Sozialdienst, Casemanager, ambulanter Dienst, Reha-Bericht, Angehörige

Bei der Entlassung des Pat. erhält er u.a. einen Pflegebericht. Was sollte er neben den
Patientenstammdaten enthalten?
- Krankheitsprozess
- Weitere Pflegeziele
- Ziele die erreicht wurden
- Besonderheiten und Fähigkeiten des Pat.
- Weitere Pflegemaßnahmen
Welche pflegerischen Versorgungsmodelle bieten sich dem Pat. nach einer Entlassung aus
dem Krankenhaus?
Nenne ggf. Vor- und Nachteile dieser Möglichkeiten
Zu Hause : Vorteil: vertraute Umgebung
Nachteil: Organisation von amb. Pflege oder hausinterner Unterstützung
notwendig
Kurzeitpflege: Vorteil: mehr Zeit um Ressourcen zu stärken
Nachteil: nicht in vertrauter Umgebung
Umzug ins Heim: Vorteil: sichere Umgebung
Nachteil: außerhalb der vertrauten Umgebung

Welche Möglichkeiten der Einverständniserklärung eines Pat. für eine Behandlung gibt es?
- Mündlich
- Schriftlich
- Mutmaßlich
- Stillschweigend

Bei der Patientenaufnahme wird der Pat. im GDRG System eingeordnet:


Übersetze die Abkürzung und erkläre:
- German Diagnostic Related Group
- Abrechnugssystem; stationäre Patienten werden in Fallgruppen
eingeteilt d.h. es sind Fälle mit vergleichbarer med. Diagnose und
wirtschaftlichem Aufwand; jeder Gruppe wird ein Geldbetrag zugeordnet

Welche Faktoren können bei der Patientenkodierung abgerechnet werden?


- Hauptdiagnose z.B. TEP
- Nebendiagnose z.B. Inkontinenz, Infektion
- Prozedur z.B. Op

Die Einführung der GDRG hatte Konsequenzen für die pflegerische Arbeit welche könnten
das sein?
- Hohe Arbeitsbelastung der PK durch die kurze Verweildauer der Pat.
- Effektive Arbeitsablaufplanung ist notwendig
- Berufsübergreifende Netzwerke sind notwendige zur effektiven
Versorgung

Nach Entlassung werden manche Patienten in ein Diseasemanagement System


aufgenommen Definition, Ziele, Schwerpunkte
Es ist: ein Behandlungsprogramm der Krankenkassen für chron. Kranke Menschen
Ziele: Vorbeugung der Abnahme von körperlicher sozialer Aktivität
- Verhinderung vom raschen Fortschreiten der Erkrankung
- Reduktion der Sterblichkeit
- Langfristig Kostensenkung für die Krankenkasse
Schwerpunkte: - intensive Beratung, Betreuung und Schulung des Pat.
- Festlegung gemeinsamer Ziele mit dem Pat.
- Unterstützung bei der Terminorganisation z.B. mit Hausarzt, Facharzt,
Physiotherapie…
Rechtliches und Anderes mit Burkhard

Pflegefehler -> Körperverletzung – Strafrecht = Gefängnis


-Zivilrecht = Schadensersatz
Schmerzensgeld
-Arbeitsrecht = Ermahnung
Abmahnung
Kündigung
Wann muss man erste Hilfe leisten:
Unfall: - wenn es erforderlich ist
- Wenn es zumutbar ist
- Wenn keine Eigengefährdung droht

Medizinproduktegesetz: schützt Pat. und Anwender


- Geräteeinweisung
- Verfallsdatum / Prüfsiegel aktuell
- Nur so verwenden wie Hersteller es vorgibt
Verstoß = Geld oder Freiheitsstrafe

Heilmittel = Persönliche Hilfe (Mensch)


Hilfsmittel = Ersatz für fehlende Fähigkeit (Brille, Rollator, TEP)

Patientenverfügung = wenn ich nicht mehr in der Lage bin, über mich zu entscheiden
(Lebenserhaltende Maßnahmen etc.)
Testament = vom Notar geschrieben
(ordentlich) eigenständig, handschriftlich geschrieben
Datum, Unterschrift

Not- oder 3 Zeugen Testament:


- Pat. muss testierfähig sein
- 3 unabhängige Zeugen -> sicher in Sprache und Schrift
- Naher Tod ist Voraussetzung
- Es ist nicht möglich Notar aufzusuchen oder handschriftlich zu verfassen

Schweigepflicht:
Seelsorger, Rettungsdienst, Polizei, Kollege von anderen Stationen = keine Auskunft
Angehörige nur mit Erlaubnis

Wertsachen: Angehörigen mitgeben, bei der Aufnahme wegschließen lassen

Kompetenz : Fachkompetenz, personale Kompetenz, Sozialkompetenz

Beratung: Unter Beratung kann allgemein die Hilfe bei der Bewältigung von Problemen
verstanden werden
- Beziehung herstellen
- Problem benennen
- Lösung suchen
Aufklärung: Arzt muss aufklären
- Pat. muss orientiert sein
- Bei Kindern muss Erziehungsberechtigter unterschreiben > 18
- Bei betreuten muss der Betreuer entscheiden
- Wenn Betreuer verweigert, entscheidet Betreuungsgericht
Notfall: mutmaßliche Einwilligung

Aufklärung über:
- Risiken, Op-Art, Komplikationen
- Prä- und postoperatives Verhalten
- Dauer und Vorgehensweise Op
- Erhofftes Ergebnis
- Alternativen
- Anästhesieart
- Risiken, Nebenwirkungen
Einwilligung:
- Mündlich
- Schriftlich
- Mutmaßlich
- Stillschweigend
- Geschäftsführung ohne Auftrag

Krankheit Meldepflicht:
- Epidemien erkennen /Maßnahmen einleiten
- Melden ans Gesundheitsamt
- Infektionsschutzgesetz
Bei V.a.: mikrovirelle Infektionen: TBC, Diphtherie, Cholera
Bei Erkr.: FSME (frühsommerliche meningo Enzephalitis), Ebola, Hepatitis, Masern
Bei Tod: alles was erst beim Tod diagnostiziert ist

Pandemie: Weltweit Länderübergreifend


Örtlich unbegrenzt – zeitlich begrenzt (Masern)
Epidemie: zeitlich und örtlich begrenzt
Endemie: örtlich begrenzt zeitlich unbegrenzt

Bundesinstitut: Robert Koch Institut sammelt Infektionsdaten


Pflegeplanung:
Warum? Sinn: - Informationssammlung/ Weitergabe
- Abrechnung
- Instrument zur Überprüfung d. Pflegeprozess
- Pat. Orientierung (individuell)
- Personalplanung
- Ziel konsequent verfolgen
- Qualitätssicherung

Daten (objektiv / subjektiv)


Objektiv: messbar (RR, Puls, Temp.)
Subjektiv: nicht messbar (Schmerz, Gefühle)

Gesprächsarten: Beratung, Anleitung, Schulung


Aufnahme / Entlassungsgespräch
Informationsgespräch

Quelle Pflegeanamnese: Fremdanamnese (Angehörige, PK -> Heim)


Eigenanamnese
Krankengeschichte
Wofür: Biografie, Status d. Pat., als Basis
Pflegequalität erhöhen
Beziehungsaufbau

Aufgaben der Nase: Luft erwärmen, befeuchten, filtern, riechen

Äußere Atmung: wo: zwischen Alveole und Blut


Innere Atmung : wo: vom Blut in die Zelle

Lungenhilum: An der zum Herzen gerichteten Lungenseite liegt das Lungenhilum (die
Lungenwurzel) Hier treten Hauptbronchien, Arterien und Nerven ein sowie
Venen und Lymphgefäße aus

Atemzentrum -> im Stammhirn


Pleura: Brust und Rippenfell – dazwischen Pleuraspalt
Luft im Pleuraspalt = Pneumothorax
Blut im Pleuraspalt = Hämothorax

Atemimpuls vom ZNS = Atemreizung durch O2 und CO2 reizung in den Zellen
Flimmerepithel Aufgabe = Abtransport von Bakterien, Schadstoffen; Erregern
Raucher = Ø Flimmerepithel
Was ist Vitalkapazität: Das normale Atemzugvolumen +
Inspiratorisches / exspiratorisches Reservevolumen
↓ ↓
Max. Einatmung max. Ausatmung
Totraum: Nasenspitze bis Alveole
Lungenemphysem: Aussackungen der Alveolen
Atelektasen: Ungelüftete Lungenabschnitte

Beobachtung: Frequenz normal 8- 20 / Min


Abweichung: Bradypnoe: 8 / Min. Phys.: im Schlaf
Path.: bei Neuroverletzungen
Tachypnoe: ab 20 / Min.
Phys.: körp. Anstrengung, Stress, Hitze
Path.: Fieber, Anämie, Herz- und Lungenerkrankungen
Dyspnoe: Atemnot
Pflege: Beruhigen, nicht alleine lassen, Kleidung öffnen, Fenster öffnen, gemeinsam atmen,
Kutschersitz
Symp.: Zyanose, Kutschersitz, Kurzatmig, Unruhe, Kaltschweißig
Folgen: Anfälliger für Erkr. Schlechtere Belüftung, AZ↓, Angst, Schlafstörungen
Triflow: Lunge erweitern, Lunge belüften, lange einatmen 3x tgl. 10x atmen

5L / Min.
5L Volumen
50 Bar – 100 bar O2

50 Bar reserve

50 Bar x5 = 250L O2:5 = 50Min.

Sozialversicherungen: Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Unfallversicherung,


Rentenversicherung, Arbeitslosenverischerung
Rehaarten:
- Medizinisch
- Beruflich/Schulisch
- Sozial
Träger:
- KV, RV, BG, Sozialhilfe, Agentur für Arbeit
AHB Leistungen
- Gesundheitlich / Sozial fit machen
KV Leistungen:
- Heilbehandlung Stationär / Ambulant
- Reha Maßnahmen
- Krankengeld 70% vom Gehalt 18 Monate (78 Wochen)
- Medikamente, Hilfsmittel
- Geld im Mutterschutz /-> 6 Wochen vor, 8 Wochen nach, 12 Wochen bei
Zwilliingen)
- 6 Wochen fortzahlung im Krankheitsfall
- Haushaltshilfe
- Zahnreinigung / Untersuchung
Gyn-Vorsorge: - ab 20 Jahre
Hautscreening: - ab 36 Jahre
GKV
- Gesetzliche Krankenversicherung Rezept vom Arzt zur KK genehmigen lassen
und dann in die Apotheke

PV:
- Finanzielle Entlastung von Pflegebürftigen
- Pflegesachleistung – für professionelle Pflege
- Kurzzeitpflege
- Pflegebett
- Wohnungsumbau
- Pflegegeld für Angehörige die Pflegen

Ab wann ist jemand beeinträchtigt:


- SGB 9 vom Alter abweichender Zustand von 6 Monaten ab 50%

Unfallversicherung:
- Zahlt der Arbeitgeber alleine

DRG:
- Diagnosis mittlere, obere, untere Verweildauer
- Fallpauschale berechnet
- Landes Basis Fallwert + Relativgewicht = Diagnose + Therapie
Epilepsie
1. Definition:
Bezeichnet eine Gruppe von zum Teil sehr unterschiedlichen Erkrankungen, gemeinsam ist
das wiederholte Auftreten epileptischer Anfälle; ein einzelner Anfall bedeutet noch nicht,
dass der Pat. an der Krankheit Epilepsie leidet, denn erst, wenn sich epileptische Anfälle in
mehr oder weniger unregelmäßigen Abständen wiederholen, spricht man von einer Epilepsie
- Wiederholte Anfälle
- Episodische, oft chron. Psychische Veränderungen
- Pathologische Abläufe im EEG
2. 4 (5) Stadien / Verläufe beim Grand-mal-Anfall
-Aura = Vorstadium: Farben und Funkensehen, Hören von Tönen/Melodien, Schmerzen oder
Kribbeln, Angst-Zorn-Glücksgefühle
-Initialschrei:
-Tonisches Stadium: Streckkrampf (Opisthotonus) mit gestreckten Rücken
Krampf der Kiefermuskulatur
Zyanose infolge Verkrampfung der Atemmuskulatur
-klonisches Stadium: rhythmische Zuckungen, Inkontinenz, Schaum vor dem Mund
-Erschöpfungsphase: Tiefschlaf -> Erwachen häufig mit Kopfschmerz

3. Doku für die Weitergabe an den Arzt


- Wie begann es?
- Initialschrei vorhanden?
- Wie waren die Anfälle? (tonisch – klonisch)
- Erschöpfungsschlaf?

4. Was sollte ein Pat. im Beruflichen und privaten Alltag beachten?


- Medikamente regelmäßig einnehmen
- Schnelle Lichtblitz vermeiden (Diskobesuche)
- Langanhaltenden Stress vermeiden
- Eigen- und Fremdgefährdung vermeiden (Beruf: Busfahrer!)
- Familienplanung mit einem Arzt/Facharzt besprechen bezüglich der
genetischen Disposition

5. Was versteht man unter einer epileptischen Wesensveränderung?


- Verlangsamte, zähflüssige Gedanken, Neigung zu Pedanterie, Schwerfälligkeit
und Eigensinn
Maßnahmen beim Anfall
Hilfeleistungen
Es sind keine sofortigen Behandlungsmaßnahmen nötig, da meist keine akute Lebensgefahr
besteht:
Prophylaktisch sollte folgendes beachtet werden:
- Pat. vor Verletzungen schützen (Gefährliche Gegenstände entfernen)
- Die Atmung erleichtern durch ggf. Öffnen beengter Kleidung
- Die Lage erleichtern durch z.B. Kissen unter den Kopf, Decke auf den
Körper,
- Kopf nach einem Anfall seitlich lagern, um Aspiration zu vermeiden (Blut,
Erbrochenes)
- Nicht alleine lassen, bis er aufwacht
Komplikationen: Zungenbiss, Verletzungen durch Hinstürzen, Aspiration von Erbrechen,
Status Epilepticus
Anfallsbeobachtung und Dokumentation:
Da epileptische Anfälle jeden Ort der Hirnrinde einbeziehen können, sind sie sehr
vielgestaltig. Die Anfälle eines einzelnen Pat. ähneln sich jedoch sehr.
Klonische Anfälle: -> rhythmische Zuckungen (Kloni) z.B. im Bereich der Hände
Myoklonische Anfälle: -> kurze und ruckartige Zuckungen, die z.B. im Bereich der Hände
dazu führen, dass Gegenstände weggeschleudert werden.
Tonische Anfälle: -> eine anhaltendeVerkrampfung von Armen und Beinen
Psychomotorische
Anfälle: ->“sinnlose“ automatische Bewegungsabläufe (Automatismen) in sehr
unterschiedlicher Ausprägung im Bereich des Gesichts, der Zunge, des
Halses und der Hände
Hypermotorische
Anfälle: -> heftige „sinnlose“ automatische Bewegungsabläufe mehr im Schulter-
und Hüftbereich
Absencen: -> kurze, abrupt einsetzende Bewusstseinsstörung;
Der Ablauf und die Art des Anfalls sind zu beobachten, um nachher genaue Angaben machen
zu können.
Informationen und Beratung
Informationen zur Erkrankung und Lebensweise
->Medikamente regelmäßig in richtiger Dosierung einnehmen = Anfallsfreiheit erreichen
- Pat. über Nebenwirkungen aufklären
->Anfallkalender führen, regelmäßige EEG-Kontrollen
-> Für geordnete Lebensweise sorgen z.B. regelmäßiger Tagesablauf, Schlaf-Wach-Rhythmus,
Aufregung/Stress vermeiden
-> Bei Kindern sollten Eltern über Therapie und individuelle Förderung informiert sein, ferner
ist auf eine „Reiz arme“ Erziehung zu achten.

Informationen/Beratungen zur sozialen Integration sind:


->Berufswahl: ist abhängig von der intellektuellen Leistungsfähigkeit, der Persönlichkeit, der
Häufigkeit der Anfälle; möglich sind z.B. Kaufmännische Berufe
->Sport: Alle Arten, die gefährlich werden könnten, sollten nicht ausgeübt werden wie z.B.
Schwimmen, Klettern, Reiten
->Autofahren: ist möglich, wenn der Pat. zwei Jahre anfallsfrei waren
->Nachkommen: ist unterschiedlich zu beantworten, nach Möglichkeit sollten aber nicht zwei
Epileptiker Kinder bekommen
Suchterkrankungen

Definition der Abhängigkeit nach ICD10


-Es handelt sich um eine Gruppe körperlicher, Verhaltens- oder Kognitiver Phänomene, bei
denen der Konsum einer Substanz oder einer Substanzklasse für die Person Vorrang hat
gegenüber anderen Verhaltensweisen, die von ihm früher höher bewertet wurden. Ein
entscheidendes Merkmal, ist oft der starke, gelegentlich übermächtige Wunsch, psychotrope
Substanzen oder Medikamente, Alkohol oder Tabak zu konsumieren.

Symptome einer Suchterkrankung


>körperliche Ebene: Zittern der Hände, Müdigkeit, Schwindel
>seelisch/geistige Ebene: Ängstlichkeit, depressive Verstimmungen,
Konzentrationsstörungen
>Soziale Ebene: zunehmende Isolierung, Zurückgezogenheit, Interesslosigkeit, Aufgabe von
Hobbies

Maßnahmen bei einem Kater (Alkoholbedingt)


> Frischluft >Wasser trinken
> Abdunkeln >Schlafen
> Ruhe >Analgetika bei Kopfschmerzen
>Kühlelement

3 Faktoren die eine Suchtentstehung beeinflussen (Nennen und erläutern)


>Persönlichkeit: Familiengeschichte, frühkindliches Milieu, Umgang mit Stress, Lebenskrise
>Soziales Milieu: familiäre Situation, sozialer Status, Konsumsitten, Werbe- u. Modeeinflüsse
>Suchtmittel: Suchtpotenz, Dosis, individuelle Wirkung, Drogenverfügbarkeit

Spätfolgen langzeitigem Alkoholmissbrauch


> Korsakow Syndrom >Leberzirrhose
> Fettleber >KHK
> Gicht >Magenerkrankungen
 Polyneuropathie

Trinkertypen nach Jellinek


 Alphatrinker Konflikt und Sorgentrinker Nicht Krank, aber gefährdet
 Betatrinker Gelegenheitstrinker Nicht krank, aber gefährdet
 Gammatrinker Kontrollverlust Krank
 Deltatrinker Gewohnheitstrinker Nicht abstinenzfähig, krank
 Epsilontrinker Quataltrinker mit Krank
Kontrollverlust

Phasen der Behandlung einer Suchterkrankung


1. Motivation Muss vom Betroffenen ausgehen Ziel: Krankheitseinsicht
2. Entgiftung / Entzug Dauer ca. 2 Wochen Ziel: Lebensfunktion erhalten,
Entzugssymptome lindern
3. Entwöhnung Bis zur Unabhängigkeit in Ziel: ohne Drogen
speziellen Langzeiteinrichtungen eigenverantwortlich leben
4. Nachsorge/ z.B. Selbsthilfegruppen (AA, blaues Ziel: Wiedereingliederung in die
Resozialisierung Kreuz), Angehörigengruppen Gesellschaft
Grundvoraussetzungen für den Erfolg einer Entwöhnung

 Freiwilligkeit  Mitwirken vom sozialen Umfeld


 Akzeptanz der therapeutischen Regeln  Zusammenarbeit mit dem
therapeutischen Team

Weiterbehandlung nach dem Klinikaufenthalt

 Suchtberatung Begleiten und Aufklärung


 Tagesklinik Übernahme von Verantwortung
 Hausarzt Med. und psychiatrische Behandlung
 Selbsthilfegruppen z.B. AA, blaues Kreuz, Guttempler

4 Grundsymptome eines Delirium Tremens

 Hochgradige motorische Unruhe /  Tachykardie


Nesteln, Tremor
 Desorientierung  Hypertonie
 Bewusstsein Eintrübung, Halluzinationen  Tachypnoe
(optisch)

Medikamentengruppen in der Entzugstherapie

Sedativa Wirkung: Beruhigend Bsp.: Benzodiazepine, Distraneurin


Neuroleptika Wirkung: Red. Verhinderung Bsp.: Haldol
einer Halluzination
Antikonvulsiva Wirkung: Reduktion u. Bsp.: Tegretal
Vorbeugung von Krampfanfällen
Antiemetika Wirkung: verhindert, reduziert Bsp.: Vomex
Brechreiz
Anticraving Substanz Wirkung: red. Den Suchtdruck Bsp.: Tiapridex

Kollegen mit Suchtproblemen, Bedeutung für Betroffenen, Patient, Arbeitgeber


 Für den Betroffenen: riskiert seine Gesundheit, bei Fehlern juristische Konsequenzen,
droht sozialer Rückzug
 Für den Pat. : Red. Der Patienten u. Arbeitssicherheit; red. D. Arbeitsqualität
 Für den Arbeitgeber : Störung d. Betriebsfriedens; erhöhte Fehlzeiten, neg.
Auswirkung

Dienstvereinbarung = Leitfaden -> Wozu dient Sie?


 Gesundheit des Arbeitnehmers erhalten
 Dem Suchtmittel entgegenwirken
 Arbeitssicherheit erhöhen
 Dem Suchtkranken Mitarbeitern ein Hilfsangebot bieten
 Gleichbehandlung aller Betroffenen
 Den Beteiligten eine eindeutige Richtlinie bieten
 Die Zusammenarbeit des betriebsärztlichen Dient, Personalrat,
Schwerbehindertenvertretung sowie Personalvertretung regeln
Stigmatisierung und psychisch krank sein
1. Stigmatisierung: was ist das?
 Negatives Merkmal; griechisch: Makel, Schandfleck

2. Warum entstehen in unserer Gesellschaft Stigmata für psych. Kranke Menschen?


 Symptome psychischer Erkrankungen sind schwer fassbar -> machen Angst
 Vorurteil das Erkrankte häufig selbst Schuld an ihrer Erkrankung sind
 Psychisch Erkrankte sind gefährlich
 Körperliche Symptome werden eher akzeptiert

3. Stigma in der Bevölkerung vorbeugen Ziel, Maßnahmen


 Ziel: Durch Öffnung und Transparenz Ängste abbauen
 Maßnahmen:
- Patientenforen, Öffentlichkeitsarbeit, Angehörigenarbeit, Broschüren,
Ausstellungen, Tag der offenen Tür

4. Welche pflegerischen Richtlinien sollten in der psychiatrischen Versorgung beachtet


werden?
 Bezugspflegesystem > fordern und nicht überfordern
 Nähe und Distanz beachten > gesunde Anteile stärken
 Klare Ansagen > Reizüberflutung vermeiden

5. Was ist im Umgang mit Psychopharmaka zu beachten? Beschreibe!


 Aufbewahrung: Patientenunzugänglich, medikamentengerechte Lagerung, zeitnahe
Vorbereitung, 6er Regel
 Verabreichung: zeitnahe Verabreichung, Wirkung und Nebenwirkung kennen,
Einnahme in Gegenwart der PK, Täuschungsversuche einplanen, ggf.
Wangentaschen kontrollieren, Aufklärung der Patienten

6. Psychoeduktion -> was ist das =


 Ist ein: Schulungskonzept für Menschen mit psych. Erkrankung mit dem
 Ziel: Mit der Erkrankung Leben lernen, Rückfallprophylaxe, Prognose begünstigen
 Aspekte: Des Schulungskonzepts: Kennen lernen der Erkr., erkennen belastender
Situationen, Sensibilisierung für Frühsymptome, Besuch/Kennenlernen von
Selbsthilfegruppen

7. In akuten Wahnsituationen kann es nötig sein, gegen den Willen nach dem PsychKG
eingewiesen zu werden. Welche Voraussetzung muss gegeben sein?
 Selbst- oder Fremdgefährdung

8. Es kann notwendig sein, dass ein Patient akut/kurzfristig fixiert werden muss was ist
von der PK zu beachten?
 Sicht- und Hörbarkeit ggf. Sitzwache
 Überprüfung der Gurte
 Gewährleistung der Grundbedürfnisse
 Fixierungsprotokoll
 Überprüfung der Notwendigkeit der Fixierung
 Ärztliche Anordnung beachten
Schizophrenie

Definition: Wie wird die Krankheit heute erklärt?

(sog. Spaltungsirresein) ist eine endogene Psychose und gekennzeichnet durch eine Störung
der Gesamtpersönlichkeit
(Verlust von Einheit und Ordnung der Wahrnehmung, des Denkens, der Affekte und der
Identität)
Heute: eine Psychose aus dem Schizophrenen Formenkreis (Symptomatik und Verlauf ist
individuell), in den letzten Jahren ist die Genesung dieser Erkrankung zunehmend in den
Vordergrund getreten (unter dem Begriff: Recovery)

Faktoren für die Entstehung der Erkrankung

 Psychologische Faktoren: Traumata


 Soziologische Faktoren: Umgang innerhalb der Familie.. mit Gefühlen
 Neurobiologische Faktoren: Veränderungen im System der Botenstoffe im Gehirn;
genetische Disposition

Anna hört Stimmen, die ihr etwas sagen. Wie nennt man dieses Symptom und welcher Art
von psychiatrischer „Störung“ ist es zuzuordnen?

 Es ist eine akustische Halluzination (in Abgrenzung zu optischer, olfaktorischer und


körperlicher Hinsicht); es ist eine Wahrnehmungsstörung

Positiv-/ Plussymptome / Negativ-/ Minussymptome + Beispiele:

 Positiv-/Plussymptome: der Patient fügt gegenüber dem normalen etwas hinzu z.B.
inhaltliche Denkstörung (Wahnvorstellungen), Halluzinationen, Störungen des Ich-
Erlebens
 Negativ-/Minussymptome: dem Patient fehlt etwas gegenüber dem Normalen z.B.
schwacher Affekt, mangelnder Antrieb, formale Denkstörungen, Antriebs- und
Bewegungsstörungen

Wirkung und Nebenwirkung von Neuroleptikern:

 Wirkung: wirken nicht sedierend, sondern, antipsychotisch; verringern Angst und


Wahnvorstellungen, dämpfen Erregungszustände
 Nebenwirkungen: Bewegungsstörungen (Früh- und Spätdyskinesen); allergische
Reaktionen; innere Unruhe; Schläfrigkeit; neuroleptisches Syndrom mit Rigor, Stupor,
Bewusstseins- und Kreislaufstörungen und hohes Fieber
Behandlungsverfahren neben der medikamentösen Therapie:

 Psychotherapie: mit dem bekannten Verfahren wie Verhaltens-, Gesprächstherapie und


Tiefenpsychologie
 Sozio-/Milieutherapie: d.h. Arbeit am Umfeld des Patienten
 Ergotherapie: sinnvolle Tätigkeiten zu Gewinnung von Selbstvertrauen
 Kunsttherapie: krative Verfahren (künsterisch-kreative Ausdrucksmöglichkeiten)
 Arbeitstherapie: Ermöglichung der Teilnahme am Arbeitsleben

Behandlungsmöglichkeiten nach der stationären Behandlung:

 Ambulante psychiatrische Weiterbehandlung/ psychotherapeutische Begleitung


 Psychiatrische Tageklinik
 Beschützende Wohnmöglichkeiten
 Beschützende Arbeitsplätze (Behindertenarbeitsplätze)
 Berufsorientierungsmaßnahmen
 Freizeitangebote unter Gleichgesinnten

Prognose:

 Insgesamt gut ( bei 1/3 der betroffenen Patienten heilt die Schizophrenie komplett aus)
Suizid

Selbsttötung gehört zu den führenden Todesarten Erläutern Sie kurz Zahlen und Fakten:
 Selbsttötung gehört zu den 3 führenden Todesarten der 15-44 jährigen
 2012 begingen in Deutschland insgesamt 9890 Menschen Suizid
(7287 Männer und 2603 Frauen Verhältnis 3:1) Suizidraten steigen mit
zunehmendem Alter (durchschnittliches Sterbealter durch Suizid 2011 bei 57)

Was ist ein Suizid?


 Meist keine freie Entscheidung
 Meist eine Reaktion auf eine Lebenskrise
 Suizidalität ist keine Krankheit sondern Symptom eines zugrundeliegenden Problems
oder einer Erkrankung

Ursachen:
 Häufigste Ursache für einen Suizidversuch sind psychiatrische Erkrankungen und
kurzfristige psych. Störungen als Reaktion auf Lebenskrisen- Suizidalität ist
normalerweise kein Zeichen von Freiwilligkeit sondern von Einengung durch schwere
Not.
 Aber auch Personen mit Alkohol- und Drogenabhängigkeit sind besonders gefährdet

Ankündigung eines Suizid:


 Verhaltensveränderungen ohne Grund > Todesphantasien
 Stimmungsschwankungen ohne Grund > Sammlung von Medikamenten
 Autoaggressive Handlungen > Sinnlosigkeit des Lebens wird geäußert
 Abschiedsbrief > Rückzug

Wie reagieren Sie bei Suizidsignalen?


 Engmaschig beobachten
 Direkt ansprechen
 Genau nachfragen
 Krisengespräch ggf. Seelsorger, Psychologen
 Ggf. Sichtkontakt halten (in der Klinik)
 Unterbringung in einer geschützten Einrichtung

Ein Pat. hat einen Suizidversuch durchgeführt. Welche Fragen können möglicherweise im
therapeutischen Team gestellt werden?
 Wann und warum ist es passiert?
 Haben wir was übersehen?
 Wurde die Aufsichtspflicht verletzt ?
 Hätte der Suizid verhindert werden können?

Was könnte dem Team helfen mit der Situation klar zu kommen?
 Eigenes Handeln reflektieren hilfreich ist eine Checkliste
 Umstände klären
 Ängste ansprechen
 Supervision
 Reflektion der Psychodynamik
TB 6 und 7

Unterschiedliche Einschätzung von 2 PK der Norton- Skala Gründe:


 Desinteresse
 Andere Sichtweisen und anderes Pflegeverständnis
 Fremdeinschätzung (nicht am Pat.)
 Erheblicher Zeitunterschied der Erhebung
 Beziehung zwischen PK und Pat.
 Fehlende Kenntnis über Diagnose

Welche Konsequenzen ziehen sie daraus?


 Es muss einen Standard geben bzw. dieser muss allen bekannt sein
 Die Wichtigkeit muss den Pflegenden bekannt sein
 Die Einschätzung muss zur selben Zeit erfolgen
 Interne Fortbildung anberaumen

Skalen zur Dekubitus Einschätzung


 Nortonskala
 Bradenskala

Vorteile eines Pflegestandarts


 Kontinuität in der Versorgung des Pat.
 Sicherheit für den Pat.
 Keine Ungereimtheiten/Missverständnisse zwischen Pflegenden
 Entspricht der EBN
 Vereinfachung der Dokumentation

Nachteile eines Pflegestandarts


 Die Sichtweise kann festgefahren sein
 Es ist nicht individuell
 Werden zu selten überarbeitet
 Verlust von Anwendung eigener Erfahrung

Funktion der Haut


 Schutzbarriere
 Ausscheidung von Schweiß und Talk
 Resorption
 Empfinden
 Temperaturregulation

Die Haut ist der Spiegel der Seele -> bitte nehmen Sie Stellung dazu
 Oft spiegelt die Haut den seelischen Zustand wieder
 Viele neigen zu Unreinheiten der Haut wenn Sie unter Stress stehen
 Über die Haut lassen sich Emotionen erkennen

Erläutern sie den Begriff Assessment Instrument


 Ein Instrument zur Erhebung/Einschätzung des Pat. und seinem Zustand
 Hilft bei der Maßnahmenplanung
a) Definieren Sie den Begriff Prophylaxe
b) Begründen sie 2 Prophylaxen mit jeweils 2 Maßnahmen

Zu a) Prophylaxen sind Maßnahmen die durchgeführt werden, zur Vermeidung von


Komplikationen / Krankheiten

Zu b) Dekubitusprophylaxe: Aufgrund des ↓AZ liegt die Pat. viel und sollte deshalb
gelagert werden um die drei Gefahren (zeit, Druck, Scherkräfte) zu minimieren

Thromboseprophylaxe= aufgrund der geringen Bewegung ist die Pat. trombosegefährdet


die PK sollte die Pat. mobilisieren, im Bett sich bewegen lassen und auf ärztliche
Anordnung Antikoagulantien verabreichen
 Sturz, Pneumonie, Kontraktur

Nennen Sie die Schritte eines Pflegeprozess


 Informationssammlung
 Probleme und Ressourcen erkennen
 Ziele festlegen
 Pflegeplanung festlegen
 Durchführung
 Evaluation

4 Fragestellungen zur Evaluation der Pflegemaßnahmen


 Wie ist der Ist-Zustand?
 Führen die Maßnahmen zum Ziel ?
 Gibt es noch offene Pflegeprobleme?
 Fühlt sich der Pat. wohl?

Organisationsform Zimmerpflege, Bedeutung für a)Patient b)Pflegekraft


a) Hat einen festen Ansprechpartner der über alles Bescheid weiß und wird bestmöglich
versorgt -> andere wissen nicht über alles Bescheid
b) Mehr Zeit für seine Pat.
Keine Hilfe von Kollegen
PK lernt Pat. besser kennen
Krankenbeobachtung ist besser möglich

Sie erzählen einer Freundin, da Sie von der Krankengeschichte von einem Pat. sehr betroffen
sind, Details über den Krankenhausaufenthalt.
Haben sie ihre Schweigepflicht damit verletzt?
 Ja, wenn ich den Namen des Pat. oder Missstände der Versorgung äußere
 Krankenhaus, Station, Pat. und Zeit darf nicht erkennbar sein.
Es darf nicht nach außen gelangen §203, §204 StgB

Nennen Sie 3 Komponenten des Kohärenzerlebens


 Verstehbarkeit, Handhabbarkeit, Sinnhaftigkeit
 ↑ Krankenhausverständnis, Subjektive Wahrnehmung
Nehmen Sie Stellung zu folgender These:
„Die Widerstandsressourcen eines Menschen bestimmen seinen Gesundheitszustand“
 Widerstandsressourcen sind Schutzkräfte

Ziele eines nationalen Standards


 Bieten Sicherheit für PK
 Arbeitswechsel, trotzdem gleiche Standards -> Bundesländerübergreifend

Wie bezeichnet Fr. D. Orem die Form von Unterstützung zur Selbstpflege
 Dependenzpflege

Welche drei Formen professioneller Pflege beschreibt D. Orem?


 Vollständig kompensatorisch (übernehmen)
 Teilweise kompensatorisch (unterstützen)
 Erzieherisch unterstützend (anleiten/motivieren)

Zählen Sie vier Methoden professioneller Pflege nach D. Orem auf:


 Körperlich & seelisch unterstützend
 Beraten
 Anleiten
 Eine Umgebung schaffen wo Anleiten möglich ist
 Einsetzen für den Pat.

Stadien der Krankheitsverlaufskurve nach Corbin Strauss


 Vor der Pflege und Krankheitsverlaufskurve
 Einsetzen der Pflege und Krankheitsverlaufskurve
 Kriese
 Akutes Stadium
 Stabiles Stadium
 Instabiles Stadium
 Verfall
 Sterben

Erläutern sie den Begriff Dekubitus Grad2


 Nicht wegdrückbare Rötung
 Blasenbildung
 Dermis ist betroffen
 Haut intakt

Welche Institution stuft den Pflegegrad ein


 MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkasse)

Auskunft am Telefon, Wie verhalten Sie sich?


 Wenn die Tante anruft, würde ich keine Auskunft geben aufgrund von Datenschutz
 Wenn die Tante auf der Station erscheint, würde ich die Pat. um Bestätigung der
Verwandtschaft und um Erlaubnis der Auskunft bitten und mit der Mutter der Pat.
Rücksprache halten da Pat. minderjährig ist
Welcher Kostenträger übernimmt die Finanzierung der Krankenhauskosten?
 Krankenkasse

Welcher Kostenträger übernimmt die Finanzierung der ambulanten Pflege?


 Gesetzliche Pflegeversicherung

4 allgemeine Ziele des Bobathkonzeptes


 Förderung der Körperwahrnehmung
 Normalisierung des Muskeltonus
 Anbahnung von normalen Bewegungsabläufen
 Beweglichkeit fördern und erhalten

Symptome eines Schlaganfalls


 Fascialesparese
 Sehstörung
 Aphasie, Dysarthrie
 Schluckstörung
 Hemianopsie
 Neglectsyndrom -> nicht Wahrnehmen einer Körperhälfte

Aus welchen Schichten ist die Arterienwand aufgebaut?


 Intima
 Media
 Adventitia
 Tunica externa
Demenz

Definition: organisch bedingter fortschreitender Verlust geistiger Fähigkeiten mit


Gedächtnis-, Wahrnehmungs- und Denkstörungen
Ursache: Alzheimer-Demenz (50-60%) -> unklare Ursache
Vaskuläre Demenz (20%) -> Sammelbegriff für Gehirnschädigung durch
Gefäßerkrankungen
Mischformen von Alzheimer- und vaskulärer Demenz
Demenz i.R. anderer Erkrankungen z.B. Creutzfeld – Jakob – Krankheit
Selten: genetische Ursachen
Sympt.: Gedächtnisstörungen
Kognitive Störungen -> Störung von –Orientierung, abstraktem Denken, Urteilsfähigkeit
Veränderungen von Verhalten, Persönlichkeit – Unruhe, Aggression
Neurologisch -> Gangstörung, Reflexstörung, Inkontinenz
Später zunehmender körperlicher Verfall und Gewichtsverlust
Diagn.: Standardisierte Tests: Mini- Mental- Test (Merk, Orientierung, Sprach und
Uhrzeit-Zeichnen-Test Sehverständnis, Erinnerungs-,
Rechentest, Geld abzählen)
Psychiatrisch: Untersuchung zum Ausschluss anderer organischer oder psych. Erkrankungen
(z.B. Schilddrüse, Depression)
Labor: Liquor durch LP
LT, MRT, evtl. PET
Ggf. gen. Diagnostik
Therapie: Behandlung von Risikofaktoren z.B. arterielle Hypertonie, medikamentöse
Verbesserung der Hirnleistung Symptomatische Therapie mit Psychopharmaka,
Kontinenztraining
Pflege: - Geduld und Einfühlungsvermögen
- Aktivierend
- Bezugspflege statt Funktionspflege
- Orientierungshilfen
- Biografiearbeit
- Spez. Konzepte einsetzen
- Kommunikationsregeln beachten
- Angehörige einbeziehen
- Ernährungssituation überwachen
Besonderes: Derzeit 1,3 Millionen Demenzkranke in Deutschland
Demografische Entwicklung voraussichtliche Verdopplung dieser Zahl bis 2050
Demenz

Was ist Demenz und welche Formen werden unterschieden?

Es ist: Keine Krankheit, verschiedene Ursachen, Ansammlung von Symptomen

Primäre Demenz: 90% Alzheimerdemenz= direkt im Gehirn: DAT 70% Urs.: ungeklärt,
genetische Veränderung diskutiert
Kennzeichen: Degeneration Gehirn, fortschreitende Atrophie kontinuierlicher
Verlauf, schleichend 6-8 Jahre
Vaskulärer Typ: 15% früher multiinfarkt Demenz genannt
Durchblutungsstörungen im Gehirn, Hirngewebe zerstört,
stufenweise Verschlechterung, evtl. Rückbildung einzelner Symptome

Sekundäre Demenz: 10% aller Demenzen: versch. Ursachen i.d.R. reversibel als Folge
von: Depressionen, med. Nebenwirkungen,
Stoffwechselstörungen (Vit. B12, Folsäuremangel,
Leberschaden) Hirntumoren, Alkoholabusus,
Schlafapnoesyndrom, selten Pick Krankheit (Frontotemporale
Demenz)

Primäre Symptome einer Demenz:


 Störung der Merkfähigkeit, Kurzzeitgedächtnis
 Urteilsschwäche
 Desorientierung
 Sprachstörungen … Aphasie, Agnosie…

Desorientierung
Zeitlich: Jahreszeit, Woche, Tagesstruktur (Wann gibt es Essen), Verlust innere Uhr, häufig
veränderter Tag- Nachtrhythmus
Räumlich: Verlust von Sinnvollen, erinnernden, orientierenden Bewegungen im Raum und
bekannter Umgebung Zeichen: Umherlaufen, nicht von der Stelle bewegen,
Suchen, Ausräumen
Situativ: Situationen verlieren ihre Bedeutung -> Verhalten nicht angemessen
Gegenwart und Vergangenheit verschieben häufig
Kennen Ablauf des Zähneputzens, Anzeichen von Kleidung nicht mehr
Sie Verlieren den roten Faden
Personell: Betroffene können sich selbst und ander Personen in ihrer Rolle nicht mehr
identifizieren; Sie erkennen z.B. fremde Personen in ihrer Rolle nicht z.B. PK oder
Verkäuferin später auch Angehörige nicht mehr.
Sie nehmen sich selbst aber häufig in einzelnen Rollenanteilen (Mutter, Kind,
Ehefrau) wahr und orientieren sich daran

Merkmale der Personen zentrierten Haltung:


Empathie: einfühlendes Verhalten, Fähigkeit sich in das Innere eines Menschen einzufühlen
Akzeptanz: Wertschätzung, Menschen mit Stärken und Schwächen wahrnehmen
Kongruenz: Echtheit, ich stimme mit mir selbst überein, nicht hinter einer Maske verbergen
Übersetze die Abkürzung ROT
 Realitäts – Orientierungs – Training

In welchem Stadium sollte sich ein Demenzkranker befinden, damit das ROT wirksam wird
 1. Stadium / Anfang 2.

Was bedeutet Validation


-aus dem Englischen „to value“ = für gültig erklären
-Abgeleitet aus dem Lateinischen = wert sein
-Beschreibt eine wertschätzende Haltung dem demenziell Erkrankten Menschen gegenüber

Worauf basiert das Validationsprinzip nach Feil


-Psychoanalytischer Ansatz u.a. jede Lebensphase hat bestimmte Lebensaufgaben
-Bleiben Sie unerledigt oder werden ignoriert melden sich im Alter (Demenz) wieder. Können
u.a. zu herausfordernden Verhalten führen

Ziele der Validation


 Dementen Menschen helfen sich auszudrücken
 Unterstützen beim Kontakte knüpfen
 Aktive Beschäftigung anregen
 Soziale Rollen wiederherstellen
 Geborgenheit vermitteln
 Glücklich sein unterstützen

Worin ist der Unterschied von der Validation von Feil zu integrativen Validation von Nicole
Richards?

 Methodische Weiterentwicklung unter Berücksichtigung deutscher Rahmenbedingungen


 Lösung: vom psychoanalytischen Ansatz von Feil Richards ist eher pragmatisch,
praxisorientiert
 Integration von Biographie Arbeit in die Validation

Mini Mental Test


Erbrechen

Arten von Erbrechen


 Schwallartiges Erbrechen
 Würgen
 Fließendes -> Ileus

Bestandteile, Beimengungen, Farbe


 Unverdaute Nahrungsreste
 Angedaute, säuerlich riechende Nahrungsmittel -> Tumor
 Schleimbeimengungen -> Gastritis
 Grünlich gallige Verfärbung -> Nüchternes Erbrechen
 Frisches hellrotes Blut -> Obere Abschnitte des GI- Trakt
 Braunschwarze Färbung -> Kaffeesatzerbrechen = Beimengung von geronnenen Blut
 Koterbrechen -> Misere -> Ileus

Folgen von Erbrechen


 Exsikose
 Schädigung von Schleimhäuten und Zähnen
 Elektrolytverlust
 PH-Verschiebung
 Aspiration

Besonders gefährdet
 Säuglinge, Kinder, Alte, Bewusstlose

Maßnahmen
 Oberkörper hoch lagern
 Prothesen entfernen (Zähne)
 Dokumentieren
 Zellstoff und Nierenschale -> Handschuhe anziehen
 Gesicht kühlen (abwaschen)
 Schonkost
 Ursache rausfinden
 Kopf des Patienten halten
 Ruhig durchatmen
 Bewusstlose –> stabile Seitenlage
 Mundraum ausräumen -> Mundpflege
 Schwitzwäsche wechseln
Notfallmanagement

Vitalzeichen:

Puls: Normal Tachykardie Bradykardie


60-80/Min <100 >60
= Zwillingsschlag, tachyarythmie, Bradykardie, Bigenismus

RR: Normal hypertonus hypotonus


120/80 <140

Temp.: Normal hypertherm hypotherm Fieber


<37,5 >36,0 38,5
Atmung

Herz= Hohlmuskel
- Lage = Topografie: 1/3 rechts 2/3 links <- Herzspitze im 5.
Interstenalraum zwischen den Lungen

Obere Hohlvene= vena carva Superior


Untere Hohlvene= vena carva inferior
Rechter Vorhof = Atrium dexter
3 zipflige Segelklappe = tricuspidalklappe
Endokard = kleidet das Herz von innen aus
Myokard = Muskelschicht
Epikard + Perikard = Herzbeutel innen / außen
Re. Herzkammer = re Ventrikel
Lungenarterie = A. Pulmonalis
(CO2 wird abgegeben un O2 aufgenommen)
Sauerstoffreich = arteriell
Sauerstoffarm = venös
Linker Vorhof = Atrium sinister
2 zipflige Segelklappe = Mitralklappe
li. Herzkammer = li. Ventrikel

re= wieder animatio= animieren


asystolie = Stillstand Kammerflimmern
Notfall= Pat. der in seinen Vitalfunktionen bedroht ist und eine Verschlechterung droht
In DE 250 Herzstillstände pro Tag
Myokardinfarkt
Weitere Ursachen = KHK, HRST, Myo-/ Endokarditis
Im Herzbeutel sammelt sich Blut -> Perikardtamponade, Kardiogenerschock, SM-Versagen
-Respirator: Atemstillstand i.F. verlegter Atemwege
(Kinder!), Aspiration, Lungenödem, Hämato/Pneumothorax, Inhalations – Intoxikation,
Status Asthmatikus
Cerebral: SHT, Apoplex, Intoxikation
Zirkulatorisch: Alle Schockformen, LAE
Sonstige: Hypo/- Hyperthermie, Stromausfall, Stoffwechselentgleisungen
EKG:
- Sinusknoten: p-Welle entsteht im Vorhof
- AV Knoten: Erregung pq Strecke

1. Prüfen der BW- Lage, Atemwege ggf. frei machen, Kreislauf prüfen
2. Rufen 112 oder Hilfe / Reateam
3. Drücken fest und schnell
In Deutschland beginnen nur 15% der Menschen mit Reanimationsmaßnahmen

CPR = Cardio Pulmonale Reanimation


Alle 2 Min abwechseln, da Leistungsabfall eintritt
Brustkorb frei = legen sie die Ballen ihrer Hand auf die Mitte der Brust
5-6 cm nach unten
Drücken Sie 100-120 x / Min.
Hören sie nicht auf, bis Hilfe eintrifft
Geschulte Helfer sollen die Mund zu Mund Beatmung im Verhältnis von 30 Drücken zu
Beatmungen

SC = 20 – 30 Minuten bis Wirkungseintritt


IM = 10 Minuten bis Wirkungseintritt
IV = ein paar Sekunden bis Wirkungseintritt

Morphin s.c. wegen der Depotwirkung bis zu 4-5 Stunden

Unsichere Todeszeichen:
- Pat. verliert Bewusstsein
- Keine spontane Atmung
- Kein Puls
- Ausbleiben der Hirnstammreflexe (weite lichtstarre Pupillen)
- Muskeln erschlaffen
Sichere Todeszeichen:
- Totenflecken durch Absacken des Blutes
- Leichenstarre beginnt nach 4 -12 Stunden am Kopf und breitet sich nach
unten aus. Verschwindet nach 1 -6 Tagen wieder in umgekehrter
Reihenfolge
- Autolyse als Verwesung: Körpereigene Enzyme und Bakterien zersetzen
das Gewebe
Atemskala von Bienstein:
- Erfassung
- Einschätzung
- Dokumentation
Ziele der Atemstimulierende Maßnahmen
- Vermeidung der Sekretansammlung
- Aspiration und Pneumonie verhindern
- Atemhilfsmuskulatur
- Bessere Belüftung durch Vertiefung
Hustenarten:
- Trocken = Reizhusten
- Feucht = Produktiv
- Nervöser Husten
Rauchen abgewöhnen:
- Nikotinersatz
- Ablenkung
- Selbsthilfegruppen
- Akupunktur, Hypnose
- Entspannungsübungen -> Autogenestraining, Meditation, PME,
Phantasiereisen

Rauchen im Krankenhaus (PK)


 Pro  Kontra
Mehr Pause Weniger Pause als Raucher
Stressbewältigung Gesundheitschädigend
5 Min. Stille Höherer Krankheitsausfall
Kommunikation mit Kollegen Schlechtes Vorbild für Pat.
Unfair den Nichtraucherin gegenüber

Komplikationen Bettlägerigkeit
Pneumoniegefahr – Abwehrgeschwächte Pat.
- Pat. mit Lungen oder Herzerkrankungen
- Pat. mit Schluckstörungen
- Pat. mit Bauchop (Pat. mit Schonhaltung)

Symptome von Atelektasen: Einsetzen der Atemhilfsmuskulatur


Zyanose, Tachypnoe, Kaltschweiß, Unruhe
Vorteile von ASE: Bessere Lungenbelüftung, Gleichmäßige Atmung, Körpergrenzen werden
deutlich
Durchführung: Warme Hände, im Sitzen, Einatmen ohne Druck- Ausatmen mit Druck
Kontraindikation: Rippenverletzungen, Hautreizungen, bei Herzerkrankungen
Sputum (immer infektiös): Absonderungen aus dem Schleimhäuten der Atemwege
Hygieneregeln: Handschuhe, seitlich hinstellen (nicht anhusten lassen)
Nierenschale + Zellstoff+ Mülleimer tgl. entsorgen
Sputum lösen: Inhalation ggf. mit Sekretolytika, viel trinken!, Abklopfen, Vibrationsmassage,
Husten lassen
Ein verschleimter Pat. kann nicht abhusten:
- Nasal, tracheal, endotracheal absaugen
- Sputum verflüssigen
- Lagerung

- Sterile Handschuhe, saugen erst in der Trachea


- Vorsichtiges Absaugen max. 15 sec.
- Für jeden Absaugvorgang einen neuen Katheter nutzen
- So wenig wie möglich, so viel wie nötig

Inhalation:
- Mund & Nase
- Vernebelung (kleine Tröpfchengröße)
- Durchmesser der Bronchien (Asthma)

Sauerstoff:
- Gabe nach Ä.A., Sauerstoffbrille (Langzeit), Maske invasive Beatmung mit
Tubus, O2 Sonde

Nonverbale Kommunikation: alles was es uns ermöglicht, mit dem Pat. in Kontakt zu treten.
HIV / AIDS

1. Übersetzen sie die Abkürzung HIV und AIDS


HIV = Human Immunodeficiency Virus
AIDS = Acquired Immuno – Deficiency Syndrome

2. Welche Körperflüssigkeiten weisen eine hohe Viruslast auf?


- Blut, Sperma, Vaginalflüssigkeit

3. Um an AIDS zu erkranken gibt es unterschiedliche Risikogruppen


Hauptrisikogruppen
- Männliche Homo oder Bi-sexuelle mit häufig wechselnden
Sexualpartnern
- Drogenabhängige
- Sextouristen
- Prostituierte
- Kinder infizierter Mütter

4. Beschreibe die 4 Krankheitsphasen von HIV:


Phase 1: Akutphase Asymptomatische Krankheitsphase, akute HOV Infektion mit
Grippezeichen wie Fieber, Glieder und Muskelschmerzen, generalisierte
Lymphadenopatien (nach Monaten, Jahre anhaltende Lymphknotenschwellung an
mehreren Körperstellen

Phase 2: Latenzphase = keine Symptome / Stillstand

Phase 3: ARC = aids relatet (verwand) complex


Symptomatische HIV Infektion nach Jahren zeitweise auftretende Infektionskrankheiten
mit mehr oder weniger deutlicher Immunschwäche, HIV assoziierte Erkrankungen
(Nachtschweiß, rezidivierende Fieberschübe, generalisierte Lymphknotenschwellung,
Hautveränderungen, Mundsoor, periphere Neuropathien (ggf. Herpes Zoster)

Phase 4: Vollbild AIDS = opportunistische (Mitläufer treten nur auf wenn das
Immunsystem schon durch andere Erkrankungen geschwächt ist)
Infektionen wie Mundsoor, Pneumonien, cerebrale Toxoplasmose (Protozoeninfektion)
aber auch – chron. Diarrhoe sowie maligne Tumore (Karposi Sarkom) treten auf.
Abmagerung im Krankheitsverlauf ist zu beobachten.

5. Die Erkrankten weisen häufig Herpes Zoster Infektionen auf


a) Welcher Erreger löst diese Erkrankung aus?
- Varicella Zoster Virus
b) Wie erfolgt die Ausbreitung des Virus?
- Über die Nervenbahnen im Bereich der Nervensegmente
c) Wo ist Herpes Zoster häufig zu lokalisieren?
- Brustkorb = Z. thorakalis
- Kopf = Z. ophtalmicus
- Ohr = Z. oticus
- Hüft oder Oberschenkelbereich
d) Welche Therapie wird durchgeführt?
- Rechtzeitiges Behandeln mit Virustatica wie z.B. Aciclovir um
Krankheitsverlauf abzukürzen und Schmerzen zu lindern
- Juckreizstillendes Puder oder Antihistaminika
-
e) Wie lässt sich eine Infektionsausbreitung verhindern?
- Händedesinfektion
- Schutzhandschuhe und Schutzkittel bei nahen Patientenkontakt tragen
- Betroffene Hautareale bei der Körperpflege aussparen

f) Welche Maßnahmen ergreifen sie um den Juckreiz zu lindern?


- Leichte Baumwollkleidung -> Wärmestau reduzieren
- Locker sitzende Kleidungsstücke
- Kühle Wassertemperatur anbieten
- Kühles Raumklima
- Bei Kindern anleiten betroffene Areale zu klopfen statt zu kratzen
- Bei Säuglingen z.B. Bamwollfäustlinge anziehen

6. HAART Therapie ist ein Behandlungskonzept bei HIV. Erläutere:


- High Activ Anti Retrovirale Therapy: ist eine Kombinationstherapie aus
verschiedenen Arzneimitteln um die Virusreplikation an verschiedenen
Arzneimitteln um die Virusreplikation an verschiedenen Stellen um
Zellzyklus zu hemmen
a) Welche Nebenwirkungen können auftreten?
- Gastrointestinale Beschwerden
- Erhöhte Leberwerte im Blut
- Fatique Syndrom
- Allergische Reaktionen

7. Zur Diagnostik von HIV GIBT ES Such- und Bestätigungstestverfahren


- Bestätigungstest: Westernblot
- Suchtest: ELISA = Antigennachweis
PCR = Erregernachweis

8. Wie reagieren sie nach einer Nadelstichverletzung?


- Stichkanal drücken, mind. 2 Min. und nicht quetschen
- Desinfektion der Einstichstelle
- Waschen und Spülen mit Schleimhautantiseptikum
- PEP spätestens nach zwei Stunden max. nach 24 Std. für 4 Wochen med.
Therapie
- BG Meldung

9. Infektionen mit HIV sind meldepflichtig. Wo ist dies geregelt


- § 7 Infektionsschutzgesetz eine nicht namentliche Meldung, anonym
codiert gemeldet wird:
- Ansteckung
- Erkrankung
- Tod
Schmerz

Definition: Schmerz beschreibt einen Zustand der körperlichen, seelischen, geistigen


Missempfindung die mit einer Einbuße der Lebensqualität verbunden ist. Jeder Mensch
nimmt Schmerzen anders wahr und geht anders mit Schmerzen um.

Akuter / chron. Schmerz:


Akute Schmerzen werden durch akute Beschwerden, Verletzungen, Traumata hervorgerufen
und sind binnen kurzer Zeit, ggf. mit der nötigen Therapie behandelt.

Chron. Schmerzen bestehen schon 3-6 Monate und sind kontinuierlich vorhanden oder
treten immer wieder auf. Sie haben ihre sinnvolle Melde-, Schutz-, und Heilfunktion
weitestgehend verloren. Die chron. Schmerzkrankheit ist auf die Entwicklung eines
Schmerzgedächtnisses zurückzuführen und stellt ein eigenständiges Krankheitsbild dar.

Beschreiben Sie Merkmale des akuten und chron. Schmerzes aus der Sicht der Pflegenden!
Was nehmen sie wahr?
Pat. mit akuten Schmerzen sind meist gut therapierbar nach wenigen Tagen Besserung
erkennen hinsichtlich Schmerzen. Hingegen Pat. mit chron. Schmerzen fokussieren sich
meist einzig und allein auf den Schmerz und bestimmen ihr Leben danach, weshalb es umso
wichtiger ist abgesehen von der Schmerztherapie den Pat. in anderen Bereichen des
alltäglichen Lebens zu unterstützen chron. Schmerzen können sich auf die Psyche, dem
sozialen Umfeld und/oder auf die Alltagsbewältigung auswirken.

Unterscheiden Sie die Schmerzarten voneinander:


a) Viszeraler Schmerz= Organschmerz / Eingeweide
b) Somatischer Schmerz = körperlicher Schmerz
Gewebe, Haut, Muskeln, Gelenke, Knochen
c) Psychogene Schmerzen = Schmerz betreffend der Psyche
d) Neurop Schmerz = Nervenschmerzen
e) Differenzierungsschmerz

Schmerzerfassung
- NRS, KUSS, Smiley
Weitestgehend schmerzfreie Pat. genesen schneller und besser

Bisad: Ein Schmerzprotokoll wird vom Pat. selbst geführt und kann dem Arzt helfen, anhand
gesammelter Daten, die Schmerztherapie zu optimieren sodass die Lebensqualität des Pat.
bedeutend gesteigert wird.

Stufe 1 = Nichtsteroidale Antirheumatika


IBU, PCM, Novalgin

Stufe 2 = Schwache Opiate


Tilidin

Stufe 3 = Starke Opiate


Morphin, Fentanyl
GI- Trakt

Kardia = Magenmund

Pylorus = Magenendöffnung
Pförtner

Magen-Darm-Trakt = Verdauungstrakt = Gastrointestinaltrakt


Verdauung: mechanische + chemische Zerlegung der Nahrung
->Aufnahme der Muskulatur über die Schleimhäute des Verdauungstraktes ins
Blut
Transport der Nahrung durch Peristaltik=
Wellenförmige wandernde zirkuläre Kontraktion der glatten Muskulatur des
Verdauungstraktes

Gastrointestinaltrakt: beginnt am Mund und endet am Anus, ist ein von Schleimhaut
ausgekleidetes „Rohr“
Flüssigkeit im Gastrointestinaltrakt = täglich ca. 10 Liter
Umsatz davon ca. 2 Liter Getränke + Nahrungsmittel
Ca. 8 Liter aus Speichel, Magensaft, Pankreassaft etc.

Wandaufbau des GI-Traktes


1) Mukosa = innerste Schleimhautschicht
2) Submukosa = Bindegewebsschicht
3) Muskularis = glatte Muskulatur -> Peristaltik
4) Serosa = Peritoneum = Bauchfell
Peritoneum = Bauchfell = Hüllt die Bauchorgane ein, kleidet die Bauchhöhle aus, ist feucht,
sodass die Organe aneinander gleiten können
Nährstofftransport = von den Venen des Darms in die Pfortader -> Leber

Mund -> Speiseröhre -> Magen -> 12 Fingerdarm -> Bauchspeicheldrüse -> Dünndarm -> Dickdarm
Ösuffagus Gaster Duodenum Pankreas Jejunum Colon
Ileum
Magenspiegelung = Gastroskopie ERCP = Gallen und Pankreasgänge dargestellt
Darmspiegelung = Endoskopie Endoskopisch retrograde
cholangiopankreatkographie
Colon aszendes = aufsteigend
Colon transversum = Quercolon
Colon deszendens = absteigend
Colon Sigmoidium = S-förmig
Rektum
Anus
Dünndarm = Ileus
Blinddarm = caecum
Wurmfortsatz = Appendix vermiformis

V. Portae = Die Darmschleimhaut nimmt Stoffe in das venöse System auf und fördert sie in der
Pfortader in die Leber

Leber = Hepar
- Im rechten Oberbauch, 1,5 Kg
- Filtert Giftstoffe aus dem Blut
- Produziert Gallenflüssigkeit
- Ist Stoffwechselzentrale des Organismus, weil Sie das gesamte venöse Blut aus
den Verdauungsorganen über die Pfortader aufnimmt
- Speichert Vitamine + Hormone
- Ist sehr regenerationsfähig
- Ist sehr gut durchblutet ( ¼ aus Leberarterie = A. hepatica
¾ aus V. Portae = Pfortader)
Galle
- Wird fortlaufend gebildet
- Emulgiert Fette und sorgt für deren Resorption im Darm
- Gelbbraun durch Bilirubin (=Abbauprodukt der roten Blutkörperchen =
Erythrozyten) (Ikterus = Haut & Augen werden gelb)
Milz = Splen
- Liegt im linken Oberbauch, hinter dem Magen unter dem Zwerchfell

Funktion= Thrombozyten speicher


Thrombozyten = Blutplättchen = Sauerstoffträger
Blutgerinnung ↓→ Im Knochenmark gebildet (Lebensdauer 7 – 12 Tage)
Filtert überalterte Blutzellen besonders Erythrozyten
Teil des Infektionsabwehrsystem

Entfernung der Milz = bei Milzruptur = Splenektomie


- Bei Milzvergrößerung = Splenomegalie (z.B. bei Chron. Infektion)
Das Pankreas
Lage und Größe:
- Liegt im Oberbauch
- 15-20 cm lang
- 1,5-3cm dick
- 80g Schwer

Der vom C-förmigen Abschnitt des Duodenums eingeschlossene Pankreaskopf ist der breiteste Teil
des Pankreas. An den Kopf schließt sich der quer verlaufende Pankreaskörper an; diesem folgt der
Pankreasschwanz, welcher am Milzhilum endet. An seiner Vorderseite ist das Pankreas von Bauchfell
überzogen, liegt also retroperitoneal.

Merke:
Das Pankreas ist eine der wichtigsten Drüsen des Körpers:
 Es bildet im exokrinen Anteil den Pankreassaft, der in den Dünndarm abgegeben wird.
 In seinen exokrinen Anteilen, den Langerhansinseln, bildet das Pankreas Hormone vor allem
für den Kohlenhydratstoffwechsel
 Endokrin geht ins Blut Glukagon (BZ↑) & Insulin (BZ ↓)
 Insulin schließt Zellen auf und senkt BZ ↓
 Glukagon wird in Muskulatur und Leber gespeichert BZ ↑
 Sport = BZ ↓
 Exokrin = Aufspaltung von Eiweißen, Fetten und Kohlenhydraten

Symptome von Krankheiten des Bauches


- Übelkeit
- Bauchschmerzen
- Erbrechen
Bluterbrechen:
- 1) helles, frisches Blut: meistens Blutung aus Ösophagus Varizen
- = Stauung der Pfortader wegen Leberzirrhose
- = meistens Alkoholiker
- 2) Kaffeesatz – artig
- = aus dem Magen Einwirkung der Magensäure auf das Blut = Gerinnung
Galliges Erbrechen: Aus dem Duodenum
Koterbrechen: (Misere) bei Darmverschluss = Ileus
Durchfall: Durchfall z.B. Teerstuhl = Blut aus dem Magen oder oberen Dünndarm
Frisches Blut: im Stuhl = meistens Blutung im Dickdarm (z.B. Karzinom)
Auf dem Stuhl = meistens Hämorrhoiden

Krankheiten der Speiseröhre (=Ösophagus)


1) Sodbrennen = Refluxösophagitis
Ursache = meistens Insuffizienz der Kardia, manchmal „Diätfehler“
Symptome = brennender Schmerz retrosternal
Differentialdiagnostik = Herzinfarkt bzw. Angina pectoris
Therapie = meistens medikamentös (z.B. Maloxan = Säurebinder
Pantoprazol = Minderung der Säureproduktion)

2) Ösophagus – Fremdkörper
Besonders Kinder, Demente, psych. Kranke
Diagnostik: Sonografie, Röntgen
Therapie: abwarten, evtl. Op, evtl. gastroskopie

3) Ösophagus Divertikel = Fingerförmige Ausstülpung der Ösuffaguswand nach außen


Symptome: Fauliger Mundgeruch
- Nächtliche Regurgitatation (Hochwürgen) mit Aspirationsgefahr
Therapie: Op

4) Ösophagus ca. = sehr bösartig (= sehr schnelle Metastasierung)


Ursache= wiederkehrende Ösophagitis
Therapie = Op, palliativ Stent oder PEG
Ca. in den Epithelzellen
Wo Epithelzellen sind können Carzinome entstehen

Palliativ Op bei inoperablen Ösophagus-Ca.


1) PEG= percutane endoskopie Gastrotomie = künstlicher Zugang zum Magen unter der
Umgebung der Speiseröhre
2) Stent = Kunststoffrohr zum Offenhalten des Lumens

Krankheiten des Magens


Gastritis= Magenschleimhautentzündung akut oder chronisch
Ursachen= - toxisch (Alkohol- oder Nikotinabusus)
- Medikamentös (z.B. Voltaren)
- Bakteriell (Helicobacter pylori)
- Stress
Therapie= akut = Gifte weglassen, Diät
Chronisch= medikamentöser Magenschutz (z.B. Pantozol)
Bei Helicobacter: Antibiotikum
Magenulcus= Magengeschwür (oder Duodenalulcus)
Ursachen = wie Gastritis, aber tiefreichender
Komplikationen= Perfuration = Loch in der Magenwand
Mageninhalt in Bauchraum -> Peritonitis
Penetration = Eindringen von Mageninhalt in Nachbarorgan
Karzinom
Endoskopisch nicht stillbare Blutung
Therapie = konservativ wie Gastritis
Bei Komplikationen= Op 2/3 Resektion des Magens

Magen- Ca.= „Magenkrebs“


Meistens Männer 50-70 Jahre alt
Op in Frühstadium 5- Jahres Überlebensrate > 90%
Therapie= Magenresektion = Teilentfernung bei kleinem Ca. (nach Billroth)
Gastrektomie = totale Magenentfernung bei großem Ca.

Pylorus – Stenose= Magenpförtnerverengung


Pylorus – Atresie = Verschlossener Pylorus
Symptome = nach Nahrungsaufnahme „Erbrechen im Schwall“
Säuglinge verfallen rasch
Therapie = möglichst frühzeitige Op
Krankheiten des Darms
Ileus = Darmverschluss
1) Mechanisch
Ursache: Tumor z.B. Darmkrebs
Verwachsungen
Chron. Darmschleimhautentzündung
Sauerkraut etc.
Therapie: Op Entfernung des Hindernisses

2) Parlytisch: Lähmung der Darmwandmuskulatur (keine Peristaltik)


Ursachen: nach jeder Bauchop
Opiate
Psychopharmaka
Entzündungen im Bauch (z.B. Apendizitis, Pankratitis etc)
Koliken (Gallen, Nieren)
Therapie: Medikamentös
Symptome: mechanisch: verstärkte Darmgeräusche
Paralytisch: keine Darmgeräusche
Bei beidem: kein Stuhlgang, Bauchschmerzen, Erbrechen
(evtl. Koterbrechen= „Misere“)

Apendizitis = Bakterielle Entzündung des Wurmfortsatzes


Appendix vermiformis
Überwiegend Kinder im Grundschulalter und junge Erwachsene
Symptome: Appetitlosigkeit, Übelkeit -> Erbrechen
- Bauchschmerzen im Epigastrischen Winkel bzw. parumbilikal
- Später im re. Unterbauch
- Re. Bein im Hüftgelenk gebeugt, beim Treppengehen
Untersuchungsbefunde: Druckschmerz und loslassschmerz im re. Unterbauch
- Kontralateraler Loslassschmerz
- ->links loslassen – rechts Schmerzen
- Leichtes Fieber, CRP ↑
DD: bei Frauen Gyn. Krankheiten ausschließen
Therapie: Op. Lapparoskopisch -> Appendektomie, evtl. stattdessen Antibiotikum
Komplikationen: Perfuration -> Peritonitis -> Sepsis -> Tod
„gedeckte“ Perfuration (ist z.B. durch eine Darmschlinge gedeckt)
Perityphlitscher Abzess

Welche Aufgaben hat der Magen?


 Bildung von Magensaft (Abtötung von Keimen)
 Schleimproduktion ( Schutz des Magens)
 Beginn der Eiweißverdauung
 Reservoirfunktion
 Bildung des Intrinsie – Faktors (zur Aufnahme von Vitamin B12 benötigt)

Beschreiben Sie den Aufbau des Magens


 Kardia (Mageneingang)
 Fundus (Magengewölbe)
 Korpus (Magenkörper)
 Antrum (Magenausgang)
 Pylorus Magenpförtner)
Welche Aufgaben hat der Dünndarm
 Zerlegung / Verdauung
 Resorption
 Weitertransport
 Produktion von Darmschleimhaut

Abschnitte des Dünndarms


 Zwölffingerdarm (Duodenum)
 Leerdarm (Jejunum)
 Krummdarm (Ileum)

Aufgaben des Dickdarms (Colon)


 Entzug von Wasser und Elektrolyte -> Entstehung von Stuhl
 Bildung von Vitamin K (erhöht die Gerinnung)
 Fäulnis-/ Gärungsprozess
 Durchmischung
 Weitertransport / Ausscheidung

Beschreiben Sie den Weg des Blutes vom Magen in die Lunge?
 Magen > Magenvene > Pfortader > Leber > Lebervene > untere Hohlvene > re. Vorhof
>Tricuspidalklappe in re. Herzkammer > durch Pulmonalklappe in Lungenarterie > Lunge

Was ist eine Refluxösophagitis


 Entzündung der Speiseröhre durch Rückfluss von Mageninhalt

Was ist pflegerisch bei einer Refluxösophagitis zu beachten?


 OK nach dem Essen oben lassen
 Kohlensäure, Kaffee, Alkohol, Süßspeisen vermeiden
 Kleine Mahlzeiten, langsam Essen

Wie entstehen Ösophagusvarizen?


 Z.B. Alkoholkranke -> Leber kaputt -> Blut staut sich -> Umleitung über Ösophagus
->Arterien weiten sich -> Varizen entstehen

Symptome bei Pylorusstenose?


 Schwallartiges Erbrechen (häufig bei Säuglingen)

Was ist eine Gastritis?


 Magenschleimhautentzündung

Ursachen einer Gastritis?


 A = Autoimmun
 B = Bakterien (helicobacterpylori)
 C = chemisch (Alkohol, IBU, ASS)

Risikofaktoren Magen Ca.


 Rauchen
 Infektion
 Bakterielle Infektion

Pflegemaßnahmen vor einer Magen-Op


 Nüchtern, keine Medis
 Desinfizierende Waschung (Octenisan), Nabelpflege
 Rasur (Mamille bis Leiste)
 Darmentleerung (Moviprep)

Ernährung nach einer Magenteilresektion


 Kleine Mahlzeiten
 Fettiges, blähendes vermeiden
 Langsam essen, Zeit lassen
 Gut kauen
 Vor dem Essen nichts trinken (Magen schnell voll)
 Zucker vermeiden (Dumping Syndrom)

Was ist das Früh – Dumping – Syndrom?


 Zu schnelle Magenentleerung durch fehlende Pylorus

Symptome vom Früh – Dumping – Syndrom ?


 Kreislaufprobleme
 Schweißausbrüche
 Übelkeit / Erbrechen
 Völlegefühl

Was ist Spätdumping?


 Nährstoffe werden zu schnell vom Magen abgegeben, dadurch erhöht sich der Glukosespiegel
schnell und Insulin wird ausgeschüttet -> Hypoglykämie

Präoperative Maßnahmen Appendektomie


 Rasur
 Labor (Gerinnung, CRP, BB)
 VZ, Temp.
 EKG

Ziel einer fast – track – Op?


 Op Folgen reduzieren
 Selbstständigkeit d. Pat. fördern

Wodurch werden diese Ziele erreicht?


 Minimalinvasive Op
 Frühmobilisation
 Kurze Nahrungskarenz prä/post OP
 Gute Schmerzeinstellung
 Schnelle Entfernung von Drainagen

Was muss man beim Anzeichnen eines Stomas beobachtet werden?


 Keine Narben, Hautfalten, knöcherne Vorsprünge
 Nur an intakten Hautstellen
 Nicht in Hohe des Hosenbundes
 Im Stehen/Liegen/Sitzen kontrollieren

Was ist eine Irrigation


 Darmspülung (Einlauf) bei Pat. mit Kolostoma zur Reinigung
 (z.B. vor schwimmen)
Was muss ein Stoma Pat. bei der Ernährung beachten?
 Keine Faserhaltige, blähende, scharfe, fettige Kost
 Keine Kohlensäurehaltigen Getränke
 Kleine Speisen
 Zeit lassen beim Essen
 Man kann essen, was man verträgt

Ursachen für einen undichten AP


 Zu häufiger Wechsel der Platte -> Hautirritationen
 Hautverschmutzungen
 Platte zu groß ausgeschnitten
 Zu starker Haarwuchs

Was ist ein Illeostoma?


 Dünndarmstoma

Konsistenz vom Stuhl eines Illeostoma


 Flüssig / breeig
 Anfangs ca. 2L
 Später ca. ¾ Liter

Welche Pflegefehler können bei einer Stomapflege gemacht werden?


 Falsche Basisplatte
 Falsches Ankleben
 Falsches System
 Falsches Material zur Reinigung
 Verletzung z.B. bei der Rasur
 Hautpflege mit Öl

Welche psychischen Komplikationen könnten bei einem Stomaträger auftreten?


 Isolation
 Depression
 Verlust von Selbstwertgefühl
 Selbstmitleid
 Suizidgedanken

Was bedeutet Vomitus?


 Erbrechen

Beobachtungskriterien im Bezug auf Erbrechen?


 Geruch
 Menge
 Art des Erbrechens
 Begleitsymptome
 Farbe
 Konsistenz
 Zeitpunkt, Häufigkeit
 Beimengungen

Art des Erbrechens


 Reflektorisch (z.B. Magen – Darm – Infekt)
 Hormonell ( z.B. Schwangerschaft)
 Zentral (z.B. SHT)

Gefahren bei Erbrechen


 Aspiration
 Elektrolyt – Flüssigkeitsverlust
 Exsikose

Wodurch kann Diarrhoen entstehen?


 Lebensmittelunverträglichkeit / -vergiftung
 Magen – Darm – Infektion
 Laxantienmissbrauch
 Stress / Anspannung

Was ist pflegerisch bei Diarrhoen zu beachten?


 Ausreichend Flüssigkeit-/ Elektrolyzufuhr (Cola, Salzstangen)
 Weiches / feuchtes Toilettenpapier
 Intimsphäre waren
 Hautbeobachtung/-pflege
 SH/ Netzhose und Einlage

Ursache einer Dehydration


 Durchfall, Erbrechen
 Fieber, starkes Schwitzen
 Flüssigkeitskarrenz

Wie kann man eine Dehydration verhindern?


 E/A Kontrolle
 Trinken anbieten, griffbereit hinstellen
 Lieblingsgetränke besorgen lassen
 Mögliche Ursachen beseitigen

Wie kann eine Obstipation erkannt werden?


 Äußerung des Pat. > Völlegefühl
 Harter Bauch > Appetitlosigkeit
 Harter/ fester Suhlgang > Meteorismus ( Blähungen)
 Mundgeruch

Wie kann einer Obstipation prophylaktisch entgegengewirkt werden?


 Colonmassage > Bewegung
 Ausreichend trinken > Milchprodukte
 Ballaststoffreiche Kost (Leinsamen, trocken Obst, …)

Was sind Ballaststoffe?


 Nicht verdauliche Bestandteile der Nahrung
 Regen Verdauung an
 Binden Gallensäfte
 Reduzieren Tumore

Wie wirken Einläufe?


 Thermisch (regt Perestaltik an)
 Chemisch ( Veränderung der Osmolarität)
 Mechanisch (Dehnung)
Was ist eine orthograde Darmspülung?
 Darmspülung von oben nach unten (z.B. Moviprep)

Was ist pflegerisch bei einer orthograden Darmspülung zu beachten?


 VZ- Kontrolle inklusive Hautbeachtung
 Danach ausreichend trinken
 Evtl. wiegen
 Intimsphäre waren
 Gucken ob alles raus ist (flüssig / nur noch schwach gefärbt)

Komplikationen
 Elektrolytverschiebung
 Evtl. Hypoglykämie bei Diabetikern
 Blut im Stuhl
 Schock
 Übelkeit, Erbrechen
 Kreislaufbeschwerden

Was ist eine Magen – Darm – Atonie?


 Reversible Lähmung der glatten Muskulatur des Magen – Darm – Traktes
Was ist ein Hautturgor?
 Hautspannung

Wovon ist dieser abhängig?


 Flüssigkeitsgehalt
 Alter

Was man über den Hautturgor bestimmen?


 Ödeme -> Haut eindrücken, Delle bleibt
 Exsikose -> Hautfalte

Woran kann man eine Exsikose erkennen?


 Mundtrockenheit
 Obstipation
 Verwirrtheit
 Kopfschmerzen
 Schwindel
 Hypotonie
 Konzentrierter Urin

Was muss bei einer Einfuhr berücksichtige werden?


 Getränke
 Nahrung
 Infusionen
 Oxidationswasser

Was muss bei der Ausfuhr berücksichtigt werden?


 Urin / Stuhl
 Schwitzen
 Erbrochenes
Morbus Crohn
Lokalisation: chron. Entzündung des gesamten Gastrointestinaltraktes möglich,
abschnittsweiser Befall, zu 75% sind das terminale Ileum und Colon betroffen
Histologie: transmurale Entzündung, fibrotische Wandverdickung
Ursache: unklar (genetisch, immunologisch, psych?)
Erstmannifestation: meist in 20 – 30. Lebensjahr

Symptome: - appendizitisähnliche Sympt.


- 3-6 mal Durchfall tgl.
- Krampfartige Bauchschmerzen
- Fieber (akuter Schub)
- Gewichtsverlust
- Unzureichende Nahrungsaufnahme (Angst vor Schmerzen)
- Exsikkose
Verlauf: - Schubweiser Verlauf ohne richtige Ausheilung
Diagnostik:
- Anamnese mit Untersuchung (Stuhlfrequenz, Blutauflagerungen, Fisteln,
Abzesse)
- Blutbild (Anämie Leukozyten)
- Stuhlkultur u. Serologie
- Koloskopie mit Biopsie
- Evtl. Kolonkontrasteinlauf

Komplikationen: - Stenose, Abzesse, Fisteln, Ileus,


- Schwere Resorptionsstörungen mit Gewichtsverlust
- Blutungen
- Selten: Perforation und Entartung
Therapie: - Med. Kortikoide (Atzufidine), Melasazin (Solofalk)
Konservativ schwerer Schub oder Dünndarmbefall (Glukokortikoide
- Fisteln: Metronidazol (Clont)
- Resorptionsstörungen: Zufuhr von Vit., Folsäure, Eisen u. Zink
- Psychotherapie
Ernährung: - akuter Schub: parenteral / Astronautenkost
- Später: Reis und Zwieback, anschl. Mageres Fleisch und Eier
->individuell, je nach Verträglichkeit
- häufig Laktoseunverträglichkeit -Ballastoffarm bei Stenose
- MCT – reiche Kost
- ausreichende Flüssigkeits- und Kalorienzufuhr
Therapie: - häufig: Ileozökalrezektion mit Ileoaszendokomie
Chirurgisch

Prognose: - Lebenserwartung (fast) normal


- Hohe Rezidivneigung (Im Alter geringer)
Colitis ulcerosa

Lokalisation: chron. Dickdarmentzündung, meist im Rektum beginnend, in Richtung Dünndarm


fortschreitend, seltenst bis ins terinale Ileum, häufig nur Rektum betroffen, in
30% gesamtes Colon

Histologie: Entzündung auf Mucosa und Submucosa begrenzt, Ulzerationen

Ursache: unklar (genetisch, immunologisch, psych.?)


Erstmanifestation: meist 20-30 Lebensjahr

Symptome: bis 30 blutig-schleimige Durchfälle tgl.


- Darmkrämpfe - Fieber
- Leibschmerzen - Appetitlosigkeit
- Übelkeit - Gewichtsverlust

Verlauf: - meist Chronisch – rezidivierender Verlauf mit zwischenzeitlicher Abheilung


Diagnostik: - Anamnese mit Untersuchung (Stuhlfrequenz, Blutablagerungen, Fisteln, Abzesse)
- Blutbild (Anämie, Leukozyten)
- Stuhlkultur und Serologie
- Koloskopie mit Biopsie
- Evtl. Kolonkontrasteinlauf
Komplikationen: - Ulzerationen mit Blutungen
- Analfisteln
- Analabzesse
- Toxisches Megakolon
- Spätkomplikationen: Kolorektales Karzinom
- Pyrodermien
- Spondylitis
- Iritis
- Leber- und Pankreasentzündung
Therapie: Konservativ
- Med. ggf. als Dupp..l Klysma
- Mesalazin (Salofalk)
- Metronidazol (Clont)
- Glukokortikoide
- Elektrolyt- und Glüssigkeitsausgleich
- Psychotherapie
Ernährung: - akuter Schub: parenteral / Astronauten Kost
- Später: individuell, je nach Verträglichkeit:
- Eiweiß- und Kalorienreich
- Milch- und Industriezuckerfrei
- Keine Margarine
Therapie: chirurgisch
- Proktokolektomie (Dickdarmentfernung)

Prognose: - abhängig von Schwere und Dauer der Erkrankung sowie den Komplikationen
Zöliakie
Gluten Unverträglichkeit (Klebeeiweiß)
Diagnostik: ÖGD ( ösophago – Gastro – Duodenoskopie) + Biopsie

Vermeiden: Weizen, Roggen, Dinkel, Gerste, Hafer, Grünkern


Kennzeichen von Glutenfreiheit: Durchgestrichene Kornähre
Selbsthilfegruppe: DZG
- Ziele: Die eigene Situation und Erkrankung verstehen
- Finanzierung: Spenden, Teilnehmer, Krankenkasse

BMI= Bodymaßindex KG/cm2 oder Hautfaltenmessung


Grundumsatz: Organfunktion ausreichend erhalten in 24h Ø Anstrengung
Leistungsumsatz: Mehrverbrauch durch körperliche / geistige Arbeit
Das Blut
Blutplasma (Blut ohne Blutzellen)
- Zu 90% aus Wasser
- 10 % Eiweiß (Plasmaproteine)
- Albumine
- Globuline
Blutzellen (Hämatokrit:Labor)
Erythrozyten
- 99% der Blutkörperchen
- Klein im Gegensatz zu Leukozyten
- Enthält Hämoglobin
- O2 Transport
- Oberfläche Antigene = Blutgruppe
Leukozyten
- Immunabwehr
- Können Blutbahnen verlassen (Diapedese) -> Aufenhalt
Lymphatische Organe
- Arten: Granulozyten, Monozyten, Lymphozyten
Trombozyten (Blutplättchen)
- Blutstillung

Unspezifische Immunabwehr
1) Neurophile, eonsinophile, basophile Granulozyten
 Erster unspizifischer Angriff auf Krankheitserreger
2) Monozyten (Antigenpräsentation)
3) Mastzellen (Im Bindegewebe schütten bei Allergie und Entzündung bestimmte Stoffe aus)
4) Dendritische Zellen

Spezifische Immunabwehr
1) Lymphozyten
 T-Lymphozyten
 B- Lymphozyten
2) Antikörper

Lymphatische Organe
- Primär Lymphatische Organe
 Immunzellen B- u. T. Lymphozyten
Sekundär Lymphatische Organe
- Lymphknoten
- Milz
- MALT (mucosa – associated lymphatic tissue)
Impfungen
1) Active Immunisierung (schwache/ abgetötete Krankheitserreger)
2) Passive Immunisierung (fertige Antikörper)
Leukämie
Definition:
Krebserkrankung einer myeloischen oder lymphatischen Stammzelle im Knochenmark mit der
unkontrollierten Vermehrung von unreifen Leukozyten. Die Ausreifung funktionsfähiger Blutzellen
wird unterdrückt. Die Erkrankung kann akut (meist schwerer) oder chronisch (meist leichter)
verlaufen. Geht eine chron. Leukämie in eine akute Form über, ist das Oft Lebensbedrohlich.

Leukämie Formen:
Akute myeloische Leukämie (AML) 80% im Erwachsenenalter
Akute Lymphatische Leukämie (ALL) 80 % im Kindesalter
Chronisch myeloische Leukämie (CML)
Chronisch lymphatische Läukämie (CLL)

Ursachen:
Verursacher der Leukämie sind chromosomal veränderte (entartete) blutbildende Stammzellen im
Knochenmark, die sich ungebremst vermehren, aber funktionstüchtig sind.
Diese Veränderung kann angeboren sein oder durch ionisierende Stahlung (automane Katastrophen,
Röntgenstahlung bzw. Chemikalien (insbesondere Benzol) verursacht werden.

Symptome:
Anämie
Abgeschlagenheit, Gewichtsverlust, Fieber und Nachtschweiß (sog. B-symptomatik)
Anfälligkeit für bakterielle Infekte und Pilzinfektionen
(Mangel an gesunden Immunzellen)
Spontane Blutungen (Mangel an Thrombozyten)
Lymphknotenschwellung, Milz- und Lebervergrößerung

Diagnostik:
Typische Hinweise bei Blutentnahme
Anämie, erhöhte oder erniedrigte Leukozytenzahlen
Atypische Blutzellen im Blutausstrich
Gesichert:
Durch den Nachweis vermehrt auftretender Blutvorläuferzellen
(sog. Blasten) im Knochenmarkpunktat
Chromosomenanalyse der erkrankten Zellen

Therapie:
Akute Leukämien: Behandlung in Hämatolog.- onkolog.- Zentren nach festen Schemata mit
Zytostatika, Strahlentherapie, Knochenmarktransplantationen
Therapieziel: Vollremission
Stammzelltransplantation
Chron. Leukämien: bei CLL möglichst späte Behandlung: milde Zytostatikatherapie, AK-Gabe,
palliative Bestahlung (Milz, LK), symptomatische Therapie (selten Heilung möglich)
Bei CML Hydroxyharnstoff, angestrebte Knochenmarktransplantation,
α-Interferon, Tyrosinkinaseinhibitoren, ggf. Tyrosinkinasehemmer
(nur durch Knochenmarktransplantation heilbar)
Pflege:
Im Vordergrund: psych. Situations d. Pat. (lange Isolation, schwere der Erkrankung,
Auseinandersetzung mit Tod)
Reduzierte Immunabwehr, bestehende Blutungsneigung
Pflegerische Maßnahmen bei Chemotherapie
Unterstützung bei den ATL -> abhängig von der Pat. situation
Bei akuten Formen u. während der Therapie:
Pat. zum Schutz vor Infektionen isolieren (Umkehrisolation)
Bei chron. Formen Selbstständigkeit des Pat. so lange wie mögl. Erhalten
Im Endstadium Prinzipien der Palliativpflege berücksichtigen

Besondere Informationen
ALL: akute Lymphatische Leukämie -> bevorzugt bei Kindern
AML: akute myeloische Leukämie -> v.a. bei Erwachsenen
CML: chron. Myeloische Leukämie -> v.a. bei Erwachsenen im berufsfähigen Alter
CLL: chron. Lymphatische Leukämie -> v.a. im höheren Lebensalter
Akute Leukämien: sind die häufigsten bösartigen Erkrankungen im Kindesalter
Schilddrüse

Sie produziert die Hormone T3 und T4 sowie das für den Calciumstoffwechsel benötigte Hormon TSH
aus der Hypophyse getriggert.
Um T3 und T4 zu produzieren, braucht die Schilddrüse Jod.
Lage: vor der Luftröhre, direkt unterhalb des Kehlkopfes
Aufbau: unterteilt in linken und rechten Schilddrüsenlappen
(durch Isthmus verbunden) Form eines Schmetterlings

Hypothyreose
Definition: Mengel an Schilddrüsengormonen als Folge einer Hormonbildungsstörung in der
Schilddrüse (primäre Hypothyreose- häufig) oder durch verminderte TSH – Produktion
(sekundäre Hypothyreose – selten)
Ursachen: am häufigsten: autoimmune Entzündung der Schilddrüse
(hashimoto – Thyreoditis)
- Nach einer Schilddrüsen-Op
- Überbehandlung einer Überfunktion
- Angeborene Unterfunktion
- Jodmangel
- Selten: TSH – Mangel
Symptome: - Kälteempfindlichkeit
- Erhöhtes Gewicht
- Leistungsabfall, Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten
- Obstipation
- Bradykardie, Hypotonie
- Erschwertes Sprechen u. schwere Zunge (evtl. Heiserkeit)
- Trockene Haut, brüchige Haare
- Bei Kindern: irreversible Entwicklungsverzögerung u. Behinderung
Merke! Hypothyreose = Sparflamme
(Der Körper läuft auf Sparflamme)
Diagnostik: - Blutuntersuchung (TSH. FT3, FT4)
- Weiterführende Diagnostik, z.B. Suche nach Schilddrüsenautoantikörpern oder
Tumoren im Hypophysenbereich.
Therapie: - Schilddrüsenhormone (z.B. L-Thyroxin) <- Einnahme 30Min. vor dem Frühstück
- Regelmäßige TSH Kontrollen
Pflege: -Beobachtung (VZ) -Mobilisation u. Körperpflege (Zeit lassen, Pausen einplanen
-Prophylaxen (individuell, Obstipationsprophylaxe, zweite Decke anbieten, wenn Pat.
friert.)

Hyperthyreose
Definition:
Überproduktion von Schilddrüsenhormonen durch vermehrte TSH Produktion (sekundäre
Hyperthyreose) oder eine übermäßige Hormonbildung in der Schilddrüse (primäre Hyperthyreose)

Ursache:
Am häufigsten: Autonomes Adenom (Hormonproduzierender Tumor) schilddrüsenaktivierende (TSH
ähnelnde) Antikörper (Morbus Basedow)
Selten: vorübergehend bei Thyreoiditis oder bei Übertherapie einer Unterfunktion.

Symptome:
Tachykardie, Hypertonie (Herzklopfen)
Unruhe und Nervosität, feinschlägiger Tremor
Neigung zum Schwitzen, Haarausfall, ungewollte Gewichtsabnahme
Bei Morbus Basedow: Struma hervortretende Augäpfel

Komplikationen & Folgeerkrankungen:


Plötzliche, starke Freisetzung von Schilddrüsenhormonen u.a. durch jodhaltige Kontrastmittel.
Hierdurch kommt es zu starker Tachykardie, Herzrhythmusstörungen und Fieber
Eine solche thyreotoxische Krise kann tödlich enden.
Vor der Gabe von jodhaltigem Kontrastmittel die Schilddrüsenwerte kontrollieren

Therapie:
Orale Thyreostatika (z.B. Carbimazol) blockieren die Hormonproduktion der Schilddrüse
Beta-Blocker gegen die kardialen Symptome
Radiojodtherapie: Durch radioaktives Jod werden Schilddrüsenzellen zerstört
Operative Teilentfernung der Schilddrüse

Pflege:
Beobachtung: VZ
Prophylaxen (individuell, Obstipationsprophylaxe)
Mobilisation und Körperpflege: Unterstützung individuell, Hektik vermeiden
Koffeinhaltige Getränke meiden
Nach intravenöser Kontrastmittelgabe auf: Fieber, Tachykardie und Herzrhythmusstörungen achten
 Thyreotoxische Krise
Gyn
Vulva:
Äußeres Geschlecht der Frau, Schamhügel, Schambehaarung, Schamlippen, Klitoris und
Scheidenvorhof
Vagina:
Funktion Geschlechtsverkehr und als Geburtsweg, Milchsäure 4 – 4,5 pH-Wert
Uterus:
(Gebärmutter) nimmt die befruchtete Eizelle auf und passt sich während der Schwangerschaft der
Größe des Fötus an, Muskulatur sorgt für eine rhythmische Kontraktion während der Geburt
Tuba uteri:
(Eileiter) Transport der Eizelle zum Uterus
Mamma:
(Brust) Aus Brustdrüsen, Brustwarzen mit Warzenvorhof und Binde- und Fettgewebe dient der
Milchbildung und Abgabe
Zyklus Dauer:
Erste Menstruation (Menarche) meistens zwischen 12-15 Lebensjahr
Menopause etwa 55 Lebensjahr, vor der Menopause
Klimakterium -> Wechseljahre

Menstruationszyklus:
1.Phase: Beginnt mit der Follikelphase 1 – 12 Zyklustag in der ein Follikel zum sprungreifen Follikel
heranreift.
FSH (Follikel stimulierendes Hormon) wichtigstes Hormon, das in der Phase verstärkt
ausgeschüttet wird, dass sich 40 – 100 Primordialfollikel zu Primärfollikeln bilden.
Da die Primärfollikel Östrogen bilden, steigt der Östrogenspiegel und aus dem Primärfollikel
entstehen die Sekundärfollikel, gesteigerte Östrogenspiegel hemmt die FSH- Ausschüttung ->
außerdem gehen alle Sekundärfollikel zugrunde, der Follikel entwickelt sich über den Tertiär
Zum Graf – Follikel der große Mengen Östrogene freisetzt.
Während der Follikelphase baut die Basalis des Endometriums wieder auf man spricht von
proliferationsphase des Endometriums.

2.Phase: Darauf folgt Ovulationsphase 13-15 Zyklustag Östrogenproduktion des Graaf-Follikels lässt
nach, lässt die Östrogenkonzentration weiter ansteigen. Von der negativen Rückkopplung
um, es wird vermehrt LH ausgeschüttet es kommt LH-Peak, der den Eisprung auslöst.
Membran des Graaf-Follikels reißt ein und das Ei gelangt in den Eileiter -> Reste des Graaf –
Follikels wandeln sich in Corpus leteum (Gelbkörper) um, der Progesteron freisetzt.
Östrogenspiegel sinkt, jetzt wieder negative Rückkopplung die LH-Peak, der den Eisprung
auslöst. Membran des Graaf – Follikels reißt ein und das Ei gelangt in den Eileiter -> reste des
Graaf-Follikel wandeln sich in Corpus Leteum (Gelbkörper) um, der Progesteron freisetzt.
Östrogenspiegel sinkt, jetzt wieder negative Rückkopplung die LH-Ausschüttung hemmt.
Der Muttermund ist leicht geöffnet, Zervixschleim hat sich verflüssigt und ist spinnbar.
1-2 Tage post Eisprung kommt es außerdem zu einem Anstieg der basalen Temperatur um bis
zu 0,5 Grad bleibt bis zur Regelblutung bestehen.

3.Phase:Lutealphase 16-28 Zyklustag. Progesteron aus dem Corpus Leteum bildet sich zurück ->
Progressionsspiegel sinkt. Das bewirkt das Endometrium.
4.Phase :Desqurmationsphase übergeht -> funktionales wird abgestoßen und die Regelblutung setzt
ein.
Abweichungen der Menstruationsblutung
Eumenorrhoe: Normaler Zyklus 50/100ml Blutung pro Tag
Okigorrhoe: Längere Intervalle von mehr als 31 Tagen
(Hormonelle dysregulation im Hypothalamus)
Polymenorrhoe: kürzere Intervalle als 24 Tage bei normaler Blutung
Hypomenorrhoe: sehr schwache aber regelmäßige Blutung Blutmenge:30ml
(Ovarialinsuffizienz)
Hypermenorrhoe: verstärkte Blutung bei Erhaltung von Zyklus
(Entzündung der Gebärmutterschleimhaut)
Menorrogie: Abnorm starke und lange Regelblutung
Dysmenorrhoe: schmerzhafte Regelblutung
Amenorrhoe: keine Regelblutung
Brachymenorrhoe: verkürzte Blutung
Metrorhagie: Verlängerte und verstärkte Blutung
Spotting: zusätzliche Blutung unabhängig von Geschlechtsverkehr
Kontaktblutung: Unmittelbar nach Geschlechtsverkehr

Klimakterium: ca. 10 Jahre Vor und nach der Menopause mit dem Übergang von der
Reproduktion zur postmenopausal
Prämenopause: es findet kein Eisprung mehr statt, Oligorrhoe, Eierstöcke lassen in der
Funktion nach
Postmenopause: Eierstöcke stellen langsam die Östrogenproduktion ein, vorhandene Follikel
reagieren nicht mehr auf Reize von FSH und LH

PMS = Prä – Menstruelles – Syndrom


Symptome: Schweißbildung, Kopfschmerzen, Temperatur↑, Brustschmerzen

Physiologische Funktion des Fluor genitales pH 4-4,5 saurer Schutzfunktion vor Bakterien
und feucht halten

Östrogen: Knochen Abbau, Vorbereitung der Brust für Muttermilch Drüsen Vergrößerung, Förderung
in der Pubertät die Ausbreitung von Primären und sekundären Geschlechtsorganen.

Progesteron: Produktion Muttermilch, Erhöhung der Körperkerntemperatur, stellt die Gebärmutter


in der Schwangerschaft ruhig
Neugeborene und Wöchnerinnen
APGAR- Wert: Hautfarbe. Puls, Grimassierung, Bewegung, Atmung
Nach 1, 5 und 10 Minuten nach Eb
Gesundes Neugeborenes= 9 – 10 – 10

Mutter – Kind Beziehung, Stillen, Ernährung

Gestose: Oberbegriff für Schwangerschaftsbedingte Erkrankungen


Ursachen: Unbekannt, „Anpassungsstörungen“
Frühgestose: 1/3 einer Schwangerschaft z.B. Hyperemesis gravidarum
Spätgestose: letztes Drittel einer SS z.B. Eklampsie, Präeklampsie

Hyperternsive Schwangerschaftserkrankungen
1. Schwangerschaftsinduzierte Hypertonie
- 140/90 mmHg
2. Präeklampsie
- RR 140/90 mmHg
- Proteinurie (0,3g in 24h)
- 160/110 mmHg
- Proteinurie 3g/L in 24h) Ödembildung
- Oligurie
- Therapie: RR↓, Ø Diuretika, ØACE Hemmer
Engmaschige RR Kontrolle
Sonderform HELLP-Syndrom (Lebensbedrohlich)
H= Hämolyse EL= ansteigende Leberwerte LP= Thrombozytopenie
Therapie: Überwachung, Kontrolle Labor
Sectio
3. Eklampsie:
Präeklampsie + tonisch, klonische Krämpfe
Therapie: Diazepam, (Krampflösend)
Nach Befinden des Kindes
Überwachung ITS -> Sectio

Placenta Praevia
Definition: Tiefliegende Placenta
Formen:
Placenta praevia marginalis = bis zum Rand des inneren Muttermundes
Placenta praevia partialis = überdeckt den inneren Muttermund teilweise
Placenta praevia totalis = Überdeckt den inneren Muttermund vollständig

Leitsymptom: Schmerzlose Blutungen

Eltern Kind Beziehung = Bonding


Beginnt mit dem ersten Hautkontakt zwischen Mutter und Kind
Sofort auf den nackten Bauch legen
->fördert die enge Beziehung -> innerhalb der ersten 24h post partum
Bondingphase dauert bis zum Ende des 1. Lebensjahres
Stillen: Saugreflex nach 20-50 Min. p.p. am ausgeprägtesten ->Anlegen
Saugreiz regt die Milchproduktion an
Kolostrum: (1. Tag – 5. Tag p.p)
Übergangsmilch (ab 5. – 14. Tag p.p)
Reife Frauenmilch (ab dem 15. Tag p.p ca. 800ml/24h)

Zusatznahrung: Ø nötig
Indikationen: eingefallene Fontanelle, geringe Urinausscheidung
Abnahme über 10%

Stilldauer und Rhythmus:


- In den ersten 24h n. Bedarf (ca. 6- 8 mal)
- Ab dem 2. Tag (8 – 12 mal)
- Stillen oder libitum = Stillen nach Bedarf!
- Dauer einer Stillmahlzeit 10 – 20 Minuten
- Grundsatz: Nicht Brust zum Kind sondern Kind zur Brust
Mamma Ca.
Entstehungsort: Ductal Lobulär
↓ ↓
Milchgänge Drüsenläppchen
↓ ↓
DCIS LCIS
Ductales Careinoma in situ Lobuläres Carcinoma in situ

Symptome: - Verhärtungen, Rötung, Schwellung, Wölbungen, Einziehungen, “Orangenhaut”,


Plateaupthänomen
- Asymmetrie der Brüste
- Veränderungen/Absonderungen aus der Mamille
- Tastbarer Knoten
- Vergrößerte axillare Lymphknoten

Risikofaktoren: - genetische Veränderungen/ Mutation (BRCA 1+2)


- Rauchen + Alkohol
- Ungesunde Ernährung / Adipositas
- ØStillperioden
- Hohes Alter (Menopause)
- Hormonsubstitution
- Dichtes Gewebe
- Familliäre Vorbelastung, frühere Tumore (Mamma u. Ovarial ca.)

Diagnostik: - Tastuntersuchung (Selbsttasten am 1. Tag der Periode)


- Mammografie, Sonografie, MRT
- Galaktografie / Darstellen von Milchgängen mit Kontrastmittel)
- Biopsie

Therapie: - Chemotherapie (systhemisch)


- Chirurgische Interventionen (Brusterhaltend, Ablatio (Amputation)
- Bestrahlung (Punktuell)
- Chemo -> adjuvant: unterstützend / begleitend
->neoadjuvant: vor einer Op
->palliativ: lindernd
Nebenwirkungen Zytostatika:
- Geschwächtes Immunsystem (Leukos ↓)
- Anämie (Sauerstoffmangel, Fatique) (Erythrozyten ↓)
- Thrombozytopenie Blutungsneigung (Thrombos ↓)
- Übelkeit / Erbrechen / Diarrhoe
- Geschädigte Mundschleimhaut
- Haarausfall / Nagelveränderungen
- Polyneuropathie

Nebenwirkungen Strahlentherapie: (Radatio) ionisierende Strahlung die punktuell wirkt


- Rötung
- ↑ Empfindlichkeit gegenüber mechanischen Reizen
Pflege: - Waschen nur mit klarem Wasser
- Evtl. Panthenol 2x tgl.
- Puder 2x tgl. (Zink)
- Markierung nicht abwaschen
- Nicht schwer heben
Verbrennung
Hautschichten: Epidermis, Dermis, Subcutis
Grad1: Epidermis, gerötet, geschwollen, Schmerzen ohne Narben
Grad2a: Dermis z.T. zerstört, Basalschicht erhalten, Bläschen ohne Narben
Grad2b: Basalschicht betroffen
Grad3: Subcutis u. alles was darüber ist betroffen Narben + Nekrosen

Kühlen mit lauwarmen Wasser: Damit es nicht zur Unterkühlung kommt


Schmerzlinderung, Wärme entziehen
Ziel: Tiefenausbreitung verhindern

Großflächige Verbrennung: Dehydration, Infektionsgefahr, Eiweißverlust


Lebensgefahr: akutes Nierenverfahren

3.Phasen:
1) akut / Schock 2) mediärphase / intoxikation 3) Rehabilitation / Reparation
14. Tag
HF ↑ RR ↓ Infektion ↑ Wundheilung,
Hypovolämie Intoxikation (abgestorbene Funktionswiederherstellung
Ödembildung Gewebebestandteile) Symp.: Wundheilung
Eiweißverlust Hypervolämie durch
Ödemrückbildung
Urin ↓ >500ml konzentriert Polyurie ↑ <2000ml
Therapeutisch: Therapeutisch: Therapeutisch:
Analgesie, Umkehriso Hautpflege
Intensivüberwachung, Desinf. Ernährung: ↑kalorisch↑Eiweiß
Waschung, Abtragen von Betroffene Areale hoch lagern
Nekrosen Nekrosen abtragen
Infusionen

Zimmerbeschaffenheit:
Offene Wundheilung: Einzelzimmer, ↑Luftfeuchtigkeit, Temp. 24 – 32°
Therapie: aseptische Wundbehandlung, Psychosoziale Betreuung, hochkalorische
Ernährung, Magenschutz, Antibiotika, Analgesie

Verbrennung in % 9er Regel: li. Arm 9%, re. Arm 9%, Rumpf 36%, Kopf 9%, li. Bein 18%, re. Bein 18%
Kopf 9%, Intimbereich 1% = 100%

Überschießende Narbenbildung vermeiden:


- Fettsalben, Mandelöl, Kompressionskleidung, Wärme, Waschzeug ohne
Zusätze, Gelenke max. durchbewegen

Angst: Sozialleben, Beruf, Spätfolgen, Attraktivität, ↑Schamgefühl, Überleben?

Meshgraft: Spalthaut zum abdecken

Inhalationstrauma: Atemwegsverletzungen
(verätzen, verbrennen, vergiften
Wundmanagement
Akute Wunden:
Ursache: äußere Gewalteinwirkung, Traumata
Arten: Schnitt-, Stich-, Biss-, Schuss-, Schürfwunden, Verbrennungen, Verätzungen, Strahlung,
Elektrizität
Heilung: unkompliziert Ø Wundheilungsstörung
Chron. Wunden:
Ursache: Wundart, Begleiterkrankungen und Umstände z.B. chron. Venöse Insuffizienz,
Polyneuropathie, Malnutrion, pAVK
Arten: ulzerierte Tumore, diab. Fußsyndrom, Dekubitus, Ulcus curis
Heilung: nur langsam abheilende, meist keimbesiedelte Wunde
Entstehungsursachen: mechanisch, thermisch, chemisch, strahlenbedingt iatrogen, Ulkus- Wunden
 Geschlossene Wunden: Knochenbruch, Bänderriss etc.
 Offene Wunden: Schnittwunde
 Grad der Keimbesiedlung: aseptische Wunden
Kontaminierte Wunden
Kolonisierte Wunden
Infizierte Wunden
 Phasen der Wundheilung:
1) Reinigungs- oder Entzündungsphase = Exudationsphase
2) Granulationsphase
3) Epithelisierungsphase

 Wundheilungsstörung
-Störung durch lokale u. systemische Faktoren

 Debridement:
Abtragung z.B. von Verschmutzung, Fibrinbelägen oder Nekrosen (Wundtoilette)
-Mechanisches-. Chirurgisches-, Autolytisches-, Biochirurgisches- Depridement

 Wundspülung:
Grundsätzlich steril, physiologisch, farblos, reizlos, nicht resorbierbar, nicht ätzend,
erwärmbar u. atraumatisch
Unkonservierte Spüllösungen: Ringer
Konservierte Spüllösung: Lavasorb
Antiseptica octenidin
PVP – Jod: ND : Erschwerte Wundbeurteilung

 Arten von Wundauflagen:


Alginate
Hydrogele- / Kompressen
Silberhaltige Wundauflagen
Aktivkohlekompressen
Hydrophaser
 Verbandstechniken
Einteilung: Lokalisation, Material, Wirkungsweise
 Ziele / Indikationen:
Fehlstellung korrigieren, Ruhigstellung, Kompression, Blutung stillen, Wundsekret
aufsaugen, Schutz vor Keimen
 Verbandsarten:
Bindenverband, Schlauchverband, Gipsverband, Netzschlauchverband
Schlafphasen
Paradoxer Schlaf ( leichter Schlaf, REM Phase )
Orthodoxer Schlaf ( Tiefschlafphase, Nicht – REM – Phase )
1) Phase: Einschlafen Sem – Phase
2) Phase: Leichter Schlaf
3) Phase: beginnender Tiefschlaf: ca. 30 Minuten Delta Schlaf
4) Phase: Tiefschlafphase (nach4) durchläuft man 3. u. 2 schnell hintereinander dann 5
5) Phase: REM – Phase (Traumphase)

 Schlafbedarf:
- Säugling -> 18 Stunden
- Kleinkind -> 13 Stunden
- Schulkind -> 11 Stunden
- Jugendlicher -> 9 Stunden
- Erwachsener -> 8 Stunden
- Alter Mensch -> 7 Stunden

 Schlaferfassung:
- Schlafqualität
- Schlafdauer
- Schlafposition
- Begleiterscheinung
- Befinden nach dem Aufwachen
- Einnahme von Schlafmitteln
- Individuelle Schlafgewohnheiten
- Einschlafrituale
- Schlafstörungen

 Schlafstörungen ( akut und chronisch )


- Insomnie = Schlaflosigkeit
- Hyposomnie = leichte Schlaflosigkeit
- Hypersomnie = Hohes Schlafbedürfnis (Med. – Nebenwirkungen)
- Parasomnie = Anfallsartige oder episodische Schlafstörungen
(Schlafwandeln)
SHT

-Verletzungen und Funktionsbeeinträchtigung des Gehirns durch Gewalteinwirkung

SHT Grad 1 (GCS 13-15)


Schweregrad: leichtes SHT = commotio cerebri
Symptomatik: Bewusstlosigkeit >30 Min., retrograde Amnesie, vegetative Störungen,
Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit / Erbrechen
Vollständige Rückbildung aller Symptome innerhalb von 5 Tagen

SHT Grad 2 (GCS 9 – 12)


Schweregrad: Mittelschweres SHT = leichte contusio cerebri (Hirnprellung)
Symptomatik: Bewusstlosigkeit Stunden – Tage
Nachweisbar leichte organische Hirnschäden
Dauerschäden möglich (retrograde Amnesie)

SHT Grad 3 ( GCS <9)


Schweregrad: schweres SHT = schwere compressio Hirndruck ↑
Bewusstlosigkeit
Substanzschädigung des Gehirns, teils schwere neurolog. Störungen
Evtl. Störungen der Vitalfunktionen durch Hirnstammbeeinträchtigungen
Bleibende Funktionsstörungen bis appalisches Syndrom

Quantitative Bewusstseinsstörungen
-Alle Fähigkeiten des Bewusstseins gleichzeitig gestört
-Unterschiede in der Tiefe der Bewusstseinsstörung
Ursachen: hirnorganische Prozesse, Vergiftungen, Stoffwechselstörungen

Qualitative Bewusstseinsstörungen
-einzelne Fähigkeiten des Bewusstseins betroffen
z.B. die Orientierungsfähigkeit
Ursachen: hauptsächlich psych. Oder neurologische Erkrankungen
Wach und ansprechbar
Benommenheit: leichteste Form mit verlangsamten Denken und Handeln, ist orientiert
Somnolenz: : Abnorme Schläfrigkeit, Pat. nur für kurze Zeit erweckbar
Sopor: :Schlafähnlicher Zustand, Pat. durch Ansprache nicht weckbar
Ungezielte Reaktion auf Schmerzreize
Koma: :Bewusstlosigkeit, vollständiges Ausschalten des Bewusstseins
Keinerlei Reaktion auf Ansprache evtl. auf Schmerzreize

Vigilanz Störung: ist eine quantitative Bewusstseinsstörung, bei der die Daueraufmerksamkeit
(Vigilanz) beeinträchtigt ist
↑Hirndruck : Bradykarder Druckpuls
ZNS: Gehirn + Rückenmark

Symp.:
- Pupillendifferenz
- Sehstörung
- Bradykarder Druckpuls
- Verhaltensänderung
- Schwindel
- Übelkeit / Erbrechen
- Veränderte Atmung

Meningen = Hirnhäute
- Dura mater
- Arachnoidea
- Subarachnoidalraum
- Piamater

Bei Schädelbasisfraktur:
-30° OK hoch lagerung, gerade gestreckter Hals (Abfluss)
-HNO wegen Geruch und Gehör
-Symptome: Liquor Ausfluss aus Nase und Ohren

Bewusstsein prüfen:
- Durch Ansprache
- Überprüfung der Sensibilität
- Überprüfung eigener Bewegungen

4 Ursachen für eine Bewusstseinsstörung


-Intoxikation z.B. Alkohol oder Drogen
-Infektion z.B. Meningitis
-Autointoxikation z.B. Stoffwechselentgleisungen -> coma Diabeticum
-Hirnschäden z.B. Quetschungen bzw. Veränderungen der Hirnsubstanz

Glasgow KomaSkala
Kriterien:
- Augenöffnung
- Verbale Reaktion
- Beste motorische Reaktion
Zweck:
- Tiefe des Komas einschätzen
- Grad des SHT einschätzen
- Bewusstseinsstörung einschätzen
- Für die Verlaufskontrolle

Kriterien Pupillenkontrolle
Reflexprüfung (Verarbeitung sensorischer Information und Umschaltung auf die Muskulatur)
Ziliarmuskel zieht sich zusammen -> Pupillen verkleinern sich
Sind die Pupillen isocor ?(gleich groß)
Sind die Pupillen seitengleich und rund?
Reagieren die Pupillen prompt und zeitgleich auf Lichteinfall?
Pupillen physiologisch
-ziehen sich bei Lichteinfall zusammen
-bei Dunkelheit sind beide Pupillen geweitet
-wird nur eine beleuchtet ziehen sich dennoch beide zusammen

Hirndruck erkennen
ZNS = Gehirn + Rückenmark
Sympatikus = Alarmbereitschaft HF ↑, RR ↑
Parasympatikus = Entspannung HF ↓, RR↑
Neurotransmitter = Noadrenalin

Hirnblutungen:
- Epiduralblutung
- Subduralblutung
- Intracerebrale Blutung
- Subarachnoidalblutung

Verlauf einer Epiduralblutung


-verläuft in drei Phasen:
- von Bewusstlos in wach darauf folgt ein freies Intervall der Amnesie und dann von wach bis hin zur
Bewusstlosigkeit

Schädelaufbau:
Gehirnschädel: Scheitelbein Hinterhauptbein Schläfenbein Stirnbein
Gesichtsschädel: Nasenbein Jochbein Oberkiefer Unterkiefer
(Maxilla) (Mandibula)
1) Kopfschwate
2) Schädelknochen
3) Harte Hirnhaut (Dura mater) ->Infektionsschranke
4) Subduralraum
5) Spinnengewebshaut (Arachnoidea)
6) Subarachnoidalraum
7) Weiche Hirnhaut (Pia mater)
8) Gehirn
9) Arterien
10) Arachnoidalzotte
11) Venöser Blutleiter (Sinus)

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