I Care Pflege Zusammenfassung - 240118 - 004212
I Care Pflege Zusammenfassung - 240118 - 004212
Ängste erkennen: Angst zu sterben, Aufwachen während der Op, Schmerzen, Unruhe, Ablehnen der
Op, Tachykardie, Hypertonie, Zittern
Reagieren: Gespräch anbieten (Arzt, Seelsorge, Wir), Informieren
Post- operativ
Überwachung: VZ Überwachung, Zugänge/Ableitungen, Schmerzen, Urinausscheidung
Infektionszeichen:
Tumor = Schwellung
Rubor = Rötung
Dolor = Schmerz
Functiolaesa = eingeschränkte Funktion
Color = Überwärmung
Olekranon = Ellenbogen
Pronation = Supination
Gekreuzt = parallel
Einwärts- / Auswärtsdrehung
Bei alten Menschen -> schnellerer Knochenbruch durch Osteoporose (poröse Knochen)
SHF= Schenkelhalsfraktur – Außenrottation des Fußes -Bein verkürzt -Hüftschmerzen
Behandlung: Operativ – Osteosynthese, TEP, Dynamische Hüftschraube (DHS)
Compartment - Syndrom
Osteoporose
Definition: Krankhafter Knochenschwund, bei dem mehr Knochensubstanz abgebaut als neu gebildet
wird. Dadurch sinken die Knochendichte und das Frakturrisiko.
Formen und Ursachen:
Die primäre Osteoporose macht ca. 95% der Fälle aus, Ursachen sind unbekannt.
Als Risikofaktoren gelten:
- Weibliches Geschlecht, hohes Lebensalter
- Helle Hautfarbe, schlanke Figur
- Geringe Sonnenexposition (Vitamin D-Mangel)
- Wenig Bewegung, Rauchen, kalziumarme Ernährung
Die sekundäre Osteoporose ist Folge von Vorerkrankungen bzw. Therapien:
- Schilddrüsenunterfunktion, Diabetes mellitus
- Chron. Nierenerkrankung mit Kalziumverlust
- Chron. Pankreas- bzw. Darmerkrankungen
- Langer Kortisontherapie, lange Immobilität
Symptome: Osteoporose selbst verursacht keine Symptome, erst durch die im fortgeschrittenen
Stadium auftretenden Knochenbrüche und Wirbelverformungen kommt es zu sichtbaren
Veränderungen:
- Rundrücken (Kyphose) und Kugelbauch
- Größenverlust (Körperrumpf schrumpft)
- Tannenbaumphänomen (Hautfalten, die vom Rücken zu den Flanken ziehen)
- Rückenschmerzen durch die Fehlhaltung und Muskelverspannungen
Diagnose: Die Diagnosestellung erfolgt häufig im Rahmen einer Fraktur durch Anamnese,
Blutuntersuchungen, Knochendichtemessung und Röntgen
Therapie:
- Frakturen oder Wirbeldeformationen werden konservativ oder operativ
versorgt
- Schmerztherapie, physikalische Therapie, Massagen, Physiotherapie und
Mobilisation
- Medikamentöse Therapie, um den Knochenabbau zu hemmen und den
Knochenaufbau zu fördern, mit Kalzium, Vitamin D und Bisphosphonat; bei
Frauen ggf. mit Hormontherapie
- Behandlung der Ursache bei einer sekunfären Osteoporose
Spezielle Pflege:
- Beobachten Sie die Pflegebasismaßnahmen bei traumatologischen und
orthopädischen Erkrankungen
Informieren, Schulen, Anleiten, Beraten:
- Zu sturzpräventiven Maßnahmen
- Zu Hilfsmitteln (z.B. Gehhilfen, Hüftprotektoren)
- Ernährung: Kalzium- und Vitamin- D reich, z.B. Milchprodukte, grünes Gemüse,
natriumarmes Wasser
- „Kalziumräuber“ wie Koffein, Salz, Wurst, Fleisch, Schokolade, Cola und Alkohol
sollten gemieden werden
- Über Bewegungsmöglichkeiten (Physiotherapie oder spezielle Osteoporose
Sportgruppen
- Ggf. Sozialdienst hinzu ziehen, um Reha oder Pflegegrad zu beantragen
Achtung: Da osteoporotische Knochen leichter brechen, ist die Sturzprophylaxe besonders wichtig !
Schenkelhalsfraktur
Definition Fraktur: - Bruch im Knochen durch Gewalteinwirkung
- Zwei oder mehrere Bruchstellen die durch einen Bruchspalt voneinander getrennt sind
Direkte (Sturz) oder indirekte (Ort der Gewalteinwirkung nicht gleich Ort der Fraktur)
Path. Fraktur:
Sichere Frakturzeichen:
- Knochenreiben(Krepitation)
- Fehlstellung (dislukation)
- Offene fraktur
- Abnorme Beweglichkeit
Unsichere Frakturzeichen:
- Schmerzen
- Schwellung
- Rötung
- Hämatom
- Funktionsstörung
- Schonhaltung
Schenkelhalsfraktur:
Diagnostik:
- Körperliche Untersuchung
- Röntgen, MRT
- Beckenübersicht (weitere Schäden ausschließen)
- Sono -> um Blasenverletzungen auszuschließen
Therapie:
Osteoporose:
Symptome:
- Zu sturzpräventiven Maßnahmen
- Zu Hilfsmitteln (z.B. Gehhilfen, Hüftprotektoren)
Ernährung: - Kalzium und Vitamin – D – reich z.B Milchproduckte, grünes Gemüse, natriumarmes
Wasser
- „Kalziumräuber“ wie Koffein, Salz, Wurst, Fleisch, Schokolade, Cola und Alkohol
sollten gemieden werden.
STURZPROPHYLAXE
Herzinsuffizienz
Herzinfarkt:
Ursache: - Riss einer arteriosklerotischen Plaque mit Aktivierung der Blutgerinnung, Bildung eines
Thrombus -> Ø O2 Versorgung
Symptome: - Angina Pectoris, Dyspnoe, Kaltschweiß, Todesangst, stummer Infarkt :(bei Frauen) ohne
Symptome (evtl. unklare Bauchschmerzen)
Therapie: - akut: Ptca, Medis =(Morphin, O2, Nitro, ASS, Beta-Blocker, Heparin), Bypasslyse
Definition: Herz ist zu schwach -> nicht ausreichend Blut ins Herz oder aus dem Herz zu pumpen -----
-->Blut staut sich im dahinter liegenden Kreislauf ->Ausgleich durch schneller und stärker schlagen
dadurch wird Herzmuskel größer HKG aber nicht, dadurch ist das Herz unterversorgt
Rechts: - Stauungs- Leber, Halsvenenstauung, Ödeme in der Peripherie, ANASARKA 8Rücken oder
Stammödeme
Kompensiert: ohne Beschwerden, vergrößertes Herz kann noch schneller/stärker schlagen, gut
medikamentös einzustellen
Diagnostik: Ruhe u. Belastungs EKG - HF↑, Herzrhythmus, VHF viele p-Wellen, unregelmäßiger qrs
Komplex, Echo, TEE innen, TTE außen, Röntgen Thorax, Herzkatetheruntersuchung ,
LinkherzAngio wird bevorzugt um Koronare darstellen zu können,
Herzkranzgefäße entspringen der Aorta
Therapie: Medikamente:
Nitrate: stellen die venösen und arteriellen und Koronargefäße weit damit das Herz keine große
Leistung bringen muss
Diuretika: vermehrt Natrium Ausscheidung Osmose und Natrium ist osmotisch wirksam
Herz weniger belastet
Digitalis: Antiarhytmika, HF↓-> Herzentlastung Auswurfleistung optimiert, Steigerung der
Kontraktionskraft, Herz braucht selber nicht so viel O2
Enge therapeutische Breite, Schnelle Überdosierung möglich, Kopfschmerzen, Sehstörungen,
Herzrhythmusstörungen bis Herzstillstand regelmäßig Spiegel bestimmen
Thrombose = Blutgerinsel
Virchowsche Trias: Veränderung an der Gefäßwand
Veränderung der Strömungsgeschwindigkeit
Veränderungen der Zusammensetzung des Blutes
Bi- Carbonat zur Neutralisation der Magensäure zu wenig Bi- Carbonat= Gastritis, Ulcus
Insulin schließt Zellen für Zucker auf Blut in Zellen zur Speicherung
Glukose kann in Leber und Muskeln gespeichert werden in Form von Glykogen
Insulinwirkung Fette können in Zellen aufgenommen werden
Relativ: Zellen sind erschöpft nicht brauØchbares Insulin es wird mehr als notwendig produziert,
wirkt aber Ø mehr
Typ2 Adipös, Fehlernährung, Überernährung
Metabolisches Syndrom = durch Wohlstand genügend Nahrung
Insulin sorgt dafür, dass mehr Fett aufgenommen wird
Diabetisches Fußsyndrom:
Läsionen bzw. Geschwüre am Fuß als Folge verminderter Sensibilität (diab. Neuropathie) und
Durchblutungsstörungen
Lipohypertrophie: ist eine weiche Umfangsvermehrung infolge einer Zubildung (Hypertrophie) des
Unterhautfettgewebes -> unberechenbare Resorption
Verbandwechsel: Hautbeobachtung insbesondere Umgebungshaut non touch Technik
Wundbeobachtung: Sezaniert? Farbe? Umgebung? Geruch? Wundphase, Größe / Tiefe
Ernährung: Polysacharide wirken länger
PH-Haut: 5,5 PH-neutrale Waschlotionen Sport: Diabetiker
Mikro: kleine Gefäße
Retinopatie -> Schädigung der Netzhaut -> Ø Sehen
Makro: Große Gefäße
Herzgefäße
pAVK, Apoplex, KHK
Polyneuropathie= Nervenschäden Ø keine Schmerzen
Ø Hitze oder Kälte Missempfindung
HBA1C Wert = Langzeitblutzucker Mittelwert 8-10 Wochen gemessen wenn immer 6,5 mmol/dl dann
ist es sicher Diab
Eher zur Therapie Kontrolle
Weitere Diagnostik: BZTP, ERZP, Sono Pankreas, Angiografie, Doppler, Urintest (Glukose)
Harnstoff= Kreatinin, Ammoniak = Neurotoxisch
Therapie: 1 Stufe
Gesündere Lebensweise -> Risikofaktoren minimieren + Diät
Low carb, Polysacharide (Verdauung dauert länger (Vollkorn, Kartoffeln)
Ø Alkohol, Ø Industriezucker, Regelmäßig essen
Therapie: Stufe 2
Orale Antidiabetiker nur bei Typ2 hemmen die Kohlenhydrataufnahme im Darm fördern
Glukoseaufnahme in den Zellen Insulinausschüttung kann stimuliert werden, hemmt Fettresorption
Diätassistenten, Diabetesberater, Diabetologen
Therapiestufe 3:
Konventionelle Insulintherapie: 2-3x tgl. vor den Mahlzeiten
Intensivierte konventionelle Insulintherapie: 2x tgl. Insulin (freier in der Ernährung)
Insulinpumpentherapie(Typ1): permanente Insulingabe + Bolusgabe
Insuline senken BZ-Spiegel, bauen es in Speicherform um verhindern das aus Glykogen wieder
Glukose wird
Myelinscheibe= Isolierung um die Nervenzelle, wenn kaputt kann Information nicht weitergegeben
(sorgt dafür das werden
Reize schnell
Weiter gegben Myelinschicht = Fett = weiße Substanz
Werden)
Sprechstörung: Dysarthrie -> Aphasie =Broca: motorische Störung können Wort nicht bilden
Wernicke: sensorische Störung -> hören das was sie denken,
sagen aber etwas anderes
Global: beides
Amnestisch: Wortfindungsstörungen
Psych.: Depression, Demenz im Verlauf möglich
MRT: Magnet Resonanz Tomografie -> Querschnitt aller Gewebsschichten ggf. mit Kontrastmittel
Arbeitet mit Magnetfeldern Ø Strahlenbelastend teurer als CT
LP: Liquor LWS 4-5 können keine Nerven mehr verletzt werden, Rückenmark endet 12 BWS – 1 LWS
Pat. muss gekrümmt sein um zwischen die Wirbelkörper kommen zu können
LP-Labor: Erhöhung des Gesamteiweißes, Antikörpernachweiß, Elektroforese
EP= Evoziert (hervorgerufene) Potenziale
Sehen VEP= visuell An Nerven werden zwei Elektroden angebracht
Hören AEP= akustisch 1. Wird ein Reiz gesetzt
Motorische MEP= motorisch 2. Wird gemessen ob überhaupt oder wie schnell/stark
Sensorische SEP= sensorisch der Reiz ankommt
Nebenwirkung:
Die Nebenwirkungen einer Kortison- bzw. Kortikoid-Therapie treten in der Regel nur auf, wenn das
Hormon über einen längeren Zeitraum eingenommen wird. Kommt es, wie bei einer MS-
Schubtherapie, nur kurzfristig zum Einsatz, ist die Verträglichkeit meistens gut. Bis zu vier
hochdosierte Stoßtherapien pro Jahr gelten als nebenwirkungsarm und sicher.
Therapie:
- Eine Heilung Ø möglich, Ungleichgewicht von Dopamin und Acetylcholin
auszugleichen mit:
- L-Dopa Präparaten z.B. Madopar
- COMT- Hemmern, z.B. Comtess
- Anticholinergika z.B. Akineton
- Amantadin z.B. PK-Merz
- Monoaminooxidosehemmern B, z.B. Movergan
- Dopamin – Agonisten, z.B. Pravidel
- Physio- und Ergotherapie, Logopädie
Aaron Antonowsky (1923-1994) stellt die Frage in den Mittelpunkt, warum Menschen trotz
krankmachender Einflüsse gesund bleiben bzw. was Menschen gesund hält
Pathogenese
(Arbeit von Ärzten, Diagnose stellen u. Symptome behandeln)
Die Pathogenese beschäftigt sich mit der Entstehung von Krankheiten im Mittelpunkt steht die Frage
nach den Ursachen und Risikofaktoren. Unser Gesundheitssystem ist bislang überwiegend
pathogenetisch geprägt, d.h., der Fokus liegt auf einer schnellen Diagnosestellung und der
Behandlung von Beschwerden
Definition: Gewalt ist der Einsatz physischer oder psychischer Mittel, um einer anderen Person
Schaden zuzufügen, sie dem eigenen Willen zu unterwerfen oder ausgeübter Gewalt mit
Gegengewalt zu begegnen.
Merke!
Keine Toleranz gegenüber Gewalt! Kollegen oder Vorgesetzte direkt ansprechen .
Konflikt
Definition: Ein Konflikt besteht, wenn sich zwei oder mehrere Parteien (Einzelpersonen, Gruppen,
Organisationen) bezüglich Fakten, Meinungen, Überzeugungen, Gefühlen, Trieben,
Bedürfnissen, Zielen, Methoden, Werten usw. unterschiedliche Vorstellungen haben.
Unterstützungsmaßnahmen:
- Kollegen, die Symptome zeigen behutsam ansprechen
- Dabei unterstützen, therapeutischen und ärztlichen Rat zu suchen
Persönliche Belastungen vorbeugen
Supervision: Ziele und Aufgaben – in einer Supervision werden:
- Veränderungsprozesse gestaltet
- Lösungen und Haltungsalternativen entwickelt
- Die Zusammenarbeit und eine wertschätzende Kommunikation im Team
gefördert
- U.a Versorgungsqualität und Patientenorientiert verbessert
- Die Organisationsentwicklung vorangetrieben (durch Veränderung von
Arbeitsstrukturen)
Stressbewältigungsstrategien:
- Persönliche Stressbelastungen analysieren
- Verschiedene Stressbewältigungsmethoden kennenlernen und ausprobieren
- Ein persönliches Antistressprogramm entwickeln
- Persönliche Zufriedenheit und Stressniveau regelmäßig kontrollieren
Ressourcen stärken:
Stress entsteht wenn zu wenig Ressourcen wahrgenommen werden um diese zu stärken, sind 3
Faktoren wichtig:
1. Selbstbewusstsein/ Selbstvertrauen stärken: sich eigene Stärken bewusst machen
2. Soziale Kontakte nutzen: Gespräche mit anderen können entlasten, daher gezielt schauen
wer mir helfen kann
3. Wissen: gibt uns Sicherheit, mit schwierigen Situationen umzugehen,
was weiß ich über die stressauslösende Situation?
Wo kann ich mir mehr Wissen aneignen?
Einstellung ändern:
- Alles oder nichts Strategien aufgeben: Kleine Erfolge können auch etwas
bewegen
- Realistische (zwischen-)Ziele setzen und das Erreichen wertschätzen
- Schwierigkeiten nicht als Bedrohung, sondern als Herausforderung sehen
- Sich nicht alles zu Herzen nehmen/ nicht alles persönlich nehmen
- Fort- und Weiterbildungen zur Kommunikation und Konfliktlösung
wahrnehmen
Einteilung:
Kernrolle: Hauptrolle in der Gesellschaft, z.B Pflegefachfrau
Flankierrolle: Rolle neben der eigentlichen Rolle, z.B. Mitarbeiter in der AG-Pflegestandart
Rollenkonflikte:
Interrollenkonflikt: Konflikt zwischen verschiedenen Rollen einer Person, z.B. Zeitaufteilung eines
Pflegefachmanns, der eine Jugendmannschaft trainiert. Es geht dabei darum, dass jeder einzelne für
sich klärt, was ihm wichtig ist.
Intrarollenkonflikt: Konflikt zwischen Kernrolle und Flankierrolle, z.B. Pflegeschüler steht zwischen
Erwartungen der Schule und der Station
Soziale Schichtung:
Die Schichttheorien begreifen die Gesellschaft als ein relativ gut abzugrenzendes Über- und
Untereinander von Schichten
Die wichtigsten Indikatoren sind:
- Bildung
- Einkommen
- Beruflicher Status
Schichtenproblem:
Innerhalb der verschiedenen sozialen Schichten existieren unterschiedliche Handlungs- und
Rollenerwartungen.
- Hohe Aufwärts- und Abwärtsmobilität
- Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft als Motoren der Mobilität
- Bedeutung beim Sozialisationsprozess: soziale Schichtzugehörigkeit der
erwachsenen Familienmitglieder, Berufsprestige, Einkommen
- Vertikale und horizontale Mobilität innerhalb der Schichten führt zu Konflikten
- Vertikal: Arbeitnehmer arbeitet sich hoch, z.B vom Arbeiter zum leitenden
Angestellten
- Horizontal: Berufswechsel innerhalb der Schicht, z.B. Maurer wird Schreiner
Soziale Gruppe
Eine soziale Gruppe umfasst eine bestimmte Zahl von Mitgliedern, die zur Erreichung eines
gemeinsamen Ziels über längere Zeit in einem relativ kontinuierlichen Kommunikations- und
Interaktionsprozess stehen.
Merkmale:
- Zwischen 3 und 25 Personen
- Gemeinsames Gruppenziel
- Gemeinsame Interessen, Ziele, Normen, zeitlicher Bestand
- Abhängigkeit, auf die Gruppenziele bezogen
Gruppendynamik
Bezieht sich auf die innerhalb von Gruppen wirksamen Kräfte:
- Prozesse innerhalb der Gruppe werden durch sie in Gang gehalten
- Entstehung, Erhaltung oder Veränderung von Status, Rollenverteilung usw.
Teamarbeit:
Team: - Gruppe mit gleichem Ziel, sich ergänzenden Interessen und Fähigkeiten
Teamarbeit:- Mitdenken – Mitentscheiden – Mitverantworten
Stress:
Stressor: internes oder externes Ereignis, das Stress erzeugt
Akuter Stress: vorübergehender Erregungszustand
Chron. Stress: Kontinuierlicher Erregungszustand , bei dem ein Individuum das Gefühl hat, dass die
Anforderungen duerhaft größer sind als die zur Verfügung stehenden inneren und äußeren
Ressourcen.
Grundlagen der Ethik
Moral:
Gesamtheit von Normen, Grundsätzen und Werten, die das Zwischenmenschliche Verhalten einer
Gesellschaft steuern (Beeinflusst unser Handeln)
Ethik:
Reflektiertes Nachdenken über das moralische Handeln, um zu begründeten Entscheidungen zu
gelangen
Normen:
Regeln, Gebote, Gesetze oder Handlungsvorschriften, die Werte schützen oder realisieren und das
Zusammenleben in der Gesellschaft ermöglichen
Werte:
Angestrebte Zustände oder Vorstellungen darüber, was Menschen in ihrem Leben als Wertvoll
erachten
(moralische Werte > Gerechtigkeit / pflegerische Werte > Fürsorge)
Würde: Menschenrecht > die Würde des Menschen ist das höchste Gut
MRSA sind häufig Verursacher nosokomialer Infektionen und gegen gängige Antibiotika resistent.
Staphylokokken gedeihen in warmen und feuchten Milieu, z.B. in den Achseln, Leisten und im
Perianalbereich, außerdem in Sekreten der Atemwege, Wunden, im Urin oder im Blut.
Übertragung:
Die Erreger werden meistens als Kontaktinfektion direkt über die Hände übertragen oder indirekt z.B.
über die Kleidung oder die Patientenakte, Die Gefahr einer aerogenen Infektion besteht nicht.
Risikopatienten:
- Menschen mit chron. Erkrankungen z.B. Diabetes mellitus
- Menschen mit Wunden z.B. op-Wunden, chon. Wunden
- Dialysepatienten
- Menschen mit häufigen Krankenhausaufenthalt, Antibiotika
- Pat. mit PEG oder Tracheostoma
- Alte Menschen mit altersspezifischer Immunschwäche
- Klinikpersonal
- Personen in der Landwirtschaft, z.B. Schweinezüchter
Merke!
MRSA kann Monate auf Flächen, Instrumenten und Kleidung überleben. Wird der Patient entlassen,
muss das Zimmer inklusive der Pflegeutensilien schlussdesinfiziert werden. Alle benutzten
Pflegemittel werden fachgerecht entsorgt.
Ruth Cohn - Themenzentrierte Interaktion
TZI
Die Themenzentrierte Interaktion ist eine Methode zur Arbeiten in der Gruppe. Ziel dieses Konzeptes
ist soziale und persönliche Entwicklung zu erlernen.
Das ICH bezieht sich auf die einzelne Person mit ihren individuellen Erfahrungen; Bedürfnissen,
Gefühlen oder Stärken und Schwächen.
Das WIR bezieht sich auf das Team; das ein Netz von Beziehungen und Interaktionen unterhält mit
Sympathie und Antipathie.
Der GLOBE umfasst das nahe oder ferne Umfeld der Gruppe, mit ihren sozialen, politischen,
kulturellen, religiösen und historischen Gegebenheiten.
Kommunikation
-Es ist ein Grundbedürfnis, sich anderen mitzuteilen, dadurch stellen wir eine Beziehung zu anderen
Menschen her
Verbale Kommunikation:
-erfolgt über die gesprochene Sprache oder das geschriebene Wort
-gesagtes wird durch paraverbale Ausdrucksformen unterstützt
- Wortwahl, Stimmlage, Sprechtempo, Lautstärke, Tonfall, Sprache und Formulierung
-Verbaler und paraverbaler Ausdruck werden abhängig von der Gesprächssituation und der
Beziehung der Gesprächspartner
(z.B. Kommunikation mit Vorgesetzten vs. Patient )
Nonverbale Kommunikation
-meist unbewusst über Körpersprache
-unterstreicht die emotionale Bedeutung d. Gesagten und weist auf das Befinden hin
-Körpersprache nicht immer eindeutig, z.B.: kulturelle Unterschiede,
Wahrnehmungs- u. Beurteilungsfehler
-PK sollte darauf achten um Emotionen und Bedürfnisse zu erkennen und reagieren zu können
-Nonverbale Ausdrucksformen: Mimik, Blickkontakt, Gestik, Körperhaltung, äußeres
Erscheinungsbild, räumlicher Abstand, Körperkontakt
-Kongruente Nachricht: Verbale Aussagen und nonverbale Botschaften stimmen über ein
-Inkongruente Nachricht: Verbale Aussagen und nonverbale Botschaft stimmen nicht überein,
es können Kommunikationsstörungen entstehen
Eric Berne - Transaktionsanalyse
- Menschen haben verschiedene Persönlichkeitsanteile die dafür sorgen, dass
Menschen unterschiedlich denken und reagieren
- Menschen wechseln beim Kommunizieren zwischen den verschiedenen
Zuständen dies kann man an Wortwahl, Mimik, Gestik, Körpersprache, Tonfall
und am gesprochenen Inhalt erkennen
- Menschen werden in dem Zustand „ok“ geboren
- Menschen sind vollwertig und intelligent und das emotionale Schwierigkeiten
heilbar sind
Eltern - Ich
-kritisch oder fürsorglich
-beinhaltet Mahnungen oder Regeln
-kritisches Eltern- Ich: besserwisserisch, bemängelt, kommuniziert Vorurteile und Urteile, leitet
andere an
-fürsorgliches Eltern- Ich: hilfsbereit, denkt bei Handlungen nicht an den eigenen Vorurteil, versucht
pädagogisch zu leiten
-Körpersprachliche Indizien: Stirn in Falten legen, Zungenschnalzen, gerunzelte Brauen, Seufzen,
Schulterklopfen
-Verbalsprachliche Indizien „wie oft habe ich dir schon gesagt, dass“, „was fällt dir ein“, „Was, schon
wieder!“, „wenn ich du wäre, dann“
Erwachsenen- Ich
-Zustand ist wirklich sachlich und informierend
-Zustand schaut was in der jeweiligen Situation angemessen oder welches Verhalten unangemessen
ist
-Es hilft Entscheidungen zu treffen, Daten und Fakten aufzunehmen, zu analysieren zu speichern und
abzurufen
-Verbalsprachliche Indizien: Sieben Fragen die Lauten
- Wer? Wie? Warum? Wo? Was? Wie viel? Auf welche Weise ?
Kindheits- Ich
-reagiert manchmal eigensinnig oder trotzig, sind albern aber fragwürdig
-Werte unseres inneren Kindes die sich in der Kommunikation zeigen können: Neugier und Lerneifer
-In diesem Zustand lebt der Mensch seinen eigenen Bedürfnisse aus
-Kennt keine Moral, nicht unreif sondern kindhaft
- Körpersprachliche Indizien: Weinen, Schmollen, Nägelkauen, kichern, Grimassenschneiden,
Wutanfälle
- verbalsprachliche Indizien: „Ich will…“, „Ist mir doch egal…“, „Wenn ich groß bin…“, „Ich wünsche
mir…“
-Wenn Sender und Empfänger unterschiedliche Seiten einer Nachricht als Kernaussage gewichten,
kann es zu einer Kommunikationsstörung kommen
-Durch Rückfragen und Feedback können Unklarheiten und Missverständnisse beseitigt werden.
Feedbackregeln
-gegenseitig Respekt und Achtung zeigen
-Kritik am Verhalten und nicht an der Person
-ICH-Botschaften senden, seine Gefühle mitteilen
-Über die Konkrete Situation sprechen und Verallgemeinerungen vermeiden
-Wünsche an den Gesprächspartner formulieren
Sachinhalt
Katheteranlage:
Indikationen: - Die Indikation für einen tranurethralen Blasenkatheter muss medizinisch begründet
sein und regelmäßig evaluiert werden!
Therapeutisch: - werden Harnkatheter eingesetzt bei Blasenentleerungsstörungen,
Harnabflussbehinderungen unterhalb der Blase, Prostatavergrößerungen,
langandauernden Operationen oder Blasenspülungen
Diagnostisch: - benötigt man Harnkatheter, um Harnblase (Zystogramm) und Harnröhre
(Urethrogramm) darzustellen, Kontrastmittel zu instillieren, die Harnausscheidung zu
bilanzieren oder die Nierenfunktion zu überwachen
Geruch:
Harmlos: durch Nahrungsmittel wie z.B. Spargel
Azeton: Abbau von Ketonkörperchen > Ketourie
Bei Stoffwechselerkrankungen (Diabetes) oder durch Hunger od. Fasten
Körper reagiert mit dem Abbau Körpereigener Fette und Eiweiße > Abbauprodukt
Ketonkörperchen.
Alkohol: bei Blutalkoholkonzentration 2%
Harnwegsinfekte / maligne Prozesse: Ammoniak oder Schwefel
Farbe: physiol. Bernstein -> Abbauprodukt Billirubin
Durch LM: Rote Beete, Senna, Rababer, Vit. Tabletten
Path. Mikro- u. Makrohämourie, Hämoglobinurie (Transfusion)
Bilirubinurie (Lebererkrankungen, Pyurie/Eileiterhahn (Granulozyten um Harn bei
Pyleonephritis)
Beimengungen: Eiweiß bzw. Blut
Lichtdurchlässigkeit
Miktionsstörungen:
Dysurie Restharnbildung Algurie (Schmerzen)
Harnverhalt Pollakisurie
Enuresis Nykturie
Harninkontinenzformen
Pat. abhängige Risikofaktoren
- Kognitive u. körperliche Einschränkungen
- Erkrankungen z.B. MS, Demenz, M. Parkinson, Apoplex etc.
- Medikamente z.B. Diuretika, Antihistaminika, Opiate etc.
- Harnwegsinfektionen
- Opstipation
- Belastung d. Beckenbodens z.B. Schwangerschaft etc.
- Östrogenmangel
- Veränderungen d. Prostata z.B. durch Op´s etc.
Differenzierte Einschätzung:
- Anamnese (BMI, Medikamente, etc.)
- Ausschluss Harninfekt mittels Urin Analyse
- Bestimmung des Restharnvolumens
- Führung Miktionsprotokoll
- Durchführung eines 24h – Vorlagengewichtstest
Formen:
1. Stressinkontinenz -> durch Druckerhöhung im Bauchraum
Therapie: BBT, Elektrostimulation, Biofeedback, lokale Östrogentherapie
2. Motorische u. sensorische Dranginkontinenz
Unfreiwilliger Harnverlust mit intensiven Harndrang durch z.B. Erkrankung des ZNS
(motorisch) oder Blasenerkrankungen (sensorisch)
Therapie: Medikamente, Kontinenztraining, etc.
3. Neurogene Blasenfunktionsstörung -> unfreiwillige reflektorische Blasenentleerung,
meist ohne Harndrang, Blasenentleerungsstörungen mit Restharnbildung, durch eine
Unterbrechung der Überleitenden Nervenbahnen zum Gehirn z.B. bei MS,
Querschnittlähmung, Bandscheibenvorfall, Tumor etc.
Therapie: Urostomie, Medis, Abklopftechniken, intermettierende Selbstkatheterisierung
4. Überlaufkontinenz -> Harndrang, Harnträufeln, häufige Entleerung
Kleine Mengen (komp. Restharnbildung) häufig bei Männern mit verengter Harnröhre
durch Prostatavergrößerung
Therapie: Op oder Katheter
Der vom C-förmigen Abschnitt des Duodenums eingeschlossene Pankreaskopf ist der breiteste Teil
des Pankreas. An den Kopf schließt sich der quer verlaufende Pankreaskörper an; diesem folgt der
Pankreasschwanz, welcher am Milzhilum endet. An seiner Vorderseite ist das Pankreas von Bauchfell
überzogen, liegt also retroperitoneal.
Merke:
Das Pankreas ist eine der wichtigsten Drüsen des Körpers:
Es bildet im exokrinen Anteil den Pankreassaft, der in den Dünndarm abgegeben wird.
In seinen exokrinen Anteilen, den Langerhansinseln, bildet das Pankreas Hormone vor allem
für den Kohlenhydratstoffwechsel
Endokrin geht ins Blut Glukagon (BZ↑) & Insulin (BZ ↓)
Insulin schließt Zellen auf und senkt BZ ↓
Glukagon wird in Muskulatur und Leber gespeichert BZ ↑
Sport = BZ ↓
Exokrin = Aufspaltung von Eiweißen, Fetten und Kohlenhydraten
Schlaganfall – Apoplex
Definition: plötzliches, schlagartiges Auftreten von Symptomen durch ein Blutgerinnsel oder einer
Blutung welches beides zu einer Minderversorgung führt.
Symptome: Hemiplegie, Bewegungs-, sprach u. Bewusstseinsstörungen
Verläufe:
TIA: trasitorische ischämische Attacke=
Neurologische Ausfälle bilden sich innerhalb 24h zurück;
Im CT nicht sichtbar
Progressive Stroke=
Voranschreitender Schlaganfall; Zunahme im Verlauf
Completed Stroke=
Vollendeter Schlaganfall; neurologische Ausfälle dauern länger als 24h an
PRIND=
Neurologische Aufälle >24h <2Wochen
Ursachen:
Hirninfarkt= Nervenzellen im Gehirn sterben durch Minderdurchblutung, O2 Mangel ab
Verengung durch plötzliche Plaqueruptur
Embolie (VHF)
Hirnblutung= intrazerebral = Gefäß im Gehirn
Extrazerebral = Gefäß an der Hirnhaut
Risikofaktoren=Hypertonie, Diabetes Melitus, Nikotinabusus, erhöhte Blutfettwerte, positive
Familienanamnese, Arteriosklerose, Gerinnungsstörungen, Adipositas
(Bewegungsmangel)
Diagnostik= - Labor (BB, CRP,BZ, Elektrolyte, Gerinnung)
- CT, CCT, MRT
- EKG Monitoring
- Doppler der A. carotis
- Auskultation der Halsgefäße
- EEG
- Echo / Angiografie
- Abklärung ob Infarkt oder Blutung
- Neurologischer Status (Anamnese, körperliche Untersuchung, Vigilanz)
Häufigste Lokalisation: A. cerebri media
Pflege: Pat. über Erkrankung informieren, psych. Unterstützung bei Verarbeitung der Diagnose
Inhalte der Patientenschulung
- Selbstkontrolle BZ-Wert (mind. 4x tgl.), Keton Körper im Urin
- Umgang mit Insulin, Insulinarten und Wirkbeginn, Spritzentechnik, Spritz-Ess-
Abstand, Injektionsorte
- Ernährung i.d.R. hohe Flexibilität bzgl. Nahrungsmittel und Häufigkeit bei einer
intensivierten konventionellen Insulintherapie
- Diabetes und Bewegung
- Diabetes und Beruf und Hobbies
- Diabetes und Schwangerschaft
- Verhalten in Sondersituationen, z.B. Sport (BZ↓), Infektionen
- Vermeiden, Erkennen von Hypoglykämien
- Folgeerkrankungen, Spätkomplikationen durch Mikro- und Makro Angiopathie
und deren Prävention, z.B. Fußpflege
Pflege bei diabetischen Koma
- Intensivpflichtig
- Monitoring von RR, Puls, Atmung, Temp., Haut, Bewusstsein
- ½ stdl. Bis 1 stdl. Kontrollen von BZ, Kalium, Natrium
- BGA Kontrolle (ph)
- ZVS Messung
- Flüssigkeitsbilanzierung (DK)
- Bei Erbrechen evtl. Magensonde
- Überwachung Infusionstherapie
- Prophylaxen
Besondere Informationen:
- Hauptmanifestationsalter 10-25 Lj.
- Häufigste Stoffwechselerkrankung bei Kindern (1:1000)
- Akute Komplikationen:
Ketoazidotisches Koma (z.B. durch erhöhten Insulinbedarf bei Infekt oder
Insulinunterdosierung) : absoluter Insulinmangel
->Hyperglykämie (300-700mg/dl) und Lypolyse mit Produktion saurer
Ketonkörper -> metabolische Azidose -> Kussmaulatmung und Azetongeruch
der Atemluft, ggf. Peritonitiszeichen
- Spätfolgen > Diabetesmellitus Typ2
Diabetes mellitus Typ 2
Definition:
- Chronisch verlaufende Erkrankung mit erhöhtem Blutzuckerspiegel mit einer
gestörten Insulinwirkung mit relativem Insulinmangel durch Resistenz
Ursachen:
- Verminderte Insulinwirkung (Insulinresistenz) an Leber-, Muskel- und Fettzellen
- Gestörte Insulinsekretion bis zur Erschöpfung der Insulinproduktion
(Sekundärversagen)
- Begünstigt durch Übergewicht, Bewegungsmangel, Stress, bestimmte
Arzneimittel, häufig positive Familienanamnese
- Hohes Alter
Symptome:
- Langsamer Beginn über Monate bis Jahre
- Rezidivierende Harnwegs- und Hautinfektionen (Jucken, Mykosen),
Sehstörungen, allg. Schwäche, Leistungsabfall
- Meist Teil des matabolischen Syndroms:
Stammbetonte Adipositas, Blutfettspiegel↑, Hypertonie, gestörte
Glukosetoleranz, Hyperurikämie
- Später Diabetessymptome: Polyurie, Gewichtsabnahme, Durst
- Bei Diagnose oft schon Spätfolgen:
- Makroangiopatie: Nierenschäden, Retinopathie, Neuropathie (z.B.
Sensibilitätsstörungen, Herzrythmusstörungen, Darm-,
Blasenentleerungsstörungen, Ulzera, Potenzstörungen)
- Diabetisches Fußsyndrom
- Verminderte Immunabwehr
- Hypertriglyceridamie mit Fettleber
- Nerven
Diagnostik:
- In 30-70% aller Fälle Zufallsbefund
- Anamnese, klinische Untersuchung
- Diagnosekriterien nach ADA u. WHO:
- Symptomatik u. 1. Gelegenheits- BZ (unabhängig von Nahrungsaufnahme und
Tageszeit) ≥200mg/dl (11,1 mmol/L)
- Wiederholte Nüchternplasmaglukose
(8 Std. – Nahrungskarenz) ≥ 126 mg/dl
(7,0 mmol/L) oder oraler Glukosetoleranztest
(oGTT) > 200mg/dl
- Glukose im Urin
- Bestimmung der Glukohämoglobine (HbA1 bzw. HbA1c) zeigen mittleren BZ-
Spiegel der letzten 6-8 Wochen, vor allem für Therapieverlauf relevant
Hyperosmolare Koma: v.a. bei Typ 2 Diabetes, Blutglukose stark erhöht (ca. 600mg/dl bzw. 33,3
mmol/L), Symptome des Flüssigkeitsmangels, Blut- Ph normal
Therapie: Ziele > Diabetes mellitus Typ 1
- Lifestyletherapie und Vorbeugung von Langzeitschäden individuell einstellen
- Therapie nach Stufenschema:
Stufe 1: Schulung, Veränderung des Lebensstils, Gewichtsreduktion (ernährung
& Bewegung)
Stufe 2: Orales Antidiabetikum (OAD)
Stufe 3: Mehrere Antidiabetika
Stufe 4: Insulin + OAD: Dosiseinsparung, oft nur 1 Insulininjektion pro Tag
erforderlich
Stufe 5: Intensivierte oder konventionelle Insulintherapie
Hinweise zur Pflege:
- Wirkungsweise, Abstand zur Nahrungsaufnahme, NW der OAD beachten
- Bewegung intensivieren, häufig ist Gewichtsabnahme notwendig
- Tgl. sorgfältige Fusinspektion, Ø engen Socken o. Schuhe, atmungsaktive
Socken/Schuhe, tgl. Fußpflege, Verletzungen vermeiden (z.B. nicht Barfuß
gehen), auch kleinste Verletzungen behandeln, Diabetiker Schuhe oder
Spezialschuhe bei Fußveränderungen, regelm. Eine Fußambulanz aufsuchen,
bei „Problemfüßen“ Fuß- und Nagelpflege durch einen Podologen
- Inhalte der Patientenschulung wie bei DM Typ1
Besondere Informationen:
In Deutschland. > 90% aller Diabetiker = Typ2
- Hauptmanifestationsfaktoren: Übergewicht, Bewegungsmangel
- Akute Komplikationen: - Hypoglykämien, Hyperglykämien, Diabetisches Koma
Blutzucker
Umrechnung älterer Einheit / SI- Einheit
Lagerung:
- Langfristig zwischen +2 und +8°c
- Kurzfristig (bis zu 6 Wochen) bei Zimmertemperatur, aber keine
Temperaturschwankungen, keine Temperaturen >30°c
- Insulinpens nicht im Kühlschrank
- Haltbarkeit nach Anbruch: Packungsbeilage beachten
Vorsicht:
Auf die Konzentration des Insulins achten (s.c. Injektion) Es gibt V – 40 – Insulin
(1ml = 40 iE Insulin, z.B. in Ampullen) und U – 100-Insulin (1ml=100 IE Insulin, z.B. in Pens) Nie mit
Insulinspritze (Skalierung i.d.R. für U-40-Insulin) Insulin aus Pen aufziehen
Depression
d) Herzkatheteruntersuchung
- Über großes Blutgefäß wird ein dünner Katheter zum Herzen vorgeführt
- Über große Arterie =Linksherkatheter: Ballonkatheter oder Stent möglich
- Über große Vene = Rechtsherkatheter
- -> Pat. vorher nüchtern; danach Bettruhe, Druckverband, Überwachung
b) Herzinfarkt:
Definition: Absterben von Herzmuskelzellen durch Durchblutungsstörungen d. Herzens
Ursache: Riss einer arteriosklerotischen Plaque mit Aktivierung der Blutgerinnung, Bildung eines
Thrombus -> fehlende O2 Versorgung
Symptome: s. ACS, Angina Pectoris, Dyspnoe, Kaltschweiß, Todesangst
Stummer Infarkt: Ohne Symptome (evtl. unklare Bauchschmerzen)
Diagnostik: Anamnese, Vitalzeichen, 12-Kanal-EKG, Labor, TEE
Therapie: Akut= PTCA, Medis (Morphin, O2, Nitro, ASS. Beta Blocker, Heparin)
Verlauf: -> medikamentöse Dauertherapie ( ´´-´´+Statine)
Pflege: Akut -> Herzbett, O2, IST, Verlauf: Frühmobilisation
c) Herzrhythmusstörungen:
Definition: gestörte Herzfrequenz durch Störung der Reizleitung/-bildungssystem
Ursache: Kardial (KHK, Herzklappenfehler), extrakardial: (Hormone, Medis)
Symptome: meist symptomlos; evtl. unregelmäßiger, spürbarer Puls
Komplikationen: Synkope, Schlaganfall, Herz-/Kreislaufstillstand
Diagnostik: Messung, HF, EKG, LZ-EKG, evtl. Koronarangiografie, Echo
Therapie: medikamentös, Herzschrittmacher
Pflege: Beobachtung, Sturzprophylaxe , evtl. Wundbeobachtung
e) Myokarditis / Perikarditis
Definition: Entzündung von Herzmuskel bzw. Herzbeutel
Symptome: Herzklopfen/-rasen/-schmerzen, Leistungsschwäche
Komplikationen: Perikarderguss, Herzinsuffizienz, maligne HRST
Therapie: Antibiotika
->Kappilaren : bilden Netz aus kleinsten Blutgefäßen; Ort des Gas/- Nährstoffaustausch
2. Diagnostik
a) Funktionsprüfungen
- Prüfung d. Kreislaufregulation (schellong – Test, Kipptischuntersuchung)
- Prüfung d. Arterien (Nagelbettprobe, Allen-Test, Ratschpw – Lagerungsprobe)
- Prüfung der Venen (Trendlenburg – Test, Perthes-Test)
b) Ultraschall
- Doppler / Gefäßdoppler: macht Blutstrom hörbar (kein Bild)
- Doppler – Duplexsonografie: Bild und Ton
- Knöchel – Arm – Index: vergleicht Blutdruck an Armen und Beinen
b) Arterielle Hypotonie
Definition: systolischer Blutdruck unter 100 mmHg
Ursache: primär -> junge Frauen ohne Sport
Sekundär -> Herzerkrankungen, Hormonst., Hypovolämie
Symptome: Schwindel, Kollapsneigung, geringe Kältetoleranz, allg. Abgeschlagenheit
Therapie: primär -> ↑trinken; sekundär -> Ursache beheben
c) Periphere Arterielle Verschlusskrankheit
Definition: chron. Erkrankung des Gefäßsystems mit fortschreitender Verhängung der
Extremitätenarterien > 90% sind Beinarterien betroffen
Ursache :Rauchen, DM, arterielle Hypertonie, Bewegungsmangel, Blutfettwerte ↑
Claudicatio intermittens, Verfärbung, Kälte, evtl. Nekrosen/Gangrän
Stadium1: keine Symptome
Stadium2a: Claudicatio intermittens, Verfärbung, Kälte mir schmerzfreier Gehstrecke
über 200m
Stadium2b: Claudicatio intermittens, Verfärbung, Kälte mir schmerzfreier Gehstrecke
Unter 200m
Stadium3: Ruheschmerz in Füßen und Beinen
Stadium4: Ulcus, Nekrose, trockene/feuchte Gangrän
Komplikationen: akuter Arterienverschluss, kardiovaskuläre Erkrankung Ulcus curis art.
Diagnostik: bewegungsunabhängiger Beinschmerz, Knöchel – Arm – Index – Duplex
Therapie: Abhängig vom Stadium, ASS
Stadium1/2: Bewegung bis Schmerzgrenze
Stadium3: Gehtraining, angioplastische Rekanalisation, Analgetika
Stadium4: chirurg. Wundbehandlung, gefäßchirurgische Rekanalisation
Pflege: Beine tief lagern, Füße auf Verletzung/Temp./Farbe kontrollieren
d) Akuter Arterienverschluss
Ursache: Embolie, Arteriosklerose mit vollständigem Gefäßverschluss
Symptome: je nach Lokalisation (Koronararterie->HI, Gehirn->Apoplex);
6-P-Komplex: Pain, Pulselessness, Parasthesia, Paleness=Blässe, Paralysis=Bewegung,
Prostration=Schocksymptomatik)
Diagnostik: Angiografie, Duplex
Therapie: Heparin, Thrombolyse, Embolektomie, Ballonkatheter, Plaqueabtragung
Pflege: VZ-Kontrolle, Beintieflagerung, Schutz vor Verletzungen
e) Varikosis
Definition: Krampfadern, sackartige Erweiterung oberflächlicher Beinvenen
Pflege: Laufen, Liegen gut
Sitzen, Stehen vermeiden, Kompression, nicht schwer tragen,
Wechselduschen
g) Aneurysma
Definition: lokale Erweiterung der arteriellen Gefäßwand
- Falsches Aneurysma: durch kleine Defekte in der Gefäßwand, bildet sich selbst
zurück
- Echtes Aneurysma: Ausstülpung aller Wandschichten
- Aneurysma dissecans: zweites Lumen zwischen Intima und Media
-
h) Thrombophlebitis
Definition: entzündliche Thrombose oberflächlicher Venen ( Ø Embolierisiko)
Erkrankungen der Lymphgefäße
a) Lymphagitis und Lymphadenitis
- Entzündung der Lymphgefäße in Haut und Unterhaut durch lokale Infektion
b) Erysipel
- Örtliche begrenzte, bakterielle Entzündung von Haut und Unterhaut
- Scharf begrenzte, starke Rötung mit flammenden Ausläufern
c) Lymphödem
- Sicht- und tastbare Flüssigkeitsansammlung im Unterhautfettgewebe
Pflege bei Erkrankungen des Atemsystems
1. Anatomie und Physiologie
a) Atmungssystem
- Obere Luftwege: Nase, Nasennebenhöhlen, Rachen
- Untere Luftwege: Kehlkopf, Luftröhre, Bronchien, Lunge
- Gasaustausch durch Diffusion in den Lungenbläschen (Alveolen)
b) Aufbau der Lunge
- 2 Lungenflügel (rechter: 3 Lungenlappen und linker: 2 Lungenlappen)
- Zwischen Lungen- und Rippenfell: Pleuraspalt -> wichtig für Atembewegung
- Gesteuert durch Atemzentrum des ZNS
- Einatmung= Inspiration: Zwerchfell kontrahiert, ZF-Kuppel sinkt, Luft strömt ein
- Ausatmung= Expiration: Zwerchfell entspannt, ZF-Kuppel hebt an, Luft strömt
aus
- Atemzugvolumen: ca. 500ml
b) Mukoviszidose
Definition: angeborene, genetische Stoffwechselerkrankung mit Schlieimproduktion der endokrienen
Drüsen
Ursache: wenn beide Eltern das M-Gen besitzen -> veränderte Chloridkanäle führen zur Produktion
von zähflüssigem Schleim, der nicht abfließen kann und Gänge verstopft
Symptome: chronischer Husten, Auswurf, häufige Atemwegsinfektion, chron. Diarrhoe,
massige/fettige Stuhlgänge, Gewichtsverlust, Gedeihstörung, salziger Schweiß
Diagnostik: Schweißtest, Absicherung durch Gentest
Therapie: Ø möglich, Beschwerden lindern, Organfunktion erhalten, evtl. Lungentransplantation
Pflege: Atemtherapie, Sekretolyse, O2, hochkalorische /fett-salzreiche Kost, Mobilisation
Infektiöse Erkrankungen
a) Pneumonie
Definition: Entzündung der Lungenbläschen und / oder des Lungenzwischengewebes
Ursache: Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten; ambulant oder nosokomial
Symptome: typisch/atypisch: Fieber, Husten, Dyspnoe, AZ↓, Schmerzen
Diagnostik: Anamnese, körperliche Untersuchung, Röntgen-Thorax, Labor, BGA
Therapie:Antibiotika/Antimykotika / Virustatika; Fiebersenker / Hustenstiller b.B
Pflege: Temp. Kontrolle, vieltrinken, Schonung, Obstipationsprophylaxe, Hygiene (ISO), Inhalation mit
Sekretolytika, Antibiose, ASE
b) Tuberculose (TBC)
Definition: chronische meldepflichtige Infektionskrankheit, die ein oder mehrere Organe befällt
- Offen: Erreger werden ausgeschieden (ISO)
- Geschlossen: Erreger verlassen Organismus nicht
Ursache: Mikrobakterien die durch Tröpfcheninfektion aufgenommen werden
Symptome: Nachtschweiß, Gewichtsverlust, Husten, evtl. blutiger Auswurf, AZ↓
Diagnostik: Röntgen- Thorax, Tuberkulin-Hauttest, Interferon – y – Bluttest, mikr. Nachweis
Therapie: Antituberkulotika
Pflege: ISO, FFP2-Maske, hochkalorische Kost, Info
Maligne Erkrankungen
a) Bronchialkarzinom
Definition: maligner Tumor, der von den Epithelzellen der Bronchien und Alveolen ausgeht
Ursache: Rauchen, Luftverschmutzung, Kontakt mit Krebserregenden Stoffen, familiäre Veranlagung,
Aspest, Benzol, Arsen, Feinstaub
Symptome:
Frühsymptome: chronischer Husten, Auswurf
Spätsymptome: Heiserkeit, Schluckstörungen, Dyspnoe, RR↓, Schwindel, Dysphagie,
Einflussstauung ↑, Halsvenenstauung, Tachykardie
Diagnostik: Röntgen – Thorax, CT, Bronchoskopie, Staging
Therapie: operative Entfernung, Bestrahlung / Chemo, Palliativ, Psycho-onkologisch,
atemunterstützende Maßmahmen
Pflege: Beobachtung, O2, Schmerzmanagement, Mobilisation / Lagerung OK hoch, Wunschkost/
hochkalorisch, Atemübungen, Pneumonieprophylaxe
Metastasiert: In Bauch, (Sono Abdomen), Hirn (CCT), Skelett (Szintigrafie)
Prophylaxen: Informieren, Schulen, Beraten, Dekubitus, Pneumonie, Thrombose,
Obstipationsprophylaxe
Wichtige Medikamente
Asthma Bronchiale
C02 Überschuss
Definition: Asthma Bronchiale ist eine chronisch – entzündliche Erkrankung der Atemwege, die durch
eine Überempfindlichkeit des Bronchialsystems und Atemwegsobstruktion (Verengung)
gekennzeichnet ist, Asthmaanfälle treten typischerweise anfallsartig auf und gehen mit akuter
Dyspnoe einher.
Ursachen:
- Genetische Faktoren
- Exogene Faktoren wie Virusinfektionen
- Allergene -> Reizstoffe, Medis
- Allergisches Asthma -> Pollen, Hausstaub, Tierhaare
- Nicht allergisches Asthma -> psych. Belastung, Luftverschmutzung, Anstrengung
Mechanismen:
Path. Veränderung
- Atemwegsobstuktion durch -> Schleimhautödem, Bronchospasmus, Dysskrinie (
zu viel Drüsensekret)
Symptome:
- Plötzlich anfallartige Dyspnoe und Tachypnoe
- Trockener Husten
- Atemgeräusche beim Ausatmen -> expiratorischer Stridor
- Engegefühl im Brustkorb
- Starke Unruhe, Angst
- Tachykardie
Komplikationen:
- Pneumo Thorax
- Status Asthmaticus (&-12h) (sedieren) (Med. hat keine Wirkung)
- Atemstillstand
- Chronische irreversible Atemprobleme (COPD)
- Chron. Respiratorische Insuffizienz
- Lungenemphysem
- Pulmonale Hypertonie
Diagnostik:
- Anamnese
- Körperliche Untersuchung im Anfall
- Lungenfunktionsprüfung
- Peak – Flow – Messung
- BGA
- Röntgen Thorax
- Labor (Granulozyten↑)
- Allergiediagnostik
Differential
Diagnostik:
- Aspiration
- COPD
- Lungenarterienembolie
- Kehlkopfveränderungen
Therapie:
- Ziel: Anfälle vermeiden/durchbrechen ausreichend o2-Zufuhr gewähren
- Meiden von Allergenen
- Medikamentöse Behandlung (Bronchien erweitern, entzündungshemmend)
- Atemunterstützende Maßnahmen (Atemgymnastik, Atemposition,
Lippenbremse)
Pflege:
- Hilfe rufen/ Arzt informieren
- Oberkörper hochlagerung
- Bedarfsmedikation verabreichen (Salbutamol)
- Medikamentenmanagement
- BZ-Kontrolle nach Kortisongabe
- Inhalation
- Evtl. IST
- Vitalzeichenkontrolle / Hautbeobachtung
- Pat. beruhigen zum Atmen anleiten Nicht alleine lassen
- Mobilisation in anfallsfreien Intervallen
Fahrlässigkeit
- Betrifft z.B. die Frage nach der Haftung des Arbeitnehmers, für Schäden, die in
der Ausübung beruflicher Pflichten einem dritten entstehen
- Leichte: führt zu Fehlern, die trotz üblicher Vorsichtsmaßnahmen unter laufen
können
- Mittlere: führt zu Fehlern, die aufgrund eines mittelschweren Verstoßes gegen
die Sorgfaltspflichten entstehen
- Grobe: Missachrung von Sorgfaltspflichten, die für jedermann unzweifelhaft
erkennbat sind
§7 Infektionsschutzgesetz
Arzneimittelgesetz (AMG) – dient dem Schutz der Bevölkerung und gehört teilweise zum Strafrecht
- Staatliche Anforderungen an Qualität, unbedenklichkeit und Wirksamkeit
Pflegearten
Professionell Pflegende:
- Fördern und erhalten Gesundheit
- Beugen Schäden vor – Prävention
- Unterstützt die Therapie
- Bekommen Entgeld
Professionelle Pflege
Merkmale professioneller Pflege:
- Gesundheit fördern, Krankheit verhüten
- Gesundheit wiederherstellen
- Kranke und Menschen mit Behinderung in die Gesellschaft integrieren
- Leiden lindern und sterbende Menschen betreuen
- Pflegende versorgen/betreuen einzelne Menschen, Familien und
Gruppen in allen Lebenssituationen eigenverantwortlich
- Pflegende gestalten das Gesundheits-/ und Pflegemanagement, Bildung,
Politik mit
- Pflegende berücksichtigen alle Aspekte des Lebens und der
Gesundheitsversorgung und fördern somit die Selbstbestimmung des
Menschen
- Pflegende arbeiten Partnerschaftlich mit anderen Gesundheitsberufen,
dem zu pflegenden und seinen Angehörigen zusammen
Ausbildung
Kompetenzen
Methodenkompetenz
a) Strukturierte Wissensquellen
- Logisches Denken / Schlussfolgerungen (Grundlage für gezieltes Handeln)
- Induktives Denken: vom Einzelfall zum Allgemeinen
- Deduktives Denken: vom Allgemeinen zum Einzelfall
- Wissenschaftliches Erforschen ( systhematische Überprüfen)
b) Unstrukturierte Wissensquellen Ziel: Fragen und Probleme aus dem Pflegealltag lösen
- Intuition ( Bauchgefühl)
- Erfahrung (wiederkehrende Situationen)
- Versuch und Irrtum ( testen = ist schädlich )
- Tradition und Autorität ( Routine = wird weitergegeben )
3.Aufgaben der Pflegewissenschaft (erforscht die Pflegepraxis / forscht für die Plegepraxis)
-
Überprüft, begründet und produziert Pflegewissen
-
Beantwortet Fragem aus der Pflegepraxis
-
Erforscht Phänomene aus der Pflegepraxis
-
Erforscht Auswirkung von Krankheit, Behinderung, Pflegebedürftigkeit
auf Patienten
- Überprüft Wirksamekeit von Pflegemaßnahmen, verbessert sie,
entwickelt neue
- Überprüft und oder entwickelt Assessmentinstrumente (Braden-Skala)
- Vermittelt Theorien und Forschungserkenntnisse durch Lehre
- Erschließt neue Handlungsmöglichkeiten für Pflegende
(Wundmanagement)
- Unterstützt die Entwicklung einer einheitlichen Fachsprache
- Befasst sich mit berufspolitischen Themen (Pflegekammer)
- Trägt zur Professionalisierung und Selbstständigkeit des Pflegeberufs bei
Grundlagenforschung -> produziert Pflegewissen
Angewandte Forschung -> Fragen aus der Pflegepraxis
Qualität
Gesetzliche Grundlagen
-SGB5 = regelt alles zur gesetzlichen Krankenversicherung
§70 Qualität = nach aktuellen wissenschaftlichen Standart
Humanität = bedarfgerecht
Wirtschaftlichkeit = Kosteneffizienz
§135a Qualitätssicherung = ( wie ) Intern = im Haus -> QM
Extern = Zertifizierung
Qualitätsmanagement
Tätigkeite, die die Qualität verbessern (-> Leitung u. Führung) <- weil, Sie die
Rahmenbediungen schaffen
Qualität feststellen, sichern, verbessern
Grundsätze
- Kundenorientierung -> Zufriedenheit
- Mitarbeiterorientierung -> Qualifikation
- Prozessorientierung -> Pflegestandards
- Systemorientierung -> alle Prozesse
- Verantwortung der Unternehmensleitung -> z.B. Personalschlüssel
- Verbesserung -> Ziel
↑ Check = Überprüfung
Evaluation
Verbesserung ↓
↑
Act= Anpassen / weiterführen
Qualitätsmanagementsysteme
->Methode, Struktur
->Überprüfen von : Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität
->Vorhandene Qualität erfassen, sichern, verbessern
KTQ Verfahren -> Kooperation für Transparenz
->nur für KH
->Vorhandene QM – Systeme prüfen
->Selbstbewertung + Fremdbewertung (PDCA)
=> Zertifikat
Pro Kontra
Verbesserte Struktur Qualität ist schwer zu kontrollieren
Leitbild Hohe Qualität erforderlich
Schafft Regelung Angst vor Bewertung u. Kontrolle
Behinderung des QM
Ergebnisse werden optimiert
Zufriedenheit von Pat. und Mitarbeiter Höherer Arbeitsaufwand
Entlastung der Pflegenden Hohe Kosten
Interdisziplinäre Zusammenarbeit verbessert Zum Teil schwere Umsetzbarkeit
sich
Neue Ideen / Sichtweisen
Rechtliche Grundlagen
§135 Verpflichtung zur Qualitätssicherung
„Leistungsbringer sind zur Sicherung + Weiterentwicklung d. Qualität der von ihnen erbrachten
Leistungen verpflichtet“
§137 Sozialgesetzbuch Richtlinien und Beschlüsse
Struktur, Prozess- Ergebnisqualität
(Durchführung, Planung, bauliche Gegebenheiten, Finanzielles)
Pflegevisite:
Die Pflegevisite kann im Rahmen einer Pat. nahen Übergabe durchgeführt werden.
Mit den Pat. werden pflegerische und Pat. zentrierte Besonderheiten besprochen. Dabei
kann gemeinsam mit dem Pat. seine Pflegeplanung entwickelt oder überprüft werden. Sie
kann im stationären und ambulanten Bereich eingesetzt werden
Pflegeleitbild:
Beschreibt die Werte, Normen und Ziele der pflegerischen Arbeit
Pflegeprozess:
1.Informationssammlung 2.Erkennen von Problemen und Ressourcen
3.Festlegung der Pflegeziele 4.Planung der Pflegemaßnahmen
5.Durchführung der Pflege 6.Evaluation: Beurteilung der Wirksamkeit
Pflege und Expertenstandards:
Pflegestandard: Legen ein bestimmtes Qualitätsniveau oder zu erreichendes Leistungsniveau
fest sowie angemessene Pflegemaßnahmen, mit denen die Qualität erreicht und überprüft
werden kann.
Expertenstandards:
Sind wissenschaftlich fundierte Abhandlungen zu zentralen, pflegerischen Themen
-sicherung und weiterentwicklung der Pflegequalität
-dienen als Basis und zur Orientierung
-aktuell gibt es 11 Expertenstandards
1,Dekubitus 2,Entlassungsmanagement 3,Schmerzmanagement
(akute Schmerzen)
4.Sturzprophylaxe 5.Förderug der 6.Chron. Schmerzen
Harninkontinenz
7.Chron. Wunden 8.Ernährungsmanagement 9.Förderung swe
physiologischen Geburt
10.Beziehungsgestaltung mit 11.Mobilität fördern /
M. mit Demenz erhalten
Patientenfallbesprechung:
Interdisziplinäre Besprechung über den Behandlungsprozess und die pflegerische
Versorgung eines Ptienten. Maßnahmen evaluiert und Alternativen diskutiert
Mitarbeiterqualifizierung:
Durch regelmäßige Fort-, und Weiterbildungen und lebenslanges lernen tragen Pflegende zu
Mitarbeitergespräche
Oder Personalentwicklungsgespräche
-Zusammenarbeit, bestehende Probleme, Leistungen, Ziele des Mitarbeiters
Qualitätszirkel:
Interdisziplinäre Arbeitskreise, die Maßnahmen zur Qualitätskontrolle und
Qualitätssicherung besprechen.
Beschwerdemanagement:
Dient dazu, durch Aufdeckung von Schwachstellen Verbesserungspotentiale zu finden.
In Befragungen wird überprüft, ob die QM gesetzten Ziele erreicht werden konnten.
Risikomanagement:
Ist eine Führungsaufgabe, in der die aktuellen und potentiellen Risiken in einer
Gesundheitseinrichtung indentifiziert, analysiert und bewertet werden um Schäden von Pat.,
Mitarbeitern und Besuchern vorzubeugen.
Pflegeforschung
1.Forschung
3.Forschungsansätze
Quantitative Forschung
-große Zahlenmengen –objektive Daten –standatisierte Erhebung
-Z: Theorie/Hypothese bestätigen/wiederlegen allgemeingültige Aussagen treffen
-Vorgehen: Deduktion= vom allgemeinen zum Besonderen
-Regel: Alle Menschen sterben Fall: Marianne ist ein Mensch Resultat: M. muss sterben
-Gütekriterien: Transaparenz, Objektivität -> Forscher sind Unabhängige
-Rehabilität: Instrument – Zuverlässigkeit?
-Validität: misst das Instrument was es messen muss?
Qualitative Forschung
-kleine Personengruppen – subjektive Daten – aus sicht des Betroffenen
-Z: Theorie/Hypothese bestätigen/wiederlegen allgemeingültige Aussagen treffen
-Vorgehen: Induktion= vom Einzelnen auf Alle
-Regel: Alle Menschen Sterben Fälle: Marianne, Gabi, Renate, sind Menschen –Resultat: sind
gestorben
-Gütekriterien: Transparenz, Objektivität -> Forscher sind unabhängige
-Angemessenheit: nachvollziebar, relevant
-Folgerichtigkeit: ist das auf andere übertragbar?
2.Pflegemodelle
-werden aus Theorien abgeleitet, und als Theorien mittlerer Reichweite bezeichnet
- tragen zu einem besseren Verständnis der Wirklichkeit bei
- definieren und verdeutlichen Aufgaben und Ziele von Pflegenden
- sind Basis für die Entwicklung einrichtungsspezifischer Pflegekonzepte
3.Pflegekonzepte
-kleinste Bausteine einer Theorie, oder eines Modells
-beinhalten Aussagen zum jeweiligen Pflegemodell, Pflegesystem/- o. Prozess
-formulieren Teilziele und geben verbindliche Pflegemaßnahmen für die Praxis vor
-> empirische Konzepte: beschreiben beobachtbare Phänomene (z.B. Mobilität)
-> abstrakte Konzepte: beschreiben nicht messbare `` Phänomene (Wohlbefinden)
->betont die Individualität der Lebensgestaltung eines Menschen und unterstützt eine an
den individuellen Bedürfnissen ausgerichtete Pflege
Pflegeprozessmodell
-Erhebung: Pflegeanamnese
-Planung: von Zielen und Maßnahmen
-Durchführung
-Auswertung: Ergebniskontrolle / Feedback
Managementmodell
-direkte Pflege
-Pflegeprozessdokumentation
-Pflegeprozessorganisation- und Koordination
Die Theorie der interpersonalen Beziehungen in der Pflege
->Hildegard Peplau
Grundlagen:
-Hildegard Peplaus theoretischer Ansatz thematisiert insbesondere kommunikatives Handeln
im Pflegeprozess und die Interaktion zwischen Pflegeperson und Patient
-Sie versucht zu klären, wie die Beziehung zwischen Pflegeperson und Patient aussehen
sollte, damit sie den Gesundungsprozess bestmöglich unterstützt
-Peplau beschreibt dabei 4 Phasen, die jede Beziehung zwischen Pflegeperson und Patient
durchläuft, sowie typische Rollen, die von beiden in den Phasen der Beziehung
eingenommen werden
-Sie hält ihre Theorie in allen Bereichen der Pflegepraxis für einsetzbar; sie eignet sich jedoch
insbesondere für die Arbeit in der psychiatrischen Pflege da die Patienten dort v.a. Probleme
mit der Kommunikation und mit Beziehungen zu anderen Menschen haben.
Vier aufeinander folgende und sich teilweise überlappende Phasen kennzeichnen den
Beziehungsprozess zwischen Pflegeperson und Patient:
Orientierungsphase, Identifikationsphase, Nutzungsphase u. Ablösungsphase
Orientierungsphase: -Die Orientierungsphase beginnt, wenn ein Patient professionelle
PK informiert, plant und
Hilfestellung zur Klärung eines gesundheitlichen Problems sucht.
hilft Pat. ist aktiv, stellt -Pflegeperson informiert über Unterstützungsangebot plant deren
Fragen Nutzung und hilft innere Spannung abzubauen
-Pat. sind in der Orientierungsphase aktiv, indem sie u.a. Fragen zum
weiteren Vorgehen stellen.
Identifikationsphase: - Der Pat. beginnt sich mit der Pflegeperson zu identifizieren indem die
PK werden Rollen Pflegeperson aufkommende positive und negative Gefühle des Pat.
zugewiesen -> Mutter – zulässt und ihm jederzeit umfassende pflegerische Unterstützung
Geschwisterrolle Pat. signalisiert, können diese Gefühle bearbeitet werden und persönliches
Abhängig und Hilflos
Wachstum ermöglichen
-Pat. weisen in Situationen der Abhängigkeit und Hilflosigkeit
Pflegepersonen oft Ersatzrollen zu z.B. Mutter/o. Geschwisterrolle
Nutzungsphase: -Peplau beschreibt, dass Pat. in der Phase häufig zwischen dem
Pat. schwankt =
Wunsch nach Abhängigkeit bzw. Unabhängigkeit schwanken: dies
Stimmungsschwannkun kann sich auch schnell wechselnden Stimmungslagen ausdrücken.
gen:
-Informieren
-Die Pflegeperson kann während dieser Zeit eine Reihe an Rollen
- Unterstützen einnehmen: Fragen beantworten, berät im Umgang mit
- Beraten
aufkommenden Gefühlen, fördert gesundheitsförderliche Erfahrungen
ermöglicht dem Pat. durch diese besser mit der Erkrankung klar zu
kommen.
Ablösungsphase: - Schließlich wird die Identifikation mit der PK in der Ablösungsphase,
Pat. wird selbstständig die meist parallel zum medizinischen Gesundungsprozess verläuft,
schrittweise aufgehoben. Die Phase setzt den erfolgreichen Abschluss
aller Phasen voraus.
-Der Pat. kann zunehmend für sich selbst sorgen, entwickelt seine
Selbstständigkeit und wird von der Pflegeperson dabei unterstützt
Das Modell der Krankheitsverlaufskurve
->Juliet Corbin und Anselm Strauss
Grundlagen:
-Das Modell der Krankheitsverlaufskurve, auch Trajekt-Modell genannt, wurde von Juliet
Corbin und Anselm Strauss auf der Basis umfangreicher Forschungen zu chronischen
Krankheiten und deren Bedeutung für Betroffene Menschen entwickelt und beschrieben.
-Im Modell wird davon ausgegangen, dass es Gemeinsamkeiten und Parallelen im Hinblick
auf den Krankheitsverlauf und die von Menschen mit einer chron. Erkrankung eingesetzten
Bewältigungsstrategien gibt.
-Das Modell soll Pflegepersonen dabei unterstützen, typische Probleme von Menschen mit
einer chron. Erkrankung sowie deren Bewältigungshandlungen im Krankheitsverlauf besser
zu verstehen.
-Es gewinnt angesichts der Zunahme chron. Kranker Menschen in allen Handlungsfeldern in
der Pflege zunehmen an Bedeutung. Das Modell zählt zu den Theorien mittlerer Reichweite.
Krankheitsphase Kennzeichen
Pretajectory Risiko eine chron. Krankheit zu entwickeln
(vor dem Beginn einer chron. Krankheit)
Trajectory onset Auftreten erster Symptome; erstmalige
(Beginn d. Krankheitsverlaufs) Auseinandersetzung mit der Bedeutung der
möglichen Diagnose
Stable Krankheitsursache und -> Symptome sind
(Stabile Phase) unter Kontrolle
Unstable Krankheitsursachen und Symptome können
(unstabile Phase) nicht kontrolliert werden; häufig Behandlung
im häuslichen Umfeld
Acute Schwere und belastende Symptome bzw.
(akute Phase) Komplikationen treten auf: Häufig ist ein KH-
aufenthalt nötig
Crisis Kritische bzw. lebensbedrohliche Situationen
(kritische Phase) erfordern eine Notfall- bzw.
Intensivbehandlung
Comeback Körperliche Heilung mit teilweiser Rückkehr
(Phase der Rückkehr) zu einem akzeptablen Leben mit Begrenzung
durch die Krankheit und deren Folgen
Downward Starker körperlicher Abbau und
(Phase der Abwärtsbewegung) zunehmende Unfähigkeit zur
Symptomkontrolle
Dying Zeitraum vor dem Tod mit weiteren
(Phase des Sterbens) körperlichem Verfall
Robert J. Havighurst
Kam 1912 zu einer Einteilung des Lebenslaufs in 6 Phasen
Einteilung in 6 Phasen:
1. Säuglingsalter
2. Kindheit
3. Pubertät/Adoleszenz
4. Frühes Erwachsenenalter
5. Mittleres Erwachsenenalter
6. Später Erwachsenenalter
-Eine erfolgreiche Bewältigung der einzelnen Phasen => Wohlbefinden und bildet somit die
Grundlage der darauf folgenden Phase
-Ein Misslingen der einzelnen Phasen bedeutet => Unzufriedenheit/Missbilligung durch die
Gesellschaft und sorgt für Schwierigkeiten
bei der Bewältigung späterer Aufgaben
Kognitive Entwicklungstheorie nach Jean Piaget
Phase Beschreibung
Orale Phase (0-1 Jahr) Die wichtigste Erfahrung ist die Nahrungsaufnahme. Der
Mund ist das wichtigste Medium, um Kontakt zur und
Informationen aus der Umwelt aufzunehmen
Anale Phase (1-3 Jahre) Das Kind bezieht Befriedigung daraus, Urin und Kot
zurückzuhalten. Es erlebt darin ein Gefühl der
Selbstbestimmung
Phallische Phase (3-6 Jahre) Das Kind begehrt das gegengeschlechtliche Elternteil und
konkurriert mit dem gleich geschlechtlichen Elternteil
Tatenzphase (6-12 Jahre) Die Triebenergie wird umgelenkt auf kulturelle Inhalte (lesen,
Schreiben, usw.) Das Über-Ich entwickelt sich
Genitale Phase (ab 12 Die genitalen Triebe treten wieder auf, bei erfolgreich
Jahre) durchlaufenden früheren Phasen führt dies zu Partnersuche
Die Persönlichkeitsentwicklung wird mit sexuellen und aggressiven Trieben in der Kindheit in
Bezug gesetzt. Freud unterscheidet 5 Phasen:
Orale Phase, anale Phase, phallische Phase, Latenz Phase und genitale Phase
Nach Freud besteht die Persönlichkeit aus 3 Teilen:
Dem „Es“, dem „Ich“ und dem „Über-Ich“
Definition:
Nach Patricia Benner erlangen Pflegende ihre Pflegekompetenz in einem
Entwicklungsprozess. Dabei müssen sie 5 Kompetenzstufen vom Neuling bis zum
Pflegeexperten durchlaufen.
Prinzip: Arbeitsteilung
Vorteile: PK: Zeitersparnis
- Ressourcenmanagement
- Routine gibt Sicherheit
- Kürzere Einarbeitungszeit
Pat.: - Er kann unter vielen PK eine Vertrauensperson aussuchen
Nachteil: PK: Verantwortungsbereich eingeschränkt
- Kein Überblick
- Fühlt sich unterfordert
- Hat nur ein Teilbild des Pat.
- Routine führt zu Fehlern
- Ungenaue Doku führt zu Fehlern
Pat.: Diskontinuität
- Pat. sind „orientierungslos“
- Patientenorientierung ist nicht gewährleistet
- Wünsche gehen verloren
Bereichspflege
Prinzip: Einteilung der Patienten in mehrere Gruppen
Vorteile PK: - hohes Verantwortungsgefühl
- Hohe Berufszufriedenheit
- Unabhängiges Arbeiten / freie Zeiteinteilung während der Schicht
- Verantwortung enden mit der Schicht
Pat.: - festen Ansprechpartner pro Schicht
- Vertrauensverhältnis kann aufgebaut werden
- Hohe Kontinuität
Nachteil: PK: - Mehr qualifiziertes Personal ist notwendig
- Pat. fixiert sich auf eine PK
Pat.: - Bei Disharmonie mit PK wenig Wechselmöglichkeit
Prinzip: Verantwortung für alle pflegerelevanten Aspekte von der Aufnahme bis zur
Entlassung.
Vorteil: PK: - hohe Kontinuität
- Hohe Arbeitszufriedenheit
- Schlüsselfigur Kommunikation / Transparenz
- Autonomie
- Eindeutige Verantwortungsbereiche
Pat.: - hohe Zufriedenheit
- Pat. weiß wer zuständig ist
- Vertrauensverhältnis kann aufgebaut werden
- Hohe Kontinuität
- Pflege wird nachvollziehbar
Nachteil: PK: - Hohe Kosten durch strukturelle Veränderungen
- Enge Beziehung kann belastend sein
- Verantwortung endet nicht mit der Schicht
Was sollte die Überleitungspflegekraft bei der Entlassung des Pat. bedenken bzw. erfragen?
Häusliche Versorgung: Nachbarn, Pflegedienst, Angehörige
Mobilität zu Hause: Welche Etage, Treppen, Lift, Sturzgefahr im Bad
Essensversorgung: Angehörige, Küchenumbau, Essen auf Rädern
Unterstützungspapiere: Medikamente, PEN, Inkontinenzmaterial
Finanzielle Ressourcen: Selbstzahler, Rente, Pflegeversicherung, KK (PK)
Pflegesystem: Sach- oder Geldleistung beantragen Angehörigenpflege, Kurzzeitpflege,
ambulanter Pflegedienst, betreutes Wohnen
Welche Informationsquellen stehen der Überleitungs- bzw. Pflegekraft bzgl. Der häuslichen
Versorgungssituation des Pat. zur Verfügung?
Selbstanamnese des Pat.: Nachbarn, Selbsteinschätzung Pflegebedarf, Ressourcen
Fremdanamnese: Sozialdienst, Casemanager, ambulanter Dienst, Reha-Bericht, Angehörige
Bei der Entlassung des Pat. erhält er u.a. einen Pflegebericht. Was sollte er neben den
Patientenstammdaten enthalten?
- Krankheitsprozess
- Weitere Pflegeziele
- Ziele die erreicht wurden
- Besonderheiten und Fähigkeiten des Pat.
- Weitere Pflegemaßnahmen
Welche pflegerischen Versorgungsmodelle bieten sich dem Pat. nach einer Entlassung aus
dem Krankenhaus?
Nenne ggf. Vor- und Nachteile dieser Möglichkeiten
Zu Hause : Vorteil: vertraute Umgebung
Nachteil: Organisation von amb. Pflege oder hausinterner Unterstützung
notwendig
Kurzeitpflege: Vorteil: mehr Zeit um Ressourcen zu stärken
Nachteil: nicht in vertrauter Umgebung
Umzug ins Heim: Vorteil: sichere Umgebung
Nachteil: außerhalb der vertrauten Umgebung
Welche Möglichkeiten der Einverständniserklärung eines Pat. für eine Behandlung gibt es?
- Mündlich
- Schriftlich
- Mutmaßlich
- Stillschweigend
Die Einführung der GDRG hatte Konsequenzen für die pflegerische Arbeit welche könnten
das sein?
- Hohe Arbeitsbelastung der PK durch die kurze Verweildauer der Pat.
- Effektive Arbeitsablaufplanung ist notwendig
- Berufsübergreifende Netzwerke sind notwendige zur effektiven
Versorgung
Patientenverfügung = wenn ich nicht mehr in der Lage bin, über mich zu entscheiden
(Lebenserhaltende Maßnahmen etc.)
Testament = vom Notar geschrieben
(ordentlich) eigenständig, handschriftlich geschrieben
Datum, Unterschrift
Schweigepflicht:
Seelsorger, Rettungsdienst, Polizei, Kollege von anderen Stationen = keine Auskunft
Angehörige nur mit Erlaubnis
Beratung: Unter Beratung kann allgemein die Hilfe bei der Bewältigung von Problemen
verstanden werden
- Beziehung herstellen
- Problem benennen
- Lösung suchen
Aufklärung: Arzt muss aufklären
- Pat. muss orientiert sein
- Bei Kindern muss Erziehungsberechtigter unterschreiben > 18
- Bei betreuten muss der Betreuer entscheiden
- Wenn Betreuer verweigert, entscheidet Betreuungsgericht
Notfall: mutmaßliche Einwilligung
Aufklärung über:
- Risiken, Op-Art, Komplikationen
- Prä- und postoperatives Verhalten
- Dauer und Vorgehensweise Op
- Erhofftes Ergebnis
- Alternativen
- Anästhesieart
- Risiken, Nebenwirkungen
Einwilligung:
- Mündlich
- Schriftlich
- Mutmaßlich
- Stillschweigend
- Geschäftsführung ohne Auftrag
Krankheit Meldepflicht:
- Epidemien erkennen /Maßnahmen einleiten
- Melden ans Gesundheitsamt
- Infektionsschutzgesetz
Bei V.a.: mikrovirelle Infektionen: TBC, Diphtherie, Cholera
Bei Erkr.: FSME (frühsommerliche meningo Enzephalitis), Ebola, Hepatitis, Masern
Bei Tod: alles was erst beim Tod diagnostiziert ist
Lungenhilum: An der zum Herzen gerichteten Lungenseite liegt das Lungenhilum (die
Lungenwurzel) Hier treten Hauptbronchien, Arterien und Nerven ein sowie
Venen und Lymphgefäße aus
Atemimpuls vom ZNS = Atemreizung durch O2 und CO2 reizung in den Zellen
Flimmerepithel Aufgabe = Abtransport von Bakterien, Schadstoffen; Erregern
Raucher = Ø Flimmerepithel
Was ist Vitalkapazität: Das normale Atemzugvolumen +
Inspiratorisches / exspiratorisches Reservevolumen
↓ ↓
Max. Einatmung max. Ausatmung
Totraum: Nasenspitze bis Alveole
Lungenemphysem: Aussackungen der Alveolen
Atelektasen: Ungelüftete Lungenabschnitte
5L / Min.
5L Volumen
50 Bar – 100 bar O2
50 Bar reserve
PV:
- Finanzielle Entlastung von Pflegebürftigen
- Pflegesachleistung – für professionelle Pflege
- Kurzzeitpflege
- Pflegebett
- Wohnungsumbau
- Pflegegeld für Angehörige die Pflegen
Unfallversicherung:
- Zahlt der Arbeitgeber alleine
DRG:
- Diagnosis mittlere, obere, untere Verweildauer
- Fallpauschale berechnet
- Landes Basis Fallwert + Relativgewicht = Diagnose + Therapie
Epilepsie
1. Definition:
Bezeichnet eine Gruppe von zum Teil sehr unterschiedlichen Erkrankungen, gemeinsam ist
das wiederholte Auftreten epileptischer Anfälle; ein einzelner Anfall bedeutet noch nicht,
dass der Pat. an der Krankheit Epilepsie leidet, denn erst, wenn sich epileptische Anfälle in
mehr oder weniger unregelmäßigen Abständen wiederholen, spricht man von einer Epilepsie
- Wiederholte Anfälle
- Episodische, oft chron. Psychische Veränderungen
- Pathologische Abläufe im EEG
2. 4 (5) Stadien / Verläufe beim Grand-mal-Anfall
-Aura = Vorstadium: Farben und Funkensehen, Hören von Tönen/Melodien, Schmerzen oder
Kribbeln, Angst-Zorn-Glücksgefühle
-Initialschrei:
-Tonisches Stadium: Streckkrampf (Opisthotonus) mit gestreckten Rücken
Krampf der Kiefermuskulatur
Zyanose infolge Verkrampfung der Atemmuskulatur
-klonisches Stadium: rhythmische Zuckungen, Inkontinenz, Schaum vor dem Mund
-Erschöpfungsphase: Tiefschlaf -> Erwachen häufig mit Kopfschmerz
7. In akuten Wahnsituationen kann es nötig sein, gegen den Willen nach dem PsychKG
eingewiesen zu werden. Welche Voraussetzung muss gegeben sein?
Selbst- oder Fremdgefährdung
8. Es kann notwendig sein, dass ein Patient akut/kurzfristig fixiert werden muss was ist
von der PK zu beachten?
Sicht- und Hörbarkeit ggf. Sitzwache
Überprüfung der Gurte
Gewährleistung der Grundbedürfnisse
Fixierungsprotokoll
Überprüfung der Notwendigkeit der Fixierung
Ärztliche Anordnung beachten
Schizophrenie
(sog. Spaltungsirresein) ist eine endogene Psychose und gekennzeichnet durch eine Störung
der Gesamtpersönlichkeit
(Verlust von Einheit und Ordnung der Wahrnehmung, des Denkens, der Affekte und der
Identität)
Heute: eine Psychose aus dem Schizophrenen Formenkreis (Symptomatik und Verlauf ist
individuell), in den letzten Jahren ist die Genesung dieser Erkrankung zunehmend in den
Vordergrund getreten (unter dem Begriff: Recovery)
Anna hört Stimmen, die ihr etwas sagen. Wie nennt man dieses Symptom und welcher Art
von psychiatrischer „Störung“ ist es zuzuordnen?
Positiv-/Plussymptome: der Patient fügt gegenüber dem normalen etwas hinzu z.B.
inhaltliche Denkstörung (Wahnvorstellungen), Halluzinationen, Störungen des Ich-
Erlebens
Negativ-/Minussymptome: dem Patient fehlt etwas gegenüber dem Normalen z.B.
schwacher Affekt, mangelnder Antrieb, formale Denkstörungen, Antriebs- und
Bewegungsstörungen
Prognose:
Insgesamt gut ( bei 1/3 der betroffenen Patienten heilt die Schizophrenie komplett aus)
Suizid
Selbsttötung gehört zu den führenden Todesarten Erläutern Sie kurz Zahlen und Fakten:
Selbsttötung gehört zu den 3 führenden Todesarten der 15-44 jährigen
2012 begingen in Deutschland insgesamt 9890 Menschen Suizid
(7287 Männer und 2603 Frauen Verhältnis 3:1) Suizidraten steigen mit
zunehmendem Alter (durchschnittliches Sterbealter durch Suizid 2011 bei 57)
Ursachen:
Häufigste Ursache für einen Suizidversuch sind psychiatrische Erkrankungen und
kurzfristige psych. Störungen als Reaktion auf Lebenskrisen- Suizidalität ist
normalerweise kein Zeichen von Freiwilligkeit sondern von Einengung durch schwere
Not.
Aber auch Personen mit Alkohol- und Drogenabhängigkeit sind besonders gefährdet
Ein Pat. hat einen Suizidversuch durchgeführt. Welche Fragen können möglicherweise im
therapeutischen Team gestellt werden?
Wann und warum ist es passiert?
Haben wir was übersehen?
Wurde die Aufsichtspflicht verletzt ?
Hätte der Suizid verhindert werden können?
Was könnte dem Team helfen mit der Situation klar zu kommen?
Eigenes Handeln reflektieren hilfreich ist eine Checkliste
Umstände klären
Ängste ansprechen
Supervision
Reflektion der Psychodynamik
TB 6 und 7
Die Haut ist der Spiegel der Seele -> bitte nehmen Sie Stellung dazu
Oft spiegelt die Haut den seelischen Zustand wieder
Viele neigen zu Unreinheiten der Haut wenn Sie unter Stress stehen
Über die Haut lassen sich Emotionen erkennen
Zu b) Dekubitusprophylaxe: Aufgrund des ↓AZ liegt die Pat. viel und sollte deshalb
gelagert werden um die drei Gefahren (zeit, Druck, Scherkräfte) zu minimieren
Sie erzählen einer Freundin, da Sie von der Krankengeschichte von einem Pat. sehr betroffen
sind, Details über den Krankenhausaufenthalt.
Haben sie ihre Schweigepflicht damit verletzt?
Ja, wenn ich den Namen des Pat. oder Missstände der Versorgung äußere
Krankenhaus, Station, Pat. und Zeit darf nicht erkennbar sein.
Es darf nicht nach außen gelangen §203, §204 StgB
Wie bezeichnet Fr. D. Orem die Form von Unterstützung zur Selbstpflege
Dependenzpflege
Primäre Demenz: 90% Alzheimerdemenz= direkt im Gehirn: DAT 70% Urs.: ungeklärt,
genetische Veränderung diskutiert
Kennzeichen: Degeneration Gehirn, fortschreitende Atrophie kontinuierlicher
Verlauf, schleichend 6-8 Jahre
Vaskulärer Typ: 15% früher multiinfarkt Demenz genannt
Durchblutungsstörungen im Gehirn, Hirngewebe zerstört,
stufenweise Verschlechterung, evtl. Rückbildung einzelner Symptome
Sekundäre Demenz: 10% aller Demenzen: versch. Ursachen i.d.R. reversibel als Folge
von: Depressionen, med. Nebenwirkungen,
Stoffwechselstörungen (Vit. B12, Folsäuremangel,
Leberschaden) Hirntumoren, Alkoholabusus,
Schlafapnoesyndrom, selten Pick Krankheit (Frontotemporale
Demenz)
Desorientierung
Zeitlich: Jahreszeit, Woche, Tagesstruktur (Wann gibt es Essen), Verlust innere Uhr, häufig
veränderter Tag- Nachtrhythmus
Räumlich: Verlust von Sinnvollen, erinnernden, orientierenden Bewegungen im Raum und
bekannter Umgebung Zeichen: Umherlaufen, nicht von der Stelle bewegen,
Suchen, Ausräumen
Situativ: Situationen verlieren ihre Bedeutung -> Verhalten nicht angemessen
Gegenwart und Vergangenheit verschieben häufig
Kennen Ablauf des Zähneputzens, Anzeichen von Kleidung nicht mehr
Sie Verlieren den roten Faden
Personell: Betroffene können sich selbst und ander Personen in ihrer Rolle nicht mehr
identifizieren; Sie erkennen z.B. fremde Personen in ihrer Rolle nicht z.B. PK oder
Verkäuferin später auch Angehörige nicht mehr.
Sie nehmen sich selbst aber häufig in einzelnen Rollenanteilen (Mutter, Kind,
Ehefrau) wahr und orientieren sich daran
In welchem Stadium sollte sich ein Demenzkranker befinden, damit das ROT wirksam wird
1. Stadium / Anfang 2.
Worin ist der Unterschied von der Validation von Feil zu integrativen Validation von Nicole
Richards?
Besonders gefährdet
Säuglinge, Kinder, Alte, Bewusstlose
Maßnahmen
Oberkörper hoch lagern
Prothesen entfernen (Zähne)
Dokumentieren
Zellstoff und Nierenschale -> Handschuhe anziehen
Gesicht kühlen (abwaschen)
Schonkost
Ursache rausfinden
Kopf des Patienten halten
Ruhig durchatmen
Bewusstlose –> stabile Seitenlage
Mundraum ausräumen -> Mundpflege
Schwitzwäsche wechseln
Notfallmanagement
Vitalzeichen:
Herz= Hohlmuskel
- Lage = Topografie: 1/3 rechts 2/3 links <- Herzspitze im 5.
Interstenalraum zwischen den Lungen
1. Prüfen der BW- Lage, Atemwege ggf. frei machen, Kreislauf prüfen
2. Rufen 112 oder Hilfe / Reateam
3. Drücken fest und schnell
In Deutschland beginnen nur 15% der Menschen mit Reanimationsmaßnahmen
Unsichere Todeszeichen:
- Pat. verliert Bewusstsein
- Keine spontane Atmung
- Kein Puls
- Ausbleiben der Hirnstammreflexe (weite lichtstarre Pupillen)
- Muskeln erschlaffen
Sichere Todeszeichen:
- Totenflecken durch Absacken des Blutes
- Leichenstarre beginnt nach 4 -12 Stunden am Kopf und breitet sich nach
unten aus. Verschwindet nach 1 -6 Tagen wieder in umgekehrter
Reihenfolge
- Autolyse als Verwesung: Körpereigene Enzyme und Bakterien zersetzen
das Gewebe
Atemskala von Bienstein:
- Erfassung
- Einschätzung
- Dokumentation
Ziele der Atemstimulierende Maßnahmen
- Vermeidung der Sekretansammlung
- Aspiration und Pneumonie verhindern
- Atemhilfsmuskulatur
- Bessere Belüftung durch Vertiefung
Hustenarten:
- Trocken = Reizhusten
- Feucht = Produktiv
- Nervöser Husten
Rauchen abgewöhnen:
- Nikotinersatz
- Ablenkung
- Selbsthilfegruppen
- Akupunktur, Hypnose
- Entspannungsübungen -> Autogenestraining, Meditation, PME,
Phantasiereisen
Komplikationen Bettlägerigkeit
Pneumoniegefahr – Abwehrgeschwächte Pat.
- Pat. mit Lungen oder Herzerkrankungen
- Pat. mit Schluckstörungen
- Pat. mit Bauchop (Pat. mit Schonhaltung)
Inhalation:
- Mund & Nase
- Vernebelung (kleine Tröpfchengröße)
- Durchmesser der Bronchien (Asthma)
Sauerstoff:
- Gabe nach Ä.A., Sauerstoffbrille (Langzeit), Maske invasive Beatmung mit
Tubus, O2 Sonde
Nonverbale Kommunikation: alles was es uns ermöglicht, mit dem Pat. in Kontakt zu treten.
HIV / AIDS
Phase 4: Vollbild AIDS = opportunistische (Mitläufer treten nur auf wenn das
Immunsystem schon durch andere Erkrankungen geschwächt ist)
Infektionen wie Mundsoor, Pneumonien, cerebrale Toxoplasmose (Protozoeninfektion)
aber auch – chron. Diarrhoe sowie maligne Tumore (Karposi Sarkom) treten auf.
Abmagerung im Krankheitsverlauf ist zu beobachten.
Chron. Schmerzen bestehen schon 3-6 Monate und sind kontinuierlich vorhanden oder
treten immer wieder auf. Sie haben ihre sinnvolle Melde-, Schutz-, und Heilfunktion
weitestgehend verloren. Die chron. Schmerzkrankheit ist auf die Entwicklung eines
Schmerzgedächtnisses zurückzuführen und stellt ein eigenständiges Krankheitsbild dar.
Beschreiben Sie Merkmale des akuten und chron. Schmerzes aus der Sicht der Pflegenden!
Was nehmen sie wahr?
Pat. mit akuten Schmerzen sind meist gut therapierbar nach wenigen Tagen Besserung
erkennen hinsichtlich Schmerzen. Hingegen Pat. mit chron. Schmerzen fokussieren sich
meist einzig und allein auf den Schmerz und bestimmen ihr Leben danach, weshalb es umso
wichtiger ist abgesehen von der Schmerztherapie den Pat. in anderen Bereichen des
alltäglichen Lebens zu unterstützen chron. Schmerzen können sich auf die Psyche, dem
sozialen Umfeld und/oder auf die Alltagsbewältigung auswirken.
Schmerzerfassung
- NRS, KUSS, Smiley
Weitestgehend schmerzfreie Pat. genesen schneller und besser
Bisad: Ein Schmerzprotokoll wird vom Pat. selbst geführt und kann dem Arzt helfen, anhand
gesammelter Daten, die Schmerztherapie zu optimieren sodass die Lebensqualität des Pat.
bedeutend gesteigert wird.
Kardia = Magenmund
Pylorus = Magenendöffnung
Pförtner
Gastrointestinaltrakt: beginnt am Mund und endet am Anus, ist ein von Schleimhaut
ausgekleidetes „Rohr“
Flüssigkeit im Gastrointestinaltrakt = täglich ca. 10 Liter
Umsatz davon ca. 2 Liter Getränke + Nahrungsmittel
Ca. 8 Liter aus Speichel, Magensaft, Pankreassaft etc.
Mund -> Speiseröhre -> Magen -> 12 Fingerdarm -> Bauchspeicheldrüse -> Dünndarm -> Dickdarm
Ösuffagus Gaster Duodenum Pankreas Jejunum Colon
Ileum
Magenspiegelung = Gastroskopie ERCP = Gallen und Pankreasgänge dargestellt
Darmspiegelung = Endoskopie Endoskopisch retrograde
cholangiopankreatkographie
Colon aszendes = aufsteigend
Colon transversum = Quercolon
Colon deszendens = absteigend
Colon Sigmoidium = S-förmig
Rektum
Anus
Dünndarm = Ileus
Blinddarm = caecum
Wurmfortsatz = Appendix vermiformis
V. Portae = Die Darmschleimhaut nimmt Stoffe in das venöse System auf und fördert sie in der
Pfortader in die Leber
Leber = Hepar
- Im rechten Oberbauch, 1,5 Kg
- Filtert Giftstoffe aus dem Blut
- Produziert Gallenflüssigkeit
- Ist Stoffwechselzentrale des Organismus, weil Sie das gesamte venöse Blut aus
den Verdauungsorganen über die Pfortader aufnimmt
- Speichert Vitamine + Hormone
- Ist sehr regenerationsfähig
- Ist sehr gut durchblutet ( ¼ aus Leberarterie = A. hepatica
¾ aus V. Portae = Pfortader)
Galle
- Wird fortlaufend gebildet
- Emulgiert Fette und sorgt für deren Resorption im Darm
- Gelbbraun durch Bilirubin (=Abbauprodukt der roten Blutkörperchen =
Erythrozyten) (Ikterus = Haut & Augen werden gelb)
Milz = Splen
- Liegt im linken Oberbauch, hinter dem Magen unter dem Zwerchfell
Der vom C-förmigen Abschnitt des Duodenums eingeschlossene Pankreaskopf ist der breiteste Teil
des Pankreas. An den Kopf schließt sich der quer verlaufende Pankreaskörper an; diesem folgt der
Pankreasschwanz, welcher am Milzhilum endet. An seiner Vorderseite ist das Pankreas von Bauchfell
überzogen, liegt also retroperitoneal.
Merke:
Das Pankreas ist eine der wichtigsten Drüsen des Körpers:
Es bildet im exokrinen Anteil den Pankreassaft, der in den Dünndarm abgegeben wird.
In seinen exokrinen Anteilen, den Langerhansinseln, bildet das Pankreas Hormone vor allem
für den Kohlenhydratstoffwechsel
Endokrin geht ins Blut Glukagon (BZ↑) & Insulin (BZ ↓)
Insulin schließt Zellen auf und senkt BZ ↓
Glukagon wird in Muskulatur und Leber gespeichert BZ ↑
Sport = BZ ↓
Exokrin = Aufspaltung von Eiweißen, Fetten und Kohlenhydraten
2) Ösophagus – Fremdkörper
Besonders Kinder, Demente, psych. Kranke
Diagnostik: Sonografie, Röntgen
Therapie: abwarten, evtl. Op, evtl. gastroskopie
Beschreiben Sie den Weg des Blutes vom Magen in die Lunge?
Magen > Magenvene > Pfortader > Leber > Lebervene > untere Hohlvene > re. Vorhof
>Tricuspidalklappe in re. Herzkammer > durch Pulmonalklappe in Lungenarterie > Lunge
Komplikationen
Elektrolytverschiebung
Evtl. Hypoglykämie bei Diabetikern
Blut im Stuhl
Schock
Übelkeit, Erbrechen
Kreislaufbeschwerden
Prognose: - abhängig von Schwere und Dauer der Erkrankung sowie den Komplikationen
Zöliakie
Gluten Unverträglichkeit (Klebeeiweiß)
Diagnostik: ÖGD ( ösophago – Gastro – Duodenoskopie) + Biopsie
Unspezifische Immunabwehr
1) Neurophile, eonsinophile, basophile Granulozyten
Erster unspizifischer Angriff auf Krankheitserreger
2) Monozyten (Antigenpräsentation)
3) Mastzellen (Im Bindegewebe schütten bei Allergie und Entzündung bestimmte Stoffe aus)
4) Dendritische Zellen
Spezifische Immunabwehr
1) Lymphozyten
T-Lymphozyten
B- Lymphozyten
2) Antikörper
Lymphatische Organe
- Primär Lymphatische Organe
Immunzellen B- u. T. Lymphozyten
Sekundär Lymphatische Organe
- Lymphknoten
- Milz
- MALT (mucosa – associated lymphatic tissue)
Impfungen
1) Active Immunisierung (schwache/ abgetötete Krankheitserreger)
2) Passive Immunisierung (fertige Antikörper)
Leukämie
Definition:
Krebserkrankung einer myeloischen oder lymphatischen Stammzelle im Knochenmark mit der
unkontrollierten Vermehrung von unreifen Leukozyten. Die Ausreifung funktionsfähiger Blutzellen
wird unterdrückt. Die Erkrankung kann akut (meist schwerer) oder chronisch (meist leichter)
verlaufen. Geht eine chron. Leukämie in eine akute Form über, ist das Oft Lebensbedrohlich.
Leukämie Formen:
Akute myeloische Leukämie (AML) 80% im Erwachsenenalter
Akute Lymphatische Leukämie (ALL) 80 % im Kindesalter
Chronisch myeloische Leukämie (CML)
Chronisch lymphatische Läukämie (CLL)
Ursachen:
Verursacher der Leukämie sind chromosomal veränderte (entartete) blutbildende Stammzellen im
Knochenmark, die sich ungebremst vermehren, aber funktionstüchtig sind.
Diese Veränderung kann angeboren sein oder durch ionisierende Stahlung (automane Katastrophen,
Röntgenstahlung bzw. Chemikalien (insbesondere Benzol) verursacht werden.
Symptome:
Anämie
Abgeschlagenheit, Gewichtsverlust, Fieber und Nachtschweiß (sog. B-symptomatik)
Anfälligkeit für bakterielle Infekte und Pilzinfektionen
(Mangel an gesunden Immunzellen)
Spontane Blutungen (Mangel an Thrombozyten)
Lymphknotenschwellung, Milz- und Lebervergrößerung
Diagnostik:
Typische Hinweise bei Blutentnahme
Anämie, erhöhte oder erniedrigte Leukozytenzahlen
Atypische Blutzellen im Blutausstrich
Gesichert:
Durch den Nachweis vermehrt auftretender Blutvorläuferzellen
(sog. Blasten) im Knochenmarkpunktat
Chromosomenanalyse der erkrankten Zellen
Therapie:
Akute Leukämien: Behandlung in Hämatolog.- onkolog.- Zentren nach festen Schemata mit
Zytostatika, Strahlentherapie, Knochenmarktransplantationen
Therapieziel: Vollremission
Stammzelltransplantation
Chron. Leukämien: bei CLL möglichst späte Behandlung: milde Zytostatikatherapie, AK-Gabe,
palliative Bestahlung (Milz, LK), symptomatische Therapie (selten Heilung möglich)
Bei CML Hydroxyharnstoff, angestrebte Knochenmarktransplantation,
α-Interferon, Tyrosinkinaseinhibitoren, ggf. Tyrosinkinasehemmer
(nur durch Knochenmarktransplantation heilbar)
Pflege:
Im Vordergrund: psych. Situations d. Pat. (lange Isolation, schwere der Erkrankung,
Auseinandersetzung mit Tod)
Reduzierte Immunabwehr, bestehende Blutungsneigung
Pflegerische Maßnahmen bei Chemotherapie
Unterstützung bei den ATL -> abhängig von der Pat. situation
Bei akuten Formen u. während der Therapie:
Pat. zum Schutz vor Infektionen isolieren (Umkehrisolation)
Bei chron. Formen Selbstständigkeit des Pat. so lange wie mögl. Erhalten
Im Endstadium Prinzipien der Palliativpflege berücksichtigen
Besondere Informationen
ALL: akute Lymphatische Leukämie -> bevorzugt bei Kindern
AML: akute myeloische Leukämie -> v.a. bei Erwachsenen
CML: chron. Myeloische Leukämie -> v.a. bei Erwachsenen im berufsfähigen Alter
CLL: chron. Lymphatische Leukämie -> v.a. im höheren Lebensalter
Akute Leukämien: sind die häufigsten bösartigen Erkrankungen im Kindesalter
Schilddrüse
Sie produziert die Hormone T3 und T4 sowie das für den Calciumstoffwechsel benötigte Hormon TSH
aus der Hypophyse getriggert.
Um T3 und T4 zu produzieren, braucht die Schilddrüse Jod.
Lage: vor der Luftröhre, direkt unterhalb des Kehlkopfes
Aufbau: unterteilt in linken und rechten Schilddrüsenlappen
(durch Isthmus verbunden) Form eines Schmetterlings
Hypothyreose
Definition: Mengel an Schilddrüsengormonen als Folge einer Hormonbildungsstörung in der
Schilddrüse (primäre Hypothyreose- häufig) oder durch verminderte TSH – Produktion
(sekundäre Hypothyreose – selten)
Ursachen: am häufigsten: autoimmune Entzündung der Schilddrüse
(hashimoto – Thyreoditis)
- Nach einer Schilddrüsen-Op
- Überbehandlung einer Überfunktion
- Angeborene Unterfunktion
- Jodmangel
- Selten: TSH – Mangel
Symptome: - Kälteempfindlichkeit
- Erhöhtes Gewicht
- Leistungsabfall, Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten
- Obstipation
- Bradykardie, Hypotonie
- Erschwertes Sprechen u. schwere Zunge (evtl. Heiserkeit)
- Trockene Haut, brüchige Haare
- Bei Kindern: irreversible Entwicklungsverzögerung u. Behinderung
Merke! Hypothyreose = Sparflamme
(Der Körper läuft auf Sparflamme)
Diagnostik: - Blutuntersuchung (TSH. FT3, FT4)
- Weiterführende Diagnostik, z.B. Suche nach Schilddrüsenautoantikörpern oder
Tumoren im Hypophysenbereich.
Therapie: - Schilddrüsenhormone (z.B. L-Thyroxin) <- Einnahme 30Min. vor dem Frühstück
- Regelmäßige TSH Kontrollen
Pflege: -Beobachtung (VZ) -Mobilisation u. Körperpflege (Zeit lassen, Pausen einplanen
-Prophylaxen (individuell, Obstipationsprophylaxe, zweite Decke anbieten, wenn Pat.
friert.)
Hyperthyreose
Definition:
Überproduktion von Schilddrüsenhormonen durch vermehrte TSH Produktion (sekundäre
Hyperthyreose) oder eine übermäßige Hormonbildung in der Schilddrüse (primäre Hyperthyreose)
Ursache:
Am häufigsten: Autonomes Adenom (Hormonproduzierender Tumor) schilddrüsenaktivierende (TSH
ähnelnde) Antikörper (Morbus Basedow)
Selten: vorübergehend bei Thyreoiditis oder bei Übertherapie einer Unterfunktion.
Symptome:
Tachykardie, Hypertonie (Herzklopfen)
Unruhe und Nervosität, feinschlägiger Tremor
Neigung zum Schwitzen, Haarausfall, ungewollte Gewichtsabnahme
Bei Morbus Basedow: Struma hervortretende Augäpfel
Therapie:
Orale Thyreostatika (z.B. Carbimazol) blockieren die Hormonproduktion der Schilddrüse
Beta-Blocker gegen die kardialen Symptome
Radiojodtherapie: Durch radioaktives Jod werden Schilddrüsenzellen zerstört
Operative Teilentfernung der Schilddrüse
Pflege:
Beobachtung: VZ
Prophylaxen (individuell, Obstipationsprophylaxe)
Mobilisation und Körperpflege: Unterstützung individuell, Hektik vermeiden
Koffeinhaltige Getränke meiden
Nach intravenöser Kontrastmittelgabe auf: Fieber, Tachykardie und Herzrhythmusstörungen achten
Thyreotoxische Krise
Gyn
Vulva:
Äußeres Geschlecht der Frau, Schamhügel, Schambehaarung, Schamlippen, Klitoris und
Scheidenvorhof
Vagina:
Funktion Geschlechtsverkehr und als Geburtsweg, Milchsäure 4 – 4,5 pH-Wert
Uterus:
(Gebärmutter) nimmt die befruchtete Eizelle auf und passt sich während der Schwangerschaft der
Größe des Fötus an, Muskulatur sorgt für eine rhythmische Kontraktion während der Geburt
Tuba uteri:
(Eileiter) Transport der Eizelle zum Uterus
Mamma:
(Brust) Aus Brustdrüsen, Brustwarzen mit Warzenvorhof und Binde- und Fettgewebe dient der
Milchbildung und Abgabe
Zyklus Dauer:
Erste Menstruation (Menarche) meistens zwischen 12-15 Lebensjahr
Menopause etwa 55 Lebensjahr, vor der Menopause
Klimakterium -> Wechseljahre
Menstruationszyklus:
1.Phase: Beginnt mit der Follikelphase 1 – 12 Zyklustag in der ein Follikel zum sprungreifen Follikel
heranreift.
FSH (Follikel stimulierendes Hormon) wichtigstes Hormon, das in der Phase verstärkt
ausgeschüttet wird, dass sich 40 – 100 Primordialfollikel zu Primärfollikeln bilden.
Da die Primärfollikel Östrogen bilden, steigt der Östrogenspiegel und aus dem Primärfollikel
entstehen die Sekundärfollikel, gesteigerte Östrogenspiegel hemmt die FSH- Ausschüttung ->
außerdem gehen alle Sekundärfollikel zugrunde, der Follikel entwickelt sich über den Tertiär
Zum Graf – Follikel der große Mengen Östrogene freisetzt.
Während der Follikelphase baut die Basalis des Endometriums wieder auf man spricht von
proliferationsphase des Endometriums.
2.Phase: Darauf folgt Ovulationsphase 13-15 Zyklustag Östrogenproduktion des Graaf-Follikels lässt
nach, lässt die Östrogenkonzentration weiter ansteigen. Von der negativen Rückkopplung
um, es wird vermehrt LH ausgeschüttet es kommt LH-Peak, der den Eisprung auslöst.
Membran des Graaf-Follikels reißt ein und das Ei gelangt in den Eileiter -> Reste des Graaf –
Follikels wandeln sich in Corpus leteum (Gelbkörper) um, der Progesteron freisetzt.
Östrogenspiegel sinkt, jetzt wieder negative Rückkopplung die LH-Peak, der den Eisprung
auslöst. Membran des Graaf – Follikels reißt ein und das Ei gelangt in den Eileiter -> reste des
Graaf-Follikel wandeln sich in Corpus Leteum (Gelbkörper) um, der Progesteron freisetzt.
Östrogenspiegel sinkt, jetzt wieder negative Rückkopplung die LH-Ausschüttung hemmt.
Der Muttermund ist leicht geöffnet, Zervixschleim hat sich verflüssigt und ist spinnbar.
1-2 Tage post Eisprung kommt es außerdem zu einem Anstieg der basalen Temperatur um bis
zu 0,5 Grad bleibt bis zur Regelblutung bestehen.
3.Phase:Lutealphase 16-28 Zyklustag. Progesteron aus dem Corpus Leteum bildet sich zurück ->
Progressionsspiegel sinkt. Das bewirkt das Endometrium.
4.Phase :Desqurmationsphase übergeht -> funktionales wird abgestoßen und die Regelblutung setzt
ein.
Abweichungen der Menstruationsblutung
Eumenorrhoe: Normaler Zyklus 50/100ml Blutung pro Tag
Okigorrhoe: Längere Intervalle von mehr als 31 Tagen
(Hormonelle dysregulation im Hypothalamus)
Polymenorrhoe: kürzere Intervalle als 24 Tage bei normaler Blutung
Hypomenorrhoe: sehr schwache aber regelmäßige Blutung Blutmenge:30ml
(Ovarialinsuffizienz)
Hypermenorrhoe: verstärkte Blutung bei Erhaltung von Zyklus
(Entzündung der Gebärmutterschleimhaut)
Menorrogie: Abnorm starke und lange Regelblutung
Dysmenorrhoe: schmerzhafte Regelblutung
Amenorrhoe: keine Regelblutung
Brachymenorrhoe: verkürzte Blutung
Metrorhagie: Verlängerte und verstärkte Blutung
Spotting: zusätzliche Blutung unabhängig von Geschlechtsverkehr
Kontaktblutung: Unmittelbar nach Geschlechtsverkehr
Klimakterium: ca. 10 Jahre Vor und nach der Menopause mit dem Übergang von der
Reproduktion zur postmenopausal
Prämenopause: es findet kein Eisprung mehr statt, Oligorrhoe, Eierstöcke lassen in der
Funktion nach
Postmenopause: Eierstöcke stellen langsam die Östrogenproduktion ein, vorhandene Follikel
reagieren nicht mehr auf Reize von FSH und LH
Physiologische Funktion des Fluor genitales pH 4-4,5 saurer Schutzfunktion vor Bakterien
und feucht halten
Östrogen: Knochen Abbau, Vorbereitung der Brust für Muttermilch Drüsen Vergrößerung, Förderung
in der Pubertät die Ausbreitung von Primären und sekundären Geschlechtsorganen.
Hyperternsive Schwangerschaftserkrankungen
1. Schwangerschaftsinduzierte Hypertonie
- 140/90 mmHg
2. Präeklampsie
- RR 140/90 mmHg
- Proteinurie (0,3g in 24h)
- 160/110 mmHg
- Proteinurie 3g/L in 24h) Ödembildung
- Oligurie
- Therapie: RR↓, Ø Diuretika, ØACE Hemmer
Engmaschige RR Kontrolle
Sonderform HELLP-Syndrom (Lebensbedrohlich)
H= Hämolyse EL= ansteigende Leberwerte LP= Thrombozytopenie
Therapie: Überwachung, Kontrolle Labor
Sectio
3. Eklampsie:
Präeklampsie + tonisch, klonische Krämpfe
Therapie: Diazepam, (Krampflösend)
Nach Befinden des Kindes
Überwachung ITS -> Sectio
Placenta Praevia
Definition: Tiefliegende Placenta
Formen:
Placenta praevia marginalis = bis zum Rand des inneren Muttermundes
Placenta praevia partialis = überdeckt den inneren Muttermund teilweise
Placenta praevia totalis = Überdeckt den inneren Muttermund vollständig
Zusatznahrung: Ø nötig
Indikationen: eingefallene Fontanelle, geringe Urinausscheidung
Abnahme über 10%
3.Phasen:
1) akut / Schock 2) mediärphase / intoxikation 3) Rehabilitation / Reparation
14. Tag
HF ↑ RR ↓ Infektion ↑ Wundheilung,
Hypovolämie Intoxikation (abgestorbene Funktionswiederherstellung
Ödembildung Gewebebestandteile) Symp.: Wundheilung
Eiweißverlust Hypervolämie durch
Ödemrückbildung
Urin ↓ >500ml konzentriert Polyurie ↑ <2000ml
Therapeutisch: Therapeutisch: Therapeutisch:
Analgesie, Umkehriso Hautpflege
Intensivüberwachung, Desinf. Ernährung: ↑kalorisch↑Eiweiß
Waschung, Abtragen von Betroffene Areale hoch lagern
Nekrosen Nekrosen abtragen
Infusionen
Zimmerbeschaffenheit:
Offene Wundheilung: Einzelzimmer, ↑Luftfeuchtigkeit, Temp. 24 – 32°
Therapie: aseptische Wundbehandlung, Psychosoziale Betreuung, hochkalorische
Ernährung, Magenschutz, Antibiotika, Analgesie
Verbrennung in % 9er Regel: li. Arm 9%, re. Arm 9%, Rumpf 36%, Kopf 9%, li. Bein 18%, re. Bein 18%
Kopf 9%, Intimbereich 1% = 100%
Inhalationstrauma: Atemwegsverletzungen
(verätzen, verbrennen, vergiften
Wundmanagement
Akute Wunden:
Ursache: äußere Gewalteinwirkung, Traumata
Arten: Schnitt-, Stich-, Biss-, Schuss-, Schürfwunden, Verbrennungen, Verätzungen, Strahlung,
Elektrizität
Heilung: unkompliziert Ø Wundheilungsstörung
Chron. Wunden:
Ursache: Wundart, Begleiterkrankungen und Umstände z.B. chron. Venöse Insuffizienz,
Polyneuropathie, Malnutrion, pAVK
Arten: ulzerierte Tumore, diab. Fußsyndrom, Dekubitus, Ulcus curis
Heilung: nur langsam abheilende, meist keimbesiedelte Wunde
Entstehungsursachen: mechanisch, thermisch, chemisch, strahlenbedingt iatrogen, Ulkus- Wunden
Geschlossene Wunden: Knochenbruch, Bänderriss etc.
Offene Wunden: Schnittwunde
Grad der Keimbesiedlung: aseptische Wunden
Kontaminierte Wunden
Kolonisierte Wunden
Infizierte Wunden
Phasen der Wundheilung:
1) Reinigungs- oder Entzündungsphase = Exudationsphase
2) Granulationsphase
3) Epithelisierungsphase
Wundheilungsstörung
-Störung durch lokale u. systemische Faktoren
Debridement:
Abtragung z.B. von Verschmutzung, Fibrinbelägen oder Nekrosen (Wundtoilette)
-Mechanisches-. Chirurgisches-, Autolytisches-, Biochirurgisches- Depridement
Wundspülung:
Grundsätzlich steril, physiologisch, farblos, reizlos, nicht resorbierbar, nicht ätzend,
erwärmbar u. atraumatisch
Unkonservierte Spüllösungen: Ringer
Konservierte Spüllösung: Lavasorb
Antiseptica octenidin
PVP – Jod: ND : Erschwerte Wundbeurteilung
Schlafbedarf:
- Säugling -> 18 Stunden
- Kleinkind -> 13 Stunden
- Schulkind -> 11 Stunden
- Jugendlicher -> 9 Stunden
- Erwachsener -> 8 Stunden
- Alter Mensch -> 7 Stunden
Schlaferfassung:
- Schlafqualität
- Schlafdauer
- Schlafposition
- Begleiterscheinung
- Befinden nach dem Aufwachen
- Einnahme von Schlafmitteln
- Individuelle Schlafgewohnheiten
- Einschlafrituale
- Schlafstörungen
Quantitative Bewusstseinsstörungen
-Alle Fähigkeiten des Bewusstseins gleichzeitig gestört
-Unterschiede in der Tiefe der Bewusstseinsstörung
Ursachen: hirnorganische Prozesse, Vergiftungen, Stoffwechselstörungen
Qualitative Bewusstseinsstörungen
-einzelne Fähigkeiten des Bewusstseins betroffen
z.B. die Orientierungsfähigkeit
Ursachen: hauptsächlich psych. Oder neurologische Erkrankungen
Wach und ansprechbar
Benommenheit: leichteste Form mit verlangsamten Denken und Handeln, ist orientiert
Somnolenz: : Abnorme Schläfrigkeit, Pat. nur für kurze Zeit erweckbar
Sopor: :Schlafähnlicher Zustand, Pat. durch Ansprache nicht weckbar
Ungezielte Reaktion auf Schmerzreize
Koma: :Bewusstlosigkeit, vollständiges Ausschalten des Bewusstseins
Keinerlei Reaktion auf Ansprache evtl. auf Schmerzreize
Vigilanz Störung: ist eine quantitative Bewusstseinsstörung, bei der die Daueraufmerksamkeit
(Vigilanz) beeinträchtigt ist
↑Hirndruck : Bradykarder Druckpuls
ZNS: Gehirn + Rückenmark
Symp.:
- Pupillendifferenz
- Sehstörung
- Bradykarder Druckpuls
- Verhaltensänderung
- Schwindel
- Übelkeit / Erbrechen
- Veränderte Atmung
Meningen = Hirnhäute
- Dura mater
- Arachnoidea
- Subarachnoidalraum
- Piamater
Bei Schädelbasisfraktur:
-30° OK hoch lagerung, gerade gestreckter Hals (Abfluss)
-HNO wegen Geruch und Gehör
-Symptome: Liquor Ausfluss aus Nase und Ohren
Bewusstsein prüfen:
- Durch Ansprache
- Überprüfung der Sensibilität
- Überprüfung eigener Bewegungen
Glasgow KomaSkala
Kriterien:
- Augenöffnung
- Verbale Reaktion
- Beste motorische Reaktion
Zweck:
- Tiefe des Komas einschätzen
- Grad des SHT einschätzen
- Bewusstseinsstörung einschätzen
- Für die Verlaufskontrolle
Kriterien Pupillenkontrolle
Reflexprüfung (Verarbeitung sensorischer Information und Umschaltung auf die Muskulatur)
Ziliarmuskel zieht sich zusammen -> Pupillen verkleinern sich
Sind die Pupillen isocor ?(gleich groß)
Sind die Pupillen seitengleich und rund?
Reagieren die Pupillen prompt und zeitgleich auf Lichteinfall?
Pupillen physiologisch
-ziehen sich bei Lichteinfall zusammen
-bei Dunkelheit sind beide Pupillen geweitet
-wird nur eine beleuchtet ziehen sich dennoch beide zusammen
Hirndruck erkennen
ZNS = Gehirn + Rückenmark
Sympatikus = Alarmbereitschaft HF ↑, RR ↑
Parasympatikus = Entspannung HF ↓, RR↑
Neurotransmitter = Noadrenalin
Hirnblutungen:
- Epiduralblutung
- Subduralblutung
- Intracerebrale Blutung
- Subarachnoidalblutung
Schädelaufbau:
Gehirnschädel: Scheitelbein Hinterhauptbein Schläfenbein Stirnbein
Gesichtsschädel: Nasenbein Jochbein Oberkiefer Unterkiefer
(Maxilla) (Mandibula)
1) Kopfschwate
2) Schädelknochen
3) Harte Hirnhaut (Dura mater) ->Infektionsschranke
4) Subduralraum
5) Spinnengewebshaut (Arachnoidea)
6) Subarachnoidalraum
7) Weiche Hirnhaut (Pia mater)
8) Gehirn
9) Arterien
10) Arachnoidalzotte
11) Venöser Blutleiter (Sinus)