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1 2 3 4 Simatic Getting Started Simatic Batch: Handbuch

Das Dokument ist ein Handbuch für das Software-Paket SIMATIC BATCH, das in Verbindung mit dem Prozessleitsystem SIMATIC PCS 7 verwendet wird. Es bietet eine Einführung in Batch-Prozesse, Sicherheits- und Nutzungshinweise sowie eine Anleitung für die Projektierung und Erstellung technischer Funktionen. Das Handbuch richtet sich an Neueinsteiger und setzt grundlegende Kenntnisse in Automatisierungstechnik voraus.

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Das Dokument ist ein Handbuch für das Software-Paket SIMATIC BATCH, das in Verbindung mit dem Prozessleitsystem SIMATIC PCS 7 verwendet wird. Es bietet eine Einführung in Batch-Prozesse, Sicherheits- und Nutzungshinweise sowie eine Anleitung für die Projektierung und Erstellung technischer Funktionen. Das Handbuch richtet sich an Neueinsteiger und setzt grundlegende Kenntnisse in Automatisierungstechnik voraus.

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s

Vorwort

Inhaltsverzeichnis

SIMATIC Teil 1: Einleitung Batch Prozesse 1

Teil 2: Quickstart 2
Getting Started Teil 3: Erstellen einer technischen
SIMATIC BATCH Funktion mittels SFC und 3
BATCH-Schnittstellenbausteinen
Teil 4: Erstellen einer technischen
Funktion mittels SFC-Typ 4
Handbuch
Index

10/2006
A5E00918235-01
Sicherheitshinweise

Dieses Handbuch enthält Hinweise, die Sie zu Ihrer persönlichen Sicherheit sowie zur Vermeidung von
Sachschäden beachten müssen. Die Hinweise zu Ihrer persönlichen Sicherheit sind durch ein
Warndreieck hervorgehoben, Hinweise zu alleinigen Sachschäden stehen ohne Warndreieck. Je nach
Gefährdungsstufe werden die Warnhinweise in abnehmender Reihenfolge wie folgt dargestellt.

! Gefahr
bedeutet, dass Tod oder schwere Körperverletzung eintreten wird, wenn die entsprechenden
Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.

! Warnung
bedeutet, dass Tod oder schwere Körperverletzung eintreten kann, wenn die entsprechenden
Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.

! Vorsicht
mit Warndreieck bedeutet, dass eine leichte Körperverletzung eintreten kann, wenn die
entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.

Vorsicht
ohne Warndreieck bedeutet, dass Sachschaden eintreten kann, wenn die entsprechenden
Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.

Achtung
bedeutet, dass ein unerwünschtes Ergebnis oder Zustand eintreten kann, wenn der entsprechende
Hinweis nicht beachtet wird.

Beim Auftreten mehrerer Gefährdungsstufen wird immer der Warnhinweis zur jeweils höchsten Stufe
verwendet. Wenn in einem Warnhinweis mit dem Warndreieck vor Personenschäden gewarnt wird,
dann kann im selben Warnhinweis zusätzlich eine Warnung vor Sachschäden angefügt sein.

Qualifiziertes Personal
Das zugehörige Gerät/System darf nur in Verbindung mit dieser Dokumentation eingerichtet und
betrieben werden. Inbetriebsetzung und Betrieb eines Gerätes/Systems dürfen nur von qualifiziertem
Personal vorgenommen werden. Qualifiziertes Personal im Sinne der sicherheitstechnischen Hinweise
dieser Dokumentation sind Personen, die die Berechtigung haben, Geräte, Systeme und Stromkreise
gemäß den Standards der Sicherheitstechnik in Betrieb zu nehmen, zu erden und zu kennzeichnen.

Bestimmungsgemäßer Gebrauch

Beachten Sie Folgendes:

! Warnung
Das Gerät darf nur für die im Katalog und in der technischen Beschreibung vorgesehenen Einsatzfälle
und nur in Verbindung mit von Siemens empfohlenen bzw. zugelassenen Fremdgeräten und -
komponenten verwendet werden. Der einwandfreie und sichere Betrieb des Produktes setzt
sachgemäßen Transport, sachgemäße Lagerung, Aufstellung und Montage sowie sorgfältige
Bedienung und Instandhaltung voraus.

Marken

Alle mit dem Schutzrechtsvermerk ® gekennzeichneten Bezeichnungen sind eingetragene Marken der
Siemens AG. Die übrigen Bezeichnungen in dieser Schrift können Marken sein, deren Benutzung durch
Dritte für deren Zwecke die Rechte der Inhaber verletzen kann.

Haftungsausschluss

Wir haben den Inhalt der Druckschrift auf Übereinstimmung mit der beschriebenen Hard- und Software
geprüft. Dennoch können Abweichungen nicht ausgeschlossen werden, so dass wir für die vollständige
Übereinstimmung keine Gewähr übernehmen. Die Angaben in dieser Druckschrift werden regelmäßig
überprüft, notwendige Korrekturen sind in den nachfolgenden Auflagen enthalten.

Siemens AG A5E00918235-01 Copyright © Siemens AG 2006


Automation and Drives 10/2006 Änderungen vorbehalten
Postfach 4848
90437 NÜRNBERG
DEUTSCHLAND
Vorwort

Zweck des Handbuchs


Sie erhalten mit dem BATCH Getting Started einen ersten Überblick über das
Software-Paket SIMATIC BATCH in Verbindung mit dem Prozessleitsystem
SIMATIC PCS 7 und lernen die Funktionen der Chargenprozesssteuerung kennen.
Das Getting Started richtet sich an Neueinsteiger in SIMATIC BATCH.

Erforderliche Grundkenntnisse
Zum Verständnis der Dokumentation sind allgemeine Kenntnisse auf dem Gebiet
der Automatisierungstechnik und der Prozessleittechnik erforderlich.
Außerdem werden Kenntnisse über die Verwendung von PCs oder PC-ähnlichen
Arbeitsmitteln unter den für PCS 7 freigegebenen Windows-Betriebssystemen
vorausgesetzt.
SIMATIC BATCH setzt auf der Basissoftware PCS 7 auf, Sie sollten bereits
Kenntnisse im Umgang mit der Projektierung mitbringen, die im Handbuch
"Prozessleitsystem SIMATIC PCS 7 V7.0, Getting Started – Teil 1" vermittelt
werden.

Gültigkeitsbereich der Dokumentation


Diese Dokumentation ist gültig für das Software-Paket SIMATIC BATCH V7.0 in
Verbindung mit dem Prozessleitsystem SIMATIC PCS 7 V7.0.

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 iii
Vorwort

Weitere Unterstützung
Bei Fragen zur Nutzung der im Handbuch beschriebenen Produkte, die Sie hier
nicht beantwortet finden, wenden Sie sich bitte an Ihren Siemens-Ansprechpartner
in den für Sie zuständigen Vertretungen und Geschäftsstellen.
Ihren Ansprechpartner finden Sie unter:
[Link]
Den Wegweiser zum Angebot an technischen Dokumentationen für die einzelnen
SIMATIC Produkte und Systeme finden Sie unter:
[Link]
Den Online-Katalog und das Online-Bestellsystem finden Sie unter:
[Link]

Trainingscenter
Um Ihnen den Einstieg in das Prozessleitsystem PCS 7 zu erleichtern, bieten wir
entsprechende Kurse an. Wenden Sie sich bitte an Ihr regionales Trainingscenter
oder an das zentrale Trainingscenter in D 90327 Nürnberg.
Telefon: +49 (911) 895-3200.
Internet: [Link]

Getting Started SIMATIC BATCH


iv A5E00918235-01
Vorwort

Technical Support
Sie erreichen den Technical Support für alle A&D-Produkte
• Über das Web-Formular für den Support Request
[Link]
• Telefon: + 49 180 5050 222
• Fax: + 49 180 5050 223
Weitere Informationen zu unserem Technical Support finden Sie im Internet unter
[Link]

Service & Support im Internet


Zusätzlich zu unserem Dokumentations-Angebot bieten wir Ihnen im Internet unser
Know-how an.
[Link]
Dort finden Sie:
• den Newsletter, der Sie ständig mit den aktuellsten Informationen zu Ihren
Produkten versorgt.
• die für Sie richtigen Dokumente über unsere Suche in Service & Support.
• ein Forum, in welchem Anwender und Spezialisten weltweit Erfahrungen
austauschen.
• Ihren Ansprechpartner für Automation & Drives vor Ort.
• Informationen über Vor-Ort Service, Reparaturen, Ersatzteile. Vieles mehr
steht für Sie unter dem Begriff "Leistungen“ bereit.

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 v
Vorwort

Getting Started SIMATIC BATCH


vi A5E00918235-01
Inhaltsverzeichnis

1 Teil 1: Einleitung Batch Prozesse 1-1


1.1 Einteilung technischer Prozesse ...................................................................... 1-1
1.2 Charakteristika von Konti und Batch ................................................................ 1-3
1.3 Übung: Wo ist das so ?..................................................................................... 1-4
1.4 Branchen für SIMATIC BATCH ........................................................................ 1-5
1.5 Ursprung der Batchproduktion: Die Küche ....................................................... 1-6
1.6 Der Koch - Arbeitsumgebung und Arbeitsablauf .............................................. 1-7
1.7 Batch-Begriffe ................................................................................................... 1-8
1.8 Die Küche: Grundrezepte - Kopfdaten ............................................................. 1-9
1.9 Die Küche: Grundrezepte - Prozedur (Verfahrensvorschrift) ......................... 1-10
1.10 Die Küche: Anforderungen an die Automatisierung ....................................... 1-11
1.11 Die Küche: Automatisierungskonzept............................................................. 1-12
1.12 Automatisierungskonzept – Neuer Ansatz ..................................................... 1-13
1.13 Trennung von Automatisierungsebene und Rezeptebene ............................. 1-14
1.14 ISA S88.01 - Physisches Modell .................................................................... 1-15
1.15 Modell des Steuerungsablaufs (Prozedurales Modell)................................... 1-16
1.16 Umsetzung – Physisches und Prozedurales Modell ...................................... 1-17
1.17 S88.01 Modell – PCS 7 .................................................................................. 1-18
1.18 Arbeitsablauf in der Küche: Auftrag-Grundrezept-Anlage .............................. 1-19
1.19 Klassifizierung von Batchanlagen................................................................... 1-20
1.20 SIMATIC BATCH: Kundennutzen................................................................... 1-22
2 Teil 2: Quickstart 2-1
2.1 Grundlagen zur Projektierung........................................................................... 2-1
2.1.1 Quickstart Projektierungsüberblick ................................................................... 2-1
2.1.2 Modellbeschreibung.......................................................................................... 2-2
2.1.3 Ansicht TH in SIMATIC Manager ..................................................................... 2-3
2.1.4 Software-Voraussetzungen .............................................................................. 2-4
2.2 Projektierung..................................................................................................... 2-5
2.2.1 Kapitel 1 Dearchivieren des Projektes.............................................................. 2-5
2.2.2 Kapitel 2 BATCH Server und BATCH Client konfigurieren ............................ 2-10
2.2.3 Kapitel 3 Öffnen der Technologischen Sicht .................................................. 2-13
2.2.4 Kapitel 4 Anlegen der Batch-Anlage............................................................... 2-14
2.2.5 Kapitel 5 Typisierung der technologischen Hierarchie nach ISA S88.01 ....... 2-15
2.2.6 Kapitel 6 Batch-Kategorie "EPH" vergeben.................................................... 2-19
2.2.7 Kapitel 7 Generieren der Typbeschreibung in den Batch-Typen ................... 2-20
2.2.8 Kapitel 8 Übersetzen der AS,OS und Batch-Anlagendaten ........................... 2-22
2.2.9 Kapitel 9 Laden der Batch-Anlagendaten....................................................... 2-27
2.2.10 Kapitel 10 Laden der AS nach PLCSim.......................................................... 2-29
2.2.11 Kapitel 11 Starten der OS............................................................................... 2-33
2.2.12 Kapitel 12 Starten des BATCH Start Koordinators......................................... 2-35
2.2.13 Kapitel 13 Einlesen der mitgelieferten Rezepte und Stoffe ............................ 2-37
2.2.14 Kapitel 14 Aktualisieren der geladenen Batch-Anlagendaten ........................ 2-39

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 vii
Inhaltsverzeichnis

2.2.15 Kapitel 15 Das Kochrezept für Nudeln Piccata Milanese ............................... 2-40
2.2.16 Kapitel 16 Anlegen eines Ausgangsstoffes .................................................... 2-41
2.2.17 Kapitel 17 Anlegen eines Grundrezeptes im BatchCC................................... 2-42
2.2.18 Kapitel 18 Erstellen der Rezeptstruktur im Rezepteditor................................ 2-44
2.2.19 Kapitel 19 Freigeben des Grundrezeptes zur Produktion .............................. 2-70
2.2.20 Kapitel 20 Anlegen eines Auftrags (Charge) .................................................. 2-72
2.2.21 Kapitel 21 Freigeben und Starten einer Charge (Steuerrezept)..................... 2-75
3 Teil 3: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC
und BATCH-Schnittstellenbausteinen 3-1
3.1 Überblick........................................................................................................... 3-1
3.2 Projektierung..................................................................................................... 3-2
3.2.1 Kapitel 1 Aufgabenstellung und Umsetzungskonzept ...................................... 3-2
3.2.2 Kapitel 2 Erweitern der technologischen Hierarchie......................................... 3-4
3.2.3 Kapitel 3 Projektieren der Einzelsteuerebene (Ventil V1) ................................ 3-6
3.2.4 Kapitel 4 BATCH-Schnittstellenbausteine für die Steuerbefehle
und Prozesswertübergabe projektieren............................................................ 3-8
3.2.5 Kapitel 5 SFC erstellen ................................................................................... 3-12
3.2.6 Kapitel 6 Verbinden der Batch-Steuerbefehle mit dem SFC .......................... 3-19
3.2.7 Kapitel 7 AS, OS übersetzen und laden ......................................................... 3-21
3.2.8 Kapitel 8 Batch-Typen generieren .................................................................. 3-24
3.2.9 Kapitel 9 Batch Anlagedaten Übersetzen und Laden..................................... 3-26
3.2.10 Kapitel 10 Rezept erweitern ........................................................................... 3-29
4 Teil 4: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC-Typ 4-1
4.1 Überblick........................................................................................................... 4-1
4.2 Projektierung..................................................................................................... 4-2
4.2.1 Kapitel 1 Aufgabenstellung/Umsetzungskonzept "Ventilate" ........................... 4-2
4.2.2 Kapitel 2 SFC-Typ "Ventilate" erstellen ............................................................ 4-4
4.2.3 Kapitel 3 Schrittketten anlegen......................................................................... 4-7
4.2.4 Kapitel 4 Erweitern der technologischen Hierarchie....................................... 4-14
4.2.5 Kapitel 5 Instanzieren des SFC-Typs "Ventilate" an Pot_1............................ 4-17
4.2.6 Kapitel 6 Übersetzen und Laden von AS, OS und Batch ............................... 4-20
4.2.7 Kapitel 7 Rezept erweitern.............................................................................. 4-21
Index Index-1

Getting Started SIMATIC BATCH


viii A5E00918235-01
1 Teil 1: Einleitung Batch Prozesse

1.1 Einteilung technischer Prozesse

(U]HXJXQJV 9HUWHLOXQJVSUR]HVV $XIEHZDKUXQJV


SUR]HVV ಯ7UDQVSRUWರ SUR]HVV
ಯ8PIRUPXQJರ ಯ6SHLFKHUXQJರ

5DIILQHULH
9HUIDKUHQV &KHPLVFKH *DVQHW] 7DQN
WHFKQLN 5HDNWLRQHQ 3LSHOLQH %XQNHU

)HUWLJXQJV 'UHKHUHL 0RQWDJHVWUD¡H /DJHU


WHFKQLN :DO]ZHUN 9HUSDFNXQJ

Abgrenzung Prozessautomatisierung - Fertigungsautomatisierung


1. verfahrenstechnischer Prozess stellt meist flüssige oder feste Stoffe als
Produkt her
- physikalische / chemische / biologische Vorgänge
- Sicherheit, Beherrschung des (gefährlichen) Prozesses
- undeterminiert (nicht bestimmbar)
- zeitweise nicht unterbrechbar
2. fertigungstechnischer Prozess dient der Stückgutproduktion, z.B. Schrauben,
Computer....
- mechanische Vorgänge
- Durchsatz, Schnelligkeit
- determiniert (bestimmbar)
- unterbrechbar

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 1-1
Teil 1: Einleitung Batch Prozesse

Abgrenzung innerhalb der verfahrenstechnischen Prozesse


1. Kontinuierlicher Prozess
- wird einmal angefahren und dann über lange Zeiträume kontinuierlich
betrieben
- Synonym: Fließprozess
- Beispiele: Ammoniaksynthese, Ethylenerzeugung
2. Diskontinuierlicher Prozess (Chargenprozess)
- stellt Produkt in einzelnen Schüben, eben den Chargen her
- Synonym: Batchprozess
- Beispiele: Kunstharzherstellung, Farbstoffherstellung, Herstellung von
Düngemitteln

Getting Started SIMATIC BATCH


1-2 A5E00918235-01
Teil 1: Einleitung Batch Prozesse

1.2 Charakteristika von Konti und Batch

9HUGDPSIHU :DVVHU &KHPLVFKH5HDNWRUJUXSSH

PIC

PT .RQGHQVDWRU

9DNXXP
3IDQQH ]XUKHL¡HQ4XHOOH
9HUGDPSIHU
PIC
/,& /7 37 'DPSI
=XIXKU .RQGHQVDW

'5&
3URGXNW
'7

.RQWL %DWFK

Konti Batch
Kontinuierlicher Produktfluss Begrenzte Produktmengen
Großes Produktvolumen Kleines Produktvolumen
Sollwert gefahren Rezept gefahren
Seltene Änderungen an der Anlage Häufige Änderungen am Ablauf
Einproduktanlage Verschiedene Produkte auf gleicher Anlage
Gleichgewichtszustände Oft nur teilautomatisiert -> Handeingriffe
Seltene Handeingriffe Produktions-Know-How ist in den Abläufen
(Rezepten) enthalten
Die Automatisierung beinhaltet das
Produktions-Know-How

Der Hauptunterschied zwischen Batch und Konti liegt in der Produktion.


Beim Batchprozess sind die Produktmengen abgeschlossen und können deshalb
eindeutig identifiziert werden.
Rezepte beinhalten nicht nur die Sollwerte der relevanten Prozessgrößen und
Produktmengen, sondern beschreiben auch die Methode oder Prozedur wie das
Produkt gemacht wird.
In einem Kontiprozess sind die Anlagenteile für ihre Aufgabe spezialisiert.
In einem Batchprozess kann dasselbe Anlagenteil mehrfach (von verschiedenen
Chargen) benutzt werden (gemeinsame Betriebsmittel oder shared resources).
Es gibt relativ häufig Mischformen, bei denen Konti- u. Batchprozesse gekoppelt
sind oder kleinere Anteile eines Batchprozesses durch eine kontinuierlich
arbeitende Zwischenstufe abgedeckt wird.

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 1-3
Teil 1: Einleitung Batch Prozesse

1.3 Übung: Wo ist das so ?

ZHUGHQLQಮ5H]HSWHQಯEHVFKULHEHQ &KHPLVFKH
5HDNWRUJUXSSH

NçQQHQDXIQHXH3URGXNWH
XPJHVWHOOWZHUGHQ

ZHUGHQVWÕQGLJRSWLPLHUW

ZHUGHQSURWRNROOLHUW
3URGXNWLRQVDEOÕXIH

ZHUGHQYRP%HWULHEVSHUVRQDOHUVWHOOW
JHÕQGHUW

NçQQHQDXIYHUVFKLHGHQHQ
$QODJHQ WHLOHQ ODXIHQ %DWFK

IíKUHQ]XYHUVFKLHGHQHQ3URGXNWHQ ÍEHUOHJHQ6LH%HLVSLHOH
DXIGHUJOHLFKHQ$QODJH IíU%DWFK.RQWLSUR]HVVH

Die Produktionsabläufe werden in Rezepten beschrieben, in denen die


Herstellungsverfahren abgebildet werden. Im Gegensatz zu typischen Konti
Anwendungen oder auch fertigungstechnischen Anwendungen drückt sich der
Produktionsablauf nicht in der Automatisierungslösung aus, sondern wird in einem
"Rezept" beschrieben.
Die Produktionsabläufe können auf neue Produkte umgestellt werden. Es ist also
keineswegs so, dass die automatisierte Produktion immer das Gleiche herstellt,
sondern es können verschiedene
Endprodukte, deren Herstellungsverfahren sich in verschiedenen Rezepten
ausdrücken, produziert werden. Diese werden ständig optimiert, sowohl was
Parametereinstellungen als auch Optimierungen am Ablauf selbst angeht.
Bei der Produktion ist sehr oft wichtig, dass der Ablauf nachvollziehbar
dokumentiert wird. Dies ist wichtig für die Qualitätssicherung und zur Feststellung
von Mängeln.
Entscheidend für viele Endkunden ist die Möglichkeit die Produktionsabläufe selbst
auf verschiedene Produkte umstellen zu können, neue Produkte selbst einzuführen
oder bestehende Abläufe zu ändern.
Dies soll für das Betriebspersonal selbst möglich sein, ohne auf System-
spezialisten angewiesen zu sein. Am Automatisierungssystem selbst sollen keine
Änderungen gemacht werden, vielmehr soll die Umstellung der Abläufe in den
Rezepten erfolgen, die das Herstellungsverfahren abbilden.
Wird ein Produktionsablauf, der in einem Rezept beschrieben wird, zur konkreten
Herstellung des Produktes angewandt, stellt sich häufig die Frage: "Wo produziere
ich". In der Regel gibt es mehrere Produktionseinrichtungen, die den gleichen
Produktionsablauf durchführen können (z.B. mehrere gleiche Produktionslinien).
Es soll also möglich sein, die Produktionsabläufe verschiedenen Produktions-
einrichtungen zuzuordnen. Auch dies muss eine Systemfunktionalität sein und darf
keine Änderungen am Automatisierungsprogramm notwendig machen.

Getting Started SIMATIC BATCH


1-4 A5E00918235-01
Teil 1: Einleitung Batch Prozesse

1.4 Branchen für SIMATIC BATCH

1DKUXQJVXQG
%LRWHFKQRORJLH *HQXVVPLWWHO

3KDUPD]LH :DVFKXQG
3XW]PLWWHO

/DFNH)DUEHQ .XQVWVWRIIH
.OHEVWRIIH

'íQJHPLWWHO &KHPLHXQG
3IODQ]HQVFKXW] 0LQHUDOIDVHUQ

Typische Branchen, die Batchprozesse anwenden, sind oben genannt. Beispiel


hierfür ist die Bierproduktion bei den Nahrungs- und Genussmitteln.

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 1-5
Teil 1: Einleitung Batch Prozesse

1.5 Ursprung der Batchproduktion: Die Küche

Das beste Beispiel aus dem täglichen Alltag ist die Produktionsanlage "Küche".
Hier werden verschiedene Produkte hergestellt. Das Herstellungsverfahren ist in
Rezepten beschrieben. Diese können ständig optimiert und verbessert werden, es
werden auch völlig neue Rezepte eingeführt. Die Köchin / der Koch ist in der Lage
dies selbst zu tun, ohne die Hilfe des Küchenherstellers in Anspruch nehmen zu
müssen. Oft ist das Rezept "geheim", denn es enthält das Know-How zur
Produktion eines Gerichtes.
Beim Kochen selbst möchte man dann entscheiden, auf welchen Produktionsein-
richtungen ein Rezept umgesetzt wird. Hätte man mehrere Küchen (z.B. Industrie-
küche), so könnte man zuweisen, in welcher Küche man ein Rezept umsetzt. Es
soll unabhängig von der Küche, die man wählt, das gleiche Produkt heraus-
kommen und erst bei der Produktionsplanung entschieden werden, wo tatsächlich
produziert wird.
Es kann unter Umständen wichtig sein, den Produktionsablauf zu dokumentieren
(z. B. zur Qualitätssicherung fürs Gesundheitsamt und für Gäste, die nachvoll-
ziehen wollen, wie das Produkt, das sie konsumieren eigentlich entstanden ist).

Getting Started SIMATIC BATCH


1-6 A5E00918235-01
Teil 1: Einleitung Batch Prozesse

1.6 Der Koch - Arbeitsumgebung und Arbeitsablauf

=XWDWHQ$QOHLWXQJ 3RUWLRQHQ IíU


6SDJKHWWL%RORJQHVH
6SDJKHWWL&DUERQDUD
-ÕJHUEUDWHQ

*UXQGUH]HSWH 0DWHULDO

$XIWUDJ
)íU7LVFK
3RUWLRQHQ
6SDJKHWWL%RORJQHVH
XP8KU
3URGXNWLRQVDXIWUDJ 3RUWLRQHQ6SDJKHWWL%RORJQHVH
3URGX]LHUHDXI+HUG
&KDUJHQD3RUWLRQHQ
QDFK*UXQGUH]HSW6SDJKHWWL%RORJQHVHಮ
ELV8KU

3URGXNWLRQVDQODJH 3URGXNW

Die Arbeitsumgebung des Kochs sieht folgendermaßen aus. Er hat Rezepte zur
Verfügung, die sowohl die Anleitung, als auch die notwendigen Zutaten und
Mengen enthalten. Wir nennen diese Rezepte Grundrezepte.
Zur Herstellung werden Materialien benötigt, die bei der Produktion eingesetzt
werden.
Um die Produktion anzustoßen, ist ein Auftrag erforderlich. Er enthält mindestens
die Information, was in welcher Menge bis wann hergestellt werden soll.
Zur Abwicklung des Auftrages wird der Koch nach dem entsprechenden Rezept
verfahren. Er muss auch zuordnen, wo (z. B. auf welchem Herd) gekocht wird.
Normalerweise werden mehrere Aufträge in Arbeit sein, so dass manche
Produktionsanlagen belegt sind und nicht zur Verfügung stehen.
Als Ergebnis entsteht das fertige Produkt.

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 1-7
Teil 1: Einleitung Batch Prozesse

1.7 Batch-Begriffe
• Grundrezept
Rezeptstufe, die die Fähigkeiten der Einrichtungen berücksichtigt und die
anlagenspezifische Informationen enthält.
• Steuerrezept
Rezeptstufe, die mit ihrer Abarbeitung die Herstellung einer einzelnen Charge
eines bestimmten Produktes bestimmt.
• Charge
Apparateabhängige Menge eines Produktes, welche in einem definierten
Produktionsablauf diskontinuierlich (chargenweise) hergestellt wird.
• Verfahren
Ablauf von chemischen, physikalischen oder biologischen Vorgängen zur
Gewinnung, Herstellung oder Beseitigung von Stoffen oder Produkten.
Wir haben bisher mit Begriffen gearbeitet, die dem allgemeinen Sprachgebrauch
entliehen sind. Dabei ergibt sich die Situation, dass die Begriffe einem
Interpretationsspielraum unterliegen. Je nachdem mit wem man redet oder wer die
Begriffe benutzt, versteht man doch unterschiedliche Dinge. Insbesondere dann,
wenn Personen aus verschiedenen Bereichen miteinander reden (z.B.
Systemingenieur, Chemiker, Verfahrensingenieur). So könnte z.B. ein Chemiker
unter einem Rezept die chemische Zusammensetzung verstehen (die er auf keinen
Fall preisgeben möchte), der Systemingenieur einen automatisierungstechnischen
Ablauf (z.B. Schrittkette).
Um eine wunschgemäß funktionierende Produktionsanlage zu bauen, müssen
jedoch alle zusammenarbeiten. Es ist deshalb wichtig, dass auch alle die gleiche
"Sprache" sprechen. Die Definition und Vereinheitlichung der Begriffe haben sich
die NAMUR und ISA SP88 zum Ziel gesetzt.
Wir werden schrittweise den Sprachgebrauch durch die Begriffe aus der Norm
ersetzen.
In unserer Küche können wir also nach dem Rezept "Spagetti" ein Steuerrezept für
Ernas Küche ableiten, dass den Produktionsablauf bestimmt, und nach Ablauf eine
Charge Spaghetti erzeugt hat.
Für die Produktion ist also das vom Grundrezept abgeleitete Steuerrezept
verantwortlich. Das Steuerrezept muss also wissen, auf welche
Produktionseinrichtungen es zugreift, während das Grundrezept neutral ist.

Getting Started SIMATIC BATCH


1-8 A5E00918235-01
Teil 1: Einleitung Batch Prozesse

1.8 Die Küche: Grundrezepte - Kopfdaten

Sprache des Kochs S88-Begriff


Gericht Spaghetti Bolognese Produkt
Anzahl Personen 4 (Normmenge) Normansatz
Zutaten 1 kg Hackfleisch 100 g Champignons Einsatzstoffe
1kg Nudeln Prise Salz
1 Zwiebel
4 Tomaten
:
:

Wie sehen Grundrezepte im Detail aus? Sie enthalten typischerweise 2 Teile:


Einen Rezeptkopf, der allgemeine Angaben zum Produkt enthält (Name,
Normmenge, Einsatzstoffe, Mengen).
Desweiteren muss ein Rezept auch eine Anleitung oder Verfahrensvorschrift zur
Herstellung enthalten.
Wir nennen dies eine Rezeptprozedur.
Es enthält insbesondere noch keine Information darüber auf welcher Anlage
produziert wird.

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 1-9
Teil 1: Einleitung Batch Prozesse

1.9 Die Küche: Grundrezepte - Prozedur


(Verfahrensvorschrift)

Anleitung Verfahrensvorschrift
1. Bolognese Teilrezept 1
machen Zwiebel und Tomaten zerkleinern und in ROP 1: Vorbereiten
Pfanne geben,
Hackfleisch abwiegen und dazugeben
ROP 2: Heizen
Pfanne auf Stufe 6 einheizen
ROP 3: Köcheln
Pfanne mit geschlossenem Deckel 1 Std
köcheln lassen

2. Nudeln kochen Teilrezept 2


...
3. Würzen Kochtopf Teilrezept 3
....
....
4. Abschmecken Pfanne Probe nehmen

Die Rezeptprozedur bildet die Anleitung zur Herstellung ab. Sie wird in
verschiedene Abschnitte (Teilrezepte) gegliedert. Die Teilrezepte selbst sind aus
Rezeptoperationen (ROPs) aufgebaut.
So können wir die Herstellung von Bolognese Sauce, die wir zur Herstellung von
Spaghetti Bolognese brauchen, in einem Teilrezept für Bolognese beschreiben.
Diesen Vorgang können wir weiter verfeinern, in dem wir die Schritte in
Rezeptoperationen detaillieren. Im Teilrezept für die Bolognese starten wir also mit
der Rezeptoperation "Vorbereiten". Beim Vorbereiten werden die Einsatzstoffe
Zwiebel und Tomate zerkleinert, Hackfleisch abgewogen und in eine Pfanne
gegeben.
Es ist also hier noch ganz allgemein die Rede von einer Pfanne oder einem
Kochtopf. Dies sind Bezüge auf die Produktionseinrichtung, die benötigt wird. In
der Normsprache spricht man hier von einer Teilanlagenklasse. Das Grundrezept
selbst ist trotzdem noch "anlagenneutral", d.h. man sagt noch nicht, auf welcher
Teilanlage tatsächlich produziert wird (z.B. Ernas Küche – Ernas
Lieblingskochtopf).

Getting Started SIMATIC BATCH


1-10 A5E00918235-01
Teil 1: Einleitung Batch Prozesse

1.10 Die Küche: Anforderungen an die Automatisierung

werden in "Rezepten" beschrieben Kochrezept für Spaghetti,…


können auf neue Produkte umgestellt werden Koch muss neue Gerichte kreieren
werden ständig optimiert Verfeinerungen, Rezeptanpassungen
Produktionsabläufe Werden protokolliert Herstellung der Gerichte soll nachvollziehbar
protokolliert werden
Werden nur vom berechtigten Personal erstellt / Rezepte werden vom Koch gemacht, nicht vom
geändert Gerätelieferanten
können auf verschiedenen Anlagen(teilen) laufen Rezepte können in verschieden Küchen angewandt
werden
Führen zu verschiedenen Produkten (auf der Spaghetti, Schnitzel, Bratkartoffeln,…
gleichen Anlage)

Die Charakteristika von Batchprozessen können auf das Beispiel "Küche"


übertragen werden. Bei der Automatisierung von solchen Prozessen müssen wir
also obige Anforderungen erfüllen.

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 1-11
Teil 1: Einleitung Batch Prozesse

1.11 Die Küche: Automatisierungskonzept

werden in "Rezepten" beschrieben Wäre mit AWL,SCL,SFCs WinCC noch möglich, wird
u.U sehr komplex
können auf neue Produkte umgestellt werden AWL,SCL,SFCs könnten angepasst werden
werden ständig optimiert AWL,SCL,SFCs könnten angepasst werden
Produktionsabläufe werden protokolliert AWL,SCL,SFCs könnten angepasst werden
Werden vom Betriebspersonal erstellt / geändert Geht nicht mehr
können auf verschiedenen Anlagen(teilen) laufen Geht nicht mehr
Führen zu verschiedenen Produkten (auf der Wäre mit AWL,SCL,SFCs WinCC noch möglich, wird
gleichen Anlage) u.U sehr komplex

Was bedeuten diese Anforderungen für ein Automatisierungskonzept? Betrachten


wir PCS 7 als
Systemplattform. Wie können wir Produktionsabläufe in Rezepten beschreiben ? –
Man könnte sich vorstellen, alle möglichen Abläufe mittels CFC, SFC zu
strukturieren und durch Parameter, die z.B. in der OS hinterlegt sind auf "Rezepte"
abzubilden. Die Strukturierung der Abläufe wird aber u.U. sehr komplex, da man
alle Möglichkeiten mit einbeziehen muss. Schließlich sollen die Rezepte ja
änderbar sein, bzw. neue Rezepte erstellt werden können. Dies kann dann dazu
führen, dass das Automatisierungsprogramm (CFC,SFC) geändert werden muss.
Das Betriebspersonal ist dazu aber nicht mehr in der Lage, sondern es muss ein
Automatisierungstechniker hinzugezogen werden.
Die Protokollierung der Abläufe könnte man über Meldungen lösen, die in der OS
über Reports ausgegeben werden. Dies müsste projektspezifisch implementiert
werden. Die Problematik bei neuen oder geänderten Rezepten bestünde hier
genauso.
Die Komplexität der Automatisierungslösung steigt noch mal, wenn die Abläufe
auch noch für verschiedene Teilanlagen angepasst werden müssen. Dies würde
bedeuten, dass in den SFCs noch unterschieden werden müsste, welche
Teilanlage angesprochen werden soll.

Getting Started SIMATIC BATCH


1-12 A5E00918235-01
Teil 1: Einleitung Batch Prozesse

1.12 Automatisierungskonzept – Neuer Ansatz

7UHQQXQJYRQ$XWRPDWLVLHUXQJVHEHQHXQG5H]HSWHEHQH

$QODJH 5H]HSWH

$QOHLWXQJ

%RORJQHVHPDFKHQ
=ZLHEHOQXQG7RPDWHQ
]HUNOHLQHUQXQG
6WHXHUUH]HSW LQ3IDQQHJHEHQ
+DFNIOHLVFKDEZLHJHQXQG
1XGHOQNRFKHQ ]XJHEHQ

:¾U]HQ

$EVFKPHFNHQ

Dies führt zu einem neuen Ansatz zur Entflechtung der Komplexität, die wir über
die Trennung der Automatisierungsebene von der Rezeptebene erreichen.
Wir gehen davon aus, dass die physische Struktur der Anlage gleich bleibt und
sich nur die Abläufe ändern. Also lassen wir die anlagenspezifischen Teile im
Automatisierungssystem umsetzen und bilden die Abläufe in einem
"Rezeptsystem" ab, das vom Betrieb gehandhabt werden kann. Dort werden die
Grundrezepte erstellt und gehalten.
Von den Grundrezepten werden Steuerrezepte abgeleitet, die dann das
Automatisierungssystem ansprechen.

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A5E00918235-01 1-13
Teil 1: Einleitung Batch Prozesse

1.13 Trennung von Automatisierungsebene und


Rezeptebene

7UHQQXQJYRQ$XWRPDWLVLHUXQJVHEHQHXQG5H]HSWHEHQH

$QODJH .¾FKH *UXQGUH]HSWH

'RVLHUZDDJH $QOHLWXQJ
 ZLHJHQ 0HQJH
 0DWHULDOGRVLHUHQ %RORJQHVH .¾FKHQPDVFKLQH
 0HQJH  PDFKHQ )¾OOH=ZLHEHOXQG
7RPDWHQHLQ
=HUNOHLQHUH0LQXWH

3IDQQH 6WHXHU
 $XIKHL]HQ 7HPS 1XGHOQNRFKHQ 3IDQQH
UH]HSW
 )¾OOHQ )¾OOH:DVVHU
+HL]HDXI r
*HEH1XGHOQGD]X
:DUWH0LQXWHQ
$EJLH¡HQ
.¾FKHQPDVFKLQH
 )¾OOHQ 0HQJH :¾U]HQ
 0LVFKHQ 'DXHU
 =HUNOHLQHUQ 'DXHU $EVFKPHFNHQ +DQGHLQJULII

Auf Anlagenseite können wir eine Struktur aufbauen, die aus Teilanlagen
(Dosierwaage, Pfanne, Küchenmaschine,..) besteht. Diese haben wiederum
technische Funktionen wie Wiegen, Dosieren, etc.
Die Funktionen können Parameter haben wie den Parameter Menge der
technischen Funktion Dosieren.
All dies wird im Automatisierungssystem abgebildet. Man spricht vom
Anlagenmodell. Es stellt den "Werkzeugkasten" für den Ersteller eines
Grundrezeptes dar.
Im Grundrezept werden diese Teilanlagen mit ihren technischen Funktionen
benutzt, um den Ablauf zu komponieren.
Am Beispiel der Bolognese bedeutet dies, dass die Küchenmaschine benötigt wird.
Sie hat die technischen Funktionen Füllen, Mischen, Zerkleinern. Im ersten Schritt
fülle ich 1 Zwiebel. Dann fülle ich 4 Tomaten, danach zerkleinere ich 1 Minute lang,
usw.

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1-14 A5E00918235-01
Teil 1: Einleitung Batch Prozesse

1.14 ISA S88.01 - Physisches Modell

:DVVROOI¾UGLH+HUVWHOOXQJEHQXW]WZHUGHQ" DX¡HUKDOE
YRQ6

3L]]D+XW 3L]]D+XW 8QWHUQHKPHQ


.DUOVUXKH
NDQQHQWKDOWHQ

:HUN

NDQQHQWKDOWHQ

$QODJHQ
/¦JHU.¾FKHQ
NRPSOH[
$XVOLHIHUXQJ
NDQQHQWKDOWHQ

.¾FKH $QODJH

PXVVHQWKDOWHQ

7HLODQODJH

NDQQHQWKDOWHQ
.RFKWRSI
7HFKQLVFKH 3&6
(LQULFKWXQJ (3+(23

NDQQHQWKDOWHQ
NDQQHQWKDOWHQ
(LQ]HOVWHXHU
HLQKHLW NDQQ
HQWKDOWHQ

Die hierarchische Struktur ist im obigen Bild nochmals zusammengefasst


dargestellt.
Das Modell hat 7 Ebenen, wobei die oberen 3 Ebenen nicht in der Norm behandelt
werden, weil diese jenseits des Rahmens der chargenorientierten Fahrweise
liegen.
Die unteren 4 Ebenen werden auch als Anlagenmodell bezeichnet.
Die Bezeichnung "technische Einrichtung" meint dabei die "technische Funktion"
(Dosieren, Wiegen,..).
Im PCS 7 Umfeld wird von der "EPH (Equipment Phase)" gesprochen. Alle drei
Begriffe meinen das Gleiche.

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A5E00918235-01 1-15
Teil 1: Einleitung Batch Prozesse

1.15 Modell des Steuerungsablaufs (Prozedurales Modell)


Dem physischen Modell entsprechend, wird ein hierarchisches Modell zur
Beschreibung der Prozeduren festgelegt.

:LHVROOHVKHUJHVWHOOWZHUGHQ"

5H]HSW
3UR]HGXU 53 3URGX]LHUH6SDJKHWWL

EHVWHKWDXVHLQHU
JHRUGQHWHQ0HQJHYRQ

7HLOUH]HSW 1XGHOQNRFKHQ
3UR]HGXU 753 %RORJQHVH6DXFH]XEHUHLWHQ

EHVWHKWDXVHLQHU
JHRUGQHWHQ0HQJHYRQ
9RUEHUHLWXQJ :DVVHUHLQI¾OOHQ6DO]XQG˜O
5H]HSW  ]XJHEHQDXI7HPSHUDWXUEULQJHQ
2SHUDWLRQ 523 )¾OOHQ 1XGHOQ]XJHEHQ
=XEHUHLWXQJ 1XGHOQNRFKHQSDUDOOHOU¾KUHQ
 SURELHUHQ:DVVHUDEJLH¡HQ
EHVWHKWDXVHLQHU
JHRUGQHWHQ0HQJHYRQ

5H]HSW
)XQNWLRQ :DVVHUI¾OOHQ+HL]HQ5¾KUHQಹ

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1-16 A5E00918235-01
Teil 1: Einleitung Batch Prozesse

1.16 Umsetzung – Physisches und Prozedurales Modell

5HDOLVLHUXQJ
GHV
SK\VLVFKHQ
6,0$7,& 0RGHOOV
0DQDJHU

.RFKWRSI 7&
7

/, 5HDOLVLHUXQJ
GHV
6,0$7,& SUR]HGXUDOHQ
%$7&+ 0RGHOOV

6

Die beiden Modelle werden in der Architektur von PCS 7 wie im Bild gezeigt
abgebildet. Das physische Modell wird im PCS 7 ES realisiert. Die daraus
entstehenden Programmstrukturen laufen in der AS ab.
Das prozedurale Modell wird in SIMATIC BATCH realisiert. Die Steuerrezepte
laufen in SIMATIC BATCH und in den Programmstrukturen im AS.

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A5E00918235-01 1-17
Teil 1: Einleitung Batch Prozesse

1.17 S88.01 Modell – PCS 7

753 6FKQLW]HO 1XGHOQ


7LVFK 3IDQQH 7RSI
  
$QODJH 5H]HSW
SUR]HGXU )OHLVFK :DVVHU
YRUEHUHLWHQ YRUEHUHLWHQ
7HLOUH]HSW  
7HLODQODJH 
SUR]HGXU
1XGHO
NRFKHQ
%UDWHQ
7HFKQLVFKH 5H]HSW  
(LQULFKWXQJ RSHUDWLRQ
:¦UPHQ
(LQ]HO 5H]HSW 
VWHXHUHLQKHLW IXQNWLRQ


)HUWLJ )HUWLJ

 

6WDUW

6WRIIB(QWOHHUH +HL]HQ
 

(QGH


Die ISA S88.01 beschreibt verschiedene Modelle, die mit PCS 7 und
SIMATIC BATCH vollständig abgedeckt werden können.
Das Anlagenmodell beschreibt die Anlage, Teilanlage, Technische Einrichtung und
Einzelsteuerebene, die über die Technologische Hierarchie in der Anlagensicht des
SIMATIC Managers abgebildet wird.
Das Anlagenmodell wird SIMATIC BATCH bereitgestellt, damit das prozedurale
Modell, in Form von Rezepten darauf abgebildet werden kann.
• Eine Rezeptprozedur läuft auf einer Anlage, um einen Prozess zu steuern und
eine Charge eines Produkt herzustellen.
• Eine Teilrezeptprozedur läuft auf einer Teilanlage, um eine Rezeptstufe zu
steuern. Eine Teilanlage kann zu einem Zeitpunkt nur von einer Charge belegt
werden.
• Eine Rezeptoperation oder eine Rezeptfunktion läuft auf einer Technischen
Einrichtung, um eine verfahrenstechnische Aufgabe oder Funktion zu erfüllen.
• Die Einzelsteuerebene liegt nicht im Rahmen des Batch-Systems und wird nur
über die Technische Einrichtung angesprochen. Die Einzelsteuerebene
befindet sich komplett im AS-System.

Getting Started SIMATIC BATCH


1-18 A5E00918235-01
Teil 1: Einleitung Batch Prozesse

1.18 Arbeitsablauf in der Küche: Auftrag-Grundrezept-


Anlage

$QODJH $XIWUDJ *UXQGUH]HSWH

3IDQQH 3IDQQH
)¾U'LHWHU 6SDJKHWWL%RORJQHVH3LFFDWD
[3LFFDWD0LODQHVH $QOHLWXQJ
I¾U7LVFK
LQPLQ %RORJQHVH =ZLHEHOXQG
 PDFKHQ 7RPDWHQ
)¾U*DEL[ ]HUNOHLQHUQXQG
5H]HSWರ3LFFDWDರPDFKW
6SDJKHWWLI¾U LQ3IDQQH
3RUWLRQDXI3IDQQHQ
7LVFK 6WHXHUUH]HSW JHEHQ
VWDUWHQ +DFNIOHLFK
DEZLHJHQXQG
)¾U3LFFDWDEUDXFKHLFK GD]XJHEHQ
&KDUJHQDXI3IDQQHQ 1XGHOQ
3IDQQH 3IDQQH  NRFKHQ
3IDQQHVLQGIUHL
!3RUWLRQ!3IDQQH
:¾U]HQ
!3RUWLRQ!3IDQQH
!3RUWLRQ!3IDQQH
&KDUJHQHQWVSULFKW
)¾U*HUG[ 6WHXHUUH]HSWHQ
$EVFKPH
:LHQHU6FKQLW]HO
 FNHQ
I¾U7LVFK

Dieter erteilt den Auftrag für 3 Portionen Piccata Milanese. Der Auftrag ist für Tisch
5 bestimmt und soll in 40 Minuten abgewickelt sein.
Zur Produktion steht das Grundrezept "Piccata" zur Verfügung. Es beschreibt das
Verfahren für 1 Portion.
Benötigt werden 2 Pfannen. Um 3 Portionen parallel herzustellen, braucht man
also 6 Pfannen. Man legt also 3 Steuerrezepte (die je 2 Pfannen belegen) an.
Jedes Steuerrezept produziert 1 Charge Piccata.
Sind nun 6 Pfannen frei, können die 3 Steuerrezepte parallel starten (wie im Bild
gezeigt).
Wären nur 2 Pfannen frei, könnten die 3 Chargen nur sequentiell, eine nach der
anderen, hergestellt werden.

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 1-19
Teil 1: Einleitung Batch Prozesse

1.19 Klassifizierung von Batchanlagen

(LQVWUDQJHLQSURGXNWDQODJH (LQVWUDQJPHKUSURGXNWDQODJH

(LQVDW]VWRIIH

6WUDQJ

3URGXNW

0HKUVWUDQJHLQSURGXNWDQODJH 0HKUVWUDQJPHKUSURGXNWDQODJH

(LQVDW]VWRIIH

6WUDQJ

3URGXNW

Erstes Kriterium für die Einteilung ist die Anzahl der Produkte, die auf der Anlage
hergestellt wird:
• Einproduktanlagen
• Mehrproduktanlagen

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1-20 A5E00918235-01
Teil 1: Einleitung Batch Prozesse

Zweites Kriterium ist die Anzahl der Stränge, die parallelen Produktstrom erlauben
• Einstrang-Struktur
• Mehrstrang-Struktur
• Netzwerk-Struktur (alle Wege völlig flexibel)

NRPSOH[

HLQIDFK

NOHLQ PLWWHO JURÐ


6,0$7,&%$7&+ 6,0$7,&%$7&+
RGHU3&6/çVXQJ

SIMATIC BATCH eignet sich durch seine Skalierbarkeit sowohl für kleinere
Anlagen, als auch für große Mengengerüste, die nun mit V6 möglich sind. Jetzt
können mit V6 bis zu 11 OS Server eingesetzt werden.
Die Komplexität steigt mit der Anzahl der Produkte und der Anzahl der Stränge. Mit
SIMATIC BATCH können Mehrstrang-Mehrproduktanlagen automatisiert werden.
Bei kleineren Anlagen, wo nur wenige Produkte oder Stränge benötigt werden, sind
im Wesentlichen die Lizenzkosten und der Engineering-Aufwand zur Erstellung der
Lösung mit SIMATIC BATCH zu betrachten.

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 1-21
Teil 1: Einleitung Batch Prozesse

1.20 SIMATIC BATCH: Kundennutzen


• Produktionsabläufe werden in Grundrezepten beschrieben, die vom
Betriebspersonal jederzeit erstellt/geändert werden.
• Höhere Produktionsflexibilität, Verkürzung "Time to market"
• Belegung der Teilanlagen kann geplant werden. Die Belegungsplanung kann
bis zur tatsächlichen Belegung geändert werden. SIMATIC BATCH unterstützt
automatische Teilanlagenauswahl.
• Verbesserung der Auslastung
• Produktionsablauf wird im Chargenprotokoll dokumentiert (Papier oder
elektronisch). Die Produktionsabläufe sind reproduzierbar durch
Rezeptfahrweise.
• Einfaches Qualitätsmanagement
• Bei Validierungspflicht / FDA besonders interessant
Versionskontrolle, Zugangskontrolle, Audit Trails (21CFR Part11) werden
unterstützt
• Geringe Validierungs- / Compliance-Kosten, Nachvollziehbare Änderungen an
Rezepten
• Einsatz eines Standardproduktes von Siemens
• Reduzierte Betriebs- und Lebenszykluskosten

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1-22 A5E00918235-01
2 Teil 2: Quickstart

2.1 Grundlagen zur Projektierung

2.1.1 Quickstart Projektierungsüberblick

Arbeiten im SIMATIC Manager


1. Dearchivieren des Projektes
2. BATCH Server und BATCH Client konfigurieren
3. Öffnen der Technologischen Sicht
4. Anlegen der Batch-Anlage
5. Typisierung der technologischen Hierarchie nach ISA S88.01
6. Batch-Kategorie "EPH" vergeben
7. Generieren der Typbeschreibung in den Batch-Typen
8. Übersetzen der AS,OS und Batch-Anlagendaten
9. Laden der Batch-Anlagendaten
10. Laden der AS in PLCSim
11. Starten der OS
12. Starten des BATCH Start Koordinators

Arbeiten im BATCH Control Center (BatchCC) und Rezepteditor (RZE)


1. Einlesen der mitgelieferten Rezepte und Stoffe
2. Aktualisieren der geladenen Batch-Anlagendaten
3. Das Kochrezept für Nudeln Piccata Milanese
4. Anlegen eines Ausgangsstoffes
5. Anlegen eines Grundrezeptes im BatchCC
6. Erstellen der Rezeptstruktur im Rezepteditor
7. Freigeben des Grundrezeptes zur Produktion
8. Anlegen eines Auftrages (Charge)
9. Freigeben und Starten einer Charge (Steuerrezept)

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A5E00918235-01 2-1
Teil 2: Quickstart

2.1.2 Modellbeschreibung

$QODJH

7HLODQODJHQ

'HVN 3DQ 3RW 3RW 3RW 2YHQ

'UDLQ 'UDLQ 'UDLQ 'UDLQ 'UDLQ 'UDLQ

$GGB6ROLG $GGB6ROLG $GGB6ROLG $GGB6ROLG $GGB6ROLG $GGB6ROLG

7XUQ +HDW +HDW +HDW +HDW +HDW

$GGB,QJUHGLHQW $GGB,QJUHGLHQW $GGB,QJUHGLHQW $GGB,QJUHGLHQW $GGB,QJUHGLHQW

6WLU 6WLU 6WLU 6WLU

7XUQ

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2-2 A5E00918235-01
Teil 2: Quickstart

2.1.3 Ansicht TH in SIMATIC Manager

Das Anlagenmodell in SIMATIC BATCH dient zur Abbildung des prozeduralen


Modells auf Rezepte.
Eine Rezeptprozedur steuert einen Prozess auf einer Anlage, um eine Charge
eines Produktes herzustellen.
Eine Teilrezeptprozedur läuft auf einer Teilanlage, um eine Rezeptstufe zu steuern.
Um Kollisionen zu verhindern, wird eine Teilanlage zu einem Zeitpunkt immer nur
für eine Charge freigegeben.
Eine Rezeptoperation oder eine Rezeptfunktion erfüllt eine verfahrenstechnische
Aufgabe bzw. Funktion auf einer technischen Einrichtung.
Die Einzelsteuerebene liegt nicht im Fokus des Batch-Systems und wird nur über
die Technische Einrichtung angesprochen. Die Einzelsteuerebene befindet sich
komplett im AS-System.

753 6FKQLW]HO 1XGHOQ


7LVFK 3IDQQH 7RSI
  
$QODJH 5H]HSW
SUR]HGXU )OHLVFK :DVVHU
YRUEHUHLWHQ YRUEHUHLWHQ
7HLOUH]HSW  
7HLODQODJH 
SUR]HGXU
1XGHO
NRFKHQ
%UDWHQ
7HFKQLVFKH 5H]HSW  
(LQULFKWXQJ RSHUDWLRQ
:¦UPHQ
(LQ]HO 5H]HSW 
VWHXHUHLQKHLW IXQNWLRQ


)HUWLJ )HUWLJ

 

6WDUW

6WRIIB(QWOHHUH +HL]HQ
 

(QGH


Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 2-3
Teil 2: Quickstart

2.1.4 Software-Voraussetzungen

Grundinstallation PCS 7 V7.0


1. + BATCH Server
2. + BATCH Client
3. + BATCH Engineering
4. + PLCSim
5. eine Netzwerkkarte

Hinweis
Wenn SIMATIC Logon installiert ist, muss eine Rollenverwaltung eingerichtet sein,
und man muss sich bei jedem Start von SIMATIC BATCH anmelden.
Im Folgendem wird auf die Verwendung von SIMATIC Logon nicht weiter
eingegangen.

Getting Started SIMATIC BATCH


2-4 A5E00918235-01
Teil 2: Quickstart

2.2 Projektierung

2.2.1 Kapitel 1 Dearchivieren des Projektes


1. Dearchivieren Sie das Projekt (Das archivierte Projekt heißt zen33_01.zip und
Sie finden es unter ..\Siemens\STEP7\examples) und legen Sie das Projekt
z.B. unter ..\Siemens\STEP7\S7Proj ab.

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 2-5
Teil 2: Quickstart

2. Selektieren Sie in der Komponentenansicht die PC-Station und öffnen Sie die
Objekteigenschaften. Tragen Sie unter "Rechnernamen" Ihren tatsächlichen
Rechnernamen ein.

Hinweis
Verwenden Sie nur Großbuchstaben auch wenn Ihr Rechnername Kleinbuch-
staben enthalten sollte!

Auf folgendem Weg können Sie den Rechnernamen Ihres Rechners herausfinden:.

Auf diesen Rechner werden später die auf der ES erzeugten Batch-Anlagendaten
geladen.

Hinweis
Achten Sie darauf, dass im SIMATIC Manager im unteren Bereich die "PC internal
(local)" – Schnittstelle eingestellt ist!
Sollte dies nicht der Fall sein, unter Extras > PG/PC-Schnittstelle einstellen…
die "PC internal (local)" – Schnittstelle auswählen.

Getting Started SIMATIC BATCH


2-6 A5E00918235-01
Teil 2: Quickstart

Nach der Bestätigung mit der Schaltfläche "OK", ändert sich das Symbol der
PC-Station und wird in der Komponentenansicht mit einem gelben Pfeil
gekennzeichnet.

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 2-7
Teil 2: Quickstart

3. Öffnen Sie den WinCC Explorer der OS

Getting Started SIMATIC BATCH


2-8 A5E00918235-01
Teil 2: Quickstart

4. Ändern Sie den Rechnernamen im WinCC-Explorer in den Rechnernamen


Ihres Rechners.

5. Schließen Sie den WinCC-Explorer.

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 2-9
Teil 2: Quickstart

2.2.2 Kapitel 2 BATCH Server und BATCH Client konfigurieren

Für jeden Rechner auf dem eine BATCH Server-Applikation läuft, muss im
SIMATIC Manager eine SIMATIC PC-Station mit einer "BATCH Applikation" in
HW Konfig konfiguriert werden.
Will man lokal am ES-Rechner mit BATCH Server/Clients arbeiten (Einzelprojekt-
Engineering), braucht nur eine PC-Station mit Server- und Client-Applikation
eingerichtet werden, bei der der Runtime-Rechnername leer bleibt (oder der
lokalen Rechnername eintragen wird).
BATCH Clients können auch auf PC-Stationen laufen, auf denen kein OS-Client
installiert ist.
1. Selektieren Sie in der Komponentenansicht Ihre PC-Station und öffnen Sie
dessen Konfiguration.

Getting Started SIMATIC BATCH


2-10 A5E00918235-01
Teil 2: Quickstart

2. Selektieren Sie die "BATCH Applikation" und ziehen bzw. fügen Sie diese in
die Position 2 ein.

3. Selektieren Sie die "BATCH Applikation Client" und ziehen bzw. fügen diese in
die Position 3 ein.

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 2-11
Teil 2: Quickstart

4. Speichern und übersetzen Sie die HW Konfiguration Ihrer PC-Station mit den
neu hinzugefügten BATCH Applikationen.

5. Schließen Sie HW Konfig.

Getting Started SIMATIC BATCH


2-12 A5E00918235-01
Teil 2: Quickstart

2.2.3 Kapitel 3 Öffnen der Technologischen Sicht

Öffnen Sie die Technologische Sicht des Projektes im SIMATIC Manager und
platzieren Sie die Sichten nebeneinander.

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 2-13
Teil 2: Quickstart

2.2.4 Kapitel 4 Anlegen der Batch-Anlage

Weisen Sie dem Hierarchieordner "Kitchen" (Küche) in der Technologischen Sicht


die S88-Typisierung "Anlage" zu. Anschließend wird der Ordner "Kitchen" grün und
ist damit als "Anlage" in ISA S88 typisiert.

Getting Started SIMATIC BATCH


2-14 A5E00918235-01
Teil 2: Quickstart

2.2.5 Kapitel 5 Typisierung der technologischen Hierarchie nach


ISA S88.01

1. Vergeben Sie wie in den folgenden vier Punkten beschrieben, den


bestehenden Hierarchieordnern die S88-Typisierung "Teilanlage" und
"Technische Einrichtung".

Ebene 2:
Anlage

Ebene 3:
Teilanlagen

Ebene 4:
Technische
Einrichtung

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 2-15
Teil 2: Quickstart

2. Vergeben Sie dem Hierarchieordner "Desk_1" unter S88-Typisierung den


Objekttyp "Teilanlage". Anschließend wird der Ordner "Desk_1" grün und ist
damit als Teilanlage nach der ISA-Norm S88.01 gekennzeichnet.

3. Vergeben Sie den Hierarchieordnern "Oven", "Pan", "Pot_1", "Pot_2" und


"Pot_3", wie unter Punkt 1 erläutert, unter S88-Typisierung den Objekttyp
"Teilanlage".

Getting Started SIMATIC BATCH


2-16 A5E00918235-01
Teil 2: Quickstart

4. Vergeben Sie dem Hierarchieordner "Drain" unter Kitchen/Viewport_1/Desk_1


unter S88-Typisierung den Objekttyp "Technische Einrichtung" Anschließend
wird der Ordner "Drain" grün und ist damit als Technische Einrichtung nach der
ISA-Norm S88.01 gekennzeichnet. Auf Ebene der technischen Einrichtung
befinden sich die Instanzen der SFC-Typen und/oder die Batch-Schnittstellen-
bausteine (IEPH, IEPO, IEPAR_xxx).

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 2-17
Teil 2: Quickstart

5. Vergeben Sie den Hierarchieordnern, die zu Anfang dieses Kapitels als


technische Einrichtung ausgewiesen wurden, unter S88-Typisierung den
Objekttyp "Technische Einrichtung" wie unter Punkt 4 erläutert.

Getting Started SIMATIC BATCH


2-18 A5E00918235-01
Teil 2: Quickstart

2.2.6 Kapitel 6 Batch-Kategorie "EPH" vergeben


Vergeben Sie den bereits vorhandenen SFC-Typen die Batch Kategorie "EPH".
Dadurch werden die S88.01-relevanten Informationen bei der späteren
Typgenerierung automatisch angelegt.
Die bereits vorhandenen SFC-Typen (Heat, Stir, Drain, Fill_Solid, Turn und
Add_Ingredient) finden Sie in der Komponentensicht im Planordner der AS.

1. Rufen Sie die Objekteigenschaften des SFC-Typ "Heat" auf, und weisen Sie
ihm die Batch-Kategorie "EPH" zu.

2. Vergeben Sie auf die selbe Weise die Batch Kategorie "EPH" für die
verbleibenden SFC-Typen "Stir", "Drain", "Fill_Solid", "Turn" und
"Add_Ingredient".

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 2-19
Teil 2: Quickstart

2.2.7 Kapitel 7 Generieren der Typbeschreibung in den Batch-Typen

Als Basis für die Rezepterstellung in SIMATIC BATCH muss die Typbeschreibung
der Anlage generiert werden und mit den Bausteininstanzen der CFC Pläne
abgeglichen werden.

Typbeschreibung einer Anlage

Typ Bearbeitungsmöglichkeiten und Ergebnisse


Datentypen Vom System sind die Standard-Datentypen Gleitkommazahl, Integer, String,
Eingangsmaterial (Stoffeinsatz), Ausgangsmaterial (Stoffausstoß), Material
(V4) und Boolean vorgegeben.
Zusätzlich können Sie eigene Datentypen anlegen und dessen
Eigenschaften ändern.
Einheiten Sie können neue physikalische Einheiten anlegen und dessen Eigenschaften
ändern.
Operationstypen, Um die Rezepterstellung rein auf der Basis von Typen zu
Funktionstypen und ermöglichen, ist die Vorgabe weiterer Typen notwendig, ohne dass
Messstellentypen dafür die Bausteininstanzen vorhanden sind.
1. Operationstypen: Typinformation der Technischen Operationen (EOP)
2. Funktionstypen: Typinformation der Technischen Funktionen (EPH)
3. Messgrößentypen: Typinformation der TAG_COLL-Bausteine

Operationstypen, Funktionstypen und Messgrößentypen können


Fahrweisenparameter zugeordnet werden.
Ausrüstungseigenschaften Im Ordner "Ausrüstungseigenschaften" legen Sie neue
Ausrüstungseigenschaften, wie z. B. die Größe der Teilanlage
(Fassungsvermögen eines Silos), bzw. Materialbeschaffenheit des
Silomantels, an. Bei der Projektierung im ES werden den Teilanlagen
Ausrüstungseigenschaften zugeordnet, diese werden dann als
Bedingungen bei der Rezepterstellung abgefragt.

Getting Started SIMATIC BATCH


2-20 A5E00918235-01
Teil 2: Quickstart

1. Öffnen Sie SIMATIC BATCH und selektieren Sie "Batch-Typen". Generieren


Sie anschließend die Batch Typen und verlassen das Fenster mit OK.

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 2-21
Teil 2: Quickstart

2.2.8 Kapitel 8 Übersetzen der AS,OS und Batch-Anlagendaten

1. Öffnen Sie einen beliebigen CFC-Plan und führen Sie ein Gesamt-Übersetzen
der AS durch.

Hinweis
Damit keine Warnungen beim Übersetzten erscheinen, erhöhen Sie die
eingebauten Bausteine pro Ablaufgruppe bzw. OB auf 100 im CFC-Editor unter
Extras > Einstellungen > Übersetzen/Laden

2. Schließen Sie den CFC-Editor.

Getting Started SIMATIC BATCH


2-22 A5E00918235-01
Teil 2: Quickstart

3. Führen Sie ein Gesamtübersetzen mit Urlöschen der OS durch.

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 2-23
Teil 2: Quickstart

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2-24 A5E00918235-01
Teil 2: Quickstart

4. Übersetzen Sie die Batch-Anlagendaten. Selektieren Sie in der


Technologischen Sicht Ihr Projekt (Kitchen) und wählen Sie SIMATIC BATCH
> Batch-Instanzen >Übersetzen.

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A5E00918235-01 2-25
Teil 2: Quickstart

5. Aktualisieren Sie den Status der Gesamtanlage unter Einstellungen >


OS-Objekte > Aktualisieren und verlassen das Fenster anschließend mit OK.

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2-26 A5E00918235-01
Teil 2: Quickstart

2.2.9 Kapitel 9 Laden der Batch-Anlagendaten


1. Übertragen Sie die Batch-relevanten Daten (ISA S88.01) in die OS. Das
Übersetzen der Batch Daten kann mehrere Minuten dauern, da die Batch OS
Meldungen generiert und diese übertragen werden.

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Teil 2: Quickstart

2. Laden Sie die auf der ES erzeugten Batch-Anlagendaten auf den


BATCH Server und BATCH Client. In Ihrem Fall ist der BATCH Server und
BATCH Client auf dem selben Rechner.

3. Mit OK verlassen Sie den Dialog "Batch Anlage projektieren".

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2-28 A5E00918235-01
Teil 2: Quickstart

2.2.10 Kapitel 10 Laden der AS nach PLCSim

Laden Sie die im SIMATIC Manager übersetzten AS Daten in das


Simulationsprogramm "PLCSim".
1. Öffnen Sie PLCSim aus dem SIMATIC Manager.

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A5E00918235-01 2-29
Teil 2: Quickstart

2. Laden Sie die HW-Konfiguration in PLCSim.

3. Schließen Sie HW Konfig.

Getting Started SIMATIC BATCH


2-30 A5E00918235-01
Teil 2: Quickstart

4. Öffnen Sie einen CFC-Plan aus dem Projekt und laden Sie die Pläne nach
PLCSim.

5. Schließen Sie den CFC-Editor.


6. Starten Sie PLCSim mit "RUN-P".

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 2-31
Teil 2: Quickstart

7. Speichern Sie die von Ihnen geladene Simulation, damit diese nicht durch
Schließen von PLCSim verloren geht.
Wenn Sie PLCSim schließen ohne zu speichern, müssen Sie beim nächsten
Arbeiten mit PLCSim die Schritte 1 bis 5 erneut ausführen. Gespeicherte
PLCSim-Daten können durch Öffnen der gespeicherten Datei direkt in Run
genommen werden.

Getting Started SIMATIC BATCH


2-32 A5E00918235-01
Teil 2: Quickstart

2.2.11 Kapitel 11 Starten der OS

1. Öffnen Sie den WinCC-Explorer der OS. Legen Sie unter User Administrator
einen Benutzer mit vollen Rechten an.

Hinweis
Öffnen Sie den OS-Projekteditor und klicken Sie auf die Schaltfläche "OK". Damit
konfigurieren Sie die WinCC-Runtimeoberfläche und das Alarmsystem.

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 2-33
Teil 2: Quickstart

2. Versetzen Sie die OS in Runtime, das erstmalige Hochlaufen kann einige


Minuten dauern. Melden Sie sich mit den Zugangsdaten des gerade
angelegten Benutzers an

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2-34 A5E00918235-01
Teil 2: Quickstart

2.2.12 Kapitel 12 Starten des BATCH Start Koordinators

Der BATCH Start Koordinator startet automatisch beim anmelden. Er hat keine
eigene Benutzeroberfläche, sondern ist als Symbol in der Taskleiste unten rechts
sichtbar.
Falls der BATCH Start Koordinator beendet wurde, haben Sie die Möglichkeit ihn
aus dem Windows Start Menü über Start > Simatic > BATCH > BATCH Launch
Coordinator zu starten.
Mit dem Start des BATCH Start Koordinator werden der Batch Control Server
(BCS) und die Batch Chargendatenverwaltung (CDV) gestartet und erreichen den
Status "Ready".

Über das Symbol in der Taskleiste können Sie das Anlaufverhalten von
SIMATIC BATCH konfigurieren.
Es gibt 3 verschiedene Startmöglichkeiten des Batch Start-Koordinators (rechter
Mausklick auf den Startkoordinator):
• "automatischer Start von SIMATIC BATCH nach Start von WinCC"
• "automatischer Start von SIMATIC BATCH unabhängig von WinCC"
• "manueller Start von SIMATIC BATCH"

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 2-35
Teil 2: Quickstart

Wählen Sie die Startoption "automatischer Start von SIMATIC BATCH nach Start
von WinCC". Der Hochlauf der BATCH Applikationen (BCS, CDV) erfolgt
automatisch nach dem WinCC Start, die Applikationen nehmen den Status
"Running" ein. Eine Änderung der Einstellung ist nur für begrenzte Zeit nach dem
Start möglich. Sollten die Schaltflächen inaktiv sein, schließen Sie den BATCH
Start Koordinator, und öffnen Sie ihn erneut.

Das standardmäßige Anlaufverhalten können Sie wie folgt einstellen:

Getting Started SIMATIC BATCH


2-36 A5E00918235-01
Teil 2: Quickstart

2.2.13 Kapitel 13 Einlesen der mitgelieferten Rezepte und Stoffe

Lesen Sie die mitgelieferte Rezeptdatenbank zu diesem Projekt ein.


1. Öffnen Sie das Batch Control Center (BatchCC).

Das Batch Control Center ist die zentrale Komponente für


- die Chargenplanung
- die Chargensteuerung
- Verwaltung aller Batch relevanten Daten
- Bibliotheken, Grundrezepte, Formulars, Stoffe, Rechteverwaltung

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A5E00918235-01 2-37
Teil 2: Quickstart

2. Führen Sie im Batch Control Center ein Restore mit der mitgelieferten
SBB-Datei durch.
Sie finden die SBB-Datei unter ..\Siemens\STEP7\examples\sb_gs1_b.sbb.

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2-38 A5E00918235-01
Teil 2: Quickstart

2.2.14 Kapitel 14 Aktualisieren der geladenen Batch-Anlagendaten

1. Aktualisieren Sie die von Ihnen geladenen Batch-Anlagendaten im


Batch Control Center.

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A5E00918235-01 2-39
Teil 2: Quickstart

2.2.15 Kapitel 15 Das Kochrezept für Nudeln Piccata Milanese

Gericht Piccata Milanese


Menge 2,9 kg (Normansatz)
Zutaten 100 ml Öl
1,9 Kg Nudeln
50 g Salz
1 Kg Tomatensoße

Anleitung Bearbeitungsmöglichkeiten und Ergebnisse


1. Wasser 3 Liter Wasser in einen Topf geben, 100ml Öl und eine Brise Salz hinzugeben,
vorbereiten auf 100 Grad aufheizen.

1,9 kg Nudeln in das kochende Wasser geben und 6 Min kochen


2. Nudeln kochen
1 kg Tomatensoße in einen Topf geben. 5 Min auf 40 Grad aufheizen und
3. Soße vorbereiten rühren.
(parallel zum
Nudel kochen) Mit Salz und/oder Pfeffer nachwürzen
...
... Nudeln und Soße servieren
...

4. Fertig

Getting Started SIMATIC BATCH


2-40 A5E00918235-01
Teil 2: Quickstart

2.2.16 Kapitel 16 Anlegen eines Ausgangsstoffes

Zu Beginn müssen Sie bzgl. Einsatzstoffe / Stoffausstoß einmalig für SIMATIC


BATCH die Stoffe und optional die Qualitäten definieren.
Diese Stofffestlegungen werden Ihnen in den weiteren Dialogfeldern zur
Rezepterstellung und Chargenplanung in den Auswahlfeldern angeboten. Stoffe
und Qualitäten müssen hier auch mit einem eindeutigen Code (z. B. einem
internen Firmencode) versehen werden. Dieser Code kann z.B. zur Sollwert-
Vorgabe und Istwert-Übernahme an den Schnittstellenbausteinen bzw. SFC-Typen
angegeben werden, um den Stoff bzw. das Produkt zu identifizieren. Um Rezepte
schreiben zu können, ist es notwendig Stoffdaten zu definieren. Es können
Eingangs- und Ausgangsstoffe mit verschiedenen Qualitäten angelegt werden.
Diese werden im BatchCC unter der eingelesenen Anlage im Ordner Stoffe
angelegt.
1. Legen Sie einen neuen Ausgangsstoff mit dem Namen "Piccata Milanese" und
dem Stoff-Code "47" an und platzieren Sie ihn im Ordner "Gericht/Produkt".

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A5E00918235-01 2-41
Teil 2: Quickstart

2.2.17 Kapitel 17 Anlegen eines Grundrezeptes im BatchCC

1. Erzeugen Sie ein neues hierarchisches Grundrezept mit dem Namen


"Training_Recipe" für das Produkt "Piccata Milanese" mit dem Normansatz
2,9 kg (Auf diese Menge beziehen sich alle weiteren Angaben im Rezept
gemäß dem Kochrezept für "Piccata Milanese"). Die Mindestmenge zur
Produktion ist 1kg und die Höchstmenge 10 kg (Höchste und niedrigste Menge
die auf der Anlage, hier die Kueche, gekocht werden kann).

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2-42 A5E00918235-01
Teil 2: Quickstart

2. Definieren Sie das Hauptprodukt (hier Piccata Milanese) als Stoffausstoß

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A5E00918235-01 2-43
Teil 2: Quickstart

2.2.18 Kapitel 18 Erstellen der Rezeptstruktur im Rezepteditor

Aufbau des Hauptfensters im Rezepteditor


Der grundsätzliche Aufbau der Bedienoberfläche des BATCH Rezepteditors ist im
nachfolgenden Bild am Beispiel eines Hierarchischen Rezeptes gezeigt. In
Editierfenstern können Sie die Rezepte erstellen oder ändern. Hierzu benutzen Sie
die Strukturelemente aus dem Menü Einfügen.

6FKDOWIO¦FKHQ]XU
7LWHOOHLVWH 0HQ¾OHLVWH )XQNWLRQVOHLVWH $QVLFKWV¦QGHUXQJ =RRPOHLVWH

6WDWXV]HLOHPLW (GLWLHUIHQVWHUPLW5H]HSWVWUXNWXU (GLWLHUIHQVWHUPLWHLQHU


NRQWH[WDEK¦QJLJHQ HLQHV+LHUDUFKLVFKHQ 5236FKULWWNHWWH
,QIRUPDWLRQHQ *UXQGUH]HSWVI¾U523V (GLWLHUHEHQH
(GLWLHUHEHQH

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2-44 A5E00918235-01
Teil 2: Quickstart

Prinzip Umsetzung der Hierarchie im BATCH Rezepteditor


Das folgende Bild zeigt die prinzipielle Umsetzung der hierarchischen Struktur
beim Editieren mit dem BATCH Rezepteditor. Die Rezeptstruktur eines
Hierarchischen Rezeptes wird in zwei Ebenen (Editierebene 1 und 2) editiert.
Editierebene 1
Die Editierebene 1 ist für die Technologische Sicht gedacht, in der die Abläufe über
mehrere Teilanlagen synchronisiert werden. Eine Teilrezeptprozedur (TRP) setzt
sich aus Rezeptoperationen (ROPs) zusammen. Zur Strukturierung stehen
Synchronisationen zur Verfügung (Doppelstriche). Mit einer Synchronisation
können Sie ROPs mehrerer Teilanlagen zeitlich synchronisieren.
Editierebene 2
Die Editierebene 2 dient zur Erstellung der ROP-Schrittketten. Eine
ROP-Schrittkette beginnt mit einem Start-Schritt. Auf den Start-Schritt folgt eine
Transition, die die Startbedingungen definiert. Jede ROP-Schrittkette endet mit
einem Ende-Schritt. Vor jedem Ende-Schritt steht eine Transition, die die
Ende-Bedingung definiert.

6WDUW
753 753
5)

523 523

523 523 5) 5)

523 523
(QGH

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 2-45
Teil 2: Quickstart

Umsetzung im BATCH Rezepteditor

6\QFKURQLVDWLRQVOLQLH
]ZLVFKHQGHQ753V

7HLODQODJHQSUR]HGXU 7HLODQODJHQSUR]HGXU 5236FKULWWNHWWHPLWGHQ6)&


753 XQG5H]HSW 753 XQG5H]HSW 6WUXNWXUHOHPHQWHQ6FKULWWHQ
RSHUDWLRQHQ 523V RSHUDWLRQHQ 523V 7UDQVLWLRQHQ9HU]ZHLJXQJHQXVZ

(LQH753ZLUGLPPHULQQHUKDOEHLQHU6SDOWH
GDUJHVWHOOWGKGLH523VVLQGYHUWLNDODQJHRUGQHW

(GLWLHUHEHQH (GLWLHUHEHQH

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2-46 A5E00918235-01
Teil 2: Quickstart

Werkzeuge zum Erstellen der Rezeptstruktur

5H]HSWSUR]HGXUHOHPHQWHLQI¾JHQ

%LEOLRWKHNYHUZHLVHUVWHOOHQ

5H]HSWIXQNWLRQRSHUDWLRQHLQI¾JHQ

2SHUDWRUDQZHLVXQJHLQI¾JHQ

7UDQVLWLRQHLQI¾JHQ

3DUDOOHO]ZHLJHLQI¾JHQ

$OWHUQDWLY]ZHLJHLQI¾JHQ

6\QFKURQLVDWLRQHLQI¾JHQ

6FKOHLIHHLQI¾JHQ

Der Rezepteditor verfügt über Werkzeuge zur einfachen Erstellung von Rezept-
Strukturen, wie
1. Einfügen von S88-Prozedur-Elementen wie Teilrezeptprozedur (TRP),
Rezeptoperation (ROP) und Rezeptfunktion (RF)
2. Anstatt einer Rezeptoperation kann auch eine referenzierte Bibliotheks-
Operation (Bib.-ROP) eingefügt werden
3. Einfügen von Operator-Anweisungen oder Operator-Dialogen
4. Einfügen von Transitionen
5. Einfügen von Parallel-Zweigen
6. Einfügen von Alternativ-Zweigen
7. Einfügen von Synchronisationslinien
8. Einfügen von Schleifen

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A5E00918235-01 2-47
Teil 2: Quickstart

Erstellen Sie die Rezeptstruktur im Rezepteditor nach Beschreibung des


Kochrezeptes
1. Öffnen Sie den Rezepteditor zu Ihrem Grundrezept "Training_Recipe".

Getting Started SIMATIC BATCH


2-48 A5E00918235-01
Teil 2: Quickstart

2. Erstellen Sie mit den Werkzeugen und der Rezeptbeschreibung, das Gericht
"Piccata Milanese".
Verwenden Sie das Diagramm und die folgenden Beschreibungsschritte zur
Hilfe.

7HLODQODJH 753 7HLODQODJH 753


7RSIB 7RSIB

ROP: Wasser vorbereiten

/LWHU:DVVHULQHLQHQ7RSIJHEHQ
XQGPO˜OVRZLHHLQH%ULVH6DO]
KLQ]XI¾JHQ$QVFKOLH¡HQGDXIr
&DXIKHL]HQ

ROP: Nudeln kochen ROP: Soße vorbereiten

NJ1XGHOQLQNRFKHQGHV:DVVHU NJ7RPDWHQVDXFHLQHLQHQ7RSI
JHEHQXQGPLQNRFKHQ JHEHQPLQDXIr&DXIKHL]HQ
XQGPLW6DO]XQG3IHIIHUQDFKZ¾U]HQ

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A5E00918235-01 2-49
Teil 2: Quickstart

3. Legen Sie zwei TRPs (TeilRezeptProzeduren) an.

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2-50 A5E00918235-01
Teil 2: Quickstart

4. Weisen Sie der linken TRP die Teilanlage "Pot_1"mit der Strategie
"Bevorzugte Teilanlage" zu.

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 2-51
Teil 2: Quickstart

5. Weisen Sie der rechten TRP die Teilanlage "Pot_3"mit der Strategie
"Bevorzugte Teilanlage" zu.

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2-52 A5E00918235-01
Teil 2: Quickstart

6. Fügen Sie die jeweiligen ROPs (Rezeptoperationen) ein.

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 2-53
Teil 2: Quickstart

7. Vergeben Sie den ROPs (Rezeptoperationen) die Texte "Prepare Water",


"Cook Pasta" und "Prepare Sauce".

Getting Started SIMATIC BATCH


2-54 A5E00918235-01
Teil 2: Quickstart

8. Fügen Sie in der ROP "Prepare Water", über Doppelklick auf die ROP, eine
Rezeptfunktion ein.

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 2-55
Teil 2: Quickstart

9. Weisen Sie der Rezeptfunktion die Funktion "Add_Ingredient" mit der


Fahrweise "Add_Water" zu.

Getting Started SIMATIC BATCH


2-56 A5E00918235-01
Teil 2: Quickstart

10. Definieren Sie Einsatzstoffe und Parameter der Funktion "Add_Ingredient".


Dem Einsatzstoff "Li_Quantity" muss der Stoff, hier Wasser (Water), und die zu
befüllende Menge, hier 3 l, zugewiesen werden.

Hinweis: Hier und in sämtlichen Funktionen dient der Parameter "Simutime"


zur Simulation der Laufzeit. In einer reellen Anlage könnte sich die Laufzeit
durch externe Ereignisse ändern.

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 2-57
Teil 2: Quickstart

11. Fügen Sie einen Parallel-Zweig und 3 NOPs ein

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2-58 A5E00918235-01
Teil 2: Quickstart

12. Fügen Sie die Rezeptfunktion "Add_Ingredient" mit der Fahrweise "Add_Oil"
hinzu und übergeben dem Einsatzstoff "Li_Quantity" den Stoff "Oil" mit einer
Menge von "0,1 l". Der Laufzeit übergeben Sie den Wert "5sec".
13. Fügen Sie die Rezeptfunktion "Heat" hinzu und weisen dem Parameter "Temp"
den Wert "100 °C zu. Der Laufzeit übergeben Sie den Wert "300sec".

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 2-59
Teil 2: Quickstart

14. Fügen Sie innerhalb des Parallelzweiges unterhalb der Rezeptfunktion


"Add_Ingredient" eine weitere Rezeptfunktion "Add_Ingredient" mit der
Fahrweise "Add_Salt" hinzu und übergeben dem Einsatzstoff "Kg_Quantity"
den Stoff "Salt" mit einer Menge von "0,01 kg". Der Laufzeit übergeben Sie den
Wert "5sec".

Getting Started SIMATIC BATCH


2-60 A5E00918235-01
Teil 2: Quickstart

15. Vervollständigen Sie die ROP "Prepare Pasta" nach der Rezeptbeschreibung
für das Gericht "Piccata Milanese".

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 2-61
Teil 2: Quickstart

16. Vervollständigen Sie die ROP "Prepare Sauce" nach der Rezeptbeschreibung
für das Gericht "Piccata Milanese".

Getting Started SIMATIC BATCH


2-62 A5E00918235-01
Teil 2: Quickstart

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 2-63
Teil 2: Quickstart

Getting Started SIMATIC BATCH


2-64 A5E00918235-01
Teil 2: Quickstart

17. Fügen Sie eine Synchronisationslinie ein, indem Sie mit gedrückter linker
Maustaste eine Linie zwischen der linken und rechten Spalte ziehen.

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 2-65
Teil 2: Quickstart

18. Fügen Sie die ROP´s (Rezeptoperationen) "Serve Pasta" und "Serve Sauce"
ein und vervollständigen diese nach der Rezeptbeschreibung für das Gericht
"Piccata Milanese".

Getting Started SIMATIC BATCH


2-66 A5E00918235-01
Teil 2: Quickstart

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 2-67
Teil 2: Quickstart

Getting Started SIMATIC BATCH


2-68 A5E00918235-01
Teil 2: Quickstart

19. Speichern Sie Ihr erzeugtes Grundrezept.

20. Führen Sie eine Plausibilitätsprüfung des Rezeptes durch.

21. Schließen Sie den Rezepteditor.

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 2-69
Teil 2: Quickstart

2.2.19 Kapitel 19 Freigeben des Grundrezeptes zur Produktion

Um Ihr erstelltes Grundrezept "Training_Recipe V1.0" für die Erstellung einer


Charge zu nutzen, ist es erforderlich, das Rezept zur Produktion oder zum Test
freizugeben.
1. Geben Sie Ihr Rezept zur Produktion frei.

Hinweis
Um Rezepte, die bereits freigegeben wurden, bearbeiten zu können, ist es
erforderlich, die Freigabe aufzuheben. Öffnen Sie dazu im BATCH Control Center
den Eigenschaftendialog über Extras > Einstellungen > Projekteinstellungen
und aktivieren Sie die Funktion "Editieren von Rezepten im Zustand Freigabe
aufgehoben ermöglichen" und kontrollieren Sie, ob die Funktion
"Teilanlagenauswahl durch Bedingung" aktiviert ist.

Getting Started SIMATIC BATCH


2-70 A5E00918235-01
Teil 2: Quickstart

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 2-71
Teil 2: Quickstart

2.2.20 Kapitel 20 Anlegen eines Auftrags (Charge)


1. Legen Sie eine Auftragskategorie mit dem Namen "order_category_GS" an.

Getting Started SIMATIC BATCH


2-72 A5E00918235-01
Teil 2: Quickstart

2. Legen Sie zu der "order_category_GS" einen Auftrag mit dem Namen


"Order_GS" an.

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 2-73
Teil 2: Quickstart

3. Legen Sie zu dem "Order_GS" eine Charge (z.B. Batch1) mit dem Grundrezept
"Training_Recipe V1.0" an.

Getting Started SIMATIC BATCH


2-74 A5E00918235-01
Teil 2: Quickstart

2.2.21 Kapitel 21 Freigeben und Starten einer Charge (Steuerrezept)

1. Öffnen Sie die Charge (Steuerrezept) "Batch1".

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 2-75
Teil 2: Quickstart

2. Geben Sie das Steuerrezept "Batch1" frei. Das Icon des Steuerrezeptes wird
hellblau.

Getting Started SIMATIC BATCH


2-76 A5E00918235-01
Teil 2: Quickstart

3. Starten Sie das freigegebene Steuerrezept. Das Icon wird grün und die
Teilanlagen werden belegt und gemäß der Rezeptstruktur gestartet.

4. Schließen Sie den SIMATIC BATCH Control Center und beenden Sie die
WinCC-Runtime.

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 2-77
Teil 2: Quickstart

Getting Started SIMATIC BATCH


2-78 A5E00918235-01
3 Teil 3: Erstellen einer technischen
Funktion mittels SFC und
BATCH-Schnittstellenbausteinen

3.1 Überblick

Arbeiten im SIMATIC Manager


1. Aufgabenstellung / Umsetzungskonzept
2. Erweitern der technologischen Hierarchie
3. Projektieren der Einzelsteuerebene (Ventil V1)
4. BATCH-Schnittstellenbausteine für die Steuerbefehle und
Prozesswertübergabe projektieren
5. SFC erstellen
6. Verbinden der Batch-Steuerbefehle mit dem SFC
7. AS, OS übersetzen und laden
8. Batch-Typen generieren
9. Übersetzen, OS Übertragung und Laden von Batch
10. Rezept erweitern

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 3-1
Teil 3: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC und BATCH-Schnittstellenbausteinen

3.2 Projektierung

3.2.1 Kapitel 1 Aufgabenstellung und Umsetzungskonzept

Für die Pfanne wird eine zusätzliche technische Funktion gebraucht: Sie soll um
eine Funktion "Quench" (Ablöschen) erweitert werden. Dabei soll über ein
Löschventil eine vorgebbare Stoffmenge (z.B. Rotwein) zugegeben werden.
Den Vorgang zum Erreichen des Mengensollwertes simulieren Sie vereinfacht
durch eine vorgebbare Zeit. Beim Anhalten oder Abbrechen soll das Ventil
geschlossen werden.
Zur Realisierung der technischen Funktion wählen Sie die Bausteine aus der
Batchbibliothek.

$QODJH

7HLODQODJHQ

'HVN 3DQ 3RW 3RW 3RW 2YHQ

'UDLQ 'UDLQ 'UDLQ 'UDLQ 'UDLQ 'UDLQ

$GGB6ROLG $GGB6ROLG $GGB6ROLG $GGB6ROLG $GGB6ROLG $GGB6ROLG

7XUQ +HDW +HDW +HDW +HDW +HDW

$GGB,QJUHGLHQW $GGB,QJUHGLHQW $GGB,QJUHGLHQW $GGB,QJUHGLHQW $GGB,QJUHGLHQW

6WLU 6WLU 6WLU 6WLU

7XUQ

4XHQFK

Getting Started SIMATIC BATCH


3-2 A5E00918235-01
Teil 3: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC und BATCH-Schnittstellenbausteinen

Prozesswerte

Prozesswertname Baustein Datentyp Kommentar


Quantity IEPAR_PI STRING
REAL
Duration IEPAR_REAL REAL

Bausteinkontakte

Bausteinname Baustein Kommentar


V1 IEPAR_PI

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 3-3
Teil 3: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC und BATCH-Schnittstellenbausteinen

3.2.2 Kapitel 2 Erweitern der technologischen Hierarchie

1. Öffnen Sie Ihr bearbeitetes Getting Started SIMATIC BATCH "Quickstart".


2. Erweitern Sie die Teilanlage "Pan" um einen Hierarchieordner mit dem Namen
"Quench". Der neu hinzugefügte Hierarchieordner wird automatisch als
Technische Einrichtung und somit als Batch-relevant deklariert (Ordner ist
grün).

Getting Started SIMATIC BATCH


3-4 A5E00918235-01
Teil 3: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC und BATCH-Schnittstellenbausteinen

3. Erweitern Sie den Hierarchieordner "Quench" um einen Hierarchieordner mit


dem Namen "Quench_Valve". Auf dieser Ebene sollen sich die
Einzelsteuerungen befinden(hier das zugehörige Ventil).

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 3-5
Teil 3: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC und BATCH-Schnittstellenbausteinen

3.2.3 Kapitel 3 Projektieren der Einzelsteuerebene (Ventil V1)

1. Legen Sie im Hierarchieordner "Quench_Valve" einen CFC-Plan mit dem


Namen "Valve" an.

2. Öffnen Sie den CFC-Plan "Valve" und fügen Sie einen Ventilbaustein ein.
Geben Sie dem Ventilbaustein den Bausteinnamen "V1".
3. Schalten Sie die Ein- und Ausgänge " QCONTROL", "BA_EN", "BA_ID",
"OCCUPIED", "BA_NA", sowie "STEP_NO" sichtbar.

Getting Started SIMATIC BATCH


3-6 A5E00918235-01
Teil 3: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC und BATCH-Schnittstellenbausteinen

4. Verschalten Sie den Ausgang "QCONTROL" mit den Eingängen "FB_OPEN"


und "FB_CLOSE" und invertieren Sie "FB_CLOSE".

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 3-7
Teil 3: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC und BATCH-Schnittstellenbausteinen

3.2.4 Kapitel 4 BATCH-Schnittstellenbausteine für die Steuerbefehle


und Prozesswertübergabe projektieren

1. Legen Sie im Hierarchieordner "Quench" einen CFC-Plan mit dem Namen


"Quench_EPH" an.

2. Öffnen Sie den CFC-Plan "Quench_EPH" und fügen Sie aus der Bibliothek
"SIMATIC BATCH Blocks" die Bausteine "IEPH", "IEPAR_PI" und
"IEPAR_REAL" ein. Benennen Sie den IEPH Baustein "Quench" um. Tragen
Sie am Eingang "F_TYPE" als Eingangswert ebenso "Quench" ein. Dem
Baustein IEPAR_PI geben Sie den Namen "Quantity" und dem Baustein
IEPAR_REAL den Namen "Duration".

Getting Started SIMATIC BATCH


3-8 A5E00918235-01
Teil 3: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC und BATCH-Schnittstellenbausteinen

3. Verschalten Sie den Ausgang "EPE_CONN" des IEPH Baustein (Quench) mit
den "EPE_CONN" Eingängen der EPAR Bausteine (Quantity, Duration).

4. Fügen Sie einen TIMER_P Baustein für die Simulation des Prozesswertes
"Duration" ein.

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 3-9
Teil 3: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC und BATCH-Schnittstellenbausteinen

5. Geben Sie dem TIMER_P Baustein den Namen "Duration_Timer" und setzen
den Eingang MODE auf 1.
Verschalten Sie den IEPAR_REAL Baustein "Duration" mit dem TIMER_P
Baustein wie folgt.

Duration / Q_SP_VAL mit Duration_Timer / TIMER0


Duration_Timer / PTIME mit Duration / ACT_VA

6. Verschalten Sie den IEPAR_PI Baustein "Quantity" zur Simulation wie folgt.

Quantity / Q_SP_VAL mit Quantity / ACT_VAL


Quantity / QMAT_SP mit Quantity / MAT_ACT

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3-10 A5E00918235-01
Teil 3: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC und BATCH-Schnittstellenbausteinen

7. Um am Ventilbaustein "V1" den BATCH Namen, Batch ID, Batch Step Number,
Batch Enable, Occupied zur Verfügung zu haben, muss der Ventilbaustein mit
dem Batch Steuerbaustein IEPH "Quench" verschaltet werden.
Verschalten Sie wie folgt.

Quench / QBA_EN mit V1 / BA_EN


Quench / VSTEP_NO mit V1 / STEP_NO
Quench / VBA_ID mit V1 / BA_ID
Quench / VBA_NAME mit V1 / BA_NA
Quench / Q_OCCUPI mit V1 / OCCUPIED

8. Schließen Sie den CFC-Editor.

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A5E00918235-01 3-11
Teil 3: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC und BATCH-Schnittstellenbausteinen

3.2.5 Kapitel 5 SFC erstellen

1. Legen Sie im Hierarchieordner "Quench" einen SFC-Plan mit dem Namen


"Quench_SFC" an.

2. Öffnen Sie den SFC-Plan und projektieren Sie Schrittkette RUN. Orientieren
Sie sich dazu an folgender Skizze. Den Duration_Timer Baustein finden Sie im
Quench_EPH Plan, und V1 Baustein im Valve Plan.

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3-12 A5E00918235-01
Teil 3: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC und BATCH-Schnittstellenbausteinen

Skizze der "RUN"-Kette (RUN=1)


Start
9/,23B6(/ 758(
9$87B/ 758(

Valve in Auto!
940$1B$87 758(

Open Valve Start Timer


9$872B2& 758( 'XUDWLRQB7LPHU,2 758(

Timer ended!
9423(1(' 758(
'XUDWLRQB7LPHU4 )$/6(

Close Valve
9$872B2& )$/6(

Valve closed!
94&/26(' 758(

Ende
9$872B2& )$/6(
'XUDWLRQB7LPHU,2 )$/6(

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A5E00918235-01 3-13
Teil 3: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC und BATCH-Schnittstellenbausteinen

So sieht die fertig projektierte Schrittkette aus.

Beispiel für einen Schritt und eine Transition.

Schritt: Start Timer

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3-14 A5E00918235-01
Teil 3: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC und BATCH-Schnittstellenbausteinen

Transition: Timer ended!

3. Fügen Sie eine neue Kette in "Quench_SFC" ein.

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A5E00918235-01 3-15
Teil 3: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC und BATCH-Schnittstellenbausteinen

4. Öffnen Sie das Eigenschaften-Fenster von SEQ1 (Doppelklick auf die SEQ1
Lasche).
In der Lasche "Allgemein" geben Sie den Name "Abort-Hold-Comp" ein.
Anschließend übernehmen Sie die Einstellungen.

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3-16 A5E00918235-01
Teil 3: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC und BATCH-Schnittstellenbausteinen

5. Projektieren Sie die Startbedingungen der Kette.


Machen Sie die Ansicht "Anschlüsse" sichtbar.
Per Drag & Drop fügen Sie die Parameter "HOLDING", "ABORTING" und
"COMPLETING" (diese Parameter finden Sie unter OUT) als Startbedingung
unter der Lasche "Startbedingung" ein.
Übernehmen Sie die Einstellungen und Schließen Sie das Fenster
"Eigenschaften".

6. Projektieren Sie die unten aufgeführte Schrittkette Abort-Hold-Complete.

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 3-17
Teil 3: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC und BATCH-Schnittstellenbausteinen

Skizze der "Hold/Abort/Complete"-Kette (Holding=1 oder Aborting=1 oder


Completing=1)

Start

Close Valve
V1.AUTO_OC = FALSE

Valve closed
[Link] = TRUE

Ende

7. Selektieren Sie in dem SFC Plan "Quench_SFC" die Betriebsart "AUTO".

8. Schließen Sie den SFC-Editor.

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3-18 A5E00918235-01
Teil 3: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC und BATCH-Schnittstellenbausteinen

3.2.6 Kapitel 6 Verbinden der Batch-Steuerbefehle mit dem SFC

1. Öffnen Sie die Außenansicht des SFC-Plans "Quench_SFC".

2. Öffnen Sie den CFC-Plan "Quench_EPH" mit dem Schnittstellenbaustein


"Quench".

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 3-19
Teil 3: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC und BATCH-Schnittstellenbausteinen

3. Verschalten Sie den Schnittstellenbaustein "Quench" wie folgt mit der


Außenansicht des SFCPlans "Quench_SFC".

Hinweis
Schalten Sie alle Parameter der folgenden Liste zunächst sichtbar.

Quench / QSTART Mit Quench_SFC / START


Quench / QHOLD Mit Quench_SFC / HOLD
Quench / QSTOP Mit Quench_SFC / STOP
Quench / QABORT Mit Quench_SFC / ABORT
Quench / QRESET Mit Quench_SFC / RESET
Quench / QTERM Mit Quench_SFC / COMPLETE
Quench / QCONT Mit Quench_SFC / CONT
Quench / QBA_EN Mit Quench_SFC / BA_EN
Quench / VSTEP_NO Mit Quench_SFC / STEP_NO
Quench / VBA_ID Mit Quench_SFC / BA_ID
Quench / VBA_NAME Mit Quench_SFC / BA_NA
Quench / Q_OCCUPI Mit Quench_SFC / OCCUPIED
Quench / USTAT_L Mit Quench_SFC / BA_STATE

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3-20 A5E00918235-01
Teil 3: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC und BATCH-Schnittstellenbausteinen

3.2.7 Kapitel 7 AS, OS übersetzen und laden

1. Führen Sie ein Änderungs-Übersetzen der AS durch und laden Sie


anschließend die neu übersetzten Daten mit einem "Änderungsladen" nach
PLCSim.

Nach dem Laden kontrollieren Sie, ob die AS im Zustand RUN_P ist.

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A5E00918235-01 3-21
Teil 3: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC und BATCH-Schnittstellenbausteinen

2. Führen Sie ein Änderungs-Übersetzen der OS durch.

Getting Started SIMATIC BATCH


3-22 A5E00918235-01
Teil 3: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC und BATCH-Schnittstellenbausteinen

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A5E00918235-01 3-23
Teil 3: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC und BATCH-Schnittstellenbausteinen

3.2.8 Kapitel 8 Batch-Typen generieren

1. Öffnen Sie den Dialog "Batch Anlage projektieren" in der Technologischen


Sicht in Ihrem Projekt.
Selektieren Sie "Batch-Typen".

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3-24 A5E00918235-01
Teil 3: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC und BATCH-Schnittstellenbausteinen

2. Generieren Sie die Batch Typen.


Ihre im CFC-Plan Quench_EPH" neu projektierten Batch-Daten werden nun
eingelesen.

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A5E00918235-01 3-25
Teil 3: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC und BATCH-Schnittstellenbausteinen

3.2.9 Kapitel 9 Batch Anlagedaten Übersetzen und Laden

1. Übersetzen Sie die Batch-Anlagendaten.


Selektieren Sie hierzu "Batch-Instanzen" und wählen Sie die Schaltfläche
"Übersetzen".

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3-26 A5E00918235-01
Teil 3: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC und BATCH-Schnittstellenbausteinen

2. Laden Sie die Batch-Anlagendaten.


Selektieren Sie die Batch-Anlage (hier Kitchen) und führen Sie "Laden" aus.
Speichern Sie die Änderungen (Dialogbox mit Ja bestätigen).
Laden Sie die auf der ES erzeugten Batch-Anlagedaten auf den BATCH
Server und BATCH Client.
In diesem Fall befindet sich der BATCH Server und der BATCH Client auf dem
selben Rechner.

3. Schließen Sie den Dialog.

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 3-27
Teil 3: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC und BATCH-Schnittstellenbausteinen

4. Schließen Sie den Dialog "Batch Anlage projektieren".

Getting Started SIMATIC BATCH


3-28 A5E00918235-01
Teil 3: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC und BATCH-Schnittstellenbausteinen

3.2.10 Kapitel 10 Rezept erweitern

1. Starten Sie die Runtime der OS.

2. Der Start-Koordinator wird automatisch gestartet, sobald Ihr WinCC-Projekt in


Runtime ist. Warten Sie, bis dieser alle Applikationen (BCS, CDV) vollständig
gestartet hat.

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 3-29
Teil 3: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC und BATCH-Schnittstellenbausteinen

3. Starten Sie das Batch Control Center und aktualisieren Sie die neu geladenen
Batch-Anlagendaten.

Nach der Aktualisierung steht Ihnen Ihre neu projektierte Funktion "Quench" für die
Teilanlage "Pan" zur Rezepterstellung zur Verfügung.

Getting Started SIMATIC BATCH


3-30 A5E00918235-01
Teil 3: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC und BATCH-Schnittstellenbausteinen

4. Öffnen Sie das Grundrezept "Template_Recipe_Getting_Started" und


speichern Sie dieses unter dem Namen "Recipe_Quench".

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 3-31
Teil 3: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC und BATCH-Schnittstellenbausteinen

5. In das soeben erzeugte Rezept "Recipe_Quench" fügen Sie die neu


projektierte Funktion "Quench" ein.

Getting Started SIMATIC BATCH


3-32 A5E00918235-01
Teil 3: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC und BATCH-Schnittstellenbausteinen

6. Speichern Sie das Rezept und prüfen Sie die Plausibilität. Anschließend
schließen Sie den Rezepteditor.

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 3-33
Teil 3: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC und BATCH-Schnittstellenbausteinen

7. Geben Sie das Rezept zur Produktion frei. Legen Sie anschließend eine neue
Charge mit dem Rezept "Recipe_Quench" an, geben Sie frei und starten diese.

8. Schließen Sie den SIMATIC BATCH Control Center und beenden Sie die
WinCC-Runtime.

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3-34 A5E00918235-01
4 Teil 4: Erstellen einer technischen
Funktion mittels SFC-Typ

4.1 Überblick

Arbeiten im SIMATIC Manager


1. Aufgabenstellung / Umsetzungskonzept "Ventilate"
2. SFC-Typ "Ventilate" erstellen
3. Schrittketten anlegen
4. Erweitern der technologischen Hierarchie
5. Instanzieren des SFC-Typs "Ventilate" am Topf_1
6. Übersetzen und Laden von AS, OS und Batch
7. Rezept erweitern

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 4-1
Teil 4: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC-Typ

4.2 Projektierung

4.2.1 Kapitel 1 Aufgabenstellung/Umsetzungskonzept "Ventilate"

An den Töpfen wird eine zusätzliche technische Funktion gebraucht: Sie sollen um
eine Funktion "Ventilate" (entlüften) erweitert werden. Dabei soll ein
Entlüftungsventil für eine vorgebbare Zeit geöffnet werden. Beim Anhalten oder
Abbrechen soll das Ventil geschlossen werden.
Da die gleiche Funktion an den Töpfen 1-3 gebraucht wird, wählen wir zur
Realisierung den SFC-Typ.

$QODJH

7HLODQODJHQ

'HVN 3DQ 3RW 3RW 3RW 2YHQ

'UDLQ 'UDLQ 'UDLQ 'UDLQ 'UDLQ 'UDLQ

$GGB6ROLG $GGB6ROLG $GGB6ROLG $GGB6ROLG $GGB6ROLG $GGB6ROLG

7XUQ +HDW +HDW +HDW +HDW +HDW

$GGB,QJUHGLHQW $GGB,QJUHGLHQW $GGB,QJUHGLHQW $GGB,QJUHGLHQW $GGB,QJUHGLHQW

6WLU 6WLU 6WLU 6WLU

7XUQ 9HQWLODWH 9HQWLODWH 9HQWLODWH

Getting Started SIMATIC BATCH


4-2 A5E00918235-01
Teil 4: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC-Typ

Umsetzungskonzept SFC-Typ "Ventilate"


Fahrweisen

Fahrweisenname Kommentar
Ventilate Erste Fahrweise, QCS=1

Sollwerte

Sollwertname Datentyp Kommentar


Duration REAL Einheit Sekunden

Prozesswerte

Prozesswertname Datentyp Kommentar


Keine

Zeiten

Name Datentyp Kommentar


T_Duration Zeit Timer für Sollwert "Dauer", Mode=1

Bausteinkontakte

Bausteinname Datentyp Kommentar


V1 VALVE Entlüftungsventil

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 4-3
Teil 4: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC-Typ

4.2.2 Kapitel 2 SFC-Typ "Ventilate" erstellen

1. Öffnen Sie die Komponentensicht und fügen Sie einen neuen SFC-Typ
"Ventilate" ein.

Getting Started SIMATIC BATCH


4-4 A5E00918235-01
Teil 4: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC-Typ

2. Öffnen Sie den unten dargestellten Merkmaldialog des SFC-Typs "Ventilate"


durch Doppelklick.
Selektieren Sie das Menü "Merkmale".

3. Wählen Sie das Merkmal "Fahrweisen" an und geben Sie im rechten Feld den
Namen "Ventilate" ein.

4. Wählen Sie nun das Merkmal "Sollwerte" aus und tragen Sie im rechten Feld
den Sollwertnamen "Duration" (Dauer) ein. Selektieren Sie als Datentyp für
Duration den Typ "REAL". Tragen Sie als Einheit für Duration "sec" ein.

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 4-5
Teil 4: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC-Typ

5. Definieren Sie nun den Timer. Wählen Sie dazu das Merkmal "Zeiten" an.
Geben Sie im rechten Teil den Namen "T_Duration" ein. Die Timer, die
innerhalb der SFC-Typen auf diese Weise benutzt werden, verhalten sich wie
der Standardbaustein "Timer_P" aus der PCS7 Bibliothek.

Hinweis
Es erscheint ein Pop-Up-Fenster mit dem Hinweis, dass der TIMER_P Baustein
bzw. das Objekt‚ FB5’ existiert.
Bestätigen Sie die Eingabeanforderung mit "JA".

6. Im letzten Schritt legen Sie das Ventil an. Dazu selektieren Sie das Merkmal
"Bausteinkontakte" und tragen im rechten Teil den Namen "V1" ein. In der
Spalte "Baustein" wählen Sie den zugehörigen Bausteintypen aus, in diesem
Fall "VALVE".

Damit sind alle Merkmale, die für das Beispiel "Ventilate" benötigt werden,
festgelegt. Nun müssen die Schrittketten angelegt und projektiert werden.

Getting Started SIMATIC BATCH


4-6 A5E00918235-01
Teil 4: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC-Typ

4.2.3 Kapitel 3 Schrittketten anlegen

Die Run-Kette, die im Zustand "Run" bearbeitet wird, ist bereits angelegt. Es fehlt
noch die Schrittkette die im Zustand "Holding", "Aborting", "Completing" bearbeitet
wird. Da der Inhalt diesem Fall bei allen drei Ketten gleich ist, legen Sie nur eine
Kette an und nennen diese "Abort-Hold-Comp".

1. Um eine neue Kette einzufügen, klicken Sie rechts auf die Lasche "RUN".
Wählen Sie "Neue Kette am Ende einfügen".
2. Es entsteht die neue Lasche "SEQ1". Stellen Sie die Eigenschaften von SEQ1
ein. In den allgemeinen Eigenschaften geben Sie den Namen
Abort-Hold-Comp ein.

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 4-7
Teil 4: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC-Typ

3. Nun werden in den Eigenschaften die Startbedingungen der Kette projektiert.


Hier lautet die Startbedingung:
- Aborting=True oder Holding=True oder Completing=True.
- Wechseln Sie dazu in die Ansicht "Anschlüsse". Die Anschlüsse Aborting,
Holding und Completing finden Sie unter "OUT".
- Ziehen Sie die Anschlüsse durch Drag & Drop aus dem oberen Teil in den
Dialog zum Projektieren der Startbedingung.
Übernehmen Sie die Änderungen und schließen Sie danach das
Eigenschaftenfenster.

Getting Started SIMATIC BATCH


4-8 A5E00918235-01
Teil 4: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC-Typ

4. Im Folgenden müssen Sie die Schrittkette "RUN" projektieren.


Bleiben Sie dazu in der Ansicht "Anschlüsse".

Im linken Teil des Fensters erscheinen die Anschlüsse des SFC-Typs "Ventilate",
gegliedert nach Eingängen, Ausgängen und Ein-Ausgängen. Im rechten Teil wird
die Liste der zugehörigen Anschlüsse angezeigt.
Die Steuerausgänge für das Ventil V1 oder den Timer T_Duration sind unter "OUT"
zu finden.
Rückmeldungen des Ventils V1 sind unter "IN" angelegt.

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 4-9
Teil 4: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC-Typ

5. Die Anschlüsse werden durch Drag & Drop aus dem oberen Teil in den Dialog
zum Projektieren der Schritte/Transitionen gezogen. Auf diese Weise werden
die Run und die Abort-Hold-Complete Kette wie im Kapitel 1 angegeben
aufgebaut. Nutzen Sie die Skizzen auf den folgenden Seiten, um alle Schritte
und Transitionen korrekt zu projektieren.

Getting Started SIMATIC BATCH


4-10 A5E00918235-01
Teil 4: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC-Typ

Skizze der "Run"-Kette (Run=1) für Fahrweise "Ventilate" (QCS=1)

Start

V1_Auto
9B/,23B6(/ 758(
9B$87B/ 758(

Set Timer
7B'XUDWLRQB7,0( 
'XUDWLRQB4

Open Valve Start Timer


9B$872B2& 758( 7B'XUDWLRQB,2 758(

Valve opened!
9B423(1(' 758(
7B'XUDWLRQB4 )$/6(

Reset Trigger
T_Duration_IO =
FALSE

Time over!
T_Duration_Q0 = FALSE

Close Valve
9B$872B2& )$/6(

Valve closed!
9B4&/26(' 758(

Ende
7B'XUDWLRQB,2 )$/6(

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 4-11
Teil 4: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC-Typ

Skizze der "Hold/Abort/Complete"-Kette (Holding=1 oder Aborting=1 oder


Completing=1)

Start

Close Valve
9B$872B2& )$/6(

Ende

1. Setzen Sie den Anfangswert für den verwendeten Timer Mode mit "1"
(verlängerter Impuls).

2. Setzen Sie den Anfangswert für den Parameter CS (Fahrweise) auf den
Wert 1.

Getting Started SIMATIC BATCH


4-12 A5E00918235-01
Teil 4: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC-Typ

3. Selektieren Sie die SIMATIC BATCH Kategorie "EPH".

4. Stellen Sie die Betriebsparameter AS auf "Auto" als Defaultbetriebsart.


Damit sind alle Schritte zur Projektierung des Typs "Ventilate" abgeschlossen.
5. Beenden Sie den SFC-Editor.

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 4-13
Teil 4: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC-Typ

4.2.4 Kapitel 4 Erweitern der technologischen Hierarchie

1. Öffnen Sie im SIMATIC Manager die Technologische Sicht des Projektes. Am


Pot_1 soll eine neue technische Funktion "Ventilate" eingefügt werden. Legen
Sie dazu einen neuen Hierarchieordner an.
Nennen Sie den Ordner "Ventilate".

2. In dem Hierarchieordner "Ventilate" legen Sie einen CFC Plan an. Dieser Plan
"Ventilate_Pot1" wird für die Instanz des SFC-Typen benötigt. Legen Sie nun
unter dem Ordner "Ventilate" einen weiteren Ordner "Val_Ventilate" an.

Getting Started SIMATIC BATCH


4-14 A5E00918235-01
Teil 4: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC-Typ

Danach ergibt sich folgendes Bild:

3. Legen Sie im Unterordner "Val_Ventilate" den CFC-Plan "Pot1_Valve" an. In


diesem CFC Plan wird das zum Lüften an Pot_1 gebrauchte Ventil projektiert.

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 4-15
Teil 4: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC-Typ

4. Öffnen Sie den CFC-Plan "Pot1_Valve". Platzieren Sie einen VALVE Baustein
mit Namen P1_V1. Zur Simulation der Rückmeldungen verschalten Sie den
Ausgang QCONTROL auf den Eingang FB_OPEN und invertiert auf den
Eingang FB_CLOSE (QCONTROL muss vorher sichtbar gemacht werden). Es
ergibt sich folgendes Bild:

Getting Started SIMATIC BATCH


4-16 A5E00918235-01
Teil 4: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC-Typ

4.2.5 Kapitel 5 Instanzieren des SFC-Typs "Ventilate" an Pot_1

1. Öffnen Sie den CFC-Plan "Ventilate_Pot1". Unter "Katalog/Bausteine/Sonstige


Bausteine" finden Sie den zuvor erstellten Typ. Platzieren Sie einen Baustein
mit Namen "P1_Ventilate" vom Typ "Ventilate" in dem Plan.
Es ergibt sich danach folgendes Bild:

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 4-17
Teil 4: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC-Typ

2. Öffnen Sie nun zusätzlich den CFC-Plan "Pot1_Valve" und ordnen Sie die
beiden Fenster wie unten gezeigt nebeneinander an.

3. Nun muss das Ventil P1_V1 mit P1_Ventilate verschaltet werden.


- Wählen Sie dazu den Ausgang V1_AUTO_OC von P1_Ventilate an.
Wählen Sie danach den zugehörigen Ventileingang AUTO_OC des Ventils
P1_V1 an. Nun werden alle relevanten Verschaltungen zum Ventil
automatisch angelegt (acht insgesamt).
- Damit alle batchrelevanten Informationen, die SIMATIC BATCH an die
Bausteininstanz von "Ventilate" schreibt, auch am zugehörigen Ventil
ankommen, müssen die batchrelevanten Ausgänge (fünf) noch mit dem
Ventil verschaltet werden. Es müssen zunächst folgende Parameter
sichtbar geschaltet werden:
- Am Ventil P1_V1: BA_EN, BA_ID, BA_NA, STEP_NO,OCCUPIED
- An der Funktion "Ventilate" P1_Ventilate: QBA_EN, QBA_ID, QBA_NA,
QSTEP_NO, QOCCUPIED
- Verschalten Sie die fünf Ausgänge von P1_Ventilate (QBA_EN, QBA_ID,
QBA_NA, QSTEP_NO, QOCCUPIED) mit den Eingängen des Ventils
P1_V1 (BA_EN, BA_ID, BA_NA, STEP_NO,OCCUPIED).

Getting Started SIMATIC BATCH


4-18 A5E00918235-01
Teil 4: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC-Typ

- Verschalten Sie den Ausgang "T_Duration_PTIME" mit dem Eingang


"Duration_AI". Dies ist wichtig zur Anzeige im OS-Faceplate, sowie zum
Lesen der Istwerte durch SIMATIC BATCH. Der Istwerteingang an
"P1_Ventilate" heißt "Duration_AI" (Actual Value Input).
- Überprüfen Sie die Verschaltung anhand folgendem Bild.

Hinweis zu der Instanzierung des SFC-Typs "Ventilate" am Topf_2 und 3: An den


Töpfen 2 und 3 wird auch die technische Funktion "Ventilate" eingefügt. Die
Vorgehensweise ist dieselbe wie für Topf 1. Fangen Sie wieder mit dem Kapitel 4
an. Legen Sie unter dem Hierarchieordner Pot_X einen neuen Hierarchieordner
"Ventilate" an. Es geht dann weiter mit Kapitel 5. Anschließend ist die gleiche
technische Funktion an den Töpfen 2 und 3 einzufügen. Der Typ "Ventilate" ist
aber nur einmal definiert.

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 4-19
Teil 4: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC-Typ

4.2.6 Kapitel 6 Übersetzen und Laden von AS, OS und Batch

Führen Sie ein Änderungs-Übersetzen der AS durch und laden Sie anschließend
die neu übersetzten Daten mit einem "Änderungsladen" nach PLCSim.

Hinweis
Dazu muss die Runtime OS beendet sein.

Führen Sie danach ein Änderungs-Übersetzen der OS durch.


Öffnen Sie den Dialog "Batch-Anlage projektieren" in der Technologischen Sicht in
Ihrem Projekt. Selektieren Sie "Batch-Typen". Generieren Sie die Batch Typen,
Übersetzen Sie die Batch Instanzen und Laden Sie die Anlage.

Getting Started SIMATIC BATCH


4-20 A5E00918235-01
Teil 4: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC-Typ

4.2.7 Kapitel 7 Rezept erweitern

1. Starten Sie die Runtime.

2. Der Start-Koordinator wird automatisch gestartet, sobald Ihr WinCC-Projekt in


Runtime ist. Warten Sie bis dieser alle Applikationen (BCS, CDV) vollständig
gestartet hat.

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 4-21
Teil 4: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC-Typ

3. Starten Sie das Batch Control Center und aktualisieren Sie die
Batch-Anlagendaten.

4. Nach der Aktualisierung steht Ihnen Ihre neu projektierte Funktion "Ventilate" in
der Teilanlage "Pot1" zur Verfügung.

Getting Started SIMATIC BATCH


4-22 A5E00918235-01
Teil 4: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC-Typ

5. Öffnen Sie das Grundrezept "Template_Recipe_Getting_Started" und


speichern dieses unter dem Namen "Recipe_Ventilate".

Hinweis
Sollten Sie das Rezept nicht ändern können, so wählen Sie in Extras - Ein-
stellungen des Batch Control Centers die Option "Editieren von Rezepten im
Zustand "Freigabe aufgehoben" ermöglichen" an.

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 4-23
Teil 4: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC-Typ

6. Öffnen Sie das soeben erzeugte Rezept "Recipe_Ventilate" und fügen die neu
projektierte Funktion "Ventilate" in das Rezept ein.

Getting Started SIMATIC BATCH


4-24 A5E00918235-01
Teil 4: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC-Typ

7. Speichern Sie das Rezept und prüfen Sie die Plausibilität. Beenden Sie
anschließend den Rezepteditor.

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 4-25
Teil 4: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC-Typ

8. Geben Sie das Rezept zur Produktion frei. Legen Sie anschließend eine neue
Charge mit dem Rezept "Recipe_Ventilate" an, geben sie frei und starten
diese.

Getting Started SIMATIC BATCH


4-26 A5E00918235-01
Index

A E
Ansicht TH in SIMATIC Manager 2-3 Einteilung technischer Prozesse 1-1
Arbeitsablauf in der Küche Erweitern der technologischen Hierarchie
Auftrag-Grundrezept-Anlage 1-19 3-4, 4-14
AS
OS übersetzen und laden 3-21 I
Aufgabenstellung und Umsetzungskonzept
3-2 Instanzieren des SFC-Typs "Ventilate"
Aufgabenstellung/Umsetzungskonzept am Topf_1 4-17
"Ventilate" 4-2 ISA S88.01 - Physisches Modell 1-15
Automatisierungskonzept - Neuer Ansatz
1-13 K
Klassifizierung von Batchanlagen 1-20
B
Batch Anlagedaten Übersetzen und Laden M
3-26
Modell des Steuerungsablaufs
Batch-Begriffe 1-8
(Prozedurales Modell) 1-16
BATCH-Schnittstellenbausteine für die
Modellbeschreibung 2-2
Steuerbefehle und Prozesswertübergabe
projektieren 3-8
Batch-Typen generieren 3-24 P
Branchen für SIMATIC BATCH 1-5 Projektieren der Einzelsteuerebene (Ventil
V1) 3-6
C Projektierungsschritt
1 Dearchivieren des Projektes 2-5
Charakteristika von Konti und Batch 1-3
10 Laden der AS nach PLCSim 2-29
11 Starten der OS 2-33
D 12 Starten des BATCH Start
Der Koch - Arbeitsumgebung und Koordinators 2-35
Arbeitsablauf 1-7 13 Einlesen der mitgelieferten
Die Küche Rezepte und Stoffe 2-37
Anforderungen an die Automatisierung 14 Aktualisieren der geladenen
1-11 Batch-Anlagendaten 2-39
Automatisierungskonzept 1-12 15 Das Kochrezept für
Grundrezepte - Kopfdaten 1-9 Nudeln Piccata Milanese 2-40
Grundrezepte - Prozedur 16 Anlegen eines Ausgangsstoffes 2-41
(Verfahrensvorschrift) 1-10 17 Anlegen eines Grundrezeptes im
BatchCC 2-42
18 Erstellen der Rezeptstruktur im
Rezepteditor 2-44
19 Freigeben des Grundrezeptes zur
Produktion 2-70
2 BATCH Server und BATCH Client
konfigurieren 2-10

Getting Started SIMATIC BATCH


A5E00918235-01 Index-1
Index

20 Anlegen eines SIMATIC BATCH


Auftrags (Charge) 2-72 Kundennutzen 1-22
21 Freigeben und Starten einer Software-Voraussetzungen 2-4
Charge (Steuerrezept) 2-75
3 Öffnen der Technologischen Sicht 2-13 T
4 Anlegen der Batch-Anlage 2-14
5 Typisierung der technologischen Teil 3 Überblick 3-1
Hierarchie nach ISA S88.01 2-15 Teil 4 Überblick 4-1
6 Batch-Kategorie "EPH" vergeben 2-19 Trennung von Automatisierungsebene und
7 Generieren der Typbeschreibung in Rezeptebene 1-14
den Batch-Typen 2-20
8 Übersetzen der AS U
OS und Batch-Anlagendaten 2-22
Übersetzen und Laden von AS
9 Laden der Batch-Anlagendaten 2-27
OS und Batch 4-20
Übung
Q Wo ist das so? 1-4
Quickstart 2-1 Umsetzung – Physisches und Prozedurales
Modell 1-17
Ursprung der Batchproduktion
R
Die Küche 1-6
Rezept erweitern 3-29, 4-21
V
S
Verbinden der Batch-Steuerbefehle mit
S88.01 Modell – PCS 7 1-18 dem SFC 3-19
Schrittketten anlegen 4-7 Vorwort 1-1
SFC-Typ "Ventilate" erstellen 4-4

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