1 2 3 4 Simatic Getting Started Simatic Batch: Handbuch
1 2 3 4 Simatic Getting Started Simatic Batch: Handbuch
Vorwort
Inhaltsverzeichnis
Teil 2: Quickstart 2
Getting Started Teil 3: Erstellen einer technischen
SIMATIC BATCH Funktion mittels SFC und 3
BATCH-Schnittstellenbausteinen
Teil 4: Erstellen einer technischen
Funktion mittels SFC-Typ 4
Handbuch
Index
10/2006
A5E00918235-01
Sicherheitshinweise
Dieses Handbuch enthält Hinweise, die Sie zu Ihrer persönlichen Sicherheit sowie zur Vermeidung von
Sachschäden beachten müssen. Die Hinweise zu Ihrer persönlichen Sicherheit sind durch ein
Warndreieck hervorgehoben, Hinweise zu alleinigen Sachschäden stehen ohne Warndreieck. Je nach
Gefährdungsstufe werden die Warnhinweise in abnehmender Reihenfolge wie folgt dargestellt.
! Gefahr
bedeutet, dass Tod oder schwere Körperverletzung eintreten wird, wenn die entsprechenden
Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.
! Warnung
bedeutet, dass Tod oder schwere Körperverletzung eintreten kann, wenn die entsprechenden
Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.
! Vorsicht
mit Warndreieck bedeutet, dass eine leichte Körperverletzung eintreten kann, wenn die
entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.
Vorsicht
ohne Warndreieck bedeutet, dass Sachschaden eintreten kann, wenn die entsprechenden
Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.
Achtung
bedeutet, dass ein unerwünschtes Ergebnis oder Zustand eintreten kann, wenn der entsprechende
Hinweis nicht beachtet wird.
Beim Auftreten mehrerer Gefährdungsstufen wird immer der Warnhinweis zur jeweils höchsten Stufe
verwendet. Wenn in einem Warnhinweis mit dem Warndreieck vor Personenschäden gewarnt wird,
dann kann im selben Warnhinweis zusätzlich eine Warnung vor Sachschäden angefügt sein.
Qualifiziertes Personal
Das zugehörige Gerät/System darf nur in Verbindung mit dieser Dokumentation eingerichtet und
betrieben werden. Inbetriebsetzung und Betrieb eines Gerätes/Systems dürfen nur von qualifiziertem
Personal vorgenommen werden. Qualifiziertes Personal im Sinne der sicherheitstechnischen Hinweise
dieser Dokumentation sind Personen, die die Berechtigung haben, Geräte, Systeme und Stromkreise
gemäß den Standards der Sicherheitstechnik in Betrieb zu nehmen, zu erden und zu kennzeichnen.
Bestimmungsgemäßer Gebrauch
! Warnung
Das Gerät darf nur für die im Katalog und in der technischen Beschreibung vorgesehenen Einsatzfälle
und nur in Verbindung mit von Siemens empfohlenen bzw. zugelassenen Fremdgeräten und -
komponenten verwendet werden. Der einwandfreie und sichere Betrieb des Produktes setzt
sachgemäßen Transport, sachgemäße Lagerung, Aufstellung und Montage sowie sorgfältige
Bedienung und Instandhaltung voraus.
Marken
Alle mit dem Schutzrechtsvermerk ® gekennzeichneten Bezeichnungen sind eingetragene Marken der
Siemens AG. Die übrigen Bezeichnungen in dieser Schrift können Marken sein, deren Benutzung durch
Dritte für deren Zwecke die Rechte der Inhaber verletzen kann.
Haftungsausschluss
Wir haben den Inhalt der Druckschrift auf Übereinstimmung mit der beschriebenen Hard- und Software
geprüft. Dennoch können Abweichungen nicht ausgeschlossen werden, so dass wir für die vollständige
Übereinstimmung keine Gewähr übernehmen. Die Angaben in dieser Druckschrift werden regelmäßig
überprüft, notwendige Korrekturen sind in den nachfolgenden Auflagen enthalten.
Erforderliche Grundkenntnisse
Zum Verständnis der Dokumentation sind allgemeine Kenntnisse auf dem Gebiet
der Automatisierungstechnik und der Prozessleittechnik erforderlich.
Außerdem werden Kenntnisse über die Verwendung von PCs oder PC-ähnlichen
Arbeitsmitteln unter den für PCS 7 freigegebenen Windows-Betriebssystemen
vorausgesetzt.
SIMATIC BATCH setzt auf der Basissoftware PCS 7 auf, Sie sollten bereits
Kenntnisse im Umgang mit der Projektierung mitbringen, die im Handbuch
"Prozessleitsystem SIMATIC PCS 7 V7.0, Getting Started – Teil 1" vermittelt
werden.
Weitere Unterstützung
Bei Fragen zur Nutzung der im Handbuch beschriebenen Produkte, die Sie hier
nicht beantwortet finden, wenden Sie sich bitte an Ihren Siemens-Ansprechpartner
in den für Sie zuständigen Vertretungen und Geschäftsstellen.
Ihren Ansprechpartner finden Sie unter:
[Link]
Den Wegweiser zum Angebot an technischen Dokumentationen für die einzelnen
SIMATIC Produkte und Systeme finden Sie unter:
[Link]
Den Online-Katalog und das Online-Bestellsystem finden Sie unter:
[Link]
Trainingscenter
Um Ihnen den Einstieg in das Prozessleitsystem PCS 7 zu erleichtern, bieten wir
entsprechende Kurse an. Wenden Sie sich bitte an Ihr regionales Trainingscenter
oder an das zentrale Trainingscenter in D 90327 Nürnberg.
Telefon: +49 (911) 895-3200.
Internet: [Link]
Technical Support
Sie erreichen den Technical Support für alle A&D-Produkte
• Über das Web-Formular für den Support Request
[Link]
• Telefon: + 49 180 5050 222
• Fax: + 49 180 5050 223
Weitere Informationen zu unserem Technical Support finden Sie im Internet unter
[Link]
2.2.15 Kapitel 15 Das Kochrezept für Nudeln Piccata Milanese ............................... 2-40
2.2.16 Kapitel 16 Anlegen eines Ausgangsstoffes .................................................... 2-41
2.2.17 Kapitel 17 Anlegen eines Grundrezeptes im BatchCC................................... 2-42
2.2.18 Kapitel 18 Erstellen der Rezeptstruktur im Rezepteditor................................ 2-44
2.2.19 Kapitel 19 Freigeben des Grundrezeptes zur Produktion .............................. 2-70
2.2.20 Kapitel 20 Anlegen eines Auftrags (Charge) .................................................. 2-72
2.2.21 Kapitel 21 Freigeben und Starten einer Charge (Steuerrezept)..................... 2-75
3 Teil 3: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC
und BATCH-Schnittstellenbausteinen 3-1
3.1 Überblick........................................................................................................... 3-1
3.2 Projektierung..................................................................................................... 3-2
3.2.1 Kapitel 1 Aufgabenstellung und Umsetzungskonzept ...................................... 3-2
3.2.2 Kapitel 2 Erweitern der technologischen Hierarchie......................................... 3-4
3.2.3 Kapitel 3 Projektieren der Einzelsteuerebene (Ventil V1) ................................ 3-6
3.2.4 Kapitel 4 BATCH-Schnittstellenbausteine für die Steuerbefehle
und Prozesswertübergabe projektieren............................................................ 3-8
3.2.5 Kapitel 5 SFC erstellen ................................................................................... 3-12
3.2.6 Kapitel 6 Verbinden der Batch-Steuerbefehle mit dem SFC .......................... 3-19
3.2.7 Kapitel 7 AS, OS übersetzen und laden ......................................................... 3-21
3.2.8 Kapitel 8 Batch-Typen generieren .................................................................. 3-24
3.2.9 Kapitel 9 Batch Anlagedaten Übersetzen und Laden..................................... 3-26
3.2.10 Kapitel 10 Rezept erweitern ........................................................................... 3-29
4 Teil 4: Erstellen einer technischen Funktion mittels SFC-Typ 4-1
4.1 Überblick........................................................................................................... 4-1
4.2 Projektierung..................................................................................................... 4-2
4.2.1 Kapitel 1 Aufgabenstellung/Umsetzungskonzept "Ventilate" ........................... 4-2
4.2.2 Kapitel 2 SFC-Typ "Ventilate" erstellen ............................................................ 4-4
4.2.3 Kapitel 3 Schrittketten anlegen......................................................................... 4-7
4.2.4 Kapitel 4 Erweitern der technologischen Hierarchie....................................... 4-14
4.2.5 Kapitel 5 Instanzieren des SFC-Typs "Ventilate" an Pot_1............................ 4-17
4.2.6 Kapitel 6 Übersetzen und Laden von AS, OS und Batch ............................... 4-20
4.2.7 Kapitel 7 Rezept erweitern.............................................................................. 4-21
Index Index-1
5DIILQHULH
9HUIDKUHQV &KHPLVFKH *DVQHW] 7DQN
WHFKQLN 5HDNWLRQHQ 3LSHOLQH %XQNHU
PIC
PT .RQGHQVDWRU
9DNXXP
3IDQQH ]XUKHL¡HQ4XHOOH
9HUGDPSIHU
PIC
/,& /7 37 'DPSI
=XIXKU .RQGHQVDW
'5&
3URGXNW
'7
.RQWL %DWFK
Konti Batch
Kontinuierlicher Produktfluss Begrenzte Produktmengen
Großes Produktvolumen Kleines Produktvolumen
Sollwert gefahren Rezept gefahren
Seltene Änderungen an der Anlage Häufige Änderungen am Ablauf
Einproduktanlage Verschiedene Produkte auf gleicher Anlage
Gleichgewichtszustände Oft nur teilautomatisiert -> Handeingriffe
Seltene Handeingriffe Produktions-Know-How ist in den Abläufen
(Rezepten) enthalten
Die Automatisierung beinhaltet das
Produktions-Know-How
ZHUGHQLQಮ5H]HSWHQಯEHVFKULHEHQ &KHPLVFKH
5HDNWRUJUXSSH
NçQQHQDXIQHXH3URGXNWH
XPJHVWHOOWZHUGHQ
ZHUGHQVWÕQGLJRSWLPLHUW
ZHUGHQSURWRNROOLHUW
3URGXNWLRQVDEOÕXIH
ZHUGHQYRP%HWULHEVSHUVRQDOHUVWHOOW
JHÕQGHUW
NçQQHQDXIYHUVFKLHGHQHQ
$QODJHQ WHLOHQ ODXIHQ %DWFK
IíKUHQ]XYHUVFKLHGHQHQ3URGXNWHQ ÍEHUOHJHQ6LH%HLVSLHOH
DXIGHUJOHLFKHQ$QODJH IíU%DWFK.RQWLSUR]HVVH
1DKUXQJVXQG
%LRWHFKQRORJLH *HQXVVPLWWHO
3KDUPD]LH :DVFKXQG
3XW]PLWWHO
/DFNH)DUEHQ .XQVWVWRIIH
.OHEVWRIIH
'íQJHPLWWHO &KHPLHXQG
3IODQ]HQVFKXW] 0LQHUDOIDVHUQ
Das beste Beispiel aus dem täglichen Alltag ist die Produktionsanlage "Küche".
Hier werden verschiedene Produkte hergestellt. Das Herstellungsverfahren ist in
Rezepten beschrieben. Diese können ständig optimiert und verbessert werden, es
werden auch völlig neue Rezepte eingeführt. Die Köchin / der Koch ist in der Lage
dies selbst zu tun, ohne die Hilfe des Küchenherstellers in Anspruch nehmen zu
müssen. Oft ist das Rezept "geheim", denn es enthält das Know-How zur
Produktion eines Gerichtes.
Beim Kochen selbst möchte man dann entscheiden, auf welchen Produktionsein-
richtungen ein Rezept umgesetzt wird. Hätte man mehrere Küchen (z.B. Industrie-
küche), so könnte man zuweisen, in welcher Küche man ein Rezept umsetzt. Es
soll unabhängig von der Küche, die man wählt, das gleiche Produkt heraus-
kommen und erst bei der Produktionsplanung entschieden werden, wo tatsächlich
produziert wird.
Es kann unter Umständen wichtig sein, den Produktionsablauf zu dokumentieren
(z. B. zur Qualitätssicherung fürs Gesundheitsamt und für Gäste, die nachvoll-
ziehen wollen, wie das Produkt, das sie konsumieren eigentlich entstanden ist).
$XIWUDJ
)íU7LVFK
3RUWLRQHQ
6SDJKHWWL%RORJQHVH
XP8KU
3URGXNWLRQVDXIWUDJ 3RUWLRQHQ6SDJKHWWL%RORJQHVH
3URGX]LHUHDXI+HUG
&KDUJHQD3RUWLRQHQ
QDFK*UXQGUH]HSW6SDJKHWWL%RORJQHVHಮ
ELV8KU
3URGXNWLRQVDQODJH 3URGXNW
Die Arbeitsumgebung des Kochs sieht folgendermaßen aus. Er hat Rezepte zur
Verfügung, die sowohl die Anleitung, als auch die notwendigen Zutaten und
Mengen enthalten. Wir nennen diese Rezepte Grundrezepte.
Zur Herstellung werden Materialien benötigt, die bei der Produktion eingesetzt
werden.
Um die Produktion anzustoßen, ist ein Auftrag erforderlich. Er enthält mindestens
die Information, was in welcher Menge bis wann hergestellt werden soll.
Zur Abwicklung des Auftrages wird der Koch nach dem entsprechenden Rezept
verfahren. Er muss auch zuordnen, wo (z. B. auf welchem Herd) gekocht wird.
Normalerweise werden mehrere Aufträge in Arbeit sein, so dass manche
Produktionsanlagen belegt sind und nicht zur Verfügung stehen.
Als Ergebnis entsteht das fertige Produkt.
1.7 Batch-Begriffe
• Grundrezept
Rezeptstufe, die die Fähigkeiten der Einrichtungen berücksichtigt und die
anlagenspezifische Informationen enthält.
• Steuerrezept
Rezeptstufe, die mit ihrer Abarbeitung die Herstellung einer einzelnen Charge
eines bestimmten Produktes bestimmt.
• Charge
Apparateabhängige Menge eines Produktes, welche in einem definierten
Produktionsablauf diskontinuierlich (chargenweise) hergestellt wird.
• Verfahren
Ablauf von chemischen, physikalischen oder biologischen Vorgängen zur
Gewinnung, Herstellung oder Beseitigung von Stoffen oder Produkten.
Wir haben bisher mit Begriffen gearbeitet, die dem allgemeinen Sprachgebrauch
entliehen sind. Dabei ergibt sich die Situation, dass die Begriffe einem
Interpretationsspielraum unterliegen. Je nachdem mit wem man redet oder wer die
Begriffe benutzt, versteht man doch unterschiedliche Dinge. Insbesondere dann,
wenn Personen aus verschiedenen Bereichen miteinander reden (z.B.
Systemingenieur, Chemiker, Verfahrensingenieur). So könnte z.B. ein Chemiker
unter einem Rezept die chemische Zusammensetzung verstehen (die er auf keinen
Fall preisgeben möchte), der Systemingenieur einen automatisierungstechnischen
Ablauf (z.B. Schrittkette).
Um eine wunschgemäß funktionierende Produktionsanlage zu bauen, müssen
jedoch alle zusammenarbeiten. Es ist deshalb wichtig, dass auch alle die gleiche
"Sprache" sprechen. Die Definition und Vereinheitlichung der Begriffe haben sich
die NAMUR und ISA SP88 zum Ziel gesetzt.
Wir werden schrittweise den Sprachgebrauch durch die Begriffe aus der Norm
ersetzen.
In unserer Küche können wir also nach dem Rezept "Spagetti" ein Steuerrezept für
Ernas Küche ableiten, dass den Produktionsablauf bestimmt, und nach Ablauf eine
Charge Spaghetti erzeugt hat.
Für die Produktion ist also das vom Grundrezept abgeleitete Steuerrezept
verantwortlich. Das Steuerrezept muss also wissen, auf welche
Produktionseinrichtungen es zugreift, während das Grundrezept neutral ist.
Anleitung Verfahrensvorschrift
1. Bolognese Teilrezept 1
machen Zwiebel und Tomaten zerkleinern und in ROP 1: Vorbereiten
Pfanne geben,
Hackfleisch abwiegen und dazugeben
ROP 2: Heizen
Pfanne auf Stufe 6 einheizen
ROP 3: Köcheln
Pfanne mit geschlossenem Deckel 1 Std
köcheln lassen
Die Rezeptprozedur bildet die Anleitung zur Herstellung ab. Sie wird in
verschiedene Abschnitte (Teilrezepte) gegliedert. Die Teilrezepte selbst sind aus
Rezeptoperationen (ROPs) aufgebaut.
So können wir die Herstellung von Bolognese Sauce, die wir zur Herstellung von
Spaghetti Bolognese brauchen, in einem Teilrezept für Bolognese beschreiben.
Diesen Vorgang können wir weiter verfeinern, in dem wir die Schritte in
Rezeptoperationen detaillieren. Im Teilrezept für die Bolognese starten wir also mit
der Rezeptoperation "Vorbereiten". Beim Vorbereiten werden die Einsatzstoffe
Zwiebel und Tomate zerkleinert, Hackfleisch abgewogen und in eine Pfanne
gegeben.
Es ist also hier noch ganz allgemein die Rede von einer Pfanne oder einem
Kochtopf. Dies sind Bezüge auf die Produktionseinrichtung, die benötigt wird. In
der Normsprache spricht man hier von einer Teilanlagenklasse. Das Grundrezept
selbst ist trotzdem noch "anlagenneutral", d.h. man sagt noch nicht, auf welcher
Teilanlage tatsächlich produziert wird (z.B. Ernas Küche – Ernas
Lieblingskochtopf).
werden in "Rezepten" beschrieben Wäre mit AWL,SCL,SFCs WinCC noch möglich, wird
u.U sehr komplex
können auf neue Produkte umgestellt werden AWL,SCL,SFCs könnten angepasst werden
werden ständig optimiert AWL,SCL,SFCs könnten angepasst werden
Produktionsabläufe werden protokolliert AWL,SCL,SFCs könnten angepasst werden
Werden vom Betriebspersonal erstellt / geändert Geht nicht mehr
können auf verschiedenen Anlagen(teilen) laufen Geht nicht mehr
Führen zu verschiedenen Produkten (auf der Wäre mit AWL,SCL,SFCs WinCC noch möglich, wird
gleichen Anlage) u.U sehr komplex
7UHQQXQJYRQ$XWRPDWLVLHUXQJVHEHQHXQG5H]HSWHEHQH
$QODJH 5H]HSWH
$QOHLWXQJ
%RORJQHVHPDFKHQ
=ZLHEHOQXQG7RPDWHQ
]HUNOHLQHUQXQG
6WHXHUUH]HSW LQ3IDQQHJHEHQ
+DFNIOHLVFKDEZLHJHQXQG
1XGHOQNRFKHQ ]XJHEHQ
:¾U]HQ
$EVFKPHFNHQ
Dies führt zu einem neuen Ansatz zur Entflechtung der Komplexität, die wir über
die Trennung der Automatisierungsebene von der Rezeptebene erreichen.
Wir gehen davon aus, dass die physische Struktur der Anlage gleich bleibt und
sich nur die Abläufe ändern. Also lassen wir die anlagenspezifischen Teile im
Automatisierungssystem umsetzen und bilden die Abläufe in einem
"Rezeptsystem" ab, das vom Betrieb gehandhabt werden kann. Dort werden die
Grundrezepte erstellt und gehalten.
Von den Grundrezepten werden Steuerrezepte abgeleitet, die dann das
Automatisierungssystem ansprechen.
7UHQQXQJYRQ$XWRPDWLVLHUXQJVHEHQHXQG5H]HSWHEHQH
'RVLHUZDDJH $QOHLWXQJ
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0DWHULDOGRVLHUHQ %RORJQHVH .¾FKHQPDVFKLQH
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=HUNOHLQHUH0LQXWH
3IDQQH 6WHXHU
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)¾OOHQ )¾OOH:DVVHU
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:DUWH0LQXWHQ
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.¾FKHQPDVFKLQH
)¾OOHQ 0HQJH :¾U]HQ
0LVFKHQ 'DXHU
=HUNOHLQHUQ 'DXHU $EVFKPHFNHQ +DQGHLQJULII
Auf Anlagenseite können wir eine Struktur aufbauen, die aus Teilanlagen
(Dosierwaage, Pfanne, Küchenmaschine,..) besteht. Diese haben wiederum
technische Funktionen wie Wiegen, Dosieren, etc.
Die Funktionen können Parameter haben wie den Parameter Menge der
technischen Funktion Dosieren.
All dies wird im Automatisierungssystem abgebildet. Man spricht vom
Anlagenmodell. Es stellt den "Werkzeugkasten" für den Ersteller eines
Grundrezeptes dar.
Im Grundrezept werden diese Teilanlagen mit ihren technischen Funktionen
benutzt, um den Ablauf zu komponieren.
Am Beispiel der Bolognese bedeutet dies, dass die Küchenmaschine benötigt wird.
Sie hat die technischen Funktionen Füllen, Mischen, Zerkleinern. Im ersten Schritt
fülle ich 1 Zwiebel. Dann fülle ich 4 Tomaten, danach zerkleinere ich 1 Minute lang,
usw.
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7HLOUH]HSW 1XGHOQNRFKHQ
3UR]HGXU 753 %RORJQHVH6DXFH]XEHUHLWHQ
EHVWHKWDXVHLQHU
JHRUGQHWHQ0HQJHYRQ
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5H]HSW ]XJHEHQDXI7HPSHUDWXUEULQJHQ
2SHUDWLRQ 523 )¾OOHQ 1XGHOQ]XJHEHQ
=XEHUHLWXQJ 1XGHOQNRFKHQSDUDOOHOU¾KUHQ
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EHVWHKWDXVHLQHU
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5H]HSW
)XQNWLRQ :DVVHUI¾OOHQ+HL]HQ5¾KUHQಹ
5HDOLVLHUXQJ
GHV
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6,0$7,& 0RGHOOV
0DQDJHU
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7
/, 5HDOLVLHUXQJ
GHV
6,0$7,& SUR]HGXUDOHQ
%$7&+ 0RGHOOV
6
Die beiden Modelle werden in der Architektur von PCS 7 wie im Bild gezeigt
abgebildet. Das physische Modell wird im PCS 7 ES realisiert. Die daraus
entstehenden Programmstrukturen laufen in der AS ab.
Das prozedurale Modell wird in SIMATIC BATCH realisiert. Die Steuerrezepte
laufen in SIMATIC BATCH und in den Programmstrukturen im AS.
)HUWLJ )HUWLJ
6WDUW
6WRIIB(QWOHHUH +HL]HQ
(QGH
Die ISA S88.01 beschreibt verschiedene Modelle, die mit PCS 7 und
SIMATIC BATCH vollständig abgedeckt werden können.
Das Anlagenmodell beschreibt die Anlage, Teilanlage, Technische Einrichtung und
Einzelsteuerebene, die über die Technologische Hierarchie in der Anlagensicht des
SIMATIC Managers abgebildet wird.
Das Anlagenmodell wird SIMATIC BATCH bereitgestellt, damit das prozedurale
Modell, in Form von Rezepten darauf abgebildet werden kann.
• Eine Rezeptprozedur läuft auf einer Anlage, um einen Prozess zu steuern und
eine Charge eines Produkt herzustellen.
• Eine Teilrezeptprozedur läuft auf einer Teilanlage, um eine Rezeptstufe zu
steuern. Eine Teilanlage kann zu einem Zeitpunkt nur von einer Charge belegt
werden.
• Eine Rezeptoperation oder eine Rezeptfunktion läuft auf einer Technischen
Einrichtung, um eine verfahrenstechnische Aufgabe oder Funktion zu erfüllen.
• Die Einzelsteuerebene liegt nicht im Rahmen des Batch-Systems und wird nur
über die Technische Einrichtung angesprochen. Die Einzelsteuerebene
befindet sich komplett im AS-System.
3IDQQH 3IDQQH
)¾U'LHWHU 6SDJKHWWL%RORJQHVH3LFFDWD
[3LFFDWD0LODQHVH $QOHLWXQJ
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PDFKHQ 7RPDWHQ
)¾U*DEL[ ]HUNOHLQHUQXQG
5H]HSWರ3LFFDWDರPDFKW
6SDJKHWWLI¾U LQ3IDQQH
3RUWLRQDXI3IDQQHQ
7LVFK 6WHXHUUH]HSW JHEHQ
VWDUWHQ +DFNIOHLFK
DEZLHJHQXQG
)¾U3LFFDWDEUDXFKHLFK GD]XJHEHQ
&KDUJHQDXI3IDQQHQ 1XGHOQ
3IDQQH 3IDQQH NRFKHQ
3IDQQHVLQGIUHL
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!3RUWLRQ!3IDQQH
!3RUWLRQ!3IDQQH
&KDUJHQHQWVSULFKW
)¾U*HUG[ 6WHXHUUH]HSWHQ
$EVFKPH
:LHQHU6FKQLW]HO
FNHQ
I¾U7LVFK
Dieter erteilt den Auftrag für 3 Portionen Piccata Milanese. Der Auftrag ist für Tisch
5 bestimmt und soll in 40 Minuten abgewickelt sein.
Zur Produktion steht das Grundrezept "Piccata" zur Verfügung. Es beschreibt das
Verfahren für 1 Portion.
Benötigt werden 2 Pfannen. Um 3 Portionen parallel herzustellen, braucht man
also 6 Pfannen. Man legt also 3 Steuerrezepte (die je 2 Pfannen belegen) an.
Jedes Steuerrezept produziert 1 Charge Piccata.
Sind nun 6 Pfannen frei, können die 3 Steuerrezepte parallel starten (wie im Bild
gezeigt).
Wären nur 2 Pfannen frei, könnten die 3 Chargen nur sequentiell, eine nach der
anderen, hergestellt werden.
(LQVWUDQJHLQSURGXNWDQODJH (LQVWUDQJPHKUSURGXNWDQODJH
(LQVDW]VWRIIH
6WUDQJ
3URGXNW
0HKUVWUDQJHLQSURGXNWDQODJH 0HKUVWUDQJPHKUSURGXNWDQODJH
(LQVDW]VWRIIH
6WUDQJ
3URGXNW
Erstes Kriterium für die Einteilung ist die Anzahl der Produkte, die auf der Anlage
hergestellt wird:
• Einproduktanlagen
• Mehrproduktanlagen
Zweites Kriterium ist die Anzahl der Stränge, die parallelen Produktstrom erlauben
• Einstrang-Struktur
• Mehrstrang-Struktur
• Netzwerk-Struktur (alle Wege völlig flexibel)
NRPSOH[
HLQIDFK
SIMATIC BATCH eignet sich durch seine Skalierbarkeit sowohl für kleinere
Anlagen, als auch für große Mengengerüste, die nun mit V6 möglich sind. Jetzt
können mit V6 bis zu 11 OS Server eingesetzt werden.
Die Komplexität steigt mit der Anzahl der Produkte und der Anzahl der Stränge. Mit
SIMATIC BATCH können Mehrstrang-Mehrproduktanlagen automatisiert werden.
Bei kleineren Anlagen, wo nur wenige Produkte oder Stränge benötigt werden, sind
im Wesentlichen die Lizenzkosten und der Engineering-Aufwand zur Erstellung der
Lösung mit SIMATIC BATCH zu betrachten.
2.1.2 Modellbeschreibung
$QODJH
7HLODQODJHQ
7XUQ
)HUWLJ )HUWLJ
6WDUW
6WRIIB(QWOHHUH +HL]HQ
(QGH
2.1.4 Software-Voraussetzungen
Hinweis
Wenn SIMATIC Logon installiert ist, muss eine Rollenverwaltung eingerichtet sein,
und man muss sich bei jedem Start von SIMATIC BATCH anmelden.
Im Folgendem wird auf die Verwendung von SIMATIC Logon nicht weiter
eingegangen.
2.2 Projektierung
2. Selektieren Sie in der Komponentenansicht die PC-Station und öffnen Sie die
Objekteigenschaften. Tragen Sie unter "Rechnernamen" Ihren tatsächlichen
Rechnernamen ein.
Hinweis
Verwenden Sie nur Großbuchstaben auch wenn Ihr Rechnername Kleinbuch-
staben enthalten sollte!
Auf folgendem Weg können Sie den Rechnernamen Ihres Rechners herausfinden:.
Auf diesen Rechner werden später die auf der ES erzeugten Batch-Anlagendaten
geladen.
Hinweis
Achten Sie darauf, dass im SIMATIC Manager im unteren Bereich die "PC internal
(local)" – Schnittstelle eingestellt ist!
Sollte dies nicht der Fall sein, unter Extras > PG/PC-Schnittstelle einstellen…
die "PC internal (local)" – Schnittstelle auswählen.
Nach der Bestätigung mit der Schaltfläche "OK", ändert sich das Symbol der
PC-Station und wird in der Komponentenansicht mit einem gelben Pfeil
gekennzeichnet.
Für jeden Rechner auf dem eine BATCH Server-Applikation läuft, muss im
SIMATIC Manager eine SIMATIC PC-Station mit einer "BATCH Applikation" in
HW Konfig konfiguriert werden.
Will man lokal am ES-Rechner mit BATCH Server/Clients arbeiten (Einzelprojekt-
Engineering), braucht nur eine PC-Station mit Server- und Client-Applikation
eingerichtet werden, bei der der Runtime-Rechnername leer bleibt (oder der
lokalen Rechnername eintragen wird).
BATCH Clients können auch auf PC-Stationen laufen, auf denen kein OS-Client
installiert ist.
1. Selektieren Sie in der Komponentenansicht Ihre PC-Station und öffnen Sie
dessen Konfiguration.
2. Selektieren Sie die "BATCH Applikation" und ziehen bzw. fügen Sie diese in
die Position 2 ein.
3. Selektieren Sie die "BATCH Applikation Client" und ziehen bzw. fügen diese in
die Position 3 ein.
4. Speichern und übersetzen Sie die HW Konfiguration Ihrer PC-Station mit den
neu hinzugefügten BATCH Applikationen.
Öffnen Sie die Technologische Sicht des Projektes im SIMATIC Manager und
platzieren Sie die Sichten nebeneinander.
Ebene 2:
Anlage
Ebene 3:
Teilanlagen
Ebene 4:
Technische
Einrichtung
1. Rufen Sie die Objekteigenschaften des SFC-Typ "Heat" auf, und weisen Sie
ihm die Batch-Kategorie "EPH" zu.
2. Vergeben Sie auf die selbe Weise die Batch Kategorie "EPH" für die
verbleibenden SFC-Typen "Stir", "Drain", "Fill_Solid", "Turn" und
"Add_Ingredient".
Als Basis für die Rezepterstellung in SIMATIC BATCH muss die Typbeschreibung
der Anlage generiert werden und mit den Bausteininstanzen der CFC Pläne
abgeglichen werden.
1. Öffnen Sie einen beliebigen CFC-Plan und führen Sie ein Gesamt-Übersetzen
der AS durch.
Hinweis
Damit keine Warnungen beim Übersetzten erscheinen, erhöhen Sie die
eingebauten Bausteine pro Ablaufgruppe bzw. OB auf 100 im CFC-Editor unter
Extras > Einstellungen > Übersetzen/Laden
4. Öffnen Sie einen CFC-Plan aus dem Projekt und laden Sie die Pläne nach
PLCSim.
7. Speichern Sie die von Ihnen geladene Simulation, damit diese nicht durch
Schließen von PLCSim verloren geht.
Wenn Sie PLCSim schließen ohne zu speichern, müssen Sie beim nächsten
Arbeiten mit PLCSim die Schritte 1 bis 5 erneut ausführen. Gespeicherte
PLCSim-Daten können durch Öffnen der gespeicherten Datei direkt in Run
genommen werden.
1. Öffnen Sie den WinCC-Explorer der OS. Legen Sie unter User Administrator
einen Benutzer mit vollen Rechten an.
Hinweis
Öffnen Sie den OS-Projekteditor und klicken Sie auf die Schaltfläche "OK". Damit
konfigurieren Sie die WinCC-Runtimeoberfläche und das Alarmsystem.
Der BATCH Start Koordinator startet automatisch beim anmelden. Er hat keine
eigene Benutzeroberfläche, sondern ist als Symbol in der Taskleiste unten rechts
sichtbar.
Falls der BATCH Start Koordinator beendet wurde, haben Sie die Möglichkeit ihn
aus dem Windows Start Menü über Start > Simatic > BATCH > BATCH Launch
Coordinator zu starten.
Mit dem Start des BATCH Start Koordinator werden der Batch Control Server
(BCS) und die Batch Chargendatenverwaltung (CDV) gestartet und erreichen den
Status "Ready".
Über das Symbol in der Taskleiste können Sie das Anlaufverhalten von
SIMATIC BATCH konfigurieren.
Es gibt 3 verschiedene Startmöglichkeiten des Batch Start-Koordinators (rechter
Mausklick auf den Startkoordinator):
• "automatischer Start von SIMATIC BATCH nach Start von WinCC"
• "automatischer Start von SIMATIC BATCH unabhängig von WinCC"
• "manueller Start von SIMATIC BATCH"
Wählen Sie die Startoption "automatischer Start von SIMATIC BATCH nach Start
von WinCC". Der Hochlauf der BATCH Applikationen (BCS, CDV) erfolgt
automatisch nach dem WinCC Start, die Applikationen nehmen den Status
"Running" ein. Eine Änderung der Einstellung ist nur für begrenzte Zeit nach dem
Start möglich. Sollten die Schaltflächen inaktiv sein, schließen Sie den BATCH
Start Koordinator, und öffnen Sie ihn erneut.
2. Führen Sie im Batch Control Center ein Restore mit der mitgelieferten
SBB-Datei durch.
Sie finden die SBB-Datei unter ..\Siemens\STEP7\examples\sb_gs1_b.sbb.
4. Fertig
6FKDOWIO¦FKHQ]XU
7LWHOOHLVWH 0HQ¾OHLVWH )XQNWLRQVOHLVWH $QVLFKWV¦QGHUXQJ =RRPOHLVWH
6WDUW
753 753
5)
523 523
523 523 5) 5)
523 523
(QGH
6\QFKURQLVDWLRQVOLQLH
]ZLVFKHQGHQ753V
(LQH753ZLUGLPPHULQQHUKDOEHLQHU6SDOWH
GDUJHVWHOOWGKGLH523VVLQGYHUWLNDODQJHRUGQHW
(GLWLHUHEHQH (GLWLHUHEHQH
5H]HSWSUR]HGXUHOHPHQWHLQI¾JHQ
%LEOLRWKHNYHUZHLVHUVWHOOHQ
5H]HSWIXQNWLRQRSHUDWLRQHLQI¾JHQ
2SHUDWRUDQZHLVXQJHLQI¾JHQ
7UDQVLWLRQHLQI¾JHQ
3DUDOOHO]ZHLJHLQI¾JHQ
$OWHUQDWLY]ZHLJHLQI¾JHQ
6\QFKURQLVDWLRQHLQI¾JHQ
6FKOHLIHHLQI¾JHQ
Der Rezepteditor verfügt über Werkzeuge zur einfachen Erstellung von Rezept-
Strukturen, wie
1. Einfügen von S88-Prozedur-Elementen wie Teilrezeptprozedur (TRP),
Rezeptoperation (ROP) und Rezeptfunktion (RF)
2. Anstatt einer Rezeptoperation kann auch eine referenzierte Bibliotheks-
Operation (Bib.-ROP) eingefügt werden
3. Einfügen von Operator-Anweisungen oder Operator-Dialogen
4. Einfügen von Transitionen
5. Einfügen von Parallel-Zweigen
6. Einfügen von Alternativ-Zweigen
7. Einfügen von Synchronisationslinien
8. Einfügen von Schleifen
2. Erstellen Sie mit den Werkzeugen und der Rezeptbeschreibung, das Gericht
"Piccata Milanese".
Verwenden Sie das Diagramm und die folgenden Beschreibungsschritte zur
Hilfe.
/LWHU:DVVHULQHLQHQ7RSIJHEHQ
XQGPOOVRZLHHLQH%ULVH6DO]
KLQ]XI¾JHQ$QVFKOLH¡HQGDXIr
&DXIKHL]HQ
NJ1XGHOQLQNRFKHQGHV:DVVHU NJ7RPDWHQVDXFHLQHLQHQ7RSI
JHEHQXQGPLQNRFKHQ JHEHQPLQDXIr&DXIKHL]HQ
XQGPLW6DO]XQG3IHIIHUQDFKZ¾U]HQ
4. Weisen Sie der linken TRP die Teilanlage "Pot_1"mit der Strategie
"Bevorzugte Teilanlage" zu.
5. Weisen Sie der rechten TRP die Teilanlage "Pot_3"mit der Strategie
"Bevorzugte Teilanlage" zu.
8. Fügen Sie in der ROP "Prepare Water", über Doppelklick auf die ROP, eine
Rezeptfunktion ein.
12. Fügen Sie die Rezeptfunktion "Add_Ingredient" mit der Fahrweise "Add_Oil"
hinzu und übergeben dem Einsatzstoff "Li_Quantity" den Stoff "Oil" mit einer
Menge von "0,1 l". Der Laufzeit übergeben Sie den Wert "5sec".
13. Fügen Sie die Rezeptfunktion "Heat" hinzu und weisen dem Parameter "Temp"
den Wert "100 °C zu. Der Laufzeit übergeben Sie den Wert "300sec".
15. Vervollständigen Sie die ROP "Prepare Pasta" nach der Rezeptbeschreibung
für das Gericht "Piccata Milanese".
16. Vervollständigen Sie die ROP "Prepare Sauce" nach der Rezeptbeschreibung
für das Gericht "Piccata Milanese".
17. Fügen Sie eine Synchronisationslinie ein, indem Sie mit gedrückter linker
Maustaste eine Linie zwischen der linken und rechten Spalte ziehen.
18. Fügen Sie die ROP´s (Rezeptoperationen) "Serve Pasta" und "Serve Sauce"
ein und vervollständigen diese nach der Rezeptbeschreibung für das Gericht
"Piccata Milanese".
Hinweis
Um Rezepte, die bereits freigegeben wurden, bearbeiten zu können, ist es
erforderlich, die Freigabe aufzuheben. Öffnen Sie dazu im BATCH Control Center
den Eigenschaftendialog über Extras > Einstellungen > Projekteinstellungen
und aktivieren Sie die Funktion "Editieren von Rezepten im Zustand Freigabe
aufgehoben ermöglichen" und kontrollieren Sie, ob die Funktion
"Teilanlagenauswahl durch Bedingung" aktiviert ist.
3. Legen Sie zu dem "Order_GS" eine Charge (z.B. Batch1) mit dem Grundrezept
"Training_Recipe V1.0" an.
2. Geben Sie das Steuerrezept "Batch1" frei. Das Icon des Steuerrezeptes wird
hellblau.
3. Starten Sie das freigegebene Steuerrezept. Das Icon wird grün und die
Teilanlagen werden belegt und gemäß der Rezeptstruktur gestartet.
4. Schließen Sie den SIMATIC BATCH Control Center und beenden Sie die
WinCC-Runtime.
3.1 Überblick
3.2 Projektierung
Für die Pfanne wird eine zusätzliche technische Funktion gebraucht: Sie soll um
eine Funktion "Quench" (Ablöschen) erweitert werden. Dabei soll über ein
Löschventil eine vorgebbare Stoffmenge (z.B. Rotwein) zugegeben werden.
Den Vorgang zum Erreichen des Mengensollwertes simulieren Sie vereinfacht
durch eine vorgebbare Zeit. Beim Anhalten oder Abbrechen soll das Ventil
geschlossen werden.
Zur Realisierung der technischen Funktion wählen Sie die Bausteine aus der
Batchbibliothek.
$QODJH
7HLODQODJHQ
7XUQ
4XHQFK
Prozesswerte
Bausteinkontakte
2. Öffnen Sie den CFC-Plan "Valve" und fügen Sie einen Ventilbaustein ein.
Geben Sie dem Ventilbaustein den Bausteinnamen "V1".
3. Schalten Sie die Ein- und Ausgänge " QCONTROL", "BA_EN", "BA_ID",
"OCCUPIED", "BA_NA", sowie "STEP_NO" sichtbar.
2. Öffnen Sie den CFC-Plan "Quench_EPH" und fügen Sie aus der Bibliothek
"SIMATIC BATCH Blocks" die Bausteine "IEPH", "IEPAR_PI" und
"IEPAR_REAL" ein. Benennen Sie den IEPH Baustein "Quench" um. Tragen
Sie am Eingang "F_TYPE" als Eingangswert ebenso "Quench" ein. Dem
Baustein IEPAR_PI geben Sie den Namen "Quantity" und dem Baustein
IEPAR_REAL den Namen "Duration".
3. Verschalten Sie den Ausgang "EPE_CONN" des IEPH Baustein (Quench) mit
den "EPE_CONN" Eingängen der EPAR Bausteine (Quantity, Duration).
4. Fügen Sie einen TIMER_P Baustein für die Simulation des Prozesswertes
"Duration" ein.
5. Geben Sie dem TIMER_P Baustein den Namen "Duration_Timer" und setzen
den Eingang MODE auf 1.
Verschalten Sie den IEPAR_REAL Baustein "Duration" mit dem TIMER_P
Baustein wie folgt.
6. Verschalten Sie den IEPAR_PI Baustein "Quantity" zur Simulation wie folgt.
7. Um am Ventilbaustein "V1" den BATCH Namen, Batch ID, Batch Step Number,
Batch Enable, Occupied zur Verfügung zu haben, muss der Ventilbaustein mit
dem Batch Steuerbaustein IEPH "Quench" verschaltet werden.
Verschalten Sie wie folgt.
2. Öffnen Sie den SFC-Plan und projektieren Sie Schrittkette RUN. Orientieren
Sie sich dazu an folgender Skizze. Den Duration_Timer Baustein finden Sie im
Quench_EPH Plan, und V1 Baustein im Valve Plan.
Valve in Auto!
940$1B$87 758(
Timer ended!
9423(1(' 758(
'XUDWLRQB7LPHU4 )$/6(
Close Valve
9$872B2& )$/6(
Valve closed!
94&/26(' 758(
Ende
9$872B2& )$/6(
'XUDWLRQB7LPHU,2 )$/6(
4. Öffnen Sie das Eigenschaften-Fenster von SEQ1 (Doppelklick auf die SEQ1
Lasche).
In der Lasche "Allgemein" geben Sie den Name "Abort-Hold-Comp" ein.
Anschließend übernehmen Sie die Einstellungen.
Start
Close Valve
V1.AUTO_OC = FALSE
Valve closed
[Link] = TRUE
Ende
Hinweis
Schalten Sie alle Parameter der folgenden Liste zunächst sichtbar.
3. Starten Sie das Batch Control Center und aktualisieren Sie die neu geladenen
Batch-Anlagendaten.
Nach der Aktualisierung steht Ihnen Ihre neu projektierte Funktion "Quench" für die
Teilanlage "Pan" zur Rezepterstellung zur Verfügung.
6. Speichern Sie das Rezept und prüfen Sie die Plausibilität. Anschließend
schließen Sie den Rezepteditor.
7. Geben Sie das Rezept zur Produktion frei. Legen Sie anschließend eine neue
Charge mit dem Rezept "Recipe_Quench" an, geben Sie frei und starten diese.
8. Schließen Sie den SIMATIC BATCH Control Center und beenden Sie die
WinCC-Runtime.
4.1 Überblick
4.2 Projektierung
An den Töpfen wird eine zusätzliche technische Funktion gebraucht: Sie sollen um
eine Funktion "Ventilate" (entlüften) erweitert werden. Dabei soll ein
Entlüftungsventil für eine vorgebbare Zeit geöffnet werden. Beim Anhalten oder
Abbrechen soll das Ventil geschlossen werden.
Da die gleiche Funktion an den Töpfen 1-3 gebraucht wird, wählen wir zur
Realisierung den SFC-Typ.
$QODJH
7HLODQODJHQ
Fahrweisenname Kommentar
Ventilate Erste Fahrweise, QCS=1
Sollwerte
Prozesswerte
Zeiten
Bausteinkontakte
1. Öffnen Sie die Komponentensicht und fügen Sie einen neuen SFC-Typ
"Ventilate" ein.
3. Wählen Sie das Merkmal "Fahrweisen" an und geben Sie im rechten Feld den
Namen "Ventilate" ein.
4. Wählen Sie nun das Merkmal "Sollwerte" aus und tragen Sie im rechten Feld
den Sollwertnamen "Duration" (Dauer) ein. Selektieren Sie als Datentyp für
Duration den Typ "REAL". Tragen Sie als Einheit für Duration "sec" ein.
5. Definieren Sie nun den Timer. Wählen Sie dazu das Merkmal "Zeiten" an.
Geben Sie im rechten Teil den Namen "T_Duration" ein. Die Timer, die
innerhalb der SFC-Typen auf diese Weise benutzt werden, verhalten sich wie
der Standardbaustein "Timer_P" aus der PCS7 Bibliothek.
Hinweis
Es erscheint ein Pop-Up-Fenster mit dem Hinweis, dass der TIMER_P Baustein
bzw. das Objekt‚ FB5’ existiert.
Bestätigen Sie die Eingabeanforderung mit "JA".
6. Im letzten Schritt legen Sie das Ventil an. Dazu selektieren Sie das Merkmal
"Bausteinkontakte" und tragen im rechten Teil den Namen "V1" ein. In der
Spalte "Baustein" wählen Sie den zugehörigen Bausteintypen aus, in diesem
Fall "VALVE".
Damit sind alle Merkmale, die für das Beispiel "Ventilate" benötigt werden,
festgelegt. Nun müssen die Schrittketten angelegt und projektiert werden.
Die Run-Kette, die im Zustand "Run" bearbeitet wird, ist bereits angelegt. Es fehlt
noch die Schrittkette die im Zustand "Holding", "Aborting", "Completing" bearbeitet
wird. Da der Inhalt diesem Fall bei allen drei Ketten gleich ist, legen Sie nur eine
Kette an und nennen diese "Abort-Hold-Comp".
1. Um eine neue Kette einzufügen, klicken Sie rechts auf die Lasche "RUN".
Wählen Sie "Neue Kette am Ende einfügen".
2. Es entsteht die neue Lasche "SEQ1". Stellen Sie die Eigenschaften von SEQ1
ein. In den allgemeinen Eigenschaften geben Sie den Namen
Abort-Hold-Comp ein.
Im linken Teil des Fensters erscheinen die Anschlüsse des SFC-Typs "Ventilate",
gegliedert nach Eingängen, Ausgängen und Ein-Ausgängen. Im rechten Teil wird
die Liste der zugehörigen Anschlüsse angezeigt.
Die Steuerausgänge für das Ventil V1 oder den Timer T_Duration sind unter "OUT"
zu finden.
Rückmeldungen des Ventils V1 sind unter "IN" angelegt.
5. Die Anschlüsse werden durch Drag & Drop aus dem oberen Teil in den Dialog
zum Projektieren der Schritte/Transitionen gezogen. Auf diese Weise werden
die Run und die Abort-Hold-Complete Kette wie im Kapitel 1 angegeben
aufgebaut. Nutzen Sie die Skizzen auf den folgenden Seiten, um alle Schritte
und Transitionen korrekt zu projektieren.
Start
V1_Auto
9B/,23B6(/ 758(
9B$87B/ 758(
Set Timer
7B'XUDWLRQB7,0(
'XUDWLRQB4
Valve opened!
9B423(1(' 758(
7B'XUDWLRQB4 )$/6(
Reset Trigger
T_Duration_IO =
FALSE
Time over!
T_Duration_Q0 = FALSE
Close Valve
9B$872B2& )$/6(
Valve closed!
9B4&/26(' 758(
Ende
7B'XUDWLRQB,2 )$/6(
Start
Close Valve
9B$872B2& )$/6(
Ende
1. Setzen Sie den Anfangswert für den verwendeten Timer Mode mit "1"
(verlängerter Impuls).
2. Setzen Sie den Anfangswert für den Parameter CS (Fahrweise) auf den
Wert 1.
2. In dem Hierarchieordner "Ventilate" legen Sie einen CFC Plan an. Dieser Plan
"Ventilate_Pot1" wird für die Instanz des SFC-Typen benötigt. Legen Sie nun
unter dem Ordner "Ventilate" einen weiteren Ordner "Val_Ventilate" an.
4. Öffnen Sie den CFC-Plan "Pot1_Valve". Platzieren Sie einen VALVE Baustein
mit Namen P1_V1. Zur Simulation der Rückmeldungen verschalten Sie den
Ausgang QCONTROL auf den Eingang FB_OPEN und invertiert auf den
Eingang FB_CLOSE (QCONTROL muss vorher sichtbar gemacht werden). Es
ergibt sich folgendes Bild:
2. Öffnen Sie nun zusätzlich den CFC-Plan "Pot1_Valve" und ordnen Sie die
beiden Fenster wie unten gezeigt nebeneinander an.
Führen Sie ein Änderungs-Übersetzen der AS durch und laden Sie anschließend
die neu übersetzten Daten mit einem "Änderungsladen" nach PLCSim.
Hinweis
Dazu muss die Runtime OS beendet sein.
3. Starten Sie das Batch Control Center und aktualisieren Sie die
Batch-Anlagendaten.
4. Nach der Aktualisierung steht Ihnen Ihre neu projektierte Funktion "Ventilate" in
der Teilanlage "Pot1" zur Verfügung.
Hinweis
Sollten Sie das Rezept nicht ändern können, so wählen Sie in Extras - Ein-
stellungen des Batch Control Centers die Option "Editieren von Rezepten im
Zustand "Freigabe aufgehoben" ermöglichen" an.
6. Öffnen Sie das soeben erzeugte Rezept "Recipe_Ventilate" und fügen die neu
projektierte Funktion "Ventilate" in das Rezept ein.
7. Speichern Sie das Rezept und prüfen Sie die Plausibilität. Beenden Sie
anschließend den Rezepteditor.
8. Geben Sie das Rezept zur Produktion frei. Legen Sie anschließend eine neue
Charge mit dem Rezept "Recipe_Ventilate" an, geben sie frei und starten
diese.
A E
Ansicht TH in SIMATIC Manager 2-3 Einteilung technischer Prozesse 1-1
Arbeitsablauf in der Küche Erweitern der technologischen Hierarchie
Auftrag-Grundrezept-Anlage 1-19 3-4, 4-14
AS
OS übersetzen und laden 3-21 I
Aufgabenstellung und Umsetzungskonzept
3-2 Instanzieren des SFC-Typs "Ventilate"
Aufgabenstellung/Umsetzungskonzept am Topf_1 4-17
"Ventilate" 4-2 ISA S88.01 - Physisches Modell 1-15
Automatisierungskonzept - Neuer Ansatz
1-13 K
Klassifizierung von Batchanlagen 1-20
B
Batch Anlagedaten Übersetzen und Laden M
3-26
Modell des Steuerungsablaufs
Batch-Begriffe 1-8
(Prozedurales Modell) 1-16
BATCH-Schnittstellenbausteine für die
Modellbeschreibung 2-2
Steuerbefehle und Prozesswertübergabe
projektieren 3-8
Batch-Typen generieren 3-24 P
Branchen für SIMATIC BATCH 1-5 Projektieren der Einzelsteuerebene (Ventil
V1) 3-6
C Projektierungsschritt
1 Dearchivieren des Projektes 2-5
Charakteristika von Konti und Batch 1-3
10 Laden der AS nach PLCSim 2-29
11 Starten der OS 2-33
D 12 Starten des BATCH Start
Der Koch - Arbeitsumgebung und Koordinators 2-35
Arbeitsablauf 1-7 13 Einlesen der mitgelieferten
Die Küche Rezepte und Stoffe 2-37
Anforderungen an die Automatisierung 14 Aktualisieren der geladenen
1-11 Batch-Anlagendaten 2-39
Automatisierungskonzept 1-12 15 Das Kochrezept für
Grundrezepte - Kopfdaten 1-9 Nudeln Piccata Milanese 2-40
Grundrezepte - Prozedur 16 Anlegen eines Ausgangsstoffes 2-41
(Verfahrensvorschrift) 1-10 17 Anlegen eines Grundrezeptes im
BatchCC 2-42
18 Erstellen der Rezeptstruktur im
Rezepteditor 2-44
19 Freigeben des Grundrezeptes zur
Produktion 2-70
2 BATCH Server und BATCH Client
konfigurieren 2-10