DINBHB
DINBHB
DIN-ISO-Programmierung
TNC 360
August 1993
Bedienelemente der TNC 360
Helligkeit N Satznummer
Kontrast
G G-Funktion
Override-Drehknöpfe
F Vorschub/Verweilzeit mit G04/Maßfaktor
S Spindeldrehzahl in U/min
50 150
D Parameter-Definition
F %
0 H
G73
Polarkoordinaten-Winkel/Drehwinkel im Zyklus
100
Spindeldrehzahl I J K X-, Y-, Z-Koordinate des Kreismittelpunkts/Pols
50 150 L Setzen einer Label-Nummer mit G98/
Sprung auf eine Label-Nummer/
S % Werkzeug-Länge mit G99
0
R Polarkoordinaten-Radius/
Rundungsradius mit G25, G26, G27
Maschinen-Betriebsarten anwählen Fase mit G24
Kreisradius mit G02, G03, G05
MANUELLER BETRIEB
Werkzeug-Radius mit G99
EL. HANDRAD
T Werkzeug-Definition mit G99/
POSITIONIEREN MIT HANDEINGABE Werkzeug-Aufruf
TOUCH
PROBE Bezugspunkt-Setzen mit dem 3D-Tastsystem
PROGRAMMLAUF EINZELSATZ
PROGRAMMLAUF SATZFOLGE
Koordinatenachsen und Ziffern eingeben, Editieren
Programmier-Betriebsarten anwählen
PROGRAMM-EINSPEICHERN
Cursor verschieben und Sätze, Zyklen und ENT Eingabe abschließen und Dialog fortsetzen
Parameter-Funktionen direkt anwählen
END
Satz abschließen
Cursor (Hellfeld) verschieben
Zahlenwert-Eingaben rücksetzen oder
GOTO
Sätze, Zyklen und Parameter- CE TNC-Meldetext löschen
Funktionen direkt anwählen
DEL
Dialog abbrechen; Programm-Teile löschen
Grafik MOD
Grafik-Betriebsarten
BLK
FORM
Rohlings-Definition, unbearbeiteter Rohling
MAGN
Ausschnitt vergrößern
START
Grafische Simulation starten
Der TNC-Leitfaden:
Von der Werkstück-Zeichnung zur
programmgesteuerten Bearbeitung
Vorbereitung
1 Werkzeuge auswählen —— ——
2 Werkstück-Nullpunkt für
Koordinaten-
Eingaben festlegen —— ——
6 Werkstück aufspannen —— ——
7 Bezugspunkt-Setzen /
Positionsanzeigen setzen ...
8 Bearbeitungsprogramm
eingeben oder über
externe Daten-Schnittstelle 5 bis 8
einlesen HB oder HR
EXT oder 10
9 Bearbeitungsprogramm
auf Fehler testen 3.1
10 Probelauf: Bearbeitungs-
programm ohne Werkzeug
Satz für Satz ausführen 3.2
Werkstück bearbeiten
5 Werkzeugwechsel
Eingaben: Vorschub (Eilgang) G00 z. B. 5.4
Radiuskorrektur G40
Koordinaten der Wechselposition X... Y... Z...
Zusatz-Funktion (Werkzeugwechsel) M06
12 Programm-Ende
Das Handbuch richtig nutzen!
TNC 360
Dem TNC-Einsteiger dient das Handbuch als Lernunterlage. Zu Beginn
vermittelt es die Grundlagen der NC-Technik und einen Enblick in die TNC-
Funktionen. Danach führt das Handbuch in die DIN/ISO Programmierung
ein. Die zahlreichen Beispiele hierzu können direkt an der TNC nachvollzo-
gen werden. Jede Funktion wird ausführlich erklärt, wenn sie das erste
Mal eingesetzt wird.
Der TNC-Einsteiger sollte dieses Handbuch konsequent von vorne nach
hinten durcharbeiten, um sich mit der Leistungsfähigkeit der TNC vertraut
zu machen.
TNC 360
Inhalt Benutzer-Handbuch TNC 360
DIN-ISO Programmierung
Einführung 1
Handbetrieb und Einrichten 2
Programm-Test und Programmlauf 3
Programmieren 4
Werkzeug-Bewegungen programmieren 5
Unterprogramme und Programmteil-Wiederholungen 6
Programmieren mit Q-Parametern 7
Zyklen 8
Externe Datenübertragung 9
MOD-Funktionen 10
Tabellen, Übersichten und Diagramme 11
1 Einführung
TNC 360
2 Handbetrieb und Einrichten
TNC 360
3 Programm-Test und Programmlauf
TNC 360
4 Programmieren
TNC 360
5 Werkzeug-Bewegungen programmieren
TNC 360
6 Unterprogramme und Programmteil-Wiederholungen
TNC 360
7 Programmieren mit Q-Parametern
7.7 Messen mit dem 3D-Tastsystem während des Programmlaufs .......... 7-12
TNC 360
8 Zyklen
TNC 360
9 Externe Datenübertragung
TNC 360
10 MOD-Funktionen
TNC 360
11 Tabellen, Übersichten, Diagramme
TNC 360
1 Einführung
Programmierung
Die TNC 360 wird nach DIN/ISO programmiert.
Die TNC kann auch im leicht verständlichen HEIDENHAIN Klartext-Dialog
programmiert werden. Hierfür steht ein gesondertes Benutzer-Handbuch
zur Verfügung.
Grafik
Für einen Programm-Test läßt sich die Bearbeitung des Werkstücks
simulieren. Dafür sind verschiedenen Darstellungsarten wählbar.
Kompatibilität
Die TNC 360 kann alle Bearbeitungsprogramme ausführen, die an
HEIDENHAIN Steuerungen ab TNC150B erstellt wurden.
Das Bedienfeld
Auf dem TNC-Bedienfeld sind die Tasten nach ihrer Funktion in folgende
Gruppen zusammengefaßt:
• Programm-Auswahl
• Adressbuchstaben
• Adreßbuchstaben
CYCL CYCL LBL LBL
STOP
DEF CALL SET CALL
buchstaben
GRAPHICS
MOD
BLK
FORM
MAGN START Betriebsarten
100
100
MOD P
50 150 50 150
Drehknöpfe für
Spindel- und Die Funktion der einzelnen Tasten
Vorschub-Override ist auf der ersten Einklappseite beschrieben.
Eine Übersicht der DIN/ISO-Adreßbuchstaben
befindet sich in Kapitel 11.
Externe Tasten, z.B. I (NC-Start), werden im Maschinen-Handbuch erklärt.
Der Bildschirm
Helligkeits-Regler
(nur bei BE 212)
Kopfzeile
In der Kopfzeile des Bildschirms steht die angewählte Betriebsart. Dort
erscheinen auch Dialogfragen und TNC-Meldetexte.
Bildschirm-Aufteilung
• Koordinaten
• Angewählte
Achse
• ❊, wenn TNC
gestartet ist
• Status-Anzeige,
z.B. Vorschub F,
Zusatz-Funktion M
Ausschnitt
aus dem
angewählten
Programm
Status-Anzeige
TNC-Zubehör
3D-Tastsysteme
Die TNC stellt für den Einsatz von HEIDENHAIN 3D-
Tastsystemen folgende Funktionen zur Verfügung:
• automatisches Werkstück-Ausrichten (Werk-
stück-Schieflage kompensieren)
• Bezugspunkt-Setzen
• Messungen am Werkstück während des Pro-
grammlaufs
• Digitalisieren von 3D-Formen (Option, nur
KKLARTEXT-Programmierung)
Das Tastsystem TS120 nutzt eine Kabel-, das
TS510 eine Infrarot-Übertragungsstrecke.
Disketten-Einheit
Die HEIDENHAIN Disketten-Einheit FE 401 dient
der TNC als externer Speicher: Programme lassen
sich auf Disketten auslagern.
Mit der FE 401 können auch Programme zur TNC
übertragen werden, die an einem PC erstellt
wurden. Sehr umfangreiche Programme, die die
Speicherkapazität der TNC überschreiten, werden
„blockweise“ übertragen: Während die Maschine
die eingelesenen Sätze ausführt und danach sofort
wieder löscht, überträgt die Disketten-Einheit
weitere Programmsätze in die TNC.
Elektronische Handräder
Die „elektronischen Handräder“ erleichtern das
präzise manuelle Verfahren der Achsschlitten. Wie
an einer konventionellen Maschine bewirkt ein
Drehen am Handrad, daß sich der Maschinenschlit-
ten um einen bestimmten Betrag bewegt. Der
Verfahrweg pro Umdrehung ist dabei in einem
weiten Bereich wählbar.
Portable Handräder, z.B. das HR 330, werden mit
einem Kabel an die TNC angeschlossen.
Einbau-Handräder, z.B. das HR 130, werden in die
Maschinen-Tastatur eingebaut.
Über einen Adapter lassen sich bis zu drei Handrä-
der gleichzeitig anschließen.
Über die Handrad-Konfiguration an einer Maschine
informiert der Maschinen-Hersteller
Abb. 1.7: Das elektronische Handrad HR 330
1.2 Grundlagen
Einführung
Dieses Kapitel behandelt die folgenden Punkte:
• Was heißt NC?
• Bearbeitungsprogramm
• Programm-Eingabe
• Bezugssystem
• Rechtwinkliges Koordinatensystem
• Zusatzachsen
• Polarkoordinaten
• Festlegung des Pols
• Bezugspunkt-Setzen
• Absolute Werkstück-Positionen
• InkrementaleWerkstück-Positionen
• Werkzeugbewegungen programmieren
• Wegmeßsysteme
• Referenzmarken-Auswertung
Bearbeitungsprogramm
Im Bearbeitungsprogramm wird die Werkstück-Bearbeitung festgelegt. Im
Programm stehen beispielsweise die Zielposition, auf die sich das Werk-
zeug bewegen soll, die Werkzeugbahn – also wie das Werkzeug zu einer
Zielposition bewegt werden soll – und der dazugehörende Vorschub. Auch
Informationen über Radius und Länge der eingesetzten Werkzeuge,
Drehzahl und Werkzeugachse müssen im Programm festgelegt sein.
Programm-Eingabe
Die Programm-Eingabe nach DIN/ISOist zum Teil dialoggeführt.
Die Reihenfolge der Eingabe von Einzelbefehlen (Wörtern) innerhalb von
Sätzen ist beliebig (außer G90/G91/). Die Einzelbefehle werden von der
TNC nach Abschluß des Satzes automatisch sortiert.
Bezugssystem
30°
60°
90° 0° 90°
Rechtwinkliges Koordinatensystem
Zur Bearbeitung eines Werkstücks auf einer Fräsmaschine, die mit einer
TNC-Bahnsteuerung ausgerüstet ist, geht man generell von einem
werkstückfesten kartesischen (= rechtwinkligen, nach dem französischen +Z
Mathematiker und Philosphen René Descartes, lateinisch Renatus Cartesi- +Y +X
us; 1596 bis 1650) Koordinatensystem aus, das aus den drei, zu den
Maschinenachsen parallelen Koordinatenachsen X, Y und Z besteht; denkt
man sich den Mittelfinger der rechten Hand in Richtung der Werkzeu-
gachse vom Werkstück zum Werkzeug zeigend, so weist er in Richtung
der positiven Z-Achse, der Daumen in Richtung der positiven X-Achse und
der Zeigefinger in Richtung der positiven Y-Achse.
+Z
+X
+Y
Zusatzachsen
Die TNCs können Maschinen mit mehr als drei Achsen steuern. Neben
Z
Y
den Hauptachsen X,Y und Z können dies die dazu parallel liegenden
Zusatzachsen UU, V und W sein (siehe Bild). Auch Drehachsen sind
möglich; sie werden – wie abgebildet – mit A, B und C bezeichnet.
B+
W+ C+
V+
A+
X
U+
Abb 1.11: Ausrichtung und Benennung der
Zusatzachsen
Polarkoordinaten
Das rechtwinklige Koordinatensystem eignet sich Y
besonders gut, wenn die Fertigungszeichnung
rechtwinklig bemaßt ist. Bei Werkstücken mit
Kreisbögen oder bei Winkelangaben ist es oft
R
einfacher, Positionen mit Polarkoordinaten festzule-
gen. R
H2
Polarkoordinaten beschreiben – im Gegensatz zu H3
den rechtwinkligen Koordinaten X,Y und Z – nur
Positionen in einer Ebene. R
Polarkoordinaten haben ihren Nullpunkt im H1
Pol I,J,K
I,J,K. Um eine Position durch Polarkoordinaten J = 10 0°
zu beschreiben, denkt man sich einen Maßstab,
dessen Nullpunkt mit dem Pol fest verbunden ist,
der sich jedoch in der Ebene um den Pol beliebig
drehen läßt. I = 30 X
Positionen in dieser Ebene lassen sich angeben Abb 1.12: Positionsangaben auf einer Kreisbahn mit Polarkoordinaten
durch den
• Polarkoordinaten-Radius R – der dem Abstand
vom Pol I,J zur Position entspricht
und den
• Polarkoordinaten-Winkel H H– das ist der Winkel
von der Bezugsachse zum Maßstab.
Pol-Koordinaten Winkelbezugsachse
I,J +X
J, K +Y
K, I +Z
Z Z Z Y
Y Y
+ 0° 0°
+
+ K
J
0°
I K J X X
X I
Abb 1.13: Zuordnung von Pol-Koordinaten und Winkelbezugsachsen
Bezugspunkt-Setzen Z
Die Werkstück-Zeichnung gibt für die Bearbeitung ein bestimmtes Forme-
lement des Werkstücks (meist eine Werkstück-Ecke) als "absoluten
Bezugspunkt" und eventuell ein oder mehrere Formelemente als relative
Bezugspunkte vor. Durch den Vorgang des Bezugspunkt-Setzens wird Y
diesen Bezugspunkten der Ursprung des absoluten bzw. der relativen
Koordinatensysteme zugeordnet: Das Werkstück wird – zu den Maschine-
nachsen ausgerichtet – in eine bestimmte Position relativ zum Werkzeug
gebracht und die Anzeige entweder auf Null oder den entsprechenden X
Positionswert (z.B. um den Werkzeug-Radius zu berücksichtigen) gesetzt.
Beispiel:
-250
250
-216,5
216,5
-125
125
0
250
216,5
125
1225 0
-125
-216,5
-250
150
0
750
-150
300±0,1
320
0
0
325
450
700
900
950
Beispiel:
Z
Koordinaten des Punkts1
X = 10 mm
Y = 5 mm Y
Z = 0 mm
Absolute Werkstück-Positionen
Z
Jede Position auf dem Werkstück ist durch ihre absoluten Koordinaten
eindeutig festgelegt.
Z=15mm
Z = 15 mm 15
X
Y=
m
Wenn Sie nach einer Werkstück-Zeichnung mit absoluten Koordinaten X=20m
10
m
bohren oder fräsen, dann fahren Sie das Werkzeug auf die Koordinaten.
m
10
20
Inkrementale Werkstück-Positionen
Eine Position kann auch auf die vorhergegangene Soll-Position bezogen Abb 1.17: Position ① zum Beispiel "Absolute
sein: Der relative Nullpunkt wird dann also auf die zuletzt programmierte Werkstück-Positionen"
Position gelegt. Mann spricht dann von inkrementalen Koordinaten
(Inkrement = Zuwachs), bzw. einem Inkremental-Maß oder Kettenmaß
(da die Position durch aneinandergereihte Maße angegeben wird).
Inkrementale Koordinaten werden durch G91 gekennzeichnet. Z
3
Beispiel: Inkrementale Koordinaten der Position ① IY
Y =1
IZ=–15mm
bezogen auf Position ½ 2 0m
m
10
Y = 5 mm
15
Z = 20 mm X
Inkrementale Koordinaten der Position ① : 5 5
10
IX = 10 mm
IY = 10 mm 0 10
IZ = –15 mm
0
Wenn Sie nach einer Werkstück-Zeichnung mit inkrementalen Koordinaten Abb. 1.18: Positionen ❡ und ① zum Beispiel
bohren oder fräsen, dann fahren Sie das Werkzeug um die Koordinaten "Inkrementale Werkstück-
weiter. Positionen"
Y
Auch bei Polarkoordinaten gibt es diese
Möglichkeiten:
• Absolute Koordinaten beziehen sich immer auf G91R
den Pol I,J und die Winkelbezugsachse.
• Inkrementale Koordinaten beziehen sich R
immer auf die letzte programmierte Position des G91H G91H
Werkzeugs. R
R H
J = 10 0°
I = 30 X
Abb. 1.19: Inkrementale Maßangaben bei Polarkoordinaten
(durch "G91" gekennzeichnet)
Beispiel:
Werkstückzeichnung mit Koordinatenbemaßung
(nach DIN 406, Teil 11; Bild 179)
2.3
X2
1.1 1.2
Y1
X1
Maße in mm
Koordinaten Koordinaten
ursprung
Pos. X1 X2 Y1 Y2 r ϕ d
1 1 0 0 -
1 1,1 325 320 Ø 120 H7
1 1,2 900 320 Ø 120 H7
1 1,3 950 750 Ø 200 H7
1 2 450 750 Ø 200 H7
1 3 700 1225 Ø 400 H8
2 2,1 –300 150 Ø 50 H11
2 2,2 –300 0 Ø 50 H11
2 2,3 –300 –150 Ø 50 H11
3 3,1 250 0° Ø 26
3 3,2 250 30° Ø 26
3 3,3 250 60° Ø 26
3 3,4 250 90° Ø 26
3 3,5 250 120° Ø 26
3 3,6 250 150° Ø 26
3 3,7 250 180° Ø 26
3 3,8 250 210° Ø 26
3 3,9 250 240° Ø 26
3 3,10 250 270° Ø 26
3 3,11 250 300° Ø 26
3 3,12 250 330° Ø 26
Werkzeugbewegung programmieren
Je nach Konstruktion der Maschine bewegt sich in einer Achse entweder
der Maschinentisch mit dem aufgespannten Werkstück oder das Werk- +Y +Z +X
zeug.
Wenn sich für eine oder mehrere Achsen der Maschinentisch bewegt,
sind die entsprechenden Achsen am Steuerpult mit einem Hochkomma
(z. B. X’, Y’) gekennzeichnet. Die Bewegung einer solchen Achse
entspricht einer Bewegung des Werkzeugs relativ zum Werkstück in die
entgegen-gesetzte Richtung.
Abb. 1.21: Werkzeug-Bewegung in Y-und Z-
Achsrichtung, Maschinentisch-
Bewegung in +X´-Achsrichtung
Wegmeßsysteme
Die Wegmeßsysteme – Längenmeßsysteme für Linearachsen, Winkel-
Z
meß-systeme für Drehachsen – wandeln die Bewegungen der Maschinen-
achsen in elektrische Signale um. Die TNC wertet die Signale aus und
berechnet ständig die Ist-Position der Maschinenachsen. Y
Bei einer Stromunterbrechung geht die Zuordnung zwischen der
Maschinenschlitten-Position und der berechneten Ist-Position verloren; die
TNC kann diese Zuordnung nach dem Einschalten wieder herstellen. X
Referenzmarken
Auf den Maßstäben der Wegmeßsysteme sind eine oder mehrere
Referenzmarken angebracht. Die Referenzmarken erzeugen beim Übefah-
ren ein Signal, das für die TNC eine Maßstabs-Position als Referenzpunkt
(Maßstabs-Bezugspunkt = maschinenfester Bezugspunkt) kennzeichnet.
Mit Hilfe dieser Referenzpunkte kann die TNC die Zuordnung zwischen der
Maschinenschlitten-Position und der angezeigten Ist-Position wieder
herstellen.
1.3 Einschalten
Die Versorgungsspannung von TNC und Maschine einschalten. Danach
leitet die TNC automatisch folgenden Dialog ein:
SPEICHERTEST
STROMUNTERBRECHUNG
PLC-PROGRAMM UEBERSETZEN
Steuerspannung einschalten.
Die TNC überprüft die Funktion der NOT-AUS-Schaltung I
MANUELLER BETRIEB
REFERENZPUNKTE UEBERFAHREN
Beim schnellen internen Bildaufbau berechnet die TNC die Kontur und
zeigt nur eine grafische Darstellung der abgeschlossenen Bearbeitung.
Darstellungsart auswählen
ENT
Darstellung übernehmen
Mit START läßt sich eine grafische Darstellung beliebig oft wiederholen.
Draufsicht
Für die Tiefendarstellung dieser Grafik gilt:
"je tiefer, desto dunkler".
Anzahl der darstellbaren Tiefenniveaus: 7
Darstellung in 3 Ebenen
Die Darstellung erfolgt in Draufsicht mit 2 Schnit-
ten, ähnlich einer technischen Zeichnung. Ein
Symbol links neben der Grafik gibt an, ob die
Darstellung der Projektionsmethode 1 oder der
Projektionsmethode 2 nach DIN6, Teil 1 entspricht
(über MP 7310 wählbar).
Schnittebenen verschieben
Die Schnittebenen können beliebig mit den
Pfeiltasten verschoben werden.
Die Lage der Schnittebene ist während des Ver-
schiebens am Bildschirm sichtbar.
3D-Darstellung
Das Werkstück wird räumlich abgebildet.
3D-Darstellung drehen
Die 3D-Darstellung kann mit den horizontalen
Pfeiltasten um die vertikale Achse gedreht werden.
Eine Drehung wird durch ein Winkel-Symbol
angezeigt:
entspricht 00
entspricht 900
entspricht 1800
entspricht 2700
Nichtmaßstäbliche 3D-Darstellung
Bei einem Höhen-Seiten-Verhältnis zwischen 0,5 und 50 läßt sich mit den
vertikalen Pfeiltasten eine nichtmaßstäbliche 3D-Darstellung anwählen. In
dieser Darstellung wird die kürzere Werkstück-Seite mit verbesserter
Auflösung abgebildet.
Die nichtmaßstäbliche Darstellung wird ebenfalls durch das
Winkel-Symbol angezeigt.
Schnittfläche wählen
ENT
Bildausschnitt übernehmen
Die Ausschnitts-Vergrößerung gilt für alle Darstellungsarten. Bei einer vergrößerten Abbildung blendet die TNC die
Abkürzung MAGN am Bildschirm ein.
GRAPHICS Mit BLK FORM wird das Rohlteil wieder in programmierter Größe
BLK abgebildet
FORM
Status-Anzeige
Die Status-Anzeige in einer Programmlauf-Betriebs-
art enthält außer den aktuellen Koordinaten weitere
Informationen:
Mit einer Balken-Anzeige werden anloge Größen wie Spindeldrehzahl und Vorschub in der Status-Anzeige simuliert.
Diese Balken-Anzeige muß der Maschinen-Hersteller aktiviert haben.
1.5 Programme
Die TNC 360 speichert bis zu 32 Programme gleichzeitig. Bearbeitungs-
Programme können im HEIDENHAIN Klartext-Dialog oder gemäß DIN/ISO
erstellt worden sein. DIN/ISO-Programme sind mit "ISO“ gekennzeichnet.
Die Programme werden mit einer Nummer (bis zu 8 Stellen) benannt.
CL
... löschen ... PGM
PGM
... testen ... NR
PGM
... abarbeiten ... NR
PROGRAMM-NUMMER?
Programm löschen
Programm schützen
PROGRAMM-NUMMER = ?
z.B. 5 ENT
ENT
Nummer des Programms eingeben, das geschützt werden soll,
z.B. Programm Nr. 5
END
G 5 0 Funktion für Programm-Schutz eingeben, Satz beenden
Programm-Schutz aufheben
Der Programm-Schutz wird aufgehoben, indem das Programm erneut
angewählt und über die MOD-Funktion die Schlüßelzahl 86357 eingege-
ben wird (siehe S. 10-3).
Programm-Schutz aufheben
0 BEGIN 5 MM P
FREIE ZEICHEN =
wiederholt
SCHLUESSEL-ZAHL
MANUELLER BETRIEB
MANUELLER BETRIEB
Achse anhalten:
Externe STOP-Taste drücken
Auf diese Weise kann nur jeweils eine Achse verfahren werden.
EL. HANDRAD
UNTERTEILUNGS-FAKTOR: 1 3
z.B. 3 ENT
Unterteilungsfaktor (s. Tabelle) eingeben
Mit dem elektronischen Handrad kann jetzt die angewählte Achse verfah-
ren werden. Dazu muß beim portablen Handrad der Freigabeschalter an
der Seite des Handrads gedrückt sein.
Unterteilungs- Verfahrweg in mm
faktor pro Umdrehung
0 20,000
1 10,000
2 5,000
3 2,500
4 1,250
5 0,625
6 0,312
7 0,156
8 0,078
9 0,039
10 0,019
Abb. 2.1: Unterteilungsfaktoren und Verfahrwege Abb. 2.2: Elektronisches Handrad HR 330
Falls das Handrad beim Einrichten in der Hand gehalten wird, ist die
Freigabetaste zu drücken. Nur dann ist das Verfahren mit den Richtungsta-
sten möglich.
Schrittweises Positionieren
Beim schrittweisen Positionieren verfährt eine Maschinenachse bei jedem Z
Druck auf eine externe Richtungstaste um die vorher eingegebene
Zustellung.
8 8
8 16 X
Abb. 2.3: Schrittweises Positionieren in der
X-Achse
EL. HANDRAD
UNTERTEILUNGS-FAKTOR: 4
EL. HANDRAD
ZUSTELLUNG: 4 8
Zustellung eingeben, z. B. 8 mm
z.B. 8 ENT
Spindeldrehzahl S eingeben
S-Funktionstaste anwählen
S
N10 S
Zusatz-Funktion M eingeben
M-Funktionstaste anwählen
M
N10 M
Spindeldrehzahl S ändern
100
Drehknopf für Spindeldrehzahl-Override drehen:
50 150
Spindeldrehzahl S auf 0 bis 150% des letztgültigen Wertes einstellen
S%
0
Mit dem Drehknopf für den Spindeldrehzahl-Override kann die Spindeldrehzahl nur bei Maschinen mit stufenlosem
Spindelantrieb geändert werden.
Vorschub F ändern
In der Betriebsart MANUELLER BETRIEB ist der Vorschub durch einen
Maschinen-Parameter festgelegt.
100 Drehknopf für Vorschub-Override drehen:
Vorschub auf 0 bis 150% des festgelegten Wertes einstellen
50 150
F%
0
Vorbereitung
Schutzmaßnahme:
Falls die Werkstück-Oberfläche nicht angekratzt Z Z
werden darf, wird auf das Werkstück ein Blech
bekannter Dicke d gelegt. Für den Bezugspunkt
in der Zustellachse muß dann ein um d größerer
Wert eingegeben werden.
X X
Zustellachse anwählen
z.B. Z
BEZUGSPUNKT-SETZEN Z=
ÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊ
5 0 ENT
Voreingestelltes Werkzeug: Anzeige auf Länge L des Werkzeugs setzen,
z.B.
z.B. Z=50 mm oder Summe Z=L+d eingeben
Y
–R X
–R 2
1
2
Abb. 2.6: Bezugspunkt-Setzen in der Bearbeitungsebene;
rechts oben Draufsicht
2.4 3D-Tastsystem
3D-Tastsystem einsetzen
Die TNC stellt für den Einsatz eines HEIDENHAIN 3D-Tastsystems
Antastfunktionen zur Verfügung. Typische Einsatzbereiche des Tast-
systems sind:
• Kompensieren einer schiefen Werkstück-Aufspannung
(Grunddrehung)
• Bezugspunkt-Setzen
• Messen von
- Längen und Positionen am Werkstück
- Winkeln
- Kreisradien
- Kreismittelpunkten
• Messungen während eines Programmlaufs
• Digitalisieren von 3D-Formen (Option, nur KLARTEXT-Programmierung)
Die TNC muß vom Maschinen-Hersteller für den Einsatz eines 3D-Tastsystems vorbereitet sein.
F F
F max
MANUELLER BETRIEB
oder
EL. HANDRAD
3D-Tastsystem kalibrieren
Das Tastsystem ist zu kalibrieren bei
• Inbetriebnahme Z
• Taststift-Bruch
• Taststift-Wechsel
• Änderung des Antastvorschubs
• Unregelmäßigkeiten, beispielsweise infolge Erwärmung der Maschine
Beim Kalibrieren ermittelt die TNC die "wirksame“ Länge des Taststifts Y
und den "wirksamen“ Radius der Tastkugel. Zum Kalibrieren des 3D-
Tastsystems wird ein Einstellring mit bekannter Höhe und bekanntem
Innenradius auf dem Maschinentisch aufgespannt. 5
TOUCH
PROBE WERKSTUECK-FLÄCHE = BEZUGSEBENE
ENT
Kalibrier-Funktion für die Tastsystem-Länge anwählen
Z+ Z–
WERKZEUGACHSE = Z
10
X
Abb. 2.10: Kalibrierung des Tastsystem-Radius
TOUCH
PROBE WERKSTUECK-FLAECHE = BEZUGSEBENE
X+ X– Y+ Y–
RADIUS EINSTELLRING = 0
Kalibrierwerte anzeigen
Die wirksame Länge und der wirksame Radius des 3D-Tastsystems
werden in der TNC gespeichert und bei späteren Einsätzen berücksichtigt.
Die gespeicherten Werte werden am Bildschirm angezeigt, wenn die
Kalibrierfunktionen erneut angewählt werden.
Werkstück-Schieflage kompensieren
Eine schiefe Werkstück-Aufspannung kompensiert
die TNC rechnerisch durch eine "Grunddrehung“.
Dazu wird der DREHWINKEL auf den Winkel
gesetzt, den eine Werkstückfläche mit der Winkel-
bezugsachse (siehe S. 1-9) der Bearbeitungsebene
einschließen soll.
2
PA 1
A B
TOUCH
PROBE WERKSTUECK-FLAECHE = BEZUGSEBENE
ENT
Antastfunktion GRUNDDREHUNG anwählen
GRUNDDREHUNG
X+ X- Y+ Y–
DREHWINKEL =
z.B. 0 ENT
DREHWINKEL auf Soll-Wert setzen
X+ X– Y+ Y–
oder
Antastrichtung anwählen
Antastvorgang starten
I
Antastvorgang starten
I
Grunddrehung anzeigen
Der Winkel der Grunddrehung steht in der Drehwin-
kel-Anzeige. In der Status-Anzeige wird bei aktivier-
ter Grunddrehung ROT invers angezeigt.
Grunddrehung aufheben
DREHWINKEL =
Y Z
1
X
WERKSTUECK-FLAECHE = BEZUGSEBENE
X+ X– Y+ Y– Z+ Z–
oder Antastrichtung und gleichzeitig Achse anwählen, für die der Bezugspunkt
gesetzt wird, z.B. Z in Richtung Z– antasten
Antastvorgang starten
I
z.B. 0 ENT
Soll-Koordinate des BEZUGSPUNKTs eingeben
Y Y
3 2
Y=?
P P 1
X X
X=?
Abb. 2.14: Antastvorgang, um Koordinaten der Ecke P zu ermitteln
Mit Übernahme der Punkte, die für die Grunddrehung angetastet wurden
ENT
Koordinaten der Antastpunkte übernehmen
Tastsystem in die Nähe des ersten Antastpunkts auf der Werkstück-Kante, die für die Grunddrehung nicht angetastet
wurde, verfahren
ECKE = BEZUGSPUNKT
X+ X– Y+ Y–
Antastvorgang starten
I
Tastsystem in die Nähe des zweiten Antastpunkts auf der gleichen Kante verfahren
Antastvorgang starten
I
BEZUGSPUNKT X =
z.B. 0 ENT
Erste Koordinate des Bezugspunkts eingeben, z.B. auf der X-Achse
.
.
.
.
.
.
BEZUGSPUNKT Y =
Ohne Übernahme von Punkten, die für eine Grunddrehung angetastet wurden
NO Dialogfrage verneinen
ENT
Innenkreis
Die TNC tastet die Kreis-Innenwand automatisch in alle vier Koordinaten- Y
achsen-Richtungen an.
Bei unterbrochenen Kreisen (Kreisbögen) kann die Antastrichtung beliebig
gewählt werden.
Y+
X–
10
X+
Y–
8 X
Abb. 2.15: Antasten der Kreis-Innenwand
zum Ermitteln der Mittelpunkts-
position
KREISMITTELPUNKT = BEZUGSPUNKT
X+ X– Y+ Y–
BEZUGSPUNKT X =
BEZUGSPUNKT Y =
z.B. 1 0 ENT Zweite Koordinate des Kreismittelpunkts eingeben, z.B. auf der Y-Achse
Außenkreis
Y
Y– 4
3
X+
X–
2
Y+
1
X
Abb. 2.16: Antasten der Kreis-Außenwand
zum Ermitteln der Mittelpunkts-
position
Tastkopf in die Nähe des ersten Antastpunktes 1 außerhalb des Kreises verfahren
KREISMITTELPUNKT = BEZUGSPUNKT
X+ X– Y+ Y–
Antastvorgang starten
I
Nach dem Antasten zeigt die TNC die aktuellen Koordinaten des Kreismit-
telpunkts und den Kreisradius PR am Bildschirm an.
WERKSTUECK-FLAECHE = BEZUGSEBENE
X+ X– Y+ Y– Z+ Z–
oder Antastrichtung und gleichzeitig Achse wählen, auf die die Koordinate sich
beziehen soll
Antastvorgang starten
I
Die TNC zeigt die Koordinate des Antastpunkts als BEZUGSPUNKT an.
Werkstückmaße bestimmen
Y l 1
Z
X
WERKSTUECK-FLAECHE = BEZUGSEBENE
X+ X– Y+ Y– Z+ Z–
Antastvorgang starten
I
BEZUGSPUNKT X=
.
.
.
.
.
.
WERKSTUECK-FLAECHE = BEZUGSEBENE
X+ X– Y+ Y– Z+ Z–
Antastvorgang starten
I
Winkel messen
Mit einem 3D-Tastsystem lassen sich auch Winkel in der Bearbeitungs-
ebene bestimmen. Gemessen wird der
• Winkel zwischen der Winkelbezugsachse und einer Werkstück-Kante
oder der
• Winkel zwischen zwei Kanten
Der gemessene Winkel wird als Wert von maximal 90° angezeigt.
DREHWINKEL =
Angezeigten DREHWINKEL notieren (falls vorher durchgeführte Grunddrehung später wieder hergestellt werden soll)
.
.
.
.
.
.
Winkel zwischen Winkelbezugsachse und Werkstückkante in der Funktion GRUNDDREHUNG als DREHWINKEL
anzeigen lassen
Grunddrehung aufheben
ÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊ
Ursprüngliche Grunddrehung wieder herstellen:
DREHWINKEL auf notierten Wert setzen
PA
DREHWINKEL =
Zweite Seite ebenfalls wie bei einer Grunddrehung antasten, DREHWINKEL hier nicht auf 0 setzen!
Winkel PA zwischen den Werkstück-Kanten in der Funktion GRUNDDREHUNG als DREHWINKEL anzeigen lassen
Grunddrehung aufheben
ÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊ
Ursprüngliche Grunddrehung wieder herstellen:
DREHWINKEL auf notierten Wert setzen
3.1 Programm-Test
In der Betriebsart PROGRAMM-TEST überprüft die TNC Programme und
Programmteile auf folgende Fehler, ohne die Maschinenachsen zu
verfahren:
• geometrische Unverträglichkeiten
• fehlende Angaben
• nicht ausführbare Sprünge
Programm-Test ausführen
NO
ENT Gesamtes Programm testen
ÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊ
z.B. 1 0 ENT
Programm testen, z.B. bis Satz 10
Funktion Taste
• Programm-Test anhalten D
NO
• Programm nach STOP weiter testen ENT
3.2 Programmlauf
In der Betriebsart PROGRAMMLAUF SATZFOLGE führt die TNC ein
Bearbeitungsprogramm kontinuierlich bis zum Programmende oder bis zu
einer Unterbrechung aus.
Bearbeitungsprogramm ausführen
Vorbereitung:
• Werkstück auf dem Maschinentisch aufspannen
• Bezugspunkt setzen
• Programm anwählen
PROGRAMMLAUF EINZELSATZ
oder
PROGRAMMLAUF SATZFOLGE
Bearbeitungsprogramm anwählen
I
wiederholt
Bearbeitung unterbrechen
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen Programmlauf zu unterbrechen:
• Programmierte Unterbrechungen
• Externe STOP-Taste
• Umschalten auf PROGRAMMLAUF EINZELSATZ
• NOT-AUS-Taste
Programmierte Unterbrechungen
Unterbrechungen können direkt im Bearbeitungsprogramm festgelegt
werden. Der Programmlauf wird unterbrochen, sobald das Bearbeitungs-
programm bis zu dem Satz ausgeführt ist, der eine der folgenden Einga-
ben enthält:
• G38
• Zusatzfunktion M0, M02 oder M30
• Zusatzfunktion M06, falls vom Maschinen-Hersteller mit der Stop-
Funktion belegt
Bearbeitung unterbrechen
D Bearbeitung abbrechen
Fehlerursache beseitigen
Neustart
Fehlerursache beseitigen
Neustart
PROGRAMMLAUF EINZELSATZ
oder
PROGRAMM-TEST
EXT
Funktion zum blockweisen Übertragen anwählen
PROGRAMM-NUMMER
z.B. 1 0 ENT
Programm-Nummer eingeben und Übertragung starten
Sätze überspringen
Die TNC kann beim blockweisen Übertragen Sätze bis zu einer frei
wählbaren Satz-Nummer überspringen. Diese Sätze werden dann für
einen Programmlauf nicht berücksichtigt.
4 Programmieren
In der Betriebsart PROGRAMM-EINSPEICHERN/EDITIEREN werden
Programme
• erstellt
• ergänzt
• geändert
usw.
Funktion Taste
NO
• Dialogfrage übergehen ENT
END
• Satz beenden
DEL
• Satz löschen / Wort löschen
Editier-Funktionen
Beim Editieren werden Befehle und Informationen in die TNC eingegeben,
ergänzt oder geändert.
Eingaben
Zahlen, Koordinatenachsen und Radiuskorrekturen werden direkt über die
Tastatur eingegeben. Vorzeichen können vor, während und nach einer
Zahleneingabe gesetzt werden.
Sätze einfügen
Zusätzliche Programmsätze können hinter jedem beliebigen Satz eingefügt
werden (jedoch nicht hinter dem N9999-Satz).
Funktion Taste
DEL
• Angewähltes Wort löschen
DEL
• Angewählten Satz löschen
4.2 Werkzeuge
Werkzeuge werden jeweils durch eine Nummer gekennzeichnet.
Werkzeug-Daten bestimmen
Werkzeug-Nummer
Die Werkzeuge werden jeweils durch eine Nummer zwischen 0 und 254
gekennzeichnet.
Das Werkzeug mit der Nummer 0 ist festgelegt mit L = 0 und R = 0, wenn
die Werkzeug-Daten ins Programm eingegeben werden. In Werkzeug-
Tabellen sollte T0 ebenfalls mit L = 0 und R = 0 definiert werden.
Werkzeug-Radius R
Der Radius des Werkzeugs wird direkt eingegeben.
Werkzeug-Länge L
Der Korrekturwert für die Werkzeug-Länge wird bestimmt
• als Längenunterschied zwischen dem Werkzeug und einem Nullwerk-
zeug, oder
• mit einem Voreinstellgerät
Werden Werkzeug-Längen mit einem Voreinstellgerät bestimmt, so
werden sie ohne weitere Umrechnungen in die Werkzeug-Definition
eingegeben.
Werkzeug einwechseln
G 9 9 ENT
WERKZEUG-NUMMER T
WERKZEUG-LÄNGE L
WERKZEUG-RADIUS R
Die Werkzeug-Länge L kann mit der Funktion „Ist-Positions-Übernahme“ direkt in die Werkzeug-Definition
übernommen werden (siehe S. 4-20).
PROGRAMM-EINSPEICHERN
PROGRAMM-NUMMER =
Werkzeug-Tabelle anwählen
0 ENT
Die Werkzeug-Tabelle läßt sich vonden Betriebsarten EL.HANDRAD und MANUELLER BETRIEB direkt durch
betätigen der ENT-Taste anwählen und editieren.
Werkzeug-Daten aufrufen
In den NC-Satz mit T sind folgende Angaben zu programmieren:
• Werkzeug-Nummer, Q-Parameter
• Bearbeitungs-Ebene mit G17/G18 oder G19
• Spindeldrehzahl S
Werkzeug-Daten aufrufen
T WERKZEUG-NUMMER?
1 7 Spindelachse Z wählen
G
Werkzeugwechsel
Automatischer Werkzeugwechsel
Beim automatischen Werkzeugwechsel steuert die TNC den Austausch
des eingespannten Werkzeugs durch ein anderes aus dem Werkzeug-
Magazin. Der Programmlauf wird nicht unterbrochen.
Manueller Werkzeugwechsel
Vor einem manuellen Werkzeugwechsel wird die Spindel gestoppt und
das Werkzeug auf die Wechsel-Position gefahren. Ablauf:
Werkzeugwechsel-Position
Eine Werkzeugwechsel-Position muß kollisionsfrei anfahrbar neben oder
über dem Werkstück liegen.
Mit den Zusatz-Funktionen M91 und M92 (siehe S. 5-39) lassen sich die
Koordinaten der Wechsel-Position auch maschinenbezogen eingeben.
Wird vor dem ersten Werkzeug-Aufruf T0 programmiert, fährt die TNC den
Einspannschaft in der Spindelachse auf eine Position, die von der Werk-
zeug-Länge unabhängig ist.
Falls vor T0 eine positive Längenkorrektur wirkte, wird der Abstand zum Werkstück verkleinert.
4.3 Werkzeug-Korrekturwerte
Die TNC berücksichtigt für jedes Werkzeug den
Korrekturwert für die Werkzeug-Länge in der
Spindelachse und für den Werkzeug-Radius in der
Bearbeitungsebene.
Abb. 4.3: Die TNC berücksichtigt Länge und Radius des Werkzeugs
Werkzeug-Radius
Eine Radiuskorrektur wird wirksam, sobald ein Werkzeug aufgerufen und
in der Bearbeitungsebene mit G41 oder G42 verfahren wird.
Eine Radiuskorrektur wird aufgehoben, indem ein Positioniersatz mit G40
programmiert wird.
Werkzeugradius-Korrektur
Eine Werkzeug-Bewegung kann auf folgende Art
programmiert werden:
• ohne Radiuskorrektur: G40
• mit Radiuskorrektur: G41oder G42
• achsparallele Verfahrbewegungen
mit G43 oder G44 R
Anwendungsbereiche: Y
• Bohren
• Vorpositionieren
X
Y
Y G41 Y G42
R R
R X R X
Abb. 4.6: Das Werkzeug verfährt zum Fräsen links (G41) oder rechts (G42) von der Kontur
Zwischen zwei Programmsätzen mit unterschiedlicher Radiuskorrektur muß mindestens ein Satz ohne
Radiuskorrektur (also mit G40) stehen.
Eine Radiuskorrektur ist am Ende des Satzes aktiv, in dem sie das erste Mal programmiert wird.
Anwendungsbereiche:
• achsparallele Bearbeitungen
• gelegentlich für Vorpositionierung des Werkzeugs, z.B. beim
Zyklus G47 NUTENFRAESEN
• G43 und G44 stehen zur Verfügung, wenn ein Positioniersatz mit nur einer Achsangabe programmiert wird.
• Der Maschinen-Hersteller hat die Möglichkeit, über einen Maschinen-Parameter die Eingabe von achsparallelen
Positioniersätzen zu sperren.
Ecken bearbeiten
Außenecken
Die TNC führt das Werkzeug an Außenecken auf
einem Übergangskreis für die Werkzeug-Bahn.
Das Werkzeug wälzt sich am Eckpunkt ab.
Falls nötig wird der Vorschub F des Werkzeugs an
Außenecken automatisch reduziert, zum Beispiel
bei sehr großen Richtungswechseln.
G
41
Wird ohne Radiuskorrektur gearbeitet, so wird die Bearbeitung von Ecken von der Zusatzfunktion M90 beeinflußt
(siehe S. 5-36).
Innenecken
Die TNC ermittelt an Innenecken den Schnittpunkt
der Werkzeugmittelpunktsbahnen. Von diesem
Punkt an führt sie das Werkzeug am nächsten
Konturelement entlang. G41 G41
Auf diese Weise wird das Werkstück in den
Innenecken nicht beschädigt.
Der Werkzeug-Radius darf also nicht beliebig groß
gewählt werden.
S S
4.4 Programm-Eröffnung
PROGRAMM-NUMMER=
MM=G71 / INCH=G70
Rohteil definieren
Z
Für die grafischen Darstellungen der TNC wird ein quaderförmiges
unbearbeitetes Werkstück definiert. Seine Seiten sind maximal 30.000
mm lang und liegen parallel zu den Achsen X, Y und Z. Y MAX
MIN
z.B.
X 0 Nacheinander X-, Y- ud Z-Koordinaten der MIN-Punkte eingeben,
Satz mit END abschließen
Y 0
Z 4 0 +/ END
% 743 G71 ❊
Satz 3: MAX-Punkt-Koordinaten
Vorschub F
Der Vorschub ist die Geschwindigkeit in mm/min (inch/min), mit der sich
der Werkzeug-Mittelpunkt auf seiner Bahn bewegt.
Eingabebereich:
F = 0 bis 30.000 mm/min
Der maximale Vorschub ist für jede Maschinenachse einzeln durch
Maschinen-Parameter festgelegt.
Eingabe
Eilgang
Der Eilgang wird direkt über die Funktion G00 programmiert.
Spindeldrehzahl S
Die Spindeldrehzahl S wird in Umdrehungen pro Minute (U/min) eingege-
ben.
Eingabebereich:
S = 0 bis 99.999 U/min
Bei einigen Maschinen sind einzelne Zusatz-Funktionen nicht wirksam. Es können auch zusätzliche, vom Maschinen-
Hersteller definierte, Zusatz-Funktionen zur Verfügung stehen.
Ist-Position übernehmen
MANUELLER BETRIEB
PROGRAMM-EINSPEICHERN/EDITIEREN
Programmsatz anwählen oder eröffnen, in den eine Koordinate der Ist-Position des Werkzeugs
übernommen werden soll
Das Werkzeug ist zu Beginn eines Bearbeitungsprogramms stets so vorzupositionieren, daß eine Beschädigung von
Werkzeug und Werkstück ausgeschlossen ist. Weiterhin müssen die Radius-Korrektur und eine Bahnfunktion aktiv
sein.
Bahnfunktionen X
Mit den Bahnfunktionen wird jedes Element der
Werkstück-Kontur einzeln programmiert.
Eingegeben werden
• Geraden
• Kreisbögen
Auch eine Überlagerung der beiden Konturelemen-
te kann programmiert werden (Schraubenlinie).
G01
G02
Zyklen
Standard-Bearbeitungen sind als Zyklen vorprogrammiert.
Die TNC verfügt über Bearbeitungszyklen zum
• Tiefbohren
• Gewindebohren
• Nuten fräsen
• Taschen und Inseln umfräsen
Parameter-Programmierung
Bei der Parameter-Programmierung werden Parameter als Zahlenwerte
eingesetzt und Bearbeitungen über mathematische Zusammenhänge
beschrieben:
• Bedingte und unbedingte Sprünge
• Messungen mit dem 3D-Tastsystem während des Programmlaufs
• Werte und Meldungen ausgeben
• Werte vom und zum Speicher übertragen
Es stehen folgende mathematische Funktionen zur Verfügung:
• Zuordnung
• Addition/Subtraktion
• Multiplikation/Division
• Winkelermittlung/Trigonometrie
usw.
Erster Konturpunkt
Am ersten Konturpunkt beginnt die Bearbeitung des Werkstücks. Das
Werkzeug wird radiuskorrigiert auf diesen Punkt verfahren.
G41
Endpunkt
Für den Endpunkt gelten ebenfalls die Bedingungen
• Kollisionsfrei anfahrbar
• Nähe zum letzten Konturpunkt
• Vermeidung einer Werkzeugbeschädigung
Der optimale Endpunkt E liegt wieder in der Verlängerung der Werk-
zeugbahn. Der Endpunkt darf innerhalb des nicht schraffierten Bereichs
liegen und wird ohne Radiuskorrektur angefahren.
E A
G40
Der optimale gemeinsame Start- und Endpunkt liegt genau zwischen den
Verlängerungen der Werkzeugbahnen zur Bearbeitung des ersten und
letzten Konturelements.
A
Ein gemeinsamer Start- und Endpunkt wird jeweils ohne Radiuskorrektur
angefahren.
SE
G40
G40
Eingabe
• Beim Anfahren wird G26 hinter dem Satz, in dem der erste Konturpunkt
programmiert ist, eingegeben. Das ist der erste Satz mit Radiuskorrek-
tur G41/G42.
• Beim Wegfahren wird G27 hinter dem Satz, in dem der letzte Kontur- B
punkt programmiert ist, eingegeben. Das ist der letzte Satz mit Radius-
korrektur G41/G42. G41
R
E
G40
Programmschema
.
.
.
G00 G40 G90 X ... Y ... ............................................... Startpunkt S
G01 G41 X ... Y ... F350 .............................................. Erster Konturpunkt A
G26 R ... ..................................................................... Weiches Anfahren
.
.
.
Kontur-Elemente
.
.
.
X ... Y ... ...................................................................... letzter Konturpunkt B
G27 R ... ..................................................................... Weiches Wegfahren
G00 G40 X ... Y ... ....................................................... Endpunkt E
Der Radius in der Funktion G26/G27 muß so gewählt werden, daß die Kreisbahn zwischen Start- bzw. Endpunkt und
den Konturpunkten ausgeführt werden kann.
5.3 Bahnfunktionen
Allgemeines
Eingabe in das Bearbeitungsprogramm
Die Konturelemente werden maßgetreu ins Bearbeitungsprogramm
eingegeben. Koordinaten werden als Absolut- (G90) oder als Relativwerte
(G91) programmiert.
In der Regel werden die Koordinaten des Endpunktes eines Kontur-
elements einprogrammiert.
Den Verfahrweg des Werkzeugs ermittelt die TNC aus den Werkzeug-
Daten und der Radiuskorrektur selbsttätig.
Im ersten Verfahrsatz nach dem werkzeug-Aufruf müssen folgende G-
Funktionen stehen:
Bahnfunktion z.B. G00
Radiuskorrektur z.B. G40
Absolut-, Inkremental-Programmierung z.B. G90
Achsparallele Bewegungen
Y
Das Werkzeug wird parallel zur programmierten Maschinenachse
verfahren. X
Anzahl der im NC-Satz programmierten Achsen: 1
100
Y
X
50
70
10 80
Bahnfunktions-Übersicht
Eingabe
Funktion in kartesischen in Polar-
Koordinaten koordinaten
Gerade programmieren
Gerade im Eilgang
G 0 0
G 9 1
falls nötig Koordinate negativ: +/- -Taste einmal drücken, z.B. X = –50 mm
+/
.
.
.
.
.
.
Werkzeug soll radiuskorrigiert verfahren: links von der programmierten
G 4 1 Kontur
ÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊ
NC-Satz: z.B. N25 G00 G42 G91 X+50 G90 Y+10 Z–20 M3 *
Koordinaten der
Eckpunkte: Z
1 X = 5 mm Y = 5 mm
2 X = 5 mm Y = 95 mm
3 X = 95 mm Y = 95 mm
4 X = 95 mm Y = 5 mm Y
3
–10
5
Bearbeitungsprogramm
Fase G24
1
Konturecken, die durch den Schnitt zweier Geraden entstehen, können
L
mit Fasen versehen werden.
E
S
2
Abb. 5.17: Fase von S nach Z
Voraussetzungen:
1 S E
• Die Radiuskorrektur vor und hinter dem Fasen-Satz muß gleich sein.
• Die Fase muß mit dem aktuellen Werkzeug ausführbar sein. Z
2
Abb. 5.18: Werkzeugradius zu groß
Fase programmieren
"Fase“ anwählen
G 2 4 ENT
FASEN-ABSCHNITT?
z.B. 5 END
Länge des Fasenabschnitts eingeben, z.B. 5 mm
Koordinaten des Z
Eckpunkts: E X = 95 mm
Y = 5 mm
–15
85 E
95
100
Bearbeitungsprogramm
X I X
Kreismittelpunkt I, J, K
Für Kreisbewegungen kann ein Kreismittelpunkt
eingegeben werden.
Dieser ist gleichzeitig der Pol für die Eingabe von
Polarkoordinaten. Y Z
X
J
Drehrichtung
Für Kreisbewegungen ohne tangentialen Übergang Z
zu anderen Konturelementen wird die mathemati-
sche Drehrichtung der Kreisbewegung ein-gege-
ben:
G03
Y G02
• Drehung im Uhrzeigersinn entspricht einer
negativen Drehrichtung: Funktion G02 X
• Drehung gegen den Uhrzeigersinn entspricht
einer positiven Drehrichtung: Funktion G03
Z XY G17 IJ
Y ZX G18 KI
X YZ G19 JK
Abb. 5.22: Die Spindelachse legt die Hauptebenen für die Kreisbahnen
und somit die Kreismittelpunktsbezeichnung fest
Kreise, die nicht parallel zu einer Hauptebene liegen, werden mit Q-Parametern programmiert (siehe Kap. 7).
Kreismittelpunkt I, J, K
Der Kreismittelpunkt ist für Kreisbahnen festzulegen, die mit
G02/G03/G05 programmiert werden. Der Kreismittelpunkt wird auf Y
folgende Art definiert:
• Direkte Eingabe der rechtwinkligen Kreismittelpunkts-Koordinaten oder
• Übernahme der zuletzt programmierten Position oder
• Ist-Positions-Übernahme J
Die letztprogrammierte Position wird automatisch als Kreismittelpunkt/Pol
übernommen, wenn G29 programmiert wird.
I X
I, J, K relativ eingeben
Wird eine Kreismittelpunkts-Koordinate relativ Y
eingegeben, so bezieht sie sich auf die zuletzt
programmierte Werkzeug-Position.
G91 J
G91 I X
Kreismittelpunkts-Bezeichnung wählen
z.B. I
z.B. 2 0 Koordinate des Kreismittelpunkts auf dieser Achse eingeben,
z.B. I = 20 mm
END
Start- und Endpunkt der Kreisbewegung müssen auf der Kreisbahn liegen.
Eingabetoleranz: bis 0,016 mm
• Für einen Vollkreis wird als Endpunkt im Satz mit G02/G03 der Start-
punkt der Kreisbahn programmiert.
Y
Y
E
YE
I, J
S E J
YS
S
XS I XE X
X
Abb. 5.26: Vollkreis um I, J mit einem Abb. 5.27: Koordinaten einer Kreisbahn
G02-Satz
X 5
Y 5 +/
END Satz abschließen
Kreismittelpunkt: I = 50 mm
J = 50 mm
Z
Beginn und Ende des
Kreisbogens: X = 50 mm
Y = 0 mm
Frästiefe: ZF = – 5 mm Y
Werkzeug-Radius: R = 15 mm
I, J
X
50
–5 50
Bearbeitungsprogramm
E
Festlegung der Drehrichtung R
• im Uhrzeigersinn G02
• im Gegenuhrzeigersinn G03
• ohne Drehrichtungsangabe G05
Es wird die zuletzt programmierte
Drehrichtung gefahren.
S
Eingaben
• Koordinaten des Kreisbogen-Endpunkts
• Radius R des Kreisbogens
Abb. 5.28: Kreisbahn von S nach E mit
Radius R
S1=E2
5 +/
END Kreisbogen-Radius eingeben, z.B. R = 5 mm und Größe des Kreis-
z.B.
R bogens mit dem Vorzeichen (z.B. – ) festlegen
Halbkreis-Radius: R = 50 mm
Koordinaten des Z
Kreisbogen-Anfangs: X = 0
Y = 0
Koordinaten des
Kreisbogen-Endes: X = 100 mm Y
Y = 0
Werkzeug-Radius: R = 25 mm 100
Frästiefe: ZF = –18 mm
X
50
100
–18
–20
Bearbeitungsprogramm
Eingabe
E
Koordinaten des Kreisbogen-Endpunkts
L2 1
L3
E
Im G06-Satz und dem vorausgegangenen Positioniersatz sollten beide Koordinaten der Ebene stehen, in der ein
Kreisbogen ausgeführt wird.
Koordinaten der Z
Übergangsstelle
Gerade-Kreisbogen: X = 10 mm
Y = 40 mm
Koordinaten des Y
Kreisbogen-
Endpunkts: X = 50 mm
Y = 50 mm 100
90
Frästiefe: ZF = –15 mm
X
Werkzeug-Radius: R = 20 mm 50
40 100
50
–15
10
Bearbeitungsprogramm
Ecken-Runden G25
Das Werkzeug verfährt auf einer Kreisbahn, die
sowohl an das vorhergegangene als auch an das 1
nachfolgende Konturelement tangential anschließt. G1
• Im vorhergegangenen und nachfolgenden Positioniersatz sollten beide Koordinaten der Ebene stehen, in der
der Kreisbogen ausgeführt wird.
• Der Eckpunkt E wird nicht angefahren.
• Ein im G25-Satz programmierter Vorschub ist nur im G25-Satz wirksam. Nach dem G25-Satz ist wieder der
letzte vor dem Satz programmierte Vorschub gültig.
Ecken-Runden anwählen
G 2 5 ENT
RUNDUNGS-RADIUS
END
Koordinaten des
Eckpunkts: X = 95 mm
Y = 5 mm Z
Rundungs-Radius: R = 20 mm
Frästiefe: ZF = –15 mm
Y
Werkzeug-Radius: R = 10 mm
100
R = 20 X
100
5 95
–15
Bearbeitungsprogramm
Polarkoordinaten-Ursprung: Pol I, J, K
Der Pol wird an einer beliebigen Stelle im Programm definiert, bevor Y
Positionen durch Polarkoordinaten angegeben werden. Der Pol wird mit
einem I, J, K-Satz wie ein Kreismittelpunkt durch seine Koordinaten im
rechtwinkligen Koordinatensystem festgelegt. Er bleibt so lange wirksam,
bis ein neuer Pol definiert wird. Die Bezeichnung des Pols ergeben sich Pol
aus der Bearbeitungsebene. J
Bearbeitungsebene POL
XY I, J
YZ J, K I X
ZX K, I Abb. 5.36: Der Pol ist identisch mit dem
Kreismittelpunkt
G29 übernimmt die zuletzt programmierte Position als POL.
I X
Abb. 5.37: Konturzug aus Geraden mit
Polarkoordinaten
H 3 0 END
Winkel von der Winkelbezugsachse zu R eingeben, z.B. H = 30°
Eckpunkt-Koordinaten:
1 H = 180° R = 45 mm
Z
2 H = 120° R = 45 mm
3 H = 60° R = 45 mm
4 H = 0° R = 45 mm
Y 3
5 H = 300° R = 45 mm 2 4
100 R =45
6 H = 240° R = 45 mm 60°
Frästiefe: ZF = –10 mm 1 X
5 100
0
Werkzeug-Radius: R = 5 mm J=5 6
0
I=5
–10
5
Bearbeitungsprogramm
I X
Radiuskorrektur R
Vorschub F
Zusatz-Funktion M
Kreismittelpunkts-
Koordinaten: X = 50 mm
Y = 50 mm Z
Radius: R = 50 mm
Frästiefe: ZF= – 5 mm
Y
Werkzeug-Radius: R = 15 mm
100
X
0
J=5 100
0
I=5
–5
Bearbeitungsprogramm
Eingabe:
E
• Polarkoordinaten-Winkel H des Kreisbogen-Endpunkts E
• Polarkoordinaten-Radius R des Kreisbogen-Endpunkts E R
H
J
I X
Abb. 5.39: Kreisbahn um einen Pol mit
tangentialem Anschluß
Schraubenlinie (Helix)
Z
Wenn das Werkzeug auf einer Schraubenlinie
verfährt, wird einer Kreisbahn in einer Hauptebene
eine Gerade senkrecht zu dieser Ebene überlagert. Y I, J
Die Schraubenlinie wird nur in Polarkoordinaten
programmiert. X
Einsatzbereich
Auf Schraubenlinien werden Formfräser verfahren
für:
• Innen- und Außengewinde mit größeren Durch-
messern
• Schmiernuten
Eingabe
• Inkrementaler Gesamtwinkel, den das Werkzeug auf der Schraubenlinie
verfährt
• Gesamthöhe der Schraubenlinie
Eingabewinkel
Den inkrementalen Polarkoordinaten-Winkel G91 H bestimmt man wie
folgt:
H = n . 360°.
n = Anzahl der Umläufe des Werkzeugs auf der Schraubenlinie
Für G91 H kann ein Wert von –5400° bis +5400° (entspricht n = 15)
eingegeben werden.
Eingabehöhe
Die Höhe h der Schraubenlinie wird bezogen auf die Werkzeugachse
eingegeben. Die Höhe wird folgendermaßen bestimmt:
h = n x P,
n = Anzahl der Gewindegänge
P = Steigung
Radiuskorrektur
Die Radiuskorrektur für die Schraubenlinie wird Innengewinde Arbeitsrichtung Drehsinn Radiuskorrektur
gemäß nebenstehender Tabelle eingegeben. rechtsgängig Z+ G13 G41
linksgängig Z+ G12 G42
rechtsgängig Z– G12 G42
linksgängig Z– G13 G41
Schraubenlinie programmieren
Schraubenlinie im Uhrzeigersinn
G 1 2
H 1 0 8 0
Radiuskorrektur
Vorschub F
Zusatzfunktion M
Übungsbeispiel: Gewindefräsen
Vorgaben
Gewinde:
Rechtsgängiges Innengewinde M64 x 1,5
Steigung P: 1,5 mm AE =0°
Anfangswinkel AS: 0°
Endwinkel AE: 360° = 0° bei ZE = 0
Anzahl Gänge nG: 8 A = –180° A = 0°
Gangüberlauf G13
• am Gewindeanfang nS: 0,5 AS =0°
• am Gewindeende nE: 0,5
Anzahl Schnitte: 1
Bearbeitungs-Programm
Anmerkung:
Bei Programmsätzen mit Radiuskorrektur (G41/G42) fügt die TNC an
Außenecken automatisch einen Übergangskreis ein.
G40
Wirkungsdauer
Betrieb mit Schleppabstand muß angewählt sein. Die Zusatz-Funktion
M90 wirkt nur in den Programmsätzen, in denen sie steht.
Unabhängig von M90 kann über MP7460 (siehe S. 11-13) ein Grenz-
wert festgelegt werden, bis zu dem noch mit konstanter Bahn-
geschwindigkeit verfahren wird (gilt für Betrieb mit Schleppabstand
und Geschwindigkeits-Vorsteuerung).
X
Abb. 5.44: Standard-Fahrverhalten ohne M97, wenn die Steuerung
keine Fehlermeldung ausgeben würde
13 16 17
Wirkungsdauer
Die Zusatz-Funktion M97 wirkt nur in den 14 15
Programmsätzen, in denen sie steht.
X
Abb. 5.45: Fahrverhalten mit M97
Die Konturecke wird mit M97 nur unvollständig bearbeitet. Eventuell muß sie mit einem Werkzeug mit kleinerem
Radius nachbearbeitet werden.
Programm-Schema
.
.
.
N5 G99 L ... R+20 ................................................. Großer Werkzeug-Radius
.
.
.
N20 G01 X ... Y ... M97 ........................................... Konturpunkt 13 anfahren
N30 G91 Y–0,5 ........................................................ Kleine Konturstufe 13-14 bearbeiten
N40 X+100 .............................................................. Konturpunkt 15 anfahren
N50 Y+0,5 M97 ...................................................... Kleine Konturstufe 15-16 bearbeiten
N60 G90 X ... Y ... ................................................... Konturpunkt 17 anfahren
.
.
.
S S
Wirkungsdauer
Die Zusatz-Funktion M98 wirkt nur in den
Programmsätzen, in denen sie steht.
11 12
Programm-Schema
.
.
.
N10 X ... Y ... G41 F .. ............................................. Konturpunkt 10 anfahren
N20 X ... Y–... M98 .................................................. Konturpunkt 11 bearbeiten
N30 X + ... ............................................................... Konturpunkt 12 anfahren
.
.
.
Maßstab-Nullpunkt
Auf den Maßstäben sind eine oder mehrere Referenzmarken angebracht.
Eine Referenzmarke legt die Position des Maßstab-Nullpunkts fest.
Besitzt der Maßstab nur eine Referenzmarke, dann ist sie der Maßstab-
Nullpunkt. Besitzt der Maßstab mehrere - abstandscodierte - Referenzmar-
ken, dann wird der Maßstab-Nullpunkt durch die linke äußerste Referenz-
marke (Beginn des Meßwegs) festgelegt.
Auch wenn Koordinaten mit M91 oder M92 programmiert werden, werden die Werte für die Radiuskorrektur
berücksichtigt.
Werkstück-Bezugspunkt
ZM
Die Position des Bezugspunkts für die Werkstück-
Koordinaten wird in der Betriebsart MANUELLER
BETRIEB festgelegt (siehe S. 2-7). Dabei werden Z
direkt die Koordinaten des Bezugspunkts für die
YM Y
Bearbeitung eingegeben.
X
XM
Anwendungsbeispiele:
• Vorpositionieren
• Planfräsen
I Positioniersatz starten
Label
Unterprogramme und Programmteil-Wiederholungen werden durch
LABEL (engl. für Marke, Kennzeichnung) gekennzeichnet.
LABEL werden mit einer Nummer zwischen 0 und 254 benannt.
Jede LABEL-Nummer (außer 0) darf im Programm nur einmal mit G98
vergeben werden.
LABEL 0 kennzeichnet das Unterprogramm-Ende.
6.1 Unterprogramme
Arbeitsweise
N1 % ... *
Das (Haupt-) Programm wird bis zum Aufruf eines .
Unterprogramms (Satz mit Ln,0) . 1
ausgeführt ( 1 ). .
. L1, 0 *
Anschließend wird das Unterprogramm bis zu .
seinem Ende (G98 L0) ausgeführt ( 2 ). S
. 3
Das Hauptprogramm wird danach mit dem Satz . R
hinter dem Unterprogramm-Aufruf fortgeführt ( 3 ). . Z + 100 M2 *
. G98 L1 *
.
. 2
.
.
G98 L0 *
.
N9999 % ... *
Programmier-Hinweise
• Ein Hauptprogramm kann bis zu 254 Unter-
programme enthalten.
• Unterprogramme dürfen in beliebiger Reihen-
folge beliebig oft aufgerufen werden.
• Ein Unterprogramm darf sich nicht selbst
aufrufen.
• Unterprogramme sollten ans Ende des Haupt-
programms (hinter dem Satz mit M2 bzw. M30)
programmiert werden.
• Stehen Unterprogramme im Programm vor dem
Satz mit M02 oder M30, so werden sie auch
ohne Aufruf mindestens einmal abgearbeitet.
LABEL-NUMMER?
z.B. 5 END
Unterprogramm beginnt bei z.B. LABEL 5
Ende kennzeichnen
Ein Unterprogramm endet immer mit dem LABEL 0.
LABEL-NUMMER?
0 END Unterprogramm-Ende
NC-Satz: G98 L0 *
Unterprogramm aufrufen
Ein Unterprogramm wird mit seiner LABEL-NUMMER aufgerufen.
Der Befehl L0,0 (entspricht Aufruf des Unterprogramm-Endes) ist nicht erlaubt.
Bohrtiefe (TIEFE): Z = 10 mm 10 75
45
Bohrungs-
durchmesser: Ø = 5 mm
15
Bearbeitungsprogramm
6.2 Programmteil-Wiederholungen
Programmteil-Wiederholungen werden, ähnlich wie
Unterprogramme, mit LABELs gekennzeichnet.
Arbeitsweise
Das Programm wird bis zum Ende des Programm- % ... *
teils (Satz mit Ln,m) ausgeführt ( 1 , 2 ). .
. 1
Anschließend wird der Programmteil zwischen dem .
aufgerufenen LABEL und dem Labelaufruf so oft .
G98 L1 *
wiederholt, wie unter m angegeben ist ( 3 , 4 ). .
. 2 3 4
Nach der letzten Wiederholung wird das Programm
. R R
fortgesetzt ( 5 ).
.
.
L1,2 *
.
Programmier-Hinweise 5
.
LABEL-NUMMER?
Koordinaten
1. Bohrung: X = 5 mm Z
Y = 10 mm
Abstand der
Bohrungen: IX = 15 mm
Anzahl der
Bohrungen: N = 6
Y
Bohrtiefe: Z = 10
Bohrungs- 5
durchmesser: Ø = 5 mm 15
X
5
10
Bearbeitungs-Programm
Arbeitsablauf Y Z
verringert programmieren)
und von Y = 0 bis 100 mm : G98 L1 R30
Bearbeitungsprogramm:
Arbeitsweise
Das Programm wird bis zum Aufruf eines anderen
Programms (Satz mit %) ausgeführt ( 1 ). .
% A ... * . % B ... *
Anschließend wird das andere Programm bis zu .
.
seinem Ende ausgeführt ( 2 ). . 1 S .
.
Das Programm, aus dem das andere Programm .
.
%B* . 2
gerufen wird, wird danach mit dem Satz hinter dem .
Programm-Aufruf fortgeführt ( 3 ). .
.
3 .
.
R .
N9999 % A ... * N9999 %B…*
Programmier-Hinweise
• Werden Programme aufgerufen, die auf einem
externen Datenträger gespeichert sind, dürfen
sie keine Unterprogramme oder Programmteil-
Wiederholungen enthalten.
• Für Hauptprogramme als Unterprogramme
werden keine LABELs benötigt.
• Das aufgerufene Programm darf keine Zusatz-
Funktion M2 oder M30 enthalten.
• Das aufgerufene Programm darf keinen Sprung
ins aufrufende Programm enthalten.
0
/0 PROGRAMM-NAME?
Hauptprogramm-Aufruf programmieren und Namen des Programms eingeben, das aufgerufen wird
Ein Hauptprogramm kann auch über den Zyklus G39 aufgerufen werden (siehe S. 8-38).
6.4 Verschachtelungen
Unterprogramme und Programmteil-Wiederholungen können wie folgt
verschachtelt werden:
• Unterprogramme im Unterprogramm
• Programmteil-Wiederholungen in Programmteil-Wiederholung
• Unterprogramme wiederholen
• Programmteil-Wiederholungen im Unterprogramm
Verschachtelungs-Tiefe
Die Verschachtelungs-Tiefe legt fest, wie oft Programmteile oder Unter-
programme weitere Unterprogramme oder Programmteil-Wiederholungen
enthalten dürfen.
Maximale Verschachtelungstiefe für Unterprogramme: 8
Maximale Verschachtelungstiefe für Hauptprogramm-Aufrufe: 4
Unterprogramm im Unterprogramm
Programm-Aufbau
% UPGMS G71 *
.
. 1
.
z.B. N17 L1,0 * ....................................................... Unterprogramm bei G98 L1 wird aufgerufen
.
. 5
.
z.B. N35 G00 G40 Z+100 M2 * .............................. Letzter Programmsatz des Hauptprogramms (mit M2)
N36 G98 L1 *
.
. 2
.
Unterprogramm 1
z.B. N39 L2,0 * mit Aufruf von
. Unterprogramm 2
. 4
.
z.B. N45 G98 L0 * ................................................... Ende von Unterprogramm 1
N46 G98 L2 *
.
. 3 Unterprogramm 2
.
z.B. N62 G98 L0 * ................................................... Ende von Unterprogramm 2
Programm-Ausführung
1. Schritt: Hauptprogramm UPGMS wird bis Satz 17 ausgeführt.
2. Schritt: Unterprogramm 1 wird aufgerufen und bis Satz 39 ausgeführt.
3. Schritt: Unterprogramm 2 wird aufgerufen und bis Satz 62 ausgeführt
Ende von Unterprogramm 2 und Rücksprung zum Unter-
programm, von dem es aufgerufen wurde.
4. Schritt: Unterprogramm 1 wird von Satz 40 bis Satz 45 ausgeführt
Ende von Unterprogramm 1 und Rücksprung ins Haupt-
programm UPGMS.
5. Schritt: Hauptprogramm UPGMS wird von Satz 18 bis Satz 35 ausge-
führt.
Rücksprung zu Satz 1 und Programm-Ende.
Übungsbeispiel: Bohrungsgruppen an drei Stellen (siehe S. 6-4), jedoch mit 3 verschiedenen Werkzeugen
Arbeitsablauf:
Senken - Tiefbohren - Gewindebohren
Z
Die Bohrbearbeitungen werden mit dem Zyklus
G83 TIEFBOHREN (siehe S. 8-4) und Zyklus G84
GEWINDEBOHREN (siehe S. 8-6) programmiert.
Die Bohrungsgruppen werden in einem Unter- 100
programm angefahren und die Bohrungen in
einem zweiten Unterprogramm gesetzt. 75
15 20 20
Bearbeitungsprogramm
%S610I G71 * ................................................... Programm-Beginn
N10 G30 G17 X+0 Y+0 Z–20 * .......................... Rohteil-Definition
N20 G31 G90 X+100 Y+100 Z+0 *
N30 G99 T25 L+0 R+2,5 * ................................ Werkzeug-Definiton für Tiefbohren
N40 G99 T30 L+0 R+3 * ................................... Werkzeug-Definiton für Senken
N50 G99 T35 L+0 R+3,5 * ................................ Werkzeug-Definiton für Gewindebohren
N60 T30 G17 S3000 * ....................................... Werkzeug-Aufruf für Senken
N70 G83 P01 –2 P02 –3 P03 –3 P04 0
P05 100 * .......................................................... Zyklus-Definition Tiefbohren
N80 L1,0 * ......................................................... Aufruf von Unterprogramm 1
N90 T25 G17 S2500 * ....................................... Werkzeug-Aufruf für Tiefbohren
N100 G83 P01 –2 P02 –25 P03 –10 P04 0
P05 150 * .......................................................... Zyklus-Definition Tiefbohren
N110 L1,0 * ....................................................... Aufruf von Unterprogramm 1
N120 T35 G17 S100 * ....................................... Werkzeug-Aufruf Gewindebohren
N130 G84 P01 –2 P02 –15 P03 0,1 P04 100 * .. Zyklus-Definition Gewindebohren
N140 L1,0 * ....................................................... Aufruf von Unterprogramm 1
N150 Z+100 M02 * ........................................... Zustellachse freifahren; Ende des Hauptprogramms
N160 G98 L1 * .................................................. Anfang Unterprogramm 1
N170 G00 G40 G90 X+15 Y+10 M03 * ............. Bohrungsgruppe 1 anfahren
N180 Z+2 * ....................................................... Vorpositionieren in der Zustellachse
N190 L2,0 * ....................................................... Unterprogramm 2 aufrufen
N200 X+45 Y+60 * ............................................ Bohrungsgruppe 2 anfahren
N210 L2,0 * ....................................................... Unterprogramm 2 aufrufen
N220 X+75 Y+10 * ............................................ Bohrungsgruppe 3 anfahren
N230 L2,0 * ....................................................... Unterprogramm 2 aufrufen
N240 G98 L0 * .................................................. Ende Unterprogramm1
Programmteil-Wiederholungen wiederholen
Programm-Aufbau
% REPS G71 *
.
.
1
.
Programm-Ausführung
1. Schritt: Hauptprogramm REPS wird bis Satz 27 ausgeführt.
2. Schritt: Programmteil zwischen Satz 27 und Satz 20
wird 2 mal wiederholt.
3. Schritt: Hauptprogramm REPS wird von Satz 28 bis Satz 35 ausge-
führt.
4. Schritt: Programmteil zwischen Satz 35 und Satz 15
wird 1 mal wiederholt.
5. Schritt: Wiederholung des 2. Schritts innerhalb von Schritt 4 .
6. Schritt: Wiederholung des 3. Schritts innerhalb von Schritt 4 .
7. Schritt: Hauptprogramm REPS wird von Satz 36 bis Satz 50 ausgeführt
Programmende.
Unterprogramm wiederholen
Programm-Aufbau
% UPGREP G71 *
.
.
. 1
Programm-Ausführung
1. Schritt: Hauptprogramm UPGREP wird bis Satz 11 ausgeführt.
2. Schritt: Unterprogramm 2 wird aufgerufen und ausgeführt.
3. Schritt: Programmteil zwischen Satz 12 und Satz 10 wird 2 mal
wiederholt:
Unterprogramm 2 wird 2 mal wiederholt.
Q-Parameter:
• Teilefamilien
• Konturen über mathematische Funktionen definieren
Q6
Eine Teilefamilie läßt sich in der TNC in einem einzigen Bearbeitungspro-
gramm definieren. Für dieses Programm werden anstelle von Zahlenwer- Q3
Q1
ten Platzhalter – Q-Parameter – eingegeben.
Ein Q-Parameter ist durch den Buchstaben Q und eine Nummer zwischen
0 und 123 gekennzeichnet. Abb. 7.1: Q-Parameter als Platzhalter
Die TNC weist einigen Q-Parametern selbsttätig immer die gleichen Daten zu, z.B. dem Q-Parameter Q108 den
aktuellen Werkzeug-Radius.
Im Kapitel 11 befindet sich eine Übersicht über diese Parameter.
Beispiel
Zylinder mit Q-Parametern Q1
Zylinder-Radius R = Q1
Zylinder-Höhe H = Q2 Q1
Zylinder Z1: Q1 = +30
Q2 = +10
Q2
Z1
Q-Parameter-Nr. eingeben
5 ENT
z.B.
Übungsbeispiel: Vollkreis
Z
Kreismittelpunkt I,J:
X = 50 mm Y = 50 mm
Y
Beginn und Ende des Kreisbogens :
X = 50 mm Y = 0 mm
I, J
Frästiefe: ZF = –5 mm
X
Werkzeug-Radius: R = 15 mm 50
–5 50
%3600741 G71 *
N10 D00 Q01 P01 +100 * .......................................... Sichere Höhe
N20 D00 Q02 P01 +30 * ............................................ Start-Pos. X
N30 D00 Q03 P01 –20 * ............................................ Start-End-Pos. Y
N40 D00 Q04 P01 +70 * ............................................ End-Pos. X
N50 D00 Q05 P01 –5 * .............................................. Frästiefe Satz N10 bis N120:
N60 D00 Q06 P01+50 * ............................................. Kreismittelpunkt X Q-Parametern Zahlenwerte
N70 D00 Q07 P01 +50 * ............................................ Kreismittelpunkt Y zuweisen
N80 D00 Q08 P01 +50 * ............................................ Kreisstartpunkt X
N90 D00 Q09 P01 +0 * .............................................. Kreisstartpunkt Y
N100 D00 Q10 P01 +0 * ............................................ Werkzeug-Länge L
N110 D00 Q11 P01 +15 * .......................................... Werkzeug-Radius R
N120 D00 Q20 P01 +100 * ........................................ Fräsvorschub F
N130 G30 G17 X+0 Y+0 Z–20 *
N140 G31 G90 X+100 Y+100 Z+0 *
N150 G99 T1 L+Q10 R+Q11 *
N160 T1 G17 S500 *
N170 I+Q6 J+Q7 * Satz N130 bis N240:
N180 G00 G40 G90 Z+Q1 M06 * entsprechend Satz N10 bis N120
N190 X+Q2 Y+Q3 * von Programm S520I
N200 Z+Q5 M03 *
N210 G01 G41 X+Q8 Y+Q9 FQ20 *
N220 G02 X+Q8 Y+Q9 *
N230 G01 G40 X+Q4 Y+Q3 *
N240 Z+Q1 M02 *
N9999 %3600741 G71 *
Funktions-Übersicht
Die mathematischen Funktionen weisen einem Q-Parameter das Ergebnis
einer der folgenden Berechnungen zu:
D00: ZUWEISUNG
z. B. N10 D00 Q05 P01 +60 *
Wert direkt zuweisen
D01: ADDITION
z. B. N10 D01 Q01 P01 –Q2 P02 –5 *
Summe aus zwei Werten bilden und zuweisen
D02: SUBTRAKTION
z. B. N10 D02 Q01 P01 +10 P02 +5 *
Differenz aus zwei Werten bilden und zuweisen
D03: MULTIPLIKATION
z. B. N10 D03 Q02 P01 +3 P02 +3 *
Produkt aus zwei Werten bilden und zuweisen
D04: DIVISION
z. B. N10 D04 Q04 P01 +8 P02 +Q02 *
Quotient aus zwei Werten bilden und zuweisen
Verboten
Verboten: Division durch 0!
D05: WURZEL
z. B. N10 D05 Q20 P01 +4 *
Wurzel aus einer Zahl ziehen und zuweisen
Verboten
Verboten: Wurzel aus negativem Wert!
Dabei ist: α
• c die Seite gegenüber dem rechten Winkel b
• a die Seite gegenüber dem Winkel α
• b die dritte Seite
Funktions-Übersicht
D06: SINUS
z. B. N10 D06 Q20 P01 –Q05 *
Sinus eines Winkels in Grad (°) bestimmen
und zuweisen
D07: COSINUS
z. B. N10 D07 Q21 P01 –Q05 *
Cosinus eines Winkels in Grad (°) bestimmen
und zuweisen
D13: WINKEL
z. B. N10 D13 Q20 P01 +10 P02 –Q01 *
Winkel mit arctan aus zwei Seiten oder sin und
cos des Winkels bestimmen und zuweisen
Sprünge
In den Entscheidungssatz wird die Nummer eines Labels als Sprungziel
eingegeben.
Ist die programmierte Bedingung erfüllt, setzt die TNC das Programm am
angegebenen Label fort. Ist sie nicht erfüllt, wird der nächste Satz ausge-
führt.
Um in ein anderes Programm zu springen, wird hinter das Label ein
Programm-Aufruf (siehe S. 6-8) programmiert.
Funktions-Übersicht
Unbedingte Sprünge
Unbedingte Sprünge sind Sprünge, die immer ausgeführt werden, weil die
Bedingung immer erfüllt ist.
Programmierung z.B.:
N20 D09 P01 +10 P02 +10 P03 1 *
Beispiel
Sobald Q5 negativ wird, soll ein Sprung in das Programm 100
erfolgen.
.
.
.
N50 D00 Q05 P01 +10 * ............................................ Parameter Q5 Wert, z. B. 10, zuweisen
.
.
.
N90 D02 Q05 P01 +Q5 P02 +12 * ............................ Q5 verkleinern
N100 D12 P01 +Q5 P02 +0 P03 5 * .......................... Sprung zu Label 5, wenn +Q5 < 0
.
.
.
N150 G98 L5 * ........................................................... Label 5
N160 %100 * ............................................................. Sprung ins Programm 100
.
.
.
Vorbereitung:
• Programmlauf abbrechen (z. B. externe STOP-Taste und Taste STOP
drücken)
• Programm-Test anhalten
Q-Parameter aufrufen
Q Q =
z.B. 1 0 ENT
Q-Parameter anwählen, z. B. Q10
Q10 = + 100
z.B. 0 ENT
Q-Parameter ändern, z. B. Q10 = 0
ÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊÐÊ
ENT
Q-Parameter nicht ändern
Meldungen ausgeben
Mit der Funktion D14:Fehler-Nummer werden vorprogrammierte
Meldungen des Maschinenherstellers aufgerufen.
Kommt die TNC im Programmlauf oder Programm-Test zu einem Satz mit
D14, so unterbricht sie und gibt eine Meldung aus. Anschließend muß das
Programm neu gestartet werden.
Eingabe:
z.B. N50 D14 P01 254 *
Die TNC gibt dann den unter Fehler-Nummer 254 gespeicherten Text am
Bildschirm aus.
Der Maschinenhersteller kann einen Dialog eingeben, der vom vorgegebenen Dialog abweicht.
Tastsystem-Einsatz programmieren
G 5 5 ENT
Antastfunktion wählen
ANTAST-ACHSE/ANTAST-RICHTUNG ?
z.B. X Antast-Achse eingeben, ihre Koordinate wird Q5 zugewiesen, z. B. X
z.B. +/
Antast-Richtung anwählen und übernehmen
z.B. X 5
Alle Koordinaten für die Vorposition des Tastsystems eingeben,
z. B. X = 5 mm, Y = 0, Z = –5 mm
z.B. Y 0
z.B. Z +/ 5
END
Eingaben abschließen
Tastsystem manuell so vorpositionieren, daß eine Kollision beim Anfahren der programmierten Vorposition
vermieden wird.
Bearbeitungsprogramm:
%3600717 G71 *
N10 D00 Q11 P01 +20 *
N20 D00 Q12 P01 +50 * Programm-Beginn; Parametern Koordinaten zum
N30 D00 Q13 P01 +10 * Vorpositionieren des Tastsystems zuweisen
N40 D00 Q21 P01 +50 *
N50 D00 Q22 P01 +10 *
N60 D00 Q23 P01 +0 *
N70 T0 G17 *
N80 G00 G40 G90 Z+100 M06 * ............................... Tastsystem einwechseln
N90 G55 P01 10 P02 Z- X+Q11 Y+Q12 Z+Q13 * ...... In negative Richtung angetastete Z-Koordinate Q10 zuweisen
(1. Punkt)
N100 X+Q21 Y+Q22 * ............................................... Hilfspunkt für zweite Vorpositionierung anfahren
N110 G55 P01 20 P02 Z- X+Q21 Y+Q22 Z+Q23 * .... In negative Richtung angetastete Z-Koordinate wird in Q20
gespeichert (2. Punkt)
N120 D02 Q01 P01 +Q20 P02 +Q10 ......................... Höhe der Insel ermitteln und Q1 zuweisen
N130 G38 * ................................................................ Nach Anhalten des Programmlaufs kann Q1 kontrolliert
werden (siehe S. 7-10)
N140 Z+100 M02 *
N9999 %3600717 G71 * ............................................ Werkzeug freifahren und Programm beenden
7.8 Programm-Beispiele
Taschenzentrums-Koordinaten
24
X = 50 mm (Q1)
25
Y = 50 mm (Q2) 26
Taschenlänge X = 90 mm (Q3) 27
Taschenbreite Y = 70 mm (Q4) 17
Arbeitstiefe Z = (–) 15 mm (–Q5)
32
Ecken-Radius R = 10 mm (Q6) 23
Fräs-Vorschub F = 200 mm/min (Q7) 21
31 22
29 20
30
28
Achtung:
Bearbeitungsprogramm
%360077 G71 *
N10 G30 G17 X+0 Y+0 Z–20 *
Programm-Beginn und Rohteil
N20 G31 G90 X+100 Y+100 Z+0 *
N30 D00 Q01 P01 +50 *
N40 D00 Q02 P01 +50 *
N50 D00 Q03 P01 +90 *
N60 D00 Q04 P01 +70 * Q-Parametern Rechtecktaschen-Daten zuweisen
N70 D00 Q05 P01 +15 *
N80 D00 Q06 P01 +10 *
N90 D00 Q07 P01 +200 *
N100 G99 T1 L+0 R+5 *
N110 T1 G17 S1000 * Werkzeug definieren und einwechseln
N120 G00 G40 G90 Z+100 M6 *
N130 D04 P01 Q13 P02 +Q03 P03 +2 * Länge und Breite des Taschenrahmens werden halbiert für
N140 D04 P01 Q14 P02 +Q04 P03 +2 * Verfahrwege in Satz N200, N220, N300
N150 D04 P01 Q16 P02 +Q06 P03 +4 * ................... Rundungsradius für weiches Anfahren
N160 D04 P01 Q17 P02 +Q07 P03 +2 * ................... Vorschub in Ecken soll halb so groß sein wie bei Linear-
bewegungen
N170 X+Q01 Y+Q02 M03 * ....................................... Vorpositionieren in X und Y (Taschenmitte), Spindel „Ein“
N180 Z+2 * ................................................................. Über Werkstück vorpositionieren
N190 G01 Z–Q05 FQ07 * ........................................... Mit Vorschub Q7 (= 100) auf Arbeitstiefe Q5 (= –15 mm)
fahren
N200 G41 G91 X+Q13 G90 Y+Q02 *
Rahmen weich anfahren
N210 G26 RQ16 *
N220 G91 Y+Q14 *
N230 G25 RQ6 FQ17 *
N240 X–Q3 *
N250 G25 RQ6 FQ17 *
N260 Y-Q4 * Rechtecktaschen-Rahmen fräsen
N270 G25 RQ6 FQ17 *
N280 X+Q3 *
N290 G25 RQ6 FQ17 *
N300 Y+Q14 *
N310 G27 RQ16 * Weich wegfahren auf Taschenmitte
N320 G00 G40 G90 X+Q1 Y+Q2 *
N330 Z+100 M02 * .................................................... Werkzeug zurückziehen
N9999 %360077 G71 *
Lochkreise
25
70
35
Die Bohrungen werden mit dem Zyklus
Tiefbohren G83 ausgeführt (siehe S. 8-4)
2
30 90 X
Bearbeitungsprogramm
Ellipse
Y Y´
X-Koordinaten-Berechnung: X = a . cos α
Y-Koordinaten-Berechnung: Y = b . sin α b
a, b : Halbachsen der Ellipse P
α : Winkel zwischen führender Achse und Y1
Verbindungslinie von P zum Mittelpunkt X2 α2 α1
der Ellipse –a X1 a X´
Ablauf: Y2
Die Punkte auf der Ellipse werden berechnet –b
und durch viele kleine Geradenstücke mitein-
ander verbunden. Je mehr Punkte berechnet
Y Y´ X
werden und je kürzer die Geradenstücke sind,
um so glatter wird die Kurve.
Q5
αS
Durch entsprechende Eingabe von Anfangs- DR–
und Endwinkel läßt sich die Bearbeitungs- α0 =α E
richtung variieren. Q4
DR+
X´
Die Eingabe-Parameter sind in denSätzen
N10 bis N120 des Programms beschrieben.
Bearbeitungsprogramm
%376015 G71 * ........................................................ Ladedaten
N10 D00 Q01 P01 +50 * ........................................... Ellipsen-Zentrum in X
N20 D00 Q02 P01 +50 * ........................................... Ellipsen-Zentrum in Y
N30 D00 Q03 P01 +50 * ........................................... X-Halbachse
N40 D00 Q04 P01 +20 * ........................................... Y-Halbachse
N50 D00 Q05 P01 +0 * ............................................. Start-Winkel
N60 D00 Q06 P01 +360 * ......................................... End-Winkel
N70 D00 Q07 P01 +40 * ........................................... Anzahl der Berechnungs-Schritte
N80 D00 Q08 P01 +0 * ............................................. Drehlage
N90 D00 Q09 P01 +10 * ........................................... Tiefe
N100 D00 Q10 P01 +100 * ....................................... Eintauch-Vorschub
N110 D00 Q11 P01 +350 * ....................................... Fräs-Vorschub
N120 D00 Q12 P01 +2 * ........................................... Sicherheits-Abstand Z
N130 G30 G17 X+0 Y+0 Z-20 * ................................. Rohteil-Definition
N140 G31 G90 X+100 Y+100 Z+0 *
N150 G99 T1 L+0 R+2,5 *
N160 T1 G17 S2500 *
N170 G00 G40 G90 Z+100 * ..................................... Z freifahren
N180 L10,0 * ............................................................. Unterprogramm Ellipse aufrufen
N190 G00 Z+100 M02 * ............................................ Z freifahren Hauptprogramm-Ende
Fortsetzung nächste Seite
7.8 Programm-Beispiele
N310 G98 L1 *
N320 D01 Q36 P01 +Q36 P02 +Q35 * ..................... Winkel aktualisieren
N330 D01 Q37 P01 +Q37 P02 +1 * .......................... Zähler aktualisieren
N340 L11,0 * ............................................................. UP-Aufruf zur Berechnung der Ellipsenpunkte
N350 G01 X+Q21 Y+Q22 FQ11 * ............................. nächsten Punkt anfahren
N360 D12 P01 +Q37 P02 +Q7 P03 1 * .................... Unfertig?
Bearbeitungsprogramm
%360712 G71 *
N10 D00 Q1 P01 + 90 *
N20 D00 Q2 P01 + 0 *
N30 D00 Q3 P01+ 5 *
N40 D00 Q4 P01 + 45 *
N50 D00 Q5 P01 + 2 *
N60 D00 Q6 P01+ 0 * Parametern Kugeldaten zuweisen
N70 D00 Q7 P01 + 360 *
N80 D00 Q8 P01 + 5 *
N90 D00 Q9 P01 + 50 *
N100 D00 Q10 P01 + 50 *
N110 D00 Q11 P01 + 500 *
N120 D00 Q12 P01 + 0 *
N130 G30 G17 X+0 Y+0 Z–50 *
N140 G31 G90 X+100 Y+100 Z+0 *
Rohteil; Werkzeug definieren und einwechseln
N150 G99 T1 L+0 R+5 *
N160 T1 G17 S1000 *
N170 G00 G40 G90 Z+100 M06 *
N180 L 10,0 * ............................................................. Unterprogramm-Aufruf
N190 G00 G40 G90 Z+100 M02 * ............................. Werkzeug freifahren; Rücksprung zum Programm-Beginn
Fortsetzung nächste Seite
N290 G98 L1 *
N300 K+0 I+Q108 *
N310 G01 Y+0 Z+0 FQ11 * ........................................ Vorpositionierung an jedem Kreisbogenanfang
N320 G98 L2 *
N330 G11 G40 R+Q4 H+Q21 FQ11 *
An der Kugelaußenwand hochfräsen, bis höchster Punkt
N340 D02 Q21 P01 +Q21 P02 +Q03 *
erreicht ist
N350 D11 P01 +Q21 P02 +Q02 P03 2 *
N360 R+Q04 H+Q02 *
N370 G01 Z+Q15 F1000 * Höchsten Kugelpunkt bearbeiten und Werkzeug freifahren
N380 G00 G40 X+Q24 *
N390 D01 Q26 P01 +Q26 P02 +Q08 * ...................... Nächsten Drehschritt vorbereiten
N400 D00 Q21 P01 Q01 * .......................................... Raumwinkel für Bearbeitung wieder auf Startwert setzen
N410 G73 G90 H+Q26 *
N420 D12 P01 +Q26 P02 +Q07 P03 1 * Koordinaten-System um Z-Achse drehen, bis
N430 D09 P01 +Q26 P02 + Q07 P03 1 * Ebenen-Endwinkel erreicht ist
Zyklus programmieren
Zyklus definieren
Mit der entsprechenden G-Funktion wird der gewünschte Zyklus ange-
wählt und im Dialog definiert. Das folgende Beispiel zeigt, wie ein beliebi-
ger Zyklus definiert wird:
SICHERHEITS-ABSTAND?
BOHRTIEFE?
GEWINDESTEIGUNG?
Zyklus aufrufen
Folgende Zyklen wirken ab ihrer Definition im Bearbeitungsprogramm:
• Zyklen zur Koordinaten-Umrechnung,
• der Zyklus Verweilzeit und
• der SL-Zyklus G37, der die Kontur festlegt.
Alle übrigen Zyklen müssen separat aufgerufen werden. Die nachfolgen-
den Beschreibungen der einzelnen Zyklen enthalten hierzu Hinweise.
Soll der Zyklus nach dem Satz ausgeführt werden, in dem er aufgerufen
wurde, den Zyklusaufruf
• mit G79
• mit der Zusatz-Funktion M99 programmieren.
Soll der Zyklus nach jedem Positioniersatz ausgeführt werden, so wird er
mit der Zusatzfunktion M89 aufgerufen (maschinenparameterabhängig).
Voraussetzungen:
Vor einem Zyklus-Aufruf müssen bereits programmiert sein:
• Rohteil zur grafischen Darstellung
• Werkzeug-Aufruf
• Positioniersatz zur Start-Position X, Y
• Positioniersatz zur Start-Position Z (Sicherheits-Abstand)
• Drehsinn der Spindel (Zusatz-Funktion M3/M4)
• Zyklus-Definition
Die TNC geht bei Zyklen davon aus, daß sich das Werkzeug zu Beginn im Sicherheitsabstand über der Werkstück-
Oberfläche befindet
TIEFBOHREN G83
Zyklus-Ablauf:
1. 2. 3. 4.
• Das Werkzeug bohrt mit dem eingegebenen
Vorschub bis zur ersten Zustell-Tiefe A A A
• Danach wird das Werkzeug im Eilgang zurückge- C C
t
zogen und wieder bis zur ersten Zustell-Tiefe
verfahren, verringert um den Vorhalte-Abstand t
(siehe Berechnungen)
• Anschließend bohrt das Werkzeug mit eingege-
benem Vorschub um eine weitere Zustell-Tiefe
• Dieser Ablauf wird wiederholt, bis die
eingegebene Bohrtiefe erreicht ist A A
• Am Bohrungsgrund wird das Werkzeug nach der
t B
Verweilzeit zum Freischneiden im Eilgang zur C
Start-Position zurückgezogen t
Eingaben
• SICHERHEITSABSTAND A :
Abstand zwischen Werkzeugspitze (Start-Position) und Werkstück-
Oberfläche
• BOHRTIEFE B :
Abstand zwischen Werkstückoberfläche und Bohrungsgrund (Spitze
des Bohrkegels)
• ZUSTELL-TIEFE C :
Maß, um welches das Werkzeug jeweils zugestellt wird.
Sind BOHRTIEFE und ZUSTELL-TIEFE gleich, so verfährt das Werkzeug
in einem Arbeitsgang auf die eingegebene Bohrtiefe.
Die ZUSTELL-TIEFE muß kein Vielfaches der BOHRTIEFE sein.
Ist die ZUSTELL-TIEFE größer als die BOHRTIEFE, so wird nur bis zur
BOHRTIEFE gebohrt.
• VERWEILZEIT:
Zeit, in der das Werkzeug am Bohrungsgrund verweilt, um
freizuschneiden.
Berechnungen
Die Steuerung ermittelt den Vorhalte-Abstand selbsttätig:
• Bohrtiefe bis 30 mm: t = 0,6 mm
• Bohrtiefe über 30 mm: t = Bohrtiefe/50
maximaler Vorhalte-Abstand: 7 mm
Übungsbeispiel: Tiefbohren
1 X = 20 mm Y = 30 mm Z
2 X = 80 mm Y = 50 mm
Bohrungsdurchmesser: 6 mm
Sicherheits-Abstand: 2 mm
Y
Bohrtiefe: 15 mm
6
Zustell-Tiefe: 10 mm 2
Verweilzeit: 1 s 50
1 X
Vorschub: 80 mm/min 30
80
20
Voraussetzung A
Eingaben
• SICHERHEITSABSTAND A :
Abstand zwischen Werkzeugspitze (Start-Position) und Werkstück-
Oberfläche. Richtwert: 4x Gewindesteigung
• BOHRTIEFE B (Gewindelänge):
Abstand zwischen Werkstück-Oberfläche und Gewindeende
• VERWEILZEIT:
Wert zwischen 0 und 0,5 Sekunden eingeben, um ein Verkeilen des
Werkzeugs beim Rückzug zu vermeiden (genauere Angaben erteilt der
Maschinen-Hersteller).
• VOSCHUB F:
Verfahrgeschwindigkeit des Werkzeugs beim Gewindebohren.
Berechnung
Vorschub ermitteln:
F = Sxp
F: Vorschub (mm/min)
S: Spindel-Drehzahl (U/min)
p: Gewindesteigung (mm)
• Während der Zyklus abgearbeitet wird, ist der Drehknopf für den Drehzahl-Override unwirksam.
Der Drehknopf für den Vorschub-Override ist noch begrenzt aktiv (vom Maschinen-Hersteller festgelegt).
• Für Rechtsgewinde wird die Spindel mit M3 aktiviert, für Linksgewinde mit M4.
X = 50 mm Y = 20 mm
Steigung p = 1 mm
Y
F = Sxp F=100 . 1 = 100 mm/min
Sicherheits-Abstand: 3 mm
Gewindetiefe: 20 mm X
Verweilzeit: 0,4 s
20
Vorschub: 100 mm/min
50
Maschine und TNC müssen vom Hersteller für das Gewindebohren ohne Ausgleichsfutter vorbereitet sein.
Eingaben
Z C
• SICHERHEITS-ABSTAND A :
Abstand zwischen Werkzeugspitze (Start-Position) und
Werkstück- Oberfläche.
• BOHRTIEFE B :
Abstand zwischen Werkstück-Oberfläche (Gewindebeginn)
und Gewindeende
• GEWINDESTEIGUNG C : A
Das Vorzeichen legt Rechts- und Linksgewinde fest:
+ = Rechtsgewinde X
– = Linksgewinde
B
Die TNC errechnet den Vorschub in Abhängigkeit von der Drehzahl. Wird während des Gewindebohrens der Dreh-
knopf für den Drehzahl-Override betätigt, wird der Vorschub automatisch angepaßt.
Der Drehknopf für den Vorschub-Override ist nicht aktiv.
NUTENFRAESEN G74
Zyklus-Ablauf
Schruppvorgang:
• Das Werkzeug sticht von der Start-Position aus
in das Werkstück ein und fräst in Längsrichtung
der Nut.
Schlichtvorgang:
• Am Fräsgrund wird das Werkzeug im Viertelkreis
um den verbleibenden Schlichtspan zugestellt. Abb. 8.4: Zyklus-Ablauf NUTENFRAESEN
Danach wird die Kontur im Gleichlauf (bei M3)
abgefahren.
• Abschließend verfährt das Werkzeug im Eilgang
auf den Sicherheits-Abstand zurück.
Bei einer ungeraden Anzahl von Zustellungen
verfährt das Werkzeug im Sicherheitsabstand zur
Start-Position.
Voraussetzungen
Der Zyklus erfordert einen Fräser mit einem Stirnzahn über Mitte
schneidend (DIN 844). Der Fräserdurchmesser darf nicht größer
als die Nutbreite und nicht kleiner als die Hälfte der Nutbreite sein.
Die Nut muß parallel zu einer Achse des aktuellen Koordinatensystems
A
liegen.
C
B
Eingaben
• Sicherheits-Abstand A
• Frästiefe B : Tiefe der Nut
• Zustell-Tiefe C
• VORSCHUB TIEFENZUSTELLUNG:
Verfahrgeschwindigkeit des Werkzeugs beim Einstechen Abb. 8.5: Zustellungen und Abstände für
• 1. SEITENLÄNGE D : den Zyklus NUTENFRAESEN
Länge der Nut, 1. Schnittrichtung durch Vorzeichen festlegen
• 2. SEITENLÄNGE E :
Breite der Nut
• VORSCHUB:
Verfahrgeschwindigkeit des Werkzeugs in der Bearbeitungsebene
Startposition Nut 1 : 90
X = 76 mm Y = 15 mm 10
Startposition Nut 2 :
X = 20 mm Y = 14 mm
NUTTIEFE: 15 mm
Sicherheits-Abstände: 2 mm
Frästiefen: 15 mm
Zustell-Tiefen: 5 mm
Vorschub Tiefenzustellung: 80 mm/min 1
1 2 2 10
Nut-Länge 50 mm 80 mm 10
Richtung 1. Schnitt – +
Nut-Breiten: 10 mm
X
15 30 80 100
Vorschub: 120 mm/min
TASCHENFRAESEN G75/G76
Zyklus-Ablauf
Beim Schrupp-Zyklus Rechtecktasche
• sticht das Werkzeug an der Startposition (Taschenmitte) in das
Werkstück ein
• beschreibt das Werkzeug anschließend mit dem eingegebenen Vor-
schub die dargestellte Bahn (siehe Abb. 8.9)
Der Fräser beginnt mit der positiven Achsrichtung der längeren Seite. Bei A
quadratischen Taschen beginnt der Fräser in positiver Y-Richtung. C
Am Ende wird das Werkzeug auf die Start-Position zurückgezogen. B
Voraussetzungen/Einschränkungen
Der Zyklus erfordert einen Fräser mit einem Stirnzahn über Mitte schnei-
dend (DIN 844), oder Vorbohren in der Taschenmitte.
Die Seiten der Tasche liegen parallel zu den Achsen des
Koordinatensystems. Abb. 8.7: Zustellungen und Abstände beim
Zyklus TASCHENFRAESEN
Eingaben
G76
• Sicherheits-Abstand A
• Frästiefe B E
• Zustell-Tiefe C
• VORSCHUB-TIEFENZUSTELLUNG: G75
F
Verfahrgeschwindigkeit des Werkzeugs beim Einstechen.
• 1. SEITENLÄNGE D :
Länge der Tasche, parallel zur ersten Hauptachse der D
Bearbeitungsebene.
• 2. SEITENLÄNGE E :
Breite der Tasche
Die Vorzeichen der Seitenlängen sind stets positiv Abb. 8.8: Seitenlängen der Tasche
• VORSCHUB:
Verfahrgeschwindigkeit des Werkzeugs in der Bearbeitungsebene.
Berechnungen
Seitliche Zustellung k
k = KxR
K: Überlappungs-Faktor, vom Maschinen-Hersteller festgelegt
R: Radius des Fräsers
Eckenradius k
Der Eckenradius ergibt sich aus dem Radius des Fräswerkzeugs.
X = 60 mm Y = 35 mm Y
Sicherheits-Abstand: 2 mm
Frästiefe: 10 mm
Zustell-Tiefe: 4 mm 55
5
R
Vorschub Tiefenstellung: 80 mm/min
1. Seitenlänge: 80 mm 40
2. Seitenlänge: 40 mm
80 X
20 100
KREISTASCHE G77/G78
Zyklus-Ablauf
• Beim Schrupp-Zyklus Kreistasche sticht das Werkzeug aus der Start-
position (Taschenmitte) in das Werkstück ein
• Danach beschreibt es eine spiralförmige Bahn mit dem eingegebenen
Vorschub (siehe Abb. 8.10). Die seitliche Zustellung erfolgt um den
Betrag k (siehe TASCHENFRÄSEN Zyklus G75/G76: Berechnungen)
• Dieser Vorgang wiederholt sich, bis die eingegebene Frästiefe erreicht
ist
• Am Ende verfährt das Werkzeug wieder zur Start-Position
Voraussetzungen
Der Zyklus erfordert einen Fräser mit einem Stirnzahn über Mitte
schneidend (DIN 844) oder Vorbohren in der Taschenmitte.
Abb. 8.10: Werkzeug-Bahn beim Ausräumen
Eingaben
• SICHERHEITS-ABSTAND A
• FRÄSTIEFE B : TIEFE der Tasche A
• ZUSTELL-TIEFE C C
• VORSCHUB-TIEFENZUSTELLUNG: B
Verfahrgeschwindigkeit des Werkzeugs beim Einstechen
• KREIS-RADIUS R :
Radius der Kreistasche
• VORSCHUB:
Verfahrgeschwindigkeit des Werkzeugs in der Bearbeitungsebene
F
G78 G77
X = 60 mm Y = 50 mm Z
Sicherheits-Abstand: 2 mm
Frästiefe: 12 mm
Y
Zustell-Tiefe: 6 mm
60
8.3 SL-Zyklen
SL-Zyklen sind sehr leistungsfähige Zyklen, mit denen sich beliebige
Konturen herstellen lassen. Sie besitzen folgende Eigenschaften:
• Eine Gesamtkontur kann aus überlagerten Teilkonturen zusammen-
gesetzt werden.
Beliebige Taschen und Inseln bilden dabei die Teilkonturen.
• Die Teilkonturen werden als Unterprogramme eingegeben.
• Die TNC überlagert die Teilkonturen automatisch und berechnet die
Schnittpunkte, die die Teilkonturen miteinander bilden.
In jedem Unterprogramm wird die Radiuskorrektur G41 bzw. G42 und der
Umlaufsinn durch die Reihenfolge der Punkte angegeben. Die TNC
erkennt aus diesen Angaben, ob eine Tasche oder Insel beschrieben ist:
• Die TNC erkennt eine Tasche, wenn die Kontur innen umlaufen wird
• und eine Insel, wenn die Kontur außen umlaufen wird
Parallelachsen programmieren
Bearbeitungen lassen sich auch in Parallelachsen als SL-Zyklen program-
mieren. (Für die Parallelachsen steht keine grafische Simulation zur
Verfügung). Die Parallelachsen müssen in der Bearbeitungsebene liegen.
Eingabe
Parallelachsen werden programmiert im ersten Koordinaten-Satz (Positio-
nier-Satz, I,J,K-Satz) des ersten Unterprogramms, das mit Zyklus G37
KONTUR aufgerufen wird.
Andere Koordinaten-Achsen, die später eingegeben werden, werden nicht
mehr berücksichtigt.
KONTUR G37
Anwendung
In Zyklus G37 KONTUR werden die Unterprogram- C D
me aufgelistet, die zu einer Gesamtkontur überla- A B
gert werden.
Eingaben
Eingegeben werden die LABEL-Nummern der
Unterprogramme. Es können maximal 12 Unter-
programme aufgelistet werden.
Wirkung
G37 ist ab seiner Definition wirksam. Abb. 8.13: Beispiel einer SL-Kontur: A, B = Taschen; C, D = Inseln
Beispiel:
G99 T3 L+0 R+3,5 *
T3 G17 S1500 * .......................................................... Bearbeitungsebene senkrecht zur Z-Achse
G37 P01 1 P02 2 P03 3 *
.
.
.
G00 G40 Z+100 M2 *
.
.
.
G98 L1 ........................................................................ Erstes Konturlabel zu Zyklus G37 KONTUR
G01 G42 X+0 Y+10 .................................................... Bearbeitung in der X/Y-Ebene
X+20 Y+10
I+50 J+50
.
.
.
AUSRAEUMEN G57
Zyklus-Ablauf
G57 bestimmt die Schnittführung und -Aufteilung.
• Das Werkzeug wird in der Werkzeugachse über den ersten Einstich-
punkt positioniert; dabei wird das Schlicht-Aufmaß berücksichtigt.
• Danach sticht das Werkzeug mit dem Vorschub für die
Tiefenzustellung ein.
Kontur umfräsen:
• Das Werkzeug fräst mit dem eingegebenen Vorschub die erste
Teilkontur; dabei wird das Schlichtaufmaß berücksichtigt.
• Am Einstichpunkt wird um die nächste Zustell-Tiefe zugestellt.
Dieser Vorgang wird wiederholt, bis die eingegebene Frästiefe erreicht ist.
• Weitere Teilkonturen werden ebenso gefräst
Tasche ausräumen:
• Nach dem Umfräsen wird die Tasche ausgeräumt. Die seitliche
Zustellung entspricht dem Werkzeug-Radius.
Inseln werden übersprungen.
• Wenn nötig, wird die Tasche mit mehreren Tiefen-Zustellungen ausge-
räumt.
• Beim Beenden des Zyklus wird das Werkzeug auf den
Sicherheitsabstand zurückgezogen.
Voraussetzung
Der Zyklus verlangt einen Fräser mit einem Stirnzahn über Mitte
schneidend (DIN 844), wenn nicht vorgebohrt wird oder Konturen
bei der Bearbeitung übersprungen werden.
Eingaben A
• SICHERHEITSABSTAND A C
• FRÄSTIEFE B B
• ZUSTELLTIEFE C
• VORSCHUB TIEFENZUSTELLUNG:
Verfahrgeschwindigkeit des Werkzeugs beim Einstechen
• SCHLICHTAUFMAß D :
Aufmaß in der Bearbeitungsebene (positiver Zahlenwert)
• AUSRÄUMWINKEL α : D
Richtung des Vorschubs für die Ausräumbewegung.
Der Ausräumwinkel bezieht sich auf die Winkelbezugsachse und kann Abb. 8.14: Zustellungen und Abstände beim
so eingestellt werden, daß sich möglichst lange Schnitte mit wenigen Zyklus AUSRÄUMEN
Schnittbewegungen ergeben.
• VORSCHUB:
Verfahrgeschwindigkeit in der Bearbeitungsebene
12
Mitte schneidend (DIN 844), Radius 5 mm 2 5
R
60 1
Koordinaten der Eckpunkte der Insel:
X Y G98 L1
1 70 mm 60 mm
2 15 mm 60 mm
15 mm 20 mm
20
3 3 4
4 70 mm 20 mm
X
Koordinaten der Eckpunkte der Hilfstasche: 15 70
X Y
6 –5 mm –5 mm
7 105 mm –5 mm 8
8 105 mm 105 mm
9 –5 mm 105 mm
9
Startpunkt für Bearbeitung:
5 X = 40 mm Y = 60 mm
7
Sicherheits-Abstand: 2 mm
Frästiefe: 15 mm
6
Zustellung: 8 mm
Vorschub Tiefenzustellung: 100 mm/min
Schlichtaufmaß: 0 G98 L2
Ausräumwinkel: 00
Fräsvorschub: 500 mm/min
Zyklus im Bearbeitungsprogramm
Überlagerte Konturen Z
Y
Taschen und Inseln können zu einer neuen Kontur überlagert werden.
Damit kann die Fläche einer Tasche durch eine überlagerte Tasche X
vergrößert oder eine Insel verkleinert werden.
Startposition
Die Bearbeitung beginnt an der Start-Position der ersten Tasche in Zyklus Y Z
G37 KONTUR. Die Startposition sollte möglichst weit von den überlappen-
den Zonen entfernt sein.
X
5
R2
R2
Kreisradien
R = 25 mm 50 1 2
Sicherheits-Abstand: 2 mm
Frästiefe: 10 mm
Zustellung: 5 mm
Vorschub Tiefenzustellung: 500 mm/min X
35 65
Schlichtaufmaß: 0
Ausräumwinkel: 0
Fräsvorschub: 500 mm/min
Zyklus im Bearbeitungsprogramm
N110 G98 L1 *
.
.
.
N140 G98 L0 *
N150 G98 L2 *
.
.
.
N180 G98 L0 *
N9999 %S820I G71 *
N110 G98 L1 * S1
N120 G01 G41 X+10 Y+50 * A B
N130
N140
I+35 J+50 G03 X+10 Y+50 *
G98 L0 *
A Tasche links
S2
N150 G98 L2 *
N160 G01 G41 X+90 Y+50 *
N170
N180
I+65 J+50 G03 X+90 Y+50 *
G98 L0 *
B Tasche rechts
N9999 % S820I G71 *
Abb. 8.17: Schnittpunkte S1 und S2 der
Je nach Einstellung der TNC (Maschinen-Parameter) beginnt die Taschen A und B
Fertigung mit der Bearbeitung der Umrißlinien oder mit der
Flächenbearbeitung:
Abb. 8.18: Beginn mit Bearbeitung der Umrißlinien Abb. 8.19: Beginn mit Flächenbearbeitung
„Summen“ -Fläche
Beide Teilflächen (Element A und Element B)
inklusive der gemeinsam überdeckten Fläche sollen
bearbeitet werden.
• A und B müssen Taschen sein.
• Die erste Tasche G37 muß außerhalb der B
zweiten beginnen.
A
N110 G98 L1 *
N120 G01 G41 X+10 Y+50 *
N130 I+35 J+50 G03 X+10 Y+50 *
N140 G98 L0 *
N150 G98 L2 *
N160 G01 G41 X+90 Y+50 *
N170 I+65 J+50 G03 X+50 Y+50 *
N180 G98 L0 * Abb. 8.20: Überlagerte Taschen: Summen-Fläche
„Differenz“ -Fläche
Fläche A soll ohne den von B überdeckten Anteil
bearbeitet werden:
• A muß Tasche und B muß Insel sein.
• A muß außerhalb B beginnen.
N110 G98 L1 * B
N120 G01 G41 X+10 Y+50 *
A
N130 I+35 J+50 G03 X+10 Y+50 *
N140 G98 L0 *
N150 G98 L2 *
N160 G01 G42 X+90 Y+50 *
N170 I+65 J+50 G03 X+90 Y+50 *
N180 G98 L0 *
Abb. 8.21: Überlagerte Taschen: Differenz-Fläche
„Schnitt“ -Fläche
Die von A und B gemeinsam überdeckte Fläche soll
bearbeitet werden.
N110 G98 L1 *
N120 G01 G41 X+60 Y+50 *
N130 I+35 J+50 G03 X+60 Y+50 *
N140 G98 L0 *
N150 G98 L2 *
N160 G01 G41 X+90 Y+50 *
N170 I+65 J+50 G03 X+90 Y+50 *
N180 G98 L0 *
Abb. 8.22: Überlagerte Taschen: Schnitt-Fläche
%S822I G71 *
N10 G30 G17 X+0 Y+0 Z–20 *
N20 G31 X+100 Y+100 Z+0 *
N30 G99 T1 L+0 R+2,5 *
N40 T1 G17 S2500 *
N50 G37 P01 2 P02 3 P03 1 *
N60 G57 P01 –2 P02 –10 P03 –5 P04 100
P05 +0 P06 +0 P07 500 *
N70 G00 G40 G90 Z+100 M06 *
N80 X+50 Y+50 M03 *
N90 Z+2 M99 *
N100 Z+100 M02 *
N110 G98 L1 *
N120 G01 G41 X+5 Y+5 *
N130 X+95 *
N140 Y+95 *
N150 X+5 *
N160 Y+5 *
N170 G98 L0 *
N180 G98 L2 *
.
.
.
N210 G98 L0 *
N220 G98 L3 *
.
.
.
N250 G98 L0 *
N9999 %S822I G71 *
„Summen“- Fläche
Element A und B inklusive der gemeinsam über-
deckten Fläche sollen unbearbeitet bleiben:
• A und B müssen Inseln sein.
• Die erste Insel muß außerhalb der zweiten
beginnen. B
N180 G98 L2 * A
N190 G01 G42 X+10 Y+50 *
N200 I+35 Y+50 G03 X+10 Y+50 *
N210 G98 L0 *
N220 G98 L3 *
N230 G01 G42 X+90 Y+50 *
N240 I+65 J+50 G03 X+90 Y+50 *
N250 G98 L0 *
N9999 % S822 I G71
Abb. 8.23: Überlagerte Inseln: Summen-Fläche
Die Ergänzungen und Unterprogramme werden ins Hauptprogramm auf Seite 8-22 eingetragen.
„Differenz“- Fläche
Fläche A soll ohne den von B überdeckten Anteil
unbearbeitet bleiben:
• A muß Insel und B muß Tasche sein.
• B muß innerhalb A beginnen.
N180 G98 L2 *
B
N190 G01 G42 X+10 Y+50 * A
N200 I+35 J+50 G03 X+10 Y+50 *
N210 G98 L0 *
N220 G98 L3 *
N230 G01 G41 X+40 Y+50 *
N240 I+65 J+50 G03 X+40 Y+50 *
N250 G98 L0 *
N9999 S822I G71*
„Schnitt“- Fläche
Die von A und B überdeckte Fläche soll
unbearbeitet bleiben.
25
R2
R
A und B, also zwei sich überlagernden Taschen,
5
C und D, also zwei Inseln, X
35 65
die sich innerhalb dieser Taschen befinden. D
C B
A
Zyklus im Bearbeitungsprogramm
%S824I G71 *
N10 G30 G17 X+0 Y+0 Z–20 *
N20 G31 X+100 Y+100 Z+0 *
N30 G99 T1 L+0 R+3 *
N40 T1 G17 S2500 *
N50 G37 P01 1 P02 2 P03 3 P04 4 *
N60 G57 P01 –2 P02 –10 P03 –5 P04 100 P05 +2 P06 +0 P07 500 *
N70 G00 G40 G90 Z+100 M06 *
N80 X+50 Y+50 M03 *
N90 Z+2 M99 *
N100 Z+100 M02 *
N110 G98 L1 *
N120 G01 G41 X+10 Y+50 *
N130 I+35 J+50 G03 X+10 Y+50 *
N140 G98 L0 *
N150 G98 L2 *
N160 G01 G41 X+90 Y+50 *
N170 I+65 J+50 G03 X+90 Y+50 *
N180 G98 L0 *
N190 G98 L3 *
N200 G01 G41 X+27 Y+42 *
N210 Y+58 *
N220 X+43 *
N230 Y+42 *
N240 X+27 *
N250 G98 L0 *
N260 G98 L4 *
N270 G01 G42 X+57 Y+42 *
N280 X+73 *
N290 X+65 Y+58 *
N300 X+57 Y+42 *
N310 G98 L0 *
N9999 %S824I G71 *
VORBOHREN G56
Zyklus-Ablauf Y
Vorbohren der Fräser-Einstichpunkte an den Startpunkten der
Teilkonturen.
Bei SL-Konturen, die aus mehreren überlagerten Taschen und Inseln
bestehen, wird am Startpunkt der ersten Teilkontur vorgebohrt:
• Das Werkzeug wird über den ersten Einstichpunkt positioniert.
• Danach wird wie beim TIEFBOHREN G83 gebohrt.
• Anschließend wird das Werkzeug über dem nächsten Einstichpunkt
positioniert und der Bohrvorgang wiederholt.
X
Eingaben
• SICHERHEITSABSTAND
• BOHRTIEFE Abb. 8.28: Beispiel für Einstichpunkte beim
• ZUSTELLTIEFE wie bei G83 VORBOHREN
• VERWEILZEIT TIEFBOHREN
• VORSCHUB
• SCHLICHTAUFMASS
Aufmaß für das Bohren (siehe Abb. 8.29)
Die Summe aus Werkzeug-Radius und Schlicht-Aufmaß soll bei
Vorbohren und Ausräumen gleich sein.
Y
D
KONTURFRAESEN G58/G59
Die Zyklen G58/G59 dienen zum Schlichten der Konturtasche.
Mit den Zyklen können auch allgemeine Konturen gefräst werden.
Zyklus-Ablauf
• Das Werkzeug wird über den ersten Konturpunkt positioniert
• Danach sticht das Werkzeug mit dem eingegebenen Vorschub bis zur
ersten Zustell-Tiefe ein
• Mit der ersten Zustell-Tiefe fräst das Werkzeug mit dem eingegebenen
Vorschub und Drehsinn die erste Kontur
• Am Einstichpunkt wird das Werkzeug auf die nächste Zustell-Tiefe
zugestellt A
Der Vorgang wiederholt sich, bis die eingegebene Frästiefe erreicht ist. C
Alle Teilkonturen werden auf diese Weise gefräst. B
Voraussetzung
Der Zyklus erfordert einen Fräser mit einem Stirnzahn über Mitte
schneidend (DIN 844).
Eingaben
• SICHERHEITS-ABSTAND A
• FRÄSTIEFE B
Y
• ZUSTELL-TIEFE C
• VORSCHUB-TIEFENZUSTELLUNG: D
Verfahrgeschwindigkeit des Werkzeugs beim Einstechen
• VORSCHUB:
Verfahrgeschwindigkeit des Werkzeugs in der Bearbeitungsebene
2. Bohren
Bohrer definieren und aufrufen
G56
Vor-Positionieren
Zyklus-Aufruf!
3. Schruppen
Schruppfräser definieren und aufrufen
G57
Vor-Positionieren
Zyklus-Aufruf!
4. Schlichten
Schlichtfräser definieren und aufrufen
G58/G59
Vor-Positionieren
Zyklus-Aufruf!
5. Kontur-Unterprogramme
M02 *
Unterprogramme für die Teilkonturen
NULLPUNKT-Verschiebung G54
Z
Anwendung
Bearbeitungen können mit der Nullpunkt-Verschiebung an beliebigen
Stellen des Werkstücks wiederholt werden. Y Z
Y
X
Wirkung
X
Nach einer Zyklus-Definition NULLPUNKT-Verschiebung beziehen sich alle
Koordinaten-Eingaben auf den neuen Nullpunkt.
Die Verschiebung wird in der zusätzlichen Status-Anzeige angezeigt.
Eingaben
Eingegeben werden die Koordinaten des neuen Nullpunkts. Absolutwerte
beziehen sich auf den Nullpunkt, der durch das Bezugspunkt-Setzen Abb. 8.36: Wirkung der Nullpunkt-Verschie-
festgelegt ist. Inkrementalwerte beziehen sich auf den zuletzt gültigen bung
Nullpunkt; dieser kann bereits verschoben sein.
Z Z
Y Y
IY
Y X X
IX
Abb. 8.37: Nullpunkt absolut verschieben Abb. 8.38: Nullpunkt inkremental verschieben
Rücksetzen
Die Nullpunkt-Verschiebung mit den Koordinatenwerten X = 0, Y = 0 und Z
= 0 hebt eine Nullpunkt-Verschiebung wieder auf.
1
20
15
25 30
Zyklus im Bearbeitungsprogramm
Unterprogramm:
N110 G98 L1 *
N120 X–10 Y–10 M03 *
N130 Z+2 *
N140 G01 Z–5 F200 *
N150 G41 X+0 Y+0 *
N160 Y+20 *
N170 X+25 *
N180 X+30 Y+15 *
N190 Y+0 *
N200 X+0 *
N210 G40 X–10 Y–10 *
N220 G00 Z+2 *
N230 G98 L0 *
LBL 1 LBL 0
Nullpunkt-Verschiebung Satz N110 Satz N230
Spiegeln, Drehung, Maßfaktor Satz N130 Satz N250
SPIEGELN G28
Anwendung
Eine Bearbeitung kann in der Bearbeitungsebene Z
spiegelbildlich ausgeführt werden.
Y
Wirkung Z
Die Spiegelung wird ab ihrer Definition im
Programm wirksam.
Eine Spiegelung wird in der zusätzlichen Status- Y
Anzeige angezeigt.
X
• Wird eine Achse gespiegelt, ändert sich der
Umlaufsinn des Werkzeugs.
Dies gilt nicht bei Bearbeitungszyklen.
• Werden zwei Achsen gespiegelt, bleibt der
Umlaufsinn erhalten.
Eingabe
Z
Eingegeben wird die Achse, die gespiegelt wird.
Die Werkzeugachse kann nicht gespiegelt werden. Y
X
Rücksetzen
Eingabe von G28 ohne Achse setzt den Zyklus
zurück.
Übungsbeispiel: Spiegeln
Y Y
3
2
X
X
60
1
20
15
70
25 30
DREHUNG G73
Anwendung
Innerhalb eines Programms kann das Koordinatensystem in der
Bearbeitungsebene um den aktuellen Nullpunkt gedreht werden.
Wirkung
Die Drehung wird ab ihrer Definition im Programm wirksam. Sie wirkt
auch in der Betriebsart POSITIONIEREN MIT HANDEINGABE.
Eingaben
Der Drehwinkel wird in Grad (°) eingegeben.
Eingabe-Bereich: –360° bis +360° (absolut oder inkremental)
Rücksetzen
Eine Drehung wird mit dem Drehwinkel 0° aufgehoben
Übungsbeispiel: Drehen
35°
2 X
1
60
70
Zyklus im Bearbeitungsprogramm
MAßFAKTOR G72
Anwendung
Innerhalb eines Programms können Konturen vergrößert oder verkleinert
werden. So lassen sich beispielsweise Schrumpf- und Aufmaß-Faktoren
berücksichtigen.
Wirkung
Der Maßfaktor ist ab der Zyklus-Definition wirksam.
Der Maßfaktor wirkt
• in der Bearbeitungsebene, oder auf alle drei Koordinatenachsen
gleichzeitig (abhängig von MP7410)
• auf Maßangaben in Zyklen
• auch auf Parallelachsen U, V, W
Eingabe
Eingegeben wird der Faktor F. Die TNC multipliziert Koordinaten und
Radien mit F (wie in „Wirkung“ beschrieben).
Vergrößerung: F größer als 1 bis 99,999 999
Verkleinerung: F kleiner als 1 bis 0,000 001
Rücksetzen
Ein Maßfaktor wird durch Zyklus MASSFAKTOR mit Faktor 1 aufgehoben.
Voraussetzung
Vor der Vergrößerung bzw. Verkleinerung sollte der Nullpunkt auf eine
Kante oder Ecke der Kontur verschoben werden.
Übungsbeispiel: Maßfaktor
20 1
15
60
25 30
VERWEILZEIT G04
Anwendung
In einem laufenden Programm wird der nachfolgende Satz erst nach der
programmierten Verweilzeit abgearbeitet.
Wirkung
Der Zyklus wirkt ab der Definition. Modal wirkende bleibende Zustände
werden dadurch nicht beeinflußt, wie z.B. die Drehung der Spindel.
Eingabe
Die Verweilzeit wird nach G04 mit F in Sekunden angegeben.
Eingabebereich 0 bis 30 000 s (etwa 8,3 Stunden) in 0,001 s-Schritten.
PROGRAMM-AUFRUF G39
Anwendung und Wirkung
Bearbeitungs-Programme, wie z.B. spezielle Bohrzyklen, Fräsen von
Kurven, Geometrie-Module, können als Hauptprogramme erstellt und
einem Bearbeitungs-Zyklus gleichgestellt werden.
Dieses Hauptprogramm kann dann wie ein Zyklus aufgerufen werden.
Eingabe
Eingegeben wird der Name des aufzurufenden Programms
Beispiel: Programm-Aufruf
Aus einem Programm soll ein über Zyklus-Aufruf rufbares Programm 50
gerufen werden.
Bearbeitungsprogramm
.
.
.
G39 P01 50 ................................................................. Festlegung: "Programm 50 ist ein Zyklus“
G00 G40 X+20 Y+50 M99 .......................................... Aufruf von Programm 50
.
.
.
SPINDEL-ORIENTIERUNG G36
Anwendung
Die TNC kann die Hauptspindel einer Werkzeugmaschine als
5. Achse ansteuern und in eine durch einen Winkel bestimmte Position
drehen.
Die Spindel-Orientierung wird benötigt
• bei Werkzeugwechsel-Systemen mit bestimmter Wechsel-Position für
das Werkzeug
• zum Ausrichten des Sende- und Empfangsfensters des OO
3D-Tastsystems TS 511 von HEIDENHAIN
Wirkung
Auf die im Zyklus definierte Winkelstellung wird durch Eingabe von M19
positioniert. Abb. 8.42: Spindel-Orientierung
Wird M19 ohne Zyklus-Definition ausgeführt, so wird die Hauptspindel auf
den in Maschinenparametern festgelegten Wert ausgerichtet.
Außer durch Zyklus G36 wird die Spindel-Orientierung auch über Maschinen-Parameter festgelegt.
Voraussetzung
Die Maschine muß für eine Spindel-Orientierung vorgesehen sein.
Eingabe
Orientierungswinkel S (bezogen auf die Winkelbezugsachse der
Arbeitsebene)
Eingabe-Bereich: 0 bis 360°.
Eingabe-Feinheit: 0,1°.
Funktion Menüpunkt
Übertragung abbrechen
Eine Datenübertragung wird mit der Taste END abgebrochen.
Werden Daten zwischen zwei TNCs übertragen, wird die TNC zuerst gestartet, in die Daten eingelesen werden.
Blockweises Übertragen
In den Betriebsarten PROGRAMMLAUF SATZFOLGE und EINZELSATZ
können Bearbeitungs-Programme, die größer sind als der Programm-
speicher der TNC, blockweise übertragen und gleichzeitig ausgeführt
werden (siehe S. 3-6).
Schnittstelle V.24/RS-232-C
HEIDENHAIN-Geräte
HEIDENHAIN Geräte
Fremdgeräte
Die Stecker-Belegung am Fremdgerät kann erheblich von der Stecker-
Belegung eines HEIDENHAIN-Gerätes abweichen. Sie ist vom Gerät und
der Übertragungsart abhängig.
HEIDENHAIN Geräte
HEIDENHAIN Geräte (Disketten-Einheit FE und Magnetband-Einheit ME)
sind an die TNC angepaßt. Sie können direkt zur Datenübertragung
genutzt werden.
Fremdgeräte
Die TNC und Fremdgeräte müssen aneinander angepaßt werden.
Betriebsarten PROGRAMM-EINSPEICHERN
und PROGRAMM-TEST:
• NC-Software - Nummer anzeigen
• PLC-Software - Nummer anzeigen
• Schlüsselzahl eingeben
• Schnittstelle einrichten
• Maschinenspezifische Anwenderparameter
MOD-Funktion ändern
ENT
MOD-Funktionen anzeigen lassen, bis gewünschte Funktion im
Dialogfeld steht
wiederholt
MOD-Funktionen verlassen
Funktion Schlüssel-Zahl
BAUD-RATE
Einstellung der Datenübertragungs-Geschwindigkeit.
Eingabemöglichkeiten über die Zifferntasten:
110, 150, 300, 600, 1200, 2400, 4800, 9600, 19200, 38400 bd
Die BAUD-RATE der ME 101 beträgt 2400 Baud
V.24-Schnittstelle
Einstellung abhängig vom angeschlossenen Gerät
Auswahl der Einstellung mit der Taste ENT
HEIDENHAIN Disketten-Einheiten
FE 401 und FE 401B FE
HEIDENHAIN Magnetband-Einheit
ME 101 (Produktion eingestellt) ME
Die gewünschte Anzeige wird mit der Taste ENT angewählt und direkt im
Statusfeld eingeblendet.
10.9 Verfahrbereichs-Begrenzungen Z
eingeben
Innerhalb des maximalen Verfahrbereichs kann der Z
max
tatsächlich nutzbare Verfahrweg für die Koordi-
Z
natenachsen zusätzlich eingeschränkt werden. min
Anwendungsbeispiel: Y
Teilapparat gegen Kollisionen sichern X
min Y
Der maximale Verfahrbereich ist durch Software- X
Endschalter begrenzt. max max
Der tatsächlich nutzbare Verfahrweg wird mit der Y
MOD-Funktion BEGRENZUNG eingeschränkt.
min
Dabei werden die Maximalwerte in positiver und X
negativer Richtung der Achsen bezogen auf den
Maßstab-Nullpunkt eingegeben. Abb. 10.2: Verfahrbereichs-Begrenzungen am Werkstück
Gewünschte positive und negative End-Positionen der X-, Y- und Z-Achse anfahren
MP5010
Funktion MP Bit
MP5020
Beispiel
TNC-Schnittstelle auf externes Fremdgerät mit folgender Einstellung
anpassen:
8 Datenbit, BCC beliebig, Übertragungsstopp durch DC3, geradzahlige
Zeichenparität, Zeichenparität erwünscht, 2 Stoppbits
Eingabewert: 1+0+8+0+32+64 = 105 für MP 5020 eingeben
Schnittstellen-Typ festlegen:
MP5030
Funktion Wert
• Kabel-Übertragung ........................................................................................................................................... 0
• Infrarot-Übertragung ........................................................................................................................................ 1
Funktion Wert
Funktion Wert
Dialogsprache umschalten
MP7230
Funktion Wert
Hersteller-Zyklen schützen
Programme, die als Programm-Nummer die Nummer eines Hersteller-
Zyklus haben, können nicht editiert werden.
MP7240
Funktion Wert
MP7270
Dezimalzeichen
MP7280
Funktion Wert
• Dezimal-Punkt .................................................................................................................................................. 1
• Dezimal-Komma ............................................................................................................................................... 0
Funktion Wert
Darstellungsart
Eingabewert: Zahl zwischen 0 und 3 (Summe der Einzelwerte in Spalte
Wert)
MP7310
Funktion Wert
Funktion Wert
• Aktuelle Werkzeug-Daten werden mit den kalibrierten Daten des Tastsystems überschrieben .................... 0
MP7420
• Fräsrichtung beim Fräsen eines Uhrzeigersinn für Taschen, Gegen-Uhrzeigersinn für Inseln ........ +1
Kanals um die Kontur Gegen-Uhrzeigersinn für Taschen, Uhrzeigersinn für Inseln ........ +0
MP7430
Funktion Wert
MP7440
• M89 als modalen Zyklus-Aufruf nutzen Modaler Zyklus-Aufruf durch M89 ............................................... +2
M89 als freie Zusatz-Funktion ...................................................... +0
MP7460
Funktion Wert
• konstante Bahngeschwindigkeit an Ecken für innere Winkel in Grad ......................................... 0 bis 179,999
Funktion Wert
MP7620
Handräder anmelden
Eingabewert: Zahl zwischen 0 und 5
MP 7640
Funktion Wert
M Funktion Wirksam am
Satz- Satz-
Anfang Ende
M00 Programmlauf-Halt/Spindel-Halt/Kühlmittel-Aus •
M05 Spindel-Halt •
M08 Kühlmittel-Ein •
M09 Kühlmittel-Aus •
M91 Im Positioniersatz: •
Koordinaten beziehen sich auf den Maschinen-Nullpunkt
M92 Im Positioniersatz: •
Koordinaten beziehen sich auf eine vom Maschinen-
Hersteller definierte Position,
z. B. Werkzeugwechsel-Position
M93 Im Positioniersatz: •
Koordinaten beziehen sich auf die aktuelle Werkzeug-Position.
Wirkt in Sätzen mit R0, R+, R-
M94 Anzeige der Drehachse auf einen Wert unter 360° reduzieren •
M95 Reserviert •
M96 Reserviert •
Freie Zusatz-Funktionen
Freie Zusatz-Funktionen werden vom Maschinenhersteller bestimmt.
Sie sind im Maschinen-Handbuch beschrieben.
Werkzeug-Radius: Q108
Der Radius des aktuellen Werkzeugs wird Q108 zugewiesen.
Werkzeug-Achse: Q109
Der Wert des Parameters Q109 hängt von der aktuellen Werkzeug-Achse
ab.
Werkzeug-Achse Parameter-Wert
Keine Werkzeug-Achse definiert Q109 = –1
Z-Achse Q109 = 2
Y-Achse Q109 = 1
X-Achse Q109 = 0
Spindel-Zustand: Q110
Der Wert des Parameters Q110 hängt von der zuletzt programmierten M-
Funktion für die Spindel ab.
M-Funktion Parameter-Wert
kein Spindel-Zustand definiert Q110= –1
M03: Spindel-Ein, Uhrzeigersinn Q110= 0
M04: Spindel-Ein, Gegenuhrzeigersinn Q110= 1
M05 nach M03 Q110= 2
M05 nach M04 Q110= 3
Kühlmittel-Versorgung: Q111
M-Funktion Parameter-Wert
M08: Kühlmittel-Ein Q111 = 1
M09: Kühlmittel-Aus Q111 = 0
Überlappungsfaktor: Q112
Der Überlappungsfaktor beim Taschenfräsen (MP 7430) wird Q112
zugewiesen.
Koordinatenachse Parameter
X-Achse Q115
Y-Achse Q116
Z-Achse Q117
IV-Achse Q118
Aktuelle Werkzeug-Radiuskorrektur
Die aktuelle Werkzeug-Radiuskorrektur wird wie folgt dem Parameter
Q123 zugewiesen:
R0 Q123 = 0
RL Q123 = 1
RR Q123 = 2
R+ Q123 = 3
R- Q123 = 4
Spindel-Drehzahl S
Die Spindeldrehzahl S wird aus dem Werkzeug-Radius R und der Schnitt-
geschwindigkeit v ermittelt:
S = V
2 . R .π
Einheiten:
S in 1/min
V in m/min
R in mm
Aus dem Diagramm wird die Spindeldrehzahl direkt abgelesen.
Beispiel:
Werkzeug-Radius R = 15 mm
Schnittgeschwindigkeit V = 50 m/min
Spindel-Drehzahl S ³ 500 1/min
(errechnet S = 497 U/min)
Werkzeug Radius
R [mm]
Schnittgeschwindigkeit
V [m/min]
Vorschub F
Der Vorschub F des Werkzeugs wird aus der Schneidenzahl n des Werk-
zeugs, der zulässigen Spandicke d pro Schneide und der Spindel-Drehzahl
S ermittelt:
F= n.d.S
Einheiten:
F in mm/min
d in mm
S in 1/min
Der aus dem Diagramm abgelesene Vorschub muß mit der Schneidenzahl
multipliziert werden.
Beispiel:
Spandicke d = 0,1 mm
Spindel-Drehzahl S = 500 U/min
Diagramm-Vorschub F = 50 mm/min
Schneidenzahl n = 6
Einzugebender Vorschub F = 300 mm/min
Spandicke
d [mm]
Spindeldrehzahl
S [U/min]
Einheiten:
F in mm/min
p in mm/1
S in 1/mm
Aus dem Diagramm wird der Vorschub beim Gewindeschneiden direkt
abgelesen.
Beispiel:
Gewinde-Steigung p = 1 mm/U
Spindel-Drehzahl S = 100 U/min
Vorschub beim Gewindeschneiden F = 100 mm/min
Steigung
p [mm/U]
Spindeldrehzahl
S [U/min]
TNC 360
Kurzbeschreibung
Bahnsteuerung für Maschinen mit bis zu 4 Achsen, zusätzlich Spindel-
Orientierung
Komponenten
Logik-Einheit, Bedienfeld, monochromer Lumineszenz-Flachbildschirm
oder Kathodenstrahl-Bildschirm
Datenschnittstelle
V.24 / RS-232-C
Parallelbetrieb
zum Editieren, während die TNC ein Bearbeitungsprogramm ausführt
Programm-Test
Rechnerisch und per Test-Grafik
Programm-Typen
• HEIDENHAIN-Klartext-Dialog und DIN/ISO-Programme
• Werkzeug-Tabelle (Programm 0)
Programm-Speicher
• batterie-gepuffert für bis zu 32 Programme
• Größe ca. 4.000 Sätze
Werkzeug-Definitionen
• bis zu 254 Werkzeuge im Programm oder bis zu 99 Werkzeuge in der
Werkzeug-Tabelle (Programm 0)
Programmierbare Funktionen
Konturelemente
Gerade, Fase, Kreisbahn, Kreismittelpunkt, Kreisradius, tangential an-
schließende Kreisbahn, Ecken runden
Programm-Sprünge
Unterprogramm, Programmteil-Wiederholung, Hauptprogramm als
Unterprogramm
Bearbeitungs-Zyklen
Tief- und Gewindebohren (auch mit geregelter Spindel), Rechteck- und
Kreistasche fräsen, Nut fräsen, beliebige Taschen und Inseln bearbeiten
Koordinaten-Umrechnungen
Nullpunkt-Verschiebung, Spiegeln, Drehung, Massfaktor
3D-Tastsystem-Einsatz
Antastfunktionen zum Messen und Bezugspunkt-Setzen,
Digitalisieren von 3D-Formen (Option, nur KLARTEXT-Programmierung)
Mathematische Funktionen
Grundrechenarten +, –, . und %, Dreiecksberechnungen
sin, cos, tan und arctan
Wurzel aus Werten (ša) und Quadratsummen (š a2 + b2)
Vergleiche größer, kleiner, gleich, ungleich
TNC-Daten
Satz-Verarbeitungszeit 1500 Sätze/min (40 ms/Satz)
Regelkreis-Zykluszeit 6 ms
Datenübertragungs- maximal 38400 Baud
Geschwindigkeit
Umgebungstemperatur 0°C bis 45°C (Betrieb)
–30°C bis 70°C (Lagerung)
Verfahrweg maximal ± 30 m (1181 Zoll)
Verfahrgeschwindigkeit maximal 30 m/min (1181Zoll/min)
Spindeldrehzahl maximal 99 999 U/min
Eingabe-Feinheit bis 1 µm (0,0001 Zoll) bzw. 0,001°
Zubehör
Disketten-Einheit FE 401
Schaltende 3D-Tastsysteme
Elektronische Handräder
HR 130 • Einbauversion
11.6 TNC-Meldetexte
Die TNC erzeugt die Meldetexte automatisch. Sie stehen unter anderem
zur Verfügung bei
• falschen Eingaben
• logischen Fehlern im Programm
• nicht ausführbaren Konturelementen
• unvorschriftsmäßigem Tastsystem-Einsatz
Einige besonders häufig vorkommende TNC-Meldetexte stehen in den
folgenden Übersichten.
Ein Meldetext, der die Nummer eines Programmsatzes enthält, wurde
durch diesen Satz oder einen vorhergegangenen verursacht.
TNC-Meldetexte werden mit der Taste CE gelöscht, nachdem ihre
Ursache beseitigt ist.
EINGABEWERT FALSCH
LABEL-NUMMER BELEGT
SATZNUMMER BELEGT
ARITKMETIKFEHLER
CYCL UNVOLLSTAENDIG
FALSCHE DREHZAHL
GROBER POSITIONIERFEHLER
KREIS-ENDPUNKT FALSCH
RADIUSKORREKTUR UNDEFINIERT
RUNDUNGS-RADIUS ZU GROSS
Diese Meldung kommt immer dann, wenn eine Taste betätigt wird, die für
den aktuellen Dialog nicht benötigt wird
TASTSTIFT AUSGELENKT
UNDEFINIERTER PROGRAMMSTART
VORSCHUB FEHLT
WERKZEUG-RADIUS ZU GROSS
WINKEL-BEZUG FEHLT
ZU HOHE VERSCHACHTELUNG
G-Funktionen
Gruppe G Funktion satzweise Hinweis
wirksam Seite
Positioniervorgänge 00 Geraden-Interpolation, kartesisch, im Eilgang 5-10
01 Geraden-Interpolation, kartesisch 5-10
02 Kreis-Interpolation, kartesisch, im Uhrzeigersinn 5-18
03 Kreis-Interpolation, kartesisch, im Gegen-Uhrzeigersinn 5-18
05 Kreis-Interpolation, kartesisch, ohne Drehrichtungsangabe 5-18
06 Kreis-Interpolation, kartesisch, tangentialer Konturanschluß 5-24
07 Achsparalleler Positionier-Satz * 5-41
10 Geraden-Interpolation, polar, im Eilgang 5-28
11 Geraden-Interpolation, polar 5-28
12 Kreis-Interpolation, polar, im Uhrzeigersinn 5-30
13 Kreis-Interpolation, polar, im Gegen-Uhrzeigersinn 5-30
15 Kreis-Interpolation, polar, ohne Drehrichtungsangabe 5-30
16 Kreis-Interpolation, polar, tangentialer Konturanschluß 5-32
Zyklen 04 Verweilzeit * 8-38
28 Spiegeln 8-33
36 Spindel-Orientierung 8-39
37 Definition der Taschenkontur 8-26
39 Zyklus Programm-Aufruf, Zyklus-Aufruf über G79 * 8-3
54 Nullpunkt-Verschiebung im Programm 8-30
56 Vorbohren der Kontur-Tasche (in Verbindung mit G37) 8-25
57 Ausräumen der Kontur-Tasche (in Verbindung mit G37) 8-17
58 Konturfräsen im Uhrzeigersinn (in Verbindung mit G37) 8-26
59 Konturfräsen im Gegen-Uhrzeigersinn (in Verbindung mit G37) 8-26
72 Maßfaktor 8-36
73 Drehung des Koordinatensystems 8-35
74 Nutenfräsen 8-9
75 Rechtecktasche-Fräsen im Uhrzeigersinn 8-11
76 Rechtecktasche-Fräsen im Gegen-Uhrzeigersinn 8-11
77 Kreistasche-Fräsen im Uhrzeigersinn 8-13
78 Kreistasche-Fräsen im Gegen-Uhrzeigersinn 8-13
83 Tiefbohren 8-4
84 Gewindebohren mit Ausgleichsfutter 8-6
85 Gewindebohren ohne Ausgleichsfutter 8-8
79 Zyklus-Aufruf * 8-3
17 Ebenenauswahl XY, Werkzeug-Achse Z 5-16
Auswahl der 18 Ebenenauswahl ZX, Werkzeug-Achse Y 5-16
Bearbeitungsebene 19 Ebenenauswahl YZ, Werkzeug-Achse X 5-16
20 Werkzeug-Achse IV 5-16
24 Fasen mit Fasenlänge R * 5-13
Fasen, Runden 25 Ecken-Runden mit R * 5-26
Anfahren, Verlassen 26 Tangentiales Anfahren einer Kontur mit R * 5-6
einer Kontur 27 Tangentiales Verlassen einer Kontur mit R * 5-6
29 Übernahme des letzten Positions-Sollwertes als Pol 5-28
30 Rohteil-Definition für Grafik, Min.-Punkt 4-14
Rohteil-Definition 31 Rohteil-Definition für Grafik, Max.-Punkt 4-14
38 Programmlauf-STOP * 3-4
40 Keine Werkzeug-Korrektur (R0) 4-12
Bahnkorrektur 41 Werkzeugbahn-Korrektur, links von der Kontur (RL) 4-12
42 Werkzeugbahn-Korrektur, rechts von der Kontur (RR) 4-12
43 Achsparallele Korrektur, Verlängerung (R+) 4-12
44 Achsparallele Korrektur, Verkürzung (R–) 4-12
50 Lösch- und Editierschutz am Programm-Anfang 1-20
51 Nächste Werkzeug-Nummer (bei zentralem Werkzeugspeicher) * 4-9
55 Antast-Funktion * 7-17
70 Maßeinheit: Inch (zu Programm-Beginn) 4-14
Maßeinheit 71 Maßeinheit: Millimeter (zu Programm-Beginn) 4-14
90 Absolute Maßangaben 1-11
Maßangaben 91 Inkrementale Maßangaben 1-11
98 Setzen einer Label-Nummer * 6-2
99 Werkzeug-Definition * 4-7
Sonstige Adressen
Adress- Funktion
Buchstabe
A Drehbewegung um X-Achse
B Drehbewegung um Y-Achse
C Drehbewegung um Z-Achse
D Parameter-Definition (Programm-Parameter Q)
F Vorschub
F Verweilzeit mit G04
F Maßfaktor mit G72
G Wegbedingung
H Polarkoordinaten-Winkel im Kettenmaß/Absolutmaß
H Drehwinkel mit G73
M Hilfs-Funktionen
N Satznummer
P Zyklus-Parameter in Bearbeitungszyklen
P Parameter in Parameter-Definitionen
Q Programm-Parameter/Zyklus-Parameter Q
R Polarkoordinaten-Radius
R Kreis-Radius mit G02/G03/G05
R Rundungs-Radius mit G25/G26/G27
R Fasen-Abschnitt mit G24
R Werkzeug-Radius mit G99
S Spindeldrehzahl
S Spindel-Orientierung mit G36
X X-Achse
Y Y-Achse
Z Z-Achse
* Satzende
Parameter-Definitionen
00 Zuweisung 7-5
01 Addition 7-5
02 Subtraktion 7-5
03 Multiplikation 7-5
04 Division 7-5
05 Wurzel 7-5
06 Sinus 7-7
07 Cosinus 7-7
14 Fehler-Nummer 7-11
15 Print 7-11
M Funktion Wirksam am
Satz- Satz-
Anfang Ende
M00 Programmlauf-Halt/Spindel-Halt/Kühlmittel-Aus •
M05 Spindel-Halt •
M08 Kühlmittel-Ein •
M09 Kühlmittel-Aus •
oder
M94 Anzeige der Drehachse auf einen Wert unter 360° reduzieren •
M95 Reserviert •
M96 Reserviert •