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Donaulied 1

Das Donaulied ist ein Volkslied, das seit den 1990er Jahren im Süddeutschen Raum populär ist und häufig auf Festen, insbesondere dem Oktoberfest, gesungen wird. Es erzählt von einem jungen Mann, der ein schlafendes Mädchen am Ufer der Donau findet und eine Reihe von Ereignissen und Dialogen zwischen ihnen beschreibt. Eine Onlinepetition, die 2020 von Corinna Schütz gestartet wurde, protestiert gegen die Aufführung des Liedes in Passauer Bierzelten, was zu über 10.000 Unterstützern und bundesweitem Presseecho führte.

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Donaulied 1

Das Donaulied ist ein Volkslied, das seit den 1990er Jahren im Süddeutschen Raum populär ist und häufig auf Festen, insbesondere dem Oktoberfest, gesungen wird. Es erzählt von einem jungen Mann, der ein schlafendes Mädchen am Ufer der Donau findet und eine Reihe von Ereignissen und Dialogen zwischen ihnen beschreibt. Eine Onlinepetition, die 2020 von Corinna Schütz gestartet wurde, protestiert gegen die Aufführung des Liedes in Passauer Bierzelten, was zu über 10.000 Unterstützern und bundesweitem Presseecho führte.

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Donaulied

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Einst ging ich am U - fer der Do - nau und fand
ein schla - fen - des Mäd - chen in leich - tem Ge - wand. - oh,

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leich - tem Ge - wand. wand.

[Link]
1. Einst ging ich am Ufer der Donau und fand - oh, oh lalala. 2
ein schlafendes Mädchen in leichtem Gewand. - oh, oh lalala.

2. Sie hatte die Beine weit von sich gestreckt. - oh, oh lalala.
Ihr schneeweißer Busen war halb nur bedeckt. - oh, oh lalala.

3. So stand ich vor ihr voller Wonne entzückt - oh, oh lalala.


mit einer so reizenden Aussicht beglückt. - oh, oh lalala.

4. Da packte mich plötzlich die wallende Lust. - oh, oh lalala.


Ich kniete mich nieder zur schneeweißen Brust. - oh, oh lalala.

5. Ich machte mich über die Schlafende her, - oh, oh lalala.


da hört sie das Rauschen der Donau nicht mehr. - oh, oh lalala.

6. „Du schamloser Jüngling, was hast Du vollbracht. - oh, oh lalala.


Du hast mich im Schlafe zur Mutter gemacht“. - oh, oh lalala.

7. „Du schamloses Weibsbild, was denkst du von mir! - oh, oh lalala.


Ich trage doch immer Pariser bei mir“. - oh, oh lalala.

8. Ich steh auf der Brücke und schwenke den Hut. - oh, oh lalala.
„Adieu, junges Mädchen, die Nummer war gut“. - oh, oh lalala.

9. Und die Moral von der Geschicht: - oh, oh lalala.


“ne schlafende Jungfrau, die weckt man doch nicht! - oh, oh lalala.

10. Und noch etwas lernt aus meinem Bericht: - oh, oh lalala.
Am Ufer der Donau schläft man besser nicht. - oh, oh lalala.
Version nach Tobias Krummschnabel (1870) 3
1. Einst ging ich am Ufer der Donau und fand 7. Ich steckt ihr am Busen die Blümlein weiß roth,
im Schatten der Weiden, nicht weit von dem Strand, sie nahm dann erröthend, was ich ihr jetzt bot,
sanft schlummernd ein trauliches Mägdelein, ich gab ihr alsdann auch noch etwas mehr,
im kühlen Schatten ganz einsam allein, doch Leute, was war’s, darum fragt mich nicht sehr.

2. Es wogte ihr Busen, der leicht nur bedeckt, 8. Der Abend, er senkte sich auf das Gefild,
es schien, als wenn sie vom Traumgott geneckt, der Mond, er schaute auf uns hier so mild,
den Blicken des Lauschers zeigte sich viel, wir müssen uns trennen, so lispelte sie
da mit dem Kleide der Wind trieb sein Spiel. sie gab mir noch etwas, doch was sag ich nie.

3. Ich wollt’ sie erwecken und wagte es nicht, 9. Die Trennung war schwer und doch mußt es geschehn,
ich wollt’ sie verlassen, so sagt mir die Pflicht, mir war es als sollt ich nicht wieder sie sehn
doch fest wie bezaubert, ganzstille ich stand, die selige Stunde, sie war, ach, dahin,
der holde Anblick hat fest mich gebannt. doch sie kommt mir nimmer aus meinem Sinn.

4. Ich wollt’ sie nicht stören, zu sanft war die Ruh, 10. Am Ufer der Donau geh ich jeden Tag
da flötet die Nachtigall ein Liedchen dazu, betrachte die Stelle wo sie einst lag,
kaum war an ihr Ohr gekommen der Ton, mein Glück ist entflohn, der Traum er war schön,
so war auch ihr Schlummer auf einmal entflohn. denn ich, ich hab sie nicht wieder gesehn.

5. Ich sah sie, sie sah mich mit schmachtendem Blick, 11. Am Ufer der Donau verlor ich mein Glück,
aus ihrem Aug’ las ich nur Freude und Glück, da wand’re ich und irr’ ich mit Thränen im Blick,
bald saß ich an ihrer Seite erfreut denn die ich da fand, ist auf immer dahin,
ich weiß nicht wo sie geblieben die Zeit. auf sie nur allein da stehet mein Sinn.

6. Und was da nun am grünen Ufer geschehn, 12. Es blüht eine Rose am traulichen Strand,
das hat nur die lächelnde Sonne gesehn, es küssen die Wellen den goldgelben Rand,
die lächelnde Sonne, sie plauderts nicht aus, es lispeln die Winde, die Nachtigall grüßt,
ich pflügte ihr Blumen und band einen Strauß. indeß mein Liebchen entschwunden schon ist.

13. O Jüngling, gehst du an der Donau umher,


so wahre dein Herze, denn bald hast du’s nicht mehr,
und triffs du ein Mädchen, so einsam allein,
guck’ ihr in die Augen so tief nicht hinein.[1]

Das Volkslied wird im Süddeutschen Raum mindestens seit den 1990er Jahren auf Festen gesungen und
findet sich seit mindestens 2013 in den gängigen Samplern und Notenbüchern der so genannten „Wies’n-
Hits“, die in den Bierzelten des Münchner Oktoberfestes großen Anklang fanden und entsprechend oft
und nicht nur auf dem Oktoberfest, sondern auch auf anderen Bierzeltveranstaltungen gespielt wurden.
Die Studentin Corinna Schütz startete am 16. Mai 2020 eine Onlinepetition,[8] deren Ziel es ist, mit 1.800
Unterschriften an den Passauer Oberbürgermeister Jürgen Dupper übergeben zu werden, um damit gegen
die Aufführung des Liedes in „Passauer Bierzelten und Kneipen“ zu protestieren. Am 30. Mai hatte die
Petition schon über 10.000 Unterstützer, die Aktion fand bundesweit ein großes Presseecho.

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