Singular
Als Singular wird in der Grammatik eine Mengenangabe bezeichnet,
welche die Einzahl meint und so den Umstand, dass ein Objekt nur ein
einziges Mal vorkommt. Im Deutschen wird zwischen
Singular (Einzahl) und Plural (Mehrzahl) unterschieden. Dabei ist der
Singular der häufigere Numerus im Sprachgebrauch (Beispiel für die
Numeri: Singular: ein Hund; Plural: die Hunde).
Inhaltsverzeichnis
1 Begriff
2 Pluralbildung: Aus Singular wird Plural
3 Pluraletantum und Singularetantum
Begriff
Der Begriff leitet sich vom lateinischen singulus ab, was sich
mit einzeln übersetzen sowie mit Sg. abkürzen lässt. Demnach verweist
schon die Übersetzung darauf, worum es grundsätzlich geht: nämlich
darum, dass ein Objekt nur ein einziges Mal vorhanden ist und eben nicht
mehrmals. Schauen wir auf ein Beispiel.
Peter hat einen Hund. Jonas hat mehrere Hunde.
Im obigen Beispiel finden sich sowohl die Singular- als auch
die Pluralform des Nomens Hund. Im ersten Satz haben wir es mit der
Einzahl zu tun. Denn Peter hat genau einen Hund. Das wird hierbei durch
den Artikel einen angezeigt und durch das Nomen selbst, da es keine
Pluralendung aufweist.
Im zweiten Satz findet sich die Pluralform des Wortes, denn Jonas
besitzt gleich mehrere Hunde. Das wird durch das begleitende
Wort mehrere sowie durch die Pluralendung -e angezeigt. Es handelt sich
folglich nicht nur um einen Hund, sondern um ein Vielfaches. Um wie
viele Hunde es sich genau handelt, wird nicht durch
ein Numerale (Zahlwort) konkretisiert. Dass es sich aber um mehr als
einen Hund handelt, ist ersichtlich.
Pluralbildung: aus Singular wird Plural
Beinahe alle Nomen des Deutschen können in eine Pluralform
gewandelt werden. Diese Form kommt immer dann zum Einsatz,
wenn das Bezeichnete nicht mehr in der Einzahl, sondern in der
Mehrzahl gemeint ist. Hierbei gibt es Regeln, wie ein Wort aus
der Einzahl in die Mehrzahl gewandelt wird. Nachfolgend eine
Übersicht der Pluralbildung. Die Beispiele stehen dabei
im Nominativ.
Beispielno
Singularendung Pluralendu
men
maskuli
ng
n
feminin neutral Singular / Plural
e,
ent, e, ion, ik, heit, Jurist – Juristen
and, keit, schaft, tät, . n/en
ant, ung, in[1]
ist, or
Aktion – Aktionen
eur,
ich,
viele einsilbige Akteur – Akteure
ier,
Nomen[2] (Mehrz . e
ig,
ahl mit Umlaut)
ling,
ör
Hand – Hände
viele einsilbige
Nomen
(Mehrzahl oft mit Umla
r/er Haus – Häuser
ut)
a, i, o, u, y s Foto – Fotos
el,
keine Beutel – Beutel
en, er
chen, lein keine Mädchen – Mädchen
[1] Bei femininen Nomen auf in wird das n im Plural verdoppelt (Bsp.: Kellnerin – Kellnerinnen).
[2] Das zweite Beispiel ist hierbei gemeint (Bsp.: Hand – Hände).
Pluraletantum und Singularetantum
Fast alle Nomen können sowohl im Singular (Einzahl) als auch im
Plural (Mehrzahl) gebraucht werden. Meist ädnert sich dabei die
Wortform, wobei sie in einigen Fällen identisch bleibt. Allerdings
gibt es auch Wörter, die es ausschließlich im Singular oder im
Plural gibt. Diese werden als Pluraletantum (nur in der
Mehrzahl) und Singularetantum (nur in der Einzahl) bezeichnet.
Singularetantum im Deutschen
Lärm, Schutz, Gemüse, Obst, Fleisch, Schnee, Durst, Hunger, Hass,
Vernunft, Gegenwart, Ruhe, Gold, Überfluss, Wehmut, All, Chaos, Nichts,
Denken, Verzeihen, Vergessen, Unvergessliche, Helium, Silber, Eisen,
Post, …
Pluraliatantum im Deutschen
Eingeweide, Eltern (Großeltern, Schwiegereltern, Zieheltern …), Faxen,
Gebrüder, Muckis, Gezeiten, Geschwister, Ländereien, Leute, Trümmer
(süddeutsch gibt es Trumm), Umschweife, Unkosten, Ferien, Alimente,
Alkoholika, Fressalien, Passiva, Pastoralien, Trivia …
Kurzübersicht: Das Wichtigste zum Singular im Überblick
Das Deutsche kennt zwei Numerusformen: Singular sowie Plural. Als
Singular wird die Einzahl bezeichnet, als Plural die Mehrzahl. Einzahl
meint dabei, dass eine Sache tatsächlich nur ein einziges Mal
gemeint ist, gibt es mehrere dieser Art, haben wir es mit der
Mehrzahl zu tun.
Fast jedes Nomen kann sowohl in der Einzahl und Mehrzahl
vorliegen. Hierbei kann aus der Singularform die Pluralform gebildet
werden. In einigen Fällen ist die Bezeichnung jedoch
gleichbleibend (Bsp.: das Mädchen → die Mädchen, der Lehrer →
die Lehrer).
Ausnahmen bilden Singulariatantum und Pluraliatantum. Damit
werden Wörter bezeichnet, die nur in der Ein- oder Mehrzahl
vorkommen. Eine Umformung ist demnach nicht möglich.
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