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Maschinengewehr-MG-131 German Luftwaffe Gun Manual

Das MG 131 ist ein 13-mm-Flugzeugmaschinengewehr, das während des Aufbaus der deutschen Luftwaffe in den 1930er Jahren entwickelt wurde und sich durch seine Vielseitigkeit in verschiedenen Flugzeugtypen auszeichnet. Es verfügt über verschiedene Ausführungen mit unterschiedlichen Zünd- und Durchladeeinrichtungen und wurde sowohl manuell als auch fernbedient eingesetzt. Die technischen Details umfassen einen 550 mm langen Lauf, ein komplexes Verschlusssystem und eine zentrale Kühlung zur Verbesserung der Leistung.

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Maschinengewehr-MG-131 German Luftwaffe Gun Manual

Das MG 131 ist ein 13-mm-Flugzeugmaschinengewehr, das während des Aufbaus der deutschen Luftwaffe in den 1930er Jahren entwickelt wurde und sich durch seine Vielseitigkeit in verschiedenen Flugzeugtypen auszeichnet. Es verfügt über verschiedene Ausführungen mit unterschiedlichen Zünd- und Durchladeeinrichtungen und wurde sowohl manuell als auch fernbedient eingesetzt. Die technischen Details umfassen einen 550 mm langen Lauf, ein komplexes Verschlusssystem und eine zentrale Kühlung zur Verbesserung der Leistung.

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INHALT

I. Vorbemerkung

II. Kurzbeschreibung

III. Beschreibung

IV. Wirkungsweise

V. Technische Daten

VI. Dokumente

VII. Bildarchiv

Das Flugzeugmaschinengewehr MG 131

I. Vorbemerkung
Kurz nach der „Machtergreifung" durch Hitler begann der geheimgehaltene Aufbau
der deutschen Luftwaffe, die schließlich offiziell mit Wirkung vom 1.3. 1935 als
dritter Wehrmachtsteil neben Heer und Kriegsmarine aufgestellt wurde.

Von Anfang an wurde dieser neuen Truppe (bis dahin war bekanntlich die
militärische Verwendung von Luftfahrzeugen in der Reichswehr laut Versailler Diktat
verboten) besondere Beachtung geschenkt. So setzte sich z. B. das fliegende
Personal nur aus länger dienenden Freiwilligen und ab 16.3.1935 zusätzlich aus
Berufssoldaten zusammen, während Dienstpflichtige nur beim übrigen Personal
eingesetzt werden konnten.
MG 131

Gleichzeitig mit dem Aufbau der Luftwaffe erging die Forderung, eine stärkere
Waffe für Flugzeuge zu entwickeln, als die bisherigen MGs im Kaliber 7,9 mm. Mit
Rücksicht auf die ausländische Spionage, die den Aufbau der deutschen Wehrmacht
und die Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht argwöhnisch beobachtete,
begann man bei Rheinmetall-Borsig unter strengster Geheimhaltung mit der
Entwicklung des MG 131. Aber erst 1938 waren die ersten Muster erprobungsreif.
Obwohl die gedruckte Bedienungsanleitung erst mit Wirkung vom 29.9.1941 als
Vorschrift erschien, dürften die ersten Einbauten bereits kurz nach der Erprobung
erfolgt sein. Das MG 131 hat sich mit seinem Kaliber von 13 mm als sehr erfolgreich
erwiesen. Im Laufe der Zeit wurde es in den verschiedensten Lafetten bei allen
Flugzeuggattungen verwendet; nicht nur bei Jagd-, Schlacht- und Kampfflugzeugen,
sondern auch bei reinen Transportmaschinen.
Junker Ju 188 V-63 (1942) C-Stand mit MG 131

II. Kurzbeschreibung
Das MG 131 ist ein vollautomatischer Rückstoßlader mit starr verriegeltem
Verschluß und Gurtzuführung für 13-mm-Patronen. Es dient zur Bewaffnung von
Flugzeugen und wird unter Verwendung einer Zentralpufferung starr und beweglich
eingebaut. Die Patronenzuführung erfolgt entweder von links oder von rechts mit
dem zerfallenden oder nicht zerfallenden Gurt 131.

Die Patronen werden durch elektrischen Strom gezündet. Bei gesteuertem Schießen
wird das Zünden durch einen vom Flugmotor angetriebenen Schußgeber gesteuert.
Mit Handabzug und Handdurchladeeinrichtung ausgerüstet, wird das MG unmittelbar
von Hand bedient.

Mit elektrischer Durchladeeinrichtung und elektrischer Abzugseinrichtung


ausgerüstet, wird das MG fernbedient. Hierbei erfolgt das Durchladen selbsttätig,
jedoch nur bei Nichtbetätigen der elektrischen Abzugseinrichtung.

Mit Luftspanneinrichtung und Magnetabzug ausgerüstet, wird das MG ebenfalls


fernbedient. Hierbei erfolgt das Durchladen je nach Schaltung selbsttätig oder bei
Betätigung des Durchladeknopfes.

Es gibt folgende Ausführungen des MG 131:

1) MG 131 A
mit Handdurchladeeinrichtung und Handabzug; Zuführung der Patronen von rechts.
2) MG 131 B
mit Handdurchladeeinrichtung und Handabzug; Zuführung der Patronen von links.

3) MG 131 C
mit Luftspanneinrichtung und Magnetabzug (MA 131); Zuführung der Patronen von rechts.

4) MG 131 D
mit Luftspanneinrichtung und Magnetabzug (MA 131); Zuführung der Patronen von links.

5) MG 131 E
mit elektrischer Durchladeeinrichtung und elektrischer Abzugseinrichtung (ED 131 u. EA 131);
Zuführung der Patronen von rechts.

6) MG 131 F
mit elektrischer Durchladeeinrichtung und elektrischer Abzugseinrichtung (ED 131 u. EA 131);
Zuführung der Patronen von links.

7) MG 131 G
mit Handdurchladeeinrichtung und Handabzug, Ausführung wie MG 131 A, jedoch statt mit
Kontaktplatte mit Kontaktplatte mit Steckeranschluß für elektrische Zündung; Zuführung der
Patronen von rechts.

8) MG 131 H
mit Handdurchladeeinrichtung und Handabzug, Ausführung wie MG 131 B, jedoch statt mit
Kontaktplatte mit Kontaktplatte mit Steckeranschluß für elektrische Zündung; Zuführung der
Patronen von links.
Abb.1: MG 131 Hauptteile -aus dem Waffenhandbuch

B = Verschluß C = Mantel
C 2 = Feuerdämpfer C4 = Sperrfeder
D 5 = Laufvorholfeder E = Gehäuse
E4 = Rasthebel zum
E2 = Haltehebel zum Mantel
Vorholergehäuse
E7 = Stellmutter E(8) = Kontaktplatte
E17 = Anschlagplatte E22 = Federplatte
E 23 = Sicherungsbolzen E28 = Federbolzen
F = Verschlußpuffer F5 = Haltehebel zum Puffertopf
F6 = Rasthebel zum Puffertopfdeckel G(1) = Zuführerdeckel
G(2)2 = Zuführerunterteil G 3 = Zuführerachse
G 29 = Sperrbolzen, rechter G 33 = Sperrbolzen, linker
H = Handabzug H 22 = Sicherungshebel
J = Handdurchladeeinrichtung J1c = Zahnung
J 18 - Handgriff J 24 = Knopf
J 27 = Federbolzen M = Magnetabzug
N = Luftspanneinrichtung N 2a = Stutzen
N21 = Steckbolzen

Seitenlafette SL 131 mit MG 131 Blohm Voss BV 222 vord. Seitenstand

III. Beschreibung

Das MG 131 besteht aus folgenden Hauptteilen:


A = Lauf
B = Verschluß bewegliches Teil !
C = Mantel bewegliches Teil !
C = Mantel
D = Vorholer
E = Gehäuse
F = Verschlußpuffer
G = Zuführer
H = Handabzug
J = Handdurchladeeinrichtung oder
K = Elektrische Durchladeeinrichtung ED 131 und
L = Elektrische Abzugseinrichtung EA 131 oder
M = Magnetabzug MA131 und
N = Luftspanneinrichtung mit Spannkopf Sp HAG 4 sowie
O = Durchlade-und Zählkontaktgeber DZK 131 A

A. Der Lauf

Der Lauf (A) hat eine Länge von 550 mm und ein Kaliber von 13,00 ± 0,003/00 mm.
Das Laufinnere besteht aus dem gezogenen Teil und dem Patronenlager. Der
gezogene Teil mit einer Länge von 482 mm hat 8 Züge in gleichbleibendem
Rechtsdrall von 273,2 ± 2 mm Drallänge. Der von Zug zu Zug gemessene
Durchmesser beträgt 13,4 mm. Der vordere zylindrische Teil (A1 a) dient dem Lauf
als vordere Führung. Er ist mit 7 Dichtungsrillen versehen, die als Labyrinthdichtung
wirken und ein Zurücktreten der in der Düse (C 3) sich ausdehnenden Gase
erschweren. Ferner verhindern sie ein Festsetzen der aus den Pulvergasen sich
bildenden Rückstände, so daß ein Fressen oder Festsetzen des Laufes im Mantel
ausgeschaltet wird.

Nummerngebung aus dem Waffenhandbuch !


Der mittlere konische Teil (A1 b) trägt einen Führungsnocken (A1 c), der zur
geradlinigen Führung des Laufes in der Führungsnut des Mantels gleitet. Der
konische Teil (A1 b) endet in einen Bund (A 1 d). Dieser bildet das Gegenlager für
den Federteller (D 4), an dem sich die Laufvorholfeder (D 3) abstützt. An den Bund
(A 1 d) schließt sich die hintere Führungsfläche (A1 e) an, mit welcher der Lauf in der
Führungsbuchse (D 6) gleitet. In die hintere Führungsfläche (A1 e) sind Rillen
eingearbeitet zur Verringerung der Reibung und des Gewichtes sowie zur Kühlung
des Laufes.

Hinter der Führungsfläche (A1 e) trägt der Lauf Verriegelungskämme (A1 f), die die
Verbindung mit der Verriegelungshülse (D 10) herstellen.

Bild 1: MG 131 - Hersteller hhg ( Rheinmetal Borsig AG, Werk Berlin-Tegel )

B. Der Verschluß

Das Verschlußstück (B1) ist auf seiner oberen, abgeflachten Seite mit je zwei
äußeren und inneren Gleitbahnen für die Rollen des Zuführers ausgestattet. Zwei
seitliche Führungsstücke (B 1 b) führen das Verschlußstück im Gehäuse (E). Die
Führungsstücke (B1 b) dienen gleichzeitig zum Spannen des Verschlusses. Die
Außenseite der Führungsstücke (B1 b) ist mit je einer Stellungsmarke (B1 c)
versehen, die in Verbindung mit den weißen Strichmarken am Gehäuse die jeweilige
Stellung des Verschlusses anzeigen.
Nummerngebung aus dem Waffenhandbuch !

Von oben sind am Verschlußstück (B 1) auf einem Bolzen (B 5) schwenkbar und


unter Wirkung je einer Druckfeder (B 3) zwei Zubringer (B 2, B 4) gelagert, deren
Schwenkbewegung nach außen durch hakenförmige Ansätze begrenzt wird. In einer
unteren Nut vorn am Verschlußstück ist der Auszieher (B (6) 1) auf einem Bolzen (B
(6) 2) schwenkbar gelagert.

Auf den Auszieher (B (6) 1) wirkt an seinem hinteren Winkelarm eine Druckfeder (B
(7) 1), die mit ihrer Federhülse (B 7) in eine zur Verschluß-Längsachse geneigte
Bohrung eingesetzt ist. Durch einen Spannstift (B (7) 2) wird die Federhülse (B 7)
gegen Herausfallen gesichert.

Das Verschlußstück (B1) trägt vorn Verriegelungskämme (B1 a), die in die
Verriegelungshülse (D 10) eingreifen und dadurch die Verriegelung herstellen. Hinter
den Verriegelungskämmen (B1 a) befindet sich auf der linken Seite des
Verschlußstückes ein Wulst mit zwei Schrägflächen, der zur Kupplung des
Verschlusses mit dem Lauf dient. Dahinter befindet sich die Anlauffläche für den
Kupplungshebel (D 15). Das Verschlußstück steht unter der Wirkung der
Schließfeder (B 14). Diese lagert unter Vorspannung im Hohlraum des Verschlusses
und wird von der Pufferhülse (F 3) geführt, die gleichzeitig das hintere Gegenlager
der Schließfeder bildet.

In die vordere Bohrung des Verschlußstückes ist der Kontaktstift (B (8) )


eingeschoben, der in der Verbindung mit dem Einsetzstück (B (9) ) der
Stromzuführung für die elektrische Zündung dient.
Lafetteneinbau MG 131 Heinkel He 111

C. Der Mantel

Der Mantel (C) dient zur vorderen Führung des Laufes beim Vor- und Rücklauf und
trägt außerdem den Feuerdämpfer (C 2) sowie die Düse (C 3).

Nummerngebung aus dem Waffenhandbuch !

Das Mantelrohr (C 1) ist zur Kühlung des Laufes mit gegeneinander versetzten
Lochreihen versehen. Am vorderen Ende des Mantelrohres ist der Feuerdämpfer (C
2) mit der in ihm gehaltenen Düse (C 3) aufgeschraubt. Durch eine im Feuerdämpfer
festsitzende Sperrfeder (C 4) wird dieser gegen selbsttätiges Lösen gesichert. Das
Mantelrohr (C 1) besitzt eine Führungsnut (C1 a) für den Lauf und ist im hinteren
zylindrischen Teil mit Bajonettkämmen versehen, die die Verbindung mit dem
Vorholergehäuse (D 1) herstellen.

In den Ausschnitt (C1 b) greift der Haltehebel (E 2). Eine daneben liegende
Pfeilmarke (C1 c) erleichtert den Ein- und Ausbau des Mantels.

D. Vorholer

Der Vorholer (D) verbindet den Mantel (C) mit dem Gehäuse (E). Er dient zum
Vorholen der beweglichen Teile und zum Verriegeln des Laufes mit dem Verschluß.
Das Vorholgehäuse (D 1) ist vor und hinter seinem mittleren Bund (D1 a) mit
Bajonettkämmen versehen. Die vorderen greifen in die Bajonettkämme des Mantels
(C) ein, die hinteren in die des Gehäuses (E). In die Ausfräsung (D1 b) am
Vorholergehäuse greift der Rasthebel (E 4) des Gehäuses ein, der das
Vorholergehäuse (D 1) gegen Verdrehen sichert. Das Vorholergehäuse ist zur
Kühlung des Laufes ebenfalls mit gegeneinander versetzten Lochreihen versehen.
Vorn wird das Vorholergehäuse (D 1) durch den Haltering (D2) abgeschlossen,
welcher dem Federteller (D 4) und damit der Laufvorholfeder (D 5) als vorderes
Gegenlager dient. Durch einen Hakenspringring (D 3) ist die Verbindung des
Halteringes (D 2) mit dem Vorholergehäuse (D 1) gesichert.
Die vorn eingesetzte Laufvorholfeder (D 5) stützt sich hinten gegen die
Führungsbuchse (D 6), die in das Vorholergehäuse (D 1) eingepreßt ist und die
hintere Führung des Laufes (A) übernimmt. Von hinten ist die Kurvenhülse (D 7) in
das Vorholergehäuse eingesetzt und gegen Vorschieben in der Längsrichtung durch
einen Paßkeil (D 8) mit Sicherungsfeder (D 9) sowie gegen Verdrehen durch ihre
Ansätze (D 7 a) gesichert.

Nummerngebung aus dem Waffenhandbuch !

Die Verriegelungshülse (D 10), die in der Kurvenhülse (D 7) gleitet, trägt auf ihren
beiden Zapfen die Rollen (D 11), die durch Springringe (D 12) gehalten werden. Die
Rollen (D 11) werden in den Kurvenbahnen der Kurvenhülse geführt und bewirken
die Drehbewegung der Verriegelungshülse. Im Innern ist die Verriegelungshülse (D
10) mit Bajonettkämmen versehen, von denen die vorderen inneren die
Verriegelung mit dem Verschluß (B) herstellen. Auf die hinteren äußeren
Verriegelungskämme ist die Kupplungshülse (D 13) aufgeschoben und durch
Drehung bis zu ihrem Anschlag mit der Verriegelungshülse verbunden.
MG 131 Vorholergehäuse mit Lafettenhalterung

Die Kupplungshülse (D 13) wird durch ihren Führungsansatz (D13 a) im Gehäuse


geradlinig geführt. In dem Führungsansatz der Kupplungshülse ist der
Kupplungsschieber (D 14) eingesetzt, in den der auf einem Bolzen (D 16)
schwenkbar gelagerte Kupplungshebel (D 15) eingreift. Außerdem ist im
Führungsansatz der Kupplungsstift (D 17) gelagert, der durch die Druckfeder (D 18)
auf die Schrägfläche im Schlitz des Kupplungschiebers (D 14) wirkt und damit ein
selbsttätiges Auskuppeln des Kupplungsschiebers verhindert. Der Kupplungsstift (D
17) wird durch den Nietstift (D 19) gesichert und in seiner Bewegung begrenzt.

Zur Befestigung auf der Verriegelungshülse (D 10) besitzt die Kupplungshülse (D 13)
in ihrem Innern ebenfalls Bajonettkämme. Dabei verhindert der Kopf eines
Nietstiftes ein falsches Zusammensetzen der Kupplungshülse (D 13) mit der
Verriegelungshülse (D 10).
MG 131 Vorholer

E. Gehäuse

Das Gehäuse (E) dient zur Lagerung der Waffe in der Lafette. Mit ihm sind alle
Hauptteile der Waffe verbunden. Im Gehäuse wird der Verschluß (B) beim Vor- und
Rücklauf geführt.

Das Gehäuse (E 1) hat vorn innen Bajonettkämme, die die Verbindung mit dem
Vorholergehäuse (D 1) herstellen. Vorn oben auf dem Gehäuse befindet sich das
Lager (E 1 a), in dem auf einem Spannstift (E 5) der Haltehebel (E 2) zum Mantel
sowie der Rasthebel (E 4) zum Vorholergehäuse unter der Wirkung einer Druckfeder
(E 3) schwenkbar gelagert sind. Hinter dem Lager (E 1 a) trägt das Gehäuse außen
Bajonettrippen (El b) für die Befestigung der Waffe in der Lafette. Auf der Oberseite
des Gehäuses sitzen vor und hinter dem zweiteiligen Zuführungsausschnitt je zwei
vordere (E1 c) und zwei hintere Lageraugen (E1 d) zur Aufnahme des Zuführers (G).
Beide Ausschnitte nehmen den Zuführer (G) auf. Außerdem sitzt im vorderen
Ausschnitt das Zuführerunterteil. Unterhalb des vorderen Ausschnittes befindet sich
am Gehäuse (E 1) die Auswurföffnung (E 10). In der Brücke zwischen dem vorderen
und hinteren Ausschnitt ist das Ausstoßerlager (E 15) mit dem Ausstoßer (E 13)
aufgehängt. Der Ausstoßer, der die Hülsen nach unten auswirft, steht unter der
Wirkung einer Druckfeder (E15) und wird durch einen Bolzen (E16) im
Ausstoßerlager (E 15) gehalten. Rechts vorn am Gehäuse ist in eine Ausfräsung die
Kontaktplatte (E (8)) eingesetzt und durch den Stellkeil (E 6) mit Stellmutter (E 7)
einstellbar sowie durch einen Gummipuffer (E 9) elastisch gelagert.
Nummerngebung aus dem Waffenhandbuch !

Die MG 131 G und MG 131 H werden für behelfsmäßige Einbauten z.B. in den
Lafetten D 30/131 und LL-G131 verwendet. Sie unterscheiden sich von den MG 131
A und B nur durch die Sonderausführung der Kontaktplatte mit Steckeranschluß.
Der Aufbau der eigentlichen Kontaktplatte ist entsprechend dem der normalen
Kontaktplatte (E (8)). Das Lösen des Steckeranschlusses erfolgt durch Verdrehen des
unter Federspannung stehenden Sperrbolzens bis zum Anschlag und Abklappen des
Steckerteiles.

Links seitlich am Gehäuse (E 1) befindet sich in dem Lager (E1 e) die Anschlagplatte
(E 17), die durch den Spannstift (E 18) gegen Herausfallen gesichert wird. In dem
unteren Lager (E 1 f) am Gehäuse (E 1) ist der Schleuderhebel (E 19) auf einem
Bolzen (E 21) schwenkbar gelagert. Der Schleuderhebel (E19) wird in seinem
Ausschlag nach hinten von den beiden ineinander gesteckten Spannstiften (E (20)1)
und(E (20)2) begrenzt. Die Federplatte (E 22) schließt das Lager E lf) nach unten ab
und ist mit einer Nase versehen, die den Bolzen (E 21) sichert. In der Federplatte (E
22) lagert die Federhülse (E 25) unter der Wirkung einer Druckfeder (E 24). Die
Federhülse (E 25) wird durch den Spannstift (E 26) gehalten. Die Druckfeder (E 24)
wirkt gleichzeitig auf den vorn eingesetzten Sperrstift (E 23), der die Federplatte (E
22) in der entsprechenden Führungsnut des Gehäuses seitlich sichert. Die
Federplatte (E 22) trägt unten ein Lagerauge, an welchem die vordere Befestigung
der Hülsenableitung erfolgt. Etwa in der Mitte und am hinteren Ende des Gehäuses
(E 1) befinden sich beiderseits die Lageraugen (E1 h und E 1 l) für die jeweilige
Durchladeeinrichtung. In den Lageraugen (E1 h) ist je ein Bolzen mit Kugel und
Schraubenfeder (E 27) eingesetzt, der die Handdurchladeeinrichtung gegen
Herausklappen sichert. Unten am Gehäuse (E 1) sind hinten die beiden Lageraugen
(E 1 i und E1 k) angebracht, an denen die Abzugseinrichtungen mit den Federbolzen
(E 28) befestigt werden.

Am hinteren Ende ist das Gehäuse (E 1) innen mit Bajonettkämmen versehen, die
zur Verbindung mit dem Verschlußpuffer (F) dienen. Oben hat das Gehäuse eine
Ausfräsung (E1 p), in die der Haltehebel (F 5) des Puffertopfes (F 1) eingreift.
MG 131 - Messerschmitt Me 210

F. Verschlußpuffer

Der Verschlußpuffer (F) schließt das Gehäuse (E) nach hinten ab und nimmt
zusammen mit der Schließfeder (B 14) die Rücklaufenergie des Verschlusses (B) auf.
Der Puffertopf (F 1) trägt außen Bajonettkämme, die die Verbindung mit dem
Gehäuse (E 1) herstellen. Er nimmt mit seinem Führungsbolzen (F1 a) die Pufferfeder
(F 4) und die Pufferhülse (F 3) auf. Der Puffertopfdeckel (F 2) greift mit seinen
Bajonettkämmen in die des Puffertopfes ein und bildet mit seiner inneren Fläche das
Gegenlager für die unter Wirkung der Pufferfeder (F 4) stehende Pufferhülse (F 3).
Eine Einbaumarke am Puffertopf (F 1) und eine Pfeilmarke am Puffertopfdeckel (F 2)
erleichtern den Zusammenbau.
Oben am Puffertopf (F 1) sind auf einem Nietstift (F 8) der Haltehebel (F 5) und der
Rasthebel (F 6) unter Wirkung der Druckfeder (F 7) beweglich gelagert. Der
Haltehebel (F 5) legt sich mit seiner Zunge in die Ausfräsung (E1 p) im Gehäuse (E 1)
und sichert so die Bajonettwindung des Gehäuses mit dem Puffertopf (F 1). Der
Rasthebel (F 6) tritt mit seiner Nase in die Ausfräsung des Puffertopfdeckels (F 2)
und sichert dessen Sitz im Puffertopf (F 1).
G. Zuführer

Der Zuführer (G) dient zum Zuführen der im Patronengurt gehaltenen Patronen. Er
ist für Rechts- und Linkszuführung jeweilig durch Einsetzen des entsprechenden
Zuführerunterteiles (G (2)1 bzw. G (2)2) sowie Umsetzen der Rollenhebel (G 19) und
(G 26) mit den Rollen (G 20 bzw. (G 21) und der Gurtschieber (G 8) und (G 12)
umstellbar. Im Innern des Zuführerdeckels (G 1) ist ein Schema für die Anordnung
der Rollen für Links- bzw. Rechtszuführung angebracht.

H. Handabzug

Der Handabzug (H) dient zum Abziehen und Sichern sowie zur Handhabung der
Waffe bei beweglichem, unmittelbar bedientem Einbau. Der Handabzug ist mit den
beiden Federbolzen (E 28) unten am Gehäuse des MG befestigt.
J. Handdurchladeeinrichtung
Die Handdurchladeeinrichtung (J) dient zum Durchladen und Spannen der Waffe bei
beweglichem, unmittelbar bedientem Einbau. Sie kann rechts und links an der Waffe
angesetzt werden.

K. Elektrische Durchladeeinrichtung (ED 131)

Die ED 131 wird an die elektrische Fernbedienungsanlage für MG 131


angeschlossen. Sie dient zur selbsttätigen Durchladung des MG131 und zur
Kontaktgabe für Verschlußstellungs-Anzeige und Schußzähler.

Elektrische Durchladeeinrichtung MG131

L. Elektrische Abzugseinrichtung (EA 131)

Die EA131 dient zum Festhalten des Verschlusses in der Fangstellung und zum
Abziehen des MG 131.

M. Magnetabzug MA 131

Der Magnetabzug (M) dient zum Festhalten des Verschlusses in der Fangstellung
und zum Abziehen der Waffe bei fernbedientem Einbau. Er wird mit den Federbolzen
(E 28) an den beiden Lageraugen (E1 i, E 1 k) des Gehäuses (E) befestigt.
N. Luftspanneinrichtung und Spannkopf SpHAG 4

Die Luftspanneinrichtung und der Spannkopf SpHAG 4 dienen zum Spannen bzw.
Durchladen der Waffe mittels Preßluft.

O. Durchlade- und Zählkontaktgeber DZK 131 A

Der DZK 131 A ist eine Schaltschiene mit Wechselschalter, dessen Arbeitskontakt
einen Schußzähler bzw. ein Verschlußkontrollzeichen betätigt und dessen
Ruhekontakt zur Steuerung des Spannkopfes SpHAG 4 benutzt werden kann.
Der DZK 131 A wird wie die Luftspanneinrichtung an das MG 131 angeklappt und mit
einem Steckbolzen befestigt.
MG 131 - Messerschmitt Me 109 G-4

IV. Wirkungsweise

A. Bewegungsvorgänge

1. Ruhestellung, Waffe entspannt und verriegelt

In Ruhestellung der Waffe befinden sich Lauf und Verschluß in ihrer vordersten
Stellung und sind miteinander verriegelt. Die Verriegelungshülse steht mit ihren
Rollen im Geradeauslauf der Kurvenhülse, wobei ihre inneren Verriegelungskämme
mit denen des Verschlusses fest im Eingriff stehen. Die Laufvorholfeder und die
Schließfeder haben ihre normale Vorspannung.

Die Stellungsmarke des Verschlusses deckt sich mit der vorderen Strichmarke am
Gehäuse.

2. Vorgang in der Waffe beim Spannen zum ersten Schuß

Vor dem ersten Schuß muß die Waffe gespannt werden. Das Spannen kann von
Hand mit Hilfe der Handdurchladeeinrichtung oder selbsttätig durch die elektrische
Durchladeeinrichtung bzw. durch die Luftspanneinrichtung erfolgen. Beim Spannen
wird der Verschluß entriegelt, die Vorholfeder und die Schließfeder gespannt. Der
Vorgang in der Waffe ist dabei folgender:

a) Entriegeln und Entkuppeln

Beim Spannen der Waffe legt sich der Mitnehmernocken der Durchladeeinrichtung
gegen das Führungsstück des Verschlusses und nimmt den Verschluß mit zurück.
Der verriegelte Verschluß nimmt die Verriegelungshülse mit Kupplungshülse und
Lauf nach hinten mit. Da die Ausnehmungen in der Kurvenhülse anfangs geradlinig
verlaufen, erfolgt der Rücklauf von Lauf und Verschluß auf einer Strecke von 8 mm
in verriegeltem Zustande. Auf dem weiteren Weg von 24,5 mm dreht sich die
Verriegelungshülse durch die Führung ihrer Rollen in der Kurvenhülse. Die
Verriegelungskämme der Verriegelungshülse kommen hierbei von denen des
Verschlusses außer Eingriff, und der Verschluß wird entriegelt.

Durch den Kupplungsschieber bleibt beim weiteren Zurückgleiten der Verschluß mit
der Kupplungshülse, der Verriegelungshülse und dem Lauf noch eine Strecke von
etwa 2,5 mm verbunden, bis der Kupplungsschieber in die Anschlagplatte des
Gehäuses einspringt.

Lauf mit Verriegelungshülse und Kupplungshülse werden unter Spannung der


Laufvorholfeder in dieser Stellung festgehalten. Der Verschluß ist jetzt entkuppelt
und vom Lauf getrennt.

Die Stellungsmarke des Verschlusses deckt sich jetzt mit der mittleren Strichmarke
am Gehäuse.

Beim Zurückziehen des Laufes ist die Laufvorholfeder gespannt worden. Dadurch,
daß die Anschlagplatte den Kupplungsschieber festhält, wird die Laufvorholfeder am
Entspannen, der Lauf am wieder vorgleiten gehindert und die Verriegelungshülse in
geöffneter Stellung gehalten.

b) Spannen des Verschlusses

Nach der Entkupplung wird der Verschluß allein weiter zurückgezogen, bis er hinter
die Fangfläche des Abzugsriegels getreten ist und von diesem gehalten wird. Durch
das Zurückziehen des Verschlusses in seine Fangstellung wurde die Schließfeder
restlos gespannt.

Die Stellungsmarke des Verschlusses muß jetzt mit der hinteren Strichmarke am
Gehäuse übereinstimmen.

Fördern des Patronengurtes beim Vorlauf

Der Patronengurt wird beim Vorlauf und beim Rücklauf des Verschlusses um je eine
halbe Gurtgliedbreite gefördert.

Beim Vorlauf des Verschlusses geschieht das Fördern des Gurtes folgendermaßen:
Erst nachdem eine Patrone aus dem Gurt gestoßen ist, werden beim weiteren
Vorlauf des Verschlusses die beiden Rollenhebel, die mit ihren Rollen auf den
Gleitbahnen des Verschlusses laufen, zwangsläufig entgegengesetzt geschwenkt, so
daß die Vorwärtsbewegung des Verschlusses durch Hebelübertragung in eine
Seitwärtsbewegung umgesetzt wird. Hierbei bewegt der vordere Rollenhebel über
den kurzen Transporthebel den kleinen Gurtschieber. Dieser fördert mit seinem
Zubringehebel das nächste Gurtglied und die in ihm gehaltene Patrone um einen
halben Patronenabstand weiter zur Längsmitte des IVIG. Gleichzeitig bewegt der
hintere Rollenhebel über den langen Transporthebel den großen Gurtschieber so
weit entgegen der Gurtzuführung, bis seine beiden Zubringehebel ebenfalls hinter
dasselbe Gurtglied getreten sind, so daß jetzt alle drei Zubringehebel hinter dem
gleichen Gurtglied stehen.

MG 131 - eingurten des Patronengurtes

c) Verriegeln

Der Verschluß trifft bei seinem weiteren Vorlauf auf den Kupplungshebel der
Kupplungshülse auf und drückt den Kupplungsschieber aus der Anschlagplatte des
Gehäuses heraus. Der Kupplungsschieber tritt dabei hinter einen entsprechenden
Wulst des Verschlusses, so daß der Verschluß beim Auftreffen auf die
Verriegelungshülse nicht zurückfedern kann. Lauf, Verschluß und Verriegelungshülse
laufen jetzt gemeinsam nach vorn. Die Verriegelungshülse dreht sich durch die
Führung ihrer Rollen in der Kurvenhülse des Vorholergehäuses, und ihre
Verriegelungskämme greifen in die des Verschlusses ein. Es ist verriegelt worden.
d) Zünden der Patrone

Bei der Zuführung der Patrone legt sich die Spitze des Zündstiftes gegen das
Zündhütchen der Patrone. Vom Kontaktstück an der Außenseite des Verschlusses
über den Zünddraht im Zündhütchen besteht jetzt eine durchgehende elektrische
Verbindung bis zur Patronenhülse.

Nach der Verriegelung läuft der gesamte Verschluß starr verriegelt im Geradeauslauf
8 mm nach vorn. Hierbei trifft der Verschluß kurz vor Erreichen der vordersten
Stellung mit dem Kontaktstück auf den abgefederten Kontaktbolzen der
Kontaktplatte im Gehäuse. Damit ist eine durchgehende elektrische Verbindung vom
isolierten Kontaktbolzen an der Außenseite des Gehäuses über den Zünddraht im
Zündhütchen, die Patronenhülse und das Patronenlager bis zum Waffengehäuse
hergestellt. Die an den Kontaktbolzen und an das Waffengehäuse (an einer
metallisch blanken Stelle) gelegte Spannung treibt den Zündstrom durch den
Zünddraht der Patrone. Der aufglühende Zünddraht bringt die Treibladung zur
Entzündung. Da hierbei der Zünddraht zerstört wird, ist der Zündstromkreis sofort
nach der Entzündung wieder unterbrochen.

Der Weg des Verschlusses vom Beginn der Kontaktgabe zwischen Kontaktstück und
Kontaktbolzen bis zur Beendigung des Vorlaufes heißt Zündweg. Der Zündweg, der
0,7 bis 0,9 mm betragen soll, wird mittels Stellkeils durch Drehen der Stellmutter
eingestellt.

Heckstand Heinkel He 177 A-0 1943

B. Vorgang in der Waffe beim Schuß

a) Rücklauf nach dem Schuß


Durch die Rückstoßkraft der Pulvergase werden Lauf, Verriegelungshülse,
Kupplungshülse und Verschluß in verriegeltem Zustand zurückgeworfen, wobei die
starre Verriegelung des Laufes gewährleistet ist, bis das Geschoß den Lauf verlassen
hat. Die Rollen der Verriegelungshülse gleiten in den Kurvenbahnen der
Kurvenhülse, die Verriegelungshülse dreht sich. Lauf und Verschluß werden
entriegelt. Nach dem Entriegeln wird beim weiteren Rücklauf von etwa 2,5 mm der
Kupplungsschieber in die Anschlagplatte des Gehäuses hineingedrückt. Nach diesem
Rücklauf der beweglichen Teile ist die Kupplungshülse gegen den Schleuderhebel
gelaufen und schwenkt ihn nach hinten. Dabei drückt die hintere Nase des
Schleuderhebels gegen den Verschluß und gibt ihm so nach der Entkupplung eine
zusätzliche Beschleunigung nach hinten. Der entriegelte Lauf mit Verriegelungshülse
und Kupp-tungshülse triff mit der letzteren in 50 mm Entfernung von der vordersten
Stellung auf die Anschlagkante im Gehäuse auf und gleitet unter der Wirkung der
gespannten Laufvorholfeder wieder ein Stück nach vorn. Dabei wird der Lauf mit
Verriegelungshülse und Kupplungshülse in 35 mm Entfernung von der vordersten
Stellung unter der Spannung der Laufvorholfeder vom Kupplungsschieber in der
Anschlagplatte festgehalten. Der Verschluß läuft unterdessen - beschleunigt durch
den Schleuderhebel -allein weiter zurück.

b) Ausziehen und Auswerfen der Hülse

Der zurückeilende Verschluß zieht mit seinem Auszieher die Hülse aus dem
Patronenlager und bringt sie so weit zurück, bis sie vom Ausstoßer durch die
Auswurföffnung der Waffe nach unten ausgeworfen wird.

c) Fördern des Patronengurtes beim Rücklauf

Beim Rücklauf des Verschlusses werden durch die auf seinen Gleitbahnen laufenden
Rollen die Rollenhebel des Zuführers entgegengesetzt wie beim Vorlauf geschwenkt
und die Gurtschieber seitlich verschoben. Hierbei fördert der große Gurtschieber mit
seinen Zubringehebeln den Patronengurt um die zweite Hälfte eines
Patronenabstandes weiter bis zum Patronenanschlag im Unterteil des Zuführers,
während der kleine Gurtschieber entgegengesetzt bewegt wird, bis er mit seinem
Zubringehebel hinter die nächste Patrone getreten ist.
MG 131 - Mündungsbremse & Gehäuse
d) Dauerfeuer

Solange der Abzug des Handabzuges gezogen bleibt bzw. die elektrische
Abzugseinrichtung (EA131) oder der Magnetabzug (MA131) betätigt wird, läuft der
Verschluß nach Auftreffen auf der mit der Pufferfeder abgefederten Pufferhülse
unter der Wirkung der gespannten Schließfeder wieder nach vorn, wobei sich die
beschriebenen Vorgänge in der Waffe wiederholen, bis der Abzug des Handabzuges
losgelassen bzw. der Stromkreis der EA131 oder des Magnetabzuges (MA131)
unterbrochen wird oder der Gurt leergeschossen ist.

e) Unterbrechen des Feuers

Durch Loslassen des Abzuges bzw. durch Unterbrechen des Stromkreises der EA131
oder des MA131 springt der Abzugsriegel wieder in die Bahn des Verschlusses ein.
Vom Abzugsriegel des Handabzuges bzw. der EA131 oder des MA131 wird der
Verschluß bei gespannter Schließfeder in dem Augenblick gefangen, in dem er nach
Auftreffen auf die mit der Pufferfeder abgefederte Pufferhülse wieder vorläuft.

MG 131 Einbau in die Focke Wulf Fw 190

C. Wirkungsweise der elektrischen Durchladeeinrichtung (ED 131)


und der elektrischen Abzugseinrichtung (EA 131) bei Anschluß an
die Fernbedienungsanlage für MG 131

Das MG 131 mit ED 131 B und EA131 ist über die Fernbedienungsanlage für MG 131
an das Bordnetz angeschlossen (bei Beschuß des MG 131 im Anschießbock an eine
24-Volt-Bleisammlerbatterie).
1. Selbsttätiges Durchladen

1 a. Durchladelauf

Der Haupt-Selbstschalter und die Selbstschalter 6 A und 15 A sind eingeschaltet und


die Fernbedienungsanlage wird durch Einschalten des Sicherungsschalters in Betrieb
gesetzt.

- Der Verschluß steht vorn und ist verriegelt. - Dann erhält das Durchladeschütz
Spannung.

Durch das Schließen der zwei Arbeitskontakte des eingeschalteten


Durchladeschützes erhält der Motor Spannung. Der Elektromotor läuft an. Seine
Leistung wird durch das Ritzel über die Planetenräder, die Innenverzahnung des
Gehäuses, den Planetenträger I, die Planetenräder, die Innenverzahnung des
Gehäuses, den Planetenträger II, die Rutschkupplung, die Zahnräder und die Buchse
auf die Spindel übertragen. Auf der Spindel läuft der Durchladeschieber zurück und
nimmt den Verschluß des MG an einem der Führungsstücke (je nach Links- oder
Rechtsanbau der ED 131) mit nach hinten in die Fangstellung.

Die Wirkungsweise der Rutschkupplung ist dabei folgende:

Die treibenden Lamellen werden von dem Wellenstumpf des Planetenträgers II in


beiden Drehrichtungen mitgenommen. Die getriebenen Lamellen werden von dem
Druckring auf die treibenden Lamellen gepreßt und von diesen infolge des
Reibungswiderstandes mitgenommen. Nur die beiden getriebenen Lamellen
übertragen die Drehbewegung in beiden Richtungen auf das Gehäuse und damit auf
den Zahnkranz des Gehäuses. Die getriebenen Lamellen dagegen sind mit dem
Gehäuse über die Klinken verbunden. Diese Klinkenkupplung bewirkt, daß die
Drehbewegung der getriebenen Lamellen nur in einer Richtung (auf die Klinken zu)
auf das Gehäuse und den Zahnkranz der Rutschkupplung übertragen wird, d. h. daß
beim Durchladelauf die Kraftübertragung vom Elektromotor auf die Spindel von
sämtlichen getriebenen Lamellen übernommen wird, beim Vorlauf dagegen nur von
den getriebenen Lamellen. Beim Anprall des Durchladeschiebers in den
Endstellungen oder - bei festsitzendem Verschluß - gegen das Führungsstück des
Verschlusses werden der Durchladeschieber, die Spindel, die Buchse, die Zahnräder
sowie die getriebenen Lamellen plötzlich angehalten. Da aber der Elektromotor noch
eine kurze Zeit infolge seiner Trägheit weiterläuft (Auslauf!) und die treibenden
Lamellen über das Getriebe antreibt, drehen sich die treibenden Lamellen weiter
und rutschen auf den kleinen Lamellen ("Rutschkupplung").

Da die Kraft des Elektromotors beim Vorlauf, wie oben beschrieben, nur durch zwei
getriebene Lamellen übertragen wird und dementsprechend die Kupplung zwischen
Elektromotor und Durchladeschieber weicher ist als beim Durchladelauf, sind die
Stöße auf die zwischen Elektromotor und Mutter liegenden Teile beim Anprall des
Durchladeschiebers stark gedämpft. Die Verringerung der übertragenen Leistung
durch die Kupplung von nur zwei getriebenen Lamellen ist nicht von Nachteil, da die
ED 131 beim Vorlauf des Durchladeschiebers nur Reibungsarbeit zu leisten hat. Kurz
nach Beginn des Durchladelaufes wird der Schalthebel von dem Durchladeschieber
freigegeben und der Kontaktfedersatz II schließt. Dadurch ist der Vorlauf des
Durchladeschiebers vorbereitet.
Kurz vor Erreichen der Fangstellung drückt der Verschluß des MG über den
Schaltnocken (je nach Links- oder Rechtsanbau der ED 131) den Schalthebel
herunter und öffnet dadurch den Kontaktfedersatz III. Dadurch wird die
Stromzuleitung DK unterbrochen und das Durchladeschütz ausgeschaltet.

Durch das Offnen der zwei Arbeitskontakte des Durchladeschützes wird der
Elektromotor ausgeschaltet: Der Durchladelauf ist beendet.

1 b. Vorlauf

Durch das Schließen der zwei Ruhekontakte des Durchladeschützes wird der
Elektromotor mit umgepolter Feldwicklung (Umkehrung der Drehrichtung des
Elektromotors) sofort wieder eingeschaltet. Der Elektromotor bringt den
Durchladeschieber wieder in die Ausgangsstellung zurück. Kurz vor Beendigung des
Vorlaufes öffnet der Durchladeschieber über den Schalthebel des Kontaktfedersatzes
II wieder. Dadurch wird der Elektromotor ausgeschaltet. Er läuft aus und bringt die
Mutter noch in die Ausgangsstellung: Der Vorlauf des Durchladeschiebers ist
beendet.

MG 131 C-Stand Junkers Ju 88

2. Abfeuern
- Der Verschluß ist in Fangstellung.

Durch Betätigung des Abfeuerknopfes erhält das Abfeuerschütz Spannung. Durch


das Schließen des Arbeitskontaktes des Abfeuerschützes erhält die EA 131
Spannung. Der Anker wird angezogen. Die Ankerachse spannt die Ankerdruckfeder
und bewegt über die Mutter den Sicherungshebel aus seiner Sperrstellung. Dann
wird die Druckfeder zum Riegelhebel gespannt und der Riegelhebel zurückgezogen.
Dadurch wird der Verschluß des MG freigegeben.

Beim Anziehen des Ankers wird die auf dem Kontaktstück liegende Kontaktfeder
durch die Ankerachse abgehoben. Der Sparschalter ist geöffnet und die Konstant-
anwicklung (mit hohem elektrischem Widerstand) vor die Kupferwicklung geschaltet.
Der große Einschaltstrom wird dadurch auf den geringen Haltestrom herabgesetzt,
der zum Festhalten des Ankers in Arbeitsstellung erforderlich ist. Dadurch wird die
Erwärmung der EA 131 begrenzt.

Durch Loslassen des Abfeuerknopfes wird das Abfeuerschütz ausgeschaltet. Durch


das Offnen des Arbeitskontaktes des Abfeuerschützes wird die EA 131 ausgeschaltet
(Stromzuleitung A),und die Ankerdruckfeder bringt die Ankerachse mit dem Anker in
die Ruhestellung zurück. Dadurch können die Druckfeder zum Riegelhebel den
Riegelhebel und die Druckfeder zum Sicherungshebel den Sicherungshebel wieder in
Ruhestellung zurückdrücken.

Damit ist die EA 131 in Sperrstellung. Der zurücklaufende Verschluß (nach dem
letzten Schuß wie auch nach dem Spannen und Durchladen) läuft zuerst gegen den
in die Verschlußbahn hineinragenden Sicherungshebel, schlägt diesen aus der
Sperrstellung heraus und drückt dann den Riegelhebel herunter. Der Verschluß läuft
dann gegen die mit der Pufferfeder abgefederte Pufferhülse, wird abgebremst und
kehrt um. Inzwischen werden der Riegelhebel und der Sicherungshebel durch die
beiden Druckfedern wieder in Sperrstellung gebracht, und der Verschluß wird in der
Fangstellung festgehalten.

Beim Zurückgehen der Ankerachse der EA 131 legt sich die Kontaktfeder wieder auf
das Kontaktstück. Der Sparschalter ist geschlossen und die EA131 für die nächste
Einschaltung vorbereitet.
MG 131 Ju 88 A4

3. Sperre gegen gleichzeitiges Durchladen und Abziehen

3 a. Beim Durchladen

Kurz nach Beginn des Durchladelaufes gibt der Durchladeschieber den Schalthebel
frei, und der Kontaktfedersatz I öffnet sich. Dadurch ist die Stromzuleitung A
unterbrochen:

Bei Betätigung des Abfeuerknopfes erhält zwar das Abfeuerschütz Spannung, jedoch
schaltet der Arbeitskontakt des Abfeuerschützes allein die EA 131 nicht ein. Kurz vor
Beendigung des Vorlaufes schließt der Durchladeschieber über den Schalthebel den
Kontaktfedersatz I wieder: die EA 131 kann nun durch Betätigung des
Abfeuerknopfes wieder eingeschaltet und das MG 131 abgezogen werden.

3 b. Beim Abziehen

Bei Betätigung des Abfeuerknopfes erhält außer dem Abfeuerschütz auch das
Verzögerungsschütz Spannung (Stromzuleitung AK). Über den Arbeitskontakt des
Verzögerungsschützes erhält die elektrische Sperre im EDSK-B Spannung
(Stromzuleitung A). Der Ruhekontakt der elektrischen Sperre wird geöffnet und die
Stromzuleitung DK ist unterbrochen:

Es erfolgt keine selbsttätige Durchladung, obwohl der beim Abziehen (und Schießen)
vorlaufende Verschluß durch Freigabe des Schalthebels den Kontaktfedersatz III
schließt (Stromzuleitung DK). Es erfolgt also auch dann keine selbsttätige
Durchladung, wenn der Verschluß beim Schießen infolge eines Versagers oder einer
Hemmung außerhalb der Fangstellung stehenbleibt, solange der Abfeuerknopf noch
betätigt wird.
Durch Loslassen des Abfeuerknopfes wird das Verzögerungsschütz ausgeschaltet.
Kurze Zeit (etwa 0,6 s) nach dem Ausschalten öffnet sich der verzögert
ausschaltende Arbeitskontakt des Verzögerungsschützes und schaltet die elektrische
Sperre im EDSK-B aus. Der Ruhekontakt der elektrischen Sperre schließt und
bereitet die Stromzuleitung DK für die nächste selbsttätige Durchladung vor. Der
Durchladelauf beginnt sofort, falls der Verschluß nicht in Fangstellung steht und
dadurch der Kontaktfedersatz III ebenfalls geschlossen ist.

4. Betätigen von Schußzähler und Verschluß-Stellungsanzeige

Steht der Verschluß irgendwo vor der Fangstellung, so wird der Schaltnocken (je
nach Links- oder Rechtsanbau der ED 131) durch die Feder gegen den Stift gedrückt.
Der Schaltnocken hält in dieser Stellung über den Schalthebel den Kontaktfedersatz
IV geöffnet. Dadurch ist die Stromzuleitung SZ unterbrochen: Der Schußzähler ist in
Ruhe und die Verschluß-Stellungsanzeige zeigt nicht an (Schauzeichen oder
Kontrolllampe dunkel).

Kurz vor Erreichen der Fangstellung drückt der Verschluß über den Schaltnocken den
Schalthebel herunter und schließt den Kontaktfedersatz IV. Dadurch werden
Schußzähler und Verschlußstellungsanzeige eingeschaltet: Der Schußzähler zählt
einen Schuß weiter und die Verschluß-Stellungsanzeige zeigt an: Schauzeichen oder
Kontrollampe hell: Verschluß ist gefangen!

Bei jedem Vorlauf des Verschlusses - kurz nach Verlassen der Fangstellung - wird der
Schalthebel über den Schaltnocken vom Verschluß wieder freigegeben: Schußzähler
und Verschluß-Stellungsanzeige werden ausgeschaltet.
- Beim Schießen wird die Verschluß-Stellungsanzeige abwechselnd hell und dunkel:
sie flackert.
MG 131 B-Stand Dornier Do 217

D. Wirkungsweise des Magnetabzuges MA 131, der


Luftspanneinrichtung mit SpHAG 4 und DZK 131 A

1. Durchladen

Das Durchladen geschieht durch Einschalten der Magnetspule. Dadurch wird der
Hartgummieinsatz von der Einlaßdüse abgehoben, und die Preßluft strömt aus der
Preßluftflasche durch den Einlaßstutzen und den Auslaßstutzen des Spannkopfes in
den Stutzen im Spannzylinder. Die teleskopartig ineinander geschobenen
Zwischenkolben und Mitnehmerkolben werden nach hinten auseinandergezogen und
zurückgeführt. Hierbei erfaßt der Mitnehmerkolben mit seinem in das Gehäuse
hineinragenden Mitnehmernocken den Verschluß an seinem Führungsstück und
bringt ihn bis in die Fangstellung zurück.

Gleichzeitig mit dem Abheben des Hartgummieinsatzes legt sich der


Hartgummieinsatz gegen die Bohrung im Deckel und schließt damit den Spannkopf
gegen die Außenluft ab.

Wird nach Beendigung der Durchladung die Magnetspule des Spannkopfes


ausgeschaltet, so legt sich der Hartgummieinsatz unter dem Druck der Druckfeder
wieder gegen die Einlaßdüse: die Preßluftzufuhr zum Spannzylinder ist beendet.
Gleichzeitig gibt der Hartgummieinsatz die Bohrung im Deckel wieder frei, und die
im Spannzylinder vorhandene Preßluft entweicht durch den Spannkopf in die
Außenluft. Durch die Wirkung der Vorholfeder werden der Mitnehmerkolben und der
Zwischenkolben wieder ineinandergeschoben und in ihre Ruhestellung vorgebracht.

2. Abziehen

Das Abziehen geschieht durch Betätigung des Abfeuerknopfes. Der dadurch


eingeschaltete Strom betätigt den Magnetabzug MA 131. Die Abzugstange wird vom
Magneten angezogen und bewegt sich nach vorn. Hierbei schwenkt die Abzugstange
den Sicherungshebel im Abzugriegel kreisförmig nach oben. Die Stützfläche des
Sicherungshebels hat sich dabei vom Steg der Abzugstange entfernt, so daß der
Abzugriegel jetzt zum Abziehen frei wird. Beim weiteren Vorgleiten der Abzugstange
erfaßt diese den Abzugriegel und dreht ihn so, daß seine Fangfläche nach unten
schwenkt. Dadurch wird der Verschluß frei und läuft unter dem Druck der
Schließfeder nach vorn.

3. Wirkungsweise des Durchlade- und Zählkontaktes DZK 131 A

Befindet sich der Verschluß des MG 131 in Fangstellung, so drückt einer der
Führungsnocken des Verschlusses auf die Klinke, wodurch der Arbeitskontakt des
Wechselschalters geschlossen ist. Durch den Arbeitskontakt ist der Schußzähler oder
ein Verschlußkontrollzeichen eingeschaltet.

Läuft der Verschluß nach vorn, so geht die Klinke in Ruhelage zurück, wodurch der
Arbeitskontakt des Wechselschalters wieder öffnet.
Im Gegensatz zum Arbeitskontakt ist der Ruhekontakt des Wechselschalters
geöffnet, wenn der Verschluß in Fangstellung sich befindet. Der Ruhekontakt ist
geschlossen, wenn der Verschluß außerhalb der Fangstellung sich befindet.

MG 131 - Dreh-Lafette auf der Messerschmitt Me 210

IV. Technische Daten des MG 131


Zeichnung - Drillingslafette DL 131-8
Gerät 30 mm M.K für Zerstörer pdf. Datei - Gröss 2 MB

VI. Dokumente ......

MG 131 - Waffen-Handbuch pdf. Datei - Grösse 26MB


...... in der Zeitlinie

Entwicklung des MG 131


Dokument Zeitrahmen Grösse
1938

Rheinmetall Borsig 29.06.1938 0,5 MB

Rheinmetall Borsig 30.08.1938 2,0 MB

1939

Rheinmetall Borsig 21.02.1939 1,0 MB

Rheinmetall Borsig 04.03.1939 1,0 MB

Rheinmetall Borsig 09.05.1939 1,0 MB

Rheinmetall Borsig 14.11.1939 1,0 MB

Rheinmetall Borsig 14.12.1939 2,0 MB


Rheinmetall Borsig 20.12.1939 3,0 MB

1940

Rheinmetall Borsig 12.02.1940 1,0 MB

Rheinmetall Borsig 20.02.1940 1,0 MB

Rheinmetall Borsig 30.07.1940 1,0 MB

Rheinmetall Borsig 03.08.1940 2,0 MB

Rheinmetall Borsig 10.10.1940 1,0 MB

Rheinmetall Borsig 24.10.1940 4,0 MB

Rheinmetall Borsig 26.11.1940 2,0 MB

1941

Rheinmetall Borsig 28.02.1941 2,0 MB


Panzerdurchschlagsleistung 28.05.1941 3,0 MB

Rheinmetall Borsig 01.06.1941 1,0 MB

Rheinmetall Borsig 14.07.1941 1,0 MB

Rheinmetall Borsig 15.07.1941 1,0 MB

Rheinmetall Borsig 01.10.1941 0,5 MB

Rheinmetall Borsig 08.10.1941 1,0 MB

1942

Rheinmetall Borsig 14.02.1942 1,0 MB

Rheinmetall Borsig 22.12.1942 1,0 MB

1944

Rheinmetall Borsig 25.05.1944 6,0 MB


Beschussversuche mit MG 131/8 pdf. Datei - Grösse 4 MB

Feuerdämpfer & Nachtfeuerdämpfer pdf. Datei - Gröss 1 MB

Sonderwaffe „Viereck"
Verwendung: Bordwaffenversuch

Die von Panzerabwehrwaffen bekannten konischen Läufe, bei denen extrem hohe
Anfangsgeschwindigkeiten durch eine Verkleinerung des Kalibers zur Mündung hin
erreicht wurden, fanden im November 1940 bei einigen MG 131 Verwendung. Das
erste erprobte Muster, mit MG 131/14/10 bezeichnet, trug einen Lauf, der sich von
14 zu 10 mm Kaliber verjüngte. Man erzielte eine V0 von 1380 m/Sek., die aber nach
400 m Flugstrecke auf 520 m/Sek. abfiel. In großen Höhen wurden durch den
Widerstandsbeiwert des Geschosses die Werte etwas günstiger, es wurden z. B. in
6000 m Höhe Anfangsgeschwindigkeiten von 1415 m/Sek. erreicht. Zum Vergleich
fiel die Geschoßgeschwindigkeit beim MG 131/8 von der V0 mit 1150 m/Sek. nach
400 m Flugstrecke erst auf 830 m/Sek. ab Nachdem man im Januar 1941 noch das
MG 131/14/9 entworfen hatte, das mit einer erhöhten Ladung ein etwas größeres
Geschoßgewicht verschoß und ähnliche Werte erreichte, wurde diese Entwicklung
wieder aufgegeben.

Sonderwaffe Viereck mit Gerät 131/8 pdf. Datei - Gröss 9 MB

Munition zum MG 131


Munitionsarten MG 131 pdf. Datei - Gröss 20 MB

Hauben, Drehkränze und Lafetten zum MG 131

Drehringlafette DL 131-1
Waffenstand Erprobung mit MG 131

Drehkranz Messhaube FDL 131-1 FDL 131-4 FDL 131-8


Zeichnung FDL 131 - 1

Lafettenmodel für das MG 131


FDL-B131/1 A und 131/2 A

Ferngerichtete Drehringlafette B 131/1 A mit Visierstand VSE-B 177/1 A und


Fernrichtantrieb FA 3 A

Dokumente zu MG 231
Aktennotiz
Aktennotiz 16.09.1937 Aktennotiz 16.09.1937 Nr.2 Aktennotiz 30.06.1938
05.01.1942
Munition MG 132 - pdf. Datei - Gröss 27 MB

VII. Bildarchiv

Messerschmitt Me 109 K-4


Messerschmitt Fw 190 A-7 & V5
Blohm & Voss BV 222
Junkers Ju 288 Lafettenerprobung mit MG 131
Ju 288 V 108 B-1 Stand FDL 131 Z

Ju 288 Model im Windkanal


Heinkel He 177

Zeigt eine Versuchsbewaffnung HDL 81 V He 177 46-R2 V22 WNr.332104

Einbaumodel DL 131
Versuchsweiser Einbau Drehlafette DL 131
Model Drehlafetten aus Holzbauweise FDL 131
"Langer Schild" Ausführung Junkers
30° & 90° Waffenerhöhung Flugmodell FDL 131/4 mit 2 MG 131/8 und
kurzem Schild
...... zurück zum Anfang !

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