Maschinengewehr-MG-131 German Luftwaffe Gun Manual
Maschinengewehr-MG-131 German Luftwaffe Gun Manual
I. Vorbemerkung
II. Kurzbeschreibung
III. Beschreibung
IV. Wirkungsweise
V. Technische Daten
VI. Dokumente
VII. Bildarchiv
I. Vorbemerkung
Kurz nach der „Machtergreifung" durch Hitler begann der geheimgehaltene Aufbau
der deutschen Luftwaffe, die schließlich offiziell mit Wirkung vom 1.3. 1935 als
dritter Wehrmachtsteil neben Heer und Kriegsmarine aufgestellt wurde.
Von Anfang an wurde dieser neuen Truppe (bis dahin war bekanntlich die
militärische Verwendung von Luftfahrzeugen in der Reichswehr laut Versailler Diktat
verboten) besondere Beachtung geschenkt. So setzte sich z. B. das fliegende
Personal nur aus länger dienenden Freiwilligen und ab 16.3.1935 zusätzlich aus
Berufssoldaten zusammen, während Dienstpflichtige nur beim übrigen Personal
eingesetzt werden konnten.
MG 131
Gleichzeitig mit dem Aufbau der Luftwaffe erging die Forderung, eine stärkere
Waffe für Flugzeuge zu entwickeln, als die bisherigen MGs im Kaliber 7,9 mm. Mit
Rücksicht auf die ausländische Spionage, die den Aufbau der deutschen Wehrmacht
und die Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht argwöhnisch beobachtete,
begann man bei Rheinmetall-Borsig unter strengster Geheimhaltung mit der
Entwicklung des MG 131. Aber erst 1938 waren die ersten Muster erprobungsreif.
Obwohl die gedruckte Bedienungsanleitung erst mit Wirkung vom 29.9.1941 als
Vorschrift erschien, dürften die ersten Einbauten bereits kurz nach der Erprobung
erfolgt sein. Das MG 131 hat sich mit seinem Kaliber von 13 mm als sehr erfolgreich
erwiesen. Im Laufe der Zeit wurde es in den verschiedensten Lafetten bei allen
Flugzeuggattungen verwendet; nicht nur bei Jagd-, Schlacht- und Kampfflugzeugen,
sondern auch bei reinen Transportmaschinen.
Junker Ju 188 V-63 (1942) C-Stand mit MG 131
II. Kurzbeschreibung
Das MG 131 ist ein vollautomatischer Rückstoßlader mit starr verriegeltem
Verschluß und Gurtzuführung für 13-mm-Patronen. Es dient zur Bewaffnung von
Flugzeugen und wird unter Verwendung einer Zentralpufferung starr und beweglich
eingebaut. Die Patronenzuführung erfolgt entweder von links oder von rechts mit
dem zerfallenden oder nicht zerfallenden Gurt 131.
Die Patronen werden durch elektrischen Strom gezündet. Bei gesteuertem Schießen
wird das Zünden durch einen vom Flugmotor angetriebenen Schußgeber gesteuert.
Mit Handabzug und Handdurchladeeinrichtung ausgerüstet, wird das MG unmittelbar
von Hand bedient.
1) MG 131 A
mit Handdurchladeeinrichtung und Handabzug; Zuführung der Patronen von rechts.
2) MG 131 B
mit Handdurchladeeinrichtung und Handabzug; Zuführung der Patronen von links.
3) MG 131 C
mit Luftspanneinrichtung und Magnetabzug (MA 131); Zuführung der Patronen von rechts.
4) MG 131 D
mit Luftspanneinrichtung und Magnetabzug (MA 131); Zuführung der Patronen von links.
5) MG 131 E
mit elektrischer Durchladeeinrichtung und elektrischer Abzugseinrichtung (ED 131 u. EA 131);
Zuführung der Patronen von rechts.
6) MG 131 F
mit elektrischer Durchladeeinrichtung und elektrischer Abzugseinrichtung (ED 131 u. EA 131);
Zuführung der Patronen von links.
7) MG 131 G
mit Handdurchladeeinrichtung und Handabzug, Ausführung wie MG 131 A, jedoch statt mit
Kontaktplatte mit Kontaktplatte mit Steckeranschluß für elektrische Zündung; Zuführung der
Patronen von rechts.
8) MG 131 H
mit Handdurchladeeinrichtung und Handabzug, Ausführung wie MG 131 B, jedoch statt mit
Kontaktplatte mit Kontaktplatte mit Steckeranschluß für elektrische Zündung; Zuführung der
Patronen von links.
Abb.1: MG 131 Hauptteile -aus dem Waffenhandbuch
B = Verschluß C = Mantel
C 2 = Feuerdämpfer C4 = Sperrfeder
D 5 = Laufvorholfeder E = Gehäuse
E4 = Rasthebel zum
E2 = Haltehebel zum Mantel
Vorholergehäuse
E7 = Stellmutter E(8) = Kontaktplatte
E17 = Anschlagplatte E22 = Federplatte
E 23 = Sicherungsbolzen E28 = Federbolzen
F = Verschlußpuffer F5 = Haltehebel zum Puffertopf
F6 = Rasthebel zum Puffertopfdeckel G(1) = Zuführerdeckel
G(2)2 = Zuführerunterteil G 3 = Zuführerachse
G 29 = Sperrbolzen, rechter G 33 = Sperrbolzen, linker
H = Handabzug H 22 = Sicherungshebel
J = Handdurchladeeinrichtung J1c = Zahnung
J 18 - Handgriff J 24 = Knopf
J 27 = Federbolzen M = Magnetabzug
N = Luftspanneinrichtung N 2a = Stutzen
N21 = Steckbolzen
III. Beschreibung
A. Der Lauf
Der Lauf (A) hat eine Länge von 550 mm und ein Kaliber von 13,00 ± 0,003/00 mm.
Das Laufinnere besteht aus dem gezogenen Teil und dem Patronenlager. Der
gezogene Teil mit einer Länge von 482 mm hat 8 Züge in gleichbleibendem
Rechtsdrall von 273,2 ± 2 mm Drallänge. Der von Zug zu Zug gemessene
Durchmesser beträgt 13,4 mm. Der vordere zylindrische Teil (A1 a) dient dem Lauf
als vordere Führung. Er ist mit 7 Dichtungsrillen versehen, die als Labyrinthdichtung
wirken und ein Zurücktreten der in der Düse (C 3) sich ausdehnenden Gase
erschweren. Ferner verhindern sie ein Festsetzen der aus den Pulvergasen sich
bildenden Rückstände, so daß ein Fressen oder Festsetzen des Laufes im Mantel
ausgeschaltet wird.
Hinter der Führungsfläche (A1 e) trägt der Lauf Verriegelungskämme (A1 f), die die
Verbindung mit der Verriegelungshülse (D 10) herstellen.
B. Der Verschluß
Das Verschlußstück (B1) ist auf seiner oberen, abgeflachten Seite mit je zwei
äußeren und inneren Gleitbahnen für die Rollen des Zuführers ausgestattet. Zwei
seitliche Führungsstücke (B 1 b) führen das Verschlußstück im Gehäuse (E). Die
Führungsstücke (B1 b) dienen gleichzeitig zum Spannen des Verschlusses. Die
Außenseite der Führungsstücke (B1 b) ist mit je einer Stellungsmarke (B1 c)
versehen, die in Verbindung mit den weißen Strichmarken am Gehäuse die jeweilige
Stellung des Verschlusses anzeigen.
Nummerngebung aus dem Waffenhandbuch !
Auf den Auszieher (B (6) 1) wirkt an seinem hinteren Winkelarm eine Druckfeder (B
(7) 1), die mit ihrer Federhülse (B 7) in eine zur Verschluß-Längsachse geneigte
Bohrung eingesetzt ist. Durch einen Spannstift (B (7) 2) wird die Federhülse (B 7)
gegen Herausfallen gesichert.
Das Verschlußstück (B1) trägt vorn Verriegelungskämme (B1 a), die in die
Verriegelungshülse (D 10) eingreifen und dadurch die Verriegelung herstellen. Hinter
den Verriegelungskämmen (B1 a) befindet sich auf der linken Seite des
Verschlußstückes ein Wulst mit zwei Schrägflächen, der zur Kupplung des
Verschlusses mit dem Lauf dient. Dahinter befindet sich die Anlauffläche für den
Kupplungshebel (D 15). Das Verschlußstück steht unter der Wirkung der
Schließfeder (B 14). Diese lagert unter Vorspannung im Hohlraum des Verschlusses
und wird von der Pufferhülse (F 3) geführt, die gleichzeitig das hintere Gegenlager
der Schließfeder bildet.
C. Der Mantel
Der Mantel (C) dient zur vorderen Führung des Laufes beim Vor- und Rücklauf und
trägt außerdem den Feuerdämpfer (C 2) sowie die Düse (C 3).
Das Mantelrohr (C 1) ist zur Kühlung des Laufes mit gegeneinander versetzten
Lochreihen versehen. Am vorderen Ende des Mantelrohres ist der Feuerdämpfer (C
2) mit der in ihm gehaltenen Düse (C 3) aufgeschraubt. Durch eine im Feuerdämpfer
festsitzende Sperrfeder (C 4) wird dieser gegen selbsttätiges Lösen gesichert. Das
Mantelrohr (C 1) besitzt eine Führungsnut (C1 a) für den Lauf und ist im hinteren
zylindrischen Teil mit Bajonettkämmen versehen, die die Verbindung mit dem
Vorholergehäuse (D 1) herstellen.
In den Ausschnitt (C1 b) greift der Haltehebel (E 2). Eine daneben liegende
Pfeilmarke (C1 c) erleichtert den Ein- und Ausbau des Mantels.
D. Vorholer
Der Vorholer (D) verbindet den Mantel (C) mit dem Gehäuse (E). Er dient zum
Vorholen der beweglichen Teile und zum Verriegeln des Laufes mit dem Verschluß.
Das Vorholgehäuse (D 1) ist vor und hinter seinem mittleren Bund (D1 a) mit
Bajonettkämmen versehen. Die vorderen greifen in die Bajonettkämme des Mantels
(C) ein, die hinteren in die des Gehäuses (E). In die Ausfräsung (D1 b) am
Vorholergehäuse greift der Rasthebel (E 4) des Gehäuses ein, der das
Vorholergehäuse (D 1) gegen Verdrehen sichert. Das Vorholergehäuse ist zur
Kühlung des Laufes ebenfalls mit gegeneinander versetzten Lochreihen versehen.
Vorn wird das Vorholergehäuse (D 1) durch den Haltering (D2) abgeschlossen,
welcher dem Federteller (D 4) und damit der Laufvorholfeder (D 5) als vorderes
Gegenlager dient. Durch einen Hakenspringring (D 3) ist die Verbindung des
Halteringes (D 2) mit dem Vorholergehäuse (D 1) gesichert.
Die vorn eingesetzte Laufvorholfeder (D 5) stützt sich hinten gegen die
Führungsbuchse (D 6), die in das Vorholergehäuse (D 1) eingepreßt ist und die
hintere Führung des Laufes (A) übernimmt. Von hinten ist die Kurvenhülse (D 7) in
das Vorholergehäuse eingesetzt und gegen Vorschieben in der Längsrichtung durch
einen Paßkeil (D 8) mit Sicherungsfeder (D 9) sowie gegen Verdrehen durch ihre
Ansätze (D 7 a) gesichert.
Die Verriegelungshülse (D 10), die in der Kurvenhülse (D 7) gleitet, trägt auf ihren
beiden Zapfen die Rollen (D 11), die durch Springringe (D 12) gehalten werden. Die
Rollen (D 11) werden in den Kurvenbahnen der Kurvenhülse geführt und bewirken
die Drehbewegung der Verriegelungshülse. Im Innern ist die Verriegelungshülse (D
10) mit Bajonettkämmen versehen, von denen die vorderen inneren die
Verriegelung mit dem Verschluß (B) herstellen. Auf die hinteren äußeren
Verriegelungskämme ist die Kupplungshülse (D 13) aufgeschoben und durch
Drehung bis zu ihrem Anschlag mit der Verriegelungshülse verbunden.
MG 131 Vorholergehäuse mit Lafettenhalterung
Zur Befestigung auf der Verriegelungshülse (D 10) besitzt die Kupplungshülse (D 13)
in ihrem Innern ebenfalls Bajonettkämme. Dabei verhindert der Kopf eines
Nietstiftes ein falsches Zusammensetzen der Kupplungshülse (D 13) mit der
Verriegelungshülse (D 10).
MG 131 Vorholer
E. Gehäuse
Das Gehäuse (E) dient zur Lagerung der Waffe in der Lafette. Mit ihm sind alle
Hauptteile der Waffe verbunden. Im Gehäuse wird der Verschluß (B) beim Vor- und
Rücklauf geführt.
Das Gehäuse (E 1) hat vorn innen Bajonettkämme, die die Verbindung mit dem
Vorholergehäuse (D 1) herstellen. Vorn oben auf dem Gehäuse befindet sich das
Lager (E 1 a), in dem auf einem Spannstift (E 5) der Haltehebel (E 2) zum Mantel
sowie der Rasthebel (E 4) zum Vorholergehäuse unter der Wirkung einer Druckfeder
(E 3) schwenkbar gelagert sind. Hinter dem Lager (E 1 a) trägt das Gehäuse außen
Bajonettrippen (El b) für die Befestigung der Waffe in der Lafette. Auf der Oberseite
des Gehäuses sitzen vor und hinter dem zweiteiligen Zuführungsausschnitt je zwei
vordere (E1 c) und zwei hintere Lageraugen (E1 d) zur Aufnahme des Zuführers (G).
Beide Ausschnitte nehmen den Zuführer (G) auf. Außerdem sitzt im vorderen
Ausschnitt das Zuführerunterteil. Unterhalb des vorderen Ausschnittes befindet sich
am Gehäuse (E 1) die Auswurföffnung (E 10). In der Brücke zwischen dem vorderen
und hinteren Ausschnitt ist das Ausstoßerlager (E 15) mit dem Ausstoßer (E 13)
aufgehängt. Der Ausstoßer, der die Hülsen nach unten auswirft, steht unter der
Wirkung einer Druckfeder (E15) und wird durch einen Bolzen (E16) im
Ausstoßerlager (E 15) gehalten. Rechts vorn am Gehäuse ist in eine Ausfräsung die
Kontaktplatte (E (8)) eingesetzt und durch den Stellkeil (E 6) mit Stellmutter (E 7)
einstellbar sowie durch einen Gummipuffer (E 9) elastisch gelagert.
Nummerngebung aus dem Waffenhandbuch !
Die MG 131 G und MG 131 H werden für behelfsmäßige Einbauten z.B. in den
Lafetten D 30/131 und LL-G131 verwendet. Sie unterscheiden sich von den MG 131
A und B nur durch die Sonderausführung der Kontaktplatte mit Steckeranschluß.
Der Aufbau der eigentlichen Kontaktplatte ist entsprechend dem der normalen
Kontaktplatte (E (8)). Das Lösen des Steckeranschlusses erfolgt durch Verdrehen des
unter Federspannung stehenden Sperrbolzens bis zum Anschlag und Abklappen des
Steckerteiles.
Links seitlich am Gehäuse (E 1) befindet sich in dem Lager (E1 e) die Anschlagplatte
(E 17), die durch den Spannstift (E 18) gegen Herausfallen gesichert wird. In dem
unteren Lager (E 1 f) am Gehäuse (E 1) ist der Schleuderhebel (E 19) auf einem
Bolzen (E 21) schwenkbar gelagert. Der Schleuderhebel (E19) wird in seinem
Ausschlag nach hinten von den beiden ineinander gesteckten Spannstiften (E (20)1)
und(E (20)2) begrenzt. Die Federplatte (E 22) schließt das Lager E lf) nach unten ab
und ist mit einer Nase versehen, die den Bolzen (E 21) sichert. In der Federplatte (E
22) lagert die Federhülse (E 25) unter der Wirkung einer Druckfeder (E 24). Die
Federhülse (E 25) wird durch den Spannstift (E 26) gehalten. Die Druckfeder (E 24)
wirkt gleichzeitig auf den vorn eingesetzten Sperrstift (E 23), der die Federplatte (E
22) in der entsprechenden Führungsnut des Gehäuses seitlich sichert. Die
Federplatte (E 22) trägt unten ein Lagerauge, an welchem die vordere Befestigung
der Hülsenableitung erfolgt. Etwa in der Mitte und am hinteren Ende des Gehäuses
(E 1) befinden sich beiderseits die Lageraugen (E1 h und E 1 l) für die jeweilige
Durchladeeinrichtung. In den Lageraugen (E1 h) ist je ein Bolzen mit Kugel und
Schraubenfeder (E 27) eingesetzt, der die Handdurchladeeinrichtung gegen
Herausklappen sichert. Unten am Gehäuse (E 1) sind hinten die beiden Lageraugen
(E 1 i und E1 k) angebracht, an denen die Abzugseinrichtungen mit den Federbolzen
(E 28) befestigt werden.
Am hinteren Ende ist das Gehäuse (E 1) innen mit Bajonettkämmen versehen, die
zur Verbindung mit dem Verschlußpuffer (F) dienen. Oben hat das Gehäuse eine
Ausfräsung (E1 p), in die der Haltehebel (F 5) des Puffertopfes (F 1) eingreift.
MG 131 - Messerschmitt Me 210
F. Verschlußpuffer
Der Verschlußpuffer (F) schließt das Gehäuse (E) nach hinten ab und nimmt
zusammen mit der Schließfeder (B 14) die Rücklaufenergie des Verschlusses (B) auf.
Der Puffertopf (F 1) trägt außen Bajonettkämme, die die Verbindung mit dem
Gehäuse (E 1) herstellen. Er nimmt mit seinem Führungsbolzen (F1 a) die Pufferfeder
(F 4) und die Pufferhülse (F 3) auf. Der Puffertopfdeckel (F 2) greift mit seinen
Bajonettkämmen in die des Puffertopfes ein und bildet mit seiner inneren Fläche das
Gegenlager für die unter Wirkung der Pufferfeder (F 4) stehende Pufferhülse (F 3).
Eine Einbaumarke am Puffertopf (F 1) und eine Pfeilmarke am Puffertopfdeckel (F 2)
erleichtern den Zusammenbau.
Oben am Puffertopf (F 1) sind auf einem Nietstift (F 8) der Haltehebel (F 5) und der
Rasthebel (F 6) unter Wirkung der Druckfeder (F 7) beweglich gelagert. Der
Haltehebel (F 5) legt sich mit seiner Zunge in die Ausfräsung (E1 p) im Gehäuse (E 1)
und sichert so die Bajonettwindung des Gehäuses mit dem Puffertopf (F 1). Der
Rasthebel (F 6) tritt mit seiner Nase in die Ausfräsung des Puffertopfdeckels (F 2)
und sichert dessen Sitz im Puffertopf (F 1).
G. Zuführer
Der Zuführer (G) dient zum Zuführen der im Patronengurt gehaltenen Patronen. Er
ist für Rechts- und Linkszuführung jeweilig durch Einsetzen des entsprechenden
Zuführerunterteiles (G (2)1 bzw. G (2)2) sowie Umsetzen der Rollenhebel (G 19) und
(G 26) mit den Rollen (G 20 bzw. (G 21) und der Gurtschieber (G 8) und (G 12)
umstellbar. Im Innern des Zuführerdeckels (G 1) ist ein Schema für die Anordnung
der Rollen für Links- bzw. Rechtszuführung angebracht.
H. Handabzug
Der Handabzug (H) dient zum Abziehen und Sichern sowie zur Handhabung der
Waffe bei beweglichem, unmittelbar bedientem Einbau. Der Handabzug ist mit den
beiden Federbolzen (E 28) unten am Gehäuse des MG befestigt.
J. Handdurchladeeinrichtung
Die Handdurchladeeinrichtung (J) dient zum Durchladen und Spannen der Waffe bei
beweglichem, unmittelbar bedientem Einbau. Sie kann rechts und links an der Waffe
angesetzt werden.
Die EA131 dient zum Festhalten des Verschlusses in der Fangstellung und zum
Abziehen des MG 131.
M. Magnetabzug MA 131
Der Magnetabzug (M) dient zum Festhalten des Verschlusses in der Fangstellung
und zum Abziehen der Waffe bei fernbedientem Einbau. Er wird mit den Federbolzen
(E 28) an den beiden Lageraugen (E1 i, E 1 k) des Gehäuses (E) befestigt.
N. Luftspanneinrichtung und Spannkopf SpHAG 4
Die Luftspanneinrichtung und der Spannkopf SpHAG 4 dienen zum Spannen bzw.
Durchladen der Waffe mittels Preßluft.
Der DZK 131 A ist eine Schaltschiene mit Wechselschalter, dessen Arbeitskontakt
einen Schußzähler bzw. ein Verschlußkontrollzeichen betätigt und dessen
Ruhekontakt zur Steuerung des Spannkopfes SpHAG 4 benutzt werden kann.
Der DZK 131 A wird wie die Luftspanneinrichtung an das MG 131 angeklappt und mit
einem Steckbolzen befestigt.
MG 131 - Messerschmitt Me 109 G-4
IV. Wirkungsweise
A. Bewegungsvorgänge
In Ruhestellung der Waffe befinden sich Lauf und Verschluß in ihrer vordersten
Stellung und sind miteinander verriegelt. Die Verriegelungshülse steht mit ihren
Rollen im Geradeauslauf der Kurvenhülse, wobei ihre inneren Verriegelungskämme
mit denen des Verschlusses fest im Eingriff stehen. Die Laufvorholfeder und die
Schließfeder haben ihre normale Vorspannung.
Die Stellungsmarke des Verschlusses deckt sich mit der vorderen Strichmarke am
Gehäuse.
Vor dem ersten Schuß muß die Waffe gespannt werden. Das Spannen kann von
Hand mit Hilfe der Handdurchladeeinrichtung oder selbsttätig durch die elektrische
Durchladeeinrichtung bzw. durch die Luftspanneinrichtung erfolgen. Beim Spannen
wird der Verschluß entriegelt, die Vorholfeder und die Schließfeder gespannt. Der
Vorgang in der Waffe ist dabei folgender:
Beim Spannen der Waffe legt sich der Mitnehmernocken der Durchladeeinrichtung
gegen das Führungsstück des Verschlusses und nimmt den Verschluß mit zurück.
Der verriegelte Verschluß nimmt die Verriegelungshülse mit Kupplungshülse und
Lauf nach hinten mit. Da die Ausnehmungen in der Kurvenhülse anfangs geradlinig
verlaufen, erfolgt der Rücklauf von Lauf und Verschluß auf einer Strecke von 8 mm
in verriegeltem Zustande. Auf dem weiteren Weg von 24,5 mm dreht sich die
Verriegelungshülse durch die Führung ihrer Rollen in der Kurvenhülse. Die
Verriegelungskämme der Verriegelungshülse kommen hierbei von denen des
Verschlusses außer Eingriff, und der Verschluß wird entriegelt.
Durch den Kupplungsschieber bleibt beim weiteren Zurückgleiten der Verschluß mit
der Kupplungshülse, der Verriegelungshülse und dem Lauf noch eine Strecke von
etwa 2,5 mm verbunden, bis der Kupplungsschieber in die Anschlagplatte des
Gehäuses einspringt.
Die Stellungsmarke des Verschlusses deckt sich jetzt mit der mittleren Strichmarke
am Gehäuse.
Beim Zurückziehen des Laufes ist die Laufvorholfeder gespannt worden. Dadurch,
daß die Anschlagplatte den Kupplungsschieber festhält, wird die Laufvorholfeder am
Entspannen, der Lauf am wieder vorgleiten gehindert und die Verriegelungshülse in
geöffneter Stellung gehalten.
Nach der Entkupplung wird der Verschluß allein weiter zurückgezogen, bis er hinter
die Fangfläche des Abzugsriegels getreten ist und von diesem gehalten wird. Durch
das Zurückziehen des Verschlusses in seine Fangstellung wurde die Schließfeder
restlos gespannt.
Die Stellungsmarke des Verschlusses muß jetzt mit der hinteren Strichmarke am
Gehäuse übereinstimmen.
Der Patronengurt wird beim Vorlauf und beim Rücklauf des Verschlusses um je eine
halbe Gurtgliedbreite gefördert.
Beim Vorlauf des Verschlusses geschieht das Fördern des Gurtes folgendermaßen:
Erst nachdem eine Patrone aus dem Gurt gestoßen ist, werden beim weiteren
Vorlauf des Verschlusses die beiden Rollenhebel, die mit ihren Rollen auf den
Gleitbahnen des Verschlusses laufen, zwangsläufig entgegengesetzt geschwenkt, so
daß die Vorwärtsbewegung des Verschlusses durch Hebelübertragung in eine
Seitwärtsbewegung umgesetzt wird. Hierbei bewegt der vordere Rollenhebel über
den kurzen Transporthebel den kleinen Gurtschieber. Dieser fördert mit seinem
Zubringehebel das nächste Gurtglied und die in ihm gehaltene Patrone um einen
halben Patronenabstand weiter zur Längsmitte des IVIG. Gleichzeitig bewegt der
hintere Rollenhebel über den langen Transporthebel den großen Gurtschieber so
weit entgegen der Gurtzuführung, bis seine beiden Zubringehebel ebenfalls hinter
dasselbe Gurtglied getreten sind, so daß jetzt alle drei Zubringehebel hinter dem
gleichen Gurtglied stehen.
c) Verriegeln
Der Verschluß trifft bei seinem weiteren Vorlauf auf den Kupplungshebel der
Kupplungshülse auf und drückt den Kupplungsschieber aus der Anschlagplatte des
Gehäuses heraus. Der Kupplungsschieber tritt dabei hinter einen entsprechenden
Wulst des Verschlusses, so daß der Verschluß beim Auftreffen auf die
Verriegelungshülse nicht zurückfedern kann. Lauf, Verschluß und Verriegelungshülse
laufen jetzt gemeinsam nach vorn. Die Verriegelungshülse dreht sich durch die
Führung ihrer Rollen in der Kurvenhülse des Vorholergehäuses, und ihre
Verriegelungskämme greifen in die des Verschlusses ein. Es ist verriegelt worden.
d) Zünden der Patrone
Bei der Zuführung der Patrone legt sich die Spitze des Zündstiftes gegen das
Zündhütchen der Patrone. Vom Kontaktstück an der Außenseite des Verschlusses
über den Zünddraht im Zündhütchen besteht jetzt eine durchgehende elektrische
Verbindung bis zur Patronenhülse.
Nach der Verriegelung läuft der gesamte Verschluß starr verriegelt im Geradeauslauf
8 mm nach vorn. Hierbei trifft der Verschluß kurz vor Erreichen der vordersten
Stellung mit dem Kontaktstück auf den abgefederten Kontaktbolzen der
Kontaktplatte im Gehäuse. Damit ist eine durchgehende elektrische Verbindung vom
isolierten Kontaktbolzen an der Außenseite des Gehäuses über den Zünddraht im
Zündhütchen, die Patronenhülse und das Patronenlager bis zum Waffengehäuse
hergestellt. Die an den Kontaktbolzen und an das Waffengehäuse (an einer
metallisch blanken Stelle) gelegte Spannung treibt den Zündstrom durch den
Zünddraht der Patrone. Der aufglühende Zünddraht bringt die Treibladung zur
Entzündung. Da hierbei der Zünddraht zerstört wird, ist der Zündstromkreis sofort
nach der Entzündung wieder unterbrochen.
Der Weg des Verschlusses vom Beginn der Kontaktgabe zwischen Kontaktstück und
Kontaktbolzen bis zur Beendigung des Vorlaufes heißt Zündweg. Der Zündweg, der
0,7 bis 0,9 mm betragen soll, wird mittels Stellkeils durch Drehen der Stellmutter
eingestellt.
Der zurückeilende Verschluß zieht mit seinem Auszieher die Hülse aus dem
Patronenlager und bringt sie so weit zurück, bis sie vom Ausstoßer durch die
Auswurföffnung der Waffe nach unten ausgeworfen wird.
Beim Rücklauf des Verschlusses werden durch die auf seinen Gleitbahnen laufenden
Rollen die Rollenhebel des Zuführers entgegengesetzt wie beim Vorlauf geschwenkt
und die Gurtschieber seitlich verschoben. Hierbei fördert der große Gurtschieber mit
seinen Zubringehebeln den Patronengurt um die zweite Hälfte eines
Patronenabstandes weiter bis zum Patronenanschlag im Unterteil des Zuführers,
während der kleine Gurtschieber entgegengesetzt bewegt wird, bis er mit seinem
Zubringehebel hinter die nächste Patrone getreten ist.
MG 131 - Mündungsbremse & Gehäuse
d) Dauerfeuer
Solange der Abzug des Handabzuges gezogen bleibt bzw. die elektrische
Abzugseinrichtung (EA131) oder der Magnetabzug (MA131) betätigt wird, läuft der
Verschluß nach Auftreffen auf der mit der Pufferfeder abgefederten Pufferhülse
unter der Wirkung der gespannten Schließfeder wieder nach vorn, wobei sich die
beschriebenen Vorgänge in der Waffe wiederholen, bis der Abzug des Handabzuges
losgelassen bzw. der Stromkreis der EA131 oder des Magnetabzuges (MA131)
unterbrochen wird oder der Gurt leergeschossen ist.
Durch Loslassen des Abzuges bzw. durch Unterbrechen des Stromkreises der EA131
oder des MA131 springt der Abzugsriegel wieder in die Bahn des Verschlusses ein.
Vom Abzugsriegel des Handabzuges bzw. der EA131 oder des MA131 wird der
Verschluß bei gespannter Schließfeder in dem Augenblick gefangen, in dem er nach
Auftreffen auf die mit der Pufferfeder abgefederte Pufferhülse wieder vorläuft.
Das MG 131 mit ED 131 B und EA131 ist über die Fernbedienungsanlage für MG 131
an das Bordnetz angeschlossen (bei Beschuß des MG 131 im Anschießbock an eine
24-Volt-Bleisammlerbatterie).
1. Selbsttätiges Durchladen
1 a. Durchladelauf
- Der Verschluß steht vorn und ist verriegelt. - Dann erhält das Durchladeschütz
Spannung.
Da die Kraft des Elektromotors beim Vorlauf, wie oben beschrieben, nur durch zwei
getriebene Lamellen übertragen wird und dementsprechend die Kupplung zwischen
Elektromotor und Durchladeschieber weicher ist als beim Durchladelauf, sind die
Stöße auf die zwischen Elektromotor und Mutter liegenden Teile beim Anprall des
Durchladeschiebers stark gedämpft. Die Verringerung der übertragenen Leistung
durch die Kupplung von nur zwei getriebenen Lamellen ist nicht von Nachteil, da die
ED 131 beim Vorlauf des Durchladeschiebers nur Reibungsarbeit zu leisten hat. Kurz
nach Beginn des Durchladelaufes wird der Schalthebel von dem Durchladeschieber
freigegeben und der Kontaktfedersatz II schließt. Dadurch ist der Vorlauf des
Durchladeschiebers vorbereitet.
Kurz vor Erreichen der Fangstellung drückt der Verschluß des MG über den
Schaltnocken (je nach Links- oder Rechtsanbau der ED 131) den Schalthebel
herunter und öffnet dadurch den Kontaktfedersatz III. Dadurch wird die
Stromzuleitung DK unterbrochen und das Durchladeschütz ausgeschaltet.
Durch das Offnen der zwei Arbeitskontakte des Durchladeschützes wird der
Elektromotor ausgeschaltet: Der Durchladelauf ist beendet.
1 b. Vorlauf
Durch das Schließen der zwei Ruhekontakte des Durchladeschützes wird der
Elektromotor mit umgepolter Feldwicklung (Umkehrung der Drehrichtung des
Elektromotors) sofort wieder eingeschaltet. Der Elektromotor bringt den
Durchladeschieber wieder in die Ausgangsstellung zurück. Kurz vor Beendigung des
Vorlaufes öffnet der Durchladeschieber über den Schalthebel des Kontaktfedersatzes
II wieder. Dadurch wird der Elektromotor ausgeschaltet. Er läuft aus und bringt die
Mutter noch in die Ausgangsstellung: Der Vorlauf des Durchladeschiebers ist
beendet.
2. Abfeuern
- Der Verschluß ist in Fangstellung.
Beim Anziehen des Ankers wird die auf dem Kontaktstück liegende Kontaktfeder
durch die Ankerachse abgehoben. Der Sparschalter ist geöffnet und die Konstant-
anwicklung (mit hohem elektrischem Widerstand) vor die Kupferwicklung geschaltet.
Der große Einschaltstrom wird dadurch auf den geringen Haltestrom herabgesetzt,
der zum Festhalten des Ankers in Arbeitsstellung erforderlich ist. Dadurch wird die
Erwärmung der EA 131 begrenzt.
Damit ist die EA 131 in Sperrstellung. Der zurücklaufende Verschluß (nach dem
letzten Schuß wie auch nach dem Spannen und Durchladen) läuft zuerst gegen den
in die Verschlußbahn hineinragenden Sicherungshebel, schlägt diesen aus der
Sperrstellung heraus und drückt dann den Riegelhebel herunter. Der Verschluß läuft
dann gegen die mit der Pufferfeder abgefederte Pufferhülse, wird abgebremst und
kehrt um. Inzwischen werden der Riegelhebel und der Sicherungshebel durch die
beiden Druckfedern wieder in Sperrstellung gebracht, und der Verschluß wird in der
Fangstellung festgehalten.
Beim Zurückgehen der Ankerachse der EA 131 legt sich die Kontaktfeder wieder auf
das Kontaktstück. Der Sparschalter ist geschlossen und die EA131 für die nächste
Einschaltung vorbereitet.
MG 131 Ju 88 A4
3 a. Beim Durchladen
Kurz nach Beginn des Durchladelaufes gibt der Durchladeschieber den Schalthebel
frei, und der Kontaktfedersatz I öffnet sich. Dadurch ist die Stromzuleitung A
unterbrochen:
Bei Betätigung des Abfeuerknopfes erhält zwar das Abfeuerschütz Spannung, jedoch
schaltet der Arbeitskontakt des Abfeuerschützes allein die EA 131 nicht ein. Kurz vor
Beendigung des Vorlaufes schließt der Durchladeschieber über den Schalthebel den
Kontaktfedersatz I wieder: die EA 131 kann nun durch Betätigung des
Abfeuerknopfes wieder eingeschaltet und das MG 131 abgezogen werden.
3 b. Beim Abziehen
Bei Betätigung des Abfeuerknopfes erhält außer dem Abfeuerschütz auch das
Verzögerungsschütz Spannung (Stromzuleitung AK). Über den Arbeitskontakt des
Verzögerungsschützes erhält die elektrische Sperre im EDSK-B Spannung
(Stromzuleitung A). Der Ruhekontakt der elektrischen Sperre wird geöffnet und die
Stromzuleitung DK ist unterbrochen:
Es erfolgt keine selbsttätige Durchladung, obwohl der beim Abziehen (und Schießen)
vorlaufende Verschluß durch Freigabe des Schalthebels den Kontaktfedersatz III
schließt (Stromzuleitung DK). Es erfolgt also auch dann keine selbsttätige
Durchladung, wenn der Verschluß beim Schießen infolge eines Versagers oder einer
Hemmung außerhalb der Fangstellung stehenbleibt, solange der Abfeuerknopf noch
betätigt wird.
Durch Loslassen des Abfeuerknopfes wird das Verzögerungsschütz ausgeschaltet.
Kurze Zeit (etwa 0,6 s) nach dem Ausschalten öffnet sich der verzögert
ausschaltende Arbeitskontakt des Verzögerungsschützes und schaltet die elektrische
Sperre im EDSK-B aus. Der Ruhekontakt der elektrischen Sperre schließt und
bereitet die Stromzuleitung DK für die nächste selbsttätige Durchladung vor. Der
Durchladelauf beginnt sofort, falls der Verschluß nicht in Fangstellung steht und
dadurch der Kontaktfedersatz III ebenfalls geschlossen ist.
Steht der Verschluß irgendwo vor der Fangstellung, so wird der Schaltnocken (je
nach Links- oder Rechtsanbau der ED 131) durch die Feder gegen den Stift gedrückt.
Der Schaltnocken hält in dieser Stellung über den Schalthebel den Kontaktfedersatz
IV geöffnet. Dadurch ist die Stromzuleitung SZ unterbrochen: Der Schußzähler ist in
Ruhe und die Verschluß-Stellungsanzeige zeigt nicht an (Schauzeichen oder
Kontrolllampe dunkel).
Kurz vor Erreichen der Fangstellung drückt der Verschluß über den Schaltnocken den
Schalthebel herunter und schließt den Kontaktfedersatz IV. Dadurch werden
Schußzähler und Verschlußstellungsanzeige eingeschaltet: Der Schußzähler zählt
einen Schuß weiter und die Verschluß-Stellungsanzeige zeigt an: Schauzeichen oder
Kontrollampe hell: Verschluß ist gefangen!
Bei jedem Vorlauf des Verschlusses - kurz nach Verlassen der Fangstellung - wird der
Schalthebel über den Schaltnocken vom Verschluß wieder freigegeben: Schußzähler
und Verschluß-Stellungsanzeige werden ausgeschaltet.
- Beim Schießen wird die Verschluß-Stellungsanzeige abwechselnd hell und dunkel:
sie flackert.
MG 131 B-Stand Dornier Do 217
1. Durchladen
Das Durchladen geschieht durch Einschalten der Magnetspule. Dadurch wird der
Hartgummieinsatz von der Einlaßdüse abgehoben, und die Preßluft strömt aus der
Preßluftflasche durch den Einlaßstutzen und den Auslaßstutzen des Spannkopfes in
den Stutzen im Spannzylinder. Die teleskopartig ineinander geschobenen
Zwischenkolben und Mitnehmerkolben werden nach hinten auseinandergezogen und
zurückgeführt. Hierbei erfaßt der Mitnehmerkolben mit seinem in das Gehäuse
hineinragenden Mitnehmernocken den Verschluß an seinem Führungsstück und
bringt ihn bis in die Fangstellung zurück.
2. Abziehen
Befindet sich der Verschluß des MG 131 in Fangstellung, so drückt einer der
Führungsnocken des Verschlusses auf die Klinke, wodurch der Arbeitskontakt des
Wechselschalters geschlossen ist. Durch den Arbeitskontakt ist der Schußzähler oder
ein Verschlußkontrollzeichen eingeschaltet.
Läuft der Verschluß nach vorn, so geht die Klinke in Ruhelage zurück, wodurch der
Arbeitskontakt des Wechselschalters wieder öffnet.
Im Gegensatz zum Arbeitskontakt ist der Ruhekontakt des Wechselschalters
geöffnet, wenn der Verschluß in Fangstellung sich befindet. Der Ruhekontakt ist
geschlossen, wenn der Verschluß außerhalb der Fangstellung sich befindet.
1939
1940
1941
1942
1944
Sonderwaffe „Viereck"
Verwendung: Bordwaffenversuch
Die von Panzerabwehrwaffen bekannten konischen Läufe, bei denen extrem hohe
Anfangsgeschwindigkeiten durch eine Verkleinerung des Kalibers zur Mündung hin
erreicht wurden, fanden im November 1940 bei einigen MG 131 Verwendung. Das
erste erprobte Muster, mit MG 131/14/10 bezeichnet, trug einen Lauf, der sich von
14 zu 10 mm Kaliber verjüngte. Man erzielte eine V0 von 1380 m/Sek., die aber nach
400 m Flugstrecke auf 520 m/Sek. abfiel. In großen Höhen wurden durch den
Widerstandsbeiwert des Geschosses die Werte etwas günstiger, es wurden z. B. in
6000 m Höhe Anfangsgeschwindigkeiten von 1415 m/Sek. erreicht. Zum Vergleich
fiel die Geschoßgeschwindigkeit beim MG 131/8 von der V0 mit 1150 m/Sek. nach
400 m Flugstrecke erst auf 830 m/Sek. ab Nachdem man im Januar 1941 noch das
MG 131/14/9 entworfen hatte, das mit einer erhöhten Ladung ein etwas größeres
Geschoßgewicht verschoß und ähnliche Werte erreichte, wurde diese Entwicklung
wieder aufgegeben.
Drehringlafette DL 131-1
Waffenstand Erprobung mit MG 131
Dokumente zu MG 231
Aktennotiz
Aktennotiz 16.09.1937 Aktennotiz 16.09.1937 Nr.2 Aktennotiz 30.06.1938
05.01.1942
Munition MG 132 - pdf. Datei - Gröss 27 MB
VII. Bildarchiv
Einbaumodel DL 131
Versuchsweiser Einbau Drehlafette DL 131
Model Drehlafetten aus Holzbauweise FDL 131
"Langer Schild" Ausführung Junkers
30° & 90° Waffenerhöhung Flugmodell FDL 131/4 mit 2 MG 131/8 und
kurzem Schild
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