OKTOBERFEST TEXT
Das Oktoberfest – eins der größten (Text 1) Volksfeste der Welt Das Oktoberfest gibt es
seit 1810. Anlass gab die Hochzeit von Ludwig von Bayern und Prinzessin Therese von
Sachsen-Hildburghausen, die mit einem großen Pferderennen gefei Wiese am Stadtrand von
München, die nach der Braut Theresienwiese benannt wurde. Diesen Namen trägt das
Gelände noch heute, nur dass es inzwischen in der Innenstadt liegt.
Die Wiesn, wie die Münchner ihr Fest nennen, gefiel allen so gut, dass man diese Tradition
beibehalten wollte. 1819 übernahm die Stadt München die Organisation. Immer mehr Buden
und Karusselle kamen dazu, sodass die Wiesn langsam Volksfestcharakter bekam. Seit Ende
des 19. Jahrhunderts ist das Oktoberfest in etwa so, wie wir es heute kennen. Immer mehr
Schausteller kamen und die Brauereien errichteten aufgrund der großen Nachfrage große
Bierzelte mit Musikkapellen.
Heute ist das Oktoberfest eins der größten Volksfeste der Welt. Es hat jährlich rund sechs
Millionen Besucher. Es gibt zahlreiche Besucher aus dem Ausland, zum Bei- spiel aus den
Nachbarländern Italien, Österreich und Holland, aber auch aus den USA, Japan und
Australien. 2012 wurden rund sieben Millionen Liter Bier ausge- schenkt, 116 Ochsen und 57
Kälber verspeist.
Der Biergarten - Picknick unter Kastanien (Text 2) Nach der bayrischen Brauordnung
aus dem Jahre 1539 durfte wegen Brandgefahr im Sommer kein Bier gebraut werden. Daher
produzierte man im Winter große Vorrate und lagerte sie im Keller neben dem Brauhaus. Um
das Bier kuhl zu halten, pflanzte man Kastanien, da sie mit ihren großen Blättern viel
Schatten spendeten.
Die Brauer beschlossen, ihr Bier im Sommer direkt an die Kunden zu verkaufen. Sie stellten
Biertische unter die Kastanien und der Biergarten war geboren. Die Wirte protestierten
scharf, schließlich wollten sie nicht, dass man ihnen das Geschäft kaputt macht. Aber König
Ludwig I. erlaubte den Bierausschank in den Gärten. Nur Essen durften die Brauer nicht
verkaufen. Das ist heute anders, aber immer noch darf man im Biergarten sein Essen selbst
mitbringen.
Bier ein Exportschlager ( Text 3) Bier gibt es schon seit vielen Jahrtausenden. Die alten
Agypter kannten es ebenso wie die Babylonier und die Germanen. Als Casar in Europa Krieg
führte, versorgte er seine Truppen mit Bier, denn es war sehr nahrhaft.
Eine lange Tradition hat das Bierbrauen in den Klöstern. Bier ergänzte den Speiseplan. Ein
besonderer Vorteil war, dass Bier auch wahrend der Fastenzeit konsumiert werden durfte, da
Flüssiges nicht verboten war. Und so wurde in den Klöstern ziemlich viel davon getrunken.
Bald darauf fing man an, das Bier auch zu verkaufen. In Klosterstuben wurde das Bier
ausgeschenkt. Dazu brauchte man schon damals eine Genehmigung. Das Kloster
Weihenstephan (seit 1040) ist die älteste Brauerei dieser Art, die heute noch besteht. Um die
Qualität des Biers zu steigern, erließ der bayri- sche Herzog Wilhelm IV. im Jahr 1516 das
Reinheitsge- bot. Dieses besagt, dass für die Herstellung nur Gerste, Hopfen und reines
Wasser erlaubt sind. (Dass man für die Bierproduktion auch Hefe braucht, entdeckte man erst
später.) Deutsches Bier war übrigens schon damals ein Export- schlager. Den weltweiten
Vertrieb im Mittelalter über- nahm die Hanse, ein Zusammenschluss von Kaufleuten.