She skipped the way to her mother, humming the tune of a foreign
melody. She wasn’t sure where she picked it up but she hasn’t been
able to get it out of her head for days. On her way she quickly
skimmed through her list of good memories with her mother, she
needed them to be able to remain calm. For most people talking to
their parents is a quite natural thing to do, with which they don’t
really struggle a lot. I however despise my mum. I love her. As her
daughter I obviously love her but as person I don’t. I can’t. How
could I not when she makes hating her so easy. Some days I imagine
meeting someone like her on the streets. I think about how I would
act and wether I would still be as weak as I am now. Having been
deep in my thoughts I missed her calling my name. Bad. She doesn’t
like people defying her. I quickly answer her and make my way to
my spot. My spot. A small brown stool with a missing leg and blood
marks all over the seat. When I was little I hated sitting on it, but
now having sat on it everyday for the last 15 years I have gotten
used to it. It’s still a weird feeling, sitting in front of her, being in
such a vulnerable position. After having gathered myself, so I don’t
start puking, I dare to look her in the eyes.
Sie übersprang den Weg zu ihrer Mutter und summte die Melodie
einer fremden Melodie. Sie war sich nicht sicher, wo sie es
aufgeschnappt hatte, aber sie bekam es seit Tagen nicht mehr aus
dem Kopf. Unterwegs überflog sie mit ihrer Mutter schnell die Liste
der guten Erinnerungen, die sie brauchte, um ruhig bleiben zu
können. Für die meisten Menschen ist das Gespräch mit ihren Eltern
eine ganz selbstverständliche Sache, mit der sie nicht wirklich zu
kämpfen haben. Ich verachte jedoch meine Mutter. Ich liebe sie. Als
ihre Tochter liebe ich sie offensichtlich, aber als Mensch nicht. Ich
kann nicht. Wie könnte ich nicht, wenn sie es ihr so leicht macht, sie
zu hassen. An manchen Tagen stelle ich mir vor, jemanden wie sie
auf der Straße zu treffen. Ich denke darüber nach, wie ich mich
verhalten würde und ob ich immer noch so schwach wäre wie jetzt.
Nachdem ich tief in meine Gedanken versunken war, vermisste ich,
dass sie meinen Namen rief. Schlecht. Sie mag es nicht, wenn Leute
sich ihr widersetzen. Ich antworte ihr schnell und mache mich auf
den Weg zu meinem Platz. Mein Platz. Ein kleiner brauner Hocker
mit einem fehlenden Bein und Blutflecken überall auf der Sitzfläche.
Als ich klein war, hasste ich es, darauf zu sitzen, aber jetzt, nachdem
ich in den letzten 15 Jahren jeden Tag darauf gesessen habe, habe
ich mich daran gewöhnt. Es ist immer noch ein komisches Gefühl,
vor ihr zu sitzen und sich in einer so verletzlichen Position zu
befinden. Nachdem ich mich gesammelt habe, damit ich nicht
anfange zu kotzen, wage ich es, ihr in die Augen zu sehen.