D GUV220-Laser
D GUV220-Laser
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Unfallverhütungsvorschrift
Laserstrahlung
vom November 1987, in der Fassung vom Januar 19971)
mit Durchführungsanweisungen
vom Oktober 1995
1) In die Fassung vom November 1987 ist der 1. und 2. Nachtrag zu dieser Unfallverhütungsvorschrift
eingearbeitet worden.
Gesetzliche
Unfallversicherung
2.20
Unfallverhütungsvorschrift
Laserstrahlung
vom November 1987, in der Fassung vom Januar 19971)
mit Durchführungsanweisungen 2)
vom Oktober 1995
1) In die Fassung vom November 1987 ist der 1. und 2. Nachtrag zu dieser Unfallverhütungsvorschrift eingear-
beitet worden.
2) Die Durchführungsanweisungen zu den einzelnen Bestimmungen sind im Anschluß an die jeweilige Bestim-
mung in Kursiv-Schrift abgedruckt.
Durchführungsanweisungen geben vornehmlich an, wie die in den Unfallverhütungsvorschriften normierten
Schutzziele erreicht werden können. Sie schließen andere, mindestens ebenso sichere Lösungen nicht aus,
die auch in technischen Regeln anderer Mitgliedstaaten der Europäischen Union oder anderer Vertrags-
staaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum ihren Niederschlag gefunden haben kön-
nen. Durchführungsanweisungen enthalten darüber hinaus weitere Erläuterungen zu Unfallverhütungsvor-
schriften.
Prüfberichte von Prüflaboratorien, die in anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union oder anderen Ver-
tragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum zugelassen sind, werden in gleicher
Weise wie deutsche Prüfberichte berücksichtigt, wenn die den Prüfberichten dieser Stellen zugrundeliegen-
den Prüfungen, Prüfverfahren und konstruktiven Anforderungen denen der deutschen Stelle gleichwertig
sind. Um derartige Stellen handelt es sich vor allem dann, wenn diese die in der Normenreihe EN 45 000
niedergelegten Anforderungen erfüllen.
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Inhaltsverzeichnis
Seite
I. Geltungsbereich
§ 1. Geltungsbereich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
II. Begriffsbestimmungen
§ 2. Begriffsbestimmungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
IV. Betrieb
A. Gemeinsame Bestimmungen
§ 5. Anzeige . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
§ 6. Laserschutzbeauftragte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
§ 7. Abgrenzung und Kennzeichnung von Laserbereichen . . . . . . . . 17
§ 8. Schutzmaßnahmen beim Betrieb von Lasereinrichtungen . . . . . 20
§ 9. Instandhaltung von Lasereinrichtungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
§ 10. Nebenwirkungen der Laserstrahlung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27
§ 11. Beschäftigungsbeschränkung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28
§ 12. Ärztliche Versorgung bei Augenschäden . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29
V. Ordnungswidrigkeiten
§ 18. Ordnungswidrigkeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34
§ 19. Übergangs- und Ausführungsbestimmungen außer Kraft . . . . . 35
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VI. Inkrafttreten
§ 20. Inkrafttreten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35
Anhang 1 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36
Anhang 2 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40
Anhang 3 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54
Anhang 4A . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55
Anhang 4B . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 58
Anhang 5 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60
Anhang 6 Bezugsquellenverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66
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I. Geltungsbereich
Zu § 1:
Diese Unfallverhütungsvorschrift enthält im wesentlichen Forderungen
hinsichtlich des Schutzes vor gesundheitsgefährdender Laserstrahlung.
Lasereinrichtungen können äußerst intensive, stark gebündelte Strahlung
durch den Effekt der stimulierten Emission im Bereich des sichtbaren
Lichtes oder im infraroten oder ultravioletten Spektralbereich erzeugen.
Durch photochemische, thermische oder optomechanische Wirkungen
kann die Laserstrahlung Schädigungen erzeugen. In erster Linie besteht
die Gefahr irreparabler Augenschäden.
Der Geltungsbereich der Unfallverhütungsvorschrift erstreckt sich deshalb
auf alle Möglichkeiten des Auftretens von Laserstrahlung. Zur Anwendung
von Laserstrahlung gehören die Erprobung, die bestimmungsgemäße Ver-
wendung und die Instandhaltung von Lasereinrichtungen.
Bei der medizinischen Anwendung (diagnostische oder therapeutische
Behandlungen) ist diese Unfallverhütungsvorschrift zum Schutz des Per-
sonals erforderlich.
Für die Erzeugung und Anwendung von Laserstrahlung sind auch die
staatlichen Arbeitsschutzvorschriften, die sonst geltenden Unfallverhü-
tungsvorschriften und die allgemein anerkannten Regeln der Technik zu
beachten.
Anmerkung:
Die Definition des Begriffes „Laserstrahlung“ in § 2 Abs. 2 schließt die
Strahlung von Licht emittierenden Dioden (LEDs/IREDs) nicht nachdrück-
lich ein; im Gegensatz zu DIN EN 60 825-1 „Sicherheit von Lasereinrich-
tungen; Teil 1: Klassifizierung von Anlagen, Anforderungen und Benutzer-
Richtlinien“. Für die Strahlung von LEDs/IREDs können die Regelungen
dieser Unfallverhütungsvorschrift aber sinngemäß herangezogen werden.
Laserspezifische Regelungen sind z.B. enthalten in:
DIN EN 207 „Persönlicher Augenschutz; Filter und Augenschutz
gegen Laserstrahlung (Laserschutzbrillen)“,
DIN EN 208 „Persönlicher Augenschutz; Brillen für Justierarbeiten
an Lasern und Laseraufbauten (Laser-Justierbrillen)“,
DIN EN 12 626 „Sicherheit von Maschinen – Laserbearbeitungsma-
schinen – Sicherheitsanforderungen“,
DIN EN ISO 11 145 „Optik und optische Instrumente; Laser und Laser-
anlagen; Begriffe und Formelzeichen“,
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II. Begriffsbestimmungen
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Zu § 2 Abs. 3 Nr. 1:
Lasereinrichtungen der Klasse 1 enthalten meistens eingebaute Laser
höherer Klassen, deren Strahlung aber so abgeschirmt oder abge-
schwächt wird, daß die bei bestimmungsgemäßer Verwendung austreten-
de Laserstrahlung ungefährlich ist. Bei der Instandhaltung von Laser-
einrichtungen der Klasse 1 ändert sich deshalb oft die Klasse der
Lasereinrichtung; es sind dann die Schutzmaßnahmen für die auftretende
Klasse zu treffen; siehe § 9.
Lasereinrichtungen der Klasse 1 mit einer Zeitbasis von 100 s sind nur bei
bestimmungsgemäßem Betrieb sicher. Das heißt, daß ein längeres Hinein-
schauen gefährlich werden kann.
Die Anwendung dieser Zeitbasis ist deshalb bei bestimmungsgemäßem
Hineinschauen in den Strahl nicht erlaubt.
2. Klasse 2: Die zugängliche Laserstrahlung liegt nur im sichtbaren Spek-
tralbereich (400 nm bis 700 nm). Sie ist bei kurzzeitiger Bestrahlungsdau-
er (bis 0,25 s) ungefährlich auch für das Auge.
Zu § 2 Abs. 3 Nr. 2:
Bei Lasereinrichtungen der Klasse 2 ist das Auge bei zufälligem, kurzzeiti-
gem Hineinschauen in die Laserstrahlung durch den Lidschlußreflex ge-
schützt. Lasereinrichtungen der Klasse 2 dürfen deshalb ohne weitere
Schutzmaßnahmen eingesetzt werden, wenn sichergestellt ist, daß weder
ein absichtliches Hineinschauen über längere Zeit als 0,25 s noch wieder-
holtes Hineinschauen in die Laserstrahlung bzw. direkt reflektierte Laser-
strahlung erforderlich ist.
Für kontinuierlich strahlende Laser der Klasse 2 beträgt der Grenzwert der
zugänglichen Strahlung (GZS) 1 mW.
3. Klasse 3 A: Die zugängliche Laserstrahlung wird für das Auge gefährlich,
wenn der Strahlungsquerschnitt durch optische Instrumente verkleinert
wird. Ist dies nicht der Fall, ist die ausgesandte Laserstrahlung im sicht-
baren Spektralbereich (400 nm bis 700 nm) bei kurzzeitiger Bestrah-
lungsdauer (bis 0,25 s), in den anderen Spektralbereichen auch bei Lang-
zeitbestrahlung, ungefährlich.
Zu § 2 Abs. 3 Nr. 3:
Sofern keine optischen Instrumente verwendet werden, die den Strahl-
querschnitt verkleinern, besteht bei Lasereinrichtungen der Klasse 3 A, die
nur im sichtbaren Spektralbereich strahlen, eine vergleichbare Gefährdung
wie bei Lasereinrichtungen der Klasse 2, bei Lasereinrichtungen der Klas-
se 3 A, die nur im nicht sichtbaren Spektralbereich strahlen, eine ver-
gleichbare Gefährdung wie bei Lasereinrichtungen der Klasse 1.
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2.20
Zu § 2 Abs. 3 Nr. 4:
Die Betrachtung diffuser Reflexionen der unfokussierten Laserstrahlung
von Lasereinrichtungen der Klasse 3 B, die im sichtbaren Bereich emittie-
ren, ist ungefährlich bei einem Betrachtungsabstand von mehr als 13 cm
und einer Beobachtungszeit von weniger als 10 s.
Eine Gefährdung der Haut durch die zugängliche Laserstrahlung kann bei
Lasereinrichtungen der Klasse 3 B im oberen Leistungsbereich bestehen,
wenn die Werte der maximal zulässigen Bestrahlung (MZB) nach Anhang 2
Tabelle IV überschritten werden.
Bei der Anwendung von Lasern der Klasse 3 B können unter Umständen
Brand- und Explosionsgefahren bestehen.
Zu § 2 Abs. 3 Nr. 5:
Lasereinrichtungen der Klasse 4 sind Hochleistungslaser, deren Aus-
gangsleistung bzw. -energien die Grenzwerte der zugänglichen Strahlung
(GZS) für Klasse 3 B übertreffen.
Die Laserstrahlung von Lasereinrichtungen der Klasse 4 ist so intensiv,
daß bei jeglicher Art von Exposition der Augen oder der Haut mit Schädi-
gungen zu rechnen ist.
Außerdem muß bei der Anwendung von Lasereinrichtungen der Klasse 4
immer geprüft werden, ob ausreichende Maßnahmen gegen Brand- und
Explosionsgefahren getroffen sind; siehe auch §§ 10 und 16.
Zu § 2 Abs. 3:
Die Klasseneinteilung erfolgt nach den durch die Laserstrahlung beding-
ten unterschiedlichen Gefährdungsgraden ansteigend von Klasse 1 nach
Klasse 4. Dabei wird die Gefährdung der Augen besonders berücksichtigt,
denn wenn Auge oder Haut in gleicher Weise bestrahlt werden können, ist
das Auge stets das gefährdetere Organ.
Die Klassifizierung erfolgt nach DIN EN 60 825-1 „Sicherheit von Laser-
Einrichtungen; Teil 1: Klassifizierung von Anlagen, Anforderungen, Benut-
zer-Richtlinien“.
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2.20
Zu § 2 Abs. 4:
Die Grenzwerte der zugänglichen Strahlung (GZS) sind in DIN EN 60 825-1
„Sicherheit von Lasereinrichtungen; Teil 1: Klassifizierung von Anlagen,
Anforderungen und Benutzer-Richtlinien“ festgelegt.
Zu § 2 Abs. 5:
Hinsichtlich des Verfahrens zur Ermittlung und der Werte der maximal
zulässigen Bestrahlung (MZB) siehe Anhang 2.
Zu § 2 Abs. 6:
Der Laserbereich endet dort, wo die Werte der maximal zulässigen Be-
strahlung (MZB) unterschritten werden. Dabei ist die Möglichkeit einer
unbeabsichtigten Ablenkung des Laserstrahls zu berücksichtigen.
Wo mit unkontrolliert reflektierter Strahlung zu rechnen ist, erstreckt sich
der Laserbereich vom Laser aus in alle Richtungen.
Gefährliche Reflexe werden besonders von spiegelnden oder glänzenden
Oberflächen verursacht. Solche unkontrollierte Strahlung geht häufig von
blankem Metall, z.B. Werkzeugen, chirurgischen Instrumenten, Geräte-
oberflächen, oder Glas, z.B. Fenster, Flaschen, aus. Sehr intensive Laser-
strahlung kann auch nach diffuser Reflexion an rauhen Flächen noch ge-
sundheitsgefährlich sein; siehe auch Anhang 2.
Da die Bestrahlung bzw. Bestrahlungsstärke infolge der geringen Diver-
genz der gebündelten Strahlung mit der Entfernung nur allmählich ab-
nimmt, kann sich der Laserbereich über ein weites Gebiet erstrecken. Im
allgemeinen wird er durch geeignete Abschirmungen begrenzt.
Für Lasereinrichtungen der Klasse 1, die intern einen Laser höherer Klas-
se enthalten, bleibt der Laserbereich auf den unzugänglichen Bereich in-
nerhalb der Abschirmung beschränkt.
Zu § 2:
Weitere Begriffsbestimmungen siehe Anhang 1.
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Allgemeines
Lasereinrichtungen
Zu § 4 Abs. 1:
Diese Forderung ist erfüllt, wenn die Klassenzuordnung und -kennzeich-
nung durch den Hersteller nach DIN EN 60 825-1 „Sicherheit von Laser-
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2.20
Zu § 4 Abs. 2:
Diese Forderung ist für eine Lasereinrichtung einer bestimmten Klasse er-
füllt, wenn sie mit Schutzeinrichtungen entsprechend den Abschnitten 4
und 7 DIN EN 60 825-1 „Sicherheit von Lasereinrichtungen; Teil 1: Klassi-
fizierung von Anlagen, Anforderungen und Benutzer-Richtlinien“ ausge-
rüstet sind. Diese Schutzeinrichtungen sind in der Regel wesentliche Be-
standteile der Klasseneinteilung.
Dabei ist zu beachten, daß auch andere erzeugte Strahlungen, z.B. Rönt-
gen-, HF- oder inkohärente UV-Strahlung, abgeschirmt werden müssen.
Bei Lasern mit Blitzlampen kann von diesen eine ungerichtete intensive
Ultraviolettstrahlung ausgehen, die Augenschäden und gegebenenfalls
Hautschäden verursachen kann. Diese Strahlung ist so abzuschirmen, daß
schädliche Wirkungen beim Menschen auszuschließen sind. Dies wird er-
reicht, wenn die im Anhang 2 angegebenen Grenzwerte auch für diese
Strahlung unterschritten werden. Eine Lasereinrichtung, deren Hochspan-
nungsteil mit Spannungen über 5 kV betrieben wird, kann Elektronen-
röhren enthalten, die nach außen dringende Röntgenstrahlen erzeugen.
Eine solche Lasereinrichtung unterliegt der Röntgenverordnung. Für die
Gefährdung durch HF-Strahlung ist E DIN VDE 0848-2 „Sicherheit in elek-
tromagnetischen Feldern; Schutz von Personen im Frequenzbereich von
30 kHz bis 300 GHz“ (Entwurf Oktober 1991) zu beachten.
Diese Forderung ist für medizinische Lasereinrichtungen erfüllt, wenn die-
se Lasereinrichtungen zusätzlich DIN EN 60 601-2-22 „Medizinische elek-
trische Geräte; Teil 2: Besondere Festlegungen für die Sicherheit von dia-
gnostischen und therapeutischen Lasergeräten“ entsprechen.
Für Lasereinrichtungen, die in Diskotheken eingesetzt werden, ist diese
Forderung erfüllt, wenn diese Lasereinrichtungen zusätzlich den Merkblät-
tern „Disco-Laser“ und „Lasergeräte in Diskotheken und bei Show-Veran-
staltungen“ entsprechen.
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2.20
Zu § 4 Abs. 3:
Unbeabsichtigtes Strahlen liegt vor, wenn
– Laserstrahlung ohne Betätigung der vorgesehenen Stellteile von
Befehlseinrichtungen aus der Lasereinrichtung austritt, z.B. durch
schadhafte Isolation oder Störimpulse,
– nicht verhindert ist, daß Stellteile unbeabsichtigt betätigt werden kön-
nen; siehe auch Durchführungsanweisungen zu § 11 Abs. 3 UVV
„Kraftbetriebene Arbeitsmittel“ (GUV 3.0).
Diese Forderung schließt ein, daß die Lasereinrichtung so konstruiert sein
muß, daß auch im einfachen Fehlerfall ein unbeabsichtigtes Strahlen ver-
hindert ist.
Für Lasereinrichtungen, bei denen die Laserstrahlung über ein bewegli-
ches Handstück austritt, ist diese Forderung erfüllt, wenn beim Loslassen
des Handstücks der Austritt der Laserstrahlung unterbrochen wird oder
ein vergleichbares Sicherheitsniveau durch andere Maßnahmen erreicht
wird.
Zu § 4 Abs. 4:
Diese Forderung ist erfüllt, wenn optische Einrichtungen so verriegelt sind,
daß eine Beobachtung nur bei abgeschaltetem Laser möglich ist. Ist dies
aus betriebstechnischen Gründen nicht durchführbar, kann das Schutzziel
unter anderem dadurch erreicht werden, daß solche optischen Einrich-
tungen mit einem ausreichend bemessenen Schutzfilter (siehe auch
Durchführungsanweisungen zu § 8 Abs. 2) oder einem Strahlverschluß
versehen werden, der während des Laserbetriebs in der Schutzstellung
verriegelt ist.
(5) Optische Geräte, die vom Hersteller als Vorsatzgeräte für La-
sereinrichtungen bestimmt sind, müssen, sofern sie nicht in einer klassifi-
zierten Lasereinrichtung fest eingebaut sind, mit Angaben versehen sein,
anhand deren die Änderung der Strahl- und Expositionsdaten einer Laser-
strahlenquelle durch das Vorsatzgerät beurteilt werden kann.
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Zu § 4 Abs. 5:
Vorsatzgeräte sind z.B. Teleskopvorsätze, die den Laserstrahl aufweiten,
Filtervorsätze, die den Laserstrahl abschwächen, Lichtleiter, die an eine
Lasereinrichtung angeschlossen werden können.
Diese Forderung ist z.B. für Teleskopvorsätze erfüllt, wenn die Vergröße-
rung angegeben ist, für Filtervorsätze, wenn der spektrale Transmissions-
grad oder die spektrale optische Dichte für die Laserwellenlänge angege-
ben sind.
Zu § 4 Abs. 6:
Diese Forderung ist erfüllt, wenn nicht auf einfache Weise, z.B. durch Auf-
drehen, Aufschrauben, Aufklemmen eines Vorsatzgerätes, die Erhöhung
der Klasse auf Klasse 3 B oder 4 möglich ist. Desgleichen darf es auch
nicht möglich sein, durch einfaches Entfernen von Vorsatzgeräten mittels
Hand oder einfacher Werkzeuge die Klasse auf 3 B oder 4 zu erhöhen.
IV. Betrieb
A. Gemeinsame Bestimmungen
Anzeige
Zu § 5 Abs. 1:
Die Anzeige soll folgende Angaben enthalten: Hersteller der Lasereinrich-
tung, Laserklasse, Strahlungsleistung bzw. -energie, Wellenlänge(n), gege-
benenfalls Impulsdauer und Impulswiederholfrequenz.
Der Unternehmer, in dessen Betrieb Lasereinrichtungen hergestellt, er-
probt oder vorgeführt werden, erfüllt diese Forderung, wenn Art und Zahl
der in der Regel im Betrieb befindlichen Lasereinrichtungen angezeigt
werden.
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2.20
Laserschutzbeauftragte
§ 6. (1) Der Unternehmer hat für den Betrieb von Lasereinrichtungen der
Klassen 3 B oder 4 Sachkundige als Laserschutzbeauftragte schriftlich zu
bestellen.
Zu § 6 Abs. 1:
Diese Forderung ist erfüllt, wenn in der schriftlichen Bestellung die für die
Ausfüllung der Aufgaben erforderlichen Befugnisse eingeräumt werden.
Der Laserschutzbeauftragte gilt als Sachkundiger, wenn er aufgrund seiner
fachlichen Ausbildung oder Erfahrung ausreichende Kenntnisse über die
zum Einsatz kommenden Laser erworben hat und so eingehend über die
Wirkung der Laserstrahlung, über die Schutzmaßnahmen und Schutzvor-
schriften unterrichtet ist, daß er die notwendigen Schutzvorkehrungen be-
urteilen und auf ihre Wirksamkeit prüfen kann.
Es wird empfohlen, daß der Laserschutzbeauftragte an einem Kurs zur
Erlangung der Sachkunde für Laserschutzbeauftragte teilnimmt, der den
von den Unfallversicherungsträgern aufgestellten Anforderungen ent-
spricht. Die Anforderungen für solche Kurse sind im Anhang 3 aufgeführt.
Der Unternehmer kann dem Laserschutzbeauftragten durch eine Pflich-
tenübertragung gemäß § 12 UVV „Allgemeine Vorschriften“ (GUV 0.1) wei-
tere ihm aus dieser Unfallverhütungsvorschrift obliegende Pflichten über-
tragen; in diesem Falle sind der betriebliche Entscheidungsbereich und
die zusätzlichen Befugnisse schriftlich festzulegen.
Zum sicheren Betrieb gehören auch die erforderlichen Prüfungen von
Lasereinrichtungen entsprechend § 39 UVV „Allgemeine Vorschriften“
(GUV 0.1).
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2.20
Zu § 6 Abs. 2:
Zu den Aufgaben des Laserschutzbeauftragten gehören insbesondere
– die Beratung des Unternehmers und der verantwortlichen Vorgesetz-
ten in Fragen des Laserschutzes bei der Beschaffung und Inbetrieb-
nahme von Lasereinrichtungen und die Festlegung der betrieblichen
Schutzmaßnahmen,
– die fachliche Auswahl der persönlichen Schutzausrüstungen,
– die Mitwirkung bei der Unterweisung der Beschäftigten an Laserein-
richtungen und in Laserbereichen über Gefahren und Schutzmaßnah-
men,
– die Mitwirkung bei der Prüfung von Lasereinrichtungen gemäß § 39
UVV „Allgemeine Vorschriften“ (GUV 0.1),
– die Überwachung der Einhaltung der Sicherheits- und Schutzmaßnah-
men, insbesondere der ordnungsgemäßen Benutzung der Augen-
schutzmittel, Abgrenzung und Kennzeichnung der Laserbereiche,
– die Information des Unternehmers und der verantwortlichen Vorge-
setzten über Mängel und Störungen an Lasereinrichtungen,
– die innerbetriebliche Mitteilung und Untersuchung von Unfällen durch
Laserstrahlung unter Einschaltung der Fachkräfte für Arbeitssicherheit.
Zur besseren Wirksamkeit des Laserstrahlenschutzes kann es zweckmäßig
sein, Vorgesetzte als Laserschutzbeauftragte zu bestellen oder die Laser-
schutzbeauftragten durch weitere Pflichtenübertragung gemäß § 12 UVV
„Allgemeine Vorschriften“ (GUV 0.1) mit Weisungsbefugnissen und Ver-
antwortung für den Betrieb von Lasereinrichtungen auszustatten.
Hierzu können gehören
– Festlegung der technischen und organisatorischen Schutzmaßnahmen,
– Weisungsrecht gegenüber den Beschäftigten an Lasereinrichtungen
und in Laserbereichen,
– Abstellung von Mängeln, gegebenenfalls Stillsetzung von Anlagen,
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2.20
(3) Absatz 1 gilt nicht, wenn der Unternehmer dem zuständigen Un-
fallversicherungsträger nachweist, daß er selbst die erforderliche Sachkun-
de besitzt, und den Betrieb der Lasereinrichtungen selbst überwacht.
Zu § 7 Abs. 1:
Bei Lasereinrichtungen der Klassen 2 oder 3 A entsteht im allgemeinen
kein Laserbereich, wenn beim Betrieb dieser Lasereinrichtungen nur eine
zufällige Bestrahlung von Personen möglich ist und im Falle von Laserein-
richtungen der Klasse 3 A keine optisch sammelnden Instrumente ver-
wendet werden. Treffen diese Voraussetzungen nicht zu, sind die Bestim-
mungen des § 8 sinngemäß zu erfüllen.
Für Lasereinrichtungen der Klasse 2 für Unterrichtszwecke gilt § 15.
(2) Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, daß Laserbereiche von La-
sereinrichtungen der Klassen 3 B oder 4 während des Betriebes abgegrenzt
und gekennzeichnet sind. Er hat außerdem dafür zu sorgen, daß in ge-
schlossenen Räumen der Betrieb von Lasereinrichtungen der Klasse 4 an
den Zugängen zu den Laserbereichen durch Warnleuchten angezeigt wird.
Zu § 7 Abs. 2:
Unter Abgrenzen ist zu verstehen, daß Unbefugte nicht unbeabsichtigt in
den Laserbereich gelangen können. Dies gilt insbesondere für Laser, de-
ren Strahlung so intensiv ist, daß diese auch nach diffuser Reflexion an ei-
ner rauhen Oberfläche noch gesundheitsgefährlich ist, also insbesondere
Laser der Klasse 4.
Derartig leistungsstarke Laser sollen – wenn die Art der Anwendung dies
nicht ausschließt – in geschlossenen Räumen betrieben werden.
Der Zugang zu Laserbereichen, in denen Lasereinrichtungen der Klasse 4
betrieben werden, ist während des Laserbetriebes durch geeignete Ein-
richtungen oder Maßnahmen auf befugte Personen zu begrenzen, die vor
der Einwirkung von Laserstrahlung geschützt sind.
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2.20
Je nach dem Grad der Gefahr, der von der Lasereinrichtung ausgeht, kann
es erforderlich sein, den Zugang schleusenartig auszubauen, z.B. bei me-
dizinischen Anwendungen, oder Türkontakte vorzusehen, durch die der
Laser beim Betreten des Laserbereiches ausgeschaltet wird, z.B. bei Ro-
botern.
Die Anforderungen an Rettungswege und Notausgänge entsprechend
§ 30 UVV „Allgemeine Vorschriften“ (GUV 0.1) sind dabei zu beachten;
Maßnahmen der Ersten Hilfe entsprechend UVV „Erste Hilfe“ (GUV 0.3),
insbesondere die sofortige Leistung Erster Hilfe nach einem Arbeitsunfall,
müssen trotz der genannten Einrichtungen möglich sein.
Der Einschaltzustand kann z.B. durch rote Warnleuchten oder Leuchtta-
bleaus angezeigt werden, bei Einsätzen im Freien durch Blinkleuchten
oder Rundumleuchten.
Zu § 7 Abs. 1 und 2:
Die Forderung nach Kennzeichnung ist erfüllt, wenn das Warnzeichen
W 10 „Warnung vor Laserstrahl“ nach Anlage 2 der UVV „Sicherheits- und
Gesundheitsschutzkennzeichnung am Arbeitsplatz“ (GUV 0.7) angebracht ist.
(3) Von den Absätzen 1 und 2 darf beim Einsatz von Laserstrahlung
über größere Entfernung und im Freien abgewichen werden, wenn durch
andere technische oder organisatorische Maßnahmen sichergestellt wird,
daß Personen keiner Laserstrahlung oberhalb der maximal zulässigen Be-
strahlung ausgesetzt sind.
Zu § 7 Abs. 3:
Dies kann z.B. in Diskotheken der Fall sein, wenn der Laserbereich außer-
halb des Arbeits- und Verkehrsbereiches verläuft und im übrigen das
Merkblatt „Disco-Laser“ beachtet wird.
Auf Bühnen und in Studios sind Abweichungen zulässig, wenn
– der Laserbereich außerhalb des Arbeits- und Verkehrsbereiches verläuft
oder
– der Laserbereich aus szenischen Gründen zugänglich sein muß und
durch eine Absperrung begrenzt bzw. bei Vorliegen szenischer Grün-
de, die eine Absperrung nicht gestatten, durch Markierungen, die auch
im Dunkeln erkennbar sein müssen, gekennzeichnet ist und
zusätzlich E DIN 56 912 „Showlaser und Showlaseranlagen; Anforderun-
gen und Prüfung“ eingehalten ist.
Für Lasereinrichtungen der Klassen 3 B oder 4, die im Freien oder in ver-
gleichbaren Anordnungen, z.B. in größeren Hallen, betrieben werden, sind
Abweichungen zulässig, wenn diese Einrichtungen nur durch Versicherte
mit besonderen Fachkenntnissen betrieben werden, die vom Unterneh-
mer bzw. Laserschutzbeauftragten dazu beauftragt sind. Durch Absper-
rungen, Abschirmungen, Verriegelungen, Strahlenachsensicherung oder
andere geeignete Vorrichtungen oder Maßnahmen ist sicherzustellen, daß
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Zu § 7:
Bei Lasereinrichtungen der Klasse 1 entsteht bei bestimmungsgemäßer
Verwendung kein Laserbereich. Ändert sich bei der Instandhaltung von
Lasereinrichtungen der Klasse 1 die Klasse, kann dabei die Einrichtung ei-
nes Laserbereichs erforderlich werden; siehe § 9.
Zur Feststellung, ob ein Laserbereich vorliegt, ist zu prüfen, ob die Werte
für die maximal zulässige Bestrahung (MZB) überschritten werden können.
Die MZB-Werte hängen in komplizierter Weise von Bestrahlungszeit und
Wellenlänge ab.
Bild 1 gibt dazu einen Überblick. Bei Impulsfolgen ist Vorsicht geboten. In
diesen Fällen sind genaue Berechnungen der MZB-Werte nach Anhang 2
durchzuführen.
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Bild 1: Maximal zulässige Bestrahlung der Hornhaut des Auges für einige ausgewählte
Wellenlängen nach DIN EN 60 825-1.
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Zu § 8 Abs. 1:
Da das Auge bereits durch Laserstrahlung sehr geringer Energie- bzw. Lei-
stungsdichte (siehe Anhang 2) gefährdet wird, sind in erster Linie Schutz-
maßnahmen zum Schutze der Augen notwendig. Hohe Leistungs- bzw.
Energiedichte gefährden jedoch auch die Haut.
Einen optimalen Schutz vor Laserstrahlung bietet eine Anlage, bei der
auch die Nutzstrahlung allseitig und lückenlos von einem Schutzgehäuse
umschlossen wird, also eine Lasereinrichtung der Klasse 1. Ein derartiger
Vollschutz ist vor allem bei der Anwendung von Lasern in der industriellen
Fertigung anzustreben.
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Zu § 8 Abs. 2:
Eine Gefährdung durch Laserstrahlung kann ausgeschlossen werden,
wenn z.B. beim Betrieb von Lasereinrichtungen der Klassen 3 B oder 4 un-
kontrolliert reflektierte Strahlung nicht auftreten kann und ein Eingriff in
den Strahlengang durch Umwehrungen oder Verdeckungen verhindert ist.
Geeignete Schutzkleidung ist in Laserbereichen, in denen Lasereinrich-
tungen der Klassen 3 B oder 4 benutzt werden, dann erforderlich und von
den Beschäftigten zu benutzen, wenn eine Gefährdung der Haut durch
Laserstrahlung nicht durch andere Maßnahmen verhindert werden kann.
Gesichtsschutz und Handschuhe können besonders bei Strahlung im UV-
Bereich, z.B. durch Excimer-Laser, erforderlich sein.
Geeignete Augenschutzgeräte bieten Schutz gegen direkte, spiegelnd re-
flektierte oder diffus gestreute Laserstrahlung. Trotz Augenschutzgeräten
ist jedoch der Blick in den direkten Strahl zu vermeiden.
Geeignete Augenschutzgeräte sind z.B. Laserschutzbrillen, die DIN EN
207 „Persönlicher Augenschutz; Filter und Augenschutz gegen Laser-
strahlung (Laserschutzbrillen)“ entsprechen. Sonderanfertigungen müssen
den wesentlichen technischen Anforderungen der Norm DIN EN 207 ent-
sprechen.
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(3) Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, daß Versicherte, die La-
sereinrichtungen der Klassen 2 bis 4 anwenden oder die sich in Laserberei-
chen von Lasereinrichtungen der Klassen 3 B oder 4 aufhalten, über das zu
beachtende Verhalten unterwiesen worden sind.
Zu § 8 Abs. 3:
Die Unterweisungen sind entsprechend § 7 Abs. 2 UVV „Allgemeine Vor-
schriften“ (GUV 0.1) mindestens einmal jährlich zu wiederholen.
Die Unterweisung hat das Ziel, die Versicherten über die Gefahren der
Laserstrahlung zu informieren und sie mit den vorhandenen Sicherheits-
einrichtungen und mit den erforderlichen Schutzmaßnahmen vertraut zu
machen, damit Schädigungen durch Laserstrahlung verhindert werden.
Inhalt der Unterweisung sollte also sein:
Laserstrahlung und ihre Gefahren, Wirkung der Laserstrahlung auf das
Auge, sonstige Gefährdungsmöglichkeiten und Nebenwirkungen, Schutz-
vorschriften und betriebliche Anweisungen, Verhalten im Laserbereich,
Schutzmaßnahmen und -einrichtungen am Arbeitsplatz, Benutzung von
Körperschutzmitteln, Kontrolle baulicher und apparativer Schutzvorrich-
tungen, Verhalten im Schadensfall.
Es wird empfohlen, über die Unterweisungen Aufzeichnungen zu führen.
Halten sich Versicherte nur kurzzeitig in Laserbereichen auf und befinden
sie sich in Begleitung einer hierzu beauftragten Person, genügt eine
Kurzunterweisung ohne Aufzeichnung.
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2.20
Zu § 8 Abs. 4:
Diese Forderung ist erfüllt, wenn
– der Fernverriegelungsstecker einer Lasereinrichtung der Klasse 3 B
oder 4 an einen Not-Aus-Schalter, einen Türkontakt oder an eine an-
dere gleichwertige Einrichtung mit Schutzfunktion angeschlossen ist,
– Lasereinrichtungen der Klassen 3 B oder 4 bei Nichtbenutzung durch
Abschließen des Schlüsselschalters gesichert sind,
– Lasereinrichtungen der Klassen 3 B oder 4 bei Nichtbenutzung durch
die Verwendung der Strahldämpfungseinrichtungen gesichert sind.
Hinweis: Für die Lasereinrichtungen der Klasse 3 B, die nicht mehr als
5fach die Grenzwerte von Klasse 2 im Wellenlängenbereich von 400 nm
bis 700 nm übersteigen, brauchen die genannten Schutzeinrichtungen
nicht vorhanden sein.
Zu § 9:
Eine Änderung der Klasse während der Instandhaltung kann vor allem bei
Lasereinrichtungen der Klasse 1 auftreten, die eingebaute Laser höherer
Klasse enthalten.
Solche Lasereinrichtungen können z.B. sein: Laserdrucker, Laserscanner
zum Abtasten von Strich-Codes in Handel und Industrie, Bearbeitungs-
laser, Laser-Entfernungsmeßgeräte, Laser-Platten- und Bildplattenspieler,
Laser-Kopierer, Lichtwellenleiter-Übertragungsstrecken mit Lasersendern.
Für die Instandhaltung von CD-Plattenspielern enthält das Merkblatt
„Schutzmaßnahmen bei Radio- und Fernsehreparaturen sowie bei Anten-
nenmontage“ eine Zusammenstellung der erforderlichen Schutzmaßnah-
men.
Für die erforderlichen Schutzmaßnahmen und für die schriftliche Bestel-
lung eines Laserschutzbeauftragten nach § 6 hat der Unternehmer zu sor-
gen, der die Instandhaltung durchführt. Auf die Pflicht zur Koordinierung
entsprechend § 6 UVV „Allgemeine Vorschriften“ (GUV 0.1) wird hinge-
wiesen.
Können die Bestimmungen der §§ 7 und 8 nicht völlig eingehalten werden,
ist durch besondere Maßnahmen und durch den Zeitpunkt der Instand-
26
2.20
Zu § 10 Abs. 1:
Diese Forderung ist erfüllt, wenn der Laserbereich von brennbaren Stof-
fen und explosionsfähiger Atmosphäre freigehalten wird. Werden solche
Stoffe für eine spezielle Anwendung der Laserstrahlung benötigt, dürfen
nur die dafür erforderlichen Mindestmengen im Laserbereich vorhanden
sein. Es sind Maßnahmen zu treffen, die eine Gefährdung der Beschäftig-
ten durch das Zünden dieser Mengen verhindern.
Brennbare Stoffe im Sinne dieser Unfallverhütungsvorschrift sind hoch-
entzündliche, leichtentzündliche und entzündliche Stoffe gemäß Gefahr-
stoffverordnung sowie sonstige brennbare Materialien wie Holz, Papier,
Textilien, Kunststoffe.
Siehe „Richtlinien für die Vermeidung der Gefahren durch explosionsfähi-
ge Atmosphäre mit Beispielsammlung – Explosionsschutz-Richtlinien –
(EX-RL)“ (GUV 19.8), insbesondere Abschnitte E 2.3.9 und E 2.3.10.
Zu § 10 Abs. 2:
Bevor ein Stoff der Einwirkung intensiver Laserstrahlung ausgesetzt wird,
ist zur Erfüllung dieser Forderung zu prüfen, ob durch Verdampfen, Ver-
brennen, durch chemische Reaktionen oder durch Bildung von Aerosolen
gesundheitsgefährliche Konzentrationen von Gasen, Dämpfen, Stäuben,
Nebeln oder explosionsfähige Gemische entstehen können; siehe
Gefahrstoffverordnung und Technische Regeln für Gefahrstoffe, z.B.
TRGS 900 „Grenzwerte in der Luft am Arbeitsplatz; Luftgrenzwerte“
(ZH 1/401).
27
2.20
Zu § 10:
Siehe auch §§ 43 bis 45 UVV „Allgemeine Vorschriften“ (GUV 0.1) und § 4
der UVV „Schweißen, Schneiden und verwandte Verfahren“ (GUV 3.8).
Beschäftigungsbeschränkung
und
28
2.20
Zu § 12:
Die Annahme einer Augenschädigung ist gerechtfertigt, wenn eine Be-
strahlung mit Laserstrahlung erfolgt ist und die MZB-Werte überschritten
worden sein können.
Der Augenarzt soll eine Fluoreszenzangiographie durchführen können; in
der Regel ist dies in Augenkliniken und Universitätskliniken der Fall.
Auf die Pflicht zur ärztlichen Versorgung entsprechend UVV „Erste Hilfe“
(GUV 0.3) bei anderen Verletzungen durch Laserstrahlung wird hingewiesen.
Zu § 13:
Für den Betrieb von Lasereinrichtungen, die in Diskotheken eingesetzt
werden, siehe auch Merkblatt „Disco-Laser“.
Für den Betrieb von Showlasern siehe E DIN 56 912 „Showlaser und
Showlaseranlagen; Anforderungen und Prüfung“.
§ 14. (1) Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, daß für Leitstrahlverfahren
und Vermessungsarbeiten nur folgende Lasereinrichtungen verwendet wer-
den:
29
2.20
Zu § 14 Abs. 1 Nr. 1:
Bei der Anwendung von Lasereinrichtungen der Klasse 3 A ist sicherzu-
stellen, daß der Laserstrahl nicht durch optisch sammelnde Instrumente,
wie z.B. Nivelliergeräte, Ferngläser oder Teleskope, beobachtet wird.
2. Lasereinrichtungen der Klasse 3 B, die nur im sichtbaren Wellenlängen-
bereich (400 nm bis 700 nm) strahlen, eine maximale Ausgangsleistung
von 5 mW haben und bei denen Strahlachse oder Strahlfläche so einge-
richtet und gesichert sind, daß eine Gefährdung der Augen verhindert
wird.
Zu § 14 Abs. 1 Nr. 2:
Bei der Verwendung von Lasereinrichtungen der Klasse 3 B mit maximal 5
mW Ausgangsleistung im sichtbaren Wellenlängenbereich (400 nm bis
700 nm), bei denen die Strahlrichtung konstant ist, haben sich folgende
Maßnahmen bewährt:
1. Die Ausgangsleistung des Lasers wird auf das für die Anwendung er-
forderliche Maß beschränkt. Dieser Forderung kann durch die Auswahl
des Lasergerätes oder durch Vorschalten abschwächender Filter ent-
sprochen werden.
2. Der Laserstrahl soll möglichst außerhalb des Arbeits- und Verkehrs-
bereiches verlaufen (siehe auch Nummer 4).
3. Die Strahlachse wird so gesichert, daß ein Auswandern des Laser-
strahls nicht möglich ist. Diese Sicherung kann beispielsweise aus
einem Rohr vor dem Lasergerät bestehen, das als Strahlfänger dient.
4. Der Bereich um den Laserstrahl wird in einem Abstand von wenig-
stens 1,5 m, z.B. mit einer Flatterleine, abgegrenzt und mit Laserwarn-
schildern gekennzeichnet.
Kann die Abgrenzung nicht durchgeführt werden (z.B. unter Tage), ist
auf andere Weise, z.B. durch Warnposten, zu verhindern, daß Versi-
cherte in den Bereich des Laserstrahls geraten können.
An gefährlichen Stellen sind folgende Ersatzmaßnahmen geeignet:
– Umwehren des Strahlenganges z.B. mit Maschendraht,
– Anbringen von Vorrichtungen zur Strahlunterbrechung, z.B. Klap-
pen, die eine matte Oberfläche besitzen. Wichtig ist, daß diese Vor-
richtungen betätigt werden können, ohne dabei in den gefährlichen
Bereich zu geraten,
– Hochlegen des Strahls.
5. Ein Laserstrahl darf sich nur soweit erstrecken, wie es für die Art des
Einsatzes notwendig ist. Der Strahl wird am Ende dieser Nutzentfer-
nung durch eine matte Zielfläche aufgefangen. Zu beachten bleibt,
daß die Bestrahlungsstärke mit der Entfernung nur wenig abnimmt.
Der Strahl kann beispielsweise noch in einer Entfernung von 100 m
und mehr für das Auge gefährlich sein.
30
2.20
§ 15. (1) Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, daß für Unterrichtszwecke
nur Lasereinrichtungen der Klassen 1 oder 2 verwendet werden.
Zu § 15 Abs. 2:
Diese Forderung ist erfüllt, wenn
1. der Laserbereich durch Abschirmung auf das notwendige Maß be-
grenzt und durch Abgrenzung gegen unbeabsichtigtes Betreten gesi-
chert ist,
2. Zugänge zu Laserbereichen mit Laserwarnzeichen gekennzeichnet
sind,
3. Lasereinrichtungen der Klasse 2 nur von befugten und unterwiesenen
Personen betrieben werden,
4. bei der Vorbereitung von Versuchen und Vorführungen nur Personen
beteiligt oder zugegen sind, die zuvor über die Gefahren der Laser-
strahlung und die erforderlichen Schutzmaßnahmen unterrichtet wor-
den sind,
5. Beobachter bzw. Teilnehmer vor Beginn des Versuches bzw. der Vor-
führung über die Gefahren der Laserstrahlung unterrichtet worden
sind,
6. Versuche und Vorführungen mit der jeweils geringsten notwendigen
Laserleistung durchgeführt werden.
31
2.20
(3) Die Absätze 1 und 2 gelten nicht für Lasereinrichtungen, die in der
Lehre in Hochschulen, bei der individuellen Ausbildung und in der Erwach-
senenbildung verwendet werden.
§ 16. (1) Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, daß bei der medizinischen
Anwendung von Laserstrahlung im Bereich von Organen, Körperhöhlen und
Tuben, die brennbare Gase oder Dämpfe enthalten können, Schutzmaßnah-
men gegen Brand- und Explosionsgefahr getroffen werden.
Zu § 16 Abs. 1:
Diese Forderung ist erfüllt, wenn z.B. Tuben und Sonden aus Materialien
bestehen oder mit Materialien umhüllt sind, die ausreichend standfest
gegen die verwendete Laserstrahlung sind bzw. wenn Organe frei von
explosionsfähiger oder brennbarer Atmosphäre sind.
Zu § 16 Abs. 2:
Diese Forderung ist erfüllt, wenn die Instrumente für medizinische An-
wendung, die tatsächlich in den Strahlengang gebracht werden müssen,
über möglichst kleine Radien verfügen. Plane und insbesondere konkave
Flächen sind zu vermeiden. Geeignet sind auch diffus reflektierende Ober-
flächen. Ungeeignet sind absorbierende Oberflächen, die sich aufheizen
können und die deshalb zu vermeiden sind; siehe DIN V 18 735 „Laser und
Laseranlagen; Zubehör für medizinische Lasergeräte; Lasergeeignete
Oberfläche für chirurgische Instrumente“.
Zu § 16 Abs. 3:
Optische Einrichtungen zur Beobachtung oder Einstellung sind z.B. Endo-
skope oder Mikroskope.
Diese Forderung ist für optische Einrichtungen, die ausschließlich für den
Lasereinsatz bestimmt sind, durch in die Betrachtungsoptik fest einge-
baute Filter erfüllt bzw. für gelegentlich beim Lasereinsatz verwendete
optische Einrichtungen durch die Verwendung zusätzlicher geeigneter
Vorsatzfilter.
32
2.20
Zu § 16 Abs. 4:
Diese Forderung ist erfüllt, wenn die versehentlich bestrahlten Materialien
nach Strahlabschaltung nicht weiter brennen oder glimmend abtropfen.
Die Eigenschaften in dieser Hinsicht können z.B. bei Abdeckmaterialien
auch durch Befeuchten verbessert werden.
Lichtwellenleiter-Übertragungsstrecken in Fernmeldeanlagen
und Informationsverarbeitungsanlagen mit Lasersendern
§ 17. (1) Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, daß auch bei einer nicht
bestimmungsgemäßen Trennung des Übertragungsweges von Lichtwellen-
leiter-Übertragungsstrecken Versicherte keiner Laserstrahlung oberhalb der
maximal zulässigen Bestrahlung ausgesetzt werden.
Zu § 17 Abs. 1:
Diese Forderung gilt als erfüllt, wenn an allen Verwendungsorten mit
uneingeschränktem Zugang der Gefährdungsgrad eines Lichtwellenleiter-
Kommunikationssystems gemäß DIN EN 60 825-2 „Sicherheit von Laser-
Einrichtungen; Teil 2: Sicherheit von Lichtwellenleiter-Kommunikations-
systemen“ höchstens 3 A beträgt. Damit ist sichergestellt, daß die
MZB-Werte ohne Benutzung von optischen Hilfsmitteln nicht überschrit-
ten werden. Zu den Verwendungsorten mit uneingeschränktem Zugang
gehören z.B. Büros, Besprechungsräume, Kantinen, Schulungsräume so-
wie Baustellen.
Können diese Bedingungen nicht eingehalten werden, sind besondere
Schutzmaßnahmen erforderlich, z.B. automatisches Abschalten des La-
sers bei Unterbrechung der Übertragungsstrecke, konstruktive Maßnah-
men bei Stecksystemen.
33
2.20
(2) Kann bei der Errichtung, beim Einmessen, bei der Erprobung und
bei der Instandhaltung von Lichtwellenleiter-Übertragungssystemen Laser-
strahlung oberhalb der Werte der maximal zulässigen Bestrahlung austre-
ten, darf der Unternehmer mit diesen Arbeiten nur Versicherte beauftragen,
die für den Umgang mit diesen Systemen besonders unterwiesen sind.
Zu § 17 Abs. 2:
Die Unterweisung hat alle notwendigen Schutzmaßnahmen nach § 8 zu
behandeln.
Schutzmaßnahmen können gegebenenfalls schon dann erforderlich sein,
wenn abweichend von den Durchführungsanweisungen zu § 17 Abs. 1 die
MZB-Werte für Augenbestrahlung überschritten werden, z.B. bei der Be-
nutzung von optischen Hilfsmitteln, wie Mikroskopen, Lupen.
Weitere Hinweise sind in DIN EN 60 825-2 „Sicherheit von Laser-Einrich-
tungen; Teil 2: Sicherheit von Lichtwellenleiter-Kommunikationssystemen“
enthalten.
Zu § 17:
Unter Lichtwellenleiter-Übertragungsstrecken im Sinne dieser Unfallver-
hütungsvorschrift werden „Lichtwellenleiter-Kommunikationssysteme“
nach DIN EN 60 825-2 „Sicherheit von Laser-Einrichtungen; Teil 2: Sicher-
heit von Lichtwellenleiter-Kommunikationssystemen“ verstanden.
V. Ordnungswidrigkeiten
§ 18. Ordnungswidrig im Sinne des § 209 Abs. 1 Nr. 1 Siebtes Buch So-
zialgesetzbuch (SGB VII) handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig den
Bestimmungen
34
2.20
VI. Inkrafttreten
35
2.20
Anhang 1
Begriffsbestimmungen
Die folgenden Begriffsbestimmungen sind DIN EN 60 825-1 „Sicherheit von Laser-
Einrichtungen, Teil 1: Klassifizierung von Anlagen, Anforderungen, Benutzer-Richt-
linien“ entnommen, ausgenommen die Begriffe im Zusammenhang mit Instand-
haltung, die DIN 31 051 „Instandhaltung, Begriffe und Maßnahmen“ entnommen sind.
Soweit wie möglich wurde eine Anpassung an DIN 5030 „Spektrale Strahlungsmes-
sung“, DIN 5031 „Strahlungsphysik im optischen Bereich und Lichttechnik“ und
DIN 5036 „Strahlungsphysikalische und lichttechnische Eigenschaften von Materia-
lien“ vorgenommen.
In dieser Unfallverhütungsvorschrift und den zugehörigen Durchführungsanweisun-
gen werden neben den Begriffsbestimmungen des § 2 folgende Begriffe verwendet:
Bestrahlung: Die Strahlungsenergie, welche auf ein Oberflächenelement trifft,
geteilt durch den Flächeninhalt dieses Elements.
Symbol H H =
dQ
dA
= E dt
36
2.20
37
2.20
Scheinbare Quelle: Das wirkliche oder scheinbare Objekt, das das kleinstmög-
liche Bild auf der Netzhaut erzeugt.
Anmerkung: Diese Definition wird benutzt, um den scheinbaren Ausgangspunkt
der Laserstrahlung im Wellenlängenbereich von 400 nm bis 1400 nm zu bestim-
men, unter der Annahme, daß sich die scheinbare Quelle im Akkomodationsbe-
reich des Auges ( 100 mm) befindet. Im Grenzfall des ideal kollimierten Strahls
liegt die scheinbare Quelle im Unendlichen.
Die Definition der scheinbaren Quelle wird im erweiterten Wellenlängenbereich
von 302,5 nm bis 4000 nm verwendet, da eine Bündelung durch übliche Linsen
in diesem Bereich möglich sein könnte.
Spiegelnde Reflexion: Eine Reflexion an einer Fläche, bei welcher die Korrela-
tion zwischen den einfallenden und reflektierten Strahlen aufrechterhalten wird,
wie bei der Reflexion an einem Spiegel.
38
2.20
Einheit: Joule, J
Zugängliche Strahlung: Laserstrahlung, die in der Lage ist, einen Teil des
menschlichen Körpers zu treffen und zu gefährden. Die Strahlung kann entwe-
der durch eine Öffnung, durch Ablenkung mittels eines Reflektors oder durch
einen Lichtleiter austreten. Die Exposition kann auch durch Hineinbringen von
Teilen des Körpers durch Öffnungen im Gehäuse erfolgen oder im gestörten Be-
trieb der Lasereinrichtung auftreten.
39
2.20
Anhang 2
Der Anhang 2 ist sachlich übernommen aus Abschnitt 13 DIN EN 60 825-1 „Sicher-
heit von Laser-Einrichtungen; Teil 1: Klassifizierung von Anlagen, Anforderungen
und Benutzer-Richtlinien“.
Maximal zulässige Bestrahlung (MZB)
1 Allgemeine Bemerkungen
Die Werte für die maximal zulässige Bestrahlung sind in den Tabellen III und
IV für die Benutzer so festgelegt, daß sie unterhalb der bekannten Gefahren-
pegel liegen. Sie basieren auf den besten zur Verfügung stehenden Informa-
tionen aus experimentellen Studien. Die MZB-Werte sind als Richtwerte bei
der Kontrolle von Bestrahlungen anzusehen; sie stellen keine präzis defi-
nierte Abgrenzung zwischen sicheren und gefährlichen Pegeln dar. Wenn ein
Laser Strahlung bei einigen sehr unterschiedlichen Wellenlängen emittiert
oder wenn einer kontinuierlichen Strahlung Impulse überlagert sind, können
die Berechnungen der Gefährdung komplex sein.
Bei Einwirkungen mehrerer Wellenlängen ist ein additiver Effekt auf einer
proportionalen Basis der spektralen Wirksamkeit entsprechend den MZB-
Werten von Tabelle III oder IV anzunehmen, wenn
a) die Impulsbreite oder Einwirkungszeit von der gleichen Größenordnung
sind
und
b) die Spektralbereiche in Tabelle I – durch die Symbole (a) für die Einwir-
kung auf das Auge und (h) für die Einwirkung auf die Haut dargestellt –
als additiv gekennzeichnet sind.
Dabei darf die Summe der Quotienten aus der jeweiligen Bestrahlung und
dem zugehörigen MZB-Wert nicht größer als 1 sein.
Tabelle I: Additivität der Wirkungen am Auge (a) und an der Haut (h) in ver-
schiedenen spektralen Bereichen.
40
2.20
41
2.20
c) die Bestrahlung durch jeden einzelnen Impuls in der Impulsfolge darf die
MZB des Einzelimpulses multipliziert mit dem Korrekturfaktor C5 nicht
übersteigen.
MZBImpulsfolge = MZBEinzelimpuls · C5 *)
Dabei bedeuten:
MZBImpulsfolge = MZB für jeden Einzelimpuls in der Folge
MZBEinzelimpuls = MZB für einen Einzelimpuls
C5 = N–1/4
N = Anzahl der Impulse während der Bestrahlung
In manchen Fällen könnte dieser Wert unter den MZB-Wert fallen, der für
kontinuierliche Bestrahlung gelten würde. Unter diesen Umständen wird der
MZB-Wert für kontinuierliche Bestrahlung angewendet.
42
2.20
43
44
2.20
Emissions-
dauer t
10–9 10–7 1,8 ✕ 10–5 5 ✕ 10–5 1 ✕ 10–3 10 103 104
s
< 10–9 bis bis bis bis bis bis bis bis
Wellen-
10–7 1,8 ✕ 10–5 5 ✕ 10–5 1 ✕ 10–3 10 103 104 3 ✕ 104
länge λ
mm
C2 J · m–2 ( t > T1 )
302,5 bis 315 3 ✕ 1010 W · m–2 C2 J · m–2
C1 J · m–2 ( t < T1 )
10–2 C6
400 bis 550 102 C6 J · m–2
W · m–2
102 C3 C6 J · m–2
5 ✕ 106 C6 W · m–2 5 ✕ 10–3 C6 J · m–2 18 t 0,75 C6 J · m–2
( t > T2 ) 10–2 C3 C6
550 bis 700
( t < T2 ) W · m–2
18 t 0,75 C6 J · m–2
5 ✕ 106 C4 C6
700 bis 1050 5 ✕ 10–3 C4 C6 J · m–2 18 t 0,75 C4 C6 J · m–2 3,2 C4 C6 W · m–2
W · m–2mmmm
5 ✕ 107 C6 C7
1050 bis 1400 5 ✕ 10–2 C6 C7 J · m–2 90 t 0,75 C6 C7 J · m–2 16 C6 C7 W · m–2
W · m–2mmmm
1400 bis 1500 1012 W · m–2 103 J · m–2 5600 t 0,25 J · m–2
2600 bis 106 1011 W · m–2 100 J · m–2 5600 t 0,25 J · m–2
1) Für Korrekturfaktoren und Einheiten siehe „Hinweise zu den Tabellen III und IV“.
2) Es gibt nur wenig Erfahrung über die Wirkung bei Bestrahlungsdauern unter 10–9 s.
Die MZB-Werte für diese Bestrahlungsdauern wurden abgeleitet von der Bestrahlung bei 10–9 s.
Tabelle III: Maximal zulässige Bestrahlung (MZB) für direkte Einwirkung von Laserstrahlen auf die Hornhaut des Auges 1), 2)
Emissionsdauer t
s 10–9 10–7 10 103
< 10–9 bis bis bis bis
Wellenlänge λ
10–7 10 103 3 104
mm
C2 J · m–2 (t > T1 )
302,5 bis 315 3 1010 W · m–2 C2 J · m–2
C1 J · m–2 (t < T1)
400 bis 700 2 1011 W · m–2 200 J · m–2 1,1 104 t 0,25 J · m–2 2000 W · m–2
700 bis 1400 2 1011C4 W · m–2 200 C4 J · m–2 1,1 104 t 0,25 J · m–2 2000 C4 W · m–2
1400 bis 106 1011 W · m–2 100 J · m–2 5600 t 0,25 J · m–2 1000 W · m–2 3)
1) Für Korrekturfaktoren und Einheiten siehe „Hinweise zu den Tabellen III und IV“.
2) Es gibt nur wenig Erfahrung über die Wirkung bei Bestrahlungsdauern unter 10–9 s. Die MZB-Werte für diese Bestrahlungsdauern wurden
abgeleitet von der Bestrahlung bei 10–9 s.
3) Für bestrahlte Hautflächen größer als 0,1 m 2 wird der MZB-Wert auf 100 W · m–2 verringert. Zwischen 0,01 m 2 und 0,1 m 2 verändert sich
der MZB-Wert umgekehrt proportional zur bestrahlten Hautfläche.
2.20
45
Tabelle IV: Maximal zulässige Bestrahlung (MZB) für die Einwirkung von Laserstrahlung auf die Haut 1), 2)
2.20
46
Bild 1: Korrekturfaktor C1 Bild 2: Knickstelle T1 Bild 3: Korrekturfaktor C2
für Emissionsdauern für λ = 302,5 nm für λ = 302,5 nm
2.20
47
2.20
Bild 4: Knickstelle T2 Bild 5: Korrekturfaktor C3
für λ = 550 nm bis 700 nm für λ = 550 nm bis 700 nm
2.20
49
2.20
50
2.20
Bild 9a: MZB für direkte Bestrahlung des Auges durch UV-Strahlung bei
ausgewählten Emissionsdauern von 10–9 bis 103 s
Bild 9b: MZB für direkte Bestrahlung des Auges durch UV-Strahlung
für Expositionsdauern bei ausgewählten Wellenlängen
51
2.20
Bild 10a: MZB für direkte Bestrahlung des Auges (C6 = 1) durch sichtbare
Strahlung (400 nm ≤ λ < 700 nm) und ausgewählte Infrarot-Strahlung
(1 050 nm ≤ λ < 1150 nm), direkter Blick in den Strahl, für Einzelim-
pulse oder Bestrahlungen (Expositionen)
Bild 10b: MZB für direkte Bestrahlung des Auges (C6 = 1) für Einwirkungs-
dauern über 1 s für ausgewählte Wellenlängen zwischen 400 nm
und 1150 nm
52
Bild 11: MZB für Bestrahlung des Auges (λ = 400 nm bis 550 nm) direkte Bestrahlung mit
Einzelimpulsen und für Dauerstrich-Bestrahlungen mit ausgewählten Winkelausdehnungen
2.20
53
der Quelle
2.20
Anhang 3
Anforderungen an die Inhalte von anerkannten Kursen zur Ausbildung von
Laserschutzbeauftragten
Solche Kurse sollen die Teilnehmer in die Lage versetzen, die Aufgaben des Laser-
schutzbeauftragten nach § 6 Abs. 2 der UVV „Laserstrahlung“ (GUV 2.20) wahrzu-
nehmen.
Veranstalter solcher Kurse haben sicherzustellen, daß die nachfolgenden Anforde-
rungen für die vorgesehenen Anwendungen berücksichtigt werden und daß für die
Kurse geeignete Referenten zur Verfügung stehen.
Je nach Anwendungserfordernis können solche Kurse umfassender oder auch sehr
speziell ausgerichtet sein.
Bei Kursen, die nur für spezielle Anwendungen vorgesehen sind, ist dies in der Teil-
nahmebestätigung klar herauszustellen. Solche Kurse sind z.B. auch durch Herstel-
ler der Lasereinrichtungen möglich.
Die Kursdauer sollte aber mindestens einen Tag betragen und sich generell in fol-
gende Themenbereiche aufteilen (Zeitanteile in Klammern):
– Theorie (1/3)
– praktische Anwendung (1/3)
– Lasersicherheit (1/3).
Der Umfang für den Seminarblock „Lasersicherheit“ sollte sechs Lehreinheiten um-
fassen. Als Mindestumfang für diesen Seminarblock werden vier Lehreinheiten für
erforderlich angesehen.
Im Seminarblock „Lasersicherheit“ sind folgende Lehrinhalte zu vermitteln:
– Gefährdung durch direkte, reflektierte oder gestreute Laserstrahlung
– Schädigung der Augen
– Schädigung der Haut
– Laserklassen
– Grenzwerte für ungefährliche Laserstrahlung
– Feuer- und Explosionsgefahren
– Entflammbarkeit durch Laserstrahlung
– chemische und toxische Gefährdung
– Entstehung und Absaugung von Gefahrstoffen
– Sicherheitseinrichtungen, -vorkehrungen und Warneinrichtungen
– Laserschutzbrillen
– Lasersicherheitsvorschriften und -bestimmungen
– Auswirkungen der Medizingeräteverordnung auf den Betrieb von Lasern
(nur bei medizinischen Anwendungen)
– Aufgaben und Pflichten des Laserschutzbeauftragten.
Als Arbeitsunterlagen müssen mindestens zur Verfügung stehen:
– Unfallverhütungsvorschrift „Laserstrahlung“ (GUV 2.20)
– DIN EN 60 825-1 „Sicherheit von Laser-Einrichtungen; Teil 1: Klassifizie-
rung von Anlagen, Anforderungen und Benutzer-Richtlinien“
– Medizingeräteverordnung (nur bei medizinischen Anwendungen).
54
2.20
Anhang 4A
Der Anhang 4 A ist sachlich übernommen aus DIN EN 207 „Persönlicher Augen-
schutz; Filter und Augenschutz gegen Laserstrahlung (Laserschutzbrillen)“.
Empfehlung für die Verwendung von Laserschutzbrillen
Dieser Anhang gibt Empfehlungen für die Auswahl von Laserschutzbrillen entspre-
chend dem Lasertyp und den Einsatzbedingungen.
1 Laserarten
Hinsichtlich ihrer Betriebsdauer bzw. Impulslänge kann man verschiedene
Laserarten unterscheiden. Die Grenzen zwischen den einzelnen Laserarten
sind weder durch physikalische noch durch biologische Faktoren scharf zu
ziehen und daher nur als Richtwerte anzusehen.
2 Bestimmung der Schutzstufe
2.1 Allgemeines
Bei den folgenden Berechnungen der Leistungs- oder Energiedichte ist der
tatsächliche Strahldurchmesser (kleinster Kreis, der 63 % der Laserleistung
bzw. -energie enthält) zu verwenden. Bei nichtkreisförmigen Querschnitten ist
analog zu verfahren und das kleinste Rechteck zu verwenden, das 63 % der
Laserleistung bzw. -energie enthält.
Bei divergenter Laserstrahlung (z.B. von Lichtwellenleiterenden oder Dioden-
lasern) kann der Strahldurchmesser in 10 cm Abstand vom Divergenzpunkt
den Berechnungen der Leistungs- bzw. Energiedichte zugrunde gelegt werden.
2.2 Dauerstrichlaser (D)
Die Leistungsdichte E des Laserstrahls errechnet sich aus der Laserleistung
P und dem Strahlquerschnitt (bzw. der Grenzfläche) A wie folgt:
P
E =
A
Anschließend kann die erforderliche Schutzstufe aus der Spalte D von Tabel-
le VI, die der Wellenlänge des Lasers entspricht, entnommen werden.
2.3 Gepulste Laser (I und R)
Die Energiedichte H des Laserstrahls errechnet sich aus der Impulsenergie
und dem Strahlquerschnitt (bzw. der Grenzfläche) A wie folgt:
Q
H =
A
Für Laser im Wellenlängenbereich zwischen 400 nm und 1400 nm ist die
Energiedichte H zusätzlich wie folgt zu korrigieren:
Ist die Impulswiederholfrequenz des Lasers ν (in Hertz), dann ist die Gesamt-
zahl N der Impulse innerhalb der betrachteten Zeitbasis von 10 s
N = 10 s · ν
Dann ist der Wert für die errechnete Energiedichte mit N 1/4 zu multiplizieren:
H’ = H · N 1/4
55
2.20
56
Schutz- Maximaler Maximale Energie- bzw. Leistungsdichte im Wellenlängenbereich
stufe spektraler 180 nm bis 315 über 315 nm bis 1400 nm über 1400 nm bis 1000 µm
Transmissions-
für die Laserbetriebsart / Betriebsdauer in s
grad bei den
Laserwellen- D I, R M D I, R M D I, R M
längen τ (λ) 10–9 bis 10–9 bis 10–9 bis
≥ 3 · 104 3 · 104 < 10–9 > 5 · 10–4 5 · 10–4 < 10–9 > 0,1 0,1 < 10–9
E H E E H E E H E
W/m2 J/m2 W/m2 W/m2 J/m2 W/m2 W/m2 J/m2 W/m2
L 1 10–1 0,01 3 · 102 3 · 1011 102 0,05 5 · 107 104 103 1012
L 2 10–2 0,1 3 · 103 3 · 1012 103 0,5 5 · 108 105 104 1013
L 3 10–3 1 3 · 104 3 · 1013 104 5 5 · 109 106 105 1014
L 4 10–4 10 3 · 105 3 · 1014 105 50 5 · 1010 107 106 1015
L 5 10–5 102 3 · 106 3 · 1015 106 5 · 102 5 · 1011 108 107 1016
L 6 10–6 103 3 · 107 3 · 1016 107 5 · 103 5 · 1012 109 108 1017
L 7 10–7 104 3 · 108 3 · 1017 108 5 · 104 5 · 1013 1010 109 1018
L 8 10–8 105 3 · 109 3 · 1018 109 5 · 105 5 · 1014 1011 1010 1019
L 9 10–9 106 3 · 1010 3 · 1019 1010 5 · 106 5 · 1015 1012 1011 1020
L 10 10–10 107 3 · 1011 3 · 1020 1011 5 · 107 5 · 1016 1013 1012 1021
Die Bedeutung der Symbole D, I, R und M kann den Abschnitten 2.2 bis 2.4 entnommen werden.
2.20
57
2.20
Anhang 4B
Der Anhang 4B ist sachlich übernommen aus DIN EN 208 „Persönlicher Augen-
schutz; Brillen für Justierarbeiten an Lasern und Laseraufbauten (Laser-Justier-
brillen)“.
1 Dauerstrichlaser
Die bestimmungsgemäße Verwendung der Laser-Justierbrillen bei Dauer-
strichlasern faßt die 2. Spalte von Tabelle VII zusammen. Die angegebene
Leistung bzw. Energie bezieht sich dabei auf Durchmesser des Laserbündels
von maximal 7 mm. Ist das Laserbündel wesentlich größer, so kann bei der
Auswahl der Bruchteil der Leistung zugrunde gelegt werden, der durch eine
7 mm-Blende fallen würde.
58
2.20
2 Gepulste Laser
2.1 Allgemeines
Für gepulste und quasikontinuierliche Laser fordert DIN EN 60 825-1, daß für
Zeiten unter 0,25 s die Grenzwerte der Klasse 1 eingehalten werden. Die
bestimmungsgemäße Verwendung von Laser-Justierbrillen bei Impulslasern
mit Impulsdauern größer als 2 · 10–4 s faßt die 3. Spalte von Tabelle VII zu-
sammen.
2.2 Langsame Impulsfolgen (Frequenz unter 0,1 s–1)
Für langsame Impulsfolgen und Impulslängen zwischen 10–9 und 2 · 10–4 s
können die Filter nach Spalte 3 von Tabelle VII ausgewählt werden.
2.3 Laser im Wellenlängenbereich zwischen 400 nm und 700 nm
Ist die Impulswiederholfrequenz des Lasers ν (in Hertz), dann ist die Gesamt-
zahl N der Impulse innerhalb der betrachteten Zeitbasis von 10 s
N = 10 s · ν
Dann ist der Wert für die Energie Q mit N1/4 zu multiplizieren:
Q’ = Q · N1/4
Anschließend kann für Q’ die erforderliche Schutzstufe aus der entsprechen-
den Spalte aus Tabelle VII entnommen werden.
Ferner ist für alle Impulsfolgen die mittlere Leistung zu berechnen und die
Schutzstufe aus Tabelle VII abzulesen. Ergibt sich dabei eine höhere Schutz-
stufe, so ist diese zu verwenden.
59
2.20
Anhang 5
Beispiele für die Kennzeichnung der Laserklassen
(nach Abschnitt 5 DIN EN 60 825-1)
Form, Farbe und Gestaltung der Zeichen siehe Bilder 14 und 15 DIN EN 60 825-1.
Nach Abschnitt 5.8 DIN EN 60 825-1 muß die Bezeichnung und das Datum der Ver-
öffentlichung der Norm, nach der das Produkt klassifiziert wurde, auf dem Hinweis-
schild oder in der Nähe am Produkt angebracht werden. In den folgenden Beispie-
len wird die allgemeine Form „EN 60 825-1:1994“ verwendet.
Die technischen Zusatzangaben werden wie folgt benutzt:
E W · m–2 Bestrahlungsstärke
F Hz Impulswiederholfrequenz
P0 W Gesamt-Strahlungsleistung, ausgestrahlt von einem Dauerstrich-
laser, oder mittlere Strahlungsleistung eines wiederholt gepulsten
Lasers
Pp W Strahlungsleistung, ausgestrahlt innerhalb eines Impulses eines
gepulsten Lasers
t s Dauer eines Einzelimpulses
λ nm Wellenlänge der Laserstrahlung
60
2.20
a) Zeitbasis 30 000 s
LASER KLASSE 1
NACH EN 60 825-1:94
Hersteller darf
bei Lasern der
Klasse 1
oder stattdessen
diesen
Hinweis in die
Benutzerinformation
aufnehmen.
b) Zeitbasis 100 s
LASER KLASSE 1
Zeitbasis 100 s
NACH EN 60 825-1:94
61
2.20
Lasereinrichtungen der Klassen 2 bis 4 müssen nach Abschnitt 5.8 EN 60 825-1 auf
einem Hinweisschild durch Angaben über die maximalen Ausgangswerte der Laser-
strahlung, der Impulsdauer (falls zutreffend) und der ausgesandten Wellenlänge(n)
beschrieben werden. Diese Angaben können in einem Hinweisschild zusammen mit
der Angabe der Klasse oder in einem separaten Hinweisschild aufgenommen
werden.
oder
LASERSTRAHLUNG LASERSTRAHLUNG
NICHT IN DEN STRAHL BLICKEN NICHT IN DEN STRAHL BLICKEN
P ≤ 1 mW
λ = 632,8 nm
62
2.20
P0 = _____ W
P0 ≤ 5 mW PP = _____ W
λ = 632,8 nm t = _____ s
E ≤ 25 W/m 2 F = _____ Hz
λ = _____ nm
63
2.20
P0 = _____ W
PP = _____ W
P0 = _____ W
λ = _____ nm
t = _____ s
F = _____ Hz
λ = _____ nm
64
2.20
P0 = 100 W
PP ≤ 5,5 kW
P0 = 20 W
λ = 457 - 514 nm
t = 0,1 – 20 ms
F = Einzelimpuls bis 300 Hz
λ = 1064 nm
65
2.20
Anhang 6
Bezugsquellenverzeichnis
1. Gesetze / Verordnungen
Bezugsquelle: Buchhandel
oder
Carl Heymanns Verlag KG
Luxemburger Straße 449, 50939 Köln
2. Unfallverhütungsvorschriften
Bezugsquelle: Schriften mit GUV-Nummer:
zuständiger Unfallversicherungsträger,
Schriften mit VBG-Nummer:
Carl Heymanns Verlag KG
Luxemburger Straße 449, 50939 Köln
4. DIN-Normen
Bezugsquelle: Beuth-Verlag GmbH
Burggrafenstraße 6, 10787 Berlin
5. VDE-Bestimmungen
Bezugsquelle: VDE-Verlag GmbH
Bismarckstraße 33, 10625 Berlin
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2.20
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