Deutsch B1
Deutsch B1
Temporale Nebensätze mit Konjunktionen wenn/ als, während, solange, bevor, sobald,
bis, seit, seitdem
Der Temporalsatz gibt die Auskunft über die Zeit des Geschehens im Hauptsatz. Der Nebensatz kann dabei Gleichzeitigkeit eines Geschehens mit der
Handlung des Hauptsatzes oder Vor- bzw. Nachzeitigkeit im Verhältnis des Nebensatzes zum Hauptsatz bezeichnen.
während
Man darf während der Stunde kein Handy als Hilfsmittel nutzen. Wir haben während der Reise viele nette Leute kennengelernt. Meine Oma hat das
Abendessen zubereitet, während wir im Hof spielten. – oder – Während wir im Hof spielten, hat meine Oma das das Abendessen zubereitet.
solange
Die Fahrgäste schauten aus den Fenstern, solange der Bus hielt. Du kannst bei uns wohnen, solange du in Wien sein wirst.
bis
Ich habe das Buch gelesen, bis der Bus abfuhr. Felix arbeitet an dem Projekt weiter, bis er damit Schluss macht. Wir müssen solange warten, bis
Johanna die Prüfung ablegt.
seit(dem)
Seitdem ich mit Leon kenne, ist er einer der besten Ingenieure im unserem Betrieb.
Seitdem meine Eltern auf dem Lande wohnen, fühlen sie sich viel besser.
sobald
Sebastian ruft mich an, sobald er nach Wien kommt. Ich melde mich bei Ihnen, sobald ich mit dem Vortrag fertig sein werde.
seit
Ich besuche eine Karate-AG, seit ich in dieser Stadt wohne. Wir kennen Dr. Mayer, seit er als Arzt tätig ist.
bevor
Bevor ich abreise, muss ich noch Vieles erledigen. Wir haben begonnen, bevor du gekommen bist. Ihr sollt hier alles aufräumen, bevor die Gäste
kommen.
wenn
Die Prüfung ist dann bestanden, wenn Sie das Zertifikat bekommen werden. Wenn Sie alle Unterlagen vorliegen, kann ich Sie beraten.
2) Wiederholte Handlung in allen Zeitformen, besonders nach den Adverbien, die entweder auf die Dauer oder auf den bestimmten Zeitpunkt
hinweisen, z. B. jedes Mal, immer, ständig, jedes Wochenende usw.
wenn
Ich besuche immer meine Verwandten, wenn ich nach Wien komme. Meine Eltern helfen mir jedes Mal, wenn ich ihre Hilfe brauche.
als
Als ich im vorigen Sommer in Wien war, ging ich in die Wiener Oper. Ich war gründlich untersucht, als ich letzte Woche im Krankenhaus war. Ich
besuchte eine Kunstschule, als ich Schüler war.
Thema 2. Trennbare Verben im Präteritum
Das Präteritum (Imperfekt, Vergangenheitsform) verwendet man im Deutschen für eine Erzählung oder einen Bericht in der Vergangenheit, vor allem
in der Schriftsprache. Es wird sowohl für die Beschreibung der abgeschlossenen Handlungen, als auch die Wiedergabe der Fakten oder Zustände in
der Vergangenheit gebraucht.
Mein Urlaub auf Cuba war unvergesslich. Wir arbeiteten zwei Wochen an diesem Projekt und machten eine Präsentation. Ich hatte gestern viel zu tun
und konnte dich nicht anrufen. Es tat mir leid, aber ihr kamt zu spät.
Die Verben mit trennbaren Präfixen bilden das Imperfekt nach allgemeinen Regeln: Der Präfix wird vom Wortstamm getrennt und steht am Satzende,
das Wortstamm bekommt Endung -te und wird konjugiert. Die erste Person Sg. (ich) und die dritte Person Sg. (er, sie, es) bekommen keine Endungen
(schaue die Tabelle 1).
Tabelle 1
Bildung des Präteritums vom regelmäßigen (schwachen) Verb aufräumen mit einem trennbaren Präfix -auf
ihr räum + tet auf Ihr räumtet die Spielzeuge ohne mich auf.
Die unregelmäßigen Verben bilden das Präteritum von der zweiten Stammform des Verbs. Der Präfix wird vom Wortstamm getrennt und steht am
Satzende. Die erste Person Sg. (ich) und die dritte Person Sg. (er, sie, es) bekommen keine Endungen (schaue Tabelle 2).
Tabelle 2
Bildung des Präteritums vom unregelmäßigen (starken) Verb abfahren mit einem trennbaren Präfix -ab
Thema 3. Plusquamperfekt
Plusquamperfekt (Vorvergangenheit) verwendet man, wenn der Sprecher bei einem Bericht in der Vergangenheit auf ein Geschehen zurückblickt, das
zeitlich noch vor einem bestimmten Zeitpunkt in der Vergangenheit passierte.
Das Plusquamperfekt bildet man von den Präteritum-Formen haben oder sein und vom Partizip II vom Vollverb, das am Satzende steht. Die erste und
die dritte Person Singular habe dieselbe Präteritum-Form. Andere Personen bekommen ihre Endungen nach den Regeln (Schauen Sie die Tabelle 1).
Tabelle 1
Das Passiv unterscheidet sich vom Aktiv. Ein Passivsatz stellt Vorgänge und Zustände dar. Im Unterschied zum Aktivsatz steht eine aktiv handelnde
Person im Mittelpunkt des Geschehnisses, z. B.: 1. Der Teilnehmer/in schreibt eine Masterarbeit. – Die Masterarbeit wird von dem TeilnehmerInnen
geschrieben. 2. Der Schaffner prüft Fahrkarten. – Die Fahrkarten werden vom Schaffner geprüft. 3. Der Tornado wirft Bäume um und zerstört Häuser. –
Bäume und Häuser werden durch den Tornado umgeworfen und zerstört.
Im Passiv ist die handelnde Person nicht so wichtig, meistens überhaupt nicht bekannt oder nicht vorhanden, weil es entweder eine Handlung oder
einen Prozess beschreibt. Außerdem kann das Passiv einen Zustand und ein Resultat darstellt. Daher gibt es zwei
Passivformen: Vorgangspassiv und Zustandspassiv.
Im Vorgangspassiv stehen der Vorgang, die Handlung oder das Geschehen in den Vordergrund. Vorgangspassiv beschreibt eine Handlung oder einen
Prozess und wird mit dem Hilfsverb werden und Partizip II eines Stammverbs gebildet, das am Ende des Satzes steht, zum Beispiel: 1. Der
Präsident wird von dem Volk gewählt. 2. Das Haus wird von der Firma Mustermann saniert. 3. Die Fahrzeuge werden von einem Facharbeiter lackiert.
Beim Zustandspassiv, auch sein-Passiv genannt, ist dieser Vorgang beendet. Er ist abgeschlossen. Das Zustandspassiv zeigt somit einen erreichten
Zustand, ein abgeschlossenes Ereignis an und ist das Ergebnis eines vorausgegangenen Vorgangs.
Präteritum Passiv
Das Präteritum Passiv bildet man mit dem Präteritum des Hilfsverbs werden – wurde und dem Partizip II des Stammverbs gebildet. Das Präteritum
Passiv verwendet man zur Bezeichnung vergangener Ereignisse und Situationen. Schauen Sie Beispiele und Tabelle 1
Beispiele:
Tabelle 1
Perfekt Passiv
Das Perfekt Passiv bildet man mit Präsens des Hilfsverbs sein, dem Partizip II des Stammverbs und der alten Vergangenheitsform vom Verb werden –
worden am Ende des Satzes. Das Perfekt Passiv verwendet man immer, wenn wir über die Vergangenheit sprechen. Das Perfekt Passiv (vollendete
Gegenwart) verwendet man im Deutschen für abgeschlossene Handlungen, bei denen das Ergebnis oder die Folge im Vordergrund steht. Schauen Sie
Beispiele und Tabelle 2.
Beispiele:
Plusquamperfekt Passiv
Das Plusquamperfekt Passiv bildet man mit Präteritum des Hilfsverbs sein – war, dem Partizip II des Stammverbs und der alten Vergangenheitsform
vom Verb werden – worden am Ende des Satzes. Das Plusquamperfekt Passiv (Vorvergangenheit) verwendet man, wenn es um die Handlung in der
Vergangenheit geht, das zeitlich noch vor einem bestimmten Zeitpunkt in der Vergangenheit passierte. Schauen Sie Beispiele und Tabelle 3.
Beispiele:
1. Der Text war vor zweihundert Jahren übersetzt worden.
Tabelle 3
Das Futurum Passiv bildet man mit Präsens des Hilfsverbs werden, dem Partizip II des Stammverbs und der Infinitivform vom Verb werden am Ende
des Satzes. Futurum Passiv drückt eine Absicht oder eine Vermutung für die zukünftigen Handlungen aus. Schauen Sie Beispiele und Tabelle 4.
Beispiele:
Tabelle 4
Es ist im Deutschen möglich, durch das Anfügen eines Präfixes an einfache Verben zusammengesetzte Verben zu bilden. Dabei unterscheidet sich
meistens die Bedeutung des zusammengesetzten Verbs vom Basisverb. Die zusammengesetzten Verben können trennbar oder untrennbar sein. Ob
ein Verb trennbar oder untrennbar ist, hängt von seinem Präfix ab. Es gibt nämlich Präfixe, die niemals getrennt werden. Untrennbare Präfixe sind
unbetont.
Diese Präfixe bleiben als fester Bestandteil vor dem Verb, auch in der finiten Form.
Beispiel:
Beispiel:
Konzessive Sätze geben entweder Ereignisse und Tatsachen oder einen Gegengrund an. Außerdem bezeichnen sie eine Einschränkung oder eine
Einräumung. Den konzessiven Nebensätzen folgen in der Regel Hauptsätze, die häufig eine erwartete Folge einer Handlung beschreiben.
Konzessivsätze werden durch unterordnende Konjunktionen obwohl, obgleich, wenn … auch noch so eingeleitet.
obwohl
1. Eine sehr häufig gebrauchte Konjunktion ist obwohl, die einen Nebensatz einleitet. Das Verb im Nebensatz steht immer am Ende. Zum
Beispiel: Obwohl Lucas nicht so viel Zeit hatte, machte er alle Aufgaben richtig.
2. Der Nebensatz mit obwohl kann vor oder hinter dem Hauptsatz stehen, zum Beispiel: Obwohl Lena und Mia mich gut kennen, konnten sie mich
nicht sofort erkennen. Sie konnten mich nicht sofort erkennen, obwohl Lena und Mia mich gut kennen.
obgleich, obschon
Genauso wie obwohl werden aber seltener Konjunktionen obgleich und obschon gebraucht. Zum Beispiel: Obgleich alle Reisenden sehr müde waren,
wollten sie nicht ins Bett. Wir sind zum Unterricht gekommen, obschon es zu spät war.
Häufig werden auch die Zusammensetzungen mit der Konjunktion wenn in der Form auch wenn …, wenn auch oder getrennt stehendes wenn … auch,
wenn … auch noch so gebraucht. Dieses konzessive Satzgefüge betont den Gegensatz stärker als ein Nebensatz mit der Konjunktion obwohl. Nach
dem Nebensatz mit wenn … auch noch so kann auch der Hauptsatz mit dem Subjekt in der Position 1 stehen. Zum Beispiel: Auch wenn Leon noch so
begabt war, er ließ sich doch nicht faulenzen und trainierte sich jeden Tag. – oder – Wenn er auch noch so begabt war, so er ließ sich doch nicht
faulenzen und trainierte sich jeden Tag.
Thema 7. "Relativsätze"
Ein Satzgefüge besteht aus mindestens zwei Teilen – einem Hauptsatz und einem Gliedsatz, der dem Hauptsatz untergeordnet ist und nicht
eigenständig stehen kann. Der Hauptsatz und der Relativsatz sind immer mit einem Relativpronomen verbunden. Die am häufigsten gebrauchten
Relativpronomen sind der, die, und das. Als Relativpronomen können auch welcher, welche, welches und Adverbien wie, wo, was, wer, wohin u. a.
Beispiele:
1. Herr Mustermann ist ein Kollege, der immer gute Tipps gibt und gerne hilft.
2. Die Stadt, wohin wir gefahren sind, liegt im Vorgebirge der Alpen.
3. Das Kleid, welches Ihre Frau sich gekauft hat, steht ihr zu Gesicht.
Jedes Relativpronomen bezieht sich immer auf ein Nomen im Hauptsatz bestimmt es näher. Den Unterschied zwischen Satzreihen und Satzgefügen
erkennt man an der veränderten Stellung des Verbs in Gliedsätzen, wo es am Ende steht. Außerdem kann ein Relativsatz sowohl mitten im Satz als
auch am Ende eines Satzes gestellt werden. Relativpronomen werden wie folgt dekliniert (Schauen Sie Tabelle 1).
Tabelle 1
Deklination der Relativpronomen der, die, das, die (Pl)
Beispiele:
2. Meine Eltern schenkten mir ein Handy, dessen Preis sehr günstig war.
3. Der alte Mann, dem ich geholfen habe, ist der Opa von Ervin.
5. Die Schüler, die an der Klassenfahrt teilnehmen, sollen einen Erlaubnis von den Eltern mitbringen.
Auf solche Weise wird auch das Relativpronomen welcher Konjugiert (Schauen Sie Tabelle 2).
Tabelle 2
Beispiele:
1. Das Auto, welches mein Opa vor 40 Jahren gekauft hat, ist heute ein Oldtimer.
2. Die Bücher, welche Sie in Ihrer Bibliothek haben, gehören heute zu den Unikaten.
5. Der Freund, mit welchem ich in die Schule gegangen bin, lebt jetzt in den Niederlanden.
Falls wir die Relativpronomen mit einer Präposition gebrachen, deklinieren wir sie nach den Regeln. Zum Beispiel:
2. Die Frau, auf die wir warten, kennt die Geschichte der Stadt gut.
Die Konditional-Sätze (Bedingungssätze) geben uns Bedienungen an, unter denen eine bestimmte Handlungen in den Nebensätzen erfüllt werden
können. Die Konditionalsätze werden mit Konjunktionen wenn oder falls einleitet und beschreiben die Bedingungen, in den Hauptsätzen werden die
Folgen ausgedrückt. Die Konjunktionen wenn und falls haben die gleiche Bedeutung. Die Konjunktion falls steht meistens am Satzanfang. Wenn ein
Nebensatz vor einem Hauptsatz steht, so dann beginnt ein Nebensatz mit einem Verb.
Beispiele:
1. Ich fahre nächsten Winter in die Alpen, wenn ich eine Woche Urlaub haben werde. – Wenn ich eine Woche Urlaub haben werde, fahre ich nächsten
Winter in die Alpen.
2. Falls Sie mich per Skype nicht erreichen können, rufen Sie mich bitte per WhatsApp an. – Rufen Sie mich bitte per WhatsApp an, wenn Sie mich per
Skype nicht erreichen können.
3. Wenn/ Falls David heute Zeit findet, besucht er uns. – David besucht uns, wenn er heute Zeit findet.
4. Wenn/ Falls Sophie die Abiturprüfungen gut ablegen wird, kann sie an der Universität Wien studieren. – Sophie kann an der Universität Wien
studieren, wenn sie die Abiturprüfungen gut ablegen wird.
5. Wenn du hohes Fieber hast und krank bist, bleib bitte zu Hause und ruf den Arzt an. – Bleib bitte zu Hause und ruf den Arzt an, wenn du hohes Fieber
hast und krank bist.
6. Komm heute mit mir in die Disco, wenn du Lust hast. – Wenn du Lust hast, komm heute mit mir in die Disco.
Thema 9. "Die Umschreibung des Konjunktivs II mit würde + Infinitiv"
Der Konjunktiv II kann man oft umgangssprachlich mit würde und einem Infinitiv des Vollverbs am Satzende umschrieben werden, besonders, wenn
der Konjunktiv II nicht deutlich erkannt wird, zum Beispiel decken sich bei schwachen Verben viele Endungen von Präsens und Präteritum hier mit
dem Konjunktiv I und Konjunktiv II.
Beispiele: Wenn Simon und Emma mehr studieren würden, würden sie höheres Sprachniveau erreichen.
Besonders in der gesprochenen Sprache umschreibt man den Konjunktiv oft, weil sonst das Ganze etwas steif klingt. Langsam aber sicher werden
Umschreibungen mit würde auch in der Schriftsprache normal.
Sie sollten lieber nicht mit würde umschreiben, wenn es sich um die Verben haben – hätte und sein – wäre oder um die modalen Hilfsverben können –
könnte, dürfen – dürfte, mögen – möchte, sollen – sollte, wollen – meist durch möchte ersetzt und wissen – wüsste handelt.
Man bildet die Form würde von der Präteritumform des Verbs werden – wurde . Bei der Bildung ändert man den Stammvokal -u- auf -ü- . Das Suffix -
e darf nicht weggelassen werden (Schauen Sie Tabelle 1).
Tabelle 1
Personalpronomen würde
Ich würde
Du würdest
Er, sie, es würde
Wir würden
Ihr würdet
Sie würden
Sie würden
Irreale Wunschsätze drücken unerfüllbare Wünsche aus, zum Beispiel: 1) Wenn meine Eltern in Wien wären! 2) Hätten wir damals darüber gewusst!
Ein irrealer Wunschsatz ist ein selbstständiger Satz, der durch die Konjunktion wenn oder ohne Konjunktionen eingeleitet wird. Der konjugierbare Teil
des Prädikats hat in einem irrealen Wunschsatz mit der Konjunktion wenn die Endstellung, zum Beispiel: Wenn Leo heute mit uns ins Cafe ginge!
Das Prädikat kann in einem irrealen Wunschsatz am Anfang stehen, zum Beispiel: Ginge Jonas heute ins Theater! Hättest du auf mich gewartet!
Der Konjunktiv II wird in den irrealen Wunschsätzen gebraucht. Der Konjunktiv II kann man oft umgangssprachlich mit würde und einem Infinitiv des
Vollverbs am Satzende umschrieben werden, besonders, wenn der Konjunktiv II nicht deutlich erkannt wird, zum Beispiel decken sich bei schwachen
Verben viele Endungen von Präsens und Präteritum hier mit dem Konjunktiv I und Konjunktiv II.
Man bildet die Formen des Konjunktivs II von der Präteritumform der starken (unregelmäßigen) Verben. Bei der Bildung ändert man den Stammvokal -
a-, -o-, -u- auf -ä-, -ö-, -ü-, zum Beispiel: kommen – kam – käme (Präteritum des Konjunktivs II), lesen – las – läse (Präteritum des Konjunktivs II), fahren
– fuhr – führe (Präteritum des Konjunktivs II). Das Suffix -e darf nicht weggelassen werden (Schauen Sie Tabelle 1).
Tabelle 1
Das Präteritum Konjunktiv wird zum Ausdruck der Gegenwart und Zukunft gebraucht.
Beispiele:
Falls das Präteritum Konjunktiv und der Indikativ zusammenfallen, dann wird der Konditionalis I gebraucht, zum Beispiel: Wenn es heute schneien
würde! Würden wir diese Bücher lesen!
In einem irrealen Wunschsatz kann man auch die Modal-Partikeln bloß, doch, nur, oder eine Kombination dieser Partikel doch nur benutzt werden.
Man kann die Wunschsätze mit einem Ausrufezeichen (!) enden, zum Beispiel: 1) Wäre es doch nur kälter! 2) Hätte ich doch nur ein wenig
Zeit! 3) Wärest du bloß etwas fleißiger!
Zum Ausdruck der Vergangenheit wird das Plusquamperfekt Konjunktiv gebraucht (Schauen Sie Tabelle 2).
Tabelle 2
Bildung des Konjunktivs II zum Ausdruck der Vergangenheit mit hätte und wäre
Personalpronomen Irreale Wunschsätze mit hätte Personalpronomen Irreale Wunschsätze mit wäre
Wenn ich doch gestern dich besucht Wenn ich nur zu Hause geblieben
Ich Ich
hätte. wäre.
Wenn er sich doch besser auf die Prüfung Wenn sie doch gestern gekommen
Er, sie, es Er, sie, es
vorbereitet hätte. wäre.
Wenn wir nur davon früher gewusst Wenn wir doch in Salzburg gewesen
Wir Wir
hätten. wären.
Wenn ihr doch das ohne Eltern nicht Wenn ihr doch dafür verantwortlich
Ihr Ihr
gemacht hättet. gewesen wäret.
Wenn sie sich nur mehr Mühe gegeben Wenn sie doch den ganzen Tag
Sie Sie
hätten. gesprungen wären.
Wenn Sie doch uns gestern anrufen Wenn Sie bloß ohne Kaffee
Sie Sie
sollen hätten. geblieben wären.
Das Prädikat kann in einem irrealen Wunschsatz auch am Anfang stehen, zum Beispiel:
Irreale Bedingungssätze (Konditionalsätze) bezeichnen einen Typ von Nebensätzen (Adverbialsätze) und antworten auf die Fragen in welchem Fall?
unter welcher Bedingung? Die Bedingungssätze markiert man im Deutschen sowohl durch Konjunktionen wie falls, wenn und sofern als auch durch
eine besondere Wortstellung Verb-Erst-Stellung, zum Beispiel: Hätte ich darüber früher gewusst! oder Wenn-dann-Satz, zum Beispiel: Wenn ich
Urlaub im Sommer bekommen würde, dann würde ich nach Italien fahren! Konditionalgefüge oder Bedingung-Folge-Satz, zum Beispiel: Wenn ich
nicht so schnell gelaufen wäre, dann hätte ich jetzt keinen Flankenschmerz!
Irreale Bedingungssätze können konjunktional und konjunktionslos sein. Die konjunktionalen Bedingungssätze können durch die
Konjunktionen wenn und falls eingeleitet werden, zum Beispiel: Wenn Boris heute Zeit gehabt hätte, hätte er uns besucht. Falls wir uns verspäten
würden, wäre ich sehr sauer.
In den konjunktionslosen Bedingungssätzen können die finiten Verben an erster Stelle stehen, zum Beispiel: Wäre ich nach Salzburg gefahren, hätte
ich dich besucht. Hättest du die Hausaufgabe gemacht, hätte ich dich erlaubt, ins Kino mit Freunden zu gehen.
Präteritum, Konditionalis I zum Ausdruck der Gegenwart und Zukunft, zum Beispiel: Wenn er mit uns ginge, könnten wir schneller den Weg
finden (Präteritum Konjunktiv II, Gegenwart)! Wenn wir besser spielen würden, würden wir sicher gewinnen (Konditionalis I, Zukunft)!
Plusquamperfekt zum Ausdruck der Vergangenheit, zum Beispiel: Wenn ihr euch mehr bemüht hättet, hättet ihr die Prüfungen mit besseren Noten
bestanden! Wenn meine Eltern rechtzeitig gekommen wären, hätte ich mich nicht verspätet!
Thema 12. Konjunktionen deswegen, darum, deshalb
Konjunktionen deswegen, darum und deshalb sind satzverbindende Adverbien, die eine Folge einleiten. Die Behauptung oder die Aussage in einem
Satz drückt den Grund für die Folge im anderen Satz. Da aller drei satzverbindenden Adverbien die gleiche Bedeutung haben, können sie vom
Sprecher ausgetauscht werden. In einem Satz stehen diese Adverbien auf Position 1, dann folgt auf Position 2 das Verb.
Beispiele:
Ich will in Österreich leben und arbeiten, deswegen besuche ich einen Deutschkurs.
Wir haben kleine Kinder, deswegen haben wir wenig Zeit zu schlafen.
Mein Sohn möchte Arzt werden, darum hat er Nachhilfestunden in Biologie und Chemie.
Präposition wegen gehört zu der Gruppe kausalen Präpositionen, die einen Grund der Handlung angeben. Nach der Präposition wegen steht in der
Standartsprache der Genitiv.
Beispiel:
Wegen schlechten Wetters konnten wir unsere Wanderung nicht weiter machen.
Wegen des starken Windes wurden viele Bäume entwurzelt.
Besonders in der Umgangssprache wird wegen auch im Singular manchmal im Dativ gebraucht, aber diese Form ist falsch, zum Beispiel: Wegen
einem Unfall haben wir uns verspätet.
Die Infinitive sind Grundformen der Verben und enden sich auf (e)n. In einem Satz gebraucht man einen Infinitiv auch mit einem anderen Verb, von
dem dieser Infinitiv abhängt und am Satzende steht.
• 1. Nach den Modalverben können, dürfen, müssen, sollen, wollen, mögen (möchten) und nach dem Verb lassen. Zum Beispiel:
o b) Willst du heute mit mir ins Konzert von Alla Pugatschova gehen?
• 2. Nach den Verben, die eine Bewegung bezeichnen gehen, fahren, laufen, kommen. Zum Beispiel:
• 3. Nach den Verben, die Wahrnehmung (Empfindung) ausdrucken, zum Beispiel hören, sehen, fühlen und spüren:
• 4. Nach den Verben bleiben, lehren, lernen, helfen und schicken. Zum Beispiel:
• 5. Bei der Bildung des Futur I nach dem Hilfsverb werden. Zum Beispiel:
• 6. Bei der Bildung des Konditionalis I nach dem Hilfsverb würde:. Zum Beispiel:
Die Infinitive sind Grundformen der Verben, die nicht konjugiert werden und sich auf (e)n enden. In einem Satz gebraucht man einen Infinitiv auch mit
einem anderen Verb, von dem dieser Infinitiv abhängt, und steht am Satzende am häufigsten nach der Partikel (e)n zu.
• 1. Nach den meisten Verben: beginnen, brauchen, beschließen, versprechen, vorschlagen, bitten, scheinen, glauben, vergessen,
empfehlen, pflegen, befehlen, verbieten und andere (Schauen Sie Tabelle 1).
Tabelle 1
• 2. Nach dem Verb sein mit prädikativen Adjektiven, zum Beispiel: interessant, glücklich, stolz, froh und andere (Schauen Sie Tabelle 2).
Tabelle 2
Tabelle 3
• 4. In den Verben mit trennbaren Präfixen steht zu zwischen der Vorsilbe und dem Stamm und wird zusammengeschrieben (Schauen Sie
Tabelle 4).
Tabelle 4
• 5. Wenn die Reflexivverben in der Infinitivgruppe stehen, wird das Reflexivpronomen auch dekliniert (Schauen Sie Tabelle 5).
Tabelle 5
• 6. Wenn wir das Ziel einer Handlung ausdrücken wollen, verwenden wir um + zu + Infinitiv, anstatt / statt + zu + Infinitiv, ohne + zu +
Infinitiv (Schauen Sie Tabelle 6).
Tabelle 6