0% fanden dieses Dokument nützlich (0 Abstimmungen)
103 Ansichten28 Seiten

Deutsch B1

Das Dokument behandelt verschiedene grammatikalische Themen der deutschen Sprache, einschließlich temporaler Nebensätze, trennbarer und untrennbarer Verben im Präteritum, Plusquamperfekt sowie Passivformen in verschiedenen Zeiten. Es erklärt die Verwendung und Bildung dieser Strukturen mit Beispielen und Tabellen. Zudem werden konzessive Nebensätze und deren Konjunktionen erläutert.

Hochgeladen von

Nataia
Copyright
© © All Rights Reserved
Wir nehmen die Rechte an Inhalten ernst. Wenn Sie vermuten, dass dies Ihr Inhalt ist, beanspruchen Sie ihn hier.
Verfügbare Formate
Als PDF, TXT herunterladen oder online auf Scribd lesen
0% fanden dieses Dokument nützlich (0 Abstimmungen)
103 Ansichten28 Seiten

Deutsch B1

Das Dokument behandelt verschiedene grammatikalische Themen der deutschen Sprache, einschließlich temporaler Nebensätze, trennbarer und untrennbarer Verben im Präteritum, Plusquamperfekt sowie Passivformen in verschiedenen Zeiten. Es erklärt die Verwendung und Bildung dieser Strukturen mit Beispielen und Tabellen. Zudem werden konzessive Nebensätze und deren Konjunktionen erläutert.

Hochgeladen von

Nataia
Copyright
© © All Rights Reserved
Wir nehmen die Rechte an Inhalten ernst. Wenn Sie vermuten, dass dies Ihr Inhalt ist, beanspruchen Sie ihn hier.
Verfügbare Formate
Als PDF, TXT herunterladen oder online auf Scribd lesen

Thema 1.

Temporale Nebensätze mit Konjunktionen wenn/ als, während, solange, bevor, sobald,
bis, seit, seitdem

Der Temporalsatz gibt die Auskunft über die Zeit des Geschehens im Hauptsatz. Der Nebensatz kann dabei Gleichzeitigkeit eines Geschehens mit der
Handlung des Hauptsatzes oder Vor- bzw. Nachzeitigkeit im Verhältnis des Nebensatzes zum Hauptsatz bezeichnen.

Gleichzeitigkeit der Handlung

Dauer einer Handlung

während

Man darf während der Stunde kein Handy als Hilfsmittel nutzen. Wir haben während der Reise viele nette Leute kennengelernt. Meine Oma hat das
Abendessen zubereitet, während wir im Hof spielten. – oder – Während wir im Hof spielten, hat meine Oma das das Abendessen zubereitet.

solange

Die Fahrgäste schauten aus den Fenstern, solange der Bus hielt. Du kannst bei uns wohnen, solange du in Wien sein wirst.

bis

Ich habe das Buch gelesen, bis der Bus abfuhr. Felix arbeitet an dem Projekt weiter, bis er damit Schluss macht. Wir müssen solange warten, bis
Johanna die Prüfung ablegt.

seit(dem)

Seitdem ich mit Leon kenne, ist er einer der besten Ingenieure im unserem Betrieb.
Seitdem meine Eltern auf dem Lande wohnen, fühlen sie sich viel besser.

sobald

Sebastian ruft mich an, sobald er nach Wien kommt. Ich melde mich bei Ihnen, sobald ich mit dem Vortrag fertig sein werde.

seit
Ich besuche eine Karate-AG, seit ich in dieser Stadt wohne. Wir kennen Dr. Mayer, seit er als Arzt tätig ist.

bevor

Bevor ich abreise, muss ich noch Vieles erledigen. Wir haben begonnen, bevor du gekommen bist. Ihr sollt hier alles aufräumen, bevor die Gäste
kommen.

Zeitpunkt einer Handlung

1) Einmalige Handlung in Gegenwart oder Zukunft

wenn

Die Prüfung ist dann bestanden, wenn Sie das Zertifikat bekommen werden. Wenn Sie alle Unterlagen vorliegen, kann ich Sie beraten.

2) Wiederholte Handlung in allen Zeitformen, besonders nach den Adverbien, die entweder auf die Dauer oder auf den bestimmten Zeitpunkt
hinweisen, z. B. jedes Mal, immer, ständig, jedes Wochenende usw.

wenn

Ich besuche immer meine Verwandten, wenn ich nach Wien komme. Meine Eltern helfen mir jedes Mal, wenn ich ihre Hilfe brauche.

Einmaliges Geschehen in der Vergangenheit

als

Als ich im vorigen Sommer in Wien war, ging ich in die Wiener Oper. Ich war gründlich untersucht, als ich letzte Woche im Krankenhaus war. Ich
besuchte eine Kunstschule, als ich Schüler war.
Thema 2. Trennbare Verben im Präteritum

Das Präteritum (Imperfekt, Vergangenheitsform) verwendet man im Deutschen für eine Erzählung oder einen Bericht in der Vergangenheit, vor allem
in der Schriftsprache. Es wird sowohl für die Beschreibung der abgeschlossenen Handlungen, als auch die Wiedergabe der Fakten oder Zustände in
der Vergangenheit gebraucht.

Mein Urlaub auf Cuba war unvergesslich. Wir arbeiteten zwei Wochen an diesem Projekt und machten eine Präsentation. Ich hatte gestern viel zu tun
und konnte dich nicht anrufen. Es tat mir leid, aber ihr kamt zu spät.

Die Verben mit trennbaren Präfixen bilden das Imperfekt nach allgemeinen Regeln: Der Präfix wird vom Wortstamm getrennt und steht am Satzende,
das Wortstamm bekommt Endung -te und wird konjugiert. Die erste Person Sg. (ich) und die dritte Person Sg. (er, sie, es) bekommen keine Endungen
(schaue die Tabelle 1).

Tabelle 1

Bildung des Präteritums vom regelmäßigen (schwachen) Verb aufräumen mit einem trennbaren Präfix -auf

Personal - Präteritum - Trennbares


Verbstamm Beispielsatz
pronomen endung Präfix

ich räum + te auf Ich räumte gestern mein Zimmer auf.

du räum + test auf Du räumtest viel besser auf.

er räum + te auf Er räumte seinen Arbeitsplatz nicht auf.

sie räum + te auf Sie räumte ihr Zimmer schnell auf.


es räum + te auf Das Geschirr räumte man nach dem Essen auf.

Wir räumten gestern alle zusammen unsere


wir räum + ten auf
Wohnung auf.

ihr räum + tet auf Ihr räumtet die Spielzeuge ohne mich auf.

sie räum + ten auf Sie räumten regelmäßig auf.

Sie räum + ten auf Sie räumten selten auf.

Die unregelmäßigen Verben bilden das Präteritum von der zweiten Stammform des Verbs. Der Präfix wird vom Wortstamm getrennt und steht am
Satzende. Die erste Person Sg. (ich) und die dritte Person Sg. (er, sie, es) bekommen keine Endungen (schaue Tabelle 2).

Tabelle 2

Bildung des Präteritums vom unregelmäßigen (starken) Verb abfahren mit einem trennbaren Präfix -ab

Personal - pronomen Verbstamm Präteritum - endung Trennbares Präfix Beispielsatz

ich fuhr – ab Ich fuhr um 11 Uhr ab.

du fuhr + st ab Du fuhrst ohne mich ab.

er fuhr – ab Der Bus fuhr um 7.30 Uhr ab.


sie fuhr – ab Sie fuhr am Morgen ab.

es fuhr – ab Das Taxi fuhr sofort ab.

wir fuhr + en ab Wir fuhren alle zusammen ab.

ihr fuhr +t ab Ihr fuhrt ohne Erlaubnis ab.

sie fuhr + en ab Sie fuhren sehr schnell ab.

Sie fuhr + en ab Sie fuhren ohne Abschied ab.

Thema 3. Plusquamperfekt

Plusquamperfekt (Vorvergangenheit) verwendet man, wenn der Sprecher bei einem Bericht in der Vergangenheit auf ein Geschehen zurückblickt, das
zeitlich noch vor einem bestimmten Zeitpunkt in der Vergangenheit passierte.

Das Plusquamperfekt bildet man von den Präteritum-Formen haben oder sein und vom Partizip II vom Vollverb, das am Satzende steht. Die erste und
die dritte Person Singular habe dieselbe Präteritum-Form. Andere Personen bekommen ihre Endungen nach den Regeln (Schauen Sie die Tabelle 1).

Tabelle 1

Bildung vom Plusquamperfekt

Personalpronomen haben Partizip II Personalpronomen sein Partizip II

ich hatte geschrieben ich war gekommen

du hattest geschrieben du warst gekommen


er hatte geschrieben er war gekommen

sie hatte geschrieben sie war gekommen

es hatte geschrieben es war gekommen

wir hatten geschrieben wir waren gekommen

ihr hattet geschrieben ihr wart gekommen

sie hatten geschrieben sie waren gekommen

Sie hatten geschrieben Sie waren gekommen

Thema 4. "Das Passiv: Präteritum, Perfekt, Plusquamperfekt, Futurum"

Das Passiv unterscheidet sich vom Aktiv. Ein Passivsatz stellt Vorgänge und Zustände dar. Im Unterschied zum Aktivsatz steht eine aktiv handelnde
Person im Mittelpunkt des Geschehnisses, z. B.: 1. Der Teilnehmer/in schreibt eine Masterarbeit. – Die Masterarbeit wird von dem TeilnehmerInnen
geschrieben. 2. Der Schaffner prüft Fahrkarten. – Die Fahrkarten werden vom Schaffner geprüft. 3. Der Tornado wirft Bäume um und zerstört Häuser. –
Bäume und Häuser werden durch den Tornado umgeworfen und zerstört.

Im Passiv ist die handelnde Person nicht so wichtig, meistens überhaupt nicht bekannt oder nicht vorhanden, weil es entweder eine Handlung oder
einen Prozess beschreibt. Außerdem kann das Passiv einen Zustand und ein Resultat darstellt. Daher gibt es zwei
Passivformen: Vorgangspassiv und Zustandspassiv.
Im Vorgangspassiv stehen der Vorgang, die Handlung oder das Geschehen in den Vordergrund. Vorgangspassiv beschreibt eine Handlung oder einen
Prozess und wird mit dem Hilfsverb werden und Partizip II eines Stammverbs gebildet, das am Ende des Satzes steht, zum Beispiel: 1. Der
Präsident wird von dem Volk gewählt. 2. Das Haus wird von der Firma Mustermann saniert. 3. Die Fahrzeuge werden von einem Facharbeiter lackiert.

Beim Zustandspassiv, auch sein-Passiv genannt, ist dieser Vorgang beendet. Er ist abgeschlossen. Das Zustandspassiv zeigt somit einen erreichten
Zustand, ein abgeschlossenes Ereignis an und ist das Ergebnis eines vorausgegangenen Vorgangs.

1. Der Präsident ist von dem Volk gewählt.

2. Das Haus ist von der Firma Mustermann saniert.

3. Die Fahrzeuge sind von einem Facharbeiter lackiert.

Präteritum Passiv

Das Präteritum Passiv bildet man mit dem Präteritum des Hilfsverbs werden – wurde und dem Partizip II des Stammverbs gebildet. Das Präteritum
Passiv verwendet man zur Bezeichnung vergangener Ereignisse und Situationen. Schauen Sie Beispiele und Tabelle 1

Beispiele:

1. Die Katze wurde von meiner Mutter gefüttert.

2. Diese Bilder wurden von Ferdinand Andri gemalt.

3. Wir wurden vom Kellner gut bedient.

4. In welcher Arztpraxis wurdest du untersucht?

Tabelle 1

Präteritum Passiv und Konjugation des Hilfsverbs werden - wurde

Personalpronomen wurde Beispielsatz – wurde … Partizip II

ich wurde Ich wurde gestern vom HNO-Arzt untersucht.


du wurdest Du wurdest von Nachhilfelehrern gut vorbereitet.

er wurde Der Zeuge wurde vom Polizisten befragt.

sie wurde Emilia wurde auch zur Party eingeladen.

es wurde Es wurde davon nichts Neues gesagt

wir wurden Wir wurden sehr gut bedient.

ihr wurdet Ihr wurdet sehr schön gemalt.

sie wurden Die Schüler wurden vom Schulleiter eingeladen.

Sie wurden Herr Mayer, Sie wurden auch eingeladen.

Perfekt Passiv

Das Perfekt Passiv bildet man mit Präsens des Hilfsverbs sein, dem Partizip II des Stammverbs und der alten Vergangenheitsform vom Verb werden –
worden am Ende des Satzes. Das Perfekt Passiv verwendet man immer, wenn wir über die Vergangenheit sprechen. Das Perfekt Passiv (vollendete
Gegenwart) verwendet man im Deutschen für abgeschlossene Handlungen, bei denen das Ergebnis oder die Folge im Vordergrund steht. Schauen Sie
Beispiele und Tabelle 2.

Beispiele:

1. Der Fernseher ist vom Meister repariert worden.

2. Die Fenster sind durch den Wind gebrochen worden.

3. Das Haus ist von meinem Opa gebaut worden.

4. Ich bin schon zweimal operiert worden.


Tabelle 2

Bildung vom Perfekt Passiv

Personalpronomen sein Beispielsatz – sein … Partizip II + worden

ich bin Ich bin gestern vom HNO-Arzt untersucht worden.

du bist Du bist von Nachhilfelehrern gut vorbereitet worden.

er ist Der Zeuge ist vom Polizisten befragt worden.

sie ist Emilia ist auch zur Party eingeladen worden.

es ist Es ist davon nichts Neues gesagt worden.

wir sind Wir sind sehr gut bedient worden.

ihr seid Ihr seid sehr schön gemalt worden.

sie sind Die Schüler sind vom Schulleiter eingeladen worden.

Sie sind Herr Mayer, Sie sind auch eingeladen worden.

Plusquamperfekt Passiv

Das Plusquamperfekt Passiv bildet man mit Präteritum des Hilfsverbs sein – war, dem Partizip II des Stammverbs und der alten Vergangenheitsform
vom Verb werden – worden am Ende des Satzes. Das Plusquamperfekt Passiv (Vorvergangenheit) verwendet man, wenn es um die Handlung in der
Vergangenheit geht, das zeitlich noch vor einem bestimmten Zeitpunkt in der Vergangenheit passierte. Schauen Sie Beispiele und Tabelle 3.

Beispiele:
1. Der Text war vor zweihundert Jahren übersetzt worden.

2. Die ägyptischen Pyramiden waren vor viertausend Jahren errichtet worden.

3. Das Land war von den Wikingern erobert worden.

4. Diese Vasen waren in China hergestellt worden.

Tabelle 3

Bildung vom Plusquamperfekt Passiv

Personalpronomen war Beispielsatz – war … Partizip II + worden

ich war Ich war gestern vom HNO-Arzt untersucht worden.

du warst Du warst von Nachhilfelehrern gut vorbereitet worden.

er war Der Zeuge war vom Polizisten befragt worden.

sie war Emilia war auch zur Party eingeladen worden.

es war Es war davon nichts Neues gesagt worden.

wir waren Wir waren sehr gut bedient worden.

ihr wart Ihr wart sehr schön gemalt worden.

sie waren Die Schüler waren vom Schulleiter eingeladen worden.

Sie waren Herr Mayer, Sie waren auch eingeladen worden.


Futurum Passiv

Das Futurum Passiv bildet man mit Präsens des Hilfsverbs werden, dem Partizip II des Stammverbs und der Infinitivform vom Verb werden am Ende
des Satzes. Futurum Passiv drückt eine Absicht oder eine Vermutung für die zukünftigen Handlungen aus. Schauen Sie Beispiele und Tabelle 4.

Beispiele:

1. Das Stadion wird in einem Jahr gebaut werden.

2. Die Kontrollarbeiten werden in dieser Woche geprüft werden.

3. Die Steuern werden bis Montag gezahlt werden.

4. Der Kranke wird morgen operiert werden.

Tabelle 4

Bildung vom Futurum Passiv

Personalpronomen werden Beispielsatz – werden … Partizip II + werden

ich werde Ich werde gestern vom HNO-Arzt untersucht werden.

du wirst Du wirst von Nachhilfelehrern gut vorbereitet werden.

er wird Der Zeuge wird vom Polizisten befragt werden.

sie wird Emilia wird auch zur Party eingeladen werden.

es wird Es wird davon nichts Neues gesagt werden.

wir werden Wir werden sehr gut bedient werden.

ihr werdet Ihr werdet sehr schön gemalt werden.

sie werden Die Schüler werden vom Schulleiter eingeladen werden.


Sie werden Herr Mayer, Sie werden auch eingeladen werden.

Thema 5. "Perfekt der nicht trennbaren Verben"

Es ist im Deutschen möglich, durch das Anfügen eines Präfixes an einfache Verben zusammengesetzte Verben zu bilden. Dabei unterscheidet sich
meistens die Bedeutung des zusammengesetzten Verbs vom Basisverb. Die zusammengesetzten Verben können trennbar oder untrennbar sein. Ob
ein Verb trennbar oder untrennbar ist, hängt von seinem Präfix ab. Es gibt nämlich Präfixe, die niemals getrennt werden. Untrennbare Präfixe sind
unbetont.

Untrennbar sind Verben mit folgenden Präfixen:

be-, emp-, ent-, er-, ge-, miss-, ver-, zer-

Diese Präfixe bleiben als fester Bestandteil vor dem Verb, auch in der finiten Form.

Beispiel:

Ich besuche am Wochenende meine Großeltern.

Das Partizip II bilden wir ohne ge-.

Beispiel:

Ich habe am Wochenende meine Großeltern besucht.


Thema 6. "Konzessive Nebensätze mit Konjunktionen obwohl, obgleich, obschon, wenn … auch
noch so"

Konzessive Sätze geben entweder Ereignisse und Tatsachen oder einen Gegengrund an. Außerdem bezeichnen sie eine Einschränkung oder eine
Einräumung. Den konzessiven Nebensätzen folgen in der Regel Hauptsätze, die häufig eine erwartete Folge einer Handlung beschreiben.

Konzessivsätze werden durch unterordnende Konjunktionen obwohl, obgleich, wenn … auch noch so eingeleitet.

obwohl

1. Eine sehr häufig gebrauchte Konjunktion ist obwohl, die einen Nebensatz einleitet. Das Verb im Nebensatz steht immer am Ende. Zum
Beispiel: Obwohl Lucas nicht so viel Zeit hatte, machte er alle Aufgaben richtig.

2. Der Nebensatz mit obwohl kann vor oder hinter dem Hauptsatz stehen, zum Beispiel: Obwohl Lena und Mia mich gut kennen, konnten sie mich
nicht sofort erkennen. Sie konnten mich nicht sofort erkennen, obwohl Lena und Mia mich gut kennen.

obgleich, obschon

Genauso wie obwohl werden aber seltener Konjunktionen obgleich und obschon gebraucht. Zum Beispiel: Obgleich alle Reisenden sehr müde waren,
wollten sie nicht ins Bett. Wir sind zum Unterricht gekommen, obschon es zu spät war.

wenn … auch noch so

Häufig werden auch die Zusammensetzungen mit der Konjunktion wenn in der Form auch wenn …, wenn auch oder getrennt stehendes wenn … auch,
wenn … auch noch so gebraucht. Dieses konzessive Satzgefüge betont den Gegensatz stärker als ein Nebensatz mit der Konjunktion obwohl. Nach
dem Nebensatz mit wenn … auch noch so kann auch der Hauptsatz mit dem Subjekt in der Position 1 stehen. Zum Beispiel: Auch wenn Leon noch so
begabt war, er ließ sich doch nicht faulenzen und trainierte sich jeden Tag. – oder – Wenn er auch noch so begabt war, so er ließ sich doch nicht
faulenzen und trainierte sich jeden Tag.

Thema 7. "Relativsätze"

Ein Satzgefüge besteht aus mindestens zwei Teilen – einem Hauptsatz und einem Gliedsatz, der dem Hauptsatz untergeordnet ist und nicht
eigenständig stehen kann. Der Hauptsatz und der Relativsatz sind immer mit einem Relativpronomen verbunden. Die am häufigsten gebrauchten
Relativpronomen sind der, die, und das. Als Relativpronomen können auch welcher, welche, welches und Adverbien wie, wo, was, wer, wohin u. a.

Beispiele:

1. Herr Mustermann ist ein Kollege, der immer gute Tipps gibt und gerne hilft.

2. Die Stadt, wohin wir gefahren sind, liegt im Vorgebirge der Alpen.

3. Das Kleid, welches Ihre Frau sich gekauft hat, steht ihr zu Gesicht.

4. Die Stadt, in der wir wohnen, ist nicht groß.

5. Der Wein, den du trinkst, ist aus unserer Region.

Jedes Relativpronomen bezieht sich immer auf ein Nomen im Hauptsatz bestimmt es näher. Den Unterschied zwischen Satzreihen und Satzgefügen
erkennt man an der veränderten Stellung des Verbs in Gliedsätzen, wo es am Ende steht. Außerdem kann ein Relativsatz sowohl mitten im Satz als
auch am Ende eines Satzes gestellt werden. Relativpronomen werden wie folgt dekliniert (Schauen Sie Tabelle 1).

Tabelle 1
Deklination der Relativpronomen der, die, das, die (Pl)

Kasus Maskulina Feminina Neutrum Plural

Nominativ der die das die

Genetiv dessen deren dessen deren

Dativ dem der dem denen

Akkusativ den die das die

Beispiele:

1. Ich suche eine Wohnung, die nicht so teuer wäre.

2. Meine Eltern schenkten mir ein Handy, dessen Preis sehr günstig war.

3. Der alte Mann, dem ich geholfen habe, ist der Opa von Ervin.

4. Der Hund, den wir füttern, hat keinen Besitzer.

5. Die Schüler, die an der Klassenfahrt teilnehmen, sollen einen Erlaubnis von den Eltern mitbringen.

6. Der Regisseur, dessen Filme du dir angesehen hast, ist oscargekrönt.

Auf solche Weise wird auch das Relativpronomen welcher Konjugiert (Schauen Sie Tabelle 2).

Tabelle 2

Deklination der Relativpronomen welcher, welche, welches, welche (Pl)

Kasus Maskulina Feminina Neutrum Plural


Nominativ welcher welche welches welche

Genetiv welches welcher welches welcher

Dativ welchem welcher welchem welchen

Akkusativ welchen welche welches welche

Beispiele:

1. Das Auto, welches mein Opa vor 40 Jahren gekauft hat, ist heute ein Oldtimer.

2. Die Bücher, welche Sie in Ihrer Bibliothek haben, gehören heute zu den Unikaten.

3. Der Regenmantel, welchen du dir kaufen möchtest, passt dir gut.

4. Der Lehrer, welcher uns Deutsch lehrt, war mehrmals in Österreich.

5. Der Freund, mit welchem ich in die Schule gegangen bin, lebt jetzt in den Niederlanden.

Falls wir die Relativpronomen mit einer Präposition gebrachen, deklinieren wir sie nach den Regeln. Zum Beispiel:

1. Das Haus, in dem wir wohnen, hat mein Vater gebaut.

2. Die Frau, auf die wir warten, kennt die Geschichte der Stadt gut.

3. Das Thema, an dem wir arbeiten, ist zurzeit aktuell.

4. Der Schriftsteller, für den du dich interessierst, lebte in unserer Stadt.


Thema 8. "Konditionale Nebensätze mit Konjunktionen"

Die Konditional-Sätze (Bedingungssätze) geben uns Bedienungen an, unter denen eine bestimmte Handlungen in den Nebensätzen erfüllt werden
können. Die Konditionalsätze werden mit Konjunktionen wenn oder falls einleitet und beschreiben die Bedingungen, in den Hauptsätzen werden die
Folgen ausgedrückt. Die Konjunktionen wenn und falls haben die gleiche Bedeutung. Die Konjunktion falls steht meistens am Satzanfang. Wenn ein
Nebensatz vor einem Hauptsatz steht, so dann beginnt ein Nebensatz mit einem Verb.

Beispiele:

1. Ich fahre nächsten Winter in die Alpen, wenn ich eine Woche Urlaub haben werde. – Wenn ich eine Woche Urlaub haben werde, fahre ich nächsten
Winter in die Alpen.

2. Falls Sie mich per Skype nicht erreichen können, rufen Sie mich bitte per WhatsApp an. – Rufen Sie mich bitte per WhatsApp an, wenn Sie mich per
Skype nicht erreichen können.

3. Wenn/ Falls David heute Zeit findet, besucht er uns. – David besucht uns, wenn er heute Zeit findet.

4. Wenn/ Falls Sophie die Abiturprüfungen gut ablegen wird, kann sie an der Universität Wien studieren. – Sophie kann an der Universität Wien
studieren, wenn sie die Abiturprüfungen gut ablegen wird.

5. Wenn du hohes Fieber hast und krank bist, bleib bitte zu Hause und ruf den Arzt an. – Bleib bitte zu Hause und ruf den Arzt an, wenn du hohes Fieber
hast und krank bist.

6. Komm heute mit mir in die Disco, wenn du Lust hast. – Wenn du Lust hast, komm heute mit mir in die Disco.
Thema 9. "Die Umschreibung des Konjunktivs II mit würde + Infinitiv"

Der Konjunktiv II kann man oft umgangssprachlich mit würde und einem Infinitiv des Vollverbs am Satzende umschrieben werden, besonders, wenn
der Konjunktiv II nicht deutlich erkannt wird, zum Beispiel decken sich bei schwachen Verben viele Endungen von Präsens und Präteritum hier mit
dem Konjunktiv I und Konjunktiv II.

Beispiele: Wenn Simon und Emma mehr studieren würden, würden sie höheres Sprachniveau erreichen.

Besonders in der gesprochenen Sprache umschreibt man den Konjunktiv oft, weil sonst das Ganze etwas steif klingt. Langsam aber sicher werden
Umschreibungen mit würde auch in der Schriftsprache normal.

Sie sollten lieber nicht mit würde umschreiben, wenn es sich um die Verben haben – hätte und sein – wäre oder um die modalen Hilfsverben können –
könnte, dürfen – dürfte, mögen – möchte, sollen – sollte, wollen – meist durch möchte ersetzt und wissen – wüsste handelt.

Man bildet die Form würde von der Präteritumform des Verbs werden – wurde . Bei der Bildung ändert man den Stammvokal -u- auf -ü- . Das Suffix -
e darf nicht weggelassen werden (Schauen Sie Tabelle 1).

Tabelle 1

Konjugation vom Verb würde

Personalpronomen würde

Ich würde

Du würdest
Er, sie, es würde

Wir würden

Ihr würdet

Sie würden

Sie würden

Thema 10. "Irreale Wunschsätze"

Irreale Wunschsätze drücken unerfüllbare Wünsche aus, zum Beispiel: 1) Wenn meine Eltern in Wien wären! 2) Hätten wir damals darüber gewusst!

Ein irrealer Wunschsatz ist ein selbstständiger Satz, der durch die Konjunktion wenn oder ohne Konjunktionen eingeleitet wird. Der konjugierbare Teil
des Prädikats hat in einem irrealen Wunschsatz mit der Konjunktion wenn die Endstellung, zum Beispiel: Wenn Leo heute mit uns ins Cafe ginge!

Das Prädikat kann in einem irrealen Wunschsatz am Anfang stehen, zum Beispiel: Ginge Jonas heute ins Theater! Hättest du auf mich gewartet!

Der Konjunktiv II wird in den irrealen Wunschsätzen gebraucht. Der Konjunktiv II kann man oft umgangssprachlich mit würde und einem Infinitiv des
Vollverbs am Satzende umschrieben werden, besonders, wenn der Konjunktiv II nicht deutlich erkannt wird, zum Beispiel decken sich bei schwachen
Verben viele Endungen von Präsens und Präteritum hier mit dem Konjunktiv I und Konjunktiv II.

Man bildet die Formen des Konjunktivs II von der Präteritumform der starken (unregelmäßigen) Verben. Bei der Bildung ändert man den Stammvokal -
a-, -o-, -u- auf -ä-, -ö-, -ü-, zum Beispiel: kommen – kam – käme (Präteritum des Konjunktivs II), lesen – las – läse (Präteritum des Konjunktivs II), fahren
– fuhr – führe (Präteritum des Konjunktivs II). Das Suffix -e darf nicht weggelassen werden (Schauen Sie Tabelle 1).

Tabelle 1

Bildung des Konjunktivs II von starken Verben in der Gegenwart


mögen – haben – müssen – werden – können – gehen –
sein – war
Personalpronomen mochte hatte musste wurde konnte ging
– wäre
– möchte – hätte – müsste – würde – könnte – ginge

Ich wäre möchte hätte müsste würde könnte ginge

Du wärest möchtest hättest müsstest würdest könntest gingest

Er, sie, es wäre möchte hätte müsste würde könnte ginge

Wir wären möchten hätten müssten würden könnten gingen

Ihr wäret möchtet hättet müsstet würdet könntet ginget

Sie wären möchten hätten müssten würden könnten gingen

Sie wären möchten hätten müssten würden könnten gingen

Das Präteritum Konjunktiv wird zum Ausdruck der Gegenwart und Zukunft gebraucht.

Beispiele:

Wenn ich jetzt auf Urlaub wäre!

Könntest du mich am Wochenende besuchen!

Falls das Präteritum Konjunktiv und der Indikativ zusammenfallen, dann wird der Konditionalis I gebraucht, zum Beispiel: Wenn es heute schneien
würde! Würden wir diese Bücher lesen!

In einem irrealen Wunschsatz kann man auch die Modal-Partikeln bloß, doch, nur, oder eine Kombination dieser Partikel doch nur benutzt werden.
Man kann die Wunschsätze mit einem Ausrufezeichen (!) enden, zum Beispiel: 1) Wäre es doch nur kälter! 2) Hätte ich doch nur ein wenig
Zeit! 3) Wärest du bloß etwas fleißiger!
Zum Ausdruck der Vergangenheit wird das Plusquamperfekt Konjunktiv gebraucht (Schauen Sie Tabelle 2).

Tabelle 2

Bildung des Konjunktivs II zum Ausdruck der Vergangenheit mit hätte und wäre

Personalpronomen Irreale Wunschsätze mit hätte Personalpronomen Irreale Wunschsätze mit wäre

Wenn ich doch gestern dich besucht Wenn ich nur zu Hause geblieben
Ich Ich
hätte. wäre.

Wenn du doch die Aufgabe schneller Wenn du doch heute schon


Du Du
gemacht hättest. abgefahren wärest.

Wenn er sich doch besser auf die Prüfung Wenn sie doch gestern gekommen
Er, sie, es Er, sie, es
vorbereitet hätte. wäre.

Wenn wir nur davon früher gewusst Wenn wir doch in Salzburg gewesen
Wir Wir
hätten. wären.

Wenn ihr doch das ohne Eltern nicht Wenn ihr doch dafür verantwortlich
Ihr Ihr
gemacht hättet. gewesen wäret.

Wenn sie sich nur mehr Mühe gegeben Wenn sie doch den ganzen Tag
Sie Sie
hätten. gesprungen wären.

Wenn Sie doch uns gestern anrufen Wenn Sie bloß ohne Kaffee
Sie Sie
sollen hätten. geblieben wären.

Das Prädikat kann in einem irrealen Wunschsatz auch am Anfang stehen, zum Beispiel:

1. Wenn Lena doch am Abend auf uns gewartet hätte!


2. Hätte ich nur davon früher gewusst!

3. Wären Sie doch gestern im Büro geblieben!

4. Wenn wir Herrn Mustermann doch am Montag hätte sehen können!

5. Wenn du doch Gerald hättest besuchen können!

Thema 11. "Irreale Bedingungssätze (Irreale Konditionalsätze)"

Irreale Bedingungssätze (Konditionalsätze) bezeichnen einen Typ von Nebensätzen (Adverbialsätze) und antworten auf die Fragen in welchem Fall?
unter welcher Bedingung? Die Bedingungssätze markiert man im Deutschen sowohl durch Konjunktionen wie falls, wenn und sofern als auch durch
eine besondere Wortstellung Verb-Erst-Stellung, zum Beispiel: Hätte ich darüber früher gewusst! oder Wenn-dann-Satz, zum Beispiel: Wenn ich
Urlaub im Sommer bekommen würde, dann würde ich nach Italien fahren! Konditionalgefüge oder Bedingung-Folge-Satz, zum Beispiel: Wenn ich
nicht so schnell gelaufen wäre, dann hätte ich jetzt keinen Flankenschmerz!

Irreale Bedingungssätze können konjunktional und konjunktionslos sein. Die konjunktionalen Bedingungssätze können durch die
Konjunktionen wenn und falls eingeleitet werden, zum Beispiel: Wenn Boris heute Zeit gehabt hätte, hätte er uns besucht. Falls wir uns verspäten
würden, wäre ich sehr sauer.

In den konjunktionslosen Bedingungssätzen können die finiten Verben an erster Stelle stehen, zum Beispiel: Wäre ich nach Salzburg gefahren, hätte
ich dich besucht. Hättest du die Hausaufgabe gemacht, hätte ich dich erlaubt, ins Kino mit Freunden zu gehen.

In den irrealen Bedingungssätzen wird Konjunktiv II gebraucht.

Präteritum, Konditionalis I zum Ausdruck der Gegenwart und Zukunft, zum Beispiel: Wenn er mit uns ginge, könnten wir schneller den Weg
finden (Präteritum Konjunktiv II, Gegenwart)! Wenn wir besser spielen würden, würden wir sicher gewinnen (Konditionalis I, Zukunft)!

Plusquamperfekt zum Ausdruck der Vergangenheit, zum Beispiel: Wenn ihr euch mehr bemüht hättet, hättet ihr die Prüfungen mit besseren Noten
bestanden! Wenn meine Eltern rechtzeitig gekommen wären, hätte ich mich nicht verspätet!
Thema 12. Konjunktionen deswegen, darum, deshalb

Konjunktionen deswegen, darum und deshalb sind satzverbindende Adverbien, die eine Folge einleiten. Die Behauptung oder die Aussage in einem
Satz drückt den Grund für die Folge im anderen Satz. Da aller drei satzverbindenden Adverbien die gleiche Bedeutung haben, können sie vom
Sprecher ausgetauscht werden. In einem Satz stehen diese Adverbien auf Position 1, dann folgt auf Position 2 das Verb.

Beispiele:

Ich will in Österreich leben und arbeiten, deswegen besuche ich einen Deutschkurs.

Wir haben kleine Kinder, deswegen haben wir wenig Zeit zu schlafen.

Mein Sohn möchte Arzt werden, darum hat er Nachhilfestunden in Biologie und Chemie.

Ich brauche mehr Geld, deshalb mache ich Überstunden.

Thema 13. Präposition Genetiv wegen

Präposition wegen gehört zu der Gruppe kausalen Präpositionen, die einen Grund der Handlung angeben. Nach der Präposition wegen steht in der
Standartsprache der Genitiv.

Beispiel:

Ich bin wegen meines neuen Jobs nach Wien umgezogen.

Wegen schlechten Wetters konnten wir unsere Wanderung nicht weiter machen.
Wegen des starken Windes wurden viele Bäume entwurzelt.

Besonders in der Umgangssprache wird wegen auch im Singular manchmal im Dativ gebraucht, aber diese Form ist falsch, zum Beispiel: Wegen
einem Unfall haben wir uns verspätet.

Thema 14. Infinitiv ohne zu

Die Infinitive sind Grundformen der Verben und enden sich auf (e)n. In einem Satz gebraucht man einen Infinitiv auch mit einem anderen Verb, von
dem dieser Infinitiv abhängt und am Satzende steht.

Der Infinitiv gebraucht man ohne zu:

• 1. Nach den Modalverben können, dürfen, müssen, sollen, wollen, mögen (möchten) und nach dem Verb lassen. Zum Beispiel:

o a) Ich kann jetzt besser Deutsch sprechen.

o b) Willst du heute mit mir ins Konzert von Alla Pugatschova gehen?

o c) Darf ich hier Platz nehmen?

o d) Wir sollen bis morgen diese Aufgabe machen.

o e) Lass mich bitte in Ruhe arbeiten!

o f) Ich muss nach Hause fahren.

• 2. Nach den Verben, die eine Bewegung bezeichnen gehen, fahren, laufen, kommen. Zum Beispiel:

o a) Lucas kam Sophie besuchen.

o b) Ich gehe Brot kaufen.

o c) Wir fahren dich abholen.


o d) Emma läuft den Arzt holen.

• 3. Nach den Verben, die Wahrnehmung (Empfindung) ausdrucken, zum Beispiel hören, sehen, fühlen und spüren:

o a) Ich sehe die Kinder spielen.

o b) Alle hören die Studenten singen.

o c) Lisa fühlt ihr Herz klopfen.

o d) Georg spürt die Arzneien wirken.

• 4. Nach den Verben bleiben, lehren, lernen, helfen und schicken. Zum Beispiel:

o a) Alle Menschen bleiben für eine Minute stehen.

o b) Der Vater schickt den Sohn der Mutter helfen.

o c) Die Mutter lehrt ihre Tochter Klavier spielen.

o d) Die Kinder helfen der Mutter aufräumen.

o e) Die Schüler lernen basteln.

• 5. Bei der Bildung des Futur I nach dem Hilfsverb werden. Zum Beispiel:

o a) Ich werde ein Einzelzimmer im Hotel buchen.

o b) Wann werden wir nach Wien fahren?

o c) Was werden Sie im Sommer machen?

• 6. Bei der Bildung des Konditionalis I nach dem Hilfsverb würde:. Zum Beispiel:

o a) Ich würde gerne noch ein Stück Kuchen essen.

o b) Was würdest tun, wenn du viel Geld hättest?

o c) Ich würde gerne an einem Raumflug teilnehmen.


Thema-15 Infinitiv mit zu

Die Infinitive sind Grundformen der Verben, die nicht konjugiert werden und sich auf (e)n enden. In einem Satz gebraucht man einen Infinitiv auch mit
einem anderen Verb, von dem dieser Infinitiv abhängt, und steht am Satzende am häufigsten nach der Partikel (e)n zu.

Der Infinitiv gebraucht man mit zu in folgenden Fällen:

• 1. Nach den meisten Verben: beginnen, brauchen, beschließen, versprechen, vorschlagen, bitten, scheinen, glauben, vergessen,
empfehlen, pflegen, befehlen, verbieten und andere (Schauen Sie Tabelle 1).

Tabelle 1

Nr. Der Satz mit einem Infinitiv mit zu

1. Tobias hat beschlossen, Jura zu studieren.

2. Ich schlage vor, am Wochenende einen Ausflug zu organisieren.

3. Der Arzt empfiehlt uns, eine Kur in Tschechien zu machen.

4. Die Oma bittet dich, ihr im Garten zu helfen.

5. Der Vater hat vergessen, Brot und Butter zu kaufen.

• 2. Nach dem Verb sein mit prädikativen Adjektiven, zum Beispiel: interessant, glücklich, stolz, froh und andere (Schauen Sie Tabelle 2).

Tabelle 2

Nr. Der Satz mit einem Infinitiv mit zu

1. Ich bin sehr froh, Sie kennen zu lernen.

2. Es ist interessant, neue Bilder vom Mars zu schauen.


3. Die Kinder sind glücklich, sich am Meer zu erholen.

• 3. Nach dem Verb haben (Schauen Sie Tabelle 3).

Tabelle 3

Nr. Der Satz mit einem Infinitiv mit zu

1. Hast du Lust, heute Abend ins Theater zu gehen?

2. Ich habe die etwas Wichtiges zu sagen.

3. Alexander hat keine Zeit, uns anzurufen.

• 4. In den Verben mit trennbaren Präfixen steht zu zwischen der Vorsilbe und dem Stamm und wird zusammengeschrieben (Schauen Sie
Tabelle 4).

Tabelle 4

Nr. Der Satz mit einem Infinitiv mit zu

1. Der Kranke versuchte vom Bett aufzusteigen.

2. Die Studenten bemühen sich besser auf die Prüfungen vorzubereiten.

3. Ich schlage vor, das Fenster aufzumachen.

4. Mein Sohn findet immer Zeit, mich anzurufen.

• 5. Wenn die Reflexivverben in der Infinitivgruppe stehen, wird das Reflexivpronomen auch dekliniert (Schauen Sie Tabelle 5).

Tabelle 5

Nr. Der Satz mit einem Infinitiv mit zu


1. Wir fahren ans Meer, uns zu erholen.

2. Du sollst alles tun, um dich besser auf die Prüfung vorzubereiten.

3. Lea ist bereit, sich wieder auf den Weg zu machen.

• 6. Wenn wir das Ziel einer Handlung ausdrücken wollen, verwenden wir um + zu + Infinitiv, anstatt / statt + zu + Infinitiv, ohne + zu +
Infinitiv (Schauen Sie Tabelle 6).

Tabelle 6

Nr. Der Satz mit einem Infinitiv mit zu

1. Max spielt am Computer, anstatt sich auf die Prüfungen vorzubereiten.

2. Ich lerne Deutsch, um in Österreich zu leben und zu arbeiten.

3. Lea ging aus dem Büro, ohne ein Wort zu sagen.

Das könnte Ihnen auch gefallen