Norm Und Variation 2025
Norm Und Variation 2025
INHALT:
1 Kurze Geschichte der deutschen Sprache.
2 Gegenwartsdeutsch.
3 Die Rolle der Sprachwissenschaft / Linguistik.
4 Die Korpuslinguistik.
5 Und was ist nun die Norm?
5.1 Die Frage des Sprachverfalls?
5.2 ARD-Themenwoche-Zukunft-Bildung (2019): Vom vermeintlichen Verfall der deutschen Sprache.
5.3 Der Spiegel (Nr. 40/2.10.06): “Rettet dem Deutsch! Die Verlotterung der Sprache”
5.4 Das Phänomen Zwiebelfisch – Bastian Sicks Sprachkritik und die Rolle der
Linguistik.
5.5 Der Muttersprachler und die Norm aus der DaF-Perspektive
Es gibt ungefähr 6500 Sprachen auf der Welt und Deutsch ist nur eine davon. Ungefähr 90
Millionen Menschen hätten Deutsch als Muttersprache (=L1). Damit würde Deutsch zu den zehn
in der Welt am häufigsten gesprochenen Sprachen zählen, wobei Chinesisch an erster Stelle steht
(Vogel 2012). Sprachen entwickeln sich und auch das Deutsche ist eine lebendige Sprache.
Daneben ist das Deutsche eine Sammlung an (geographischen, sozial- und situationsbedingten)
Varietäten, die gewisse und genügend Gemeinsamkeiten aufweisen, sodass man sie alle als
Deutsch bezeichnen kann. Aber was ist denn eigentlich das, was wir heute „Deutsch“ nennen?
Wie ist die Norm und wie hat sich diese entwickelt? Welche neuen Tendenzen gibt es und wie
wären die zu erklären? Dies alles kann man nicht verstehen, ohne dass man sich die Geschichte
der deutschen Sprache näher unter die Lupe nimmt. Sprachentwicklungen finden aber nicht von
heute auf morgen statt. Auch die Entwicklung des Deutschen fängt eigentlich schon 4000 Jahre
vor Christus an. Dabei stellt sich heraus, dass es eine turbulente Geschichte ist, bestimmt von
politischen Machtverhältnissen und Glaubenskriegen. Und letztendlich ist es eine Geschichte der
Vereinheitlichung.
Darüber hinaus gab es einen Akzentwandel und eine Vereinfachung des Endungssystems (die
schwache Deklination des Adjektivs). Das Ablautsystem der starken Verben entwickelte sich
und wurde systematisiert.
Beispiele
nicht-
hochdeutsch
hochdeutsch
p pf engl. pool Pfuhl
engl. apple,
Apfel
niederdt. Appel
lat. pondus, engl.
Pfund
pound
lat. persica Pfirsich
engl. pan Pfanne
t ʦ engl. ten zehn
lat. tegula Ziegel
engl. tin Zinn
niederländ. tand,
Zahn
engl. tooth
k kˣ engl. corn ahd. chorn
Quelle: [Link]
Es ist die Trennung zwischen dem Hoch- und Niederdeutschen. Die 2. Lautverschiebung hat nur
südlich der Benrather Linie stattgefunden. Diese Linie verläuft etwa zwischen Aachen und
Frankfurt an der Oder (Benrath ist ein Stadtteil von Düsseldorf).
-750-1050: Althochdeutsch
Südgermanisch wird jetzt „Hoch- oder Oberdeutsch“ genannt (gemeint sind die geographisch
höhergelegenen südlichen Regionen oder etwa dort, wo die Berge sind). Mit „Deutsch“ ist aber
nur auf die Sprache verwiesen (keine Nation). Es ist eine Sammlung von Mundarten. Zu dieser
Zeit gibt es die ersten Texte auf “diot” = Deutsch (= die Sprache des Volkes). Es ging dabei um
Kirchenlieder, das Vaterunser und Beichtformeln (und auch ein paar vorchristliche
Heldengedichte), die von Mönchen in Klöstern aus dem Lateinischen übersetzt wurden und zwar
mit vielen lateinischen Lehnwörtern. Karl der Große (von 768-814, Charlemagne, König des
Fränkischen Reichs) hatte dazu beauftragt, weil er ein eigenes „Kulturprogramm“ hatte und
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(Pergament aus Tierhäuten) war sehr teuer und wurde neu verwendet für lateinische Texte. In der
althochdeutschen Zeit entsteht aber der i-Umlaut und entwickeln sich die ersten Modalpartikeln.
-1050-1450: Mittelhochdeutsch
Zu dieser Zeit gibt es eine Ausweitung des deutschen Sprachraums im Osten (Schlesien,
Sachsen, Preußen, Pommern). Von 1200-1350 gibt es die Blütezeit des Mittelhochdeutschen (=
erster Ansatz zur Vereinheitlichung). In den Städten entwickelte sich ein neues Bürgertum mit
eigenem Besitz und dies wurde in den Kanzleien (neben Latein) auf Deutsch niedergeschrieben
(= die Kanzleisprache). Es gibt dabei immer noch geographische Unterschiede. Auch Dichter
(die umherwanderten) und Ritter (in den Kreuzzügen) haben die deutsche Sprache verbreitet. Zu
dieser Zeit gab es etwa folgende Lautwandel: a,o,i in unbetonten Silben ® e oder verschwinden
(ahd bodam ® mhd boden) und sk ® sch (ò) (Aussprache). Es gibt auch eine Vereinfachung des
Grammatiksystems: die Deklinationsendungen am Substantiv verschwinden und es entstehen die
analytischen Verbformen und die Pluralformen mit Umlaut.
-1450-1650: Frühneuhochdeutsch
Seit dieser Zeit ist mit der Bezeichnung „Hochsprache“ die „ideelle Standardsprache“ (oder
Schriftsprache) gemeint. Die Grundlage für das Frühneuhochdeutsche sind die
ostmitteldeutschen Dialekte. Verantwortlich dafür ist einerseits die Bibelübersetzung von Martin
Luther (1483-1546), der in Eisleben (= im Südosten von Sachsen-Anhalt, d.h. im Gebiet der
ostmitteldeutschen Dialekte) geboren wurde und aufwuchs. Da er den Protestantismus (die
Reformation) zuerst im Norden (d.h. im niederdeutschen Gebiet) verbreitet hat, haben die
Norddeutschen das Deutsch aus dem Süden (d.h. unterhalb der Benrather Linie oder
Hochdeutsch) lernen müssen. Martin Luther wird dadurch auch den „Schöpfer der deutschen
Sprache“ genannt. Er hat dafür gesorgt, dass die protestantischen Gottesdienste auf Deutsch
organisiert wurden. Dies wurde dann bald von den Katholiken im Süden imitiert. Andererseits
wurde die Verbreitung einer Standardsprache auch beschleunigt durch die Erfindung des
Buchdrucks (+/- 1450). Es gibt etwa folgende Änderungen im Vokal- und Konsonantensystem: s
+ t/p wird sch (ò) ausgesprochen und s + l/n/r wird auch sch geschrieben. Es entsteht der
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Zur Info: Vogel, P.M. (2012) Einführung. In: Sprachgeschichte. Heidelberg: Winter, 1-12.
2 Gegenwartsdeutsch
2.3 Die Entwicklung der Gegenwartssprache: entgegengesetzte Tendenzen (Stedje 2001: 161 ff.)
Standardisierung Û Differenzierung
Internationalisierung Û Individualisierung
Vereinfachung Û Intellektualisierung
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- Linguistik ist die Wissenschaft, die sich mit der Beschreibung und Erklärung von
sprachlichen Phänomenen (= von Sprachen, von Sprachsystemen und vom Sprachgebrauch)
beschäftigt.
- Linguistik (oder Sprachwissenschaft) ist deskriptiv und nicht präskriptiv.
- Sprachwissenschaft Û Sprachkritik
- “Nicht nur der Sprachwandel ist so alt wie die Sprache selbst. Auch die Angst vor einer
Veränderung der Sprache hat eine lange Tradition” (Achilles & Pighin 2008: 15).
- neue Dinge und neue Situationen brauchen neue Wörter und Bezeichnungen; andere Dinge
geraten in Vergessenheit.
- Lautwandel
- auch die Grammatik verändert sich
Aufgabe: Lesen Sie Striebinger (2016) Bereicherung oder Verfall? Wie sich die deutsche
Sprache durch Migration verändert, [Link]
[Link]/deutschland/kultur/deutsche-sprache-migration/
Theoretische Linguistik
Theoretische Linguistik:
- Semiotik: die Zeichenlehre
- Systemlinguistik: Phonologie – Morphologie + Wortartenlehre – Syntax
- Pragmatik: handlungsbezogene Betrachtungsweise von Sprache
- Semantik: über die Bedeutung sprachlicher Zeichen
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4 Korpuslinguistik
Die Frage ist jetzt, wie man die neuen Tendenzen in einer Sprache aufdecken und erforschen
kann. Eine Auskunft bietet die Korpuslinguistik. Es ist die “Beschreibung von Äußerungen
natürlicher Sprachen und die darauf aufbauende Theoriebildung auf der Grundlage von Analysen
authentischer Texte, die in Korpora zusammengefasst sind” (Lemnitzer & Zinsmeister (2006: 9).
Ein Korpus ist eine Sammlung schriftlicher oder gesprochener Texte. Die Daten des Korpus
sind digitalisiert. Neben den Daten selbst gibt es in einem Korpus oft auch Metadaten und/oder
linguistische Annotationen.
Aufgabe:
Lesen Sie das 2. Kapitel aus: Lemnitzer, L. & Zinsmeister, H. (2006, überarbeitete Ausgabe
2015) Korpuslinguistik. Eine Einführung. Tübingen: Narr, 14-39, “Die Quellen linguistischer
Erkenntnis”
Lesen Sie das 3. Kapitel aus: Lemnitzer, L. & Zinsmeister, H. (2006, überarbeitete Ausgabe
2015) Korpuslinguistik. Eine Einführung. Tübingen: Narr, 40-59, “Der Stein der Weisen?
Linguistische Korpora”.
Wie?
- Segmentierung (Tokenisierung / Phrasenstruktur / Textstruktur)
- Computerprogramme (Vorarbeit) und manuelle Annotation.
Annotationsebenen:
Ebene Annotation
Morphosyntax Wortart (Tagging)
Morphologie Flexionsmorphologie
Lemma/Lexem Grundform
Syntax Konstituenten (Phrasen), syntaktische Funktionen, topologische
Felder (Baumbanken)
Semantik Eigennamen, Lesarten, thematische Rahmen
Pragmatik Koreferenz, Informationsstruktur, Diskursstruktur
Weitere Textsstruktur, Orthographie, Fehlerannotation, phonetische und
prosodische Merkmale, sprachbegleitende Merkmale wie Gestik
und Mimik.
(Basiert auf Lemnitzer & Zinsmeister 2006: 64).
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[Link]
"Deutsche Sprache, schwere Sprache" - das wusste schon der US-amerikanische Schriftsteller
Mark Twain, der überzeugt war, ein begabter Mensch könne Englisch in 30 Stunden,
Französisch in 30 Tagen, Deutsch aber kaum in 30 Jahren lernen: "Es ist ganz offenkundig, dass
die deutsche Sprache zurechtgestutzt und renoviert werden muss. Wenn sie so bleibt, wie sie ist,
sollte man sie sanft zu den toten Sprachen legen, denn nur die Toten haben genügend Zeit, sie zu
lernen," schrieb Twain in seinem Buch "Bummel durch Europa" (Original: "A Tramp
Abroad"). Dem Thema Sprache und Bildung widmet sich aktuell auch der deutsche öffentlich-
rechtliche Rundfunk. Die ARD-Themenwoche "Bildung Zukunft" beschäftigt sich
mit Bildungsalltag, Diversität, Digitalisierung, Sprache und Bildung im Vergleich.
betreffe vor allem die junge Generation, bemängelte 2012 der damalige Vorsitzende des
Rechtschreibrats, Hans Zehetmair. Das Vokabular der Jugendlichen bei SMS und Twitter sei
generell sehr simpel: "Das Deutsche verarmt in den neuen Medien zu einer 'Recycling-Sprache',
wird immer mehr verkürzt und vereinfacht und ohne Kreativität wiedergekäut."
Sprache muss sich anpassen
Andrea-Eva Ewels von der GfdS macht sich keine Sorgen um einen Sprachverfall
Alles halb so schlimm, relativiert Andrea-Eva Ewels, Geschäftsführerin der Gesellschaft für
deutsche Sprache (GfdS), die Untergangsszenarien gegenüber der DW: "Nein, unsere Sprache
geht nicht unter, sie verändert sich nur stetig - schon deshalb, weil sich die Welt in einem früher
nicht gekannten Ausmaß und Tempo verändert", sagt sie. "Wir sprechen ja auch nicht mehr so
wie im 6. Jahrhundert oder im Mittelalter." Sprache, so Ewels weiter, müsse sich immer wieder
neuen Lebensverhältnissen anpassen, damit sie den Menschen als Mittel der Reflexion und
Kommunikation dienen könne.
Und so verstümmeln WhatsApp- oder Twitter-Nachrichten ihrer Meinung nach die deutsche
Sprache auch nicht, wie so oft behauptet wird. Reduzierte Grammatik und wenig Platz, um
Inhalte ausführlich darzustellen: das alles sei nicht neu, so Ewels. Heute greife man zum
Smartphone, früher habe man sich Telegramme geschickt und dabei ebenfalls kurz gefasst.
Schnell zum Punkt kommen: Denn Telegramme wurden pro Wort bezahlt
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Ähnlich sieht das der Sprachwissenschaftler Aria Adli von der Universität Köln: "Wenn sich die
Elterngeneration heute beschwert, dass die Jungen die Sprache nicht mehr richtig beherrschen,
dann könnte man den Spieß auch umdrehen und sagen: Die Elterngeneration hat nicht
dazugelernt, um so zu sprechen, wie man eigentlich heutzutage spricht."
eine "methodisch betriebene Verhunzung": "Die Sudler sollten ihre Dummheit an etwas anderm
auslassen, als an der deutschen Sprache."
Auch gegen Fremdwörter ging man schon in früheren Jahrhunderten auf die Barrikaden.
So gründeten einige Adelige 1617, als es in den besseren Kreisen Europas üblich war,
Französisch zu reden, im thüringischen Weimar die "Fruchtbringende Gesellschaft". "Deren
Zweck ist darauf gerichtet, dass man die hochdeutsche Sprache in ihrem rechten Wesen und
Stande ohne Einmischung fremder ausländischer Worte aufs möglichste und tunlichst erhalte
und sich sowohl der besten Aussprache im Reden als der reinsten Art im Schreiben und Reime
dichten befleißige," so stand in den Statuten der Gesellschaft.
Denn rein statistisch betrachtet sei jedes dritte bis fünfte Wort aus einer Fremdsprache entlehnt -
und meist lateinisch-griechischen Ursprungs. Nur ein bis zwei Prozent des
Allgemeinwortschatzes basieren auf englischen Lehnwörtern. Der meistgenutzte Anglizismus ist
übrigens "okay" - und dieses Wort benutzen einer Studie des Meinungsforschungsinstituts
YouGov von 2016 zufolge auch 90 Prozent derjenigen sehr oft, die Anglizismen eigentlich
ablehnen.
• Datum 12.11.2019
• Autorin/Autor Suzanne Cords
• Schlagwörter Deutsche Sprache, Gesellschaft für deutsche Sprache
• Permalink [Link]
vgl. Sick, B. (2004) Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod. Köln: Kiepenheuer & Witsch (KiWi
Paperback: 863), Auszüge aus “Ein Paar Worte vorweg” S. 9-14
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5.3 Der Spiegel (Nr. 40/2.10.06): “Rettet dem Deutsch! Die Verlotterung der Sprache”
Beispiel: “Imbissdeutsch”
[Link]
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5.4 Das Phänomen Zwiebelfisch – Bastian Sicks Sprachkritik und die Rolle der Linguistik.
Von Jan Georg Schneider (2008) in: Der Sprachdienst, 4/52: 172-180.
* Sprachkritik Û Sprachberatung
Exkurs:
Lesen Sie:
Maitz, P & Elspaß, S. (2007) Warum der Zwiebelfisch nicht in den Deutschunterricht gehört. In:
Info DaF, 34, 5, 515-526.
Roggausch, W. (2007) Antwort auf Péter Maitz/Stephan Elspaß und Einladung zur Diskussion.
In: Info DaF, 34, 5, 527-530.
Aufgabe: Fassen Sie die 2 Meinungen zusammen. Wie ist Ihr Standpunkt?
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„Neben einer Vielzahl völlig eindeutiger Fälle gibt es […] eine ganze Reihe
zweifelhafter Fälle dessen, was ein Fehler ist und was nicht. Die Schwierigkeit
besteht darin, dass ein Fehler immer nur als Abweichung von ‚etwas’ oder als
Verstoß gegen ‚etwas’ zu bezeichnen ist. Dieses ‚Etwas’ muss als
Vergleichsgröße existieren. Und erst wenn wir dieses ‚Etwas’ definiert haben,
können wir eine Äußerung als fehlerhaft identifizieren“ (Kleppin 1998: 15).
Oft wird zwischen Fehlern und Irrtümern unterschieden (etwa in der Fremdsprachen-
erwerbsforschung oder aus psycholinguistischer Sicht). Abweichungen von der Zielsprache sind
Fehler, wenn jemand sie selbst nicht erkennen kann, weil ihm/ihr die erforderlichen
Sprachkenntnisse fehlen. Man kann sich selbst in der Regel dann auch nicht korrigieren.
Irrtümer hingegen können vom Betroffenen selbst korrigiert werden. Irrtümer weisen auf
Probleme beim Sprachverarbeitungsprozess hin: Man verfügt zwar über die notwendigen
Sprachkenntnisse, aber der Verarbeitungsprozess versagt wegen Beschränkungen der
Gedächtniskapazität oder es handelt sich um einen Lapsus (= Versprecher). Solche Irrtümer
kommen auch bei Muttersprachlern vor.
Versprecher sind “Unbeabsichtigte, […] unwillkürliche Fehler beim Sprechen […], deren
linguistische Untersuchungen […] Aufschluss über physiologische, psychische, mentale und
kognitive Vorgänge bei der Sprachproduktion liefern sowie den Nachweis psychischer Realität
linguistischer Einheiten und Prozesse (Wortbildungsregeln, syntaktische Planung) erbringen
sollen” (Bußmann, H. (2002) Lexikon der Sprachwissenschaft. Stuttgart: Alfred Kröner Verlag,
S. 736).
“Wir sprechen nach Regeln, wir versprechen uns auch nach Regeln” (Achilles, I. & Pighin, G.
2008: 150) – die Versprecherforschung
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Beispiele:
- Spoonerismus (der): die Vertauschung der Anfangsbuchstaben zweier oder mehrerer Wörter
(nach Reverend (einem englischen Geistlichen) Dr. William A. Spooner (1844-1930), der
den schönen Toast auf die Queen ausbrachte: "To our queer old Dean" statt: "To our dear old
Queen"). z.B. "Wünzmurf" statt "Münzwurf", “Wadebanne” statt “Badewanne” oder "Sie hat
schon zwei Packen eingehost" statt ".. Hosen eingepackt".
Sonstige Vertauschungen: zwei sprachliche Einheiten (Wörter oder Silben) wechseln ihren
Platz; z.B. “Danke und Tschüs fürs Mitnehmen”.
- Antizipation (die) (= die Vorwegnahme): Fehler, bei dem eine intendierte Einheit
unwillkürlich zu früh geäußert wird. Unter Versprechern würden sie die größte Menge der
Fehler darstellen. z.B. "Fauchen sie viel" statt "Rauchen sie viel", “Kleislauf” statt
“Kreislauf”
- Postposition (die) (= der Nachklang): z.B. “Ich esse Hauptgericht und Nachgericht” (statt
Nachtisch). Es gibt eine Wiederholung oder einen Nachklang des Erstgesagten.
- Kontamination (die): Es gibt einen Sprachlichen Wettkampf zwischen zwei Wörtern oder
Ausdrücken, die einem zeitgleich auf der Zunge liegen (Achilles, I. & Pighin, G. 2008: 156).
Z.B. “Sei mir nicht übel” oder “Der Mann hat schon viel hinter sich gemacht”.
- Substitution (die): Dabei wird ein Wort durch ein form- oder inhaltähnliches Wort ersetzt
(Achilles, I. & Pighin, G. 2008: 156). z.B. “Struppi, das ist der Hund von Katja Lochtman”
(statt Katze).
Beispiel:
Zu Beginn einer analytischen Psychotherapie erzählt die Patientin ihr Befinden und sagt:
"Eigentlich ist bei mir alles in Mutter ... äh, Quatsch, alles in Butter, meine ich natürlich."
Der Analytiker merkt auf und erklärt ihr, dass es sich hier um einen Freudschen Versprecher
handele und dies auf eine ungeklärte Beziehung zur Mutter hindeute. In der nächsten Sitzung
erzählt die Patientin ganz aufgeregt, dass ihr heute morgen beim Frühstück schon wieder ein
Freudscher Versprecher unterlaufen sei. Der Analytiker ist sofort interessiert und fordert die
Patientin auf ihm die Situation zu schildern.
"Ach wissen Sie, das war so: Ich saß mit meinem Mann beim Frühstück und wollte sagen:
"Kannst du mir mal die Butter reichen?"
Aha, sagt der Analytiker, "und was haben sie gesagt?"
"Du blödes Arschloch hast mir mein ganzes Leben versaut!"
*Aufgabe: Lesen Sie Achilles, I. & Pighin, G. (2008) “Hier freute irrt”. In: Vernäht und
zugeflixt! Von Versprechern, Flüchen, Dialekten & Co. Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich:
Dudenverlag / DgfS; 158-161.
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Lesen Sie: Köpcke, K.M. (2011) Grammatikalität und Akzeptabilität - Zwei für den
Grammatikunterricht zentrale Begriffe verstehen lernen. In: K.M. Köpcke & A. Ziegler (Hrsg.)
Grammatik - Lehren, Lernen, Verstehen. Zugänge zur Grammatik des Gegenwartsdeutschen.
Berlin/Boston: De Gruyter, 287-304.
Situationsangemessenheit
Der Fehler als das, was “man” in einer bestimmten Situation nicht sagen würde.
Es handelt sich hier um die pragmatische oder soziolinguistische Norm.
-Soziolinguistisch: z.B. höflich / unhöflich, formell / informell (salopp), Dialekte, Fachsprachen,
Jugendsprache usw.
-Pragmatisch: z.B. wie man sich bekannt macht; wie man etwas kritisiert; wie man sich
entschuldigt; wie man Komplimente macht usw.
vgl. (inter)kulturelle Kompetenz.
Fehlerklassifikationen
- phonetische / phonologische Fehler (PH)
- morphologische und morphosyntaktische Fehler (M)
-syntaktische Fehler (S)
- lexikosemantische Fehler (L); (cf. “Falsche Freunde”, “Denglisch”, “Weltsprache Deutsch”,
“Pleonasmen” oder “Gebrauch der Präpositionen”)
- Rechtschreibfehler (R); (cf. “ß und ss” und “Fehler im Internet”)
- pragmatische und soziolinguistische Fehler (PS); (“Anredeformen” oder “Fehler im Internet”)
Aufgabe: Lesen Sie: Lieb (2019) Sprachwandel: Widerstand und Wirklichkeit – von
Anglizismen, Gendern, Grammatik und mehr. [Link]
anglizismen-gendern-grammatik/ und fassen Sie die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage
zusammen.
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7.1 Grammatikalisierung
Wenn man neue Entwicklungen in einer Sprache verstehen möchte, ist auch eine gewisse
Einsicht in Grammatikalisierungsprozesse angebracht. So soll man sich fragen: Wie entsteht
eigentlich Grammatik? (Nübling et al. 2006: 221 ff.).
Alle natürlichen Sprachen bestehen aus lexikalischen und grammatischen Zeichen. Lexikalische
Zeichen (auch Inhaltswörter oder Lexeme) tragen im Gegensatz zu den grammatischen Zeichen
eine lexikalische Bedeutung (cf. Semantik), d.h. sie beziehen sich auf Gegenstände, Handlungen
usw. (vgl. Kessel & Reimann 2005: 94). Zu den grammatischen Zeichen zählen die
Funktionswörter; sie stellen Beziehungen zwischen sprachlichen Einheiten her und haben keine
selbstständige Bedeutung. Dazu gehören die Konjunktionen, Präpositionen, Artikel aber auch
Flexions- und Wortbildungsmerkmale (Endungen, Präfixe, Suffixe usw.). Grammatikalisierung
ist ein Prozess, in dem ein lexikalisches Zeichen grammatische Bedeutung bzw. Funktion
annimmt oder in dem bereits grammatische Zeichen noch weitere grammatische Funktionen
entwickeln. Dabei handelt es sich um die Verbindung eines semantischen Merkmals mit eigenen
morphologisch-syntaktischen Kennzeichnungen (z.B. die Verlaufsform). Eine bestimmte
Bedeutung bekommt eine eigene Form. „Den Prozess der Entstehung und Weiterentwicklung
grammatischer Morpheme bis hin zu ihrem Untergang bezeichnet man als Grammatikalisierung“
(Szczepaniak 2009: 5). Die Grammatik verändert sich im Laufe der Zeit und ist also kein starres,
unveränderliches Regelwerk, sondern ein dynamisches Gebilde (ebd.). Die Grammatik wird
durch neue Grammeme (= grammatische Morpheme) angereichert und kann auch welche
verlieren.
Die Einteilung der Morpheme nach ihrer Bedeutung bzw. Funktion (Szczepaniak 2009: 2):
Morpheme
Lexeme Grammeme
(Inhaltswörter) (Funktionswörter)
Denotative Funktion Relationale Funktion
z.B. Katze, schön, sitzen,... z.B. –e, der, ein, haben, auf,...
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Die Richtung der Entwicklung vom Lexikalischen / Semantischen hin zum Grammatischen ist
dabei entscheidend (das Prinzip der Unidirektionalität), was bedeutet, dass die
Grammatikalisierung immer vom Konkreteren zum Abstrakten / Grammatischen verläuft und nie
umgekehrt (Nübling et al. 2006: 222).
Die neue abstrakte Bedeutung muss dennoch nicht in allen Kontexten vorkommen (z.B. die
Vollverben / Auxialisierung oder Hilfsverben).
Grammatikalisierung Û Normierung
Siehe auch: Krischke, W. (2009) Was heißt hier Deutsch? München: C.H. Beck. 272-274,
„Dank der Grammatikalisierung“.
Die Grammatikalisierung wird auch als eine Lösung kommunikativer Probleme erklärt (vgl.
Szczepaniak 2009: 29-39). Als Beispiel wird dann oft die Entwicklung der sogenannten
rheinischen Verlaufsform genannt (z.B. ‚Ich bin grad’ am Lesen’). Die Grammatik des
Standarddeutschen bietet für das abstrakte Konzept ‚Verlauf eines Verbalgeschehens’ keine
grammatische Form an (etwa im Gegensatz zum Englischen mit dem ‚Progressiv’: I am
reading). Eine Erklärung wäre folgende (Auszug aus Szczepaniak 2009: 29):
„Die Ausgangsstruktur für die rheinische Verlaufsform war am + Substantiv + Verb. Diese
Konstruktion bezeichnete ursprünglich einen Vorgang, der sich entlang eines längeren
Norm und Variation (2024-2025) Vrije Universiteit Brussel 32
7.2 Lexikalisierung
Während Grammatik sich nur sehr langsam verändert, reagiert die Lexik relativ schnell auf
Veränderungen der Lebensumstände. Wenn neue Dinge in der Welt bezeichnet werden müssen,
kommen neue Wörter (bzw. Lexeme) hinzu (z.B. Hörbuch, iPhone, googeln, simsen, ...). Unter
synchronischem Aspekt bedeutet Lexikalisierung: die “Aufnahme in den Wortbestand der
Sprache als usuelle Bildung, die im Lexikon gespeichert und bei Gebrauch dort abgerufen wird”
(Bußmann, H. (2002) Lexikon der Sprachwissenschaft. Stuttgart: Kröner; S. 405).
= Aufnahme in ein Standardwörterbuch (im Gegensatz zu Gelegenheitsbildungen).
Lesen Sie: Bittner, A. & Köpcke, K.M. (2008) Sprachwandel – oder Verlotterungsprozesse –
Versuch einer Versachlichung. In: M. Denkler, S. Günthner, W. Imo, J. Macha, D. Meer, B.
Stoltenburg & E. Topalovic (Hrsg.) Frischwärts und unkaputtbar. Sprachverfall oder
Sprachwandel im Deutschen. Münster: Aschendorff, 59-80.
Norm und Variation (2024-2025) Vrije Universiteit Brussel 33
Lesen Sie: Fiehler, R. (2008) Gesprochene Sprache – chaotisch und regellos? In: M. Denkler, S.
Günthner, W. Imo, J. Macha, D. Meer, B. Stoltenburg & E. Topalovic (Hrsg.) Frischwärts und
unkaputtbar. Sprachverfall oder Sprachwandel im Deutschen. Münster: Aschendorff, 81-101.
9 Die Rechtschreibung.
(Vgl. Kessel, K. & Reimann, S. (2005) Basiswissen Deutsche Gegenwartssprache.
Tübingen/Basel: A. Francke Verlag.
Nübling, D., Dammel, A., Duke, J. & Szczepaniak, R. (2006) Historische Sprachwissenschaft des
Deutschen. Tübingen: Gunter Narr Verlag)
Orthographie bezeichnet eine normierte Schreibung, die Rechtschreibung. Da für das Deutsche
erst seit 1902 eine solche Normierung gilt, kann auch erst ab dann von einer Orthographie
gesprochen werden (Nübling et al. 2006: 169). Im Deutschen ist es (im Gegensatz zum
Englischen) fast immer möglich, ein graphisches Wort auch dann richtig auszusprechen, wenn
man es nicht kennt, d.h. die Graphem1-Phonem-Korrespondenzen sind ziemlich geregelt. Durch
die vielen zusätzlichen Informationen wird der Leser überdies stark bei der Dekodierung, der
Informationsentnahme unterstützt (ebd.: 171-172). In diesem Sinne ist die deutsche Orthographie
ein leserfreundliches System. Was die direkte Informationsentnahme angeht, kann das deutsche
System als eins zwischen “flach” und “tief” angesehen werden.
flach: tief:
primär phonographisch phonographisch
und semantisch.
<-------------------------------------------------------------------------------------------------------------->
Finnisch Spanisch Schwedisch Deutsch Französisch Englisch
Als sekundäres, konstruiertes System kann die Rechtschreibung aber jederzeit verändert werden
(vgl. Rechtschreibreform) (Kessel & Reimann 2005: 195).
1
Ein Graphem ist ein Buchstabe oder eine Buchstabenverbindung, die sich auf ein und dasselbe Phonem bezieht
(Kessel & Reimann 2005: 189).
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*Aufgabe: Lesen Sie Achilles, I. & Pighin, G. (2008) “Vom richtigen Schreiben”. In: Vernäht
und zugeflixt! Von Versprechern, Flüchen, Dialekten & Co. Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich:
Dudenverlag / DgfS; 50-66.
1. Warum könnte nur jemand, der geübt und fit im korrekten Schreiben ist, verdrehte Texte (vgl.
Buchstabensalate) relativ mühelos lesen? (= Psycholinguistik)
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2. Was meint man mit “Das Beherrschen der Rechtschreibung gehört zum guten Ton” (S. 51-53)?
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3. Nennen Sie zwei Vorteile der geschriebenen Sprache (im Gegensatz zur gesprochenen Sprache)
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4. Nennen Sie die 6 Besonderheiten der deutschen Rechtsschreibung und erklären Sie kurz.
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2) ………………………………………………………………………………………..
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3) ………………………………………………………………………………………..
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4) ………………………………………………………………………………………..
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5) ………………………………………………………………………………………..
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6) ………………………………………………………………………………………..
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5. Jetzt entwickelt sich eine ganz andere Art der Schreibkultur. Welche?
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6. Soll man sich um die Sprachkenntnisse der Chatter und Simser Sorgen machen?
Warum/Warum nicht?
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-Anglizismen / Denglisch
Littger, P. (2022) Englisch als Amtssprache: »Wir können alles außer Deutsch« … und Englisch
– Gastbeitrag, [Link]
gastbeitrag-a-42b62303-e3ac-4420-ab6f-231376174459
-die Verlaufsform
Sick, B. (2005) “Wie die Sprache am Rhein am Verlaufen ist”. In: Der Dativ ist dem Genitiv sein
Tod. Folge 2. Köln/Hamburg: KIWI-Spiegel ONLINE, 183-186.
-der Dativ ist dem Genitiv sein Tod
Bibliographie
Achilles & Pighin (2008) Vernäht und zugeflixt! Von Versprechern, Flüchen, Dialekten & Co.
Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich: Dudenverlag / DgfS.
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