Häufige Fehler bei der Fachsprachprüfung
Bei der Fachsprachprüfung (FSP) Medizin gibt es eine Reihe häufiger Fehler, die Prüflinge machen
können. Hier sind einige der häufigsten:
1. Falsche Verwendung von medizinischen Begriffen: Die FSP erfordert die präzise
Verwendung der richtigen Fachterminologie. Häufige Fehler sind, dass Begriffe falsch oder
zu allgemein verwendet werden, z.B. „Herzschwäche“ statt „Herzinsuffizienz“.
2. Grammatikalische Fehler: Besonders bei der Verwendung von Kasus und Verbformen
treten oft Fehler auf. Zum Beispiel: „Der Patient klagt über der Bauchschmerzen“ statt „Die
Patientin klagt über Bauchschmerzen“ oder „der Bluthochdruck sind hoch“ statt „der
Bluthochdruck ist hoch“.
3. Falsche Wortstellung: Bei langen medizinischen Sätzen kann die Wortstellung leicht
durcheinandergeraten. Beispielsweise kann es vorkommen, dass Sätze wie „Der Patient
fühlt sich nach der Operation besser“ zu „Nach der Operation der Patient fühlt sich besser“
werden.
4. Mangelnde Fachkenntnisse oder unklare Erklärungen: Wenn ein Prüfling bei der
Beantwortung von Fragen ungenaue oder oberflächliche Erklärungen gibt oder wichtige
Aspekte auslässt, kann dies als Schwäche gewertet werden. Es ist wichtig, dass man
Fachwissen auch in einfacher Sprache vermitteln kann.
5. Verwendung von Umgangssprache oder zu einfachen Ausdrücken: Die FSP erfordert eine
formelle Sprache. Umgangssprache oder zu einfache Ausdrücke wie„der Patient ist halt
krank“ sollten vermieden werden.
6. Nicht auf die genaue Frage eingehen: Oft wird in der Prüfung eine Frage gestellt, die auf
ein spezifisches Thema abzielt, z.B. „Erklären Sie den Verlauf einer Lungenentzündung“.
Wenn der Prüfling stattdessen allgemein über Atemwegserkrankungen spricht und die
eigentliche Frage nicht beantwortet, kann das als Fehler gewertet werden.
7. Zögern oder Unsicherheit: Unsicheres Zögern kann den Eindruck erwecken, dass der
Prüfling nicht genügend vorbereitet ist oder sich nicht sicher in der Sprache fühlt. Zwar ist
es okay, nach einer kurzen Pause nachzudenken, aber ständiges Zögern sollte vermieden
werden.
8. Fehlende Interaktion mit dem Prüfer: Die Fachsprachprüfung ist oft auch eine Simulation
einer realen Gesprächssituation. Wer nur einseitig spricht und keine Interaktion mit dem
Prüfer zeigt, könnte als unkommunikativ wahrgenommen werden.
9. Vermeidung von schwierigen Themen: Einige Prüflinge neigen dazu, schwierige Themen
oder Fachbegriffe zu vermeiden, anstatt sie selbstbewusst zu erklären. Es ist jedoch wichtig,
auch schwierige Konzepte klar und verständlich zu vermitteln.
[Link] Zeitformen oder falsche Präpositionen: Die korrekte Verwendung von Zeitformen
(z.B. Präsens, Perfekt, Futur) ist in der medizinischen Sprache besonders wichtig. Ein
häufiger Fehler ist, in der Vergangenheit statt in der Gegenwart zu sprechen oder falsche
Präpositionen zu verwenden, wie „der Patient leidet in hohem Bluthochdruck“ statt „unter
hohem Bluthochdruck“.
[Link] und unstrukturierte Antworten: Es kann dazu kommen, dass Prüflinge lange,
unstrukturierte Antworten geben, die unübersichtlich und schwer verständlich sind. Eine
klare Struktur hilft, die Antwort verständlich und professionell zu präsentieren.
12.Übermäßiger Gebrauch von Füllwörtern: Füllwörter wie „ähm“, „also“, „eigentlich“ oder
„sozusagen“ können den Eindruck erwecken, dass der Prüfling unsicher ist oder keine klare
Antwort hat. Versuchen Sie, solche Füllwörter zu vermeiden.
Um diese Fehler zu vermeiden, ist es wichtig, sich gut auf die Prüfung vorzubereiten, medizinische
Begriffe und die korrekte Grammatik zu üben und sich in realistischen Prüfungssituationen zu
simulieren.
Viel Erfolg bei eurer FSP