Die Konstruktion „brauchen nur + zu + Infinitiv“ wird
verwendet, um auszudrücken, dass etwas ganz einfach
oder ohne großen Aufwand getan werden muss. Es
betont, dass keine zusätzliche Anstrengung oder kein
weiteres Vorgehen notwendig ist, um ein Ziel zu
erreichen.
Beispiele:
1. „Du brauchst nur zu warten.“
• Es ist nichts anderes zu tun, als zu warten, um
etwas zu erreichen oder zu bekommen.
2. „Sie brauchen nur zu sprechen, und wir helfen
Ihnen.“
• Wenn sie sprechen, wird ihnen geholfen, es ist
keine weitere Handlung erforderlich.
3. „Er braucht nur zu unterschreiben, dann ist alles
erledigt.“
• Eine einfache Handlung (die Unterschrift) reicht
aus, um die Sache abzuschließen.
4. „Man braucht nur zu drücken, um das Gerät
einzuschalten.“
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• Es ist nur ein Knopfdruck nötig, um das Gerät in
Gang zu setzen.
5. „Wir brauchen nur zu gehen, und der Film beginnt.“
• Einfach gehen, und der Film wird starten.
6. „Ihr braucht nur zu kommen, dann gibt es das
Essen.“
• Wenn sie kommen, ist das Essen bereits da.
Bedeutung:
Diese Konstruktion hebt hervor, dass es eine einfache,
unkomplizierte Handlung ist, die ausreicht, um ein
bestimmtes Ergebnis zu erzielen.
Beispiele:
1. „Du brauchst nicht zu warten.“
• Es ist nicht notwendig, zu warten.
2. „Sie brauchen nicht zu kommen, wenn sie keine Zeit
haben.“
• Es ist nicht erforderlich, zu kommen, wenn sie es
nicht können oder wollen.
3. „Er braucht nicht zu entschuldigen.“
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• Es ist nicht nötig, sich zu entschuldigen; es gibt
keinen Grund dafür.
4. „Man braucht nicht zu lügen, um sich besser zu
fühlen.“
• Es ist nicht notwendig, zu lügen.
5. „Wir brauchen nicht zu diskutieren, weil die
Entscheidung bereits getroffen wurde.“
• Es ist nicht erforderlich, weiter zu diskutieren.
6. „Ihr braucht nicht zu arbeiten, um erfolgreich zu
sein.“
• Es ist nicht nötig, sich abzumühen oder viel zu
tun, um Erfolg zu haben.
Bedeutung:
Diese Konstruktion wird verwendet, um eine Handlung
oder ein Verhalten als unnötig oder überflüssig
darzustellen. Sie gibt an, dass eine bestimmte Aktion
vermieden werden kann.
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Reflexive Verben
1. Reflexive Verben mit Akkusativ (das
Reflexivpronomen bezieht sich auf das Subjekt)
• sich erinnern an (Ich erinnere mich an den Urlaub.)
• sich freuen auf/über (Sie freut sich auf den
Sommer.)
• sich konzentrieren auf (Er konzentriert sich auf die
Arbeit.)
• sich entschuldigen für (Ich entschuldige mich für den
Fehler.)
• sich verlieben in (Sie hat sich in ihn verliebt.)
2. Reflexive Verben mit Dativ (das Reflexivpronomen ist
ein indirektes Objekt)
• sich etwas merken (Ich merke mir den Termin.)
• sich etwas vorstellen (Kannst du dir das vorstellen?)
• sich etwas leisten (Ich kann mir das Auto nicht
leisten.)
• sich etwas wünschen (Er wünscht sich ein neues
Fahrrad.)
• sich etwas kaufen (Sie kauft sich eine neue Tasche.)
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3. Reflexive Verben mit wechselnder Verwendung
(Akkusativ oder Dativ)
• sich waschen
o Akkusativ: Ich wasche mich.
o Dativ: Ich wasche mir die Hände.
• sich anziehen
o Akkusativ: Er zieht sich schnell an.
o Dativ: Er zieht sich eine Jacke an.
Zweiteilige Konnektoren
1. Sowohl ... als auch-und
• Beispiel 1: Sie spricht sowohl
Englisch als auch Deutsch fließend.
• Beispiel 2: Der Kurs ist sowohl für
Anfänger als auch für
Fortgeschrittene geeignet.
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• Beispiel 3: Er ist sowohl ein
talentierter Musiker als auch ein
erfahrener Lehrer.
• Beispiel 4: Wir haben sowohl
Kuchen als auch Torte auf der
Party.
2. Nicht nur ... sondern auch
• Beispiel 1: Nicht nur das Essen war
lecker, sondern auch der Service
war ausgezeichnet.
• Beispiel 2: Sie ist nicht nur eine
gute Schauspielerin, sondern auch
eine talentierte Sängerin.
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• Beispiel 3: Nicht nur das Wetter
war schön, sondern die Aussicht
auch war atemberaubend.
• Beispiel 4: Er hat nicht nur die
Prüfung bestanden, sondern auch
die beste Note erzielt.
3. Weder … noch …
(Drückt eine doppelte Verneinung aus: "nicht das eine
und auch nicht das andere")
• Beispiel 1:
Ich mag weder Kaffee noch Tee.
(Ich mag keinen Kaffee und auch keinen Tee.)
• Beispiel 2:
Weder hat er die Hausaufgaben gemacht, noch hat
er sich auf die Prüfung vorbereitet.
• Beispiel 3:
Sie spricht weder Deutsch noch Englisch.
4. Zwar … aber …
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(Drückt einen Gegensatz aus: "Es stimmt zwar, dass …,
aber …")
• Beispiel 1:
Es ist zwar kalt, aber die Sonne scheint.
• Beispiel 2:
Ich habe zwar viel gelernt, aber die Prüfung war
trotzdem schwierig.
• Beispiel 3:
Er ist zwar jung, aber sehr erfahren.
• Zwar ist er jung, aber er ist sehr klug.
5. Entweder … oder …
(Drückt eine Wahl oder Alternative aus: "das eine oder
das andere")
• Beispiel 1:
Entweder gehst du zur Party, oder du bleibst zu
Hause.
• Beispiel 2:
Wir können entweder ins Kino gehen oder einen
Spaziergang machen.
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• Beispiel 3:
Du entscheidest: Entweder du machst deine Arbeit,
oder du bekommst Ärger.
• [Link], andererseits
Einerseits möchte ich gerne reisen, andererseits fehlt mir
das Geld dafür.
Einerseits ist das Wetter heute schön, andererseits ist es
aber auch sehr heiß.
Einerseits liebe ich Schokolade, andererseits sollte ich
weniger Süßes essen.
Einerseits ist die neue Arbeitsstelle spannend,
andererseits ist sie auch sehr anstrengend.
Einerseits genieße ich meine Freiheit, andererseits
vermisse ich manchmal eine feste Routine.
Einerseits bietet die Digitalisierung
viele Vorteile, andererseits entstehen
auch neue Herausforderungen, wie
Datenschutzprobleme.
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Einerseits fördert das Homeoffice die
Work-Life-Balance, andererseits kann
es die soziale Interaktion am
Arbeitsplatz verringern.
Einerseits ermöglicht moderne
Technologie effizientere
Arbeitsabläufe, andererseits besteht
die Gefahr der Abhängigkeit von
digitalen Systemen.
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