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NEXUS-Magazin 02

Die zweite Ausgabe des NEXUS Magazins behandelt verschiedene Themen wie Kornkreise, geheime Kriege, Mikrochips in Banknoten und Alzheimer. Die Redaktion betont die Wichtigkeit, schwer erhältliche Informationen bereitzustellen und verschiedene Perspektiven zu präsentieren. Das Magazin zielt darauf ab, den Lesern in einer Zeit tiefgreifender Transformation zu helfen, indem es alternative Sichtweisen und kritische Analysen bietet.

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Wir nehmen die Rechte an Inhalten ernst. Wenn Sie vermuten, dass dies Ihr Inhalt ist, beanspruchen Sie ihn hier.
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NEXUS-Magazin 02

Die zweite Ausgabe des NEXUS Magazins behandelt verschiedene Themen wie Kornkreise, geheime Kriege, Mikrochips in Banknoten und Alzheimer. Die Redaktion betont die Wichtigkeit, schwer erhältliche Informationen bereitzustellen und verschiedene Perspektiven zu präsentieren. Das Magazin zielt darauf ab, den Lesern in einer Zeit tiefgreifender Transformation zu helfen, indem es alternative Sichtweisen und kritische Analysen bietet.

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NEXUS Magazin Heft 2 Januar - Februar 2006

Inhaltsverzeichnis
Impressum 2 Kornkreise in England 2005 52
Kornkreise selbst sind keine Glaubensfrage. Jeder kann sie
Leserbriefe 4 sehen, begehen, untersuchen und erleben. Sie sind Teil un-
serer physisch realen – und somit objektiv für jeden erfahr-
baren – Welt. Sie sind sicherlich eine Provokation für einige
Global News 5 – aber eine spannende und zugleich herausfordernde Einla-
• Wieder Spekulationen über Mikrochips in Banknoten dung an und für uns alle.
Andreas Müller
• Erdkern rotiert schneller als die Erdoberfläche
• EU-Verordnung zur Speicherung von Daten
Tunguska Sibiriens geheimnisvolles
• Pentagon entwirft Kriegsrechtsszenarien in den USA
• Ungewöhnlicher Blitzschlag wird genauer untersucht
„Teil des Todes“ 57
• Wahlautomatenschwindel im großem Stil bei der US Wahl Augenzeugenberichte und andere Hinweise lassen vermuten,
2004 dass der Meteorit, der 1908 die Tunguska Region bedrohte,
von intelligent gesteuerten „Plasma-Zerstörerkugeln“ ver-
• Wichtige Beweise im Lockerbie-Fall gefälscht
nichtet wurde, die in der Lage waren, die ursprüngliche Ex-
• Israelisches Gesundheitsministerium warnt vor Soja plosionskraft zu kompensieren.
Andreas Müller
Der große Ölschwindel 9
Könnten Sie sich vorstellen, dass man uns einen riesigen Bä- UFOs auf dem Kapitolhügel 64
ren aufgebunden hat, und dass der Stoff, aus dem die Träu- Die legendären UFOflüge über Washington, D.C. fanden im
me aller kriegführenden Politiker sind, in Wirklichkeit alles Juli 1952 statt; genau ein halbes Jahrhundert später bestäti-
andere als rar ist? gen erneute Sichtungen über dem Kapitol, innerhalb des ge-
Dr. phil. Siegfried Emanuel Tischler sperrten Luftraums, dass die Regierung der USA immer noch
nicht bereit ist, zu enthüllen, was sie über UFOs weiß.
Bilderberger in Rottach-Egern 20 Robert Stanley

Wenn Präsidenten, Premierminister, Banker und Generäle


sich bei der jährlichen Bilderberg-Konferenz hinter verschlos- Twilight Zone 69
senen Türen mit dem europäischen Adel treffen, verhandeln • Alte indogermanische Stadt im Ural war technisch hochent-
sie über Börsen und Kriegsgeschäfte, ohne der Öffentlichkeit wickelt
Rechenschaft ablegen zu müssen.
• Tunesischer Astrologe sah dramatische Ereignisse 2005
Daniel Estulin
voraus
Die fehlenden Kammern der Cheops-Pyramide 31 • Nuklearwaffenexperten des US Militärs bestätigen Existenz
von UFOs
Laut einer neuen Theorie, die Geometrie, Photografie, Natur-
wissenschaft und graphische Konstruktionen in 3-D mitein-
ander kombiniert, gibt es eine zweite Flucht von Kammern in
Reviews 72
der Cheops-Pyramide, die ein exaktes Spiegelbild des bereits Deutsche Bücher
bekannten Bereichs darstellt. • Chemtrails – Verschwörung am Himmel
James Colmer
• Das Kaali Patent! Sieg über Krebs und Aids?

Großbritanniens geheimer Krieg in der Antarktis 37 • Mythos Informationsgesellschaft


Englischsprachige Bücher
Gegen Ende des 2. Weltkriegs schickte Großbritannien Sol-
daten in geheimer Mission in die östliche Antarktis, wo sie • The men who stare at goats
in der Nähe des verborgenen Stützpunkts Maudheim einen Musik CDs
unterirdischen Zufluchtsort der Nazis ausfi ndig machen und • Wingmakers
zerstören sollten.
James Robert • Vector Lovers
• Liquid Sound Volumen 1
Alzheimer und Aluminium 45 • Les Ambassadeurs Volumen 2

Aufgrund von Umweltfaktoren ist Alzheimer in vielen Regi- Produkte


onen der Welt auf dem Vormarsch, doch durch Erhöhung der • Wasserfilter PROaqua 4200
täglichen Magnesium- und Kalziumdosis und eine gleichzei- • Skenar
tige Senkung der Aluminiumaufnahme kann die Krankheit
verhindert bzw. ihre Symptome rückgängig gemacht werden.
PhD Professor Harold D. Foster Themen des nächsten Magazins 80

Januar - Februar 2006 www.nexus-magazin.de NEXUS 1


Editorial
NEXUS Magazin Nr. 2
Januar - Februar 2006
D anke, dass Sie hereinschauen!
Dies gibt mir nämlich gleich die Möglichkeit, mich kurz vorzustellen:
Thomas Kirschner, Steuermann der Lizenzausgabe von NEXUS, das ja ei-
Herausgeber der deutschen Ausgabe gentlich aus Australien stammt. Natürlich kann man ein solches Produkt
Thomas Kirschner
Paul-Neumann-Str. 57, D-14482 Potsdam nicht eins zu eins in eine andere Sprache umsetzen, ohne zumindest an ein
paar Stellen auch ein eigenes Profi l zu zeigen, und genau dies ist auch beim
Deutsche Redaktion
Thomas Kirschner
deutschen NEXUS der Plan: So nah am Original wie möglich und so weit auf
Tel. +49 (0)331 / 297 42 68 den deutschsprachigen Raum abgestimmt wie nötig. Ich hoffe, dass wir Ihnen
Fax +49 (0)331 / 200 90 52 mit dieser Mischung eine Zeitschrift anbieten können, wie sie hierzulande
E-Mail: [email protected] bisher nicht erhältlich war und damit gleichzeitig eine Art von Journalismus
www.nexus-magazin.de
zurück ins Leben rufen, der eigentlich schon als ausgestorben galt.
Anzeigen Wir haben keine Industrie-Sponsoren im Rücken, die uns mit teuren Anzei-
Die Anzeigenpreisliste finden Sie unter
www.mosquito-verlag.de/Nexus-Magazin/media.php. gen den fi nanziellen Rahmen vergolden; wir machen diese Show absolut ohne
Auffangnetz, ohne Ressourcen, ohne Beziehungen, und sogar (fast) ohne Er-
Aboverwaltung
Bitte kontakten Sie die Redaktion.
fahrung. Kann das gut gehen? Diese bange Frage ist heute, bei Redaktions-
schluss der zweiten Ausgabe, noch immer offen.
Vertrieb
Doch das ist sie ja schließlich auch in Bezug auf unseren Planeten, wenn
VU Verlagsunion KG
Am Klingenweg 10 man die gegenwärtigen wissenschaftlichen Vorhersagen über den Klimawan-
65396 Walluf del bedenkt. Angesichts all dieser Unwägbarkeiten werden wir für Sie weiter
Druck auf den Rändern der Apokalypse surfen und dabei versuchen, möglichst läs-
Westkreuz-Druckerei Ahrens KG sig zu wirken. Falls Sie gedanklich mitreisen möchten: Wir haben da ein paar
www.westkreuz.de atemberaubende Ausflüge für Sie zusammengestellt, und einiges davon gibt
Übersetzung dieser Ausgabe auch Anlass zur Hoffnung:
Sabine Klewe In unserer Titelgeschichte über den Rohstoff Öl beispielsweise, fährt Autor
Layout Siegfried Tischler gewichtige Argumente auf, um den allerorts gepredigten
Inna Kralovyetts, Ludwig Gramberg Glauben an das kurz bevorstehende Ende der Erdölvorräte gehörig ins Wan-
Cartoons ken zu bringen. Nachdem ich sie fertig gelesen hatte, fragte ich mich insge-
Phil Somerville heim mal wieder, ob wir hier nicht verschaukelt werden. Doch von wem?
Titel-Graphik
Im Zeitalter der (Des-)Information kann es gefährlich sein, sich vorschnell
Kirill Shmakov auf einen Standpunkt festzulegen; deshalb werden wir uns hier in NEXUS
erlauben, Ihnen durchaus auch einander widersprechende Berichte vorzu-
Erscheinungsweise
NEXUS Magazin erscheint jeweils in den Monaten Februar, legen. Wenn Sie beispielsweise Daniel Estulins Report über das diesjährige
April, Juni, August, Oktober, Dezember. Bilderberger-Treffen in Rottach-Egern lesen, dann drängt sich die Annahme
Aufl age auf, dass anscheinend selbst Teile der Elite noch an den Mythos des endlichen
5.500 Stück Erdöls glauben. Was ist aber nun „wirklich“ wahr?
Bezug Wenn sich schon die Bewertung der aktuellen Wirklichkeit als schwierig
Einzelheft € 4,90.- zzgl. € 1.- Versandkosten erweist, um wieviel schwerer ist die Wahrheit dann erst zu fassen, wenn die
ABO (6 Hefte) € 28,00.- inkl. Versandkosten Ereignisse bereits mehrere Jahrzehnte zurückliegen und von Anfang an als
Europäisches Ausland
Einzelheft € 4,90.- zzgl. €2.- Versandkosten
Geheimsache galten! Möglicherweise ist alles ja viel komplizierter und ge-
ABO (6 Hefte) € 28,00.- zzgl. € 6,50,- Versandkosten heimnisvoller, als die meisten von uns wahrhaben wollen: Dies scheint auch
Alle Preise inkl. MwSt. der Artikel unseres englischen Autors James Robert über die Geheimnisse
Die mit Namen oder Initialen gekennzeichneten Beiträge geben des angeblichen Nazi-Stützpunktes Antarktika zu beweisen. Schwer zu sa-
nicht unbedingt die Meinung von Redaktion und Herausgeber gen, wo hier der Realitäts-Horizont liegt. Ähnlich ist das bei Valery Uvarovs
wieder. Nachdruck, Übersetzung in andere Sprachen oder
sonstige Verbreitung durch elektronische Medien, Datenträger, zweitem Teil über das Geheimnis um Tunguska. Man muss schon ziemlich
oder Datennetze werden zwar ausdrücklich begrüßt, aber nur borniert sein, um angesichts all dieser Rätsel noch an eine allgemeinverbind-
zu nicht-kommerziellen Zwecken. Versuche, dieses Angebot liche „Realität“ zu glauben – das zeigen allein schon die ägyptischen Pyrami-
dennoch ohne unsere Genehmigung kommerziell auszunutzen, den, die uns nach wie vor auffordern, ihr Rätsel zu lösen. Vielleicht sind wir
werden verfolgt. Für nicht angeforderte Manuskripte, Fotos
und andere Materialien kann keine Haftung übernommen wenigstens hier durch den Artikel von James Colmer der Lösung ein Stück-
werden. Die Redaktion behält sich vor, eingesendete Beiträge chen näher gekommen, doch würden wir die Wahrheit überhaupt verstehen,
zu kürzen. wenn wir sie enthüllen könnten?
Unsere Mission Ich denke, Sie werden mir beipfl ichten, dass es bei all dieser Rätselhaftig-
Das NEXUS Magazin geht davon aus, dass die Menschheit sich keit unserer Welt immens wichtig ist, einen klaren Kopf zu behalten, und des-
in einer Periode tief greifender Transformation befindet. Aus die-
halb möchte ich Ihnen abschließend noch unseren Artikel über Alzheimer
ser Überzeugung heraus versucht das NEXUS Magazin „schwer
erhältliche“ Informationen verfügbar zu machen, um den Lesern ans Herz legen. Gesundheit wird auch in allen weiteren Folgen von NEXUS
das Durchleben dieser Phase zu erleichtern. Das NEXUS Maga- ein Dauerthema bleiben.
zin hat keine Verbindungen zu irgendeiner religiösen, philoso- Ein großartiges, spannendes und glückliches neues Jahr wünscht Ihnen
phischen oder politischen Ideologie oder Organisation.

Das nächste NEXUS Magazin erscheint im Februar 2006. Ihr

© 2005 Mosquito Verlag, Potsdam


Thomas Kirschner

2 NEXUS www.nexus-magazin.de Januar - Februar 2006


Das neue Meisterwerk von
DAVID ICKE

Mosquito Verlag • Wir drucken, was andere nicht mal zu denken wagen.
Leserbriefe
WIEDER SPEKULATIONEN ÜBER
I ch habe kürzlich am Bahnhofkiosk
des Zürcher Hauptbahnhofes die
erste Ausgabe der Zeitschrift NEXUS
E ndlich ist es da!!!!! Lange ge-
sucht!!!!! In meiner Heimat Grie-
chenland gibts das Magazin seit
MIKROCHIPS IN BANKNOTEN
entdeckt. Da mich u.a. sogleich der
Artikel „Freie Energie“ auffiel und
mich alles interessiert, was mit Ni-
Jahren. Die gewagten Artikel haben
es mir angetan und ich freue mich
riesig, dass ich das hier beziehen
I n der September-Ausgabe des deut-
schen Magazins Die Bank fi nden
sich wieder Spekulationen über die
kola Tesla zu tun hat, kaufte ich diese kann. Glückwunsch zu dieser Errun- Einführung eines Mikrochips in Eu-
Ausgabe. Wenn ich auch nicht alles genschaft. robanknoten.
verstanden habe, so fand ich diesen In dem Artikel werden drei Mög-
Artikel trotzdem sehr interessant. Anastasia Marni lichkeiten vorgestellt, die das Fäl-
Elektrotechnik und Elektronik sind schen von Banknoten erschweren
für mich Beruf und Hobby gleicher- sollen: ein neuer Bio-Farbstoff, eine
maßen. So ist mir seit Jahrzehnten kopiersichere Folie namens Colour-
Nikola Tesla ein Begriff. Switch sowie ein Mikrochip, der auf
Kein geringerer als Tesla war der Basis der RFID-Technologie funkti-
Erfi nder des Wechsel- und des Dreh-
stromes, ohne die die heutige Elek-
trotechnik völlig undenkbar wäre.
G lückwunsch zum Start des NE-
XUS MAGAZINs auf deutsch! Ich
hoffe nur, dass es längere Zeit Be-
oniert. In diesem Zusammenhang
wird der Mu-Chip von Hitachi er-
wähnt, der mit 0,18-Mikron-Struk-
Während ich diesen Leserbrief stand hat, da ich leider die Erfahrung turen gut geeignet wäre, obwohl der
schreibe, stelle ich fest, dass ich ex- machen musste, dass einige Maga- augenblickliche Preis von 7 Cent pro
akt vor einem Jahr in der Sendung zine mit vergleichbarer Ausrichtung Chip ein wenig zu hoch sein könnte.
ZDF-Expedition die Sendung „Mis- nach mehr oder weniger kurzer Zeit Zudem wird in dem Artikel eine
sion X. Der Stromkrieg (Edisons mör- vom Angebot am Kiosk wieder ver- neue Erfi ndung von Philips erwähnt,
derischer Plan)“ gesehen habe. Diese schwanden. die es ermöglicht, den Chip schon bei
Sendung motivierte mich sehr, selbst Da das NEXUS MAGAZIN austra- der Herstellung in das Papier einzu-
eine Webseite zu diesem Thema zu lischen Ursprungs ist, hätte ich noch arbeiten. Auf diesem Chip wäre dann
schreiben, die Teil der Rubrik Elek- einige Fragen: Hierzulande ist wenig eine 38-stellige Nummer gespeichert,
tronikgeschichte meiner webba- bekannt, dass es auch in Australien die nicht mehr verändert werden
sierten Elektronik-Minikurse des Reste von Pyramiden gibt. Könnte es kann, und die sowohl die Seriennum-
Elektronik-Kompendium ist. dazu auch einmal einen Beitrag ge- mer als auch die Herkunft des Geld-
Hier der Link: ben? scheins nachweist. Der metallene
ht tp://www.elekt ronik-kompen- Sicherheitsstreifen könnte dabei als
dium.de/public/schaerer/stromkrg. Thomas Dienst Antenne dienen.
htm Damit die Maßnahme effektiv
wäre, müssten alle sich derzeit im
Thomas Schaerer (Schweiz) Umlauf befi ndlichen (8,2 Milliarden)
Banknoten ersetzt werden, und zu-
dem müssten alle Bürger Zugang zu
Lesegeräten haben.
er ich Quelle: Die Bank, 24.8.2005
Ich bin nicht sicher, ab http://www.die-bank.de/index.asp?is
hellbraune
glaube, ich hörte die sue=092005&art=417
n
Katze irgendetwas vo
n.
„Regimewechsel“ sage ERDKERN ROTIERT SCHNELLER
ALS DIE ERDKRUSTE

D er Erdkern dreht sich schnel-


ler als die Erdkruste, das hat
eine neue Studie ergeben. Diese Er-
kenntnis basiert auf der Analyse von
Erdbeben, die etwa am gleichen Ort,
aber zu unterschiedlichen Zeitpunk-
ten stattfanden. Bei solchen Erdbe-
benpaaren sehen die Aufzeichnungen

4 NEXUS www.nexus-magazin.de Januar - Februar 2006


der Erdbebenwellen durch seismo- Graham berichtet: „Die neuen
logische Instrumente normaler- Pläne bereiten die Soldaten auf
weise nahezu identisch aus. die Aufgaben vor, die nach An-
Bei einem Erdbeben können gaben verschiedener ranghoher
die Erdbebenwellen den Planeten Offi ziere möglicherweise auf sie
durchlaufen und an jeder belie- zukommen, vor allem bei An-
bigen Stelle wieder an die Oberflä- schlägen mit vielen Opfern, bei
che stoßen. denen die zivilen Hilfskräfte
Die Forscher untersuchten 18 sol- schnell an ihre Grenzen stoßen
cher Erdbebenpaare – einige bis zu würden.“
35 Jahre auseinander liegend – die Insgesamt 15 Krisenszenarien
im Meer vor der Küste von Südame- wurden entworfen, die von der
rika auftraten, und deren Wellen in „untersten Stufe“, die Graham
seismischen Stationen in der Nähe als „relativ einfache Maßnah-
von Alaska aufgezeichnet wurden. men zur Kontrolle von großen
Sollte der innere Kern der Erde verschickte Nachricht festzuhalten, Menschenmengen“ beschreibt,
tatsächlich schneller rotieren als der sondern beschränkt die Anordnung bis zur „obersten Stufe“ reichen, die
Rest des Planeten, so nahmen sie an, auf IP-Adressen und MAC-Adressen nach dem gleichzeitigen Auftreten
müssten Erdbebenwellen, obwohl sie (Hardware-Adressen), Benutzernamen, von drei Vorkommnissen mit hohen
vom gleichen Ort an der Oberfläche E-Mail-Adressen und Logdateien aller Opferzahlen gegeben sei, wie etwa
ausgehen, an verschiedenen Stellen empfangenen und verschickten Mails. nach Anschlägen mit nuklearen, bi-
in den Kern ein- und wieder austre- Die Mobiltelefongesellschaften sind ologischen oder chemischen Waffen.
ten. bestimmt nicht begeistert von der Aus- In jedem Einzelfall würde das Mili-
Aus einer gründlichen Analyse der sicht, nicht nur den gesamten SMS- tär eine schnelle Einsatztruppe, be-
Zeit, die die Wellen unterwegs waren, Verkehr für ein Jahr speichern zu stehend aus 3.000 Mann pro Angriff,
und der Wellenformen eines jeden müssen, sondern auch detaillierte entsenden – also insgesamt 9.000
Paars, schlossen die Wissenschaft- Standortdaten, einschließlich des Ab- Mann bei dem schlimmsten Szena-
ler, dass das Innere der Erde sich tat- gleichens von Funkzelle und Aufent- rio. Weitere Truppen wären bei Be-
sächlich schneller dreht, und zwar haltsort des Anrufers. darf verfügbar.
um etwa 0,3-0,5 Grad pro Jahr weiter Quelle: European Digital Rights Inter- Die Washington Post zitiert eine
als die Erdoberfläche. national [EDRI], Nr. 3,15, 27.7.2005, Aussage von Admiral Timothy J. Kea-
Der Unterschied in der Rotationsge- http://edri.org/edrigram/number3.15/ ting, dem Oberbefehlshaber von North-
schwindigkeit könnte Auswirkungen commission com: „Meiner Einschätzung nach ist
auf die Rotation der gesamten Erde das Verteidigungsministerium am
haben, was wiederum Konsequenzen besten gerüstet, um im Fall eines An-
für Satelliten, Raketen und Raum- PENTAGON ENTWIRFT KRIEGS- schlags mit biologischen, chemischen
schiffe mit sich bringen könnte. RECHTSSZENARIEN IN DEN USA oder nuklearen Waffen in einem der
Quelle: Science, 26.8.2005 50 Bundesstaaten die notwendigen

EU-VERORDNUNG ZUR
I n einem Bericht der Washington
Post vom 8. August heißt es, das
Pentagon habe zum ersten Mal über-
Maßnahmen zu leiten.“
Sollte die Rolle des Pentagon in zu-
künftigen Katastrophensituationen
SPEICHERUNG VON DATEN haupt Strategien für Operationen im bekannt werden, würde dies vermut-
eigenen Land entwickelt, bei denen lich heftige politische Proteste auslö-

D ie EU-Kommission hat jetzt den


Entwurf für die Verordnung vorge-
legt, mit dem die Speicherung von Tele-
Terroranschläge als Rechtfertigung
für die Verhängung des Kriegsrechts
in bestimmten Städten, Regionen
sen, was den Verantwortlichen dort
sehr bewusst ist. Graham schreibt:
„Militärische Übungen, bei denen
kommunikationsdaten geregelt werden oder in den gesamten Vereinigten Soldaten die Führung übernehmen,
soll. Die Kommission möchte, dass der Staaten dienen sollen. fi nden unter dem Decknamen Vital
gesamte Festnetz- und Mobilverkehr Die Pläne selbst sind geheim, aber Archer im Verborgenen statt. Dage-
sowie die dazugehörigen Standort- „Offi ziere, die die Pläne entwickel- gen wird über andere Übungen auf
daten aller privaten und juristischen ten“ verrieten Details an den Repor- US-Boden, bei denen Soldaten ledig-
Personen für ein Jahr gespeichert wer- ter Bradley Graham, der kürzlich lich unterstützende Aufgaben haben,
den. Informationen über Internetkom- das Hauptquartier von Northcom auf überall ausführlich berichtet.“
munikation sollen für sechs Monate dem Luftwaffenstützpunkt Peterson Er fährt fort: „Wenn es darum geht,
gespeichert werden, wobei dazu aller- besuchte. Der Artikel scheint also dass militärische Einheiten eventu-
dings „lediglich das Internetprotokoll das Resultat eines geplanten Lecks ell die Führung bei Einsätzen im In-
(IP) genommen wird“. zu sein, mit dem die Bevölkerung land übernehmen sollen, sprechen
Die Kommission spricht hierbei als Vorbereitung auf eine mögliche die ranghohen Offi ziere von North-
nicht von den vollständigen IP-Logda- Kriegsrechtsverhängung schon mal com nur ungern über Details. Keating
teien von allen Internetdienstan- desensibilisiert werden soll. meinte dazu, dass solche Situationen,
bietern, um so jede erhaltene und wenn sie entstünden, wahrscheinlich

Januar - Februar 2006 www.nexus-magazin.de NEXUS 5


vorübergehend wären, und die Füh- sie von dem Verhalten widerlegt, das sion klang“ und an 13 Häusern in
rungsverantwortung dann an zivile die amerikanische Elite an den Tag Central Mesa Schäden anrichtete.
Autoritäten zurückgegeben würde. legt. Die Bush-Regierung hat alles in „Das ist nicht mehr normal“, be-
[Hervorhebung hinzugefügt].“ ihrer Macht stehende getan, um eine tonte der Meteorologe David Runyan.
In Wirklichkeit hat das Militär Untersuchung der Hintergründe der „Das ist bizarr. Es macht uns neugie-
großes Interesse daran, politisch An- Anschläge auf das World Trade Cen- rig. Wir werden Wege fi nden, die Sa-
dersdenkende zu überwachen, denn ter und das Pentagon zu unterbinden che ein wenig besser zu verstehen.“
die Maßnahmen im eignen Land wer- – höchstwahrscheinlich, weil ihre ei- Der Blitz, der so viel Aufsehen er-
den sich nicht gegen eine handvoll gene, womöglich bewusste Nachläs- regte, richtete enorme Schäden an
islamischer Fundamentalisten rich- sigkeit dabei ans Licht käme. einem Haus in der East Seventh Ave-
ten – die im Übrigen seit dem 11. Die Angstmacherei vor Terroran- nue an, als seine Ladung sich im Bo-
September 2001 keine einzige Ope- schlägen hat ein Ziel: die amerika- den durch Kabel und nasse Erde
ration mehr innerhalb der USA vor- nische Bevölkerung dazu zu bringen, fortpflanzte.
genommen haben – sondern gegen drastische Einschränkungen ihrer Ortsansässige Feuerwehrmänner,
die demokratischen Rechte der ame- demokratischen Rechte hinzuneh- die im Laufe der Jahre schon viele
rikanischen Bevölkerung. men. Die Pläne des Pentagon lassen Blitzschäden gesehen haben, sagten,
Die Pläne von Northcom haben vermuten, dass die amerikanische so etwas wie auf der East Seventh
nichts mit den schrecklichen Ereig- Arbeiterklasse tatsächlich eine Art Avenue hätten sie noch nie erlebt.
nissen des 11. September zu tun, son- militärische Bedrohung zu befürch- Die extreme Hitze ließ unterir-
dern mit den Sorgen der US-Elite in ten hat – eine Polizeidiktatur in den dische Kabel explodieren, einschließ-
Bezug auf die politische Stabilität des Vereinigten Staaten. lich eines Fernsehkabels in der Nähe
Landes. Die amerikanische Gesell- Quelle: Patrick Martin, World Soci- des Hauses, und Dreck und Schutt
schaft ist gespalten, und die Schere alist Web Site über Asian Tribune, wurden wie die Asche eines Vul-
zwischen der unglaublich reichen 10.8.2005 kans gegen die Häuser, Bäume und
Elite an der Spitze und der großen http://www.asiantribune.com/show_ geparkten Autos geschleudert. Der
Mehrheit der Arbeiter, die immer article.php?id=262 Bereich um die Türschlösser und
härter ums Überleben kämpfen, öff- Türgriffe aus Metall war vollkommen
net sich ständig weiter. Der Alptraum versengt.
der herrschenden Klasse in den USA UNGEWÖHNLICHER BLITZSCHLAG Randall Cervany, ein Assistenz-
ist das Entstehen einer Massenbewe- WIRD GENAUER UNTERSUCHT professor für Meteorologie an der
gung, die ihre politische und ökono- Arizona State Universität, vermu-
mische Macht bedrohen würde.
Was die Behauptungen angeht, die
militärischen Pläne seien aus echter
E in Experte des nationalen Wet-
terdienstes in Phoenix, Arizona,
untersucht jetzt einen starken Blitz-
tet, dass es sich um einen „positiven“
Blitzschlag gehandelt haben könne,
der sehr selten vorkommt und extrem
Sorge wegen der Gefahr von Terror- schlag, der „wie eine Dynamitexplo- stark ist.
anschlägen entstanden, so werden

PARKEN
Nur für
Terroristen

„Ihr Plan, die Gesellschaft zu infiltrieren, scheint ja gut voranzukommen“

6 NEXUS www.nexus-magazin.de Januar - Februar 2006


stimmten die staatsweiten Resul- 1989 den Anschlag verübte und da-
tate nicht mit der gerichtlich über- bei 270 Menschen ermordete.
wachten, von Hand durchgeführten Der Polizeichef übergab diese Aus-
Auszählung von 147.400 Briefwahl- sage den Anwälten von Abdelbaset
stimmen und provisorischen Stimm- Ali Mohmed Al-Megrahi, der zur Zeit
zetteln überein, bei der Kerry 54,46% eine lebenslange Haftstrafe im Gree-
der Stimmen erhielt. Im Bezirk Cuy- nock Gefängnis absitzt. Das Schrei-
ahoga in Ohio war die Anzahl der ab- ben wird eine wichtige Rolle spielen,
Wissenschaftler sagen, dass po- gegebenen Stimmen um 93.000 höher wenn Al-Megrahi versucht, die schot-
sitive Blitze eine viel höhere Ladung als die Zahl der eingetragenen Wäh- tische Kommission zur Überprü-
besitzen als negative. Allerdings sind ler. fung von Kriminalfällen (Scottish
bei Gewittern 90-95% aller Blitze ne- Noch bedeutender ist, dass sich Criminal Cases Review Commission
gativ geladen. 2004 in landesweiten Hochrech- – SCCRC) dazu zu bewegen, ein Be-
Positiv geladene Blitze neigen zu- nungen Kerry als Sieger heraus- rufungsverfahren anzuordnen. Die
dem dazu, ihre Spannung in einem kristallisierte. Doch genau in den Aussagen darin könnten den Ruf
größeren Gebiet zu entladen. Wahlbezirken, in denen die Wahl- des schottischen Rechtssystems in
Ron Holl, ein Meteorologe, der für automaten keine Belege auf Papier schwere Bedrängnis bringen. Der Po-
Global Atmospherics Inc. in Tucson ausdruckten, wich das endgültige lizist, der Mitglied der Vereinigung
Blitze untersucht, ist noch nicht ganz Wahlergebnis von den Hochrech- leitender Polizeibeamter Schottlands
davon überzeugt, dass dieser Blitz nungen ab. war, bestätigt die Beschuldigungen
positiv geladen war. „Es ist möglich, Wie Dr. Steve Freeman, Statistiker eines ehemaligen CIA-Agenten, der
dass es ein mehrfacher Blitz war“, an der Universität von Pennsylvania, behauptete, seine Chefs hätten „das
erklärt er. „Zwischen den einzelnen erklärt, liegt die Wahrscheinlichkeit, Drehbuch geschrieben“, um Libyen
Einschlägen gibt es eine Dauerspan- dass die Hochrechnungen zufällig zu beschuldigen.
nung ohne Unterbrechungen. Wir ha- falsch waren, bei eins zu 250 Millio- Die Entscheidung des schottischen
ben keine Ahnung, warum das so nen. Zudem lag in jedem Fall, bei dem Polizisten wird womöglich dazu bei-
ist.“ das Computerwahlergebnis von der tragen, dass die Behauptung, die
Quelle: ArizonaRepublic, 11.8.2005 Hochrechnung abwich, eine Verände- bisher als absurde Verschwörungs-
rung zugunsten von Bush vor – eine theorie abgetan wurde, jetzt ernst
weitere statistische Unmöglichkeit. genommen wird. Es gab nämlich be-
WAHLAUTOMATENSCHWINDEL IM Es gibt nun klare statistische Be- reits seit längerem Gerüchte, dass die
GROSSEN STIL BEI DER US-WAHL weise dafür, dass seit dem Jahr 2000 Platine platziert wurde, um Libyen
in den USA massive Manipulationen aus politischen Gründen mit der Tat
2004 an den Wahlautomaten vorgenom- in Verbindung zu bringen.

N eue Forschungen, die Dr. Den-


nis Loo an der Universität von
Cal Poly Pomona durchgeführt hat,
men wurden. Diese Informationen
sind nicht geheim. Dennoch sind sie
offensichtlich für die etablierten Me-
Gerichtliche Beobachter aus aller
Welt, einschließlich einiger Reprä-
sentanten der UNO, die den Prozess
zeigen, dass bei der US Präsident- dienkonzerne in den USA tabu. in Camp Zeist in den Niederlanden
schaftswahl 2004 in mehreren Staa- Quelle: verfolgten, äußerten sowohl bezüg-
ten massive Manipulationen von CommonDreams.org, 13.8.2005 lich des Verfahrens als auch des Ur-
Wahlautomaten, die keine Belege auf http://www.commondreams.org teils Bedenken.
Papier ausdrucken, vorgenommen Eine Quelle aus den Kreisen des
wurden. Anwälteteams von Al-Megrahi sagte:
2004 überstieg das Ergebnis für WICHTIGE BEWEISE IM „Großbritannien und die USA erzähl-
Bush in Florida bei weitem die 85% LOCKERBIE-FALL GEFÄLSCHT ten der Welt, dass es Libyen war,
der Stimmen von Anhängern der Re- aber in vertraulichen Gesprächen ga-
publikaner, die er im Jahr 2000 dort
bekam. In 47 von 67 Bezirken des
Staates bekam er über 100% der re-
E in ehemaliger schottischer Poli-
zeichef übergab jetzt Anwälten
eine unterschriebene Aussage, in der
ben sie zu, dass sie wüssten, dass die
unter syrischer Führung agierende
Volksfront zur Befreiung Palästinas
publikanischen Stimmen, in 15 Be- er behauptet, entscheidendes Beweis- (PFLP-GC) dahinter stecke.“
zirken 200% und in vier Bezirken material im Prozess um den Bomben- Quelle: The Scotsman, 28.8.2005
sogar über 300%. anschlag von Lockerbie sei gefälscht http://news.scotsman.com/scotland.
Bush gelang dieses außerordent- gewesen. cfm?id=1855852005
liche Ergebnis trotz der Tatsache, Der Beamte im Ruhestand, im
dass die Demokraten in Florida 2004 Rang eines Assistant Chief Constable
nicht mehr abtrünnige Wähler hatten oder höher, bezeugt, dass die CIA das ISRAELISCHES GESUNDHEITS-
als im Jahr 2000, und obwohl er au- Fragment einer Platine, das eine ent- MINISTERIUM WARNT VOR SOJA
ßerdem bei den unabhängigen Wäh- scheidende Rolle bei der Verurteilung
lern 15% der Stimmen einbüßte.
Zudem ist bekannt, dass Bush Ohio
mit 51-48% „gewann“, allerdings
des Libyers Al-Megrahi spielte, eigen-
händig am Absturzort platzierte. Al-
Megrahi soll es gewesen sein, der
W issenschaftler, Ärzte und Er-
nährungsfachleute, die darauf
hingewiesen haben, dass Soja nicht

Januar - Februar 2006 www.nexus-magazin.de NEXUS 7


gesund ist und vor allem für Säug-
linge und Kinder besondere Risiken
birgt, haben Unterstützung vom is- DIE STÄBE DES HORUS
raelischen Gesundheitsministerium
erhalten, das kürzlich ein Gutach- Schlagen Sie ein
ten veröffentlichte, in dem empfohlen
wird, sojahaltige Nahrung nur in Ma-
beliebiges Buch
ßen zu essen. über alt-ägyptische
„Die Jerusalem Post (vom 20. Juli) Kultur auf und
schreibt, dass das israelische Ge-
sundheitsministerium Kindern und sehen Sie sich
Erwachsenen mit Nachdruck emp- die Statuen
fiehlt, den Verzehr sojahaltiger Nah-
rung einzuschränken, und dass
der Pharaonen
Eltern auf Babynahrung aus Soja genauer an:
vollkommen verzichten sollten“, be- Sie werden
richtet Dr. Kaayla T. Daniel.
Dr. Daniel betonte, dass es Hun- bemerken, dass
derte von Studien gibt, die nachwei- sie alle zylindrische
sen, dass es einen Zusammenhang
zwischen sojahaltiger Nahrung bzw.
Objekte in den
Babynahrung und Verdauungsproble- Händen halten.
men, Schilddrüsenfehlfunktion, ADD/
ADHD, Demenz, Unfruchtbarkeit und
sogar Krebs gibt. Auf unserer
Das israelische Ministerium nimmt Website erhalten
die Sache sehr ernst, und seine Emp-
fehlung basiert auf dem Rat eines
Sie Valery Uvarovs
13-köpfigen Komitees bestehend aus „Stäbe des Horus“.
Ernährungswissenschaftlern, Onko- In Russland
logen, Kinderärzten und anderen
Fachleuten, die sich ein Jahr lang mit werden diese
den Fakten auseinandergesetzt ha- Stäbe seit 1994
ben. Das Komitee folgerte, dass die
östrogenähnlichen Pflanzenhormone
als ein Werkzeug
im Soja negativ auf den mensch- der Erleuchtung
lichen Körper einwirken und sogar erforscht.
Krebs und Unfruchtbarkeit hervorru-
fen können. Sie rieten dringend dazu, Besuchen Sie
den Verzehr von Soja auf ein Mini- unsere Website für
mum zu beschränken, bis seine Un-
bedenklichkeit sicher nachgewiesen
weitere, kostenlos
sei. erhältliche
„Die Empfehlungen des israeli- Information über
schen Gesundheitsministeriums de-
cken sich mit denen, die der Leiter der die Stäbe des
britischen Gesundheitsbehörde und Horus.
die britische Gesellschaft für Ernäh- The Wands of Horus o r
rung (British Dietetic Association)
Karpinskogo str. 36-7-58 t v n
äußerten, in denen beide Kinder-
St. Peterburg 195252 c h ge
si hun
ärzte und Eltern dazu aufforderten,
Säuglingsnahrung aus Soja nur in be- RUSSIA r
sonderen Fällen zu verwenden“, er-
läuterte Dr. Daniel. tel: +7-911-2424062 Vo lsc
Quelle: Presseverlautbarung von Dr.
Kaayla T. Daniel, CCN, 26.7.2005,
Email: [email protected]
http://www.wholesoystory.com;
Jerusalem Post, 20.7.2005 WWW.WANDS.RU
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8 NEXUS www.nexus-magazin.de Januar - Februar 2006


DER GROSSE
ÖLSCHWINDEL
DIE THEORIE DER FOSSILEN
TREIBSTOFFE
E ins ist klar: Öl bestimmt die Weltpolitik. Ohne das Zeug läuft in unseren
Gesellschaften nichts, aber auch gar nichts. Wir fahren unsere Autos
damit, heizen unsere Häuser, machen Plastik daraus und eine Menge ande-
rer nützlicher Dinge. Und es ist teuer – Tendenz steigend. Deshalb müssen
Könnten Sie sich wir sparsam damit umgehen, das weiß jedes Kind. Denn es geht rapide zur
Neige, richtig?
vorstellen, dass man Ähh ... nein, vielleicht nicht. Könnten Sie sich vorstellen, dass man uns
einen riesigen Bären aufgebunden hat, und dass der Stoff, aus dem die
uns einen riesigen Träume aller kriegführenden Politiker sind, in Wirklichkeit alles andere
als rar ist? Dass er nach wie vor in Unmengen vorhanden ist, sich mögli-
Bären aufgebunden cherweise in der gleichen Geschwindigkeit reproduziert, wie wir ihn ver-
brauchen, und dass alles, was man uns über seine Entstehung erzählt hat,
hat, und dass der nur eine weitere Lüge ist?
Im Jahre 1757 postulierte der russische Geowissenschaftler Mikhailo
Stoff, aus dem die Lomonossov erstmalig, dass Erdöl „fossilen Treibstoff“ darstelle. Seine
Hypothese, basierend auf seinen eigenen Beobachtungen und der dürf-
Träume aller krieg- tigen wissenschaftlichen Kenntnis seiner Zeit, lautete: „Erdöl stammt aus
den winzigen Körpern von Tieren, die in Sedimenten eingeschlossen unter
führenden Politiker hohen Drucken und Temperaturen sich über unvorstellbar lange Zeiträume
in Erdöl umwandelten.“
sind, in Wirklichkeit Zweieinhalb Jahrhunderte später hat Lomonossovs Hypothese den Status
einer Theorie – man ist fast versucht zu sagen: einer Religion. Doch ist sie
alles andere als rar mittlerweile durch Experimente verifi ziert worden? Keineswegs. Im Wall
Street Journal können wir lesen: „Obwohl die Menschheit seit Generati-
ist? onen nach Öl bohrt, ist wenig über die Herkunft der Lagerstätten bekannt,
genauso wie über die Prozesse im Erdinneren, die zu deren Bildung füh-
ren.“
Ein Paragraph in der Encyclopedia Britannica befasst sich mit der Her-
kunft von Öl und hat folgendes prosaisches Ende: “Trotz des enormen Volu-
mens wissenschaftlicher Arbeiten, die sich mit Erdöl befassen, verbleiben
viele unbeantwortete Fragen hinsichtlich seiner Herkunft.“
Was wird hier also gespielt? Kann es sein, dass eine seit Jahrhunderten
Autor: Dr. phil. Siegfried unbewiesene Theorie als Basis der grundlegendsten ökonomischen Ent-
Emanuel Tischler scheidungen auf der Welt verwendet wird? Es geht hier letztlich um einen
Gastprofessor - Ethics Rohstoff, ohne den unsere Zivilisation nicht auskommt. In den Einfüh-
of Science rungsvorlesungen des Faches Öltechnologien hören Studenten, dass Erdöl
e-mail: setex01@ yahoo.com. der Rohstoff für etwa 70.000 industrielle Produkte ist; diese umfassen
neben vielen anderen Pharmazeutika, synthetische Fasern, Düngemit-
tel, Farben und Lacke, Acryl, Plastik und Kosmetika. All dies ist faktische

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Information. Aber wenn die Studenten dann im Hörsaal den einer Klasse von Fettsäuren entstehen; sie sind was-
nebenan in die Geologie des Erdöls eingeführt werden, serunlöslich und umfassen viele natürliche Öle, Wachse
dann ergießt sich über sie ein Redeschwall der Phantasie, und Steroide.2 Diese Lipide sollen, der Legende nach, im
der im Wesentlichen nichts anderes ist als ein Aufwär- Verlauf der Verwesung organischer Materialien durch die
men von Lomonossovs alter Hypothese, dass Öl von Fos- Tätigkeit von Mikroben entstehen. Das klingt einleuch-
silien stamme. Seit meiner Studienzeit verwunderte mich tend, doch hat man es je bewiesen? Wo sind die fossilen
das Fehlen von Fossilien in Erdöllagern. Das gewichtigste Skelette? Die Theorie der fossilen Treibstoffe kann über-
Argument gegen diese Hypothese ist sicherlich das Fehlen haupt keine Beweise für das Vorhandensein jener Lebe-
irgendwelcher faktischer Beweise. Selbst vor 250 Jahren wesen, aus denen Öl entstanden sein soll, beibringen.
war diese Hypothese wenig mehr als ein sehr gewagter Die Debatte über die Kerogene in Erdöl wurde von Pro-
Exkurs in den Raum der Möglichkeiten. fessor Thomas Gold mit dem Konzept der „Deep Hot Bios-
Ist das nicht merkwürdig? Das Überleben unserer Zivi- phere“3 auf elegante Weise entschieden: es wird immer
lisation scheint eng verknüpft mit der Verfügbarkeit von deutlicher, dass Leben überall dort zu fi nden ist, wo die
Erdöl, aber dennoch ist es alles andere als leicht, irgend- dafür grundsätzlich notwendigen Voraussetzungen gege-
welche bedeutsame Fakten darüber zu erfahren. Zahllose ben sind. Da Organismen sogar im Weltall, in siedenden
Kassandra-Rufer verweisen darauf, dass Erdöl sehr bald Heißwasserquellen (Geysiren), auch in Atomreaktoren
nicht mehr in genügender Menge verfügbar sein werde. und überhaupt in Bereichen auftreten, die nie mit der
Aber stimmt das überhaupt? Weshalb wird das Mantra Lebewelt, wie wir sie kennen,4 in Verbindung gestanden
einer unbewiesenen Theorie aus dem 18. Jahrhundert haben,5 kann es nicht verwundern, dass auch in Erdgas
endlos wiederholt, ohne dass neuzeitliche Argumente auf und Öl Lebewesen existieren – bei weitem nicht nur Bak-
den Tisch gelegt würden, die einer wissenschaftlichen terien. Somit haben diese Organismen das Gas und das
Überprüfung standhalten? Öl nicht geschaffen, sondern sie leben vielmehr auf deren
Basis. Die Kerogene beweisen also die organische Her-
kunft des Öls keineswegs!
Wie macht man ein Märchen? Man nehme ... Abbildung 1: Thomas Gold
1920–2004. Einer der origi-
Viele Menschen werden von wissenschaftlicher Termi- nellsten Denker des zwan-
nologie geblendet: Sobald die Fachbegriffe nur kompli- zigsten Jahrhunderts. Als
ziert genug gewählt sind, scheinen sie auch automatisch (Radio-) Astronom wandte
die Wahrheit zu verkünden. Doch vor einem solchen Trug- er die Erkenntnisse seiner
schluss sollte man sich in Acht nehmen. Organische Che- kosmologischen Arbeit auf
mie befasst sich mit Verbindungen von Kohlenstoff mit die Erde selbst an. Dieses
anderen Elementen. Alle uns bekannten Lebensformen Denken harmonierte mit
setzen sich aus solchen Verbindungen zusammen. den russisch-/ ukrainischen
Die wissenschaftliche Methode gibt vor, dass das Ver- Theorien über die anorga-
ständnis natürlicher Vorgänge mit Naturbeobachtung nische Bildung von Öl. Gold
und der Erstellung einer Hypothese beginnt. Wenn rigo- wurde von den institutio-
rose Versuchsreihen den fraglichen Prozess im Laborver- nellen Wissenschaften wie
such bestätigen, dann wird die Hypothese zur Theorie. ein Paria behandelt und
Doch wo sind diese Versuche im Fall der TfT (Theorie fos- sogar als Plagiator verleumdet. Seine Erfindungen und
siler Treibstoffe)? Nicht ein einziges Experiment kann grundlegenden Erkenntnisse befruchteten die Wissen-
ihre Annahmen stützen, ohne dabei noch mehr Fragen schaften in verschiedensten Feldern – von Kosmologie bis
aufzuwerfen. hin zur Humananatomie.
Dass die Geowissenschaften trotz des vollständigen
Fehlens wissenschaftlich ernstzunehmender Beweise
noch immer an dieser Theorie festhalten, stellt ihnen ein Praktisch möglich: Die Entstehung von Öl
sehr schlechtes Zeugnis aus und ist wissenschaftstheore-
auf abiotischer Basis
tisch ein Unding. Bertrand Russell bezeichnete einst Wis-
senschaftstheorie als ein Produkt des Zweifels.1 Doch hier
scheinen die Zweifel längst einer unwissenschaftlichen Wenn wir die Theorie der fossilen Treibstoffe einer
Sicherheit gewichen zu sein, die faktisch nicht belegbar logischen Analyse unterziehen, dann wird daraus ein
ist. gänzlich fragwürdiges, wenn nicht gar phantastisches
Unternehmen: Obwohl es keinen Beweis für sie gibt,6 hat
sich gerade die biotische Theorie im Bewusstsein der All-
Die Kerogen-Debatte gemeinheit festgesetzt, und nicht etwa eine abiotische
Entstehungstheorie. Doch wie steht es um diese abio-
Viele (Geo-)Chemiker werfen, um die Entstehung von tischen Theorien über die Herkunft von Erdöl? Können
Öl zu erklären, den Begriff „Kerogen“ in die Debatte. sie bewiesen und im Laborversuch nachvollzogen wer-
Kerogene sind komplizierte, kohlenstoffhaltige Makro- den, so wie es die wissenschaftliche Methode von Theo-
moleküle, die in Rohöl gefunden werden. Man nimmt an, rien eigentlich verlangt?
dass sie im Verlauf natürlicher Fraktionierung aus Lipi-

10 NEXUS www.nexus-magazin.de Januar - Februar 2006


Zuerst einmal kann man feststellen, dass abiotische den anderen Erfahrungstatsachen ein in eine abiotische
Theorien merkwürdigerweise nicht „en Vogue“ scheinen: Theorie für die Bildung von Kohlenwasserstoffen.
Auf der maßgeblichen „Hedberg Konferenz“, mit dem Titel Es ist überaus interessant, die regionale Verbreitung
“Origins of Oil“, (in Calgary, Kanada, am 18. Juni 2005) von Öl zu betrachten, denn auch sie fügt sich ein in das
wurden zwar sechs Vorträge über die abiotische Genese Mosaik der Indizien, die Öl als aus dem Erdinneren stam-
von Öl gehalten, doch keiner dieser Vorträge befasste sich mend erscheinen lassen:
mit entscheidenden, kosmologischen Aspekten.7 Die „Big
Bang“-Kosmologie, wenig mehr als eine wissenschaftlich
erscheinende Fassung biblischer Schöpfungsgeschichten,
hat viele konkrete Erfahrungstatsachen und Messdaten
einfach wegerklärt und so wird schlicht negiert, dass pla-
netare Massen eine wesentliche organische Komponente
haben. Die Erde ist nicht der einzige bekannte Planet, für
den dies zutrifft: von zumindest zehn planetaren Massen
im Sonnensystem wissen wir, dass sie zumindest Spuren
von Kohlenwasserstoffen enthalten.
Nach den Erkenntnissen dieser Forschungen ist das,
was wir allgemein als Erdöl bezeichnen, vermutlich
wenig mehr als das Ergebnis stoffl icher Ausgleichung
kosmischer (also auch planetarer) Massen, die sich nach
der Explosion einer Supernova je nach Materialeigen-
schaften in planetare Himmelskörper einten. Die aus-
nehmend dünne Kruste von erdähnlichen Planeten,
bestehend aus „kontinentalem“ und „ozeanischem“ Kru-
stenmaterial (sog. tektonischen „Platten“),8 schwimmt auf
einem Mantel, in dem unvorstellbare Mengen von Koh-
lenwasserstoffen enthalten sind, die in der fortschreiten-
den stoffl ichen Vereinheitlichung der Mantelmaterialien
entstehen. Wo immer diese Platten aus soliden Gesteinen
Abbildung 2: Die Ölfelder des Nahen Ostens liegen entlang
aneinander stoßen, wird der darunter liegende Erdman- der Sutur zwischen Asien und Afrika; die strukturelle Kon-
tel in diese Vorgänge miteinbezogen und die freigesetzten trolle ist offensichtlich (nach Gold, Endnote 9).
Hydrokarbone können an die Erdoberfläche entweichen.
Hier seien ein paar der wichtigsten Argumente ange-
führt, die für eine abiotische Herkunft von Erdöl spre- Wenn man so die Verbreitung südostasiatischer Erdöl-
chen, so wie sie von PhysicsWeb (14. September 2004) vorkommen in Beziehung stellt mit tektonischen Struktu-
dargestellt worden sind: ren und Gesteinstypen, dann sieht man, dass sich diese
Ölvorkommen entlang von Plattengrenzen befi nden;
• Erdöl wird aus fast 10.000 Metern Tiefe gefördert. Die anstatt der mächtigen Sedimentabfolgen des arabisch-/
Druck- und Temperaturbedingungen unterhalb von persischen Raumes fi nden wir aber in Südostasien neben
6.000 Metern Tiefe zerstören alle organischen Struk- kontinuierlicher Mobilität der Erdkruste auch eine der
turen (die durch Lebewesen gebildet worden sind). Dies aktivsten vulkanischen Zonen der Erde. Die Erdölvorkom-
bedeutet, dass das „Herkunftsmaterial“ im Falle einer men des Nahen Ostens sind vergesellschaftet mit Gestei-
biogenen Entstehung gänzlich in Gesteinsschmelze nen „kontinentaler Kruste“, jene Südostasiens hingegen
oder Hochdruck-/ Hochtemperatur-Metamorphose auf- mit „ozeanischer Kruste“ (Kommentar in Endnote 9).
gegangen ist. Nur eine abiotische Entstehung kann Zwei der wichtigsten Erdölfördergebiete weisen eine
Hydrokarbone aus diesen Tiefen (ungeachtet des Aus- gänzlich unterschiedliche Beschaffenheit der Erdkruste
gangsmaterials) erklären. auf (die Betrachtung aller anderen Regionen, die Erdöl
• Erschöpfte Ölquellen füllen sich – so scheint es – wie- liefern, ergibt weitere Inkonsistenzen). Dies sollte eigent-
der „von selbst“ auf. Die TfT kann hier keine Erklä- lich dazu führen, dass man nach einer Entstehungstheo-
rung liefern, die abiotische Theorie für die Bildung rie sucht, welche diesen Gegebenheiten Rechnung trägt:
von Hydrokarbonen schafft dies hingegen souverän: Wie kann es sein, dass grundverschiedene Erdqualitäten
es liegt in der Natur der Sache! Das Volumen, also dasselbe Material – Öl – hervorbringen? Es gibt aber kein
die schiere Menge des bis dato geförderten Öls, über- Lehrbuch, das diese Umstände näher erläutert.
steigt die Menge an Öl, die sich aus früher auf der Welt Als ich an der Montan-Universität in Leoben mit der
lebenden Tieren gebildet haben könnte, um ein Viel- Erforschung von Platinerzen befasst war, untersuchte ich
faches. Wo also, stammt der Rest her? Gesteine, die aus großer Tiefe im Erdinneren stammten.
Es zeigte sich damals, dass diese Gesteine etwa 4% freien
Im Labor kann man die Produktion von Methan unter Kohlenstoff (in der Form von Graphit) enthielten. Für sich
genau denselben Bedingungen simulieren, wie sie im alleine gesehen, war dies wenig aufregend. Weiterhin
Erdinneren vorherrschen. Dies fügt sich zwanglos mit all stieß ich jedoch in dieser Forschungsperiode auf folgende,
nachdenklich machende Tatsachen, die schon damals –

Januar - Februar 2006 www.nexus-magazin.de NEXUS 11


vor einem Vierteljahrhundert – mir hätten zeigen sollen, Peridotiten (einer Klasse ultrabasischer Gesteine)
dass Erdöl keineswegs organischen Ursprungs ist: begleiten.
• Ein weiterer derartiger Bericht ist einige Monate
• Ultrabasische Gesteine (also Kieselsäure oder Quarz- älter: ein Team von Forschern an der Universität von
frei) treten auf der Erdoberfläche als sog. „Kimberlit- Minnesota hat entdeckt, wie Gesteine des Ozeanbo-
pipes“10 auf; auch sie enthalten freien Kohlenstoff, in dens Methan (und andere Kohlenwasserstoffe ) bilden
der Form von Diamant. Diamant wird von den explo- können, wenn sie mit überhitzten gasförmigen und
siven Hochdruckereignissen gebildet, im Verlauf derer flüssigen Phasen reagieren, die tief unter dem atlan-
die Pipes an die Erdoberfläche gelangen.11 tischen Meeresboden zirkulieren.15 In Laborversuchen
• Dunit, ein noch primitiverer, ultrabasischer Gesteins- rekonstruierten diese Forscher Bedingungen wie sie
typ, tritt ebenfalls in Pipes auf und enthält Platinoide. am Ozeanboden nahe dem Mittelatlantischen Rücken
Ich glaubte damals, dass der enthaltene freie Kohlen- herrschen. Das Team fand, dass sich unter diesen
stoff verantwortlich sei für die Absonderung der Pla- Bedingungen Kohlenwasserstoffe (Methan, Ethan
tinmetalle aus dem Magma und deren Konzentration und Propan) an der Oberfläche von Mineralien bilden,
in den Pipes.12 die reich an Fe und Cr sind.
• An der Leobener Montan-Universität untersuchte ich
auch sog. „ophiolitische“ Gesteine. Als Ophiolit wer- 2000

den Gesteine ozeanischer Krustenherkunft (Endnote Bohrung STENBERG (Siljan / Schweden):


8) bezeichnet, die im Verlauf von Gebirgsbildungspro- Methan-Werte analysiert aus
zessen in Gebirge inkorporiert werden. Diese enthiel- erbohrtem Gestein
ten ebenfalls Graphit in hydrothermal umgewandelten
Bereichen.
1000

Ich begriff damals nicht, dass ich den Beweis für die
abiotische Bildung von Erdöl im Erdinneren in Händen
hielt! Damals (Ende der 1970iger Jahre) dachte im Westen
noch niemand daran, dass Erdöl abiotischer Herkunft
sein könnte. 0
Kohlenstoff und Silizium bilden eine Reihe chemisch 18750 19000 19250 19500 19750 20000 20250 20500 20750 21000 21250 21500 21750

und strukturell verschiedener Moleküle. Während die


unbelebte Welt (zum Großteil) aus Silikaten aufgebaut ist, Präsenz von Dolerit (Doppellinie = hohe Proportion)
besteht die lebende Welt im Wesentlichen aus Kohlen-
stoffverbindungen. Wie die oben angegebenen Beispiele Abbildung 3: Hydrokarbonverteilung in Bohrklein aus dem
belegen, „animiert“ Kohlenstoff nicht nur die belebte, Bohrloch Stenberg, Siljan, Schweden. Das Schaubild zeigt,
sondern auch die unbelebte Welt.13 dass Methan an Vulkanite gebunden ist und nicht, wie die
Was bedeuten all diese verwirrend erscheinenden Fak- TfT es verlangt, mit Sedimenten vergesellschaftet ist (nach
ten? Sie zeigen, dass es im Erdmantel freien Kohlen- Gold, Endnote 9).
stoff gibt, der für die abiotische Entstehung von Öl in
Frage käme. Kimberlit und Dunit sind wohl die seltens- Es ist wahrlich erstaunlich: Während die Theorie der
ten Gesteinstypen, die an der Erdoberfläche angetrof- fossilen Treibstoffe ganz bestimmte Bedingungen fordert
fen werden. Sie sind im Verlauf von explosiven Prozessen um zu funktionieren, kann sich abiotisches Öl in einer
nach oben gekommen. Es scheint angebracht zu ver- Anzahl verschiedener Szenarien bilden.
muten, dass der in ihnen enthaltene Kohlenstoff durch Alle diese natürlichen Prozesse können im Labor simu-
Phasenumwandlungen im Verlauf von chemischen Reak- liert und quantitativ getestet und qualitativ bewertet wer-
tionen diese explosiven Prozesse verursacht hat.14 Kim- den. Derartige Prozesse während der Wechselwirkung
berlite und Dunite fi nden sich nur in den ältesten, sehr von Lithosphäre und Hydrosphäre an Plattengrenzen
seltenen Bereichen der Erdkruste. Wo immer diese spe- können möglicherweise viele der bekannten abiotischen
ziellen Bedingungen nicht gegeben sind, gelangt Kohlen- Ölvorkommen erklären, lassen aber die traditionell wich-
stoff wahrscheinlich mittels nicht-explosiver Prozesse an tigsten Ölvorkommen (in Sedimenten) unerklärt.
die Oberfläche. Zwei solche Prozesse wurden beim AAPG Nicht nur ozeanische Kruste kann Hydrokarbone pro-
Treffen in Calgary (siehe oben) vorgestellt: duzieren: Schon 2002 haben J. F. Kenney (Gas Resources
Corporation in Texas) und Kollegen in Moskau Methan und
• S.B. Keith, (Sonoita Geoscience Research, Arizona) andere Kohlenwasserstoffe in ähnlich gearteten Experi-
berichtete von Kohlenwasserstoffen in heißen wäss- menten gefunden, die sich innerhalb sedimentärer Abfol-
rigen Lösungen, die sich gegenwärtig an aktiven Plat- gen ereignen können.16 Unter Bedingungen, die jenen im
tengrenzen bilden (wo die tektonischen Platten der oberen Erdmantel ähneln, verfolgten andere Forscher den
Erdkruste miteinander reagieren). Reaktionsablauf zwischen Diamanten mit abgeflachten
• P. Szatmari, (Petrobras Research Center, Rio de Spitzen. Der Vorteil dieses „Diamantschraubstockes“ ist
Janeiro, Brasilien) präsentierte einen Bericht über es, dass die reagierende Probe während des Prozesses
Spurenelementgehalte, welche die Bildung von Erdöl spektrometrisch gemessen werden kann.
im Verlauf der Serpentinisierung (Hydrierung) von

12 NEXUS www.nexus-magazin.de Januar - Februar 2006


Diese Experimente beweisen, dass sich Kohlenwas- der Ölpreis in die Höhe ginge, weil eine Raffi nerie ausge-
serstoffe innerhalb der Erde im Verlauf simpler anorga- fallen sei! Da Raffi nerien Rohöl kaufen, sollte aber wegen
nischer Reaktionen bilden können - und nicht nur in der geringeren Bedarfs der Preis im Gegenteil eher sinken!
Verwesung abgestorbener Organismen, wie dies allge- Bei der Vermarktung von Erdöl wird ungeniert gelogen,
mein angenommen wird. und wenn es um die Herkunft von Öl geht, wird ganz ein-
fach geschwiegen. Wer aber sich die Mühe macht, die
Argumente der Abiotiker zu durchdenken, für den ver-
Wie die abiotische Theorie der Ölentstehung liert das Gerede von der herannahenden „Energiekrise“
schon an dieser Stelle seine Wirkung.
sich entwickelte
Doch es kommt noch toller, wenn wir unser Augen-
merk von Öl auf das Vorkommen von Erdgas erweitern:
• Mendeleev, der Vater des chemischen Periodensys- Gänzlich unbemerkt – da eben gasförmig und unsichtbar
tems, publizierte 1877 einen Artikel über die Ent- – entweichen dem Erdinneren kontinuierlich unsagbare
stehung von Erdöl, der noch heute Gültigkeit hat. Er Mengen von Methan (CH4 - „Erdgas“). Wie die Prozesse
erkannte die regionalen Muster der Verteilung von zur Synthetisierung von Treibstoff beweisen, ist Erd-
Ölvorkommen, aber der damalige beschränkte Wis- gas der Vorgänger von Erdöl. Alles was einer solchen
sensstand ließ seine Theorie der Ölentstehung kom- Umwandlung nötig ist, sind Wasser, Druck und Tempera-
plizierter wirken als sie eigentlich ist. tur. Wo nicht alle diese Bedingungen stimmen, entweicht
• Die kosmische Herkunft von Bitumina (kohlenstoff- das Methan. Bedenken wir: über 70% der Erdoberflä-
haltige Meteorite) wurde bereits 1889 von Sokoloff che sind von Ozeanen bedeckt, von denen wir herzlich
diskutiert, der betonte, dass Öl und Teer in Grundge- wenig wissen. Überall dort aber, wo an der Erdoberflä-
birgen (wie etwa skandinavischen Gneissen) keinerlei che Bedingungen herrschen, welche dieses Methan fest-
organische Herkunft haben können. Er betonte, dass halten, fi nden wir Methan-Eis (gefrorene Erdgashydrate).
Porosität der einzig relevante Parameter bei der Suche Gashydrate (wie Methaneis) bilden sich, wenn Wasser im
nach Öl sei. Beisein von Gasen wie Kohlenwasserstoffen, Kohlendioxid
• Vernadsky zeigte 1933 auf, weshalb er daran glaubte, oder Schwefelwasserstoff gefriert. Wasser kristallisiert in
dass Kohlenwasserstoffe im Erdinneren wegen der diesem Fall in käfigartigen Strukturen, welche das jewei-
geringen Verfügbarkeit von freiem Sauerstoff und lige Gas umschließen.
hohen Drücken die primäre stabile Form von Kohlen- Gas-Hydrate (im Englischen „Clathrates“) wurden erst-
stoff sei und Kohlendioxyd weitgehend ersetze. mals 1810 von Sir Humphrey Davies als eine Laborato-
riumskuriosität beschrieben. In den Dreißigerjahren des
Der prominenteste und wortgewaltigste Advokat der 20. Jahrhunderts wurden sie zu einem gewichtigen Pro-
abiotischen Theorie für die Entstehung von Erdöl ist blem für den Pipelinetransport von Erdgas unter kalten
Kudryavtsev. Er verwies 1959 darauf, dass man kein Bedingungen. Gashydrate sind kristalline Feststoffe und
Öl aus pflanzlichem und tierischem Material im Labor sehen aus wie Eis. Sie bilden eine käfigartige Struktur um
erzeugen kann, das natürlich vorkommendem Erdöl kleinere Gastmoleküle.17 Die häufigsten Gastmoleküle sind
ähnlich ist. Er listete die damals schon bekannten zahl- Methan, Ethan, Propan, Isobutan, normales Butan, Stick-
reichen Vorkommen von Öl in kristallinen Gesteinen und stoff, Kohlendioxid und Wasserstoffsulfid. Wenn man die
Gesteinsformationen auf, die eine gebirgsbildenende Verteilung von Gas-Hydraten betrachtet, bekommt dieser
Phase mitgemacht haben, wie z.B. in Kansas, Kalifornien, Punkt eine enorme Bedeutung: Sie treten überall auf, wo
Venezuela und Marokko. Er zeigte damit auf, dass Ölvor- permanent Temperaturen von weniger als +7 Grad Celsius
kommen oft mit Grundgebirgsstrukturen in Verbindung herrschen. Damit sind weite Flächen der subarktischen
stehen. Das „Lost Soldier“-Ölfeld in Wyoming enthält bei- Tundren und der Meeresböden potentielle Orte, an denen
spielsweise Ölvorkommen in jedem Horizont der geolo- sie angetroffen werden können.18 In Wahrheit sind Gas-
gischen Abfolge – von kambrischen Sandsteinen bis hin Hydrate in unvorstellbaren Mengen vorhanden.
zu Sedimenten der Oberkreide und sogar aus dem kristal- • Ozeanische Schlämme und der Vostok See in der Ant-
linen Grundgebirge wurde Öl gefördert. In Kanada sind arktis enthalten eine geschätzte Menge von einer Bil-
es nicht selten magmatische und metamorphe Gesteine, lion Kubikkilometern Methan-Eis.19 Auf der Fläche
die Erdgas liefern. Im Gebiet des Baikal Sees in Sibirien von Österreich aufgetürmt, würde diese Masse etwa
stammt das Öl aus präkambrischen Gneissen. Wie Kudry- 11.600 km hoch in den Himmel ragen! Wenn nur ein
avtsev betonte, kann Öl unter jedem Ölfeld in größerer geringer Prozentsatz dieses Materials in saubere
oder kleiner Menge in allen Horizonten gefunden werden Energie umgesetzt würde, dann gäbe es kein Ener-
und nicht nur in einer spezifi schen Blase. gieproblem. Natürlich darf man an dieser Stelle nicht
verschweigen, dass sich bisher die technischen Pro-
bleme um den Abbau und Transport der Gas-Hydrate
Keiner will es wissen als schwer lösbar erwiesen haben. Doch zukünftige
Technologien könnten – falls man sie denn entwickelt
Trotz dieser unumstößlichen Fakten zweifelt die Allge- – hier wahrscheinlich eine Lösung bieten.
meinheit noch immer nicht an der Theorie der fossilen
Treibstoffe, denn alle alternativen Erklärungen werden Damit sind wir an einem Punkt angelangt, an dem wir
schlicht niedergeschwiegen. Der Autofahrer hört, dass fragen müssen, ob Erfahrungstatsachen wie der fossile

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Befund mit den Gedankengebäuden der Theorie der fossi- Für die Theorie fossiler Erdölentstehung ergeben sich
len Treibstoffe in Einklang gebracht werden können. aus diesem seriösen Artikel eine Reihe von Problemen:
Wir können zwar die Gebeine von Dinosauriern in • Wie sollen die Überreste von Lebewesen Tausende
Sedimenten fi nden – aber bedeutet dies zwingend, dass Meter unter die Erdoberfläche gelangt sein?
die Theorie der fossilen Brennstoffe jemals in der Natur • Wie sollen endliche Mengen von Tierüberresten sich
verwirklicht worden ist? Einerseits stellt sich die Frage, in unendliche Ölvorräte verwandelt haben?
wo das Öl ist, das in ihrer Verwesung entstanden sein • Wie soll die Theorie fossiler Erdölentstehung je das
soll, und andererseits, warum es dort, wo wir Öl fi n- spontane Austreten von immensen Quantitäten an Öl
den, keine Dinosauriergebeine gibt? (Dies gilt natürlich (und Gas) auf dem Meeresboden erklären?
nicht nur für Dinosaurierfossilien!) Wie konnte man je Sieben Jahre später, im Juni 2003 berichtete Geotimes
an eine kausale Verbindung denken? über diese Situation im Golf von Mexiko (Raining Hydro-
Aus all dem hier Gesagten ergibt sich, dass ein weiteres carbons in the Gulf 21), und die Sachlage wurde noch
Festhalten an dem Glauben von der biogenen Herkunft der komplexer. „Unter dem Golf von Mexiko fl ießen Kohlen-
Kohlenwasserstoffe unwissenschaftlich (da unbeweisbar) wasserstoffe nach oben durch ein kompliziertes Netz-
ist. Über etwa 250 Jahre hat sich eine gigantische Menge werk an Verbindungswegen und Reservoirs. ... All das
von Erfahrungstatsachen angesammelt, die nur mit einer ereignet sich in der Jetzt-Zeit und nicht vor Millionen
abiotischen Bildung von Erdöl verständlich sind. von Jahren“, schrieb Larry Cathles, Chemiker und Geo-
loge der Cornell University.21 „Wir betrachten ein gigan-
tisches Durchfluss-System, in dem sich Öl gegenwärtig
Füllen sich Ölreserven spontan von selbst wieder auf? bildet, durch die überlagernden Schichten hocharbeitet,
die Reservoire füllt und an den Ozeanböden austritt. Und
Am 26. September 1995 erschien in der New York Times all das in der Jetzt-Zeit!“
unter der Überschrift „Geochemist says oil fields may be Cathles und seine Mitarbeiter schätzen in einer Stu-
refi lled naturally“ ein Artikel von Dr. Jean K. Whelan, in die, dass in einem Gebiet, südlich der Küste von Louisi-
dem sie vermutet, dass Öl in gewaltigen und schnellen ana, das etwa 15% der Fläche von Österreich ausmacht,
Schüben aus Reservoirs in großer Tiefe in Oberflächen- bis zu 184 Milliarden Tonnen von Öl vorhanden sind.
nähe gelangt. Skeptiker ignorieren die faktischen Hin- Dies sind 30% mehr als die Menschheit bisher in ihrer
weise auf die Richtigkeit ihrer Hypothese. Dr. Whelan gesamten Geschichte gefördert hat.
erstellte ihre häretischen Ansichten während ihrer Arbei- Cathles verweist darauf, dass dieses Gebiet im Ver-
ten in Eugene Island 330, einer Ölexplorationskonzession hältnis zur Gesamtoberfläche der Erde nur eine winzige
im Golf von Mexiko. Dort wurde 1972 in 2.000 m Tiefe Fläche hat. „Wenn dies auf der ganzen Welt so ist, dann
(unter dem Meeresboden) eine der produktivsten Ölquel- treten ungeahnte Mengen von Kohlenwasserstoffen an die
len der Welt gefunden. Eugene Island 330 ist auch aus Oberfläche aus.“ Dieser Geotimes-Artikel zeigt auch auf,
einem anderen Grund außerordentlich: Die geschätzten dass die unentdeckten, kommerziell auswertbaren Erd-
Reserven haben sich weit weniger verringert als Experten öllager des küstennahen Golfs von Mexiko (Schelfgebiet)
in Anbetracht der Förderung erwartet hatten. „Es könnte 71 Milliarden Barrel betragen. Die offensichtliche Frage
sein,“ sagte Dr. Whelan, „dass an bestimmten Stellen, ist ganz eindeutig: Wie kann all dies von der biotischen
besonders dort, wo die Erdkruste stark verworfen (tek- Entstehungstheorie erklärt werden? In diesem Fall fehlen
tonisch gestört) ist, Ölreservoirs sich aus tieferen Lagern nicht nur die Skelette der Lebewesen, sondern gar noch
spontan auffüllen.“ Sie bestätigte damit die oben ange- das einschließende Sediment!
führte Behauptung von der Regeneration der Ölfelder. Warum bestehen wir nach wie vor darauf, eine anti-
quierte Theorie aufrecht zu erhalten, die offensichtlich
von allen Daten widerlegt wird? Gründet sich der wis-
Tektonische Störzonen als unerschöpfliche Ölquellen senschaftliche Fortschritt nicht auf die Formulierung
von Hypothesen, die dann getestet werden? Und wenn die
Die Entdeckung, dass Öl aus vielen ozeanischen Quel- Hypothesen einem Test nicht standhalten können: Ist es
len austritt, die über tektonischen Störungszonen lie- dann nicht üblich, diese zu modifi zieren oder durch neue,
gen, und zwar kontinuierlich und massenhaft, hat viele bessere Hypothesen zu ersetzen? Seit 250 Jahren schon
Wissenschaftler davon überzeugt, dass Öl innerhalb von fi nden sich nur Indizien, die gegen die biotische Entste-
Störungszonen aus viel tiefer liegenden Lagern in Oberflä- hungstheorie sprechen!
chennähe gelangt. Ein kürzlich erschienener Bericht der
US Department of Energy Task Force on Strategic Energy
Research and Development schloss, dass „neue Daten und Wie bildet sich Öl wirklich?
Interpretationen darauf verweisen, dass Öl und Gas in
Eugene Island 330 in unerschöpfl icher Menge vorhanden Im August 2002 veröffentlichte das Journal Procee-
sind.“ Der Bericht zog in Erwägung, dass ähnliche Phä- dings of the National Academy of Sciences eine Studie, in
nomene auch in anderen Regionen gegeben sein könnten, der die Autoren23 einige sehr überzeugende Argumente
etwa in anderen Bereichen des Golfs von Mexiko und dem anführen. Demnach
Schelfbereich vor der Nordküste von Alaska.20 Es könnte • bildet sich Öl nicht aus organischen Komponenten
also sein, dass noch viele tiefer liegende Ölvorräte auf und
ihre Entdeckung warten.

14 NEXUS www.nexus-magazin.de Januar - Februar 2006


• nicht bei Temperaturen und Drücken, wie sie nahe der man kann es hier oder dort machen – besser sogar: über-
Erdoberfläche herrschen, all!
• sondern es wird aus inorganischen Komponenten Diese heile Welt wird nur von einem Faktum überschat-
gebildet, und zwar tet: Es gibt keine einzige experimentelle Versuchsanord-
• bei Drücken und Temperaturen, wie sie im Inneren nung, mittels der Öl aus Plankton, Fischen, Krautköpfen
der Erde herrschen.24 oder Dinosauriern gemacht werden kann! All jene, die mit
Andere Experten können sich vorstellen, dass Öl „sich dem Argument der Kerogene auffahren, können aber kei-
bei den hohen Drücken und Temperaturen nahe dem Erd- nen Nachweis von deren organischer Herkunft beibrin-
mantel auf anorganische Weise gebildet hat und vom gen.
Wasser, das dichter ist als Öl, in Oberflächennähe geho- Aber zurück zu: „man kann Öl überall machen“. Jene
ben wird. Dabei kann es von sedimentären Gesteinen, die provokative Äußerung von Kenney et al. wurde keineswegs
das Öl nicht weiterwandern lassen, eingeschlossen wer- achtlos in den Tag gesprochen. Dies wird demonstriert in
den.“ einer Reihe von interpretativen Forschungsarbeiten: eine
Interessanterweise geben diese Experten unumwunden große Zahl von außerordentlich wichtigen Ölvorkommen
zu, dass es sich bei jenem Öl, das aus Reservoirs nahe der fi ndet sich in zerscherten Grundgebirgsstöcken, die im
Erdoberfläche gepumpt wird, ohne weiteres um dasselbe Sinne der TfT keinerlei Potential für Erdölfelder aufwei-
Öl handeln könnte, das sich spontan und ununterbrochen sen:
neu in der Tiefe der Erde bildet. Merkwürdig genug, dass
dennoch dieselben Experten keinen Grund dafür gegeben • Nelson (2001)25 berichtet, dass „... gegenwärtig von
sehen, das alte Mantra der „Fossilen Brennstoffe“ anzu- BP AMOCO ausgebeutete und schon für zukünftige
zweifeln oder gar aufzugeben. Im Wissenschaftsjournal Ausbeutung vorgesehene Erdölfelder in zerscherten
Nature wurde der Bericht von Kenney et al. extrem wort- Grundgebirgskomplexen geschätzte 21 Milliarden Bar-
karg zusammengefasst: „Man kann Öl nicht aus Steinen rel Öl Äquivalent (BBOE)“ enthalten. Er listet 370 Erd-
pressen.“ ölfelder weltweit. Damit zeigt er auf, dass Zufall wohl
Kenney und Kollegen argumentieren dagegen: „Öl kaum im Spiel sein kann. Einige vereinzelte Fälle, in
stammt nicht von toten Pflanzen und/ oder Tieren, son- denen Öl in Bereichen auftritt in denen es eigentlich
dern wird in der Hydrierung von gemeinen Gesteinen pro- nicht sein sollte, könnten als Zufälle wegerklärt wer-
duziert, unter den Druck- und Temperaturbedingungen, den – aber Hunderte?
wie sie hundert Kilometer unter der Erdoberfläche herr- • Kenney und seine Mitarbeiter haben für ihre richtung-
schen.“ Kenney und seine russischen Kollegen postu- weisenden Tief-Bohrprogramme im Dnieper-Donetsk
lieren, dass sich alles Öl auf diese Weise bildet. Daraus Becken einen ukrainischen Staatspreis gewonnen. Die-
ergibt sich, dass unerschöpfl iche Vorräte darauf warten, ser Preis war nicht nur eine Anerkennung ihrer bahn-
entdeckt und produziert zu werden. Ölgeologen akzeptie- brechenden akademischen Arbeit, sondern belohnte
ren bereits jetzt, dass manches Öl auf diese Weise gebil- die Forscher auch und vor allem für die enorme wirt-
det werden könnte: „Niemand hat jemals behauptet, dass schaftliche Bedeutung ihrer Arbeit!
es keine anorganischen Quellen für Öl gäbe“, sagt Mike
Lewan (US Geological Survey). Dieser und viele andere Es gibt sicherlich einen Grund dafür, dass so wenig
Experten verwehren sich aber gegen die Behauptung von Interesse daran besteht, die Art und Weise der Bildung
Kenney et al., dass Öl sich nicht aus organischer Materie eines derart wichtigen Rohstoffes zu verstehen – noch
in oberflächennahen Sedimenten bilden könne. Geotimes dazu angesichts der drohenden (besser wohl der ange-
schlägt in dieselbe Kerbe und zitiert Scott Imbus, der als drohten) Verknappung! Der Grund kann nur sein, dass
organischer Chemiker für die Chevron Texaco Corpora- die Antworten schon bekannt sind. Das Ziel der Ver-
tion arbeitet und die Forschungsarbeit von Kenney und schleierung ist es natürlich, dass die Allgemeinheit diese
anderen wie folgt kommentiert: „Dies ist eine exzellente Antworten nie erfährt. Wieso sonst könnte es sein, dass
und rigorose Behandlung der theoretischen und experi- man seit Jahrzehnten krampfhaft an einer wissenschaft-
mentellen Aspekte abiotischer Ölbildung in der Tiefe der lichen „Theorie“ festhält, die in Wahrheit wenig mehr
Erde. Schade nur, dass damit nichts über die Herkunft der als eine Hypothese ist und welche die vorhandenen fak-
kommerziellen Erdölvorkommen fossiler Treibstoffe aus- tischen Daten nicht erklären kann? Weshalb sonst wäre
gesagt wird.“ es gekommen, dass ein halbes Jahrhundert russischer
Wir sehen uns also vor folgender Situation: die führen- wissenschaftlicher Arbeit im Westen keinen Eingang in
den Geochemiker der Welt (sprich: Sprachrohre der Ölin- akademische Kreise gefunden hat?
dustrie) können keinen Fehler im mathematischen Modell Wir wollen uns dieser Problematik noch von einem
von Kenney fi nden. Dennoch haben sie die unübliche Stra- anderen Gesichtspunkt aus nähern, um aufzuzeigen, wie
tegie adoptiert, zu behaupten, Öl könne sich auf mehr als tief greifend die allgemeine Ignoranz wirklich ist.
nur eine Art und Weise bilden: Demnach wäre es mög-
lich, Öl sowohl unter den extrem hohen Temperaturen
und Drücken des Erdinneren als auch unter den mode- Unkonventionelle Öle
raten Bedingungen in Oberflächennähe zu generieren.
Man kann es in manchen Gesteinen machen. Man kann Die Geowissenschaften und die Ölindustrie bezeich-
Öl genauso gut in einer Experimentalanordnung machen, nen die vermutlich umfangreichsten, oberflächennahen
komplexen Hydrokarbonlagerstätten als „unkonventio-

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nelle“ Öllager. Diese werden unterteilt in Teersande und
Ölschiefer.
Manche unter uns können sich noch bestens an die
Ölkrise des Jahres 1973 erinnern. Wir wollen nur einen
Aspekt dieser irrsinnigen Periode betrachten und davon
absehen, dass die Versklavung der gesamten Welt durch
die Verschuldung an westliche Banken eine direkte Folge
der Petrodollars war, die verzweifelt nach Verzinsung
suchten. Darüber ist schon viel geschrieben worden. Ein
Aspekt dieser Situation wird aber kaum je betrachtet:
Damals wurde gezeigt, dass in den „unkonventionellen“
Abbildung 5: Teersand Abbildung 6: Ölschiefer
Ölvorkommen (Teersande und Ölschiefer) ein Mehrfaches
(schematisierte mikros- (schematisierte mikrosko-
der Volumen an Öl vorkommt, als in den Feldern von frei
kopische Erscheinung; pische Erscheinung; Blick-
fl ießendem Öl!
Blickfelddurchmesser etwa felddurchmesser etwa
Den Wenigsten ist bewusst, dass es sich hier nur um
10mm). 5mm.)
Nomenklatur handelt. Geradeso wie im Mittelalter die
Wissenschaften hauptsächlich mit der Namengebung
befasst waren: Sobald Dinge oder Prozesse einen Namen kann (im Porenraum oder entlang strukturell beding-
hatten, konnte man sie hantieren oder sich mit ihnen ter Hohlräume und an den Grenzflächen unterschiedli-
befassen. Die Ölindustrie und ihr zugrunde liegende Wis- cher Gesteine), und dass andererseits diese Lager durch
senschaften vermochten bis heute nicht, eine den Tatsa- natürliche Fraktionierung der oberflächlichen Öle ihre
chen gerechte Hypothese zu erstellen; nirgendwo in der volatilen Komponenten großteils an die Atmosphäre ver-
Fachliteratur fi ndet sich eine solche. loren haben. Vor etwa 30 Jahren ergab sich ein globaler
Basierend auf der russisch-/ ukrainischen, abiotischen Wettlauf, um das Öl aus den oberflächlichen Lagerstät-
Theorie für Erdöl können zwei grundlegende Arten von ten freizusetzen und in Treibstoffe zu verwandeln.28 Die
Erdöllagerstätten unterschieden werden:26 Destillation von Öl aus Teersanden und Ölschiefern stellte
1) „konventionelle“ Lagerstätten, wo Erdöl im Erdinne- sich als sehr teuer heraus und die Idee wurde (offi ziell)
ren vorhanden ist, da „Ölfallen“ das Ausdringen des verworfen. Nur selten hören wir, dass einer der größten
Öls an die Oberfläche verhindert haben und Lieferanten von Erdöl an die USA – nämlich Kanada – etwa
20% seines Öls aus dem Athabasca Teersand produziert!
Dadurch zeigt sich, dass die Verfahren zum Abbau und
der Destillation von Öl aus Teersanden und Ölschiefern
mittlerweile vergleichbare Profite abwerfen wie die För-
derung konventioneller Öle; diese Lagerstätten müssen
also in jede Schätzung der vorhandenen Hydrokarbon-
Ressourcen mit eingeschlossen werden. Dass dies nicht
getan wird, bezeugt die Abbildung 7.
Bevor wir der Theorie von fossilen Treibstoffen endgül-
tig den Todesstoß versetzen, sei das oben Gesagte kurz
zusammengefasst. Niemand hat das besser getan als
Abbildung 4 : schematisierte “strukturelle“ Ölfalle
Professor Thomas Gold (der im Vorjahr verstorben ist):
Seine Argumentation (aus seinem Artikel wie in Endnote
2) unkonventionelle Lagerstätten, wo das Erdöl bis an 9 zitiert) brachte folgende Nachweise für die abiotische
die Oberfläche vordringen konnte und sich über vor- Herkunft von Hydrokarbonen vor:
handene sedimentäre Ablagerungen ergossen hat und
sich heute in deren Porenraum fi ndet. Diese Gruppe 1. Erdöl und Methan treten vorwiegend in linearen (oft
(mit einem durchschnittlichen Ölgehalt von 25% des bogenförmigen) geographischen Mustern auf. Diese
Gesteinsvolumens) kann unterteilt werden in Teer- werden von tief sitzenden Strukturen der Erdkruste
sande (wo diese Sedimente sandiger Natur waren) und verursacht und haben oft wenig oder gar nichts mit
Ölschiefer (in Fällen, wo das Erdöl sich in schlammige sedimentären Mustern zu tun.
Ablagerungen ergossen hat). 2. Hydrokarbon-reiche Gebiete sind in ihrer Gesamt-
Dass in Teersanden und Ölschiefern27 keine Skelettre- heit vielversprechende Explorationsziele. Obwohl
ste jener Tiere gefunden werden, aus deren Verwesung sich solche Gebiete über oft gänzlich unterschied-
die Kohlenwasserstoffe entstanden sein sollen, stimmt liche geologische Alter der Gesteine und oft auch in
jeden logisch Denkenden skeptisch: Die hier angebotene das Grundgebirge erstrecken, kann in ihnen überall
alternative Genese dieser Materialien benötigt keinerlei Öl gefunden werden. Invasion der Fluide von „unten“
positive oder negative Zufälle, um die Realität verständ- kann dies viel besser erklären als die zufällige suk-
lich zu machen. zessive Ablagerung von Sedimenten.
Die einzigen wirklichen Unterschiede zwischen diesen 3. Manche Öle entbehren aller organischer Indizien – es
drei Modalitäten bestehen in der Tatsache, dass einerseits wäre kaum wissenschaftlich anzunehmen, dass alle
das im Untergrund befi ndliche Öl nach wie vor frei fl ießen Hinweise auf organischen Ursprung zerstört worden

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sind, der Stoff aber per se unbeein-
flusst geblieben ist.
4. Methan fi ndet sich in vielen Berei-

Millionen bbl Öl
chen in denen ein biogener Ursprung
unmöglich ist oder wo biogene Abla-
gerungen quantitativ unerfi ndlich
sind: an mittelozeanischen Rücken,
wo Sedimente gänzlich fehlen; in
Klüften von Gesteinen, die von
Magmen abstammen oder in der
Umwandlung von Sedimenten im
Verlaufe von Gebirgsbildungen (oft
in exzessiver Tiefe) entstanden sind
und sogar in vulkanischen Regi-
onen. Gashydrate fi nden sich in
gigantischen Mengen an Meeresbö-
Ausgeschiedene Regionen
den und in den Tundren; in beiden Regionen Volumen Subregionen
Fällen ist eine organische Herkunft 1 ehemalige Sowjetunion 637 3
aufgrund der vorhandenen Mengen
nicht erklärbar. 2 naher Osten/ Nordafrika 1.117 54
5. Hydrokarbonlagerstätten zeigen über 3 Asien - Pazifi k 189 110
weite Flächen gleich bleibende che-
mische und isotopische Eigenheiten
4 Europa 164 44
unabhängig von geologischen Gege- 5 Nordamerika 457 80
benheiten wie Alter und Gesteins-
6 Zentral-/ Südamerika 175 47
beschaffenheit. Diese chemischen
Signaturen (Verteilungsmuster von 7 Afrika (südlich der Sahara) & Antarktik 136 13
Spurenelementen oder Isotopenver- 8 Süd(ost)asien 149 14
hältnisse) sind regional invariant.
Oft kann man mittels einer che- Summe (OHNE „unkonventionelles“ Öl!) 3,024 406
mischen Analyse die Herkunftsre-
gion von Öl nachweisen, obwohl in Abbildung 7: Tabellierung der 2004 bekannten Erdöl- und Erdgas-Reser-
dieser Region gänzlich unterschied- ven (nach USGS, 20904; neue Daten für China und Falkland Islands addiert).
liche Gesteine Öl enthalten. Öl vom Unkonventionelle Ölvorkommen sind nicht erfasst; Gasreserven wurden auf
Nahen Osten oder Südamerika ist Energiegehalt von Öl umgerechnet (= „Öläquivalent“)
gänzlich unterschiedlich, westafri-
kanisches Öl oder kalifornisches Öl dazu in vollkommen dichten, magmatisch-vulkanischen
unterscheidet sich von allen anderen Ölen durch sein Gesteinen! Dass die Entdeckung des Öls in der Nordsee
Kohlenstoffisotopenverhältnis. Öl aus Venezuela hat kein Einzelfall war, wird dadurch bezeugt, dass Brasilien
beträchtliche Vanadiumgehalte, wohingegen das Öl mittels der Ölförderung vom Südatlantik innerhalb von
aus Brunei Zink aufweist und Gas aus Sumatra oder zwei Jahren autark sein wird.30
dem südchinesischen Meer signifi kante Quecksilber- Das beredteste Beispiel dafür, dass die Ölindustrie sel-
gehalte enthält. ber die TfT verworfen hat, wird in einem Bericht im Nati-
6. Die regionale Vergesellschaftung von Erdöl mit dem onal Geographic31 anschaulich beschrieben: Darin wurde
Edelgas Helium und vor allem das Isotopenverhältnis von dem wichtigsten Ölfund in Amerika seit der Entde-
von Helium können im Rahmen der Theorie der fossi- ckung der Felder in Alaska berichtet. Etwa 200 km süd-
len Treibstoffe nicht erklärt werden. 29 östlich von New Orleans wurde im Golf von Mexiko ein
neues, etwa 5.600 m (!) unter dem Meeresboden gelegenes
Ölfeld („Thunder Horse“) gefunden, das mindestens eine
Wer glaubt noch an die Theorie Milliarde Barrel Öl enthält. BP plante damals, 25 Bohrlö-
cher in das gigantische, mehr als 140 Quadratkilometer
der fossilen Treibstoffe? große Feld abzuteufen. Diese Entdeckung lässt den Heiß-
luft-Ballon der TfT in sich zusammenfallen: Selbst wenn
das dort gefundene Öl sich aus organischen Substanzen
Es ist offensichtlich, dass die Ölindustrie selber die
ursprünglich gebildet haben sollte, wäre es unter den in
Theorie der fossilen Treibstoffe schon seit Jahrzehnten
dieser Tiefe herrschenden Druck- bzw. Temperaturbedin-
nicht mehr als relevant betrachtet. Wie sonst ist es erklär- gungen nicht stabil. Weshalb hat man auf diese immense
bar, dass die immensen Ölfelder in der Nordsee jemals Tiefe gebohrt, wo doch fast ein Jahrhundert lang Bohrlö-
gesucht und gefunden wurden? Es gibt dort keine mäch- cher von weniger als 2.000 m Tiefe gang und gäbe waren?
tigen Sedimentformationen innerhalb derer sich Öl hätte Es ist also nicht nur die Wissenschaftlichkeit der Theorie
bilden können, und eine laterale Wanderung von Öl hätte der fossilen Treibstoffe zweifelhaft – sie wird auch in der
über Hunderte von Kilometern zu erfolgen gehabt – noch praktischen Suche nach weiteren Ölquellen von der Ölin-

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dustrie nicht mehr generell angewendet! Dennoch wird in tels dessen man aus einer Tablette Wasser machen kann:
Universitäten weiterhin die TfT gelehrt und von den Ölfi r- man muss die Tablette nur in Wasser lösen!
men nach wie vor davon gesprochen, dass wir dem Ende 3 Gold, Thomas: “The Deep Hot Biosphere. Proceedings of
der Ölzeit entgegensehen. Die Medien verschrecken Kon- the National Academy of Science“, USA, 89, 6045, 1992.
sumenten regelmäßig mit dieser Mär und nur so ist es ver- Es sei hier erwähnt, dass Gold die Tatsache betont, dass
ständlich, bei Produktionskosten von oft weit weniger als derartige Ideen in der UdSSR seit Jahrzehnten Lehrbuch-
US $ 10 pro Barrel,32 dass der Weltmarktpreis etwa das weisheit waren; seit der Übernahme des ehemaligen Ost-
siebenfache ausmacht, ohne dass die Allgemeinheit die in blocks und vor allem seiner Ölindustrie durch westliches
Kapital sind diese Bücher aus Bibliotheken entfernt wor-
der Ölindustrie Tätigen nicht samt und sonders teert und
den und die in ihnen vertretenen Ideen in der Versen-
federt. (Das wäre zwar passend, aber sicherlich nicht aus- kung verschwunden. Dieses wurde dem Autor von Prof.
reichend.) Igor Hrusecky, Vorstand des Instituts für Geophysik und
Die Theorie der fossilen Treibstoffe ist wenig mehr als Hydrokarbon Potential, Universität Bratislava, Slowaki-
eine gigantische Lüge, die den Menschen von der „Ver- sche Republik (Internet „Debatte“ - Februar 2001) bestä-
dummungsmaschine“ aufgetischt wird. Nur mittels der tigt. Vielen herzlichen Dank, Herr Kollege!
gedanklichen Verbindung der Folgen der Theorie von fos- 4 In Mexiko und Rumänien gibt es Höhlen, in denen Leben
silen Treibstoffen (TfT) (dass Öl fossiler Herkunft sei und „neu entstanden“ ist ... diese Höhlen wurden durch Säuren
dass Fossilien nur in begrenztem Maße vorkommen), lässt geschaffen, die sich aus von „unten“ aufdringenden Gasen
in Reaktion mit Gesteinswasser gebildet haben, standen
sich diese Theorie weiterhin aufrechterhalten. In dem
NIE mit der Außenwelt in Verbindung – enthalten nun
Maße wie die TfT an Zugkraft verliert, wird das neue aber allerartiges Leben. Diese rätselhafte Situation wird
Schreckgespenst von „Peak Oil“ von den Betreibern des von der paradigmatischen Wissenschaft kaltlächelnd ein-
Großen Ölschwindels lanciert. fach totgeschwiegen und wird von NEXUS (wem sonst?)
dereinst aufgegriffen werden.
5 Horikoshi, K. & W.D. Grant (Hrsg.): Extremophiles: Micro-
Endnoten bial Life in Extreme Environments (Wiley Series in Eco-
logical and Applied Microbiology). Wiley-Liss; ISBN:
1 Russell schreibt: „Wenn wir uns ernsthaft fragen, ob wir 0471026182 .1998
wirklich irgendetwas wissen, dann führt uns das natür-
licherweise hin zur Hinterfragung unserer Kenntnis – in 6 Man ist an den frühen christlichen Theologen Tertullian
der Hoffnung, dass wir in der Lage sind, Kenntnis in wel- erinnert, der da sagte „credo quia absurdum“ (ich glaube
che wir vertrauen können zu trennen von solcher, die es, weil es absurd ist).
nicht vertrauenswürdig ist.“ 7 Radioastronomische Messungen haben ergeben, dass
2 Der Prozess mittels dessen „Öl“ in der Pyrolyse aus orga- die überwiegende Mehrheit aller kosmischen Materie,
nischen „Vorgängern“ („Kerogen“) im Labor gemacht wer- die beobachtet werden kann, organischer Natur ist und
den kann wird als „rock eval“ bezeichnet und ist 1977 auf Kohlenstoff basiert; dies ist einer der wesentlichen
erfunden worden. Er wird üblicherweise ausgeführt um Angelpunkte der „Steady State Cosmology“, die von Tho-
das Potential von Sedimenten zu eruieren Öl zu enthalten mas Gold, Fred Hoyle u.a. nach dem 2. Weltkrieg ange-
(oder generiert zu haben). Dies gleicht dem Prozess, mit- dacht wurde. Eine darüber aufklärende Arbeit sei hier

18 NEXUS www.nexus-magazin.de Januar - Februar 2006


empfohlen: Hoyle, F. & C. Wickramasinghe: „Our Place in 24 http://www.gasresources.net/index.htm.
the Cosmos. Life did not begin on Earth it arrived from
25 Nelson, R. A.: „Geologic Analysis of Naturally Fractured
Space and is still arriving.” Phönix, London 1993.
Reservoirs“. Gulf Publishing Co. Book Div., 2nd Edition,
8 Die Unterschiede sind bedingt durch die relativen Ver- 332.pp. 2001. Eine umfassende Behandlung dieses The-
hältnisse von diversen Silikatmineralen (ferrometallisch mas fi ndet sich in: Hydrocarbon Production from frac-
in ozeanischer- und nichteisenmetallisch in kontinen- tured Basement Formations. Last main update 11th
taler Kruste) in diesen sich gegeneinander dauernd ver- February 2002. Compiled by Tony Batchelor, Jon Gutma-
schiebenden „Platten“. nis and Colleagues of GeoScience Limited. Unter www.
google.com im Internet zu fi nden
9 Thomas Gold: “The Origin of Methane (and Oil) in the
Crust of the Earth“; U.S.G.S. Professional Paper 1570, The 26 http://www.mosquito-verlag.de/weblog.php?p=1&id=162
Future of Energy Gases, 1993
27 Eine Übergangsgruppe sind die „Schweren Öle“ im Ori-
10 Der Begriff „Pipes“ wird auch im Deutschen in der Spra- noko-Gebiet von Venezuela. Sie sind bei Temperaturen
che der Gesteinskundler und Bergleute gebraucht als von über 50 Grad Celsius flüssig; wenn sie unter dieser
Term für vulkanische Bildungen, die durch explosive Temperatur abkühlen, gerinnen sie zu einer zähen Masse.
Ereignisse an die Erdoberfläche gedrungen sind und ht t p://w w w.vheadl i ne.com /readnews.asp?id=23128.
Diamant (in Kimberlit-Pipes) und Platinmetalle (in Dunit- Dass die Orinoko Öle mittels Bohrlöchern gepumpt und
Pipes) enthalten. die Athabasca Teersande mit Schaufelladern abgebaut
werden, ist eine Folge ihrer geologisch-geographischen
11 Nixon, P.H.: “Mantle Xenoliths”. John Wiley, New York,
Position sowie ihrer Geschichte nach der Bildung: Die
ISBN: 0471912093, 1987. Dieses Buch, so exzellent es auch
Lagerstätten im Orinoko wurden von Sedimenten über-
ist, kann nur einen Bruchteil der Erkenntnisse vermit-
lagert, die generell ölfrei sind, wohingegen die Athabasca
teln, die ich bei der Geländearbeit mit Peter Nixon 1981 in
Teersande nach ihrer Bildung unbedeckt blieben.
den Drakensbergs, Transkei, Südafrika erwerben durfte.
28 Damals zeigte sich auch ein weiteres Faktum mit brutaler
12 Stumpfl E.F & S.E. Tischler: „Chromite and Graphite in
Deutlichkeit: frei fl ießendes Öl fi ndet sich zumeist in Län-
platiniferous dunite pipes in the Eastern Bushveld, RSA“.
dern, wo die Menschen zu Allah beten.
In: Ore Genesis - The State of the Art. Hrsg. G.C.E. Amstutz
et al., Springer, New York, 389-395, 1981 29 Darauf habe ich in meinem NEXUS Artikel letztes Jahr
(XI,5, S. 33-40, August - September, 2004) und in meinem
13 Letztendlich ist Plattentektonik nur ein Prozess, der die
Vortrag beim NEXUS Treffen in Brisbane (2004) verwie-
relativen Verhältnisse der chemischen Bestandteile der
sen.
Gesteine – somit auch von Kohlenstoff – in verschiedenen
Typen jener Krustenbereiche (siehe Endnote 8), die als 30 ChannelNewsAsia, 19. August 2005
„tektonische Platten“ bezeichnet werden, verändert.
31 National Geographic, Juni „The End of cheap oil“
14 Kohlenstoff in Kalzit (Kalk - CaCO3) ist ein Feststoff, in
32 Wer mit Google nach Ölfeld-Produktionskosten sucht,
Kohlensäure (HCO3) – eine Flüssigkeit und in CO2 oder CH4
wird die Welt nicht mehr verstehen. Produktionsko-
– ein Gas.
sten (weltweit) liegen bei: US $7.35 per barrel Explo-
15 www.PhysOrg.com, 12. Dezember 2004 rationskosten, $3.57 per barrel Hebe-Kosten und
$1.00 für Steuern auf Produktionsgewinne (Daten
16 Proceedings National Acad. Sci. 99, 10976: „Petroleum
vom Energy Information Institute of Amerika – EIA -
under pressure“; siehe auch http://www.physicsweb.org/
http://w w w.eia.doe.gov/emeu /perfpro/ch3sec3.html.
articles/news/8/9/9/1
NEUE INFORMATION: Die Produktionskosten für ein bar-
17 Wenn man von „Käfigstrukturen“ hört, ist man sofort an rel Öl von Petroleos de Venezuela (PDVSA) liegen bei US
die Fullerene („Bucky-Balls“), das C6O Molekül und ähnli- $ 4.00; die ausländischen Firmen, die in Venezuela als
che Gebilde, erinnert. Aldersey-Williams, H.: “The Most Kontraktoren arbeiten, verrechnen PDVSA aber mehr als
Beautiful Molecule. The Discovery of the Buckyball.” J. US $ 18.00 an Kosten (VHeadline.com, 26. Oktober 2005).
Wiley & Sons, New York, 1995 Kann es verwundern, dass Präsident Chavez mit der Kün-
digung dieser Verträge droht?
18 Krenvolden K.A. & L.A. Barnard: “Hydrates of natural gas
in continental margins.” In: Watkins, J.S. & C.L. Drake
(Hrsg.): Studies in Continental Margin Geology, AMER.
ASSOC. PETROLEUM GEOL. Memoir 34 63144, 1982. All
dies war schon vor über 20 Jahren bekannt, ist aber der
Weltöffentlichkeit durch selektives Zitieren von Fachlite-
ratur vorenthalten worden. Zum Autor:
19 Ellis Evans, J.C. & D. Wynn Williams: “A great Lake under
the Ice”. NATURE 381:644-46,2000
Dr. phil. Siegfried Emanuel Tischler, Österrei-
cher, Geowissenschaftler und Lehrer für „Ethik
20 „… es wird angenommen, dass es in Nordalaska mehr Öl der Wissenschaften“, Gastprofessor an Univer-
und Gas gibt als in gesamt Saudi Arabien.“ http://www.
sitäten in Österreich und Indonesien, hat über
reformation.org/energy-non-crisis.html
25 Jahre in der Explorationsindustrie, als Regie-
21 http://www.geotimes.org/june03/NN_gulf.html rungsbeamter und Akademiker auf fünf Konti-
22 Professor Thomas Gold, Astrophysiker an der Universität nenten gearbeitet. Er lebt nun in Indonesien, wo er
Cornell, hat sein enormes Prestige als Mitglied der Ame- seine patentierten Technologien zur Ausbringung
rikanischen Akademie der Wissenschaften dafür einge- und umweltgerechten Entsorgung von Feststoffab-
setzt, die russisch-/ ukrainische abiotische Theorie der
sätzen in Öltanks kommerzialisiert.
Ölentstehung im „Westen“ zu popularisieren.
23 J.F. Kenney, V.A. Kutchenov, N.A. Bendeliani und V.A.
Alekseev.

Januar - Februar 2006 www.nexus-magazin.de NEXUS 19


HINTER DER MAUER DES SCHWEIGENS
BILDERBERGER
IN ROTTACH-EGERN
Die Pläne der Bilderberger für die Welt
Die im Verborgenen stattfi ndende jährliche Bilderberg-Konferenz hat
Einfluss auf viele der Schlagzeilen und Nachrichten, die man in den dar-
Wenn Präsidenten, auf folgenden Monaten liest. Dennoch berichten die etablierten Medien
Premierminister, Banker überhaupt nichts darüber und sind merkwürdig zurückhaltend, wenn es
darum geht, den Schleier des Geheimnisses zu lüften, der dieses wich-
und Generäle sich bei tige Ereignis umgibt. Eine Anzahl angesehener Pressevertreter, die dem
der jährlichen Bilder- jährlichen Treffen beiwohnen, müssen Vertraulichkeit zusagen, und Nach-
richtenredakteure müssen dafür gerade stehen, dass keiner ihrer Journa-
berg-Konferenz hinter listen „aus Versehen“ darüber berichtet. Nur wenige haben schon einmal
verschlossenen Türen von dieser exklusiven, geheimniskrämerischen Gruppe gehört, die sich
aus den mächtigsten Finanzleuten, Industriellen und Politikern der Welt
mit dem europäischen zusammensetzt.
Adel treffen, verhan- Auch wenn der Bilderberg-Gruppe etwas von ihrem früheren Glanz ver-
loren ging, traf sie sich dennoch vom 5. bis 8. Mai 2005 in Rottach-Egern,
deln sie über Börsen- wobei die übliche Geheimniskrämerei jede Freimaurerloge wie eine Spiel-
und Kriegsgeschäfte, gruppe aussehen ließ. Das Hotelpersonal wurde fotografiert und genau
überprüft. Alle Angestellten, vom Portier bis zum Manager, wurden darauf
ohne der Öffentlich- hingewiesen, welche Konsequenzen es habe, (nämlich die Androhung, nie
keit Rechenschaft wieder in ihrem Heimatland arbeiten zu dürfen), wenn sie über irgendei-
nen Gast Einzelheiten ausplauderten.
ablegen zu müssen. Die Diskussionen, die die Bilderberger dieses Jahr führten, und die Ent-
scheidungen, die sie trafen – wie die Welt mit der Beziehung zwischen
Europa und Amerika umgehen sollte, mit dem Pulverfass Naher Osten,
dem Irakkrieg, der Weltwirtschaft, und wie man den drohenden Krieg im
Iran abwenden kann – wird Auswirkungen auf die Entwicklung der west-
lichen Zivilisation und die Zukunft des gesamten Planeten haben. Ironi-
scherweise trafen sie sich hinter verschlossenen Türen, beschützt von
einem Heer bewaffneter Wachen.
Nach drei Jahren offener Feindseligkeit und Spannungen zwischen den
europäischen, britischen und amerikanischen Bilderbergern, die durch
den Irakkrieg ausgebrochen waren, ist die Atmosphäre von vollkommener
Geistesverwandtschaft unter ihnen zurückgekehrt. Die Bilderberger haben
Autor: Daniel Estulin ihr langfristiges Ziel einstimmig bekräftigt, die Rolle der Vereinten Natio-
(c) Mai-Juni 2005 nen bei der Regelung globaler Konfl ikte und Beziehungen zu stärken.
Email: Es ist jedoch wichtig zu verstehen, dass die Amerikaner genauso wenig
[email protected] die „Kriegstreiber“ sind, wie die europäischen Bilderberger die „Friedens-
verfechter“. Die Europäer waren sich einig in ihrer Unterstützung für Prä-
sident George Bush senior, als dieser 1991 in den Irak einmarschierte, und
feierten (mit den Worten des Bilderbergexperten Jim Tucker ausgedrückt)

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das Ende von „Amerikas Vietnam-Syndrom“. Die Euro- Norwegens EU-Botschafter, der sagte, dass es im Gegen-
päer unterstützen auch den Einmarsch des ehemaligen teil viel einfacher sei, für eine Region die Aufmerksamkeit
US-Präsidenten Bill Clinton in Jugoslawien, indem sie die und das Geld der Welt zu bekommen, wenn der Konfl ikt
Nato zum Einsatz brachten. gerade voll im Gang sei.
Dies wurde im Nachhinein von Dänemarks Außenmini-
ster Per Stig Moller während einer Debatte der Vereinten
Weltweite Ölsteuer der UN und Friedensvorschläge Nationen am 26. Mai bestätigt, als dieser sagte: „Wenn die
internationale Gemeinschaft nicht in der Lage ist, schnell
Ein vieldiskutiertes Thema 2005 in Rottach-Egern war zu handeln, ist der unsichere Frieden in Gefahr, was noch
der Plan, eine weltweite UN-Steuer einzuführen, und zwar mehr Leben kosten würde“. Dänemark hatte bis zum 1.
durch eine Mineralölsteuer direkt an der Quelle. Das ist Juli 2005 den Vorsitz der EU inne. Danach übernahm
in der Tat ein Präzedenzfall. Falls es dazu käme, wäre Großbritannien diese Aufgabe.
es das erste Mal, dass eine Nicht-Regierungsorganisation Die Bilderberger planen, die von ihnen scheinbar zur
(also die Vereinten Nationen) in den Genuss einer direk- Erlangung des Friedens in Ländern, die gerade einen
ten Steuer von Bürgern aller freien und unfreien Nationen Konfl ikt hinter sich gebracht haben, eingesetzte UN-Frie-
käme. Der Vorschlag der Bilderberger bestünde in einer denskommission als eines der Hilfsmittel zu benutzen,
winzigen Abgabe, die der Verbraucher kaum bemerken mit dem sie heimlich die UN-Steuer von der ahnungslosen
würde. Weltbevölkerung erheben können.
Jim Tucker, der früher für das Jim Tucker sagte in seinem
gerichtlich kalt gestellte Spotlight Artikel über Bilderberg in der
Magazin arbeitete, schrieb in der American Free Press (23. Mai)
Die Bilderberger planen,
American Free Press (14.-21. Juni sinngemäß das gleiche: „Es gab
2004): „... das Prinzip einzufüh- die von ihnen scheinbar zur eine formlose Diskussion über
ren, dass es der UN ermöglicht, das Timing einer weltweiten,
Erlangung des Friedens in
von der Weltbevölkerung direkt unmittelbaren UN-Steuer, die
Steuern zu erheben, ist für Bil- Ländern, die gerade einen mittels einer 10-Cent-Abgabe pro
derberg wichtig. Es ist ein wei- Barrel Erdöl direkt an der Quelle
Konflikt hinter sich gebracht
terer riesiger Schritt in Richtung erhoben werden soll. Für die Bil-
Weltregierung. Die Bilderberger haben, eingesetzte UN-Frie- derberger ist dies ein wichtiger
wissen, dass das öffentliche Ver- Schritt in Richtung ihres Ziels,
denskommission als eines
fechten des Plans, UN-Steuern die UN formell als Weltregierung
von allen Menschen der Erde zu der Hilfsmittel zu benutzen, zu etablieren. Eine solche direkte
erheben, auf Empörung stoßen Steuer von allen Menschen hat
mit dem sie heimlich die UN-
würde. Aber sie sind geduldig; auch symbolische Bedeutung.
sie haben vor Jahren zum ersten Steuer von der ahnungslosen Der Steuervorschlag der Bilder-
Mal eine direkte weltweite Steuer berger wird schon seit drei Jah-
Weltbevölkerung erheben
vorgeschlagen, und freuen sich ren bei der UN diskutiert, doch
darüber, dass dies nun öffentlich können. die Medien in den USA, die sämt-
diskutiert wird, ohne dass es grö- lich durch Bilderberger kontrol-
ßere Aufmerksamkeit oder Sorge liert werden, ließen das Thema
hervorgerufen hat.“ bisher nicht öffentlich werden.
Die Bilderberg-Konferenz möchte eine „Harmonisie- Mark R. Warner, Gouverneur von Virginia und zum
rung der Steuern“ erreichen, so dass Länder mit hohen ersten Mal zur Konferenz eingeladen, äußerte sich besorgt
Steuern mit denen mithalten können, die – wie die USA – über die zusätzlichen fi nanziellen Verpfl ichtungen, die
weniger Steuern erheben, wenn es um ausländische Inve- die USA damit eingehen würden. An diesem Punkt gab
stitionen geht. Sie möchten die Steuern „harmonisieren“, José M. Durao Barroso, der Präsident der EU-Kommis-
indem sie dafür sorgen, dass die Rate in den USA und in sion, eine Meinung kund, die von vielen Bilderbergern
anderen Ländern erhöht wird, so dass Schwedens 58%- geteilt wird, nämlich, dass der Beitrag der USA zur wirt-
Niveau „konkurrenzfähig“ wird. schaftlichen Unterstützung der armen Länder zu gering
Quellen zufolge fragte ein Gast auf der Konferenz, wie sei. Meine Quellen bestätigen Jim Tuckers Bericht, dass
diese weltweite Steuererhebung denn der amerikanischen „unter anderem Kissinger und David Rockefeller freude-
Öffentlichkeit verkauft werden könne. Ein EU-Kommissar strahlend dreinblickten und zustimmend nickten“.
schlug vor, das Gerede davon, anderen Ländern zu helfen, Obwohl die USA mehr in den Unterstützungsfond ein-
eine friedliche, stabile Gesellschaft aufzubauen, wenn zahlen als jedes andere Land der Welt, sind die Bilderber-
dort die Konfl ikte abgeklungen sind, als Rammbock zu ger und die Vereinten Nationen entschlossen, noch mehr
benutzen. Jemand fragte nach dem Timing. Ein ehema- Geld zu verlangen, um das Friedensprogramm zu fi nan-
liger Regierungskommissar meinte, dass der beste Zeit- zieren.
punkt, um Geld zu bitten, sei, wenn ein Konfl ikt gerade
vorüber sei, und die Welt unter dem Eindruck der bruta-
len Bilder der Zerstörung stehe. Ein norwegischer Bilder-
berger sah das anders. Es war wohl Björn T. Grydeland,

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werden sollen. Das letztendliche
Ziel besteht laut Quellen darin,
die Demokratie abzuschaffen.
Sollte der Plan durchgesetzt
werden, würden das UNEP und
alle Umweltabkommen in sei-
nem Zuständigkeitsbereich letzt-
endlich unter der Kontrolle
einer bestimmten Gruppe von
Umweltaktivisten stehen, rekru-
tiert aus anerkannten NGOs,
die von Mitgliedern der Vollver-
sammlung ausgesucht würden,
die ihrerseits vom Präsiden-
ten der USA bestimmt werden,
der seinerseits vom Rockefel-
ler Council on Foreign Relations
(CFR)-Bilderberg-Syndikat kon-
trolliert wird.
Schrempp
Auf diesem Weg gäbe es eine
direkte Verbindung zwischen
NGO und globale Nachbarschaften den lokalen Unterorganisationen nationaler und interna-
tionaler NGOs und den höchsten Regierungsebenen. Die
Der Aufstieg der NGOs (Nicht-Regierungsorganisatio- Greater Yellowstone Coalition, zum Beispiel, ein Zusam-
nen) ist eine Entwicklung, die der ehemalige US-Präsident menschluss verschiedener NGOs, reichte kürzlich eine
Clinton plötzlich (einen Tag nachdem dies in Rottach- Petition beim Weltkulturerbe-Komitee der UNESCO ein
Egern diskutiert worden war) als und baten um Intervention: Eine
„eine der bemerkenswertesten Ent- private Firma wollte auf priva-
wicklungen seit dem Mauerfall in tem Grund in der Nähe des Yellow-
Berlin“ entdeckte. Komischerweise
Das letztendliche Ziel stone Park nach Gold schürfen. Das
wurde diese Bemerkung vom Wall besteht, laut Quellen, Komitee der UNESCO intervenierte
Street Journal aufgegriffen, einer tatsächlich und erklärte Yellow-
Zeitung, die (bis zu seinem Tod im
darin, die Demokratie stone als „gefährdetes Weltkultur-
Dezember 2003) bei Bilderberg- abzuschaffen. erbe“. Aufgrund der Bedingungen
Konferenzen durch ihren Vizeprä- der Weltkulturerbe-Konvention
sidenten Robert L. Bartley vertreten müssen die USA den Park schützen,
wurde, sowie durch ihren Chefre- sogar jenseits seiner Grenzen und
dakteur Paul Gigot. auf privatem Grund und Boden, wenn es nötig ist.
Die Bilderberger haben zum ersten Mal kontrovers Die Pläne, die da diskutiert werden, würden alle Men-
diskutiert, ob man nicht gewählten, selbsternannten schen auf der Welt zu einer Gemeinschaft machen, sollten
Umweltaktivisten Aufgaben mit Regierungsverantwortung sie durchgesetzt werden. Diese Gemeinschaft wird dann
im Verwaltungsrat des UN-Umweltprogramms (UNEP) von einer weltumspannenden Bürokratie regiert, die wie-
geben solle – der Behörde, die Nutzung der Atmosphäre, derum unter der unmittelbaren Leitung einer winzigen
des Weltraums, der Ozeane und, in Bezug auf alle prakti- Handvoll ausgesuchter Personen stehen, bezahlt von aner-
schen Anwendungen, der Artenvielfalt kontrolliert. Diese kannten Interessenverbänden. Sie alle sind darauf einge-
Einladung an die „zivile Gesellschaft“, an der globalen schworen, eine Ideologie zu unterstützen, die für viele
Regierung teilzunehmen, wird als „erweiterte Demokra- Menschen unglaublich und inakzeptabel ist.
tie“ bezeichnet.
Quellen aus der Bilderberg-Gruppe zufolge würde die
Position der NGOs in der Zukunft sogar noch gewichtiger. Eine Lektion für Tony Blair
Die Tätigkeiten der NGOs schlössen Propaganda auf loka-
ler Ebene ein, Lobbytätigkeit auf nationaler Ebene und Die Bilderberger feiern ihren Erfolg: die Rückkehr eines
das Erstellen von Studien, mit denen die weltweite Steuer- gedemütigten Tony Blair in die Downing Street, mit einer
erhebung durch UN-Organisationen wie Global Plan, seit geschrumpften Mehrheit im Parlament.
über einem Jahrzehnt eins von Bilderbergs Lieblingspro- Die europäischen Bilderberger sind immer noch wütend
jekten, gerechtfertigt werden soll. auf ihn, weil er den Irakkrieg der Amerikaner unter-
Die Strategie, mit der die weltweite Herrschaft erreicht stützte. So erteilten sie Blair zwar eine Lektion in Sachen
werden soll, schließt auch Pläne ein, mit deren Hilfe Ein- internationaler Politik, empfi nden ihn aber immer noch
zelpersonen und Organisationen, die „inneren politischen als deutlich sichereren Kandidaten für die Fortführung
Druck“ oder „populistische Aktivitäten“ ausüben, die der Europäischen Integration als seinen konservativen
nicht im Sinn der neuen globalen Ethik sind, diskreditiert Herausforderer Michael Howard.

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Das EU-Verfassungsreferendum in Frankreich Ein besonders bemerkenswerter Vertreter dieser Grup-
pierung ist Richard N. Perle, gegen den das FBI wegen des
Am ersten Tag der geheimen Bilderberg-Konferenz Verdachts der Spionage für Israel ermittelte. Perle wirkte
2005 dominierten Gespräche über das EU-Verfassungs- entscheidend mit, als es darum ging, die Vereinigten Staa-
referendum am 29. Mai in Frankreich, und die Frage, ten zu einem Krieg gegen den Irak zu drängen. Am 27.
ob Präsident Chirac seine Bürger überreden könne mit März 2003 musste er von seinem Amt im Rat für Vertei-
„Ja“ zu stimmen. Ein „Ja“, so hieß digungspolitik im Pentagon zurück-
es bei den Bilderbergern, würde treten, nachdem bekannt wurde,
Tony Blair unter Druck setzen, auch dass er Goldman Sachs Internati-
Großbritannien in die offenen Arme Hochrangige Mitglieder onal, eine Firma, die regelmäßig
der Neuen Weltordnung zu überge- bei Bilderberg-Konferenzen vertre-
ben, wenn es 2006 ebenfalls über der so genannten freien ten ist, bezüglich möglicher Profite
die Verfassung abstimmen würde. Presse nehmen unter durch den Irakkrieg beriet.
Zeit-Mitherausgeber Matthias Nass Ein weiterer Neokonservativer
vermutete lautstark, dass ein „Nein“ der Bedingung teil, hoch war Michael A. Ledeen, ein „Ober-
in Frankreich zweifellos politische und heilig zu verspre- intellektueller“. Ledeen arbeitet
Unruhen in Europa verursachen für das American Enterprise Ins-
könne, und so den am 1. Juli begin- chen, nichts darüber zu titute (AEI), einen so genannten
nenden EU-Vorsitz Großbritanniens berichten. Think-Tank, der 1943 gegründet
überschatten würde. wurde, und zu dem auch Richard
Die Bilderberger hoffen, dass Perle gehören soll. Das AEI und
Blair und Chirac, deren zeitweise die Brookings Institution betrei-
offene Feindseligkeit mehr als ein- ben ein Forschungszentrum für
mal die öffentliche Atmosphäre vergiftet hat, zum gegen- Regulationsstudien, das Joint Center for Regulatory Stu-
seitigen Nutzen und eigenen politischen Überleben in dies (JCRS), dessen Ziel es ist, Gesetzgebern und Kontrol-
der Lage sind, zusammenzuarbeiten. Ein Bilderber- leuren „Rechenschaftspfl icht für ihre Entscheidungen
ger ergänzte, dass beide Staatsmänner so schnell wie aufzuerlegen, indem es regelmäßig durchdachte, objek-
möglich ihre früheren Auseinandersetzungen zu The- tive Analysen bestehender Regulationsvorschriften und
men wie Irak, Wirtschaftsliberalisierung in Europa und geplanter neuer Maßnahmen“ vorlegt. Das JCRS drängt
der Zukunft der Rabatte, die Großbritannien von der EU auf eine Analyse des Kosten-Nutzen-Verhältnisses von
zugestanden werden, hinter sich lassen und auf eine voll- Regulationen, was zum letztendlichen Ziel des AEI (und
ständige europäische Integration zusteuern müssen – die der Bilderberger) passt, nämliche der Liberalisierung der
in Gefahr geraten könnte, wenn Frankreichs oft „dickköp- Wirtschaft.
fige und sture Bevölkerung“, wie es ein britischer Bilder- Diese Neokonservativen hatten dieses Jahr bei der Kon-
berger ausdrückte, nicht das Richtige tue, mit anderen ferenz Unterstützung von einer anderen Gruppe ehema-
Worten freiwillig ihre Unabhängigkeit zum „Wohle aller“ liger Spitzenpolitiker und Publizisten aus Washington,
aufzugeben, nämlich für eine föderalen europäischen die für ihre Sympathien für Israel bekannt sind, unter
Superstaat. anderen: Richard N. Haass, ehemaliger Mitarbeiter des
Ein deutsches Mitglied der Bilderberg-Konferenz sagte, Außenministeriums und Vorsitzender des Außenpolitik-
dass Frankreichs Zustimmung wegen der „Auslage- komitees (Council on Foreign Relations – CFR); Richard
rung der Arbeitsplätze“ in Gefahr sei. „Arbeitsplätze aus Holbrooke, ehemaliger stellvertretender Außenminister
Deutschland und Frankreich werden nach Asien oder und „Vater“ des Dayton Abkommens; Dennis Ross vom
Lettland verlagert [wegen der billigen Arbeitskräfte].“ pro-israelischen Institut für Nahostpolitik in Washington,
Lettland ist eine der ehemaligen Sowjetrepubliken, die das ein Ableger des Rats für öffentliche Angelegenheiten
der EU beigetreten sind, so dass es jetzt insgesamt 25 zwischen Israel und Amerika (AIPAC) und des jüdischen
Mitgliedsstaaten gibt. Ein deutscher Politiker fragte, wie Instituts für nationale Sicherheit (JINSA) ist; und Paul
Tony Blair die Briten davon überzeugen wolle, die EU-Ver- Wolfowitz, der neugewählte Weltbankpräsident.
fassung anzunehmen, wenn, wegen der Auslagerung von
Arbeitsplätzen, sowohl in Frankreich als auch in Deutsch-
land die Arbeitslosenquote bei 10 Prozent liege, während Amerikanische Kriminelle: Öffentliche Angelegenheiten
es Großbritanniens Wirtschaft gut gehe.
hinter verschlossenen Türen

Die neukonservative Lobby Der Logan Act legt für die Vereinigten Staaten aus-
drücklich fest, dass ungesetzlich ist, wenn offi zielle
Folgende Faktion war vollständig vertreten: die so Repräsentanten an geheimen Treffen mit Privatbürgern
genannten „Neokonservativen“, die beschlossen haben, teilnehmen, um öffentliche Belange zu diskutieren.
dass Israels Sicherheit Teil der Sicherheitspolitik der USA Obwohl bei der Bilderberg-Konferenz 2005 eine der
sein sollte, und dort im Zentrum aller außenpolitischen schillerndsten Gestalten fehlte – der Leiter des Außen-
Entscheidungen stehen sollte. ministeriums John Bolton sagte vor dem Senatsaus-
schuss für Außenpolitik aus – war die US-Regierung in

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Rottach-Egern dennoch gut vertreten: Allan E. Hubbard, wirtschaftlichen Bedingungen und mit Blick auf die aktu-
Präsidentenberater in Wirtschaftsfragen und Direktor ellen Bevölkerungszahlen höchstens noch 35 Jahre reichen
des nationalen Wirtschaftsrates; William Luti, stellver- werden. Einer der Repräsentanten eines Erdölkartells
tretender Staatssekretär im Verteidigungsministerium; warf ein, dass man bei dieser Rechnung die Bevölkerungs-
James Wolfensohn, scheidender Weltbankpräsident; und explosion und das Wirtschaftswachstum mit einbeziehen
Paul Wolfowitz, stellvertretender Außenminister, Ver- müsse, sowie den Ölbedarf in China und Indien. Unter
fechter des Irakkriegs und zukünftiger Weltbankpräsi- diesen überarbeiteten Bedingungen betrachtet, ist offen-
dent. Mit ihrer Teilnahme an der Bilderberg-Konferenz sichtlich nur noch für 20 Jahre Öl vorhanden. Kein Erdöl
2005 brachen diese Personen geltendes US-Recht. bedeutet das Ende des weltweiten Finanzsystems – was
bereits vom Wall Street Journal und der Financial Times
angekündigt wurde, zwei Zeitungen, die regelmäßig bei
Journalisten als Huren den jährlichen Bilderberg-Konferenzen vertreten sind.
Die Folge: Man darf einen starken Abwärtstrend in der
Vertreter aller großen US-amerikanischen und europä- Weltwirtschaft in den kommenden zwei Jahren erwar-
ischen Zeitungen und Fernsehsender haben irgendwann ten, denn die Bilderberger werden versuchen, die verblei-
schon mal an einer Bilderberg-Konferenz teilgenommen. benden Ölreserven zu schonen, indem sie den Menschen
Hochrangige Mitglieder der nicht zutreffend so genann- das Geld aus den Händen nehmen. Während einer Rezes-
ten freien Presse nehmen unter der Bedingung teil, hoch sion, oder schlimmstenfalls einer Depression, wird die
und heilig zu versprechen, nichts darüber zu berichten. Bevölkerung gezwungen sein, ihre Ausgaben dramatisch
So schaffen die Bilderberger es, dass tatsächlich weder zu senken, womit die Ölversorgung für die Reichen der
in den USA noch in Europa irgendwie darüber berichtet Welt verlängert wird, während diese überlegen, was zu
wird. tun ist.
Zu den Gästen in diesem Jahr Während an einem Nachmit-
zählten unter anderem: Nicolas tag Cocktails gereicht wurden,
Beytout, Chefherausgeber des behauptete ein europäischer
Figaro; Oscar Bronner, Verle-
Man darf einen star- Bilderberg-Gast, dass es keine
ger und Herausgeber des Stan- ken Abwärtstrend in der plausible Alternative zu Koh-
dard; Donald Graham, Chef lenwasserstoffenergie gebe.
der Washington Post; Matthias
Weltwirtschaft in den Ein amerikanischer Insider
Nass, stellvertretender Heraus- kommenden zwei Jahren erklärte, dass man im Augen-
geber der Zeit; Norman Pearls- blick zwischen vier und sechs
tine, Chefherausgeber von Time;
erwarten, denn die Bilder- Barrel Öl verbrauche, um ein
J. Robert S. Prichard, Präsident berger werden versuchen, neues zu fi nden, und dass die
und Geschäftsführer der Tor- Aussichten für einen kurzfris-
star Media Group (Toronto Star);
die verbleibenden Ölreserven tigen Durchbruch bestenfalls
Cüneyt Ulsevere, Kolumnist der zu schonen, indem sie den mager seien. Diese Aussage
Hürriyet; John Vinocur, Chef- wird durch eine öffentliche
korrespondent des Internatio-
Menschen das Geld aus den Erklärung bestätigt, die IHS
nal Herald Tribune; Martin Wolf, Händen nehmen. Energy, die weltweit ange-
Mitherausgeber der Financial sehenste Beraterfi rma, die
Times; Fareed Zakaria, Heraus- Ölreserven und Funde katalo-
geber des Newsweek Internati- gisiert, 2003 machte, nämlich
onal; John Micklethwait, US-Herausgeber des Economist dass man zum ersten Mal seit den 20er Jahren kein ein-
und Adrian Woolridge, Washington-Korrespondent des ziges Ölfeld entdeckt habe, das mehr als 500 Millionen
Economist. Micklethwait und Woolridge agierten als Barrel enthalte.
Berichterstatter des Treffens. Ein Gast fragte nach einer Schätzung der weltweit ver-
fügbaren Ölvorräte. Die Antwort lautete etwa eine Billion
Barrel. Am Rande bemerkt, weltweit werden etwa alle
Schwindende Energiereserven und ökonomischer 11,5 Tage eine Milliarde Öl verbraucht. Ein weiterer Bil-
derberger fragte nach Wasserstoff als Alternative zu Öl.
Abwärtstrend
Der US-Regierungsvertreter gab betrübt zu, dass der Aus-
weg aus der drohenden Energiekrise mit Hilfe von Was-
Natürlich ging es bei der Diskussion 2005 auch um serstoff eine Illusion sei.
Erdöl. Ein amerikanischer Teilnehmer äußerte Besorgnis Die Ölindustrie war auf der Bilderberg-Konferenz 2005
über die schwindelerregend hohen Ölpreise. Ein Insider durch folgende Personen vertreten: John Browne, BP-
behauptete, dass Wachstum ohne Energie nicht möglich Verwaltungsleiter; Sir John Kerr, Vorstandsmitglied von
sei, und dass alles darauf hinweise, dass die Energiere- Royal Dutch/Shell; Peter D. Sutherland, Vorstandsvorsit-
serven der Erde viel schneller zu Ende gingen, als die zender von BP; und Jeroen von der Veer, Vorstandsvor-
Machthabenden weltweit bisher angenommen hätten. sitzender bei Royal Dutch/Shell. (Königin Beatrix der
Quellen zufolge schätzen die Bilderberger, dass die ver- Niederlande, Hauptaktionärin von Royal Dutch/Shell ist
fügbaren Ölreserven der Erde unter den gegenwärtigen ein eingeschworenes Mitglied der Bilderberg-Konferenz.

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Ihr Vater, Prinz Bernhard, war 1954 einer der Gründer Es gibt starke Anzeichen, die auf Informationen der
der Gruppe.) Bilderberg-Konferenz 2005 beruhen, dass die US-Zen-
In diesem Zusammenhang ist wichtig, dass der Energie- tralbank äußerst besorgt über die Schuldenblase ist. Ein
riese Royal Dutch/ Shell Ende 2003 erklärte, er habe seine Amerikaner erläuterte, dass, wenn der Ölpreis wieder
Energiereserven um sage und schreibe 20 Prozent über- auf seinen Tiefstand von 25 Dollar pro Barrel sänke, die
schätzt; Anfang 2004 reduzierte er seine Schätzungen durch Schulden gewachsene Anlagenblase platzen könne.
bezüglich der Öl- und Gasreserven um 4,5 Milliarden Martin S. Feldstein, Vorsitzender des nationalen Büros
Barrel, musste sie aber im Oktober nochmals um 1,15 für Wirtschaftsforschung fügte hinzu, dass 50 Dollar pro
Milliarden Barrel reduzieren. Die drei Senkungen der Barrel einen größeren Geldfluss mit sich bringe.
Schätzungen der Vorräte führten sogar zum Rücktritt des Öffentlich zugänglichen Informationen zufolge, wer-
stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden. Am 18. Januar den in den USA täglich 20 Millionen Barrel Öl verbraucht.
2005 berichtete die Los Angeles Times: „Für die Erdölkon- Weltweit sind es 84 Barrel. Bei 50 $ pro Barrel beläuft sich
zerne bedeuten die Reserven nichts Geringeres als den der Gesamtpreis für Öl auf 1 Milliarde $ pro Tag, 365 Mil-
‚Wert des Unternehmens’.“ liarden pro Jahr, etwa 3% des US-Bruttosozialproduktes
Im Mai 2005 in Rottach-Egern versuchten die Topwirt- 2004. Etwa 60% des US-Bedarfs werden importiert, was
schaftsmanager ein Konzept zu entwickeln, mit dessen Kosten von 600 Millionen $ am Tag verursacht, oder 219
Hilfe die Wahrheit über die schwindenden Ölreserven Milliarden $ im Jahr.
vor der Öffentlichkeit verborgen werden könnte. Öffent- Ein kleiner, untersetzter Mann fragte, ob der hohe
liche Kenntnis der knappen Reserven würde den Aktien- Ölpreis Einfluss auf das Wirtschaftswachstum habe.
wert senken, was die Finanzmärkte erschüttern und zu Jemand aus der ersten Reihe antwortete, dass höhere
einem weltweiten Zusammenbruch der Wirtschaft führen Energiepreise der Wirtschaft kein Geld entzögen; sie
könnte. verschöben lediglich den Profit von einem Wirtschafts-
Ein amerikanischer Bilderberger fragte, was für Kon- zweig zu einem anderen. Nach einer weiteren Diskus-
sequenzen es hätte, wenn der Ölpreis auf 25 US-Dollar sion, meinte ein US-General, dass Kriegsausgaben dazu
pro Barrel zurückgehen würde. Ein anderer Amerikaner, beitrügen, der Wirtschaft auf die Sprünge zu helfen, und
vermutlich Allan Hubbard, stellte lakonisch fest, dass der ergänzte, der Trick, den Widerstand einzudämmen, sei,
Öffentlichkeit nicht bewusst ist, dass der Preis für billiges auf dem fremden Boden den Kollateralschaden möglichst
Öl im Platzen der Schuldenblase bestehen kann. Billiges gering zu halten.
Öl verlangsamt das Wirtschaftswachstum, denn es senkt Ein Vertreter aus Großbritannien bemerkte, dass ein
die Warenpreise und reduziert weltweit die Liquidität. Ölpreis von 120 $ pro Barrel seinem Land und den Ver-

Rockefeller und sein persönlicher Bodyguard

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einigten Staaten sehr zugute käme, allerdings seien lungsländer gewinnen langsam mehr Kaufkraft, und die
Russland und China die größten Gewinner. Ein Experte industrialisierte Welt fasst langsam Fuß in deren Wirt-
auf dem Gebiet der internationalen Beziehungen und Poli- schaft, indem sie sie für billige Exporte ins Visier nimmt.
tikwissenschaften sagte, dass dies für die Chinesen eine Die weitere Diskussion über China wurde von eini-
regelrechte Goldgrube wäre. Die Chinesen importierten gen rhetorischen Fragen des Sprechers eingeleitet. Nutzt
Energie nicht für den Hausge- China seine Wettbewerbsvorteile
brauch, sondern um ihre wach- wirklich schamlos aus, oder wird
senden Billigexporte anzuheizen es von den USA und der EU zum
– Kosten, die sie entsprechend an Die Bilderberger haben sich Sündenbock gemacht? Droht ein
die ausländischen Käufer weiter- stillschweigend darauf geei- Handelskrieg? Sollte China den
geben könnten. Ein europäischer Yuan (seine Währung) aufwer-
Bankexperte betonte, dass Russ- nigt, die armen Länder in ten, und falls ja, wie sollte dies
land den Kurs des Dollar effek- den globalisierten Markt geschehen?
tiv senken könne, indem es seinen Ein amerikanischer Bilder-
Energiehandel mit Europa wieder für Billigwaren zu zwingen, berger betonte, dass China im
in Euro statt in Dollar betreibe, während gleichzeitig deren Jahr 2005 eine der führenden
womit es die Europäische Zen- Wirtschaftsmächte der Welt ist,
tralbank zwingen würde, ihre arme Bevölkerung zu Kun- deren Handeln die Weltwirt-
Devisenreserven zugunsten des den gemacht werden soll, ob schaft beeinflusst. Ein ande-
Euro neu auszubalancieren. rer Amerikaner, vermutlich,
Jean-Claude Trichet, Leiter der sie wollen oder nicht. allerdings nicht sicher, Michael
Europäischen Zentralbank, war Ledeen vom AEI, sagte, dass das
während der Debatte anwesend. ganze Welthandelssystem kaputt
gehe, wenn China den Yuan nicht
aufwerte. Jemand merkte an, dass die gegenwärtige Situ-
Globaler Handel und der Streit mit China ation durch ein Übermaß an Liquidität geprägt sei und
auch für Chinas Wirtschaft gefährlich werden könne.
Da ihnen bewusst ist, dass es eine dringende Notwen- Elena Nemirovskaya, Gründerin der Moskauer Hoch-
digkeit ist, sich in den sich entwickelnden Märkten breit schule für Politikstudien, fragte, was passieren würde,
zu machen, haben die europäischen und amerikanischen wenn der Yuan frei zirkulieren dürfte. Ein Wirtschafts-
Bilderberger beschlossen, Pascal Lamy, einen franzö- fachmann antwortete, dass das ernsthafte Konsequenzen
sischen Sozialisten und fanatischen Anhänger der Idee für die Finanzmärkte der Welt hätte. Chinas Devisenre-
eines europäischen Superstaats, zum nächsten Vorsit- serven bestünden zu einem Großteil aus US-Schatzwech-
zenden der Welthandelsorganisation (WTO) vorzuschla- seln. Eine Aufwertung des Yuan hätte eine Abwertung
gen. In diesem Zusammenhang sollte erwähnt werden, der Dollarreserven zur Folge.
dass Washington der Nominierung zustimmte, unter der Ein deutscher Bilderberger betonte, dass dies die Zen-
Bedingung, dass Europa im Gegenzug Paul Wolfowitz als tralbank zwingen könnte, die Zinsen zu heben, was dem
Kandidaten für das Amt des Weltbankpräsidenten unter- gegenwärtigen Bauboom in den USA ein abruptes Ende
stütze. Insiderinformationen zufolge wurde Lamy aus- bereiten würde. Ein korpulenter Niederländer meinte,
gesucht, um dabei zu helfen, die Weltwirtschaft durch der Internationale Währungsfond müsse sich aktiv daran
eine Phase zu führen, die von wachsendem Protektio- beteiligen, den Yuan zu stützen.
nismus in reichen Ländern wie Frankreich und Deutsch- „Gibt es also tatsächlich die Gefahr“, fragte ein Italie-
land geprägt ist, die beide unter hoher Arbeitslosigkeit ner, „dass der Streit sich zu einem richtigen Handelskrieg
leiden und Zurückhaltung üben, wenn es um die zuneh- auswächst?“ „Nicht sehr wahrscheinlich,“ so behauptete
menden Versuche aufstrebender Ökonomien geht, Zugang ein blonder Skandinavier, wohl ein Schwede, „denn China
zu ihrem Markt zu erhalten. Länder aus der 3. Welt beste- hat sich bereits voll in die Marktwirtschaft integriert.“
hen z.B. darauf, dass die EU und US-Landwirtschaftssub- Ein amerikanischer Teilnehmer, ein Mitglied der US-
ventionen beschnitten werden. Liberalisierungsversuche Regierung, merkte an, das Ganze sei Teil der Show, damit
der WTO scheiterten kläglich, sowohl in Seattle 1999 als die Wähler zu Hause glücklich sind.
auch in Cancún 2003. Chinas Eindringen in die Mekong Region war ebenfalls
Die Bilderberger haben sich stillschweigend darauf Thema auf der Konferenz. William J. Luti, stellvertre-
geeinigt, die armen Länder in den globalisierten Markt tender US-Staatssekretär im Verteidigungsministerium
für Billigwaren zu zwingen, während gleichzeitig deren und zuständig für den Nahen Osten und Südasien, erklärte,
arme Bevölkerung zu Kunden gemacht werden soll, ob dass Chinas wachsender Einfluss in der Mekong Region,
sie wollen oder nicht. Der gegenwärtige Streit mit China zu der Kambodscha, Laos, Myanmar, Thailand und Viet-
ist ein gutes Beispiel, denn die Chinesen haben die west- nam gehören, US-Interessen in dieser Gegend bedrohen
lichen Länder mit billigen Waren überschwemmt, unter könnten. Diese Vorgehensweise verschaffe China nämlich
anderem mit Textilien, und so die Preise gedrückt. Zum eine Vormachtstellung in Südostasien.
Ausgleich konnten die Bilderberger in einen erntereifen In den letzten Jahren investierte China massiv in seine
Markt eindringen, der dem überlegenen westlichen Know- Infrastruktur, die Chinas südwestliche Yunan Provinz
How nichts entgegensetzen konnte. Ähnliche Entwick- mit der Mekong Region verbindet.

26 NEXUS www.nexus-magazin.de Januar - Februar 2006


Ein europäischer Gast betonte, dass
China stark von Ölimporten abhän-
gig sei. Jemand wollte Zahlen hören.
Ein großer, schlaksiger Mann, wohl
Jeroen van der Veer, Vorstandsvor-
sitzender von Royal Dutch/ Shell, ant-
wortete, dass etwa 40% von Chinas
Energiebedarf durch Importe gedeckt
werde. Chinas Expandieren in die
Mekong Region sei sogar genau aus
dem Grund erfolgt, dass die Energie-
versorgung des Landes anfällig für
Störungen ist. Ungefähr 32% der Ener-
gieversorgung, Chinas Lebenssaft,
muss die schmale, leicht blockierbare
Meerenge von Malakka passieren.

Die Auseinandersetzung zwischen


Indonesien und Malaysia

Eine politische und militärische


Auseinandersetzung zwischen Indone- Mario Monti
sien und Malaysia in der ölreichen
Sulawesisee (beide erheben Anspruch auf das Gebiet onalen Atomenergiebehörde, den Präsident Bush versucht
Ambalat) war bei den Cocktails am Freitagnachmittag hatte, loszuwerden, weil er nicht genug Druck auf den
Thema einer sehr lebhaften Diskussion zwischen einigen Iran ausübe [und der den Preis zugesprochen bekam].
amerikanischen und europäischen Bilderbergern. Ein Weitere Kandidaten waren US-Präsident George W.
Amerikaner schwenkte seine Zigarre und schlug dabei Bush und der britische Premierminister Tony Blair, dafür,
vor, die Vereinten Nationen zu benutzen, um „die Region dass sie angeblich den Weltfrieden geschützt haben; die
zu Friedensgesprächen zu bewegen“. EU; der französische Präsident Jacques Chirac, Haupt-
Die Bilderberger waren sich sogar einig, dass ein sol- beschuldigter in Bezug auf das negative Ergebnis bei
cher Konfl ikt einen guten Vorwand abgebe, UN-Friedens- der Abstimmung über die EU-Verfassung; der ehema-
truppen in das Gebiet zu entsenden, und so die Kontrolle lige tschechische Präsident Václav Havel; der verstorbene
über die Nutzung dieser Reichtümer zu erlangen, also die Papst Johannes Paul II; der kubanische Dissident Oswaldo
noch unangetasteten Ölreserven. Payá; sowie der US-Senator Richard Lugar und der ehe-
malige US-Senator Sam Nunn für ihr Cooperative Threat
Reduction Program, bei dem es um die Vernichtung von
Druck auf das Friedensnobelpreiskomitee Nuklearwaffen der ehemaligen Sowjetunion geht.

Dass das Mitglied des Friedensnobelpreiskomitees, Geir


Lundestad, an der Bilderberg-Konferenz 2005 teilnahm, Die Iran-Russland-China Allianz
bedeutete, so hieß es auf jeden Fall von Seiten der Quel-
len, die mit der Diskussion vertraut sind, dass die Ame- Angeblich fragte ein französischer Bilderberger Henry
rikaner, Briten und Israelis mit Hilfe ihrer Delegationen Kissinger in scharfem Ton, ob das Säbelrasseln der USA
größtmöglichen Druck ausüben wollen, damit der israeli- bedeute, dass neue Feindseligkeiten mit dem Iran zu
sche Nukleartechniker Mordechai Vanunu den begehrten erwarten sind. Richard Haass, CFR-Vorsitzender, bat
Preis nicht erhält. darum, sprechen zu dürfen, und nannte dann die Mög-
Vanunu verbrachte 18 Jahre in einem israelischen lichkeit einer Iran-Invasion unrealistisch, schon allein
Gefängnis – elfeinhalb davon in Einzelhaft – weil er im wegen der Größe des Landes und seiner Bevölkerung,
Oktober 1986 der Londoner Sunday Times Beweise für ganz zu schweigen von den Milliarden Dollar, die eine sol-
Israels Nuklearwaffenarsenal lieferte. Sollte Vanunu den che Operation kosten würde. Die Armee der Vereinigten
Preis erhalten, würden Israels Nuklearwaffen unschön Staaten stecke noch im Irak bis zum Hals im Dreck und
ins Rampenlicht gezerrt, vor allem angesichts wachsen- sei sehr zurückhaltend bezüglich neuer Abenteuer auf
der Anzeichen, dass Israel und die Vereinigten Staaten feindlichem Gebiet, vor allem gegen einen viel gesünde-
im Begriff sind, den Iran dafür zu strafen, dass er eigene ren, besser vorbereiteten und besser organisierten Geg-
Nuklearwaffen entwickelt hat. ner.
Starker Druck wurde auch auf Lundestad ausgeübt, Ein Bilderberger aus der Schweiz wollte wissen, ob
weder Hans Blix zu nehmen, den UN Waffeninspektor im ein möglicher Angriff gegen den Iran einen Präventiv-
Irak, noch Mohamed El Baradei, den Leiter der internati- schlag gegen die Nuklearwaffenlager einschließen würde.

Januar - Februar 2006 www.nexus-magazin.de NEXUS 27


Richard Haass antwortete, dass eine solche Offensive ten. Der brillante Richard Haass erklärte am Samstag-
kontraproduktiv sei, denn Teherans Optionen für einen abend bei den Cocktails gegenüber Richard Perle in
Gegenschlag reichten vom „Auslösen terroristischer deutlichen Worten, dass die Bush-Regierung ihre Fähig-
Anschläge und Instabilität im Irak, in Afghanistan und keit, die Welt zu ändern, überschätzt habe. Haass soll, so
in Saudi Arabien bis zum Erhöhen der Ölpreise, was eine erzählen verschiedene Quellen, gesagt haben, dass ein
globale Wirtschaftskrise bewirken könne“. Während des Regimeaustausch durchaus attraktiv sein könne, denn
Abendessens, so hieß es aus verschiedenen Quellen, kriti- er sei „weniger unangenehm als Diplomatie und weniger
sierte Richard Perle Haass’ Position und betonte, dass er gefährlich als neue Atommächte zu ertragen“. Doch, so
das anders sehe. merkte er an: „Es gibt da allerdings ein Problem: es ist
Eine Frau, vermutlich Heather Munroe-Blum, Vizekanz- extrem unwahrscheinlich, dass der gewünschte Effekt
lerin der McGill Universität in Quebec, fragte rhetorisch, rechtzeitig eintritt.“
was geschähe, wenn der Iran sein Nuklearwaffenarsenal
weiter aufstockte. Haass antwortete, dass in diesem Fall
den USA nichts anderes übrig bleibe, als dem Iran den Ein möglicher Angriff auf Irans Nuklearwaffendepots
gleichen Status wie Pakistan und Indien zuzugestehen.
Ein US-General merkte an, dass die Allianz zwischen Die Anwesenheit des US-Generals James L. Jones,
China, Iran und Russland die geopolitische Situation in NATO-Oberkommandeur für Europa, und des US-Gene-
der Region verändere. Die Annäherung zwischen Russ- rals im Ruhestand, John M. Keane auf der Bilderberg-
land und China wird von den Bilderbergern als bedeu- Konferenz, lässt vermuten, dass die nächste Phase der
tendes Ereignis gewertet, das nicht auf die leichte Schulter Eroberung ansteht.
genommen werden sollte, obwohl es in den westlichen An einem Nachmittag sagte ein amerikanischer Neo-
Medien bisher wenig Beachtung fand. konservativer, dass er überzeugt sei, die „iranische Oppo-
Es wurde ein geheimer Bericht sitionsbewegung“ werde die
der US-Regierung erwähnt, in Mullahs entmachten. Daraufhin
dem es Quellen zufolge heißt, die rief Nicolas Beytout vom Figaro
Chinesen hätten mehrere Milliar- Ein deutscher Bilderberger aus: „Das glauben Sie doch nicht
den Dollar ausgegeben, um Russ- wirklich!“ Ein großer, kahlköp-
lands neueste und ausgefeilteste fragte Richard Perle spitz, ob figer, gut gekleideter Schweizer,
Waffentechnologie zu erwerben. man den „Krieg gegen den vermutlich Pascal Couchepin,
Jemand wies darauf hin, dass Leiter des mächtigen Innenmi-
die chinesisch-russische Alli- Terrorismus“ während der nisteriums, antwortete, dass sie
anz sich nicht auf Waffenhandel zweiten Amtsperiode von nur bewirken werde, dass sich
beschränke, und dass der nicht- die Iraner hinter ihre Regie-
militärische Warenaustausch seit Bush noch intensiver führen rung stellten. Er schloss mit den
dem Regierungsantritt von Bush werde. Perle gab angeb- Worten: „Sie kennen die Iraner
um 100% zugenommen habe. nicht.“
Ein Teilnehmer der Konfe- lich keine Antwort, sondern Die Gemüter erhitzten sich
renz, unbestätigten Annah- verzog das Gesicht und vorübergehend, als ein Franzose
men zufolge Anatoly Sharansky, Kissinger mit erhobener Stimme
ehemaliger israelischer Minis- schaute weg. darauf hinwies, dass „ein Angriff
ter für Jerusalem und Diaspo- gegen den Iran schnell außer
raangelegenheiten, behauptete Kontrolle geraten“ werde. Infor-
bei den Cocktails am Freitaga- manten der CIA und der Spezi-
bend kategorisch, dass die USA-Israel-Türkei Allianz das aleinheit der US-Armee zufolge, die die US-Delegation
Gegengewicht zur Moskau-Peking-Teheran Achse sei. Ein in Rottach-Egern schützen sollte, führen sowohl CIA als
europäischer Finanzexperte merkte an, dass es Russland auch FBI zur Zeit eine offene Auseinandersetzung mit
heute fi nanziell viel besser gehe als vor vier Jahren, denn dem Weißen Haus.
die Steuereinnahmen aus der Brennstoff- und Waffenpro- Ein Abgeordneter des griechischen Parlaments fragte
duktion und den Exporten, Resultat einer intensiven Kon- den Berater von Israels Premierminister Ariel Sharon,
zentration auf die Waffenindustrie, habe die Löhne und Eival Gilady: „Was geschieht im Falle eines Vergeltungs-
Renten stark ansteigen lassen und so den privaten Kon- schlags der Iraner?“ Jemand stellte fest, dass selbst wenn
sum angeregt. die Vereinigten Staaten oder Israel sich mit dem taktischen
Ein deutscher Bilderberger fragte Richard Perle spitz, Einsatz von Nuklearwaffen zurückhielten, ein Angriff auf
ob man den „Krieg gegen den Terrorismus“ während der Irans Nuklearwaffendepots nicht nur die Nachbarstaaten
zweiten Amtsperiode von Bush noch intensiver führen mitbeträfe, was wiederum die Wahrscheinlichkeit eines
werde. Perle gab angeblich keine Antwort, sondern ver- größeren Kriegs erhöhen würde, sondern auch zu einer
zog das Gesicht und schaute weg. nuklearen Katastrophe führte, da die atomare Strahlung
Das Gefühl, dass es langsam genug sei, herrscht übri- weite Regionen verseuchen würde.
gens nicht nur unter den europäischen Bilderbergern, Daraus folgernd fragte ein anderer Teilnehmer: „Wie
die Bushs wahnsinnige, an Hitler erinnernde Ausrufung viel von diesem Krieg steht im Zusammenhang mit Ame-
neuer Regime überall auf der Welt, mit Argwohn betrach- rikas angestrengten Versuchen, zu verhindern, dass der

28 NEXUS www.nexus-magazin.de Januar - Februar 2006


Iran eine Regionalmacht wird?“ Ein Franzose wollte wis- Russische vs. amerikanische Außenpolitik
sen, ob es sich bei dem bevorstehenden Angriff auf den
Iran um eine gemeinsame Aktion der USA und Israel Eine Diskussion über politische Taktiken begann, als
handle, oder ob es eine NATO-Operation werden solle. Die ein europäischer Experte in Sachen internationale Bezie-
Frage richtete sich an den NATO-Generalsekretär Jaap G. hungen darauf hinwies, dass Russland entschlossen sei,
de Hoop Scheffer. Ein anderer europäischer Bilderberger in den nächsten Jahren seine Position zu festigen und die
fragte, wie die USA mit drei Kriegen gleichzeitig zurecht- Bush-Regierung in Bezug auf außenpolitische Ziele in
kommen wollten, wobei er Irak, Afghanistan und jetzt zunehmendem Maße herausfordern werde.
auch noch Iran meinte. Jemand fragte freimütig, ob die Welt heute sicherer
Hier sollte ergänzt werden, dass sich zur Zeit 150.000 sei als 2001, und ob sie in vier Jahren noch sicherer
US-Soldaten im Irak befi nden, die aufgrund des hartnä- sein werde. Ein Niederländer antwortete, dass es wenig
ckigen Widerstandes nicht an einen anderen Einsatzort Zweifel gebe, dass die Macht des internationalen Terro-
verlegt werden können. Die israelische Delegation wurde rismus durch das plumpe Vorgehen der US-Regierung
genötigt, zu erklären, ob Israel vorhabe, Nuklearwaffen im Nahen Osten deutlich gestärkt worden sei. Ein Däne
gegen den Iran einzusetzen. Die Antwort war nicht ein- fragte sich, was aus dem US-Versprechen geworden sei,
deutig. im Irak zurückhaltender vorzugehen – wobei er sich auf
Das Erschreckende in Bezug auf den Iran als möglichen das ungeschickte Vorgehen der amerikanischen Truppen
neuen Kriegsschauplatz ist die Tatsache, so erzählen bei der Belagerung von Fallujah bezog, was dafür sorgte,
Informanten (beides Mitglieder der Bilderberg-Gruppe), dass eine Mehrheit der moderaten arabischen Staaten
dass es zwei verschiedene Termine für eine Invasion gebe. auf Distanz ging. Außerdem, so betonte der Niederlän-
Das frühest mögliche Datum wäre „mitten im Sommer“ der, habe sich der Terrorismus nicht auf den Schauplatz
gewesen, irgendwann im August, und die andere Möglich- Irak beschränkt, sondern sich in Asien, Afrika und einem
keit der Spätherbst. Dies bestätigt die Aussage von Scott Großteil des Nahen Ostens ausgebreitet.
Ritter, einem Ex-Marine, der jetzt Waffeninspekteur bei Eine blonde Frau, vermutlich Thérèse Delpech, Leite-
der UNSCOM ist, und sagte, dass „George W. Bush Pläne, rin des Bereichs strategische Angelegenheiten der fran-
den Irak im Juni 2005 zu bombardieren, abgehakt hat“ zösischen Atomenergiebehörde, sagte, dass Alleingänge
(Aljazeera, 30. März), obwohl er im Anschluss klarstellte, der USA lediglich bewirkten, dass befreundete Natio-
dass der Junitermin nahe lege, dass die USA und Israel nen sich zurückzögen und die Gegner ermutigt würden.
„in Bereitschaft“ seien. „Die USA sind nicht allmächtig. Sie müssen ihr Vorgehen
mit anderen Großmächten absprechen, um ihre Ziele zu
erreichen.“

Schrempp und Schröder

Januar - Februar 2006 www.nexus-magazin.de NEXUS 29


Ein Ölexperte aus Großbritannien, wahrscheinlich Sir ihre Strategie, im Rennen immer auf beide Pferde zu set-
John Kerr von Royal Dutch/ Shell, kam auf die Ölpipe- zen.
line von Sibirien nach Nordchina zu sprechen. Die Bil- Nur zur Erinnerung, jeder US-Präsident gehörte zur
derberger rätselten über die mittelfristigen Folgen dieses Bilderberg-Gruppe oder der Schwesterorganisation, dem
Geschäfts. Ein amerikanischer Investmentbanker fragte, Council on Foreign Relations. Obwohl Bush das Treffen
wie viel Öl denn durch diese Pipeline fl ießen solle. Ein in Rottach-Egern nicht persönlich besuchte, war die US-
weiteres Mitglied des Ölkartells bot 65-80 Millionen Ton- Regierung durch William Luti, Richard Perle, Dennis Ross
nen als Schätzung an. und Allan Hubbard gut vertreten.

Indiens Raketentests Ziel: die Weltregierung


Bei den Cocktails an der Bar am Samstagabend, wurde Die Geschichte lehrt durch Analogie, nicht durch Gleich-
der Neokonservative Richard Perle im Gespräch mit artigkeit. Historische Erfahrung gewinnt man nicht,
anderen Bilderbergern gesehen, unter anderem Philippe indem man in der Gegenwart verbleibt und zurückblickt,
Camus, Vorstandvorsitzender der European Aeronau- sondern indem man in die Vergangenheit zurückgeht und
tic Defence and Space Company (EADS), Donald Graham von dort mit einem erweiterten und intensiveren Bewusst-
von der Washington Post und General James L. Jones. sein bezüglich der Einschränkungen des früheren Blick-
Dabei ging es um den bevorstehenden Test der indischen winkels in die Gegenwart zurückkehrt.
Agni 3 Mittelstreckenrakete, die in der Lage ist, nukle- Wenn Demokratie die Regierungsform der Mensch-
are Sprengköpfe zu tragen. General Jones meinte, dass heit ist, dann sind geheime Regierungspläne und zwie-
eine solche Waffe Indiens Möglichkeiten stark erweitern lichtige, die Machtverteilung aushandelnde Cliquen, die
werde, weil, so der Vier-Sterne-General, Indiens strate- selbstsüchtige Gerissenheit repräsentieren, nicht damit in
gische Abschreckungsmittel in der Lage sein würden, Einklang zu bringen. Das ganze System verborgener Ein-
bis weit ins benachbarte China hineinzugelangen. Genau flussnahme und geheimer Operationen ist dem Konzept
das sagte auch Dr. M. Natarajan, Leiter der angesehenen der Demokratie fremd und muss mit fester Entschlossen-
Forschungs- und Entwicklungsorganisation DRDO, zwei heit bekämpft werden.
Wochen später am 17. Mai in Neu-Delhi. Mit Hilfe von Lügen und Verschleierungstaktik versu-
chen die Bilderberger verzweifelt, der Weltbevölkerung
gegen ihren Willen eine totalitäre Weltregierung, eine
Die Wahlen in Deutschland 2005 einzige Währung und eine synkretistische Universalreli-
gion aufzudrängen.
Die Bilderberger sprachen auch darüber, wie man das Jene von uns, denen die Zukunft der Politik – im eigenen
„langweilige“ Image von Angela Merkel, Deutschlands Land und international – am Herzen liegt, können es sich
„zukünftiger Staatschefi n“ noch vor den Wahlen am 18. nicht leisten, zu ignorieren, dass die gnadenlose Weltre-
September entstauben könne. gierung kein Schattendasein mehr führt. Im Gegenteil, sie
Ein kleiner, dicker Mann meinte, um möglichst viele ist zur stärksten Macht aufgestiegen, die Einfluss auf die
Deutsche dazu zu bringen, Merkel als Kanzlerin zu Belange der Welt nimmt.
akzeptieren, sei es wichtig, den Begriff „Familie“ neu zu
defi nieren. Deutsche Bilderberger, die sich gut mit der
kollektiven Psyche im konservativen Bayern auskennen,
glaubten, dass Merkel, geschieden und mit einem Dok-
tortitel in Physik, nicht genug Zuverlässigkeit ausstrahle,
um in dieser standhaft konservativen Region Deutsch- Zum Autor:
lands genügend Stimmen zu erhalten. Personen zufolge,
die die Diskussion mithörten, sollte daher in der Kampa- Daniel Estulin ist ein preisgekrönter investi-
gne „eher die Bedeutung von Familie als die von Ehe als gativer Journalist, der sich seit 13 Jahren mit
Institution betont werden“. den Bilderbergern beschäftigt. Er war einer der
Dass die Bilderberger Schröder loswerden wollen und einzigen beiden Journalisten, die bei der super-
jemand Neues vorziehen, könnte bedeuten, dass nach geheimen Bilderberg-Konferenz im Dorint Sofitel
drei Jahren Auseinandersetzung zwischen den amerika- Seehotel in Rottach-Egern vom 5. bis 8. Mai 2005
nischen und den europäischen Mitgliedern der Gruppe, anwesend waren und darüber berichteten.
bei der es um den Krieg im Irak ging, jetzt eine neu ent- Estulin kann per E-Mail unter d.estulin@ctcon-
wickelte, einheitlichere Richtung eingeschlagen wird. sultoria.com kontaktiert werden. Den vollstän-
Schröder war gemeinsam mit dem französischen Präsi- digen Artikel fi ndet man zusammen mit einer
denten Jaques Chirac einer der lautstarksten Kritiker der Teilnehmerliste der Konferenz und anderen Bil-
US-Intervention im Irak geewesen. derberg-Storys unter http://www.onlinejournal.
Sowohl der linke Kandidat Schröder als auch die Ver- com.
treterin der Rechten, Merkel werden von den Bilderber-
gern unterstützt. Seit Gründung der Gruppe 1954 war es

30 NEXUS www.nexus-magazin.de Januar - Februar 2006


DIE FEHLENDEN
KAMMERN DER CHEOPS-
PYRAMIDE
Die verborgene Symmetrie
Laut einer neuen
Theorie, die Geo-
D ie Cheops-Pyramide ist ein einzigartiges zeitgeschichtliches Rätsel und
ihr unerklärlicher Aufbau hat sich seit jeher allen Erklärungsversuchen
entzogen. Wissenschaftler, Mathematiker, Archäologen, Okkultisten und die
Anhänger verschiedener Religionen haben viel darüber geschrieben, sie so
metrie, Photografie, Schicht für Schicht in weitere Geheimnisse gehüllt und mit Spekulationen
und Theorien überhäuft. Die allgemein akzeptierte Variante lautet, dass
Naturwissenschaft es sich einfach um das Grab des ägyptischen Pharaos Khufu (griechisch:
Cheops) handelt, obwohl sich diese Behauptung lediglich auf die Existenz
und graphische Kon- einer einzigen Kartusche in einer der so genannten Entlastungskammern
stützt.
struktionen in 3-D Ich habe mich im Laufe der letzten 20 Jahre mit vielen Theorien beschäf-
tigt und in diesem Zusammenhang eine große Anzahl von Texten gesam-
miteinander kom- melt, sowohl exotischer als auch konventioneller Art. So war ich in der Lage,
die Fakten sorgfältig abzuwägen und diejenigen Elemente herauszufi ltern,
biniert, gibt es eine die ich für die wichtigsten hielt. Meine Idee speist sich aus geometrischen
Tatsachen, fotografi schem Beweismaterial, wissenschaftlichen Fakten und
zweite Flucht von fundierten Kenntnissen bezüglich dreidimensionaler Konstruktionen. Ich
habe die These, die ich im Folgenden vorstellen werde, zuvor in keiner ande-
Kammern in der ren Quelle und in keinem Buch vorgefunden. Ich beabsichtige zu beweisen,
dass es in der Cheops-Pyramide eine zweite Flucht von Kammern und Gän-
Cheops-Pyramide, gen gibt, die ein exaktes Spiegelbild der ersten darstellt. [Abbildung 1]
Auf das doppelte Vorhandensein der Kammern im Inneren kam ich, als ich
die ein exaktes Spie- auf einem Blatt Papier einfache geometrische Zeichnungen mit Zirkel und
Lineal anfertigte. Ich halbierte die Länge der Pyramidenbasis und benutzte
gelbild des bereits den Mittelpunkt als Radius zweier Kreise, deren Mittelpunkte jeweils die
äußerste Spitze der Basis waren. Dann zeichnete ich ein Kreuz hinein, des-
bekannten Bereichs sen Linien in einem Winkel von 90° zu den Schrägseiten des Dreiecks ver-
liefen. [Abbildung 2]
darstellt. Auf dieser Grundlage entwickelte ich die gesamte Theorie. Ich glaube,
dass alles im Leben einen Sinn oder Zweck hat, und dass nichts ohne Grund
geschieht. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf fragte ich mich, was wohl
passieren würde, wenn ich die Mittelpunkte der Kreise jeweils mit dem
gegenüber liegenden Umfang verbände. Es entstand eine Figur, die ich als
„unendlichen Stern“ bezeichne. Plötzlich wurde mir klar, dass exakt auf die-
Autor: James Colmer
sen Linien auch die Gänge in der großen Pyramide verlaufen. Ich sah, dass
[email protected]
http://www.bimmini.com. man diese Figur weiterführen und vergrößern und so unendliche Pyramiden
Für alle Informationen und und unendliche Sterne konstruieren kann. Die andere Form, die so entsteht,
Bilder in diesem Artikel und ist natürlich das Pentagramm. [Abbildung 3]
auf seiner Website gilt Ich hatte das Glück, die Originalpläne für Washington, DC und das Penta-
© James Comer 2005. gon zu Gesicht zu bekommen, so wie sie von Pierre-Charles L’Enfant entwor-
fen worden waren, einem französischen Freimaurer, der ein guter Bekannter
von Benjamin Franklin war. Auch auf diesen Plänen kann man deutlich den

Januar - Februar 2006 www.nexus-magazin.de NEXUS 31


Abbildung 1 Ich arbeite viel mit Photoshop, und jetzt dachte ich mir,
dass es Zeit sei, zu überprüfen, was geschieht, wenn ich
die Kammern spiegle. Zu meinem Erstaunen sprang mir
die fehlende Symmetrie entgegen wie das Kaninchen aus
dem Hut eines Zauberers.
Das Merkwürdige war, dass die so genannten „Luft-
schächte“ jetzt eine Linie bildeten, so als zeigten sie
auf etwas. Ich legte dieses Bild auf die anderen beiden
und bemerkte, dass alles übereinander passte, auch die
Schächte. Mein Entwurf des Gesamtplans ist eine sche-
matische Darstellung [Abbildung 6]. Der Maßstab ist irre-
levant, so lange die Winkel 51°, 51° und 14° betragen.
Die Kreise haben einen Radius, der die Hälfte der Basis
beträgt, und die Zeichnung zeigt vier identische Dreiecke
sowie ein großes, die alle geometrisch gleich sind. Wenn
man nun eine gespiegelte Darstellung der Kammern der
Cheops-Pyramide darüber legt, fällt die bemerkenswerte
Übereinstimmung ins Auge.
Seit langem schon unterstütze ich die Orion-Theorie
von Robert Bauval und Graham Hancock, denn sie deckt
Abbildung 2 sich mit meiner Auffassung, dass die Pyramide viel mehr
war als lediglich ein Grab für einen toten König. Wer ihre
Bücher kennt, weiß, dass sie glauben, dass die Schächte
in ihr auf bestimmte Sterne und Sternbilder zeigen, und
dass die Pyramide selbst eine Art „Präzessionsuhr“ ist.
Ich habe immer vermutet, sie könne eine Art Sternentor
sein, eine Station, von der aus Pharaonen in eine andere
Welt reisten.
Ich konnte einfach nicht ignorieren, wie einfach das war,
was ich vor mir sah. Allerdings: Wie konnte es eine zweite
Flucht von Gängen geben? Sie mussten doch irgendwo
aufeinandertreffen, es sei denn, sie lägen irgendwie ver-
setzt.
Ich zog dann eines meiner Bücher zu Rate, in dem sich
eine Frontansicht der Raumaufteilung befand, und stellte
fest, dass die Gänge tatsächlich versetzt waren. Das
Abbildung 3 bewies jedoch gar nichts, denn auf einer zweidimensio-
nalen Darstellung sah es immer noch so aus, als träfen
die Gänge aufeinander. Also musste ich es dreidimensi-
onal versuchen. Ich beschloss dafür Bryce zu nehmen,
ein sehr einfaches, benutzerfreundliches Programm, das
ausreichte, um die Sache zu überprüfen. Mittlerweile war
ich sehr aufgeregt und wollte endlich schlüssige Beweise
sehen.

unendlichen Stern und das Freimaurersymbol mit Zirkel


und Winkel erkennen. [Abbildung 4]
Als nächstes legte ich über meine Zeichnung eine Kopie
der Kammern im Inneren der Pyramide, und die beiden
deckten sich vollkommen. Aber es fehlte etwas. Je länger
ich hinsah, desto mehr wunderte ich mich: Wo war der
Rest? Die Cheops-Pyramide ist ein mathematisches Wun-
derwerk, und dennoch enthält sie Gänge und Kammern,
die nicht symmetrisch sind?
Abbildung 4

32 NEXUS www.nexus-magazin.de Januar - Februar 2006


Das Resultat war erstaunlich. Ich konnte jetzt erken- Auf heutigen Fotografien ist es jedoch verschwunden,
nen, wie es möglich war, dass in der Pyramide ein exaktes und der Schrein selbst wurde merkwürdigerweise fest
Spiegelbild der bekannten Kammern und Gänge exis- zementiert. [Abbildung 8]
tierte. Ich ging einen Schritt weiter und machte die Grafi k
transparent, um die Platzierung des Schreins zu zeigen.
Überraschenderweise war er der einzige Gegenstand,
der eine Linie mit der Mittelachse der Pyramide bildete.
Dann bemerkte ich etwas Interessantes. Das Ganze sah
aus wie eine komplizierte Maschine, die Kühlrippen wie
ein Verstärker zu haben schien und Gehäuse für posi-
tiv und negativ geladene Batterien. Es ist bekannt, dass
alles eine positive und eine negative Seite hat. Männlich
und weiblich, hell und dunkel, Yin und Yang. Ich verstand
jetzt, warum die Kammern, die wir bereits kennen, auf
den magnetischen Nordpol ausgerichtet sind. Dies bedeu-
tet natürlich, dass die anderen auf den Südpol ausgerich-
Abbildung 6
tet sein müssen, so dass eine Art Schaltkreis entsteht.
[Abbildung 5]
Der Schlussstein oder das Große Siegel: der Schlüssel
Das verschwundene Loch in der Königskammer Der Schlüssel zum kompletten Entwurf ist prakti-
scherweise, aber auch gut verborgen, im Schlussstein

W enn die beiden Batterien früher einmal miteinander


verbunden waren, folgt daraus, dass es irgendwo
am hinteren Ende des Schreins in der Wand oder auf dem
über dem Eingang zur Vorkammer platziert. Er wurde,
wie ich glaube, als eine Art Code zur Markierung oder
Maßangabe für die Pyramide und ihre Ausmaße zurück-
Boden eine Art Öffnung geben muss. Ich sah mir ein Foto gelassen. Wenn man den Code entschlüsselt, kann man
an, dass die Gebrüder Edgar etwa um 1910 aufgenommen die versteckte Geometrie entdecken und die verborgenen
hatten, und entdeckte, dass es dort tatsächlich eine solche Kammern fi nden.
Öffnung gab. Das Foto zeigt im Boden rechts des Schreins
ein Loch. [Abbildung 7]

MITTELLINIE DER PYRAMIDE

Kühlungs-
schlitze

Standort
der Bundeslade
(X 2)

Die Kammern sind Man beachte:


um die zentrale Die beiden Batterie-
Achse der Pyramide Gehäuse befinden
herum verschoben sich auf einer
direkten Linie

Abbildung 5

Januar - Februar 2006 www.nexus-magazin.de NEXUS 33


Die verlorene Bundeslade und weißer Goldstaub

V iele Menschen glauben wie ich, dass sich in dem


Schrein in der Königskammer einst die Bundeslade
befand. Um diese Vermutung zu bestätigen, ermittelte ich
sowohl die Maße der Bundeslade als auch die des Schrein-
inneren, rechnete sie in Zentimeter um und entdeckte,
dass sie genau ineinander passen.
Es bleibt ein Spalt von 3 mm an beiden Seiten der
Lade übrig. Und die 43 cm, die an den Enden verbleiben,
könnten für Ringe und Hilfsmittel zum Herausheben sein.
Der Platz für die Ringe ist an den Enden (nicht an den Sei-
ten) der Lade, so dass man sie angemessen halten konnte,
wenn sie transportiert wurde. Die zusätzliche Höhe war
vielleicht für zwei Cherubim oder Spitzen, die sich oben
auf der Lade befanden.
Abbildung 7
Innenmaße des Schreins
Länge: 1983 mm
Breite: 681 mm
Höhe: 874 mm
Maße der Bundeslade (ungefähr)
2,5 x 1,5 x 1,5 biblische Ellen
Länge: 1125 mm
Breite: 675 mm
Höhe: 675 mm

Wenn es stimmt, dass es zwei Kammerfluchten gab,


dann ist es schlüssig, dass es vielleicht auch zwei Laden
gab. Die, von der wir wissen, dass sie fehlt, muss daher
die aus der Bibel sein, aus der Geschichte von Moses auf
dem Berg Sinai.
In seinem beeindruckenden Buch „Das Vermächt-
nis des Heiligen Gral“ erläutert Laurence Gardner viele
Abbildung 8 unbekannte Fakten zur Bundeslade und ihrer Fähigkeit,
Energie zu erzeugen. Ich kann dem Buch nicht in weni-
Ich erinnere mich an die Worte von Ed Leedskalnin, gen Sätzen gerecht werden, aber es geht im Wesentlichen
dem Erbauer von Coral Castle in Florida: Er sagte ein- darum, dass die Lade eine starke Entladung zwischen den
mal, dass er das Geheimnis der Bauweise der Pyramiden beiden goldenen Cherubim erzeugen konnte, und zwar
wiederentdeckt habe. Und er fuhr fort mit der Erklärung, oberhalb des so genannten „Gnadensitzes“.
dass „alles auf dieser Erde einen magnetischen Nord- und Diese „Lade“ verwandelte Gold in weißen Goldstaub,
Südpol hat“. Handelt es sich wirklich um eine uralte Bat- die rätselhafte Substanz „MFKTZ“. Als Sir William Flin-
terie oder um einen Generator für eine bestimmte Art ders Petrie den Tempel am Berg Sinai entdeckte, fand er
Energie, wie etwa Wasserstoff? viele Tonnen eines merkwürdigen weißen Puders.
Eine Sache fiel mir außerdem auf, als Gardner von der
Existenz eines MFKTZ-Feldes sprach. Er nimmt an, dass
sich möglicherweise ein interdimensionales Tor zwischen
zwei Welten öffne, wenn zwei solche Felder interagieren.
Hier war ich also wieder bei meiner Sternentor-Theorie.
Die ungewöhnliche Eigenschaft des weißen Goldstaubs
ist, dass er während dieses Prozesses verschwinden und
wieder auftauchen kann. Dies hat manche zu der Vermu-
tung veranlasst, dass er sich in eine andere Dimension
hinein und dann wieder heraus bewegen könnte. Er wird
auch bei der Herstellung von Supraleitern verwendet, da
er in der Lage ist, Gewicht zu verlieren und wieder zuzu-
legen (d.h. er hat die Fähigkeit, sich von der Schwerkraft
zu befreien).
Man sollte für einen Moment über die Konsequenzen
Abbildung 9: Schnitt durch die Königinnenkammer und die dieser Entdeckung nachdenken – die wissenschaftlichen,
Große Galerie religiösen und historischen. Was hätte es für Folgen, wenn

34 NEXUS www.nexus-magazin.de Januar - Februar 2006


sich ihr näherte, und die Menschen wurden aufge-
fordert, sich die Schuhe auszuziehen, damit sie nicht
getötet würden. Diese Maßnahme sollte mit Sicher-
heit der Erdung dienen. Die Bundeslade könnte auch
heute noch eine lebensgefährliche Stromquelle sein,
wenn sie nicht mit Vorsicht behandelt wird.

Struktur und Klang-Eigenschaften

E ine andere interessante und bestätigende Infor-


mation ist die, dass beim Bau der Pyramide ver-
schiedene Arten von Stein verwendet wurden.
Der größte Teil wurde aus Kalkstein erbaut, der
hauptsächlich aus Quarz besteht. Die Königskam-
Abbildung 10 mer ist jedoch mit rotem Granit ausgekleidet. Wenn
in dieser Kammer tatsächlich eine Form von Ener-
gie oder Hitze erzeugt wurde, dann wäre das kein
Problem gewesen, denn Granit kann Temperaturen
von über 400°C standhalten.
Granit wird auch in Tonstudios verwendet, um
Vibrationen und Schall zu verringern. Vielfache
Granitschichten (so wie in den Entlastungskam-
mern) können verwendet werden, um seismische
Schwingungen zu reduzieren, die bei der Aufzeich-
nung akustischer Information eine Störquelle bilden
könnten.
In diesem Zusammenhang ist interessant, dass
man in der Großen Galerie aufgrund der stufenar-
tigen Konstruktion ihrer Decke Töne produzieren
kann, die sich über vier Oktaven erstrecken.
Die Vorkammer vor der Königskammer mit den
Abbildung 11: Unterirdische Kammern – wie sie Fallgitterrinnen und dem Türflügel aus Granit sieht
zusammenpassen. wie eine riesige Rohrflöte aus, mit der man den Hohl-
raum stimmen könnte.
Musikwissenschaftlich ausgedrückt schwingt
die Königskammer bei 740 Hz = Fis. Der Schrein
schwingt bei 440Hz = A.
In der Musik ergibt sich die wahrgenommene Ton-
höhe aus der Tonfrequenz. So hat z.B. das A über
dem mittleren C heutzutage eine Frequenz von 440
Hz (häufig als „A = 440 Hz“ geschrieben und als
„Kammerton“ bekannt).
Wer schon mal eine Reihe Flaschen mit unter-
schiedlich viel Wasser gefüllt und sie als Instru-
ment benutzt hat, der versteht das Prinzip hinter
dem Stimmen der Galerie. Vielleicht ist die Pyramide
ein riesiger Kristallempfänger, der in der Lage ist,
Signale von weit entfernten Planeten zu empfangen.

Abbildung 12: 3D-Grafik der vermutlich identischen, doch


gespiegelten Königskammern und Gänge, auf der man auch die Das Stimmen der Großen Galerie
Position der zwei Schreine sieht.

diese Gegenstände gefunden würden? Aus der Beschrei-


D ie Decke der Galerie hat insgesamt 40 aufstei-
gende Stufen, an denen Wasserstand und Fre-
quenz gemessen werden können. Wenn man die Kammer
bung des Aufbaus der Bundeslade und ihrer Altargemälde in zwei Hälften teilt, dann ergibt das 20 Deckenkragsteine
in der Bibel wird deutlich, dass ihre Abschirmung ein oder Aussparungen plus acht Stufen an jedem Ende, was
wesentliches Element war, und zwar sowohl mit Isolatoren wiederum zweimal 28 ergibt, und außerdem gibt es 28
als auch mit einem speziellen Tuch mit goldenen Ringen. Rampenhohlräume. So erhält man vier mal sieben Töne
Es gab auch einen goldenen Brustpanzer für jeden, der

Januar - Februar 2006 www.nexus-magazin.de NEXUS 35


oder Frequenzen, wenn man bedenkt, dass die achte Note z.B. 2, 4, 6, 8, 16, 32, 64, 128, 256, 512, 1.024, 2.048, 4.096,
einer Oktave gleichzeitig die erste der nächsten ist. 8.192, 16.384, 32.768, also handelt es sich um einen binären
Ein erhöhter Wasserstand in der Galerie füllt die zen- Kristall. Könnte dies der Grund sein, warum dieses Mate-
trale Grube bis zu einem höheren Stand und würde auf rial für die Cheops-Pyramide verwendet wurde?
diese Weise auch ein Objekt mitbewegen, das dafür kon- Zusammenfassend glaube ich, dass die Cheops-Pyra-
zipiert wurde, in der Galerie angehoben und gesenkt zu mide, wie schon Edgar Cayce vorschlug, vor über 12.000
werden. In den Rampenhohlräumen waren vielleicht Rol- Jahren von den Einwohnern des untergegangenen Kon-
len und Führungen untergebracht, die Rillen in der Wand tinents Atlantis errichtet wurde; die Ägypter versuchten
verweisen auf eine lineare Bewegung, denn sie verlaufen Jahrhunderte lang, sie in ihrer Perfektion zu kopieren,
im gleichen Winkel wie die Rampe. was ihnen nicht gelang. Was auch immer sie ist oder war
Touristen berichten darüber, dass man ein unverwech- – eines ist sicher: Sie ist bestimmt kein Grab.
selbares Geräusch durch die Decke hören kann, wenn
man sich in der unterirdischen Kammer aufhält und die
Führer gegen den Schrein klopfen. Dies verweist auf einen
vertikalen Schacht genau im Zentrum der Pyramide, für Zum Autor
den auch Platz wäre.
Ich glaube, dass es Teil der Funktion der Pyramide war, James Colmer, geboren 1967 in England,
Salzwasser aus der unterirdischen Kammer hochzupum- hat einen BA in Kunst. Er wanderte 1975 nach
pen. Daher kommt auch das erodierte, unfertige Aussehen Australien aus und lebte 20 Jahre lang in Ade-
und die Ablagerung von Salz auf den Wänden, die man bis laide, bevor er sich 1994 an der Gold Coast in
zur Höhe der Königinnenkammer fi ndet. Queensland niederließ, wo er als Berater einen
1987 fand ein japanisches Team, das Schallwellen zur wichtigen Beitrag bei der Entwicklung von
Erforschung der Pyramide einsetzte, Hohlräume hin- Freizeitparks leistete. Er hat an über 120 Pro-
ter der Wand in der Königinnenkammer, genau an dem jekten mitgewirkt, darunter auch bei der Eröff-
Punkt, wo auf meiner 3D-Darstellung die beiden Hälf- nungszeremonie der Olympischen Spiele 2000
ten dicht beieinander liegen. Die ägyptischen Behörden in Sydney. Hauptberufl ich arbeitet er in der
scheinen jedoch keine weiteren Nachforschungen erlaubt Filmindustrie, wo er ursprünglich für Spezial-
zu haben. effekte mit Monstern zuständig war und jetzt
Entwürfe zeichnet. Er ist Gründer und Leiter
der Bimmini Special Effects Studios.
Piezoelektrizität James interessierte sich schon immer für das
Unerklärliche, für Außerirdische und die ägyp-

A ls piezoelektrisches Material wird etwas bezeichnet,


das sich unter mechanischer Verformung elektrisch
auflädt. Umgekehrt verformt sich piezoelektrisches Mate-
tische Kultur, besonders die ungeklärten Fra-
gen bezüglich der Cheops-Pyramide. Er besitzt
über 500 esoterische Bücher und beschäftigt
rial, wenn man von außen Elektrizität zuführt. Ein sol- sich schon lange mit Ed Leedskalnins Bau des
ches Material ist Quarz, der einer der Hauptbestandteile Coral Castle in Florida sowie mit Bruce Cathies
von Kalkstein und Granit ist. Theorien zur Harmonie von Netzen. Während
Piezoelektrische Induktion erzeugt auch Frequenzen. der letzten sieben Jahre hat James ein Dreh-
Quarz schwingt bei 32,768 Hz, einem Vielfachen von 2, buch zu Bruce Cathies Leben und Werk mit
einer Zahlenfolge, die auch bei Computern geläufig ist, dem Titel Antigravity verfasst, das jetzt pro-
duziert werden soll. Sein Ziel ist es, Filmre-
gisseur zu werden, da er davon überzeugt ist,
dass man die Menschen nur mit Hilfe der Mas-
senmedien erreichen kann.

„Wir hatten also Recht: Es gibt tatsächlich


noch eine weitere Kammer in der Pyramide:
Das Fernseh-Zimmer.“

36 NEXUS www.nexus-magazin.de Januar - Februar 2006


GROSSBRITANNIENS
GEHEIMER KRIEG
IN DER ANTARKTIS
Ein Blick auf das Geheimnis der Nazis in Neuschwabenland aus englischer Sicht

Einleitung
Gegen Ende des 2.
Weltkriegs schickte
B ereits 1938 schickte Nazi-Deutschland eine Expedition in die Antark-
tis, um nach einem Standort für einen möglichen Stützpunkt zu suchen
und im Namen des Dritten Reichs offi ziell Ansprüche auf das Gebiet zu
erheben. Als Vorbereitung auf die Expedition lud man den großen Polar-
Großbritannien Sol- forscher Richard E. Byrd zu einem Vortrag ein. Im darauf folgenden Jahr,
einen Monat nach Kriegsbeginn, kehrten die Deutschen nach Neuschwa-
daten in geheimer benland zurück, um zu vollenden, was sie begonnen hatten; viele Hinweise
existieren, dass es sich dabei um den Bau eines Stützpunkts handelte.
Mission in die öst- Neun Jahre später wurde Richard E. Byrd, mittlerweile Admiral in der
Marine der Vereinigten Staaten, in die Antarktis geschickt, zusammen
liche Antarktis, wo mit der größten Spezialeinheit, die je zu einer Polarexpedition aufgebro-
chen war. Laut Admiral Byrds eigener Aussage war diese Mission mit dem
sie in der Nähe des Codenamen Highjump „in erster Linie militärischer Natur“.1 Viele behaup-
ten, dass die Spezialeinheit losgeschickt wurde, um einen geheimen Stütz-
verborgenen Stütz- punkt der Nazis in Queen Maud Land zu zerstören, eine Region, die von
den Nazis „Neuschwabenland“ genannt wurde und die bisher nie gründ-
punkts Maudheim lich erforscht worden war. Angesichts der Tatsache, dass Admiral Byrd von
Flugobjekten sprach, „die mit unglaublicher Geschwindigkeit von Pol zu
einen unterirdi- Pol rasten“2, und angesichts der vielen Belege für frühere deutsche Akti-
vitäten dort, kann man sich wirklich fragen, ob nicht doch etwas dran ist
schen Zufluchtsort an der Legende von Nazis in der Antarktis. Könnte es aber trotzdem sein,
dass die Operation Highjump und Byrds Zitat durch bewusste Fehlinfor-
der Nazis ausfindig mationen von der Wahrheit über britische Exkursionen in die Antarktis
ablenken sollten?
machen und zerstö- Wenn es um das Rätsel der Antarktis geht, ist die Rolle Großbritanni-
ens dabei nie mehr als eine Randnotiz wert. Diese Tatsache ist an sich
ren sollten. schon überraschend, vor allem, da die britischen Truppen während des
ganzen Kriegs in der Antarktis aktiv waren. Möglicherweise begannen sie
schon ganze 12 Monate, bevor die US-Operation Highjump ins Leben geru-
fen wurde, die Initiative gegen die Bedrohung durch die Nazis in der Ant-
Teil I arktis.
Die britischen Aktivitäten in der Antarktis, obwohl wenig bekannt und
im Verborgenen durchgeführt, sind ebenso faszinierend wie die vielge-
rühmte Operation Highjump. Großbritannien ging zwar als Sieger aus dem
Autor: James Robert Krieg hervor, musste aber Bankrott und Demütigung durch die beiden
E-Mail:
neuen Supermächte erdulden. Doch vielleicht war man in der Lage, ein
[email protected]
wenig Stolz zurückzuerobern und die vermeintlichen Verbündeten zu irri-
© 2005
tieren, indem man die letzte, entscheidende Schlacht gegen die überleben-
den Nazis führte: eine Schlacht, die nie in den Geschichtsbüchern stehen
sollte.

Januar - Februar 2006 www.nexus-magazin.de NEXUS 37


Antarktis-Briefmarken: Anspruch oder Gedenken? Keiner der Teilnehmer der Neuschwabenlandkam-
pagne ist mittlerweile noch unter uns. Der letzte Über-

A m 1. Februar 1946 erschien mit Erlaubnis Sei-


ner Königlichen Majestät eine Serie Briefmarken,
die weltweit Empörung hervorrief und das kriegsmüde
lebende erzählte mir über diese vergessene Schlacht die
nun folgende Geschichte. Ich möchte betonen, dass er mir
die Geschichte zweimal erzählte, im Abstand von zehn
Großbritannien in eine diplomatische Krise stürzte. Die Jahren, und dass sie beide Male absolut gleich lautete.
acht Marken, die so viel Anstoß erregten, erinnerten an
Großbritanniens Anspruch auf die Falklandinseln, aller-
dings zeigte eine von ihnen dabei auch eine Regional- Die Neuschwabenland-Kampagne –
karte der Antarktis, wobei die Ansprüche Chiles und
der letzte Überlebende erzählt
auch Argentiniens Anspruch auf diesen Kontinent voll-
kommen ignoriert wurden. Warum sollte Großbritannien
eine internationale Krise heraufbeschwören, ausgerech- „Als in Europa der Frieden verkündet wurde, befand
net zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Weltwirtschaft in meine Einheit sich gerade in einer Höhle im ehemaligen
einer Notlage befand, und auch noch wegen einer absolut Jugoslawien. Ich war froh, dass der Krieg endlich zu
lebensfeindlichen Region? Ende war, doch es war uns auch bewusst, dass er für uns
Viele Historiker behaupten, dass dies durch Englands durchaus noch weitergehen könnte, denn in der Pazifi kre-
Rohstoffknappheit bedingt worden sei, für welche die Ant-
arktis eine Lösung bereit zu halten schien. Die Briefmar-
ken stellten angeblich einen Weg dar, diese Ansprüche
fortzuschreiben. Diese Behauptung mag zwar teilweise
korrekt sein, erklärt aber nicht, warum sich britische
Truppen als Teil der Operation Tabarin unmittelbar bei
Kriegsende und auch noch danach auf dem antarktischen
Kontinent aufhielten.
Die Operation Tabarin war ins Leben gerufen worden,
um die deutschen Aktivitäten auf dem südarktischen Kon-
tinent zu überwachen. Die bekannten britischen Stütz-
punkte lagen vor allem auf der antarktischen Halbinsel,
etwa in Port Lockroy und Hope Bay, sowie auf den umge-
benden Inseln, zum Beispiel auf den Inseln Deception und
Wiencke – obwohl es auch einige Stützpunkte auf dem
Festland gab. Der geheimste Stützpunkt ist immer noch
unbekannt und wird es wohl auch immer bleiben: Der
Stützpunkt in Maudheim, in der Nähe der Mühlig-Hoff-
mann Bergkette in Queen Maud Land bzw. Neuschwaben-
land war so geheim, dass er nie einem Namen bekam oder
auf einer offi ziellen Karte verzeichnet wurde.
Könnten die besagten Briefmarken auch herausge-
geben worden sein, um einer erfolgreichen Mission in
Queen Maud Land zu gedenken? Tatsachen und Gerüchte,
sowie die Geschichte eines SAS (Special Air Service) Offi-
ziers bringen ein wenig Licht ins Dunkel des Kriegsschau- gion wurde immer noch gekämpft, und in Palästina nah-
platzes Antarktis – einer Front, die seit 60 Jahren geheim men die Spannungen ständig zu.
gehalten wird und einer Schlacht, über die die Öffentlich- Gott sei Dank musste ich nicht am Krieg gegen Japan
keit nie etwas erfahren sollte. teilnehmen – aber leider wurde ich in Palästina statio-
Großbritannien hat die Berichterstattung über derart niert, wo der Zustrom an Juden und das Aufkommen
viele Ereignisse des 2. Weltkriegs im Namen der natio- des zionistischen Terrorismus nicht nur unter der Bevöl-
nalen Sicherheit unterdrückt, dass man selbst nach 60 kerung Angst verbreiteten, sondern auch unter den bri-
Jahren noch immer nicht viel darüber weiß – angefangen tischen Soldaten, die dorthin geschickt worden waren,
bei Rudolf Hess bis hin zu noch dunkleren Kapiteln wie um Unruhen zu verhindern. Ich musste befürchten, dass
dem Wissen der Briten über die Nazi-Vernichtungslager, mein Aufenthalt in Palästina noch lange dauern könnte.
dem Flirt der republikanischen Streitkräfte Irlands mit Viele meiner Kameraden sah ich sterben. Gott sei Dank
den Nazis, sowie der noch weniger bekannten Geheim- erhielt ich Anfang Oktober 1945 den Befehl, mich bei
nisse um die Konzentrationslager auf britischem Boden, meinem Kommandeur zu melden, denn ich war für eine
nämlich auf der Kanalinsel Alderney. Schon diese weni- Mission in Gibraltar ausgewählt worden, die so geheim
gen Beispiele lassen eine Systematik des Verschweigens war, dass keiner meiner Offi ziere wusste, warum man
vermuten – und in einigen anderen Beispielen kann wohl dafür mich genommen hatte. Mir wurde nicht gesagt,
auch von einer vollkommenen Leugnung ausgegangen warum ich mich melden sollte, aber ich ging in der Hoff-
werden. Die Antarktis ist hier keine Ausnahme. nung, bald darauf ins Zivilleben entlassen zu werden. Wie

38 NEXUS www.nexus-magazin.de Januar - Februar 2006


falsch ich lag! Ich sollte ein weiteres Weihnachtsfest an zu errichten. Der Stützpunkt, auf den wir uns begeben
einem Kriegsschauplatz verbringen. sollten, war nicht nur der größte und wichtigste, sondern
Sobald ich in Gibraltar ankam, wurde ich von einem auch der geheimste von allen. Der Grund für seine große
Major beiseite genommen und informiert, dass ich für Bedeutung war, dass er sich weniger als 300 Kilometer
weitere Instruktionen auf die Falklandinseln geschickt entfernt von dem Ort befand, an dem man den Antarktis-
würde, und dass dort weitere Soldaten einer anderen stützpunkt der Nazis vermutete.
britischen Eliteeinheit dazustoßen würden. Das Ganze Wir waren sprachlos, aber es wurde noch rätsel-
wurde immer rätselhafter, als wir unter absolutem Still- hafter. Man berichtete uns von deutschen Aktivitäten im
schweigen auf die Falklandinseln geflogen wurden. Man Polarmeer. Wir erfuhren auch, dass eine unbekannte
befahl uns, nicht einmal darüber zu spekulieren, warum Zahl deutscher U-Boote spurlos verschwunden sei, und
wir ausgewählt worden waren, oder wohin wir gebracht noch schlimmer: Einige der Boote, die sich Monate nach
würden. Kriegsende ergeben hätten, gäben Anlass zu weiteren
Als wir auf den einsamen, unwirtlichen Falklandin- Spekulationen.
seln ankamen, wurde uns der Offi zier vorgestellt, der die Die britischen Truppen hatten drei große Namen
Expedition leiten würde, und ein Norweger, der im nor- gefasst: Hess, Himmler und Dönitz – und damit Informa-
wegischen Widerstand gekämpft hatte, ein Fachmann tionen erhalten, die sie weder mit Russland noch mit den
für Kriegsführung unter winterlichen Bedingungen, der USA zu teilen beabsichtigten. Diese Informationen veran-
uns auf eine Mission vorbereiten sollte, von der wir keine lassten Großbritannien, alleine zu handeln, und wir soll-
Ahnung hatten. ten die Speerspitze dieser Operation bilden.
Die Falklandinseln gelten heute Man teilte uns nur unspezifi sch
als das bestgehütete Geheimnis mit, was man von uns erwartete,
der britischen Armee, und dort und was Großbritannien in der
stationiert zu sein, bedeutete Wir wurden informiert, Antarktis zu fi nden vermutete.
normalerweise ein paar einfache Es existierte aber der starke Ver-
Jahre; das war jedoch in den 40er dass wir „ungewöhnliche“ dacht, dass die Deutschen einen
Jahren anders – vor allem für die, Aktivitäten untersuchen geheimen Stützpunkt errichtet
die zusammen mit mir ausge- hatten, und dass viele der unauf-
wählt worden waren. sollten, die sich im Bereich fi ndbaren Nazis aus Europa dort-
Einen Monat lang mussten wir des britischen Stützpunkts hin geflüchtet seien.
ein mörderisches Training absol- Und später erfuhren wir
vieren, das uns für den Kampf Maudheim, im Gebiet um immer mehr. Im vergangenen
bei kalter Witterung vorbereiten die Mühlig-Hoffmann Berge Sommer, so sagte man uns, hät-
sollte. Das Training reichte vom ten die ursprünglichen Wissen-
Schwimmen im eiskalten Atlantik herum, abspielten. Die Ant- schaftler und Einheiten einen
bis zu Überlebensübungen gegen arktis, so sagte man uns, sei „alten Tunnel“ gefunden. Man
die Naturgewalten in einem Zelt habe den Befehl erhalten, hin-
auf South Georgia; das Trai- „Großbritanniens geheimer einzugehen, aber nur zwei seien
ning war unglaublich anstren- Kriegsschauplatz“. zurückgekehrt, bevor der ark-
gend, und der Wahnsinn, den tische Winter einsetzte. Wäh-
wir durchleben mussten, schien rend der Wintermonate sendeten
keinen Sinn zu ergeben. Nach diese beiden Überlebenden per
einem Monat jedoch wurden wir Funk absurde Geschichten über
von einem Major und einem Wissenschaftler über unsere „Polarmenschen, alte Tunnel und Nazis“. Im Juli 1945 sei
bevorstehende Mission in Kenntnis gesetzt. Dabei wurde der Funkkontakt vollständig abgebrochen. Wir lausch-
uns klar, dass wenig Aussicht darauf bestand, dass wir ten der Aufzeichnung einer angsterfüllten Stimme, die
alle zurückkehren würden, vor allem, wenn die Vermu- schrie: ‚ ... die Polarmenschen haben uns gefunden‘, bevor
tungen, über die man uns erzählte, sich als wahr erwei- der Kontakt abbrach.
sen würden. Nachdem man uns den Funkspruch vorgespielt hatte,
Man informierte uns, dass wir „ungewöhnliche“ Akti- hielt der Major, der unsere Expedition anführen sollte,
vitäten untersuchen sollten, die sich im Bereich des bri- eine mitreißende Ansprache. ‚Wir werden uns auf den
tischen Stützpunkts Maudheim abspielten, im Gebiet um Stützpunkt Maudheim begeben, den Tunnel fi nden, das
die Mühlig-Hoffmann Berge herum. Die Antarktis, so Rätsel um die Polarmenschen und die Nazis untersuchen,
sagte man uns, sei „Großbritanniens geheimer Kriegs- und tun, was in unseren Kräften steht, um der Bedrohung
schauplatz“. Dann informierte man uns über britische durch die Nazis ein Ende zu setzen.‘
Aktivitäten während des Krieges in der Südpolregion. Als wir endlich Fragen stellen durften, waren die Ant-
Diese Enthüllungen verblüfften uns; keiner von uns worten ehrlich und klar. Wir wurden informiert, dass
hatte je etwas annähernd so Faszinierendes oder Erschre- Ablenkungsmanöver vorgesehen waren, denn man wisse
ckendes gehört. Es war nicht allgemein bekannt, dass die genau, dass auch die USA und die UdSSR eigene Expedi-
Nazis 1938 und 1939 in der Antarktis gewesen waren, und tionen planten, und man wolle nicht riskieren, dass eins
noch viel weniger war bekannt, dass als Reaktion darauf der beiden anderen Länder den Stützpunkt vor uns entde-
die Briten begannen, geheime Stützpunkte in der Region cke und damit weitere Nazi-Technologie für seine eigenen

Januar - Februar 2006 www.nexus-magazin.de NEXUS 39


Zwecke nutzen könne. Beide hatten schon jetzt einen tech- schließlich hinein. Als er drinnen war, senkte sich eine
nologischen Vorsprung vor Großbritannien, aufgrund der kurze Stille über den Stützpunkt, die Augenblicke später
Wissenschaftler, Ausrüstung und Forschungsergebnisse, durch zwei Schüsse erschüttert wurde. Dann wurde die
die sie in Deutschland beschlagnahmt hatten. Dennoch Tür aufgerissen und der „Polarmensch“ stürmte in die
sollte Großbritannien das Land sein, das die Bedrohung Freiheit. Keiner von uns hatte mit dem gerechnet, was wir
letztlich zerstörte, denn die Briten betrachteten die Ant- da sahen, und der Polarmann war so schnell im Gelände
arktis als ihren Zuständigkeitsbereich, und wenn es dort verschwunden, dass nur ein paar vereinzelte Schüsse auf
Nazis gäbe, dann sei es unsere Pfl icht, sie zu vernichten ihn abgegeben wurden.
und auf diese Weise sowohl den USA als auch der UdSSR Mit Furcht und Staunen über das, was wir gesehen hat-
die Möglichkeit zu nehmen, den Ruhm dafür einzuheim- ten, beschlossen wir jetzt alle, in den Bunker zu gehen. Wir
sen, die letzte Schlacht des 2. Weltkriegs geschlagen zu fanden zwei Leichen. Der Soldat, der das kurze Streich-
haben. holz gezogen hatte, lag mit aufgeschnittener Kehle dort,
Wir wurden dann zur Absprungstelle geflogen, 30 und noch grässlicher war der Anblick des anderen Über-
Kilometer vom Stützpunkt Maudheim entfernt; Schnee- lebenden, von dem nur noch die Knochen übrig waren.
fahrzeuge waren bereits dorthin gebracht worden und Was wir gesehen hatten, verlangte nach Erklärungen;
warteten auf uns. Nachdem wir voller Angst und Sorge und unsere unbändige Wut darüber, dass schon wenige
mit Fallschirmen über der eisigen Stunden nach unserer Ankunft
Wildnis abgesprungen waren, auf dem Kontinent ein Mann
erreichten wir die Fahrzeuge, unserer Einheit tot war, richtete
und von diesem Augenblick an sich gegen den einsamen Über-
befanden wir uns im Krieg.
Es handelte sich um einen lebenden, der uns davor gewarnt
Wir mussten unter totaler einzelnen Überlebenden, hatte, Bunker Eins zu öffnen.
Funkstille operieren. Wir waren Die gesamte Einheit lauschte
allein, ohne Rückendeckung, und
und was er uns berichtete, gebannt den Fragen des Majors,
– sollten sich unsere schlimmsten versetzte uns noch mehr in aber es waren die Antworten, die
Befürchtungen bestätigen – ohne die größte Verblüffung hervorru-
Möglichkeit zum Rückzug.
Angst und ließ uns wün- fen sollten. Die erste Frage bezog
Wir näherten uns dem Stütz- schen, wir wären nicht so sich auf den anderen Überleben-
punkt vorsichtig, aber als wir den, und wie es dazu gekommen
ankamen, schien die Basis ver-
wenige Mann. sei, dass er zusammen mit dem
lassen wie eine Geisterstadt. Das Polarmenschen in dem Bunker
kam uns zwar sofort verdächtig eingesperrt wurde. Unser Über-
vor, aber wie bei allen vorherigen lebender wollte jedoch lieber
Schlachten, in denen ich im Krieg mitgekämpft hatte, galt alles von Anfang an erzählen, von dem Moment an, als sie
es, einen Auftrag zu erfüllen, und unsere persönlichen den Tunnel fanden. Während der Mann das Geschehene
Ängste sollten dabei unser Urteilsvermögen nicht trü- berichtete, schrieb der uns begleitende Wissenschaftler
ben. alles mit.
Als wir uns trennten, um den Stützpunkt in kleineren Es stellte sich heraus, dass es sich bei dem Gebiet in der
Gruppen abzusuchen, löste ein Stolperdraht einen Alarm Nähe des Tunnels um eins der einzigartigen, trockenen
aus, und der plötzliche Lärm versetzte die ganze Einheit Täler in der Antarktis handelte, und deshalb hatten sie
in Alarmbereitschaft. Bald darauf hörte man jemanden den Tunnel auch so leicht fi nden können. Alle 30 Mann,
rufen, der verlangte zu wissen, wer wir seien. Wir konnten die auf dem Stützpunkt Maudheim stationiert waren,
nicht sehen, wo die Stimme herkam. Wir hielten unsere erhielten den Befehl, den Tunnel zu untersuchen, und,
Waffen schussbereit, der Major erklärte, wer wir seien, wenn möglich, herauszufi nden, wohin genau er führte.
und dann tauchte Gott sei Dank die Person auf, zu der Sie waren kilometerweit durch den Tunnel gelaufen, bis
die Stimme gehörte. Es handelte sich um einen einzelnen sie schließlich eine riesige, unterirdische Höhle erreich-
Überlebenden, und was er uns berichtete, versetzte uns ten, in der es ungewöhnlich warm war; einige der Wis-
noch mehr in Angst und ließ uns wünschen, wir wären senschaftler glaubten, dass die Wärme geothermalen
nicht so wenige Mann. Ursprungs sei. In der riesigen Höhle hätten sich auch
Der Überlebende behauptete, in Bunker Eins befände Seen befunden; noch rätselhafter sei allerdings gewesen,
sich der zweite Überlebende aus dem Tunnel, zusammen dass die Höhle künstlich beleuchtet war. Sie sei so enorm
mit einem der mysteriösen Polarmenschen, von denen wir groß gewesen, dass sie sich aufteilen mussten, und dabei
in dem Funkspruch gehört hatten. Trotz aller Warnungen machten sie die wirklichen Entdeckungen.
und Einwände dieses Überlebenden erhielten wir den Die Nazis hatten angeblich in den Höhlen einen rie-
Befehl, Bunker Eins zu öffnen. Der Überlebende musste sigen Stützpunkt errichtet und sogar Hafenanlagen für U-
festgehalten werden, und seine Angst und Verzweiflung Boote gebaut. Und je weiter unsere Leute vorgedrungen
versetzte auch uns in Panik. Keiner von uns wollte derje- seien, desto merkwürdiger seien die Eindrücke geworden,
nige sein, der den Bunker betrat. die sich ihnen boten. Der Überlebende erzählte, dass sie
Glücklicherweise wurde diese Ehre nicht mir sondern „Hangars für seltsame Flugzeuge und jede Menge Aus-
dem jüngsten Mitglied unserer Einheit zuteil. Er zögerte schachtungen“ entdeckt hätten.
ein wenig, als er noch mit der Tür kämpfte, aber ging dann

40 NEXUS www.nexus-magazin.de Januar - Februar 2006


Allerdings sei ihr Eindringen nicht unbemerkt geblie- ten, als der Mann auf die Frage des Majors bezüglich der
ben: Die beiden Überlebenden der Maudheim Basis hät- Absichten des Polarmanns antwortete: ‚Er wird abwar-
ten mit ansehen müssen, wie ihre Kameraden gefangen ten, uns beobachten und sich dabei fragen, ob wir wohl
genommen und einer nach dem anderen exekutiert wur- anders schmecken werden.‘
den. Nach sechs dieser Exekutionen seien sie in Richtung Daraufhin erteilte der Major sofort den Befehl, Wachen
Tunnel geflohen, um ihn zu blockieren, bevor auch sie aufzustellen, und er beriet mit dem Wissenschaftler unter
erwischt würden. Doch es sei zu spät gewesen: da seien vier Augen, was als nächstes zu tun sei, obwohl uns ande-
schon „die Polarmenschen gekommen,“ behauptete der ren das längst klar war. Am nächsten Morgen erhielten
Überlebende. wir dann den Befehl, ‚den Tunnel zu untersuchen‘, und
Mit den Verfolgern dicht auf den Fersen, blieb ihnen die nächsten 48 Stunden verbrachten wir damit, uns zu
also keine andere Wahl, als zurück zum Stützpunkt zu diesem trockenen Tal, und in Richtung des angeblichen
gelangen, um ihren Vorgesetzen von ihren Entdeckungen „alten Tunnels“ zu bewegen. Als wir im Tal ankamen,
zu berichten. Es gelang ihnen, zu fl iehen, aber der Win- waren wir sehr erstaunt: Man hatte uns gesagt, dass
ter stand vor der Tür, und die Aussichten, herausgeholt die Antarktis vollkommen mit Eis bedeckt sei, doch hier
zu werden, waren schlecht. Sie hätten es für ihre Pfl icht waren wir in einem Tal, das mich eher an die nordafri-
gehalten, das Wissen über den geheimen Nazi-Stütz- kanische Sahara erinnerte. Wir durften nicht einmal in
punkt weiterzugeben; also trennten sie sich, jeder mit die Nähe des Tunnels, bis ein provisorisches Basiscamp
einem Funkgerät ausgerüstet, und warteten in verschie- errichtet worden war; und während wir das Camp errich-
denen Bunkern. Einer der beiden Männer lockte einen teten, untersuchten der Major und der Wissenschaftler
der Polarmenschen in den Bunker, in der Hoffnung, den den Tunnel.
Eindruck zu erwecken, nur einer habe überlebt. Der Plan Nach einigen Stunden kehrten sie in das nun fertige
funktionierte zwar, aber er kostete ihn das Leben, und Lager zurück, um zu berichten, was sie gesehen hat-
auch das Funkgerät sei zerstört worden. ten und ihre weiteren Pläne mitzuteilen. Bei dem Tunnel
Leider hatte dieser tapfere Soldat in Bunker Eins das handle es sich keinesfalls, wie behauptet, um eine uralte
einzige wirklich voll funktionsfähige Funkgerät bei sich Passage, sagte der Wissenschaftler. Aber der Major fügte
gehabt, und der andere Überlebende hatte nun keine hinzu, die Wände seien aus glattem Granit und sähen aus,
andere Wahl, als auf Hilfe zu warten und dabei zu versu- als gingen sie endlos weiter. Man sagte uns, wir sollten
chen, nicht vollkommen verrückt zu werden. uns selbst ein Bild machen, nachdem wir uns in der Nacht
Das Rätsel um die Polarmenschen wurde erklärt – ausgeruht hätten.
wenn auch nicht wirklich befriedigend, und zwar als Im arktischen Sommer bei ständigem Tageslicht zu
Produkt wissenschaftlicher Experimente der Nazis. Und schlafen, war sowieso schon schwierig; aber in dieser
auch die Frage, wie die Nazis die Energieversorgung auf- Nacht war es noch schwieriger, denn wir alle dachten an
rechterhielten, wurde beantwortet, wenn auch nicht wis- das, was uns bevorstand und fragten uns, wo und wann
senschaftlich erklärt. Die Energie habe von Vulkanen wir dem Polarmenschen wieder begegnen würden.
gestammt, von denen sie genug Hitze erhielten, um Dampf Kurz bevor die Wache eingeteilt wurde, sagte man uns
zu produzieren, was auch als Erklärung für die Produktion noch, dass wir dem Tunnel bis zu Ende folgen würden –
einer gewissen Menge an Strom diente; allerdings hätten „… wenn es sein muss, bis zum Führer“.
die Nazis offensichtlich noch eine unbekannte Energie- In dieser Nacht wurden unsere Befürchtungen dann
quelle beherrscht, denn der Über- noch wahr, denn der Polarmann
lebende behauptete: ‚...nachdem kehrte tatsächlich zurück. Dies-
was ich sah, kann die Menge an mal gab es jedoch keine Opfer
Strom nicht nur mit Dampf produ- ... man hatte uns gesagt, (auf unserer Seite) zu bekla-
ziert worden sein‘. gen, denn der Polarmann wurde
dass die Antarktis voll-
Unser Wissenschaftler nannte getötet, nachdem wir ihn ins
das meiste von dem, was der kommen mit Eis bedeckt Camp lockten. Der Wissen-
Mann uns erzählte, Unsinn und schaftler entschied, dass der
sei, doch hier waren wir in
warf ihm mangelnde wissen- Polarmann „menschlich“ sei,
schaftliche Kenntnisse vor und einem Tal, das mich eher an allerdings war er offensicht-
stellte sich auf den Standpunkt, lich in der Lage gewesen, mehr
die nordafrikanische Sahara
dass diese Geschichte ‚wohl kaum Haarwuchs zu produzieren und
wahr sein‘ könne. Doch obwohl erinnerte. der Kälte viel besser standzuhal-
der Wissenschaftler den Bericht ten. Nach einer kurzen Untersu-
des Überlebenden abtat, glaubte chung wurde sein Körper in
ihm der Major. Er wollte mehr einem Leichensack verstaut, wo
über den Feind wissen, mit dem wir es da zu tun hat- er aufgrund der Kälte gut erhalten bleiben würde, bis Zeit
ten, aber in erster Linie interessierte ihn im Augen- für eine gründlichere Untersuchung war.
blick, was der Polarmann wohl als nächstes tun werde. Am nächsten Morgen wurde beschlossen, dass zwei
Die Antwort war keineswegs beruhigend und veran- Männer mit dem Leichnam, den Fahrzeugen, der Aus-
lasste den Wissenschaftler, den Überlebenden endgültig rüstung und vor allem dem Funkgerät am Tunneleingang
für verrückt zu erklären. Jedenfalls ist „beunruhigt“ eher zurückbleiben sollten. Der Major, der die Expedition lei-
eine zu schwache Beschreibung dafür, wie wir uns fühl- tete, brauchte den Norweger und den Wissenschaftler

Januar - Februar 2006 www.nexus-magazin.de NEXUS 41


wegen ihrer Fachkenntnisse; auch der Überlebende war uns kämpfend zurück, doch nur drei von uns zehn entka-
für den Erfolg der Mission unerlässlich. Der Rest von uns men dem Tunnel: der Norweger, der Wissenschaftler und
wollte mit ihnen gehen. Ich selbst wurde zusammen mit ich. Die anderen fielen, indem sie sich tapfer für die weni-
vier anderen Glückspilzen ausgesucht, an einer der auf- gen Überlebenden opferten.
regendsten und möglicherweise wichtigsten Expeditionen Als wir schließlich das sichere Tal erreichten, plat-
der Menschheitsgeschichte teilzunehmen. zierten wir genügend Sprengstoff am Eingang des Tun-
Die zwei, die zurückbleiben mussten, waren enttäuscht, nels, um ihn dauerhaft zu versperren. Nach der Explosion
aber ihre Aufgabe war genauso wichtig für den Erfolg der gab es nicht einmal mehr einen Hinweis darauf, dass dort
Mission wie die der neun, die ins Unbekannte aufbrechen je ein Tunnel existiert hatte.
würden. Merkwürdigerweise waren nur wenige Beweisstücke
Während wir neun uns vorbereiteten, achteten wir dar- erhalten geblieben. Ob das Zufall oder Absicht war, spielte
auf, genug Munition und Sprengstoff mitzunehmen, um kaum eine Rolle, denn der Wissenschaftler hatte bereits
notfalls einen kleineren Krieg zu führen und den Stütz- seine eigenen Schlussfolgerungen gezogen, die dann spä-
punkt hoffentlich vollständig zu zerstören, denn das war ter auch zu denen der gesamten Mission werden sollten.
unsere Mission: nicht zu retten, sondern zu zerstören. Das Camp wurde aufgelöst, und wir kehrten zum Stütz-
Wir brachen in die Dunkelheit auf, und nach etwa vier punkt Maudheim zurück, von wo wir evakuiert und zurück
Stunden begannen wir, in der Ferne einen Lichtschimmer auf die sicheren Falklandinseln gebracht wurden. Als wir
auszumachen. Das Licht war jedoch noch eine Stunde ent- auf South Georgia ankamen, erhielten wir die Anweisung,
fernt; vorsichtig bewegten wir uns vorwärts, und jeder nicht über das zu sprechen, was wir gesehen, gehört und
von uns machte sich dabei Gedanken darüber, was uns erlebt hatten.
am Ende des Tunnel erwarten würde. Der Tunnel wurde zur Laune der Natur erklärt; „Glet-
Schließlich erreichten wir die riesige, künstlich beleuch- schererosionen“ lautete der Fachbegriff des Wissen-
tete Höhle. Der Überlebende führte uns zu der Stelle, wo schaftlers. Die „Polarmenschen“ waren nichts weiter als
sie Zeugen der Exekutionen geworden seien. Er betonte, ‚ungekämmte Soldaten, die verrückt gespielt hatten‘; die
sie sei so verborgen gelegen, wie man es sich nur wün- Tatsache, dass es sich um Deutsche gehandelt hatte, wurde
schen könne. in dem Bericht nie erwähnt, und die Idee, die Öffentlich-
Als wir die gesamte Höhlenanlage überblicken konn- keit von der Mission zu unterrichten, wurde heftig abge-
ten, waren wir beeindruckt von der großen Anzahl an lehnt. Die Mission wurde nie offi ziell bekannt, obwohl die
Menschen, die dort wie Ameisen umherwimmelten, aber Russen und Amerikaner einige Details davon erfuhren.
am bemerkenswertesten waren die riesigen Ausmaße Ich verbrachte also mein letztes Weihnachtsfest des
der Konstruktion. Es sah alles so aus, als seien die Nazis 2. Weltkriegs 1945 in der Antarktis, und ich kämpfte
schon lange Zeit auf Antarktika gewesen. Der Wissen- gegen genau dieselben Nazis, gegen die ich bereits jedes
schaftler notierte so viel er konnte, zeichnete Diagramme, Weihnachten seit 1940 gekämpft hatte. Und schlimmer
sammelte Gesteinsproben und machte auch einige Fotos. war, dass weder die Expedition je öffentlich bestätigt
Der Major interessierte sich mehr dafür, wie man den wurde, noch die Überlebenden irgendeine Anerkennung
Stützpunkt zerstören könnte, ohne von den Nazis dabei erfuhren. Stattdessen wurden sie schnellstens aus der
erwischt zu werden. Armee entlassen. Der Wissenschaftler und sein Bericht
Nachdem wir zwei Tage lang vorsichtig alles erkundet lösten sich in Luft auf, und bis auf einige Wenige weiß
hatten, suchten der Major und der Wissenschaftler die niemand etwas über diese Mission, sie schaffte es nie in
geeigneten Plätze für die Minen aus. Die gesamte Decke die Geschichtsbücher. Aber die zweite Mission, von Feb-
der Höhle sollte vermint werden, außerdem der Genera- ruar 1950 bis Januar 1952, die gemeinsam von Briten,
tor, die Treibstofflager und, wenn möglich, die Munitions- Schweden und Norwegern durchgeführt wurde, fi ndet
depots. Den ganzen Tag lang platzierten wir die Minen man tatsächlich in Berichten. Hauptziel dieser Expedition
und machten noch mehr Fotos; und als die Chancen gut war es, einige der Belege für Expeditionen zu verifi zieren
standen, nicht entdeckt zu werden, konnten wir eine Gei- und näher zu untersuchen, die die Nazis 1938-39 nach
sel nehmen, die zusammen mit den Fotos der neuen, Neuschwabenland unternommen hatten. Fünf Jahre nach
ziemlich fortschrittlichen Nazi-Technologie und dem unserer Mission wurden Maudheim und Neuschwaben-
„Polarmann“ als Beweis für die Existenz des Stützpunkts land erneut besucht, und diese Expedition hatte viel mit
dienen würde. unserer damaligen Mission zu tun, und noch viel mehr
Als alles vermint war und wir genug Beweise beisam- mit dem, was wir zerstört hatten. In den Jahren zwischen
men hatten, brachen wir eilig Richtung Tunnel auf – aber den beiden Missionen kreisten Maschinen der Royal Air
unglücklicherweise wurden wir entdeckt, und weitere Force (RAF) regelmäßig über der Region Neuschwaben-
Polarmenschen und ein Trupp Nazis nahmen die Verfol- land. Die offi zielle Begründung der RAF für diese Flüge
gung auf. Als wir den Tunnel erreichten, mussten wir ein lautete, dass man geeignete Plätze für Basisstützpunkte
Hindernis in den Weg legen, um den Feind so lange aufzu- suche. Trotzdem bleiben Fragen offen.“3
halten, bis die Minen detonierten. Einige Minen waren am
Tunneleingang platziert, und als wir die Explosion hörten, An dieser Stelle endet der Bericht des Offi ziers.
hofften wir, dass nicht nur der Stützpunkt gesprengt wor-
den war, sondern auch unsere Verfolger. Wir irrten uns.
Die Detonation versperrte zwar den Tunnel, aber die
Nazis und Polarmenschen jagten uns weiterhin. Wir zogen

42 NEXUS www.nexus-magazin.de Januar - Februar 2006


Meine U-Bootmänner, sechs Jahre U-Bootkrieg liegen Stolz und die unerschütterliche Moral der U-Boot-Besat-
hinter uns. Ihr habt wie Löwen gekämpft. Eine erdrückende zungen.“6
Übermacht hat uns in die Enge getrieben. Eine Fortsetzung Da so viele U-Boote verschwunden waren – ungefähr 40
des Kampfes von den wenigen verbleibenden Stützpunkten galten am Ende des Kriegs als vermisst – lag es für Groß-
aus ist unmöglich. U-Bootmänner, ungebrochen in eurem britannien nahe, nach einem Nazi-Versteck zu suchen;
kriegerischen Mut, ihr legt eure Waffen nieder nach einem da seine Marine immer noch eine der größten Flotten
heroischen Kampf, der seinesgleichen sucht. Wir gedenken der Welt besaß, und das Land strategisch gut gelegene
der Kameraden, die ihre Loyalität zu Führer und Vater- Gebiete auf den Falklandinseln und in der Antarktis kont-
land mit ihrem Tod besiegelt haben. Kameraden, behaltet rollierte, war es auch von allen Alliierten am ehesten
euren U-Boot Geist, mit dem ihr auf See gekämpft habt, in dazu geeignet. Außerdem war Großbritannien bestimmt
Zukunft bei, tapfer und unerschütterlich, zum Wohlerge- auch am besten über die verschwundenen U-Boote infor-
hen unseres Vaterlandes. Lang lebe Deutschland! miert; zum einen wegen seiner Territorien auf der Süd-
halbkugel, zum anderen weil das britische Empire noch
Euer Großadmiral. immer noch das größte war, das die Welt je gesehen hatte.
Dem Geheimdienst gelang es, durch Verhöre der Kom-
Großadmiral Dönitz, 4. Mai 1945, als er seinen U-Booten mandanten der U-Boote U-977 und U-530, die Verdachts-
befahl, zurückzukehren. momente schon bald zu erhärten.
Kapitän Wilhelm Bernhard, der die U-530 befehligt
hatte, sagte, sein Boot sei im Rahmen der Operation Wal-
Wie Großbritannien an „das Wissen“ kam küre-2 am 13. April 1945 Richtung Antarktis aufgebro-
chen. Im Verhör gestand er den Kern seiner Mission:

D a 16 deutsche U-Boote zwischen Oktober 1942 und


September 1944 im Südatlantik gesunken waren, und
da die meisten davon mit Geheimoperationen beschäftigt
Offensichtlich waren 16 Crewmitglieder an Land gegan-
gen und hatten zahlreiche Kisten abgeladen, in denen sich
anscheinend Dokumente und andere Objekte des Drit-
waren, hatten die Briten seit langem den Verdacht, dass ten Reichs befunden hätten. Heinz Scheffer, der Kapitän
Neuschwabenland ein geheimer Stützpunkt sein könne. von U-977, behauptete ebenfalls, sein Boot habe Gegen-
Allerdings dämmerte der Welt diese Möglichkeit erst, als stände aus Deutschland verbracht. Weniger glaubwürdig
der Krieg in Europa schon beendet war. ist allerdings die Behauptung, das U-Boot habe die sterb-
Am 18. Juli 1945 beschäftigten sich weltweit die Titel- lichen Überreste von Hitler und Eva Braun zum Südpol an
seiten der Zeitungen mit der Antarktis. Die New York Bord gehabt, und auch andere Theorien, die behaupten,
Times titelte „Antarktischer Zufluchtsort gefunden“, der Heilige Gral oder der Speer des Schicksals seien eben-
während andere behaupteten: „Hitler war am Südpol“.4 falls in die Antarktis transportiert worden, verschleiern
Diese Schlagzeilen, die die Welt erschütterten, basierten nur die Wahrheit.
zum Teil auf Fakten über Ereignisse, die sich in Süda- Was die Aussagen der beiden Kapitäne untermau-
merika abspielten, und sie sorgten dafür, dass die Welt ert, ist die wenig bekannte Tatsache (die am 16. Januar
aufhorchte, nicht zuletzt das US-amerikanische und bri- 2003 in der Prawda stand), dass der Geheimdienst 1983
tische Militär. einen vertraulichen Brief von Kapitän Scheffer an Kapi-
Am 10. Juni 1945 ergab sich ein deutsches U-Boot ohne tän Bernhard abfi ng. In diesem Brief beschwört Scheffer
Kennzeichnung der argentinischen Marine; es wurden Bernhard, bei seinen Memoiren nicht zu sehr ins Detail zu
keine weiteren Details bekannt gegeben. Das Verbleiben gehen, und er äußert seine Absicht, die Welt nie die Wahr-
von mindestens 100 weiteren U-Booten war immer noch heit wissen zu lassen:
ein Rätsel, wie der angesehene Historiker Basil Liddell „Wir haben alle geschworen, das Geheimnis zu wahren;
Hart feststellte: „In den ersten Monaten des Jahres 1945 Wir haben nichts Unrechtes getan: wir gehorchten nur
wuchs die U-Boot Flotte noch. Im März erreichte sie eine den Befehlen und kämpften für unser geliebtes Deutsch-
Maximum-Stärke von 463.“5 [meine Hervorhebung] land und sein Überleben. Bitten denken Sie noch einmal
Es wurde noch rätselhafter, als sich am 10. Juli 1945 das darüber nach; ist es nicht besser, alles als Legende abzu-
deutsche Boot U-530 in Mar del Plata, Argentinien, ergab; tun? Was wollen Sie mit ihren Enthüllungen erreichen?
es dauerte nur acht Tage, bis die Welt davon erfuhr. Das Bitten denken Sie darüber nach.“7
Rätsel endet jedoch nicht mit U-530; einen guten Monat Ein anderes ungelöstes Rätsel ist das der Ladung Queck-
später, am 17. August 1945, ergab sich auch U-977 in Mar silber, die sich an Bord von U-859 befand, das am 23. Sep-
del Plata. Noch merkwürdiger ist, dass U-465 im selben tember 1944 von der HMS Trenchant, einem U-Boot der
Monat vor Patagonien versenkt wurde. Royal Navy, in der Meerenge von Malakka versenkt wurde
Nur drei Monate, nachdem die Stärke der U-Boot-Flotte – weit weg von zu Hause und mit einer ungewöhnlichen
der Kriegsmarine ihren Höhepunkt erreicht hatte, war Ladung, die man auch als Energiequelle nutzen kann.
das erste der verschwundenen Boote wieder aufgetaucht. Die Überlebenden verrieten denjenigen, die sie aufgrif-
Unglücklicherweise neigen Historiker dazu, das Rätsel fen, was sie geladen hatten, und dabei handelte es sich
um die verschwundenen U-Boote abzutun, und auch Hart bestimmt um Informationen, die den Geheimdienst auf-
beschäftigt sich lediglich mit den U-Booten, deren Schick- horchen ließen, als man sie ihm mitteilte.
sal bekannt ist: „Nach der Kapitulation im Mai ergaben U-859 war kein Einzelfall. Viele deutsche U-Boote
sich 159 U-Boote, 203 allerdings wurden von ihren Mann- waren überall auf der Welt im Einsatz; viele versorgten
schaften versenkt. Das war typisch für den dickköpfigen Japan während des Kriegs und seltsamerweise auch noch

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7 Prawda, 16.Januar 2003. Zitat aus einem vertraulichen
nach der Kapitulation. Im Juli 1945 lieferte ein U-Boot Brief von Scheffer an Bernhard. Der Brief, der auf den
ohne Kennzeichen, vermutlich Teil eines geheimen Kon- 1.6. 1983 datiert ist, wurde, so behauptet eine Quelle, vom
vois, der japanischen Forschungs- und Entwicklungsein- Geheimdienst der DDR abgefangen, und zwar auf Geheiß
heit eine neue Erfi ndung. Die Japaner bauten das Gerät der UdSSR.
zusammen und aktivierten es. Es stieg in die Luft, ging 8 Der Kapitän, der in El Mercurio und in Der Weg zitiert
dort aber unkontrolliert in Flammen auf. Man wagte nie wird, wurde nie beim Namen genannt, und die britische
wieder, es zu bauen. Marine hat sie nie bestätigt.
Die britische Marine, die bereits viele der deutschen U- 9 Die Nachrichtendienste leisteten wertvolle Arbeit für die
Boote, die sich in Norwegen ergeben hatten, in ihren Besitz Alliierten, vor allem, nachdem man am 9. Mai 1941 eine
gebracht hatte, wusste, dass noch viel mehr von ihnen Enigma-Maschine zusammen mit Dechiffrierungsdoku-
menten sicherstellen konnte. Das deutsche U-Boot U-110
entkommen waren; insbesondere, wenn die Geschichte
wurde von der HMS Bulldog und der HMS Aubretia der 3.
stimmte, die in der lateinamerikanischen Presse verbrei- Eskorte aufgebracht. Die Deutschen bemerkten nie, dass
tet wurde, nach der ein deutscher U-Boot Konvoi die ihn die Briten ihren „unknackbaren“ Code geknackt hatten.
angreifenden britischen Zerstörer vollkommen vernich- Es war genau dieser glückliche Fang, der das Bild ver-
tet habe. Am 2. Mai 1945 behaupteten El Mercurio und vollständigte und das Puzzle komplettierte, so dass die
Der Weg, dass die letzte Schlacht zwischen der deutschen Briten die Möglichkeit eines Nazistützpunkts in der Ant-
arktis ernst nahmen, bevor andere es taten.
Kriegsmarine und der Royal Navy von den Deutschen
gewonnen worden sei, und dass diese Nachricht in der
westlichen Presse zurückgehalten worden sei, aus Angst,
den Widerstand der Deutschen neu zu entfachen. Es hieß, Zum Autor:
nur ein einziger Zerstörer sei davon gekommen, und der
Kapitän habe danach gesagt: „Gott steh mir bei, dass ich James Robert ist Staatsbeamter in einer
nie wieder einer solchen Macht entgegentreten muss“.8 Dienststelle des britischen Verteidigungsmi-
Obwohl die Geschichte zurückgehalten wurde, und nisteriums sowie Historiker und Autor mit
obwohl die britische Regierung dieses Ereignis nie bestä- Schwerpunkt auf dem 2. Weltkrieg. Er hat
tigte, gehen unter ehemaligen Soldaten Gerüchte darüber zahlreiche Reisen in Nordafrika und Europa
um – aber leider meistens ohne Substanz. unternommen, um die Rätsel um Großbritan-
Die verschwundenen U-Boote sind Teil des Antarktis- niens geheime Kriege zu untersuchen. Da er
Puzzles; Großbritannien setzte es Teil für Teil zusam- aus einer Familie mit militärischem Hinter-
men, seit die Nazis Admiral Ritscher zum ersten Mal grund kommt, und da so viele deutsche Quellen
auf seine Polarexpedition geschickt hatten, die von der viele der so genannten „Legenden“ bestätigten,
Thule-Gesellschaft gesponsert worden war. Und mit Hilfe empfi ndet er es als seine persönliche Aufgabe,
des britischen Nachrichtennetzwerks – des SOE (Spe- mehr über die merkwürdigen, verborgenen,
cial Operations Executive) und des SIS (Secret Intelli- kaum bekannten und ungewöhnlichen Akti-
gence Service) – das den Alliierten im Krieg mit Hilfe der vitäten herauszufi nden, die vor, während und
Enigma-Maschine9 alle Informationen beschafft hatte, nach dem Krieg gegen Deutschland stattfan-
entstand langsam ein vollständiges Bild. den. „Großbritanniens geheimer Krieg in der
Ein gutes Beispiel für die exzellente Arbeit des bri- Antarktis“ ist ein Auszug aus seinem dem-
tischen Geheimdienstes ist, wie viel Großbritannien über nächst erscheinenden Buch, in dem einige sei-
das geheime Atomwaffenprogramm der Nazis wusste, ner Nachforschungen dokumentiert sind.
was wiederum der Royal Air Force half, die geheime Hee-
resversuchsanstalt in Peenemünde auf der Insel Use-
dom zu bombardieren. Die Deutschen konnten sich nicht
erklären, wie die Engländer davon gehört haben konnten,
ganz zu schweigen davon, wie sie in der Lage waren, sie Anzeige
zu bombardieren.

Endnoten
1 Pressemitteilung von Admiral Byrd, 12. November 1946
2 El Mercurio, 5. März 1947; Admiral Byrd im Interview mit
Lee von Atta
3 Der Bericht eines ehemaligen britischen SAS-Offi ziers
über die Neuschwabenlandkampagne.
4 Le Monde, 18. Juli 1945
5 Hart, Basil Liddell, History of the Second World War, Cas-
sell, London, S.410.
6 ibid.,S.411

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ALZHEIMER UND
ALUMINIUM
Lear:
Kennt mich jemand hier? Das ist nicht Lear.
Aufgrund von Geht Lear so, spricht er so? Wo sind seine Augen?
Entweder schwindet seine Wahrnehmung oder seine Scharfsich-
Umweltfaktoren ist tigkeit
Ist eingeschläfert – Ha! Wach? Das stimmt gar nicht.
Alzheimer in vielen Wer kann mir sagen, wer ich bin?
Narr:
Regionen der Welt Lears Schatten.

auf dem Vormarsch, William Shakespeare, König Lear

doch durch Erhö- Die Kosten der Langlebigkeit


hung der täglichen
Magnesium- und I m Lauf des letzten Jahrhunderts ist die Lebenserwartung enorm gestie-
gen. Als Konsequenz daraus ist sowohl in den entwickelten Ländern als
auch in den Entwicklungsländern die Zahl der älteren Menschen gewach-
Kalziumdosis und sen wie nie zuvor, wobei sich der Anteil der sehr alten innerhalb von einer
Generation verdoppelt hat. 1950 gab es weltweit 214 Millionen Menschen
eine gleichzeitige über 60; 2025 werden es vermutlich eine Milliarde sein, mehr als das Vier-
fache.1 Obwohl diese Entwicklung natürlich große Vorteile hat, verursacht
Senkung der Alumi- sie auch viele Kosten. Da mehr Menschen alt werden, leben auch mehr mit
dem Risiko, nicht nur an Demenz zu erkranken, sondern auch nach Aus-
niumaufnahme kann bruch der Krankheit länger damit zu leben.
Gruenberg2 nannte dieses Paradox das „Versagen des Erfolgs“, denn es
man die Krankheit handelt sich um ein großes Problem, das hauptsächlich durch den Fort-
schritt in der medizinischen Versorgung verursacht wurde. Wie er und
verhindern. Sogar seine Kollegen es ausdrückten, ist „die Lungenentzündung, der Freund des
alten Mannes, tot – ein Opfer des medizinischen Fortschritts“.3 Auch wenn
ihre Symptome kön- das sicherlich eine zu starke Vereinfachung ist, so kommt Lungenentzün-
dung doch viel seltener vor als früher, was auch für viele andere Krank-
nen rückgängig heiten gilt, die noch vor kurzer Zeit für ältere Menschen lebensgefährlich
waren. Als Folge daraus haben in den USA 5-6% der Bevölkerung Alzhei-
gemacht werden. mer oder eine damit verwandte Form von Demenz, also etwa 4,5 Millionen
Amerikaner. Diese Zahl wird vermutlich bis 2050 auf 14 Millionen stei-
gen.4
Selbstverständlich gibt es Demenz nicht nur in den USA. So wurde z.B.
geschätzt, dass im Jahr 2000 in den Mitgliedstaaten der EU ungefähr acht
Millionen Menschen an Alzheimer litten. Da dieses Leiden für etwa 50%
Autor: Harold D. Foster, PhD aller Demenzerkrankungen bei Menschen über 65 verantwortlich ist, lie-
Professor, Department of Geo- gen die Schätzungen für alle Demenzerkrankungen in Europa bei etwa 16
graphy University of Victoria PO Millionen. Wie in den USA wird auch die Gesellschaft in Europa immer
Box 3050 älter, und die Zahl von degenerativen Demenzerkrankungen steigt dra-
Victoria, BC, V8W 3P5, Canada matisch.5 In der westlichen Welt ist Demenz eindeutig kein seltenes Pro-
[email protected] blem. Katzman und Kollegen6 behaupten sogar, dass bei Menschen über 75
www.hdfoster.com Demenzerkrankungen genauso häufig auftreten wie Herzinfarkte und dop-
pelt so häufig wie Schlaganfälle.

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Trotz des Wirbels, den die Pharmaindustrie darum stehen im Zusammenhang mit der Entwicklung der fami-
gemacht hat, gab es bisher kaum wirkliche Fortschritte, liären, früh ausbrechenden Variante von Alzheimer, aber
weder bei der Prävention noch bei der Behandlung von APO E4 gilt als verbreiteter Risikofaktor, die Krankheit in
Alzheimer. Die geschätzten 100 Milliarden US Dollar an der spät ausbrechenden Variante zu bekommen.10 Es wur-
Kosten, die in den USA mit der Krankheit in Verbindung den bereits erhebliche Forstschritte darin geleistet, die
gebracht werden, haben keine Heilungen hervorgebracht, Bedeutung dieser genetischen Abweichungen zu klären.
und wenn überhaupt, dann haben sie durch die Erhöhung Zum Beispiel werden Veränderungen beim Presenilin
der Lebenserwartung der Demenzkranken das Problem 1 Gen in Zusammenhang mit erhöhter Superoxidproduk-
nur verschlimmert. Die jährlichen Kosten für die „Auf- tion und größerer Empfänglichkeit für Beta-Amyloid-Pep-
bewahrung“ von 4,5 Millionen Alzheimerpatienten in tid-Vergiftung gesehen.11 Interessanterweise verursachen
den USA entsprechen etwa den Betriebskosten, mit denen Veränderungen bei den Presenilin Genen, die bei über
man 500 mittelgroße Universitäten betreiben könnte, um 40% aller familiären Alzheimerformen eine Rolle spielen
damit etwa sieben Millionen Studenten einen Hochschul- sollen, eine verstärkte Produktion einer abnormen Vari-
abschluss zu ermöglichen. Der Leser möge selbst ent- ante des Beta-Amyloid Vorläuferproteins.12 Dieses Protein
scheiden, in welcher Alternative er seine Steuergelder ist länger als normal, bindet sich schneller, tötet Neu-
lieber angelegt sähe. ronen effektiver ab und schlägt sich bevorzugt in Form
von Amyloid-Plaque nieder. Dasselbe verlängerte Protein
wird auch als Resultat von Veränderungen an dem Gen
Genetische Disposition verschlüsselnden Protein Beta-Amyloid Vorläuferprotein
hergestellt.

A lzheimer ist nach Dr. Alois Alzheimer benannt, dem


ersten Arzt, der diese Krankheit bei einer Patientin
(Auguste D.) diagnostizierte, allerdings erst nach ihrem Umweltfaktoren
Tod. Was an Augustes Gehirn fand Alzheimer so auffällig
und ungewöhnlich? Er bemerkte etwas auf dem Objekt-
träger, das äußerst merkwürdig war: gummiartige Klum-
pen, die außen an einigen Zellen hafteten, und abnorme
E
s muss aber mehr Ursachen für Alzheimer geben als
lediglich genetische Faktoren. Es gibt keinen Zweifel
daran, dass die Umwelt bei dieser Krankheit eine Schlüs-
Proteinansammlungen in anderen; also einerseits Beläge selrolle spielt. Multi-Infarkt-Demenz (vaskuläre Demenz)
und andererseits Bündel. Wenn man die Objektträger, die ist in Japan verbreitet, aber Alzheimererkrankungen
erst kürzlich wiedergefunden wurden, heute betrachtet, (also degenerative Demenzerkrankungen) sind dort offen-
bestätigen sich Alzheimers Aussagen. An Auguste D.s Kor- sichtlich viel seltener als in Europa.13 Dies kann kaum an
tex erkennt man die typischen pathologischen Anzeichen ethnischen Faktoren liegen, denn in China überwiegt die
für die Krankheit, die nach ihrem Arzt benannt wurde: vaskuläre Demenz in Peking, während Alzheimer häu-
Amyloidbelag (Plaque) auf den Nervenzellen und Neu- figer in Shanghai vorkommt.14
rofi brillenbündel. Neurofi brillenbündel wurden anhand Wenn man die Alzheimer-Erkrankungen weltweit auf
dieses Gehirns zum ersten Mal überhaupt beschrieben.7 Regionen verteilt betrachtet, gibt es noch viel größere
Inzwischen weiß man, dass Schwankungen. Bei zwei Kran-
diese Beläge und Bündel durch kenhausstudien15 in Maracaibo
die Ablagerung abnormer Pro- in Venezuela, einer Stadt mit
teine entstehen, vor allem durch
In der westlichen Welt ist etwa 650.000 Einwohnern, bei
Beta-Amyloid und Tau-Protein. Demenz eindeutig kein sel- denen Hirnautopsien aller an
Das Risiko, an Alzheimer zu Demenz verstorbener Patienten
erkranken, steigt und fällt also
tenes Problem. Katzman und durchgeführt wurden, entdeckte
mit der Fähigkeit, die Bildung Kollegen6 behaupten sogar, man in einem Jahrzehnt nur
und Ablagerung solcher Proteine einen einzigen Alzheimerfall. Im
zu verhindern. Diese Fähigkeit ist
dass bei Menschen über Gegensatz dazu lagen die alters-
zum Teil genetisch angelegt. Das 75 Demenzerkrankungen bereinigten mittleren jährlichen
Apolipoprotein (APO) E4 Allel A lzheimer-Sterblichkeitsraten
spielt eine Schlüsselrolle bei der
genauso häufig auftreten wie in den am stärksten betroffenen
Erkrankung an Alzheimer, denn Herzinfarkte und doppelt so Städten Norwegens im Zeitraum
bei den Menschen, die unter die- zwischen 1974 und 1983 bei zwi-
ser genetischen Abweichung lei-
häufig wie Schlaganfälle. schen 44 und 55 pro 100.000 bei
den, können Beta-Amyloid und Männern, und zwischen 87 und
Tau im Gehirn schlechter abge- 109 pro 100.000 bei Frauen.16
8
baut werden. Diese Zahlen lassen annehmen,
Genetisch gesehen gibt es aber mehr Ursachen für Alz- dass Alzheimer in den Städten der Süd- bzw. Südostküste
heimer als das APO E4 Gen. Bis heute hat man vier Gene von Norwegen mindestens 1.000 Mal häufiger auftritt als
gefunden, die bei der Entwicklung entweder von früher in Maracaibo in Venezuela. Sogar in Norwegen selbst war
oder später ausbrechender Erkrankung eine Rolle spie- die Alzheimer-Sterblichkeitsrate in diesem Zeitraum in
len: Beta-Amyloid Vorläuferprotein, Presenilin 1, Prese- einigen Städten 15 Mal höher als in anderen.
nilin 2 und Apolipoprotein E.9 Die meisten dieser Gene

46 NEXUS www.nexus-magazin.de Januar - Februar 2006


Studien zur Entwicklung von Demenzfällen über einen in denen das Trinkwasser einen hohen Anteil an Alu-
längeren Zeitraum sind teuer und kompliziert und erfor- minium (vor allem in monomerer Form) kombiniert mit
dern intensive Feldarbeit. Daher sind sie selten. Die beste einem geringen Anteil an Magnesium und Kalzium ent-
Studie kommt vermutlich aus Lundy, Schweden,17 wo die hält. In diesem Wasser befi ndet sich typischerweise wenig
gesamte Bevölkerung zwischen 1947 und 1972 mehrere Kieselsäure. Diese Zusammensetzung kommt vor, wenn
Male medizinisch untersucht wurde. Interessanterweise alkaliarmes Oberflächenwasser kaum in der Lage ist, die
fand man heraus, dass alle Formen von Demenz sich am Auswirkungen des sauren Regens auszugleichen, eine
Ende des Zeitraums verringert hatten. Das scheint unge- davon ist erhöhte Aluminiumlösbarkeit.26 In solchen alka-
18 19
wöhnlich, da neuere Studien aus den USA , England , liarmen, vom sauren Regen stark belasteten Regionen,
Australien20, Kanada21 und Norwegen22 alle nahe legen, richtet der steigende Anteil an gelöstem Aluminium, der
dass sich Alzheimer mehr und mehr verbreitet. sowohl im Grundwasser als auch im Oberflächenwasser
Zwei neue Forschungsprojekte zu fi nden ist, große ökologische
haben gezeigt, dass Migration Schäden an. Es sieht so aus,
einen Einfluss auf die Demenz- als sei diese Tatsache auch ein
rate hat. Graves und Mitarbei- Ihre Gehirne waren also wesentlicher, umweltbedingter
ter23 haben belegt, dass es unter Risikofaktor im Zusammenhang
den japanischstämmigen Ameri- mit einer etwa 7-8 Mal mit Alzheimer.
kanern in King County, Washing- höheren Wahrscheinlich- Eindeutige Beweise dafür, dass
ton State mehr Demenzfälle gibt zu viel Aluminium im Trinkwas-
als in Japan. Außerdem ist hier keit von Alzheimer betroffen, ser das Erinnerungsvermögen
die Verteilung der verschiedenen wenn sie regelmäßig Wasser beeinträchtigen kann, wurden
Unterformen von Demenz der bei 1988 erbracht. Ein Zwischenfall
Nordamerikanern und europä- getrunken hatten, das hohe im Wasserwerk in Camelford in
ischen Kaukasiern viel ähnlicher Aluminiumwerte aufwies. Cornwall, England, führte dazu,
als der bei Japanern, die in ihrem dass die Bevölkerung dort Wasser
Heimatland leben. Alzheimer mit enorm erhöhten Aluminium-
ist also bei den japanischstäm- sulfatwerten trank. Gedächtnis-
migen Amerikanern verbreite- verlust war ein sehr verbreitetes
ter, während vaskuläre Demenz seltener vorkommt, als Leiden unter den bedauernswerten Menschen, die dieses
zu erwarten wäre. Eine ähnliche Studie, die von Hendrie kontaminierte Wasser zu sich nahmen.27
24
und Mitarbeitern in Indianapolis und Ibadan, Nigeria, Wichtige Beweise für den Zusammenhang zwischen
durchgeführt wurde, belegte, dass Alzheimer innerhalb Demenz und Aluminium kommen auch von McLachlans
der gleichen Altersgruppe und bei gleicher Verteilung der Ontario-Studie, bei der 668 Gehirne von verstorbenen Alz-
Geschlechter bei Afroamerikanern doppelt so häufig auf- heimerpatienten untersucht wurden.28 Sie bewies, dass
tritt wie bei den nigerianischen Yoruba. das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, bei Personen, die
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Alzheimer in einer Gemeinde lebten, wo das Trinkwasser mehr als
global und regional nicht zufällig und relativ einheitlich 100 Mikrogramm Aluminium pro Liter enthielt, 2,5 mal
verteilt ist. Die Krankheit scheint schneller zuzunehmen, höher war, als bei solchen, bei denen der Aluminiuman-
als die Bevölkerung altert, und ihr Vorkommen und Vor- teil im Trinkwasser unter diesem Wert lag. McLachlans
herrschen wird durch Migration stark beeinflusst. Kurz Ergebnisse sind sogar noch spektakulärer, wenn man die
gesagt, sie zeigt keine der zu erwartenden Merkmale Personen betrachtet, deren Trinkwasser mehr als 175
einer hauptsächlich genetisch bedingten Krankheit. Mikrogramm Aluminium pro Liter enthielt. Je nach Grup-
pierung der Patienten betrug die Wahrscheinlichkeit, an
Alzheimer zu erkranken bei diesen Fällen zwischen dem
Die Hauptrisikofaktoren 6,7- und 8,14fachen. Ihre Gehirne waren also mit einer
etwa 7-8 Mal höheren Wahrscheinlichkeit von Alzheimer

I n ihrem Buch Genome behaupten Bishop und Wald-


holz:25 „... abnorme Gene verursachen nicht aus sich
selbst heraus Krankheiten. Im Großen und Ganzen ist ihr
betroffen, wenn sie regelmäßig Wasser getrunken hatten,
das hohe Aluminiumwerte aufwies.
Verschiedene Autoren haben versucht, den Zusam-
Einfluss auf die Gesundheit eines Menschen minimal, bis menhang zwischen Alzheimer und Aluminium in Zah-
die Person in ein schädliches Umfeld platziert wird.“ Die len zu fassen. Forbes und McLachlan29 etwa haben diesen
Bedeutung abnormer Gene hängt daher von Wohnort und Zusammenhang bei Menschen untersucht, die 80 Jahre
Lebenswandel ab, also von geographischen Faktoren. oder älter waren. Nachdem sie sechs andere Faktoren
Die zuvor erwähnten Studien zeigen, dass die „schäd- untersucht hatten, nämlich Fluoride, Kieselsäure, Eisen,
lichen Umfelder“, welche die Bedeutung des vererbbaren pH-Wert und Trübheit, entdeckten sie, dass die Menschen,
APO E4 Gens und anderer mit Alzheimer in Zusammen- die in Gebieten lebten, wo das Trinkwasser mehr als 250
hang gebrachter genetischer Abweichungen betonen, Mikrogramm Aluminium pro Liter enthält, mit nahezu 10
zwei sehr wichtige gemeinsame Merkmale haben. Sie sind Mal so hoher Wahrscheinlichkeit an Alzheimer erkrank-
deutlichen räumlichen Schwankungen unterworfen, und ten. Dieses Ergebnis bestätigte eine frühere Längsstu-
ihre Anzahl scheint ziemlich schnell zu steigen. Es gibt die aus Ontario,30 bei der festgestellt wurde, dass Männer
viele Hinweise darauf, dass diese Umfelder Gebiete sind, im Alter von 75 Jahren oder älter, die Wasser getrunken

Januar - Februar 2006 www.nexus-magazin.de NEXUS 47


hatten, das mindestens 0,0847 mg Aluminium pro Liter funktion stört und das Absterben der Zellen beschleunigt,
enthielt, mit 1,72fach höherer Wahrscheinlichkeit ein- vor allem zusammen mit Beta-Amyloid Protein.
geschränkte Hirntätigkeit aufwiesen. Genauso stieg die Die große Menge an Daten, die im Rahmen von zahl-
Wahrscheinlichkeit, an Alzheimer zu sterben, um den reichen geographischen und epidemiologischen Studien
Faktor 3,54 bei denen, die Wasser getrunken hatten, das gesammelt wurden, bestätigt also einen klaren Zusam-
mindestens 0,336 mg Aluminium pro Liter enthielt.31 menhang zwischen der Aufnahme von Aluminium, ins-
Bei einer neueren, acht Jahre zurückliegenden, Längs- besondere monomerem Aluminium im Trinkwasser, und
studie wurden 3.777 Menschen untersucht, die 65 und einem verstärkten Auftreten von Alzheimererkrankungen.
älter waren, und die 1988-1989 im Südwesten von Frank- Die negativen Auswirkungen von Aluminium scheinen
reich lebten. Sie bestätigte, dass bei denen, die Wasser mit jedoch durch Kieselsäure, Kalzium und Magnesium abge-
einer Aluminiumkonzentration von über 0,1 mg pro Liter schwächt zu werden, und zwar vor allem in Trinkwasser
tranken, ein doppelt so hohes Risiko bestand, an Alzhei- mit einem pH-Wert zwischen 7,85 und 8,05. Saures Trink-
mer zu erkranken.32 wasser mit hohen Aluminiumwerten und einem Mangel
Nur den Zusammenhang zwischen Alzheimer und der an Kieselsäure, Kalzium und Magnesium scheint beson-
Menge an Aluminium im Trinkwasser zu betrachten, ders gefährlich zu sein. Fluorid ist auch ein bekannter
ist jedoch vielleicht zu einfach. Im Jahr 2000 berichte- Wirkstoff gegen Aluminium und schützt vielleicht eben-
ten Gauthier und Mitarbeiter33 über eine Fallstudie, bei falls gegen Alzheimer, wenn der pH-Wert hoch ist; aller-
der die chemische Zusammensetzung des Trinkwassers, dings ist bekannt, dass hohe Fluorwerte im Trinkwasser
das 58 ältere Alzheimerpatienten früher zu sich genom- andere Gesundheitsprobleme verursachen.
men hatten, mit der Zusammensetzung des Trinkwassers
einer bezüglich Alter und Geschlecht passenden, gesun-
den Kontrollgruppe verglichen wurde. Diese Untersu- Wie Aluminium Alzheimer auslöst
chung wurde in der Region Saguenay-Lac-Saint-Jean in
Quebec durchgeführt. Die genaue Bestimmung des Alu-
miniumbestandteils wurde mit Hilfe üblicher Analyse-
methoden vorgenommen. Für den Langzeitkonsum von
W enn Aluminium eine Ursache für Alzheimer ist, wie
löst es diese Form der Demenz aus? Es sieht so aus,
als seien Personen, die das APO E4 Gen geerbt haben,
Trinkwasser (von 1945 bis zum Ausbruch der Krankheit) weniger als andere dazu in der Lage, das Beta-Amyloid
wurde die Gesamtmenge des Aluminiums hochgerechnet, und Tau abzubauen, aus denen sich die Beläge und Bün-
die Gesamtmenge des gelösten Aluminiums, des mono- del bilden. Folglich sind diese Personen in Regionen, die
meren, organischen und anorganischen Aluminiums, die Ablagerung von Beta-Amyloid und Tau fördern, einem
des polymeren Aluminiums sowie fünf weiterer Varian- erhöhten Risiko ausgesetzt, an Alzheimer zu erkranken.
ten des Metalls. Während es keinen erkennbaren Zusam- Solche „schädlichen Umfelder“ sind Gegenden, in denen
menhang zwischen Alzheimer und der Gesamtmenge des das Trinkwasser sauer ist, einen hohen Anteil an mono-
Aluminiums im Trinkwasser gab, wurde nach Korrek- merem Aluminium aufweist und zu wenig Kieselsäure,
turen bezüglich Bildungsniveau, Kalzium und Magnesium ent-
Demenzerkrankungen inner- hält. Unter solchen Bedingungen
halb der Familie und Auftreten kann das Aluminium ins Gehirn
des APO E4 Allels eindeutig ein eindringen und das Enzym Cho-
Im Endstadium der Krank-
Zusammenhang zwischen mono- linacetyltransferase schwächen
merem Aluminium und dieser heit ist der Patient wie ein und so einen Acetylcholin-Man-
Krankheit festgestellt (Faktor gel hervorrufen. Ein Mangel an
Säugling und kann nicht
2,67). Acetylcholin fördert das Wachs-
Die Bedeutung von mono- mehr gehen, ohne Hilfe sit- tum von Belägen. In ähnlicher
merem (aus einem Molekül Form beeinträchtigt Aluminium
zen, lächeln oder seinen
bestehendem) Aluminium wurde die Enzyme Kalzium/Calmodu-
von einer neueren Studie bestä- Kopf gerade halten. Reis- lin Kinase II und Alkalinphos-
tigt, die von Prolo und Kollegen34 phatase, indem es die Bildung
berg nannte diesen Prozess
in Nordwestitalien durchgeführt der Neurofi brillenbündel fördert.
wurde, wo das Trinkwasser zwi- der tausend Subtraktionen Die Beläge und Bündel, die so
schen 5 Mikrogramm und 1,22 mg entstehen, sind die Kennzeichen
„Retrogenese“, also ein
pro Liter an Aluminium enthielt. einer Alzheimererkrankung.
Der Gehalt an monomerem Alu- „Zurück zur Geburt“. Diese Zusammenhänge erklären,
minium (diese Variante des Ele- warum diese Form der Demenz
ments kann am leichtesten in bei Menschen, die das APO E4
menschliche Zellen eindringen) Isoform Gen tragen, in Gebieten
schwankte zwischen 5 und 300 mit sehr saurem Trinkwasser
Mikrogramm pro Liter. Die Forscher der Universität von besonders verbreitet ist.
Kalifornien fanden heraus, dass die Krankheit dort am Alzheimer besteht jedoch aus mehr als Plaque und
häufigsten auftrat, wo der Anteil an monomerem Alumi- Bündeln. David Shenk35 beschreibt Alzheimer in seinem
nium im Trinkwasser am höchsten war. Zudem fanden sie interessanten Buch The Forgetting als „Tod durch tausend
heraus, dass monomeres Aluminium in Kulturen die Zell- Subtraktionen“. Wissenschaftliche Beweise unterstützen

48 NEXUS www.nexus-magazin.de Januar - Februar 2006


diese Beschreibung. Barry Reisberg,36, 37 ein Neurologe Nukleotidphosphohydrolase. Diese Hemmung verursacht
der Universität New York, stellte 1980 fest, dass die ver- eine schnelle Verdünnung der Myelinschicht bei Ratten39
schiedenen Stadien von Alzheimer eine Umkehrung der und Mäusen,40 und sie kann deren Zusammensetzung
fortschreitenden Entwicklungsstufen der Kindheit bil- verändern, indem sie die Galactolipide vermehrt und das
den. Er zeigte, dass der Patient mit der Verstärkung der Myelin so anfälliger für Oxidation macht.41, 42 Es ist kein
Krankheitssymptome allmählich seine Fähigkeiten ver- großer Schritt in diesem zerstörerischen Prozess die mög-
liert, also Denken, Koordination, Verhaltensmuster, Spra- liche Ursache für die Demyelinisierung und damit ver-
che und Nahrungsaufnahme, bundene Retrogenese zu sehen,
und zwar umgekehrt zu der Rei- die bei Alzheimerpatienten beob-
henfolge, mit der er sie in sei- achtet wird.
ner frühen Kindheit erwarb. Im Die biochemischen Belege Zudem hemmt Aluminium das
Endstadium der Krankheit ist der Enzym Phospholipase A2, was
Patient wie ein Säugling und kann
dafür, dass bei Menschen, vermutlich Funktionsstörun-
nicht mehr gehen, ohne Hilfe sit- die zu wenig Kalzium und gen der Hirnhaut hervorruft,
zen, lächeln oder seinen Kopf und es scheint den Status des
gerade halten. Reisberg nannte
Magnesium in Kombination Antioxidationsmittels zu schwä-
diesen Prozess der tausend Sub- mit deutlich zu viel Alumi- chen, indem es die Menge an
traktionen „Retrogenese“, also Glutathionperoxydase, Supero-
ein „Zurück zur Geburt“.
nium zu sich nehmen, einige xiddismutase und Katalase im
Auch wenn diese Retrogenese enzymatische Prozesse Hirn reduziert. Daher beschleu-
keine perfekte Umkehr darstellt, nigt sich die Lipidperoxidation
zeigen neurologische Tests, dass
gehemmt werden, sind sehr der Zellmembranen durch freie
es, während Alzheimer fortschrei- eindeutig. Radikale.43
tet, ein nahezu exakt umgekehr- Die biochemischen Belege
tes Verhältnis von neurologischen dafür, dass bei Menschen, die zu
Reflexen, Glukose-Metabolismus wenig Kalzium und Magnesium
im Hirn und EEG-Tätigkeit gibt. Je weiter die Krankheit in Kombination mit deutlich zu viel Aluminium zu sich
fortschreitet, desto mehr gehen diese Fähigkeiten zurück. nehmen, einige enzymatische Prozesse gehemmt wer-
Diese Beweise veranlassten Reisberg, das Bild eines rie- den, sind sehr eindeutig. Diese Hemmung geschieht mit
sigen Wollknäuels zu verwenden, das in der Kindheit auf- der größten Wahrscheinlichkeit bei Enzymen, die zusätz-
gewickelt, jedoch von Alzheimer wieder abgewickelt wird. lich Abwehrstoffe gegen Aluminium enthalten, so wie
Von Geburt an, während der Kindheit und danach wächst Kalzium, Magnesium und Eisen. Da das Resultat dieser
das Knäuel beständig, aber durch Alzheimer wird es ver- Hemmung der Enzyme Alzheimer ist, ist es also nicht
kleinert, und langsam aber sicher verringert sich so die überraschend, dass bei Patienten mit dieser Form der
Funktionsfähigkeit des Gehirns. Demenz eine große Bandbreite an biochemischen Abnor-
Bei einer Alzheimererkrankung beginnt die Hirnschä- mitäten zu erkennen ist, von denen 11 ausführlich in
digung in den neueren und weniger myelinisierten Regi- dem Buch What Really Causes Alzheimer’s Desease44 vor-
onen des Gehirns, vor allem im Ammonshorn. Folglich gestellt werden, das vom Autor dieses Artikels verfasst
bestehen die ersten Symptome aus dem Verlust frischer wurde. Daher wird kein Medikament je diese Krankheit
Erinnerungen. Vom Ammonshorn ausgehend wird nun verhindern oder heilen, es sei denn, es verhindert die Alu-
nach und nach die Demyelinisierung der Großhirnrinde miniumaufnahme des Körpers.45
vermindert, was sich auf die Konzentration, das abstrakte
Denken und die Fähigkeit zu planen auswirkt. Diese
umgekehrte Myelinisierung setzt sich gnadenlos fort, das Wie man Alzheimer verhindert
Wollknäuel wird langsam abgewickelt, bis schließlich das
motorische Zentrum betroffen ist, und der Alzheimerpa- Wie man das gesellschaftliche Risiko reduziert
tient im späten Stadium wieder ein Säugling ist, unfähig
zu sprechen, allein zu sitzen oder seinen Kopf hochzuhal-
ten.
Interessanterweise ist bekannt, dass Aluminium das
Das Trinken von zu saurem Wasser, das einen erhöhten
Anteil an Aluminium und zu wenig Kalzium, Magne-
sium und Kieselsäure enthält, fördert offensichtlich Alz-
Myelin in vielfacher Weise schädigen kann. Tierversuche heimer.
haben gezeigt, dass Aluminium die Eigenschaften des Man könnte nun naiv annehmen, dass es relativ leicht
Myelin verändern kann, seine Oxydationsrate beschleu- wäre, ein Gesetz zu verabschieden, das geringere Alu-
nigen und einen raschen Abbau im Ammonshorn und miniumhöchstwerte festlegt und die Anreicherung des
im Rückgrat verursachen kann. Wie genau dieser Pro- Trinkwassers mit Kalzium, Magnesium und eventuell
zess abläuft, ist nicht bekannt. Sarin und Kollegen38 auch Kieselsäure vorschreibt. Doch Regierungen scheinen
zeigten in einer Studie am Gehirn von Affen, denen dau- nicht nur wenig Interesse daran zu haben, den Magnesi-
erhaft Aluminium zugeführt worden war, dass dieses umgehalt des Trinkwassers zu erhöhen, sie genehmigen
Metall drei membrangebundene Enzyme gehemmt hatte: den Wasserwerken sogar den Zusatz von Aluminiumsul-
Na+K+ATPase, Acetylcholinsterase und interessan- fat als Antiflockungsmittel. Diese Maßnahme reduziert
terweise das myelinspezifi sche Enzym 2’, 3’-zyklische die Menge an Sedimenten in der Wasserleitung, aber sie

Januar - Februar 2006 www.nexus-magazin.de NEXUS 49


erhöht auch die Menge an gelöstem Aluminium erheblich, der Brust fördert. Parabene aus Deodorants können also
besonders dort, wo das Wasser sauer ist.46 Aluminium- in den Körper eindringen, und daher ist es möglich, dass
sulfat muss auf jeden Fall durch Alternativen ersetzt wer- auch Aluminium das kann. Deos auf pflanzlicher Basis
den. enthalten diese Giftstoffe normalerweise nicht.
Die Ernährung in der westlichen Welt fördert Alzhei- Zeit für das Frühstück. Tee, Kaffee und heiße Schoko-
mer auf drei verschiedene Arten. Zunächst ist sie sehr lade werden normalerweise mit Leitungswasser zube-
arm an Kalzium und Magnesium,47 so dass Menschen, die reitet. Es ist wichtig, kein weiches, saures Wasser zu
sich so ernähren, sehr anfällig für eine Aluminiumvergif- verwenden, das womöglich monomeres Aluminium ent-
tung sind. Zudem kommen viele hält. Die meisten Wasserversor-
Speisen aus der Dose, sie werden gungsunternehmen informieren
in Aluminium verpackt und/oder über die chemische Zusammen-
zubereitet. Je saurer das Essen Parabene aus Deodorants setzung ihres Trinkwassers, so
ist, desto leichter löst es das Alu- können also in den Körper dass man den Aluminium-, Kal-
minium. Drittens wird vielen ver- zium- und Magnesiumgehalt
arbeiteten Lebensmitteln Maltose eindringen, und daher ist erfragen kann. Falls nicht, kann
zugefügt, um den Geschmack zu es möglich, dass auch Alu- man eine solche Analyse relativ
„verbessern“.48 Maltose fördert preisgünstig von einer privaten
die Fähigkeit von Aluminium, minium das kann. Deos auf Firma durchführen lassen. Wenn
vom Blut ins Gehirn überzuge- pflanzlicher Basis enthalten man Cola oder Limonade trinkt,
hen und die Enzyme dort zu stö- dann möglicherweise aus einer
ren. Forscher, die ein Kaninchen diese Giftstoffe normaler- Dose. Diese werden meistens aus
untersuchen wollen, dessen Hirn weise nicht. Aluminium hergestellt. Je län-
durch alzheimerähnliche Beläge ger das Getränk in der Dose war,
und Bündel stark geschädigt ist, desto höher ist der Aluminium-
füttern es mit Maltose.49 Es gibt anteil darin.54 Zu dem Alumi-
keinen Grund, Maltose grundsätzlich als Zusatzstoff bei nium, das sie möglicherweise enthält, kommt bei heißer
Kakaogetränken, Bier, Backwaren und vielen anderen Schokolade hinzu, dass sie wahrscheinlich mit Maltose
Produkten zu erlauben. „angereichert“ wurde, was somit die Wahrscheinlichkeit
erhöht, dass das Metall in das Gehirn eindringt. In ähn-
Wie man das persönliche Risiko reduziert licher Weise enthält Tee, der mit saurem Wasser zuberei-
tet oder mit Zitronensaft abgeschmeckt wurde, deutlich

F ür die meisten Leser dieses Artikels beginnt der


Tag vermutlich mit einer Dusche. Wenn das Wasser
sauer ist und zudem zu wenig Kalzium und Magnesium
höhere Mengen an biologisch verwertbarem Aluminium
als üblich, denn das Metall, das sich in den Teeblättern
befi ndet, ist in Wasser mit einem niedrigen pH-Wert bes-
enthält, dann dringt dabei möglicherweise Aluminium ser löslich.55
durch Poren und Nase in den Körper ein. Dies ist beson- Nach dem Frühstück kommen Mittagessen, Abendes-
ders wahrscheinlich, wenn das Wasserwerk Aluminium- sen und eine Anzahl von Zwischenmahlzeiten. Fast Food
sulfat als Antiflockungsmittel einsetzt, um Sedimente zu ist sehr stark verarbeitetes Essen und dient daher kaum
verhindern. Nachdem sie sich abgetrocknet haben, wer- der Zufuhr von Mineralien wie Kalzium und Magnesium.
den die meisten Leser ihren Körper mit einer Schicht Alu- Die durchschnittliche Kost eines Briten oder Nordameri-
minium bestreichen, die aus ihren Deodorants kommt.50 kaners enthält weniger als die Hälfte der Kalzium- und
Wie viel von diesem Aluminium tatsächlich in den Körper Magnesiummenge, die nötig wäre, um den entsprechen-
eindringt, ist unklar, aber McGrath51 behauptet, dass das den Mangelerkrankungen – einschließlich Alzheimer –
Rasieren unter den Armen und der häufige Gebrauch von entgegenzuwirken.
Deos offenbar im Zusammenhang mit einer Brustkrebs- Die beste Art diesem Problem zu begegnen, ist eine
diagnose in jungen Jahren steht. mineralreiche Ernährung, also z.B. Lachs, Sardinen,
Britische Forscher52, 53 haben Belege zur Untermaue- Brokkoli, Spinat und Pok Choi, alles sehr kalziumreiche
rung von McGraths These gefunden, als sie in den Gewe- Nahrungsmittel.56, 57 Kürbiskerne, Mandeln, Paranüsse
beproben von 20 verschiedenen Brustkrebstumoren und Vollkornreis sind gute Magnesiumquellen.58
Spuren von Parabenen entdeckten. Parabene sind Che-
mikalien, die in Deodorants und anderen Kosmetika ver- Aus Platzgründen hat sich die Redaktion entschlossen,
wendet werden, und die Östrogen imitieren können. Es ist die sehr ausführlichen Endnoten dieses Artikels nur in der
bekannt, dass das Hormon Östrogen die Tumorbildung in Online-Version im Internet zu veröffentlichen. Sie finden
den Artikel im Forum der Nexus-Website.

Eine ausführlichere Zusammenfassung befi ndet sich auf Dr. Fosters Website, http://www.hdfoster.com.
Einige seiner Bücher können ebenfalls dort kostenlos heruntergeladen werden.

50 NEXUS www.nexus-magazin.de Januar - Februar 2006


Zum Autor:
Dr. Harold D. Foster ist in England aufgewachsen. Er spezialisierte sich auf Geologie und Geographie, machte
1964 am University College in London seinen BSc (Bachelor of Science) und promovierte 1968 an der London
University. Als Wahlkanadier ist er seit 1967 Fakultätsmitglied im geographischen Institut der Universität von
Victoria in British Columbia, Kanada.
Dr. Foster ist festangestellter Professor und hat als Autor bzw. Herausgeber etwa 245 Artikel veröffentlicht,
von denen sich die meisten mit der Schadensbegrenzung nach Katastrophen oder mit der Ermittlung der Ursa-
chen für chronische Krankheiten oder Langlebigkeit beschäftigen. Er hat Hypothesen zu den Ursachen zahl-
reicher Leiden entwickelt, darunter Herzinfarkt, plötzlicher Kindstod, Krebs, Diabetes, Schizophrenie, Multiple
Sklerose (MS), amyotrophe Lateralsklerose (ALS), Alzheimer, Parkinson, Schlaganfall und Aids.
Einige seiner Buchtitel lauten: Disaster Planning: The Preservation of Life and Property (Springer Verlag,
New York, 1980); Reducing Cancer Mortality: A Geographical Perspective (Western Geographical Press, Victo-
ria, 1986); The Ozymandias Principles: Thirty-one Strategies for Surviving Change (Southdowne Press, Victoria,
Canada, 1997); What Really Causes Aids (Trafford Publishing, Victoria, 2002); What Really Causes Schizophre-
nia (Trafford, 2003); und What Really Causes Alzheimer’s Disease (Trafford, 2004).
Dr. Foster ist Mitherausgeber des Journal of Orthomolecular Medicine, und im Jahr 2004-2005 wurde ihm von
der Gesellschaft für Orthomolekular-Medizin der Titel Orthomolekularmediziner des Jahres verliehen. Er ist
Vorstandsmitglied der Internationalen Schizophrenie-Stiftung und Mitglied des wissenschaftlichen Beirates
der Vereinigung für gesundes Wasser, Healthy Water Association.
Dr. Foster achtet genau darauf, jeden Tag mindestens die empfohlene Tagesdosis der bekannten Grundnähr-
stoffe zu sich zu nehmen. Zudem soll eine von ihm entwickelte Nährstoffmischung demnächst hergestellt und
in klinischen Versuchen mit Aids-Patienten getestet werden. Auf Dr. Fosters Website, http://www.hdfoster.com.
können auch einige seiner Bücher kostenlos heruntergeladen werden.

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KORNKREISE
IN ENGLAND 2005
A uch 2005 wurden weltweit erneut zahlreiche Kornkreise und- for-
mationen entdeckt, und wie jedes Jahr stellt sich erneut die Frage,
bei welchen Exemplaren wir ein authentisches – also nicht von Menschen
Kornkreise selbst getrampeltes – Phänomen, oder lediglich eine Art Landschaftskunst meist
anonymer Fälscher und „Künstler“ beobachten. Wie jedes Jahr, so kon-
sind keine Glaubens- zentrierte sich das öffentliche Kornkreis-Interesse erneut auf die Ereig-
nisse im südlichen England – ein Usus, der gerade mit Rückschau auf die
frage. Jeder kann Entwicklung in eben diesen Feldern seit spätestens 1999 kritisch, jedoch
zumindest mit wachen Sinnen beurteilt werden sollte. Der Autor war,
sie sehen, begehen, wie jedes Jahr seit 1994, selbst vor Ort und versucht einige der interes-
santesten Formationen, Ereignisse und Situationen zusammenzufassen.
untersuchen und Bereits die erste Formation in den englischen Feldern überraschte selbst
langjährige Beobachter. Normalerweise handelte es sich bisher bei diesen,
erleben. Sie sind Teil meist in gelbblühenden Rapsfeldern gefundenen, frühen Exemplaren um
kleine und einfache Kreis- und Ringmuster. In diesem Jahr machte jedoch
unserer physisch schon am 17. April ein recht kompliziertes ratschenartiges Muster diesen
Anfang. Es wurde nahe Ripley in der Grafschaft Dorset gefunden - abseits
realen – und somit also vom bekannten „Kornkreiszentrum“, den Grafschaften Wiltshire und
Hampshire im Südwesten des Königreiches. (Abb. 1)
objektiv für jeden In den ersten Wochen der Saison 2005 setzte sich dann der Ring als
dominantes geometrisches Formelement der neuen Kornkreisformationen
erfahrbaren – Welt. durch, und verschiedene derartiger Varianten fanden sich im ganzen süd-
lichen England. Beeindruckende Beispiele hierfür waren der riesige Ein-
Sie sind sicherlich zelring, begleitet von zwei kleinen Kreisen (so genannte „Grapeshots“) in
einem Rapsfeld bei Bishops Sutton in Hampshire am 9. Mai, dessen geo-
eine Provokation metrisches Zentrum inmitten stehender Pflanzen lag, ohne verräterische
Zugangspuren zu zeigen, und ebenso beeindruckend am 5. Juni in Form
für einige – aber einer etwa 250 Meter langen „Schlangenformation“ in junger Gerste bei
Beckhampton, nahe Avebury in Wiltshire. (Abb. 2 und 3)
eine spannende und Eine kleine, aber feine Variante der besagten Ringmuster fand sich
zudem am 1. Mai zu Füßen des Golden Ball Hill, unmittelbar neben
zugleich herausfor- dem seit Jahren für seine besonders aufsehenerregenden Kornkreise
bekannten East Field nahe Alton Barnes in Wiltshire. Ungleich den zahl-
dernde Einladung reichen bekannten Fälschungen in diesem Medium fanden Forscher hier
nun eine nahezu unbeschädigte Qualität der so leicht zu beschädigenden
an und für uns alle. und brechenden niedergelegten Rapspflanzen, welche diese kleine „Rin-
gelblume“ bildeten. (Abb. 5)
Am 29. Mai wurde in einem Feld junger Gerste bei Stanton St. Bernard
in Wiltshire die erste Formation entdeckt, die dann mit der Ring-Geomet-
rie auch wieder brach. Die Bedeutung dieser maskenartigen Geometrie
und Formensprache ist bislang unbekannt und bleibt rätselhaft.
Eine Interpretation, die dem Muster im Feld wohl am nächsten kommt,
ist jene, welche die Kornkreisformation mit den in ganz Europa gefun-
Autor: Andreas Müller
denen prähistorischen Muttergottheit Statuetten vergleicht. Kornkreis-
www.kornkreise-forschung.de
forscherin Majorie Tomkins entdeckte diese Übereinstimmung in Marija
Gimbutas Standardwerk über „Die Sprache der Göttin“. (Zweitausendeins,
1995) Hier symbolisiert das auffällige V-Muster wohl das Schamdreieck
der lebensspendenen Gottheit, und auch die nach unten verlaufende Linie

52 NEXUS www.nexus-magazin.de Januar - Februar 2006


fi ndet sich in den vorzeitlichen Vorbildern.
Verweise auf ähnliche prähistorische Dar-
stellungen und Orte fi nden sich in vielen
Kornkreisen. (Abb. 4)
Am Morgen des 3. Juli zeigte sich im
bereits erwähnten East Field eine große For-
mation in Form eines komplexen Achtsterns.
Diese basierte nun auf einer sehr starr-line-
aren und sehr mechanischen, oktagonalen
Geometrie, und auch die eher mechanisch
wirkenden Qualitäten am Boden ließen
zumindest Zweifel an der Herkunft dieses
Musters aufkommen. (Abb. 5)
Nahe Garsington in Oxfordshire wurden
Mitte Juli verschiedene, eher einfache For-
mationen gefunden. Eines dieser Muster
zeigte jedoch faszinierende, nahezu drei-
dimensionale Spiralstrukturen bildende
Abb. 1: Ripley, Dorset, 17. April 2005 Lagen, wie das Getreide zu Boden gelegt
Foto: Daily Echo Bournemouth / Jo Harvell & Bournemouth Helicopters wurde, um die Muster zu Formen. (Abb. 6)
Diagram: Andreas Müller Am 16. Juli entdeckte der amerikanische
Kornkreisforscher Rod Bearcloud Berry
gegen 4:15 Uhr morgens eine neue Forma-
tion am Waden Hill gegenüber der prähis-
torischen Steinkreis- und Wallanlage von
Avebury. Das Besondere: Nur 75 Minuten
zuvor hatte er das Feld mit seinem Nacht-
sichtgerät intensiv überprüft, und er ist sich
sicher, dass zu dieser frühen Morgenstunde
noch kein Kornkreis vorhanden war. Die
relativ kleine aber komplexe Formation zeigt
eine optische Illusion, ein sogenantes „Pen-
rose Dreieck“, umgeben von 24 quadrierten
Spiralen, die an antike Ornamentik erinnern
– doch gerade diese Ornamentik spricht die
Sprache gefälschter Muster des Vorjahres
und späterer Formationen des Sommers
2005, welche nach unseren Untersuchungs-
Abb. 2: Bishops Sutton, Hampshire, 9. Mai 2005 ergebnissen trotz ihrer Komplexität einem
Foto: Steve Alexander, www.temporarytemples.co.uk geübten Fälscherteam zuzurechnen sind.
Hier stellt sich einmal mehr die Frage, was
war zuerst, Vorgabe des Phänomens oder
Fälscherdesign? Schließlich blieb anhand
der wirklich ersten Formation mit die-
ser Formensprache aus dem Sommer 2001
die Frage nach „echt oder falsch“ aufgrund
mangelnder Untersuchungen und Doku-
mentation leider unbeantwortet. Zudem
gibt es nachweislich auch immer wieder
so genannte „PSI-Interaktionen“ zwischen
Phänomen, Forschern und Fälschern. Mus-
ter, über die zuvor im Experimentalversuch
meditiert wurde, zeigten sich danach als tat-
sächliche Kornkreise im Feld. Entwürfe von
Fälschern wurden vom echten Phänomen
anderen Ortes zeitlich vorweggenommen.
Traumzeugen sahen zukünftige Korn-
kreisereignisse voraus. Dieser interessante
Aspekt des Phänomens kann im Rahmen
Abb. 3: Beckhampton, Wiltshire, 5. Juni 2005 dieses Artikels leider nur kurz angeschnit-
Foto: Nick Nicholson, www.cropcircleconnector.com/column/review.html ten werden. (Abb. 7)

Januar - Februar 2006 www.nexus-magazin.de NEXUS 53


Abb. 5: Golden Ball Hill, 1. Mai, und East Field, Wiltshire, 3. Juli 2005
Foto: www.cropcircleconnector.com

Abb. 7: Waden Hill, Wiltshire, 16. Juli 2005


Abb. 4: Stanton St. Bernard, Wiltshire, 29. Mai 2005 Foto: www.cropcircleconnector.com
Foto: www.cropcircleconnector.com Grafik: Andreas Müller

Abb. 6: Garsington, Oxfordshire, 15. Juli 2005


Foto: Axel Kayser
Abb. 8: Avebury Manor, Wiltshire, 27. Juli, 2005
Foto: Werner Anderhub, www.kornkreise.ch

54 NEXUS www.nexus-magazin.de Januar - Februar 2006


Bis Ende Juli zeigten sich zwar etliche For-
mationen rund um Avebury, überzeugen konn-
ten diese meist jedoch nicht. Am Boden zeigte
sich mehr Feldschaden auf Kosten der Land-
wirte, als die bekannten wirklichen Lagequa-
litäten authentischer Kornkreise. Auch die
auf den ersten Blick oft erstaunlichen Geo-
metrien weisen in diesen Formationen beim
genauen Hinsehen offenkundige Ungenauig-
keiten und nur allzu menschliche Konstruk-
tionsfehler auf. (Abb. 8 und 9)
Eine der sicherlich sonderbarsten Forma-
tionen wurde am 9. August in einem Wei-
zenfeld bei Marden in Wiltshire entdeckt.
Der zentrale Kreis der nahezu klassischen
Kornkreisform des so genannten „Keltischen
Kreuzes“ zeigte ein bizarres Muster aus Spi-
ralen und labyrinthartig verzweigten Wegen
und Wirbeln auf. Diese Struktur wurde
Abb. 9: Avebury Green Street, Wiltshire, 24. Juli 2005
dadurch gebildet, dass die Pflanzen etwa auf Foto: Werner Anderhub, www.kornkreise.ch
halber Höhe abgeknickt und miteinander ver-
knotet, verwirbelt und verschachtelt waren.
Auch hier waren und sind die Interpretations-
ansätze zahlreich. Einige sehen, je nachdem
in welcher Position man das zentrale Gebilde
betrachtet, darin ein Vogel- oder Pferdewesen.
Andere lediglich ein wirres, psychedelisches
Feldgekritzel. Wie dem auch sei, wer dieses
Detail selbst vor Ort sehen konnte, weiß, dass,
sollte es sich tatsächlich um einen Schwindel
gehandelt haben, diese detailreiche „Handar-
beit“ sicherlich mehrere Stunden beansprucht
hätte. (Abb. 10)
Rückblickend lässt sich feststellen, dass sich
leider die Tendenz der Vorjahre mit immer
mehr Fälschungen und einem deutlich rück-
läufigen „authentischen Phänomen“ im ehe-
maligen Mutterland des Phänomens auch in
diesem Jahr fortsetzte. Auch die beiden ver-
Abb. 10: Marden, Wiltshire, 9. August 2005
meintlichen „Grand Finali“ der Saison nahe
Foto: Werner Anderhub, www.kornkreise.ch
Uffi ngton in Oxfordshire im August stellen
offenkundig nur eine Fortführung der bereits
erwähnten vorjährigen Fälschungsversuche
am Silbury Hill dar. (Abb. 11 und 12)
Damals, am 2. August 2004, wurde gegen-
über des prähistorischen Kegelhügels Silbury
Hill bei Avebury in Wiltshire eine neue For-
mation entdeckt. Diese wirkte aus der Luft wie
eine Art „Vorskizze“ und im Innern konnten
wir, neben deutlichen Spuren menschlicher
Aktivität, noch am Morgen zurückgelassenes
Fälscherwerkzeug in Form von nummerierten
Markierungsscheiben vorfi nden. Die „Über-
raschung“ folgte dann jedoch in der darauf
folgenden Nacht, denn die Fälscher kehrten
tatsächlich erneut zurück, um das begonnene
Werk zu vollenden. Dabei wurden sie denn
auch von mehreren Personen entdeckt und
beobachtet. Das Ergebnis dieser zwei Nächte
ist zweifelsohne imposant, bleibt jedoch in Abb. 11: Wayland’s Smithy, nahe Uffington, Oxfordshire, 9. August 2005
Bodenqualitäten und Entstehungsumständen Foto: Werner Anderhub, www.kornkreise.ch

Januar - Februar 2006 www.nexus-magazin.de NEXUS 55


Viele Leser werden, neben meinem Versuch, die inte-
ressantesten Ereignisse aufgrund meiner eigenen
Beobachtungen und Forschungsergebnisse vor Ort zusam-
menzutragen, auch einen kritischen (jedoch nicht blind-
skeptischen) Ton in meinen Arbeiten bemerken. Dieser hat
jedoch nicht die Absicht, das Phänomen der Kornkreise
alleinig als das Werk menschlicher Fälscher abzutun
– im Gegenteil: Ich sehe es als meine Pfl icht, dem Leser
zu Hause offen und ehrlich das zu berichten, was uns in
den Feldern begegnet. Und dies ist eben nicht immer nur
die von vielen Sensationsschreibern kolportierte „schöne,
heile Kornkreiswelt“, in der es nur wundersame Manifes-
tationen einer noch unbekannten gestalterischen Kraft
zu bestaunen gibt. Leider greift diese Tendenz des Ver-
schweigens auch unter so genannten Kornkreisforschern
immer mehr um sich, und dem versuche ich entgegen-
zutreten. Schließlich nützt eine ungerechtfertigte Mys-
Abb. 12: Woolstone Hill, nahe Uffington, Oxfordshire, tifi zierung menschlicher Machwerke und Fälschungen
13. August 2005 weder dem Leser noch der ernst gemeinten Kornkreis-
Foto: www.cropcircleconnector.com forschung. Ziel letzterer sollte es schließlich sein, das
authentische Phänomen in den Mittelpunkt zu stellen und
es zu erforschen. Dieses „echte Phänomen“ ist auch wei-
terhin vorhanden, und es lässt sich nicht erst seit heute
auf interdisziplinäre und auch wissenschaftliche Gren-
zen überschreitende Weise nach- und beweisen. Dieser
Artikel gibt für all dies nur einen begrenzten Raum. Wir
werden uns jedoch bemühen, Ihnen auch in zukünftigen
Ausgaben dieses echte Phänomen und seine Erforschung
nahe zu bringen.

Abb. 13: Silbury Hill, Wiltshire, 2. und 3. August 2004


Diagramme: Bertold Zugelder, www.cropcircle-archive.com

hinter dem „authentischen Phänomen“ deutlich zurück.


Dennoch glauben zahlreiche Beobachter in der Formge-
bung Ornamentik der Maya zu erkennen und sehen des-
halb derartige Formationen als „kosmische Vorboten“ des Zum Autor
nahenden Endes des Maya-Kalenders und der damit ein-
hergehend prophezeiten Veränderungen im Jahre 2012 ... Andreas Müller, geboren 1976, erforscht seit
(Abb. 13) 1994 die Kornkreise allsommerlich in den Feldern
Somit lief diese Saison, zumindest was authentische vor Ort und leitet das ICCA (The International
Phänomene betraf, auch wenig spektakulär aus. Wer Crop Circle Archive), eines der umfangreichs-
jedoch Freude an imposanter Land-Art hat, kam oft auf ten Archive zum Thema. Er ist Mitbegründer
seine Kosten. Dies ist jedoch weder das Interesse noch der Kornkreisforschungsgemeinschaft „Invisible
der Forschungsinhalt- und Anspruch der Kornkreisfor- Circle“, Referent internationaler Symposien und
schung. Vorträge, und liefert zahlreiche Beratungen und
In England wurden heuer „nur“ 78 Formationen ent- Beiträge für TV-, Print- und Rundfunkmedien
deckt (Stand Oktober 2005). Auch weltweit betrachtet ist weltweit. 2001 veröffentlichte er sein erstes
die Zahl der wie auch immer gearteten Kornkreisphäno- Buch „Kornkreise – Geometrie, Phänomene, For-
mene momentan auffallend rückläufig. Wurden etwa in schung“ im AT Verlag, Aarau. 2003 erhielt er den
Jahren wie 1999 und 2000 noch teilweise weit über 240 Hedri-Preis der Dr. Andreas Hedri Stiftung an der
Kreise und Formationen entdeckt (im Jahr 2000 waren es Universität Bern. Im Oktober 2005 erschien sein
sogar 279), so waren es in diesem Sommer lediglich 218. neustes Buch (gemeinsam mit W. Anderhub) „Phä-
In Deutschland konnten in diesem Jahr von bisher 33 Mel- nomen Kornkreise – Forschung zwischen Volksü-
dungen 28 bestätigt und dokumentiert werden. berlieferung, Grenz- und Naturwissenschaften“
Aus den Erfahrungen mit Leserreaktionen heraus ebenfalls bei AT.
möchte ich diesem Rückblick auf den englischen Korn-
kreis-Sommer 2005 auch noch eine persönliche Anmer-
kung hinzufügen.

56 NEXUS www.nexus-magazin.de Januar - Februar 2006


TUNGUSKA
SIBIRIENS GEHEIMNISVOLLES
„TAL DES TODES“
TEIL II
Augenzeugenbe- W ir wollen nochmals zum 30. Juni 1908 zurückkehren, und alles, was
geschah, mit Hilfe von Augenzeugenberichten rekonstruieren. Das
ganze Ereignis verlief in etwa nach folgendem Schema: Gegen 7.15 Uhr
näherte sich ein Meteorit auf einer Bahn von Südosten nach Nordwesten.
richte und andere In Preobrazhenka beobachtete I.M. Volozhin, wie etwas über den Himmel
flog, „umgeben von einem Gürtel aus Rauch und Feuer“. Das war der Mete-
Hinweise lassen orit, der auf die Erde zuraste.

vermuten, dass der Die Erzeugung und Aussendung der „Zerstörer-Kugeln“


Meteorit, der 1908 Menschen aus der Region Kirensk berichteten:
„... tauchte im Nordwesten eine glühende Säule auf, die etwa vier Sagens
die Tunguska Region [über 8 Meter] Durchmesser hatte und wie eine Lanze geformt war. Als die
Säule verschwand, ertönten fünf kurze, heftige Donnerschläge, wie Kano-
bedrohte, von intel- nenschüsse, die kurz und schnell hintereinander abgefeuert wurden ...“
Von der Handelsniederlassung Teteria aus waren Feuersäulen im Norden
ligent gesteuerten zu sehen. Feuersäulen wurden auch an anderen Orten gesichtet (Kezhma,
Nizhne-Ilimsk, Vitim), die nicht auf einer Linie liegen.
„Plasma-Zerstörer-
Ein rötliches Glühen während der Erzeugung der Kugeln und vor der Explosion
kugeln“ vernichtet
Das Auftauchen der Zerstörer an der Erdoberfläche ist die energieinten-
wurde, die in der sivste Phase, bei dem die Energiesäulen und die Zerstörer ein helles, weißes
Licht aussenden, ähnlich dem, das beim Schweißen entsteht. Das Licht war
Lage waren, die so intensiv, dass Beobachter den Eindruck hatten, alles andere sei erblasst
oder dunkel geworden. Dann, nachdem die Zerstörer fertig gestellt waren,
ursprüngliche verringerte sich die Energiestärke des Produktionsprozesses, so dass die
Energiesäulen und die Zerstörer eine rote Färbung annahmen und das
Explosionskraft zu zukünftige Explosionsgebiet erleuchteten. Maxim Kainchenok, ein 50-
jähriger Ewenke, der in Vanavara befragt wurde, erzählte:
kompensieren. „... Meine Eltern hatten auf dem Segochamba angehalten. Dort bebte die
Erde und es donnerte. Zuerst kam die Röte, dann das Donnern. Das Rote
war in der entgegengesetzten Richtung von Vanavara. In dem Moment, als
der Meteorit herabstürzte, ging Onkel Axenov `raus, um nach den Rentie-
ren zu sehen, und er berichtete, dass über dem Explosionsort zuerst alles
Autor: Dr. Valery Uvarov,
schwarz wurde, dann rot, und danach hörten sie Donnern.“
Department N13
Anna Yelkina, eine 75-jährige Ewenkin, die in Vanarava lebte, bestä-
National Security Academy,
tigte dies:
St. Petersburg, Russland
„Ganz, ganz früh am Morgen ... ein wenig höher als die Sonne, gab es
Tel: +7 (812) 237 1841,
E-Mail: [email protected] einen Donnerschlag. Ganz hoch oben. Der ganze Himmel war rot, und nicht
© 2004 nur der Himmel: alles umher war rot – die Erde und der Himmel. Dann kam
ein ungeheuer lautes Geräusch, wie eine Glocke, so als schlüge jemand auf
ein Stück Eisen. Das Donnern dauerte etwa eine halbe Stunde.“

Januar - Februar 2006 www.nexus-magazin.de NEXUS 57


Die Flüge der „Zerstörer“ schwarze Rauchwolke, und man hörte ein außerordent-
lich lautes Geräusch (kein Donnern), so wie Kanonen-
Unmittelbar nach dem Auftauchen der Säulen aus schläge oder als fielen Steine zu Boden. Alle Gebäude
Licht (Energie) erschienen leuchtende „Zerstörerkugeln“ bebten. Im gleichen Moment brachen aus der Wolke Flam-
am Himmel, die sich in Richtung des Explosionsortes men unbestimmbarer Form hervor ...“
bewegten. Wie viele tausend andere Befragte berichtete Hier ist der Bericht von S.B. Semionov, der sich im Dorf
N. Ponomarev aus dem Dorf Nizhne-Ilimsk: Vanavara aufhielt, das 100 km vom Unglücksort entfernt
„Um 7.20 Uhr ertönte ein lautes Geräusch in der Nähe liegt:
von Nizhne-Ilimsk, das sich zu Donnerschlägen entwi- „Plötzlich öffnete sich der Himmel im Norden, und
ckelte ... Einige Häuser bebten durch die Stöße. Viele Feuer tauchte auf, riesig und hoch über den Bäumen,
Einwohner sahen, wie vor dem Donnern ‚ein glühender es erfasste den gesamten nördlichen Teil des Himmels.
Körper, der wie ein Holzscheit aussah‘, schnell von Süden In diesem Augenblick war mir so heiß, als stünde mein
Richtung Nordwesten über den Boden raste. Unmittelbar Hemd in Flammen. Ich wollte schreien und mir das Hemd
danach kam der Aufprall; und dort, wo der lodernde Kör- vom Leib reißen, aber da schlug [der Himmel] wieder
per hinverschwunden war, erschienen Feuer und Rauch.“ zu und es gab einen furchtbaren Knall. Ich wurde etwa
K.A. Kokorin, ein Einwohner des Dorfes Kezhma, der drei Sagens weit über den Boden geschleudert. Als sich
von Ye.L. Krinov 1930 befragt wurde, erzählte: der Himmel öffnete, heulte ein heißer Wind an den Häu-
„Drei oder vier Tage vor Sankt sern vorbei, wie eine Kanonen-
Peter, nicht später als etwa 8.00 kugel, der längliche Spuren auf
Uhr morgens, hörte ich etwas, dem Boden hinterließ und die
das wie Kanonendonner klang. reifen Zwiebeln verbrannte. Spä-
Ich rannte sofort in den Hof, Sechzig Kilometer entfernt ter stellte sich heraus, dass viele
der in Richtung Südwesten und riss es die Leute von ihren Scheiben zerschlagen waren und
Westen offen ist. Zu diesem Zeit- die eiserne Haspe am Scheunen-
punkt dauerten die Geräusche Füßen. Sechshundert Kilo- tor zerbrochen war ...“
immer noch an, und ich sah im meter entfernt, strahlte der P.P. Kosolapov, der sich zu die-
Südwesten, ungefähr auf halber sem Zeitpunkt in der Nähe von
Höhe zwischen Zenit und Hori- Blitz heller als die Sonne. Semionov befand, spürte, wie
zont, eine rote Kugel fl iegen; an seine Ohren zu glühen anfi ngen,
den Seiten und dahinter waren obwohl er keine Lichtphänomene
Streifen zu sehen, die aussahen bemerkte. Fünfzig Kilometer vom
wie ein Regenbogen.“ Explosionsort entfernt schwelte
Zum selben Zeitpunkt sahen Menschen in Kirensk die Kleidung von Menschen aufgrund der unerträglichen
einen rotglühenden Ball im Nordwesten, der sich laut Hitze, die plötzlich in der kalten Taiga über sie herfiel.
einiger Berichte horizontal bewegte, laut anderer jedoch Sechzig Kilometer entfernt riss es die Leute von ihren
steil herabstürzte. Füßen. Sechshundert Kilometer entfernt, strahlte der
Beim Fluss Mursky (in der Nähe der Dorfes Boguchany) Blitz heller als die Sonne.
gab es einen bläulichen Blitz und einen lodernden Körper,
erheblich größer als die Sonne, der aus Richtung Süden
angerast kam und einen breiten, hellen Schweif hatte. Die Kompensation der Sprengkraft
Das Abfangen des Meteoriten

Der Meteorit wurde von einem „Zerstörer“ abgefan-


D ie Einheimischen, die von Wissenschaftlern im Rah-
men der Untersuchungen zur Tunguska-Explosion
befragt wurden, berichteten, dass einen Augenblick vor
gen, der ihn von oben rammte und so die ursprüngliche dem furchtbaren Blitz an manchen Stellen Bäume, Jurten
Geschwindigkeit deutlich reduzierte. Dadurch wurde eine (Nomadenzelte) und Teile des Bodens in die Luft gerissen
riesige Menge Energie freigesetzt, die zusammen mit der wurden, während die Wellen in den Flüssen sich gegen
Energie des Zerstörers die Substanz des Meteoriten im den Strom bewegten. Diese Beobachtungen legen nahe,
wahrsten Sinne des Wortes zum Schmelzen brachte. dass eine Vakuum-Implosion stattfand, bei der alles ins
In S. Kuleshs Bericht, der (nach alter Zeitrechung) am Zentrum gesaugt wurde, während gleichzeitig auch ein
2. Juli 1908 in der in Irkutsk erscheinenden Zeitung Sibir Teil der Kraft in die entgegengesetzte Richtung wirkte,
stand, ist zu lesen: denn die Bäume im Epizentrum wurden nach außen
„Am Morgen des 17. (30.) Juni sahen die Bauern des gestoßen. Diese Richtungs-Unterschiede weisen auf die
Dorfes Nizhne-Kerelinskoye (etwa 200 versts [215 km] Verwendung einer Technologie hin, bei der verschiedene
nördlich von Kirensk) im Nordwesten hoch über dem Kräfte sich bei der Explosion gegenseitig ausgleichen.
Horizont einen glühenden Körper am Himmel, der bläu- Die Berichte zahlreicher Augenzeugen lassen das Bild
lich-weiß und ungewöhnlich hell leuchtete (man konnte einer wohlgeordneten Kräfteverteilung bezüglich der
nicht lange hinsehen), und der sich zehn Minuten lang Druckwelle entstehen.
abwärts bewegte ... Die Forschungsunterlagen und Interviews enthalten
Als er den Waldboden erreicht hatte, schien er zu eine beträchtliche Anzahl an Fakten, die Experten bisher
schmelzen. An seiner Stelle bildete sich eine enorme, übersehen haben – zum Beispiel Hinweise darauf, dass

58 NEXUS www.nexus-magazin.de Januar - Februar 2006


die Begleiterscheinungen der Explosionen, die Druck- • ein Knall, als durchbreche ein Flugzeug die Schall-
wellen, der Lärm und der Lichtblitz von Zeugen im einen mauer, und dann ein leiser werdendes Dröhnen
Fall als furchtbar stark und im anderen Fall als belang- (ein Geräusch, als entferne sich ein Düsenjet).
los oder kaum spürbar beschrieben wurden, obwohl die
Siedlungen und Aufenthaltspositionen der Menschen, von Die Verwendung solcher kompensatorischer Techno-
denen diese Berichte stammen, nicht weit voneinander logie legt unmissverständlich das Vorhandensein einer
entfernt liegen. intelligenten Macht nahe, die all diese Vorgänge steuerte.
Es gibt Augenzeugenberichte von Personen, die sich Wenn dies nicht so gewesen wäre, dann wären die Folgen
ziemlich nah am Explosionsort aufhielten, und die beteu- der Explosionen bei weitem schrecklicher und verhee-
ern, dass sie weder irgendeine starke Explosion noch ein render ausgefallen und hätten wahrscheinlich Tausende
Erdbeben bemerkten, während in einigen Siedlungen, die ahnungsloser Menschen das Leben gekostet. Der erste
über 600 Kilometer vom Epizentrum entfernt liegen, Häu- Schlag eines Zerstörers kam von oben und traf den Tun-
ser bebten, Scheiben zerbarsten und Ofenwände Risse guska-Meteoriten in einer Höhe von etwa 10.000 Metern.
bekamen. Die Explosion wurde von einem extrem hellen Blitz beglei-
Dies ist nicht der einzige Fall, tet, der Verbrennungen in der
in dem Wissenschaftler auf eine Vegetation verursachte und in
Technologie zur Kompensation einem Umkreis von 25 Kilome-
der Sprengkraft bei einer Explo- tern Feuer entfachte.
sion gestoßen sind. Die Vorgänge Die Verwendung solcher
bei der Tunguska-Explosion und
ihre Folgen haben eine gewisse kompensatorischer Technolo- Verschiebungen der Raumzeit
Ähnlichkeit mit der Explosion, gie legt unmissverständlich
die am 12. April 1991 in Sasovo,
etwa 500 Kilometer südlich von das Vorhandensein einer D ie enorme elektromagne-
tische Entladung, die in dem
Moskau stattfand. Intensive For- intelligenten Macht nahe, die Augenblick auftrat, als der Zer-
schungsarbeit hat gezeigt, dass in störer einschlug, verursachte
beiden Fällen die Hauptkraft der all diese Vorgänge steuerte. eine Magnetisierung des Bodens
Druckwelle und die Folgen der und hatte eine extrem starke
Explosion riesigen Ausmaßes in Wirkung auf die Umgebung so-
eine andere Gegend oder Dimen- wie auf die Raum-Zeit-Struk-
sion verschoben wurden. tur des Explosionsortes – was zu
Ein spezielles Merkmal, das auf den Gebrauch einer einer Veränderung des physikalischen Zeitflusses führte,
solchen Technologie zur Kompensation der Sprengkraft wie Jahrzehnte später bei wissenschaftlichen Expediti-
verweist, ist ein typisches Geräusch, das vor der Explo- onen in die Region festgestellt wurde. Die Verzerrung der
sion und auch am Schluss wieder zu hören ist. Sowohl Raumzeit mittels einer starken elektromagnetischen Ent-
im Fall von Tunguska als auch bei der Sasovo-Explo- ladung ist ein Bestandteil der kompensatorischen Tech-
sion (letztere hinterließ einen gigantischen, 28 mal 3,5 nologie!
Meter großen Krater mitten im Stadtzentrum) war vor- Wenn wir bedenken, dass solch ein elektromagne-
her und nachher ein Geräusch zu hören, das Tugunska- tisches Feld möglicherweise auch von UFOs benutzt wird,
Augenzeugen als „so ähnlich wie der Wind“ beschrieben, um die Struktur der Raumzeit zu verzerren und so in
und das „sich von Norden nach Süden bewegte“. Andere andere Dimensionen zu gelangen, dann ermöglichen uns
verglichen es mit dem Geräusch, das ein 8-Millimeter- verschiedene charakteristische Elemente der Berichte von
Geschoss macht, wenn es durch die Luft fl iegt. Wichtig ist, Tunguska-Augenzeugen, die Ereignisse in einem neuen
dass dieses Geräusch vor der Explosion kam, und dann Licht zu betrachten: Das führt zur Enthüllung faszinie-
danach wieder zu hören war – ein Geräusch, so als flöge render Details, die der Aufmerksamkeit der Forscher bis-
etwas vom Unglücksort weg. In Sasovo beschrieben Zeu- her entgangen sind.
gen das Geräusch als ähnlich dem eines Düsenjets, der Es folgt die Geschichte von Ivan Kurkagyr, dem Sohn
abstürzt oder wegfl iegt. eines Tunguska-Augenzeugen. Sie enthält den merkwür-
Es folgt der Bericht einer Frau namens Nikitina, die auf digen Bericht davon, wie im Augenblick der Explosion
dem Bahnhof von Sasovo arbeitete: – einer starken elektromagnetischen Entladung, die eine
„Plötzlich ertönte ein Dröhnen, das lauter wurde; Verzerrung der Formen erzeugte – sich einige Menschen
die Wände des Kontrollturms, auf dem ich mich gerade und Tiere unvermittelt an anderen Stellen befanden. Mit
befand, bebten. Dann kam eine Explosion von riesiger anderen Worten, sie wurden räumlich versetzt.
Kraft. Die Fensterscheiben platzten und fielen zu Boden.“ „... Viele Zelte standen nebeneinander. Am Morgen war
Zeugen beschreiben danach ein Geräusch, das sich wie- ein Donnern zu hören. Ein unglaublich lauter Sturm kam
der von ihnen fortbewegte. auf. Er zerfetzte die Zelte und riss Menschen in die Luft.
Im Großen und Ganzen ist es immer die gleiche Manche fanden sich im Sumpf wieder. Sie konnten gar
Abfolge: nicht verstehen, wie sie dort hingeraten waren. Der Sturm,
• ein anschwellendes Dröhnen; der die Taiga entzündet hatte, tötete auch ihre Rentiere.
• eine enorme Explosion; Feuer breitete sich aus. Das Zelt eines Mannes stand dort.
Er war auf dem Weg nach Hause. Er hatte Geld in sei-

Januar - Februar 2006 www.nexus-magazin.de NEXUS 59


nem Tursuk [Filzbeutel]. Als er das Feuer sah, stürmte er Es ist eine bemerkenswerte Tatsache, dass mit den
los, um das Geld zu retten. Er rannte auf den Fluss zu, in „Grenzen der westlichen, gelben Himmel“ genau das
Richtung der Zelte. Die Zelte [seiner Nachbarn] brannten Gebiet um den Podkamennaya Tunguska gemeint ist.
lichterloh. Menschen stürzten sich in den Fluss. Das Feuer
überquerte das Wasser. Die Menschen im Wasser fi ngen
Feuer. Sie tauchten unter, aber sie fi ngen trotzdem Feuer, Fragmente des Meteoriten
ihre Köpfe verbrannten. So starben sie alle ...“
Es gibt ein weiteres Anzeichen dafür, dass in dem Explo-
sionsgebiet die Raum-Zeit-Struktur manipuliert wurde.
Im Augenblick der Explosion öffnete sich irgendwie der
U m sich die Abfolge der Ereignisse vorstellen zu kön-
nen, muss man eine genaue Vorstellung vom Ver-
hältnis zwischen der Höhe der ersten Explosion (10.000
Himmel und die Menschen konnten den Weltraum dahin- Meter über dem Boden), der Größe des Gebietes mit ent-
ter bzw. den Sternenhimmel sehen. wurzelten Bäumen (viel größer als diese Höhe) und der
A.S. Kosolapova, die Tochter von S.B. Semionov, erzählte, Entfernung haben, die Teile des zerstörten Meteoriten
als sie 1930 von Krinov befragt wurde: zurücklegten (Hunderte von Kilometern). (Die Intervalle
„Ich war 19 Jahre alt, und zum Zeitpunkt des Meteo- zwischen den Explosionen entsprechen der Zeit, die die
ritenabsturzes befand ich mich in der Handelsniederlas- Fragmente benötigten, um von einer Explosionsstelle zur
sung Vanavara. Marfa Briukhanova und ich waren zur nächsten zu gelangen.)
Quelle gegangen, um Wasser zu holen. Marfa begann, Über der von Shishkov entdeckten Explosionsstelle war
Wasser zu schöpfen, und ich stand neben ihr und blickte der Meteorit in verschiedene Teile zerbrochen. Die Frag-
in Richtung Norden. Auf einmal sah ich, wie sich vor mente flogen in unterschiedliche Richtungen, aber Zer-
mir im Norden der Himmel öffnete und Feuer ausbrach. störerkugeln, die sich aus verschiedenen Richtungen
Wir hatten Angst, und alles, was ich sagen konnte, war: näherten, fi ngen sie ab und zerstörten sie. Aus diesem
„Warum hat sich am Tag der Himmel geöffnet? Ich habe Grund haben Wissenschaftler in Gebieten mit entwurzel-
davon gehört, dass der Himmel sich nachts öffnet, aber ten Bäumen mehrere Epizentren gefunden, die anhand
niemals am Tag.“ Dann schloss sich der Himmel wieder der unterschiedlichen Fallrichtungen der Stämme zu
und danach hörten wir ein Knallen, wie Schüsse ...“ erkennen waren. Zudem erklärte es, warum alle Zeugen
Zum Zeitpunkt des ersten Einschlags warteten meh- berichteten, dass sie zuerst eine furchtbar starke Explo-
rere Zerstörerkugeln in dem betreffenden Gebiet; sie ver- sion hörten (die Zerstörung des Meteoriten) und dann fünf
harrten still auf ihrem Platz und versengten dabei die oder sechs Minuten lang so etwas wie Kanonenfeuer – die
Baumkronen und andere Pflanzen mit ihrer Hochfre- „Beseitigung“ der kleineren Teile.
quenzenergie. In den letzten Minuten vor dem Höhepunkt
rasten noch weitere Zerstörer in das Gebiet (das nach Kulik
benannt wurde). Viele, die die lodernden Kugeln über den 0
Himmel fl iegen sahen, sagten, dass diese Erscheinungen 330 350 20 40
von einem blendend grellen Licht und starker Hitzestrah- 310
60
lung begleitet waren. Sogar der staunende Erzähler des 290
Olonkho Epos berichtet darüber: 80
270 90
Kiun Erbiie
260 6
Unfassbar, wenn er fliegt,
110
schattenlos, 1
1
der schnelle Herold – Bote des göttlichen Dyesegei,
240 5
mit glänzender Rüstung, 130 4
fliegt er schneller als die Blitze,
Kium Erbiie, der Meister. 150
Er flog, 220 3
eine Sternschnuppe,
nur der Wind hinter ihm flüsterte ... 170
180
Er flog wie ein Pfeil 200
hinter den Grenzen
der westlichen, gelben Himmel,
zum unteren, steilen Abhang, 2
der Himmel, die über dem Abgrund hängen. Bild 1: Ein Diagramm aus der Zeitschrift Tekhnika i Molo-
Er flog in einer Höhe – dezh (Nr.1, 1984), auf der die Standorte der Augenzeugen
Nur der Donner grollte ... und die Flugbahnen der „Zerstörerkugeln“ dargestellt sind,
die für den Meteoriten gehalten wurden, so wie es den For-
ein blaues Feuer loderte hinter ihm,
schern Suslov (1), Astapovich (2), Krinov (3), Konenkin (4)
ein weißes Feuer entflammte in seinem Gefolge, und Fast (6) berichtet wurde. Nummer 5 zeigt die Flugbahn
rote Funken schwebten in einem Schwarm, an, die aufgrund von Forschungsexpeditionen zur Explosi-
ein Glühen schwelte in den Wolken ... onsstelle auf Grundlage der Fallrichtung der Bäume ermit-
telt wurde.

60 NEXUS www.nexus-magazin.de Januar - Februar 2006


Bild 2:
Flugbahn des ersten Zerstörers
Flugbahn
des Meteoriten

120 k m
120 km 6 - 7 km

Voronovs Krater Kuliks Absturzstelle Shishkovs Absturzstelle

Nachdem der Zerstörer über der Shishkov-Explosi- ten Schlag folgte ein zweiter, ebenso stark, dann ein drit-
onsstelle den Meteoriten getroffen hatte, bewegten sich ter. In der Pause zwischen dem ersten und dem zweiten,
aufgrund der physikalischen Trägheit große Fragmente ertönte ein ungewöhnliches Rumpeln unter der Erde, so
davon weiterhin auf der ursprünglichen Bahn in Rich- etwa, wie sich Schienen anhören würden, wenn sich 10
tung des nach Kulik benannten Explosionsortes. Da sie an Züge auf einmal näherten. Dann folgte für 5-6 Minuten
Geschwindigkeit und Energie eingebüßt hatten, brauchten etwas wie Artilleriefeuer: an die 50-60 Knallgeräusche
diese Teile für die Distanz von 120 bis 150 Kilometern in kurzen, beinahe gleich langen Intervallen. Allmählich
etwa 15 Minuten (das entspricht der Geschwindigkeit wurde das Knallen leiser. Anderthalb oder zwei Minu-
eines Düsenflugzeugs). Es folgte eine zweite Explo- ten nach dem „Dauerfeuer“ hörte man es noch sechs Mal
sion. Die Zerstörer, die in dieses Gebiet flogen, vernich- knallen, einzeln hintereinander, so wie weit entfernte
teten die Fragmente, die von der Shishkov-Stelle kamen. Kanonenschläge, aber dennoch deutlich hörbar und spür-
Yegor Ankundinov, ein Einwohner des Dorfes Berezovo im bar, denn die Erde bebte dabei ...
Nizhne-Ilimsk Distrikt in der Region Irkutsk, war in dem Die riesigen Plasmakugeln rasten in die Meteoriten-
Augenblick mit seinem Vater und seinem Onkel zusam- fragmente und setzten dabei eine enorme Menge Ener-
men im Wald, wo sie Kiefern fällten, um ein Haus zu gie frei, um den Eindringling aus dem All und alles, was
bauen. Er erinnerte sich: dazu gehörte zu zerstören. Als sich bei meinen Nachfor-
„Es war ein wunderschöner Tag. Wir hatten gerade das schungen herauskristallisierte, dass es sehr wahrschein-
Frühstück beendet und mit dem Holzfällen angefangen. lich ist, dass beim Aufprall auf den Meteoriten eine große
Plötzlich ertönte in der Nähe ein Knall. Der Boden bebte Zahl kleinerer Fragmente entstand, führte das zu dem Ver-
und trockene Äste fielen von den Bäumen. Dann, etwas dacht, dass die elektromagnetische Aufladung der Zerstö-
später, folgte ein weiterer Donnerschlag: der gleiche, nur rer ganz besonderer Art war. Der Vektor (die Ladung) des
ganz weit weg, irgendwo Richtung Norden ...“ magnetischen Felds des Zerstörers zog alle Teile magne-
Die Zeitung Krasnoyarets berichtete am 13. Juli 1908: tisch an, so dass sie durch die Wucht der nächsten Explo-
„Kezhemskoye. Am 17. (30.) Juni um 7.00 Uhr ertönte sion zerstört werden konnten.
ein Geräusch, so als sei ein starker Wind aufgekommen. Es ist möglich, dass über der Shishkov-Stelle (Zone 1)
Unmittelbar darauf folgte ein furchtbarer Knall, beglei- oder der Kulik-Stelle (Zone 2) durch die Explosion zwei
tet von einem Erdbeben, das die Gebäude im wahrs- riesige Teile von dem Meteoriten abgespalten und 100
ten Sinne des Wortes zum Wanken brachte und wirkte, Kilometer nach rechts geschleudert wurden (Zonen 4 und
als hätte jemand mit einem riesigen Holzbalken oder 5) – wo sie von Zerstörern abgefangen und im wahrsten
einem schweren Stein dagegen geschlagen. Auf den ers- Sinne des Wortes in Staub verwandelt wurden. Die Ener-
gie der „Zerstörerkugeln“ war so stark, dass, abgesehen
von der elektromagnetischen Strahlung zwischen der
Erde und den Zerstörern, auch noch starke elektrische
N Entladungen (Blitze) auftraten.
Dies ist aus folgendem Augenzeugenbericht ersichtlich:
Am Morgen des 30. Juni schliefen die Brüder Chuchan-
cha und Chekaren aus dem Shaniagir-Clan in ihrem Zelt,
das sie am Ufer des Avarkitty aufgeschlagen hatten. Ein
starkes Beben und ein lautes Windgeräusch weckten sie.
S „Chekaren und ich krabbelten aus den Schlafsäcken
und wollten gerade aus dem Zelt kriechen, als plötz-
lich ein sehr lauter Donnerschlag ertönte. Das war der
erste Schlag. Der Untergrund zuckte und bebte; ein hef-
tiger Wind fuhr durch unser Zelt und riss es um ... Und
dann sah ich etwas furchterregend Wundersames: Die
Baumstämme stürzten um, ihre Nadeln verbrannten, das
trockene Unterholz brannte, das Rentiermoos brannte.
Bild 3: Die Fallrichtung der Bäume im Epizentrum der Überall war Rauch; unsere Augen brannten. Es war
Explosion. unglaublich heiß, heiß genug, um zu verbrennen. Plötzlich

Januar - Februar 2006 www.nexus-magazin.de NEXUS 61


Trajektorie des Zerstörers
einen fünften Einschlag, aber der war ganz
schwach und irgendwo weit weg ...“
Später fanden Forscher heraus, dass
immer mehr Bäume umgerissen wor-
Meteor den waren, je näher man an das Epizent-
rum kam. Genau im Epizentrum wurden an
manchen Stellen 80% der Bäume von Blitz-
schlägen getroffen. Dies wird auch von den
Berichten von Forschern aus Novosibirsk
bestätigt, die nachwiesen, dass die Ent-
wurzelung der Bäume durch eine Explo-
sion verursacht wurde, die sich sternförmig
ausbreitete. Sie schlossen daraus, dass hier
ein Körper explodiert war, dessen Größe
nicht mehr als einige Dutzend Meter betra-
wurde es über dem Hügel, wo der Wald bereits umgestürzt gen hatte, und dass die Spuren dieses ursprünglichen
war sehr hell ... als wäre eine zweite Sonne aufgetaucht Ereignisses lediglich durch nachfolgende Explosionen
... sie blendete uns, und ich musste sogar meine Augen verwischt worden waren. Experten haben festgestellt,
zukneifen. Unmittelbar im Anschluss ertönte ein gewal- dass elektrische Entladungen zwischen zwei und fünf-
tiger Donnerschlag. Das war der zweite. Es war ein son- zehn Minuten lang die Luft zerrissen, was sich wie Artil-
niger Morgen, wolkenlos. Unsere Sonne schien hell, wie leriefeuer anhörte, wobei die Quelle dieser Geräusche die
immer, und nun tauchte dort diese zweite Sonne auf! ganze Zeit über dem Epizentrum verharrte. Mit anderen
Danach sahen wir irgendwo über uns erneut einen Worten, der Körper näherte sich, hielt an und beeinträch-
Blitz, aber an einer anderen Stelle, und wir hörten einen tigte das Gebiet unter ihm auf verschiedene Weise, z.B.
gewaltigen Donnerschlag. Das war der dritte. Ein Wind- mit Strahlung, Zeitverschiebungen, Veränderungen ...
stoß riss uns von den Beinen und fuhr durch die umge- Das Hauptstück des Meteoriten wurde oberhalb der
stürzten Bäume. Kulik-Stelle zerstört, doch ein kleineres Teil „entwischte“
Wir starrten auf die fallenden Bäume, beobachteten, und flog noch weitere 120 Kilometer, bevor es auf die Erde
wie ihre Kronen zerbarsten und sahen auf das Feuer. stürzte. Die systematische Zerstörung von allem, was zu
Plötzlich rief Chekaren: ‚Sieh hoch!‘ und zeigte nach oben. dem Meteoriten gehörte, lässt vermuten, dass er mögli-
Ich blickte hoch und sah einen Blitz. Es blitzte und don- cherweise mit Bakterien oder Viren behaftet gewesen
nerte wieder. Doch der Knall war ein wenig schwächer sein könnte, die das Leben auf der Erde bedrohten. Des-
als zuvor. Es war der vierte, diesmal wie ein ganz nor- halb flog ein Zerstörer auch Richtung Erde und vernich-
males Gewitter ... Jetzt erinnere ich mich auch noch an tete die Überreste des Tunguska-Meteoriten, die sich am

62 NEXUS www.nexus-magazin.de Januar - Februar 2006


Boden befanden, wobei er ein starkes Erdbeben verur- Forschern „Nebenmeteoriten“ genannt, wurden von etwa
sachte. Das Resultat war ein riesiger Krater an der end- der Hälfte aller Zeugen gesichtet.
gültigen Einschlagstelle des Meteoriten, 200 Meter im
Durchmesser und 20 Meter tief, der später Voronov-Kra- Fortsetzung in der nächsten Ausgabe …
ter genannt wurde.
Vakulin, der Leiter der Poststelle von Nizhne-Ilimsk,
berichtete in einem Brief vom 28. Juli 1908:
„Am Dienstag, den 17. Juni, um etwa 8.00 Uhr (keiner
hatte auf die Uhr gesehen) erblickten die Einwohner, so
erzählt eine große Zahl von ihnen, zunächst im Nordwes-
ten einen Feuerball, der im Winkel von Osten nach Westen
auf den Horizont niedersank. Als er den Boden erreichte,
verwandelte er sich in eine Feuersäule und verschwand
augenblicklich. Nachdem er verschwunden war, konnte
man eine Rauchwolke sehen, die vom Boden aufstieg.
Einige Minuten später ertönte ein Geräusch in der Luft,
ein weit entferntes Knallen, so wie Donnerschläge. Auf
dieses Donnern folgten acht laute Schläge, wie Artillerie- Zum Autor
feuer. Zu dem letzten Knall war ein Pfeifen zu hören, das
ganz besonders laut war, und der Boden und die Gebäude Valery Mikhailovich Uvarov leitet die Abteilung
bebten ...“ für UFOforschung, Paläowissenschaften und Paläo-
Einige Zeugen erzählen, dass Menschen von den Stö- technologie der Nationalen Akademie für Sicher-
ßen umgeworfen wurden; viele verloren das Bewusst- heit in Russland und widmet sich seit 14 Jahren der
sein und kamen erst Tage später zu sich. Die Explosion UFOlogie sowie der Erforschung alter Kulturen. Er
zwang Pferde in die Knie, aber sie gingen nicht durch – hat zahlreiche Artikel im Bereich Paläotechnologie
was zeigt, dass die Tiere sehr eingeschüchtert waren. An und Paläowissenschaften, ebenso wie zur Ufologie
einigen Stellen entstanden Risse im Boden. und Esoterik in der russischen und ausländischen
Ein weiteres Indiz dafür, dass der Meteorit gefähr- Presse veröffentlicht. Er ist Redner bei internati-
liche Mikroorganismen mit sich geführt haben könnte, onalen UFOkonferenzen, hält Vorträge und leitet
sind Hinweise darauf, dass die Vorrichtung nach seiner Seminare in Russland, Großbritannien, den USA,
erfolgreichen Zerstörung die Erdoberfläche nach Über- Deutschland und Skandinavien. Er war außerdem
resten absuchte. Die verwirrten Zeugen erzählten, dass Vortragender auf mehreren NEXUS Konferenzen
sie über der Einschlagstelle noch bis zum Abend des 30. in Amsterdam und in Brisbane.
Juni Zerstörer fl iegen sahen! Diese Zerstörerkugeln, von

Aerosol Crimes – die Chemtrail-Dokumentation


von Clifford E. Carnicom, www.carnicom.com
Unseres Wissens nach gehört diese DVD zum Besten, was derzeit an
Informationen zum kontroversen Thema Chemtrails erhältlich ist (leider
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Januar - Februar 2006 www.nexus-magazin.de NEXUS 63


UFOs AUF DEM
KAPITOLHÜGEL
Fotografische Beweise der UFOlandungen auf dem Kapitolhügel in
Washington, D.C.

Die legendären
UFO-Flüge über
W ährend ich diesen Artikel im Juni 2005 schreibe, ist die offi zielle
amerikanische Politik der Leugnung, Ablenkung und Beschwatzung
der Öffentlichkeit in Bezug auf UFOs mehr als 50 Jahre alt. Im Augenblick
wird diese Strategie von fast allen Politikern, Pentagonmitarbeitern und
Washington, D.C. Angehörigen der Medien verfolgt, unabhängig von ihrer politischen oder
religiösen Überzeugung. Diese Vorgehensweise entwickelte sich ab dem
fanden im Juli 1952 Jahr 1942, als das Militär während des 2. Weltkriegs zunehmend Begeg-
nungen mit UFOs hatte. Offi zielle Strategie ist dies jedoch erst seit 1952,
statt; genau ein dem Jahr, in dem die dramatisch ansteigenden Zahlen von UFO-Sichtungen
viele amerikanische Regierungsverantwortliche eine bevorstehende Inva-
halbes Jahrhundert sion befürchten ließen.
Im Juli 1952 berichteten viele Zeitungen auf der ganzen Welt über Dut-
später bestätigen zende von seltsamen, kugelförmigen, glühenden nicht identifi zierten Flug-
objekten, die von Hunderten von Augenzeugen angeblich über dem Kapitol
erneute Sichtungen gesichtet wurden. Diese Objekte waren auf dem Radar aufgetaucht, als
sie Washington, D.C. überflogen; F-94 Jets sollten sie abfangen, wurden
über dem Kapi- jedoch von den UFOs einfach ausmanövriert. Es heißt, dass sich die UFOs
mindestens zweimal nachts stundenlang in der Gegend aufhielten, und
tol, innerhalb des dass sie in der Lage gewesen seien, auf mysteriöse Weise zu verschwinden
und wieder aufzutauchen.
gesperrten Luft- Es gibt nur wenige Fotos von diesen Ereignissen, aber sie sind sehr beein-
druckend. Und dennoch, als genau 50 Jahre später, am Juli 2002, diese
raums, dass die seltsam glühenden, unidentifi zierten Flugobjekte wieder auftauchten,
berichteten nur wenige Medien über den kurzen, doch fehlgeschlagenen
Regierung der USA Versuch, UFOs mit F-16 Jets abzufangen. Die meisten Amerikaner hatten
keine Ahnung, dass dies lediglich die Spitze des Eisbergs war.
immer noch nicht In Wirklichkeit waren die Ereignisse von 2002 noch rätselhafter als die
von 1952, denn diesmal gab es unglaublich klare, hochaufgelöste Nacht-
bereit ist, zu ent- aufnahmen. Farbfotos, die ein professioneller Fotograf mit einem hoch-
empfi ndlichen Film machte, zeigen eindeutig, dass am 4. und 16. Juni 2002
hüllen, was sie über in dem gesperrten Luftraum über dem Kapitol und dem Washington Monu-
ment UFOs flogen. Und, so unglaublich es klingt, sie beweisen auch, dass in
UFOs weiß. der Nacht des 16. Juli UFOs das Kapitol umkreisten und auf dem Dach des
Gebäudes und in dem es umgebenden Parkgelände landeten.
Folgendes geschah: Am 16. Juli, etwa um 0.30 Uhr, machte ein Foto-
graf aus Washington, D.C. Aufnahmen für das Cover einer CD, wobei er
den Teich, den so genannten Reflecting Pool, und das Kapitolgebäude als
Hintergrund benutzte. Laut Aussage des Fotografen befanden sich zu die-
sem Zeitpunkt keine weiteren Personen auf dem Gelände, was man auch
Autor: Robert Stanley anhand der beiden, von ihm aufgenommenen Bilder erkennen kann. Was
© UNICUS Magazin, Juni 2005 man jedoch auf den Fotos sieht, ist, dass zu diesem Zeitpunkt mindestens
1147 Manhattan Avenue 43 fünf UFOs in den gesperrten Luftraum eindrangen. Wenigstens zwei die-
Manhattan Beach, CA 90266, ser Flugobjekte landeten auch kurz. Während dies geschah, tauchte eines
USA der anderen UFOs in den Reflecting Pool ein, während ein weiteres über
Webseite: unicusmagazine.com dem Wasser verharrte, wobei es ein Energiefeld verströmte, das darunter
Licht reflektierte.

64 NEXUS www.nexus-magazin.de Januar - Februar 2006


Der Fotograf hielt all dies mit
einer Nikon F-5 Kamera fest, die
mit einem sehr teuren, verzerrungs-
freien AF-ED 600-mm F2,8 Objektiv
versehen war und auf einem Sta-
tiv stand. Die Belichtungszeit betrug
eine Fünfzehntelsekunde auf hoch-
empfi ndlichem ASA 1600 Film. Die
Kamera war auf 1200 ASA einge-
stellt, um den Film leicht zu überbe-
lichten und so die Dichte des Bildes
zu verstärken.
Nachdem er die zwei Fotos vor
dem Gebäude gemacht hatte, ging
der Fotograf an eine andere Stelle
in eine Ecke des so genannten Lower
Senate Parks.
Er schätzt, dass etwa zwanzig
Minuten vergingen, bevor er das
nächste und letzte Foto in dieser
Nacht machte. Diesmal betrug die
Belichtungszeit 3,5 Minuten. Über
einem Geschäftsgebäude sieht man
eine Reihe UFOs, einige davon in
dreieckiger Formation. In Boden-
nähe weiter weg sind zwei weitere
UFOs. Vor dem Fotografen in der
Luft jedoch befi nden sich zwei ovale
halbtransparente Energiekugeln,
von denen er glaubt, dass es UFOs
waren, die mit einer hochentwi-
ckelten optischen Tarnung versehen
waren. Die Menge an außerirdischen
Aktivitäten, die in dieser Nacht statt-
fanden, ist schwindelerregend.
Am 16. Juli 2002 landete ein blaues, kugelförmiges UFO kurz auf dem Dach des Die große UFO-Formation, die sich
Kapitolgebäudes (unten rechts auf der Kuppel), und stieg dann in die Luft auf.
über dem Gebäude befand, strahlte
(Foto © WGA 2002)
eine seltsame Energie aus. Die hoch-
komplexen Spuren ihrer Energie-
felder wurden aufgrund der langen
Belichtungszeit und der Nähe zur
Kamera klar erkennbar auf dem
Film festgehalten. Kurz bevor sie das
Gebiet verließen, schufen die UFOs
ein „Wurmloch“ in der Luft. Lei-
der musste der Fotograf für dieses
unglaubliche Bild einen hohen
Preis bezahlen. Seine Finger erlit-
ten durch die Strahlung Verbren-
nungen, die ein Jahr brauchten um
zu heilen.
Während eines unserer Gespräche
erklärte er: „Ich befand mich unter
diesen Objekten. Meinen Aufnah-
UFOs über dem Washington Monument und dem Kapitolgebäude am 4. Juli
men zufolge verdrehten sie sich oder
2002. (Foto © WGA 2002)
was immer es war, und verschwan-
den dorthin, wo sie hergekommen
waren – alles während der Belich-
tungszeit. Es gibt ein Bild, dass die
mittlere UFIgruppe bei einer seit-
lichen Aufwärtsbewegung zeigt. Ich

Januar - Februar 2006 www.nexus-magazin.de NEXUS 65


spürte so etwas wie einen Schub ... als würde ich in eine worden. Ein Zeuge berichtete dem Radiosender, dass die
Art Nebel eingehüllt, aber es gab keinerlei Feuchtigkeit. Jets ihm dicht auf den Fersen gewesen seien: ‚Jede Bewe-
Kurz darauf bemerkte ich, dass ich winzig kleine, steck- gung des Dings wurde von einem Jet verfolgt.’
nadelkopfgroße Verbrennungen auf meinen Fingernägeln Es fi ndet eine Untersuchung statt. Der Sprecher der
hatte ... und meine Arme fühlten sich an, als seien sie mit Nationalgarde, Hauptmann Sheldon Smith, sagte aller-
einer Art Energie aufgeladen.“ dings: ‚Uns liegen keine Informationen zu merkwürdigen
Lichtern vor.’ Übrigens, diesen Monat ist zufällig der 50.
Jahrestag einer Serie noch immer ungeklärter Sichtungen
Weitere UFO-Sichtungen 2002-03 über dem Kapitol, einer Geschichte, die 1952 fette Schlag-
zeilen machte. Shepard, wir bleiben dran.“

N ur zehn Tage später, am 26. Juli 2002, berichtete


der Nachrichtenkorrespondent von Fox News, She-
pard Smith: „Der Nachthimmel über dem Kapitol wurde
In der gleichen Nacht um etwa 1.15 Uhr gingen ein Vater
und sein Sohn in Arlington, Virginia, vors Haus, um ihre
Katze von einem Mauervorsprung unterhalb eines Fens-
von blauen und orangefarbenen Lichtern erhellt, die dort ters im ersten Stock herunterzuholen. Sie blickten beide
oben aufblitzten, so berichten viele Menschen, die voller die Hauswand hoch und fragten sich, wie sie die Katze
Panik bei einem Radiosender anriefen; das ist kein Witz. herunterbekommen sollten, als zwei runde, weiße Lich-
Amerikanische Kampfjets haben die Verfolgung aufge- ter über ihr Haus hinwegflogen. Sie schätzten die UFOs
nommen ... NORAD [das gemeinsame Luftverteidigungs- auf etwa die Größe eines Baseballs, wenn man ihn auf
kommando von Kanada und USA] bestätigte gegenüber Armlänge entfernt hält. Die UFOs waren etwa zwei Minu-
Fox News, dass zwei F-16 losgeschickt worden seien, die ten zu sehen, bevor sie verschwanden, tauchten aber bald
aber nichts gefunden hätten. Ein Rätsel in der Luft über erneut auf.
dem Luftwaffenstützpunkt Andrews ... das ist der, den der Diesmal hielten die UFOs ganz in der Nähe an – und in
Präsident benutzt.“ dem Moment erkannten Vater und Sohn, dass die Objekte
Der Fox D.C. Korrespondent Brian Wilson fuhr mit der eigentlich recht klein waren. Beide standen einen Augen-
Geschichte fort. „Es muss gesagt werden, Shepard, dass blick lang still, dann flog eines der beiden im rechten Win-
es zum gegenwärtigen Zeitpunkt mehr Fragen als Ant- kel weg, zurück auf seine ursprüngliche Flugbahn. Das
worten gibt, aber auf jeden Fall passierten am Nachthim- andere Objekt stoppte etwa fünf Sekunden lang, bevor
mel von Maryland merkwürdige Dinge. Folgendes wissen es ebenfalls ungefähr seine ursprüngliche Flugrichtung
wir. Um 1.00 Uhr nachts entdeckten die Leute von NORAD wieder einschlug. Es handelte sich um zwei verschiedene
etwas im Luftraum von Maryland, das sie nicht identifi zie- Objekte, die zunächst gemeinsam, später einzeln flogen.
ren konnten, unweit des [gesperrten Luftraums des] Kapi- Sie wurden mit Sicherheit intelligent gesteuert.
tols. Die Flugbahn bereitete ihnen ein wenig Sorgen, also Vier Monate später, am 11. November 2002, gelang
schickten sie zwei Abfangjäger der Nationalgarde los, um dem Fotograf aus Washington eine weitere erstaunliche
nachzusehen. Die National-
garde bestätigt, dass zwei
F-16 Jets des 113. Geschwa-
ders dorthin dirigiert wur-
den, um abzufangen, was
auch immer NORAD dort
Kopfzerbrechen bereitete.
Als die Piloten jedoch ihr
Ziel erreichten, sahen sie
nichts. NORAD wollte keine
exakten Angaben zu Auf-
enthaltsort, Flugrichtung
oder Geschwindigkeit des
Objekts machen, das sie ver-
folgten. Unabhängig davon
riefen eine Reihe Leute aus
Waldorf, Maryland, das in
der Nähe des Luftwaffen-
stützpunkts Andrews und
auch des Kapitols liegt, die
lokale Radiostation WTOP Eine Vergrößerung der drei Lichter über dem Washington Monument am 4. Juli 2002.
an um zu erzählen, dass sie (Foto © WGA 2002)
etwa zu diesem Zeitpunkt
ein helles blaues Licht gese-
hen hätten, das sich schnell
am Himmel bewegte. Sie
behaupteten, das Licht sei
von Militärjets verfolgt

66 NEXUS www.nexus-magazin.de Januar - Februar 2006


Nachtaufnahme eines kleinen UFOs. Bei diesem Objekt nur der Fall ist, wenn sie am Boden nach schweren Jungs
handelte es sich um eine Metallkugel, etwa von der Größe suchen.
eines Golfballs, die geräuschlos der Schwerkraft trotzte. Allerdings strahlte der Suchscheinwerfer auf etwas,
Sie schwebte im wahrsten Sinne des Wortes über dem das wie ein riesiger Bienenschwarm aussah. Ich fand das
Kopf eines schönen, blonden Models, bevor sie rasch sehr merkwürdig, nicht nur in dieser Höhe einen solchen
davonflog. Schwarm zu sehen, sondern auch, dass diese Objekte viel
Ein Jahr später, im November 2003, berichtete Fox größer als Bienen sein mussten, da man sie aus einer Ent-
News, dass man erneut Abfangjäger losgeschickt habe, fernung von etwa 200 Metern und in einer Höhe von unge-
und dass das Weiße Haus am 20. November kurz evaku- fähr 120 Metern so deutlich erkennen konnte!
iert worden sei, nachdem „Vögel“ oder womöglich „Stö- Der Helikopter flog weiter, als habe seine Besatzung
rungen in der Atmosphäre“ auf den Radaren aufgetaucht nichts bemerkt. Er richtete auch nicht das Licht auf den
seien, die den gesperrten Luftraum über dem Gebäude merkwürdigen Schwarm. Ich betrachtete den „Schwarm“
überwachen. genauer, der wie eine Wolke wirkte, aber die exakte Form
Wie Fox News berichtete, erklärte der Sprecher der zivi- eines sehr großen Dreiecks hatte. Er hatte die Größe eines
len Flugüberwachung FAA William Shumann: „Es war ein Fußballfeldes, viel größer als irgendein Flugzeug. Der
Radarfehler. Als die NORAD Flieger an der Stelle anka- Wind wehte von Westen Richtung Osten mit etwa 15 km/
men, wo die Luftraumverletzung h (auf der Wetterseite von yahoo.
angeblich stattgefunden hatte, com heißt es für diese Nacht, es
fanden sie nichts.“ Shumann habe Nordwestwind mit 15 km/
erläuterte, wie „Vogelschwärme Was wäre, wenn ich Ihnen h Geschwindigkeit gegeben). Wie
oder atmosphärische Störungen berichtete, dass ein „UFO- auch immer, der Wind wehte
die womöglich falschen Radar- nicht in Richtung Westen – was
ablesungen auslösten, die man Schwarm“ erst kürzlich, das Folgende noch merkwür-
zunächst für ein Flugzeug hielt, nämlich am Montag, den 2. diger macht. Die Wolken standen
das weniger als fünf Meilen vom entweder still, oder sie bewegten
gesperrten Luftraum über dem Mai 2005 um 20.45 Ortszeit sich Richtung Osten.
Weißen Haus entfernt schien“. Er über das Kapitol flog? Die Gruppe von Objekten flog
sagte: „Das ist einer von diesen so nach Süden in Richtung der Nati-
genannten ‚elektronischen Kobol- onal Mall. In diesem Moment rief
den’, eine Computerstörung, wie ich nach meiner Frau. ‚Komm
sie manchmal auftaucht, aber es schnell her! Du musst dir dieses
war kein Flugzeug.“ seltsame Ding in der Luft ansehen!’ Ich zeigte es ihr, und
wir beobachteten beide, wie es von Osten nach Westen
über die Mall flog, über das Washington Monument, Rich-
Ein Schwarm über dem Kapitol im Mai 2005 tung Lincoln Memorial und dann Kurs auf das Pentagon
nahm.

S ollten wir also einfach vergessen, was 1952, und dann


wieder 2002 und 2003 geschah? Diese Ereignisse lie-
gen hinter uns, und schließlich wurde niemand ernsthaft
Wohlgemerkt, das ist genau die Bahn, die Flugzeuge
nehmen, wenn sie in den Luftraum von D.C. eintreten,
um auf dem Flughafen von Washington zu landen. Es gibt
verletzt, oder? allerdings ein Problem: Die Flugzeuge müssen sich von
Aber was wäre, wenn ich Ihnen berichtete, dass ein Westen nähern – also genau in die entgegengesetzte Rich-
„UFO-Schwarm“ erst kürzlich, nämlich am Montag, den tung fl iegen wie dieses Ding. Und dieses Teil war etwa 15
2. Mai 2005 um 20.45 Uhr Ortszeit über das Kapitol flog? Mal so groß wie eine 747 ... mindestens! Es strahlte auch
Ein Augenzeuge berichtete, dass zu diesem Zeitpunkt eine so etwas wie ein schwaches Licht aus – was die Reflektion
UFO-Flotte wieder einmal unbehelligt den gesperrten der Lichter der Stadt gewesen sein könnten, aber es schien
Luftraum passierte. das Licht selbst zu produzieren, so als schimmere es, oder
Es folgt der erstaunliche Bericht, den ein Freund des wie irgendwelche Luftspiegelungen, wie eine Fata Mor-
Washingtoner Fotografen mir schickte. Ich sprach 24 Stun- gana an einem heißen Tag über dem Asphalt. Schließlich
den nach dem Ereignis am Telefon mit ihm, und da stand verschwand es einfach in der Ferne aus unserem Blick-
er immer noch unter Schock. Der Mann, den ich hier, „den feld.
Universitätsabsolventen“ nennen werde, ist hochintelli- Das Objekt war also riesig, schien dreieckig geformt zu
gent und äußerst glaubwürdig. Er verfasst gerade seine sein, obwohl das Fata-Morgana-artige Schimmern dies
Doktorarbeit in Anthropologie an einer katholischen Uni- etwas verzerrte, hatte möglicherweise etwas, das wie
versität. Er schrieb mir: „Ich befand mich im Badezimmer eine Beleuchtung aussah, und bewegte sich schnell ent-
meiner Wohnung auf der U-Straße im Nordwesten von gegen der Windrichtung. Es muss sich wirklich ziemlich
Washington und sah aus dem Fenster, als ich einen Heli- schnell bewegt haben, denn es flog innerhalb von weni-
kopter sah, der sich in einer Höhe von etwa 120 Metern gen Minuten vom Logan Circle zum Kapitol, über die Mall,
entlang der S-Straße aus Westen kommend in Richtung das Lincoln Memorial und dann Richtung Pentagon. Ja,
Osten bewegte. Daran ist in meiner Wohngegend nichts F-16 Jets sind noch schneller, ich weiß, aber dieses Ding
Ungewöhnliches. Er fiel mir nur auf, weil der den Such- bewegte sich weder wie ein Wolke mit dem Wind mit etwa
scheinwerfer eingeschaltet hatte, was normalerweise

Januar - Februar 2006 www.nexus-magazin.de NEXUS 67


15 km/h, noch flog es in die gleiche Richtung wie die ande- halb keinen Bericht machen würden. Hartnäckig schickte
ren Wolken! Also, was zum Teufel war das?“ er als nächstes Abzüge der Fotos und einen detaillierten
In der Vergangenheit lauteten die offi ziellen Antworten Bericht an das Büro des Präsidenten, doch er erhielt keine
auf diese Frage: (a) Inversionswetterlage; (b) Wetterbal- Antwort. Dann kontaktierte er Mitarbeiter des Pentagon.
lons; (c) Kugelblitze; (d) Sumpfgas; (e) Computerstörun- Es überrascht nicht, dass er auch von dort bisher keine
gen; (f) Meteoriten; (g) Vögel; (h) Sterne. offi zielle Antwort erhielt. Danach bot er seine Bilder dem
National Geographic an und stieß schließlich auf einen
stellvertretenden Artdirector, der ganz begeistert von den
Nationale Sicherheitsprobleme Bildern war. Der Fotograf hörte einen Monat lang nichts
mehr von seinem Ansprechpartner, und als er beim Nati-

U nd nun vergleichen Sie das Ereignis vom 2. Mai 2005


mit dem, was nur neun Tage später passierte. Die
FAA entzog einem Mann aus Pennsylvania die Flugli-
onal Geographic anrief, um nachzufragen, erfuhr er, dass
man dem Artdirector dort gekündigt hatte.
Als ich telefonisch bei der Pressestelle der Kapitol-Poli-
zenz, der am 11. Mai mit seiner zweisitzigen Cessna in zei nachfragte, was es mit den Ereignissen in der Nacht
den gesperrten Luftraum über Washington, D.C. flog, wo vom 16. Juli 2002 auf sich habe, sagte man mir: „Wir kön-
er mitten am Nachmittag eine emotionsgeladene Evakuie- nen weder bestätigen noch abstreiten, dass es zu die-
rung des Weißen Hauses und des Kapitols auslöste. Doch sem Ereignis einen Bericht gibt.“ Und als ich fragte, ob
wie ernsthaft war dieser Zwischenfall? NORAD schickte die Kapitol-Polizei die ganze Nacht in Bereitschaft sei,
zwei F-16 Jets und einen Black Hawk Hubschrauber, um antwortete der Sprecher: „Sicherheitspersonal ist rund
die Cessna abzufangen. um die Uhr in dem Gebiet stationiert, und es sind eben-
Die FAA teilte mit, dass dem Fluglehrer seine Lizenz falls rund um die Uhr Sicherheitskameras im Einsatz, die
entzogen wurde, und dass er mindestens ein Jahr warten das Gebäude und das Gelände überwachen.“ Schließlich
muss, um eine neue zu beantragen, woraufhin er dann wollte ich wissen, ob Abgeordnete auch spät abends noch
ganz von vorn mit Flugstunden zu beginnen habe. Da dort arbeiteten, wenn das Gebäude bereits für die Öffent-
der Fluglehrer der einzige ausgebildete Pilot an Bord des lichkeit geschlossen ist. Man erklärte mir: „Mitarbeiter
Flugzeugs war, trug er die Verantwortung für die Verlet- erledigen auch abends noch Angelegenheiten und arbei-
zung des gesperrten Luftraums. FAA Sprecher Greg Mar- ten so lange, wie es nötig ist.“
tin sagte: „Dies ist eine ungewöhnliche Maßnahme, die Im Verlauf meiner Untersuchungen über diesen
zeigt, wie ernst wir das Eindringen in gesperrten Luft- unglaublichen Fall habe ich eine riesige Menge an Mate-
raum nehmen.“ rial gefunden, das mit UFOs und Washington, D.C. im
Die große Frage in Bezug auf die immer wieder auftre- Zusammenhang steht. Resultat ist ein Buch mit dem Titel
tende Verletzung von gesperrtem Luftraum durch Außer- Capitol Offence: Alien Incursions of Restricted Airspace
irdische lautet: Wann stellen ein UFO oder eine UFO-Flotte [Angriff auf das Kapitol: Außerirdische dringen in den
eine Bedrohung der nationalen Sicherheit dar? Eine zwei- gesperrten Luftraum ein], das ich zusammen mit dem
sitzige Cessna gilt eindeutig als Bedrohung der nationalen Fotografen verfasst habe. Wer weitere Informationen zu
Sicherheit. Warum nicht ein UFO? Vielleicht, weil UFOs diesem Sachverhalt besitzt, kann mich gerne kontaktie-
noch keine offensichtlich feindlichen Operationen gegen ren.
uns durchgeführt haben ... bisher jedenfalls?
Allerdings hat die US-Regierung offensichtlich nach
jahrelangen Überlegungen in den 50er Jahren beschlos- Die Bilder dieses Artikels (und weitere) können im Inter-
sen, dass die einzige eindeutige und gegenwärtige Bedro- net unter den folgenden Links in Farbe angesehen werden:
hung für die nationale Sicherheit in der Gefahr einer Panik http://www.unicusmagazine.com/p2.htm
der Bevölkerung bestehe, aufgrund von zahlreichen UFO- http://www.unicusmagazine.com/p3.htm
Sichtungen. Und so begannen die offi ziellen Leugnungen,
Ablenkungsmanöver und Vertuschungen in dieser Ange-
legenheit.
Wissen die derzeitigen Machthaber in Washington
Bescheid? Natürlich gehört es zu ihrem Job zu wissen,
was los ist, und die meisten werden täglich aus unter-
schiedlichen Quellen informiert.
Eine solche Quelle ist der oben erwähnte Fotograf, der Zum Autor:
seit vielen Jahren in Washington lebt und arbeitet. Er
ist ein intelligenter Amerikaner, der es als seine Pfl icht Robert M. Stanley ist Autor und Forscher mit
ansah, den entsprechenden Behörden mitzuteilen, was er Schwerpunkt Technologietrends. Copyright für
gesehen hatte. Daher begab er sich einige Tage nach der diesen Artikel © 2005 UNICUS Magazine, 1147
Nacht des 16. Juli 2002 zum Kapitol und traf sich mit Ange- Manhattan Avenue 43, Manhattan Beach, CA
hörigen der dortigen Kriminalpolizei. Geduldig zeigte er 90266, USA, http://www.unicus-magazine.com.
ihnen die Fotos, die er am 4. und 16. Juli gemacht hatte, Der Autor kann unter [email protected]
und berichtete, was vorgefallen war. Nach sorgfältigen kontaktiert werden.
Überlegungen teilten die Kriminalbeamten ihm mit, dass
„kein Verbrechen stattgefunden habe“, und dass sie des-

68 NEXUS www.nexus-magazin.de Januar - Februar 2006


TWILIGHT ZONE
ALTE INDOGERMANISCHE STADT IM URAL Die waren fassungslos, als sie her- Forscher fanden heraus, dass
WAR TECHNISCH HOCHENTWICKELT ausfanden, dass Arkaim genauso alt die alte Stadt mit einem Regenab-
ist wie das alte Ägypten oder Baby- fluss- und Kanalsystem ausgestattet

P räsident Putin besuchte kürzlich


einen der rätselhaftesten Orte un-
seres Planeten: die Ruinen der alten
lon, und ein wenig älter als Troja und
Rom.
Gennady Zdanovich, Leiter der ar-
war, mit dem die Einwohner Über-
flutungen abwenden konnten. Die
Menschen waren auch vor Feuer ge-
Stadt Arkaim, die in der Nähe der chäologischen Expedition im Ural, schützt: Die Holzböden und Häuser
Stadt Chelyabinsk am südöstlichen musste die Beamten vor Ort von der selbst waren mit feuerfesten Subs-
Rand des Urals liegt. Historiker, Ar- wissenschaftlichen Relevanz Ar- tanzen imprägniert. Es war ein ziem-
chäologen und Ufologen versuchen kaims überzeugen. lich starkes Mittel, von dem immer
seit vielen Jahren, die Geheimnisse „Wir erreichten etwas scheinbar noch Überreste in den Ruinen zu fi n-
dieser Stadt zu lüften, die genauso vollkommen Irreales: das millionen- den sind.
alt ist wie die alten Zivilisationen in schwere Bauvorhaben in dem Gebiet Jedes Haus war mit „allen moder-
Ägypten und Babylon. wurde gestoppt“, erzählte der Wis- nen Annehmlichkeiten“ ausgestattet,
Welche Nation hat also vor mehr als senschaftler. wie man es heute ausdrücken würde.
40 Jahrhunderten in Arkaim gelebt? Archäologische Funde belegen, Es gab einen Brunnen, einen Ofen
Wie gelang es den Menschen einer so dass die Menschen, die in Arkaim und einen gewölbeartigen Lagerraum
alten Zivilisation, einen unglaublich lebten, Vertreter einer der ältesten für Nahrungsmittel in jedem Haus.
scheinenden technischen Entwick- indoeuropäischen Zivilisationen wa- Der Brunnen verzweigte sich in zwei
lungsstand zu erlangen, der teilweise ren, und zwar der indogermanischen unterirdische Gräben: einer führte
noch immer unerreichbar ist? Kultur. Es stellte sich heraus, dass zum Ofen, und der andere endete
Eine Gruppe russischer Forscher Arkaim nicht nur eine Stadt war, son- im Vorratsraum. Die Gräben dienten
unter der Leitung von Vadim Cher- dern auch ein Tempel und ein astro- dazu, den Ofen und den Vorratsraum
nobrovy ist kürzlich aus der rätsel- nomisches Observatorium. mit kühler Luft zu versorgen. Diese
haften Gegend zurückgekehrt. Der „Ein Hubschrauberflug über Ar- sorgte auch für einen starken Zug im
Wissenschaftler berichtete, dass Spe- kaim ermöglicht einem einen un- Ofen, sodass dort Bronze geschmol-
zialisten und Studenten zahlreich glaublichen Anblick. Die riesigen zen werden konnte.
Zeltcamps rund um Arkaim aufge- konzentrischen Kreise in dem Tal Der Hauptplatz in Arkaim war das
baut hätten. sind deutlich zu erkennen. Die Stadt einzige rechwinklige Gebilde in der
Das Arkaim-Tal im Süden des Urals war mit all ihren Außenbezirken von Stadt. Den Feuerspuren nach zu ur-
sollte eigentlich 1987 geflutet werden: den Kreisen umgeben. Wir wissen teilen, die in einer bestimmten An-
die Behörden wollten ein Wasserre- noch nicht, welche Funktion diese ordnung auf dem Platz zu fi nden sind,
servoir schaffen, um die ausgetrock- riesigen Kreise hatten, ob sie der Ver- wurde dieser Ort für Rituale genutzt.
neten Felder zu bewässern. teidigung, Wissenschaft, Erziehung Arkaim wurde nach einem vorher
Doch Wissenschaftler entdeckten oder irgendwelchen Ritualen dienten. ausgearbeiteten Plan als ein einziger
merkwürdige Kreise mitten in dem Einige Forscher behaupten sogar, Komplex erbaut, der auch nach as-
Gebiet. Also gaben die Behörden den sie seien die Startbahn eines uralten tronomischen Objekten ausgerichtet
Archäologen 12 Monate, um die Ge- Weltraumbahnhofs gewesen“, sagte war.
gend zu erforschen. Vadim Chernobrovy.

Januar - Februar 2006 www.nexus-magazin.de NEXUS 69


Während Archäologen mit akri- lang, muss mit Überschwemmungen darauf hinzuweisen, dass Frankreich
bischer Genauigkeit den Staub von den und Dürre gerechnet werden; in vie- das nächste Ziel sein werde. Er be-
alten Steinen fegen und versuchen, len Regionen werden Hurrikans und hauptete, Paris sei die nächste große
zu rekonstruieren, wie die Bewoh- Unwetter an der Tagesordnung sein. europäische Stadt, die mit einem
ner von Arkaim lebten, untersuchen Viele Städte weltweit werden überflu- schweren Anschlag zu rechnen habe.
die Ufologen andere Phänomene, die tet werden.“ „Gegen Ende des Sommers oder zu
sie in der Stadt bemerkt haben: uner- Unter den vielen Vorhersagen ist Beginn des Winters ... wird Frank-
klärliche Spannungsschwankungen, auch eine, die den amerikanischen reich, vor allem Paris, Ziel eines
magnetische Feldspannung, Tempe- Präsidenten Bush betrifft. Dr. Al- schweren Anschlags sein,“ sagte Al-
raturen und so weiter. Charni sagte voraus, der US Präsident Charni. „Ich kann deutlich drei Ziele
Quelle: Pravda, 16.7.2005, http://english. werde mit „schweren Problemen zu in Paris erkennen; den Eiffelturm,
pravda.ru/science/19/94/377/15814_ Ar- kämpfen haben, bevor er schließlich die Metro und den Bezirk Montpar-
kaim.html im Herbst 2005 an einem öffentlichen nasse.“
Ort erschossen werde“. Bush ist aller- Obwohl Dr. Al-Charni, der Vizeprä-
dings nicht der einzige Politiker, dem sident der internationalen Astrologen-
TUNESISCHER ASTROLOGE SAH DRAMA- ein vorzeitiger Tod prophezeit wird. vereinigung ist, eine hervorragende
TISCHE EREIGNISSE 2005 VORAUS Dr. Al-Charni kündigte an, dass Trefferquote hat, wenn es darum
auch der irakische Premierminis- geht, in die Zukunft zu blicken, so be-

D r. Hassan Al-Charni ist ein sehr


bekannter tunesischer Astrolo-
ge, der weltweit Aufsehen erregte, als
ter Iyad Allawi Opfer eines Mordan-
schlags werde, während der Präsident
der palästinensischen Autonomiebe-
wahrheitete sich seine Ankündigung
eines schweren Anschlags während
der Präsidentschaftswahlen in Paläs-
er Prinzessin Dianas tödlichen Auto- hörde Mahmoud Abbas (Abu Mazen) tina im Januar 2005 nicht.
unfall voraussagte – 11 Monate bevor im Mai oder Juni erschossen wer- Nur die Zeit wird zeigen, wie viele
er geschah. den sollte [oder am Ende des Jah- weitere von Dr. Al-Charnis Prophezei-
Am 1. Januar 2004 kündigte er an, res, wie es in einem anderen Bericht ungen für uns Wirklichkeit werden.
dass Yasser Arafat gegen Ende des heißt; zum Zeitpunkt des Drucks die- Quellen: Daily Star, Libanon 28.12.2004,
Jahres unter sehr undurchsichtigen ser Ausgabe lebten beide noch, ob- ht t p: //www.d ai lyst ar.c om .l b /ar t i cle.
und merkwürdigen Umständen ster- wohl der irakische Vizepräsident Dr. asp?edition_id=10&categ_id=2&article_
ben werde (was am 11. November Adel Abdulmahdi am 15. August nur id=11319; Babnet, 23.12.2004, http://www.
2004 auch tatsächlich passierte), und knapp einem Anschlag entging.] babnet.net/en_detail.asp?id=456; Al Ba-
er sagte ebenfalls die Ermordung des Zudem sagte er den Tod des sau- waba, 11.7.2005, http://www.albawaba.
Hamas Führers Scheich Ahmed Yas- dischen Königs Fahd für das Jahr com/en/news/186094
sin voraus (was sich am 22. März 2005 voraus [er starb am 1. August,
2004 bewahrheitete). nachdem er im Mai zu Untersu-
Al-Charni besitzt einen Doktorti- chungen ins Krankenhaus kam, über NUKLEARWAFFENEXPERTEN DES US-
tel in Astrophysik und ist weltweit als die nichts Näheres bekannt wurde.] MILITÄRS BESTÄTIGEN EXISTENZ VON
Berater für viele prominente und ein- Als Abschluss eines Jahres, das
flussreiche Personen tätig. In einem für die Staatsoberhäupter des Nahen UFOS
Interview mit der tunesischen Zeit- Ostens recht düster verlief, sollte
schrift Al-Hadath im Dezember 2004
machte er einige Voraussagen für das
Jahr 2005. Den astrologischen Anzei-
auch der ehemalige irakische Dikta-
tor Saddam Hussein noch vor Beginn
seines Prozesses sterben. Al-Charni
M ehrere Zeugen aus militäri-
schen und Geheimdienstkreisen,
die beim US-Luftwaffenkommando
chen zufolge, kündigte er an, werde kündigte zudem an, dass der israe- Strategic Air Command (SAC) und
2005 ein kritisches Jahr werden, so- lische Premierminister Ariel Sharon in anderen Bereichen als Nuklear-
wohl was die Politik als auch, was die sich im kommenden Jahr von seinem waffenexperten tätig waren, haben
Sozioökonomie angehe. Amt zurückziehen und den Rest sei- bestätigt, dass es UFOs nicht nur
„Es wird ein Jahr großer Krisen nes Lebens im Rollstuhl verbringen tatsächlich gibt, sondern auch, dass
und auch des Terrorismus werden. werde. ihre Besatzungen offensichtlich be-
Viele terroristische Anschläge wer- Während bei diesen Vorhersagen sorgt über unsere Nuklearwaffenar-
den überall auf der Welt stattfi nden, noch die verführerisch hohen Wett- senale sind.
einschließlich heftiger Angriffe, die einsätze locken, wird es kaum je- Ein solcher Zeuge ist Ross Ded-
Großbritannien, und vor allem Lon- manden geben, der bereit ist, auf rickson, ein Oberst der US-Air Force
don, erschüttern werden.“ seine letzte Ankündigung zu setzen. (USAF) im Ruhestand und Absolvent
Er kündigte damals ebenfalls an, Al-Charni glaubt, dass die andau- der Stanford Business School, der
dass Papst Johannes Paul II bald ster- ernden Sicherheitsprobleme im Irak in den 50er Jahren bei der ehema-
ben werde, drei Monate bevor dies dazu führen, dass US-Verteidigungs- ligen obersten Aufsichtsbehörde für
geschah. minister Donald Rumsfeld zurück- den Atomarbereich, der Atomic En-
„Das Wetter wird verrückt spie- treten muss. (Komisch, fast alle in ergy Commission (AEC) und später
len; das Klima wird sich dramatisch Washington sagen das gleiche.) bei Boeing arbeitete, wo er den Buch-
verändern, mit schrecklichen Konse- Die Anschläge in London am 7. haltungsbereich des Minuteman Nu-
quenzen; jederzeit, das ganze Jahr Juli 2005 veranlassten Dr. Al-Charni, klearwaffenprogramms leitete. Es

70 NEXUS www.nexus-magazin.de Januar - Februar 2006


folgt ein Auszug aus der Aussage, RD: Oh, ja. Oh, ja sicher. Sie wur- RD: Auf dem Flug zum Mond zer-
die er gegenüber Dr. Steven Greer im den so ernst genommen, dass Zeugen störten die ETs die Waffe. Sie wollten
Rahmen einer Untersuchung der un- solcher Flüge ihre Beobachtungen oft nicht zulassen, dass irgendeine ir-
abhängigen Forschungsgruppe Pro- gar nicht meldeten, weil das mit viel dische Regierung Nuklearwaffen im
ject Disclosure im September 2000 Bürokratie, Papierkram etc. verbun- Weltraum zündet, das haben sie wie-
machte. den war. Sie erstatteten absichtlich der und wieder deutlich gemacht.
Oberst Ross Dedrickson (RD): Ich keine Meldung. In den meisten Fäl- SG: Wie haben sie das deutlich ge-
hatte 1952, als ich bei der AEC war, len, in denen UFOs per Radar oder macht?
meine erste Begegnung mit UFOs, durch eine Meldung entdeckt wurden RD: Indem sie jede Waffe, die in
als sie Mitte Juli über Washington, – also, da versuchten sie, Flugzeuge den Weltraum geschickt wurde, zer-
DC flogen. Ich sah dort meine ersten loszuschicken, um sie abzufangen. störten ... Und später bei unseren Be-
neun UFOs ... Ich war Verbindungsof- Unsere Regierung reagierte sehr ag- suchen in Los Alamos und Livermore
fi zier in dem Stab, der zwischen dem gressiv, könnte man sagen. stellten wir fest, dass die Leute dort
Vorsitzenden der AEC und dem Ver- Und da war ein Vorfall, als wir eine an außerirdischer Technologie inte-
teidigungsminister vermittelte. Ich Nuklearwaffe über dem Pazifi k zün- ressiert waren, und zwar sehr stark.
hatte nicht nur zu Heer, Marine und deten, das war ungefähr 1961. Er ver- SG: Gab es bei diesen Gesprächen
Luftwaffe Kontakt, sondern auch zu ursachte große Bestürzung [bei den Hinweise darauf, dass dort Materi-
zivilen Einrichtungen wie CIA, NSA Außerirdischen], weil es stunden- alien außerirdischen Ursprungs un-
und anderen. lang jegliche Kommunikation in dem tersucht wurden?
In dieser Zeit bestand eine meiner Gebiet unmöglich machte. Es gab RD: Oh ja, allerdings. Das war näm-
Aufgaben darin, ein Team von Sicher- keinerlei Funkverbindungen mehr. lich genau die Zeit, in der die Area 51
heitsexperten zu begleiten, das alle Das war sehr wichtig. Und natürlich ins Gerede kam.“
Nuklearstützpunkte besichtigte, um waren die Außerirdischen darüber Das so genannte Disclosure Pro-
die Sicherheit der Waffen zu überprü- sehr besorgt, denn es hatte Auswir- ject, eine gemeinnützige Forschungs-
fen. Wir erhielten Berichte von UFO- kungen auf unsere Ionosphäre. Das gruppe im öffentlichen Interesse, hat
Flügen über die Waffenlager und ET-Raumschiff war sogar manövrier- über 400 Zeugen aus den Bereichen
sogar über einige Produktionsstät- unfähig, weil sein Magnetfeld gestört Militär, Geheimdienst, Regierung
ten. Und das ging die ganze Zeit so. war. Soviel ich weiß, versuchten wir und aus anderen Organisationen er-
Und nach dieser Belagerung, die entweder Ende der 70er oder An- mittelt, die von geheimen Projekten
ganzen 50er Jahre hindurch, wech- fang der 80er eine Nuklearwaffe auf und Zwischenfällen mit UFOs und
selte ich in den 60ern zum US-Pazi- dem Mond zu zünden, um wissen- Außerirdischen wissen. Die Aussa-
fi kkommando unter Admiral Felt. Ich schaftliche Messungen anzustellen gen dieser Zeugen, Regierungsun-
leitete den Ausweichgefechtsstand, und dergleichen. Das war für die ETs terlagen und andere Beweise können
als Offi zier, der mit der Planung von nicht akzeptabel. eingesehen werden unter
Nuklearwaffenoperationen beschäf- SG: Was geschah dann? http://www.DisclosureProject.org.
tigt war. In dieser Zeit kam ich mit
NORAD [North American Aerospace
Defense Command – das gemeinsame
Luftverteidigungskommando von Ka-
nada und den USA] und mit Opera-
tionen des SAC in Berührung, und
war an der Planung des Einsatzes
von Nuklearwaffen beteiligt. Damals
erfuhr ich auch von einer Reihe von
Vorfällen, bei denen UFOs eine Rolle
spielten.
Später verließ ich dann die Air
Force und arbeitete bei Boeing, wo ich
für die Buchhaltung im Bereich Nu-
klearwaffen, also für Minuteman I, II
und III, verantwortlich war. In dieser
Zeit erfuhr ich auch von Zwischenfäl-
len mit Nuklearwaffen. Unter diesen
Zwischenfällen waren solche, bei de-
nen Nuklearwaffen in den Weltraum
abgeschossen wurden und dort von
Außerirdischen zerstört wurden.
Dr. Steven Greer (SG): Wurden
die Flüge über Nuklearwaffendepots
ernst genommen?
„Ja, ist ja gut! Du hast also eine neue UFO-Website entdeckt.
Und was gibt’s Neues?“

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DEUTSCHE BÜCHER gibt, der Wahrheit über Chemtrails eine Auswahl offi zieller Gegendar-
endgültig auf den Grund zu kom- stellungen („Kein Grund zur Sorge!“)
men; sie räumen daher ein, dass im Anhang, bei denen der Leser
Chemtrails – Verschwörung am sich derzeit keine harten Beweise für selbst entscheiden mag, wieweit sie
Himmel die Existenz eines groß angelegten ihn beruhigen.
Geheimprojekts fi nden lassen. Was Für einen Autor, der Chemtrails
Chris Haderer und Peter Hiess die Autoren aber präsentieren, sind zumindest als Möglichkeit in Betracht
Verlag V.F. Sammler, Indizien, die sehr, sehr nachdenklich zieht und der nicht davor zurück-
Hardcover, 136 Seiten, viele farbige machen. schreckt, bei seinen Recherchen alles
Abbildungen auszugraben, was das Internet dazu
ISBN 3-85365-213-1 an apokalyptischen Visionen her-
Preis: 14,95€ gibt, für den ist es sicher nicht leicht,
bei der Thematik einen kühlen Kopf

C hemtrails sind in den letzten


Monaten auch in Deutschland zu
einem Diskussionsthema geworden,
zu bewahren. Ich fi nde, Haderer
und Hiess haben diese schwierige
Aufgabe hervorragend gelöst, und
das die Menschen in mindestens drei dafür gehört ihnen mein Respekt.
Gruppen teilt: Die einen wissen noch Besonders danken möchte ich auch
überhaupt nicht, wovon die Rede sein dem Verlag, der dieses Buch in sehr
soll, die anderen sind überzeugt, dass ansprechender Ausstattung und zu
allein die Erwähnung des Begriffs ein einem mehr als fairen Preis produ-
sicheres Zeichen von nahender Geis- ziert hat. Ein kleiner Kritikpunkt am
teskrankheit ist, und die dritten sind Schluss: Das Buch hätte angesichts
sicher, am Himmel eines der prophe- der vielen enthaltenen Informationen
zeiten Zeichen des nahenden Welt- einen Index vertragen können. Aber
untergangs zu sehen. Hinzu kommt, vielleicht wird der in der nächsten
dass das Thema beinahe ausschließ- Für mich persönlich spricht allein Auflage ja noch nachgeliefert.
lich im Internet diskutiert wird und das Bildmaterial in diesem Buch für tk
dadurch nur den „vernetzten“ Teil sich, ganz abgesehen von den vielen
der Bevölkerung erreicht. Oftmals anderen Informationen, die die Auto-
scheint außerdem die Art und Weise, ren hier zusammengetragen haben: Das Kaali-Patent!
wie das Thema abgehandelt wird, Angefangen von der Darstellung Sieg über Krebs und Aids?
denen Recht zu geben, die meinen, des berüchtigten Welsbach-Patents
es handle sich dabei nur um die neu- zur Ausbringung von Aluminium- Sigmund C.F. Arnim
este Paranoia unverbesserlicher Ver- partikeln und Bariumsalzen in der Carl Heinz Hammerstein
schwörungstheoretiker. Atmosphäre, über die (unstrittigen) Indigo Gesundheit
Ein kluges, gut gemachtes Buch physikalischen Wirkungsmechanis- 396 Seiten, ISBN 3-00-016973-3
war daher überfällig. Und genau dies men der Wolkenbildung, bis hin zu Preis: 14,95€
ist Chris Haderer und Peter Hiess einem viel sagenden Interview mit
meiner Meinung nach gelungen: Ihr
Schreibstil müsste eigentlich auch
skeptischen Lesern fair erscheinen,
einer anonymen Informationsquelle
namens „Deep Shield“. Von diesem
wird vermutet, dass es sich um einen
E in Mensch wird krank, und sein
Körper schafft es alleine nicht,
mit der Krankheit fertig zu werden.
da er genug Raum für Zweifel lässt Wissenschaftler aus dem National Deshalb begibt er sich in die Hände
und nicht vorschnell einen unbeleg- Livermore-Laboratory handelte, der von Ärzten, die den Patient nach allen
baren Standpunkt einnimmt. Ande- sich kurz vor seinem Selbstmord ent- Regeln ihrer Kunst diagnostizieren,
rerseits lässt das Buch kaum eine schloss, noch ein paar Details über ein an immer neue Apparate anschließen,
mögliche Interpretation des Phäno- Projekt zu berichten, mit dem – wenn ihn mit einer kaum zu glaubenden
mens aus und schreckt dabei auch es denn so stimmt – die Regierungen Zahl von Medikamenten voll stopfen
nicht zurück, selbst die düstersten der Welt verzweifelt versuchen, un- ihn dann an Kollegen verweisen, bis
Vermutungen zumindest ansatzweise seren Planeten mit technischen Mit- er schließlich – „austherapiert“, aber
zu nennen – immer mit Quellenan- teln vor dem kurz bevorstehenden um nichts gesünder – als chronischer
gabe versteht sich, sodass der Leser Wärmetod zu retten (nachdem sie Fall gilt. So weit, so deprimierend.
ggf. noch tiefer graben kann. Die vorher keine Unterlassungssünde Geschichten wie diese gibt es über-
Autoren geben offen zu, dass es beim scheuten, um diese Gefahr erst ent- all, und wir hören sie eigentlich gar
heutigen Stand des Wissens für Bür- stehen zu lassen). nicht so gern, denn sie erinnern uns
ger mit notwendigerweise begrenzten Um der Ausgewogenheit Genüge daran, dass es uns selbst eines Tages
Mitteln der Recherche keine Chance zu tun, fi ndet sich allerdings auch genauso gehen könnte.

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Doch in dieser speziellen Geschichte bekannten roten Faden von behörd- eigentlich, kann ich jetzt sagen, denn
passiert nun das Ungewöhnliche: Der licher Gängelung hart am Rande des sein neues Buch enthält durchaus
Mann hat einen Nachbarn, der mit staatsbürgerlich Vorstellbaren stößt. Fakten, die mich zum Nachdenken
obskuren Heilungs-Geräten expe- Mittlerweile scheint mir dies ein bringen, um nicht zu sagen, auf-
rimentiert, und der gibt ihm eines Anzeichen dafür zu sein, dass wir es rütteln. Und das wollte er ja auch
Tages ein kleines Kästchen zur Blut- mal wieder mit mit einer Reihe von erreichen, wie er schon im Vorwort
reinigung nach Dr. Beck. (Genau Erfi ndungen zu tun haben, die so gut schreibt.
dieses Gerät hatte ich in der letzten sind, dass gewisse Mächte sie lieber
NEXUS-Ausgabe vorgestellt.) Nun schleunigst in der Versenkung ver-
wendet sich das Schicksal: Der Mann schwinden lassen würden. Dr. Beck,
wird von Stund’ an gesünder, beginnt der vielfach andeutete, man „sei hin-
nach und nach auch die anderen ter ihm her“, starb dann auch tat-
Komponenten des Beck-Protokolls für sächlich unter dubiosen Umständen,
sich zu erschließen, und einige Zeit und daher gebührt es ihm nicht nur
später schreibt er mit seinem Nach- wegen seiner Erfi ndungen, sondern
barn sogar ein Buch über diesen Dr. auch wegen dieses eigentümlichen
Beck und alles, was man sonst noch Schicksals, dass wir seinen Namen
fi ndet, wenn man sich in den höchst in einer Reihe mit anderen Erfi n-
erstaunlichen Bereich der Elektro- dern Aufsehen erregender Heilungs-
Medizin begibt. technologien erwähnen: Royal Rife,
Wilhelm Reich, Ruth Drown, Nikola
Tesla, Hulda Clark und so weiter.
Was haben alle diese Forscher
gemeinsam? Dass sie von der staatlich
kontrollierten, „wissenschaftlichen“ Gerade die Kapitel über das Vor-
Medizin zuerst ins gesellschaftliche anschreiten der Neuen Weltordnung
Abseits und dann in den Untergang in Europa und Deutschland fi nde
getrieben und daraufhin vom Rest ich wirklich sehr, sehr wichtig. Vor
der Welt vergessen wurden, obwohl lauter Global-Katastrophen könnte
sie in ihren Hochzeiten unglaubli- man nämlich leicht übersehen, dass
che Heilerfolge vorweisen konnten. auch hierzulande das Geschehen mit
Mir gibt dies sehr zu denken. Doch eiserner Hand vorangetrieben wird.
es ist müßig, hier „Verschwörung“ Was ich in Viktor Farkas’ Buch über
zu rufen, solange wir selbst unser die neue EU-Gesetzgebung oder bei-
Schicksal nicht selbst in die Hand spielsweise über die neue Realität
nehmen, diese Methoden wieder aus- des Arbeits- bzw. Arbeitslosenmarkts
graben, an uns selbst ausprobieren gelesen habe, müsste eigentlich schon
und anderen davon erzählen. ausreichen, um jeden auf die Barri-
Was als Erfahrungsbericht aus „Take back your power,“ sagte Dr. kaden zu treiben.
erster Hand beginnt, mausert sich Beck, und ich hoffe, dass genug von Doch irgendwie verpufft der Ein-
im Verlauf des Buchs zu einem regel- uns das hören und umsetzen. Für druck bei mir dann auch wieder
rechten Kompendium der Elektro- mich ist dieses Buch ein konkreter schnell und weicht einem allgemein-
Medizin, in dem kaum ein Detail zu Schritt dahin. laschen Gefühl von „Es ist aber auch
kurz kommt. Dies und die Tatsache, tk gar nichts mehr in Ordnung“. Das
dass es auf weiter Flur kein anderes mag an meiner individuellen oder
Buch gibt, das ihm bei dieser The- auch einer typisch menschlichen
matik das Wasser reichen könnte, Mythos Informationsgesellschaft Eigenschaft liegen; vielleicht liegt es
macht „Das Kaali-Patent!“ zu einem aber auch ein bißchen an der Art, wie
Werk, das ich jedem nur wärmstens Viktor Farkas Viktor Farkas dieses Buch geschrie-
empfehlen kann. Erstens, weil die Kopp Verlag ben hat: Manches Mal hätte ich gerne
im Buch beschriebenen Technolo- 335 Seiten, gebunden. noch mehr in die Tiefe geschaut,
gien für jeden verfügbar sind und im ISBN 3-938516-14-3 hätte gerne noch ein paar Seiten
Zeitalter der globalen Epidemien viel- Preis: 19,90€ mehr dazu gelesen und lieber die
leicht noch einmal unsere letzte Hoff- ganze Geschichte erfahren, als gleich
nung darstellen könnten. Zweitens,
weil man bei der Sichtung des The-
mas nur allzu schnell wieder auf den
V on Viktor Farkas hatte ich bisher
trotz seiner vielen Veröffentli-
chungen noch nichts gelesen. Schade
wieder ins nächste Thema gehetzt zu
werden. Aufgefallen ist mir dies bei-
spielsweise bei der Geschichte um

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REVIEWS Bücher – Videos – Produkte

den Genozid, den die Hutus an den ENGLISCHSPRACHIGE BÜCHER kann, um sie zum schnellen Auf-
Tutsis begingen. Hier weiß ich aus stehen zu motivieren oder ihnen, in
eigener Lektüre, dass die Fakten weit einer anderen Anwendung des Preda-
komplexer (und auch noch weit beein- The men who stare at goats tors, ein Auge herauszuhebeln, weil
druckender) sind, als der Autor sie sich dadurch eine relativ abschre-
darlegt. Jon Ronson ckende Wirkung für die Umstehen-
Dabei ist Viktor Farkas eigent- Picador/Pan Macmillan, UK, 2004, den ergibt. Wir erfahren außerdem
lich jemand, der sich durchaus ums 2005 von militärischen Remote-Viewing
Kleingedruckte kümmert – gelegent- Paperback, 278 Seiten Spezialisten, die mit unglaublicher
lich hat man sogar den Eindruck, dies ISBN 0-330-37548-2 Treffsicherheit ihren Geist an entle-
sei sein eigentliches Metier: das zähe Pres: 13,50 € gene Orte versetzen können und die
Nachverfolgen der großen Meldungen www.picador.com von dort Unglaubliches berichten
und das Ans-Tageslicht-Zerren des- – etwa über die Probleme der unter-
sen, was sie eigentlich bedeuten. Das irdisch lebenden Marsbevölkerung,
kann er und das tut er auch in diesem von der ein Großteil liebend gerne auf
Buch. Nur schade, wenn ich als Leser die Erde einwandern würde, wenn
mit Quellenangaben abgespeist wer- nur die hier lebenden Eingeborenen
den, die lauten: „Ende des ausführ- nicht so aggressiv wären.
lichen Zitats aus einem interessanten Der hintergründige Schreibstil Jon
Buch mit starken Worten.“ Ich kriege Ronsons macht dieses Buch zu einem
da den Eindruck, dass der Autor mir erstklassigen Lesevergnügen, und wenn
nicht zutraut, das auch selber zu seine Geschichten aus den Geheim-
lesen, was er da gerade studiert hat. labors unseres merkwürdigen Plane-
Oder vielleicht sind ihm seine Quel- ten nicht gleichzeitig zum Schreien
len manches Mal so „heiß“ erschie- komisch wären, dann würde man nach
nen, dass es ihm sicherer schien, sich dem Lesen am liebsten bei den Marsia-
nicht direkt auf sie zu beziehen? So, nern anfragen, ob sie nicht ein friedli-
als wollte er, um sein Buch salonfähig ches Plätzchen in einer ihrer Höhlen
zu halten, es lieber damit bewenden
lassen, das Thema zwar zu nennen,
aber die schlimmsten Aspekte davon
E s gibt hochgeheime Projekte beim
Militär, wo Nahkampf-Spezia-
listen (erfolgreich) üben, Ziegen so
frei haben.
tk
dann doch lieber unerwähnt zu las- lange anzustarren, bis sie tot umfal-
sen. len. Das glauben Sie nicht? Doch,
Ein Blick in die Bibliographie zeigt, doch. Jon Ronson wird es Ihnen haar-
dass Viktor Farkas umfangreiches klein erzählen, und dabei noch einen MUSIK CDs
Material gesichtet hat und seine The- ganzen Sack anderer Geschichten
men bestimmt weitaus besser kennt, aufmachen, die nicht minder obs-
als er im Buch zeigt. kur sind: Von hochrangigen Militärs, Wingmakers
Vielleicht sollte ich es noch ein- die (vergeblich) versuchen, durch
mal anders zu sagen versuchen: die Wand zu gehen, oder von einem Verschiedene CDs „kosmischen
Ich fi nde dieses Buch wichtig, keine Folter-Spezialisten, dem von seinen Ursprungs“
Frage. Jeder sollte die vom Autor dort eigenen Kollegen LSD verabreicht http://www.wingmakers.com/
zusammengetragenen Themen ken- wird, um zu überprüfen, ob man sich
nen. Aber ich würde Viktor Farkas
durchaus zutrauen, beim nächsten
Mal ein noch besseres Buch zu schrei-
weiterhin auf sein Stillschweigen ver-
lassen kann (konnte man nicht), und
der daraufhin aus einem Fenster im
D as Internet ist bekanntlich voll mit
unergründlichen Geschichten.
Eine davon, die mir besonders gut
ben; vielleicht müsste er nur sowohl 10. Stock geworfen wird (tödlich). gefällt, ist die der Wingmakers. Wer
sich als auch seinen Lesern mehr ver- Nebenbei erfährt man in diesem sie sind, sagen sie nicht; stattdessen
trauen, um seine Themen noch tiefer Buch auch von hochgeheimen Plänen stellen sie eine geheimnisvolle und
„unter die Haut“ gehen zu lassen. Ich gewisser US-Militärstrategen, andere komplexe Präsentation ins Web, auf
jedenfalls würde ihm dann als Leser Völker zu unterwerfen, indem man der verschiedene Bereiche zeitge-
erst recht treu bleiben. ihnen tagelang dasselbe Lied aus der nössischer Kunst integriert werden:
tk Sesamstraße brüllend laut vorspielt; Musik, Lyrik, Malerei, Philosophie
von „Predator“ genannten, hand- und Erzählung. Über Letzteres ist hier
lichen Multi-Werkzeugen, die man am Leichtesten zu sprechen, obwohl
beispielsweise auf dem Boden lie- es mir ja hier eigentlich um die Wür-
genden Verdächtigen ins Ohr stecken digung ihrer Musik gehen soll. Jeden-

74 NEXUS www.nexus-magazin.de Januar - Februar 2006


REVIEWS Bücher – Videos – Produkte

falls behaupten die Betreiber der sagen, übereinander geschichteten nicht ab in obskure Klangextreme.
Website, dass die Kunst der Wing- Harmonien, gesprochener Poesie und Gesamteindruck: Hier ist einer mit
makers außerirdischen Ursprungs uralter Mantras in den ursprüng- ganzem Herzen bei der Sache.
sei und auf Funde zurückgehe, die in lichen Sprachen. Diese Klangwelt na
verschiedenen Höhlen auf der Erde inspiriert und tritt in Resonanz mit
gemacht wurden – in Form von Gemäl- unserer tiefsten Sehnsucht, des Gött-
den, schriftlichen Aufzeichnungen lichen in uns gewahr zu werden.“ Liquid Sound Vol.1
und speziell codierten Audio-Auf- Ja genau, so hätte ich das ansonsten
zeichnungen, die dann lediglich von auch ausgedrückt. Sehr passend. Ach ja: Various
ihren Findern auf CD gebracht wer- auf langen Nachtfahrten auf der Auto- Label: Liquid Sound Music
den mussten. Die Geschichte ist sehr bahn, während man dabei den Him- Distribution: www.liquidsound.de
komplex und spielt auf verschiedenen mel nach seltsamen Lichterscheinungen
erzählerischen Ebenen, ein genialer absucht, lassen sich die CDs auch sehr
Wissenschaftler, Dr. Neruda, erzählt gut anhören.
einer atemlos zuhörenden Jour-
tk
nalistin die Geschichte der Funde,
der Geheimdienst ist jederzeit mit
von der Partie, und es wird eigent-
lich auch sonst nie langweilig. Man Vector Lovers
kann diese Geschichten und Inter-
views glauben oder auch nicht, aber Label: Soma Records
sie sind jedenfalls gut geschrieben Distribution: Rough Trade
und die dargebotenen „Fundstücke“ Huch – Vector Lovers?! Und ein
der Wingmakers, ihre Gemälde, ihre Manga-artiges Plattencover?! Kompo- Normalerweise bespricht man
Gedichte, ihre Musik, entsprechen niert hier ein japanischer Mathema- keine Produktion, bei der man selbst
durchaus heutiger Ästhetik. tik-Freak geometrisch konstruierte mitgewirkt hat. Aber in diesem Fall
Klänge?! wollte die Redaktion eine Ausnahme
Nein, hier handelt es sich um eine machen. Na denn:
Mogelpackung: Dieses Album ist näm- Selten ist bei einer CD der Name so
lich eine herrlich gefühlvolle elektro- sehr Programm wie bei dieser Com-
nisch-ambiente Klangreise, die man pilation. Wasser ist Informationsträ-
hinter diesem Cover nie vermuten ger. Wir bestehen bekanntlich zu 70%
würde. Der Engländer Martin Whee- daraus. Im Wasser eingetaucht kann
ler, der hinter dem Ganzen steckt, Außen zum Innen und Innen zum
bezeichnet sich selbst als einen nach Außen werden. Im Wasser wird unser
Comics verrückten Computernerd, Körper leichter, die Empfi ndungen
aber er liebt auch die 80er, bezeich- feiner. Wenn das Wasser dazu noch
net Depeche Mode und Soft Cell als unsere Körpertemperatur hat und
Die Musik der Wingmakers, um seine erste Inspirationsquelle. Und der Salzgehalt uns ein freies Schwe-
endlich zum Thema zu kommen, dann macht plötzlich alles Sinn, denn ben ermöglicht, sind die optimalen
besteht aus einer über die Jahre die Emotionalität, verbunden mit der Bedingungen für den Hörgenuss die-
auf neun Veröffentlichungen ange- Kühle des Computers, ergibt das ser CD geschaffen. Liquid Sound Vol.1
wachsenen Reihe von CDs, deren Spannungsfeld dieses Albums. Vector ist flüssiger Klang.
Stil man wohl, kämen sie von einem Lovers - auf einmal scheint der Name Zusammengestellt und gemixt
irdischen Produzenten, mit Begrif- gut gewählt. vom Liquid Sound Begründer Micky
fen wie „Ethno-Lounge“, „Electronic Kitsch und Klischee werden von Remann, sowie den DJ‘s Raphaël
Vibes“ oder „Ambient Shamanism“ Martin Wheeler übrigens geschickt Marionneau (Abstrait Music) und
beschreiben könnte. Doch da sie von umkurvt. Mit jeder Minute Spielzeit Nartak, ist diese Compilation mehr
einer fernen Sternen-Kultur stam- entstehen mehr Tiefe und Vertrauen. als ein weiteres Wellness Produkt. Im
men, dienen sie natürlich nicht nur Man hört, dass dieses Album auch richtigen Umfeld kann sie uns ein Rei-
solch profanen Unterhaltungszwe- als Gesamtwerk stimmig sein soll. sebegleiter ins Ich und ein wichtiges
cken, sondern sie inkorporieren, um Seelenverwandte Kollegen wie Aphex Heilmittel sein. Dabei ist die Mixtur
die Wingmakers mit ihren eigenen Twin oder Boards of Canada lassen der ausgewählten Stücke genauso
Worten wiederzugeben, „... die Ener- sich heraushören, werden aber nicht grenzen- und zeitlos wie das Was-
getik höherer Dimensionen durch den kopiert. Martin Wheeler bleibt ganz ser an sich. Die beteiligten Künstler
Gebrauch exotischer Rhythmen, ver- der Liebhaber, ist immer um uns wie Ohm-G, Kokoon, Der Spyra, Star
wobener Melodien, meditativer Pas- besorgt, trägt uns und driftet auch Sounds Orchestra und Pangea defi-

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REVIEWS Bücher – Videos – Produkte

nieren das Thema Entspannungsmu- dären Chillout Clubs “le café abs- vielleicht nicht wirklich alles heraus-
sik stilistisch auf unterschiedlichste trait“, Raphaël Marionneau... holen, was im ungünstigen Fall ins
Art und Weise. Chillout, Weltmu- Biggabushs Mix ist eine wohltu- Wasser hineingelangt sein könnte,
sik, Ambient und Meditationsmusik end mutige Zusammenstellung musi- z.B. Nitrate, Viren, Bakterien, oder
fügen sich ganz wunderbar ineinan- kalisch unkonventioneller Titel. Das Fluoride.
der. So ist tiefe Entspannung mög- Set beginnt mit einem einminütigen Und bei Umkehrosmose-Systemen
lich, denn man fühlt sich geborgen. Klangschalen-Intro und lässt dann verunsichern mich die Gerüchte über
Nicht umsonst wird die CD von vie- warmen Acid-Jazz und Dub mit viel deren Anfälligkeit für Verkeimung;
len Masseuren und Therapeuten für Raum und einem aufregend exo- außerdem ist die Filterwirkung
die Untermalung ihrer Behandlungen tischen Flair folgen. Raphaël Mari- immer nur so gut wie die Membran,
genutzt. onneau wiederum tut das, was er am die vielleicht schneller verschleißt,
Liquid Sound ist aber auch im besten kann: Sein von ihm defi nierter als mir lieb ist.
größeren Rahmen erfahrbar: mitt- „French Chillout“-Stil bietet viel Emo- Destillations-Systeme setzen die
lerweile gibt es drei verschiedene tion und zählt zu Recht zu den prä- Verfügbarkeit von Strom voraus und
Thermen in Deutschland, in denen genden Stilen der internationalen sind außerdem damit im Verbrauch
das Unterwasser-Hörerlebnis ver- Chillout-Szene. Downtempo, ruhig recht teuer. Leichtflüchtige Kohlen-
mittelt wird. Prädikat: Unbedingt und einfach wunderschön. wasserstoffe (Dioxin, Chlorverbin-
empfehlenswert. Weitere Infos zum na dungen, etc.) verdampfen übrigens
Thema und zu den einzelnen Ther- mit und werden daher nicht ausge-
men: www.liquidsound.com fi ltert. Stattdessen bleiben aber alle
na Mineralien im Filter, und das ist
PRODUKTE meines Wissens nach eher ungün-
stig.
Les Ambassadeurs Vol.2
Wasserfilter PROaqua 4200
Various
Label: Abstrait Music Preis: Ca. 2.000€, abhängig von der
Distribution: Nova Media Konfiguration der Filterelemente
Obwohl die Globalisierung unserer Erhältlich über PROVITEC,
Welt immer stärker voranschrei- www.provitec.de
tet, sind dennoch in jedem Land ein Telefon: 0049 (0)8546 - 97 39 0
individueller Spirit und gewisse kul-
turelle Eigenheiten wahrnehmbar.
Musik war schon immer ein geeig-
neter Mittler für diese Unterschiede.
W asser kommt hierzulande ja
bekanntlich aus der Leitung
und man kann es bedenkenlos trin-
Das gilt nicht nur für traditionelle ken, denn seine Qualität wird all-
Musik, sondern auch für die moderne zeit von den lautlos und effi zient im
Club Kultur. Hintergrund arbeitenden Wasser-
Somit ist jeder Künstler auch ein werken kontrolliert. Das ist wirklich
Botschafter seines Landes. Genau auf sehr schön und ich male auch nur
dieser Idee beruht das Konzept von ungern den Teufel an die Wand. Aber Wenn man sich wegen all dieser
„les ambassadeurs“: Zwei Künstler im Zeitalter globaler Katastrophen ist Nachteile für keine dieser Technolo-
verschiedener Herkunft nehmen uns es vielleicht gar nicht so vermessen, gien so richtig erwärmen kann, was
mit auf eine Reise durch die klang- sich über einen Plan B Gedanken zu bleibt dann noch? Mir scheint, dass
liche Vielfalt ihrer Heimat: Diploma- machen. Angenommen, das Wasser eine neue Generation von Feststoff-
tie im Audioformat. käme einmal nicht mehr aus der Lei- Filter Geräten eine Alternative bie-
Die erste Ausgabe dieser Serie tung? Oder nicht in der gewohnten ten könnte. Bei dieser Technik wird
erschien vor 3 Jahren. Qualität? Da würden wir wahr- das Wasser über Reihen verschie-
Damals lud Abstrait Music-Begrün- scheinlich ganz schön in Schwierig- dener, spezialisierter Einzel-Filter
der Raphaël Marionneau den Cafe del keiten geraten. geführt, wobei jedes Filterelement
Mar DJ Bruno from Ibiza ein. Nun Mir jedenfalls waren diese Beden- für eine spezielle Art von Filterleis-
erscheint die zweite Ausgabe die- ken Anlass genug, mich um eine Mög- tung zuständig ist: Aktivkohle ist
ser CD-Serie und bietet den künst- lichkeit zu kümmern, mein Wasser dabei ein bewährtes Element. Das,
lerischen Zusammenschluss von DJ selbst zu fi ltern. Und Wasserfi lter gibt was die Kohle nicht schafft, wird
Biggabush (Rockers Hi Fi, Lightning es ja genügend auf dem Markt, sollte dann von den nachfolgenden Filter-
Head) mit dem Erfi nder des legen- man denken. Nur: Ein einfacher und elementen aufgefangen, zum Beispiel
preisgünstiger Aktivkohle-Filter wird Blei, Cadmium, Nickel, Eisen vom

76 NEXUS www.nexus-magazin.de Januar - Februar 2006


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Redoxol-Filter; Nitrat, Nitrit, Sulfat parat und in diversen Muskeln, eine


vom Nitratselektiven Anionenaustau- Afte auf der Zunge, und nicht zu ver-
scher; für Bakterien, Parasiten und gessen: allgemeine Abgeschlagen-
Mikroorganismen ist der Bakterien- heit und Unbalanciertheit, die mich
fi lter zuständig. manchmal erwischen und die mit
Wenn die Filterelemente verbraucht dem Skenar viel schneller zu ver-
sind, kann ich die Filter selbst rege- zum Beispiel die recht schnell ein- schwinden schienen. In der Literatur
nerieren – mit Ausnahme des Bakte- setzende Gewöhnung des Körpers an werden noch weit umfassendere Wir-
rienfi lters, den ich neu kaufen muss. den elektrischen Reiz. Beim Skenar ist kungsbereiche beschrieben, bis hin
In den USA und Australien sind dies nicht möglich, denn die Impulse zu endokrinologischen Umstellun-
bereits mehrere solcher Geräte auf verändern sich ständig und werden gen, die mit dem Skenar möglich sein
dem Markt. In Deutschland habe ich vom Gerät selbst immer wieder neu sollen. Aber ich bin ja kein Arzt und
nur eines gefunden, den PROaqua bestimmt. Es verfügt dazu neben der kann solche Dinge nur an mir selbst
4200. Der Platzbedarf für das Gerät „aktiven“ Elektrode über eine zweite ausprobieren. Manchmal hatte ich
kann als bescheiden beurteilt wer- „passive“, über welche eine ständige auch schon Beschwerden, bei denen
den, es passt locker unter meine Hautwiderstandsmessung erfolgt, mir der Skenar nicht helfen konnte,
Spüle und teilt sich dort sogar noch die dann wiederum für das Gerät die zum Beispiel bei Fieber und Erkäl-
den Platz mit Mülleimer und Spülma- Grundlage für die Berechnung des tungen. Aber insgesamt bin ich von
schinen-Tabs. Strom braucht es kei- neuen Impulses bildet. Erfahrungs- ihm wirklich beeindruckt, und ein
nen, und sollte der Wasserfluss aus berichte über die Wirksamkeit dieses geschulter Mediziner würde mit dem
der Leitung eines Tages versiegen, Geräts, die ich im Internet las, waren Gerät vielleicht noch weiter kommen,
dann kann ich Wasser notfalls auch überschwänglich und berichteten von als ich es kann.
aus einem Eimer in den Filter laufen wahren Wunder-Effekten. Mittlerweile gibt es auch schon
lassen. Neugierig, wie ich bin, hatten sie deutlich günstigere Geräte, sowohl
tk mich natürlich gekriegt, die Russen, bei der oben genannten Firma als
und ich orderte mir beim österrei- auch von anderen Herstellern. Die
chischen Importeur einen Skenar Skenar-Technologie scheint in Russ-
Skenar 97.4 – zu dieser Zeit das beste verfüg- land weit verbreitet zu sein, und es
bare Modell. Gleich nach dem Aus- gibt mittlerweile bereits mehrere
Importeur: Fa. Enerbalance packen wurden mir zwei Dinge klar. Geräte-Generationen auf dem Markt.
VertriebsgesmbH, Wien Erstens: Wenn man das Gerät voll Die gehobene Klasse unterscheidet
Preis: 2.950 € incl. Mwst. oder auf aufdreht und seiner Frau die Elek- sich von den einfacheren vorwiegend
Mietbasis. trode auf die blanke Haut drückt, durch eine zweite Betriebsart: Diese
www.enerbalance.at kann man sie nachhaltig erschre- erlaubt ein differenzierteres Vorge-
cken und eine leichte Ehekrise aus- hen, bei dem der Anwender sich nach

W äre es nicht klasse, wenn es


ein Gerät gäbe, nicht größer als
eine TV-Fernbedienung, mit dem sich
lösen. Zweitens: Mehr differenzierte
Interventionen erfordern beinahe
zwingend den Besuch von Anwender-
verschiedenen numerischen Wer-
ten auf dem Display richtet, die ihm
ermöglichen, verschiedene Behand-
diverse Krankheiten und Schmerzen schulungen. Ein Zwei-Tages-Seminar lungsstrategien zu verfolgen.
im Nu wegzaubern lassen? Und wenn war im Kaufpreis des Geräts gleich Man könnte vereinfacht vielleicht
das Ding auch noch intelligent genug enthalten. Ein weiteres, das ich dann sagen, dass das Gerät eine Art Elek-
wäre, selbst zu entscheiden, wie hoch auch noch besuchte, kostete noch- tro-Akupunktur ermöglicht, bei
die Dosis sein muss? mals Geld. der der Anwender durch die ange-
Nun, in Russland gibt es solche Damit sind wir mit den Nach- zeigten Werte auf dem LCD-Display
Geräte schon seit den späten 1970ern: teilen aber auch schon durch. Was gezielt an die wirkungsvollsten Stel-
Sie heißen „Skenar“ und sind für bleibt, ist ein hervorragendes Gerät, len geleitet wird. Dort angekommen
jeden erhältlich, der bereit ist, sich das ich wirklich auch nach zwei bestimmt das Gerät automatisch die
im Gegenzug von einer nicht ganz tri- Jahren der Gewöhnung nicht mehr richtige Dauer der Behandlungszeit.
vialen Summe Bargelds zu trennen. missen möchte. Ich nehme es auf Da dies eine Behandlung darstellt,
Zu vergleichen sind Skenar-Geräte jede Reise mit und habe es auch zu die einerseits ein Mindestmaß von
vielleicht am ehesten mit den in Hause ständig im Einsatz. Eine Liste medizinischen Kenntnissen erfordert
Krankengymnasten-Kreisen recht der körperlichen Probleme, die ich und andererseits nur schwer an sich
bekannten TENS-Geräten; allerdings damit bei mir selbst schon erfolg- selbst vorgenommen werden kann,
könnte man die Skenar-Technologie reich behandelt habe, beinhaltet: (weil viel davon in der Rückenzone
wahrscheinlich als neue Generation akute Zahnschmerzen, einen lästigen passiert) sind Ärzte und andere The-
von TENS bezeichnen, die einige der Hautausschlag, Reizhusten, Insek- rapeuten eigentlich die Zielgruppe für
üblichen Mankos überwunden hat, tenstiche, Schmerzen im Gelenkap- die gehobenen Geräte. Die einfache-

Januar - Februar 2006 www.nexus-magazin.de NEXUS 77


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ren Ausführungen des Skenars ken- ein Gerät mit nur dieser Ausstattung es sich natürlich NICHT um medizi-
nen nur einen eher unspezifischen schon eine tolle Sache sein kann. nische Ratschläge und auch nicht um
Behandlungsmodus (der übrigens in tk „Tests“ im Sinne wissenschaftlicher
den teureren Geräten auch enthalten Kriterien. Es handelt sich vielmehr
ist). Bei diesem Modus wird das Gerät Rezensenten: in allen Fällen um die rein subjektive
einfach über die problematische Kör- tk – Thomas Kirschner Wertung des Autors, die aus seinem
perzone hin- und herbewegt. Der na – DJ Nartak, (Klassik Lounge privaten Umgang mit den Produkten
Anwender stellt dabei lediglich die Nightfl ight, www.eternaldancer.de) entstanden ist. Wer auf Grundlage
Stromstärke und die Art des Impulses der mitgeteilten Hypothesen handelt
ein. Viele meiner Behandlungserfolge Nur um Missverständnissen vor- oder Geräte anwendet, tut dies auf
an mir selbst habe ich mit diesem zubeugen: Bei den hier veröffentli- eigene Verantwortung.
Modus erzielt. Ich denke, dass auch chten Produkt-Vorstellungen handelt

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Das nächste NEXUS Magazin erscheint im Februar,
unter anderem mit folgenden Themen:
Die faschistischen Wurzeln der Al-Qaeda
Zusammenhänge zwischen Impfungen und Krebs bei Haustieren
Impfungen II: Die Dynamik der kritischen Tage
Falsche Konzepte über statische Elektrizität
Frühere Leben, zukünftige Leben und Zeit
Englands geheimer Krieg in der Antarktis, Teil II

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