Das Pronomen “es”
Das Pronomen “es”
Das Pronomen “es” hat verschiedene Funktionen.
Manchmal ist ein Gebrauch obligatorisch, manchmal fakultativ.
1. Es als Pronomen im Text (obligatorisch)
(Pronomen / Nomenersatz im Nominativ oder Akkustiv )
- Das Pronomen es kann stellvertretend für ein Nomen im Nominativ oder
Akkusativ stehen.
• Das Auto ist rot. Es ist ein Ferrari.
• Wie viele Seiten hat das Buch? - Es hat über 600 Seiten.
• Wann holst du das Kind ab? - Ich hole es nach der Arbeit ab
• Wo ist mein Handy? - Ich glaube, es liegt in der Küche.
• Ich habe mir ein neues Handy gekauft. Es hat mir 20000 Pfund gekostet.
• Das ist mein Fahrrad. – Es ist neu.
• Wie findest du das Bild? – Ich finde es nicht schön.
- Als Ersatz für einen ganzen Satz :
• Was macht unsere Tochter? – Ich weiß es nicht.
• Wann kommt der Zug an? Ich weiß es nicht. (Ich weiß nicht, wann der Zug ankommt.)
• Hast du Peter zum Geburtstag gratuliert? - Ich habe es ganz vergessen.
• Mein Sohn, du hast ja schon wieder geraucht. Ich habe es dir doch verboten.
• Man muss nochmals den Keller aufräumen. Aber ich mache es überhaupt nicht gern
Es steht hier an Stelle eines kompletten Satzes. („Ich weiß nicht, was unsere Tochter macht.“) Auch
hier wird es benutzt, um nicht die komplette Aussage noch einmal wiederholen zu müssen. Es kann in
dieser Funktion nicht auf Position 1 Stehen.
- “Es” kann auch als stellvertretend für ein Adjektiv oder ein Partizip verwendet
werden.
• Dein Lehrer ist sehr hilfsbereit. Meiner ist es leider nicht.
• Warum ist dein Mann immer so fleißig? – Mein Mann ist es leider nicht.
• Ist dein neuer Freund sportlich? – Natürlich ist er es.
• Meine Mutter ist sehr jung. Deine ist es nicht.
2. Es als festes Subjekt bei bestimmten Verben (unpersönliche
Verben) (obligatorisch)
• Unpersönliche Verben können nur in der 3. Person benutzt werden.
Hier muss „es“ zwingend als unpersönliches Subjekt gebraucht
werden. In dieser Funktion kann es auf Position 1 oder direkt nach
dem Verb in der Satzmitte stehen.
* Wie geht es deinem Vater? - Ihm geht es gut. / „Wie geht es dir? – „Mir
geht es gut.“
- Bei Jahreszeiten / Tageszeiten: Es ist Sommer / Winter / Herbst /
Frühling.
• „Es ist 12 Uhr.“ - „Es ist noch sehr früh.“
• „Es sind Ferien.“ - „Es ist Weihnachten.“.
Beispiele: unpersönliche Verben :
• Es geht..../ Es schmeckt....... / „Es ist schwierig/leicht/einfach/schön,… .“
• brennen – gut geht / schlecht geht – jucken – riechen – stinken ......
• blitzen – donnern – frieren – gewittern – gießen – regnen – schneien –
scheinen
• Es geht um....../ Es dreht sich um...../ Es heißt / Es handelt sich um ...
• „Wie geht es dir?“
• „Es stinkt hier.
• „Es regnet/schneit … “
• „Es ist sonnig/neblig/windig/warm/kalt…“
• „Es sind 12 Grad.“
[Link] als Element auf Position I ((Es) als Platzhalter) (fakultativ)
• Das Pronomen es steht am Anfang des Satzes anstelle des eigentlichen Subjekts des
Satzes. Dadurch wird das Subjekt stärker betont. Es steht auf Position 1 und
verschwindet, wenn ein anderes Element auf Position 1 steht.
• Jemand steht vor der Tür. * Es steht jemand vor der Tür.
• Leider haben viele Leute Geldprobleme.
Beispiele * Es haben leider viele
eigentliches Leutedes
Subjekt Geldprobleme.
Satzes
Es steht eine junge Frau am Eingang. eine junge Frau
Es kommen viele Leute zur Party. viele Leute
die Kinder
Es sind besonders die Kinder, die darunter leiden.
Direktor Haßberg gab eine Party. Es kamen viele
viele Gäste
Gäste
Das Produkt ist nicht in Ordnung. Es beschweren sich
immer mehr Leute. Immer mehr Leute beschweren sich
• Mit dem eigentlichen Subjekt des Satzes, nicht mit es, wird das Verb
konjugiert. Z.B.: Direktor Haßberg gab eine Party. Es kamen viele Gäste.
• Wenn das eigentliche Subjekt des Satzes oder ein anderes Satzglied an
erster Stelle steht, fällt es weg.
Beispiele
Eine junge Frau steht am Am Eingang steht eine
Eingang. junge Frau.
Viele Leute kommen zur Zur Party kommen viele
Party. Leute.
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