2CF-2SY Handleiding
2CF-2SY Handleiding
ZETADYN 2SY
Systembeschreibung ASK16.T-D02/03
1
VORWORT
· Geräteaufbau
· Anschluss
· Steuerung
· Bedienung
· Inbetriebnahme
· Zusatzgeräte
· Service
Im Anhang befinden sich unter anderem ein Schaltungsvorschlag und eine Einstellkarte.
Die Angaben dieser Dokumentation spezifizieren die Eigenschaften der Produkte, ohne diese
zuzusichern. Technische Änderungen vorbehalten.
Wichtige Hinweise!
Wichtige Informationen!
2
Schreibweise:
Alle Einstellungen am Gerät werden mit Hilfe von Parametern, die in Menüs gruppiert sind,
vorgenommen. Beispiel: Der Parameter V_3 im Menü FAHREN bestimmt die Fahrgeschwindigkeit.
Allgemeine Hinweise
Urheberrecht
Das Urheberrecht an dieser Betriebsanleitung verbleibt bei
ZIEHL-ABEGG AG, Künzelsau
Die Betriebsanleitung darf weder vollständig noch teilweise vervielfältigt, verbreitet oder zu Zwecken des
Wettbewerbes unbefugt verwertet oder anderen mitgeteilt werden.
Zuwiderhandlungen verpflichten zu Schadenersatz.
Alle Rechte vorbehalten, insbesondere für den Fall der Patenterteilung oder anderer Eintragungen.
Wir weisen darauf hin, dass diese Betriebsanleitung nur gerätebezogen und keinesfalls
für die komplette Anlage gilt!
Gebrauchshinweise
¡ Änderungen der Konstruktion und technischen Daten behalten wir uns im Interesse der
Weiterentwicklung vor.
¡ Aus den Angaben, Abbildungen bzw. Zeichnungen und Beschreibungen können deshalb keine
Ansprüche hergeleitet werden. Der Irrtum ist vorbehalten!
¡ Informieren Sie sich bereits vor der Inbetriebnahme über die Maßnahmen zur Montage, Einstellung,
Bedienung und Wartung.
¡ Neben der Betriebsanleitung und den im Verwenderland geltenden verbindlichen Regelungen zur
Unfallverhütung sind die anerkannten fachtechnischen Regeln zu beachten (sicherheits- und
fachgerechtes Arbeiten nach UVV, VBG, VDE, etc.).
¡ Beachten Sie neben dieser Betriebsanleitung auch die Hinweise der Hersteller von Komponenten.
3
Sicherheitsinformation
Die in dieser Dokumentation beschriebenen elektrischen Geräte und Maschinen sind Betriebsmittel zum
Einsatz in industriellen Starkstromanlagen. Während des Betriebs haben diese Betriebsmittel gefährliche
spannungsführende, bewegte oder rotierende Teile. Sie können deshalb z. B. bei unzulässigem
Entfernen der erforderlichen Abdeckungen oder unzureichender Wartung schwere gesundheitliche oder
materielle Schäden verursachen.
Die für die Sicherheit der Anlage Verantwortlichen müssen deshalb gewährleisten:
- Nur qualifiziertes Personal* darf mit den Arbeiten an Geräten und Maschinen beauftragt werden.
- Das Personal muss die mitgelieferten Betriebsanleitungen und sämtliche Unterlagen der Produkt-
dokumentation bei den Arbeiten stets verfügbar haben und konsequent beachten.
- Das Arbeiten an den Geräten und Maschinen oder in deren Nähe ist für nicht-qualifiziertes Personal
zu untersagen.
Elektronische Geräte sind grundsätzlich nicht ausfallsicher. Der Anwender ist dafür verantwortlich, dass
bei einem Ausfall des Gerätes der Antrieb in einen sicheren Zustand geführt wird, da sonst Personen
und/oder Sachschäden entstehen können.
Vor jedem Eingriff ist das Gerät vom Netz zu trennen. Nach einer Wartezeit von ca. 5 Minuten,
wenn die Zwischenkreiskondensatoren entladen sind und weniger als 65 V Restspannung haben,
darf am Gerät gearbeitet werden.
Arbeiten an/mit den Geräten dürfen nur von Personen ausgeführt werden, die aufgrund
Ihrer Ausbildung und Qualifikation dazu berechtigt sind. Außerdem müssen die
Personen vom Betreiber dazu beauftragt sein!
Hinweise
Die Baugruppen enthalten elektrostatisch gefährdete Bauelemente. Vor dem Berühren einer elektroni-
schen Baugruppe muss der eigene Körper entladen werden. Dies kann dadurch geschehen, dass
unmittelbar vorher ein leitfähiger, geerdeter Gegenstand berührt wird (z. B. metallblanke
Schaltschrankteile).
Transport Lagerung
¡ Ziehl-Abegg-Regelgeräte sind ab Werk für die jeweils vereinbarte Transportart entsprechend
verpackt.
¡ Transportieren Sie das Regelgerät nur originalverpackt.
¡ Bei Transport von Hand beachten Sie die zumutbaren menschlichen Hebe- und Tragekräfte.
¡ Vermeiden Sie Schläge und Stöße.
¡ Achten Sie auf Beschädigung der Verpackung oder des Regelgerätes.
¡ Lagern Sie das Regelgerät trocken und wettergeschützt in der Originalverpackung.
¡ Vermeiden Sie extreme Hitze und Kälteeinwirkung.
4
Pflichten des Betreibers
Der Betreiber ist verpflichtet, die Geräte nur in einwandfreiem Zustand zu betreiben.
Gefahrenstellen, die zwischen ZIEHL-ABEGG Geräten und kundenseitigen
Einrichtungen entstehen, sind vom Betreiber zu sichern!
¡ Es ist grundsätzlich verboten, Arbeiten an Teilen durchzuführen, die unter Spannung stehen.
Schutzart des geöffneten Gerätes ist IP00! Gefährliche Spannungen können direkt berührt werden!
¡ Während des Betriebes muss das Gerät geschlossen oder im Schaltschrank eingebaut sein.
¡ Sicherungen dürfen nur ersetzt und nicht repariert oder überbrückt werden.
¡ Nur die im elektrischen Schaltplan vorgesehenen Sicherungen einsetzen.
¡ Spannungsfreiheit muss mit einem zweipoligen Spannungsprüfer kontrolliert werden.
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Zubehör, Ersatzteile
Herstelleradresse, Serviceadresse
Haben Sie Fragen zur Verwendung unserer Produkte oder planen Sie spezielle Anwendungen, wenden
Sie sich bitte an:
Ziehl-Abegg AG
Heinz-Ziehl-Straße
D-74653 Künzelsau
Telefon +49 (0) 7940 16-308
Telefax +49 (0) 7940 16-249
Internet: [Link]
e-mail: info@[Link]
6
SYSTEMBESCHREIBUNG ZETADYN 2CF / 2SY
Inhaltsverzeichnis
Seite
1 SYSTEMÜBERSICHT ZETADYN 2CF / 2SY.......................................................................................9
1.1 EINSATZBEREICHE ............................................................................................................................9
1.2 FUNKTIONEN UND MERKMALE ...........................................................................................................9
1.3 VORAUSSETZUNGEN .......................................................................................................................11
2 MONTAGE ..........................................................................................................................................13
2.1 GERÄTEAUFBAU .............................................................................................................................13
2.2 EINBAUBEDINGUNGEN.....................................................................................................................15
2.3 ANSCHLUSS UND KLEMMENBELEGUNG ............................................................................................15
2.3.1 Netz ........................................................................................................................................15
2.3.2 Motor ......................................................................................................................................18
2.3.3 Brems-Chopper BC25/BC50..................................................................................................18
2.3.4 Brems-Widerstand BR25 .......................................................................................................20
2.3.5 Steuereingänge......................................................................................................................21
2.3.6 Überwachungsfunktionen.......................................................................................................22
2.3.7 Impulsgeber für Asynchronmotoren.......................................................................................23
2.3.8 Absolutwertgeber für Synchronmotoren ................................................................................24
2.3.9 RS485 Schnittstelle................................................................................................................26
2.3.10 Steuerausgänge.....................................................................................................................27
2.3.11 Übersicht Regelteilplatine MCFU04.......................................................................................28
3 STEUERUNG UND GERÄTEFUNKTIONEN .....................................................................................29
3.1 STEUERUNG DES REGELGERÄTES ...................................................................................................31
3.1.1 Konventionelle Ansteuerung über Ein- und Ausgänge ..........................................................31
3.1.2 Ansteuerung mit DCP ............................................................................................................32
3.2 BESCHREIBUNG EINZELNER REGELGERÄTE-FUNKTIONEN .................................................................34
3.2.1 Einschalten und Ausschalten .................................................................................................34
3.2.2 Anfahren und Beschleunigen .................................................................................................34
3.2.3 Schnellstart / Drehzahl 0 ........................................................................................................35
3.3 ANSTEUERUNG ...............................................................................................................................35
3.3.1 Wegabhängiges Verzögern - RUNDBOGEN-Fahrt ...............................................................37
3.3.2 Wegverzögertes Abschalten von "V3", "V2" und "V1" / Schleichwegoptimierung,
Direkteinfahrt .......................................................................................................................................38
3.3.3 Serielle Anbindung an Aufzugssteuerung, Direkteinfahrt ......................................................39
3.3.4 Zeitabhängiges Verzögern .....................................................................................................40
3.3.5 Normalhalt ..............................................................................................................................40
3.3.6 Nachregulierung.....................................................................................................................41
3.3.7 Störung...................................................................................................................................41
3.4 ZUM SICHEREN BETRIEB DES GERÄTES ...........................................................................................42
4 BEDIENUNG UND EINSTELLMÖGLICHKEITEN .............................................................................43
4.1 BEDIENUNG ÜBER TASTENFELD UND LCD-ANZEIGE .........................................................................43
4.1.1 Die Funktion APC (Automatic Parameter Control) ................................................................46
4.2 FERNBEDIENUNG MIT PC UND SOFTWARE ZETAMON FÜR WINDOWS..............................................47
4.3 PARAMETERÜBERSICHT ..................................................................................................................48
4.3.1 Das Menü ”Info” .....................................................................................................................49
4.3.2 Das Menü "MONITOR" ..........................................................................................................50
4.3.3 Das Menü "STATISTIK" .........................................................................................................51
4.3.4 Das Menü "FAHREN" ............................................................................................................52
4.3.5 Das Menü "BESCHLEUNIGEN" ............................................................................................53
4.3.6 Das Menü "VERZÖGERN" ....................................................................................................54
4.3.7 Das Menü "REGLER" ............................................................................................................55
4.3.8 Das Menü ”ANLAGE & MOTOR”...........................................................................................56
4.3.9 Das Menü ”MOTOR-MODELL” ..............................................................................................57
4.3.10 Das Menü "SCHNITTSTELLE" ..............................................................................................58
4.3.11 Das Menü "ZA-INTERN" ........................................................................................................62
4.3.12 Werkseinstellung laden (Reset) .............................................................................................64
4.3.13 Das Menü "SERVICE-CHECK"..............................................................................................65
4.3.14 Die Anzeige CO-Unterbrechung ............................................................................................66
7
5 INBETRIEBNAHME............................................................................................................................67
5.1 VORAUSSETZUNGEN .......................................................................................................................67
5.2 SCHNELLEINSTELLUNG FÜR MONTAGEARBEITEN ..............................................................................68
5.3 BAUSEITIGES SETZEN DER ABSCHALTPUNKTE..................................................................................70
5.4 JUSTIERUNG...................................................................................................................................71
5.5 ABSCHLUSS DER INBETRIEBNAHME ..................................................................................................74
6 SERVICE.............................................................................................................................................75
6.1 W ARTUNGSARBEITEN .....................................................................................................................75
6.2 STÖRUNGSBESEITIGUNG .................................................................................................................75
6.3 REPARATUR ...................................................................................................................................75
A ANHANG
A1 Technische Daten
A2 Typenbezeichnung
A3 Maßblatt
A4 Fehlerliste
A5 Regler-Zustand
A6 Fehlersuchplan
A7 Zusatzgeräte
A8 Wichtige Hinweise für die Installation
A9 Schaltungsvorschlag für ZETADYN 2CF
A10 Schaltungsvorschlag für ZETADYN 2SY
A11 Unterschiede zwischen den Geräten ZETADYN 2CF und ZETADYN 2SY:
A12 HOTLINE-NOTIZ
A13 Einstellkarte
8
1 Systemübersicht ZETADYN 2CF / 2SY
1.1 Einsatzbereiche
Die Regelgeräte ZETADYN 2CF und 2SY sind für Antriebe bis zu einem Motornennstrom von 74 A mit
hohen Ansprüchen an die Positioniergenauigkeit und Fahrkomfort konzipiert. Sie werden in Personen-
und Lastenaufzügen eingesetzt.
ZIEHL-ABEGG liefert hierfür komplette Drehstromantriebe sowohl mit Asynchronmotoren als auch mit
getriebelosen Synchronantrieben, digitalen Drehzahl- und Absolutwertgebern.
Der Frequenzumrichter stellt ein Drehstromnetz mit variabler Frequenz und Spannung zur Verfügung.
Durch den Einsatz einer feldorientierten Regelung wird der Motor in allen Betriebspunkten optimal
betrieben.
Dies bietet die Möglichkeit, jedes benötigte Drehmoment nahezu verzögerungsfrei bereitzustellen.
Bereits im Stillstand (Drehzahl 0) ist volles Motornennmoment möglich.
Ein Mikroprozessor führt den Antrieb nach zeit- und wegabhängigen Programmen, welche durch die
übergeordnete Steuerung ausgewählt werden.
9
Die funktionelle Ausstattung gestattet eine problemlose Anpassung an die unterschiedlichsten
Anwendungen.
1. Steuerung
Die übergeordnete Steuerung kommuniziert mit dem Regelgerät über Ein- und Ausgänge. Durch die
Ansteuerung der Eingänge werden die zeit- und wegabhängigen Regelprogramme ausgewählt. Die
Steuerung erhält über die potentialfreien Relaisausgänge jederzeit eine Rückmeldung über den
Betriebszustand des Antriebes.
Zusätzlich besteht die Möglichkeit einer seriellen Anbindung des Regelgerätes an die Aufzugssteuerung
(RS 485). Damit können die Ein- und Ausgänge entfallen, wodurch sich der Verdrahtungsaufwand
reduziert.
2. Parametrierung
Inbetriebnahme, Service und Dokumentation werden durch digitale Rechnertechnik unterstützt: Die
Geschwindigkeiten, die Beschleunigungen sowie weitere anlagenspezifische Parameter können mit Hilfe
der integrierten Anzeige- und Bedieneinheit mit Textdialog eingegeben werden. Ein Passwort bietet
Schutz gegen unbeabsichtigte Einstellungen.
Die Parametrierung kann auch über einen PC durch die als Zubehör erhältliche Software ZETAMON
(inkl. Verbindungskabel) mit Benutzerführung erfolgen.
3. Regelung
Sämtliche Programme werden drehzahlgeregelt und lastunabhängig gefahren. Die Regelung kann für
Geschwindigkeiten bis 2,5 m/s (höhere Geschwindigkeiten auf Anfrage) eingesetzt werden. Der
Regelbereich von bis zu 1:200 ermöglicht eine hohe Positioniergenauigkeit. Bei der feldorientierten
Regelung handelt es sich um ein hochwertiges Regelverfahren mit folgenden Eigenschaften:
· hohe Dynamik
· guter Rundlauf im gesamten Drehzahlbereich
· großer Drehzahlstellbereich
4. Antrieb
Die feldorientierte Regelung ermöglicht eine sehr genaue Einhaltung der vorgeschriebenen Fahrkurve
über den gesamten Drehzahlstellbereich. Dies gewährleistet in allen Lastsituationen ein einwandfreies
Fahrverhalten. Durch den geregelten Betrieb von Drehzahl 0 beim Start bis zu Drehzahl 0 beim Anhalten
entsteht kein Bremsenverschleiß. Der Antrieb arbeitet extrem geräuscharm.
10
1.3 Voraussetzungen
Von ZIEHL-ABEGG können optimal abgestimmte Asynchron- bzw. Synchronantriebe mit passenden
Gebern bezogen werden.
Wird nur das Regelgerät bezogen - wie zum Beispiel bei der Verwendung von Antrieben anderer
Hersteller - sind nachfolgende Hinweise zu beachten.
Motorauswahl
Zusatzschwungmassen sind - wenn möglich - zu entfernen. Ein vorhandenes massives Handrad sollte
durch ein Kunststoff- oder Aluminiumhandrad ersetzt werden. Neben der Energieeinsparung werden
zusätzliche Reserven für die Drehzahlregelung frei.
Vor der Umrüstung (Projektierungsphase) ist zu prüfen, ob der Motor im bisherigen Betrieb in allen
Betriebszuständen ordnungsgemäß arbeitet. Der Motor und das Getriebe müssen ruhig, ohne
Unwucht und Spiel arbeiten. Mechanische Schwächen können durch eine Regelung nicht verbessert
werden, sondern machen unter Umständen einen geregelten Betrieb unmöglich.
Bei Modernisierung einer Altanlage ist es empfehlenswert, die Drehzahl und Stromaufnahme
des Motors (in Fahrtrichtung der Kabine abwärts, ohne Last) zu messen und zu notieren. Diese
Daten sind für die Parametrierung des Regelgerätes notwendig (Parameter Nenndrehzahl und
Nennstrom)
Die Regelung kann Synchronmotoren mit einer Polpaarzahl zwischen 1 und 30 unterstützen.
Regelgeräteauswahl
Das Regelgerät kann bis zum 1,8 fachen seines Bemessungsstromes überlastet werden. Bei der
Auswahl des Motors wird davon ausgegangen, dass der Motor bei Bemessungsdrehzahl mit dem
Bemessungsmoment belastet wird. Zusätzlich wird zum Beschleunigen Drehmoment benötigt. Für
dieses Drehmoment ist ein Strom von ca. 60 bis 80 % des Bemessungsstroms erforderlich.
Der Strom, der sich beim Beschleunigen einstellt, darf nicht größer als der
1.8 fache Bemessungsstrom des Frequenzumrichters sein.
Bei der Auswahl des Brems-Choppers ist zu beachten, dass getriebelose Anlagen sehr viel mehr
Energie zurückspeisen, als Anlagen mit Getriebe. Es ist durchaus möglich, dass bei gleicher
Regelgerätegröße die doppelte Energie zurückgespeist wird. Eine Nachrechnung der Brems-Chopper
Auslegung ist unbedingt erforderlich.
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Anbau des Absolutwertgebers
Hinweis:
Bei Eigenkonstruktionen ist darauf zu achten, dass der Drehzahlgeber spielfrei, ohne axialen Versatz
und in mechanisch fester Verbindung zum Motor (Getriebe) montiert wird.
Es ist ein Impulsgeber mit einer Auflösung von 1024 - 8192 Inkrementen / Umdrehung (HTL
oder TTL) oder ein Sinusgeber mit einer Auflösung von 1024 bzw. 2048 Inkrementen /
Umdrehung auszuwählen.
Für den Betrieb einer Synchronmaschine ist ein Absolutwertgeber erforderlich. Die Regelung
benötigt für eine korrekte Funktion die exakte Stellung des Rotors zu den eingelegten
Wicklungen im Stator.
Deshalb muss diese Lage vor dem Betrieb des Motors eingemessen werden. Hierfür ist es
erforderlich, dass sich der Antrieb frei bewegen kann. Selbst ein kleines Lastmoment kann die
Messung derart verfälschen, dass ein korrekter Betrieb des Antriebs nicht mehr möglich ist.
Die Regelung ZETADYN 2SY benötigt einen Absolutwertgeber (AWG2S-2048/7K/05V-1) mit ENDAT-
Schnittstelle oder mit SSI-Protokoll der Firma Heidenhain. Bei der Verwendung von Fremdgebern ist
zu beachten, dass diese über die eine Schnittstelle mit identischer Spezifikation verfügen.
Bei Antrieben der Firma Ziehl-Abegg sind die Motoren werkseitig vermessen und die Daten in dem
Impulsgeber oder der Regelung gespeichert.
Unterlagen über die Anschlussmöglichkeiten von Impulsgebern von Fremdherstellern können bei
ZIEHL-ABBEG angefordert werden (Hotline: +49 (0) 7940 16-308).
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2 Montage
2.1 Geräteaufbau
Die Regelgeräte ZETADYN 2CF und 2SY sind bedienungs- und servicefreundlich aufgebaut. Sie sind
in Schutzart IP 20 ausgeführt, VBG 4 wird erfüllt.
Die Bedieneinheit mit zweizeiliger beleuchteter Anzeige, Tastenfeld und serielle Schnittstelle ist in der
Frontplatte eingelassen.
Zum Anschluss des Regelgerätes kann die Frontplatte abgenommen werden. Achten Sie bei an-
schließendem Zusammenbau darauf, die Befestigungsschrauben mit Kontaktscheiben zu montieren!
EMV
Verschraubungen
Klemmleiste Motor
(U/V/W)
& Zwischenkreis
(ZK+/ZK-)
Motorschütze
Regelteilplatine
Zwischenkreis-
Kondensatoren
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EMV
Verschraubungen
Klemmleiste Motor
(U/V/W)
& Zwischenkreis
(ZK+/ZK-)
Motorschütze
Regelteilplatine
Zwischenkreis-
Kondensatoren
Netzanschluss
L1, L2, L3, PE
Verschraubung Motorschütz
für Netzzuleitung Ansteuerung
L_Not L_Not
Bild 2.3 L_Not-Klemme bei den Regelgerätegrößen 032-074 Bild 2.4 L_Not-Klemme bei den Regelgerätegrößen 013-023,
Abdeckung muss entfernt werden!
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2.2 Einbaubedingungen
Für die Geräteumgebung gelten die im Anhang "Technische Daten" aufgeführten Bedingungen.
Wandmontage
Das Regelgerät ist mit den Anschlussklemmen (Zuleitung PE, L1, L2, L3) nach unten senkrecht zu
montieren (® Abmessungen der Regelgeräte siehe Anhang).
· Gerät auf sauberen, tragfähigen Untergrund montieren und nicht verspannen
· Benutzen sie geeignete Befestigungsmittel, das mit dem Regelgerät mitgelieferte Montagebrett
kann als Bohrschablone verwendet werden
· Montieren sie das Gerät außerhalb des Verkehrsbereichs, achten sie dabei jedoch auf gute
Zugänglichkeit
· Kabeleinführungen müssen frei zugänglich bleiben
· Schützen sie das Gerät vor direkter Sonnenbestrahlung
Schaltschrankeinbau
Die Steuerleitungen sind getrennt von den Lastleitungen zu verlegen. Alle Steuerein- und -ausgänge
des Regelgerätes sind für Relais- oder speicherprogrammierbare Steuerungen geeignet und über
servicefreundliche Steck-Schraubverbindungen geführt. Zusätzlich besteht die Möglichkeit einer
seriellen Ansteuerung (DCP).
Bei Verwendung von Steuertransformatoren sollten diese zwischen Phase und Neutralleiter bzw.
wenn dies nicht möglich ist, sollten diese zwischen die gleichen Phasen geschaltet werden.
Werden die Transformatoren zwischen unterschiedlichen Phasen betrieben, ist eine eindeutige
Phasenausfallserkennung nicht möglich. Ein Defekt der Regelung kann nicht ausgeschlossen werden.
Beim Anschluss des Regelgerätes ist auf Einhaltung der technischen Daten (Anhang A1 / A7) zu
achten.
2.3.1 Netz
Vor Anschluss der Versorgungsspannung ist zu prüfen, ob die Angaben auf dem
Typenschild des Regelgerätes mit den benötigten Anschlusswerten übereinstimmen.
Der Netzanschluss der Gerätegrößen 2xx013 ... 032 ist mit Zugfederklemmen
ausgeführt, um Beschädigungen der Klemmen zu vermeiden und einen
sicheren Kontakt zu gewährleisten, ist unbedingt ein passender
Schraubenzieher bis zu Anschlag einzustecken, damit sich die Klemme
vollständig öffnet.
Starre Leitungen bis 6 mm² und Litzen bis 4 mm² können verwendet werden,
bei Litzen wird die Verwendung von Kabelhülsen empfohlen.
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[Link] Netzdrossel
Um eine möglichst geringe Versorgungsnetzbelastung zu bekommen (siehe VDE 0160/EN 50173 und
VDE 0839/EN 61000-3-2) ist eine Netzdrossel mit einer Kurzschluss-Spannung von UK = 4 % im
Gerät integriert. Diese Netzdrossel dämpft die Kommutierungseinbrüche und die Netzrückwirkungen.
Die 5. harmonische Oberschwingung des Stromes wird, wie von den Energieversorgungs-
unternehmen gefordert, auf ca. 30 % begrenzt. Der Betriebspunkt für die Messungen liegt bei IN.
Des weiteren wird auch die Lebensdauer der Zwischenkreiskondensatoren erhöht.
[Link] Funkentstörfilter
Frequenzumrichter für die Regelung von Drehstrom-Motoren weisen inzwischen einen hohen
Verbreitungsgrad auf. Neben vielen Vorteilen dieser Drehzahlregelung wie z. B. hoher Wirkungsgrad
ist jedoch als unerwünschte Erscheinung zu beobachten, dass während des Betriebs ein relativ hoher
Störpegel (EMV = elektromagnetische Verträglichkeit) vorhanden ist. So geschieht es häufig, dass
eine fertig installierte Anlage (Frequenzumrichter plus Motor) zu Störeffekten in umliegenden Geräten
führt. Zur Vermeidung nachträglicher funkstörtechnischen Anpassung bzw. Umbauten ist im Gerät ein
Funkentstörfilter eingebaut, mit dem eine Funkentstörung nach EN 12015, EN 12016
(Grenzwertklasse B nach EN 55011) erreicht wird. Eine Funkentstörung mit vorgeschalteten
Entstörmitteln bedeutet gleichzeitig einen Schutz des Umrichters vor äußeren Einflüssen.
[Link] Fahrschütze
Die erforderlichen Trennstellen zum Motor (Fahrschütze) sind im Regelgerät integriert. Die
Hilfskontakte und Schützspulen sind auf Steckverbinder geführt.
Durch die Integration der Schütze können die Leistungsleitungen von den Steuerleitungen räumlich
getrennt verlegt werden.
Der Schaltschrank für die Aufzugssteuerung kann entsprechend kleiner dimensioniert werden.
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[Link] EMV gerechter Anschluss
Alle Komponenten, die zur Funkentstörung benötigt werden, sind bereits im Gerät integriert.
Bei der Gerätereihe ZETADYN 2SY / 2CF 0xxS4 entfällt ein genormter Schaltschrankaufbau seitens
der Regelung.
Der Motor und der Brems-Chopper sind über geschirmte Leitungen mit dem Regelgerät zu verbinden.
Die speziellen EMV-Kabelverschraubungen des Regelgerätes erleichtern die Verdrahtungsarbeiten
und ermöglichen die größtmögliche Auflagefläche des Schirmes.
Die Harmonisierten Normen EN 50081-2 und EN 50082-2 sowie der Funkstörgrad B nach EN 55011
werden eingehalten.
Zur Einhaltung des Funkstörgrades B (EN 55011) für die gesamte Aufzugsanlage ist es erforderlich,
dass sämtliche externe Stromverbraucher (z. B. Bremse, Motorschütze) über ein zusätzliches
Funkentstörfilter geführt werden!
Ratschläge zur Einhaltung der Funkstörklasse B – Gerät ohne Motorschütze (der Anwender ist für die
Einhaltung der Normen verantwortlich):
[Link] Schutzmaßnahmen
Je nach Vorschrift des örtlichen EVUs können angewandt werden:
· Fehlerstrom-Schutzschaltung
· Fehlerspannungs-Schutzschaltung
· Schutzerdung
· Nullung
· Schutzleitersystem
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2.3.2 Motor
"U-V-W" Drehstromwicklung
Im Klemmenkasten des Motors ist die Drehstromwicklung mit "U-V-W" bezeichnet. Zur
Einhaltung der CE-Kennzeichnung muss ein geschirmtes Kabel verwendet werden,
der Schirm ist möglichst kurz und großflächig mit dem Regelgerät (EMV-
Kabelverschraubung) und der Erdungsklemme im Motorklemmkasten zu verbinden.
„1“ / „2“ Optional (nur bei ZETADYN 2CF möglich): Hauptkontakte beider Motorschütze in
Reihe geschaltet für die Ansteuerung der elektromagnetischen Haltebremse,
Klemmen und Leitungen sind ab Werk nicht bestückt.
Beim Regelgerät 2SY sind die Motorwicklungen des Synchronmotors im stromlosen Zustand
kurzgeschlossen, dadurch entwickelt der Motor ein drehzahlabhängiges Bremsmoment. Bei
nicht angeschlossenem Regelgerät müssen die Motorleitungen kurz geschlossen werden, um
eine zu hohe Geschwindigkeit der Kabine bei geöffneten Bremsen zu vermeiden.
Der Brems-Chopper ist für Gerätegrößen ZETADYN 2xx 032 bis 2xx074 vorgesehen, bei den
kleineren Geräte genügt ein externer Bremswiderstand.
Vorteile BC25/BC50:
18
Brem s-Chopper
BC25 / BC50
RB+ Z K+ Z K- PE U V W PE
Z K- Z K + ZETADYN 2xx
120°C
PE
T K11 12 ST 14 11 12
3+2
BC 24V
Bild 2.6 Anschluss des Brems-Choppers BC25/BC50 (Versorgung aus dem Zwischenkreis des Frequenzumrichters)
Es muss gewährleistet sein, dass das Öffnen des Thermoschalters (TK11 und TK12 des
Brems-Choppers) oder Abfallen des Störungsrelais (Klemmen ST11, ST14) vom Regelgerät
überwacht wird. Im Fehlerfall könnte es sonst zu einem Abbrand des Brems-Choppers
kommen (siehe Bild 2.2).
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2.3.4 Brems-Widerstand BR25
Die Gerätegrößen ZETADYN 2xx 013 / 017 / 023 benötigen nur einen externen Brems-Widerstand.
Die erforderliche Ansteuerelektronik ist bereits im Regelgerät ZETADYN 2xx integriert.
R Z K+ Z K- PE U V W PE
PE
TK 1 T K2
3+2
BC 24V
Es muss gewährleistet sein, dass das Öffnen des Thermoschalters (TK1 und TK2 des
Brems-Widerstandes) vom Regelgerät überwacht wird. Im Fehlerfall könnte es sonst zu
einem Abbrand des Brems-Widerstandes kommen (siehe Bild 2.3).
Wird der Brems-Widerstand an die Klemmen ZK+ und ZK- angeschlossen, gibt er
eine Dauerleistung von ca. 8 kW ab. Er wird dann sehr schnell überhitzen und wenn
der Thermoschalter nicht angeschlossen ist, anfangen zu brennen.
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2.3.5 Steuereingänge
Zur Ansteuerung bestehen folgende Möglichkeiten:
b) Die übergeordnete Steuerung legt eine externe GND +24V RF V1 V2 V3 VZ RV1 RV2 ZE1 ZE2 ZE3
25mA
GND
* Adernbelegung für Anschlussleitungssatz (X_I)
Bild 2.8 Ansteuerungsmöglichkeiten
Steuereingänge:
"GND" Bezugspotential
"RF" Reglerfreigabe
Der Eingang "RF" muss während der Fahrt angesteuert bleiben (Sicherheitskreis!).
21
2.3.6 Überwachungsfunktionen
BR 24V
BC 24V
CO 24V
BR 24V
22
2.3.7 Impulsgeber für Asynchronmotoren
Der ZETADYN 2CF ist nicht mit der Adapterplatine für Absolutwertgeber ausgestattet. Der
Geber wird an die 9-polige SUB-D Buchse (5 V Encoder) oder an die 8-polige Steckerreihe
(5 V / 24 V) angeschlossen.
PIN Signal
1 Spur A
2 Spur B
3 N.C.
4 Vcc (+ 5 V)
5 GND
6 A/
7 B/
8 N.C.
9 GND
Klemme Signal
1 "PE" Schirm
2 "+24 V" Spannungsversorgung - Impulsgeber (HTL)
3 "GND" Bezugspotential - Drehzahlgeber
4 "+5 V" Spannungsversorgung - Impulsgeber (TTL)
5 "/B" Signalspur /B - Impulsgeber
6 "B" Signalspur B - Impulsgeber
7 "/A" Signalspur /A - Impulsgeber
8 "A" Signalspur A - Impulsgeber
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Es ist eine abgeschirmte Leitung zu verwenden. Auf richtigen Anschluss des Schirms ist
zu achten, an Klemmstellen den Schirm nicht auf Erde auflegen. Der Schirm muss
durchgehend bis zum Motor geführt werden.
Der Geber darf nie bei eingeschaltetem Regelgerät ein- oder ausgesteckt werden,
dieser kann dadurch zerstört werden. Gerät immer ausschalten und warten, bis alle
LED aus sind.
Pin Signal
1 DATA Datenleitung zur Kommunikation mit dem Absolutwertgeber
2 /DATA Negierte Datenleitung
3 5 V Sense Sensorleitung zur Nachführung der Geberspannung
4 +5 V Spannungsversorgung für dem Absolutwertgeber
5 GND Masse für die Spannungsversorgung des Absolutwertgebers
6 NC
7 B Spur B
8 NC
9 /CLK Negierter Takt für die serielle Übertragung
10 CLK Taktleitung für die serielle Übertragung
11 GND Sense Masse für die Sensorleitung
12 A Spur A
13 /A Spur A negiert
14 /B Spur B negiert
15 NC
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Für die Kommunikation mit dem Impulsgeber unterstützt die Regelung ZETADYN 2SY die EN-DAT
Schnittstelle und das SSI-Protokoll der Firma Heidenhain. Bei der Verwendung anderer
Absolutwertgeber ist sicherzustellen, dass diese über eines der Protokolle angesprochen werden
können. Für Testzwecke ist es möglich, einen Asynchron Motor mit einem ZETADYN 2SY Regelgerät
zu betreiben. Hierfür stehen die selben Anschlussmöglichkeiten wie bei der Regelung ZETADYN 2CF
zur Verfügung. Diese Klemmen liegen unterhalb der Karte für den Anschluss des Absolutwertgebers.
Da sie für den bestimmungsgemäßen Betrieb des Geräts nicht benötigt werden, liegt kein Gegenstück
für die Steckschraubklemme bei. Für den Anschluss an diese Klemmen muss die Geberkarte entfernt
werden. Der 9-polige SUB-D Stecker ist frei zugänglich. Er liegt unterhalb des Steckers für den
Anschluss des Absolutwertgebers.
25
2.3.9 RS485 Schnittstelle
Über die RS485 Schnittstelle ist die Ansteuerung des Regelgeräts mit Hilfe eines digitalen Protokolls
möglich. Damit reduziert sich der Verdrahtungsaufwand auf ein Minimum. Die Leitungen X-I und X-O
können entfallen.
Mit Hilfe eines digitalen Protokolls ist die Fernbedienung des Regelgerätes über die Steuerung
möglich. Die Regelung lässt sich über die Tastatur und das Display der Steuerung parametrieren und
kann an unzugänglichen Stellen montiert werden.
Das ist besonders bei maschinenraumlosen Anlagen von Vorteil, wenn die Regelung im Schacht
eingebaut wird.
Klemmleiste RS485
1 Signalspur A
2 Signalspur B
3 GND (Masseverbindung)
4 PE (Schirmanschluss)
Die RS485-Verbindung zur Steuerung ist als geschirmte Leitung auszuführen, der
Schirmanschluss muss an der Klemme PE am Regelgerät einseitig geerdet werden.
Die maximale Leitungslänge beträgt 50 m.
6 Signalspur B 6
5
DATA - (B)
GND
2
3
7 Signalspur A 4
26
2.3.10 Steuerausgänge
Die Relaisausgänge sind als potentialfreie Wechsler oder Schließer ausgeführt:
"ST"- Störung
Der Kontakt ST1-ST2 ist geschlossen, wenn keine Störung vorliegt.
ST1 ST2 MB1 MB2 SK14 SK11 SK12 SK24 SK21 SK22 SK34 SK31 SK32
* 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
Bild 2.13 Steuerausgänge
* Adernbezeichnung für Anschlussleitungen (X-O) / Der Kabelquerschnitt beträgt 0,75 mm², max. zulässige Absicherung 6 A.
K1 K2
K1
K2
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
27
2.3.11 Übersicht Regelteilplatine MCFU04
Lüftüberwachung Überwachung
mechanische Bremse Impulsgeber
Motorschütze Schraub-Steckklemme
Überwachung
oder Sub-D
Brems-Chopper
Überwachung Motor-
Temperatur (P1/P2)
Steckplatz für
Optionsplatine
(Absolutwertgeber)
Auswahl Impulsgeber
Shuntmodul (Jumper für TTL/HTL)
Steuereingänge (X-I)
Steuerausgänge (X-O)
Anschluss LCD-Terminal
28
3 Steuerung und Gerätefunktionen
Die funktionelle Ausstattung der ZETADYN 2xx Regelgeräte ermöglicht eine Anpassung an die
unterschiedlichsten Anwendungen. Nachfolgend wird kurz die werkseitige Voreinstellung dargestellt.
In Kapitel 3.1 wird die allgemeine Steuerung des Regelgerätes beschrieben. In Kapitel 3.2 werden
einzelne Gerätefunktionen detailliert beschrieben.
Normaler Fahrbetrieb:
Fahrt mit hoher Fahrgeschwindigkeit "V3" und Positionierfahrt mit "V1"
Fahrt mit Zwischengeschwindigkeit "V2" und Positionierfahrt mit "V1"
In beiden Fällen wird der Verzögerungsweg wegabhängig gefahren, d. h. bei Abschalten des
Fahrkommandos "V3" bzw. "V2" wird immer, unabhängig von der momentan erreichten
Istgeschwindigkeit, der gleiche Verzögerungsweg zurückgelegt (Rundbogenfahrt).
Voraussetzung: Wegabhängigkeit muss eingeschaltet sein.
Nachregulierung:
Nachreguliermöglichkeit mit Geschwindigkeit "VZ"
Die Nachreguliergeschwindigkeit hat Vorrang vor anderen Geschwindigkeiten. Das bedeutet, dass bei
angesteuerter Nachreguliergeschwindigkeit durch Anlegen einer anderen Geschwindigkeit nicht
schneller gefahren werden kann.
Beispiel:
V_ZE1 Rückholen
V_ZE2 Inspektion
V_ZE3 Schnelle Inspektion
Überwachungsfunktionen:
Kontrolle der Einfahrgeschwindigkeit (0.3 m/s) durch Ausgang "SK_2".
Kontrolle der maximalen Geschwindigkeit durch Ausgang "SK_3".
Zusätzliche Funktionen:
Abweichend von der Werkseinstellung können die Eingänge "ZE_2" und "ZE_3" sowie die Ausgänge
"SK_1", "SK_2" und "SK_3" mit Sonderfunktionen programmiert werden.
29
Störungsmeldung:
Das Regelgerät signalisiert eine Störung durch den Ausgang "ST".
Folgende Funktionen werden überwacht:
- Brems-Chopper / Brems-Widerstand
- Netzausfall
- Drehfeld
- Kurzschluss
- Zwischenkreis-Überspannung
- Zwischenkreis-Unterspannung
- Kühlkörper-Übertemperatur
- Kühlkörper-Vorwarnung
- Motortemperatur
- Impulsgeberbruch
- Anlaufüberwachung
- Parametrierung
- Verzögerungsüberwachung
- Geschwindigkeitsüberwachung
30
3.1 Steuerung des Regelgerätes
V Konstantfahrt
Anfahren Verzögerung
Beschleunigung Konstantfahrt
V3 Normalhalt
gezoomter Fahrkurvenbereich
V1
1 2 3 4 5 6 7 8 t
Eingänge
RF
V1
V3
RV1
RV2
Ausgänge
RB
MB
(1) Die übergeordnete Steuerung gibt die Fahrtrichtung über die Eingänge "RV1/RV2" vor und steuert
die Eingänge für die Fahrgeschwindigkeit (hier "V1" und "V3") an. Die Reglerfreigabe „RF" kann
bereits anliegen. Ebenfalls ist es möglich, diese erst mit Anlegen der Richtung und der
Geschwindigkeit zuzuschalten.
Das Regelgerät zeigt mit dem Ausgang Regler Betrieb „RB" an, dass die Eingangssignale
akzeptiert wurden und es zu einer neuen Fahrt bereit ist. Mit dem Schalten von "RB" müssen die
Trennschütze zum Motor geschlossen werden.
Unmittelbar mit dem Schalten des Ausgangs Mechanische Bremse „MB" muss die Steuerung die
Bremse unverzögert öffnen.
(2) Der Antrieb beschleunigt, bis die vorgegebene Geschwindigkeit erreicht ist.
(3) Es schließt sich eine Fahrt mit konstanter Geschwindigkeit an, bis die Ansteuerung der hohen
Geschwindigkeit ("V3") aufgehoben wird.
(4) Der Antrieb verzögert auf die Positioniergeschwindigkeit "V_1".
(5) Nach einer kurzen Fahrstrecke wird die Positioniergeschwindigkeit abgeschaltet.
(6) Der Antrieb verzögert weiter.
(7) Beim Erreichen von Drehzahl 0 schaltet das Regelgerät den Ausgang "MB" aus. Die Steuerung
muss unverzögert die Bremse schließen.
(8) Die Trennschütze zum Motor müssen bis zum Ausschalten des Kontaktes "RB"
geschlossen sein.
Die elektromagnetische Haltebremse muss unverzögert über das Relais "MB" ein- und
ausgeschaltet werden. Nur so ist gewährleistet, dass das Regelgerät Anfahren und Anhalten
ruckfrei regeln kann.
Die Trennschütze zum Motor müssen unverzögert mit dem Relais "RB" ein- und
ausgeschaltet werden. Nur so ist gewährleistet, dass ein ruckfreies Anfahren und Anhalten
möglich ist.
Bei einer Störung, also wenn das Relais "ST" abfällt, muss von der Steuerung
gewährleistet sein, dass die mechanische Bremse und das Trennschütz zum Motor sofort
abgeschaltet werden. Die Regelung lässt RB und MB bei einer Störung abfallen.
31
3.1.2 Ansteuerung mit DCP
Die DCP-Schnittstelle bietet die serielle Ansteuerung der Regelgeräte ZETADYN 2CF über eine
RS485 Schnittstelle. Durch die bidirektionale, serielle Ansteuerung werden Steuerein- und Ausgänge
über eine Zwei- bzw. Dreidrahtverbindung geführt. Der Verdrahtungsaufwand reduziert sich auf ein
Minimum.
S31
(3)
(1)
(2) (4)
(5)
Geschwindigkeitsvorgabe - Byte
G0 langsame Geschwindigkeit (V1)
G1 Nachregulierung (Vz)
G2 Drehzahl 0
G3 Rückholen (V_ZE2)
G4 Inspektion (V_ZE1)
G5 Reserviert
G6 Zwischengeschwindigkeit (V2)
G7 schnelle Geschwindigkeit (V3)
32
[Link] Aufzugssteuerung mit Absolutwertgeber (DCP04)
Die Steuerung gibt bei einem Startkommando dem Frequenzumrichter einen Restweg bis zur
nächsten Etage vor. Während der Fahrt wird der Restweg ständig aktualisiert. Liegt spätestens bis
zum benötigten Verzögerungsweg kein Ruf für diese Etage an, wird der Restweg wiederum um eine
Etage verlängert.
Der Fahrtablauf vom Beschleunigen über die Konstantfahrt bis zum Verzögern wird nur von dem
Frequenzumrichter bestimmt.
V_3
Geschwindigkeitsvorgabe - Byte
G0 langsame Geschwindigkeit (V1)
G1 Nachregulierung (Vz)
G2 Drehzahl 0
G3 Rückholen (V_ZE2)
G4 Inspektion (V_ZE1)
G5 Reserviert
G6 Zwischengeschwindigkeit (V2)
G7 schnelle Geschwindigkeit (V3)
33
3.2 Beschreibung einzelner Regelgeräte-Funktionen
Spannung am
Frequenzumrichter
L1-L2-L3
Störung ST
t = 8s
(2) Die übergeordnete Steuerung öffnet die elektromagnetische Haltebremse. Das Regelgerät
beschleunigt bis zur größten angesteuerten Geschwindigkeit entsprechend der eingestellten
Beschleunigung mit ausgerundeten Übergängen.
V3
t
Eingänge 1 2 3
RF
V1
V3
RV1
RV2
Ausgänge
RB
MB
34
3.2.3 Schnellstart / Drehzahl 0
Mit dem Kommando “Türe zu” wird bereits der Motor bestromt und die mechanische Bremse geöffnet.
Der Antrieb hält Drehzahl 0. Die Fahrt beginnt nach dem Schließen der Türe.
Wir weisen darauf hin, dass die Schnellstartfunktion nur im Türzonenbereich bei
Aufzugsanlagen mit Nachregulierung verwendet werden kann. Die Vorschriften der EN81 sind
zu beachten.
3.3 Ansteuerung
a) konventionell
Der Zusatzeingang ZE_2 muss auf die Funktion “DREHZAHL 0” parametriert werden.
„DREHZAHL 0” mit ZE2 sowie Reglerfreigabe und Drehrichtung werden angesteuert. Der Motor wird
bestromt und die mechanische Bremse MB öffnet. Weitere anliegende Fahrkommandos werden
ignoriert. Nach Abschalten “DREHZAHL 0“ beginnt die Fahrt, sofern die Fahrgeschwindigkeiten
bereits vorliegen. Die Fahrgeschwindigkeiten müssen spätestens 150 ms nach Abschalten von
“DREHZAHL 0” vorliegen.
Die Steuerung sollte die Fahrgeschwindigkeiten (V1, V3) erst mit Abschalten von
“DREHZAHL 0” anlegen.
Für den Fall, dass der Eingang ZE_2/3 defekt ist oder ein Leitungsbruch vorliegt, wird die Fahrt
wie gewohnt erst nach dem Schließen des Türriegels gestartet.
V
Türriegel
Türe zu geschlossen
(1)
“DREHZAHL 0” mit (3)
ZE2
max.150 ms
(2)
V3
V1
Mech. Bremse MB
Bild 3.6
Wird nach dem Kommando “Türe zu” die Lichtschranke unterbrochen oder
die Druckleiste betätigt und somit die Aktion “Türe auf“ ausgelöst, so sind von der Steuerung
ZE_2 und sonstige Fahrbefehle abzuschalten.
35
b) über DCP-Protokoll
(1) Die Steuerung sendet bei „Türe zu“ bis der Türriegel geschlossen ist, ein oder mehrere
„Drehzahlvorgaben“-Telegramme, bei denen das G2-Bit gesetzt ist.
Andere gesetzte Geschwindigkeitsvorgabebits werden ignoriert.
(2) Mit Setzen des Abstellschalterbit B2 und / oder Fahrbefehlbit B1, wird der Antrieb bestromt
(aufmagnetisiert) und die Bremse über MB geöffnet. Der Antrieb hält die Drehzahl 0, da G2
gesetzt ist.
(3) Die Fahrt beginnt sofort wenn ein Drehzahlvorgabe-Telegramm gesendet wird, indem das G2-
Bit gelöscht und zugleich eine anderes Geschwindigkeitsbit gesetzt wird.
Die maximale Umschaltzeit vom Löschen von G2 und Setzen einer anderen Geschwindigkeit beträgt
150 ms.
V
Türriegel
Türe zu geschlossen
(2)
Fahrbefehl B1
Abstellsch. B2
Mech. Bremse MB
2CF-Überwachungen: a) Wird das G2-Bit für länger als 20 Sekunden gesetzt, so schaltet der Antrieb
mit Fehlermeldung 59 „Schnellstart >20s?“ ab.
b) Wird während der Fahrt das G2-Bit gesetzt, so führt der Regler einen
Schnellhalt aus.
Bewegt sich der Antrieb bei Drehzahl 0 um mehr als +/- 7 mm, so wird mit
der Fehlermeldung 27 „Fahrt bei v=0 ?“ abgeschaltet.
Schnellstart-Abbruch : Wird nach dem Kommando „Türe zu“ die Lichtschranke unterbrochen oder die
Druckleiste betätigt und somit die Aktion „Türe auf“ ausgelöst, so sind von der
Steuerung
das Fahrbefehlbit B1,
das Abstellschalterbit B2 und
die Umrichterfreigabe S0
abzuschalten.
36
3.3.1 Wegabhängiges Verzögern - RUNDBOGEN-Fahrt
Das wegabhängige Verzögern wird bei Verzögerungsfahrten von den Fahrkommandos V3 und V2
nach der Positioniergeschwindigkeit V1 durchgeführt.
Hierzu muss der Parameter / VERZÖGERN / S_ABH = EIN sein (Werkseinstellung). Bei allen
anderen Umschaltungen zwischen Geschwindigkeitsvorgaben wird die Fahrkurve zeitabhängig
durchgeführt.
Vorteile:
Das wegabhängige Verzögern bietet Vorteile, wenn bei Fahrten zwischen nahe beieinander liegenden
Haltestellen die Endgeschwindigkeit (V3 bzw. V2) nicht erreicht werden kann. In einem solchen Fall
führt das Regelgerät eine Rundbogenfahrt durch.
Das Regelgerät sorgt unabhängig von der beim Verzögerungspunkt (4) erreichten
Geschwindigkeit für immer gleiche Schleichwege und kürzestmögliche Spielzeiten (Vergleich
Bild 3.8):
Funktionsweise:
Ist am Verzögerungspunkt (4) die eingestellte Endgeschwindigkeit (Bild 3.8) noch nicht erreicht, so
beschleunigt der Antrieb zunächst weiter.
Das Regelgerät ermittelt den Wegpunkt X, ab dem die Verzögerung eingeleitet werden muss, um die
Haltestelle mit der Positioniergeschwindigkeit V1 zu erreichen. Jetzt rundet das Regelgerät die
Fahrkurve aus und verzögert mit der eingestellten Verzögerung A_NEG.
Damit sind bei RUNDBOGEN-FAHRT und NORMALFAHRT die Verzögerungswege S_31 (4 ® 5) und
die Schleichwege S_1 (5 ® 6) identisch.
V3 V3
V V
S_31
S_31
V1 V1
4 5 6 t 4 5 6 t
Eingänge Eingänge
V3 V3
V1 V1
Steuerung:
Die Steuerung muss vor Wegnahme des Fahrkommandos V3 (bzw. V2) das Fahrkommando V1
anlegen.
Bei kurzzeitiger Abschaltung der V_3 - Geschwindigkeit verzögert das Regelgerät auf die niedrigste
angesteuerte Geschwindigkeit (Bsp.: V1).
Wird nun V_3 erneut angelegt, beschleunigt das Regelgerät nicht. Dies ist erst wieder nach
Wegnahme der Positioniergeschwindigkeit und einem erneuten Anlegen der Fahrkommandos
möglich.
37
3.3.2 Wegverzögertes Abschalten von "V3", "V2" und "V1" /
Schleichwegoptimierung, Direkteinfahrt
Die Regelgeräte ZETADYN 2xx sind für Antriebe mit hohen Ansprüchen an die Positioniergenauigkeit
konzipiert.
Es besteht die Möglichkeit, ohne weiteren Zusatzaufwand die Schleichwege so zu optimieren, dass
diese einer Direkteinfahrt gleichzusetzen sind.
Werden die Abschaltpunkte mit einer digitalen Schachtkopierung erzeugt, ist eine Verkürzung des
Schleichweges auf einen Weg von 1 bis 2 cm möglich.
Für den Fahrgast ist bei diesen Schleichwegen kein Unterschied zur Direkteinfahrt feststellbar.
Durch eine digitale Schachtkopierung und Ansteuerung mit Wegvorgabe (DCP) können die
Schleichwege entfallen. Damit ist eine echte Direkteinfahrt möglich.
Sind in allen Etagen die gleichen Schleichwege vorhanden (Kontrolle im Menü "Info" / S_1), kann der
Schleichweg im Menü "Verzögern" / S_DI3 verkürzt werden.
----Info-Menü---- VERZOEGERN V
R_NEG1
*************** V3
R_NEG2
S_DI2 0.00 m V1
>Differenzweg für V2 t
4a 4 5
Eingänge
S_DI3 0.00 m RF
>Differenzweg für V3 V1
V3
RV1
RV2
Ausgänge
RB
MB
412
Parameterbeschreibung
38
3.3.3 Serielle Anbindung an Aufzugssteuerung, Direkteinfahrt
Die Verbindung zwischen der Aufzugssteuerung, Regelung und anderen Baugruppen wird
zunehmend durch serielle Übertragungsmedien realisiert (DCP).
Vorteile
- keine aufwendige Verdrahtung zwischen den Teilnehmern
- vereinfachte Montage durch Steckverbindungen
- schneller Datenaustausch zwischen Regelung und Steuerung
- Direkteinfahrt
- genormte Schnittstellen (RS485) mit hoher Datensicherheit
- Programmierung des Regelgerätes von der Steuerung aus
- neben Steuerfunktionen können Stör- und Statistikdaten übertragen werden
- Modemanschlüsse für die Datenfernübertragung
- Drucker oder Laptop protokollieren vor Ort
Somit ist die Antriebsregelung eng in die Aufzugssteuerung integriert und es besteht eine
Vereinheitlichung des Gesamtsystems.
Regelgerät Aufzugssteuerung
Tacho
mp
Antrieb
SPI
RS485
CAN / RS485
CAN / RS485
CAN / RS485
Modem
Kabine
Außenruf OG
Parametrierung TELEKOM-
(vor Ort)
Netz
Modem
RS232
Außenruf EG
Schacht Service-Zentrale
39
3.3.4 Zeitabhängiges Verzögern
Mit Ausnahme der Verzögerungsübergänge von "V3" nach "V1" und "V2" nach "V1" werden sonstige
Geschwindigkeitsübergänge zeitabhängig gefahren.
Nach Abschalten der aktuellen Geschwindigkeitsvorgabe verzögert das Regelgerät zeitabhängig bis
zur größten noch angesteuerten Geschwindigkeit entsprechend der eingestellten Verzögerung mit
ausgerundeten Übergängen.
V_ZE3
V_ZE2
V_ZE1
t
Eingänge
RF
ZE3
ZE2
ZE1
RV1
RV2
Bild 3.5 Steuerung VERZÖGERUNG (Beispiel Handsteuerung mit V_ZE1, V_ZE2 und V_ZE3)
3.3.5 Normalhalt
Die übergeordnete Steuerung steuert keinen Geschwindigkeitseingang "V_X" oder Richtungsvorgabe
"RV_X" mehr an. Das Regelgerät verzögert bis zum Stillstand entsprechend der eingestellten
Verzögerung /VERZÖGERN/A_NEG mit ausgerundeten Übergängen. Beim Erreichen von Drehzahl 0
öffnet das Regelgerät das Ausgangsrelais "Mechanische Bremse - MB", so dass die
elektromagnetische Haltebremse einfällt. Das Regelgerät sperrt die Leistungshalbleiter und öffnet das
Ausgangsrelais "Regler-Betrieb-RB".
V1
V _BR
t
6 7 8
Eingänge
RF
V1
RV1
RV2
Ausgänge
ST
RB
MB
max.1,5s
40
3.3.6 Nachregulierung
Zur Nachregulierung für die Korrektur der Seildehnung beim Entlasten der Fahrkabine wird das
Fahrkommando "V_Z" angesteuert.
Um Pendelungen zu vermeiden, sollte die Steuerung eine angemessene Zeit warten, bis das Seil zur
Ruhe kommt.
V _Z
t
Eingänge
RF
V_Z
RV1
RV2
Ausgänge
ST
RB
MB
3.3.7 Störung
Das Regelgerät überwacht:
Erkennt das Regelgerät einen Fehler, so wird das laufende Fahrprogramm abgebrochen. Das
Regelgerät sperrt die Leistungshalbleiter. Die Ausgangsrelais "mechanische Bremse - MB", "RB-
Schütz*-SK_1” und "Störung - ST" schalten sofort aus.
Die übergeordnete Steuerung muss die elektromagnetische Haltebremse schließen und das
Trennschütz zum Motor öffnen. Tritt eine Störung auf, die es nötig macht das Leistungsteil vom Netz
zu trennen (z. B. Brems-Chopper Übertemperatur), erfolgt unverzüglich eine interne Abschaltung des
Eingangsgleichrichters.
Tritt eine Störung während einer Fahrt auf, so verzögert der Antrieb durch das Bremsmoment der
elektromagnetischen Haltebremse.
Eingang
Vxx
RF
Ausgänge RB
MB
ST
2s
Fahrbefehl
Fehler wird Quittierung erfolgt
Fehler wird erkannt beseitigt bei Vxx = 0
41
Quittierung
2 Sekunden nach Behebung der Fehlerursache erfolgt die Quittierung des Reglerfehlers
(ST-Relais zieht an). Voraussetzung ist die Wegnahme aller angesteuerten Geschwindigkeiten
(Vxx). Wird Vxx vor Ablauf der 2 Sekunden wieder angelegt, erfolgt keine Quittierung.
· bei Fehler 91 (BC Alalrm) muss das Regelgerät zum Quittieren des Fehlers aus und wieder
eingeschaltet werden
· bei Fehler 20 (falsche Richtung) und 8 (kein Geberimpuls) müssen RF und Vxx weggenommen
werden (hierbei gilt ebenfalls: wird Vxx und RF vor Ablauf der 2 Sekunden wieder angelegt, erfolgt
keine Quittierung)
Fehlerquittierungen nur über die Tastatur des Bedienterminals sind nicht möglich.
Die elektromagnetische Haltebremse muss unverzögert über das Relais "MB" ein- und
ausgeschaltet werden. Nur so ist gewährleistet, dass das Regelgerät Anfahren und Anhalten
ruckfrei regeln kann.
Die Trennschütze zum Motor müssen unverzögert mit dem Relais "RB" ein- und
ausgeschaltet werden. Nur so ist gewährleistet, dass ein ruckfreies Anfahren und Anhalten
möglich ist.
Bei einer Störung, also wenn das Relais "ST" abfällt, muss von der Steuerung gewährleistet
sein, dass die mechanische Bremse und die Trennschütze zum Motor sofort abgeschaltet
werden.
42
4 Bedienung und Einstellmöglichkeiten
Der Anwender kann die Antriebsregelung problemlos der Aufgabenstellung anpassen. Hierzu stehen
vier Kommunikationskonzepte für einfachste Inbetriebnahme und Bedienung zur Verfügung:
2. Fernbedienung über Tastenfeld und LCD Anzeige mit dem Fernbedienkit RCP1.
3. Fernbedienung mit PC und der als Zubehör erhältlichen Software ZETAMON für Windows.
4. Fernbedienung über die Aufzugssteuerung, wenn diese das DCP Protokoll unterstützt.
Die Menüstruktur der Parameter ist bei allen Kommunikationskonzepten einheitlich gestaltet. Die
eingestellten Parameter können durch ein Passwort (Zahl im Bereich 1 bis 9999) gegen
unbeabsichtigte oder unbefugte Veränderung geschützt werden.
Die Veränderung von Parametern ist nur während des Stillstands des Antriebes möglich.
Falls das Regelgerät im Schacht montiert wird, kann das Display abgenommen und unter
Verwendung des Fernbedienkits RCP01 im Schaltschrank montiert werden.
Die Bedienung erfolgt sehr einfach über nur drei Tasten. Die zur Verfügung stehenden Parameter sind
nach Zusammengehörigkeit in Menüs unterteilt.
Über eine weitere Taste (Info) können aktuelle Betriebszustände angezeigt werden.
Die Auswahl eines Menüs erfolgt mit den Pfeiltasten (s. Bild 4.1).
Durch Druck der [P]-Taste wird zu den, dem Menü zugeordneten, Parametern gewechselt.
Die Auswahl eines Parameters erfolgt über die Pfeiltasten.
Nach Druck der [P]-Taste kann der Parameter mit den Pfeiltasten verändert werden.
Durch Druck der [P]-Taste gelangt man zurück in die Parameter-Auswahl.
Durch gleichzeitigen Druck der Taste [¯] und [] gelangt man zurück in die Menüauswahl.
Info-Menü
mit
i i
43
Es gibt zwei Arten, um Parameter zu ändern und zwei Anzeigetypen:
1. Nach dem Anlegen der Versorgungsspannung an die Regelteilplatine erscheint nach einem kurzen
Selbsttest die Einschaltmeldung "ZIEHL-ABEGG – ZETADYN 2CF"
2. Nach Drücken einer beliebigen Taste erscheint das erste Menü MONITOR in der Anzeige.
4. Durch Tastendruck [P] die Parameterliste aktivieren. In der Anzeige erscheint der erste Parameter
V_1.
6. Durch Tastendruck [P] das Einstellfeld aktivieren. In der Anzeige blinkt der Pfeil links in der zweiten
Zeile. Die untere Kommentarzeile des Parameters wird durch das Einstellfeld ersetzt. Erfolgt keine
Umschaltung in das Einstellfeld, so ist die Eingabe bereits durch ein Passwort geschützt (siehe
Kapitel 4.3.11).
7. Mit der Taste [¯] bzw. [] kann der Wert verändert werden.
8. Durch Tastendruck [P] den Wert im Einstellfeld bestätigen. In der Anzeige wechselt der Einstellwert
nach oben. Der neue Wert ist übernommen. Der Pfeil blinkt nicht mehr und die Erläuterung des
Parameters erscheint wieder in der zweiten Zeile.
9. Durch gleichzeitigen Druck der Tasten [¯] und [] erscheint in der Anzeige wieder der Menükopf
FAHREN.
44
ZIEHL-ABEGG Nach dem Einschalten oder 60 Minuten nachdem keine Taste
ZETADYN 2CF betätigt wurde.
Beliebige Taste
Menü-Auswahl
MONITOR
********* STATISTIK
********
FAHREN
************
& P
Parameter-Auswahl
V1 0.050 m/s
>Position
V_2 0.70 m/s
>Zwisc.
V_3 1.20 m/s
>Fahr-Geschwindig.
Parameter ändern
402
45
4.1.1 Die Funktion APC (Automatic Parameter Control)
APC ist die Abkürzung für Automatic Parameter Control = automatische Parameterüberwachung.
APC prüft bei der Eingabe von einzelnen Parametern die Werte auf Plausibilität.
Die APC-Funktion soll fehlerhafte Eingaben verhindern. Der Anwender hat die Meldung mit
[OK] (i-Taste) zu bestätigen.
· APC aktualisiert Parameter (Update, kann nur auftreten wenn ein Parameter nicht vorbelegt ist,
z.B. durch Software-Update)
Die APC-Funktion kann im Menue ZA_INTERN auf AUS gestellt werden, die Werkseinstellung ist EIN.
Die APC-Funktion sollte nur nach Rücksprache mit der Ziehl-Abegg Hotline ausgeschaltet
werden.
46
4.2 Fernbedienung mit PC und Software ZETAMON für Windows
Mit einem PC und der speziell entwickelten ZIEHL-ABEGG-Software ZETAMON kann der Bediener
- Parameter einstellen,
- den Antrieb in Betrieb nehmen,
- Fahrdiagramme, Datensätze und Fehlerliste auswerten, sichern und kopieren sowie
- Messungen an Fahrkurven und Steuer-Signalen durchführen.
Die Software ZETAMON für Windows inkl. Verbindungskabel ist als Zubehör erhältlich.
Sie setzt einen IBM- oder IBM-kompatiblen PC mit folgender Mindestausstattung voraus:
- 486 DX 33, 8 MB Arbeitsspeicher (empfohlen Pentium, 16 MB RAM)
- Win NT, Win 95, Win 98 / 16 Farben
47
4.3 Parameterübersicht
Die Parameter sind in Menüs (siehe Bild 4.4) unterteilt. Für die Inbetriebnahme sind nur die fünf
hervorgehobenen Menüs wichtig.
Bei Fremdmotoren müssen vor der ersten Fahrt die Typenschilddaten des Motors, der Geberoffset
und die Anlagendaten im Menü "ANLAGE & MOTOR" eingegeben werden. Wird in diesem Menü der
Parameter AUTO angewählt, so werden die Parameter entsprechend den Anlagedaten sowie das
Menü MOTOR-MODELL voreingestellt.
MONITOR
Anzeige: Zustand der Ein- und
**************** Ausgänge, Ist- und
Solldrehzahl
STATISTIK
**************** Anzeige: Statistische Angaben und
Fehlerlisten-Verwaltung
FAHREN
************** Eingabe: Fahrgeschwindigkeiten
BESCHLEUNIGEN
************** Eingabe: Beschleunigungsrampe und
Anfahrverhalten
VERZÖGERN
************** Eingabe: Verzögerungsrampe und
Bremsverhalten
REGLER
**************** Bei Bedarf: Eingriff des Drehzahlreglers
ANLAGE & MOTOR Einmalige Eingabe vor der ersten
****************
Fahrt: Anlagen- und Motordaten
MOTOR-MODELL
**************** Einmalige Eingabe vor der ersten
Fahrt: Motordaten für Feldorientierung
SCHNITTSTELLE
**************** Bei Bedarf: Änderung der werkseitigen
Funktion von Ein- und
PASSWORT Ausgängen sowie
**************** Geberauflösung
48
4.3.1 Das Menü ”Info”
S_GES S--> S_1 Anzeige von Gesamtfahrweg, Verzögerungsweg vom Abschalten der
12.0 2.05 0.01m hohen Geschwindigkeit bis zum Erreichen von V_1, gemessener
Fahrweg bei konstanter Geschwindigkeit mit V1
RF.RV1.V1....V3 Anzeige der Eingänge und Ausgänge, die aktuell angesteuert werden
[Link].......
Status: RV1 0.00m Anzeige des Regler-Status (Bereich der Fahrkurve, siehe auch Anhang
5- 6- 10-12-> 10 A5), Anzeige der Fahrtrichtung und der Kabinenposition (Bezugspunkt
für erweiterten Fehlerspeicher, siehe auch Menü STATISTIK)
--- INFO-END --- Ende des Info-Menues, bei Ansteuerung über DCP-Protokoll (siehe
[ESC] technische Information TIA99_77) bzw. Synchronmotor weitere
Menuepunkte
49
4.3.2 Das Menü "MONITOR"
Inhalt: Im Menü "Monitor" wird der Zustand der Steuerein- und -ausgänge dargestellt. Ein aktives
Steuersignal wird durch einen "Leuchtpunkt" dargestellt. Zusätzlich werden die Regelgrößen
Drehzahlsoll- und -istwert, der Reglerausgang und Messwerte angezeigt.
MONITOR
****************
ST:BC :RB:LT:MB Eingänge und Ausgänge, die beim Anfahren und Halten wichtig sind
● ● ● ● ● "ST", ”BC”, "RB", "LT" und "MB"
50
4.3.3 Das Menü "STATISTIK"
Inhalt: Im Menü "Statistik" werden statistische Daten angezeigt sowie eine Fehlerliste geführt.
Die Daten bleiben nach dem Ausschalten des Regelgerätes erhalten.
STATISTIK
****************
STAT0 Fehlerliste
>Liste: .....
STAT5 AUS Mit diesem Parameter besteht die Möglichkeit, den Fehlerspeicher
>Fehlersp.lösch.. (STAT0, STAT3 & STAT4) zu löschen
Hinweis zu STAT0:
Die Fehlerliste wird wie ein normaler Parameter aufgerufen. Statt dem Verändern des Inhaltes wird mit
den Tasten [¯] und [] zwischen den Eintragungen hin- und hergeblättert.
STATO
P
Fehlerliste
Eingabe beenden!
> 0000001-E10-S12
kein Geberimpuls
i
> 0000002-E12-S12
Motormomenten-
Fahrtenzähler strom Betriebsstunde
Insgesamt werden bis zu 75 Fehlermeldungen verwaltet. Treten mehr als 75 Meldungen auf, so
werden die ältesten Eintragungen gelöscht.
Bei Aufruf der Fehlerliste wird der letzte Fehler zuerst angezeigt. Als Zusatzinformation werden
Betriebsstunde, Fehlernummer, Zustand des Reglers, Temperatur des Leistungsteils und
Fahrtennummer angezeigt. Eine Beschreibung der möglichen Einträge ist im Anhang A4 aufgeführt.
51
4.3.4 Das Menü "FAHREN"
Inhalt: Im Menü "Fahren" werden die Fahrgeschwindigkeiten vorgegeben. Bei der Eingabe ist zu
beachten, dass V1 < V2 < V3 sein muss.
FAHREN
****************
V_Z 0.010 m/s Bei Anlagen mit Nachregulierung ist die Zusatzgeschwindigkeit V_Z zu
>Nachregulierung verwenden.
V_ZE1 0.50 m/s Die Geschwindigkeiten V_ZE1, V_ZE2 und V_ZE3 sind vorzugsweise
>Zusatzgeschw. 1 für Rückholsteuerung, Inspektionsfahrt oder Handsteuerung
einzusetzen.
V_ZE2 0.50 m/s
>Zusatzgeschw. 2
ZE_2 und ZE_3 müssen im Menü Schnittstelle entsprechend auf V_ZE2 und V_ZE3
parametriert sein (Werkseinstellung V_ZE3 = AUS).
52
4.3.5 Das Menü "BESCHLEUNIGEN"
Inhalt: Im Menü "Beschleunigen" ist die Beschleunigungsrampe definiert. Zusätzlich kann das
Anfahrverhalten optimiert werden.
BESCHLEUNIGEN V_3
Beschleunigung
****************
R_POS2
V1
R_POS2 50 %
V3
>Verrundung oben RV1
RV2
Ausgänge
RB
MB
Parameterbeschreibung:
Ein optimales Anfahrverhalten setzt voraus, dass das Trennschütz zum Motor mit dem Ausgang
"SK_1/RB-Schütz” eingeschaltet wird.
Nachdem das Trennschütz zum Motor geschlossen ist, wird der Motor zum Aufbau des magnetischen
Flusses im Rotor bestromt. Nach der Flussaufbauzeit wird die mechanische Bremse über das
Ausgangsrelais MB geöffnet.
® Die Optimierung des Anfahrverhaltens wird näher im Kapitel 5.4 (7) Inbetriebnahme beschrieben.
53
4.3.6 Das Menü "VERZÖGERN"
Inhalt: Im Menü "Verzögern" ist die Verzögerungsrampe definiert. Zusätzlich kann das
Positionierverhalten optimiert werden.
VERZÖGERN
****************
V
>Verrundung oben
R_NEG2
V1
R_NEG2 90 %
>Verrundung unten t
4a 4 5
Eingänge
S_DI3 0.00 m RF
>Abschaltverz. V3
V1
S_DI2 0.00 m V3
>Abschaltverz. V2
RV1
RV2
S_DI1 0 mm
Ausgänge
>Abschaltverz. V1 RB
MB
S_ABH EIN
>[Link].
Parameterbeschreibung:
Mit Erreichen von Drehzahl 0 schaltet das Relais "MB" aus. In der Zeit, bis die mechanische Bremse
tatsächlich geschlossen ist, wird der Motor elektrisch auf Drehzahl 0 gehalten.
Nach einer voreingestellten Zeit wird die Leistungsendstufe gesperrt und das Relais "RB" fällt ab.
Schaltet die Steuerung mit diesem Kontakt das Trennschütz zum Motor, so ist sichergestellt, dass das
Öffnen des Schützes stromlos erfolgt.
54
4.3.7 Das Menü "REGLER"
Inhalt: Im Menü Regler können die Parameter des PI-Drehzahlreglers (Proportional-Integral-Regler)
eingestellt werden.
REGLER
****************
Mit den Parametern K_nr und T_nr kann die Einstellung des Drehzahlreglers, der während einer Fahrt
wirksam ist, optimiert werden.
Hohe Dynamik wird erreicht durch hohe Werte für die Verstärkung und kurze Nachstellzeiten. Ein
sanftes Fahrverhalten wird durch eine weiche Reglereinstellung erreicht.
In erster Linie lässt sich der Drehzahlregler über seine Verstärkung beeinflussen. Treten während der
Fahrt (insbesondere bei den Geschwindigkeitsübergängen) deutliche Drehzahlabweichungen auf, so
ist der Drehzahlregler zu "weich" eingestellt.
In diesem Fall kann der Wert der Verstärkung (K_nr) vergrößert oder der Wert der Nachstellzeit
(T_nr) reduziert werden.
Wird der Antrieb laut oder kommt es zu einem Abschalten des Reglers, so ist der Wert der
Verstärkung zu hoch eingestellt und muss verringert werden.
Die Optimierung des Anfahrverhaltens und des Drehzahlreglers wird näher im Kapitel 5
Inbetriebnahme beschrieben
Beispiele:
55
4.3.8 Das Menü ”ANLAGE & MOTOR”
Inhalt: Im Menü "ANLAGE & MOTOR" sind einmalig vor der ersten Fahrt anlagenabhängige Werte
einzustellen. Die Motordaten können entsprechend dem Typenschild des Motors eingestellt
werden.
AUTO
Abfrage: Neue Fahrdaten? Die Parameter in /FAHREN, /BESCHLEUNIGEN und
/VERZOEGERN werden einmalig entsprechend der Anlagenart,
Nenngeschwindigkeit und Nenndrehzahl vorbelegt.
Abfrage: Neue Motordaten? Die Parameter im Menü /MOTOR-MODELL werden berechnet und
einmalig entsprechend den eingegebenen Motordaten vorbelegt.
56
Berechnung der Nenngeschwindigkeit / V_NENN
-1
n ×p × D n - Nenndrehzahl [min ]
V _ NENN = D - Treibscheibendurchmesser [m]
60 × i i - i_Getriebeübersetzung * i_Aufhängung
D = 0,5 m
35 2 35 2
i_Getriebe = , i_Aufhängung = , i= * = 35
2 1 2 1
1430 × p × 0,5m
V _ NENN = = 1,07m / s
60 s × 35
MOTOR-MODELL
****************
57
4.3.10 Das Menü "SCHNITTSTELLE"
Inhalt: Im Menü "Schnittstelle" können die werksseitigen Funktionen der programmierbaren Ein- und
Ausgänge verändert werden
SCHNITTSTELLE
****************
SK_1 RB –SCHÜTZ Funktionen der Sonderkontakte SK_1, SK_2 und SK_3 siehe nächste
> Sonderkontakt1 Seiten
SK_2 V<V_G1
> Sonderkontakt2
SK_3 RB –SCHÜTZ
> Sonderkontakt3
ZE_2 V_ZE2 Funktion der Sondereingänge ZE_2 und ZE_3 siehe nächste Seiten
>Sondereing. ZE2
ZE_3 AUS
>Sondereing. ZE3
58
COPY AUS Das Regelgerät verfügt über zwei Parametersätze (siehe
>Param. kopieren Sondereingang ZE_3). Parametersatz 1 verfügt zusätzlich zu seinem
aktiven Arbeitsspeicher über einen Sicherungsspeicher.
- PARA1 ® SI: Die Daten des 1. Parametersatzes werden in den
Sicherungsspeicher kopiert
- PARA1 ¬ SI: Die Daten des Sicherungsspeichers werden in den 1.
Parametersatz kopiert
- PARA1 ® 2: Die Daten des 1. Parametersatzes werden in den 2.
Parametersatz kopiert
- AUS: keine Funktion bzw. Funktion abbrechen
ZE1
- V_ZE1 Zusatzgeschwindigkeit. Die Geschwindigkeit ”V_ZE1” wird im ”FAHREN”
eingegeben
- Drehzahl 0 Halte Drehzahl 0
- EVA. 3*AC Notevakuierung mittels Notstromaggregat
- EVA.>60VDC Notevakuierung mittels Akku
- 2. Parasatz Umschaltung auf einen 2. Parametersatz
- DecMonitor Verzögerungsüberwachung (siehe nächste Seite)
59
ZE2
- V_ZE2 Zusatzgeschwindigkeit. Die Geschwindigkeit ”V_ZE2” wird im ”FAHREN”
eingegeben
- BR_2 Bremsüberwachungskontakt (wird nur bei 3 separat überwachten Bremsen
verwendet, die Kontakte werden an BR, ZE_2 und ZE_3 angeschlossen)
- Drehzahl 0 Halte Drehzahl 0
- EVA. 3*AC Notevakuierung mittels Notstromaggregat
- EVA.>60VDC Notevakuierung mittels Akku
- 2. Parasatz Umschaltung auf einen 2. Parametersatz
- DecMonitor Verzögerungsüberwachung (siehe unten)
ZE3
- V_ZE3 Zusatzgeschwindigkeit. Die Geschwindigkeit ”V_ZE3” wird im ”FAHREN”
eingegeben
- BR_3 Bremsüberwachungskontakt (wird bei 2 separat überwachten Bremsen
verwendet, die Kontakte werden an BR und ZE_3 angeschlossen)
- Last Lasterkennung, für Sonderfunktion ZA-INTERN \ M0, siehe Kapitel ZA-Intern
(Getriebespiel-Ausgleich, lastabhängige Momentenvorgabe, um Spiel im
Getriebe auszugleichen. Wirkt nur bei ASM)
0 V : < 50 % Nennlast
24 V : > 50 % Nennlast
- Drehzahl 0 Halte Drehzahl 0
- DecMonitor Verzögerungsüberwachung (siehe unten)
- AUS
Sonderfunktion Verzögerungsüberwachung
· AUS (= 0 V), wenn sich Aufzug in der oberen oder unterer Sicherheitszone befindet
· EIN (= 24 V DC), zwischen den Sicherheitszonen
In der Sicherheitszone darf der Aufzug nicht mehr mit V2 oder V3 fahren, wenn noch eines dieser
Signale anliegt, wird abgeschaltet. Der Regler geht auf Störung, es tritt die Fehlermeldung:
In Abhängigkeit von der Einstellung /SCHNITTSTELLE/ST kann dieser Fehler zur Sperrung des
Reglers führen.
Sonderfunktion Sperren
Die Sperrfunktion verriegelt weitere Fahrten bei mehrmaligem aufeinanderfolgendem Auftreten eines
schwerwiegenden Fehlers (1, 2, 3 mal). Die Fehler müssen dabei in direkt aufeinanderfolgenden
Fahrversuchen auftreten, bei Fahrten ohne Fehler wird der Fehlerzähler wieder zurückgesetzt.
Bei Verriegelung erscheint der Hinweistext "ZETADYN-Sperre [AUS]" im Display, nach Betätigen der
i-Taste geht das Regelgerät wieder in den normalen Betrieb über. In der Fehlerliste A4 sind die Fehler
aufgeführt, die zur Sperrung führen.
60
Das Menü "PASSWORT"
Inhalt: Im Menü "Passwort" kann das Regelgerät durch Vergabe eines Passwortes vom Zugriff
durch Dritte geschützt werden.
PASSWORT
****************
PW_E .... Wenn bei stillstehendem Antrieb eine Änderung von Parametern nicht
>Passwort-Eingabe mehr möglich ist, muss zuerst das eingestellte Passwort in diesem
Parameter eingegeben werden. Werkseitig ist kein Passwort
vergeben.
SE_NR .... Anzeige des aktuellen Passwortes in verschlüsselter Form. Bei Verlust
>Codiertes Passw. des Passwortes bitte dem Hersteller den Inhalt von SE_NR mitteilen
(Hotline +49 (0) 7940 16-308).
PW_CLR AUS Löschen eines Passwortes. Zuvor muss jedoch unter PW_E das
>Passwort löschen richtige Passwort eingegeben werden.
- AUS: keine Funktion
- EIN: Passwort wird gelöscht
1. 12 in PW_N eingeben
2. 12 ein zweites mal in PW_N eingeben
3. Auf der Anzeige erscheint blinkend
NEUES PASSWORT
-----> 12
4. Nach Betätigen einer Taste sind alle Parameter bis auf PW_E gesperrt
5. Um wieder Parameter ändern zu können, muss das Passwort (hier 12) im Parameter /PW_E
erneut eingegeben werden
61
4.3.11 Das Menü "ZA-INTERN"
Inhalt: Im Menü "ZA-INTERN" sind reglerinterne Einstellungen abgelegt.
ZA-INTERN
****************
Anfahren: Fehlersperre: Überwachung: Service:
---------------- ---------------- ---------------- ----------------
ANF_D 1 MASK1 83 T_GUE 2.0 s RESET 0
>Anfahrdämpfung >Fehlermaske 1 >Geberüberwach.. >Werkseinstell. laden
FK_start 2.0 MASK2 0 T_Imax 2.0 s Evak. mit Akku:
>Knr-Anhebung... >Fehlermaske 2 > Ueberlast-Zeit ----------------
s_start 2.0 MASK3 0 Imax 130% U_ACCU 120 V
>nur bei ANF_D 2/4 >Fehlermaske 3 Ueberlaststrom=%I_NENN >Akku_Nennspg.
T_0 0.5 s MASK4 0 S_MB 0.50 m CALCULATOR
>[Link]ützeinschaltz >Fehlermaske 4 >max. Weg bei MB=AUS ----------------
T_1 0.2 s MASK5 34 U_ZK_MIN 380 V D 0.630 m
>Mag. Flussaufbauzeit >Fehlermaske 5 > min. ZK-Spg. >Treibscheiben-Durchm
T_2 0.4 s STATUS 10 U_ZK_MAX 725 V A 1:1
>Bremse-Öffnungszeit interner Zustand > max. ZK-Spg. > Aufhängung
T_3 0.1 s TEMP_MAX 70 C i1 1
>halte Drehz.=0 max. >max Kü[Link]. > Getriebe i1:i2
V_T3 mm/s T_VENT AUTO+15s i2 31
>Minimale Geschw. >Nachlaufzeit Vent. > Getriebe i1:i2
Anhalten: T_BR 0.02 s V* 1.53 m/s
---------------- >Brems-Ueberw. Entprellzeit Berechn.V_NENN bei N_N
Anfahren
ANF_D Bei eingeschalteter Anfahrdämpfung (Zahlenwert von 1...3 / +S) wird der Sollwert in einem
Toleranzband gehalten, bis der Istwert folgt.
Aus = Timer T2 und T3 arbeiten fix, keine Anhebung der Verstärkung (FK_start nicht aktiv)
1 = FK_start ist aktiv für die Zeit der Timer T2 und T_BR (empfohlen für 2CF)
5 = Lageregelung ist aktiv für die Zeit der Timer T2 und T_BR (empfohlen für 2SY)
FK_start K_nr - Anhebung beim Start; Verstärkung des PI-Reglers beim Startvorgang
s_start (nur bei ANF_2 und ANF_4) Strecke, innerhalb der ein Schwingen an der Treibscheibe
nicht zum Abschalten von FK_Start und/oder dem Lageregler führt
T_0 Zeit vom Anlegen eines Fahrkommandos bis die Motorschütze geschlossen wird.
T_1 Flussaufbauzeit, Zeit vom Anlegen eines Fahrsignals bis die mechanische Bremse
geöffnet wird
T_2 Zeit bis mechanische Bremse öffnet
T_3 Zeit in der Drehzahl 0 gehalten wird
62
V_T3 Mit V_T3 kann mit minimaler Drehzahl innerhalb T3 gefahren werden, anstatt Drehzahl 0
zu halten. Ein Anfahrruck kann gedämpft werden (z. B. bei Rucksackaufzügen).
Anhalten
T_4 Zeit, in der ”DREHZAHL 0” gehalten wird
T_5 Zeit, bis Bremse geschlossen wird
T_5b Zeit, bis Motor stromlos (Abklingfunktion), beim Direktantrieb SM225 wird gegebenenfalls
ein Schlagen der Bremsscheibenverzahnung verhindert.
T_6 Maximale Zeit bis Motor-Schütze geöffnet werden
Fehlersperre
MASK1 Es können 5 Fehlermeldungen unterdrückt werden. Hierzu wird die entsprechende
... MASK5 Fehlernummer eingetragen.
STATUS Anzeige des internen Reglerzustandes
Überwachung
T_GUE Erfolgt vom Impulsgeber kein Drehzahlgebersignal innerhalb der Zeit T_GUE, so
schaltet das Regelgerät auf Störung und zeigt die Fehlermeldung "9 Kein Anfahren"
oder "14 Istwert fehlt".
T_Imax Timer für Sonderfunktion Überstrom, überschreitet der momentbildende Strom Iq für
die Zeit T_Imax den im Parameter Imax festgelegten Wert, wird ein Fahrtabbruch
ausgelöst. Das Störungsrelais ST fällt ab.
Imax Stromgrenze des momentbildenden Stroms für die Sonderfunktion Überstrom in %,
bezogen auf den Motornennstrom I_NENN. 100 % entspricht dabei I_NENN, die
Werkseinstellung ist 130 %.
S_MB Werden trotz dem abgefallenen Relais MB noch Impulse vom Drehgeber erkannt,
wird nach diesem eingestellten Weg die Fehlermeldung ”Fahrt mit Bremse”
ausgelöst.
U_ZK_MIN Minimale, maximale Zwischenkreis-Spannung. Wird diese Spannung unter- oder
U_ZK_MAX überschritten, erfolgt eine Abschaltung des Regelgerätes.
TEMP_MAX Maximale Kühlkörper-Temperatur. Wird dieser Wert überschritten, erfolgt eine
Abschaltung des Regelgerätes.
T_VENT Steuerung und Nachlaufzeit des eingebauten Ventilators
AUTO: t>42 °C = EIN; t<38 °C= nach 15 sec AUS).
Die Nachlaufzeit ist auch manuell einstellbar (15 min, 10 min, 5 min oder AUTO
+ 5 min). Bei Fahrtbeginn wird der Lüfter eingeschaltet und nach Wegnahme der
Reglerfreigabe (Fahrtende) wird die entsprechende Nachlaufzeit aktiv.
T_BR Entprellzeit der BR-Kontakte (bei aktiver Bremskontaktüberwachung)
T_C0 Unterbrechungszeit (in ms) der Motorschütze, nach der das PWM abgeschaltet wird
(mit T_CO2 = 0 ms wird die Überwachung abgeschaltet).
APC Automatische Paramterkontrolle EIN / AUS, siehe Kapitel 4.1.1
Hardware-Check
TM4 Hardware-Check: Impulszähler
Service
RESET Werkseinstellung laden. Siehe Kap. 4.3.13
CALCULATUR
Rechnerfunktion - Hilfestellung zur Berechnung der Nenngeschwindigkeit.
63
Sonderfunktionen
Mit der RESET-Funktion werden Parameter und Zählerstände gelöscht und neu
vorbelegt. Bei einem werksseitig eingestellten Regelgerät darf kein RESET durchgeführt
werden, diese Geräte sind mit einem Aufkleber auf der Displayfrontplatte
gekennzeichnet.
Resetwert Auswirkung
10 Fahrtenzähler wird gelöscht (STAT2)
88 Löschen des Firmenlogo
90 Fehlerliste, alle Parameter werden gelöscht, Encoderoffset ECOFF bleibt erhalten,
ohne Hardware-Check
99 Fehlerliste, alle Parameter werden gelöscht, der Encoderoffset ECOFF wird
ebenfalls gelöscht, nach dem Reset erfolgt ausführlicher Hardware-Check
Der Wert Geberoffset wird unbedingt bei Synchronmotoren benötigt, bei denen der
Geber ohne mechanischen Abgleich ausgeliefert oder ausgetauscht wurde. Geht der
Offsetwert verloren, ist ein Betrieb des Synchronmotors nicht mehr möglich. Die
Ermittlung des Geberoffset ist nur bei freidrehendem Motor ohne Seile möglich.
Der Wert des Geberoffsets kann mit der der APD (SEVICE-CHECK / APD) angezeigt
werden.
RESET 0 Im Menü ZA-INTERN / Reset den Wert xx eingeben, evtl. "Set" oder "Limit"
xx Abfragen mit [OK] bestätigen. Alle Parameter und Fehlereinträge werden
gelöscht.
Sind Sie sicher? Die Abfrage "Sind Sie sicher" mit [JA] (i-Taste) bestätigen.
[NEIN] [JA]
Select Type ! Ab Softwareversion 2.20 und Resetwert 90 / 99: Reglertyp auswählen (2CF für
[2CF] [2SY] Asynchronmotoren, 2SY für Synchronmotoren). Nachträglich ist es nicht mehr
möglich, den Motortyp manuell zu ändern.
Clear.......... Im Display erscheint "Clear....", Daten werden gelöscht.
Error List 1
----TestMode---- Die Meldung ....TEST-MODE.... erscheint, Anzeige blinkt.
!RS232 =HW-TEST!
RS232 HW-TEST Bei Resetwert 99: Im Menue "SCHNITTSTELLE \ RS232" auf ZETAMON
AUS stellen, mit P bestätigen.
64
4.3.13 Das Menü "SERVICE-CHECK"
Inhalt: Im Menü "Service-Check" werden für Diagnosezwecke verschiedene reglerinterne Parameter
angezeigt. Diese Angaben sind für die telefonische Weitergabe an die Ziehl-Abegg Hotline bei
der Inbetriebnahme oder Fehlersuche vorgesehen.
Service Check
****************
65
Die Funktion APD (Automatic Parameter Diagnosis)
APD ist die Abkürzung für Automatic Parameter Diagnosis = automatische Parameter Diagnose.
Die Funktion APD wird im Menue SERVICE CHECK mit APD = EIN aufgerufen.
Einzelne Parameter werden nacheinander auf Plausibilität und Grenzwerte überprüft, fehlerhafte
Parameter werden angezeigt, jede Meldung muss mit [OK] = i-Taste bestätigt werden.
Weiterhin werden Gerätefunktionen überprüft und Funktionsfehler gemeldet.
Die APD-Funktion überprüft relevante Parameter und Funktionen und bietet Hilfestellung bei
der Fehlersuche. APD wird manuell aufgerufen.
Durch die Meldung CO-Unterbrechung werden "Schützflatter" während der Fahrt und Timingprobleme
beim Anhalten angezeigt, in diesem Fall erscheint die Meldung am Ende jeder Fahrt.
66
5 Inbetriebnahme
5.1 Voraussetzungen
Bei der Inbetriebnahme vor Ort werden keine Messinstrumente benötigt.
Vor der ersten Fahrt müssen die Regelparameter der Anlage angepasst werden.
67
5.2 Schnelleinstellung für Montagearbeiten
Bei einem werkseitig voreingestellten Regler ist diese Eingabe nicht notwendig!
Hier darf auch kein RESET durchgeführt werden! Funktion Reset siehe Kap. 4.3.13
68
Fahrgeschwindigkeiten nach autom. Parametervorbelegung
Parameter Bezeichnung Vorbelegung
V_1 Positioniergeschw. 5 cm/s
V_2 Zwischengeschw. 50 % V_NENN
V_3 Fahrgeschw. 95 % V_NENN
V_Z Nachpositioniergeschw. 5 cm/s
V_ZE1 Zusatzgeschw. 1 0.50 m/s
V_ZE2 Zusatzgeschw. 2 0.50 m/s
V_ZE3 Zusatzgeschw. 3 0.50 m/s
Erste Testfahrt:
Ist kein geregelter Betrieb möglich, ist die Verdrahtung der Motorzuleitung zu kontrollieren. Nur wenn
U der Regelung mit U des Motors, V der Regelung mit V des Motors und W der Regelung mit W des
Motors verbunden sind, ist ein geregelter Betrieb möglich.
Bewegt sich die Kabine in die falsche Richtung, muss dies mit dem Parameter
SCNITTSTELLE/MO_DR geändert werden. Auf keinen Fall dürfen 2 Adern der Motorzuleitung
getauscht werden.
Im Menü ”Monitor” oder ”Info” die Ist- und die Solldrehzahl vergleichen. Eine Toleranz von
+/- 3 1/min ist akzeptabel. Tritt eine größere Abweichung auf, so liegt der Grund zumeist in der
Abschirmung der Impulsgeberleitung
è Gegebenenfalls Schirmung überprüfen / verbessern. Die Geberleitung darf nur mit original
Verlängerungsleitungen verlängert werden. Die Stecher sind miteinander zu verschrauben.
è Die Geberleitung sollte, wenn möglich, von der Motorleitung getrennt verlegt werden. Das ist
besonders dann wichtig, wenn die Leitungen länger als 10 m werden.
69
5.3 Bauseitiges Setzen der Abschaltpunkte
u Abschaltpunkte für die hohe Fahrgeschwindigkeit "V3"
a) Der Bremsweg kann aus dem Diagramm b) Der Bremsweg kann auch direkt am
(Bild 5.1) entnommen werden. Es ist dabei Regelgerät abgelesen werden. Hierzu
zu beachten, dass die eingezeichneten besitzen alle Parameter, die einen Einfluss
Werte nur für den Fall gelten, dass die auf den Verzögerungsweg haben, eine
Werkseinstellung für die Verrundung Sonderfunktion (siehe Bild 5.1). Wird einer
R_NEG1 = 60 % und R_NEG2 = 90 % dieser Parameter angewählt und verstellt, so
unverändert bleibt. Zudem wird wird bei Rückkehr statt der Kommentarzeile
angenommen, dass die Steuerung die der berechnete Verzögerungsweg von V_3
Abschaltpunkte unverzögert an das nach V_1 angezeigt.
Regelgerät weitergibt.
s [m] V_3 1.20 m V_3 1.20 m
0.5 m/s2 -> s31: 1.38 m
>Fahrgeschwindig.
0.7 m/s2
5 P
P
0.9 m/s2
V_3 1.20 m Weg S_31 von V_3 nach V_1
4
> 1.20 m
Einstellen
3
2
Bild 5.2 Sonderfunktion der Parameter V_1, V_3,
R_NEG1, R_NEG2 und A_NEG für S_31
1 V_2 für S_21 (Weg von V_2 nach V_1)
Empfehlung:
Der Abschaltpunkt sollte - wenn möglich - auf einen größeren als den ermittelten Bremsweg gesetzt
werden, um einen Freiraum zur Optimierung des Fahrverhaltens zu haben. Auf eine eventuell
nachträgliche Verkürzung des Abschaltpunktes im Schacht kann später verzichtet werden, da durch
den Parameter /VERZÖGERN/S_DI3 der Abschaltpunkt vom Regelgerät intern um die Strecke S_DI3
verschoben werden kann. Um in allen Stockwerken eine möglichst gleiche und kurze Positionierfahrt
mit "V1" zu erzielen, sind die Abschaltpunkte mit einer Genauigkeit von +/- 1 cm zu setzen.
Der Abschaltpunkt für "V1" ist mit einer Genauigkeit von +/- 1 mm 5 cm vor Bündigkeit zu setzen.
Bei Bedarf:
Die Abschaltpunkte für das Fahrkommando "V2" werden so weit wie möglich von der Bündigkeit
gesetzt. Zunächst sollte nur kontrolliert werden, ob der benötigte Bremsweg S_21 (Bild 5.1) kleiner
oder gleich dem zur Verfügung stehenden Bremsweg ist. Wenn nicht, sollte, um ein Überfahren bei
der Inbetriebnahme zu verhindern, die Geschwindigkeit "V2" verringert werden.
Bei Anlagen mit Nachregulierung ist diese von der Steuerung zunächst abzuschalten, um
ungehindert arbeiten zu können.
70
5.4 Justierung
Kontrolle des Regelverhaltens
- Kontrollfahrt über mehrere Stockwerke
- Im Menü Monitor die Anzeigen Istdrehzahl, Solldrehzahl und Regelabweichung RA beobachten.
N_IST 300min-1
· Ist- und Solldrehzahl müssen übereinstimmen.
N_SOLL 300min-1
· Der Zeiger RA darf die Bereichsgrenzen nicht erreichen.
-...........RA...........+ · Bei Konstantfahrt sollte sich der Zeiger RA nur geringfügig um die Mittelstellung,
bei Geschwindigkeitsübergängen nur in einem möglichst schmalen Band um die
Mittelstellung bewegen.
Allgemeine Einstellhinweise
V
FAHREN BESCHLEUNIGEN VERZOEGERN
************** ************** **************
V_3
R_POS2 R_NEG1
A_NEG
A_POS
R_NEG2
V_1 R_POS1
S_1
S_DI3 t
RF
V1
V3
RV1
RV2
RB
MB
71
Abweichend von der AUTO-Vorbelegung kann die Fahrkurve mit den in Bild 5.3 gezeigten Parametern
verändert werden.
? Schwungmasse
Können bei der Umrüstung von Altanlagen unnötige Schwungmassen nicht entfernt werden, so ist es
eventuell notwendig, die Verrundungen R_POS2 und R_NEG1 so groß wie möglich einzustellen.
Falls es nicht möglich ist, eine befriedigende Einstellung zu finden oder sich die Regelabweichung bei
konstanter hoher Fahrgeschwindigkeit in einem größeren Bereich rasch hin und her bewegt, ist zu
prüfen, ob die Motordrehzahl vom Regelgerät richtig erfasst werden kann. Dies gilt insbesondere bei
Nichtverwendung eines Hohlwellengebers. Der Anbau des Drehzahlinkrementalgebers muss spiel-
und schwingungsfrei erfolgt sein. Eventuell mechanische Mängel (z. B. Klemmen eines
Führungsschuhs) können in gleicher Weise die Regelung beeinträchtigen.
? Drehgeber
Das Puls-Pause-Verhältnis der Gebersignale muss im Bereich von 45 % bis 55 % liegen. Die
Phasenverschiebung zwischen den Signalen muss 90° betragen (siehe Anhang A1).
Bei Schwierigkeiten mit der Drehzahlregelung; zum Test eine möglichst kurze, geschirmte
Geberleitung direkt vom Motor zum Regelgerät legen. Falls damit die Probleme behoben sind, muss
die vorhandene Geberleitung überprüft und geändert werden.
72
Optimierung des Anfahrverhaltens
Die hier beschriebenen Schritte müssen nur durchgeführt werden, wenn ein starker Anfahrruck den
Fahrkomfort beeinträchtigt. Diese abschließende Optimierung setzt einen ordnungsgemäßen Zustand
von Schienenführung, Getriebeölstand, Kabinenaufhängung usw. voraus. Ein optimal weiches
Anfahren ist nur möglich, wenn die mechanischen Gegebenheiten dies ermöglichen.
Voraussetzung:
Für die Optimierung des Anfahrvorganges sollte die Kabine leer und das Gegengewicht voll beladen
sein. Nur so ist es möglich, das Anfahren für alle Lastfälle optimal einzustellen.
Die Drehzahlreglereinstellung, die während der Fahrt aktiv (REGLER / K_nr & T_nr) ist, muss korrekt
eingestellt sein. Es dürfen während der Fahrt keine Über- oder Unterschwinger auftreten.
Vorgehensweise
1.) Die Anlage auf ‚Rückholen‘ stellen, damit Außenrufe die Optimierung nicht behindern.
2.) Die mechanische Bremse von Hand lüften und prüfen, ob sich der Antrieb selbständig in
Bewegung setzt. Setzt sich der Antrieb nicht in Bewegung, den Parameter ZA_INTERN/ANF_D auf
‚1+S‘ stellen. Beim Anfahren wird ein Ruck, bedingt durch die Mechanik, kaum zu vermeiden sein.
Wenn sich der Antrieb bei geöffneter Bremse selbständig in Bewegung setzt
Ist dies nicht möglich oder treten Geräusche im Motor auf, den Wert wieder reduzieren und den
Parameter ZA_INTERN/T1 schrittweise vergrößern.
7.) Danach den Wert für die Zeit ZA_INTERN/T2 schrittweise reduzieren, solange sich das
Startverhalten nicht ändert (Bsp. 0,2 s)
8.) Die Zeit T3 im Menü ZA-INTERN/Anfahr-Opti.:/T3 auf einen Wert von 0...0,1 s zurücksetzen.
73
Zeitoptimierung beim Anfahren
Anhaltevorgang
V_3
Für die Zeit T5 ist das LT weiterhin aktiv.
t
V_1
T4 Während Ablauf der Zeit T_5b klingt der Motorstrom
MB
T5
linear bis 0 ab, dadurch wird beim Direktantrieb
T5b SM225 gegebenenfalls ein Schlagen der
RB Bremsscheibenverzahnung verhindert.
T6
RF
Sofern ein Zugriff durch Dritte (Hausmeister) möglich ist, sollte die Eingabe durch Vergabe eines
Passwortes geschützt werden (/PASSWORT/PW_N s. 4.3.11).
74
6 Service
6.1 Wartungsarbeiten
Im Rahmen der üblichen Wartungsarbeiten sollten folgende Kontrollen durchgeführt werden:
6.2 Störungsbeseitigung
Durch den digitalen Aufbau des Regelgerätes werden bereits eine Vielzahl von möglichen
Fehlerursachen als Klartext angezeigt. In der Regel kann die Ursache anhand dieser Meldungen und
unter Zuhilfenahme der Erläuterung in Anhang und des Fehlersuchplans gefunden werden.
a) Tritt eine Störung auf (Anzeige blinkt, Fehlertext und Nummer werden angezeigt), so ist in der
allgemeinen Fehlererklärung nachzuschlagen.
b) Wird keine Störung vom Regelgerät direkt angezeigt, so ist im Fehlerspeicher /STATISTIK/STAT0
zu prüfen, ob seit der letzten Wartung ein Fehler aufgetreten ist. Der zuerst angezeigte Eintrag ist
der zuletzt aufgetretene Fehler.
Um Kosten und Zeit für Rückfragen zu ersparen, sollten vor einem Anruf bei
der
ZIEHL-ABEGG HOTLINE
6.3 Reparatur
Mit dem Entfernen der Regelteilplatine oder sonstigen Arbeiten innerhalb des Gerätes oder auch
bauliche Änderungen am Gehäuse erlischt die Gewährleistungsfrist des Herstellers. Arbeiten dieser
Art sind nur nach Rücksprache mit dem Hersteller gestattet.
Aufzugsdiensten wird empfohlen ein Ersatzgerät bereitzuhalten. Im Störungsfall sollte dieses Gerät
mitgeführt werden. Im Zweifelsfall kann durch schnellen Tausch des Regelgerätes
(4 Befestigungsschrauben, 8 Klemmschrauben und 6 Steckleisten) festgestellt werden, ob die
Ursache tatsächlich das Regelgerät ist.
75
Anhang
A1 Technische Daten
A2 Typenbezeichnung
A3 Maßblatt
A4 Fehlerliste
A5 Regler-Zustand
A6 Fehlersuchplan
A7 Zusatzgeräte
A8 Wichtige Hinweise für die Installation
A9 Schaltungsvorschlag für ZETADYN 2CF
A10 Schaltungsvorschlag für ZETADYN 2SY
A11 Unterschiede zwischen den Geräten ZETADYN 2CF und ZETADYN 2SY:
A12 HOTLINE-NOTIZ
A13 Einstellkarte
- A1 -
Anhang
A1 Technische Daten
Bei den angegebenen Leitungsquerschnitten handelt es sich um empfohlene Mindest-Querschnitte. Der Ersteller der Anlage muss diese Angaben
für seine spezielle Installation überprüfen und trägt die volle Verantwortung für die Auslegung.
- A2 -
Sonstiges:
Steuereingänge Stromaufnahme: typ. 25 mA/Eingang. Spannung zwischen "+24 V" und
"GND": unstab. 20 bis 24 V DC
Relaisausgänge Kontaktbelastbarkeit: 230 V AC/2A bei cos phi > 0.4
Minimales Schaltvermögen: 12 V / 2 mA
Hilfskontakte Motorschütze Schaltvermögen (Mindestwerte): 17 V / 5 mA
-1
Drehzahl-Geber Max. Frequenz: 500 kHz (10.000 Impulse/Umdr.; 3000 min );
siehe Kapitel 2.3.7, 2.3.8 Steuereingänge Absatz ”Impulsgeber”
Motorkaltleiteranschluss Motortemperaturüberwachung für Kaltleiter nach DIN 44 081.
"P1-P2" - Bei einem Widerstand an "P1/P2" von größer als 3,6 kOhm wird eine
Störung ausgelöst.
EMV & Funkentstörung Die Regelgeräte sind störunempfindlich und nach ICE 801-4 geprüft. Mit
einem Funkentstörfilter vom Typ FEF wird eine Funkentstörung nach DIN
VDE 0875, Teil 11 (Grenzwertklasse B) erreicht. Zur Einhaltung des
Funkstörgrades B muss die Motorleitung geschirmt und max. 10 m lang sein.
Beim Regelgerät 2SY sind die Motorwicklungen des Synchronmotors im
stromlosen Zustand kurzgeschlossen, dadurch entwickelt der Motor ein
drehzahlabhängiges Bremsmoment. Bei nicht angeschlossenem Regelgerät
müssen die Motorleitungen kurzgeschlossen werden, um eine zu hohe
Geschwindigkeit der Kabine bei geöffneten Bremsen zu vermeiden.
A2 Typenbezeichnung
ZETADYN 2CF023S4
Nennspannung 3~ ZETADYN 2SY023S4
4: 400 V 400 V 3~
S: Ausführung mit Motorschützen 50/60 Hz, 23 A, IP20
G: Ausführung ohne Motorschütze Teile-Nr.:352153
Ferti.-Nr.:01xxxxxx/0001
Nennstrom
ZIEHL-ABEGG
013: 13 A
017: 17 A
023: 23 A Bild A2.2 Typenschild
032: 32 A
037: 37 A
046: 46 A
062: 62 A
074: 74 A
Frequenzgeregelt für:
CF: Asynchronantriebe
SY: Synchronantriebe
Bild A2.1 Typenschlüssel
- A3 -
A3 Maßblatt
Einbauabstände: Seitlich mindestens 50 mm, oben und unten mindestens 100 mm.
Das Regelgerät ist mit den Anschlussklemmen Zuleitung nach unten senkrecht zu montieren.
- A4 -
A4 Fehlerliste
Tritt eine Störung auf, so bricht das Regelgerät das laufende Fahrprogramm ab. Die Anzeige beginnt zu
blinken und der Fehler wird mit Kennziffer und Klartext angezeigt
è zum Löschen der Störungsmeldung eine beliebige Taste drücken.
Die MASK-Funktion sollte nur zur Fehlerdiagnose verwendet werden, für den Dauerbetrieb der
Aufzugsanlage muss die jeweilige Fehlerursache beseitigt werden. Beim Ausmaskieren von
Fehlern können andere Folgefehler auftreten, Fehler dürfen nur nach Rücksprache mit der ZIEHL-
Abegg Hotline maskiert werden.
Mit "S" gekennzeichnete Fehler führen zu Sperrung (nur bei aktivierter Funktion SCHNITTSTELLE / ST).
- A5 -
26 Drehzahl Alarm 5 % Drehzahlabweichung um 5 % n_nenn M
27 Quickstart Alarm Schnellstartfunktion; länger als 10 s aktiv! M
28 V > 110 % V_3 Istdrehzahl um 10 % größer als V_3 M S
29 Drehzahl zu klein Drehzahlabweichung um 15 % M S
30 Netzausfall Netzausfall einer Phase im Fahrbetrieb M
31 DC: u < U_ZK_MIN Die Zwischenkreisspannung ist unter den zulässigen Grenzwert S
abgesunken (ZA-INTERN/U_ZK_MIN).
32 LT: Temp.-Alarm Übertemperatur Leistungsteil M
33 LT: [Link] Übertemperatur Leistungsteil M
34 MOT: Temp.-Alarm Motortemperaturüberwachung hat angesprochen (Klemme P1, P2) M
35 MOT:[Link] Motortemperaturüberwachung hat angesprochen (Klemme P1, P2) M
36 Netzphase fehlt Netzausfall oder Phasenverschiebung im Fahrbetrieb (Erweiterte M
Phasenauswertung)
37 BR: Start-Fehler Vor dem Einschalten von MB ist der BR-Kontakt nicht in Ruhelage S
38 BR: Alarm t > T2 Zeitüberschreitung beim Anfahren, Bremse öffnet nicht S
39 BR: Fahrt-Fehler Ansprechen der Bremsüberwachung M S
40 DCP-Timeout Übertragungsfehler DCP-Protokoll M
41 DCP: Restweg? Übertragungsfehler DCP-Protokoll M
42 DCP:G0-G7 fehlt! Übertragungsfehler DCP-Protokoll; Geschwindigkeitstelegramm fehlt M
43 DCP:Startweg<=0 Übertragungsfehler DCP-Protokoll; kein Restweg übertragen M
(DCP02)
44 DCP: s_rest ? Übertragungsfehler DCP-Protokoll; es wurde ein Restweg von 0 mm M
übertragen, Fehlermeldung ist nur dann aktiv, wenn Eintrag der
Fehlernummer in ZA-Intern/MASK x = 44
(Invertierte Logik/ Diagnosefunktion)
45 DCP: Init fehlt DCP-Initialisierung fehlt (Fehlereintrag nur bei DCP_03 / _04) M
46 DCP: Verzö.Alarm Beim Verzögern nimmt der DCP-Restweg um mehr 5 cm zu M
47 DCP:ZE2_3_ParaEr Über DCP wird V_ZE2 / 3 angesteuert, ZE_2 / ZE_3 sind jedoch M
nicht auf Geschwindigkeiten parametriert.
50 MODE: EVA®NORM Umschaltung von Evakuierungsbetrieb auf Normalbetrieb / nur
Information
51 MODE: NORM®EVA Umschaltung von Normalbetrieb auf Evakuierungsbetrieb / nur
Information
55 DecMon-Alarm Beim Einfahren in die Sicherheitszone hat die Verzögerung aus der
Fahrgeschwindigkeit noch nicht begonnen (nur bei ZE_x =
DecMonitor).
57 RF-Unterbrechung Abschaltung der Reglerfreigabe, obwohl MB und/oder RB noch aktiv M
sind. Fehlermeldung ist nur dann aktiv, wenn Eintrag der
Fehlernummer in ZA-Intern/MASK x = 57 (Invertierte Logik/
Diagnosefunktion)
58 v0 aktiv bei Fahrt Die Schnellstartfunktion wurde bei gesetzter Fahrt angewählt. M
Funktion ist nur bei Stillstand ansteuerbar.
59 Schnellstart >20s? Die Schnellstartfunktion (Drehzahl NULL halten bis Tür zu) ist länger M
als 20 Sekunden aktiv.
60 FOC: Para Error Fehler in Kommunikation zwischen DSP + Fahrkurvenrechner!
61 FOC: Timeout Fehler in Kommunikation zwischen DSP + Fahrkurvenrechner!
62 FOC: Offline Fehler in Kommunikation zwischen DSP + Fahrkurvenrechner!
63 FOC: Unbekannt Fehler in Kommunikation zwischen DSP + Fahrkurvenrechner!
64 SSI: Amplitude Signal-Amplitude des Abslutwertgebers zu klein S
65 SSI: Pos. falsch Position Absolutwertgeber falsch (nur 2SY) S
66 Sinusgeber fehlt Kein Sinusgeber erkannt (nur 2SY) M S
67 SSI: Beleuchtung Beleuchtung des Absolutwertgebers defekt (nur 2SY) S
68 SSI-Wert falsch Zählerstand Absolutwertgeber falsch, SSI-Differenz (nur 2SY), M S
Geberanschluss prüfen (Schirm usw.)
69 SSI: U/I-Fehler Unter- / Überspannung oder Strom des Absolutwertgebers (nur 2SY) S
70 IPM: i>i_max Überstrom / Falsche Geberauflösung eingestellt, Fehlanschluss M S
Geber, Fehler in FOC-Parameter.
71 IPM: IO/Kurzschluss Bereits vor der Ansteuerung der mechanischen Bremse tritt ein S
- A6 -
Überstrom auf (Kurz- oder Erdschluss).
72 IPM:Geberimpuls Zum Zeitpunkt des Überstromes lagen keine Geberimpulse an. S
73 IPM:[Link] Abschaltung, da die max. Temperatur der IGBTs erreicht wurde
(IGBT_Temp. > 111 °C)
74 IPM: KMOT fehlt! Motorschütze haben nicht angezogen. S
75 IPM: u>u_max Maximale Umrichterspannung wurde überschritten S
77 BR: T2 zu klein Timer T2 ist zu klein eingestellt (Bremse-Öffnungszeit, nur bei
aktiver Bremsen-Überwachung)
78 BR: T5 zu klein
79 IPM:ProtectMode Folge eines Temp-Alarm oder IGBT defekt S
80 KMOT: EIN!? 5 s nach Ansteuerung von RB haben die Motorschütze noch nicht S
angezogen.
81 KMOT: AUS!? 5 s nach Abschalten von RB sind die Motorschütze noch nicht S
abgefallen.
83 KMOT: Unterbr. Motorschütze wurden während einer Fahrt unterbrochen M
84 KMOT: Iu=0 Phasenstrom Iu ist kleiner als 2 A / Leitung Regelgerät – Motor M
prüfen
85 KMOT: Stromfehler Phasenstrom Iv stimmt nicht zu Iu / Leitung Regelgerät – Motor M
prüfen
90 BC: Funktionstö. Beim Einschalten des Frequenzumrichters hat das Störungsrelais
des BC nicht angezogen.
91 BC: Alarm/Störung Während der Fahrt trat eine Störung am Brems-Chopper auf. M
Störungsrelais geöffnet.
92 BC: u >U_ZK_MAX Die Zwischenkreisspannung ist über zulässigen Grenzwert S
angestiegen ZA-INTERN/U_ZK_MAX)
93 Netzausfall Netzausfall (>20 ms) einer Phase im Fahrbetrieb M S
95 B6: U_ZK = 0V Zwischenkreis konnte nicht geladen werden, eventuell
Eingangsgleichrichter defekt
96 Ueberlast! Strom überschritt die Schwelle I_max für die Zeit T-max
Hinweistexte
- A7 -
A5 Regler-Zustand
Der Fahrkurvenrechner des Reglers ZETADYN 2xx teilt die Fahrkurve in verschiedene Segmente auf.
Jedes dieser Segmente bekommt eine Statusnummer, die auf den Regler-Zustand verweist. Dieser
Regler-Zustand wird beim Auftreten eines Fehlers mit der Fehlernummer und der Betriebsstunde
abgespeichert (siehe Kapitel 4.3.3, Bild 4.7).
Es ergibt sich daraus der Vorteil, dass der Bereich der Fahrkurve festgestellt werden kann, in dem der
Fehler aufgetreten ist.
IPM: u>u_max
> 0000308-E75-S33
- A8 -
A6 Fehlersuchplan
Bei der Inbetriebnahme können Fehlermeldungen die Folge von grundsätzlichen Anschluss-
oder Ansteuerungsfehlern sein. Daher folgende Punkte prüfen.
Sind die Ausgangsklemmen U-V-W des Leistungsteils mit den Klemmen U-V-W des Motors
verbunden (Phasenfolge beachten!)?
Ist der Impulsgeber richtig angeschlossen (Schirmung?)?
Ist im Menü /SCHNITTSTELLE/GEBER der richtige Drehzahlgebertyp eingestellt?
Sind die Jumper 1 und 2 (Encoder) richtig gesteckt?
Bedingungen damit das Regelgerät Anfahren und Anhalten ruckfrei steuern kann:
Wird die elektromagnetische Haltebremse unverzögert über das Relais "MB" ein- und
ausgeschaltet?
Wird das Trennschütz zum Motor unverzögert mit dem Relais "RB" ein- und
ausgeschaltet?
Falls die Steuerung den Kontakt "RB" nicht auswertet:
Wird das Trennschütz spätestens mit Anlegen des Fahrkommandos
eingeschaltet?
Schalten die Schütze zeitverzögert erst nach Einfall der Bremse ab
(nach dem Abfallen des Relais RB)?
- A9 -
A6.1 Fehlermeldungen, bevor geregelter Betrieb möglich ist (bei der ersten Fahrt)
Tritt dann der Fehler nicht mehr auf, die Steuerleitungen einzeln,
nacheinander wieder anklemmen.
Möglicher Fehler: Kurzschluss an einer Steuerklemme oder am Inkremental-
Geberanschluss
- A10 -
70 Der Fehler tritt unmittelbar nach dem Anlegen eines Fahrkommandos
IPM: i>i_max auf, der Antrieb bewegt sich etwas, oder der Antrieb bewegt sich nur mit
sehr niedriger Drehzahl und ein Beschleunigen ist nicht möglich
a) überprüfen Sie, ob die Ausgangsklemmen U-V-W mit den
Motorklemmen U-V-W verbunden sind (Phasenfolge beachten!!)
b) überprüfen Sie, ob der Drehgeber richtig angeschlossen ist.
71 Der zulässige Zwischenkreisstrom wurde überschritten.
IPM: IO/Kurzschluss Der Fehler tritt direkt nach dem Anlegen eines Fahrkommandos auf, noch
bevor sich der Antrieb in Bewegung setzt.
a) Klemmen Sie die Motorzuleitung direkt am Ausgang des Leistungsteils
ab. Tritt die gleiche Fehlermeldung beim Anlegen eines Fahrkommandos
wieder auf, so muss ein interner Kurzschluss vorliegen (Gerätedefekt)
b) Tritt der Fehler nach Versuch a) nicht mehr auf, so klemmen Sie die
Motorzuleitung wieder am Regelgerät an und lösen Sie die Anschlüsse im
Motorklemmkasten (Achtung: Leitungsenden isolieren!!)
Kommt es nun beim Anlegen eines Fahrkommandos wieder zum gleichen
Fehler überprüfen Sie:
- die Motorzuleitung auf Kurz- und Erdschluss
- die Kontakte der Trennschütze zum Motor (Beschädigung/Verschleiß)
- A11 -
A6.2 Fehlermeldung im Stillstand
Neue Version Bei Tausch der Software erscheint dieser Hinweis. Nach erfolgreicher
Weiter mit Taste[P] Neuinitialisierung muss das Regelgerät kurz ausgeschaltet werden.
6 Es liegt im EPROM eine neuere Softwareversion vor. EPROM wurde vermutlich
SW: Update DSP! getauscht Þ Hotline informieren!
23 a) Mechanische Bremse wurde von Hand geöffnet.
Fahrt mit MB=AUS b) Steuerungsfehler: Antrieb setzt sich in Bewegung, obwohl der Kontakt "MB"
geöffnet ist.
30 - Ausfall einer Netzphase. Der Fehler wird gemeldet, wenn ein Nulldurchgang
Netzausfall einer Phase fehlt.
32 Die Kühlkörpertemperatur hat den Grenzwert (/ZA-INTERN/TEMP_MAX)
LT: Temp.-Alarm überschritten.
Überprüfen Sie, ob der Fremdlüfter des Regelgerätes läuft
33 (siehe auch Menü ZA-INTERN/T_VENT)
LT: [Link]
34 Motortemperaturüberwachung spricht an...
MOT: Temp.-Alarm a) Falls Überwachung nicht benötigt wird.
-Brücke zwischen Klemme "P1" und "P2" setzen.
35
MOT: [Link] b) Falls Motor heiß:
- Sind Zusatzschwungmasse vorhanden?
- Zu hohe Fahrtenzahl?
- Funktioniert der Fremdlüfter (falls vorhanden)?
- A12 -
A6.3 Antrieb fährt nicht an
- Elektromagnetische Haltebremse öffnet nicht
- Das Trennschütz zum Motor schaltet nicht ein
[Link] Bereichsgrenze für Parameter ist erreicht.
11, 12, 15, 17 - Parameterwert entsprechend Hinweis verändern.
10 Fahrkommando wurde angelegt, obwohl ein Parameter noch verändert wurde.
Eingabe beenden HBeliebige Taste drücken und Parametrierung beenden.
Keine Fehlermeldung Die Steuerung gibt kein vollständiges Fahrsignal. Damit die Regelung anfahren
kann, müssen folgende Signale vorgegeben werden:
- Reglerfreigabe (Klemme RF)
- Richtungssignal (Klemme RV1 oder RV2)
- Mindestens eine Geschwindigkeit (z. B. Klemme V1)
- A13 -
A6.5 Antrieb schaltet beim Verzögern ab
23 a) Motor dreht sich noch, obwohl die mechanische Bremse längst eingefallen
Fahrt mit MB=AUS sein sollte. Kontakt "MB" schaltet nicht direkt die elektromagnetische
Haltebremse.
b) Die mechanische Bremse ist so weich eingestellt, dass der Antrieb beim
Abschalten von Inspektion einen weiteren Weg wie im Parameter ZA-
INTERN/S_MB eingestellt ist, zurücklegt
- A14 -
A7 Zusatzgeräte
Diese Transistor Brems-Chopper werden komplett mit Bremswiderstand als eine Einheit angeboten. Der
Spitzenbremsstrom liegt bei 25 bzw. 50 A.
Brems-Chopper BC 25 BC50
Spitzenbremsstrom (10 % ED bzgl. 120 s) 25 A 50 A
Taktfrequenz 1.1 kHz 1.1 kHz
Eingriffspannung 635 V 635 V
Kühlung Konvektion Konvektion
maximale Leistungsabgabe (bei 10 % ED) 1,6 kW 3,2 kW
Abmessungen B * H * T (mm) 300 * 300 * 220 300 * 300 * 220
Befestigungsmaße
B * H (für Schraube M5) 280 * 250 280 * 250
Schutzart IP20 IP20
Gewicht 4,9 kg 5,9 kg
Einbaulage:
Senkrecht, max. 10° Schräge, Anschlussklemmen rechts unten
Kühlung:
Durch Konvektion; für ausreichende Konvektion muss durch Einhalten der Mindestabstände gesorgt
werden.
Der Brems-Chopper ist wegen der großen Verlustleistung außerhalb des Schaltschrankes
anzubringen.
Bei Kühlung des Brems-Choppers durch einen Lüfter kann die Elektronik des Brems-
Choppers beschädigt werden. Die Temperaturüberwachungen sprechen dann nicht mehr
korrekt an.
Die Kühlung des Brems-Choppers darf nicht durch Abdecken der Lüftungsöffnungen
beeinträchtigt werden, beim Abdecken mit brennbaren Materialien besteht Brandgefahr.
- A15 -
Aufstellungsort: An den Aufstellungsort werden folgende Bedingungen gestellt:
· Einbaulage senkrecht
· max. Kühlluft-Eintrittstemperatur 40° C
· relative Luftfeuchtigkeit 0 .. 90 %, nicht betauend
· max. Aufstellungshöhe: 2.500 m (ab 1.000 m Leistungsreduzierung)
- A16 -
LED V8 (Betrieb)
Diese gelbe LED leuchtet, sobald die
Zwischenkreis-spannung des
angeschlos-senen
Frequenzumrichters soweit
angestiegen ist, dass die
Versorgungsspannung des Brems-
Choppers gewährleistet ist.
LED V9 (Ansteuerung)
Diese grüne LED fängt an zu
glimmen, sobald die Zwischen-
kreisspannung auf einen Wert
von > 635 V DC angestiegen
ist und der Brems-Chopper die
generatorisch erzeugte Energie
in Wärme umwandelt. Je weiter
das PWM-Signal ausgesteuert
ist, desto heller leuchtet die
LED.
- A17 -
A7.2 Brems-Widerstand BR25
Der Bremswiderstand wird als eine Einheit angeboten und ist für die Gerätegrößen ZETADYN 2xx
013 / 017 / 023 vorgesehen, die erforderliche Ansteuerelektronik ist bereits im Regelgerät integriert.
Brems-Widerstand BR 25
Spitzenbremsstrom (10 % ED bzgl. 120 s) 24 A
Kühlung Konvektion
maximale Leistungsabgabe (bei 10 % ED) 1,74 kW
Abmessungen B * H * T (mm) 300 * 300 * 220
Befestigungsmaße
B * H (für Schraube M5) 280 * 250
Schutzart IP20
Gewicht 4,3 kg
Bei der Zuordnung der Brems-Chopper zu dem jeweiligen Umrichter-Typ wurden typische Anlagenwerte
angenommen. Um Brems-Chopper Ausfälle oder Übertemperaturen zu vermeiden, ist eine
Nachrechnung der Anlage erforderlich.
Einbaulage:
Senkrecht, max. 10° Schräge, Anschlussklemmen rechts unten
Kühlung:
Durch Konvektion; für ausreichende Konvektion muss durch Einhalten der Mindestabstände gesorgt
werden.
Es muss gewährleistet sein, dass das Öffnen des Thermoschalters (TK1 und TK2 des
Brems-Widerstandes) vom Regelgerät überwacht wird. Im Fehlerfall könnte es sonst zu
einem Abbrand des Brems-Widerstandes kommen.
Wird der Brems Widerstand an die Klemmen ZK+ und ZK- angeschlossen, gibt er eine
Dauerleistung von ca. 8 kW ab. Er wird dann sehr schnell überhitzen und wenn der
Thermoschalter nicht angeschlossen ist, anfangen zu brennen.
Die Kühlung des Brems Widerstand darf nicht durch Abdecken der Lüftungsöffnungen
beeinträchtigt werden, beim Abdecken mit brennbaren Materialien besteht Brandgefahr.
Bei Verwendung der EVAC1C gilt: Da der Brems-Chopper an der EVAC1C angeschlossen
wird und die Klemme R nicht zur Verfügung steht, ist eine Verwendung des
Bremswiderstandes BR25 bei den Gerätegrößen 2CF/2SY013-023 nicht möglich. Es muss
generell ein Brems-Chopper eingesetzt werden.
· Einbaulage senkrecht
· max. Kühlluft-Eintrittstemperatur 40° C
· relative Luftfeuchtigkeit 0 .. 90 %, nicht betauend
· max. Aufstellungshöhe: 2.500 m (ab 1.000 m Leistungsreduzierung)
- A18 -
Bild 7.7.5 Mindestabstände BR25 Bild 7.7.6 Anschlussplan BR25
Bei der Zuordnung der Brems-Chopper zu dem jeweiligen Umrichter-Typ wurden typische Anlagenwerte
angenommen. Um Brems-Chopper Ausfälle oder Übertemperaturen zu vermeiden ist eine
Nachrechnung der Anlage erforderlich.
- A19 -
A7.3 Externes Bedienterminal RCP1 (Remote Control Panel - Nachrüstkit)
Vorgesehen für unzugänglich montierte Frequenzumrichter, die Bedienung der Regelung ist wie gewohnt
möglich. Das RCP1 wird auf eine Hutschiene im Schaltschrank der Steuerung geschnappt, die Displays
der Regelung und Steuerung sind auf einen Blick zu sehen und bedienbar. Das RCP1 ist auch als
Nachrüstkit erhältlich, bestehende Anlagen können nachgerüstet werden (ab Softwarversion 2.10).
Die Montage ist einfach, das Display des ZETADYN wird gegen eine Interfaceplatine mit Blindabdeckung
getauscht, auf den RCP1-Leiterplattenträger im Schaltschrank gesteckt und das Anschlusskabel
angeschlossen. Bedienung und Menues sind unverändert. Das RCP1 wird über Regelung mit Strom
versorgt, es ist kein Netzteil erforderlich.
ZETADYN
Sm artcard zur
Datensicherung
X3
100m
RCP1
X2 / RS232-PC X1 / RS485-ZETADYN
PC / PDA über Nullm odem kabel
(RS232, Buchse 9-pol. Sub-D)
- A20 -
Bedienung
Der Kontrast der LCD-Anzeige kann durch Drehen am Potentiometer "LCD-Contrast", rechts unten
platziert, optimiert werden.
Nach dem Einschalten der Regelung wird im Display des RCP01 folgende Statusmeldung angezeigt:
Die Einschaltmeldung bleibt 3 Sekunden stehen, wird in dieser Zeit eine beliebige Taste gedrückt, bleibt
die Meldung stehen, bis die Taste losgelassen wird. Nach Ablauf dieser Zeit wird im Display die
Bedienoberfläche des Reglers ZETADYN 2CF / 2SY dargestellt. Die Bedienung des Regelgerätes ist wie
gewohnt möglich.
Wait !!! für ca. 1 Sekunde erscheint eine Kennzeichnung für die Umschaltung
Das ZETAMON-Übertragungskabel wird an die RJ-45-Buchse auf der Abdeckung des Displays
angeschlossen, die Daten werden über das Verbindungskabel zur Regelung übertragen. Bei der
Verwendung des ZETAMON-Übertragungskabels sind die Schnittstellen des PCs und des RCP01
galvanisch getrennt.
Zum Beenden des ZETAMOM-Modus ist zuerst das Datenkabel zu entfernen, dann mit der i-Taste in
den Fernbedien-Modus zurückzuschalten. Nach der Kennzeichnung für die Umschaltung wird wieder
das Regler-Menue dargestellt.
Das RCP01 ist mit einer 9-poligen RS232-Schnittstelle (Sub-D) ausgestattet, über ein Nullmodemkabel
(z. B. von Bürklin, Art.-Nr. 13M2942) kann ein PC oder PDA, der ebenfalls mit einer 9-poligen seriellen
RS232-Schnittstelle ausgestattet ist, angeschlossen werden.
Die Datenübertragung wird automatisch bei Start der ZETAMON-Software auf den RS232-Modus
umgeschaltet.
Wait !!! für ca. 1 Sekunde erscheint eine Kennzeichnung für die Umschaltung
Die RS232-Schnittstelle ist gegen Überspannung durch statische Aufladung geschützt, jedoch nicht
galvanisch getrennt. Es wird empfohlen, nur batteriebetriebene Geräte ohne Netzanschluss zu
verwenden.
Beim Beenden der ZETAMON-Software geht das RCP01 wieder in den Fernbedien-Modus über.
- A21 -
Datensicherung der Reglerparameter auf Smartcard
Mit dem RCP ist die Sicherung der Reglerparameter auf der mitgelieferten Smartcard möglich, dazu ist
die Speicherkarte mit den Kontakten nach innen in den Kartenhalter einzuführen, die Karte wird erkannt
und die Speicherfunktion aktiviert:
Wait !!! für ca. 1 Sekunde erscheint eine Kennzeichnung für die Umschaltung
Load from ZA ? Nach Bestätigen mit P wird die Speicherkarte beschrieben, vorhandene Daten
[yes] [no] werden dabei gelöscht.
WAIT....! Der Speichervorgang läuft ab, Dauer ca. 2 Minuten. Beim Speichervorgang darf die
SC<- [Link] Regelung nicht abgeschaltet oder die Karte entnommen werden.
Remove Data Card Der Speichervorgang ist beendet, Karte entnehmen. Das RCP01 kehrt in den
Fernbedien-Modus zurück.
Error Data Card Fehlermeldung bei defekter oder falsch gesteckter Speicherkarte
[press any key]
Transfer to ZA ? Nach Bestätigen mit P wird der Parameterspeicher des Regelgerätes beschrieben,
[yes] [no] vorhandene Daten werden dabei gelöscht.
WAIT....! Der Schreibvorgang läuft ab, Dauer ca. 4 Minuten. Beim Speichervorgang darf die
->ZA [Link] Regelung nicht abgeschaltet oder die Karte entnommen werden.
Remove Data Card Der Schreibvorgang ist beendet, Karte entnehmen. Das RCP01 kehrt in den
Fernbedien-Modus zurück.
Data Card Empty Fehlermeldung – Speicherkarte leer oder falsch gesteckt
[press any key]
Ein Update der Regler-Software per Fernbedienung ist nicht möglich, das LCD-
Bedienterminal muss für Bestätigungsabfragen bei der Initialisierung der neuen Software
direkt am Regler angeschlossen sein. Für diese kurze Zeit muss das LCD in die Regelung
gesteckt werden. Zum Tausch des Speicherbausteins (Eprom) muss das Regelgerät
geöffnet werden.
- A22 -
A8 Wichtige Hinweise für die Installation
· Das ZETADYN-Regelgerät muss senkrecht befestigt werden. Die Einbauabstände sind unbedingt zu
beachten (Kapitel A3).
· Beim Montieren der Frontplatte müssen die Zahnscheiben unter den Befestigungsschrauben
verwendet werden, ohne Zahnscheiben werden die EMV-Eigenschaften des Regelgerätes
beeinträchtigt.
· Für die Zuleitung zum Motor muss ein geschirmtes Kabel verwendet werden. Montagehinweise
unbedingt beachten (Kapitel A9).
· Die Einbauvorschriften und -abstände des Brems-Choppers / Bremswiderstandes nach Kapitel A7
sind unbedingt zu beachten.
· Der Einbauort des Reglers mit Brems-Chopper bzw. Bremswiderstand sollte unzugänglich für
Unbefugte gewählt werden. Beim Abdecken des Brems-Choppers / Bremswiderstandes mit
brennbaren Materialen besteht Brandgefahr!
· Der Einbauort des Reglers sollte so gewählt werden, dass sich die Geräuschentwicklung der
Motorschütze nicht über akustisch unbedämpfte Räume ausbreiten kann. Die Schütze sind
entkoppelt im Regelgerät montiert, der entstehende Luftschall kann jedoch nicht vermieden werden.
Das selbe gilt für die Geräuschentwicklung des Lüfters.
· Bei der Montage dürfen keine Feuchtigkeit, Bohrspäne, Metallteile des Schirmgeflechts, Schrauben
oder ähnliche Fremdkörper in das Gerät gelangen. Lüftungsöffnungen dürfen nicht abgedeckt
werden. Das Regelgerät könnte zerstört werden.
· Zur Einhaltung des Funkstörgrades B darf die Motorleitung max. 10 m lang sein.
- A23 -
EMV gerechter Anschluss
Die Qualität der Anschlüsse und damit der Schirmübergänge beeinflusst entscheidend die
Gesamt-Schirmwirkung.
Die speziellen EMV-Kabelverschraubungen des Regelgerätes erleichtern die
Verdrahtungsarbeiten und reduzieren die Montagezeit.
1.
30 mm Der Außenmantel der Schirmleitung wird auf
einer Länge von 30 mm entfernt.
Der Innenmantel ist nicht zu lösen!
2.
Das Schirmgeflecht über den
Kunststoffeinsatz stülpen.
Die Drahtenden des Schirms dürfen nicht
über den vertieften Rand hinaus ragen.
- A24 -
3.
ACHTUNG!
4.
Beim Einführen des Kunststoffeinsatzes ist
auf die Stellung von Nut und Feder zu
achten.
5.
Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen unter der Tel.-Nr.: +49 (0) 7940 16-308 gerne zur Verfügung.
- A25 -
A9 Schaltungsvorschlag für ZETADYN 2CF:
- A26 -
A10 Schaltungsvorschlag für ZETADYN 2SY:
- A27 -
A11 Unterschiede zwischen den Geräten ZETADYN 2CF und
ZETADYN 2SY:
- A28 -
A12 HOTLINE-NOTIZ
Bitte vor Anruf folgende Punkte prüfen: Tel.: +49 (0) 7940 16-308
Fax: +49 (0) 7940 16-249
e-mail: [Link]@[Link]
Standort: ..........................................................................
Fertigungsnr.: .........................................
Anlagenzustand: O Neubau
O Sanierung/Umbau
............................................................................................................
............................................................................................................
............................................................................................................
............................................................................................................
Steuerungshersteller: .................................................................................
Firma:................................................................................
Name:...............................................................................
- A29 -
ANLAGE & MOTOR:
A13 Einstellkarte
FAHREN:
M&E
V_1 m/s V_NENN m/s
V_2 m/s n_NENN min-1
V_3 m/s f_NENN Hz
V_Z m/s I_NENN A
V_ZE1 m/s U_NENN V
V_ZE2 m/s P_NENN kW
V_ZE3 m/s Typ Schaltung
cos phi (2CF)
BESCHLEUNIGEN: Rs (2SY) Ohm
REGLER:
- A30 -
SCHNITTSTELLE: PASSWORT:
- A31 -
Technische Inbetriebnahmeunterstützung:
Ziehl-Abegg AG
Heinz-Ziehl-Straße D-74653 Künzelsau
Postfach 11 65 D-74641 Künzelsau
Telefon +49 (0) 7940 16-246 (Verkauf, Projektierung)
Telefax +49 (0) 7940 16-249
ASK16.T-D02/03-ZA/R
Art.-Nr. 00158677
- A32 -