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Sprechangst

Das Dokument behandelt die Auswirkungen von Motivations- und Sprechhemmungsfaktoren auf die mündliche Kompetenz von Studierenden im Deutschunterricht. Es wird festgestellt, dass Motivation eine entscheidende Rolle beim Sprachenlernen spielt, während Angst vor Sprechen und mangelnde Sprachkenntnisse als hemmende Faktoren identifiziert werden. Um diese Hemmungen zu überwinden, werden verschiedene Strategien vorgeschlagen, darunter das Sprechen mit Muttersprachlern und das Lernen von Wortschatz.

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Sprechangst

Das Dokument behandelt die Auswirkungen von Motivations- und Sprechhemmungsfaktoren auf die mündliche Kompetenz von Studierenden im Deutschunterricht. Es wird festgestellt, dass Motivation eine entscheidende Rolle beim Sprachenlernen spielt, während Angst vor Sprechen und mangelnde Sprachkenntnisse als hemmende Faktoren identifiziert werden. Um diese Hemmungen zu überwinden, werden verschiedene Strategien vorgeschlagen, darunter das Sprechen mit Muttersprachlern und das Lernen von Wortschatz.

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DIE AUSWIRKUNG DER MOTIVATIONS- BZW.

SPRECHHEMMUNGFAKTOREN
AUF DIE MÜNDLICHE KOMPETENZ DER STUDIERENDEN

CZU: 37.091:81`243`233 [Link]

Svetlana Corcevschi
Staatliche Universität Moldawien
ORCID 0000-0001-6807-1946

The development of students’ oral competence is one of the most important leitmotifs in modern
language teaching. Motivation is at the heart of language learning and has a major impact on
success in developing students’ speaking skills. Students who are motivated strive to achieve a
goal and can be successful in learning a language. In the field of language learning and the
development of oral skills, fear is a disruptive factor and can negatively affect the learning
process. Overcoming the fear of speaking and creating a fearless learning atmosphere, the
development of communicative learning methods is an important objective of foreign language
methodology and didactics today.

Keywords : motivation, fear of speaking, factors inhibiting speaking, DaF lessons, communicative
competence.
Schlüsselwörter : Motivation, Sprechangst, sprechhemmende Faktoren, DaF- Unterricht, kommunikative
Kompetenz.

Sehr oft klagen die Studierenden darüber, dass sie ziemlich lange Deutsch lernen, aber sie
können nicht so richtig auf Deutsch sprechen. Wenn man fragt, warum sie nicht gut auf Deutsch
sprechen können, werden sehr oft Vokabeldefizite oder mangelnde Grammatikkenntnisse
erwähnt. Aber nicht nur diese Gründe wirken negativ auf mündliche Kompetenz der Studierenden.
Daneben spielen auch sprechhemmende Faktoren, wie z.B. Sprechangst oder Sprechhemmung,
die dazu führen, dass Studierende nicht in der Lage sind, sich im Deutschunterricht zu äußern.
Welche Faktoren spielen im Hinblick auf das Fremdsprachenlernen eine motivierende
Rolle? Motivation steht im Mittelpunkt des Fremdsprachenlernens und hat einen großen
Einfluss auf den Erfolg bei der Entwicklung der mündlichen Kompetenz der Studierenden. Die
Studierenden, die motiviert sind, bemühen sich ein Ziel zu erreichen und können erfolgreiche
Ergebnisse beim Erlernen einer Sprache haben.
Die schriftliche Befragung, an der 18 Studierende des [Link] und des [Link]
der Staatlichen Universität Chișinau der Republik Moldau der philologischen Fakultät
teilgenommen haben, die die deutsche Sprache als Hauptfach und Nebenfach studieren, hat
gezeigt, dass die Studierenden an der Universität im Hinblick auf das Erlernen der deutschen
Sprache Motivation und Interesse haben. Die Studierenden interessieren sich für die
deutschsprachige Kultur, Leute, Städte, deutschsprachiger Länder, sie interessieren sich für die
deutsche Literatur und wollen in Deutschland studieren, sie finden Deutsch faszinierend und
sind der Ansicht, dass sie bessere Berufschancen mit der deutschen Sprache haben können.
(Abbildung 1)

229
Städte, deutschsprachiger Länder, sie interessieren sich für die deutsche Literatur und wollen in
Deutschland studieren, sie finden Deutsch faszinierend und sind der Ansicht, dass sie bessere
Berufschancen mit der deutschen Sprache haben können. (Abbildung 1)

Meine Lehrerin/ mein Lehrer motiviert mich… 22


Ich mag die deutschsprachige Literatur 33
22
Ich brauche Deutsch für Reisen 50
Ich möchte in Deutschland studieren 33
Mir gefällt die Aussprache des Deutschen 61
Mir gefällt die deutschsprachige Kultur 72
Ich habe bessere Berufschancen 66
Ich finde Deutsch faszinierend 66
0 20 40 60 80

Abbildung 1. Warum lernenAbbildung


Sie Deutsch?1. Warum lernen Sie Deutsch?
(Mehrfache Antwort möglich). (Corcevschi,
(Mehrfache 2023b)
Antwort möglich). (Corcevschi, 2023b)

Aus der Befragung wird ersichtlich, dass für die Studierenden das Erlernen der deutschen
Aus derSprache
Befragung wird relevant
persönlich ersichtlich, dass fürsiedie
ist, obwohl Studierenden Gründe
unterschiedliche das Erlernen
haben, der deutschen
wollen sie dieseSprache
Sprache
persönlich gern lernen
relevant und aufsie
ist, obwohl Deutsch sprechen.
unterschiedliche Gründe haben, wollen sie diese Sprache gern
Die Entwicklung der mündlichen Kompetenz der Studierenden gehört zu den wichtigsten
lernen und auf Deutsch
Leitmotiven in der sprechen.
modernen Fremdsprachendidaktik. Diese Kompetenz wird mehrdimensional
verstanden und
Die Entwicklung derumfasst Wissen, Fertigkeiten,
mündlichen KompetenzEinstellungen, Motivation,
der Studierenden volitionale
gehört zu den Aspekte
wichtigsten
wie Absicht oder Bereitschaft, soziale Aspekte sowie Erfahrungen und konkretes Handeln.
Leitmotiven in 2008:
(Caspari, der modernen
166) Fremdsprachendidaktik. Diese Kompetenz wird mehrdimensional
verstanden Die
undkommunikative Kompetenz
umfasst Wissen, wird in fünf
Fertigkeiten, Teilkompetenzen
Einstellungen, eingegliedert:
Motivation, die sprachliche,
volitionale Aspekte wie
Text-, pragmatische, soziolinguistische und strategische Kompetenz. (Gnutzmann, 2014 : 52)
AbsichtImoder Bereitschaft,
Gemeinsamen soziale Aspekte
Europäischen sowie Erfahrungen
Referenzrahmen und konkretes
wird die kommunikative Handeln.
Kompetenz (Caspari,
in drei
Kompetenzen unterteilt, dessen Zusammenspiel erst die Kommunikation ermöglicht. Das
2008: 166)
sind die linguistische, die soziolinguistische und die pragmalinguistische Kompetenz. Dazu
Die kommunikative Kompetenz
kommt auch die wird
strategische in fünf Teilkompetenzen
Kompetenz, eingegliedert:
also „Strategien, auf die sprachliche,
die zurückgegriffen werden Text-,
kann, wenn
pragmatische, die Kommunikationund
soziolinguistische wegen Defiziten in anderen
strategische Kompetenzbereichen
Kompetenz. (Gnutzmann,in 2014
eine Krise
: 52) Im
gerät“. (Europarat 2001 : 52) Der zentrale Stellenwert von Sprechen geht im Gemeinsamen
Gemeinsamen Europäischen
Europäischen Referenzrahmen
Referenzrahmen wird des
mit der Akzeptanz diekommunikativ-handlungsorientierten
kommunikative Kompetenz in drei
Ansatzes des Fremdsprachenlernens einher und lässt sich vor allem aus der Funktion des
Kompetenzen unterteilt, dessen Zusammenspiel erst die Kommunikation ermöglicht. Das sind die
Sprechens als „Primärmodus des In-Beziehung-Tretens zwischen Menschen“ legitimieren.
linguistische,
(Kurtz, die soziolinguistische
2001: 84) und die pragmalinguistische Kompetenz. Dazu kommt auch die
Die mündliche Kompetenz kann auf verschiedenen Ebenen erfolgen: durch verbale
strategische Kompetenz, also „Strategien, auf die zurückgegriffen werden kann, wenn die
mündliche Kommunikation, durch körperliche Kommunikation und/oder durch Kommunikation
wegen akustischer
auf der Grundlage
Kommunikation Defiziten inundanderen
visuellerKompetenzbereichen in eine Krise(Fiehler,
Wahrnehmungen und Interferenzen. gerät“.2009
(Europarat
: 26) Mündliche Kommunikation unterscheidet sich je nach Zeitpunkt, Ort, sozialer Gruppe und
2001 : 52) Der zentrale Stellenwert von Sprechen geht im Gemeinsamen Europäischen
Anlass. „Sie variiert von Individuum zu Individuum und beim Individuum [...], sowie – feiner
betrachtet – auch
Referenzrahmen mit von
der Situation zu Situation“.
Akzeptanz (Fiehler, 2009 : 29)
des kommunikativ-handlungsorientierten Ansatzes des
Im Bereich des Sprachenlernens und der Entwicklung der mündlichen Kompetenz ist
Angst ein störender Faktor und kann den Studienprozess negativ beeinflussen. Die durgeführte

284
230
deutlich gezeigt, dass die Studierenden auf unterschiedlichen Ebenen sowohl auf sprachlicher als
auch auf kognitiver und körperlicher Angst haben. Die größte Hemmungsquote bei den
Studierenden ist der Vokabelmangel (77%), die Studenten haben Angst Deutsch zu sprechen, weil
ihr Wortschatz unzureichend ist. Bei vielen Studierenden steht die Angst vor grammatikalischen
Befragung hat deutlich gezeigt, dass die Studierenden auf unterschiedlichen Ebenen sowohl auf
sprachlicher
Fehlern (44%) auchalsim
auch auf kognitiverDie
Vordergrund. und Studenten
körperlicher haben
Angst haben.
AngstDie größte
etwas Hemmungsquote
Falsches zu sagen, dumm
bei den Studierenden ist der Vokabelmangel (77%), die Studenten haben Angst Deutsch zu
oder lächerlich zuweil
sprechen, erscheinen. 38%unzureichend
ihr Wortschatz der Studierenden
ist. Bei geben an, dass siesteht
vielen Studierenden Angst vor Kritik
die Angst vor haben.
Weniger grammatikalischen
als Viertel (22%)Fehlern
gibt an,(44%)
dass auch im Vordergrund.
sie Angst und PanikDie Studenten
haben, wennhaben Angst etwas
sie denken, dass sie nicht
Falsches zu sagen, dumm oder lächerlich zu erscheinen. 38% der Studierenden geben an, dass
fähig sind,
sieauf dievor
Angst Fragen der Lehrer
Kritik haben. zu als
Weniger antworten, undgibt
Viertel (22%) siean,
kriegen
dass sieAngst vor Panik
Angst und Zittern und Erröten.
haben,
wenn sie denken, dass sie nicht fähig sind, auf die Fragen der Lehrer zu antworten, und sie
(Abbildung 2)
kriegen Angst vor Zittern und Erröten. (Abbildung 2)

meine Aussprache ist nicht gut 22


kritisiert zu werden 38
zu zittern oder zu erröten 22
nicht fähig dem Lehrer zu antworten 22
vor dem ungenügenden Wortschatz 77
vor den grammatikalischen Fehlern 44
0 10 20 30 40 50 60 70 80 90

Abbildung
Abbildung2. Wovor haben haben
2. Wovor Sie AngstSie
oder Hemmung
Angst oderimHemmung
Deutschunterricht?
im Deutschunterricht?
(Mehrfache Antwort möglich). (Corcevschi, 2023a) .
(Mehrfache Antwort möglich). (Corcevschi, 2023a) .
Man kann feststellen, dass Angst sowohl Körper-, Verstandes- als auch Verhaltensfunktionen
Studierendendass
Man kannderfeststellen, Angst
negativ sowohl kann.
beeinflussen Körper-, Verstandes- als auch Verhaltensfunktionen der
Viele Studierende fühlen sich ihrer fremdsprachlichen Kompetenzen unsicher und
Studierenden negativ beeinflussen kann.
empfinden Scheu, wenn sie die Fragen der Lehrperson beantworten müssen. Sie befürchten
Fehler zu begehen
Viele Studierende undsich
fühlen dadurch kritisiert
ihrer und negativ bewertet
fremdsprachlichen zu werden. Hinter
Kompetenzen der Sprechangst
unsicher und empfinden
steckt die Angst zu versagen und unzulänglich zu sein.
Scheu, wenn Aus
sie die
der Fragen derwird
Befragung Lehrperson beantworten
nachvollziehbar, müssen.
dass zwei Sie Studierenden
Drittel der befürchten Fehler zu begehen
Angst vor
Fehlern (66%) haben. Fehler sollen heutzutage als natürlicher Bestandteil des Lernprozesses
sein. Man soll den Studierenden über den Nutzen
285 von Fehlern für den Lernprozess bewusst
machen. Durch Fehler lernt man weiter, man probiert etwas Neues aus, man muss selbstbewusst
mit Fehlern umgehen, nur so erhalten Fehler und Fehlerkorrektur einen positiven Stellenwert
bei den Studierenden und können zum Abbau der Sprechängste führen.
Die Bewältigung der Sprechangst und das Schaffen einer angstfreien Lernatmosphäre,
die Ausarbeitung von kommunikativen Lernmethoden sind heutzutage ein wichtiges Ziel
fremdsprachlicher Methodik und Didaktik.
Die Studenten der Staatlichen Universität Chișinau der Republik Moldau wurden auch
befragt, wie man Hemmung und Angst beim Sprechen bei den Studenten in der deutschen
Sprache ihrer Meinung nach überwinden und sie zum Sprechen motivieren.

231
man Hemmung und Angst beim Sprechen bei den Studenten in der deutschen Sprache ihrer
Meinung nach überwinden und sie zum Sprechen motivieren.

mit Muttersprachler sprechen 55


einen deutschen Freund im Internet finden 27
deutschsprachiges Land besuchen 38
Filme auf Deutsch schauen 83
mit dem Partner Deutsch sprechen 66
Dialoge oder Gespräche führen 61
Wortschatz lernen 83
viele grammatische Übungen machen 33
0 10 20 30 40 50 60 70 80 90

Abbildung 3. Wie [Link]


Abbildung Wiediese
kannAngst
man oder Hemmung
diese Angstabbauen?
oder Hemmung abbauen?
(Mehrfache Antwort möglich). (Corcevschi,
(Mehrfache Antwort2023a)
möglich). (Corcevschi, 2023a)

Die Mehrheit der Studierenden ist der Meinung, dass der reiche deutsche Wortschatz
Die Mehrheit der die
(83%) und Studierenden
Filme in derist der Meinung,
deutschen Sprachedass derzur
(83%) reiche deutsche der
Überwindung Wortschatz (83%)
Sprechangst und die
in der
deutschen
Filme in SpracheSprache
der deutschen führen könnten. Sie sind
(83%) zur auch überzeugt,
Überwindung dass wenn man
der Sprechangst mit einem
in der Partner
deutschen Sprache
Deutsch spricht, könnte man die Sprechhemmung überwinden und damit die Sprechbereitschaft
führen erhöhen.
könnten. Dialoge
Sie sindund
auch überzeugt,
Gespräche in dass wenn man
der deutschen mit einem
Sprache Partner Deutsch
im Unterricht könnten spricht,
auch zurkönnte
Entwicklung
man die der kommunikativen
Sprechhemmung Kompetenz
überwinden und beitragen.
damit die Man sollte der
Sprechbereitschaft Grammatik
erhöhen. im und
Dialoge
Unterricht viel Aufmerksamkeit schenken, denn einige glauben, dass ihre Grammatikkenntnisse
Gespräche in dersind,
sehr niedrig deutschen Sprache
und das kann im die
negativ auf Unterricht könnten
Entwicklung auch zur Entwicklung
ihrer kommunikativen Kompetenz der
auswirken. Der
kommunikativen Aufenthalt oder
Kompetenz das Semesterstudium
beitragen. Man sollte in einem
der deutschsprachigen
Grammatik imLand könnten viel
Unterricht
auch zur Erhöhung des Selbstvertrauens und zur Entwicklung der Kommunikationsbereitschaft
Aufmerksamkeit schenken, denn
beitragen. (Abbildung 3) einige glauben, dass ihre Grammatikkenntnisse sehr niedrig sind,
Die negativ
und das kann Förderung
aufder die
Sprechhandlungsfähigkeit in der deutschen Sprache
Entwicklung ihrer kommunikativen stellt eine
Kompetenz große Der
auswirken.
Herausforderung für Lehrpersonen dar, weil Sprechbereitschaft bei Studierenden sich nicht
286
erzwingen lässt. Die Studierenden müssen stärker in den Unterricht mit einbezogen werden.
Dazu werden viele methodisch geschickt gesteuerte Impulse, lerner-, handlungs- und
aufgabenorientierte Verfahren sowie eine kommunikationsfreundliche und motivierende
Atmosphäre benötigt. (Königs, 2014 : 112)
Die Aufgaben müssen die Studierenden „ansprechen, diese dazu motivieren, sie durchführen
zu wollen, sie müssen einen Lerngewinn mit sich bringen, sie müssen die Schüler sprachlich
aktivieren, die Lernenden müssen ihre bisherige Lebenserfahrung, ihr Weltwissen, ihre Gefühle
und Interessen sowie das Spektrum ihrer fremdsprachlichen Kompetenz einbringen“. (Klippel,
2004 : 177)
Klippel (2004) betont, dass geschlossene oder halb offene Übungen und Aufgaben mit
offenen Lernszenarien kombiniert werden müssen, die das freie Sprechen im DaF-Unterricht
und die Selbsttätigkeit der Studierenden fördern können. Kommunikative Aufgaben müssen
stark handlungsorientiert sein, Studierende sollen selbstständig Lösungswege entwickeln und
präsentieren. Sowohl für die Förderung des monologischen als auch dialogischen Sprechens
gibt es viele Unterrichtsideen. Das monologische Sprechen soll auch geübt werden und als
geeignete Übungsformen können im Bereich des monologischen Sprechens z. B. Präsentationen
der Ergebnisse der Gruppenarbeit, Würfel-Aktivitäten, Mini-Monologe, Fünf-Sätze-Reden

232
etc. und im Falle des interaktiven Sprechens u. a. Rollenspiele, Diskussionsrunden, Debatten,
Improvisationen zu nennen sein. (Klippel, 2004 : 175)
Wie die Ergebnisse der Befragung zeigen, haben die Studierenden die feste Überzeugung
von der Wichtigkeit der Entwicklung ihrer kommunikativen Kompetenz, und dementsprechend
haben auch Wünsche, dass es im Unterricht sowohl viele sprechvorbereitende Übungen zu
Lexik und Grammatik als auch viele Aufgaben zur Entwicklung ihrer Sprechfähigkeit sein
müssen. Aus diesem Grund ist es wichtig, mithilfe von handlungsbegleitenden Sprechübungen
und Aufgaben die Sprechfreudigkeit der Studierenden im DaF-Unterricht zu entwickeln und den
Unterricht so zu gestalten, dass die Studierenden über ihre Ängste und Hemmungen vergessen
und aktiv am DaF-Unterricht teilnehmen und sicher und spontan in der deutschen Sprachen
ausdrücken könnten.

Literaturverzeichnis :

BUTZKAMM, Wolfgang (2012), Lust zum Lehren, Lust zum Lernen: Eine neue Methodik
für den Fremdsprachenunterricht, Tübingen: Francke Verlag.
CASPARI, Daniela, «Kompetenzorientierung, Bildungsstandards und fremdsprachliches
Lernen – Herausforderungen an die Fremdsprachenforschung». In : Zeitschrift für
Fremdsprachenforschung, 2008, Band 19, Heft 2: 163–186. Print.
CORCEVSCHI, Svetlana, «Sprechangst als typisches Problem im DaF-Unterricht», In:
Conferința științifică cu participare internațională De la monem la text: Reconfigurări lingvistice
și practici didactice, Ediția a Va, Chișinau, 1.12.2022, CEP USM, 2023.
CORCEVSCHI, Svetlana, «Sprechangst im DaF-Unterricht – Strategien zur Überwindung»,
Conferinţa ştiinţifică Probleme de filologie: aspecte teoretice şi practice, (Ediţia a VIII-a),
Catedra de filologie engleză și germană a Facultății de Litere a Universității de Stat „Alecu
Russo” din Bălți, Bălţi, 2023, p.39-47.
GNUTZMANN, Claus, «Zur Definition und Entwicklung von Mündlichkeit im
Fremdsprachenunterricht», In: Perspektiven der Mündlichkeit: Arbeitspapiere der 34.
Frühjahrskonferenz zur Erforschung des Fremdsprachenunterrichts (Giessener Beiträge zur
Fremdsprachendidaktik), Hrsg. Eva Burwitz-Melzer, Frank G. Königs und Claudia Riemer,
Tübingen: Narr Francke Attempto, 2014, p. 50–57. Print.
ESSAU, Cecilia A. (2014), Angst bei Kindern und Jugendlichen, München: Ernst Reinhardt
GmbH & Co KG, 2014. Print.
FIEHLER, Reinhard, «Mündliche Kommunikation». In: Deutschunterricht in Theorie
und Praxis. Band 3: Mündliche Kommunikation und Gesprächsdidaktik, Hrsg. Winfried Ulrich
und Michael Becker-Mrotzek, Baltmannsweiler: Schneider-Verlag Hohengehren, 2009, 25–47.
Print.
EUROPARAT (2001), Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen für Sprachen: lernen,
lehren, beurteilen, Straßburg: Langenscheidt KG, Print. Disponibil: [Link]
web/portal/‌home
HALLET, Wolfgang (2006), Didaktische Kompetenzen. Lehr und Lernprozesse erfolgreich
gestalten, Stuttgart: Klett Lernen und Wissen GmbH. Print.
KLIPPEL, Friederike, «Lust zum Sprechen im Englischunterricht». In : Aufgabenorientierung
im Fremdsprachenunterricht, Hrsg. Andreas Müller-Hartmann und Marita Schocker-Ditfurth,
Tübingen: Gunter Narr Verlag, 2004, p. 173–186. Print.
KÖNIGS, Frank G. «Überlegungen zur Rolle der Mündlichkeit im Fremdsprachenunterricht»,

233
In: Perspektiven der Mündlichkeit: Arbeitspapiere der 34. Frühjahrskonferenz zur Erforschung
des Fremdsprachenunterrichts (Giessener Beiträge zur Fremdsprachendidaktik), Hrsg. Eva
Burwitz-Melzer, Frank G. Königs und Claudia Riemer, Tübingen: Narr Francke Attempto,
2014, p. 108–116. Print.
KURTZ, Jürgen (2001), Improvisierendes Sprechen im Fremdsprachenunterricht: eine
Untersuchung zur Entwicklung spontansprachlicher Handlungskompetenz in der Zielsprache,
Tübingen: Gunter Narr Verlag, 2001, Print.
ZACHARIASZ-JANIK, Marta, «Didaktische Mittel zur Überwindung der Sprechangst am
Beispiel der Jugendkurse des Goethe-Instituts im Inland». In : Linguistische Treffen in Wrocław
18, 2020 (II): 345–359. DOI: [Link]

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