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157 1976 Moderne Kunst

Das Dokument beschreibt eine Auktion für moderne Kunst, die am 9. und 10. Juni 1976 in Bern stattfindet. Es enthält Informationen zu den Auktionsbedingungen, den angebotenen Kunstwerken sowie den teilnehmenden Sammlungen. Käufer müssen sich vor der Auktion legitimieren und sind für ihre Gebote persönlich verantwortlich.

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Aurelius Noble
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157 1976 Moderne Kunst

Das Dokument beschreibt eine Auktion für moderne Kunst, die am 9. und 10. Juni 1976 in Bern stattfindet. Es enthält Informationen zu den Auktionsbedingungen, den angebotenen Kunstwerken sowie den teilnehmenden Sammlungen. Käufer müssen sich vor der Auktion legitimieren und sind für ihre Gebote persönlich verantwortlich.

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MODERNE KUNST

KORNFELD UND KLIPSTEIN


BERN
KORNFELD UND KLIPSTEIN • BERN
Laupenstrasse 49 • Telephon 031/25 46 73 • Telegrammadresse: Artus Bern

Aufträge • Ordres d’achats • Commissions


Auktion 197,9. und [Link] 1976

Moderne Kunst

von / de / from ............

Fr. s.
Nr. Titel
maximum

Signatur :

Zuschläge erfolgen zum bestmöglichen Ansatz


Les achats seront réalisés au meilleur prix d’adjudication possible
Lots will be procured as cheaply as is permitted by other bids or reserves, if any

WMKMraMHBffl

Frontispiz

AUKTION 157

MODERNE KUNST
DES NEUNZEHNTEN UND ZWANZIGSTEN
JAHRHUNDERTS

BILDER — AQUARELLE - ZEICHNUNGEN


GRAPHIK— SKULPTUREN — AUTO GRAPHEN

Sammlungen A.K., Dr. B.v. B., R.B. W., Fr.P. und weitere
Sammlungen und Bestände aus verschiedenen schweizerischen
und ausländischen Privatsammlungen

AUKTION IN BERN
Mittwoch und Donnerstag, den 9. und 10. Juni 1976

Auktionseinteilung siehe Seite 4

Kornfeld & Cie., vormals

KORNFELD UND KLIPSTEIN


Telephon (031) 254673 Telegrammadresse : Artus

Alberto Giacometti Nr. 370 BERN LAUPENSTRASSE 49


AUKTIONSBEDINGUNGEN
Eigentum
Die Versteigerung erfolgt im Auftrag Dritter und für Rechnung der Auftraggeber in Schweizer Währung. Das
Käufer über.
geht erst nach erfolgter Bezahlung, die Gefahr gegenüber jeglichem Schaden bereits mit dem Zuschlag an den
Eigentum erst an
Erfolgt die Bezahlung nicht in bar, sondern durch andere Zahlungsweise, wiez. B. durch Check, geht das
über, sobald eine Prüfung die Zahlung als sicher bestätigt hat. Diese Prüfung erfolgt seitens des Versteigerers
den Käufer
Käufers,
raschmöglichst. Nach Bezahlung der Rechnung, bzw. nach erfolgter Prüfung bei anderer Zahlungsweise des
werden die ersteigerten Nummern ausgehändigt. Auf den Zuschlagspreis ist ein Aufgeld von 15% zu entrichten.
der Reihenfolge
Das Recht, Nummern des Katalogs zu vereinen oder ausfallen zu lassen sowie solche ausserhalb
auszubieten, ist Vorbehalten. - Der Zuschlag fällt dem Höchstbietenden zu. Bei Streitigkeiten über die Gültigkeit des
Zuschlages wird die entsprechende Nummer nochmals ausgeboten.
dann angenommen
Von dem Auktionshause unbekannten Interessenten können Gebote oder schriftliche Aufträge nur
unbekannte
werden, wenn bis zu Beginn der Auktion entsprechende Deckung hinterlegt wurde. Persönlich anwesende
behält sich vor, in
Bieter bitten wir um Legitimation vor der Versteigerung bei der Auktionsleitung. - Der Auktionator
kann nicht geltend
speziellen Fällen Gebote nicht zu akzeptieren. Jeder Käufer ist für seine Gebote persönlich haftbar; er
machen, für Dritte gehandelt zu haben.
des Kaufvertrages
Wird die Zahlung nicht oder nicht rechtzeitig geleistet, so kann der Versteigerer wahlweise Erfüllung
Ersteigerer für allen
verlangen oder jederzeit auch ohne Fristansetzung den Zuschlag annullieren. In jedem Fall haftet der
Aufhebung des Zuschlages
aus der Nichtzahlung bzw. Zahlungsverspätung entstehenden Schaden, insbesondere bei der
oder einem Dritten
für einen allfälligen Mindererlös, sei es dass der Gegenstand einem anderen Bieter der gleichen Auktion
Versteigerer in der
an einer späteren Auktion zugeschlagen oder in freihändigem Verkauf veräussert wird, wobei der
Verwertung des Gegenstandes völlig frei ist. Aufeinen allfälligen Mehrerlös hat der Ersteigerer, dessen Zuschlag annulliert
wurde, keinen Anspruch.
Gelegenheit
Die Beschreibungen im Katalog entsprechen bestem Wissen und Gewissen. Zudem ist durch die Ausstellung
geboten, sich über den Zustand der Objekte Rechenschaft zu geben. - Reklamationen anwesender Käufer können nach
erfolgtem Zuschlag keine Berücksichtigung finden. Reklamationen auswärtiger Auftraggeber werden nur dann akzeptiert,
wenn der Käufer gegenüber den Katalogangaben wesentliche Mängel nachweist, die bereits vor dem Zuschlag bestanden
haben. Reklamationen haben 3 Tage nach Empfang der Sendung zu erfolgen ; jegliches Einspracherecht erlischt 4 Wochen
nach der Auktion.
ausgeführt,
Der Versand der Auktionsobjekte wird auf Wunsch vom Auktionshaus übernommen und mit aller Sorgfalt
verschickt jedoch auf Kosten und Gefahr des Empfängers. Auf schriftliches Verlangen werden die Sendungen gegen
Erstattung der Selbstkosten versichert.
Schriftliche Gebote oder Gebote im Saal schliessen die Anerkennung der Auktionsbedingungen ein.
Erfüllungsort und ausschliesslicher Gerichtsstand ist Bern ; massgebend ist der deutsche Text der Auktionsbedingungen.

CONDITIONS DE LA VENTE
qu’après
La vente aura lieu strictement au comptant en francs suisses. Les objets ne seront livrés et la propriété n’est acquise
paiement du prix d’achat. Le risque par contre sera assumé par l’acheteur dès l’adjudication.
Il sera perçu 1 5 % en sus des prix d’adjudication.
La faculté d’intervertir, de réunir, de retirer ou de diviser des numéros du catalogue est réservée.
Les amateurs inconnus de la maison sont priés d’ajouter une garantie ou de donner des références à leurs offres par écrit.
En cas de présence personnelle, ils sont priés de se faire connaître avant la vacation auprès de la direction de la vente.
Chaque acheteur est personnellement responsable des achats qu’il a effectués. Il ne peut donc se décharger de cet engage-
ment et faire valoir d’avoir agi au nom d’une autre personne.
Les acheteurs ont tout loisir de se rendre compte de l’état des objets en visitant l’exposition précédant la vente; des
renseignements par écrits avant la vente seront donnés sur demande. Il ne sera donc admis aucune réclamation de la part
d’un acheteur présent après l’adjudication. Les réclamations d’acheteurs non présents doivent être formulées dans les trois
jours après réception des objets. Toutes possibilités de réclamation expirent 4 semaines après la vente. Les envois seront
faits avec le plus grand soin, mais aux frais et aux risques du destinataire. Sur demande écrite nous nous chargeons de
l’assurance, qui sera facturée au prix de revient.
Les tribunaux de Berne sont seuls compétents pour statuer dans tout litige éventuel.

CONDITIONS OF SALE
The purchase price plus an additional charge of 1 5 % is due after the adjudication and is payable in cash in Swiss currency
immediately after the sale. The adjudication goes to the highest bidder.
The buyer obtains possession of the purchased objects on payment, but he assumes all risks immediately after the
adjudication.
Persons unknown to the auctioneer are requested to identify themselves before the auction.
The descriptions given in the catalogues are set out in good faith. The buyer has the possibility to view the objects during
the exposition ; complaints can only be accepted with the proof that the descriptions in the catalogues are not correct. Every
individual is personally liable for all purchases made; he cannot claim to act f@r a third person.
Claims can be considered only within 3 days from receipt of the objects and only if proved that the descriptions in the
catalogue are incorrect and that the faults existed already before the adjudication. No protest can be accepted 4 weeks after
the sale.
The objects will be dispatched at the cost and risk of the buyer. If requested, the objects will be insured for the buyers
account.
If any dispute arises, the Court in Bern is competent for both parties.
Written bids or bids at the auction are taken to imply the acceptance of above sale conditions.

Eberh.W. Kornfeld
AUSSTELLUNG - EXPOSITION - EXHIBITION

BERN, LAUPENSTRASSE 49 UND 51

2.-8. Juni 1976, 10—12 und 14-18 Uhr


Sonntag, den 6. Juni 1976, 14-17 Uhr, nur für auswärtige Gäste
nach Anmeldung

Sterne vor dem Beitext der Nummern zeichnen besondere Qualität oder Seltenheit aus

AUFTRÄGE
für die Auktion können mit Hilfe des Auftragszettels erteilt werden. Die angegebenen Limiten
werden nur soweit in Anspruch genommen, als damit persönlich anwesende Bieter im Auktions-
saal oder andere Aufträge Überboten werden müssen. Schätzungen in Klammer bei der entspre-
chenden Nummer. Mit der Abgabe eines Auftrages werden die Auktionsbedingungen aner-
kannt. Aufträge können nicht annulliert werden.

ORDRES D’ACHATS
Les amateurs ne pouvant assister personnellement à la vente peuvent donner par écrit des ordres
d’achats en employant la fiche ci-incluse, en y indiquant une limite. On ne fera usage du maximum
de la limite qu’en cas de surenchères. Les prix d’estimations entre parenthèses. Les conditions de
la vente sont acceptées en donnant une commission. Un ordre d’achat ne peut pas être annulé.

COMMISSIONS
Collectors not able to assist personally at the auction may give their written orders employing the
enclosed form, please indicate the maximum bid. Lots will be procured as cheaply as is permitted
by other bids or reserves, if any. Please compare the estimated prices; the bids generally start at
60 % to 7 5 % of that amount. - In sending a bid the conditions of the sale are accepted. An order to
buy may not be cancelled.
AUKTION S EINTEILUNG

MITTWOCH, DEN 9. JUNI 1976

morgens 09. 1 5 Uhr, Nrn. 1—2 5 7


nachmittags 14.15 Uhr, Nrn. 258-549

DONNERSTAG, DEN 10. JUNI 1976

morgens 09.15 Uhr, Nrn. 550-779


nachmittags 14.15 Uhr, Nrn. 780— 1061
ALBUMS LOUIS BRODER

Feuilles Eparses. Album B. i8 Blatt Orig.-Graphik von Arp, Bellmer (z), Bryen,
Dominguez, Ernst (z), Giacometti, Hayter, Valentine Hugo, Lam, Masson (z), Miro (3),
Man Ray und Wols. Paris, Louis Broder, 1965. 41,5 : 31,5 cm. In Orig. -Umschlag und in
Orig. -Ln. -Kassette. (9000. )
1965 . Die komplette Folge der Illustrationen zum Buch von René Crevel, Feuilles Eparses. Eine der
arabisch auf 35 numerierten Separatsuiten, als Album und ohne Text publiziert. Alle Blätter, auf
Velin gedruckt, mit breiten Rändern. Alle Drucke, äusser den Blättern von Dominguez und Wols
(die vor dem Ausdruck der Auflagen verstarben), von den Künstlern in Bleistift signiert und auf 50
numeriert. Schönes, sauberes Exemplar. Komplett in dieser Form sehr selten.
Die Mappe enthält:
1. Arp. Composition. Färb. Holzschnitt. Arntz 228.
2. Bellmer. Petite Fille àia Toupie. Kaltnadel. Denoël 57.
3. Bellmer. Epure Reptiligne. Kupferstich. Den. 58.
4. Bryen. Färb. Radierung.
5. Dominguez. Radierung.
6. Max Ernst. Sphinx. Lithographie. Leppien 22/C (v. J).
7. Max Ernst. Färb. Radierung. Lepp. 70/C (v. H).
8. Alberto Giacometti. Arbres. Radierung. Lust 186.
9. Hayter. Färb. Radierung.
10. Valentine Hugo. Kaltnadel.
it. Wifredo Lam. Färb. Radierung.
12. Masson. Radierung.
13. Masson. Färb. Radierung.
14. Miro. Färb. Radierung.
15. Miro. Färb. Radierung.
16. Miro. Färb. Radierung.
17. Man Ray. Färb. Radierung.
18. Wols. Lithographie.

3- La Magie quoditienne. Estampes originales. 9 Blatt Orig.-Graphik von Arp, Braque,


Giacometti (2), Masson, Miro, Picasso, Villon, Zao Wou-Ki. Paris, Louis Broder, 1968.
57,5:41,5 cm. In Orig. -Umschlag mit aufgedruckter Orig. -Radierung von Giacometti
und in Orig.-Ln.-Kassette. (12 000.—)
1968. Die komplette Folge der graphischen Arbeiten «La Magie quoditienne», alle in dieser Folge
auf römisch XV numeriert. Alle Blätter signiert, äusser den beiden Radierungen von Alberto
Giacometti, der vor dem Ausdruck der Auflagen verstarb.
Die Mappe enthält :
1. Arp. Idol. Holzschnitt. Arntz 233.
2. Braque. Oiseau. Radierung, in Blau gedruckt.
3. Giacometti. Figurine dans [’Atelier. Radierung. Auf dem Umschlag von der gestrichenen Platte
nochmals gedruckt. Lust 193.
4. Giacometti. Tête de jeune Fille. Radierung. Lust 192.
5. Masson. Composition. Färb. Holzschnitt.
6. Miro. Insectes. Färb. Radierung.
7. Picasso. La Magie quoditienne. Radierung. Bloch 1460.
8. Villon. Paysage. Farb. Lithographie.
9. Zao Wou-Ki. La Magie quoditienne. Farb. Radierung.

CUNO AMIET
Solothurn 1868-1961 Oschwand
Ölbilder
4- Garten in Unterseen mit Blick auf die Jungfrau. Öl auf Leinwand. 46: 38 cm. (12 500.—)
1925 . Unten rechts monogrammiert «CA» und datiert «25». Farblich und kompositionell reizvolles
4-
Landschaftsbild. Tadellos in der Erhaltung. Gerahmt.
Siehe die Abbildung, Tafel 41
CUNO AMIE!

5 . Rote Blumen in einer blauen Vase, in einer Atelierecke mit Malkasten und Palette. Öl auf
Malpappe. 32,5 : 39,5 cm. (2500.—)'
1929. Unten links monogrammiert und datiert: CA 29. - Ehern. Sammlung Dr. W. Stämpfli, Bern,
der eine bedeutende Sammlung von Werken des Künstlers besass.

Aquarelle und Zeichnungen


6. Dünenlandschaft bei Pont Aven. Rohrfeder in Tusche. 19,5 : 27 cm. (1 500.—)
Um 1893. Unten rechts in der Darstellung in Bleistift monogrammiert «CA». Auf weichem Velin,
mit etwas Rand. - Ehern. Sammlung Werner Miller, Solothurn, einem Schüler Amiets.
Siehe die Abbildung, Seite 7

Amiet Nr. 6

7. Mutter mit Säugling und einem Kind. Pinsel in Tusche, mit Farbstift leicht überarbeitet.
37,7:36,4 cm. (2500.—)
191 1. Unten rechts monogrammiert und datiert «CA 1 1». Auf Velin, auf Unterlage aufgezogen, mit
Fleckchen und kleinen Einrissen.

8. Stehendes nacktes junges Mädchen in einem Raum, den Blick nach rechts gewandt.
Aquarell über Vorzeichnung in Bleistift. 28,8:22,5 cm. (8000.—)
1912. Unten rechts in Rot monogrammiert «CA». Auf festem Velin, vollkommen frisch in der
Erhaltung. Sehr schönes, bedeutendes Aquarell aus der «Brücke-Zeit».

7
/■

CUNO AMIET

9- Dorf in einem Tal. Aquarell über Zeichnung in Bleistift. 24,1 : 30,7 cm. (2000.—)
Um 1920. Unten rechts in Bleistift monogrammiert «CA». Auf kreidegrundiertem Velin, auf
Unterlagekarton aufgezogen. X5HT
IO. Landarbeiter in einem Garten. Deckfarben und Aquarell. 25,4: 3 1,2 cm. (2000.—)
1929. Unten rechts in Pinsel monogrammiert und datiert: CA 29. Auf leichtem Malkarton.
/OT. ~
Graphik

Bretonisches Mädchen. - Adam und Eva im Paradies. 2 Blatt Radierungen. (500-—)


von Mandach 1 und 7. 1893 und um 1895. Drucke auf Velin, mit leichten Atelierspuren, mit Rand.
Beide Blätter selten. - Zus. 2 Blatt. —•

12 . Selbstbildnis 1919. - Selbstbildnis malend 1928. - Bildnis Alt-Bundesrat Dr. Haab 1930.
3 Blatt Lithographien. (500. —)
v. M. 65, 91 und 95. Alle Blätter vom Künstler signiert, alle im Papier leicht lädiert. - Zus. 3 Blatt.

ij- Neujahrskarten. 9 Blatt färb. Lithographien und 9 Blatt Lithographien. Verseh. Grössen.

1938-1956. 17 der Blätter vom Künstler signiert. Sauber in der Erhaltung. In Mappe.

14. Neujahrskarten. 1 1 Blätter färb. Lithographien und Lithographien. Verseh. Grössen.


(1000.—)
1950-1960. 8 der Blätter vom Künstler in Bleistift signiert. 1 Blatt doppelt. - Dabei: Cuno Amiet.
Bildnis Kreidolf im Profil. Lithographie. vonMandach 87. 1927. Auf Japan gedruckt, vom Künstler
signiert und auf 130 numeriert. —Zus. 12 Blatt.

ALBERT ANKER

1831 Ins 1910

1 5 . Sitzendes Mädchen auf einem Stuhl in einem Zimmer. Kohlezeichnung. 18,2: 1 1,2 cm.
(600.—)
Um 1890. Unten rechts signiert: Anker. Oben von der Hand des Künstlers: Kommt von der Lenk.
Auf Bütten. - Provenienz: Auktion Gutekunst und Klipstein Nr. 22, Dezember 1942, Nr. 8.

KAREL APPEL

Amsterdam 19z 1 -lebt in Paris

16 . Le Cri. Öl, Gouache und Collage auf Malpappe. 85:55 cm. (1 5 000.—)
1959. Unten links in Pinsel in Öl signiert und datiert: 1959 Appel. Rückseitig von der Hand des
Künstlers in Bleistift mit dem Titel, der Signatur und der Jahrzahl. - Provenienz: Galerie Suzanne
Bollag, Zürich, Inv. Nr. 694.
Siehe die Abbildung, Tafel 79
HANS ARP
Strassburg 1886-1966 Basel

Plastik

1 7 . Torse d’Ange. - Angel’s Torso. Weisser Marmor, auf kleinem Sockel. 9 1 cm hoch, 2 8 cm
breit, 24 cm tief. (50000.—)
* 1965. François Arp, Jean Arp, Sculptures 1957-1966, Nr. 287, reprod. Das von Arp erwähnte
Exemplar in Marmor. Sauber in der Erhaltung. Nach diesem Original in Marmor sind später 3 Güsse
in Bronze entstanden. Arbeiten in Marmor von Hans Arp kommen im Handel nur selten vor.
Siehe die Abbildung, Tafel 89

Zeichnungen

1 8 . Zeichnung in Tuschpinsel auf Collage mit Kleisterpapier. 28 : 34,5 cm, Blattgrösse.


(4000.—)
1942. Rückseitig in Bleistift vom Künstler signiert und auf einer Visitenkarte mit Schreibmaschine:
dessin déchiré au lavis / grasse 1942. Gerahmt.

19. Visage. Schwarze Kohle über Aquarell. 22 : 22 cm. (8000.—)


Um 1955. Unten links, auf der Unterlage, in Bleistift signiert «Arp». Auf festem Velin, leicht auf
Unterlage aufgelegt, tadellos in der Erhaltung. - Vorgesehen für das Werkverzeichnis der Aquarelle
und Zeichnungen von Hans Arp.

RENE AUBERJONOIS
1 872 Lausanne 1957

Zeichnungen

20. Jeune Dame assise, de Face. Bleistiftzeichnung. 29,2 : 23 cm. (5000.—)


1906. Unten rechts in der Darstellung monogrammiert «R. A.», links oben signiert «René A.» und
datiert «Paris 1906». Auf Bütten, aufUnterlagekarton aufgezogen. Schöne, frühe Zeichnung. Kleine
Fleckchen im Papier.

21 . Portrait Ambroise Vollard. Bleistift. 18 : 1 5,9 cm. (3000.—)


1914. Unten rechts vom Künstler monogrammiert «R. A.», bezeichnet «Paris 1914» und mit dem
Titel «Vollard». Auf weissem Velin, auf gelblichem Unterlagekarton aufgezogen. Sauber in der
Erhaltung.

2 2 . Mädchen mit Sonnenschirm. - Portrait de C. L. Feder in brauner Tusche über Zeichnung


in schwarzer Kreide. 33:24,8 cm. (75°°-—)
Um 1925. Unten rechts in der Darstellung monogrammiert «R.A.». Auf dünnem Velin, auf
Unterlage aufgezogen. Rückseitig mit Bleistiftnotiz: p(ou)r le Portrait de C.L., mit Farbangaben.
Sehr schöne, ausgearbeitete Zeichnung eines jungen Mädchens.
Ausstellung:
Winterthur 1962, Kunstmuseum, Die Graphiksammlung Richard Bühler, Nr. 2.

23 . Personnages dans la Forêt. Feder in Tusche über Kohlezeichnung. 16,8 : 13,3 cm.
(3000.—)
Um 1930. Unten links vom Künstler in Tusche signiert «René A.». Auf Velin, den Rändern entlang
auf Unterlage aufgelegt.
Ausstellung:
Aarau 1966, Aargauer Kunsthaus, René Auberjonois, Nr. 489.

10
RENÉ AUBERJONOIS

24 . Le Peintre et son Modèle. Federzeichnung in brauner Tinte. 41,4:32,5 cm. (2 5 00.—)


24. Um 1930. Selbstbildnis mit Modell. Unten rechts monogrammiert «R. A.». Auf gelblichem Velin,
auf Karton aufgezogen.
Provenienz :
Bern 1961, Auktion Kornfeld und Klipstein 103, Nr. 39.
Siehe die Abbildung, Seite 9
25. Gruppenbildnis: Mann mit Affe auf dem Arm und Brustbild eines Knaben. Bleistift.
30,6:27,3 cm. (5000.—)
1 1 i 1 -1t
Um 1933. Unten links signiert «René A.». Auf Bütten, sauber in der Erhaltung. Wohl Entwurfs-
\ $ zeichnung für ein Bild.

Bayros Nr. 30
LU L

Graphik
26 26. Mädchen mit Regenschirm. Färb. Lithographie. 29,5 : 22,5 cm. (600. )
Um 1950. In Tinte vom Künstler signiert, auf 200 numeriert. - Dabei: Blanchet, Sitzende,
/&-o, -* Lithographie, 44,3 : 30,7 cm. Signiert und numeriert. - Surbek, Voralpenlandschaft, Lithographie,
48,8 : 26,7 cm. Signiert und numeriert. - Zus. 3 Blatt.

11
ERNST BARLACH
Wedel (Holstein) 1870-1938 Rostock

2 7 . Empörung. - Der Prophet Elias. Lithographie. ( 1 5 00•—)


Schult 196. 1922. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert, links auf 105 numeriert. Auf
Bütten, mit breitem Rand.

28. Vergnügtes Einbein. I. Lithographie. (1500.—)


Sch. 198. 1922. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert, links auf 102 numeriert. Auf
Bütten, mit breitem Rand. Kleiner Riss im äusseren Rand rechts hinterlegt.

MAURICE BARRAUD
1889 Genf 1954

29. Nacktes Mädchen mit schwarzen Strümpfen, vor einem Bett, nach rechts gewandt.
Pinselzeichnung in Tusche, mit Aquarell. 21,4: 16,5 cm. (600.—)
Unten rechts signiert «Barraud». Auf dünnem Velin.

FRANZ VON BAYROS


Zagreb 1866-1924 Wien

30. Initiale «K» mit weiblichem Halbakt. Federzeichnung in Tusche. 26: 18,3 cm. (1000.—)
1900. Unten rechts monogrammiert «FvB» und datiert «1900». Sehr schöner Entwurf für eine
Initiale, mit reicher Zeichnung, rückseitig mit Angabe für die Reproduktion: 8/2 cm breit. Auf
leichtem Karton, sauber in der Erhaltung.
Siehe die Abbildung, Seite 1 1

MAX BECKMANN
Leipzig 1 884-1950 New York

Zeichnungen
3 1 . Drei Frauen im Atelier. Schwarze Kohle. 14,3 : 1 5 cm. (5000.—)
1908. Unter der Darstellung rechts in Bleistift vom Künstler signiert «Beckmann», links unten im
breiten Unterrand bezeichnet: XII. Entwurf z. Atelierszene. Auf Velin, auf Unterlagekarton aufge-
zogen, im alten Passepartoutausschnitt heller. — Sehr schöne Kompositionstudie für das Bild «Drei
Frauen im Atelier», Beckmann Werkverzeichnis Nr. tot (heute bei [Link] in St. Louis). Die
Zeichnung im Beitext zum Bild erwähnt. - So schöne und gut belegte Zeichnungen für Bilder von
Beckmann sind selten.

32. Redaktionszimmer. Bleistiftzeichnung auf grauem Papier, auf Unterlage aufgezogen.


26,3 : 3 5 cm. (4000. )
1924. Unten rechts in Bleistift voll signiert «Beckmann». Schöne Zeichnung, aller Wahrschein-
lichkeit nach die Redaktionsräume der Frankfurter Zeitung darstellend. Beckmann war in diesen
Jahren mit Hugo Simon, dem Herausgeber der FAZ, eng befreundet. Unten rechts kleine Fehlstelle.
Aufgezogen.
Graphik
33. Selbstbildnis 1911. Lithographie. (6000.—)
Gallwitz 12. 191 1. Oben links in Bleistift voll signiert, links unten auf 40 numeriert. Auf Bütten, mit
Rand. Tadellos.
33a. David und Bathseba. Lithographie. (2 5 00.—)
Gallw. 14. 1911. Unten rechts in Bleistift voll signiert und datiert, links auf 40 numeriert. AufBütten,
mit Rand, tadellos. -Dabei: Löwenpaar. Lithographie. Gallw. 157. 1921. In Bleistift signiert und auf
römisch XXX numeriert. - Zus. 2 Blatt.

12
MAX BECKMANN

34. Kneipe. Lithographie. (2500. )


Gall w. 21. Ì 9 1 1 . Unten rechts in Bleistift voll signiert und datiert, in der Mitte mit der Numerierung
auf 40. Auf Bütten, mit Rand, tadellos.

3 5 . Bordell in Hamburg. Kaltnadel. - Die Vergnügten.' Kaltnadel. 2 Blatt. (4000.—)


Gallw. 33undj4. 1912. Beide Blätter unten rechts in Bleistift signiert, links auf 30 numeriert. Sehr
schöne, grätige Frühdrucke, mit leichtem Plattenton. Auf Velin, mit Rand. - Zus. 2 Blatt.
A
36. Mink von vorn mit grosser Frisur. Kaltnadel. - Modell (Frau Battenberg). Kaltnadel. 2
Bla«- (2OOO.-)
Gallw. 3 6/b und 93. 1912 und 1917. Beide Blätter unten rechts in Bleistift voll signiert. Beide auf
Velin, mit breitem Rand. - Zus. 2 Blatt.

3 7 . Am Klavier. Kaltnadel. - Die Ringer. Kaltnadel. 2 Blatt. (2000.—)


Gallw. 41 und 173. 1913 und 1921 . Beide Blätter unten rechts in Bleistift voll signiert, das erste Blatt
unten links auf 3 5 numeriert. Beide Blätter auf Velin, das zweite Blatt unten links mit dem
Blindstempel «Bauhaus Weimar». - Zus. 2 Blatt.

38. Sturmangriff. Kaltnadel. (1500. )


Gallw. 69/II/c. 1916. Unten rechts in Bleistift signiert und «16» datiert, links auf 20 numeriert. Auf
Bütten.

39. Adam und Eva. Kaltnadel. (1500. )


Gallw. 88. 1917. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert. Auf Velin, mit breitem Rand,
sauberes Exemplar.

40. Kahlbaum. Kaltnadel. (2000. )


Gallw. 1 29/II. 1920. Unten rechts in Bleistift vom Künstler voll signiert. Sehr schöner, grätiger
Frühdruck auf Velin.

41. Selbstbildnis. Kaltnadel. (2500. )


Gallw. 144. 1920. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert. Auf Velin, mit Rand und
leichtem Lichtrand.

42 . Garderobe. - Blatt 2 der Folge : Jahrmarkt. Kaltnadel. (2000. )


Gallw. 164/c. 1921. Unten rechts in Bleistift signiert. Auf Velin.

43 . Hinter den Kulissen. - Blatt 3 der Folge: Jahrmarkt. Kaltnadel. (2000.—)


Gallw. 165/b. 1921. Unten rechts in Bleistift signiert. Auf Velin.

44. Schiessbude. - Blatt 4 der Folge: Jahrmarkt. Kaltnadel. (2000.—)


Gallw. 166/b. 1921. Unten rechts in Bleistift signiert. Auf Bütten. Minimaler Lichtrand.

45 ■ Der grosse Mann. - Blatt 5 der Folge : Jahrmarkt. Kaltnadel. (2000.—)


Gallw. 167/b. 1921. Unten rechts in Bleistift signiert. Auf Velin. Leichter Lichtrand.

46. Der Neger. - Blatt 6 der Folge: Jahrmarkt. Kaltnadel. (2000.—)


Gallw. 1 68/III/d. 1921. Unten rechts in Bleistift signiert. Auf Velin. Minimaler Lichtrand.

47. Die Seiltänzer. - Blatt 8 der Folge: Jahrmarkt. Kaltnadel. (3000.—)


Gallw. 170/b. 1921. Unten rechts in Bleistift signiert. Auf Velin. Minimaler Lichtrand. - Dabei:
Klara. Kaltnadel. Gallw. 91. 1917. Signiert. - Zus. 2 Blatt.

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MAX BECKMANN

48 . Niggertanz. - Blatt 9 der Folge : Jahrmarkt. Kaltnadel. (2000. )


Gallw. 171/b. 1921. Unten rechts in Bleistift signiert. Auf Velin.

49 . Eislauf. Lithographie. (2000. )


Gallw. 192. 1922. Unten rechts voll signiert. Auf Bütten, mit Rand.

50. Liegende. Kaltnadel. - Holzbrücke. Kaltnadel. 2 Blatt. (3000. )


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Gallw. 202/b und 212. 1922. Das erste Blatt unten rechts in Bleistift voll signiert, links mit dem Titel
«Liegende». Auf Japan, mit minimalen Bereibungen im Rand. Das zweite Blatt auf Simili-Japan, mit
breitem Rand, im äusseren Rand kleiner Wasserfleck. - Zus. 2 Blatt.

5 1 . Mainlandschaft mit Regenbogen. Kaltnadel. (2000.—)


Gallw. 242. 1923. Unten rechts in Bleistift signiert. Auf Simili-Japan, mit Rand, tadellos. Schöner,
grätiger Druck.

52. Naila. -Bildnis Frau H.M. Holzschnitt. (1200. )


Gallw. 252/b. 1923. Unten rechts in Bleistift vom Künstler signiert. Auf Velin, sauber, mit Rand.
Auflage erschienen in: Mappe der Gegenwart. 42. Druck der Marées-Gesellschaft. München 1923.

Mappenwerk

5 3 . Gesichter. 19 Orig.-Radierungen von Max Beckmann. Einleitung von J. Meier-Graefe.


13. Druck der Marées-Gesellschaft. München, Piper, 1919. 5 3,2 : 39>5 cm- Orig.-HLn.-
Mappe, mit Aufdruck. (25000. )
* Die Mappe enthält :
1. Selbstbildnis. 1917. Gallw. 82.
2. Familienszene. 1918. Gallw. 98. Dargestellt ist die Familie Beckmann.
3. Irrenhaus. 1918. Gallw. 106.
4. Liebespaar. 1916. Gallw. 65.
5. Bordellszene. 1918. Gallw. 97.
6. Mainlandschaft. 1918. Gallw. 99.
7. Das Gähnen. 1918. Gallw. 100.
8. Mitternacht. 1916. Gallw. 66.
9. Kaffeemusik. 1918. Gallw. 101.
10. Der Abend. 1916. Gallw. 67.
11. Kreuzabnahme. 1918. Gallw. 102.
12. Auferstehung. 1918. Gallw. 103.
13. Strasse in Frankfurt (Frühling). 1918. Gallw. 104.
14. Landschaft mit Ballon. 1918. Gallw. 105.
15. Zwei Autooffiziere. 1915. Gallw. 60.
16. Spielende Kinder. 1918. Gallw. 107.
17. Prosit Neujahr. 1917. Gallw. 86.
18. Grosse Operation. 1914. Gallw. 55.
19. Selbstbildnis. 1918. Gallw. 108.
Die selten gewordene Publikation, die eine ganze Reihe wichtiger Graphikblätter enthält, in einer
kompletten Folge, in Orig. -Passepartouts und in Orig.-Umschlag. Entgegen der Titelangabe
handelt es sich um Kaltnadelarbeiten, entstanden in den Jahren von 1914—1918. Alle Blätter vom
Künstler einzeln signiert und noch mit schöner Gratwirkung.
Siehe die Abbildung, Tafel 157

Handbuch
54. Gallwitz, Klaus. Max Beckmann. Die Druckgraphik. Karlsruhe, Badischer Kunstverein,
1962. Broschiert. (l00-—)
Der Ausstellungskatalog von 1962, der bis heute das einzige Werk Verzeichnis geblieben ist. Seit
Jahren vergriffen.

U
PETER BEHRENS
Hamburg 1868-1940 Berlin

55- Der Kuss. Färb. Holzschnitt. 27:21,5 cm. (1000. )


1 899. Behrens schönstes graphisches Blatt, erschienen im 2. Heft des IV. Jahrganges der Zeitschrift
«PAN». Auf Japan, mit Rand, tadellos in der Erhaltung.

HANS BELLMER
Kottowitz 1902-1975 Paris

56. A Sade. Folge von 10 Blatt Radierungen. (1 5 Ooo. )


* Denoël pag. 41-48. 1961. Alle Blätter einzeln unten rechts in Bleistift vom Künstler signiert, links
numeriert mit «3/5 H.C.». Alle auf Japon nacré, alle tadellos erhalten. In Umschlag mit Titel und
Numerierung. - Es handelt sich um eine der 5 Separatsuiten auf Japan. - Zus. 10 Blatt. In dieser
Form von grösster Seltenheit.

ALBERT BESNARD
1849 Paris 1934
57. Jules Destrée. Radierung. (1500. )
Delteil 178/I (v. VI). 1917. Voll signiert und als 1. Zustand bezeichnet. Auf festem Velin, mit Rand,
tadellos in bezug auf Druckqualität. - Dabei: La Visiteuse. Lithographie. D. 200. 1893. Auflage
erschienen in «L’Estampes originales». In Pinsel signiert. - Zus. 2 Blatt.

JOSEPH BEUYS
Klevei92i-lebtin Düsseldorf

58. Torsi. Färb. Lithographie. 39,5 : 39,3 cm. (2000. )


1952-1953. Unten rechts in Bleistift voll signiert, links auf 75 numeriert. Auf Bütten, mit Rand,
tadellos in der Erhaltung. Frühe, farblich reizvolle Arbeit.

59. Elch. Färb. Lithographie. 43 : 66,2 cm. (2000. )


1954. Unten rechts in Bleistift voll signiert, links auf 75 numeriert. Auf Bütten, mit Rand, tadellos in
der Erhaltung. Frühe, noch figürliche Arbeit.

JULIUS BISSIER
Freiburgi. Br. 1893-1965 Ascona

Aquarelle
60. Composition mit Blau und Rot. 26. II. 57. Eiertempera auf Leinwand. 15,5:19,8 cm.
(12 500.—)
* ’957- Oben links in Bleistift voll signiert und datiert: 26. II. 57 / Julius Bissier. Auf grundierter
Leinwand, leicht auf Unterlage aufgelegt. Tadellos in der Erhaltung.
Provenienz:
London i960, Gimpel Fils Gallery, Ausstellung Julius Bissier, Katalog Nummer 16.
Siehe die Abbildung, Tafel 87

61. Farbige Komposition. Aquarell. 14,2 : 24,4 cm. (12500.—)


* 1961. Unten links in der Darstellung in Pinsel voll signiert und datiert «19. febr. 61». Auf Bütten,
leicht auf Unterlage aufgelegt, gerahmt. Sauber und farbfrisch in der Erhaltung. Eines der reizvollen
Bisster’schen Aquarelle. Abblldung, Tafel 8?

H
JULIUS BISSIER

Graphik

62. Form um einen Punkt. - 3 Elemente. 2 Blatt Holzschnitte. 41,5:38,3cm und


40,5:27,6 cm. (2000. )
1950. Beide Blätter in Bleistift voll signiert, beide «50» datiert und beide auf 15 numeriert. Auf
Bütten, mit leichten Atelierschäden. Selten. - Zus. 2 Blatt.

PIERRE BONNARD
Fontenaye-aux-Roses 1 867-1947 Le Cannet

Zeichnungen

63 . Zwei liegende Akte unter einem Apfelbaum. Feder in Tusche, stellenweise über Vorzeich-
nung in Bleistift. 22,8 : 3 1,2 cm. (75°°- —)
Um 1920. Unten rechts in Kohle voll signiert: «P. Bonnard». Auf dünnem Velin, mit einigen
Korrekturstellen im Papier.

64. Stehender Mädchenakt, nach dem Bade sich abtrocknend. Bleistiftzeichnung.


27,3:20,7 cm. (8000. )
Vor 1922. Unten links vom Künstler in Bleistift voll signiert: Bonnard. Auf dünnem Velin,
rückseitig mit einer Landschaftszeichnung. Sehr schöne, ausgearbeitete Zeichnung, sauber in der
Erhaltung. Rechts unten mit einer 1922 datierten Dedikation. - Ehern. Sammlung Richard Bühler,
Winterthur.
Ausstellung:
Winterthur 1962, Kunstmuseum, Die Graphiksammlung Richard Bühler, Nr. 27.

65 . Junge Frau von vorn, Brustbild. - Mädchenkopf. Schwarze Kreide auf rosa Papier.
23,5 : 16 cm, Zeichnung allein. (75°°- )
Um 1925. Unten rechts in der Darstellung monogrammiert «PB». Auf rosa Bütten, sauber in der
Erhaltung. Gelbliche Fleckchen im Papier.
Ausstellung:
Winterthur 1962, Kunstmuseum, Die Graphiksammlung Richard Bühler, Nr. 29.

Graphik

66. La petite Blanchisseuse. Färb. Lithographie. (35 000. —)


** Roger-Marx 42. Johnson 15. 1896. Rechts unterhalb der Darstellung in Bleistift voll signiert
«P. Bonnard» und mit der Numerierung. Ausgezeichneter Druck auf dünnem China, mit kleinen
Unregelmässigkeiten im Papier, mit 6 bis 10 cm Papierrand um die Darstellung. Sauber in der
Erhaltung.
Das Blatt erschien als Auflage im «IIe L’Album des Peintres-Graveurs», 1897 von Ambroise Vollard
verlegt. Das Blatt gehört zu den schönsten Graphikblättern von Bonnard und der ganzen Epoche
um 1900. Siehe die Abbildung, Tafel 132

67. Quelques Aspects de la Vie de Paris. Folge von i 2 Blatt färb. Lithographien und
Titelblatt. Paris, Ambroise Vollard, 1899. Blattgrösse je ca. 40,5 : 53,5 cm. (100 000.—)
** R.-M. 56-68. Johnson 14. Terrasse 16. Die komplette Folge des graphischen Hauptwerkes des
Meisters in einem sehr schönen, farbfrisch und sauber erhaltenen Exemplar. Titelblatt auf losem
China, die Folge auf losem Velin. 3 der Blätter vom Künstler in Bleistift voll signiert und numeriert,
i der Blätter in Bleistift monogrammiert und numeriert. Als komplette Folge in so vorzüglicher
Qualität selten. Alle Blätter rückseitig mit einem Stempel.

16
PIERRE BONNARD

Die Folge umfasst:


1 . Couverture de 1 Album, mit der Schrift : Vollard Editeur. 6, rue Laffitte. Quelques Aspects de la
Vie de Paris. 12 Lithographies en Couleurs par Bonnard. R.-M. 56.
2. Avenue du Bois. R.-M. 57.
3. Coin de Rue»R.-M. 58.
4. Maison dans la Cour. R.-M. 59. Signiert und numeriert.
5. Rue vue d’en haut. R.-M. 60.
6. Boulevard. R.-M. 61. Signiert und numeriert.
7. Place le Soir. R.-M. 62.
8. Marchand des Quatre-Saisons. R.-M. 63.
9. Le Pont des Arts. R.-M. 64.
10. Au Théâtre. R.-M. 65.
1 1 . Rue le Soir sous la Pluie. R.-M. 66. Signiert und numeriert.
12. L’Arc de Triomphe. R.-M. 67.
13. Coin de Rue vue d’en haut. R.-M. 68. Monogrammiert und numeriert.
Siehe die Abbildungen, Tafeln 133 und 134

68. Etude de Nu. Lithographie. (4000. )


R.-M.-Rouir 84/IL 1925 . Unten rechts in Bleistift voll signiert, links auf 2 5 numeriert. Auf China, mit
breitem Rand, tadellos in Druckqualität und Erhaltung.

69. Portrait d’Ambroise Vollard. Radierung. 3 5,4: 23,8 cm. (2000. )


Johnson 21 . Terrasse 62. Um 1930. Sehr schöner Probedruck des nie verlegten Blattes, von dem nur
einzelne Exemplare bekannt geworden sind. Auf festem Bütten, mit Wasserzeichen «Vollard», dem
gleichen Papier, das u. a. zum Druck der « Suite Vollard» von Picasso gebraucht wurde. Sehr schönes
Portrait des Pariser Verlegers.

FRANCIS BOTT
Frankfurt 1904 -lebt in Paris

70. Komposition in Blau. Gouache. 18,8:13,3 cm. - Komposition mit Violett. Gouache.
13 : 18,5 cm. Zus. 2 Gouachen. (1000. )
1957. Beide Blätter unten links voll signiert, beide «1957» datiert. Unter Glas und Rahmen. - Zus.
2 Blatt.

71. Komposition. Aquarell. 31:23 cm, Passepartoutausschnitt. (1500.—


Um 1958. Unten links voll signiert «Francis Bott». Sauber und farbfrisch. Unter Glas und Rahmen.

GEORGES BRAQUE
Argenteuil-s.-S. 1882-1963 Paris

Lithographien
72. Athénée. Färb. Lithographie-. (10000. )
* Mourlot 3. Engelberts-Hofmann 15. 1932. Unten rechts in schwarzer Kreide vom Künstler voll
signiert, links auf 75 numeriert. Auf Velin, mit Rand. Nach 1921 die erste Farblithographie des
Künstlers, 1932 als Auflage erschienen. Eine der schönsten graphischen Arbeiten des Künstlers.
Siehe die Abbildung, Tafel 138

73 . Hélios. Färb. Lithographie. (15 000.—)


* Mourl. ii. Eng.-H. 23. 1946. Unten rechts vom Künstler in Fettkreide voll signiert und auf 75
numeriert. Sauberes Exemplar.

17
74- Le Signe. Färb. Lithographie. (3000. )
Mourl. 34. 1954. Unten rechts in Bleistift signiert, links auf 30 numeriert. Auf festem Velin, mit
Rand.

75. Pommes et Feuilles. Färb. Lithographie. (75°°- )


Mourl. 47. 1952. Unten links vom Künstler in Bleistift signiert, rechts auf 30 numeriert. Auf Velin,
mit breitem Rand, sauber in der Erhaltung. Selten.

76. Uranie. Färb. Lithographie. (10000.—)


Mourl. 59. Eng.-H. 77. 1958. Unten rechts vom Künstler voll signiert, links auf 75 numeriert.

77. Affiche pour les Bijoux de Braque. Färb. Lithographie. (75°°- )


Mourl. 144. 1963. Unten rechts vom Künstler in Bleistift signiert und auf 75 numeriert. Auf Velin,
mit breitem Rand, sauber in der Erhaltung.

Radierungen

78. Blatt VI der Folge : La Théogonie. Radierung. (6000.—)


Aus Engelberts- Hofmann II. Aus Johnson 26. 1932. Unten rechts in Braunstift voll signiert, links
auf 50 numeriert. Auf Velin, mit Rand. Frühdruck der Folge, 1932 für Vollard entstanden, aber als
Buchausgabe erst 1953 bei Maeght erschienen. Die frühen Drucke sind alle noch von den grossen
Platten, mit den Stichelproben rings um die Darstellungen.

79 . La bonne Heure. Radierung für Tristan Tzara : La bonne Heure. Färb. Radierung. 5 Blatt.
(600.—)
Eng.-H. XVIII. 1955. Drucke ausserhalb der kleinen Auflage von 42 Exemplaren, 2 auf Velin, 1 auf
Japan, 1 auf Kupferdruckpapier, 1 von der gestrichenen Platte. - Zus. 5 Blatt.

80. Frontispice pour: P.A. Benoit et G. Braque. Né le ...Radierung. (1000.—)


Eng.-H. XXII. 1957. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert. Auf Bütten, mit breitem
Rand. Separatdruck ausserhalb der Buchauflage, die 1957 zum 50. Geburtstag von René Char mit
einem Gedicht von P. A. Benoit erschien.

81. Août. Folge von 6 Blatt Radierungen und Färb. Radierungen. (12000.—)
Eng.-H. XXIV. 1958. Die für die Illustrierung des Textes von Saint-Pol-Roux «Août» bestimmten
Radierungen in der von Eng.-H. angezeigten Separatauflage der auf 70 numerierten Suite. Alle Blät-
ter, auffestem Bütten gedruckt, mit breiten Rändern. Jedes Blatt vom Künstler in Bleistift voll signiert
und auf 70 numeriert. Die Suite umfasst 2 färb. Radierungen und 4 Radierungen. Als komplette
Folge selten, sauber in der Erhaltung, 3 Blätter im untern linken Rand mit kleinen Feuchtigkeitsspu-
ren. - Zus. 6 Blatt.

82. Le Jockey. Färb. Radierung. (8000.—)


Eng.-H. 62. 1954. Unten rechts in Bleistift voll signiert, links auf 75 numeriert. Auf festem Velin, mit
breitem Rand, sauber in der Erhaltung.

83. Composition bleu. - Composition noir sur Fond violet. Holzschnitt und färb. Holz-
schnitt. Je 47,4: 36,6 cm, Blattgrösse. - 2 Blatt. (4000.—)
Unten rechts vom Künstler in Bleistift signiert, das 1 . Blatt auf römisch «X» numeriert, das 2. Blatt
mit «H. C.» bezeichnet. Auf festem Velin, tadellos. - Zus. 2 Blatt.
RODOLPHE BRESDIN
Ingrande 182.51885 Sèvres

84. LaSainte Famille aux Canards. -LaSainte Famille aux Cerfs. Lithographie. z6,z : 20,2 cm.
(3000.—)
Katalog Bibliothèque Nationale Paris 1963, Nr. 52. Peters, Köln 1972, Nr.49.2. 1868, resp. 1871.
Druck auf Chine collé, auf weisser Unterlage, mit Rand. Rechts mit dem Blindstempel «RB ft».
Sauber in der Erhaltung.

85. La Maison enchantée. Lithographie. 1 7, 3 : 24 cm. (2500. )


Kat. Bibi. Nat., Paris 1963, Nr. 60. Peters, Köln 1972, 48.1. 18 73. Der Umdruck der Radierung auf
den Stein von 1 873, in der Ausgabe von 1 899 von Rodolphine Bresdin, auf Chine collé, mit breitem
Rand, rechts mit dem Blindstempel. Sehr schönes Exemplar.

EUGENE BURNAND
Moudon 1850-1921 Paris

86. Szene vor einem Waadtländer Bauernhof mit Kühen an der Trenke. Feder in Tusche.
25,1:32,5 cm, Blattgrösse. (600. )
Um 1 890. Unten rechts voll signiert «Eug. Burnand». Vorlage für eine Strichätzung, im Unterrand
entsprechend bezeichnet, mit der Titelangabe «Ferme Suisse» und der Adresse des Künstlers.
Rückseitig mit Skizzen eines Pferdes mit Fohlen. - Provenienz: Auktion Gutekunst und Klipstein
Nr.45, November 1947, Nr. 23.

Busch Nr. 97

WILHELM BUSCH
Wiedensahl 1832-1908 Mechtshausen

Zeichnungen
87. Portrait Huber am Stehpult. Feder in Tusche. 12 : 6,2 cm. (2000.—)
Otto Nöldeke, Wilhelm Busch, Sämtliche Werke, Band 1, vergi. Reprod. pag. 53. Unten rechts voll
signiert «W. Busch». Auf bräunlichem Velin, mit breitem Rand. Leicht auf Unterlage montiert.
Zweite Fassung der erwähnten Zeichnung bei Nöldeke. Sauber in der Erhaltung.

88. Der Floh. - Oder: Die gestörte und wiedergefundene Nachtruhe. Letzte Zeichnung.
Feder in Tusche. 8,3 : 7,5 cm. (1500.—)
Nöldeke, Bd. 1, vergi. Reprod. pag. 309. Unten rechts monogrammiert «W. B.». Zweite Fassung des
Schlussbildes der Jagd auf den Floh: Der Wiederbezug des Bettes nach erfolgreicher Tötungsaktion.
Siehe die Abbildung, nach Nummer 1061

T9
WILHELM BUSCH

89. Ein Abenteuer in der Neujahrsnacht. 2. Zeichnung. Feder in Tusche. 6,5 : 5 cm. (1500.—)
Nöldeke, Bd. 1, vergi. Reprod. pag. 311. AufVelin, leicht aufgelegt, sauber in der Erhaltung. Wohl
Entwurfszeichnung für den Holzschnitt des Bilderbogens.

90. Die Fliege. 14. Zeichnung. Bleistift, mit Text. 1 1,5 : 1 1 cm. (1500.—)
Nöldeke, Bd. 2, vergi. Reprod. pag. 66. AufVelin, leicht aufgelegt, sauber in der Erhaltung. Die
Zeichnung mit dem Text: Und fröhlich sieht er das Insekt, am Boden leblos ausgestreckt.

91 . Der Bauer und sein Schwein. 1. Zeichnung. Feder in Tusche, mit Farbstift überarbeitet.
8,5:12,2 cm. (2000.—)
Nöldeke, Bd.z, vergi. Reprod. pag. 142. Unten rechts monogrammiert «W.B.». Auf Velin, leicht
aufgelegt, sauber in der Erhaltung. Wahrscheinlich Entwurfszeichnung für den Holzschnitt des
Bilderbogens.
Siehe die Abbildung, Seite 21

92. Schmied und Teufel. 7. Zeichnung. Bleistift, mit Text. 16,5:11,3 cm. (1500.—)
Nöldeke, Bd. 2, vergi. Reprod. pag. 316. AufVelin, leicht aufgelegt, sauber in der Erhaltung. Die
Zeichnung mit dem Text: Er legt ihn über den Amboss quer, au, au! Da schreit der Teufel sehr.

93 . Die kühne Müllerstochter. 2. Zeichnung. Kohle, 11,8: 12 cm. Mit Text. (2000. —)
Nöldeke, Bd. 3, vergi. Reprod. pag. 108. AufVelin, leicht aufgelegt. Wahrscheinlich Entwurfszeich-
nung für den Holzschnitt des Bilderbogens. Die Zeichnung mit dem Text: Da schleichen drei
Räuber wild und stumm, husch, husch ! pist, pist ! um’s Haus herum. - Dabei : Hans Huckebein. Der
Unglücksrabe. 8 Fassungen des Raben auf 1 Bogen. Tuschzeichnung. Vergi. Nöldeke, Bd.3, ab
pag. 69. - Zus. 2 Blatt.

94. Liebe und Bekehrung. 8. Zeichnung. Feder in Tusche, mit Farbstift überarbeitet, mit
Text. 10,5 : 11,8 cm. (2000.—)
Nöldeke, Bd.3, vergi. Reprod. pag. 291. Auf dünnem Bütten, leicht aufgelegt, sauber in der
Erhaltung. Wohl Vorzeichnung zum Holzschnitt des Bilderbogens. Die Zeichnung mit dem Text:
Mit seinem Degen stösst der Mann, Antonio drückt sich, wie er kann.

95. Die Beichte. - 3 Studien für den Pater Antonius. Kohlezeichnung. 17,5 : 10 cm. (1 500.—)
Nöldeke, Bd. 3, vergi, pag. 3 1 8-320. Studienblatt mit 3 Fassungen des Pater Antonius, während der
Beichte der schönen Monika. Auf Velin, leicht auf Unterlage aufgelegt. - Dabei : Männerkopf im
Profil nach links. Bleistift. 12,5 : 10 cm. Monogrammiert «W.B.». - Onkel Ebhart. Rötelzeichnung.
11,5 : 10,5 cm. Mit dem Titel. - Zus. 3 Blatt.

96 . Bazar-Post. - Münchner Bazar. Feder in Tusche. 8,7:16 cm. (2000. —)


Vanselow, Die Erstdrucke und Erstausgaben der Werke von Wilhelm Busch, Leipzig 1913, Nr. 85.
1891. Oben links voll signiert und datiert: Wilh. Busch. 1891. Auf festem Velin, leicht auf Unterlage
aufgelegt. Die Publikation, siehe Vanselow, enthält die Reproduktion dieser Originalvorlage. Links
leichter Knick.
Siehe die Abbildung, Seite 5

Autographen

96a. Eigenhändiges Gedicht: Ein Glückspilz. 1 Seite, monogrammiert. 20,4: 1 5,8 cm, Bogen-
grösse. (1000.—)
Otto Nöldeke, Wilhelm Busch, Sämtliche Werke, Bd.6, pag. 3 76, oben. 1899 vollendet, 1908
erstmals gedruckt. Unten rechts monogrammiert «W. B.». Wohl Abschrift des reizvollen Gedichtes.
Auf dünnem Bütten, leicht auf Unterlage aufgelegt.
Siehe die Abbildung, Seite 23

20
WILHELM BUSCH

97- Eigenhändiger Brief, datiert «Wiedensahl, [Link]. 1885», doppelseitig, voll signiert.
2$ : 20 cm, Bogengrösse. (1000.—)
Nöldeke, Bd. 7, Nr. 1 57. 1885. Rückseitig voll signiert «Wilh. Busch». Brief an Paul Lindau, 1839—
1919. Sehr schöner, ausführlicher und inhaltsreicher Brief, dessen Sätze im einleitenden Abschnitt
«Jeder verwickelte Banker, jede ärgerliche Tante trägt den Revolver im Sack. Detonationen in allen
Ecken.» sehr zeitgenössisch klingen.
Siehe die Abbildung, Seite 19

98. Eigenhändiger Brief, datiert «Mechtshausen, 28. Nov. 1905». 1 Seite, voll signiert, mit
dem Briefumschlag mit Marke. 18: 11,3 cm, Bogengrösse. (500. )
1905. Eigenh. unterzeichneter Brief an Werner Constantin von Arnswaldt. Erwiderung auf die
Anfrage, ob von «Max und Moritz» schon eine englische Ausgabe erschienen sei.

Busch

HEINRICH CAMPENDONK
Krefeld 1 889-1 9 5 7 Amsterdam

99. Sitzender weiblicher Akt mit Sonnenblume. Holzschnitt. (2000.—)


Engels 53. 1921. Druck auf dünnem Büttenjapan. Kleine Fleckchen im Rand.

CARLO CARRA
Quargnento 1881-1966 Rom

100. Ragazza 21. Lithographie. 35,7:22,2 cm. (2500.—■)


1912. Unten rechts in Bleistift voll signiert, links auf 60 numeriert. AufVelin, mit Rand.

21
MARY CASSATT
Pittsburgh i845~i927Paris

loi . Lydia reading, turned toward right. Radierung. (3000.—)


Breeskin 63. 1883. Unten rechts in Bleistift voll signiert. Auf Bütten, mit Rand. In guter Druckquali-
tät und sauber in der Erhaltung. Selten.

PAUL CEZANNE
1839 Aix-en-Provence 1906

102. Page of Studies. Bleistiftzeichnung. 30:48,7 cm. (25000.—)


* Chappuis, The Drawings of Paul Cézanne, Nr.459. 1876-1879. Auf Velin, mit Wasserzeichen
«J Whatman» und Jahrzahl 1874. Sauber in der Erhaltung, stellenweise leicht gebräunt. Sehr schönes
und bedeutendes Skizzenblatt, links mit einer Kaminuhr (Details siehe Chappuis), rechts nach dem
Ölbild von Eugène Delacroix, Le Lever, Robaut 1 165, reprod. bei Chappuis.
Literatur:
Lionello Venturi, Cézanne, Son Art - Son Œuvre, vol. I., pag. 348 (Œuvres inédites). - Echtheitsbe-
stätigung Venturi liegt bei.
Sammlungen:
Kenneth Clare, London
H. Burg, London Siehe die Abbildung, Tafel 29

103 . Portrait de Louis II de Bourbon, Prince de Condé. Bekannt als : Le grand Condé. Bleistift.
31:23,4 cm, Blattgrösse. (20 000.—)
* Um 1892-1895. Vergi. Chappuis, The Drawings of Paul Cézanne, Nrn. 103 3-1 03 5. Auf Bütten, mit
Wasserzeichen «Michallet». Frisch und sauber in der Erhaltung. Rückseitig in Tinte: Ce dessin
provient d’un lot de dessins de Cézanne acheté au fils de Cézanne en février 1919. - Der Zeichnung
liegt eine Bestätigung von Adrien Chappuis bei, dass dieses Blatt für den Nachtrag des Werkver-
zeichnisses der Zeichnungen vorgesehen ist.

Die Zeichnung entstand nach einer Skulptur von Charles Antoine Coysevox, 1 640-1 720, die in den
Sammlungen des Louvre aufbewahrt wird. Vergi. Musée National du Louvre, Catalogue des
Sculptures II, 1922, Nr. 1 106. Vergi, auch Reproduktion bei Chappuis, pag. 239.
Siehe die Abbildung, Tafel 30

MARC CHAGALL
Witebsk 18 87 -lebt in Saint-Paul-de-Vence und Paris

Aquarell, Zeichnungen und Monotypie

104. Bauern mit Schlitten in einem russischen Dorf. Bleistift, leicht in Braun laviert.
16:21,5 cm. (20000.—)
Um 1914. Unten in Tinte voll signiert: Chagall. Auf Velin, sauber in der Erhaltung. Das reizvolle
Blatt mit einer Szene aus dem bäuerlichen Leben in Russland entstand wahrscheinlich nach Chagalls
Rückkehr nach Russland im Winter 1914-1915 oder wenig später.
Siehe die Abbildung, Tafel 78

22
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Busch Nr. 96/a


MARC CHAGALL

105 . Jeune Fille au Cheval. Aquarell über Vorzeichnung inTusche. 13,7: 19,2 cm. (30000.—)
1928-1929. Unten rechts in Tuschfeder signiert «Chagall». Auf dünnem Velin. Farbfrisch und
sauber in der Erhaltung. — Entwurfsaquarell zum Bild «Jeune Fille au Cheval», 1929, reprod. bei
Meyer, Chagall, Nrn. 5 3 7 und 538.
Siehe die Abbildung, Tafel 78

106 . La Danse. Pinsel in Tusche, laviert. 56,8 : 76,5 cm. (70 000.—)
* 1967. Unten rechts voll signiert in Tusche: Marc Chagall. Rückseitig in Bleistift mit dem Titel: La
Danse. Auf Japon nacré, tadellos und vollkommen farbfrisch in der Erhaltung. Bedeutende,
kompositionell sehr reiche und ausgewogene Pinselzeichnung.
Siehe die Abbildung, Tafel 77

107. Nu et Ane rouge. Monotypie. 49,6: 39,8 cm. (30000. )


mit
* 1962. Unten links in der Darstellung in Tusche voll signiert: Marc Chagall. Auf Japon nacré,
breitem Rand, tadellos in der Erhaltung. Aus der Reihe der prachtvollen, stark farbigen Monoty-
eine
pien, die der Künstler in den J ahren von 1961 bis 1965 schuf. Chagall malt mit Druckfarben auf
grosse Kupferplatte und zieht die Zeichnung dann auf Papier ab. Man kann die Technik (siehe bei
vorliegende Blatt ist von der Thematik her besonders
Degas) auch «Dessins à la Presse» nennen. Das
reizvoll.
Literatur:
Jean Leymarie/Gérald Cramer, Marc Chagall, Monotypes 1961-1965, Genève 1966, Nr. 1 1 reprod.

Lithographien
108. L’Auge. Lithographie. (4000.—)
Mourlot 25/II. 1924. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert, links auf 100 numeriert.
Eines der 80 Blätter auf Bütten, sauber in der Erhaltung. Die erste in Paris entstandene Lithographie.

109. Autoportrait en Blouse rayée. Lithographie. (5000.—)


Mourl. 26. 1922-1956. Unten rechts in Bleistift vom Künstler voll signiert, links auf 7 Exemplare
numeriert. Von grösster Seltenheit. Ein Selbstbildnis, das der Künstler 1922 in Berlin auf Umdruck-
papier gezeichnet hat, das aber erst 1956 auf den Stein übertragen und nur in 7 numerierten
Exemplaren gedruckt wurde.

** Marc Chagall. Four Tales from the Arabian Nights. Original Color Lithographs by Marc
Chagall. New York, Pantheon, o. J, 1948. 44: 33,5 cm. In losen Lagen und Blättern, in
Orig. -Umschlag. - Mourlot 36-47. 1945-1947. Eines von 90 numerierten Exemplaren,
jedes Blatt einzeln signiert. - Die Blätter (Nrn. 1 10-121) werden zuerst einzeln und dann
zusammen verauktioniert.
Siehe die Abbildungen, Tafel 152

no . Kamar Al-Zaman and the Jewellers Wife. I. - Then the Boy displayes to the Dervish his
Bosom... Färb. Lithographie. (10 000.—)
Mourlot 36. Blatt 1 der Folge: Four Tales from the Arabian Nights. Voll signiert, auf 90 numeriert
und bezeichnet.

in. Kamar Al-Zaman and the Jewellers Wife. IL - They were in forty Pairs... Farb.
Lithographie. (10000.—)
M. 37. Blatt 2 der Folge: Four Tales from the Arabian Nights. Voll signiert, auf 90 numeriert und
bezeichnet.

24
MARC CHAGALL

uz. Kamar Al-Zaman and the Jewellers Wife. III. - Then he spent the Night with her
embracing and clipping... Farb. Lithographie. (12 000. —)
M. 38. Blatt 3 der Folge: Four Tales from the Arabian Nights. Voll signiert, auf 90 numeriert und
bezeichnet.

1 1 3 . Julnar the Sea-Born and her Son King Badr Basim of Persia. I. - Disrobing her with his
own Hand... Farb. Lithographie. (12 000. —)
M. 39. Blatt 4 der Folge: Four Tales from the Arabian Nights. Voll signiert, auf 90 numeriert und
bezeichnet.

1 1 4 . J ulnar the Sea-Born and her Son King Badr Basim of Persia. IL - So I came forth of the Sea
and sat down... Farb. Lithographie. (10 000. —)
M. 40. Blatt 5 der Folge: Four Tales from the Arabian Nights. Voll signiert, auf 90 numeriert und
bezeichnet.

1 1 5 . Julnar the Sea-Born and her Son King Badr Basim of Persia. III. - So she came down from
the Tree and drawing near him strained him to her Bosom... Farb. Lithographie.
(12 000.—)
M. 41. Blatt 6 der Folge: Four Tales from the Arabian Nights. Voll signiert, auf 90 numeriert und
bezeichnet.

1 16 . Julnar the Sea-Born and her Son King Badr Basim of Persia. IV. - Then the old Woman
mounted on the Ifrit’s Back ... Farb. Lithographie. (10 000.—)
M. 42. Blatt 7 der Folge: Four Tales from the Arabian Nights. Voll signiert, auf 90 numeriert und
bezeichnet.

ii 7. Abdullah the Fisherman and Abdullah the Merman. I. - When Abdullah got the Net
ashore... Farb. Lithographie. (10000.—)
M. 43. Blatt 8 der Folge: Four Tales from the Arabian Nights. Voll signiert, auf 90 numeriert und
bezeichnet.

1 1 8 . Abdullah the Fisherman and Abdullah the Merman. IL - Abdullah discovered before him
... Mountains of Water ... Farb. Lithographie. (10 000.—)
M. 44. Blatt 9 der Folge : Four Tales from the Arabian Nights. Voll signiert, auf 90 numeriert und
bezeichnet.

119. The Tale of the Ebony Horse. I. - Now the King loved Science and Geometry... Farb.
Lithographie. (12000.—)
M. 45 . Blatt 10 der Folge: Four Tales from the Arabian Nights. Voll signiert, auf 90 numeriert und
bezeichnet.

120 . The Tale of the Ebony Horse. IL - He went up to the Couch and found a young Lady
asleep... Farb. Lithographie. (10 000.-—)
M. 46. Blatt 1 1 der Folge : Four Tales from the Arabian Nights. Voll signiert, auf 90 numeriert und
bezeichnet.

121 . The Tale of the Ebony Horse. III. - Mounting the Ebony Horse he took her up behind
him... Farb. Lithographie. (10 000. —)
M.-47- Blatt 12 der Folge: Four Tales from the Arabian Nights. Voll signiert, auf 90 numeriert und
bezeichnet.

25
MARC CHAGALL

uz. Vierge aux Poissons. Lithographie. (6000.—)


Mourl. 51. 1951. Unten rechts in Bleistift vom Künstler voll signiert, links auf 50 numeriert. Auf
Velin, mit Rand.

123 . Bonjour sur Paris. Färb. Lithographie. (1 5 000. —)


* Mourl. 71. 1955. Unten rechts in Bleistift vom Künstler voll signiert, links als «E. A.» bezeichnet.
Einer der 3 5 «épreuves d’artiste», auf Japan, tadellos in der Erhaltung und farbfrisch.
Siehe die Abbildung, Tafel 1 54

124. Vision de Paris. Färb. Lithographie. (12000.—)


Mourl. 81. 1952. Unten rechts vom Künstler in Tusche voll signiert, links mit «E. A.» für «épreuve
d’artiste» bezeichnet. Tadellos.

125. Place de la Concorde. Färb. Lithographie. (6000.—)


Mourl. 83. 1952. Unten rechts vom Künstler in Tusche voll signiert, links mit «E. A.» für «épreuve
d’artiste» bezeichnet. Tadellos.

126. Nu à la Corbeille de Fruits. Lithographie. (6000.—)


Mourl. 91. 1953-1954. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert, links auf 75 numeriert.
Tadelloses Exemplar auf festem Velin.

127. Affiche pour la Ville de Vence. Färb. Lithographie. (6000. —)


Mourl. 92. 1954. Unten rechts in Bleistift voll signiert, links auf 23 (eine Separatauflage für den
Künstler) numeriert. Mit breitem Rand, ohne Text, auf festem Velin.

128. La Nuit de Paris. Färb. Lithographie. (10000.—)


Mourl. 96. 1954. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert, links mit «E. A.» für «épreuve
d’artiste» bezeichnet. Tadellos.

129. La Tour Eiffel à l’Ane. Färb. Lithographie. (10000.—)


Mourl. 97. 1954. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert, links mit «E. A.» für «épreuve
d’artiste» bezeichnet. Tadellos.
Siehe die Abbildung, Tafel 1 5 1
130. Le Dimanche. Färb. Lithographie. (10000. —)
Mourl. 98. 1954. Unten rechts in Bleistift vom Künstler voll signiert, links als «E. A.» («épreuve
d’artiste») bezeichnet. Tadellos.
Siehe die Abbildung, Tafel 1 5 1

1 3 1 . Saint-Germain-des-Prés. Färb. Lithographie. (8000. —)


Mourl. too. 1954. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert, links mit «E. A.» für «épreuve
d’artiste» bezeichnet. Tadellos.

132 . Les Monstres de Notre-Dame. Färb. Lithographie. (10 000. —)


Mourl. tot. 1954. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert, links mit «E. A.» für «épreuve
d’artiste» bezeichnet. Tadellos.

133. L’Opéra. Färb. Lithographie. (10000. —)


Mourl. 102. 1954. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert, links mit «E. A.» für «épreuve
d’artiste» bezeichnet. Tadellos. siehe dje Abblk!ung; Tafel , p

134. Le Caroussel du Louvre. Färb. Lithographie. (8000. —)


Mourl. 103. 1954. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert, links mit «E. A.»für «épreuve
d’artiste» bezeichnet. Tadellos.

26
MARC CHAGALL

135. Notre Dame en gris. Färb. Lithographie. (10 000.—)


Mourl. 1 13. 1955. Unten rechts vom Künstlerin Tusche voll signiert, links auf 75 numeriert. Schöne
Ansicht der Notre Dame. Sauber, auf grauem Velin.
Siehe die Abbildung, Tafel 153

136. David à la Harpe. - Couverture pour Verve 33/34. Färb. Lithographie. (5000.—)
>136
Mourl. 117. 1956. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert, links auf 75 numeriert.
Tadellos. Druck der signierten Separatauflage.

137. Ange (Page de titre). - Inspiration. - Isaie sous l’inspiration divine. 1 färb. Lithographie
und 2 Lithographien. (4000. )
Mourl. 1 18, 143 und 146. 1956. Alle drei Blätter vom Künstler unten rechts in Bleistift voll signiert
und links auf 75 numeriert. Tadellose Drucke der Separatauflage auf Velin. - Zus. 3 Blatt.
— k
138 . L’Ange. — Ange du Paradis. - Moïse. - Le Prophète Daniel avec les Lions. 4 Blatt färb.
Lithographien. (10000.—)
Mourl. 120, 121, 124 und 142. 1956. Alle vier Blätter vom Künstler unten rechts voll signiert und
links auf 75 numeriert, drei in Bleistift und das vierte in roter Kreide. Tadellose Drucke der
Separatauflage auf Velin. - Zus. 4 Blatt.

139. Abraham et Sarah. Färb. Lithographie. (5000.—)


Mourl. 122. 1956. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert, links auf 75 numeriert.
Tadelloser Druck der Separatauflage auf Velin.

140 . Moïse reçoit les Tables de la Loi. Farb. Lithographie. (5000.—)


'iZiO. < Mourl. 123. 1956. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert, links auf 75 numeriert.
Tadelloser Druck der Separatauflage auf Velin.

141 . Moïse. Farb. Lithographie. (5000.—)


Mourl. 125. 1956. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert, links auf 75 numeriert.
Tadelloser Druck der Separatauflage auf Velin.

142. Moïse. Farb. Lithographie. (5000.—)


Mourl. 126. 1956. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert, links auf 75 numeriert.
>142./ Tadelloser Druck der Separatauflage auf Velin.

143 . Salomon. Farb. Lithographie. (8000.—)


Mourl. 131. 1956. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert, links auf 75 numeriert.
Tadelloser Druck der Separatauflage auf Velin.

144. David et Bethsabée. Farb. Lithographie. (10000.—)


444. MourL 132. 1956. Unten rechts vom Künstler in Tusche voll signiert, links auf 75 numeriert.
Tadelloser Druck der Separatauflage auf Velin.

145 . David et Absalon. Farb. Lithographie. (8000.—)


>145./ Mourl. 133. 1956. Unten rechts vom Künstler in Tusche voll signiert, links auf 75 numeriert.
Tadelloser Druck der Separatauflage auf Velin.

146 . David à la Harpe. Farb. Lithographie. (10 000.—)


Mourl. 134. 1956. Unten rechts vom Künstler in Tusche voll signiert, links auf 75 numeriert.
<1467 Tadelloser Druck der Separatauflage auf Velin.
Siehe die Abbildung, Tafel 1 5 1
2 27
r
MARC CHAGALL

147. Jérémie. Färb. Lithographie. (5000.—)


Mourl. 139. 1956. Unten rechts vom Künstler in weisser Kreide voll signiert, links auf 75 numeriert.
Tadelloser Druck der Separatauflage auf Velin.

148. Pleurs de Jérémie. Färb. Lithographie. (5000.—)


Mourl. 140. 1956. Unten rechts vom Künstler in weisser Kreide voll signiert, linksauf7j numeriert.
Tadelloser Druck der Separatauflage auf Velin.

149. Isaïe. Färb. Lithographie. (5000.—)


Mourl. 141. 1956. Unten rechts vom Künstler in weisser Kreide voll signiert, linksauf7j numeriert.
Tadelloser Druck der Separatauflage auf Velin.

150. Paysage. Lithographie. (6000.—)


Mourl. 1 54/II. 1956. Das höchst seltene Blatt, das nicht in einer numerierten Auflage erschien und
das nur in Drucken mit der Bezeichnung «épreuve d’artiste» bekannt ist, in einem sehr schönen
Exemplar, in Bleistift voll signiert und links bezeichnet. Sauber in der Erhaltung. Sehr selten.
Siehe die Abbildung, Tafel 153

15 1. Guerre. III. Lithographie. (5000.—)


Mourl. 158. 1956-1957. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert, links auf 1 5 numeriert.
Sehr schönes Exemplar aufblau-grauem Velin. Die letzte Komposition, die der Künstler unter dem
Eindruck des Ungarn-Aufstandes im Herbst 1956 schuf. Selten.

152. La Table. Lithographie. (5000.—)


Mourl. 161. 1956. Unten rechts in Bleistift voll signiert, links auf 20 numeriert. Selten.

153. Les Toits. Färb. Lithographie. (12500. —)


Mourl. 163. 1956. Unten rechts in Bleistift voll signiert, links auf 75 numeriert. Auf Velin, sauber in
der Erhaltung.

154. Le Clown. Lithographie. (5000. —)


Mourl. 165. 1956. Unten rechts in Bleistift vom Künstler voll signiert, links auf 20 numeriert. Blatt 1
der Folge «Cirque» von 1956.

155. Clown aux Cerceaux. Lithographie. (6000. —)


Mourl. 166. 1956. Unten rechts in Bleistift voll signiert, links auf 30 numeriert. Blatt 2 der Folge
«Cirque» von 1956.

156. Les trois Acrobates. Färb. Lithographie. ( 1 o 000.—)


Mourl. 169. 1956. Unten rechts in Bleistift voll signiert, links auf7j numeriert. Das Supplementsblatt
in Farbe zur Folge «Cirque» von 1956. Sauber und farbfrisch.
Siehe die Abbildung, Tafel 1 54

157. Ecuyère sur Cheval ailé. Lithographie. (5000.—)


Mourl. 170. 1956. Unten rechts in Bleistift voll signiert, links auf 30 numeriert. Blatt 5 der Folge
«Cirque» von 1956.

158. Autoportrait à la Fenêtre. Lithographie. ( 5 000.—)


Mourl. 182. 1957. Unten rechts in Bleistift voll signiert, links auf 20 numeriert. Selten.

159. Autoportrait à la Veste noire. Lithographie. (5000. —)


Mourl. 184. 1957. Unten rechts in Bleistift voll signiert, links auf 30 numeriert.

28
MARC CHAGALL

160. Autoportrait à la Veste à Carreaux. Lithographie.


J 60.< (5000.—)
Mourl. 185. 1957. Unten rechts in Bleistift voll signiert, links auf 3onumeriert.

161. Peintre à la Tour Eiffel. Lithographie. (5000. )


Mourl. 189. 1957. Unten rechts in Bleistift voll signiert, links auf 20 numeriert. Selten.

162 . L’Ecuyère au Cheval rouge. Färb. Lithographie. (10 000.—)


/o Mourl. 191. 1957. Unten rechts in Bleistift vom Künstler voll signiert, links als E.A. (épreuve
d’artiste) bezeichnet. Druck der Separatauflage auf Velin, mit breitem Rand.
■2,£>e. /g, 2, Ä7A v
163 . Ecuyère à l’Oiseau. Lithographie. (6000.—)
Mourl. 209. 1959. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert, links auf 40 numeriert. Auf
- Velin. Sauberes Exemplar.

164. Ecuyère Acrobate. Lithographie. (4000. )


4 B4.1 Mourl. 210. 1959. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert, links auf 40 numeriert.
Tadellos.

165. Christ à la Famille. Lithographie. (25OO.—)


Mourl. 213. 1959. Unten rechts in Bleistift voll signiert, links auf 30 numeriert.

l66.. Le Portrait au Bouquet. Lithographie. (2500. )


Mourl. 216. 1959. Unten rechts in Bleistift voll signiert, links auf 1 5 numeriert. Selten.

167. Dessins pour la Bible. Folge von 24 Blatt färb. Lithographien, alle je 36:27cm in der
Zeichnung, und mit Umschlag, ca. 3 8, 5 : 60 cm in der Zeichnung. Zus. 2 5 Blatt.
4 ö? (70 000.—)
* Mourl. Z30-254. i960. Für die Illustration des Verve-Heftes 37/38 (Teriade Editeur) schuf Marc
Chagall 25 färb. Orig.-Lithographien, die äusser im Buch in einer signierten Separatausgabe mit
breiten Rändern erschienen, auf 50 numeriert. Komplette Exemplare dieser Folgen sind heute von
grosser Seltenheit. Tadellos in der Erhaltung, farbfrisch. Alle Blätter einzeln vom Künstler signiert.
- Zus. 25 Blatt. c. . ,. ..... r,
Siehe die Abbildungen, Tafel 150

168 . Le Paysan. Färb. Lithographie. (5000.—)


Mourl. 30z. 1961. Unten rechts voll signiert, links auf 75 numeriert.

169. Moïse et les Tables de la Loi. Lithographie. (5000.-—)


Mourl. 382. 1963. Unten rechts in Bleistift voll signiert, links auf 20 numeriert. Selten.

170. Le Ciel des Amoureux. Färb. Lithographie. (6000..—)


410./ ■w> — Mourl. 426/bis. 1964. Unten rechts in Bleistift voll signiert, links auf 30 numeriert. Wichtiges,
farbiges Blatt.

171 . Composition, - Moise au Cirque. Färb. Lithographie. (8000.—)


Mourl. 428/bis. 1964-1965. Unten rechts in Bleistift voll signiert, links auf 50 numeriert. Bedeuten-
des Graphikblatt, in dem nahezu alle Chagall’s Darstellungswelt belebenden Kompositionselemente
berücksichtigt sind. Tadellos frisch.
Siehe die Abbildung, Tafel 153

172. Le Village fantastique. Färb. Lithographie. (15000.—)


Mourl. 429/bis. 1964-1965. Unten rechts in Bleistift voll signiert, links auf 50 numeriert. Sehr
schönes, für Chagall sehr typisches Graphikblatt. Tadellos frisch.
Siehe die Abbildung, Tafel 1 5 3
MARC CHAGALL

173 . Têtes aux Fleurs. - Affiche d’Exposition. Farb. Lithographie. (75°°-—)


Mourl. 476. Unten rechts in Bleistift vom Künstler voll signiert, links auf 150 numeriert. Druck der
Separatauflage vor dem Text für die Ausstellung.

174. La Chevauchée. Farb. Lithographie. (20000.—)


Mourl. 620. 1970. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert, links auf 50 numeriert.
Tadelloses Exemplar. Siehe die Abbildung; Tafel , ,4

175. La Poétesse. Farb. Lithographie. (12500.—)


Mourl. 643. 1972. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert, links auf 50 numeriert.
Tadelloses Exemplar.

176. Jour de Mai. Farb. Lithographie. (12500.—)


Mourl. 654. 1972. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert, links auf 50 numeriert.
Tadelloses Exemplar.

177. Le Roi David au Village. Farb. Lithographie. (12 5°°-—)


Mourl. 656. 1972. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert, links auf 50 numeriert.
Tadelloses Exemplar.

178. Champs-Elysées. Farb. Lithographie. (5000.—)


Maeght 1205. 1955. Chagall del., Mourlot sc. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert,
links auf 200 numeriert. Sauber und farbfrisch in der Erhaltung.

Radierungen und Holzschnitte

179. Der Vater. Radierung und Kaltnadel. (5000.—)


Kornfeld i/II/c. 1922. Blatt 1 der Folge «Mein Leben». Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll
signiert, links auf no numeriert. Auf Bütten. Sauberes Exemplar.

180. Mutter und Sohn. Radierung und Kaltnadel. (5000.—)


Kornf. 2/c. 1922. Blatt 2 der Folge «Mein Leben». Unten rechts in Bleistift voll signiert, links auf 1 10
numeriert. Auf Bütten. Sauberes Exemplar.

181 . Die Grossmutter. Radierung und Kaltnadel. - Geburt. Radierung. 2 Blatt. (8000.—)
Kornf. 4/c und 6/c. 1922. Blatt 4 und 6 der Folge «Mein Leben». Beide Blätter unten rechts vom
Künstler in Bleistift voll signiert, links auf 1 10 numeriert. Auf Bütten. Saubere Exemplare. - Zus. 2
Blatt.

182. Feuer in der Stadt. Radierung. (4000.—)


Kornf. 7/c. 1922. Blatt 7 der Folge «Mein Leben». Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll
signiert, links mit ausradierter Nummer. Auf Bütten. Sauberes Exemplar.

183. Haus in Peskowatik. Radierung und Kaltnadel. (5000.—)


Kornf. 8/II/c. 1922. Blatt 8 der Folge «Mein Leben». Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll
signiert, links auf 1 10 numeriert. Auf Bütten. Sauberes Exemplar.

184. Selbstportrait. Radierung und Kaltnadel. (45°°-—)


Kornf. 17/V/c. 1922. Blatt 17 der Folge «Mein Leben». Unten rechts in Bleistift voll signiert, links
auf 1 10 numeriert. Auf Bütten. Nicht ganz frisch.


MARC CHAGALL

185. Am Grabstein der Mutter. Radierung. - Grab des Vaters. Radierung und Kaltnadel.
2 Blatt. (6000.—)
Kornf. 19/c und 20/IV/c. 1922. Blatt 19 und 20 der Folge «Mein Leben». Beide Blätter unten rechts
vom Künstler in Bleistift voll signiert, links auf 1 10 numeriert. Auf Bütten. Saubere Exemplare. -
Zus. 2 Blatt.

186. Ziege mit Geige. Holzschnitt. (4000. )


Kornf. 34/II/b. 1922-1923. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert, links auf 20
numeriert. Sauber in der Erhaltung, auf Japan.

187. Drei Akrobaten. Radierung mit Aquatinta. (8000. )


Kornf. 3 7/II/c. 1 92 3 . Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert, links auf 5 o numeriert. Auf
Bütten. Sauberes Exemplar.

188. Akt mit Fächer. Radierung und Kaltnadel. ( 5 000. x


Kornf. 39/I/b (v. II). 1924. Unten rechts in Bleistift vom Künstler voll signiert, links auf 100
numeriert. Eines von 75 Exemplaren auf Velin. Tadellos.

189. Les Ames mortes. 10 Blatt Radierungen. (3000. )


Aus Kat. Tériade, Paris 1973, pag. 86. 1923-1927. Die Blätter 1-5 und 7-11 der Folge. Drucke auf
Velin, tadellos in der Erhaltung. - Zus. 10 Blatt.

190. Desgleichen. (3000.—)


1923-1927. Die Blätter 13-19 und 21-23 der Folge, sonst desgleichen. - Zus. 10 Blatt.

191. Desgleichen. (3000.—)


T923-I927- Die Blätter 24-28, 30, 31 und 33-35 der Folge, sonst desgleichen. - Zus. 10 Blatt.

192. Desgleichen. (3000.—)


1923-1927. Die Blätter 37.1, 37.2, 37.3, 37.4, 38-43 der Folge, sonst desgleichen. - Zus. 10 Blatt.

193. Desgleichen. (3000.—)


1923-1927. Die Blätter 44-49-L 49-2. 49-3> 5° und 5 1 der Folge, sonst desgleichen. - Zus. 10 Blatt.

194. Desgleichen. (3000.—)


T923-I927' Die Blätter 5 2-5 5.1, 5 5.2, 56-5 8.1, 5 8.2 und 58.3 der Folge, sonst desgleichen. - Zus. 10
Blatt.

195. Desgleichen. (3000.—)


I923~’927- Die Blätter 59.1, 59.2, 59.3, 59. 4und 60-65 der Folge, sonst desgleichen. -Zus. loBlatt.

196. Desgleichen. (3000.—)


1923-1927. Die Blätter 66-75 der Folge, sonst desgleichen. - Zus. 10 Blatt.

197. Desgleichen. (3000.—)


1 923_ 1 927- Die Blätter 76-79 und 81-85 der Folge, sonst desgleichen. - Zus. 9 Blatt.

198. Desgleichen. (5000.—)


I923-I927- Die Blätter 8, 14, 19, 26, 28, 30, 31, 41, 47, 49, 58, 60, 73, 79 und 84 der Folge, sonst
desgleichen. - Zus. 1 5 Blatt.

?!
MARC CHAGALL

199 . La Fontaine. Fables. 10 Blatt Radierungen der Separatsuite. (io 000.—)


vom
Aus Kat. Tériade, Paris 1973, pag. 87. 1927-1930. Die Blätter 1-10 der Folge, alle Blätter
Künstler signiert und links mit der Nummer der Reihenfolge der Blätter versehen, in der Auflage
von Tériade von 1952. Eines von 100 signierten Exemplaren. Tadellos in der Erhaltung. - Zus. 10
Blatt.

zoo. Desgleichen. (10000. )


1927-1930. Die Blätter 1 1-20 der Folge, sonst desgleichen. - Zus. 10 Blatt.

201 . Desgleichen. (10 000.—)


1927-1930. Die Blätter 21-30 der Folge, sonst desgleichen. - Zus. 10 Blatt.

202. Desgleichen. (9000.—)


1927-1930. Die Blätter 31 und 33-40 der Folge, sonst desgleichen. - Zus. 9 Blatt.

203 . Desgleichen. (10 000.—)


1927-1930. Die Blätter 41-50 der Folge, sonst desgleichen. - Zus. 10 Blatt.

204 . Desgleichen. (10 000.—)


1927-1930. Die Blätter 51-60 der Folge, sonst desgleichen. - Zus. 10 Blatt.

20 5 . Desgleichen. (10 000.—)


1927-1930. Die Blätter 61-70 der Folge, sonst desgleichen. - Zus. 10 Blatt.

206 . Desgleichen. (9000.—)


1927-1930. Die Blätter 71-75 und 77-80 der Folge, sonst desgleichen. - Zus. 9 Blatt.

207. Desgleichen. (10 000.—)


1927-1930. Die Blätter 81-90 der Folge, sonst desgleichen. - Zus. 10 Blatt.

208. Desgleichen. (10000. '


1927-1930. Die Blätter 91-100 der Folge, sonst desgleichen. - Zus. 10 Blatt.

209. Mourlot, Fernand. Chagall Lithographe. Vol.I. Monte Carlo, Säuret, i960. 32,5:25 cm.
Orig.-Ln. in Orig.-Umschlag. (1000.—)
Der [Link] des Standardwerkes über Chagalls lithographisches Werk, garniert mit zahlreichen
Orig.-Lithographien, die dem Band beigebunden sind. Seit Jahren gesucht und vergriffen. Tadello-
ses Exemplar.

210. Kornfeld, E. W. Verzeichnis der Kupferstiche, Radierungen und Holzschnitte von Marc
Chagall. Bandi: Werke 1922-1966. Bern, 1970. 31,7:25,5 cm. Orig.-Ln. (1500.—)
Eines der 100 Exemplare der deutschen Ausgabe, denen eine Radierung beiliegt (Kornfeld 118,
Liebespaar mit Pferd). Zudem im Impressum vom Künstler in Tinte signiert. Selten und ver-
griffen.

GIORGIO DE CHIRICO
Volo 1880-lebtinRom

Zeichnung

21 1 . Cavalli su una Sponda deserta. Schwarze Fettkohle. 38,6: 32,6 cm. (50 000.—)
* Um 1950. Unten rechts voll signiert: G. de Chirico. Auf Velin, auf Unterlage aufgezogen. Farbfrisch
in der Erhaltung. Eine der schönen Kompositionen mit Pferden und antiken Ruinen, die in den
Jahren ab r948 einsetzen. Siehe die Abbildung, Tafel 81

32
GEORGIO DI CHIRICO

Graphik
zia. Metamorphosis. Suite de six Lithographies en Couleurs. Paris, Editions des Quatre-
Chemins, o.J. 57,3 :46,7 cm. In Orig.-HLn.-Mappe. (20000.—~)
* Ciranna 1 1-16. 1929. Alle Blätter einzeln vom Künstler rechts in Bleistift voll signiert, links auf 100
numeriert. Auf Velin, mit Rand, tadellos in der Erhaltung. Komplette Folgen dieser wichtigen
Publikation (es handelt sich um die ersten Lithographien des Künstlers) sind von grosser Seltenheit.
Die Mappe enthält:
1. Il Ritorno del Figliuol prodigo. I.
2. Gladiatore.
3. Hebdomeros.
4. Villa sul Mare.
5. Scuola di Gladiatori. II.
6. Gli Archeologi. IV.
Siehedie Abbildungen, Tafel 139

JEAN COCTEAU
Maison Laffitte 1889-1963 Milly-la-Forêt

213 . Tête de Faune. Farbige Kreiden und Filzstifte. 55:46 cm, Blattgrösse. (5000.—)
1959. Unten links voll signiert und datiert. Auf weissem Velin. Amüsantes, typisches Blatt, von
Picasso beeinflusst.

LOVIS CORINTH
Tapiau (Ostpreussen) 1858-1925 Zandvoort

Zeichnung
214. Selbstbildnis. Farbige Kreiden über Zeichnung in schwarzer Kohle. 47,5 : 34 cm.
(3 5 000.—)
* 1910. Oben rechts in schwarzer Kreide voll signiert, datiert und bezeichnet: Lovis Corinth inve.
4. Sept. 1910 Sonntag. Auf Velin, farbfrisch und tadellos in der Erhaltung. Eines der schönsten
Selbstbildnisse aus dem zeichnerischen Werk, unter Verwendung von farbigen Kreiden sehr schön
plastisch ausgearbeitet.
Sammlungen :
Julius Freund, Berlin. - Auktion Galerie Fisch'er,’~fc>'UzerakMärz 1942, Nr. 79, reprod.
Arthur Stoll, Arlesheim. - Sammlung Arthur Stoll, Zürich i< ~’TTf~tJ77-reprod.
Siehe die Abbildung, Tafel 50

Graphik
215. Wallensteins Lager. Folge von 6 Blatt Kaltnadelarbeiten. (4000.—)
Müller 809-814. 1922. Eine der nur 20 Folgen auf Pergament gedruckt, jedes Blatt einzeln vom
Künstler signiert und auf 20 numeriert. Unter Passepartouts, in Orig.-HPgt.-Mappe. - Exemplar der
Sammlung Heinrich Stinnes, Lugt 1376/a, mit Ankaufsvermerk von Dezember 1922, so dass die
Folge 1922 erschienen ist, und nicht 1923 wie bei Müller angegeben. In dieser Form von grosser
Seltenheit.

CAMILLE COROT
Paris 1796-1875 Ville d’Avray

216. Le petit Berger. 2e Planche. Cliché verre. (2000.—)


Delteil 50/II. Um 1855. In der Platte unten links signiert «COROT». Sehr schöner Abzug, leicht
gebräunt.

33
SALVADOR DALI
Ligueras 1904 -lebt in Cadaquès

Zeichnung

217. Zeichnung mit Figuren und Reiter. Dedikationsblatt, mit Schrift, gegenüber Titelseite
von: Dante Alighieri. La Divina Commedia. Illustrazioni di Salvador Dali. La Libreria
dello Stato, Roma, 1954. Feder in Tinte. 42 : 29, 5 cm. ( 5 000.—)
1954. Doppelt signiert, datiert 1954. Für ein Dedikationsblatt erstaunlich qualitätvolle Zeichnung.

Graphik

218. Les Chants de Maldoror. Folge von 4 5 Blatt Radierungen zu : Lautréamont. Les Chants de
Maldoror. Illustriert von Salvador Dali. Paris, Albert Skira-, 1934. 31 Blatt je ca.
30:18,4 cm Plattenkante, 1 Blatt 22,2 : 17 cm Plattenkante, 13 Blatt 3 3 : 25 cm Blattgrösse
(Plattenkanteh grösser). (25000.—)
* Vergi. Skira 53. Rauch 176. Boston 67. 1933-1934. Eine der 20 Separatsuiten für das Buch, die den
effektiv nur 20 erschienenen Vorzugsexemplaren beigelegt waren. Diese Folge enthält statt 42
Blätter deren 45, die sich wie folgt zusammensetzen:
3 1 Radierungen von je 30 : 1 8,4 cm, Plattenkante.
i Radierung von 22,2 : 1 7 cm, Plattenkante.
13 Radierungen (Separatdrucke der Vignetten) von je ca. 33:25 cm Blattgrösse (die Plattenkanten
nicht sichtbar).
1 Blatt liegt in 4 Zuständen, resp. Varianten vor, wovon die letzte Fassung auf der verkleinerten
Platte, ohne Remarken.
12 im Text gedruckte Radierungen, ohne Typographie, auf Papier mit breiten Rändern.
i Blatt mit 2 Vignetten, die im Buch nicht zur Verwendung kamen.
Alle Blätter wurden bei Lacourière in Paris gedruckt. Alle auf Velin, teilweise mit Wasserzeichen
«Arches». - Separatsuiten dieses wichtigen frühen Werkes von Dali sind selten und kommen
komplett nur ganz vereinzelt vor.

HONORE DAUMIER
Marseille 1 808-1 879 Valmondois

Skulptur

219. Le Ratapoil. Bronzeplastik. 44,5 cm hoch. (45000.—)


* Gobin 61. i. Katalog Fogg Art Museum, Harvard University, Cambridge, Mass., 1969, Nr. 37.C.
Guss nach dem Original in Gips, auf dem Sockel mit dem Giesserstempel von «Alexis Rudier
Fondeur Paris». Tadelloses Exemplar, in dunkler Patina.
Vom Ratapoil existieren zwei sich sehr ähnlich sehende Gipsabgüsse, deren Authentizität nicht
angezweifelt wird. Der erste Gips, ehern, im Besitz der Galerie Bing, wurde erstmals um 1890 in
einzelnen Exemplaren von Siot-Decauville in Paris gegossen, gefolgt von einer Auflage von ca. 20
Exemplaren um 1925 von Alexis Rudier in Paris. - Der zweite Gips, ehern. Sammlung Maître
Maurice Loncle, resp. René Gaston-Dreyfus, resp. Comte Aldo Borletti di Arosio, wurde um 1955
im Auftrage von Me Maurice Loncle in ca. 1 5 Güssen (12 davon numeriert) von Valsuani in Paris
gegossen.
Das vorliegende Exemplar ist ein Guss des ersten Gipses aus der zweiten Auflage, den ca. 20 Güssen
von Alexis Rudier in Paris, um 1925.
«Le Ratapoil» ist neben dem Selbstbildnis die wichtigste plastische Arbeit aus dem Werk des
Künstlers. Er schuf den «Ratapoil» als Personifizierung des rechtsstehenden Pöbels. Die gleiche
Figur kommt häufig in Lithographien vor, vergleiche Delteil 2000, 2035, 2085, 2117, 2118, Z123,
2126, 2127, 2128, 2146 u.a.m.
Siehe die Abbildung, Tafel 32

34
HONORE DAUMIER

Graphik
. Très humbles, très soumis, très obéissans... Lithographie. (500.—)
Delteil 40/I ([Link]). 1832. Erschienen in Nr.67 der Zeitschrift «Caricature» vorn 9. Februar 1832.
Ohne Rand, sauber. - Die Zeitschrift « La Caricature» erschien vom 4. November 1 8 3 o an wöchent-
lich und stellte ihr Erscheinen als Folge der Aufhebung der Pressefreiheit am 27. August 183 5 ein.
Daumier war ab Februar 1832 regelmässiger Mitarbeiter.

. 10 Blatt erschienen in «La Caricature». 10 Blatt Lithographien.


D.42, 43, 45, 51, 68, 70/II (v. III), 74, 92, 95/II und 117/II (v. III). 1832-1835. 3 der Blätter alt
koloriert. Vergleiche Beitext zu Nr. 220. - Dabei: D. 362/I (v. III). 1836. Aus «Caricaturana». Alt
koloriert. - Zus. 1 1 Blatt.

. Ah ! Tu veux te frotter à la Presse ! ! Lithographie. ( 1 000.—)


D.71. 1833. Das berühmte Blatt zur Verteidigung der Pressefreiheit, erschienen in Nr. 152 vom
3. Oktober 1833 der «Caricature». Rückseitig Abklatsch von einem Text. - Vergleiche Beitext zu
Nr. 220.

. Gruppe von4 Blatt Lithographien, erschienen 1834 und 1835 in «La Caricature».
Enthalten sind :
1 . Repos de la France. D. 84.
2. Celui-là, on peut le mettre en liberté! il n’est plus dangereux. D. 85.
3 . Vous avez la parole, expliquez vous, vous êtes libre ! D. 1 1 6.
4. C’était vraiment bien la Peine de nous faite tuer ! D. 1 3 o. Die letzte Lithographie, die Daumier für
die Zeitschrift «La Caricature» schuf.
Vergleiche Beitext zu Nr. 220. - Zus. 4 Blatt.

Baissez le Rideau, la Farce est jouée. Lithographie. (750-—)


22 D.86. 1834. Erschienen in Nr. 201 vom 11. September 1834 in «Caricature» aus Anlass des
Abschlusses der unproduktiven Parlamentssession. - Vergleiche Beitext zu Nr. 220.

Le Fantôme. Lithographie.
D. 1 1 5/I (v. III). 1835. Prachtvoller Druck des I. Zustandes, der schon von Delteil mit «très rare»
bezeichnet wird. Gutes Exemplar, mit Rand. - Exemplar der Sammlungen Ch. Malherbe, Lugt 566;
und O. Gerstenberg, Lugt 2785.

Regrets. -La Leçon d’Histoire. 2 Blatt Lithographien. (600.—)


D.581 und 1454/II. 1840 und 1 846. Beide Blätter auf Velin, sauber. - Zus. z Blatt.

Les Gens de Justice. 10 Blatt der Folge. (1000. —)


Enthalten sind: D. 1340, 1345,- 1347, 1351, 1352, 13.54, 1358, 1360, 1371, 1373. Alle aus «Charivari»,
mit rückseitigem Text. - Zus. 10 Blatt.
//W. Arp,
8 . Vous avez perdu votre procès, c’est vrai ... mais vous avez du éprouver bien du plaisir à
m’entendre plaider. Lithographie. (3000.—)
D. 1371/II. 1848. Blatt 35 aus der Folge: Les Gens de Justice. Blatt auf Velin, ohne rückseitigen Text.
Selten.

229. 4 Blatt der Folge «Les bons Bourgeois». 4 Blatt Lithographien.


D. 1483/II, 1486/II, 1496/II undi5O3/III. 1846 und 1847. - Zus. 4 Blatt.

230. 3 Blatt der Folge «Tout ce qu’on voudra». 3 Blatt Lithographien. (500.—)
D. 1653/II, 1674/III und 1684/II. 1847 und 1848. -Zus. 3 Blatt.
HONORE DAUMIER

251. Tiens v’ia peut-être une pratique ... je vais me mettre sur son passage ! Lithographie.

D. 1661/II. 1847. Blatt 15 der Folge «Tout ce qu’on voudra», eine der schönen Darstellungen aus
dem Gerichtssaal.

252 . 5 Blatt der Folge «Les Divorceuses». 3 Blatt Lithographien. (1000.—)


D. 1769/II, 1770/IIund 1772/II. 1848. Saubere Exemplare. - Zus. 3 Blatt.

233. 4 Blatt erschienen in «L’Album du Siège». 4 Blatt Lithographien. (75O-—)


D. 3814/III, 3838/III, 3 843/III und 3845/III (v. IV). 1870 und 1871. - Zus. 4 Blatt.

Sammelnummern

234. Sammelnummer von 14 Blatt Lithographien auf weissem Papier. (2000.—)


Enthalten sind: D. 382, 619, 790, 919, 1629, 1639, 21 5 1, 223 1, 2243, 2245, 2300, 2853, 3123 und 3124.
Meist saubere Drucke, 1 Blatt alt koloriert. - Zus. 14 Blatt.

235. 7 Blatt Lithographien aus verschiedenen Folgen. 7 Blatt. (1000.—)


Enthalten sind: D.618/II, 1839; D.657/IV und D.óóy/III 2 Blatt cier Folge «Mœurs Conjugales»,
1841-1842, 1 Blatt alt koloriert; D. 1107/II, 1844; D.1603/II, 1612/II, 1613/II, 3 Blatt der Folge
«Locataires et Propriétaires», 1847. - Zus. 7 Blatt.

236. 12 Blatt Lithographien auf weissem Papier. (2 5 00.—)


D. 1464, 1465, 1467, 1469, 1787, 1788, 1789, 1790, 2279, 2302, 2306, 2589. Alle ohne rückseitigen
Text. - Dabei : 1 3 Blatt aus Charivari. - Einzelne Blätter mit Flecken. - Zus. 2 5 Blatt.

237. Sammelnummer von ca. 100 Lithographien und Holzschnitten. (5°°-—)


Alle aus Charivari, mit Ausnahme der ca. 10 Holzschnitte nach Daumier.

238. Sammelband mit ca. 400 Lithographien, alle in Album eingeklebt. (2000.—")
Alle aus «Charivari», mit rückseitigem Text. Dabei einige weitere Einklebungen, Repros etc.

EDGAR DEGAS
i834Paris 1917

Zeichnung und Monotypien


239. Gentleman-Rider. Bleistift auf leicht getöntem Papier, auf Karton aufgezogen.
24:18,5 cm, Zeichnung inkl. Stempel. (75 000.—)
* 1881-1885. IVe Vente Atelier Degas, Paris Juli 1919, Kat. Nr.233/d, reprod. Unten links mit dem
roten Stempel der Vente «Atelier Degas» und dem roten Signaturstempel. Wohl Studie zum Pastell
«Cavalier et Amazone», Lemoisne 672. - Sehr schöne, ausgearbeitete Bleistiftzeichnung, reprod. in :
Camille Mauclair, Degas, Paris, Hyperion, 1937, pag.84. -Provenienz: [Link] & Co., New
York, dort angekauft I94i. siehe die Abbildungj Tafel 24

240. Femmes au Café, regardant un Homme. Monotypie. 11,3 : 16,5 cm, Papiergrösse.
(35 000.—)
** Cachin, Edgar Degas, Monotypes, Nr. 31. - Janis, Checklist, Nr. 60. - La Maison Tellier, Vollard
1934, reprod. vis-à-vis pag. 24 in Facsimile. - Vente Degas, November 1918, aus Lot 220 oder 221.
Entstanden 1876-1877. Auf dünnem Bütten, auf der Plattenkante gerissen und auf weisses Velin
aufgeklebt. Auf Unterlage aufgelegt, auf der Unterlage mit dem roten Stempel des «Atelier
Ed. Degas». Sehr schöne, tadellos erhaltene Monotypie, Positivzeichnung, aus dem Themenkreis
der «salles d’attente».
EDGAR DEGAS

Degas hat die schon früher praktizierte, aber um 1870 nahezu vergessene Technik der «Monotypie»
wieder zu neuem Leben erweckt und sie auf den bisherigen Höhepunkt geführt. Es handelt sich nicht
um Graphik, sondern um eine Abklatschzeichnung, die, wie der Name besagt, vollwertig lediglich
einmal gedruckt werden kann. Degas nannte denn auch die Monotypie «Dessins à la Presse». — Diese
Monotypie und die folgenden entstammen einem 1934 gebundenen Exemplar von «La Maison
Tellier». Sie sind als Ankäufe von Vollard aus der Vente Degas von 1918 belegt. Die mittels «Taille
douce» im Buch reproduzierten Blätter sind bei Cachin und Janis aufgeführt, nicht aber die mittels
Holzschnitt reproduzierten Blätter.
Siehe die Abbildung, Tafel 2 1

241. Pensionnaire d’une Maison close assise dans un Fauteuil. Monotypie. 16,2:11,9cm,
Plattenkante. (35000. )
** Cachin, Monotypes, Nr. 89. — Janis, Checklist, Nr. 78. — La Maison Tellier, Vollard 1934, reprod. vis-
à-vis pag. 20 in Facsimile. — Vente Degas, November 1918, aus Lot 220 oder 221. Entstanden 1879—
1880. Auf festem Velin, mit breitem Rand, leicht auf Unterlage aufgelegt und auf der Unterlage mit
dem roten Stempel des «Atelier Ed. Degas». Sehr schöne, tadellos erhaltene Monotypie, Negativ-
und Positiv-Zeichnung gemischt. - Vergleiche Beitext Nr. 240.
Siehe die Abbildung, Tafel 20

242 . La Quadrille dans «La Maison Tellier». Monotypie. 11,8: 16,3 cm, Plattenkante.
(70 000.—)
** Fehlt bei Cachin und bei Janis. - La Maison Tellier, Vollard 1934, reprod. vis-à-vis pag. 60 in
Holzschnitt. - Vente Degas, November 1918, Nr. 209. Entstanden 1879-1880. Auf losem Velin, mit
Rand, leicht auf Unterlage aufgelegt und auf der Unterlage mit dem roten Stempel des «Atelier
Degas». Prachtvolle Monotypie, in Positivzeichnung, in der Degas’ Beherrschung der Darstellung
subtiler Lichtverhältnisse besonders gut zur Geltung kommt.
Janis hat das Blatt in ihrer «Checklist» nicht berücksichtigt, da die Monotypie im Buch «La Maison
Tellier» in Holzschnitt und nicht in Facsimile reproduziert ist. Auch Françoise Cachin war das
Original nicht bekannt. - Vergleiche Beitext Nummer 240.
Siehe die Abbildung, Tafel 22

243 . Trois Pensionnaires d’une Maison close dans la Salle d’Attente. Monotypie. 11,8: 16 cm,
Plattenkante. (60 000.—■)
**Fehlt bei Cachin und bei Janis. — La Maison Tellier, Vollard 1934, reprod. vis-à-vis pag. 10 in Holz-
schnitt.- Vente Degas, November 1918, aus Lot 220 oder 22 1. Entstanden 1879-1 880. Auffestem Büt-
ten, mit Wasserzeichen «HALLINES», mit breitem Rand, leicht auf Unterlage aufgelegt und auf der
Unterlage mit dem roten Stempel des «Atelier Ed. Degas». Sehr schöne, tadellos erhaltene
Monotypie, Positivzeichnung auf grauer Grundierung. Auf der Rückseite des Blattes der leichte
Abklatsch eines zweiten Druckes.
Janis hat das Blatt in ihrer «Checklist» nicht berücksichtigt, da die Monotypie im Buch «La Maison
Tellier» in Holzschnitt und nicht in Facsimile reproduziert ist. Auch Françoise Cachin war das
Original nicht bekannt. - Vergleiche Beitext Nummer 240.
Siehe die Abbildung, Tafel 23

Graphik

244. Jeune Homme assis et réfléchissant, d’après Rembrandt. Radierung. (5000.—)


* Delteil 1 3. Adhémar 1 1. Um i860. Prachtvoller Frühdruck, mit starkem Plattenton, auf Bütten, mit
breitem Rand. Das Exemplar der Sammlung A . Beurdeley , Lugt 42 1 , im Auktionskatalog Paris 1920
unter der Nummer 102 beschrieben und mit «très belle épreuve» ausgezeichnet. Von grosser
Seltenheit, da nur einzelne Drucke dieses Blattes bekannt geworden sind. Das von Adhémar zitierte
Exemplar der Sammlung Beurdeley.

37
EDGAR DEGAS

245. Marguerite Degas, Soeur de l’Artiste. Radierung. (10000.—)


* D. 17/II (v. IV). Adh. 23/II (v. IV). 1865. Prachtvoller Frühdruck, mit Plattenton, auf Bütten, mit
breitem Rand, unten links mit dem roten Stempel des «Atelier Ed. Degas». Von grösster Seltenheit
und schon von Delteil mit «de toute rareté» bezeichnet. Aller Wahrscheinlichkeit nach das von
Delteil erwähnte einzige Exemplar des II. Zustandes aus der Sammlung Mlle Fevre (rückseitig mit
Namenszug). Der einzige Druck, der in der Vente Degas, November 1918, unter der Nummer 106
angeboten wurde. Da in der Literatur nur noch 1 weiteres Exemplar aufgeführt wird (Ex. SIg. M.
Guérin) wahrscheinlich einer von 2 bekannten Drucken.
Siehe die Abbildung, Tafel 1 16

246. L’Actrice Ellen Andrée. Radierung und Kaltnadel. (10000.—)


* D. 20/II. Adh. 52/III. Um 1879. Rückseitig mit dem roten Stempel des «Atelier Ed. Degas». Auf
Bütten, mit breitem Rand, tadellos in der Erhaltung. Von grosser Seltenheit. In der Vente Degas,
Estampes, figurierten im November 1918 unter Lot 105 nur 7 Abdrucke dieses Blattes, darunter auch
der vorliegende. Auch Delteil bezeichnet diesen Zustand mit «très rare». - Ellen Andrée war eine
junge Schauspielerin, deren Talent Degas faszinierte.
Siehe die Abbildung, Tafel 116

247. Sur la Scène. ière Planche. - Pénombre. Radierung. (15000.—)


** D. 3 1 . Adh. 25. 1877. Prachtvoller Druck auf Bütten, mit breitem Rand. Rückseitig mit dem roten
Stempel des «Atelier Ed. Degas». Dieses Exemplar identisch mit Nummer no der Vente Degas,
Estampes, vom November 1918, bei Delteil und bei Adhémar speziell erwähnt. Aller Wahrschein-
lichkeit nach ist das vorliegende Blatt, das einzige, das bis anhin in der Literatur erwähnt wird, ein
Unikum. Die schon von Adhémar in Frage gestellte Erwähnung von 2 weiteren Exemplaren bei
Roger-Marx dürfte sicherlich nicht zutreffen, es waren Drucke von Delteil 3 2 oder 3 3 . Schon Delteil
erwähnt «de toute rareté». Eine der grössten Seltenheiten aus dem graphischen Werk des Künstlers.
Siehe die Abbildung, Tafel 116

248. Projet de Programme. Radierung (Vernis mou). (5000.—)


D. 40/III. Adh. 5 5 /III. 1884. Der Entwurf für das Programm eines Galaabends, der nie als Auflage
erschien, im III. Zustand, der schon von Delteil als «rare» bezeichnet wurde. Druck auf Velin, mit
Rand. - Dabei: Degas. Manet en Buste. Radierung. D. 14, Adh. 17. 1864. Druck von der gestriche-
nen Platte. - Zus. 2 Blatt.

249. La Sortie du Bain. Petite Planche. Lithographie. (25 000.—)


** D. -Kornfeld 63/I (v. II). Adh. 67/I (v. II). Um 1891. Unten rechts in Bleistift vom Künstler signiert
«degas». Auf Velin, mit breitem Rand, tadellos in bezug auf Druckqualität und Erhaltung. Delteil
kannte von diesem Blatt nur einen einzigen Abzug, Adhémar folgt den Supplementsangaben von
1965. Drucke desi. Zustandes sind von grosser Seltenheit. Sie durchliefen nicht die «Vente Degas»,
da sie zu Lebzeiten des Künstlers von Gustave Pellet aufgekauft und bei dieser Gelegenheit von
Degas in Bleistift signiert wurden. Die Figur rechts, die das Handtuch hält, ist im II. Zustand weg-
genommen worden. siehe die Abbildung, Tafel z ?

EUGENE DELACROIX
Charenton-St-Maurice 1798-1863 Paris

250. Weislingen attaqué par les Gens de Goetz. Lithographie. (2000.—)


Delteil 120/III (v. IV). 1836. Sehr schöner Zustandsdruck, vor der Auflage, Chine collé auf Velin,
mit breitem Rand, unten rechts von der Hand des Druckers Bertauts in Tinte : Etat de la pierre ... G.
Bertauts. Druckqualität ausgezeichnet, im Papier mit wenigen Schäden. In dieser Form von grosser
Seltenheit. - Dabei: Un Homme d’Armes. Radierung. D. 17/II (v. IV). 1833. Auf Japan, mit
Fleckchen. - Jeune Tigre jouant avec sa Mère. Lithographie. D. 91/II (v. VI). 1831. Fleckchen. -
Zus. 3 Blatt.
ANDRE DERAIN
Chatou 1880-1954 Versailles

Ölbild
251. Petite Têteaux Bandeaux. Ölfarbe auf Holz. 21,7: 15,6 cm. (40000.—)
Um 1920. Unten rechts in Pinsel voll signiert: A. Derain. Schönes Mädchenbildnis, de Face. Sauber
in der Erhaltung. Rückseitig mit einer Etikette: André Derain. No. 7. Petite tête aux bandeaux.

Skulptur
252. La Femme à la Coiffe. Bronzeplastik. 28,5 cm hoch. (7500. )
1938- Pierre Cailler, Cat. raisonné de l’Œuvre sculpté de André Derain, Nr. 27. Rückseitig als eines
von 1 1 arabisch numerierten Exemplaren gekennzeichnet. In brauner Patina, leicht oxydiert. Selten.
- Hübsches Zeugnis von Derains skulpturalem Schaffen.

Graphik
253. Fleurs dans un Vase. Färb. Holzschnitt. 27,8: 17,2 cm. (2000. ~)
Um 1920. Unten rechts vom Künstler in Tinte voll signiert, links auf 100 numeriert. Auf dünnem,
bräunlichen Velin.

254. Métamorphoses. Folge von 12 Blatt Lithographien. 52,7: 39,5 cm. Paris, Editions des
Quatre-Chemins, o.J. (Um 1926). In Orig.-Mappe. (15 000. )
Um 1926. Komplette Folge der 12 Blatt Lithographien, alle auf weissem Velin, alle einzeln vom
Künstler in Bleistift signiert und alle auf 100 numeriert. 12 Blatt Mädchenportraits. Komplette
Folgen sind selten. - Zus. 12 Blatt.

CHARLES DESPIAU
Mont-de-Marsan 1874-1946 Paris

Skulptur
25 5 . Jeune Femme nue, allongée sur un Divan. Bronzeplastik. Höhe 16,5 cm, Breite 27,5 cm,
Tiefe 10 cm. (15000.—)
Um 1930. Auf dem Sockel voll signiert «C. Despiau» und als einer von 10 Güssen gekennzeichnet.
Stempel des Giessers Valsuani in Paris. Dunkle Patina, sauber in der Erhaltung. Auf einem Sockel
aus Eichenholz. „. , ,.
Siehe die Abbildung, Tafel 3 1

Zeichnung
256. Liegender weiblicher Akt in ganzer Figur, mit aufgestütztem linken Bein. Bleistift.
19,8:31,2 cm. (2000.—)
Um 1920. Unten links in Bleistift voll signiert «C. Despiau». Auf dünnem, gelblichen Velin. Schöne,
typische Zeichnung. - Provenienz: Galerie Rosengart, Luzern, Ankauf um 1945.

Graphik
257. 6 Blatt Lithographien. 28,5:23 cm ca. , Blattgrösse. ( 5 000.—)
1932-1933. Alle 6 Blätter einzeln in Bleistift vom Künstler signiert und mit «Bon à tirer» bezeichnet,
i Blatt mit Korrektur. Auf China und auf Velin. Die «Gut zum Druck»-Exemplare von 6
Illustrationen zu Baudelaire, Poemes, erschienen 1933 bei Gonin in Paris. Nach Angabe im
Impressum des Buches Lithographien. - Dabei : 2 Probedrucke eines der Blätter, in Braun und in
Schwarz, vom Verleger dediziert. - Zus. 8 Blatt.

39
OTTO DIX
Gera 1891-1970 Hemmenhofen

Zeichnung

258. Zirkusreiterin in der Manege. Aquarell, mit Silber gehöht, über Vorzeichnung in Bleistift.
49,5:37,5 cm. (10000.—)
19z 3. Unten rechts in Bleistift signiert und «23» datiert. Rückseitig mit einer begonnenen Zeichnung
und der Dedikation: Für Herrn Markus. Auf gelblichem Velin, farbfrisch, mit einigen leichten
Atelierspuren. Bedeutendes, frühes Aquarell.
Siehe die Abbildung, Tafel 57

Graphik

259. Maud Arizona. - Suleika, das tätowierte Wunder. Kaltnadel. (3000.—)


Karsch 36/II. 1922. Unten rechts in Bleistift voll signiert und «22» datiert, links auf 50 numeriert,
unten mit dem Titel «Suleika».

260. Der Krieg. Folge von 50 Blatt Radierungen. Verlag Karl Nierendorf, Berlin W 50, o. J.
(1924). In Leinenmappe, mit Aufdruck. 52: 38,5 cm. (100 000.—)
**K. 70-119, meist a, einzelne Drucke b. 1924. Jedes Blatt vom Künstler einzeln in Bleistift signiert
und auf 70 numeriert. Ursprünglich in 5 Lieferungen von jeweils 10 Blatt erschienen, unter Titel,
dem vom Künstler signierten Impressum und dem Inhaltsverzeichnis. Von diesen 5 Titeln sind 4
vorhanden. Alle Blätter in den alten Orig. -Passepartouts, die teilweise leichte Altersspuren aufwei-
sen. i Blatt der Folge im Rand mit Klebspuren. Die Leinenmappe mit Gebrauchsspuren. Komplett
von grösster Seltenheit.
Otto Dix Mappenwerk «Der Krieg» ist das grösste Zeugnis deutscher Kunst des 20. Jahrhunderts
im Zusammenhang mit dem 1. Weltkrieg und in seiner Bedeutung der Goya’schen Folge «Los
Desastres de la Guerra» gleich zu setzen. Seiner realistischen Darstellungen wegen traf die Publika-
tion nur auf ein geringes Interesse und es haben sich aus diesem Grunde nur wenige Exemplare
komplett erhalten.

JEAN DUBUFFET
Le Havre 1901- lebt in Paris

Zeichnung

261. Hourloupe. Pinsel in Rot und Blau über Vorzeichnung in Bleistift. 62,5:41cm, reine
Zeichnung. (17 500.-—)
1962. Unten rechts in Bleistift monogrammiert und datiert «62». Auf leichtem Karton, weiss
cachiert. Unten Korrekturstelle in Collage vom Künstler. Sauber und farbfrisch in der Erhaltung.
Eine der schönen Vorzeichnungen zu «Hourloupe».
Siehe die Abbildung, Tafel 100

Graphik
262. Le Pianiste. Lithographie. (4000. —)
Loreau, Fascicule I, Nr. 357. 1944. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert und auf 10
numeriert. Einer der 10 Drucke der Separatauflage. In dieser Form sehr selten.

263 . La Lande dorée. Färb. Lithographie. (2000.—)


Lor., Fase. IX, Nr. 32 1953. Unten rechts vom Künstler in Bleistift signiert, links auf 20 numeriert
und mit dem Titel. Sauberes Exemplar.

40
64. Les Herboristes. Färb. Lithographie. (3000. )
Lor., Fase. IX, Nr. 33. 1953. Unten rechts in Bleistift voll signiert, links als «épreuve dite d’artiste»
bezeichnet und mit dem Titel. Normalauflage beträgt 25 Exemplare. Tadellos.

165 . Paysage à la Folie. Lithographie. (2500. )


Lor., Fase. IX, Nr.41. 1953. Unten rechts in Bleistift voll signiert und «53» datiert, links auf 20
numeriert und mit dem Titel. Sauberes Exemplar.
■66. Paysage aux Papillons. Lithographie. (2500.—)
Lor., Fase. IX, Nr. 50. 1953. Unten rechts in Bleistift voll signiert und «53» datiert, links auf 20
numeriert und mit dem Titel. Sauberes Exemplar.

67. Jeux et Travaux. Färb. Lithographie. (7500. )


Lor., Fase. IX, Nr. 51. 1953. Unten rechts in weisser Tinte voll signiert, links bezeichnet «épreuve
HC» und in der Mitte mit dem Titel. Farbfrisch und sauber. Selten.

268. Allégresse. Färb. Lithographie. (2500.--)


Lor., Fase. XVI, Nr. 297. 1959. Unten rechts in Bleistift voll signiert und «59» datiert, links auf 60
numeriert und mit dem Titel. Sauberes Exemplar.

269. Graces ténébreuses. Färb. Lithographie. (3500. )


269 Lor., Fase. XVI, Nr. 360. 1959. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert, datiert, links auf
01 30 numeriert und in der Mitte mit dem Titel. Auf Velin, mit breitem Rand, mit leichtem Lichtrand.

270. Mur écaillé. Lithographie. 5 1,4: 38,1 cm. (1000. )


1 9 5 9- Unten rechts in Bleistift voll signiert, in der Mitte mit dem Titel, links auf 100 numeriert. Auf
Velin mit Wasserzeichen «Arches», mit Rand. Tadellos. - Dieses Blatt scheint der Aufmerksamkeit
von Max Loreau entgangen zu sein.

271 . Banque de l’Hourloupe. Cartes à jouer et à tirer. 5 2 Spielkarten, in Karton, mit Aufdruck.
26,[Link]m. (750.—)
1967. In Serigraphie hergestellt. Eine von 350 numerierten Reihen. Tadellos und ungespielt. Eignet
sich als Preis für die nächste Schweizerische Jassmeisterschaft.

RAOUL DUFY
Le Havre 1877-1953 Forcalquier

212V -trlriù 272. Jeune Femme à la Plage. Lithographie. 5 1,7: 3 5,8 cm. (6000.—)
Um 1925. Unten im Unterrand vom Künstler in Bleistift voll signiert und dediziert. Auf Velin, mit
breitem Rand, sauber in der Erhaltung. Nur sehr selten vorkommend.
Siehe die Abbildung, Tafel 137
273. Dans le vieux Port de Marseille. Radierung. 22,5 : 23,8 cm. (2500.—)
Um 1925-1930. Im Unterrand in Bleistift vom Künstler wie folgt bezeichnet: 1ère épreuve RD. Auf
festem Velin, mit Rand. Von grosser Seltenheit und vermutlich nur in einzelnen Probedrucken
existierend.
JAMES ENSOR
1 860 Ostende 1949

274. Le Christ insulté. Radierung, aquarelliert. (10000.—)


Taevernier i/II. 1886. Unten rechts in Bleistift vom Künstler voll signiert und «1886» datiert. Vom
Künstler in Aquarellfarben vollständig überarbeitet. Auf Similijapan, mit breitem Rand. Leichter
Lichtrand um die Darstellung.
Siehe die Abbildung, Tafel 109
JAMES ENSOR

275 . Maison du Boulevard Anspach à Bruxelles. Kaltnadel. (2500.—)


Taev. 20/III. 1888. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert. Auf Similijapan, mit Spuren
von Klebestreifen im äusseren rückseitigen Rand.

276. Estacade. Kaltnadel. (2500.—)


Taev. i4/II(v. IV). 1887. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert und datiert. Auf Velin,
mit leichtem Lichtrand und kleinen Spuren von Klebestreifen im oberen rückseitigen Rand.

277. Acacia. Kaltnadel. (2000.—)


Taev. 24/II. 1888. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert und datiert. Auf Simili-Japan.
Das bei Delteil erwähnte Exemplar der Sammlung Jacques Ernest Sonderegger mit rückseitigem
Stempel.

278. Vue de Nieuport. Radierung. (2000.—)


Taev. 30/II. 1888. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert und datiert. Auf Simili-Japan,
mit breitem Rand.

279. Mon Père mort. Kaltnadel. (1500.—)


Taev. 35/II (v. III). 1888. Schönes Exemplar auf Simili-Japan, rückseitig mit dem Stempel der
Sig. Aug. Taevernier, dem Verfasser des Oeuvrekataloges von Ensor.

280. L’Assassinat. Radierung. (3000.—)


Taev. 38. 1888. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert und datiert. Auf Simili-Japan,
rückseitig in Rotstift nochmals signiert und mit dem Titel.

281. Vue d’Ostende à l’Est. Radierung. - Sentier à Groenendael. Radierung. 2 Blatt. (2 5 00.—)
Taev. 40/II und 4 8 /II . 1 8 8 8 . Beide Blätter unten rechts in Bleistift voll signiert und datiert, das zweite
Blatt unten links mit dem vollen Titel. Beide Blätter auf Simili-Japan, das zweite Blatt rückseitig mit
einem Sammlerstempel «LdJ». - Zus. 2 Blatt.

282. Barques échouées. Radierung. (4000.—)


Taev. 49/III. 1888. Unten rechts in Bleistift voll signiert und «1888» datiert, links mit dem Titel. Auf
Simili-Japan, in tadelloser Druckqualität, mit breitem Rand und minimalem Lichtrand.

283. Sorciers dans la Bourrasque. Radierung, aquarelliert. (10000.—)


* Taev. 52/II. 1888. Unten rechts vom Künstler in Bleistift signiert und «1888» datiert. Vom Künstler
in Aquarellfarben vollständig überarbeitet. Auf Simili-Japan, mit breitem Rand und minimalem
Lichtrand. - So schön aquarellierte Exemplare sind von grosser Seltenheit.
Siehe die Abbildung, Tafel 109

284. Maisonettes' à Mariakerke. Radierung. (2000.—)


Taev. 54/II. 1888. Unten rechts vom Künstler in Bleistift signiert und «1888» datiert. Auf Simili-
Japan, mit Rand.

285. La Luxure. Radierung. (3000.—)


Taev. 59/II. 1888. Blattaus der Folge: Les septPéchés capitaux. Unten rechts in Bleistift voll signiert
und datiert «1888», links mit dem Titel. Auf Simili-Japan, mit Rand.

286. Boulevard van Iseghem, Ostende. Radierung. (2000.—)


Taev. 66/III. 1889. Unten rechts in Bleistift signiert und «1889» datiert, links mit dem Titel. Auf
Simili-Japan, mit Rand.

42
JAMES ENSOR

287. Le Moulin de Mariakerke. Radierung. (2000.—)


Taev. 71/IV. 1889. Unten rechts in Bleistift signiert und «1889» datiert. Auf Velin, mit Rand. Kleine
Fleckchen im Papier.

288 . Moulin à Slykens. Radierung. (2000.—)


Taev. 84. 1891. Unten rechts in Bleistift voll signiert. Auf Simili- Japan, mit Rand.

289. Les vieux ... Polissons. Radierung. - Les Sacripants. Radierung. 2 Blatt. (2000.—)
Taev. 101 und 108. 1895 und 1896. Beide Drucke auf Bütten-Japan, mit Rand. -Zus. 2 Blatt.

290. La Vengeance de Hop-Frog. Radierung, aquarelliert. (20000.—)


* Taev. 112/II. 1898. Unten rechts in Bleistift voll signiert und datiert «1898», links mit dem vollen
Titel. Auf Simili-Japan, mit Rand, tadellos in der Erhaltung. Vom Künstler farbfreudig in Aquarell
vollkommen überarbeitet. In dieser Form von grösster Seltenheit. - Dieses Hauptblatt aus dem
graphischen Werk des Künstlers stellt eine Szene aus einer Geschichte von Edgar Allen Poe dar, die
Rache des Hop-Frog, der den König und eine Reihe von Ministern anlässlich eines Maskenballs als
Kronleuchter in die Höhe zieht und sie in luftiger Höhe des Saales in Brand steckt.
Siehe die Abbildung, Tafel 13 1

291 . La Gourmandise. Radierung, aquarelliert. (3000.—)


Taev. 1 24/II. 1904. Auf Simili-Japan, mit Rand, in Aquarell vollkommen überarbeitet. Blatt aus der
Folge : Les sept Péchés capitaux.

292. L’Envie. Radierung, aquarelliert. (3000.—-)


Taev. 125/III. 1904. Auf Simili-Japan, mit Rand, in Aquarell vollkommen überarbeitet. Blattaus der
Folge: Les sept Péchés capitaux.

HANS ERNI
Luzern 1 909 - lebt in Meggen

293. Der Messgehilfe. Öl auf Malpappe. 25,5 : 37,8 cm. (12500.—)


1942. Unten rechts signiert und datiert: erni 42. Rückseitig in Bleistift bezeichnet: Der Messgehilfe.
Sauber und farbfrisch in der Erhaltung, gerahmt. - Es handelt sich aller Wahrscheinlichkeit nach um
ein Selbstbildnis. Erni brachte nach seiner Schulzeit in den Jahren 1923 und 1924 eine Lehre als
Vermessungstechniker hinter sich.
Siehe die Abbildung, Tafel 41

MAX ERNST
Brühl 1891-1976 Paris

Ölbilder, Aquarelle und Frottagen


294. Ägyptische Tänzerin. Aquarell über Bleistiftzeichnung, mit Gold gehöht. 21,5 : 16,5 cm.
(1 5 000. —)
Spies, Max Ernst, Werke 1906-1925, Nr.206. 1913. Unten links in Tusche monogrammiert: ME.
Auf Karton aufgezogen und in Passepartout montiert. Farbfrisch und sauber. - Es handelt sich um
einen Entwurf für ein Plakat zum Auftritt der litauischen Tänzerin «Sent M’ahesa», die sich vor
allem durch aegyptische Kunst inspirieren liess. - Ehern. Sammlung Franz Balke, Wien.

43
MAX ERNST

295. La Mariée du Vent. II. Öl auf Leinwand. 81 : 100 cm. (550000.—)


** 1926. Unten rechts vom Künstler voll signiert: max ernst. Tadellos in der Erhaltung, vollkommen
farbfrisch, auf dem alten Chassis, ohne jeglichen restauratorischen Eingriff. Auf dem Chassis in
Bleistift: App. à mon Paul Eluard La Mariée du Vent II Max Ernst. - Das Thema «La Mariée du
Vent» wurde vom Künstler 1926-1927 in 3 verschiedenen Fassungen behandelt. Eine der Fassun-
gen, der vorliegenden in Komposition und Anlage ähnlich, befindet sich in der Sammlung der
Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe. Werke von dieser Importanz von Max Ernst sind heute selten
geworden. - Das Werk kam kurze Zeit nach seiner Entstehung in die Sammlung von Paul Eluard,
der bei den Surrealisten eine führende Rolle spielte. 1938 wurde die Sammlung Paul Eluard en bloc
von Roland Penrose erworben. Im Katalog der Max Ernst Ausstellung der London Gallery von
1938-1939, wo das Bild für 80 gns verkäuflich war, figuriert es unter der Nummer 17.
Literatur:
Max Ernst, Œuvres de 1919 à 1936, pag. 57, Edition Cahiers d’Art, Paris 1937, ganzseitig reprod.
London Bulletin, The London Gallery, Nr. 7, Dec.-Jan. 1938-1939, Max Ernst, Nr. 17.
Ausstellungen (Auswahl) :
New York 1961, The Museum of Modern Art, Max Ernst, reprod. pag. 30.
Chicago 1961, The Art Institute of Chicago, Max Ernst, reprod. pag. 30.
Sammlungen :
Paul Eluard, Paris.
Roland Penrose, London.
Dr. Abraham Melamed, Milwaukee.
Siehe die farbige Abbildung, Tafel 1 5

296 . Arbre. Ölfarbe auf Holz. 33:24 cm. (45 ooo.'—)


* 1954. Rechts in der Darstellung mit eingeritzter Signatur «max ernst». Rückseitig in Pinsel von der
Hand des Künstlers betitelt, signiert und datiert: «arbre max ernst 54». Sauber in der Erhaltung. In
Holzrahmen montiert. siehe ferbig£ Abbildung) Tafe] 86

297. Farbige Frottage zu «La Brébis galante». Farbige Frottage. 28,5 : 19,5 cm, Blattgrösse.
(10 000. —)
Nach 1949. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert «max ernst». Auf dünnem Velin,
sauber in der Erhaltung. Farbige Frottage vom Cliché nach der Illustration im Buch von Benjamin
Péret, «La Brébis galante», illustriert von Max Ernst, Paris 1949, pagina 25. Unter Glas gerahmt.

298 . Kritik der reinen Vernunft. Aquarell und Tempera. 10,2 : 9,8 cm. (12 000.—)
1961. Links in der Darstellung in Schwarz voll signiert «max ernst». Tadellos in bezug auf
Farbfrische und Erhaltung. Auf Pergamentpapier. - Reizvolle «Microbe» von 1961.
Ausstellung:
Köln 1965, Galerie der Spiegel, Max Ernst, 2 2 Mikroben. Katalog Nummer 7, im Katalog ganzseitig
farbig reproduziert. Abbildung> Tafcl 8 ;

299. Grün und Gelb. - Blau und Rot. Mikrobenpaar. Aquarell und Tempera. 4,8: 5,3 und
4,8 : 2,5 cm. - 2 Blatt in 1 Rahmen. (1 5 000.-—)
Um 1962. Das Blatt rechts monogrammiert «me». Tadellos in bezug auf Farbfrische und Erhaltung.
Auf Papier. - 2 reizvolle «Microbes», zusammen in einem Rahmen.

300. Östliche Taschenlandschaft. Aquarell und Tempera. 5 : 7 cm. (8000.—)


1962. Rechts unten in der Darstellung in Schwarz voll signiert «max ernst». Tadellos in bezug auf
Farbfrische und Erhaltung. Auf Papier. - Reizvolle «Microbe» von 1962.
Ausstellung:
Köln 1965, Galerie der Spiegel, Max Ernst, 22 Mikroben. Katalog Nummer 9, ganzseitig farbig
reproduziert.
Stehe die Abbildung, Tafel 8,

44
MAX ERNST

301. Ça grouille. Frottage. 9,9: 14 cm. (7500.—)


1963. Oben rechts in der Darstellungin Bleistift vom Künstler voll signiert «max ernst» und links
mit dem Titel «ça grouille». Auf Papier, auf Unterlage aufgezogen und in Kastenrahmen montiert.
Sauber in der Erhaltung.
Provenienz:
Genf 1971, Galerie Engelberts, Max Ernst, Dessins, Frottages, Estampes originales. Katalog
Nummer 19, ganzseitig reproduziert.

Skulptur
30z. La Reine, le Fou et le Cheval. Bronzeplastik. 12 cm hoch, ohne Sockel. Sockel: 25,8 cm
breit, 11,5 cm tief, 1,5 cm hoch. (12 $00.—)
1952. Im Sockel rechts voll signiert: max ernst. Mit Giesserstempel: Guss Barth Elmenhorst, und
der Numerierung auf 48. Eines der 48 Exemplare in Bronze hell. Ein von Max Ernst in Tinte
signiertes Zertifikat mit genauen Angaben über Titel, Auflage etc. liegt bei.

Graphik
303 . Danseuses. Lithographie. (2000. )
Leppien 46/B. 1950. Unten links in Bleistift voll signiert, rechts vom Verleger numeriert: s/Japon
1/4. Entgegen den Angaben bei Leppien sind es 4 nu merierte Drucke aufJapan und nicht 3 . Auf Japan,
mit Rand, sauber in der Erhaltung. In dieser Form von grosser Seltenheit. Spätere Auflage, als
Farblithographie, erschienen 1950 in Genf.

304. Etoile de Mer. Färb. Lithographie. (3000.—•)'


Lepp. 47/C. 1950. Unten links in Bleistift voll signiert, rechts vom Verleger numeriert: s/Japon 1/4.
Entgegen den Angaben bei Leppien gibt es noch 4 arabisch numerierte Drucke auf Japan. Auf
Japan, mit Rand, sauber in der Erhaltung. In dieser Form von grosser Seltenheit. Spätere Auflage
erschienen 1950 in Genf.

305. Rythmes. Färb. Lithographie. (3000.—)


Lepp. 48/C. 1950. Unten links vom Künstler in Bleistift voll signiert, rechts vom Verleger
numeriert : s/Japon 1/4. Entgegen den Angaben bei Leppien sind es 4 numerierte Drucke auf Japan
und nicht 3. Auf Japan, mit Rand, sauber in der Erhaltung. In dieser Form von grosser Seltenheit.
Spätere Auflage erschienen 1950 in Genf.

306. Masques. Färb. Lithographie. (3000. —)


Lepp. 49/D. 1950. Unten links vom Künstler in Bleistift voll signiert, rechts vom Verleger
numeriert: s/Japon 1/4. Entgegen den Angaben bei Leppien sind es 4 numerierte Drucke auf Japan
und nicht 3. Auf Japan, mit Rand, sauber in der Erhaltung. In dieser Form von grosser Seltenheit.
Spätere Auflage erschienen 1950 in Genf.

307. Galapagos. Blatt 8 der Folge. Färb. Radierung. (1500.—)


Lepp. 59/VIII. 1955. Unten in Tinte voll signiert und bezeichnet «b à t». Das «Gut zum Druck»-
Exemplar. Auf Velin, tadellos in der Erhaltung.

308. Hibou. Färb. Lithographie. (3000.—)


Lepp. 64/B (v. F). 1955. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert, links vom Verleger
numeriert: Japon 1/2. Auf Japan, mit Rand, tadellos in der Erhaltung. In dieser Form von grosser
Seltenheit. Spätere Auflage erschienen 1955 in Genf.

309. Hibou. Färb. Lithographie. (3000.—)


Lepp. 64/D (v. F). 1955. Rechts unten in Bleistift signiert, links auf 220 numeriert. Farbfrisch. Anden
äusseren Ecken mit Klebespuren.

45
MAX ERNST

310. Printemps du Ciel. Färb. Radierung. (35°°-—)


Lepp. 9z/A (v. C). 1963. Unten rechts voll signiert, links als«essai» bezeichnet. Eines der 34 Blätter,
die jeweils in anderer Einfärbung gedruckt wurden und alle mit «essai» bezeichnet sind. Es handelt
sich also mehr um einen «monoprint».

31 1 . Maximiliana, ou: L’Exercise illégal de l’Astronomie. Folge von 54 Blatt färb. Radierun-
gen in 2 kompletten Exemplaren, zusammen 68 Blatt. Verseh. Grössen. (60 000.—)
** Lepp. 95,1-XXXIV. 1964. Komplette Folge der 34 Radierungen für dieses wichtige Werk von Max
Ernst, alle vom Künstler einzeln in Bleistift signiert und bezeichnet mit «bonà tirer» oder «BT». Die
komplette Serie der 34 «Gut zum Druck»-Exemplare, die der Künstler vor dem Ausdruck der
Auflage dem Drucker zur Verfügung stellte. Dieser Folge hegen bei: Eine weitere Suite aller 34
Drucke, gegenüber den «Gut zum Druck»-Exemplaren in einer Farbvariante, die Schwarzdrucke
der Auflage meist farbig. - Die 34 Drucke der 2. Serie alle bezeichnet mit «Essai». Alle Blätter
tadellos in der Erhaltung, die grossen Radierungen teilweise in der Mitte gefaltet. 2 der Blätter mit
handschriftlichen Bemerkungen, 2 Blätter mit der Signatur des Verlegers Iliazd und dem Datum
24. 1 1. 63. In dieser Form Unikum. - Zus. 68 Blatt.

312. Oiseau vert. Färb. Radierung. (2000.—)


Lepp. 105/B. 1965 . Unten rechts voll signiert, links auf 100 numeriert. Mit breitem Rand, tadellos.

513. Les Yeux. - Ohne Titel. Färb. Radierung. (3000.—)


Lepp. 107/A. 1965. Unten rechts voll signiert, links als «essai» bezeichnet. Mit breitem Rand,
tadellos.

314. Le Soleil. - La Ville entière. Färb. Lithographie. (2 5 00.—)


Lepp. 127/C. 1968. Unten rechts in Bleistift vom Künstler voll signiert, links auf 100 numeriert. Auf
Velin, tadellos.

315. Il pleut. Färb. Radierung. (2500.—)


Lepp. 141/B (v. D). 1970. Unten rechts voll signiert, links mit «H. C.» bezeichnet. Mit breitem Rand,
tadellos.

316. Après moi le XXe Siècle. Färb. Lithographie. (2000.—)


Lepp. 202/A. 1971. Unten rechts vom Künstler in Bleistift signiert, links auf 80 numeriert. Eines der
80 Exemplare auf Japan der «Edition française» in Dunkelblau, Rot und Hellblau. Tadellos.

317. Ethernité. Färb. Radierung und Prägedruck. (2000.—)


Lepp. 205/C. 1971. Unten rechts in Bleistift voll signiert, links auf too numeriert. Tadellos.

318. Les Noces interrompues. Färb. Radierung. (5000.—)


Lepp. 207/B. 1971. Unten rechts voll signiert, links mit «essai» bezeichnet. Mit breitem Rand,
tadellos.

319. Tout en un plus deux. Radierung mit Tonplatte. (1 500.—)


Lepp. 210/B (v. C). 1971. Unten rechts voll signiert, links auf 100 numeriert. China, auf festem Velin
aufgelegt. Mit breitem Rand. Tadellos.

320. Mur et Soleil. Färb. Serigraphie und Lithographie. (1500.—)


Lepp. A. 23. 1970. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert, links auf römisch 20
numeriert.

46
MAURICE ESTEVE
Culan 1904 lebt in Paris

321. Composition abstraite. Aquarell. 40,3 : 49,7 cm. (30 000. )


1970. Werkverzeichnis «Aquarelle No. 1021». Unten rechts voll signiert und «70» datiert. Tadellos
in der Erhaltung, vollkommen farbfrisch, innerhalb des Passepartoutausschnittes auf Papier aufge-
zogen. Unter Glas und Rahmen.
Siehe die farbige Abbildung, Tafel 1 7

Feininger Nr. 330

LYONEL FEININGER
1871 New York 1956

Aquarelle und Zeichnungen

322/ friso /-C, 322 . Poor Pappa. Aquarell über Federzeichnung in Tusche. 19: 24,2 cm. (20 000.—)
1915. Unten links in Tusche voll signiert «Feininger», rechts mit dem Datum «Feb. 1 1. 1915» und in
der Mitte mit dem Titel. Auf Bütten, mit Rand, farbfrisch und sauber in der Erhaltung. Rückseitig
mit dem Nachlassstempel. r ,
H Siehe die Abbildung, Tafel 74

47
LYONEL FEININGER

323 . Marine. Federzeichnung in Tusche, leicht mit Kohle überarbeitet. 20,5 : 23,6 cm, Einfas-
sung mit Schrift. (10 000•—)
1915. Unten links in Tusche voll signiert «Feininger», rechts mit dem Datum «Sonnt, d. 6. Juni
1 91 5 » und in der Mitte mit dem Titel. Auf Bütten, mit Rand, sauber in der Erhaltung. Rückseitig mit
dem Nachlassstempel.

324. Paris II. Zeichnung in schwarzer Kohle, leicht mit Blau überarbeitet. 30,7:23,5 cm,
Blattgrösse. (15000.—)
1931. Unten links unter der Darstellung voll signiert, rechts mit der Jahrzahl und in der Mitte mit
dem Titel. Auf Bütten, sauber in der Erhaltung.
Siehe die Abbildung, Tafel 74

325 . Segelschiffe. Feder in Tusche, mit Aquarell überarbeitet. 27,5 :44,5 cm, Blattgrösse.
(20 000. —)
1938. Unten links in Tusche voll signiert «Feininger», rechts mit dem Datum «21. IV. 3 8». Auf
Bütten, farbfrisch und sauber in der Erhaltung. Rückseitig mit dem Nachlassstempel.
Siehe die Abbildung, Tafel 73

326. Spaziergänger mit kleinem Kind in Rot. Aquarell über Federzeichnung in Tusche.
28,8 : 39 cm, Blattgrösse. (22 5°°'—)
1946. Unten links unter der Darstellungin Tusche signiert «Feininger» und rechts mit der Jahrzahl.
Auf Bütten, mit Rand, sauber und farbfrisch in der Erhaltung.
Siehe die Abbildung, Tafel 73

Holzschnitte

327. Der Reeder. I. Holzschnitt. (1500. —)


Prasse Woodcuts 35. 1918. Im Unterrand in Bleistift vom Künstler voll signiert und mit der
Werknummer. Auf Büttenjapan, mit Rand. Sehr selten, Prasse kennt nur 4 Drucke. - Aus Sammlung
Alfred Hess, Erfurt, Lugt 2796/a.

328. Raddampfer. Holzschnitt. (1000.—)


Pr. W. 83/I (v. II). 191 8. Im Unterrand in Bleistift vom Künstler voll signiert, mit dem vollen Titel
und der Werknummer. Auf hauchdünnem Velin, auf Unterlage aufgelegt. Sehr selten, Prasse kennt
nur 4 Drucke des 1. Zustandes.

329. Kreuzende Segelschiffe. II. Holzschnitt. (2000.—)


Pr. W. 175. 1919. Links in Bleistift voll signiert. Auf Büttenjapan, mit breitem Rand.

330. Das Tor. - Stadttor in der Sonne. Holzschnitt. (10000.—)


Pr. W. 227/I (v. II). 1920. Unten links in Bleistift vom Künstler signiert, rechts mit dem Titel «Das
Tor» und unten mit der Werknummer. Auf dünnem Bütten, mit Rand, tadellos in der Druckqualität.
Selten, vom I. Zustand nach Prasse lediglich 5 Drucke bekannt.
Siehe die Abbildung, Seite 47

331. Gelbe Dorfkirche. II. Holzschnitt. (2 5 00.—)


Pr. W. Z40. 1921. Unten links in Bleistift signiert, in der Mitte mit der Werknummer. Auf dünnem,
bräunlichen Velin. Sauber in der Erhaltung.

48
LYONEL FEININGER

332. Zwölf Holzschnitte. Folge von 12 Holzschnitten und 1 geschnittenen Titelblatt, unter
Passepartouts, in Orig. -HPgt. -Mappe. 40:33 cm. Weimar, Staatliches Bauhaus, o.J.
(1921). (25 000.—)
Prasse, pag. 262, W. 39, 65, 81, 87, 89, 110, 119, 150, 191, 220, 232, 235 und 236. Holzschnitte
entstanden zwischen 1918 und 1920, gedruckt 1921 in der Druckerei des Bauhauses von Weimar.
Alle Blätter, incl. Titelblatt, einzeln signiert, eine weitere Signatur im Impressum. Eines von nur 40
Exemplaren auf dünnem Bütten-Japan. Komplett von grosser Seltenheit.
Die Mappe erschien 1921 als 1. Veröffentlichung des Staatlichen Bauhaus in Weimar. Die HPgt.-
Mappe wurde, nach Entwürfen von Feininger, in der Buchbinder-Werkstatt des Bauhauses in
Weimar hergestellt. die AbbiIdungen, Seiten 49 und ; x
Siehe

CONRAD FELIXMÜLLER
Dresden 1897-lebtin Berlin
333 . Paar im Wald (weil es im Walde war ...). Färb. Holzschnitt. 25:30 cm. (500. —)
1918. Unten links in Bleistift voll signiert. Auf Velin, mit Rand, tadellos.

GEORGES DE FEURE
1868 Paris 1928
335. Le Journal des Ventes. Färb. Lithographie. 60:40 cm. (5°°'—)
Les Maîtres de 1’ Affiche, Paris 1896-1900, Nr. 146. Plakat, um 1899. Seltener Druck vor der Schrift,
im Stein unten rechts signiert, unten links vom Künstler in Blaustift. Schönes Exemplar, auf
Leinwand aufgezogen. Kleine Einrisse unten hinterlegt.

49
TSUGOUHARU FOUJITA
Edogawa Tokyo 1886-1969 Paris

336. Jeune Femme au Lit, lisant. Bleistiftzeichnung. 31.5 143 cm. (5000.—)
Um 1925. Unten rechts voll signiert «Foujita» und in japanischen Schriftzeichen bezeichnet. Auf
Leinwandpapier, mit Mittelfalte. Gerahmt.
Siehe die Abbildung, Tafel 84

SAM FRANCIS
San Mateo 1923-lebtin SantaMonica

Ölbild und Aquarelle

337. Blue, Yellow and Orange. Aquarell. 38,6: 57 cm. (25000. —)


* 1953. Rückseitig in Pinsel voll signiert und datiert: Sam Francis 1953. Auf Velin, tadellos farbfrisch
und sauber in der Erhaltung. Unter Glas und Rahmen. - Eines der gesuchten Aquarelle aus der
frühen Pariser- Zeit des Künstlers, aus der Übergangsphasevon den monochromen Werken zu den
Bildern, die in grossen Teilen monochrom gehalten, aber in lebendigen Farben eingefasst wurden.
Ausstellung:
Basel 1967-1968, Galerie Beyeler, Petits Formats, Nr. 37.
Siehe die Abbildung, Tafel 102

338. Dark Blue. Öl auf Leinwand. 64, 5 : 54 cm. (75000. —)


* 1954. Rückseitig voll signiert in blauer Farbe «Sam Francis» und datiert «54». Auf dem alten Chassis,
tadellos in der Erhaltung und vollkommen frisch in den Farben. - Eines der wichtigsten Werke in
kleinerem Format der Übergangszeit von den monochromen Werken der Jahre von 1 9 5 o bis 1 9 5 3 zu
den betont farbigen Bildern der Jahre von 1956 bis 1959, die durch ihre intensive und dichte
Farbgebung den Grundstein zum weltweiten Ruhm des Malers gelegt haben. So schöne Werke aus
diesen Jahren sind selten geworden.
Ausstellungen :
Köln 1962, Kölnischer Kunstverein.
Hannover 1963, Kestner Gesellschaft, Sam Francis, Nr. 12
Siehe die farbige Abbildung, Tafel 1 8

339. Black and Red. Aquarell und Deckfarben. 19,7: 24 cm. (10000. —)
* 1955. Rückseitig in Bleistift vom Künstler voll signiert und datiert «Sam Francis 1955». Auf Velin,
tadellos in bezug auf Farbfrische und Erhaltung. So schöne Aquarelle aus der Pariser Zeit sind selten
geworden.
Siehe die Abbildung, Tafel 102

340. Black, Red and Yellow. Aquarell und Deckfarben. 24: 19,6 cm. (8000. —)
* 1952-1953. Rückseitig in Tinte voll signiert, datiert und bezeichnet: Sam Francis 1952-53 Paris.
Auf festem Velin, tadellos in der Erhaltung, vollkommen farbfrisch. Eines der schönen Aquarelle
aus der frühen Pariser Zeit.

341 . Blue and Yellow. Gouache. 15:11 cm. (3000.—)


Um 1958. Rückseitig in Tinte voll signiert. Tadellos.

342. Gouache. 37,5 : 29 cm. (5000.—)


1965. Rückseitig in Bleistift voll signiert und datiert: 1965 Los Angeles. Auf Velin, sauber in der
Erhaltung, kleine Fehlstelle rechts.

50
Graphik

345. First Stone. Färb. Lithographie. 63,3 : 86 cm. (2000. —)


Kat. Kornfeld und Klipstein, SamFrancis, 5 5 Lithographs 1960-1973, Bern 1975, Nr. 1. i960. Unten
rechts in Bleistift voll signiert, links als «essai i960» bezeichnet. Farbfrisch, unten mit einem sauber
hinterlegten Einriss und kleine Knitter.

344. The white Line. Färb. Lithographie. 85,2:63,3 cm. (6000.—)


Kat. K. und K. 1975, Nr. 5. i960. Tadelloser, farbfrischer Probedruck, unten rechts vom Künstler in
Bleistift signiert, links bezeichnet: essai i960. Auf festem Velin, im Unterrand rechts mit leichten
Knicks. Eines der bedeutendsten und gesuchtesten Blätter aus dem graphischen Werk des Künstlers.

345 . Happy Death Print. Färb. Lithographie. 63,2: 87,1 cm. (2000. —)
Kat. K. und K. 1975, Nr. 8. i960. Unten links in Bleistift in der Darstellung voll signiert, rechts als
«essai» bezeichnet. Farbfrisch, unten mit einem sauber hinterlegten Einriss.

346 . Flying Love. Färb. Lithographie. 60, 5 : 47,7 cm. (3500.—)


1963. Unten rechts in Bleistift vom Künstler voll signiert, links auf nur 10 Exemplare numeriert.
Selten.

347. Triptychon. 3 Blatt färb. Lithographien, als Triptychon montiert. Zusammen


39,5:172,5 cm. (2000.—)
1962-1968. Das i. Blatt in Bleistift signiert «Sam Francis» und auf 100 numeriert. Das Triptychon
erschien als Auflage im Rahmen der «Pasadena Box» 1968, auf Grund von Vorarbeiten, die auf das
Jahr 1962 zurück gehen.

JOHNNY FRIEDLÄNDER
Pless 1 9 1 2 - lebt in Paris

348. 4ßlattfarb. Radierungen. Je ca. 16:12,5 cm. (1000. —)


Um 1955-1960. Alle Blätter einzeln vom Künstler signiert und als «épreuve d’artiste» oder «hors
commerce» bezeichnet. - Zus. 4 Blatt.

349. Gris-Ocre. Färb. Radierung. 55,7:38,5 cm.


1962-1963. Unten rechts in Bleistift signiert, links auf 95 numeriert.

CASPAR DAVID FRIEDRICH


Greifswald 1774-1840 Dresden

350. Ein Grabmahl. Feder in Sepia und Tusche. 19,3 : 24 cm, Blattgrösse. (3000.—)
1818. Unten links in Tusche von der Hand des Künstlers: Berlin den toten Sept. 1818. Auf
gelblichem Velin, sauber in der Erhaltung, mit kleinen Schäden und Fleckchen. Schöne, ausgearbei-
tete Zeichnung.

52
PAUL GAUGUIN
Paris 1848-1903 Hiva-Hoa (Marquesas)

Zeichnung

351. No te aha si riri. - Pourquoi es-tu en colère. Rohrfederzeichnung in brauner Tusche.


17: 14, 5 cm. (25 000.—)
1891-1896. Rechts neben dem Kopf der Sitzenden in Tusche von der Hand des Künstlers: tête plus
grosse. Rückseitig mit einer weiteren Zeichnung: Halbakt eines jungen Mädchens, de Face, und 2
Studien., Auf dünnem Velin, mit leichten Atelierspuren.
Studie zum Bild «Pourquoi es-tu fâchée?». Vergleiche Wildenstein Nr. 5 50. 1896 vollendet. - Die
Zeichnung wurde 1942 publiziert, im Rahmen einer Ausstellung von Zeichnungen und Dokumen-
ten, die aus den Jahren von 1891 bis 1893 stammten. Wildenstein vermutet in seinem Beitext, dass
diese Figur, die genau der Figur auf dem Ölbild von 1896 entspricht, schon während des 1. Aufenthal-
tes auf Tahiti entstanden ist.
Literatur und Ausstellungen:
Paris 1942, Galerie Marcel Guiot, Exposition Gauguin, Nr. 38, reprod. pag. 24. Katalog liegt bei.
Georges Wildenstein, Gauguin, Catalogue, Nr. 5 50. Die Zeichnung im Beitext erwähnt.
Siehe die Abbildung, Tafel 29

Graphik

352. Baigneuses bretonnes. Zinkographie. (3500. —)


Guérin 3. 1889. Blatt 2 der Folge «10 Zincographies», die als erste graphische Arbeit des Künstlers,
entstanden nach Skizzen in der Bretagne und nach Jugenderinnerungen auf Martinique, erstmals
1889 erschien. Druck der Auflage auf Simili- Japan, mit Rand. - Dabei: Mary Cassatt. The velvet
Sleeve. Kaltnadel. Breeskin 194. Um 1904. Schöner Druck auf Bütten, leicht mit Ton gedruckt und
mit Grat auf dem Ärmel. - Steinlen. Les Femmes de France. Lithographie. Crauzat 192. - Zus. 3
Blatt.

353. Les Drames de la Mer. Zinkographie. (8000.—)


G. 8. 1889. Blatt 7 der Folge: 10 Zincographies. Prachtvoller Druck der 1. Ausgabe der Folge, auf
«papier canari», 1889 erschienen. Tadellos in der Erhaltung, mit breitem Rand.

354. Maruru. - Merci. Färb. Holzschnitt. (22500.—)


* G. 24. 1893-1894. Sehr schöner Druck, auf festem Japan, mit Rand, gedruckt in den Farben
Schwarz, Rotbraun und Gelb. Sauber und farbfrisch in der Erhaltung, mit kleinen Atelierspuren. -
Entstanden auf Grund von Vorarbeiten und Vorzeichnungen aus Tahiti während Gauguins
Aufenthalt in Frankreich zwischen den beiden Reisen nach der Südsee im Herbst 1 893 in Pont-Aven.
Neben einzelnen Proben vom Künstler selbst in ursprünglich 3 o Exemplaren von Gauguins Freund
Louis Roy gedruckt, von denen aber sehr viele Exemplare, meist durch rückseitiges Bedrucken von
Gauguin selbst, wieder verloren gingen.

355. Manao Tupapau. - Elle pense au Revenant. - L’Esprit des Morts veille. Lithographie.
(1 5 000.—)
* G. 50. 1894. Ausgezeichneter Druck auf festem Velin, unten rechts in Tinte vom Künstler voll
signiert «Paul Gauguin» und mit «Ep. 63.» numeriert. Gauguin schuf die Lithographie 1894 in Paris
- zwischen den beiden Aufenthalten auf Tahiti. Eines von ehemals 100 Exemplaren, als Auflage
erschienen im Mai 1 894 in der 6. Lieferung der «L’Estampe originale».
Siehe die Abbildung, Tafel 1 1 3

53
PAUL GAUGUIN

356. Te Atua. - Les Dieux. Färb. Holzschnitt. (4° oo°- —)


auf hauchdünnes, braun eingefärbtes
** G. 31. 1893-1894. Prachtvoller Handdruck des Künstlers,
Papier gedruckt. Der Holzstock mit einem Dunkelbraun eingefärbt und sehr sensibel, unter Berück-
sichtigung vieler kleiner Details im Holzstock, auf das dünne Papier gedruckt. Des dünnen Druck-
aufgezogen. Prachtvoll in der Druckqualität, im Papier mit ein-
trägers wegen auf ein Japanpapier
Seltenheit. Handdrücke des
zelnen kleinen, nicht bedeutenden Fehlstellen. So schön von grösster
Künstlers, vor den Auflagen von Roy, kommen nur vereinzelt vor.
zwischen den beiden Reisen nach
Der Holzschnitt ist während Gauguins Aufenthalt in Frankreich
auf Grund von Skizzen und Vorarbeiten, die
der Südsee im Herbst 1 893 in Pont-Aven entstanden,
von Tahiti nach Frankreich gebracht hatte. Gauguin selbst druckte von den verschiede-
der Künstler
Exemplare, die in Farbgebung und Druckqualität immer
nen Holzschnitten nur einzelne wenige
Alle diese Handdrücke von Gauguin sind von grösster Seltenheit. — Nach einzelnen
variieren.
von je 30 Exemplaren in
Handdrücken liess Gauguin von seinem Freunde Louis Roy Auflagen
Auflage viele Exemplare verloren gegangen, da
Farben drucken, doch sind von der ursprünglichen
zweiten Aufenthaltes in der Südsee viele Blätter zerschnitt und rückseitig
Gauguin während seines
anderweitig bedruckte. siehe die Abbildung> Tafel t ,

(3000. )
357. La Femme aux Figues. Radierung.
Rand, unten rechts numeriert. Als Auflage publiziert
G. 88. 189L Sehr schöner Druck auf Japan, mit
moderne» herausgebracht. In der
im AlbumJ«Germinal», 1899 von J. Meier-Graefe in «La Maison
oben die Schrift: chez Séguin St. Julien. Aller Wahrscheinlichk eit nach (Guerin lehnt
Platte links von Séguin schuf.
Radierungen, die Gauguin 1891 mit Hilfe
Gauguin als Autor ab) eine der beiden
(3000.—)
358. Maruru. Holzschnitt.
von Pola Gauguin signiert, oben
G. 92. Druck in schwarz von Pola Gauguin, Auf China, mit Rand,
links numeriert.

PAUL GAVARNI
Paris 1804-1866 Auteuil

Zeichnung
Legende.
359. Madame Elsa Cabestan. 3 Szenen auf einem Bogen, jeweils mit der zugehörigen
(800.—)
Feder in Tusche. 18:43 cm.
Stockflecken. Alte
Rechts mit einer Signatur «Gavarni». Auf festem Velin, mit Rand, mit leichten
Nr. 133.
Zuschreibung. - Provenienz : Auktion Gutekunst und Klipstein Nr. 39, November 1946,

Graphik
ca.
360 . Sammelnummer von ca. 90 Lithographien von Gavarni, ca. 45 ohne rückseitigen Text,
45 mit rückseitigem Text. (5°°-—)
In Mappe, ohne Passepartouts. - Ca. 90 Blatt.

KARL GEISER
Bern 1898-195 7 Zürich

561. Sitzende. Radierung. (600.—)


1930 als
Naef 80. 1930. Unten rechts in Bleistift vom Künstler signiert. Auf Japan, mit breitem Rand.
Jahresgabe der Schweiz. Graphischen Gesellschaft publiziert.

54
-V

THEODORE GÉRICAULT
Rouen 1791-1824 Paris

362 . Chevaux des Ardennes. Lithographie. (1000. )


Delteil 51/II (v. IV). 1822. Blatt 6 der Folge: Etudes de Chevaux lithographiés. Paris, Gihaut, 1822.
Auf weissem Velin.

Giacometti Nr. 363

ALBERTO GIACOMETTI
Stampa (Schweiz) 1901-1966 Chur

Ölbild und Zeichnungen


363 . Projet d’une Sculpture. Feder in Tusche. 14,9: 15,6 cm, Blattgrösse. (5000.—)
Um 1927—1928. Unter der Einfassung in Bleistift voll signiert: Alberto Giacometti. Auf weissem
Glanzpapier, leicht auf Unterlage aufgelegt. Vorzeichnung für eine der flachen Plastiken von 1927
und 1928, Tête qui regarde, Homme, Femme, etc. Eine genau korrespondierende Plastik konnte von
uns nicht nachgewiesen werden.
Siehe die Abbildung, Seite 5 5
ALBERTO GIACOMETTI

364. Personnage debout, en Profil à droite. Pinsel in brauner Deckfarbe. 50,8:17,3cm,


Blattgrösse. (17 500.—)
1948. Unten im Blatt in Bleistift vom Künstler voll signiert und datiert «Alberto Giacometti 1947».
Auf festem Velin, rückseitig mit den Spuren einer Zeichnung und Klebespuren. Sehr schöne Skizze
in brauner Deckfarbe mit dem Pinsel. - Provenienz: Sammlung Douglas Cooper, London,
Sammlungsnummer 1 81.
& Siehe die Abbildung, Tafel 97

365 . Männliche Gestalt in ganzer Figur, sitzend in einem Raum. Bleistift. (6000. —)
Um 1955. Unten rechts in Bleistift voll signiert: Alberto Giacometti. Auf dünnem Velin. Sehr
schönes, ausgearbeitetes Blatt. Rückseitig Kompositionsstudie von 3 Gestalten. Unter Glas und
Rahmen.

366. Pommes sur une Table. Bleistift. 50: 32,5 cm, Blattgrösse. (25000. —)
* 1959. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert und «1959» datiert. Auf festem Velin,
sauber in der Erhaltung. Im unteren Teil mit einer vom Künstler wegradierten begonnenen anderen
Zeichnung. ,
Siehe die Abbildung, Tafel 98

367. Kopf und Brustbild. Bleistiftzeichnung. 26: 16 cm, Blattgrösse. (2500. —)


Um i960. Unten rechts in Bleistift voll signiert. Auf festem, gelblichen Velin, auf Unterlage
aufgezogen.

368. 3 Köpfe. Feder in Tinte. 1 1 : 10 cm, Blattgrösse. (2000. —)


Um i960. Unten rechts in Tinte monogrammiert «AG». Auf dünnem Velin, auf Unterlage
aufgezogen. Kleines, bedeutendes Skizzenblatt.

369. Buste de jeune Fille. Bleistift. 40,5 :33,4 cm, Blattgrösse. (12 500. —)
Um i960. Unten rechts in Bleistift voll signiert: Alberto Giacometti. Auf Velin, auf Simili-Japan
aufgezogen. Schöne, typische Zeichnung. Unter Glas und Rahmen.

370. Neida. Öl auf Leinwand. 69,2 : 49,7 cm. (225000.—)


** 1964-1965 . Entstanden im Atelier in Stampa, während der beiden letzten Aufenthalte des Künstlers.
Tadellos und vollkommen farbfrisch in der Erhaltung. - Eines der bedeutendsten Werke aus der
letzten Schaffenszeit des Künstlers, aller Wahrscheinlichkeit nach begonnen im Jahre 1964, sicherlich
vollendet im Sommer 1965, während des letzten Aufenthaltes des Künstlers in seinem Geburts- und
Heimatort. Neida war ein Mädchen aus Stampa, das dem Künstler während der letzten Lebensjahre
in den Wochen der kurzen Aufenthalte in Stampa immer wieder Modell sass.
Das Bild ist ein sehr schönes Zeugnis für Giacomettis Tendenz während seiner letzten Lebensjahre
die Farbgebung wieder lebendiger zu gestalten und sich von den zuvor dominierenden Grautönen
zu lösen. Wie häufig bei seinen Bildern ist auch bei diesem Werk Körper und Hintergrund nur
skizziert, die Gesichtspartie hingegen in mehreren Schichten übereinander sehr intensiv behandelt. -
Eines der schönsten Bilder aus des Künstlers letzter Lebenszeit.
Siehe die farbige Abbildung auf dem Frontispiz vis-à-vis Titelseite

Autograph
371 . Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Paris, 12. Oktober 1954. 2 Seiten. 20,7: 13,5 cm.
• (1000.—)
1954. Brief an einen Kritiker, der ihm einen Text zugesandt und Fragen gestellt hatte. Er weiss mit
diesem Text nichts anzufangen. Briefe von Alberto Giacometti sind selten.

56
ALBERTO GIACOMETTI

Graphik
372. Objets mobiles et muets. Lithographie. (5000.—)
Lust I. 1931. Unten rechts in Bleistift voll signiert und links auf 30 numeriert. Tadelloses Exemplar,
auf Velin. Druck der Auflage von 30 Exemplaren, erschienen in «Revue du Surréalisme». Selten.

373 . Trois Figurines. - Petit Nu debout. 2 Blatt Radierungen. (3000.—)


L. 105 und 104. 1958—1959. Beide Blätter vom Künstler in Bleistift voll signiert und bezeichnet: «épr.
d’artiste». Auf festem Bütten, mit breitem Rand, tadellos in der Erhaltung. - Zus. 2 Blatt.

374 . Chandelier et Miroir. - Lampe et Table. 2 Blatt Radierungen. (2000.—)


L. 1 1 7 und 1 1 9. 1961. Beide Blätter unten rechts vom Künstler in Bleistift signiert, links als «essai»
bezeichnet. Auf Velin, tadellos. Separatdrucke vor der Buchauflage von Blatt 1 o und 1 2 zu : Michel
Leiris, Vivantes Cendres innomées, Paris, Jean Hugues, 1961. - Zus. 2 Blatt.

375 . Baleine, Soleil, Bateau, Homme debout. - La Bougie. 2 Blatt Lithographien. (2000. —)
L. i28undi30. 1961. Beide Blätterunten rechts in Bleistift signiert, beideaufJaponnacré. Blatt 1 und 3
für Léna Leclerq, Pomme endormie, Separatdrucke. - Zus. 2 Blatt.

376 . Portrait Iliazd. - Portrait Iliazd. 2 Blatt Radierungen. (2000. )


L. 168 und 169. 1961-1962. Beide Blätter unten rechts in Bleistift voll signiert. Auf China, mit Rand.
2 Separatdrucke aus : Iliazd. Les douze Portraits du célèbre Orbandale. In den wenigen Exemplaren
der Buchausgabe sind die Blätter nicht signiert. - Zus. 2 Blatt.

AUGUSTO GIACOMETTI
Stampa 1877-1947 Zürich

377. Park in Como. Pastell. 23,5 : 32 cm. (3000.—)


1934. Unten rechts in der Darstellung monogrammiert «A. G.», auf der Rückseite mit einer Signatur,
dem Titel und der Jahrzahl. In grauem Rahmen.

GIOVANNI GIACOMETTI
Stampa 1868-1933 Glion

Ölbild, Aquarell und Zeichnung


378 . Sitzender Mädchenakt in ganzer Figur, im Profil nach rechts. Federzeichnung in Tusche.
21:26,5 cm. (3000.—)
Um 1910. Unten in der Mitte in Tinte voll signiert: Gioni. Giacometti. Auf Velin, mit Rand, sauber
in der Erhaltung. Dargestellt ist die Tochter des Künstlers, Ottilia.
Literatur:
E.E. Köhler, Giovanni Giacometti, Leben und Werk, Zürich o. J., pag. 137, Nr. 13.
Ausstellung:
Winterthur 1962, Kunstmuseum, Die Graphiksammlung Richard Bühler, Nr. 84.

379. Pizzo Bacone. Ölbild. 73, 5 : 50 cm. (20000. —)


1916. Unten links in Pinsel monogrammiert und datiert «GGi 16». Rückseitig auf der Leinwand voll
signiert «Giovni Giacometti». Auf dem Chassis Namenszug und Titel in Bleistift. Tadellos in der
Erhaltung, farbfrisch und auf dem alten Chassis. Gerahmt.
Siehe die Abbildung, Tafel 41

380. Bergeller Berge. Aquarell über Vorzeichnung in schwarzer Kreide. 23 : 29 cm. (4000. —)
Um 1920. Sauber in der Erhaltung.

57
GIOVANNI GIACOMETTI

Radierung
381. Mutter mit einem Kindin der Wiege. Radierung. 13,5 :9,9 cm. (1500.—)
Wahrscheinlich 1901. Unten rechts in Bleistift voll signiert: Giovni. Giacometti. Druck in Braun,
von Heinrich Wetteroth in München, dessen Signatur unten links figuriert. Auf Velin, mit breitem
Rand. Selten.

WILHELM GIMMI
Zürich 1886-1958 Chexbres

382. Femme assise, de Face. Pastell. 62,5 : 48 cm. (3000.—)


1921. Links voll signiert und datiert. Auf Bütten, den Rändern entlang mit Schäden.

383 . Südfranzösische Landschaft. — Vielleicht: Montagne Sainte-Victoire. Aquarell über leich-


ter Vorzeichnung in Kreide. 3 5 : 50,5 cm, Blattgrösse. (2000.—)
Um 1925. Unten rechts in Tinte voll signiert: Gimmi. Auf Velin, farbfrisch und sauber in der
Erhaltung. Aquarell entstanden nach der «Cézanne’schen Manier».
Ausstellung:
Winterthur 1962, Kunstmuseum, Die Graphiksammlung Richard Bühler, Nr. 98.

384. Deux Femmes nues. Pastell und Aquarell. 63 : 44,5 cm. (3000.—)
1930. Unten rechts signiert und datiert. Auf Bütten, mit leichten Schäden.

ALBERT GLEIZES
1881 Paris 1953

385. Die Stadt und der Fluss. - La Ville aux Bords d’une Rivière. Öl auf Leinwand.
80,6:64,6 cm. (60000.—)
** 1913. Unten links in Pinsel in Ölfarbe voll signiert und datiert: Alb. Gleizes 13. Tadellos und
farbfrisch in der Erhaltung, auf dem alten Chassis, 3 kleine Fehlstellen in der Leinwand alt
ausgebessert. In altem Goldrahmen. Rückseitig auf der Leinwand signiert «Gleizes» und bezeichnet
«Neue Kunst Hans Goltz Munich». Etiquette der Galerie «Der Sturm, Herwarth Walden», mit dem
Titel «Die Stadt und der Fluss». Berliner Katalog Nr. 8. - Eines der wichtigen kubistischen Werke
von Gleizes, das seit der Ausstellung bei Herwarth Walden in Berlin offensichtlich der Öffentlichkeit
nicht mehr zugänglich gewesen ist. Das Werk wurde vom Künstler 1913 direkt nach Berlin zur
Ausstellung bei Walden geschickt.
Ausstellung :
Berlin 1914, Galerie der Sturm, Herwarth Walden, 27. Ausstellung: Gleizes, Metzinger, Duchamp-
Villon, Villon. Juli-August 1914. - Das Bild wurde, aller Wahrscheinlichkeit nach direkt an der
Ausstellung, von einem Malerfreund und Bewunderer der Kunst von Gleizes erworben. Er starb
193 8, seine Familie emigrierte später in die Schweiz. Vergleiche Beitext zu Nummer 3 87.
Siehe die farbige Abbildung, Tafel 1 2

386. Figures cubistes. Federzeichnung in brauner Tusche. 24: 16,9 cm. (3000. —)
1914. Unten rechts in Tinte voll signiert «Alb. Gleizes» und datiert mit «Tour 14». Leicht gelöschte
Dedikation. Auf dünnem Velin, auf Unterlage aufgelegt. Sehr schöne, typische, kubistische
Federzeichnung. _. ,
Siehe die Abbildung, Seite 59

58
ALBERT GLEIZES

387. Kubistische Komposition mit roter Form. Deckfarbenmalerei. 47: 25,2 cm. (20 000.—)
* 1929-1930. Unten rechts in Bleistift voll signiert «Alb. Gleizes» und datiert. Auf leichtem Malkar-
ton, im äusseren Rand mit aufgeklebtem Passepartout. Sehr lebendig in der Farbgebung, tadellos in
der Erhaltung. - Aus der Sammlung des Professors der Stuttgarter Akademie, Gottfried Graf, der
sich früh für die Kubisten einsetzte und mit Gleizes während langen Jahren freundschaftlich
verbunden war (vergi. Vollmer, Band II, pag. 288). Gottfried Graf ist 1881 in Mengen in Württem-
berg geboren worden und starb 1938 in Stuttgart, als «entartet» diffamiert.
Rückseitig mit der folgenden Notiz des Malers und Sammlers : Diese Gouache, von Albert Gleizes
mir zugedacht, wollte ich dem Museum Mengen schenken u. erwirkte hiefür des Künstlers
eigenhändige Widmung hiezu. Da meine Landsleute aber kein Verständnis für diese Kunst
aufbringen, so nehme ich das Bild wieder in meinen Besitz zurück. Gottfried Graf. I 34 (Januar
I954)- Siehe die Abbildung, Tafel 82

VINCENT VAN GOGH


Groot Zundert 1 8 5 3-1890 Auvers-sur-Oise

388. Le Fumeur. - L’Homme à la Pipe. - Portrait du Docteur Gachet. Radierung.


18,2:14,7 cm. (15000.—)
* de la Faille F. 1664. 1890. Frühdruck von aussergewöhnlich schöner Qualität, auf Bütten, mit voll
sichtbarer Plattenkante, mit den stark zeichnenden noch gänzlich rauhen Plattenkanten und mit
dunklem Plattenton gedruckt. In so vorzüglicher Druckqualität ist das Blatt von grosser Seltenheit.
Es handelt sich sicherlich um einen Frühdruck, entweder zur Gruppe gehörig, die van Gogh
zusammen mit Dr. Gachet kurz nach dem Entstehen der Platte abzog, oder um einen Abzug von Dr.
Gachet, der kurz nach dem Tode van Goghs von Dr. Gachet gedruckt wurde. Die Platte entstand am
25. Mai 1890, van Gogh starb am 29. Juli 1890.
Es handelt sich um die einzige Radierung van Goghs, entstanden im Hause von Dr. P. F. Gachet in
Auvers-sur-Oise, der seinem Patienten als neue künstlerische Anregung eine Kupferplatte in die
Hand drückte und sich von van Gogh portraitieren liess. Dr. Gachet, selbst ein geübter Radierer
unter dem Pseudonym «van Ryssel», benützte für die Drucke mit van Gogh und seine eigenen ein
gelbliches Velin oder das vorliegende gelbliche Bütten. Die Platte befindet sich heute im Besitz des
Louvre in Paris, wohin sie mit anderen wichtigen Werken und Dokumenten durch die Legs Gachet
des Sohnes gekommen ist. siehe die Abbildung> Tafel , I4

FRANCISCO DE GOYA
Fuentetodos 1746-1828 Bordeaux

389. Los Caprichos. Blätter 2, 7, 54, 70 und 71 der Folge. 5 Blatt Radierungen. (5000.—)
Harris 37, 42, 89, 105 und 106. Delteil 39, 44, 91, 107 und 108. Ausgezeichnete Drucke der 1. Ausgabe
von 1 799, in kaffeebrauner Druckfarbe, auf Bütten, mit breiten Rändern. Sauber in der Erhaltung. -
Zus. 5 Blatt.

390. Los Proverbios. Folge von 18 Blatt Radierungen. (12 500.—)


Harr. 248-265. D. 202-219. Die komplette Folge auf Velin gedruckt, sauber in der Erhaltung, mit
Rand, als Buch gebunden. Die 3. Ausgabe der Originalplatten, publiziert 1891 in Madrid von der
Real Academia de Nobles Artes de San Fernando. Eines von 100 Exemplaren dieser Auflage.

391. Los Proverbios. Folge von 18 Blatt Radierungen. (5000.—)


Harr. 248-265. D. 202-219. Die komplette Folge auf Bütten gedruckt, sauber in der Erhaltung, mit
Rand, als Buch gebunden. Die 6. Ausgabe der Originalplatten, publiziert 1916 in Madrid von der
Real Academia de Bellas Artes de San Fernando. Eines von 50 Exemplaren dieser Auflage.

60
GEORGE GROSZ
1895 Berlin 1959

392. Kinderbegräbnis. Rohrfederund Pinselin Tusche. 37,5:48,5 cm. (8000. —)


Um 1918. Unten rechts in Bleistift vom Künstler voll signiert «Grosz». Auf gelblichem Velin, sauber
in der Erhaltung. Eine der bedeutenden sarkastischen Zeichnungen aus der frühen Berliner Dada-
Zpit
Siehe die Abbildung, Seite 61

MAX GUBLER
1898 Zürich 1973

393. Limmatlandschaft. Öl auf Leinwand. 97,2: 130,5 cm. (50000.—)


* 1938. Unten rechts in Rot vom Künstler in Pinsel voll signiert «[Link]» und datiert «Juli 38».
Tadellos in der Erhaltung, auf dem alten Chassis. - Provenienz: Galerie Beaux-Arts in Zürich,
Ausstellung Max Gubler April 1941.
Nach der Rückkehr aus Paris im Jahre 1957, wo sich der Künstler vor allem mit Picasso, Bonnard
und Matisse auseinandergesetzt hatte, entstanden ab 1938 im Limmattal schöne Landschaften in
starken farbigen Kontrasten.
Siehe die Abbildung, Tafel 96

61
MAX GUBLER

394. Grosse Mondlandschaft, Limmattal. Öl auf Leinwand. 131,6:161,8 cm. (60000.—)


* Utn 1955. Unten rechts in Pinsel vom Künstler voll signiert. Tadellos in der Erhaltung, farbfrisch,
auf dem alten Chassis. Gerahmt.
Ausstellungen :
Basel 1959. Kunsthalle. Max Gubler.
Zürich 1975. Kunsthaus. Max Gubler.
Reproduziert:
Zürich - Aspekte eines Kantons. Herausgegeben im Auftrag des Regierungsrates des Kantons
Zürich. Zürich 1972. Siehe die Abbildung, Tafel 96

395 . Stehender weiblicher Akt, nach rechts, mit Stab. Öl auf Leinwand. 65 : 54001.(35 000.—)
Um 1955. Tadellos in bezug auf Farbfrische und Erhaltung. Eines der bedeutenden, expressiven und
in starken Farben gemalten Aktbilder der Zeit um 1955.
Ausstellung:
Zürich 1975, Kunstbaus, Max Gubler, äusser Katalog.
Siehe die Abbildung, Tafel 95

396. Krug tragendes Mädchen. Kohlezeichnung. 56: 28 cm. (2500.—)


Um 1930. Unten rechts vom Künstler in Tinte voll signiert «M. Gubler». Auf Bütten, mit einigen
Flecken.
Ausstellung:
Winterthur 1962, Kunstmuseum, Die Graphiksammlung Richard Bühler, Nr. 103.

OLAF GULBRANSSON
Oslo 1873-1958 Schererhof über Tegernsee

397. Die Familie. Bleistiftzeichnung. 14,9: 21,9 cm. (800.—)


Um 1906. Oben rechts signiert: Olaf G. Auf leichtem Karton, tadellos in der Erhaltung. Reizvolle
Persiflage auf die Familienphoto. — Provenienz: Sammlung G. Engelbrecht, Lugt 1148, Auktion
Amsler und Ruthardt 105, Oktober 1924, Nr. 395 ■ — Sammlung Julius Hess, Auktion Gutekunst und
Klipstein Nr. 18, Dezember 1941, Nr. 660.

YOZO HAMAGUCHI
Japan 1909-lebt in Paris

398 . Le Lapin. - La Cruche. 2 Blatt färb. Radierungen. 29,8 : 29,5 cm und 29,8 : 34,6 cm.
(2000.—)
Um 1965. Beide Blätter unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert, links auf jonumeriert. 1
Blatt rückseitig mit Fleckchen. - Zus. 2 Blatt.

HENRI-JOSEPH HARPIGNIES
Valenciennes 1819-1916 St-Privé (Yonne)

399. Vue sur une Vallée avec Moutons. Aquarell. 27:44 cm. (75°°-—)
1864. Unten links in Pinsel in Braun voll signiert und datiert «Harpignies. 1864». Tadellos in der
Erhaltung, vollkommen farbfrisch. Auf festem Velin, mit Wasserzeichen «Whatman». Sehr schönes
und typisches Aquarell der «Ecole Barbizon» in der Übergangszeit zum Impressionismus. Den
Rändern entlang in Passepartout montiert.
Siehe die Abbildung, Tafel 3 5

62
ERICH HECKEL
Döbeln 1885-1970 Hemmenhofen

Ölbild und Aquarelle


400. Badende in der Alster bei der Schleuse von Mellingstedt bei Hamburg. Bleistift.
4OOJ 5 0. — 25,1:29 cm. (5000.—)
191 3- Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert «E. Heckel» und datiert «Juni 1915». Der
Künstler hielt sich im Frühsommer 1913 einige Wochen in Mellingstedt bei Hamburg auf und schuf
in dieser Zeit eine Reihe bedeutender Zeichnungen und auch ein wichtiges Ölbild. Schönes,
bedeutendes Blatt aus der späten Brücke- Zeit. Auf Simili- Japan, sauber und frisch in der Erhaltung.

401 . Gebirgslandschaft. Aquarell über Zeichnung in schwarzer Kreide. 62 : 49 cm. (8000.—)


1925-1930. Unten rechts in Bleistift voll signiert «Erich Heckel», unten links mit «Mit herzlichem
Gruss». Auf festem Velin, mit leichten Atelierspuren. Eines der Blätter von Heckel, die in der
berühmten Londoner Ausstellung von 1938 «Exhibition Modern German Art» in der New
Burlington Gallery, die als Gegenausstellung zur Schau «Entartete Kunst» in München und anderen
deutschen Städten gedacht war, figurierte.
Ausstellung :
London 1938, New Burlington Gallery, Exhibition Modern German Art, Nr. 63, als Leihgabe der
Berner Kunsthalle.

63
ERICH HECKEL

(20 000.—)
402 . Portrait Alfred Hess, Erfurt. Öl auf Leinwand. 70:70 cm.
EH 32. Rückseitig auf der
1952. Unten rechts im Fensterrahmen monogrammiert und datiert:
des Künstlers in
Leinwand in Pinsel voll signiert: Heckel 32. Auf dem alten Chassis von der Hand
Hess. 1932. Sauber in der Erhaltung, mit einzelnen minimalen Absplitterun-
Pinsel: Heckel: Alfred
gen, im alten Holzrahmen.
Sammlungen deutscher
Alfred Hess vereinigte in den zwanziger Jahren eine der bedeutendsten
expressionistischer Kunst. Sein Heim in Erfurt war, Zitat Lugt, «un vrai centre de la vie artistique».
Aquarelle, Zeichnungen und
Seine Sammlung umfasste 1932 über 75 Ölbilder und über 4000
Teile davon konnten
graphische Blätter. Teile davon wurden als «entartete Kunst» beschlagnahmt,
seiner legendären
gerettet werden. Das schöne Portrait von Erich Heckel, das den Sammler mit
Pfeife wiedergibt, entstand im Todesjahr 1932.
Siehe die Abbildung, Tafel 5 3

(10 000. )
403 . Werra. Aquarell über Vorzeichnung in Kohle. 5 5 : 68,5 cm.
Auf festem Velin, sauber in
1934. Unten links in Bleistift voll signiert und betitelt : Werra/Heckel 34.
der Erhaltung, farbfrisch. Sehr schönes, typisches Landschaftsaquarell aus der Zeit der frühen
dreissiger Jahre. Siehe die Abbildung, Tafel 53

Holzschnitte

404. Kämpfende Stiere. Holzschnitt. (5000. )


«E. Heckel» und, im
Dube 159/1 (v. II). 1908. Unten rechts in Bleistift vom Künstler voll signiert
datiert. Links mit «Holzschnitt» bezeichnet. Auf
Gegensatz zu der Datierung bei Dube, «1909»
Papierrändern. Sauber
festem Bütten. Prachtvoller Probedruck im I. Zustand, mit unregelmässigen
in der Erhaltung, einzelne Fleckchen. Sehr selten, besonders im I. Zustand.
Siehe die Abbildung, Seite 65

405. Badende am Teich. Holzschnitt. (4000. )


Heckel 1910».
D. 203. 1910. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert und datiert «E.
Prachtvoller Handdruck auf festem Bütten. Selten. Schönes Blatt aus der Dresdener Brücke- Zeit.
Siehe die Abbildung, Seite 63

406. Gegner. - Zwei Männer am Tisch. Holzschnitt. (3000. )


mit dem
D. 236. 1912. Unten rechts unter der Darstellung signiert und datiert «13», im Unterrand
Druck auf einem festen Simili-Japan, mit Rand. Schöner Holz-
Titel «Zwei Männer am Tisch».
schnitt aus der späten Berliner Brücke- Zeit.

407. Sitzende am Wasser. Holzschnitt. (5000. )


auf
D. 249/a/I (v. II). 1913. Unten rechts in Bleistift vom Künstler signiert und «13» datiert. Druck
gelblichem Bütten, mit Rand, sauber in der Erhaltung.
Siehe die Abbildung, Seite 65

408 . Gerader Kanal. Holzschnitt. (4000. )

D. 287/III. 1915. Unten rechts in Bleistift voll signiert «Erich Heckel», links vom Künstler
handschriftlich bezeichnet «In Ostende 1915 geschnitten und handgedruckt». Auf festem Velin. Mit
Rand, tadellos in der Erhaltung.

64
Heckel Nr. 407

Heckel Nr. 404


ALSO GESCHAH DAS WUNDER EINES TAGES :

DIE SALZIG GRÜNE WOGE SPRITZTE AUF

UND DREHTE SICH ZU SÄULEN SANFTER SCHENKEL.

DER FLOCKIGE SCHAUM GERANN ZU LICHTEM LEIB

UND PERLEN SPRANGEN AUS DEM MUSCHELKERKER

ALS BLÜTEN AUF DER MAKELLOSEN BRUST.

DIE ZARTEN ALGEN — BLUT- UND FEUERFARBEN

VOM TOD DER SONNE IN DEM EWIGEN MEER —

ZERFLOSSEN ALS GELOCK UM SILBERHALS

UND SCHIMMERND SCHWERE LIDER VOLLER FRAGE

NACH UNDEUTBARER FÜGUNG DES GESCHICKS

NACH ALL DER LAST DER KÜNFTIGEN LEIDENSTAGE

HINSCHATTEND AUF DES AUGES FEUCHTES BLAU.

UND DOCH VON WELCHER LUST ERGRIFFEN SINGT

EIN BUNTER VOGEL IM GEWÖLK SEIN LIED

DELPHINE SPRINGEN WIE IM FREUDENTAUMEL

UND BLUMEN BRECHEN AUF MIT SATTEM DUFT

BEIM NAHN DES ERNSTEN LICHTUMFLOSSENEN KNABEN

DER IN DEN MÜTTERLICHEN ARMEN THRONEND

SCHON UMSCHAU HÄLT AUF ALTERSMÜDE WELT :

WIE ER MIT STÄRKEREM BLUTE SIE VERJÜNGE

JA WIE SEIN OPFER IHREN BRUCH VERHÜTE 1


UND NEU ZUR BLÜHZEIT FÜHRT-DEN ZAUBER WAHREND.
Heckel aus Nr. 410

66
ERICH HECKEL

409. Der barmherzige Samariter. Triptychon: Räuber. — Verwundeter. - Samariter. 3 Blatt


kolorierte Holzschnitte. (10000.—)
* D. 290-292. 191 5. Das berühmte Triptychon von Ostende, 1915 unter dem Eindruck des in Flandern
tobenden Krieges entstanden, in einem tadellosen, vom Künstler kolorierten Exemplar. Von grosser
Seltenheit. Dube erwähnt : Einige Abzüge koloriert. Alle Blätter auf festem Velin, mit Rand. - Die 3
Blätter von der Hand des Künstlers wie folgt bezeichnet :
Dube 290, Räuber: Ostende 1915. Handdruck koloriert.
Dube 291, Verwundeter: In Ostende 1915. Handdruck kolor.
Dube 292, Samariter: In Ostende 1915. Geschnitten, handgedruckt, koloriert.
Das Triptychon kann in dieser Form von uns im Handel in den letzten Jahren nicht nachgewiesen
werden. - Zus. 3 Blatt.

410. Madonna von Ostende. Holzschnitt und Typographie. (10000.—)


* D. 303/B. 1916. Das Doppelblatt, Bogengrösse 57,8 '.40, 8 cm, umfasst den Heckelschen Holzschnitt
nach dem heute verschollenen Ölbild «Madonna von Ostende» und einem Text von Ernst Morwitz.
Die Publikation wurde für Weihnachten 1916 von J. Houtmont-Carbonez, Filips de Goede Laan in
Brügge in nur 1 3 numerierten Exemplaren gedruckt und von Erich Heckel und Ernst Morwitz an
gemeinsame Freunde geschickt. Die namentliche Dedikation findet sich auf dem Titel in Handschrift
von Erich Heckel oder Ernst Morwitz. Auf gelblichem Bütten, sauber in der Erhaltung. Mit alten
Scharnieren auf der Titelseite. - Die Weihnachtsgabe für 1916 ist von grösster Seltenheit. Das
vorliegende Exemplar ist lediglich das zweite das unser Haus seit 1950 durchlaufen hat. In der
Auktion 103 von Juni 1961 figurierte der an James Ensor dedizierte Druck.
Siehe die Abbildungen, Seiten 66 und 67

41 1 . Selbstbildnis. - Bildnis E. H. Holzschnitt. (6000.—)


D. 306/a (v. b). 1917. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert und «17» datiert. Auf
Bütten, mit breitem Rand, sauber in der Erhaltung.

412. Am Strand. Holzschnitt. (2000.—)


D. 3 36/III/B. 1923. Unten rechts voll signiert und datiert «23». Auf Bütten, mit Rand.

41 3 . Knabe, Gefäss formend. - Steuermann. - Im Boot. 3 Blatt Holzschnitte. (2000.—)


D.393, 451/a/I ([Link]), 455. 1949, 1964 und 1965. Alle Blätter einzeln vom Künstler in Bleistift
signiert. Jahresgaben für 1950, 1965 und 1966. Auf festem Velin, mit einzelnen Fleckchen. - Zus.
3 Blatt.

Lithographien
414. Schlafendes Kind. Lithographie. (2500.—)
Dube 10. 1907. Unten rechts vom Künstler in Bleistift signiert und «07» datiert, links als
«Handdruck» bezeichnet. Auf blauem Papier, mit breitem Rand, sauber in der Erhaltung. Selten.
Schönes Blatt der frühen Brücke-Zeit.

415. Bauernmädchen. Lithographie. (3000.—)


D. 69. 1908. Unten rechts in Bleistift vom Künstler voll signiert und «08» datiert. Auf festem Japan,
sauber in der Erhaltung. Selten.

416. Am Schreibtisch. Lithographie. (4000.—)


D. 165. 1911. Unten rechts in Bleistift vom Künstler voll signiert und datiert: E. Heckel 11. Auf
Velin, mit Rand. Sauber in der Erhaltung, einzelne kleine Knitter. Selten, es ist keine grössere
Auflage dieses Blattes bekannt.

68
ERICH HECKEL

417. Schlafendes Mädchen. Lithographie. (4000. )


D. 191. 1913. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert und «14» datiert. Auf Bütten, mit
breitem Rand, links mit einer Druckfalte, in schöner Druckqualität und sauberer Erhaltung. Selten.

418. Tübingen. Lithographie. (5000. )


D. 264/II (v. IV). 1920. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert und «20» datiert. Auf
Bütten, mit breitem Rand, sauber in der Erhaltung. Seltener Zustandsdruck, vor dem schwarzen
Dach rechts und vor dem grauen Ton im Himmel.
Siehedie Abbildung, Tafel 161

419. Segelschiff. Färb. Lithographie. (1000. )


D. 386/B. 1966. Unten rechts vom Künstler in Bleistift signiert und «66» datiert, links auf 75
numeriert.

Radierungen

420. Teichlandschaft. Kaltnadel. (2500. )


Dube 96/II. 1 9 1 1 . Unten rechts in Bleistift signiert und datiert « 1 1 ». Auf Velin, mit Rand. Schöner,
grätiger Druck. Selten.

421 . Fischerkopf. Kaltnadel. (2000.—)


D. 1 1 1 . 1912. Unten rechts in Bleistift signiert und entgegen den Angaben bei Dube mit «13» datiert.
Auf Kupferdruckpapier, mit Rand. Sauber, einzelne Fleckchen. Selten.

422. Antwerpen. Kupferstich. (3000.—)


D. 123/a (v. b). 1914. Unten rechts voll signiert und «14» datiert, links bezeichnet «Stich in Zink».
Prachtvoller, stark toniger Frühdruck auf festem Velin, mit breitem Rand.

423 . Bildnis Dr. M. Kaltnadel. (3 500.—)


D. 132/A (v. B). 191 5. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert, links datiert mit «Ostende
1 9 1 5 ». Frühdruck, stark grätig, auf Kupferdruckpapier. Die rechte Plattenkante noch stark unregel-
mässig. Vielleicht ein von Dube nicht erfasster I. Zustand?

424. Bildnis Dr. M. Kaltnadel. (3500.—)


D. 132/A (v. B). 191 5. Unter der Plattenkanterechts in Bleistift vom Künstler signiert, links datiert
«Ostende 1 5». Prachtvoller Frühdruck auf festem Bütten, mit starkem Grat und dunklem Platten-
ton. Sehr selten in so vorzüglicher Qualität.

42 5 . Mädchenkopf. Kaltnadel. (4000.—)


D. 144/II. 1919. Unter der Plattenkante rechts in Bleistift vom Künstler signiert und «19» datiert.
Stark grätiger Frühdruck, auf festem Velin.

426. Paar. Kaltnadel. (2000.—)


D. 1 54. 1924. Unten rechts unter der Darstellung signiert und mit «24» datiert. Auf handgeschöpf-
tem Bütten, mit Rand, sauber in Druckqualität und Erhaltung. Nach Dube in 30 Exemplaren
gedruckt.

69
AL HELD
NewYork 1928-lebtinNew York

427. Triangle. Ölfarbe auf Papier, auf Leinwand aufgezogen. 46: 61 cm. (8000.—)
1963. Unten rechts in Bleistift monogrammiert und datiert «AH 63». Auf Chassis, tadellos in der
Erhaltung.
Provenienz:
Zürich 1964, Galerie Ziegler, Ausstellung Al Held, Nr. 8.
Siehe die Abbildung, Tafel 101

428 . Red wave. Ölfarbe auf Papier, auf Leinwand aufgezogen. 48:61 cm. (8000.—)
1963. Unten rechts in Tinte monogrammiert und datiert «AH 63». Auf Chassis, tadellos in der
Erhaltung.
Provenienz:
Zürich 1964, Galerie Ziegler, Ausstellung Al Held, Nr. 10.
Siehe die Abbildung, Tafel 101

BARBARA HEPWORTH
Wakefield 1903-1975 [Link]

429. Nucleus 1946. Aquarell und Bleistiftzeichnung. 35,8:46,8 cm. (10000.—)


1946. Unten rechts in Bleistift voll signiert und datiert «Barbara Hepworth 1946». Auf Malkarton,
tadellos in bezug auf Farbfrische und Erhaltung. Gerahmt.
Ausstellungen :
Venedig 1950, Biennale, Englischer Pavillon, Nr. 88.
Japan 1970, Hakone - Tokyo - Kyoto, The British Council.
Siehe die Abbildung, Tafel 1 04

FERDINAND HODLER
Bern 1853-1918 Genf

430. Nach links schreitender bärtiger Mann. Studie für: Die Eurytmie. Allegorie. Öl auf
Leinwand. 50: 36,5 cm. (25 000.—)
* 1895. Unten rechts voll signiert und datiert «[Link] 1895» Vergi. Loosli, Werkverz. Nrn. 536—
540. Detailstudie zu einer Figur des 1895 vollendeten Monumentalgemäldes «Die Eurytmie» im
Kunstmuseum Bern. In der endgültigen Fassung figuriert die vorliegende Einzelfigur als zweite
Figur von links. Farbfrisch und sauber in der Erhaltung, auf dem alten Chassis, nicht gefirnisst.
Gerahmt.
Siehe die Abbildung, Tafel 42

43 1 . Liegender männlicher Akt, die Hände nach oben gereckt. Bleistiftzeichnung. 1 8 : 42,4 cm.
(3000.—)
Um 1910. Unten rechts in Bleistift voll signiert «[Link]». Auf Velin, sauber in der Erhaltung.
Ausgearbeitete Figurenstudie.

432. Skizze zu einem Träger eines Zweihänders in ganzer Figur, leicht quadriert. Bleistift.
21,5:9 cm. (500.—)
Unten rechts monogrammiert «FH». Sauber in der Erhaltung.


ADOLF HOELZEL
Olmütz (Mähren) 1853-1934 Stuttgart

433 . Abstrakte Komposition in Blau und Rot. Pastell über Bleistiftzeichnung. 24: 33,5 cm.
(8000.—)
Um 1925. Auf Velin, tadellos in der Erhaltung und vollkommen farbfrisch. - Ehern. Sammlung
Albert Loevenich, Stuttgart. - Brief Dr. Wolfgang Venzmer, Braunschweig, der das Werk dem
letzten Lebensjahrzehnt des Künstlers zuweist.
Provenienz :
Stuttgart 1951, Stuttgarter Kunstkabinett, 1 1 . Auktion, Nr. 1 8 ; 6.
Siehe die Abbildung, Tafel 49

HUNDERTWASSER
Wien 1928-lebt in Venedig

434. Die Araberin. Färb. Lithographie. (2000.—)


Kat. München 1975, Haus der Kunst, Nr. 221. 1955. Links in der Darstellung in Tinte signiert und
auf 100 numeriert. Auf Velin. Selten.

43 5 . Mädchenfund im Gras. Kupferstich und Farben in Offset. (1500.—)


Kat. München 1975, Haus der Kunst, Nr. 607. 1964. Unten rechts in Tinte voll signiert, mit dem
Jahrgang, der Werknummer und 3 japanischen Signatur- und Verlegerstempeln. Jahresgabe der
Kestnergesellschaft in Hannover.

JEAN-AUGUSTE-DOMINIQUE INGRES
Montauban 1780-1 867 Paris

436. Studie für die Draperie zur Figur des Molière auf dem Gemälde: Apotheose Homers.
Schwarze Kreide und Bleistift, weiss gehöht. 31,2:25,2 cm, Blattgrösse. (30 000.—)
* 1826-1827. Unten rechts in Bleistift vom Künstler signiert «Ingres». Auf braunem Werkbütten (auf
der Rückseite einer Titelseite eines Werkes über die Bilder im Palais Pitti). Vorzeichnung für das
grosse Bild «L’Apothéose d’Homère», das Ingres 1827 nach einem 1826 erteilten Auftrag für den
Salle Clarac im Louvre schuf. Unten rechts auf dem Bild erkennt man Molière, in der endgültigen
Fassung sehr ähnlich der vorliegenden Zeichnung.
Die Zeichnung trägt unten rechts den roten Stempel der Sammlung E. F. Haro, Paris 1827-1897,
Lugt 1241. Haro hatte kurz vor dem Tode Ingres nahezu den gesamten Bestand des Atelier Ingres
erworben. Nach dem Tode des Künstlers (1866) wurde dieser Bestand in einer sogenannten «Vente
Ingres» im Rahmen einer Auktion verkauft. Dieses Blatt findet sich unter der Nummer 64.
Vente Ingres, Collection Haro, Paris 1867, Hôtel Drouot, 6.-7. Mai, Nr. 67. Der Zuschlag betrug 300
Goldfranken, ein für damalige Verhältnisse ausserordentlich hoher Preis.
Um 1900 dürfte das Blatt in die Sammlung Marcel Guérin gekommen sein, aus dessen Bestand die
Zeichnung um 1930 verkauft wurde. - So schön belegte wichtige Ingres Zeichnungen sind heute
selten geworden.
Siehe die Abbildung, Tafel 2 5

71
MMH ■MBH

JEAN-AUGUSTE-DOMINIQUE INGRES

Portrait de Mme Joseph Balze. Bleistiftzeichnung. 27: 21,3 cm, Blattgrösse. (60 000.—)
** 1828. Naef, Cat. raisonné (in Vorbereitung), Nr. 304. Unten links in Bleistift vom Künstler signiert
«Ingres», datiert «1828» und mit derDedikation «à son ami Monsieur Balze». Auf leicht gelblichem
Velin, sauber und frisch in der Erhaltung. Links im äusseren Rand kleine Unregelmässigkeit im
Papier.
Die Zeichnung stellt Mme Joseph Balze in Rom dar, die Mutter der beiden wichtigen Ingres Schüler
Paul und Raymond Balze. Die Zeichnung, 1828 in Rom entstanden, ist ihrem Gatten, Joseph Balze,
gewidmet. Joseph Balze stand im Dienste des von Goya portraitierten spanischen Königs Karl IV.
und folgte diesem nach Rom ins Exil, wo Ingres die Familie Balze kennenlernte. Madame Balze lebte
von 1783 bis 1842. Im gleichen Jahre 1828 portraitierte Ingres auch Mme Balzes Schwägerin, Mme
Hinard, geb. Balze, deren Portrait sich heute in Rotterdam im Museum Boymans-van Beuningen
befindet und das vielleicht als Pendant zum vorliegenden Blatt betrachtet werden kann. (Für
erschöpfende Auskunft danke ich Herrn Dr. Hans Naef, dem Verfasser des in Vorbereitung
befindlichen Werkverzeichnisses von Ingres. EWK.)
Provenienz:
Sammlung Joseph Balze, gestorben 1847 'n Paris, dem die Zeichnung gewidmet ist.
Sammlung Paul Balze, Sohn der Dargestellten, gestorben in Paris 1884.
Sammlung Raymond Balze, Sohn der Dargestellten und Bruder von Paul Balze, gest. in Paris 1909.
Mme Alfred-Pierre-Emile Hennet de Goutel, geborene Anne-Marie Balze, Tochter von Raymond
Balze, gestorben in Sèvres 1918.
Mme Jean Lacroix de Cariés de Senilhes, geborene Marguerite Hennet de Goutel, Tochter von Mme
A. -P. -E. Hennet de Goutel, gestorben in Paris 1959.
Dr. Otto Wertheimer, Paris, erworben um 1956.
Robert Lehman, New York, erworben um 1956, gestorben in New York 1969.
Ausstellungen:
Paris 1867, Ecole des Beaux-Arts, Ingres, Nr. 321.
Paris 1889, Palais des Beaux-Arts, Exposition centennale de l’Art français (1789-1889), Nr. 550.
Paris 1900, Grand-Palais, Exposition centennale de l’Art français, 1800-1900, Nr. 1095.
Paris 1911, Galeries Georges Petit, Ingres, Nr. 135.
Paris 1921, Chambre syndicale de la Curiosité et des Beaux-Arts, Ingres, Nr. 101.
Paris 1949, Galerie André Weil, Ingres, Nr. 59.
Cincinnati 1959, Cincinnati Art Museum, The Lehman Collection, Nr. 274, reprod.
Literatur:
Charles Blanc, Ingres, Paris 1870, pag. 235.
Henri Delaborde, Ingres, Paris 1870, Nr. 254.
Georges Duplessis, Les Portraits dessinés par J. -A. -D. Ingres, Paris 1896, Nr. 2, reprod., mit
Photogravüre von Charreyre.
Paul Leroi, Vingt Dessins de M. Ingres, L’Art, LIX, Paris 1894-1900, pag. 818.
Henri Lapauze, Les Dessins de J.-A.-D. Ingres du Musée de Montauban, Paris 1901, pag. 265 .
Henri Lapauze, Les Portraits dessinés de J.-A.-D. Ingres, Paris 1903, Nr. 3, reprod.
Henri Lapauze, Ingres, Paris 191 1, pag. 286, reprod. pag. 267.
Louis Flandrin, Deux disciples d’Ingres: Paul et Raymond Balze, Gazette des Beaux-Arts, Paris,
August 191 1, pag. 141.
La Renaissance de l’Art français, Paris, Mai 1921, reprod. pag. 242.
Siehe die Abbildung, Tafel 26

JOHANNES ITTEN
Südern Linden (Kanton Bern) 1888-1967 Zurich
. «Gruss und Heil den Herzen welche von dem Licht der Liebe erleuchtet und weder durch 438.7
Hoffnungen auf einen Himmel noch durch Furcht vor einer Hölle irregeleitet werden.»
Färb. Lithographie. 29,3 : 22,5 cm. (2000.—)
Anneliese Itten,/Willy Rotzler, Johannes Itten Werke und Schriften, Zürich 1972, Nr. 223. 1921.
Unten in Bleistift vom Künstler voll signiert. Auf festem Velin. - Blatt als Auflage erschienen in:
Neue europäische Graphik. I. Mappe. Bauhaus-Drucke. Meister des Staatlichen Bauhauses in
Weimar. Weimar 1921 (effektiv erschienen 1922). Sauber und farbfrisch in der Erhaltung.
ALEXEJ VON JAWLENSKY
Kuslowo 1864-1941 Wiesbaden

Ölbilder
439 . Liebesmärchen. Öl auf Leinwandpapier, auf Malpappe aufgezogen. 36 : 27,2 cm.
(30 000.—)
1915-1916. Unten links vom Künstler in der Darstellung monogrammiert «A. J.». Rückseitig auf
dem Karton mit einer vollen Signatur in Tinte «Jawlensky». Desgleichen auf der Rückseite in
Bleistift mit dem Titel und im Rund mit der Bezeichnung : St. Prex. 30. Sauber in der Erhaltung, der
Unterlagekarton gebräunt und mit leichten Flecken.
Der Künstler hielt sich, zusammen mit Marianne von Werefkin, nach der Ausreise als Russen aus
Deutschland 1914 in den Jahren 1915 und 1916 in St. Prex am Genfersee auf, wo sie im Sommer 1915
auch Klee während seines Schweizer Ferienaufenthaltes trafen.
Siehe die Abbildung, Tafel 71

Ingres aus Nr. 43 7

440. Farbenspiel. Öl auf Leinwandpapier, auf Malpappe aufgezogen. 35,5:27,2 cm.


(40 000.—)
Um 1916. Unten links vom Künstler in der Darstellung monogrammiert «A. J.». Rückseitig mit der
Etikette des Kunstmuseums Basel, wo das Werk 1941 als Leihgabe deponiert war. Tadellos und
vollkommen farbfrisch in der Erhaltung, auf dem L'nterlagekarton mit einzelnen Fleckchen. So
schöne Ölbilder in so ansprechender Komposition und Farbgebung sind selten geworden.
Siehe die Abbildung, Tafel 7z

Lithographie
441 . Kopf. Lithographie. 30: 19,5 cm. (2500.—)
Um 19z 5. Unten links in Bleistift voll signiert. Auf Simili- Japan, mit Rand, im Oberrand mit 4
kleinen Fleckchen.

ALFRED JENSEN
Guatemala City 1903- lebt bei New York

442. Black Rainbow. Vertical Position. Öl auf Leinwand. 53,7:43,2 cm. (8000.—)
1959. Rückseitig in Pinsel von der Hand des Künstlers voll signiert und datiert «1959», mit dem Titel
und den Massen. Tadellos farbfrisch und sauber in der Erhaltung.
Provenienz :
Bern 1963, Kornfeld und Klipstein, Ausstellung Alfred Jensen, Nr. 5, reprod.

73
ALFRED JENSEN

443 . Egypt’s Magic III. Öl auf Leinwandpapier. 54,3 : 62 cm, ganzer Bogen. (8000.—)
i960. Rückseitig vom Künstler voll signiert und datiert, im Unterrand des Blattes mit dem Titel.
Tadellos farbfrisch und sauber in der Erhaltung. Gerahmt.
Provenienz:
Bern 1963, Kornfeld und Klipstein, Ausstellung Alfred Jensen, Nr. 26
Siehe die Abbildung, Tafel 1 04

JOHAN-BARTHOLD JONGKIND
Latrop 1819-1891 Côte-Saint-André bei Grenoble

444. Paysage Côte Saint-André. Aquarell über Vorzeichnung in schwarzer Kreide.


i5>5:37,5cm. (25000.—)
* 1882. Links unten von der Hand des Künstlers genau datiert: 12 Août 1882. Mit dem Nachlasstem-
pel. Auf gelblichem Velin, sauber in der Erhaltung. Rückseitig mit einer Kreideskizze, leicht
aquarelliert. Sehr schöne, impressionistische Arbeit.
Literatur :
V. Hefting, J. B. Jongkind, 1975, Nr. 762
Siehe die Abbildung, Tafel 3 5

WASSILY KANDINSKY
Moskau 1 866-1944 Neuilly-sur-Seine

Zeichnung und Aquarelle


445 . Skizze für ein Bild. Pinselzeichnung in schwarzer Tusche. 31:22 cm, reine Zeichnung.
(25 000.—
* 1917. Unten links in Tuschfeder monogrammiert und datiert: VK 17. Auf gelblichem Velin, tadellos
farbfrisch in der Erhaltung. Sehr schöne, freie Komposition, aus der Gruppe der seltenen Blätter, die
der Künstler 1917 während seines Aufenthaltes in Stockholm schuf. - Echtheitsbestätigung von
Frau Nina Kandinsky liegt bei.
Literatur:
H.K. Röthel, Wassily Kandinsky, Werkverzeichnis der Aquarelle und Zeichnungen, in Vorberei-
tung. Bestätigung für die Aufnahme des Blattes in dieses Verzeichnis liegt vor.
Siehe die Abbildung, Tafel 68

446. Von Dünn zu Dicht. Aquarell, teilweise gespritzt, und Federzeichnung in Schwarz und
Rot. 45,7: 30,9 cm, Blattgrösse. (80 000.—)
* Werkverzeichnis 1930.385. Unten- links in Tusche vom Künstler monogrammiert und «30» datiert,
rückseitig in Bleistift von der Hand des Künstlers mit der Werknummer und dem Titel «Von Dünn
zu Dicht». Auf Velin, tadellos in bezug auf Farbfrische und Erhaltung, vom Künstler auf schwarzen
Karton aufgezogen. Sehr schöne, farblich reizvolle konstruktivistische Arbeit aus der späten
Bauhaus- Zeit. - Das Aquarell wurde kurz nach der Entstehung für die Sammlung Rudolf Bauer,
Berlin, angekauft und trägt rückseitig den Berliner Sammlungsstempel von Rudolf Bauer. - Nach
Bauers Emigration in die USA wurde das Blatt 1939 für die Solomon R. Guggenheim Foundation in
New York übernommen, deren Sammlungsbestand später in das Guggenheim Museum in New
York überging.
Ausstellungen :
New York 1939, Solomon R. Guggenheim Foundation, Art of Tomorrow, Nr. 327, reprod. im
Katalog.
New York 1945, Solomon R. Guggenheim Foundation, Wassily Kandinsky Memorial, Nr. 1 69.
Siehe die farbige Abbildung, Tafel 10

74
WASSILY KANDINSKY

447. Komposition mit Pfeil, Halbmonden und geometrischen Elementen. Gouache und
Aquarell über Federzeichnung in Tusche. 22,5 : 1 5 cm. (25 000.—)
* 1931. Unten links in Tuschfeder monogramtniert und datiert: VK 31. Auf festem Velin, auf
Unterlage aufgezogen. Tadellos in bezug auf Farbfrische und Erhaltung, im oberen äusseren Rand
kleines Fleckchen. Kompositionell und farblich reizvolle Arbeit aus der späten Bauhaus- Zeit von
Dessau. —
Als Original-Beilage in:
Will Grohmann. Kandinsky. Paris, Editions «Cahiers d’Art» (Christian Zervos) 1930. Eines der 8
Vorzugsexemplare, in denen 1 Gouache und 1 Kaltnadel beiliegt.
Der Gouache liegt bei : Vorzugsausgabe des Buches, im Impressum numeriert und die Kaltnadelar-
beit «Komposition», Röthel 194, in der Platte datiert 1930, auf festem Velin, vom Künstler in
Bleistift signiert. Eines von 40 Exemplaren der Auflage.
Siehe die Abbildung, Tafel 70

Kirchner

448 . Tâches grises. Gouache auf violettem Papier. 38,5:26 cm, reine Zeichnung. (60 000.—)
* 1934. Unten links in Tuschfeder monogrammiert und datiert «VK 34». Auf violettem Papier, auf
Unterlagekarton aufgezogen. Tadellos in der Erhaltung, farbfrisch. Sehr schöne, impulsive Arbeit
aus der frühen Pariser Zeit. Echtheitsbestätigung von Frau Nina Kandinsky liegt bei.
Ausstellung:
Bern 1937, Kunsthalle, Wassily Kandinsky und französische Meister der Gegenwart, Nr. 80,
verkauft zum Preise von Fr. 600.—.
Siehe die Abbildung, Tafel 93

Graphik

449 . Felsen. - Mitgliedskarte der neuen Künstler Vereinigung München. Holzschnitt.


(2500.—)
Röthel 78.1 908-1 909. Eine der wenigen Karten, die unten rechts den Namen eines Mitgliedes tragen.
Auf Bütten, auf schwarzer Unterlage. In dieser Form selten.

75
WASSILY KANDINSKY

450. Farbige Komposition. - Beitrag für die IV. Bauhausmappe. Färb. Lithographie.
(12 000.—)
* Röth. i6z/I (v. II). 1922. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert. Auf Velin, vollkom-
men farbfrisch und tadellos in der Erhaltung. - Die Auflage erschien in : Neue europäische Graphik.
IV. Mappe. Italienische und russische Künstler. Weimar 1921 (effektiv erschienen nach 1923),
Staatliches Bauhaus. - Dieses Blatt mit dem von Röthel für den I. Zustand erwähnten gelben Kreis
unten links in der Darstellung. Röthels Angabe (der erwähnte gelbe Kreis nur bei den 10
Japandrucken) scheint fraglich. r ,
J 1 ’ b Siehe die Abbildung, Tafel 1 5 5

451. Kleine Welten. Folge von 12 Blatt Original-Graphik: 4 färb. Lithographien, 2 färb.
Holzschnitte, 2 Holzschnitte und 4 Kaltnadelarbeiten. Mit Titelblatt, ohne Vignette und
Impressum, in Orig.-HLdr.-Mappe, mit einer Prägung auf dem Umschlag. Berlin,
Propyläen-Verlag, 1922.46:35,3 cm. (100000.—)
** Röth. 164-175. Alle Blätter einzeln vom Künstler signiert. Auf Velin und Kupferdruckpapier,
sauber in der Erhaltung. Schriftprägung auf dem Rücken der Mappe aufgeklebt. - Die Mappe wurde
vom Bauhaus in Weimar hergestellt und erschien ursprünglich in einer Auflage von 30 Exemplaren
auf Japan und 200 Exemplaren auf Velin.
Die Folge enthält:
1. Kleine Welten I. Färb. Lithographie. Röth. 164.
2. Kleine Welten II. Färb. Lithographie. Röth. 165.
3. Kleine Welten III. Färb. Lithographie. Röth. 166.
4. Kleine Welten IV. Färb. Lithographie. Röth. 167.
5. Kleine Welten V. Färb. Holzschnitt und färb. Lithographie. Röth. 168.
6. Kleine Welten VI. Holzschnitt. Röth. 169.
7. Kleine Welten VII. Färb. Holzschnitt und färb. Lithographie. Röth. 170.
8. Kleine Welten VIII. Holzschnitt. Röth. 171.
9. Kleine Welten IX. Kalte Nadel. Röth. 172.
10. Kleine Welten X. Kalte Nadel. Röth. 173.
1 1. Kleine Welten XL Kalte Nadel. Röth. 174.
12. Kleine Welten XII. Kalte Nadel. Röth. 175.
Siehe die Abbildungen, Tafel 156

452. Kleine Welten. II. Färb. Lithographie. (12000.—)


Röth. 165. 1922. Unten rechts in Bleistift vom Künstler signiert. Auf Velin. Farbfrisch, mit
minimalem Lichtrand. - Als Auflage erschienen in: Kleine Welten. Blatt II. Berlin 1922 (Herstellung
der Mappe im Staatlichen Bauhaus von Weimar).

453. Kleine Welten. IV. Färb. Lithographie. (12000.—)


Röth. 167. 1922. Unten rechts in Bleistift vom Künstler signiert. Auf Velin. Farbfrisch, sauber in der
Erhaltung. - Als Auflage erschienen in: Kleine Welten. Blatt IV. Berlin 1922 (Herstellung der
Mappe im Staatlichen Bauhaus in Weimar).

454. Kleine Welten. VI. Holzschnitt. (6000.—)


Röth. 169. 1922. Unten rechts in Bleistift vom Künstler signiert. Auf Velin. Sauber, mit minimalem
Lichtrand. - Als Auflage erschienen in: Kleine Welten. Blatt VI. Berlin 1922 (Herstellung der Mappe
im Staatlichen Bauhaus in Weimar).

455. Kleine Welten. VIII. Holzschnitt. (6000.—)


Röth. 171. 1922. Unten rechts in Bleistift vom Künstler signiert. Auf Velin. Sauber in der Erhaltung.
- Als Auflage erschienen in: Kleine Welten. Blatt VIII. Berlin 1922 (Herstellung der Mappe im
Staatlichen Bauhaus in Weimar).

76
WASSILY KANDINSKY

456. Kleine Welten. IX. Kaltnadel. (6000.—)


Röth. 172. 1922. Unten rechts in Bleistift vom Künstler signiert. Auf festem Velin, tadellos in der
Erhaltung. - Als Auflage erschienen in: Kleine Welten. Blatt IX. Berlin 1922 (Herstellung der
Mappe im Staatlichen Bauhaus in Weimar).

457. Kleine Welten. X. Kaltnadel. (4000.—)


Röth. 173. 1922. Probedruck vor der Auflage, voll signiert, als «Probedruck» bezeichnet und
rückseitig mit einer längeren Legende vonder Hand des Künstlers. Auf Velin, mit Rand. Gewaschen
und Signatur und Bleistiftnotizen verblasst.

458. Kleine Welten. XI. Kaltnadel. (6000.—)


Röth. 174. 1922. Unten rechts vom Künstler in Bleistift signiert. Auf festem Velin, tadellos in der
Erhaltung. - Als Auflage erschienen in: Kleine Welten. Blatt ai. Berlin 1922 (Herstellung der
Mappe im Staatlichen Bauhaus in Weimar).

459. Schwarze Linien. Lithographie. (5000.—~)


Röth. 1 84. 1 924. Unten rechts in Bleistift vom Künstler signiert, links auf 5 o numeriert. Auf weissem
Velin.

ERNST LUDWIG KIRCHNER


Aschaffenburg 1880-1938 Davos

Aquarelle und Zeichnungen

460 . Stehendes Mädchen in ganzer Figur, nach rechts, das linke Bein auf ein Sofa aufgestützt.
Farbige Kreiden. 45,5 : 34,3 cm. (75°°-—)
Um 1906. Unten rechts in Farbstift vom Künstler voll signiert und «04» datiert. Rückseitig in
Bleistift eigenhändig mit Titel und Datum : Stehendes Mädchen 04. Auf bräunlichem Velin, sauber
in der Erhaltung, kleines Fleckchen rechts unten. Aller Wahrscheinlichkeit nach in der frühen
Brücke-Zeit in Dresden und nicht schon 1904 entstanden. Kirchner neigte in diesen Jahren zu
«Frühdatierungen».

461 . Nacktes Liebespaar auf einem Bett mit gelbem Überzug. Farbige Fettkreiden. 34,5 143 cm.
(10 000.—)
* Um 1 906. Unten rechts in Tinte voll signiert und «04» datiert. Auf festem Bütten, rückseitig mit dem
Basler Nachlassstempel, farbfrisch und sauber in der Erhaltung. Bedeutende, farbige Zeichnung aus
der frühen Brücke- Zeit, wie häufig in diesen Jahren vom Künstler zu früh datiert.
' Siehedie Abbildung, Tafel 59

462. Dampfschiff von Seglern begleitet. Feder in Tusche. 1 5 : 20 cm, Blattgrösse. (1500.—)
Um 1907-1908. Auf Velin. Aus dem Skizzenbestand ehern, bei Lise Gujer, Sertig.
Siehe die Abbildung, Seite 75

463. 3 Tänzerinnen. Bleistift. 15,7:20,6 cm. - Tanzgruppe. Schwarze Kohle. 22,8:16 cm. —
Liegende. Schwarze Kohle und Pastell. 14,2: 22,2 cm. 5 Blatt Zeichnungen. (3000.—)
Um 1910. Auf dünnem Velin. Aus dem Skizzenbestand ehern. Lise Gujer, Sertig. — Zus. 3 Blatt.

464. Nackte auf einem Sofa liegend. Federzeichnung in Tusche. 10:21,2 cm, Blattgrösse. - Die
nackte Fränzi in einem Stuhl. Schwarze Fettkreide. 20,7: 16,2 cm. 2 Blatt Zeichnungen.
(2500.—)
1910. Auf Velin. Aus dem Skizzenbestand ehern, bei Lise Gujer, Sertig. - Zus. 2 Blatt.

77
ERNST LUDWIG KIRCHNER

465 . BahnhofWettinerstrasse in Dresden. Zimmermannsbleistift. 26,8: 34,3 cm, Bogengrösse.


(8000.—)
Um 1910-191 1. Rückseitig mit dem Basler Nachlassstempel. Auf Velin, sauber in der Erhaltung, mit
einzelnen Atelierspuren. Sehr schöne Darstellung des BahnhofWettinerstrasse, sehr ähnlich dem bei
Grohmann, Zeichnungen von E. L. Kirchner, als Nr. 6 reproduzierten Blatte, dort datiert 1903.
Vergleiche auch die Radierung Dube 130, Dresden Bahnhof-Friedrichstadt, dort datiert 1911.
Schöne, bedeutende Zeichnung.
Siehe die Abbildung, Tafel 59

466. Tanzgruppe im Café. Aquarell über Vorzeichnung in Bleistift. 16,8 : 21,3 cm. (3000. —)
191 1-1912. Auf Velin. Aus dem Skizzenbestand ehern, bei Lise Gujer, Sertig.

467. Tanzpaar. Aquarell über Vorzeichnung in Bleistift. 16,2:20,3 cm. (2500.—)


1911- 1912. Auf Velin. Aus dem Skizzenbestand ehern, bei Lise Gujer, Sertig.

468. Leuchtturm Staberhoek auf Fehmarn. Farbige Fettkreiden über Vorzeichnung in Blei-
stift. 46,5 : 30,5 cm. (12000.—)
* 1912. Rückseitig mit dem Basler Nachlassstempel. Auf Velin, sauber in der Erhaltung und farbfrisch,
mit einzelnen Atelierspuren. Sehr schöne Zeichnung, wahrscheinlich ad naturam während Kirch-
ners Aufenthalt im Sommer 1912 auf Fehmarn entstanden.
Das ausgearbeitete Blatt ist eine direkte Vorzeichnung für die beiden Bilder mit gleichem Titel,
Gordon 252 und 253, beide 1912 entstanden. Gordon führt das vorliegende Blatt unter den
Vorzeichnungen für die Nummer 253 auf. So gut ausgewiesene und farblich so reizvolle Zeichnun-
gen sind selten geworden.
Siehe die Abbildung, Tafel 5 8

469. Die liegende, halb entblösste Erna in einem modischen, mit Spitzen besetzten Korselett.
Bleistift. 46,2: 29,6 cm. (10000.—)
1912- 1914. Auf Velin, tadellos in der Erhaltung. Sehr schöne, typische Zeichnung aus den Jahren
von 1912 bis 1914 in Berlin.
Siehe die Abbildung, Tafel 60

470. Paar im Gespräch im Tanzcafé. Feder in Tusche. 15,5:20,8 cm. (1500.—)


1913- 1914. Auf Velin. Schöne, schnell hingeschriebene Skizze in Tuschfeder. Aus dem Skizzenbe-
stand ehern, bei Lise Gujer, Sertig.
Reproduziert:
Hill/Rathke. Ernst Ludwig Kirchner. Im Tanzcafé. 29 Zeichnungen. Frankfurt a/M., Insel-Verlag,
1962, Tafel 20.

471. Berliner Tanzcafé. Bleistift. 16,3 : 20,5 cm. (2500. —)


1913-1914. Auf Velin. Schöne, typische Zeichnung, tadellos erhalten. Aus dem Skizzenbestand
ehern, bei Lise Gujer, Sertig.
Reproduziert:
Hill/Rathke. Ernst Ludwig Kirchner. Im Tanzcafé. 29 Zeichnungen. Frankfurt a/M., Insel-Verlag,
1962, Tafel 6.

471a. Ansicht der Stafelalp. Bleistift. 22 : 23,4 cm, Blattgrösse. (2000. —)


1918-1919. Gesamtansicht der Stafelalp, auf braunes Packpapier gezeichnet. Mit einzelnen Fleck-
chen auf der Epidermis des Blattes. - Vorzeichnung zum Bild «Stafelalp im Schnee», vergi. Gordon
555, entstanden 1917-1919, datiert 1917. Ehern. SIg. Lise Gujer, Davos-Sertig.

471b. Alpenveilchen. Zeichnung in schwarzer Kreide. 28 : 20,7 cm. (2000.—)


1918-1919. Zeichnung von Alpenveilchen, entstanden im Zusammenhang mit den beiden Ölbildern
mit ähnlichem Sujet, Gordon 524(1918) und Gordon 553(191 8-191 9). Auf weissem Velin. - Ehern.
SIg. Lise Gujer, Davos-Sertig. Gerahmt.

78
ERNST LUDWIG KIRCHNER

* 47z. Mädchen mit Milchkessel. Schwarze Fettkreide, mit rötlichem Pastell überarbeitet.
43:33,5 cm. (12500. )
Um 1918. Unten links in der Darstellung in Bleistift voll signiert «E.L. Kirchner». AufVelin, sauber
in der Erhaltung, rückseitig mit einer verworfenen Zeichnung, Akt im Tub.
Siehe die Abbildung, Tafel 60

Kirchner Nr. 476

A’ 473 . Junges Mädchen mit Ziegen. Rohrfederzeichnung in Tusche, mit Pastell überarbeitet.
36,2:49 cm. (I2 5°°- )
Um 1 9 1 8 . Unten in der Mitte in Bleistift voll signiert : E. L. Kirchner. Auf festem Velin, sauber und
farbfrisch in der Erhaltung. Sehr schöne Zeichnung des «Geissen-Mädchens», aller Wahrscheinlich-
keit nach im Sommer 1918 auf der Stafelalp entstanden.
Siehe die Abbildung, Tafel 60

79
ERNST LUDWIG KIRCHNER

474. Alp und Berge bei Davos. Aquarell über Zeichnung in schwarzer Kreide. 44,3 : 36,9 cm.
(7500-—)
Um 1920. Unten rechts in Tinte signiert: E.L. Kirchner (wohl von Erna Kirchner). Auf braunem
Packpapier, farbfrisch, mit einigen Atelierspuren.

474a. Skispringer auf der Bolgenschanze in Davos. Aquarell über Vorzeichnung in Bleistift.
39,6:51,4cm. (5000.—)
Um 1930. Unten rechts in Tusche voll signiert: E. L. Kirchner. Auf weissem Velin. Rückseitig mit
dem Basler Nachlassstempel.

475 . Blumen in Vasen auf einem gestickten Tischtuch, im Vordergrund der in Stein geschnit-
tene Aschenbecher. Aquarell über Vorzeichnung in Bleistift. 51:35,7 cm. (17 500.—)
* Um 1935. Unten links in Tinte vom Künstler voll signiert: E. L. Kirchner. Auf festem Velin, sauber
in der Erhaltung. Rückseitig mit einer Zeichnung in schwarzer Kohle: Ein Damenportrait, am
Tisch. Vielleicht Portrait von Lise Gujer. Auf dem Aquarell figurieren 2 Blumensträusse auf dem
Tisch im Wohnzimmer des Hauses auf dem Wildboden, der mit einem reich gestickten Tischtuch
bedeckt ist. Im Vordergrund Kirchners in Stein geschnittener Aschenbecher. Schönes, bedeutendes
Blatt. - Ehern. Sammlung Lise Gujer, Davos-Sertig.

Holzschnitte
476. Tochter Sternheim. Holzschnitt. (22500.—)
* Dube 274. 1916. Unten links vom Künstler in Bleistift voll signiert, rechts bezeichnet «1. Druck».
Prachtvoller Frühdruck, auf festem Velin, mit Rand rings um die Einfassungslinie. Ausgezeichnet in
der Papiererhaltung. - Aus der Reihe der Holzschnitte, die der Künstler in Berlin oder im
Sanatorium Kohnstamm in Königstein im Taunus auf Grund von Vorarbeiten und Erlebnissen im
Sanatorium schuf. Das dargestellte Mädchen, das Kirchner wahrscheinlich als Patientin in König-
stein kennen lernte, ist die Tochter des Dichters Carl Sternheim, der sich später im Gefolge von
Henry van der Velde in Uttwil am Bodensee ansiedelte. Unter Glas und Rahmen.
Siehe die Abbildung, Seite 79

477. Absalom. Eine Folge von 7 Holzschnitten, 1 Titelblatt und 1 Vignette. 9 Blatt Holz-
schnitte. (60 000.—)
** D. 358-366. 1918. Die komplette Folge der gesamthaft 9 Holzschnitte umfassenden Illustration zu
«Absalom». Alles Handdrücke des Künstlers, auf «Blotting-Velin», in einheitlicher Blattgrösse,
tadelloser Druckqualität und sauber in der Erhaltung.
Die Folge umfasst:
1. Titelblatt mit in Holz geschnittenem Text: Absalom. 7 Holzschnitte von E. L. Kirchner. In Rot
und Blau mit Zwischentönen monotypieartig gedruckt. In Bleistift rechts voll signiert, links als
«Eigendruck» bezeichnet. Links im äusseren Rand mit aufgesetztem Papierstreifen von einem
alten Umschlag.
D. 3 5 8/1/I/II (v. III). Nach der Beschreibung bei Dube kann zwischen I. Zustand und II. Zustand
hier nicht getrennt werden. Zu vermuten ist ein Frühdruck des I. Zustandes. Zudem scheint
fraglich, ob das Titelblatt, wenn farbig gedruckt, von 2 Stöcken gedruckt wurde. Wahrschein-
licher ist i Stock, jeweils vom Künstler monotypieartig verschieden eingefärbt.
2. David und Absalom. D. 359. Unten rechts vom Künstler in Bleistift signiert, links als «Eigen-
druck» bezeichnet und unten links mit dem Titel «1. David und Absalom».
3. Absalom entzweit sich mit seinem Vater. D. 360. Unten rechts im schmalen Rand vom Künstler in
Bleistift signiert, links als «Eigendruck» bezeichnet und links im Rand mit dem Titel «2. Absalom
entzweit sich mit seinem Vater».
4. Absalom und seine Ratgeber. D. 361. Unten links vom Künstler in Bleistift signiert und rechts als
«Eigendruck» bezeichnet. Links im Unterrand mit dem Titel «3. Absalom und seine Ratgeber».
5. Absalom schändet die Kebsweiber seines Vaters. D. 362. Unten rechts im schmalen Rand vom
Künstler in Bleistift voll signiert, links als «Eigendruck» bezeichnet und darunter mit dem Titel
«4. Absalom schändet die Kebsweiber seines Vaters».
Kirchner aus Nr. 477
6. Absalom spricht Recht an seines Vaters statt. D. 363. Unten rechts im schmalen Rand vom
Künstler in Bleistift voll signiert, links als «Eigendruck» bezeichnet und darunter mit dem Titel
« 5 . Absalom spricht Recht an seines Vaters statt».
7. Absaloms Tod. D. 564. Unten rechts im schmalen Rand vom Künstler in Bleistift signiert, links als
«Eigendruck» bezeichnet und im Rand links mit dem Titel «6. Absaloms Tode».
8. David klagt um Absalom. D. 365. Unten links vom Künstler in Bleistift signiert, rechts als
«Eigendruck» bezeichnet und unten links im Rand mit dem Titel «7. Davids Klage um Absalom».
Im äusseren Rand oben kleine Fleckchen.
9. Schlussvignette. Monogrammvignette «ELK». D. 366. Auf Bogen mit breitem Rand. Als
Schlussblatt mit einigen Fleckchen.
Der Sommer und Herbst 1918, den Kirchner auf der Stafelalp und im Haus «In den Lärchen» in
Davos-Frauenkirch verbrachte, war nach den schwierigen und durch den schlechten Gesundheitszu-
stand beeinträchtigten Jahren von 1916 und 1917 die erste Zeit, in der der Künstler wieder
einigermassen in Ruhe und ohne allzu grosse Behinderung arbeiten konnte. Er hatte zwar immer
noch Schwierigkeiten mit den Händen, die eigenhändige Briefe erst wieder ab Dezember 1918
zuliessen, schnitt aber trotzdem sehr viel in Holz. Besonders beschäftigte ihn das Problem von
Illustrationsfolgen. Im Anschluss an den Zyklus «Bilder zu Chamissos Peter Schlemihl», entstanden
in Berlin 1915, schuf Kirchner im Sommer und Herbst 1918 2 weitere Folgen: Bilder zu Petrarcas
«Triumph der Liebe», und die vorliegende Folge «Absalom». Da Kirchner seine Druckpresse erst ab
Januar 1919 wieder zur Verfügung hatte, sind die wenigen Exemplare der beiden Holzschnittfolgen
von 1918 im einfachen Reiberdruckverfahren entstanden. Komplette Folgen sind von grösster
Seltenheit und wurden von Kirchner nur an seine engsten Freunde abgegeben. Für die Folge
«Triumph der Liebe» sind uns seit 1951 bekannt geworden die Exemplare Binswanger, Schiefler und
Botho Graef-Stiftung (vgl. Auktionskataloge 99 und 100 von i960 und 1961). - Die vorliegende
Folge dürfte noch seltener sein. Uns sind gesamthaft 4 Exemplare bekannt, wobei die vorliegende
Folge die einzige ist, die seit 1951 zum Verkaufe kommt. Die restlichen 3 Exemplare sind in Kassel,
München und Bremen. Eine der grössten Seltenheiten aus dem graphischen Werk des Künstlers.
Siehe die Abbildungen, Seite 8 1

478. Kühe im Schnee. Holzschnitt. (2000. —)


D. 380. 1918. Unten mit einer verblassten Signatur in Bleistift und Resten einer Dedikationan Henry
oder Nele van de Velde. Auf Blotting-Papier mit Rand, mit Stockflecken und alt auf Unterlage
aufgezogen. Das Blatt entstand im Sommer 1918 während eines plötzlichen Sommer-Schneefalles
auf der Stafelalp. Drucke sind sehr selten. Dube nennt namentlich kein Exemplar.

479. Stafelalp. Holzschnitt. (15000. —)


D. 381/II (v. III). 1918. Unten rechts in Bleistift vom Künstler voll signiert, links als «Handdruck»
bezeichnet und in der Mitte mit der Dedikation: Retter Matter freundlichst E. L. Kirchner. Auf
Blotting-Papier, mit Rand, einiger kleiner Schäden wegen aufgezogen. Eine der schönen Stafelalp-
ansichten, entstanden im Sommer 1918, während Kirchners zweitem Sommer auf der Stafel. -
Johannes Matter war Schneidermeister in Davos und schuf für Kirchner 1919 den berühmt
gewordenen «Arbeitsanzug» aus braunrotem Wollstoff mit Lederbesatz. Vielleicht bezieht sich die
Dedikation mit «Retter» Matter auf die Lieferung dieses Anzuges? Matter besass eine kleine
Sammlung von Werken E. L. Kirchners. Unter Glas und Rahmen.
Siehe die Abbildung, Seite 83

Radierungen

480. Windmühle auf Fehmarn. Radierung. (8000.—)


* Dube 48. 1908. Unten rechts in Bleistift mit der frühen Signatur und dem Datum «07» (!). Die
Angabe bei Dube wäre demnach zu korrigieren. Auf festem Velin, mit breitem Rand, sauber in der
Erhaltung. In ausgezeichneter Druckqualität.
Siehe die Abbildung, Tafel 163
ERNST LUDWIG KIRCHNER

481 . Blonde Pippa, in weissem Tanzkostüm, mit Schirm. Kaltnadel. (7500.—)


D. 145/b/II. 1911. Unten rechts in Bleistift signiert «E.L. Kirchner», rückseitig mit Kirchners
Namensstempel und dem Stempel «unverkäuflich». Das Archivexemplar des Künstlers! Auf Velin,
tadellos in Druck und Erhaltung, mit Rand. Drucke sind von grosser Seltenheit.
Siehe die Abbildung, Tafel 162

Kirchner Nr. 479

482 . Galgenberg, Jena, von Graefs Wohnung aus. Radierung. (8000.—)


* D. Z04. 1915. Unten rechts vom Künstler in Bleistift signiert, links als «Eigendruck» bezeichnet.
Rückseitig mit dem Monogrammstempel des Künstlers. - Ehern. Besitz des Kunstvereins Jena (als
Schenkung E.L. Kirchner an den Kunstverein Jena in memoriam Prof. Botho Graef vom Mai 1918),
1937 im Rahmen der Aktion «Entartete Kunst» beschlagnahmt und verkauft.
Das wohl einzige Exemplar eines'bei Dube nicht genannten II. Zustandes, überarbeitet nach dem mit
Bleistift ergänzten Exemplar des I. Zustandes (bei Dube reproduziert), das einzige Exemplar, das
Dube bekannt geworden ist. In dieser Form vermutlich Unikum.
Siehe die Abbildung, Tafel 162
ERNST LUDWIG KIRCHNER

483 . Park in Königstein. Radierung. (8000. —)


D. z 1 6/II. 1916. Unten rechts in Bleistift vom Künstler voll signiert, links als Eigendruck bezeichnet.
Auf festem Velin, tadellos in der Erhaltung. Das Archivexemplar des Künstlers, rückseitig mit dem
Namensstempel und bezeichnet «unverkäuflich». Zudem mit dem Basler Nachlassstempel. - Das
Blatt entstand 1916 während Kirchners Aufenthalt im Sanatorium Dr. Kohnstammin Königstein im
Taunus. Selten.
Siehe die Abbildung, Tafel 162 .

484. Zwei nackte Mädchen am Waldesrand. Kaltnadel. (7500. —)


* D. 396/b/II. 1921. Unten rechts vom Künstler in Tinte voll signiert und links als «Eigendruck 9»
bezeichnet. Tadelloser, stark toniger Druck auf festem, kreidegrundiertem Velin, mit Rand. So
schön von grosser Seltenheit.

48 5 . Gesellschaft im Estrich. - Besuch des Ehepaares Schiefler in Davos. Radierung.


(12 500.—)
* D. 45 3. 1923. Unten rechts in Tinte vom Künstler voll signiert, links als «Eigendruck ...» bezeichnet
und in der Mitte mit dem vollen Titel. Druck auf bräunlichem Velin, mit etwas Rand, mit einzelnen
Druckfalten und 2 vom Künstler hinterlegten kleinen Fehlstellen. Sehr schöne, selten grosse
Radierung in guter Druckqualität.
Als Datierung kommt höchstens Frühjahr 1923 in Betracht, aber wahrscheinlicher ist 1922. Es
handelt sich um eine Szene aus dem Sommer 1922, anlässlich des Besuches des Ehepaares Schiefler in
Davos. Gustav Schiefler bearbeitete während den Wochen seines Aufenthaltes in Davos-Frauen-
kirch das Manuskript des Kataloges von Kirchners graphischen Arbeiten. Das Blatt zeigt das
Ehepaar Schiefler, Erna und den Künstler. Dargestellt ist der Vorplatz im 1. Stock des Hauses «In
den Lärchen», wo Kirchner mit seinen in den Jahren zuvor geschnitzten Möbeln einen Wohnraum
eingerichtet hatte.
Siehe die Abbildung, Tafel 1 63

486. Badende im Waldbach. Kaltnadel. (8000.—)


D. 471/II. 1923. Unten rechts vom Künstler in Tinte voll signiert und datiert «E. L. Kirchner 22»,
links als Eigendruck bezeichnet. Schöner, grätiger Druck auf festem Velin, rückseitig mit dem Basler
Nachlassstempel. Sauberes Exemplar.

487. Waldbach. Radierung, mit Tuschfeder überarbeitet. (6000.—)


D. 5 1 3/I (v. III). 1924. Im Unterrand vom Künstler eigenhändig bezeichnet: Waldbach I. Zustand
überzeichnet. Auf glattem Kupferdruckpapier, mit Rand. Der von Dube erwähnte einzige über-
zeichnete Druck, rückseitig mit dem Basler Nachlassstempel. Mit Kaffeeflecken. In dieser Form
wahrscheinlich Unikum. --- ■

488. Nackte Frau. - Erna nackt im Wohnzimmer des Wildboden- Hauses mit Skulpturen.
Radierung. (75°°-—)
D. 545/II. 1926. Unten rechts vom Künstler in Bleistift signiert, links als «Eigendruck» bezeichnet
und «25» (!) datiert. Die Datierung bei Dube wäre demnach zu korrigieren. Ausgezeichneter,
toniger Druck in Braun, auf kreidegrundiertem Kupferdruckpapier, mit Rand. Sauber in der
Erhaltung.

Lithographien
489. Maler mit Modell, zeichnend. Lithographie. (10000.—)
Dube 140. 1910. Unten rechts in Bleistift voll signiert und «06» (!) datiert, links als «Eigendruck»
bezeichnet. Rückseitig eigenhändig von Kirchner mit «Maler und Modell» betitelt, desgl. mit dem
Basler Nachlassstempel. Auf gelbem Papier, tadellos in Druckqualität und Erhaltung. Selten, es gibt
nur wenige Drucke. Schönes Blatt der Dresdner Brücke- Zeit.
Siehe die Abbildung, Tafel 1 6 1
ERNST LUDWIG KIRCHNER

490 . Nackte Frau und Mädchen in kurzem Rock. Lithographie. (15 000.—)
* D. 191. 1911. Unten rechts in Bleistift vom Künstler voll signiert, rückseitig mit dem Nachlassstem-
pel. Auf Velin, mit Rand, sauber in der Erhaltung, in tadelloser Druckqualität. Das Blatt, von dem
nur wenige Handdrücke gemacht wurden, ist selten. Eine der schönsten Lithographien der späten
Brücke-Zeit in Dresden. c. . ,. ,
Siehe die Abbildung, Tafel 161

491. Nackte Frau. Färb. Lithographie. (7500.—)


D. 438/I (v. II). 1927. Unten rechts in Tinte vom Künstler voll signiert, links als «Handdruck»
bezeichnet. Rückseitig mit dem Basler Nachlassstempel. Auf Japan, mit Rand und minimalem
Lichtrand. Als Druck des I. Zustandes sehr selten.

PAUL KLEE
Münchenbuchsee bei Bern 1 8 79-1 940 Muralto

Ölbilder, Aquarelle und Zeichnungen


492 . Vorstadt, nachts. Schwarze Kreide und Feder, gewischt. 12:24 cm. ( 1 5 000.—)
Werkverzeichnis 1911.75. Auf Velin, auf Unterlage aufgelegt, auf dem Unterlagekarton mit dem
Titel und der Werknummef. Eine Münchner Vorstadtansicht. Gerahmt.
Literatur :
Hans K. Röthel, Paul Klee in München, Bern, Stampili, 1971, reprod. pag. 83, mit längerem Zitat
(Tagebucheintrag) zum Problem der zeichnerischen Darstellung des Lichtes.
Siehe die Abbildung, Tafel 65

493 . Tiere in Gefahr. Feder in Tusche, mit dem Pinsel in Tempera laviert. 14,1:17,7 cm.
(25 000. —)
Werkverz. 1912.113. Unten rechts in der Darstellung in Feder signiert: Klee. Auf Bütten, auf
Unterlagekarton aufgezogen. Auf der Unterlage unten links mit dem Titel und der Werknummer.
Bedeutendes «Schwarzaquarell», Darstellung einer Pferdeherde auf einer Weide.
Siehe die Abbildung, Tafel 6 5

494. Emmenthaler Landschaft. - (Bei Gümligen). Aquarell und Einfassung mit Blattgold.
18,5:28,8 cm. (50000.—)
* Werkverz. 1913.95. Unten links in der Darstellung in Feder signiert «Klee» und mit der Werknum-
mer. Auf Velin, auf Unterlage aufgezogen und auf der Unterlage mit dem vollen Titel und nochmals
mit der Werknummer. Tadellos und farbfrisch in der Erhaltung. Eines der bedeutendsten Aquarelle
aus der Ferienzeit in Bern und dem «Bernbiet» im späten Sommer 1913. Entstanden in Gümligen bei
Bern in der Nähe des Schlosses. Vergleiche auch Beitext zur folgenden Nummer.
Provenienz :
Luzern, Galerie Rosengart, Inv. Nr. 2487.
Siehe die farbige Abbildung, Tafel 3

49 5 . Der Berg hinter Tannen. Feder in Tusche, mit dem Pinsel in T usche laviert. 20, 1 : 1 7, 1 cm.
(40 000. —)
* Werkverz. 19 1 3.1 14. Oben links voll signiert «Klee». Auf Bütten, aufUnterlage aufgezogen, auf der
Unterlage mit der Werknummer und dem Titel. Farbfrisch und sauber in der Erhaltung. Eines der
bedeutenden «Schwarzaquarelle» aus der Ferienzeit vom späten Sommer 1913.
Reproduziert :
E. W. Kornfeld, Paul Klee in Bern, Aquarelle und Zeichnungen von 1897 bis 1915. 1. Ausgabe Bern
1962, Tf. 50. - 2. Ausgabe Bern 1973, Tf.69

85
■■■MBH

PAUL KLEE

langsam
Im Beitext dieser Publikation steht zu diesem Blatt: Verschiedene Verpflichtungen und die
in Münchner und deutschen Kunstkreisen bringen es mit
immer mehr wachsende Bedeutung Klees
Lithographie
sich, dassdas Jahr 1913 ein Jahr später Ferien wird. Aus dem Plan, für Piper 1913 eine
wünschte für
für eine Expressionisten-Mappe liefern zu können, wird zwar nichts, aber Walden
Zeit
seinen Herbstsalon Klee und Kubin ein graphisches Kabinett einzurichten. In der Schweizer
entstehen vor allem schöne Schwarzaquarelle und schöne farbige Arbeiten. - Das
von 1913 Ferien
vorliegende Blatt dürfte am Thunersee entstanden sein, wo Klee häufig Teile seiner
des
verbrachte. Durch die Tannen hindurch steigt am oberen Bildrand die markante Silhouette
Niesen auf. Abbildung, Tafel 64
Siehe

496. Aufstrebende. Federzeichnungin Tusche. 7: 10,5 cm. (12 5°o-—)


Werkverz. 1913. 149. Oben rechts in der Darstellung vom Künstler in Tusche signiert «Klee». Auf
Bütten, auf Unterlagekarton aufgezogen. Auf der Unterlage mit der Werknummer und dem Titel.
grosser
Mit breitem Rand. Tadellos in der Erhaltung. Sehr schöne, miniaturartige Zeichnung von
Qualität. .
Siehe die Abbildung, Seite 87

Bleistift auf Briefpapier mit Leinenprä-


497- Mystische Landschaft mit dem Wurm im Boden.
gung, auf Unterlage aufgezogen. 20: 14 cm. (17 5°°-—)
Werkverz. 1917.34. Auf Velin, auf Unterlage aufgezogen, unten links unterhalb der Darstellung mit
wie er
der Werknummer in Tinte. Eine der schönen spätkubistischen Zeichnungen mit einem Stern,
1916-1917 verschiedentlich vorkommt (vgl. Zerstörung und Hoffnung, kol. Lithographie, Korn-
feld 68). Sauber in der Erhaltung, der Unterlagekarton leicht gebräunt und kleiner Knick im Karton.

498. Arktischer Tau. - Polarlandschaft. Ölfarben auf Malpappe. 52:51 cm. (550 000.—)
** Werkverz. 1920.128. Oben rechts in der Darstellung in Tuschfeder signiert «Klee», rückseitig mit
einem übermalten, verworfenen Bild. Rückseitig mit den Resten eines Zettels und dem Titel
«Arktischer Tau». Eines der wichtigen Ölbilder aus der frühen Bauhaus-Zeit in Weimar.
Grohmann: In der «Felsenlandschaft» und im «Arktischen Tauwetter» werden die bildnerischen
Elemente und ihr Ausdruck, die urfrühen Farbstufungen von Violett und Eisblau, sozusagen
geologisch-historisch. Wenn aber Klee dieselben Farben und Formen in einem «Tropischen Garten»
(1919) anwendet, so erhellt das die unnaturalistische Absicht der Mittel. Arktis und Tropen sind
Gegensätze, trotzdem trägt sie Klee in der gleichen Tonart vor, und sogar die Melodie ist verwandt.
Das geschieht bei ihm oft, es ist wie bei Mozart, der in seiner geistlichen Musik Melodien aus seinen
Opern, wenn auch nicht wörtlich, verwendet. Bei Klee heisst das nichts anderes als einmal «den
Gesichtspunkt wie die Luft zu wechseln», das Ganze unter einer anderen Perspektive zu sehen.
Literatur:
Will Grohmann, Paul Klee, Stuttgart 1954, pag. 157, ganzseitig farbig reproduziert. - Desgl.
Chronologischer Katalog, Nr. 136.
Ausstellungen (Auswahl) :
Bern 1956, Kunstmuseum, Paul Klee, Nr. 436.
Basel 1967, Kunsthalle, Paul Klee, Nr.41.
Siehe die farbige Abbildung, Tafel 4

499. Zeichnung zum Urwelt Paar. Feder in Tusche. 51,2:21,8 cm. (15 000.—)
Werkverz. 1921.165. Grohmann, Handzeichnungen, 1921. 41. Auf dünnem Velin, leicht auf Unter-
lage aufgelegt, auf der Unterlage mit der Werknummer und dem Titel. Oben im Blatt mit dem
Stempel «Klee Bauhaus Weimar» und der Jahrzahl «1921». Amüsante Zeichnung aus der frühen
Bauhaus- Zeit in Weimar, Vorzeichnung für das Aquarell «Urwelt-Paar», Werkverz. 1921. 15 5.
ft
86
PAUL KLEE

500 . Zeichnung zum festlichen Prolog. Bleistift. 29 : 20 cm. (1 5 000.—)


Werkverz. 1922.3;. Grohmann, Handzeichnungen, 1922. 1. Oben links in der Darstellung signiert
«Klee», rechts datiert «1922». Auf dünnem Velin, auf Unterlage aufgezogen, auf der Unterlage mit
der Werknummer und dem vollen Titel in Tinte. Sauber in der Erhaltung. Die Vorzeichnung zum
Aquarell «Festlicher Prolog», Werknummer 1922.34.

501 . Composition mit Fäden. Schwarze Kreide. 24,3 : 28,7 cm. (17 500.—)
Werkverz. 1922.233. Grohmann, Handzeichnungen, 1922.94. Oben links in der Darstellung in
Tuschfeder signiert «Klee». Auf Velin, auf Unterlagekarton aufgezogen, auf der Unterlage obenund
unten mit einem Abschlussstrich und unten in Tusche mit der Werknummer und dem vollen Titel.
Unten links in der Darstellung in Bleistift mit dem Datum: 1922 6/12 (6. Dezember). - Provenienz:
Buchholz Gallery, Curt Valentin, New York, Inv. Nummer 12174.
Siehe die Abbildung, Tafel 63

Y y. -Auf aA r- '■T——

Klee Nr. 496

502. Kostümiertes Paar. Ölfarben und Aquarell auf Velin, auf grundierte Unterlage aufge-
klebt. 50, 5 : 27,6 cm. (175000.—)
** Werkverz. 1923.28. Im Unterrand von der Hand des Künstlers mit der Werknummer und dem
vollen Titel in Tusche, rechts in der Darstellung mit einer übermalten halben Signatur «Klee». Dem
gouachierten Rand entlang geschnitten. - Eines der bedeutenden farbigen Blätter aus der Weimarer-
Bauhaus Zeit des Jahres 1923, die in ölbildähnlicher Präsentation zu den wichtigsten Werken dieser
Jahre gehören. Die vorliegende Arbeit scheint ein Pendant zum berühmten Werk «Schauspieler» zu
sein, das die Werknummer 1923.27 trägt, also nur 1 Nummer vom vorliegenden Werk differiert. Der
«Schauspieler», heute in der Sammlung Felix Klee, figurierte in allen wichtigen Klee-Ausstellungen
der vergangenen Jahre. „ r,
Siehe die farbige Abbildung, Tafel 5
503. Nach einer tunesischen Notiz von 1914. Durchdruckzeichnurig in Ölfarbe. 16,2:21,5 cm.
(22 500.—)
Werkverz. 1923.181. Grohmann, Handzeichnungen, 1923.15. Oben rechts in der Darstellung in
Tinte signiert «Klee». Auf dünnem Velin, auf Unterlagekarton aufgezogen, auf der Unterlage mit
der Werknummer und dem Titel in Tinte. Sauber in der Erhaltung. Schöne Zeichnung in dem von
Klee in dieser Zeit häufig gebrauchten «Durchdruckverfahren» aus der Weimarer-Bauhauszeit,
unter Verwendung einer Skizze von der berühmten Reise nach Tunis-Kairouan im Frühjahr 1914.
Siehe die Abbildung, Tafel 63

5 04 . Wasserpyramiden. Deckfarben, Aquarell und Pinselzeichnung auf Taschentuchleinwand,


auf Unterlage aufgezogen und auf der Unterlage dem Rand entlang gouachiert.
38:42 cm. (250000.—)
*** Werkverz. 1924.1 15. In der Mitte unten in der Darstellungin Tuschfeder signiert «Klee». Unten
links auf einem gouachierten Streifen mit der Werknummer und dem Titel. Auf Karton aufgelegt,
auf der Unterlage mit einem kurzen Abschlussstrich und einer weiteren Werknummer. Unten links
unter der Darstellung in Bleistift mit der Bezeichnung des Künstlers für seine von ihm besonders
hoch geschätzten Werke «SKI» (für Sonder-Klasse). Das Werk vollkommen farbfrisch und sauber
in der Erhaltung, auf dem Unterlagekarton mit einigen Fleckchen. - So bedeutende Werke aus der
gesuchtesten Weimarer Bauhaus-Zeit sind heute selten geworden.
Siehe die farbige Abbildung, Tafel 6

505. Zu einem Hafenbild. Federzeichnung in Tusche. 22,6: 27,4 cm. (20000. —)


* Werkverz. 1925. 153 (F drei). Grohmann, Handzeichnungen, 1925.47. Unten rechts unter der
Darstellung in Feder signiert «Klee». Auf bräunlichem Velin, auf Unterlage aufgezogen, auf der
Unterlage mit der Werknummer und dem Titel: z. e. Hafenbild. Sauber in der Erhaltung, mit einem
minimalen Lichtrand. Gerahmt.
Siehe die Abbildung, Seite 89

506 . Nacht-Eindruck einer südlichen Stadt. Aquarell in verschiedenen Schwarz- und Grautö-
nen über Federzeichnung in Tusche. 30,5 : 22,5 cm. (60 000.—)
* Werkverz. 1925.43 (N. 3). Unten links in der Darstellung in Tuschfeder signiert «Klee». AufVelin,
auf Unterlagekarton aufgezogen, auf der Unterlage mit dem Abschlussstrich, der Werknummer und
dem vollen Titel in Tuschfeder. Tadellos und vollkommen farbfrisch in der Erhaltung.
Klee war im Sommer 1924 nach Sizilien gefahren, das Blatt dürfte in Erinnerung an diese Reise
entstanden sein. 1925 ist das letzte Jahr in Weimar, 1926 erfolgte der Umzug in das neue Bauhaus von
Dessau.
Abbildung:
DU, Heft 10 Oktober 1948, Zürich 1948, pag. 24, ganzseitige Reproduktion.
Siehe die Abbildung, Tafel 66

507. Neues Centrum. Feder in Tusche. 23,5 : 16,8 cm. (12500.—)


Werkverz. 1926.111 (B. 1). Grohmann, Handzeichnungen, 1926.57. Unten links auf dem Blatt in
Tinte signiert «Klee». Auf gelblichem Velin, auf Unterlagekarton aufgezogen, auf der Unterlage mit
der Werknummer und dem Titel in Tinte. Leichter Lichtrand.

508 . Landhaus im Winter. Federzeichnung in Tusche. 21,8 : 24,2 cm. (20 000.—)
Werkverz. 1927.57 (O. 7.). Grohmann, Handzeichnungen, 1927.22. Oben links im Blatt in Tusche
signiert «Klee». Auf Bütten, auf Unterlage leicht aufgelegt, auf der Unterlage mit der Werknummer
und dem vollen Titel in Tusche.
Siehe die Abbildung, Seite 9 1

88
PAUL KLEE

509. Verlorenes. Federzeichnungin Tusche. 33,2:45,2 cm. (15 000. —)


Werkverz. 1927.258 (Z. 8.). Oben links im Blatt signiert «Klee», unter der Zeichnung mit
kalligraphisch gestaltetem Titel «Verlorenes». Auf Bütten, leicht auf Unterlagekarton aufgelegt, auf
dem Unterlagekarton mit der Werknummer und dem Titel. Sauber in der Erhaltung.

510. Die deutsche Stadt BR. Aquarell und Zeichnung in Feder in Tusche. 25,2: 29,2 cm.
(150 000. —)
** Werkverz. 1928.152 (F. 2). Unten rechts in der Darstellung in Tusche voll signiert «Klee». Auf
Bütten, auf Unterlagekarton aufgezogen, auf der Unterlage mit dem Abschlussstrich, der Werknum-
mer und dem vollen Titel in Tusche. Vollkommen farbfrisch und tadellos in der Erhaltung. -
Prachtvolle farbige Arbeit aus der Bauhaus-Zeit in Dessau.
Vom Vorbesitzer direkt vom Künstler erworben und seither nie mehr ausgestellt gewesen.
Siehe die farbige Abbildung, Tafel 7

Klee Nr. 505

511. Platz in Lz (Nordseite). Aquarell. 33,5 : 46,6 cm. (100000.—)


** Werkverz. 1929.20 (K. 10). In der Darstellung links in Feder signiert: «Klee». Auf Bütten, auf
Unterlagekarton aufgezogen, auf der Unterlage mit dem Abschlussstrich, der Werknummer und
dem vollen Titel. Sauber und farbfrisch in der Erhaltung. Auf dem Unterlagekarton mit minimalem
Lichtrand und mit kleinen Stockfleckchen.
Eine der schönen, von der Geometrie her inspirierten Stadtdarstellungen, die in der Zeit um 1927
einsetzen, aus der Bauhaus-Zeit in Dessau, kurz vor der Berufung Klees als Professor an die
Akademie von Düsseldorf. Klee war um die Jahreswende 1928-1929 längere Zeit in Ägypten

89
PAUL KLEE

gewesen, in vielen Werken des Jahres 1929 klingen Erinnerungen an diese Reise mit. Paul Klee
wurde 1929 50 Jahre alt. Will Grohmanns Monographie erscheint zu diesem Anlass im Verlag der
«Cahiers d’Art» in Paris, und bei Flechtheim in Berlin findet eine grosse Ausstellung statt, die 1930
vom Museum of Modern Art in New York übernommen wird.
Siehe die farbige Abbildung, Tafel 8

512. Ort auf rhythmischer Grundlage. Aquarell und pastose Kleisterfarben, mit dem Messer
verarbeitet. 26,2 : 3 5 cm. (175000.—)
* Werkverz. 1930.49 (N 9). Links in der Darstellung oben in Tuschfeder voll signiert «Klee». Auf
leichten Karton aufgezogen, der Darstellung entlang geschnitten. Im handschriftlichen Oeuvrekata-
log von Paul Klee wie folgt eingetragen : Mehrfarbiges Blatt. Aquarell, das heisst pastose Kleisterfar-
ft-irö
ben, mit dem Messer verarbeitet. Causon, starkes Papier. - Farbfrisch in der Erhaltung, gerahmt.
Sammlung:
Mies van der Rohe, Chicago, 1938 über Karl Nierendorf erworben.
Ausstellung:
Des Moines, Iowa, 1973, Des Moines Art Center, Paul Klee, The Bauhaus Years.
Mies van der Rohe war während langen Jahren zusammen mit Paul Klee als Meister am Bauhaus in
Weimar und Dessau tätig und besass eine besonders ausgewählte Sammlung von Werken von Paul
Klee- Siehe die farbige Abbildung, Tafel 9

513. Ruhendes. Aquarell über Federzeichnung in Tusche. 26: 30 cm. (100 000.—)
** Werkverz. 1930.137 (X. 7). Unten rechts in der Darstellung in Tusche voll signiert «Klee». Auf
Bütten, auf Unterlagekarton aufgezogen, auf der Unterlage mit dem Abschlussstrich, der Werknum-
mer und dem vollen Titel in Tusche. Vollkommen farbfrisch und tadellos in der Erhaltung. -
Prachtvolle geometrisch orientierte Arbeit in subtil abgewogener Farbgebung aus der Bauhaus- Zeit
in Dessau. - Vom Vorbesitzer direkt beim Künstler erworben und seither nie mehr ausgestellt
gewesen.
Siehe die farbige Abbildung, Tafel 8

514. Kunststreit. Feder in Tinte. 3 1,6: 47,6 cm. (20000.—)


Werkverz. 1932.203 (U 3). Rechts in der Darstellung schwungvoll signiert «Klee». Auf Bütten,
leicht auf Unterlage aufgelegt, auf der Unterlage mit der Werknummer und dem Titel. Tadellos in
der Erhaltung. Amüsante Darstellung eines «Kunststreites» um eine Portraitbüste.
Siehe die Abbildung, Seite 91

515. Menu ohne Appetit. Bleistiftzeichnung auf titanweiss grundiertem Papier. 24,3 : 3 3 cm.
(20 000.—)
* Werkverz. 1934. 170 (S 10). Unten rechts in der Darstellung voll signiert «Klee». Auf weiss
grundiertem Velin, auf Unterlage aufgelegt, auf der Unterlage mit dem Abschlussstrich, der
Werknummer und dem Titel. Tadellos in der Erhaltung.
Siehe die Abbildung, Tafel 67

516. Debut am Cabarett. Aquarell auf Baumwoll- Stoff, auf Unterlage aufgelegt. 40,2 : 19 cm.
(35 000.—)
* Werkverz. 1937.176 (S 16). Oben rechts in der Darstellung in Tinte signiert «Klee». Auf Baumwoll-
Stoff, auf Unterlagekarton aufgelegt und auf der Unterlage unten mit der Werknummer und dem
vollen Titel. Sauber und farbfrisch in der Erhaltung. - Reizvolles Mädchenportrait aus der Welt des
Theaters, entstanden 1937 in Bern.
Siehe die Abbildung, Tafel 69


PAUL KLEE

517. Stimmung im Wald. - Ausserordentliches im Wald. Aquarell auf Baumwollstoff, auf


Unterlage aufgelegt. 25,5 : 35,8 cm. (35 000.—)
* Werkverz. 1939.1005 (CD 5). Unten rechts in der Darstellung in Tuschfeder voll signiert «Klee».
Auf Baumwollstoff, auf Unterlagekarton leicht aufgelegt und auf der Unterlage mit dem Abschluss-
strich, der Werknummer und dem vollen Titel in Tuschfeder. Unten links in Bleistift von der Hand
des Künstlers der wohl erste für dieses Werk in Aussicht genommene Titel: ausserordentliches im
Wald. Bedeutendes Spätwerk in der grossfigurigen Formensprache. Sauber und farbfrisch in der
Erhaltung.
Siehe die Abbildung, Tafel 67

518. Lauernde Tendenz. Pinsel in schwarzer Kleisterfarbe auf Papier. 37:41,5 cm. (12 500.—)
Werkverz. 1940.305 (H 15). Oben rechts in der Darstellung in Tuschfeder signiert «Klee». Auf
Velin, leicht auf Unterlagekarton aufgelegt, auf der Unterlage unten mit dem Abschlussstrich, der
Werknummer und dem Titel. Eine der grosszügig konzipierten Zeichnungen aus den letzten
Lebensmonaten des Künstlers, entstanden im April. Gerahmt.

519. Im Bett. Bleistiftzeichnung. 29,6:21 cm. (15 000.—)


1940. Unten rechts in Rotstift signiert «Klee». Auf dünnem Velin. Eine der letzten Zeichnungen des
Künstlers, die nicht mehr ins Werkverzeichnis eingetragen wurden.

Graphik
520. Jungfrau im Baum. - Jungfrau (träumend). Inv. 3. Radierung. (25 000.—)
* Kornfeld 4/a (v. b). 1903. Unten rechts in Bleistift voll signiert und an seinen auch im Tagebuch
genannten 1 ugendfreund J. G. Castella dediziert. Auf festem Velin, mit Rand, mit geglätteten Falten.
Einer der im Werkverzeichnis aufgeführten 5 Drucke vor der Auflage. In sehr guter, tiefschwarzer
Druckqualität. In dieser Form sehr selten.
Siehe die Abbildung, Tafel 1 5 8

521. Garten der Leidenschaft. Radierung. (6000.—)


Kornf. 5 6/c (v. e). 1913. Die frühe Ausgabe des Blattes, in tadelloser Druckqualität, im Papierrand
unten rechts mit einer Signatur «Klee» und links mit Werknummer und Titel. - Blatt enthalten in:
Schweizer Gruppe «Moderner Bund», 1913, II. Mappe, schwarzer Orig.-Kart.-Umschlag, Titel und
Inhaltsverzeichnis und 5 orig. -graphische Blätter von Gimmi, Helbig, Huber, Klee und Lüthy.
Komplett sehr selten. - Exemplar der Sammlung Heinrich Stinnes, Lugt 1376/a, jedes Blatt einzeln
gestempelt.

522. Garten der Leidenschaft. Radierung. (3000.—)


Kornf. 56/c (v.e). 1913. Auf festem Velin, Auflage aus der Mappe Schweizer Gruppe «Moderner
Bund», 1913, II. Mappe. Im Unterrand alt bezeichnet, vermutlich aber nicht vom Künstler.

523. Auslöschendes Licht. Lithographie. (8000.—)


Kornf. 75/a (v. b). Werkverz. 1919.176. Unten rechts in Bleistift signiert «Klee». Auf Velin, mit
Rand, oben leicht festgeklebt. Einer der wenigen, signierten Probedrucke vor der Auflage. In dieser
Form selten.

5 24 . Die Heilige von innern Licht. - Heilige. Färb. Lithographie. (18 000.—)
* Kornf. 8 i/II/c. Werkverz. 1921. 122. In der Darstellung unten vom Künstler in Bleistift voll signiert
und mit der Werknummer. Auf festem Velin, mit Rand, sauber in der Erhaltung. Druck der
ehemaligen Auflage von 100 Exemplaren, erschienen 1921 in der I. Lieferung der Bauhaus-Mappen,
Meister des Staatlichen Bauhauses in Weimar, Weimar 1921.
Siehe die Abbildung, Tafel 1 5 7

92
PAUL KLEE

525. Hoffmanneske Szene. - Hoffmannesce Märchenscene. Färb. Lithographie. (20 000. —)


* Kornf. 82/II/c. Werkverz. 1921. 123. 1921. Unten in der Mitte der Darstellung in Bleistift vom
Künstler signiert und mit der Werknummer. Auf festem Velin, mit Rand. In den Farben etwas heller
als viele Auflagedrucke. — Als Auflage erschienen in : Neue europäische Graphik. Bauhaus- Mappe I,
Meister des staatlichen Bauhauses in Weimar. Weimar 1921 (erschienen 1922).
Siehe die Abbildung, Tafel 1 5 5

- 526. Seiltänzer. Färb. Lithographie. (25000. )


* Kornf. 95/IV/c. Werkverz. 1923.138. 1923. Unten rechts in Bleistift vom Künstler signiert «Klee»,
links mit der Werknummer. Tadelloser, vollkommen farbfrischer Druck der Auflage auf Bütten,
erschienen 1923 in der Mappe «Kunst der Gegenwart» bei R. Piper in München. Unten rechts mit
dem Blindstempel der «Marées-Gesellschaft». Ein Hauptblatt aus dem graphischen Werk des
Künstlers, 1923 in der Druckerei des Staatlichen Bauhauses in Weimar gedruckt.
Siehe die Abbildung, Tafel 1 5 8

527. Seiltänzer. Färb. Lithographie. (25000. )


* Kornf. 95/IV/c. Werkverz. 1923.138. 1923. Unten rechts in Bleistift vom Künstler signiert «Klee»,
links mit der Werknummer. Schöner, farbfrischer und vollrandiger Druck der Auflage auf Bütten,
erschienen 1923 in der Mappe «Kunst der Gegenwart» bei R. Piper in München. Unten rechts mit
dem Blindstempel der «Marées-Gesellschaft». Ein Hauptblatt aus dem graphischen Werk des
Künstlers, 1925 in der Druckerei des Staatlichen Bauhauses in Weimar gedruckt.
Vergleiche die Abbildung, Tafel 1 5 8

528. Rechnender Greis. Radierung. (17500.—)


Kornf. 104/b. Werkverz. 1929.99 (S. 9). 1929. Rechts unterhalb der Plattenkante vom Künstlerin
Bleistift voll signiert und links in der Papierecke mit der Numerierung auf 125. Druck der Auflage
auf Japan der Jahresgabe der Schweizerischen Graphischen Gesellschaft für 1928, geschaffen und
verschickt aber erst 1929. Tadelloses Exemplar.
Siehe die Abbildung, Tafel 1 5 7

529. Nicht endend. Radierung. (75°°-—)


Kornf. 106/c. Werkverz. 1930.20 (K. 10). Rechts unter der Darstellung in Bleistift signiert «Klee»,
links mit der Werknummer. Auf festem Velin, tadellos in der Erhaltung.
Siehe die Abbildung, Tafel 1 5 8

550. Was läuft er? Radierung. (10000.—)


Kornf. 109/d. Werkverz. 1932.330 . 10). 1932. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert.
Auf festem Velin, mit Rand. Leichter Lichtrand. - Druck der Auflage, die Klee zur Stützung der
finanziellen Lage den «Cahiers d’Art» in Paris zur Verfügung gestellt hatte.

GUSTAV KLIMT
Baumgarten bei Wien 1862-1918 Wien

531. Studie zum Bild : Portrait Adele Bloch-Bauer, sitzend. Bleistiftzeichnung. 53,8:32,5 cm.
(5000.—)
1907. Studie zum Portrait Dobai 150, heute in Wien, Österreichische Galerie, 1907 geschaffen. Auf
gelblichem Simili-Japan. Mit skizziertem Gesicht. - Rückseitig mit der Skizze eines Frauenkopfes.
Sauber in der Erhaltung.

93
GUSTAV KLIMT

552. Studien zum Bild: Portrait Adele Bloch-Bauer, stehend. Schwarze Kreide. Je ca.
45,5:25 cm. 2 Blatt Zeichnungen. (8000.—)
1912. Studien zum Portrait Dobai 177, heute in Wien, Museum des 20. Jahrhunderts. Auf Velin. Mit
skizziertem, leicht angeschnittenen Kopf. Sauber in der Erhaltung. - Zus. 2 Blatt.

533 . Nacktes sitzendes Mädchen, nach links, mit geneigtem Kopf. Bleistift. 50:34 cm.
(6000.—)
Um 1914. Unten rechts mit dem Nachlassstempel: GUSTAV KLIMT NACHLASS. Auf gelblichem
Simili-Japan.
Provenienz:
Bern 1957-1958, Klipstein und Kornfeld, Ausstellung Gustav Klimt, Nr. 8, reprod.

534. Kniendes Mädchen in ganzer Figur von vorn, mit hochgezogenem Kleid. Roter und
blauer Farbstift. 53 : 34,2 cm. (6000.—)
Um 1914. Rückseitig mit dem Nachlassstempel: GUSTAV KLIMT NACHLASS. Auf gelblichem
Simili-Japan.
Provenienz :
Bern 1 9 5 7-1 958, Klipstein und Kornfeld, Ausstellung Gustav Klimt, Nr. 3 o, reprod.

535. Liegendes junges Mädchen in langem Kleid, auf einem Sofa ausgestreckt. Bleistift.
37,4: 57,2 cm, Blattgrösse. (8000.—)
Um 1914. Unten links mit dem Nachlassstempel. Auf Simili-Japan, tadellos in der Erhaltung.
Siehe die Abbildung, Tafel 45

536. Stehende junge Frau, de Face, den linken Arm in die Hüfte gestützt. Blei-
stift. 56,5 : 37,2 cm, Blattgrösse. (10 000.—)
Um 1914. Unten rechts mit dem Nachlassstempel. Auf Simili-Japan, tadellos in der Erhaltung.
Siehe die Abbildung, Tafel 45

537. Kauernde nackte junge Frau, lächelnd. Bleistift. 56,7: 37,6 cm, Blattgrösse. (6000.—)
Um 1914. Unten rechts mit dem Nachlassstempel. Auf Simili-Japan, tadellos in der Erhaltung.

538. Stehendes junges nacktes Mädchen, mit der linken Hand das Gesicht zudeckend. Blaustift.
5 4,8 : 3 5 cm, Blattgrösse. ( 1 2 000.—)
Um 1916. Unten rechts mit dem Nachlassstempel. Auf Simili-Japan, tadellos in der Erhaltung.
Siehe die Abbildung, Tafel 45

539. Damenbildnis. Zeichnung in schwarzer Kreide. 45:31,6 cm, Blattgrösse. ( 5 000.—")


Um 1917-1918. Rückseitig mit dem Nachlassstempel der Sammlung R. Zimpel. Auf bräunlichem
Velin, sauber in der Erhaltung. - Aller Wahrscheinlichkeit nach entstanden im Zusammenhang
mit Klimt’s Vorarbeiten für sein Bild «Damenbildnis» von 1917-1918, das unvollendet geblieben
ist. - Vielleicht auch Bildnis von Fritza Riedler, dann entstanden um 1906.

MAX KLINGER
Leipzig 1857-1920 Grossjena

540. Meeres Ritt. - Verführung. Feder und Pinsel in Tusche, über Vorzeichnung in schwarzer
Kreide. 59: 18,6 cm. (4000.—)
* 1879. Unten links auf der Unterlage in Tinte voll signiert «Max Klinger», datiert «Bruxelles 1879»
und mit dem Titel «Meeres-Ritt». Die Zeichnung auf Unterlage mit einer leichten Einfassung. Die

94
MAX KLINGER

Originalzeichnung für die Radierung «Verführung», Singer 130, erschienen in Opus VIII, Blatt 4,
erstmals erschienen 1884. Wichtige Vorzeichnung zu einer bekannten Radierung. - Provenienz:
Sammlung Hans Steinwachs, vergi. Lugt 2 5 1 2/c (dort speziell auf die Klinger-Sammlung hingewie-
sen). Auktion Gutekunst und Klipstein Nr. 3, Juni 1934, Nr. 25 3.
Siehe die Abbildung, Tafel 3 7

MOISSI KOGAN
Orgiejeff 1879-1942 Auschwitz

541 . Zwei tanzende Mädchen. Holzschnitt. 32,7: 23 cm. (50°-—)


Um 1925. Unten links in Bleistift signiert. Schöner Handdruck in Rot, mit Silber gehöht. So schöne
Handdrücke sind selten.

OSKAR KOKOSCHKA
Pöchlarn 1886 — lebt in Villeneuve

Ölbild und farbige Zeichnungen


542. Portrait Gino Schmidt. Öl auf Leinwand. 90, 5 : 5 7, 5 cm. (225000.—)
* 1914. Unten links in Pinsel monogrammiert und genau datiert «OK / 20. III. 14.». Frisch und sauber
in der Erhaltung, rentoiliert. Das bedeutende Bild entstand 1914 im Rahmen des Bildnisses der 3
Gebrüder Schmidt, den Inhabern des Einrichtungshauses Friedrich Otto Schmidt in Wien und
Budapest. Die Figur links entstand 1911, die wichtige Mittelfigur 1914. Das Bild in dieser Form
beschrieben bei Wingler im Werkverzeichnis. Vor einigen Jahren liessen sich die Gebrüder Schmidt,
im Einverständnis mit dem Künstler, trennen und das wichtige Mittelbild präsentiert sich in der
heutigen Form. Wingler: Das mittlere Portrait ist besonders wichtig im Hinblick auf die Chronolo-
gie der zwischen Mitte 1913 und Ende 1914 entstandenen Werke, weil es als einziges dieser
Schaffensphase zeitlich genau fixiert ist.
Literatur (Auswahl) :
H. M. Wingler, Oskar Kokoschka, Das Werk des Malers, Nr. 94, reprod.
Ausstellungen (Auswahl) :
London 1959, Marlborough Gallery, Art in Revolt, Nr. 36.
London 1962, Tate Gallery, Oskar Kokoschka, Nr. 43
Florenz 1964, Palazzo Strozzi, L’Espressionismo, Nr. 313
Zürich 1966, Kunsthaus, Oskar Kokoschka, Nr. 3 1
München 1971, Haus der Kunst, Oskar Kokoschka, Bildnisse 1907-1970, Nr. 19, reprod.
Siehe die farbige Abbildung, Tafel 13
543. Feigenbaum. Farbstifte. 27: 56,2 cm. (7500. —)
1945. Unten rechts in Bleistift voll signiert und datiert. Auf Velin, sauber in der Erhaltung. In
Holzrahmen.

544. Liegender weiblicher Akt mit Halskette. Farbstifte. 27: 37,2 cm. (10 000.—)
1946. Links im Blatt monogrammiert «OK» und datiert «46». Auf Velin, sauber in der Erhaltung. In
Holzrahmen.

Porzellanplakette
545. Porzellanplakette für die Dresdener Künstlervereinigung. Porzellan. Durchmesser
9,9 cm. (1200.—)
Wingler D. 13. 1922. In Böttgerporzellan von der Staatlichen Porzellanmanufaktur ausgeführte
Plakette in brauner Farbe. Auf der Vorderseite bezeichnet «ANIMA», auf der Rückseite «MANIA».

95
OSKAR KOKOSCHKA

Die Vorderseite zeigt ein Selbstbildnis des Künstlers und daneben einen kleinen weiblichen Kopf,
die Rückseite ein kauerndes Paar. «MANIA» entspricht Anagramm von «ANIMA». Von tadelloser
Erhaltung und von grosser Seltenheit. - Abbildung bei Wingler, Oskar Kokoschka, 1956, pag. 338.

Graphik

546. Postkarten der Wiener Werkstätte. 11 Blatt färb. Lithographien. (3000.—)


Wingler-Welz 5, 5, 7, 9, 11, iz, 13, 14 in 2 Varianten, 15 und 17. 1906-1908. 10 verschiedene
Darstellungen der Serie von gesamthaft 15 Postkarten in färb. Lithographie, in den Jahren von
1906-1908 von den «Wiener Werkstätten» publiziert. Wingl.-W. 14 in 2 Varianten: Einmal mit
Aufdruck «Fröhliches Osterfest», einmal ohne Aufdruck. Alle 1 1 Karten auf festem Karton,
rückseitig mit Aufdruck, alle in sauberer Erhaltung und vollkommen farbfrisch. Selten so schön. -
Zus. 1 1 Blatt.

547. Tilla Durieux, en Face. Lithographie. (3000.—)


Wingl.-W. 139. 1920. Unten rechts in Bleistift voll signiert und auf 150 numeriert. Auf dünnem
Japan, mit leichten Knittern und 2 Stempeln. Das Portrait der berühmten Schauspielerin, die mit
bürgerlichem Namen Ottilie Godefroy hiess. Kokoschka schuf nach ihr auch ein Ölbild und eine
weitere Lithographie, Wingl.-W. 147. - Dabei: Victor Wallerstein. Lithographie. Wingl.-W 134.
1919. Unten rechts voll signiert und bezeichnet : «Litho, Pr. Dr.». Auf Japan, mit Knitter im Rand. -
Zus. 2 Blatt.

548. Das Konzert. IV. Lithographie. (2500.—)


Wingl.-W. 143. 1920. Unten rechts in Bleistift voll signiert «O Kokoschka», links auf 100 numeriert.
Auf Bütten, mit vollem Rand. Sauber in der Erhaltung.

549. Urvater der Fische. Färb. Lithographie. - Ringer II. Lithographie. (2000.—)
Wingl.-W. 217 und 255. 1961. Beide Blätter unten rechts voll signiert. Das erste Blatt auf
Büttenjapan. Das zweite Blatt auf Velin, Blatt 1 der Mappe II «Bekenntnis zu Hellas». Saubere
Exemplare. - Zus. 2 Blatt.
-,

KÄTHE KOLLWITZ
Königsberg 1867-1945 Moritzburg

Zeichnungen
550. Grosses Skizzenblatt mit einem Selbstbildnis, Kopfstudien, Aktstudien, Hand- und
Fussstudien, der Skizze eines Fensters und des Hütchens der Künstlerin. Feder in Tusche,
teilweise mit dem Pinsel in Tusche laviert. 42,2: 32,5 cm. (12 000.—)
K Nagel/Timm 18. Um 1889. Auf grauem Papier, tadellos in der Erhaltung. Rückseitig die ausgearbei-
tete Komposition, die Nagel/Timm unter der Nummer 17 beschreiben und ebenfalls um 1889
datieren. Die Darstellung kann als «Besuch Gretchens im Gefängnis» interpretiert werden. Das Blatt
ist mittels Feder und Pinsel in Tusche entstanden und misst ebenfalls 42,2 : 32,5 cm.
Die Zeichnungen entstanden während des Studienaufenthaltes der Künstlerin in München von 1 8 8 8
bis 1889. Es handelt sich um das erste grosse Skizzenblatt, das uns überliefert ist und es besticht durch
die grossartige Qualität vieler Détails und vor allem des Selbstbildnisses. Schon im Alter von 22
Jahren verfügte die Künstlerin über die zeichnerische Ausdruckskraft, die später den Grundstein für
ihren weltweiten Ruhm legte. Erst aus der Münchner Studienzeit sind Zeichnungen von Käthe
Kollwitz bekannt. So bedeutende Blätter der Künstlerin sind selten geworden.
Siehe die Abbildung, Tafel 52

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KÄTHE KOLLWITZ

55 1 551. Schlafendes Kind in den Armen der Mutter. Schwarze Kreide. 63 : 47, 5 cm, Blattgrösse.
r 1 I '/si 5J_LLL (10 000.—)
* Nagel/Timm 536. Um 1909-1910. Unten rechts in Bleistift signiert : Käthe Kollwitz. Auflngres-
Butten. Frisch und sauber in der Erhaltung. - Eine der schönen Zeichnungen aus dem Themenkreis
«Mutter und Kind» aus den Jahren von vor 1914. Das Gesicht des Kindes sehr schön ausgearbeitet,
das Gesicht der Mutter lediglich angedeutet.
Literatur: Adolf Heilborn. Käthe Kollwitz, Heinrich Zille. Berlin 1924. Reprod. pag. 45. - Ausgabe
1929. Reprod. pag. 57.
Siehe die Abbildung, Tafel 5 1

Kollwitz Nr. 560

Graphik

ÿil_ A'.
55' 552. Selbstbildnis am Tisch. II. Fassung. Radierung. (1500.—)
Klipstein 14/III/a (v. V/b). Um 1893. Unten rechts von der Künstlerin in Bleistift voll signiert, links
I T vom Drucker Felsing gezeichnet. Auf Kupferdruckpapier. Tadelloses Exemplar.

553. Tod. - Blatt 2 aus Zyklus : Ein Weberaufstand. Lithographie. (2000.—)


Kl. 35/II/b (v. c). 1897. Unten rechts von der Künstlerin in Bleistift voll signiert, links auf 50
numeriert. Auf gelblichem China, auf festes Velin aufgewalzt. Mit Rand. Druck der Auflage von
Richter von 1920. Tadellos.

9.7
KÄTHE KOLLWITZ

(800. )
5 54. Beratung. - Blatt 3 aus Zyklus: Ein Weberaufstand. Lithographie.
die Einfassung geschnitten
Kl. 3 6/b (v. d). 1 898. Frühdruck in Braunschwarz auf festem Velin. Um
und auf Velin aufgelegt.
(2000. )
555. Beratung. - Blatt 3 aus Zyklus : Ein Weberaufstand. Lithographie.
signiert, links auf 50 numeriert.
Kl. 36/c (v. d). 1 898. Unten rechts von der Künstlerin in Bleistift voll
Auf gelblichem China, auf festes Velin aufgewalzt. Mit Rand. Druck der Auflage von Richter von
1920. Tadellos.
(3000.—)
556. Ende. - Blatt 6 aus Zyklus: Ein Weberaufstand. Radierung.
der «spitzen» Signatur der
Kl. 37/II (v. V/b). 1897. Unten rechts in der Plattenkante in Bleistift mit
tadellos. Prachtvoller Frühdruck, aus der Kollwitz-
Künstlerin. Auf Japan, mit breitem Rand,
Sammlung Dr. W. Krieg, Bern.
(1000.—)
557. Ende. -Blatt 6 des Zyklus: Ein Weberaufstand. Radierung.
festem Kupferdruckpapier, mit
Kl. 37/III (v. V). 1897. Frühdruck, mit der gestochenen Schrift. Auf
Rand. Tadellos in der Erhaltung.
(1000. )
558. Stehender weiblicher Akt. Radierung.
signiert, links auf 50
K1.46/II/b (v. c). 1900. Unten rechts von der Künstlerin in Bleistift voll
numeriert. Druck der Auflage, die um 1920 bei Richter erschien.

(1500. )
559. Nachdenkende Frau. Lithographie.
signiert. Erschienen als Orig.-
Kl. 1 47/II/a (v. Il/b). 1 920. Unten links in Bleistift von der Künstlerin
Beilage zur Richter-Mappe.
(5000. )
560. Schlafende mit Kind. Holzschnitt. '
bezeichnet «[Link].». Auf
* Kl. 235/11 (v. VH/b). 1929. Unten rechts voll signiert «Kollwitz», links
weichem Velin, mit Rand, tadellos in der Erhaltung.
Prachtvoller Frühdruck des
Eine der grossen Seltenheiten aus dem graphischen Werk des Künstlers.
Zustandes, der Klipstein nur nach bezeichneten Drucken des I. und III. Zustandes bekannt war,
II.
unbeschrieben blieb. Da das
von dem er aber kein Exemplar kannte und der aus diesem Grunde
verloren ging, ist
einzig bekannte Exemplar des I. Zustandes aller Wahrscheinlichkeit nach 1945
gewordene Druck des II. Zustandes der frühest erreichbare. — Ehern.
dieser bis anhin einzig bekannt
Sammlung S. Schocken, Jerusalem.
Siehe die Abbildung, Seite 97
561. Selbstbildnis. Lithographie. (5000. )
Das
Kl. 2 5 z/b. 1934. Unten rechts von der Künstlerin in Bleistift voll signiert, links auf 80 numeriert.
schöne, ausdrucksstarke Selbstbildnis der Künstlerin auf gelblichem Velin. Mit leichtem Lichtrand
und Spuren von Verklebungen im oberen Rand.

ALFRED KUBIN
Leitmeritz 1877-1959 Wernstein

Aquarelle und Zeichnung

562 . Der Kardinal. Aquarell über Zeichnung in Feder in Tusche. 30,8 : 25 cm, Einfassungslinie.
(10 000.—)
altem
* 1913. Unten rechts in Tinte voll signiert, links unten in Bleistift mit dem Titel. Auf
Katasterpapier, mit Rand, farbfrisch. Sehr schönes, vollkommen durchgearbeitetes Blatt. - Ehern.
Sammlung Dr. Josef Haubrich, Köln, Nr. 1 5 5 .
Siehe die Abbildung, Tafel 74

98
ALFRED KUBIN

563. Gruppe von Reihern an einem dichtbewachsenen Flussufer. Feder in Tusche.


8>5 :16,2 cm. (1500.—)
Um 1913. Unten rechts in Tusche voll signiert. Auf Bütten, mit breitem Rand. Tadellos in der
Erhaltung.

564. Das unterste zu oberst. Aquarell über Federzeichnung in Tusche. 30- 19 5 cm Einfas-
sungshnie' ’ (4000.-)
1936. Unten rechts in Feder in Tusche vom Künstler voll signiert und «36» datiert.
Auf Katasterpa-
pier, mit Rand. Schöne, farbige Arbeit.

Lithographien
565. Traumland. Gruppe von 12 Blatt Lithographien. In HLw.-Mappe, 47: 3 5 cm. (5000.—)
Aus Raabe 1 68. 1922. Im Jahre 1 922 erschienen bei Gurlitt als 3 2. und 3 3 . Werk der Gurlitt-Presse die
beiden Mappen «Traumland» I. und II., mit je 1 Titelblatt und 12 Blatt Lithographien auf altem
Velin, alle leicht auf schwarze Bogen aufgelegt. Die vorliegende Folge (mit Titelblatt von «Traum-
land I», 32. Werk der Gurlitt-Presse) ist aus den Folgen I und II gemischt, 7 Blatt aus «Traumland I»,
5 Blatt aus «Traumland II». Alle 12 Blatt Lithographien vom Künstler einzeln in Bleistift signiert.
Auf dem Titelblatt als eines von 60 Exemplaren auf altem Velin gekennzeichnet. - Zus. 1 2 Blatt.

JEAN-EMILE LABOUREUR
Nantes 1877-1943 Kerfalher

566. Les Pêcheurs et le Mousse. Färb. Lithographie. (500. )


Loyer 778. 1924. Unten links in Bleistift signiert, rechts auf 30 numeriert. Auf Velin, mit Rand,
sauber in der Erhaltung.

ELSE LASKER-SCHÜLER
Wuppertal-Elberfeld 1876-1945 Jerusalem

567. Der Schlangenanbeter auf dem Marktplatz in Theben. Feder in Tusche über Bleistiftvor-
zeichnung, in Farbstiften überarbeitet, mit Collage, u.a. in Gold. 28,2: 22,4 cm. (4000. —)
* 1914. Auf dem Blatt unten von der Hand der Künstlerin in Tinte beschriftet : Der Schlangenanbeter
auf dem Marktplatz in Theben. Leicht auf Unterlage aufgelegt, auf dem Unterlagekarton von der
Künstlerin in Tinte voll signiert : Else Lasker-Schüler. Sauber und farbfrisch in der Erhaltung.
Diese Zeichnung und die folgenden Blätter der Künstlerin entstanden 1914 im Zusammenhang mit
den Illustrationen zum berühmten Werk «Der Prinz von Theben», 1914 in Leipzig im Verlag der
weissen Bücher erschienen und von Else Lasker-Schüler und von Franz Marc illustriert. Die im Buch
reproduzierten Arbeiten wurden 1914 teilweise von der Königlich Preussischen Nationalgalerie
aufgekauft und dann 1937 im Rahmen der Aktion «Entartete Kunst» beschlagnahmt. Sie tauchten
teilweise 1975 wieder auf und wurden in unserer Juni-Auktion «Moderne Kunst» verkauft. Vergi.
Nr. 575.
Siehe die Abbildung, Tafel 62

568. Elephant mit Jussuf. Feder in Tusche, mit Farbstiften überarbeitet. 31,5 123,5 cm, Blatt-
grösse. (4000.—)
* 1914. Unten von der Hand der Künstlerin in Tinte beschriftet: Elephant mit Jussuf. Auf Velin,
tadellos in der Erhaltung. Mit «Jussuf» bezeichnet sich die Dichter-Künstlerin in ihrem Buche
«Prinz von Theben» selbst; es handelt sich demnach um ein Selbstbildnis. Vergleiche Beitext
Nummer 567.
Siehe die Abbildung, Tafel 61

99
ELSE LASKER-SCHÜLER

Vorzeichnung in
569. Der Schlangentänzer und die Feuerfresser. Feder in Tusche über
Bleistift, mit Farbstiften überarbeitet und mit Collage, u.a. in Gold und Silber.
27:20,8 cm. (4000. )
Der Schlangentänzer
1914. Auf dem Blatt unten von der Hand der Künstlerin in Tinte beschriftet:
Feuerfresser. Leicht in Umschlag in grauen Karton eingelegt, auf dem Umschlag mit der
und die
Auf dünnem Velin, tadellos in der Erhaltung.
vollen Signatur in Tinte: Else Lasker-Schüler.
Vergleiche Beitext Nummer 567. c 1 z6 1
5 Siehe die Abbildung, Tafel
in Bleistift, mit
57O. Jussuf weidet die Ziegen und Schafe. Feder in Tusche, über V orzeichnung
Farbstiften überarbeitet und mit Collage- Elementen. 22: 19,7 cm> Blattgrösse. (2500. )
Jussuf weidet die
1914. Auf dem Blatt unten von der Hand der Künstlerin in Tinte beschriftet:
in der Erhaltung. Mit «Jussuf» bezeichnet sich die Dichter-
Ziegen und Schafe. Auf Velin, sauber
Selbstbildnis.
Künstlerin in ihrem Buche «Prinz von Theben» selbst ; es handelt sich demnach um ein
Vergleiche Beitext Nummer 567.

Wüste. Zeichnung in schwarzer Kohle und


571- Jussuf reitet auf dem Kamel durch die (2500.—)
Farbstiften. 21,7: 26,8 cm, Blattgrösse.
Jussuf reitet auf dem
1914. Auf dem Blatt unten von der Hand der Künstlerin in Kohle beschriftet:
der Unterlage von
Kameel durch die Wüste. Auf Velin, leicht auf Unterlage aufgelegt, rückseitig auf
signiert. Mit «Jussuf» bezeichnet sich die Dichter-Künstlerin in ihrem Buch
der Künstlerin voll
demnach um ein Selbstbildnis. Vergleiche Beitext
«Der Prinz von Theben» selbst; es handelt sich
Nummer 5 67. Siehe die Abbildung, Tafel 61
Farbstiften überarbeitet und Collage-Elementen.
5 72- Vor dem Aquarium. Feder in Tinte, mit (1500. —)
20,5 : 15,5 cm.
Lasker-Schüler. Auf dünnem
Um 1914. Unten rechts von der Künstlerin in Tinte voll signiert: Else
Velin, sauber in der Erhaltung.

HENRI LAURENS
1885 Paris 1954

allongée au Bras levé. 2 Blatt färb. Lithographien.


5 73- Femme assise à la Jambe levée. — Femme (2500. )
44:25 und 29:46 cm.
signiert, ein
Kat. Paris 188 und 189. 1950. Beide Blätter vom Künstler in Bleistift unten links voll
Blatt auf römisch 60 numeriert, das 2. Blatt als «Epreuve d’artiste» bezeichnet.

cm. (1000. )
574- Femme allongée au Bras levé. Färb. Lithographie. 29:46
bezeichnet. Mit 4
Kat. Paris 189. 1950. Unten links in Bleistift signiert, rechts mit «épr. art»
Stockfleckchen.

LE CORBUSIER
La Chaux-de-Fonds 1887-1965 Roque Brune

Pastell, Collagen und Zeichnungen


Vorzeichnung in schwarzer Kohle.
5 75 ■ Nature morte: Bouteilles, Verres, Pipes. Pastell über (12500. )
52:42,5 cm.
des
191 5— 1920. Auf dünnem bräunlichem Velin, auf leichten Karton aufgezogen, auf der Rückseite
Stempel der «Fondation Le Corbusier». Wohl Entwurf für ein Ölbild, aller
Kartons mit dem
Wahrscheinlichkeit nach entstanden in den Jahren zwischen 191 5 und 1920.
Siehe die Abbildung, Tafel 91

100
LE CORBUSIER

576. Liegender weiblicher Akt auf einer Mauer, das linke Bein aufgestützt. Fettkreiden über
Federzeichnung in Tusche. 21 : 30,8 cm, Blattgrösse. (3000. )
I927- Unten rechts in Bleistift monogrammiert und datiert «L-C 27». Auf dünnem Velin, sauber in
der Erhaltung.

577. Männliches Brustbild, halb nach links. Silberstiftzeichnung. 26,7: 21,4 cm, Blattgrösse.
(3000.—)
1929. Unten rechts voll signiert und datiert «Le Corbusier 29». Auf dünnem Velin, tadellos in der
Erhaltung. In allen Details ausgearbeitete, wichtige Portraitzeichnung.

578. Junges Mädchen, mit violettem Korsett, roten Strümpfen und Stiefeln leicht bekleidet.
Feder in Tusche, mit Fettkreiden farbig überarbeitet. 30,8 : 20,8 cm, Blattgrösse. (3 500.—)
1931. Unten rechts in Bleistift voll signiert und datiert «Le Corbusier 3 1 ». Auf dünnem Velin, sauber
in der Erhaltung.

579. Weiblicher Akt in ganzer Figur. Pinsel in Tusche, über farbiger Collage. 56:38,7 cm.
(7500.—)
1933-1960. Unten links in Pinsel monogrammiert und datiert «L-C 33-60». Erste Collage von 1933,
überarbeitet 1953 und i960. Grosszügig konzipierte, farblich und zeichnerisch reizvolle Arbeit.
Siehe die Abbildung, Tafel 91

580. Zwei weibliche Akte in ganzer Figur. Pinsel in Tusche, über farbiger Collage.
64,7:45,6 cm. (75OO._)
1936-1960. Unten rechts in Pinsel monogrammiert und datiert «L-C 36-60», darunter in Blau voll
signiert «Le Corbusier». Erste Collage von 1936, überarbeitet i960. Sehr schöne, grosszügig
konzipierte Arbeit. Mit leichten Atelierspuren.
Siehe die Abbildung, Tafel 91

581. Projet de Sculpture en Bois. Aquarell über Federzeichnung in Tusche und Vorzeichnung
in Bleistift. 50: 32,8 cm, Blattgrösse. (5000.—)
1940. Unten rechts voll signiert und bezeichnet «Ozon octobre 1940», links in Bleistift: Bon pour
tapisserie / 17 juillet 64 / Le Corbusier. Auf Velin, sauber mit leichten Atelierspuren.

Siehe die Abbildung, Tafel 91

582. 3 nackte Figuren an einem gedeckten Tisch an einem Meeresstrand. Farbige Fettkreiden
über Zeichnung in Feder in Tusche. 21:27 cm, Blattgröss'e. (3500.—)
195 1. Unten rechts in Tusche monogrammiert und datiert «L-C 5 1». Auf dünnem Velin, sauber in
der Erhaltung.

Graphik

583. Album «Le Poème de 1’ Angle droit». 19 färb. Lithographien, alle vom Künstler signiert.
Paris, Tériade, 1955. 47,5 : 37 cm. In Orig. -Kassette. (22 500.—)
Paris 1973, Kat. Tériade Editeur, pag. 1 18. 1955. Die komplette Folge der 19 Lithographien des
Buches als Album publiziert. 19 lose Blätter, alle vom Künstler in Bleistift signiert, in Mappe. In
dieser Form sehr selten. Blätter sauber in der Erhaltung, Mappe minimal lädiert.

IOI
FERNAND LEGER
Argentan 1881-1955 Gif-sur-Yvette

Aquarelle und Zeichnung

584- Nature morte. Aquarell über Vorzeichnung in Bleistift. 31,7:23,5 cm. (30000. —)
* 1922. Unten rechts in Bleistift monogrammiert und datiert «FL 22». Rückseitig von der Hand des
Künstlers mit der vollen Signatur «F.Léger», dem Titel «Nature morte» und der Jahrzahl «1922».
Auf Velin, farbfrisch und sauber, rückseitig im Papier leicht gebräunt. Eines der schönen, kubi-
stisch/konstruktiven Aquarelle der Jahre um 1922.
Das Werk kam von Léger in die Sammlung von Carl Einstein, dem berühmten deutschen
Kunsthistoriker, der sich mit der Herausgabe des Werkes «Kunst des 20. Jahrhunderts» 1926 im
Rahmen der Propyläen-Kunstgeschichte grosse Verdienste erworben hat. Carl Einstein verschenkte
das Blatt seinerseits, oben links steht in Tinte: besten Gruss von Carl Einstein. Carl Einstein war
einer der ersten, der in Deutschland auf die grosse Bedeutung von Léger hingewiesen hat.
Siehe die Abbildung, Tafel 90

585. Paysage américaine. Gouache über Pinsel in Tusche und Vorzeichnung in Bleistift.
11,6: 14,8 cm. (15 oo°-—)
1945. Unten rechts vom Künstlerin Tuschfeder monogrammiert und datiert «FL 45 »und bezeichnet
«NY» für New York. Zusätzlich mit einer Dedikation an «Amigo Pierre». Frisch und sauber in der
Erhaltung, in der Mitte Faltspuren.
Sammlung :
Pierre Jeanneret, Cousin von Le Corbusier, der das Werk 1945 von Léger als Geschenk erhielt.

586. Livre et Vase. Zeichnung in Tuschpinsel. 42,5 : 30,5 cm. (75°°-—)


1949. Unten rechts monogrammiert und datiert: F.L. 49. Auf Velin, sauber in der Erhaltung, in
Passepartout montiert.
Provenienz:
Galerie Louise Leiris (D. H. Kahnweiler), Paris, Inv. Nr.03635. Photo Nr.6909.

587. Forme jaune. Gouache. 65 : 50,3 cm. (60 000. —)


1953. Unten rechts in Pinsel monogrammiert und datiert: FL 5 3 . Auf gelblichem Velin, sauber in der
Erhaltung. Eine der schönen Arbeiten aus den frühen fünfziger Jahren in grosszügig konzipierter
Formsprache.
Provenienz:
Galerie Louise Leiris (D. H. Kahnweiler), Paris, Inv. Nr. 01 271 1, Photo Nr. 30538, mit Etikette.
Siehe die Abbildung, Tafel 92

Graphik

588. Constructeurs. Lithographie. 28,6:23,7 cm. (3000.—)


1920. Unten rechts in Tinte signiert. Als Auflage erschienen im II. Jahrgang, 4. Mappe, von «Die
Schaffenden» 1920 in Weimar. Schöner Druck, leichte Stockfleckchen und rückseitig 2 Verklebun-
gen im Papier. Selten.

589. Jeune Fille de Face. Lithographie. 24, 1 : 17,3 cm. (5000. —)


1928. Unten rechts in Bleistift voll signiert «F. Léger». Auf festem Velin, tadellos in der Erhaltung. -
Liegt den gesamthaft 5 2 Vorzugsexemplaren des folgenden Werkes bei : E. Tériade, Fernand Léger,
Paris, Ed. Cahiers d’Art, Dezember 1928.
Siehe die Abbildung, Tafel 138

102
FERNAND LEGER

590. Visage. Kaltnadel. 19,5 : 1 1,9 cm. (4000. )


1928. Unten rechts in Bleistift vom Künstler voll signiert, links als «essai» bezeichnet. Auf festem
Velin, sauber in der Erhaltung. Seltenes, frühes Blatt. Die Kaltnadelarbeit war für eine Luxusaus-
gabe der «Cahiers d Art» in Paris vorgesehen, kam aber als Auflage nicht zum Ausdruck. — Aus
Sammlung Christian Zervos, Paris.

591. Le nouvel Espace. Färb. Lithographie. 24,3 : 18,7 cm. (2000. )


1948. Unten rechts in Tinte voll signiert, links auf 40 numeriert. Auf festem Velin, tadellos. Als
Auflage erschienen in: Douglas Cooper, Fernand Léger et le nouvel Espace, Genève 1948.

ALPHONSE LEGROS
Dijon 1837-1911 Watford bei London

592 . Stehende weibliche Figur, mit einem Wasserkrug auf der Schulter. Kreidezeichnung auf
blauem Papier. 30: 13,5 cm. (1500.—)
Um 1890. Sehr schönes, typisches Studienblatt, in tadelloser Erhaltung. - Provenienz: Sammlung
C. O. Schniewind, Lugt 641 a.

AUGUSTE LEPERE
Paris 1849-1918 Domm

593. Bucolique moderne. Färb. Holzschnitt. (500.—)


Lotz-Brissonneau 2 7 1 / V. 1 90 1 . Auf festem Bütten, mit Rand, farbfrisch. Ersatzlösung für alle, denen
«Un Dimanche après-midi à Pile de la Grande-Jatte» von Seurat nicht erreichbar ist.

MAX LIEBERMANN
1847 Berlin 193 5

Zeichnungen
594. Sitzende Holländerin, nach links. — Sitzende Frau, nach rechts. Schwarze Kreide.
21,6: 20,8 cm und 33,7: 28,6 cm. 2 Blatt Zeichnungen. (1500.—)
1886. Beide Blätter voll signiert, ein Blatt «86» datiert. Ein Blatt aufgezogen, das andere Blatt
rückseitig mit weiteren Studien. Bräunliches Papier, leichte Lichtränder. - Provenienz : Sammlung
Julius Freund, Auktion Galerie Fischer Luzern 1942, Nrn. 176 und 192. - Zusammen 2 Blatt.

595. Spielende Kinder in einem Park. Zeichnung in schwarzer Kohle, weiss gehöht.
30,5:24 cm. (7000.—)
Um 1 899. Unten links in Kohle voll signiert : M. Liebermann. Auf grauem Velin, durch den Firniss
leicht gebräunt. Sauber in der Erhaltung. — Zeichnung entstanden vermutlich im Zusammenhang
mit dem Bild «Schulgang in Laren», 1899 geschaffen.

Graphik

596. Heimkehrende Schafherde. - Heerengracht in Amsterdam. - Kartoffelarbeiter. 3 Blatt


Radierungen und Kaltnadel. ( 1 2 5 o.—")
Schiefler 7, 38 und 39. 1890 und 1896. Alle 3 Drucke vom Künstler in Bleistift signiert, alle tadellos in
bezug auf Druck und Erhaltung. - Zus. 3 Blatt. .

103
MAX LIEBERMANN

597. 5 Blatt Radierungen. (1000.—)


Sch. 33/III/b, 51, 55/b, 5 6/b und 57/b. 1894-1904. Drucke auf Bütten, mit Rand, teilweise mit
Lichtrand. - Oscar Bie. Max Liebermann. Berlin 1909. Nur der Text. Radierung auf Titelblatt,
Lithographie auf Umschlag. — Zus. 5 Blatt Radierungen und 1 Buch.

598. Holzsammler im Walde. Lithographie. ( 5 00.—)


Sch. 49/a (v. b). 1 896. Voll signierter Probedruck, vor der Auflage.

599. Selbstportrait. - Selbstportrait mit der Palette. 2 Blatt Kaltnadel. (1 500.—)


Sch. 115/V und 117/VIII. 1911. Beide Blätter vom Künstler voll signiert und auf ;onumeriert. Beide
tadellos. - Zus. 2 Blatt.

600. Corso auf dem Monte Pincio in Rom. - Restaurant am Wasser (de Vink bei Leiden). -
Strandscene mit Strandkörben. 3 Blatt Radierungen und Kaltnadel. (1500.—)
Sch. 118/VI, 119/V und 156/III/d. 1911 und 1914. Alle 3 Drucke vom Künstlerin Bleistift signiert
und alle auf 50 numeriert. Tadellos. - Zus. 3 Blatt.

601. Tiergarten. - Breitweg im Tiergarten. — Jäger mit Hunden. 3 Blatt Radierungen und
Kaltnadel. (125°.—)
Sch. 1 5 8/III/c, 159/III/b und 161/III/b. 1914. Alle 3 Drucke vom Künstlerin Bleistift signiert und
alle numeriert. Tadellos. - Zus. 3 Blatt.

602 . Mädchen auf der Gartenbank. - Garten in Wannsee. Mit dem Mädchen auf der Bank. -
Badende Jungen. 3 Blatt Radierungen und Kaltnadel. (1250.—)
Sch. 216/V/c, 217/III/b und3i3/c. 1916 und 1918. Alle 3 Drucke vom Künstler in Bleistift signiert
und alle numeriert. Tadellos. — Zus. 3 Blatt.

EL LISSITZKY
Bei Smolensk 1890-1941 Moskau

603. Globetrotter (in der Zeit). Blatt 5 der Folge: Die plastische Gestaltung der elektro-
mechanischen Schau «Sieg über die Sonne». Färb. Lithographie. (10 000.—~)
* H . Richter, El Lissitzky , Sieg über die Sonne, Zur Kunst des Konstruktivismus, Blatt 5 , Köln 1958.
Lissitzky-Küppers/Read, El Lissitzky, London 1968, Farbtafel 59. - Unten links in Bleistift voll
signiert «El Lissitzky» und mit der Nummer «5». Auf festem Velin, farbfrisch und sauber in der
Erhaltung. Das Blatt erschien 1923 in Hannover im Selbstverlag des Künstlers im Rahmen der
Mappe in kleiner Auflage, doch gingen zwischen 1923 und 1945 sehr viele Exemplare verloren. So
schöne Zeugnisse der konstruktivistischen Graphik sind selten.
Siehe die Abbildung, Tafel 1 5 5

604 . Totengräber. Blatt 9 der Folge : Die plastische Gestaltung der elektromechanischen Schau
«Sieg über die Sonne». Färb. Lithographie. (8000.—)
* H. Richter, El Lissitzky, Sieg über die Sonne, Zur Kunst des Konstruktivismus, Blatt 9, Köln 1958.-
Lissitzky-Küppers/Read, El Lissitzky, London 1968, Farbtafel 61. - Unten links in Bleistift voll
signiert «El Lissitzky» und mit der Nummer «9». Auf festem Velin, farbfrisch und sauber in der
Erhaltung. Das Blatt erschien 1923 in Hannover im Selbstverlag des Künstlers im Rahmen der
Mappe in kleiner Auflage, doch gingen zwischen 1923 und 1945 sehr viele Exemplare verloren. So
schöne Zeugnisse der konstruktivistischen Graphik sind selten.
Siehe die Abbildung, Tafel 1 5 5

104
BERNHARD LUGINBÜHL
Bern 1929- lebt in Mötschwil

605 . Osaka Punch I. Kupferstich. (1250. )


Kat. Genf 197b 5 5* I97°* Oben rechts in der Darstellung vom Künstler voll signiert und «1970»
datiert, unten rechts auf 30 numeriert. Tadelloses Exemplar des grossformatigen Kupferstiches.

AUGUST MACKE
Meschede 1887-1914 Perthes-les-Hurlus

606. Akrobatin auf Pferd im Zirkus mit Begleitpersonen. Aquarell. 17,4: 21,9 cm. (10 000.—)
1913. Unten links in Bleistift signiert und datiert «August Macke 1913». Auf gelblichem Velin,
sauber in der Erhaltung. — Aus der Sammlung von Louis Moilliet, der mit August Macke 1913 eng
befreundet war und der im Frühjahr 1914 Macke und Klee mit auf die legendäre Reise nach Tunis
und Kairouan nahm. Rückseitig von der Hand Louis Moilliets: Zirkusstudie August Macke. Bes.
Moilliet. c. ,
Siehe die Abbildung, Tafel, 5 5

RENE MAGRITTE
Lessines 1896-1967 Brüssel

607. La Lunette d’Approche. -Das Fernglas. Farbstiftzeichnung. 21,8: 14,5 cm. (27 500.—)
* 1962-1963. Oben links in schwarzer Kreide voll signiert «Magritte». Auf festem Karton, tadellos in
der Erhaltung. Faltblatt, innen mit einer Dankesadresse in der Handschrift des Künstlers mit einer
weiteren vollen Signatur «René Magritte». Farblich sehr reizvolle Arbeit. - Vorarbeit im Zusam-
menhang mit dem 1963 fertiggestellten Ölbild «La Lunette d’Approche» (reprod. bei Waldberg,
pag. 41), heute in der Sammlung der University of St. Thomas in Houston.
Siehe die Abbildung, Tafel 105

ARISTIDE MAILLOL
1861 Banyuls-sur-Mer 1 944

Zeichnung
608. Stehender Mädchenakt, de Face. Bleistift. 31,8: 14,5 cm. (5000.—)
Um 1925. Unten rechts monogrammiert in Bleistift: M. Rückseitig mit Bleistiftstudien eines
sitzenden Aktes. Auf Velin, mit leichten Atelierspuren.
Ausstellung :
Winterthur 1962, Kunstmuseum, Die Graphiksammlung Richard Bühler, Nr. 121.

Graphik
609 . Leda. Lithographie. (2000.—)
Guérin 273. Um 1925. Druck in Schwarz auf festem «Maillol-Bütten», unten rechts mit dem
Monogramm des Künstlers in Bleistift. Wohl Probedruck vor der Auflage für Frapier.

610. L’Art d’Aimer d’Ovide. Folge von 12 Blatt Lithographien. (1 5 000.—)


G. 307-318. 1935. Komplette Folge der 12 Lithographien, alle auf Bütten mit Wasserzeichen
«Maillol-Gonin» gedruckt, alle einzeln vom Künstler in Bleistift monogrammiert «AM » und alle auf
50 numeriert. Komplette Folgen sind selten. - Zus. 12 Blatt.

105
HENRI-CHARLES MANGUIN
Paris 1874-1943 St-Tropez

61 1 . Liegender Mädchenakt, auf einem Sofa. Aquarell. 24,5 : 33,5 cm. (7500.—)
Um 1910. Unten rechts in Pinsel voll signiert: Manguin. Auf Velin, den Rändern entlang in
Passepartout montiert. Farbfrisch in der Erhaltung. Schönes farblich reizvolles Aquarell aus der
späten Fauves-Zeit.

612. Stilleben mit Blumen und Früchten. Aquarell über Vorzeichnung in Bleistift.
37,8:48,8 cm. ' (10000.—)
Um 1920. Unten links in Bleistift voll signiert: Manguin. Auf Velin, auf Japan und auf leichten
Karton aufgezogen. Vollkommen farbfrisch, tadellos in der Erhaltung. Bildhafte Komposition in
leuchtenden Farben. siehe Abbildung> Tafel ? 6

613. Rückenakt. - Sitzender Mädchenakt in ganzer Figur, seitlich vom Rücken gesehen.
Rötelzeichnung. 25:20 cm, Zeichnung allein. (2000.—)
Um 1925. Unten rechts unter der Darstellung voll signiert: Manguin. Auf dünnem Velin, den
Rändern entlang auf Unterlage befestigt. Sauber und frisch in der Erhaltung.
Ausstellung:
Winterthur 1962, Kunstmuseum, Die Graphiksammlung Richard Bühler, Nr. 127.

GIACOMO MANZÙ
Bergamo 1908 -lebt in Ardea bei Rom

614. L’Abraccio. Radierung. 29,6:29,6 cm. (1250. —)


Um i960. Unten links voll signiert, rechts auf römisch XXX numeriert. Auf Japan, mit Rand.

MAPPENWERKE

Sema-Mappe
615. Sema. 15 Originalsteinzeichnungen. München, Delphin-Verlag, 1912. 46:41,5 cm. In
Orig.-Mappe mit Aufdruck. (12500.—)
1912. Eines der 1 5 römisch numerierten Exemplare auf Japanbütten, die je 1 Orig. -Arbeit von einem
der 1 5 beteiligten Künstler enthielten. In der vorliegenden Mappe : Edwin Scharff. Der barmherzige
Samariter. Aquarell. 26,5 : 19,8 cm. Signiert und 1912 datiert.
Die Mappe enthält als wichtigste Beiträge :
(Paul Klee. Blick auf einen Fluss. Kornfeld 42/B/a (v. b). Signiert. - Egon Schiele. Männlicher Akt. -
Selbstbildnis. Kallir i/b/I (v. ÌI). - Weitere Arbeiten von Kubin, Max Oppenheimer, Edwin Scharff
u. a. m. - Minimale Erhaltungsschäden. - Als Japanausgabe sehr selten.

Die Schaffenden
616. Die Schaffenden. Eine Zeitschrift in Mappenform. Herausgeber: Paul Westheim. Jahr-
gang I, 1919, Mappen 2-4. Weimar, Gustav Kiepenheuer, 1919. 44,5:34 cm. In losen
Blättern, in Orig. -Umschlägen, mit Kurzbiographien der vorkommenden Künstler. In
Orig. -Mappe, mit der Numerierung. Eines von 100 Exemplaren auf Velin und Bütten.
(4000.—)
Die vorliegenden 3 Mappen enthalten 30 Blätter (Holzschnitte, Radierungen, Lithographien), u.a.
der folgenden Künstler:
Campendonk, Felixmüller, Gothein, Kaus, Kokoschka, Kubin, Meidner, Purrmann und a. m. Ein
genaues Verzeichnis der Mappen 2-4 enthalten in Auktionskatalog Kornfeld und Klipstein Nr. 1 16
von 1965, pag. 126. - Zus. 30 Blatt.
MAPPENWERKE

Schweizerische Graphische Gesellschaft


617. Schweizerische Graphische Gesellschaft. J ahresgabe 1954,55,56. Lieferung I und 11,1956
und 1958. 67: 5 1 cm. In Orig. -Umschlag. (6000.—)
Enthalten sind:
1. Marino Marini. Cavalier et Chevai sur Fond gris. Färb. Lithographie. San Lazzaro 57. 1955.
Signiert.
2. Alberto Giacometti. Atelier. Lithographie. Lust 25. 1956. Signiert.
5. Hans Arp. Composition. Färb. Lithographie. Arntz 333. 1956. Signiert.
4. Arnold d’Altri. Reiter und Pferd. Radierung. Signiert.
5 . Germaine Richier. Femme debout. Radierung. Mit Nachlassstempel.
6. Walter Linck. Les trois Pendules. Radierung. Signiert.

Alle Blätter auf 1 2 5 numeriert. Sauberes Exemplar.

Mappe Hochschule St. Gallen


618. 24 Blatt Lithographien, Holzschnitte, Radierungen, Serigraphien und Prägedrucke.
Papierformat je ca. 67:50cm. St. Gallen, Handelshochschule, 1967. In Orig.-Ln.-Kas-
sette. (12 500.—)
* 1963-1967. Publikation zur Finanzierung des künstlerischen Schmuckes der Handelshochschule
St. Gallen in 1 5 o Exemplaren. Enthält 24 orig. -graphische Arbeiten, u. a. der folgenden Künstler :
1. Jean Arp. Färb. Serigraphie. Nicht bei Arntz. Sign, und num.
2. Georges Braque. Färb. Lithographie. Num.
3. Alex. Calder. Färb. Lithographie. Sign, und num.
4. Sam Francis. Färb. Lithographie. Sign, und num.
5. Alberto Giacometti. Lithographie. Sign, und num. Lust 38.
6. Joan Miro. 2 Blatt färb. Lithographien. Sign, und Nurn.
7. Ant. Tapies. 2 Blatt färb. Lithographien. Sign, und num.
Weitere Arbeiten von Aeschbacher, Baier, Bodmer, Coghuf, Consagra, Gehr, Hajdu, Kemeny,
Mastroianni, Müller, Penalba, Santomaso, Kimber Smith, Soulages und Valenti. - Komplett selten.

GERHARD MARCKS
Berlin 1889- lebt in Köln

619. Weibliche Figur in langer Robe, de face. Holzschnitt. 5 3,8 : 18,2 cm. (500.—)
Um 1925. Unten rechts in Bleistift voll signiert «G. Mareks». Auf Velin, mit etwas Rand.

MARINO MARINI
Pistoia 1 90 1 - lebt in Mailand

Gouachen
620. Cavallo coll ’Acro bato. Ölmalerei und Deckfarben, teilweise geritzt. 61,7:42,7 cm.
(17 500.—)
1952. Unten rechts in Bleistift voll signiert und datiert: MARINO 1952. Tadellos farbfriscl
Erhaltung. Bedeutende Komposition aus dem Themenkreis «Akrobat und Pferd». In reich ge-
schmücktem Holzrahmen.
Siehe die Abbildung, Tafel 94
MARINO MARINI

621 . Cavallo con due Acrobati. Ölmalerei und Deckfarben, teilweise mit eingeritzter Zeich-
nung. 61,7:42,7 cm. (17500.—)
1953. Unten rechts in Tusche signiert «MARINO» und links mit der Jahrzahl «1953». Auf festem
Velin, oben leicht auf Unterlage aufgezogen. Schöne Komposition aus dem Themenkreis «Akroba-
ten und Pferde». In reich geschmücktem Holzrahmen.
Siehe die Abbildung, Tafel 94

Skulptur

622. Petite Figure. Bronce. 32,5 cm hoch. (12 500. —)


San Lazzaro, Marini, Skulpturen, Nr. 56. 1935. Rückseitig auf dem Sockel mit dem Monogramm
«MM». Dunkle Patina, Tadellos in der Erhaltung. Einer der von San Lazzaro genannten 7 Güsse.
Sehr schöne, frühe Kleinplastik.
Siehe die Abbildung, Tafel 3 1

Graphik

623. Giocolieri. Färb. Lithographie. (2000. —)


San Lazzaro 36. Kat. München 32. 1951. Unten links in Bleistift signiert. Auf Velin, mit kleinen
Fleckchen.

624. Cavaliere superstite. Färb. Radierung. (800. —~)


San Lazz. 49/g. Kat. München 77. 1963. Blatt 7 der Folge: Idea e Spazio. Unten rechts in Bleistift
voll signiert, links auf 50 numeriert. Sauber in der Erhaltung.

625. Trois Chevaux, Bordure jaune. Färb. Lithographie. (2000.—)


San Lazz. 5 5. Kat. München 47. 1954. Unten rechts in Bleistift signiert, links auf 50 numeriert.

626. Il Miracolo. Färb. Lithographie. (2000. —)


San Lazz. 74. Kat. München 66. 1956. Unten rechts in Bleistift signiert, links auf 50 numeriert.

627. Cavalier sur Fond noir. Lithographie. (2000. —)


San Lazz. 76. Kat. München 67. 1956. Unten rechts in Bleistift signiert, links auf 50 numeriert.

628. Cheval et Cavalier. Färb. Lithographie. (2000. —)


San Lazz. 85. Kat. München 77. i960. Unten rechts in Bleistift signiert, links als «prova d’artista»
bezeichnet.

PIERRE-ALBERT MARQUET
Bordeaux 1 875-1947 Paris

629. La Percaillerie en Normandie. Aquarell. 1 5 : 24,2 cm. (5000. —)


Um 1905. Unten rechts in der Darstellung monogrammiert «AM». Auf Velin, vom Künstler auf
Unterlage aufgezogen. Farbfrisch und sauber in der Erhaltung. Sehr schönes Landschaftsaquarell
aus der frühen Fauves- Zeit.
Provenienz :
Nachlass, Madame Marquer. - Wildenstein & Co., London
Ausstellung:
San Francisco 1958, San Francisco Museum of Art, Albert Marquet, Katalog Nr. 68, geliehen von
Madame Marquet. siehe die Abbildung> Tafcl ?6

108
Marquer Nr. 630
PIERRE-ALBERT MARQUET

630. Paysage près de Cannes. Rohrfederzeichnung in Tusche. 21,8:33,5 cm. (5000.—)


Um 1905. Unten links vom Künstlerin Tusche voll signiert. Auf dünnem Velin, auf Unterlagekarton
aufgezogen. Tadellos. Sehr schöne und bedeutende Zeichnung aus der «Fauves»-Zeit.
Ausstellung:
Winterthur 1962, Kunstmuseum, Die Graphiksammlung Richard Bühler, Nr. 134.
Siehe die Abbildung, Seite 109

631. Kriegsschiffe in der Bucht vor Toulon. Federzeichnung in Tusche, in Pinsel überarbeitet.
16,3:20,5 cm. (4000.—)
1913. Unten rechts in Feder voll signiert und datiert: marquet 1913. Auf Velin, vom Künstler auf
Japan und auf leichtem weissem Karton aufgezogen. Schöne, frühe Zeichnung, tadellos in der
Erhaltung.
Ausstellung:
Winterthur 1962, Kunstmuseum, Die Graphiksammlung Richard Bühler, Nr. 136.
Siehe die Abbildung, Seite 109

PHILLIP MARTIN
Essex 1927-lebtseit 1969 in Australien

632. Cross and Head. Deckfarben auf grauem Knitterpapier. 32,5:24 cm. (3000.—)
1953. Oben links in Tinte voll signiert und «53», datiert. In der Darstellung in Bleistift: Martin
Positano 1953. Martin hielt sich mit seiner Familie 1953 längere Zeit in Positano auf. An den Ecken
auf Unterlage aufgelegt. Sauber in der Erhaltung. Frühwerke von Martin sind selten.

653 . A Head. Deckfarben auf leichtem, bräunlichen Karton. 27:42,8 cm. (3000.—)
1959. Unten links voll signiert «Martin» rechts datiert: Paris 4/59. Sauber und farbfrisch in der
Erhaltung.

ANDRÉ MASSON
Balagny 1896- lebt in Aix-en-Provence

634. Dessin automatique. Feder in Tusche. 29,5 : 20 cm. (6000.—)


1924. Rechts unten in Tusche voll signiert und datiert «1924». Auf Velin, auf Unterlage aufgezogen.
Unter Glas und Rahmen. Frühe Zeichnungen sind selten.

635. Rocher aux Etoiles filantes. Ölfarbe auf Holzplatte. 35,2:26,8cm. (10000.—-)
1954. Unten rechts in der Darstellung monogrammiert und datiert «54», rückseitig in Ölfarbe vom
Künstler voll signiert und betitelt: Rocher aux étoiles filantes 1954. Tadellos in der Erhaltung.
Bedeutendes, farbfreudiges Bild.
Provenienz :
Galerie Louise Leiris (D. H. Kahnweiler), Paris, Inv. Nr. 06059, Photo Nr. 50558.
Ausstellung:
London 195 5, The Leicester Galleries, Ernest Brown & Philipps, Ausstellung André Masson, April
1955. Nr.45.
Siehe die Abbildung, Tafel 79

1 10
HENRI MATISSE
Cateau 1869-1 95 4 Nizza

Zeichnungen

636. Le Port de Collioure. Feder in Tusche. 27,3 : 44,3 cm. (30000.—)


* Um 1908. Unten rechts in Bleistift vom Künstler voll signiert «Henri Matisse». Auf bräunlichem
Velin, auf Unterlage aufgezogen, sauber und frisch in der Erhaltung. - Echtheitsbestätigung von
Mme Marg. Duthuit-Matisse liegt bei.
Siehe die Abbildung, Seite 1 1 1

637. Tête de jeune Femme, de Face. Schwarze Kreide. 3 5 : 25,2 cm, Blattgrösse. (40 000.—)
* 1916-1917. Unten rechts in Bleistift vom Künstler voll signiert «Henri Matisse». Auf festem Velin,
sauber in der Erhaltung, oben von der Befestigung im Zeichenblock her 3 kleine Durchstiche. -
Echtheitsbestätigung von Mme Marg. Duthuit-Matisse liegt bei.
Siehe die Abbildung, Tafel 48

638 . Jeune Fille allongée sur un Lit. Zeichnung in schwarzer Kohle, gewischt. 40,5 : 52,5 cm.
(50 000.—)
* 1941. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert und mit einer «Nice 6/11 41» datierten
Dedikation. Auf gelblichem Velin, sauber in der Erhaltung. Sehr schöne, grosszügig komponierte
Zeichnung. - Echtheitsbestätigung von Mme Marg. Duthuit-Matisse liegt bei. - Reproduziert:
Formes et Couleurs, No 2, 1942, pag. 5 . Dort genau datiert: Ier août 1941.
Siehe die Abbildung, Tafel 47

11 1
HENRI MATISSE

Lithographien

659. Le Repos du Modèle. Lithographie. 22,3 : 30,4 cm (4000.—)


Planche 29/ter. Kat. Matisse Pully 89. 1924. Unten rechts vom Künstler in Bleistift signiert. Auf
China, mit Rand.

640. Jeune Fille nue. Lithographie. 38,7:24cm (3000.—)


PI. 57. 1922. Unten links in Tinte in Feder signiert und auf 50 numeriert. Auf festem Japan, rückseitig
mit kleinen Klebespuren.

641 . Nu allongé sur un Divan sur Fond Louis XIV, le Bras gauche levé. Lithographie.
13,9:20,3 cm. (8000. —)
PI. 48. Kat. Matisse Pully 104. 1923. Unten rechts in Bleistift vom Künstler voll signiert, links als
einer von 10 «épreuves d’artiste» numeriert. Auf China, mit Rand, sauber in der Erhaltung.

642 . Odalisque à la Culotte Bayadère. Lithographie. 54,3 143,7 cm. (30 000.—~)
* PI. 64. Kat. Matisse Pully 113. 1925. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert und auf 50
numeriert. Auf Bütten-China, mit breitem Rand, tadellos in bezug auf Druckqualität und Erhaltung.
Eine der schönsten Darstellungen von Odalisquen aus Matisses klassizistischer Zeit um 1925. Eines
der Hauptwerke aus dem lithographierten Werk des Künstlers.
Siehe die Abbildung, Tafel 1 36

643 . Odalisque étendue à la Coupe de Fruits. Lithographie. 19:27 cm. (20 000.—)
PI. 66. Kat. Matisse Pully 115. 1925. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert und
bezeichnet «Bon à tirer». Druck auf China, mit Rand, sauber in der Erhaltung.
Siehe die Abbildung, Tafel 1 3 7

644. Odalisque allongée. Lithographie. 43,5 : 78,5 cm. (17 500.—)


* PI. 81. 1926. Unten links in Bleistift vom Künstler signiert «Henri Matisse» und als einer von 10
«épreuves d’artiste» bezeichnet. Auf festem, gelblichem Velin, sauber, im Rand mit hinterlegten
Stellen. Selten, bis anhin ist als Auflage lediglich die vorliegende nachgewiesen.
Siehe die Abbildung, Tafel 1 3 5

645. Torse à l’Aiguière. Lithographie. 3 5,8 : 26 cm. (17500.—)


Pl. 88. 1927. Unten rechts vom Künstler in Bleistift signiert und als «épr. art. 5/ 10» numeriert. Auf
China, mit Rand, sauber in der Erhaltung.
Siehe die Abbildung, Tafel 137

646. Danseuse, s’accoudant. Lithographie. 46: 27,7 cm. (5000.—)


PI. 99. Kat. Matisse Pully 139. 1927. Unten rechts in Bleistift voll signiert und auf 1 30 numeriert. Auf
festem Velin. - Aus der Folge: Dix Danseuses.

647. Le Renard blanc. Lithographie. 5 1 : 36,5 cm. (27500.—)


* PI. 123. 1929. Unten rechts vom Künstler in Bleistift signiert und auf 7 5 numeriert. Auf festem Velin,
mit mindestens 1,5 cm Papierrand, sauber in der Erhaltung. Eines der Hauptblätter aus dem
graphischen Werk des Künstlers.
Siehe die Abbildung, Tafel 1 3 5

648. Femme à la Croix sur la Poitrine. Lithographie. 54:45 cm. (12 500.—)
PI. 127. 193 5. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert und auf 50 numeriert.

1 12
HENRI MATISSE

Radierungen
649 . Nu assis sur le Sol. Kaltnadel. 14,3 : 9,2 cm. (4000. )
Planche 45 . Kat. Matisse Pully 30. 1914. Unten rechts im Unterrand in Tinte voll signiert und auf 12
numeriert. Tadelloser Druck, mit leichtem Plattenton, auf Velin, mit breitem Rand. Selten.

650. Jeune Femme nue assise, la Tête sur les Bras. Radierung. 20,4: 15,3 cm.
(5000.—)
Pl. 99. 1929. Unten rechts in Bleistift voll signiert und auf 25 numeriert. Sehr schöner Druck, Chine
collé auf festem Velin. Selten.

651. Jeune Arabe assise. Radierung. 15,2: 10,7 cm. (4000. )


PI. 1 20. 1 929. Unten rechts in Bleistift voll signiert und bezeichnet «Essai». Chine collé auf Velin. Im
äusseren Papierrand leichte Flecken.

652. Sitzender Akt, Arm auf der Schulter. Radierung. 15,3:12,3cm. (3000. )
PI. 159- I929- Unten rechts in Bleistift voll signiert und mit der Numerierung auf 25. Prachtvoller
Druck auf Chine collé, mit breitem Rand, tadellos in der Erhaltung.

653. Intérieur, Nu et Perroquet. II. Radierung. 23,8: 16,5 cm. (5000. )


PI. 1 90. 1929. Unten rechts in Bleistift voll signiert und auf 25 numeriert. Sehr schöner Druck, Chine
collé auf festem Velin. Selten.

BARTHELEMY MENN
1815 Genf 1893

654. Skizze einer Waldwiese. — Zeichnung einer Weide an einem Bach. Zeichnungen in
schwarzer Kreide. 9, 3 : 13,5 cm und 9,5 : 1 5,6 cm, Passepartoutausschnitte. 2 Blatt Zeich-
nungen, Pendants. (2500. )
Hübsche, typische Zeichnungen, aus den Sammlungen Alfred Dimier, Genf, und Jules Crosnier.
Gerahmt. - Zus. 2 Blatt.

ADOLPH MENZEL
Breslau 1815-1905 Berlin

Zeichnungen
655. Weisser Gständ-Falke. Zeichnung in Zimmermannsbleistift, gewischt.-2 3, 2: 3 1 cm.
(12 500.—)
* 1880. Unten rechts in Tinte voll signiert und datiert: Ad. Menzel Dresd. 80. In der Zeichnung, auf
der 3 Jagdfalken auf der Hand des Ritters zu sehen sind, figurieren zahlreiche handschriftliche
Notizen und Massangaben für die korrekte Wiederverwendung der Zeichnung in einem Bild. Auf
Velin, sehr sauber in der Erhaltung, im Papier den Rändern entlang etwas unregelmässig.
Siehe die Abbildung, Tafel 3 7

656. Studienblatt mit der Halbfigur eines Jungen und Beinstudien. Zimmermannsbleistift.
20:12,6 cm. (5000.—)
Um 1890. Oben rechts monogrammiert «A.M.». Auf Velin, sauber in der Erhaltung. Rückseitig an
den Rändern befestigt. siehe d]e Abbildung> Tafel } y
ADOLPH MENZEL

657. Studienblatt mit zwei Köpfen einer betagten Frau. Zimmermannsbleistift, gewischt.
21:15 cm. (5000.—)
1894. Unten links monogrammiert und datiert: A.M. 94. Auf festem, weissen Velin. Sauber in der
Erhaltung. Rückseitig mit leichten Klebespuren einer Museumsmontage.
Siehe die Abbildung, Tafel 3 8

658. Handstudie. Schwarze Kreide. 20,8 : 12,9 cm. (4000.—)


1 896. Unten rechts monogrammiert «A. M.» und «96» datiert. Auf festem, weissen Whatman-Velin.
Sehr schöne, ausdrucksstarke Zeichnung. Sauber in der Erhaltung.
Siehe die Abbildung, Tafel 3 8

659. Savoyardischer Hirte. Zimmermannsbleistift. 13:20,2 cm. (10000.—)


* Unten links vom Künstler monogrammiert «A.M», rechts mit einer Adresse. Die Zeichnung sauber 659 / /CT
in der Erhaltung, mit einzelnen Fleckchen, in Passepartout montiert.
Provenienz :
Sammlung Henneberg, Zürich.
Jö (rro. j
Sammlung Julius Freund, Berlin, Auktion Galerie Fischer, Luzern 1942, Katalog Nummer 238.
Sammlung Arthur Stoll, Zürich 1961, Nr. 89, reprod.
Ausstellungen:
München 1903, Galerie Helbing, Auktion Henneberg, Okt. 1903, Nr. 23, reprod.
Berlin 1905, Königl. Nationalgalerie, Adolf von Menzel, Nr. 3613.
Berlin 1929, Verein Berliner Künstler, 100 Jahre Berliner Kunst.
Basel 1943, Kunsthalle, Basler Privatbesitz, Nr. 213.
Siehe die Abbildung, Tafel 5 8

Autograph

660. Eigenh. Schriftstück. Rohrfeder in Tusche. 29:23,5 cm, Blattgrösse. (800.—)


1884. Unten rechts voll signiert, links datiert: Beri. 30. Dez. 1884. Auf Bütten, auf die Unterlage
aufgezogen. Der Text: ... auch nicht Habitué im Reich des Könnens weiss ich all der Fülle der
Weisheit und des Wohlklanges nichts hinzuzufügen.
Siehe die Abbildung, Seite 1 1 5

Graphik

661 . Künstlers Erdenwallen. Componirt und lithographirt von A. Menzel. Berlin, L. Sachse &
Co., 1834. 32:47,5 cm. In blauem Orig.-Umschlag mit Aufdruck einer Orig.-Lithogra-
phie. (1000.—)
Bockio9-ii5. 1835. Enthalt 1 1 Kompositionen auf 6 Blättern. Chine collé, auf Velin, mit einheitlich
breiten Rändern. Im blauen Orig.-Umschlag, sauber in der Erhaltung, der Umschlag am Rücken
verstärkt.

CHARLES MERYON
1821 Paris 1868

662. Le Stryge. Radierung. (2500.—)


Delteil-Wright 23/V (v. Vili). 1853. Schöner Frühdruck des gesuchten Blattes, Chine collé auf
Bütten, mit Rand, sauber in der Erhaltung. - Ehern. SIg. S. V. Steiner, New York, Lugt 2368/b.

114
CHARLES MERYON

66} . La Pompe Notre-Dame, Paris. Radierung. (2250.—)


D.-Wr. 31/VI (v. IX). 1852. Schöner Zustandsdruck aufBütten, mit Rand.

664. Le Pont au Change, Paris. Radierung. (4000.—)


D.-Wr. 34/V (v. XII). 1854. Prachtvoller Frühdruck, in Dunkelbraun, aufBütten, mit breitem Rand,
in tadelloser Erhaltung. Noch mit dem frühen Ballon und vor der Umwandlung des Leichenwagens
links vom Turm auf der Brücke in einen Warentransportwagen. Das Blatt erfuhr später noch 7
weitere Überarbeitungen. Drucke dieses Frühzustandes sind sehr selten.
Siehe die Abbildung, Tafel 107

Menzel Nr. 660

ID
CHARLES MERYON

665. Le Ministère de la Marine, Paris. Radierung. (1500.—~)


D.-Wr. 45/V (v. VI). 1865. Sehr schöner Druck, vor der Adresse. Exemplar der Sammlung
C. W. Dowdeswell, London.

666. Entrée du Couvent des Capucins français à Athènes. Radierung. (1000.—)


D. -Wr. 61/III. 1854. Sehr schöner Auflagedruck, auf Bütten.

JEAN METZINGER
Nantes 1883- lebt in Paris

667. Portrait de Femme. Zeichnung in schwarzer Kreide, gewischt. 48,5 : 32 cm. (5000.—)
1920. Unten rechts im Oval in Bleistift voll signiert «J. Metzinger», desgleichen links unten. Eine
Dedikation gelöscht. Auf Velin, unter Passepartout. Schöne, spätkubistische Zeichnung.

OTTO MEYER-AMDEN
Bern 1885-1933 Zürich

668 . Stehender Knabenakt. Algraphie. 30: 24 cm. (1000.—)


1923. Auf Velin, mit breitem Rand. Separatdruck der Auflage von 125 Exemplaren, die 1923 als
Jahresgabe der Schweizerischen Graphischen Gesellschaft erschien.

JOAN MIRO
Montroig 1893 - lebt in Palma de Mallorca

Zeichnung

669. Zeichnung mit Schrift. Pinsel in Tusche. 48,5 : 37,5 cm. (6000.—)
1968. Unten rechts in Bleistift voll signiert und datiert: Miró. 6/68. Auf Velin, auf Unterlage
aufgezogen. Sehr schöne Kombination von figuralen Elementen und Schrift.
Siehe die Abbildung, Seite 117

Graphik

670. Enfances. 3 Blatt Radierungen. (6000.—)


* 1932-1935. Wember, Bücher, II. Die 3 Radierungen, die Miro 1932-1933 für die Publikation der
Gedichte «Enfances» von Georges Hugnet schuf, in 3 Separatdrucken, auf festem Velin, mit Rand,
alle vom Künstler in Bleistift voll signiert, datiert, alle vom Dezember 1932 und alle an den Autor
Georges Hugnet dediziert. In dieser Form von grosser Seltenheit. Gesuchte Frühwerke. - Zus. 3
Blatt.

671. La Main. Färb. Radierung. (12500.—)


* 1953. W. 141. Unten rechts in Bleistift voll signiert und links auf 75 numeriert. Auf Velin, mit
Wasserzeichen «Rives», mit breitem Rand. Eine der schönsten graphischen Arbeiten des Künstlers
aus den fünfziger Jahren. Rechts in der Darstellung figuriert ein geätzter Handabdruck Miros.
Siehe die Abbildung, Tafel 149

672. Striptease. Färb. Radierung. 20: 29,8 cm. (3000.—)


Um 195 5. Unten rechts in Bleistift signiert, links auf 75 numeriert. Auf Velin, mit Rand.
U. I s/
Vc MÄJt Nr. 669
Miro
JOAN MIRO

673. Joan Miro. Suite: La Bague d’Aurore. Folge von 22 farbigen Radierungen, einem
radierten Inhaltsverzeichnis und einem von Miro in farbigen Kreiden überarbeiteten
Druck auf Pergament. Paris, Louis Broder, 1957. 42,5 : 32 cm. Orig.-Ln. -Mappe.
(35 000.—)
* 1957. Das seltene Album, das 22 reizvolle farbige Radierungen enthält, in einem tadellosen,
kompletten Exemplar, der auf römisch XV numerierten Suite auf «Japon nacré». Alle Blätter einzeln
in Bleistift vom Künstler signiert und auf XV numeriert. Das Album enthält noch eine in farbigen
Kreiden überarbeitete Radierung auf Pergament und das radierte, 1958 datierte und signierte
Inhaltsverzeichnis. Als komplette Folge in dieser Form von grösster Seltenheit.

674. Frontispice pour: P. A. Benoit. Le Visage s’invente. Stich auf Celluloid, io: 5,2 cm.
(1000. —)
1957. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert. Auf Bütten, mit Rand. Separatdruck der
Buchauflage, die 1957 bei P.A. Benoit inAlès erschien.

675 . For Pasadena ... to make everybody happy. Färb. Lithographie. 63,5 :48,7 cm. (5000.—)
1969. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert, links als «e.a.» bezeichnet. Auf Velin, mit
breitem Rand, tadellos in der Erhaltung.

676. Le Lézard aux Plumes d’Or. Lithographie des Zeichnungssteines allein, mit farbigen
Kreiden vom Künstler überarbeitet. 39,5 : 59,8 cm. (6000.—)
1971. Unten rechts in Bleistift signiert, links mit Jahrzahl 1971 genau datiert. Auf Pergament.
Vermutlich Probedruck auf Pergament, vom Künstler von Hand in Farben überarbeitet. In dieser
Form sehr selten.

AMEDEO MODIGLIANI
Livorno 18 84-1 920 Paris

677 . L’Ecrivain de Lada. Bleistiftzeichnung. 31,1:23 cm. ( 1 5 000.—)


* 1919. Unten rechts in Bleistift voll signiert «modigliani». Auf Velin, sauber in der Erhaltung, im
äusseren Papierrand mit leichtem Lichtrand. Schöne, typische Zeichnung.
Literatur :
J . Lanthemann, Modigliani, Catalogue raisonné, Nr. 999, reprod.
Siehe die Abbildung, Tafel 46

LOUIS MOILLIET
Bern 1880-1962 La Tour-de-Peilz

678. Baumlandschaft. Aquarell über leichter Vorzeichnung in Bleistift. 29,2:24,1 cm.


(8000. —)
Ammann, Louis Moilliet, Das Gesamtwerk, Nr. 203. 1917. Auf Bütten, auf Unterlagekarton
aufgezogen. Rückseitig mit dem Stempel des Werkverzeichnisses Louis Moilliet.

679. Gartenhaus im Mandachgut in Oberhofen am Thunersee. II. Aquarell. 23,7: 28,5 cm.
(10 000. —)
Ammann, Louis Moilliet, Das Gesamtwerk, Nr. 2 1 1 . 1919. Unten in der Darstellung in Tinte vom
Künstler bezeichnet, datiert und signiert: Oberhofen. 1919. IX. Louis Moilliet. Auf Bütten, leicht
auf Unterlage aufgezogen. Rückseitig mit dem Stempel des WerkVerzeichnisses Louis Moilliet.

118
LOUIS MOILLIET

680 . Hafen von Oberhofen. Aquarell über leichter Vorzeichnung in Bleistift. 22,2 : 27,7 cm.
(8000. —)
Ammann, Louis Moilliet, Das Gesamtwerk, Nr. 222. 1917. Auf Bütten, auf Unterlagekarton
aufgezogen. Rückseitig mit dem Stempel des Werkverzeichnisses Louis Moilliet.

681. Haus mit Garagen. Aquarell über leichter Vorzeichnung in Bleistift. 31,6:38,3 cm.
(5000.—)
Um 1925. Unten rechts in Bleistift voll signiert : Louis Moilliet. Auf Bütten, farbfrisch, im Rand mit
kleinen Knittern und einem Einriss. Vorgesehen für den Nachtrag des Werkverzeichnisses von J.-
Chr. Ammann.

682 . Tisch mit Töpfen und Blick auf Haus und Garten. Aquarell über leichter Vorzeichnung in
Tusche. 23,8 : 30 cm. (5000.—)
weiteren
Um 1925. Rückseitig in Bleistift voll signiert «Louis Moilliet». Rückseitig mit einem
Aquarell, Häuser in Garten. Auf Bütten. Farbfrisch und sauber in der Erhaltung. Vorgesehen für
den Nachtrag des Werkverzeichnisses von J.-Chr. Ammann.

683 . Der Hafen von Alt-Breisach am Rhein. Aquarell. 24,5 : 30,5 cm. (12 500.—)
Ammann, Louis Moilliet, Das Gesamtwerk, Nr. 629. 1936. Auf Bütten. Rückseitig bezeichnet: Alt
Breisach 1936. Farbfrisch und sauber in der Erhaltung. In Silberleiste.
Ausstellung :
Bern 1972, Kunstmuseum, Ausstellung Louis Moilliet, äusser Katalog.

GIORGIO MORANDI
1890 Bologna 1 964

Zeichnung

684 . Blick auf ein italienisches Dorf. Zeichnung in schwarzer Kreide. 28,2 : 20,5 cm.
(10 000.—)
1941. Unten links in Kreide voll signiert und datiert: Morandi 1941. Auf Velin, sauber in der
Erhaltung. Sehr schöne, bedeutende Zeichnung.

Radierungen

685 . Natura morta con Zuccheriera, Conchiglie e Frutto. Radierung. (5000.—)


Vitali 8/1 (v. II). 1921. Unten rechts in Bleistift vom Künstler signiert «Morandi». Schönes Exemplar
der zart gearbeiteten Radierung, die nur in wenigen Exemplaren gedruckt wurde. Auf Velin, mit
Rand, mit leichten Atelierspuren. Selten.

686. Campo di Tennis ai Giardini Margherita a Bologna. Radierung. (5000. )


30
Vit. 11/I (v. II). 1921. Unten rechts unter der Plattenkante voll signiert und datiert, links auf
numeriert. Auf Velin, mit Rand, tadellos in bezug auf Druck und Erhaltung.

687. Natura morta. Radierung. (10000. )


Vit. 71/I (v. II). 1930. Unten rechts in Bleistift vom Künstler signiert und datiert «Morandi 1930»,
links auf 2 1 numeriert. Auf Velin, mit Rand, sauber in der Erhaltung. Selten, die Auflage 1930 betrug
lediglich 21 Exemplare. Siehe die Abbildung, Tafel 140

119
GIORGIO MORANDI

688. Grande Natura morta con la Lampada a Petrolio. Radierung. (12 500.—)
* Vit. 75/V (v. VI). 1930. Unten rechts in Bleistift vom Künstler signiert «Morandi» und links auf 40
numeriert. Auffestem Bütten, mit breitem Rand, tadellos in bezug auf Druckqualität und Erhaltung.
Eine der schönsten graphischen Arbeiten des Künstlers. Selten.
Siehe die Abbildung, Tafel 140
689. I Pioppi. Radierung. (6000.—)
Vit. 76/I (v. II). 1930. Unten rechts unter der Plattenkante voll signiert und links auf 65 numeriert.
Auf Velin, mit breitem Rand, tadellos in bezug auf Druck und Erhaltung.

690. Veduta della Montagnola di Bologna. Radierung. (6000.—)


Vit. 93/I (v. II). 1932. Unten rechts unter der Plattenkante voll signiert und links auf 50 numeriert.
Auf Velin, mit breitem Rand, tadellos in bezug auf Druck und Erhaltung.

ALBERT MÜLLER
Basel 1 897-1926 Obino b. Mendrisio

Zeichnung
691 . Zwei badende junge Frauen, nackt. Kohlezeichnung. 36,2 147 cm, Blattgrösse. (600.—)
1926. Unten rechts in Tinte voll signiert und datiert: Albert Müller 1926. Auf bräunlichem Velin,
sauber in der Erhaltung, mit leichten Atelierschäden und Fehlstelle oben rechts. Schöne Zeichnung
des Basler Kirchner Schülers, der noch im gleichen Jahr verstorben ist.

Holzschnitt
692. Tessiner Landschaft. Färb. Holzschnitt. 40,8 : 40, 5 cm. (1500.—)
1925—1926. Unten rechts in Tusche vom Künstler voll signiert «Albert Müller Basel», links und in
der Mitte bezeichnet «Tessiner Landschaft Farbholzschnitt Erstdruck». Auf dünnem Japan, mit
Atelierspuren und Fleckchen. Einer der schönsten Farbholzschnitte des Künstlers in einem höchst
seltenen Handdruck.

OTTO MUELLER
Liebau 1 874-1930 Breslau

693 . Waldsee mit 3 badenden und 1 sitzenden Mädchen. Lithographie. (4000.—


Karsch 112/b. 1918. Unten rechts in Bleistift voll signiert. Druck der Auflage von 100 Exemplaren
in «Die Schaffenden», links mit dem Blindstempel. Erschienen 1918 in der 1. Mappe des 1. Jahrgan-
ges. Umschlag liegt bei.

694. Polnische Familie. Lithographie. (3000.—)


K. 114/II/c. 1920-1921. Unten rechts monogrammiert. Druck der Auflage, erschienen in «Die
Schaffenden».

695 . Drei Mädchen vor dem Spiegel. Lithographie. (5000.—)


K. 124. Um 1922. Unten rechts in Bleistift vom Künstler signiert. Eines der ursprünglich 50
Exemplare.

1 20
OTTO MUELLER

696 . Stehende Zigeunerin mit Kind auf dem Arm. Färb. Lithographie, überarbeitet.
(25 000. —)
* K. 164/II. 1926— 1927. Unten links im Unterrand in Bleistift voll signiert «Otto Müller». Auf gelbem
Papier. Von 4 Steinen gedruckt : Schwarz, Grün, Blau und Gelbbraun. Der rote Rock mit Fettkreide
gezeichnet. Schöner, farbfrischer Druck. Unten mit etwas Rand, an 3 Seiten bis zur Darstellung
geschnitten. Links im Rand 6 kleine Fehlstellen. — Das Blatt gehört zu den wichtigsten färb.
Lithographien des graphischen Werkes des Künstlers und wird als das Hauptblatt der Zigeunerfolge
betrachtet. Gerahmt.
Siehe die Abbildung, Tafel 1 6 1

EDVARD MUNCH
Löiten 1863-1944 Oslo

Aquarell
697. Stehendes junges Mädchen in ganzer Figur, mit entblösstem Oberkörper, die Beine in
gelbes Badetuch verhüllt. Aquarell. 27,5 : 21,5 cm, reine Zeichnung. (45 000.—)
* 1918-1920. Unten rechts in Bleistift voll signiert «Edv. Munch». Auf festem Velin, tadellos in bezug
auf Farbfrische und Erhaltung. Sehr schönes, bedeutendes Aquarell.
Siehe die Abbildung auf dem Umschlag

Graphik
698 . Das junge Mädchen und der Tod. Kaltnadel. (15 000. )
Schiefler 3/II/b. Willoch 3/II. 1894. Unten rechts in Bleistift vom Künstler voll signiert, links vom
Drucker Felsing gezeichnet. Auf Kupferdruckpapier, mit breitem Rand und minimalem Lichtrand.
Schöner, grätiger Druck in Dunkelbraun.

699 . Mondschein. - Nacht in Saint-Cloud. Radierung und Kaltnadel. (1 5 000.—)


Sch. 13/III/d. Will. 12/IV. 1895. Unten rechts unterhalb der Plattenkante vom Künstler in Bleistift
voll signiert und mit dem «Gut zum Druck» für 50 Exemplare in norwegisch. Unten links mit der
Signatur des Druckers Felsing. Schöner Frühdruck auf Kupferdruckpapier, sauber in der Erhaltung.

700. Selbstportrait 1895. Lithographie. (30000.—)


* Sch. 31. 1895. Auf dünnem China, bis zur Darstellung beschnitten, in ausgezeichneter, tiefschwarzer
Druckqualität, in der die feinen Schwarzweiss-Nuancen voll zur Geltung kommen. Frühdruck vor
dem Zudecken des Knochenarmes, in einem von Schiefler nicht genannten Zustand. Das schönste
Selbstbildnis des Künstlers, nach 1895 in kleiner Auflage und in verschiedenen Präsentierungen auf
verschiedenen Papieren von Lassally in Berlin gedruckt. Unten rechts in der Darstellung vom
Künstler in Bleistift «E. Munch». Sauber in der Erhaltung.
Siehe die Abbildung, Tafel 123

701 . Madonna. - Liebendes Weib. Lithographie. (60 000.—)


** Sch. 33/A/a/II (v. B). 1895. Unten in der Mitte der Darstellung vom Künstler in Bleistift voll signiert
«E Munch». Auf dünnem Chinapapier, der äusseren Einfassungslinie entlang geschnitten. Pracht-
voller, tiefschwarzer, doch in allen gezeichneten Stellen fein transparenter Frühdruck von 1895. Die
Farbsteine für dieses Blatt sind erst 1 902 hinzugekommen. 1895 in Berlin entstanden und in wenigen
Exemplaren von Lassally gedruckt. Das Modell für dieses Blatt, das zu den wichtigsten Blättern der
europäischen Graphik um 1900 gehört, soll Dagny Juell Przybyszewski gewesen sein.
Siehe die Abbildung, Tafel 1 26

121
EDVARD MUNCH

702 . Vampyr. Lithographie. (22500.—)


Sch. 34/a/II. 1895. Die prachtvolle Lithographie in einem vorzüglichen Druck auf dünnem China, in
dem die fein nuancierten Schwarzweiss-Werte besonders schön zur Geltung kommen. Das Blatt
wurde in dieser Fassung in wenigen Exemplaren von Clot in Paris abgezogen. Unten rechts im Arm
vom Künstler in Bleistift voll signiert: Edvard Munch. Bis zur Darstellung beschnitten. Die Ecken
/TO.
waren ursprünglich aufgelegt und sind alle 4 restauriert. Zudem kleiner Einriss links hinterlegt und
Unregelmässigkeiten im Rand. - Ehern. Besitz der Museen der Hansestadt Lübeck, wohl im Zuge
der Aktion «Entartete Kunst» beschlagnahmt und später verkauft.

703. Mädchenakt. Schabkunst auf Zinkplatte. (30000.—)


*** Sch. 39/b. Will. 3 i/b. 1896. Unten rechts unter der Plattenkante vom Künstler in Bleistift voll
signiert «E. Munch» und datiert «96». Auf Bütten, mit breitem Rand. Vollkommen farbfrisch und
tadellos in der Erhaltung.
Aus der kleinen Gruppe der 5 Schabkunstblätter auf Zink, die der Künstler 1 896 in Paris schuf und in
wenigen Exemplaren im Atelier von Lemercier in meist von Druck zu Druck abweichender
Farbgebung aller Wahrscheinlichkeit nach selbst druckte. Alle diese farbigen Drucke sind von
eminenter Seltenheit. Nach Willoch wurden später auch einzelne Exemplare von Felsing in Berlin
nach Munchs Rückkehr aus Paris einfarbig abgezogen.
Das vorliegende Blatt zeigt den Hintergrund in einem dunklen Grün, den Körper des Mädchens in
verschiedenen Ockertönen und das Haar des Mädchens in einem Braunrot. Eine so reiche Farbge-
bung, durch monotypieartiges Einfärben der Platte erreicht, ist höchst selten.
Willoch nennt 3 farbige Drucke, der vorliegende aller Wahrscheinlichkeit nach eingeschlossen.
Schiefler nennt lediglich «wenige Exemplare». In den verschiedenen, seit 1938 durch unser Haus
gelaufenen bedeutenden Sammlungen von Graphik von Munch, ist dieses Blatt bis anhin nie
vorgekommen, was die grosse Seltenheit unterstreichen dürfte.
Das Exemplar der Sammlung Heinrich Stinnes, Lugt 1 3 76/a, der eine besonders reichhaltige und gut
ausgewählte Munch-Sammlung besass. In den 4 wichtigen Auktionen (siehe folgende Nummer), in
denen Munch-Blätter aus der Sammlung Stinnes verkauft wurden, kann dieser Druck aber nicht
nachgewiesen werden. Der Verkauf aus der Sammlung Stinnes muss freihändig erfolgt sein.
Siehe die Abbildung, Tafel 128

704. Mädchenakt. Schabkunst auf Zinkplatte und kalte Nadel. (40 000.—)
Sch. 40/b. Will. 32. 1 8y6. Unten rechts unter der Plattenkante vom Künstler in Bleistift voll signiert
«E Munch» und bezeichnet «4[te]r Druck». Auf Bütten, mit breitem Rand. Vollkommen farbfrisch
und tadellos in der Erhaltung.
Aus der Gruppe der eminent seltenen farbigen Schabkunstblätter auf Zink, die der Künstler 1 896 in
Paris schuf und in wenigen Exemplaren im Atelier von Lemercier in meist von Druck zu Druck
abweichender Farbgebung aller Wahrscheinlichkeit nach selbst druckte.
Das vorliegende Exemplar zeigt den Hintergrund in einem dunklen Grün, den Körper des
Mädchens in verschiedenen Gelb- und Rottönen und den Kopfschmuck und das Handtuch in Rot.
Eine so reiche Farbgebung, durch monotypieartiges Einfärben der Platte erreicht, dürfte einmalig
sein. Das Blatt ist von grösster Seltenheit, schon Schiefler schreibt «wenige Exemplare». Durch das
vorliegende Blatt sind 4 Drucke gesichert. Dieses Exemplar als eines von 2 Drucken erwähnt, die
Willoch bekannt geworden sind.
Das Exemplar der Sammlung Heinrich Stinnes, Lugt 1 3 76/a, der eine besonders reichhaltige und gut
ausgewählte Munch- Sammlung besass, deren Verkauf auf 4 verschiedene Auktionen verteilt worden A/ i
ist:
1. [Link], Leipzig, November 1932.
2. Hollstein & Puppel, Berlin, November 1936.
3. Gutekunst & Klipstein, Bern, Juni 1938.
4. Stuttgarter Kunstkabinett, Stuttgart, November 1949.
Das vorliegende Blatt figuriert in der 4. Auktion unter der Nummer 205.
tu
Siehe die farbige Abbildung, Tafel 2
EDVARD MUNCH

705. Liebespaar. Schabkunst auf Zinkplatte. (20000.—)


* Sch. 43. Will. 3 5/I (v. II). 1896. Unten rechts unter der Plattenkante vom Künstler in Bleistift voll
signiert «Edv. Munch». Auf festem Kupferdruckpapier, mit Rand. Tadellos in der Druckqualität
und sauber in der Erhaltung, mit Rand. Eines der wenigen Exemplare des I. Zustandes, vor der
Überarbeitung mit der kalten Nadel.
Aus der Gruppe der eminent seltenen Schabkunstblätter auf Zink, die der Künstler 1896 in Paris
schuf und in wenigen Exemplaren, in meist von Druck zu Druck abweichender Farbgebung, im
Atelier von Lemercier aller Wahrscheinlichkeit nach selbst druckte. Von diesem Blatt kannte
Schiefler keine farbigen Drucke. Er erwähnt «ganz wenige Exemplare» und namentlich nur den
einfarbigen Druck in seiner eigenen Sammlung. Seit 195 5 sind in unserem Hause, der vorliegende
Druck eingerechnet, lediglich 2 Exemplare dieses Blattes vorgekommen.
Siehe die Abbildung, Tafel 1 29

706. Das kranke Mädchen. Färb. Lithographie. (125 000. )


** Sch. 59/d. 1896. Prachtvoller Druck in der farblich reichsten Variante, von Schiefler in seinen
Aufzeichnungen unter «d» aufgeführt. Auf festem, sogenannten «Kaiserlichen Japan» gedruckt, mit
breitem Rand, unbeschnitten. Zur Verwendung kamen: Ein Grausteinais Unterton, darüber der
Zeichnungsstein in Schwarz, Hintergrund und Gesicht mit einem Gelb eingefarbten Stein, und die
Haare des Mädchens in Bordeauxrot. Links unten in Blaustift numeriert «Nr. 4» und rechts in
Rotstift, leicht verblasst, voll signiert «E. Munch». Durch die Numerierung ist das Blatt als einer der
ersten Drucke von allen Farbsteinen ausgewiesen. Vollkommen farbfrisch in der Erhaltung, mit
leichten Spuren von einer sorgfältigen Ablösung von einer Unterlage. In vollkommener Farbge-
bung kommt das Blatt nur selten vor.
Die prachtvolle Darstellung, die zu den reifsten graphischen Arbeiten des Künstlers gezählt werden
muss und zu den Hauptwerken der Graphik des 19. und 20. Jahrhunderts gehört, entstand 1896
während Munchs Aufenthalt in Paris und wurde in kleiner Auflage in verschiedenen Varianten und
Zuständen von Auguste Clot gedruckt. Munch legte Wert auf Farbvariationen und die Verwendung
schöner und seltener Papiere. Das vorliegende Exemplar ist unten rechts auch im Stein signiert:
E. Munch.
Nach freundlicher Mitteilung des Munch-Museums in Oslo existieren vom Zeichnungsstein 3
verschiedene Zustände :
I. Vor der Signatur «[Link]» im Stein unten rechts.
II. Mit der Signatur «[Link]» im Stein unten rechts.
III. Diese Signatur gelöscht und ersetzt durch «[Link] 1896».
Die neue Zustandsbezeichnung für das vorliegende Blatt würde demnach lauten: Schiefler 59/II/d
(v. Ill/d).
Das Exemplar stammt aus der Familie des Druckers Auguste Clot und ist bis heute nie im Handel
gewesen.
Siehe die farbige Abbildung, Tafel 1

707. Das kranke Mädchen. Radierung. (15 000.—)


Sch. 60. Will. 47. 1896. Unten rechts in Bleistift voll signiert «Edv. Munch». Auf festem Velin, mit
breitem Rand, sauber in der Erhaltung. Ausgezeichneter Frühdruck, mit rauhen Plattenrändern und
leichtem Plattenton. Vergleiche auch die Nr. 706.
Siehe die Abbildung, Tafel 123

708. Sterbezimmer. Lithographie. (30000.—)


* Sch. 73 . 1896. Unten rechts in Bleistift voll signiert «Edvard Munch». Auf festem Velin, mit breitem
Rand, sauber. Exemplar in ausgezeichneter Druckqualität, tiefschwarz, aber fein transparent in den
weissen Linien. - Eines der schönen Graphikblätter, die Munch während seines Aufenthaltes 1896 in
Paris schuf und in kleiner Auflage bei Clot drucken liess.
Siehe die Abbildung, Tafel 1 2 5

123
V ■

EDVARD MUNCH

709. Meereslandschaft. Färb. Holzschnitt.


Sch. 125/b. 1899. Unten rechts vom Künstler in Bleistift signiert «Edv. Munch». Die Zeichnungs-
TO 9 Aó* f /fr-rnn «.-?i , jZ2. Hl
platte in Grau, die Tonplatte in Graubraun gedruckt. Auf Velin, mit Rand, sauber in der Erhaltung.
Kleine Fehlstelle im äusseren Rand oben rechts. Selten, es dürfte nur einige wenige Drucke geben.
Schiefler erwähnt als Drucker Lemercier in Paris.
Siehe die Abbildung, Tafel 127

Badende Jünglinge. Färb. Holzschnitt. (15 oo°-—)


Sch. 127. 1899. Der Holzschnitt, den Schiefler nur in Schwarzweiss-Drucken (und handkoloriert)
kannte, in einem von 3 Holzstöcken farbig gedruckten Exemplar : Zeichnung in Dunkelblau, Wasser
in Grün, und Vordergrund und Körper des stehenden Jünglinges Hellgelb. Druck auf festem Velin,
mit Rand, sauber in der Druckquaiität und gut in der Erhaltung. - Rückseitig handschriftlich von
der Schwester Munchs, Inger Munch, die Bestätigung, dass sie diesen Druck vom Künstler als
Geschenk erhalten habe. - In dieser Form bis anhin unbeschrieben und wahrscheinlich Unikum.
Von eminenter Seltenheit.
Siehe die Abbildung, Tafel 127

Das Herz. Färb. Holzschnitt. (40 000.—)


Sch. 154. 1899. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert «Edv. Munch». Auf dünnem
Japan, mit breitem Rand, tadellos in bezug auf Druckqualität und Erhaltung. Nach den Angaben
von Schiefler einer der Handdrücke des Künstlers in den Farben Schwarz, Grün und Rot.
Frühdrucke sind von grösster Seltenheit. Die späteren Auflagen, auch selten, sind dann von
Lemercier und Lassally gedruckt. — Einer der schönsten der farbigen Holzschnitte des Meisters.
Siehe die farbige Abbildung, Tafel 3

Totes Liebespaar, splitternackt auf dem Bette hingestreckt. Radierung. (8000.—)


Sch. 1 39/III. 1901. Unten rechts in Bleistift voll signiert «Edv. Munch». Auf gelblichem Velin, mit
Rand, auf Unterlagekarton aufgezogen. In ausgezeichneter Druckqualität. Selten.

7D- Abend. - Melancholie. - Mann auf dem Ufer. Holzschnitt. (15 000.—)
Sch. 144/a/II. 1901 . Unten rechts vom Künstler in Bleistift signiert «Edv. Munch» und mit dem Titel
«Mann auf dem Ufer». Druck auf Bütten, auf leichten Karton aufgezogen, mit Rand, rechts im
Unterrand bei der Signatur mit einer Radierstelle. 1901 von Lassally in kleiner Auflage gedruckt.

714. Fischermädchen mit Fischer. Radierung. (17 500.—)


Sch. 147. Will. 62. 1902. Eine der bedeutendsten Radierungen aus dem graphischen Werk des
Künstlers. In Braunschwarz auf festem Velin, mit Rand, in nur wenigen Exemplaren gedruckt.
Unten rechts vom Künstler in Bleistift signiert, links vom Drucker Felsing gezeichnet. Kleiner
Einriss im äusseren Papierrand rechts. Selten, seit 1 9 5 5 in nur ganz wenigen Exemplaren vorgekom-
men' Siehe die Abbildung, Tafel 129

Henrik Ibsen im Café des Grandhotel in Christiania (Oslo). Lithographie. (15 000.—)
Sch. 171. 1902. Unten rechts in Bleistift vom Künstler voll signiert «Edv. Munch», links mit dem
Titel «Henrik Ibsen in Grand Café». Druck auf dünnem Japan, mit Rand, sauber in der Erhaltung
und in ausgezeichneter Druckqualität.
Von diesem prachtvollen Portrait des norwegischen Dichters, der auf Munch grossen Einfluss hatte,
erwähnt Schiefler in seinem Katalog nur 1 einzigen Druck, doch sind sicherlich noch einige weitere
Drucke abgezogen worden, wahrscheinlich alle auf dünnem Japan. Diese Exemplare vermutlich
1906 von Lassally in Berlin gedruckt, kurz nach Erscheinen des I. Bandes von Schiefler. Alle Drucke
sind von grosser Seltenheit.
EDVARD MUNCH

716. Die Gasse, - Carmen. Radierung. (10000.—)


Sch. 150. 1902. Unten rechts vom Künstler in Bleistift signiert. Auf Japan, mit Rand. Selten,
Schiefler erwähnt «nur wenige Exemplare».

717. Portrait Dr. Linde. Lithographie. (4000.—')


Sch. 191. 1902. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert «Edv. Munch». Auf bräunlichem,
festen Velin, mit breitem Rand. Im Rand mit Knittern und kleinen Einrisschen. Im Unterrand mit
einer Dedikation von Dr. Linde.

718. Geigenkonzert. - Eva Mudocci und Bella Edvards. Lithographie. (40 000.—)
* Sch. 211/II. 1905. Unten rechts unter der Darstellung vom Künstler in Bleistift signiert. Auf
Büttenjapan, mit Rand, sauber in der Erhaltung. Tiefschwarz in der Druckfarbe, doch fein
transparent in allen aufgehellten Partien der dunklen Zeichnung. - Das Blatt ist 1903 in Berlin
entstanden und in kleiner Auflage von Lassally gedruckt worden. Das «Violinkonzert» genannte
Blatt stellt die bekannte Geigerin Eva Mudocci und die Klavierspielerin Bella Edvards dar.
Siehe die Abbildung, Tafel 130

719. Salome. - Selbstbildnis mit Eva Mudocci. Lithographie. (25000.—)


* Sch. 213. 1903. Unter der Darstellung rechts vom Künstlerin Bleistift voll signiert «Edv. Munch»
und darunter im Unterrand mit dem Titel «Salome». Auf gelblichem rauhen Papier, wie von
Schiefler erwähnt. Mit Rand. Druck in Braun-Violett, sauber in der Erhaltung.
Es handelt sich um ein Selbstbildnis mit der Violinspielerin Eva Mudocci, dem der Künstler den
Titel «Salome» gegeben hat, da er befürchtete, bei dieser Beziehung den Kopf zu verlieren.
Siehe die Abbildung, Tafel 1 z 5

720. Salome. - Selbstbildnis mit Eva Mudocci. Lithographie. (22500.—)


* Sch. 213. 1903. Unten rechts in Bleistift vom Künstler voll signiert: E. Munch. Auf festem Velin, mit
breitem Rand. Tadellos in bezug auf Druckqualität und Erhaltung. In einem Grau-Violett gedruckt.
Für den Beitext vergleiche Nummer 719.
Vergleiche die Abbildung, Tafel 1 2 5

721. Auf der Brücke. Lithographie. (25000.—)


* Sch. 380. 1912. Unten rechts unter der Steinkante in Bleistift vom Künstler voll signiert «Edv.
Munch». Auf festem Velin, mit Rand, mit einigen Atelierspuren. Das Blatt entstand 1 91 2 bei Munchs
Haus in Aasgardstrand und ist nur in wenigen Exemplaren gedruckt worden. Das gleiche Sujet ist
von Munch verschiedentlich gemalt worden und kommt auch in einem schönen Holzschnitt vor,
vergleiche Schiefler 488. „. ,
& Siehe die Abbildung, ™ r , 130
Tafel

722. Mann, sich der Sonnezuwendend. Färb. Lithographie. 88,5:71,6 cm. (5000. —)
Nicht mehr bei Schiefler. Um 1926. Grosszügig konzipierte Farblithographie, frei nach einem Detail
aus den Wandgemälden für die Universität in Oslo gestaltet. Auf braunes Papier gedruckt, sauber in
der Erhaltung, unten unregelmässig im Rand. Das grossformatige Blatt kommt nur selten vor.

ANTONIO MUSIC
Gorizia 1909- lebt in Paris
723. Paysage. Öl auf Leinwand. 52:63 cm. (20000.—)
1955. Unten in der Mitte in Ölfarbe voll signiert und datiert. Rückseitig von der Hand des Künstlers :
Music. Paysage. 1955. A 34. Sauber in der Erhaltung, auf dem alten Chassis. Schönes, bedeutendes
und typisches Bild. Gerahmt.
Siehe die Abbildung, Tafel 84

125
HEINRICH NAUEN
Krefeld 1880-1941 Kalkar

724. Portrait Alfred Hess, Erfurt. Zeichnung in schwarzer Kohle. 42,5 : 32,5 cm. (2000.—)
1923. Unten rechts in Kohle voll signiert, datiert «Erfurt 16. 4. 23 »und an Alfred Hess dediziert. Auf
festem Velin, mit einigen Stockfleckchen und Lichtrand im äusseren Papierrand. Sehr schöne
Portraitzeichnung des berühmten Erfurter Sammlers, dessen einstige Bestände noch heute legendär
sind. Vergleiche auch die Nummer 402.

OTTO NEBEL
Berlin 1893-1974 Bern

725. Im Mondlicht. Deckfarbenmalerei. 24,5 : 3 1,8 cm. (2000.—)


Werkverz. 1931. N. 241. Signiert unten rechts und unten links in der Darstellung, desgleichen auf
dem Einlagekarton, auf dem auch der Abschlussstrich, die Werknummer, die Jahrzahl und der Titel
figurieren. Vom Künstler in Glas und Rahmen montiert (Rahmen vom Künstler persönlich
ausgelesen) und rückseitig von der Hand des Künstlers voll signiert, mit der Werknummer, dem
Jahrgang, dem Titel und einem Stern (alles in Tuschfeder). Sauber und farbfrisch in der Erhaltung.

ROLF NESCH
Oberesslingen 1893 - 1975 Hallingdal (Norwegen)

726. Winterlandschaft. Radierung. 17,7: 12,8 cm. (1500.—)


1923. Unten rechts in Bleistift voll signiert. Auf Velin, mit dem Blindstempel der Marées-
Gesellschaft. - Dabei: R. Grossmann. Volksfest. Radierung. 17,2 : 23 cm. In Bleistift voll signiert. -
Lovis Corinth. Der heilige Michael. Kaltnadel. Voll signiert. Müller 672. 1923. - Zus. 3 Blatt.

BEN NICHOLSON
Denham 1894-lebt bei London

Aquarell
727. Ronco 24. - Stilleben mit Vasen. Bleistiftzeichnung auf Aquarell. 3 5,5 : 25,4 cm.
(12 000.—)
1958. Rückseitig voll signiert und datiert: Aug. 5 8 Ben Nicholson. Auf festem Velin, vom Künstler
leicht auf grundierte Pappe aufgelegt und rückseitig auf der Pappe nochmals mit Signatur und
Datum und dem Titel «Ronco 24». Unter Glas und Rahmen. Sauber in der Erhaltung.

Siehe die Abbildung, Tafel 103

Graphik

728 . Composition with two white Circles. Linolschnitt. 1 5,8 : 20 cm. (2500.—)
1934. Unten links vom Künstler in Bleistift voll signiert und «1934» datiert, links unten bezeichnet:
artist copy No 1. Auf Simili-Japan, mit Rand, mit leichten Atelierspuren. Vielleicht die erste
graphische Arbeit des Künstlers, als Auflage 1935 erschienen im Album de 23 Gravures, Album
Anatole Jakovski, Paris, Editions [Link]. Auch Drucke aus dem Album sind von grosser
Seltenheit. Höchst seltener Probedruck.

126
EMIL NOLDE
Nolde 1863-1956 Seebüll

Aquarelle
729 . Kopf eines Apostels. Aquarell über Bleistiftzeichnung. 26,8:21 cm, Blattgrösse.
(12 500.—)
* 1909. Unten links auf dem Blatt vom Künstler in Bleistift signiert «Nolde». Auf dünnem
Velin, vom
Künstler auf Unterlage aufgezogen. Vollkommen farbfrisch in der Erhaltung. - Eine der Studien
für
einen der 12 Apostel auf dem Bild «Abendmahl» von 1909. Aller Wahrscheinlich
keit nach
entstanden während Noldes Aufenthalt im Dorf Ruttebüll in Schleswig, wohin sich der Künstler
zur
Bewältigung des Themas «Abendmahl» zurückgezogen hatte.
Siehe die Abbildung, Tafel 5 6

730 . Kopf eines Apostels. Aquarell über Bleistiftzeichnung. 26,8 : 21 cm, Blattgrösse.
(10 000.—)
* 1909. Unten rechts auf dem Blatt vom Künstler in Bleistift signiert «Nolde». Auf
dünnem Velin,
vom Künstler auf Unterlage aufgezogen. Vollkommen farbfrisch in der Erhaltung. - Eine
weitere
Studie zum Bild «Abendmahl» von 1909. Vergleiche Beitext zur Nummer 729.
Siehe die Abbildung, Tafel 5 5

73 i . Kopf eines Apostels. Aquarell über Bleistiftzeichnung. 26,8 : 2 1 cm, Blattgrösse.


XuX/wyx, (10000.—)
* 1909. Unten rechts auf dem Blatt vom Künstler in Bleistift signiert «Nolde». Auf dünnem
Velin,
vom Künstler auf Unterlage aufgezogen. Vollkommen farbfrisch in der Erhaltung. - Eine weitere
Studie zum Bild «Abendmahl» von 1909. Vergleiche Beitext zur Nummer 729.
Siehe die Abbildung, Tafel 5 5

732. Marschlandschaft. Aquarell. 35,5: 47, 2 cm. ( 5 o 000.—)


** Um 1925. Unten links in Tusche signiert «Nolde». Auf Japan, tadellos in bezug auf Farbfrische und
Erhaltung. Eines der besonders schönen Landschaftsaquarelle des Künstlers. - Echtheitsbestäti-
gung der Stiftung Ada und Emil Nolde Seebüll liegt bei.
Siehe die farbige Abbildung, Tafel 1 6

733 . Brustbild eines Mädchens, die Hand an den Kopf gelegt. Aquarell. 48,7: 35,3 cm.
(35 000.—)
* Um 1930. Unten rechts in Tinte signiert: Nolde. Auf dünnem Japan, an den 4 Ecken leicht auf
Unterlage aufgelegt.
Siehe die Abbildung, Tafel 5 7

734. Braune und gelbe Sonnenblumen. Aquarell. 46,6: 3 5,2 cm. (50000.—)
* Um 1930-1935. Unten rechts in Tusche voll signiert: Nolde. Auf Japanpapier. Vollkommen
farbfrisch und sauber in der Erhaltung. Eines der prachtvollen und farblich sehr reizvollen
Blumenaquarelle des Künstlers, die zu den beliebtesten Werken des Künstlers gehören. - Mit einer
Echtheitsbestätigung von Dr. Martin Urban, Direktor der Stiftung Ada und Emil Nolde Seebüll.
' Siehe die farbige Abbildung, Tafel 1 6

Radierungen
735. Freundinnen. Radierung und Kaltnadel. (3000.—)
Schiefler-Mosel 30/VI. 1906. Unten rechts vom Künstler voll signiert und datiert, links vom
Drucker Felsing bezeichnet. Auf gelblichem Velin, mit breitem Rand, sauber in der Erhaltung.

127
EMIL NOLDE

736. Unterhaltung. Radierung. (3000. —)


Sch.-M. 57/III/IV (v. IV). 1906. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert und datiert
«Emil Nolde 06», links vom Drucker Felsing gekennzeichnet. Auf Kupferdruckvelin, mit breitem
Rand, tadellos in Druckqualität und Erhaltung. Wahrscheinlich einer der beiden Drucke des
III. Zustandes, eventuell auch ein IV. Zustand, mit starkem Ton gedruckt. Selten, es gibt gesamthaft
kaum 30 Exemplare.

737. Patrocli- Dom in Soest. Radierung. (4000.—)


Sch.-M. 48/V (v. VI). 1906. Unten rechts in Bleistift vom Künstler signiert, links auch vom Drucker
Felsing. Auf gelblichem Kupferdruckvelin, mit Rand, tadellos in der Erhaltung. Von grosser
Seltenheit, da von diesem Blatt gesamthaft in allen Zuständen nur ca. 10 Drucke bekannt sind.

73 8 . Schiefer Turm in Soest. Radierung. (3000.—)


Sch.-M. 54/I (v. VI). 1906. Unten rechts in Bleistift voll signiert, links von der Hand des Künstlers
mit dem vollen Titel. Prachtvoller Frühdruck des I. Zustandes, der nur in 2 Exemplaren gedruckt
wurde. Auf festem Kupferdruckkarton, mit Rand, mit minimalem Lichtrand.

739. Haus Voswinkel in Soest. Radierung. (4000.—


Sch.-M. 56/III. 1906. Unten rechts in Bleistift voll signiert, links mit der Signatur des Druckers
Felsing im Unterrand. Auf festem, gelblichen Kupferdruckpapier. Selten, von allen 3 Zuständen gibt
es nur 6 Exemplare. Tadellos in der Druckqualität, sauber in der Erhaltung.

740. Segler. Kaltnadel. (3000. )


Sch.-M. 64/II. 1907. Unten rechts in Bleistift voll signiert, unten mit dem Titel. Auf festem,
gelblichen Kupferdruckpapier. Tadellos in Druckqualität und Erhaltung.

741 . Annie. Radierung. (4000. —)


Sch.-M. 78/V . 1907. Unter der Plattenkante rechts voll signiert «Emil Nolde», im Unterrand mit
einer Dedikation und links als 9. Druck des V. Zustandes bezeichnet. Auf Bütten, mit breitem Rand
und leichtem Lichtrand.

742. Tanz. I. Radierung. (5000. —)


Sch.-M. 106/II (v. III). 1908. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert und «08» datiert,
links unten als Druck des II. Zustandes bezeichnet. Auf Japan, mit Rand, tadellos in der Druckquali-
tät. .

743. Dampfer. Radierung. (17 5°°- —)


* Sch.-M. 135/IV. 1910. Unten rechts vom Künstlerin Bleistift signiert «Emil Nolde», links unten mit
der Druckbezeichnung des IV. Zustandes. Auf Bütten, mit breitem Rand, sauber in der Erhaltung
und tadellos in der Druckqualität. Eine der schönen graphischen Arbeiten von 1910.
Siehe die Abbildung, Tafel 1 59

744. Hamburg, milde Stimmung. - Hamburg, Hafenstimmung. Radierung. (10 000.—)


Sch.-M. 1 36/II. 1910. Unter der Plattenkante rechts voll signiert «Emil Nolde», links im Unterrand
mit dem Titel «Hamburg, Hafenstimmung». Auf Velin, mit breitem Rand.

745 . Hamburg, Schiff im Dock. Radierung. (15 000. —)


* Sch.-M. 138/II. 1910. Ausgezeichneter, tiefschwarzer Druck mit rauhen Plattenrändern, auf Bütten
«Van Gelder-Zonen» mit Lilienwappen, mit breitem Rand. Unten rechts in Bleistift voll signiert
«Emil Nolde», in der Mitte mit dem Titel und unten links als der 19. Druck des II. Zustandes
bezeichnet: II. 19. So schön selten.
Siehe die Abbildung, Tafel 160
Nolde Nr. 75 6

129
■■h

EMIL NOLDE

746. Saul und David. Radierung.


(8000. ) 14
im breiten Unterrand mit dem Titel «Saul
Sch.-M. 152/II. 1911. Unten rechts in Bleistift voll signiert,
u. David». Auf Velin. Sauber in der Erhaltung. Selten.

747- Mann und junges eib. Radierung. (I0 oo°' )


signiert, im Unterrand mit /OTTUrò.
Sch -M 190/I (v. II). 1918. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll
Zustandes bezeichnet. Auf Bütten, mit breitem Rand, mit
dem Titel und links als der 6. Druck des I.
gesamthaft vom I. und
einzelnen Fleckchen, in ausgezeichneter Druckqualität. Selten, es gibt
II. Zustand kaum 20 Exemplare.
Siehe die Abbildung, Tafel 1 60
(5000. )
748. Die Herrin. Radierung.
Nolde», links unten als
Sch.-M. 197/III. 1918. Unter der Plattenkante rechts voll signiert «Emil
12. Druck des III. Zustandes bezeichnet. Auf Velin, mit breitem Rand.
(4000. )
749- Jörn. Radierung.
Nolde», links im Unterrand
Sch.-M. 220/JI. 1922. Unter der Plattenkante rechts voll signiert «Emil
Auf Velin, mit breitem Rand und leichtem Lichtrand.
als 1 1 . Druck des II. Zustandes bezeichnet.

Lithographien

750. Wie Vögel. - Zwei sich unterhaltende junge Frauen. Lithographie. (5000. )
Schiefler-Mosel 14. 1907. Unten rechts voll signiert und datiert und als einer der 3 von Mosel
der
genannten Probedrucke bezeichnet. In grau-blau gedruckt, auf festem Velin, mit Rand, sauber in
Erhaltung.

751- Düsterer Männerkopf. Färb. Lithographie. $ oo°- )


und
Sch.-M. 17/III. 1907. Unten rechts in Bleistift voll signiert, links als «Probedruck» bezeichnet
Druck in
unten mit dem vollen Titel. Auf Velin, mit breitem Rand, sauber in der Erhaltung.
Braunschwarz und Hellbraun. In dieser Form selten.

752- Mühle. Färb. Lithographie. (I2 5°°- )


* Sch.-M. 22/II. 1 907-1 91 5 . Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert, unten mit dem Titel
Schwarz,
und links als eines von gesamthaft 18 Exemplaren numeriert. Von 5 Steinen gedruckt:
Gelb und Violett. In dieser Form sehr selten, sauber in der Erhaltung.
Siehe die Abbildung, Tafel 160

Holzschnitte
(5000. . )
75 5- Ägypterin. I. Holzschnitt.
Schiefler-Mosel 86/III. 1910. Unten rechts vom Künstler in Bleistift signiert und links als 1. Druck
des III. Zustandes bezeichnet. Prachtvoller Probedruck auf Simili- Japan, mit Rand, vor der Auflage.
(3000. )
754- Ägypterin. II. Holzschnitt.
Sch.-M. 87/III. 1910. Unten rechts vom Künstler in Bleistift signiert und links als 1. Druck des
III. Zustandes bezeichnet. Mosel glaubt nicht an einen III. Zustand und erwähnt das vorliegende
Exemplar, das gegenüber dem II. Zustand nur kleine Differenzen im Druck aufweist.

75 5 - Junges Mädchen. II. Holzschnitt. (I0 oo°- )


Sch.-M. 107/II (v. VII). 1912. Unten rechts in Bleistift voll signiert, links als 1. Druck des
II. Zustandes bezeichnet. Ausgezeichneter Handdruck auf grünem Velin, tadellos, mit Rand und
kleiner Fehlstelle im äusseren Rand oben. Sehr seltener Zustandsdruck.
EMIL NOLDE

756. Kerzentänzerinnen. Holzschnitt. (20000 )


* Sch.-M. 127/IV (y. V). 1917. Unten rechts unter der Darstellung vom Künstler in Bleistift voll
signiert, in der Mitte des Unterrandes mit dem Titel. Tadellos in bezug auf Druckqualität und
Erhaltung. Auf festem Velin, mit starker Reliefwirkung vom Druck. So schön sehr selten. Vom
IV . Zustand erwähnt Schiefler-Mosel lediglich 2 Exemplare.
Siehe die Abbildung, Seite 129

Nr.757 Nolde Nr. 758

757. Tändelei. Holzschnitt. (15000 ")


* Sch.-M. 1 34/III. 1917. Unten rechts unter der Darstellung vom Künstler in Bleistift voll signiert, in
der Mitte des Unterrandes mit dem Titel. Tadellos in bezug auf Druckqualität und Erhaltung. Auf
festem Velin, mit starker Reliefwirkung vom Druck. So schön sehr selten. Schiefler-Mosel erwähnt
von allen 3 Zuständen zusammen lediglich 1 5 Exemplare.
Siehe die Abbildung, Seite 1 3 1
EMIL NOLDE

758. Doppelbildnis. Holzschnitt. (75°°- )


links numeriert Auf
Sch.-M. 1 93/II. 1937. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert,
auf Druckqualität und Erhaltung. Erschienen 193 7 als Jahresgabe der
festem Velin, tadellos in bezug
wie bei Mosel
Schweizerischen Graphischen Gesellschaft in 125 und nicht in 150 Exemplaren,
erwähnt. .
Siehe die Abbildung, Seite 1 3 1

EMIL ORLIK
Prag 1870-1934 Berlin
gesehen. Rötel.
759. Studienblatt mit einem weiblichen Akt, seitlich vom Rücken
31,4:23,5 cm, Blattgrösse. (1000. )
Auf Velin. - Dabei:
1903. Unten rechts in Bleistift voll signiert und datiert: Emil Orlik 1903.
mit Volkstypen aus Polen. Bleistiftzeichnung. 1 8 : 1 1 cm. Voll signiert und bezeichnet :
Studienblatt
Przemysl 97. Lichtrand. — Zus. 2 Blatt.

Federzeichnung ln dusche.
760. Zwei lesende Damen auf einem Sofa. Aquarell über
24,5 : 51,8 cm, Blattgrösse. (,i°o°- )
festem Velin. Sauber in der
1908. Unten rechts in Tusche voll signiert und datiert : Orlik 1908. Auf
Erhaltung. - Provenienz: Auktion Gutekunst und Klipstein Nr. 45, November 1947. Nr. 25 .

JULES PASCIN
Widding 1885—1 930 Paris

Zeichnungen

gewischt.
761 Portrait Carl Zigrosser und Fanny Ganzo. Schwarze Kohle, stellenweise
38,5:51cm. (8000.-)
'
des Dargestellten
Um 1920 oder 1925 . Auf Velin, sauber in der Erhaltung. Rückseitig von der Hand
Avenue entstanden
beschriftet, dass das Blatt im Atelier des Malers Ganzo in New York an der Sixth
Dargestellt ist Carl
sei. Pascin hielt sich bis 1921 und 1925 wieder für kurze Zeit in den USA auf.
Philadelphia.
Zigrosser, der spätere Kurator der graphischen Sammlung des Museums von
Siehe die Abbildung, Tafel 77

gewischt.
762 . Portrait Carl Zigrosser in ganzer Figur. Schwarze Kreide, stellenweise
51,7:41,8 cm. (6000. )
Dargestellten
Um 1920 oder 1925. Auf Velin, sauber in der Erhaltung. Rückseitig von der Hand des
vorangehenden
beschriftet: ... made at Susan Smith’s house at Palisades. Vergleiche den Beitext zur
Nummer.

Radierung

763 . Cinderella. Färb. Radierung. 35,2:25,7 cm. (2500.—)


Um 1925. Auf festem Japan, mit Rand.
MAX PECHSTEIN
Zwickau 1881-1955 Berlin

Aquarell und Zeichnungen


764 . Schiffe im Hafen von Nidden. Aquarell und eigenhändiger Brief. Datiert :
Nidden, d.
27. Juni 1919. Aquarell: 32,8 : 20,7 cm, im Unterrand mit 5 ZeilenText. 2. Seite nur Text.
(1000.—)
1919. Am Ende des Briefes voll signiert. Brief aus Nidden, wo sich die
Pechsteins in den Ferien
aufhielten. Frisch in den Farben, aber Faltspuren und an den Rändern
leicht lädiert. - Dabei:
Eingeborener aus der Südsee, mit Skulptur im Hintergrund. Federzeichnung
über Bleistiftzeich-
nung. Auf dünnem Velin. Monogrammiert und datiert «1914». -
Zus. 1 doppelseitiger Brief mit
Aquarell und 1 Zeichnung.

765. Sammelnummer mit 4 Blatt Zeichnungen und 1 Radierung. Diverse


Grössen, diverse
Techniken. (1000.—)
Alle Blätter signiert oder monogrammiert. Zum Teil leichte Schäden. Die
Radierung: Palaumäd-
chen. Fechter 81. 1917.- Zus. 5 Blatt.

Graphik
766. Frau mit Pelz. Kaltnadel. (1000. ~)
Fechter 79.191 7. Vom Künstler unten rechts in Bleistift voll signiert. Grätiger Druck
auf Bütten, mit
Rand.

767. Malaie. Holzschnitt. (3000.—)


Fechter 1 16. 1917. Unten rechts signiert in Bleistift, datiert und links bezeichnet
«Handdruck». Sehr
schöner Reiberdruck auf kartonartigem blau-grauem Papier. - Ehern. Sammlung Kurt
Sponagel,
Zürich, Lugt 2929/a.

PHOTO

Anonym
768. Grandma’ Moses in jugendlichen Jahren. Photographie. 16,9:12,7 cm.
(250-—)
Um 1880. Sehr schöner alter Abzug, auf Karton aufgeklebt. Alte Zuschreibung.

769 . Portrait C. F. Ramuz. 1 7,4 : 1 2,4 cm. (200.—)


1936. Rückseitig vom Dargestellten in Tinte signiert und datiert.

E. Atget, Paris
770. Rue Mouffetard. 23,3 : 17,3 cm. -Degustation. 21,6: 17,1 cm. 2 Photos. (1000.—)
Beide Photos rückseitig mit Stempel: Photo E. Atget. Collection Berenice Abbott, 1 West 87th
Street. Schöne, alte Abzüge, auf Karton aufgeklebt. - Zus. 2 Photographien.

Man Ray
771. Objet. Photographie. 29,7: 20,9 cm. (2000.—)
1918. Unten rechts in Tinte signiert, links mit «E. A.» bezeichnet. Abzug von 1972. - Reprod. in:
Man Ray, Kat. Rotterdam 1971, Nr. 248.

03
PHOTO

772. L’Enigme d’Isidore Ducasse. Photographie. 23,5 : 29,2 cm. (2000.—)


1920. Unten rechts in Tinte signiert, links mit «E. A.» bezeichnet. Abzug von 1972. - Reprod. in:
Man Ray, Kat. Los Angeles, pag. 1 1 .

775 . Portemanteau. Photographie. 29,7: 18,1 cm. (3000.—)


1920. Unten rechts in Tinte signiert, links mit «E. A.» bezeichnet. Abzug von 1972. - Reprod. in:
Man Ray, Kat. Rotterdam 1971, Nr. 250. - Man Ray, Kat. Los Angeles 1966, pag. 144. - Man Ray,
Eric Losfeld Paris, Nr. 26.

774. Volto. Photographie. 29,3:17,2 cm. - Volto. Photographie. 26,2:20,3 cm, im Oval.
2 Photographien. (3000.—)
1920. Beide Photographien in Tinte monogrammiert und mit «E. A.» bezeichnet. Abzüge von 1972.
- Zus. 2 Photographien.

775 . L’Inquiétude. Photographie. 23,3 : 29,4 cm. - Transatlantic. Photographie. 23,1 : 23,6 cm.
2 Photographien. (3000. )
1920. Die erste Photo in Tinte mit Monogramm, die zweite voll signiert. Beide mit «E.A.»
bezeichnet. Abzüge von 1972. - Zus. 2 Photographien.

776. Compass. Photographie. 29,8 : 21,1 cm. (2000. —)


1920. Unten rechts in Tinte signiert, links mit «E. A.» bezeichnet. Abzug von 1972.

777. Portrait de Tristan Tzara. Photographie. 29,3 : 23,4 cm. (3000.—)


1921. Unten rechts in Tinte signiert, links mit «E.A.» bezeichnet. Abzug von 1972. - Reprod. in:
Man Ray, Kat. Rotterdam 1971, Nr. 253.

Alfred Stieglitz

778. Equivalent mountains and sky, Lake George. 25,4:20,7 cm. - Hands of Georgia
O’Keeffe. IV. 25,5 : 20,7 cm. 2 Photos. (400.—)
1918 und 1924. Kopien des Philadelphia Museum of Art. - Zus. 2 Photographien.

FRANCIS PICABIA
1 879 Paris 1953

779 . Stilleben mit Früchten in expressiver Manier. Öl auf Leinwand. 73, 5 : 92 cm. (60 000.—)
* 1909. Unten rechts in Ölfarbe vom Künstler voll signiert und datiert: Picabia 1909. Tadellos in bezug
auf Farbfrische und Erhaltung, auf dem alten Chassis. Eines der bedeutendsten Bilder aus der
Frühzeit, die stark unter dem Einfluss der «Fauves» stand.
Sammlung:
Ehern. Dr. Richard Huelsenbeck, New York und Locarno.
Literatur :
New York 1970, The Solomon R. Guggenheim Museum, Francis Picabia, reprod. pag. 19.
W. A. Camfield in Kat. New York 1970 pag. 18 : Within a year of his marriage to Gabrielle in January
1909, Picabia worked through faces of Fauvism, Cubism and other forms of abstraction.
Siehe die Abbildung, Tafel 79

134
PABLO PICASSO
Malaga 1881-1973 Mougins

Skulpturen
780. Femme debout. Bronzeskulptur. 14 cm hoch. (20 000. )
1945. Rückseitig als eines von 10 Exemplaren numeriert. In brauner Patina, auf Sockel montiert.
Hübsche Skulptur aus der Serie der Kleinplastiken von 1945.
Literatur :
Werner Spies, Pablo Picasso. Das plastische Werk, Stuttgart 1971, Nr. 306.
Siehe die Abbildung, Tafel 3 1

781 . Le Hibou blanc. - La Chouette. Skulptur in Gips, von Hand bemalt. 53 cm hoch, 24 cm
breit, 3 7. 5 cm tief. ( 5 o 000.—)
** 1 9 5 2 . Auf dem Sockel in Pinsel vom Künstler voll signiert und datiert «Picasso 8.11.52». Original in
Gips, vom Künstler mit dem Pinsel farbig überarbeitet : der Sockel rostrot, die Eule in verschiedenen
Grautönen. Einzelstück. - Vergi. Spies, Pablo Picasso, Das plastische Werk, Nr. 403, dort eine
Variante der vorliegenden Skulptur, in Bronce gegossen. Vom Künstler handbemalte Skulpturen
sind von grosser Seltenheit.
Provenienz :
Galerie Louise Leiris (D. H. Kahnweiler), Paris, Inventar Nummer 04980, Photo Nummer 523 16.
Siehe die Abbildung, Tafel 106

Graphik
782. Le Repas frugal. Radierung. (60000. )
** Geiser 2/II/a (v. b). Bloch 1. 1904. Prachtvoller Frühdruck von ganz einmaliger Qualität, auf Bütten.
Einer der wenigen Drucke vor der Verstählung der Platte, die einzigen Drucke, die zur Zeit der
Entstehung des Blattes im Jahre 1904 von Delätre in Paris gedruckt wurden. Dieses Exemplar ist
von besonders ausgewogener Druckqualität und von einer sehr selten vorkommenden malerischen
Wirkung. Es muss sich um einen der allerersten Drucke handeln. Der Hintergrund und der Mann
sind teilweise mit starkem Plattenton gedruckt, die heller zur Wirkung kommende Frau und vor
allem das Tischtuch im Vordergrund sind teilweise rein gewischt. Das Blatt ist in der Manier der
alten Meister auf der Plattenkante geschnitten. Es wirkt in dieser Form wie ein klassisches
Graphikblatt in grosser Qualität von Dürer oder Rembrandt.
Dieses erste erreichbare Graphikblatt des Künstlers - vom ersten graphischen Versuch aus dem
Jahre 1899 hat sich nur ein einziger Druck erhalten - ist bis heute eine der schönsten graphischen
Schöpfungen des 20. Jahrhunderts geblieben und zählt zu den Meisterleistungen der gesamten
Graphik überhaupt. Frühdrucke, vor der Verstählung der Platte und vor der Auflage von Vollard
von 1913, gehören zu den grossen Seltenheiten. Es wurden nur wenige Drucke abgezogen, die
Picasso meist an Freunde verschenkte.
Siehe die Abbildung, Tafel 142

783 . Les Pauvres. Radierung. (10 000.—)


G. 4/II/b. Bl. 3. 1905. Schöner Druck der Auflage von Vollard von 1913. Auf festem Velin, mit
breitem Rand und einer nicht störenden Druckfalte im äusseren Rand links.

784. L’Abreuvoir. Kaltnadel. (10000.—)


G. 10/b. Bl. 8. 1905. Druck der kleinen Auflage von 27 oder 29 Exemplaren auf Japan, 1913 von
Vollard publiziert. Mit breitem Rand, tadellos in Druckqualität und Erhaltung.

785. Le Bain. Kaltnadel. (20000.—)


G. 14/b. Bl. 12. 1905. Druck der kleinen Auflage von Vollard von 1913 auf Japan, von 27 oder 29
Exemplaren. Mit Rand und leichtem Lichtrand. Gut in der Druckqualität und sauber in der
Erhaltung.

Hl
PABLO PICASSO

786. Salomé. Kaltnadel. (25000.—)


G. 17/b. Bl. 14. 1905. Tadelloses Exemplar der Vollard Auflage auf Velin, leicht mit Ton gedruckt,
und mit Spuren von Grat, mit breitem Rand. Ganz leichte Verfärbungen im Papier.

787. Salomé. Kaltnadel. (20000. )


G. 17/b. Bl. 14. 1905. Schöner Druck der Auflage von Vollard von 1 91 3. Auf festem Velin, mit ca.
3 cm Papierrand um die Plattenkante.

788 . L’Homme à la Guitare. Kupferstich. (J 5 oo°- )


G. 5 i/IX. Bl. 30. 191 5. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert und auf 100 numeriert.
Auf Japan, mit Rand, auf Karton aufgezogen. Eine der schönsten graphischen Arbeiten aus der Zeit
des Kubismus.

789. Peintre devant son Chevalet. Radierung. (4000.—)


G. 134/b. Bl. 93. 1927. Unten rechts in Tinte vom Künstler signiert, links auf 99 numeriert. Blatt der
Separatsuite von «Le Chef-d’Œuvre inconnu», publiziert 1931. Auf Velin, mit breitem Rand,
rückseitig gebräunt.

790. Femme nue devant une Statue. Radierung. (6000. )


G. 205. Bl. 139. 1931. Unten rechts in Bleistift signiert. Auf Bütten, mit Wasserzeichen «Vollard»,
mit Rand. Tadellos. Blatt aus «Suite Vollard».

791. Femme assise. Lithographie. (9000. )


G. 239. Bl. 69. Mourl. XIX. 1924. Unten rechts vom Künstler in Bleistift signiert, links auf 50
numeriert. Eine der schönen klassizistischen Arbeiten aus den frühen zwanziger Jahren. Schönes
Exemplar.

792. Sculpteur, Modèle couchée et Sculpture. Radierung. (5000. )


G. 298/II/c. Bl. 147. 1933. Unten rechts in Bleistift signiert. Auf Bütten, mit Wasserzeichen
«Picasso», mit Rand. Tadellos. Blatt aus «Suite Vollard».

795 . Le Repos du Sculpteur. IV. Radierung. (4000. )


G. 327/II/c. Bl. 174. 1933. Unten rechts in Bleistift vom Künstler signiert. Auf festem Bütten, mit
Wasserzeichen «Vollard». Aus der «Suite Vollard».

794. Le Viol. IV. Radierung. (2500.—)


G. 340/III/c. Bl. 1 8 1 . 1933. Unten rechts vom Künstler in Bleistift signiert. Auf Bütten, mit Rand, mit
Wasserzeichen «Vollard». Blatt aus der «Suite Vollard».

795 . Modèle nue et Sculptures. Radierung. (8000. )


G. 344/II/a (v. c). Bl.185. 1933. Unten rechts in roter Tinte signiert und links auf 3 numeriert. Einer
der nur 3 Drucke auf Pergament. Die einzigen Drucke der «Suite Vollard» die im Jahre ihrer
Entstehung vom Künstler signiert wurden. Mit Rand, im Rand leicht gewellt und vergilbt.

796. Minotaure caressant une Femme. Radierung. (6000.—)


G. 3 50/II/c. Bl. 191. 1933. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert. Auf Bütten, mit
Wasserzeichen «Picasso». Tadelloses Exemplar. Blatt aus «Suite Vollard».

797. Minotaure mourant. Radierung. (4000.—)


G. 366/II/c. Bl. 198. 1933. Unten rechts in Bleistift signiert. Auf Bütten, mit Wasserzeichen
«Vollard», mit Rand. Tadellos. Blatt aus «Suite Vollard».

tjó
PABLO PICASSO

798. Minotaure caressant une Dormeuse. Kaltnadel.


(20000. )
G. 369/III/c. Bl. 201. 1953. Unten rechts in Rotstift vom Künstler
voll signiert. Auf festem Bütten
mit Wasserzeichen «Vollard». Blatt aus «Suite Vollard».

799. Femme Torèro. II. Radierung.


(10000 )
G. 426/II/c. Bl. 220. 1934. Unten rechts in Bleistift signiert. Auf
Bütten, mit Wasserzeichen
«Picasso», mit Rand. Tadellos. Blatt aus «Suite Vollard».

800. Garçon et Dormeuse àia Chandelle. Radierung. (I7 5OO.


G. 440/I V/c. Bl. 226. 1934. Unten rechts in Bleistift voll signiert
«Picasso». Auf festem Bütten, mit
Rand, mit Wasserzeichen «Picasso». Eines der schönsten und
lieblichsten Blätter der «Suite
Vollard».
Siehe die Abbildung, Tafel 143
801 . Faune dévoilant une Femme. Strichätzung und Aquatinta.
(30 000. )
* Vollard»,
w'n3°L I93<5' Unte”
am 12. Juni reChtS in Bleistift vom Künstler voll signiert. Das Hauptblatt der «Suite
1936 geschaffen, in einem sehr schönen Exemplar der Auflage, auf
Bütten, mit Wasserzeichen «Vollard». festem

Siehe die Abbildung, Tafel 143

802. Minotauromachie. Radierung.


(250000. )
*** Bloch 288.1935. Unten rechts vom Künstler in Tinte signiert «Picasso» und
links in Tinte bezeichnet
«une des trente épreuves du tirage». Auf handgeschöpftem Bütten, einwandfrei
in der Erhaltung,
mit ca. 3,5 bis 4 cm Papierrand rings um die noch nicht facettierte Plattenkante.
Prachtvoll in der
Druckqualität, tiefschwarz in der Farbe, doch fein transparent in allen Tiefen der Platte,
leicht mit
Ton gedruckt. Ein Exemplar von ganz einwandfreier Qualität in bezug auf Erhaltung
und Druck. In
solcher Perfektion von grösster Seltenheit.
Das Hauptblatt aus dem graphischen Werk des Künstlers, am 23 . März 1 93 5 in
Paris begonnen und
in einzelnen Drucken in 5 verschiedenen Überarbeitungszuständen bekannt, im
endgültigen V.
Zustand. — Das Blatt ist von Picasso und Lacourière, dem Drucker, ursprünglich in einer
Auflage
von 50 Exemplaren vorgesehen worden. Die Auflage wurde aber nie ausgedruckt, und
eine Reihe
von Exemplaren, wie das vorliegende, trägt von der Hand des Künstlers die Bezeichnung
«une des
trente épreuves du tirage». Die höchste Numerierung auf 50, die uns vorgekommen
ist, war das
Exemplar numeriert «12/50». Picasso hat die meisten Drucke, so auch das vorliegende Exemplar,
an
enge Bekannte und Freunde verschenkt, häufig mit Dedikationen. Eine der grossen Seltenheiten
aus
dem graphischen Werk des Meisters und eines der Spitzenwerke der gesamten Graphik
des
20. Jahrhunderts.
I933 gründeten Albert Skira und [Link] die Zeitschrift «Minotaure», für deren 1. Nummer
Picasso einen Umschlag mit einem Minotaurus-Sujet entwarf. Weitere Blätter aus dem gleichen
Themenkreis folgten, in Aquarellen, in Zeichnungen und auch in der Graphik. Das vorliegende
Blatt als wichtigste Schöpfung entstand 1935 und wurde erstmals im Januarheft von 1936
der
«Cahiers d’Art» reproduziert (Sonderheft Picasso, ganzseitige Reproduktion, pag.221).
Jürgen Thimme in Katalog «Picasso und die Antike», Ausstellung Karlsruhe und Frankfurt
a/M.
’974 und 1975, vor Repro. 26, u.a. wie folgt: Die Minotaurus-Bilder und die mythologischen Bilder

G?
PABLO PICASSO

Picassos überhaupt erreichen ihren Höhepunkt in der berühmten Radierung der Minotauromachie
von 1 93 5 , die heute zu Recht als das bedeutendste graphische Werk des Malers gilt. ... Picasso hat in
dem grossen Blatt der Minotauromachie versucht, seine persönlichen Erfahrungen zu verallgemei-
nen und sie durch das Gleichnis einer selbst erfundenen Geschichte, die aber uralte Elemente enthält,
zu verdeutlichen. Dies entspricht der Funktion, die in der griechischen Kunst der Mythos besitzt.
Die grossartige Radierung, die in formaler Hinsicht kaum klassisch genannt werden kann, ist in
ihrem Gehalt und in ihrer mythischen Struktur dennoch der Antike näher als viele Darstellungen des
europäischen Klassizismus.
Siehe die Abbildungen, Tafel 144 und Seite 137

803 . La Guêpe. Radierung. (2000.—)


Bl. 3 5 1. 1941-1942. Unten rechts vom Künstler in Bleistift signiert. Probedruck für «La Guêpe» in
Buffon, vor der Reduktion der Platte. In dieser Form selten.

804. Françoise. Lithographie. (12500.—)


Bl. 396. Mourlot 40. 1946. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert, links auf 50
numeriert. Sauberes Exemplar.

805. Françoise. Lithographie. (17500.—)


Bl. 399. M. 43. 1946. Sehr schöner Druck der Auflage, unten rechts in Bleistift voll signiert und links
auf 50 numeriert. Eines der schönen Portraits von Françoise Gilot von 1946.
Siehe die Abbildung, Tafel 147

806 . Faune Musicien. No. 5 . Lithographie. (1 5 00°-—)


Bl. 523. M. 116. 1948. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert, links auf 50 numeriert.
Sauberes Exemplar.

807. Femme au Fauteuil. - Le Manteau polonais. Lithographie. (50000.—)


* Bl. 587. M. 134, état définitif. 1949. Sehr schöner Druck der Auflage, unten rechts in Bleistift voll
signiert und links auf 50 numeriert. Das gesuchte Portrait von Françoise Gilot, eine der bedeutend-
sten Lithographien der Jahre von 1948 und 1949, die der Künstler in 6 verschiedenen Zuständen und
nach der Übertragung auf einen neuen Stein in weiteren 4 Zuständen überarbeitet hat, bis das
Resultat ihn zufrieden stellte.
Siehe die Abbildung, Tafel 1 48

808. Le Départ. Färb. Lithographie. (30000.—)


Bl. 686. M. 201, état définitif. 1951. Unten rechts in Bleistift vom Künstler signiert, links auf 50
numeriert. Auf festem Velin, mit Rand, sauber in der Erhaltung.
Siehe die Abbildung, Tafel 147

809. Femme à la Fenêtre. Aquatinta. (80000.—)


** Bl. 695. 1952. Unten links in Bleistift vom Künstler voll signiert und auf 50 numeriert. Auf festem
Velin, mit Wasserzeichen «Arches», sauber in der Erhaltung, mit Rand. - Die Reihe der grossforma-
tigen Radierungen von 1 9 5 2 enthält 2 Darstellungen zum Thema «Corrida» und 4 Darstellungen aus
der Tierwelt. Daran schliesst sich das grosse Portrait «La Femme à la Fenêtre», das vorliegende Blatt,
und als Ergänzung, etwas später, im Jahre 1953, die grosse «Torse de Femme» an. Diese beiden
Frauendarstellungen sind die beiden grössten graphischen Arbeiten auf Kupfer im Werk des
Künstlers. Eines der Hauptwerke des gesamten graphischen Oeuvres Picassos.
Siehe die Abbildung, Tafel 145

138
PABLO PICASSO

810. Danses. Lithographie. (15 000. —)


Bl. 750. M. 246. 1954. Unten links in Blaustift signiert, rechts auf 50 numeriert. Auf Velin.

81 1. Le Peintre sur la Plage. Aquatinta. (20000. )


Bl. 769. 1955. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert, links auf 50 numeriert. Sehr
schöner Druck, sauber in der Erhaltung. Eine der 3 grossen Radierungen von 1955.
Siehe die Abbildung, Tafel 145

812. Visiteurs divins à I’Atelier. Aquatinta. (20000. )


Bl. 770. 1955- Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert, links auf 50 numeriert. Eine der
drei wichtigen Radierungen aus dem Jahre 1955 und ein Hauptwerk aus der gesamten Graphik des
Künstlers. c. . ..
Siehe die Abbildung, Tafel, 146

813. Portrait de Femme. II. Lithographie. (j 5 000. )


Bl. 780. M. 272. 1955. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert, links auf 50 numeriert.
Sauberes Exemplar.

814. Buste au Corsage à Carreaux. Lithographie. (20 000. )


Bi. 850. M. 308/II. 1958. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert, links auf 50 numeriert.
Tadelloses Exemplar auf Velin. Eines der schönsten Portraits von Jacqueline, entstanden in 2
Arbeitsgängen am 1 8 . Dezember 1957 und am 2 7. Dezember 1958.
Siehe die Abbildung, Tafel 147

815. Les Banderilles. Färb. Linolschnitt. (25 OO0.


* Bl. 940. 1959. Unten rechts in Bleistift vom Künstler signiert, links auf 50 numeriert. Auf festem
Velin, mit Rand, sauber in der Erhaltung. - Eine der schönsten Stierkampfdarstellungen aus der
ersten Serie der farbigen Linolschnitte.
Siehe die Abbildung, Tafel 146

816. Alceando a un Toro. Aquatinta. (8000. )


* Bl. 976. 1957. Unten rechts in Rotstift vom Künstler voll signiert, links in Bleistift auf 12 numeriert.
Auflage erschienen in «La Tauromaquia», mit zusätzlich 12 signierten und numerierten Drucken
einer Suite. Auf Japan, mit breitem Rand. In dieser Form sehr selten.

817. Dans [’Atelier. Aquatinta. (6000.—)


Bl. 1 162. 1964. Unten rechts vom Künstlerin Bleistift voll signiert, links auf 50 numeriert. Tadelloser
Druck auf festem Velin.

818. Frontispice pour: Les Livres de Picasso réalisés par PAB. Stich auf Celluloid. (3000.—)
Bl. 1235. 1966. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert. Auf festem Velin, mit Rand.
Prachtvoller Separatdruck ausserhalb der Buchauflage, die 1966 bei P. A. Benoit in Alès erschien.

819. Femme au Balcon. Affiche Oeuvre gravé i960. Galerie des Ponchettes, Nice. Lithogra-
phie. (4000.—)
Bl. 1289. M. 335. 1 960. Unten rechts in Rotstift vom Künstler signiert und an eine Dame dediziert.
Sauberes Exemplar. Signierte Drucke sind selten.

B9
CAMILLE PISSARRO
Ile-Saint- Thomas 1830-1903 Paris

820 . Sente des Pouilleux, à Pontoise. Grande Planche. Kaltnadel. (75°°-—)


* Delteil 32/I (v. II). 1880. Prachtvoller Frühdruck der 1. Auflage von lediglich 10 Drucken. Unten
rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert «C. Pissarro», links von seiner Hand bezeichnet «No 5
Epreuve d’artiste. La sente des pouilleux à Pontoise. Pointe sèche». Auf bräunlichem Bütten, mit
Rand, tadellos in der Druckqualität. - Das Exemplar der SIg. M. G., Lugt 1124a und b.
Siehe die Abbildung, Tafel 108

821. Le Port près la Douane à Rouen. Radierung. (2000.—)


D. 43/II. 1883. Unten rechts mit dem blauen Monogrammstempel, links mit der Numerierung und
dem Titel in Bleistift. Druck der Auflage von 30 Exemplaren auf Bütten. Mit Rand.

822. Eglise et Ferme d’Eragny. Kaltnadel. (12 000.—)


D. 96/I (v. VI). 1890. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert und bezeichnet «imp. par
C. P.», links unter der Plattenkante «Ier état n° 1 / La ferme d’Eragny». Auf Bütten, mit Rand. Einer
der beiden bekannten und von Delteil erwähnten Drucke des I. Zustandes und der einzige, der eine
Signatur des Künstlers trägt. Schon Delteil erwähnt : De toute rareté. In tadelloser, tiefschwarzer
Druckqualität. In dieser Form Unikum. - Das Exemplar der SIg. M.G., Lugt 1124a und b.
Siehe die Abbildung, Tafel 108

823 . Marché de Gisors, à la Rue Cappeville. Färb. Radierung. (1 5 000.—)


* D. 112/VII. Um 1894. Unten rechts in Bleistift vom Künstler voll signiert, links von seiner Hand
bezeichnet «N° 9 epr. d. art. / Marché de Gisors (rue Cappeville).» Auf bläulichem Bütten, mit Rand.
Prachtvoller Handdruck des Künstlers in 4 Farben, einer von 9 bekannten Drucken. Von grösster
Seltenheit. Eines der schönsten Blätter der impressionistischen Farbgraphik.
Siehe die Abbildung, Tafel 108

824- Gardeuse d’Oies. Lithographie. (2000. )


D. 187. Um 1898. Druck auf Chine collé, mit dem Atelierstempel.

SERGE POLIAKOFF
Moskau 1906-1969 Paris

Ölbilder und Gouachen


825. Bleu foncé, rouge, ocre et jaune. Öl auf Leinwand. 73 : 60 cm. (40 000.—)
1952. Unten links in der Darstellung in Pinsel voll signiert: Serge Poliakoff. Rückseitig auf der
Leinwand vom Künstler in Braun datiert und signiert: 1952 Serge Poliakoff. Tadellos in der
Erhaltung, auf dem alten Chassis. Bedeutendes Frühwerk.
Siehe die farbige Abbildung, Tafel 1 9

826. Komposition in Grau und Blau. Ölfarbe auf Leinwand. 72,7: 91,7 cm. (30 000.—)
Um 1955. Unten rechts in Ölfarbe voll signiert «Serge Poliakoff». Tadellos in der Erhaltung,
unberührt auf dem alten Chassis. So bedeutende und frühe Werke des Künstlers sind selten
geworden.
Siehe die farbige Abbildung, Tafel 1 9

827. Komposition in Blau und Weiss. Gouache. 45 : 60 cm. (12 500.—)


Um 1958. Unten rechts in Bleistift voll signiert «Serge Poliakoff». Sauber und farbfrisch in der
Erhaltung. Gerahmt. Abbildung, Tafel „
Stehe

140
SERGE POLIAKOFF

828. Le Rouge et le Noir. Gouache. 65 : 50 cm.


(25000.—")
Um i960. Unten rechts in Bleistift voll signiert: Serge
Poliakoff. Auf festem Velin, sauber in der
Erhaltung.
Siehe die Abbildung, Tafel 99

Lithographie
829. Composition bleu, rouge, jaune et verte. Färb. Lithographie.
(500. —)
Poliakoff 40. 1963. Unten rechts voll signiert, links mit
«EA» bezeichnet. Die Auflage betrug
lediglich 30 Exemplare. Sauberes Exemplar.

HANS PURRMANN
Speyer 1 8 80-1966 Basel
830. Park. Bleistiftzeichnung, leicht aquarelliert. 14,7: 20,1 cm.
(2000.—)
Um 1920. Unten rechts in Bleistift voll signiert «H.
Purrmann». Auf Velin, auf Unterlagekarton
aufgezogen. Mit einzelnen Fleckchen.

851. Park mit Mauer und Bank. Lithographie. 47,3 : 5 5 cm. — Parkweg
zum Landhaus. Litho-
graphie. 59,4:29,4 cm. Zus. 2 Blatt.
(1000.—)
1964. Beide Blätter in Bleistift voll signiert, eines an den
Drucker dediziert, eines mit «Gut zum
Druck» bezeichnet. Gute Drucke, leichte Knitter im Papier.
- Zus. 2 Blatt.

JEAN PUY
1876 Roanne i960
832. Stehender Mädchenakt. Bleistift. 17:8 cm.
( 1 5 00.—)
Um 1920. Unten rechts in Tinte signiert: [Link]. Auf dünnem Velin.

ODILON REDON
Bordeaux 1 840-19 1 6 Paris

Aquarell und Zeichnungen


853. Kahler Baum. Bleistift. 22 : 25 cm.
(10000.—)
* Um 1890. Unten rechts in Bleistift monogrammiert : Od. R. Auf Velin, tadellos
in der Erhaltung. -
Eine der reizvollen und gesuchten Baumstudien des Künstlers, entstanden
in den Jahren von 1 870
bis 1895. Vgl. z.B. Klaus Berger, Odilon Redon, Köln 1964, reprod. pag. 5 1,
im Besitze des Louvre.
Ausstellung:
Winterthur 1962, Kunstmuseum, Die Graphiksammlung Richard Bühler, Nr. 146.
Siehe die Abbildung, Tafel 27
834. Der heilige Sankt Sebastian. Federzeichnung in Tusche. 24,3 : 21,2 cm, Blattgrösse.
(8000.—)
1900-19 10. Unten rechts in Bleistift vom Künstler monogrammiert: Od. R. Auf
Velin, sauber in der
Erhaltung. Zeichnung im Zusammenhang mit Ölbild und Aquarell des gleichen
Sujets, in der
endgültigen Fassung entstanden 1909-1910. Vergleiche WerkVerzeichnis Berger
(Köln 1964),
Nrn. 180 und 181. Das Aquarell im Besitz des Kunstmuseums Basel.
Siehe die Abbildung, Seite 143

141
ODILON REDON

835 . Verhüllte Figur vor Bild. - Saint-Jean et la Charette. Aquarell über Vorzeichnung in
Bleistift. 25,3 : 17,6 cm. (25000. —)
** Um 1900— 1910. Unten rechts in Bleistift voll signiert: Odilon Redon. Auf festem Velin, tadellos in
der Erhaltung, vollkommen frisch in den Farben. Die Identifizierung der mystischen Darstellung
fällt schwer; im Katalog der Sammlung Richard Bühler, Winterthur, war das Blatt lediglich unter
dem Titel «Verhüllte Figur vor Bild» aufgeführt. Anderen Quellen zufolge soll es sich um eine
Darstellung von «Saint-Jean» handeln. So schöne, farblich reizvolle und vollkommen ausgearbeitete
Aquarelle des Künstlers sind sehr selten geworden.
Ausstellung:
Winterthur 1962, Kunstmuseum, Die Graphiksammlung Richard Bühler, Nr. 141.
Siehe die Abbildung, Tafel 28

Graphik

836. Croquis. Radierung. - Les Débâcles. Lithographie. 2 Blatt. (4000.—)


Mellerio 13 und 101. Vor 1870 und 1889. Das erste Blatt auf Bütten, sehr selten, Mellerio erwähnt nur
i Exemplar. Das zweite Blatt unten rechts monogrammiert «Od. R.». Sehr schöner Druck auf Chine
collé, mit breitem Rand. Einer der 52 Drucke verwendet als Frontispiz für: Emile Verhaeren. Les
Débâcles. Bruxelles, Deman, 1889. - Zus. 2 Blatt.

837. Cain et Abel. Radierung. (1 5 —)


Mell. 18. 1886. Unten rechts unter der Plattenkante in Bleistift voll signiert: Odilon Redon. Auf
Bütten, mit Rand. Selten, die Auflage umfasste lediglich 20 Exemplare.

838. Vision. Lithographie. (4000.—)


Mell. 34/I (v. II). 1879. Blatt 8 der Folge: Dans le Rêve. Unten rechts in Bleistift voll signiert. Chine
collé, mit breitem Rand. -Dabei : Limbes. Mell. 30. Blatt 4 der Folge : Dans le Rêve. Chine collé, mit
breitem Rand, mit Flecken. - Zus. 2 Blatt.

839. Un étrange Jongleur. Lithographie. (1000.—)


Mell. 58.1885. Blatt 5 der Folge : Hommage à Goya. Sehr schöner, sauberer Druck auf Chine collé.

840 . La Nuit. 6 Dessins lithographiques à 5 o Exemplaires. Folge von 6 Blatt Lithographien, in


Umschlag mit Titel. (17 5°°-—)
* Mell. 62-67. 1886. Ausgezeichnete Drucke auf Chine collé, mit einheitlich breiten Randverhältnis-
sen, sauber in der Erhaltung. 1886 bei L. Dumont in Paris in gesamthaft 50 Exemplaren erschienen.
Alle Blätter einzeln vom Künstler in den Darstellungen in Bleistift oder Kohle voll signiert. Der
Umschlag leicht restauriert. Komplett sehr selten.
Die Folge enthält:
1. A la Vieillesse. Mell. 62.
2. L’Homme fut Solitaire dans un Paysage de Nuit. Meli. 63.
3. L’Ange perdu ouvrit alors des Ailes noires. Meli. 64.
4. La Chimère regarda avec Effroi toutes Choses. Meli. 65.
5 . Les Prêtresses furent en Attente. Meli. 66.
6. Et le Chercheur était à la Recherche infinie. Meli. 67.
7. Umschlag, mit Titel in Typographie. Rückseitig Liste der 1886 verfügbaren Blätter von Redon.
Siehe die Abbildungen, Tafel 1 1 1

841 . Par la Fente du Mur, une Tête de Mort fut projetée. - Le Rêve s’achève par la Mort. 2 Blatt
Lithographien. ( 1 5 00. —)
Mell. 78 und 81. 1887. Blatt 4 und 7 der Folge: Le Juré. Schöne, saubere Exemplare, auf Chine collé. -
Zus. 2 Blatt.

142
Redon Nr. 8 J4

U?
ODILON REDON

842 . Tentation de Saint-Antoine. Folge von 10 Blatt Lithographien. (10 000.—)


Mell. 84-9 3 . 1888. Die selten komplett vorkommende Folge, 1888 bei Becquet in Paris gedruckt, vom
Verleger Deman in Brüssel in ursprünglich 60 Exemplaren publiziert, in einem Exemplar von sehr
guter Druckqualität, in sauberer Erhaltung und einheitlich schönen Randverhältnissen. Alle Drucke
Chine collé auf festem, weissen Velin. Ohne das Titelblatt. - Zus. 10 Blatt.
Siehe die Abbildungen, Tafel 1 10

843 . Pégase captif. Lithographie. (17 500.7—)


** Mell. 102. 1889. Unten rechts auf der Unterlage voll signiert «Odilon Redon», desgleichen oben links
in der Darstellung. Tadelloser Druck auf Chine collé, auf festem Velin mit breitem Rand. Oben
rechts gedruckt: Pégase captif 100 exemp. Eines der Hauptblätter aus dem graphischen Werk des
Meisters in einem vorzüglichen, sauberen Exemplar. Unten links mit dem Stempel der Sammlung
J. H. de Bois, Haarlem, Lugt 733.
Ausstellung:
Winterthur 1962, Kunstmuseum, Die Graphiksammlung Richard Bühler, Nr. 162.
Siehe die Abbildung, Tafel 107

844. El Moghreb-al-Aksa. Lithographie. (2000.—)


Mell. 103. 1889. Sehr schöner Druck auf Chine collé, unten rechts in Bleistift monogrammiert
«Od. R.». Gutes Exemplar. Druck vor der Auflage als Frontispiz im gleichnamigen Buch.

845 . Serpent-Auréole. Lithographie. (4000.—)


Mell. 108. 1890. Druck auf Chine collé, in ausgezeichneter Qualität. Auf dem festen Velin mit dem
Titel und der Auflage: 50 exemplaires. 1890 als Einzelblatt bei Dumont und Durand-Ruel in Paris
und bei Deman in Brüssel erschienen. So schön selten.

846. Druidesse. Lithographie. (4000.—)


Mell. 117. 1892. Unten links auf dem China voll signiert in Bleistift «Odilon Redon», oben mit dem
gedruckten Titel und der Auflage «joexemp.». Druck auf Chine collé, mit breitem Rand, tadellos. -
Unten rechts mit dem Stempel der Sammlung J. H. de Bois, Haarlem, Lugt 733.

847. Le Liseur. Lithographie. (4000.—)


Mell, ii 9. 1892. Oben links vom Künstler in Bleistift signiert. Druck der Auflage von 50
Exemplaren, Chine collé auf festem Velin, mit breitem Rand.

848. L’Aile. Lithographie. (12500. —)


* Mell. 122. 1893. Prachtvoller Druck auf Chine collé, mit breitem Rand, rechts unten im Stein signiert
und links oben mit gedrucktem Titel und der Auflage : L’Aile 5 o epr. - Entgegen den Angaben bei
Mellerio in 50 und nicht in 25 Exemplaren erschienen. Eines der Hauptblätter aus dem graphischen
Werk des Künstlers. Selten. „ -,
Siehe die Abbildung, Tafel 109

849. Hantise. Lithographie. (5000.—)


Mell. 128/II. 1894. Prachtvoller Druck auf Chine collé, mit breitem Rand. Im Stein unten rechts
signiert, oben rechts mit dem gedruckten Titel und der Auflage: Hantise. 50 épr. - Entgegen den
Angaben bei Mellerio in 50 und nicht in 25 Exemplaren erschienen. Wichtiges Einzelblatt. Selten.

850. Centaure visant les Nues. Lithographie. (6000. —)


Mell. 133. 1895.’ Sehr schöner Druck auf Chine collé, mit breitem Rand. Unten rechts in der
Darstellung mit der Signatur im Stein, im Unterrand mit dem gedruckten Titel und der Auflage: 50
Ep. So schön selten. siehe die Abbildung; Tafe] , t 2

144
ODILON REDON

851. Le Mouvement idéaliste en Peinture. Lithographie.


(2000.—)
Meli. 169. 1896. Unten rechts in Bleistift monogrammiert : Od.R. Chine collé,
mit breitem Rand
Frühdruck, vor der Verwendung des Blattes als Frontispiz im gleichnamigen
Buch von André
Mellerio. In dieser Form sehr selten.

852. Apocalypse de Saint-J ean. Folge von 1 2 Blatt Lithographien.


(125 00. )
Mell. 174-185. Johnson 137. 2-1 3.
1899. Ausgezeichnete Drucke auf Chine collé, mit breitem Rand
sauber m der Erhaltung und in einheitlichen Randverhältnissen. Ursprünglich in 100 Exemplaren
1 899 von Ambroise Vollard verlegt. Komplette Folge der 12 Lithographien, ohne
das Titelblatt. So
schön selten. - Zus. 12 Blatt.

AUGUSTE RENOIR
Limoges i84i-i9i9Cagnes-sur-Mer

Zeichnung
853. Nackte Tambourinspielerin in ganzer Figur, leicht nach rechts
gewandt. Schwarze
Kreide. 47: 30,8 cm. (5000.—)
Zwischen 1895 und 1918. Vorstudie zum Bild «Danseuse nue au Tambourin», L’Atelier
de Renoir,
Tome II, Nummer 671. Auf Bütten, mit Wasserzeichen «CF mit Merkurstab».

Lithographie
854. Le Chapeau épinglé. Ile Planche. Färb. Lithographie. (25 000. )
Delteil 50. Melot 29. Johnson 144. 1898. Ausgezeichneter Druck der regulären Auflage,
1898 von
Ambroise Vollard in 200 Exemplaren publiziert. Auf Bütten mit Wasserzeichen
«MBM»,
tem Rand, unten rechts in der Darstellung und links im Unterrand im Stein mit «Renoir» mit brei-
Sauber in der Erhaltung, farbfrisch. Selten so schön. signiert.

Siehe die Abbildung, Tafel 1 3 5

FERDINAND VON REZNICEK


Sievering 1868-1909 München
855. Der Retter : Wenn mein Mann uns sieht, weiss er wieder nicht, ob er Dir danken oder sich
mit Dir schiessen soll... Deckfarben und Ölfarben auf Malpappe, in Passepartout mon-
tiert. 41,5 : 36,7 cm. (3000.—)
1906. Unten links in der Darstellung signiert: Reznicek. Erschienen in: Simplicissimus, 11. Jahr-
gang, Spezialnummer «Im Bad», pag. 323. Rückseitig mit der Etikette des Simplicissimus.
Siehe die Abbildung, Tafel 39
856. Verkehr mit Dienstboten. Deckfarben und Ölfarben auf Velin, auf Unterlagekarton
aufgezogen. 48,4: 3 5 cm. (3000.—)
1906. Unten links in der Darstellung signiert: Reznicek. Erschienen in: Simplicissimus, 11. Jahr-
gang, Heft 44. Rückseitig mit der Etikette des Simplicissimus.
Siehe die Abbildung, Tafel 39
857. Force majeure. Deckfarben und Ölfarben über Vorzeichnung in Bleistift, auf Velin, auf
Unterlagekarton aufgezogen. 42: 32,8 cm. (3000.—)
1907. Unten rechts in der Darstellung signiert: Reznicek. Erschienen in: Simplicissimus, iz. Jahr-
gang, Spezialnummer «Fasching». Rückseitig mit der Etikette des Simplicissimus.
Siehe die Abbildung, Tafel 3 9

145
HANS RICHTER
Berlin 1888-1976 Ascona

6 Blatt Radierungen. Bogengrösse je ca. 25:33,5 cm. (1000.—)


1911-1912. 3 der Blätter in Bleistift voll signiert und datiert: Hans Richter 11. Ausgezeichnete
Drucke auf gelblichem Velin, mit breitem Rand. Diese 3 Radierungen (eher Kaltnadelarbeiten)
wahrscheinlich Richters Beitrag zur Publikation «Strassenvolk» 6 Originalradierungen von Otto
Beyer und [Link] Richter, ohne Verleger und Jahr auf dem Titelblatt, vermutlich Berlin 1912. -
Dabei 3 weitere Radierungen in der gleichen Art, desgleichen um 1911, nicht signiert, aber
bezeichnet und mit den folgenden Titeln: Execution. - Bei der Probe. - Auf der Weide. - Frühwerke
Richters, der erstmals in der «Aktion» 1915 und 1916 in Erscheinung tritt, sind sehr selten. - Zus. 6
Blatt.

LUDWIG RICHTER
1805 Dresden 1884

859. Skizzenblatt mit verschiedenen Entwürfen für Holzschnitte. - Der Knöpfleschwab


zwischen Baum und Spee geklemmt. - Heiliger von Engelschein begleitet auf einer Wiese.
Bleistiftzeichnungen. 14,2:23,7 cm, 10, 5 : 6,4 cm und 10,9:10,7 cm. 3 Blatt Zeichnungen.
(2000.—)
Um 1848 bis um i860. 3 Blatt Zeichnungen, wovon 2 Blatt Vorzeichnungen für mehrere Holz-
schnitte. Das erste Skizzenblatt u.a. für Hoff-Budde 1136, 1139 und 1 143, das zweite Vorzeichnung
für H.-B. 1527. Sauber in der Erhaltung. - Zusammen 3 Blatt.

AUGUSTE RODIN
Paris 1 840-1917 Meudon

860 . Vive la Joie. - Zwei tanzende weibliche Akte. Leichtes Aquarell über Zeichnung in
Bleistift. 40 : 29,2 cm, Blattgrösse. (I0 oo°- )
Unten rechts in Bleistift voll signiert «A. Rodin», oben rechts im Blatt mit dem Titel «vive la joie».
Auf Velin, den Rändern entlang auf Unterlage aufgelegt.

861 . Liegender weiblicher Akt, das rechte Bein angezogen, von vorne gesehen. Leichtes
Aquarell über Zeichnung in Bleistift. 3 1 , 8 : 2 5 , 8 cm, Blattgrösse. (7500.—)
Unten rechts in Bleistift signiert «Rodin». Auf dünnem Velin, den Rändern entlang auf Unterlage
aufgelegt, den Rändern entlang im Papier mit 4 Fehlstellen.

862 . Weiblicher Akt, mit schwarzen Haaren, sich am Boden wälzend. Aquarell über Bleistift-
zeichnung. 25:29 cm. (7 5 )
Unten rechts monogrammiert: AR. Auf Velin, sauber in der Erhaltung, leicht auf Unterlage
aufgelegt. Rodin zugeschrieben.

CHRISTIAN ROHLFS
Niendorf 1849-1938 Hageni.W.

Aquarell

863 . Haus in Soest. Wassertempera. 34,5 :49 cm. (20 000.—)


Umi922. Unten rechts in Pinsel monogrammiert «C.R.». Auf festem Velin, farbfrisch undsauber in
der Erhaltung. Rückseitig Skizze eines weiteren, aufgegebenen Aquarelles. - Das Blatt ist für das
Werkverzeichnis der Bilder und Aquarelle durch Dr. P. Vogt vorgesehen.
Siehe die Abbildung, Tafel 5 7

I! 1
CHRISTIAN ROHLFS

Holzschnitte
864 . Groteske Köpfe. - Ruhe und Leidenschaft. Färb. Holzschnitt,
überarbeitet. (3000.—)
Vogt 089. 1915. Unten rechts unter der Darstellung in Bleistift voll
signiert: Chr. Rohlfs. Monoty-
pieartig gedruckter Holzschnitt in 2 Farben, in Aquarell überarbeitet.
Auf Velin gedruckt leicht auf
Unterlage aufgelegt. In dieser Form von grösster Seltenheit.

865 . Der Gefangene. Holzschnitt.


(2500 )
V. 107/II. 1918. Unten rechts in der Darstellung in
Bleistift signiert «Chr. Rohlfs». Auf Velin, wie
meist ohne Rand. Kleine, unbedeutende Schäden.

866. Mann mit spitzer Nase. Holzschnitt, überarbeitet.


(2000.—)
V. 1 1 7 1 92 1 . Unten rechts unter der Darstellung in Bleistift voll signiert :
Chr. Rohlfs. Monotypiear-
tig gedruckter Holzschnitt in Braun, in Pastell, resp. Aquarell
und mit der Tuschfeder überarbeitet
In dieser Form von grösster Seltenheit.

GEORGES ROUAULT
1871 Paris 1958

Ölbild und Aquarell


867. Mädchenkopf im Profil nach links, mit blauem Hut. Aquarell und Zeichnung
in Tusch-
pinsel. 3 1 : 20,3 cm. (25000.—)
Um 1910. Auf Velin, gut in der Erhaltung, mit einzelnen Atelierspuren. Eine
der ausdrucksvollen
Kopfstudien der Jahre um 1 910. So schöne und bedeutungsvolle Aquarelle des Künstlers
sind selten
geworden.
Ausstellung:
Winterthur 1962, Kunstmuseum, Die Graphiksammlung Richard Bühler, Nr. 178.
Siehe die Abbildung, Tafel 8 8

868. Pierrot. Öl auf Malpappe. 34:29,2 cm. (125000. )


_ Um 1925. Unten in der Mitte in Ölfarbe voll signiert : G. Rouault. Rückseitig auf dem Karton vom
Künstler monogrammiert «G.R.» und mit der Nummer «201». Tadellos in der
Erhaltung und
vollkommen farbfrisch.
Literatur:
Katalog der Sammlung Sonja Henie/Niels Onstad, 1960-1962, Kat. Nr. 10, färb. Abb. pag.
12.
Siehe die farbige Abbildung, Tafel 14

Graphik
869. L’Ecuyère. Lithographie. 34: 22,2 cm. (4000.—)
Kat. Kornfeld und Klipstein, Rouault 1966, Nr. 1. Um 1924. Unten rechts voll signiert, links
auf 25
numeriert und mit dem Blindstempel des Verlegers Frapier. Von Frapier als III. Zustand bezeichnet.
Auf festem Velin, sauber in der Erhaltung, mit Rand.

870. Dompteur. Lithographie. 56:28,5 cm. (4000.—)


Kat. K. und K., Rouault 1966, Nr. 4. Um 1924. Unten rechts in Bleistift voll signiert. Mit
Blindstempel des Verlegers Frapier und seinen Bezeichnungen: «essai» und «Ier état».

147
GEORGES ROUAULT

871. Parade. I. Lithographie. 31,5 : 26 cm. (4000. )


Auf
Kat. K. und K., Rouault 1966, Nr. 5. Um 1924-1927. Unten rechts in Bleistift voll signiert.
mit Rand, sauber in der Erhaltung. Mit Blindstempel des Verlegers Frapier und seinen
Japan,
Bezeichnungen: «essai» und «IIIe état».

872. Eves déchues. Lithographie. 30,3 : 21,8 cm. (5000. —)


auf 10
Kat. K. und K., Rouault 1966, Nr.6. Um 1925-1927. Unten rechts voll signiert, links
numeriert und mit dem Blindstempel des Verlegers Frapier. Von Frapier als Probedruck des
I. Zustandes bezeichnet. Auf festem Velin, tadellos in der Erhaltung, mit Rand. Sehr selten.

875. Fille. Lithographie. 32,8 : 22,6 cm. (4000. )


Kat. K. und K., Rouault 1966, Nr. 7. Um 1925-1927. Unten rechts vom Künstler in Bleistift signiert,
II. Zustand
links auf 25 numeriert und mit dem Blindstempel von Frapier. Von Frapier als
bezeichnet. Auf Velin, mit Rand, tadellos in der Druckqualität.

874. Le Trio. Lithographie. 32,7: 26,3 cm. (4000. )


Kat. K. und K., Rouault 1966, Nr. 11. Um 1925-1927. Unten rechts vom Künstler in Bleistift
signiert, links auf 50 numeriert und mit dem Blindstempel des Verlegers Frapier. Von Frapier als
Probedruck des II. Zustandes bezeichnet. Auf Velin, mit Rand, tadellos in der Druckqualität.

875. Grotesques. Lithographie. 32: 22 cm. (4000. )


auf
Kat. K. und K., Rouault 1966, Nr. 12. Um 1925-1 927. Unten rechts in Bleistift voll signiert, links
Blindstem-
10 numeriert. Auf Velin, mit Rand und leichtem Lichtrand, sauber in der Erhaltung. Mit
pel des Verlegers Frapier und seinen Bezeichnungen: «essai» und «Ier état». Vergleiche die folgende
Nummer.

876. Grotesques. Lithographie. 32: 22 cm. (4000. )


Kat. K. und K., Rouault 1966, Nr. 12. Um 1925-1927. Unten rechts in Bleistift voll signiert. Auf
Japan, mit Rand, sauber in der Erhaltung. Mit Blindstempel des Verlegers Frapier und seinen
Bezeichnungen: «essai» und «IIIe état». — Aus Sammlung S. Vouay, Paris, Lugt 2373/c.

877. Ane. Lithographie. 32 : 22,2 cm. (2500.—)


Kat.K. und K., Rouault 1966, Nr. 13. Um 1925-1927. Unten rechts in Bleistift voll signiert, links auf
50 numeriert. Mit Blindstempel des Verlegers Frapier und seiner Bezeichnung «IIe état».

878. Petite Famille. Lithographie. 32,3 : 23 cm. (5000. —)


Kat. K. und K., Rouault 1966, Nr. 15. Um 1925-1927. Unten rechts vom Künstler in Bleistift
signiert, links auf 10 numeriert und mit dem Blindstempel des Verlegers Frapier. Von Frapier als
Probedruck des I. Zustandes bezeichnet. Auf Velin, mit Rand, tadellos in der Druckqualität. Selten.

879. Dempsey. Lithographie. 32,5 : 23 cm. (2500. )


Kat. K. und K., Rouault 1966, Nr. 17. Um 1925-1927. Unten rechts in Bleistift voll signiert, links auf
10 numeriert. Auf Velin, mit Rand und leichtem Lichtrand, sauber in der Erhaltung. Mit Blindstem-
pel des Verlegers Frapier und seinen Bezeichnungen: «essai» und «Ier état».

880. La Clownesse. Lithographie. 33,5 122,5 cm. (4000. )


Kat. K. und K., Rouault 1966, Nr. 18. Um 1925-1927. Unten rechts vom Künstler in Bleistift
signiert, links auf 50 numeriert und mit dem Blindstempel des Verlegers Frapier. Von Frapier als
Probedruck des III. Zustandes bezeichnet. Auf Velin, mit Rand, tadellos in der Druckqualität.

881 . Le Christ en Croix. III. Lithographie. 30,5 : 22 cm. (3000.—)


Kat. K. und K., Rouault 1966, Nr. 23. 1925. Unten rechts vom Künstler in Tinte signiert, links auf 50
numeriert und mit dem Blindstempel des Verlegers Frapier. Von Frapier als II. Zustand bezeichnet.
Auf Velin, mit Rand, tadellos in der Druckqualität.

148
GEORGES ROUAULT

882. Le Bilboquet. Lithographie. 31,6:22,7cm.


(2500. )
Fehlt Kat. K. und K. Um 1925-1927. Unten rechts in Bleistift voll
signiert, links auf 50 numeriert.
Mit Blindstempel des Verlegers Frapier und mit seiner Bezeichnung
für «IVe état».

883 . Citoyen Poupard. Lithographie. 32: 22,8 cm.


(3000.—)
Fehlt Kat. K. und K. 1925-1927. Unten rechts in Bleistift voll
signiert. Mit Blindstempel des
Verlegers Frapier und seinen Bezeichnungen: «essai» und «IIe état».
Selten, es sollen nur 10 Drucke
existieren. Auf festem Velin, mit Rand, kleine Stockfleckchen.
Siehe die Abbildung, Tafel 14 1

884. Confidences. Lithographie. 30:23,8 cm.


(3000 )
Fehlt Kat. K. und K. 1925-1927. Unten rechts in Bleistift
voll signiert. Mit Blindstempel des
Verlegers Frapier und seinen Bezeichnungen: «essai» und «IVe
état». - Aus Sammlung S. Vouav
Paris, Lugt 2373/c. . . .
Siehe die Abbildung, Tafel 141

885 . Carmencita. Lithographie. 34,8:22,5 cm.


(4000.—)
Fehlt Kat. K. und K. Um 1925-1927. Unten rechts in Bleistift
voll signiert. Mit Blindstempel des
Verlegers Frapier und seinen Bezeichnungen: «essai» und «IIe
état». Selten, es sollen nur 10 Drucke
existieren. Auf festem Velin, mit Rand, kleine Stockfleckchen.
Siehe die Abbildung, Tafel 141

886 . Le Charriot. Lithographie. 3 1,3 : 22,7 cm.


(4000. )
Fehlt in Kat. K. und K., 1929. Unten rechts in Bleistift voll signiert und
links auf 100 numeriert.
Auf Velin, tadellos in der Erhaltung. Selten.
Siehe die Abbildung, Tafel 141

887. Deux Filles nues. Lithographie. 30,3 : 21 cm.


(4000. )
Kat. K. und K., Rouault 1966, Nr. 39. 1933. Vom Künstler in Tinte
im Unterrand wie folgt
bezeichnet: 3e état Planche No. 1 - Fleurs du Mal - Georges Rouault. Auf
festem Bütten, mit Rand,
mit einzelnen Atelierspuren. In dieser Form selten.

888 . Automne. Färb. Radierung. 5 1,3 : 66 cm.


(6000. )
Kat. K. und K., Rouault 1966, Nr. 43. Um 193 6. Unten rechts in der Platte voll
signiert. Unten rechts
auf 175 numeriert.

889. Rue des Solitaires. - Chantez Matines, le Jour renaît. Blätter 23 und 29
der Folge:
Miserere, z Blatt Radierungen. (1500. )
Kat. K. und K., Rouault 1966, 50.23 und 50.29. 1916-1927. Beide Blätter leicht gebräunt.
- Zus. 2
Blatt.

890. Miserere. Cinquante-huit Planches gravées par l’Artiste. Paris, Edition de l’Etoile
filante,
1948. 70:53 cm. Orig.-HPgt. -Mappe mit Beschlägen. (60 000.—)
* Kat. K. und K., Rouault 1966, Nr. 51. Morel 1-58. Johnson 169. Eines von 450 im
Impressum
numerierten Exemplaren. Komplett, mit Titel, Impressum, Vorwort und 58 Blatt Radierungen,
einzeln in Umschlägen mit aufgedruckten Titeln. Die Blätter entstanden in den Jahren von
1916-
1927 im Auftrage von Ambroise Vollard und wurden in den Jahren von 1922-1927 vom
Drucker
Jacquemin als Auflage abgezogen. Der Krieg und der Tod Vollards verhinderten die geplante
Publikation. Der Bestand wurde 1948 vom Verlage «L’Etoile filante» übernommen. Der ursprüng-
lich von André Suarès geplante Text zu dieser Publikation ist nie vollendet worden. Die wichtigste
Graphikpublikation des Künstlers, als komplette Folge heute selten geworden.

149
GEORGES ROUAULT

891. Folge von 6 Blatt Radierungen für «Fleurs du Mal. I». (3000.—)
Vergi. Kat. K. und K., Rouault 1966, Nrn. 103, 104, 106, 108, 112 und 1 1 5 . Ab 1926. Alle 6 Blätter
von den gestrichenen Platten, die im Verfahren der Heliogravüre nach den Vorlage-Gouachen
entstanden sind. Alle Blätter tragen einzeln von der Hand des Künstlers in Tinte die folgende
Anmerkung: Etat primitif hélio rayé nul. GR. - Zus. 6 Blatt.

892. Golgotha. Färb. Radierung. 30,9: 22,7 cm. (2000.—)


Kat. K. und K., Rouault 1966, Nr. 132. 1938. Blatt 11 aus «Fleurs du Mal. III». Tadellos.

893. Clown et Enfant. Färb. Radierung. 3 1,4: 21,3 cm. (2000.—)


Kat. K. und K., Rouault 1966, Nr. 138. 1930-1938. Auf Velin, mit Rand.

894. Amazone. Färb. Radierung. 29,7: 22,6 cm. (2000.—)


Kat. K. und K., Rouault 1966, Nr. 139. 1930. Druck der Auflage, auf Bütten, mit Rand.

KER-XAVIER ROUSSEL
Lorry-les-Metz 1 867-1944 Etang-la- Ville

895 . Mythologische Szene. Rötel. 11,5: 16,3 cm. - Fliehender Reiter.. Pastell. 7: 19,5 cm.
(2250.—)
1915. Das i. Blatt unten rechts monogrammiert und «15» datiert, das 2. Blatt unten rechts mono-
grammiert. Die Blätter figurierten in der folgenden Ausstellung. - Zus. 2 Blatt.
Ausstellung:
Winterthur 1962, Kunstmuseum, Die Graphiksammlung Richard Bühler, Nrn. 21 1 und 209.

THÉO VAN RYSSELBERGHE


Gent 1862-1926 Saint-Clair(Var)

896. Sur l’Estacade. Färb. Lithographie. 25,3 142,2 cm. (2500.—)


1894. Unten links in Rotstift in der Darstellung monogrammiert «VR» und numeriert. Tadelloser
Druck auf Simili-Japan, mit Rand. - Als Auflage erschienen in der VII. Lieferung, September 1 894,
von «L’Estampe originale». -Dabei: Portrait einer Dame. Kreidelithographie. 34,3:27cm. Unten
rechts in Rötel vom Künstler monogrammiert und im Stein datiert «mai 99». Auf Bütten, auf
Unterlage aufgezogen. - Zus. 2 Blatt.

SAMMELNUMMER

897. 6 Blatt franz, und engl. Graphik des 19. Jahrhunderts. Verseh. Techniken, verseh.
Grössen. (5°°- )
Enthalten sind Arbeiten von Bracquemond, Lebourg, Legros und Lepère (3). 2 Blätter in Bleistift
signiert. Schöne Auswahl von «forgotten printmakers». - Zus. 6 Blatt.

898. Französische Graphik des 19. und 20. Jahrhunderts. 4 Blatt Radierungen und 6 Blatt
Lithographien. Verseh. Techniken, verseh. Grössen. Zus. 10 Blatt. (2500.—)
Enthalten sind Arbeiten von Beaufrère, Bonnard, Daubigny, Chagall, Gromaire, Géricault/Cogniet,
Toulouse-Lautrec (Delteil 9, 29, 57 und 38). - Zus. 10 Blatt.

899. 6 Blatt franz. Graphik des 19. und 20. Jahrhunderts, enthaltend Arbeiten von Delacroix,
Manet und Beaufrère. Verseh. Techniken, verseh. Grössen. (4000.—)
Enthalten sind : Delacroix. D. 3 1 /bis und 3 3 . Beide Blätter selten, beide aus Slg. Beurdeley, Lugt 42 1 .
- Manet. Philippe IV. Guérin 7/III (v. VII). - Beaufrère. 3 Blätter, alle in Bleistift signiert. - Zus. 6
Blatt.

15°
SAMMELNUMMER

900. 18 Blatt Graphik des 20. Jahrhunderts, verseh. Künstler, verseh.


Techniken, verseh
Grössen. (500.—)
Viele Blätteraus Sema-Mappe, München 1912, darunter Kubin. Färb.
Lithographien von Beaudin
Pignon u.a. - Zus. 18 Blatt.

HERMANN SCHERER
Rümmingen (Schwarzwald) 1 893-1927 Basel

901. Blick von Frauenkirch in den Eingang des Sertigtales, mit dem Restaurant
Sand, dem
Kirchner- Haus auf dem Wildboden und dem Sanatorium Clavadel. Schwarze Fettkreide
43,8:57,7 cm. (1500.—)
1923—1924. Unten rechts mit dem runden Nachlassstempel. Auf Velin, sauber in
der Erhaltung, mit
leichten Atelierspuren. - Hermann Scherer war der erste Basler Künstler, der zu
Kirchner zu Besuch
kam, um dort zu arbeiten. Er gehörte zum engsten Schülerkreis der Basler
«Rot-Blau»-Gruppe. Er
weilte bereits im Sommer 1923 erstmals bei Kirchner. Scherers Zeichnungen,
Bilder und vor allem
seine Holzplastiken sind stark von Kirchners künstlerischer Sprache geprägt.

902 . Blick von über Frauenkirch auf den Wildboden, Clavadel, Sand und Junkernboden.
Schwarze Fettkreide. 43,7: 57,8 cm. (1500. )
1923-1924. Unten rechts mit dem runden Nachlassstempel. Auf Velin, sauber in der
Erhaltung, mit
leichten Atelierspuren. - Vergleiche Beitext Nummer 901.

903 . Blick vom Kirchnerhaus auf dem Wildboden auf den Sand, Post und Kirche Frauenkirch.
Schwarze Fettkreide. 43 , 5 : 5 7, 8 cm. ( j 5 oo. j
1923-1924. Unten rechts mit dem runden Nachlassstempel. Auf Velin, sauber in der
Erhaltung, mit
leichten Atelierspuren. - Vergleiche Beitext Nummer 901.

904. Der Eisenbahnviadukt von Wiesen. Schwarze Fettkreide. 43,9:57,8 cm. - Tessiner
Landschaft. 43,7: 57,8 cm. 2 Blatt Zeichnungen. (2500. )
1923-1926. Unten rechts mit dem runden Nachlassstempel. Auf Velin, sauber in der Erhaltung, mit
leichten Atelierspuren. - Vergleiche Beitext Nummer 901. - Zus. 2 Blatt.

EGON SCHIELE
Tulln 1890-1918 Wien

Aquarelle und Zeichnungen


9°J • Liegender weiblicher Halbakt, mit rotem Hut. Deckfarben, Aquarell und Deckweiss über
4 Zeichnung in schwarzer Kreide. 45 : 28,7 cm. (40000.—)
** 1910. Unten rechts monogrammiert und datiert: S. 10. Auf bräunlichem Packpapier, sauber und
farbfrisch in der Erhaltung, mit einzelnen Atelierspuren und rückseitig einem leichten Klebstreifen.
Provenienz :
Bern 1956, Klipstein und Kornfeld, Ausstellung Egon Schiele, Nr. to, reprod.
Siehe die farbige Abbildung, Tafel 1 7

906. Sitzender weiblicher Rückenakt. Bleistift, leicht aquarelliert. 34:25,5 cm. (20 000.—)
* 1912. Unten rechts in Bleistift voll signiert und datiert: EGON SCHIELE 1912. Auf Simili-Japan
(Strathmore-Japan), sauber in der Erhaltung, mit einzelnen kleinen Fleckchen.
Provenienz:
Bern 1956, Klipstein und Kornfeld, Ausstellung Egon Schiele, Nr. 24, reprod.
Siehe die Abbildung, Tafel 47
EGON SCHIELE

907. Männliche Figur, seitlich vom Rücken gesehen, mit erhobenen Händen. Studie für ein
Bild. Schwarze Kreide. 48,2: 32 cm. (zo 000. )
* 1914. Unten rechts in schwarzer Kreide voll signiert und datiert: EGON SCHIELE 1914. Auf
gelblichem Velin, mit leichten Atelierspuren. Sehr schönes, ausgearbeitetes Blatt.
Siehe die Abbildung, Tafel 44

908. Bildnis Rupert Koller. Schwarze Fettkreide. 46:29,7 cm, Blattgrösse. (15 000.—)
. Um 19 4—Auf gelblichem Velin, sauber in der Erhaltung, mit leichten Spuren des Firniss. Rückseitig
\ ‘ vom Dargestellten bestätigt. Sehr schöne, ausgearbeitete und typische Bildniszeichnung.
Siehe die Abbildung, Tafel 47

909. Weiblicher Halbakt, liegend, die Ellbogen aufgestützt. Edith Schiele. Bleistift.
28,5 :4j,6 cm. (17 5°°-—) 909
* CttShJj. Auf gelblichem Velin, mit leichten Atelierspuren und Fleckchen links und rechts im Rand.
Sehr schöne, ausdrucksstarke Zeichnung, aller Wahrscheinlichkeit nach Edith Schiele darstellend.
' Siehe die Abbildung, Tafel 43

910 . Liegender Mädchenakt, in Unteransicht. Schwarze Kreide. 29,6:46,3 cm, Blattgrösse. ■otrO
(20 000.—)
1918. Unten rechts in schwarzer Kreide voll signiert und datiert: EGON SCHIELE 1918. Auf
gelblichem Velin, sauber in der Erhaltung. Rückseitig mit dem Stempel: Nachlass EGON
SCHIELE.

91 1. Weiblicher Akt, kniend, nach links vornübergebeugt. Schwarze Kreide, leicht aquarel-
liert. 31,5 :4t cm. (10000.—)
* 1918. Unten links in schwarzer Kreide voll signiert und datiert: EGON SCHIELE 1918. Auf festem
Velin, sauber in der Erhaltung, rückseitig oben mit einem leichten Klebestreifen.
Provenienz:
Bern 1956, Klipstein und Kornfeld, Ausstellung Egon Schiele, Nr. 48, reprod.
Siehe die Abbildung, Tafel 43

Graphik

912. Selbstbildnis. - Männlicher Akt. Lithographie. (4000.—)


Kallir i/b/z. 1912. Unten links vom Künstlerin Bleistift signiert und «1912» datiert. Auf gelblichem
Velin, sauber in der Erhaltung. Als Auflage erschienen in : SEMA-Mappe, München 1912.

913. Männliches Bildnis. Radierung. (1500.—•)


Kall. 3/b. 1914. Sehr schöner, leicht toniger Druck auf Bütten, mit Rand, tadellos in der Erhaltung.
Einer der 80 Drucke, die 1922 für die. Publikation «Das graphische Werk von Egon Schiele»
abgezogen wurden. —

914. Bildnis Franz Hauer. Kaltnadel. (1500.—)


Kall. 5/c (v. d/2). 1914. Ausgezeichneter, leicht grätiger Druck, auf festem Velin, in tadelloser
Erhaltung, mit Rand. Einer der 80 Drucke, die 1922 für die Publikation «Das graphische Werk von
Egon Schiele» abgezogen wurden.

152
EGON SCHIELE

915. Kauernde. Kaltnadel. (7000. )


Kall. 6/b. 1914. Ausgezeichneter Druck in Dunkelgrün, mit starker Gratwirkung, auf gelblichem
Velin, mit breitem Rand. Tadellos in der Erhaltung. Druck der Auflage des Avalun-Verlages von
9 9 Siehe die Abbildung, Tafel 159

916. Kümmernis. Kaltnadel. (7000. )


Kall. 7/b. 1914. Ausgezeichneter Druck in Dunkelgrün, mit Gratwirkung, auf gelblichem Velin, mit
breitem Rand. Tadellos in der Erhaltung. Druck der Auflage des Avalun- Verlages von 1919.
Siehe die Abbildung, Tafel 1 59

917. Bildnis Arthur Roessler. Kaltnadel. (4000. )


Kall. 8/b. 1914. Ausgezeichneter Druck in Dunkelgrün, mit Spuren von Grat, auf gelblichem
Bütten, mit breitem Rand. Sauber in der Erhaltung. Druck der Auflage des Avalun- Verlages von
1919.

918 . Bildnis Paris von Gütersloh. Lithographie. (4000. )


Kall. 16/b. 1918. Auf gelblichem Papier. Tadellos in der Erhaltung. Druck der Auflage des Avalun-
Verlages von 1919.

919. Mädchen. Lithographie. (4000. )


Kall. 1 7/b. 1 9 1 8 . Auf Velin. Tadellos in der Erhaltung. Druck der Auflage des Avalun-Verlages von
1919.

920. 2 Blatt Postkarten. Wiener Werkstätten, Wien. Je 14: 9 cm. 2 Postkarten. (500. )
Um 1910. Wiener Werkstätten, Wien, Postkarten Nummern 289 und 290. Sauber in der Erhaltung.
Nicht benützt. - Zus. 2 Postkarten.

OSKAR SCHLEMMER
Stuttgart 1888-1943 Baden-Baden

921 . Kopf im Profil, mit schwarzer Kontur. Lithographie. (1000. )


Schlemmer, Werkverz. 1965, G. L. 6. 1920/2 1 . Unten rechts in Bleistift voll signiert. Auf Velin. Wohl
Probedruck vor der Auflage für «Die Schaffenden» von 1921.

922. Tänzerin. Lithographie. (2000. )


Schlemmer, Werkverz. 1965, G. L. 9. 1922. Unten rechts in Bleistift vom Künstler signiert und unter
der Einfassung mit dem eigenhändigen Titel: Lithographie. Die Geste. Auf Velin, mit hinterlegten
Stellen im Rand und einigen Klebespuren. - Die Lithographie ist selten, nach dem Werkverzeichnis
in nur wenigen Exemplaren gedruckt. Signierte Exemplare kommen noch seltener vor.

Zeichnung
923 . Bauernhäuser in Dünen. Pinsel in Tusche über Farbstiftzeichnung. 40: 55,8 cm. (3000.—)
Um 1955. Unten rechts in Bleistift voll signiert «S-Rottluff». Auf Bütten. Farbfrisch. Oben 2 kleine
Einrisse sauber hinterlegt. Schöne, späte Arbeit.

DJ
KARL SCHMIDT-ROTTLUFF

Holzschnitte
924. Boot in Kanal. Holzschnitt. (4000.—)
Schapire 51. 191 1. Unten links unter der Darstellung voll signiert und datiert «S. Rottluff 1911». Auf
gelblichem Velin, mit breitem Rand, tadellos in Druckqualität und Erhaltung. Nach Schapire nur
Eigendrucke des Künstlers. Selten.
Siehe die Abbildung, Seite 63

925. Haus hinter Bäumen. Holzschnitt. (5000.—)


Sch. 54. 1911. Unten links unter der Darstellung voll signiert und datiert «S. Rottluff 1911». Auf
gelblichem Velin, mit breitem Rand, tadellos in Druckqualität und Erhaltung. Nach Schapire nur
Eigendrucke des Künstlers. Selten.
Siehe die Abbildung, Seite 1 5 5

926 . Durchblick. - Blick auf Strasse und Häuser. Holzschnitt. (6000.—)


* Sch. 61. 1 9 1 1 . Unten links vom Künstler in Bleistift voll signiert und « 1 9 1 1 » datiert. Auf gelblichem
Velin, tadellos in der Druckqualität. Selten, Schapire erwähnt nur einzelne Eigendrucke.
Siehe die Abbildung, Seite 1 5 5

927. Akte auf Teppich. I. Holzschnitt. (5000.—)


Sch. 73. 191 1. Unten rechts in Bleistift voll signiert und mit dem Jahr «191 1». Schöner Handdruck
des Künstlers. Das Blatt erschien in keiner Auflage. Auf Velin, oben im Rand mit hinterlegtem
kleinen Einriss.

928. Frau mit aufgelöstem Haar. Holzschnitt. (4000.—)


Sch. 123. 1913. Unten rechts in Bleistift voll signiert, links mit der Signatur des Druckers Voigt. Auf
Bütten-Japan, mit Rand.

929 . Kopf mit Halskette. Holzschnitt. (4000.—)


Sch. 13 i. 1914. Unten rechts in Bleistift voll signiert, links mit der Werknummer «1 41 » für «1914.1».
Auf Velin, mit Rand.

930. Gekreuzigter. Holzschnitt. (4000.—)


Sch. 204. 1918. Unten rechts in Bleistift voll signiert, links mit der Werknummer. Auf Velin, mit
breitem Rand, tadellos in der Druckqualität. Nach Schapire nur Eigendrucke des Künstlers.

931 . Holzschnitte für das Spiel Christa. Folge von 9 Blatt Holzschnitten. (12 500.—)
Sch. 219-227. 1918. Sämtliche 9 Druckeauf gelblichem Velin, mit Rand, alle einzeln vom Künstlerin
Bleistift signiert und alle mit der Werknummer. Tadellos in bezug auf Druckqualität und Erhaltung.
Als komplette Folge von grosser Seltenheit. - Zus. 9 Blatt.

932. Adam, wo bist Du? Holzschnitt. (2000.—)


Sch. 233. 1918. Unten rechts in Bleistift vom Künstler signiert, in der Mitte mit der Werknummer.
Probedruck, vor der Auflage in «Die rote Erde», Heft I, Jg. I, 1919.

933. Kopf mit Pfeife. Holzschnitt. (2000.—)


Sch. 235. 1918. Unten rechts in Bleistift vom Künstler signiert, in der Mitte mit der Werknummer.
Nach Schapire nur Eigendrucke des Künstlers. Selten.

154
Schmidt-Rottluff Nr. 925

Schmidt-Rottluff Nr. 926

155
KARL SCHMIDT-ROTTLUFF

934. Titelblatt für eine Folge von 10 Holzschnitten. Holzschnitt. (1000.—)


Sch., Gebrauchsblätter, 42. 1919. Unten rechts in Bleistift voll signiert, in der Mitte mit der
Werknummer. Auf Velin, mit breitem Rand, tadellos. Sehr selten, da das Titelblatt nicht gebraucht
wurde und nur in einzelnen Proben existiert.

Lithographien
93 5 . Gehöft im Moor. - Motiv aus Dangaster Moor. Lithographie. (4000.—)
Schapire 17. 1907. Unten rechts in der Darstellung in Bleistift voll signiert und datiert, links unten
mit dem Titel. Prachtvoller Druck auf festem Velin, mit Rand, in tadelloser Erhaltung. Sehr selten.

936. Bubenbildnis. Lithographie. (3000.—)


Sch. 23. 1907. Sehr schönes Blatt aus der frühen Dresdener Brücke- Zeit, auf festem Velin, tadellos in
der Druckqualität, links unten in Bleistift voll signiert und «1907» datiert.

937. Studie. - Selbstbildnis. Lithographie. (4000.—)


Sch. 38. 1908. Links unter der Darstellung in Bleistift voll signiert und datiert, im Unterrand rechts
mit einer monogrammierten und «22. 3.08» datierten Dedikation. Links unten mit dem Titel. Auf
festem Velin, mit Rand, in tadelloser Druckqualität und Erhaltung. Bedeutendes Selbstbildnis aus
der Dresdner Brücke- Zeit. Sehr selten.

Kupferstich
938 . Eutiner Turm. Kupferstich und Kaltnadel. (5000.—)
Schapire 49. Werkverz. 21.4. 1921. Rechts unter der Plattenkante in Bleistift vom Künstler signiert,
links mit der Werknummer und der Bezeichnung «St» für Stich. Auf festem Kupferdruckvelin, mit
breitem Rand, prachtvoll in der Druckqualität, mit starkem Grat und Plattenton. Selten, sicherlich
Handdruck des Künstlers.

ROBERT SCHÜRCH
Aarau 1895-1941 Ascona

939. Sitzender junger Mann in einem ärmlichen Raum, mit einer Katze auf den Armen.
Bleistift. 5 5 : 36,4 cm. (2000.—)
1920. Unten rechts voll signiert und datiert.

KURT SCHWITTERS
Hannover 1887-1948 Ambleside

Collage
940 . Linden. Farbige Collage (Merzzeichnung). 1 8 : 14,4 cm, innerer Passepartout-Ausschnitt.
(25 000.—)
** 1921. Werknummer Mz. 302. Unten rechts auf dem Passepartout in Tinte voll signiert und datiert
«K. Schwitters 1921», links mit der Werknummer und dem Titel. Vom Künstler in Passepartout
montiert. Rückseitig mit einem Zeitungsausschnitt von 1 920 und dem Titel : Berliner Börse, anfangs
vorwiegend schwächer, später befestigt ... Eine der schönen Collagen aus der Frühzeit, sauber in der
Erhaltung, in der ursprünglichen Form und ohne jeglichen Eingriff. Im alten Passepartout-
Ausschnitt mit leichtem Lichtrand, sonst tadellos in der Erhaltung.
So frühe Merz- Zeichnungen sind von grosser Seltenheit. Schwitters beschäftigte sich noch 1919 mit
Zeichnungen und Aquarellen, die ein gewisses dadaistisches Gepräge zeigen. Er entdeckte die
Collage als künstlerisches Ausdrucksmittel im Jahre 1919, und die ersten vollgültigen Collagen

156
KURT SCHWITTERS

datieren aus dem Jahre 1920. - Schwitters in «Die Merzmalerei»: Die Bilder Merzmalerei sind
abstrakte Kunstwerke. Das Wort «Merz» bedeutet wesentlich die Zusammenfassung aller erdenk-
lichen Materialien für künstlerische Zwecke und technisch die prinzipiell gleiche Wertung der
einzelnen Materialien. - Anderweitig: «Merz» will Befreiung von jeder Fessel, um künstlerisch
formen zu können. Freiheit ist nicht Zügellosigkeit, sondern das Resultat strenger künstlerischer
Zucht. «Merz» bedeutet auch Toleranz in bezug auf irgendwelche Beschränkung aus künstlerischen
Gründen. - Zunächst suchte ich aus den Resten ehemaliger Kultur neue Kunstformen aufzubauen.
Daraus entstand die Merz-Malerei, eine neue Malerei, die jedes Material verwendet, die Pelikanfarbe
ebenso gern wie den Müll auf dem Müllhaufen. So erlebe ich die Revolution in der lustigsten Form
und gelte als Dadaist, ohne es zu sein.
Literatur :
Werner Schmalenbach, Kurt Schwitters, Köln, DuMont Schauberg 1967, Beispiele aus den einzel-
nen Schaffensperioden, Nr. 41, reprod. - Ehern. Sammlung Willem Sandberg, Amsterdam.
Siehe die Abbildung, Tafel 76

Graphik
941 . Die Kathedrale. 8 Merz-Lithos (Die Silbergäule 41/42). Hannover, Paul Stegemann, o. J.
'(1920). 22,3:14,3 cm. In braunem Orig.-Umschlag, mit lithographierter Umschlags-
Illustration. (1000.—)
Bolliger, Bibliogr. Schwitters, Nr. 251. 1920. Exemplar mit einigen Gebrauchsspuren und 1 cm
Einriss rechts. Reste der alten Verklebung «Man weise aufgebrochene Exemplare zurück.
K. [Link]. 1920» noch vorhanden. Frühe Merz-Publikation, selten und gesucht.

GIOVANNI SEGANTINI
Arco, Trentino 1858-1899 Schafberg bei Pontresina

942 . Ave Maria bei der Überfahrt. - Ave Maria a trasbordo. Federzeichnung in Tusche.
30,3:22,8 cm. (12000.—)
* 1882. Unten links voll signiert «G. Segantini». Auf festem Velin, tadellos in der Erhaltung.
Zeichnung im Zusammenhang mit dem berühmten Bild «Ave Maria a trasbordo», in der 1 . Fassung
entstanden 1882 am Lago di Pusiano in der Brianza, wo der Künstler in diesen Jahren Werke nach
dem bäuerlichen Leben schuf. Die Komposition der Zeichnung schliesst sich eng an die Komposi-
tion der i. Fassung des Bildes an. In dieser Fassung ist die Frau rechts mit dem Kinde im Profil
dargestellt, in der 2. Fassung leicht dem Beschauer zugewandt. So bedeutende Zeichnungen des
Künstlers sind sehr selten.
Provenienz :
Ehern. Sammlung Meyer-Fierz, Zürich
Siehe die Abbildung, Tafel 40

ANDRÉ DUNOYER DE SEGONZAC


Boussy-Saint-Antoine 1884-1975 Paris

Zeichnungen
943 . Buste de Clown. Feder in Tusche. 12,5 : 10,4 cm. - Tête de Clown. Feder und Pinsel in
Tusche. 8,5 : 7,8 cm. 2 Blatt. (1 5°°-—)
1929-1930. Beide Blätter in Tuschfeder voll signiert und bezeichnet «Clown». Entstanden im
Zusammenhang mit der Illustration von Regis Gignoux, L’Appel du Clown, publiziert 1930. - Zus.
2 Blatt.

U?
ANDRÉ DUNOYER DE SEGONZAC

■944. Jeune Fille nue accroupie. Feder in Tusche, mit Pinsel laviert. 27,2 : 24,6 cm. (3000.—)
Um 1930. Im Unterrand in Tuschfeder voll signiert. Auf Velin. Sauber in der Erhaltung.

945 . Jeune Fille nue assise. Feder in Tusche, mit Tuschpinsel laviert. 28,7: 38,3 cm. (4000.—)
Um 1930. Unten rechts in Tuschfeder voll signiert. Auf Velin. Sauber in der Erhaltung.

946. Der Hafen von St. -Tropez (früherer Zustand...). Feder in Tusche. 25,6: 51 cm. (4000.—)
1930-1932. Unten rechts in Tuschfeder voll signiert und bezeichnet «Pour la Treille Muscate
St. Tropez». Auf Velin, tadellos in der Erhaltung. Entstanden im Zusammenhang mit der Illustra-
tion zum Text von Colette, La Treille Muscate, publiziert 1932.

Siehe die Abbildung, Seite 161

947. Terrasse eines Hauses. Feder in Tusche. 30:25 cm. (4000.—)


1930-1932. Unten rechts in Tuschfeder voll signiert und bezeichnet «La Treille Muscate». Auf Velin,
tadellos in der Erhaltung. Entstanden im Zusammenhang mit der Illustration zum Text von Colette,
La Treille Muscate, publiziert 1932.

948 . Village en Provence. Feder in Tusche, mit Tuschpinsel laviert. 26: 34,3 cm. (4000. —)
Um 1935. Unten links in Tuschfeder voll signiert. Auf Velin, sauber in der Erhaltung.

949. Jeune Fille étendue. Feder in Tusche. 23,6:31,3 cm. (3000.—)


Um 1935. Unten voll signiert in Tuschfeder. Auf Velin. Sauber in der Erhaltung.
Siehe die Abbildung, Seite 159

950. Paysage en Provence. Feder in Tusche, mit Pinsel in Tusche laviert. 34:45 cm. (6000.—)
Um 1950. Unten rechts in Tusche voll signiert: [Link] de Segonzac. Farbfrisch in der
Erhaltung. Das Papier auf Karton aufgezogen. Schöne, bedeutende Landschaftszeichnung.
Siehe die Abbildung, Tafel 83

951. Boote auf einem Teich im Bois de Boulogne. Feder in Tusche, mit Kreide überarbeitet.
35,5:49 cm. (7500.—)
Um 1950. Unten in der Mitte der Darstellung mit der Feder in Tusche voll signiert: [Link] de
Segonzac. Auf festem «Arches»-Velin, mit Wasserzeichen «AD de S». Sauber in der Erhaltung, am
Rande minimal gebräunt.
Siehe die Abbildung, Tafel 8 3

Graphik
952. André Gide de Face. Radierung. (1 5 00.—)
Liore-Cailler 1115. 1946. Unten rechts vom Künstler und in der Mitte auch von André Gide in
Bleistift voll signiert, links als « Ier état» und als «essai» bezeichnet. Auf Bütten, mit Rand, tadellos. In
dieser Form sehr selten.

158
Dunoyer de Segonzac Nr. 949

KURT SELIGMANN
Basel 1900-1962 New York

953. Marathon. - Leda. Blätter 2 und 4 aus der Folge: Protubérances Cardiaques. 2 Blatt
Radierungen. (2 5 00.—)
Katalog La Boetie/Frumkin Gallery 1973, Nrn. 10 und 12. 1933. Beide Drucke einzeln in Bleistift
signiert, datiert und auf 10 numeriert. Auf Simili-Japan, mit breitem Rand, sauber in der Erhaltung.
- Zus. z Blatt.

954. Courthion, Pierre. Les Vagabondes héraldiques. 15 Eaux-fortes originales de Kurt


Seligmann. Paris, Ed. des Chroniques du Jour, 1934. 51:39 cm. Orig. -Brosch. (6000.—)
Kat. La Boetie/Frumkin Gallery 1973, Nrn. 26-36, 38-40 und 42. 1934. Original-Ausgabe. Mit 15
blattgrossen, sehr schönen und bedeutenden graphischen Arbeiten, die zu den besten Leistungen auf
dem Gebiete der surrealistischen Graphik gehören. Zu 1 5 Texten von Pierre Courthion. Eines von
90 numerierten Exemplaren auf Velin, im Impressum numeriert. Auf dem Vortitel mit folgender
handschriftlicher Dedikation : Pour Monsieur le Docteur Bernhard Geiser, très cordial hommage de
Pierre Courthion et de K. Seligmann. - Ehern. Sammlung Dr. Bernhard Geiser, Bern.
Siehe die Abbildungen, Tafel 149

955. Jean sans Terre nettoyé par le Vide. A Poem by Ivan Goll, translated by Clark Mills. An
Engraving by Kurt Seligmann. New York, Nierendorf Galleries, o. J. (1942). (2500.—)
Kat. la Boetie/Frumkin Gallery 1 973 , Nr. 5 5 . 1942. Die Radierung, auf Velin, in Bleistift voll signiert
und « 1 942 » datiert. Komplett selten. Eines von ursprünglich 3 5 arabisch numerierten Exemplaren.

159
GINO SEVERINI
Cartona (Arezzo) 1883-1966 Paris

956. Nature motte. Färb. Lithographie. 56,1 : 59 cm. (2000.—)


1955. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert, links als «épreuve d’artiste» bezeichnet.
Schöner Probedruck des 195 5 publizierten Blattes. Auf festem Velin, sauber in der Erhaltung.

PAUL SIGNAC
1863 Paris 1935

Aquarelle

957. Canale Grande in Venedig, rechts mit der Santa Maria della Salute und der Dogana.
Aquarell über leichter Bleistiftvorzeichnung. 16,9:24,7cm. (27 500.—)

* 1 904. Unten links in Bleistift vom Künstler voll signiert und datiert «P. Signac 1904». Rechts in Tinte
mit der Werknummer. Auf dünnem Velin, vom Künstler auf leichten Karton aufgezogen. Sehr
schönes, neoimpressionistisches Aquarell, entstanden während Signacs Reise nach Venedig im Jahre
1904. Sauber und farbfrisch. Unter Glas und Rahmen.
Provenienz :
Sammlung Arthur Stoll, Zürich 1961, Nr. 78, reprod.
Siehe die Abbildung, Tafel 34

958. Gondeln vor der Piazzetta, mit Blick über den Canale Grande, die Dogana und die Santa
Maria della Salute. Aquarell über leichter Bleistiftvorzeichnung. 17,2:24,8 cm.
(27 500.—)
* 1904. Unten links in Bleistift vom Künstler voll signiert und datiert «P. Signac 1904». Rechts in Tinte
mit der Werknummer. Auf dünnem Velin, vom Künstler auf leichten Karton aufgezogen. Sehr
schönes, neoimpressionistisches Aquarell, entstanden während Signacs Reise nach Venedig im Jahre
1904.
Provenienz:
Sammlung Arthur Stoll, Zürich 1961, Nr. 77, reprod.
Siehe die Abbildung, Tafel 34

959. Pont royal à Paris, Matin Lilas. Aquarell über leichter Vorzeichnung in schwarzer Kreide.
26,4:45,6. (17500-—)
1910. Unten links in Bleistift voll signiert und «1910» datiert. Rückseitig mit dem Titel. Auf Bütten,
auf festes Velin aufgezogen. Sehr schönes, frühes Aquarell in zarten Farben, bedeutende Pariser
Ansicht. Sauber in der Erhaltung, auf dem Bütten den Rändern entlang leicht gebräunt.
Siehe die Abbildung, Tafel 3 3

960. Segelschiffe im Hafen von Saint Malo. Aquarell über Zeichnung in schwarzer Kohle.
27,7:45,7cm. (22500.—)
* 1928. Unten links in Bleistift vom Künstler voll signiert, betitelt und datiert : P. Signac St. Malo 1928.
Auf Bütten. Farbfrisch und sauber in der Erhaltung. Farblich reizvolles und ausgearbeitetes
Aquarell. So grossformatige und schöne Blätter sind selten geworden.
Siehe die Abbildung, Tafel 3 3

160
ÎEGONZAÔ

Graphik

961 . Application du Cercle chromatique de Mr. Ch. Henry. Farb. Lithographie. (1000.—)
Kornfeld- Wick 4. 1888. Die erste künstlerisch/theoretische Darstellung des «Cercle chromatique»,
der für die Entwicklung des Neoimpressionismus von grosser Bedeutung war. Unten rechts im Stein
signiert. Rückseitig Programm des «Théâtre libre» der Saison 1888-1889. Tadelloses Exemplar, auf
leichtem Karton.

962 . La Balise. - En Hollande. - Flessingue. Radierung, farbig gedruckt. (8000.—)


* Kornf.-W. 7/II/b. Um 1894. Unten rechts vom Künstler in Bleistift wie folgt beschriftet und
signiert: tiré à 15 epreuves / N° 10 / P. Signac. Auf Bütten, mit Rand. Prachtvoller Druck,
monotypieartig in 3 Farben eingefärbt: Vordergrund Dunkelgrün, Mitte der Darstellung Hellgrün,
Himmel Graugrün. In dieser Form extrem selten.
Siehe die Abbildung, Tafel 1 1 7

963 . Au Temps d’Harmonie. — La Joie de Vivre. - Dimanche au Bord de la Mer. Farb.


Lithographie. (15000.—)
* Kornf.-W. 14. 1895-1896. Im Stein unten rechts signiert: P. Signac. Auf festem Velin, mit Rand,
sauber in der Erhaltung und vollkommen farbfrisch. - Diese Lithographie wurde im Hinblick auf die
Veröffentlichung durch die Zeitschrift «Les Temps nouveaux» geschaffen und zeigt die Utopie eines
sozialistischen Staates, wurde aber aus irgendwelchen Gründen nicht als Auflage gedruckt und ist bis
anhin nur in einzelnen Probedrucken bekannt geworden. Im CEuvreverzeichnis sind deren 6
aufgeführt, der vorliegende eingeschlossen; 1 weiteres Exemplar durchlief unsere Auktion 1975 .
Von grösster Seltenheit. Siehe dle Abblldung, Tafel , , 7

161
PAUL SIGNAC

964. Les Démolisseurs. Lithographie. (1500.—)

Kornf.-W. 1 5/IV/b. 1896. Druck der Auflage von Jean Grave, erschienen als Sonderdruck für «Les
Temps nouveaux», der anarchistischen Zeitschrift, der Signac in diesen Jahren nahestand. Schöner
Druck auf Bütten, mit leichtem Lichtrand, mit Rand, unten links im Stein signiert.

965. Les Inondations de la Seine en 1910 à Paris. Lithographie. (3000.—)


Kornf.-W. 23/II. 1923. Vom Künstler unten rechts in Bleistift voll signiert. Auf Bütten, tadellos in
bezug auf Druckqualität und Erhaltung. - Dabei: Das gleiche Blatt im I. Zustand, in Braun
gedruckt. Kornf.-W. 23/I (v. II). - Zus. 2 Blatt.

ALFRED SISLEY
Paris 1839-1899 Moret-sur-Loing

966 . Bords de Rivière. - Les Oies. Färb. Lithographie. (75°°-—)


Delteil 6. Melot 6. Johnson 190. 1897. Unten rechts unter der Darstellung vom Künstler in Bleistift
monogrammiert. Tadelloser, farbfrischer Druck auf Chine collé, auf weissem Velin mit breitem
Rand. Die Auflage dieses Blattes erschien im II. «L’Album des Peintres-Graveurs», 1897 von
Ambroise Vollard publiziert.

FRANZ SKARBINA
1849 Berlin 1910

967 . Studienblatt einer Frau in ganzer Figur. Zimmermannsbleistift, gewischt. 3 o, 8 : 47 cm.


(1200.—)
Um 1880. Unten monogrammiert «F. Sk», rückseitig mit dem Nachlassstempel. Auf Bütten, sauber
in der Erhaltung. - Dabei: Nussknacker. Zimmermanns bleistift, gewischt. 27:19 cm. Mit Nachlass-
stempel. -Studienblatt eines jungen Mädchens. Zimmermannsbleistift, gewischt. 32,3 : 24,8 cm. Mit
Nachlassstempel. - 3 bedeutende Zeichnungen des Berliner Menzel-Schülers, dessen Arbeiten in
letzter Zeit mehr und mehr Anerkennung finden. — Provenienz: Auktion Gutekunst und Klipstein
Nr.45, November 1947, Nr. 305. - Zus. 3 Blatt.

LOUIS SOUTTER
Morges 1 871-1942 Lausanne

968 . Les 2 amants et eile. Federzeichnung in Tusche. 25 : 32,5 cm. (4000.—)


1935-1942. Rechts mit dem Titel in Tusche, unten mit 2 Namensbezeichnungen und rückseitig mit
der Identifizierung der 3 Personen: Le Marie. — L’Amant. — La Femme. Desgleichen ein Titel: Le
côté 3 de l’union ratée. Auf festem Velin, sauber in der Erhaltung.
Auf die Bedeutung Soutters als Künstler hat früh Le Corbusier hingewiesen (in Minotaure 1936).
Obwohl anders gelagert als Wölfli ist Soutter heute im Verein mit Wölfli der bedeutendste
schweizerische Fall von Kunst von Geisteskranken. Seine kunsthistorische Bedeutung wird in den
letzten Jahren mehr und mehr gewürdigt.
Siehe die Abbildung, Seite 163

162
NICOLAS DE STAËL
Petersburg 19 14-19 5 5 Antibes

969. Composition. Tuschpinselzeichnung. 44,5 : 27 cm. (17 500.—)


1946. Unten rechts in Pinsel voll signiert: de Stael. Datiert «46». Auf Velin, auf Unterlage
aufgezogen und gerahmt.
Provenienz:
Basel 1964, Galerie Beyeler, Ausstellung de Stael, Nr. 5 5
Siehe die Abbildung, Tafel 99

Soutter Nr. 968

THÉOPHILE STEINLEN
Lausanne 1859-1923 Paris

Monotypie
970. Tête d’Homme de Profil à droite. Monotypie. 10,4: 9,5 cm, reine Zeichnung. (2500.—)
Crauzat 122. 1894. Unten rechts in Bleistift monogrammiert: St. Auf China, mit breitem Rand, unten
rechts mit dem Stempel des Kunsthändlers [Link] in Paris. Eine der wenigen Monotypien von
Steinlen.
THÉOPHILE STEINLEN

Lithographie

971. L’Hiver. - Chat sur un Coussin. Farb. Lithographie. (1000.—)


Crauzat 293. 1909. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert. Eines von 250 Exemplaren
auf Velin. - Dabei : Auguste Rodin. Nu couché. Lithographie nach einem Aquarell. Nicht bei
Delteil. Vom Künstler in Bleistift signiert. - Zus. 2 Blatt.

YVES TANGUY
Paris 1900-1955 Woodbury (USA)

Ölbild und Zeichnungen


972. Les Forains. - At the Fair. Öl auf Leinwand. 40,7: 32,7 cm. (150000.—)
* 1926. Unten rechts vom Künstler voll signiert und datiert «26». Sauber in der Erhaltung, auf dem
alten Chassis. Eines der bedeutendsten Bilder aus dem Frühwerk des Künstlers. - Ehern. Sammlung
Marcel Duhamel, Paris.
Literatur :
Pierre Matisse, New York 1963, Catalogue illustré des Œuvres d’Yves Tanguy, Nr. 10, reprod.
pag-35-
Ausstellungen :
New York 1955, The Museum of Modern Art, Yves Tanguy, reprod. pag. 1 3 .
Paris 1 964, Galerie Charpentier, Le Surréalisme.
München 1972, Haus der Kunst, Der Surrealismus, Nr. 420, ganzseitig reprod.
Paris 1972, Musée des Arts décoratifs, Le Surréalisme, Nr. 405.
Siehe die Abbildung, Tafel 80

973. Composition. Bleistift. 17: 21 cm. (17500.—)


1936. Unten rechts in roter Tinte voll signiert und «3 6» datiert. Auf festem Velin, mit Rand, sauber in
der Erhaltung. So frühe und sauber ausgearbeitete Zeichnungen sind selten.

974. Composition. Bleistift, leicht gewischt. 22,1 : 13,5 cm. (17 500.—)
1936. Unten rechts in Bleistift voll signiert und «36» datiert. Auf festem Velin, mit Rand, sauber in
der Erhaltung. So frühe und sauber ausgearbeitete Zeichnungen sind selten.

975 . Dessin à l’Encre de Chine. Federzeichnung in Tusche, links mit dem Pinsel in Tusche
ergänzt, rechts in Bleistift gewischt. 49,3 : 64 cm, Blattgrösse. (50 000.—)
* 1951. Unten rechts in Tusche in Feder voll signiert und datiert: Ives Tanguy 5 1. Auf gelblichem
Velin, mit Rand, sauber in der Erhaltung, im Papier mit unbedeutenden Atelierspuren. Zeichnungen
von dieser Importanz, ergänzt mit Pinsel und Bleistift, aus den Jahren von 1950 bis 1953, sind von
grosser Seltenheit.
Siehe die Abbildung, Seite 165

Graphik
976. Le grand Passage. Radierung. 17,2 : 13,4 cm. (5000.—)
Wittrock 19. B. 1954. Unten rechts in Bleistift vom Künstler signiert, links als «épreuve d’état»
bezeichnet. Auf Simili-Japan, mit breitem Rand, tadellos in bezug auf Druckqualität und Erhaltung.
Später als kleine Auflage erschienen in: Jean Laude. Le grand Passage. Paris 1954.
YVES TANGUY

977. Le grand Passage. Radierung. 17,2: 13,6 cm. (5000.—)


Witt. 19. C. 1954. Unten rechts in Bleistift vom Künstler signiert, links als «épreuve d’artiste»
bezeichnet. Auf Simili-Japan, mit breitem Rand, tadellos in bezug auf Druckqualität und Erhaltung.
Später als kleine Auflage erschienen in: Jean Laude, Le grand Passage, Paris 1954.

EDUARD THÖNY
Brixen 1 8 66-1 9 5 o Holzhausen

978 . Aus Osteibien : Vor allem müssen wir darauf sehen, dass in unseren Schulen mit Bildung
und anderm modernem Kram nicht übertrieben wird. Wenn die Jungens das Vaterunser
können und wissen, wie ihr König heisst, so ist das vollauf genug. Pinsel in Deckfarben.
35,5:14,7 cm. (3500.—)
1899. Erschienen in: Simplicissimus, 4. Jahrgang, Heft 34, pag. 273. Rückseitig mit der Etikette des
«Simplicissimus».
EDUARD THÖNY

979. Der Erbprinz: «...Meine Herren, es giebt nichtswürdige Verläumder, die den Ruf unseres
Heeres anzutasten wagen und unablässig über Soldatenmisshandlungen schreiben. Ich
gehöre jetzt mehrere Monate der Armee an und muss gestehen, dass ich mich über meine
Vorgesetzten nicht beklagen kann.» Pinsel in Deckfarben. 38,5 : 26,4 cm. (5000.—)
1903. Erschienen in: Simplicissimus, 8. Jahrgang, Heft 1, pag. 5. Rückseitig mit der Etikette des
Simplicissimus.
Siehe die Abbildung, Tafel 3 9

980. Ein edles Tier: «Kann Ihr Hund auch Kunststücke?» - «Nein, das ist doch kein
Dienstbote, dass er für sein Fressen etwas leisten muss.» Pinsel in Deckfarben. 39:25,4 cm.
(4000.—)
1904. Erschienen in: Simplicissimus, 9. Jahrgang, Heft 18, pag. 175 . Rückseitig mit der Etikette des
Simplicissimus.

981. Treibjagd: «Wenn Hoheit einen anschiesst, und der Kerl muss brüllen, dann soll er
wenigstens Hurrah schreien!» Pinsel in Deckfarben. 40: 26,2 cm. (4000. —)
1905. Erschienen in : Simplicissimus, 10. Jahrgang, Heft 30, pag. 355.

982 . Ein interessanter Fall : «Sie glauben nicht an Idiosynkrasien? Die gibt es. Ich kenne einen
Herrn, der am ganzen Körper einen Hautausschlag bekommt, wenn er Sächsisch sprechen
hört.» Pinsel in Deckfarben. 27,7: 24,2 cm. (4000.—)
1906. Erschienen in : Simplicissimus. 10. Jahrgang, Heft 50, pag. 597.

MARC TOBEY
Centerville (USA) 1890-1976 Basel

983. Blau über Braun. Färb. Lithographie. 23,2 : 3 1,7 cm. (1000. —)
1961. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert und datiert, links auf 100 numeriert.
Sauberes Exemplar auf Velin, mit breitem Rand.

HENRI DE TOULOUSE-LAUTREC
Albi 1864-1901 Malromé

Zeichnungen
984. Au Vélodrome: Michael à l’Entrainement. Bleistift. 12,6: 17,3 cm, Blattgrösse. (4000.—)
Dortu, Toulouse-Lautrec et son Œuvre, Vol. VI, 4146, reprod. 1896. Unten links mit dem roten
Monogrammstempel des Künstlers, rechts oben mit einer eigenhändigen Schriftzeile. Auf Velin,
sauber in der Erhaltung. - Ehern. Sammlung André Fabre, Paris.

985 . Au Vélodrome: Tête de Coureur. Bleistift. 12,3 : 22,1 cm. - Au Vélodrome: Personnages.
Bleistift. 12,5 :22,i cm. 2 Blatt Zeichnungen. (4000. —)
Dortu VI, 4149 und 41 5 1, reprod. 1896. Beide Blätter unten links mit dem roten Monogrammstem-
pel des Künstlers. Auf Velin, sauber in der Erhaltung. - Ehern. Sammlung André Fabre, Paris. - Zus.
2 Blatt.

986. Une Femme. Bleistift. 8,9: 10,7 cm. (2500. —)


Dortu, Toulouse-Lautrec et son Œuvre, Vol. VI, E. 43, reprod. 1891. Auf festem Velin. Untenrechts
mit dem roten Monogrammstempel des Künstlers «HTL». - Ehern. Sammlung André Fabre, Paris.
HENRI DE TOULOUSE-LAUTREC

987. Homme, Jambes en l’Air. Blaustift. 21,9: 1 5 cm, Blattgrösse. (3000.—)


Dortu VI, E. 46, reprod. Um 1891. Auf Velin. Unten links mit dem roten Monogrammstempel des
Künstlers «HTL». - Ehern. Sammlung Tapié de Celeyran und André Fabre, Paris.

988. Scène de Maison close. Bleistift. 1 5,5 : 20,9 cm, Blattgrösse. (5000.—)
Dortu VI, E. 63, reprod. Um 1895. Auf Bütten, auf einem Briefbogen von «La Revue blanche», 1
Rue Laffitte, Paris. Mit dem Stempel der Sammlung Thadée Natanson, Lugt 2449/a. - Auktion:
Paris 1953, Drouot, Suce, de Mme Thadée Natanson, aus Nr. 121.

989 . Henri de Toulouse-Lautrec, nu. Zeichnung in schwarzer Kreide. 30,8 : 20 cm, Blattgrösse.
(25 000.—)
Dortu VI, E. 64/65, reprod. Um 1895. Auf Velin, sauber in der Erhaltung. Mit dem Stempel der
Sammlung Thadée Natanson, Lugt 2449/a. Rückseitig: Skizze zum Bild «Rolande» (1894), liegendes
Mädchen, und kleiner bellender Hund, Dortu 65. - Auktion: Paris 1953, Drouot, Succ. de Mme
Thadée Natanson, Nr. 89.
Siehe die Abbildung, Seite 169

990. Portrait Thadée Natanson, debout, en Chemise. Zeichnung in schwarzer Kreide.


<WoJ.52J23 hr Ztm 30,8:20 cm, Blattgrösse. (15 000.—)
Dortu VI, E. 66, reprod. Um 1895. Auf Velin, sauber in der Erhaltung. Mit dem Stempel der
Sammlung Thadée Natanson, Lugt 2449/a. - Auktion: Paris i960, Drouot, Nr. 85/bis.

Le Procès Arton
Zwei Prozesse haben zu Anfang 1896 die Pariser Welt bewegt : Der Prozess Lebaudy und
der Prozess Arton. Lautrec hat beide Prozesse während wichtigen Zeugenaussagen
besucht, dem Prozess Lebaudy widmete er 1 Blatt, dem Prozess Arton 3 Blatt Lithogra-
phien. Die Lithographien wurden von Lautrec anhand vieler Zeichnungen vorbereitet,
die er im Prozess selbst im Sinne stenographischer Notizen zeichnete. Arton war in eine
Korruptionsaffäre im Zusammenhang mit dem Bau des Panama-Kanals verwickelt und
soll im Auftrag des Barons von Reinach Schmiergelder im Betrage von 1,5 Millionen
Goldfranken an Deputierte verteilt haben, selbstverständlich nicht ohne massiv auch an
sich selbst gedacht zu haben. Das Zusammentreffen einer Gruppe von Vorzeichnungen
mit den nicht häufig vorkommenden Lithographien ist eine Seltenheit. - (Nrn. 991-996)

991 . Procès Arton: Portrait M. Soudais. Bleistift. 17,9: 1 1,2 cm, Blattgrösse. (6000.—)
W.J. Dortu VI, 4070. 1896. Unten links mit dem roten Monogrammstempel des Künstlers. Auf Velin,
sauber in der Erhaltung. - Ehern. Sammlung André Fabre, Paris.

992. Procès Arton: Tête de M. Soudais. - Croquis de Tête. Bleistift. 11,6:18,7 und
17,8:11,6 cm. 2 Blatt Zeichnungen. (4000. —)
Dortu VI, 4072 und 407 5 . 1896. Beide Blätter mit dem roten Monogrammstempel des Künstlers. Auf
Velin, sauber in der Erhaltung. - Ehern. Sammlung André Fabre, Paris. - Zus. 2 Blatt.

993 . Procès Arton: Croquis de Tête. Bleistift. 17,9: 1 1,6 cm, Blattgrösse. (6000.—)
Dortu VI, 4073. 1896. Unten links mit dem roten Monogrammstempel des Künstlers. Auf Velin,
sauber in der Erhaltung. - Ehern. Sammlung André Fabre, Paris.
HENRI DE TOULOUSE-LAUTREC

994. Procès Arton: Croquis d’Homme, vue de Dos. Bleistift. 18,9: 11,7 cm, Blattgrösse.
(4000.—)
Dortu VI, 4094. 1896. Unten links mit dem roten Monogrammstempel des Künstlers. Auf Velin,
sauber in der Erhaltung. - Ehern. Sammlung André Fabre, Paris. - Dabei : Procès Lebaudy . Tête de
MUe Marsy. Bleistift. 11,7:18,9 cm, Blattgrösse. Dortu VI, Nr. 4052. 1896. Mit dem roten Mono-
grammstempel. - Ehern. Sammlung André Fabre, Paris. - Zus. 2 Blatt.

995. Procès Arton: Croquis de jeune Femme. Bleistift. 18,9: 1 1,7 cm, Blattgrösse. (10000.—
Dortu VI, 4095. 1896. Unten links mit dem roten Monogrammstempel des Künstlers. Auf Velin,
sauber in der Erhaltung. - Ehern. Sammlung André Fabre, Paris.

996. Le Procès Arton: Arton s’expliquant. - Déposition Ribot. - Déposition Soudais. 3 Blatt
Lithographien. (10000.—)
Delteil 1 91, 192 und 193. Adhémar 192, 193 und 194. 1896. 2 der Blätter mit dem roten Monogramm-
stempel des Künstlers, alle auf bräunlichem, dünnen Velin. Am Rand stellenweise leicht gebräunt. -
Entgegen der Information von Delteil handelt es sich beim ersten Blatt nicht um die «Déposition
Dupas», sondern um eine Aussage des Angeklagten Arton selbst. - Von allen 3 Blättern sind keine
Auflagen erschienen, Delteil erwähnt je ca. 10 Drucke. Alle 3 Blätter zusammen sind selten.

Graphik

997. Au Moulin-Rouge : La Goulue et la Môme Fromage. Färb. Lithographie. (70 000.—)


** Delteil-Kornfeld 1 i/III. Adhémar 2. 1892. Unten links vom Künstler in Bleistift voll signiert, rechts
mit dem roten Stempel des Druckers Edw. Ancourt. Auf Velin, mit breitem Rand, tadellos
farbfrisch. Im Papier mit einigen, nicht störenden Altersspuren, links mit der rot gestempelten
Nummer als Numerierung.
Nachdem Toulouse-Lautrec schon im Jahre 1891 ein grosses Plakat für die Goulue im Moulin-
Rouge geschaffen hatte, seine erste graphische Arbeit, begann der Künstler 1 892 mit den Vorarbei-
ten für 2 weitere Sujets aus dem Moulin-Rouge, die dann als seine ersten graphischen Arbeiten in
limitierten Auflagen erschienen. Beide Blätter wurden vom Etablissement «Chromolithographie
Edw. Ancourt et Cie.» gedruckt und vom Verlage Boussod, Valadon et Cie. übernommen. Das
vorliegende entstand nach einer Ölskizze, vergleiche Dortu 423.
Siehe die Abbildung, Tafel 1 1 8

998 . Pour toi. - Sagesse. - Etude de Femme. - Carnot malade. 4 Blatt Lithographien, gedruckt
je in Schwarz und Grün. Zus. 8 Blatt. (1 500.—)
D. 19, 22, 24 und 25. Adh., 20, 23, 26 und 24. 1893. Die 4 Darstellungen ohne Texte, nach der
Publikation mit Text, unten mit einem neuen Monogramm «HF» des Verlegers H. Floury im Stein.
Nachdrucke um 1926, in Schwarz und in Grün in je 200 numerierten Blättern erschienen. Auf Velin
und Simili-Japan, sauber in der Erhaltung. - Zus. 8 Blatt.

999. Yvette Guilbert. Lithographie. (2500.—)


D. 29. Adh. 29. 1893. Schöner Druck, auf Velin, mit Rand.

1000. En Quarante. Lithographie. (5000.—)


D. 42. Adh. 45 . 1893. Unten links mit dem roten Monogrammstempel «HTL» und der Numerierung
in Bleistift. Druck der numerierten Separatauflage von «L’Escarmouche». Auf Velin, tadellos in der
Erhaltung.

1001 . Folies Bergère: Les Pudeurs de [Link]. Lithographie. (7500. —)


D. 46. Adh. 49. 1893. Unten links in Bleistift voll signiert und mit dem roten Monogrammstempel
«HTL». Druck ausserhalb der Auflage in der «L’Escarmouche», auf Japan, mit breiterem Rand, in
aussergewöhnlich schöner Qualität in bezug auf Druck und Erhaltung. In dieser Form sehr selten.
169
Y~ -

HENRI DE TOULOUSE-LAUTREC

100'
1002 . Judic. - Essai du Corset. Lithographie. (i 5 000.—)
D. 56. Adh. 39. 1894. Einer der nur ca. io Drucke auf Japan, mit breitem Rand, unten links vom
Künstler in Bleistift voll signiert «T.-Lautrec» und mit dem roten Monogrammstempel «HTL».
Tadellos in bezug auf Farbfrische und Erhaltung.

1003. La Terreur de Grenelle. Lithographie. (175°.—)


D. 72. Adh. 79. 1894. Unten rechts mit dem roten Monogrammstempel «HTL», unten links mit der
400
Nummer (Auflage 100) und dem Blindstempel des Verlegers Kleinmann. Chine collé auf Velin, mit
breitem Rand.

1004. Le jeune Homme triste. - Adolphe. Lithographie. (3000.—)


D. -Kornfeld 73/I/c (v. II). Adh. 82. 1894. Auf Velin, mit Rand, mit dem roten Monogrammstempel
des Künstlers.

1005. Eros vanné. Lithographie. (75°°-—)


D. -Kornfeld 74/II/b (v. IV/b). Adh. 81. 1894. Unten links mit dem roten Monogrammstempel
«HTL». Druck der kleinen Auflage auf Japan, in Grün, tadellos in der Erhaltung. In dieser Form
sehr selten.

1006. Yvette Guilbert, 9®me Planche. Lithographie. (3000. —)


D. 88/1 (v. II). Adh. 95/I (v. II). 1894. Probedruck, vor dem Text, auf Bütten, mit breitem Rand.
Schon Delteil, der 2 Exemplare in öffentlichen Sammlungen nennt, bezeichnet Drucke des I. Zustan-
des als «rare».

1007. Yvette Guilbert, dans: Colombine à Pierrot. Lithographie. (5000.—)


D. 96/I (v. II). Adh. 103/I (v. II). 1 894. Unten rechts mit dem roten Monogrammstempel «HTL» und
links mit dem Blindstempel des Verlegers Kleinmann. Auf dünnem Velin, sauber in der Erhaltung.

1008 . American and other Drinks: Invitation Alexandre Natanson. Lithographie. (5000.—)
D. 101/[Link]. 123/II. 1895. Ausgezeichnetes, tadellos erhaltenes Exemplar der seltenen Einladung
für «American and other Drinks» von Alexandre Natanson, dem Bruder des Herausgebers der
«Revue blanche», Thadée Natanson. Auf Japan, mit dem vollen Rand.

1009. M11- Marcelle Lender, en Buste. Färb. Lithographie. (1 5 000.—)


* D. -Kornfeld 102/II/b (v. Hl/b). Adh. 131. 1895. Unten links mit dem orangen Monogrammstempel
des Künstlers «HTL» und auf 100 numeriert. Auf gelblichem Velin, mit breitem Rand. Schöner
Druck der «Pariser Ausgabe» dieses Blattes 1895, vor der Auflage in der Zeitschrift «PAN». - Für
M11« Marcelle Lender vergleiche auch Beitext zu Nummer 101 1.

1010. Mlle Marcelle Lender, en Buste. Färb. Lithographie. (9000.—)


D. -Kornfeld 102/III/b. Adh. 131. 1895. Tadelloses Exemplar der Auflage aus dem «PAN»,
erschienen 1 895 zu einem Aufsatz über Toulouse-Lautrec von J. Meier-Graefe, in Jahrgang I, Heft 3.
Mit dem vollen Rand und dem typographischen Text unten. Vollkommen farbfrisch.

1011. Lender de Face, dans «Chilpéric». Lithographie. (12500.—)


D. 105. Adh. 129. 1895. Unten rechts mit dem roten Monogrammstempel des Künstlers «HTL»,
links mit der Nummer und dem Blindstempel des Verlegers Kleinmann. Auf dünnem Velin, tadellos
in der Erhaltung. Selten, die Auflage betrug nur 25 Exemplare. - Mademoiselle Lender trat ab
i. Februar 1895 im Variété als «Galeswinthe» in «Chilpéric» auf, einer in der Merowingerzeit
spielenden Operette. Sie tanzte jeden Abend unter grossem Applaus einen gefeierten Boléro.
Toulouse-Lautrec sah sich das Stück der Lender wegen mindestens 2omal an, bei jedem Besuch auf
dem gleichen Platz sitzend, in der ersten Reihe vorne links. Die künstlerische Ernte dieser Besuche
sind 6 verschiedene Lithographien der Lender.
Siehe die Abbildung, Tafel 123

170
HENRI DE TOULOUSE-LAUTREC

IOI2. Lender et Lavallière. Lithographie. (5000. )


D. 109. Adh. 135. 1895. Unten rechts mit dem roten Monogrammstempel des Künstlers. Auf Velin,
sauber in der Erhaltung.

1013. Miss May Belfort en Cheveux. Lithographie. (I0 000. )


D. 118. Adh. 118. 1895 . Unten links in Bleistift voll signiert und an seinen Drucker Stern dediziert.
Auf dünnem Velin, sauber in der Erhaltung. Selten, die Auflage betrug nur 20 Exemplare. — Eine der
schönsten Darstellungen der irischen Sängerin May Belfort, die ab 1894 in Paris auftrat, erstmals im
«Cabaret des Décadents», später im «Jardin de Paris» und auch im «Olympia».

1014. Luce Myrès, de Profil. Lithographie. (7500- )


D. 124. Adh. 140. 1895 . Unten links mit dem roten Monogrammstempel «HTL». Epreuve de passe
der kleinen Auflage von 20 Exemplaren. Auf Velin, mit breitem Rand. Selten.

tot 5 . Luce Myrès, de Face. Lithographie. (7500. )


D. 125. Adh. 139. 1895. Unten rechts mit dem roten Monogrammstempel «HTL» des Künstlers,
links mit der Numerierung und dem Blindstempel des Verlegers Kleinmann. Auf Velin, mit breitem
Rand, sauber in der Erhaltung, mit einzelnen kleinen Fleckchen. - Das schönste Portrait der
Chanteuse Luce Myrès, entstanden während einer Aufführung von «La Périchole» im Theater
«Variétés» in Paris.

1016. Souper à Londres. - Five o’clock. - Lunch. - En Cabinet particulier. Lithographie.


(10 000. —)
D. 167. Adh. 190. 1896. Unten links vom Künstler in Bleistift voll signiert: HTLautrec. Auf leicht
bräunlichem Velin, sauber in der Erhaltung, einzelne Altersspuren. Das Blatt erschien als Auflage
1896 bei Lemercier in der Mappe «Etudes de Femmes». Drucke kommen nur selten vor.

1017. La Clownesse assise: Mlle Cha-U-Ka-O. Färb. Lithographie. (60 000.—)


* D. 180. Adh. 201. 1896. Blatt 1 der Folge «Elles». Auf dünnem Velin, mit Wasserzeichen «G. Pellet /
T. Lautrec». Farbfrisch in der Erhaltung, rückseitig leicht gelb, mit sauber hinterlegtem kleinen
Einriss. Einer der «épreuve de passe», ohne Numerierung. Rechts unten mit dem Stempel des
Verlegers Gustave Pellet, rückseitig mit dem Stempel der Sammlung [Link], Paris, 1868-1931,
Lugt 877/a.
Das Hauptblatt der Folge «Elles» und das einzige Blatt der Folge, deren Zeichnung nicht auf eine
Szene im Maison close an der Rue des Moulins zurückgeht. Der Künstler stellt die Clownesse Mlle
Cha-U-Ka-O aus dem Moulin-Rouge dar, die er in einem weiteren Blatt, ein Jahr später, wiederum
als «Clownesse au Moulin-Rouge» in einer farbigen Lithographie zur Darstellung bringt. Verglei-
che Nummer 1018 dieses Kataloges. Das Blatt ist eine der schönsten farbigen Lithographien des
Künstlers, entstanden nach einer Ölskizze von 1895, verzeichnet bei Dortu unter der Nummer 581.
Siehe die Abbildung, Tafel 122

1018. La Clownesse au Moulin-Rouge. Färb. Lithographie. (80000.—)


* D. 205. Adh. 231. 1897. Probedruck, vor der endgültigen Abgrenzung der Steine und mit
zahlreichen Differenzen gegenüber den Auflagedrucken. Auf festem Velin, mit Rand, der die
Begrenzung der Steine voll zeigt. Links im Rand mit Farbproben in Aquarell und unten in der
Darstellung mit überzeichneten Stellen, sicherlich von der Hand des Künstlers. Die eingezeichneten
Korrekturen wurden in der Auflage nicht berücksichtigt. Starke Mittelfalte, sauber restauriert.
Äusser ein paar wenigen Proben (Delteil nennt die beiden Drucke in der Bibi. Nationale und im
HENRI DE TOULOUSE-LAUTREC

Musée du Luxembourg in Paris) wurde dieses Blatt in 20 numerierten Exemplaren von Gustave
Pellet herausgegeben. Exemplare dieses Blattes kommen nur sehr selten vor.
Dargestellt ist die Clownesse Cha-U-Ka-O des Moulin-Rouge, die sitzend auch als Hauptblatt der
Suite «Elles» figuriert, in Begleitung der Tänzerin Gabrielle. Rechts im Hintergrund promeniert
Tristan Bernard, mit Bart, von einer jungen Dame begleitet.
Provenienz :
Sammlung Ludwig Charell, New York.
Die berühmte Toulouse-Lautrec-Sammlung von Graphik und Zeichnungen von Ludwig Charell
war in den frühen fünfziger Jahren an zahlreichen Orten ausgestellt, u.a. New York, Venedig,
Deutschland etc. Im Katalog der New Yorker Ausstellung von 1950 figuriert dieses Blatt unter der
Nummer 165 mit folgender Beschreibung: Unique trial proof in colors with full margins and crayon
notes for colors by the artist. - Teile der Sammlung Ludwig Charell wurden im Oktober 1966 bei
Sotheby’s in London verauktioniert. Im Katalog figuriert das Blatt unter der Nummer 94, mit
ganzseitiger Reproduktion. siehe dje Abbildungi Tafel T 24

1019. Le Gage. Lithographie. (6000. )


D. 2 1 2/I (v. II). Adh. 264/I (v. II). 1 897. Das im I. Zustand sehr seltene Blatt (Delteil nennt «rare» und
erwähnt nur 5 Exemplare) in einem Druck auf China, mit Rand. Leichte Fleckchen, rechts aussen
aufgeklebt und äussere Ecke unten links ergänzt. Gut in der Druckqualität.

1020. Hommage à Molière. Lithographie. (5000. )


D. 220/I (v. III). Adh. 272/I (v. III). 1897. Probedruck auf Simili-Japan, mit Rand, vor allem Text.
Schon bei Delteil ist dieser Zustand mit «rare» angegeben. Selten.

1021 . Au Hanneton. - A la Brasserie. Lithographie. (20 000.—)


* D. 272. Adh. 290. 1898. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert «HTLautrec», mit der
Numerierung und dem roten Monogrammstempel «HTL». Im Unterrand mit dem Blindstempel des
Verlegers Goupil & Cie. Auf gelblichem Velin, sauber in der Erhaltung. - Das Blatt stellt eine Ecke
in der Brasserie «Le Hanneton» in der Rue Pigalle dar. Das Lokal wurde von MHe Brazier geleitet, die
Toulouse-Lautrec in der berühmten Farblithographie «La grande Loge» verewigt hat.
Siehedie Abbildung, Tafel 1 19

1022 . Le Jockey. - Chevaux de Courses. Färb. Lithographie. (70 000. —)


** D. 279. Adh. 565. 1899. Prachtvoller Druck von allen 6 Steinen, dem schwarzen Zeichnungsstein
und 5 Farbsteinen in Grün, Braunrot, Beige, Karminrot und Dunkelblau. Einer der farbigen Drucke
auf China, wie immer bis zum Rand bedruckt. Tadellos in der Erhaltung, farbfrisch und sauber.
1899 vom Verleger Pierrefort in 100 Exemplaren vom schwarzen Stein allein und in 100 Exemplaren
in Farben auf China, nebst 1 2 Drucken auf festem Japan und einigen «épreuves de passe» publiziert. -
Der Künstler plante 1899 eine Suite «Courses», vollendete aber nur 4 Darstellungen, von denen das
vorliegende Blatt das einzige ist, das in einer Auflage erschien. Von den 3 restlichen Blättern, die für
dieses aufgegebene Projekt geschaffen wurden (D. 280, 281 und 282), gibt es nur einzelne
Probedrucke. Siehe die Abbildung, Tafel 1 2 1

1023 . Reine de Joie. Plakat. Färb. Lithographie. (6000.—)


D. 342. Adh. 5. 1892. Das schöne, frühe und für Lautrecs Arbeit als Plakatentwerfer wichtige Plakat
in einem sehr schönen, farbfrischen Exemplar. Auf Pavatexplatte aufgezogen. - Wichtige Informa-
tion für Käufer : Diese Nummer wird nicht verschickt und muss persönlich bei uns abgeholt werden.

1024. Jane Avril. Plakat. Färb. Lithographie. (6000.—)


D. 345/I (v. II). Adh. 12/I (v. II). 1893. Schönes, komplettes Exemplar des I. Zustandes, vor der
Ergänzung der Schrift mit «Jardin de Paris». Auf Leinwand aufgezogen. Stellenweise leichte
Bräunungen und kleine hinterlegte Einrisse, gesamthaft aber sehr schönes und farbfrisches Exem-
plar. - Jane Avril trat vom 7. Mai 1893 im neu eröffneten «Jardin de Paris» auf.
Siehe die Abbildung, Tafel 120
HENRI DE TOULOUSE-LAUTREC

1025 . Aristide Bruant, dans son Cabaret. Plakat. Farb. Lithographie. (4000.—)
D. 348. Adh. 1 5/II (v. V). 1893. Das Plakat, das gesamthaft mit 4 verschiedenen Titeln bekannt ist, im
nach Adhémar II. Zustand mit dem Titel: Aristide Bruant dans son Cabaret. Auf Leinwand
aufgezogen. Farbfrisch, aber links und rechts den Rändern entlang mit Schäden.

Vallotton Nr. 1033

1026. Babylone d’Allemagne. Plakat. Farb. Lithographie. (10 000.—)


D. 351/I (v. II). Adh. 68/1 (v. II). 1894. Schönes, komplettes Exemplar des I. Zustandes, die
Darstellung allein, vor der Schrift. Auf Leinwand aufgezogen. Sehr schönes Exemplar in vollkom-
mener Frische der Farben und in sauberer Erhaltung.
Siehe die Abbildung, Tafel 1 20

OTTO TSCHUMI
Bittwil 1 904 - lebt in Bern

1027. Heilige. Kol. Holzschnitt. -Abendsitz. Holzschnitt. (500.—)


M. Kornfeld 8 und 9. 1927. Das erste Blatt voll signiert und bezeichnet. Von gesamthaft 10 Drucken
einer der wenigen, der vom Künstler handkoloriert wurde. - Das zweite Blatt voll signiert und mit
Titel. Beide Blätter tadellos. - Dabei: Neujahrskarten für 1929 und 1930. Kolorierte Exemplare. -
Zus. 4 Blatt.
MAURICE UTRILLO
1883 Paris 1955

1028. Le Moulin de la Gaiette surla Butte de Montmartre. Färb. Lithographie. 25,6:30,5 cm.
(75°o-~)
Um 1925. Unten rechts in Bleistift vom Künstler voll signiert, links auf 25 numeriert. Mit dem
Blindstempel des Verlegers Frapier und seiner Bezeichnung: 1 er état. Tadellos in der Erhaltung.
Selten. - Dabei: Vuillard. Le Square Vintimille. Radierung. Roger-Marx 66/IV. - Zus. 2 Blatt.
Siehe die Abbildung, Tafel 138

SUZANNE VALADON
Bessines 1867-1938 Paris

1029 . Femmes nues sous les Arbres. Radierung. (2000. —)


Roger-Marx 8. 1904. Tadelloser Druck der Auflage, von der Künstlerin voll signiert.

FÉLIX VALLOTTON
Lausanne 1865-1925 Paris

Zeichnung

1030. Sitzender Mädchenakt. Bleistift. 26,3 : 18 cm. (6000. —)


1904-1905. Unten links in Bleistift vom Künstler monogrammiert: fv. Auf dünnem Velin, sauber in
der Erhaltung. Schöne Zeichnung nach dem «Modell mit den aufgesteckten Haaren», nach dem der
Künstler in den Jahren von 1904 und 1905 eine Gruppe von Ölbildern und auch eine Plastik schuf,
vergleiche Livre de Raison Nrn. 5 38, 539, 544 und 545.
Ausstellung:
Winterthur 1962, Kunstmuseum, Die Graphiksammlung Richard Bühler, Nr. 236.

Graphik

1031. Les Raseurs. Lithographie. (1000.—)


Vallotton-Goerg 42. 1893. Unten rechts in Blaustift voll signiert und datiert. Schöner Frühdruck,
leichter Lichtrand.

1032. A Paul Verlaine. Holzschnitt. (1000.—)


Vall.-G. 80/a (v.e). 1891. Unten rechts in Bleistift voll signiert. Auf bräunlichem Bütten, mit Rand.
Schöner Frühdruck.

1033. Le bon Marché. Holzschnitt. (3000. —)


Vall.-G. 116/a (v. d). 1893. Unten rechts in Bleistift vom Künstler voll signiert. Auf gelblichem
Velin, mit Rand. Sehr schöner, sauber erhaltener Frühdruck des Blattes.
Siehe die Abbildung, Seite 173

1034. La Paresse. Holzschnitt. (5000.—)


Vall.-G. 169/b (v. d). 1896. Auf gelblichem Velin, mit Rand. Sehr schöner, sauber erhaltener
Frühdruck des Blattes.
Siehe die Abbildung, Seite 175

174
FÉLIX VALLOTTON

1055 . Instruments de Musique. Folge von 6 Blatt Holzschnitten. (17 5°°-—)


* Vall.-G. 171-176. 1896-1897. Alle Drucke unten rechts vom Künstler in Blaustift voll signiert und
numeriert. Tadellose Exemplare, in einheitlich guten Randverhältnissen, alle auf leicht gelblichem
Velin.

Die Folge enthält:


1. Le Violoncelle. Vall.-G. 171/a (v. d).
2. La Flûte. Vall.-G. 172/a (v. d).
5. Le Violon. Vall.-G. 173/a (v. d).
4. Le Piano. Vall.-G. 174/a (v. d).
5. La Guitare. Vall.-G. 175/a (v. d).
6. Le Piston. Vall.-G. i70/a(v. d).
Die komplette Folge in der ersten Ausgabe von 1 897. In dieser Form von grosser Seltenheit.
Siehe die Abbildungen, Seite 177

1036. La Symphonie. Holzschnitt. (5000. )


* Vall.-G. 186. 1897. Unten rechts in Violett vom Künstler voll signiert und datiert «96». Auf festem
Japan, mit Rand. — Die Auflage erschien 1899 in «Germinal», Album de 20 Gravures originales,
Edition de «La Maison moderne», zusammengestellt von Julius Meier-Graefe, dem ersten Heraus-
geber des «PAN». Auf dem Blatt ist ein Klavierabend bei Thadée Natanson, dem Herausgeber der
«La Revue blanche» festgehalten. Am Klavier seine Frau, die legendäre Misia Natanson. Links bei
den Zuhörern erkennt man Alfred Cortot und Edouard V uillard.
Siehe die Abbildung, Seite 175

1037. Le Bibliophile. Holzschnitt. (1000. )


Vall.-G. 211. 1911. Einer der wenigen Drucke auf Bütten-Japan, mit breitem Rand. Tadellos in der
Druckqualität, im breiten Rand kleine Fleckchen. Auf Japan sehr selten.

JACQUES VILLON
Damville 1 87 5-1 964 Puteaux bei Paris

Ölbild

1038. L’Equilibriste. - Der Equilibrist. Öl auf Leinwand. 80,6:60cm. (75 000.—)


** 1913. Unten rechts in Pinsel in Ölfarbe voll signiert «Jacques Villon». Tadellos und farbfrisch in der
Erhaltung, mit leichten Krakelüren, auf dem alten Chassis, in altem, einfachen Goldrahmen.
Rückseitig auf der Leinwand Etiquette der «Galerie der Sturm, Herwarth Walden», mit dem Titel
«Der Equilibrist». - Wichtiges und qualitativ sehr eindrückliches kubistisches Bild von Jacques
Villon, das seit der Ausstellung bei Herwarth Walden in Berlin offensichtlich der Öffentlichkeit
nicht mehr zugänglich gewesen ist. Das Werk wurde vom Künstler 1913 direkt nach Berlin zur
Ausstellung bei Herwarth Walden geschickt.

Ausstellung:
Berlin 1914, Galerie der Sturm, Herwarth Walden, 27. Ausstellung: Gleizes, Metzinger, Duchamp-
Villon, Villon. Juli- August 1914. - Das Bild wurde aller Wahrscheinlichkeit nach an dieser
Ausstellung von einem süddeutschen Maler erworben, der 1938 starb und dessen Familie später in
die Schweiz emigrierte. Vergleiche auch die Nummern 385 und 387.
Siehe die farbige Abbildung, Tafel 1 1

176
Vallotton N,
Nr. 103 5

177
JACQUES VILLON

Graphik
1039. L’Usine et la Terre. Radierung. (2000.—)
Auberty-Pérussaux 276/I (v. III). 1935. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert, im
Unterrand mit dem vollen Titel und links auf 30 numeriert. Tadelloses Exemplar auf Bütten.

1040. L’Appel de la Vie. - Les Filles. Radierung. (4000. )


Aub.-Pér. 320. 1938. Unten rechts in Bleistift voll signiert, links auf 40 numeriert. Auf Bütten, mit
Rand, sauber.

MAURICE DE VLAMINCK
Paris 1876—1958 Rueil-la-Gadelière

1041 . Jeune Fille se coiffant. Holzschnitt. (4000.—)


von Walterskirchen 3 /b. 1906. Unten rechts vom Künstler in blauem Farbstift voll signiert und links
numeriert. Druck der Auflage von 1957, auf Büttenjapan, im Rand unten links mit dem Trocken-
stempel des Verlegers. Sauberes Exemplar, mit einigen Knittern.

1042. Montrai. Holzschnitt. (4000.—)


v. W. 8/b. 1913. Unten rechts in Bleistift voll signiert, links numeriert. Auf Bütten, mit breitem Rand. 4042,
Blatt der Auflage von D. H. Kahnweiler, erschienen in Paris 1913.
Siehe die Abbildung, Seite 179

EDOUARD VUILLARD
Cuiseaux 1 8 5 8-1940 La Baule

1043 . L’Atre. Blatt 8 der Folge: Paysages et Intérieurs. Färb. Lithographie. (17 5°o-~)
Roger Marx 39/II. 1898-1899. Das Hauptblatt der Folge in einem farbfrischen Exemplar auf China,
mit Rand, sauber in der Erhaltung. Im China im äusseren Rand kleine Unregelmässigkeiten.

KARL WALSER
Biel 1877-1943 Bern

Zeichnungen

1044. Die dicken Herren. Männergesellschaft in einem Gartenrestaurant. Bleistiftzeichnung,


stellenweise gewischt. 19,8: 24,8 cm, Einfassungslinie. (1000. —)
1904. Unten rechts vom Künstler in Bleistift voll signiert und «1904» datiert, in der Mitte mit dem
Titel. Auf bläulichem Velin, mit breitem Rand, sauber in der Erhaltung. - Eines der Frühwerke aus
der Berliner Zeit, die um 1902 beginnt und bis 1917 dauert. Walser war in dieser Zeit ein bedeutendes
Mitglied der Berliner Secession und gehörte zum engen Umkreis von Max Liebermann, Lovis
Corinth und Max Slevogt. Von 1906 an lebte auch sein Bruder Robert, der Dichter, in Berlin, was zu
einer engen künstlerischen Zusammenarbeit führte. Bedeutende Werke aus der Frühzeit sind selten.

1045 . Waldstudie. Bleistiftzeichnung. 17:21,3 cm, Blattgrösse. (1000.—)


1910. Unten rechts in Bleistift voll signiert und datiert «1910». Auf dünnem Velin, auf Unterlage
aufgezogen. Sauber und frisch.

1046 . Männer an Tischen in einem Gartenrestaurant in Berlin. Bleistiftzeichnung. 21:16 cm.


(1000.—)
1911. Unten rechts in Bleistift voll signiert und datiert «1911». Auf dünnem Velin, rechts leicht
angerissen. Schöne, bedeutende Zeichnung, die wie eine Synthese zwischen Liebermann und
Kirchner im Jahre 1911m Berlin wirkt.

178
KARL WALSER

1047. Hafen von Wustrow. Farbstifte und Bleistift. 16,5:20,4


cm. - Badende im Hafen von
Wustrow. Farbstifte und Bleistift. 16,5 : 20,4 cm.
(2000.—)
Um 1912. Das zweite Blatt voll signiert, beide Blätter auf dem
alten Passepartout mit Titel und
Signatur. Beide Blätter sauber in der Erhaltung. - Wustrow liegt
an der Ostsee. - Zus. 2 Blatt.
1048 . Strassenecke in Berlin. Bleistiftzeichnung. 17:21 cm.
(1000.—)
Um 1914. Unten rechts in Bleistift vom Künstler voll signiert.
Auf dünnem Velin, sauber in der
Erhaltung.

Vlaminck Nr. 1042

1049. Verschiedene Personen in einem Garten. Entwurf für eine Wandmalerei. Aquarell
über
Bleistiftzeichnung. 15 : 21 cm, Einfassungslinie. (1000.—)
Um 1914. Auf dem breiten Rand von der Hand des Künstlers mit dem Titel «Entwurf
für
Wandmalerei» und monogrammiert «K. W.». Auf dünnem Velin.

Graphik
1050. Leonce und Lena. Folge von 10 (9) färb. Lithographien zum Lustspiel von Georg
Büchner. Jeca. 20:16,5 cm, Einfassungslinie. -9 Blatt färb. Lithographien. (2000.—)
1910. Folge von 9 Probedrucken für die 10 Blatt umfassende Folge, die 1910 von Bruno Cassirer als
Illustrationsfolge im Rahmen des Buches herausgegeben wurde. Alle 9 Blatt mit breitem Rand und
alle vom Künstler signiert und «1910» datiert. Als Gruppe von Probedrucken von grosser
Seltenheit. Es fehlt Blatt 4 der Folge. - Zus. 9 Blatt.

I??
KARL WALSER

ca.
1050a. 4 Blatt Illustrationen zu einem galanten Roman. 4 Blatt Radierungen. 3 Blatt
1 4, 5 : 8 cm, i Blatt, Vignette, 4, 5 : 6, 8 cm. - 4 Blatt Radierungen. ( 5 00.—)
Zus. 4
Um 1912. Alle Blätter Separatdrucke, alle einzeln signiert. Auf Velin, mit breitem Rand. -
Blatt.

JAMES ABBOTT MACNEIL WHISTLER


Lowell (Mas.) 1834-1903 London

1051. Nocturne: Furnace. Radierung. (3000. )


auf
Kennedy 213/IV (v. VII). 1885—1886. Prachtvoller Zustandsdruck, in Dunkelbraun gedruckt,
Plattenkante geschnitten, unten auf einem Ausschnitt mit der Bleistiftsignatur des Künstlers,
der
Eine der
dem Schmetterling und dem Zusatz «imp. ». Auf dünnem Bütten, tadellos in der Erhaltung.
schönen und gesuchten Venetianer-Ansichten des Künstlers. - Die spätere Auflage des Blattes
Dowdeswell in
erschien 1886 im Rahmen der Mappe «Twenty-six Etchings» bei Dowdeswell and
London.

JAN WIEGERS
Kommerzijl (Holland) 1893-1959 Amsterdam

1052. Ansicht von der Stafelalp bei Davos-Frauenkirch. Aquarell. 33,6:49,4cm. (1000. )
1959. Unten links in Tinte voll signiert, 1959 datiert und bezeichnet «Staffelalp». Auf Japan, mit
verstärkten Rändern. Schöne Arbeit des ersten Davoser Kirchner-Schülers.

WALTER KURT WIEMKEN


Basel 1907—1940 Castello San Pietro

1053. Trauergesellschaft. Aquarell. 23:23 cm, Passepartoutausschnitt. (1 5 000.—)


auf
1933. Unten rechts in Bleistift voll signiert und datiert. Auf dünnem Velin, den Rändern entlang
Unterlage aufgezogen.

1054. Trauergesellschaft. Aquarell und Deckfarben. 22,5 : 25,5 cm. (15 oo°- )
kleiner
1933. Oben rechts in Bleistift voll signiert und datiert. Auf dünnem Velin, in der Mitte mit
Fehlstelle. Sehr schönes, farblich reizvolles und für Wiemken typisches Aquarell.
Siehe die Abbildung, Tafel 49

ADOLF WÖLFLI
1864 Bern 1930

1055. Heft mit 1 3 Zeichnungen in Farbstiften und Bleistift, und 1 3 Seiten Schrift. 2 1 ,4 : 2 8 cm. In
blauem Orig.-Umschlg. (35000. )
1915. Auf mehreren Zeichnungen und im Text verschiedentlich immer mit 1915 datiert. Verschie-
dentlich (in Form von : St. Adolf) in Text und Zeichnungen signiert. Auf Velin, frisch und sauber in
der Erhaltung. — Eines der wenigen Hefte in diesem Format, das Wölfli in fortlaufender Form
beschriftet und bemalt hat, wobei sich die rückseitigen Texte eines Blattes aller Wahrscheinlichkeit
nach immer auf das nächst folgende Blatt beziehen. So heisst es auf pag. 4 bis 1 1 jeweils immer : Siehe
rechts. 2 der Blätter werden mit «Walzer» bezeichnet, mehrere mit «Mazurka». — Während einzelne
Zeichnungen von Wölfli von Zeit zu Zeit verfügbar werden, sind derartige Hefte von grösster
Seltenheit.
Adolf Wölfli war von 1895 bis zu seinem Tode 1930 in der Psychiatrischen Klinik Waldau bei Bern
interniert; das Gros seines umfangreichen Werkes wurde dort aufbewahrt und ist kürzlich in Form
einer Stiftung in das Kunstmuseum Bern überführt worden. Schon Prinzhorn wies 1922 auf Wölfli

180
ADOLF WÖLFLI

hin. In der Neuauflage seines Werkes von 1968 ist auf Tafel VII ein Blatt farbig reproduziert. Vergi.
Text auf pag.117. Prinzhorn war durch Dr. W. Morgenthaler auf Wölfli gestossen, der seinerseits
dem Künstler eine wichtige Arbeit widmete. Morgenthaler, Psychiater und behandelnder Arzt, ist
aller Wahrscheinlichkeit nach auf die künstlerische Bedeutung Wölflis von seinem Bruder aufmerk-
sam gemacht worden, dem Maler Ernst Morgenthaler.
Siehe die Abbildungen, Tafel 75 und Seite 181

1056. Engelsfigur, mit schwarzer Brille und Kreuzform auf dem Kopf, ein grosses, bauchiges
Streichinstrument mit 7 Saiten in der Hand haltend. Farbstifte und Bleistift, stellenweise
gewischt. 34,2:25,7cm. (5000.—)
Um 1920-1925. Reines Zeichnungsblatt, ohne Beschriftung, weder verso noch recto. Auf festem
Velin, mit leichten Knittern und Einrissen. Bedeutende, typische Zeichnung. Vergleiche Beitext zu
Nummer 1055.

Wölfli aus Nr. IOj j

HEINRICH ZILLE
Radeburg 1858-1929 Berlin

1057. Berliner Mädchen und Jungens vor einer Theke. Rechts oben Propagandaschild eines
Rechtsbüros: Klagen, Gesuche, Bittschriften, Eingaben, Alimente, Testamente, Gnaden-
gesuche. Feder in Tusche und Pinsel, über Vorzeichnung in schwarzer Kreide.
21,6:17,3 cm. (3000.—)
Um 1900. Unten rechts, innerhalb der Darstellung, voll signiert: H. Zille. Auf leichtem, weissen
Karton, mit Rand, tadellos in der Erhaltung. Das Blatt ist auch unter dem Titel «Die Gerichtslaube»
bekannt. So schöne, bildhafte Kompositionen von Zille sind selten geworden. - Provenienz:
Auktion Gutekunst und Klipstein Nr. 18, Dezember 1941, Nr. 838, Sammlung Julius Hess.
Siehe die Abbildung, Tafel 54

1058. Drücken musste! Aquarell über Federzeichnung in Tusche. 18,9:14,2 cm. (3000.—)
Um 1910. Rechts in der Darstellung voll signiert «H. Zille», unten mit dem Titel in Rot «Drücken
musste!». Auf leichtem Karton, mit breitem Rand, tadellos in der Erhaltung.
Siehe die Abbildung, Tafel 54

ANDERS ZORN
i860 Mora 1920

1059. Anne. - An Irish Girl. Radierung. ( 1 5 00.—~)


Asplund 85. 1894. Unten rechts in Bleistift signiert «Zorn» und links mit einer «23. 5. 98» datierten
Dedikation. Auf blauem Bütten, sauber in der Erhaltung, mit Rand. Selten, es gab ursprünglich nur
ca. 30 Drucke.

181
ANDERS ZORN

1060. Colonel Lamont. III. -John Hay. 2 Blatt Radierungen. 1 ~T7j£typ . n


Aspi. 178/IV und 179/II (v. III). 1904. Beide Blätter vom Künstler in Bleistift signiert, beide mit
Rand und sauber in der Erhaltung.

1061. The Bed-Stool. - Sangpallen. Radierung. US00- )


Aspi. 266. 1914. Unten rechts in Bleistift signiert «Zorn». Auf gelblichem Butten, mit Rand, sauber
in der Erhaltung. Selten, Asplund führt lediglich 4 Exemplare auf.

Busch Nr. 88

182
Besitzerliste Auktion 157, Moderne Kunst
Die in der Auktion enthaltenen Objekte werden im Auftrage verkauft und
entstammen
folgenden Sammlungen :

i. 6; 2. 392; 3. 55, 75, 77, 239, 252, 255, 728; 96. 781 ; 97. 370; 98. 78; 99. 436; 100.
346, 581,636, 637,638,643, 1029; 4. 56; 5. 84, 461, 562, 999, 1007; 101. 801; 102.
12; 6. 153; 7. 67; 8. 13, 26, 63, 64, 85, 228, 472; 103. 108, 151, 154, 163, 179, 180, 181,
236, 250, 378, 380, 381, 383, 391, 608, 61 1, 182, 183, 185, 186, 187, 542, 545 546, 547,
612, 624,631, 832, 833, 834, 835, 838, 843, 549,738,739,740,746; 104. 531, 532; 105.
844, 845, 846, 848, 849, 85 1, 85 2, 85 3, 867, 816; 106. 168, 435, 694, 695; 107. 548;
875, 879, 889, 893, 895, 898, 1030, 1037; 9. 108. 254, 610, 854; 109/574; no. 837;
282, 353,639, 962; 10. 107, 506; il. 17,20, in. 385, 387, 1038; 14'2. 595; 113. 664,
61, 104, 337, 494, 505, 5”, 543, 544, 575, 691, 961 ; 114. 402, 416, 724; 1 15. 69, 215,
733, 825, 828, 860, 861, 1053, 1054; 12. 244, 245, 248, 257, 273, 794, 803, 887, 891,
330; U- 173, 398, 576, 577, 578, 579, 5 80, 892, 970, 1028, 1031; 116. 431; 117. 686,
582, 894; 14. 53; 15. 703, 704; 16. 66, 343, 689, 690; 118. 609, 656; 1 19. 356; 120.
344, 345; O- 174, 175, 176, 177; 18- 942; 659; 121. 707; 122. 679, 680; 123. 437;
19. 73, 272, 357, 585, 586, 667, 718; 20. 124. 697, 701 ; 125. 820, 822, 823 ; 126. 732,
211, 251; 21. 79; 22. 1017; 23. 80, 674, 741, 744, 748, 749, 75 ’,75 5 5 127- 75 8 ; 128.
818; 24. 393; 25. 103, 302, 324, 326, 364, 901, 902, 903, 904; 129. 805, 807; 130.
446, 449,499, 500, 503, 507, 590, 591,645, 526; 131. 7, 9, 10, ii, 25, 681, 682, 830,
670, 973, 974, 976, 977; 26. 100; 27. 652; 1056; 132. 16; 133. 57, 68, 156, 170, 389,
28. 213, 808, 809; 29. 352; 30. 226; 31. 438, 440,465, 490, 603, 649, 678, 780, 896,
767; 32. 399, 444, 629; 33. 260; 54. 850; 912, 918, 919, 965, 984, 985, 986, 987, 989,
35- 293, 587; 36- 528; 37- 332; 38- 95 ’, 990, 991, 992, 993, 994, 995, 1009, IOII,
959; 39. 388; 40. 246, 247, 249, 1001, 1008, 1013, 1021, 1035; 134. 15, 29, 30, 86, 87,
1015, 1016, 1020, 1024, 1025, 1026; 41. 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98,
804, 806, 813 ; 42. 396, 630, 836, 899; 43.
256, 359, 397, 432, 540, 592, 594,657, 759,
607, 972, 975 ; 44- 409, 410, 424, 425, 729, 760, 765, 859, 967, 1057, 105 8 ; 135. 62, 74,
73°, 731, 75°, 926, 93 5, 937, 938; 45-43°; 99, 259, 309, 406, 412, 426, 427, 428, 433,
46. 462, 463, 464, 466, 467, 470, 471, 787;
434, 442,443,474, 5 22, 533, 534,588,632,
47. 654, 998, 1003 ; 48. 567, 568, 569, 570, 63 3, 640, 672, 826, 827, 865, 905, 906, 91 1,
571, 572; 49- 5 5°, 551; 5°- 618; 51. 798, 921, 922, 927, 928, 929; 136. 219; 137.
811, 812, 814, 817; 52. 620, 621; 53. 5,
157; 138- 3 3, 3 3a, 34, 3 5, 36, 37, 4°, 4’, 5°,
320; 54. 810; 55. 660; 56. 81, 3 1 1 ; 57. 668; 275, 276, 277, 280, 281, 283, 284, 285, 286,
58. 855, 856, 857; 59. 699; 60. 214; 61. 287, 288, 289, 290, 563, 83 1 ; 139. 268, 363/
706; 62. 2, 3, 218, 297, 298, 299, 300, 301, 365, 367, 368, 369, 371, 374, 375, 376, 769;
303, 3°4, 3°5, 306,308, 314, 3’6, 317, 340, 140. 167; 141. 5 1, 333, 859, 840, 841, 842,
673; 63. 225, 661; 64. 708; 65. 14, 597, 869, 872, 873, 874, 878, 880, 881, 886, 952,
795, 939, 960; 66. 634; 67. 68. 240, 1027; 142. 295; 143. 188, 696; 144. 52;
241, 242, 243; 69. 786, 819; 70. 31, 390,
145- 35 5, 372> 745 ; 146. 7I,9°9; ’47- 29’,
863; 71. 263, 264, 265, 266, 573, 888; 72.
292> 756, 757; 148- 413; ’49- 294i ijo-
802; 73. 54; 74. 870, 871, 876, 877, 882, 447; 151. 106, 493; 152. 471a, 471b, 475,
883, 884, 885; 75. 386; 76. 83, 212, 457, 1052; 153- 4", 414, 415, 417, 4’8, 736,
1002, 1004, 1006, 1018, 1019; 77. 969; 78. 747; ’54- 492> 509, 647; 155- 423; 156-
441,486, 539, 558, 561, 614, 766; 79. 997, 122, 123, 124, 125, 126, 127, 128, 129, 130,
1043 ; 80. 1 10, 1 1 1, 1 12, 1 13, 1 14, 1 15, 1 16, U’, U2, M3, ’34, 135, 137, U8, 139, ’4°,
117, 118, 119, 120, 121; 81. 1044, 1045, 141, 142, 143, 144, 145, 146, 147, 148, 149.
1046, 1047, 1048, 1049, 1050, 1050a; 82. 162, 178, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195,
487, 73 5, 92O> 941, 95 3, 95 5 ; 83- 1022; 84- 196, 197, 199. 200, 201, 202, 203, 204, 205,
216, 968; 85. 520; 86. 779; 87. 258; 88. 22, 206, 207, 208; 157. 512; 158. 474a; 159.
65, 61 3 ; 89. 530; 90. 862 591. 307; 92. 58, 560, 662, 663, 824; 160. 495 ; 1 61. 217, 684,
59J 93- 734; 94- 327, 328; 95- 60, 429, 635, 685, 687, 688; 162. 658; 163. 501; 164.
213. 821; 214. 480, 482, 483; 215. 723;
79i; 165- 5 52, 7'ï:5 S *98> 784,785>79°>
981, 982; 216. 954; 217. 510, 513, 529; 218. 815;
792, 797, 799; 167. 978, 979, 980,
219. 950; 219. 521, 1042; 220. 4; 221. i,
168. 38, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 274,
160,
329; 169. 322, 323, 325, 508, 5 14, 523, 705, 70, 109, 136, 150, 152, 155, 158, 159,
172, 209, 210,
161, 164, 165, 166, 169, 171,
709, 710, 71 3, 714, 7I > 7I9> 721 ! I7°- I9i
270, 361, 373, 419,450, 468, 5 5 3, 5 54, 5 5 5,
171. 354; 172. 184; 173. 82, 641, 771, 772,
773, 774, 775 , 776, 777 ; 1 74- 445 ; 175 ■ 3 3 5 , 556, 5 5 7, 5 59, 564, 5 93, 5 96> 5 98, 5 99> 6°°,
601, 602,617, 625,626, 627, 642,665, 666,
460, 481, 484, 488, 489, 1012; 176. 469,
473 ; 177. 10 1, 321, 350, 377, 478 ; 178. 261,
693, 764, 800, 858,913,914, 91 5, 9i6,9i7,
1033,
956, 963,964, 996, 1000, 1005, 1014,
271, 341, 342, 65 1, 675, 71 1 ; 179- 497, 5
224.
1034, 1036; 222. 565, 616; 223. 105 ;
517; 180. 102, 448; 181. 366; 182. 615;
720; 39, 496, 605 ; 225. 583; 226. 262, 31°, 722 ,
183. 403; 184. 712; 185. 700, 702,
405 , 407, 408, 422, 737, 742,
186. 5 3 5 , 5 36, 5 37, 5 38, 9°7,9o8’910’ i87- 227. 400, 404,

i89- 752, 75 3, 754, 924, 925, 93°, 93 ï, 93 2> 93 3,


782; 188. 312, 313, 3 15,3 i8, 3 19, 676 ;
192. 934, 936; 228. 648; 229. 347, 230. 439,
606, 683, 789; 190. 1055; 191. 868;
232.
21, 24, 382, 384, 943, 944, 945, 498, 502, 504, 515, 518; 231. 677;
622; 193.
900;
644; 235. 477; 234. 1040; 235. 768,
946, 947, 948, 949, 988, 1010, 1032; 194.
196. 72, 236. 1023; 237. 27, 28; 238. 18, 339; 239.
23, 253, 796, 983, 1039; 195- 8;
653,671,793; 267,269, 358, 32, 788; 240. 220, 221, 222, 223, 224, 227,
459,650, 197-
229, 230, 231, 232, 233, 234, 235, 237, 238,
491,646, 763,890; 198. 395,476,479,485,
628, 829, 360,619, 761,762,770, 778; 241. 531; 242.
623, 957, 958; 199. 76; 2OO- 349,
897; 202. 296; 203. 362, 401, 692; 243. 358; 244. 420, 421; 245.
923; 201. 541,
206. 348; 246. 519; 247. 394; 248. 655, 1059,
1051; 204. 566, 966, 971; 205. 336;
1060, 1061 ; 249. 527, 725 ; 250. 864, 866;
451, 589, 669; 207. 743; 208. 351, 379;
25 1. 698.
209. 524, 604, 940; 210. 783, ÏO41 , 211.
45 2, 453, 45 4, 45 5,456, 45 8, 525 ; 212. 717,
--

Tafel I

Munch Nr. 706


Tafel 2

Munch Nr. 704


Tafel 3

Munch Nr. 71 1

Klee Nr.493
MMM

Tafel 4

Klee Nr. 498


Tafel
Tafel 6

Klee Nr. 504


Tafel y

Klee Nr. 510


Tafel 8

Klee Nr. 513

Klee Nr. 511


Tafel 9

Klee Nr. 512


Tafel io

Kandinsky Nr. 446


Tafel 1 1

Villon Nr. 1038


Tafel i2
Tafel 13

Kokoschka Nr. 542


Tafel 14

Rouault Nr. 868


Tafel 1 5

Ernst Nr. 295


Tafel 1 6

Nolde Nr. 734

Nolde Nr.732
Tafel 17

Estève Nr. 321

Schiele Nr. 905


Tafel 19

Poliakoff Nr. 825

Poliakoff Nr. 826


Tafel 20

Degas Nr. 241


Tafel 2i

Nr. 240
Tafel 22
Dcßas Nr. 243
Tafel 23
Tafel Z4
Tafel 25 Tafel 26

Ingres Nr. 436

Ingres Nr. 437


Tafel z 7 Tafel 28

Redon Nr. 833

Redon Nr. 835


Tafel 29

Gauguin Nr. 35 1

Cézanne Nr. 102


Tafel 3 i Tafel 32

Picasso Nr. 780 Marini Nr. 622

Daumier Nr. 219

Despiau Nr. 255


Tafel J 3 Tafel 34

Signac

Signac Nr.958

Nr. 960 Signac Nr.957


Signac
Tafel 3 5 Tafel 36

Harpignies Nr. 399

Jongkind Nr. 444

Marquet Nr. 629


Tafel 37

Menzel Nr.656 Klinger Nr. 540

Menzel Nr. 65 5
Tafel 39

Nr. 856 Reznicek Nr. 857

Reznicek Nr. 855 Thöny Nr. 979


Tafel 41 Tafel 42

Hodler Nr. 430

Erni Nr. 293


Tafel 43 Tafel 44

Schiele Nr. 911

Schiele Nr. 909 Schiele Nr. 907


Tafel 46
Tafel 45

Nt. 538 Klimt Nr. 536

Modigliani Nr. 677

Klimt Nr. 535


Tafel 47 Tafel 48

Matisse Nr. 637

Matisse Nr. 638


Tafel 49 Tafel

Wiemken Nr. 1054

Corinth Nr. 214

Hoelzel Nr.433
Tafel 5 1 Tafel 5 z

Kollwitz Nr. 550


Kollwitz Nr. 55 1
Tafel 5 3 Tafel 54

Heckel Nr. 402

Heckel Nr. 405


Tafel 57 Tafel 58

Nolde Nr. 733 Dix Nr. 258

Rohlfs Nr. 863 Kirchner Nr. 468


Tafel 60

Kirchner Nr. 469

Kirchner Nr. 473


Tafel 6 z
Tafel 6 1

Lasker-Schüler Nr. 5 67

Lasker-Schüler Nr. 571


Tafel 63

f /7 3 W '75f? T-pl'g' -/v zvfc t T /ifv a,-

Klee
Nr. 495
Tafel 66

Klee Nr. 506


Tafel 67 Tafel 68

Nr. 515

Kandinsky Nr. 445


Klee Nr. 517
Tafel 69 Tafel 70

L
?' ■■ '- Î

Klee Nr. 516 Kandinsky Nr. 447


ftf < SSW * : Ä jsfefei.

Tafel 72

Jawlensky Nr. 440


Ml

Tafel 74

Feininger Nr. 324 Kubin Nr. 562

Feininger Nr. 522


Mi

Tafel 75

aus Nr. 1055 Wölfli aus Nr. 105 5

Il lì ili » * » 'M \ VI OliliJ I


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Hut IHIHI
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aus Nr. 1055 Wölfli aus Nt. 1055


Tafel 78
Tafel 77

Pascili Nr. 761

Chagall Nr. 105


Chagall Nr. 106
Tafel 79 Tafel 80

Masson Nr. 63 ; Appel Nr. 16

Tanguy Nr. 972

Picabia Nr. 779


Tafel 8 1 Tafel 82

de Chirico [Link]

Gleizes Nr. 387


Tafel 83 Tafel 84

Dunoyer de Segonzac Nr. 95 1

Dunoyer de Segonzac Music Nir. 723


Nr. 950
Tafel 85 Tafel 86

Ernst Nr. 300

Ernst Nr. 298

Ernst Nr. 296


Tafel 88

Rouault Nr. 867


Tafel 89 Tafel 90

Léger Nr. 584


Tafel 91 Tafel 92

Léger Nr. 587

Nr. 581 Le Corbusier Nr. 575


HH H I

Tafel 93 Tafel 94

Kandinsky Nr. 448


Tafel 95 Tafel 96

Gubler Nr. 393

Gubler Nr. 395

Gubler Nr. 394


Tafel 97 Tafel 98

Giacometti Nr. 366

Giacometti Nr. 364


Tafel 99 Tafel 100

E6 if

de Staël Nr. 969 Poliakoff Nr. 828

Dubuffet Nr. 261

Poliakoff Nr. 827


BHh

Tafel 102

Francis Nr. 339

Francis Nr. 337


Tafel 103
Tafel 104

Jensen
Nr. 443

Nicholson Nr. 727

Hepworth Nr. 429


Tafel 105

Magritte Nr. 607


Tafel 107 Tafel 108

Nr. 823 Pissarro Nr. 820

Redon Nr. 843

Meryon Nr. 664

Pissarro Nr. 822


Tafel 109 Tafel 1 10

aus Nr. 842 Redon aus Nr. 842


Redon Nr. 848 Ensor Nr. 274

Ensor Nr. 283 aus Nr. 842 Redon aus Nr. 842
Tafel 1 1 1 Tafel 1 12

Redon Nr. 850

Redon Nr. 840


Tafel 1 1 J
Tafel 1 14

Gauguin Nr. 355

van Gogh Nr. 388

Gauguin Nr. 356


Tafel 1 1 5

Degas Nr. 249


Tafel 1 17
Tafel 1 18

Signac Nr. 962

T oulouse-Lautrec
Nr. 997

Signac Nr. 963


Tafel 1 19
Tafel 120

1 oulouse-Lautrec
,
Toulouse-Lautrec Nr. 1021

Nr. 1024
Tafel I zi Tafel 122

Toulouse-Lautrec
Nr. 1017

TouIouse-Lautrec Nr. 102 2


Tafel 123

Munch Nr. 700 Toulouse-Lautrec Nr. ion

Toulouse-Lautrec

Munch Nr. 707


Tafel 126

Munch Nr. 701


Tafel 127
Tafel 128

Munch Nr.710

Munch Nr. 709


Tafel 129
Tafel 1 30

Munch
Munch Nr. 705

Munch Nr. 721


Tafel 132

Bonnard Nr.66
Tafel I J 3

Bonnard aus Nr. 67

aus Nr. 67 Bonnard aus Nr. 67


■N»

Tafel 136

Matisse
Nr. 642
Tafel 137

Matisse Nr. 645 Dufy Nr. 272

Matisse Nr. 643


Tafel 140

Morandi Nr. 687


■MÜS

Tafel 141
Tafel 142

Nr. 886 Rouault Nr. 885

Picasso Nr. 782

Nr. 884 Rouault Nr. 883


Tafel 143
Tafel 144

Picasso Nr. 801

Picasso Nr. 802

Picasso Nr. 800


Tafel 145 Tafel 146

Picasso Nr. 812

Picasso Nr. 809

Picasso Nr. 811 Picasso Nr. 815


Tafel 147 Tafel 148

\f 11.;« fi,

Nr. 814 Picasso Nr. 805

Picasso Nr. 808


Tafel 149 Tafel 150

aus Nr. 954 Seligmann aus Nr. 954

Chagall
Miro Nr. 671
Tafel 1 5 1 Tafel 1 5 2

Chagall Nr. 129


Nr. 146

Chagall Nr. 130 Chagall Nrn. no bis 12 1


Nr. 133
Tafel 1 5 3 Tafel 154

Nr. 172 Chagall Nr. 171 Nr. 174 Chagall Nr. 156

Nr. 150 Chagall Nr. 135 Chagall Nr. 123


Tafel 156

Kandinsky Nr. 450 Klee Nr. 525


Tafel I J 7 Tafel 158

Nrn. 526 und 527 Klee Nr. 529


Nr. 524 Klee

Beckmann aus Nr. 5 3 Klee Nr. 520


Tafel 159 Tafel 160

Nr. 915 Schiele Nr.916 Nr. 747 Nolde Nr. 752

Nolde Nr. 743 Nolde Nr. 745


Tafel 163

AUKTIONSPROGRAMM JUNI 1976

MODERNE KUNST
Katalog Nr. 157 - 1060 Nummern - 163 Tafeln

Auktion an folgenden Tagen:

Mittwoch, den 9. Juni, morgens 9.15 Uhr und nachmittags 14.15 Uhr
Donnerstag, den 10. Juni, morgens 9.15 Uhr und nachmittags 14.15 Uhr

GRAPHIK UND HANDZEICHNUNGEN


ALTER MEISTER
Katalog Nr. 158- Auktion Freitag, den 11. Juni, 9.15 Uhr

DOKUMENTATIONSBIBLIOTHEK V
Katalog Nr. 159 - Auktion Freitag, den 11. Juni, 14.00 Uhr
Kirchner Nr. 480

ILLUSTRIERTE BUCHER DES 20. JAHRHUNDERTS

Katalog Nr. 160 - Auktion an folgenden Tagen:

Freitag, den 11. Juni, ca. 16.30 Uhr


Samstag, den 12. Juni, morgens 9.15 Uhr

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MODERNE KUNST
und
GRAPHIK UND HANDZEICHNUNGEN ALTER MEISTER
Auktionen und reichhaltiges Lager
Übernahme ganzer Sammlungen und wertvoller Einzelstücke

Printed in Switzerland Druck Stämpfli 4- Cie AG, Bern Clichés Henzi AG, Bern

Kirchner Nr. 485

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