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Wortarten 2022

Das Dokument behandelt die verschiedenen Wortarten der deutschen Sprache, unterteilt in flektierbare und nicht flektierbare Kategorien. Es beschreibt die Eigenschaften und Unterkategorien von Substantiven, Artikeln, Pronomen, Adjektiven, Verben, Präpositionen, Adverbien, Partikeln und Junktoren. Zudem werden spezifische Merkmale wie Deklination, Konjugation und syntaktische Funktionen erläutert.

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Wortarten 2022

Das Dokument behandelt die verschiedenen Wortarten der deutschen Sprache, unterteilt in flektierbare und nicht flektierbare Kategorien. Es beschreibt die Eigenschaften und Unterkategorien von Substantiven, Artikeln, Pronomen, Adjektiven, Verben, Präpositionen, Adverbien, Partikeln und Junktoren. Zudem werden spezifische Merkmale wie Deklination, Konjugation und syntaktische Funktionen erläutert.

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Wortarten

(nach Gisela Zifonun u.a. (1997), Grammatik der deutschen Sprache, Schriften des
Instituts für deutsche Sprache, Berlin/New York: Walter De Gruyter und Duden (2006),
Die Grammatik, Mannheim: Bibliographisches Institut & F.A. Brockhaus AG)

Unterscheidung: Lexikalische und syntaktische Wortart


Die lexikalische Wortarteneinteilung beruht auf der Flektierbarkeit.
Den Unterarten der Artikelwörter und Pronomen sowie den der nichtflektierbaren Wörtern liegen
syntaktische Kriterien zugrunde.

Lexeme (lexikalische Wörter) können nach grammatischen Merkmalen, die bei ihren
Flexionsformen eine Rolle spielen, in Lexemklassen oder lexikalische Wortarten eingeteilt werden.
In der Satzlehre werden hingegen neben formal-grammatischen Merkmalen syntaktische Kriterien
zur Bestimmung der syntaktischen Wortart berücksichtigt.

Wortarten
(Lexemklassen)

veränderbar unveränderbar
(flektierbar) (nicht flektierbar)

nach Kasus nach Tempus


(deklinierbar) (konjugierbar)

mit festem Genus mit variablem Genus

steigerbar
(komparierbar)

1 Substantiv 2 Artikel 3 Pronomen 4 Adjektiv 5 Verb 6 Präposition


7 Adverb
8 Partikel
9 Junktoren

nach: Duden. Die Grammatik (2006:133)


Flektierbare Wortarten (categorie grammaticali flessive)
1. Substantiv (Sub)
Substantive sind nach Kasus (Deklination) flektierbar und haben ein festes Genus; wir
unterscheiden:
- K o n k r e t a (Stuhl, Tisch) und A b s t r a k t a (Kälte, Treue) (Prototypische Abstrakta
kommen nur im Singular vor);
- Klassenbildende Substantive: A p p e l l a t i v e /Gattungsnamen (Mensch, Haus) vs.
E i g e n n a m e n (Hanna, USA);
- b e l e b t vs. u n b e l e b t (natürliches Genus u. Wortstellung);
- z ä h l b a r e vs. n i c h t - z ä h l b a r e Substantive (Sand, Mehl) (Pluralbildung)
- S t o f f n a m e n (Gold (l’oro), Holz (il legno)) = Konkreta ohne bestimmte räumliche
Gestalt; sie werden gegebenenfalls mit Hilfe von Maß- (Liter, Stück), Sammel- (nomi
collettivi) (Gruppe, Stapel, Haufen) und Behälterbezeichnungen (Flasche, Glas)
quantifiziert;
- S i n g u l a r e t a n t u m (Obst), P l u r a l e t a n t u m (die Eltern, die Leute).

Als Nomen (N) im Satz wird das Substantiv zum Kopf einer NP.

 Regeln und Faustregeln für das Genus der Substantive

Genus-Regeln.doc
2. Determinativ (Det) / Artikelwort
flektierbar nach Kasus (Deklination); veränderbar nach Numerus und Genus; hat kein festes
Genus

2.1. Der definite Artikel (Def-Art)/ Bestimmter Artikel


der Roman
Verschmelzung mit Präpositionen (im Auto): in, an, von

2.2. Der indefinite Artikel (Indef-Art) / Unbestimmter Artikel


ein Märchen
„Nullartikel“ im Plural

2.3. Das possessive Determinativ (P-Det)


mein Sohn
2.4. Das quantifizierende Determinativ (Q-Det):
kein-, all-, einig-, etlich-, jed-, manch-, mehrer-: alle Leute
2.5. Das W-Determinativ (W-Det)
Welches Buch?
2.6. Das deiktische Determinativ (D-Det): der, dies-, derjenige, derselb-, jen-, solch- (Pl.)
Ich habe denselben Pullover wie Christa.
3. Pronomen (Pro)
flektierbar nach Kasus (Deklination); veränderbar nach Numerus und Genus; kein festes
Genus
3.1. Personalpronomen und Reflexivpronomen: Ich komme heute.
3.2. Possessivpronomen (Poss)
Das ist meiner.
3.3. Objekt- oder Personendeixis (O-Deix): der, dieser, er
3.4. W-Objekt- bzw. Personendeixis (W-Deixis)
Wen meinst du?
Er fragte, wen ich meine.
Wen du nicht alles kennst!
3.6. Relativpronomen
3.7. Indefinitpronomen (Indef): ein-, etwas, irgendein- (Pl.: irgendwelche), irgendetwas,
irgendjemand, irgendwer, jemand, jedermann, man, wer auch immer
unsereiner (uno come noi) (Unsereiner kennt das), meinesgleichen (uno come me) (Ich habe
dort meinesgleichen gefunden)
3.8. Quantifikativpronomen (Quant):
all-, einig-, etlich-, jed-, jedwed-, keiner, nichts, niemand, mancher, mehrere, sämtliche.
4. Adjektiv (Adj)
flektierbar nach Kasus (Deklination); veränderbar nach Numerus und Genus; Adjektive
haben kein festes Genus;
man unterscheidet: qualifizierende A. (absolute Eigenschaften: rot, rosa, lila, verheiratet,
blühend, heutig; relative Eigenschaften: klein; Modalisierung: seine wahrscheinliche
Ankunft; Zahladjektive: ein, zwei, erst-, zweit-, dreimalig; Partizipien: verspätet,
verschlossen) und relationale A.: französisch, hölzern

Kennzeichnend für Adjektive, die relative Eigenschaften ausdrücken, ist die Komparation.

Adjektive
5. Verb (Vb)
flektierbar nach Tempus (Konjugation)
a. Vollverb (Vv): schlafen, gehen.
b. Hilfsverb (Hv): haben, sein, werden; (zur Peripherie auch: bekommen , erhalten,
gehören, kriegen): zur Bildung des Genus verbi (Passiv), Tempusformen.
c. Reflexive Verben: sich waschen; reziproke Verben: sich aussprechen.
d. Modalverb (Mv): dürfen, können, mögen/möchte-, müssen, sollen, wollen; auch:
(nicht) brauchen, haben zu, sein zu.
e. Kopulaverb (Kv) bilden kombiniert mit einem „Prädikativ“ den Prädikatsausdruck:
sein, werden, bleiben.
f. Funktionsverb ( Funktionsverbgefüge) (Zustands- u. Bewegungsverben +
Verbalabstrakta) (Fv: zur Aufführung bringen).

Funktionsverbgefüge.docx
Nicht flektierbare Wortarten (Categorie grammaticali non flessive)
(Position im Satz, Kasusrektion, Satzgliedwert, Satzverbindung, negierbar)

6. Präposition (Präp)
Präpositionen regieren den Kasus folgender PronP oder NP.
Dativ: ab, aus, bei, mit, nach, von, zu, seit
Akkusativ: für, gegen, ohne, um, wider, durch
Dativ/Akkusativ: WECHSELPRÄPOSITIONEN: in, auf, über, unter, neben, an, zwischen
Genitiv: wegen, während

lokal – temporal - abstrakt

Prä- oder Postposition: entlang, bar;

Postposition: (Umstände) halber (per, a causa di, per ragioni di), ihm zuliebe (per far piacere
a), dem Anschein zuwider (contrario a)

Zirkumposition: um…willen (per, per amor di);

Präpositionen haben sich entwickelt aus (Grammatikalisierung):


Substantiven: dank (grazie a) seiner Hilfe, kraft (in virtù di) seines Amtes , trotz
(nonostante) des Regens;
Präpositionalphrasen: infolge (in seguito a) dieser Umstände, zugunsten (a favore di) der
Krankenkasse
Verben (Part. I u. II): entsprechend der Anordnungen (ordinamenti), ungeachtet der
Anordnungen;
Adverbien: links (a sinistra di) der Straße
7. Adverb (Adv): Adverbien können allein im Vorfeld stehen (Satzglied) und können
selbständig als Antwort auf eine W-Ergänzungsfrage fungieren; sie sind nicht flektierbar;
nur drei lassen sich komparieren: bald, gern, oft.

Adverbien stellen eine relativ große offene (vor allem über Wortbildung) Klasse (ungefähr
1000) dar: -weise (unglücklicherweise), -wärts (abwärts, heimwärts); -halben (seinethalben).

Adverbien haben im Satz häufig die syntaktische Rolle:

einer Adverbiale (Satzadverbiale oder Verbadverbiale);


einige können als nachgestelltes Attribut in einer NP fungieren: das Haus dort,
oder vorgestellt ein Adjektiv bzw. Adverb modifizieren: Wir sehen sie oft morgens, Sein oft
lautes Geschrei stört uns;
selten fungieren sie als Prädikativkomplement bei einem Kopulaverb: Sie ist anders.
Sie können als Präpositionaladverb aber auch die syntaktische Funktion eines Objekts haben
(Ich glaube nicht daran).

In funktionaler Hinsicht werden


absolute (autonome) A. (Sie läuft immer barfuß) von
Pro-Adverbien unterschieden; das sind: phorisch-deiktische (Das Buch liegt dahinten),
interrogative (Worüber sprecht ihr gerade) und relative Adverbien (Endlich kam der Brief,
worauf er schon lange gewartet hatte.).

In semantischer Hinsicht modifizieren A. ein Geschehen, ein Objekt o. Ä. bezüglich seiner


Umstände (wo, wann, wie, warum, mit welcher Wahrscheinlichkeit usw.). Wir
unterscheiden:
- Lokaladverbien: hier, da, dort, (dr)außen, (dr)innen, überall
- Temporaladverbien: (Zeitpunkt (jetzt, plötzlich, damals, früher, heute, heutzutage), -
dauer (immer, lang(e)) Wiederholung (oft, manchmal),
Bezug auf zeitliche Einordnung im Text (seitdem), Ausdruck sprecherbezogener
Zeitbewertung oder -erwartung (bereits/schon, noch, erst, längst)
- Modaladverbien: genauso, haufenweise, anders
- Kausaladverbien: meinetwegen, meinethalben
- „Indefinitadverbien“: irgendwo, irgendwann,
- „n-Adverbien“: nirgendwo, niemals, nie
- Kommentaradverbien: bedauerlicherweise, leider, gerne, hoffentlich (evaluierend),
sicherlich, wahrscheinlich, vielleicht, eventuell (epistemisch)
- Textadverbien: einerseits […] andererseits, ferner, außerdem

- Konjunktionaladverbien: K. entsprechen auf funktionaler Ebene Konjunktionen


bzw. Subjunktionen (KOP: außerdem - TEMP: währenddessen – ADV: dagegen,
hingegen, jedoch, indessen – KAUS: deshalb, daher, deswegen – KONSEK: andernfalls
- KONZESS: trotzdem, dennoch)

- Präpositionaladverbien: dahinter, daran, dafür, hierfür, wobei

Dort steht die Grammatik und gleich daneben das Wörterbuch.


Ich glaube nicht daran.
Das Haus dort gehört meinem Vater und das dahinter gehört meinem Onkel.
8. Partikel: nicht Kopf einer Phrase, nicht koordinierbar, nicht flektierbar

8.1 Intensitätspartikeln (Inp) bei Adjektiven und Adverbien, aber nicht bei NP; können
nicht selbständig als Antwort auf Fragen fungieren:
einigermaßen, etwas, recht, sehr, überaus, zu, schön
überhaupt/gar/beileibe nicht

8.2 Fokuspartikeln können nicht selbständig als Antwort auf Fragen fungieren, drücken eine
Einstufung des Gesagten bzw. bestimmter hervorgehobener Aspekte des Gesagten auf
einer Skala aus. Sie haben eine graduierende Funktion:
bereits, sogar, noch, schon, nicht einmal, einzig und allein, gleichfalls, gleichermaßen, vor
allem, nur, bloß, lediglich

8.3 Negationspartikel (Negp): nicht, gar nicht, überhaupt nicht.

8.4 Abtönungspartikel (Abp) (auch: Einstellungspartikeln): *Es ist der Fall, dass du aber
blass bist. auch: aber, vielleicht, denn, doch, ja, nur: Die Läden sind ja schon
geschlossen. Du hast doch wohl nicht etwa Angst?
(vgl. Tabelle in: Duden (2006:598)

Wie du ja weißt, liegt sein Vater im Krankenhaus.


Das Leben ist halt/eben ungerecht.
Das ist aber nett! Der Film war vielleicht schlecht! Was hat er sich bloß dabei gedacht!
Wunschsatz:
Wenn der Frühling nur käme!
Aufforderungssätze:
bloß: Komm mir bloß pünktlich!
Fragesatz:
Wie heißt er denn?
Haben die etwa geraucht?

8.5 Gesprächspartikeln: Gliederungspartikeln und Antwortpartikeln:


Startsignale: also, ja, nun, ja; übrigens, was ich noch sagen wollte:
Endsignale: und so weiter, nicht wahr?;
Antwortpartikeln: ja, ok, nein, doch, schon.
9. Junktoren
9.1 Subjunktoren (Sjk)
9.2. Konjunktoren (Kjk)
und, aber, oder, denn;
doch, sondern;
sowohl… als auch, weder ...noch, entweder...oder;
und zwar, d.h., es sei denn

9.3 Adjunktoren (Ajk): als, wie. Sie hat ihn als Kind kennen gelernt.
Übung
Bestimmen Sie die Wortart der einzelnen Wörter!

Wenn
Du
Dich
Wohl
Fühlst,
ist
doch
alles
in
Ordnung

Lösung
Wenn: Konjunktion (Subjunktor)
du: Pronomen (Personalpronomen)
dich: Pronomen (Reflexivpronomen)
wohl: Adkopula
fühlst: Verb
ist: Verb
doch: Partikel (Abtönungspartikel)
alles: Pronomen
in: Präposition
Ordnung: Nomen

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