Grundlagen Digital Business: Michael Schneider
Grundlagen Digital Business: Michael Schneider
Michael Schneider
Wintersemester 2024
Modulinhalt: Grundlagen Digital Business
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1
Annäherung an den Begriff Digital Business
2 Fachliche Grundlagen
2.1
Geschäftsmodelle
2.1 Geschäftsmodelle
2.2 Geschäftsprozesse
3 Technologische Grundlagen
3.1 Daten, Informationen und Wissen
4 Anwendungssysteme im Unternehmen
4.1 Charakteristika von Anwendungssystemen
5 Ausgewählte Rahmenbedingungen
5.2 Compliance
6 Aktuelle Aspekte
6.1
Digitale Transformation
https://www.telekom.com/de/medien/medieninformationen/detail/neuer-datenrekord-auf-der-wiesn-1050086
▪ Gesamtheit der physikalischen ▪ Immaterielle Gesamtheit der ▪ Gesamtheit der Verbindung von
(mechanischen und Programme und Daten für die Hard- und Software mittels
elektronischen) Komponenten Funktionsfähigkeit der Hardware dedizierter Datenübertragungs-
eines Rechners und Geräte einrichtungen
(Zentraleinheit und Peripherie)
Clients (Terminal, PC, Tablet, u.a.)
▪ ▪ Stationäre Betriebssysteme ▪ WAN und LAN
Großrechner
▪ (Windows, Linux, UNIX, u.a.) ▪ Internet
Server
▪ ▪ Mobile Betriebssysteme (iOS, ▪ Sensornetz oder Internet der Dinge
Mikroprozessoren und Controller
▪ Android u.a.) Wann macht es Sinn ?
Speichermedien (z.B. SSD)
▪ ▪ Anwendungssoftware -
Wenn ein Unternehmen Prozess ,
hat
16 Werner Schmidt und Michael Schneider – Grundlagen Digital Business weblich minlich
Hardware: Anfassbare Komponenten, aus denen sich ein Computer zusammensetzt
Hardware
Unter Hardware versteht man vereinfacht ausgedrückt alle physischen Komponenten und Geräte, aus denen
sich ein Computer oder Rechnernetzwerk zusammensetzt.
Ein typischer PC-Arbeitsplatz besteht aus folgenden Hardwarekomponenten:
Prozessor
Hauptspeicher
externe Speicher (z. B. Festplatte, DVD)
Dateneingabegeräte (z. B. Tastatur, Maus, Scanner)
Datenausgabegeräte (z. B. Bildschirm, Drucker)
Darüber hinaus lässt sich ein solcher Arbeitsplatz um eine Netzwerkschnittstelle (z. B. Netzwerkkarte, WLAN-
Adapter) ergänzen, durch den der Computer an ein Kommunikationsnetz angeschlossen werden kann.
Neben stationären Arbeitsplätzen haben in den letzten Jahren portable Geräte wie Notebooks, Tablets und
Smartphones zunehmend an Bedeutung gewonnen.
Rechner (Zentraleinheit)
Prozessor (CPU)
Rechenwerk Steuerwerk
Dateneingabe Datenausgabe
(z.B. Tastatur, (z.B. Bildschirm,
Touchscreen) Drucker)
Hauptspeicher
Arbeitsspeicher Festwertspeicher
(RAM) (ROM)
Externer Speicher
60 Sekunden im Internet:
Entsprechen ca. 3,9 Mio. Gigabyte an Daten
▪ auch Host oder Mainframe genannt ▪ preisgünstige Rechner mit geringerer Leistungsfähigkeit
▪ große Rechen- und Speicherkapazitäten, dadurch hohe ▪ speziell für den (Client-)Betrieb in Netzen konzipiert
Verarbeitungsgeschwindigkeit im Multiuser-Betrieb ▪ nutzen über das Netz Systeme, die auf einem
▪ mehrere Hosts können in einem Netz verbunden (hohe entfernten Server ablaufen
Leistungsbedarfe, Sicherung gegen Systemausfälle) ▪ Idealfall: keine Festplatten
▪ heute oft PC-Netz in Clustern statt Großrechner ▪ zentrale Administration reduziert Kosten für Pflege
Software bildet die Voraussetzung für den Betrieb eines Rechners und bezeichnet allgemein in einer
Programmiersprache geschriebene Programme, die nach Übersetzung auf einem Rechner
Warum muss bersetzen ?
ausführbar sind.
Man unterscheidet nach dem Kriterium der Nähe zur Hardware bzw. der Nähe zur Anwendung
zwischenISystemsoftware( einerseits und IAnwendungssoftware( andererseits
-
Anwendungssystem
*
Middelware
Operating System
BIOS
Y
Quelle: Mertens, P. et al. [Wirtschaftsinformatik, 2012], S. 17
31 Werner Schmidt und Michael Schneider – Grundlagen Digital Business
D Klassifizierung von Software
Software
Software
> Treiber
-
Quelle: In Anlehnung an Mertens, P. et al. [Wirtschaftsinformatik, 2017], S. 16-18 und Leimeister, J. M. [Wirtschaftsinformatik, 2015], S. 66 nach Norm ISO/IEC 2382-1
32 Werner Schmidt und Michael Schneider – Grundlagen Digital Business
Abgrenzung Systemsoftware und Anwendungssoftware
Software
Eine zentrale Anforderung an Systemsoftware besteht darin, die Hardware einfacher nutzbar zu
machen. Beispielsweise wäre es unwirtschaftlich, in jedem Anwendungsprogramm eine eigene
Druckersteuerung vorzusehen, die Vorkehrungen für den Fall trifft, dass kein Papier mehr verfügbar ist.
Darüber hinaus sind vielfältige weitere Verwaltungs- und Überwachungsleistungen zu erbringen, die im
Rahmen der Systemsoftware unter dem Begriff Betriebssystem zusammengefasst werden.
Als Standardsoftware bezeichnet man Programme, die nicht für einen einzelnen Anwender, sondern
für eine Vielzahl von Kunden mit gleichen oder ähnlichen Aufgaben produziert werden.
Anforderungen an Betriebssysteme
Bereitstellen eines Systems zur Dateiverwaltung
Verwaltung der Hardwarebetriebsmittel (Prozessor, Hauptspeicher, Peripheriegeräte)
Administration der Benutzeraufträge und Überwachung der Programmabläufe
Vorhalten einer grafischen (Graphical User Interface, GUI) oder textuellen Benutzungsschnittstelle
~ Unterschied
Viele Betriebssysteme unterstützen das sog. Multitasking sowie teilweise auch den Multiuser-Betrieb.
Multitasking: Der Rechner ist in der Lage, Programme parallel auszuführen. Beispiel: Der Nutzer kann
einen Text zu bearbeiten, während die Maschine dann, solange sie auf die nächste Eingabe wartet, im
Hintergrund eine 3D-Kalkulation durchführt.
Multithreading: Das Betriebssystem lässt es zu, dass in einem Programm ein Prozess aus mehreren
Teilprozessen (Threads) besteht, die parallel ausgeführt werden können.
Multiuser-Betrieb: Von einem zentralen Rechner werden mehrere Terminals und damit mehrere
Anwender quasi-parallel bedient. Beim Singleuser-Betrieb wird hingegen nur ein Nutzer versorgt.
▪ stellt grundlegende Funktionalitäten zur Verfügung, ▪ Lösungen, die eine Funktion oder funktionsüber-
die unabhängig von spezifischen Arbeitsgebieten greifend mehrere Bereiche (z. B. Vertrieb, Produktion)
genutzt werden und deren (querlaufende) Prozesse unterstützen
▪ wesentliche Elemente: E-Mail (inkl. Adressverwaltung), ▪ Beispiel: ERP-Systeme (Enterprise-Ressource-
Virenscanner, Komprimierungsprogramme, Browser Planning-Systeme); Anbieter SAP und Oracle
▪ Anpassung durch Customizing ohne Code-Änderung
< unterschied
Bürosoftware Prozessorientierte Software
Unter Individualsoftware versteht man Anwendungssysteme, die für eine spezielle betriebliche
Anforderung mit der zugehörigen Hard- und Softwareumgebung individuell angefertigt wurden.
Die Individualsoftware wird entweder selbst produziert oder fremdbezogen. Die Eigenentwicklung
kann sowohl von der IT-Abteilung als auch von den entsprechenden Fachabteilungen durchgeführt
werden.
Aufgrund der hohen Entwicklungskosten von Individualsoftware ist ein zunehmender Trend hin zu
Standardsoftware zu beobachten. Demgegenüber wird der Einsatz von Individualsoftware u. a. durch
ein unzureichendes Funktionsspektrum der Standardsoftwarelösungen für bestimmte
Problemstellungen (z. B. zur Steuerung von Aluminiumwalzwerken) begründet.