Geschichte
Themen
• 1 Scheitern Weimarer Republik
• 2 Reichstagswahlen juli 32, nov 32 & märz 33
• 3 Reichtagsbrandverordnung & Ermächtigungsgesetz –
machtergreifung oder machtübertragung?
• 4 Daten
• 5 Ideolgie
-Führerprinzip & Volksgemeinschaft
- Rassismus
- Antisemetismus
- Lebensraumpolitik
• 6 Euthanasie-Programm
• 7 Propaganda
• 8 Bildanalyse (nicht alles)
• 9 Leben/Jugend unterm Harkenkreuz und verwendete Mittel
• 10 Hitlers außenpolitische Doppelstrategie-Aussagen vs. Handeln
Scheitern der Weimarer Republik
Warum scheiterte die Weimarer Republik?
Es gibt keine einfache Erklärung für das Scheitern der Weimarer Republik. Vielmehr was
es eine Wechselwirkung zwischen den verschiedenen Ursachen die zum Untergang der
Demokratie geführt hat.
Vorbeschädigt durch Verseiller Vertrag von 1919 – verpflichtete Deutschland zu hohen
Reperationszahlungen → schädigte der Wirtschaft
Attentate wie Putschversuche (z.B. Hitlerputsch) oder auch Morde an Politikerinnen und
Politikern
Verfassungsmängel wie zu hohe Stellung des Reichspräsidenten → konnte mit der
Reichsregierung ohne das Parlament regieren aber auch Instabile Regierungen, da man
die Reichsregierung ohne alternative Regierung am Reichstag absetzen konnte
Wirtschaftskrisen wie Hyperinflation 1923 oder auch die Weltwirtschaftskrise 1929 mit ca 6
mio. Arbeitslosen
Politikversagen z.B. geringe Kompromissbereitschaft zwischen den Parteien oder auch die
Präsidialkabinette von 1930-33, die der Regierung erlaubten ohne das Parlament Gesetze
zu machen.
Reichtagswahlen
.Reichstagswahl 7. Juli 1932: Bei den Wahlen im Juli 1932 wurde die NSDAP zur
stärksten Partei im Reichstag, erhielt jedoch keine Mehrheit. Dies führte zu politischer
Instabilität und häufigen Regierungswechseln
Politische Allianzen: Die NSDAP suchte Unterstützung bei anderen Parteien und
einflussreichen Persönlichkeiten, um ihre Macht zu festigen.
Ernennung Hitlers zum Kanzler: Am 30. Januar 1933 wurde Adolf Hitler zum
Reichskanzler ernannt. Diese Ernennung geschah unter dem Glauben, dass er kontrolliert
werden könnte und dass die NSDAP in eine Koaliationsregierung mit einbringen könnte.
Reichstagsbrand: Der Brand des Reichstagsgebäudes am 27. Februar 1933 wurde von
der NSDAP genutzt, um politische Gegner schlecht dastehen zu lassen und Angst vor
kommunistischer Gefahr zu schüren.
Ermächtigungsgesetz: Mit dem Ermächtigungsgesetz, das am 24. März 1933
veröffentlicht wurde, erhielt die Regierung Hitlers die Vollmacht, Gesetze ohne
Zustimmung des Reichstags zu bestimmen. Dies führte zur Errichtung einer Diktatur.
Einschränkung der Opposition: Die NSDAP setzte Gewalt und Einschüchterung gegen
politische Gegner ein, was zur Schwächung der Opposition beitrug.
Durch diese Maßnahmen konnte die NSDAP ihre Macht erweitern und schließlich eine
komplette Herrschaft erzielen, trotz ihrer anfänglichen Minderheit im Parlament.
Reichsbrandverordnung & Ermächtigungsgesetz
Hitler wird Kanzler
Adolf Hitler wurde am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler ernannt, nachdem die NSDAP
in den frühen 1930er Jahren durch die Wirtschaftskrise an Popularität gewonnen hatte.
Trotz fehlender Mehrheit glaubten Politiker, dass sie ihn kontrollieren könnten. Präsident
Paul von Hindenburg ernannte Hitler schließlich zum Kanzler, was ihm auf dem Weg zur
Errichtung seiner Diktatur half.
Machtergreifung oder Machtübertragung?
Der 30.01.1933 kann nicht als Tag der Machtergreifung gelten, viel mehr wurde
Reichsbrandverordnung
28. Februar 1933
Hitler löst den Reichstag auf und fordert Neuwahlen, da er als Kanzler keine Mehrheit
besitzt. Eine Woche vor dieer Neuwahl brennt der Reichstag und die Schuld wird den
Kommunisten gegeben da die Nationalsozialisten die Situation ausnutzen und von einer
großen kommunistischen Verschwörung sprachen. Bereits einen Tag danach legte
Innenminister Flick (NSDAP) dem gesamten Kabinett (nur aus 3 NSDAP Ministern
bestehend) die 'Verordnung zum Schutz von Volk und Staat' vor. Sie stimmten zu und
somit wurden die verfassungsmäßigen Grundrechte aufgehoben z.B.:
• Freiheistrecht
• Vereins- und Versammlungsrecht
• Brief und Postgeheimnis
• Eigentum durfte beschlagnamt werden
• Hausdurchsuchungen wurden durchgeführt
Ermächtigungsgesetz
24. März 1933 im Deutschen Reichstag
Das Ermächtigungsgesetz erlaubte der Regierung unter Adolf Hitler, Gesetze ohne
Zustimmung des Reichstags zu erlassen. Obwohl die NSDAP nicht genug Stimmen hatte,
erreichte sie die nötige Mehrheit, da viele Abgeordnete, insbesondere Kommunisten,
abwesend waren. Dadurch konnte die NSDAP politische Gegner unterdrücken und ihre
nationalistische Ideologie durchsetzen. Das Gesetz führte zur Einschränkung
grundlegender Bürgerrechte und war entscheidend für den Übergang Deutschlands von
einer parlamentarischen Demokratie zu einer Diktatur.
Daten
Hitler wird Kanzler: 30.01.1933
Reichtagsbrand: 28.02.1933
Neuwahlen: 05.03.1933
Ermächtigungsgesetz: 23.03.1933
Ideologien
Führerprinzip & Volksgemeinschaft
Das Führerprinzip bedeutet, dass es einen einzigen, starken Führer gibt, der die
Entscheidungen trifft und die Macht hat. In Deutschland war das Adolf Hitler. Alle mussten
seinen Anweisungen folgen, und es gab keine Diskussion darüber.
Die Volksgemeinschaft ist die Idee, dass alle "deutschen" Menschen zusammengehören
und gemeinsam für das Wohl des Volkes arbeiten sollten. Dabei wurden Menschen
ausgeschlossen, die als anders oder gefährlich angesehen wurden, wie Juden oder
politische Gegner. Es ging darum, ein Gefühl von Einheit und Stolz zu schaffen.
Rassismus
Rassismus als Ideologie bedeutet, dass es eine feste Denkweise ist, die bestimmte
Überzeugungen über Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe oder Herkunft hat.
• Rassisten glauben, dass Menschen in verschiedene Gruppen eingeteilt werden
können und dass diese Gruppen unterschiedlich sind.
• Rassismus wird oft genutzt, um zu erklären, warum manche Menschen weniger
Rechte oder Chancen haben sollten.
• Manche Menschen definieren sich über ihre eigene Gruppe und sehen andere
Gruppen als minderwertig oder bedrohlich.
Zusammengefasst ist Rassismus als Ideologie eine schädliche Denkweise, die dazu führt,
dass Menschen unfair behandelt werden, nur weil sie anders aussehen oder aus anderen
Kulturen kommen
Antisemetismus
Antisemitismus als Ideologie bedeutet, dass es eine feste Denkweise gibt, die Vorurteile
und Hass gegen Jüdinnen und Juden hat.
• Antisemitismus beruht auf negativen Stereotypen über Jüdinnen und Juden, wie
zum Beispiel, dass sie gierig oder böse seien. Diese Denkweise führt dazu, dass
Jüdinnen und Juden unfair behandelt werden, zum Beispiel in der Gesellschaft
oder am Arbeitsplatz.
• Viele Antisemiten glauben an Verschwörungen, bei denen Jüdinnen und Juden
angeblich die Kontrolle über wichtige Dinge haben.
• Antisemitismus kann zu Gewalt gegen Jüdinnen und Juden führen, wie es im
Holocaust geschehen ist.
Zusammengefasst ist Antisemitismus eine schädliche Denkweise, die Vorurteile gegen
Jüdinnen und Juden fördert und zu Ungerechtigkeit und Gewalt führen kann
Nationalismus (ideologie der NSDAP)
Nationalismus ist eine politische Ideologie, die die Identität, Kultur und Interessen einer
Nation in den Vordergrund stellt.
• Nationalismus fördert ein starkes Gefühl der Zugehörigkeit zu einer bestimmten
Nation oder ethnischen Gruppe. Menschen identifizieren sich oft stark mit ihrer
Heimat und deren Geschichte.
• Nationalisten setzen sich dafür ein, dass die Interessen ihrer Nation Vorrang haben,
häufig über die Interessen anderer Länder oder internationaler Gemeinschaften.
• Nationalisten streben nach innerer Einheit innerhalb ihrer Nation und fördern den
Zusammenhalt unter den Bürgern. Oft wird eine ablehnende Haltung gegenüber
Einwanderung oder ausländischen Einflüssen eingenommen.
Zusammengefasst ist Nationalismus das Streben nach nationaler Identität und
Unabhängigkeit, wobei die Interessen der eigenen Nation im Mittelpunkt stehen und oft
ein starkes Gemeinschaftsgefühl gefördert wird.
Nationalsozialismus
Der Nationalsozialismus ist eine politische Ideologie, die in Deutschland von der NSDAP
(Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei) unter Adolf Hitler zwischen den 1920er
und 1940er Jahren propagiert wurde. Er basiert auf extremem Nationalismus, Rassismus
und Antisemitismus.
Wichtige Merkmale des Nationalsozialismus sind:
• Rassismus: Die Überzeugung, dass bestimmte Rassen überlegen sind,
insbesondere die "arische" Rasse.
• Antisemitismus: Feindliche Haltung gegenüber Juden, die als Sündenböcke für
gesellschaftliche Probleme betrachtet wurden.
• Totalitarismus: Der Staat kontrolliert alle Aspekte des Lebens, einschließlich
Politik, Wirtschaft und Kultur.
• Militarismus: Betonung auf militärischer Stärke und Expansion.
Der Nationalsozialismus führte zur Errichtung einer Diktatur, zum Zweiten Weltkrieg und
zum Holocaust, bei dem Millionen von Menschen ermordet wurden.
Lebensraumpolitik (auch bei NSDAP)
Lebensraumpolitik als Ideologie bezieht sich auf die Vorstellung, dass ein Volk oder eine
Nation Anspruch auf mehr Raum oder Territorium hat, um zu wachsen und sich zu
entwickeln/fördern.
• bestimmte Völker (wie die Deutschen im Nationalsozialismus) brauchen mehr
Lebensraum um ihre Bevölkerung zu ernähren und zu fördern. Diese Politik
rechtfertigt das Erobern von anderen Ländern, um mehr Gebiet bzw Land zu
bekommen.
• Oft geht diese Idee mit der Einstellung, dass einige Völker besser oder überlegen
sind und deshalb das Recht haben, andere zu verdrängen.
Zusammengefasst ist Lebensraumpolitik eine gefährliche Ideologie, die den
Anspruch auf mehr Land für bestimmte Völker fördert und oft mit Gewalt
verbunden ist.
Ideologie
Eine Ideologie ist eine Gruppe von Ideen und Überzeugungen, die erklärt, wie die Welt
funktioniert und wie sie sein sollte. Sie hilft Menschen zu verstehen, was richtig oder falsch
ist und beeinflusst, wie sie über Politik, Wirtschaft und Gesellschaft denken.
Beispiele für Ideologien sind:
• Politische Ideologien: Wie man regieren sollte (z.B. Demokratie).
• Wirtschaftsideologien: Wie Geld und Ressourcen verteilt werden sollten (z.B.
Kapitalismus).
• Soziale Ideologien: Was in der Gesellschaft wichtig ist (z.B. Gleichheit).
Eine Ideologie gibt uns eine Vorstellung davon, wie wir leben und handeln sollten.
Euthanasie-Programm
Das Euthanasie-Programm, auch "Aktion T4" genannt, war ein
nationalsozialistisches Programm von 1939 bis 1941 in Deutschland , das
darauf abzielte, Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen
zu töten (viele davon in speziellen Einrichtungen). Die Nationalsozialisten
betrachteten diese Menschen als "lebensunwert".
Propaganda
definition: die verbreitung von (meist) politischen Botschaften, die versuchen Sichtweisen
zu formen und das Verhalten der Masse zu beeinflussen
Mittel/Methoden: Man hielt es kurz und einprägsam d.h. Wenige themen, einprägsame
Symbole und Schlagworte, ebenso das ständige wiederholen von Parolen. Außerdem
setzten sie auch moderne Medien wie Rundfunk oder Film ein. Hitler hiel seine Reden
auch sehr Emotionsgeladen was dazu führte dass das Volk eine beinahe religiöse
Verehrung ihm gegenüber hatte. Zusätzlich gab es unter anderem Parteitage, Feste und
Zensuren.
Bildanalyse
– Welche Frage soll mit der Fotografie beantwortet werden?
– Wann ist sie entstanden?
– Wer ist der Auftraggeber ?(eine bestimmte Partei)
– Wo wurde sie Veröffentlicht?
– Aus welchem Grund?
– Was ist dargestellt?
– Welche Kameraperspektive? (Frosch,Vogel?)
– Welche Textelemente?
– Wie wirken die eingesetzten Mittel auf den Betrachter?
– In welcher historischen Situation endstand sie?
– Was ist die Botschaft des Fotografen und des Auftraggebers?
– Welche aspekte der Frage lassen sich mit der Fotografie beantworten, welche
bleibt offen?
Leben/Jugend unterm Hakenkreuz
Jungen Mädchen
35-45 Jahre Landwehr & Ersatzlandwehr Mütter&Hausfrauen
21-35 Jahre Deutsche Arbeitsfront, SS, Mütter&Hausfrauen
SA
18-21 Jahre Wehr- und Arbeitsdienst Arbeitsdienst
14-18 Jahre Hitlerjugend Bund Deutscher Mädel
10-14 Jahre Jungvolk Jungmädel
Sie wurden in vielen Dingen schon auf das kommende vorbereitet
– Lieder, Geschichten
– Krieg spielen mit Segelflugzeugen
– in der HJ wurde ihnen das schießen mit Waffen beigebracht (erst Luftgewähre dann
mit scharfer Munition)
– die SS suchte die Fähigsten raus, die dann sobald sie 18 wurden in die SS
eingetreten sind
Hitlers politische Außenstrategie
Aussagen
Reichstag 17. Mai 1933
Er sagt, dass er sein Volk liebt und ihm treu ist, und deshalb will er auch mit den anderen
Völkern in Friede und Freundschaft leben und ihre nationalen Rechte respektieren
Rede vor Generälen 3. Februar 1933
Hitler will die volle politische Macht ergreifen und keine Meinung außer seiner dulden
lassen. Er will sein Volk darauf einstellen dass der Krieg kommt, und dass nur er sie retten
kann. Er will auch die Wehrpflicht wieder einführen
Taten
Friedenspolitik
– Nichtangriffspakt mit Polen 1934
– Flottenabkommen mit Großbritannien 1935
– Olympische Spiele 1936
– Bündnis Italien
Kriegsspolitik
– die Nationalsozialisten rüsten auf
– 1933 war Deutschland aus dem Völkerbund ausgetreten um sich internationaler
Kontrolle zu entziehen
– Anschluss Österreich 1938
– Abtretung des Sudetenlands an das Deutsche Reich 1938
– Nichtangriffspakt mit Sowjetunion