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Handout DM

Das Dokument behandelt die direkte Methode (DM) im Sprachunterricht, die Ende des 19. Jahrhunderts von Maximilian Berlitz entwickelt wurde, um die passive Grammatik-Übersetzungsmethode zu ersetzen. Die DM fördert die mündliche Sprachbeherrschung durch natürliche Kommunikation und die ausschließliche Verwendung der Zielsprache, um ein intuitives Sprachgefühl zu entwickeln. Wichtige Prinzipien der DM sind Einsprachigkeit, natürliche Lernprozesse und die Assoziationsmethode, die das Lernen durch lebendige Kontexte und persönliche Erfahrungen erleichtert.

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Das Dokument behandelt die direkte Methode (DM) im Sprachunterricht, die Ende des 19. Jahrhunderts von Maximilian Berlitz entwickelt wurde, um die passive Grammatik-Übersetzungsmethode zu ersetzen. Die DM fördert die mündliche Sprachbeherrschung durch natürliche Kommunikation und die ausschließliche Verwendung der Zielsprache, um ein intuitives Sprachgefühl zu entwickeln. Wichtige Prinzipien der DM sind Einsprachigkeit, natürliche Lernprozesse und die Assoziationsmethode, die das Lernen durch lebendige Kontexte und persönliche Erfahrungen erleichtert.

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USSH – FAKULTÄT FÜR DEUTSCHE LINGUISTIK UND LITERATUR

Hochschule für Geistes- und Sozialwissenschaften

Fakultät für Deutsche Linguistik und Literatur


18.10.2024

Seminar: Methodik 1

Seminarleiterin: MA. Trần Thị Xuân Thủy

Thema: Die direkte Methode (DM)

Referent & Referentin: Hoàng Ngọc Thùy Dương – 2157051009

Hoàng Thị Thanh Thảo – 2257051031

Võ Nguyễn Minh Thư – 2257051035

Hoàng Thị Thùy Vân – 2257051039


Die direkte Methode (DM)
Gliederung:

A. Zur Einführung
B. Die historische Entwicklung der Reformbewegung
C. Ziele der direkten Methode
D. Unterrichtsverfahren und – inhalte bei der direkten
Methode
E. Grundlagen der DM

Inhalte:

A. Zur Einführung

Die direkte Methode wurde von Maximilian Berlitz, einem deutsch-


amerikanischen Pädagogen, Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt.
Er war ein Pionier bei der Einführung dieser Methode in den von ihm
gegründeten Sprachschulen, die heute als Berlitz Sprachschulen
bekannt sind. Berlitz leistete einen bedeutenden Beitrag zur

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Entwicklung und Verbreitung der direkten Methode durch sein


internationales Netzwerk von Sprachschulen.

Darüber hinaus spielte auch Wilhelm Viëtor, ein deutscher


Sprachwissenschaftler, eine wichtige Rolle in der Reformbewegung
des Sprachunterrichts. In seinem berühmten Werk „Der
Sprachunterricht muss umkehren!“ (1882) kritisierte er die
traditionellen Methoden des Sprachunterrichts und forderte eine
neue Herangehensweise, die sich auf die natürliche Kommunikation
konzentriert – was den Prinzipien der direkten Methode entspricht.

B. Die historische Entwicklung der Reformbewegung

Die direkte Methode entstand Ende des 19. Jahrhunderts als


Reaktion auf die starre Grammatik-Übersetzungsmethode, die den
Sprachunterricht dominierte. Diese alte Methode fokussierte sich auf
das Auswendiglernen von Regeln und Vokabeln, ohne den
praktischen Sprachgebrauch zu fördern.

Die Reformbewegung und die direkte Methode legten großen Wert


auf die aktive mündliche Sprachbeherrschung. Im Gegensatz zur
Grammatik-Übersetzungsmethode, die sich auf schriftliche Übungen
und Regeln stützte, stellte die direkte Methode das Sprechen und
Hören in den Mittelpunkt.

Maximilian Berlitz setzte in seinen Schulen auf die ausschließliche


Verwendung der Zielsprache. Die Lernenden sollten durch konstante
mündliche Praxis in realen Situationen die Sprache erwerben,
ähnlich wie Kinder ihre Muttersprache lernen. Dadurch wurden sie in
der Lage, spontan zu sprechen und ihr Hörverständnis zu
verbessern.

Die Reformbewegung förderte so die kommunikativen Fähigkeiten


und setzte sich gegen das rein passive Wissen über die Sprache ein,
um eine fließende Sprachverwendung zu ermöglichen.

Parallel dazu entwickelte Maximilian Berlitz ein ähnliches Konzept. In


seinen Sprachschulen setzte er auf die exklusive Nutzung der
Zielsprache und verzichtete gänzlich auf Übersetzungen. Die
Schüler lernten durch natürliche Konversation in realen Situationen.

Diese Reformbewegung revolutionierte den Sprachunterricht und


legte den Grundstein für viele moderne, kommunikative
Lehrmethoden.
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Die Reformbewegung hatte mehrere Ursachen: Die traditionellen


Methoden zeigten wenig Erfolg, und die Sprachwissenschaft
erkannte, dass das lateinische Regelsystem für moderne Sprachen
nicht geeignet war. Auch die Phonetik und Psychologie wiesen auf
Schwächen hin.

Die pragmatischen Ziele wurden vor allem durch die politische und
wirtschaftliche Expansion Deutschlands geprägt. Man erkannte,
dass praktische Sprachfertigkeiten wichtiger wurden als nur
Grammatikregeln oder das Lesen von Literatur.

C. Ziele der direkten Methode

a. Entwicklung des Sprachgefühls


Die direkte Methode zielt darauf ab, bei den Lernenden ein
intuitives Sprachgefühl zu entwickeln. Anstelle des
mechanischen Auswendiglernens grammatikalischer Regeln
entwickeln die Lernenden durch den ständigen Gebrauch der
Sprache ein natürliches Gefühl für Grammatik und Ausdruck.
Während frühere Generationen oft gezwungen waren, Regeln
auswendig zu lernen, steht heute die Nachahmung des Lehrers
im Vordergrund. Dadurch sollen die Lernenden in das System
der Fremdsprache eintauchen und ein eigenes Sprachgefühl
entwickeln. Analog zum Prozess des Hineinwachsens in die
Muttersprache sollen die Schüler auch in die Fremdsprache
hineinwachsen. Dabei ist es wichtig, dass das Sprechen an
erster Stelle steht, bevor das Schreiben in den Mittelpunkt
rückt.

b. Naturgemäßes Lernen
Das Prinzip des natürlichen Lernens ist von grundlegender
Bedeutung für den erfolgreichen Spracherwerb, da es den
Lernenden ermutigt, die Sprache auf natürliche Weise zu
erlernen, wie er es mit seiner Muttersprache tut. Dieser Ansatz
betont, dass das Erlernen von Fremdsprachen nicht nur durch
das Lesen und Übersetzen literarischer Texte erfolgen sollte,
sondern vielmehr durch aktive Interaktion in realen,
bedeutungsvollen Kontexten. In Alltagssituationen, sei es in
der Familie oder in der Schule, finden Lernende zahlreiche
Gelegenheiten, sich mit lebendiger Umgangssprache
auseinanderzusetzen. Jede Interaktion bietet die Chance,
vielfältige Ausdrucksformen, Redewendungen und

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Kommunikationsstile von Muttersprachlern zu entdecken und


zu verinnerlichen.

Somit ermöglicht das natürliche Lernen eine tiefere Beziehung


zur Sprache und ihrer Kultur. Es stärkt nicht nur die
sprachlichen Fähigkeiten, sondern fördert auch
zwischenmenschliche Beziehungen und authentische
Kommunikation, wodurch die Lernenden besser auf die
Herausforderungen des realen Lebens vorbereitet werden.

c. Assoziationsmethode
Die Assoziationsmethode im Sprachunterricht entfaltet ihre
Magie, indem sie Wörter und Sätze nicht isoliert präsentiert,
sondern in einen lebendigen Kontext einbettet. Diese Technik
basiert auf unserer natürlichen Fähigkeit, Verbindungen
zwischen verschiedenen Informationen herzustellen. Wenn
Lernende neue Vokabeln mit persönlichen Erlebnissen, bunten
Bildern oder bedeutsamen Ereignissen verknüpfen, entsteht
ein faszinierendes Bedeutungsgeflecht, das das Lernen nicht
nur erleichtert, sondern auch Spaß macht!

Stellen Sie sich vor, das Wort „Blume“ wird nicht einfach
wiederholt. Stattdessen zeigt die Lehrkraft ein strahlendes Bild
einer blühenden Wiese oder lädt die Lernenden ein, sich an
einen besonderen Moment zu erinnern, in dem sie einen
wunderschönen Blumenstrauß geschenkt bekommen haben.
Durch diese visuelle und emotionale Verbindung wird das Wort
nicht nur leichter im Gedächtnis verankert, sondern erhält
auch eine tiefere, persönliche Bedeutung.

Des Weiteren fördert die Assoziationsmethode die Aktivierung


von Vorwissen und ermöglicht es den Lernenden, neue
Informationen spielerisch und sinnvoll zu integrieren. Dies ist
besonders vorteilhaft für visuelle und kinästhetische
Lerntypen, die durch ansprechende Bilder und bewegende
Erlebnisse stärker angesprochen werden. Lernen wird so zu
einem spannenden Abenteuer voller Freude und
Entdeckungen!

Insgesamt zeigt die Assoziationsmethode, wie wichtig es ist,


Sprache in einem lebendigen und vertrauten Kontext zu
lernen. Sie verwandelt das Lernen in ein farbenfrohes
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Spektakel, bei dem jedes neue Wort wie ein kleiner,


strahlender Freund in das persönliche Wortschatzuniversum
eingeladen wird. Wenn Lernende mit ihren neuen Kenntnissen
spielen und experimentieren können, wird das Lernen nicht
nur effektiver, sondern auch zu einem fröhlichen Fest! Diese
liebevolle Verbindung von Sprache und Erfahrung ermöglicht
es den Lernenden, an den Wörtern festzuhalten, als wären sie
kostbare Juwelen, die darauf warten, entdeckt und mit Leben
gefüllt zu werden. Ein ganz besonderes „Hooray!“ auf die
Assoziationsmethode! 🌼✨

d. Einsprachigkeit
Die Einsprachigkeit ist ein wichtiges Prinzip im
Sprachunterricht, das den Lernenden hilft, den Lernprozess zu
optimieren. Wenn die Lernenden aufgefordert werden, ihre
Muttersprache zeitweise "auszuschalten", können sie sich voll
und ganz auf das Erlernen und Verarbeiten der neuen Sprache
konzentrieren. Wenn die Lernenden gezwungen sind, in der
Zielsprache zu denken und zu kommunizieren, entwickelt ihr
Gehirn allmählich Gewohnheiten und ein natürlicheres
Sprachgefühl.
e. Vergleich zur Grammatik-Übersetzungsmethode
Die Grammatik-Übersetzungs-Methode (GÜM) und die Direkte
Methode (DM) stellen zwei grundlegende Ansätze im
Fremdsprachenunterricht dar, die sich in ihren Zielen,
Methoden und der Rolle der Muttersprache grundlegend
unterscheiden.
Lernziele und Ansätze
- Die GÜM verfolgt primär das Ziel der schriftlichen
Sprachverwendung. Sie basiert auf einem kognitiven
Ansatz, bei dem die Muttersprache als zentraler
Bezugspunkt für den Lernprozess dient. Der Unterricht
findet häufig in zwei Sprachen statt, was die Lernenden
dazu anregt, die Fremdsprache durch den Filter ihrer
Muttersprache zu verstehen. Dies kann in einigen Fällen
eine solide Grundlage bilden, insbesondere für
grammatikalische Strukturen und das Leseverständnis. Es
besteht jedoch die Gefahr, dass die Lernenden in der
Anwendung der Fremdsprache eingeschränkt werden, da
sie sich stark auf die Übersetzung verlassen.

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- DM hingegen zielt auf den mündlichen Sprachgebrauch ab


und fördert die spontane Kommunikation. Dabei spielt die
Nachahmung des Lehrers eine zentrale Rolle und die
Muttersprache wird als Störfaktor betrachtet. Ein zentrales
Prinzip ist die Einsprachigkeit: Sprache wird als lebendiges
Kommunikationsmittel erfahren, das ohne Rückgriff auf die
Muttersprache erlernt wird. Dies fördert das Sprachgefühl
und die Fähigkeit, die Sprache in Alltagssituationen
realistisch anzuwenden.

Grammatikunterricht
- Der Grammatikunterricht in GÜM ist oft deduktiv: Die
Lernenden lernen zuerst die Regeln und wenden sie dann
auf Beispiele an. Dies kann zu soliden
Grammatikkenntnissen führen, aber auch das kreative
Denken über Sprache einschränken.

- DM hingegen integriert das Grammatiklernen in den aktiven


Sprachgebrauch. Grammatische Strukturen werden durch
Imitation und in Kontexten vermittelt, wodurch die
Lernenden ein intuitives Sprachgefühl entwickeln. Diese
Methode fördert nicht nur das Verständnis der Grammatik,
sondern auch die Fähigkeit, sich flüssig und natürlich
auszudrücken.

D. Unterrichtsverfahren und – inhalte bei der direkten


Methode
1. Charakteristika der DM
a. Einsprachigkeit
Die Einsprachigkeit im Fremdsprachenunterricht ist ein
entscheidender Ansatz, um die Lernenden direkt in die Welt
der Zielsprache eintauchen zu lassen. In diesem
Zusammenhang wird die Muttersprache oft als Störfaktor
angesehen, der die natürliche Sprachentwicklung behindern
könnte. Die Lernenden werden ermutigt, in der neuen Sprache
zu sprechen, zu denken und zu reagieren, wodurch ein aktives
und dynamisches Lernumfeld geschaffen wird.

Dieser Ansatz fördert nicht nur die Sprachproduktion, sondern


auch das Sprachverständnis auf einer intuitiven Ebene. Die
Lernenden „leben“ die Fremdsprache, indem sie sie in realen
oder simulierten Situationen anwenden. Anstatt sich in der
Theorie zu verlieren, erleben sie die Sprache als lebendiges
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Kommunikationsmittel, was den Lernprozess erheblich


beschleunigt und die Freude am Lernen steigert. Dies führt zu
einem schnelleren und natürlicheren Lernerfolg, da die
Lernenden nicht nur die Regeln lernen, sondern diese auch in
lebendigen und sinnvollen Kontexten anwenden.

Einsprachigkeit kann somit als Schlüsselstrategie im


Fremdsprachenunterricht angesehen werden. Sie fördert nicht
nur die Sprachkompetenz, sondern schafft auch eine
spielerische und positive Lernatmosphäre. Indem die
Lernenden in die Zielsprache eintauchen und sie aktiv
anwenden, entwickeln sie nicht nur Sprachkompetenz,
sondern auch ein Gefühl für die Kultur und Denkweise der
neuen Sprache. Dieser Ansatz ist daher nicht nur effektiv,
sondern auch ein Weg, Sprachbarrieren zu überwinden und
eine tiefere Verbindung zur Zielsprache aufzubauen.
Assoziation

Erinnerung und Motivation zum Sprachenlernen wecken -

Ein entscheidender Faktor, der Lernenden hilft, Vokabeln und


Grammatik effektiv zu speichern, ist die Schaffung lebendiger
Assoziationen mit Bildern und realen Erfahrungen. Anstatt
ständig die Bedeutung jedes Wortes in die Muttersprache zu
übersetzen, wird die Verknüpfung neuer Konzepte mit
vertrauten Bildern oder persönlichen Erinnerungen das Lernen
und Behalten von Informationen erleichtern. Stellen Sie sich
vor, Sie lernen das Wort „Buch“ und sehen sofort Ihr
Lieblingsbuch vor sich - sei es ein Roman oder ein Kochbuch.
Diese Assoziation macht das Lernen nicht nur interessanter,
sondern hilft auch, Informationen im Langzeitgedächtnis zu
speichern.

Darüber hinaus wecken interessante und sinnvolle


Assoziationen die Neugier der Lernenden auf die Zielsprache
und schaffen eine positive Lernatmosphäre. Wenn die
Lernenden Freude und Begeisterung für das, was sie lernen,
empfinden, sind sie motivierter, die Sprache zu erforschen und
zu üben. Zum Beispiel kann die Verknüpfung eines neuen
Vokabulars mit einer humorvollen Geschichte aus dem Alltag
den Lernenden nicht nur helfen, sich das Wort zu merken,
sondern es auch flexibel im Gespräch anzuwenden. Daher ist
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die Assoziationsmethode nicht nur ein unterstützendes


Werkzeug, sondern auch eine Brücke, die es den Lernenden
ermöglicht, eine tiefere Verbindung zur Sprache, die sie
lernen, herzustellen.

b. Gespräch
Eine Fremdsprache mit der Konversationsmethode zu lernen,
ist wirklich spannend, weil Sie das Gefühl haben, an einem
lebendigen Dialog teilzunehmen, anstatt trockene Theorie zu
pauken. Statt stumpf Grammatik zu büffeln, hören Sie direkt
auf den Lehrer und ahmen ihn nach, der so zu einem
inspirierenden „Sprachvorbild“ wird. Sie lernen nicht nur,
richtig zu sprechen, sondern auch „wie ein Muttersprachler zu
sprechen“, mit allen Feinheiten der Intonation und des
Ausdrucks. Stellen Sie sich vor, dass Sie jedes Mal, wenn Ihr
Lehrer spricht, das Gefühl haben, in ein echtes Gespräch
einzutauchen, und dass Sie lernen, dem Sprachfluss auf
natürlichste Weise zu folgen.

Dies setzt jedoch voraus, dass Ihr Lehrer über hervorragende


Sprachkenntnisse verfügt und nicht nur fließend, sondern auch
„perfekt und fehlerfrei“ spricht, damit Sie nicht nur neue
Wörter aufnehmen, sondern auch lernen, wie man sie
ausspricht und wie man durch die Sprache Gefühle ausdrückt.
Auf diese Weise können Sie die Sprache flexibel und „so
natürlich wie ein Kind“ aufnehmen, ohne Druck oder Zwang.

c. Ausspracheschulung
Aussprachetraining - es mag einfach klingen, aber es ist ein
unverzichtbarer Bestandteil der direkten Methode, besonders
wenn Sie eine Sprache lebendig und authentisch erfassen
wollen. Stellen Sie sich ein Gespräch vor, in dem Sie zwar die
Bedeutung der Wörter verstehen, aber die Betonung und
Intonation nicht richtig wahrnehmen - alles wirkt hölzern und
schwer verständlich. Deshalb hilft Ihnen das
Aussprachetraining nicht nur, richtig zu sprechen, sondern
auch die Feinheiten und Nuancen der Sprache wahrzunehmen
und natürlicher darauf zu reagieren. Durch regelmäßiges Üben
entwickeln Sie nach und nach ein feines Gespür für kleine
Betonungsunterschiede und Tonveränderungen, die im Alltag
oft den Unterschied zwischen "verstehen" und 'verstanden

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werden" ausmachen. Dies ist der Schlüssel, um die Sprache in


Ihrem Leben wirklich lebendig werden zu lassen.
d. Nachahmung
Nachahmung ist eine natürliche und effektive Art, die
Aussprache zu trainieren und das Sprechen zu üben. Stellen
Sie sich vor, Sie lernen eine neue Sprache. Sie brauchen keine
komplizierten Lehrbücher oder lange Theorien. Sie müssen nur
zuhören und nachahmen. Von Kindheit an lernen wir alle auf
diese Weise zu sprechen. Wie ein Kind, das seinen Eltern oder
Verwandten zuhört, fängt es allmählich an, Laute
nachzuahmen und schließlich Sätze zu bilden.

Wenn Sie Lehrer oder Muttersprachler sprechen hören, werden


alle Silben, der Sprachrhythmus und die Verbindung der Laute
auf subtile Weise in Ihrem Gehirn gespeichert. Dies ist ein
Prozess, bei dem Sie nicht nur die Laute aufnehmen, sondern
auch lernen, Ihren Mund, Ihre Zunge und Ihre Atmung so zu
kontrollieren, dass Sie wie die Muttersprachler sprechen. Es ist
wichtig, dass die Imitation nicht nur die Aussprache
verbessert, sondern auch den Rhythmus und die Intonation
der Sprache. In einer Sprache sind nicht nur die einzelnen
Laute wichtig, sondern auch die Art und Weise, wie sie
kombiniert werden und wie die Stimme je nach Kontext steigt
und fällt.

Wenn Sie beispielsweise einen Dialog imitieren, lernen Sie


nicht nur, die Wörter richtig auszusprechen, sondern auch,
Emotionen auszudrücken und eine natürliche Sprechweise zu
entwickeln. Dies ist besonders hilfreich für diejenigen, die wie
Muttersprachler sprechen möchten, denn Sprache ist nicht nur
ein Kommunikationsmittel, sondern auch ein Träger von
Kultur, Emotionen und Persönlichkeit.

Durch Imitation nehmen Sie die Sprache nach und nach auf, so
wie Sie Ihre Muttersprache gelernt haben. So entwickeln Sie
eine schnelle Reaktionsfähigkeit beim Sprechen, ohne viel
über Grammatik oder Struktur nachdenken zu müssen.
Imitation ist nicht nur eine mechanische Wiederholung,
sondern ein lebendiger Prozess, bei dem Sie mit jeder
Imitation tiefer in die Welt der Sprache eintauchen und die
Kultur, die Emotionen und die „Seele“ der Wörter verstehen.

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e. Phonetik
Die Phonetik ist wie eine Brücke, die Sie mit der neuen
Sprachwelt verbindet und es Ihnen ermöglicht, die feinen und
klaren Klänge der Zielsprache zu erfassen. Wie ein Musiker,
der jede Note übt, helfen Ihnen die Phonetikübungen nicht nur,
präzise Laute zu produzieren, sondern auch Ihr Hörverständnis
zu verbessern, wie eine harmonische Melodie.
Wenn der Lehrer Ihnen beibringt, wie man den deutschen Laut
"y" ausspricht, ist das so, als würde er Ihnen zeigen, wie man
mit weichen Lippen wunderschöne Blumen zaubert. Die
Beherrschung dieses Lautes hilft Ihnen nicht nur, richtig zu
sprechen, sondern gibt Ihnen auch Selbstvertrauen in jedem
Gespräch.

Die Phonologiekenntnisse erleichtern es Ihnen auch, komplexe


Laute zu imitieren, wie ein Künstler, der ein lebendiges
musikalisches Gemälde imitiert. Der Laut /ʁ/ im Deutschen
wird zu einer Übung in Geschicklichkeit und Geduld, bei der Sie
Ihre Zunge sanft im Rachen rollen lassen. Durch das Üben
entwickeln Sie nicht nur Ihre Aussprache, sondern öffnen auch
Ihre Ohren, um die einzigartigen phonologischen Merkmale der
Sprache zu erkennen, was Ihnen hilft, in praktischen
Situationen effektiv zu kommunizieren.

f. Anschaulichkeit
Das Prinzip der „Anschaulichkeit“ im Unterricht besteht darin,
dass der Lehrer, wenn er Bilder, Videos oder sogar reale
Gegenstände aus seiner Umgebung verwendet, nicht nur neue
Wörter einführt, sondern sie zum Leben erweckt, so dass sie
anschaulich und leicht verständlich werden.
- Zeigen/Benennen - Zum Beispiel, wenn der Lehrer auf den
Tisch zeigt und fragt: "Was ist das? bevor er leise sagt: „Das
ist ein Tisch“, stellen die Frage und die Antwort nicht nur
eine Verbindung zur Erkundung ihrer Umgebung her,
sondern helfen den Lernenden auch direkt, es einfach und
schnell zu verstehen.
- Definition - Wenn kein konkreter Gegenstand zur Verfügung
steht, verwenden die Lehrenden Definitionen und einfache
Umschreibungen oder Synonyme und Antonyme, um klare
Bilder in den Köpfen der Lernenden zu erzeugen. Wie ein
Dirigent, der ein Orchester leitet, verbindet er verschiedene

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Konzepte miteinander und hilft den Lernenden, den


Reichtum und die Vielfalt der Sprache zu erkennen.
- Erklären aus dem Zusammenhang heraus - Im Unterricht
können isolierte Erklärungen kein vollständiges Bild der
Sprache vermitteln. Stattdessen sollte der Unterricht in
realen Kontexten stattfinden, in denen die Lernenden die
Bedeutung der Wörter in konkreten Situationen erkennen
und verstehen können. Zum Beispiel: Wenn ein Lehrer sagt:
„Das Bett ist der Ort, an dem der Mensch nachts schläft“,
geben sie nicht nur eine Definition, sondern wecken auch
das Bild von Ruhe und Frieden im Schlaf. Auf diese Weise
wird der Wortschatz lebendig und zugänglich.

Schließlich bereichert das Prinzip der "Anschaulichkeit" nicht


nur das Vokabular der Schüler, sondern regt auch ihre
Kreativität und Neugier an. Es eröffnet einen bunten Lernraum,
in dem jedes neue Wort wie eine kleine Entdeckung darauf
wartet, von den Schülern erlebt und verstanden zu werden.

g. Visuelles Element
Das visuelle Element spielt bei der direkten Methode eine
bedeutende Rolle, da es den Lernenden hilft, sprachliche
Konzepte auf anschauliche und leicht verständliche Weise zu
erlernen. Durch die Verwendung von Bildern, Diagrammen
oder sogar kleinen Theaterstücken können die Lernenden
Vokabeln mit bestimmten Dingen oder Handlungen in
Verbindung bringen, ohne auf eine Übersetzung in ihre
Muttersprache zurückgreifen zu müssen. Dies stärkt das
Prinzip der Einsprachigkeit im Unterricht, da visuelle Hilfsmittel
den Lernenden helfen, den Inhalt auf natürliche Weise zu
erfassen, ohne dass zusätzliche verbale Erklärungen
erforderlich sind. Gleichzeitig regt die Interaktion mit visuellen
Elementen die Kreativität der Lernenden an und ermutigt sie,
ihre eigenen Gedanken und Ideen in den Lernprozess
einzubringen. Dies führt zu einer lebendigeren Lernumgebung,
in der die Sprache auf natürliche Weise durch praktische
Erfahrungen und visuelle Assoziationen erworben wird.

h. Umgangs- und Alltagssprache


Das Erlernen einer Sprache in alltäglichen Situationen macht
den Lernprozess nicht nur spannender, sondern ermöglicht es
den Lernenden auch, das Gelernte direkt in der Praxis
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anzuwenden. Anstatt sich mit starren Grammatikregeln oder


schwer verständlichen Texten zu beschäftigen, werden die
Lernenden in lebendige Erlebnisse wie Einkaufen,
Hotelbuchungen oder Gespräche mit der Familie
hineingezogen. Stell dir vor, du betrittst ein Café im Ausland,
bestellst selbstbewusst, unterhältst dich mit dem Personal und
fügst vielleicht sogar ein paar witzige Bemerkungen hinzu -
alles wirkt plötzlich ganz natürlich und „real“. Genau diese
Nähe zur Realität macht die Sprache zu einem
unverzichtbaren Teil des Lebens und verwandelt das Lernen
von einer langweiligen Pflicht in eine inspirierende Reise.

i. Grammatikübungen
Im Gegensatz zur traditionellen, oft deduktiven Methode des
Grammatikunterrichts, bei der die Grammatikregeln zunächst
in der Muttersprache erklärt und dann auf die zu lernende
Sprache angewendet werden, bietet die direkte Methode einen
sanfteren und viel natürlicheren Ansatz. Grammatik sollte
nicht als trockenes Thema isoliert werden. Stattdessen wird sie
in reale Situationen des Sprachgebrauchs integriert - die
Lernenden werden durch lebendige Alltagsgespräche und -
situationen nach und nach grammatische Strukturen auf
natürliche Weise erfassen.

Dieser Ansatz hilft den Lernenden, ein Gefühl für die Sprache
zu entwickeln, ohne sich um komplizierte Regeln kümmern zu
müssen.
Denken Sie daran, Fahrrad fahren zu lernen: Anstatt sich lange
mit der Theorie des Gleichgewichts oder des Fahrradfahrens
zu beschäftigen, setzt man sich einfach auf das Fahrrad und
probiert es aus. Durch das Ausprobieren bekommt man nach
und nach ein Gefühl für den Rhythmus des Fahrrads - und die
Grammatik der direkten Methode ist dieselbe. Die Lernenden
„fühlen“ die Grammatik in jedem Satz und in jedem Kontext,
anstatt sie nur theoretisch aus Büchern zu lernen.

Dieser Ansatz macht die Sprache weicher und flexibler.


Grammatik ist nicht länger ein starres System, sondern etwas,
das auf natürliche Weise durch praktische Erfahrungen im
Alltag entdeckt und verstanden wird.

j. Übungsformen
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Im Sprachunterricht sind "Übungsformen" entscheidend, um


die Sprachkompetenz der Lernenden zu fördern. Eine typische
Übung ist das "Gespräch in der Fremdsprache", das den
Schülern ermöglicht, in einem realistischen Kontext zu
kommunizieren. Durch viele Fragen und Antworten werden
nicht nur die Sprechfertigkeiten trainiert, sondern auch das
Hörverstehen gestärkt. Diese Interaktivität fördert das
Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und erleichtert das
spontane Sprechen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt sind das "Wiedergabe und
Nachspielen von Dialogen". Diese Methode unterstützt die
Lernenden dabei, alltägliche Gesprächssituationen
nachzuvollziehen und gleichzeitig die richtige Aussprache zu
erlernen. "Nachsprechübungen" und "Sprechen im Chor"
dienen dem Aussprachetraining und helfen, den Klang der
Fremdsprache zu verinnerlichen. Die "Imitation" ist hierbei
besonders wirksam, da sie den Schülern erlaubt, akustische
Muster zu erkennen und zu reproduzieren.

"Lückentexte" und "Ergänzungsübungen" fördern das


Verständnis von grammatischen Strukturen und erweitern den
Wortschatz. Diese Übungen ermöglichen es den Lernenden,
aktiv an der Konstruktion von Sätzen zu arbeiten und ihre
Kenntnisse anzuwenden.
Das "Auswendiglernen von Liedern und Reimen" fungiert nicht
nur als Gedächtnisstütze, sondern macht das Lernen auch
unterhaltsam und ansprechend. Melodien und Rhythmen
helfen, neue Wörter und Phrasen leichter im Gedächtnis zu
verankern.
Darüber hinaus spielt das "Schreiben" eine zentrale Rolle im
Sprachunterricht. Viel Schreiben, sei es durch
Tagebuchnotizen oder kreative Texte, unterstützt die
Sprachproduktion und das Memorieren von Vokabeln.
Schließlich sollte die "Anschaulichkeit" nicht vernachlässigt
werden. Der Einsatz visueller Elemente wie Bilder und
Wandbilder bei der Wortschatzvermittlung bereichert den
Unterricht und fördert das Verstehen durch visuelle
Assoziationen. Diese abwechslungsreichen Übungsformen
gewährleisten, dass die Lernenden auf verschiedenen Ebenen
angesprochen werden und somit eine fundierte
Sprachkompetenz entwickeln.

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2. Aufbau einer Unterrichtseinheit nach der DM


Der Aufbau einer Unterrichtseinheit (UE) nach der direkten
Methode (DM) soll den Spracherwerb auf natürliche und
intuitive Weise fördern. Ein zentrales Element dieser
Unterrichtsform ist der fremdsprachliche Text, oft in Form
eines Dialogs, der von Illustrationen begleitet wird. Diese
visuelle Unterstützung schafft einen Kontext, in dem die
Lernenden die Sprache besser verstehen und anwenden
können. Durch die Einbindung von Bildern und konkreten
Situationen wird das Sprachverständnis gefördert, ohne dass
eine Übersetzung notwendig ist.

Worterklärungen erfolgen nicht durch direkte Übersetzung,


sondern durch Umschreibungen, Synonyme oder den Kontext,
was die Lernenden dazu anregt, die Bedeutung der Begriffe
intuitiv zu erfassen. Dies verhindert eine übermäßige
Abhängigkeit von der Muttersprache und stärkt das
Sprachgefühl.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die aktive Einbeziehung der


Lernenden durch gezielte Fragen der Lehrkraft. Diese Fragen
vertiefen das Verständnis und regen die Sprachproduktion an,
was für die Entwicklung der Sprachkompetenz entscheidend
ist. Auch lautes Vorlesen wird als Sprachtraining eingesetzt,
um sowohl das Leseverstehen als auch die Aussprache zu
trainieren.

Darüber hinaus wird Grammatik nicht immer explizit


vermittelt, sondern die Lernenden sollen anhand von
Beispielen im Text selbstständig grammatische Strukturen
erkennen und verstehen. Dieser Ansatz stärkt nicht nur das
Sprachgefühl, sondern auch die Fähigkeit, die Sprache flexibel
zu verwenden.

Interaktive Elemente und vielfältige Übungsformen tragen


dazu bei, dass die Lernenden aktiv am Lernprozess
teilnehmen. Durch Diskussionen und verschiedene
Übungsformate, die von Diktaten bis hin zu kreativen
Erzählungen reichen, wird die sprachliche Flexibilität gefördert.
Die Betonung einer guten Aussprache ist ebenfalls ein
zentraler Bestandteil dieser Methode, da sie für die mündliche
Kommunikationsfähigkeit von entscheidender Bedeutung ist.
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Insgesamt zeigt sich, dass der Aufbau einer Unterrichtseinheit


nach der direkten Methode auf Kommunikation, Interaktion
und intuitivem Lernen basiert, was den Lernenden hilft, die
Zielsprache auf effektive und ansprechende Weise zu erlernen.

E. Grundlagen der DM:


1. Pädagogische Grundlagen
Die Direkte Methode (DM) ist nicht nur eine Methode der
Wissensvermittlung, sondern auch eine Erziehungsphilosophie,
die die ganzheitliche Entwicklung des Schülers fördert. Dies
zeigt sich deutlich in der Auffassung, dass Bildung nicht als
„Füllen“ der Schüler mit Wissen verstanden wird, sondern als
Schaffung von Bedingungen, unter denen sich jeder Einzelne
entwickeln kann. In diesem Zusammenhang sind Prinzipien wie
Anschaulichkeit und Konkretheit des Lernens von
entscheidender Bedeutung. Die Schüler sollen nicht passiv
Wissen aufnehmen, sondern aktiv an ihrem Lernprozess
teilnehmen, indem sie Erfahrungen sammeln und
Entdeckungen machen.

Ein weiterer bemerkenswerter Punkt des DM ist die neue Rolle


des Lehrers. Anstatt als „Besserwisser“ aufzutreten, wird der
Lehrer zum Partner auf dem Lernweg des Schülers. Dies
fördert die Zusammenarbeit und den Austausch zwischen
Lehrern und Schülern sowie zwischen den Schülern
untereinander durch Gruppenarbeit und Aktivitäten auf
Augenhöhe. Anstelle von Strafen setzt DM auf Belohnungen
und schafft so ein positives und motivierendes Lernumfeld.

Schließlich zeigt sich der Einfluss reformpädagogischer


Ansätze in der DM deutlich in der Förderung einer natürlichen
und entspannten Ausdrucksweise der Schüler. Spiele und
kreative Aktivitäten helfen den Schülern nicht nur, ihr Wissen
zu festigen, sondern auch soziale Kompetenzen zu entwickeln,
und schaffen so ein reichhaltiges und inspirierendes
Lernumfeld.

Die direkte Methode ist also nicht nur eine


Unterrichtsmethode, sondern eine Erziehungsphilosophie, die
auf die ganzheitliche Entwicklung der Schülerinnen und
Schüler abzielt, Eigenverantwortung und Kreativität fördert
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und gleichzeitig eine positive und freundliche Lernumgebung


schafft.

2. Linguistische Grundlagen
Die direkte Methode (DM) im Fremdsprachenunterricht ist
nicht nur eine einfache Lehrmethode, sondern eine Revolution
in der Herangehensweise an die Sprachwissenschaft. Sie
betont die Bedeutung des Sprachgebrauchs in realen
Kommunikationssituationen mit einem klaren Ziel: „Lernen,
um zu sprechen“ und nicht nur „Lernen, um zu wissen“. Das
bedeutet, dass die Lehrkräfte nicht nur Grammatik und
Vokabeln in trockener Theorie vermitteln, sondern eine
lebendige und freundliche Lernumgebung schaffen, in der
Klang und Intonation in jede Äußerung eingewoben sind.

Die Phonetik, ein wesentlicher Bestandteil dieser Methode, hilft


den Lernenden, nicht nur die Aussprache zu meistern, sondern
auch die Nuancen und Emotionen zu verstehen, die in der
Sprache verborgen sind. Stellen Sie sich einen Lernenden vor,
der mit Selbstvertrauen jeden Satz aussprechen kann, als
würde er eine faszinierende Geschichte erzählen. Er vermittelt
nicht nur Informationen, sondern stellt auch eine tiefere
Verbindung zu seinem Gegenüber her. Dies ist der Schlüssel
zu lebendigen Gesprächen, die über die reine Kommunikation
hinausgehen und stabile Beziehungen aufbauen.

Besonders bemerkenswert ist, dass die direkte Methode die


Grammatik als unterstützendes Werkzeug betrachtet, das auf
natürliche Weise in den Lernprozess integriert wird.
Grammatikregeln werden nicht sofort aufgedrängt, sondern
erst als leicht verständliche Zusammenfassung präsentiert,
nachdem die Lernenden praktische Erfahrungen gesammelt
haben. Auf diese Weise können die Lernenden die Grammatik
selbstständig entdecken und verstehen, was ihnen hilft, ein
solides Sprachgefühl zu entwickeln. Das Prinzip der
Progression von einfachen zu komplexen sprachlichen
Phänomenen ermöglicht es den Lernenden, die natürliche
Entwicklung ihrer sprachlichen Fähigkeiten zu erleben, ähnlich
wie beim Bau eines Hauses: Jeder Stein wird sorgfältig
platziert, um eine stabile Struktur zu schaffen.

3. Literatur/Landeskunde
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Die Grundlage der direkten Methode (DM) besteht nicht nur


darin, den Lernenden die Sprache durch Bücher näher zu
bringen, sondern vor allem darin, lebendige und alltägliche
Sprachsituationen zu schaffen, die den Lernprozess
intensivieren. Nicht grammatikalische Regeln stehen im
Mittelpunkt, sondern authentische Szenarien aus dem Alltag
des Ziellandes. Statt die Lernenden mit trockener Theorie zu
überfordern, werden sie in die Geschichten fiktiver Figuren wie
einer „Lehrbuchfamilie“ eingebunden. Diese Familie, die die
Herausforderungen, Freuden und auch die kleinen Nuancen
des täglichen Lebens widerspiegelt, führt die Lernenden
behutsam an den aktiven Gebrauch der Sprache heran. Auf
diese Weise entwickelt sich der Wortschatz ganz natürlich aus
den erlebten Situationen heraus und wird sofort praktisch
anwendbar.

Was DM aber wirklich einzigartig macht, ist die Integration


kultureller Elemente - von Volksliedern und Melodien, die
Heimatverbundenheit spürbar machen, bis hin zu Märchen und
Mythen, die tiefe Bedeutungen transportieren. Diese
kulturellen Inhalte sind nicht einfach zusätzliches
Unterrichtsmaterial, sondern öffnen dem Lernenden ein
Fenster in die Welt der Zielsprache, indem sie nicht nur die
Sprache selbst, sondern auch die Mentalität und die Seele des
Landes vermitteln. Die Lieder, Geschichten und Gedichte sind
weit mehr als bloße Lehrmittel - sie sind Brücken, die den
Lernenden tiefer in das Herz der Sprache führen, wo jeder Laut
und jede Intonation zu einem integralen Bestandteil des
Verständnisses werden.

Es geht nicht nur darum, die Wörter zu beherrschen, sondern


auch darum, die Kultur zu verstehen. Denn eine Sprache zu
lernen bedeutet nicht nur, sich ausdrücken zu können, sondern
auch, die Welt mit den Augen der Menschen zu sehen, die
diese Sprache täglich sprechen. In diesem Sinne ist DM nicht
nur ein Werkzeug zum Erlernen einer Sprache, sondern auch
der Key zu einer neuen universellen Welt, in der
Kommunikation mehr ist als nur der Austausch von Worten -
sie ist die tiefe Verbindung zwischen den Seelen.

4. Lerntheorie

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Die direkte Methode (DM) basiert auf einer natürlichen und


intuitiven Art, eine Sprache zu lernen - ähnlich wie ein Kind
seine Muttersprache lernt. Anstatt bewusst grammatikalische
Regeln zu studieren, geht es darum, die Sprache durch
Zuhören und Nachsprechen aufzusaugen", wie es bei einem
Muttersprachler der Fall wäre. Diese Imitation öffnet eine
sanfte Einstiegspforte in den Spracherwerb, ohne sich in
trockener Theorie zu verlieren.

Das Auswendiglernen von Beispielsätzen und Dialogen,


kombiniert mit direkter Kommunikation wie Rollenspielen oder
freiem Sprechen, bildet das Herzstück der DM. Mit jedem
Gespräch taucht man tiefer in die Sprache ein, fast so, als
würde man am wirklichen Leben in dieser Sprache teilnehmen,
ohne sich in komplizierten theoretischen Konstrukten zu
verfangen. Es ist vergleichbar mit der Art und Weise, wie
Kinder eine Sprache aufnehmen - durch ständige, alltägliche
Interaktion.

Ein weiterer entscheidender Punkt von DM ist die


Wortschatzarbeit durch Assoziationstechniken. Anstatt
Vokabeln isoliert zu lernen, werden sie mit Bildern,
Handlungen oder konkreten Gegenständen verknüpft, wodurch
ein lebendiges Netz von Bedeutungen entsteht. Auf diese
Weise wird Sprache nicht als bloße Sammlung von Regeln
betrachtet, sondern als greifbare Realität, die erlebt und
flexibel eingesetzt werden kann.

Insgesamt verbindet DM auf harmonische Weise Imitation,


assoziatives Lernen und induktive Methoden. Diese Methode
macht das Lernen nicht nur leicht und unbeschwert, sondern
auch spannend und motivierend, weil man die Sprache so
lebendig und ganzheitlich erleben kann.

5. Unterrichtsprinzipien der DM
Die Unterrichtsprinzipien der direkten Methode (DM) betonen
den Vorrang der Mündlichkeit vor der Schriftlichkeit, indem sie
das Hören und Sprechen in den Vordergrund stellen. Dieses
Prinzip ist von zentraler Bedeutung, da es die natürliche
Nachahmung des Spracherwerbsprozesses unterstützt. In der
Praxis bedeutet dies, dass die Lernenden durch wiederholte
Muster und sprachliche Vorbilder lernen, wodurch der Druck
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der grammatikalischen Analyse verringert wird. Ähnlich wie ein


Kind seine Muttersprache lernt, erfolgt dieser Prozess ohne
den Umweg der Übersetzung in die Muttersprache - ein
radikaler Ansatz, der zur vollständigen Immersion führt.
Ein weiteres zentrales Prinzip ist die Orientierung an
alltagsnahen Situationen. Sprachliche Inhalte sollen in
lebenspraktische Kontexte eingebettet werden, wodurch die
Sprache nicht abstrakt bleibt, sondern unmittelbar anwendbar
wird. Dadurch wird ein Lebensweltbezug der Sprache
hergestellt, der die Motivation der Lernenden erheblich
steigern kann.

Besonderer Wert wird darauf gelegt, dass die Lerninhalte an


die spezifischen Interessen und Erfahrungen der Lernenden
angepasst werden. Dadurch wird das Lernen individueller und
interaktiver, wodurch der Sprachunterricht als weniger starr
und formell wahrgenommen wird. Dadurch fühlen sich die
Lernenden, insbesondere in unterschiedlichen kulturellen
Kontexten, eher angesprochen und motiviert, da sie ihre
eigene Lebenswelt im Unterricht wiederfinden.

Darüber hinaus bietet die direkte Methode typische


Übungsformen wie Fragen und Antworten,
Nachsprechübungen und das Nachspielen von Dialogen.
Solche interaktiven Übungen fördern nicht nur das
Sprachgefühl, sondern helfen auch, sprachliche Intuition und
Spontaneität zu entwickeln, die für eine flüssige
Kommunikation unerlässlich sind.


Auf dem Berghof
I. Dialog:

Die Kinder 1: Vater, Mutter, wir haben keine Schule. Wir haben
Ferien.
Vater und Mutter: Wir fahren auf das Land zum Berghof.
Unsere Sommerhütte ist in Tirol. Wir fahren zu den Bauern.
Die Kinder 2: Juhe, juhe, wir fahren auf das Land. Wir fahren
zum Berghof. Wann fahren wir?

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Vater: Wir fahren morgen früh mit dem Auto. Ich helfe den
Bauern mit dem Heu. Es ist jetzt Heuernte.
Hans: Ich helfe auch den Bauern auf dem Feld. Ich bin jetzt
groß.
Heidi: Ich suche morgen die Eier im Stall: die Hühnereier, die
Enteneier und die Gänseeier.
Susi: Ich füttere die Hühner, die Gänse und die Enten.
Peter: Ich reite auf dem Pferd.
Mutter: Und ich? Ich koche wie immer für Vati und für euch,
Kinder.
Die Kinder 3: Arme Mutti! Aber wir trinken morgen frische
Milch. Wir essen frische Eier. Wir essen auch frischen Honig,
nicht wahr, Mutti? Juchhe, juchhe!

Transcript:

Kinder 1: Bố, mẹ ơi, chúng con không phải đi học. Chúng con
đang nghỉ hè.
Vater und Mutter: Chúng ta sẽ lên vùng quê, đến trang trại
Berghof. Ngôi nhà mùa hè của chúng ta ở Tirol. Chúng ta sẽ đi
đến nông trại.
Kinder 2: Hurra, hurra, chúng ta sẽ đi về quê. Chúng ta sẽ đến
Berghof. Khi nào chúng ta đi?
Vater: Sáng mai chúng ta sẽ đi bằng ô tô. Bố sẽ giúp nông dân
thu hoạch cỏ khô. Bây giờ là mùa cắt cỏ.
Hans: Con cũng sẽ giúp nông dân ngoài đồng. Con đã lớn rồi.
Heidi: Ngày mai con sẽ tìm trứng trong chuồng: trứng gà, trứng
vịt và trứng ngỗng.
Susi: Con sẽ cho gà, ngỗng và vịt ăn.
Peter: Con sẽ cưỡi ngựa.
Mutter: Còn mẹ thì sao? Mẹ vẫn sẽ nấu ăn cho bố và các con như
mọi khi.

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Kinder 3: Tội nghiệp mẹ! Nhưng ngày mai chúng ta sẽ uống sữa
tươi. Chúng ta sẽ ăn trứng tươi. Chúng ta cũng sẽ ăn mật ong
tươi, đúng không mẹ? Hurra, hurra!

II. Fragen und Antworten


1. Wo sind wir jetzt? → Wir sind jetzt auf dem Land.
2. Was ist das? → Das ist ein Bauernhof. Das ist ein schöner
Bauernhof. Er heißt der Berghof. Er ist auf einem Berg. Der
Berghof ist in Tirol. In Tirol sind viele Berge. Die Berge heißen
die Alpen. (Đây là một nông trại. Đây là một nông trại đẹp. Nó
được gọi là Berghof. Nó nằm trên núi. Berghof nằm ở Tirol. Ở
Tirol có nhiều ngọn núi. Những ngọn núi đó được gọi là dãy
Alps.)
3. Was ist das? → Das ist ein Pferd. Einige Pferde sind im Stall.
Das ist ein Schwein. Viele Schweine sind im Schweinestall.
(Đây là một con ngựa. Một số con ngựa đang ở trong chuồng.
Đây là một con lợn. Nhiều con lợn đang ở trong chuồng lợn.)
4. Was tun die Tiere? → Die zwei Pferde ziehen den
Heuwender. Die Kuh und der Ochs fressen Gras. (Hai con
ngựa đang kéo máy cào cỏ.
5. Con bò và con bò đực đang ăn cỏ.)
6. Beschreibt den Bauernhof! → Der Bauer und seine Familie
wohnen im Bauernhof. Sie wohnen vorne bei der Veranda.
Hinten sind die Stallungen für die Pferde, die Ochsen und
Kühe, die Schweine und das Geflügel. Unter dem Dach ist das
Heu und das Futter für die Tiere. Auf dem Dach ist eine
Glocke. Neben dem Bauernhaus ist eine kleine Kapelle. (Người
nông dân và gia đình của ông sống trong nông trại. Họ sống ở
phía trước, gần hiên nhà. Phía sau là các chuồng dành cho
ngựa, bò đực và bò cái, lợn và gia cầm. Trên mái nhà là cỏ
khô và thức ăn cho động vật. Trên nóc nhà có một cái
chuông. Bên cạnh nhà là một nhà nguyện nhỏ.)

III. Grammatik – Akkusativ und Dativ

1. Wer weiß, wie wir sagen, dass die Familie Schiller den
großen Koffer holt?

→ Die Familie Schiller holt den großen Koffer.

2. Was passiert, wenn die Schillerkinder mit den großen und


kleinen Landkindern? Welcher Fall ist das?

→ Dativ! Mit den großen und kleinen Landkindern

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Vielen lieben Dank, meine kleinen Lieblinge, dass ihr so


fleißig gelernt habt 😄

Wortschatzliste:

1. Zur Einführung

Methode (die, pl. : Methoden) - phương pháp

Pädagoge (der, pl. : Pädagogen) - nhà giáo dục

Sprachschule (die, pl. : Sprachschulen) - trường dạy ngôn ngữ

Beitrag (der, pl. : Beiträge) - sự đóng góp

Verbreitung (die, pl. : Verbreitungen) - sự phổ biến

Sprachwissenschaftler (der, pl. : Sprachwissenschaftler) - nhà ngôn


ngữ học

Werk (das, pl. : Werke) - tác phẩm

Herangehensweise (die, pl. : Herangehensweisen) - cách tiếp cận

Prinzip (das, pl. : Prinzipien) - nguyên tắc

2. Die historische Entwicklung der Reformbewegung

Sprachgebrauch (der, pl. : Sprachgebraüche) - việc sử dụng ngôn


ngữ

Sprachbeherrschung (die, pl. : Sprachbeherrschungen) - việc làm chủ


ngôn ngữ

Zielsprache (die, pl. : Zielsprachen) - ngôn ngữ mục tiêu

Kommunikative Fähigkeiten (die, pl. : Fähigkeiten) - khả năng giao


tiếp

Phonetik (die) - ngữ âm

Psychologie (die) - tâm lý học


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Expansion (die, pl. : Expansionen) - sự mở rộng

Sprachfertigkeit (die, pl. : Sprachfertigkeiten) - kỹ năng ngôn ngữ

Literatur (die) - văn học

3. Ziele der direkten Methode

Sprachgefühl (das) - cảm nhận về ngôn ngữ

Intuitive Sprachbeherrschung (die) - sự làm chủ ngôn ngữ một cách


trực quan

Ausdrucksweise (die, pl. : Ausdrucksweisen) - cách diễn đạt

Naturgemäßes Lernen (das) - học một cách tự nhiên

Assoziation (die, pl. : Assoziationen) - sự liên tưởng

Einsprachigkeit (die) - sự sử dụng duy nhất một ngôn ngữ

Spontanes Sprechen (das) - nói tự nhiên

4. Unterrichtsverfahren und -inhalte bei der direkten


Methode

Charakteristika (die, pl. : Charakteristiken) - đặc điểm

Lehrkraft (die, pl. : Lehrkräfte) - giáo viên

Ausspracheschulung (die, pl. : Ausspracheschulungen) - việc rèn


luyện phát âm

Intonation (die, pl. : Intonationen) - ngữ điệu

Betonung (die, pl. : Betonungen) - nhấn âm

Nachahmung (die, pl. : Nachahmungen) - sự bắt chước

Sprachproduktion (die, pl. : Sprachproduktionen) - việc sản xuất


ngôn ngữ

Anschaulichkeit (die) - tính minh họa

Phonetikübungen (die, pl. : Phonetikübungen) - bài tập ngữ âm

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Artikulation (die, pl. : Artikulationen) - phát âm

Benennen (das) - sự gọi tên

Umschreibung (die, pl. : Umschreibungen) - sự diễn đạt lại

Visuelles Element (das, pl. : Visuelle Elemente) - yếu tố thị giác

Gestik (die) - cử chỉ

Reale Objekte (die, pl. : reale Objekte) - vật thật

Umgangssprache (die) - ngôn ngữ thông dụng

Sprachmuster (das, pl. : Sprachmuster) - mẫu ngôn ngữ

Übungsform (die, pl. : Übungsformen) - dạng bài tập

Nacherzählung (die, pl. : Nacherzählungen) - sự kể lại

5. Aufbau einer Unterrichtseinheit nach der direkten


Methode

Satzergänzung (die, pl. : Satzergänzungen) - sự hoàn thiện câu

Satzumstellung (die, pl. : Satzumstellungen) - sự đảo câu

Diktat (das, pl. : Diktate) - chính tả

Freier Aufsatz (der, pl. : Freie Aufsätze) - bài luận tự do

Aussprache (die, pl. : Aussprachen) - phát âm

6. Grundlagen der direkten Methode

Reformpädagogik (die) - giáo dục cải cách

Persönlichkeit (die, pl. : Persönlichkeiten) - cá nhân, nhân cách

Lernprozess (der, pl. : Lernprozesse) - quá trình học tập

Lernumgebung (die, pl. : Lernumgebungen) - môi trường học tập

Sprachliche Realität (die, pl. : Sprachliche Realitäten) - thực tế ngôn


ngữ

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Praktische Erfahrung (die, pl. : Praktische Erfahrungen) - kinh nghiệm


thực tiễn

Prinzip (das, pl. : Prinzipien) - nguyên tắc

Umgangssprache

Wie geht’s? - Bạn khỏe không?

Alles klar? - Mọi thứ ổn chứ?

Mach’s gut! - Chúc bạn mọi điều tốt đẹp!

Komm mal her! - Đến đây một chút!

Was ist los? - Có chuyện gì vậy?

Ich hab’ keine Ahnung. - Tôi không có ý tưởng.

Das ist mir egal. - Tôi không quan tâm.

Geh’ mal weg! - Đi đi!

Hast du Lust? - Bạn có muốn không?

Ich bin dabei! - Tôi tham gia!

Lass uns gehen! - Đi nào!

Klar, kein Problem! - Rõ ràng, không vấn đề gì!

Das ist der Hammer! - Thật tuyệt vời!

Ich kann nicht mehr. - Tôi không thể nữa.

Das ist nicht mein Ding. - Điều đó không phải sở trường của tôi.

So ein Mist! - Thật là tệ!

Bist du bescheuert? - Bạn điên à?

Cool bleiben! - Bình tĩnh nào!

Viel Spaß! - Chúc bạn vui vẻ!

Halt die Klappe! - Im đi!

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Das macht nichts. - Không sao cả.

Ich bin platt. - Tôi bị sốc.

Was soll das? - Điều đó có nghĩa là gì?

Echt jetzt? - Thật sao?

Ich hab’ einen Kater. - Tôi bị say rượu (có nghĩa đen là “tôi có một con
mèo”).

Was für ein Quatsch! - Thật là nhảm nhí!

Das wird schon! - Mọi thứ sẽ ổn thôi!

Irgendwie komisch. - Có chút kỳ quặc.

Na, alles fit? - Ồ, mọi thứ khỏe chứ?

Ich bin überfordert. - Tôi cảm thấy quá tải.

Mach’s nicht so kompliziert. - Đừng làm cho nó phức tạp.

Wirklich geil! - Thật tuyệt vời!

Ich bin weg. - Tôi đi đây.

Das passt schon. - Điều đó ổn thôi.

Lass uns mal treffen. - Hãy gặp nhau một chút nhé.

Bock haben auf etwas. - Có hứng thú với điều gì.

So ein Sch…! - Thật là một điều tồi tệ!

Ich bin ein bisschen im Stress. - Tôi đang hơi căng thẳng.

Das ist der letzte Schrei! - Đó là mốt mới nhất!

Alles auf Anfang. - Bắt đầu lại từ đầu.

Ich bin total hin und weg. - Tôi rất ấn tượng.

Mach dich nicht verrückt. - Đừng làm mình căng thẳng.

Ich hab’ genug. - Tôi đã đủ rồi.

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Das ist mir zu viel. - Điều đó đối với tôi là quá nhiều.

Das bringt nichts. - Điều đó không mang lại kết quả gì.

Nichts gegen dich. - Không có gì chống lại bạn.

Ich kann’s nicht glauben! - Tôi không thể tin được!

Das ist mein Ernst. - Tôi nói thật đấy.

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