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TI II H21 Inform PO6

Das Dokument beschreibt eine Klausur in Technischer Informatik II für den Bachelorstudiengang, die ohne Unterlagen und mit Taschenrechner durchgeführt wird. Es umfasst fünf Aufgaben, die Themen wie Zahlendarstellung, Schaltnetze, Automaten, Zeitverhalten und arithmetische Einheiten behandeln. Jede Aufgabe hat eine bestimmte Punktzahl, die zur Gesamtnote beiträgt.

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Das Dokument beschreibt eine Klausur in Technischer Informatik II für den Bachelorstudiengang, die ohne Unterlagen und mit Taschenrechner durchgeführt wird. Es umfasst fünf Aufgaben, die Themen wie Zahlendarstellung, Schaltnetze, Automaten, Zeitverhalten und arithmetische Einheiten behandeln. Jede Aufgabe hat eine bestimmte Punktzahl, die zur Gesamtnote beiträgt.

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Klausur Technische Informatik II

Klausur ohne Unterlagen, mit Taschenrechner, Dauer: 90 Minuten

Informatik -Bachelor(PO6)-
Herbst 2021
Name

Vorname

Matrikelnr./Sitzplatznr.

Studiengang/Abschluss

Max. Punkte Erreichte Punkte

1. Aufgabe 8

2. Aufgabe 14

3. Aufgabe 8

4. Aufgabe 9

5. Aufgabe 11

Summe 50

Mit dieser Nummer können Sie


Ihre Note im Internet abfragen

1
1. Aufgabe: Zahlendarstellung

a) In einem Computersystem werden Dezimalzahlen (Kommazahlen) mit 12 Binärstellen vor


dem Komma und 12 Binärstellen nach dem Komma dargestellt. Die
Subtraktionen/Addition von Binärzahlen sowie die Darstellung negativer Binärwerte
basieren auf der Darstellung der binären Zahlen im sogenannten 2er-Komplement.
i. Stellen Sie den Dezimalwert (1982,880859375)10 als Hexadezimal-, Binär- und
Oktalzahl in dem beschriebenen Computersystem dar. Die Wandlung vom
Dezimalsystem in eins der genannten Zahlensysteme (entweder Hexadezimal- oder
Binär- oder Oktalsystem) soll mittels Divisions-/Multiplikationsverfahren erfolgen, die
einzelnen Rechenschritte dieser Wandlung müssen sichtbar sein.
ii. Geben Sie den größten und den kleinsten ganzzahligen Wert an, der in dem
beschriebenen System mit 2er-Komplement mit 12 Binärstellen vor dem Komma
dargestellt werden kann.
iii. Berechnen Sie die Differenz (Differenz = Minuend – Subtrahend) zwischen dem
Minuend (5EB,6FE)16 und dem Subtrahend (FDC,2DA)16 mit Hilfe des 2er-
Komplements im beschriebenen Computersystem. Die Rechnung im Binärsystem
muss sichtbar sein, das Ergebnis soll als Hexadezimalzahl angegeben werden. Stellen
Sie fest, ob ein Überlauf vorliegt.
b) Stellen Sie die 32-bit IEEE754-Zahl (C7F9E300)IEEE754 als Dezimalzahl dar. Sie können
für die Darstellung des IEEE-Werts das untenstehende Format nutzen.

31 30 23 22 0

VZ Exponent Mantisse

2
2. Aufgabe: Schaltnetz

Abbildung 2-1: Funktion f0: Karnaugh-Veitch Diagramm

a) Abbildung 2-1 stellt das Karnaugh-Veitch-Diagramm der Boolschen Funktion f0 dar. Geben
Sie den Boolschen Ausdruck für alle Primimplikanten (PI) der Funktion f0 an. Legen Sie
fest, welche der PI wesentliche (essentielle) sind.
b) Gehen Sie von der kanonisch disjunktiven Normalform (KDNF) der folgenden boolschen
Funktion f1 aus:

f1  x 3 , x 2 , x 1 , x 0    m 1, 3, 4, 6, 7, 8, 9, 12   x3 x 2 x1 x 0 + x3 x 2 x1 x 0  …
i. Bestimmen Sie mittels eines der Karnaugh-Veitch-Diagramme der Abbildung 2-2 eine
disjunktive Minimalform (DMF) für die Boolsche Funktion f1.

ii. Bestimmen Sie die DMF zu f1, wenn folgende „don’t care“ mit berücksichtigt werden
können: d1 (x 3 ,x 2 ,x1 ,x 0 )   m (0, 5, 13)

c) Die Realisierung einer DMF für die Funktion f2 mit NAND-Gattern lautet:

f2  x 3 , x 2 , x1 , x 0   ( x 3  x0 )  (x3  x 2  x1 )  ( x2  x1  x 0 )

Geben Sie den Ausdruck an, der die Realsierung der DMF mittels UND-/ODER-Gattern
beschreibt.

->  d)

3
d) Entwickeln Sie mit Hilfe mehrerer 2-to-1 Multiplexern und eines 1-bit Volladdierers (FA)
eine Einheit, die die niederwertigsten Stellen a0 und b0 (LSB: least significant bit) zweier
Binärwerten A und B entsprechend Tabelle 2-1 zur niederwertigsten Stelle des
Ausgangswert F verknüpft. Die Darstellung negativer Werte und die Ausführung von
Subtraktionen erfolgt auf der Basis der 2er-Komplementdarstellung von Binärwerten.

s0 cin,0 = 0 cin,0 = 1

0 F=A+B F=A -B

1 F= A + B F=A- B

Tabelle 2-1: ALU-Funktion

4
x2 x2

x3 x3

x1 x1

x0 x0

x2

x3

x1

x0

Abbildung 2-2: Karnaugh-Veitch Diagramme - LÖSUNGSBLATT zum Abgeben

5
3. Aufgabe: Realisierung eines Automaten
Entwerfen Sie ein Schaltwerk, das für einen bitseriellen Datenstrom (d. h. in jedem Takt
wird ein Binärzeichen bi gelesen) als Ausgabe für die bisher gelesene Binärzahl
xi = (b0b1…bi) den Divisionsrest modulo 7 liefert. Gehen Sie davon aus, dass das erste
gelesene Binärzeichen b0 das höchstwertigste Bit der Bitfolge ist. Der Algorithmus arbeitet
wie folgt:
Sei bi das Binärzeichen, das nach dem Binärzeichen bi-1 gelesen wurde. Die Binärzahlen xi
und xi-1 können als xi = (b0 b1 …bi)2 sowie xi-1 = (b0 b1 … bi-1)2 geschrieben werden. xi
ergibt sich aus xi-1 durch xi = xi-1  2 + bi .
Die Berechnung des Divisionsrests modulo 7 ist dann gegeben durch:
x i mod 7 = (x i - 1  2 + bi ) mod 7
= (( (x i - 1 mod 7)  2) + bi ) mod 7

bekannt

Über ein Resetsignal R wird dem Schaltwerk das Ende einer Bitfolge angezeigt. Bei R = 1
soll als Divisionsrest r2r1r0 = (000)2 ausgegeben werden und das Schaltwerk geht in den
Startzustand zurück.
a) Geben Sie die Ein- und Ausgangssignale des Schaltwerks an.
b) Stellen Sie für eine Realisierung des Schaltwerks als Mealy-Automat mit D-FlipFlops
die vollständigen Automatentabelle für R = 0 mit den Komponenten aktueller Zustand,
Folgezustand und Divisionsrest modulo 7 auf.
.

6
4. Aufgabe: Zeitverhalten
Abbildung 4-1 zeigt eine Schaltung mit positiv taktflankengesteuerten D-FFs. Die Kenndaten
der Bausteine können der nachfolgenden Tabelle 4-1 entnommen werden.

Abbildung 4-1: Schaltung mit positiv taktflankengesteuerten D-FlipFlops

a) Erläutern Sie kurz die Bedeutung der Zeitgrößen tsetup und thold für ein in Abbildung 4-1
dargestelltes positiv taktflankengesteuertes D-FlipFlop.

b) Bestimmen Sie den jeweils maximal zulässigen Skew für die folgend aufgeführten Strecken
und Takteinspeisungen:

Takteinspeisung Strecken

T0 FF0  FF1

T2 FF2  FF0

7
c) Nehmen Sie einen minimalen Skew von 2,5 ns und einen maximalen Skew von 3,1 ns an.
Bestimmen Sie die zulässige Frequenz fmax für die folgend aufgeführten Strecken und
Takteinspeisungen:

Takteinspeisung Strecken

T1 FF1  FF0

T1 FF2  FF0

NAND (7408) OR (7432) XNOR (74135) D-FF (7474)


tpdLH 9,2 – 11,7 ns 10,1 – 11,9 ns 11,5 – 13,6 ns 14,9 – 15,4 ns
tpdHL 8,9 –10,3 ns 10,2 – 12,3 ns 11,6 – 14,3 ns 14,7 – 15,8 ns
tsetup 4,9 ns
thold 3,6 ns

Tabelle 4-1: Zeitverhalten der Bausteine

8
5. Aufgabe: Arithmetische Einheit, Datenpfad
Gehen Sie für die folgenden Teilaufgaben 5a) und 5b) von dem in Abbildung 5-1 dargestellten
Blockdiagramm eines Datenpfades aus. Ein Steuerwort (control word) hat die in
Abbildung 5-2 dargestellte Struktur, die Kodierung eines Steuerwortes wird durch die in
Tabelle 5-1 gegebene Tabelle festgestellt. Die Subtraktionen von Binärzahlen und die
Darstellung negativer Binärwerte basieren auf der Darstellung der binären Zahlen im
sogenannten 2er-Komplement.

Abbildung 5-1: Blockdiagramm eines Datenpfads

Abbildung 5-2: Struktur eines Steuerwortes

9
DA, AA, BA MB FS MD RW

Function Code Function Code Function Code Function Code Function Code

R0 000 Register 0 F=A 0000 Function 0 No Write 0


R1 001 Constant 1 F = A+1 0001 Data in 1 Write 1
R2 010 F = A+B 0010
R3 011 F=A+B+1 0011
R4 100 F = A+ B 0100
R5 101 F = A+ B +1 0101
R6 110 F = A‐1 0110
R7 111 F=A 0111
F = A∧B 1000
F = A∨B 1001
F = A⊕B 1010
F= A 1011
F=B 1100
F = sr B 1101
F = sl B 1110

Tabelle 5-1: Tabelle zur Kodierung der Steuerworte


a) Bilden Sie die Folge der (binären) Steuerworte zur Bearbeitung der untenstehenden
Instruktionsfolge (Steuerworte entsprechen dem in Abbildung 5-2 gegebenen Format):
M[R[4]] ← R[7]
R[5] ← R[6] - ConstantIn
R[1] ← sl R[2]

b) Geben Sie eine Instruktions- und die zugehörige Folge der Steuerworte an, die die
Anweisung
M[(200)16 ]   M   300 16   R 5 

realisiert. Für Ihre Lösung soll das Register R[1] als „Hilfsregister“ genutzt werden.

c) Nehmen Sie einen Stackcomputer mit den Befehlen POP, PUSH, ADD, MUL und DIV
an. Schreiben Sie ein Programm, das folgenden Ausdruck berechnet:

Y=
 A+B   E
 C+D 

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d) Die folgenden Abbildungen 5-3 und 5-4 zeigen Schaltungen eines 16Bit-
Schieberegisters mit einem Carryflag C zur hardwareunterstützten Realisierung
verschiedener Bitoperationen.
Geben Sie jeweils in hexadezimaler Form den im Schieberegister stehenden Binärwert
und den Wert des Carryflags C nach Ausführung der Schiebeoperationen an:

Abbildung 5-3: Rotate left (ROL)

Abbildung 5-4: Rotate left with carry (ROLC)


i. Dreifache Ausführung der Operation ROL beginnend mit dem Startwert
(BA9D)16
ii. Dreifache Ausführung der Operation ROLC beginnend mit dem Startwert
(DB97)16, das Carryflag ist zu Beginn der Operation gesetzt (d. h. C = 1).

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