Portfolio
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Kurze Infos:
● Autor: Johann Wolfgang von Goethe
● Veröffentlichungsjahr: 1808
● Art: Tragödie, Philosophie, Literaturgeschichte
● Aufbau: Vorspiel, Prolog, zwei Hauptteile
● Schreibstil: Versen, Prosa
● Themen: Wissen und Streben; Moral und Versuchung; Liebe und Tragödie
Haupt guren:
● Heinrich Faust: Ein Gelehrter, welcher mit dem Leben unzufrieden ist und nach tieferem Sinn und Erfahrung strebt.
● Mephistopheles: Der Teufel, der einen Wette mit Gott hat und einen Pakt mit Faust schließt.
● Margarete (Gretchen): Eine unschuldige, junge Frau, die von Faust verführt wird.
Neben guren:
● Martha Schwerdtlein: Gretchens Nachbarin und Vertraute. Sie unterstützt Gretchens Beziehung mit Faust.
● Gretchens Mutter: Sie stirbt an einem Schlaftrank
● Valentin: Ein Soldat, der seine Schwester Gretchen beschützt und von Faust getötet wird.
● Gretchens Kind: Faust und Gretchens Kind, welches von Gretchen getötet wird.
● Wagner: Fausts Assistent und eine gelehrte, naive Figur, die Faust bewundert.
● Der Herr: Gott, der eine Wette über Faust mit Mephistopheles schließt.
● Erzengel: Michael, Raphael und Gabriel, die die Schöpfung im Himmel loben.
● Die Hexe: Eine Zauberin, die Faust einen Trank gibt, der ihn jung erscheinen lässt.
● Ein Student: Ein junger Mann, der rat bei Faust sucht.
● Frosch, Brander, Altmayer, Siebel: Eine trinkende Gruppe im Auerbachs Keller in Leipzig
● Erdgeist: Ein mystisches Wesen, welches von Faust beschworen wird.
● Böser Geist: Er quält Gretchen in der Kathedrale
● Und noch viele weitere Figuren.
Hauptorte:
● Fausts Studierzimmer: Erster Erscheinungsort von Faust, in der er über seine Unzufriedenheit mit dem Leben re ektiert.
● Himmel: Diskutieren zwischen Gott und Mephistopheles über Fausts Schicksal.
● Auerbachs Keller in Leipzig: Mephistopheles will Faust mit Alkohol verführen.
● Die Hexenküche: Faust kriegt einen Trank von einer Hexe um jünger zu erscheinen.
● Gretchens Haus: Der Hauptschauplatz der Liebesgeschichte zwischen Faust und Gretchen.
● Kathedrale: Der Ort an dem Gretchen von einem bösen Geist gequält wird.
● Gefängnis: Da wo Gretchen nach dem Mord an ihrem Kind eingesperrt wird.
Handlung:
In Faust I geht es um Heinrich Faust, ein Gelehrter, der mit den grenzen des menschlichen Wissens und seinem Leben
unzufrieden ist. Vor Frustration schließt Faust einen Pakt mit dem Teufel Mephistopheles, in dem es um den Austausch seiner
Seele für ultimatives Wissen und vergnügen geht. Mephistopheles bringt Faust zu mehreren Orten, wo er dann schließlich
Gretchen trifft. Faust überredet den Teufel ihm zu helfen, Gretchen zu verführen. Doch dies hat Folgen. Gretchens Bruder
wird von Faust in einem Duell getötet und ihre Mutter stirbt an einem Trank, den sie von Faust bekam. Schließlich ertränkt
Gretchen ihr uneheliches Kind mit Faust und kommt dafür in den Kerker. Faust bietet ihr eine Fluchtmöglichkeit doch sie lehnt
ab und wendet sich an Gott um nach Erlösung zu suchen.
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Faust II
Kurze Infos:
● Autor: Johann Wolfgang von Goethe
● Veröffentlichungsjahr: 1832
● Unterteilung: in 5 Akte
● Schreibstil: Versen, Prosa
● Themen: Erhebung und Erlösung; Macht, Politik und Kunst; Mythologie und Philosophie
Haupt guren:
● Heinrich Faust: Der Protagonist, der seine Reise nach Sinn und Erfüllung fortsetzt.
● Mephistopheles: Der Teufel, der Faust begleitet.
Neben guren:
● Der Herr: Gott, der im Hintergrund als leitende Kraft erwähnt wird.
● Engel: Die erscheinen, um Fausts Seele zu erlösen.
● Die Grazien: Darstellung von Schönheit und Harmonie.
● Die Schicksalsgöttin: Eine Figur aus der Mythologie, die das Schicksal kontrolliert.
● Helena von Troja: Eine mythische Figur, die Schönheit symbolisiert und Fausts Geliebte wird.
● Euphorion: Der Sohn von Faust und Helena, der poetisches Genie und Ambition verkörpert.
● Phorkyaden: Figuren, die die drei Graeae aus der griechischen Mythologie darstellen.
● Der Kaiser: Ihm wird von Faust und Mephistopheles bei politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen geholfen.
● Kanzler: Ein Mitglied des Hofes des Kaisers.
● Hö inge: Berater und Beamte des Kaisers.
● Baucis und Philemon: Ein älteres Paar, dass von Faust vertrieben wird.
● Lynceus: Ein Wächter, der Fausts wachsende Macht beobachtet.
● Bauern, Soldaten und Stadtbewohner: Repräsentieren die Konsequenzen von Faust.
● Und noch viele weiter Figuren.
Hauptorte:
● Der Kaiserhof: Ein prächtiger Palast, in dem der Kaiser mit seinen Problemen kämpft.
● Fausts Studierzimmer: Faust beschwört Homunculus her.
● Eine Burg in Arkadien: Faust und Helena lassen sich dort nieder.
● Berggipfel: Faust und Mephistopheles beobachten das Chaos im Reich des Kaisers.
● Das Schlachtfeld: Ein Ort politischer und militärischer Auseinandersetzungen.
● Fausts Küstenvilla: Faust baut ein großes Imperium, jedoch vertreibt er unschuldige Menschen.
Handlung:
In Faust II führt Faust seine Reise fort und erkundet umfassende Themen wie Ambition, Liebe und Erlösung. Es startet am
Hof des Kaiser, wo Mephistopheles und Faust dem Kaiser mit seinen Problemen helfen, indem sie Papiergeld einführen.Dann
geht es mehr in die mythische Richtung, als Faust Homunculus beschwört und sich auf die Klassische Walpurgisnacht begibt.
Dort trifft er Figuren aus der griechischen Mythologie, zum Beispiel Helena von Troja. Faust und Helena verlieben sich und
lassen sich in Arkadien nieder. Dann bekommen sie einen Sohn der tragischer Weise stirbt. Daraufhin stirbt Helena auch und
kommt wieder in die Unterwelt.
Später hilft Faust dem Kaiser, seinen Thron zurückzuerobern. Schließlich errichtet Faust ein riesiges Küstenreich und vertreibt
jedoch unschuldige Menschen, darunter ein älteres Paar namens Baucis und Philemon.Nach Fausts Tod erlösen Engel seine
Seele und er steigt in das göttliche Reich auf.
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Exzerpt von Kapitel 5 Arbeitsblatt
Der “Faust”-Stoff vor Goethe
● Faust, die vermutlich berühmteste literarische Figur Johann Wolfgang von Goethe, ist nicht seine Er ndung
● Zu Beginn des 17.Jahrhunderts erschien ein weiteres Faust-Buch
● Faust wurde wegen des großen Publikumserfolges weitererzählt
● Im späten 16.Jahrhundert bearbeitete Christopher Marlowe den Faust-Stoff für die Bühne
● Die Komödianten brachten den Faust-Stoff zurück nach Deutschland
● 18.Jhs. weckte der populäre Stoff die Aufmerksamkeit des jungen Goethe
Romantik (1790-1830)
● Sie entstand an der Schwelle des 19. Jahrhunderts als Reaktion auf die Aufklärung
● Klassik und Romantik sind nahezu parallel
● In vielen Bereichen ist aber die Romantik auch eine Antithese zur Klassik
● In der Romantik will man die Grenzen verwischen, der Vernunft setzten sie Übersinnliches und Irrationales entgegen
● Sie wenden sich dem Mittelalter zu
Literatur
Lyrik:
● Gedichtform, Gesangform und beliebte Textsorten sind die Hymne und das Volkslied
● Typisch für Volkslieder sind ein einprägsamer Inhalt, ein einfacher Ausdruck und eine gereimte Form
● Die heutigen Volkslieder entstammen oft aus den Sammlungen der Romantik wie “Des Knaben Wunderhorn”
● Diese ist von Achim von Arnim und Clemens Brentano
Epik:
● alle Erzähl Texte
● Universalität im Roman
● Schauerroman entwickelt in England in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts
● Seine Blütezeit ist die Romantik
● Weltberühmte Werke sind Mary Shelleys “Frankenstein”, Bram Strokers „Dracula“
● In der schwarzen Romantik werden Motive der Schauerromane aufgegriffen
● Epische Kurzformen sind sie Erzählung, die Novelle und das Märchen
● Märchen sind Teil der Romantik da die Grenzen zwischen Realität und Wunderbarem verschwimmen
● Sie sind frei erfunden, zeitlich und räumlich nicht de niert
● Es gibt Volksmärchen und Kunstmärchen
● Bei Volkmärchen ist der Verfasser unbekannt
● Zum Beispiel Gebrüder Grimm
● Märchen wurden erzählt und aufgeschrieben
● Volksmärchen haben ein dreigliedrige Handlungsschema (Notsituation - Bewährung - Lösung)
● Kennzeichen sind noch die optimistische Moral und feststehende Anfangs- und Schlussformel
● Ursprünglich als Unterhaltung für Erwachsenen, später dann für Kinder
● Bei Kunstmärchen ist der Autor bekannt
● Beispiele sind „Der blonde Eckbert“ und „Der Runenberg“ von Ludwig Tieck
Dramatik:
● ist jede Textform die geschrieben worden ist um aufgeführt zu werden (Tragödie, Komödie, Dramen)
● Spielt nur eine geringe Rolle in der Romantik
● Oft zu lang und komplex um es aufzuführen (Lesedramen)
● Beliebt sind Geschichtsdramen wie z.B „Die Gründung Prags von Clemens Berntano und Komödien
● Bis heute wird noch die romantische Komödie „der gestiefelte Kater. Ein Kindermärchen in drei Akten, mit
Zwischenspielen, einem Prologe und Epiloge” von Ludwig Tieck aufgeführt
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Rückzug - Natur - Idylle (ca. 1815-1848)
Herr Biedermeier (1847) von Ludwig Pfau
● Im Gedicht wird die politische Passivitt, den Rückzug ins Private und die Selbstzufriedenheit des Bürgertums kritisiert
Historische Einordnung
● Die Epoche des Biedermeier wird auch als Restaurationszeit bezeichnet
● Sie ist politisch gekennzeichnet durch die Wiederherstellung der absolutistischen Ordnung
Literatur
● Im Zentrum der Texte in dieser Epoche, steht das kleine Glück und die familiäre Geborgenheit
● Dies sind geprägt von einer melancholischen Grundhaltung, dem wehmütigen Rückblick auf eine verlorene Vergangenheit
● Meist sind die Darstellungen sachlich, präzise und detailverliebt
● Sprachlich oft leiser Ton
Epik
● Biedermeier wird auch als Epoche der geselligen Kleinkunst bezeichnet
● Erzählungen und Novellen spielen eine wichtige Rolle
● Beliebt sind auch Kleinformen wie Märchen, Stimmungsbilder, Kalendergeschichten und literarische Skizzen
● Adalbert Stifter ist Maler und Dichter
● Seine Texte erscheinen manchmal wie Gemälde
● Er probiert innere Stimmungen einzufangen
● Natur ist friedlich aber auch manchmal bedrohlich
● Die Novelle “Die Judenbuche” von Annette von Droste-Hülshoff stellt das Bedrohliche von Natur und Mensch ins Zentrum
Lyrik
● Auch hier nden sich zahlreiche idealisierte Naturdarstellungen und Stimmungsbilder
● Das lyrische Ich tritt intensiv mit der Natur in Kontakt
● Gesellschaftskritik oder politisches Engagement ist kein Thema
Dramatik
● Franz Grillparzer gilt als „der Klassiker“ des österreichischen Dramas
● Ähnlich wie die Weimarer Klassik bearbeitet er Stoffe der klassischen Antike
● Manchmal nimmt er die historisch-politischen Geschehen zum Anlass für seine Dramen
Vormärz
● Vormärz ist die Zeit vor der bürgerlichen Revolution im März 1848
● Der begriff steht für eine Gruppe oppositioneller politischer Dichter/innen
● Ein alternativer Begriff dafür wäre der Früherrealismus
● Eine genaue Unterteilung der beiden Gruppierungen ist schwer
● Beide Strömungen sind zeitgleich mit dem Biedermeier
● Sie sind auch Reaktionen auf die gleiche gesellschaftliche politische Situation
● Trotzdem sie sie unterschiedlich
● Die Vertreter des Jungen Deutschland und des Vormärz setzten sich für eine politische Veränderung ein
Junges Deutschland
● Es ist die Bezeichnung einer literarischen Bewegung
● Geprägt wurde der Begriff von Ludolf Wienbarg
● In seiner Sammlung mit dem Titel “Ästhetische Feldzüge” leitet er mit den Worten junges Deutschland ein
● 1835 verbietet der Bundesstatt in Frankfurt die Verbreitung der Schriften der Jungdeutschen
● Namentlich ganannt werden Heinrich Heine, Karl Gutzknow, Heinrich Laube, Ludolf Wienbarg und Theodor Mundt
● Diese kennen einander zum Teil nicht
● Häu g kritisieren die Jungdeutschen einander
● Sie tragen bei der Kritik an der unpolitischen Haltung und der Verbesserung der Welt mit Literatur bei
● Themen sind die Abschaffung der Zensur, die Meinungs- und Pressefreiheit, der Kampf gegen religiöse Bevormundung
und die Emanzipation der Frau
● Auch Ludwig Börne und Georg Büchner gehören zu den Jungdeutsch
● Büchner teilt zwar viel Überzeugungen, sieht jedoch einen Ausweg in einem gewaltsamen revolutionären Umsturz
● Soomit teilt er eher die Ansicht des literarischen Vormärz
● Jedes Land handhabt die Zensurengestze anders
Lyrik
● Ihr Ziel ist es auf Staat und Gesellschaft einzuwirken
● Themen sind die Einheit Deutschlands, die Erlangung von Freiheit und Demokratie und der Kampf gegen Fürstenwillkür
● Verfasser sind Georg Herwegh, Georg Weerth und August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
● Von August ist der Text „Das Lied der Deutschen“, das seit 1922 die Nationalhymne Deutschlands ist
● Einer der wichtigsten Lyriker ist Heinrich Heine, er verfasste z.B. „Die schlesischen Weber“
● „Buch der Lieder“ gehört zu den meistgedruckten Gedichtbänden deutscher Sprache
Dramatik
● Georg Büchner ist bekannt für Vormärzdramen
● Büchners Werk “Woyzeck” blieb ein Fragment für immer
● Dieses und ein Werk von Christian Dietrich Grabbe trieb die Modernisierung des deutschen Dramas voran
● Grabbes bekannteste Werke sind “Napoleon oder Die hundert Tage”, “Die Hermannsschlacht” usw.
Epik
● Besonders wichtig ist der Reisebericht
● Da können die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse abgebildet und kritisiert
● Heinrich Heine verfasste zahlreiche Reiseschilderungen, wie “Die Harzreise”
● Karl Glutzknows Roman “Wally, die Zwei erin” gilt als einer der Auslöser für das Verbot der Schriften der Jungdeutschen
● Das geschah, weil er als blasphemisch und pornogra sch eingestuft wurde