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Die Werke 'Faust I' und 'Faust II' von Johann Wolfgang von Goethe behandeln die Themen Wissen, Streben, Moral und Erlösung durch die Geschichte von Heinrich Faust, einem unzufriedenen Gelehrten, der einen Pakt mit dem Teufel Mephistopheles schließt. In 'Faust I' führt Faust seine unglückliche Suche nach Sinn zu tragischen Konsequenzen, während 'Faust II' seine Reise fortsetzt und sich mit Macht, Politik und mythologischen Elementen auseinandersetzt, bevor Faust schließlich erlöst wird. Die Romantik, die parallel zur Klassik entstand, kritisiert das rationale Denken und strebt nach einer Verbindung von Poesie, Kunst und Natur.

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Die Werke 'Faust I' und 'Faust II' von Johann Wolfgang von Goethe behandeln die Themen Wissen, Streben, Moral und Erlösung durch die Geschichte von Heinrich Faust, einem unzufriedenen Gelehrten, der einen Pakt mit dem Teufel Mephistopheles schließt. In 'Faust I' führt Faust seine unglückliche Suche nach Sinn zu tragischen Konsequenzen, während 'Faust II' seine Reise fortsetzt und sich mit Macht, Politik und mythologischen Elementen auseinandersetzt, bevor Faust schließlich erlöst wird. Die Romantik, die parallel zur Klassik entstand, kritisiert das rationale Denken und strebt nach einer Verbindung von Poesie, Kunst und Natur.

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Faust I

Kurze Infos:
● Autor: Johann Wolfgang von Goethe
● Veröffentlichungsjahr: 1808
● Art: Tragödie, Philosophie, Literaturgeschichte
● Aufbau: Vorspiel, Prolog, zwei Hauptteile
● Schreibstil: Versen, Prosa
● Themen: Wissen und Streben; Moral und Versuchung; Liebe und Tragödie

Haupt guren:
● Heinrich Faust: Ein Gelehrter, welcher mit dem Leben unzufrieden ist und nach tieferem Sinn und Erfahrung strebt.
● Mephistopheles: Der Teufel, der einen Wette mit Gott hat und einen Pakt mit Faust schließt.
● Margarete (Gretchen): Eine unschuldige, junge Frau, die von Faust verführt wird.
Neben guren:
● Martha Schwerdtlein: Gretchens Nachbarin und Vertraute. Sie unterstützt Gretchens Beziehung mit Faust.
● Gretchens Mutter: Sie stirbt an einem Schlaftrank
● Valentin: Ein Soldat, der seine Schwester Gretchen beschützt und von Faust getötet wird.
● Gretchens Kind: Faust und Gretchens Kind, welches von Gretchen getötet wird.
● Wagner: Fausts Assistent und eine gelehrte, naive Figur, die Faust bewundert.
● Der Herr: Gott, der eine Wette über Faust mit Mephistopheles schließt.
● Erzengel: Michael, Raphael und Gabriel, die die Schöpfung im Himmel loben.
● Die Hexe: Eine Zauberin, die Faust einen Trank gibt, der ihn jung erscheinen lässt.
● Ein Student: Ein junger Mann, der rat bei Faust sucht.
● Frosch, Brander, Altmayer, Siebel: Eine trinkende Gruppe im Auerbachs Keller in Leipzig
● Erdgeist: Ein mystisches Wesen, welches von Faust beschworen wird.
● Böser Geist: Er quält Gretchen in der Kathedrale
● Und noch viele weitere Figuren.

Hauptorte:
● Fausts Studierzimmer: Erster Erscheinungsort von Faust, in der er über seine Unzufriedenheit mit dem Leben re ektiert.
● Himmel: Diskutieren zwischen Gott und Mephistopheles über Fausts Schicksal.
● Auerbachs Keller in Leipzig: Mephistopheles will Faust mit Alkohol verführen.
● Die Hexenküche: Faust kriegt einen Trank von einer Hexe um jünger zu erscheinen.
● Gretchens Haus: Der Hauptschauplatz der Liebesgeschichte zwischen Faust und Gretchen.
● Kathedrale: Der Ort an dem Gretchen von einem bösen Geist gequält wird.
● Gefängnis: Da wo Gretchen nach dem Mord an ihrem Kind eingesperrt wird.

Handlung:
In Faust I geht es um Heinrich Faust, ein Gelehrter, der mit den grenzen des menschlichen Wissens und seinem Leben
unzufrieden ist. Vor Frustration schließt Faust einen Pakt mit dem Teufel Mephistopheles, in dem es um den Austausch seiner
Seele für ultimatives Wissen und vergnügen geht. Mephistopheles bringt Faust zu mehreren Orten, wo er dann schließlich
Gretchen trifft. Faust überredet den Teufel ihm zu helfen, Gretchen zu verführen. Doch dies hat Folgen. Gretchens Bruder
wird von Faust in einem Duell getötet und ihre Mutter stirbt an einem Trank, den sie von Faust bekam. Schließlich ertränkt
Gretchen ihr uneheliches Kind mit Faust und kommt dafür in den Kerker. Faust bietet ihr eine Fluchtmöglichkeit doch sie lehnt
ab und wendet sich an Gott um nach Erlösung zu suchen.
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Faust II
Kurze Infos:
● Autor: Johann Wolfgang von Goethe
● Veröffentlichungsjahr: 1832
● Unterteilung: in 5 Akte
● Schreibstil: Versen, Prosa
● Themen: Erhebung und Erlösung; Macht, Politik und Kunst; Mythologie und Philosophie

Haupt guren:
● Heinrich Faust: Der Protagonist, der seine Reise nach Sinn und Erfüllung fortsetzt.
● Mephistopheles: Der Teufel, der Faust begleitet.
Neben guren:
● Der Herr: Gott, der im Hintergrund als leitende Kraft erwähnt wird.
● Engel: Die erscheinen, um Fausts Seele zu erlösen.
● Die Grazien: Darstellung von Schönheit und Harmonie.
● Die Schicksalsgöttin: Eine Figur aus der Mythologie, die das Schicksal kontrolliert.
● Helena von Troja: Eine mythische Figur, die Schönheit symbolisiert und Fausts Geliebte wird.
● Euphorion: Der Sohn von Faust und Helena, der poetisches Genie und Ambition verkörpert.
● Phorkyaden: Figuren, die die drei Graeae aus der griechischen Mythologie darstellen.
● Der Kaiser: Ihm wird von Faust und Mephistopheles bei politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen geholfen.
● Kanzler: Ein Mitglied des Hofes des Kaisers.
● Hö inge: Berater und Beamte des Kaisers.
● Baucis und Philemon: Ein älteres Paar, dass von Faust vertrieben wird.
● Lynceus: Ein Wächter, der Fausts wachsende Macht beobachtet.
● Bauern, Soldaten und Stadtbewohner: Repräsentieren die Konsequenzen von Faust.
● Und noch viele weiter Figuren.

Hauptorte:
● Der Kaiserhof: Ein prächtiger Palast, in dem der Kaiser mit seinen Problemen kämpft.
● Fausts Studierzimmer: Faust beschwört Homunculus her.
● Eine Burg in Arkadien: Faust und Helena lassen sich dort nieder.
● Berggipfel: Faust und Mephistopheles beobachten das Chaos im Reich des Kaisers.
● Das Schlachtfeld: Ein Ort politischer und militärischer Auseinandersetzungen.
● Fausts Küstenvilla: Faust baut ein großes Imperium, jedoch vertreibt er unschuldige Menschen.

Handlung:
In Faust II führt Faust seine Reise fort und erkundet umfassende Themen wie Ambition, Liebe und Erlösung. Es startet am
Hof des Kaiser, wo Mephistopheles und Faust dem Kaiser mit seinen Problemen helfen, indem sie Papiergeld einführen.Dann
geht es mehr in die mythische Richtung, als Faust Homunculus beschwört und sich auf die Klassische Walpurgisnacht begibt.
Dort trifft er Figuren aus der griechischen Mythologie, zum Beispiel Helena von Troja. Faust und Helena verlieben sich und
lassen sich in Arkadien nieder. Dann bekommen sie einen Sohn der tragischer Weise stirbt. Daraufhin stirbt Helena auch und
kommt wieder in die Unterwelt.
Später hilft Faust dem Kaiser, seinen Thron zurückzuerobern. Schließlich errichtet Faust ein riesiges Küstenreich und vertreibt
jedoch unschuldige Menschen, darunter ein älteres Paar namens Baucis und Philemon.Nach Fausts Tod erlösen Engel seine
Seele und er steigt in das göttliche Reich auf.
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Exzerpt von Kapitel 5 Arbeitsblatt
Der “Faust”-Stoff vor Goethe
● Faust, die vermutlich berühmteste literarische Figur Johann Wolfgang von Goethe, ist nicht seine Er ndung
● Zu Beginn des 17.Jahrhunderts erschien ein weiteres Faust-Buch
● Faust wurde wegen des großen Publikumserfolges weitererzählt
● Im späten 16.Jahrhundert bearbeitete Christopher Marlowe den Faust-Stoff für die Bühne
● Die Komödianten brachten den Faust-Stoff zurück nach Deutschland
● 18.Jhs. weckte der populäre Stoff die Aufmerksamkeit des jungen Goethe

Faust I und Faust II - eine 60-jährige Entstehungsgeschichte


● Goethe beendete den ersten Teil 1806
● 1832 beendete er den zweiten Teil der Tragödie Faust II

Der Tragödie erster Teil


● Mephisto wettet mit Gott, den unzufriedenen Doktor Faust für sich gewinnen zu können

Faust - Grenzgänger zwischen Wissenschaft und Magie


● Faust beschwört den Erdgeist
● Der Erdgeist verschwindet wieder
● Als Faust wieder allein ist, ist er kurz davor Selbstmord zu begehen

Der Pakt mit dem Teufel


● Faust und Wagner gehen spazieren
● Faust genießt die Natur
● Ein schwarzer Pudel taucht auf und Faust nimmt ihn mit
● Im Studierzimmer übersetz er das Evangelium
● Plötzlich verwandelt sich der Pudel in Mephistos, den Teufel
● Faust schließt einen Teufelspakt

Ist der schönste Augenblick ein sinnliches Erlebnis


● Mephisto will Faust in lustige Gesellschaft bringen, jedoch ndet er wenig Gefallen daran
● Mephisto bemerkt er muss Faust verjüngen
● Faust trinkt Zaubertrank, der ihn jünger macht
● Er sieht eine Frau die er begehrt
● Es war Magarete, ein sogenanntes anständiges Mädchen
● Faust überredet Mephisto ihm zu helfen
● Sie gehen auf ein Doppeldate, Faust mit Gretchen und Mephisto mit Marthe, Gretchens Nachbarin
● Der Garten von Marthe wird zum heimlichen Treffpunkt
● Sie bemerken Faust und Gretchen sind komplett unterschiedlich
● Sie wollen eine ungestörte Liebesnacht also geben sie Gretchens Mutter einen Schlaftrank
● Die Mutter wacht nicht mehr auf
● Gretchen ist schwanger
● Valentin, Gretchens Bruder will Rache
● Duell zwischen Faust und Valentin
● Valentin stirbt im Duell

Faust in der Walpurgisnacht


● Walpurgisnacht vom 30. April auf den 1. Mai
● Hexen und hexenmeister treffen sich mit dem Teufel

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● Veranstalten eine Orgie zu feiern
● Diese schwarze Messe war geplant, wurde jedoch wieder gestrichen
● Mephisto konnte Faust nicht verführen
● Faust bekommt eine Vision von Gretchen, wie sie geköpft wird
● Faust verlangt von Mephisto, mit ihm gemeinsam Gretchen zu retten

Ein offener Schluss


● Magarete tötet ihr Kind und wird wahnsinnig
● Rettungsversuch von Faust kommt zu spät
● Gretchen möchte den Kerker nichtmehr verlassen
● Gretchen hört eine Stimme und akzeptiert ihr Schicksal
● Faust I hat ein offenes Ende
● Der Teufelspakt ist noch ungeklärt
● Goethe setzte seine Bühnengeschichte fort

1.Akt: In der “großen Welt” des Kaiserhofs


● Mephisto bringt Faust zum kaiserlichen Hof, wo Chaos herrscht
● Mephisto hilft dem Kaiser, indem er Papiergeld einführt
● Dies hat später noch fatale Folgen
● Während des Festumzugs gerät der Bart des Kaisers in Flammen
● Mephisto löscht ihn mit einem Zauberregen
● Der Kaiser ist fasziniert und wünscht sich die Materialisierung des Paris und der Helena
● Diese leben in einer sogenannten Nicht-Welt
● Paris und Helena erscheinen doch Faust berührt sie und sie verschwinden wieder
● Faust will Helena wiedersehen

2.Akt: Die Zeitreise in die griechische Antike


● Wagner schafft die künstliche Erzeugung von Leben und nennt ihn Homunkulus
● Ohne seinen abgeschlossenen Behälter ist er nicht lebensfähig
● Faust, Mephisto und Homunkulus machen eine Zeitreise ins griechische Altertum
● Sie kommen zur Zeit der klassischen Walpurgisnacht, ein Tummelplatz der antiken Mythologie, an
● Homunkulus sehnt sich nach natürlicher Entstehung und geht zum Meeresfest
● Er bewegt sich auf Galatee zu und explodiert vor Anstrengung
● Er wird in neuer, natürlicher Gestalt wieder geboren

3.Akt: Helena und Euphorion


● Nun führt uns Goethe zum königlichen Palast in Sparta
● Der Trojanische Krieg ist beendet

IV. Die deutsche Kunstepoche: Weimarer Klassik und Romantik


● Hinter der Gestalt der Verwalterin verbirgt sich Mephisto
● Er schlägt Helena vor, vom spartanischen Königspalast wegzubringen und ihr Schutz zu gewähren und sie nimmt es an
● Zwischen Faust und Helena geht Euphorion hervor, ein Genius
● Er wirft sich zu hoch in die Luft und stürzt ab
● Helena folgt ihm und die arkadische Landschaft verschwindet
● Faust bleibt alleine zurück
● Die Vereinigung von Faust und Helena ist ein Bild für den kulturhistorisch nachvollziehbaren Versuch, den Geist der
Antike im nachantiken Europa wieder lebendig werden zu lassen,
4.Akt und 5.Akt: Fausts Kolonisationswerk
● Faust und Mephisto haben die antike Welt verlassen und stehen auf einem Hochgebirge
● Die Szene erinnert an jene Stelle im Evangelium des Matthäus, in det Jesus vom Teufel versucht wird
● Faust wünscht sich ein Stück Meeresstrand
● Mephisto verschafft es ihn und Faust macht sich ein Kolonisationswerk
● Er hat ein reiches, blühendes Land gemacht
● Fausts Ende kündigt sich an doch er möchte noch einen Sumpf trocken legen
● Faust stirbt und seine Seele kommt in eine Art Himmel, wo er Gretchen begegnet

Warum wird Faust erlöst?


● Es ist ein überraschender Schluss
● Der Schlüssel für das Verständnis des Schlusses liegt im Satz: “Wer immer strebend sich bemüh, den können wir erlösen”
● mephisto konnte Faust nicht “mit Genuss” betrügen -> kein Erfolg
● Goethe selbst glaubt nicht an einen “Himmel”
● Er gestaltete es komödiantisch
● Faust hat seine Rettung einer “Liebe von oben” zu verdanken
● Unsterblichkeit beruht auf dem Gestaltungswillen der Natur, die alles stets neu formt
● Goethes Überzeugung ist, dass Fortdauer durch rastlose Tätigkeit ensteht
Romantik (ca. 1790-1830)
Athenäums-Fragment Nr. 116 (1798) von Friedrich Schlegel
● Die romantische Poesie ist eine progressive Universalpoesie
● Sie soll die Poesie und Prosa, Genialität und Kritik, Kunstpoesie und Naturpoesie mischen
● Und soll das Leben und die Gesellschaft poetisch machen
● Die Romantik umfasst alles poetische
● Die romantische Dichtart ist noch im Werden und wird nie vollendet sein

Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren (1800) von Novalis


● Das Gedicht kritisiert das rationale Denken

Romantik (1790-1830)
● Sie entstand an der Schwelle des 19. Jahrhunderts als Reaktion auf die Aufklärung
● Klassik und Romantik sind nahezu parallel
● In vielen Bereichen ist aber die Romantik auch eine Antithese zur Klassik
● In der Romantik will man die Grenzen verwischen, der Vernunft setzten sie Übersinnliches und Irrationales entgegen
● Sie wenden sich dem Mittelalter zu

Kritik der Romantiker


● Sie üben Kritik an der Dominanz des Rationalen im aufklärerischen Denken
● Ebenso kritisieren sie die Entfremdung durch das vorherrschende mechanische Weltbild
● Das Philistertum hat keinen Sinn für das Wunderbare, sondern beurteilen nach Nützlichkeit und streben nach Wohlstand
● Philister sind Gegen guren der romantischen Künstler/innen

Phasen der Romantik


● Frühromantik:
- Zentrum: Jena
- Autoren: Ludwig Tieck, Brüder Schlegel, Novalis, Friedrich Wilhelm Schelling
- Schwerpunkt: vorwiegend theoretisch-philosophisch ausgerichtet, programmatische Schriften
● Hochromantik:
- Zentrum: Heidelberg
- Autoren: Achim von Arnim, Clemens Brentano, Joseph von Eichendorff, Joseph Görres
- Schwerpunkt: vorwiegend volkstümliche Themen und Motive
● Spätromantik:
- Zentrum: Berlin
- Autoren: Ludwig Uhland, Wilhelm Hauff, Gustav Schwab, E.T.A. Hoffmann, Ludwig Tieck
- Schwerpunkt: vorwiegend historische Themen und Motive, schwarze Romantik: Schauerromane

Literaturtheorie der Romantik


● Ideal der Romantiker ist die progressive Universalpoesie
● Progressiv bedeutet soviel wie, dass ein Werk niemals vollendet ist (Werke bleiben häu g Fragmente)
● Universal steht dafür, dass die Grenzen zwischen den Gattungen und den Künsten aufgehoben ist
● Ein Kennzeichen ist die romantische Ironie
● Sie wird zum Beispiel durch Kommentare während der Handlung erreicht

Frauen und Literatur


● In der Romantik treten Frauen zum ersten Mal aktiv auf
● Auffassung der Geschlechterrollen: Frauen sollen gleichberechtigt sein
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● Als Beispiel dafür ist Caroline Schlegel-Schelling
● Sie engagiert sich für demokratische Ideen, schreibt Rezensionen
● Ebenfalls übersetzt sie gemeinsam mit Schlegel Werke Shakespeares
● Die Emanzipation der Frauen wird dennoch abgelehnt
● Trotzdem schreiben und publizieren Frauen zum Beispiel:
- Bettina von Arnim
- Sophie Mereau
- Karoline von Günderrode
- Dorothea Schlegel
● Gebildete bürgerliche Frauen führen auch literarische Salons
● Literarische Salons sind Begegnungsstätten von Adeligen, Vertreterinnen/Vertretern des Großbürgertums
● Sie teilen das gemeinsame Interesse an Dichtung und Kunst

Literatur
Lyrik:
● Gedichtform, Gesangform und beliebte Textsorten sind die Hymne und das Volkslied
● Typisch für Volkslieder sind ein einprägsamer Inhalt, ein einfacher Ausdruck und eine gereimte Form
● Die heutigen Volkslieder entstammen oft aus den Sammlungen der Romantik wie “Des Knaben Wunderhorn”
● Diese ist von Achim von Arnim und Clemens Brentano

Epik:
● alle Erzähl Texte
● Universalität im Roman
● Schauerroman entwickelt in England in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts
● Seine Blütezeit ist die Romantik
● Weltberühmte Werke sind Mary Shelleys “Frankenstein”, Bram Strokers „Dracula“
● In der schwarzen Romantik werden Motive der Schauerromane aufgegriffen

● Epische Kurzformen sind sie Erzählung, die Novelle und das Märchen
● Märchen sind Teil der Romantik da die Grenzen zwischen Realität und Wunderbarem verschwimmen
● Sie sind frei erfunden, zeitlich und räumlich nicht de niert
● Es gibt Volksmärchen und Kunstmärchen
● Bei Volkmärchen ist der Verfasser unbekannt
● Zum Beispiel Gebrüder Grimm
● Märchen wurden erzählt und aufgeschrieben
● Volksmärchen haben ein dreigliedrige Handlungsschema (Notsituation - Bewährung - Lösung)
● Kennzeichen sind noch die optimistische Moral und feststehende Anfangs- und Schlussformel
● Ursprünglich als Unterhaltung für Erwachsenen, später dann für Kinder
● Bei Kunstmärchen ist der Autor bekannt
● Beispiele sind „Der blonde Eckbert“ und „Der Runenberg“ von Ludwig Tieck

Dramatik:
● ist jede Textform die geschrieben worden ist um aufgeführt zu werden (Tragödie, Komödie, Dramen)
● Spielt nur eine geringe Rolle in der Romantik
● Oft zu lang und komplex um es aufzuführen (Lesedramen)
● Beliebt sind Geschichtsdramen wie z.B „Die Gründung Prags von Clemens Berntano und Komödien
● Bis heute wird noch die romantische Komödie „der gestiefelte Kater. Ein Kindermärchen in drei Akten, mit
Zwischenspielen, einem Prologe und Epiloge” von Ludwig Tieck aufgeführt
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Rückzug - Natur - Idylle (ca. 1815-1848)
Herr Biedermeier (1847) von Ludwig Pfau
● Im Gedicht wird die politische Passivitt, den Rückzug ins Private und die Selbstzufriedenheit des Bürgertums kritisiert

Historische Einordnung
● Die Epoche des Biedermeier wird auch als Restaurationszeit bezeichnet
● Sie ist politisch gekennzeichnet durch die Wiederherstellung der absolutistischen Ordnung

Überwachung - Spitzelapperat und Zensur


● Nicht nur die Bürger/innen werden bespitzelt, auch die literarischen Werke und journalistischen Texte
● Sie werden von der Zensur überwacht, damit staatsfeindliches Gedankengut fernbleibt

Epochenbegriff - die Figur des „Biedermeier“


● Die, vom Beruf Dorfschullehrer, Figuren werden als spießbürgerlicher Kleingeist charakterisiert
● Seine Gedichte sind von dem Dichter Ludwig Eichrodt und dem Arzt Ado Kussmaul erfundene Parodien
● Sie nahmen sich das reale Vorbild Samuel Friedrich Sauter zur hilfe
● Es bezieht sich auf das unpolitische und angepasste Verhalten des Bürgertums
● Die damals typischen Wohnstile, Möbel und die bildende Kunst nannte man früher auch Biedermeier
● Erst seit dem 20. Jahrhundert verwendet man den Begriff zur Bezeichnung der damaligen Literaturepoche

Literatur
● Im Zentrum der Texte in dieser Epoche, steht das kleine Glück und die familiäre Geborgenheit
● Dies sind geprägt von einer melancholischen Grundhaltung, dem wehmütigen Rückblick auf eine verlorene Vergangenheit
● Meist sind die Darstellungen sachlich, präzise und detailverliebt
● Sprachlich oft leiser Ton

Epik
● Biedermeier wird auch als Epoche der geselligen Kleinkunst bezeichnet
● Erzählungen und Novellen spielen eine wichtige Rolle
● Beliebt sind auch Kleinformen wie Märchen, Stimmungsbilder, Kalendergeschichten und literarische Skizzen
● Adalbert Stifter ist Maler und Dichter
● Seine Texte erscheinen manchmal wie Gemälde
● Er probiert innere Stimmungen einzufangen
● Natur ist friedlich aber auch manchmal bedrohlich
● Die Novelle “Die Judenbuche” von Annette von Droste-Hülshoff stellt das Bedrohliche von Natur und Mensch ins Zentrum

Lyrik
● Auch hier nden sich zahlreiche idealisierte Naturdarstellungen und Stimmungsbilder
● Das lyrische Ich tritt intensiv mit der Natur in Kontakt
● Gesellschaftskritik oder politisches Engagement ist kein Thema

Dramatik
● Franz Grillparzer gilt als „der Klassiker“ des österreichischen Dramas
● Ähnlich wie die Weimarer Klassik bearbeitet er Stoffe der klassischen Antike
● Manchmal nimmt er die historisch-politischen Geschehen zum Anlass für seine Dramen

Alt-Wiener Volkstheater - Zaubermärchen und Posse


● Das Volkstheater wird erstmals mit Johann Nepomuk Nestroy und Ferdinand Raimund in Österreich beliebt
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● Ferdinand Raimund verfasst sogenannte Zaubermärchen
● Sie werden auch oft als Besserungsstücke bezeichnet
● Das meist genutzte Stilmittel ist die Personi kation
● Johann Nepomuk Nestroy beginnt seine Karriere mit Zauberstücken
● Er entwickelt Possen
● Possen sind Theaterstücke mit eine komischen Handlung
● Im Zentrum stehen Figuren aus dem einfachen Volk
● Netsroy ist ein Meister der Ironie und des Witzes
● Die Tradition des “hanswurst” wurde erstmals verbannt doch dann zu einer stehende Rolle
● Nestroy nutzt Sprachwitze, Doppeldeutigkeiten und überraschende Vergleiche
● Er nimmt sich kein Blatt vor den Mund
● Kommt immer wieder in Kon ikt mit dem Metternich’schen Zensurensystem

Wichtige Autorinnen/Autoren und Werke des Biedermeier


● Franz Grillparzer:
- Die Ahnfrau, Sappho, Das goldene Viles, König Ottokars Glück und Ende, Der Traum ein Leben, Libussa (Dramen)
● Ferdinand Raimund:
- Das Mädchen aus der Feenwelt oder Der Bauer als Millionär, Der Alpenkönig und Menschenfeind, Der Verschwende
(Zauberspiele)
● Johann Nepomuk Nestroy:
- Der böse Geist Lumpazivagabundus oder Das liederliche Kleeblatt (Zauberposse), Der Talisman, Der Zerrissene
(Possen)
● Adalbert Stifter:
- Bunte Steine, Der Nachsommer (Erzählungen, Novellen)
● Annette von Droste-Hülshoff:
- Gedichte, Balladen, Die Judenbuche (Novelle)
● Eduard Mörike:
- Gedichte, Maler Nolten (Roman), Mozart auf der Reise nach Prag (Novelle)
● Nikolaus Lenau:
- Gedichte
● Jeremias Gotthelf:
- Die schwarze Spinne, Elsi, die seltsame Magd (Novellen)
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Politisierung - Revolution - Freiheit (ca. 1815-1848)
Dantons Tod von Georg Büchner
● Er kritisiert die Gewalt und Willkür der Französischen Revolution
● Ebenso die moralische Korruption der Machthaber sowie die Ohnmacht des Einzelnen gegenüber historischen Kräften

Lenz von Georg Büchner


● In “Lenz” kritisiert er die Entfremdung des Individuums sowie den Umgang mit psychisch Kranken

Vormärz
● Vormärz ist die Zeit vor der bürgerlichen Revolution im März 1848
● Der begriff steht für eine Gruppe oppositioneller politischer Dichter/innen
● Ein alternativer Begriff dafür wäre der Früherrealismus
● Eine genaue Unterteilung der beiden Gruppierungen ist schwer
● Beide Strömungen sind zeitgleich mit dem Biedermeier
● Sie sind auch Reaktionen auf die gleiche gesellschaftliche politische Situation
● Trotzdem sie sie unterschiedlich
● Die Vertreter des Jungen Deutschland und des Vormärz setzten sich für eine politische Veränderung ein

Junges Deutschland
● Es ist die Bezeichnung einer literarischen Bewegung
● Geprägt wurde der Begriff von Ludolf Wienbarg
● In seiner Sammlung mit dem Titel “Ästhetische Feldzüge” leitet er mit den Worten junges Deutschland ein
● 1835 verbietet der Bundesstatt in Frankfurt die Verbreitung der Schriften der Jungdeutschen
● Namentlich ganannt werden Heinrich Heine, Karl Gutzknow, Heinrich Laube, Ludolf Wienbarg und Theodor Mundt
● Diese kennen einander zum Teil nicht
● Häu g kritisieren die Jungdeutschen einander
● Sie tragen bei der Kritik an der unpolitischen Haltung und der Verbesserung der Welt mit Literatur bei
● Themen sind die Abschaffung der Zensur, die Meinungs- und Pressefreiheit, der Kampf gegen religiöse Bevormundung
und die Emanzipation der Frau
● Auch Ludwig Börne und Georg Büchner gehören zu den Jungdeutsch
● Büchner teilt zwar viel Überzeugungen, sieht jedoch einen Ausweg in einem gewaltsamen revolutionären Umsturz
● Soomit teilt er eher die Ansicht des literarischen Vormärz
● Jedes Land handhabt die Zensurengestze anders

Die Revolutionäre des literarischen Vormärz


● Für andere sind die Jungdeutschen zu wenig radikal und revolutionär
● Die wichtigsten Vertreter sind August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, Ferdinand Freiligrath und Georg Herwech
● Viele wurden verhaftet oder ins Exil gebracht

Frauen, die schreiben und um ihre Rechte kämpfen


● Viele Frauen blieben erstmals anonym
● Viele Schriftstellerinnen gelten als Begründerinnen der Frauenemanzipation
● Themen waren z.B. die Forderung nach schulischer Bildung für Mädchen, das Recht auf Berufstätigkeit der Frauen, usw.
● Beispielhaft seien Fanny Lewald, Louise Aston und Ida Hahn-Hahn
● Fanny Lewald schrieb Aufsätze zur Gleichberechtigung, wie „Osterbriefe für die Frauen“
● Louise Aston ist die radikalste, sie trug Männerkleidung, hatte uneheliche Beziehungen und sagte sich von der Kirche los
● Sie wird angefeindet, angezeigt und des Landes verwiesen
● Ida Hahn-Hahn ist die bekannteste, vor allem ihre Gesellschaftsromane waren beliebt
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Literatur
● Zu dieser Zeit waren Zeitschriften und Zeitungen im Mittelpunkt
● Pressepublizistik, wie Flugschriften, Pamphlete und satirische Feuiilletons, wurden vermehrt verfasst
● Eine besonders bedeutende Flugschrift ist „Der Hessische Landbote“ von Georg Büchner
● An der Grenze zur Publizistik be nden sich auch die Reiseberichte und die politische Lyrik
● Noch eine wichtige Gattung ist die politische Satire

Lyrik
● Ihr Ziel ist es auf Staat und Gesellschaft einzuwirken
● Themen sind die Einheit Deutschlands, die Erlangung von Freiheit und Demokratie und der Kampf gegen Fürstenwillkür
● Verfasser sind Georg Herwegh, Georg Weerth und August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
● Von August ist der Text „Das Lied der Deutschen“, das seit 1922 die Nationalhymne Deutschlands ist
● Einer der wichtigsten Lyriker ist Heinrich Heine, er verfasste z.B. „Die schlesischen Weber“
● „Buch der Lieder“ gehört zu den meistgedruckten Gedichtbänden deutscher Sprache

Dramatik
● Georg Büchner ist bekannt für Vormärzdramen
● Büchners Werk “Woyzeck” blieb ein Fragment für immer
● Dieses und ein Werk von Christian Dietrich Grabbe trieb die Modernisierung des deutschen Dramas voran
● Grabbes bekannteste Werke sind “Napoleon oder Die hundert Tage”, “Die Hermannsschlacht” usw.

Epik
● Besonders wichtig ist der Reisebericht
● Da können die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse abgebildet und kritisiert
● Heinrich Heine verfasste zahlreiche Reiseschilderungen, wie “Die Harzreise”
● Karl Glutzknows Roman “Wally, die Zwei erin” gilt als einer der Auslöser für das Verbot der Schriften der Jungdeutschen
● Das geschah, weil er als blasphemisch und pornogra sch eingestuft wurde

Wichtige Autoren des Vormärz/Jungen Deutschland


● Georg Büchner, Georg Herwegh, Ferdinand Freiligrath, Ludwig Börne, August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, Karl
Gutzknow, Ludolf Wienbarg, Georg Weerth, Heinrich Heine
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