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Bildungsplan Englisch

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Bildungsplan Englisch

Inhaltsverzeichnis

1. Selbstverständnis des Faches und sein Beitrag zur Kompetenzförderung


2. Kompetenzerwerb
2.1. Soziale und interkulturelle Kompetenzen
2.2. Personale Kompetenzen
2.3. Methoden-, Text- und Medienkompetenzen
2.4. Kommunikative Kompetenzen
3. Kompetenzerwartungen
3.1. Soziale und interkulturelle Kompetenzen
3.2. Personale Kompetenzen
3.3. Methoden-, Text- und Medienkompetenzen
3.4. Kommunikative Kompetenzen
4. Fachspezifische Aspekte und Inhalte
4.1. Mögliche thematische Schwerpunkte und Inhalte
4.2. Vermittlung und Vertiefung von Kenntnissen in den Bereichen Wortschatz,
Grammatik, Aussprache und Intonation
4.2.1. Wortschatz
4.2.2. Grammatik
4.2.3. Aussprache
4.2.4. Intonation
5. Pflichtmodule
6. Wahlmodule
7. Fachspezifische Operatoren
7.1. Kompetenzbereich „Schreiben“
7.2. Kompetenzbereich „Hören“
8. Bewertungskriterien
8.1. Klausuren
8.2. Laufende Kursarbeit
9. Die mündliche Feststellungsprüfung
10. Einbettung in die Digitalisierung
Bildungsplan für das Fach Englisch

Englisch in den Kursen G und W (ab Niveaustufe A2)

1. Selbstverständnis des Faches und sein Beitrag zur Kompetenzförderung


Die Studierenden verfügen bereits bei Eintritt ins Studienkolleg über Vorkenntnisse der
englischen Sprache (mindestens Niveaustufe A2). Je nach Breite der Vorkenntnisse (A2, B1,
B2 oder C1) erreichen die Studierenden mit der Feststellungsprüfung unterschiedliche
Niveaustufen des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (GER).
Die englische Sprache ist mit über einer Milliarde Sprecherinnen und Sprecher die
wichtigste Lingua Franca der Welt und ist in Wissenschaft und Forschung allgegenwärtig.
Solide kommunikative Kompetenzen in Englisch sind damit eine unverzichtbare Grundlage
für die akademische Ausbildung und den späteren Beruf. Der Unterricht im Fach Englisch
am Studienkolleg befähigt die Studierenden, die englische Sprache im Studium erfolgreich
einzusetzen. Er vermittelt deshalb allgemeinsprachliche, fachsprachliche und
wissenschaftssprachliche Kenntnisse. Die Vermittlung des Englischen erfolgt sowohl im
fächerübergreifenden Kontext, insbesondere als Basis zur Partizipation am
gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Leben in einer demokratisch-pluralistischen
Gesellschaft, als auch speziell auf die Inhalte und Methoden bezogen, die für ein Studium
und wissenschaftliches Arbeiten relevant sind.
Englisch spielt vor dem Hintergrund der heterogenen sprachlichen Lernbiographien und
individuellen, mehrsprachigen Sprachbiografien der Studierenden eine besondere Rolle
hinsichtlich der Sprachreflexion im Rahmen eines kontrastiven Sprachansatzes vor dem
Hintergrund einer interkulturellen Lebenswelt. Der Unterricht im Fach Englisch versteht sich
als handlungsorientiert, nutzt authentische und verschiedene Lernsituationen mit klarem
Bezug zur Lebenswelt der Studierenden und zielt auf nachhaltigen, d.h. langfristigen,
Kompetenzerwerb.
Voraussetzung hierfür sind der jeweiligen Niveaustufe entsprechende Kenntnisse in den
Bereichen Grammatik, Wortschatz, Rechtschreibung, Aussprache und Intonation, die die
Studierenden einerseits bereits in ihrer Zeit vor dem Studienkolleg erworben haben und die
andererseits am Studienkolleg vertieft und in Verbindung mit den kommunikativen
Fertigkeiten erweitert werden, und zwar sowohl in der praktischen Anwendung im Unterricht
als auch in der Reflexion über den eigenen Sprachgebrauch und den individuellen
Lernprozess.

2. Kompetenzerwerb
Der Englischunterricht am Studienkolleg, der sechsstündig pro Woche in gemischten
Fachkursen aus G und W und auf unterschiedlichen Niveaustufen erteilt wird, trägt aktiv zum
Erwerb allgemeiner Kompetenzen für ein Studium bei und festigt kontinuierlich
Schlüsselqualifikationen. Die systematische Entwicklung der Kompetenzen, die ein
erfolgreiches kommunikatives Handeln und Studieren im fremdsprachlichen Kontext
gewährleisten, erfolgt in den Bereichen soziale und interkulturelle Kompetenzen,
Methodenkompetenzen, Text- und Medienkompetenzen und vor allem kommunikative
Kompetenzen.
Anders als im schulischen Kontext der Sekundarstufe ist der Kompetenzbereich
personale Kompetenzen zur Entwicklung der Studierfähigkeit besonders wichtig und eng mit
den anderen Kompetenzbereichen verbunden. Daher greifen alle Kompetenzbereiche
ineinander und werden je nach Schwerpunktsetzung im Unterricht unterschiedlich gewichtet.

2.1 Soziale und interkulturelle Kompetenzen


Durch die Beschäftigung mit verschiedenen Themengebieten erwerben die
Studierenden auch soziokulturelles Orientierungswissen. Auf dieser Grundlage und unter
Berücksichtigung ihrer Herkunft und ihres Studienwunschorts Deutschland, ihrer
Vorerfahrungen und individuellen Prägung entwickeln sie interkulturelle Kompetenzen und
schulen ihre Wahrnehmung hinsichtlich kultureller Differenzen, um so auf ein Studium in
Deutschland vorbereitet zu sein:
• Entwicklung eines Bewusstseins für und offener Umgang mit sozialen und
interkulturellen Unterschieden
• erfolgreiche Bewältigung interkultureller Begegnungssituationen
• Kooperation
• Demokratieverständnis
• Kritikfähigkeit

2.2 Personale Kompetenzen


Die Studierenden am Studienkolleg kommen aus verschiedenen Kulturen und
bringen unterschiedliche Einstellungen zum Erwerb neuer Kenntnisse mit, die oftmals auch
mit unterschiedlichen Kommunikationskulturen verknüpft sind. Gerade in der modernen
Fremdsprache bietet die inhaltliche Arbeit, genauso wie im Fach Deutsch als Fremdsprache,
viele Möglichkeiten, die für ein Studium nötige personale Kompetenz oder auch
Selbstkompetenz zu entwickeln und zu stärken.
Dies beinhaltet unter anderem Sprach- und Schreibanlässe, in denen die
Studierenden ihre persönlichen Einstellungen in Selbstreflexion kritisch beleuchten können
oder auch Präsentationen, die eine realistische Einschätzung der Stärken und Schwächen
ermöglichen, was wiederum entscheidend ist für die Ausbildung von Selbstbewusstsein und
Motivation, sich weiterzuentwickeln und zu lernen:
• Stärkung der Identität
• Belastbarkeit
• Zeitmanagement, Selbstdisziplin, Selbstorganisation
• Eigenverantwortung, Selbstmanagement
• Selbstreflexion
• Selbstmotivation, Lern- und Leistungsbereitschaft

2.3 Methoden-, Text- und Medienkompetenzen


Im Sinne eines offenen Textbegriffs beschäftigen sich die Studierenden im Rahmen
des Englischunterrichts am Studienkolleg vor allem in den höheren Niveaustufen mit einer
großen Bandbreite von auditiven, audiovisuellen, schriftlichen und visuellen Texten. Hierbei
stehen nicht nur die fachlichen Inhalte, sondern auch die Gestaltungsmittel und die
eingesetzte Sprache im Zentrum des Interesses. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse
werden bei der Erstellung eigener Texte verschiedener Textsorten in der Fremdsprache
genutzt.
Mithilfe sprachlichen, inhaltlichen, textsortenspezifischen sowie stilistisch-rhetorischen
Wissens werden in den höheren Niveaustufen sowohl literarische als auch nicht-literarische
Texte analysiert, gedeutet und die gewonnenen Erkenntnisse am Text belegt, wobei ggf. die
Gestaltungsmittel in ihrer Wirkung erkannt, gedeutet und bewertet werden. Gleiches gilt für
die Frage nach der wissenschaftlichen Vorgehensweise und Methodik in einem Text:
• Informationsbeschaffung, -bewertung und -präsentation
• Medienkompetenz
• Problemlösekompetenz
• Sprachlernkompetenz und Strategien für Ausbau der Sprachkenntnisse

2.4 Kommunikative Kompetenzen


Die Studierenden aller Niveaustufen erwerben die folgenden kommunikativen
Kompetenzen, die erforderlich sind, um ein Studium, in dem englische Sprachkenntnisse
vorausgesetzt oder empfohlen werden, erfolgreich abzuschließen. Im akademischen Alltag
sind diese Kompetenzen unerlässlich, da in den meisten Studienfächern die Beherrschung
des Englischen auf höherem Niveau (ab B1) für Vorträge, Vorlesungen und
wissenschaftliche Literatur benötigt wird.
Die kommunikativen Kompetenzen werden im Zusammenspiel aus den
kommunikativen Fertigkeiten und dem Verfügen über die sprachlichen Mittel je nach
Niveaustufe entwickelt. Hinsichtlich der Niveaustufen und Inhalte beim Spracherwerb dient
der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen für Sprachen (GER) als Leitfaden.
• Hörverstehen, Hörsehverstehen und Leseverstehen
• Sprechen
• Schreiben

3. Kompetenzerwartungen

3.1. Soziale und interkulturelle Kompetenzen


Die Studierenden…
• erkennen individuelle Unterschiede und Vorstellungen vergleichend vor dem
Hintergrund der Herkunftsländer und respektieren diese
• agieren in verschiedenen Kommunikationssituationen flexibel und sprachlich-kulturell
angemessen, klären sprachlich-kulturell bedingte Konfliktsituationen und steuern ihr
eigenes interkulturelles Handeln bewusst
• handeln interaktiv und tauschen in Gesprächen, Diskussionen und kooperativen
Arbeitsformen ihre Meinungen aus
• hinterfragen differenziert eigene sowie fremde Wahrnehmungen, Einstellungen und
Normen, auch indem sie die Perspektive wechseln und erkennen, was
Multiperspektivität bedeutet
• äußern gleichberechtigt ihre Meinung, indem auf eine wertschätzende Atmosphäre
und ein respektvolles Diskussionsklima geachtet wird
• stärken durch kooperative Arbeitsformen ihre Teamfähigkeit
• verstehen das Konzept einer freiheitlich demokratischen Grundordnung, indem sie
unter Berücksichtigung aktueller Ereignisse Gelegenheiten zur Auseinandersetzung
mit verschiedenen politischen Systemen, Verfassungen und gesellschaftlichen
Fragestellungen bekommen

3.2 Personale Kompetenzen


Die Studierenden…
• sind in der Lage, sich vor dem Hintergrund der kulturellen Diversität und des
Austauschs am Studienkolleg ihrer eigenen und fremder Identitäten bewusst zu
werden
• nehmen aktiv mündlich am Unterricht teil, lernen Eigenninitiative und erlernen so
einen wichtigen Bestandteil der Lehr- und Lernkultur an deutschen Hochschulen
• beweisen durch terminierte Aufträge, Hausaufgaben und Vorbereitung auf
angekündigte Leistungsnachweise ihre Belastbarkeit, ein erfolgreiches
Zeitmanagement und ihre Selbstdisziplin und Selbstorganisation
• arbeiten aufgrund der hochschulähnlichen Struktur selbstorganisiert,
eigenverantwortlich und nachhaltig
• reflektieren ihre eigenen Leistungen
• sind in der Lage, sich selbst zu motivieren und die Lern- und Leistungsbereitschaft zu
steigern

3.3 Methoden-, Text- und Medienkompetenzen


Die Studierenden…
• recherchieren, analysieren, systematisieren Informationen
• beschaffen sich selbstständig und reflektiert in einem geeigneten Medium benötigte
Informationen zur Verbesserung ihrer rezeptiven und produktiven Kompetenzen
• beurteilen Informationen hinsichtlich ihrer Objektivität, Reliabilität und Validität
• bereiten eigenständig Präsentationen vor und bearbeiten begleitende Online-
Materialien
• präsentieren Informationen in geeigneter Form
• wenden grundlegende Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens an
• setzen sich gezielt mit analogen und digitalen Medien auseinander, um einen Einblick
in die Medienlandschaft zu bekommen
• nutzen die Vielfalt moderner Kommunikations- und Informationsmedien und gehen
dabei aufgeschlossen, kritisch und hinsichtlich der Regeln für einen
verantwortungsvollen und kritischen Umgang sensibilisiert mit diesen Medien um
• wenden Strategien zum problemlösenden Denken an
• schätzen das Niveau ihrer eigenen Sprachbeherrschung selbstkritisch ein und nutzen
gezielt Methoden der Fehleranalyse und -prophylaxe
• reflektieren durch Fehleranalyse, positive Fehlerkorrektur und den Erwerb neuer
Lernmethoden den eigenen Lernprozess und optimieren ihn, indem sie aus einem
breiten Spektrum von Lernstrategien und Arbeitstechniken die für sie geeigneten
auswählen

3.4 Kommunikative Kompetenzen


Die Studierenden…
• unterscheiden Textsorten, erschließen und analysieren – auch auditive und
audiovisuelle – informierende und argumentative Texte
• verstehen Redebeiträge und Vorträge und erschließen sich Texte
• fassen Texte zusammen, wobei sie Kerngedanken und Details unterscheiden
• folgen einer Argumentation, wenn ihnen das Thema einigermaßen bekannt ist
• arbeiten die Struktur und Gliederung eines Textes heraus, nennen das Thema und
finden einen Titel
• verstehen Texte zu Themen der Gegenwart bzw. mit Bezug zu den Inhalten des
Studienfachs
• verständigen sich, je nach Niveaustufe, so spontan und fließend, dass sowohl
Alltags- als auch Fachgespräche gut möglich sind
• referieren über bzw. präsentieren spontan oder vorbereitet Inhalte
• beteiligen sich in vertrauten Situationen aktiv an einer Diskussion
• begründen und verteidigen sachlich ihre Ansichten
• erläutern Standpunkte zu aktuellen Fragen
• zeigen Vor- und Nachteile verschiedener Möglichkeiten sowie eventuelle
Konsequenzen auf
• verfassen klar verständliche Texte zu allgemeinen und fachbezogenen Themen
• legen Argumente und Gegenargumente für oder gegen einen bestimmten Standpunkt
dar
• stellen ihre eigene Meinung dar und begründen sie
• identifizieren selbstständig kulturspezifische Begriffe und erklären diese, auch in
ihrem gesellschaftlich-politischen Kontext

4. Fachspezifische Aspekte und Inhalte

4.1. Mögliche thematische Schwerpunkte und Inhalte


Eine Auswahl der folgenden möglichen thematischen Schwerpunkte und Inhalte findet, auch
in Abstimmung mit den Studierenden sowie in Hinblick der Niveaustufe, statt.

• Europe and English-speaking countries: The EU and the UK (Brexit), Historical and
political aspects of the EU, Germany and Europe, Economic impact of Brexit,
European regulations/laws and their effect, Geographical and demographic aspects,
Unemployment, Education, Food, European exchange programs (Erasmus),
Stereotypes
• Globalisation, migration and multicultural societies: Developing and emerging
countries, Winners and losers of globalisation, Colonialism, Intercultural management
American dream, Multicultural Britain, Immigration to Germany and Europe, English
as a global language, Colonialism and post-colonialism, The individual and society
• Media and technology: Freedom of the press, Social media and data security, Fact
and fiction, Utopia and dystopia, Digital commerce, Automation, robotisation and
digitalisation, Classic and crypto currencies
• Climate and environment: Climate change and environmentalism, Climate activism,
Renewable energies, Plastic waste, Water, Endangered species, Plastic waste

Bei der Auswahl geeigneter literarischer Lektüren oder Filme werden die oben genannten
Schwerpunkte sowie die Niveaustufe des Kurses berücksichtigt.

4.2. Vermittlung und Vertiefung von Kenntnissen in den Bereichen Wortschatz,


Grammatik, Aussprache und Intonation

Die im Folgenden genannten Kenntnisse in den Bereichen Wortschatz, Grammatik,


Aussprache und Intonation werden teilweise, je nach Niveaustufe, als Vorkenntnisse von den
Studierenden mitgebracht und/oder am Studienkolleg in Verschränkung mit den
kommunikativen Fertigkeiten in den verschiedenen Niveaustufen erarbeitet, vertieft und
erweitert.
4.2.1. Wortschatz
Die Studierenden…
• sind in der Lage, differenzierten Wortschatz zu den ausgewiesenen Themen zu
verstehen und weitgehend korrekt anzuwenden
• sind in der Lage, überwiegend differenzierte themenunabhängige sprachliche Mittel
zu verstehen und sie weitgehend korrekt anzuwenden
• wenden differenzierte Verfahren zum Memorieren, Dokumentieren und Strukturieren
von lexikalischen Einheiten und Kollokationen an
• wenden bei fehlendem Fachvokabular und zur Erläuterung kulturspezifischer Begriffe
Strategien zur Umschreibung differenziert und zielgerichtet an und beachten dabei
Höflichkeitskonventionen
• wenden differenzierte Wortbildungsregeln zur Erweiterung ihres rezeptiven,
gegebenen-falls auch aktiven Wortschatzes an
• verfügen über differenzierte Hilfsmittel zur selbstständigen Erschließung und
differenzierten und idiomatischen Verwendung neuen Wortschatzes und zur Korrektur
des bestehenden Wortschatzes
• beherrschen ein überwiegend differenziertes Repertoire an lexikalischen Einheiten
und Kollokationen (umgangssprachliches und formales Register)
• äußern sich situationsangemessen, überwiegend differenziert und weitgehend korrekt
zu gesellschaftlichen, politischen und wissenschaftlichen Themen ihres
Schwerpunktkurses, auch wenn sie abstrakt sind

4.2.2. Grammatik
Die Studierenden…
• sind in der Lage, Art, Zugehörigkeit und Verhältnis von Gegenständen, Lebewesen
und Sachverhalten auszudrücken
– singular and plural of nouns
– countable/uncountable nouns
– definite and indefinite article
– (zero) article
– genitive
• sind in der Lage, Mengen zu benennen
– quantifiers (much, many, a little, a few)
– some/any
• sind in der Lage, Sätze zu formulieren
– word order (SPO) in main clauses and subordinate clauses
– questions
– short answers
– negations
– commands
– conditional clauses I, II and III
– adverbial clauses (of time, reason, result, purpose, concession, contrast)
– relative clauses (who, which, that, whose, whom; defining relative clauses, non-
defining relative clauses, contact clauses)
– sequence of adverbials
– infinitive constructions and participle constructions instead of subordinate clauses
– gerund constructions
– inversion [rezeptiv]
– do-emphasis [rezeptiv]
– question tags [rezeptiv]
• stellen Sachverhalte, Handlungen und Ereignisse als gegenwärtig, vergangen,
zukünftig und hypothetisch sowie in ihrer zeitlichen Abfolge oder in ihrem zeitlichen
Verlauf dar
– present perfect – simple past (Kontrastierung)
– present perfect progressive
– past progressive
– past perfect
– past perfect progressive
– conditional forms
– stative and dynamic verbs (aspect)
– future tenses
• formulieren, wie, wo, wann und wie häufig etwas der Fall ist, wie etwas getan wird
– adverbs of place/time/frequency
– adverbs of manner and degree
• vergleichen Personen, Gegenstände und Sachverhalte
– comparison of adjectives and adverbs
• stellen Geschehnisse aus unterschiedlicher Handlungsperspektive dar
– active and passive voice
• geben mündliche und schriftliche Äußerungen wieder
– reported speech (backshift, commands, questions)

4.2.3. Aussprache und Intonation


Die Studierenden…
• sprechen auch unbekannte Wörter weitgehend korrekt aus
• verwenden Wortbetonungen auch unbekannter Wörter korrekt
• wenden die Intonation situationsgemäß an
• nutzen digitale Medien sowie die Zeichen der Lautschrift zur Erschließung der
Aussprache und Betonung unbekannter Wörter

5. Pflichtmodule

Die Reihenfolge ist beliebig und hängt auch von den sprachlichen Voraussetzungen, d.h. der
Niveaustufe, des jeweiligen Kurses ab. Die Auswahl und Schwerpunksetzung bestimmt die
Lehrkraft in Abstimmung mit den Studierenden nach Wünschen, Interessen und sprachlichen
Voraussetzungen unter Berücksichtigung der Niveaustufe in dem jeweiligen Kurs.

Pflichtmodul Erläuterung/Inhalte des Pflichtmoduls


Lesetechniken kennenlernen und anwenden;
Modul 1: Verstehen von Hauptinhalten kürzerer und
a) Texte lesen, verstehen (und längerer (gesprochener) Texte; Folgen und
analysieren) Verstehen von komplexeren thematischen und
b) Hörverstehen argumentativen Zusammenhängen; Lesen,
Hören und Verstehen (und Analysieren) von
kürzeren und längeren Literatur, Sach- und
Gebrauchstexten, wie z.B. aktuellen
Zeitungsartikeln, Interviews, politischen Reden,
TED-talks etc.
Standardisierte Briefe und E-Mails
adressatengerecht formulieren, z. B.
Modul 2: Schreiben Anfragen, Bewerbungen; Inhaltsangaben zu
literarischen und nicht-literarischen Texten
verfassen; Texte zu einer Reihe verschiedener
Themen aus ihren Interessengebieten
verfassen, z. B. Erfahrungsberichte,
Geschichten, Beschreibungen,
Charakterisierungen; Berichte zu vertrauten
Themen schreiben, darin Informationen
weitergeben;
Gründe für Handlungen angeben und Stellung
nehmen; Verfassen von kritischen
Kommentaren (comment, review), Leserbriefen
(letter to the editor) und verschiedenen Sorten
von Essays (persuasive, reflective etc.);
Vermittlung von geeigneten Redemitteln zur
Meinungsäußerung
Eine kurze Geschichte, einen Artikel, einen
Modul 3: Vortrag, ein Interview oder eine
Sprechen und an Gesprächen Dokumentarsendung
teilnehmen zu vertrauten Themen einem Gesprächspartner
vorstellen und Informationsfragen dazu
beantworten; in Gesprächen und Diskussionen
den eigenen Standpunkt zum Ausdruck bringen
sowie zu den Standpunkten anderer Stellung
nehmen und höflich Überzeugungen und
Meinungen, Zustimmung und Ablehnung
ausdrücken; an Debatten und Diskussionen zu
aktuellen und kontroversen Themen teilnehmen;
eine Rede halten; Vermittlung von geeigneten
Redemitteln zur Meinungsäußerung
Unterstützung und Begleitung bei der
Modul 4: selbstständigen Themenfindung; evtl. Anleitung
Präsentieren zum Recherchieren; Vermittlung wichtiger
Redemittel; Einführung in
Präsentationstechniken sowie in die Aspekte
freies Sprechen, Mimik, Körpersprache, Stimme
etc.; Erstellen einer Gliederung; Überlegungen
zum Layout, wie z.B. Verhältnis Text-Bild;
Vermittlung der Merkmale einer gelungenen
Präsentation; Einführung in Möglichkeiten des
Feedbacks und zur Evaluation von
Präsentationen im Kurs

6. Wahlmodule
Wahlmodule können als eigenständige Unterrichtseinheiten gelehrt werden oder ganz oder
teilweise in die Pflichtmodule integriert werden, wobei auch die sprachlichen
Voraussetzungen der Studierenden des jeweiligen Kurses sowie ihre
Interessenschwerpunkte ausschlaggebend sind. Sie sind nicht in einer bestimmten Anzahl
verpflichtend vorgeschrieben, sondern sollen vielmehr als zusätzliche, den Unterricht
bereichernde, Aspekte und Ideen betrachtet werden.

Wahlmodul Erläuterung des Wahlmoduls


Auswahl einer geeigneten Lektüre, je nach
Niveaustufe; evtl. Einführung in Analyse
Wahlmodul 1: Lesen einer literarischen und Interpretation, auch kombinierbar mit
oder nicht-literarischen Ganzschrift Wahlmodel 2 „Filmanalyse“, Vergleich von
Roman und Film (ab A2 bzw. ab B1)

Auswahl eines geeigneten Spiel-,


Dokumentar- oder Kurzfilms, evtl.
Wahlmodul 2: Filmanalyse
Einführung in die Filmanalyse, auch
kombinierbar mit Wahlmodul 1 „Lesen einer
Ganzschrift" (ab B1/B2)
Angebote und Anregungen zu personal-
kreativen Schreibideen, auch kombinierbar
Wahlmodul 3: Kreatives Schreiben
mit Wahlmodul 1 „Lesen einer Ganzschrift“
sowie anderen Pflichtmodulen(ab A2)
Selbstständiges Arbeiten an einem Thema
freier Wahl im Rahmen einer thematischen
Wahlmodul 4: Projektarbeit
Projektreihe; Erstellen von Plakaten,
Interviews, Videos, Kurzfilmen o.ä. (ab A2)
Einführung in Fachsprache, Fachvokabular
und aktuelle Themen des Business English
Wahlmodul 5: Business English
(ab B1/B2)

7. Fachspezifische Operatoren
7.1. Liste der Operatoren für Klausuren und Arbeitsaufträge (ab B1, wenn nicht
anderweitig ausgewiesen)

7.1.1. Kompetenzbereich „Schreiben“

Operator Erläuterung Illustrierendes Aufgabenbeispiel


analyze, describe and explain in detail Analyze the way(s) in which
examine atmosphere is created.
(AFB III) Examine the opposing views on
social class held by the two
protagonists.
assess, express a well-founded opinion on Assess the importance of learning
evaluate the nature or quality of sb./sth. languages for somebody’s future.
(AFB III) Evaluate the success of the steps
taken so far to reduce pollution.
give/write a provide a thorough analysis of a Give a characterization of the
characterization of character protagonist in the excerpt given.
(ab A2) (AFB I-II)
comment (on) state one’s opinion clearly and Comment on the writer’s view on
(AFB III) support one’s view with evidence gender roles.
or reason
compare (ab A2) show similarities and differences Compare the opinions on education
(AFB II-III) held by the experts presented in the
text.
describe (ab A2) give a detailed account of what Describe the soldier’s appearance.
(AFB I-II) sb./sth. is like
discuss give arguments or reasons for and Discuss whether social status
(AFB III) against; especially to come to a determines somebody’s future
wellfounded conclusion options.
explain (ab A2) make sth. clear Based on the text on environmental
(AFB II-III) policy explain the principle of waste
separation in Germany.
illustrate (ab A2) use examples to explain or make Illustrate the way in which school life
(AFB II-III) clear in Britain differs from that in
Germany.
interpret explain the meaning or purpose of Interpret the message of the cartoon.
(AFB III) sth.
outline give the main features, structure or Outline the writer’s views on love,
(AFB I-II) general principles of sth. marriage and divorce.
point out, state (ab A2) present the main aspects of sth. Point out the author’s ideas on…
(AFB I-II) briefly and clearly State your reasons for applying for a
high school year.
Present give a concise account of the main For an international school project in
(AFB II-III) points or ideas of a text clarifying the EU, present the relevant
culture-related aspects if necessary information on the image of
migrants in German media in a
formal email.
summarize, sum up give a concise account of the main Summarize the text.
(ab A2) points or ideas of a text, issue or Sum up the information given about
(AFB I-II) topic green energy.
write (+ text type) produce a text with specific Write the ending of a story / a letter
(ab A2) features to the editor, etc.
(AFB I-III)

7.1.2. Kompetenzbereich „Hörverstehen“ (ab A2)

Operator Illustrierendes Aufgabenbeispiel


complete, Complete the sentences below using 1 to 5 words.
fill in Fill in the missing information using about 1 to 5 words.
(AFB I-II)
list, List the most important aspects mentioned in the discussion.
name (AFB I)
Match Match each person with one of the pictures. There is one more picture than
(AFB I-II) you need.
state (AFB II) State the ideas supported by speaker A.
tick (AFB I) Tick the correct answer.

8. Bewertungskriterien
8.1. Klausuren
Es sind pro Semester mindestens zwei (schriftliche) Klausuren verbindlich. Die zeitliche
Länge soll bei mindestens einer Klausur pro Semester 90 Minuten betragen

Pro Semester kann eine Klausur auch als Präsentation erfolgen, insbesondere in den
Niveaustufen ab B1. Eine Präsentationsleistung als gleichgestellte Leistung entspricht den
Anforderungen einer Klausur hinsichtlich des Anforderungsniveaus und der Komplexität.
8.2. Laufende Kursarbeit
Die laufende Kursarbeit in allen Niveaustufen umfasst alle Aspekte der mündlichen und
schriftlichen Mitarbeit außerhalb der Klausuren. Die laufende Kursarbeit geht zu 50 % in die
Gesamtnote ein. Die Studierenden werden zu Beginn des Semesters über diese Regelung
informiert und erhalten regelmäßig Rückmeldungen über ihren Leistungsstand.

9. Die mündliche Feststellungsprüfung


Das Fach Englisch ist ausschließlich ein mündliches Prüfungswahlfach und kann ab der
Niveaustufe A2 als mündliches Prüfungsfach gewählt werden.
Die insgesamt 20-minütige mündliche Prüfung, die aus zwei verschiedenen Prüfungsteilen
von jeweils 10 Minuten besteht, überprüft die kommunikative Kompetenz der Studierenden
und richtet sich nach dem Stoff der zwei Semester. Die Studierenden sollen zeigen, dass sie
in der Lage sind, ihrem sprachlichen Niveau angemessene Materialien zu verstehen, zu
bearbeiten und im Prüfungsgespräch mit angemessenen sprachlichen Mitteln zu diskutieren
und zu präsentieren.

Die Prüfungen bestehen dabei jeweils aus zwei Teilen. Der erste Teil kann ein
Prüfungsgespräch über die in der Vorbereitungszeit bearbeiteten Materialien zu einem
landeskundlichen Thema/einer Lektüre sein (vgl. oben Schwerpunktthemen) oder eine
visuell gestützte Präsentation des Prüflings über ein selbstgewähltes Thema. Der zweite Teil
ist entweder ein Prüfungsgespräch über ein weiteres, dem Prüfling bekanntes, Thema oder
ein Hörverstehenstext, zu dem Fragen beantwortet werden müssen.

Die Bewertung erfolgt anhand der Anforderungen des jeweiligen Niveaus des Europäischen
Referenzrahmens. Dabei werden die Verständlichkeit der Aussagen sowie die
Vollständigkeit und Genauigkeit und der erfassten Informationen aus den Vorlagen, die
Analyse der Vorlage bzw. der selbständige Zugriff zum Thema berücksichtigt. In die
Bewertung werden auch der Umfang des Wortschatzes, die Treffsicherheit und die
Flexibilität in der Wortwahl sowie die Verknüpfung von Sätzen zu längeren Äußerungen
einbezogen. Ebenso sind sprachliche Klarheit, gedankliche Stringenz und die Fähigkeit zur
Interaktion mit der prüfenden Lehrkraft bzw. den anderen Prüfgruppenmitgliedern Faktoren in
der Bewertung der mündlichen Leistung.

Neben der sprachlichen Leistung fließt insbesondere in den höheren Niveaustufen ab B1


auch die inhaltliche Leistung mit ein, d.h. die Studierenden sollen zeigen, dass sie
Kenntnisse über das der Prüfung zugrunde liegende Thema haben und diese angemessen
mit den Materialien verknüpfen können. Bei der Bewertung hat die sprachliche Leistung
jedoch ein etwas höheres Gewicht als die inhaltliche.

10. Einbettung in die Digitalisierung

Der Englischunterricht nutzt und fördert einen kritischen, den Sprachkenntnissen der
Studierenden angemessenen Gebrauch digitaler Medien, die als sinnvolle Ergänzung in den
Unterricht integriert werden. So kann z.B. die Nutzung verschiedener Apps oder eines
digitalen Lehrwerks, gerade in der unteren Niveaustufe, zur Motivationsförderung und zum
Lernerfolg beitragen. Auch den Studierenden bereits bekannte Formate, wie z.B. online-
Artikel, Videos auf youtube oder TED-talks etc. können und sollten in den Unterricht
miteinbezogen werden, um thematische Schwerpunkte zu vertiefen. Die jeweils
unterrichtende Lehrkraft trifft dabei, je nach Niveaustufe, eine geeignete Auswahl.

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