ESt 2024
ESt 2024
2. Lenkungsfunktion:
Steuern können zb dazu dienen, umweltpolitische Ziele (Verminderung von Luftschadstoffen, Förderung
von Energiemaßnahmen) oder sozialpolitische Ziele (geringere Besteuerung von Familien) zu erreichen.
Durch Steuerbegünstigungen können Unternehmer auch zu zusätzlichen Investitionen oder zur Einstel-
lung zusätzlicher Mitarbeiter angeregt werden (durch Prämie, Steuerfreibeträge..)
3. Umverteilungsfunktion:
auch die Einkommen können durch die Steuern teilweise umverteilt werden: zb. Wenn jemand, der we-
nig verdient, 0% ESt zahlt, und jemand der mehr als 60.000,- verdient für den über 60.000,- hinausge-
henden Teil 50% Est zahlen muss – sog. progressiver Steuertarif. So werden Personen mit höherem Ein-
kommen prozentuell starker mit Steuern belastet als Personen mit niedrigem Einkommen.
1 DEFINITION:
Damit ein Staat seine Aufgaben erfüllen kann braucht er Einnahmen.
Steuern: Zwangsabgaben an den Staat ohne persönliche Gegenleistung (Finanzierung von Schulen, Ver-
kehrswegen, etc)
Gebühren: Zahlungen für bestimmte Leistungen, die vom Steuerpflichtigen unmittelbar in Anspruch ge-
nommen werden können. (zB. Ausstellung eines Reisepasses oder Führerscheins)
Beiträge: Werden von Körperschaften des öffentlichen Rechts eingehoben. (Beträge zur [Link].)
o Direkte Steuern: Steuerträger und Steuerschuldner sind eine Person (zB. ESt)
o Indirekte Steuern: Steuerträger und Steuerschuldner sind verschiedene Personen (Ust.: Steuerschuld-
ner = leistender Unternehmer, Steuerträger = Letztverbraucher)
o Personensteuern: (Subjektsteuern) Die Höhe hängt von den persönlichen Verhältnissen des Steuer-
pflichtigen ab. (Einkommen EST)
o Sachsteuern: (Objektsteuern) Die Höhe hängt von der erbrachten Leistung oder Sache ab. (Umsatz
durch Verkauf USt)
o Veranlagte Steuern: Aufgrund der Steuererklärung setzt das FA die Steuer für ein best. Jahr fest (zB.
ESt)
o Selbstbemessungssteuern: Müssen vom Steuerpflichtigen selbst errechnet und an das Finanzamt ent-
richtet werden. (zB. Umsatzsteuer, Lohnsteuer)
Die Einkommensteuer ist eine direkte Personensteuer die der Veranlagung unterliegt.
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EINKOMMENSTEUER
2 EINKOMMENSSTEUER (EST)
Die ESt ist in Österreich nach dem EStG geregelt.
Die Festsetzung der ESt erfolgt aufgrund einer Steuererklärung. Bis zur Erlassung des Bescheids sind Voraus-
zahlungen zu leisten.
Für Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit wird die Einkommensteuer durch den AG einbehalten und an das
Finanzamt abgeführt (Lohnsteuer).
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EINKOMMENSTEUER
Für Einkünfte, die unter keine der 7 Einkunftsarten fallen, ist keine Est zu zahlen zb.:
Zu den betrieblichen Einkünften zählen die Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, Einkünfte aus selbständiger
Arbeit und aus Gewerbebetrieb.
Da bei diesen Einkünften der Gewinn ermittelt wird, heißen sie „Gewinneinkünfte“.
Zu den außerbetrieblichen Einkünften zählen die Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit, aus Kapitalvermögen,
aus Vermietung und Verpachtung und sonstige Einkünfte.
Die Ermittlung der Einkünfte erfolgt durch die Berechnung des Überschusses der Einnahmen über die Werbungs-
kosten. Deshalb nennt man sie „Überschusseinkünfte“.
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EINKOMMENSTEUER
Betriebseinnahmen
- Betriebsausgaben
- AfA (Abschreibung für Abnutzung)
GEWINN
Betriebseinnahmen sind alle Zuflüsse von Geld, die durch den Betrieb veranlasst sind (zb. Preis von Waren, die
ein Unternehmer verkauft)
Betriebsausgaben sind Aufwendungen und Ausgaben, die durch den Betrieb veranlasst sind (Miete, Gehälter..)
Unternehmen können bei der Gewinnermittlung als Betriebsausgabe einen Gewinnfreibetrag abziehen:
Gewinnfreibetrag
€ 0,00 € 33.000,00 15 %
€ 33.000,00 € 178.000,00 13 %
€ 178.000,00 € 353.000,00 7%
€ 353.000,00 € 583.000,00 4,5 %
[Link] Werbungskosten
Werbungskosten sind Aufwendungen, die bei der Ermittlung der außerbetrieblichen Einkunftsarten von den
Einnahmen abgezogen werden.
Werbungskosten fallen aufgrund der beruflichen Tätigkeit an. D.h. es sind Ausgaben, die zur Erhaltung, Siche-
rung einer Einkunftsquelle dienen.
In der Lohn-/Gehaltsverrechnung wird automatisch ein jährliches Pauschale von € 132,- berücksichtigt. Was
darüber hinaus geht, können Sie abschreiben.
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EINKOMMENSTEUER
Voraussetzung für die Absetzbarkeit für berufsbildende Schulen ist, dass sie neben einem bereits ausge-
übten Beruf besucht werden und dass die Ausbildung für diesen Beruf benötigt wird.
Für Ferialpraktikanten oder Schulabgänger stellen diese Kosten daher keine Werbungskosten dar.
Arbeitsmittel (= Wirtschaftsgüter, die überwiegend zur Ausübung eines Berufes verwendet werden)
Werkzeuge, Computer, Arbeitskleidung etc., so sie der AG nicht zur Verfügung stellt
Bekleidungsaufwand: als Werbungskosten nur, wenn typische Berufskleidung oder Arbeitsschutzkleidung.
Bsp. Uniformen, Arbeitsmäntel, Schutzhelme, weißer Mantel, Leinenhose eines Arztes, Kostüme von
Schauspielern.
Bekleidung, die üblicherweise auch außerhalb der beruflichen Tätigkeit getragen wird, kann nicht zu
Werbungskosten führen.
Arbeitszimmer: Aufwendungen dafür einschließlich Einrichtung sind nur dann abzugsfähig, wenn es aus-
schließlich beruflich genutzt wird und den Mittelpunkt der gesamten beruflichen Tätigkeit bildet. – zb. bei
Heimarbeitern, Heimbuchhaltern.
Nicht so zb bei Lehrern, Richtern, Politkern oder Vertretern
Mobiltelefone (Handy): auch Gesprächsgebühren können abgesetzt werden. Ein Privatanteil muss (im
Zweifel vom FA) geschätzt und abgezogen werden.
Computer (PC, Laptops). Es muss ein beruflicher Zusammenhang gegeben sein. Die Finanz nimmt in der
Regel 60% berufliche Nutzung an.
Alle mit dem Betrieb des Computers verbundenen Aufwendungen (Rohlinge, Software, Papier usw.) sind
auch abzuschreiben.
Vorstellungsgespräch: Die Kosten für die Anreise sind absetzbar (nicht aber jene für neue Kleidung).
Aufwendungen bei denen keine klare Trennung zwischen geschäftlichem und privatem Nutzen möglich ist
(z.B. gemischte Reisen wie Tagungen kombiniert mit Bademöglichkeit)
Pendlerpauschale
AN, die täglich an den Arbeitsplatz pendeln müssen, können das Pendlerpauschale beantragen. Die Höhe ist
abhängig von der Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte und davon, ob die Benützung eines öffent-
lichen Verkehrsmittels möglich / zumutbar ist.
Fährt kein öffentl. Verkehrsmittel oder ist die Wegzeit unzumutbar lang, erhält man das große Pendlerpau-
schale, sonst das kleine Pendlerpauschale gestaffelt nach Entfernung.
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EINKOMMENSTEUER
Ausgaben für die Fahrt zwischen Arbeitsplatz und Wohnung werden prinzipiell mit dem Verkehrsabsetzbetrag
abgegolten. Unter bestimmten Voraussetzungen besteht zusätzlich Anspruch auf Pendlerpauschale, die als Wer-
bungskosten berücksichtigt werden kann.
Der Pendlereuro
Wer Anspruch auf das Pendlerpauschale hat, kann sich zusätzlich einmal im Jahr (!) einen € pro km des Hin-
und Retour-Arbeitsweges von der Steuer abziehen lassen.
a. kleine Pendlerpauschale,
Voraussetzung: Die einfache Fahrstrecke von der Wohnung zur Arbeit beträgt mehr als 20 Kilometer; die
Benutzung eines Massenverkehrsmittels ist zumutbar.
b. große Pendlerpauschale
Voraussetzung: Die einfache Fahrstrecke von der Wohnung zur Arbeit beträgt mehr als 2km und die Benüt-
zung eines öffentlichen Verkehrsmittels ist unzumutbar.
Eine Unzumutbarkeit liegt vor
bei einer Gehbehinderung,
wenn auf der überwiegenden Strecke kein öffentliches Verkehrsmittel fährt,
wenn die Wegzeit hinsichtlich der Dauer nicht zumutbar ist.
2.3.1 Sonderausgaben
sind Ausgaben, die dem Privatbereich des Steuerpflichtigen zuzurechnen sind, jedoch vom Gesetzgeber für die
Berechnung der ESt ausdrücklich als einkommensmindernd zugelassen wurden.
Allgemein werden automatisch 60 EUR als Sonderausgaben in der Lohnverrechnung berücksichtigt.
Die wichtigsten Sonderausgaben sind:
Bestimmte Renten
Kirchenbeiträge – bis zu 400 Euro
Steuerberatungskosten
Spenden an bestimmte Forschungsinstitutionen, humanitäre Einrichtungen (Katastrophenhilfe), für
Umwelt, Naturschutz, für Tierheime, für freiwillige Feuerwehren
Kirchenbeiträge und Spenden sind vom Empfänger dem FA zu melden, diese werden dann automatisch bei der
Steuerberechnung berücksichtigt.
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EINKOMMENSTEUER
2.3.3 Steuertarif
Für ein Einkommen bis 11.693 Euro pro Jahr sind keine Steuern zu bezahlen.
Für Einkommen ab 11.693 Euro pro Jahr gibt es ab der Veranlagung für 2023 folgende Tarifstufen:
Einkommensteuersätze ab 1.1.2023
Einkommensteuersätze ab 1.1.2024
Einkommen Steuerprozentsatz
von bis Differenz
€ 0,00 € 12.816,00 0%
€ 12.816,00 € 20.818,00 20 % 8.002,00
€ 20.818,00 € 34.513,00 30 % 13.695,00
€ 34.513,00 € 66.612,00 40 % 32.099,00
€ 66.612,00 € 99.266,00 48 % 32.654,00
€99.266,000 € 1.000.000,00 50 % 900.734,00
ab € 1.000.000,00 55 %
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EINKOMMENSTEUER
2.3.4 Absetzbeträge
Absetzbeträge werden für bestimmte persönliche Verhältnisse gewährt (z. B. für Alleinverdiener/-erzieher).
Im Gegensatz zu Sonderausgaben und außergewöhnlichen Belastungen mindern sie direkt die Steuer, weil sie
nach Anwendung der Steuerberechnung abgezogen werden.
Von der berechneten Steuer können nach Anwendung des Tarifs folgende Absetzbeträge abgezogen werden:
Familienbonus Plus
■bis zum vollendeten [Link] € 2.000,00 pro Kind und pro Jahr und
■danach € 700,00 pro Kind und pro Jahr.
AVAB/AEAB
Mit einem Kind € 572,–/Jahr
Mit zwei Kindern € 774,–/Jahr
Für jedes weitere Kind jeweils € 255,–/Jahr
1. Frau Huber erzählt ausschließlich Einkünfte aus dem Handelsunternehmen. Diese Einkünfte zählen zu den
Einkünften aus Gewerbebetrieb.
Ihre Betriebseinnahmen betrugen € 158.700,-, die Betriebsausgaben € 113.750,-. Von diesem Einkommen
ist nun die Steuer zu berechnen:
Betriebseinnahmen € 158.700,00
Betriebsausgaben - € 113.750,00
Gewinn € 44.980,00
13 % Gewinnfreibetrag -€ 5.847,40
Einkünfte aus Gewerbebetrieb € 39.132,60
Sonderausgabenpauschale -€ 60,00
Außergewöhnliche Belastungen € 0,00
Einkommen (= Bemessungsgrundlage) € 39.072,60
Einkommen 2024
von bis Steuerprozentsatz Steuerbetrag
€ 0,00 € 12.816,00 0%
€ 12.816,00 € 20.818,00 20 % € 1.600,40
€ 20.818,00 € 34.513,00 30 % € 4.108,50
€ 34.513,00 € 66.612,00 40 % 1) € 1.823,84
Einkommensteuer lt. Tarif € 7.532,74
1)
(34.513,00-39.072,60)
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EINKOMMENSTEUER
2. Herr Huber hat ein Architekturbüro. Die Honorare, die er voriges Jahr bekam, betrugen 281.600,--. Seine
Betriebsausgaben für Miete, Gehälter, Fahrten zu den Baustelle und und sonstigen Zahlungen betrugen
198.340,--.
Daneben unterrichtete er auf einer FH, dafür erhielt er letztes Jahr 11.500,--. Für Bücher und Kurse bezahlte
er 1.650,--.
Zusätzlich vermietet er eine Wohnung, der Mieter ist im Mai ausgezogen, dafür erhielt er 4.900,--. Damit er
die Wohnung wieder vermieten kann, ließ er sie herrichten – Kosten von 7.580,--. Er war vergangenes Jahr
krank und musste einen Teil der Kosten selbst tragen. Dafür kann er 9.500,- als außergewöhnliche Belas-
tungen geltend machen. Seine Frau führt den Haushalt und hat kein Einkommen; es gibt einen gemeinsa-
men 16-jährigen Sohn.
Sonderausgabenpauschale -€ 60,00
Außergewöhnliche Belastungen -€ 9.500,00
Einkommen (= Bemessungsgrundlage) € 70.046,20
Einkommen 2024
von bis Steuerprozentsatz Steuerbetrag
€ 0,00 € 12.816,00 0%
€ 12.816,00 € 20.818,00 20 % € 1.600,40
€ 20.818,00 € 34.513,00 30 % € 4.108,50
€ 34.513,00 € 66.612,00 40 % € 12.839,60
€ 66.612,00 € 99.266,00 48 %1) € 1.648,62
Einkommensteuer lt. Tarif € 20.196,92
1)
(66.612,00-70.046,20)
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EINKOMMENSTEUER
Setzt man die bezahlte Steuer in ein Verhältnis zum gesamten Enkommen, kann man die Steuer berechnen,
mit dem das Einkommen im Durchschnitt belastet wird:
Die Art der Berechnung der Einkommensteuer hängt von der Einkunftsart ab:
Die KESt wird auf Kapitalprodukte eingehoben - 25 % (v. a. Bankzinsen) bzw. 27,5 % (sonstige, z. B. Dividenden)
Die KÖ GmbH schüttet 2024 an seine Gesellschafter 20.000,- Gewinn aus. Die KESt beträgt 27,5% von 20.000,-
= 5.500,-, die von der GmbH an das Finanzamt abgeführt werden. An die Gesellschafter werden 14.500,-
Gewinnanteil ausbezahlt.
Die Est wird im Wege der Veranlagung eingehoben, dh Einkommensteuerpflichtige müssen dem FA eine
Steuererklärung übermitteln.
Diese muss bis spätestens 30.6. elektronisch beim FA eingebracht werden. Das FA berechnet daraufhin die zu
bezahlende EST und schreibt sie der steuerpflichtigen Person vor.
Jeder Einkommensteuerpflichtige hat zum 15.2., 15.5., 15.8. und 15.11. eine Vorauszahlung auf die
Einkommensteuer zu leisten. Diese Vorauszahlungen werden dann mit der vom FA berechneten Steuer
gegengerechnet.
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EINKOMMENSTEUER
3.5.3. Körperschaftssteuer
Die erwirtschafteten Gewinne von juristischen Personen (z.B. AG´s, GmbH’s, Vereine ) unterliegen der KöSt.
Bemessungsgrundlage ist der über die Bilanz bzw. GuV-Rechnung ermittelte Unternehmensgewinn, d.h. be-
steuert wird das Einkommen, das die Körperschaft innerhalb 1 Jahres bezogen hat.
Das von einer Körperschaft erzielte Einkommen wird auf 2 Ebenen besteuert. Zunächst sind 23 % KÖSt zu ent-
richten. Wird der bereits mit der KÖSt belastete Gewinn an die Gesellschafter ausgeschüttet, unterliegt er der
ESt in Form der KESt. Sie beträgt 27,5 % und wird von der Körperschaft einbehalten, womit die Steuerpflicht
endgültig abgegolten ist (Endbesteuerung).
Gewinn 100,-
KÖSt 23 % - 23,-
Gewinn nach Körperschaftsteuer 77,-
KESt 27,5 % - 21,18
Ausschüttung nach Steuern 55,82
Drückt man das als Prozentsatz des Gewinns aus, errechnet sich:
Steuerbetrag 44,18
Gewinn 100,- = 44,18%
Für AG´s und GmbH´s besteht eine Mindestkörperschaftsteuer von 5% des Mindestkapitals, d.h. auch bei
einem Verlust müsste das Unternehmen Steuern zahlen.
Bestimmte Kapitalerträge sind mit der Kapitalertragsteuer (KESt) endbesteuert. Endbesteuert bedeutet,
dass mit dem Abzug der Kapitalertragssteuer die Einkommensteuer als abgegolten gilt- d.h. alle Steuer-
pflichten gelten als abgegolten. Der Empfänger der endbesteuerten Kapitalerträge muss diese nicht mehr
in der jährlichen Steuererklärung deklarieren.
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EINKOMMENSTEUER
Zb. ein Unternehmen schüttet eine Dividende von 18.000,- an Frau XY aus. Sie bezieht auch 7.000,- Einkünfte
aus Vermietung und Verpachtung. Welche Steuern fallen für sie an?
Die Einnahmen aus der Dividende unterliegen der KESt und sind endbesteuert, d.h. dass mit der Abfuhr der
KESt die Einkommensteuerschuld abgegolten ist und die Einkünfte nicht mehr in die Steuererklärung aufge-
nommen werden müssen.
Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung zählen zu den außerbetrieblichen Einkünften. Der jährliche
Überschuss der Einnahmen über die Werbungskosten muss in der Steuererklärung ausgewiesen werden.
Falls Frau XY keine zusätzlichen Einkünfte aus anderen Einkunftsarten erzielt, muss sie keine weiteren Steu-
ern bezahlen, da der Gesamtbetrag der Einkünfte weniger als 11.000,- beträgt.
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