Albert-Schweitzer-Schule Sinsheim
Fachschule für Organisation und Führung
Sozialpädagogik
Hausarbeit zum Thema
Einarbeitungsplan für eine/n neue/n Mitarbeiter/in
Vorgelegt von: Margit Nagy
Obere Weinbergstr. 13
69256, Mauer
Abgabedatum: 23.07.2024
Bei: Anja Knepple
Margit Nagy Juli 2024
SozPäd
Herzlich willkommen
Die Kindertageseinrichtung „Kinderreich“ in Zuzenhausen ist Dein zukünftiger Arbeitsplatz. Wir
freuen uns darauf, Dich in unserer Mitte begrüßen zu dürfen.
Unser Ziel ist es den neuen KollegInnen die Struktur des Hauses zu zeigen, Orientierungshilfe
und Sicherheit in der Einarbeitungsphase zu geben. Wir möchten dadurch bewirken, dass alle
ihre Stärken entfalten können und eigenverantwortlich Aufgaben übernehmen. Die Einarbeitung
wird von der Leitung und der Gruppenkollegin übernommen. Du darfst Dich aber natürlich an
alle KollegInnen mit deinen Fragen wenden.
Nimm dir also Zeit die Einrichtung, die KollegInnen und die Familien kennenzulernen und
wende dich mit alle deinen Fragen an das Team.
Wir wünschen Dir eine schöne Zeit bei uns und eine gute Zusammenarbeit.
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Einarbeitungsplan
Name:______________________________
Funktion:____________________________
Eintritt:______________________________
Ende Einarbeitungszeit:_________________
1. Zwischen dem Einstellungsgespräch und dem ersten Arbeitstag
Was Wer Erledigt
Absprache und Festlegung Dienstplan Leitung
Erläuterung erster Tag und erste Woche Leitung
Ferienplan/ Schließtage, Termine und Leitung
Teamsitzungen
Team, Kinder und Eltern informieren Leitung
Steckbrief Vorbereiten MitarbeiterIn
Foto für die Pinnwand MitarbeiterIn
Offene Fragen MitarbeiterIn
2. Am ersten Arbeitstag
Was Wer Besprochen am
Begrüßung und Vorstellung der KollegIn Leitung
Begehung des gesamten Hauses KollegIn
Schlüsselübergabe Leitung
Steckbrief MitarbeiterIn
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Vorstellung in der Gruppe und bei den Eltern MitarbeiterIn, KollegIn
Krankmeldung Leitung
Kurzes Gespräch am Ende des Tages und Leitung Termin:
Vereinbarung eines weiteren Gesprächs
nach ca. 2 Wochen
3. Das erste Einarbeitungsgespräch
Was Wer Besprochen am
Die Einrichtung betreffend Leitung
Protokolle der Dienstbesprechung,
Beschlüsse, Regeln und verbindliche
Absprachen
Urlaub, Mehrarbeit, Verfügungszeit
Telefonliste
Fortbildung
Mitarbeitergespräche
Infos im Personalraum
Hygieneplan, Schutzkonzept, Konzeption,
Unfallvorschriften, Brandschutz
Aufgaben und Regeln im Haus
Korrekte Meldung am Telefon
Wie funktioniert die Tür
4. In der ersten Woche
Was Wer Besprochen am
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Die Gruppe betreffend
Erste Hilfe Material KollegIn
Tages, Wochenablauf
Regeln, Rituale
Geburtstage
Allergieliste, Telefon- und Adressenliste
Bezugskinder
Material und Bestellung
Dokumentationsformen
Fach für Unterlagen und Nachrichten
Wickelkinder
Platz für: Handtücher, Seife,
Toilettenpapier…
Reinigungskraft
Putzkammer und Putzmittel
KollegIn
Waschraum: Waschmaschinen und Trockner
Lager im Keller und OG.
Portfolioarbeit KollegIn
5. Nach ca. zwei Wochen
Rückmeldungen Wer Besprochen am
Wie ist die erste Zeit verlaufen? Leitung
Was ist gut, was könnte versbessert werden?
Welche Unterstützung, Information wird noch
gebraucht?
Offene Fragen
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Vereinbarung eines nächsten Termins nach Termin:
ca. zwei Monaten
Erwartungen
6. Während der Einarbeitungsphase
Was Wer Besprochen am
Einführung in die Konzeption Leitung und Team
Neuaufnahme/Eingewöhnungskonzept
Ernährung
Bewegung
Musisch-kreativer Bereich
Bild vom Kind
Zusammenarbeit mit Familien
Kooperationen Leitung
Küche/Hauswirtschaftlicher Bereich Hauswirtschaftskraft
Ablauf Essen, Spülmaschine KollegIn
Inklusion Leitung
Raumbelegung KollegIn
Stellenbeschreibung, Aufgaben Leitung
Sind die Aufgaben klar?
Wo wird Unterstützung benötigt?
Welche Erfolgserlebnisse gab es bisher?
Bist Du angekommen?
Was ist zu verbessern?
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Ideen, Vorschläge, Kritik
Offene Fragen, Erwartungen
Vereinbarung eines nächsten Termins kurz Termin:
vor Beendigung der Probezeit
7. Probezeitgespräch
Was Wer Besprochen am
Wie verlief die Einarbeitung, die Probezeit? Leitung
Einschätzung Deiner Arbeit
Kontakt zu Vorgesetzten und KollegInnen
Ziele
Erwartungen
Ideen, Vorschläge, Kritik
Nach Beendigung der Probezeit wird der Leitfaden von der MitarbeiterIn und der Leitung
unterschrieben und beide bekommen eine Kopie.
____________________ _____________________ _____________________
Datum, Ort MitarbeiterIn Leitung
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Wissenswertes
Steckbrief
Sollte am ersten Arbeitstag mitgebracht werden. Folgende Punkte sind wichtig: Name, Gruppe,
Ausbildung, pädagogische Schwerpunkte und Foto.
Krankmeldung
Wenn man merkt, dass man krank wird und am nächsten Tag nicht zur Arbeit kommen kann,
dann sollte man sich bestenfalls schon am Abend per E-Mail melden. E-Mail an
[email protected] und [email protected]. Morgens einfach nochmals anrufen
im Kindergarten.
Wenn man morgens merkt, man ist krank und kann nicht arbeiten, dann direkt eine E-Mail
schreiben und anrufen (gerade der Frühdienst), sodass man kurzfristig umplanen kann.
Gesundmeldung oder weitere Krankmeldung ebenso per E-Mail bzw. per Anruf bis ca. 14:00
Uhr. So kann man weiterplanen, ob die Person wieder da ist oder weiterhin krank.
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Aufgrund des aktuellen Personalmangels im pädagogischen Bereich und der allgemein hohen
Krankenstände, ist es schwierig passendes Fachpersonal zu finden. Es ist wichtig, dass sich
neue Mitarbeiter von Anfang an willkommen und unterstützt fühlen. Für viele Fachkräfte ist ein
Einarbeitungsplan und Reflexionen in der Einarbeitungszeit wichtig. Mit einer strukturierten
Einarbeitung kann man als Arbeitgeber für sich werben.
Eine Einarbeitung neuer Mitarbeiter ist wichtig, da das Unternehmen möchte, dass die neuen
Mitarbeiter möglichst schnell ihre volle Leistungsfähigkeit erreichen. Hierfür brauchen neue
Mitarbeiter eine Richtlinie, Klarheit über die Aufgaben, ein Bewusstsein über die Regeln im
Unternehmen und Sicherheit. Man kommt schneller und besser im Unternehmen an. Ein
Einarbeitungsplan gibt einen bestimmten Zeitrahmen vor und erleichtert dadurch den Einstieg
für den neuen Mitarbeiter.
Durch die vielen Reflexionsgespräche, die ich in meinen Einarbeitungsplan eingeplant habe,
wird eine Kündigung in der Probezeit und Unsicherheiten vermieden.
„Bereits bei der Einarbeitung neuer Mitarbeiter entscheidet sich oftmals, ob diese im
Unternehmen bleiben. Wer einen schlechten Onboarding-Prozess erlebt, sucht sich doppelt so
häufig einen neuen Job. Das ergab eine Umfrage von Digitate, einem Anbieter von IT-
Automatisierung und Künstlicher Intelligenz (KI), unter 1.500 Angestellten in Unternehmen mit
mehr als 500 Mitarbeitern. Nach den ersten Arbeitstagen würde jeder Fünfte (21,6 Prozent)
seinen neuen Arbeitgeber nicht weiterempfehlen. Etwa genauso viele Befragte (22 Prozent)
gaben an, nicht über weitere Schritte des Onboarding-Prozesses Bescheid zu wissen.“1
Der neue Mitarbeiter fühlt sich durch eine gut geplante Einarbeitung wertgeschätzt, unterstützt
und wahrgenommen. Er lernt die spezifischen Abläufe kennen, bekommt alle notwendigen
Informationen und lernt die KollegInnen kennen.
Bei meinem Plan habe ich darauf geachtet, dass der neue Mitarbeiter viel Kontakt zur Leitung
hat, damit sie sich kennenlernen können und gegenseitige Erwartungen besprechen können.
Die Phasen habe ich flexibel gestaltet, da der Alltag in einer Kindertageseinrichtung manchmal
unvorhersehbar ist und man sich nicht immer aus dem Gruppengeschehen herausziehen kann.
Außerdem wird der neue Mitarbeiter nicht durch zu viele Informationen und Aufgaben in der
Anfangszeit überfordert. In der Tabelle soll man protokollieren, wann die entsprechende
Information weitergegeben wurde. Am Ende der Probezeit unterschreiben Leitung und
MitarbeiterIn den Plan bestätigend, dass alle wichtigen Informationen weitergegeben und
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verstanden wurden. Außerdem wird jedes Einarbeitungsgespräch protokolliert und in der Akte
abgeheftet.
Durch diesen Plan kann Unzufriedenheiten vorgebeugt werden. Einerseits durch die Klarheit
der Regeln und Erwartungen an den neuen Mitarbeiter. So kennt er seine Aufgaben und kann
diese erledigen. Zweitens kann die Leitung beobachten, wo die Stärken und Schwächen des
Mitarbeitenden liegen und somit gezielt Unterstützung geben, wo diese benötigt wird. Ganz
nach dem Motto: „Stärken stärken, Schwächen schwächen“. Insbesondere im
Mitarbeitergespräch kann durch ein gezieltes Lob unter Nennung der Stärken die intrinsische
(innere) Motivation des Mitarbeiters durch Anerkennung und Wertschätzung gesteigert werden.
Schon bevor, der neue Mitarbeiter in die Einrichtung kommt, werden Punkte wie die
Ankündigung bei den Eltern Kindern und KollegInnen oder Foto/ Steckbrief aushängen erledigt.
Alle wichtigen Unterlagen wie Ferienplan, Terminübersicht, Stundenzettel, Aufgabenlisten,
Brandschutzplan, Teambesprechungen werden als Anhang mit dem Einarbeitungsplan
mitgegeben, damit der neue Mitarbeiter sofort einen Überblick über die nächsten Termine etc.
bekommt.
Wenn Termine vereinbart werden sollen, wird der neue Termin sofort in die Tabelle
eingetragen, damit dies nicht vergessen wird.
Ich denke, dass es sich lohnt einen Einarbeitungsplan für die Einrichtung zu schreiben. Dieser
dient der Zufriedenheit aller Beteiligten und gibt eine klare Richtung vor. Die Leitung hat
dadurch einen großen Einfluss, wie die Einrichtung funktioniert und alle sind auf demselben
Stand. Wichtig ist es, den Einarbeitungsplan immer auf den neuesten Stand zu bringen. Ein
guter Einarbeitungsplan motiviert beispielsweise einen neuen Mitarbeiter durch das Erreichen
von kleinen Teilerfolgen und hält durch regelmäßige Feedbackgespräche die Leitung und den
Mitarbeiter immer auf dem aktuellen Stand zur Zielerreichung.
Ein guter Einarbeitungsplan bringt viele Vorteile für den neuen Mitarbeiter, aber auch für die
Leitung und die Einrichtung. Ein Einarbeitungsplan sollte in jeder Einrichtung als wertvolles
Instrument zur Einarbeitung genutzt werden.
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Quellen
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Anhang
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