Rollentheorie soziale Positionen
nach Ralf Dahrendorf
Dr. T. Stoy
Rollentheorie soziale Positionen
Soziale Positionen im Textbeispiel der Frau Leon nach Dahrendorfs Rollentheorie
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Rollentheorie soziale Positionen
Frau Leon hat folgende soziale Positionen inne: 1. Frau 2. Deutsche 3. Mutter 4. Sozialarbeiterin 5. Stellvertretende Vorsitzende im Verein zur Wahrung Hessischer Kultur
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Fnf allgemeinen Merkmale einer sozialen Position
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a) b)
c)
d) e)
prinzipiell unabhngig vom Einzelnen denkbar der Einzelne muss in der Regel eine Mehrzahl von Positionen einnehmen die Zahl der auf den Einzelnen entfallenden Positionen wchst mit der Komplexitt von Gesellschaften soziale Positionen selbst knnen sehr komplex sein zu jeder sozialen Position gehrt eine soziale Rolle
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Beschreibung eines Positionsfeldes
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Positionsfeld: Jede Position impliziert ein Netz mit anderen Positionen, die mit dieser verknpft sind. Beispiele: Mutter Vater, Tochter, zweiter Ehemann. Stellvertretende Vorsitzende Kassenwart, Schriftfhrer, Vereinsmitglieder. Positionsfelder sind Beziehungsrichtungen
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Positionsfeld mit fnf exemplarischen Positionssegmenten
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Sozialarbeiterin (JGH) Klient A, Anwalt B, Richter C, Amtsleiter, Kollege in der JGH
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Definition einer sozialen Rolle nach Dahrendorf
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soziale Rolle: Bndel von Verhaltenserwartungen, die in einer gegebenen Gesellschaft an die Trger von Positionen gestellt werden Die Art der Erwartung kann von zweierlei Art sein: a) Rollenverhalten: Ansprche an das Verhalten von Trgern b) Rollenattribute: Ansprche an sein Aussehen und seinen Charakter
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Rollentheorie soziale Positionen
Merkmale:
(1)
(2)
(3)
Soziale Rollen sind gleich Positionen quasi objektive vom Einzelnen prinzipiell unabhngige Komplexe von Verhaltenserwartungen Ihr besonderer Inhalt wird nicht von irgendeinem Einzelnen, sondern von der Gesellschaft bestimmt und verndert Die in Rollen gebndelten Verhaltenserwartungen begegnen dem Einzelnen mit einer gewissen Verbindlichkeit des Anspruches, so dass er sich ihnen nicht ohne Schaden widersetzen kann
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Definition von Muss-, Kann- und Sollerwartungen nach Dahrendorf
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Rollenordnung nach dem Grad ihrer Verbindlichkeit / Institutionalisierung
Art der Erwartung Positiv Mu-Erwartung Art der Sanktion Negativ Gerichtliche Bestrafung (Bsp. Betrug) Ehrliches Gebahren im Verein Beispiel (stell. Vorsitzende)
Soll-Erwartung
(Sympathie)
Sozialer Ausschluss
Aktive Teilnahme an allen Clubveranstaltungen
Kann-Erwartung
Schtzung
(Antipathie)
Freiwilliges Sammeln von Geldern usw.
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Erworbene und zugeschriebene Positionen
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Durch zwei Grundmechanismen der Gesellschaft a) Zuordnung von Positionen und Menschen
i.
ii.
iii.
Zugeschriebene Positionen (ascribed positions): Positionen, die dem Einzelnen ohne sein Zutun zufallen (Deutsche, Erwachsene) Erworbene Positionen (achieved positions): Positionen, die der Einzelne durch sein bemhen erreicht (Sozialarbeiterin, Mutter, Vereinsvorsitzende) Zugeschriebene Positionen knnen zu erworbenen Positionen werden und umgekehrt (Deutsche nach Antrag auf Einbrgerung)
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b)
Verinnerlichung nach Beobachtung, Nachahmung, Lernen
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Kritik der Rollentheorie und Fazit
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der einzelne Mensch wirkt als Befolger von gesellschaftlichen Normen und Symbolen, die scheinbar in deren Bedeutung unabhngig vom Menschen sind - gesellschaftliche Normen sind jedoch durch das Bemhen der Menschen entstanden und etabliert mssten demzufolge auch wiederum durch das Handeln der Menschen vernderbar sein - es wird noch nicht auf die Rollenausfhrung des /der Einzelnen eingegangen - kulturelle Unterschiede werden nicht einbezogen
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Soziale Rollen mssen erlernt werden, knnen sich aber auch im Laufe der Zeit wandeln. Sie zu kennen ist unabdingbar um in der Gesellschaft bestehen zu knnen.
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