APUNTES
APUNTES
1. Einführung
a. historische Einführung
b. Sprachwandel
2. Auf dem Weg zur deutschen Sprache
a. das Indogermanische
b. Germanisch
c. Beginn der deutschen Sprache
3. Perioden der deutschen Sprachgeschichte
a. das Althochdeutsche und seine Sprachdenkmäler (750-1050)
b. Mittelhochdeutsch und repräsentative Texte (1050-1350)
c. Frühneuhochdeutsch und wichtige Texte (1350-1650)
d. An der Schwelle zum Neuhochdeutschen
Man kann die Perioden der Vorgeschichte und Geschichte der deutschen Sprache, und auch der
Literatur, zu historischen Epochen in Beziehung setzen.
Mittelhochdeutsch etwa 1050 bis 1350 Hoch- und Spätmittelalter unter den Saliern,
Staufern und Habrburgern
1
1. Einführung
Historische Einführung
Das Deutsche Reich (1871) 1949: zwei deutsche Staaten Deutschland nach der
Wiedervereinigung
2
→ Ausdehnung des deutschen Sprachgebietes nach Osten bis 1880
Skript 1
I-Historia de la Lengua en el marco de la Lingüística
- synchronische Linguistik: Systemlinguistik, angewandte Linguistik
- diachronische Linguistik: Historiolinguistik (Sprachgeschichte, Prinzipen des Sprachwandels)
Synchronie und Diachronie sind zwei entgegengesetzte Perspektiven auf sprachliche Phänomene. Im
folgenden Diagramm ist die senkrechte
Achse die Zeitachse.
3
Beide Begriffe werden häufig in verschiedener Weise mißverstanden:
● Es gibt keine sychronen oder diachronen Phänomene und folglich auch kein Phänomen, das
sich nur synchron oder nur diachron linguistisch beschreiben oder erklären ließe.
● Keine der beiden Perspektiven hat Vorrang vor der anderen; sie ergänzen einander.
● Es ist nicht der Fall, daß eine linguistische Beschreibung entweder rein synchron oder rein
diachron sein müßte. Im Gegenteil, da die beiden Perspektiven einander ergänzen, kann man
nur unter beiden zusammen ein Sprachphänomen vollständig erkennen. Erforderlich ist nur,
daß man die beiden Perspektiven methodisch sauber getrennt hält.
● Synchronie ist nicht die Betrachtung einer Sprache in ihrem heutigen Zustande. Es gibt
synchrone Beschreibungen antiker Sprachstufen.
● Ebenso wenig ist die Diachronie notwendigerweise auf die Vergangenheit bezogen. Auch
eine Untersuchung, die die künftige Entwicklung einer Sprache prognostiziert, ist eine
diachrone.
● Diachronie ist nicht dasselbe wie Geschichte:
○ Eine geschichtliche oder historische Betrachtung eines sprachlichen Phänomens
setzt voraus, daß es durch Dokumente belegt ist; eine diachrone Betrachtung
erfordert lediglich eine zeitliche Dynamik. Daraus folgt, daß man auf prähistorische –
insbesondere rekonstruierte – sprachliche Phänomene eine diachrone Perspektive
nehmen kann, aber per definitionem keine historische.
○ Diachronie ist - ebenso wie Synchronie - eine systematische Perspektive, die einen
Gegenstand in einer bestimmten Hinsicht betrachtet. In der Linguistik ist das i.a. das
Sprachsystem bzw. Teile davon. Sprachgeschichte dagegen beschränkt sich gerade
nicht auf die Geschichte des Sprachsystems, sondern bezieht auch die sog. äußere
Geschichte der Sprache ein.
○ Eine historische Betrachtung setzt ein Phänomen in Beziehung zum sozialen,
kulturellen, politischen usw. Kontext und sucht es so als historisch bedingt und ggf.
einzigartig zu verstehen. Eine diachrone Betrachtung tut dies alles nicht, sondern
sucht eine sprachsysteminterne Dynamik, der das Phänomen unterworfen ist. Es gibt
diachrone Gesetze, aber es gibt keine historischen Gesetze.
2-Historia de la lengua, ¿para qué?
El estudio diacrónico de la lengua desempeñó durante mucho tiempo un papel subordinado en
relación a la descripción sincrónica. Esto cambió cuando a partir de los años 1960 el fenómeno del
cambio lingüístico suscitó cada vez más el interés de los investigadores.
La perspectiva diacrónica nos ayuda a explicar las particularidades de la lengua actual y comprender
sus tendencias evolutivas. Arroja luz sobre las aparentes incoherencias en relación a la
pronunciación, ortografía, gramática y composición de palabras. También facilita información sobre
algunas diferencias y semejanzas entre lenguas emparentadas (p.ej. alemán, inglés y sueco).
Algunos ejemplos:
- ¿Por qué se escribe “lieb” (“dienen” etc.), pero se pronuncia [i:]? ▻ “lieb” se pronunciaba
“li-eb”
- ¿Por qué es “Sonnenschein”, puesto que se trata de un sol (en singular)? ▻”Sonnen” es la
antigua forma de genitivo singular del femenino débil.
- ¿Por qué la sintaxis en alemán es a menudo más flexible que p.ej. en inglés o sueco? ▻ El
alemán ha conservado en parte el sistema flexivo del germánico, por lo cual las relaciones
entre los diferentes elementos de la frase quedan claras aun cuando la posición de las
palabras varía.
La historia de la lengua también refleja la historia de las palabras y con ella de la evolución cultural de
un pueblo. Las palabras nacen y desaparecen en estrecha relación con las épocas y costumbres, las
corrientes intelectuales, los cambios de las circunstancias vitales y de las estructuras sociales. Desde
hace más de 1200 años disponemos de documentos escritos en alemán, pero el vocabulario, al
encerrar en sí la memoria de épocas de la humanidad anteriores, carentes de testimonios escritos,
permite hacer conclusiones sobre las mismas.
4
Ejemplos:
- Freitag no significa “freier Tag” (día libre), sino que es un analogismo, que surge en el siglo
IV, del Veneris dies (latín, “día de Venus”, la diosa de la belleza y el amor en la mitología
romana): “el día de la diosa Frija” (la diosa del amor de los germanos).
- Brille: Las primeras gafas se fabricaron, en torno a 1300, de la piedra semi-preciosa Beryll
(“berilo”).
- Apfelsine (en neerlandés appelsina, ‘manzana de China’): Al norte de Alemania, las naranjas
llegaban por los puertos de Hamburgo y Ámsterdam, mientras que Italia fue el proveedor del
sur. Hasta el día de hoy, en Austria las naranjas se llaman Orangen.
- Las lenguas indogermánicas carecen de palabras para designar plantas típicas de zonas
geográficas de clima más cálido, como p.ej. Palme. De este hecho se puede deducir que la
protolengua se hablaba en zonas de climas templados.
5
Deklinationsproblem
- die systematischen Fehler von heute sind die neuen Regeln von morgen.
- im Herbst diesen Jahres / im Herbst DIESES Jahres > Analogiebildung
○ im Herbst letzten / vorigen / nächsten Jahres
○ se acaba declinando el pronombre " dieses" como el adjetivo "letztes"
- parecido con el genitivo de " die Nacht"
○ teóricamente "der Nacht "
○ el resto de partes del día son masculinas
○ así que se acaba diciendo " des Nachts"
Syntaktisch-semantikes Problem
- weil: im Mittelhochdeutsch war es ein Substantiv, das Zeitdauer bedeutete
- es hat sich in einer Konjunktion mit temporaler Bedeutung entwickelt (während)
- schließlich - kausaler Bedeutung
- Hauptsatz-Wortstellung: Woher weißt du das? / Nebensatz-Wortstellung: warum ist das so?
- Fazit: es handelt sich nicht um einen Prozess der Verwahrlosung (abandono) der Sprache,
sondern um eine langfristige Entwicklung (en camino a ser una epistemischen Konjunktion)
Wandel - wie entsteht er?
- Die Sprache muss sich ändern, um mit der Entwicklung der Welt Schritt zu halten. Aber
Veränderungen in der Welt sind für den Wandel der Sprache weder notwendig noch
hinreichend
- was ist verantwortlich für den Wandel?
○ beispiel Uni Disseldorf: los caminos que se van creando solos porque la gente ataja
por ahí (Trampelpfad)
○ kein Artefakt oder Naturphänomen
○ Die Wege der Architekten - Computersprache oder Esperanto: geplant und gezielt
hergestellt // Trampelpfade - Deutsch: weder geplant noch gezielt hergestellt
- "Phänomene der dritten Art" (Anlehnung an Steven Spielberg)
Stammbaumtheorie → die idg. Sprachen haben sich durch Spaltung aus einer Ursprache
entwickelt
A. Schleicher, 1863 - protolengua y por escisión se han ido separando como las ramas de un
árbol
- Abhängigkeiten und Sprachverwandtschaften können in Form eines
Stammbaums dargestellt werden.
- Sprachen haben Vorfahren und Nachfahren
- kausal orientierte Theorie, die bis heute nachwirkt.
6
Konvergenztheorie → Sprachen stehen in ständigem Kontakt, beeinflussen sich gegenseitig.
Durch Sprachmischung ergibt sich allmählich eine strukturelle Angleichung
Trubetzkoy - Superstrat: conquistan, más poder, lengua predomina
- Substrat: adaptan su lengua a la de los conquistadores
7
Ein Beispiel für Sprachwandel, der gut
dokumentiert ist: der Wandel von
“was(e)” im Mittelhochdeutschen zu
“war(e)” im Neuhochdeutschen:
- Die 1. Spalte bezieht sich auf die
Jahresangaben,
- die anderen Zahlen sagen aus,
wie viel Mal das Wort in Texten
vorgekommen ist.
- Die rechte Spalte zeichnet die
verschiedenen Phasen auf.
Fases:
1. Innovation
2. Verbreitungsphase
3. Approbationsphase
4. Normierung
8
2. Auf dem Weg zur deutschen Sprache
Die Indogermanistik untersucht nun die zwischen den einzelnen Sprachen und Sprachstufen
bestehenden Ähnlichkeiten und leitet daraus Regeln ab, aus denen sich die Verwandtschaft dieser
Sprachen beweisen lässt: Denn sie haben so grundlegende strukturelle Ähnlichkeiten, dass man das
nicht durch Zufall oder Sprachkontakt erklären kann.
¿Indoeuropeo e indogermánico?
● se refieren a la misma macrofamilia lingüística
○ indogermano: preferentemente usado por la lingüística alemana
○ indoeuropeo: se prefiere en los países no alemanes
● Indoeuropeo: término para designar el ámbito lingüístico con cerca de 140 lenguas y 2000
millones de hablantes. Se refiere al ámbito de extensión de esta familia de lenguas que
comprende el
indo-irano-armenio-griego-itálico (latín y osco-umbro)-eslavo-báltico-céltico-germano
● Indogermánico: lo usan los lingüistas alemanes. Se compuso uniendo los dos términos que
presentan la más oriental y la más occidental de las lenguas indoeuropeas entonces
conocidas.
Indogermanisch > soll die indogermanischen Sprachen in ihrer geographischen Verbreitung auf dem
eurasischen Kontinent umklammern: mit Indisch als der südöstlichsten und Germanisch als der
nordwestlichsten indogermanischen Sprachgruppe.
● Más tarde se reconoció que el celta pertenecía también a este tronco lingüístico. Fue
entonces cuando se propuso la nueva denominación de indocelta, que no ha llegado a
generalizarse
● Los estudios sistemáticos del indoeuropeo comienzan con el descubrimiento del parentesco
que tienen el sánscrito y el persa con las lenguas europeas, descubrimiento debido a William
Jones en 1786
● fines del siglo XVIII - sánscirto relación con griego y latín → Gramática comparada > teoría
del árbol genealógico (Schleicher): existió un primitivo idioma desaparecido, el indoeuropeo,
del cual, como las ramas cada vez más abundantes, pequeñas y distantes de un árbol,
surgieron multitud de lenguas que a su vez dieron origen a otras. Al tronco indoeuropeo
pertenecían el sánscrito, el griego, el latín, el germánico y el eslavo.
9
Stammbaummodell
10
Was verbindet nun das Deutsche und andere germanische Sprachen mit den übrigen
indoeuropäischen Sprachen?
- Ähnlichkeiten in einem aus ältester Zeit stammende Grundwortschatz, der sich natürlich, was
Lautgestalt und Bedeutung betrifft, in den einzelnen Sprachen unterschiedlich verändert hat.
- gewissen morphologischen Elementen (Flexionsendungen, Ablaut): sie sind teilweise nur
noch in den ältesten Sprachstufen erhalten.
11
● William Jones: der erste, dass Sanskrit lernen musste. Er fasst seine Erkenntnisse aus der
Beschäftigung mit dem Sanskrit:
“Die Sanskrit genannte Sprache, wie altertümlich sie auch sei, ist von wunderbarem Bau;
vollkommener als das Griechische, reicher als das Lateinische, und in ihrer Feinheit noch
herrlicher als jede dieser beiden; doch beiden zu nahe stehend, sowohl in den Wurzeln der
Wörter wie in den grammatischen Formen, als dass dies durch Zufall bewirkt sein könnte; so
eng verwandt, dass kein Philologe alle drei untersuchen könnte, ohne zu dem Schluss zu
gelangen, dass sie alle einer gemeinsamen Quelle entstammen, die möglicherweise nicht
mehr existiert. Es bestehen ähnliche Gründe, wenn auch nicht ganz so zwingende, für die
Annahme, dass sowohl das Gotische als auch das Keltische wenn auch mit einer
andersartigen Sprache vermischt, denselben Ursprung wie das Sanskrit haben. Das
Altpersische mag man dieser Familie hinzurechnen.
* Gotisch steht hier für die germanischen Sprachen
→ Ähnlichkeit - kein Zufall; es muss eine Ursprache geben (>indogermanisch)
● Niemand hat die Beziehung so klar gesehen und so entschieden und überzeugend
ausgesprochen wie Jones. Er gilt damit zu Recht als Ahnherr der ganzen historischen oder
indogermanischen Sprachwissenschaft.
● Franz Bopp: Sanskirt lernte. Er versenkte sich in die fremden Texte, in einer ihm fremden
Schrift, die keine Wortzwischenräume kannte. Gleichzeitig lernte er Persisch. So konnte er
bereits 1816 seine erste Schrift erscheinen lassen.
Bopp weist, kurz gesagt, nach, dass die Konjugation des Verbums in allen aufgeführten
Sprachen demselben Muster folgt.
○ Hauptwerk: Vergleichende Grammatik des Sanskrit, Zend, Armenischen,
Griechischen, Lateinischen, Litauischen, Altslawischen, Gotischen und Deutschen
○ sechs Bänden
○ fester Grund für die vergleichende Sprachforschung
12
○ Aussage-, Frage- und Befehlssatz sind die elementaren Satzformen.
○ Sätze können durch unterordnende Konjunktionen (»Subjunktionen«) zu
komplexeren Gefügen verbunden werden.
Der Wortschatz des heutigen Deutschen geht in zentralen Bereichen auf indogermanische
Ursprünge zurück (Erbwörter - 1500)
➔ 5.2 Indoeuropäischer Wortschatz (Erbwörter) [libro]
Nur von wenigen ieur. Sprachgruppen kennt man schriftliche Überlieferungen aus der Zeit vor Chr.
Die zeitliche Unterschied zwischen den Erstbelegen der Sprachen ist groß.
- Griechische, hethitische, indische: 15-13 v.Chr
- Geschriebenes Italisch: 600 v.Chr
- Ersten germanischen Runeninschriften: 500 n.Chr. (gotischen Text)
- Baltisch: 15 Jh.
Die historisch-vergleichende Sprachwissenschaft hat jedoch durch systematische Vergleiche
lautliche, lexikalische und grammatische Übereinstimmungen zwischen allen festgestellt, dass man
auf eine gemeinsame Vorstufe zurückgehen müsste.
Sogenannte Wortgleichungen haben ergeben,
● dass gewisse Wortfelder für ieur Sprachen gemeinsam sind für:
○ Haustiere und Viehzucht (aber noch nicht Katze und Esel)
○ Bäume und wilde Tiere (aber nicht Löwe und Tiger)
○ Behausung
● dass andere Wortfelder in den verschiedenen Sprachen verschiedenen Ursprungs sind:
Ackerbau, das offene Meer und die Schiffahrt usw.
Wortgleichungen sind hilfreich für unser Wissen über die Indoeuropäer. Doch der Gesamtwortschatz
lässt sich natürlich nicht rekonstruieren, wenn auch durch neuere Forschung weitere Erbwörter
sichergestellt wurden. Unsichere Faktoren sind u.a.:
- die lange Zeitspanne der vorschriftlichen Zeit
- das Verschwinden von Wörtern
- Bedeutungswandel...
Es lässt sich heute auch nicht mit Sicherheit beweisen, dass ein gemeinsames Indoeuropäisch als
Kommunikationsmittel existiert hat. Aus dem durch Wortgleichungen rekonstruierten Wortschatz hat
man trotzdem einige Schlussfolgerungen über geographische Heimat und Kultur der Indoeuropäer
gezogen:
- vor etwa 6000 Jahren südlich des Kaukasus in einer Jungsteinzeitkultur
- anfangs Viehzüchter, später kam der Ackerbau dazu
- Großfamilie: Erbwörter sind u.a. Vater, Mutter, Sohn, Bruder. Aber die
Verwandtschaftsbezeichnungen waren damals viel differenzierter als im heutigen Deutsch.
- sie zählten vermutlich die Zeit nach Nächten, nicht nach Tagen
- Mondwechsel („Monat“)
- Zehnersystem: die Zahlen 1-10 und 100 sind Erbwörter in den ieur. Sprachen
Die Bedeutungsgeschichte eines Erbworts gibt manchmal Einblicke in die Rezeption der ieur Kultur
durch andere Völker. Spätere Neubildungen haben sich oft als Lehnwörter in andere Sprache
verbreitet.
➔ Alteuropäische Hydronymie [fotocopia]
Gewässernamen sind
- aussagekräftig, weil Namen zum ältesten Sprachgut gehören und in eine Zeit zurückreichen,
aus der keinerlei schrifliche Quellen vorhanden sind.
- besonders altertümlich, weil sie zur Orientierung dienten und daher von sich neu
ansiedelnden Völkerschaften oft übernommen wurden (auch Flussnamen)
Gewässernamenwurzeln: reicht von Westeuropa bis an den Ural und von Nordeuropa bis in die
Mittelmeerländer
HANS KRAHE: Die Gewässernamen Europas sind historisch geschichtet und die Namen der ältesten
Schichten zeigen vielfach eine Verbreitung. Dabei zeigen sich nach Krahes Ansicht die Flussnamen
13
nördlich der Alpen als ältestes Sprachgut in Europa überhaupt, südlich der Alpe sind sie jünger und
überlagern nichtindorgermanisches Sprachgut.
“Alteuropäische Hydronymie” müssen drei Bedingungen erfüllen:
1. Die Stämme müssen sogenannte “Wasserwörter” sein, die im Grund nichts anderes bedeuten
als “Wasser” oder seine Eigenschaften.
2. Sie müssen mehrfach vorkommen.
3. Sie müssen auf indogermanische Grundformen zurückführen und dürfen keiner spezifischen
indogermanischen Einzelsprache oder Sprachfamilie ausschließlich zuzuordnen sein.
* “Alteuropäisch” kann linguistisch nicht nachgewiesen werden, es handelt sich um das
“Indogermanische” selbst. “Alteuropäisch” stellt zwar eine durch Alter, Morphologie und Verbreitung
gekennzeichnete indogermanische Namenklasse dar, aber keine Sprachstufe.
ZUSAMMENFASSUNG
Charakteristika des Indogermanischen: Durch Vergleich der indogermanischen Sprachen
Rekonstruiert
● Substantiv
○ 8 Fälle (Kasus): Nominativ, Genitiv, Dativ, Akkusativ, Vokativ (für die Anrede), Lokativ
(für die Position in Raum und Zeit), Ablativ (zeigte den Ausgangspunkt einer
Bewegung und der Abstammung an), Instrumentalis (vor allem für die Bezeichnung
von Mittel-Zweck-Beziehungen, vgl. ahd. suertu - “mit dem/einem Schwert”). Jeder
hatte seine eigene Endung.
○ Keine Artikel
○ 3 Numeri: Singular, Dual, Plural
○ 3 Genera: Maskulinum, Femininum, Neutrum
● Verb: Eigentlich “unregelmäßig, Regeln ziemlich kompliziert
○ 2 Zeitstufen: Gegenwart und Vergangenheit
○ 5 Zeitformen: Punktueller Vorgang, kontinuierlicher Vorgang, abgeschlossener
Vorgang, ein noch andauernder Vorgang, ein Vorgang, der sich gerade im Übergang
befindet.
○ Aktiv und Passiv (neben dem Aktiv entwickelte sich noch zu idg. Zeit das Passiv)
14
○ 3 Numeri: Singular, Plural, Dual
○ 9 Personalformen: je 3 im Singular, Dual und Plural
○ 4 Modi: Indikativ (für Tatsächlichkeit), Konjunktiv (für Möglichkeit), Optativ (für
Wunsch, Wille), Imperativ (für Aufforderung)
○ Betonung: Freier Wortakzent, d.h. grammatisch verwandte Wortformen konnten den
Akzent auf unterschiedlichen Silben tragen, z.B. (nicht-germ. Wörter): Musík,
Músiker, Musikánten; Róma, Románus, Romanórum.
Die ältesten Fluß- und Ortsnamen Europas stammen zum größten Teil aus indogermanischer Zeit
Ein Beispiel: Mien, Mienia, Minia, Mienia sind Gewässernamen in Osteuropa (dazu gehört auch
Minsk), die baltische Namen wie Mainia und Minià neben sich haben, aber auch den Main, alt Moinos,
und Minho/ Miña auf der Iberischen Halbinsel. Es ist klar, daß man diese Namen nicht mit Hilfe des
Keltischen, Germanischen oder Slavischen erklären kann. Man muß einen Schritt weiter
zurückgehen. Es gibt europäische Gewässernamen, die Beziehungen zum Indischen und Iranischen
enthalten.
Europas Wortschatzelemente sind in zahlreichen Gewässernamen verborgen. Diese
Wortschatzelemente können nur in den ostindogermanischen Sprachen, etwa Indisch, Tocharisch,
Iranisch nachgewiesen werden.
Zum Beispiel im altindischen sindhu- „Fluß“, das sich wiederfindet in Sinn, einem Nebenfluß des
Mains, Shannon (Irland), Shin (England), San, Nebenfluß der Weichsel. Das bedeutet, daß die
Sprache der Sprecher, die die Namen gegeben haben, keine indogermanische Einzelsprache
gewesen sein kann, sondern das Ostindogermanische noch einbezogen war, mit anderen Worten: die
Sprecher sprachen voreinzelsprachliche, der indogermanischen Gemeinsprache sehr nahestehende
Dialekte.
Die ursprünglichste und zweifellos älteste Namenschicht geht von sogenannten Wasserwörtern aus,
das heißt von Bezeichnungen für “fließendes Wasser”, “Quelle”, “Bach”, “Fluß”, bzw. “fließen”... mit
zahllosen feineren und feinsten Bedeutungsschattierungen.
15
Invasion aus der Steppe
Germanisch
Einführung
6.1 Einführung und kurze Charakteristika
Die Herausbildung der verschiedenen Sprachgruppen innerhalb der ieur Sprachfamilie ist prozessual
verlaufen.
Für das Germanische began es mutmaßlich etwa 2000 v. Chr., als neue Gebiete um den westlichen
Teil der Ostsee von Indoeuropäern besiedelt wurden, und hatte sich um 500 v Chr allmählich in
nördlicher und südlicher Richtung ausgebreitet.
Da hatten sich auch die sprachlichen Veränderungen befestigt, nämlich hauptsächlich:
- Die erste Lautverschiebung
- Der Akzentwandel
- Die damit zusammenhängende Vereinfachung des ieur Endungssystems und die hierdurch
beginnende Entwicklung vom synthetischen zum analytischen Sprachbau
- Die Systematisierung des Ablauts bei den starken Verben
- Die Herausbildung der schwachen Verben und der schwachen Adjektivflexion
Die Art und Umfang der Veränderungen auf allen sprachlichen Ebenen lassen vermuten, dass ein
Sprachwechsel vorgelegen hat. Das Volk, das im Norden Europas wohnte und irgendwann den
Namen Germanen annahm, dürfte das letzte der Völker Europas gewesen sein, das die Sprache der
Indoeuropäer übernahm und durch seine Aussprache prägte, mehrere eigene Wörter beibehielt und
gewisse grammatische Kategorien nicht lernen konnte, da sie in der eigenen Sprache nicht existieren
und der Fremdsprachenerwerb ungesteuert vor sich ging.
Die rekonstruierte Vorstufe der germanischen Einzelsprachen wird oft Urgermanisch genannt.
Manchmal wird auch zwischen Prägergermanisch (etwa Bronzezeit) und Gemeingermanisch (jüngere
Eisenzet, etwa 700-100 v.Chr) unterschieden.
16
6.2 Quellen des Germanischen
Die ältere Sprachstufe der romanischen Sprachen, Latein, ist reich dokumentiert, für das
Germanische ist dies aber nicht der Fall:
- Einzelne Wörter kommen in lateinischen Texten vom 1 Jh v Chr
- Aus späterer Zeit (etwa 3.-5. Jh) gibt es einige kurze Runeninschriften
- Frühe Lehnwörter in den Nachbarsprachen haben oft die alten germ Formen beibehalten
- Im Übrigen ist man wie für das ieur auf die rekonstruierten Wortformen angewiesen, welche
die vergleichende Sprachwissenschaft aus den ältesten Stufen der verschiedenen germ
Sprachen erschlossen hat.
Nur germanische Wörter und Wortfelder geben Aufschluss über Leben, Gesellschaft und Kultur der
Germanen. Archäologische Funde können die Resultate zum Teil bestätigen.
Charakteristika
6.3 Germanischer Wortschatz (Erbwörter)
Die Fortschritte gegenüber der älteren Zeit werden durch den erweiterten Wortbestand der Germanen
gezeigt. Andererseits kann es sich auch um Erbwörter aus der vorindoeuropäischen Substratsprache
handeln.
Die „Urgermanen“ lebten in einer Bronzezeitkultur. Also bequemer als ihre Vorfahren. Sie wohnten
und aßen besser, hatten mehr Werkzeuge, kleideten sich besser... Das zeigt uns die Existenz von
bestimmtem Wortschatz.
germ. Wörter für Künstenlandschaft, Seefahrt und Fischfang sagen etwas über die Heimat der
Germanen aus und Wörter wie König, Volk, Erbe, Sache zeugen von ihrem Staats- und Rechtswesen
Auffallend ist, dass viele Wörter in die Sachgebiete Kampf, Waffen (und dergleichen) gehören, was
auch an den germanischen Personennamen deutlich wird. (Kampf, Krieger und Volk, Eigenschaften)
17
6.4 Ausspracheveränderungen
Der auffälligste Unterschied zwischen den germanischen und den übrigen indoeuropäischen
Sprachen betrifft den Konsonantismus.
18
6.4.2 Der Akzentwandel
Dieser war im Indoeuropäischen beweglich.
Im Germanischen wurde ein starker Druckakzent (expiratorischer Akzent) auf die erste Silbe,
gewöhnlich die Wurzelsilbe, festgelegt, die dadurch auf Kosten der anderen Silben hervorgehoben
wurde.
Das Deutsche hat also heute Anfangsbetonung, mit einigen Ausnahmen:
- Ableitungen mit gewissen Präfixen (be’kommen, Ent’führung)
- Einige dreisilbige Wörter (Fo’relle, Herme’lin, le’bendig)
- Viele nicht germ. Fremd- und Lehnwörter (Akti’on, Offi’zier)
Die Anfangsbetonung förderte den Stabreim (Alliteration) auf den der germanische Vers baute und
der noch in vielen Redewendungen erhalten ist: Man und Maus, Kind und Kegel, los und ledig,
drauf und dran, bitterbös.
6.5 Morphologie und Syntax: Schrumpfung und Vereinfachung des indoeuropäischen Formensystems
Der Schwächung der unbetonen Silben im Germanischen trug zum Verfall des überreichen
indoeuropäischen Formensystems bei. Hier beginnt die Entwicklung vom synthetischen zum
analytischen Sprachbau.
6.5.1 Verschwinden vieler indoeuropäischer Formen
● Von den acht Kasus fiel der Vokativ im Germanischen mit dem Nominativ zusammen.
● Ablativ, Lokatik und Instrumentalis gingen in den Dativ über oder wurden durch eine
Präposition ausgedrückt.
● Vereinfachung der Verbalflexion: die Dual-Form verschwindet fast ganz;
○ Ebenso das Passiv und Medium (entspricht der nhd reflexiven Form)
○ Konjuktiv und Optativ fallen zusammen
● Von der ieur Tempora bleiben nur zwei im Germanischen: Präsens und Präterirum
● Die verschwundenen Endungen werden jedoch später in den einzelnen germanischen
Sprachen durch umschreibende Funktionswörter ersetz.
● Die vielen ieur Konjugationsmöglichkeiten werden im Germ haupstächlich auf zwei
vereinfacht:
○ Tempusbildung durch Ablaut: „starke“ Verben
○ Tempusbildung durch Dentalsuffix: „schwache“ Verben
6.5.2 Der Ablaut
Regelmäßig Vokalwechsel: es kann sowohl die Qualität (Klangfarbe) des Vokals als auch die
Quantität (Länge) betreffen kann.
- Griech ´lego (lesen) VS ´logos (Wort)
- Lat edo (ich esse) VS ēdi (ich habe gegessen)
Im Germanischen wurde das Prinzip des Ablauts zu einem Konjugationssystems für die aus dem
ieur ererbten Verben weitergeführt. Diese Verben die „Grundtätigkeiten des menschliches Lebens“
bezeichnen (geben, stehen, essen, schlafen, nehmen, sterben, stehlen usw.), bilden nun im
Germanischen die Vergangenheit durch Vokalwechsel, d.h. durch eine innere Flexion statt mit
Hilfe von Endungen. → starke Verben (J. Grimm)
● qualitative Ablaut → ieur. e > o / germ. e(i) > a
Wechsel des ieur. kurzen Stammvokals e zu ieur. o. Hieraus wurde im Germ. ein Wechsel
zwischen e oder i und a.
● quantitativer Ablaut: Wechsel der Vokaldauer, der kurze Stammvokal konnte entweder
wegfallen oder verlägert werden
19
Der Ablaut heute:
Durch den Lautwandel haben sich die Ablautreihen verschieden weiterentwickelt und differenziert.
Noch heute ist der Ablaut aber in allen germanischen Sprachen erkennbar.
- Ieur e – o - / - /
- Germ i – a – u – u
- Ahd trinkan – trank – trunkum – gitrunkan
- Nhd springen – sprang - / - gesprungen
- Eng sing – sang - / - sung
Auch in der Wortbildung spielt der Ablaut eine Rolle, indem Substantive, Adjektive und andere
Verben zu den verschiedenen Tempusstämmen der starken Verben gebildet werden können.
binden > s Band; gebären > Geburt
Schriftdenkmäler
- einige frühe schriftliche Zeugnisse:
- römische Autoren (Caesar, Tacitus,
Plinius) schreiben über die Germanen.
Außerdem kommen einzelne
germanische Wörter in lateinischen
Texten vor, z.B. ūrus(‚Auerochs‘), alcēs
(Pl.) (‚Elche‘) bei Caesar (100-44 v.
Chr.); glēsum (‚Bernstein‘; vgl. dt. Glas)
20
bei Tacitus; ganta (‚Gans‘), sāpo (‚Schminke‘; vgl. dt. Seife) bei Plinius d. Ä. (ca. 23-79 n.
Chr.)
- germanische Lehnwörter in Nachbarsprachen, z. B. im Finnischen: finn. kuningas „König“,
aus germ. *kuningaz, ahd. Chuning
- Códex argenteus, das älteste zusammenhängende größere Schriftdenkmal der
germanischen Sprachen: ostgotisch (ostgotische Abschrift (um 500) der
Evangelienübersetzung (4. Jh.) des westgotischen Bischofs Wulfila.
Die Schrift ist mit Silber und Gold auf purpurfarbenes Pergament geschrieben, daher der
Name Silberbibel oder Silbercodex.
Neben den Schriftzeichen der sog. griechischen Unziale (mayúsucula) wurden einige
lateinische Buchstaben und einzelne Runen verwendet.
RUNEN
- la manera en la que escribían no estaba fija, escribían tanto de derecha a izquierda y al revés
como de arriba a abajo y viceversa
- Futhark: name dieses Alphabet (die erste 6 Buchstaben)
- jeder Buchstabe hat seine eigene Name
- se usaban con fines cultos
- una de las letras era un palito (Stab), de ahí Buchstabe
- bis nachgermanischen Zeit - koexistierte mit dem Latein
21
● Westgermanisch
Kontinentalwestgermanisch: Hoch- und Niederdeutsch, Niederländisch, Friesisch, Flämisch,
Afrikaans
Englisch
Die Sprachen, die zusammen mit dem Deutschen der westgermanischen Gruppe zugerechnet
werden, zeigen auf ihren frühesten Stufen deutliche grammatikalische und lexikalische
Gemeinsamkeiten, die sie vom Nord- und Ostgermanischen abheben:
- Die Konsonantenverdopplunge (“Gemination”)
- EIne besondere Form der 2. Sg. Ind. Prät.
- Mehrere ausschließlich in den westgermanischen Sprachen auftretende Suffixe wie -heit oder
-schaft
- eine Reihe von Wörtern
● Nordgermanisch
Westnordisch: Norwegisch, Isländisch, Färöisch
Ostnordisch: Schwedisch, Dänisch
Die Sprachen der nordgermanischen Gruppe bildeten vergleichsweise lange eine relative Einheit. Die
frühen skandinavischen Runeninschriften, deren Sprachstand man auch als Urnordisch bezeichnet,
lassen noch keine dialektale Aufgliederung erkennen. Erst ab der Jahrtausendwende beginnen sich
allmählich west- und ostnordische Eigenheiten auszuprägen.
Heute besteht zwischen den kontinentalnordischen Sprachen immer noch ein
Verständigungskontinuum, was mit den nie unterbrochenen, Jahrhunderte dauernden Kontakten,
teilweise auch mit der politischen Vorherrschaft des Dänischen zusammenhängt. Es haben sich
allerdings im Laufe der Zeit unterhalb der sich etablierenden Literatursprachen erheblich voneinander
abweichende Dialekte gebildet.
Beide Sprachen haben nicht zuletzt wegen ihrer geographischen Randlage in Grammatik und
Wortschatz viele archaische Züge beibehalten.
● Ostgermanisch
Gotisch, Burgundisch, Vandalisch (u. a.)
Es ist praktisch nur durch das Gotische repräsentiert.
Von weiteren ostgermanischen Sprachen (z. B. Burgundisch, Vandalisch) sind nur geringe Spuren
erhalten.
Man spricht auch von Trümmersprachen. Eine solche ist auch das Krimgotische, von dem sich
einige spärliche Aufzeichnungen aus dem 16. Jh. erhalten haben. Spätestens im 18. Jh. war diese
Sprache, die zumindest indirekt mit dem Gotischen zusammenhängt, ausgestorben.
Völkerwanderung
Zwischen der Phase eines urgermanischen Kontinuums und den schon ausdifferenzierten
germanischen Einzelsprachen des Mittelalters liegt eine Jahrhunderte andauernde Phase des
Umbruchs und der Instabilität, die Zeit der Völkerwanderung.
Nach der Konsolidierung der Verhältnisse in Mitteleuropa beginnt die althochdeutsche und parallel
dazu die altniederdeutsch-altsächsische Periode.
22
7.1 die germanischen Stämme
Um Christi Geburt hatten die Germanen im Süden Kelten und Illyrier verdrängt und waren an die
Grenzen des römischen Imperiums gelangt.
Zu dieser Zeit kann man, mehr archäologisch als sprachlich gesehen, fünf größere Einheiten
erkennen, die zahlreiche Kleinstämme enthalten.
1. Elbergmanen (Baiern, Alemannen, Langobarden) waren südwärts gezogen
2. Slawische Stämme breiteten sich westwärts bis an die Elbe-Saale aus
3. Die Weiser-Rheingermanen (Franken) wanderten auch südwärts, teilweise in das nördliche
Gallien (Frankreich, Lehnwörter und Namen im Französischen zeugen noch davon)
4. Ein großer Teil der Nordseegermanen übersiedelte nach Britannien (Angeln und Sachsen)
übrigen blieben an der Nordseeküste
5. Aus den elb-, weser-, rhein- und nordseegermanischen Stämme haben sich das Friesische,
Englische, Niederländische, Hoch- und Niederdeutsche entwickelt
- In der Fachliteratur, meistens unter dem Namen Westgermanen zusammengefasst
- Zweifelhaft, ob es ein einheitliches Westgermanisch gegeben hat
Entstehung der einzelnen germanischen Großstämme: Integrierungen, Verschmelzungen kleinerer
Gruppen, manchmal verschiedener Herkunft, in größere Verkehrsgemeinschaften, Stämme (und nicht
Aufspaltung einer größeren Einheit)
Über die verschiedenen Zwischenstufen ist wenig bekannt, weil die schriftliche Überlieferung viel
später einsetzt.
Germanen im Südwesten - woher kamen sie?
- Limes - Grenzanlage römischen Imperium
- Schutzwal wegen der Barbaren der Germanen
- la quemaban cada poco
- Freie Germanien groß und von viele Stämmen bevölkert
- Zwei Namen am Brand des Imperiums > Sueben und Alamannen
- Innere Unruhe im Imperium, romanische Völker in Bewegung
- 275 n Ch ----- von dem alemannischen Reiter getroffen
- ganz besondere Beziehung zu ihren Pferden
- Dritte Jahrhunderte -Schrecke der römischen Bevölkerung, sie raubten Menschen und Stück -
Limes aufgegeben, Imperium immer schwächer, Völkerwanderung > so kamen die Sueden
und Alemannen im heutigen südwesten Deutschlands (Dekumatland), einige Sueden weiter
nach Galizien, sogar ins Nordafrika
- Abenteuer in der Fremden (jüngere)
- All was zu holen, was man zu Hause nicht hat
- Flüsse - schwer zu kreuzen - tiraban los Schätze en el rio a veces
- Kunstschätze nicht wichtig, Materialen und Gewicht si que eran importante
- Bis nach südgalien und über die Alpen
- Klimarekonstruktionen - katastrophal Vulkanausbruch
- No utilizaban lo que los romanos dejaron detrás, preferian construirse sus cosas
23
- Tägliches Leben der Römer; modernere Methoden, neue Geräte, neuartige Lebensmittel:
Spiegel, Tisch, Küche, Pfanne, Schüssel, Käse, Pfeffer, Senf…
- Steinbau mit dazugehörenden Fachausdrücken: Ziegel, Mauer, Keller, Fenster…
- Verkehr und Handel: Straße, Markt, Korb, Kiste, Pferd, Kaufmann (kein Tauschhandel mehr),
Münzen, Pfund
- Gartenbau: impfen, Kohl, Frucht, Kirsche, Pflaume, Pfirsich, Birne
- Weinbau: Kelter, Kelch, Essig, Wein, Met
- Ortsnamen: Köln, Trier, Koblenz, Augsburg, Passau
- christliche Lehnwörter: Engel, Teufel, Pfingsten, Bischof (es handelt sich um ursprünglich
griechische Wörter, die wahrscheinlich durch die Goten über Bayern oder durch römische
Vermittlung über das Rheingebiet kamen)
Arminius
● Er wurde im 18. Jh. als “Hermann der Cherusker” zum Nationalhelden verklärt.
● Im 19. Jh. wurde im südlichen Teutoburger Wald das kolossale Hermannsdenkmal errichtet.
Arminius, der Cheruskerfürst, gilt als Symbolfigur nationaler Identität.
● Die Varusschlacht, 9 n. Ch., Wendepunkt in der europäischen Geschichte, wurde zu einem
deutschen Mythos, zur Geburtsstunde der Deutschen.
● Erst seit den 1970er Jahren änderte sich langsam diese Sichtweise.
Geschichtlicher Hintergrund
● Der Rhein als Grenze zwischen Gallien (römische Provinz seit ca. 50 v.Chr., linksrheinisch)
und Siedlungsgebieten germanischer Stämme (rechtsrheinisch)
● Regelmäßige Einfälle germanischer Stämme in die gallischen Provinzen
● Neue Taktik der Römer, um die Grenze zu sichern:
○ Militärlager entlang der Rheinlinie;
○ Feldzüge in die germanischen Gebiete bis 8-7 v. Chr.; die stärkeren germanischen
Stämme, zwischen Rhein und Elbe, wurden unterworfen (sometidos)
● Doppelstrategie des Römischen Imperiums:
○ Militärische Unterwerfung
○ Politische und diplomatische Mittel, strategische Allianzen, um Unruhen und
Aufstände zu verhindern, und um “Frieden” zu erreichen: “Ausgewählte
Germanenoberhäupter (jefes de tribu) ehrte man mit römischen Titeln und zahlreiche
Germanen traten in die Dienste römischer Legionen. Das Ziel war es, die Germanen
Schritt für Schritt zu romanisieren.”
○ 7 n.Chr.: Publius Quinctilius Varus, Statthalter der gallischen Provinzen; soll im
Auftrag des Kaisers Germanien zur römischen Provinz machen
Kampf um Germanien
Der Verrat des Arminius
● Das Leben des Arminius, wie es aufgrund der römischen Quellen und der Einschätzung der
modernen Wissenschaft wahrscheinlich verlaufen ist. Die Germanen hatten keine Schrift, sie
konnten die Geschichte ihres Arminius nicht selbst aufschreiben.
● Armin, später Arminius, Sohn eines Cheruskerfürsten, kommt als germanische Kindergeisel
(rehén) nach Rom, wird dort zum Soldaten und Bürger erzogen.
● Arminius und sein Vater
● Arminius kommt als römischer Soldat nach Germanien
● Arminius eint die germanischen Stämme, er hat einen Plan
Nach der dreitägigen Varusschlacht (2. Teil des Films) gibt Rom seine Expansion auf. Es zieht sich
hinter den Rhein zurück. Diese Schlacht sorgte für eine erste kulturelle Spaltung Europas: römische
Kultur hier, germanisches Naturvolk dort.
24
3. Perioden der deutschen Sprachgeschichte
RESUMEN: pdf tabla resumen / comparación: ger. - ahd. - nhd. - fnhd
TODO
1. das Althochdeutsche und seine Sprachdenkmäler (750-1050): 9.1 del libro
a. Geschichtlicher Kontext
i. parte del capitulo 9
ii. Karl der Große - fotocopia
iii. documento campus que no encuentro :/
b. Charakteristika
i. libro capitulo 8 y 9
ii. Die benrather Linie
c. Sprachdenkmäler
i. fotocopias segunda funda, después Karl der Große
2. Mittelhochdeutsch und repräsentative Texte (1050-1350): 11.1 del libro
a. Geschichtlicher Kontext: 11.5
b. Charakteristika: 11.2 - 11.4
c. Literatur
i. powerpoint campus
ii. 11.6 y hasta el final del capítulo
iii. fotocopia Mäzenatentum
3. Frühneuhochdeutsch und wichtige Texte (1350-1650) → libro + ejercicios seminario
4. An der Schwelle zum Neuhochdeutschen → no llegamos
25
Germanisch Althochdeutsch Mittelhochdeutsch Frühneuhochdeutsch
Zeit es begann etwa 2000 v. Chr. 750 – 1050: Benrather Linie, 1050 – 1350: ausgleichende 1350 – 1650: Städte, Ostkolonisation,
Frankenreich, Feudalstaat, Latein, Tendenzen - zunehmende Kontakt Reformation, Buchdruck, Uni-gründung
Wortschatz - Bronzezeitkultur -christliche Wortschatz: Umdeutung und - französischer Einfluss - Entlehnungen- Italienisch, Griechisch
- Recht, Krieg, See- und Schifffahrt Neubildung - höfische Ideal - neuer Lebensstil > - dritte lateinische Welle
- erste lateinische Welle (-Bau, -zweite lateinische Welle (v.a religiös) neuer erweiterter Wortschatz - Fachwörter
Ortsnamen, Handel, Verkehr, -alte Wörter (heidnische Glauben) - Redensarten - Lutherbibel- überregionalen Ausgleich,
Verwaltung, christliche Wörter…) kommen außer Gebrauch Neologismen, Reformation, Partikeln
- Bedeutungsänderung
Lautsystem - Stark Druckakzent auf die erste i-Umlaut der Sekundärumlaut setzt sich in der
Silbe (fördert den Stabreim) - westgermanischer e>i Schrift und wird morphologisiert
- Schwächung oder Verschwinden - primärumlaut a larga>e
unbetonter Silben - sekundärumlaut (todas)
* u se queda normal si va antes de ck
Morphologie - Deklination vereinfacht: 8>6 Fälle -stark synthetische Sprachbau (aber - das Endungssystem des ahd. zerfällt - Vereinheitlichung der Flexion (Plural,
und Syntak - Konjukationssystem vereinfacht, Entwicklung zum analytischeren SB) - Substantivartikel Kasusnivellierung, Dativ -e weg, gemischte
zwei Tempora -Subjektpronomen - Subjektpronomen, analytischen Deklination
- schwachen Verben, Dentalsuffix (d, -zwei Tempora (Latein - Passiv) Verbformen - Verben - Ausgleich
jetzt t) - adjetivo postpuesto - Passiv und neue Zeitformen - neue Konjunktionen
- neue schwache Adjektivflexion - Präposition in > an
Verbstellung -Wortstellung noch ziemlich frei - Verbstellung (Zweitstellung / - lateinischer Einfluss > Lehnsyntax
und Satz- -Ansätze zur Festigung der Endstellung - Dichtung, und immer (Partizipialkonstruktionen)
komplexität Verbposition mehr in eingeleiteten Nebensätzen) - Wortstellung festigt sich: finites Verb 2.
- Klammerbildung (präp. - aus) Position und Verb am Ende in Nebensätze
- Nebensätze und Satzgefüge
Schriftdenkmäler