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historia de la lengua alemana en sus textos

1. Einführung
a. historische Einführung
b. Sprachwandel
2. Auf dem Weg zur deutschen Sprache
a. das Indogermanische
b. Germanisch
c. Beginn der deutschen Sprache
3. Perioden der deutschen Sprachgeschichte
a. das Althochdeutsche und seine Sprachdenkmäler (750-1050)
b. Mittelhochdeutsch und repräsentative Texte (1050-1350)
c. Frühneuhochdeutsch und wichtige Texte (1350-1650)
d. An der Schwelle zum Neuhochdeutschen

Man kann die Perioden der Vorgeschichte und Geschichte der deutschen Sprache, und auch der
Literatur, zu historischen Epochen in Beziehung setzen.

Sprachstufe Zeitraum Historische Stichworte


Indogermanisch etwa 3000 v. Chr. Jugsteinzeit, beginnende Bronzezeit

Germanisch etwa 500 v.Chr. bis Eisenzeit, römisch dominierte Antike


7.Jh. n. Chr.
Althochdeutsch etwa 700 bis 1050 Frühmittelalter unter den Karolingern und
Ottonen, beginnendes Hochmittelalter unter
Altniederdeutsch etwa 700 bis 1200 den Saliern

Mittelhochdeutsch etwa 1050 bis 1350 Hoch- und Spätmittelalter unter den Saliern,
Staufern und Habrburgern

Frühneuhochdeutsch etwa 1350 bis 1650 Spätmittelalter, Reformation und


konfessionelles Zeitalter bis Ende des
Dreißigjährigen Krieges, deutsche
Kleinstaaterei; Sonderentwicklungen der
Mittelniederdeutsch etwa 1200 biss 1650 Schweiz und Österreichs

Älteres etwa 1650 bis 1800 Ältere Neuzeit, Absolutismus, bürgerliche


Neuhochdeutsch Emanzipation

Neuhochdeutsch 1800 bis heute Neuzeit, Napoleonisches Zeitalter, bürgerliche


Revolution, Restauration, Reichsgründung,
Weltkriege, BRD und DDR, Deutsche Einheit

1
1. Einführung

Historische Einführung

Germanien im 1. Jahrhunder n. Das Frankenreich um 800 Das Heilige Römische Reich


Chr. (gelb: das Römische Reich) um 1250

Das Deutsche Reich (1871) 1949: zwei deutsche Staaten Deutschland nach der
Wiedervereinigung

EVENTOS CLAVES EN LA HISTORIA IDIOMA HABLADO

Alta Edad Media - Frühmittelalter Antiguo alto-alemán - Althochdeutsch


(aprox. 500 - 1050 d.C.) (aprox. 750 - 1050)
● 476: Fin del Imperio Romano ● Cristianización
● 800: Coronación Carlomagno ● Clero
● 843 - 918: Carolingios alemanes ● Corte
● 919 - 1024: Emperadores Sajones ● Caballeros

Baja Edad Media temprana - Hochmittelalter Alto-alemán medio - Mittelhochdeutsch


(aprox. 1050 - 1250) (aprox. 1050 - 1350)
● 1024 - 1137: Emperadores Salios ● 1200: Frontera lingüística franco-alemana
● 1138 - 1268: Emperadores Gibelinos ● Florecimiento cultural gibelino
(Staufer) ● Colonización del este
● 1250: Gótico alemán ● Amanuenses (Kanzleien)
● 1309: Papado de Avignon

Baja Edad Media tardía - Spätmittelalter Alto-alemán moderno temprano y bajo-alemán


(aprox. 1250 - 1500) medio - Frühneuhochdeutsch und
● 1273: primer rey Habsburgo Mittelniederdeutsch
● 1348: primera universidad alemana (aprox. 1350 - 1650)
en Praga ● Desintegración del imperio
● 1358 - 1500: Liga Hanseática ● Artesanos y burgueses
● 1438 - 1740: Emperadores ● Reforma protestante
Habsburgo ● Imprenta
● 1515: 95 tesis de Lutero

2
→ Ausdehnung des deutschen Sprachgebietes nach Osten bis 1880

Und was sprechen wir heute?


Auf Wilhelm Scherer beruhend und von H.Schmidt (2002) weitergeführt:
Frühneuhochdeutsch > Neuhochdeutsch > Spätneuhochdeutsch
(1350-1650) (1650-1950) (seit 1950…)
Sprachwandel

Skript 1
I-Historia de la Lengua en el marco de la Lingüística
- synchronische Linguistik: Systemlinguistik, angewandte Linguistik
- diachronische Linguistik: Historiolinguistik (Sprachgeschichte, Prinzipen des Sprachwandels)

Synchronie und Diachronie sind zwei entgegengesetzte Perspektiven auf sprachliche Phänomene. Im
folgenden Diagramm ist die senkrechte
Achse die Zeitachse.

Die Synchronie ist die Beziehung eines


sprachlichen Phänomens zu den gleichzeitig
im Sprachsystem existierenden
Phänomenen. Sie betrifft ein Sprachstadium
und impliziert, bezogen auf die
Sprachentwicklung, eine statische Sicht der
Sprache.

Die Diachronie ist die Beziehung eines


sprachlichen Phänomens zu solchen
Phänomenen, die ihm in einem
vorangehenden oder folgenden Stadium der
Sprache entsprechen. Sie betrifft den
Sprachwandel und impliziert, bezogen auf
die Sprachentwicklung, eine dynamische
Sicht der Sprache.

3
Beide Begriffe werden häufig in verschiedener Weise mißverstanden:
● Es gibt keine sychronen oder diachronen Phänomene und folglich auch kein Phänomen, das
sich nur synchron oder nur diachron linguistisch beschreiben oder erklären ließe.
● Keine der beiden Perspektiven hat Vorrang vor der anderen; sie ergänzen einander.
● Es ist nicht der Fall, daß eine linguistische Beschreibung entweder rein synchron oder rein
diachron sein müßte. Im Gegenteil, da die beiden Perspektiven einander ergänzen, kann man
nur unter beiden zusammen ein Sprachphänomen vollständig erkennen. Erforderlich ist nur,
daß man die beiden Perspektiven methodisch sauber getrennt hält.
● Synchronie ist nicht die Betrachtung einer Sprache in ihrem heutigen Zustande. Es gibt
synchrone Beschreibungen antiker Sprachstufen.
● Ebenso wenig ist die Diachronie notwendigerweise auf die Vergangenheit bezogen. Auch
eine Untersuchung, die die künftige Entwicklung einer Sprache prognostiziert, ist eine
diachrone.
● Diachronie ist nicht dasselbe wie Geschichte:
○ Eine geschichtliche oder historische Betrachtung eines sprachlichen Phänomens
setzt voraus, daß es durch Dokumente belegt ist; eine diachrone Betrachtung
erfordert lediglich eine zeitliche Dynamik. Daraus folgt, daß man auf prähistorische –
insbesondere rekonstruierte – sprachliche Phänomene eine diachrone Perspektive
nehmen kann, aber per definitionem keine historische.
○ Diachronie ist - ebenso wie Synchronie - eine systematische Perspektive, die einen
Gegenstand in einer bestimmten Hinsicht betrachtet. In der Linguistik ist das i.a. das
Sprachsystem bzw. Teile davon. Sprachgeschichte dagegen beschränkt sich gerade
nicht auf die Geschichte des Sprachsystems, sondern bezieht auch die sog. äußere
Geschichte der Sprache ein.
○ Eine historische Betrachtung setzt ein Phänomen in Beziehung zum sozialen,
kulturellen, politischen usw. Kontext und sucht es so als historisch bedingt und ggf.
einzigartig zu verstehen. Eine diachrone Betrachtung tut dies alles nicht, sondern
sucht eine sprachsysteminterne Dynamik, der das Phänomen unterworfen ist. Es gibt
diachrone Gesetze, aber es gibt keine historischen Gesetze.
2-Historia de la lengua, ¿para qué?
El estudio diacrónico de la lengua desempeñó durante mucho tiempo un papel subordinado en
relación a la descripción sincrónica. Esto cambió cuando a partir de los años 1960 el fenómeno del
cambio lingüístico suscitó cada vez más el interés de los investigadores.
La perspectiva diacrónica nos ayuda a explicar las particularidades de la lengua actual y comprender
sus tendencias evolutivas. Arroja luz sobre las aparentes incoherencias en relación a la
pronunciación, ortografía, gramática y composición de palabras. También facilita información sobre
algunas diferencias y semejanzas entre lenguas emparentadas (p.ej. alemán, inglés y sueco).
Algunos ejemplos:
- ¿Por qué se escribe “lieb” (“dienen” etc.), pero se pronuncia [i:]? ▻ “lieb” se pronunciaba
“li-eb”
- ¿Por qué es “Sonnenschein”, puesto que se trata de un sol (en singular)? ▻”Sonnen” es la
antigua forma de genitivo singular del femenino débil.
- ¿Por qué la sintaxis en alemán es a menudo más flexible que p.ej. en inglés o sueco? ▻ El
alemán ha conservado en parte el sistema flexivo del germánico, por lo cual las relaciones
entre los diferentes elementos de la frase quedan claras aun cuando la posición de las
palabras varía.
La historia de la lengua también refleja la historia de las palabras y con ella de la evolución cultural de
un pueblo. Las palabras nacen y desaparecen en estrecha relación con las épocas y costumbres, las
corrientes intelectuales, los cambios de las circunstancias vitales y de las estructuras sociales. Desde
hace más de 1200 años disponemos de documentos escritos en alemán, pero el vocabulario, al
encerrar en sí la memoria de épocas de la humanidad anteriores, carentes de testimonios escritos,
permite hacer conclusiones sobre las mismas.

4
Ejemplos:
- Freitag no significa “freier Tag” (día libre), sino que es un analogismo, que surge en el siglo
IV, del Veneris dies (latín, “día de Venus”, la diosa de la belleza y el amor en la mitología
romana): “el día de la diosa Frija” (la diosa del amor de los germanos).
- Brille: Las primeras gafas se fabricaron, en torno a 1300, de la piedra semi-preciosa Beryll
(“berilo”).
- Apfelsine (en neerlandés appelsina, ‘manzana de China’): Al norte de Alemania, las naranjas
llegaban por los puertos de Hamburgo y Ámsterdam, mientras que Italia fue el proveedor del
sur. Hasta el día de hoy, en Austria las naranjas se llaman Orangen.
- Las lenguas indogermánicas carecen de palabras para designar plantas típicas de zonas
geográficas de clima más cálido, como p.ej. Palme. De este hecho se puede deducir que la
protolengua se hablaba en zonas de climas templados.

III-El cambio lingüístico (Sprachwandel)


- Los diferentes planos de la lengua

- Ejemplos del cambio lingüístico en los diferentes subsistemas lingüísticos

Rudi Keller: Sprachwandel


- geil bedeutete früher "fröhlich"
- Sprachwandel - Sprachverfall
- Übertretung sprachlicher Konventionen= Fehler (jede Veränderung beginnt damit. )
- Fehler > allgemeinen Usus > neue Konvention

5
Deklinationsproblem
- die systematischen Fehler von heute sind die neuen Regeln von morgen.
- im Herbst diesen Jahres / im Herbst DIESES Jahres > Analogiebildung
○ im Herbst letzten / vorigen / nächsten Jahres
○ se acaba declinando el pronombre " dieses" como el adjetivo "letztes"
- parecido con el genitivo de " die Nacht"
○ teóricamente "der Nacht "
○ el resto de partes del día son masculinas
○ así que se acaba diciendo " des Nachts"
Syntaktisch-semantikes Problem
- weil: im Mittelhochdeutsch war es ein Substantiv, das Zeitdauer bedeutete
- es hat sich in einer Konjunktion mit temporaler Bedeutung entwickelt (während)
- schließlich - kausaler Bedeutung
- Hauptsatz-Wortstellung: Woher weißt du das? / Nebensatz-Wortstellung: warum ist das so?
- Fazit: es handelt sich nicht um einen Prozess der Verwahrlosung (abandono) der Sprache,
sondern um eine langfristige Entwicklung (en camino a ser una epistemischen Konjunktion)
Wandel - wie entsteht er?
- Die Sprache muss sich ändern, um mit der Entwicklung der Welt Schritt zu halten. Aber
Veränderungen in der Welt sind für den Wandel der Sprache weder notwendig noch
hinreichend
- was ist verantwortlich für den Wandel?
○ beispiel Uni Disseldorf: los caminos que se van creando solos porque la gente ataja
por ahí (Trampelpfad)
○ kein Artefakt oder Naturphänomen
○ Die Wege der Architekten - Computersprache oder Esperanto: geplant und gezielt
hergestellt // Trampelpfade - Deutsch: weder geplant noch gezielt hergestellt
- "Phänomene der dritten Art" (Anlehnung an Steven Spielberg)

Sprachwandel theorien (primera fotocopia + ppt campus)

Stammbaumtheorie → die idg. Sprachen haben sich durch Spaltung aus einer Ursprache
entwickelt
A. Schleicher, 1863 - protolengua y por escisión se han ido separando como las ramas de un
árbol
- Abhängigkeiten und Sprachverwandtschaften können in Form eines
Stammbaums dargestellt werden.
- Sprachen haben Vorfahren und Nachfahren
- kausal orientierte Theorie, die bis heute nachwirkt.

Wellentheorie → Von bestimmten politisch-geographischen Zentren gehen Neuerungen


aus, die sich durch Sprachstrahlungen oder Sprachströmungen wellenförmig
J. Schmidt ausbreiten
- un cambio que desencadena otros (piedra - agua)
- sie erklärt die dialektale Aufgliederung eines Sprachraums
- als “mechanistisch” und “kartographiebegeistert” kritisiert (Polenz)

Entfaltungstheorie → allmählichen Durchsetzung angeborener Eigenheiten eines Volkes, also


einer erbbiologischen Prädisposition, die sich zeit-räumlich recht
O. Höfler unterschiedlich auswirken kann.
- plantea los cambios como algo predestinado, genético. Einzelne
Phänomene des Sprachwandels sind demnach nur Symptome, die auf
tieferliegende Ursachen verweisen.
- problemática, sin base, sie wird heute wietgehend als spekulativ bezeichnet

6
Konvergenztheorie → Sprachen stehen in ständigem Kontakt, beeinflussen sich gegenseitig.
Durch Sprachmischung ergibt sich allmählich eine strukturelle Angleichung
Trubetzkoy - Superstrat: conquistan, más poder, lengua predomina
- Substrat: adaptan su lengua a la de los conquistadores

soziopragmatische → in der Kommunikation gibt es Varianten. Wir sprechen anders mit


Theorien Freunden und im akademischen Bereich, z.B.
ständiger Variation > permanenter Normwandel bedingt
Polenz - funktionale und intentionale Aspekte berücksichtigt
4 Faktoren bestimmen im Sprachvollzug miteinander den Wandel der
Sprache:

1. Sprachliche Ökonomie > Streben nach Kürze


a. systembezogene Ökonomie
b. informationsbezogene Ökonomie
2. Sprachliche Innovation > Streben nach Neuerungen
a. Innovation durch Wortbildung
i. Komposition - Fahrschule
ii. Derivation - präfixe oder suffixe
iii. Konversion - ein Wort Art ändert zu einem anderen, aber das Wort nicht
(Dank, dank)
iv. Zusammenbildung: Komposition + Derivation (fünfsitzig Auto)
b. Innovation durch Entlehnung
- Wortentlehnung
- Fremdwort: tal cual (pizza) // Lehnwort: angepasst (Cousine)
- Lehnprägung
- Lehnübersetzung: todo // Lehnübertragung: ein Teil
- Lehnschöpfung: formal unabhängig, ein neues Wort nach ein fremdes
gebildet wird (Weinbrand)
- Lehnbedeutung: neues Wort aber dieselbe Bedeutung
c. Innovation durch Bedeutungswandel
(Bedeutungserweiterung, Bedeutungsverengung, Bedeutungsübertragung (neue),
Pejorisierung, Euphemismus)

3. Sprachliche Evolution > Streben nach Alternativen


Sprache ist veränderbar und zugleich veränderlich, in ständiger evolutionärer Bewegung.
- orthoepische: richtige Aussprache
- phonemische: Balkon oder Kaffee - Akzent variiert
- syntaktische: Ausklammerung (hat nachgedacht)

4. Sprachliche Variation > Einfluss gesellschaftlicher Kräfte


a. Sprache ist veränderbar, weil sie variabel benutzt wird
→ Den Sprachbenutzern steht in vielen Fällen nicht nur eine Ausdrucksmöglichkeit
zur Verfügung, sondern zwei oder mehrere Varianten
b. Bereiche der Sprachvariation
i. strukturell:
graphemische, orthographische, phonemische, orthoepische, flexivische
Variation, Wortbildungs-Variation, lexemische, morphosyntaktische,
syntaktische Variation, Textsorten-Variation
ii. pragmatisch:
idiolektale, lokale, regionale, staatliche, politische, soziolektale, funktionale,
historisch-stilistische Varianten.
R. Keller
- Sprachentwicklung: Zusammenspiel von Variation und Selektion im Kommunikationsakt.
- die “Veränderungen von morgen” sind jedoch “die kollektiven Konsequenzen unseres
kommunikativen Handels von heute”
- Kollektive Konsequenzen
- intentionales individuelles Handeln ABER nicht intendiert
- weder Naturpordukte noch Kulturprodukte → “Phänomene der dritten Art”.

7
Ein Beispiel für Sprachwandel, der gut
dokumentiert ist: der Wandel von
“was(e)” im Mittelhochdeutschen zu
“war(e)” im Neuhochdeutschen:
- Die 1. Spalte bezieht sich auf die
Jahresangaben,
- die anderen Zahlen sagen aus,
wie viel Mal das Wort in Texten
vorgekommen ist.
- Die rechte Spalte zeichnet die
verschiedenen Phasen auf.

Fases:
1. Innovation
2. Verbreitungsphase
3. Approbationsphase
4. Normierung

8
2. Auf dem Weg zur deutschen Sprache

das Indogermanische [campus]


Die Indogermanistik = Historische Sprach­wis­sen­schaft, Histo­risch-Ver­glei­chen­de Sprach­wis­sen­schaft
oder In­do­ger­ma­ni­sche Sprach­wis­sen­schaft genannt
Die Indogermanistik umfasst insgesamt drei große Be­reiche:
1. die Sprach­wis­sen­schaft
2. die Li­te­ra­tur­wis­sen­schaft
3. und die Kul­tur­ge­schichte.
Man unter­sucht Texte aus den ver­schie­denen Sprach­gruppen und kann sie dann je­weils un­ter
schwer­punkt­mäßig diachron-linguis­tischem, synchron-linguis­tischem, phi­lo­lo­gischem, kultur- oder
reli­gions­wis­sen­schaft­lichem As­pekt ana­ly­sieren.

Die Indo­ger­ma­nistik unter­sucht nun die zwi­schen den ein­zelnen Spra­chen und Sprach­stufen
be­stehen­den Ähn­lich­kei­ten und lei­tet da­raus Re­geln ab, aus de­nen sich die Ver­wandt­schaft die­ser
Spra­chen be­weisen lässt: Denn sie haben so grund­le­gende struk­tu­relle Ähn­lich­keiten, dass man das
nicht durch Zu­fall oder Sprach­kontakt er­klä­ren kann.

¿Indoeuropeo e indogermánico?
● se refieren a la misma macrofamilia lingüística
○ indogermano: preferentemente usado por la lingüística alemana
○ indoeuropeo: se prefiere en los países no alemanes
● Indoeuropeo: término para designar el ámbito lingüístico con cerca de 140 lenguas y 2000
millones de hablantes. Se refiere al ámbito de extensión de esta familia de lenguas que
comprende el
indo-irano-armenio-griego-itálico (latín y osco-umbro)-eslavo-báltico-céltico-germano
● Indogermánico: lo usan los lingüistas alemanes. Se compuso uniendo los dos términos que
presentan la más oriental y la más occidental de las lenguas indoeuropeas entonces
conocidas.
Indogermanisch > soll die indo­ger­mani­schen Spra­chen in ihrer geo­gra­phi­schen Ver­brei­tung auf dem
eura­si­schen Kon­ti­nent um­klam­mern: mit In­disch als der süd­öst­lichs­ten und Ger­ma­nisch als der
nord­west­lichs­ten indo­ger­ma­nischen Sprach­grup­pe.
● Más tarde se reconoció que el celta pertenecía también a este tronco lingüístico. Fue
entonces cuando se propuso la nueva denominación de indocelta, que no ha llegado a
generalizarse
● Los estudios sistemáticos del indoeuropeo comienzan con el descubrimiento del parentesco
que tienen el sánscrito y el persa con las lenguas europeas, descubrimiento debido a William
Jones en 1786
● fines del siglo XVIII - sánscirto relación con griego y latín → Gramática comparada > teoría
del árbol genealógico (Schleicher): existió un primitivo idioma desaparecido, el indoeuropeo,
del cual, como las ramas cada vez más abundantes, pequeñas y distantes de un árbol,
surgieron multitud de lenguas que a su vez dieron origen a otras. Al tronco indoeuropeo
pertenecían el sánscrito, el griego, el latín, el germánico y el eslavo.

9
Stammbaummodell

Indoeuropäisch (capítulo 5 del libro)


Die Geschichte der deutschen Sprache beginnt zwar erst im 8. Jahrhundert mit den ersten
schriftlichen Überlieferungen aus der Zeit Karls des Großen.
Um die damalige und die heutige Sprache richtig beurteilen zu können, müssen wir auch etwas über
das Erbe aus der Vorzeit wissen: über Wortschatz, grammatische Struktur und
Entwicklungstendenzen. Dieses Erbe teilt das Deutsche mit den anderen germanischen Sprachen.

Die wichtigsten indoeuropäischen Sprachgruppen sind:


- indoiranische Sprachen (Sanskrits - viel für die historisch-vergleichende Sprachforschung
bedeutet)
- Griechisch
- Italische Sprachen: Lateinisch. Es verdrängte mit der zunehmend Macht der Römer die
übrigen italischen Sprachen und viele einheimische Sprachen anderer unterworfener Gebiete.
* Aus dem Vulgärlatein > romanischen Sprachen
- Keltische Sprachen: sie waren vor der Völkerwanderungszeit über einen großen Teil
Europas verbreitet, bis sie von germanischen und romanischen Sprachen verdrängt wurden.
- Baltische und slawische Sprachen
- Germanische Sprachen
- Albanische, Armenische
- Einige ausgestorbene Sprachen (Hethitisch, Illyrisch, Tocharisch, Thrakisch und Phrygisch)
NICHT indoeuropäische Sprachen in Europa sind u.a. Finnisch, Ethnisch, Lappisch, Ungarisch
(finnisch-ugrische Sprachen), Baskisch und Türkisch.

10
Was verbindet nun das Deutsche und andere germanische Sprachen mit den übrigen
indoeuropäischen Sprachen?
- Ähnlichkeiten in einem aus ältester Zeit stammende Grundwortschatz, der sich natürlich, was
Lautgestalt und Bedeutung betrifft, in den einzelnen Sprachen unterschiedlich verändert hat.
- gewissen morphologischen Elementen (Flexionsendungen, Ablaut): sie sind teilweise nur
noch in den ältesten Sprachstufen erhalten.

5.3 Zur Entstehung der indoeuropäischen Sprachgruppen [libro]


Um die verhältnismäßig großen Unterschiede zwischen den indoeuropäischen Sprachgruppen zu
erklären, müssen einige Umstände berücksichtigt werden.
- Mit langen Zeitabständen hat eine wiederholte Auswanderung aus der ieur. Heimat
stattgefunden. Dies wirkt sich auf die materielle und mentale Kultur und auf die Sprache (bes.
den Wortschatz) aus.
- Man muss auch davon ausgehen, dass weder Indien noch Europa unbewohnt waren:
verschiedene Völker und Stämme mit unterschiedlichen Sprachen lebten dort. Europa hat
nach und nach wahrscheinlich das Indoeuropäische übernommen, weil die Indoeuropäer
eine überlegene Kultur mitbrachten, die anderen erstrebenswert oder nachahmenswert
erschien. Wenn dem so ist, dann hatte ieur. um diese Zeit die Funktion einer Prestigesprache.
- Der große Sprachwechsel in Europa ist ein langer Prozess gewesen, der nicht immer gleich
verlief. Manchmal haben Kontaktsituationen mit anderen Sprachen zusätzlich eingewirkt.

Indogermanische Gesellschaft [campus]: Die zahlreichen indogermanischen Einzelsprachen las­sen


sich – ab­ge­sehen von bruch­stück­haft über­lie­fer­ten Spra­chen – in 11 große Sprach­grup­pen un­ter­tei­len
(in al­pha­be­tischer Reihen­folge):
1. Albanisch
2. Anatolisch (u.a. Hethitisch, Karisch, Lu­wisch, Ly­disch, Ly­kisch, Pa­laisch)
3. Armenisch
4. Baltische Sprachen (Altpreußisch†; Let­tisch, Li­tauisch)
5. Germanische Sprachen (u.a. Dänisch, Deutsch, Eng­lisch, Frie­sisch, Go­tisch†, Is­län­disch,
Nie­der­län­disch, Nor­we­gisch, Schwe­disch)
6. Griechisch
7. Indo-iranische Sprachen (u.a. Avestisch†, Far­si, Hin­di, Kur­disch, Mara­thi, Pashto, Sanskrit,
Urdu)
8. Keltische Sprachen (Bretonisch, Gal­lisch†, Irisch, Kelt­ibe­risch†, Kor­nisch†,
Kym­risch/Wali­sisch)
9. Romanische (u.a. Französisch, Italie­nisch, Ka­ta­la­nisch, Por­tu­gie­sisch, Ru­mä­nisch, Spa­nisch)
bzw. Ita­lische Spra­chen (u.a. La­tein†, Sa­bel­lisch†)
10. Slavische Sprachen (u.a. Bulgarisch, Pol­nisch, Rus­sisch, Ser­bo­kroa­tisch, Slo­va­kisch,
Slo­ve­nisch, Tsche­chisch, Ukrai­nisch, Weiß­rus­sisch)
11. Tocharisch†
Dazu kommen noch einige sogenannte „Trüm­mer­spra­chen“ oder „Rest­sprachen“ (z.B. Phry­gisch,
Thra­kisch).

Indogermanische Sprachstamm [fotocopias]


- größte Sprachstamm der Welt
● Engländer - Herrschaft über den ganzen indischen Subkontinent > sie mussten neben den
zahllosen Sprachen und Dialekten, die Sanskrit kennenlernen.
○ tote Sprache (Bevölkerung)
○ Sprache der Religion, der Wissenschaft, der Dichtung und die Rechtssprache (wie
das Lateinische im europäischen Mittelalter)
● Die Engländer sprachen in Indien nach den einheimischen Gesetzen Recht → britische
Beamte waren gezwungen, mit Sanskrit sich vertraut zu machen.

11
● William Jones: der erste, dass Sanskrit lernen musste. Er fasst seine Erkenntnisse aus der
Beschäftigung mit dem Sanskrit:
“Die Sanskrit genannte Sprache, wie altertümlich sie auch sei, ist von wunderbarem Bau;
vollkommener als das Griechische, reicher als das Lateinische, und in ihrer Feinheit noch
herrlicher als jede dieser beiden; doch beiden zu nahe stehend, sowohl in den Wurzeln der
Wörter wie in den grammatischen Formen, als dass dies durch Zufall bewirkt sein könnte; so
eng verwandt, dass kein Philologe alle drei untersuchen könnte, ohne zu dem Schluss zu
gelangen, dass sie alle einer gemeinsamen Quelle entstammen, die möglicherweise nicht
mehr existiert. Es bestehen ähnliche Gründe, wenn auch nicht ganz so zwingende, für die
Annahme, dass sowohl das Gotische als auch das Keltische wenn auch mit einer
andersartigen Sprache vermischt, denselben Ursprung wie das Sanskrit haben. Das
Altpersische mag man dieser Familie hinzurechnen.
* Gotisch steht hier für die germanischen Sprachen
→ Ähnlichkeit - kein Zufall; es muss eine Ursprache geben (>indogermanisch)
● Niemand hat die Beziehung so klar gesehen und so entschieden und überzeugend
ausgesprochen wie Jones. Er gilt damit zu Recht als Ahnherr der ganzen historischen oder
indogermanischen Sprachwissenschaft.
● Franz Bopp: Sanskirt lernte. Er versenkte sich in die fremden Texte, in einer ihm fremden
Schrift, die keine Wortzwischenräume kannte. Gleichzeitig lernte er Persisch. So konnte er
bereits 1816 seine erste Schrift erscheinen lassen.
Bopp weist, kurz gesagt, nach, dass die Konjugation des Verbums in allen aufgeführten
Sprachen demselben Muster folgt.
○ Hauptwerk: Vergleichende Grammatik des Sanskrit, Zend, Armenischen,
Griechischen, Lateinischen, Litauischen, Altslawischen, Gotischen und Deutschen
○ sechs Bänden
○ fester Grund für die vergleichende Sprachforschung

Leseprobe - Indogermanisch und indogermanische Erbe im Deutsch


● Es ist möglich, auf sprachvergleichender Grundlage die Grammatik des Indogermanischen zu
rekonstruieren. Es ist eine Ursprache (protolengua).
● Die Indogermanen hatten eine schriftlose Kultur. Textüberlieferungen gibt es erst aus frühen
Einzelsprachen, z. B. dem Hethitischen (16. Jh. v. Chr.), dem Mykenischen (17. bis 13. Jh. v.
Chr.) und dem Indischen (13. Jh. v. Chr.). Die frühesten altlateinischen Inschriften stammen
aus dem 7., die ältesten keltischen Sprachzeugnisse aus dem 2. Jh. v. Chr.
● So zuverlässig die sprachliche Rekonstruktion des Indogermanischen ist, so unsicher sind
Vermutungen über die Urheimat und den kulturellen Entwicklungsstand der Sprachträger.
● Indogermanisches Erbe im Deutschen: Durch die Jahrhunderte der germanischen und
deutschen Sprachgeschichte haben sich prägende und elementare »Sedimente« des
Indogermanischen erhalten:
Die Morphologie, die Deklination der Substantive und Adjektive sowie die Konjugation der
Verben, zeigt in folgenden Punkten indogermanische Prägung:
○ Grammatische Kategorien: Numerus (dualis - es gab zwei) und Kasus bei den
Substantiven, Komparation bei den Adjektiven, Person, Numerus, Modus, Tempus
bei den Verben.
○ Ablaut der starken Verben, z. B. sprechen – sprach – gesprochen.
○ Flexionsendungen, selbst wenn verschiedene Prozesse zu erheblichen Reduktionen
und Umstrukturierungen geführt haben.
○ Drei Genera: Maskulinum, Femininum und Neutrum, die nicht an das natürliche
Geschlecht gebunden sind.
Die Syntax noch des heutigen Deutschen ist ebenfalls durch indogermanische
Weichenstellungen determiniert:
○ Das Prädikatsverb legt die Objektskasus fest.

12
○ Aussage-, Frage- und Befehlssatz sind die elementaren Satzformen.
○ Sätze können durch unterordnende Konjunktionen (»Subjunktionen«) zu
komplexeren Gefügen verbunden werden.
Der Wortschatz des heutigen Deutschen geht in zentralen Bereichen auf indogermanische
Ursprünge zurück (Erbwörter - 1500)
➔ 5.2 Indoeuropäischer Wortschatz (Erbwörter) [libro]
Nur von wenigen ieur. Sprachgruppen kennt man schriftliche Überlieferungen aus der Zeit vor Chr.
Die zeitliche Unterschied zwischen den Erstbelegen der Sprachen ist groß.
- Griechische, hethitische, indische: 15-13 v.Chr
- Geschriebenes Italisch: 600 v.Chr
- Ersten germanischen Runeninschriften: 500 n.Chr. (gotischen Text)
- Baltisch: 15 Jh.
Die historisch-vergleichende Sprachwissenschaft hat jedoch durch systematische Vergleiche
lautliche, lexikalische und grammatische Übereinstimmungen zwischen allen festgestellt, dass man
auf eine gemeinsame Vorstufe zurückgehen müsste.
Sogenannte Wortgleichungen haben ergeben,
● dass gewisse Wortfelder für ieur Sprachen gemeinsam sind für:
○ Haustiere und Viehzucht (aber noch nicht Katze und Esel)
○ Bäume und wilde Tiere (aber nicht Löwe und Tiger)
○ Behausung
● dass andere Wortfelder in den verschiedenen Sprachen verschiedenen Ursprungs sind:
Ackerbau, das offene Meer und die Schiffahrt usw.
Wortgleichungen sind hilfreich für unser Wissen über die Indoeuropäer. Doch der Gesamtwortschatz
lässt sich natürlich nicht rekonstruieren, wenn auch durch neuere Forschung weitere Erbwörter
sichergestellt wurden. Unsichere Faktoren sind u.a.:
- die lange Zeitspanne der vorschriftlichen Zeit
- das Verschwinden von Wörtern
- Bedeutungswandel...
Es lässt sich heute auch nicht mit Sicherheit beweisen, dass ein gemeinsames Indoeuropäisch als
Kommunikationsmittel existiert hat. Aus dem durch Wortgleichungen rekonstruierten Wortschatz hat
man trotzdem einige Schlussfolgerungen über geographische Heimat und Kultur der Indoeuropäer
gezogen:
- vor etwa 6000 Jahren südlich des Kaukasus in einer Jungsteinzeitkultur
- anfangs Viehzüchter, später kam der Ackerbau dazu
- Großfamilie: Erbwörter sind u.a. Vater, Mutter, Sohn, Bruder. Aber die
Verwandtschaftsbezeichnungen waren damals viel differenzierter als im heutigen Deutsch.
- sie zählten vermutlich die Zeit nach Nächten, nicht nach Tagen
- Mondwechsel („Monat“)
- Zehnersystem: die Zahlen 1-10 und 100 sind Erbwörter in den ieur. Sprachen
Die Bedeutungsgeschichte eines Erbworts gibt manchmal Einblicke in die Rezeption der ieur Kultur
durch andere Völker. Spätere Neubildungen haben sich oft als Lehnwörter in andere Sprache
verbreitet.
➔ Alteuropäische Hydronymie [fotocopia]
Gewässernamen sind
- aussagekräftig, weil Namen zum ältesten Sprachgut gehören und in eine Zeit zurückreichen,
aus der keinerlei schrifliche Quellen vorhanden sind.
- besonders altertümlich, weil sie zur Orientierung dienten und daher von sich neu
ansiedelnden Völkerschaften oft übernommen wurden (auch Flussnamen)
Gewässernamenwurzeln: reicht von Westeuropa bis an den Ural und von Nordeuropa bis in die
Mittelmeerländer
HANS KRAHE: Die Gewässernamen Europas sind historisch geschichtet und die Namen der ältesten
Schichten zeigen vielfach eine Verbreitung. Dabei zeigen sich nach Krahes Ansicht die Flussnamen

13
nördlich der Alpen als ältestes Sprachgut in Europa überhaupt, südlich der Alpe sind sie jünger und
überlagern nichtindorgermanisches Sprachgut.
“Alteuropäische Hydronymie” müssen drei Bedingungen erfüllen:
1. Die Stämme müssen sogenannte “Wasserwörter” sein, die im Grund nichts anderes bedeuten
als “Wasser” oder seine Eigenschaften.
2. Sie müssen mehrfach vorkommen.
3. Sie müssen auf indogermanische Grundformen zurückführen und dürfen keiner spezifischen
indogermanischen Einzelsprache oder Sprachfamilie ausschließlich zuzuordnen sein.
* “Alteuropäisch” kann linguistisch nicht nachgewiesen werden, es handelt sich um das
“Indogermanische” selbst. “Alteuropäisch” stellt zwar eine durch Alter, Morphologie und Verbreitung
gekennzeichnete indogermanische Namenklasse dar, aber keine Sprachstufe.

Die Verwandtschaftsverhältnisse zwischen den indogermanischen Einzelsprachen und


Sprachgruppen werden auf verschiedene Weise erklärt.
- Das Stammbaummodell wurde schon in einer frühen Phase der Indogermanistik entworfen.
Es versucht, die mehr oder weniger ausgeprägten Ähnlichkeiten zwischen den
Sprachfamilien und den Einzelsprachen nach Art eines genealogischen Stammbaums
darzustellen.
Die Darstellung der Abstammungs- und Verwandtschaftsverhältnisse ist einerseits plausibel,
andererseits aber nicht unproblematisch, denn sie impliziert, dass sich die Sprachen getrennt
haben, dass kein weiterer Kontakt und damit auch kein gegenseitiger Einfluss mehr möglich
war. Solcher Kontaktbruch ist aber nur dann möglich, wenn größere räumliche Distanzen
gegeben sind. Das heißt, diese Stammbaumtheorie muss notwendigerweise von
Abwanderungen und geographischer Expansion ausgehen (basarse).
- Das Wellenmodell geht von der Vorstellung aus, dass an einer Stelle (oder an mehreren) in
einem größeren Gebiet eine Neuerung auftritt und sich in der Art einer Welle ausbreitet.
Diese Theorie rechnet anders als die Stammbaumtheorie damit, dass Verschiedenheiten
eingeebnet werden und Konvergenzen entstehen können, erklärt aber nicht, wie separate
Einzelsprachen ihre jeweils spezifische Struktur ausprägen.
- Das Substratmodell sieht als Ursache von Ähnlichkeiten Völker- und damit Sprachmischung.
Wenn sich beispielsweise eine indogermanische Population mit einer nicht-indogermanischen
oder einer nur entfernt verwandten indogermanischen Ethnie vermischte, musste es
zwangsläufig zu sprachlichen Vermischungsvorgängen kommen.

ZUSAMMENFASSUNG
Charakteristika des Indogermanischen: Durch Vergleich der indogermanischen Sprachen
Rekonstruiert
● Substantiv
○ 8 Fälle (Kasus): Nominativ, Genitiv, Dativ, Akkusativ, Vokativ (für die Anrede), Lokativ
(für die Position in Raum und Zeit), Ablativ (zeigte den Ausgangspunkt einer
Bewegung und der Abstammung an), Instrumentalis (vor allem für die Bezeichnung
von Mittel-Zweck-Beziehungen, vgl. ahd. suertu - “mit dem/einem Schwert”). Jeder
hatte seine eigene Endung.
○ Keine Artikel
○ 3 Numeri: Singular, Dual, Plural
○ 3 Genera: Maskulinum, Femininum, Neutrum
● Verb: Eigentlich “unregelmäßig, Regeln ziemlich kompliziert
○ 2 Zeitstufen: Gegenwart und Vergangenheit
○ 5 Zeitformen: Punktueller Vorgang, kontinuierlicher Vorgang, abgeschlossener
Vorgang, ein noch andauernder Vorgang, ein Vorgang, der sich gerade im Übergang
befindet.
○ Aktiv und Passiv (neben dem Aktiv entwickelte sich noch zu idg. Zeit das Passiv)

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○ 3 Numeri: Singular, Plural, Dual
○ 9 Personalformen: je 3 im Singular, Dual und Plural
○ 4 Modi: Indikativ (für Tatsächlichkeit), Konjunktiv (für Möglichkeit), Optativ (für
Wunsch, Wille), Imperativ (für Aufforderung)
○ Betonung: Freier Wortakzent, d.h. grammatisch verwandte Wortformen konnten den
Akzent auf unterschiedlichen Silben tragen, z.B. (nicht-germ. Wörter): Musík,
Músiker, Musikánten; Róma, Románus, Romanórum.

Anatolien war nicht Ur-Heimat der indogermanischen Stämme


Gewässernamen befinden sich in weiten Teilen Europas unter der Schicht der einzelsprachlichen
Namen (keltisch, italisch, germanisch, baltisch, slavisch usw.). Sie können nicht mit Hilfe einer
indogermanischen Einzelsprache erklärt werden.
Anatolien kann nicht “Ur-Heimat” der indogermanischen Stämme gewesen sein, weil die
Gewässernamen dieses nicht bestätigen. Wir kennen sogenannte alteuropäische Gewässernamen
aus Europa, die mit Hilfe auch von hethitischen Wörtern erklärt werden können: etwa die
Flurnamensippe um Ohm, die mit albanisch amë “Flußbett”, griechisch amara “Graben, Kanal”
verbunden werden kann.
Da Sprache lebendig ist und sich ständig verändert, verändert sich auch der Wortschatz. Wörter
leben und sterben, aber in den Namen bleiben diese häufig erhalten. Daher kann die ursprüngliche
Verbreitung eines Wortes - wenn es in Namen auftaucht - nur mit Hilfe der Namen richtig beschrieben
werden.

Die ältesten Fluß- und Ortsnamen Europas stammen zum größten Teil aus indogermanischer Zeit
Ein Beispiel: Mien, Mienia, Minia, Mienia sind Gewässernamen in Osteuropa (dazu gehört auch
Minsk), die baltische Namen wie Mainia und Minià neben sich haben, aber auch den Main, alt Moinos,
und Minho/ Miña auf der Iberischen Halbinsel. Es ist klar, daß man diese Namen nicht mit Hilfe des
Keltischen, Germanischen oder Slavischen erklären kann. Man muß einen Schritt weiter
zurückgehen. Es gibt europäische Gewässernamen, die Beziehungen zum Indischen und Iranischen
enthalten.
Europas Wortschatzelemente sind in zahlreichen Gewässernamen verborgen. Diese
Wortschatzelemente können nur in den ostindogermanischen Sprachen, etwa Indisch, Tocharisch,
Iranisch nachgewiesen werden.
Zum Beispiel im altindischen sindhu- „Fluß“, das sich wiederfindet in Sinn, einem Nebenfluß des
Mains, Shannon (Irland), Shin (England), San, Nebenfluß der Weichsel. Das bedeutet, daß die
Sprache der Sprecher, die die Namen gegeben haben, keine indogermanische Einzelsprache
gewesen sein kann, sondern das Ostindogermanische noch einbezogen war, mit anderen Worten: die
Sprecher sprachen voreinzelsprachliche, der indogermanischen Gemeinsprache sehr nahestehende
Dialekte.
Die ursprünglichste und zweifellos älteste Namenschicht geht von sogenannten Wasserwörtern aus,
das heißt von Bezeichnungen für “fließendes Wasser”, “Quelle”, “Bach”, “Fluß”, bzw. “fließen”... mit
zahllosen feineren und feinsten Bedeutungsschattierungen.

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Invasion aus der Steppe

Germanisch

Einführung
6.1 Einführung und kurze Charakteristika
Die Herausbildung der verschiedenen Sprachgruppen innerhalb der ieur Sprachfamilie ist prozessual
verlaufen.
Für das Germanische began es mutmaßlich etwa 2000 v. Chr., als neue Gebiete um den westlichen
Teil der Ostsee von Indoeuropäern besiedelt wurden, und hatte sich um 500 v Chr allmählich in
nördlicher und südlicher Richtung ausgebreitet.
Da hatten sich auch die sprachlichen Veränderungen befestigt, nämlich hauptsächlich:
- Die erste Lautverschiebung
- Der Akzentwandel
- Die damit zusammenhängende Vereinfachung des ieur Endungssystems und die hierdurch
beginnende Entwicklung vom synthetischen zum analytischen Sprachbau
- Die Systematisierung des Ablauts bei den starken Verben
- Die Herausbildung der schwachen Verben und der schwachen Adjektivflexion
Die Art und Umfang der Veränderungen auf allen sprachlichen Ebenen lassen vermuten, dass ein
Sprachwechsel vorgelegen hat. Das Volk, das im Norden Europas wohnte und irgendwann den
Namen Germanen annahm, dürfte das letzte der Völker Europas gewesen sein, das die Sprache der
Indoeuropäer übernahm und durch seine Aussprache prägte, mehrere eigene Wörter beibehielt und
gewisse grammatische Kategorien nicht lernen konnte, da sie in der eigenen Sprache nicht existieren
und der Fremdsprachenerwerb ungesteuert vor sich ging.
Die rekonstruierte Vorstufe der germanischen Einzelsprachen wird oft Urgermanisch genannt.
Manchmal wird auch zwischen Prägergermanisch (etwa Bronzezeit) und Gemeingermanisch (jüngere
Eisenzet, etwa 700-100 v.Chr) unterschieden.

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6.2 Quellen des Germanischen
Die ältere Sprachstufe der romanischen Sprachen, Latein, ist reich dokumentiert, für das
Germanische ist dies aber nicht der Fall:
- Einzelne Wörter kommen in lateinischen Texten vom 1 Jh v Chr
- Aus späterer Zeit (etwa 3.-5. Jh) gibt es einige kurze Runeninschriften
- Frühe Lehnwörter in den Nachbarsprachen haben oft die alten germ Formen beibehalten
- Im Übrigen ist man wie für das ieur auf die rekonstruierten Wortformen angewiesen, welche
die vergleichende Sprachwissenschaft aus den ältesten Stufen der verschiedenen germ
Sprachen erschlossen hat.
Nur germanische Wörter und Wortfelder geben Aufschluss über Leben, Gesellschaft und Kultur der
Germanen. Archäologische Funde können die Resultate zum Teil bestätigen.

Charakteristika
6.3 Germanischer Wortschatz (Erbwörter)
Die Fortschritte gegenüber der älteren Zeit werden durch den erweiterten Wortbestand der Germanen
gezeigt. Andererseits kann es sich auch um Erbwörter aus der vorindoeuropäischen Substratsprache
handeln.
Die „Urgermanen“ lebten in einer Bronzezeitkultur. Also bequemer als ihre Vorfahren. Sie wohnten
und aßen besser, hatten mehr Werkzeuge, kleideten sich besser... Das zeigt uns die Existenz von
bestimmtem Wortschatz.
germ. Wörter für Künstenlandschaft, Seefahrt und Fischfang sagen etwas über die Heimat der
Germanen aus und Wörter wie König, Volk, Erbe, Sache zeugen von ihrem Staats- und Rechtswesen
Auffallend ist, dass viele Wörter in die Sachgebiete Kampf, Waffen (und dergleichen) gehören, was
auch an den germanischen Personennamen deutlich wird. (Kampf, Krieger und Volk, Eigenschaften)

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6.4 Ausspracheveränderungen
Der auffälligste Unterschied zwischen den germanischen und den übrigen indoeuropäischen
Sprachen betrifft den Konsonantismus.

6.4.1 Die Germanische (erste) Lautverschiebung


Wenn wir folgende Erbwörter aus indoeuropäischer Zeit miteinander vergleichen, stellen wir einen
deutlichen Unterschied fest zwischen einerseits den lateinischen, griechischen, indischen u.a.
Wortformen und andererseits den germanischen.
● Germanische oder erste Lautverschiebung
○ ieur p t k Germanischen f p x
■ außer in gewissen Verbindung wie sp, st, sk
○ es hat in allen germanischen Sprachen stattgefunden
○ in angelsächsischen Ländern heißt es Grimm’s law, nach seinem Entdecker Jacob
Grimm
○ die erste Lautverschiebung dürfte abgeschlossen gewesen sein, bevor die Germanen
mit den Römern in Berührung kammen, denn kein lateinisches Lehnwort hat diese
Lautentwicklung mitgemacht
○ auch b d g > p t k
● Germanischen Wechsel oder Verners Gesetz
○ Als eine Art Aussprachehilfe
○ Es besteht ein Zusammenhang mit den indogermanischen Akzentverhältnissen
■ Auf dieser frühen Sprachstufe konnte der Akzent in verschiedenen Formen
ein und desselben Wortes auf jeweils unterschiedlichen Wortsilben liegen.
Die stimmhaften Reibelaute (b, d g) entstanden aus den Tenues unter zwei
Bedingungen:
● Die betreffende Tenuis musste in stimmhafter Umgebung (zwischen
Vokalen und/oder stimmhaften Konsonanten) stehen
● Der Wortakzent durfte nicht unmittelbar vor dem Verschiebungslaut
liegen
■ Waren nicht gleichzeitig diese beiden Bedingungen erfüllt, dann erfolgte
Verschiebung zum stimmlosen Reibelaut.
■ Ausnahmen: die Tenuesverschiebung unterblieb nach *s. Die
Konsonantengruppen *kt und *pt wurden nur jeweils im ersten Bestandteil
verschoben, das Ergebnis war *Xt bzw *ft.

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6.4.2 Der Akzentwandel
Dieser war im Indoeuropäischen beweglich.
Im Germanischen wurde ein starker Druckakzent (expiratorischer Akzent) auf die erste Silbe,
gewöhnlich die Wurzelsilbe, festgelegt, die dadurch auf Kosten der anderen Silben hervorgehoben
wurde.
Das Deutsche hat also heute Anfangsbetonung, mit einigen Ausnahmen:
- Ableitungen mit gewissen Präfixen (be’kommen, Ent’führung)
- Einige dreisilbige Wörter (Fo’relle, Herme’lin, le’bendig)
- Viele nicht germ. Fremd- und Lehnwörter (Akti’on, Offi’zier)
Die Anfangsbetonung förderte den Stabreim (Alliteration) auf den der germanische Vers baute und
der noch in vielen Redewendungen erhalten ist: Man und Maus, Kind und Kegel, los und ledig,
drauf und dran, bitterbös.

6.4.3 Schwächung unbetonter Silben


Der Akzentwandel führte eine Schwächung oder ein Verschwinden von unbetonen Silben herbei,
eine Entwicklung, die sich bis heute in den germanischen Sprachen fortsetzt.
- Lat. Colonia > Köln
- Ahd. habemes > nhd. haben > ham (umgangsprachclich)

6.5 Morphologie und Syntax: Schrumpfung und Vereinfachung des indoeuropäischen Formensystems
Der Schwächung der unbetonen Silben im Germanischen trug zum Verfall des überreichen
indoeuropäischen Formensystems bei. Hier beginnt die Entwicklung vom synthetischen zum
analytischen Sprachbau.
6.5.1 Verschwinden vieler indoeuropäischer Formen
● Von den acht Kasus fiel der Vokativ im Germanischen mit dem Nominativ zusammen.
● Ablativ, Lokatik und Instrumentalis gingen in den Dativ über oder wurden durch eine
Präposition ausgedrückt.
● Vereinfachung der Verbalflexion: die Dual-Form verschwindet fast ganz;
○ Ebenso das Passiv und Medium (entspricht der nhd reflexiven Form)
○ Konjuktiv und Optativ fallen zusammen
● Von der ieur Tempora bleiben nur zwei im Germanischen: Präsens und Präterirum
● Die verschwundenen Endungen werden jedoch später in den einzelnen germanischen
Sprachen durch umschreibende Funktionswörter ersetz.
● Die vielen ieur Konjugationsmöglichkeiten werden im Germ haupstächlich auf zwei
vereinfacht:
○ Tempusbildung durch Ablaut: „starke“ Verben
○ Tempusbildung durch Dentalsuffix: „schwache“ Verben
6.5.2 Der Ablaut
Regelmäßig Vokalwechsel: es kann sowohl die Qualität (Klangfarbe) des Vokals als auch die
Quantität (Länge) betreffen kann.
- Griech ´lego (lesen) VS ´logos (Wort)
- Lat edo (ich esse) VS ēdi (ich habe gegessen)
Im Germanischen wurde das Prinzip des Ablauts zu einem Konjugationssystems für die aus dem
ieur ererbten Verben weitergeführt. Diese Verben die „Grundtätigkeiten des menschliches Lebens“
bezeichnen (geben, stehen, essen, schlafen, nehmen, sterben, stehlen usw.), bilden nun im
Germanischen die Vergangenheit durch Vokalwechsel, d.h. durch eine innere Flexion statt mit
Hilfe von Endungen. → starke Verben (J. Grimm)
● qualitative Ablaut → ieur. e > o / germ. e(i) > a
Wechsel des ieur. kurzen Stammvokals e zu ieur. o. Hieraus wurde im Germ. ein Wechsel
zwischen e oder i und a.
● quantitativer Ablaut: Wechsel der Vokaldauer, der kurze Stammvokal konnte entweder
wegfallen oder verlägert werden

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Der Ablaut heute:
Durch den Lautwandel haben sich die Ablautreihen verschieden weiterentwickelt und differenziert.
Noch heute ist der Ablaut aber in allen germanischen Sprachen erkennbar.
- Ieur e – o - / - /
- Germ i – a – u – u
- Ahd trinkan – trank – trunkum – gitrunkan
- Nhd springen – sprang - / - gesprungen
- Eng sing – sang - / - sung
Auch in der Wortbildung spielt der Ablaut eine Rolle, indem Substantive, Adjektive und andere
Verben zu den verschiedenen Tempusstämmen der starken Verben gebildet werden können.
binden > s Band; gebären > Geburt

6.5.3 Die neuen schwachen Verben


Für die im Germ neu entstandenen Verben (meist Ableitungen wie Kausativa und Denominativa)
entsteht eine neue Konjugation. Das Präteritum wird durch ein Dentalsuffix –đ- ausgedrückt, das
wahrscheinlich zu dem Verb tun (eng do) gehört und nicht in anderen ieur Sprache vorhanden ist.

6.5.4 Die neue schwache Adjektivflexion


Im germ. gab es als ieur. Erbe zwei Deklinationstypen des Substantivs:
1. Starke Substantive (Wurzel + Stamm vokal + Endung)
2. Schwache Substantive: die konsonantischen, von denen die n-Deklination.
3. Schwache Adjektive: die substantivische n-Deklination → Adjektive übernommen

→ Gemeinsamkeiten der germanischen Sprachen


Charakteristika, die das Indogermanische und die anderen Zweige der Familie nicht vorweisen:
- 1. Lautverschiebung (siehe Skript 2); im 3. oder 2. Jh. v. Chr. abgeschlossen (Beweis: Zur
Zeit der ersten Kontakte mit den Römern werden römische Lehnwörter im Germanischen
nicht mehr von der Lautverschiebung ergriffen; germanische Namen und Wörter in
lateinischen Quellen sind ausnahmslos verschoben. Vgl. Peter von Polenz (2009),
Geschichte der deutschen Sprache, de Gruyter, S. 9).
- Wortakzent (auf der 1. Silbe): der wichtigste Grund für den phonologischen Wandel und
schließlich für den Systemwandel
- Vokalveränderungen, z.B. idg. a, o, Ə (kurz) > germ. a (lat. hostis, got. gasts - „Gast“); idg. ā,
ō (lang) > germ. ō (*bhrātēr, got. brōþar)
- Deklination vereinfacht (von 8 bleiben 6 Fälle, später weniger)
- Konjugationssystem auch stark vereinfacht, aber: neuer Typus der Verbflexion (schwache
Konjugation mit Dentalmorphem: heute –t als Zeichen des Präteritums)
- Systematisierung des Ablauts bei den starken Verben
- Neue, schwache Adjektivdeklination (vgl. analog im Hd.: das kleine Mädchen)
- Wortschatz: vor allem im Bereich Recht, Krieg, See- und Schiffahrt anders als in den anderen
ig. Sprachen. Römischer Einfluss bes. im Bauwesen, Handel, Garten- und Weinanbau,
Namensgebung

Schriftdenkmäler
- einige frühe schriftliche Zeugnisse:
- römische Autoren (Caesar, Tacitus,
Plinius) schreiben über die Germanen.
Außerdem kommen einzelne
germanische Wörter in lateinischen
Texten vor, z.B. ūrus(‚Auerochs‘), alcēs
(Pl.) (‚Elche‘) bei Caesar (100-44 v.
Chr.); glēsum (‚Bernstein‘; vgl. dt. Glas)

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bei Tacitus; ganta (‚Gans‘), sāpo (‚Schminke‘; vgl. dt. Seife) bei Plinius d. Ä. (ca. 23-79 n.
Chr.)
- germanische Lehnwörter in Nachbarsprachen, z. B. im Finnischen: finn. kuningas „König“,
aus germ. *kuningaz, ahd. Chuning
- Códex argenteus, das älteste zusammenhängende größere Schriftdenkmal der
germanischen Sprachen: ostgotisch (ostgotische Abschrift (um 500) der
Evangelienübersetzung (4. Jh.) des westgotischen Bischofs Wulfila.
Die Schrift ist mit Silber und Gold auf purpurfarbenes Pergament geschrieben, daher der
Name Silberbibel oder Silbercodex.
Neben den Schriftzeichen der sog. griechischen Unziale (mayúsucula) wurden einige
lateinische Buchstaben und einzelne Runen verwendet.
RUNEN
- la manera en la que escribían no estaba fija, escribían tanto de derecha a izquierda y al revés
como de arriba a abajo y viceversa
- Futhark: name dieses Alphabet (die erste 6 Buchstaben)
- jeder Buchstabe hat seine eigene Name
- se usaban con fines cultos
- una de las letras era un palito (Stab), de ahí Buchstabe
- bis nachgermanischen Zeit - koexistierte mit dem Latein

Stammbaum der germanischen Sprachen


Das Urgermanische ist – wie das Indogermanische – noch nicht schriftlich bezeugt. In römischen
Quellen sind einzelne germanische Namen überliefert, die einen sehr archaischen, also wohl
urgermanischen Sprachstand aufweisen. Ab dem 2. Jh. n. Chr. kommen sporadisch Runeninschriften
hinzu, die aber durchweg kurz sind. Zeugniswert für das Germanische vor der Aufteilung in
Einzelsprachen haben auch Lehnwörter in Kontaktsprachen.
Eine als “Germanen” anzusprechende Population wird in den letzten Jahrhunderten vor Christus
archäologisch in den westlichen Küstengebieten der Ostsee, in Norddeutschland, Dänemark und
Südskandinavien fassbar.
Sprachliche Unterschiede zwischen den Stämmen, die in diesen Siedlungsgebieten lebten, lassen
sich nicht mehr feststellen; sie müssen zwar einerseits bestanden haben, doch ist andererseits auch
mit einem großräumigen
Verständigungskontinuum zu
rechnen. Aufgrund von
Wanderungen und
Expansionsbewegungen
wurde dieses Kontinuum
jedoch unterbrochen.
Es gibt gute sprachliche
Gründe für die Annahme
einer relativ frühen
Gliederung in West-, Nord-
und Ostgermanisch. Daraus
gingen dann die historisch
bezeugten Einzelsprachen
hervor, die sich zu den
modernen germanischen
Sprachen entwickelt haben.

21
● Westgermanisch
Kontinentalwestgermanisch: Hoch- und Niederdeutsch, Niederländisch, Friesisch, Flämisch,
Afrikaans
Englisch
Die Sprachen, die zusammen mit dem Deutschen der westgermanischen Gruppe zugerechnet
werden, zeigen auf ihren frühesten Stufen deutliche grammatikalische und lexikalische
Gemeinsamkeiten, die sie vom Nord- und Ostgermanischen abheben:
- Die Konsonantenverdopplunge (“Gemination”)
- EIne besondere Form der 2. Sg. Ind. Prät.
- Mehrere ausschließlich in den westgermanischen Sprachen auftretende Suffixe wie -heit oder
-schaft
- eine Reihe von Wörtern
● Nordgermanisch
Westnordisch: Norwegisch, Isländisch, Färöisch
Ostnordisch: Schwedisch, Dänisch
Die Sprachen der nordgermanischen Gruppe bildeten vergleichsweise lange eine relative Einheit. Die
frühen skandinavischen Runeninschriften, deren Sprachstand man auch als Urnordisch bezeichnet,
lassen noch keine dialektale Aufgliederung erkennen. Erst ab der Jahrtausendwende beginnen sich
allmählich west- und ostnordische Eigenheiten auszuprägen.
Heute besteht zwischen den kontinentalnordischen Sprachen immer noch ein
Verständigungskontinuum, was mit den nie unterbrochenen, Jahrhunderte dauernden Kontakten,
teilweise auch mit der politischen Vorherrschaft des Dänischen zusammenhängt. Es haben sich
allerdings im Laufe der Zeit unterhalb der sich etablierenden Literatursprachen erheblich voneinander
abweichende Dialekte gebildet.
Beide Sprachen haben nicht zuletzt wegen ihrer geographischen Randlage in Grammatik und
Wortschatz viele archaische Züge beibehalten.

● Ostgermanisch
Gotisch, Burgundisch, Vandalisch (u. a.)
Es ist praktisch nur durch das Gotische repräsentiert.
Von weiteren ostgermanischen Sprachen (z. B. Burgundisch, Vandalisch) sind nur geringe Spuren
erhalten.
Man spricht auch von Trümmersprachen. Eine solche ist auch das Krimgotische, von dem sich
einige spärliche Aufzeichnungen aus dem 16. Jh. erhalten haben. Spätestens im 18. Jh. war diese
Sprache, die zumindest indirekt mit dem Gotischen zusammenhängt, ausgestorben.

● Gotisch - codex argenteus

Völkerwanderung
Zwischen der Phase eines urgermanischen Kontinuums und den schon ausdifferenzierten
germanischen Einzelsprachen des Mittelalters liegt eine Jahrhunderte andauernde Phase des
Umbruchs und der Instabilität, die Zeit der Völkerwanderung.
Nach der Konsolidierung der Verhältnisse in Mitteleuropa beginnt die althochdeutsche und parallel
dazu die altniederdeutsch-altsächsische Periode.

Die Zeit der germanischen Stammessprachen


Die Germanen bleiben nicht in ihrer Heimat in Südskandinavien und an der unteren Elbe. Schon in
der jüngeren Bronzezeit, über 1000 Jahre v. Ch., hatten expansive Wanderbewegungen begonnen.
Diese dauerten mehr als 1500 Jahre und gipfelten in der turbulenten Völkerwanderungszeit (4. - 5. Jh.
n. Chr.), wo fast die ganze germanische Welt in kleinen Gruppen bis zu ganzen Stämmen unterwegs
gewesen zu sein scheint. Den Ausklang der Wanderbewegungen bildeten dann die Kolonisation von
Island und Wikingerzüge.

22
7.1 die germanischen Stämme
Um Christi Geburt hatten die Germanen im Süden Kelten und Illyrier verdrängt und waren an die
Grenzen des römischen Imperiums gelangt.
Zu dieser Zeit kann man, mehr archäologisch als sprachlich gesehen, fünf größere Einheiten
erkennen, die zahlreiche Kleinstämme enthalten.
1. Elbergmanen (Baiern, Alemannen, Langobarden) waren südwärts gezogen
2. Slawische Stämme breiteten sich westwärts bis an die Elbe-Saale aus
3. Die Weiser-Rheingermanen (Franken) wanderten auch südwärts, teilweise in das nördliche
Gallien (Frankreich, Lehnwörter und Namen im Französischen zeugen noch davon)
4. Ein großer Teil der Nordseegermanen übersiedelte nach Britannien (Angeln und Sachsen)
übrigen blieben an der Nordseeküste
5. Aus den elb-, weser-, rhein- und nordseegermanischen Stämme haben sich das Friesische,
Englische, Niederländische, Hoch- und Niederdeutsche entwickelt
- In der Fachliteratur, meistens unter dem Namen Westgermanen zusammengefasst
- Zweifelhaft, ob es ein einheitliches Westgermanisch gegeben hat
Entstehung der einzelnen germanischen Großstämme: Integrierungen, Verschmelzungen kleinerer
Gruppen, manchmal verschiedener Herkunft, in größere Verkehrsgemeinschaften, Stämme (und nicht
Aufspaltung einer größeren Einheit)
Über die verschiedenen Zwischenstufen ist wenig bekannt, weil die schriftliche Überlieferung viel
später einsetzt.
Germanen im Südwesten - woher kamen sie?
- Limes - Grenzanlage römischen Imperium
- Schutzwal wegen der Barbaren der Germanen
- la quemaban cada poco
- Freie Germanien groß und von viele Stämmen bevölkert
- Zwei Namen am Brand des Imperiums > Sueben und Alamannen
- Innere Unruhe im Imperium, romanische Völker in Bewegung
- 275 n Ch ----- von dem alemannischen Reiter getroffen
- ganz besondere Beziehung zu ihren Pferden
- Dritte Jahrhunderte -Schrecke der römischen Bevölkerung, sie raubten Menschen und Stück -
Limes aufgegeben, Imperium immer schwächer, Völkerwanderung > so kamen die Sueden
und Alemannen im heutigen südwesten Deutschlands (Dekumatland), einige Sueden weiter
nach Galizien, sogar ins Nordafrika
- Abenteuer in der Fremden (jüngere)
- All was zu holen, was man zu Hause nicht hat
- Flüsse - schwer zu kreuzen - tiraban los Schätze en el rio a veces
- Kunstschätze nicht wichtig, Materialen und Gewicht si que eran importante
- Bis nach südgalien und über die Alpen
- Klimarekonstruktionen - katastrophal Vulkanausbruch
- No utilizaban lo que los romanos dejaron detrás, preferian construirse sus cosas

7.3.1+2 Der römische Einfluss (die erste lateinische Welle)


Verglichen mit den westlichen und südlichen Nachbargebieten war der germanische Raum ein
Entwicklungsland. Die stärkste Beeinflussung kam von der überlegenen Sachkultur der Römer. Mit
den materiellen Neuerung übernahmen die Germanen auch die fremden Bezeichnungen. Über 500
Wörter wurden zu dieser Zeit entlehnt, meist Substantive. Sie haben die zweite Lautverschiebung
mitgemacht (planta>Pflanze; cellarium> Zelle).
- Durch Kriege und Dienst in römischen Legionen kamen die Germanen mit der römischen
Militärorganisation in Berührung (Kampf → campus, „Feld“; Pfeil „pilum“).
- Als die Römer das Rhein- und Donaugebiet erobert hatten, lernten die Germanen die
römische Verwaltung kennen (Zoll, Kerker).

23
- Tägliches Leben der Römer; modernere Methoden, neue Geräte, neuartige Lebensmittel:
Spiegel, Tisch, Küche, Pfanne, Schüssel, Käse, Pfeffer, Senf…
- Steinbau mit dazugehörenden Fachausdrücken: Ziegel, Mauer, Keller, Fenster…
- Verkehr und Handel: Straße, Markt, Korb, Kiste, Pferd, Kaufmann (kein Tauschhandel mehr),
Münzen, Pfund
- Gartenbau: impfen, Kohl, Frucht, Kirsche, Pflaume, Pfirsich, Birne
- Weinbau: Kelter, Kelch, Essig, Wein, Met
- Ortsnamen: Köln, Trier, Koblenz, Augsburg, Passau
- christliche Lehnwörter: Engel, Teufel, Pfingsten, Bischof (es handelt sich um ursprünglich
griechische Wörter, die wahrscheinlich durch die Goten über Bayern oder durch römische
Vermittlung über das Rheingebiet kamen)

Arminius
● Er wurde im 18. Jh. als “Hermann der Cherusker” zum Nationalhelden verklärt.
● Im 19. Jh. wurde im südlichen Teutoburger Wald das kolossale Hermannsdenkmal errichtet.
Arminius, der Cheruskerfürst, gilt als Symbolfigur nationaler Identität.
● Die Varusschlacht, 9 n. Ch., Wendepunkt in der europäischen Geschichte, wurde zu einem
deutschen Mythos, zur Geburtsstunde der Deutschen.
● Erst seit den 1970er Jahren änderte sich langsam diese Sichtweise.
Geschichtlicher Hintergrund
● Der Rhein als Grenze zwischen Gallien (römische Provinz seit ca. 50 v.Chr., linksrheinisch)
und Siedlungsgebieten germanischer Stämme (rechtsrheinisch)
● Regelmäßige Einfälle germanischer Stämme in die gallischen Provinzen
● Neue Taktik der Römer, um die Grenze zu sichern:
○ Militärlager entlang der Rheinlinie;
○ Feldzüge in die germanischen Gebiete bis 8-7 v. Chr.; die stärkeren germanischen
Stämme, zwischen Rhein und Elbe, wurden unterworfen (sometidos)
● Doppelstrategie des Römischen Imperiums:
○ Militärische Unterwerfung
○ Politische und diplomatische Mittel, strategische Allianzen, um Unruhen und
Aufstände zu verhindern, und um “Frieden” zu erreichen: “Ausgewählte
Germanenoberhäupter (jefes de tribu) ehrte man mit römischen Titeln und zahlreiche
Germanen traten in die Dienste römischer Legionen. Das Ziel war es, die Germanen
Schritt für Schritt zu romanisieren.”
○ 7 n.Chr.: Publius Quinctilius Varus, Statthalter der gallischen Provinzen; soll im
Auftrag des Kaisers Germanien zur römischen Provinz machen
Kampf um Germanien
Der Verrat des Arminius
● Das Leben des Arminius, wie es aufgrund der römischen Quellen und der Einschätzung der
modernen Wissenschaft wahrscheinlich verlaufen ist. Die Germanen hatten keine Schrift, sie
konnten die Geschichte ihres Arminius nicht selbst aufschreiben.
● Armin, später Arminius, Sohn eines Cheruskerfürsten, kommt als germanische Kindergeisel
(rehén) nach Rom, wird dort zum Soldaten und Bürger erzogen.
● Arminius und sein Vater
● Arminius kommt als römischer Soldat nach Germanien
● Arminius eint die germanischen Stämme, er hat einen Plan
Nach der dreitägigen Varusschlacht (2. Teil des Films) gibt Rom seine Expansion auf. Es zieht sich
hinter den Rhein zurück. Diese Schlacht sorgte für eine erste kulturelle Spaltung Europas: römische
Kultur hier, germanisches Naturvolk dort.

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3. Perioden der deutschen Sprachgeschichte
RESUMEN: pdf tabla resumen / comparación: ger. - ahd. - nhd. - fnhd

TODO
1. das Althochdeutsche und seine Sprachdenkmäler (750-1050): 9.1 del libro
a. Geschichtlicher Kontext
i. parte del capitulo 9
ii. Karl der Große - fotocopia
iii. documento campus que no encuentro :/
b. Charakteristika
i. libro capitulo 8 y 9
ii. Die benrather Linie
c. Sprachdenkmäler
i. fotocopias segunda funda, después Karl der Große
2. Mittelhochdeutsch und repräsentative Texte (1050-1350): 11.1 del libro
a. Geschichtlicher Kontext: 11.5
b. Charakteristika: 11.2 - 11.4
c. Literatur
i. powerpoint campus
ii. 11.6 y hasta el final del capítulo
iii. fotocopia Mäzenatentum
3. Frühneuhochdeutsch und wichtige Texte (1350-1650) → libro + ejercicios seminario
4. An der Schwelle zum Neuhochdeutschen → no llegamos

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Germanisch Althochdeutsch Mittelhochdeutsch Frühneuhochdeutsch

Zeit es begann etwa 2000 v. Chr. 750 – 1050: Benrather Linie, 1050 – 1350: ausgleichende 1350 – 1650: Städte, Ostkolonisation,
Frankenreich, Feudalstaat, Latein, Tendenzen - zunehmende Kontakt Reformation, Buchdruck, Uni-gründung

Wortschatz - Bronzezeitkultur -christliche Wortschatz: Umdeutung und - französischer Einfluss - Entlehnungen- Italienisch, Griechisch
- Recht, Krieg, See- und Schifffahrt Neubildung - höfische Ideal - neuer Lebensstil > - dritte lateinische Welle
- erste lateinische Welle (-Bau, -zweite lateinische Welle (v.a religiös) neuer erweiterter Wortschatz - Fachwörter
Ortsnamen, Handel, Verkehr, -alte Wörter (heidnische Glauben) - Redensarten - Lutherbibel- überregionalen Ausgleich,
Verwaltung, christliche Wörter…) kommen außer Gebrauch Neologismen, Reformation, Partikeln
- Bedeutungsänderung

Orthographie Runenalphabet: Futhark (las 6 -verschiedene deutsche - willkürliche Schreibung - inkonsequent


primeras letras del alfabeto: f-u-th-a- Schreibsprachen entwickelten sich - nachträglich geregelt - Konsonantenhäufung (unmotiviert, [ts])
r-k) unter Einfluss des Lateins in den - f > v (stimmhafte Aussprache des f) - Unterschied i-j und u-v: Wortstellung
Klöstern. - uuir (ahd.) > wir (mhd.) - Abkürzungen (Nasalstrich)
-keine einheitliche Rechtschreibung - ä – ae / ü – ue / ö – oe - Großschreibung
- Zusammenschreibung und
Silbentrennung – keine Regeln
- Interpunktion (Punkt und /)

lautliche 1. Lautverschiebung- 2. Lautverschiebung - Murmelvokal, “Schwa” - Diphthongierung (î>ei, û>au, iu>eu-äu )


Veränderungen Konsonantismus - p > pf / ff (Dialekkriterium) - Synkope (medio) und Apokope (final) - Monophthongierung (liebe guote brüeder)
- p, t, k > f, p, x (außer sp, st, - t > [ts] / ss - Zusammenziehungen mit Präp. - Vokaldehnung und -Kürzung
sk) - k > [kx] / [x] - Palatalisierung: sk > sch (im Spätmhd. - Senkung und Hebung
- b, d, g > p, t, k *Ausnahme: wenn ein Spirant auch vor anderen Konsonanten) - Entrundung und Rundung
Verners Gesetz: p, t, k manchmal zu vorangeht (nach s und in ft ht tr) - Auslautverhärtung: b,d,g,v>[p,t,k,f] - Palatalisierung (sch-sl, sm, sn, sw; sp, st
den stimmhaften b, d, g + d > t und th > d - Diphtongierung (î > ei) – dos últimas se pronuncia pero no se
Ablaut - starken Verben Nebensilbenabschwächung escribe)

Lautsystem - Stark Druckakzent auf die erste i-Umlaut der Sekundärumlaut setzt sich in der
Silbe (fördert den Stabreim) - westgermanischer e>i Schrift und wird morphologisiert
- Schwächung oder Verschwinden - primärumlaut a larga>e
unbetonter Silben - sekundärumlaut (todas)
* u se queda normal si va antes de ck

Morphologie - Deklination vereinfacht: 8>6 Fälle -stark synthetische Sprachbau (aber - das Endungssystem des ahd. zerfällt - Vereinheitlichung der Flexion (Plural,
und Syntak - Konjukationssystem vereinfacht, Entwicklung zum analytischeren SB) - Substantivartikel Kasusnivellierung, Dativ -e weg, gemischte
zwei Tempora -Subjektpronomen - Subjektpronomen, analytischen Deklination
- schwachen Verben, Dentalsuffix (d, -zwei Tempora (Latein - Passiv) Verbformen - Verben - Ausgleich
jetzt t) - adjetivo postpuesto - Passiv und neue Zeitformen - neue Konjunktionen
- neue schwache Adjektivflexion - Präposition in > an

Verbstellung -Wortstellung noch ziemlich frei - Verbstellung (Zweitstellung / - lateinischer Einfluss > Lehnsyntax
und Satz- -Ansätze zur Festigung der Endstellung - Dichtung, und immer (Partizipialkonstruktionen)
komplexität Verbposition mehr in eingeleiteten Nebensätzen) - Wortstellung festigt sich: finites Verb 2.
- Klammerbildung (präp. - aus) Position und Verb am Ende in Nebensätze
- Nebensätze und Satzgefüge
Schriftdenkmäler

Germanisch Althochdeutsch Mittelhochdeutsch Frühneuhochdeutsch


-nicht reich dokumentiert - Mischdialekt auf Pergament, gotsiche Buchschrift 5 großen Schreibsprachen um 1500
- einzelne Wörter in lateinischen → klassisches Mittelhochdeutsch 1. Mittelniederdeutsche
Texten nach Sprachgruppen: 2. Kölner
- römische Autoren schreiben - Inschriften Mhd. Überlieferung 3. Ostmitteldeutsche
über die Germanen -Abrogans: 1. Schriftdenkmal (Glossar) - interlineare Übersetzungen und Glossen 4. Südöstliche (Gemeine Deutsch)
- Runeninschriften - Verstreute Sachwörter in lat. Quellen - religiöse Dichtung (12. bis 14. Jh. weiterproduziert) 5. Südwestliche (Alemannische)
- frühe Lehnwörter in den -Übersetzungsliteratur - religiöse Prosa
Nachbarsprachen ● Interlinearversion • Gebete und Segenssprüche (Mönch Otloh Was wird geschrieben?
- auf die rekonstruierten (Benediktinerregel) von St. Emmeran) - vielseitige Prosaliteratur (weite Verbreitung
Wortformen angewiesen ● interlinearartige Übersetzung • Enzyklopädische Wissensliteratur (um durch den Buchdruck)
- Codex argenteus (ostgotisch) (Tatian) 1190: “Lucidaruis”, in Dialogform) - Akten und Verwaltungsurkunden (auf Deutsch)
● freie, mit Kommentaren (Notker • Predigten in der Volkssprache (seit 11. Jh.) - Lehrbücher, z.B. für Rechnen (Adam Riese)
von St. Gallen) • Franziskaner Berthold von Regensburg: - Fachprosa
● Umdichtungen sittenstreng; fingiert Gesprächssituationen - Fachbücher für Berufsgruppen
- Originaldichtungen / Autochtone ahd. mit sündigen Zeitgenoss(inn)en - Populärwissenschaftliche Schriften
Texte • Mystiker (Meister Eckhart): erschlossen (Reiseliteratur, Alchemie)
● Stabreim der dt. Sprache bis dahin nicht gekannte - Medizinische Schriften
● Dichtungen: Hildebrandslied, Ausdrücksmöglichkeiten - Chroniken einzelner Städte
Merseburger Zaubersprüche, - geschichtsdichtungen geistlicher Autoren - Erbauungsliteratur: Bibelübersetzungen, das
Otfrieds Evangelienbuch (Annolied) Leben der Heiligen, Predigten, didaktisch-
(Endreimvers), Ludwigslied - Spielmannsepik moralische Schriften usw.
● Prosadenkmäler - Höfische Dichtung - Unterhaltung: Volksbücher, Schwänke (Till
(Markbeschreibung) • Höfische Epik: Hartmann von Aue, Eulenspiegel, Die Schildbürger),
- Namen Wolfram von Eschenbach, Gottfried von Novellensammlungen, Volkslieder
Straßburg (Tristan und Isolde) - Hans Sachs – Meistergesänge,
Sprachtypus • Heldenepik: Nibelungen-Lied Fastnachtsspiele (derbe Lustspiele),
- Übersetzungssprache Dramen usw.
• Höfische Lyrik: Minnesang und andere
- Übergangssprache (germ. > deutsch) - Agitatorische und polemische Flugschriften
Lieder. Walther von der Vogelweide (auch
- Experimentiersprache - Erste Zeitungen ab 1609
politische Sprüche)
- Entlehnungssprache
• Mäzenatentum
- überregionale Volkssprache
- Erzählprosa
- Sach- und Fachliteratur
• Wissenschaftliche Arbeiten
• 3 Artesreihen
• Konrad von Megenberg
- der Rechtsbereich
• Rechts- und Urkundenliteratur
• 1235 Mainzer Land(reichs)frieden – 1.
Reichgesetz in deutscher Sprache
- Drama
• Die ältesten aus dem 13. Jh.: Passions-,
Oster-, Weihnachtsspiele
• Benediktbeurer Passionsspiel

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