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Nex11 Hudson WPG1

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Strukturiertes

Wasser – der
flüssige Kristall

MJ Pangman ist Wissenschafts-Autorin. Ihr


Buch „Hexagonal Water, The Ultimate Soluti-
on“ erscheint demnächst auf deutsch.
Editorial

Hausputz
Liebe Leser, fen, den die Kollegen der australischen
Mutter-Redaktion bereits geschaffen
falls Sie NEXUS schon von früheren haben. Immerhin existiert NEXUS
Ausgaben her kennen, wird Ihnen dort schon seit sage und schreibe 20
auffallen, dass wir mit dieser Ausgabe Jahren!
unser Erscheinungsbild verändert
haben. Genauer gesagt befinden wir Da wir für unseren letzten Artikel
uns in einem Prozess, der sich wahr- über die ORMUS-Elemente (NEXUS 10)
scheinlich über mehrere Ausgaben viel Resonanz bekamen, machen wir
strecken wird. Nach knapp zwei Jah- den Anfang gleich mit David Hudson
ren schien es uns einfach an der Zeit, und seiner legendären Präsentation
Thomas Kirschner
unseren Auftritt neu zu überdenken. zum Thema „White Powder Gold“. Die
Dabei kamen so viele gute Ideen auf muss man einfach gelesen haben.
den Tisch, dass wir längst nicht alle
von einer Ausgabe auf die andere Ich hoffe, Sie wissen außerdem un-
umsetzen konnten. seren Artikel über Sex zu schätzen. Ich
finde ihn jedenfalls sehr inspirierend,
Eine davon war übrigens, einen Index und die Zusammenhänge zwischen
zu erstellen, mit dessen Hilfe Sie kom- Neurochemie und Gefühlsleben, die
fortabel in unseren alten Ausgaben dort aufgezeigt werden, kann ich aus
nachschlagen können. Bisher ist das eigener Erfahrung nur bestätigen.
erste Erscheinungsjahr indexiert.
Im Herbst werden wir dann allen Sehen Sie sich bitte auch den Artikel
Abonnenten und Direktbeziehern den über die therapeutischen Wirkungen
Index für die Jahrgänge 1 und 2 als der Löwenzahn-Wurzel an: Hier haben
kostenlosen Service mitliefern – als wir ein Rezept für eine Gesundheits-
kleines Dankeschön für Ihre Unter- kur, das wirklich ermutigend klingt.
stützung. Für alle anderen Leser Vielleicht gibt es ja jemanden in Ihrem
werden wir ihn auf unserer Website Umfeld, der für diese Information
zum Download einstellen. sehr dankbar ist und es ausprobieren
wird. Wir sind jedenfalls gespannt auf
Mit unserer neuen Rubrik „ NEXUS Rückmeldungen.
Klassiker“ habe ich mir einen alten
Traum erfüllt: Lange bevor ich Her- Oops, jetzt sollte ich aber sehen, dass
ausgeber dieses Magazins wurde, ich zum Ende komme, denn unser
hatte ich es immer bedauert, dass neues Layout-Konzept sieht auch vor,
es gewisse spannende Themen aus die Editorials etwas kürzer und dafür
dem englischen Sprachraum nicht knackiger zu halten.
nach Deutschland schafften – oftmals
vermutlich deshalb, weil sich keiner Ich wünsche Ihnen faszinierende Lek-
aufraffen wollte, sie zu übersetzen. türe und einen schönen Sommer!
Jetzt kann ich diese Themen endlich
anpacken, und da liegt es nahe, auf Ihr
den immensen Fundus zurückzugrei- Thomas Kirschner

Juni-Juli 2007 NEXUS 11 [Link] 


Inhaltsverzeichnis

Walter Last

Aktuelles

7 Global News
Rückgang der Pressefreiheit in den USA | Gen-Kartoffeln und
Krebs | Regeneration von Gliedmaßen durch elektrische Felder
| Riesiger „Ozean“ innerhalb des Erdmantels entdeckt | Bak-
Sexualität, oder genauer: sexuelle Energie nimmt Ein- terien-DNS als Langzeit-Datenspeicher | Loch in Ozeankruste
fluss auf unsere Gesundheit, unsere Intimbeziehungen | Erzeugt der Krieg gegen den Terror noch mehr Terrorismus? |
Kameraüberwachung in Flugzeugen | Todesrate durch verschrei-
und auf unsere Spiritualität, doch welches Ausmaß bungspflichtige Medikamente steigt in den USA | Hat der Iran
dieser Einfluss hat, ist uns kaum bewusst. Jüngste Iraks Kurden vergast? | Mobilfunk und Bienensterben
Erkenntnisse über die neurochemischen Vorgänge im
Gehirn erlauben uns nun, einige der wesentlichsten
Mechanismen besser zu verstehen.
Gesundheit

Seite 9 2 Bildgebende Diagnostik


Die revolutionäre Technik des Dr. Harry Oldfield

9 Sexuelle Energie für Gesundheit und


Heilung (Teil )
Neurotransmitter und ihre Auswirkung auf die Partnerschaft

30 Das Potential der Löwenzahnwurzel


Eine wohlbekannte Pflanze und ihre heilsame Wirkung

NEXUS Klassiker

36 White Powder Gold (Teil 1)


Die Geschichte seiner Entdeckung

Exopolitik

45 Die geheime UFO-Agenda der


Schattenregierung (Teil 2)
Geheime Gruppierungen, wirtschaftliche, geopolitische und re-
ligiöse Interessen und super-geheime Projekte

Tony Bushby
Die kriminelle Geschichte des
Papsttums
Die Geschichte der Gier, Mordlust und Verkommenheit
vieler Päpste und anderer katholischer Würdenträger
wurde von Kirchenhistorikern der Neuzeit gefälscht
und durch Bilder der Frömmigkeit und Bescheiden-
heit ersetzt. Ganz zu Unrecht.
Seite 55

2 [Link] NEXUS 11 Juni-Juli 2007


11
Religion
Juni-Juli 2007
55 Die kriminelle Geschichte des
Papsttums (Teil 3)
Autor Tony Bushby rechnet mit der Kirche ab. Endgültig.

Twilight Zone

66 Das Omega-Geheimnis (Teil 2)


Ein Insider des vatikanischen Geheimdienstes berichtet über
das Wissen des Vatikan in Bezug auf außerirdische Aktivitäten

Anders leben

81 Artabana
Gesundheit in eigener Verantwortung David Hudson

Nachbrenner
White Powder Gold
Dieser Stoff ist Legende: In der Bibel heißt er „Man-
4 Leserbriefe na“, bei den Ägyptern wurde er „MFKZT“ genannt.
David Hudson, dem das Patent auf die Herstellung von
70 Bücherservice White Powder Gold gehört, berichtet die Geschichte
seiner Entdeckung und die weitreichenden Implikati-
72 Reviews onen für die Wissenschaft der Zukunft.
Welt ohne Krieg | Remote Viewing – das Lehrbuch | Simulation Seite 36
Erde - Der verborgene Plan | Die Kreatur von Jekyll Island | Saat
der Zerstörung | Wie man einen Militärputsch inszeniert | Verbo-
tene Archäologie. Die verborgene Geschichte der menschlichen
Rasse | Induced After Death Communication | The Twin Decepti-
on | CD: Das neue Weltbild des Physikers Burkhard Heim | DVD:
Interview with an Ex-Vampire | The Disclosure Project

84 Impressum Evy King


Bildgebende Diagnostik
Mit revolutionärer Technik gelingt dem britischen Bi-
ologen Dr. Harry Oldfield ein Blick auf die bioenerge-
tischen Felder des Patienten.
Seite 12

Steven Greer
Die geheime UFO-Agenda der
Schattenregierung
Mit ihrem Arsenal an bewusstseinsbeeinflussenden
Waffen und Requisiten hat die „Schattenregierung“
Entführungsszenarien vorgetäuscht und könnte einen
Angriff durch Außerirdische inszenieren.
Seite 45

Juni-Juli 2007 NEXUS 11 [Link] 


NEXUS Klassiker

White Powder Gold


Die Geschichte seiner Entdeckung
Teil 

Ein Vortrag
von David Hudson M ein Name ist David Hudson. Ich bin
gebürtig aus Phoenix und stamme
aus einer alten Familie, die seit drei Ge-
Batteriesäure in Ihrem Auto enthält 40-
60 Prozent Säure. Dies war 93-prozen-
tige Schwefelsäure; eine sehr, sehr hohe
gehalten in Port- nerationen in der Gegend von Phoenix Konzentration. Wir schafften Lastwa-
lebt. Wir sind eine alte und sehr kon- gen- und Anhängerladungen von dieser
land, Oregon, USA, servative Familie. Ich habe einen ultra- Schwefelsäure zu meiner Farm heran,
28. Juli 995 konservativen rechten Hintergrund. Für
diejenigen von Ihnen, die von der John-
und ich brachte 30 Tonnen davon in den
Boden auf meine Äcker ein.
Birch-Gesellschaft gehört haben, Barry Wir gruben 15 cm breite Furchen in
Goldwater, diesen ultrarechten Rush- den Boden, die 7,5 bis 10 cm tief in die
Limbaud-Konservativen; aus diesem Um- Erde eindrangen. Als wir die Felder be-
feld stamme ich. Ich sage nicht, dass es wässerten (und nichts wächst in Arizo-
gut oder schlecht ist, es ist einfach mein na, wenn man nicht bewässert), fi ng der
Hintergrund. Boden tatsächlich an, Blasen zu werfen
Als ich mit dieser Arbeit begann, hatte und zu schäumen – wegen der Schwefel-
ich keinerlei Vorstellung davon, wohin sie säure-Reaktion. Dieser Prozess wandelte
mich führen würde. 1975-76 war ich sehr das schwarze Alkali in wasserlösliches
unglücklich mit dem Bankensystem hier weißes Alkali um. So bekamen wir nach
in den Vereinigten Staaten. Ich bewirt- anderthalb bis zwei Jahren ein Feld, auf
schaftete ungefähr 28 Hektar in der Ge- dem man tatsächlich Anbau betreiben
gend von Phoenix, im Yuma-Tal. Ich war konnte.
Eine schwer fassbare eine sehr großspurige, materialistische Bei meiner Arbeit mit diesen Böden war
Person und bewirtschaftete dieses rie- es sehr wichtig, dass eine Menge Calcium
Gruppe von Substan-
sige Land. Ich hatte jede Woche vierzig in Form von Calciumcarbonat darin ent-
zen widerlegt ortho- Mann auf meiner Lohnliste, einen Kredit- halten war. Das Calciumcarbonat wirkte
doxe Wissenschaft und rahmen von vier Millionen bei der Bank, als Puffer für all die Säure, die wir den
fuhr Mercedes Benz und besaß ein Haus Böden zuführten. Hat man nicht genug
Medizin. Ein bevorste- von 5.000 Quadratmetern. Ich war ein Calcium, steigt der Säuregehalt des Bo-
hendes Wunder des echter Materialist. dens an, man bekommt einen PH -Wert
1975 machte ich eine Analyse von na- von 4-4,5, und alle Spurenelemente wer-
neuen Jahrtausends?
türlichen Stoffen hier in der Gegend, wo den gebunden. Wenn du deine Baumwolle
ich meine Farm hatte. Sie müssen ver- anbaust, erreicht sie nur eine bestimm-
stehen, dass wir im Staat Arizona in der te Größe und wächst dann nicht mehr
Landwirtschaft ein Problem mit Natri- weiter. Reichert man die Böden derart
um im Boden haben. Diese stark natri- mit Zusatzstoffen an, ist es wichtig zu
umhaltige Erde, die auf dem Boden wie wissen, wie die Böden zusammengesetzt
Schokoladeneis aussieht, ist trocken und sind: wie viel Eisen enthalten ist, wie viel
schwarz. Sie knirscht, wenn man darü- Calcium usw.
ber läuft. Wasser kann in diesen Boden Beim Analysieren dieser natürlichen
nicht eindringen. Wasser kann das Natri- Stoffe stolperten wir über ein Materi-
um nicht aus dem Boden auswaschen. Er al, von dem uns anscheinend niemand
wird schwarzes Alkali genannt. erklären konnte, was es war. Wir be-
Wir gingen nun in die Kupferminen gannen, diesem Material nachzuspüren
im Staat Arizona und kauften 93-pro- und fanden heraus, dass es von einer
zentige Schwefelsäure. Für diejenigen spezifi schen geologischen Struktur zu
unter Ihnen, die das nicht wissen: Die stammen schien. Was immer das Problem

36 [Link] NEXUS 11 Juni-Juli 2007


NEXUS Klassiker

mit diesem Material war, wir dachten, dass der beste Feuerproben zur Feststellung des Metallgehalts, die seit
Platz, es zu untersuchen, die Gegend sei, wo es in der Jahrhunderten auf diese Art durchgeführt werden.
größten Menge vorkommt. Eigentlich sollten also Gold und Silber im Blei ver-
Wir nahmen das Material mit zur chemischen Unter- bleiben, während die leichten Elemente aus dem Blei
suchung, verdünnten es und erhielten eine blutrote Lö- heraustreten müssten.
sung. Als wir dieses Material jedoch chemisch ausfällten, Nun, dieses Metall sackte auf den Boden zum Blei
wobei wir als Reduktionsmittel Zinkpulver verwendeten, ab, als ob es Gold oder Silber wäre. Es schien dichter
kam das Material als schwarzer Niederschlag heraus, als Blei zu sein. Als wir die Schlacke ausgossen, nahm
gerade so, wie man es von einem Edelmetall erwarten sie alles außer den Edelelementen mit. Dann gossen
könnte. Ein Edelmetall löst sich nicht wieder in Säure wir das Blei aus, und unser ominöses Material befand
auf, wenn man es chemisch aus der Säure herausgeholt sich auf dem Grund des geschmolzenen Bleis. Es war
hat. von ihm getrennt. Aber als wir das Material auf eine
Wir fällten also dieses Material aus dem Schwarzen Knochenasche-Kupelle [ein tiegelartiges Gefäß aus Cal-
aus, nahmen das Material und trockneten es. Beim Tro- ciumphosphat zur Trennung edler und unedler Metalle]
ckenprozess nahmen wir einen großen Porzellantrichter, aufbrachten, saugte sich das Blei in die Kupelle und
der Büchner-Trichter genannt wird, mit Filterpapier hinterließ eine Perle aus Gold und Silber. Zumindest
darauf. Das Material wurde ungefähr 0,67 cm dick auf hätte es Gold und Silber sein sollen.
das Filterpapier aufgetragen. Zu dieser Zeit hatte ich
keinen Trockenofen, daher setzte ich es einfach dem
Arizona-Sonnenschein aus, der 115 Grad Fahrenheit Was auch immer dieser Stoff war, er
(etwas über 46° Celsius) bei fünf Prozent Luftfeuchtigkeit
hatte, es trocknete also wirklich schnell. war gefährlich. Wenn wir ihn im Son-
Was passierte war, dass das Material nach dem nenlicht trockneten, explodierte er.
Trocknen „explodierte“. Es explodierte anders als jede Er explodierte anders als jede andere
andere Explosion, die ich in meinem Leben gesehen hatte
– und ich habe mit einer Menge explosiver Materialen Explosion, die ich in meinem Leben
gearbeitet. Es gab keine Explosion, und es gab keine Im- gesehen hatte. Es war so, als ob
plosion. Es war so, als ob jemand 50.000 Blitzlichtbirnen jemand 50.000 Blitzlichtbirnen gleich-
gleichzeitig gezündet hätte – einfach „Puff!“ Das ganze
Material war verschwunden, das Filterpapier war weg, zeitig gezündet hätte – einfach „Puff!“
und der Trichter war gesprungen.
Ich nahm daraufhin einen brandneuen Bleistift, der
noch nie angespitzt worden war, stellte ihn aufrecht in Wir brachten diese Perle zur Analyse in alle kom-
die Nähe des Trichters und begann, eine weitere Probe merziellen Laboratorien, und sie sagten: „Dave, das
zu trocknen. Als das Material detonierte, verbrannte es ist nichts anderes als Gold und Silber.“ Merkwürdig
30 Prozent des Bleistifts, aber warf den Bleistift nicht nur, dass diese Perle wie Glas zersprang, wenn ich mit
um. Erneut war die gesamte Probe weg. Also handelte einem Hammer draufschlug. Legierungen für Gold und
es sich dabei weder um eine Explosion noch um eine Silber sind aber immer weich. Gold und Silber lösen sich
Implosion. Es war wie eine enorme Freisetzung von problemlos ineinander auf und bilden stabile Lösungen.
Licht. Sie sind beide sehr weiche Elemente, und daher ist eine
Es war so, als ob man diesen Bleistift neben einen Legierung aus Gold und Silber weich und formbar,
Kamin gestellt hätte und nach 20 Minuten sehen würde, wenn nichts anderes enthalten ist. Man könnte sie flach
wie er an einem Ende qualmt und brennt. So sah der hämmern und einen Pfannkuchen daraus machen.
Bleistift direkt nach dem Blitz aus. Dies verblüffte mich Dieses Material jedoch zersprang wie Glas. Ich sagte:
nun wirklich. Was auch immer dieser Stoff war, er war „Hier geht etwas vor sich, das wir nicht verstehen. Etwas
gefährlich. Wir fanden heraus, dass er nicht explodierte, Ungewöhnliches geschieht hier.“
wenn wir ihn ohne Sonnenlicht trockneten; aber wenn Also nahmen wir diese Perlen aus Gold und Silber
wir ihn im Sonnenlicht trockneten, explodierte er. und trennten das Gold und Silber chemisch. Was wir
Also nahmen wir etwas von dem Pulver, das ohne übrig behielten, war ein Haufen schwarzes Zeug. Als
Sonnenlicht getrocknet worden war, und entschieden, ich diesen schwarzen Stoff in die kommerziellen Labo-
dass wir es einer sogenannten Schmelzreduktion unter- ratorien brachte, sagte man mir, es sei Eisen, Silicium
ziehen würden. Dazu nimmt man einen Schmelztiegel und Aluminium. Ich sagte: „Dies kann nicht Eisen,
(der wie ein großes Trinkglas aus Porzellan aussieht), Silicium und Aluminium sein. Zu allererst kann man
mischt das Pulver mit Blei und Flussmittel und erhitzt es in keinerlei Säuren oder Basen auflösen, wenn es
das Gemisch, bis das Blei schmilzt. Dabei sollten die einmal völlig trocken ist. Es löst sich nicht in rauchender
Metalle, die schwerer als Blei sind, im Blei verbleiben Schwefelsäure, es löst sich nicht in Salpetersäure, es
und alle die, die leichter sind, müssten ausgeschwemmt löst sich nicht in Salzsäure. Obwohl sich darin sogar
werden. Soweit die grundlegende Voraussetzung für Gold auflöst, kann sie diesem schwarzen Stoff nichts

Juni-Juli 2007 NEXUS 11 [Link] 37


NEXUS Klassiker

anhaben.“ Ich dachte mir, dieses Material ist wirklich mehr machen als Sie. Deshalb werde ich zurückfahren
merkwürdig. Niemand konnte mir sagen, was es war. und die Arbeit selbst machen.“
Es musste aber doch eine Erklärung geben! Ich kehrte völlig desillusioniert zurück nach Phoenix.
Schließlich ging ich zur Cornell-Universität. Ich sagte Die Wissenschaftler hatten mich nicht überzeugt. Auch
mir, wir müssen in dieses Problem einfach etwas Geld die Leute, denen ich Geld bezahlt hatte, hatten mich
investieren. So ging ich und engagierte einen Akade- nicht überzeugt. Ich fand heraus, dass es einfach ein
miker in Cornell, der sich als Experte auf dem Gebiet großes System ist, in dem sie die graduierten Studenten
der Edelmetalle ansah. Ich vermutete, dass wir es mit arbeiten ließen, um Papier auszuwerfen. Sie produzieren
Edelmetallen zu tun hatten. Ich sagte, dass ich wissen nur hohle Worte, aber die Regierung bezahlt sie für
wolle, was das sei. Ich bezahlte ihm die Reise nach jedes Papier, das sie schreiben – also bekommen sie
Arizona. Er sah sich das Problem an. Er sagte: „Wir ihr Geld aufgrund der Anzahl von Papieren, die sie
haben da in Cornell eine Maschine, die eine Analyse herausgebracht haben. Sie sagen alle das Gleiche, sie
machen kann bis hinunter auf Teilchen pro Milliarde. formulieren es nur um und bringen dann ein weiteres
Sie lassen mich dieses Material nach Cornell mitnehmen, Schriftstück heraus. Es ist wirklich desillusionierend,
und ich werde Ihnen genau sagen, was Sie da haben, wenn man herausfindet, was die Akademiker eigentlich
ganz genau. Außer in dem Fall, dass es Chlor, Brom oder machen.
eins der leichteren Elemente wäre, dann könnten wir es Glücklicherweise fragte ich in der Gegend von Phoenix
nicht analysieren. Aber wenn es irgendwas oberhalb von herum, und hörte von einem Mann, der ein Spektros-
Eisen ist, werden wir es finden.“ Als er zurückkehrte, kopist war. Er war in Westdeutschland am Institut für
erzählte er mir, es handele sich um Eisen, Silicium und Spektroskopie ausgebildet worden. Er war leitender
Aluminium. Techniker der Firma Lab Test in Los Angeles, die spek-
troskopische Ausrüstungen baut. Er war der Mann, der
sie plante, entwarf, baute, an Ort und Stelle installierte
Sie sagen alle das Gleiche, sie for- und in Gang setzte. Das war nicht einfach nur ein
Techniker. Hier war der Mann, der wusste, wie die
mulieren es nur um und bringen
Maschine arbeitet.
dann ein weiteres Schriftstück her- Ich suchte ihn mit einem Buch im Gepäck auf, das der
aus. Es ist wirklich desillusionierend, erste Feuerproben-Mann mir gegeben hatte. Es trug den
Titel: „Die Analytische Chemie der Elemente der Platin-
wenn man herausfindet, was die
Gruppe“ von Ginsberg. Es war von der Sowjetischen
Akademiker eigentlich machen. Akademie der Wissenschaften herausgebracht worden.
In diesem Buch stand, dass man diese Elemente 300
Sekunden lang verbrennen müsste, damit sie angezeigt
Ich sagte: „Doktor, haben Sie ein chemisches Labor würden.
hier in der Nähe, das wir mieten könnten?“ Er bejahte. Für diejenigen unter Ihnen, die noch nie Spektroskopie
Ich sagte: „Gehen wir in das Chemielabor.“ Wir arbeite- gemacht haben: Dazu benötigt man eine Kohleelektrode,
ten den ganzen restlichen Tag in dem Chemielabor, und die am oberen Ende eine Mulde hat. Man trägt das
wir schafften es, alles Silicium, alles Eisen und alles Pulver auf diese Elektrode auf, hält die andere Elektrode
Aluminium zu entfernen. Wir hatten noch 98 Prozent darüber und erzeugt einen Lichtbogen. In ungefähr
der Probe und das war ein reines Nichts. Ich sagte: 15 Sekunden verbrennt die Kohle bei dieser hohen
„Sehen Sie, ich kann dies in meiner Hand halten, ich Temperatur – die Elektrode ist weg, und Ihre Probe
kann es wiegen, ich kann chemische Reaktionen damit ebenso. Also machen alle Laboratorien in diesem Land
durchführen. Es ist etwas. Ich weiß, dass es etwas ist. eine Verbrennung von 15 Sekunden und geben dir dann
Es ist nicht nichts.“ die Ergebnisse. Laut der Sowjetischen Akademie der
Er sagte: „Das Absorptions- oder Emissionsspektrum Wissenschaften verhält sich die Siedetemperatur von
stimmt mit nichts überein, was wir in unsere Instru- Wasser zur Siedetemperatur von Eisen genau wie die
mente programmiert haben.“ Ich sagte: „Wir haben hier Siedetemperatur von Eisen zur Siedetemperatur dieser
etwas, und ich werde herausfinden, was.“ Und er meinte: Elemente.
„Mr. Hudson, warum geben Sie uns nicht eine 350.000- Wie Sie vom Autofahren wissen, wird die Temperatur
Dollar-Spende und wir werden graduierte Studenten Ihres Automotors nie höher sein als die Siedetemperatur
dransetzten, es genauer zu untersuchen.“ Nun, ich hatte von Wasser. Es sei denn, das Wasser im Motor wäre
diesem Mann schon 22.000 US-Dollar gezahlt, weil er aufgebraucht. Wenn man Wasser in einer Pfanne auf
behauptet hatte, er könnte alles analysieren – was sich dem Herd erhitzen würde, könnte die Pfanne nie heißer
als Trugschluss herausstellte. Er bot nicht an, irgend werden als die Kochtemperatur des Wassers. Sobald
etwas von meinem Geld zurückzuzahlen. Ich sagte: das Wasser verdampft ist, schießt die Temperatur nach
„Sir, ich weiß nicht, was Sie den Leuten hier bezahlen, oben.
aber wir bezahlen den Leuten auf meiner Farm den Das heißt, solange Eisen enthalten ist, kann die
Mindestlohn, und ich kann aus 350.000 US-Dollar viel Temperatur der Probe nie heißer werden als die Siede-

38 [Link] NEXUS 11 Juni-Juli 2007


NEXUS Klassiker

temperatur des Eisens. Wenn das Eisen verbraucht ist, Wir sagten: „Mann, das sind ziemlich wertvolle Mate-
kann man diesen Stoff erhitzen. Es ist nun schwer zu rialien, nicht wahr?“ Sie waren wirklich wertvoll, zumal
erfassen, wie etwas, das eine so hohe Siedetemperatur das bekannteste Lager der Welt gerade in Südafrika
wie Eisen hat, sich für diese Elemente wie Wasser abgebaut wird. In dieser Lagerstätte muss man einen
verhält, aber es ist so. So mussten wir tatsächlich eine Kilometer in die Erde gehen, um eine 45 Zentimeter-
Anregungskammer entwerfen und bauen, in der Argon- Schicht von diesem Zeug zu schürfen. Wenn man es
Gas so um diese Elektrode gebracht werden konnte, dass dann rausholt, enthält es gerade mal eine Drittelunze
kein Sauerstoff und keine Luft an die Kohleelektrode pro Tonne von diesen Elementen.
gelangen konnte und wir nicht eine Verbrennung von 15, Unsere Analyse führten wir zweieinhalb Jahre
sondern von 300 Sekunden Dauer durchführen konnten. lang durch. Wir prüften sie wieder und wieder; wir
Gemäß der Sowjetischen Akademie der Wissenschaften überprüften jede Spektrallinie, wir prüften jede mög-
war dies die Zeitdauer, während der wir die Probe liche Überlagerung, wir untersuchten jeden Aspekt
verbrennen mussten. davon. Wir sortierten Äpfel nach Äpfeln, Orangen nach
Wir bauten es auf, wir eichten, wir veränderten die Orangen, Bananen nach Bananen. Wir wollten genaue
Maschine, wir führten alle für die Ergebnisse notwen- Entsprechungen.
digen Analysen durch, wir überprüften alle Spektralli- Als wir fertig waren, war der Mann in der Lage, eine
nien auf diesem dreieinhalb Meter-Apparat. Nur damit quantitative Analyse zu machen und sagte: „Dave, du
Sie eine Vorstellung von der Größe und Genauigkeit des hast pro Tonne zwischen sechs und acht Unzen Pal-
verwendeten Prismas haben: Die meisten Universitäten ladium, 12-13 Unzen Platin, 150 Unzen Osmium, 250
haben ein anderthalb Meter-Gerät. Dieses hier war ein Unzen Ruthenium, 600 Unzen Iridium und 800 Unzen
dreieinhalb Meter-Apparat. Eine riesige Maschine. Sie Rhodium. Oder insgesamt ungefähr 2.400 Unzen pro
füllte die ganze Garage aus. Sie war ungefähr neun Tonne, während das bestbekannte Lager der Welt eine
Meter lang und zwischen zweieinhalb und drei Metern Drittelunze pro Tonne hat.“
hoch.
Als wir dieses Material die ersten 15 Sekunden durch-
laufen ließen, erhielten wir Eisen, Silicium, Aluminium, Unsere Analyse
kleine Spuren von Calcium, Natrium, etwas Titan hier
und da und dann wurde es still, und nichts wurde mehr
führten wir zweieinhalb Jahre lang durch.
angezeigt. Am Ende der 15 Sekunden erhielten wir also Wir prüften sie wieder und wieder; wir
nichts. 20 Sekunden, 25 Sekunden, 30 Sekunden, 35 Se- überprüften jede Spektrallinie, wir prüften
kunden, 40 Sekunden – noch immer nichts. 45 Sekunden,
50 Sekunden, 55 Sekunden, 60 Sekunden, 65 Sekunden
jede mögliche Überlagerung, wir unter-
– aber wenn man durch das farbige Glas blickte, saß da suchten jeden Aspekt davon.
auf der Kohleelektrode diese kleine Kugel aus weißem
Material. Da war immer noch etwas drin.
Bei 70 Sekunden, genau wie es die Sowjetische Aka- Wie Sie sehen können, war diese Arbeit nicht nur ein
demie der Wissenschaften gesagt hatte, begann die Indikator dafür, dass diese Elemente vorhanden waren;
Anzeige von Palladium. Und nach dem Palladium wurde sie waren auch noch in unglaublicher Menge vorhanden.
Platin angezeigt. Nach Platin war es, glaube ich, Rhodi- Als wollten sie sagen: „He, Blödmann, pass auf, wir
um. Nach Rhodium wurde Ruthenium angezeigt. Nach versuchen dir etwas zu zeigen!“
Ruthenium dann Iridium, und nach dem Iridium lasen Wären sie in kleinen Mengen vorgekommen, hätte
wir Osmium ab. ich mich vermutlich damit zufrieden gegeben. Aber
Ich für meinen Teil kannte diese Elemente nicht. Ich sie waren in solch riesiger Menge vorhanden, dass ich
hatte von Platin gehört, Platinschmuck, aber was waren sagte: „Menschenskind, wie können sie in diesen Mengen
diese anderen Elemente? Nun, es gibt sechs Elemente auftreten, und niemand wusste bisher davon?“
in der Platin-Gruppe im Periodischen System, nicht nur Sie müssen berücksichtigen, dass es sich nicht um eine
Platin. Man hat sie nicht gleichzeitig entdeckt, daher einzige Spektralanalyse handelte; wir hatten zweiein-
sind sie nacheinander hinzugefügt worden. Es sind halb Jahre lang Spektralanalysen mit diesem Material
alles Elemente, genau wie Eisen, Kobalt und Nickel. gemacht. Der Mann schickte mich sogar weg, als es
Es gibt drei leichte Platinmetalle, nämlich Ruthenium, Anzeichen für diese Entdeckung gab, denn er konnte es
Rhodium und Palladium. Osmium, Iridium und Platin selbst kaum glauben. Er arbeitete noch zwei Monate an
sind schwere Platinmetalle. der Sache, entschuldigte sich dann bei mir und sagte:
Wir fanden heraus, dass Rhodium einen Marktpreis „Dave, du hast Recht.“
von 3.000 Dollar pro Unze hat. Gold wird für ungefähr Er war so beeindruckt, dass er zurück nach Deutsch-
400 Dollar pro Unze verkauft. Iridium für ungefähr 800 land ging, zu dem Institut für Spektroskopie. Es gab
Dollar pro Unze, und Ruthenium wird für 150 Dollar tatsächlich einen Bericht im spektroskopischen Journal,
pro Unze verkauft. dass er die Existenz dieser Elemente im Südwesten
der Vereinigten Staaten in natürlichen Materialien

Juni-Juli 2007 NEXUS 11 [Link] 39


NEXUS Klassiker

nachgewiesen habe. Es ist vermutlich keine Zeitschrift, vier Elemente zählten, mit denen er noch nie gearbeitet
die Sie jemals lesen würden, aber ich sah sie durch, mit hatte.
dem Bericht über ihn. Er sagte: „Wissen Sie, Mr. Hudson, ich habe diese
Sie hatten keine Ahnung, wo dieser Stoff herkam, Geschichte schon früher gehört. Mein ganzes Leben
wie wir ihn herstellten, welche Konzentrationen wir lang habe ich diese Geschichte der Edelelemente gehört,
verwendet hatten und so weiter. Sie hatten nur diese und ich bin auch gebürtig aus Arizona. Ich bin sehr
kleine Menge an Pulver analysiert. Die verrückte Sache beeindruckt von der Art, wie sie damit verfahren sind:
dabei war, dass wir einfach nur das Silicium entfernt Von der systematischen Art, wie sie herangegangen
hatten, und den restlichen Stoff an sie geschickt hatten. sind. Ich kann kein Geld annehmen, denn wenn ich
Es waren unglaublich hohe Zahlen. Nachdem wir zu Geld von Ihnen annehme, muss ich Ihnen einen schrift-
diesem Ergebnis in jeder für uns erdenklichen Weise lichen Bericht aushändigen. Alles, was ich zu verkaufen
gekommen waren, entschied ich, dass alles, was wir habe, ist mein Ruf. Alles, was ich zu verkaufen habe,
jetzt tun müssten, weiteres Geld in dieses Problem zu ist meine Glaubwürdigkeit. Ich bin ein ausgewiesener
stecken. Sachverständiger im Staat Arizona in metallurgischen
Also stoppten wir die Verbrennung bei 69 Sekunden. Scheidungssystemen. Dave, ich werde für Sie unentgelt-
Ich ließ die Maschine abkühlen, nahm ein Taschen- lich arbeiten, bis ich Ihnen zeigen kann, wo Sie falsch
messer und grub diese kleine Kugel aus der Spitze der liegen. Wenn ich Ihnen sagen kann, wo Sie irren, gebe
Elektrode. Wenn man den Bogen abstellt, absorbiert ich Ihnen einen schriftlichen Bericht. Dann werden Sie
es sich irgendwie in den Kohlenstoff. Um die kleine mir 60 Dollar pro Stunde bezahlen, für die Zeit, die ich
Metallperle herauszuholen, muss man also in die Koh- investiert habe.“
leelektrode hineingraben. Die Kosten würden sich also auf ungefähr zwölf- bis
fünfzehntausend Dollar belaufen. Wenn dies das Rätsel
lösen könnte, wenn dies die Frage endlich ein für allemal
Drei Jahre später sagte er: beantworten würde, wäre es das wert. Das war es für
mich zu dieser Zeit. Also sagte ich: „Tun Sie es, legen
„Ich kann Ihnen mitteilen, dass es keines Sie los.“
der anderen Elemente auf der Tabelle des Drei Jahre später sagte er: „Ich kann Ihnen sagen,
Periodensystems ist.“ dass es keines der anderen Elemente auf der Tabelle des
Periodensystems ist. Wir sind ausgebildet. Man hat uns
gelehrt, die chemische Trennung des Materials vorzu-
nehmen und es dann zur instrumentellen Bestätigung
Die Perle schickte ich nach London in die Harlow zu schicken.“
Laboratories. Sie führten eine Edelmetallanalyse an Ich verwende Rhodium als Beispiel, da es eine sehr
dieser Perle durch. Ich bekam den Bericht zurück: „Keine einzigartige Farbe in der Chloridlösung hat. Es hat eine
Edelmetalle gefunden“. Nun, dies war eine Sekunde, Preiselbeerfarbe, fast wie die Farbe von Grapefruitsaft.
bevor das Palladium herauskommen sollte. Laut Neu- Kein anderes Element erzeugt eine solche Farbe in einer
tronenaktivierung, die den Atomkern selbst analysiert, Chloridlösung. Als mein Rhodium von all den anderen
wurden also keine Edelmetalle entdeckt. Elementen getrennt war, produzierte es jene Farbe von
Dies ergab überhaupt keinen Sinn. Es musste hier eine Chlorid. Die letzte Prozedur, die man durchführt, um das
Erklärung geben. Entweder wurde dieses Material in Material zu scheiden, ist, die Säurelösung zu neutralisie-
ein anderes Element umgewandelt oder es lag in einer ren, und es wird aus der Lösung als rotbraunes Dioxid
Form vor, die wir noch nicht verstehen. So beschloss ausgefällt. Man erhitzt es eine Stunde lang unter einer
ich, dass ich einfach noch mehr Informationen darüber kontrollierten Atmosphäre von 800 Grad, woraufhin
brauchte. Ich ging zu einem Doktor der analytischen sich das anhydride Dioxid bildet. Dann reduziert man
Chemie, John Sickafoose, der darin geübt war, einzelne den Wasserstoff unter einer kontrollierten Atmosphäre,
Elemente aus unbekanntem Material herauszuschei- um das Element herauszubekommen und lässt den
den und sie zu reinigen. Er war an der Iowa State überschüssigen Wasserstoff austempern.
Universität ausgebildet worden und hatte einen Doktor Wir neutralisierten also die Säurelösung und fällten
in Metallscheidungssystemen. Er war der Mann, den sie als ein rotbraunes Dioxid aus – genau die Farbe, die
Motorola und Sperry in Arizona engagierten, um ihre ausgefällt werden sollte. Auch das filterten wir heraus.
Abwasserprobleme zu regeln. Wir erhitzten es eine Stunde lang unter Sauerstoff
Er hatte mit jedem Element im Periodensystem ge- in einem Röhrenschmelzofen und reduzierten den
arbeitet; mit Ausnahme von vier. Außer diesen vier Wasserstoff, bis wir dieses grauweiße Pulver hatten:
Elementen hatte er mit allen seltenen und menschenge- Genau die Farbe, die Rhodium als Element haben sollte.
machten Elementen gearbeitet, hatte alles physikalisch Dann erhitzten wir es auf 1.400 Grad unter Argon, um
getrennt, was auf der periodischen Tabelle zu finden das Material zum Glühen zu bringen, und es wurde
ist. Zufälligerweise kam ich wegen der Scheidung von schneeweiß.
sechs Elementen zu ihm, zu denen ausgerechnet die

40 [Link] NEXUS 11 Juni-Juli 2007


NEXUS Klassiker

Dies hatten wir nun wirklich nicht erwartet. Dies kam er zu mir, ging über den Besitz, entnahm seine
hätte einfach nicht passieren sollen. eigenen Proben, steckte sie in einen Beutel, brachte sie
John sagte also: „Dave, ich werde es bis zum anhyd- ins Labor, pulverisierte die gesamte Probe und begann
riden Dioxid erhitzen, dann werde ich es abkühlen. dann mit der Analyse, einer „Hauptstichprobe“ [master
Ich werde ein Drittel der Probe nehmen und es in eine blend sample], die die gesamte Geologie abbildet – er
versiegelte Phiole tun. Den Rest der Probe werde ich erhielt dieselben Zahlen.
zurück in den Röhrenschmelzofen geben und unter Wir arbeiteten an dieser Sache von 1983 bis 1989 – ein
Sauerstoff erhitzen, dann wieder abkühlen, mit Edelgas promovierter Chemiker, drei Chemiemagister und zwei
reinigen, ihn wieder unter Wasserstoff erhitzen, um Techniker, hauptberufl ich. Ausgehend von den Informa-
die Oxide wegzureduzieren. Der Wasserstoff wird mit tionen der Sowjetischen Akademie der Wissenschaften
Sauerstoff reagieren, zu Wasser werden, und das Metall und dem US -Büro für Standardgewichte und -maße,
reinigen. Das werde ich abkühlen, bis das grauweiße lernten wir, wie man all diese Elemente qualitativ und
Pulver entsteht, die Hälfte davon nehmen und es in quantitativ trennt. Wir lernten, wie man kommerzielle
eine zweite versiegelte Phiole tun. Den Rest des Pulvers Standards nimmt und diese zum Verschwinden bringt.
nehme ich und gebe es zurück in die Schmelze. Ich werde Wir lernten, wie man Rhodiumtrichlorid von Johnson,
es oxidieren, den Wasserstoff reduzieren und zu dem Mathew & Engelhardt als Metall kauft und wie man
weißen Pulver ausglühen lassen. Dies gebe ich in eine die Metall-Bindungen darin auf bricht, bis man eine
dritte Phiole und sende all drei Phiolen nach Los Angeles rote Lösung erhält und kein Rhodium mehr auffi ndbar
zu Pacific Spectrochem, eine der besten Spektroskopie- ist. Und es war nichts als reines Rhodium von Johnson,
Firmen in den USA .“ Mathew & Engelhardt gewesen.
Wir lernten, dasselbe auch mit weißem Iridium zu
machen, mit Gold, mit Osmium und mit Ruthenium.
„Dies ergibt überhaupt keinen Sinn. Das, Letztlich kauften wir auch eine Maschine namens
Hochdruckflüssigkeitschromatograph.
womit du arbeitest, wird sie nötigen, die Zu Ihrer Information, John Sickafoose war der Mann,
Physikbücher neu zu schreiben, die Che- der seine Doktorarbeit an der Iowa State University
miebücher umzuschreiben und zu einem darüber geschrieben hatte, wie man dieses Gerät baut.
Er hatte das Konstruktionskonzept dieses Instruments
völlig neuen Verständnis zu kommen.“ schon 1963-64 entworfen.
Nachdem er promoviert hatte, nahmen einige der
graduierten Studenten diese Technologie, entwickelten
Die erste Analyse kam zurück. Das rotbraune Dioxid sie weiter und schließlich kam Dow Chemical und kaufte
ist Eisenoxid. Das nächste Material kam zurück: Silici- sie. Dow entwickelte sie weiter und vermarktete sie, und
um und Aluminium. Keine Spur von Eisen. Indem wir jetzt ist diese Technologie die ausgefeilteste chemische
einfach Wasserstoff auf das Eisenoxid gegeben hatten, Trennung, die es auf der Welt gibt. Sie arbeitet compu-
hatte das Eisen aufgehört Eisen zu sein und war zu tergesteuert, mit Hochdruck und man kann damit sehr
Silicium und Aluminium geworden. Nun, dies war eine präzise Scheidungen durchführen. Weil dieser Mann
wissenschaftliche Analyse, und wir hatten einfach sie plante und entwarf, kannte er auch ihre Grenzen.
das Eisen in Silicium und Aluminium verwandelt. Die Er war somit der ideale Mann, um die Technik zu
schneeweiße ausgeglühte Probe wurde als Calcium perfektionieren.
und Silicium analysiert. Wohin war das Aluminium So waren wir in der Lage, ihre Grundtechnologie zu
verschwunden? John sagte: „Dave, mein Leben war nutzen und ein Scheidungssystem zu entwickeln, um das
so einfach, bevor ich dich traf. Das ergibt überhaupt Rhodiumtrichlorid aufzutrennen. Letztlich trennten wir
keinen Sinn. Das, womit du arbeitest, wird sie nötigen, fünf verschiedene Arten aus dem kommerziellen Rhodi-
die Physikbücher neu zu schreiben, die Chemiebücher umtrichlorid. Dazu müssen Sie verstehen, dass das Wort
umzuschreiben und zu einem völlig neuen Verständnis „Metall“ Ähnlichkeiten mit dem Wort „Armee“ aufweist.
zu kommen.“ Man kann keine Ein-Mann-Armee haben. Das Wort
John gab mir seine Rechnung, es waren 130.000 Metall bezieht sich auf ein Materialkonglomerat. Es hat
Dollar, die ich bezahlte. Aber er sagte: „Dave, ich habe bestimmte Eigenschaften, wie elektrische Leitfähigkeit,
es physikalisch geschieden und es chemisch auf 50 Wärmeübertragung und all diese anderen Aspekte.
verschiedene Arten geprüft, und wir haben pro Tonne Wenn man diese Metalle in Säure auflöst, erhält man
vier bis sechs Unzen an Palladium, zwölf bis vierzehn eine klare Lösung ohne feste Bestandteile. Man sollte
Unzen Platin, 250 Unzen Ruthenium, 600 Unzen Iridium annehmen, nun habe man freie Ionen vorliegen, aber
und 800 Unzen Osmium.“ Genau dieselben Zahlen, wenn man es mit Edelmetallen zu tun hat, sind die Ionen
die mir der Spektroskopist genannt hatte. Es war eine noch nicht frei. Man nennt das „Clusterchemie“.
derart unglaubliche Menge, dass John sagte: „Ich muss Schon seit den 1950er Jahren gibt es an Universitäten
zu dem natürlichen Vorkommen gehen, wo dieser Stoff ganze Bereiche, die sich nur mit Clusterchemie und
herkommt und meine eigenen Proben entnehmen.“ Also katalytischen Materialien befassen. Die Metall-Bin-

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NEXUS Klassiker

dungen bleiben dabei jedoch immer noch intakt. Wenn Dies waren dieselben Leute bei GE , die auch die
man also Rhodiumtrichlorid von Johnson, Matthew & Analyse-Instrumente bauen. Deshalb sagten sie: „Dave,
Engelhardt kauft, bekommt man in Wirklichkeit Rh12Cl36 warum machen Sie nicht einfach einen Haufen Rhodium
oder Rh15Cl 45. Man bekommt eigentlich gar kein reines für uns, schicken ihn uns, und wir bauen es in unsere
RhCl3. Es gibt einen Unterschied zwischen dem Material Brennstoffzellen ein? Wir werden es dann an einer
mit Metall-Bindung und dem freien Ion. Daher ist das, Stelle testen, wo nur Rhodium funktioniert.“ Bisher
was man kauft, Clusterchemie; man bekommt keine wurde neben Rhodium und Platin kein anderes Metall
freien Ionen. gefunden, das die Katalyse in der wasserstoffbildenden
Wenn man es in die analytische Messtechnik zur Technologie der Brennstoffzelle ausführt. Und Rhodium
Analyse gibt, wird in Wirklichkeit die Metall-Verbindung ist verglichen mit Platin einzigartig, da Rhodium sich
des Clusters analysiert, jedoch nicht die freien Ionen. nicht mit Kohlenmonoxid verunreinigt, Platin dagegen
Ich erfuhr, dass General Electrics Brennstoffzellen schon.
baute und dabei Rhodium und Iridium verwendete. Ich
nahm mit ihren Brennstoffzell-Leuten in Massachusetts
Kontakt auf und reiste dorthin, um mich mit ihnen zu … das Wort „Metall“ Ähnlichkeiten mit
treffen. Bei unserem Treffen waren drei Anwälte und
dem Wort „Armee“ aufweist. Man kann
die GE-Leute anwesend. Die Anwälte waren da, um die
GE-Leute zu schützen, denn eine Menge Leute kommen
keine Ein-Mann-Armee haben.
zu ihnen und behaupten nur, sie hätten Technologien.
Nach den Treffen aber verklagen sie GE und behaupten,
GE hätte ihre Technologie gestohlen. Um sich also zu Sie sagten: „Dave, wir werden es einfach versuchen,
schützen, muss GE herausfinden, was für eine Tech- um zu sehen, ob es ein wasserstoffbildender Katalysator
nologie man wirklich hat. Daher ist GE sehr skeptisch, ist. Wenn das der Fall ist, dann werden wir schauen, ob
wenn man sagt, man habe da etwas Neues. Sie bringen es stabil gegenüber Kohlenmonoxid ist – und dann ist es
ihre hochtrabenden Anwälte mit, um einen wirklich zu Rhodium, oder es ist eine Rhodium-Alternative.“
durchleuchten. Also arbeiteten wir ungefähr sechs Monate lang und
Nach ungefähr einer Stunde sagten sie: „Diese Jungs raffinierten diese Materialmenge. Wir reinigten sie
sind meinen es ernst. Ihr Anwälte könnt gehen.“ Sie wieder und wieder. Wir wollten absolut sicher sein,
hatten selbst die Explosionen beobachtet und wussten, dass es wirklich sauberer Stoff war. Wir wollten damit
dass sich kommerzielles Rhodiumtrichlorid sehr gut keine Probleme haben. Dann schickten wir ihn zurück
analysieren lässt. Aber um es so zu präparieren, dass an Tony LaConti bei GE .
es in ihre Brennstoffzellen passt, müssen sie Salz-Ef- GE hatte inzwischen seine Brennstoffzellen-Sparte
fusionen vornehmen. Dabei schmelzen sie das Salz und an United Technologies verkauft, die schon eine eigene
geben das Metall hinzu, um es weiter zu dispergieren. Brennstoffzellen-Abteilung besaßen. Daher mussten alle
Sie wussten, dass sich das Metall danach nicht mehr Mitarbeiter von GE für United Technologies arbeiten, und
so gut auswerten lässt. Als wir ihnen also sagten, wir da diese schon ihre hauseigenen Leute hatten, wurden
hätten Material, dass sich überhaupt nicht auswerten die GE-Leute nicht in die bestehenden Teams integriert.
ließe, konnten sie sich vorstellen, wie das möglich wäre. Sie waren nicht mehr in Führungspositionen. Nach
Sie hatten es nie gesehen, aber sie sagten, dass sie einer bestimmten Anzahl von Monaten kündigten sie
interessiert seien. daher alle und verließen United Technologies. Auch José
Giner, der ehemalige Chef der Brennstoffzellen-Sparte

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NEXUS Klassiker

bei United Technologies, kündigte und gründete seine reduzieren und sie ausglühen lassen und dabei unter
eigene Firma namens Giner Incorporated in Waltham, einer kontrollierten Atmosphäre ständig wiegen. Alles
Massachusetts. Tony und alle GE -Leute gingen mit ist rundum versiegelt. Unsere Mittel gingen zur Neige,
ihm. und wir konnten es uns nicht leisten, eine Maschine
Bis unser Material dort war, hatten sie schon ihre zu kaufen, daher mieteten wir eine aus der Bay Area,
eigene Firma in Waltham, Massachusetts, errichtet. von der Firma Varian. Sie schickten sie uns, und wir
Also machten wir einen Vertrag mit ihnen, um für uns schlossen sie an unseren Kontrollcomputer an.
die Brennstoffzellen zu bauen. Als ihnen unser Mate- Wir erhitzten das Material um 1,2 Grad pro Minute
rial zugesandt wurde, untersuchten sie das Rhodium, und kühlten es um zwei Grad pro Minute ab. Wir fanden
so wie sie es bekommen hatten, fanden aber bei der heraus, dass das Material 102 Prozent wiegt, wenn man
Analyse kein Rhodium. Als sie es jedoch auf Kohle in es oxidiert, und dass es 103 Prozent wiegt, wenn man
ihren Brennstoffzellen auf brachten und die Brenn- den Wasserstoff reduziert. So weit so gut. Kein Problem.
stoffzelle mehrere Wochen laufen ließen, funktionierte Aber wenn es schneeweiß wird, wiegt es 56 Prozent!
es und tat das, was nur Rhodium tun konnte. Es war Das ist völlig unmöglich!
kohlenmonoxidstabil. Wenn man das Material ausglüht, bis es weiß wird,
Nach drei Wochen schalteten sie die Brennstoffzellen und auf eine Quarzwaage legt, wiegt es 56 Prozent des
ab und schickten die Elektroden zur Analyse in dasselbe Ausgangsgewichtes. Erhitzt man es bis zu dem Punkt,
Labor, das vorher festgestellt hatte, dass sie keinerlei wo es in das Trägermaterial aus Glas schmilzt, wird es
Rhodium enthielten. Nun stellten sie plötzlich fest, dass schwarz und alles Gewicht kehrt zurück.
8 Prozent Rhodium in der Probe waren. Durch diesen
Prozess in den Brennstoffzellen ist irgendwie metal-
lisches Rhodium entstanden, das jetzt nachgewiesen
und analysiert werden konnte.
Also arbeiteten wir ungefähr sechs Monate
Daher sagten die ehemaligen Mitarbeiter von GE: lang und raffinierten diese Materialmenge.
„Dave, wenn du der Erste bist, der es entdeckt hat und Wir reinigten sie wieder und wieder. Wir
es in dieser Form herstellen kann, dann solltest du es
patentieren lassen.“ Ich sagte: „Ich bin nicht daran inter-
wollten absolut sicher sein, dass es wirklich
essiert, dies zu patentieren.“ Dann sagten sie mir, wenn sauberer Stoff war.
es jemand anderes entdecken und patentieren würde,
auch wenn ich es jeden Tag benutzte, könnte man meine
Arbeit stoppen. Ich sagte: „Nun, vielleicht sollte ich es Also hat sich das Material nicht in Luft aufgelöst. Es
dann doch patentieren lassen.“ So beantragten wir im war noch da; es konnte nur nicht mehr gewogen wer-
März 1988 ein Patent in den USA und weltweit für „Orbi- den. An diesem Punkt sagte jeder, der das Phänomen
tally Rearranged Monatomic Elements“ (Monoatomare beobachtete: „Das kann einfach nicht stimmen. Es ist
Elemente mit neugeordneter Elektronenbahn). unmöglich!“
Nun, das ist ganz schön umständlich, und so benann- Wissen Sie, als wir es unter Helium oder Argon wieder
ten wir es mit der Abkürzung ORMEs. Es gibt ORME-Gold, und wieder erhitzten und abkühlten, wog es, wenn wir
ORME-Palladium, ORME-Iridium, ORME-Ruthenium und es abkühlten, 300 bis 400 Prozent seines Ausgangs-
ORME-Osmium. gewichts. Erhitzten wir es dagegen wieder, wog es
Als wir den Patent-Antrag abwickelten, sagte das tatsächlich weniger als nichts. Wenn es nicht in der
Patentbüro: „Dave, wir brauchen präzisere Angaben, Pfanne war, wog die Pfanne mehr als sie wog, als dieser
wir brauchen exaktere Angaben, wir brauchen mehr Stoff noch darin war.
Informationen über die Umwandlung in dieses Weiße- Bedenken Sie, das waren bestens ausgebildete Leute,
Pulver-Stadium.“ Eines unserer Probleme war, dass die dieses Instrumentarium betätigen, und sie kamen
dieses weiße Pulver an Gewicht zunahm, wenn man herein und sagten: „Schau dir das an. Dies ergibt über-
es der Atmosphäre aussetzte. Ich spreche hier nicht haupt keinen Sinn!“
von einer trivialen Gewichtszunahme. Es geht um 20 Diese Maschine ist so präzise gebaut und kontrolliert,
bis 30 Prozent. Nun würde dies normalerweise als dass sie tatsächlich ein Material nehmen können, das
Absorption atmosphärischer Gase bezeichnet werden. im Normalzustand nicht-magnetisch ist und erst in der
Die Luft reagiert mit dem Material und verursacht eine Maschine bei 300 Grad magnetisch wird. Dann ist es
Gewichtszunahme, aber normalerweise nicht 20 oder ein wirklich starker Magnet. Nachdem man auf 900
30 Prozent. Grad hochgegangen ist, verliert es seinen Magnetis-
Aber wir mussten nichtsdestotrotz dem Patentbüro mus wieder. Und man kann tatsächlich sehen, ob die
antworten. Wir hatten dem Patentbüro exakte Angaben Interaktion des Magnetismus mit dem magnetischen
vorzulegen. Daher benutzen wir eine Maschine zur Feld des Heizelements irgendeine Gewichtsveränderung
thermogravimetrischen Analyse. Dieses Gerät hat die verursacht hat.
volle Kontrolle über die atmosphärischen Umstände Das Heizelement ist zweiadrig gewickelt. Es geht um
der Probe. Man kann sie oxidieren, sie wasserstoff- die Probe herum und in der Gegenrichtung zurück,

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NEXUS Klassiker

sodass der gesamte Strom die ganze Zeit gegen sich Ich meine, irgendwas ist nicht richtig. Jedes Mal, wenn
selbst läuft. Führt ein Draht daher Strom, entsteht ein wir die Maschine benutzen, arbeitet sie gut, außer, wir
magnetisches Feld, aber wenn man den Draht dann ganz stellen das reine monoatomische Material her, und wenn
nah an dieser Wicklung in die andere Richtung laufen wir das machen, wird es schneeweiß und das Gerät
lässt, bildet er ein entgegengesetztes magnetisches Feld. funktioniert nicht mehr korrekt.“
Die Idee ist, dass sich die beiden Felder gegenseitig Bei Varian sah man sich unsere Ergebnisse durch
aufheben. Dies ist auch die Art von Verkabelung, die bei und sagte: „Wissen Sie, Mr. Hudson, falls sie mit der
einem Fernseher verwendet wird, um alle magnetischen Abkühlung des Materials gearbeitet haben, würden wir
Felder auszulöschen. sagen, es ist ein Supraleiter. Aber da sie das Material ja
Die Konstrukteure dieser Maschine wollten alles erhitzen, wissen wir nicht, was Sie da haben.“
eliminieren, was den Charakter eines magnetischen Ich entschied: Gut, ich musste schon Chemie und
Felds hatte. Physik lernen, und jetzt muss ich eben auch noch die
Als wir das magnetische Material durch die Maschine Physik von Supraleitern lernen. Ich entlieh mir eine
laufen ließen, erhielten wir überhaupt keine Reaktion. Es Menge akademischer Bücher zum Thema Supraleiter
gab weder eine Gewichtsveränderung, als das Material und begann, darüber zu lesen.
magnetisch wurde, noch als es seinen Magnetismus
verlor. Doch nachdem wir unser Material dort hinein- Teil 2 folgt in der nächsten Ausgabe.
gelegt hatten und es weiß wurde, ging es auf 56 Prozent
seines Ausgangsgewichts herunter. Schaltete man die Anm. d. Redaktion:
Maschine ab und ließ sie abkühlen, blieben es exakt 56
Prozent. Erhitzte man das Material, ging sein Gewicht Wir erhielten bereits nach unserem letzten Artikel
auf weniger als Nichts zurück, kühlte man es ab, schwoll über ORMUS (von Roger Taylor) zahlreiche Nachfragen,
es auf 300 bis 400 Prozent an, aber es kehrte immer wo solche Produkte im deutschen Raum erhältlich sind.
wieder auf stabile 56 Prozent zurück. Mittlerweile haben wir ein paar Tipps gesammelt.
Wir nahmen nun mit Varian in der Bay Area Kontakt Fragen Sie bei Interesse am besten telefonisch bei
auf und sagten: „Sehen Sie, dies ergibt einfach keinen uns nach.
Sinn. Irgendetwas läuft mit dieser Maschine falsch.

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