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Kurs: Grundlagen der Klimawissenschaften

Dozent: Prof. Dr. Julia Weber


Datum: 02. Dezember 2024
Dauer: 90 Minuten

Einführung in die Klimawissenschaften

1. Was ist das Klima?

Das Klima bezieht sich auf die langfristigen Wetterbedingungen in einer Region,
einschließlich Temperatur, Niederschlag und Windmustern, die über Jahre oder
Jahrhunderte hinweg beobachtet werden. Es ist wichtig, Klima von Wetter zu
unterscheiden: Wetter beschreibt kurzfristige, täglich oder wöchentlich auftretende
Veränderungen in der Atmosphäre, während das Klima langfristige Durchschnittswerte
über mehrere Jahrzehnten bis Jahrhunderte hinweg beschreibt.

Das globale Klima ist nicht konstant, sondern verändert sich im Laufe der Zeit, was
durch natürliche Prozesse wie Vulkanausbrüche oder Sonnenaktivität beeinflusst
wird. In den letzten Jahrhunderten jedoch ist das Klima durch menschliche
Aktivitäten stark verändert worden, insbesondere durch den Ausstoß von
Treibhausgasen.

2. Die grundlegenden Klimafaktoren

Sonneneinstrahlung: Die Menge an Sonnenenergie, die die Erde erreicht, ist der
wichtigste Faktor, der das Klima beeinflusst. Diese Energiemenge variiert je nach
geografischer Breite und Jahreszeit. An den Polen ist die Sonneneinstrahlung viel
schwächer als in den Tropen, was zu unterschiedlichen Klimazonen führt.

Treibhausgase: Treibhausgase wie Kohlenstoffdioxid (CO₂), Methan (CH₄) und Lachgas


(N₂O) in der Atmosphäre wirken wie ein Glasdach, das die Wärme, die von der Erde
abgestrahlt wird, zurückhält. Diese Gase sind notwendig für das Leben auf der Erde,
da sie die Erde warm genug halten, um Leben zu ermöglichen. Doch der übermäßige
Ausstoß dieser Gase durch menschliche Aktivitäten, wie die Verbrennung fossiler
Brennstoffe, verstärkt den sogenannten "Treibhauseffekt", was zu einer Erwärmung
des Planeten führt.

Albedo: Albedo bezeichnet die Fähigkeit einer Oberfläche, Sonnenstrahlung zu


reflektieren. Helle Oberflächen wie Schnee oder Eis haben eine hohe Albedo und
reflektieren mehr Sonnenlicht, während dunkle Oberflächen wie Ozeane oder Wälder
eine niedrige Albedo haben und mehr Sonnenenergie absorbieren. Dies beeinflusst die
Erwärmung und das allgemeine Klima eines Gebiets.

Ozeane und Meeresströmungen: Ozeane spielen eine zentrale Rolle im Klimasystem der
Erde, da sie Wärme speichern und verteilen. Meeresströmungen transportieren warme
Wassermassen aus den Tropen in kühlere Regionen und tragen so zur Regulierung des
globalen Klimas bei. Ein bekanntes Beispiel ist der Golfstrom, der Europa wärmt.

3. Klimazonen und ihre Merkmale

Die Erde wird in verschiedene Klimazonen unterteilt, basierend auf Temperatur,


Niederschlag und anderen Faktoren. Es gibt fünf Hauptklimazonen:
Tropisches Klima: In den Tropen, zwischen dem Äquator und den Wendekreisen, ist das
Klima heiß und feucht. Der Regenwald ist typisch für diese Region.
Arides (trockenes) Klima: Wüsten und Halbwüsten fallen in diese Zone. Niederschläge
sind gering, und die Temperaturen können tagsüber sehr hoch und nachts sehr niedrig
sein.
Gemäßigtes Klima: In dieser Zone sind die Sommer mild und die Winter kühl, mit
ausreichend Niederschlag das ganze Jahr über. Laubwälder sind typisch.
Polar- und Subpolar-Klima: In den Polarregionen ist das Klima extrem kalt, mit
langen Wintern und kurzen, kühlen Sommern. Hier finden wir Tundra- und Eiswüsten.
Bergklima: Auf großen Höhenlagen gibt es spezielle klimatische Bedingungen, die
stark von der Höhe abhängen.
4. Der Klimawandel: Ursachen und Auswirkungen

Ursachen des Klimawandels: Der Hauptfaktor, der den aktuellen Klimawandel antreibt,
ist die menschliche Tätigkeit. Seit der Industriellen Revolution haben die
Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Kohle, Öl und Gas sowie die Abholzung von
Wäldern die Konzentrationen von Treibhausgasen in der Atmosphäre dramatisch erhöht.
Diese Gase verursachen eine zusätzliche Erwärmung, was als „anthropogener
Klimawandel“ bezeichnet wird.

CO₂-Emissionen: Kohlenstoffdioxid (CO₂) ist das wichtigste Treibhausgas, das von


Menschen freigesetzt wird. Es entsteht durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe
in Industrie, Verkehr und Haushalten. Auch die Landwirtschaft und die Abholzung von
Wäldern tragen zur Freisetzung von CO₂ bei.

Folgen des Klimawandels: Die Auswirkungen des Klimawandels sind weltweit zu spüren:

Erhöhte Temperaturen: Globale Durchschnittstemperaturen steigen, was zu längeren


und intensiveren Hitzewellen führt.
Schmelzen der Pole und Gletscher: Die Erwärmung führt zum Schmelzen von Eis und
Schnee in den Polarregionen und Gebirgsgletschern, was den Meeresspiegel anhebt und
Küstenregionen bedroht.
Veränderte Niederschlagsmuster: In einigen Regionen führen die steigenden
Temperaturen zu mehr Regen und häufigeren Überschwemmungen, während in anderen
Gebieten längere Dürreperioden auftreten.
Extremwetterereignisse: Stürme, Hurrikane und Tornados nehmen in ihrer Häufigkeit
und Intensität zu, was große menschliche und wirtschaftliche Schäden verursacht.
5. Klimaschutz und Anpassungsstrategien

Reduktion von Treibhausgasemissionen: Eine der wichtigsten Maßnahmen zur Bekämpfung


des Klimawandels ist die Reduktion der Treibhausgasemissionen. Dies kann durch den
Ausbau erneuerbarer Energien wie Wind, Solar und Wasserkraft sowie durch die
Verbesserung der Energieeffizienz in Industrie und Haushalten erreicht werden. Auch
die Aufforstung und der Schutz von Wäldern spielen eine wichtige Rolle, da Bäume
CO₂ aus der Atmosphäre aufnehmen.

Anpassung an den Klimawandel: Da einige Auswirkungen des Klimawandels bereits


spürbar sind, müssen sich Gesellschaften anpassen. Dies kann den Bau von
Hochwasserschutzanlagen, die Entwicklung resistenterer Landwirtschaftsarten und die
Verbesserung der Infrastruktur umfassen.

Internationale Zusammenarbeit: Der Klimawandel ist ein globales Problem, das eine
weltweite Zusammenarbeit erfordert. Das Pariser Abkommen von 2015 ist ein Beispiel
für den internationalen Versuch, die Erwärmung auf unter 2 Grad Celsius im
Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Länder müssen sich jedoch
weiterhin stärker engagieren, um die festgelegten Ziele zu erreichen.

6. Fazit und Ausblick

Der Klimawandel stellt eine der größten Herausforderungen der Menschheit dar, mit
weitreichenden sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Folgen. Die Wissenschaft
hat die Ursachen und Auswirkungen weitgehend verstanden, doch es liegt an uns, die
richtigen Maßnahmen zu ergreifen, um die Erderwärmung zu begrenzen und die
schlimmsten Folgen abzuwenden.
Der Kurs schließt mit der Aufforderung an alle, sich aktiv an der Lösung dieses
globalen Problems zu beteiligen, sei es durch politische, technologische oder
individuelle Maßnahmen.

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