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Das Stunden

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Das Stunden-Buch enthaltend die drei B�cher:

[Illustration] Vom m�nchischen Leben / Von der


Pilgerschaft / Von der Armuth und vom
Tode Rainer Maria Rilke Insel-Verlag / Leipzig / im
Jahre 1918 Das 12. bis 16. Tausend Gelegt in die
H�nde von Lou Erstes Buch Das Buch vom
m�nchischen Leben (1899)[Illustration]Da neigt sich die
Stunde und r�hrt mich anmit klarem metallenem Schlag:mir zittern die Sinne. Ich
f�hle: ich kann �und ich fasse den plastischen [Link] war noch vollendet, eh
ich es erschaut,ein jedes Werden stand [Link] Blicke sind reif, und wie eine
Brautkommt jedem das Ding, das er [Link] ist mir zu klein, und ich lieb es
trotzdemund mal es auf Goldgrund und gro�und halte es hoch, und ich wei� nicht wem
l�st es die Seele los ...Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,die sich �ber die
Dinge [Link] werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,aber versuchen will
ich [Link] kreise um Gott, um den uralten Turm,und ich kreise jahrtausendelang;und
ich wei� noch nicht: bin ich ein Falke, ein Sturmoder ein gro�er [Link] habe
viele Br�der in Soutanenim S�den, wo in Kl�stern Lorbeer [Link] wei�, wie
menschlich sie Madonnen planen,und tr�ume oft von jungen Tizianen,durch die der
Gott in Gluten [Link] wie ich mich auch in mich selber neige:mein Gott ist
dunkel und wie ein Gewebevon hundert Wurzeln, welche schweigsam [Link], da�
ich mich aus seiner W�rme hebe,mehr wei� ich nicht, weil alle meine Zweigetief
unten ruhn und nur im Winde [Link] d�rfen dich nicht eigenm�chtig malen,du
D�mmernde, aus der der Morgen [Link] holen aus den alten Farbenschalendie
gleichen Striche und die gleichen Strahlen,mit denen dich der Heilige verschwieg.
Wir bauen Bilder vor dir auf wie W�nde;so da� schon tausend Mauern um dich stehn.
Denn dich verh�llen unsre frommen H�nde,sooft dich unsre Herzen offen [Link]
liebe meines Wesens Dunkelstunden,in welchen meine Sinne sich vertiefen;in ihnen
hab ich, wie in alten Briefen,mein t�glich Leben schon gelebt gefundenund wie
Legende weit und �[Link] ihnen kommt mir Wissen, da� ich Raumzu einem
zweiten zeitlos breiten Leben [Link] manchmal bin ich wie der Baum,der, reif und
rauschend, �ber einem Grabeden Traum erf�llt, den der vergangne Knabe(um den sich
seine warmen Wurzeln dr�ngen)verlor in Traurigkeiten und Ges�[Link], Nachbar Gott,
wenn ich dich manches Malin langer Nacht mit hartem Klopfen st�re, �so ists, weil
ich dich selten atmen h�reund wei�: Du bist allein im [Link] wenn du etwas
brauchst, ist keiner da,um deinem Tasten einen Trank zu reichen:ich horche immer.
Gib ein kleines [Link] bin ganz [Link] eine schmale Wand ist zwischen uns,
durch Zufall; denn es k�nnte sein:ein Rufen deines oder meines Munds �und sie
bricht einganz ohne L�rm und [Link] deinen Bildern ist sie [Link] deine
Bilder stehn vor dir wie [Link] wenn einmal das Licht in mir entbrennt,mit
welchem meine Tiefe dich erkennt,vergeudet sichs als Glanz auf ihren [Link]
meine Sinne, welche schnell erlahmen,sind ohne Heimat und von dir [Link] es
nur einmal so ganz stille w�[Link] das Zuf�llige und Ungef�hreverstummte und das
nachbarliche Lachen,wenn das Ger�usch, das meine Sinne machen,mich nicht so sehr
verhinderte am Wachen �Dann k�nnte ich in einem tausendfachenGedanken bis an deinen
Rand dich denkenund dich besitzen (nur ein L�cheln lang),um dich an alles Leben zu
verschenkenwie einen [Link] lebe grad, da das Jahrhundert [Link] f�hlt den Wind
von einem gro�en Blatt,das Gott und du und ich beschrieben hatund das sich hoch in
fremden H�nden [Link] f�hlt den Glanz von einer neuen Seite,auf der noch alles
werden [Link] stillen Kr�fte pr�fen ihre Breiteund sehn einander dunkel [Link]
lese es heraus aus deinem Wort,aus der Geschichte der Geb�rden,mit welchen deine
H�nde um das Werdensich r�ndeten, begrenzend, warm und [Link] sagtest leben laut
und sterben leiseund wiederholtest immer wieder: [Link] vor dem ersten Tode kam
der [Link] ging ein Ri� durch deine reifen Kreiseund ging ein Schreinund ri� die
Stimmen fort,die eben erst sich sammelten,um dich zu sagen,um dich zu tragen,alles
Abgrunds Br�cke �Und was sie seither stammelten,sind St�ckedeines alten [Link]
blasse Abelknabe spricht:Ich bin nicht. Der Bruder hat mir was getan,was meine
Augen nicht [Link] hat mir das Licht verh�[Link] hat mein Gesicht verdr�ngtmit
seinem [Link] ist jetzt [Link] denke, er mu� noch [Link] ihm tut
niemand, wie er mir [Link] gingen alle meine Bahn,kommen alle vor seinen Zorn,
gehen alle an ihm [Link] glaube, mein gro�er Bruder wachtwie ein [Link]
mich hat die Nacht gedacht;an ihn [Link] Dunkelheit, aus der ich stamme,ich liebe
dich mehr als die Flamme,welche die Welt begrenzt,indem sie gl�nztf�r irgendeinen
Kreis,aus dem heraus kein Wesen von ihr wei�.Aber die Dunkelheit h�lt alles an
sich:Gestalten und Flammen, Tiere und mich,wie sie�s errafft,Menschen und M�chte �
Und es kann sein: eine gro�e Kraftr�hrt sich in meiner [Link] glaube an
N�[Link] glaube an alles noch nie [Link] will meine fr�mmsten Gef�hle
[Link] noch keiner zu wollen wagte,wird mir einmal unwillk�rlich [Link] das
vermessen, mein Gott, [Link] ich will dir damit nur sagen:Meine beste Kraft
soll sein wie ein Trieb,so ohne Z�rnen und ohne Zagen;so haben dich ja die Kinder
[Link] diesem Hinfluten, mit diesem M�ndenin breiten Armen ins offene Meer,mit
dieser wachsenden Wiederkehrwill ich dich bekennen, will ich dich verk�ndenwie
keiner [Link] ist das Hoffart, so la� mich hoff�rtig seinf�r mein Gebet,das so
ernst und alleinvor deiner wolkigen Stirne [Link] bin auf der Welt zu allein und
doch nicht allein genug,um jede Stunde zu [Link] bin auf der Welt zu gering und
doch nicht klein genug,um vor dir zu sein wie ein Ding,dunkel und [Link] will
meinen Willen und will meinen Willen begleitendie Wege zur Tat;und will in stillen,
irgendwie z�gernden Zeiten,wenn etwas naht,unter den Wissenden seinoder [Link]
will dich immer spiegeln in ganzer Gestaltund will niemals blind sein oder zu alt,
um dein schweres schwankendes Bild zu [Link] will mich [Link] will
ich gebogen bleiben,denn dort bin ich gelogen, wo ich gebogen [Link] ich will
meinen Sinnwahr vor dir. Ich will mich beschreibenwie ein Bild, das ich sahlange
und nah,wie ein Wort, das ich begriff,wie meinen t�glichen Krug,wie meiner Mutter
Gesicht,wie ein Schiff,das mich trugdurch den t�dlichsten [Link] siehst, ich will
[Link] will ich alles:das Dunkel jedes unendlichen Fallesund jedes
Steigens lichtzitterndes [Link] leben so viele und wollen nichtsund sind durch
ihres leichten Gerichtsglatte Gef�hle gef�[Link] du freust dich jedes Gesichts,
das dient und d�[Link] freust dich aller, die dich gebrauchenwie ein Ger�[Link]
bist du nicht kalt, und es ist nicht zu sp�t,in deine werdenden Tiefen zu tauchen,
wo sich das Leben ruhig verr�[Link] bauen an dir mit zitternden H�nden,und wir
t�rmen Atom auf [Link] wer kann dich vollenden,du [Link] ist Rom?Es zerf�llt.
Was ist die Welt?Sie wird zerschlagen,eh deine T�rme Kuppeln tragen,eh aus Meilen
von Mosaikdeine strahlende Stirne [Link] manchmal im Traumkann ich deinen Raum
�berschauntief vom Beginnebis zu des Daches goldenem [Link] ich seh: meine Sinne
bilden und baundie letzten [Link], da� einer dich einmal gewollt hat,wei�
ich, da� wir dich wollen d�[Link] wir auch alle Tiefen verw�rfen:wenn ein
Gebirge Gold hatund keiner mehr es ergraben mag,tr�gt es einmal der Flu� zutag,der
in die Stille der Steine greift,der [Link] wenn wir nicht wollen:Gott reift.
Wer seines Lebens viele Widersinnevers�hnt und dankbar in ein Sinnbild fa�t,der
dr�ngtdie L�rmenden aus dem Palast,wird anders festlich, und du bist der Gast,den
er an sanften Abenden empf�[Link] bist der zweite seiner Einsamkeit,die ruhige
Mitte seinen Monologen;und jeder Kreis, um dich gezogen,spannt ihm den Zirkel aus
der [Link] irren meine H�nde in den Pinseln?Wenn ich dich _male_, Gott, du merkst
es [Link] _f�hle_ dich. An meiner Sinne Saumbeginnst du z�gernd, wie mit vielen
Inseln,und deinen Augen, welche niemals blinzeln,bin ich der [Link] bist nicht
mehr inmitten deines Glanzes,wo alle Linien des Engeltanzesdie Fernen dir
verbrauchen mit Musik, �du wohnst in deinem allerletzten [Link] ganzer Himmel
horcht in mich hinaus,weil ich mich sinnend dir [Link] bin, du �ngstlicher.
H�rst du mich nichtmit allen meinen Sinnen an dir branden?Meine Gef�hle, welche
Fl�gel fanden,umkreisen wei� dein [Link] du nicht meine Seele, wie sie
dichtvor dir in einem Kleid aus Stille steht?Reift nicht mein mailiches Gebetan
deinem Blicke wie an einem Baum?Wenn du der Tr�umer bist, bin ich dein [Link]
wenn du wachen willst, bin ich dein Willeund werde m�chtig aller Herrlichkeitund
r�nde mich wie eine Sternenstille�ber der wunderlichen Stadt der [Link] Leben
ist nicht diese steile Stunde,darin du mich so eilen [Link] bin ein Baum vor
meinem Hintergrunde,ich bin nur einer meiner vielen Mundeund jener, welcher sich am
fr�hsten schlie�[Link] bin die Ruhe zwischen zweien T�nen,die sich nur schlecht
aneinander gew�hnen:denn der Ton Tod will sich erh�hn �Aber im dunklen Intervall
vers�hnensich beide zitternd. Und das Lied bleibt sch�[Link]
ich gewachsen w�re irgendwo,wo leichtere Tage sind und schlanke Stunden,ich h�tte
dir ein gro�es Fest erfunden,und meine H�nde hielten dich nicht so,wie sie dich
manchmal halten, bang und [Link] h�tte ich gewagt, dich zu vergeuden,du
grenzenlose [Link] einen Ballh�tt ich dich in alle wogenden Freuden
hineingeschleudert, da� einer dich fingeund deinem Fallmit hohen H�nden
entgegenspringe,du Ding der [Link] h�tte dich wie eine Klingeblitzen [Link]
goldensten Ringelie� ich dein Feuer umfassen,und er m��te mirs halten�ber die
wei�este [Link] h�tte ich dich: nicht an die Wand,an den Himmel selber von
Rand zu Rand,und h�tt dich gebildet, wie ein Gigantdich bilden w�rde: als Berg, als
Brand,als Samum, wachsend aus W�stensand �oderes kann auch sein: ich fanddich
einmal ... Meine Freunde sind weit,ich h�re kaum noch ihr Lachen
schallen;und du: du bist aus dem Nest gefallen,bist ein junger Vogel mit gelben
Krallenund gro�en Augen und tust mir leid.(Meine Hand ist dir viel zu breit.)Und
ich heb mit dem Finger vom Quell einen Tropfenund lausche, ob du ihn lechzend
langst,und ich f�hle dein Herz und meines klopfenund beide aus [Link] finde dich
in allen diesen Dingen,denen ich gut und wie ein Bruder bin;als Samen sonnst du
dich in den geringen,und in den gro�en gibst du gro� dich [Link] ist das
wundersame Spiel der Kr�fte,da� sie so dienend durch die Dinge gehn:in Wurzeln
wachsend, schwindend in die Sch�fteund in den Wipfeln wie ein [Link]
eines jungen [Link] verrinne, ich verrinnewie Sand, der durch Finger [Link]
habe auf einmal so viele Sinne,die alle anders durstig [Link] f�hle mich an
hundert Stellenschwellen und [Link] am meisten mitten im [Link] m�chte
sterben. La� mich [Link] glaube, es wird mir gelingen,so bange zu sein,da� mir
die Pulse [Link], Gott, es kommt ein Neuer an dir bauen,der gestern noch
ein Knabe war; von Frauensind seine H�nde noch zusammgef�gtzu einem Falten, welches
halb schon l�[Link] seine Rechte will schon von der Linken,um sich zu wehren oder
um zu winkenund um am Arm allein zu [Link] gestern war die Stirne wie ein Stein
im Bach, ger�ndet von den Tagen,die nichts bedeuten als ein Wellenschlagenund
nichts verlangen, als ein Bild zu tragenvon Himmeln, die der Zufall dr�berh�ngt;
heut dr�ngtauf ihr sich eine Weltgeschichtevor einem unerbittlichen Gerichte,und
sie versinkt in seinem [Link] wird auf einem neuen [Link] war
kein Licht vor diesem Lichte,und wie noch nie beginnt dein [Link] liebe dich, du
sanftestes Gesetz,an dem wir reiften, da wir mit ihm rangen;du gro�es Heimweh, das
wir nicht bezwangen,du Wald, aus dem wir nie hinausgegangen,du Lied, das wir mit
jedem Schweigen sangen,du dunkles Netz,darin sich fl�chtend die Gef�hle [Link]
hast dich so unendlich gro� begonnenan jenem Tage, da du uns begannst, �und wir
sind so gereift in deinen Sonnen,so breit geworden und so tief gepflanzt,da� du in
Menschen, Engeln und Madonnendich ruhend jetzt vollenden [Link]� deine Hand am
Hang der Himmel ruhnund dulde stumm, was wir dir dunkel [Link] sind wir:
Knappen, J�nger, Meister,und bauen dich, du hohes [Link] manchmal kommt
ein ernster Hergereister,geht wie ein Glanz durch unsre hundert Geisterund zeigt
uns zitternd einen neuen [Link] steigen in die wiegenden Ger�ste,in unsern
H�nden h�ngt der Hammer schwer,bis eine Stunde uns die Stirnen k��te,die strahlend
und als ob sie alles w��tevon dir kommt wie der Wind vom [Link] ist ein Hallen
von dem vielen H�mmern,und durch die Berge geht es Sto� um Sto�.Erst wenn es
dunkelt, lassen wir dich los:Und deine kommenden Konturen d�[Link], du bist
gro�.Du bist so gro�, da� ich schon nicht mehr bin,wenn ich mich nur in deine N�he
[Link] bist so dunkel; meine kleine Hellean deinem Saum hat keinen [Link]
Wille geht wie eine Welle,und jeder Tag ertrinkt [Link] meine Sehnsucht ragt dir
bis ans Kinnund steht vor dir wie aller Engel gr��ter:ein fremder, bleicher und
noch unerl�ster,und h�lt dir seine Fl�gel [Link] will nicht mehr den uferlosen
Flug,an dem die Monde bla� vor�berschwammen,und von den Welten wei� er l�ngst
[Link] seinen Fl�geln will er wie mit Flammenvor deinem schattigen Gesichte
stehnund will bei ihrem wei�en Scheine sehn,ob deine grauen Brauen ihn [Link]
viele Engel suchen dich im Lichteund sto�en mit den Stirnen nach den Sternenund
wollen dich aus jedem Glanze [Link] aber ist, sooft ich von dir dichte,da� sie
mit abgewendetem Gesichtevon deines Mantels Falten sich [Link] du warst
selber nur ein Gast des [Link] einer Zeit zuliebe, die dich flehtein ihre klaren
marmornen Gebete,erschienst du wie der K�nig der Komete,auf deiner Stirne
Strahlenstr�me [Link] kehrtest heim, da jene Zeit [Link] dunkel ist dein
Mund, von dem ich wehte,und deine H�nde sind von [Link] waren Tage
Michelangelos,von denen ich in fremden B�chern [Link] war der Mann, der �ber einem
Ma�,gigantengro�,die Unerme�lichkeit verga�.Das war der Mann, der immer
wiederkehrt,wenn eine Zeit noch einmal ihren Wert,da sie sich enden will,
zusammenfa�[Link] hebt noch einer ihre ganze Lastund wirft sie in den Abgrund seiner
[Link] vor ihm hatten Leid und Lust;er aber f�hlt nur noch des Lebens Masseund
da� er alles wie ein Ding umfasse, �nur Gott bleibt �ber seinem Willen weit:da
liebt er ihn mit seinem hohen Hassef�r diese [Link] Ast vom Baume
Gott, der �ber Italien reicht,hat schon gebl�[Link] h�tte vielleichtsich schon
gerne, mit Fr�chten gef�llt, verfr�ht,doch er wurde mitten im Bl�hen m�d,und er
wird keine Fr�chte [Link] der Fr�hling Gottes war dort,nur sein Sohn, das Wort,
vollendete [Link] wendete sichalle Kraft zu dem strahlenden [Link] kamen mit
Gabenzu ihm;alle sangen wie Cherubimseinen [Link] er duftete leisals Rose der
[Link] war ein Kreisum die [Link] ging in M�nteln und Metamorphosendurch
alle steigenden Stimmen der [Link] ward auch die zur Frucht Erweckte,die
sch�chterne und sch�nerschreckte,die heimgesuchte Magd [Link] Bl�hende, die
Unentdeckte,in der es hundert Wege [Link] lie�en sie sie gehn und schwebenund
treiben mit dem jungen Jahr;ihr dienendes Marien-Lebenward k�niglich und wunderbar.
Wie feiert�gliches Gel�uteging es durch alle H�user gro�;und die einst m�dchenhaft
Zerstreutewar so versenkt in ihren Scho�und so erf�llt von jenem Einenund so f�r
Tausende genug,da� alles schien, sie zu bescheinen,die wie ein Weinberg war und
[Link] als h�tte die Last der Fruchtgeh�ngeund der Verfall der S�ulen und
Bogeng�ngeund der Abgesang der Ges�ngesie beschwert,hat die Jungfrau sich in
anderen Stunden,wie von Gr��erem noch unentbunden,kommenden [Link]
H�nde, die sich lautlos l�sten,liegen [Link], sie gebar noch nicht den Gr��ten.
Und die Engel, die nicht tr�sten,stehen fremd und furchtbar um sie [Link] hat man
sie gemalt; vor allem einer,der seine Sehnsucht aus der Sonne [Link] reifte sie
aus allen R�tseln reiner,aber im Leiden immer allgemeiner:sein ganzes Leben war er
wie ein Weiner,dem sich das Weinen in die H�nde [Link] ist der sch�nste Schleier
ihrer Schmerzen,der sich an ihre wehen Lippen schmiegt,sich �ber ihnen fast zum
L�cheln biegt �und von dem Licht aus sieben Engelskerzenwird sein Geheimnis nicht
[Link] einem Ast, der jenem niemals glich,wird Gott, der Baum, auch einmal
sommerlichverk�ndend werden und aus Reife rauschen;in einem Lande, wo die Menschen
lauschen,wo jeder �hnlich einsam ist wie [Link] nur dem Einsamen wird offenbart,
und vielen Einsamen der gleichen Artwird mehr gegeben als dem schmalen [Link]
jedem wird ein andrer Gott erscheinen,bis sie erkennen, nah am Weinen,da� durch ihr
meilenweites Meinen,durch ihr Vernehmen und Verneinenverschieden nur in hundert
Seinenein Gott wie eine Welle [Link] ist das endlichste Gebet,das dann die
Sehenden sich sagen:die Wurzel Gott hat Frucht getragen,geht hin, die Glocken zu
zerschlagen;wir kommen zu den stillern Tagen,in denen reif die Stunde [Link]
Wurzel Gott hat Frucht [Link] ernst und [Link] kann nicht glauben, da� der
kleine Tod,dem wir doch t�glich �bern Scheitel schauen,uns eine Sorge bleibt und
eine [Link] kann nicht glauben, da� er ernsthaft droht;ich lebe noch, ich habe
Zeit zu bauen:mein Blut ist l�nger als die Rosen [Link] Sinn ist tiefer als das
witzige Spielmit unsrer Furcht, darin er sich gef�[Link] bin die Welt,aus der er
irrend fiel. Wie erkreisende M�nche wandern so
umher;man f�rchtet sich vor ihrer Wiederkehr,man wei� nicht: ist es jedesmal
derselbe,sind�s zwei, sind�s zehn, sind�s tausend oder mehr?Man kennt nur diese
fremde gelbe Hand,die sich ausstreckt so nackt und nah �da da:als k�m sie aus dem
eigenen [Link] wirst du tun, Gott, wenn ich sterbe?Ich bin dein Krug (wenn ich
zerscherbe?)Ich bin dein Trank (wenn ich verderbe?)Bin dein Gewand und dein
Gewerbe,mit mir verlierst du deinen [Link] mir hast du kein Haus, darindich
Worte, nah und warm, begr��[Link] f�llt von deinen m�den F��endie Samtsandale, die
ich [Link] gro�er Mantel l��t dich [Link] Blick, den ich mit meiner Wangewarm,
wie mit einem Pf�hl, empfange,wird kommen, wird mich suchen, lange �und legt beim
Sonnenuntergangesich fremden Steinen in den Scho�.Was wirst du tun, Gott? Ich bin
[Link] bist der raunende Verru�te,auf allen �fen schl�fst du [Link] Wissen ist
nur in der [Link] bist der dunkle
Unbewu�tevon Ewigkeit zu [Link] bist der Bittende und Bange,der aller Dinge
Sinn [Link] bist die Silbe im Gesange,die immer zitternder im Zwangeder
starken Stimmen [Link] hast dich anders nie gelehrt:Denn du bist nicht der
Sch�numscharte,um welchen sich der Reichtum [Link] bist der Schlichte, welcher
[Link] bist der Bauer mit dem Bartevon Ewigkeit zu [Link] den jungen
[Link], gestern Knabe, dem die Wirrnis kam:da� sich dein Blut in Blindheit nicht
[Link] meinst nicht den Genu�, du meinst die Freude;du bist gebildet als ein
Br�utigam,und deine Braut soll werden: deine [Link] gro�e Lust hat auch nach dir
Verlangen,und alle Arme sind auf einmal [Link] frommen Bildern sind die bleichen
Wangenvon fremden Feuern �berflackt;und deine Sinne sind wie viele Schlangen,die,
von des Tones Rot umfangen,sich spannen in der Tamburine [Link] pl�tzlich bist du
ganz allein gelassenmit deinen H�nden, die dich hassen �und wenn dein Wille nicht
ein Wunder tut:� � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � �Aber da gehen wie
durch dunkle Gassenvon Gott Ger�chte durch dein dunkles [Link] den jungen Bruder.
Dann bete du, wie es dich dieser lehrt,der selber aus der Wirrnis wiederkehrtund
so, da� er zu heiligen Gestalten,die alle ihres Wesens W�rde halten,in einer Kirche
und auf goldnen Smaltendie Sch�nheit malte, und sie hielt ein [Link] lehrt dich
sagen: Du mein tiefer Sinn,vertraue mir, da� ich dich nicht
entt�usche;in meinem Blute sind so viel Ger�usche,ich aber wei�, da� ich aus
Sehnsucht [Link] gro�er Ernst bricht �ber mich [Link] seinem Schatten ist das
Leben k�[Link] bin zum erstenmal mit dir allein,du, mein Gef�[Link] bist so
m�[Link] war ein Weib in meiner Nachbarschaftund winkte mir aus welkenden
Gew�[Link] aber sprichst mir von so fernen L�[Link] meine Kraftschaut nach den
H�gelr�[Link] habe Hymnen, die ich [Link] gibt ein Aufgerichtetsein,darin
ich meine Sinne neige:du siehst mich gro�, und ich bin [Link] kannst mich dunkel
unterscheidenvon jenen Dingen, welche knien;sie sind wie Herden, und sie weiden,ich
bin der Hirt am Hang der Heiden,vor welchem sie zu Abend [Link] komm ich hinter
ihnen herund h�re dumpf die dunklen Br�cken,und in dem Rauch von ihren R�cken
verbirgt sich meine [Link], wie begreif ich deine Stunde,als du, da� sie
im Raum sich runde,die Stimme vor dich hingestellt;dir war das Nichts wie eine
Wunde,da k�hltest du sie mit der [Link] heilt es leise unter [Link] die
Vergangenheiten trankendie vielen Fieber aus dem Kranken,wir f�hlen schon in
sanftem Schwankenden ruhigen Puls des [Link] liegen lindernd auf dem
Nichts,und wir verh�llen alle Risse;du aber w�chst ins Ungewisseim Schatten deines
[Link], die ihre H�nde regennicht in der Zeit, der armen Stadt,alle, die
sie an Leises legen,an eine Stelle, fern den Wegen,die kaum noch einen Namen hat, �
sprechen dich aus, du Alltagssegen,und sagen sanft auf einem Blatt:Es gibt im
Grunde nur Gebete,so sind die H�nde uns geweiht,da� sie nichts schufen, was nicht
flehte;ob einer malte oder m�hte,schon aus dem Ringen der Ger�teentfaltete sich
Fr�[Link] Zeit ist eine [Link] h�ren manchmal von der Zeitund tun
das Ewige und Alte;wir wissen, da� uns Gott umwalltegro� wie ein Bart und wie ein
[Link] sind wie Adern im Basaltein Gottes harter [Link] Name ist uns
wie ein Lichthart an die Stirn [Link] senkte sich mein Angesichtvor diesem
zeitigen Gerichtund sah (von dem es seither spricht)dich, gro�es dunkelndes Gewicht
an mir und an der [Link] bogst mich langsam aus der Zeit,in die ich schwankend
stieg;ich neigte mich nach leisem Streit:jetzt dauert deine Dunkelheitum deinen
sanften [Link] hast du mich und wei�t nicht wen,denn deine breiten Sinne sehn
nur, da� ich dunkel [Link] h�ltst mich seltsam zartund horchst, wie meine H�nde
gehndurch deinen alten [Link] allererstes Wort war: Licht:da ward die Zeit. Dann
schwiegst du [Link] zweites Wort ward Mensch und bange(wir dunkeln noch in
seinem Klange),und wieder sinnt dein [Link] aber will dein drittes [Link]
bete nachts oft: Sei der Stumme,der wachsend in Geb�rden bleibtund den der Geist im
Traume treibt,da� er des Schweigens schwere Summein Stirnen und Gebirge schreibt.
Sei du die Zuflucht vor dem Zorne,der das Unsagbare verstie�.Es wurde Nacht im
Paradies:sei du der H�ter mit dem Horne,und man erz�hlt nur, da� er [Link] kommst
und gehst. Die T�ren fallenviel sanfter zu, fast ohne [Link] bist der Leiseste von
allen,die durch die leisen H�user [Link] kann sich so an dich gew�hnen,da� man
nicht aus dem Buche schaut,wenn seine Bilder sich versch�nen,von deinem Schatten
�berblaut;weil dich die Dinge immer t�nennur einmal leis und einmal [Link] wenn
ich dich in Sinnen sehe,verteilt sich deine Allgestalt;du gehst wie lauter lichte
Rehe,und ich bin dunkel und bin [Link] bist ein Rad, an dem ich stehe:von deinen
vielen dunklen Achsenwird immer wieder eine schwerund dreht sich n�her zu mir her,
und meine willigen Werke wachsenvon Wiederkehr zu [Link] bist der Tiefste,
welcher ragte,der Taucher und der T�rme [Link] bist der Sanfte, der sich sagte,und
doch: wenn dich ein Feiger fragte,so schwelgtest du in [Link] bist der
Wald der Widerspr�[Link] darf dich wiegen wie ein Kind,und doch vollziehn sich
deine Fl�che,die �ber V�lkern furchtbar [Link] ward das erste Buch geschrieben,
das erste Bild versuchte dich,du warst im Leiden und im Lieben,dein Ernst war wie
aus Erz getriebenauf jeder Stirn, die mit den siebenerf�llten Tagen dich verglich.
Du gingst in Tausenden verloren,und alle Opfer wurden kalt;bis du in hohen
Kirchenchorendich r�hrtest hinter goldnen Toren;und eine Bangnis, die geboren,
umg�rtete dich mit [Link] wei�: Du bist der R�tselhafte,um den die Zeit in
Z�gern stand.O wie so sch�n ich dich erschafftein einer Stunde, die mich straffte,
in einer Hoffart meiner [Link] zeichnete viel ziere Risse,behorchte alle
Hindernisse, �dann wurden mir die Pl�ne krank:es wirrten sich wie Dorngerankdie
Linien und die Ovale,bis tief in mir mit einem Maleaus einem Griff ins Ungewissedie
frommste aller Formen [Link] kann mein Werk nicht �berschaunund f�hle doch: es
steht [Link], die Augen abgewendet,will ich es immer wieder [Link] ist
mein Tagwerk, �ber demmein Schatten liegt wie eine [Link] bin ich auch wie Laub
und Lehm,sooft ich bete oder male,ist Sonntag, und ich bin im Taleein jubelndes
[Link] bin die stolze Stadt des Herrnund sage ihn mit hundert Zungen;in mir
ist Davids Dank verklungen:ich lag in Harfend�mmerungenund atmete den Abendstern.
Nach Aufgang gehen meine [Link] bin ich lang vom Volk verlassen,so ist�s: damit
ich gr��er [Link] h�re jeden in mir schreitenund breite meine Einsamkeitenvon
Anbeginn zu [Link] vielen unbest�rmten St�dte,habt ihr euch nie den Feind
ersehnt?O da� er euch belagert h�tteein langes schwankendes [Link] ihr ihn
trostlos und in Trauern,bis da� ihr hungernd ihn ertrugt;er liegt wie Landschaft
vor den Mauern,denn also wei� er auszudauernum jene, die er [Link] aus
vom Rande eurer D�cher:da lagert er und wird nicht mattund wird nicht weniger und
schw�cherund schickt nicht Droher und Versprecherund �berreder in die [Link] ist
der gro�e Mauerbrecher,der eine stumme Arbeit [Link] komme aus meinen Schwingen
heim,mit denen ich mich [Link] war Gesang, und Gott, der Reim,rauscht noch in
meinem [Link] werde wieder still und schlicht,und meine Stimme steht;es senkte
sich mein Angesichtzu besserem [Link] andern war ich wie ein Wind,da ich sie
r�ttelnd [Link] war ich, wo die Engel sind,hoch, wo das Licht in nichts zerrinnt
�Gott aber dunkelt [Link] Engel sind das letzte Wehnan seines Wipfels Saum;da�
sie aus seinen �sten gehn,ist ihnen wie ein [Link] glauben dort dem Lichte mehr
als Gottes schwarzer Kraft,es fl�chtete sich Luziferin ihre [Link] ist
der F�rst im Land des Lichts,und seine Stirne stehtso steil am gro�en Glanz des
Nichts,da� er, versengten Angesichts,nach Finsternissen [Link] ist der helle Gott
der Zeit,zu dem sie laut erwacht,und weil er oft in Schmerzen schreitund oft in
Schmerzen lacht,glaubt sie an seine Seligkeitund hangt an seiner [Link] Zeit ist
wie ein welker Randan einem [Link] ist das gl�nzende Gewand,das Gott
verworfen hat,als Er, der immer Tiefe war,erm�dete des Flugsund sich verbarg vor
jedem Jahr,bis ihm sein wurzelhaftes Haardurch alle Dinge [Link] wirst nur mit
der Tat erfa�t,mit H�nden nur erhellt;ein jeder Sinn ist nur ein Gastund sehnt sich
aus der [Link] ist ein jeder Sinn,man f�hlt den feinen Saum darinund da� ihn
einer spann:Du aber kommst und gibst dich hinund f�llst den Fl�chtling [Link] will
nicht wissen, wo du bist,sprich mir aus �[Link] williger Evangelistverzeichnet
alles und vergi�tzu schauen nach dem [Link] geh doch immer auf dich zumit
meinem ganzen Gehn;denn wer bin ich und wer bist du,wenn wir uns nicht verstehn?
Mein Leben hat das gleiche Kleid und Haarwie aller alten Zaren [Link]
Macht entfremdete nur meinem Munde,doch meine Reiche, die ich schweigend runde,
versammeln sich in meinem Hintergrundeund meine Sinne sind noch Gossudar.F�r sie
ist beten immer noch: erbauen,aus allen Ma�en bauen, da� das Grauenfast wie die
Gr��e wird und sch�n, �und: jedes Hinknien und Vertrauen(da� es die andern nicht
beschauen)mit vielen goldenen und blauenund bunten Kuppeln �berh�[Link] was sind
Kirchen
und sind Kl�sterin ihrem Steigen und Erstehnals Harfen, t�nende Vertr�ster,durch
die die H�nde Halberl�stervor K�nigen und Jungfraun [Link] Gott befiehlt mir, da�
ich schriebe: Den K�nigen sei Grausamkeit. Sie ist der Engel vor
der Liebe, und ohne diesen Bogen bliebe mir keine Br�cke in die
[Link] Gott befiehlt mir, da� ich male: Die Zeit ist mir mein tiefstes
Weh, so legte ich in ihre Schale: das wache Weib, die Wundenmale,
den reichen Tod (da� er sie zahle), der St�dte bange Bacchanale,
den Wahnsinn und die K�[Link] Gott befiehlt mir, da� ich baue: Denn
K�nig bin ich von der Zeit. Dir aber bin ich nur der graue
Mitwisser deiner Einsamkeit. Und bin das Auge mit der Braue ...Das �ber
meine Schulter schauevon Ewigkeit zu [Link] tauchten tausend Theologenin
deines Namens alte [Link] sind zu dir erwacht,und J�nglinge in Silber
zogenund schimmerten in dir, du [Link] deinen langen Bogeng�ngenbegegneten die
Dichter sichund waren K�nige von Kl�ngenund mild und tief und [Link] bist
die sanfte Abendstunde,die alle Dichter �hnlich macht;du dr�ngst dich dunkel in die
Munde,und im Gef�hl von einem Fundeumgibt ein jeder dich mit [Link] heben
hunderttausend Harfenwie Schwingen aus der [Link] deine alten Winde
warfenzu allen Dingen und Bedarfenden Hauch von deiner [Link] Dichter
haben dich verstreut(es ging ein Sturm durch alles Stammeln),ich aber will dich
wieder sammelnin dem Gef��, das dich [Link] wanderte in vielem Winde;da
triebst du tausendmal [Link] bringe alles, was ich finde:als Becher brauchte
dich der Blinde,sehr tief verbarg dich das Gesinde,der Bettler aber hielt dich hin;
und manchmal war bei einem Kindeein gro�es St�ck von deinem [Link] siehst, da� ich
ein Sucher [Link], der hinter seinen H�ndenverborgen geht und wie ein Hirt;
(m�gst du den Blick, der ihn beirrt,den Blick der Fremden von ihm wenden.)Einer,
der tr�umt, dich zu vollendenund: da� er sich vollenden [Link] ist die Sonne
im Sob�[Link] W�nde wachsen aus Gestalten,und durch die Jungfraun und die Alten
dr�ngt sich, wie Fl�gel im Entfalten,das goldene, das [Link] seinem
S�ulenrand verlordie Wand sich hinter den Ikonen;und, die im stillen Silber wohnen,
die Steine steigen wie ein Chorund fallen wieder in die Kronenund schweigen sch�ner
als [Link] �ber sie, wie N�chte blau,von Angesichte bla�,schwebt, die dich
freuete, die Frau:die Pf�rtnerin, der Morgentau,die dich umbl�ht wie eine Auund
ohne Unterla�.Die Kuppel ist voll deines Sohnsund bindet rund den [Link] du
geruhen deines Throns,den ich in Schauern [Link] trat ich als ein Pilger einund
f�hlte voller Qualan meiner Stirne dich, du [Link] Lichtern, sieben an der Zahl,
umstellte ich dein dunkles Seinund sah in jedem Bilde deinbr�unliches [Link]
stand ich, wo die Bettler stehn,die schlecht und hager sind:aus ihrem Auf- und
Niederwehnbegriff ich dich, du [Link] sah den Bauer, �berjahrt,b�rtig wie
Joachim,und daraus, wie er dunkel ward,von lauter �hnlichen umschart,empfand ich
dich wie nie so zartso ohne Wort geoffenbartin allen und in [Link] l��t der Zeit
den Lauf,und dir ist niemals Ruh darin:der Bauer findet deinen Sinnund hebt ihn auf
und wirft ihn hinund hebt ihn wieder [Link] der W�chter in den Weingel�ndenseine
H�tte hat und wacht,bin ich H�tte, Herr, in deinen H�ndenund bin Nacht, o Herr, von
deiner [Link], Weide, alter Apfelgarten,Acker, der kein Fr�hjahr
�berschl�gt,Feigenbaum, der auch im marmorhartenGrunde hundert Fr�chte tr�gt:Duft
geht aus aus deinen runden [Link] du fragst nicht, ob ich wachsam sei;
furchtlos, aufgel�st in S�ften, steigendeine Tiefen still an mir [Link]
spricht zu jedem nur, eh er ihn macht,dann geht er schweigend mit ihm aus der
[Link] die Worte, eh jeder beginnt,diese wolkigen Worte sind:Von deinen Sinnen
hinausgesandt,geh bis an deiner Sehnsucht Rand;gib mir [Link] den Dingen
wachse als Brand,da� ihre Schatten ausgespanntimmer mich ganz [Link]� dir
alles geschehn: Sch�nheit und [Link] mu� nur gehn: Kein Gef�hl ist das
[Link]� dich von mir nicht [Link] ist das Land,das sie das Leben [Link]
wirst es erkennenan seinem [Link] mir die [Link] war bei den �ltesten
M�nchen, den Malern und Mythenmeldern,die schrieben ruhig Geschichten und
zeichneten Runen des [Link] ich seh dich in meinen Gesichten mit Winden, Wassern
und W�ldernrauschend am Rande des Christentums,du Land, nicht zu [Link] will
dich erz�hlen, ich will dich beschaun und beschreiben,nicht mit Bol und mit Gold,
nur mit Tinte aus Apfelbaumrinden;ich kann auch mit Perlen dich nicht an die
Bl�tter binden,und das zitterndste Bild, das mir meine Sinne erfinden,du w�rdest es
blind durch dein einfaches Sein �[Link] will ich die Dinge in dir nur
bescheiden und schlichthin benamen,will die K�nige nennen, die �ltesten, woher sie
kamen,und will ihre Taten und Schlachten berichten am Rand meiner [Link] du
bist der Boden. Dir sind nur wie Sommer die Zeiten,und du denkst an die nahen nicht
anders als an die entferntenund ob sie dich tiefer besamen und besser bebauen
lernten:du f�hlst dich nur leise ber�hrt von den �hnlichen Erntenund h�rst weder
S�er noch Schnitter, die �ber dich [Link] dunkelnder Grund, geduldig ertr�gst
du die [Link] vielleicht erlaubst du noch eine Stunde den St�dten zu dauernund
gew�hrst noch zwei Stunden den Kirchen und einsamen Kl�sternund l�ssest f�nf
Stunden noch M�hsal allen Erl�sternund siehst noch sieben Stunden das Tagwerk des
Bauern �:Eh du wieder Wald wirst und Wasser und wachsende Wildnis in der
Stunde der unerfa�lichen Angst, da du dein unvollendetes Bildnis von
allen Dingen zur�[Link] mir noch eine kleine Weile Zeit: ich will die
Dinge so wie keiner lieben, bis sie dir alle w�rdig sind und weit. Ich
will nur sieben Tage, sieben, auf die sich keiner noch geschrieben,
sieben Seiten Einsamkeit. Wem du das Buch gibst, welches die umfa�t,
der wird geb�ckt �ber den Bl�ttern bleiben. Es sei denn, da� du ihn in H�nden
hast, um selbst zu [Link] bin ich nur als Kind erwacht,so sicher im
Vertraun,nach jeder Angst und jeder Nachtdich wieder [Link] wei�, sooft
mein Denken mi�t,wie tief, wie lang, wie weit �:du aber bist und bist und bist,
umzittert von der [Link] ist, als w�r ich jetzt zugleichKind, Knab und Mann und
[Link] f�hle nur, der Ring ist reichdurch seine [Link] danke dir, du
tiefe Kraft,die immer leiser mit mir schafftwie hinter vielen W�nden;jetzt ward mir
erst der Werktag schlichtund wie ein heiliges Gesichtzu meinen dunklen H�[Link]�
ich nicht war vor einer Weile,wei�t du davon? Und du sagst [Link] f�hl ich, wenn
ich nur nicht eile,so kann ich nie vergangen [Link] bin ja mehr als Traum im
[Link] was sich sehnt nach einem Saume,ist wie ein Tag und wie ein Ton;es
dr�ngt sich fremd durch deine H�nde,da� es die viele Freiheit f�nde,und traurig
lassen sie [Link] blieb das Dunkel dir allein,und, wachsend in die leere Lichte,
erhob sich eine Weltgeschichteaus immer blinderem [Link] einer noch, der daran
baut?Die Massen wollen wieder Massen,die Steine sind wie losgelassen,und keiner ist
von dir [Link] l�rmt das Licht im Wipfel deines Baumesund macht dir alle Dinge
bunt und eitel,sie finden dich erst, wenn der Tag [Link] D�mmerung, die
Z�rtlichkeit des Raumes,legt tausend H�nde �ber tausend Scheitel,und unter ihnen
wird das Fremde [Link] willst die Welt nicht anders an dich haltenals so, mit
dieser sanftesten Geb�[Link] ihren Himmeln greifst du dir die Erdeund f�hlst sie
unter deines Mantels [Link] hast so eine leise Art zu [Link] jene, die dir
laute Namen weihn,sind schon vergessen deiner [Link] deinen H�nden, die
sich bergig heben,steigt, unsern Sinnen das Gesetz zu geben,mit dunkler Stirne
deine stumme [Link] Williger, und deine Gnade kamimmer in alle �ltesten Geb�rden.
Wenn einer die H�nde zusammenflicht,so da� sie zahmund um ein kleines Dunkel sind
�:auf einmal f�hlt er dich in ihnen werden,und wie im Windesenkt sich sein Gesicht
in [Link] da versucht er, auf dem Stein zu liegenund aufzustehn, wie er bei
andern sieht,und seine M�he ist, dich einzuwiegenaus Angst, da� er dein Wachsein
schon [Link] wer dich f�hlt, kann sich mit dir nicht br�sten;er ist
erschrocken, bang um dich und fliehtvor allen Fremden, die dich merken m��ten:du
bist das Wunder in den W�sten,das Ausgewanderten [Link] Stunde vom Rande
des Tages,und das Land ist zu allem [Link] du sehnst, meine Seele, sag es:Sei
Heide und, Heide, sei [Link] alte, alte Kurgane,wachsend und kaum erkannt,wenn
es Mond wird �ber das plane,langvergangene [Link] dich, Stille. Gestaltedie
Dinge (es ist ihre Kindheit,sie werden dir willig sein).Sei Heide, sei Heide, sei
Heide,dann kommt vielleicht auch der Alte,den ich kaum von der Nacht unterscheide,
und bringt seine riesige Blindheitin mein horchendes Haus [Link] seh ihn sitzen
und sinnen,nicht �ber mich hinaus;f�r ihn ist alles innen,Himmel und Heide und
[Link] die Lieder sind ihm verloren,die er nie mehr beginnt;aus vielen tausend
Ohrentrank sie die Zeit und der Wind;aus den Ohren der [Link] dennoch: mir
geschieht,als ob ich ein jedes Liedtief in mir ihm [Link] schweigt hinterm
bebenden Barte,er m�chte sich wiedergewinnenaus seinen [Link] komm ich zu
seinen
Knien:und seine Lieder rinnenrauschend zur�ck in ihn.
Zweites Buch Das Buch von der Pilgerschaft
(1901)Dich wundert nicht des Sturmes Wucht, �du hast ihn wachsen sehn; �die B�ume
fl�chten. Ihre Fluchtschafft reitende [Link] wei�t du, der, vor dem sie fliehn,
ist der, zu dem du gehst,und deine Sinne singen ihn,wenn du am Fenster [Link]
Sommers Wochen standen still,es stieg der B�ume Blut;jetzt f�hlst du, da� es fallen
willin den, der alles [Link] glaubtest schon erkannt die Kraft,als du die Frucht
erfa�t,jetzt wird sie wieder r�tselhaft,und du bist wieder [Link] Sommer war so
wie dein Haus,drin wei�t du alles stehn �jetzt mu�t du in dein Herz hinauswie in
die Ebene [Link] gro�e Einsamkeit beginnt,die Tage werden taub,aus deinen Sinnen
nimmt der Winddie Welt wie welkes [Link] ihre leeren Zweige siehtder Himmel,
den du hast;sei Erde jetzt und Abendliedund Land, darauf er pa�[Link]�tig sei jetzt
wie ein Ding,zu Wirklichkeit gereift, �da� Der, von dem die Kunde ging,dich f�hlt,
wenn er dich [Link] bete wieder, du Erlauchter,du h�rst mich wieder durch den
Wind,weil meine Tiefen nie gebrauchterrauschender Worte m�chtig [Link] war
zerstreut; an Widersacherin St�cken war verteilt mein Ich.O Gott, mich lachten alle
Lacher,und alle Trinker tranken [Link] H�fen hab ich mich gesammeltaus Abfall und
aus altem Glas,mit halbem Mund dich angestammelt,dich, Ewiger aus Ebenma�.Wie hob
ich meine halben H�ndezu dir in namenlosem Flehn,da� ich die Augen wiederf�nde,mit
denen ich dich [Link] war ein Haus nach einem Brand,darin nur M�rder manchmal
schlafen,eh ihre hungerigen Strafensie weiterjagen in das Land;ich war wie eine
Stadt am Meer,wenn eine Seuche sie bedr�ngte,die sich wie eine Leiche schwerden
Kindern an die H�nde h�[Link] war mir fremd wie irgendwerund wu�te nur von ihm,
da� ereinst meine junge Mutter kr�nkte,als sie mich trug,und da� ihr Herz, das
eingeengte,sehr schmerzhaft an mein Keimen [Link] bin ich wieder aufgebautaus
allen St�cken meiner Schandeund sehne mich nach einem Bande,nach einem einigen
Verstande,der mich wie ein Ding �berschaut, �nach deines Herzens gro�en H�nden �(o
k�men sie doch auf mich zu)ich z�hle mich, mein Gott, und du,du hast das Recht,
mich zu [Link] bin derselbe noch, der knietevor dir im m�nchischen
Gewand:der tiefe, dienende Levite,den du erf�llt, der dich [Link] Stimme einer
stillen Zelle,an der die Welt vor�berweht, �und du bist immer noch die Welle,die
�ber alle Dinge [Link] ist nichts andres. Nur ein Meer,aus dem die L�nder manchmal
[Link] ist nichts andres denn ein Schweigenvon sch�nen Engeln und von Geigen,
und der Verschwiegene ist der,zu dem sich alle Dinge neigenvon seiner St�rke
Strahlen [Link] du denn alles, � ich der Eine,der sich ergibt und sich emp�rt?
Bin ich denn nicht das Allgemeine,bin ich nicht Alles, wenn ich weine,und du der
Eine, der es h�rt?H�rst du denn etwas neben mir?Sind da noch Stimmen au�er meiner?
Ist da ein Sturm? Auch ich bin einer,und meine W�lder winken [Link] da ein Lied,
ein krankes, kleines,das dich am Micherh�ren st�rt, �auch ich bin eines, h�re
meines,das einsam ist und unerh�[Link] bin derselbe noch, der bangedich manchmal
fragte, wer du [Link] jedem Sonnenuntergangebin ich verwundet und verwaist,ein
blasser allem Abgel�sterund ein Verschm�hter jeder Schar,und alle Dinge stehn wie
Kl�ster,in denen ich gefangen [Link] brauch ich dich, du Eingeweihter,du sanfter
Nachbar jeder Not,du meines Leidens leiser Zweiter,du Gott, dann brauch ich dich
wie [Link] wei�t vielleicht nicht, wie die N�chtef�r Menschen, die nicht schlafen,
sind:da sind sie alle Ungerechte,der Greis, die Jungfrau und das [Link] fahren
auf wie totgesagt,von schwarzen Dingen nah umgeben,und ihre wei�en H�nde beben
verwoben in ein wildes Leben,wie Hunde in ein Bild der [Link] steht noch
bevor,und in der Zukunft liegen Leichen,ein Mann im Mantel pocht am Tor,und mit dem
Auge und dem Ohrist noch kein erstes Morgenzeichen,kein Hahnruf ist noch zu
[Link] Nacht ist wie ein gro�es [Link] mit der Angst der wunden H�nde
rei�en sie T�ren in die W�nde, �dann kommen G�nge ohne Ende,und nirgends ist ein
Tor [Link] so, mein Gott, ist jede Nacht;immer sind welche aufgewacht,die gehn
und gehn und dich nicht finden.H�rst du sie mit dem Schritt von Blindendas Dunkel
treten?Auf Treppen, die sich niederwinden,h�rst du sie beten?H�rst du sie fallen
auf den schwarzen Steinen?Du mu�t sie weinen h�ren; denn sie [Link] suche dich,
weil sie vor�bergehnan meiner T�r. Ich kann sie beinah [Link] soll ich rufen,
wenn nicht den,der dunkel ist und n�chtiger als Nacht,den Einzigen, der ohne Lampe
wachtund doch nicht bangt; den Tiefen, den das Lichtnoch nicht verw�hnt hat und von
dem ich wei�,weil er mit B�umen aus der Erde brichtund weil er leisals Duft in mein
gesenktes Angesichtaus Erde [Link] Ewiger, du hast dich mir [Link] liebe
dich wie einen lieben Sohn,der mich einmal verlassen hat als Kind,weil ihn das
Schicksal rief auf einen Thron,vor dem die L�nder alle T�ler [Link] bin
zur�ckgeblieben wie ein Greis,der seinen gro�en Sohn nicht mehr verstehtund wenig
von den neuen Dingen wei�,zu welchen seines Samens Wille [Link] bebe manchmal f�r
dein tiefes Gl�ck,das auf so vielen fremden Schiffen f�hrt,ich w�nsche manchmal
dich in mich zur�ck,in dieses Dunkel, das dich gro�gen�[Link] bange manchmal, da�
du nicht mehr bist,wenn ich mich sehr verliere an die [Link] les ich von dir:
Der Evangelistschreibt �berall von deiner [Link] bin der Vater; doch der Sohn
ist mehr,ist alles, was der Vater war, und der,der er nicht wurde, wird in jenem
gro�;er ist die Zukunft und die Wiederkehr,er ist der Scho�, er ist das Meer ...Dir
ist mein Beten keine Blasphemie:als schl�ge ich in alten B�chern nach,da� ich dir
sehr verwandt bin � [Link] will dir Liebe geben. Die und die ...Liebt man
denn einen Vater? Geht man nicht,wie du von mir gingst, H�rte im Gesicht,von seinen
h�lflos leeren H�nden fort?Legt man nicht leise sein verwelktes Wortin alte B�cher,
die man selten liest?Flie�t man nicht wie von einer Wasserscheidevon seinem Herzen
ab zu Lust und Leide?Ist uns der Vater denn nicht das, was war;vergangne Jahre,
welche fremd gedacht,veraltete Geb�rde, tote Tracht,verbl�hte H�nde und verblichnes
Haar?Und war er selbst f�r seine Zeit ein Held,er ist das Blatt, das, wenn wir
wachsen, f�[Link] seine Sorgfalt ist uns wie ein Alp,und seine Stimme ist uns wie
ein Stein, �wir m�chten seiner Rede h�rig sein,aber wir h�ren seine Worte [Link]
gro�e Drama zwischen ihm und unsl�rmt viel zu laut, einander zu verstehn,wir sehen
nur die Formen seines Munds,aus denen Silben fallen, die [Link] sind wir noch
viel ferner ihm als fern,wenn auch die Liebe uns noch weit verwebt,erst wenn er
sterben mu� auf diesem Stern,sehn wir, da� er auf diesem Stern [Link] ist der
Vater uns. Und ich � ich solldich Vater nennen?Das hie�e tausendmal mich von dir
[Link] bist mein Sohn. Ich werde dich erkennen,wie man sein einzigliebes Kind
erkennt, auch dann,wenn es ein Mann geworden ist, ein alter Mann.L�sch mir die
Augen aus: ich kann dich sehn,wirf mir die Ohren zu: ich kann dich h�ren,und ohne
F��e kann ich zu dir gehn,und ohne Mund noch kann ich dich beschw�[Link] mir die
Arme ab, ich fasse dichmit meinem Herzen wie mit einer Hand,halt mir das Herz zu,
und mein Hirn wird schlagen,und wirfst du in mein Hirn den Brand,so werd ich dich
auf meinem Blute [Link] meine Seele ist ein Weib vor [Link] ist wie der Na�mi
Schnur, wie [Link] geht bei Tag um deiner Garben Haufwie eine Magd, die tiefe
Dienste [Link] am Abend steigt sie in die Flutund badet sich und kleidet sich
sehr gutund kommt zu dir, wenn alles um dich ruht,und kommt und deckt zu deinen
F��en [Link] fragst du sie um Mitternacht, sie sagtmit tiefer Einfalt: Ich bin
Ruth, die [Link] deine Fl�gel �ber deine [Link] bist der Erbe ...Und meine
Seele schl�ft dann, bis es tagt,bei deinen F��en, warm von deinem [Link] ist ein
Weib vor dir. Und ist wie [Link] bist der Erbe.S�hne sind die Erben,denn V�ter
sterben.S�hne stehn und bl�hn. Du bist der [Link] du erbst das Gr�nvergangner
G�rten und das stille Blauzerfallner [Link] aus tausend Tagen,die vielen
Sommer, die die Sonnen sagen,und lauter Fr�hlinge mit Glanz und Klagen,wie viele
Briefe einer jungen [Link] erbst die Herbste, die wie Prunkgew�nderin der
Erinnerung von Dichtern liegen,und alle Winter, wie verwaiste L�nder,scheinen sich
leise an dich [Link] erbst Venedig und Kasan und Rom,Florenz wird dein
sein, der Pisaner Dom,die Tro�tzka Lawra und das Monastir,das unter Kiews G�rten
ein Gewirrvon G�ngen bildet, dunkel und verschlungen, �Moskau mit Glocken wie
Erinnerungen, �und Klang wird dein sein: Geigen, H�rner, Zungen,und jedes Lied, das
tief genug erklungen,wird an dir gl�nzen wie ein Edelstein.F�r dich nur schlie�en
sich die Dichter einund sammeln Bilder, rauschende und reiche,und gehn hinaus und
reifen durch Vergleicheund sind ihr ganzes Leben so allein ...Und Maler malen ihre
Bilder nur,damit du unverg�nglich die Natur,die du verg�nglich schufst,
zur�ckempf�ngst:alles wird ewig. Sieh, das Weib ist l�ngstin der Madonna Lisa reif
wie Wein;es m��te nie ein Weib mehr sein,denn Neues bringt kein neues Weib hinzu.
Die, welche bilden, sind wie [Link] wollen Ewigkeit. Sie sagen: Stein,sei ewig. Und
das hei�t: sei dein!Und auch, die lieben, sammeln f�r dich ein:Sie sind die Dichter
einer kurzen Stunde,sie k�ssen einem
ausdruckslosen Mundeein L�cheln auf, als formten sie ihn sch�ner,und bringen Lust
und sind die Angew�hnerzu Schmerzen, welche erst erwachsen [Link] bringen
Leiden mit in ihrem Lachen,Sehns�chte, welche schlafen, und erwachen,um aufzuweinen
in der fremden [Link] h�ufen R�tselhaftes an und sterben,wie Tiere sterben, ohne
zu begreifen, �aber sie werden vielleicht Enkel haben,in denen ihre gr�nen Leben
reifen;durch diese wirst du jene Liebe erben,die sie sich blind und wie im Schlafe
[Link] flie�t der Dinge �berflu� dir [Link] wie die obern Becken von Font�nen
best�ndig �berstr�men, wie von Str�hnengel�sten Haares, in die tiefste Schale, �so
f�llt die F�lle dir in deine Tale,wenn Dinge und Gedanken �[Link] bin nur
einer deiner Ganzgeringen,der in das Leben aus der Zelle siehtund der, den Menschen
ferner als den Dingen,nicht wagt zu w�gen, was [Link] willst du mich vor
deinem Angesicht,aus dem sich dunkel deine Augen heben,dann halte es f�r meine
Hoffart nicht,wenn ich dir sage: Keiner lebt sein [Link]�lle sind die Menschen,
Stimmen, St�cke,Alltage, �ngste, viele kleine Gl�cke,verkleidet schon als Kinder,
eingemummt,als Masken m�ndig, als Gesicht [Link] denke oft: Schatzh�user
m�ssen sein,wo alle diese vielen Leben liegenwie Panzer oder S�nften oder Wiegen,in
welche nie ein Wirklicher gestiegen,und wie Gew�nder, welche ganz alleinnicht
stehen k�nnen und sich sinkend schmiegenan starke W�nde aus gew�lbtem [Link]
wenn ich abends immer weitergingeaus meinem Garten, drin ich m�de bin, �ich wei�:
Dann f�hren alle Wege hinzum Arsenal der ungelebten [Link] ist kein Baum, als
legte sich das Land,und wie um ein Gef�ngnis h�ngt die Wandganz fensterlos in
siebenfachem [Link] ihre Tore mit den Eisenspangen,die denen wehren, welche
hinverlangen,und ihre Gitter sind von [Link] doch, obwohl ein jeder von
sich strebtwie aus dem Kerker, der ihn ha�t und h�lt, �es ist ein gro�es Wunder in
der Welt:ich f�hle: _alles Leben wird gelebt._Wer lebt es denn? Sind das die Dinge,
diewie eine ungespielte Melodieim Abend wie in einer Harfe stehn?Sind das die
Winde, die von Wassern wehn,sind das die Zweige, die sich Zeichen geben,sind das
die Blumen, die die D�fte weben,sind das die langen alternden Alleen?Sind das die
warmen Tiere, welche gehn,sind das die V�gel, die sich fremd erheben?Wer lebt es
denn? Lebst du es, Gott, � das Leben?Du bist der Alte, dem die Haarevon Ru�
versengt sind und verbrannt,du bist der gro�e Unscheinbaremit deinem Hammer in der
[Link] bist der Schmied, das Lied der Jahre,der immer an dem Ambo� [Link] bist,
der niemals Sonntag hat,der in die Arbeit Eingekehrte,der sterben k�nnte �berm
Schwerte,das noch nicht gl�nzend wird und [Link] bei uns M�hle steht und S�ge
und alle trunken sind und tr�ge,dann h�rt man deine Hammerschl�gean allen Glocken
in der [Link] bist der M�ndige, der Meister,und keiner hat dich lernen sehn;ein
Unbekannter, Hergereister,von dem bald fl�sternder, bald dreisterdie Reden und
Ger�chte [Link]�chte gehn, die dich vermuten,und Zweifel gehn, die dich
[Link] Tr�gen und die Tr�umerischenmi�trauen ihren eignen Glutenund wollen,
da� die Berge bluten,denn eher glauben sie dich [Link] aber senkst dein
[Link] k�nntest den Bergen die Adern aufschneidenals Zeichen eines gro�en
Gerichts;aber dir liegt nichtsan den [Link] willst nicht streiten mit allen
Listenund nicht suchen die Liebe des Lichts;denn dir liegt nichtsan den Christen.
Dir liegt an den Fragenden [Link] Gesichtssiehst du den Tragenden [Link],
welche dich suchen, versuchen [Link] die, so dich finden, binden dichan Bild und
Geb�[Link] aber will dich begreifen,wie dich die Erde begreift;mit meinem Reifen
reiftdein [Link] will von dir keine Eitelkeit,die dich [Link] wei�, da� die
Zeitanders hei�tals [Link] mir kein Wunder [Link] deinen Gesetzen recht,die von
Geschlecht zu Geschlechtsichtbarer [Link] etwas mir vom Fenster f�llt(und wenn
es auch das Kleinste w�re)wie st�rzt sich das Gesetz der Schweregewaltig wie ein
Wind vom Meereauf jeden Ball und jede Beereund tr�gt sie in den Kern der [Link]
jedes Ding ist �berwachtvon einer flugbereiten G�tewie jeder Stein und jede Bl�te
und jedes kleine Kind bei [Link] wir, in unsrer Hoffart, dr�ngenaus einigen
Zusammenh�ngenin einer Freiheit leeren Raum,statt, klugen Kr�ften hingegeben,uns
aufzuheben wie ein [Link] in die weitesten Geleisesich still und willig
einzureihn,verkn�pft man sich auf manche Weise, �und wer sich ausschlie�t jedem
Kreise,ist jetzt so namenlos [Link] mu� er lernen von den Dingen,anfangen wieder
wie ein Kind,weil sie, die Gott am Herzen hingen,nicht von ihm fortgegangen sind.
Eins mu� er wieder k�nnen: fallen,geduldig in der Schwere ruhn,der sich verma�, den
V�geln allenim Fliegen es zuvorzutun.(Denn auch die Engel fliegen nicht mehr.
Schweren V�geln gleichen die Seraphim,welche um ihn sitzen und sinnen;Tr�mmern von
V�geln, Pinguinengleichen sie, wie sie verk�mmern ...)Du meinst die Demut.
Angesichtergesenkt in stillem [Link] gehen abends junge Dichterin den
entlegenen [Link] stehn die Bauern um die Leiche,wenn sich ein Kind im Tod
verlor, �und was geschieht, ist doch das gleiche:es geht ein �bergro�es [Link]
dich zum erstenmal gewahrt,den st�rt der Nachbar und die Uhr,der geht, gebeugt zu
deiner Spur,und wie beladen und [Link] sp�ter naht er der Naturund f�hlt die
Winde und die Fernen,h�rt dich, gefl�stert von der Flur,sieht dich, gesungen von
den Sternen,und kann dich nirgends mehr verlernen,und alles ist dein Mantel [Link]
bist du neu und nah und gutund wundersch�n wie eine Reise,die er in stillen
Schiffen leiseauf einem gro�en Flusse [Link] Land ist weit, in Winden, eben,sehr
gro�en Himmeln preisgegebenund alten W�ldern [Link] kleinen D�rfer, die sich
nahn,vergehen wieder wie Gel�uteund wie ein Gestern und ein Heuteund so wie alles,
was wir [Link] an dieses Stromes Laufstehn immer wieder St�dte aufund kommen wie
auf Fl�gelschl�gender feierlichen Fahrt [Link] manchmal lenkt das Schiff zu
Stellen,die einsam, sonder Dorf und Stadt,auf etwas warten an den Wellen, �auf den,
der keine Heimat hat ...F�r solche stehn dort kleine Wagen(ein jeder mit drei
Pferden vor),die atemlos nach Abend jagenauf einem Weg, der sich [Link] diesem
Dorfe steht das letzte Hausso einsam wie das letzte Haus der [Link] Stra�e, die
das kleine Dorf nicht h�lt,geht langsam weiter in die Nacht [Link] kleine Dorf
ist nur ein �bergangzwischen zwei Weiten, ahnungsvoll und bang,ein Weg an H�usern
hin statt eines [Link] die das Dorf verlassen, wandern lang,und viele sterben
vielleicht [Link] steht einer auf beim Abendbrotund geht hinaus und
geht und geht und geht, �weil eine Kirche wo im Osten [Link] seine Kinder segnen
ihn wie [Link] einer, welcher stirbt in seinem Haus,bleibt drinnen wohnen, bleibt
in Tisch und Glas,so da� die Kinder in die Welt hinauszu jener Kirche ziehn, die er
verga�.Nachtw�chter ist der Wahnsinn,_weil_ er [Link] jeder Stunde bleibt er
lachend stehn,und einen Namen sucht er f�r die Nachtund nennt sie: sieben,
achtundzwanzig, zehn ...Und ein Triangel tr�gt er in der Hand,und weil er zittert,
schl�gt es an den Randdes Horns, das er nicht blasen kann, und singtdas Lied, das
er zu allen H�usern [Link] Kinder haben eine gute Nachtund h�ren tr�umend, da�
der Wahnsinn [Link] Hunde aber rei�en sich vom Ringund gehen in den H�usern gro�
umherund zittern, wenn er schon vor�berging,und f�rchten sich vor seiner
[Link]�t du von jenen Heiligen, mein Herr?Sie f�hlen auch verschlo�ne
Klosterstubenzu nahe an Gel�chter und Gepl�rr,so da� sie tief sich in die Erde
[Link] jeder atmete mit seinem Lichtdie kleine Luft in seiner Grube aus,verga�
sein Alter und sein Angesichtund lebte wie ein fensterloses Hausund starb nicht
mehr, als w�r er lange [Link] lasen selten; alles war verdorrt,als w�re Frost in
jedes Buch gekrochen,und wie die Kutte hing von ihren Knochen,so hing der Sinn
herab von jedem [Link] redeten einander nicht mehr an,wenn sie sich f�hlten in
den schwarzen G�ngen,sie lie�en ihre langen Haare h�ngen,und keiner wu�te, ob sein
Nachbarmannnicht stehend [Link] einem runden Raum,wo Silberlampen sich von Balsam
n�hrten,versammelten sich manchmal die Gef�hrtenvor goldnen T�ren wie vor goldnen
G�rtenund schauten voller Mi�traun in den Traumund rauschten leise mit den langen
B�[Link] Leben war wie tausend Jahre gro�,seit es sich nicht mehr schied in Nacht
und Helle;sie waren, wie gew�lzt von einer Welle,zur�ckgekehrt in ihrer Mutter
Scho�.Sie sa�en rundgekr�mmt wie Embryosmit gro�en K�pfen und mit kleinen H�ndenund
a�en nicht, als ob sie Nahrung f�ndenaus jener Erde, die sie schwarz umschlo�.Jetzt
zeigt man sie den tausend Pilgern, dieaus Stadt und Steppe zu dem Kloster wallen.
Seit dreimal hundert Jahren liegen sie,und ihre Leiber k�nnen nicht [Link]
Dunkel h�uft sich wie ein Licht, das ru�t,auf ihren langen lagernden Gestalten,die
unter T�chern heimlich sich erhalten, �und ihrer H�nde ungel�stes Faltenliegt ihnen
wie Gebirge auf der [Link] gro�er alter Herzog des Erhabnen:hast du vergessen,
diesen Eingegrabnenden Tod zu schicken, der sie ganz verbraucht,weil sie sich tief
in Erde eingetaucht?Sind die, die sich Verstorbenen vergleichen,am �hnlichsten der
Unverg�nglichkeit?Ist das das gro�e Leben deiner Leichen,das �berdauern soll den
Tod der Zeit?Sind sie dir noch zu deinen Pl�nen gut?Erh�ltst du unverg�ngliche
Gef��e,die du, der allen Ma�en Ungem��e,einmal erf�llen willst mit deinem
Blut?Du bist die Zukunft, gro�es Morgenrot�ber den Ebenen der [Link] bist der
Hahnschrei nach der Nacht der Zeit,der Tau, die Morgenmette und die Maid,der fremde
Mann, die Mutter und der [Link] bist die sich verwandelnde Gestalt,die immer einsam
aus dem Schicksal ragt,die unbejubelt bleibt und unbeklagtund unbeschrieben wie ein
wilder [Link] bist der Dinge tiefer Inbegriff,der seines Wesens letztes Wort
verschweigtund sich den andern immer anders zeigt:dem Schiff als K�ste und dem Land
als [Link] bist das Kloster zu den [Link] zweiunddrei�ig alten
Kathedralenund f�nfzig Kirchen, welche aus Opalenund St�cken Bernstein aufgemauert
[Link] jedem Ding im Klosterhofeliegt deines Klanges eine Strophe,und das
gewaltige Tor [Link] langen H�usern wohnen Nonnen,Schwarzschwestern,
[Link] kommt eine an den Bronnen,und eine steht wie
eingesponnen,und eine, wie in Abendsonnen,geht schlank in schweigsamen [Link]
die meisten sieht man nie;sie bleiben in der H�user Schweigenwie in der kranken
Brust der Geigendie Melodie, die keiner kann ...Und um die Kirchen rings im Kreise,
von schmachtendem Jasmin umstellt,sind Gr�berst�tten, welche leisewie Steine reden
von der [Link] jener Welt, die nicht mehr ist,obwohl sie an das Kloster brandet,
in eitel Tag und Tand gewandetund gleich bereit zu Lust und [Link] ist vergangen:
denn du [Link] flie�t noch wie ein Spiel von Lichtern�ber das teilnahmslose Jahr;
doch dir, dem Abend und den Dichternsind, unter rinnenden Gesichtern,die dunkeln
Dinge [Link] K�nige der Welt sind altund werden keine Erben [Link] S�hne
sterben schon als Knaben,und ihre bleichen T�chter gabendie kranken Kronen der
[Link] P�bel bricht sie klein zu Geld,der zeitgem��e Herr der Weltdehnt sie im
Feuer zu Maschinen,die seinem Wollen grollend dienen;aber das Gl�ck ist nicht mit
[Link] Erz hat Heimweh. Und verlassenwill es die M�nzen und die R�der,die es ein
kleines Leben [Link] aus Fabriken und aus Kassenwird es zur�ck in das Ge�derder
aufgetanen Berge kehren,die sich verschlie�en hinter [Link] wird wieder gro�
sein und [Link] Lande einfach und die Wasser faltig,die B�ume riesig und sehr
klein die Mauern;und in den T�lern, stark und vielgestaltig,ein Volk von Hirten und
von [Link] keine Kirchen, welche Gott umklammernwie einen Fl�chtling und
ihn dann bejammernwie ein gefangenes und wundes Tier, �die H�user gastlich allen
Einla�klopfernund ein Gef�hl von unbegrenztem Opfernin allem Handeln und in dir und
[Link] Jenseitswarten und kein Schaun nach dr�ben,nur Sehnsucht, auch den Tod
nicht zu entweihnund dienend sich am Irdischen zu �ben,um seinen H�nden nicht mehr
neu zu [Link] du wirst gro� sein. Gr��er noch, als einer,der jetzt schon leben
mu�, dich sagen [Link] ungew�hnlicher und ungemeinerund noch viel �lter als ein
alter [Link] wird dich f�hlen: da� ein Duften gingeaus eines Gartens naher
Gegenwart;und wie ein Kranker seine liebsten Dingewird man dich lieben ahnungsvoll
und [Link] wird kein Beten geben, das die Leutezusammenschart. Du bist nicht im
Verein;und wer dich f�hlte und sich an dir freute,wird wie der Einzige auf Erden
sein:ein Ausgesto�ener und ein Vereinter,gesammelt und vergeudet doch zugleich;ein
L�chelnder und doch ein Halbverweinter,klein wie ein Haus und m�chtig wie ein
[Link] wird nicht Ruhe in den H�usern, sei�s,da� einer stirbt und sie ihn
weitertragen,sei es, da� wer auf heimliches Gehei�den Pilgerstock nimmt und den
Pilgerkragen,um in der Fremde nach dem Weg zu fragen,auf welchem er dich warten
wei�.Die Stra�en werden derer niemals leer,die zu dir wollen wie zu jener Rose,die
alle tausend Jahre einmal bl�[Link] dunkles Volk und beinah Namenlose,und wenn sie
dich erreichen, sind sie m�[Link] ich habe ihren Zug gesehn;und glaube seither, da�
die Winde wehnaus ihren M�nteln, welche sich bewegen,und stille sind, wenn sie sich
niederlegen �:so gro� war in den Ebenen ihr [Link] m�cht ich zu dir gehn: von
fremden SchwellenAlmosen sammelnd, die mich ungern n�[Link] wenn der Wege wirrend
viele w�ren,so w�rd ich mich den �ltesten [Link] w�rde mich zu kleinen
Greisen stellen,und wenn sie gingen, schaut ich wie im Traum,da� ihre Kniee aus der
B�rte Wellenwie Inseln tauchen, ohne Strauch und [Link] �berholten M�nner, welche
blindmit ihren Knaben wie mit Augen schauen,und Trinkende am Flu� und m�de Frauen
und viele Frauen, welche schwanger [Link] alle waren mir so seltsam nah, �als ob
die M�nner einen Blutsverwandten,die Frauen einen Freund in mir erkannten,und auch
die Hunde kamen, die ich [Link] Gott, ich m�chte viele Pilger sein,um so, ein
langer Zug, zu dir zu gehn,und um ein gro�es St�ck von dir zu sein:du Garten mit
den lebenden [Link] ich so gehe, wie ich bin, allein, �wer merkt es denn? Wer
_sieht_ mich zu dir gehn?Wen rei�t es hin? Wen regt es auf, und wenbekehrt es dir?
Als w�re nichts geschehn,� lachen sie weiter. Und da bin ich froh,da� ich so gehe,
wie ich bin; denn sokann keiner von den Lachenden mich [Link] Tag bist du das
H�rensagen,das fl�sternd um die vielen flie�t;die Stille nach dem Stundenschlagen,
welche sich langsam wieder schlie�[Link] mehr der Tag mit immer schw�chernGeb�rden
sich nach Abend neigt,je mehr bist du, mein Gott. Es steigtdein Reich wie Rauch aus
allen D�[Link] Pilgermorgen. Von den harten Lagern,auf das ein jeder wie
vergiftet fiel,erhebt sich bei dem ersten Glockenspielein Volk von hagern
Morgensegen-Sagern,auf das die fr�he Sonne niederbrennt:B�rtige M�nner, welche sich
verneigen,Kinder, die ernsthaft aus den Pelzen steigen,und in den M�nteln, schwer
von ihrem Schweigen,die braunen Fraun von Tiflis und [Link] mit den
Geb�rden des Islamsind um die Brunnen, halten ihre H�ndewie flache Schalen hin, wie
Gegenst�nde,in die die Flut wie eine Seele [Link] neigen das Gesicht hinein und
trinken,rei�en die Kleider auf mit ihrer Linkenund halten sich das Wasser an die
Brust,als w�r�s ein k�hles weinendes Gesicht,das von den Schmerzen auf der Erde
[Link] diese Schmerzen stehen ringsumhermit welken Augen; und du wei�t nicht,
wersie sind und waren. Knechte oder Bauern,vielleicht Kaufleute, welche Wohlstand
sahn,vielleicht auch laue M�nche, die nicht dauern,und Diebe, die auf die
Versuchung lauern,offene M�dchen, die verk�mmert kauern,und Irrende in einem Wald
von Wahn �:alle wie F�rsten, die in tiefem Trauerndie �berfl�sse von sich abgetan.
Wie Weise alle, welche viel erfahren,Erw�hlte, welche in der W�ste waren,wo Gott
sie n�hrte durch ein fremdes Tier;Einsame, die durch Ebenen gegangenmit vielen
Winden an den dunklen Wangen,von einer Sehnsucht f�rchtig und befangenund doch so
wundersam erh�ht von [Link]�ste aus dem Alltag, eingeschaltetin gro�e Orgeln und
in Chorgesang,und Knieende, wie Steigende gestaltet;Fahnen mit Bildern, welche lang
verborgen waren und zusammgefaltet:Jetzt h�ngen sie sich langsam wieder [Link]
manche stehn und schaun nach einem Haus,darin die Pilger, welche krank sind,
wohnen;denn eben wand sich dort ein M�nch heraus,die Haare schlaff und die Soutane
kraus,das schattige Gesicht voll kranker Blausund ganz verdunkelt von D�[Link]
neigte sich, als br�ch er sich entzwei,und warf sich in zwei St�cken auf die Erde,
die jetzt an seinem Munde wie ein Schreizu h�ngen schien und so, als seisie seiner
Arme wachsende Geb�[Link] langsam ging sein Fall an ihm [Link] flog empor, als
ob er Fl�gel sp�rte,und sein erleichtertes Gef�hl verf�hrteihn zu dem Glauben
seiner [Link] hing in seinen magern Armen schmal,wie eine schiefgeschobne
Marionette,und glaubte, da� er gro�e Schwingen h�tteund da� die Welt schon lange
wie ein Talsich ferne unter seinen F��en gl�[Link]�ubig sah er sich mit einem Mal
herabgelassen auf die fremde St�tteund auf den gr�nen Meergrund seiner [Link] war
ein Fisch und wand sich schlank und schwammdurch tiefes Wasser, still und
silbergrau,sah Quallen hangen am Korallenstammund sah die Haare einer Meerjungfrau,
durch die das Wasser rauschte wie ein [Link] kam zu Land und war ein Br�utigambei
einer Toten, wie man ihn erw�hlt,damit kein M�dchen fremd und unverm�hltdes
Paradieses Wiesenland [Link] folgte ihr und ordnete die Tritteund tanzte
rund, sie immer in der Mitte,und seine Arme tanzten rund um [Link] horchte er,
als w�re eine dritteGestalt ganz sachte in das Spiel getreten,die diesem Tanzen
nicht zu glauben [Link] da erkannte er: jetzt mu�t du beten,denn dieser ist es,
welcher den Prophetenwie eine gro�e Krone sich [Link] halten ihn, um den wir
t�glich flehten,wir ernten ihn, den einstens Ausges�ten,und kehren heim mit
ruhenden Ger�tenin langen Reihen wie in [Link] er verneigte sich ergriffen,
[Link] der Alte war, als ob er schliefe,und sah es nicht, obwohl sein Aug nicht
[Link] er verneigte sich in solche Tiefe,da� ihm ein Zittern durch die Glieder
[Link] der Alte ward es nicht [Link] fa�te sich der kranke M�nch am Haarund
schlug sich wie ein Kleid an einen [Link] der Alte stand und sah es [Link] nahm
der kranke M�nch sich in die H�nde,wie man ein Richtschwert in die H�nde nimmt,und
hieb und hieb, verwundete die W�ndeund stie� sich endlich in den Grund ergrimmt.
Aber der Alte blickte [Link] ri� der M�nch sein Kleid sich ab wie Rinde,und
knieend hielt er es dem Alten [Link] sieh: er kam. Kam wie zu einem Kindeund sagte
sanft: Wei�t du auch, _wer_ ich bin?Das wu�te er. Und legte sich gelindedem Greis
wie eine Geige unters [Link] reifen schon die roten Berberitzen,alternde Astern
atmen schwach im [Link] jetzt nicht reich ist, da der Sommer
geht,wird immer warten und sich nie [Link] jetzt nicht seine Augen schlie�en
kann,gewi�, da� eine F�lle von Gesichtenin ihm nur wartet, bis die Nacht begann,um
sich in seinem Dunkel aufzurichten: �der ist vergangen wie ein alter [Link] kommt
nichts mehr, dem st��t kein Tag mehr zu,und alles l�gt ihn an, was ihm geschieht;
auch du, mein Gott. Und wie ein Stein bist du,welcher ihn t�glich in die Tiefe
[Link] mu�t nicht bangen, Gott. Sie sagen: _mein_zu allen Dingen, die geduldig
[Link] sind wie Wind, der an die Zweige streiftund sagt: _mein_ [Link] merken
kaum,wie alles gl�ht, was ihre Hand ergreift, �so da� sie�s auch an seinem letzten
Saumnicht halten k�nnten, ohne zu [Link] sagen mein, wie manchmal einer
gernden F�rsten Freund nennt im Gespr�ch mit Bauern,wenn dieser F�rst sehr gro� ist
und � sehr [Link] sagen mein von ihren fremden Mauernund kennen gar nicht ihres
Hauses [Link] sagen mein und nennen das Besitz,wenn jedes Ding sich schlie�t,
dem sie sich nahn,so wie ein abgeschmackter Scharlatanvielleicht die Sonne sein
nennt und den [Link] sagen sie: mein Leben, meine Frau,mein Hund, mein Kind, und
wissen doch genau,da� alles: Leben, Frau und Hund und Kindfremde Gebilde sind,
daran sie blindmit ihren ausgestreckten H�nden sto�[Link]�heit freilich ist das
nur den Gro�en,die sich nach Augen sehnen. Denn die andern_wollen�s_ nicht h�ren,
da� ihr armes Wandernmit keinem Dinge rings zusammenh�ngt,da� sie, von ihrer Habe
fortgedr�ngt,nicht anerkannt von ihrem Eigentume,das Weib so wenig _haben_ wie die
Blume,die eines fremden Lebens ist f�r [Link] nicht, Gott, aus deinem
[Link] der dich liebt und der dein Angesichterkennt im Dunkel, wenn er
wie ein Lichtin deinem Atem schwankt, � besitzt dich [Link] wenn dich einer in
der Nacht erfa�t,so da� du kommen mu�t in sein Gebet: Du bist der Gast,
der wieder [Link] kann dich halten, Gott? Denn du bist dein,von keines
Eigent�mers Hand gest�rt,so wie der noch nicht ausgereifte Wein,der immer s��er
wird, sich selbst geh�[Link] tiefen N�chten grab ich dich, du [Link] alle
�berfl�sse die ich sah,sind Armut und armseliger Ersatzf�r deine Sch�nheit, die
noch nie [Link] der Weg zu dir ist furchtbar weitund, weil ihn lange keiner
ging, verweht.O, du bist einsam. Du bist Einsamkeit,du Herz, das zu entfernten
Talen [Link] meine H�nde, welche blutig sindvom Graben, heb ich offen in den
Wind,so da� sie sich verzweigen wie ein [Link] sauge dich mit ihnen aus dem Raum,
als h�ttest du dich einmal dort zerschelltin einer ungeduldigen Geb�rdeund fielest
jetzt, eine zerst�ubte Welt,aus fernen Sternen wieder auf die Erdesanft, wie ein
Fr�hlingsregen f�llt. Drittes Buch Das Buch von
der Armut und vom Tode (1903)Vielleicht, da� ich durch
schwere Berge gehein harten Adern, wie ein Erz allein;und bin so tief, da� ich kein
Ende seheund keine Ferne: alles wurde N�he,und alle N�he wurde [Link] bin ja
noch kein Wissender im Wehe, �so macht mich dieses gro�e Dunkel klein;bist du es
aber: mach dich schwer, brich ein:da� deine ganze Hand an mir gescheheund ich an
dir mit meinem ganzen [Link] Berg, der blieb, da die Gebirge kamen, �Hang ohne
H�tten, Gipfel ohne Namen,ewiger Schnee, in dem die Sterne lahmen,und Tr�ger jener
Tale der Zyklamen,aus denen aller Duft der Erde geht;du, aller Berge Mund und
Minaret(von dem noch nie der Abendruf erschallte):Geh ich in dir jetzt? Bin ich im
Basaltewie ein noch ungefundenes Metall?Ehrf�rchtig f�ll ich deine Felsenfalte,und
deine H�rte f�hl ich �[Link] ist das die Angst, in der ich bin?die tiefe Angst
der �bergro�en St�dte,in die du mich gestellt hast bis ans Kinn?O da� dir einer
recht geredet h�ttevon ihres Wesens Wahn und [Link] st�ndest auf, du Sturm aus
Anbeginn,und triebest sie wie H�lsen vor dir hin ...Und willst du jetzt von mir: so
rede recht, �so bin ich nicht mehr Herr in meinem Munde,der nichts als zugehn will
wie eine Wunde;und meine H�nde halten sich wie Hundean meinen Seiten, jedem Ruf zu
[Link] zwingst mich, Herr, zu einer fremden [Link] mich zum W�chter
deiner Weiten,mach mich zum Horchenden am Stein,gib mir die Augen auszubreitenauf
deiner Meere Einsamsein;la� mich der Fl�sse Gang begleitenaus dem Geschrei zu
beiden Seitenweit in den Klang der Nacht [Link] mich in deine leeren L�nder,
durch die die weiten Winde gehn,wo gro�e Kl�ster wie Gew�nderum ungelebte Leben
[Link] will ich mich zu Pilgern halten,von ihren Stimmen und Gestaltendurch
keinen Trug mehr abgetrennt,und hinter einem blinden Altendes Weges gehn, den
keiner [Link] Herr, die gro�en St�dte sindVerlorene und Aufgel�ste;wie Flucht
vor Flammen ist die gr��te, �und ist kein Trost, da� er sie tr�ste,und ihre kleine
Zeit [Link] leben Menschen, leben schlecht und schwer,in tiefen Zimmern, bange
von Geb�rde,ge�ngsteter denn eine Erstlingsherde;und drau�en wacht und atmet deine
Erde,sie aber sind und wissen es nicht [Link] wachsen Kinder auf an Fensterstufen,
die immer in demselben Schatten sind,und wissen nicht, da� drau�en Blumen rufenzu
einem Tag voll Weite, Gl�ck und Wind, �und m�ssen Kind sein und sind traurig Kind.
Da bl�hen Jungfraun auf zum Unbekanntenund sehnen sich nach ihrer Kindheit Ruh;das
aber ist nicht da, wof�r sie brannten,und zitternd schlie�en sie sich wieder [Link]
haben in verh�llten Hinterzimmerndie Tage der entt�uschten Mutterschaft,der langen
N�chte willenloses Wimmernund kalte Jahre ohne Kampf und [Link] ganz im Dunkel
stehn die Sterbebetten,und langsam sehnen sie sich dazu hin;und sterben lange,
sterben wie in Kettenund gehen aus wie eine [Link] leben Menschen,
wei�erbl�hte, blasse,und sterben staunend an der schweren [Link] keiner sieht die
klaffende Grimasse,zu der das L�cheln einer zarten Rassein namenlosen N�chten sich
[Link] gehn umher, entw�rdigt durch die M�h,sinnlosen Dingen ohne Mut zu
dienen,und ihre Kleider werden welk an ihnen,und ihre sch�nen H�nde altern fr�[Link]
Menge dr�ngt und denkt nicht sie zu schonen,obwohl sie etwas z�gernd sind und
schwach, �nur scheue Hunde, welche nirgends wohnen,gehn ihnen leise eine Weile
[Link] sind gegeben unter hundert Qu�ler,und, angeschrien von jeder Stunde
Schlag,kreisen sie einsam um die Hospit�lerund warten angstvoll auf den Einla�tag.
Dort ist der Tod. Nicht jener, dessen Gr��esie in der Kindheit wundersam gestreift,
�der kleine Tod, wie man ihn dort begreift;ihr eigener h�ngt gr�n und ohne S��ewie
eine Frucht in ihnen, die nicht reift.O Herr, gib jedem seinen eignen Tod,das
Sterben, das aus jenem Leben geht,darin er Liebe hatte, Sinn und [Link] wir sind
nur die Schale und das [Link] gro�e Tod, den jeder in sich hat,das ist die
Frucht, um die sich alles [Link] ihretwillen heben M�dchen anund kommen wie ein
Baum aus einer Laute,und Knaben sehnen sich um sie zum Mann;und Frauen sind den
Wachsenden Vertrautef�r �ngste, die sonst niemand nehmen [Link] ihretwillen bleibt
das Angeschautewie Ewiges, auch wenn es lang verrann, �und jeder, welcher bildete
und baute,ward Welt um diese Frucht und fror und tauteund windete ihr zu und schien
sie [Link] sie ist eingegangen alle W�rme,der Herzen und der Hirne wei�es Gl�hn �:
Doch deine Engel ziehn wie Vogelschw�rme,und sie erfanden alle Fr�chte gr�[Link]:
wir sind �rmer denn die armen Tiere,die ihres Todes enden, wenn auch blind,weil wir
noch alle ungestorben [Link] gib uns, der die Wissenschaft gewinnt,das Leben
aufzubinden in Spaliere,um welche zeitiger der Mai [Link] dieses macht das
Sterben fremd und schwer,da� es nicht _unser_ Tod ist; einer, deruns endlich nimmt,
nur weil wir keinen reifen;drum geht ein Sturm, uns alle [Link] stehn in
deinem Garten Jahr und Jahrund sind die B�ume, s��en Tod zu tragen;aber wir altern
in den Erntetagen,und so wie Frauen, welche du geschlagen,sind wir verschlossen,
schlecht und [Link] ist meine Hoffart ungerecht:sind B�ume besser? Sind
wir nur Geschlechtund Scho� von Frauen, welche viel gew�hren? �Wir haben mit der
Ewigkeit gehurt,und wenn das Krei�bett da ist, so geb�renwir unsres Todes tote
Fehlgeburt;den krummen, kummervollen Embryo,der sich (als ob ihn Schreckliches
erschreckte)die Augenkeime mit den H�nden deckteund dem schon auf der ausgebauten
Stirnedie Angst von allem steht, was er nicht litt, �und alle schlie�en so wie eine
Dirnein Kindbettkr�mpfen und am [Link] Einen herrlich, Herr, mach Einen
gro�,bau seinem Leben einen sch�nen Scho�,und seine Scham errichte wie ein Torin
einem blonden Wald von jungen Haaren,und ziehe durch das Glied des Unsagbarenden
Reisigen den wei�en Heeresscharen,den tausend Samen, die sich sammeln, [Link] eine
Nacht gib, da� der Mensch empfinge,was keines Menschen Tiefen noch betrat;gib eine
Nacht: da bl�hen alle Dinge,und mach sie duftender als die Syringeund wiegender
denn deines Windes Schwingeund jubelnder als [Link] gib ihm eines langen
Tragens Zeitund mach ihn weit in wachsenden Gew�ndern,und schenk ihm eines Sternes
Einsamkeit,da� keines Auges Staunen ihn beschreit,wenn seine Z�ge schmelzend sich
ver�[Link] ihn mit einer reinen Speise,mit Tau, mit unget�tetem Gericht,mit
jenem Leben, das wie Andacht leiseund warm wie Atem aus den Feldern [Link],
da� er seine Kindheit wieder wei�;das Unbewu�te und das Wunderbareund seiner
ahnungsvollen Anfangsjahreunendlich dunkelreichen [Link] also hei� ihn
seiner Stunde warten,da er den Tod geb�ren wird, den Herrn:allein und rauschend wie
ein gro�er Gartenund ein Versammelter aus [Link]
letzte Zeichen la� an uns geschehen,erscheine in der Krone deiner Kraft,und gib
uns jetzt (nach aller Weiber Wehen)des Menschen ernste [Link]�lle, du
gewaltiger Gew�hrer,nicht jenen Traum der Gottgeb�rerin, �richt auf den Wichtigen:
den Tod-Geb�rer,und f�hr uns mitten durch die H�nde derer,die ihn verfolgen werden,
zu ihm [Link] sieh, ich sehe seine Widersacher,und sie sind mehr als L�gen in der
Zeit, �und er wird aufstehn in dem Land der Lacherund wird ein Tr�umer hei�en: denn
ein Wacherist immer Tr�umer unter [Link] aber gr�nde ihn in deine Gnade,in
deinem alten Glanze pflanz ihn ein;und mich la� T�nzer dieser Bundeslade,la� mich
den Mund der neuen Messiade,den T�nenden, den T�ufer [Link] will ihn preisen. Wie
vor einen Heeredie H�rner gehen, will ich gehn und [Link] Blut soll lauter
rauschen denn die Meere,mein Wort soll s�� sein, da� man sein begehre,und doch
nicht irremachen wie der [Link] in den Fr�hlingsn�chten, wenn nicht viele
geblieben sind um meine Lagerstatt,dann will ich bl�hn in meinem Saitenspieleso
leise wie die n�rdlichen Aprile,die sp�t und �ngstlich sind um jedes [Link]
meine Stimme wuchs nach zweien Seitenund ist ein Duften worden und ein Schrein:die
eine will den Fernen vorbereiten,die andere mu� meiner EinsamkeitenGesicht und
Seligkeit und Engel [Link] gib, da� beide Stimmen mich begleiten,streust du mich
wieder aus in Stadt und [Link] ihnen will ich sein im Zorn der Zeitenund dir aus
meinem Klang ein Bett bereitenan jeder Stelle, wo du es [Link] gro�en St�dte
sind nicht wahr; sie t�uschenden Tag, die Nacht, die Tiere und das Kind;ihr
Schweigen l�gt, sie l�gen mit Ger�uschenund mit den Dingen, welche willig sind.
Nichts von dem weiten wirklichen Geschehen,das sich um dich, du Werdender, bewegt,
geschieht in ihnen. Deiner Winde Wehenf�llt in die Gassen, die es anders drehen,ihr
Rauschen wird im Hin- und Widergehenverwirrt, gereizt und [Link] kommen auch
zu Beeten und Alleen �:Denn G�rten sind, � von K�nigen gebaut,die eine kleine Zeit
sich drin vergn�gtenmit jungen Frauen, welche Blumen f�gtenzu ihres Lachens
wunderlichem [Link] hielten diese m�den Parke wach;sie fl�sterten wie L�fte in
den B�schen,sie leuchteten in Pelzen und in Pl�schen,und ihrer Morgenkleider
Seidenr�schenerklangen auf dem Kiesweg wie ein [Link] gehen ihnen alle G�rten
nach �und f�gen still und ohne Augenmerksich in des fremden Fr�hlings helle Gammen
und brennen langsam mit des Herbstes Flammenauf ihrer �ste gro�em Rost zusammen,der
kunstvoll wie aus tausend Monogrammengeschmiedet scheint zu schwarzem Gitterwerk.
Und durch die G�rten blendet der Palast(wie blasser Himmel mit verwischtem Lichte),
in seiner S�le welke Bilderlastversunken wie in innere Gesichte,fremd jedem Feste,
willig zum Verzichteund schweigsam und geduldig wie ein [Link] sah ich auch
Pal�ste, welche leben;sie br�sten sich den sch�nen V�geln gleich,die eine schlechte
Stimme von sich [Link] sind reich und wollen sich erheben, �aber die Reichen
_sind_ nicht [Link] wie die Herren deiner Hirtenv�lker,der klaren, gr�nen
Ebenen Bew�lker,wenn sie mit schummerigem Schafgewimmeldar�ber zogen wie ein
[Link] wenn sie lagerten und die Befehleverklungen waren in der neuen
Nacht,dann wars, als sei jetzt eine andre Seelein ihrem flachen Wanderland erwacht
�:Die dunklen H�henz�ge der Kameleumgaben es mit der Gebirge [Link] der Geruch
der Rinderherden lagdem Zuge nach bis in den zehnten Tag,war warm und schwer und
wich dem Wind nicht [Link] wie in einem hellen Hochzeitshausdie ganze Nacht die
reichen Weine rinnen:so kam die Milch aus ihren [Link] nicht wie jene
Scheichs der W�stenst�mme,die n�chtens auf verwelktem Teppich ruhten,aber Rubinen
ihren Lieblingsstuteneinsetzen lie�en in die Silberk�[Link] nicht wie jene
F�rsten, die des Goldsnicht achteten, das keinen Duft erfand,und deren stolzes
Leben sich verbandmit Ambra, Mandel�l und [Link] wie des Ostens wei�er
Gossudar,dem Reiche eines Gottes Recht erwiesen;er aber lag mit abgeh�rmtem Haar,
die alte Stirne auf des Fu�es Fliesen,und weinte, � weil aus allen Paradiesennicht
_eine_ Stunde seine [Link] wie die Ersten alter Handelsh�fen,die sorgten, wie
sie ihre Wirklichkeitmit Bildern ohnegleichen �bertr�fenund ihre Bilder wieder mit
der Zeit;und die in ihres goldnen Mantels Stadtzusammgefaltet waren wie ein Blatt,
nur leise atmend mit den wei�en Schl�fen ...Das waren Reiche, die das Leben zwangen
unendlich weit zu sein und schwer und [Link] der Reichen Tage sind vergangen,und
keiner wird sie dir zur�ckverlangen,nur mach die Armen endlich wieder [Link] sind
es nicht. Sie sind nur die Nicht-Reichen,die ohne Willen sind und ohne Welt;
gezeichnet mit der letzten �ngste Zeichenund �berall entbl�ttert und [Link]
ihnen dr�ngt sich aller Staub der St�dte,und aller Unrat h�ngt sich an sie [Link]
sind verrufen wie ein Blatternbette,wie Scherben fortgeworfen, wie Skelette,wie ein
Kalender, dessen Jahr verrann, �und doch: wenn deine Erde N�te h�tte:sie reihte sie
an eine Rosenketteund tr�ge sie wie einen [Link] sie sind reiner als die
reinen Steineund wie das blinde Tier, das erst beginnt,und voller Einfalt und
unendlich deineund wollen nichts und brauchen nur das _eine:_so arm sein d�rfen,
wie sie wirklich [Link] Armut ist ein gro�er Glanz aus Innen ...Du bist der
Arme, du der Mittellose,du bist der Stein, der keine St�tte hat,du bist der
fortgeworfene Leprose,der mit der Klapper umgeht vor der [Link] dein ist
nichts, so wenig wie des Windes,und deine Bl��e kaum bedeckt der Ruhm;das
Alltagskleidchen eines Waisenkindesist herrlicher und wie ein [Link] bist so
arm wie eines Keimes Kraftin einem M�dchen, das es gern verb�rgeund sich die Lenden
pre�t, da� sie erw�rgedas erste Atmen ihrer [Link] du bist arm: so wie
der Fr�hlingsregen,der selig auf der St�dte D�cher f�llt,und wie ein Wunsch, wenn
Str�flinge ihn hegenin einer Zelle, ewig ohne [Link] wie die Kranken, die sich
anders legenund gl�cklich sind; wie Blumen in Geleisenso traurig arm im irren Wind
der Reisen;und wie die Hand, in die man weint, so arm ...Und was sind V�gel gegen
dich, die frieren,was ist ein Hund, der tagelang nicht fra�,und was ist gegen dich
das Sichverlieren,das stille lange Traurigsein von Tieren,die man als Eingefangene
verga�?Und alle Armen in den Nachtasylen,was sind sie gegen dich und deine Not?Sie
sind nur kleine Steine, keine M�hlen,aber sie mahlen doch ein wenig [Link] aber
bist der tiefste Mittellose,der Bettler mit verborgenem Gesicht;du bist der Armut
gro�e Rose,die ewige Metamorphosedes Goldes in das [Link] bist der leise
Heimatlose,der nicht mehr einging in die Welt:zu gro� und schwer zu jeglichem
[Link] heulst im Sturm. Du bist wie eine Harfe,an welcher jeder Spielende
[Link], der du wei�t und dessen weites Wissenaus Armut ist und
Armuts�berflu�:Mach, da� die Armen nicht mehr fortgeschmissenund eingetreten werden
in Verdru�.Die andern Menschen sind wie ausgerissen;sie aber stehn wie eine
Blumenartaus Wurzeln auf und duften wie Melissen,und ihre Bl�tter sind gezackt und
[Link] sie und sieh, was ihnen gliche:sie r�hren sich wie in den Wind
gestelltund ruhen aus wie etwas, was man h�[Link] ihren Augen ist das feierliche
Verdunkeltwerden lichter Wiesenstriche,auf die ein rascher Sommerregen f�[Link]
sind so still; fast gleichen sie den [Link] wenn man sich sie in die Stube
l�dt,sind sie wie Freunde, die sich wiederbringen,und gehn verloren unter dem
Geringenund dunkeln wie ein ruhiges Ger�[Link] sind wie W�chter bei verh�ngten
Sch�tzen,die sie bewahren, aber selbst nicht sahn, �getragen von den Tiefen wie ein
Kahn,und wie das Leinen auf den Bleichepl�tzenso ausgebreitet und so [Link]
sieh, wie ihrer F��e Leben geht:wie das der Tiere, hundertfach verschlungenmit
jedem Wege; voll Erinnerungenan Stein und Schnee und an die leichten, jungen,
gek�hlten Wiesen, �ber die es [Link] haben Leid von jenem gro�en Leide,aus dem
der Mensch zu kleinem Kummer fiel;des Grases Balsam und der Steine Schneideist
ihnen Schicksal, � und sie lieben beideund gehen wie auf deiner Augen Weideund so
wie H�nde gehn im [Link] ihre H�nde sind wie die von Frauenund irgendeiner
Mutterschaft gem��;so heiter wie die V�gel, wenn sie bauen, �im Fassen warm und
ruhig im Vertrauen,und anzuf�hlen wie ein Trinkgef��.Ihr Mund ist wie der Mund an
einer B�ste,der nie erklang und atmete und k��teund doch aus einem Leben, das
verging,das alles, weise eingeformt, empfing,und sich nun w�lbt, als ob er alles
w��te �und doch nur Gleichnis ist und Stein und Ding ...Und ihre Stimme kommt von
ferneherund ist vor Sonnenaufgang aufgebrochenund war in gro�en W�ldern, geht seit
Wochenund hat im Schlaf mit Daniel gesprochenund hat das Meer gesehn und sagt vom
[Link] wenn sie schlafen, sind sie wie an alleszur�ckgegeben, was sie leise
leiht,und weit verteilt wie Brot in Hungersn�tenan Mittern�chte und an Morgenr�ten
und sind wie Regen voll des Niederfallesin eines Dunkels junge [Link]
bleibt nicht eine Narbe ihres Namensauf ihrem Leib zur�ck, der keimbereitsich
bettet wie der Samen jenes Samens,aus dem du stammen wirst von [Link] sieh:
ihr Leib ist wie ein Br�utigamund flie�t im Liegen hin gleich einem Bacheund lebt
so sch�n wie eine sch�ne Sache,so leidenschaftlich und so [Link] seiner
Schlankheit sammelt sich das Schwache,das Bange, das aus vielen Frauen kam;doch
sein Geschlecht ist stark und wie ein Dracheund wartet schlafend in dem Tal der
[Link] sieh: sie werden leben und sich mehrenund
nicht bezwungen werden von der Zeitund werden wachsen wie des Waldes Beeren,den
Boden bergend unter S��[Link] selig sind, die niemals sich entferntenund still
im Regen standen ohne Dach;zu ihnen werden kommen alle Ernten,und ihre Frucht wird
voll sein [Link] werden dauern �ber jedes Endeund �ber Reiche, deren Sinn
verrinnt,und werden sich wie ausgeruhte H�ndeerheben, wenn die H�nde aller St�nde
und aller V�lker m�de [Link] nimm sie wieder aus der St�dte Schuld,wo ihnen alles
Zorn ist und verworrenund wo sie in den Tagen aus Tumultverdorren mit verwundeter
[Link] denn f�r sie die Erde keinen Raum?Wen sucht der Wind? Wer trinkt des
Baches Helle?Ist in der Teiche tiefem Ufertraumkein Spiegelbild mehr frei f�r T�r
und Schwelle?Sie brauchen ja nur eine kleine Stelle,auf der sie alles haben wie ein
[Link] Armen Haus ist wie ein Altarschrein,drin wandelt sich das Ewige zur
Speise,und wenn der Abend kommt, so kehrt es leisezu sich zur�ck in einem weiten
Kreiseund geht voll Nachklang langsam in sich [Link] Armen Haus ist wie ein
[Link] Armen Haus ist wie des Kindes [Link] nimmt nicht, was Erwachsene
verlangen;nur einen K�fer mit verzierten Zangen,den runden Stein, der durch den
Bach gegangen,den Sand, der rann, und Muscheln, welche klangen;sie ist wie eine
Wage aufgehangenund sagt das allerleiseste Empfangenlangschwankend an mit ihrer
Schalen [Link] Armen Haus ist wie des Kindes [Link] wie die Erde ist des Armen
Haus:Der Splitter eines k�nftigen Kristalles,bald licht, bald dunkel in der Flucht
des Falles;arm wie die warme Armut eines Stalles, �und doch sind Abende: da ist sie
alles,und alle Sterne gehen von ihr [Link] St�dte aber wollen nur das Ihreund
rei�en alles mit in ihren [Link] hohles Holz zerbrechen sie die Tiereund brauchen
viele V�lker brennend [Link] ihre Menschen dienen in Kulturenund fallen tief aus
Gleichgewicht und Ma�,und nennen Fortschritt ihre Schneckenspurenund fahren
rascher, wo sie langsam fuhren,und f�hlen sich und funkeln wie die Hurenund l�rmen
lauter mit Metall und [Link] ist, als ob ein Trug sie t�glich �ffte,sie k�nnen gar
nicht mehr sie selber sein;das Geld w�chst an, hat alle ihre Kr�fteund ist wie
Ostwind gro�, und sie sind kleinund ausgehohlt und warten, da� der Weinund alles
Gift der Tier- und Menschens�ftesie reize zu verg�nglichem Gesch�[Link] deine
Armen leiden unter diesenund sind von allem, was sie schauen, schwerund gl�hen
frierend wie in Fieberkrisenund gehn, aus jeder Wohnung ausgewiesen,wie fremde Tote
in der Nacht umher;und sind beladen mit dem ganzen Schmutzeund wie in Sonne
Faulendes bespien, �von jedem Zufall, von der Dirnen Putze,von Wagen und Laternen
[Link] gibt es einen Mund zu ihrem Schutze,so mach ihn m�ndig und bewege
ihn.O wo ist der, der aus Besitz und Zeitzu seiner gro�en Armut so erstarkte,da� er
die Kleider abtat auf dem Markteund bar einherging vor des Bischofs [Link]
Innigste und Liebendste von allen,der kam und lebte wie ein junges Jahr;der braune
Bruder deiner Nachtigallen,in dem ein Wundern und ein Wohlgefallenund ein Entz�cken
an der Erde [Link] er war keiner von den immer M�dern,die freudeloser werden nach
und nach,mit kleinen Blumen wie mit kleinen Br�dernging er den Wiesenrand entlang
und [Link] sprach von sich und wie er sich verwende,so da� es allem eine Freude
sei;und seines hellen Herzens war kein Ende,und kein Geringes ging daran [Link]
kam aus Licht zu immer tieferm Lichte,und seine Zelle stand in [Link]
L�cheln wuchs auf seinem Angesichteund hatte seine Kindheit und Geschichteund wurde
reif wie eine M�[Link] wenn er sang, so kehrte selbst das Gesternund das
Vergessene zur�ck und kam;und eine Stille wurde in den Nestern,und nur die Herzen
schrieen in den Schwestern,die er ber�hrte wie ein Br�[Link] aber l�sten
seines Liedes Pollensich leise los aus seinem roten Mundund trieben tr�umend zu den
Liebevollenund fielen in die offenen Corollenund sanken langsam auf den
Bl�[Link] sie empfingen ihn, den Makellosen,in ihrem Leib, der ihre Seele
[Link] ihre Augen schlossen sich wie Rosen,und voller Liebesn�chte war ihr Haar.
Und ihn empfing das Gro�e und [Link] vielen Tieren kamen Cherubim,zu sagen, da�
ihr Weibchen Fr�chte bringe, �und waren wundersch�ne Schmetterlinge:denn ihn
erkannten alle Dingeund hatten Fruchtbarkeit aus [Link] als er starb, so leicht
wie ohne Namen,da war er ausgeteilt: sein Samen rannin B�chen, in den B�umen sang
sein Samenund sah ihn ruhig aus den Blumen [Link] lag und sang. Und als die
Schwestern kamen,da weinten sie um ihren lieben Mann.O wo ist er, der Klare,
hingeklungen?Was f�hlen ihn, den Jubelnden und Jungen,die Armen, welche harren,
nicht von fern?Was steigt er nicht in ihre D�mmerungen � der Armut gro�er
Abendstern.

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