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VI Pflege Von Menschen Mit Speziellen... - I Care

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 Kluskampstraße 33 Zeinab Hmidoush


Tab. 44.1 Die wichtigsten Medikamente bei Herzerkrankungen. 
Home Mein I care Suche in E-Books...  Logout

 
Wirkstoffgruppe häufig verwendete Therapieziel/Anwendung Nebenwirkungen/Beobachtungsaspekte

 I care Pflege Wirkstoffe und


Handelsnamen

Betablocker
 Metoprolol: Beloc-  Senkung der Herzfrequenz →  Gefahr der Bradykardie → regelmäßige Pulskontrolle
 Zok Suche in I care Pflege
weniger Sauerstoffverbrauch

 Gefahr eines Asthmaanfalls → adäquates Handeln (vgl. Pflege bei
 Bisoprolol: Concor  bei KHK/Herzinfarkt, bei Lungenerkrankungen)
bestimmten tachykarden Lizenzen  PDF + Playlist  Empfehlen
Rhythmusstörungen

Kalziumantagonisten
VI Pflege von Menschen mit speziellen Erkrankungen > 44 Pflege von 
Gefahr der Hypotonie → regelmäßige RR-Kontrolle

 Nifedipin:Menschen
Adalat mit Erkrankungen
Hemmung der des Herzens (S. 892-917)
Kontraktionskraft
des Herzens → Schlagkraft und
 Nisoldipin: Schlagfrequenz sinken →
Baymycard Tobias Herbers Sauerstoffbedarf des Herzens und
Blutdruck sinken

Aktuelle Auflage  VI Pflege



von Menschen mit speziellen
bei arterieller Hypertonie

Nitrate
Quelle: I care Pflege. 2., 
Erkrankungen
 
Glyceroltrinitrat Weitstellung der Gefäße → verengte senken den Blutdruck, bei Gabe vorher Blutdruck messen (syst. > 100
überarbeitete Auflage. (Nitroglyzerin): Herzkranzarterien bei Angina mmHg)
Stuttgart: Thieme; 2020. Corangin pectoris werden weiter
44 Pflege von Menschen mit Erkrankungen des Herzens (S. 892-

können Kopfschmerzen induzieren → bei rezidivierenden Kopfschmerzen an
Nitrospray
doi:10.1055/b-006-163255 → zum Herzen führende Venen Nitratkopfschmerz denken, Info an Arzt

© 2020 Georg Thieme Verlag KG


 917)
Isosorbitdinitrat können mehr Blut aufnehmen →
 Nitrospray sollte nicht in der Hosentasche getragen werden, da der Wirkstoff
(ISDN): Isoket Herz erhält weniger Blut →
Georg Thieme Verlag, Rüdigerstr. wärmeempfindlich ist
Senkung der Vorlast des Herzens
14, 70469 Stuttgart, Deutschland.
Tobias Herbers, Antje Strauß („Pflege bei angeborenen Herzfehlern“), Sabine Krug (Komplexes Fallbeispiel)
 in Akutsituationen bei Angina
Videos anzeigen pectoris, KHK, Herzinfarkt

ACE-Hemmer
In h alt  
Ramipril: Delix  Weitstellung der arteriellen Gefäße  Gefahr der Hypotonie, insbesondere bei Ersteinnahme → Patient wird
→ Senkung der Nachlast schrittweise auf das Medikament eingestellt, dabei engmaschige RR-Kontrolle
 Enalapril:
+ I Grundlagen des PflegeberufsBenalapril  hemmt die Gewebeveränderung des  Reizhusten möglich → wenn belastend für den Patienten, Arzt informieren

+ II Mit Menschen arbeiten

+ III Pflegebasismaßnahmen Schließen

+ IV Pflegetechniken

+ V Menschen in
unterschiedlichen Settings pflegen
+ VI Pflege von Menschen mit
speziellen Erkrankungen
+ Quellenverzeichnis

Sachverzeichnis

+ Titelei

Bild er 

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Schnellzugriff
 44.1 Kompetent pflegen
 44.2 Bedeutung für den Menschen
 44.3 Auffrischer Anatomie und Physiologie
 44.4 Pflegebasismaßnahmen
 44.5 Mitwirken bei der Diagnostik
 44.6 Übersicht über die wichtigsten Medikamente
 44.7 Erkrankungen des Herzens

44.1 Kompetent pflegen



Herzerkrankungen zählen zu den gefährlichsten Leiden des Menschen. Beispiel Herzinfarkt: Auch heute noch
sterben ca. 30% der Infarktpatienten bevor sie eine Klinik erreichen. Gleichzeitig sind Menschen, die am Herzen
erkrankt sind aufgrund einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz), oft auch im Alltag massiv eingeschränkt. Um
Pflegeempfänger im Rahmen des Pflegeprozesses kompetent zu pflegen, benötigen Pflegefachkräfte vielfältige
Kompetenzen.

In diesem Kapitel lernen Sie u.a.,

 was eine Erkrankung des Herzens für einen Menschen bedeuten kann.

 wie das Herz aufgebaut ist und wie es funktioniert.

 welche Pflegephänomene, Symptome und Probleme bei Menschen mit Erkrankungen des Herzens häufig zu
beobachten sind.

 wichtige Pflegebasismaßnahmen mit dem Fokus auf Gesundheitsförderung, Prävention und Kuration.

  wie Sie die Ressourcen des Pflegeempfängers gezielt für die individuelle Planung und Durchführung der
Pflege nutzen können.

 wie Sie die Pflege bei Menschen aller Altersstufen mit Erkrankungen des Herzens verantwortlich planen,
organisieren, gestalten, durchführen, steuern und evaluieren können.

44.2 Bedeutung für den Menschen


Mein Pflegeempfänger
Herr Bauer*

„Ich heiße Karl Bauer und bin 82 Jahre alt. Früher war ich viel unterwegs und ein richtiger Lebemensch. Geraucht
habe ich immer gerne. Vor über 20 Jahren hatte ich dann meinen ersten Herzinfarkt. Ich dachte, ich muss sterben.
Seitdem hat sich einiges für mich verändert, doch die Herzprobleme habe ich nie so richtig in den Griff bekommen.
Jetzt habe ich dicke Beine und bekomme oft schlecht Luft. Inzwischen kommen meine Frau und ich zu Hause nicht
 Abb. 44.1 Der Blutfluss durch
das Herz. Das venöse Blut aus mehr alleine zurecht. Deshalb sind wir zu unserem Sohn und seiner Familie gezogen.“ → siehe „komplexes
dem Körperkreislauf gelangt Fallbeispiel“
über den rechten Vorhof und
durch die Trikuspidalklappe... *Fallbeispiel fiktiv, Namen frei erfunden

Eine Herzerkrankung ist für viele Pflegeempfänger sehr bedrohlich. Sie haben Angst und machen sich große
Sorgen, zumal ihr „zentrales Organ“ betroffen ist, das sie am Leben hält. In der Klinik, stationären
Pflegeeinrichtung oder auch der ambulanten Pflege werden Ihnen wahrscheinlich oft Menschen mit einer
Herzinsuffizienz begegnen, da mehr oder weniger alle Herzerkrankungen in eine Herzschwäche münden. Viele alte
Menschen leben, oft als Folgeleiden einer koronaren Herzkrankheit (KHK) oder einer arteriellen Hypertonie, mit
einer Herzinsuffizienz. Im Idealfall sind sie medikamentös so eingestellt, dass sie gut damit leben können. Andere
können sich kaum belasten und ihren Alltag ohne Hilfe nicht meistern. Aber auch junge Menschen können unter
einer Herzinsuffizienz leiden. Gründe hierfür sind angeborene Herzmuskelerkrankungen oder eine verschleppte
Herzmuskelentzündung.
 Abb. 44.2 Vitalparameter. Puls
(a) und Vitalparameter Das Spektrum der Herzerkrankungen ist groß: Zum ganzen Bild gehört auch der Säugling mit angeborenem
Blutdruck (b) sollten bei Herzfehler (und seine besorgte Familie), der evtl. nur mithilfe einer Operation überleben kann. Das bereits
akuten kardialen mehrfach operierte Kind mit angeborenem Herzfehler erlebt eine andere Kindheit als ein gesundes Kind. Auch für
Erkrankungen 3-mal täglich...
die betroffenen Familien ist diese Situation nicht einfach. Häufig sind angeborene Herzfehler auch verbunden mit
einem Gendefekt. Viele Kinder mit Trisomie 21 haben einen angeborenen Herzfehler.

Pflegende begleiten Menschen mit Herzerkrankung und ihre Bezugspersonen in diesen unterschiedlichen
Lebenssituationen individuell, je nach Situation.


Komplexes Fallbeispiel
Herr Bauer* – „Es wird immer schwerer“

Karl Bauer ist 82 Jahre alt und leidet seit mehreren Jahren an einer ausgeprägten Herzinsuffizienz. In seiner Jugend
war er sportlich sehr aktiv, doch durch den Job als Versicherungskaufmann wurde es immer schwerer, regelmäßig
Sport zu treiben. Oft kam er nach einem langen Tag im Büro erst spät nach Hause, schlief wenig und rauchte viel. In
 Abb. 44.3 Belastungsgrenze. stressigen Zeiten bis zu einer Schachtel täglich. Auch seine Ernährung kam meist zu kurz, so aß er oft einfach das,
Vor und nach allen was es gerade im Büro oder beim Bäcker gab.
pflegerischen Maßnahmen
sollte der Pflegeempfänger Im Alter von 56 Jahren erlitt er dann einen Herzinfarkt. Ganz plötzlich hatte er so einen brennenden Schmerz in der
immer wieder nach seinem... Brust, der sich bis in den linken Arm und den Kiefer zog. Er hatte furchtbare Angst und dachte, er müsse sterben.
Zum Glück war er mit seiner Frau an diesem Abend zu Hause gewesen. Sie hatte direkt den Notarzt alarmiert.

Durch das Ereignis veränderte sich das Leben von Herrn und Frau Bauer stark. Herr Bauer hörte mit dem Rauchen auf
und ließ sich in eine andere, weniger stressige Abteilung in der Firma versetzen. Auch etwas Sport versuchte er in
seinen Alltag zu integrieren, so fuhr er 2-mal in der Woche mit dem Rad zur Arbeit. Auch die vom Arzt verordneten
Medikamente nahm er regelmäßig. Doch trotz aller Bemühungen war sein Blutdruck (RR) nur schwer in den Griff zu
bekommen. Bei den Verlaufskontrollen zeigten sich immer wieder erhöhte Werte (RR 160/100 mmHg) und auch die
Cholesterinwerte waren deutlich zu hoch. Im Laufe der Jahre entwickelte sich bei ihm eine globale Herzinsuffizienz.

Seit Herr Bauer und seine Frau nun im Ruhestand sind, verbringen sie viel Zeit miteinander und gehen gemeinsamen
Aktivitäten nach. Ihre große Leidenschaft sind Theaterbesuche, Lesungen, aber auch Weinproben und gepflegtes
Essen. Doch seit ein paar Wochen kommt Herr Bauer kaum noch aus dem Haus und die Einschränkungen werden
immer größer. Die ausgeprägten Ödeme an den Beinen machen ihm das Gehen schwer und die Dyspnoe lässt ihn
schnell ermüden. Zunächst hatte er die Dyspnoe nur unter Belastung. Doch jetzt klagt er immer häufiger auch in
 Abb. 44.5 Herzzyklus im
normalen EKG. Schematischer Ruhe über Atemnot.
Herzzyklus Herzzyklus EKG im
EKG. Die einzelnen Phasen des Schließlich verschlechtert sich sein Zustand so, dass Herr Bauer notfallmäßig ins Krankenhaus muss. Obwohl es ihm
Herzzyklus sind als... nach der Behandlung deutlich besser geht, beschließen Herr und Frau Bauer nach der Entlassung, zu ihrem Sohn zu
ziehen – das haben sie schon länger so in der Familie besprochen und geplant.

Seitdem erleben die beiden eine deutliche Entlastung. Frau Bauer kocht weiterhin jeden Tag für sich und ihren Mann,
aber die Einkäufe und den Wohnungsputz übernimmt die Schwiegertochter. Durch diese Unterstützung kann das
Ehepaar sich die vorhandenen Kräfte besser einteilen und die gemeinsame Zeit wieder mehr genießen. Langfristig
überlegen sie, einen ambulanten Pflegedienst hinzuzuziehen, um die Schwiegertochter zu entlasten.

 Abb. 44.6 Monitor-EKG. Die


Elektroden Monitor-EKG
werden nach dem
Ampelschema befestigt.

 Abb. 44.8 Ausdruck eines


Ruhe-EKGs. Normalbefund
eines Ruhe-EKGs. Links sehen
Sie die 6
Extremitätenableitungen und...

Lernaufgaben

1. Lesen Sie das Fallbeispiel von Herrn Bauer (erneut). Sowohl sein ungesunder Lebensstil als auch der
stressige Job spielen im Zusammenhang mit der Entwicklung einer Herzerkrankung eine große Rolle.
Abb. 44.9 Fußpulse. Vor der Nennen Sie die Risikofaktoren, die Sie bei Herrn Bauer identifizieren können, und überlegen Sie, wie Sie als

Untersuchung werden die Pflegefachkraft auf diese Einfluss nehmen können.
Fußpulse getastet. Gleichzeitig
wird auf die Hautfarbe, die 2. Welche Leitsymptome weisen bei Herrn Bauer auf eine Links-, welche auf eine Rechtsherzinsuffizienz hin?
Hauttemperatur und die...
3. Setzen Sie sich mit der Pflegediagnose „Verminderte Herzleistung“ auseinander und legen Sie anhand der
bestimmenden Merkmale und beeinflussenden Faktoren dar, inwiefern diese Pflegediagnose auf Herrn
Bauer zutrifft. Überlegen Sie anschließend, welche weiteren Pflegediagnosen auf Herrn Bauer zutreffen
könnten.

4. Frau Bauer hat in der Akutsituation schnell die Situation erkannt und den Notarzt alarmiert. Versuchen Sie
in logischer Reihenfolge alle Notfallmaßnahmen aufzuzählen, die in dieser Situation relevant sind.
Begründen Sie die aufgeführten Maßnahmen mit der entsprechenden Wirkung.

5. Herr und Frau Bauer kommen derzeit mit der Unterstützung ihrer Familie gut zurecht. Langfristig möchten
sie jedoch zur Entlastung der Familie einen ambulanten Pflegedienst hinzuziehen. Welchen potenziellen
Unterstützungs- und Beratungsbedarf sehen Sie bei Herrn Bauer und seiner Frau (aktuell und langfristig)?
Welche Angebote könnte ein ambulanter Pflegedienst dem Ehepaar unterbreiten?

Weitere Lernaufgaben und Lösungsvorschläge finden Sie unter [Link]/icare-lernaufgaben oder



indem Sie die Abbildung scannen bzw. den Code 1365701 eingeben.

*Fallbeispiel fiktiv, Namen frei erfunden

44.3 Auffrischer Anatomie und Physiologie

Das Herz ist ein kräftiger Muskel, dessen rechte Hälfte das sauerstoffarme Blut zur Lunge und dessen linke Hälfte
das sauerstoffreiche Blut in den Körper pumpt. Es liegt im Mediastinum und wird vom Herzbeutel (Perikard)
umgeben. Das Herz hat die Form eines Kegels mit Herzbasis und Herzspitze, Vorderwand und Hinterwand.

Aufbau des Herzens

Die rechte und die linke Herzhälfte (Abb. 44.1) werden durch die Herzscheidewand (Septum) voneinander
getrennt. Jede Herzhälfte besitzt einen Vorhof (Atrium) und eine Kammer (Ventrikel). Zwischen den
 Video „Arteriosklerose“ Kammern und den Vorhöfen bzw. den Kammern und den großen Gefäßen (Aorta und Truncus pulmonalis)
befinden sich insgesamt 4 Klappen:

 Die Mitralklappe (Bikuspidalklappe) trennt den linken Vorhof von der linken Kammer.

 Die Trikuspidalklappe trennt den rechten Vorhof von der rechten Kammer.

 Die Pulmonalklappe liegt zwischen rechter Kammer und Truncus pulmonalis.

 Die Aortenklappe liegt zwischen linker Kammer und Aorta.

Die Mitral- und die Trikuspidalklappe werden als Segelklappen bezeichnet, die Pulmonal- und Aortenklappe als
Taschenklappen. Die Herzklappen sorgen dafür, dass das Blut nur in eine Richtung fließt.

Feinbau des Herzens

Von innen nach außen besteht die Herzwand aus 4 Schichten: Endokard, Myokard und Epikard. Das Epikard ist
Teil des Herzbeutels (Perikard). Zwischen Epikard und den äußeren Schichten des Herzbeutels liegt die
 Abb. 44.10 Herzbettlage. Perikardhöhle. Sie ist mit einem dünnen Flüssigkeitsfilm gefüllt und ermöglicht es dem Herzen, sich gegen
(Video) Um das Herzbettlage umliegende Strukturen zu verschieben.
Herz zu entlasten, wird der
Pflegeempfänger in Koronargefäße
Herzbettlage gebracht...
Sie versorgen das Herz mit Sauerstoff. Die rechte Herzkranzarterie (A. coronaria dextra) versorgt meist die
Wand des rechten Vorhofs und der rechten Herzkammer. Die linke Herzkranzarterie teilt sich in den Ramus
interventricularis anterior (RIVA oder LAD) und den Ramus circumflexus (RCX). Sie versorgen bei den meisten
Menschen den linken Vorhof, die linke Herzkammer und die Herzscheidewand.

Erregungsbildungs- und -leitungssystem

Das Herz schlägt unabhängig vom zentralen Nervensystem des Körpers in einem eigenen (autonomen) Rhythmus.
Dabei erzeugen spezialisierte Herzmuskelzellen (Schrittmacherzellen) elektrische Impulse, die über die Zellen
des Erregungsleitungssystems weitergegeben werden. Der primäre Taktgeber (Schrittmacher) ist dabei der
Sinusknoten in der Wand des rechten Vorhofs. Die dort entstehende Erregung breitet sich über die Zellen des
Vorhofmyokards aus und erreicht den AV-Knoten. Er leitet den Impuls etwas verzögert an das His-Bündel
 Abb. 44.11 Nitroglyzerin. Das weiter, damit die Vorhofkontraktion vor der Kammerkontraktion beendet ist. Über die Tawara-Schenkel wird die
Nitrospray Nitrospray wird in Erregung dann an die Purkinje-Fasern weitergegeben. Sie sind für die Erregung der Muskelzellen der
Notfallsituationen, z.B. bei
einem akuten Koronarsyndrom Herzkammern verantwortlich.
oder bei einem Herzinfarkt...
Die Herzfrequenz wird also primär vom Sinusknoten bestimmt und beträgt beim Erwachsenen 60–80
Schläge/min. Bei Neugeborenen und Säuglingen ist sie mit 120–150 Schlägen/min fast doppelt so hoch. Bei
Bedarf passt das vegetative Nervensystem (Sympathikus und Parasympathikus) die Herzleistung (Frequenz,
Schlagvolumen bzw. Kontraktionskraft und Überleitungsgeschwindigkeit im AV-Knoten) den aktuellen Umständen
an und moduliert so die vom Sinusknoten vorgegebene Frequenz. Bei Erwachsenen liegt das Schlagvolumen in
Ruhe normalerweise bei ca. 70 ml und das Herzzeitvolumen (HZV) bei ca. 5 l/min.

Herzzyklus

Er besteht aus einer Kontraktionsphase (Systole) und einer Erschlaffungsphase (Diastole). Während der
Systole wird Blut aus den Kammern in die Aorta bzw. den Truncus pulmonalis gepumpt. Während der Diastole
werden die Herzkammern wieder mit Blut gefüllt.

 Abb. 44.12 Frühmobilisation.


Bei der Frühmobilisation
Herzinfarkt Frühmobilisation
muss darauf geachtet werden,
den Patienten nicht...

 Abb. 44.13 Kardial bedingtes


Ödem. Drückt man das Ödem
Ödem kardiales mit den
Fingern ein, bleibt eine Delle
bestehen. Typischerweise...

 Abb. 44.15
Herzrhythmusstörungen.
Übersicht
Herzrhythmusstörung über die
wichtigsten...
Abb. 44.1 Der Blutfluss durch das Herz.

Das venöse Blut aus dem Körperkreislauf gelangt über den rechten Vorhof und durch die Trikuspidalklappe in die rechte
Kammer. Anschließend gelangt es durch die Pulmonalklappe in den Lungenkreislauf. Aus dem Lungenkreislauf erreicht
das jetzt sauerstoffreiche Blut zunächst den linken Vorhof. Von dort fließt es durch die Mitralklappe in die linke
Kammer. Diese pumpt es durch die Aortenklappe in die Aorta und damit in den Körperkreislauf. (Abb. aus: Bommas-
Ebert U, Teubner P, Voß R. Kurzlehrbuch Anatomie und Embryologie. Thieme; 2011.)

44.4 Pflegebasismaßnahmen

Abb. 44.16 Verbotsschild. Menschen mit einer Herzerkrankung sind häufig körperlich eingeschränkt, da sie nicht mehr so leistungsfähig und

Überall dort, wo dieses Symbol belastbar sind. Inwiefern ein Mensch pflegerische Unterstützung benötigt, hängt vom Ausmaß dieser
angebracht ist, sollten sich Einschränkung ab. Die individuelle Belastungsgrenze des Pflegeempfängers und der entsprechende pflegerische
Menschen mit
Herzschrittmachern nicht... Unterstützungsbedarf werden ermittelt, indem der Patient immer wieder nach seinem Befinden gefragt, die
Vitalparameter erfasst und der Patient genau beobachtet wird (Abb. 44.3).

Beachten Sie bei Erkrankungen des Herzens die folgenden Pflegebasismaßnahmen. Informationen zur speziellen
Pflege finden Sie bei den jeweiligen Erkrankungen ab Kap. Erkrankungen des Herzens.

Wahrnehmen und Beobachten

Bei Menschen mit Herzerkrankungen begegnen Pflegefachkräfte u.a. dem Pflegephänomen „gestörte Regulation
von Blutdruck und Blutzirkulation“. Typische Symptome und pflegerische Probleme dabei sind z.B.:

 auffällige Vitalparameter: Pflegefachkräfte kontrollieren und dokumentieren die Vitalparameter von


Menschen mit Herzerkrankungen engmaschig. Auffälligkeiten und Veränderungen werden dem Arzt
mitgeteilt. Die Normwerte und Abweichungen von Puls, Blutdruck und Atmung können Sie im Kap.
„Vitalparameter“ nachlesen. Puls und Blutdruck lassen wichtige Rückschlüsse auf die Pumpfunktion des

Herzens zu. Sie sollten bei akuten kardialen Erkrankungen 2–3-mal täglich und zusätzlich während
körperlicher Belastung (z. B. der morgendlichen Grundpflege) kontrolliert werden (Abb. 44.2). In der
ambulanten und stationären Langzeitpflege legt der Arzt die Messintervalle fest. Besonderheiten bei der
Erfassung der Vitalparameter:

 Puls erfassen: Bei der Pulskontrolle sollte eine volle Minute lang ausgezählt werden, um
Herzrhythmusstörungen zu erkennen.

 Tachykardie: Eine erhöhte Pulsfrequenz (> 100 Schläge/min) kann für eine Überanstrengung des
erkrankten Herzens, für eine Herzrhythmusstörung, oder eine Medikamentennebenwirkung (z. B.
Beta2-Sympathomimetika) sprechen.

 Bradykardie: Eine niedrige Pulsfrequenz (< 60 Schläge/min), die neu auftritt, kann Zeichen eines
akuten Problems sein (z. B. Digitalisüberdosierung)

 Blutdruck: Menschen mit einer Herzerkrankung nehmen häufig Herzmedikamente ein, die den
 Blutdruck senken (z. B. Nitrate, Betablocker). Die Wirkung der Medikamente sollte durch regelmäßige
Blutdruckkontrollen überwacht werden.

 Palpitationen: Viele Menschen klagen über „Herzstolpern“ oder „Herzrasen“ (sog. Palpitationen).
Dieses vermeintlich „harmlose“ Symptom kann auch durch Herzrhythmusstörungen ausgelöst
werden.

 Atmung: Feuchte Atemgeräusche weisen auf ein Lungenödem hin. Atemnot (Dyspnoe) kann auf eine
Herzinsuffizienz hinweisen, hervorgerufen durch eine Herzrhythmusstörung oder einen Herzinfarkt.
Hier wird unterschieden in:

 Belastungsdyspnoe und Ruhedyspnoe

 akute und chronische Dyspnoe

 Synkopen, Schwindel und Palpitationen weisen bspw. auf eine Herzrhythmusstörungen hin

 Ödeme sind pathologische Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe. Kardial bedingte Ödeme treten häufig
 Abb. 45.1 Das bei Herzinsuffizienz auf. Der Unterschied zwischen dem kardial bedingten Ödem und dem Lymphödem ist,
Kreislaufsystem. Gefäße, die
dass das kardial bedingte Ödem wegdrückbar ist. Das Lymphödem hingegen ist hart und lässt sich nicht
sauerstoffreiches Blut führen,
sind rot gezeichnet, Gefäße, wegdrücken.
die sauerstoffarmes Blut...
 Zyanose: Sind Haut und Schleimhäute bläulich verfärbt, spricht man von Zyanose. In diesem Fall ist die
Sauerstoffsättigung im Blut vermindert. Bei bestimmten Herzfehlern oder beim akuten Lungenödem kann
eine Zyanose auftreten.

 Thoraxschmerzen: Akute Schmerzen im Thorax (Brustkorb) und in der Schulter können auf einen
Herzinfarkt oder eine Aortendissektion hinweisen. Es müssen Erstmaßnahmen eingeleitet werden.


Merke
Abweichungen

Puls und Blutdruck sollten sich im Normbereich befinden. Auffälligkeiten (z.B. in Form einer Hypertonie oder
Tachykardie) belasten das Herz und sollten, vor allem wenn sie neu auftreten, einem Arzt mitgeteilt werden.
 Abb. 45.2 Fetaler und
kindlicher Kreislauf.
Blutkreislauf fetaler (Abb.
nach: Schwegler J, Lucius R.
Kreislauf von Fetus... Weitere Symptome im Rahmen des Pflegephänomens „gestörte Regulation von Blutdruck und Blutzirkulation“
finden Sie auch im Kap. „Pflege von Menschen mit Erkrankungen des Kreislauf- und Gefäßsystems“.

 Abb. 45.3 Antikoagulation und


Thrombolyse. Was bei
Antikoagulation
Antikoagulation und...

Abb. 44.2 Vitalparameter.

Puls (a) und Blutdruck (b) sollten bei akuten kardialen Erkrankungen 3-mal täglich, bei körperlicher Belastung und bei
pflegerischen Maßnahmen kontrolliert werden. (Foto: K. Oborny, Thieme)

Mobilisation, Positionierung und Schlaf

Die pflegerische Unterstützung bei der Mobilisation und der Positionierung ist abhängig von der individuellen
Belastungsgrenze des Pflegeempfängers (Abb. 44.3).

 Abb. 45.5 Hypertonie.  Mobilisation: Bei chronischen Verläufen ist es wichtig, dass der Pflegeempfänger in Bewegung bleibt, da
Übersicht Hypertonie über
Bluthochdruck, mögliche körperliche Schonung und Bewegungsmangel die Erkrankung verschlechtern kann. Pflegefachkräfte
Komplikationen und unterstützen dabei, die Mobilität zu erhalten und zu fördern. Auch Physiotherapie und Herzsportgruppen
Folgeerkrankungen. fördern die Gesundheit und helfen dabei, mobil zu bleiben. Die Mobilisation erfolgt meist stufenweise. Das
bedeutet, dass die Belastung des Pflegeempfängers täglich gesteigert wird. Der Stufenplan wird i.d.R.
gemeinsam mit dem Arzt und der Physiotherapie erstellt. Während der Mobilisation müssen Pflegende
sensibel für Veränderungen sein. Bei Dyspnoe, Schmerzen, Unwohlsein müssen die Maßnahmen
abgebrochen werden und es sind die Vitalparameter zu erheben. Auffälligkeiten sind zu dokumentieren und
ggf. dem Arzt mitzuteilen. Ein Stufenplan kann bspw. so aussehen:

1. Tag: Sitzen an der Bettkante

2. Tag: Stehen vor dem Bett

3. Tag: Eine Stunde Sitzen im Mobilisationsstuhl

 Oberkörperhochlage: Meist wird die Positionierung in Oberkörperhochlage oder die Herzbettlage (Abb.
 Abb. 45.7 Vorkommen der
44.10) als angenehm wahrgenommen, da das Herz so entlastet wird.
pAVK. Die pAVK pAVK =
periphere arterielle 
Verschlusskrankheit Bettruhe: In manchen Fällen (z.B. bei einer akuten Herzinsuffizienz) kann es nötig werden, dass der
Vorkommen kommt zwar... Patient Bettruhe einhalten muss. Das muss ein Arzt schriftlich anordnen. Bei Bettruhe müssen Maßnahmen
zur Dekubitus-, Thrombose-, Kontrakturenprophylaxe angewendet werden.

 Abb. 45.9 Beintieflage. Bei


einer pAVK pAVK = periphere
arterielle Verschlusskrankheit
Beintieflage sollten die Beine
in Ruhe tief positioniert...

 Abb. 45.10 Akuter


Arterienverschluss. Je
nachdem, welche
Arterienverschluss, akuter
Arterie verschlossen ist und...

Abb. 44.3 Belastungsgrenze.

Vor und nach allen pflegerischen Maßnahmen sollte der Pflegeempfänger immer wieder nach seinem Befinden befragt
werden. (Foto: K. Oborny, Thieme)

Körperpflege und Bekleidung

Inwieweit ein Pflegeempfänger Unterstützung bei der Körperpflege benötigt, ist ebenfalls abhängig von der
individuellen Belastungsgrenze. Unter Umständen ist eine komplette Übernahme der Körperpflege im Bett nötig
(z.B. im Akutstadium von Herzinfarkt, bei akuter Herzinsuffizienz oder nach einem operativen Eingriff).

Abb. 45.11 Risikofaktoren  Wassertemperatur: Grundsätzlich wird von warmem Duschen und Vollbädern abgeraten. Unter dem

verringern. Betroffene sollten Einfluss von warmem Wasser erweitern sich die Gefäße. Dadurch besteht die Gefahr, dass das Blut in den
wissen, wie sie eine
peripheren Gefäßen versackt und es zu einem Blutdruckabfall kommt.
Venenthrombose tiefe = TVT
Prophylaxe Thrombose in...  Kräfte einteilen: In der Dusche sollte es eine Sitzmöglichkeit geben, damit sich der Pflegeempfänger bei
Bedarf ausruhen kann.

Medikamentenmanagement

Pflegefachkräfte sorgen für die regelmäßige Einnahme der Medikamente, um die Herz-Kreislauf-Funktion stabil zu
halten. Sie überwachen die Therapie und achten auf mögliche unerwünschte Wirkungen (Tab. 44.1).

Psychosoziale Begleitung

Bei Erstdiagnosen oder Diagnosen, die eine Verschlechterung der Krankheit zeigen, sind Betroffene und ihre
Bezugspersonen oft sehr verunsichert und benötigen häufig psychische Begleitung. Es quälen sie Fragen, wie die
Krankheit in ihr Leben integriert werden kann, welche Auswirkungen sie haben wird und welche Komplikationen
eintreten können. Pflegende sollten versuchen, dem Pflegeempfänger und seinen Bezugspersonen bei der
 Abb. 45.12 Ulcus cruris
venosum. Besteht die venöse Beantwortung dieser Fragen zu helfen und ggf. Informationen an Kolleginnen und/oder den Arzt weitergeben,
Ulcus cruris venosum damit Hilfestellungen organisiert werden können. Grundsätzlich sollten Pflegefachkräfte Gesprächsbereitschaft
Insuffizienz sehr lange, signalisieren und dem Betroffenen die Möglichkeit geben, über seine Ängste, Sorgen und Nöte zu sprechen (z.B.
entsteht ein Ulcus cruris...
längerer Ausfall am Arbeitsplatz).

Informieren, Schulen, Anleiten, Beraten

Wegen des chronischen Charakters vieler Herzerkrankungen ist es wichtig, dass Patienten vor der Entlassung aus
dem Krankenhaus individuell informiert, beraten, angeleitet oder geschult werden.

 Über Erkrankung, Verlauf und mögliche Symptome informieren: Zur Reintegration des
Pflegeempfängers in den Alltag muss er ärztlich wie pflegerisch über seine Erkrankung aufgeklärt sein.
Besonders nach der Erstdiagnose sind viele Patienten verunsichert und fragen sich, wie es mit ihnen
weitergeht. Hier ist es nötig, zusammen mit dem Arzt einen individuellen Reintegrationsplan für die Zeit
nach der Entlassung zu erarbeiten. In vielen Krankenhäusern wird diese Aufgabe durch den zuständigen
Sozialdienst erledigt. Hier werden zusammen mit dem Patienten Rehabilitationsmaßnahmen und häusliche
 Abb. 45.13 Varikosis. Varikosis Hilfen erarbeitet.
a Besenreiservarizen.
Besenreiservarize (Abb. aus:  Umgang mit Medikamenten: Vor der Entlassung des Patienten sollte er darüber aufgeklärt werden, wie
Arastéh K, Baenkler H, Bieber wichtig die regelmäßige Einnahme seiner Medikamente ist, um Komplikationen (z.B. Herzinfarkt oder
C et al., Hrsg. Duale Reihe...
Dekompensation einer Herzinsuffizienz) zu vermeiden. Es muss sichergestellt werden, dass er seine
Notfallmedikamente (z. B. Nitrospray) korrekt anwendet. Hier gilt es, den Pflegeempfänger insbesondere
dafür zu sensibilisieren, wann eine Einnahme sinnvoll ist (z. B. bei akuter Brustenge) und wann nicht (z. B.
bei einem grippalen Infekt). Zudem sollte er mögliche unerwünschte Nebenwirkungen seiner Medikamente
kennen, z. B. „Nitratkopfschmerz“ bei Nitrateinnahme, verstärkte Blutungsgefahr bei Antikoagulanzien,
Muskelschmerzen bei Statinen, neu auftretende Rhythmusstörungen bei Antiarrhythmika (Tab. 44.1).

 Risikofaktoren kennen und abbauen: Der Patient muss durch den Arzt über den lebenslangen Verlauf
seiner Erkrankung aufgeklärt werden. Auch sollte er die sog. kardiovaskulären Risikofaktoren wie Rauchen,
Bewegungsmangel, Stress, Übergewicht oder fettreiche Ernährung kennen und bestenfalls abbauen.
Unterstützung kann er in Herzsportgruppen (Abb. 44.4) oder im Rahmen eines Rehaaufenthalts erhalten.
Unter der Anleitung von Physiotherapeuten und Ärzten können Risikofaktoren identifiziert und alternative
 Abb. 45.14 Prophylaxe Verhaltensweisen aufzeigt werden.
Thrombophlebitis.
Regelmäßige sterile  Fortsetzung der im Krankenhaus begonnenen Therapie: Pflegende sollten dem Patienten bei
Thrombophlebitis Prophylaxe Entlassung immer die Medikamente für 2–3 Tage mit nach Hause geben (besonders vor dem Wochenende
Verbandwechsel beugen...
oder vor Feiertagen). In vielen Kliniken werden Rezepte auch schon bei Entlassung mitgegeben. Ist das
nicht der Fall, muss sich der Patient die Medikamente (laut Entlassungsbrief) von seinem Hausarzt
verschreiben lassen. Ist der Patient zusätzlich körperlich stark eingeschränkt oder demenziell erkrankt,
muss er bei der Medikamentengabe durch einen ambulanten Pflegedienst unterstützt werden. Die
Organisation übernimmt der Sozialdienst des Krankenhauses. Dass Unterstützung notwendig ist, muss
durch die betreuende Pflegefachkraft festgestellt und an den behandelnden Arzt weitergegeben werden.

 Anschlusstherapie: Um einen regelmäßigen ärztlichen Rundumblick zu erhalten, kann der Patient ggf. in
ein sog. DMP (Disease-Management-Programm) vermittelt werden. Zu diesem Programm gehört, dass der
Patient in festgeschriebenen Zeiträumen einen niedergelassenen Facharzt aufsucht, der den Verlauf der
Erkrankung beobachtet, den Patienten weiterhin schult und Komplikationen früh erkennen kann. Derzeit
gibt es DMPs u.a. für Patienten mit KHK und Herzinsuffizienz.
Abb. 45.15 Lymphangitis. Das

Foto zeigt eine Lymphangitis, 
Lymphangitis die sich einen WISSEN TO GO
Tag nach einem Insektenstich
Pflegebasismaßnahmen – Herzerkrankungen
entwickelt hat. (Abb. aus:...

Bei Menschen mit Herzerkrankungen begegnen Pflegefachkräfte dem Pflegephänomen „gestörte Regulation von
Blutdruck und Blutzirkulation“.

 Wahrnehmen und Beobachten: z.B.: auffällige Vitalparameter, Synkopen, Schwindel und Palpitationen,
Ödeme, Zyanose, Thoraxschmerzen

 Mobilisation, Positionierung und Schlaf: belastungsabhängiger Stufenplan, Oberköperhochlage, ggf.


Bettruhe

 Körperpflege und Bekleidung: individuelle Unterstützung je nach Belastungsgrenze

 Medikamentenmanagement: medikamentöse Therapie überwachen

 psychosoziale Begleitung: Gesprächsbereitschaft signalisieren


 Abb. 45.16 Erysipel. Bei dieser
 Informieren, Schulen, Anleiten, Beraten: ausführliches Entlassungsmanagement
Erysipel Patientin wurde die
Haut durch ein chronisches
Lymphödem Lymphödem
geschädigt, sodass Erreger...

44.5 Mitwirken bei der Diagnostik

Am Anfang der Diagnostik stehen immer die Anamnese und die klinische Untersuchung, bei denen der Arzt
richtungsweisende Hinweise auf Art und Schwere der Herzerkrankung sammelt. Im Rahmen von
Herzerkrankungen kommen folgende apparative Verfahren zum Einsatz: Blutdruckmessung, Elektrokardiogramm,
Ultraschalluntersuchung des Herzens, Koronarangiografie. Hier erfahren Sie die wichtigen Grundlagen der
Verfahren und die jeweiligen pflegerelevanten Aufgaben.

44.5.1 Elektrokardiogramm
Mit dem Elektrokardiogramm (EKG) werden die elektrischen Abläufe des Herzens dargestellt (Abb. 44.5). So
 können Aussagen über die Herzfrequenz, den Herzrhythmus, den Ursprung der Erregungsbildung (Sinusknoten,
AV-Knoten, Myokard) und der Erregungsweiterleitung getroffen werden. Da das EKG nur elektrische Signale
erfasst, kann keine Aussage über die Herzleistung getroffen werden. Unterschieden werden das Monitor-, Ruhe-,
Belastungs- und Langzeit-EKG sowie die Telemetrie.

 Abb. 46.1 Lunge und


Lungenkreislauf. Lungenflügel,
Lunge Lungenkreislauf Abb. 44.5 Herzzyklus im normalen EKG.
Lungengefäße und
Bronchialbaum im Überblick... Schematischer Herzzyklus im EKG. Die einzelnen Phasen des Herzzyklus sind als Strecken, Wellen und Zacken
erkennbar und werden unterschiedlich bezeichnet. Diesen idealtypischen Verlauf werden Sie in einem EKG-Ausdruck so
nicht zu sehen bekommen, die einzelnen Phasen werden immer leicht abweichen. (Abb. nach: Schewior-Popp S,
Sitzmann F, Ullrich L. Thiemes Pflege. Thieme; 2017)

Monitor-EKG

Das Monitor-EKG dient der kontinuierlichen Überwachung von Patienten auf Intensiv- oder Überwachungsstationen
und zeigt kontinuierlich die EKG-Kurve an. Dazu werden 3 Elektroden am Brustkorb des Patienten nach dem
„Ampelschema“ (rot, gelb, grün, Abb. 44.6) geklebt.


Abb. 44.6 Monitor-EKG.

Die Elektroden werden nach dem Ampelschema befestigt.

Falls aus pflegerischen oder diagnostischen Gründen die Monitorüberwachung unterbrochen werden muss, z. B.
für den Toilettengang oder für die morgendliche Ganzkörperpflege, kann der Puls am Handgelenk kontrolliert
werden. Wichtig ist aber vor allem, dass der Patient beobachtet und nach seinem Wohlbefinden befragt wird.

Die Klebeelektroden sollten regelmäßig erneuert werden, um eine einwandfreie Funktion zu gewährleisten und
evtl. Hautirritationen zu vermeiden.

Ruhe-EKG

Ein Ruhe-EKG wird erstellt, wenn Verdacht auf eine Herzerkrankung besteht, wenn der Verlauf einer

Herzerkrankung beobachtet werden soll, als Routineuntersuchung vor Operationen oder bei routinemäßigen
Check-up-Untersuchungen. Ein Standard-Ruhe-EKG besteht aus 12 Ableitungen (12-Kanal-EKG), 6
Brustwandableitungen (V1–V6) und 6 Extremitätenableitungen (nach Goldberg und Einthoven).

Zunächst werden die Extremitätenableitungen befestigt. Anschließend werden die 6 Brustwandableitungen


angelegt (Abb. 44.8). Je nach Ausstattung handelt es sich hierbei um Saug- oder Klebeelektroden. Bei der
Verwendung von Saugelektroden kann es hilfreich sein, durch das Auftragen von Kontaktgel oder
Hautdesinfektionsmittel die Leitfähigkeit zu erhöhen. Starke Brustbehaarung sollte an den Elektrodenpositionen
rasiert werden. Die genaue Lokalisation der 6 Brustwandelektroden orientiert sich an den Interkostalräumen und
ist in Abb. 44.7 gezeigt.

aVR

avI

aVF

 Abb. 44.8 Ausdruck eines Ruhe-EKGs.

Normalbefund eines Ruhe-EKGs. Links sehen Sie die 6 Extremitätenableitungen und rechts die 6 Brustwandableitungen.
So sollte ein normales EKG ungefähr aussehen. (Abb. aus: Trappe H, Schuster H. EKG-Beispiel 1: Normaler
Sinusrhythmus. In: Trappe H, Schuster H, Hrsg. EKG-Kurs für Isabel. 7. Aufl. Stuttgart: Thieme; 2017)

Belastungs-EKG

Bei einem Belastungs-EKG wird ein 12-Kanal-EKG während körperlicher Belastung aufgenommen, meistens auf
dem Fahrradergometer. Durch die körperliche Belastung sollen Veränderungen am Herzen diagnostiziert werden,
die nur bei Anstrengung sichtbar werden bzw. auftreten. So können Anzeichen einer Durchblutungsstörung am
Herzen, d. h. einer koronaren Herzkrankheit (KHK) diagnostiziert werden.

Damit die Extremitätenableitungen nicht stören, werden sie am Rumpf angebracht. Parallel wird der Blutdruck
 gemessen, die Blutdruckmanschette wird dafür am Oberarm angebracht. Da es zu Komplikationen kommen kann,
muss immer ein Arzt anwesend sein, Defibrillator und Notfallmedikamente sollten bereitliegen.

Langzeit-EKG

Beim Langzeit-EKG wird über 24 Stunden ein EKG abgeleitet und aufgezeichnet. So wird ermittelt, wie sich der
Herzrhythmus während eines normalen Tages verändert. Der Patient sollte also während des Langzeit-EKGs
seinem gewohnten Tagesablauf nachgehen, um rhythmusstörende Faktoren im Alltag des Patienten zu ermitteln.
Die entsprechenden Elektroden werden genauso wie beim Monitor-EKG geklebt (Abb. 44.6). Das dazugehörige
Gerät kann um den Hals oder als Umhängetasche um die Schulter getragen werden.

Der Eventrekorder (Ereignisrekorder) ist eine besondere Form der EKG-Langzeitaufzeichnung und kann sehr
selten auftretende Herzrhythmusstörungen nachweisen. Er ist ungefähr so groß wie ein USB-Stick und wird unter
örtlicher Betäubung unter die Haut implantiert. Sobald die Herzrhythmusstörung sicher diagnostiziert ist, kann der
Rekorder entfernt werden (spätestens nach 3 Jahren).

 
WISSEN TO GO
Elektrokardiogramm (EKG)

 Mit dem Monitor-EKG kann die elektrische Herzaktivität kontinuierlich überwacht werden. Dazu werden 3
Elektroden nach Ampelschema geklebt: rot → gelb → grün.

 Das Ruhe-EKG wird eingesetzt in der Routinediagnostik, bei Verdacht auf eine Herzerkrankung und um
Krankheitsverläufe am Herzen zu beobachten. Es gibt 6 Extremitätenableitungen (I, II, III, aVR, aVL und
aVF) und 6 Brustwandableitungen (V1–V6) (12-Kanal-EKG).

 Bei einem Belastungs-EKG wird ein 12-Kanal-EKG während körperlicher Belastung abgeleitet Meist fährt der
Patient Fahrrad.

 Das Langzeit-EKG dient der Rhythmuskontrolle über 24 Stunden unter möglichst realistischen
Alltagsbedingungen. Die Elektroden werden wie beim Monitor-EKG angelegt.


44.5.2 Echokardiografie
Bei der Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiografie; Echo) werden v. a. die Herzmuskeltätigkeit, die
Auswurfleistung des Herzens, die Herzklappen und weitere anatomische Strukturen des Herzens untersucht.
Wird ein Echo unter körperlicher Belastung durchgeführt, wird dies als Stress-Echokardiografie bezeichnet.

Transthorakale Echokardiografie (TTE)

Bei der TTE wird der Schallkopf auf der Brust positioniert und der Arzt kann die Herzkammern und die Vorderseite
des Organs untersuchen.

Transösophageale Echokardiografie (TEE)

Möchte der Arzt die dorsalen, also zur Wirbelsäule hin gelegenen Organabschnitte genauer untersuchen, wird der
 Ultraschallkopf über die Speiseröhre des Patienten bis in die Höhe des Herzens vorgeschoben. Man spricht dann
von der transösophagealen (durch die Speiseröhre erfolgenden) Echokardiografie. Besonders die Vorhöfe können
bei einer TEE besser beurteilt werden. Sie ist z. B. indiziert, wenn nach Thromben in den Vorhöfen gesucht wird
oder um die Herzklappen genau zu beurteilen.

Da die TEE ein invasives Verfahren darstellt, gibt es pflegerisch Folgendes zu beachten.

 Vorbereitung:

 prüfen, ob der Patient durch den Arzt schriftlich über die Untersuchung aufgeklärt wurde und die
Einverständniserklärung in der Akte vorliegt

 Patienten für die Untersuchung nüchtern lassen

 auf eine vorhandene Venenverweilkanüle achten

 Zahnprothesen des Patienten sollten vor der Untersuchung entfernt werden.

Abb. 46.2 Kontaktatmung. Die  Während der Untersuchung:



Pflegende legt ihre Hände auf
verschiedene Bereiche des  Vitalfunktionen des Patienten mittels Monitor-EKG und Pulsoxymetrie überwachen
Brustkorbs und Bauches des
Patienten und der...  Medikamente nach Arztanordnung vorbereiten (z.B. Dormicum, Propofol)

 Notfallausrüstung und Beatmungsbeutel bereitlegen

 Nachbereitung:

 Patienten in stabiler Seitenlage positionieren und mittels Pulsoxymetrie und Monitor-EKG überwachen

 nüchtern lassen, bis zum vollständigen Nachlassen der Rachenanästhesie und Sedierung (ca. 2
Stunden)

 Vitalparameter regelmäßig kontrollieren und Patientenklingel in Reichweite legen

44.5.3 Koronarangiografie
 Abb. 46.3 Atemstimulierende
Einreibung. (Foto: A. Fischer, Bei der Koronarangiografie (Herzkatheteruntersuchung) führt der Arzt einen dünnen Katheter über ein großes
Thieme) Blutgefäß in den Kreislauf des Patienten ein. Je nachdem, ob das linke oder das rechte Herz untersucht werden
soll, erfolgt der Eingriff über eine Arterie (Linksherzkatheter) oder über eine Vene (Rechtsherzkatheter).

Nachdem der Katheter eingeführt und bis zum Herzen vorgeschoben wurde, kann der Arzt über den Katheter
Kontrastmittel spritzen (Angiografie). Die Ausbreitung des Kontrastmittels wird dann zeitgleich radiologisch
sichtbar gemacht. Auf diese Weise lassen sich bei der Linksherzkatheteruntersuchung z. B. Stenosen der
Herzkranzgefäße darstellen (Koronarangiografie). Bei der Rechtsherzkatheteruntersuchung lassen sich dabei z. B.
Herzfehler identifizieren.

Über eine eingeführte Drucksonde kann der Arzt bei der Herzkatheteruntersuchung außerdem den Blutdruck im
rechten und linken Herzen messen. Die häufigste Indikation für eine Herzkatheteruntersuchung ist die koronare
Herzkrankheit (KHK).

Perkutane transluminale koronare Angioplastie (PTCA)

Abb. 46.4 Inspiratorischer Bei der PTCA handelt es sich um eine erweiterte Linksherzkatheteruntersuchung. Neben der Darstellung von

Atemtrainer. Atemtrainer TRI- Koronarstenosen kann der Arzt daneben auch noch mögliche Stenosen aufdehnen. Dazu wird ein spezieller
BALL Atemtrainer TRI-BALL . Ballonkatheter in den verengten oder verschlossenen Gefäßabschnitt geführt und dort aufgepumpt, sodass das
Die Atemtrainer
verengte Gefäß gedehnt wird. Dieses Verfahren nennt man Ballondilatation oder perkutane transluminale koronare
inspiratorischer maximale...
Angioplastie, kurz PTCA oder PCI (perkutane koronare Intervention). Meist wird direkt im Anschluss ein sog.
Stent – eine Art Gitterschlauch aus Metall – eingesetzt, der das Gefäßlumen offenhält. Durch das Aufdehnen des
Ballons im Koronargefäß kann es zu Herzrhythmusstörungen, Blutungen, Thrombosen, Aneurysmabildung oder
einem erneuten Herzinfarkt kommen. Aus diesem Grund wird der Patient während der Untersuchung mittels
Monitor-EKG überwacht.

Bei der Rechtsherzkatheteruntersuchung wird am häufigsten die Vena femoralis in der Leiste, alternativ die Vena
basilica in der Ellenbeuge punktiert. Bei der Linksherzkatheteruntersuchung wird die Arteria femoralis in der Leiste
punktiert, alternativ kann die Arteria radialis am Handgelenk punktiert werden. Im Folgenden wird die Punktion
der Arteria femoralis beschrieben.

Die Aufgaben bei der Vor- und Nachbereitung bei Links- oder Rechtsherzkatheteruntersuchung unterscheiden sich
dabei nicht wesentlich.
 Abb. 46.5 Exspiratorische
Atemtrainer. a Ein einfacher
Vorbereitung
exspiratorischer Atemtrainer
nicht nur für Kinder ist der 
Flowball. Durch... Unterlagen der Voruntersuchungen, Einverständniserklärung und Laborparameter mitgeben:

 Gerinnungsstatus (Quick, pTT): zur Einschätzung der Blutgerinnung

 Nierenwerte (Kreatinin): Kontrastmittel wird über die Niere ausgeschieden

 Schilddrüsenwerte (TSH, T3, T4): um die Organfunktion zu überprüfen, bei Einsatz von jodhaltigem
Kontrastmittel

 Prämedikation auf Arztanordnung; ggf. Modifizierung gerinnungshemmender Medikamente

 Patienten ca. ab 6 Stunden vor dem Eingriff nüchtern lassen

 Rasur der Leistengegend bei Punktion der Arteria femoralis (nach hauseigenem Standard)

 Vor der Untersuchung werden die Fußpulse getastet, um die arterielle Durchblutung beider Beine zu
 Abb. 46.6
Drainagelagerungen. kontrollieren (Abb. 44.9).

 Hautfarbe, Hauttemperatur und Sensibilität beider Beine werden beurteilt und dienen als Richtwerte für die
Zeit nach der Untersuchung.

 Patienten beim Anziehen des Flügelhemds und medizinischer Thromboseprophylaxestrümpfe (MTPS)


unterstützen

 Prothesen und Schmuck des Patienten entfernen und sicher verfahren. Den Patienten auffordern, noch
einmal die Toilette aufzusuchen.

 Patient im Bett zur Funktionsabteilung bringen

 Abb. 46.7 Inhalation über


einen Vernebler. Kleine Kinder
Inhalation Vernebler Vernebler
Kinder atmen den
Inhalationsnebel über eine...
 Abb. 46.9 Vibration mit einem
Vibrax-Gerät. Ein
Vibrationsgerät sollte etwa 20
Minuten angewendet werden,
um eine effektive...

 Abb. 46.10 Nasales Absaugen.


Absaugung nasale (Foto: W.
Krüper, Thieme)

 Abb. 46.11
Sauerstoffwandanschluss. Zur
Sauerstoff Wandanschluss
Befeuchtung des Sauerstoffs
ist ein...

Abb. 44.9 Fußpulse.

Vor der Untersuchung werden die Fußpulse getastet. Gleichzeitig wird auf die Hautfarbe, die Hauttemperatur und die
Sensibilität beider Beine geachtet.

a Tasten der A. dorsalis pedis. (Foto: K. Oborny, Thieme)

b Tasten der A. tibialis posterior. (Foto: K. Oborny, Thieme)

 Abb. 46.12
Sauerstoffapplikation. Nachbereitung
Sauerstoff Applikationsform a
 engmaschige Überwachung der Vitalwerte (ggf. Monitor-EKG)
Sauerstoffbrille. (Foto: W.
Krüper, Thieme)
 Fußpulse, Hautfarbe (livide/blasse Verfärbung?), Sensibilität (Kribbeln?) und Hauttemperatur (kalt?) des
punktierten Beines werden innerhalb der ersten 4 Stunden stündlich beurteilt.

 Punktionsstelle auf Nachblutungen (durchgebluteter Verband?) kontrollieren und Druckverband auf


Arztanordnung entfernen

 Bei femoralem Zugang muss der Patient Bettruhe halten. Die Mobilisation beginnt nach Arztanordnung,
frühestens jedoch nach 4 Stunden. Da der Patient sich nicht aufsetzen darf, können Hilfsmittel zur
Nahrungsaufnahme hilfreich sein (z.B. Strohhalm, Schnabeltasse). Besonders wenn der Patient ein Buch
lesen will, kann es angenehm sein, das Bett „in der Ebene“ zu kippen, ohne dabei die Leiste zu beugen.

 Unterstützung des Patienten bei den Ausscheidungen (Bettpfanne/Urinflasche)

 neu angeordnete Medikamente verabreichen; auf Arztanordnung ggf. einen Heparinperfusor benutzen
 Abb. 46.13 Trachealkanülen. a
Trachealkanüle mit
luftgefülltem Cuff. (Abb. von:
Primed®)

ACHTUNG
Auffälligkeiten nach einer Herzkatheteruntersuchung müssen einem Arzt unverzüglich mitgeteilt werden:

 Blutdruckabfall, Tachykardie, Kaltschweißigkeit weisen auf einen Volumenmangelschock hin.

 Ein nicht tastbarer Fußpuls kann auf einen akuten Arterienverschluss hinweisen.

Zudem erhöht Heparin die Blutungsneigung, daher muss besonders auf Blutungen geachtet werden.


WISSEN TO GO
Diagnostik – Herzerkrankungen

 Abb. 46.14 Verbandwechsel


Anamnese, klinische Untersuchung und apparative Verfahren:
Tracheostoma. (Video) Sehen
Sie sich dazu das Video  Blutdruckmessung: zur Beurteilung des systolischen und diastolischen Drucks in den Gefäßen
„Wechsel der Trachealkanüle“
an...  Elektrokardiogramm: z. B. zur Beurteilung der Herzfrequenz und des Herzrhythmus

 Echokardiografie (Ultraschalluntersuchung des Herzens): z. B. zur Beurteilung der Herzmuskeltätigkeit und


der Auswurfleistung des Herzens

 Koronarangiografie (Herzkatheteruntersuchung): z. B. zur Beurteilung der Herzkranzgefäße und der


Herzklappen

44.6 Übersicht über die wichtigsten Medikamente

Bei vielen Herzerkrankungen handelt es sich um chronische Erkrankungen. Daher müssen die Medikamente oft
Video „Wechsel der lebenslang eingenommen werden. Pflegende übernehmen eine wichtige Rolle bei der Überwachung der

Trachealkanüle“ medikamentösen Therapie. Sie sollten den Wirkmechanismus kennen, auf Nebenwirkungen achten und die
korrekte Einnahme erklären. Die wichtigsten Medikamente zur Therapie von Herzerkrankungen zeigt Tab. 44.1.

 Vergrößern

Tab. 44.1 Die wichtigsten Medikamente bei Herzerkrankungen.

Wirkstoffgruppe häufig verwendete Therapieziel/Anwendung Nebenwirkungen/Beobachtungsaspe


Wirkstoffe und
Handelsnamen

Betablocker
 Metoprolol: Beloc-  Senkung der  Gefahr der Bradykardie → regelmäßige
Zok Herzfrequenz → weniger Pulskontrolle
Sauerstoffverbrauch
 Bisoprolol: Concor  Gefahr eines Asthmaanfalls → adäquates
 bei KHK/Herzinfarkt, bei Handeln (vgl. Pflege bei
Abb. 46.15 Künstliche Nase bestimmten tachykarden Lungenerkrankungen)

wechseln. Künstliche Nasen Rhythmusstörungen
sollten 1-mal täglich und bei
Bedarf gewechselt werden.
Kalziumantagonisten Gefahr der Hypotonie → regelmäßige RR-Kontrolle
(Foto: W. Krüper, Thieme)  Nifedipin: Adalat  Hemmung der
Kontraktionskraft des
 Nisoldipin: Herzens → Schlagkraft
Baymycard und Schlagfrequenz
sinken →
Sauerstoffbedarf des
Herzens und Blutdruck
sinken

 bei arterieller Hypertonie

Nitrate
 Glyceroltrinitrat  Weitstellung der Gefäße  senken den Blutdruck, bei Gabe vorher
(Nitroglyzerin): → verengte Blutdruck messen (syst. > 100 mmHg)
Corangin Herzkranzarterien bei
Abb. 46.16  können Kopfschmerzen induzieren → bei
 Nitrospray Angina pectoris werden
Lungenfunktionsprüfung. Mit rezidivierenden Kopfschmerzen an
weiter
der...  Isosorbitdinitrat Nitratkopfschmerz denken, Info an Arzt
(ISDN): Isoket  → zum Herzen führende
 Nitrospray sollte nicht in der Hosentasche
Venen können mehr Blut
aufnehmen → Herz erhält getragen werden, da der Wirkstoff
weniger Blut → Senkung wärmeempfindlich ist
der Vorlast des Herzens

 in Akutsituationen bei
Angina pectoris, KHK,
Herzinfarkt

ACE-Hemmer
 Ramipril: Delix  Weitstellung der  Gefahr der Hypotonie, insbesondere bei
arteriellen Gefäße → Ersteinnahme → Patient wird schrittweise
 Enalapril: Senkung der Nachlast das Medikament eingestellt, dabei
Benalapril engmaschige RR-Kontrolle
 hemmt die
 Abb. 46.17 Bronchoskopie. Gewebeveränderung des  Reizhusten möglich → wenn belastend für
Hier erfolgt die Untersuchung Herzens nach einem den Patienten, Arzt informieren
mit einem starren Myokardinfarkt
Bronchoskop. (Foto: K.
Oborny, Thieme)  bei Herzinsuffizienz,
arterieller Hypertonie

Thrombozytenaggregationshemmer
 Acetylsalicylsäure:  Verhinderung von  Gefahr der verstärkten Blutung bei
→ siehe auch Kap.
„Antikoagulation und Thrombolyse“ Aspirin Thrombenbildung → Verletzungen, Operationen → Patienten
Schlaganfall- und aufklären, dass operierender Arzt auf ASS
 Clopidogrel: Plavix Lungenembolieprophylaxe Einnahme aufmerksam gemacht werden
muss. Nach dem Eingriff muss das
 bei KHK, nach Herzinfarkt Medikament unbedingt wieder angesetzt
 werden (→ ggf. den Arzt hierauf hinweisen
Prophylaxe nach PTCA
oder Stentimplantation

Antikoagulanzien → siehe auch


 Abb. 46.18 Asthma.  Heparin: Heparin  bei KHK  erhöhte Blutungsneigung (inbes.
Kap. „Antikoagulation und
Auslösende Faktoren und intrakranielle Blutungen)
Thrombolyse“  
Mechanismen eines Phenprocoumon: bei künstlichen
Asthmaanfalls. Dyspnoe Marcumar Herzklappen  Gerinnungsparameter müssen regelmäßig
kontrolliert werden
 bei Vorhofflimmern zur
Schlaganfallprophylaxe
(bei hohem Risiko)

Direkte orale Antikoagulanzien


 Enoxaparin:  bei Vorhofflimmern zur  erhöhte Blutungsneigung.
(DOAK)
→ siehe auch Kap. Clexane Schlaganfallprophylaxe
 Vorteil ist die orale Applikation und dass
„Antikoagulation und Thrombolyse“  
Rivaroxaban: zur Thromboseprophylaxe regelmäßige Gerinnungskontrollen nicht
Xarelto notwendig sind
 bei Herzklappenersatz

Diuretika („Wassertabletten“)
 Furosemid: Lasix  Ausschwemmen von  Sturzgefahr bei (nächtlichem) Toilettenga
(siehe auch Tab. 48.3)
Abb. 46.19 Dyspnoe. Bei Ödemen → sturzgefährdete Patienten auffordern, s
  Hydrochlorothiazid:
einem Anfall Dyspnoe setzt der für den Toilettengang zu melden
HCT  weniger Blutvolumen →
Patient seine
Vorlastsenkung und  Gefahr der Elektrolytentgleisung (bes.
Atemhilfsmuskulatur ein, um
die Exspiration zu... Herzentlastung Kalium) → auf neu auftretende
Herzrhythmusstörungen achten
 bei Herzinsuffizienz, (Pulsarrhythmie!) und diese dem Arzt mel
arterieller Hypertonie,
kardialen Ödemen

Digitalispräparate (Herzglykoside) Gefahr der raschen Überdosierung (enge


 Digoxin: Digacin  Steigerung der therapeutische Breite) → auf Symptome einer
Muskelkraft des Herzens, Überdosierung achten
 Digitoxin: Senkung der
Digimerck Herzfrequenz

 bei Herzinsuffizienz,
verschiedenen
Herzrhythmusstörungen

 Abb. 46.20 Lippenbremse. Bei


der Lippenbremse Statine (Cholesterinsenker) Gefahr von starken Muskelschmerzen →
Lippenbremse Asthma  Simvastatin: Zocor  Cholesterinsenkung, entsprechende Äußerungen des Patienten ernst
bronchiale atmet der Patient Plaquestabilisierung nehmen und an Arzt weitergeben
 Atorvastatin: Sortis
normal ein und pustet die...
 bei KHK, Herzinfarkt

Antiarrhythmika verminderte Erregbarkeit des wirken negativ auf die Schlagkraft des Herzens,
 Amiodaron: Herzens können neue Rhythmusstörungen auslösen
Cordarex

 Lidocain: Xylocain

 Vergrößern

 Abb. 46.23 Ampelschema. Der 44.7 Erkrankungen des Herzens


Pflegeempfänger sollte sich zur
Messung aufrecht hinstellen,
den Messzeiger auf 0 stellen, 44.7.1 Koronare Herzkrankheit (KHK)
den...


Definition
Koronare Herzkrankheit

Bei der koronaren Herzkrankheit (KHK) sind die Herzkranzgefäße durch Arteriosklerose verengt. Der Herzmuskel ist
dadurch minderdurchblutet und erhält zu wenig Sauerstoff (Myokardischämie). Je nachdem, wie viele der insgesamt 3
großen Koronargefäße betroffen sind, spricht man von 1-, 2- oder 3-Gefäß-Erkrankung.

Ursachen

 Abb. 46.24 Rauchen. Rauchen


ist der größte Risikofaktor für Arteriosklerose
chronisch-obstruktive
Lungenerkrankungen. (Foto: Ursächlich für die Erkrankung sind durch Arteriosklerose verengte Koronargefäße. Hierdurch wird die Versorgung
K. Oborny, Thieme) des Herzmuskels (Myokard) mit Sauerstoff und Nährstoffen eingeschränkt. Sehen Sie sich die Infografik und das
Video „Arteriosklerose“ an, um mehr über das Krankheitsbild zu erfahren.

 Abb. 46.25
Atemphysiotherapiegerät.
Atemphysiotherapiegeräte
Atemphysiotherapiegerät (hier
Threshold PEP) erzeugen...

 Abb. 46.26
Inhalationsmedikamente. Bei
Inhalationsmedikament
Kindern sollten spezielle
Inhalierhilfen...

 Abb. 46.28
Oberkörperhochlage.
Betroffene sollten möglichst
leicht atmen können. Zur
Unterstützung der...

 Abb. 46.29
Lungentuberkulose. Gelangen Video „Arteriosklerose“
Tuberkelbakterien in die
Lunge, kommt es zur
Primärinfektion. Ist die...
Risikofaktoren

Die kardiovaskulären Hauptrisikofaktoren für die Entstehung der Arteriosklerose sind Fettstoffwechselstörungen,
arterielle Hypertonie, Diabetes mellitus, Rauchen, familiäre Veranlagung, männliches Geschlecht und ein Alter
über 65 Jahre.

Symptome

Angina pectoris (AP)

AP-Beschwerden sind das charakteristischste Symptom der Minderversorgung des Herzens mit Sauerstoff –
Thoraxschmerzen mit Brennen und Engegefühl hinter dem Brustbein, die typischerweise in die linke Körperhälfte,
 Abb. 46.30 FFP2-Maske. FFP2- vor allem in Arm, Unterkiefer und Oberbauch, ausstrahlen. Oft wird die Angina pectoris begleitet von Atemnot,
Masken FFP2-Maske Angst, verminderter körperlicher Belastbarkeit und manchmal auch vegetativen Symptomen wie Erbrechen oder
Tuberkulose garantieren bei
korrektem Gebrauch im starkem Schwitzen.
Gegensatz zu den meisten...
Chronisches Koronarsyndrom

Viele KHK-Patienten sind medikamentös gut auf ihre Erkrankung eingestellt. Typische Angina-pectoris-
Beschwerden treten dann nur unter körperlicher Anstrengung auf, wenn der Sauerstoffbedarf des Herzens erhöht
ist. Die Beschwerden sind meist gut mit Nitrospray zu behandeln. In diesem Stadium sprechen wir von einem
chronischen Koronarsyndrom. Verursacht die Erkrankung keine Beschwerden spricht man von einer
asymptomatischen KHK.

Instabile Angina pectoris und akutes Koronarsyndrom

Bei Fortschreiten der Arteriosklerose oder unregelmäßiger Einnahme der Medikamente kann es zu einer
Symptomverschlechterung kommen. Die typischen Angina-pectoris-Beschwerden treten dann häufig schon in
Ruhe auf und sind zunehmend schwer – wir sprechen von der instabilen Angina pectoris. Hinter jeder instabilen
 Abb. 46.31 Tonsillitis. Die Angina pectoris kann sich ein Herzinfarkt verbergen, denn in der Akutsituation lassen sich beide symptomatisch
Tonsillitis Gaumenmandeln
nicht voneinander unterscheiden.
sind vergrößert, gerötet und
haben Fibrinbeläge. (Abb. aus:
Chenot J, Holzer B. Weitere... Unter dem Begriff akutes Koronarsyndrom werden folgende Formen zusammengefasst:

 Instabile Angina pectoris: akute Verschlechterung einer bestehenden KHK, oft mit Ruhesymptomen. Der
Übergang zum Herzinfarkt ist fließend. Daher wird eine instabile Angina pectoris wie ein Herzinfarkt
behandelt, bis das Gegenteil bewiesen ist.

 NSTEMI (non ST-segment-elevation myocardial infarction): Herzinfarkt, der im Labor, nicht aber im
EKG diagnostiziert werden kann.

 STEMI (ST-segment-elevation myocardial infarction): Herzinfarkt, der sich in Labor, Symptomatik


und EKG zeigt.


Merke
 Abb. 46.32 Atemtraining. Um Akutes Koronarsyndrom
die Lungenfunktion
aufrechtzuerhalten, sollten die Erst durch die Untersuchung der herzspezifischen Enzyme und durch ein EKG lassen sich die instabile Angina pectoris
Patienten regelmäßig mit
und der Herzinfarkt voneinander abgrenzen. Daher wird eine instabile Angina pectoris immer wie ein Herzinfarkt
einem inspiratorischen...
behandelt (Notfall!), bis das Gegenteil bewiesen ist.

Diagnostik

Um im Krankheitsverlauf zwischen den verschiedenen Formen der KHK zu unterscheiden, werden folgende
diagnostische Maßnahmen durchgeführt:

 Beobachtung der klinischen Symptome

 Ruhe-EKG

Abb. 46.33 Mobilisation. Bei  im beschwerdefreien Intervall: Belastungs-EKG (ST-Hebungen unter Belastung)

der Mobilisation sollte der
Patient so unterstützt werden,  infarkttypische Laborparameter (CK, CK-MB, Troponin) zur Unterscheidung zwischen Angina pectoris und
dass er sich nicht überfordert Herzinfarkt
und Atem- und Pulsfrequenz...
 Koronarangiografie zur Darstellung von Lokalisation und Ausmaß der Gefäßverengung, ggf. mit PTCA

 Echokardiografie, Stressechokardiografie, um festzustellen, ob die Herzleistung beeinträchtigt ist


WISSEN TO GO
Koronare Herzkrankheit

Bei der KHK sind die Herzkranzgefäße durch Arteriosklerose verengt.

 Hauptrisikofaktoren: Fettstoffwechselstörungen, arterielle Hypertonie, Diabetes mellitus, Rauchen, familiäre


Veranlagung, männliches Geschlecht, Alter über 65 Jahre

 Symptome: Angina pectoris, oft begleitet von Atemnot, Angst und verminderter Belastbarkeit
 Abb. 46.34 Pulmonale
Hypertonie. Die Übersicht Man unterscheidet:
Hypertonie pulmonale zeigt die
verschiedenen Erkrankungen  chronisches Koronarsyndrom (CCS): Beschwerden nur unter Anstrengung, mit Nitrospray gut
des... behandelbar

 akutes Koronarsyndrom:

 instabile Angina pectoris: kein Herzinfarkt, sondern Verschlechterung der KHK, Beschwerden
schon in Ruhe

 NSTEMI: Herzinfarkt, der im Labor, nicht aber im EKG diagnostiziert werden kann

 STEMI: Herzinfarkt, der sowohl im EKG (ST-Strecken-Hebungen) als auch im Labor


diagnostiziert werden kann

 Diagnose: EKG, Echokardiografie, Laboruntersuchungen, Herzkatheteruntersuchung

 Therapie: medikamentös (Betablocker, Kalziumantagonisten, Nitrate, ACE-Hemmer und Statine), PTCA oder
koronare Bypassoperation
 Abb. 46.35
Pleurasaugdrainage. Die
Pleurasaugdrainage
Pleurasaugdrainage pumpt die
Luft aus dem Pleuraspalt ab... Therapie

Das wichtigste Therapieziel ist es, zusammen mit dem Patienten ein Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern
und die Krankheit in das Leben des Patienten zu integrieren, da eine vollständige Heilung nicht möglich ist. Neben
der Reduzierung der Risikofaktoren ist die medikamentöse Therapie der wichtigste Pfeiler. In erster Linie werden
eingesetzt:

 Betablocker: senken die Herzfrequenz und damit den Sauerstoffverbrauch des Myokards

 Kalziumantagonisten: senken die Nachlast des Herzens durch Weitstellung der arteriellen Gefäße

 Nitrate: senken die Vorlast des Herzens durch Weitstellung der venösen Gefäße und der Koronarien

 ACE-Hemmer: senken die Nachlast des Herzens durch Weitstellung der arteriellen Gefäße

 Statine: senken den Cholesterinspiegel und damit das Fortschreiten der Arteriosklerose

 Erreichen die Engstellen innerhalb der Koronargefäße ein kritisches Maß, kann das Gefäß über eine PTCA
wieder aufgedehnt werden. Kommt auch dies aufgrund eines starken Fortschreitens der Erkrankung nicht
mehr in Betracht, kann ein koronarer Bypass operativ angelegt werden.

Das akute Koronarsyndrom ist ein Notfall. Hier entspricht das therapeutische und pflegerische Vorgehen dem
eines Herzinfarkts.

Pflege

Wahrnehmen und Beobachten

Auf Symptome einer Angina pectoris achten (z.B. Dyspnoe, Brustschmerzen, Schwitzen), um Maßnahmen schnell
einleiten zu können.

 Ernährung

Menschen mit KHK sollten auf blähende Nahrungsmittel (z.B. Hülsenfrüchte, Kohlgemüse) verzichten. Eine leicht
verdauliche, cholesterinarme Kost ist zu bevorzugen.

Informieren, Schulen, Anleiten, Beraten

 Betroffene müssen über den lebenslangen Verlauf der Erkrankung aufgeklärt werden.

 Sensibilisierung für die kardiovaskulären Risikofaktoren. Einige dieser Risikofaktoren können durch den
Patienten positiv beeinflusst werden: Rauchen, Bewegungsmangel, Stress, Übergewicht oder fettreiche
Ernährung. Betroffene erhalten Unterstützung in Herzsportgruppen (Abb. 44.4) oder im Rahmen eines
Rehaaufenthalts. Unter der Anleitung von Physiotherapeuten und Ärzten können Risikofaktoren identifiziert
und alternative Verhaltensweisen aufzeigt werden.

 Medikamentenwirkung und unerwünschte Wirkungen (Tab. 44.1)

 Maßnahmen zur Prophylaxe von Notfällen: Um Komplikationen zu verhindern, müssen Pflegeempfänger


 Abb. 47.1 Verdauungssystem.
über die Warnsignale eines Angina-pectoris-Anfalls aufgeklärt sein (z.B. zunehmende Atemnot, verminderte
Zum Verdauungssystem
zählen Mundhöhle, Magen und körperliche Belastbarkeit). Zudem sollten sie mögliche auslösende Faktoren kennen, wie z. B. körperliche
Darm. Die Leber, die Belastung (vor allem bei Kälte), psychischer Stress und reichhaltige Mahlzeiten.
Bauchspeicheldrüse und die...
 Verhalten im Notfall: Neben dem Wissen über die typischen Warnsignale sollte dem Betroffenen in einer
Mikroschulung erklärt werden, wie er sich bei einem Angina-pectoris-Anfall verhalten soll. Inhalt der
Schulung sollten die korrekte Anwendung von Nitrospray (Tab. 44.1) sowie die sofortige Verständigung des
Notarztes sein. Um im Notfall schnell Hilfe holen zu können, eignen sich sog. Hausnotrufsysteme. Diese
werden von verschiedenen Hilfsorganisationen angeboten (z. B. Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter-Unfall-
Hilfe und Arbeiter-Samariter-Bund) und können über den Sozialdienst des Krankenhauses beantragt
werden. Immer mehr kommen auch sog. AAL-Systeme (Ambient Assistent Living) auf den Markt der
ambulanten Versorgung. Dies sind technische Hilfsmittel wie Tablet-PCs oder Sensoren zur Überwachung
der Vitalfunktionen. Insgesamt sollen die Systeme ein sicheres und selbstständiges Leben in der
ambulanten Versorgung gewährleisten.

 Abb. 47.2 Enterostomaarten.



WISSEN TO GO
Koronare Herzkrankheit – Pflege

 Pflegebasismaßnahmen bei Herzerkrankungen

 Wahrnehmen und Beobachten: auf Symptome einer Angina pectoris achten (z.B. Dyspnoe,
Brustschmerzen, Schwitzen)

 Ernährung: verdauliche, cholesterinarme, nicht blähende Kost

 Informieren, Schulen, Anleiten, Beraten:

 über Erkrankung und Verlauf informieren

 über Möglichkeiten zur Reduzierung von kardiovaskulären Risikofaktoren beraten

 Medikamenteneinnahme, Wirkung und Nebenwirkung

 Notfallprophylaxe und Verhalten im Notfall


 Abb. 47.3 Kolostoma. (Foto:
K. Oborny, Thieme)

44.7.2 Herzinfarkt


Definition
Herzinfarkt

Der Herzinfarkt (Myokardinfarkt) ist eine Komplikation der koronaren Herzkrankheit und wird durch ein
verschlossenes Herzkranzgefäß hervorgerufen. Es resultiert ein Sauerstoffmangel im Herzmuskelgewebe, wodurch
Herzmuskelzellen absterben (Nekrose).

Ursachen und Pathophysiologie


 Abb. 47.4
Versorgungssysteme. Links im Wie auch bei der KHK ist die Arteriosklerose entscheidende Ursache des Herzinfarkts.
Bild ein einteiliges und rechts
ein zweiteiliges Durch die Arteriosklerose bilden sich immer mehr Plaques in den Koronargefäßen. Reißt eines dieser Plaques ein,
Versorgungssystem. (Foto:...
wird die Gerinnung aktiviert und es bildet sich ein Thrombus, der das Herzkranzgefäß vollständig verschließt. In
die dahinterliegenden Muskelzellen gelangt nun kein Sauerstoff mehr und das Gewebe stirbt ab: Es entwickelt sich
eine Herzmuskelnekrose mit lebensbedrohlichen Komplikationen.

Symptome

Das Hauptsymptom ist die Angina pectoris: siehe Symptome bei KHK.

„Stummer Infarkt“

Nicht jeder Herzinfarkt muss mit dieser eindrücklichen Symptomatik einhergehen. Besonders Frauen und
Menschen mit Diabetes zeigen manchmal nur unspezifische Symptome wie Übelkeit und Druckgefühl in der
Abb. 47.5 Beutel entfernen. Magengegend. Hier spricht man von einem „stummen Infarkt“, dessen Auswirkungen auf den Körper aber

Der gebrauchte Beutel wird identisch sind.
von oben nach unten entfernt.
(Foto: K. Oborny, Thieme) Komplikationen

Besonders in den ersten Stunden nach dem Ereignis kann es zu schwerwiegenden Komplikationen kommen.
Hierzu gehören insbesondere Herzrhythmusstörungen (z.B. Kammerflimmern) und die akute Herzinsuffizienz mit
nachfolgendem kardialem Lungenödem.

Diagnostik

Um das Infarktgebiet genauer einzugrenzen und um das verschlossene Gefäß bildgebend darzustellen, wird bei
Patienten mit Herzinfarkt eine Koronarangiografie durchgeführt. Hierbei besteht gleichzeitig die Option einer
therapeutischen Intervention durch Ballondilatation und Stenteinlage (Akut-PTCA). Weitere Maßnahmen in der
Diagnostik des Herzinfarkts sind das 12-Kanal-EKG, Laboruntersuchungen (CK, CK-MB, Troponin) und eine
Echokardiografie.
 Abb. 47.6 Stomapaste. Die
Stomapaste Stomapaste kann Therapie
auf den Innenrand der
Hautschutzplatte aufgetragen
werden und gleicht... Akutsituation

 Akut-PTCA

 medikamentöse Begleittherapie:

 Bei RRsyst. > 100 mmHg Nitroglyzerinpräparate (Abb. 44.11)

 Heparin und ASS i. v. zur Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes und zur Verhinderung der
Thrombenanlagerung

 Sauerstofftherapie

 Clopidogrel, Ticagrelor oder Prasugrel zur (zusätzlichen) Antikoagulation


 Abb. 47.7 Zweiteiliges
 Morphin zu Schmerzbekämpfung und Nachlastsenkung
System: Beutel anbringen. Der
neue Beutel wird durch
Anheben des Rasterrings  Betablocker, um lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen zu vermeiden
beidhändig angebracht, um...
 optional Diazepam zur Beruhigung

 Antiarrhythmika bei Herzrhythmusstörungen

 Katecholamine bei akuter Herzinsuffizienz und kardiogenem Schock

Das praktische Vorgehen in der Akutsituation bestimmt den weiteren Verlauf der Erkrankung. In den letzten
Jahren hat sich diesbezüglich besonders die Akut-PTCA, im Rahmen der Koronarangiografie, zu einem
Standardverfahren entwickelt. Die Thrombolysetherapie, bei der der Thrombus durch Medikamente aufgelöst wird,
ist aufgrund ihrer hohen Komplikationsrate in den Hintergrund getreten.


ACHTUNG
 Abb. 47.8 Sonografie.
Transabdominelle Sonografie. Aus einem akuten Koronarsyndrom bzw. Herzinfarkt können sich weitere Komplikationen entwickeln, z. B.
(Foto: K. Oborny, Thieme) Bewusstlosigkeit, Apnoe, Lungenödem und Kammerflimmern. Bei Kreislaufstillstand muss sofort mit der
kardiopulmonalen Reanimation begonnen werden.


Merke
Medikamente bei Infarkt

Die wichtigsten Notfallmaßnahmen beim Herzinfarkt lassen sich gut mit der Eselsbrücke „Monas BH“ merken:
Morphin, O 2, Nitrospray, ASS, Betablocker, Heparin.

Im weiteren Verlauf
 Abb. 47.9 Endoskopien.
Pflegerische Maßnahmen bei Medikamentöse Dauertherapie nach einem Herzinfarkt: Betablocker, ACE-Hemmer, gerinnungshemmende
den verschiedenen
endoskopischen Medikamente, Nitrate und Statine.
Untersuchungen des...

WISSEN TO GO
Herzinfarkt

 Ursache: Ein Herzinfarkt ist eine Komplikation einer KHK mit koronarem Gefäßverschluss und nachfolgender
Herzmuskelnekrose.

 Symptome: wie schwere instabile Angina pectoris; stumme Infarkte jedoch möglich

 Diagnostik: Abgrenzung einer instabilen Angina pectoris von einem Herzinfarkt oft nur durch EKG (ST-
Hebungen) und Labor (v.a. Troponin) möglich

 Therapie: v.a. Akut-PTCA. Zusätzlich medikamentöse Begleittherapie: Morphin, O2, Nitrospray, ASS, ggf.
Betablocker, Heparin (Monas BH).
 Abb. 47.10 Endoskopisch
retrograde Cholangio- und
Pankreatikografie (ERCP).
Das...
Spezielle Pflege

In der Akutsituation

Die pflegerische Versorgung konzentriert sich in der Akutsituation auf die Assistenz bei der Behandlung sowie auf
die Überwachung, Begleitung und psychische Unterstützung des Patienten:

 Patienten möglichst nicht allein lassen und Ruhe vermitteln

 Hilfe holen (Kollegen, Arzt)

 Positionierung in Herzbettlage (Abb. 44.10), ggf. Fenster öffnen

 2–3 l Sauerstoff/min verabreichen, bei einer peripheren Sauerstoffsättigung (SpO2) von unter 90 %
 Abb. 47.11 Leberbiopsie. Der
Arzt Leberbiopsie führt die  Monitor-EKG, Pulsoxymetrie und automatisierte Blutdruckmessung anlegen. Außerdem 12-Kanal-EKG
Biopsienadel ein, während
über den Schallkopf schreiben und dem Arzt sofort vorlegen
gleichzeitig ein...
 i. v.-Zugang legen (lassen) und für eine schnellstmögliche Blutabnahme sorgen (CK, CK-MB, Troponin,
Gerinnung, Blutbild, Elektrolyte); abgenommene Blutröhrchen als Notfall kennzeichnen und in das Labor
bringen

 Vorbereitung, Gabe und Überwachung der medikamentösen Therapie (z.B. ASS, Nitrospray, Heparin) → auf
Arztanordnung

 ggf. Anmeldung einer Akut-PTCA; seltener auch Anmeldung und Vorbereitung einer Lysetherapie

 Verlegung des Patienten auf die Intensivstation bzw. zur Akut-PTCA in das Herzkatheterlabor. Achtung:
Verlegung immer nur mit Arztbegleitung und vollständiger Notfallausrüstung!

 intensivmedizinische Überwachung und Behandlung: Monitor-EKG, Flüssigkeitsbilanz, i. v.-Medikation, ggf.


Abb. 47.12 En-bloc-Technik. a arterielle (blutige) Blutdruckmessung, Bettruhe (auf Arztanordnung) mit entsprechenden Prophylaxen,

Der Aufstehen En-bloc-Technik Behandlung evtl. auftretender Komplikationen, psychische Betreuung
En-bloc-Technik Aufstehen
Patient legt die Hände auf den
Bauch und sollte...

 Abb. 47.13 Thoraxdrainage.


Nach der OP hat der Patient
eine Thoraxdrainage.
Thoraxdrainage
Ösophaguskarzinom Zu den...

 Abb. 47.14 Gastritis. Ist das


Gleichgewicht aus
schleimhautschützenden und Abb. 44.10 Herzbettlage. (Video)
schleimhautschädigenden
Faktoren gestört, entzündet... Um das Herz zu entlasten, wird der Pflegeempfänger in Herzbettlage gebracht. Sehen Sie sich dazu das Video
„Positionierung in Rückenlage: Oberkörperhochlage“ an. (Foto: A. Fischer, Thieme)

 Abb. 47.16
Bauchdeckenentspannende
Positionierung. Im Colitis
ulcerosa
bauchdeckenentspannende...

 Abb. 47.17 Appendizitis. Die


Patienten Appendizitis
empfinden einen
rechtsseitigen
Unterbauchschmerz, der...

Abb. 44.11 Nitroglyzerin.

Das Nitrospray wird in Notfallsituationen, z.B. bei einem akuten Koronarsyndrom oder bei einem Herzinfarkt,
eingesetzt. (Foto: A. Fischer, Thieme)

 Abb. 47.18 Divertikulose und


Divertikulitis. Die gesamte
Darmwand stülpt sich bei den Im weiteren Verlauf
echten Divertikeln nach außen.
Durch den im Divertikel...
Wahrnehmen und Beobachten

Die ersten 1–2 Tage nach akutem Herzinfarkt wird der Patient auf der Intensiv- bzw. Überwachungsstation
betreut. Bei unkompliziertem Krankheitsverlauf kann er danach auf eine normale, periphere Station verlegt
werden. Der Patient muss aber weiterhin regelmäßig überwacht werden: ggf. Monitor-EKG, 3-mal tägliche
Blutdruckkontrolle, evtl. Flüssigkeitsbilanz.

Es kann in den ersten Tagen zu einer leichten Temperaturerhöhung kommen. Dabei handelt es sich um sog.
Resorptionsfieber, das kein Zeichen einer Infektion, sondern durch körpereigene Umbauvorgänge bedingt ist.

Mobilisation

Sobald sich der Zustand des Patienten stabilisiert hat, wird mit der Frühmobilisation auf Arztanordnung begonnen,
Abb. 47.19 Mechanischer in Zusammenarbeit mit der Physiotherapie. Sie erfolgt in aufsteigenden Mobilisationsstufen und wird individuell

Ileus. Verschiedene Ileus festgelegt, um dem Herz ausreichend Zeit zu geben, sich an die Belastung zu gewöhnen.
mechanischer Ursache
Ursachen eines mechanischen Puls und Blutdruck werden vor, während und nach der Belastung überprüft und die Werte miteinander verglichen.
Ileus. Fällt der Blutdruck stark ab, steigt er stark an oder treten Herzrhythmusstörungen auf, muss die Mobilisation
sofort abgebrochen werden. Um eine Überlastung schnell zu erkennen, sollten während der Belastung auch die
Hautfarbe (blass?) und die Atmung (gesteigert?) beobachtet werden. Nach jeder Belastung wird eine Ruhepause
eingelegt und nochmals Puls und Blutdruck kontrolliert. Nach 3 Minuten sollte der Ruhepuls wieder erreicht sein.
Während der Mobilisation sollte der Puls 100 Schläge pro Minute nicht überschreiten.

Ein Mobilisationsstufenplan kann damit beginnen, dass der Patient bei der morgendlichen Versorgung im Bett
verschiedene Handgriffe übernimmt und sich z. B. selbstständig den Oberkörper wäscht. Im nächsten Schritt wird
der Patient mit pflegerischer Unterstützung an die Bettkante gesetzt. Am nächsten Tag kann er auf den Toiletten-
/Mobilisationsstuhl mobilisiert werden.

Im Anschluss wird der Pflegeempfänger durch einen Physiotherapeuten angeleitet, im Zimmer zu gehen. Sobald er
sich selbstständig im Zimmer bewegen kann, erfolgt die Mobilisation auf dem Flur. Hier sollte ggf. ein Rollstuhl
 Abb. 47.20 Ileus. Verlauf und mitgenommen werden, um für notwendige Ruhepausen eine Sitzmöglichkeit in Reichweite zu haben. Die höchste
Gefahren des Ileus. Ileus
Verlauf Stufe der Frühmobilisation ist das Treppensteigen unter Anleitung eines Physiotherapeuten (Abb. 44.12).

 Abb. 47.21 Hernien. a Durch


Hernie die Bruchpforte stülpt
sich ein Teil des Darmes
(Bruchinhalt) in die
Peritonealaussackung...

 Abb. 47.22 Hämorrhoiden. Die


Hämorrhoiden Stadium
verschiedenen Stadien der Abb. 44.12 Frühmobilisation.
Hämorrhoiden. In Stadium 2
und 3 treten die... Bei der Frühmobilisation muss darauf geachtet werden, den Patienten nicht zu überlasten. Wenn er das erste Mal
aufsteht, sollte er von 2 Pflegepersonen unterstützt werden. (Foto: K. Oborny, Thieme)

Ernährung und Ausscheidung

Nach der Akutphase wird die Kost schrittweise aufgebaut. Auf blähende und schwer verdauliche Speisen sollte
verzichtet werden, damit der Stoffwechsel entlastet und ein Toilettengang (Stuhlgang) ohne viel Kraftanstrengung
(Pressen) möglich ist.

Medikamentenmanagement

Zur Dauertherapie nach einem Herzinfarkt werden Betablocker, ACE-Hemmer, gerinnungshemmende


Abb. 47.23 Virushepatitis. Die Medikamente, Nitrate und Statine eingesetzt (Tab. 44.1). Pflegefachkräfte informieren den Pflegeempfänger über

verschiedenen viralen den korrekten Umgang.
Virushepatitis Hepatitisformen,
Hepatitis Form virale deren Informieren, Schulen, Anleiten, Beraten
Übertragung und Verlauf.
Siehe dazu „Spezielle Pflege bei KHK“.

Psychosoziale Begleitung

Allgemein sollte für eine ruhige Umgebung gesorgt und Stress vermieden werden. Durch die enge Überwachung
ist die Patientenautonomie eingeschränkt, was für den Patienten eine Belastung darstellt. Daher ist es wichtig,
gemeinsam mit dem Patienten einen individuellen Behandlungsplan zu erstellen. Je nach subjektivem Empfinden
des Patienten sollte dieser täglich bewertet und angepasst werden.

Der Herzinfarkt ist ein lebensbedrohliches Ereignis, das viele Patienten psychisch stark verunsichert und Angst
erzeugt. Einige Patienten reagieren mit depressiven Verstimmungen, andere leugnen ihre Gefühle und spielen den
Infarkt herunter. Pflegende sollten auf Zeichen von Verunsicherung achten. Es ist hilfreich, wenn Zeit zum
Zuhören eingeplant wird, ggf. sollte die Krankenseelsorge hinzugezogen werden.
 Abb. 47.24 Leberzirrhose. Die
Symptome der Leberzirrhose
Leberzirrhose Symptom mit 
Leberinsuffizienz sind vielfältig WISSEN TO GO
und zeigen sich... Herzinfarkt – Pflege

 Pflegebasismaßnahmen bei Herzerkrankungen

 in der Akutsituation:

 Patienten nicht allein lassen, Hilfe holen

 Positionierung in Herzbettlage

 O2 verabreichen

 Vitalparameter und Sauerstoffsättigung erfassen

 Medikamentenmanagement

Abb. 47.25  Verlegung auf Intensivstation vorbereiten



Ösophaguskompressionssonde
n. a Die Sengstaken-  im weiteren Verlauf: Frühmobilisation, Informieren, Schulen …, psychosoziale Begleitung
Blakemore-Sonde...

44.7.3 Herzinsuffizienz


Definition
Herzinsuffizienz

Von einer Herzinsuffizienz wird gesprochen, wenn das Herz nicht mehr genügend Kraft hat, um das Blut aus dem
Herzen auszuwerfen. Hierdurch staut sich das Blut in die Peripherie zurück und nachfolgende Organe können nicht
mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden.

 Abb. 47.26 Körpergewicht.


Das tägliche Erfassen des
Körpergewichts kann zum Ursachen
einen dazu dienen, den Erfolg
einer entwässernden... Fast alle Herzerkrankungen können zu einer Herzinsuffizienz führen. Die häufigsten Ursachen sind eine KHK,
Herzmuskelerkrankungen, Erkrankungen der Herzklappen und angeborene Herzfehler.

Symptome

Je nachdem, wie schnell Symptome der Herzinsuffizienz auftreten, teilt man sie in eine akute und eine chronische
Form ein.

Akute und chronische Form

Die Symptome der akuten Form entwickeln sich innerhalb von Stunden oder Tagen – Auslöser ist meist ein
Herzinfarkt. Die Symptome der chronischen Form entwickeln sich dagegen innerhalb von mehreren Monaten oder
Jahren und werden häufig durch eine fortschreitende KHK verursacht.
 Abb. 47.27 Cholelithiasis und
Cholezystitis. Je nachdem, wo Kompensierte und dekompensierte Form
Cholelithiasis Cholezystitis der
Stein sich befindet, sind die
Am Anfang kann der Körper die fehlende Herzkraft noch durch andere Mechanismen kompensieren – man spricht
Symptome...
von einer kompensierten Herzinsuffizienz. Mit zunehmendem Krankheitsverlauf versagen diese Mechanismen und
die Symptome nehmen zu. Man spricht dann von einer dekompensierten Herzinsuffizienz.

Links-, Rechts- und Globalinsuffizienz

Je nachdem, welcher Teil des Herzens hauptsächlich betroffen ist, unterscheidet man zwischen einer
Rechtsherzinsuffizienz, einer Linksherzinsuffizienz und einer Globalherzinsuffizienz (rechtes und linkes Herz). Die
daraus resultierenden Symptome lassen sich durch den Rückstau des Blutes in den jeweils dahinterliegenden
Kreislauf erklären.

 Rechtsherzinsuffizienz: Das Blut staut sich bei der Rechtsherzinsuffizienz in den Körperkreislauf zurück,
wodurch Beinödeme (Abb. 44.13), Halsvenenstauung, Stauungsleber und Stauungsgastritis mit
abdominellen Beschwerden und Appetitlosigkeit auftreten können.
 Abb. 47.28 Mobilisation. Nach
der akuten Phase sollten  Linksherzinsuffizienz: Hierbei staut sich das Blut aus dem linken Herzen zurück in die Lunge. Die
Patienten wegen möglicher Symptome einer Linksherzinsuffizienz äußern sich daher über die Atmung: Lungenstauung mit Dyspnoe
Kreislaufstörungen nicht allein
aufstehen. Vor der... (Luftnot) und Orthopnoe (stärkste Luftnot). Übersteigt der Druck in den Lungenvenen einen kritischen
Wert, kommt es zum Lungenödem. Die Patienten haben extreme Luftnot und husten schaumiges Sekret ab.
Rasselnde Atemgeräusche sind oft ohne Stethoskop hörbar.


Merke
Ödeme

Ödeme, die aufgrund einer Herzinsuffizienz entstehen (sog. kardial bedingte Ödeme), sind weich, wenn man sie
wegdrückt. Es bleibt dann typischerweise eine Delle bestehen (Abb. 44.13). Ödeme infolge einer
Lymphabflussstörung oder einer Schilddrüsenunterfunktion sind derber und nehmen sofort wieder ihre ursprüngliche
Form an (lassen sich also nicht wegdrücken).

 Abb. 47.29
Infusionsmanagement. Bei der Herzinsuffiziente Kinder schwitzen oft stark und gedeihen schlecht. Sie werden schon bei der kleinsten
akuten Pankreatitis Infusion
Pankreatitis erhält der Patient Anstrengung rasch tachykard und atmen sehr schnell. Hinzu kommt oft ein „bellender Husten“. Meist liegt ein
verschiedene... angeborener Herzfehler vor.
 Abb. 47.30 Peritonitis.
Symptome Peritonitis
Symptom (rot) und
Therapiemaßnahmen
Peritonitis Therapie (gelb)...

Abb. 44.13 Kardial bedingtes Ödem.

Drückt man das Ödem mit den Fingern ein, bleibt eine Delle bestehen. Typischerweise sind kardial bedingte Ödeme an
den Unterschenkeln zu beobachten, vor allem nach längerem Sitzen. Sind sie stark ausgeprägt, können auch die
oberen Extremitäten betroffen sein. (Foto: K. Oborny, Thieme)

Diagnostik

Um den Schweregrad einer Herzinsuffizienz einteilen zu können, werden folgende diagnostische Maßnahmen
gewählt:

 Echokardiografie

 Röntgenthoraxuntersuchung

 Blutuntersuchung

 EKG, Langzeit-EKG

 Linksherzkatheteruntersuchung

NYHA-Klassifikation

Anhand der Ergebnisse der Diagnostik kann die Herzinsuffizienz in eines der 4 Stadien nach NYHA (New York
Heart Association) eingeteilt werden. Diese Klassifizierung hat sich international als Standard bewährt:

 NYHA-Stadium I: diagnostisch nachgewiesene Einschränkung der Pumpfunktion ohne erkennbare


Symptome

 NYHA-Stadium II: Luftnot unter schwerer Belastung


 Abb. 48.1 Aufbau der Niere.
Rechte Niere von hinten  NYHA-Stadium III: Luftnot während des einfachen Gehens bzw. unter leichter Belastung
betrachtet. Ein Teil des
Nierengewebes wurde  NYHA-Stadium IV: Luftnot im Sitzen und in Ruhe
entfernt, um die...

Therapie

Akute Herzinsuffizienz

Entwickelt sich bei einem Patienten eine akute Herzinsuffizienz oder geht eine chronisch-kompensierte
Herzinsuffizienz in die dekompensierte Herzinsuffizienz über, erfolgt die weitere Behandlung i. d. R. auf der
Intensivstation. Zur Herzkraftsteigerung werden Katecholamine (z. B. Adrenalin, Noradrenalin, Dobutamin)
gegeben. Um die Vorlast zu senken, werden Nitrate in Form von Nitrospray eingesetzt. Das sich bei einem
Lungenödem ansammelnde Wasser wird durch Schleifendiuretika ausgeschwemmt (z. B. Furosemid, Lasix).

Abb. 48.2 Urinkultur. Der Chronische Herzinsuffizienz



Nährboden Urinkultur wird mit
frischem Urin übergossen oder Bei der chronisch-kompensierten Herzinsuffizienz hat die Therapie vor allem das Ziel, die zugrunde liegende
in ein Gefäß mit Urin
eingetaucht. (Foto: W... Erkrankung zu behandeln, um ein Fortschreiten der Herzinsuffizienz zu verhindern. Gleichzeitig wird das Herz
durch verschiedene Medikamente entlastet (z.B. ACE-Hemmer, Diuretika, Betablocker, siehe Tab. 44.1). Wenn die
Herzschwäche durch tachykarde Herzrhythmusstörungen bedingt ist, kommen außerdem Digitalispräparate (=
Herzglykoside) zum Einsatz.

Digitalispräparate

Bei Menschen, die Digitalispräparate einnehmen, muss auf Symptome einer Überdosierung geachtet werden, da
die Dosierung des Medikaments sehr schwierig ist. Informieren Sie einen Arzt beim Auftreten von Symptomen, wie
z.B. Übelkeit, Erbrechen, Bradykardie, Farbseh- und Bewusstseinsstörungen. Bei einer Intoxikation (Vergiftung)
mit Digitalispräparaten werden die Medikamente sofort abgesetzt und Notfallmaßnahmen eingeleitet. Je nach
Schwere der Intoxikationserscheinungen wird ein Digitalisantidot appliziert, Aktivkohle gegeben und ggf. ein
externer Schrittmacher implantiert (bei Bradykardie).

 Abb. 48.3 Urinprobe


gewinnen. Entnahmestelle zur 
Uringewinnung bei liegendem WISSEN TO GO
Harnblasendauerkatheter. Herzinsuffizienz – Grundlagen
(Foto: W. Krüper, Thieme)
 Die Herzinsuffizienz ist Ausdruck einer verminderten kardialen Pumpfunktion.

 Eine Herzinsuffizienz kann akut oder chronisch verlaufen. Die Symptome der akuten Herzinsuffizienz sind akut
lebensbedrohlich (kardiales Lungenödem und kardiogener Schock).

 Je nachdem, welche Herzhälfte betroffen ist, staut sich das Blut in den Lungen- (Linksherzinsuffizienz) oder
den Körperkreislauf (Rechtsherzinsuffizienz).

 Therapie: herzkraftsteigernde (z.B. Dobutamin, Noradrenalin) und herzentlastende Medikamente (z.B.


Diuretika, Betablocker)

 Abb. 48.4 Urinschnelltest. Der Pflege


Teststreifen Urinschnelltest
wird kurz in den Urin gehalten
und dann mit der Skala Akute Herzinsuffizienz
verglichen. (Foto: W...
Die pflegerischen Erstmaßnahmen in der Akutsituation entsprechen denen beim akuten Herzinfarkt .

 Patienten möglichst nicht allein lassen und Ruhe vermitteln

 Hilfe holen (Kollegen, Arzt)

 Positionierung in Herzbettlage (Abb. 44.10), ggf. Fenster öffnen

 2–3 l Sauerstoff verabreichen → auf Arztanordnung (Abb. 44.14)

 Vitalparameter erheben (inkl. Sauerstoffsättigung), ggf. Monitoring, EKG schreiben

 i.v.-Zugang legen (lassen)

Abb. 48.5 24-Stunden-  Blutentnahme vorbereiten (Troponin, CK/CK-MB, Gerinnung, Blutbild, Elektrolyte)

Sammelurin. Sammelbehälter
für 24-Stunden-Sammelurin.  Vorbereitung, Gabe und Überwachung der medikamentösen Therapie (z.B. Furosemid, Dobutamin) auf
Urin 24-Stunden-Sammelurin Arztanordnung
Für spezielle...

Chronische Herzinsuffizienz

 Wahrnehmen und Beobachten:

 Atmung: Dyspnoe, (Reiz-)Husten, schaumiger Auswurf, Rasselgeräusche, Zyanose → kann auf ein
beginnendes Lungenödem hindeuten

 Gewicht: tägliche Gewichtskontrollen, um Wassereinlagerungen (Ödeme) schnell zu erkennen

 Ernährung: Bei einer chronischen Herzinsuffizienz muss auf die evtl. ärztlich verordnete beschränkte
Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Nimmt der Patient zu viel Flüssigkeit zu sich, kann dies zu einer
Dekompensation der Herzinsuffizienz führen. Bei einer akuten oder chronisch dekompensierten
 Abb. 48.6 Glomerulonephritis.
Ursachen, Verlauf Herzinsuffizienz müssen Ein- und Ausfuhr der Flüssigkeit genau bilanziert werden, alternativ kann der
Glomerulonephritis und Patient täglich gewogen werden.
Symptome der
Glomerulonephritis.  Mobilisation: körperliche Schonung, ggf. Bettruhe (auf Arztanordnung)

 Medikamentenmanagement:

 medikamentöse Therapie überwachen

 auf eine Digitalisüberdosierung achten: Übelkeit und Erbrechen, Farbsehstörungen, Bradykardie bis
hin zur Asystolie (Herzstillstand), Bewusstseinsveränderungen und Halluzinationen

 Prophylaxen:

 bedarfsgerecht je nach körperlichem Zustand

 Maßnahmen zur Obstipationsprophylaxe bei eingeschränkter Flüssigkeitszufuhr

Abb. 48.7 Chronische  Informieren, Schulen, Anleiten, Beraten:



Niereninsuffizienz.
Niereninsuffizienz chronische  Menschen mit einer chronischen Herzinsuffizienz sollten in Bewegung bleiben, um das Herz zu
trainieren. Indem sie bspw. regelmäßig spazieren gehen oder an Herzsportgruppen teilnehmen.

 Notfallprophylaxe: Um Komplikationen zu verhindern bzw. frühzeitig zu erkennen, müssen Patienten


mit einer Herzinsuffizienz über die Anzeichen einer Dekompensation informiert werden. Anzeichen
sind: geringere Belastbarkeit, nächtliche Atemnot und zunehmende Ödeme.


ACHTUNG
Sehen Sie Hinweise auf eine drohende Dekompensation, z. B. zunehmende Beinödeme oder abnehmende
Belastbarkeit, informieren Sie den Arzt.

 Abb. 48.8 Shunt. Shunt Shunt



mit liegender zuführender WISSEN TO GO
"arterieller" (rot) und Herzinsuffizienz – Pflege
ableitender "venöser" (blau)
Kanüle. (Foto: K. Oborny...  Pflegebasismaßnahmen bei Herzerkrankungen

 akute Herzinsuffizienz:

 Patienten nicht allein lassen, Hilfe holen

 Positionierung in Herzbettlage

 O2 verabreichen

 Vitalparameter und Sauerstoffsättigung erfassen

 i.v.-Zugang legen (lassen), Blutentnahme vorbereiten

 Medikamentenmanagement

 chronische Herzinsuffizienz:
 Abb. 48.9 Hämodialyse.
Schema der Hämodialyse.  Wahrnehmen und Beobachten: Atmung (Dyspnoe?, Zyanose?, Husten?), Gewicht (Ödeme?)
(geändert: 11/2021)
Hämodialyse  Ernährung: ggf. Flüssigkeitsbilanzierung

 medikamentöse Therapie überwachen

 bedarfsgerecht, bei eingeschränkter Flüssigkeitszufuhr → Obstipationsprophylaxe

 Informieren, Schulen, Anleiten, Beraten: Bewegung fördern, Notfallprophylaxe: über Symptome


einer Dekompensation informieren

44.7.4 Herzrhythmusstörungen


Abb. 48.10 Dialyse. Dialyse
Definition
 Herzrhythmusstörungen
(Foto: K. Oborny, Thieme)

Herzrhythmusstörungen zeigen sich in einer gestörten Herzfrequenz und/oder Unregelmäßigkeit des Herzschlags.

Grundsätzlich lassen sich Herzrhythmusstörungen einteilen in:

 Bradykardie = zu niedrige Frequenz (< 60 Schläge/min), aber rhythmisch

 Tachykardie = zu hohe Frequenz (> 100 Schläge/min), aber rhythmisch

 Bradyarrhythmie = zu niedrige Frequenz + arrhythmisch

 Tachyarrhythmie = zu hohe Frequenz + arrhythmisch

 Extrasystolen (ventrikuläre/supraventrikuläre) = zusätzliche Erregungen (aus der Kammer/aus dem


Vorhof)
 Abb. 48.11 Hämofiltration. Bei
der Hämofiltration
Hämofiltration Ursachen und Pathophysiologie
Flüssigkeitsentzug erfolgt der
Flüssigkeitsentzug...  Kardial bedingte Ursachen: Die Ursache liegt in einer Störung in der Erregungsbildung oder der
Erregungsleitung des Reizleitungssystems des Herzens. Zum Beispiel: Herzinfarkt,
Herzmuskelerkrankungen, Herzklappenfehler

 Extrakardiale Ursachen: z.B. Hormone, Medikamente oder Störungen des Elektrolythaushalts

Die Folge ist bei allen Ursachen die gleiche und betrifft die Funktion des Herzens. Besonders gefährlich sind die
hämodynamisch relevanten Herzrhythmusstörungen, denn sie beeinträchtigen die Kreislauffunktion. So schafft es
das Herz z. B. bei tachykarden Störungen nicht mehr, ausreichend Volumen zu fördern. Dies liegt an der zeitlich
stark verkürzten Füllungsphase (Diastole) des Herzens und kann in Form des Kammerflimmerns sogar zum
funktionellen Kreislaufstillstand führen.

Symptome
 Abb. 48.12 Peritonealdialyse.
Prinzip der Peritonealdialyse.
Peritonealdialyse Prinzip  keine: Viele der an Herzrhythmusstörungen erkrankten Patienten merken lange Zeit nichts von ihrer
Erkrankung.

 Herzklopfen, -rasen, -stolpern (Palpitationen) oder Aussetzer des Herzschlags sprechen für Extraschläge
(Extrasystolen).

 Adam-Stokes-Anfall: Hämodynamisch relevante Herzrhythmusstörungen können sich in sog. Adam-


Stokes-Anfällen zeigen. Dabei kommt es durch akut auftretende Herzrhythmusstörungen zur
Sauerstoffunterversorgung des Gehirns. Symptomatisch zeigt sich dies vor allem als sog. kardiale Synkopen
mit kurzer Bewusstlosigkeit.

Diagnostik

Herzrhythmusstörungen zu erkennen ist für die Therapie entscheidend. Insbesondere wenn sie als Komplikation
eines Herzinfarkts auftreten, ist es wichtig, dass sie so schnell wie möglich erkannt werden. Aus diesem Grund
 Abb. 48.13 Hygienische
Richtlinien beachten. Die werden Patienten nach einem Herzinfarkt bzw. Patienten mit unklaren Herzrhythmusstörungen am Monitor-EKG
häufigste Komplikation einer überwacht.
Peritonealdialyse
Katheteraustrittsstelle... Zur Diagnosefindung bzw. zur Ursachenabklärung von Herzrhythmusstörungen werden folgende Untersuchungen
angewendet:

 Ruhe-, Langzeit- und Belastungs-EKG, Eventrekorder

 Echokardiografie

 Herzkatheteruntersuchung

Es gibt sehr viele verschiedene Herzrhythmusstörungen. Eine genaue Einteilung ist nur mit dem EKG möglich.
Grundsätzlich werden dabei die Herzfrequenz und der Herzrhythmus beurteilt. Um ein Rhythmusereignis zu
dokumentieren, wird ein Ausdruck des Monitor-EKGs zum Zeitpunkt der Rhythmusstörung angefertigt. Die genaue
Diagnosestellung erfolgt dann durch den Arzt. Die wichtigsten Herzrhythmusstörungen zeigt Abb. 44.15.

 Abb. 48.14 Harnwegsinfekte.


Je nach Lokalisation der
Entzündung unterscheidet man
verschiedene Formen des...

 Abb. 48.15 Urolithiasis.


Übersicht Urolithiasis über die
verschiedenen Harnsteine,
deren Therapie und die
wichtigsten...

 Abb. 48.16 Urin sieben. Der


Urin Urin sieben wird nach der
Behandlung gesammelt und
gesiebt. (Foto: W. Krüper,
Thieme)
Abb. 44.15 Herzrhythmusstörungen.

Übersicht über die wichtigsten Herzrhythmusstörungen im Vergleich zu einem Normalbefund. (EKGs aus: Trappe H,
Schuster H, Hrsg. EKG-Kurs für Isabel. 7. Aufl. Stuttgart: Thieme; 2017)

Therapie

Bradykarde Herzrhythmusstörungen

Die Therapie akuter, bradykarder Herzrhythmusstörungen erfolgt mit Parasympatholytika (z.B. Atropin) und
Sympathomimetika (z.B. Alupent). Liegt dagegen eine längerfristige bradykarde Herzrhythmusstörung vor (z. B.
 Abb. 48.17 Kontinente AV-Block III. Grades), ist das Mittel der Wahl die Implantation eines Herzschrittmachers.
Harnableitung. Nach einer
Zystektomie Zystektomie gibt
Tachykarde Herzrhythmusstörungen
es verschiedene Möglichkeiten
der...
Sie werden durch eine ganze Gruppe von Antiarrhythmika therapiert. Die Wirkung dieser Medikamente beruht
darauf, dass sie die Erregungsbildung und -leitung beeinflussen. Antiarrhythmika zeigen vereinzelt recht starke
Nebenwirkungen, so können sie u. a. erneute Rhythmusstörungen auslösen. Außerdem hemmen sie die
Schlagkraft des Herzens. Beruht die Herzrhythmusstörung auf einer Elektrolytstörung (meist Kalium), muss dieses
Elektrolyt langsam (über Infusionspumpe) und unter ständiger Monitorkontrolle verabreicht werden. Es gibt
verschiedene Gruppen von Antiarrhythmika:

 Antiarrhythmika der Klasse I: Natriumkanalblocker

 Antiarrhythmika der Klasse II: Betarezeptorenblocker

 Antiarrhythmika der Klasse III: Kaliumkanalblocker

 Antiarrhythmika der Klasse IV: Kalziumkanalblocker


 Abb. 48.18 Inkontinente
Harnableitung. a Ileum-
Conduit. 
ACHTUNG
Alle Medikamente, die auf den Rhythmus wirken, können wiederum andere Formen von Rhythmusstörungen
auslösen. Deshalb ist die Patientenbeobachtung bei Antiarrhythmika besonders wichtig.

Herzschrittmachertherapie

Ein Herzschrittmacher (Pacemaker) ist ein elektrisches Gerät, das den Herzrhythmus überwacht und bei Bedarf
(intermittierend) elektrische Impulse abgibt, die eine Muskelkontraktion (Herzaktion) erzwingen. Somit wird die
Herzfrequenz beschleunigt, wenn das Herz zu langsam schlägt. Alle Herzschrittmacher bestehen aus mindestens
einer Sonde und einem Schrittmacheraggregat. Die Sonden werden über das venöse System in das rechte Herz
vorgeschoben und im Vorhof und/oder im Ventrikel fixiert. Man unterscheidet zwischen passageren und
 Abb. 48.19 Urostoma. (Foto:
K. Oborny, Thieme) a permanenten Herzschrittmachern. Zudem gibt es Herzschrittmacher mit einer Defibrillatorfunktion.

Passagerer Herzschrittmacher

Beim passageren Schrittmacher befinden sich die gesamte Steuerungseinheit sowie die Stromversorgung
(Aggregat) außerhalb des Körpers. Die Schrittmachersonde wird entweder als Notfallmaßnahme, wie ein zentraler
Venenkatheter unter sterilen Bedingungen, oder im Rahmen großer Herzoperationen angelegt. Bei diesen großen
Herzoperationen werden die Sonden am unteren Pol der Sternotomiewunde herausgeleitet und manuell an die
extrakorporale Bedieneinheit angeschlossen.

Der Patient trägt das Schrittmacheraggregat, ähnlich wie das Langzeit-EKG, meist um den Hals. Für den Patienten
sind die sichtbaren Sonden und das dazugehörige elektrische Gerät oft eine große psychische Belastung. Aus
diesem Grund benötigen viele Patienten intensive Beratung und Anleitung bei allen Aufgaben des täglichen
Lebens. Der Patient muss darauf hingewiesen werden, keine ruckartigen Bewegungen durchzuführen, da dies die
Sonden dislozieren kann. Außerdem müssen die Patienten dauerhaft am Monitor überwacht werden. Wenn die
 Abb. 48.20 Ursachen von Indikation für eine Schrittmachertherapie nicht mehr gegeben ist (Wirkung des Digitoxins hat nachgelassen,
Hyperhydratation und Gefahr der Rhythmusstörung nach OP ist nicht mehr gegeben), können die Sonden wieder gezogen werden.
Dehydratation.

Permanenter Herzschrittmacher

Implantierter Herzschrittmacher

Beim permanenten Schrittmacher wird das Schrittmacheraggregat implantiert und meist auf dem großen
Brustmuskel (M. pectoralis major) direkt unter der Haut fixiert. Die Anlage eines permanenten Herzschrittmachers
ist ein vergleichsweiser kleiner chirurgischer Eingriff, der in Lokalanästhesie durchgeführt werden kann. Im
Anschluss an die Operation wird die korrekte Lage überprüft. Anschließend wird der Patient ggf. noch eine Zeit
lang am Monitor überwacht. Schrittmacheraktivitäten sind im EKG als spitze Zacken (Spikes) vor dem QRS-
Komplex bzw. vor der P-Welle zu erkennen. Einige Tage nach dem Eingriff wird die korrekte Elektronik des
Aggregats in der Schrittmacherambulanz überprüft. Hier erhält der Patient dann auch seinen
Schrittmacherausweis. In diesem sind Funktionsweise und Implantationsdatum eingetragen.

 Implantierbarer Kardioverter-Defibrillator

Patienten, die unter lebensgefährlichen ventrikulären Tachykardien oder Kammerflimmern leiden oder bei denen
ein erhöhtes Risiko für solche Herzrhythmusstörungen besteht (z.B. bei hochgradig eingeschränkter Pumpkraft des
Herzens), bekommen einen Defibrillator implantiert (implantierbarer Kardioverter-Defibrillator; ICD). Das Gerät
misst kontinuierlich die Herzströme und kann im Falle einer solchen Herzrhythmusstörung sofort eine Defibrillation
durchführen.

Pflege

 Wahrnehmen und Beobachten:

 Pulsschläge eine volle Minute zählen, um Herzrhythmusstörungen erkennen zu können.

 Monitor-/Ruhe-EKG auf Arztanordnung

 Bei Monitor-EKG: Alarmgrenzen regelmäßig kontrollieren (z.B. 2-mal pro Schicht), die vom Monitor
 erfassten Rhythmusstörungen ggf. ausdrucken und dem Arzt vorlegen

 Wundmanagement: Bei Menschen mit einem implantierten Herzschrittmacher oder Defibrillator muss in
den ersten Tagen das Wundgebiet beobachtet und der Verband gewechselt werden.

 Prophylaxen: Prophylaxen werden bedarfsgerecht je nach körperlichem Zustand angewendet. Menschen,


die an Herzrhythmusstörungen leiden, können ein erhöhtes Sturzrisiko haben, wenn sie unter Synkopen
leiden. Aus diesem Grund sollten Maßnahmen zur Sturzprophylaxe ergriffen werden.

 Informieren, Schulen, Anleiten, Beraten: Menschen mit einem implantierten Schrittmacher werden vom
Arzt über den Umgang im Alltag mit einem Herzschrittmacher informiert. Pflegefachkräfte beantworten
offen gebliebene Fragen. Menschen mit einem implantierten Schrittmacher sollten Folgendes beachten:

 „betroffenen“ Arm nicht über Brusthöhe emporheben, um den Heilungsprozess nicht zu behindern
(ca. 2 Wochen)

 nach ca. 3 Monaten sind sportliche Tätigkeiten möglich, empfohlen wird z.B. Nordic Walking,
 Abb. 49.1 Hypothalamus- Wandern oder Radfahren
Hypophysen-Achse. Der
Hypothalamus ist die  Schrittmacherausweis ständig bei sich tragen
wichtigste Kontrollstation für
die Hormonausschüttung. Er...  regelmäßige Kontrollen beim zuständigen Kardiologen

 Symptome einer Schrittmacherinfektion kennen (z.B. lokal begrenzte, warme und gerötete Haut,
Fieber), in diesem Fall muss zügig ärztlicher Rat eingeholt werden!

 Vorsicht bei elektronischen Geräten, sie können die empfindliche Elektronik stören. Dazu zählen
starke Magnetfelder (z.B. MRT, in Rundfunk- und Fernsehanstalten), Metalldetektoren (z.B.
Diebstahlsicherungen in Kaufhäusern, Sicherheitskontrolle am Flughafen), Handys, wenn sie eng am
Körper (z.B. in der Hemdtasche) getragen werden, sowie elektrische Heizkissen und große
Lautsprecher

 Das Sicherheitszeichen in Abb. 44.16 verdeutlicht, wo sich Menschen mit einem Herzschrittmacher
nicht aufhalten sollten.

 Abb. 49.2 Wirkung von Insulin


und Glukagon. Bei niedrigem
Blutzuckerspiegel bewirkt die
Glukagonausschüttung der α-
Zellen die...

 Abb. 49.3 Diabetes insipidus.


Diabetes insipidus renalis und
centralis im Vergleich.

 Abb. 49.4 Über- und


Unterfunktion des
Hypophysenvorderlappens. Je
nachdem, welche Hormone...

Abb. 44.16 Verbotsschild.

Überall dort, wo dieses Symbol angebracht ist, sollten sich Menschen mit Herzschrittmachern nicht aufhalten.


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Herzrhythmusstörungen

Herzrhythmusstörungen zeigen sich in einer gestörten Herzfrequenz und/oder Unregelmäßigkeit des Herzschlags.

 Ursache: Störung des Reizbildungs-/Reizleitungssystems des Herzens, z.B. durch Herzinfarkt,


Herzmuskelerkrankungen, Medikamente oder Störungen des Elektrolythaushalts
 Abb. 49.5 Hypo- und
Hyperthyreose. Die Symptome  Symptome: z.B. Herzklopfen, -rasen, -stolpern, Extrasystolen, Synkopen
von Hypo- und Hyperthyreose
im Vergleich.  Diagnostik: EKG (Monitor-, Ruhe-, Langzeit- und Belastungs-EKG, Eventrekorder), Echokardiografie,
Herzkatheteruntersuchung

 Therapie: Medikamente oder Implantation eines Herzschrittmachers

 Pflege:

 Pflegebasismaßnahmen bei Herzerkrankungen

 ggf. Monitorüberwachung

 bei der Implantation eines Schrittmachers: Wundmanagement, Informieren, Schulen, ... zum Umgang
im Alltag mit einem Herzschrittmacher

 Abb. 49.7 Positionierung nach 44.7.5 Entzündliche Herzerkrankungen


Schilddrüsenoperation. Die
Positionierung erfolgt mit
erhöhtem Oberkörper und 
einem zusätzlichen kleinen... Definition
Entzündliche Herzerkrankungen

Je nachdem, welche Schicht des Herzens entzündet ist, spricht man von einer Endokarditis (Entzündung der
Innenhaut), Myokarditis (Entzündung der Muskelschicht) oder einer Perikarditis (Entzündung des Herzbeutels).

Ursachen

 Akut bakterielle Endokarditis: in die Blutbahn eingedrungene Bakterien siedeln sich auf den Herzklappen
oder an der Herzinnenhaut ab. (Bakteriämie; meist Streptokokken) → häufigste Form

Abb. 49.8  Nicht infektiöse Endokarditis: durch eine Fehlsteuerung des Immunsystems, z. B. bei

Hyperparathyreoidismus. Die Autoimmunerkrankungen, allergische Reaktionen oder nach einer Streptokokkeninfektion, z. B. einem
Überproduktion von
Parathormon in den eitrigen Halsinfekt (Angina)
Nebenschilddrüsen betrifft...  Myokarditis/Perikarditis: in die Blutbahn eingedrungene Viren (selten: Pilze, Parasiten, rheumatische
Grunderkrankung). Die Myokarditis kann die Folge eines viralen Infekts sein, bei dem sich der Patient zu
früh körperlich belastet hat.

Symptome

Die Symptome reichen von unspezifischen Allgemeinsymptomen wie Abgeschlagenheit und Schwäche bis hin zu
schweren septischen Reaktionen mit hohem Fieber und Dyspnoe. Außerdem kann es zu einem Abriss infektiöser
Plaques (septische Embolien) und damit z. B. zum Schlaganfall kommen. Durch fortschreitende Schädigung
des Herzens und vor allem der Herzklappen kann eine Herzinsuffizienz entstehen.

Abb. 49.9 Morbus Cushing. Diagnostik



Der erhöhte Kortisolspiegel hat
Auswirkungen auf den ganzen Die Diagnose erfolgt durch die Beobachtung entsprechender klinischer Symptome und den Nachweis der Erreger
Körper.
in der Blutkultur. Zur Beurteilung der genauen Ausdehnung wird häufig eine TEE durchgeführt.

Therapie

 Antibiotika

 symptomatische Unterstützung

Spezielle Pflege

 Wahrnehmen und Beobachten: Bei entzündlichen Herzerkrankungen wird der Fieberverlauf genau
überwacht und mindestens 3-mal täglich die Temperatur kontrolliert. Der Patient wird in den verschiedenen
Fieberphasen pflegerisch unterstützt. Um den Kreislauf durch die erhöhte Körpertemperatur nicht zu
 Abb. 49.10
Nebenniereninsuffizienz. Bei belasten, sollte das Fieber auf Arztanordnung medikamentös gesenkt werden.
der primären NNRI sind alle
 Mitwirken bei der Therapie: Blutabnahme, insbesondere für die notwendigen Blutkulturen, vorbereiten
Hormone der Nebenniere
betroffen, bei der... und für einen zügigen Transport in das Labor sorgen. Bei einer Perikarditis wird ggf. eine Punktion
durchgeführt.

 Medikamentenmanagement: Antibiotikatherapie und unerwünschte Wirkungen überwachen

 Informieren, Schulen, Anleiten, Beraten: Der Patient sollte sich körperlich schonen, um dem Herzen die
Ruhe zu gewähren, die es zum Ausheilen der Entzündung benötigt.


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Entzündliche Herzerkrankungen

 Formen:

Abb. 49.11 Diabetes mellitus.  Endokarditis = Entzündung der Innenhaut, meist bakteriell

Die Ursachen und Symptome
der beiden Diabetestypen im  Myokarditis = Entzündung der Muskelschicht, meist viral
Vergleich.
 Perikarditis = Entzündung des Herzbeutels, meist viral

 Symptome: Abgeschlagenheit und Schwäche bis hin zu schweren septischen Reaktionen mit hohem Fieber
und Dyspnoe

 Komplikationen: Schlaganfall, Herzinsuffizienz, bei Perikarditis Perikarderguss

 Diagnostik: Symptome, Blutkultur, TEE

 Therapie und Pflege:

 Antibiotikatherapie

 bei Bettruhe Patienten unterstützen, insbesondere bei hohem Fieber

 bei Perikarditis ggf. Punktion

44.7.6 Erkrankungen der Herzklappen

Ursache, Symptome und Diagnostik

Herzklappenfehler können angeboren oder erworben sein. Bei erworbenen Herzklappenfehlern liegt die Ursache
meist in einer durchgemachten Endokarditis, einer Arteriosklerose oder einem Herzinfarkt. Herzklappenfehler
können grundsätzlich alle 4 Klappen betreffen und in Form einer Stenose (Verengung) oder Insuffizienz
(Verschlussunfähigkeit) vorliegen.

Der häufigste erworbene Herzklappenfehler ist die Aortenklappenstenose, gefolgt von der
Mitralklappeninsuffizienz. In der Regel führen Herzklappenfehler unbehandelt auf Dauer zu einer
Herzinsuffizienz. Die Betroffenen bemerken die Erkrankung häufig lange Zeit nicht. Erst wenn Symptome einer
Dyspnoe auftreten, wird ein Arzt aufgesucht. Der Arzt stellt den ersten Verdacht anhand eines auffälligen
 Abb. 49.12 Hyperglykämie. Herzgeräusches in der Auskultation fest. Bestätigt wird die Diagnose dann durch die Echokardiografie.
Symptome und Verlauf der
Hyperglykämie bei Typ-1- und
Typ-2-Diabetes. Therapie und Pflege

Die Veränderung der Herzklappe wird engmaschig kontrolliert. Um ein Fortschreiten der Herzinsuffizienz zu
verhindern, wird medikamentös therapiert. Bei symptomatischer Erkrankung muss langfristig eine neue
Herzklappe implantiert werden. Teilweise kann dies heutzutage schon über einen Herzkatheter erfolgen, teilweise
muss der Thorax eröffnet werden.

Besonders ältere Menschen leiden häufig an einer geringgradigen Aortenklappenstenose, die nicht
behandlungsbedürftig ist. Wird die Erkrankung dagegen symptomatisch, muss die entstandene Herzinsuffizienz
überwacht werden. Bei Herzklappenersatz haben Pflegende wichtige Aufgaben in der perioperativen Betreuung des
Patienten.

44.7.7 Angeborene Herzfehler


 Abb. 49.13 Hypoglykämie.
Symptome und Verlauf der Ursache und Diagnostik
Hypoglykämie.
Angeborene Herzfehler sind häufig und entstehen durch Fehler während der embryonalen Herzentwicklung.
Sie liegen oft kombiniert vor und können sowohl die Herzklappen als auch die Herzwände betreffen. Zu den
häufigsten angeborenen Herzfehlern gehören:

 Vorhofseptumdefekt: Die Herzscheidewand ist zwischen den Vorhöfen nicht vollständig verschlossen.
Häufig ist hier ein nicht vollständig verschlossenes Foramen ovale.

 Ventrikelseptumdefekt (VSD): Die Herzscheidewand ist zwischen den Herzkammern nicht vollständig
verschlossen.

 angeborene Aortenklappenstenose : Verengung der Aorta

 persistierender Ductus Botalli: pathologische Verbindung zwischen Aorta und Truncus pulmonalis.

 Fallot-Tetralogie: Zugrunde liegt eine Kombination aus 4 Defekten:


 Abb. 49.14 Oraler
Glukosetoleranztest. Die  Ventrikelseptumdefekt
Kurven zeigen die
Blutzuckerwerte eines  Pulmonalstenose
Gesunden und eines...
 Rechtsventrikuläre Hypertrophie

 „überreitende Aorta“: Die Aorta entspringt mittig zwischen den zwei Kammern und nimmt so auch
Blut aus der rechten Herzkammer auf.

Angeborene Herzfehler kommen bei chromosomalen Störungen (z. B. Trisomie 21 = Down-Syndrom) gehäuft vor.
Weitere Ursachen können Infektionen, Medikamenteneinnahme und Drogenkonsum während der Schwangerschaft
sein. Häufig lässt sich aber auch keine Ursache finden.

Die Diagnose kann durch hochauflösenden Ultraschall häufig schon intrauterin gestellt werden.

Symptome, Therapie und Pflege


 Abb. 49.15 Therapie bei
Diabetes mellitus. Der Um eine normale Entwicklung des Kindes zu gewährleisten, muss teilweise schon wenige Tage nach der Geburt
Diabetes Typ 1 muss wegen operiert werden. Kleinere Defekte der Herzwände (z. B. offenes Foramen ovale) können oftmals schon mittels
des absoluten Insulinmangels
lebenslang 24 Stunden am... Herzkatheter verschlossen werden. Bei sehr kleinen Defekten ist keine Therapie nötig.

Kinder mit angeborenen Herzfehlern haben häufig eine Trinkschwäche, trotzdem stellt das Stillen keine
Kontraindikation dar. Um die Kinder zu entlasten, werden dem Kind mehrere kleine Mahlzeiten angeboten und ggf.
eine Magensonde gelegt. Die Pflegeperson beobachtet das Trinkverhalten und die Trinkfähigkeit des Kindes, um
die Nahrungsaufnahme entsprechend anzupassen. Sollte Stillen für das Kind zu anstrengend sein, wird die Mutter
gebeten, die Muttermilch abzupumpen. Diese wird dem Kind dann über die Magensonde verabreicht. Zur oralen
Befriedigung kann die Pflegefachkraft die Lippen und die Mundhöhle des Kindes mit ein paar Tropfen Muttermilch
benetzen.

Bei der Fallot-Tetralogie leiden die Kinder unter einer besonders stark reduzierten Belastbarkeit. Manchmal
werden sie aufgrund plötzlicher hypoxämischer Anfälle bewusstlos.

Klinisch typisch ist, dass die Kinder unbewusst oft in die Hocke gehen. Damit steigern sie den Widerstand im
 Abb. 49.16 Insulintherapie. großen Kreislauf und die Lunge wird besser durchblutet. Da der Defekt heutzutage meistens aber schon im 1.
Die verschiedenen
Insulintherapiearten. Lebensjahr operiert wird, tritt diese Erscheinung kaum mehr auf.

Wahrnehmen und Beobachten

Bezüglich der Therapie übernehmen Pflegende wichtige Aufgaben in der Überwachung des Neugeborenen. Sie
achten auf eine evtl. Zyanose, die Herzfrequenz sowie die Atmung. Außerdem übernehmen sie im Falle einer
operativen Intervention die perioperative Versorgung des Kindes. Die Begleitung der Eltern spielt eine wichtige
Rolle. Die Eltern benötigen Sachinformationen und fachliche Begleitung bei der Versorgung ihres Kindes, aber
auch empathische Zuwendung in der emotional belastenden Situation.


ACHTUNG
Bei Kindern mit offenem Ductus Botalli darf Sauerstoff nur auf Arztanordnung verabreicht werden, da sich durch diese
Maßnahme der Ductus verschließen kann. Besteht außerdem ein Pulmonalklappenverschluss, könnte das Herz dann
kein Blut mehr pumpen und das Kind würde sterben.
 Abb. 49.17
Insulinpumpentherapie. Die
Insulinpumpe ist sehr klein
und kann per Clip an der
Kleidung befestigt werden... Psychosoziale Begleitung

Kinder mit angeborenen Herzfehlern und deren Familie benötigen häufig langfristige Betreuung. Die Kinder leiden
häufig unter einer reduzierten Leistungsfähigkeit, die sich auch auf die geistige Leistungsfähigkeit ausdehnen
kann, was wiederum zu emotionalen und sozialen Beeinträchtigungen führt. Durch die ständige Angst um das
kranke Kind ist das Eltern-Kind-Verhältnis extrem belastet. Geschwister werden häufig zwangsläufig
„vernachlässigt“ und die Paarbeziehung der Eltern kann darunter leiden. Hier spielen neben einer guten
medizinischen Betreuung beim Kinderkardiologen weiterführende psychische und soziale Betreuung des Kindes
und der ganzen Familie inkl. Schulbetreuung eine wichtige Rolle.

44.7.8 Perioperative Pflege


Die Herzchirurgie ist ein wichtiger Pfeiler in der Therapie herzkranker Patienten. Lange Zeit galt dabei die
Abb. 49.18 Blutzucker Eröffnung des Brustkorbs (Sternotomie) als unvermeidlich. Seit einigen Jahren ist dies nicht mehr zwingend

messen. (Video) Sehen Sie erforderlich, da viele kleinere Eingriffe mittels Herzkatheter (Abb. 44.17) oder minimalinvasiv durchgeführt werden
sich dazu das Video können, z. B. Aorten- oder Mitralklappenersatz, Verschluss von Septumdefekten.
„Blutzucker messen“ an. a Die
Stechhilfe wird seitlich an... Muss das Herz dagegen für die Operation stillstehen, wird der Thorax auch weiterhin eröffnet, z. B. bei der
Operation eines herznahen Aortenaneurysmas (Abb. 44.17). Bei dieser Operationstechnik wird das Herz durch
eine kaliumreiche (sog. kardioplege) Lösung zum Stillstand gebracht und die Herz-Lungen-Maschine (kurz: HLM)
übernimmt die Blutoxygenierung (Lungenfunktion) und Pumpfunktion des Herzens. Um das Herz dabei zu
schonen, erfolgt die Operation meistens in sog. Hypothermie. Der Patient wird auf eine Körpertemperatur von 25–
30 °C heruntergekühlt, um die Ischämietoleranz des Gewebes zu erhöhen. Da bei der offenen Kardiochirurgie
auch die Pleurahöhlen eröffnet werden, wird dem Patienten nach der OP eine Thoraxdrainage angelegt.

Herzoperationen

Koronarer Bypass

 Video „Blutzucker messen“ Wenn das Herz aufgrund einer koronaren Herzkrankheit nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden
kann, kann mithilfe eines koronaren Bypasses (Aorto-Cardialer-Venen-Bypass; kurz: ACVB) die Blutversorgung
des Herzens wiederhergestellt werden. Hierbei verbindet der Operateur ein herznahes, arterielles Gefäß mit dem
poststenotischen Koronarabschnitt, also mit dem Abschnitt hinter der Stenose. Der dafür erforderliche Blutleiter
wird der Brustwand (A. mammaria) entnommen. Alternativ kann ein venöses Gefäß genutzt werden. Dieses
stammt meist aus dem Bein des Patienten (V. saphena magna) und wird von dort in den Brustkorb verpflanzt. Ein
koronarer Bypass wird immer dann durchgeführt, wenn interventionell (d.h. über eine Herzkatheteruntersuchung)
keine ausreichende Eröffnung der Koronargefäße mehr möglich ist.

Operationen bei erworbenen Herzklappenfehlern

Herzklappenfehler können sowohl offen chirurgisch als auch bei bestimmten Indikationen über Herzkatheter
operiert werden. Meistens müssen bestimmte Herzklappen aufgrund einer ausgedehnten Insuffizienz oder Stenose
ausgetauscht werden. Als Ersatz werden sowohl biologische Herzklappen (z.B. von Schweinen oder einem
verstorbenen Spender) als auch mechanische Metallklappen verwendet. Die Metallklappen versprechen eine
längere Haltbarkeit. Der Nachteil ist, dass Patienten lebenslang Antikoagulanzien einnehmen müssen. Biologische
 Abb. 49.19 Insulin-PEN. Klappen haben eine eingeschränkte Funktionsdauer, u. U. muss also ein weiterer Klappenersatz erfolgen.
Aufbau eines Mehrweg-Pens.
(Foto: A. Fischer, Thieme) Herztransplantation und Kunstherz

Laut der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) wurden im Jahr 2018 in Deutschland 318
Herztransplanationen durchgeführt. Menschen, die auf ein Spenderherz angewiesen sind, müssen häufig lange
warten, bis ein passender Spender gefunden ist. Um bei schwerstkranken Patienten die Wartezeit zu überbrücken,
können Herzunterstützungssysteme (Kunstherz, künstliche Herzpumpen) implantiert werden. Dieses künstliche
Herz kann die Herzfunktion so lange unterstützen, bis ein geeignetes Spenderorgan gefunden ist. Die Koordination
von Spenderorganen erfolgt in Deutschland durch die DSO in Frankfurt am Main. Eine Transplantation kann nur in
wenigen großen Herzzentren durchgeführt werden und ist extrem aufwendig. In Deutschland gibt es derzeit 27
Zentren, an denen Herzen transplantiert werden. Der Patient muss nach der Operation lebenslang
immunsupprimierende Medikamente einnehmen, um eine Abstoßung zu verhindern.

Operationen bei angeborenen Herzfehlern

Kleinere angeborene Herzfehler wie Septumdefekte können zum Teil mittels Herzkatheter operiert werden.
 Abb. 49.20 Insulininjektion. Größere und komplexere Herzfehler benötigen dagegen eine offen chirurgische Versorgung. Beim sog.
Bei schlanken Menschen wird
hypoplastischen Linksherzsyndrom sind sogar mehrere Operationen notwendig. Da implantiertes Fremdmaterial
eine Hautfalte gebildet, die
Kanüle senkrecht eingestochen nicht mit dem Säugling/Kind mitwächst, muss es im Laufe der Jahre mehrfach ausgetauscht werden.
und der Dosierknopf bis zum...
Präoperative Pflege

Herzchirurgische Eingriffe erfordern einen hohen technischen Aufwand und können nur in spezialisierten Kliniken
erfolgen. Neben der allgemeinen präoperativen Versorgung sind folgende pflegerische Maßnahmen bei
Herzoperationen besonders wichtig:

 Patienten müssen postoperative Fertigkeiten einüben, z. B.

 Umgang mit der Thoraxdrainage

 Bewegungsabläufe und Regeln zur Schonung des Brustkorbs: Arme nicht über Schulterniveau, keine
einseitige Belastung, Aufstehtechniken ohne Drehung des Brustkorbs
 Abb. 49.22 Lipoproteine. Alle 
Lipoproteine bestehen aus Pneumonieprophylaxe mittels Triflow
Apolipoproteinen, Cholesterin,  kardiologische Untersuchungsberichte bereitlegen, z. B. Echokardiografie, Herzkatheteruntersuchung, EKG
Phospholipiden und
Triglyzeriden, allerdings...
 Eine Rasur (Brust, Abdomen, ggf. Bein) wird nur auf Arztanordnung durchgeführt. Laut RKI muss eine
Rasur nicht vorgenommen werden.

Häufig kommen Patienten im Rahmen einer Notfallsituation in die Klinik, sodass keine Zeit zum Einüben von
postoperativen Fertigkeiten bleibt. In diesem Fall müssen diese Fertigkeiten postoperativ geübt werden.

Postoperative Pflege

Die postoperativen Maßnahmen entsprechen den allgemeinen Maßnahmen nach Operationen. Besondere
Beachtung erfordern die Thoraxdrainage und die OP-Wunde. Die Wunde wird (je nach hausinternem
Hygienestandard) bedarfsgerecht, spätestens im 3-Tage-Intervall, aseptisch versorgt.

Abb. 49.23 Metabolisches Sternotomie



Syndrom. Bei einem
metabolischen Syndrom, auch Bei der Sternotomie wird das Brustbein durchtrennt, damit der Operateur zum Herzen vordringen kann. Am Ende
Syndrom X genannt, der Operation wird das Brustbein unter der Haut mit Stahldrähten (Cerclage) verschlossen. Damit das Brustbein
beeinflussen sich die... wieder zusammenwachsen kann, ist das strickte Einhalten der präoperativ eingeübten Bewegungen wichtig.
Pflegende müssen den Patienten immer wieder darauf hinweisen. Allenfalls kann es zur Instabilität des Sternums
und zu Wundheilungsstörungen kommen. Besonders adipöse Patienten mit Diabetes sind von diesen
Komplikationen häufiger betroffen.

Der Patient sollte darüber informiert werden, dass er über längere Zeit ein postoperatives Druckgefühl im
Brustkorb durch die Drähte, mit denen der Brustkorb wieder verschlossen wurde, empfinden kann. Auch ein
Taubheitsgefühl in der linken Brust ist relativ lange normal. Es kann durch die Entnahme der Brustwandarterie
entstehen.

Informieren, Schulen, Anleiten, Beraten

Nach der Entlassung wird der Patient meistens noch durch eine Rehaeinrichtung betreut. Der Patient sollte
Abb. 49.24 Lifter. darüber informiert sein, dass das Brustbein 3 Monate benötigt, um wieder voll belastungsfähig zu sein. Daher

Rückenschonendes Arbeiten sollte er sich auch nach dem Aufenthalt in der Rehaeinrichtung körperlich schonen und auf ruckartige Bewegungen
mit dem Lifter empfiehlt sich des Brustkorbs verzichten. Die ärztliche Betreuung erfolgt durch einen niedergelassenen Kardiologen.
nicht nur bei adipösen
Patienten. (Foto: A. Fischer... Grundsätzlich sollten alle Patienten zur Risikoreduktion angeregt werden. Hier eignen sich Antiraucherprogramme
der Krankenkassen und Ernährungsberatung. Um die körperliche Fitness zu trainieren, sollte der Patient einer
Herzsportgruppe beitreten.


WISSEN TO GO
Perioperative Pflege bei Herz-OPs

Herzoperationen: koronarer Bypass, Operationen bei erworbenen Herzklappenfehlern, Herztransplantation und


Kunstherz, Operationen bei angeborenen Herzfehlern

 Präoperative Besonderheiten:

 postoperative Fertigkeiten einüben, z. B. Bewegungsabläufe, Umgang mit Thoraxdrainage,


Pneumonieprophylaxe mittels Triflow

 kardiologische Untersuchungsberichte bereitlegen

 Rasur von Brust und Abdomen, ggf. Bein, bei koronarem Bypass

 Postoperative Besonderheiten: Thoraxdrainage und OP-Wunde (aseptischer Verbandwechsel, spätestens


im 3-Tage-Intervall). Bei Sternotomie: präoperative eingeübte Fertigkeiten strikt einhalten, (einseitige)
Brustkorbbelastung 3 Monate meiden

Quelle:
Herbers T. VI Pflege von Menschen mit speziellen Erkrankungen. In: I care Pflege. 2., überarbeitete Auflage.
Stuttgart: Thieme; 2020. doi:10.1055/b-0040-176392


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 Abb. 50.1 Bestandteile des


Blutes. Immerhin ca. 45% des
Blutes bestehen aus zellulären
Bestandteilen – v.a.
Erythrozyten.

 Abb. 50.2 Blutbildung


(Hämatopoese). Alle Blutzellen
stammen von einer
Stammzelle ab. Im ersten
Schritt differenzieren sich...

 Abb. 50.3 Petechien.


Petechiale Hautblutungen bei
Thrombozytopenie. (Abb. aus:
Studt J, Bächli E. Anamnese
und Untersuchung. In:...

 Abb. 50.6 Eisenhaltige


Nahrungsmittel. Zu den
eisenhaltigsten
Nahrungsmitteln zählen
tierische Erzeugnisse wie...

 Abb. 50.7 Angriffspunkte der


Leukämie. Die Leukämie
unterbricht die vollständige
Ausbildung funktionsfähiger
Blutzellen. An deren Stelle...
 Abb. 50.8
Stammzelltransplantation.

 Abb. 50.10 Aufklärung. (Foto:


A. Fischer, Thieme)

 Abb. 50.11 Gesteigerte


Blutungsneigung.

 Abb. 50.12 Virchow-Trias. In


diesem Abhängigkeitsdreieck
trägt jeder Faktor zur
Entstehung einer Thrombose
bei.

 Abb. 50.13 Gesteigerte


Thromboseneigung.

 Abb. 50.14 Verlauf der HIV-


Infektion.

 Abb. 50.17 Anaphylaktische


Reaktion.

 Abb. 51.1 Skelettsystem. a


Übersicht von vorne. (Abb.
aus: Schünke M, Schulte E,
Schumacher U. Prometheus
LernAtlas der Anatomie...

 Abb. 51.3 Klassifikation von


Frakturen.

 Abb. 51.4 Beispiele für


Gipsbehandlungen des Arms.
Gipsbehandlung Arm

 Abb. 51.5 Beispiele für


Gipsbehandlungen des Beines.
Gipsbehandlung Bein

 Abb. 51.6
Extensionsbehandlung. Die
Abbildung zeigt die
Extensionsbehandlung
Extensionsbehandlung einer...

 Abb. 51.7 Fixateur externe.


Fixateur externe Fixateur
externe am Unterschenkel bei
komplizierter
Sprunggelenkfraktur. (Foto:...

 Abb. 51.8
Osteosyntheseverfahren.

 Abb. 51.9 Schädelbasisbruch.


Typisches Brillenhämatom
Schädelbasisfraktur an beiden
Augen bei Schädelbasisbruch.
(Abb. aus: Paetz...

 Abb. 51.10 Gehwagen. Damit


die Wirbelsäule Gehwagen
möglichst gerade bleibt,
sollten erste Gehversuche
mithilfe eines Gehwagens...

 Abb. 51.11 Zervikalstütze.


Wird der Patient gedreht,
muss zum Schutz der
Halswirbelsäule eine...

 Abb. 51.12
Unterschenkelamputation. Die
regelmäßige postoperative
Kontrolle des Wundgebiets ist
wichtig, um mögliche...

 Abb. 51.15 Gonarthrose. a


Röntgenbild Gonarthrose einer
Kniegelenkarthrose mit
deutlich sichtbarem Verschleiß
des Gelenkknorpels. (Abb...

 Abb. 51.16 Mobilisation.


(Video) Zunächst „rutscht“ der
Mobilisation Hüft-TEP
Pflegeempfänger an die
Bettkante, das operierte...

 Abb. 51.17 Osteoporose.


Osteoporose a Physiologische
Körperhaltung.

 Abb. 51.18 Hüftprotektoren.


Baumwollhose mit
herausnehmbaren Protektoren.
(Foto: K. Oborny, Thieme)

 Abb. 51.19 Spül-Saug-


Drainage. Eine neue
Redonflasche wird
angeschlossen. (Foto: W.
Krüper, Thieme)

 Abb. 51.20
Knochenmetastasen. Die
häufigsten Knochenmetastase
Primärtumoren, die in den
Knochen metastasieren.

 Abb. 51.21 Aufstehen. Die


Patientin Aufstehen beugt
leicht die Knie, dreht sich en
bloc auf die Seite, bewegt die
Beine aus dem Bett und...

 Abb. 51.22 Rumpforthese. Die


Rumpforthese Skoliose
Aussparungen und Freiräume
im Korsett geben dem
Patienten Freiraum zur...

 Abb. 51.23 Degenerative


Wirbelsäulenerkrankungen. Bei
der Chondrose Chondrose
Wirbelsäule Erkrankung
degenerative liegt ein...

 Abb. 51.24 Stufenbettlage. Bei


Schmerzen Stufenbettlage in
der Lendenwirbelsäule kann
eine Stufenbettlage
schmerzlindernd wirken.

 Abb. 51.25 Therapie bei


entzündlich-rheumatischen
Erkrankungen.

 Abb. 51.26 Hilfsmittel. Es gibt


zahlreiche Hilfsmittel Arthritis,
rheumatoide Hilfsmittel, die
das Leben eines Betroffenen
mit rheumatoider Arthritis...

 Abb. 51.27 Morbus Bechterew.


Typische Haltung bei Morbus
Bechterew.

 Abb. 51.28 Symptome der


systemischen Sklerodermie.
Sklerodermie systemische

 Abb. 52.1 Das Gehirn und


seine Abschnitte. (Abb. aus:
Schünke M, Schulte E,
Schumacher U. Prometheus
LernAtlas der Anatomie...

 Abb. 52.2 Rückenlage in A-


Lage. Bei der A-Lage wird das
Becken oder die Hüfte bei
Bedarf auf der mehr
betroffenen Seite mit einem...

 Abb. 52.3 Aufstellen des mehr


betroffenen Beines. (Foto: W.
Krüper, Thieme; in
Zusammenarbeit mit dem
Klinikum Karlsbad...

 Abb. 52.4 Becken zur Seite


bewegen – Bridging. Die
Pflegende bringt das
betroffene Bein zwischen ihren
Oberkörper und ihren...

 Abb. 52.5 Oberkörper zur


Seite bewegen. Um den
Oberkörper zur Seite zu
bewegen, legt die Pflegende
ihre Hände unter die...

 Abb. 52.6 Positionierung auf


die mehr betroffene Seite.
(Foto: W. Krüper, Thieme; in
Zusammenarbeit mit dem
Klinikum Karlsbad...

 Abb. 52.7 Rippen „ordnen“.


Damit die Patientin stabiler
und bequemer liegt, schiebt
die Pflegefachkraft ihre Hände
unter den unteren...

 Abb. 52.8 Positionierung auf


die weniger betroffene Seite.
Nach der Drehung wird der
Kopf mit einem Kopfkissen
unterpolstert und der Rumpf...

 Abb. 52.9 Sitzen im Bett –


stabiler Sitz. Die Decke, die
die Lendenwirbelsäule stützt,
wird an den Enden aufgerollt
und leicht an den Rumpf...

 Abb. 52.10 Sitzen im Stuhl.


Beim Sitzen im Stuhl müssen
Pflegende darauf achten, dass
die Sitzfläche ausreichend
groß und stabil sowie...

 Abb. 52.11 Aufsetzen an die


Bettkante. (Foto: W. Krüper,
Thieme; in Zusammenarbeit
mit dem Klinikum Karlsbad
Langensteinbach)

 Abb. 52.12 Stehen. Wenn die


Patientin steht, sollte sie sich
mit der weniger betroffenen
Hand abstützen können, z. B.
am aufgestellten Seitenteil...

 Abb. 52.13 Tiefer Transfer. Die


Pflegende steht vor der
Patientin und sichert das Bein,
über das der Transfer
stattfindet. Dazu stützt sie...

 Abb. 52.14 Blutungen des


Gehirns.

 Abb. 52.15 Neglect-


Zeichentest. Links die Vorlage,
rechts Zeichnungen eines
Neglect-Patienten.

 Abb. 52.16 Pusher-Syndrom.

 Abb. 52.17 Teufelskreis


Schulterschmerz. Wenn
Pflegefachkräfte nicht von
Beginn an auf eine gute
Schulterposition achten...

 Abb. 52.18 Schmerzhafter


Hüfte vorbeugen. a Typische
Beinposition bei einer
Hemiparese: Der Hüftkopf liegt
nicht in der Pfanne, das...

 Abb. 52.19 Waschen am


Waschbecken. Beim Waschen
am Waschbecken liegt der
betroffene Arm nur dann auf
dem Waschbeckenrand oder...
 Abb. 52.20 Beim Ankleiden
unterstützen. a Es wird mit
dem Ankleiden am mehr
betroffenen Arm begonnen
und der mehr betroffene...

 Abb. 52.21 Essen und Trinken.


Führen des Arms beim Essen.
(Foto: P. Blåfield, Thieme)

 Abb. 52.22 Symptome des


Hydrozephalus beim Säugling.
Da die Fontanelle beim Kind
noch nicht verschlossen ist,
wird der erhöhte...

 Abb. 52.23 Schematische


Darstellung eines
ventrikuloperitonealen und
ventrikuloatrialen Shunts.

 Abb. 52.24 Hirndruckzeichen.


Ein akuter erhöhter Hirndruck
kann lebensgefährlich sein,
wenn er nicht schnell erkannt
und therapiert wird. (Abb...

 Abb. 52.25 Externe


Ventrikeldrainage. Externe
Ventrikeldrainage mit
Tropfkammer, Dreiwegehahn
und Drainagebeutel.

 Abb. 52.26 Neuralrohrdefekte.


Neuralrohrdefekte können
verschiedene Ausprägungen
haben.

 Abb. 52.27
Meningitissymptome. Zu
Beginn sind die Symptome
einer Meningitis Meningitis
Symptome eher...

 Abb. 52.28 Typische


Symptome bei Multipler
Sklerose.

 Abb. 52.29 Typische


Symptome des Parkinson-
Syndroms.

 Abb. 52.30 Freezing-Gehstock.


Auf Knopfdruck erscheint ein
roter Laserstrahl am Boden.
Der Patient tritt über dieses
optische Zeichen und kann...

 Abb. 52.31 En-bloc-Drehen.


Jeder Drehvorgang erfolgt mit
3 Pflegenden: Kopf, Thorax
und Becken werden zeitgleich
in die linke Seitenlage...

 Abb. 52.32
Bandscheibenvorfälle.

 Abb. 52.33 Stufenlage. Bei der


Stufenlage liegt der
Pflegeempfänger in
Rückenlage mit angewinkelten
Hüft- und Kniegelenken. Ein...

 Abb. 52.34
Migräneankündigung und -
verlauf. Im Verlauf eines
Migräneanfalls können
mehrere Phasen...

 Abb. 52.35 Karpaltunnel. Der


Karpaltunnel besteht aus dem
Unterarm- und dem
Handwurzelknochen sowie
einem Dach (Retinaculum...

 Abb. 53.1 Aufbau des Auges.


Der Augapfel wurde auf der
Horizontalebene geteilt, Blick
von oben auf die untere Hälfte
des rechten Auges. (Abb...

 Abb. 53.2 Verschiedene


Möglichkeiten, einen Menschen
mit Sehbehinderung zu führen.
a Die Pflegeperson fasst eine
Hand des Pflegeempfängers...

 Abb. 53.3 Augentropfen


applizieren. Augentropfen
Applikation (Foto: K. Oborny,
Thieme)

 Abb. 53.4 Augensalbe


applizieren. Damit Augensalbe
Augensalbe Applikation gut
wirken kann, ist es wichtig, sie
präzise in den unteren...

 Abb. 53.5 Augenverbände.


Augenverband a Zum Anlegen
des Eycopad Eycopad klebt
man auf der Seite der
Vliesnaht 2...

 Abb. 53.6 Konjunktivitis. Die


Bindehautgefäße Konjunktivitis
sind deutlich sichtbar und
hellrot gefüllt. (Abb. aus:
Sickenberger W, Dietze H...

 Abb. 53.7 Fehlsichtigkeit bei


Katarakt. Fehlsichtigkeit
Katarkt Fehlsichtigkeit a
Seheindruck ohne Katarakt.
(Foto: K. Oborny, Thieme)

 Abb. 53.8 Fehlsichtigkeit bei


Glaukom. Der fortschreitende
Fehlsichtigkeit Glaukom
Verlust von Sehnervenfasern
führt dazu, dass Anteile...

 Abb. 53.9 Fehlsichtigkeit bei


Netzhautablösung. Haben sich
die Netzhautschichten
Fehlsichtigkeit
Netzhautablösung an einer...

 Abb. 53.10 Fehlsichtigkeit bei


feuchter AMD. Durch das
Fehlsichtigkeit AMD, feuchte
Makulaödem erscheinen
gerade Linien verbogen...

 Abb. 53.11 Fehlsichtigkeiten.


Fehlsichtigkeit

 Abb. 53.12 Aufbau des Ohrs.


Frontalschnitt durch das rechte
Ohr. Das Außenohr mit
Ohrmuschel und äußerem
Gehörgang endet am...

 Abb. 53.13 Applikation von


Ohrentropfen. Bei der
Applikation Ohrentropfen
Applikation wird die
Ohrmuschel vorsichtig nach...

 Abb. 53.14 Quellen hoher


Schallpegel.

 Abb. 53.15 Übersicht zum


Umgang mit Hörgeräten. (Abb.
nach: Köther I. Altenpflege.
Thieme; 2016)

 Abb. 53.16 Paukenerguss


durch akute Belüftungsstörung
der Ohrtrompete.
Paukenerguss a Deutlich
erkennbarer...

 Abb. 53.17 Otitis media.


Otoskopischer Otitis media
Befund mit gerötetem
Trommelfell. (Abb. aus:
Koitschev A. Akute...

 Abb. 54.1 Aufbau der Haut.


Mit Oberhaut, Lederhaut und
Unterhaut besteht die Haut
aus 3 Schichten. (Abb. aus:
Schwegler JS, Lucius R. Der...

 Abb. 54.2 Juckreiz-Kratz-


Zirkel. Viele verschiedene
Juckreiz-Kratz-Zirkel
Einflussfaktoren können
Juckreiz auslösen. Kratzen...

 Abb. 54.3 Urtikaria.


Randbetonte Quaddeln
Urtikaria bei Urtikaria an der
linken Schulter und am
Nacken, zentral sind sie...

 Abb. 54.5 Phasendreieck.


Grundstoffe dermatologischer
Lokaltherapeutika und ihre
Kombinationen. (Abb. nach:
Sterry W. Kurzlehrbuch...

 Abb. 54.6 Windeldermatitis.


(Abb. aus: Schöni M, Kernland
Lang K. Vorschul-, Schulkinder
und Adoleszenten. In:
Baumann T, Hrsg. Atlas...

 Abb. 54.7 Neurodermitis. a


Typisches Ekzem in der
Kniekehle. (Abb. aus:
Wollenberg A, Reinholz M.
Atopisches Ekzem. In: Bartl...

 Abb. 54.8 Psoriasis. a Typische


scharf Psoriasis
Schuppenflechte begrenzte
rote Plaques mit silbriger
Schuppung am Ellenbogen...

 Abb. 54.9
Arzneimittelexanthem.
Arzneimittelexantheme können
sehr unterschiedlich aussehen,
hier zeigen sich viele kleine...

 Abb. 54.10 Impetigo


contagiosa. Goldgelbe Krusten
der Impetigo contagiosa.
Impetigo contagiosa (Abb.
aus: Czaika V, Sterry W...

 Abb. 54.11 Follikulitis und


Furunkel. a Follikulitis. (Abb.
aus: Czaika V, Sterry W.
Grampositive Bakterien:
Staphylokokken. In: Sterry...

 Abb. 54.12 Tinea pedis.


Fußpilz mit Mazeration und
Rhagaden in den
Zehenzwischenräumen. (Abb.
aus: Tilgen W, Pföhler C...

 Abb. 54.13 Candidose. a


Mundsoor. Typische
abwischbare weißliche Beläge
der Mundschleimhaut. (Abb.
aus: Czaika V. Hefepilze. In:...

 Abb. 54.14 Nissenkamm. Die


Haare werden nach der
Behandlung mit Permethrin
mit einem Nissenkamm nass
ausgekämmt. Der...

 Abb. 54.15 Benigne


Hauttumoren. a
Pigmentnävus. Pigmentnävus
Hauttumor benigner (Abb.
aus: Moll I. Nävuszellnävi...

 Abb. 54.16 Maligne


Hauttumoren. a Basaliom.
Basaliom Hauttumor maligner
(Abb. aus: Hauswirth U.
Malignes Melanom. In: Moll...

 Abb. 55.1 Die weiblichen


Geschlechtsorgane. (Abb. aus:
Schünke M, Schulte E,
Schumacher U. Prometheus
LernAtlas der Anatomie...

 Abb. 55.3 Selbstuntersuchung


der weiblichen Brust. (Abb.
nach: Schewior-Popp S,
Sitzmann F, Ullrich L. Thiemes
Pflege. Thieme; 2017)

 Abb. 55.4 Spekula zur


gynäkologischen
Untersuchung. a Einteiliges
Entenschnabelspekulum (auch
Selbsthaltespekulum...

 Abb. 55.5 Mammakarzinom.


Mammakarzinom

 Abb. 55.6 Einziehung der


Brustwarze beim
Mammakarzinom. (Abb. aus:
Breckwoldt M, Gätje R, Karck
U et al., Hrsg. Gynäkologie...

 Abb. 55.8 Antibabypille.


Antibabypillen Antibabypille
Uterusmyom mit hohem
Östrogengehalt können das
Wachstum...

 Abb. 55.9 Endometriose.


Endometriumherde
Endometriose können sich
prinzipiell in oder auf allen
Strukturen im Bauchraum...

 Abb. 55.10
Endometriumkarzinom. Das
Endometriumkarzinom
Endometriumkarzinom ist der
häufigste bösartige Tumor...

 Abb. 55.11 Zervixkarzinom.


Die Symptome des
Gebärmutterhalskrebses
äußern sich meist erst sehr
spät.

 Abb. 55.12 Vaginalkonen.


Vaginalkonen Vaginalkonen
sind tamponförmige Gewichte,
die von der Patientin in die
Scheide eingeführt und etwa...

 Abb. 55.13 Adnexitis. Eine


akute Adnexitis Adnexitis kann
in eine chronische übergehen,
die besonders häufig zu
Verwachsungen zwischen...

 Abb. 55.14 Ovarialkarzinom.


Bisher Ovarialkarzinom gibt es
keine zuverlässige Methode
der Früherkennung. Deshalb
bleibt der Tumor in vielen...

 Abb. 55.15 Die männlichen


Geschlechtsorgane. (Abb. aus:
Schünke M, Schulte E,
Schumacher U. Prometheus
LernAtlas der Anatomie...

 Abb. 55.16 Transrektale


Sonografie und
Prostatastanzbiopsie...

 Abb. 55.17 Benigne


Prostatahyperplasie. Die
benigne Prostatahyperplasie
BPH = benigne...

 Abb. 55.18 Transurethrale


Elektroresektion der Prostata.
Mit einer Elektroschlinge TUR-
P = transurethrale
Elektroresektion...

 Abb. 55.19 Empfehlungen


nach Prostataresektion. Um
Komplikationen (z.B.
Nachblutungen) zu vermeiden,
klären Pflegende über...

 Abb. 55.20 Formen des


Hodenhochstands.
Hodenhochstand

 Abb. 55.21 Hodentorsion.


Hodentorsion

 Abb. 55.22 Hydrozele und


Varikozelex. Varikozele
Hydrozele

 Abb. 55.23 Therapie der


Paraphimose.

 Abb. 55.24 Balanitis. Balanitis

 Abb. 56.2 Medikamente. Die


regelmäßige Einnahme von
Psychopharmaka ist
notwendig, um die akuten
Symptome zu reduzieren...

 Abb. 56.4 Fixierung. Eine


Fixierung darf nur dann
eingesetzt werden, wenn es
keine andere
Lösungsmöglichkeiten gibt...

 Abb. 56.9 Ablenkung bei


Craving. Es gibt unzählige
Craving Ablenkung Arten von
Beschäftigungen, die vom
Suchtdruck...

 Abb. 56.10 Drogenscreening.


Zu den Drogenscreening
pflegerischen Aufgaben gehört
es, eine Urinprobe für einen
Drogentest abzunehmen...

 Abb. 56.16 Uhren-Zeichen-


Test. Der Patient Uhren-
Zeichen-Test wird
aufgefordert, in einen Kreis ein
Ziffernblatt und die...

 Abb. 56.17 Zeit für


Erzählungen. Das gemeinsame
Betrachten alter Fotografien
kann die interessantesten
Hintergrundgeschichten...

 Abb. 56.19 Lieblingsthemen.


Durch das Erzählen erfährt der
Pflegeempfänger Orientierung
und Identität. Durch Zuhören
und Nachfragen wird...

 Abb. 56.21 Erinnerungen


wecken. Fotos können helfen,
die Erinnerung an das eigene
Leben und die eigene Identität
lebendig zu halten. Dies gibt...

 Abb. 57.1 Blutkultur. (Foto: K.


Oborny, Thieme)

 Abb. 57.2 Verlauf der Sepsis.

 Abb. 57.3 Verabreichen von


Infusionen. (Foto: K. Oborny,
Thieme)

 Abb. 57.4 Masern. Typisches


Masernexanthem im Gesicht.
(Abb. aus: Höger P. Klinik. In:
Plettenberg A, Meigel W,
Schöfer H...

 Abb. 57.5 Mumps. Mumps


Mumps beginnt meist einseitig
mit einer unscharf
abgegrenzten, schmerzhaften
Schwellung vor und unter...

 Abb. 57.6 Hautausschlag bei


Röteln. (Abb. aus: Hof H.
Klinische Zeichen. In: Hof H,
Dörries R, Hrsg. Duale Reihe
Medizinische Mikrobiologie...

 Abb. 57.7 Ringelröteln.


Schmetterlingsförmiger
Ringelröteln Hautausschlag im
Gesicht mit Aussparung von
Kinn, Lippenregion und...

 Abb. 57.8 Herpes zoster.


Herpes zoster mit der
typischen Anordnung einer
Gürtelrose. Die Gürtelrose
entsteht nach...

 Abb. 57.9 Schutzkleidung.


(Foto: K. Oborny, Thieme)

 Abb. 57.10 Katzen als


Überträger. Im Kot von Katzen
können sich Toxoplasmen
finden, die besonders für
Schwangere bzw. deren...

 Abb. 57.11 Madenwurm.


Mikroskopische Aufnahme
eines Madenwurms, der
randvoll mit Eiern ist.
Madenwurm Enterobius...

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