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Inhaltsangabe

Allgemeines Die Inhaltsangabe ist eine informierende Textsorte. Ihr Leser


erhält einen kurzen, präzisen Überblick über den Inhalt eines
Textes, zum Beispiel einer Kurzgeschichte, eines Dramas,
eines Films, etc. Die Darstellung ist objektiv-neutral, sie
enthält also keine Wertungen oder Kommentare.

Vorschau: Die Inhaltsangabe ist außerdem Bestandteil anderer


wichtiger Aufsatzarten des Deutschunterrichts, wie zum Beispiel der
Textanalyse und -interpretation. Durch das Zusammenfassen der
zentralen Informationen verschaffen wir uns und dem/der Leser*in
eine Übersicht über die Handlung.

1. mit dem • schon beim ersten Lesen des Textes immer einen
Text arbeiten Stift zur Hand nehmen
(Vorarbeit) • die Kurzgeschichte genau lesen und dabei:
o Merkmale von Kurzgeschichte im Hinterkopf
haben
o wichtige Handlungsschritte markieren
o W-Fragen klären: Wer? – Was? – Wo? – Wie? –
Warum? – Welche Folgen?
• Text in Sinnabschnitte einteilen
• für jeden Abschnitt jeweils den Inhalt in wenigen
Stichworten am Rand zusammenfassen
• Alternative: Wenn du jetzt ganze Sätze notierst
(keine Überschriften), kannst du diese später zu
einer Inhaltsangabe zusammenfügen.
• Ende der Vorarbeit: mittels der Notizen das Thema
der Kurzgeschichte formulieren
o Worum geht es in der Geschichte?
2. die Einleitung • allgemein: eine Einleitung enthält die
Basisinformationen zum Text …
o TATTE: Titel, Autor, Textsorte, Thema,
Erscheinungsjahr (Reihenfolge veränderbar)

• Achtung: Die Einleitung enthält bereits die zentralen


Informationen, daher solltest du sie mit Sorgfalt
formulieren.
3. der Hauptteil – • Der Hauptteil …
das Kernstück o gibt die wichtigsten Handlungsschritte in knapper
und sachlich-neutraler Form wieder (vgl.
Vorarbeit)
o enthält kurze Angaben zu Gründen und Zielen der
handelnden Figuren
o folgt der zeitlich richtigen und logischen
Reihenfolge der Ereignisse
o ist dabei geordnet und übersichtlich

• wichtig: längere Handlungsabläufe zusammenfassen


o z. B. „sie streiten sich“ statt ausgiebige
Schilderung des Streitgesprächs

• Inhaltsangaben sind in der 3. Person verfasst (auch


wenn die Kurzgeschichte z. B. einen Ich-Erzähler hat)
• Basistempus: Präsens (Vorzeitiges steht im Perfekt)
• persönliche Meinungen und Wertungen haben
nichts in deiner Inhaltsangabe zu suchen
• sachlich bleiben und Umgangssprache vermeiden
o z. B. „die beiden küssen sich“ statt „knutschen
rum“
o Formulierungen meiden, die den Text spannend
wirken lassen, also „nachdem…“, „dann“ statt
„plötzlich“

• den Inhalt der Kurzgeschichte in eigenen Worten


wiedergeben, nicht abschreiben!
• keine wörtliche Rede – direkte wird zu indirekter
Rede:
o „Er sagte: ‚Ich bin traurig.‘“
→ „Er sagt, er sei traurig.“ (Konjunktiv I)
o Hinweis: generell indirekte Rede nur bei sehr
wichtigen Äußerungen verwenden

• Satzbau:
o mit Hilfe von Satzgefügen kannst du inhaltliche
Zusammenhänge besser ausdrücken und
verknüpfen, z. B.:
▪ Gründe (…, weil …)
▪ Folgen/Konsequenzen (…, daher …)
▪ Zeit (…, während …)
▪ erklärende Relativsätze (…, die beste
Freundin des Protagonisten1, …)

1
Protagonist, der – Protagonistin, die: Hauptfigur eines literarischen Textes.
Hinweis: Ob deine Inhaltsangabe einen Schluss benötigt, klärst du am besten mit
deine*m Lehrer*in – da gibt es unterschiedliche Ansichten.

4. ein guter • allgemein: Der Schluss soll deinen Text abrunden.


Schluss • Möglichkeit, deine Beobachtungen zu der
Kurzgeschichte zum Ausdruck zu bringen
• mögliche Aspekte sind:
o (vermutete) Absicht des Autors umreißen
o Lehre aus der Geschichte ziehen oder das zentrale
Problem abstrahieren2
o Text auch auf seine Aktualität hin prüfen
und/oder werten (persönliche Einschätzung)3
o auffällige Gestaltungsmerkmale des Textes und
ihre Wirkung benennen

Formulierungshilfen:

▪ Einleitung:
Die Kurzgeschichte „Titel der Geschichte“ von [Name des Autors] aus dem Jahr … handelt
von …
In der Kurzgeschichte „Titel der Geschichte“ von [Name des Autors], die im Jahr …
erschienen ist, geht es um …

▪ Hauptteil:
o nützliche Konjunktionen
z. B. da, weil, aber, andernfalls, daher, demnach, demzufolge, dennoch, deshalb,
deswegen, doch, folglich, insofern, somit, sonst, trotzdem, ungeachtet dessen
o Synonyme für „sagen“ – Vermeiden von wörtlicher Rede
z. B. miteinander sprechen, mitteilen, erklären, versprechen, bezweifeln,
bestreiten, zustimmen, hervorheben, vorschlagen, auffordern, verlangen

▪ Schluss:
Die Kurzgeschichte endet damit, dass …

oder:

Abschließend/ Zusammenfassend ist festzuhalten, dass ...


Die Kurzgeschichte von [Name des Autors] zeigt auf, wie (un)wichtig …
Besonders auffällig an der vorliegenden Kurzgeschichte ist …, weil …

2
vom Kleinen auf ein größeres Ganzes schließen.
3
Bei dieser Art des Fazits ist darauf zu achten, dass der Aktualitätsbezug sich wirklich anbietet – und
nicht zu konstruiert wirken sollte.

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