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02 Vorlesung Spannungszustand TM2

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Technische Mechanik 2 2.

1 Definition der Spannungen


Vorlesung 2 • im Körper entstehen durch Belastung innere Kräfte P

02_Spannungszustand • auf eine elementare Schnittfläche dA wirken nur


2.1 Definition der Spannungen: Normal- und Schubspannungen elementare Kräfte dF (keine elementaren Momente)
2.2 Spannungstensor • Spannungsvektor t:   dF dFt dF
t n  
• Gleichheit der zugeordneten Schubspannungen dA n
• Hauptspannungen, max Schubspannungen dFn dFn
• Normalspannung : 
• Einordnung des Spannungszustandes: 1D, 2D, 3D dA  N  dA
  MPa 
2.3 Gleichgewichtsbedingungen im Körper  mm 2  tn
dF
 t 
2.4 Einachsiger Spannungszustand (Zug/Druck), 1D • Schubspannung : dA n
• Koordinatentransformation

2.5 Zweiachsiger (ebener) Spannungszustand, 2D • Spannungen sind ein Maß für die inneren Kräfte dA
• Koordinatentransformation, Mohrscher Spannungskreis
• Haupt(-normal-)spannungen, maximale Schubspannungen • Spannungen hängen ab von:
2.6 Dreiachsiger (räumlicher) Spannungszustand, 3D – Punkt im Körper
• Koordinatentransformation, Mohrscher Spannungskreis – Orientierung der Schnittfläche
MIT_Studium, TM2 MIT_Studium, TM2 2

Definition der Spannungen 2.2 Definition – Spannungstensor


Ein Spannungstensor ist ein Tensor zweiter Stufe, der den Spannungszustand in
• Elementarer Quader dxdydz einem bestimmten Punkt innerhalb der Materie beschreibt. Er ist eine wesentliche
• Spannungsvektoren Größe der Kontinuumsmechanik, in der er bei der Formulierung physikalischer
• Definition der Richtung der Spannugns- Gesetze auftritt.
komponenten am positiven Schnittufer: y  x  yx  zx  y
 
– erster Index zeigt die Richtung der Flächennormalen
x  ik    xy  y  zy  , [MPa]
x
 
– zweiter Index zeigt die Richtung der Spannungskomponente
z   xz  yz  z  xyz
z
• Spannungskomponenten (keine Vektoren):
zusammengefaßt zu einem Matrix – Schema Offenbar brauchen wir alle 9 Komponenten dieser Matrix um den allgemeinen
 ty
(Zeile - gleiche Richtung, Spalte - gleiche Schnittfläche): Spannungszustand des Elementarwürfels zu beschreiben. In anderen Worten:
Wir müssen an jedem Punkt (x, y,z) des Körpers neun Zahlen kennen, um seinen
  x  yx  zx   Spannungszustand zu beschreiben. Das mathematische Gebilde das diese
   
 ik   xy  y  zy   Aufgabe meistert heißt Tensor es ist die Weiterführung des Begriffs des Vektors.
dy 
  Die Bedingung, daß der Körper sich nicht bewegen soll, erlaubt uns, den
 xz  yz  z    Spannungstensor etwas zu vereinfachen. Nehmen wir für den Elementarwürfel
• Aufgrund der abzuleitenden Transformationsgesetze: dz tx
einen Würfel mit Einheitsflächen, entsprechen die einzelnen Komponenten des
• das Matrix – Schema  Spannungstensor [Link] Spannngstensors direkt den wirkenden Kräften Fij.
 tz
• graphische Darstellung: Lageplan (LP) Die Bedingung ΣF = 0 und ΣM = 0 (M = Drehmomente) führt auf die Bedingungen:
dx
MIT_Studium, TM2 3 MIT_Studium, TM2 4

Gleichheit der zugeordneten Schubspannungen Spannungstensor


Ein Tensor 2-ter Stufe ist mehr als neun Zahlen - er hat bestimmte mathematische
• Spannungstensor ik ist symmetrisch Eigenschaften die physikalische Realitäten widerspiegeln, zum Beispiel
• Koordinatensystem im Mittelpunkt y transformieren sich seine Komponenten beim Wechseln des Koordinatensystems,
des elementaren Parallelepipeds d.h. bei Koordinatentransformationen, in eindeutig bestimmter Weise und die
yx neun Komponenten eines Tensors müssen bestimmten Transformations-
• z.B. nur Schubspannungen in der xy -Ebene xy
dy vorschriften genügen.
• Momentengleichgewicht um die z-Achse   x  yx  zx    x  hx  zx   1 0 0 
x      
dx dy  ik    xy  y  zy    ik    xh  h  zh    ik   0  2 0  , [MPa]
2  xy dydz  2  yx dxdz 0 , [MPa] , [MPa]
 0
2 2   xz  yz  z    xz  hz 
 z   0  3 
xy   xyz  xhz
123
Kraft Hebelarm
yx dz aus bekannten Spannungen in xyz-KS
  xy   yx
dx  Spannungen in „gedrehtem“ xhz-KS, oder in „gedrehtem“ 123-KS

• analog:
 yz   zy  zx   xz z Hier soll nur eine daraus resultierende Eigenschaft angesprochen werden:
So wie man für einen gegebenen Vektor immer ein Koordinatensystem finden
kann, in der zwei Komponenten des Vektors verschwinden, d.h. = Null sind, kann
 Schubspannungen sind paarweise immer gleich man für einen gegebenen Tensor immer ein Koordinatensystem finden, in dem
• Damit reduziert sich der Spannngstensor d.h. alle Nichtdiagonalelemente des Tensors = Null sind. In diesem 123-KS so genannte
insgesamt 6 unabhängige Spannungskomponenten Hauptachsensystem reduziert sich der Spannungstensor.
Das Hauptachsensystem spielt eine große Rolle in der Elastizitätstheorie; seine
• es gibt keinen einachsigen Schubspannungszustand
jede Spannungskomponente ist Funktion von x,y,z, z.B.  x  x , y , z 
Bestimmung für ein gegebenes Problem ist immer der entscheidende Schritt zur
• Lösung des Problems.
MIT_Studium, TM2 5 MIT_Studium, TM2 6

1
Tensoren 0., 1., 2. Stufe Tensoren 0., 1., 2. Stufe
Wir haben jetzt skalare Größen - die Angabe einer Zahl an jeder • Skalar: eine Zahl – Tensor 0. Stufe a , b ,..., A , B ,..., ,  ,...
Koordinate (x,y,z) genügt, um die betrachtete skalare Eigenschaft
– Drehung des Koordinatensystems:
vollständig zu beschreiben. Ein Beispiel ist die Temperatur. Die 0 Mal multiplizieren mit lx, ly, lz  rx 
Angabe einer Zahl an jedem Punkt bildet dann ein Skalarfeld .  
• Vektor: drei Zahlen (3D) – Tensor 1. Stufe r   ry 
Vektoren benötigen drei Zahlen; Beispiele sind die Geschwindigkeit  rz 
– Drehung des Koordinatensystems:
oder die elektrische Feldstärke. Wir ordnen jedem Punkt des Raums
1 Mal multiplizieren mit lx, ly, lz
einen Vektor, einen "Pfeil" zu und erhalten Vektorfelder. Die Maxwell T11 T12 T13 
• Dyade: neun Zahlen (3D) – Tensor 2. Stufe  
Gleichungen sind Angaben über die Beziehung dieser Vektorfelder T  T21 T22 T23 
(sowie des Skalarfelds der Ladung) und ihrer zeitlichen Änderungen. – Drehung des Koordinatensystems: T31 T32 T33 
2 Mal multiplizieren mit lx, ly, lz
Tensoren benötigen neun Zahlen an jeder Koordinate; wir erhalten ein
Tensorfeld. – kurz: Dyade = Tensor
Da die Rechenregeln für diese mathematischen Gebilde viele • analog – auch Tensoren höherer Stufe
Gemeinsamkeiten haben, faßt man alle diese Systeme zusammen • andere mechanische Größen, die Tensoren [Link] sind:
unter dem Oberbegriff "Tensoren der x-ten Stufe", mit x = 0 für – Flächenträgheitsmomente (s. Biegung)
Skalare, x = 1 für Vektoren und x = 2 für "gewöhnliche" Tensoren. – Massenträgheitsmomente (s. Dynamik, TM3)
– Verzerrungen (s. nächstes Kapitel)
MIT_Studium, TM2 7 MIT_Studium, TM2 8

Hauptspannungen y Hauptspannungen - Spannungstrajektorien


yx Ein Hauptspannungsprofil in Form von Kurven, die Spannungstrajektorien
• Es existieren immer 3 reelle Lösungen für 1, 2, 3 : yz xy genannt werden, wird erstellt. Jede dieser Kurven gibt die Richtung der
– kubische Gleichung hat immer eine reelle Lösung zy x Hauptspannungen konstanter Größe an. Einige dieser Trajektorien sind an dem
– mit einer bekannten Hauptspannung ist dann y Trägern eingetragen. Die durchgehenden Linien repräsentieren hier die
zx xz
nur ein ESZ zu lösen - s. Abschn.4.5 Richtung der Hauptzugspannungen, die gestrichelten Linien geben die
x
– bei ESZ immer 2 reelle Lösungen, da unter Richtung der Hauptdruckspannungen an.
der Wurzel die Summe von 2 Quadraten z z
• Ordnen der Hauptspannungen:  1   2   3
2
Einordnung des Spannungszustandes: 1

• räumlicher (3D) Spannungszustand:


wenn alle 3 Hauptspannungen 0 sind
2
• ebener (2D) Spannungszustand: 1
3
wenn genau 2 Hauptspannungen 0 sind,
die dritte Hauptspannung ist =0

• linearer (1D) Spannungszustand: 1


wenn nur 1 Hauptspannung  0 ist,
die andere beiden Hauptspannungen sind =0
MIT_Studium, TM2 9 MIT_Studium, TM2 10

Hauptspannungen – Spannungsoptik Hauptspannungen – Spannungsoptik


Flaschenrohlinge und Turbinenschaufel Schlüssel und Schraube
• Spannungsverteilung – ISOLINIEN oder Spannungstrajektorien • Spannungsverteilung – ISOLINIEN oder Spannungstrajektorien

PET-Flaschenrohlinge Turbinenschaufel
ohne und mit Fehler unterschiedlicher Beanspruchung

MIT_Studium, TM2 11 MIT_Studium, TM2 12

2
Hauptspannungen – Spannungsoptik 2.3 Gleichgewichtsbedingungen im Körper
Schraubenverbindung und Lochkerbe
 yz  yx
• Spannungsverteilung – ISOLINIEN oder Spannungstrajektorien • elementarer Quader dxdydz  yz  dy  y  yx  dy
y y  dy y
mit Spannungen und y

Spannungszuwächsen y z

• nur linearer Zuwachs –  zy 


 zy  xy
z
dz  xy  dx
totales Differential, z.B.: x

 x  d x
unsymmetrische x xz zx  x
 x  x  x x  dx
Lochkerbe d x  dx  dy  dz zy x
x y z
xy yz
x
• es fehlen die Volumenkräfte dy yx dz

• es ist zu unübersichtlich...
 z  zx  xz
 s. nächste Folie z  dz  zx  dz  xz  dx
z z x
z
Schraubenverbindung mit y
dx
monochromatischen Spannungsfeld
zirkular polarisiertem monochrom- (die Spannungszuwächse werden nur in diesem Abschnitt betrachtet,
atischen Hell- und Dunkelfeld für alle anderen Betrachtungen können sie vernachlässigt werden )
MIT_Studium, TM2 13 MIT_Studium, TM2 14

Gleichgewichtsbedingungen im Körper Gleichgewichtsbedingungen im Körper


• z.B. nur Kräfte in z-Richtung  yz
y • analog in die anderen Richtungen
z
 yz 
• Kräftegleichgewicht in z-Richtung: y
dy
– mit den Volumenkräften fx, fy, fz:

f z dxdydz    xz 
  xz 
dx   xz dydz 
 x  yx  zx
    fx  0
 x  x y z
   yz  xz fz
   yz  dy   yz dxdz   xy  y  zy
 y  x    fy  0
x y z
 z 
   z  dz   z dxdy  0 yz
 z 
dy dz  xz  yz  z
   fz  0
• Teilen durch dxdydz: x y z
 z  xz
 xz  yz  z z  dz  xz  dx
z x
x

y

z
 fz  0 z  x , x   yx , y   zx ,z  f x  0
dx
• analog in die andere Richtungen • verkürzt aufgeschrieben:  xy , x   y , y   zy ,z  f y  0
• H/A: in x-Richtung  fz  N
 zx , x   yz , y   z ,z  f z  0
m3

MIT_Studium, TM2 15 MIT_Studium, TM2 16

2.4 Einachsiger Spannungszustand (Zug/Druck)  x 0 0 2.5 Zweiachsiger (ebener) ESZ Spannungszustand


  y
• Sonderfall: nur x≠0,  ik   0 0 0   x  yx 0
 0 • Koordinatentransformation (ESZ):  yx 
– alle anderen Komponenten σy=σz=xy=yz=xz=0  0 0   ik    xy  y 0 t
– Schnittebene unter Winkel  xy
• Koordinatentransformation:  0 x 0 
x t x – Schnittflächen Ax , Ay , A dx = ds sin   0 x
– Schnittebene unter Winkel  
y – Kräfte: Spannung*Fläche dy = ds cos y  xy
– Schnittflächen A, A x h
– Zerlegung xA,… in x- und h-Richtung  yx Schnittebene
– Kräfte: Spannung*Fläche y
– Kräftegleichgewicht in x-Richtung:
– Zerlegung xA in x- und h-Richtung Schnittebene x
:   x tds cos   cos    xy tds cos   sin  
– Kräftegleichgewicht in x-Richtung: xh xh ds
x x   yx tds sin  cos    y tds sin   sin    x tds  0 x
x
:   x A cos    x A  0 
dy
 h  :  x   x cos    y sin   2 xy cos  sin 
2 2 xy
x
ht
  x ht cos   x   x cos 2  A  t A =tds
cos  A=ht cos  yx
– Umstellung auf 2 (s. Anhang Mathe):
x x
Ax= tdy y
– Umstellung auf 2 x   cos 2 xhA x  y  x  y
xA = tds cos dx Ay= tdx
(s. Anhang Mathe): 2 2 xA x   cos 2   xy sin 2 = tds sin
2 2
– Kräftegleichgewicht in h-Richtung: xAsin xAx xhA  A
xAcos – Kräftegleichgewicht in h-Richtung: x 
:  x A sin    xh A  0  xh   x sin  cos 
:  xh tds    x tds cos   sin    xy tds cos   cos  
– Umstellung auf 2 aus bekannten Spannungen in xyz-KS xyAx
x   y tds sin   cos    yx tds sin   sin   0
(s. Anhang Mathe):  xh   sin 2  Spannungen in „gedrehtem“ xhz-KS
– Bsp.
2

 :  xh   x cos  sin    y cos  sin    xy cos 2   sin 2   yxAy
MIT_Studium, TM2 17 yAy 18

3
y Mohrscher Spannungskreis [xy>0 netativ zeichnen]
Drehung des Koordinatensystems – ESZ yx 2 2
– Umstellung auf 2 (s. Anhang Mathe): y  x  y   x  y 
xy • Gl. für x xh - quadrieren, summieren:   x     xh

2
     xy

2
x y x  2   2 
 x  y 
 xh   sin 2   xy cos 2 xy x • im -Koordinatensystem: x  y   x  y 
2

2 x  ;0      xy
2
– ein Kreis mit Mittelpunkt M  und Radius  
yx  2   2 
– Normalspannung in h-Richtung   • jede Schnittebene wird durch einen Punkt auf dem Kreis repräsentiert,
h   x    y
(s. Anhang Mathe):  2 • zwei senkrechte zueinander Schnittebenen  Endpunkte eines Durchmessers
 x  y  x  y  Py(y,yx)  im Lageplan 
h   cos 2   xy sin 2 yx
2 2 gleicher
Drehsinn wie im
– kopiert von vorheriger Folie: Mohrscher
 x  y  x  y Spannungskreis
x   cos 2   xy sin 2 y M Lageplan
2 2
aus bekannten Spannungen in xyz-KS x   y
• prinzipiell ähnlich bei yx
räumlichen Spannungszustand  Spannungen in „gedrehtem“ xhz-KS
xy
xy x yy x
  x  yx 0   x  hx 0  1 0 0
      xy x
 ik    xy  y 0   ik    xh  h 0   ik   0  2 0 Px(x,xy)
 0  0  yx
 0
 0 0   0 0   0 0
MIT_Studium, TM2 19 MIT_Studium, TM2 20

Mohrscher Spannungskreis [xy>0 positiv zeichnen] Mohrscher Spannungskreis [xy>0 positiv zeichnen]
2 2
 x  y   x  y 
• Gl. für x xh - quadrieren, summieren:   x   
   xh  
2 
   xy
2
• Vereinbarungen im Mohrschen Spannungskreis:
 2   2 
• im -Koordinatensystem: 2 –  - positiv, wenn es ein positives Moment um die dritte Achse (z) bildet
x  y   x  y 
– ein Kreis mit Mittelpunkt M 
 ;0  und Radius 


   xy
2
–  im Lageplan - positiv entgegen dem Uhrzeigersinn
 2   2  (wenn z aus der Ebene heraus)
• jede Schnittebene wird durch einen Punkt auf dem Kreis repräsentiert,
• zwei senkrechte zueinander Schnittebenen  Endpunkte eines Durchmessers – im Spannungskreis wird 2 positiv im Uhrzeigersinn aufgetragen
 im Lageplan 
y
 entgegengesetzter yx
xy Lageplan  +
Px(x,xy)
Px(x,xy) Drehsinn xy
des Mohrschen x y x
y 2 Spannungskreises
xy x
yx xh
xy Px(x,xh) yx
y x y x
M h M y
x  xy x
x 
yx
y hx
y
yx Py(y,yx) Ph(h,hx) 
Py(y,yx) x

MIT_Studium, TM2 21 MIT_Studium, TM2 22

Hauptspannungen Hauptspannungen im Mohrscher Spannungskreis


[xy>0 netativ zeichnen]
• In welcher Schnittebene (0=?) – maximale Normalspannungen? 0 im Lageplan 
Lageplan

d x   x  y  Py(y,yx)
sin 2 0   xy cos 2 0   0  2 xh    0 
gleicher y
 2  Drehsinn wie im yx
d  2 
2 xy Mohrscher xy
x
• erste Ableitung von x nach  =0  tan 2 0  Spannungskreis y x
 x  y 2 xy x
• gleichzeitig ist xh=0: M 1
yx
• Bei 0 und (0+/2) : zwei  Flächen (Hauptspannungsflächen) 
y
mit extremen Normalspannungen (Hauptspannungen) 20 y
• die Hauptspannungsflächen sind schubspannungsfrei
  y  x  y 0
• Hauptspannungen  1 ,2  x  cos 2 0   xy sin 2 0 + x
1 und 2: 2 2 Px(x,xy)

• Nach ersetzen von sin20 x  y  x  y 


2 • z ist auch Hauptspannung, da zx = 0, zy = 0
und cos20 durch tan20:  1 ,2       xy

2
• Def.: die Hauptspannungen
2  2 
werden wie folgt geordnet
1   2   3
MIT_Studium, TM2 23 • Bsp MIT_Studium, TM2 24

4
Maximale Schubspannungen max Schubspannungen im Mohrscher Spannungskreis
• max Schubspannung am   2
• erste Ableitung von xh nach  und =0:  max,12  1
d xh  x  y  x  y einfachsten durch die Hauptspannugen: 2
 2 cos 21  2 xy sin 21  0  tan 21   max,21
d 2 2 xy  Py(y,yx) y
yx
• In Schnittebenen unter 1 und (1+/2) treten x y
xy
x
die max Schubspannungen auf x
xy
• Diese sind i.a. nicht normalspannungsfrei yx
2 1 y
• Extreme Schubspannungen: M y
  y   y 
2
 x
 max   x sin 21   xy cos 21 bzw.  max   x    xy2 20
2  1
 2 
• Zusammenhang zwischen 0 und 1 :
 21
tan 2 0 tan 21  1  1  0  Px(x,xy)
4 max,12

• Bsp.
MIT_Studium, TM2 25 MIT_Studium, TM2 26

y y B
2.6 Dreiachsiger (räumlicher) Spannungszustand yx
Drehung des Koordinatensystems - RSZ zy ·OAB
yz xy
• Räumlicher Spannungszustand (RSZ): y
x ty·ABC
x zy – analog in y-Richtung:
– [Link] : t y ABC   xy OBC   y OAC   zy OAB xy·OBC
O
z zx xz x
– „hintere“ Ebenen – dieselben Spannungen – Divison durch ABC: t y   xy l x   y l y   zy l z
A
z C
– Schnittebene ABC, x - Normale zum ABC – analog in z-Richtung: y·OAC
t z   xz l x   yz l y   z l z z
– , ,  – Winkel zwischen x und x, y, z z
Spannung auf ABC: t  t x , t y , t z T cos 2   cos 2   cos 2   1
 y
– – die 3 Gleichungen können als Randbedingungen auf dem
zx
– Schnittfläche mit OBC x
Oberflächenteil, auf dem Flächenlasten angreifen, verwendet
Normale x – OBC: l x  cos   ABC xy zy werden
x
– analog: xz yx yz
• Normal- und Schubspannung in y B t x
OAC OAB
l y  cos   l z  cos  einer geneigten Schnittebene, jetzt mit bekanntem t
ABC ABC z y – Normalspannung x - x
– z.B. Kräfte nur in x-Richtung (Spannung*Fläche): ges
t durch Projektion der Komponenten von t auf x:
:  x OBC   yx OAC   zx OAB  t x ABC
A
y B ty x  x  t xl x  t yl y  tz lz O x
y B
– Einsetzen von tx, ty, tz: C
Divison durch ABC: z
zx ·OAB dy  tx  x   x l x2   y l 2y   z l z2  2 xy l x l y  2 yz l y l z  2 zx l z l x
x·OBC
tx·ABC  A
t x   x l x   yx l y   zx l z dz O x – resultierende Schubspannung:
O x  aus bekannten Spannungen in xyz-KS
A C
C yx·OAC z dx  ges  t 2   x2
z tz  Spannungen in „gedrehtem“ xhz-KS
MIT_Studium, TM2 27 MIT_Studium, TM2 28

Hauptspannungen Mohrsche Kreise, max Schubspannungen


• Gesucht: Schnittflächen mit nur Normalspannung ,  = 0, Spannungsvektoren: 13
• grafische Darstellung: Mohrsche Kreise
t x  l x ; t y  l y ; t z  l z Gleichsetzen mit t x   x l x   yx l y   zx l z ;... 
• dann homogenes • max Schubspannungen
 x    lx   yx l y   zx l z 0 bei Drehung um eine Hauptachse 12
 y    l y
Glechungssystem:
23
 xy l x  zy l z 0 1  2
 xz l x  yz l y  x    lz 0
• Drehung um 3:  12  3 1
2 2
• lx,ly,lz können nicht gleichzeiting =0 sein, da l x2  l y2  lz2  1 M3 M2 M1 
• Drehung um 1: 2 3
• homogenes Gleichungssystem hat nur dann eine Lösung, wenn die  23  32
Koeffizienten der Determinante der Unbekannten lx,ly,lz gleich Null wird: 2 21
 x  yx  zx
• Drehung um 2:
3
 
   x   y   z    x y  
2
 y z   z x   xy
2
 2
yz   zx
2

   xy  y  zy  0
 13 
1  3
 max 
 xz  yz  z 31
• kubische Gleichung:  3  I1 2  I 2  I 3  0 2
• mit Spannungsinvarianten: 21= 12 21  12 12
I1   x   y   z I 2   x y   y z   z x   xy
2
  2yz   zx
2
  x  yx  zx 
 
• Invarianten sind unabhängig I 3  det   xy  y  zy 
von Drehung des Koordinatensystems  
  xz  yz  z 
3
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5
Mohrsche Kreise, VARIANTEN Mohrsche Kreise, VARIANTEN
alle Hauptspannungen positiv
1   2   3  0

1   2  0   3  0

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Mohrsche Kreise, VARIANTEN Mohrsche Kreise, VARIANTEN


alle Hauptspannungen positiv alle Hauptspannungen negativ

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Mohrsche Kreise, VARIANTEN Mohrsche Kreise, VARIANTEN


alle Hauptspannungen negativ alle Hauptspannungen gemischt (positiv/negativ)

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6
Sonderfälle - Mohrscher Spannungskreis und Lageplan Anhang Mathe
geg: bekannte Hauptspannungen 1 cos 
cos 2  2 cos 2   1  cos 2   
a) reiner Zug 2 2 sin 2  2 sin  cos 
1 cos 
b) reiner Druck cos 2  1  2 sin 2   sin 2   
2 2
c) reiner Schub
       
d) 1>2>0, 3=0 cos2     cos2      cos 2 sin 2     sin 2      sin 2
  2    2 
e) 1>0, 2=0, 3<0
• Kreisgleichung:
f) 1=0, 2<0, 3<0 x  a 2   y  b 2  R 2
• Mittelpunkt M(a,b); Radius R
g) 1>0, 2>0, 3<0
h) 1=2=3 sin 2 
tan 2 cos 2 
1
1  tan 2 2 1  tan 2 2
i) Balken: x xy
ges: Mohrscher Spannungskreis, Lageplan,
max Schubspannung, max Normalspannung
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