Matura
Behandelte Themen
Matura
Behandelte Themen
Klasse/Jahrgang:
Standardisierte kompetenzorientierte
schriftliche Reife- und Diplomprüfung
BHS
10. Jänner 2024
Angewandte Mathematik
HTL 2
10. Jänner 2024 / BHS / Angewandte Mathematik / HTL 2 S. 2/19
So ändern Sie Ihre Antwort bei Aufgaben zum So wählen Sie eine bereits übermalte Antwort:
Ankreuzen: 1. Übermalen Sie das Kästchen mit der nicht mehr
1. Übermalen Sie das Kästchen mit der nicht mehr gültigen Antwort.
gültigen Antwort. 2. Kreisen Sie das gewünschte übermalte Kästchen
2. Kreuzen Sie dann das gewünschte Kästchen an. ein.
Hier wurde zuerst die Antwort „5 + 5 = 9“ ge- Hier wurde zuerst die Antwort „2 + 2 = 4“ über-
wählt und dann auf „2 + 2 = 4“ geändert. malt und dann wieder gewählt.
1+1=3 1+1=3
2+2=4 T 2+2=4
3+3=5 3+3=5
4+4=4 4+4=4
5+5=9 5+5=9
Beurteilungsschlüssel
erreichte Punkte Note
44 – 48 Punkte Sehr gut
38 – 43 Punkte Gut
31 – 37 Punkte Befriedigend
23 – 30 Punkte Genügend
0 – 22 Punkte Nicht genügend
Viel Erfolg!
10. Jänner 2024 / BHS / Angewandte Mathematik / HTL 2 S. 3/19
Aufgabe 1
Straßenrad-WM
Die Straßenrad-WM 2018 in Tirol führte unter anderem durch den Innsbrucker Stadtteil Hötting.
a) Der Streckenabschnitt mit der größten Steigung heißt Höttinger Höll. Dort beträgt die maxi
male Steigung 25 %.
Jemand vergleicht diese Steigung mit jener auf der Kitzbüheler Streif.
Der Streckenabschnitt auf der Kitzbüheler Streif mit der größten Steigung heißt Mausefalle.
Dort beträgt der maximale Steigungswinkel 40,4°.
1) Überprüfen Sie nachweislich, ob die maximale Steigung der Mausefalle größer als jene der
Höttinger Höll ist. [0 / 1 P.]
Die Steigung entlang eines 7,9 km langen Teilabschnitts wird modellhaft als konstant mit
5,7 % angenommen.
b) Für einen bestimmten Teilabschnitt kann die Höhe über dem Meeresspiegel in Abhängigkeit
vom zurückgelegten Weg x durch die Funktion h modelliert werden (siehe nachstehende
Abbildung).
h(x) in m
1 100
1 000
900
h
800
700
600
500
x in km
0
0 5 10 15 20 25 30 35
Im Intervall [5; 15] gibt es genau eine Stelle x1, an der gilt: h′(x1) = 0 und h″(x1) < 0
1) K
ennzeichnen Sie in der obigen Abbildung den zugehörigen Punkt P = (x1 | h(x1)) auf dem
Graphen von h. [0 / 1 P.]
10. Jänner 2024 / BHS / Angewandte Mathematik / HTL 2 S. 4/19
c) Von den zwei Radrennfahrern R1 und R2 werden die auf verschiedenen Streckenabschnitten
aufgezeichneten Weg-Zeit- und Geschwindigkeit-Zeit-Diagramme verglichen.
1) Ordnen Sie den beiden Diagrammen jeweils die zutreffende Aussage aus A bis D zu.
[0 / 1 P.]
Aufgabe 2
Käse
Die Masse eines bestimmten Enzyms nimmt mit der Zeit exponentiell ab.
Zu Beginn der Beobachtung (t = 0) betrug die Masse 0,19 µg, nach 15 Wochen betrug die
Masse 0,06 µg.
Die Masse des Enzyms in µg soll in Abhängigkeit von der Zeit t in Wochen näherungsweise
durch die Exponentialfunktion f beschrieben werden.
0,2 Masse in µg
0,18
0,16
0,14
0,12
0,1
0,08
0,06
0,04
0,02
t in Wochen
0
0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15
Zum Volumen eines anderen Enzyms wurden die nachstehenden Daten ermittelt.
Zeit in Wochen 0 2 15
Volumen in ml 0,040 0,033 0,034
3) Begründen Sie anhand der Daten aus der obigen Tabelle, warum das Volumen in Abhän-
gigkeit von der Zeit nicht durch ein lineares Modell beschrieben werden kann. [0 / 1 P.]
10. Jänner 2024 / BHS / Angewandte Mathematik / HTL 2 S. 6/19
b) Bei der Reifung eines Käses einer bestimmten Sorte ändert sich dessen Eiweißgehalt.
In der nachstehenden Abbildung ist die zeitliche Entwicklung des Eiweißgehalts während der
Reifung als Graph der linearen Funktion E dargestellt.
Eiweißgehalt in Prozent
35
E
30
25
20
15
10
5
Reifedauer in Wochen
0
0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22
c) Bei Käse ist die Gesamtmasse die Summe aus der Trockenmasse und der Masse an ent
haltenem Wasser.
Aufgabe 3
Bremsvorgänge
Die Weg-Zeit-Funktion dieses LKW für den Zeitraum vom Beginn des Bremsvorgangs bis zum
Stillstand wird mit sL bezeichnet.
sL(t) = 12 ∙ t – t2
t ... Zeit in s mit t = 0 für den Beginn des Bremsvorgangs
sL(t) ... zurückgelegter Weg zur Zeit t in m
1) Berechnen Sie die Geschwindigkeit des LKW zu Beginn des Bremsvorgangs. Geben Sie
das Ergebnis in km/h an. [0 / 1 P.]
2) Berechnen Sie denjenigen Zeitpunkt, zu dem der LKW zum Stillstand kommt. [0 / 1 P.]
b) Ein Zug bremst vor einer Haltestelle ab. In der nachstehenden Abbildung ist der Graph der
Weg-Zeit-Funktion sZ für die letzten 200 m vor dem Stillstand dargestellt.
200 sZ(t) in m
150
100
sZ
50
t in s
0
0 10 20 30 40
1) Ermitteln Sie mithilfe der obigen Abbildung die momentane Geschwindigkeit dieses Zuges
zur Zeit t = 20. [0 / 1 P.]
10. Jänner 2024 / BHS / Angewandte Mathematik / HTL 2 S. 8/19
c) Während einer Fahrt mit einem Motorboot wird der Motor abgestellt. Durch den Widerstand
im Wasser wird das Motorboot abgebremst.
v(t) in m/s
t in s
O
1) Ordnen Sie den beiden Funktionen jeweils den zutreffenden Graphen aus A bis D zu.
[0 / 1 P.]
Weg-Zeit-Funktion
des Motorboots
t in s
Beschleunigung- A O
Zeit-Funktion des
Motorboots
t in s
B O
t in s
C O
t in s
D O
10. Jänner 2024 / BHS / Angewandte Mathematik / HTL 2 S. 9/19
Aufgabe 4
Ruderboot
In der nachstehenden Abbildung ist der zur y-Achse symmetrische Querschnitt eines Ruderboots
modellhaft dargestellt.
y in m
1
A
g
0 N x in m
–1 0 1
f
Wasser
Der Graph der Funktion f ist die Begrenzungslinie des Querschnitts vom Punkt P bis zum Punkt N.
Der Graph der quadratischen Funktion g ist die Begrenzungslinie des Querschnitts vom Punkt N
bis zum Punkt A.
1) Erstellen Sie ein Gleichungssystem zur Berechnung der Koeffizienten der quadratischen
Funktion g. [0 / 1 / 2 P.]
2) Berechnen Sie die Koeffizienten von g. [0 / 1 P.]
10. Jänner 2024 / BHS / Angewandte Mathematik / HTL 2 S. 10/19
c) Die beiden Ruder tauchen unter dem Winkel α in das Wasser ein (siehe nachstehende Ab-
bildung).
y in m
d
b b
α α A = (1,05 | 0,35)
0 x in m
0
1) Kreuzen Sie die richtige Formel zur Berechnung des Winkels α an. [1 aus 5] [0 / 1 P.]
( b )
α = arccos 1,05 – 0,5 ∙ d
α = arctan(1,05 – d )
b
α = arcsin(0,35 )
b
α = arccos( b )
1,05
α = arcsin(1,05 – 0,5 ∙ d)
b
10. Jänner 2024 / BHS / Angewandte Mathematik / HTL 2 S. 11/19
Aufgabe 5
Fluggepäck
a) Bei einer bestimmten Fluglinie darf jeder Fluggast höchstens 2 Gepäckstücke aufgeben.
In der nachstehenden Tabelle ist die Häufigkeitsverteilung der Anzahl der Gepäckstücke pro
Fluggast für einen bestimmten Flug dieser Fluglinie dargestellt.
1) Stellen Sie mithilfe der obigen Tabelle eine Formel zur Berechnung des arithmetischen
Mittels x der Anzahl der Gepäckstücke pro Fluggast auf.
x= [0 / 1 P.]
2) Kreuzen Sie denjenigen Ausdruck an, der in jedem Fall die Standardabweichung der Anzahl
der Gepäckstücke pro Fluggast angibt. [1 aus 5] [0 / 1 P.]
(0 – x )2 + (1 – x )2 + (2 – x )2
3
(H0 – x )2 + (H1 – x )2 + (H2 – x )2
3
(0 – x )2 ∙ H0 + (1 – x )2 ∙ H1 + (2 – x )2 ∙ H2
H1 + 2 ∙ H2
(0 – x )2 ∙ H0 + (1 – x )2 ∙ H1 + (2 – x )2 ∙ H2
H0 + H1 + H2
(H0 – x )2 ∙ 0 + (H1 – x )2 ∙ 1 + (H2 – x )2 ∙ 2
H0 + H1 + H2
Für eine Reisegruppe von 12 Fluggästen beträgt der Median der Anzahl der Gepäckstücke
pro Fluggast 2.
b) Die Masse eines aufgegebenen Gepäckstücks ist annähernd normalverteilt mit dem Erwar-
tungswert 20 kg und der Standardabweichung 2 kg.
1) Berechnen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass ein Gepäckstück eine Masse von mindestens
25 kg hat. [0 / 1 P.]
In der nachstehenden Abbildung ist der Graph der zugehörigen Dichtefunktion dargestellt.
Wendepunkt
Erwartungswert
Masse in kg
2) Veranschaulichen Sie in der obigen Abbildung die Wahrscheinlichkeit, dass die Masse
eines Gepäckstücks um höchstens 2 kg vom Erwartungswert abweicht. [0 / 1 P.]
Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Gepäckstück beim Transport beschädigt wird, beträgt
jeweils 0,7 %.
Eine Zufallsstichprobe von 300 Gepäckstücken wird nach dem Transport untersucht.
1) Berechnen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass höchstens 2 dieser Gepäckstücke beim Trans-
port beschädigt worden sind. [0 / 1 P.]
2) Beschreiben Sie ein Ereignis E im gegebenen Sachzusammenhang, dessen Wahrschein-
lichkeit mit dem nachstehenden Ausdruck berechnet wird.
P(E) = 1 – 0,993300 ≈ 0,88 [0 / 1 P.]
10. Jänner 2024 / BHS / Angewandte Mathematik / HTL 2 S. 13/19
Aufgabe 6 (Teil B)
Walnüsse
a) Nussknacker sind Werkzeuge zum Öffnen von Nüssen (siehe Abbildung 1). Ein Nussknacker
ist in Abbildung 2 modellhaft dargestellt.
Abbildung 1 Abbildung 2
y
FA
FC
FD
FB
1) Stellen Sie mithilfe der Vektoren F A und F B eine Formel zur Berechnung des Winkels α auf.
α= [0 / 1 P.]
2) Tragen Sie die fehlenden Zahlen in die dafür vorgesehenen Kästchen ein.
eA =
( ) [0 / 1 P.]
3) Tragen Sie die fehlenden Zahlen in die dafür vorgesehenen Kästchen ein.
FC =
( ) [0 / 1 P.]
10. Jänner 2024 / BHS / Angewandte Mathematik / HTL 2 S. 14/19
b) In der nachstehenden Abbildung ist der Querschnitt einer Walnuss modellhaft dargestellt. Die
Schale der Walnuss entsteht durch Rotation der grau markierten Fläche um die x-Achse.
y in cm
1,5
g
1,0
h
0,5
0 x in cm
–c –b 0 b c
–0,5
–1,0
–1,5
1) Zeigen Sie, dass die Länge L dieser Walnuss mehr als 4 cm beträgt. [0 / 1 P.]
a= cm [0 / 1 P.]
3) Ordnen Sie den beiden Volumen jeweils die zutreffende Formel aus A bis D zu. [0 / 1 P.]
π · ∫ g(x)2 dx – π · ∫ h(x)2 dx
c b
Innenvolumen der A
–c –b
Walnuss (ohne Schale)
π · ∫ (g(x) – h(x))2 dx
c
schale C 2 ∙ π · ∫ h(x)2 dx
b
π · ∫ (g(x)2 – h(x)2) dx
b
D
–b
10. Jänner 2024 / BHS / Angewandte Mathematik / HTL 2 S. 15/19
c) In einer Studie wurde die zeitliche Entwicklung des Holzvolumens einer bestimmten Walnuss-
plantage ermittelt.
In der nachstehenden Abbildung ist die momentane Änderungsrate des Holzvolumens als
Graph der Funktion V′ mit dem Hochpunkt H dargestellt.
1) K
reuzen Sie die zutreffende Aussage über die zugehörige Stammfunktion V für das Zeit
intervall [0; 100] an. [1 aus 5] [0 / 1 P.]
2) E
rmitteln Sie näherungsweise den Flächeninhalt zwischen dem Graphen von V′ und der
Zeitachse im Zeitintervall [50; 80].
Flächeninhalt: [0 / 1 P.]
Aufgabe 7 (Teil B)
Turmkorb
Stuttgarter Fernsehturm
a) Zur Bestimmung der Höhe h des Stuttgarter Fernsehturms wurde die nachstehende nicht
maßstabgetreue Skizze erstellt.
δ γ
100 m
b) Beim Bau des Stuttgarter Fernsehturms wurde Beton verwendet. Die mittlere Druckfestigkeit
des Betons in Abhängigkeit von der Trocknungszeit kann durch die Funktion R beschrieben
werden.
R(t) = a – b ∙ ct
t ... Trocknungszeit in Tagen
R(t) ... mittlere Druckfestigkeit bei der Trocknungszeit t in N/mm2
a, b, c ... Parameter
P = (7 | 36,2)
2,6 t in Tagen
O
1) Geben Sie mithilfe der obigen Abbildung die Parameter a und b an.
a=
b= [0 / 1 P.]
c) Für bestimmte Jahre ist die jährliche Besucherzahl des Stuttgarter Fernsehturms in der nach-
stehenden Tabelle angegeben.
Die zeitliche Entwicklung der jährlichen Besucherzahl des Stuttgarter Fernsehturms soll durch
die lineare Funktion f modelliert werden.
t ... Zeit in Jahren mit t = 0 für das Jahr 2007
f(t) ... jährliche Besucherzahl des Stuttgarter Fernsehturms zur Zeit t
1) Stellen Sie mithilfe der Regressionsrechnung eine Gleichung der linearen Funktion f auf.
Wählen Sie dabei t = 0 für das Jahr 2007. [0 / 1 P.]
2) E
rmitteln Sie mithilfe von f den prognostizierten Wert für die Besucherzahl des Stuttgarter
Fernsehturms im Jahr 2025. [0 / 1 P.]
10. Jänner 2024 / BHS / Angewandte Mathematik / HTL 2 S. 18/19
Aufgabe 8 (Teil B)
Pilzkultur
a) Die Masse einer bestimmten Pilzkultur kann während der ersten 120 Stunden nach Beobach-
tungsbeginn näherungsweise durch die Funktion m in Abhängigkeit von der Zeit t beschrieben
werden.
t ... Zeit nach Beobachtungsbeginn in h
m(t) ... Masse der Pilzkultur zur Zeit t in µg
m(t) in µg
1 000
100
m
10
t in h
0 20 40 60 80 100 120
1) Tragen Sie die fehlende Zahl in das dafür vorgesehene Kästchen ein. [0 / 1 P.]
2) K
reuzen Sie die Gleichung der Funktion m an, deren Graph in der obigen Abbildung dar-
gestellt ist. [1 aus 5] [0 / 1 P.]
m(t) = a ∙ t 2 + b
m(t) = a ∙ bt
m(t) = a ∙ t b
m(t) = a ∙ sin(b ∙ t)
m(t) = a ∙ lg(t) + b
b) Die momentane Änderungsrate der Masse einer bestimmten Pilzkultur kann für einen be-
stimmten Zeitraum durch die nachstehende Differenzialgleichung beschrieben werden.
dm
=a–λ∙m
dt
t ... Zeit nach Beobachtungsbeginn in h
m(t) ... Masse der Pilzkultur zur Zeit t in µg
a, λ ... positive Konstanten
Eine Lösung dieser Differenzialgleichung für eine bestimmte Anfangsbedingung bei t = 0 lautet:
1
∫
t2
Jemand berechnet: · m(t) dt = 400 µg
t2 – t1 t1
c) Zu Beginn der Beobachtung beträgt die Masse einer bestimmten Pilzkultur 1,4 g. Jeden Tag
verdoppelt sich die Masse dieser Pilzkultur.
1) Berechnen Sie, nach wie vielen Tagen nach Beginn der Beobachtung die Masse dieser
Pilzkultur erstmals mehr als 7 kg beträgt. [0 / 1 P.]