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Caesar

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Behandelte Themen

  • Kulturelle Rezeption,
  • Militärische Strategien,
  • Caesars Allianzen,
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  • Römische Geschichte,
  • Caesars Feinde,
  • Römische Mythologie,
  • Caesars Diplomatie,
  • Römische Gesetze,
  • Römische Herrschaft
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Gaius Iulius Caesar (deutsch auch Gaius Julius Cäsar; * 13. Juli[2] 100 v. Chr. in Rom; † 15.

März 44 v. Chr. ebenda) war ein römischer Staatsmann, Feldherr und Autor, der maßgeblich zum
Ende der Römischen Republik und zu ihrer späteren Umwandlung in eine Monokratie, den
sogenannten Prinzipat („Kaiserreich“), beitrug.
Der patrizischen Familie der Julier entstammend, absolvierte er die Ämterlaufbahn und gelangte
im Jahr 59 v. Chr. zum höchsten politischen Amt, dem Konsulat. Kurz vorher oder während
seiner Amtszeit schloss er ein informelles Bündnis mit dem reichen Marcus Licinius Crassus und
dem erfolgreichen Militär Gnaeus Pompeius Magnus, das sogenannte Triumvirat. In den
folgenden Jahren ging Caesar als Statthalter (Prokonsul) in die nördlichen
Provinzen Illyrien sowie Gallia Cis- und Transalpina, von wo aus er in den Jahren 58 bis 51 v.
Chr. ganz Gallien eroberte (Gallischer Krieg). Im anschließenden Römischen Bürgerkrieg von 49
bis 45 v. Chr. setzte er sich gegen seinen ehemaligen Verbündeten Pompeius und dessen
Anhänger durch und errang die Alleinherrschaft. Ab 46 v. Chr. begann er mit einer
grundlegenden Neuordnung des römischen Staatswesens. Kurz nachdem er in diesem Rahmen
zum Diktator auf Lebenszeit ernannt worden war, fiel er einem Attentat zum Opfer. Sein
Großneffe und Haupterbe Gaius Octavius, der spätere Kaiser Augustus, setzte den Prinzipat als
neue Staatsform des Römischen Reiches durch.
Caesar gehört zu den bedeutendsten und wirkmächtigsten Politikern der Antike. Der
Name Caesar wurde zum Bestandteil der Titulatur aller nachfolgenden Herrscher des römischen
Kaiserreichs. In der römischen Spätantike und im Byzantinischen Reich bezeichnete der
Titel Caesar einen Mitherrscher oder Thronfolger. In
den entlehnten Formen Kaiser und Zar wurde der Name später auch zum Titel der Herrscher
des Heiligen Römischen, des Österreichischen,
des Deutschen, Bulgarischen, Serbischen und Russischen Reiches.

Inhaltsverzeichnis

 1Leben
o 1.1Herkunft
o 1.2Erste Schritte in die Politik
o 1.3Caesars Aufstieg
 1.3.1Triumvir und Konsul
 1.3.2Prokonsul in Gallien
 1.3.3Bürgerkrieg
o 1.4Diktatur
o 1.5Ermordung
 2Maßnahmen nach Caesars Tod
o 2.1Kompromiss
o 2.2Bestattung
o 2.3Weitere Entwicklung
 3Caesar als Schriftsteller
 4Porträt
 5Der Name „Caesar“
 6Wirkung
o 6.1Der Titel Caesar
o 6.2Caesarchiffre
o 6.3Kalenderreform
o 6.4Rezeption
o 6.5Filme und Fernsehen
 7Schriften
o 7.1Vollständig erhaltene Werke
o 7.2Fragmentarisch erhaltene Werke
 8Quellen
 9Literatur
 10Weblinks
 11Anmerkungen

Leben
Herkunft
Gaius Iulius Caesar entstammte dem angesehenen altrömischen Patriziergeschlecht der Julier
(lateinisch gens Iulia), das seine Wurzeln auf Iulus, den Sohn des trojanischen Prinzen Aeneas,
zurückführte, welcher der Sage nach Sohn der Göttin Venus war.[3] Auf dem Gipfel seiner Macht
45 v. Chr. ließ Caesar zu Ehren der Venus einen Tempel errichten, um seine Verbindung zu
dieser Göttin hervorzuheben.
Caesars Familie war, gemessen am Standard des römischen Adels, nicht reich. Nur wenige
Mitglieder der Familie hatten sich politisch hervorgetan: In der Frühzeit der römischen Republik
im 5. Jahrhundert v. Chr. findet sich in den Konsularlisten, deren Authentizität in der Forschung
umstritten ist, häufiger der Name „Iulius“. 451 v. Chr. war ein Gaius Iulius Iullus Mitglied
der Decemviri legibus scribundis, die den Staat grundlegend umgestalten sollten. Für die
folgenden Jahrhunderte sind nur zwei iulische Konsuln für die Jahre 267 und 157 v. Chr.
nachgewiesen. Caesars gleichnamiger Vater war 92 v. Chr. Prätor; er starb 85 v. Chr.[4] Einige
Verwandte waren Konsuln und Censoren. Caesars Herkunft und Verwandtschaftsverhältnisse
bestimmten seine Parteinahme in den Römischen Bürgerkriegen. So war Caesars Tante Iulia mit
dem Feldherrn Gaius Marius verheiratet, der die Kimbern und Teutonen besiegt hatte und die
politische Gruppe der Populares im Römischen Senat anführte.
Caesars Mutter war Aurelia. Seine Schwestern Iulia maior und Iulia minor heirateten Senatoren,
die jedoch politisch nicht in Erscheinung traten. Iulia Minor war die Großmutter von Gaius
Octavius, dem späteren Kaiser Augustus.
Erste Schritte in die Politik
Caesar war 15 Jahre alt, als er von seinem Vater mit Cossutia verlobt wurde. Nach dessen
frühem Tod löste er 84 v. Chr. die Verbindung mit Cossutia auf.[5] Caesar heiratete 84 v.
Chr. Cornelia, die Tochter des Konsuls Lucius Cornelius Cinna, der ebenfalls zur politischen
Gruppe der populares gehörte.[6] Im selben Jahr wurde er auch zum flamen Dialis bestimmt, dem
Oberpriester des Jupiter. Ob er tatsächlich inauguriert wurde, wird in der Forschung umstritten
diskutiert.[7]
Die Familienverbindung zu Cinna und seine Verwandtschaft mit Marius brachten Caesar in
Opposition zur Diktatur Sullas, der die konservative Gruppe der optimates vertrat. Sulla befahl
Caesar die Scheidung von Cornelia, doch dieser widersetzte sich und verließ Rom. Auf die Bitte
einflussreicher Freunde hin wurde er zwar bald begnadigt, kehrte aber nicht nach Rom zurück.
Stattdessen wurde er mit 19 Jahren Offizier im Stab des Marcus Minucius Thermus, des
Proprätors und Statthalters der Provinz Asia. Um die Belagerung der Stadt Mytilene auf der
Insel Lesbos zu beschleunigen, wurde Caesar an den Hof von König Nikomedes
IV. von Bithynien entsandt, den er um eine Flotte bitten sollte. Später wurde Caesar nachgesagt,
er habe eine homosexuelle Beziehung zu Nikomedes gehabt. Bei der anschließenden
Erstürmung Mytilenes wurde Caesar mit der Corona civica („Bürgerkrone“) ausgezeichnet, die
demjenigen verliehen wurde, der einem römischen Mitbürger in der Schlacht das Leben gerettet
hatte.
78 v. Chr. ging Caesar als Offizier in den Stab von Publius Servilius Vatia Isauricus, der als
Prokonsul in Kilikien die Piraten bekämpfte. Dort blieb er aber nicht lange, da Sullas Tod ihm die
Rückkehr nach Rom ermöglichte, wo er seine politische Karriere weiterverfolgte. Er begann, wie
damals üblich, als öffentlicher Ankläger und Mitglied der vigintisexviri, der untergeordneten
Magistratsbeamten der Republik. Als Ankläger erregte Caesar durch einen Prozess wegen
Erpressung gegen Gnaeus Cornelius Dolabella, einen Anhänger Sullas, große Aufmerksamkeit
und bewies damit erneut seine Opposition zum Lager der Sullaner. Trotz seiner Niederlage in
diesem Fall war sein Ruf nicht geschädigt.
Um Anfeindungen der Sullaner aus dem Weg zu gehen, entschloss Caesar sich, Rom erneut zu
verlassen. Ungewöhnlich war, dass er sich nicht zu einer militärischen Mission meldete, um sich
als Offizier einen Namen zu machen, sondern eine Studienreise nach Rhodos unternahm, wo er
bei dem Rhetor Molon seine Redekunst verbessern wollte. Auf dem Weg nach Rhodos geriet er
75/74 v. Chr. bei der Insel Pharmakussa in die Gefangenschaft von Piraten. Angeblich habe er
sie aufgefordert, ein höheres Lösegeld für ihn zu fordern, da er weitaus mehr wert sei als der
geforderte Preis.[8] Nach seiner Freilassung organisierte er eine private Seestreitmacht, fing die
Piraten und ließ sie kreuzigen, wie er es ihnen angekündigt hatte, als er noch ihr Gefangener
war.[9]
Caesars Aufstieg
Anfang 73 v. Chr. wurde Caesar anstelle des verstorbenen Vetters seiner Mutter, Gaius Aurelius
Cotta, in das Priesterkollegium der pontifices kooptiert.[10] 69 oder 68 v. Chr. bekleidete er
schließlich die Quästur, die unterste Stufe der politisch bedeutenden Ämter der Römischen
Republik. Nach Bekleidung dieses Amtes wurde er in den Senat aufgenommen. Als Quästor
diente er in Spanien unter dem Proprätor Antistius Vetus. Doch bevor er nach Spanien abreisen
konnte, gab es zwei Todesfälle in seiner Familie. Seine Tante Iulia und seine Frau Cornelia
starben kurze Zeit nacheinander. Caesar ließ daraufhin für letztere eine Leichenrede halten, was
beim Tod jüngerer Frauen in Rom bis dahin einzigartig war.[11]

Porträtkopf, wahrscheinlich Marcus Licinius Crassus, aus


dem Liciniergrab. Kopenhagen, Ny Carlsberg Glyptotek
Nach seiner Rückkehr aus Spanien heiratete Caesar Pompeia, eine wohlhabende Enkelin Sullas,
deren Reichtum er umgehend für seinen politischen Aufstieg nutzte: 65 v. Chr. war er
kurulischer Ädil und erlangte durch prachtvolle Spiele, durch die er sich hoch verschuldete, große
Beliebtheit. 63 v. Chr. wurde er in das bedeutende Amt des Pontifex maximus, des Oberpriesters,
gewählt. Diese Wahl ist als erster außergewöhnlicher Karrieresprung Caesars anzusehen, da das
Amt des Oberpriesters traditionell verdienten Consulares (ehemaligen Konsuln) vorbehalten war.
[12]
Er wurde dabei wie schon bei seinen Spielen als Ädil von Marcus Licinius Crassus, der derzeit
als reichster Mann Roms galt, finanziell unterstützt, obwohl unklar ist, wie gut das Verhältnis
Caesars zu Crassus zu diesem Zeitpunkt war.
Immer wieder gab es Gerüchte, Caesar sei in die Catilinarische Verschwörung des Jahres 63 v.
Chr. verwickelt gewesen. Obwohl er früher Kontakt zu Catilina gehabt hatte, konnte ihm keine
Beteiligung an dessen Verschwörung nachgewiesen werden. In einer großen Rede vor dem
Senat, die von Sallust in De coniuratione Catilinae wiedergegeben wird, sprach sich Caesar ganz
in popularer Tradition gegen die Hinrichtung der verhafteten Verschwörer aus, die gegen
das Provokationsrecht verstieß. Der Konsul Cicero und die Optimaten, vor allem Cato der
Jüngere, setzten sich aber mit Hinweis auf das senatus consultum ultimum, den Staatsnotstand,
der einige Wochen zuvor erklärt worden war, gegen ihn durch. Schon vorher, im Sommer 63 v.
Chr., wurde Caesar zum Prätor für das Jahr 62 v. Chr. gewählt.[13] Im Jahr 62 v. Chr. führte der
„Bona-Dea-Skandal“ zur Scheidung von Pompeia.
Das erste wichtige Amt Caesars außerhalb Roms war die Statthalterschaft (Proprätur) in
Spanien (Hispania ulterior). Seine Gläubiger drohten, die Abreise zu verhindern; erst als Marcus
Crassus mit 830 Talenten für Caesar bürgte, konnte dieser seinen Auftrag wahrnehmen. Caesars
aggressive Kriegsführung gegen die Lusitaner im Norden des heutigen Portugal festigte seinen
Ruf als fähiger Stratege und diente ihm zur Sanierung seiner Finanzen. Damit besaß er die
notwendige Voraussetzung für die Bewerbung um das höchste Staatsamt, das Konsulat. Um
rechtzeitig zu den Wahlen nach Rom zu gelangen, brach er kurz vor dem Ablauf seiner Amtszeit
als Proprätor nach Rom auf. Mit dem Betreten der Stadt legte er gemäß römischem Recht seine
Amtsgewalt nieder und verzichtete auf einen prestigeträchtigen Triumphzug, um sich für das
Konsulat bewerben zu können, da eine Bewerbung in absentia verhindert wurde.[14]
Triumvir und Konsul

Büste des Pompeius in der Ny Carlsberg Glyptotek


Viele Senatoren widersetzten sich jedoch Caesars Ambitionen. Daher ging er mit Marcus Licinius
Crassus und Gnaeus Pompeius Magnus eine strategische Partnerschaft ein. Alle drei wollten ihre
jeweiligen Einflussmöglichkeiten koordinieren: Die von den modernen Geschichtsschreibern als
erstes Triumvirat („Drei-Männer-Bündnis“),[15] von dem Gelehrten Varro dagegen als „dreiköpfiges
Monster“,[16] von dem Historiker Titus Livius[17] als „Verschwörung“ bezeichnete Allianz brachte
Geld (Crassus galt als reichster Mann Roms), Militär (Pompeius galt als erfolgreichster Feldherr)
und politischen Einfluss (Caesars politische Bekanntheit und Energie) zusammen. Zur
Bekräftigung des Bündnisses heiratete Pompeius Caesars Tochter Iulia.
Aufgrund widersprüchlicher Quellenaussagen und unklarer Chronologie ist umstritten, ob Caesar
bereits als Konsulatsbewerber das informelle Machtbündnis schuf, weil seine Feinde im Senat
den zu wählenden Konsuln unattraktive provinciae zugewiesen hatten,[18] ob also Crassus und
Pompeius ihm die Wahl zum Konsul für 59 v. Chr. ermöglichten, oder ob es erst nach der Wahl
und somit in der zweiten Jahreshälfte von 60 v. Chr. oder sogar erst 59 v. Chr. zum
Zusammenschluss kam. Dafür, dass ihn Caesar als vierten Mann für den damals noch nicht
geschlossenen Bund gewinnen wollte, er dies aber abgelehnt habe, könnte ein Brief Ciceros aus
dem Dezember des Jahres 60 sprechen.[19] Allerdings ist auch überliefert, dass das Bündnis
zuerst geheim gehalten wurde, vielleicht war Cicero also noch ahnungslos.[20]
Caesar war beim Amtsantritt 40 Jahre alt, unterschritt das in Sullas Lex de magistratibus aus dem
Jahr 81 festgelegte Mindestalter für das Konsulat von 43 Jahren also deutlich. Weil er auch bei
Antritt seiner Prätur zu jung gewesen war, vermutete der Historiker Theodor Mommsen, Caesar
sei gar nicht 100 v. Chr. geboren, sondern bereits 102: Dann hätte er beide Ämter jeweils suo
anno erreicht.[21] Allerdings erwähnen alle Quellen eindeutig das Geburtsjahr 100,[22] so dass
Caesar vielleicht ein Privileg erhalten hatte wie später sein Adoptivsohn Octavian zu Beginn des
Jahres 43 v. Chr.[23]
Caesars Amtsführung als Konsul war im Senat umstritten, vor allem bei dem einflussreichen
Optimaten Cato, der Caesar als Feind der Freiheit betrachtete. Caesar brachte in seinem Jahr als
Konsul einige Gesetze mit entscheidenden Neuregelungen durch: So ein Gesetz zur Landfrage,
das die Ansiedlung von Pompeius’ Veteranen klärte; die Ratifizierung von Pompeius’
Verfügungen in den östlichen Provinzen und den Klientelkönigreichen, die Pompeius vor seiner
Rückkehr aus dem Osten geschaffen hatte; die Lösung von Crassus’ Problem bezüglich der
Nachlässe für Steuerpächter in Asia und die Reform der Gesetze, die eigentlich den
erpresserischen Umtrieben der Statthalter in den Provinzen Einhalt gebieten sollten. [24]
Es waren weniger diese Gesetze, die Caesars Gegner vor den Kopf stießen, als vielmehr ihr
Zustandekommen: Weil Caesar sich wiederholt mit offenen Rechtsbrüchen über Widerspruch
und Obstruktionen eines großen Teils der Senatoren, insbesondere aber über das Veto seines
Amtskollegen Marcus Calpurnius Bibulus hinweggesetzt hatte, musste er mit einer Anklage
rechnen, sobald er wieder Privatmann wäre – und angesichts der Rechtslage auch mit einer
Verurteilung. Dies verhinderte er vorerst durch die mit fünf Jahren ungewöhnlich lange Amtszeit
als Prokonsul in Illyrien und Gallien (Cis- und Transalpina), die er sich dank Pompeius und
Crassus verschaffte. Vor seinem Amtsantritt heiratete er Calpurnia. Kurz vor seiner Abreise nach
Gallien versuchten mehrere hochrangige Senatoren, die Triumvirn mit den Optimaten zu
versöhnen, indem alle widerrechtlich zustande gekommenen Gesetze aus Caesars Konsulat
nachträglich legalisiert werden sollten. Caesar lehnte dies aber ab, da er fürchtete, in diesem Fall
die so wichtige Unterstützung durch Pompeius und Crassus zu verlieren, die seiner dann nicht
mehr bedurft hätten. Er wäre der Rache seiner Feinde schutzlos ausgeliefert gewesen.
Einiges spricht dafür, dass mit Caesars Konsulat 59 v. Chr. und seinen zahllosen Rechtsbrüchen
(einmal ließen er und Pompeius die Gegner einfach vom Versammlungsplatz prügeln) [25] bereits
der Weg in den 10 Jahre später ausbrechenden Bürgerkrieg beschritten wurde: Seither wusste
Caesar, dass die Optimaten und auch viele andere Senatoren ihn um jeden Preis vor Gericht
stellen und ruinieren wollten, um ihn für seine Verfassungsbrüche zu bestrafen und so die res
publica zu bewahren. Caesar hingegen wollte sich eben diesem Schicksal um jeden Preis
entziehen. Sein Versuch, in Gallien so viel militärischen Ruhm zu erlangen, dass der Senat
gezwungen sein würde, ihm zu verzeihen, war aber letztlich zum Scheitern verurteilt.
Prokonsul in Gallien
→ Hauptartikel: Gallischer Krieg
Caesars Feldzüge während des gallischen

Krieges Das Ergebnis der römischen Expansion im Jahre 40


v. Chr.
Caesar hatte sich in der Erwartung, dort sei eher mit einem prestigeträchtigen Krieg zu rechnen,
zunächst Illyrien als provincia übertragen lassen; die Statthalterschaft in Gallien kam erst dazu,
als der hierfür ursprünglich vorgesehene Promagistrat starb. Das Prokonsulat in Gallien
bedeutete einen erheblichen Machtgewinn für Caesar. Als Prokonsul konnte er legal Truppen
aufstellen, die in dem System der Heeresklientel auf ihn persönlich eingeschworen waren. Um
Macht und Reichtum auszubauen und seine Rechtsbrüche als Konsul vergessen zu machen,
brauchte er einen großen Krieg außerhalb der Grenzen des Imperiums, den er bei den
zerstrittenen Stämmen Galliens fand, unter denen es seit einigen Jahren größere Unruhen gab.
Als die Helvetier, ein Stamm aus der heutigen Schweiz, die Nordgrenze des Römischen
Reichs gefährdeten, sah Caesar einen Anlass, militärisch einzuschreiten. Sofort hob er weitere
Legionen aus seinen Provinzen aus und schlug die Helvetier bei Bibracte zurück, wobei er die
Überlebenden der Schlacht zurück in ihr voriges Heimatland sandte, um dort eine Pufferzone zu
den eindringenden Germanen zu bilden. Danach zog er gegen die Sueben, die schon seit einiger
Zeit unter Ariovist in Gallien eingefallen waren, und schlug sie über den Rhein zurück. Im zweiten
Jahr konnte Caesar die Belger, die als das tapferste Volk unter den Stämmen Galliens galten, im
Norden Galliens erst nach heftigen Kämpfen unterwerfen.[26]
Das Triumvirat erneuerte er während der Winterpause durch Verhandlungen mit Pompeius und
Crassus in Ravenna und Luca. Die drei verabredeten ein gemeinsames Konsulat von Crassus
und Pompeius für das Jahr 55 v. Chr. sowie die Verlängerung von Caesars Prokonsulat um
weitere fünf Jahre.[27] So konnte er insgesamt zehn Jahre (58–49 v. Chr.) in Gallien bleiben und
die Eroberung des ganzen freien Keltenlandes bis zum Rhein abschließen. Viele Stämme riefen
ihn sogar gegen andere Stämme zu Hilfe, wobei sie als Resultat häufig selbst vom ambitionierten
Prokonsul erobert wurden.
56 v. Chr. besiegte sein Offizier Decimus Iunius Brutus Albinus die aufständischen Veneter in
der Bretagne, womit Caesar den größten Teil Galliens unter seine Kontrolle bringen konnte. Ein
Feldzug gegen die Stämme der Menapier und Morini dagegen scheiterte, da sich diese ständig in
die Wälder zurückzogen.
55 v. Chr. fielen zwei germanische Stämme in Gallien ein, die Usipeter und die Tenkterer. Caesar
begann Verhandlungen mit ihnen, um sie als romfreundlichen Brückenkopf auf dem
rechtsrheinischen Gebiet der Ubier anzusiedeln. Während eines Waffenstillstands kam es zu
einem militärischen Zwischenfall zwischen den Germanen und Caesars gallischen Hilfstruppen.
Caesar nahm dies als Vorwand, die germanischen Häuptlinge, die mit der Bitte um
Entschuldigung in sein Lager gekommen waren, festzunehmen und die führerlosen Germanen
größtenteils niedermetzeln zu lassen (Massaker an Usipetern und Tenkterern). Die Reste der
Usipeter und Tenkterer wurden über den Rhein zurückgedrängt. Nach Caesars eigenen Angaben
kamen dabei 430.000 Menschen ums Leben, wobei die Römer keinen einzigen Toten gehabt
hätten.[28] Der Althistoriker Luciano Canfora bezeichnet dieses Massaker als „unmenschliches
Verbrechen“.[29] In der modernen Genozid-Forschung wird es als frühes Beispiel
eines Völkermordes gewertet.[30] Auch in Rom war man entsetzt: Cato beantragte im Senat,
Caesar an die Germanen auszuliefern und konnte die Einsetzung einer
Untersuchungskommission durchsetzen.[31]
Nach dem Ende der Usipeter und Tenkterer sah Caesar sich genötigt, den Rhein nach
Germanien zu überschreiten, um eine Strafexpedition gegen die Germanen zu führen. Im selben
Jahr brach er auch nach Britannien auf, wo er aber nicht lange blieb, da seine Flotte durch einen
Sturm zerstört wurde und der Winter begann. Im darauffolgenden Jahr führte er einen
weiteren Feldzug nach Britannien, in dem er bis an die Themse vordrang, sich aber wieder
zurückzog.[32] 53 v. Chr. führte er eine weitere Rheinüberquerung nach Germanien durch. Diese
Unternehmen sorgten in Rom, vor allem im Senat, für Aufsehen: Als erster römischer Feldherr
führte Caesar Militärexpeditionen in diese den Römern weitgehend unbekannten Regionen
durch, verzichtete jedoch auf eine dauerhafte Eroberung Germaniens und Britanniens.
Nach ersten Unruhen bei den linksrheinischen Eburonen unter ihrem König Ambiorix im
Spätherbst 54 v. Chr. und der schweren Niederlage in der Schlacht von Aduatuca durch Caesars
Legaten Quintus Titurius Sabinus wurde es Anfang 53 v. Chr. in Gallien unruhig. Stämme wie
die Treverer und Nervier erhoben sich gegen Caesar, wobei sie anfangs einige Erfolge hatten,
schließlich aber endgültig niedergeworfen wurden. 52 v. Chr. erhob sich Vercingetorix, der Fürst
der Arverner, gegen die römische Fremdherrschaft. In ihm erwuchs Caesar ein gefährlicher,
militärisch ebenbürtiger Gegner. Seine Taktik der verbrannten Erde brachte Caesar in ernste
Schwierigkeiten. Vercingetorix schnitt die Nachschubwege Caesars ab und konnte ihn erstmals
bei Gergovia schlagen. Jeder siebte Centurio fiel. Nach seinem Sieg gab Vercingetorix seine
erfolgreiche Defensivtaktik auf und griff die Truppen Caesars an, doch musste seine schlecht
organisierte Reiterei eine Niederlage gegen jene Caesars hinnehmen, worauf er sich
nach Alesia zurückzog. Caesar begann sofort, die Stadt mit einem etwa 35 Kilometer langen Wall
zu belagern, doch war ein gallisches Entsatzheer auf dem Weg, um Vercingetorix zu befreien. In
der darauffolgenden Schlacht, in der Caesar den Ausbruchsversuch des Vercingetorix
abzuwehren und gleichzeitige Entlastungsangriffe zurückzuschlagen hatte, blieb er gegen die
zahlenmäßig weit überlegenen Gallier siegreich. Der gallische Widerstand war endgültig
gebrochen, und Caesar konnte mit diesem Sieg über die gallische Koalition die Herrschaft Roms
über Gallien für Jahrhunderte sichern. Vercingetorix, der sich nach der verlorenen Schlacht
Caesar vor den Mauern von Alesia ergeben hatte, wurde die erbetene Gnade nicht gewährt: Er
wurde sechs Jahre später, nach Caesars Triumphzug 46 v. Chr., in Rom hingerichtet.[33]
Noch im folgenden Jahr musste Caesar einige Aufstände in Gallien niederwerfen, wobei er mit
großer Brutalität vorging, vor allem bei der Eroberung der Stadt Uxellodunum. Dort wurden allen
Gefangenen die Hände abgeschnitten und damit eines der grausamsten Exempel des gesamten
Krieges statuiert. Die gewaltige Kriegsbeute und die Tribute der Unterworfenen nutzte er zur
Finanzierung seiner Armee und für den politischen Machtkampf in Rom.[34]
Plutarch gibt an, dass im Gallischen Krieg Caesars eine Million Gallier ihr Leben verloren und
eine weitere Million Menschen versklavt wurden.[35] Caesar berichtete in den Commentarii de
bello Gallico selbst über seine Zeit in Gallien. Die Schrift schildert viele Details aus dem
besetzten Land, diente aber vor allem der Rechtfertigung seiner Feldzüge. Zudem stellte Caesar
erstmals Gallier und Germanen als zwei verschiedene Völkerschaften heraus und
charakterisierte sie einzeln, wobei er als Grenze zwischen beiden Völkerschaften im
Wesentlichen den Rhein ansah. Zuvor galten die Germanen noch als ein keltischer Teilstamm.
Auch führt er die Stämme der Helvetier und der Bataver an, deren Namen in den späteren
lateinischen Gebietsbezeichnungen der Schweiz und der Niederlande fortleben.
Bürgerkrieg
→ Hauptartikel: Römische Bürgerkriege
53 v. Chr. war Crassus auf einem Feldzug gegen die Parther ums Leben gekommen; mit ihm war
auch der Großteil seines Heeres von über 40.000 Mann untergegangen. Gleichzeitig hatte sich
Pompeius dem Senat angenähert, da ihm sein einstiger Juniorpartner Caesar zu mächtig
geworden war. Von großer Bedeutung für die Stabilität ihrer Beziehung war Caesars
Tochter Iulia gewesen, die 54 v. Chr. im Kindbett gestorben war. Das politische Bündnis verlor
am Ende der 50er Jahre für Pompeius den Nutzen. Das Jahr 50 v. Chr. war von hektischer
politischer Aktivität und Verhandlungen geprägt. Caesar war der Ansicht, man könne erst für 48
einen neuen Prokonsul nach Gallien schicken, um ihn abzulösen, und wollte sich vermittels
seiner Beliebtheit im Volk rechtzeitig für 48 zum Konsul wählen lassen, um weiterhin gegen
Anklagen immun zu sein. Die Optimaten im Senat wollten ein zweites Konsulat Caesars
hingegen unbedingt verhindern, um ihn ohne die Immunität eines Amtsträgers endlich vor Gericht
stellen zu können. Es gelang, Caesar durch politische Winkelzüge auszumanövrieren, so dass er
das Kommando über die gallischen Legionen früher als geplant verlieren sollte. Nun forderte der
Senat von Caesar, seine insgesamt zehn Legionen aufzulösen. Caesar weigerte sich, wenn nicht
gleichzeitig auch Pompeius sein Heer auflöse. Tatsächlich hatte im Senat zuletzt eine
überwältigende Mehrheit für den Vorschlag von Curio gestimmt, dass beide, Caesar und
Pompeius, ihre Macht niederlegen sollten.[36] Der Consul des Jahres 50 v. Chr., Caesars Gegner
Marcellus, ignorierte den Beschluss und ermächtigte Pompeius dann zum Kampf gegen Caesar.
Wie Caesar selbst angab, schritt er, allein um seine persönliche dignitas, seine Würde, zu
wahren, zum Staatsstreich: Um nicht vor Gericht gestellt zu werden, müsse er sich an seine
Soldaten um Hilfe wenden. Trotz des Verbots, gegen den Willen des Senats Militär nach Italien
zu bringen, überquerte er daher am 10. Januar 49 v. Chr. mit der etwa 5.000 Mann starken
dreizehnten Legion (Legio XIII Gemina) den Grenzfluss Rubikon, der Italien von der
Provinz Gallia cisalpina trennte. Bei dieser Gelegenheit soll er den damals schon berühmten
griechischen Ausspruch „ἀνερρίφθω κύβος“[37] („hochgeworfen sei der Würfel!“) getan haben, der
heute außerhalb des griechischen Kulturkreises in seiner lateinischen Übersetzung „alea iacta
est“ („Der Würfel ist gefallen“, wörtlich „Der Würfel ist geworfen“) bekannt ist. [38] Pompeius, der
erst kürzlich vom Senat zum Verteidiger der Republik ausgerufen war, hatte sich gerühmt, dass
er nur mit den Füßen auf den Boden zu stampfen brauche, und schon würden sich Truppen aus
dem Boden erheben: Er bezog sich damit auf seine treuen Veteranen aus den Ostfeldzügen.
Doch dies entsprach angesichts des schnellen und entschlossenen Handelns Caesars
keineswegs der Realität. Schnell musste Pompeius einsehen, dass er in kurzer Zeit nicht
genügend Truppen in Italien aufstellen konnte. So entschloss er sich, Rom zu räumen und nach
Griechenland auszuweichen, um dort den Krieg gegen Caesar zu organisieren.[39] Dieses
sachlich richtige Vorhaben stieß bei einigen Senatoren, allen voran bei Cato, auf heftigen
Widerstand. Doch auch Cato musste die Aussichtslosigkeit der Lage einsehen. Caesar brachte in
Eilmärschen ohne auf nennenswerten Widerstand zu stoßen die wichtigsten Städte Norditaliens
unter Kontrolle und erreichte Rom; Pompeius aber hatte Rom schon mit den meisten
caesarfeindlichen Senatoren geräumt und war nach Brindisi geflohen. Bevor Caesar ihn
erreichen konnte, setzte er nach Griechenland über.
Caesar beschloss, weil er keine Flotte besaß, um Pompeius zu folgen, zuerst die
pompeianischen Legionen in Spanien zu besiegen, um sich danach dem Kampf gegen Pompeius
zu widmen. Über Südgallien, wo er Massilia belagerte, fiel er in Spanien ein und schlug die
sieben Legionen des Pompeius unter dessen Legaten Lucius Afranius, Marcus
Petreius und Marcus Terentius Varro in kürzester Zeit.[40]
Als Caesar aus Spanien zurückkehrte, erreichten ihn schlechte wie gute Nachrichten. Der größte
Teil seiner Offiziere hatte in ihnen zugewiesenen Aufgaben versagt. Nur Decimus Brutus errang
in der Adria einige Erfolge gegen die Flotte des Pompeius. Pompeius und die Republikaner
hatten die Zeit unterdessen genutzt, um eine große Armee aufzustellen.
48 v. Chr. wurde Caesar erneut zum Konsul gewählt. Er überquerte mit etwa 15.000 Mann die
Adria und zog gegen Pompeius, musste aber eine Niederlage bei Dyrrhachium hinnehmen,
woraufhin er sich nach Thessalien zurückzog. Auf dem Weg dorthin plünderte er einige Städte
und verband sich mit dem Rest seines Heers, das mit Marcus Antonius über die Adria gekommen
war. Pompeius wurde anschließend, trotz seiner angeblich doppelt so starken Armee, am 9.
August desselben Jahres in der Schlacht bei Pharsalos entscheidend geschlagen, nachdem er
von den ihn begleitenden Senatoren zum Kampf gedrängt worden war; er selbst entkam mit
knapper Not.[41] Nach diesem entscheidenden Sieg kontrollierte Caesar den größten Teil des
östlichen Mittelmeers und war de facto Alleinherrscher im Römischen Reich. Viele der
caesarfeindlichen Senatoren flohen in andere Teile der römischen Welt, um dort den weiteren
Aufstand gegen Caesar zu organisieren, andere wurden von Caesar begnadigt. Pompeius floh
nach seiner Niederlage nach Ägypten, wo er auf Befehl der Ratgeber des Königs Ptolemaios
XIII. ermordet wurde.

Büste der Kleopatra im Alten Museum (Berlin)


Caesar folgte Pompeius nach Alexandria, wo man ihm den Kopf seines Rivalen und ehemaligen
Verbündeten überreichte. Caesar ließ jedoch, als Zeichen seiner clementia, der Milde gegenüber
dem Gegner, die sterblichen Überreste in allen Ehren überführen, was nicht zuletzt auch
politischen Zweckmäßigkeiten geschuldet war. In Alexandria wurde er in die dortigen politischen
Streitigkeiten hineingezogen. So machte er die Bekanntschaft der jungen Königin Kleopatra,
Ptolemaios’ Schwester und Mitregentin. Dies war der Beginn einer leidenschaftlichen
Liebesbeziehung, die in der Folgezeit noch für Unruhe sorgte. Caesar ergriff Partei für Kleopatra,
die von ihrem Bruder aus Ägypten vertrieben worden war, und musste den sogenannten
„Alexandrinischen Krieg“ (bellum Alexandrinum) gegen Ptolemaios bzw. dessen
General Achillas austragen. Caesar wurde in Alexandria eingeschlossen und in die Defensive
gedrängt. Die neuere Forschung geht inzwischen nicht mehr davon aus, dass während der
Belagerung auch die berühmte Bibliothek von Alexandria abgebrannt ist.[42] Nachdem Caesar sich
mit dem durch Mithridates von Pergamon herangeführten Entsatzheer vereint hatte, wurden die
Truppen des Achillas in die Flucht geschlagen. Ptolemaios ertrank auf der Flucht im Nil.
Kleopatras Machtposition wurde danach bestätigt. Mit Kleopatra hatte Caesar ein Kind mit dem
Namen Ptolemaios Kaisarion.
Anschließend wandte sich Caesar gegen Pharnakes II. von Pontus, der die römischen Provinzen
in Kleinasien plünderte. Nach nur fünftägigem Feldzug wurde Pharnakes geschlagen und aus
Kleinasien vertrieben. Caesars berühmter Ausspruch: „Ich kam, ich sah, ich siegte“ (veni vidi
vici) war auf den kurzen Feldzug gegen Pharnakes gemünzt.[43]
Nach dem Sieg über Pharnakes II. zog Caesar in zwei Feldzügen gegen die restlichen
Pompeianer: Im Afrikanischen Krieg schlug er am 6. April 46 v. Chr. in der Schlacht bei
Thapsus in der Provinz Africa die republikanischen Senatstruppen unter Metellus Scipio und Cato
dem Jüngeren. Cato beging nach der militärischen Katastrophe in seiner
Festung Utica Selbstmord, und Caesar löste das Königreich Numidien auf, das die Pompeianer
unterstützt hatte. Nach kurzem Aufenthalt in Rom zog er nach Hispanien und schlug dort 45 v.
Chr. in der Schlacht bei Munda die Söhne des Pompeius, von denen nur der jüngere Sextus
Pompeius entkam, der in den Augen Caesars jedoch keine Bedrohung mehr darstellte. Somit
waren die letzten Pompeianer bzw. Republikaner ausgeschaltet und die Republik faktisch am
Ende.[44]
Diktatur

Caesar war der Erste, den man zu Lebzeiten auf römischen


Münzen abbildete.
Bereits vor dem endgültigen Erlangen der Alleinherrschaft in Rom entfaltete Caesar eine
umfangreiche Gesetzestätigkeit (Leges Iuliae), um das römische Staatswesen grundlegend zu
reformieren. Er plante eine Kodifizierung und Überarbeitung der Gesetze, die Anlage einer
umfangreichen Bibliothek, den Bau eines neuen Senatsgebäudes und große Bauvorhaben auf
dem Campus Martius sowie die Trockenlegung der Pontinischen Sümpfe. Zudem führte er mit
dem nach ihm benannten julianischen Kalender einen verbesserten Kalender ein und hatte durch
seine Kolonien die Städte Karthago und Korinth wiederbelebt, die ein Jahrhundert zuvor von den
Römern zerstört worden waren.
Schon nach seiner Rückkehr aus Ägypten im Jahre 46 v. Chr. hatte Caesar sich zum Diktator auf
zehn Jahre ernennen lassen. Nach seinem letzten militärischen Erfolg in Spanien wurde er vom
Senat zwischen dem 9. und 15. Februar 44 zum dictator perpetuo (Diktator auf Lebenszeit)
ernannt.[45] Insbesondere dieser letzte, nicht verfassungskonforme Titel sowie der Auftritt
als dictator perpetuo in der alten Königstracht am Lupercalienfest am 15. Februar 44 erweckten
den Verdacht, dass Caesar eine Monarchie errichten wolle. Verstärkt wurde dieser Eindruck
durch die Art, wie er sich über die „res publica“ äußerte und mit ihren Institutionen umsprang: Der
Staat sei nichts als ein blutloser Schatten, Sulla sei ein politischer Analphabet gewesen, weil er
die Diktatur niedergelegt habe. Die Leute müssten allmählich erst nachdenken, wenn sie mit ihm
redeten, und seine Worte als Gesetz betrachten.[46]
Die Frage, ob Caesar wirklich den Titel eines Königs anstrebte oder sich mit der Diktatur
begnügen wollte, beschäftigt die Historiker bis heute (auch im Zusammenhang mit
seiner Alexander-Imitatio). Ebenso ist es strittig, ob dem „Staat Caesars“, der auf Personen,
jedoch nicht auf Institutionen beruhte, überhaupt eine Konzeption zugrunde lag; vieles deutet
eher darauf hin, dass dies nicht der Fall war. Christian Meier hat in seiner einflussreichen Caesar-
Biografie daher auch pointiert behauptet, dass Caesar nur Macht innerhalb der Verhältnisse
der res publica hatte, nicht aber über die Verhältnisse hinaus.[47] Sicher ist, dass Caesars Stellung
königsgleich war, er aber keinen Weg fand, mit Zustimmung der Römer die Monarchie
einzuführen. Wie um den toten Punkt zu überwinden (und auch, um sich zusätzlich Legitimation
zu verschaffen), mutet seine Entscheidung zu einem großen Feldzug nach Osten an, auf dem
die Parther unterworfen werden sollten.[48] Inzwischen hatte sich im Senat unter den
Anführern Marcus Iunius Brutus und Gaius Cassius Longinus heimlich eine recht große Gruppe
gebildet, die entschlossen war, Caesar zu töten. Viele dieser Senatoren, auch Brutus, hatten in
den Jahren zuvor zu den Anhängern und Günstlingen Caesars gezählt. Sie glaubten jedoch seit
seiner Ernennung zum dictator perpetuo nicht mehr daran, dass er, wie einst Sulla, plante, die
Republik lediglich umzugestalten: Da Caesar sich nun unbestreitbar als Tyrann entpuppt habe,
müsse er sterben, um Rom die Freiheit zurückzugeben. Dass dies zugleich bedeutete, gegen
römische Grundwerte wie pietas und amicitia zu verstoßen, nahmen die Attentäter, die vielfach
persönlich in Caesars Schuld standen, in Kauf.[49] Obwohl über 80 Senatoren in den
Anschlagsplan eingeweiht waren, gab es keinen Verräter.
Ermordung
Rekonstruktion des Theaters des Pompeius, in dem Caesar
erdolcht wurde
Caesar wurde am 15. März 44 v. Chr. von einer Gruppe Senatoren um die gerade genannten
Marcus Iunius Brutus und Gaius Cassius Longinus während einer Senatssitzung im Theater des
Pompeius durch zahlreiche Dolchstiche ermordet.[50] An der Tat waren über 60 Personen
beteiligt.[51]
Noch am Morgen des Tages erwog Caesar, der Senatssitzung fernzubleiben, weil seine
Frau Calpurnia die Katastrophe aufgrund von Alpträumen vorausgeahnt haben soll. Decimus
Brutus wurde deshalb entsandt, um das Scheitern des lange geplanten Vorhabens zu verhindern
und den Diktator umzustimmen. Durch geschickten Spott über den vermeintlichen Einfluss
von Aberglauben auf Caesars Handeln gelang dies angeblich auch. Hierbei ist aber zu
bedenken, dass Kleopatra in Rom war, weshalb zweifelhaft ist, ob Caesar die Nacht überhaupt
zu Hause verbracht hat.[52] Caesar konnte der Senatssitzung jedoch letztlich nicht fernbleiben.
Zum einen plante er, bald in den Partherkrieg zu ziehen, weshalb Dolabella ihm als Konsul
nachfolgen sollte. Ein weiterer zu besprechender Punkt war Gerüchten zufolge die Erteilung der
Erlaubnis an Caesar, außerhalb Roms und Italiens den Titel rex zu führen, da gemäß einer
Weissagung nur ein König die Parther besiegen könne.[53]
Vor dem Senatsgebäude traf Caesar auf seinen Freund und Mitkonsul Marcus Antonius, der
von Gaius Trebonius abgelenkt wurde. Auch eine unterwegs erhaltene Schriftrolle des
griechischen Philosophielehrers Artemidoros, die Details zur Verschwörung enthielt, vermochte
Caesar nicht zu warnen, denn er überreichte sie einem Mitglied des Stabs, um sie später zu
lesen. Am Tag seiner Ermordung stieß Caesar auch auf den Eingeweideschauer (Haruspex)
Spurinna, der ihn aufgrund einer Eingeweideschau schon einen Monat zuvor[54] vor einer –
spätestens an den Iden des März sich realisierenden – Gefahr gewarnt hatte,[55] und stellte
laut Sueton abschätzig fest „Die Iden des März sind da!“, worauf dieser entgegnete: „Da sind sie,
aber noch nicht vorbei.“[56]
Bei seiner Ermordung soll Caesar auf Griechisch seine berühmten letzten Worte an Marcus
Brutus gerichtet haben, dem er trotz aller politischen Unterschiede eine Art väterlicher Freund
gewesen war: καὶ σὺ τέκνον (kaì sy téknon, „Auch du, mein Sohn?“).[57] Vermutlich waren aber
seine Verletzungen durch die zahlreichen Dolchstiche zu schwer, um noch ein Sprechen zu
ermöglichen.[58] Marcus Tullius Cicero, politisch ein Gegner Caesars, aber an der Verschwörung
nicht beteiligt, war Zeuge der Tat und schrieb später in einem Brief an seinen Freund Titus
Pomponius Atticus, dies sei das gerechte Ende eines Tyrannen gewesen.[59] Den Mord an Caesar
bezeichnet man deshalb auch als Tyrannenmord.

Maßnahmen nach Caesars Tod


Kompromiss
In der Nacht vom 15. auf den 16. März erhielt Antonius von Calpurnia die Aufzeichnungen
Caesars und dessen Privatvermögen, die er in sein Haus bringen ließ.[60] Am 16. März überredete
Antonius die treuen Anhänger Caesars, unter ihnen Lepidus und Balbus, von einer Rache
abzusehen. Noch am 16. März kamen die ranghöchsten Senatoren in das Haus des Antonius,
um sich mit ihm abzusprechen. Am nächsten Tag wurde von ihm ein Kompromiss bewirkt: Der
Senat segnete alle vergangenen und in den Aufzeichnungen Caesars zu findenden geplanten,
aber noch nicht durchgeführten Vorhaben samt und sonders ab.[61] Hierfür sprach sich
auch Cicero aus.[62]
Im Gegenzug erhielten die Caesarmörder eine Amnestie. Dolabella wurde zum zweiten Konsul
neben Antonius, wie es Caesar für die Zeit seiner Abwesenheit im Partherkrieg geplant hatte. In
einer weiteren Senatssitzung am nächsten Tag wurde Antonius als Verhüter eines Bürgerkrieges
geehrt und Caesars Testament anerkannt.[63] Die Eröffnung des letzten Willens erfolgte am 19.
März und sorgte für die Überraschung, dass Octavian zum Haupterben und posthumen
Adoptivsohn Caesars wurde. Ferner hatte Caesar bestimmt, dass jedem Römer eine Geldsumme
hinterlassen wurde, zudem erhielt die Stadt Caesars Gärten jenseits des Tiber. Die Aufnahme
des Testaments durch die unberechenbare Plebs, die Caesar vor dessen Ermordung noch
seinen Disput mit den Volkstribunen übelgenommen hatte,[64] war absehbar, auch für die
Caesarmörder, welche sich vor der Bestattung zum Teil nach Antium in Sicherheit brachten.[65]
Bestattung
Die Organisation des Begräbnisses fiel Atia, der Nichte Caesars, zu.[66] Caesars Bestattung
verlief am 20. März 44 v. Chr. unter tumultartigen Umständen. Die kaiserzeitlichen Quellen
berichten, dass Antonius durch seine Leichenrede, die durch Shakespeares Bearbeitung
Berühmtheit erlangt hat, die stadtrömische Plebs aufgeputscht habe: Hierzu
zählen Appian, Plutarch und Cassius Dio.[67] Nikolaos von Damaskus, der dem Ereignis sehr viel
näher stand und in seiner apologetischen Biographie des Augustus jede Gelegenheit wahrnahm,
Antonius zu kritisieren, erwähnt diesen gar nicht im Rahmen seiner Beschreibung. [68] Cicero
schreibt am 19. April, dass Caesars Tod „in preisender Rede beklagt“ worden sei, ohne Antonius
zu erwähnen,[69] während Sueton nur sagt, dass Antonius zu der Verlesung des
Senatsbeschlusses über die Ehren für Caesar und des für Caesar geleisteten Eides der
Senatoren, diesen zu beschützen, einige Worte von sich aus hinzugefügt habe. [70] Daneben
berichtet Sueton von der Inszenierung des Leichenbegängnisses, welche die Plebs aufwühlte:
Vor der Rednertribüne auf dem Forum Romanum sei ein verkleinertes Modell des von Caesar
errichteten Tempels der Venus Genetrix aufgestellt worden, von der Caesar angeblich
abstammte; darin wurde die blutgetränkte Kleidung des Diktators gezeigt; die Errichtung des
Scheiterhaufens auf dem Marsfeld habe mehrere Tage in Anspruch genommen, da allzu viele
Menschen noch Totengaben darauf legen wollten. Zweihundert Jahre nach den Ereignissen
wurde daraus schließlich die von Appian kolportierte Version, man habe dem Volk ein
realistisches Wachsbild des Ermordeten auf einem schwenkbaren Gerüst präsentiert. Jedenfalls
wurden aufwendige Leichenspiele veranstaltet, die auch emotional aufrüttelnde Inszenierungen
von Tragödien umfassten. Es war also vielleicht eher die Inszenierung der Bestattung durch die
Familie Caesars als die Rede des Antonius, die zu den Unruhen führte.
Die Bevölkerung riss während der Leichenfeier den aufgebahrten Toten an sich, errichtete
spontan einen neuen Scheiterhaufen aus Möbeln, Kleidern und den Waffen von Caesars
Soldaten und äscherte den geliebten Diktator auf dem Forum ein. Im Anschluss versuchte
der Mob, die Häuser der Caesarmörder zu stürmen, um sie zu lynchen. Der Volkstribun
und neoterische Dichter Gaius Helvius Cinna wurde vom Pöbel auf offener Straße totgeschlagen,
weil man ihn aufgrund seines Namens mit L. Cornelius Cinna verwechselte, der sich kurz zuvor
abfällig über den Toten geäußert hatte. Brutus, Cassius und die anderen Verschwörer, die
eigentlich damit gerechnet hatten, als Befreier und Wiederhersteller der Republik gefeiert zu
werden, hatten sich bereits vorher in Sicherheit gebracht.
Weitere Entwicklung
Dem Tod Caesars folgten weitere innere Wirren und Bürgerkriege, die bis zum Jahr 30 v. Chr.
dauern sollten. Marcus Antonius (Caesars Mitkonsul 44 v. Chr.), Caesars
Großneffe, Adoptivsohn und Haupterbe Gaius Octavius, der nach der Adoption „Gaius Iulius
Caesar Octavianus“ hieß, sowie Marcus Aemilius Lepidus bildeten das zweite Triumvirat,
dessen Proskriptionslisten viele republikanische Senatoren und Würdenträger, wie etwa Cicero,
als Feinde Caesars zum Opfer fielen; ihr Vermögen wurde eingezogen. In der Schlacht bei
Philippi in Griechenland besiegten Antonius und Octavian die Verschwörer um Brutus und
Cassius.
Anschließend schaltete Octavian seine Mitstreiter als Konkurrenten aus. Seinen ehemaligen
Partner Marcus Antonius, der in Ägypten mit Kleopatra eine Romanze führte, konnte Octavian in
der Schlacht von Actium besiegen. Er wurde ab 31 v. Chr. Alleinherrscher.[71]
Octavian vermied jeden Anschein, eine Monarchie errichten zu wollen, sprach sogar von der
„Wiederherstellung der Republik“ und nannte sich bescheiden princeps, „erster Bürger“. Er folgte
der politischen Konzeption des Pompeius (wie die Übertragung weitreichender Befugnisse durch
den Senat) und bezeichnenderweise nicht der seines Adoptivvaters Caesar, behielt dabei aber
alle wichtigen Schalthebel der Macht in seiner Hand. Unter dem Ehrennamen Augustus (der
Erhabene), der ihm vom Senat verliehen wurde, begründete er das Römische Kaiserreich
(Prinzipat) und trug die Römische Republik endgültig zu Grabe. Unter seiner Regierung, die als
Goldenes oder augusteisches Zeitalter bezeichnet wird, erlebte das römische Reich eine Blüte.
Bereits zu Beginn des zweiten Triumvirats wurde Caesar als Divus Iulius zum offiziellen Gott
erhoben und die Triumvirn gelobten einen Tempel am Ort von Caesars Ustrinum auf dem Forum
zu errichten. Octavian bezeichnete sich seitdem als Divi filius („Sohn des Göttlichen“) und weihte
am 18. August 29 v. Chr. den Tempel des Divus Iulius auf dem Forum Romanum ein.

Caesar als Schriftsteller

Commentarii de Bello Gallico et Civili. Gemeinsame


Ausgabe Caesars bedeutendster Schriften von 1783.
Sueton gibt einen interessanten literaturhistorischen Abriss über Caesars schriftstellerisches
Werk.[72] Caesar verfügte über eine umfangreiche literarische und rhetorische Schulung und
zeichnete sich sowohl als großer Redner wie als Schriftsteller aus. In seiner Jugend wurde er von
seiner hochgebildeten Mutter Aurelia und seinem Großonkel Gaius Iulius Caesar Strabo
Vopiscus literarisch vorgeprägt. In dieser frühen Lebensphase war Marcus Antonius Gnipho sein
Grammatiklehrer.[73] Auf Rhodos empfing er später Unterricht zur Verbesserung seiner Redekunst
beim Rhetor Molon, der den asianischen Stil ablehnte.[74]
Nahezu vollständig erhalten sind Caesars autobiographisch-historische Abhandlungen über seine
ab 58 v. Chr. geführten Kriege. Er verfasste über seinen Feldzug in Gallien in sieben Büchern
die Commentarii de bello Gallico („Kommentare über den Gallischen Krieg“), denen
möglicherweise die jährlich abgefassten Dienstberichte an den Senat zugrunde lagen.
Die Commentarii sind bis heute wegen ihrer einfachen und klaren Sprache (der Wortschatz
beschränkt sich auf etwa 1300 Wörter) ein Standardwerk für die Anfangslektüre im schulischen
Lateinunterricht. Caesar beschreibt in dem Werk anschaulich die Schlachten und Intrigen
während der ersten sieben der neun Jahre, in denen er die gallischen Stämme vernichtete, die
Widerstand leisteten. Von Interesse sind zudem die zahlreichen Bemerkungen zu den
Lebensverhältnissen der Gallier, Germanen und Britannier. Ein achtes Buch über die letzten
beiden Kriegsjahre stammt nicht mehr von Caesar, sondern von seinem Offizier Aulus Hirtius.
In dem Werk Commentarii de bello Gallico beschreibt Caesar das Gallien seiner Zeit. Der
berühmte erste Satz lautet:
Gallia est omnis divisa in partes tres, quarum unam incolunt Belgae, aliam Aquitani, tertiam qui
ipsorum lingua Celtae, nostra Galli appellantur.
„Gallien in seiner Gesamtheit zerfällt in drei Teile. Den einen bewohnen die Belgier, einen
anderen die Aquitaner, und den dritten die, die sich selbst Kelten nennen, in unserer Sprache
aber Gallier heißen.“[75]
Die Commentarii, die wohl als einheitlich verfasstes Gesamtwerk nach Ende seiner Amtszeit in
Gallien herausgegeben wurden, dienten vornehmlich der Rechtfertigung von Caesars Feldzügen
und damit der Verteidigung seiner Maßnahmen während seiner Amtszeit gegenüber seinen
zahlreichen Kritikern im römischen Senat. Gaius Asinius Pollio, der selbst auf der Seite Caesars
gekämpft hatte, übte denn auch in seinen (heute verlorenen, aber von mehreren späteren
Autoren benutzten) Historien teils scharfe Kritik an Caesars Darstellung.
Außerdem verfasste Caesar noch ein Werk über die erste Phase des Bürgerkrieges,
die Commentarii de bello civili, die ebenfalls eine Rechtfertigungsschrift darstellen und die
Vorgänge im Sinne Caesars auslegen. Einige kleinere historische Schriften, die spätere Phasen
des Bürgerkriegs behandeln und im Zusammenhang mit dem Bellum civile überliefert sind,
stammen nicht von Caesar; die Verfasser dieser sogenannten „kleinen bella“ sind unbekannt.
Die übrigen Schriften Caesars sind lediglich fragmentarisch erhalten. In seiner Jugend verfasste
er mehrere Gedichte, so ein Lob des Hercules (Laudes Herculis) und eine Tragödie Oedipus. Er
stellte auch eine Sammlung von Apophthegmata zusammen. Alle diese Werke durften auf
Anordnung von Caesars Adoptivsohn und Nachfolger Octavian nicht publiziert werden, so dass
sie heute gänzlich verloren sind. Während des Bürgerkrieges schrieb Caesar Ende 46 v. Chr. das
Gedicht Iter („Die Reise“) und schilderte darin seinen 24-tägigen Marsch von Rom nach Spanien,
wo er seine letzten Kämpfe gegen die Pompeianer zu bestehen hatte.[76] Laut Plinius dem
Jüngeren verfasste Caesar auch Liebesgedichte.[77]
Entweder 55 oder 54 v. Chr., als Caesar von Norditalien aus die Alpen überschritt und zu seinem
Heer nach Gallien zurückkehrte, schrieb er zwei Cicero gewidmete Bücher De analogia,[78] in
denen er sich über die grammatische Sprachrichtigkeit als Basis der Rhetorik theoretisch
äußerte. Einige Fragmente daraus, die etwa Angaben zur Rechtschreibung, Flexion oder der
richtigen Wortwahl enthalten, haben Aulus Gellius und spätere Grammatiker bewahrt. Ein im
Zuge der Kalenderreform (46 v. Chr.) entstandenes astronomisches Werk, das Eingang in das
18. Buch der Naturalis historia des älteren Plinius fand, dürfte kaum von Caesar selbst stammen,
sondern nur unter seinem Namen ediert worden sein; der eigentliche Autor war wohl der
alexandrinische Astronom Sosigenes.
Als Antwort auf Ciceros und Marcus Brutus’ Enkomien auf Cato, die nach dessen Selbstmord
(April 46 v. Chr.) entstanden waren, verfasste Caesar 45 v. Chr. etwa zur Zeit der Schlacht bei
Munda zwei Bücher Anticatones, eine gegen seinen ehemaligen scharfen politischen Gegner
gerichtete Invektive.[79] In einem deutlichen Understatement seiner Redekunst bat der Diktator
darin, seine grobe, soldatische Ausdrucksweise nicht kritisch mit der bezaubernden Sprache
eines begnadeten Redners zu vergleichen.[80]
Sueton kannte Schreiben Caesars an den Senat, ebenso Sammlungen privater
(bisweilen verschlüsselter) Briefe Caesars an seine engeren Bekannten und an Cicero.[81] Sechs
solcher Briefe sind in der Korrespondenz Ciceros mit dessen Freund Atticus erhalten. [82] Aus
diesen ist ersichtlich, dass Caesars Briefstil knapp und bündig war. Er betonte in ihnen auch
seine Nachsicht mit politischen Opponenten und bemühte sich liebenswürdig, sich Cicero
freundschaftlich zu verbinden.
Um die Bewahrung eines Corpus seiner Reden kümmerte Caesar sich nicht und gab nur wenige
von ihnen schriftlich ausgearbeitet selbst heraus. Cicero gab ein schmeichlerisches Lob über
Caesars rhetorische Fähigkeiten ab.[83] Schon 77 v. Chr. war Caesar als Gerichtsredner durch
seine Anklage von Sullas ehemaligem Parteigänger Gnaeus Cornelius Dolabella wegen
Erpressung aufgefallen. In seiner 68 v. Chr. gehaltenen laudatio funebris auf seine verstorbene
Tante Iulia, aus der Sueton ein größeres Bruchstück erhalten hat, strich Caesar die angeblich
königliche und göttliche Abkunft seines Geschlechts heraus.[84] Es zirkulierten auch unechte
Reden Caesars; Augustus hielt etwa eine seinem Adoptivvater zugeschriebene Ansprache An
die Soldaten in Spanien für nicht authentisch.[85] Die Caesar von antiken Geschichtsschreibern in
den Mund gelegten Worte sind freilich nicht echten Reden entnommen, geben aber doch
mitunter inhaltlich seine Haltung richtig wieder.
Siehe auch: Abschnitt Schriften
Porträt
Die 2007 gefundene umstrittene Büste
Das einzige inschriftlich gesicherte Porträt Caesars, das zu Lebzeiten entstand, [86] ist auf Münzen
überliefert, die in seinem letzten Lebensjahr geprägt wurden.[87] Sie zeigen eine hagere Person
mit hoher Stirn und langem, faltigem Hals. Auf der Grundlage der Münzabbildungen wurde ein in
Tusculum gefundener, jetzt in Turin befindlicher Kopf aus Marmor als zeitgenössisches Porträt
Caesars identifiziert.[88] Postume Darstellungen finden sich wiederum auf Münzen des Jahres 42
v. Chr., denen ein Kopf im Vatikan entspricht.[89] Das Porträt ist deutlich idealisierter als die zu
Lebzeiten entstandenen. Die Idealisierung der Darstellung des divus Iulius setzte sich in
augusteischer Zeit fort.[90] Eigenständig ist der sogenannte Grüne Caesar, ein Porträtkopf aus
grünem Schiefer (Basanit) in der Antikensammlung Berlin, dessen Herkunft aus Ägypten
diskutiert wird.[91]
Im Oktober 2007 wurde auf dem Grund der Rhone in der Nähe des 46 v. Chr. von Caesar
gegründeten Arles eine Büste gefunden, die laut Meinung französischer Archäologen, die den
Fund im Mai 2008 bekanntgaben, ein noch zu seinen Lebzeiten entstandenes Porträt Caesars
sein soll.[92] Die Identifizierung wird von anderen Fachleuten bestritten.[93]
Sueton beschrieb Caesar als hochgewachsen, seine Hautfarbe war weiß, er hatte kräftige
Glieder, ein etwas zu volles Gesicht und schwarze, lebhafte Augen. Er bekam früh eine Glatze,
Körperhaare ließ er ausrupfen.[94] Außerdem litt Caesar an (nicht unbedingt mit der
heutigen Epilepsie zu deutender) epilepsia.[95] Caesars Kahlköpfigkeit war auch Thema von
zeitgenössischen Spottliedern (vgl. Spottlieder während des Triumphzuges).
2018 fertigte die Archäologin Maja d’Hollosy für das niederländische Rijksmuseum van
Oudheden (Nationales Museum für Altertümer) eine umstrittene 3-D-Rekonstruktion an.[96]

Der Name „Caesar“

Münze mit Elefanten


Nach dem römischen Schriftsteller Plinius leitet sich der Name „Caesar“ vom Partizip Perfekt des
lateinischen Wortes caedere („ausschneiden“), caesus („geschnitten“), ab. Im Kontext des
römischen Gesetzes lex regia oder lex caesarea, nach dem schwangeren Frauen, die während
der Geburt verstarben, das Kind aus dem Leib geschnitten werden sollte, wird der Name als „der
aus dem Mutterleib Geschnittene“ interpretiert. Dies hat allerdings nichts mit einem
heutigen Kaiserschnitt zu tun, denn dieser Eingriff hatte weniger das Ziel, das Kind zu retten, als
vielmehr es getrennt von der Mutter begraben zu können. Es wäre dann anzunehmen, dass ein
früher Vorfahre Gaius Iulius Caesars mit einem solchen Eingriff in Verbindung stand und sich
daraus der Name ableitet.
Eine andere These geht davon aus, dass der Name Caesar mit dem
verlorengegangenen karthagischen Wort für Elefanten in Zusammenhang steht. Einer von
Caesars Vorfahren hat sich demnach in den punischen Kriegen diesen Beinamen verdient. Dafür
spricht, dass Caesars Wappentier der Elefant ist, der auch auf den Rückseiten der mit seinem
Gesicht geprägten Münzen abgebildet ist.[97]
Das Suffix -ar ist im lateinischen Namenskontext ansonsten völlig unbekannt. Es ist zudem
möglich, dass das gesamte Cognomen „Caesar“ überhaupt nicht lateinischen Ursprunges ist.
Das „C“ wurde im Lateinischen zu Caesars Zeit als unbehauchtes „K“ [k] ausgesprochen, das
„ae“ als [ae̯ ], nicht als „ä“ [ɛː]. Daraus ergibt sich die folgende lateinische Aussprache des Wortes
Caesar: /'kae̯ sar/. Erst durch Lautwandlungen in der Spätantike ergab sich die
Aussprache /'tsɛːzar/ „Zäsar“, die sich im deutschen Sprachgebrauch eingebürgert hat.
Siehe auch: Gaius/Caius
Wirkung
Der Titel Caesar
→ Hauptartikel: Caesar (Titel)
Der Titel Caesar war seit Augustus Teil des Namens und der Titulatur der römischen Herrscher.
Seit der Zeit Kaiser Hadrians war Caesar der Titel des Zweiten in der Hierarchie, des
designierten Nachfolgers des „Augustus“ titulierten Kaisers. Leicht variiert wurde er in vielen
Sprachen ein Titel des Herrschers. Das deutsche Wort Kaiser und das slawische Zar sind
von Caesar abgeleitet.
Caesarchiffre
Die Caesarchiffre ist ein einfaches Textverschlüsselungsverfahren, welches von Caesar benutzt
worden sein soll. Dabei werden Buchstaben aus dem Klartext durch einen Buchstaben ersetzt,
der drei Stellen später im Alphabet steht. Die Chiffre ist eine symmetrische monoalphabetische
Substitutionschiffre. Sie wurde eingesetzt, um militärische Nachrichten zu chiffrieren. [98]
Kalenderreform
→ Hauptartikel: Kalenderreform des Gaius Iulius Caesar
Im Jahre 46 v. Chr. führte Caesar anstelle des alten römischen Mondkalenders den aus Ägypten
stammenden Sonnenkalender ein. Dabei stützte er sich wahrscheinlich auf Berechnungen des
Astronomen Sosigenes aus Alexandria.[99] Nach Caesars Tod wurde sein Geburtsmonat,
der mensis Quintilis, ursprünglich fünfter Monat des römischen Jahres, in mensis Iulius, deutsch
„Juli“, umbenannt. Der nach ihm benannte Julianische Kalender galt in den katholischen Ländern
bis ins 16. Jahrhundert, als er von dem genaueren Gregorianischen Kalender abgelöst wurde.
Die meisten protestantischen Staaten behielten den Julianischen Kalender bis ins 18.
Jahrhundert bei, das orthodoxe Russland sogar bis 1918.
Rezeption
Caesars Tod von Carl Theodor von

Piloty (1865) Der Tod des


Caesar von Vincenzo Camuccini (1798)
Beide Historiengemälde zeigen, wie sich Maler im 18. und 19. Jahrhundert die Ermordung
Caesars vorstellten.
Zahlreiche Künstler und Schriftsteller haben Caesar als Thema von Bildern, Dramen und
Romanen gewählt.[100] In Dante Alighieris Divina Commedia werden Brutus und Cassius, die
beiden Verschwörer gegen Caesar, den ersten gottgewollten Kaiser, neben Judas, dem Verräter
an Jesus, im innersten Kreis der Hölle gequält. Am bekanntesten dürfte das Theaterstück Julius
Caesar von William Shakespeare sein. Georg Friedrich Händel komponierte eine Oper Giulio
Cesare.
Caesar wird in ungezählten Dramen und historischen Romanen[101] sowie in der populären Kunst
dargestellt:

 Mirko Jelusich veröffentlichte 1929 den Roman Caesar, in dem die Titelgestalt als
stark idealisierte Führergestalt beschrieben wird.
 Thornton Wilder verfasste mit The Ides of March (1948; deutsch: Die Iden des März)
eine fiktive Quellensammlung, die Caesars Charakter und Leistung aus
verschiedenen Perspektiven beleuchtet.
 Bertolt Brecht schrieb einen Fragment gebliebenen Roman Die Geschäfte des Herrn
Julius Caesar (veröffentlicht 1957), in dem er sehr lebendig, jedoch recht frei am
Beispiel der Catilina-Affäre die politischen Intrigen der damaligen Zeit beschreibt.
 In dem Fernsehspiel Die Verschwörung (1966) zeichnete Walter Jens ein
interessantes Bild des alten Caesar: In einer politischen Lage, aus der er keinen
sinnvollen Ausweg mehr erkennt, inszeniert er, um nicht ruhmlos abzutreten, selbst
die Verschwörung, der er zum Opfer fallen soll.
 Caesar tritt in den Asterix-Comics von Albert Uderzo und René Goscinny, die in der
Zeit kurz nach dem Gallischen Krieg spielen, regelmäßig auf.[102]
 Colleen McCullough schrieb von 1990 bis 2007 die Romanreihe Masters of
Rome über die letzten hundert Jahre der römischen Republik. Caesars Leben wird –
mit einigen Ausschmückungen – in Günstlinge der Götter, Caesars
Frauen, Rubikon und Das Erbe Caesars nacherzählt.
Der Mondkrater Julius Caesar (seit 1935) und der Asteroid (18458) Caesar[103] (seit 2002) sind
nach ihm benannt.
Filme und Fernsehen

 Cleopatra, Regie: Cecil B. DeMille, 1934


 Caesar und Cleopatra, Regie: Gabriel Pascal, 1945
 Julius Caesar, Regie: Joseph L. Mankiewicz, 1953
 Cleopatra, Regie: Joseph L. Mankiewicz, 1963
 Cleopatra, Regie: Franc Roddam, 1999
 Julius Caesar, Regie: Uli Edel, 2002
 Rom, Fernsehserie, 2005
Schriften
Vollständig erhaltene Werke

Sammelmarke für die Langenscheidtsche Bibliothek


sämtlicher griechischen und römischen Klassiker

 Commentarii de bello Gallico (Aufzeichnungen zum Gallischen Krieg).[104]


 Commentarii de bello civili (Aufzeichnungen zum Bürgerkrieg).[105]
Mit Caesars Commentarii zusammen sind mehrere Fortsetzungen überliefert (Corpus
Caesarianum), die aber nicht von ihm stammen:

 Commentarii de bello Gallico, Buch 8


 De bello Alexandrino
 De bello Africo
 De bello Hispaniensi
Fragmentarisch erhaltene Werke

 Reden:
o Orationes in Cn. Cornelium Dolabellam
o Suasio Legis Plautiae
o Laudatio Iuliae amitae
o Ad milites in Africa
o Apud milites de commodis eorum
o Pro Bithynis
 De analogia ad M. Tullium Ciceronem
 Anticatonis Libri II
 Carmina et prolusiones
 Epistulae ad Ciceronem
 Epistulae ad familiares
Quellen
Neben Caesars eigenen Schriften sind vor allem die Biographien Suetons und Plutarchs zu
nennen. Cassius Dio berichtet in seiner Römischen Geschichte recht ausführlich über Caesar (ab
Buch 37), ebenso wie Appian in seinem Werk über den Bürgerkrieg. Wertvolle Informationen
bieten unter anderem auch die diversen Reden und Briefe Ciceros. Gaius Asinius
Pollio behandelte die Zeit von 60 bis (wahrscheinlich) 42 v. Chr. in seinen Historien, wovon
jedoch nur wenige Fragmente erhalten sind. Der Bürgerkrieg wurde auch von Marcus Annaeus
Lucanus in seinem Werk Pharsalia behandelt.[106]

 Sueton: Julius Caesar. Ausführliche antike Biographie aus der Sammlung der
Kaiserbiographien von Caesar bis Domitian. Zahlreiche Ausgaben, beispielsweise mit
deutscher Übersetzung in: Gaius Suetonius Tranquillus: Sämtliche erhaltene Werke.
Magnus, Essen 2004, ISBN 3-88400-071-3, lateinischer Text und englische
Übersetzung bei LacusCurtius
 Plutarch: Alexander/Caesar. Übers. und hrsg. von Marion Giebel, Stuttgart
1996, ISBN 3-15-002495-1, englische Übersetzung
 Cassius Dio: Römische Geschichte. Übersetzung von Otto Veh, Artemis & Winkler,
Düsseldorf 2009, ISBN 978-3-538-03123-4, hier die Bücher 37-44. Übersetzung bei
Lacus Curtius.
 Appian: Römische Geschichte. Übersetzung von Otto Veh. Hrsg. von Kai
Brodersen und Wolfgang Will. 2 Bände. Stuttgart 1987–1989 (Bibliothek der
griechischen Literatur). Übersetzung bei LacusCurtius.
Literatur
 Ernst Baltrusch: Caesar und Pompeius. Wissenschaftliche Buchgesellschaft,
Darmstadt 2004, ISBN 3-534-16490-3 (Einführung).
 Ernst Baltrusch (Hrsg.): Caesar. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt
2007, ISBN 978-3-534-20111-2.
 Luciano Canfora: Caesar. Der demokratische Diktator. Beck, München 2001, ISBN 3-
406-46640-0.
 Karl Christ: Caesar. Annäherungen an einen Diktator. Beck, München 1994, ISBN 3-
406-47288-5 (Darstellung des Caesar-Bildes seit der Antike in Wissenschaft und
Kunst).[107]
 Karl Christ: Caesar. In: Manfred Clauss (Hrsg.): Die römischen Kaiser. 55 historische
Portraits von Caesar bis Iustinian. 2. Auflage. Beck, München 2001, ISBN 3-406-
42727-8, S. 13–25.
 Werner Dahlheim: Julius Caesar. Die Ehre des Kriegers und die Not des
Staates. Schöningh, Paderborn 2005, ISBN 3-506-71981-5 (sehr gut lesbare
Biografie, die ein sehr kritisches Caesarbild vermittelt; Fachbesprechung).
 Stephan Elbern: Caesar. Staatsmann, Feldherr, Schriftsteller. Zabern, Mainz
2008, ISBN 978-3-8053-3826-4.
 Matthias Gelzer: Caesar. Der Politiker und Staatsmann. Franz Steiner, Stuttgart
2008, ISBN 978-3-515-09112-1 (Neudruck der Ausgabe von 1983; zuerst 1921;
klassische, aufgrund der Nähe zu den Quellen noch heute wertvolle Darstellung).
 Helga Gesche: Caesar (= Erträge der Forschung. Band 51). Wissenschaftliche
Buchgesellschaft, Darmstadt 1976, ISBN 3-534-05333-8 (ausführlicher
Forschungsbericht, der rund 2000 Untersuchungen aus 50 Jahren verarbeitet). [108]
 Klaus Martin Girardet: Januar 49 v. Chr: Caesars Militärputsch. Vorgeschichte,
Rechtslage, politische Aspekte. Habelt, Bonn 2017, ISBN 978-3-7749-4068-
0 (Gegenentwurf zum herkömmlichen Narrativ rund um den Militärputsch).
 Adrian Keith Goldsworthy: Caesar. The Life of a Colossus. Weidenfeld & Nicolson,
London 2006, ISBN 0-297-84620-5 (vor allem in Hinblick auf Caesars
Militäroperationen nützliche Darstellung).
 Ulrich Gotter: Der Diktator ist tot! Franz Steiner, Stuttgart 1996 (befasst sich mit der
Zeit unmittelbar nach Caesars Ermordung und der Entwicklung, die zu dieser geführt
hatte).
 Miriam Griffin (Hrsg.): A Companion to Julius Caesar. Blackwell, Oxford u. a. 2009
(enthält knappe, aber informative Beiträge zur Biographie, Geschichtsschreibung und
Nachwirkung).
 Luca Grillo, Christopher B. Krebs (Hrsg.): The Cambridge Companion to the Writings
of Julius Caesar. Cambridge University Press, Cambridge; New York 2018, ISBN
978-1-107-67049-5.
 Martin Jehne: Caesar. 4., aktualisierte Auflage. Beck, München 2008, ISBN 978-3-
406-41044-4 (Einführung).
 Martin Jehne: Der große Trend, der kleine Sachzwang und das handelnde
Individuum. Caesars Entscheidungen. dtv, München 2009, ISBN 978-3-423-24711-
5 (problemorientierte, gut lesbare Studie).
 Martin Jehne: Der Staat des Dictators Caesar (= Passauer historische
Forschungen. Band 3). Köln u. a. 1987, ISBN 3-412-06786-5 (bis heute ein
Standardwerk).
 Wolfgang Kofler: Caesar. In: Peter von Möllendorff, Annette Simonis, Linda Simonis
(Hrsg.): Historische Gestalten der Antike. Rezeption in Literatur, Kunst und
Musik (= Der Neue Pauly. Supplemente. Band 8). Metzler, Stuttgart/Weimar
2013, ISBN 978-3-476-02468-8, Sp. 207–228.
 Christian Meier: Die Ohnmacht des allmächtigen Dictators Caesar. Drei
biographische Skizzen. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1980, ISBN 3-518-11038-1.
 Christian Meier: Caesar. 4. Auflage. dtv, München 1997, ISBN 3-423-30593-2 (zuerst
Berlin 1982; einflussreiche und stilistisch gelungene Darstellung).
 Mischa Meier: Caesar und das Problem der Monarchie in Rom (= Schriften der
Philosophisch-historischen Klasse der Heidelberger Akademie der
Wissenschaften. Band 52). Universitätsverlag Winter, Heidelberg 2014, ISBN 978-3-
8253-6248-5.
 Markus Schauer: Triumvirat. Der Kampf um das Imperium Romanum. C.H. Beck,
München 2023.
 Markus Schauer: Der Gallische Krieg. Geschichte und Täuschung in Caesars
Meisterwerk. C.H. Beck, München 2016, ISBN 978-3-406-68743-3 (behandelt
anschaulich die Intentionen im literarischen Werk Caesars).
 Michael Sommer: Mordsache Caesar. Die letzten Tage des Diktators. Beck, München
2024.
 Barry Strauss: Die Iden des März. Protokoll eines Mordes. Aus dem Englischen von
Cornelius Hartz. Theiss, Darmstadt 2016, ISBN 3-8062-3266-0 (befasst sich
detailliert mit dem Mord an Caesar, den Folgen und den vorigen Entwicklungen).
 Wolfgang Will: Julius Caesar. Eine Bilanz. Kohlhammer, Stuttgart u. a. 1992, ISBN 3-
17-009978-7 (mit Schwerpunkt auf finanziellen Aspekten).[109]
 Wolfgang Will: Veni, vidi, vici. Caesar und die Kunst der
Selbstdarstellung (= Geschichte erzählt. Band 11). Primus, Darmstadt 2008, ISBN
978-3-89678-333-2.
 Wolfgang Will: Caesar. Primus, Darmstadt 2009, ISBN 978-3-89678-671-
5 (Reihe Gestalten der Antike).[110]
Weblinks
Commons: Gaius Iulius Caesar – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Commons: Gaius Iulius Caesar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Wikiversity: Caesar: De bello Gallico (Lektürekurs) – Kursmaterialien

Wikisource: Gaius Iulius Caesar – Quellen und Volltexte

Wikisource: Gaius Iulius Caesar – Quellen und Volltexte (Latein)

Wikiquote: Gaius Julius Caesar – Zitate

 Literatur von und über Gaius Iulius Caesar im Katalog der Deutschen
Nationalbibliothek
 Werke von und über Gaius Iulius Caesar in der Deutschen Digitalen Bibliothek
 Druckschriften von und über Gaius Iulius Caesar im VD 17.
 Daniel Nerlich: Caesar, Caius Iulius. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
 Texte Caesars in englischer Übersetzung, einschließlich der Fortsetzungen
 Jona Lendering: Gaius Julius Caesar. In: [Link] (englisch)
 Der Tod Caesars (PDF; 2,1 MB)
 Citizendium: Etymologie und Bedeutung des Namens Gaius Iulius Caesar (englisch)

Common questions

Auf Basis von KI

Caesar's strategic objectives in Gaul were to gain military glory and secure the resources necessary to bolster his political position in Rome. By conducting extensive campaigns and achieving significant victories, such as subjugating various Gallic tribes, he sought to enhance his reputation as a formidable military leader . This military prowess was intended to leverage political capital in Rome, countering the influence of his adversaries, who were intent on prosecuting him for his earlier constitutional breaches . The wealth gathered from Gallic conquests, including spoils and tribute, fortified Caesar's capacity to finance political maneuvers and maintain the loyalty of his legions . Ultimately, his successes in Gaul were calculated to secure his dignity and immunize him from political retribution, aligning with broader goals to fortify his consul aspirations and defend against senatorial opposition .

The formation of the First Triumvirate was driven by mutual needs among Caesar, Crassus, and Pompeius, who each faced political resistance that hindered their ambitions. Caesar required support to overcome senatorial opposition and secure the consulship, Crassus sought political leverage commensurate with his wealth, and Pompeius needed ratification of his reforms in the eastern territories and settlement of his veterans . By combining their resources—wealth, military clout, and political acumen—they challenged the Senate's traditional dominance, circumventing established procedures and altering power dynamics . The Triumvirate, existing outside formal constitutional frameworks, epitomized the gradual shift from oligarchic governance to more autocratic arrangements, which destabilized norms and increased tensions within Rome’s political system. This informal coalition subverted traditional authority, shifting real power into the hands of a select few, thereby eroding the republic’s existing structures and precipitating the conditions that ultimately led to civil conflict .

The triumvirate, a strategic alliance formed by Caesar with Marcus Licinius Crassus and Gnaeus Pompeius Magnus, played a crucial role in his political strategy. This partnership brought together money (from Crassus, the wealthiest man in Rome), military power (from Pompeius, the most successful general), and political influence (from Caesar’s own renown and energy). The formation of this triumvirate was motivated by the need to combat opposition from other senators who resisted Caesar's ambitions. This alliance enabled Caesar to coordinate influences necessary for obtaining the consulship in 59 BC, despite opposition from within the Senate . Consequently, the triumvirate also influenced Caesar’s political maneuvers, allowing him to bypass obstacles such as legal constraints and the veto power of his co-consul, Marcus Calpurnius Bibulus, during his consulship .

Caesar's actions as consul involved passing several controversial laws, including land reforms and ratifications of Pompeius' previous decisions, despite facing significant opposition. He often bypassed legal processes and the Senate’s resistance, notably ignoring the veto of his co-consul, which led to severe animosity with the Optimates . This antagonism was exacerbated by the methods Caesar employed, such as using force against opponents to push through legislation . His defiance against the Senate’s authority and his manipulation of legal and military structures to his advantage sowed discord that would later manifest in the civil war. His continued ambition to avoid prosecution through political power, like attempting to secure a prolonged proconsulship, reflected his awareness of growing hostilities . Eventually, these confrontations made violent conflict almost inevitable as Caesar's disregard for traditional governance alienated key political figures, setting the path to the civil war that erupted after his crossing of the Rubicon in 49 BC .

The aftermath of Caesar's military campaigns in Gaul had profound implications for Roman politics and his subsequent actions. Militarily, the successful campaigns expanded Roman territories, accrued wealth through spoils and tributes, and augmented Caesar's prestige and influence . Politically, these accomplishments fortified his standing in Rome, bolstering his efforts to counteract adversarial strategies aimed at dismantling his power . The resulting resources and strengthened command allowed him to challenge the Senate’s authority, directly influencing his decision to engage in civil war by crossing the Rubicon when faced with preserving his command and avoiding prosecution . These campaigns underscored his strategic mindset that linked military success with political dominance, exemplifying his reliance on military achievements to secure his position within Rome’s volatile political landscape .

The deaths of Crassus in 53 BC and Julia in 54 BC significantly destabilized the First Triumvirate and catalyzed the drift toward civil war. Crassus' demise during his Parthian campaign removed the financial backbone of the triumvirate, weakening the alliance's political cohesion and influence . Julia's death deprived the triumvirate of a personal bond that linked Caesar and Pompeius, undermining familial ties that helped smooth over political tensions . These losses dismantled the personal connections and mutual dependencies that had previously sustained cooperation amidst political disputes. As a result, Pompeius gravitated towards the Senate, viewing Caesar as a political threat rather than a partner, thus fraying the alliance. The deterioration of this political bond contributed to the rising political antagonisms that evolved into open conflict, marking a substantial step toward the civil war that erupted following the breakdown of cooperative governance within Rome's elite .

Caesar's refusal to retroactively legitimize his laws enacted during his consulship was primarily driven by his apprehension of political isolation and vulnerability. His legislation, passed amidst significant senatorial opposition and legal violations, faced demands for annulment or post-facto formal approval as a means to politically reconcile the triumvirs with the Optimates . Compliance would have disempowered Pompeius and Crassus's continued support, leaving Caesar exposed to his foes who sought to undermine his authority and prosecute him for transgressions during his term . Maintaining these alliances was crucial for Caesar's personal security and political leverage, as these bonds countered attempts to isolate him legally and politically. Consequently, he rejected such measures, perceiving them as opening avenues for retribution and endangering his career and safety, thus prioritizing strategic relationships over institutional approval .

Caesar utilized his Commentarii de bello Gallico as a tool of propaganda to shape public perception of his endeavors in Gaul and legitimize his military campaigns. Through these writings, he detailed his actions and strategies, showcasing them not merely as conquests but as defensive measures and preemptive actions necessary for the security of Rome . By portraying the Gallic Wars as righteous and beneficial endeavors, he bolstered his image as a protector of Roman interests. Moreover, he carefully distinguished between Gallic and Germanic tribes, a novel perspective at the time, which justified his continued campaigns and expansions as essential for the Republic's safety . Hence, the Commentarii served to enhance his legitimacy and bolster his political support by narrating his accomplishments in a manner that emphasized strategic foresight and patriotic duty .

Caesar’s decision to cross the Rubicon was motivated by a combination of personal and political imperatives, highlighting his assertive and daring leadership style. Facing both a demand to relinquish his command and an imminent threat of prosecution by his political enemies, his crossing symbolized a decisive rejection of senatorial authority and a commitment to his personal dignity (dignitas) and political agenda . The bold move demonstrated his willingness to assume high-risk actions for significant rewards, as it initiated the civil war he deemed necessary to preserve his status and power against adversaries who sought his downfall without the immunity provided by military command . His leadership was characterized by this audacity and proactive engagement in political affairs, often involving calculated breaches of convention to secure his objectives. The famous phrase “hoc iacit alea est” ("the die is cast") associated with this act underscores this daring ethos and a readiness for consequential strife .

Caesar faced significant financial struggles early in his career, which threatened to hinder his political and military aspirations. Marcus Crassus, known as the wealthiest man in Rome, played a pivotal role in alleviating these financial burdens by providing a substantial guarantee of 830 talents, allowing Caesar to assume his proconsular command in Spain . This financial backing was crucial, as Crassus’ support enabled Caesar to embark on military campaigns, such as his aggressive actions against the Lusitanian tribes, which bolstered his reputation as a capable strategist and helped rehabilitate his finances . This reliance on Crassus thus not only facilitated Caesar's early military successes but also reinforced the bond between them, setting the stage for their later collaboration in the triumvirate, which further advanced Caesar's political career .

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