Modulo Analógico 611D (ANA)
Modulo Analógico 611D (ANA)
ANA–Modul
Hersteller–/Service–Dokumentation
Dokumentationsübersicht SINUMERIK 840D/810D/FM–NC
Allgemeine Dokumentation Anwender–Dokumentation
SINUMERIK
SIROTEC
SINUMERIK SINUMERIK SIMODRIVE SINUMERIK SINUMERIK SINUMERIK SINUMERIK
840D/810D/ 840D/810D/ Zubehör 840D/810D/ 840D/810D 840D/840Di/ 840D/810D/
FM–NC FM–NC/611 FM–NC 810D/ FM–NC
FM–NC
Anwender–Dokumentation Hersteller–/Service–Dokumentation
Hersteller–/Service–Dokumentation
SINUMERIK
SINUMERIK SIMODRIVE SINUMERIK SINUMERIK SINUMERIK SINUMERIK SINUMERIK
840D/840Di/ 611D 840D/840Di/ 840D/810D/ 840D/810D/ 840D/810D 840D/810D/
810D/ 840D/810D 810D FM–NC FM–NC FM–NC
FM–NC FM–NC
Hersteller–/Service–Dokumentation
SINUMERIK
SINUMERIK SINUMERIK SINUMERIK SINUMERIK SINUMERIK SIMODRIVE
SIMODRIVE SINUMERIK SIMODRIVE SIMODRIVE SIMODRIVE SIMODRIVE SIROTEC
840D 840D/840Di 840D 840D
810D/ 611D 611D
FM–NC
611D
Funktionsbeschreibung
Abkürzungen A
Gültig für
Literatur B
Steuerung Softwarestand EG–Konformitätserklärung C
SINUMERIK 840D 5
SINUMERIK 840DE (Exportversion) 5
Index D
Ausgabe 02.00
SINUMERIK–Dokumentation
3ls
Auflagenschlüssel
Die nachfolgend aufgeführten Ausgaben sind bis zur vorliegenden Ausgabe erschienen.
In der Spalte ”Bemerkung” ist durch Buchstaben gekennzeichnet, welchen Status die bisher
erschienen Ausgaben besitzen.
A . . . . . Neue Dokumentation.
B . . . . . Unveränderter Nachdruck mit neuer Bestell–Nummer
C . . . . . Überarbeitete Version mit neuem Ausgabestand.
Hat sich der auf der Seite dargestellte technische Sachverhalt gegenüber dem
vorherigen Ausgabestand geändert, wird dies durch den veränderten
Ausgabestand in der Kopfzeile der jeweiligen Seite angezeigt.
Marken
SIMATICr, SIMATIC HMIr, SIMATIC NETr, SIROTECr, SINUMERIKr und SIMODRIVEr sind Marken von
Siemens. Die übrigen Bezeichnungen in dieser Druckschrift können Marken sein, deren Benutzung durch
Dritte für deren Zwecke die Rechte der Inhaber verletzen können.
Vorwort
Lesehinweise
Gliederung der Die Dokumentation für SIMODRIVE 611/SINUMERIK 840D ist in folgende Ebe-
Dokumentation nen gegliedert:
S Allgemeine Dokumentation
S Hersteller–/Service–Dokumentation
S Elektronische Dokumentation
Die Funktionsbeschreibung des ANA–Moduls fügt sich in die
SIMODRIVE/SINUMERIK–Dokumentation ein.
Nähere Informationen zu den in der Dokumentationsübersicht aufgeführten
Schriften sowie zu weiteren verfügbaren SIMODRIVE/SINUMERIK–Schriften
erhalten Sie von Ihrer zuständigen Siemens–Niederlassung.
Diese Druckschrift enthält aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht sämtliche
Detailinformationen zu allen Typen des Produkts und kann auch nicht jeden
denkbaren Fall der Aufstellung, des Betriebes oder der Instandhaltung berück-
sichtigen.
Der Inhalt dieser Druckschrift ist nicht Teil einer früheren oder bestehenden Ver-
einbarung, Zusage oder eines Rechtsverhältnisses oder ändert diese ab. Sämt-
liche Verpflichtungen von Siemens ergeben sich aus dem jeweiligen Kaufver-
trag, der auch die vollständige und allein gültige Gewährleistungsregelung
enthält. Diese vertraglichen Gewährleistungsbestimmungen werden durch die
Ausführungen dieser Druckschrift weder erweitert noch beschränkt.
Hinweise zum Um- Beim Umgang mit dieser Funktionsbeschreibung gibt es folgende Hilfen für den
gang mit dem Leser:
Handbuch
S Gesamtinhaltsverzeichnis
S Kopfzeile (als Orientierungshilfe):
– in der oberen Kopfzeile steht das Kapitel erster Ordnung
– in der unteren Kopfzeile steht das Kapitel zweiter Ordnung
S Anhang mit
– Abkürzungs–, Begriffe– und Literaturverzeichnis
– Stichwortverzeichnis (Index)
Falls Sie Informationen zu einem bestimmten Begriff oder Sachverhalt
benötigen steht im Stichwortverzeichnis die Seitennummer unter der die
Information dazu zu finden ist.
Definition: Qualifiziertes Personal im Sinne dieser Druckschrift bzw. der Warnhinweise auf
Was ist qualifizier- dem Produkt sind Personen, die mit Aufstellung, Montage, Inbetriebsetzung und
tes Personal? Betrieb des Produkts vertraut sind und über die ihrer Tätigkeit entsprechenden
Qualifikation verfügen, wie z. B.:
Angabe des Die in der Dokumentation angegebenen SW–Stände beziehen sich auf die
SW–Standes Steuerung SINUMERIK 840D.
Die Funktionsbeschreibung ist nur für den speziellen bzw. bis zum aufgeführten
Softwarestand gültig. Bei neuen Softwareständen ist die dazu gültigen Funkti-
onsbeschreibung anzufordern.
Wichtig
! Diese Dokumentation ist gültig für:
Symbolerläuterun-
gen
Wichtig
! Dieses Symbol erscheint in dieser Dokumentation immer dann, wenn ein wich-
tiger Sachverhalt zu beachten ist.
Bestelldaten–Ergänzung
Sie finden in dieser Dokumentation das abgebildete Symbol mit dem Hinweis
auf eine Bestelldaten–Ergänzung. Die beschriebene Funktion ist nur lauffähig,
wenn die Steuerung die bezeichnete Option enthält.
Maschinenhersteller
Das abgebildete Symbol erscheint in dieser Dokumentation immer dann, wenn
der Maschinenhersteller das beschriebene Funktionsverhalten beeinflussen
oder verändern kann. Beachten Sie die Angaben des Maschinenherstellers.
Gefahr
! Dieses Symbol erscheint immer dann, wenn Tod, schwere Körperverletzung
oder erheblicher Sachschaden eintreten werden, falls die entsprechenden
Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.
Vorsicht
! Dieses Symbol erscheint immer dann, wenn eine leichte Körperverletzung oder
ein Sachschaden eintreten kann, falls die entsprechenden Vorsichtsmaßnah-
men nicht getroffen werden.
Warnung
! Dieses Symbol erscheint immer dann, wenn Tod, schwere Körperverletzung
oder erheblicher Sachschaden eintreten können, falls die entsprechenden
Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.
Technische Hinweise
Warnung
! Beim Betrieb elektrischer Geräte stehen zwangsläufig bestimmte Teile dieser
Geräte unter gefährlicher Spannung.
Bei Nichtbeachtung der Warnhinweise können deshalb schwere Körperverlet-
zungen oder Sachschäden auftreten.
Nur entsprechend qualifiziertes Personal darf an diesem Gerät die Inbetrieb-
nahme durchführen.
Dieses Personal muß gründlich mit allen Warnungen und Instandhaltungsmaß-
nahmen gemäß dieser Betriebsanleitung vertraut sein.
Der einwandfreie und sichere Betrieb dieses Gerätes setzt sachgemäßen
Transport, fachgerechte Lagerung, Aufstellung und Montage sowie sorgfältige
Bedienung und Instandhaltung voraus.
Bei Arbeiten an der Anlage können gefährliche Achsbewegungen entstehen.
Hinweis
Es ist darauf zu achten, daß bei der Montage die Anschlußleitungen
Warnung
! Bei der anlagenseitigen Spannungsprüfung der elektrischen Ausrüstung von
Maschinen müssen alle Anschlüsse des SIMODRIVE-Gerätes abgezogen bzw.
abgeklemmt werden (EN 60204-1 (VDE0113-1), Pkt. 20.4).
Diese Maßnahme ist erforderlich, um die bereits geprüfte Isolierung der
SIMODRIVE-Geräte nicht einer erneuten Belastung auszusetzen.
Warnung
! Die Inbetriebnahme ist solange untersagt, bis festgestellt wurde, daß die
Maschine, in die die hier beschriebenen Komponenten eingebaut werden sol-
len, den Bestimmungen der Richtlinie 89/392/EWG entspricht.
Warnung
! Die Angaben und Anweisungen in allen gelieferten Druckschriften und sonsti-
gen Anleitungen müssen zur Vermeidung von Gefahren und Schäden stets
beachtet werden.
S Für die Ausführung von Sondervarianten der Maschinen und Geräte gelten
zusätzlich die Angaben in den Katalogen und Angeboten.
Inhalt
1 Allgemeines . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1-13
1.1 Anwendung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1-13
1.2 Aufbau einer analog geregelten Antriebsachse . . . . . . . . . . . . . . . . 1-14
1.2.1 Übersicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1-14
1.2.2 SINUMERIK 840D/SIMODRIVE 611 digital . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1-14
1.2.3 Notwendige FW–Pakete . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1-14
1.2.4 Hardwarevoraussetzungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1-14
2 Projektierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2-15
2.1 Projektierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2-15
2.2 Einbindung in SINUMERIK 840D/SIMODRIVE 611 digital . . . . . . . 2-15
2.2.1 Systemübersicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2-15
2.3 Systemrahmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2-18
2.4 Verschaltung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2-22
2.4.1 Stromversorgung intern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2-22
2.4.2 Stromversorgung extern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2-22
2.4.3 Erdungskonzept/Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) . . . . . 2-25
2.4.4 Systemeinbindung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2-26
3 Inbetriebnahme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-29
3.1 Übersicht Inbetriebnahme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-29
3.2 Konfiguration . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-30
3.3 Sollwert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-31
3.4 Istwert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-33
3.5 Notwendige Parameterpresettings . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-34
3.6 Systemvariablen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-34
3.7 Inbetriebnahmefunktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-35
3.7.1 Allgemeines . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-35
3.7.2 Meßfunktion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-36
3.7.3 Funktionsgenerator . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-37
3.7.4 Kreisformtest . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-37
3.8 Servo–Trace . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-38
3.9 DAU–Parametrierung (in Vorbereitung) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-39
4 Hardware . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-41
4.1 Schnittstellenübersicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-41
4.1.1 Meßsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-43
4.1.2 Analoge Sensoren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-44
4.1.3 Analoge Soll– und Istwerte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-45
4.1.4 Klemmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-46
4.1.5 Meßbuchsen (Diagnose) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-47
4.1.6 Busschnittstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-47
1.2.1 Übersicht
PS307 CP342–5
IM 360 IM 361
MOBY24V
ASM470
ANW
Befehl
Error
z. B. SIMATIC S730 SLG1
RxD
RUN
STOP SIMATIC
SIMATIC SIMATIC ET 200M
S7–300 S7–300 IM 153
Error
SLG2
RxD
BTSS P / K–Bus
3 x analoger
Sollwert +/–10 V Reglerfreigaben
Bild 1-1 Beispiel Analoge Vorschubachsen und Spindel mit SINUMERIK 840D und dem ANA–Modul
Hinweis
Projektierungshinweise sowie ausführliche Bestellhinweise sind in den Katalo-
gen NC 60.1 und NC Z enthalten.
2.2.1 Systemübersicht
Komponenten Eine komplette Steuerung 840D mit ANA–Modul besteht aus verschiedenen
Einzelkomponenten. Diese sind nachfolgend aufgeführt.
Tabelle 2-1 Komponenten der 840D mit ANA–Modul (Nummer, Komponente,
Beschreibung)
Hinweis
Der Betrieb eines ANA–Moduls allein an einem SIMODRIVE–Überwachungs-
moduls ist nicht zulässig, d. h. es muß immer ein Netzeinspeisemodul vorhan-
den sein.
Für den Einsatz von weiteren additiven SIMODRIVE–Überwachungsmodulen
bei Verwendung mehrerer ANA–Module ist Projektierungsanleitung
SIMODRIVE 611 (/PJ1/) zu beachten.
Bei mehrzeiligem Aufbau müssen alle Einspeiseeinheiten gleichzeitig zuge-
schaltet werden.
Floppy
G4
ÄÄ
ÄÄ
MMC–CPU D
J G1
S7–300
L
C
H1
H5
F
MSTT
H4
G2
H6
M
E
H8
B
B1
N
I1 O
H10
G3
K
Gerätebus
A
I Lageerfassung
NE NCU ANA–
Modul
H11
H12 analoge Sensoren
H2 Einschub Batterie und
Lüfter 0...10 V
H3
Digitale E/A
H9 (schnelle NC E/A)
analoger
Messen (2x) Antriebsverstärker
Hinweis:
Teildarstellung einer analogen Achse
Handrad (2x)
BERO–
(1x von M)
Eingänge
SITOP power
Freigabe
(externe SV)
P
Einspeisung 26,5 V extern
(Nur notwendig, wenn externe Kom-
ponenten über die Klemmen des
ANA–Moduls versorgt werden sollen.)
2.3 Systemrahmen
Netzanschluß SINUMERIK 840D und ANA–Modul werden über den Gerätebus aus der
SIMODRIVE–Netzeinspeisung bzw. aus dem SIMODRIVE–Überwachungsmo-
dul (nur als Stromversorgungserweiterung zu einem installierten NE–Modul zu-
lässig) versorgt. Die Einspeisung einer Spannung auf eine andere Art und Wei-
se ist nicht vorgesehen und kann zu Schäden am Gerät führen.
Hinweis
Der Betrieb nur eines ANA–Moduls allein am SIMODRIVE–Überwachungsmo-
dul ist nicht zulässig!
X101
X102
X111
X112
X121
X122
X35 Busabschlußstecker
X34
Antriebsbus
Gerätebus
SIMODRIVE
SIEMENS
ANA–Regelungs-
einschub
Achse 1 Achse 2
Sensorerfassung Sensorerfassung
X111 X112
15 1 15 1
X431 X432
M Elektronikmasse1) M Elektronikmasse1)
PV1 + 24 V geschaltet Achse 1 PV2 + 24 V geschaltet Achse 2
MV1 – MV2 –
C1 reserviert, nicht belegen C2 reserviert, nicht belegen
P24 + Einspeisung 26,5 V extern B1 BERO–Eingang Achse 1
M24 – 19 Freigabespannung intern 0 V
663 Leistungsfreigabe KL 663 B2 BERO–Eingang Achse 2
9 Freigabespannung intern +24 V 9 Freigabespannung intern +24 V
DAUs
Antriebsbus Antriebsbus
X141 X341
Gerätebus
X151
1) nur erforderlich, wenn externe 26,5 V nicht sicher elektrisch getrennt ist
Einbau ANA–Rege-
lungseinschub
Träger–Modul 50 mm
(Universalleergehäuse)
Schirmauflage (6SN1162–1AA00–0AA0)
ANA–Regelungseinschub
(6SN1115–0BA11–0AA0)
Schlitzschraube
M3 / 0,8 Nm
P600
M4 / 1,8 Nm
M600
Bestell–Nr.
Typenschild/Bestell–Nr.
PE
Schlitzschraube
M3 / 0,8 Nm M5 / 3,0 Nm
Netzeinspeisung
74
Relaiskontakt Öffner
Meldung 73.1
Betriebsbereit 73.2 X111
Schließer
72
Relaiskontakt Sammel–Meldung 5.3
I2t und Motorübertemperatur 5.2
5.1
Impulsfreigabe 63
Freigabespannung 9 X121
Freigabespannung 9
Antriebsfreigabe 64
Freigabespannung Bezugspotential 19
P24 7
P15 45
N15 44
N24 10 X141
M 15
M 15
RESET (R+Kl15) R
Freigabespannung 1)
9
Einrichtbetrieb 112
Schützansteuerung, Start 48
Meldekontakt 111 X161
213
vom Netzschütz 113 1)
NS1 X171
Freigabe für internes Netzschütz
NS2
AS1 X172
Meldekontakt Anlaufsperre (Öffner)
AS2
LED–
Anzeigen
X351
Zwischenkreis–Stromversorgung M500
zur Netzausfall–Überbrückung P500
Externe Einspeisung für Elektronik–Stromversorgung 2U1
1U1 X181
Externe Einspeisung für Elektronik–Stromversorgung 2V1 Geräte-
1) bus
1V1
Externe Einspeisung für Elektronik–Stromversorgung 2W1
1W1
P600
Zwischenkrei-
sanschluß
LED–Anzeigen
M600
5V–Spannungs–
Stromversorgung rot rot
ebene gestört
Elektronik gestört
Gerät bereit
Gerät nicht betriebs- grün gelb (Zwischenkreis
bereit, Freigabe (Kl. 63, vorgeladen)
64 oder 48) fehlt
rot rot Überspannung
Netzfehler
Zwischenkreis
2.4 Verschaltung
Bemerkungen
Hinweis
Die NC–CPU wird über den Gerätebus von der SIMODRIVE–Stromversorgung
versorgt. Die Einspeisung einer Spannung auf eine andere Art und Weise ist
nicht vorgesehen und kann zu Schäden am Gerät führen.
Anschluß– und Das ANA–Modul ist als Einzelmodul in den Verband der SIMODRIVE–Module
Verlustleistungsbe (Stromversorgungs– bzw. Einspeisemodul, evtl. Vorschubmodule und/oder
rechnung der NCU Hauptspindelmodule) und 840D integriert. Die Stromversorgung wird über den
Gerätebus zugeführt.
Für den Gesamtverband muß eine Kalkulation der Gesamtleistung durchgeführt
werden. Diese darf die vom Stromversorgungsmodul gelieferte Leistung nicht
übersteigen.
Um die Kalkulation zu erleichtern hat jedes Modul einen Bewertungsfaktor.
Dieser ist dem Kapitel 9 der folgenden Literatur zu entnehmen:
Literatur: /NC60.1/, Katalog SINUMERIK & SIMODRIVE
Die Summe der Elektronik– bzw. Ansteuerpunkte darf nicht größer sein als im
Datenblatt des Stromversorgungsmoduls angegeben.
Anforderungen an Eine externe Stromversorgung ist nur bei Mischbetrieb einer analogen Achse
externe 26,5 V– (z. B. Achse 1) und einer hydraulischen Achse (z. B. Achse 2) für die
Versorgung hydraulische Achse, oder wenn externe Komponenten über die Klemmen des
ANA–Moduls mit einer geschalteten oder konstanten 24 V–Spannung versorgt
werden sollen (siehe Bild 2-6), erforderlich.
Prinzipiell können geregelte oder ungeregelte Stromversorgungen und
getaktete oder längsgeregelte Stromversorgungen verwendet werden.
Es ist jedoch zu beachten:
S Werden die Klemmen PV1/MV1 bzw. PV2/MV2 genutzt, muß die Spannung
26,5 V 2% betragen. Die geforderte Spannungstoleranz ist praktisch nur
mit Regelung zu erreichen und bei den vorhandenen Strömen am besten
getaktet. Die Welligkeit bei einer ungeregelten SV kann zum Ansprechen
der unteren Überwachungsschwelle führen.
S Die ANA–Regelungsbaugruppen haben 24000 µF Eingangskapazität pro
Baugruppe, die sich am besten mit einer geregelten (mit Strombegrenzung)
SV aufladen lassen.
S Ist das Schalten der externen 26,5 V–Versorgung gefordert, so muß eine
externe “Vorladeschaltung” (z. B. Relais mit Zeitglied und Widerstand) ver-
wendet werden.
Vorsicht
! Nach dem Hochlauf der externen 24 V–Versorgung darf die Klemme X431
nicht mehr gesteckt oder geschaltet werden, da die hohen Aufladeströme die
Baugruppe oder den externen Schalter zerstören können.
Warnung
! S Die Gleichstromversorgung muß Sicher Elektrisch getrennt sein.
Siehe auch
Literatur: /PHD/, Projektierung NCU 561.2–573.2
Empfohlene SV Es wird zur Bereitstellung der 26,5 V extern die von SIEMENS lieferbare Pro-
duktreihe SITOP power empfohlen.
Literatur: Katalog, SITOP power von 2 bis 40 A
Bestell–Nr. E800001–V0752–A253
Achse Achse
1 2 ANA–Modul
X111 X112
1 1
P24EXT
2 2
5 5
Strombe-
9 9
10 10 M24EXT grenzung
13 13
X121 X122
1 1
2 2
3 3 P24RV1/2
4 4
Betriebsbereit SRDY
9 9 ANA–Freigabe Kl. 663
10 10 M24EXT NE–Freigabe Kl. 63, Kl. 64, Kl. 48
11 11 NC–Freigabe
1)
X431 X432 1)
2 2 PV1/2
Bild 2-6 Anschluß einer externen Stromversorgung (optional), interne Verarbeitung im ANA–Modul
ÏÏÏ Verteiler–
ÏÏÏ
Ansteuer– ANA–Modul
box
elektronik
NCU
Maschinen– PA/SL
Bedientafel MMC
steuertafel
PA/SL PA/SL MB
– Masse (Chassis) –
MB
Terminalblock
S7–300–Peripherie
2.4.4 Systemeinbindung
Übersicht Syste- Das folgende Bild zeigt die prinzipielle Einbettung des ANA–Moduls zwischen
meinbindung der Steuerung und dem externen analogen Antrieb1). Die Funktionen des ANA–
Moduls bestehen im wesentlichen aus der Verarbeitung des Meßsystemsignals
und der Umsetzung des digitalen Drehzahlsollwertes auf ein analoges 10
V–Signal.
24 V
Lageistwertgeber
Freigabe S linear oder
S rotatorisch
Lage-
Lagesoll- regler
wert xsoll analoger
D Motor
A Antriebsver-
stärker
Drehzahlsollwert nsoll, analog
nsoll, digital
T
Lageist-
wert xist nist
Lagegeber-
auswertung
Funktion Hinsichtlich der Einsatzmöglichkeiten der analogen Achsen gegenüber der digi-
talen Achsen bestehen keine Einschränkungen. Es besteht auch keine Abhän-
gigkeit zu den Kanälen, d. h. die analogen Achsen können in unterschiedlichen
Kanälen liegen, auch der Achstausch zwischen den Kanälen ist möglich. Für
die analogen Achsen stehen alle Funktionen der normalen NC–Achsen / Spin-
deln zur Verfügung wie:
Drehzahl–Sollwert An den Klemmen des ANA–Moduls können die Drehzahlsollwerte für zwei ana-
loge Antriebsverstärker abgegriffen werden (X121, X122).
Istwert Auf dem ANA–Modul steht je Achse ein Meßsystemeingang zur Verfügung
(X101, X102). Bei nicht lagegeregelten Achsen/Spindeln kann auf ein Lage-
meßsystem verzichtet werden.
1) Externer Antrieb ist bezüglich Projektierung, Inbetriebnahme und EMV separat zu behandeln.
Reglerfreigabe Bei Erteilung der Reglerfreigabe für den analogen Antrieb wird der Drehzahlre-
gelkreis der Achse/Spindel geschlossen. Bei einer lagegeregelten Achse/Spin-
del muß gleichzeitig auch der Lageregelkreis geschlossen werden.
Das Setzen und Wegnehmen der Reglerfreigabe für den analogen Antrieb kann
von folgenden Stellen erfolgen:
1. Über das PLC–Anwenderprogramm mit einem Nahtstellensignal der
SIMATIC–Peripherie.
2. Über die Klemmen des ANA–Moduls.
ANA–Modul
P24 X121 X122
Reglerfreigabe für 1 1
analogen Antrieb M
11 11
Achse 1
Achse 2
Logik1)
1) Logik
falls Impulsfreigabe und Reglerfreigabe vorhanden → X121/X122 Pin 1 → 24 V
falls Impulsfreigabe oder Reglerfreigabe fehlt → X121/X122 Pin 1 → 0 V
Reglerfreigabe Kl 64
Reglerfreigabe NC
Impulsfreigabe &
Fehler Reglersperre
24 V ein
&
Leistungsfreigabe Kl 63
Leistungsfreigabe Kl 663
Leistungsfreigabe NC
&
P24 von Kl. 9 oder ext.
Einspeisung vorhanden
Fehler Leistungssperre
Sensorversor- Die an den Klemmen P24/M24 (X431.5/.6) eingespeiste Spannung steht an den
gung, Freigabelo- Klemmen des ANA–Moduls mit unterschiedlicher Funktionalität zur Verfügung
gik (siehe Bild 2-6):
1. Klemme P24EXT (X111.1 bis X111.2 und X112.1 bis X112.2)
Klemme M24EXT (X111.5/.9/.10/.13 und X112.5/.9/.10/.13)
Die eingespeiste Spannung wird über eine elektronische Strombegrenzung
geführt, die Gesamtbelastung darf maximal 200 mA betragen.
2. Klemme P24V1 und P24V2 (X121.1 bis X121.4 und X122.1 bis X122.4)
Klemme M24EXT (X121.9 bis X121.11 und X122.9 bis X121.11)
Die eingespeiste Spannung wird zu diesen Klemmen durchgeschaltet wenn:
– die ANA–Regelungsbaugruppe betriebsbereit ist,
– die Freigabe (Kl. 663) am ANA–Modul ansteht,
– die Freigaben (KL. 63, Kl. 64, Kl. 48) am NE–Modul ansteht,
– NC–Freigabe ansteht.
Die Klemmen P24V1/V2 sind über Schmelzsicherungen abgesichert.
3. Klemme PV1 und PV2 (X431.2 und X432.2)
Klemme MV1 und MV2 (X431.3 und X432.4)
Die eingespeiste Spannung wird zu diesen Klemmen durchgeschaltet wenn:
– die Spannung 26,5 V 2% (Ripple 240 mVss) beträgt,
– die ANA–Regelungsbaugruppe betriebsbereit ist,
– die Freigabe (Kl. 663) am ANA–Modul ansteht,
– die Freigaben (KL. 63, Kl. 64, Kl. 48) am NE–Modul anstehen,
– NC–Freigabe ansteht.
Maschinenkonfigu - Die Analoge Achse (ANA) wird neben den elektrischen Antrieben (SRM, ARM
ration und SLM) wie folgt im Bild ”Maschinenkonfiguration” (Grundbild der Inbetrieb-
nahme) angeboten:
3.2 Konfiguration
Bevor die Antriebe in Betrieb genommen werden können, muß der Antriebsbus
konfiguriert werden. Dies geschieht durch den Softkey ”Antriebskonfiguration”.
3.3 Sollwert
Sollwert konfigu- Bei Verwendung des ANA–Moduls werden analoge Achsen wie digitale Achsen
rieren behandelt.
Sollwert normieren
Driftabgleich
In jedem analogen Antrieb gibt es eine Drift, die vom Lageregler kompensiert
werden muß. Die Funktion “ analoge Achse ” bietet für die Drift zwei unter-
schiedliche Kompensationen. Die eine Kompensation besteht aus einem kon-
stanten Driftwert der in das MD 36720: DRIFT_VALUE eingegeben wird. Dieser
Wert wird in jedem Lagereglertakt zum Sollwert des Lagereglers addiert und
ausgegeben.
Die zweite Kompensation ist eine automatische Driftkompensation. Diese wird
mit dem Maschinendatum MD 36700: DRIFT_ENABLE = 1 aktiviert. Im
MD 36710: DRIFT_LIMIT wird ein maximaler Driftwert für die automatische
Kompensation vorgegeben. Sobald die analoge Achse in Regelung ist, keine
Sollwerte vom Ipo anstehen und die Achse steht, wird die Drift automatisch
kompensiert. Wird die Achse wieder verfahren, so wird der letzte Kompensati-
onswert eingefroren und in jedem Lagereglertakt zum Sollwert addiert. Wird der
Kompensationswert größer als der Wert im MD 36710: DRIFT_LIMIT so wird
der Alarm 75110 “ Achse X1 hat Drift Limit erreicht ” gesetzt und der Driftwert
wird begrenzt.
3.4 Istwert
Istwert Hardware Der Lageistwert der analogen Achse wird mit einem Rohsignalgeber erfaßt. Als
Meßwerteingang wird Stecker X101/X102 verwendet.
Geberspezifikation Das ANA–Modul ist auf die Auswertung von
S Inkrementellem Meßsystem mit sinusförmigen Signalen (A, B) und einem
Referenzsignal (R)
oder
S Absolutmeßsystem mit sinusförmigen Signalen (A, B) und EnDat Schnitt-
stelle zur Absolutlageerfassung
ausgelegt (siehe Kapitel 6.1).
Istwert konfigurie-
ren
30200 NUM_ENCS Querverweis: –
Anzahl der Geber Relevant: Schutzstufe:
2/7
Einheit: Standard: Minimal: Maximal: Datentyp: Wirksamkeit:
– 1 0 2 BYTE POWER ON
30210 ENC_SEGMENT_NR [n]: 0...max. Geber–1 Querverweis: –
Istwertzuordnung: Antriebstyp Relevant: Schutzstufe:
2/7
Einheit: Standard: Minimal: Maximal: Datentyp: Wirksamkeit:
– 1, 1 0 1 BYTE POWER ON
30220 ENC_MODULE_NR [n]: 0...max. Geber–1 Querverweis: –
Istwertzuordnung: Antriebsnummer/Meßkreisnummer Relevant: Schutzstufe:
2/7
Einheit: Standard: Minimal: Maximal: Datentyp: Wirksamkeit:
– 1, 1 1 31 BYTE POWER ON
30230 ENC_INPUT_NR [n]: 0...max. Geber–1 Querverweis: –
Istwertzuordnung: Eingang auf Antriebsmodul/Meßkreiskarte Relevant: Schutzstufe:
2/7
Einheit: Standard: Minimal: Maximal: Datentyp: Wirksamkeit:
– 1, 2 1 3 BYTE POWER ON
30240 ENC_TYPE [n]: 0...max. Geber–1 Querverweis: –
Art der Istwerterfassung Relevant: Schutzstufe:
0: Simulation 2/7
1: Rohsignalgeber, hochauflösend
2: Rechteckgeber, Standardgeber (Impulsvervielfachung)
(nicht bei ANA–Modul)
3: Geber für Schrittmotor (nicht bei ANA–Modul)
4: Absolutgeber mit EnDat–Schnittstelle
Einheit: Standard: Minimal: Maximal: Datentyp: Wirksamkeit:
– 0, 0 0 4 BYTE POWER ON
Beispiel
MD 30200: NUM_ENCS = 1 analoge Achse hat ein Meßsystem
MD 30210: ENC_SEGMENT_NR = 1 Bussegment 840D
MD 30220: ENC_MODULE_NR = Modulnummer des aktiven digitalen
Antriebs
MD 30230: ENC_INPUT_NR[0] = 1 Meßsystem 1
MD 30240: ENC_TYPE[0] = 1 Gebertyp: Rohsignalgeber
Mit dem PLC–Signal an Achse DB31– 48, DBX1.5 wird das erste Meßsystem
aktiviert.
3.6 Systemvariablen
Über Systemvariablen kann die NC–Steuerung die an den Steckern X121/X122
bzw. X111/X112 anstehenden Meßsignale einlesen.
3.7 Inbetriebnahmefunktionen
3.7.1 Allgemeines
S Meßfunktionen
– Vermessung Drehzahlregelkreis
– Vermessung Lageregelkreis
S Funktionsgenerator
S Kreisformtest
S Servo–Trace
S DAU Konfiguration
3.7.2 Meßfunktion
S Drehzahlregelkreismessung
– Führungsfrequenzgang
– Sollwertsprung
S Lageregelkreismessung
– Führungsfrequenzgang
– Sollwertsprung
– Sollwertrampe
Vermessung
Drehzahlregelkreis
Tabelle 3-3 Meßtypen und Meßgrößen Vermessung Drehzahlregelkreis
Vermessung
Lageregelkreis
Tabelle 3-4 Meßtypen und Meßgrößen Vermessung Lageregelkreis
3.7.3 Funktionsgenerator
Der Funktionsgenerator regt den Antrieb mit einem periodischen Signal an, des-
sen Art parametriert werden kann. Über DAU–Ausgabebuchsen können ex-
terne Meßgeräte, z. B. Oszillographen, die Reaktionen des Systems erfassen.
Folgende Signale (Betriebsarten) und Signaltypen sind bei ANA möglich:
S Signale (Betriebsarten)
– Drehzahlsollwert
– Lagesollwert
S Signaltyp
– Rechteck
– Rauschsignal (nur sinnvoll bei DAU–Ausgabe der Signale und externe
Auswertegeräte für Frequenzganganalysen)
3.7.4 Kreisformtest
3.8 Servo–Trace
Die Servo–Trace Funktion dient zur grafischen Darstellung von Signalen und
Betriebszuständen.
Zur Unterstützung von Achsen mit ANA–Modul wird eine Signalliste (Servosi-
gnale) zur Verfügung gestellt.
Es werden folgende Signale von Servo–Trace unterstützt:
S Schleppabstand
S Regeldifferenz
S Konturabweichung
S Lageistwert Meßsystem 1
S Lagesollwert
S Drehzahlistwert aktiver Geber
S Drehzahlsollwert Antrieb
S Reglermodus
S Aktives Meßsystem
S Lagesollwert Reglereingang
S Drehzahlsollwert Reglereingang
S Beschleunigung Sollwert Reglereingang
S Drehzahlistwert Meßsystem 1
S Signal Interpolation beendet
S Signale Genauhalt fein
S Signale Genauhalt grob
Bit 23 16 15 8 7 0 (LSB)
Aktivierung der Das Bild zur Aktivierung und Parametrierung der DAU–Ausgänge erreicht man
Analogausgabe aus dem Maschinengrundbild über die Softkeys Inbetriebnahme /
Antrieb/Servo / Konfigur. DAU.
Die Aktivierung der Konfiguration erfolgt mit Start. Aktive DAUs sind in der lin-
ken Bildhälfte gekennzeichnet (aktiv/inaktiv). Mit Stop (aktiv/inaktiv) wird die
Ausgabe beendet.
Die angewählten Signale sind auch nach POWER ON aktiv.
Ausgangsspan- Der DAU arbeitet mit einer Spannung von 0 V bis +5 V. Die Ausgangsspannung
nungsbereich von 2,5 V entspricht dabei dem Nullwert des dargestellten Signals. Bei der Digi-
tal–/Analog–Wandlung wird das 2er–Komplement verwendet, siehe Bild 3-6.
UDAU
00Hex
2,5V
00Hex FFHex
0V
80Hex (1000 0000d)
Achse 1 Achse 2
Meßsystem
(Geberanschluß)
Sensorerfassung
externer Antriebs-
verstärker
DAUs
Antriebsbus
Gerätebus
Achse 1 Achse 2
F1900 F1901
4.1.1 Meßsystem
Meßsysteme Es kann auf dem Modul pro Achse ein Meßsystem ausgewertet werden.
S X101: Achse 1
S X102: Achse 2
Das Meßsystem muß immer auf den Stecker der zugehörigen Achse gesteckt
werden.
Weitere Angaben siehe Kap. 6.1.
Tabelle 4-1 Stecker X101, X102; jeweils 15–poliger D–Sub–Stecker Stift (Doppel-
stock)
1) E: Eingang, A: Ausgang
S X122: Achse 2
1) E: Eingang, A: Ausgang
Sicherung Die Ausgänge 24 V geschaltet für Achse 1 und 2 sind mit Feinsicherung F1900
(Achse 1) bzw. F1901 (Achse 2) abgesichert.
Wert: 2,5 AF/250 V; 5x20 mm UL
Firma: Wickmann–Werke GmbH
Annenstraße 113
58453 Witten
oder
Postfach 2520
58415 Witten
Bestell–Nr.: 19194
4.1.4 Klemmen
Einspeisung 26,5 V extern, Freigabe, BERO–Eingänge
S X431: Achse 1
S X432: Achse 2
Hinweis
Eine Verbindung (Brücke) zwischen X431.6 und X432.3 ist nicht zulässig!
1) E=Eingang; A=Ausgang
Freigabe–Ein- Die modulspezifische Freigabe erfolgt über die Klemme 663. Der Eingang wird
gänge über Optokoppler im ANA–Modul ausgewertet. Die Freigabespannung kann an
Klemme 9 abgegriffen werden.
Die Klemme 663 ist bezogen auf die interne Freigabespannung (Masse,
Klemme 19).
Meßbuchsen Mit Hilfe des IBN–Tools bzw. MMC102/103 können interne Signale den Meß-
buchsen des ANA–Moduls (in Verbindung mit SINUMERIK 840D) zugeordnet
werden, die dort als Analogwerte zur Verfügung stehen (siehe auch Kap. 3.9).
X35
DAU1 DAU2
X34
DAU3 Masse
4.1.6 Busschnittstellen
4.2 Hinweise
Klimatische Wenn die angegebenen Werte nicht eingehalten werden können, ist ein Wär-
Umgebungs– metauscher oder ein Klimagerät vorzusehen.
bedingungen
Tabelle 4-6 Klimatische Umgebungsbedingungen
Hinweis
Die folgenden Angaben beziehen sich auf den elektrischen Teil des ANA–Mo-
duls.
Schwefeldioxid (SO2)
Prüfbedingungen: Schärfegrad 10 cm3/m3 0,3 cm3/m3
Temperatur 25 °C 2 °C
relative Luftfeuchte 75% 5%
Prüfdauer 4 Tage
Schwefelwasserstoff (H2S)
Prüfbedingungen: Schärfegrad 1 cm3/m3 0,3 cm3/m3
Temperatur 25 °C 2 °C
relative Luftfeuchte 75% 5%
Prüfdauer 4 Tage
Funktionsgefähr- Für den Betrieb in Räumen mit funktionsgefährdendem Staub ist die Steue–
dender Staub rung in einem Schrank mit Wärmetauscher bzw. in einem Schrank mit geeigne-
ter Zuluft zu betreiben.
Hinweis
Steckerbelegung siehe Kap. 4.1.1.
Signal
span-
nungen
Spursignal A
UM(A)
Spursignal *A
0 mech. Winkel ϕ
Differenzsignal (A – *A)
Signal
span-
nungen
Spursignal B
UM(B) Spursignal *B
0 mech. Winkel ϕ
Differenzsignal (B – *B)
Signal
span-
nungen
UM(R) Spursignal R
Spursignal *R
Differenzsignal (R – *R)
0 mech. Winkel ϕ
Differenzsignal (A – *A)
360 Grad elektrisch
Gleichanteil UG(A)
0 mech. Winkel ϕ
Differenzsignal (B – *B) β
45 Grad
Gleichanteil UG(B)
0
mech. Winkel ϕ
Differenzsignal (R – *R)
Eindeutigkeisbereich
Gleichanteil UG(R)
Nutzsignal
0
α1 α2 mech. Winkel ϕ
U12+U22+...Un2
1) Definition für Klirrfaktor: k = U0: Grundschwingung
U02+U12+...Un2 U1...Un: Oberschwingungen
Hinweis
Bei Signalen, die außerhalb der Signalspezifikationen liegen, ist mit einer ent-
sprechenden Drehzahlwelligkeit bzw. Positionierungenauigkeit oder anderen
Fehlfunktionen zu rechnen.
6.1.2 Kabelpläne
Anschlußmöglich -
keiten
Direktes lineares
X101/X102 inkrementales
Adapterleitung1) Meßsystem
310 128 LS 186
Z 2:1
Länge nach Längenschlüssel
Z 8 9 1
7 12 10 2
6 11 3
5 4
2
3
1 3
A 0,38 ge Ua1
3 5
*A 0,38 gn *Ua1
4 6
B 0,38 sw Ua2
6 8
*B 0,38 br *Ua2
7 1
R 0,38 bl Ua0 3
10
*R 0,38 vi *Ua0
12 4
Trig/Uas 0,38 rt
14 7
Trig 0,38 or
15 9
5V Sense 0,5 ws–rt 5V Sense
9 2
P–Encoder 0,5 ws–sw 5V_Encoder
1 12
0V Sense 0,5 ws–bl 0V Sense
11 11
M–Encoder 0,5 ws-ge M_Encoder
2 10
Gehäuse Gehäuse
ANA–Modul Meßsystem
Pos. Bedeutung
Z 2:1
Länge nach Längenschlüssel
Z 1 11 10
2 13 1216 9
17
3 14 15
8
4 7
5 6
2
3
1 3
A 0,14 ge Ua1
3 15
*A 0,14 gn *Ua1
4 16
6 B 0,14 sw Ua2
12
*B 0,14 br *Ua2
7 13
Pos. Bedeutung
Hinweis
Die BERO–Leitung muß geschirmt ausgeführt werden.
1) E: Eingang, A: Ausgang
Siemens AG Hotline
Tel.–Nr. 0049–(0)180 525 8008 (Numerik)
Fax 0049–(0)180 525 8009
Tel.–Nr. 0049–(0)9131/98–3471 (VSA) und –3475 (HSA)
Fax 0049–(0)9131/98–1313
Mo–Fr 08.00–17.00 Uhr
Bereitschaft
Tel.–Nr. 0172 840 8776
Mo–Fr 17.00–22.00 Uhr
Sa 08.00–22.00 Uhr
24.12. 08.00–14.00 Uhr
31.12. 08.00–14.00 Uhr
So keine
BTSS Bedientafel–Schnittstelle
DP dezentrale Peripherie
HD Hard Disk
HSA Hauptspindelantrieb
IM Interface–Module (Anschaltbaugruppe SIMATIC S7–300)
IM–Adresse Interface–Module–Adresse
ISA Industry Standard Architecture
K–Bus Kommunikationsbus
KL Klemme
MD Maschinendatum
PER Peripherie–Modul
PG Programmiergerät
PI Program Invocation
PID Regler mit Proportional–, Integral– und Differenzanteil
PLC Programmable Logic Control (speicherprogrammierbare Steuerung)
PS Power Supply (Stromversorgung SIMATIC S7–300)
RK Regelkreis
SCI Serial Communication Control
SLM Synchron–Linearmotor (Antriebsbuskonfiguration)
SM Signalbaugruppe SIMATIC S7–300, z. B. Ein–/Ausgabebaugruppen
SRM (VSA) Synchron–Rotationsmotor (Antriebsbuskonfiguration)
SW Software
UE Ungeregelte Einspeisung
ÜW Überwachung
VGA Video–Graphics–Adapter
VSA Vorschubantrieb
ZK Zustandsklasse
Literatur B
Allgemeine Dokumentation
/ST7/ SIMATIC
Speicherprogrammierbare Steuerungen SIMATIC S7
Katalog ST 70
Bestellnummer: E86 060–K4670–A111–A3
Elektronische Dokumentation
Anwender–Dokumentation
Hersteller–/Service–Dokumentation
a) Listen
b) Hardware
c) Software
/PJLM/ SIMODRIVE
Projektierungsanleitung Linearmotoren (Ausgabe 02.00)
(auf Anfrage)
ALL Allgemeines zum Linearmotor
1FN1 Drehstrom Linearmotor 1FN1
1FN3 Drehstrom Linearmotor 1FN3
CON Anschlußtechnik
Bestellnummer: 6SN1 197–0AB70–0AP1
/PJM/ SIMODRIVE
Projektierungsanleitung Motoren
Drehstrommotoren für Vorschub– und
Hauptspindelantriebe (Ausgabe 01.98)
Bestellnummer: 6SN1 197–0AA20–0AP3
d) Inbetriebnahme
Bedientafel
Bedien-
handgerät
Maschinen- QWERTY-
steuertafel Tastatur
Ver-
teiler
NCK- G
E/A-Per.
M
*)
Drossel
Netzklemme
S Alle Komponenten, die gemäß Bestellunterlage für den Anlagenverbund von SINUMERIK 840D
und SIMODRIVE 611D zugelassen sind, erfüllen im Verbund die Richtlinie 89/336/EWG
Hinweis:
In der Skizze der Anlagenkonfiguration werden nur die grundsätzlichen Maßnahmen zur Einhaltung
der Richtlinie 89/336/EWG einer typischen Anlagenkonfiguration aufgezeigt.
Zusätzlich, besonders bei Abweichung von dieser Anlagenkonfiguration, sind die
Installationshinweise für EMV–gerechten Anlagenaufbau der Produktdokumentation und der
EMV–Aufbaurichtlinie für SINUMERIK, SIROTEC, SIMODRIVE (Bestell–Nr.: 6FC5297–0AD30–0AP0)
zu beachten.
C: Die Übereinstimmung der Produkte mit der Richtlinie des Rates 89/336/EWG wurde durch
Überprüfung gemäß nachfolgender Produktnorm, Fachgrundnormen und der darin
aufgelisteten Grundnormen nachgewiesen. Für die Produktkategorien SINUMERIK,
SIROTEC, SIMODRIVE und SIMATIC gelten unterschiedliche
Normenanforderungen.
C3 Miterfüllte Normen:
1) VDE 0839 Teil 81–2 6) IEC 801–6,
VDE 0847 Teil 4–6
IEV 1000–4–6
ENV 50141
2) VDE 0875 Teil 11 7) VDE 0847 Teil 4–8
IEC 1000–4–8
3) VDE 0839 Teil 82–2 8) VDE 0847 Teil 4–2
EN 60801 Teil 2
IEC 801–2
VDE 0843 Teil 2
4) VDE 0847 Teil 4–3 9) VDE 0843 Teil 4
ENV 50140 VDE 0847 Teil 4–4
IEC 801–4
5) VDE 0847 Teil 204 10) VDE 0160 Teil 100
L
B Lagerungsbedingungen, 4-49
Literatur, B-63
Bewertungsfaktor, 2-22
Luftdruck, 4-48
D M
DAU–Ausgabe
Maschinenkonfiguration, 3-29
Aktivierung, 3-40
mechanische Umgebungsbedingungen, 4-48
Ausgangsspannungsbereich, 3-40
Meßfunktion
Funktionalität, 3-39
Vermessung Drehzahlregler, 3-36
DAU–Belegung, 4-47
Vermessung Lageregelkreis, 3-36
DAU–Parametrierung, (in Vorbereitung), 3-39
Meßsystem, 4-43
Driftabgleich, 3-32
E N
Netzanschluß, 2-18
Einbau ANA–Regelungseinschub, 2-20
Erdungskonzept, 2-25
P
F Projektierung, 2-15
Funktionsgenerator, 3-37
Signale, 3-37
Signaltypen, 3-37
R Systemvariablen, 3-34
T
S Taupunkt–Temperatur td, 4-48
Transportbedingungen, 4-49
Schadstoffe, 4-50
Schnittstellen NE–Modul, 2-21
Schnittstellenübersicht
Analoge Istwerte, 4-45 U
Analoge Sensoren, 4-44 Übersicht Inbetriebnahme ANA–Modul, 3-29
Analoge Sollwerte, 4-45
Busschnittstellen, 4-47
Klemmen, 4-46
Meßbuchsen, 4-47 V
Meßsysteme, 4-43 Verschaltung 26,5 V extern SITOP power für
Schockbeanspruchung, 4-48 Netzanschluß, 2-24
Schwingbeanspruchung , 4-48
Sollwert konfigurieren, 3-31
Sollwert normieren, 3-31
Staub, gefährdender, 4-50 X
Stromversorgung X101, 4-43
empfohlene SV, 2-23 X102, 4-43
extern, 2-22 X111, 4-44
intern, 2-22 X112, 4-44
Systemeinbindung X121, 4-45
Drehzahl–Sollwert, 2-26 X122, 4-45
Funktion, 2-26 X141, 4-47
Istwert, 2-26 X151, 4-47
Reglerfreigabe, 2-27 X341, 4-47
Übersicht, 2-26 X431, 4-46
Systemkomponenten, 2-17 X432, 4-46
Systemübersicht
Einbau ANA–Regelungseinschub, 2-20
Komponenten, 2-15
Funktionsbeschreibung
Absender
Bestell–Nr.: 6SN1197–0AB80–0AP0
Name Ausgabe: 02.00