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Geographie

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Janovice nad Úhlavou befindet sich im Janovický úval (Janowitzer Senke), dem südlichsten Teil
der Švihovská vrchovina (Schwihauer Bergland). Die Stadt liegt rechtsseitig der Úhlava (Angel)
an der Einmündung des Flüsschens Jelenka. Durch Janovice verläuft die Staatsstraße II/191
zwischen Nýrsko und Klatovy, von der im Ort die Straße II/171 nach Běšiny abzweigt. Westlich
der Stadt verläuft am gegenüberliegenden Flussufer die Bahnstrecke Plzeň–Železná Ruda, von
der im Bahnhof Janovice (im Ortsteil Spůle) die Bahnstrecke Janovice nad Úhlavou–
Domažlice abzweigt. Südlich erhebt sich der Burgberg (560 m) mit der Burgruine Klenová.
Nachbarorte sind Plešiny, Vítaná, Rohozno und Bezděkov im Norden, Dolní Lhota,
Novákovice, Lomec, Vacovy und Loreta im Nordosten, Týnec und Rozpáralka im Osten,
Loučany, Pláň und Klenová im Südosten, Rovná, Opálka, Rameno und Ondřejovice im Süden,
Kasárna, Petrovice nad Úhlavou und U Švarců im Südwesten, Dubová Lhota und Běhařov im
Westen sowie Miletice, Veselí und Spůle im Nordwesten.
Geschichte
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Die erste schriftliche Erwähnung von Janovicium erfolgte im Jahre 1290 als Besitz des Jan von
Janowitz, der wahrscheinlich auch der Erbauer der Burg am Handelsweg Výšinná cesta war.
Nach dessen Tod fiel die Burg an die böhmische Krone heim, König Johann von
Luxemburg überließ sie Peter von Rosenberg. In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts erlangte
Bohuslaw von Janowitz die Burg zurück. Janowitz wurde in der zweiten Hälfte des 14.
Jahrhunderts zum Städtchen erhoben. Ulrich Janowsky von Janowitz kaufte in der ersten Hälfte
des 15. Jahrhunderts eine Hälfte des Gutes Bystřice nad Úhlavou auf und erweiterte die
Herrschaft. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts überwarf sich Hermann Janowsky von Janowitz mit
König Vladislav II. Jagiello und floh aus Böhmen. Der nachfolgende Besitzer, Peter Suda von
Řenče, machte die Burg zum Ausgangspunkt von Raubzügen. Im Jahre 1520 belagerten
Truppen der Städte Klattau, Mies und Pilsen den Raubrittersitz, eroberten und schleiften ihn.
Nach der Beilegung der Fehde mit dem König erhielt Hermanns Sohn Ulrich den Besitz als freies
Gut zurück. An der Stelle der zerstörten Burg errichteten die Janowsky von Janowitz einen
Wirtschaftshof, der auch als Schlösschen bezeichnet wurde. Nach der Schlacht am Weißen
Berg fiel das Gut Janowitz in das Lehnverhältnis zurück. Am 30. Oktober 1674 verkaufte die
Familie Janowsky von Janowitz das überschuldete Gut dem Prager Erzbischof Matthäus
Ferdinand Sobek von Bilenberg. Zum Ende des 17. Jahrhunderts kaufte Wilhelm
Albrecht Kolowrat-Krakowsky das Gut Janowitz und schlug es seiner Herrschaft Deschenitz zu.
1757 schlossen die Grafen Kolowrat-Krakowsky die Herrschaft Deschenitz an die Herrschaft
Bistritz an der Angel an. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden die letzten Reste der alten Burg
für die Anlage eines Friedhofes beseitigt. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts blieb Janowitz der
Herrschaft Bistritz an der Angel untertänig.
Nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaften bildete Janovice/Janowitz ab 1850 eine
Stadtgemeinde im Gerichtsbezirk Klattau. Ab 1868 gehörte die Stadt zum Bezirk Klattau. Das
„Schlösschen“ wurde Anfang des 20. Jahrhunderts zu einer Brennerei umgebaut. Der heutige
Ortsname Janovice nad Úhlavou wurde 1924 eingeführt. Ende 1950 wurde Janovice nad
Úhlavou zu einem Standort der tschechoslowakischen Armee. In den 1960er Jahren wurde auf
einem südwestlich der Stadt gelegenen Militärgelände mit einer Fläche von 45 ha eine der
größten und modernsten Kasernenanlagen des Landes errichtet. Am 1. Juli 1975 wurden
Hvízdalka, Ondřejovice, Rohozno, Spůle (mit Plešiny) und Veselí eingemeindet. Petrovice nad
Úhlavou wurde am 1. Jänner 1976 von Bystřice nad Úhlavou nach Janovice nad Úhlavou
umgemeindet. Mit der Eingemeindung von Běhařov (mit Dubová Lhota und Úborsko)
sowie Týnec (mit Dolní Lhota, Horní Lhota, Javor, Klenová, Lomec, Loreta, Loučany, Novákovice,
Rozpáralka und Vacovy) vergrößerte sich das Stadtgebiet am 1. Jänner 1980 erheblich. 1989
wurde der Friedhof auf dem Burgstall aufgehoben. Ein Teil der eingemeindeten Orte löste sich
nach 1990 wieder los. Der Militärstandort wurde im Zuge der Reform der tschechischen
Streitkräfte am 15. Oktober 2004 aufgelöst. Die Stadt übernahm das gesamte ehemalige
Militärstädtchen als Entwicklungszone.

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