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Rotkäppchen Drawing

Rotkappchen pdf and drawing

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Zeynep Aynaci
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ROTKÄPPCHEN

s WAR EINMAL ein kleines blondes Mädchen, das Rotkäppchen ge-


E nannt wurde, weil seine Mutter ein rotes Käppchen genäht hatte
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das es immer trug. Eines Tages sagte die Mutter zu Rotkäppchen: »Die
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Großmutter liegt krank im Bett. Geh und bring ihr dieses Körbchen
mit Kuchen, der wird sie stärken. Gib aber Acht, dass du nicht vom
Weg abkommst und dass die Großmutter nicht warten muss.«
Rotkäppchen küsste die Mutter zum Abschied und sagte:
»Sorge dich nicht. Ich werde mich auf dem Weg halten und mich
beeilen, wie du gesagt hast.«

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Dann sprang es davon, in den dunklen Wald hinein. Nachdem es eini-
ge Zeit gegangen war, sah es plötzlich einen bunten Schmetterling, der '
sich in der Luft wiegte. Rotkäppchen stellte das Körbchen ab und lief
ihm in den Wald nach. Auf einer Lichtung sah es viele bunte Blumen
und dachte bei sich, dass es der Großmutter wohl Freude machen wür-
de, wenn es ihr einen bunten Strauß mitbrächte. Emsig begann es, eine
Blume nach der anderen zu pflücken. Doch immer wieder sah es eine
noch schönere, und so lief es von einer zur anderen und kam immer

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tiefer in den Wald hinein. Plötzlich sah es sich um. Wo war der Weg?
Wo das Körbchen? Eilig rannte es zurück und befand sich nach einer
geraumen Weile wieder auf dem breiten Weg. Schnell ging Rotkäpp-
chen weiter, um die Großmutter nicht warten zu lassen, als plötzlich
der Wolf des Weges kam.
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. »Guten Morgen, schönes Kind,« sagte er,


»wohin führt dich dein Weg so früh?« »Ich gehe
zur Großmutter und bringe ihr Kuchen, denn sie
ist krank«, antwortete Rotkäppchen arglos, denn es
wusste nicht, mit welch gefährlichem Tier es sprach. »Ei,
wo wohnt denn deine Großmutter?«, fragte der Wolf mit
honigsüßer Stimme. » In dem kleinen Häuschen am Ende dieses
Weges«, erwiderte Rotkäpp-
chen. Der Wolf horchte auf
und fragte so freundlich,
wie er konnte: »Wohnt sie denn
ganz allein?« »Ja, sie erwartet
mich, denn sonst öffnet sie nie-
mandem die Tür, den sie nicht
kennt.« Eilig verabschiedete
sich der Wolf und trabte davon. ·
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Er dachte so bei sich: »Zuerst fresse ich die kranke Großmutter, und
dann warte ich auf das zarte Kind, das ich als Nachtisch verspeisen
will.« Und das Wasser lief ihm im Maul zusammen. Endlich kam er
-
zum Haus der Großmutter. Sachte klopfte er an die Tür. »Wer ist
dort?«, rief die Großmutter matt aus ihrem Bett. Und der Wolf sprach
mit verstellter Stimme: »Ich bin's, Rotkäppchen. Ich bringe dir Ku-
chen, damit du dich stärken kannst.« Doch als die arglose Großmutter
die Tür öffnete, sprang der Wolf mit einem Satz in die Stube und ver-
schlang di~ alte Frau mit Haut und Haaren. Als er dies getan hatte,
setzte er die Nachthaube der Großmutter auf, zog eines ihrer Nacht-
hemden üb~r und legte sie~ in ihr Bett, um auf Rotkäppchen zu war-
ten. Nach emer kurzen Weile klopfte es an die Tür. »Großmama, darf
ich hereinkommen? Ich bin's, das Rotkäppchen!« Mit verstellter zittri-
ger Stimme antwortete der Wolf: »Schieb den Riegel zurück und
komm herein. Ich bin zu schwach, um aufzustehen!« Rotkäppchen trat
in die Stube und sah die vermeintliche Großmutter erstaunt an.
»Ei, Großmutter, was hast du für große Ohren?«, fragte das
Mädchen verwundert.
»Damit ich dich besser hören kann«, antwortete der Wolf.
»Ei, Großmutter, was hast du für große Augen?«, flüsterte Rot-
käppchen entsetzt.
»Damit ich dich besser sehen kann«, erwiderte der Wolf.
»Ei, Großmutter, was hast du für große Hände?«
»Damit ich dich besser packen kann!«
»Ei, Großmutter, was hast du für einen entsetzlich großen Mund?«,
rief Rotkäppchen angsterfüllt.
»Damit ich dich besser fressen kann!«, rief der Wolf, sprang aus
dem Bett und verschlang das Rotkäppchen ganz und gar.

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Danach legte er sich wieder
ins Bett und schnarchte so laut, dass der Jäger, der des Weges
kam, überrascht innehielt. »Wie ist das möglich, dass die alte
Frau solchen Lärm macht?«, fragte er sich, »ich will doch sehen,
ob sie nicht etwas braucht.« Er ging zur Tür, die weit offen
stand, und fand im Bett den Wolf, den er schon gesucht hatte, mit
aufgeblähtem Bauch.
»Endlich! Diesmal entkommst du mir nicht!« Doch da er die
Großmutter in dem Bauch vermutete, nahm er statt der Flinte ein
großes Messer und schnitt dem Tier den Bauch auf. Wie staunte er, als
das Rotkäppchen und die Großmutter wohlbehalten aus dem Wolfs-
bauch kletterten. Schnell holte Rotkäppchen einige schwere Wacker-
steine, die sie in den Bauch legten, bevor der Jäger ihn wieder zunähte.
Die drei versteckten sich hinter einem Baumstamm, und als der Wolf
aufwachte, verspürte er einen so mächtigen Durst, dass er aus dem Bett
sprang und nach draußen lief. Bei jeder Bewegung schlugen die Steine
in seinem Bauch aneinander, so dass er rief: »Was rumpelt und pumpelt
in meinem Bauch herum? Ich dachte, es wären die Großmutter und
das Rotkäppchen, aber es hört sich an, als wären es lauter Wackerstei-
ne.« Am Brunnen angekommen, beugte er sich über den Rand, um
zu trinken, jedoch waren die Steine so schwer, dass sie den Wolf in die
Tiefe zogen und er kopfüber in den Brunnen fiel und ertrank.
Da jubelten das Rotkäppchen und die Großmutter. Da sagte der Jäger
zu Rotkäppchen: »Lauf jetzt schnell nach Hause, damit sich deine
Mutter nicht ängstigt. Du brauchst keine Furcht zu haben, der Wolf ist
tot, und im Wald droht dir keine Gefahr mehr.« Rotkäppchen machte
sich fröhlich auf den Weg. Wie freute sich die Mutter, die sich in der
Tat schon gesorgt hatte, als es zu Hause ankam. Und nachdem sie die
Geschichte erfahren hatte, backte sie vor lauter Freude einen frischen
Kuchen ganz allein für Rotkäppchen, das ihn sich gut schmecken ließ.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

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