GERT HOINLE
DIESE
DREI BIBELSTELLEN
SOLLTE
JEDER MENSCH
KENNEN!
Die Bibelstellen sind in der Regel
nach der Rev. Elberfelder Übersetzung zitiert
Copyright © 2024 by Gert Hoinle
Delta Edition
Delta Christliche Dienste e.V.
Gelthari-Ring 2
97505 Geldersheim
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Ein neues Interesse an der Bibel erwacht weltweit.
Viele Menschen, selbst Verkündiger anderer Religionen,
kommen vermehrt auf den Geschmack. Sie fangen an zu lesen
und sind berührt. Sie erkennen: Die Bibel ist kein Buch wie je-
des andere, sondern ein Navigationsgerät Gottes, eine Lebens-
landkarte, die uns zeigen soll, wo es schön ist und wo nicht.
Wo die fruchtbaren Gefilde sind, in denen man aufblüht, und
wo die Täler des Todesschattens sind, in denen Wölfe und Bä-
ren hausen und die man besser meidet. Auf dieser Lebensland-
karte sind Minenfelder gekennzeichnet, damit man auf keine
von ihnen tritt. Es finden sich Wüsten, die man sich sparen
kann, und Moore und Wege durch diese Moore.
Sogar Drachenhöhlen sind eingezeichnet.
Drachen liegen—spätestens seit Siegfried und Fafnir—
stets auf Goldschätzen. Abenteurer kommen regelmäßig um
sich den Goldschatz zu holen. Das hat zwar noch keiner je ge-
schafft, jeder betrachtet sich jedoch als die Ausnahme und so
gehen sie hin, magisch angezogen, und kämpfen mit diesen
Drachen. Der betreffende Drache aber lacht nur, denn der
Goldschatz ist sein Wurm an der Angel, mit dem er Abenteu-
rer lockt, um sie zu fressen. Wir wollen nicht, dass der große
Drache uns frisst und die alte Schlange uns beißt, und so orien-
tieren wir uns an Gottes Faltplan.
Da ist der breite Weg, auf dem man bequem laufen kann.
Doch plötzlich ist er zu Ende und es geht abwärts. Auch gibt es
einen schmalen Weg über den großen Abgrund, der aber si-
cher ist und dich an einen Ort bringt, an dem du eine neue
Karte bekommst. Die zeigt das Territorium des Himmels. Oder
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aber du brauchst in Ewigkeit keine Karte mehr. Dann bist du
an einem anderen Ort.
Wir schauen uns auf unserer Lebenslandkarte die drei
wichtigsten Gebiete an und drei Bibelstellen, die für diese Ge-
biete exemplarisch stehen.
Die erste Stelle ist Jeremia 17,9:
Trügerisch ist das Herz, mehr als alles, und unheil-
bar ist es.
Man lasse sich diesen Satz auf der Zunge zergehen.
Wenn dein Herz trügerischer ist als alles, dann kannst so-
gar du selber ihm nicht trauen. Tatsächlich kann man manch-
mal sogar dabei zuschauen, wie Menschen sich etwas vorma-
chen. Sie denken, sie glauben eine Sache, doch ihr Reden und
Handeln zeigt, dass sie etwas ganz anderes glauben. Unser Herz
ist eine trügerische Angelegenheit, wie ein scheinbar zugefro-
rener See, auf dem man leichtsinnig herumspringt, ohne zu ah-
nen, dass es gleich abwärts ins kalte Nass gehen wird. Das Herz
ist trügerisch. Mehr als alles. Das ist eine Schriftstelle, die uns
weiche Knie verpassen sollte.
Warum ist das so?
Hat Gott uns mit diesem Defekt geschaffen?
Keineswegs. Schuld daran hat vielmehr der Sündenfall,
die Wegwendung des Menschen von Gott.
Jeder Mensch auf Gottes grüner Erde manövriert sich ir-
gendwann in eine Situation, in der er sich bewusst und wil-
lentlich gegen Gott entscheidet. D.h., er handelt gegen sein Ge-
wissen und tut etwas, von dem er genau weiß, dass es falsch ist.
Dann hat er seinen persönlichen Sündenfall. Sein Herz—sein
Wesen, seine Natur—stirbt und verändert sich. Vorher war es
rein und nun ist es nicht mehr rein. Deswegen brauchen wir
auf Adam und Eva keineswegs herabzublicken. Wir alle han-
deln irgendwann wie sie und auch unser Herz wird trügerisch.
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Als Konsequenz können wir uns gegenseitig nicht mehr richtig
trauen. (Man frage nur Abel). Deshalb ist die Menschheit in
wirklich großen Schwierigkeiten.
Der Sündenfall machte das Herz trügerisch. Bedeutet:
Der Mensch ist im Grunde keineswegs gut, sondern vielmehr
erlösungsbedürftig. Viele denken ja kategorisch, jeder Mensch
sei im Herzen gut und wir können stets nur das Beste vonei-
nander erwarten.
Mit dieser Annahme räumt die Bibel auf.
Natürlich müssen wir nicht immer das Schlechteste von-
einander erwarten. Natürlich nicht. Tatsache ist aber, dass der
Mensch eine Mischung ist: Heute ist er auszuhalten und mor-
gen ein furchtbarer Stinker. Übermorgen ist er liebenswert und
gut. Am Tag darauf kommt man wieder nur mäßig mit ihm
aus. So plagen wir uns durchs Leben. Hiob fasst diesen Sach-
verhalt brillant zusammen:
Der Mensch ist zur Mühsal geboren, wie die Fun-
ken nach oben fliegen.
Hiob 5,7
Wer schon einmal mit Feuer hantiert hat, weiß um die
Wahrheit von Hiobs Hinweis.
Was bedeutet er für uns konkret?
Folgendes: Jeder Mensch wird in seinem Leben hundert-
prozentig, da gibt es keine Ausnahme, verletzt werden.
Manchmal sogar tief. Du wirst belogen und ausgeschmiert wer-
den. Du wirst ausgenutzt werden.
Du wirst in deiner Seele Schmerz empfinden.
All dies wird passieren. Das ist einfach Teil der Conditio
humana, des menschlichen Zustands. Je eher du akzeptierst,
dass dies so ist, desto besser kannst du dich dagegen wappnen
und dir Glaubensstrategien aneignen, um dem negativen Sog
der Welt zu widerstehen. Denn die Bibel ist ja nicht mit
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Jeremia 17,9 zu Ende. Gott ist ein guter Gott und als solcher
hat er sich natürlich einen Erlösungsplan überlegt.
Doch wir bleiben noch ein bisschen bei der Verkehrtheit
des menschlichen Herzens. (Christen können unbeschwert
darüber reden, weil sie von diesem trügerischen Herz erlöst
sind). Der Mensch ist also zur Mühsal geboren wie Funken sich
erheben im Flug.
Du wirst Ablehnung, Einsamkeit, Unverständnis und
Überforderung erfahren, wenn du sie nicht schon erlebt hast.
Du wirst verlassen und betrogen werden. Du wirst belohnt
werden, ja, aber auch bestraft. Denn auch du bist keineswegs
immer unschuldig. Das Schlimmste daran ist, dass man diesem
Zustand nicht entfliehen kann. Denn Jeremia sagt: Das Herz ist
trügerisch, mehr als alles, und unheilbar ist es.
Unheilbar!
An dieser unheilbaren Schlechtigkeit der Welt sind
schon viele verzweifelt und haben versucht, sich durch einen
Freitod selbst zu erlösen. Das ist aber nicht notwendig. (Es
führt auch nicht zum Ziel). Denn Gott ist Gott. Er hat schon
eine Lösung für uns. Doch so weit sind wir noch nicht.
Politiker bewerfen Probleme gern mit Geld, Steuergeld,
was so gut wie nie funktioniert. Die Probleme verschwinden
nicht, vielmehr steigen die Ansprüche. Irgendwie hat die Poli-
tik nie genug Einnahmen.
Andere lächeln ihre Probleme weg. Das kann man pro-
bieren, solange man ein charmantes Lächeln hat. Was aber,
wenn jemand nur ein schiefes Grinsen zustande bringt? Lä-
cheln ist nicht genug. Es löst keine Probleme.
Die Menschheit in ihrer Gesamtheit erinnert an den be-
sessenen Knaben in Markus 9,14-27. Hier sind Jesus, Petrus, Jo-
hannes und Jakobus zunächst auf dem Berg der Verklärung
und haben eine fantastische Gebetszeit. Mose und Elia erschei-
nen, die Herrlichkeit Gottes manifestiert sich, der Geist Gottes
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umgibt die Beter und Gott sagt hörbar: „Dies ist mein geliebter
Sohn, ihn hört.“ Es ist als wären sie im Himmel. Entrückt.
Währenddessen hat sich am Fuß des Berges eine Volks-
menge versammelt und ein Vater bringt seinen von einem tau-
ben und stummen Geist geplagten Sohn zu den Aposteln und
bittet sie, den Jungen zu befreien. Doch das konnten sie nicht.
Dann zankten sich auch noch die Theologen mit den überfor-
derten Jüngern. In diesem Moment kommt Jesus vom Berg der
Verklärung.
Er steigt quasi aus dem Himmel herab auf die Erde:
Und sogleich, als die ganze Volksmenge ihn sah, er-
staunten sie sehr.
Markus 9,15
Warum staunte die Volksmenge sehr?
Weil sie die Herrlichkeit Gottes an Jesus wahrnahm. Wie
das Volk Israel einst an Mose, der auf dem Sinai mit Gott kon-
ferierte. Der leuchtete danach auch.
Jesus kommt und sieht den Streit und hört die Menge
und fragt: „Was ist denn los?“ Der Vater, (der den alten Adam
symbolisiert), erklärt Jesus, dass sein Sohn, (der die gefallene
Menschheit repräsentiert), einen Geist hat, der ihn immer wie-
der packt. Mal wirft er ihn ins Wasser, dann ins Feuer, um ihn
umzubringen.
Ein solcher Geist ist auch in die Menschheit gefahren
und treibt sie periodisch dazu, sich umzubringen. Mal fällt sie
ins Wasser—die Sintflut—mal ins Feuer, etwa wenn sie sich in
Kriege stürzt.
Warum tut sie das?
Wegen dieses trügerischen Herzens, das die Menschen zu
Taten hin manipuliert, die sie unweigerlich bereuen. Manch-
mal werden sie so untragbar, dass Gott eine Sintflut schickt
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oder Gomorrah wieder einmal im Feuer untergehen lässt. Die
Tragödie des trügerischen Herzens.
Der Vater sagt zu Jesus: „Deine Jünger konnten nicht hel-
fen.“ Und Jesus antwortet: „Oh, du ungläubiges Geschlecht.
Wie lange soll ich euch ertragen?“ Das sagt er zu seinen Jün-
gern! Wie stehen die Jünger nun da?
„Bringt ihn her zu mir!“
In dem Moment reißt es den Jungen und er fällt zu Bo-
den. Er knirscht mit den Zähnen und schäumt. Wie die
Menschheit es manchmal auch tut.
Manche Leute werden sehr seltsam, wenn sie mit Jesus
konfrontiert werden. Man kommt in einen Raum, gibt sich ir-
gendwie als Christ zu erkennen, und plötzlich verwandeln sich
diese Zeitgenossen und setzen ein völlig anderes Gesicht auf.
Die Skala dieser Manifestationen ist nach oben offen. Das kann
von offen gezeigter Ablehnung bis zur körperlichen Bedrohung
reichen. Kollegen werden komisch und beginnen zu stänkern.
Verwandte werden hysterisch und verlassen den Raum. Sports-
freunde werden befremdlich.
Davon darf man sich jedoch nicht irre machen lassen.
Davon darfst du dich aber nicht irre machen lassen.
Wenn diese Leute keifen und Grimassen schneiden, dann lä-
cheln wir einfach, wie Jesus es auch täte.
Der Herr ließ sich von dem Anfall des Knaben nicht im
geringsten beeindrucken. Er fragte ganz leger: „Seit wann geht
das schon so?“ „Seit seiner Kindheit!“
In der Tat. Seit Adam und Eva verfällt die Menschheit
immer wieder einmal in einen Wahn.
Jesus bedroht diesen Geist nun ernstlich:
Du stummer und tauber Geist, ich gebiete dir:
Fahre von ihm aus, und fahre nicht mehr in ihn hinein!
Markus 9,25
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Es reißt den Buben noch einmal. Dann liegt er da wie tot.
Und liegt und liegt. Es sieht keineswegs so aus, als wäre etwas
Erfreuliches passiert. Die Leute beginnen zu sagen, „Er ist tot.“
Doch Jesus ergreift ihn, richtet ihn auf und dann steht der
Knabe wieder aufrecht da.
Wenn du Jesus in dein Leben einlädst, dann richtet Gott
auch dich wieder auf und wandelt dein trügerisches Herz in
ein anderes um. Denn in Jeremia 17,9-10 heißt es: „Wer kennt
sich mit ihm [dem trügerischen Herzen] aus? Ich, der HERR!“
Der Herr kennt sich aus und hilft dir. Dann liegst du vielleicht
zunächst da wie tot. Doch du bist nicht tot, sondern tiefenent-
spannt. Jesus ist in dein Herz eingezogen und du bist zur Ruhe
gekommen. Der böse Geist ist weg. Alles ist gut.
Gott sah natürlich, dass die Menschheit total versagt
hatte. Ihr trügerisches Herz schmerzte ihn mehr als sie selbst.
Deswegen kam er vom Himmel auf die Erde mit dem Auftrag,
das trügerische Herz aus den Menschen zu entfernen und
ihnen sein Christusherz einzusetzen.
Und ich werde euch ein neues Herz geben und ei-
nen neuen Geist in euer Inneres geben. Und ich werde
das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und
euch ein fleischernes Herz geben.
Hesekiel 36,26
„Ich“, sagt Jesus, „trug deine Krankheiten und nahm
deine Sünden auf mich. Ich wurde zerschlagen um deines Frie-
dens willen.“ (Jesaja 53,5).
Es gibt die Lehrmeinung, ein Mensch könne nicht die
Sünden eines anderen übernehmen, das sei unmöglich. Nun, bei
Gott ist nichts unmöglich. Erstens. Zweitens kann jemand sehr
wohl das Lösegeld für einen anderen bezahlen. Polizisten bieten
sich gelegentlich beim Bankraub zum Austausch gegen eine Gei-
sel an. Der Polizist rettet der Geisel das Leben. Bei Gott ist das
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alles um Größenordnungen tiefgründiger und vielschichtiger.
Deshalb führen wir nun die zweite Bibelstelle, die jeder Mensch
unbedingt kennen muss, in die Diskussion ein:
So sehr hat Gott die Welt geliebt…
…dass er sich vor lauter Ekel von dem trügerischen Her-
zen abgewendet hat? Nein, sondern…
…dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der
an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben
[ein neues Herz] hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in
die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass
die Welt durch ihn gerettet werde.
Johannes 3,16-17
In der Tat kann kein irdischer Mensch die Sünden eines
anderen einfach so übernehmen, geschweige denn das trügeri-
sche Herz heilen. Denn ein Pleitier kann einem anderen nicht
die Schulden bezahlen, er hat ja selber nichts. Wenn es nur
noch gefallene Menschen mit trügerischem Herzen gibt, dann
kann keiner dem anderen helfen. Selbst wenn sie Herzen tau-
schen könnten: die blieben trügerisch, nichts wäre gewonnen.
Jemand mit einem reinen Herzen und einem unbefleckten
Geist müsste erscheinen, um einen Austausch lohnenswert zu
machen. Doch es gab niemanden.
Adams ganze Linie ist vom selben Übel infiziert.
Da beschloss Gott, sich selbst einen Leib anzuziehen. Sein
Herz ist nicht trügerisch, sondern rein. Er hat Leben in sich. Er
verfügt über das nötige Lösegeldkapital. So kam das Wort, das
am Anfang war (also ungeschaffen ist), vom Himmel, nutzte
den Leib der Maria als Umkleidekabine und wurde als Mensch
geboren.
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Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter
uns, und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine
Herrlichkeit als eines Einzigen vom Vater, voller Gnade
und Wahrheit.
Johannes 1,14
Viele verstehen die Dreieinigkeit nicht. Doch sie ist im
Prinzip leicht zu erklären. Denn wir sind ja in Gottes Ebenbild
geschaffen, das heißt, auch wir sind dreieinig. Wir können
demnach von uns auf ihn rückschließen.
Jesus ist der sichtbare Teil, mit dem die Gottheit sich
mitteilt und entspricht unserem Leib. Gott der Vater wiede-
rum bewohnt ein unzugängliches Licht. Ihn kann man nicht
sehen, so wie man auch unsere Seele nicht sehen kann. Und
der Geist Gottes ist eine ganz eigene Angelegenheit, wie auch
unser Unterbewusstsein.
Durch die Menschwerdung gab es nun jemanden auf der
Erde, Jesus von Nazareth, der Mensch ist, aber gleichzeitig
auch Gott. Wer eignet sich besser als Mittler zwischen Gott
und den Menschen als ein Mensch, der gleichzeitig Gott ist?
Einer ist Gott und einer ist Mittler zwischen Gott
und Menschen, der Mensch Christus Jesus.
1 Timotheus 2,5
Wer eignet sich besser als Hohepriester der Menschheit?
Niemand.
Der Christus Jesus weiß, was Gott will, denn er ist Gott,
und er weiß, was die Menschen wollen, denn er wohnte mit-
ten unter uns und erlebte alle Höhen und Tiefen, die ein
Mensch nur erleben kann. Mehr als jeder andere. Jeden Frust,
den wir hier erleben, hat er in Maximaldosis erfahren. Und
auch jede Herrlichkeit.
Warum?
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Damit er dich und deine Interessen angemessen vor dem
Vater vertreten kann. Er weiß genau wie es dir geht und was
du meinst, auch wenn du ihm deine Anliegen mit verschwur-
belten Worten mitteilst. Sein priesterliches Wirken setzt Erlö-
sung und Heil frei, damit es besser wird mit dir.
Diese Dinge müssen wir allerdings wissen und glauben,
damit sie in unserem Leben wahr werden. Ansonsten werden
sich die Kräfte Gottes nicht so deutlich entfalten. Die Bibel ist
eine Lebenslandkarte und auf ihr ist ein Weg eingezeichnet,
der für steigende Lebensqualität sorgt, wenn man ihn beschrei-
tet—auch wenn man dabei auf das ein oder andere verzichten
muss. Wir bekommen auf Erden nicht alle Wünsche erfüllt.
Doch Jesus hat am Kreuz unsere Sünden auf sich genommen,
damit er uns im Anschluss seine Herrlichkeit geben kann. Wir
werden noch voll auf unsere Kosten kommen.
Zum Erlösungspaket von Johannes 3,16 gehören auch
diese beiden wichtigen Schriftstellen. Hier die erste:
Daher, wenn jemand in Christus ist, so ist er eine
neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist
geworden.
2 Korinther 5,17
Egal wie schlimm die Dinge waren, die du getan hast: Du
bist eine neue Schöpfung. Der alte Übeltäter in dir ist vergan-
gen, Neues ist geworden.
Saulus von Tarsus vergoss Blut und verfolgte die christliche
Gemeinde, bis Jesus ihn endlich vom hohen Ross faustete und in
den Staub warf. Saulus stellte sich blitzschnell auf die neue Situa-
tion ein und Gott vergab ihm. Der Verfolger bekam Vergebung
und wurde zum Verkündiger. Ein neuer Tag brach für ihn an.
Was für ein Triumph des Evangeliums.
Natürlich ist auch eine solche nunmehr von neuem gebo-
rene Person noch immer so groß wie vorher und sieht auch
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nicht anders aus. Sie geht noch immer zur selben Arbeit und ist
noch immer mit der gleichen Person verheiratet. Es kann sogar
sein, dass die Taten, die sie getan hat, dazu führen, dass sie im
Fleisch noch ins Gefängnis kommt oder Strafe zahlen muss.
Doch geistlich ist das Alte vergangen und Neues geworden. Sie
ist jetzt ein Kind Gottes.
Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde
gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit wurden in ihm.
2 Korinther 5,21
Jesus starb, damit wir so werden wie er. Wir fühlen uns
nicht so gerecht und heilig wie Jesus, doch wir sind es. Unwür-
digkeitsgefühle und Gebete wie: „Oh Gott, tritt mein Angesicht
in den Staub, speise mich mit deinem Tränenbrot, mehr habe
ich nicht verdient“, sind völlig unangebracht. Vielmehr sollten
wir Gott danken und sagen: „Größer ist der, der in mir ist, als
der, der in der Welt ist.“ Größer ist der Problemlöser in uns als
die Probleme, die in der Welt sind. Wir sind keine Würmer im
Staub, sondern das Gegenteil. Über diese Wahrheiten sollten
wir täglich nachdenken. So konzentrieren wir uns auf Jesus
und lassen ihn in uns wachsen.
Der Geist Gottes wirkt. Du musst nicht ständig niederge-
drückt herumlaufen. Der Herr entwirrt im Hintergrund die Fä-
den und plötzlich stellst du fest, das Problem sah nur aus wie
eines, es war überhaupt keins. Das gibt’s.
Nach dem Sündenfall ermächtigte sich der Gott dieser
Welt und plagte die Menschheit. Doch Jesus nahm ihm die
Macht und zog ihm seinen Zahn des Todes.
Gott aber, der reich ist an Barmherzigkeit, hat um
seiner vielen Liebe willen, womit er uns geliebt hat, auch
uns, die wir in den Vergehungen tot waren, mit dem
Christus lebendig gemacht. Durch Gnade seid ihr
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gerettet! Er hat uns mitauferweckt und mitsitzen lassen
in der Himmelswelt in Christus Jesus.
Epheser 2,4-6
Mitsitzen lassen…
Wo sitzt denn der Christus?
Auf dem Thron Gottes, zur Rechten des Vaters.
Wir sitzen mit ihm auf seinem Thron. Das bedeutet, wir
haben Anteil an seiner Autorität. Das ist eine Perspektive der
absoluten Souveränität. In dieser Position kann man jederzeit
mit der Hilfe Gottes rechnen.
Doch was, wenn unser Herz wieder trügerisch werden
will und unsere Gefühle uns anlügen? Dann sollten wir erst
recht Gott loben und preisen und uns bewusst erinnern: „Herr,
ich sitze mit dir auf deinem Thron. Da gibt es keinen Grund
niedergeschlagen zu sein. Amen.“
Er hat uns mitauferweckt und mitsitzen lassen in der
Himmelswelt in Christus Jesus. Wozu?
Damit er in den kommenden Zeitaltern den überra-
genden Reichtum seiner Gnade in Güte an uns erweist in
Christus Jesus.
Epheser 2,7
Das bedeutet?
Salopp formuliert: Im Himmel ist jeden Tag Weihnach-
ten. Gott packt permanent den überragenden Reichtum seiner
Gnade aus, den er dann an uns erweisen wird. In anderen
Worten: Wir haben bis jetzt noch gar nichts erlebt und es wird
in Ewigkeit immer besser.
Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und
das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es. Nicht aus Werken,
damit niemand sich rühmt. Denn wir sind sein Gebilde, in
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Christus Jesus geschaffen zu guten Werken, die Gott vorher
bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.
Epheser 2,8-10
Wir bekommen jeden Tag ausreichend Gelegenheit, et-
was Gutes und Sinnvolles zu tun und uns nützlich zu machen.
Gott hat derlei Aufgaben in dein Leben eingebaut. Lebe darin
und deine Lebensqualität nimmt zu.
Eigne dir diese Perspektive unbedingt an.
Nun zum dritten Vers, den jeder Mensch kennen sollte:
Und wie es den Menschen bestimmt ist, einmal zu
sterben, danach aber das Gericht.
Hebräer 9,27
Das ist ein extrem wichtiger Punkt.
Jeder Mensch muss einmal sterben. Man kann an keinen
Ort gehen, an dem die Leute nicht sterben. In verschiedenen
Regionen werden sie vielleicht alt, doch sie sterben trotzdem
irgendwann. Auf den Tod muss man vorbereitet sein. Denn es
ist nicht so, dass man einfach die Augen zu macht und alles ist
vorbei. Jeder Mensch fühlt in seinem Herzen ganz genau, dass
dies nicht der Fall ist. Wir wissen intuitiv, dass da etwas auf
uns zukommt. Wer sich das eingesteht, der lebt doch anders.
Wer weiß, dass er Gott eines Tages für jede Tat und jedes Wort
Rechenschaft geben wird, der lebt besser und gestattet sich we-
niger Schurkereien.
Alle unsere Taten werden von Gott gewogen und gerichtet
werden. Vor ihm müssen wir uns verantworten. Lebe deshalb
so, als ob er dich sehen würde—weil er dich nämlich sieht. Sein
Herzenswunsch ist nicht, dich zu bestrafen. Er will dich viel
mehr belohnen. Doch ob er dich bestraft oder belohnt, liegt
nicht bei ihm, sondern bei dir.
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Jesus sagt:
Ich sage euch aber, dass die Menschen von jedem un-
nützen Wort, das sie reden werden, Rechenschaft geben
müssen am Tag des Gerichts.
Denn aus deinen Worten wirst du gerechtfertigt wer-
den, und aus deinen Worten wirst du verdammt werden.
Matthäus 12,36-37
Dabei sieht Gott die Person nicht an. Er richtet gerecht.
Ausnahmslos. Gott wird die Guten belohnen und die Schlechten
bestrafen und keiner wird eine Extrawurst gebraten bekommen.
In 2 Mose 4 lesen wir von einer eigenartigen Begeben-
heit: Der Herr versucht, Mose zu töten! Warum? Er hat doch
eine Aufgabe zu erfüllen. Er soll Israel doch aus der Sklaverei
führen. Worum geht es da?
Mose ist unterwegs nach Ägypten, weil Gott ihn dort hin-
geschickt hat. Er ist im Auftrag des Herrn unterwegs. Doch in
der Herberge streckt der Herr ihn unvermittelt nieder. Zippora
und sein Sohn sind bei Mose und Zippora beschneidet ihren
Sohn nun so schnell sie kann mit einem scharfen Stein an der
Vorhaut. Dann wirft sie die blutige Angelegenheit Mose vor die
Füße und nennt ihn: „Blutbräutigam!“ Warum tat sie das?
Wir finden die Antwort im 1 Buch Mose.
Dort steht in Kapitel 17, dass alle Nachkommen Abrahams,
zu denen Mose bekanntlich gehört, einen Bund mit Gott haben.
Zeichen des Bundes ist die Beschneidung. Jeder nun, der nicht
beschnitten ist, soll aus seinem Volk ausgerottet werden. Das
war Gottes Befehl. (1 Mose 17,14). Wer nicht beschnitten war,
musste sterben, weil er den Bund Gottes ungültig gemacht hatte.
Mose hatte seinen Sohn nicht beschnitten, aus welchen Grün-
den auch immer. Gott kannte da nichts und sagte, „Entweder er
stirbt oder du.“ Da beschnitten sie ihn ruckzuck.
Was sagt uns diese Begebenheit?
14
Gott hatte eine Regel etabliert. Mose hielt sich nicht da-
ran und das hatte Konsequenzen. Wenn Gott für Mose keine
Ausnahme machte, macht er für uns auch keine.
Alles wird gewogen und kommt ins Gericht.
Wir dürfen also nicht denken, wir kämen schon durch,
unsere Sünde bliebe ohne Konsequenzen. Das ist ein Trug-
schluss. Der Lohn der Sünde ist und bleibt der Tod. Jede böse
Tat wird gerichtet, jede Gute belohnt.
Gerichtet wird allerdings nur, was nicht vergeben wurde.
Deswegen ist es so wichtig, Jesus ins Leben einzuladen, damit
er unsere Sünden neutralisiert.
Deine Entscheidungen hier unten auf Erden haben ewige
Auswirkungen. Der Himmel ist real, die Hölle auch. Ent-
scheide dich für den Himmel und vermeide die Hölle.
Die Entscheidungen, die du in der Zeit getroffen hast,
können in der Ewigkeit nicht rückgängig gemacht werden. Es
ist dem Menschen gesetzt, einmal zu sterben, danach das Ge-
richt. Mit deinem Tod schließt sich das Buch deiner Werke.
Man kann sich danach nicht mehr bekehren. Das ist nur hier
und jetzt möglich. Deswegen ist es so wichtig, dass du hier und
heute die wichtigste Beziehung deines Lebens in Ordnung
bringst, deine Beziehung zu Gott.
Gott legt dir Himmel und Hölle vor und sagt: „Ich habe
dir eine Brücke geschlagen in den Himmel. Sie heißt Jesus. Be-
schreite sie, folge ihm nach.“
Tust du das nicht, weil du keine Lust hast darüber nachzu-
denken oder weil das in deinen Kreisen verpönt ist oder warum
auch immer, dann bist du verloren. Das sagt Jesus ausdrücklich.
Jesus geht auf das Totenreich in Lukas 16 genauer ein.
Dort gibt es Abrahams Schoß, einen schönen, paradiesischen
Ort, daneben eine unüberbrückbare Kluft, einen tiefen Ab-
grund. Auf dessen anderer Seite befinden sich die Flammen.
Der Hades.
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Als Jesus von den Toten auferstand, nahm er die Bewoh-
ner von Abrahams Schoß mit in den Himmel. Seitdem ist das
Paradies dort. Wer heute in Christus stirbt und hier die Augen
zu macht, der macht sie bei Jesus wieder auf.
Paulus schreibt:
Ich habe Lust, abzuscheiden und bei Christus zu
sein, denn es ist weit besser.
Philipper 1,23
Wenn ich sterbe, dann geht mein wahres Ich zum Herrn.
Nur mein Körper geht in den Sarg.
Eine der wichtigsten Stellen in der Bibel ist Hebräer 9,27:
Es ist dem Menschen gesetzt, einmal zu sterben, danach das Gericht.
Wo gehst du hin? Die Entscheidung liegt bei dir.
Ich möchte dir nun die Gelegenheit geben, Jesus als dei-
nen Herrn und Erlöser anzunehmen. Nach dem Studium dieser
drei Schriftstellen weißt du, was Sache ist. Es gibt noch viel zu
entdecken auf dieser Lebenslandkarte. Das Navi wird dich
noch in viele interessante Gegenden führen. Doch zunächst
musst du überhaupt erst einmal im Erlösungsland ankommen.
Entscheide dich deshalb dafür, deinen Weg mit Jesus zu gehen,
und bete dieses Gebet:
Herr Jesus, ich will dir nachfolgen.
Vergib mir meine Sünden.
Komm in mein Herz.
Gib mir ewiges Leben.
Herr, ich empfange jetzt. Danke.
Amen.
Willkommen in der Familie Gottes.
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Der Autor
Gert Hoinle ist ein beliebter Bibellehrer und leitet das
Christliche Glaubenszentrum, eine evangelische Freikirche in
Geldersheim, Bayern. Er hat Bibelschulen in München und
Tulsa, Oklahoma, absolviert und das Evangelium in vielen Län-
dern auf vier Kontinenten gepredigt. 1991 wurde er von Rev.
Bob Yandian, Grace Church, Tulsa, zum evangelisch-freikirch-
lichen Pastor ordiniert.
Einem größeren Personenkreis wurde er durch TV und
Internet bekannt, wo seine Predigten zuletzt mehr als eine
Million mal im Jahr aufgerufen wurden.
Der gegenwärtige Sendeplan:
Sonntag | 9.30 Uhr | Anixe plus
Sonntag | 10.30 Uhr | Star TV (Schweiz)
Mittwoch | 11:00 Uhr | Rhein–Main–TV
Donnerstag | 19.00 Uhr | Helvetia One (Schweiz)
Freitag | 5:30 Uhr | Rhein–Main–TV
Samstag | 6:00 Uhr | Anixe plus
Samstag | 9.30 Uhr | Anixe plus
Samstag | 10.30 Uhr | Star TV (Schweiz)
Samstag | 11.00 Uhr | Rhein–Main–TV
Mo.-So. | 0:00 Uhr bis 24.00 Uhr | Youtube.com
Mo.-So. | 0:00 Uhr bis 24.00 Uhr | Rumble.com
Und unseren Podcast gibt’s rund um die Uhr bei Spotify,
Apple und Google.
Unter www.OnlineKirche.org finden Sie weitere seiner
Predigten zum kostenlosen Herunterladen. Viele liegen auch
in gedruckter Form zum Erwerb auf Amazon vor.
Schreiben Sie dem Autor an [email protected].
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