Solidstatephysics
Solidstatephysics
Festkörperphysik
Z USAMMENFASSUNG
4. Juni 2017
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 Kristallstruktur 4
2.1 Raumgitter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
2.2 Die M ILLER’schen Indizes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
2.3 Wigner Seitz-Zone . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
2.4 Reziprokes Gitter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
2.5 Erste Brillouin-Zone . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
2.6 Fourier-Analysis der Basis (Strukturfaktor) . . . . . . . . . . . . . . 9
2.6.1 Strukturfaktor eines bcc Gitters . . . . . . . . . . . . . . . . 10
2.6.2 Strukturfaktor eines fcc Gitters . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
2.7 Atomarer Formfaktor/Streufaktor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
4 Kristallvibrationen 14
4.1 Vibrationen mit monoatomischer Basis . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
4.2 Zweiatomige primitive Basis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
4.3 Phononen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
4.4 Phononen Wärmekapazität . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
4.4.1 Zustandsdichte in 1D . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
4.4.2 Zustandsdichte in 3D . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19
4.4.3 Das D EBYE Modell . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19
4.4.4 Das E INSTEIN’sche Modell . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
4.4.5 Allgemeines Resultat für D(ω) . . . . . . . . . . . . . . . . . 21
4.5 Thermische Leitfähigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21
7 Bandlücke 26
7.1 Effektive Masse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
7.2 Thermoelectric effects . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
8 Fermioberflächen 28
1 EINLEITUNG
1 Einleitung
Potentielle Prfungsfragen:
3
2 KRISTALLSTRUKTUR
2 Kristallstruktur
Kristalle sind periodische Anordnungen einzelner Atomgruppen, wobei eine einzelne
Atomgruppe als Basis des Kristalls bezeichnet wird.
Die Atome einer Basis können von der selben Sorte oder auch verschieden sein, aber
alle Atomgruppen müssen identisch sein (da sie eine periodische Fortsetzung der Basis
sind).
Wenn man nun jeder Atomgruppe einen Gitterpunkt zu ordnet, so entsteht ein Raum-
gitter.
Ein Kristall ist durch die Struktur des Raumgitters und durch seine Basis definiert.
2.1 Raumgitter
In einem dreidimensionalen Raum ist das Raumgitter durch die drei primitiven Trans-
lationsvektoren a~1 , a~2 und a~3 gegeben:
~ = n1 a~1 + n2 a~2 + n3 a~3
R
—kommt noch—
n3
V = det A
Werden alle Elementarzellen aneinander gereiht, so wird der ganze Kristall ausgefüllt.
4
2.1 Raumgitter 2 KRISTALLSTRUKTUR
—kommt noch—
—kommt noch—
5
2.2 Die M ILLER’schen Indizes 2 KRISTALLSTRUKTUR
Den Abstand zwischen dem Nullpunkt und der N -ten Ebene berechnen wir mit:
~
a~1 G 2πN
dhk` =N · · =
~
h |G| |hb~1 + k b~2 + lb~3 |
6
2.3 Wigner Seitz-Zone 2 KRISTALLSTRUKTUR
7
2.4 Reziprokes Gitter 2 KRISTALLSTRUKTUR
8
2.5 Erste Brillouin-Zone 2 KRISTALLSTRUKTUR
Wobei SG Strukturfaktor genannt wird und r = 0 in einer Ecke der Zelle gilt.
Wir wählen als Bezugspunkt das Zentrum eines bestimmten Basisatoms und wir zer-
legen ~r in die beiden Vektoren r~i (Ortsvektor vom Bezugspunkt zu den Zentren der
übrigen Basisatomen) und R̃~ (Ortsvektor von einem solchen Zentrum zu einem Volu-
menelement der Elektronenhülle)
~
~r = r~i + R̃
Dies gibt uns Z
~ ~ )eiG· ~
~ R̃
eiG·~r
X
Fhk` = ni (R̃ dV
i | {z }
fi
Der Strukturfaktor muss nicht real sein, denn die Streuungsintensität hängt von S ∗S ∈
R ab und ist somit real.
9
2.7 Atomarer Formfaktor/Streufaktor 2 KRISTALLSTRUKTUR
wobei f der Formfaktor eines Atoms ist. S wird zu 0, wenn immer −iπ · [ ungerader
Integer ] im Exponent steht, also:
0 wenn v1 + v2 + v3 = ungerader Integer
S=
2f wenn v1 + v2 + v3 = gerader Integer
und genauer
4f
wenn v1 + v2 + v3 = ungerader Integer
S= 4f wenn v1 + v2 + v3 = gerader Integer
0 wenn einer oder zwei der Integer gerade sind
Wenn alle Elektronen des i-ten Atoms am Ort R̃ ~ = 0 sässen, dann w der atoma-
re Streufaktor fi gleich der Ordnungszahl Z des betreffenden Atoms. Die räumliche
Ausdehnung der Gitteratome bewirkt eine Herabsetzung des atomaren Streufaktors.
fi wird deshalb auch definiert als das Verhältnis der Amplitude der an einem Atom
gestreuten Welle zur Amplitude einer an einem freien Elektron gestreuten Welle.
10
3 KRISTALLE VON INERTGASEN
U (r) = −const/r6
Diese Bindung ist sehr schwach, die Bindungsenergie liegt bei 0.1 eV, folglich haben
Molekülkristalle niedrige Schmelz- und Siedepunkte.
3.2 Kohäsionsenergie
Die Kohäsionsenergie von Inertgasekristallen bei T = 0K und p = 0 pa ist gegeben
bei
Utot (r) = −2.15 · 4N
11
3.3 Ionische Kristalle 3 KRISTALLE VON INERTGASEN
3.5 Metalle
Metalle besitzen hohe elektrische Leitfähigkeit als Eigenschaft, denn viele Elektrone
können sich frei bewegen. Diese freien Elektronen werden Leiterelektronen (conduc-
tion electrons) genannt. Die Valenzelektronen der Atome werden zu den Leiterelektro-
nen des Metalls.
12
3.6 Wasserstoffbindung/-Brücken 3 KRISTALLE VON INERTGASEN
3.6 Wasserstoffbindung/-Brücken
Wasserstoffbindungen sind stark ionisch und tauchen nur zwischen stark elektronega-
tiven Atomen wie F, O und N auf.
Hierbei geben Wasserstoffatome ihre Elektronen an stark elektronegative Atome ab
und es bleiben nur Protonen zurück. Diese Bindung tritt nur zwischen zwei Atomen
auf.
13
4 KRISTALLVIBRATIONEN
4 Kristallvibrationen
4.1 Vibrationen mit monoatomischer Basis
Wir betrachten die elastischen Vibrationen von Kristallen mit einem Atom in der pri-
mitiven Zelle. Wir wollen nun die Frequenz der elastischen Welle finden.
Wir nehmen an, dass die Kraft auf die Ebene s verursacht durch die Verschiebung der
Ebene s + p proportional zur Differenz us+p − us ihrer Verschiebung ist. Zwecks Ein-
fachheit betrachten wir nur nster-Nachbar Interaktionen, also wird die totale Kraft auf
s von den nebenanliegenden Flächen:
d2 us
Fs = M = C1 (us+1 − us ) + C2 (us−1 − us )
dt2
Dieser Ausdruck ist in der Form vom H OOKE’schen Gesetz wobei Ci die Federkon-
stante zwischen den Nachbarn ist.
Es ist nützlich Ci zu einem C zusammenzufassen für ein Atom:
d2 us
M = C(us+1 + us−1 − 2us )
dt2
mit dem Ansatz us = e−iωt folgt
Mit dem weiteren Ansatz us±1 = ueiska e±ika wobei a der Abstand zwischen den Ebe-
nen und k der Wellenvektor ist, ergibt sich die Dispersionsrelation
C
ω 2 (K) = 2 (1 − cos(ka))
M
Die Grenze der ersten Brillouin Zone liegt bei k = ±π/a somit muss die Steigung von
ω gleich Null sein in k = ±pi/a :
dω 2 C
= 2 sin(ka) = 0
dk 2 M
wir können dank trigonometrischer Identität umschreiben:
s
C 1
ω=2 sin ka
M 2
Nur den Bereich der k in der ersten B RILLOUIN Zone ist physikalisch relevant. Da
die Verschiebung ausserhalb dieser Zone immer mit einem Wellenvektor innerhalb der
Zone beschrieben werden kann.
14
4.1 Vibrationen mit monoatomischer Basis 4 KRISTALLVIBRATIONEN
Falls die Wellenlänge λ viel grösser als der Netzebenenabstand a ist, also ka 1,
dann gilt: s
C
ω=a k
M
Die Ausbreitungsgeschwindigkeit (Gruppengeschwindigkeit) einer longitudinalen Schall-
welle ist gegeben durch s
dω C
vg = =a
dk M
Da die Kreisfrequenz ω ihren Maximalwert an den Rändern der ersten Brillouin-Zone
annimmt gilt:
π
ωmax ≈ vg kmax = vg = 2π · 1013 s−1
a
oder
ωmax
vmax = ≈ 1013 Hz
2π
Ohne obenstehende Bedingung ka 1 ist die Gruppengeschwindigkeit gegeben
durch s
C 1
vg = a cos ka
M 2
Die Federkonstante für die p-te Ebene erhalten wir durch das Integral
M a Z π/a 2
Cp = − ω cos(pka)dk
2π −π/a K
15
4.2 Zweiatomige primitive Basis 4 KRISTALLVIBRATIONEN
d2 us
M1 = C(vs + vs−1 − 2us )
dt2
d2 vs
M2 = C(us+1 + us − 2vs )
dt2
woraus wir dann
1 1
2
ω = 2C + optisch
M1 M2
C
ω2 = k 2 a2 akustisch
2(M1 + M2 )
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4.3 Phononen 4 KRISTALLVIBRATIONEN
Die optischen Kurven schneiden den Nullpunkt nie, nur die akustischen Kurven. Bei
akustischen Phononen geht die Verschiebung in Richtung der Fortbewegung, wie bei
einer Schallwelle. Bei optischen Phononen bewegen sich die Atome ’out of phase’, sie
heissen optisch, da die Atome bei Ionischen Kristallen durch infrarotes Licht angeregt
werden.
Wenn nun die Basis p Atome enthält, so sind im Phononenspektrum 3p Zweige vor-
handen, 3 Akkustische und 3(p − 1) optische.
4.3 Phononen
Die Energie der Gittervibrationen ist quantisiert. Ein Quantum Energie nennt man Pho-
non. Die Energie einer elastischen Mode der Winkelfrequenz ω beträgt
1
= n+ ~ω
2
Ein Phonon interagiert mit Photonen, Neutronen etc als würde es einen Impuls p = ~k
besitzen. Jedoch ist ein Phonon impulslos, da die die Gitterschwingung (abgesehen von
k = 0) keine Schwingung um den Massenschwerpunkt ist (dieser steht fix), sondern
nur eine relativbewegung. Deshalb ist p = ~k ein Quasiimpuls.
Wenn ein Phonon mit Wellenvektor k durch inelastische Streuung eines Neutrons oder
Photons mit Wellenvektor von k zu k 0 entsteht, dann gilt
k = k0 + K + G
17
4.4 Phononen Wärmekapazität 4 KRISTALLVIBRATIONEN
4.4.1 Zustandsdichte in 1D
Wir betrachten eine eindimensionale Linie mit Länge L die N +1 Teilchen mit Abstand
a trägt.
Wir nehmen an, dass die Teilchen s = 0 und s = N an den Enden fixiert sind. Also
hat jede Vibration die Form einer stehenden Welle.
Die Zustandsdichte ist gegeben durch
L dK L dω
D1 (ω)dω = dω =
π dω π dω/dK
Wir erhalten die Gruppengeschwindigkeit dω/dK von der Dispersionsrelation ω. Es
gibt eine Singularität in D1 (ω) wennimmer die Dispersionrelation ω(k) horizontal ist,
also vg = 0.
18
4.4 Phononen Wärmekapazität 4 KRISTALLVIBRATIONEN
4.4.2 Zustandsdichte in 3D
Wir wenden die periodische Randbedingung über N 3 primitive Zellen in einem Würfel
mit Seitenlänge L an, so dass K bestimmt wird durch die Bedingung:
ei(Kx x+Ky y+Kz z) = ei(Kx (x+L)+Ky (y+L)+Kz (z+L))
somit
2π 4π Nπ
Kx , Ky , Kz = 0; ± ; ± ; ··· ;
L L L
3
Also ist ein erlaubter Wert von k pro Volume (2π/L) im K-Raum (Reziproker Raum).
Die totale Anzahl von Moden mit Wellenvektor kleiner als K beträgt (L/2π)3 mal das
Volumen der Kugel mit Radius K:
4
N = (L/2π)3 πK 3
3
Da dies nun unabhängig von p ist, gilt für jede Polarisation:
dN V K 2 dK
D(ω) = =
dω 2π 2 dω
wobei V = L3 .
19
4.4 Phononen Wärmekapazität 4 KRISTALLVIBRATIONEN
20
4.5 Thermische Leitfähigkeit 4 KRISTALLVIBRATIONEN
wobei das Integral über das Volumen der Hülle im K-Raum berechnet wird.
Das wahre Problem ist die Evaluation des Volumens der Hülle.
Wir wählen dSω als ein Element der Fläche im K-Raum der gewählten konstanten
Frequenz ω. Daraus wird:
V Z 1
D(ω) = dSω
(2π)3 vg
Dieses Integral wird über das Gebiet der Oberfläche wo ω konstant ist im K-Raum
berechnet.
dT
jv = −K
dx
wobei jv der Fluss von thermischer Energie pro Zeiteinheit ist.
Dies impliziert, dass die Energie nicht einfach rein und raus geht sondern durch das
Objekt diffundiert.
Von der kinetischen Gastheorie können wir folgenden Ausdruck herleiten:
1
K = CV v`
3
wobei v die durchschnittliche Teilchengeschwindigkeit und ` der durchschnittliche
freie Weg des Teilchens zwischen Kollisionen ist.
Wir können schreiben:
dT
jv = −nhv 2 ickB T
dx
wobei c die Wärmekapazität eines Teilchens ist. Falls, wie bei einem Phonon, v kon-
stant ist, so wird
1 dT
jv = − Cv`
3 dx
1
mit ` = vr und C = nc, also K = 3 Cv`.
21
5 DAS FERMI GAS
~2 2
k = k
2m
22
5.2 Exp. Wärmekapazität 5 DAS FERMI GAS
Im Grundzustand des Systems können die besetzten Orbitale als Punkte in einer Kugel
im k-Raum reprntiert werden. Die Energie auf der Oberfläche der Kugel ist die Fermi
Energie, wobei die Wellenvektoren an der Fermioberfläche den Betrag kf haben, so
dass
~2 2
F = k
2m F
Durch s
2
3 3π N
kF =
V
kriegen wir
!2/3
~2 3π 2 N
F =
2m V
Dies macht die Fermienergie von der Elektronenkonzentration N/V abhängig.
Die Elektronengeschwindigkeit an der Fermioberfläche beträgt:
!1/3
~kF ~ 3π 2 N
vF = =
m m V
Wir suchen nun einen Ausdruck für die Anzahl Orbitale pro Einheitsenergie, die Zu-
standsdichte D(), auch Orbitalsdichte genannt.
3/2
V 2m
N= 2
3π ~2
ergibt
dN V 2m
3/2
√ 3N
D() = = 2· · =
d 2π ~2 2
C = γT + αT 3
C/T = γ + αT 2
23
5.3 O HM’sches Gesetz 5 DAS FERMI GAS
ne2 τ E
j = nqv =
m
Das ist das O HM’sches Gesetz.
Die elektrische Leitfähigkeit ist gegeben durch
j = σE
mit
ne2 τ
σ=
m
und ρ ist der elektrische Widerstand
m 1
ρ= 2
=
ne τ σ
π 2 nkB
2
Tτ
Kel =
3m
24
6 ENERGIEBÄNDER
6 Energiebänder
— nicht zusammengefasst —
25
7 BANDLÜCKE
7 Bandlücke
Die Leitfähigkeit und Trägerkonzentration werden bestimmt durch das Verhältnis
Egap
kB T
wobei Egap die Bandlücke ist.
Wenn dieses Verhältniss klein ist, dann ist auch die Leitfähigkeit klein.
In einem direkten Absorptionsprozess misst man die Bandlücke mit der Grenze einer
stetigen optischen Absorption bei der Frequenz ωg gemäss:
Egap = Eg = ~ωg
kphoton = kc + K = 0 ~ω = Eg + ~Ω
26
7.2 Thermoelectric effects 7 BANDLÜCKE
jU = Πjq
E = Q∇T = Q · gradT
27
8 FERMIOBERFLÄCHEN
8 Fermioberflächen
Die Fermifläche ist die Fläche konstanter Energie F im k-Raum.
Die Fermifläche separiert die ungefüllten von den gefüllten Orbitalen beim absoluten
Nullpunkt.
Die elektrischen Eigenschaften des Metalls sind gegeben durch das Volumen und die
Form der Fermfläche.
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