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Zu - Bau Sensoren Mit Transistor Und Kondensator

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1 1 0 .

2 6 8
L e r n p r o g r a m m Te i l 6
“ S e n s o r i k ”

Hinweis: Hinweis
Aus fertigungstechnischen Gründen Bei den OPITEC Werkpackungen handelt es sich nach
kann die Kontaktfahne im Inneren der Fertigstellung nicht um Artikel mit Spielzeugcharakter
Fassung zu weit abstehen. allgemein handelsüblicher Art, sondern um Lehr- und
Deshalb vor dem Eindrehen einer Lernmittel als Unterstützung der pädagogischen Arbeit.
Lampe die Fahne mit einem Schrau-
bendreher o. ä. nach unten drücken.

Inhalt:

- Feuchtigkeits-Sensor
- Berührungs-Sensor
- Zeit-Sensor
- Licht-Sensor
- Wärme-Sensor
D110268#1
1
STÜCKLISTE

1 Widerstand 1,8 kOhm 1 Widerstand 2,2 kOhm


1 Widerstand 6,8 kOhm 1 Trimmer 10 kOhm
1 Heißleiter 4,7 kOhm 1 Fotowiderstand
2 Transistoren BC 548/547 1 Kondensator 1000 µF
1 Glühlampe 3,8 V/0,07 A 1 Fassung E 10
1 Federbronzestreifen 50 mm lang 10 Reißnägel
1 Sperrholzplatte 8 x 80 x 80 1 Meßstrippe mit Krokoklemme
1 Schaltdraht 500 mm

Was ist SENSORIK

Mit SENSORIK kann man die Technik (Sensortechnik) umschreiben, bei der mit Hilfe von SENSOREN physi-
kalische Größen erfaßt und ausgewertet werden können. Solche SENSOREN (Fühler) reagieren auf Flüssig-
keiten, Gase, Licht, Wärme und andere sensorisch wahrnehmbare Stoffe.

Mit diesem Lernprogramm werden die wichtigsten sensortechnischen Vorgänge theoretisch und praktisch
kennengelernt. Gleichzeitig wird an Beispielen die Verwendung einer Schaltung in der realen Technik aufge-
zeigt.

Aufbau:

Der Aufbau der Schaltungen erfolgt auf dem Sperrholzbrettchen. Hierzu werden Reißnägel nach der jeweili-
gen Zeichnung in das Brettchen gedrückt und die Bauteile aufgelötet. Der Anschluß an die Batterie erfolgt mit
den beiden Krokoklemmen.

Hinweise für alle Schaltungen in diesem Lernprogramm:

Bei allen Schaltungen kann das Lämpchen durch ein Relais (N° 214.038) ersetzt werden. So können andere
Verbraucher angeschlossen werden.
Es muß jedoch dem Relais eine Universaldiode in Sperrichtung parallel zugeschaltet werden. Diese ”Schutz-
diode” schützt den Transistor beim Ausschalten vor Zerstörung.
2 D110268#1
Der Flüssigkeits - Sensor
WASSER MARSCH - ELEKTRONEN PASSEN AUF

Hinweise zum Aufbau der Schaltung:


Zunächst werden nach der Zeichnung Reißnägel in das Sperrholzbrettchen gedrückt.
Mit Hilfe der Zeichnung werden die benötigten Bauteile identifiziert und aufgelötet.
Achte auf die richtige Polung des Transistors!
Die an die Kontakte 1 und 2 angeschlossenen Drähte werden als SENSOR für Flüssigkeiten (normales Was-
ser oder Säure) benutzt. Der Abstand beider Drahtenden sollte dabei nicht weiter als 10 mm sein.

Transistor BC 548 (oder ähnlich)


Beim Aufbau zeigt die abgeflachte Seite nach links

Widerstand 1,8 kOhm (braun, grau, rot)

Abstand ca. 10 mm

Wie die Schaltung funktioniert

Wenn die Batteriespannung (bis 6 V) angelegt wird, dann haben wir am Sensordraht ein positives Potential
von ca. 0,8 V anliegen. Der Basiswiderstand verursacht den Spannungsabfall. Diese Spannung läßt einen ge-
ringen Strom (ca. 2 mA) fließen. Wird nun Draht 1 mit Draht 2 in Kontakt gebracht, so steuert der Transistor
durch und die Lampe leuchtet.
Die Schaltung soll aber als SENSOR für leitende Flüssigkeiten dienen. Dazu müssen die Drähte 1 und 2 in
eine leitende Flüssigkeit (normales Wasser, Säure) gehalten werden, wobei der Abstand der Drahtenden ca.
10 mm nicht überschreiten darf.
Der Basisstrom wird dann durch die Flüssigkeit fließen und aufgrund ihres Eigenwiderstandes abgeschwächt
werden, so daß die Lampe schwächer leuchtet. Ohne Basiswiderstand würde die Lampe heller leuchten,
doch bei versehentlicher Berührung der Sensordrähte würde der Transistor zerstört. Der Basiswiderstand ist
also in diesem Fall ein Schutzwiderstand.

Bei Ausbau zu einer DARLINGTON-Schaltung (siehe Sensortaste) wird die Empfindlichkeit gegenüber leiten-
den Flüssigkeiten erheblich erhöht.

SCHALTBILD

L L = Lampe 3,8 V / 0,07 A

R T = Transistor BC 548/547
R = Widerstand 1,8 KOhm
1 B
Abstand ca. 10 mm T B = Batterie 4,5 Volt
2

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3
Anwendung der Schaltung in der Technik

Solche Schaltungen werden in der Technik als SENSOR bei Überwachungen von Flüssigkeitspegeln einge-
setzt.
Damit kann das Ansteigen, Absinken oder Vorhandensein einer Flüssigkeit überwacht werden (z.B. das auto-
matische Einschalten einer Pumpe bei Wassereinbruch, oder das Abstellen des Wassers, falls der Schlauch
einer Waschmaschine platzen sollte).
Man kann die Schaltung als Füllstandsanzeige einer Badewanne nutzen oder die Feuchtigkeit eines Blumen-
topfes damit überwachen.

Du hast dich sicherlich schon gefragt, weshalb in der Schaltung überhaupt ein Transistor verwendet wird.
Könnte man das Lämpchen nicht direkt mit den Sensordrähten anschließen?
Probiere es aus!

Der Widerstand der Flüssigkeit ist so hoch, daß das Lämpchen nicht leuchten kann.
Der Transistor dient hier als Stromverstärker. Der schwache Basisstrom schaltet einen starken Kollektorstrom,
der das Lämpchen zum Leuchten bringt.

Erweiterter Flüssigkeits-SENSOR

Hinweise zum Aufbau der Schaltung:


Zunächst werden nach der Zeichnung Reißnägel in das Sperrholzbrettchen gedrückt.
Mit Hilfe der Zeichnung werden die benötigten Bauteile identifiziert und aufgelötet.
Achte auf die richtige Polung des Transistors!
Im Prinzip ist diese Schaltung eine doppelte Ausführung der vorherigen Schaltung.
Allerdings hast du hier den Vorteil, daß dir zwei Zustände angezeigt werden.
Ein Lämpchen zeigt dir das Erreichen eines bestimmten Flüssigkeitspegels an, das andere das Absinken auf
einen bestimmten Pegel. Weitere Anzeigen wären z. B. ein voller oder leerer Behälter.

Das zweite Lämpchen ist nicht im Lernprogramm enthalten und muß extra besorgt werden (N° 202.031).

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Der Berührungs - Sensor
FINGER DRAUF - ELEKTRONEN LASSEN SICH NICHT STOPPEN

Hinweise zum Aufbau der Schaltung:


Zunächst werden nach der Zeichnung Reißnägel in das Sperrholzbrettchen gedrückt.
Mit Hilfe der Zeichnung werden die benötigten Bauteile identifiziert und aufgelötet.
Achte auf die richtige Polung des Transistors!
Die Reißnägel 1 und 2 dienen als SENSOR. Ihr Abstand sollte nicht weiter als die Breite einer Fingerkuppe
sein.

Transistor BC 548 (oder ähnlich)


Beim Aufbau zeigt die abgeflachte Seite nach links

Widerstand R1 1,8 KOhm (braun, grau, rot)

Widerstand R2 6,8 KOhm (blau, grau, rot)

R2
R1
T1 T2

1
2

Wie die Schaltung funktioniert

Bei dieser Schaltung soll das Auflegen einer Fingerkuppe auf die Sensorfläche (Reißnägel 1 und 2) das
Lämpchen einschalten.
Der Hautwiderstand einer trockenen Fingerkuppe ist so groß, daß nur ein sehr geringer Strom fließen kann.
Dieser geringe Strom wird die einfache Schaltung des vorher gebauten Feuchtigkeits-Sensors nicht durch-
schalten können.
Wir müssen also eine Schaltung mit sehr hoher Verstärkung verwenden.
Wir haben diese Schaltung mit zwei Transistoren aufgebaut. Die Art und Weise in welcher beide Transistoren
geschaltet sind, nennt man DARLINGTON-Schaltung.
Bei der DARLINGTON-Schaltung fließt der Emitterstrom des ersten Transistors als Basisstrom durch den
zweiten Transistor.

Jeder einzelne Transistor verstärkt den Strom, er hat z. B. einen Stromverstärkungsfaktor von ß = 80. Bei der
DARLINGTON-Schaltung wird der Verstärkungsfaktor der beiden Transistoren nun nicht einfach addiert, son-
dern multipliziert. Es ergibt sich ein wesentlich höherer Faktor gegenüber den Einzelschaltungen:

ßges = ß1 x ß2 (80 x 80 = 6400)

Nun zur Schaltung:

Wenn bei angelegter Batteriespannung (bis 6 V) eine Fingerkuppe auf den Sensor gelegt wird, dann fließt ein
Basisstrom über R1 und die Fingerkuppe in den T1. Dieser schaltet durch und läßt seinen Kollektstrom als
Basisstrom in den T2 fließen. Der Widerstand R2 dient dabei zur Begrenzung des Basisstroms von T2.
Transistor T2 schaltet durch und das Lämpchen leuchtet . Nur weil sich die Stromverstärkung beider Transi-
storen multipliziert, kann der geringe Stromfluß durch die Fingerkuppe überhaupt zur Anzeige verwendet wer-
den.
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SCHALTBILD
T1 und T2 Transistoren BC 548/547
R1 R2
1 R1 = 1,8 KOhm
2 T1
R2 = 6,8 KOhm
T2

Anwendung der Schaltung in der Technik

Solche Sensor-Schaltungen, bei denen das bloße Auflegen eines Fingers genügt um einen Schaltvorgang
auszulösen, findet man bei vielen Geräten der Unterhaltungs-Elektronik.
Bei Fernsehgeräten genügt ein einfaches Auflegen des Fingers und schon wird das Programm umgeschaltet,
Fernbedienungen sind ebenfalls so konzipiert. Auch in den Geräten, die von Behinderten benutzt werden, fin-
det man solche Sensor-Schaltungen.
Überall dort, wo ohne Kraftaufwand und mit hohem Komfort elektonische Geräte bedient werden sollen, sind
Sensor-Schaltungen eingebaut.

Der Zeit - Sensor


EILE MIT WEILE - ELEKTRONEN SIND DOCH SCHNELLER

Hinweise zum Aufbau der Schaltung:


Zunächst werden nach der Zeichnung Reißnägel in das Sperrholzbrettchen gedrückt.
Mit Hilfe der Zeichnung werden die benötigten Bauteile identifiziert und aufgelötet.
Achte auf die richtige Polung des Transistors!
Achte auf die richtige Polung des Kondensators!
Zum Aufbau des Tasters verwendet man den Federbronzestreifen, er wird auf einen Reißnagel gelötet und
steht mit dem anderen Ende über einen zweiten Reißnagel, ohne ihn zu berühren.
Zum Tasten wird er einfach heruntergedrückt, danach federt er von selbst zurück und der Kontakt ist wieder
unterbrochen.

Widerstand 1,8 kOhm (braun, grau, rot)

1000µF
Kondensator 1000 µF
(beide Bauformen möglich, achte auf die
1000µF Polarität)

Taster
T
R

6 D110268#1
Wie die Schaltung funkioniert

Die Batteriespannung (bis 6 V) wird angelegt, die Lampe leuchtet nicht.


Wird nun der Taster gedrückt, so fließt über den Widerstand ein Basisstrom in den Transistor, er schaltet
durch und die Lampe leuchtet.
Gleichzeitig lädt sich der Kondensator schlagartig auf. Nach dem Loslassen des Tasters leuchtet die Lampe
weiter.
Warum?

Der aufgeladene Kondensator entlädt sich jetzt über den Widerstand und Basis-Emitterstrecke des Transi-
stors. Mit dem Entladen sinkt der Strom ab und die Lampe leuchtet immer schwächer, bis der Transistor nicht
mehr durchschaltet, die Lampe erlischt.
Die Zeitdauer der Entladung ist von der Größe des Kondensators und des Widerstandes abhängig.
Z. B. verursacht ein noch größerer Kondensator eine längere Leuchtzeit, während ein kleiner Widerstand die
Leuchtzeit verkürzt, weil sich der Kondensator schneller entladen kann.

SCHALTBILD
T = Transistor BC 548/547
Taster
R = Widerstand 1,8 KOhm

T C = Kondensator 1000 µF
R

Anwendung der Schaltung in der Technik

Solche Zeit-Schaltungen werden in der Technik immer dort verwendet, wo gleichmäßige Rhythmen gebraucht
werden.
Z.B. Taktgeber für Blinkschaltungen, automatisches Ein- oder Ausschalten nach einer bestimmten Zeit (Trep-
penhaus-Beleuchtung), Zeitprogramm einer Waschmaschine, zeitgesteuerter Datenfluß in einem Computer,
Zeitbegrenzung bei Elektronikspielen usw.
Man kann die Schaltung zur Begrenzung der Denkzeit bei Ratespielen oder beim Schach nutzen.
Eine andere Möglichkeit ist der Einsatz zur Laufzeitbegrenzung eines Motors bei einem Schiffs- oder Flugmo-
dell.

Verbesserter ZEIT-SENSOR

Diese Schaltung ist wieder eine Darlington-Schaltung (vergleiche auch Sensor-Schaltung). Sie ist etwas ein-
facher aufgebaut, weil beide Transistoren zusammengeschaltet sind (ohne einen Kollektor-Widerstand).
Diese Schaltung reagiert auf sehr geringe Ströme an der Basis von T1 und der Entladevorgang des Konden-
sators kann über eine längere Zeit zum Durchschalten von T1 genutzt werden. Die Lampe leuchtet also län-
gere Zeit.
Im Materialvorrat sind alle benötigten Teile vorhanden, man kann diese Schaltung aufbauen und für längere
Zeitintervalle nutzen.

T2
T1

...mit Darlington-Schaltung
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Wenn man einen Trimmer (Potentiometer) parallel zum Kondensator schaltet, so läßt sich bei dieser Schal-
tung die Leuchtzeit in bestimmten Grenzen einstellen.
Gegenüber der einfachen Zeitschaltung läßt sich hier der Zeitpunkt des Ausschaltens ziemlich genau einstel-
len.

T2

... mit Trimmer

Der Licht - Sensor


NIMM DEN SCHATTEN - ELEKTRONEN WOLLEN LICHT

Hinweise zum Aufbau der Schaltung:


Zunächst werden nach der Zeichnung Reißnägel in das Sperrholzbrettchen gedrückt.
Mit Hilfe der Zeichnung werden die benötigten Bauteile identifiziert und aufgelötet.
Achte auf die richtige Polung des Transistors!
Achte darauf, daß die Widerstände R1 und R2 nicht vertauscht werden!
Vorsichtig mit dem LDR umgehen, er ist leicht zerbrechlich!

Widerstand 6,8 kOhm (blau, grau, rot)

Widerstand 2,2 kOhm (rot, rot, rot)

LDR
LDR ist die Abkürzung für light depended resistor (lichtabhängiger Widerstand), ein
solcher Widerstand ist bei Lichteinfall niederohmig und bei Dunkelheit hochohmig.

R1
T
R2

LDR

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Wie die Schaltung funktioniert

Hellschaltung:
Wenn die Batteriespannung (bis 6 V) angelegt wird, leuchtet das Lämpchen.

Warum?

Der LDR ist ein lichtempfindlicher Widerstand, d.h. bei Dunkelheit ist er hochohmig, bei Lichteinfall aber nie-
derohmig.
Über den LDR gelangt positives Potential an die Basis des Transistors, er kann durchschalten. Der Wider-
stand R2 begrenzt den Basisstrom und schützt den Transistor. Der Widerstand R1 verhindert, daß über den
LDR ein zu hoher Strom fließt.
Bei Lichteinfall auf den LDR würde dieser die Batterie kurzschließen.

Dunkelschaltung:
Wird die Batterie angeschlossen, so leuchtet das Lämpchen nicht. Warum?
Auf den LDR fällt Licht und er ist niederohmig. Dadurch gelangt an die Basis ein negatives Potential, der Tran-
sistor sperrt, die Lampe leuchtet nicht.
Wird der LDR abgedunkelt, so wird er hochohmig und über R1 fließt positives Potential über R2 in den Transi-
stor, er schaltet durch und die Lampe leuchtet.

Hellschaltung Dunkelschaltung

LDR R1 = 6,8 kOhm R1


R2 = 2,2 kOhm
R2 R2

R1 LDR

Anwendung der Schaltung in der Technik

Die bekannteste Anwendung ist die Lichtschranke in einem Kaufhaus. Dort steuert eine Lichtschranke die
Türen und Rolltreppen.
Weitere Möglichkeiten sind das automatische Einschalten von Straßenlaternen oder Parklichtern am Auto.
Auch die Hausbeleuchtung kann bei Sonnenuntergang eingeschaltet und bei Sonnenaufgang wieder ausge-
schaltet werden.
Man kann eine Schaltung z.B. als Alarmanlage in einen Schrank oder eine Schublade einbauen.
Wird die Tür geöffnet (ohne einen geheimen Schalter zu betätigen) so fällt Licht auf den LDR und der Alarm
wird ausgelöst.
Anstelle der Lampe kann ein Summer verwendet werden.
Mit einem Relais lassen sich beliebig viele und andere Verbraucher schalten.
Auch eine Lichtschranke läßt sich mit dieser Schaltung realisieren. Hierzu nimmt man den Lichtstrahl einer
Taschenlampe und richtet ihn auf den LDR, wird der Lichtstrahl unterbrochen, so schaltet der Transistor. Über
den LDR sollte man eine Pappröhre schieben, so gelangt nur Licht vom Strahl der Taschenlampe zum LDR
und das Umgebungslicht kann die Funktion nicht beeinflussen.

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Der Wärme - Sensor
AUFSTEIGENDE HITZE - ELEKTRONEN BLEIBEN KALT

Hinweise zum Aufbau der Schaltung:


Zunächst werden nach der Zeichnung Reißnägel in das Sperrholzbrettchen gedrückt.
Mit Hilfe der Zeichnung werden die benötigten Bauteile identifiziert und aufgelötet.
Achte auf die richtige Polung des Transistors!
Eine Polung ist beim Heißleiter nicht zu beachten!
Der Anschluß des Trimmers ist aus der Zeichnung zu ersehen.

Widerstand 1,8 kOhm (braun, grau, rot)

Heißleiter 4,7 kOhm

Trimmer 10 kOhm

R3 R1

R2

Wie die Schaltung funktioniert

Wird eine Batterie (bis 6 V) angeschlossen, so leuchtet das Lämpchen nicht.


Warum?
Der Heißleiter ist ein Widerstand, der im kalten Zustand hochohmig ist, erst bei Erwärmung wird er niederoh-
mig und leitend, daher die Bezeichnung: Heißleiter.
Um den Heißleiter zu erwärmen, genügt schon die Körperwärme von Daumen und Zeigefinger.

Benutze niemals eine offene Flamme direkt am Heißleiter, er könnte zerstört werden!

Weitere Wärmequellen können sein:


heißes Wasser, heiße Luft oder heißes Metall wenn der Heißleiter einen guten Kontakt zum Metall hat.

Wird also der Heißleiter erwärmt, sinkt sein Widerstand und es fließt ein Strom durch ihn und über den Trim-
mer in die Basis des Transistors. Der Transistor schaltet durch und die Lampe leuchtet.
Der Widerstand R2 verhindert einen Kurzschluß zwischen Heißleiter und Batterie.
Mit dem Trimmer läßt sich eine bestimmte Temperaturgrenze einstellen.
Wird nun der Heißleiter mit dem Widerstand R2 vertauscht, so leuchtet das Lämpchen wenn der Heißleiter
nicht erwärmt wird.
Bei Erwärmung wird er niederohmig, der Strom fließt über R2 und Heißleiter, aber nicht in die Basis des Tran-
sistors und dieser sperrt, das Lämpchen erlischt.

10 D110268#1
SCHALTBILD

R1 = Trimmer 10 kOhm
R3
R2 = Widerstand 1,8 kOhm
R1
R3 = Heißleiter

R2

Anwendung der Schaltung in der Technik

Heißleiter werden in der Technik dort eingestzt, wo bei Erreichen bestimmter Temperaturen Geräte ein- oder
ausgeschaltet werden sollen.
Z. B. um Geräte vor zu großer Erwärmung zu schützen, schalten die Heißleiter eine Lüftung zur Kühlung ein
oder ein Heißleiter in einer Waschmaschine schaltet die Laugenheizung ab, wenn die eingestellte (mit einem
Trimmer) Temperatur erreicht wurde.
Auch zur Überwachung von Flüssigkeitspegeln dienen Heißleiter. In jedem Heizöltank ist ein Heißleiter einge-
baut, wird der Tank befüllt, so steigt der Pegel. Irgendwann erreicht der Pegel den Heißleiter, dieser kühlt sich
ab (Heizöl ist kälter als Luft) und die Elektronik schaltet die Pumpe aus.
Auch in Zentralheizungsanlagen sind Heißleiter zur Temperaturerfassug eingebaut.

Man kann diese Schaltung als Thermostat nutzen:


Wenn die Sonne zu sehr auf den Schreibtisch scheint, kann die Schaltung über ein Relais einen Ventilator
schalten.
Man kann auch den Heißleiter an einer bestimmten Stelle in eine Kerze einschmelzen, brennt die Kerze bis
zu dieser Stelle herunter, bläst der Ventilator die Kerze aus.
Wird der Heißleiter in eine heiße trinkbare Flüssigkeit (Kaffee, Tee, Kakao) eingetaucht, so kann das Lämp-
chen die erreichte Trinktemperatur anzeigen.

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